UW Ms AN- *Ss-S >«■ «Ml. "uarschE im,, V°ren.?L«r°s ^umbolbt in S dn ÄWit"Ä^ 1 'OH dem Gefühl der quemlichkeit schf sich noch die wde über die $chö- Form, den flotten : echter Kubier menkleider, Wes* Jacken,Pullovers, ich preiswert ist Mg , durch dl« Fabrik . Hjtuftgarl;^ in K.G.. Schulstr.4 lf„ Marktstr.4-8 eipel, Markt 18 »gen 5132V Sie bi«' unter Kinde" fentt" Ur. 85 Erster VM 182. Jahrgang Samstag, 9. April 1932 Lrs chernt täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle lHonat$:Be$ugsprei$: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. 8ernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Siehe«. Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Uitiverfilälr-Vuch- und Zteindruckerei B. Lange in Sieben. Schristleilung und Sefchästrstelle: Schnlsttahe 7. Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis zum' Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mi« Breite örtlich 8, misfflärts 10 Reichspsennig; für Re. klameanzeigen von 70 mi« Breite 35 Reichspsennig, Platzoorschrist 20"/, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lang«. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Der letzte Appell zum zweiten Wahlgang Dr. Mr spricht in Rheinland-Westfalen. Hochvcr- SA. und SS. oder für landesverräterisches Beginnen innerhalb der Bewegung wirklich von der preußischen Staatsregierung erbracht, dann würde die preußische Regierung gesetzwidrig handeln, wenn sie eine solche Organisation nicht zur Auflösung brächte. Da aber dieser Beweis nicht vorliegc und auch angesichts des legalen Vorgehens der RSDAP. nicht d erliegen könne, könne auch von einem Verbot der Organisation der RSDAP. tder SA. der SS. oder einer sonstigen Untergliederung) nicht die Rede sein. Oer Reichskanzler spricht im Osten. teilnehmen läßt an den Röten, in denen sich der Staat befindet, daß man keinen Schleier über die Wirklichkeit deckt, daß man ein Volk nicht in ein Märchenland führt. Wenn ich hier im Osten Gelegenheit habe, über diese Dinge zu sprechen, so möchte ich auf den Ernst der Lage, in dem sich das deutsche Volk befindet, aufmerksam machen und darauf Hinweisen, daß das deutsche Volk a n einem Abgrundentlang geführt wurde. Wenn der Weg verantwortlicher Politik weiter- fegangen wird, wenn das deutsche Volk die see- ische Kraft besitzt, in den nächsten drei bis vier Monaten auf diesem Wege weiter auszuharren, dann allerdings fühle ich mich in meinem Gewissen berechtigt, zu sagen, daß dann dem deutschen Volk in seiner Außenpolitik ein voller Erfolg beschieden sein wird. Die Wahl Hindenburgs trägt nicht nur die Entscheidung der Politik für wenige Jahre in sich, sondern sie ist die Entscheidung für eine ganze Generation, weil in den nächsten Monaten endgültige Beratungen und Entscheidungen über die Reparationspolitik und über die Abrüstungsfrage durch internationale Verhandlungen herbeigeführt werden. Oeutschnationale Antwort an Westarp Berlin, 8. April. (TU.) Die deutschnationale Pressestelle veröffentlicht auf den Appell Westarps an die deutschnationalen Wähler eine Antwort, in der es u. a. heißt: Wenn Graf Westarp in einer Wahlversammlung behauptet, Hugenberg habe die Abstimmung für den zweiten Wahlgang freigegeben, so entspricht das nicht den Tatsachen, da die Deutschnotionale Volks- Partei ausdrücklich ihre bisherige Gegnerschaft gegen den vom Zentrum und der Sozialdemokratie auf den Schild gehobenen Präsidentschaftskandidaten aufrechterhalten hat. nicht in diesem Maße der Fall sei. Er könne nur sagen, daß hinter O st preußen uni) Danzig eine Millionenbewegung stehe. Hitler beschäftigte sich weiter mit den ihm stark beschränkten Propagandamöglichkeiten. Man wage es nicht, io . erklärte er, ihm den Rundfunk zur Verfügung zu stellen, weil man befürchte, daß dann das ganze von den Regierungsparteien ausgebaute Lügengebäude schon nach einer Stunde Zusammenstürzen würde. Die Versammlung endete mit dem Gesang de» Deutschlandliedes. Rationalsozialistischer Protest gegen den Vorwurf des Landesverrats. München. 8. April. lCRB ) Im ..Völkischen Beobachter" veröffentlicht Reichstagsabgeordneter Rechtsanwalt Dr. Frank II. einen Artikel, in dem erklärt wird, den Höhepunkt des Versol- gungsseldzugs gegen die RSDAP. bilde die Behauptung. daß Hitler und seine Bewegung Landesverrat begingen. Wäre der De- weis, heißt es weiter in dem Artikel, für d i a Illegalität der RSDAP. für ernstlich« Dürgcrkriegsvorbereitungen innerhalb der Or- verwachsen und kein „Mann ohne Ar und Halm", wie der eiserne Kanzler von seinem Nachfolger spottete. Die Parallele Bismarck-Hindenburg ist in diesen Tagen oft gezogen, und wirklich führt eine klare und gerade Linie vom einen zum andern. Ein gemeinsamer tiefer Grundton bestimmt ihr Leben: urwüchsig stehen sie beide fest auf deutscher Erde, 'Natürlichkeit im Sichgeben, Einfachheit und Klarheit im Denken, persönlicher Mut und eine Unerschrockenheit, die keine Rücksicht auf Popularität kennt, eine liefe Religiosität und daraus entspringend ein starkes Bewußtsein der alleinigen Verantwortung vor Gott und dem eignen Gewissen. Was Bismarck an genialischer Intuition, die den großen Staatsmann ausmacht, voraus hatte, gleicht Hindenburg aus durch die innere Harmonie einer souveränen Persönlichkeit, die ihn an die ehrwürdige Gestalt des Alten Kaisers heranrückt. Und gerade diese Harmonie macht den Marschall-Präsidenten in Krieg und Frieden zu dem unerschütterlichen Felsen im wogenden Hin und Her. War Bismarck der -cdjöpfcr, wird er der Erhalter des Reichs, dem es gelingt, die in der Bismarck Aera noch roeitauf klaffenden Gegensätze der Konfessionen, Stämme, Stände und Klassen wie nur einmal zuvor zu überbrücken und im Bekenntnis zu feinem Staatsideal, dem b e - dingungslofen Dienst an Nation und Volk zusammenzuführen. Nirgends ist dies deutlicher geworden als am 13. März. So ist Hindenburg die harte Klammer d e r Volkseinheit | geworden, die wir heute, wo wir uns im nationalen Stettin, 8.April. (WTB.) Reichskanzler Brüning sprach heute abend in den Messehallen ganisation der RSDAP., für ratsvorbereitungen innerhalb der Ein Goldatenbekenntnis für Hindenburg. Berlin. 7. April. General der 3nfantena von Eisenhardt-Rothe. einer der engsten Mitarbeiter des Feldmarschalls von Hindenburg während des Weltkrieges, tritt mit sol- gendem Bekenntnis für die Wiederwahl deS Reichspräsidenten ein: Die Reichspräsidentenwahl hat ganz besonders in den Reihen der Mitglieder des alten Heeres viele in einen schweren Konflikt gebracht: Ihr Herz, ihre Dankbarkeit, ihre treue Bewunderung gehört dem Feldmarschall', dasselbe Herz blutet, wenn die Zugehörigkeit zu einer Partei, der Glaube an die aus Parteizeitungen. auS Der- sammlungsreden oder aus eigener ilcbcrlegung gewonnene Ucbcrjcugung es verbietet, — Hindenburg, dem von Vr ganzen Welt bewunderten Heros des Weli.*eges, dem echten deutschen Mann, der schon so oft und grade, wenn bie Rot am größten war, selbstlos und aufopferungsbereit in die Bresche gesprungen ist, jetzt weiter Gefolgschaft zu leisten. Vielleicht gibt es unter diesen Männern nicht viele, die den Feldmarschall so gut kennen und zu beurteilen vermögen wie ich, der in vier Jahren des Weltkrieges sein Mitarbeiter fein durfte und so oft bewundernd feststellen konnte, wie dieser Charakter von Granit allen, die dienstlich oder auch außerdienstlich mit ihm zusammenkamen, — in schwerer Lage, in entscheidenden Fragen eiserne Sicherheit deS Handelns, fest es Vertrauen in das Gelingen zu verleihen wußte? Fast alles, was damals an ganz Großem und Kühnem gewagt wurde, von Tannenberg an bis Ausbruch befinden, weniger denn je entbehren können. Ohne ihn würde unser Volk, in leidenschaftlichem Parteienkampf sich zerfleischend, von innerem Hader hoffnungslos zerrissen, ein Spielball seiner äußeren Feinde werden, die in Oft und West heute schon darauf lauern, über ein durch Bürgerkrieg geschwächtes Deutschland herzufallen. Das Jahr 1932 soll die Entscheidung darüber bringen, ob es uns gelingen wird, das Trugwerk von Versailles zu erschüttern. Allererste Voraussetzung dafür ist, wenn dem Auslande deutlich gemacht wird, daß eine starke Reichsgewalt, die ohne sich auf irgendwelche Experimente einzut lassen, alle aufbauwilligen Kräfte des Volkes zusammenfaßt, die Führung des Staates fest in dec Hand hält und in der Lage ist, vom nationalen Selbstbehauptungswillen getragen, den Kampf gegen Versailles, der mit der Befreiung des Rheinlandcs begonnen, mit Brünings „Nein" in der Iributfrogä fortgesetzt wurde, zu einem guten Ende zu führen« Dem Feldmarschall Hindenburg als dem Träger der starten Reichsgewalt, die allein dem nationalen AufbruH Blaß und Ziel geben kann, morgen seine Stimme geben und damit auch vor dem Auslands am Zuftandetommen einer überwältigenden Kundgebung des deutschen Volkes für eine oen den Par« leien unabhängige nationale Staatsführung mi^ui wirken, das i ft wahrer Dienst an der 9? a * tion und wohlverstandene Pflich» gegenüber Staat und Volk, dessen Große und Freiheit wir alle wollen. Dussel t>orL8. April., miJ AdM_Hi.tler traf ’ Mit seiner Begleitung am tfreuag_ um 17.55 Uhr aus Mannheim kommend, im Sonderflugzeug auf dem hiesigen Flugplatz ein. Hitler und feine Begleiter fuhren dann in Kraftwagen nach Oberkassel, wo in der Radrennbahn eine Kundgebung stattfand, die von rund 25 000 Per fönen besucht war. Die Rede Hitlers bewegte sich etwa in den gleichen Gedankengängen wie seine Ausführungen am Donnerstag in Frankfurt a. M., Darmstadt und Ludwigshafen. Er wies darauf hip, daß es nicht nötig gewesen wäre, durch Deutschlands Gaue zu fahren und Reden zu halten, wenn ihm die gleichen Propagandamittel zur Ver fügung Leslellt worden wären, die seine Gegner besäßen. Hitler wandte sich dann noch gegenüber ihn verbreitete Wahllügen und schloß mit dem Aufruf zur Pflichterfüllung, damit der Tag eines freien Deutschland kommen könne. Unter lebhaften Beifallskundgebungen und dem Gesang des Deutsch landliebes verließ Hitler den Versammlungsort und begab sich nach Essen, wo er ebenfalls eine Rede hielt. Am Freitagabend sprach Adolf Hitler in M ü n - ft c r. Insgesamt waren etwa 14000 Personen anwesend. In seinen Ausführungen wiederholte Hitler feine bereits in den einzelnen Reden der letzten Woche zum Ausdruck gebrachten Gedankengänge. Gegenüber den Behauptungen, der Bürgerkrieg fei unvermeidlich, wenn die NSDAP, ans Ruder komme, betonte Hitler: Die Macht bekomme feine Bewegung doch und wenn sie an der Macht sei, dann werde sich zeigen, wie blitzschnell dieser Bürgerkrieg sein Ende finde. Die letzten Angriffe, er beabsichtige bei einem Angriff Polens d i e Grenzgebiete preiszugeben, wies Hitler mit Nachdruck zurück und betonte, die Bewohner im Grenzlande wüßten genau, was Hei - m a t bedeute, während das in anderen Landesteilen vor mehr als 10 000 Personen Der Kanzler führte u. a. aus: Ich halte mich für verpflichtet, hier im Osten auf ein paar Dinge ergänzend einzugehen, weil ich angesichts der ungeheuren Verhetzung der Massen glaube, es dem Herrn Reichspräsidenten besonders schuldig zu sein, ihn gegen eine Reihe von Vorwürfen zu verteidigen. Einer der Haupt- angriffe gegen den Herrn Reichspräsidenten ist die Behauptung, daß der Herr Reichspräsident sich zu einer Parteikandidatur einer b c ft i m m • ten Richtung gemacht habe und damit seinem historischen Namen etwas vergeben habe. Schon vor Weihnachten haben die ersten Fühlungnahmen stattgefunden zu einer parlamentarischen Verlängerung der Amtszeit des Herrn Reichspräsidenten. Ich Hobe keinen besonderen Wert daraus gelegt, mich an die- en Verhandlungen zu beteiligen, und verschiedene Herren gebeten, so zu verhandeln, als ob ich bereits nicht mehr Reichskanzler gewesen sei. Es hat sich gezeigt, daß die Herren sich nicht über einen gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten einigen konnten, daß sie sich nicht über ein Kabinett einig wurden, daß sie sich nicht über ein Programm einigen konnten, daß sie sich überhaupt über nichts einigen konnten als über eine Tatsache, das gegenwärtige Kabinett zu stürzen, wozu ihnen aber die Macht fehlte. In den vergangenen zwei Jahren, als diese Regierung gebildet wurde und sie den Auftrag von dem Herrn Reichspräsidenten bekam, da mußte sich die gegenwärtige Reichsregierung darauf einftcllch, daß sie ein langes, schweres und höchst unpopuläres Amt durchzuführen habe. Was heute die Welt erschüttern läßt in einem wirtschaftlichen Chaos, in einer Krise ohnegleichen, das ist eben nichts anderes als die geschichtlich sich immer wiederholende Tatsache, daß ein Krieg wirtschaftlich nie ungestraft geführt werden kann. Lines haben wir erreicht kroß aller Röte, daß die Landwirtschaft nicht so weit zusammen- gebrochen ist, wie in den meisten übrigen Ländern. Wir sind das einzige Land, dem es gelungen ist, die Preise für Brotgetreide auf das Zweifache des Weltmarktpreises zu bringen. Dir haben die Genossenschaften gerettet. Dir haben die wirtschaftlichen Unternehmungen des Mittelstandes gerettet. Dir haben die Großbanken saniert, obwohl wir Monat für Monat überlegen muhten, wie wir das notwendigste Geld zu- fammenraffen konnten, um die Umschuldung durchzuführen und um sechs Millionen Erwerbslose über den schwersten alter Winter hinwegzubringen. Es ist uns gelungen, unsere öffentliche Dirtschaft und den Etat durchzuhalten und die Währung in Deutschland stabil zu halten. Es wäre bequemer gewesen, Wege zu beschreiten, mit denen die Rationalsozialisten hausieren gehen. Dann hätten wir uns populär gemacht, aber dann wäre das Chaos gekommen. Wenn wir jetzt wiederum das deutsche Volk aufrufen, sich in der Mehrheit hinter dem Generalfeldmarschall zu scharen, so deshalb, weil wir diese Politik durch- holten müssen, die allein zur Freiheit, zur Befreiung von den Reparationslasten, zur Gleichberechtigung Deutschlands in der Welt führt. Man muh den Mut haben, dem Volke die Wahrheit zu sagen, keine Illusionen vorzumachen und nicht das zu tun, was in der Agitation jeden Tag geschieht: Allen Ständen immer neue Versprechungen zu machen. Wenn ein Volk seiner Machtmittel beraubt ist, wie das deutsche Volk, dann gibt es zum Ausstieg nur einen Weg: daß man das Volk miterleben läßt, m i t - Reichsminister Schlange, selber ein pommerscher Rittergutsbesitzer von altkonjeroativer Gesinnung, sich der dankbaren Aufgabe unterzogen hat, seinen ostelbischen Kollegen einmal deutlich zu sagen, was für die Landwirtschaft des deutschen Ostens in der kurzen Zeit der Notoerordnungspolitik geleistet wurde. Mit Recht hat er betont, daß das Sicherungsverfahren, das den absoluten Verfall von 60 000 deutschen Landwirtschaftsbetrieben aufgehalten hat, einen der stärksten Eingriffe darstellt, die jemals zugunsten eines einzelnen Berufsstandes in irgendeiner modernen Volkswirtschaft durchgeführt worden ist. Und er hat weiter erklärt, daß ein Berufsstand nicht klug daran tut, sich wilder Agitation hinzugeben in einem Augenblick, in dem die Reichs- reg'.erung im Begriffe steht, 600 Millionen Reichs mark zur Entschuldung und Erntesicherung _in die ostdeutsche Landwirtschaft hineinzupumpen. Schlan- gcs Mahnung scheint aus fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Das Treuegelöbnis von Mitgliedern des vstdcutschen Hochadels für Hindenburg unter Führung des Kammerherrn von Oldenburg-Ianuschau wird nicht allein bleiben. Und das ist gut fo. Denn die Landwirtschaft und nicht zuletzt der Bauernstand hat morgen etwas gutzumachen an dem feldmarschall, der wie niemand seit Bismarcks Sturz trotz schwerster Notzeit des ganzen Volkes sich mit dem vollen Gewicht seiner Persönlichkeit für das deutsche Landvolk emgesetzt hat und wie ein rechter Hausvater seine Sorgen mit ihm teilt, ist er dock selber, als Gutsherr von Neudeck, wie einst Bismarck, mit der Landwirtschaft innig WahrerDiensianderAalion. Das deutsche Volk tritt morgen zu einem Wahlgang an, der im Grunde genommen, schon am 13. März entschieden worden ist, damals als über 18% Millionen sich für d i e Wiederwahl des R.e i ch s p r ä s i d e n t e n von Hindenburg aussprachen. Trotzdem wäre es falsch, diesen zweiten Wahlgang, der durch die Aufrechterhaltung der Kandidaturen Hitler und Thälmann notwendig geworden ist, in feiner politischen Bedeutung zu schmälern zu Gunsten der Landtagswahlen', die in wenigen Wochen in Preußen und anderen deutschen Ländern die' Reihe der Wahlhandlungen vorerst abjchließen werbep. Bei der Preußenwahl am 24. April gilt es den Kampf gegen eine parlamentarische Koalition mit aller Entschiedenheit durch- zusechten, die nicht nur das größte deutsche Land ihrer unumschräntten und rücksichtslosen Parteiherr- schaft unterwarf, sondern auch oft genug störend und hemmend in die innerpolitische Entwicklung des Reiches eingegriffen hat, wenn sie von einer Neuorientierung im Reich eine Schmälerung ihrer Macht in Preußen befürchten mußte. Bei der Präsidentenwahl am 10. April geht es, bei Licht besehen, um sehr ähnliche Dinge. Das starte Votum, das im ersten Wahlgang mehr als achtzehn Millionen heutiger Staatsbürger mit ihrer Stimmabgabe für den Feldmarschall von Hindenburg gegen jede Parteiherrschaft an her Spitze des Reiches abgaben, muß im zweiten Wahlgang sich ausweiten zu einem überwältigenden Bekenntnis des ganzen Volkes für den wahren Vater des Vaterlandes, ein im besten Sinne über -den Parteien stehendes Staatsoberhaupt, das wie ein sturm- gewohnter, in allen Fährnissen erprobter Kapitän mit fester, ruhiger Hand das Reichsjchifs durch die Brandung steuert. Wer erinnert sich von den kelteren unter uns in diesem Augenblick nicht der trotz der Satire tief erschütternden Karikatur in der Münchener „Jugend^ aus dem verhängnisvollen Jahre 1890: Bismarck, der erfahrene Lotse, geht von Bord und der junge Kaiser ergreift selber das Steuerruder. Wohin uns der „neue Kurs" in halsbrecherischer Zickzackfahrt schließlich geführt hat, wissen wir alle und spüren cs täglich am eigenen Leide. Der Wahlausgang des 13. März hat uns vor einer Wiederholung dieses tragischen Schicksals behütet. 2Iber am 10. April bleibt uns die Aufgabe, durch unsere Stimmabgabe für Hindenburg erneut zu bekräftigen, daß wir an dem Grundsatz eines unabhängigen, nicht durch Parteiprogramme, Wahlversprechungen und Massenwünsche gebundenen Reichsoberhauptes nie und nimmer rütteln lassen wollen. Es gehört zu den vielen Seltsamkeiten dieser alle Begriffe'verwirrenden Zeit/daß der eben geschilderten wahrhaft konservativen Staatsauffassung sich gerade d i e deutsche Landwirtschaft und der deutsche Berufsstand bei der Wahl am 13. März versagt haben, von denen man ihrer Grundhaltung nach eine vorurteilsfreiere Würdigung der konservativen, auf Erhaltung und Sicherung gerichteten Ideen hätte erwarten sollen, die Hindenburg und das Kabinett seines Vertrauens leiten. Nirgends hat. Hindenburg, selber ein Sohn der Ostmark und Befreier Ostpreußens vom Rlifseneinfall, so schlecht abgeschnitten wie in den vorwiegend agrarijck)en Provinzen des deutschen Ostens. Nur in den beiden ostelbischen Wahlkreisen Schleswig-Holstein und Pommern — wenn wir von dem dritten Wahlkreis Chemnitz ab= sehen — gelang es Hitler, dem nationalsozialistischen Präsidentschastskandidaten, sich an die erste Stelle zu setzen. Und nicht anders lagen die Dinge in unserer engeren Heimat. Während Hessen-Darmstadt als Ganzes eine absolute Mehrheit für den Feldmarschall aufbrachte, erklärten sich die vorwiegend bäuerlichen Kreise des Vogelsbergs und des hinteren Odenwalds für Hitler. Beides schwer begreifliche Tatsachen, wenn man sich vor Augen hält, was unter der Präsidentschaft Hindenburgs dank seiner ganz persönlichen, immer wieder mahnenden, antreibenden und stützenden Initiative fürdieRet - tung der Landwirtschaft und des deutschen Ostens geschehen ist, und zwar in einer Zeit, in der auch alle anderen Volksgenossen in Stabt und Land, in Nord und Süd, West und Ost schwer unter der Wirtschaftskrisis leiden müssen und die ihnen durch die zoll- und handelspolitischen Maßnahmen zugunsten der Landwirtschaft auferlegten Opfer nur mit Mühe.tragen können. Aber sie tragen sie gerne, von der Notwendigkeit überzeugt, daß die deutsche Landwirtschaft und insbesondere der deutsche Bauernstand in dieser, die Agrarwirtschaften der ganzen Welt von Kanada bis Argentinien und von Rußland bis Rumänien und Ungarn besonders scharf anpackenden Krisis nicht unter die Räder kommen darf, wenn nicht die deutsche Wirtschaft mit dem Binnenmarkt ihre sichere Grundlage einbüßen soll und bas beutsche Volk mit bem Verlust seiner Ernährungsgrundlage auf bic Wieder- geminnung feiner politischen Freiheit verzichten will. Was aber vom deutschen Osten und der deutschen Landwirtschaft erwartet werden konnte, ist Anerkennung dieser Opfer und warmherzige Unterstützung einer Politik, die seit der Berufung des Reichslandbundpräsidenten und deutschnationalen Parteiführers Martin Schiele in das Kabinett Brüning auf besonderen Wunsch des Reichspräsidenten von Hindenburg zur Rettung der Landwirtschaft alles tut, was in dieser Notzeit überhaupt nur möglich ist. Es ist erfreulich, daß ein so altbewährter Kämpe des Bauernstandes wie der Abgeordnete Dorsch-Wölfersheim mit einem Mut zur Wahrheit, der heute leider im politischen Kampfe keine Selbstverständlichkeit ist, feinen Berufsgenoffen in aller Offenheit vorhält, was für sie unter dem verruchten ^System" Hindenburg-BruniNg-schiele tatsächlich geschehen ist. Und wir begrüßen es ferner, daß der Reichskommifsar für die Osthilse, zn« großen Schlacht fn $raivfcctc6. — es war nur möglich, weil Hindenburgs unerschütterliche Festigkeit und Klarheit die notwendige Ruhe und Siegesgetoihhcit ausstrahlte! Sr war der Treuhänder für alles und alle? DaS blieb er auch nach dem Zusammenbruch, als es letzten Endes nur seiner Persönlichkeit zu verdanken blieb, das; die zermürbte, aber im Kern noch immer wunderbare deutsche Armee das^llnmögliche möglich machte, - die deutsche Grenze in fester Haltung überschritt und die deutsche Heimat vor dem Bolschewismus bewahrte? Und doch, trotz dieser unauslöschlichen Verehrung des Feldmarschalls, werde ich ihm bei der bevorstehenden Wahl nicht aus Treue, nicht aus Dankbarkeit meine Stimme geben, — sondern nur aus vaterländischem Empfinden und Denken heraus, nur, — — weil die Vernunft, die mir Gott gegeben hat, dies fordert, nur weil ich glaube und fest davon durchdrungen bin, dast wir Deutschen uns den Luxus einer anderen Wahl beim besten Willen jetzt nicht leisten können! llnserm Herrgott müssen wir auf den Knien dafür dankbar sein, daß Hindenburg wieder bereit ist, seinem Volk ein Opfer zu bringen. Innen- und außenpolitische Gründe zwingen mich, den alten Soldaten, den Richtparteimann, zu dieser Einstellung! Än Wer Ausruf des Hindeuburg-Ausschufses. Berlin, 8. April. (TU.) Die Hauptgeschäftsstelle der Hindenburg-Ausschüsse veröffentlicht einen Aufruf, in dem es u. a. heißt: .Der Verlauf des vor dem Abschluß stehenden zweiten Wahlkampfes um die Reichspräsidentschaft hat dem Ausland die Bedeutung der Wahl am 10. April klar vor Augen geführt. Millionen und aber Millionen fühlen sich in diesen Tagen von einer gewaltigen Welle der nationalen Leidenschaft erfaßt. Niemand denkt mehr daran, sich der Wahlpflicht etwa deshalb zu entziehen, weil er die Wahl des Reichspräsidenten v. Hindenburg für gesichert hält. Ieder weih jetzt, daß es um viel größere Dinge geht. Es geht um die Geschlossenheit der Volksgemeinschaft gegenüber der Welt, um die Einigkeit der Ration in einem Augenblick, wo die entscheidenden Schlachten des deutschen Freiheitskampfes bevorstehen. Gewiß verbürgen die 18,5 Millionen Stimmmr, die sich am 13. März auf den ehrwürdigen Ra- men Hindenburg vereint haben, den Sieg am zweiten Wahltag. Aber es wäre ein tief beschämendes Bild, das Deutschland der Welt zeigen würde, wenn es seinen besten Mann, dem .ersten im Kriege", dem ersten im Frieden und dem ersten im Herzen seiner Mitbürger an diesem Tage nicht eine ganz überwältigende Vertrau- enskündgebung bereiten würde. Führende Politiker, die im ersten Wahlgang Hindenburgs Gegner waren, wie der Kammerherr von Olden- burg-Ianuschau, haben ihre freudige Genugtuung darüber ausgesprochen, daß sic nunmehr unbeschadet ihres Standpunktes in Fragen der Innenpolitik, ihrer tiefen Verehrung für die Persönlichkeit Hindenburgs Ausdruck geben können. Wer sich der Dankesschuld gegenüber unserem besten Mann und wer sich der politischen Rotwendig ke itdergroßenStunde bewußt ist, und wer dennoch aus Gleichgültigkeit oder falscher Sicherheit der Wahl fernbleibt, der handelt charakterlos, der schaltet sich aus von der Front der pflichtbewußten und deutschempfindenden Männer und Frauen, der schädigt den deutschen Freiheitskampf! Riemand darf sich die überragende Bedeutung dieser Stunde verdunkeln lassen. Es darf keine Stimme bei der Wahl fehlen! Greise, Kranke und Gebrechliche finden bereitwillige Wahlhilfe. Ohne Wahlschein darf niemand, auch nicht auf die dringendste Reise gehen. Wer will sich später schämen, daß er an diesem Ehrentag der Ration, daß er bei dieser bedeutungsvollen nationalen Kundgebung nicht dabei gewesen ist?" Heuer Scheringer-Prozeß vor dem Reichsgericht. Leipzig, 8. April. (WTB.) Unter großem Publikumsandrang begann vor dem Vierten Strafsenat des Reichsgerichts die Verhandlung gegen den 28jährigen Reichswehrleutnant a. D. Richard Scheringer wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Unterstützung einer staatsfeindlichen Verbindung. Aus dem Lebenslauf Scheringers ergibt sich, daß Sch. während der Ruhrbesehung vom französischen Kriegsgericht in contumaciam zu zehn Iahren Zwangsarbeit verurteilt worden ist. Er lieh sich bei der sog. Schwarzen Reichswehr anwerben und beteiligte sich am Küstriner Putsch. 1928 wurde er Leutnant. Im Oktober 1930 wurde er vom Vierten Strafsenat des Reichsgerichts wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu einem Iahr sechs Monaten Festung verurteilt, lieber den dann eingetretenen Gesinnungswandel Scheringers erklärte der Angeklagte u. a.: Wir hatten von der Ra-- tionalsozialistischen Partei die Vorbereitung zur Revolution zu erwarten. Das konnte in dem damaligen Prozeß nicht zum Ausdruck kommen, weil er in dem trüben Licht der beschworenen Legalität stand. Wir folgten Hitler noch einen Schritt in den Sumpf, obwohl er damals schon an der Partei zweifelte. In der Untersuchungshaft hatte ich mich bereits mit den ökonomischen Lehren von Karl Marx befaßt und daraus ersehen, daß die Befreiung der Arbeiterschaft, von der die Befreiung der Ration abhängt, nicht von ein paar Reformen abhängig sein könne. Die Rationalsozialistische Partei ist nicht eine sozialistische, nicht eine Arbeiterpartei, sondern sie ist der Ausfluß revolutionär gewordener Mittelschichten, die auf eine Besserung hoffen. Weil Hitler in das Fahrwasser des Bürgertums und damit der Privatwirtschaft geriet, mußte er national und sozial versagen. Scheringer ist nach seiner Darstellung Mitte Februar nach Berlin gefahren und hat dort versucht, sich über die damalige politische Stellungnahme der Rationalsozialistischen Partei zu unterrichten. Auf der Eisenbahnfahrt nach München hätte er dann Goebbels die Kernfrage vorgelegt: .Wie will man die Zinsknechtschaft breche n?" Goebbels habe gesagt: .Das mit der Brechung der Zinsknechtschaft, das ist ja ein Federscherz. Unsinn, da kriegt ja der das Brechen, der das lesen muß." Auf seine Frage, wie die Partei an die Macht kommen werde, habe Hitler erklärt: Die Partei wird den legalen Weg einhalten und auf legalem Wege zur Macht kommen. H. habe sich auf weitere politische Fragen nicht eingelassen und sodann auf den stolzen Dau des Braunen Hauses hingewiesen, vor dem Bonzen in ihren Regierungsgebäuden vor Reid erblassen müßten. Run habe Sch. klar erkannt, daß die RSDAP. nicht die Arbeiterschaft vertrete. Im weiteren Verlauf des Prozesses wandte sich die Verhandlung sodann den einzelnen Erklärungen und Schreiben Scheringers aus der Festungshaft zu. Mit Rachdruck erklärte der Angeklagte, daß jeder einzelnen Veröffentlichung ein besonderer Anlaß zugrunde liege und daß sie nicht, wie die Anklage behaupte, miteinander in systematischem Zusammenhang stehen und den hochverräterischen Zielen der Agit-Prop-Abteilung der KPD. dienen sollten. Durch seine Erklärung an die kommunistische Reichstagsfraktion im besonderen habe er lediglich seine Meinung kundtun wollen. Die KPD. bekenne sich zur Revolution, aber nicht zur Verhetzung. Am zweiten Taa des Hochverratsprozesses stellt der Verteidiger, der kommunistische Abgeordnete Rechtsanwalt Obuch, den AntragaufH asten t las sung Scheringers. Zur Begründung führt er aus, daß man den Gegenstand der Anklage in dem Begriff .literarischer Hochverrat" zusammenfassen könne. In derartigen Fällen literarischen Hochverrats sei es bisher immer üblich gewesen, daß die Angeklagten auf freiem Fuße blieben. Es liege auch weder Flucht- noch Verdunkelungsgefahr vor. Der Reichsanwolt widersprach dem Antrag. Es sei bekannt, daß zahlreiche Kommunisten sich durch die Mucht nach Rußland der Verantwortung entziehen. DerSenat beschloß, die Aufhebung des Haftbefehls gegen Scheringer abzulehnen. Es wurde dann in die Zeugenvernehmung eingetreten. Oberleutnant a. D. Wendt, der im Ulmet Reichswehroffizierprozeh zusammen mit Scheringer und Ludin verurteilt worden war und mit Scheringer eine Zeit lang die Zelle in Gollnow teilte, äußerte sich über die' Absichten, die Scheringer mit seinen Kundgebungen von Gollnow aus verfolgt habe. Die Verhandlung wurde dann auf Samstag, 9.30 Uhr, vertagt. Ein nationalsozialistisches Dementi zu Scheringers Aussage. Berlin, 8.April. (TU.) Die „Lüyenabwehr- stelle" der NSDAP, verbreitet eine Erklärung, wonach die von Scheringer in seinem Hochverratspro- zeß vor dem Leipziger Reichsgericht aufgestellte Behauptung, Dr. Goebbels habe ihm gegenüber die Brechung der Zinsknechtschaft als „Federschen Unsinn" bezeichnet, nicht der Tatsache entspreche, vielmehr habe Scheringer auf der Reise von Berlin nach München Goebbels seine Auffassung über das Zinspro - blem dargelegt, die in den Hauptzügen schon stark von kommunistischen Gedankengängen beeinflußt gewesen sei, und diese Auffassung habe Goebbels als der Federschen Widerspichend und unsinnig bezeichnet. Etatsberatung im hessischen Landtag. Darmstadt, 8. April. (WHP.) Der Finanzausschuß des Landtags besprach heute die Vorbemerkungen zum Etat, die angenommen wurden mit Ausnahme einer Ziffer 5, wonach beim Abbau von Inhaber stellen eine Inhaberstelle durch zwei der nächstniederen Laufbahn erseht werden kann. Don den allgemeinen Anträgen wurde zunächst der nationalsozialistische auf Neuordnung der Staatsleitung besprochen. Die Mehrzahl der Punkte dieses Antrags wurden zurückgestellt. Mit 7 Stimmen der Rationalsozialisten und Kommunisten gegen 3 Stimmen bei 2 Enthaltungen wurde der Absatz des Antrags angenommen, der eine Kommission zur Rachprüfung für weitere Ersparnisse in der Verwaltung aus vier Mitgliedern des Landtags und vier Deamten eingesetzt wissen will. Gemeinsam behandelt wurden noch Anträge der Rationalsozialisten, das Gehalt des Staatspräsidenten auf 12 000 Mk. und die Ministerpenfionen und Höchstgehälter auf die gleiche Höchstgrenze herabzusehen, sowie der sozialdemokratische Antrag, der die Vorlage eines hessischen Besoldungsgesetzes nach folgenden Gesichtspunkten verlangt: Höchstbetrag für Gehälter 12 000 Mk., Schonung der unteren Beamtengruppen, Prüfung, ob eine Zusammenlegung von Besoldungsgruppen und eine Verringerung der Stufen innerhalb der Gruppen einen gerechten Ausgleich der zahlreichen Besoldungsmißstände schasst, und Anpassung der Pensionen an die geänderten Gehaltssätze. Rach einem Gutachten des Justizministeriums widerspreche der Antrag der Reichsverfassung. Der sozialdemokratische Antrag wurde in feinen einzelnen Teilen bei 7 Enthaltungen angenommen. Die übrigen allgemeinen Anträge wurden zurückgestellt. Oie Spitzenkandidaten der Nationalsozialisten in Preußen. Berlin, 7. April. (VDZ.) Wie der Pressedienst der RSDAP. mitteilt, hat Hitler in einer letzten Unterredung mit dem preußischen Wahlleiter der Partei, Kube, die Spitzen- kandidaturen für den Landeswahlvorschlag endgültig festgelegt. An der Spitze marschieren die vier alten preußischen Abgeordneten: Kube, Haake, Lohse und Kerrl. Ihnen folgen die beiden im Oktober 1930 an Stelle der in den Reichstag gewählten Landtagsabgeordneten Rach- gerüdten: Hinkler und Wei mich. Dann folgt Prinz August Wilhelm von Preußen. Die übrigen Kandidaten entsprechen dem Wunsch und dem Willen des Führers der Partei, insgesamt werden 50 Kandidaten auf dem Landeswahlvorschlag angeführt werden. Außerdem sind in den 23 preußischen Wahlkreisen rund 600 Wahlbewerber auf den Listen verzeichnet. Erwähnt fei noch, daß auf der Landesliste als Achter der bekannte Oberleutnant Schulz steht. Das Ende derLondonerKonferenz. Das Gchlußprotokoll. Gegenseitiger Meinungsaustausch wird fortgesetzt. London, 8. April. (2DIB.) Die viermächke- fonferenj trat heule vormittag unter dem Vorsitz Macdonalds im Foreign Office zusammen. Rach Schluß der Sitzung wurde folgendes (Kommunique ausgegeben: Die auf der Konferenz vertretenen Regierungen find darüber einig, daß die finanzielle und wirtschaftliche Lage der vonauländer raschefl planmäßiges handeln sowohl seilens der Donauländer als auch anderer Staaten erfordert, wenn sie auf eine gesunde Grundlage gestellt werden soll. Sie sind ferner darüber einig, daß ein solches handeln im Interesse der wirtschaftlichen Wiederherstellung Europas liegt und ein erster Schritt auf diesem Wege fein kann. Als Ergebnis der Beratungen der Konferenz find eine Anzahl wirtschaftlicher Punkte aufgetaucht, die weitere Prüfung und weitere Erhebungen erfordern. Die bevorstehenden Genfer Tagungen würden in der nächsten Woche auf alle JäUe die Fortsetzung der gegenwärtigen Beratungen verhindern. Unter diesen Umständen hat jede der vier Regierungen zugesagt, den drei anderen sobald als möglich eine eingehende Darstel- lung ihrer Auffassungen über die zurück- gestellten Punkte und über die beste Art des weiteren vorgehens zuzustellen. Oie Auffassung der deutschen Delegation. London, 8. April. (ERD.) Wie aus dem Kommunique hervorgeht, hat die Konferenz kein greifbares Ergebnis gehabt. Von deutscher Seite war bekanntlich von Anfang an daran gezweifelt worden, daß in der kurzen Zeit von drei Tagen ein genügendes Resultat zustande kommen werde. Die Erörterungen haben f o weitgehende Meinungsverschiedenheit e n in der Frage der Zusammensetzung einer Donaukonferenz, der Meistbegünstigungen, sowie in der 5rage der Präferenzen ans Licht gebracht, daß eine gründliche Vorber ei tung im Sinne des veröffentlichten Kommuniques notwendig ist, bevor eine endgültige Lösung des Donauproblems in Aussicht gestellt werden kann. Es ist zu erwarten, daß der Faden in wenigen Tagen in Genf weitergesponnen werden wird. Don deutscher Seite ist in London alles bis an die Grenze der Vereinbarkeit mit lebenswichtigen deutschen Interessen getan worden, um eine Lösung herbeizuführen. Don deutscher Seite wäre ein etwas hoffnungsvollerer und freundlicherer A u s g a n g gewünscht worden, der den Donauländern einige Aussicht auf eine baldige Regelung geboten hätte. Die Memoranden, die die vier Regierungen ausarbeiten sollen, werden sicherlich technischer Ratur sein; denn das Prinzipielle sei bereits gesagt worden. Die deutsche Delegation habe sich heute wiederholt gegenVorschläge wenden müssen, die daraus hinausliefen, daß mit Deutschlands Beteiligung und aus deutsche Ko st en Experimente mit ungewissem A u s g a n g unternommen würden, die erheblichen Schaden oder Opfer von Deutschland fordern. Wann eine Donau - Konferenz kommen wird, und wie sie aussehen wird, könne heute noch nicht gesagt werden. Die Frage, ob Dul- garten mit einbezogen werden soll ober nicht, bleibe vollkommen offen. Cs bleibt abzuwarten, wie der Völkerbundsrat Dulgarien im Rahmen der Berichte des Finanzkomitees behandeln wirX In der Sitzung, die heute morgen stattfand, hat Flandin eine formulierte Erklärung abgegeben, in der behauptet wurde, die starreHaltung der Staaten, die nicht bereit sind, auf ihre Rechte der Meistbegünstigung zu verzichten, sei an dem Mißerfolg der Konferenz schuld. Von deutscher Seite wurde Flandin mit entsprechendem Rachdruck erwidert und ihm bedeutet, daß man eine solche Mißdeutung der Lage nicht hinnehmen könnte. Pariser Echo. Deutschland sott am Scheitern der Konferenz schuld sein. P a r i s, 9. April. (ERD. Funkspruch.) I o u r - na l erklärt zur Londoner Konferenz: Wir Franzosen werden alles in allem dieses Abenteuer nicht zu bedauern haben, wenn wir daraus die Lehre zu ziehen verstehen für die Rotwendigkeit und Möglichkeit der französisch-englischen Zusammenarbeit. — „Cre Rouvelle" schreibt: Deutschland hat sich unzugänglich gezeigt und Italien ahmte ihm nach. — „Iournee Industrielle" will melancholisch feststellen können, daß jedesmal, wenn Frankreich sein Europaprogramm hervorhole, es auf Widerstand stoße. Ieht werde Tardieus Erfolg mit einer Forderung Deutschlands verhindert. — „L'Orbre" erklärt, Deutschland werde natürlich nach dem Scheitern der Konferenz den Rumänen erklären: Seht, ihr habt nichts von Frankreich zu erwarten, das eure landwirtschaftlichen Erzeugnisse doch nicht kaufen kann. Kommt also zu mir!‘‘ — „Quotidien" schreibt: Wir haben einen Erfolg Deutschlands erleichtert, den es uneingeschränkt für sich ausschlachtet. Wir haben die Perspektive Mitteleuropa ganz entgegen unseren Absichten wieder in Erscheinung treten lassen. Der sozialistische „Populaire" schreibt: Die Viereickonserenz ist in Wirklichkeit erledigt. Der letzte „große" Plan Tardieus hat das gleiche Schicksal erlebt, wie alle seine früheren Pläne. Man konnte nichts anderes erwarten. — Das Gewerkschaftsblatt „Le Peuple" erklärt, in Frankreich werde man den Mißerfolg derKonferenz Deutschland und Italien zu- schreiben, und das werde nicht gan$ falsch sein. Aber man dürfe nicht vergessen, tote viele Irrtümer und Ungeschicklichkeiten dem Tar - dieuplan zugrunde lägen. — In der „Vic- toire“ erklärt Gustave Herve: Der Donauplan ist erledigt, da Italien und Deutschland ihn um keinen Preis wollen. Wären wir an Deutschlands Stelle, dann würden wir genau das gleiche tun. Englische Bläiierstimmen. London, 9. April. (WTB. Funkspruch.) „Daily Expreß" schreibt: Zusammenarbeit ist oft ein Wort auf den Lippen der französischen Staatsmänner. Aber ehe es nicht etwas anderes bedeutet als Unterstützung französischer politischer Anditionen und Interessen, wird es keine Begeisterung bei anderen Nationen erwecken. — „Financial News" urteilt: Berauscht von Tardieus Londoner Erfolg hätten die französischen Delegierten eine Haltung angenommen, die an sich schon jede Verständigung ausschloß. Der französische Plan habe fast jeden Fehler enthalten, den man sich vorstellen könne. Ist es tatsächlich vorstellbar, so fragt das Blatt, daß Deutschland und Italien bei den Schwierigkeiten, in denen sie sich befinden, auf ihre Meistbegünstigungsrechte verzichten können? Kann Deutschland es sich leisten, der Tschechoslowakei ein freies Feld auf dem südosteuropäischen Markte zu überlassen? Die Moral ist, daß England eine eigene europäische P o - l i t i k braucht, und keine französische, keine aus zweiter Hand. Oie NSDAP, in Hessen. WSR. Darmstadt, 8. April. Die hessische Regierung verbreitet nun ebenfalls ein sehr umfangreiches amtliches Kommunique über die Betätigung der SA.- und SS.» Formationen in Hessen, in dem es u. a. heißt: Die SA - und SS.-Formationen (Sturmabteilungen und Schuhstaffel) bilden den Kern der natio- nalfozialistischen Partei, erfüllen aber, tote aus ihrem gattzen Wesen, ihrer Tätigkeit und ihrer Organisation hervorgeht, ganz andere Zwecke als die einer politischen Partei. Sie sind auch in Hessen nach einem straff-militärischen Schema organisiert und in Anlehnung an die frühere Standort-Verteilung des Heeres in der Vorkriegszeit in Hessen gegliedert. Unter den Führern der Stürme befindet sich eine Reihe von bekannten und namhaften früheren Kommunisten. So ist mit der Führung des Offenbacher Sturm- Dataillons 1/168 der frühere Kommunist K. Beuke betraut. Und so ist auch Sturmführer des in Alsfeld liegenden Sturmes der frühere Ortsgruppenführer der KPD. in Alsfeld. Die Schutzstaffeln (SS) stehen „z. b. V." (zur besonderen Verwendung) des SS-Standarten- bzw. Gruppen- und Reichsführers und sind als eine Art Spezialpolizei des Dritten Reiches gedacht. Sie werden ausgebildet nach einem Exerzier-Reglement (SS-Uebungsvorschrift (SS. Ue. V.), letzte Ausgabe vom 20. Rovember 1931) im Format des Exerzier-Reglements der früheren preußischen Armee, von dem es sich auch sonst in nichts unterscheidet. Diese straffmilitärische Organisierung der SA. und SS. ist um so bedenklicher, als sie sich in der Hand von Führern befinden, die teilweise, und zwar auch in den höheren Stellen wegen ehrenrühriger Delikte vorbestraft sind. Auch das Verhalten der SA- und SS.-Formationen bei dem ersten Wahlgang zur Reichspräfidentenwahl gibt zu ernster Besorgnis Anlaß. Offenkundig nach einheitlichem Plan erfolgte ihre Zusammenziehung an verschiedenen Plätzen des Landes. Sv waren nach den amtlichen Berichten die SA- unb SS.»Formationen der Umgegend von Darmstadt an den verschiedensten Plätzen außerhalb von Darmstadt zusammengezogen. Sie waren feldmarschmäßig ausgerüstet und hatten Befehl, bis Montag, dem 14. vormittags, dort zu verbleiben. Ieder SA.-Mann war versehen mit Tornister bzw. mit Rucksack, Eßwaren, Kochgeschirr, gerollten Mänteln, wollenen Decken. Sie erklärten, in Bereitschaft zu liegen, „falls in Darmstadt etwas vorkomme". In Darmstadt selbst waren im Braunen Haus und im SS.-Heim etwa 80 SS.- unb SA-Leute konzentriert. Bei ihnen befand sich der Standarten-Arzt, der bereits drei Tage vor der Wahl für die SA.-Leute Verbandspäckchen ausgegeben hatte. Aus Rheinhessen und Oberhessen liegen gleichlautende Rachrichten vor über diese Zusammenschließungen und Standortsverschiebun- gen der SA - und SS.- Formationen. Der Alarm- befehl bes Sturmführers des Sturmes 23 vom 11. März lautete: „Ieder SA.-Mann hat feinen Tornister oder Rucksack mit all seinen Uniformstücken, Armbinden, Verbandpäckchen, einem Zivilhemd, zwei Paar Strümpfen, Seife, ein Handtuch, einen Brotbeutel, eine Feldflasche, für einen bis zwei Tage Verpflegung mitzubringen, auch Taschenlampen." In Gießen waren im Gießener SA.-Heim etwa 80 ortsfremde SA.- und SS.-Leute von den Stürmen 95 und 116 konzentriert. Die Mitglieder der Motorradstaffel waren besonders alarmiert. In Hungen (Kreis Gießen) waren etwa 45 Mann des Sturmes 87 zusammengezogen. In Alsfeld waren 70 bis 80 SA.-Leute des Sturmes 38 aus Alsfeld und der näheren Umgebung im dortigen SA.-Heim zusammengezogen. In Lauterbach (Oberhessen) versammelten sich die SA.-Männer feldmarschmäßig mit gepacktem Tornister und gerolltem Mantel aus den umliegenden Ortschaften. Sie trugen Feldspaten und auch eine Tragbahre bei sich. Am 12. März fand ein Appell der Starkenburger SS.-Standarte durch den Reichs-SS.- Führer Himmler statt. Der Reichs-SS.-Füh- rer brachte zum Ausdruck, daß sie am Vorabend eines gewaltigen Sieges stünden, der darin gipfele, daß der oberste Führer Adolf Hitler Präsident des Deutschen Reiches werde. Er hoffe, daß die 33- SS.-Standarte die größten Opfer zu bringen wisse für die Freiheit der Ration. Wenn er wieder vor ihnen stehe, würden viele nicht mehr unter ihnen weilen. Er wolle nicht hoffen, daß ihm zu Ohren komme, die 33. SS.- Standarte habe versagt. Höchst bedenklich stimmt die Tatsache, daß die SA- und SS-Leutc bestrebt sind, sich um jeden Preis und auf jede Art und Weise indenDe - sitz von Waffen zu sehen. Typisch dafür ist der Fall des Waffenhändlers Alfred Hack aus Osthofen, der jahrelang beängstigende Oltengelt von Schußwaffen aller Art beschafft und nach Ausfeilen der Fabrikmarken und Rummern auf schwarzem Wege weitervertrieben hat. Es stellt W fe’Äi! ^achdru? toutbe S'^u. V e- ÄS ?uib )em. ^dnich \ c> nal^N» SVÄTSä ?e ^ardleuz «»>., tee*^ *ä* n9 treten Ia||8nT. flich'A ^?'bt- Ar ^'chkeit erledigt S ?s hat das g|L L™2*n S 7. erwarten. - $Q» fiLirt?\in S™"' ;crj°j8 der.^on« uhni) Italien zu. Jt>e n^t ganz falsch **1*' wie viele 'chkeiten dem Lar. agen- - 3n der,QTK. ’e^®nz?onaut)Ian tft Deutschland ihn um n.wir an Deutsch, würden wir genau tierstimmen. Funkspruch.) „Daily larbeit ist ost ein Won Ivsijchen Staatsmänner, eres bedeutet als Unter- Her Auditionen und > sterung bei anderen No- ia( News" urteilt: Seiner (Erfolg Ritten die fialtung angenommen, ftändigungaus. n habe \a\t leben Fehler leben tonne. H es tat- bas Blatt, dah Deutsch- ichwierigteiten, in denen Meistbcgünstigungsrechte eutschland es sich leisten, ies Feld auf dem südojt- erlassen? Die Moral ist, e europäische Po- französische, keine au; w $,«Sjeim etwa 80 &3.‘ irrt. Der ihnen befand der bereits drer Lage A/Seute Derbandspaa- un» Ob»6ell‘« ÄÄ Ä*|ic LsT ‘S-gS i ■S5S$ *,t|165Sl "i de» : bei sich- < ©tarlcn* in WÄ«: durch Lchz.SS>Fuh' t. Der M* grabend i. dab ’tüiM der 2ldol! H'Nse dah dre >erde. E bringen cöhten l)M e Latio"-/7 nicht Bit»«1 •* B,fle ®e'V««Ss's6 “ K Llired Änge" afj? SVi'" sich heraus. Laß die Großabnehmer des H. restlos nationalsozialistische Führer waren, die diese Waffen an die Mannschaften der Sturmabteilungen und Schutzstaffeln weiterverkauften, wobei es sich zeigte, daß die Nationalsozialisten für diese Waffen das sechs- bis siebenfache des regelrechten Geschäftspreises bezahlt haben. Insge- gesamt wurden bis jetzt 41 Käufer und Weiter- Verkäufer von Pistolen und Munition ermittelt, davon gehören 30 der RSDAP als SA - und SS.-Leute an. Cs handelte sich bei den Waffen nn wesentlichen bezeichnenderweise um ausländische Fabrikate 7,65 Millimeter und 6,35 Milli- rnctec und zwar befinden sich unter den Handfeuerwaffen auch solche, die aus der gleichen 'Fabrik stammen, wie die Waffen, die anläßlich des bekannten Falles Buttler lEberstadt) in der Modau gefunden wurden. Alarmbereiischast auch in Hessen verboten. Darrnstadt. 8. April. (WSR.) Amtlich. Ebenso wie in Preußen und Bayern hat auch der hessische Innenmini st er zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung für das ganze Staatsgebiet des Volksstaates Hessen die Zusammen,iehungunddavZusammen- holten do« Alarmbereitschaften von Mitgliedern politischer Bereinigungen in der Zeit vom 9. bis 11. April 1932, beide läge eingeschlossen, verboten. Die Polizeibehörden wurden angewiesen, die Anordnung aus das strengste durchzusühren. Line Alarmbereitschaft ist nach dem Ausschreiten dann anzunehmen, wenn Mitglieder von politischen Vereinigungen, insbesondere Angehörige von Selbstschuhverbänden solcher Vereinigungen In einer Art und Meise zusammenkommen oder }ufammenge,ogen werden, welche Gewalttätigkeiten besorgen läßt. Solche Alarmbereitschaften sind also auch dann verboten, wenn als ihr Zweck die gemeinsame Abwehr von Gewalttätigkeiten bezeichnet wird, denn die Bereitschaft zur Abwehr strafbarer Handlungen ist Sache der Polizei und nicht der politischen verbände. Grundsätzlich ist davon auszugehen, daß Zusammenkünste von Angehörigen politischer Selbstschutzverbände Alarmbereitschasten im Sinne der Der- ordnung sind. Zusammenkünste geselliger Unterhaltung oder die zur Entgegennahme der Wahlergebnisse stattfinden, fallen nicht unter das verbot. Senkung der Vermögenssteuer. B e r H n , 8. April. (OB.) In kürze soll die bereits angefünbigle Senkung der Vermögenssteuer zur Durchführung kommen. Der Reichsfinanzminister wird dabei zum erstenmal von der ihm in der Dezember-Verordnung erteilten Ermächtigung Gebrauch machen, die Vermögenssteuer demveränderten Sleuerwert der vermögensteile an- z u p a s s e n. Da die erste Vermögenssteuerrate am 15. Mai fällig ist, soll die Senkung nochlndiesem Monat durchgeführt werden. Die entsprechende Verordnung wird bereits ausgearbeitet und vom Reichsfinanzminister nach seiner Rückkehr nach Berlin erlassen werden. Italiens Revisionspolitik. Der ttrotzc faschistische '.Hat für Revision der Verträge und Annullierung der Kriegsschulden. Rom, 9. April. (WTB. Funkspruch.) Der Große faschistische Rat nahm in seiner gestrigen Sitzung folgende Tagesordnung an: Der Große faschistische Rat billigt nach einer ein- gehenden Prüfung der internationalen politischen und wirtschaftlichen Lage die vom Außenminister entwickelte Tätigkeit und bekräftigt von neuem, daß es, um die Krise zu überwinden, unter der die Welt so schwer leidet, und die Mehr unter politischen und motalischen als unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten ist, notwendig ist: 1. Das Problem der Reparationen und der Kriegsschulden zu lösen, und zwar indem auf die ersteren verzichtet wird und die letzteren annulliert werden. 2. Die Hindernisse für den internationalen Wirtschaftsaustausch zu beseitigen, bevor sie zu einem völligen Erliegen des Handels aller Länder geführt habe: 3. die Lage der Donau - undBalkanlän- der — Oesterreich, Llngarn, Tschechoslowakei, Jugoslawien, Rumänien, Bulgarien u d Griechenland — zu regeln, die zusammen eine Bevölkerung von etwa 70 Millionen Menschen aufweisen: ________________ 4.die Bedingungen der Friedensverträge im Rahmen des Völkerbundes zu revidieren, die in sich die älrsache der Streitigkeiten der Völker sind und den Keim zu neuem Krieg bilden: 5. Künftighin aufdie zahlreichen internationalen Konferenzen zu vernichten, die immer wieder neue Hoffnungen m den Völkern erregen und stets von den schwersten Enttäuschungen begleitet sind und nur die Reibungsflächen vergrößern. Der Große faschistische Rat behält sich vor, auf seiner Oktobertagung das Problem der Stellung des saschistischen Italien- im Völkerbund zu überprüfen. Aus aller Welt. Drei Kinder durch eine Explosion getötet Vier Kinder suchten in der Rähe der Stadt Riebeck (Mähren) auf einem Müllhau- f en nach alten Töpfen, um sie beim Alteisenhändler zu verlausen. Die Kinder sanden auch eine schwere Metallflasche, die plötzlich e f Dlobtet t e. Drei Kinder wurden auf ber ©teile getötet, bad vierte Kinb schwer verletzt. Elly Beinhorn in Sidney eingetroffen. Elly Beinhorn ist von Brisbane fommenb i n 6 i b n e t) eingetroffen unb hat damit ihr Fiel endgültig erreicht. Sie hat damit feit Beginn ihres Fernfluges am 4. Dezember 1931 über 23 000 Kilometer zurückgelegt, ohne auch nur einen Schaden an der Maschine zu haben. Aus der pwviuzialhauptssadt. Gießen, den 9. April 1932. Vom Willen zum Frühling. Don Reinhold Braun. Meine Seele du, sei ein Frühlingsseld, seine stille, selig wachsende Welt! Da heißt es bei Goethe: „Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen gleich dem süßen Frühlingsmorgen, den ich mit ganzem Herzen genieße." „Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen ..Ist das nicht ein lieblicher Klang aus dem Liede von der schönen Herzenswilligkeit? Glücklich, wer solches erfühlen kann, wer noch die Kraft aufbringt, einmal alle Fesseln zu sprengen, mit denen ihn die Tyrannin -Zeit bindet, der eine freie Stunde sich aus aller Hnraft rettet, da er einmal der an das Wunder des Frühlings Hingegebene zu sein vermag. Das bedeutet heute eine Leistung. Aber diese Leistung an unferm Innern, segnet sich In mancherlei Werk ein, das uns dem Außen gegenüber obliegt. Menschen gibt es, die sich f o In das Getriebe der Zeit einspannen, dah der Frühling, wie überhaupt das Erleben der Iahreszeiten gar nicht mehr zu ihrem Dasein gehört. Sie wissen nicht, wie sie sich selber von den Quellen verstoßen und aus dem Llrrhythmus des Lebens gerissen haben! Wer um das Geheimnis der wahren Kraft und des Glückes weiß, der stellt das alte Weihnachtswort „Selig sind, die guten Willens sind", mitten hinein in die erwachende Schöpfung, ja, es ist ihm ein Teil des großen Frühlingsgesanges aller Kreatur. Predigt es nicht jeder Daum, jede Blume und selbst das stumme Tier im weiten, lenz-seligen Lande? Ach ja, sich „einnehmen" lassen von einer wunderbaren Heiterkeit, die für manches Herz Lieberwindung bedeutet, ein winzig Stücklein von jener Seligkeit nur wieder empfinden, die uns einstmals überkam, als wir in die offenen Arme unserer Mutter liefen ... Die Fähigkeit, am Frühling sich zu freuen, zeigt uns an, daß das Kind in uns immer noch lebendig ist. trotz aller Dernüchterungssüchte der Zeit, trotz ihrer Härten und Bitterkeiten. Frühlingsfreude wirklich zu fühlen, bedeutet heute, sich wahrhaft bewußt wieder einmal auf die Sonnenseite des Lebens zu stellen, auf jene, die der Menschheit eigentlicher Teil sein soll, aber von der sie die eignen Dämonen vertrieben, weil sie nicht stark und dem Guten und ihrer Bestimmung getreu genug war. Was will das Wort vom Willen zum Frühling in solchem Zusammenhang uns sagen? Das will es sagen: „Sieh, du Menschenkind, deine Frühlingsfeier, deine Lenzfreude, deiner Seele Andacht im einigen ©arten deines Schöpfers ist eins mit dem Bekenntnis zum wahren gott- entftammten Leben, zu feinem Ursprung, leinen Quellen. Dein Weg durch die blühende Wiese, den knospenden Wald, dein Staunen in die Ferne ist das Ia-sagen deines Herzens zum Dasein, wie es nun einmal ist. Unb dieses 3a! ist gleichzeitig dein Dankgebet, daß Gott dich immer noch seinen Frühling erleben läßt und so, dah der „farbige Abglanz" dir zum Symbol der großen Lebens- und Gott-Idee wird. Wille zum Frühling: Wllle, der sich fort- wendet von allem Gemachten, Aufgeblähten, allem Grellen und Wilden des Zeitlichen unb wieder hin zu dem. was still wächst unb blüht, zu allem Einfachen unb Seifen, zu jeher himmel- offnen Blüte, zu der Keuschheit der Farben unb Stimmungen, zu allem. waS stark, unb rein zum Lichte brängt, waS feine- Leben- Gesetz erfüllt, indem es da- wahrhafte Sein ist unb nichts anbered. Oer Aushang der Wahlresuliaie verboten. Das Polizeiamt Gießen übermittelt uns die nachstehende polizeiliche Verfügung: .Die Bekanntgabe der Wahlerg'eb- Nisse am Abend des 10. und in der Rächt zum Jeder muß wählen! Diese Parole gilt auch für die zweite Reichspräsi- dentenwahl am morgigen Sonntag. Die klare politische Willensäußerung de» deutschen Volkes ist für die weitere Gestattung unserer Geschicke unbedingt erforderlich. Diese Klärung im Innern ist aber auch für jeden Einzelnen wichtig, denn stärker als je zuvor sind heutzutage die Existenzgrundlagen der einzelnen Volksschichten miteinander verflochten, hieraus ergibt sich die Verpflichtung oller wahlberechtigten, durch Stimmabgabe bei einer so bedeutungsvollen staatspolitischen Handlung role die Reich-präsidentenwahl an der Herbeiführung einer klaren politischen Situation mitzuwirken. Jür olle Wähler und Wählerinnen gibt es deshalb morgen kein Zuhausebleiben! 11. April 1932 durch Lautsprecher, in der Art der Lichtreklame, durch Aushängen in Schaufenstern, oder in den Verlags- und Druckerei-Gebäuden der Zeitungen, ihrer Filialen und den Zeitungskiosken ist verboten, weil diese Art der Verkündung der Wahlresultate zu QInfammlunge i u d bei der herrschenden großen politischen Spannung zu Störungen ber öffentlichen Ordnung unb Sicherheit führen kann. Die Mitteilung durch den Rundfunk gibt jedermann eine ausreichende Gelegenheit, die Wahlergebnisse ungestört und ungefährdet zur Kenntnis zu nehmen." •• Des ich tigung unseres Bataillons durch den Regimentskommandeur. Am kommenden Montagvormittag wird der Kommandeur des Infanterie-Regiments 15, Oberst Kienitz, hier eintreffen, um nach der Llebernahme des Regimentskommandos das hiesige Bataillon zu begrüßen und zu besichtigen. Anläßlich dieses Besuches wird ein Vorbeimarsch des Bataillons vor dem Regimentskommandeur im Hofe der Reuen Kaserne stattfinden. •• Von der Landesuniversität. Der außerordentliche Professor Dc. Friedrich Kroll- Pfeiffer aus Marburg ist zum planmäßigen außerordentlichen Professor für Chemie an der Landesuniversität Gießen mit Wirkung vom 1. April ernannt worden. "ChrenvolleBerufungeinesdeut- schen Gelehrten. Don der Pressestelle der Landesuniversität Gießen foird mitgeteilt: Der hervorragende deutsche Tropenarzt, Professor Dr. med. Ernst Rodenwaldt, früher Dozent der Hygiene und Dakteriologie an der Heidelberger älniversität, dann vier Iahre lang al- oberster Medizinalbeamter von Ost-Iava tätig, wurde jetzt zum Direktor des Centraal Genees- kundig Laboratoriums in Batavia ernannt. Die Ernennung ist um so bedeutsamer, als die Leitung dieser altberühmten Forschungsstätte ihm als einem Ausländer übertragen wurde. " Dom Botanischen Garten. Heute und morgen, Sonntag, 10. April, wird im Botanischen Garten zwischen den beiden Kalthäusern ein auf Picea excelsa (Fichte) entstandener „Herenbesen" ausgestellt sein. Es handelt fid) bei diesem um eine besenartig geformte Gipfelbildung (Durchmesser etwa 1,20 Meter); die LIrsachen dieser Mißbildung sind nicht bekannt. Das hier gezeigte Stück stammt aus dem Rodheimer Wald: in unserer Gegend sind bereits wiederholt ähnliche Bildungen beobachtet worden. ** Die Museen und ber Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Preisen geöffnet. ** Rindermarkt in Gießen. Am nächsten Dienstag findet hier Rinder-Rutzviehmarkt statt. Der für Mittwoch vorgesehene Schweinemarkt fällt aus. weitere Lokalnachrichten Ira 2. Blatt jemconnciL — In der Aprilnummer von West ermann- Monatsheften sind außer den Kunstblättern eine große Anzahl interessanter Aufsätze unb Artikel farbig illustriert, so z. B. bic lebenbige unb anschauliche Schilderung der landschaftlichen Reize und hcilkundiichcn Bedeutung des Bades Elster und der Aufsatz »Das deutsche — bad schöne Burgenland", bic Schiiberung eines sommerlichen Streifzugcs durch das Burgenland, seine Bauerndörfer unb Burgen, feine Städte und Bäder. Emil Pirchan hatte den originellen Gedanken. Goethe auf den Spuren feiner Italienischen Reife nach»ufahren, um 145 Iahre später die Eindrücke und Beobachtungen des Dichters noch einmal unmittelbar auf sich, alS einen modernen Menschen, wirken zu lassen. Erwähnt seien noch die Rovetten .Gnade vor Recht" von Karl Röttger und «GoscherlS Vergehen" von Oskar ‘Baum. Wettervoraussage. Nachdem der Rückfeiteneinfluß mit seiner kühlen Nordwestiust unb Echauertätigkeit langsam ab« nimmt, ruckt die neue Allantikstörung weiter vor. Uebcr den britischen Inseln und dem Kanal haben unter fallendem Barometer die Winde nach Südwesten zurückaedreht, erneute Niederschläge unb Temperaturanstieg sind außerdem die (folge. Obwohl über Frankreich und Westdeutschland kräftiger Druckanstieg eingesetzt hat, wird durch ihn keine Besserung eintreten. Vielmehr gelangen wir in den Bereich milder, ozeanischer Lust, in deren Begleitung Erwärmung stattfindet und Niederschläge auftreten. Aussichten für Sonntag: Anfänglich noch wechselnd wolkig, bann stärker bewölkt, wieder milder und zeitweise Niederschläge, südwestliche Winde. Aussichten für Montag: Nachfolgende (Erwärmung, mehr schauerrartige Niederschläge, um West drehende Winde Amtliche wintersportnachrlchten. Vogelsberg, hoherodskops: — 4 Grad, 20 cm Pulverschnee, Sportmöglichkeit gut. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag gefdjloffen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügte» Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Anzeigenauftrage sind lediglich an die Geschäfts stelle zu richten. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 10. April. Misericordias Domini. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker: 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfr. Becker. — Johannes- kirche. 9.30: Pfr. Bechtolshcimer, 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde: Pfr. Bechtolsheimer: 20: Bibel- defprechung im Johannesfaal: Pfr. bic. Waas. — Kapelle des Alten Zriedhofs. 9.30: Pfr. Müller: 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde: Pfr. Müller. — Elisabeth-Kleinkinderschule. 8.15: Christenlehre für die Neukonfirmierten der Petrusgemeinde: 9.45: Psr. Lic. Waas: 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Oie. Woas. — Klein-Linden. 11: Kindergottesdienst: 13.30: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst: anschließend Beichte und hl.Abendmahl: 1130: Katechismusichre für die weibliche Jugend (drei Jahrgänge). — wiefeck. 9.30: Beichte, 10: Predigtgottesdienst: im Anschluß Feier des hl.Abend- mahls: Kollekte. — Atten-Bufcck. 9.30: Beichte: 10: Gottesdienst und Feier des hl. Abendmahls: 13: Chri. stenlehre. — Haufen-Garbenteich. 10: Garbenteich; Feier des Hk. Abendmahls: 13: Hausen. — Watzenborn-Steinberg. 13: Hauptgottesdienst mit Feier der. Aufnahme der Kleinen in die Schule: 14: Kinder« kirche. — (Brüningen. 10: hauptgottesdienft. — Cid). 9.30: Stiftsdechant Kahn. katholische Gemeinden. Samstag, den 9. April. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 10. April. 2. Sonntag nach Ostern. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe: Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten: 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Cich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Collar. 8.45: Messe mit Predigt. — Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Ttontag, ben 11. April. Caubach. 7.30 Uhr: Messe. Mittwoch, den 13. April. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Lonntagedienst d.Aer-te n.'Uvotheken am 10.4.32 Dr. W. Klein. Dr. Menerhoss. Engelavotheke. ______________tnbnorrt: Dr. Mischer. Mi-> Am wirksamsten sind EnttelWskuren jetzt im Frühling. Nehmen Sie3mal tügl.2—3Toln- ba-Kerne. Zuhabcmjetztverbilligt>in Apoth. OPEL iM&ynJ E daß aber die Herstellung jedes einzelnen Qualitätsv/agens bei der Groß-Produktion weniger kostet als bei der Fabrikation kleiner Mengen, ist ziemlich klar! Als größte Automobilfabrik Deutschlands kann Opel deshalb - ohne Hexerei - Qualitätswagen zu niedrigeren Preisen verkaufen—- Übrigens wäre Opel bestimmt nicht so groß, wenn Opelwagen keine Qualitätswagen wären. — - - Die herabgesetzten Preise: 1,2Ltr.4Zyl.abRMl89Ö 1,8 Ltr. 6 Zyl. ab RM 2695 Preise abWerk Rüsselsheim a. M. Bequeme Zahlungsbedingungen durch die Allg. Finanz.-Gesellschaft. Günstige Kasko-Versicherung durch die Allg. Automobil-Versicherungs-A. G. Machen Sie eine Probefahrt! SHEIM AM MAIN Ihre Verlobung geben bekannt d. G.A. [02213 Bezirks-Vertreter W. Ältsleirer 275« D &mma Qort bei Kühr. 02154 veldcr. 2813Ü 3kudolf Sommeriad Sdjr einer meister Verlobte großen-33usecß Steuern 02122 Suchen Sie hohen Verfasl? Will). Schmidt u. Frau, geb. Stein Nr. 37. [02177 02179 [02235 zu oerm kaufen. [02223 Kaiserallee 141. In meinem Bernhardiner den. Anmeldungen erbeten an [02180 M.Glinther,Zohamiesstr.l5p Tapeten Nmttl» Stellenangebote| empfehlen. 2759 V Der Handel Sonntafis verboten. S nz. Vereine RADIO 4 Ubr. [02183 ver so Zeit [02201 Probe Diens- diit PFEIL [Verschiedenes! Wir suchen einen Halte meine straffe 4. 02159 Linker & Sohn, Lud wi^str.16 velgeschirr Kreuzleine, schied, ölt. schirrteile ab 9. 4. 32 wieder in Gieffen, Diez- mit ver- (9c* UNd K. Rebe Henriettenhof Post Grün berg. f. d. Bezirk Gießen. Herren, die geeignete Lagerräume zur Verfügung haben sowie Zustellungsmögliohkeit, werden bevorzugt. Schrift!. Angebote u. 2754V an den Gieß. Anz. (Hündin, 12 Woch. alt, m. Starnmb., f. 30 51.* zu verk. Bahnhofswirtsch. Ruvvertsburg. Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, SchulstraBe 1 Wohnung 3 evtl. 4 Zimmer u. Wohnküche, i. Neubau, Kreuzvl. 8, so- fort zu nenn. [ 28080 Für die uns anläßlich der Konfirmation utsserer Zwillings-Kinder Emmi und R 0 bertin so reichem Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlich Hauhälterin zu einem alleinsteb., älteren Herrn sof. gesucht. Bedingung durchaus ehrlich u. zuverlässig. Borzn- stell.Babnhofstr.29 b. Heuler, v. 3 bis Zunges Mädchen für halbe Tage zum Ausfahr. eines Kindes gesucht. [02211 Zu erfrag, i. d. Ge- schäftst. d. GH. Anz. Freundlich möbl. 3 immer nass. f. Schüler ob. Schülerin m. voller ob. teilw. Pens. u. voll. Fam.-Anschl. zu verm. Haibach, »2234 Bleichstr. 20. Schrank- Grammophon m. Platten zu ver- 1. Etage, mit Heiz., ‘nort zu verm. 3 flammiger Gasherd m. Bratofen, weih emaill., in best. Zu- staub, bin. abzug. Näh. Braugasse 7 Fr. Braun Naturheilkunbiger. Weg. Erkrank, suche v. sof. tÜcht. ( 2780D MiWgWll welch, kochen kann. Vorzust. Sonntag Dr.Wilhelm Klein, Neuen Baue 29 p. ilutomööelroogen zur Mitnahme von Gütern per sofort von Gieffen nach Darmstadt vcr 20. d. M. von Heidelberg-Mannheim- Darmstadt n. Gie- ftcit bietet an [2800D StiickrathL-Beuder, G. m. b. H., Sve- bitioti und Möbeltransport, Walltor- straffe53.Tel.3519. 150 Zentner Kuhmist a 30 Pf., sof. abzug. Steinstr. 69. 02200 Gießen Ludwlgsplatz 2 Gebrauchter Fahrstuhl zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. unt. 02210 a. b. G. A. Gießen, den 9. April 1932 ................................ 02118 Trohe, Großen-Buseck, den 9. April 1932 (Äölzemühle) Schöne 3-Zimnier-Wohnöng mit Bab, mögl. mit Mansardenzim., v. ruhig. Dtieter ges. Schrifll. Ang. unt. 02209 a. b. G. A. Suche Stelle als Lehrling aufBüroob.i.Fein- kostgesch.Schr.Ang. u.02239a.b.G.Anz. Radium Biochemie, Ge- sunbheitskuren u. Heilapvarate Bertreterl innen! sürPrivatkund- schaft von groy. Svezialwerk für Neuheit gesucht. Fm'erate.Svesen gelder unb hohe Provision. Eilofferten u. L.P.372 an,.Ala",Halle S.”My Gebrauchter Toilettentisch zu kaufen gesucht. Schr. Ang. m. Pr. u. 02204 a.d. G.A. Leinen. [2774V Schützenstr. 12. Norddeutsche ü.20Z.suchtStellg. als Kontoristin ober Stenotnvistin mit langj.Tätigk.u.gut. Zeugn., verf. in all. vork. Arb. Schriftl. Angeb. u. 2756D an ben Olieff. Anz. Haus i. et. Zustand z. k. gesucht. Frei werd. Wohn. Bedingung. Bermittl. verbeten. Schr. Ang. m. genauen Angab. unt. 02221 a. b. G. A. 6-Ziwr-WohD. m.Zubeh.,Erdgesch. zum 1.Juli zu norm. Hohnannstr. 71. Hühneraugen Warzen,Hornballen beseitigt restlos auch ln den hartnäckigst. Fällen totsicher unt. Gar. innerh.5-6 Tg. Hühneraugen-Rapid Erhalts, nur: Löwen- Drogerie W. Kllbinger Nacht, Seltersweg 69. Gewandter Stenotypist guter Stenograph, m. eigen. Schreibmaschine, für Ifbe. stundenweise Arbeiten (evtl. a. abends) gesucht. Grundbed.: saubere fehlerfreie Schrift. Schriftl. Ang. mit Preissorbernng u. 02216 a. b. G. A. Mädchen v. Lande, 20 I., s. Stellg. z. 1. 5. ob. später, am liebst, in ein. bürg. Haus, auch ausw. Schriftliche Angeb. unter 02187 an ben Gieffener Anzeiger. Gavien am Robtberg, zu verpachten. [02215 Zu erfrag, i. b. Geschäfts st. d. G. A. miiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii = Neue gewinnbringende Existenz = | Generalvertretung | = nur an Dam. ob. Herren z. vergeb., bie- = ca. Mk. 500 in bar nachweisbar haben. = = Glänzenbe,hervvrrag.,deine alltäglich. = = Sache. Bes. Metbobe verschafft hohes = = Dauereinhommen. Angenehme, leichte - -Tätigkeit. Rückspr. erfolgt in Gieffen.- = Umgeh. 'Jing. a. Ala, Köln, u. K.N. 61382 = niiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Kleines einfflmilienliflüü m. gr. Garten, für 9000 Mk. zu verk. F. Baer, Litanlage 29. 02194 Ian? Ingenieur- Schul e UfT» MascluneiiOtiEltlttro- lecumuiotiMLnefiae, Tonmaosina. Wer tMMM »ftHMHl 3iud-JU6«elahrpan»frei.\ Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlich Samstagabend,8.36|ü, Bahnhof Für die vielen Glückwünsche, Blurnen- svenden u. Geschenke anläßlich unserer goldenenHochzeit sprechen wirunseren herzlichsten Dank aus 02218 ftwrolg @06 und Mu, geö. Muk Tapetenhaus Nennstiel letzt Goethestraße 7 neben der Handels- u. 0) em erbeb ant.02230 Kriminalpolizzimeister Karl Hofmann und Familie 3-iL4-ZiiB-Wohlig, i. Südoiert. I Bahnhofsnähe) sehr gut ausgebaut, z. verm. Schriftl. Ang. unt. 2558D a. b. G. A. Grfahr.Stütze,i.all. Arb.verf.,sehrtückst. u.steif;.,s.Stellg.bei alleimt. Tarne ober Herrn, auch kinberl. Ehep.Seit2 VrJ.als Haushält.u.Köch.in tzröff.Hausbalttätig. ^schr. Angeb. unter 02167 a. b. G. Anz. Betten-Bär, Seltersweg 20, Laden Telephon 4Q71.wsp Laden Der von Herrn Friseur Gath seither mnegehabte Laden ist v. 1. Mai ander- weit. z. nm. [ zsioD Photo-Haus Borst, Bahnhofstraffe 63. Am" WwM Seltersweg 20 Günstige Gelegenheitskänlel Kompl. 3-Röhren- Fernempf. ab 45,—. Kompl. 4-Röhren- Femempf. ab 75,—. Komp). Kraftverst- Anl.f.Gastw.ablöO.-. Sämtl. Geräte Netzansehl. m.Telef.-Rö. Lautspr.4pol.ah5.50. Netzanode, 110—220 Volt um sch., ab 30.-. Alle. Bastlermat eri- alien.unverb.Vor- führg.i.Ihrem Heim. -Postkarte genügt.- Teilzahl, gestattet. Frankfurt am Main Schäfergasse Nr. 20. Schöne 5-Zimmer-WohoyDe zu vermieten. Schriftl. Ang. unt. 02241 a. b. G. A. MöhLZimmer im Zentrum ges. Schr. Ang. m. Pr. u. 02190 g. b. G. A. 5-63imm.> Wohnung nahe bem Bahnhof, per sofort ob. Juli zu mieten gesucht. Schriftl. Ang. mit Mietpreis 11. 02199 an ben Gieff. Anz. Stadttheater Gießen 2805 D Sonntag, 10. Avril 18.30 b. n. 21.30 Fremd. • Vorstellg. Autz. ^lbonnement Ermätz. Lperettvr. Morgen gehts uns gut! Schlageroverette in 6 Bildern (nach ein. alten Wiener Posse) von Hans Müller, Musik von Nalvb Benatzkn. [zeosD Dienstag, 12. Avril 19.45 b. g. 22.30 Liebelei, vorher Der verwandelte Komödiant. Mittwoch, IS.Älvril 19 bis 22 Ubr Romeo und Julia. Freitag, 15. Avril 20 bis 22.30 Ubr Zum lebten Male! Vater sein dagegen sehr. Sonntag, 17. Avril 18 bis 22 Uhr Hauvtmann v. Kö' Veuick. Ziege frischmelk.,Rbodelb. Hahn billig abzug. Rodheim a. d. B., Gieb.Str.18. [02202 I Gebrauchte Baöeeintiditung m. gubeis. emaill. Wanne u. Kohlen- ofen weg. Wegzug bill. z. verk. Zu erfr. in b. Geschäftsstelle 5-Zioimer-Wolm. mit Bab unb evtl. Zentralhz., 1.Stock, zum 1.7. frei. [02196 Kaiserallce 83.__ 5-3im.-Wohn., be- schlagnahmefr.,Kaiserallee 34 II, sofort zu vermiet. [02236 Näheres A. Becker, Kevlerstraffc 9. Reste in allen Rollenzahlen von 15 Pf• an Jg. Mädel (groh, schlank) ges., welch. Lust z. Reisen hat. Anmelb. Meffvlatz (nachm.) Schau: „Im Temvo der Alleinst, unabbäng. Frau,Enbeder40er Jahre,gut.sparsam. Köchin, m. all.Haus- arbeit.vertraut, sucht bald o.l5.4. Stell, a. Heirat Nentenemvf. in b. 50 er I., alleinsteb., sucht tücht., paiib. Frau, evtl, auch Haushält., Wohnort gleich. Schriftl. Angeb. unt. 02198 an den Gieb. Anz. Eelierio beiDameo. älterem [Stellengesuche! Tüchtiger, solider Detorateur und Verkäufer d. Herrenkonfekt.-, Textilwaren- unb Herrenartikel-Br., 21 I., flotte Ersch., in grob. Gesch. tät., weg. Geschäftsaufgabe entl., sucht Stellung. Sicher in mob. Dekorat., Lacksch. u. Plakatmalerei, vr. Büsten- aufzieher. la Ref. u.gute Zeugn.vorh. Schriftl. Ang. unt. 2814V a. d. G. A. Äiowitn 4 über, Kilom. 15 4 Telephon 2375. Frankfurt am Main Pierfle-Märkte 11. April, 9. Mai, 6. Juni, 4. Juli, 15. August, 3. Okt. 1932 Durchschnittlich Auftrieb 700 Pferde all. Rassen, auch Schlachtpferdc-, größte Auswahl und beste Gelegenheit für Kauf oder Tausch. Ein Besuch dieser Märkte ist zu tag 12. 4. fällt aus. Samstag 16. April 20 Uhr tzMMNMlü im Bereinslokal, wozu auch die van. Mitglieder herzlich eingeladen sind. Absolventin b.Handelssch.,17F., verf. in Stenogr. u. Schreibm., s. Stell. Schriftl. Angeb. u. 02117 a. d. G. Anz. W-WM können noch Kinder aufgenommen wer- [ Vermietungen! Wohnung modern, 7 Zimmer, Küche u. Bad, Zen- tralheiz.u.Warmw., sonnig gelegen, sof. ob. spät, zu verm. ?807D Kreuzvlatz 8. widerstanbsfg., sehr gute Winterleger, Bxnteier v. bitte V.Dtzd. 3 M., Gin- tagskück. auf Best. v.St.0,75M.,dsgl. v. am. Leghorn u. dovvelgef. Barne- Herrn geg. geringen Lohn. Schr. Ang. u. 02174 an d.G.A Weg. Platzmangel bill. abzug.: Klei- berfchrank, Sofa, Waschtisch, Tisch, kl. Vorratsschrank. Zu erfragen in ber Geschäftsstelle des Gieh. Anz. [ 02186 iViv warnen Sie ZhrenArwerbungrn auf Anzeigen ohne Namen Zeugnisse, Urfunden ob. sonst wichtige Papiere beizusügm; Abschriften genügen nur Einleitung d. Mfnflcllungehcrfjanb« lunqen. Oft ist uns der Auftraggeber unbekannt unbinbiesen^ällenkön- nen wir nichts tun für b. Wiedererlangung ber Bewerbungsunterlagen Gietzenev Slnreigev ein kleines Steingärtchen in Ihrem Garten, eine reichblühende Stauden» rabatte. — Irgendein Plätzchen läßt sich in wenigen Stunden umaeiialteit! Lassen Sie sich kostenlos beraten unb Borschlag machen! £anöfWgörtnerei6.5il)roiiri B. T. G. - Fernruf 4082 Gartenneuanlage,Umgestaltung Billigste Pflege, Gartenbera- hmg, Spielplätze für Tennis u. Sport, Denkmal- u. Friebhof- gestaltung. [ ?76iD Abbruch! Neuenweg sof. billig abzag. alte Fenster,Türen Ziegel Brennholz Lehm 02169 Mamille*« m. Gart., 3 Zimm, u. Küche nahe Bhf. unt. günft Beb. zu verkaufen. 02175 G. Katz Ludwigstr. 45. Empfehlungen| irka l7000Rollen Bett (kompl.) 5. vk. 02217 Lichcr Straffe 7 II. Wegen Verbeiraig. m. Mädchens suche zum 1. Mai ein ar- beitöfreuöig., saub. u. unbeb. zuoerläss. Mädchen selbständ. in allen Hausarbeiten unb Wäschebehanblung, sowie gut erfahren im Kochen. Nur solche m. langjähr. Zeugn. aus guten Häusern wollen sich melden [0221« Aulweg 48. Gebr., gut erhalt, klemm öetö m. Kohlenfeuerung sehr preisw. abzug. Schr. Angeb. unter 02229 a. d.G.Anz. Manti* bill. zu verk. 02193 Ostanlage 29 p. Gelegenheit! Fabrikneue Näh» masch., i. Austr., m. Garant, bill. abzug. Daselbst eine gebr. Nährnasch.,guterh., billig. [02207 'Asterweg 44. 250 ccm NSU- Motorrad, gebraucht 2809 D äußerst günstig zu verkaufen Bremer Kaffee-Vertrelung (Hotels, Restaur. u. Private), 20°/«Provision unb Gehalt. Schriftl. Ang. unt. 2812D g, b. G.Anz. Lieh Gießener Straße ® April 1932 wird von ringfreier Spezialfinna für den Kreis Gießen mit weiterer Umgebung zwecks provisionsweisen Verkaufs v. Margarine und Back-Fetten an Bäckereien u. Konditoreien gesucht; Kundenstamm vorhanden. — Wh- berücksichtigen nur Bewerbungen verkaufsgewandter. solventer Herren, die bei genannten Abnehmerkreisen langjährigund auch jetzt noch bestens eingeführt und mit der Branche vertraut sind. — Ausführliche Offerten mit Lichtbild und sonstigen Unterlagen unter N. G. 32407 an zUla-Haasenstcin A Vogler, Köln. 2777V in ruhiger, sonniger Loge, Balkon unb Foggia, Zentralheizung, r^arrnwasser- Versorgung, Bab, Mansarde, Gartenanteil, ab l.Dioi zu vermieten. Schriftliche Angebote unter 9tr. 2659V an den Gieffener Anzeiger erbeten. mit tägl. Bareinnahme. Vertreter an allen Orten für leichte Werbetätigkeit gesucht. Keine Bersich. Kasse usw. Schr. Angeb. unt. 2768V a. d. Gieß. Anzeig. NiMtM km 15 Pf. Telephon 2319. Heinrich Matt. Mumü MWIZ furz geschnitten, billig abzugcben. 6@lfll(liflot&5ol)n Gieffen, n/iU Frankfurter Str. 19. ßelepheilskauf Komplette Radioanlage zu verkaufen. 02240 Seltersweg 6411. 2 Zimmer ooilMe in einem Neubau zu vermieten. 02128 Mainzlar, Lollarer Straffe 40. Freundlich möbliert. Zimmer sof. z. verm. [02237 Lahnstraffe 13 I. Schön möbliertes Zimmer zu vermiet. [0223s Bruchstraffe 8 I. „privaikrankenkaffe" mit freier Wahl der Aerzte und Heilkundigen, neuen Ideen, niedr. Beiträgen, höchsten Leistungen, sucht geeign. [ 2753V Mitarbeiter Höchste Bezüge. Bei Eignung entwicklungsfähige Lebensst. Ang. u.D.M. 7308 an Ann.-Erved. „DAG" G. m. b. H., Köln, Stollwerckhaus. [2753V 2-3-Ziinni.-Wolin. v. kinderl. Ehepaar gesucht. Schriftl. Ang. unt. 02185 a. d. G. A. Student (Dauerm.) sucht leeresZimmer in allernächst. "Nähe der Univ.-Bibliotl). Schriftl. Ang. unt. 02191 a. d. G. A. Marie Lenz August Wagner [Wohnungstausch] Schöne 5-Zimmer-Wohn. 1.Stock, gute Lage, abzugeb. geg. kleine 3-4 -Z. - Wohnung and) Mans, angen. Schriftl. Ang. unt. 02219 a. b. G. A. 200 ccm NSU Motorrad, gebraucht Landverireier gesucht! (Händler oder Privatpersonen) von leistiingsf. Fabrik f. Maschinen für landw. Haushalt zum vrovisionsw. Verkauf an Landwirte. Hobe Prov. Sof. Auszablg. Alte, gute Marke. Günstige ZahlungSbed. Solide, seriöse Verdienstmöglichkeit! Schriftliche Angebote unt. 02168 an den Gieffener Anzeiger. Eisenbahn- Fahrbeamleii-Vepein Morgen, 10. 4., nackmitt. 4 Uhr Versammlung „Stadt Wetzlar". Um zahlreiches Erscheinen bittet 2s 17O Der Vorstand UIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIU s-Zimmer- Wohnung mit Bad oder geräumige 4-Zimm.- Wolmung mit 1 ob. 2 schönen Mansardenzimmern, in gutem Hause, von Beamtenfamilie ohne Kinder gesucht. Eine schöne 4-Z.-Wobn. kann in Tausch ge= geb. werden. Schr. Ang. mit Preisangabe unt. 2772D g. d. Gff. Anz. erb. Akademiker sudst ;. 1. Mai oder später 4-Zimmer- Wohnung mit Bad u. Mans. Schriftl. Ang. unt. 02188 a. d. G. A. Schöne 3-Ziuimrthming m. Balk. evtl, sofort Piano neu 2757D geg.bars. ^^700.- zu verkaufen. PianohanS August Förster, Bahnhofstr. 71 Bekannte Nahrungsmittelfabrik sucht Ifir Ihre ngkrAItlgen Speelalartlkel ier Fettwaren-Braeohe «erlösen, gut eingeftihrten VERTRETER 7 Wochen alte Ferkel zu verkauf. [2791D Karl Zimmer, Sich, Oberstadt 3. Reinrassiger Auto- Gelegenhaitskauf Mehrere «s,A 8/40 PS Ovel-Li- mousinen, Modelle 1929—1930, sehr billig. Ovel, Gieffen, Frankfurter Str. 52 Zu verkaufen: Zwei gesckjlossene Kastenwagen,geeign. f. Bäcker u. Metzger, 1 leicht. Rollwagen, ein fast neues Tov- Prirna zugfestes Zugs und Adcerpferd steht zum Berk, bei PauluS Walter, Ettingshausen. ori97 Ein 15 Monate alter Simmentaler WHbulle (Rotscheck) steht zu verkaufen bei August Hehler II., Flsdorf b. Mücke. 2803D eine Wiese, zirka 3 Aiorgen, und eine zweistöckige Scheuer 10 xß. r,73v Schützenstr. 12. Einige Morgen Btmiw zu vachten oder zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. unt. 02226 a. d. G. A. Mädch.g.d. Vogelsberg,24J.,f.Stellg. als Dienstmädchen. Schriftl. Angeb. u. 02189 g. d. Gieff.A. Fleiff. ehrl. kinderl. Mädrben dgs schon in besser. Hguse tät. wgr, s. bgld Stellg. Schr. Angeb. u. 02206 an den Gieff. Anz. Verkäufe 4 gute iinige Pferde zu verk. Näheres Fakob, Eichgärten ! kaufge8uoke | Einfamilien-flaus mit Garten in Gießen oder Umgeb, zu kaufen gesucht. Verkäufer kann in Miete wohnen bleiben. Schriftl. Ang. über Lage u. Preis unter 2792V an den Gieffener Anzeiger. Hinrni-Vohiiong i. schön. Lage, 50 Miete, geg. 3- oder 4-Z.-Altwohn. zu tauschen ges. Schr. Angeb. unt. 2797V a. d. Gieff. An zeig. Tausch ob. fr. Wohnung ! Suche 2 Z. in. Zubeh. Sübl. Stadtt., biete 3 3. m. Zubeh. Gäbisch, Tteinstr. 35U. 021 »r Für das am 9., 10. u. 11. Juli d.Fs. itattnnbenbe 25 jbr. Stiftungsfest der Freiw. Feuerwehr Grohen-Buseck, verbunden mit Volksfest, sind 2799D Stände für Schieffbuden, Karussell u. dgl. zu vergeben. Angebote hierauf sind vis zum 30. Avril an ben Ko mm an bauten Harbach einzureichen._______ Hübsche Dame,. 40 F., tüchtig im Haush., spät. Vermög., wünscht mit nur gutfit. Beamten od. Geschäftsmann, vens. Witiv. äugen., fdwu. Wohnung vorhanden. Schr. 5lng. unt. 02178 a. d. G. Anz. \ Mietgesuche | 3-4-Zimin.-WohD. v. 1. 6. ;. miet. ges. Schriftl. Ang. unt. 02208 a. d. G. A H. d. Schieffg. 22 v. Kleines Haus z. Alleinl.,v., 3 Z., Küche, Hausgarten, Cbitb., fdiön sonnig gel. Nähe Gieffen, Bahnst., z. verm. evtl, zu verkaufen. Schriftl. Ang. unt. 02165 a. d. G. A. Besdilagnahmefr. 3-Zimmer-Wn. mit Zubehör, preiswert zu verm. 231 9d 9^äl)Crednerstr.38I. Besdilagnahmefreie 3-Zimmer - Wohn, mit Küche, Bad, Mans. z. 1. Juli beziehbar zu verm. Schriftl. Ang. unt. 02205 a. d. G. A. Wegen um» [ent Billig inert. Salon-Einrichtung, fast neu, Eisschrank, Kommode, 1 Tisch und verschied, and. Gegenstände. [02227 F.Baer, Lftanl. 29. Lagerraum ca. 100 qm groß, mögl. in zentraler für Ende dieses Monats auf 4 bis 6 Wochen. Angebote mit Preisangabe sind zu richten an 2779D Rud. Karstadt A.-G. Kaufhaus Hansa. Schreiner der selbständ. Trep- venbanen kann,ges. Schriftl. Ang. unt. 02231 a. b. G. A. Großhandlung fucht für sofort kaufmänn« Lehrling nickst fortbildungs- schulvstichtig. Schr. Angeb. unt. 02225 g. d. Gieff. Anzeig. asiBetten LMSchlufxlm., Kind erholten. PoUt^Stnhlmatr^ ChaleeL, an Jeden, Teilzehig. KefaJ. fr. □ wnmöbclfabrik Suhl (Th.) Klaneninlerndil erteilt Ant. Wickert, O’IO? Liebigstr. 20. Pension 1 finden 1—2 Schüler (innen) in gutem Hanse. Näh. in der Geschst.d.Gieff.Auz. ■Bu^ro/jQ Nr. 85 Zweites Blatt Samstag, 9. April 1952 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen) bekannt ÄÄÄ | Hindenburg, wie ihn Deutschland kennt 'er ann. °-tlad feuern 021» 1? 9$. ©fein April 1932 bauen Sie mal dem Schauspiel der Darstellung stand die von mit ausgezeichneter Einfühlung L 6 j?5li Im Zentrum Edith Berger Auswertung, unaufdringlich den szenischen in- ier ein 4-, Schreibtisch Menge zu und stilgerecht Rahmen. 's- ril ab. ar* en ich [litt. n 9. April 1932 ~................02118 es itib bleiben sie wieder an dem alten verblichenen Stück Marmor hängen, das vom Later ererbt ist und auf dem in verblaßtem Gold die Worte stehen: „Ora et labora!“ Bete und arbeite! Die Rede geht zu Ende: „Ich erinnere an den Gei st von 19 14 und an die Frontgesinnung, die nach dem Mann fragt und nicht nach dem klopft Hindenburg dem Manne aus die Schulter und sagt: „Run rasch das Ding da wieder vom Ich habe heute noch eine ganze beiten!" gegebene Christine Weiring — dieses zarte Geschöpf, das von Schnitzler mit allem Zauber einer eben erwachten großen Liebe umgeben ist: sie begann leise, verhalten, fast schüchtern und blühte aus im Ansturm eines glückzitternden, zu jedem Opfer bereiten, von allen Ahnungen und Aengsten heimgesuchten Gefühls: ergreifend der verzweifelte Zusammenbruch vor der grausamen Erkenntnis eines unerbittlichen Endes. Hehlers Spielleitung hatte eine sehr abgerundete, allen feinen Ruancen des Schauspiels liebevoll nachgehende Ausführung herausgebracht, mit Lerständnis für richtige Besetzung, schwe- Die Not verging, die Not begann, Gott, gib uns einen, einen Mann, So rief ein Volk, noch ungewiß Des Wunders in der Finsternis. — Ob auch der Orkus widerhallt: Das Licht, es ward in dir Gestalt: Man wußte wieder, daß man liebt. Daß Demut cs und Treue gibt. Du warst Soldat — du bist Soldat, Aus deinem Wort erwuchs die Tat.' Des Opfers letzten Sinn versteht. Wer treu in dir mit Deutschland geht! — Man wird auch in diesem Stück aufs neue bekräftigt finden, daß mit seinem Schöpfer ein echter Dichter dahingegangen ist, ein Kenner des menschlichen H^ens. dem es gegeben war, lebendiges Leben in aller Unmittelbarkeit und Fülle des Gefühls einzufangen in seinen Stücken und in wirklichen, atmenden Gestalten auf seine Bühne zu stellen. Alles in diesem Drama ist charakteristisch für seinen Schöpfer wie für die Umwelt, aus der es hervorgegangen ist: ein leiser Hauch von der längst rx^flogenen Atmosphäre des alten Wien: Figuren, die den Dichter immer wieder beschäftigt haben, und die typischen Motive, die er immer wieder in seinen Dramen und RoveUen aufgegriffen und neu geformt hat. Die alte Weise von Liebe und Tod. vom süßen Mädel und vom jungen Herren, von der echten Leidenschaft eines großen Herzens und vom verspielten Stundenglück eines zerflottcrnden Gefühls. Mit sicherster Beherrschung lind die drei Akte gebaut, aneinandergereiht, innerlich und theatralisch gesteigert: die leichtsinnig-ausgelassene Fröhlichkeit eines Frühlingsabends, in den jählings der Schatten des nahen Verhängnisses ein- bricht: die schmerzlich-süße, kurze Abschiedsstunde der Liebenden: die graue Verzweiflung des trostlosen und unwiderruflichen Ausklangs. — Das heitere Widerspiel, der andere Typus des süßen Mädels ist die Mizi Schlager: Elisabeth W i e l a n d e r gab diese naive, gutmütig-unbedenkliche und lustige Person in voller Ratür- lichkeit und Leichtigkeit, unverfälscht in Tonfall und Haltung, unmittelbar aus wienerischem Temperament und Gemüt. S ch e l ch e r als Lobheimer traf geschickt die sehr Schnitzlersche Figur des fahrigen und oberflächlichen, zwischen echten und halbechten Empfindungen schwankenden „jungen Herrn", der weder der Liebeskraft des Mädchens noch dem über ihn hereinbrechenden Verhängnis innerlich gewachsen ist. Ians check als Theodor: netter Kerl, guter Kamerad, vergnügt, unbekümmert und hilfsbereit. Eine sehr hübsch ausgetüftelte, treffsichere Charge war die Frau Binder der Agathe Walther- Lederer: eine richtige kleinbürgerliche Ratsche mit hemmungslosem Mundwerk und instinktiver Witterung. Geiger gab warmherzig und behutsam den Violinspieler Weiring, Hauer knapp und scharf pointiert den „Herrn". Plidj ber ffonfirmafion Wer Gmmi unb lüißvijniche, Blumen- eine anläßlich unserer Hvrechenwirunieren en Dank aus 022,8 »MM UM Als Vorspiel sah man den anläßlich des Theater- Werbetages im vorigen Herbst bereits besprochenen Rokoko-Einakter „Der verwandelte Komödiant" von Stefan Zweig unter Kühnes Regie und mit Brucks prächtiger Leistung in der Titelpartie. — Beide Aufführungen fanden reichen Beifall, hth. näMung en tai Mr hrM 15 al, iss. idi Gießener Gtadttheater. Arthur Schnitzler: „Liebelei". Den verstorbenen Wiener Dichter zu ehren, war kaum ein Werk besser geeignet, als dieses Schauspiel, das immer zum Besten und Bleibenden in Schnitzlers künstlerischem Schaffen gehören wird. Es ist schon bald vierzig Jahre alt (1894 geschrieben) — aber wenn man auch anfangs noch gelächelt haben mag über die Mode des ausgehenden vorigen Jahrhunderts, mit der es angetan ist. über die verschollenen Schoßröcke, Mantillen. Hüte und Bänder -: es ist. dies wird man im Ablauf der drei Akte immer mehr ge- spürt haben, aller wehmütige Glanz, die zarte und traurige Anmut der versunkenen Welt alten Oesterreich^kumes darüber ausgegossen. bende Stimmung, theatralische Löfflers Bühnenbilder gaben am Main ww tat 4.M- it3.Okt.1932 Auftrieb 700 Pferde alL liachtpferde. größte Aos- jeleieflheit für Ked oder Äeser Märkte^ npfehlen. 2'MV Sonntags rerboten. Wenn das Alter ist wie die Jugend, gewinnen achtzig Jahre erst wahre Bedeutung. Die mögen dem Menschen manches nehmen, eines geben sie ihm: sie heben ihn heraus aus der Ebene und führen ihn auf einen hohen Berg, nicht als auf ein Postament der Heiligenverehrung, sondern zu einem ileberblid und Ausblick. Von der Höhe des Alters und der Erfahrung sieht die Welt anders aus als von der Plattform des täglichen Ringkampfes. Die Unterschiede der Dinge und Menschen vermindern sich oder verschwinden. Wer so oft gesehen hat, wie Großes klein wird, wer so viel hat stürzen sehen und auch so vieles neu wachsen, wer durch Sieg und Rie- derlage hindurchgegangen ist. urteilt über das Tagesereignis mit ruhigerGelassenheit. Wer so diele Menschen sah, unterscheidet die Einzelnen nicht mehr allzu kritisch voneinander. So gibt das Alter dem Charakter Hindenburgs die letzte Reife, die Ruhe, die Sicherheit. So wird er uns zum Symbol des Bleibenden im Wechsel der Zeit. rttinem MW ier ausgenommen wer- n erbeten an Ion» WunO.IZp. SroiUi-l-1*'1,1®’ BabnhtM st-ffE sM ^Abonnement oltei,3kaer- rwn Ä. gialvb Musik vo" Benatzko- Dienstag'7'U.W 1!U50;orhei- "TÖäS* Aovtt-> "N Wril Ä 17 Slvrtl Sonntag-2'0 U6L Wie Hindenburg zum deutschen Volke sprach. Ein Au.ieiizenqcn-Bcrlcht ans dem Meichspräsidcntcn-Palais. (Rachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Don besonderer Seite erhalten wir die folgende Darstellung aus dem Reichs- präsidenten-Palais. Sie berichtet, wie Hindenburg in seiner großen Rundfunkrede vor dem ersten Wahlgang zum * ganzen deutschen Volke sprach. „Mehr sein, als scheinen!" Rachdcm die Studenten und Handwerker, ine Offiziere und Gewerkschaftler gegangen sind, nachdem die Vertreter aller Schichten des deutschen Volkes ihm Aug in Aug gegenubergestanden haben ist es im Palais des Reichspräsidenten D. Hindenburg ruhiger geworden Die Rächt, bevor er zum deutschen Volke sprechen will ist er allein in seinem Arbeitszimmer. Er entwirft die Rede. Als am nächsten Morgen die Herren seiner Umgebung bei ihm eintreten, liegt vor ihm ein kleiner Stoß Manu- 'kriptpapier. mit festen, ruhigen Schriftzügen ^ deckt. Zu seiner Linken auf dem Schreibtisch steht, seltsamer Kontrast zu den beiden Telephonapparaten. d i e B i b e l, mit schönem Goldschnitt verziert, ein Geschenk der Mutter das if)n fein ganzes Leben begleitete. Zu seiner Rechten mahnt ein Bild des großen Schweigers Moltke und eine Widmung: „Wehr fein als scheinen. Hindenburg reicht das Manuskript herüber und lagt freundlich: ..Lesen Sie! Es finö Worte'" Die Mitarbeiter verbeugen numm. Sie wissen es: Hindenburg gestattet nicht. daß an seinen eigenen Worten etwas geändert w r . Schnee und Sonne füllen den Garten des Pra- fidenten-Palais. Während oben das Mikrophon auf dem Schreibtisch aufg^baut wird, geht Hindenburg im kurzen Pelzund mit grünem Iägerhut. so wie er es am liebsten hat auf den verschneiten Wegen auf und aK Die beiden Enkeltöchterchen an der Hand: ..Großpapa. erklär' uns doch mal, wie das mit dem Radio ist!" — „Kinder, da kann man viel erklären. das versteht ihr noch nicht ganz! Die Kinder haben sich von der Hand des Großvaters losgemacht und werfen mit e-chnee- bällen von denen einer auch den Pelz des Groß vaters' trifft. „Ra wartet mal!", ruft der: greife Feldmarschall, und für einen kleinen Augenblick überzieht fein sonst so ernstes Gesicht ein Schmunzln Und er bückt sich, als wolle auch er einen Schneeball aufheben m „ '©ine Stunde später. Alle ^uten *m Pra sidenten-Palais werden sorgfältig geschlossen Eine feierliche Stille liegt über dem Ar- 1 bßMM-SCBULE ’ MaschlneBeitPtttTO- riechüHHotHiunii, toi/omfrK fatniw Hindenburgs Bild. Don Hans von Seeckt, Generaloberst a. D. und ehem. Chef der Heeresleitung. Seeckt gilt als ein schweigsamer Mann. Das hindert nicht, daß er als Militär- schriftsteller, wie feine großen Vorgänger Moltke und Schlieffen, eine glänzende Feder schreibt. Eine Reihe feiner Studien ist unter dem Titel „Gedanken eines Soldaten" im Verlag für Kulturpolitik erschienen. Dieses Buch eines Mannes, der als Heerführer wie als Reorganisator des deutschen Heeres nach dem Zusammenbruch von gleichem Erfolge war, enthält auch diesen Aufsatz über Hindenburg? der gerade in diesen Tagen besonders interessieren wird. Bei der Begegnung mit einer Persönlichkeit von weltgeschichtlicher Bedeutung drängt sich dem Beobachter die Frage auf, in welcher Form das Bild dieser Gestalt der Rachwelt am wahrsten erhalten, der nicht mit eigenen Augen schauenden Mitwelt am reinsten dargestellt werden kann. Die Schilderung und Würdigung des General- foldmarschalls von Hindenburg durch die Feder des Geschichtsforschers wird kommenden Jahren überlassen bleiben müssen. Sein Charakterbild wird zwar schon heute kaum von der Parteien Gunst und Haß verwirrt: aber die Wellen der wechselnden Zeitströmungen, die Tageseinflüsse des politischen Kampfes, trüben zu leicht noch den Blick der Gegenwart. Das Bild des Feiernden und damit den Menschen selbst abschließend, erschöpfend mit dem Pinsel oder der Radel festzuhalten und zu verewigen, scheint schwer. Alles drängt in der Gestalt und dem Wesen zur Plastik: hier ist nichts Malerisches, ober bedeutende Form. Sehen wir uns nach dem Material um, in dem wir Hindenburgs Züge gestaltet wissen möchten, so ist es nicht der Marmor, in dem uns Griechenland seine großen Männer, Rom seine Cäsaren übermittelte. Unter der feinen Haut des Steins jagen Gedanken, toben Leidenschaften. Richt an italienische Bronzen dürfen wir denken, die das Rätsel problematischer Raturen ungelöst lassen. Wir wollen näher, wollen auf eigener Erde den Stoff suchen, in *bcm wir uns das Bild dieses deutschen Mannes formen. In unseren alten Tomen, unter den Schätzen unserer Museen finden wir die wunderbaren Holzskulpturen des Mittelalters. Fest geschnitzt und doch leicht ae^-nt, bestimmt und klar das Gebäude des Leibe Z. alle Flächen durch den Ton gemildert, die ocele aus dem Innern leuchtend, nicht stark, aber ruhig. Könige und Heilige sind es zumeist, die nie eines Lebenden Auge auf Aehnlichkeit prüfte, die aber Mythos Hindenburg. Äon Wilhelm von Scholz. Die meisten von uns werden sich noch lebendig erinnern, welch ein erschütternder Eindruck die zuerst als ein Blitz aufzuckende. dann immer höher, immer heller zu einem ungeheuren Leuchten anwach sende, immer größere, weitere Folgen verheißende Rettungstat von Taniienberg in uns allen hervorrief: welche Stürme von Gefühl. gleichzeitig von Dank wie von Schauder und graufenbem Erkennen der eben überwundenen Todesgefahr durch Deutschland yergingen. Und inmitten dieses Gefühls, dieses Aufatmen« aus gepreßter Angst, dieses Sicheinswissen vieler Millionen Deutscher zum erstenmal der unbekannte. neue Ramc: Hi ndenburg ! Für da« Volk und die vielen: wie aus dem Richts entstanden, schicksalgesandt. aus Wolken bervorgetreten, Retter in höchster Rot. Dann, um Wochen später, kam fein Bild, das zu dem dunkelklingenden Ramen und der mit jedem Tage größer erscheinenden, für die Lage bedeutsamer werdenden Tat gut stimmte: eine mächtige, ungefüge, schwere Gestalt — kein eleganter, schneidiger General ein quadratischer, wie au« Stein gemeißelter Kopf. fiug. urteilsstark, doch kindhaft: ein Mann, nicht nur führend, sondern auch geführt, sicher innerlich und unbewußt: irgendwie deutscher Tßp. Held — aber Held der Sage mehr als des mobernen Krieges, gerade deshalb so die Herzen des Volkes gewinnend. die ihn mit längst zu reinen Sagengestalten gewordenen Männern, die auch einst wirkende Personen waren, wie dem getreuen Eckehart, in eins sahen: mit solchen Gestalten, die nicht bloß klug und groß sind, sondern and) volkhaft, dunkel, dumpf, in Treue, in Rechtlichkeit befangen und immer fest, unerschütterlich. Hindenburg kam uns gleich mythisch zu Bewußtsein in jenen Wochen, die mit der Folge beti Heeresberichte über Tannenberg in rascher, phantastischer Steigerung sein Bild im Volke schufen. Unb eher ist später fein Dilb vom Mythischen wieder zum Menschlichen. Irdischen ein wenig zurückgeglitten. seit er als Oberhaupt und Repräsentant der Ration vielfältig in Erscheinung trat und der Allgemeinheit gewohnt wurde. Gewählt aber hat das Volk zum Reichspräsidenten damals den mythischen Mann, der er noch Tannenberg, der dem Volk einmal als vom Schicksal gesandt, begegnet war Das Volk fragte nicht nach Politik, nach Rechts oder Links bei dieser Wahl, sondern war sich in seinem Tiefsten gewiß, daß es nicht einen kleinen Parlamentarier und Politiker wollte mit einem Parteiprogramm, wenn ein Führer da war, der au« tieferem, dunklerem Wurzelgrund aufstand als au« kleinen Einsichten. Eine alte Frau wurde gefragt, wen sie zum Präsidenten wählen würde. Sie sagte als ganz selbstverständlich: „Hindenburg". Dann auf die Frage, warum gerade ihn und nicht einen der anderen Kandidaten: „Hindenburg ist der einzige von ihnen, den ich kenne." Das Doll kennt den mythischen Menschen, den Schicksalsmenschen, wenn es von ihm einmal gehört hat: denn es ist ihm dunkel verwandt, näher verwandt als dem geschickten Manne, der den Vorteil des Volkes will, der klug ist und die Zeit versteht, aber nichts Schicksalhaftes, Großes an sich hat. Die alte Frau kannte von den Kandidaten nur den Hindenburg, den sie nie gesehen hatte — leiblich, aber der vor ihrer Seele stand, vor der Seele des Volkes stand, wie seine Gestalt in den ungeheuren Erregungen der ersten Kriegszeit als die Gestalt des Hüters, des Retters, des Beschützers entstanden war. Denn, da« fomSlojkerwlefenen • danlen wir herzlich • "Mister : wnnunb$ami(ie: doch Menschen waren und sind und zu noch mehr wurden, zu Symbolen. Den kraftvoll und lebendig, durch achtzig Jahre ungebeugt unter uns stehenden Mann heute zum Bildnis zu machen oder gar zum Heiligen zu erhöhen, liegt dem Gedanken fern. Doch wenn wir heute die Persönlichkeit Hindenburgs betrachten, so erscheint es wichtiger und an gerne) jener, als Charaktereinzelheiten zu suchen und Taten zu preisen. die Bedeutung des Mannes im Leben unseres Volkes zu prüfen. So nennen wir ihn ein Symbol unserer Zeit, das Symbol der Hingabe an den Dienst, die Pflicht, den Staat. Er wuchs hinüber aus dem alten Preußen. wo die Wurzeln feiner Kraft lagen und noch liegen, in das neue Reich unserer Tage. Er hat sich im Wesen nicht verändert und nicht zu verändern brauchen, weil wohl die Aufgaben wechselten, nicht der Grund, von dem aus er zu ihrer Lösung schritt. Gegenüber dem Muß der Pflicht wird Wesentliches zu Erscheinungsformen. , lieh 8eher Str*8e e beitsraum des ersten Mannes vonDeutschland. Auf I Stühlen an der Wand haben einige Herren aus | dem engsten Kreis des Reichspräsidenten Platz genommen. Rur der Mann vom Rundfunk befindet sich in der Rähe des Schreibtisches. Hindenburg siyt am Schreibtisch. In seinem Gesicht, dessen Züge von einem großen und schweren Leben der Pflicht erzählen, zuckt und wettert es. Einen Augenblick atemlose Stille, — Hindenburg ist bereit. Leise tritt der Rundfunk-Inspi- zient auf ihn zu und flüstert: „Roch etwas mehr Abstand vom Mikrophon, Herr Reichspräsident!' „Deutsche Männer und Frauen!" Dann leuchtet eine rote Lampe auf dem Schreibtisch auf. Hindenburg beugt sich etwas vor. Der Schäferhund Rolf zu seinen Füßen, der allzeit treue Begleiter, spitzt die Ohren ... Und mächtig hallt es durch den Raum: „Deutsche Männer und Frauen!“ Wuchtig, schwer und doch von kristallener Klarheit ist ' diese Stimme, befehlsgewohnt, — oh, man kennt sie so gut in diesem Raum! Wie oft ist sie hier erklungen, wenn es sich um eine Entscheidung in schwerster Stunde handelte? Jetzt ballt sich die Hand zu einer Faust, hebt sich, um wuchtig auf die Schreibtischplatte herunterzu- sinken: „Ich kann nicht glauben, daß Deutschland im inneren Hader und im Bürgerkrieg versinken soll!" Wie oft haben sich im Laufe der letzten sieben Jahre in diesem Zimmer Parteienzank und Parteienhader in Einigkeit verwandelt! Hindenburg spricht .. . Immer freier wird seine Rede. Irgendwo in einer Zelle sitzt ein Rundfunktechniker. der den Verstärker bedient und die Stimme auszugleichen hat. Er ist Spezialist für große Politiker, und arbeitet fieberhaft, um namentlich in den tiefen Lagen der Stimme Hindenburgs gerecht zu werden. Auch anderswo Und die Techniker bei der Arbeit. Die Rede, die aus der Wilhelmstraße kommt, wird ja gleichzeitig auf Schallplatten aufgenommen. Der nächste Lautsprecher steht nur ein paar Räume weiter, in der Wohnung der Hindenburgs. Die kleinen Enkelkinder sind besonders sachverständige Hörer. Als später die Stimme im Lautsprecher anschwillt: ..... daß ich nicht gewillt bin. die in letzter Zeit über mich verbreiteten Unwahrheiten unwiderlvro- chen zu lassen!", sagt eines der kleinen Mädchen: „Horch, jetzt ist Großpapa böfe!" — Und zur gleichen Zeit zieht sich Wohl der Schäferhund Rolf im Arbeitszimmer von den .-süßen des Reichspräsidenten zur Türe hin zuruck Er weiß es. in solchem Augenblick ist mit dem alten Herrn nicht gut Kirschen essen . Schon zehn Minuten spricht Hindenburg. Das Glas Wasser vor ihm ist unberührt, die Stimme voll ungeminderter Kraft. Von Zeit zu Zeit hasten die Augen auf dem Bild Moltkes. Dann Stande oder der Partei ..." Die rote Lampe verlöscht. Hindenburg lehnt sich zurück. Die Herren treten auf ihn zu, schütteln ihm stumm die Hand ... Eine Weile herrscht Stille in dem Raum. Dann vom Rundfunk Oben links: Der erste Bürger des Staates bei der Erfüllung feiner Wahlpflicht. Oben rechts: Das Staatsoberhaupt empfängt die Vertreter der fremden Mächte. Unten links: Der Oberbefehlshaber der deutschen Wehrmacht. Unten rechts: Freund und Vorbild der Jugend. 021» K, dürfen fotr nicht vergessen: 3ede mythische Gestalt stellt sich dar, wie die Gestalten der Sage, in einem einmaligen Schicksal, Geschehen, Erlebnis, ist nur int Raum ihrer Dichtung, die auch Geschichte sein kann, aus der sie sich nicht herauslösen läßt, vorhanden und kann eigentlich nur wieder in einer neuen, weiteren Dichtung, Geschichte, Anekdote — oder in einer neuen Handlung — hervortrcten, die immer wieder das Wesen der Gestalt wird ausdrücken, aufs neue hell und charakteristisch sichtbar machen müssen. Das Beispiel des Alten Fritz genügt allein schon, diese Beziehung deutlich zu machen: Immer wieder wurden neue Anekdoten von ihm erzählt, um ihn fortzusehen, um ihn neu lebendig im Volke zu haben! Alles Mythifieren hat mit der äußeren Wirklichkeit des Geschehens nur den Anlaß gemein und hat im übrigen eine, ich möchte sagen: rein metaphysische Realität, die zwar die höchste, aber eine von den äußerlich gesehenen Vorgängen sehr häufig widersprochene, gelegentlich sogar einmal scheinbar widerlegte Realität ist. Sie bleibt dennoch wohl immer der siegreiche, allein in die Zukunft gehende. Ob Hink^nburg oder Ludendorff den Plan von Tannenberg ausgearbeitet haben, oder ob er zuerst im Kopf eines unbekannt gebliebenen Gencralstabsoffiziers aufgetaucht ist. gleichviel: gebunden ist das ganze weltgeschichtliche Geschehen allein an den mythischen Mann, der in seiner Mitte steht, an Hindenburg. Für das Gefühl. Für das Volk. Für uns Dichter. Für alle, die irrender und — viel wahrer sind als die Geschichtsschreiber. Damit ist der erste Mythos, der den Mann in sich einge- spönnen hat, umschrieben: er ist der des in h^h- ster Rot und Gefahr auftauchenden Retters, Helfers, Schützers, Befreiers. Aus Oer provinzialbauptstavt Gießen, den 9. April 1932. Strafbare plakatierung. Das Kreisamt Gießen teilt uns folgendes mit: In letzter Zeit ist es wiederholt vorgekommen, daß über Nacht unbekannte Täter an fremden Gebäuden mit Farbe Plakate politischen Inhalts angemalt haben. Die Täter, die in dieser Weise ihre politische Gesinnung propagieren, sind selbstverständlich sowohl unter dem Gesichtspunkt der Sachbeschä- digung, als auch unter dem der Verordnung des Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen vom 28. März 1931 strafbar. Zweifel konnten nur darüber bestehen, wer diese Plakatisierung, die einen rechtswidrigen Zustand darstellt, zu beseitigen verpflichtet ist, wenn der Täter nicht ermittelt werden kann. Es ist nämlich vor- aekommen, daß sich Hauseigentümer auf behördliche Aufforderung geweigert haben, die an ihren Gebäuden widerrechtlich angebrachten Schriften und Bemalungen zu beseitigen, insbesondere dann, wenn sie mit dem Inhalt der Plakate sympathisieren. Das Kreisamt Gießen hat daraufhin am 6. April 1932 ein Ausschreiben an sämtliche Bürgermeistereien und Gendarmeriestationen des Kreises Gießen zwecks Bekanntmachung verfügt, in dem darauf hingewie- fen wird, daß die Grundstückseigentümer, deren Gebäude widerrechtlich bemalt werden, zur Beseitigung der Plakate verpflichtet sind. Namentlich wird her- vorgehoben, daß sich auch der Hausbesitzer, der diese Plakate duldet und nicht alsbald beseitigt, ebenfalls im Sinne der Verordnung des Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen strafbar macht. Wahlkundgebung öer^ßifernen Front". Staatspräsident Dr. Adelung sprach gestern abend in einer Kundgebung der „Eisernen Front" im Cafä Leib über das Thema „Hitler oder Hindenburg?" Der Redner erklärte u. a., der erste Wahlgang um die Reichspräsidentenwahl habe schon eine Entscheidung gebracht. Hindenburg habe fast die Hälfte der Stimmen auf sich vereinigt. Der Wille des Volkes sei damit eindeutig zum Ausdruck gekommen. Das dürfe nun aber kein Grund sein, den zweiten Wahlgang weniger wichtig zu nehmen. Es dürfe nicht vergessen werden, wie wichtig die Position des Reichspräsidenten ist. Er habe sofern sich das Parlament ausschalte, weitreichendste Kompetenzen, die den Machtvollkommenheiten eines Diktators sehr nahekommen. Das sei auch der entscheidende Grund, weshalb der Kampf um die Wahl des Reichspräsidenten so heftig geführt werde. Er (der Redner) bekenne sich zu Hindenburg, denn dieser habe wie kein anderer seine -Pflicht getan. Er sei nicht vom geraden Wege abgeaangen, er sei der Inbegriff der Demokratie, der Freiheit des Bürgers. ^itIer gegenüber. Das Programm der N«DAP fei für jeden, der sich mit Politik ernst- befaße, reichlich unklar. Klar sei nur, daß die NSDAP, die Demokratie nicht wolle. Auch Thälmann wolle die Diktatur. Die Selbstbestimmung des Volkes werde im Falle der Machtergreifung durch einen Vertreter dieser beiden Richtungen aufgehoben. Ein unerträglicher Zustand sei es, daß die Agitation der NSDAP, mit Drohungen geführt werde. Der Kampf um die politische Meinung werde auch durch die Drohung mit militärischen Organisa- tionen geführt. Diese militärischen Organisationen seien eine ständige Gefahr für Volk und Wirtschaft. r *erne Qront" fei kein Instrument des Angriffs, sondern im Falle der Notwendigkeit ein Mittel, auf einen Schelm anderthalbe zu setzen. Der Staat werde eingreifen müssen. Man spreche immer vom „onftem , die Nationalsozialisten seien von „System" nicht so weit entfernt. Die Anträge der hessischen nationalsozialistischen Abgeordneten seien nichts an- deres, als System. Die Winterhilfeanträge hätten allein 31 Millionen erfordert. Woher das Geld zu nehmen gewesen sei, habe man nicht gesagt. Die Verantwortung in Hessen zu übernehmen, habe man UH gescheut. Die Regierung mußte die Verant- Wartung weiter tragen und werde sie im Interesse des Volkes tragen. Mit den Anträgen der NSDAP, würden bei den ärmeren Schichten des Volkes Hoffnungen erweckt, die nie erfüllt werden könnten. Die Aufforderung der Sozialdemokratie, einen Mann zu wählen, der der politischen Meinung der Sozialdemokratie nicht entspreche, fordere von den Parteiangehörigen unerhörte Disziplin. Die Vernunft fordere aber diese Disziplin. Das Dritte Reich dürfe nie kommen, schon weil es ernsthaft nicht gewollt sei. > die Wahl Hindenburgs nicht nur Den Mann zu wählen, sondern die Demokratie zu sichern, die Freiheit des Bürgers zu gewährleisten und Deutschland einer sicheren Zukunft entgegenzu- fubren. (Lebhafter Beifall.) Gießener Wochcnmarktpreise. e 9- April. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Pf., Landbutter 120, Kochbutter 90. Matte 25 bi« 30 Wirsing (gelb) 15 bis 20 (pro Ztr. 12 bis 15 Mk), Wirsing (grün) 25 (pro Zentner 20 bis 22 Mk.), Weißkraut 10 (pro Zentner 6 bis 6,50 Mk.), Rotkraut 12 bis 15 (pro Zentner 8 bis 9 Mk ), Kartoffeln 4,5 (pro Zentner 3,80 bis 4 Mk ), gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 18 bis 20, Unterkohlrabi 5 bis 8, Meerrettich 30 bis 60, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 80 bis 100, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Aepsel 8 bis 15, Dörrobst 25 bis 30, Rüsse 35 bis 40. Honig 40 bis 45, Suppenhühner 70 bis 80, junge Hähne 80 bis 90 Pfennig pro Pfund: Tauben 60 bis 70, Eier 7, Salat 20 bis 25, Blumenkohl 30 bis 70, Endivien 15 bis 30, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40, Käse 5 bis 10 Pf. pro Stück: Radieschen 15 bis 20 Pfennig pro Bund. Daten für Sonntag. 10. April. 1864: der Komponist Eugen d'Albert in Glasgow geboren; — 1878: der Industrielle Albert Borsig in Berlin gestorben. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag. Hin- denburg-Ausschuß: 20.30 Uhr, Eaf6 Leib, öffentliche Versammlung. — NSDAP..- 20.30 Uhr, Turnhalle, Steinstraße, öffentliche Versammlung. — VfB. 08: — Religiöse Vorträge. 3m Saale der Baptistengemeinde, Gartenstraße 13, finden vom 11. bis 17. April Vorträge statt, in bäten Evangelist Koch über wichtige Fragen sprechen wird. Man beachte die heutige Anzeige! ** Forstpersonalie. Der Forstmeister Hermann Diefenbach zu Kirtorf wurde mit Wirkung vom 1. Mai ab zum forsttechnischen Beamten bei dem Forstwirtschaftsamt unter Belassung der Amtsbezeichnung „Forstmeister" ernannt. **ZügehaltenwiederamErdkauter- weg. Ab Montag, 11. April, halten die Züge 515 Hungen—Gießen (Hungen ab 5.46 Uhr, Gießen an 6.27 Uhr) und 518 Gießen—Gelnhausen (Gießen ab 16.32 Uhr) werktäglich wieder am Erdkauterweg. ** Kurse in oe r Einheitskurzschrift. Man schreibt uns: Die 1. Reichskurzschriftgesellschaft Gießen eröffnet am Dienstag, 12. April, 19 Utyr, in der Pestalozzischule, Rordanlage 18, wieder einen Anfängerlehrgang in der Einheitskurzschrift. Das Unterrichtsgelb ist den heutigen Zeitverhältnissen entsprechend von 12 Mark auf 7 Mark ermäßigt worden. Außerdem erhalten Erwerbslose besondere Vergünstigungen. Zur Fortbildung bieten die gleichfaUs neu beginnen4 ML ’ U KKW MM 20.30 Uhr, Caf6 Ebel, Iahres-Hauptversammlung. — RdZ.: 20.30 Uhr, „Aquarium", Monatsoerlammlung. — Geflügel, und Vogelzuchtverein: 20.30 Uhr, „Pfälzer Hof". Monatsoersammlung. — Kaoallerieverein: 20 Uhr, „Hessischer Hof", Monatsversammlung. — Bürgeroereinigung Sachsenhausen-Gießen: 20 Uhr, im „Fischerhof", Jahres-Hauptversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wer nimmt die Liebe ernst ...?"; 22.45 Uhr, „Gefahren der Liebe". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Giftgas" und „Die Launen einer schönen Frau". — Tageskalender für Sonntag. Stadt- theater: „Morgen geht's uns gut", 18.30 bis nach 21 Uhr. — Oberhessischer Kunstverein: Turmhaus am Brandplatz. 11 bis 13 Uhr. Tischbein-Ausstellung. — Kurzschriftoerein von 1861: 16 Uhr. „Karlsruhe", WerbeoeranstaUung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: 11.15 Uhr, „Tabu"; ab 15 Uhr „Wer nimmt die Liebe ernst ...?". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Giftgas" und „Die Launen einer schönen Frau". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen. Sonntag, 10. April: „Morgen geht's uns gut". Der Riesenerfolg des Stadt- theater's als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Operettenpreisen. Den Tert dieser Schlagerooerette schrieb nach einer alten Wiener Posse Hans Müller. Die Musik dazu komponierte Ralph Benatzky. Spielleitung und Hauptrolle Heinrich Hub. Musikalische Leitung Walter Moehl, tänzerische Gesamtleitung und Soli Ewald Bäulke. Die Rolle der Franzi singt als Gast Eva Herms. Im Rahmen der Ausführung findet eine Frühjahrs-Modenschau von Gießener Firmen statt. Beginn 18.30 Uhr, Ende nach 21 Uhr. — Montag, 11. April, geschlossene Vorstellung „Die tolle Lola". Beginn 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr. — „Tab u“. Die letzte Filmschöpfung des großen Regisseurs M u r n a u, der Film „Tabu", lauft am morgigen Sonntagvormittag auch in der Kulturfilmvorstellung des Lichtspielhauses Bahnhofstraße. 3n glücklicher Vereinigung von Spielfilm und Kulturfilm ist ein Werk geschaffen worden, das die Anerkennung vieler Kinobesucher in uneingeschränktem Maße gefunden hat. Der prächtige Bildstreifen fuhrt in die Sudsee, zu jenen lange Zeit unbeschwerten Völkern, die in paradiesischer Raturnähe, in ihrer Unberührtheit, fremd aller abendländischen Zivilisation ihre Tage lebten und ihren Göttern opferten. Der Film erzählt von der Liebe eines jungen Mannes zu einem jungen Mädchen, das „tabu“ ist, ein Mädchen, das die Ehre des Stammes in sich verkörpern soll und nicht von einem Manne berührt werden darf. Das Schicksal der beiden jungen Menschen ist in klarer Handlung ausgezeichnet und schlicht wiedergegeben. Vor dem Hintergrund einer lichterfüllten paradiesischen Landschaft spielt sich eine Tragödie ab, die tief berührt. Die Kul- turftlmvorstellung, deren Besuch sehr zu empfehlen ist, beginnt um 11.15 Uhr. — Der Gießener H i n d e n b u r g - Au s- schuß veranstaltet heute, Samstag, 20.30 Uhr, im Cafe Leib eine Wahlkundgebung, in der Frau Dr. Schwarzhaupt, Frankfurt a. M., Reichstagsabgeordneter Otto Dornemann, Berlin, und Landtagsabgeordneter Bürgermeister Dr. Riepoth, Schlitz, über das Thema: „Hindenburg oder Hitler? sprechen werden. Räheres ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich. — DieRationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei hält heute, Samstag, 20.30 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten eine öffentliche Versammlung ab. Der thüringische Landtagsabgeordnete Gunst spricht über das Thema „Vorwärts mit Adolf Hitler!" Räheres ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich den Fortbildungs-, Redeschrift-, Praktiker- und Liktatkurse in allen Geschwindigkeiten Gelegenheit. Fachlich vorgebildete und in langjähriger Unterrichtstätigkeit erprobte Lehrkräfte gewährleisten eine gründliche Ausbilduncr Ten Kurz- . schriftlern steht die umfangreiche Vereinsbibliothek kostenlos zur Verfügung. Räheres ist aus der heutigen Anzeige zu ersehen. •• Warnung vor Aufkäufern von alten Lebensversicherungen. Der Deutsche Versicherungs-Schuhverband in Berlin schreibt uns: Die Lebensversicherungsgesellschaf- ten sind bekanntlich berechtigt, die Befriedigung fälliger Aufwertungsansprüche und die Auszahlung des Rückkaufswertes für Aufwertungsversicherungen vor dem 1. Januar 1933 zu verweigern. Dies hat seinen Grund darin, daß für derartige Zahlungen nur der in der Hauptsache aus Aufwertungshypotheken bestehende Auf- Wertungsstock zur Verfügung steht. Unter den heutigen Wirtschaftsverhältnissen sind aber die Aufwertungshypotheken, ohne schwere Schädigung der Hypothekenfchuldner, nur schwer flüssig zu machen, und es liegt auch nicht im 3nteresse der Versicherten, die vorhandenen Werte etwa zu verschleudern. Das Recht der Gesellschaften zur Hinausschiebung der Zahlungen hat also seine guten Gründe. Bemerkt muh jedoch werden, daß die Gesellschaften den Auszahlungsanträgen der Versicherten im Rahmen der im Aufwertungsstock vorhandenen flüssigen Mittel stattgeben. Alle Wünsche können sie leider nicht befriedigen. Dies machen sich Leute zunutze, die mit den Altversicherten in Verbindung zu treten suchen, um innen die Aufwertungsansprüche abzukaufen. Trotz wiederholter Warnungen fallen leider noch vielfach die Versicherten auf die Angebote herein. welche Betrage die Versicherten dabei geschädigt werden, ist aus einem kürzlich zur Kenntnis gebrachten Fall zu ersehen. Der Aufkäufer hatte dem Versicherten 68 bis 70 Mark für seine Versicherung geboten, die die Gesellschaft, da sie über flüssige Mittel im Aufwertungsstock verfügte, mit 189.90 Mark zur Auszahlung brachte. Es sei deshalb nochmals dringend vor den Aufkäufern alter Lebensversicherungen gewarnt. Oberheffen. Landkreis Gießen. z Rödgen, 8. April. Auf Veranlassung des Vorstandes des hiesigen Ob st bau Vereins wurde die Schädlingsbekämpfung in den Ob st gärten tatkräftig in Angriff genommen. 3n einem Gemarkungsteil konnten sämtliche Zwetschenbäume mit Obstbaumkarboli- neum bespritzt werden. 3m nächsten Jahr soll der übrige Bestand an die Reihe kommen. —/— Lich, 8. April. Am 1. April trat Lehrer Schneider in den Ruhestand. 42 Jahre widmete er seine Dienste der hiesigen Schule. Durch seine hohe Berufsauffassung, sein umfassendes Wissen und seine trefflichen Charaktereigenschaften war er sowohl bei seiner vorgesetzten Behörde, als auch bei seinen Kollegen und den Kindern sehr beliebt. Reben feinem Beruf als 3ugcnb- erzieher beschäftigte er sich besonders mit der Erforschung der Geschichte der Stadt Lich und ihrer Umgegenb. Er darf wohl als einer der besten Kenner der Heimatgeschichte angesprochen werden. Der Verkehrs- und Derschünerungsver- ein, dessen Vorstand er schon lange angehört, ernannte ihn zum Ehrenmitgied. Am Schlüsse des Schuljahres veranstaltete die Schulklasse zu Ehren des scheidenden Lehrers eine sinnige Abschieds- feier Kreis AlSfelv. ll. Flensungen, 8. April. Am Mittwoch konnte Frau S p r a n k e l auf eine 2 5 j ä h - rige Tätigkeit als Hebamme zurück- blicken. Der Jubilarin wurden zahlreiche Glückwünsche zuteil. Die hiesigen Frauen übermittelten ihr außerdem ein schönes Geschenk. ll. Rieder-Ohmen, 8. April. Dieser Tage sand hier ein Vieh- und Krämermarkt statt. Für Ferkel wurden ziemlich hohe Preise bezahlt. Es kosteten Tiere im Alter von 6 bis 8 Wochen 18 bis 20 Mk., 8 bis 10 Wochen alte 20 bis 25 Mk. Der Handel war ziemlich flott. Kreis Schotten. * Eichelsdorf, 8. April, liniere Gemeinde beginnt in den nächsten Tagen in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt Gießen mit Entwässerungsarbeiten in freiwilli - g e m Arbeitsdienst. Durch Drainage eines Teiles der „Weide", der unterhalb unseres Dorfes im Riddatale gelegenen feuchten, zum Teil stark versumpften Gemeindewiesen, sollen 25 Arbeitslose unseres Ortes etwa 20 Wochen Beschäftigung finden. Die Ländereien, die zur Zeit als saure Wiesen wenig einbringen und kaum begehrt sind, sollen nach der Trockenlegung in Ackerland- umgewandelt werden. Mit dieser Arbeit wird das Bestreben unserer Gemeindeverwaltung fortgesetzt, die großen Wassermassen abzuleiten, die in den tieferen Lagen der Gemarkung Cichelsdorf als hoher Grundwasserstand und ungewöhnlich starke Quellen auftreten und aus landwirtschaftlich schlecht ausnuhbarem, vorzüglichem Boden wertvolles Kulturland zu schaffen.' Leider ist die Drainage sämtlicher Gemeindewiesen unter den jetzigen Verhältnissen nicht durchzuführen, so sehr dies die Sorge um bessere Bodenausnuhung, sowie die Lage vieler Arbeitsloser und Arbeit suchender Kleinbauern unseres Dorfes wünschenswert erscheinen lassen. V ® e b e r n, 8. April. 3n der Generalversammlung des Pferdeversicherungsvereins Gedern erstattete der erste Vorsitzende Landwirt Karl Franz III. den Tätigkeitsbericht für 1931. 3m ersten Halbjahr waren 266 Mitglieder mit 348 Pferden, im zweiten Halbjahr 270 Mitglieder mit 352 Pferden versichert. Zum Ende des Jahres hatten sich aus finanziellen Gründen 17 Mitglieder abgemeldet, so daß der Mitgliederstand am 1. Januar 1932 «= 253 betrug. 3m Laufe des Geschäftsjahres mußten für 11 Pferde und hwei Fohlen an 13 Mitglieder Entschäbigun- gen in Höhe von 5376,50 Mark gezahlt werden. Die Rechnungsablage erstattete der Vereinsrechner Landwirt Karl Franz IV. Bei einer Taxa- tionssumme im Herbst 1931 von 254 100 Mk. wurde am Ende des Geschäftsjahres eine Einnahme von 9080,59 Mk. und eine Ausgabe von 7328,86 Mk. festgestellt. Als Vertrauensmann für Gedern wurde Karl Gerl ach III., für Kaulstoh Karl Lahmer, für Wenings Karl ReunV. und für Burkhards Theodor Schaler II. bestimmt. Auf Vorschlag des Vorstandes werden in Zukunft für dämpfige Pferde 60 v. H. Entschädigung gezahlt. Preußen. Zm Laboratorium tödlich verunglückt. WSR. Frankfurt a. M., 8. April. Der 50- jährige Chemiker Dr. Rothschild war in fei-' nem chemischen Laboratorium damit beschäftigt ein Zyankali » Präparat herzustellen. Er lieh dabei die nötige Vorsicht außer acht und verunglückte tödlich, indem er sich vergiftete. Als die Angehörigen nach ihm suchten, lag er tot auf dem Boden des Laboratoriums. Kreis Wetzlar. > Wißmar, 8. April. Aus der Gemeindevertretung: Die Verpachtung der Frühjahrsnuhung der Gemeindewiesen ergab 27,20 Work gegenüber 46 Mk. im Vorjahr. — Bei der Prüfung der Wasserliste für 1932 wurde beschlossen, den Zuschlag für Gewerbetreibende von 25 auf 15 Mk. zu ermäßigen. Die Grundtaxe von 8 Mk. ist geblieben, ebenso die Gebühr für Reben- (Garten-) Anschlüsse mit 10 Mark. Für jeden Haushaltsangehörigen über 14 3af>rc und jedes Stück Großvieh werden 1 Mk. zusätzlich erhoben. — Auf ,Antrag des Gemeindevorstehers wurde in seiner Abwesenheit beschlossen, seine D i e n st u n k/v st e n - entschädigung für ben Kopf ber Detwlkerung ab 1. April 1932 um 10 Prozent herabzu- sehen. — Das frühere Oeblanb „Schaf- Weibe" ist durch die Reuanlage von 10 Weiteren Grundstücken bis auf die Kiesgruben vollständig urbar gemacht worden. ^ Krofdorf, 8. April. 3m Freundschen öaale fand unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Drockmeier eine Sitzung ber Amtsvertretung bes Amtes Atzbach statt, zu ber auch "Qanbrat Miß (Wetzlar) erschienen war. Heber bie Wieberbesetzung ber Am t s a s s i - st enten stelle entspann sich eine längere Debatte. Es würbe beschlossen, bie Stelle vorerst bestehen zu lassen, sie aber jetzt nicht zu besehen, sondern lediglich einen Lehrling einzustellen. — Die Am tsrechnung für 1930 war bereit« durch die Finanzkommission ohne Beanstandung vorgeprüft worden. Die Vertretung setzte die Rechnung in Einnahme und Ausgabe auf 136 397,12 Mk., Sonderrechnung Amt Atzbach 4427,70 Mk., Sonberrechnung für Atzbach und Launsbach gemeinsam 5827,67 Mk. fest. — Sodann stand der Haushaltsplan des Amtes Atzbach für 1932 zur Beratung. Unter Berücksichtigung der Fürsorgelasten erhöhen sich die Amtsumlagen des Amtes Atzbach von 53 000 Mark auf 98 500 Mark, die des Amtes Launsbach von 21 600 Mark auf 55 000 Mark. Der Haushaltsplan wurde in Einnahme und Ausgabe auf 231 500 Mark festgesetzt. Der durch Amtsumlage aufzubringenbe Fehlbetrag des Haushaltsplanes Atzbach für 1932 im Betrag von 98 500 Mark soll hinsichtlich ber Fürsorgelasten nach bem Ver- teilungsmahstab des Steuersolls hinsichtlich der übrigen Amtslasten nach dem von dem Kreisausschuß festgesetzten Verteilungsmodus auf die einzelnen Gemeinden umgelegt werden. — Der Vorsitzende wies auf das an ber Berufsschule in Gießen beginnende neue Schuljahr und auf die für die jungen Leute des Amtsbezirks bestehende Schulpflicht in Gießen bzw. Wetzlar hin. — Die Daupolizeigebühren sollen, da der Kreis bei Abführung dieser Gebühren auf 10 v. H. verzichtet, ab 1. April um 10 v. H. gesenkt und ein entsprechender Rachtrag zu der Gebührenordnung erlassen worden. — Der Bürgermeister teilte mit, daß ber Hessische Staat für 1931 ben Beitrag be« Amtes zur Berufsschule in Gießen von 2000 Mark auf 1000 Mark ermäßigt hat. — Auf Antrag des Verordneten 3 u n g wurde beschlossen, an die selb, lhril. qi SeT WQn”ne 5]aJ- ld 6 *■ Sieet» &Si, * auS^.N« Ijjlen 25%IJlQtt Wochen T>Jti4r&tit8. lni> tourn ioutc U|J9 in ateH ,Ct ^S lQ:nb. SLKü int>cli>ie|en uni’ bie öur^ufübr?u f? MZ Z§T ML -feÄ iSÄ11 Verden. t3"ei“"4- in -Ziemer JaTa, Z,.von 254100 X HA^iahreS eine 6in. ’äl« ^rtrouenßmann -Erlach |||„ für , mr Wenings Äatl E Theodor Schz, Wag des Dvrslandes Hf'ge Pferde 60 v.H. ien üblich venmgW. M-, 8. April. Ter 50. ihschild toar in lei« ' um Samit Wflhf, t atöerjufteUen. Cr 'chi mifct ai)t unb i, indem et Ütz vci- gen nach ihm suchten, en des Laboratoriums, etzlar. ml. Aus der Se- Die Derhachtung der eindetoiesen ergab 27,20 n Vorjahr. - Dei der für 1932 wurde be- ür Gewerbetrei' t zu ermäßigen. Die geblieben, ebenso die en») Anschlüsse mit 10 Angehörigen über 14 rohvieh werden 1 All. is .Antrag des Ge- wurde in seiner Ab- ? DienstunkLsten» i Kops der DeMkenmg Prozent herabzv' Oedland »Schaf- uanlage von 10 weüo- ie Kiesgruben Million* Ireundsch^ •lih des Bürgermeisters ung der AmtSver- Atzbach statt, zu d^ etzlar) erschienen war. ng der Amtsass' sich eine längere & ei die Stelle vomst - jetzt nicht zu besehen, hrling einzustellen r , igZO war bereits Lr« «iSs ung K Ho. 17,67 ®t lest- QIm, BW - tot Haus- gvon 98 5W. h&ä**-* s an der ^hahr Leute des 7" ^[ar Gieße". N-n sollen, .eigebub Gebühre" ÄTNIirf i Kreisverivaltung mit der Ditte heranzutreten, nichts unversucht zu lassen, um die Fürsorge- empfanget mit Rötst andsarbeiten beschäftigen zu können. ? N i e d er k l e e n, 8. April. Das Fest der g 0 I - denen Hochzeit feiern am nächsten Sonntag die Eheleute Wilhelm Rücker und Katharina Elisa- bethe geb. Langgöns. Der Jubilar ist 75, seine Frau 66 Jahre alt. Ärcis Biedenkopf. W2D. Biedenkopf. 8. April. Der Haushaltsplan der Stadt Biedenkopf wird ohne Fehlbetrag abfchließen. Durch Einnahmen aus dem städtischen Watdbesth war cS möglich, den Etat ins Gleichgewicht zu bringen. Ser Reichsbankdiskoni um 'zProzent ermäßigt. Vnefkaften der Rehaffwn. lRechtsgutochten sind ohne Derbindlichkeit der Schriftleitung.) 0. Sch. in Gießen. Wir empfehlen Ihnen, sich mit einer Anfrage an das Reichsaufsichtsamt für Privat- Versicherung in Berlin zu wenden. Rudingshain. Wir konnten leider nicht ermitteln, wieviel Abstimmungsbczirke in Berlin vorhanden sind. Die angegebene Zahl von 20 000 Bezirken ist u. E. ganz unwahrscheinlich. Wirtschaft. Oer Reichsbanlstatus Anfang April. Berlin, 9. April. (WTB- Junkfpruch ) Aach dem Ausweis der Aeichsbank vom 7. April hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 331,2 auf 3638,3 Millionen Reichsmark verringert 3m einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -schecks um 85,8 Millionen auf 3172,7 Millionen Reichsmark, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 55,7 Millionen auf 3,7 Millionen Reichsmark und die Lombard- beftände um 189,5 Millionen auf 100,4 Millionen Reichsmark abgenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 150.6 Millionen Reichsmark in die Kassen der Rsichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 145,4 Millionen auf 4085.7 Millionen Reichsmark, devjenige an Rentenbankscheinen um 5,2 Millionen auf 406,3 Millionen Reichsmark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 20,9 Millionen Reichsmark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 370,3 Millionen Reichsmark eine Abnahme um 207,4 Millionen Reichsmark. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 0,019 Millionen Reichsmark auf 1020,5 Millionen Reichsmark vermindert. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 92 000 Reichsmark auf 878,7 Millionen Reichsmark zugenommen, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 111000 Reichsmark auf 141,7 Millionen Reichsmark abgenommen. Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 25 Prozent gegen 24,1 Prozent in der Vorwoche. Oie Arbeitsniarkilage in Hessen und Heffen-Aassau. WSR. F r a n k f u r t a. M., 8. April. Der Gesa m t a r b e i t s m a r k t im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen weist auch in der zweiten Märzhälfte immer noch keine befriedigende Entwickelung auf. Die Belebung vermag sich in diesem Frühjahr nur allmählich durchzusetzen! sie geht in der Hauptsache von den Saisonberufen (Landwirtschaft und Lohnarbeit wechselnder Art) aus, die an dem verhältnismäßig bescheidenen Sinken der Arbeitsuchendenzahl um rund 7750, oder 2,2 v. H.. auf rund 342 000 mit fast zwei Drittel beteiligt sind. 3m Vorjahr ist der Beschäftigungsgrad erheblich rascher gestiegen (Abnahme der Arbeitsuchendenzahl um rund 16 700 oder 5,4 v. H.). Immerhin ist eine gewisse Einheitlichkeit in der Entwicklung sowohl bezirklich, als in den einzelnen Berufsgruppen festzustellen. Don den 18 Arbeitsämtern wiesen nur zwei noch ansteigende Arbeitslosenziffern auf. Offenbach (Entlassungen aus der Leder- und Metallindustrie) und Hanau (Zugänge überwiegend aus der Metallindustrie). Reben den Saisonberufen hat die Arbeitslosigkeit auch in allen übrigen größeren Berufsgrup- pen leicht abgenommen, eine Ausnahme machen nur die schon erwähnte Lederindustrie und die im LandesarbeitSamtSbezirk verhältnismäßig nicht bedeutenden Gruppen Dergbau, Kunstgewerbe und Theater-Musik-Gchaustellungen. Don den 342 000 Arbeitsuchenden bezogen 84 077 oder 25 Prozent Arbeitslosenunterstützung. 95 563 oder 28 v. H wurden als HauptunterstühungSempfän- ger von der Krisenfürsorge betreut und 109 142 oder 32 v H. waren von den Arbeitsämtern anerkannte Wohlfahrtserwerbslose. Der Rest von 15 v. H. seht sich zusammen auS zur Zeit noch nicht Arbeitslosen. auS Arbeitsuchenden, tue keinen Llnterstützungsanlpruch hatten, oder sich noch in der Wartezeit befanden. 3m Laufe des Monats März ist oie Gesamtzahl der Haupt- unterstühungSempfänger in Arbeitslosenunterstützung und Krisenfürsorge um 15 165, von 194 805 aui 179 640, zurückgegangen. Die Zahl der Wohl- fahrtserwerbslosen stieg dagegen von Anfang bis Ende März um 5474 von 103 668 auf 109 142. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. TH. 8 AgrU 9.«pril Umflldx Notierung «seid Brief »mthdx Nottenmg «selb Seiet pclltngfati . Wirn. . . Prag . . . Vudaveü . . Sofia . . . Holland . . Clio .... Royntbagee. Stockholm . London. . . Buenos Are« tReunod . . B rüttel. . . Stallen . . . Paris . . . Schweiz . . Spanten . . Lanzig. . . Japan . . . Rio de Jan.. Jugoslawien. eUiabon . . 7,303 49.95 12,465 56.94 3,057 170.58 83,02 86.81 84,02 15.88 1,063 4.209 58.94 21,69 16,61 81,87 32,07 82.47 1,389 0,259 7,413 14,49 7,317 50.05 12,485 57,06 3.063 170.92 83.18 86.99 84.18 15,92 1,067 4,217 59,06 21,73 16.65 82,03 32,13 82.63 1,391 0,261 7,427 14,51 Banknoten 7.343 49,95 12,465 56.94 3.057 170,58 82.52 87,21 1,058 4.209 58.94 21,66 16,61 81,90 32,07 82,47 1,389 0,259 7,413 14,49 7,357 50.05 12.485 57.06 3.063 170.92 82.68 87.39 82.58 15.99 1,062 4.217 59,06 21,70 16.65 82.06 32.13 82,63 1,391 0,261 7,427 14.51 Atrlln, 8 April «tib Brief Smerilaniiche Note» . Belgilche Note»...... Tünttcke Note»..... Snglilche Not.'»..... ffranzottlche Note». . . . Hollandilchr Note» . . . . Iiatienttche Note» . . . . Rorwegttche Note».... Teulsch-Oelierretch, • 100 Numänttche Note» . . . . Cchwrbttche Note» . . . . Schweizer Noten..... Spanische Note»..... Ungarische Note» ■ - . Reichrbankdlskonl 5, Schilling 5 v. h. 4,20 58,78 86,63 15,84 16,57 170,21 22.11 82.83 2 49 83,83 81,69 32.04 Lombard 4.22 59.02 86.97 15.90 16.63 170,89 22.19 83,17 2,51 83,17 82,01 32.16 jah 6,5 v. h. Frankfurt etwas erholt. Frankfurt a. M., 9. April. (WTB. Draht- rneldung.) An der Wochenschluhbörfe war das Geschäft zwar sehr still, doch machte sich auf die Reichspräsidentenwahl eine optimistischere Stimmung bemerkbar. Vorbörslich nannte man auf Grund der neuen Abschwächungen an der gestrigen Reuyorker Börse bis 0.5 Prozent nichtigere Kurse. Zu Beginn des amtlichen Verkehrs setzte sich, vom Farbenmarkt aus- Berlin, S. April. (1BIB.) Die Keid)»banr hat mit Wirkung ab 9. April den Diskontsatz von 6 auf 5,5 0. k)., den L 0 m b a r.d s a h von 7 auf 6,5 v. f). ermäßigt. Die Reich»bank läßt damit, wie es in der Begründung de, Zentralausschusse, heißt, in Fortsetzung ihrer bisherigen Politik der Wirtschaft diejenige Erleichterung zuteil werden, die mit Rücksicht auf die Gesamtsiluation zur Zeit al» möglich erscheint, yervorgehoben wurde, daß seit der Herabsetzung des Reich»bankdi»kontsahe» von 7 auf 6 0. h. mit Wirkung vom 9. Mär; die Verflüssigung de» Geldmärkte» sich fortgesetzt hat, und daß die übliche Unterbrechung durch den Quartal,termin verhältnismäßig gering war und rasch überwunden worden ist. Mindesldislontsah der Deutschen Golddiskontbank 51/2 Prozent Berlin, 8. April. swIB.) Der Mindestdiskonl- sah der Deutschen Golddiskontbank beträgt vom 9. April ab 5,5 0. h. Der bisherige Satz von 6 v. h. war seit dem 9. TNärz in Geltung. gehend, allgemein eine leichte Erholung des KursniveauS durch, zumal keine neuen Abgaben von außen her Vorlagen. Die Spekulation, die gestern zwar Blankoverkäufe vorgenommen hatte, schritt zu Deckungen, die sich vornehmlich auf Spezialwerte beschränkten. 3m Mittelpunkt des 3nteresses standen 3D., die gegen die Abendbörse etwa l.5 Proz. anzogen. 3D -Chemie Basel lagen dagen weiter l Proz. niedriger. Am Elektromarkt lagen Siemens und Licht & Kraft etwa l Proz. und die übrigen Werte dieses Marktes bis zu 0,5 Proz. höher. Am Montanmarkt verzeichneten Schiffahrts- und Kunstseidewerte Erholungen von 0.5 bis 1 Prozent. Bankaktien wiesen keine nennenswerten Veränderungen auf. Reichsbank lagen 1 Proz. freund.icher. Von Re- benwerten blieben Deutsche Linoleum auf dem ermäßigten Riveau der Adendbörfe behauptet. ReichSbahnvorzugsaltien und 3D.-Farben-DondS konnten sich um etwa 0,5 Proz. erholen. Don Aus- landwerten lagen Svenska unverändert. 3m Verlause konnten sich die Kurse zwar weiter um 0,25 bis 0,5 Proz. befestigen, doch bewegte sich das Geschäft in sehr engen Grenzen Äm Renten- markt blieben Altbefihanleihe behauptet. Reichsschuldbuchforderungen in späten Fälligkeiten lagen 0,5 Proz. höher. Am Pfand- b r i c f m a r 11 gingen Goldpfandbriefe 0,25 Proz. zurück und von Liquidationspfandbriefen gaben Rhein. Hyp.-Bank Liqui. 0,5 Proz. nach. Aus- lanbrcnten lagen geschäftsloS. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld mit 5 Proz. unverändert und leicht. Berlin freundlicher. Berlin, 9. April. (WTB. Funkspruch.) 3m Gegensatz zu den recht schwachen Auslandbörsen eröffnete der heutige Verkehr gegen gestern nachmittag kaum verändert. Die leichten Erholungen der Frankfurter Abendbörse waren zwar wieder verloren, die Verkaufsaufträge, die heute Vorlagen, waren aber auffallend klein. Dies lag Wohl daran, daß die Provinzkundfchaft unter dem Eindruck der gestrigen Diskontermäßigung keine neuen Orders vorgelegt hat, evtl, sogar die alten zurückzog, und daß anderseits die Spekulation zum Wochenschluß eher etwas Deckungsneigung bekundete. Die Zuspitzung der Wirtschaftskrise in USA. wird natürlich gespannt verfolgt, und auch die Gerüchte um internationale finanzielle Schwierigkeiten wurden mit 3nteresse diskutiert, die eigenen Sorgen traten heute aber doch mehr in den Vordergrund. 3st der Wahlausgang morgen auch nicht mehr ungewiß, so ist die Tatsache als solche doch Llnsicherheitsmoment genug. Weiter macht der Börse Sorge, wie in Zukunft das Effektengeschäft mit dem Auslande aussehen wird und in welcher Form man gegen die Schmuggelgcschäfte vorgehen wird. 3n Bckula, Schultheiß, Chade, Hamburger Elektrizitätswerke, Schuckert und anderen Spezialwerten ergaben sich 1- bis 2prozentige Abschwächungen, anderseits I tagen Kunstseidenwerte und Dessauer Gas etwas fester. Rach den ersten Kursen wurde das Geschäft'all gern ein etwas lebhafter, besonders vom Farbenmarkt ausgehend setzten Deckungen ein, so daß Kurserholungen von 1 Prozent den Durchschnitt bildeten. Am Anlage- markt neigte die Tendenz jedoch zur Schwäche. Goldpfandbriefe gaben um etwa 0.5 Prozent nach 3nbuftrico6ligationen lagen bis zu 1 Prozent schwächer. Krupp verloren sogar 1.5 Prozent, ReichsbahnvorzugSaklien büßten 0.75 Prozent ein. und nur Deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen waren gut behauptet. Am Geldmarkt hatten sich die Sähe schon gestern aus die Diskontermäßigung eingestellt. Tagesgeld wurde mit 5.75 Prozent und darüber genannt. Reichsschahanweisungen per 15. 3uli wurden wieder 1 H Prozent niedriger mit 6’ < Prozent abgegeben. Der Reichsbankausweis für die erste Aprilwoche brachte schon eine ganz ansehnliche Entlastung, besonders auf dem Lombardkonto. Die Gold- und Devisenbestände haben sich ganz unwesentlich verändert, dagegen hat die Deckung eine Besserung um 0.9 auf 25 Prozent erfahren. Dieser Ausweis trug im Verlaufe ebenfalls zu der freundlicheren Grund st immung bei. Die'Deckungen an den Aktienmärkten fetzten sich weiter fort. (Schluß de» redaktionellen Teil».) „Togal gegen Grippe." Mit Togal wurden laut zahlreichen Mitteilungen aus der ärztlichen Praris bei der Behandlung von Grippe und Influenza be- merkenswerte Erfolge erzielt. Abschwächung des Fiebers, Einschränkung des Schweißes und Verminderung der schmerzhaften Beschwerden trat bald nach Einnahme der Tabletten ein. Unangenehme Neben- erscheinungen konnten nicht beobachtet werden. (626V Achtung bei der Kükenaufzucht! Ditaminlose Futtermittel schädigen die Gesundheit der Tiere. Es kommt bei der Kükenaufzucht auf die erften guten Bausteine an, b i evolle Lebenskraft enthalten, aber auch volle Lebenskraft im Tierkörper zur Entwicklung bringen. Das ist es, was den Nagut-Kükenfutterfabrikaten in fast 30jähriger Praxis eine Sonderstellung verschafft hat, sowohl in der Zuverlässigkeit der fast verlustfreien Aufzucht als auch in der glänzenden körperlichen Entwicklung der jungen Tierchen. (Siehe Anzeige.) 1255V 10000 Mark für Fußporträts Das ist ein öffentliches Ausschreiben, wie wir es bestimmt nicht alle Tage finden! Und doch: Das Motiv ist recht einfach. Die Fabrik des bekannten Medicus'GesundheitS'Schuhes will sich eine große Sammlung von Fußabdrucken anlegen, um an Hand dieser „Spiegelbilder des Fußes" weitere Studien über den gefunden und kranken Fuß anstellen zu können. Damit nun ein gewisser Anreiz für die Einsender vorhanden ist, werden alle bis zum l.Mai bei der Mediclls-Zentrale Nürnberg S, einlaufenden Fußabdrucke ausgelost. Wer ein bißchen Glück bat, bekommt für die kleine Mühewaltung eine der sehr beachtlichen Prämien. Um Dienst am Kunden zu üben, hat sich hier das Schuhhaus Süß bereit erklärt, allen an diesem Preisausschreiben Interessierten vollkommen kostenlos einen Fußabdruck abzunehmen und an die Medicus-Zentrale weiterzuleiten. Fünf Mi- nuten Schuhhaus Süß besuchen, kann sich also reichlich lohnen. 2818A ISamenhaus Heinrich Hahn •SÄSft,.. Seltene Geleüenheil! Das neue Schuljahr beginnt für die TANZ 02228 wie bisher Kokosstricke; Edel-Raffiabast; Baumwachs usw. 2783 A Vertan gen Sie kostenlos illustrierten Hauptkatalog Alle Reformwaren sind wieder zu haben 02111 Eintritt frei! Jeder willkommen! Reformhaus Bcermel-Ernst, Kreuzplatz 5 Hauptgeschäft Frankf. M-, Schillerstr. 27 Bahnhofstraße / Ecke Wolkengasse Telephon 3403 empfiehlt in bekannter, zuverlässiger Qualität zu zeitgemäßen Preisen alle Blumen-, Gemüse- und landwirtschaftliche Sämereien; Blumenknollen verschiedener Art; Dahlien aller Klassen; Saatkartoffeln; Düngemittel; Gartenwerkzeuge; Rosenpfähle; Fast jede Krankheit heilbar? Redner: Der bekannte Redner Dir. Hagemann Keine Kräuter-Tee-Kuren - Keine Bestrahlungen - Keine Arzneien - Völlig neue Wege! DerTod sitzt im Blut und Darm Eintritt frei! Jugendliche kein Zutritt Nicht zu verwechseln mit anderen Vorträgen über das gleiche oder ein ähnliches Thema. 02069 Wir verkauf, vorübergehend direkt an Private lalapokmatratzeo^temg. m« kcu gar. rein. Java-Kapok, A. RM.44.— la. Rotihaar-Matratzen 4RM. 90- Sehr. Angeb. unt. 02203 a. d. G. A. Caf 6-Restaurant „Bürgerhof** Sonntag, den 10. April 1932 Bekanntgabe der Wahlresultate durch Radiol Samstag und Sonntag — im Saal He» Frei». Feuerwehr Samstag, de» 1«. Avril 1932, abend- 8 Uhr, int „Frankfurter Hof" MMMWklMslllWlW Tagesordnung: 1. Fahresbericht; 2.3nb- resrechuung; 3. Boranschlag 1932/38; 4. Bericht über Sterbcunteritütiimgfi- lalle,- 5. Ersatzwahl des BornandeS; 6.Etwaige 2biträne gern. § 31 der Satzung; 7. Auszeichnungen; 8. Verschiedenes. Vollzähliges Erscheinen erforderlich. Unis.: Tienstanzug, Helm. IzresD Tas Kommando. 2771D BAPTISTEXGEMEINDE _Montag----- den 11. April 1932, abds.8 Uhr, im Cafe Leib AufkUreeiB-Vortrag Für denkende Menichen. Kein Dbl.Werbevortrag „Heber Hl xM" hiesige Berufsschule am Montag, 11. April 1932. • 2698C Die Anmeldung der in die Berufsschule neu eintretenden Schüler und Schülerinnen hat an diesem Tage, vormittags 9 Uhr, zu erfolgen, und zwar a) für die gewerbliche Berufsschule und dick Mädchenderufsschule in dem Schul- Haus in der Äirchstraße b) für die kaufmännische Berufsschule in der Alten Klinik, Liebigftraße. Berufsschulpflichtig werden mit Beginn des neuen Schuljahres alle Schüler und Schülerinnen, die an Ostern 1932 aus der Volksschule entlassen worden sowie diejenigen, die aus höheren Schulen nach achtjährigem und mehr als achtjährigem Schul- besuch, aber vor vollendetem zehnten Schul, jahr ausgetreten sind. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß alle in Gießen in der Lehre oder in Beschäftigung stehenden Berufsschulpflichtigen ohne Rücksicht auf ihren Wohnort zum Besuche der Schule in Gießen verpflichtet sind, tfur Schulpflichtige, die in ein Lehrverhältnis treten, besteht'die Schulpflicht unabhängig davon', ob sie zunächst eine Probezeit durchlaufen oder nicht. Gießen den 1. April 1932. Stadtschulamt. 3. V.: F i s ch e r. Bekanntmachung Dienstag, den 12. 'Avril 193:?, findet Rindvieh-lNutzvieh-Markt statt: sämtliches Vieh wird gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimvit. Auftriebs. zeit am Markttage von 7—8 Uhr vormittags. Der für Aiittwoch, den 13. Avril 1932, vorgesehene Schweinemarkt findet Aicht statt. 2762 C Gießen, den 9. Avril 1932. Bürgermeisterei Gießen. Q. B.r Dr. Rosenberg. Einladung! Religiöse Vorträge Vom 11. bl« 17. April, jeden Abend 8.15 Ehr im Saal Gartenstraße 13 Evangelist Koch spricht Montag, den 11. April: Unsere letzte Reime Dienstag, den 12. April: FIncht aus Sodom Mittwoch, den 13. April: Im Endgericht Donnerstag, den 14. April: Hindernisse Gotte« Freitag, den 15. April: Muß man eich bekehren? Samstag, den 16. April. Eine letzte Entscheidung Sonntag, den 17. April: Ein großes Erleben Mut! MM nichts zu tun hatte Bekanntmachung I. Jede NeubersteUung oder Veränderung von Grundstücksentwässerungen ist nur nach vorheriger Einholung der bau- polizeilichen Genehmigung zulässig. Das Ausfuhren jeglicher Arbeiten an Gut- rväiserungsanlagen ist nur durch Installateure oder Unternehmer gestattet, welche den erforderlichen Zulassungsschein besitzen. II. Tas Ausgießen oder Einleiten von Schmutzwasser in die Straßenrinnen ist verboten. III. Bon Grundstücken, die an die Straßenkanäle angeschlossen sind, darf kein NiederschlagSwasser über den Bürgersteig abfliefceit, auch nicht, wenn die Hof- oder Regenrohrsinkkasten verstopft sind. Tie Sinkkasten sind regelmäßig zu reinigen. Zuwiderhandlungen gegen diele Bestimmungen und die Unterlassung der Reinigung der Sinkkasten unterliegen den Rechtssolgen des § 42 der Pol.Ber- ordnung, die Entwässerung von Grund- itüden im Anschluß an die städt. Kanalisation in der Stadt Gießen betr. vom 1. August 1904. (2789 C Gießen, den 8. April 1932. Bürgermeisterei Gießen Dr. Harmy, 2782 D Moderne Berlin-Wilmersdorf. Helmstedter Straße 23. Gießen und Darmstadt, den 7. April 1932. 02182 £ie6er Onkel Franzi 2781 D 2784 D ^802 0 2793 A fußp weteuäb 2,95 D 1 Warenregal 02232 H. Kirchner, Treuhänder. Gießen, den 6. April 1932 2765 D mittags um 2 Uhr statt. WIE Riß IETA\ bei dem Reuling Blasbach zu Gast. Heuchelheim II hat Lindenstruth I. zum Gegner. Klein- Lmden I. ist tn Launsbach zu Gast und wird alles Vergeben müssen, wenn den Platzbesitzern der Sieg nicht überlassen bleiben soll. Gleiberg I. und * Waldgirmes I. tragen in Gleiberg ein Spiel aus. gleichwertige Gegner werden ihre Kräfte messen. Im Spiel der Jugendmamischaften ist Gleiberg in Front zu erwarten. Wißmar ist mit zwei Mannschaften in Hausen au Gast. Ob es den Gästen in beiden Spielen ge- lingen wird, Sieger zu werden, ist fraglich. Rod- heim I. weilt zum Rückspiel in Kinzenbach. Hungen 1. hat Beuern I. zu Gast. Lühs !• weilt in Grünberg und Staufenberg I. empfangt Saasen 1. Bei rheumatischen Leiden, M und Gliedern sowie bei Kopfweh beworragend bewährt, unschädlich! Em Versuch Überzeugt. Fragen Sie Ihren Arzt. In all. Apoth. Ermäßigter Preis Mk. 1.25. 12,6%Llth., 0,46%Chln., 74,3% Add.aeetsaHa Mittwoch, 13. April. .^O-L^bkonsert auf Schallplatten. 10.20 bis €5u^unt-R,12 (Von Augsburg): Konzert des Augsburger Konzertorchesters. 13 (VonKöln): ??l"Askonzert. 15.15 bis 16: Stunde der Jugend. 17 (Don München): Rachmittagskonzert. 18.25: „»ragen des Lehrlingswesens", Gespräch zwischen Handwerkskainmersyndikus Ernst Bouveret und Gewerkschaftssekretär Dornheim. 18.50 (Von Frei- burg): ®ie Statur erwacht", Vortrag von Univ.- Prof. Dr. Konrad Guenther. 19.30: „Musikalische ©runö&egr,ffe - Ihr Wesen und ihre Bedeutung , Vortrag von Hans Rosbaud. 20: Unter- valtungskonzert. 21: Dichtergalerie: Arno Radel, vorgestellt von Felix Stössinger. 21.30: Studienkonzert. Donnerstag, 14. April. 7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12 (Von Jochen): Mittagskonzert. 13: Konzert auf bis 16: Stunde der Jugend. Nachmittagskonzert des Orchesters As Westdeutschen Rundfunks. 18.25: Stunde des k nr- 18rl5?;, "Tägliche Begegnungen, Arbeiter und Angestellte , Leitung: Prof. Dr. Hendrik de 19.20: Eiene Viertelstunde Lyrik. 19.35: Volksmusik. 20: Oberst Chabert, ein Drama nach HonorL de Balzac, von Alfred Mühr. 21: Münch- a Konzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 22.40 bis 24 (Von Köln): Tanzmusik. Freitag, 15. April. ?.2O: Frühkonzert auf vchallplatten. 12 M. Köln und München). Konzert des Rundfunk- Orchesters. 13 (Von Köln): Mittagskonzert. 17: 7?L'"Aogskonzert des Rundfunk-Orchesters. 18.25: Vortrag. 18.50: Aerztevortrag: „Wie weit F^berne Zähne an deiner Krankheit schuldig?" !l9.20: „Wilhelm Busch", Vortrag von Prof Dr Torney Hannover. 19.35: Zum 100. Gebur'tstaa von Wilhelm Busch, Erich Ponto spricht aus Buschs Werken. 20 (Aus Reuhork): Kurt G Sell' „Worüber man in Amerika spricht". 2015 «Von Geizig): Reichssendung: Haydn-Sinfonie. 20.45- Unbekanntes von Bekannten, von Dr Franz Levv- SaVno 21;30_t Ballettmusik des Philharmonischen Orchestm:s Stuttgart. 22.45 bis 23.10 (M., Köln Frederick Delius. 23-lOrStß^>4 (?-' Köln und München): Oester- reichische Marschmusik. Spielvereinigung 1900 Gießen. DfB. knrhefsen Marburg zu Gast. Die Liga der Spielvereinigung hat sich für den morgigen Sonntag zum Spiel auf eigenem Platz eine sympathische Mannschaft verpflichtet: die Liga des „DfB.-Kurhessen" Marburg. Die Gäste haben guten Ruf. In den Verbandsspielen der Bezirksliga standen sie stets im Kampf um die erften Platze konnten sich schließlich auch aus der breiten Abstiegszone femhalten und nun den BL^nMutz erringen, der ihnen ihrem Können entsprechend auch gebührt. Zwar verloren die Marburger am Jugendopfertag zur allgemeinen Äebenaschung in Wallau mit 2:1, ausschlag- g€benb für die Beurteilung der Elf kann diese Riederlage nicht sein, denn Tatsache ist, daß auf fLTrSsÄnur schwer zu siegen ist. Auch die beiden Gießener Mannschaften 1900 und VfB Aogen dort an den Sonntagen vorher das kürzere ^rhesfen stellen eine flinke, techwsch außerordentlich faire Elf, in der fteU $?Iten b-Iählgk Spieler fteöen. Die Zusammenarbeit in der Mannschaft änaffhTh ^rig. In der Ballbehmid- "ud die Gäste außerordentlich sicher. Der s^^r duvchschl^skräftig und vor dem 6^sührlich. Die Läuferreihe wie die 0Ut rQuf bem Posten. Die Mannschaft pflegt em sauberes Kombinations- Gportabieilung des Turnvereins Lollar Am Sonntagvormittag treffen sich auf dem ^bortplah in Lollar die Handballmannschaften von Mainzlar (I) und Lollar (II). Im Anschluß daran treten die beiden Juaend-Handballmann- schaften einander gegenüber. Im ersten Spiel sollten die Gäste den Sieger stellen. Der Ausgang des Jugendspieles ist unbestimmt. Am Rachmittag tritt die 1. Fußballmannschaft gegen die 1. von Grohen-Buseck zum letzten Verbandsspiel an. Den Atzten Ergebnissen nach zu urteilen, müßte Lollar Sieger bleiben. Sodann liefern sich die 1. Handballmannschaft von Lollar und Staufenberg ein Freundschaftsspiel. Lollar befindet sich zur Zeit in bester Form und die Staufenberger werden alles aufbieten müssen, wenn sie ehrenvoll be- ftelclkcto°neIx- 3- Fußballmannschaft fährt nach Oberwalgern, um dort ein fälliges Rückspiel auszutragen. Sportverein 1920 Heuchelheim. , Aw, kommenden Sonntag spielt die 1. Mann- schaft in Steindorf. Die Gastgeber sind Vertreter der A-5naffe der Gruppe Wetzlar und stellen emen achtbaren Gegner dar. Wenn die Mannschaft von Heuchelheim an die Leistungen des Spieles vom vorigen Sonntag (Heuchelheim gegen Wieseck 3:4) anknüpfen, sollten sie den Gastgebern eine gleichwertige Partie liefern. Zriihjahrswaldlauf im Sau Gießen-Wetzlar. Gießener vereine stark beteiligt Ueberlanbflüge Probeflüge Prüfungsflüge Platzflüge Uebungsflüge Schulflüge Rundflüge Kunstflüge Werbeflüge In diesen Tagen wurde auf dem Flugplatz Gießen » ^.^ugzeug D 2249, Type Klemm, mit Argusmotor 8,95 PS, neu in den Dienst gestellt. — Die Südwestdeutsche Sportfliegervereinigung veranstaltete in ganau am vergangenen Sonntag einen gut besuchten Flugtag. Der am Mittwoch abgehaltene Sprecyabend erfreute sich eines regen Besuches. spiel, das sie auf Grund des gegenseitigen Verständnisses unter den Spielern gut zu handhaben weiß. Aber: mag auch die Gastmannschaft mit all ihren Qualitäten und in stärkster Aufstellung antreten, so haben sie die 1900er zur Zeit doch nicht $u fürchten. Wenn die Blau-Weißen mit dem nötigen Elan in den Kampf gehen, ihrerseits auch im Sturm den nötigen Offensivgeist und die (manchmale twas vermißte Schuhlaune) zeigen, so steht zwar nicht ein Sieg von vornherein sicher, wohl aber kann ein Unentschieden gehalten werden oder es wird eine nur knappe Riederlage hinzunehmen fein. Beides wäre zu ertragen. (Mußte doch der Lokalrivale, VfB. Gießen, im letzten Verbandsspiel eine Riederlage von 2:6 Toren auf eigenem Platze hinnehmen.) 1900 tritt mit: Schmidt; Zeiler, Jäckel, Henrich, Langsdorf, Glitsch; Lippert, Arnold, Wilhelmi, Heilmann, K. Schmidt, an. Vorher spielen die Reservemannschaften beider Vereine. Hier haben die 1900er die kleineren Aussichten. Die Ergebnisse der letzten Zeit waren nicht überragend, das Mannschastsgefüge erscheint nicht so fest, um den Gästen einen Sieg im Handumdrehen abzutrohen. Der Platzvorteil ist in beiden Spielen nicht allzuhoch zu bewerten. Dem Ausgang der beiden Kämpfe sieht man mit begreiflichem Interesse entgegen. Die 3. Mannschaft tritt gegen den gefährlichen Gegner Daubringen an und wird es sehr schwer Haden, auf dem Platze des Partners einen Sieg zu erringen. Die 4. Mannschaft empfängt Werdorfs 1. auf eigenem Platz. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Im Spiel der 5. Mannschaft gegen die 1. von Krofdorf sollte man abermals mit einem Sieg der Gießener rechnen dürfen, obwohl sich die Gäste inzwischen einige Kampferfahrung angeeignet haben dürften. Jugendspiele. Die 1. Jugend bestreitet am Sonntag das schon ursprünglich für den Jugendopfertag vorgesehene Spiel gegen die 1. Jugend von Weilburg in Weilburg. Die Gastgeber sind Gruppensieger und werden die 1900er vor eine harte Probe stellen ^J^annfdjaft empfängt auf eigenem Platze die 2. Jugend des VfB. Kurhessen Marburg und hat in den Gästen einen zumindest gleichwertigen Gegner. Die 1. Schüler haben sich die Schüler von Großen-Duseck eingeladen. VfB-Gießen. Die Liga spiel! in vuhbach. Die Liga tritt am morgigen Sonntag abermals gegen einen zukünftigen Verbandsspielgegner im Freundschaftsspiel an. Die Grün-Weißen fahren nach Butzbach. Dort erwartet sie ein Gegner, der von vornherein nicht unterschätzt werden darf Die Mannschaft des VfR. ist zunächst als sehr zäh bekannt. Richt weniger gefürchtet als eine sehr > wuchtige, massive Mannschaft, die den Gegner vor ! hohe körperliche Anforderungen stellt. Richt zu- leht aber verfügt die Mannschaft über ein technisches Können, das zwar nicht ganz an das Können der VsBer heranreicht, immerhin aber au8» reichen wird, den Grün-Weißen, wenn sie leicht- stnnig sind, eine Riederlage beizubringen. Der Ausgang des Kampfes ist noch nicht sicher Die Chancen liegen für die Gießener durchaus ' nicht klar. Vielmehr ist ein harter Kampf zu erwarten, der sich nicht viel von dem unterscheiden wird' den die Liga der Spielvereinigung vor kurzem gegen die Butzbacher zu bestehen hatte (und nur knapp mit 2:1 Toren gewinnen konnte). Der Sturm bet Gastgeber verfügt über einige gute Kräfte. She Läuferreihe durfte nicht allzufchwer zu neh- men sein; sie steht immer den Verteidigern näher als den Stürmern Daraus ergeben sich im Spiel- aufbau für die VfDer gewisse Konsequenzen. Der Tormann der Butzbacher bildet mit der robusten Verteidigung ein Schlußdreieck, das den Gießenern schwer zu schaffen machen wird. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Ein Sieg der VfBer wird erarbeitet werden müssen. Daß sie das Dor- ™ 6en Umständen nichts, sne Butzbacher spielen außerdem vor einem stark interessierten Publikum, das sehr auf der Seite der heimischen Mannschaft steht ®i.e Ligareserve hat sich die 1. Mannsch. des Spv. Garbenteich verpflichtet. Erwähnenswert ist es, daß Bärenfänger in der Gastmannschaft spielt Die in letzten Spiels nicht schl«ht abgeschnitten, und werden denGie- ßenern schon einigen Widerstand entgegensetzen Da die Ligareserve des DfD. aber in guter Der- ,0^L!in ®‘e9 d-r PlnhdAitzer nicht außer Frage stehen. Jugendspiele. . Die Aigendmannschaften des DfB. entfalten eine lebhafte Tätigkeit. Alle vier Mannschaften bestreiten Spiele und fahren sämtlich nach S * behaupteten Masse schuwig gemacht hatte. Als r wärts. Die 1. Jugend kämpft gegen die 1. Jugend Marktmeister war R. Beamter im Sinne des I von Wehlar-Riedergirmes Die 2 Jugend tritt Strafgesetzes, denn wenn er auch auf Privatdienst- gegen die 1. Jugend in Klein-Linden an Die vertrag mit der Möglichkeit sofortiger Kündigung 1. Schüler gastieren in Heuchelheim und die angestellt war, so hatte er doch öffentlich-rechtliche 2. Schüler werden ebenfalls in Klein-Linden an- Befugnisse auszuüben, hatte für die Ordnung des treten. " treffen usw. Strafmildernd ,,Teutoma"Watzenborn-Gieinberg 21m morgigen Sonntag werden an drei schiedenen Orten, in Aßlar, in Stockhausen und ", Flensungen die Frühjahrswaldläufe des Gaues Gießen-Wetzlar zum Austrag gebracht. Die Läufer »er Gruppe Gießen-Wetzlar treten in Aßlar an. Hier dürfte sich auch der spannendste Kampf entwickeln. Man rechnet mit einer starken Teil- nehmer^ihl. Der Waldlauf wird in vier verschiedenen Klassen durchgeführt. Die Klasse der 2If- tioen bestreitet den Lauf über eine Strecke von 5 JMometer, die Jugend (der Jahrgang 1913 ift mit einbegriffen) läuft 3 Kilometer, die Schüler legen 2 Kilometer zurück und die Frauen beschranken sich auf eine Strecke von 1500 Meter Die Spielvereinigung 1 900 Gießen wird mit einem starken Aufgebot von Läufern an nr£.Q3cr.?nftaItuns Rßlar teilnehmen. In der Aktivenklasse starten nicht weniger als zehn Läufer, deren je vier eine Mannschaft bilden. Die Favoriten sind hier Gerhardt und Schaaf. Die übrigen 1900er werden in den Vertretern des VfL. und des Sp.°V. Wetzlar, wie in den anderen Teilnehmern starke Konkurrenten antreffen. In ber Jugendklasse stutzt sich die Spielvereinigung Binger Kriegervereins zu einem gemütlichen Bei. fammenfein das in schönster kameradschaftlicher Ha, monie verlief. Hierauf wurde die Rückfahrt nach Gießen angetreten. Uebereinftimmeni) bringt die Binger Presse zum Ausdruck, daß die Bürgerschaft der Stadt Bingen dem Musikkorps unseres Bataillons und feinem Leiter, Obermusikmeister Krauhe, herzlich dankt für die schönen Stunden, die die Gießener Gäste der Einwohnerschaft von Bingen bereitet haben. Erweitertes dezirksschöffengericht Gießen. * Gießen, 8. April. Der frühere städtische Marktmeister und Rechner der Gießener Freiwilligen Feuerwehr. R, stand unter der Anklage, ihm anvertraute Gelder in Höhe von über 40 0 0 Mark unterschlagen zu haben. Zu Beginn der 2)erhandlung beantragte sein 2kr* leidiger, die Verhandlung zu vertagen und ein Obergutachten über den Geisteszustand seines Klienten einzuholen. Die Staatsanwaltschaft widersprach diesem Antrag und das Gericht lehnte ihn ab. Rach dem Gutachten des Gerichtsarztes, den Zeugenaussagen und dem ganzen Verhalten des Angeklagten bei der Tat und heute in der Verhandlung war an seiner Zurechnungsfähigkeit nicht im geringsten zu zweifeln. Der Angeklagte bestritt die Tat in der Hauptsache; nur eine verhältnismäßig geringfügige Verfehlung, Entnahme von 200 Mari aus der Kasse, die nach ein paar Tagen gedeckt worden seien, gab er zu. Cs wurde aber nachgewiesen, daß er sich der ihm zur Last gelegten Verfehlungen in dem von der Anklage städtische Behörden zu kam in Betracht, daß „VvII1UIUUUUUH ltll, wodurch seine Willenskraft und Widerstandsfähigkeit vermindert tpar. Zu seinen Verfehlungen ist .................... ^IU1UI. er wahrscheinlich durch Bürgschaften gekommen, schäft der Teutonen mit 2:6, während die 2 ein die er für einen Verwandten geleistet hat. Es Unentschieden herausholen konnte. Das Rückspiel wurde auf eine Gesamtgefängnisstrafe in Steinberg endete mit einem 5:3°Sieg der 1 von einem Jahr erkannt. | und einem Unentschieden der 2. Mannschaft der Teutonen. Hermannstein steht in den Verbands- sprelen an zweiter Stelle der A-ÄIaffe der Gruppe Wetzlar und ist auch in diesem Jahre recht spiel- stark. Die Einheimischen müssen sehr auf der Hut sein. Der 1. Mannschaft sollte man trotzdem, nach öen bisherigen Leistungen zu urteilen, einen Sieg zu trauen. Die 2. Mannschaft dürste auf einen gleichwertigen Gegner stoßen. Steinbergs Schüler werden dagegen den Gästen nicht ohne weiteres den Sieg überlassen. Finden Sie, dass Frau Müller sith richtig verhält ? Beim Geschirr• aufwaschen genügt ein Teelöffel @ für eine normale Aufwaschschüssel. So ergiebig ist es! Tag für Tag nimmt sie zum Aufwaschen das, womit schon Großmutter sich behalf. Tag für Tag quält sie sich ab, fettiges Geschirr wieder blank zu kriegen. Wie gut könnte sie es haben, wüßte sie von (!m)'s Zauberkraft! Mit einem Schlage wäre sie alle Reinigungssorgen los! Mit einem Schlage käme Licht und Glanz in die Wohnung. Und sie wäre um Stunden früher fertig. Denn® säubert unerhört schnell, ist immer auf dem Posten und — was die Hauptsache ist — billiger! zum Aulwaschen, Spülen, Reinigen, für Geschirr und alles Hausgerät _____ llML Hergestellt in den Persilwerken. In der am Sonntag, 10. April 1932, nachmittags 6.30 Uhrstattfindenden Fremdenvorstellungdes Stadttheaters Giessen „Morgen gehts uns gut" zeigen wir die neuesten Modelle der Herren-Frühjahrsmode H.KAESS NACHFOLGER Wilhelm Horn & Sohn • Giessen, Kreuzplatz 15 ______________ im a Hindenburg oder Hitler? Lieber dieses Thema sprechen am zzzid Samstag, dem 9. April, abends 8.30 Uhr, im Cafe Leib Frau Dr. Schwanhaupi, Frankfurt a. M. Herr Otto Bornemann, H. d. R., Berlin Herr Bürgermeister Dr. Niepotb, M. d. L, Schlitz Eintritt frei i Hindenburg-Ausschufe Natalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei zur Verfügung U2221 Mn: Restaurant Roldan, Seltersweg, Ferri Nr. 3786 Im MM Iretfeo sieb alle Nationalsozialisten im ßaie Leib A । für Kranke u. Fußleidende stehen am Wahltage Detektiv K. Gerz, Bad-Nauheim, Kur- straßelTerlebißtulte vertrauliche Privat- u. Geschäftsangele- genbeiten, wie Auskünfte, Beobachtungen, Ermittlungen, Beschaffung v Be- weiLmat. in Straf- u. . töilproA. streng bist'- Svrechst.: 9b 12Ve 3—6 Ubr Schöne Bohnenstangen, fertig zum Stecken, sow. Rosen, Baum- pfähle und Erbsen- reiser liefert billigst. Schrift!. Ang. unt. 2192V an b. G. A. MMHWMM MW WWklel Ortsgruppe Gießen Wir bitten unsere Mitglieder und Freunde, die am Samstag, 9. April 1932, abends 31/2 Llhr, im Caf6 Leib siattfindende 2785 d HMeMl-MOW zu besuchen. Dev V0vft