Nr. 33 (Erftes Blaff 182. Jahrgang Bienstag, 9. Februar 1952 Ünttf Bift Verla«: vrKHI'sche UNiverßfLtr-vuch' hhö Stetibruderei H. £air$t in Sie^e^. SchrWettnnq und Seschästrftelle: Zchuvtra^e 7. Beginn der Abrüstungsdebaite in Genf nidt. • Kinkel. Pro Kinkel. ilvereins Weimar e. L., I Methode der FestfetzungvonHöchstgren I i c n . das andere sei der p e r t r a g I i ch e 21 u S hen. tS * d 5 n 5 2 S e zusammen. Es handelt sich bei diesem des Gouverneurs um eine erneute letzung des Memelstatuts. Bei neanung des LandesdirektvriumS soll es Vereinigten Staaten in einer feierlichen Erklärung anerkannt, das, Frankreichs Sicherheit ungenügend fei. DaS französische Volk wolle nicht- anderes als den Schuh und die Sicherheit feiner Grenzen. Frankreich habe stets eine großmütige Gesinnung gezeigt, so z. 23.. als eS im Jahre 1930, fünf Jahre vor dem im Der- failler Vertrag festgesetzten Termin, ein Pfand aus seiner Hand gegeben habe. (Tar- dien meint die Rheinlandräumung > Aus Tar- dieus Ausführungen ging hervor, dast die französische Delegation die Annahme ihres ir> s mb Klauenseuche erloschen lieber aufgehoben. unb Klauenseuche amlhd) i genannten Ortes ist zum dü> Z§ o * * Schritt Ter» der Sr sich um isamkes. des Loseauslauschverkehr; !ehllsigstermin: 12. und s 2 c c. A - eine provisorische Maßnahme handeln. Die Ntauische Regierung erNäre, dast die Neubildung des Direktoriums aus demokratischer Grundlage erfolge« werd«, wie das hn Memel-Statut bestimmt worden sei. schütze der Familie c.$, ammlung von Geldspenden Unterstützung bedürsliger 1932. Maul- und Klauenseuche !, die Gemarkung Massen Vorbedingung für drastische Schritte Frankreichs in der 2lbrüstungsfrage ansieht. Ern Abkommen ohne Organisierung der Sicherheit wäre eine brutale und ungerechte Prämie für die Zahl und die Technik. 3 5 Rutschen Auslondinslituts gt worden. et des Aolksstaates Hessen Annahme von Anjeige» für die lagcsnummrr bis jnm Nachmittag vorher, preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette ertlich 8, austoärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfrnniq. Platzvorschnft 20'. mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. Wiih. Lange. Verantwortlich für Polink Dr. Fr. Wilb. Lange; für Fernlleton DrJylhnriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Mas Filter, sämtlich in Gießen. schluß gewisser Werkzeuge oder Me- Hoben. Für beide 'Behandlungsarten sei als weitere Garantie eine internationale les Sicherheit--, und Garantie-Sy - ft <_m. das für alle Staaten verbindlich sei. eingeführt werde. Dieser Ausgabe dienten die von der französischen Delegation vorgelegten Vorschläge. Frankreich, das bereits eine Herabsetzung seiner Rüstungen vorgenommen habe, sei bereit, für «ine ganz bestimmte Zeit eine Begrenzung seines augenblicklichen RüstungS- ft anbei ohne besondere Bedingungen anzunehmen. Die Rüstungen lasteten schwer auf der Bevölkerung Frankreichs 3 m Vergleich zum 3obre 1913 habe Frankreich seine Effektivbestände um ein Viertel, die Zahl seiner Einheiten um die Hälfte und die Dienstzeit um zwei Drittel gekürzt, im Gegensatz zu anderen Staaten, die ihre Rüstungen verstärkt hätten. 3m 3ahre 1919 hätten Großbritannien und die Kowno, 8. Febr. (62123.) Die Litauische I Telegraphenagentur bestätigt die Nachricht, daß der ehemalige Vorsitzende des Memeler Direktoriums, Böttcher, der seit SamStag in Hast war, heute wieder aus freien Fuß gesetzt wurde und sich nach seiner Wohnung begeben konnte, er bleibt aber zur Verfügung des Militärgouverneurs. Wie die Litauische Telegraphenagentur weiter erklärt, werden sich die Gerichte mit dem Fall Böttcher, der geheimer Beziehungen zu einer ausländischen Macht und des Versuches einer Auflehnung gegen eine Handlung der Regierung an geklagt werde, zu befassen hoben. Ein andere- Mitglied des Direktoriums, Pastor P o d s z u s , habe den Befehl erhalten, die Grenze seines Psarrsprengels nicht zu überschreiten. Die aus Memel verlautet, hat sich Präfidenl Böttcher allen Bestrebungen, ihn zur Unterzeichnung seiner Abdankung zu veranlassen. widersetzt, selbst unter der Androhung. daß es ihm sonst so wie Wolde- mar a s gehen würde. Nun weiß heute nachmittag die in Memel erscheinende nationallitauische Zeitung zu berichten, daß GvuverneurMer- kys das neue Direktorium selbst gebildet habe. Ss seht sich aus Sandesrat T v l i- s ch u s als Präsidenten und Laudessteuerrat T a- leikis, Landesrat v. Gehr als Mitgliedern rornms als eine wesentliche brrgelegt habe und deshalb nach den Ikflimmungrn des Statutes von einer Neubildung keine Rede fein könne. Auch sei die Ernennung de» lolischus fl a I u I • ro I 6 r i g. Als darauf Canbes- rot lolisfchu» den Canbtagepräfibenkn sowie den übrigen Abgeordneten der Mehrheitsparleien J a 11 d) e l b ootroarf. lehnte von Dreßler jebe weitere Aussprache mit ihm ab und wies i h n zur Türe hinaus. Auch als Landesral lolischus noch einmal an der lür de» Präsidenten erschien, lehnte von Dreßler es ab, mit ihm weiter zu verhandeln. Morgen Sitzung des Völkerbundsrats. Sic deutsche Bcjchwcrdctwtc in (form übergeben. Genf, 8. Jebr. (IDIB.) Vie Note der deutschen Regierung wegen de« litauischen Rechtsbruches im Hlemelgeblet ist heute vormittag Im völkerbundssekretariat übergeben worden. Die von Deutschland verlangte Ratssitzung kann wahrscheinlich erst am Mittwoch ftalt- finden, da zur Zelt kein bevollmächtigter Vertreter Litauen» hier anwesend ist. Da Dr. Brüning bereit» morgen abend nach Berlin zurück- fahren muh, wird Deutschland im Rat durch Staatssekretär v. Bülow vertreten. Die Rote hat folgenden Wortlaut: „Herr Generalsekretär? Am 6. Februar hat der Gouverneur de» TTlemelgebiete» Herr Merky » den Präsidenten de» dortigen Direktorium», Herrn Böttcher, für abgesetzt erklärt, verhaftet und in eine Kaserne überführen lassen. An feiner Stelle ist der Canbeerat lolischus mit der einstweiligen Führung der Geschäste de» Präsidenten de» Direktorium» beauftragt worden. Rach den der deutschen Regierung vorliegenden Rachrichten sind diese Rlahnahmen von dem Gouverneur im (Kinoerftänbni» mit der Ii• tonischen Regierung getroffen worben und foUen allem Anschein nach noch ähnliche weitere Rlahnahmen im (Befolge haben. Da» vorgehen der litauischen Regierung stellt eine flagrante Verletzung de» ZUemelfta- tute» dar, bas in Artikel 17 Abf. 2 bestimmt, dah der Präsident so lange im Amte bleibt, al» er da» vertrauen de» Landtage» hat. Diese Voraussetzung liegt hinsichtlich de» Präsidenten Böttcher vor, da ihm noch durch Beschluß de» Landtage» vom 25. Januar da» vertrauen ausgesprochen worden ist. Gemäh Artikel 17 Absatz 1 der THemelfonoenllon lenkt die deutsche Regierung die Aufmerksamkeit des völkerbunds- rates auf den von der litauischen Regierung begangenen Rechtsbruch. Sie weist daraus hin. bah Verletzungen ber bem IHemelgebiel zustehenben Autonomie schon wieberholt bie Anrufung be» Vollerbundsrates erforderlich gemacht haben. Durch bie oben erwähnten Vorgänge ist eine be- fonber» ernste Lage entstauben. Ich bitte be»halb, bie Angelegenheit al» b r i n g e n b auf bie lageeorbnung be» Rates zu fetzen und ben Rat z u einer sofortigen Sitzung zusammenzuberufen. Genehmigen Sie, Herr Generotsekrelär, den Hneben (f meiner vorzüglichen Hochachtung. (gez.) Dr. Brüning. Oie Memellander fordern Selbstbestimmung. Litauen hat seine Rechte verwirkt. Memel, 8. Febr. lTU.)'Unter dem 5>rud der letzten Ereignisse, die deutlich beweisen, dah Litauen die Memellandautonomie völlig zerschlagen will, erhebt sich in der Bevölkerung des 2Remel- gebietes immer deutlicher die Forderung auf Selbstbestimmung durch eine Volks- abstimmung. Man ist der Auffassung, dah im Hinblick auf die zahlreichen Verletzungen de» Memelstatuts der jetzt durchgelührte Staatsstreich dem Volkerbundsrat Veranlassung geben mühte, sestzuftellen. dah Litauen die Bedingungen, unter denen es die Souveränität über das Memelge- biet erhielt, nicht erfüllt hat und dah eS in- folgedesfen seiner Rechte verlustig gegangen ist. Der Memelland-Bund.die Organisation der Memelländer in Deutschland, bat ein Schreiben Luden Reichspräsidenten gerichtet, in dem es heiht, dah Litauen seine Rechte aus dem Memelabkommen verwirkt habe. 2Deitere Verhandlungen auf der bisherigen Grundlage würden niemals einen praktilchen Er» folg haben Die Neuregelung der Memelsrage müsse ihren Ausgangspunkt in einer Volks» befragung aller Memelländer innerhalb und außerhalb der Heimat haben. Der Reichspräsident wird gebeten, als der Befreier Ostpreußens und damit deS MemellandeS, sich für dieses Ziel mit seiner ehrwürdigen "Persönlichkeit einzusehen. Auch der ReichSverband der Heimattreuen Ost- und West preuh en spricht in einem Te legramm an den Reichskanzler die Erwartung auS dah von der Reichsregienmg alles geschieht, urr das geknechtete Memelland für immer von Litauen yi befreien. Der an Stelle von Böttcher eingesetzte Landes- Präsident T o l i s ch u s hat seine Arbeit im Sinne deS Gouverneurs Merkgs begonnen, indem et bie memellällbischen Polizeikvmmis- f a r e vorläufig beurlaubt und weitere „Personalderänderungen" im Beamtenkörper des Direktorium- vorgenommen Hai. Ferner hat er die Vertrauensleute d e - Gouverneurs in leitenden Posten untergebracht. Weitere Verhaftungen und Verfahren vor dem Kriegsgericht sind für die nächsten Tage zu befürchten. Die Absicht des SouverneuerS geht dahin, außer dem Direktorium auch den Landtag zu beseitigen. Die Meldung der litauischen Telegraphen-Agentur, der Präsident des Memelländischen Landtages, d. D r e ß l e r, stehe inDerhandlungen mit dem Memeler Gouverneur, soll im Ausland den Eindruck erwecken, al- ob sich die Mehrheilsparteien des Landtages mit ber Lage abgefunden hätten. Don einer solchen Haltung der Mehrheit-Parteien des Landtages kann keine Rede sein. Die Fraktion der Landwirtschaft-Partei und der Volk-Partei, die die Mehrheit des Landtage- bilden, haben dem Präsidenten Böttcher noch am Montag ihren Dank ausgesprochen. Reue Brüskierung. Tcm Litauer Tolischus die Tür gcwicse«. Memel, 9. Febr. (1DIB. Funkspruch.s Am Montag erschien ber vom Gouverneur zur Führung ber präsibentichastsgeschäfte be» Ministeriums beauftragte großlllcwische Canbeerat ToIischus im Condtagsbureau, nm mit dem Präfibenten des Landtages, von Dreßler, über die Renbil- bung be • Direktorinms zn verhandeln. Der Ccmdlagspräsidenl lehnte die Der banblne - gen ab, da Präsident Böttcher fein Amt nicht t*-. lgesehes. löen des Kreises Das Echo der ersten Veden. (Scharfer Gegensatz zwischen der Auffassung Englands und Frankreichs. G e n f, 8. Febr (WTB.) Die RededeS britischen AuhenrninifterS, die auch ora- torisch sehr wirksam war, hat in deutschen Kreisen einen außerordentlich nachhaltigen Eindruck gemacht, der sich auch durch den lebhasten 23cifall bei der deutschen Delegation äußerte. Sachlich ist die starke 23etonung der Sicherung des Friedens durch die Abrüstung bemerkenswert. Besonder- eindrucksvoll war die Formulierung Sir John Simons, daß der Friede nicht durch die Vorbereitung des Krieges gesichert werden könne, und dah hohe Bewaffnung keine Sicherheit gewähre, ferner die Forderung nach einem Verbot der ausgesprochenen Angriff-waffen. daS auch von deutscher Seite stets als notwendig bezeichnet worden ist. Sympathisch berührt auch die Betonung deS gleichen Rechts der Sicherheit für alle Staaten. Die Annahme de- Konventionsentwurfes aiS Di-kussionSgrundlage war nach der ganzen bisherigen Stellungnahme Englands zu erwarten. Sie schließt aber selbstverständlich nicht aus, daß e- allen Delegationen im Sinne der Eröffnungsansprache Henderson- freisteht, Ersatzvorschläge zu machen. Tardieu, der im Anschluß an den britischen Außenminister sprach, entwickelte die bekannte französische Sicherheitsthese, der zufolge die Vorbedingung für jede Abrüstungsmaßnahme die sogenannte Organisierung des Friedens ist. Darunter versteht Frankreich die Sicherung der jetzigen Machtverhältnisse unter neuen völkerrechtlichen Garantien. Tardieu erklärte ausdrücklich. daß die Erfüllung dieser französischen Sicherheit-Wünsche die Vorbedingung für jedes Zugeständnis Frankreichs in der Ab- rüstungssragc sei. Die ganze Rede Tardieus handelte Nicht, wie die von Simon, von der Rotwen- ’" er 55 Neuer Rechisbruch im Memelland Oer litauische Gouverneur bildet ein neues Landesdirektorium. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen digkeit wirklicher 2tbrüftung, sondern von der Durchsetzung unbegründeter französischer Sicherheitswünsche. Befremdend war die Erwähnung der bekannten französischen Propagandathese von den drei Invasionen, die Frankreich in einem Jahrhundert erlitten habe. 3m übrigen biente die Rede der Erläuterung der französischen Vorschläge. Bei der Rede konnte man sich nicht des Eindruckes entziehen, dah die französische Regierung durch die Aufstellung kaum erfüllbarer Forderungen die Dis- kusfionSbasiS von der Abrüstung entfernen und auf Gleise schieben will, die von dem eigentlichen Zweck der Konferenz wegführen. So hat die Rede TardieuS in deutschen Kreisen einen außerordentlich ungünstigen Eindruck gemacht, zumal daraus hervorgeht, daß sich die französische Regierung von neuem uneingeschränkt auf den Boden des Versailler Vertrages stellt. Mit großer Entrüstung wird die Behauptung Tardieus zurück- gewiesen, daß Frankreich es niemals an Großherzigkeit habe fehlen lassen, und daß die DHeinlandräumung ein in der Geschichte einzigartig dastehender Fall von Großmut sei. Das französische Abrüstungsprogramm läßt sich in den Vorschlag zusammenfassen: Neue Sicher- heitSgarantienzurendgültigenSta- bilif ierung deS in Versailles geschaffenen Zustandes. 3n der Rede Tar- dieuS findet sich kein Wort von einer ernsthaften Herabsetzung des gewaltigen französischen Rüstungsstandes. Wie ein roter Faden durchzieht die ganze Rede die Forderung nach einem Ausbau der Sichsrheitsgarantien, die ewige Forderung nach Sicherheit für Frankreich. 3n deutschen Kreisen wird erwartet, daß der Kanzler auf diese Rede antworten und den Rechtsanspruch auf Abrüstung der Siegerstaaten anmelden wird. Erscheint täglich,außer Sonntags unb Feiertags. •♦Hagen: Die Illustrierte Siebener Familienblätter Heimat im Bilb • Die Scholle Maaat»-vezug»prel§: Mit 4 Beilagen DM. 1.95 Ohne DDuftrierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen eon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Kentsprechanschlüße inter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahttiach^ richten: Lnzeiger Gieße«. paßscheckkoitto: jranffurt am Main 116M. Die britische Regierung habe die Frage der U^öchstzifser eingehend geprüft. Sie halte eine «weitgehende He rabsehung der Rü - I k u ng c n der 22 e l t etwa im AuS» i na b von 25 Prozent, für einen ausgezeich- I neten Gedanken. Zweck der gegenwärtigen Arbeit S sei doch, soweit al- möglich nicht nur eine Betz grenzung. sondern eine Herabsetzung der j Rüstungen vorzunchrnen. Wir nehmen al- Grundlage der künftigen Derhandlungen da- allgemeine Schema be- Kvnventionsentwurfe - und bie Methoden bet Rüftungsbegrenzung burch bie Ausstellung von Höchstziffer« aus Grund dieses Entwurfes an. Wir find für bie Einsetzung einer ständigen 21 b r ü - stungSkommisston, wir verlangen bie Abschaffung des Gas« unb 4 c m i • ßchen Krieges, ebenso bie Abschaffung bet 11-Boote. Wir toenben unsere befonbere Aufmerksamkeit solchen Verboten ober Beschränkungen zu, bie geeignet sind, die Angrif fSfähigkeit -u s ch w a « ch e n unb baburch zu versuchen, bie Angriffe zu beseitigen. Tardieus Rede gegen die Abrüstung. Krankreich verlangt neue Garantien | für den Status quo. Roch der französischen llebersetzung der Rede * Simons, dem während seiner Rede verschiedent- - rb und am Schluß besonders lebhnft 25eisall gc- ktzttfcht wurde, bestieg der französische Kriegs- -vnifter Tardieu die Rednertribüne. Tardieu ?' n n 5 ” £ Q- 5 k ft 2 * ____—* •-.St.D-'X -Ls 2. •f 1 2 p s er 5“ o » » S r. 0 - r. - rtT -< C d rt '■ iie ™ S)anbm,t »nien der fiteiki 1927, UM Röst Tnorsn. Sdiiy Wien __, /Mag; den F- Februar /giZ FfU/ 2=4. Tours 27ar'5 J —L @3 ®1Fo 3@'X Oiua. _____/' (itfm/ h xji*y 7 Die seitherigen vier sächsischen Landtagsabgeordneten der Fraktion „Sächsisches Landvolk". Schladbach, Dr. Troll, Hausse und Rauer sind zur deutschnationalen Volkspartei übergetreten. Auf Grund des Republikschutzgesetzes hat der hessische Innenminister die nächsten drei Nummern des „Stoßtrupps". der in Mainz erscheinenden Stahlhelm-Monatszeitung, verboten, weil et, wie es in der Begründung des Verbots heißt, dem früheren Reichspräsidenten C b e r t und den Mitgliedern der Regierungen des Reichs und Preußens vorgeworfen habe, daß sie chre Amtsgewalt zur absichtlichen Auslieferung deutschen Bodens an fremde Mächte verwandt hätten. Der Führer der RSDAP. in Baden, Landtagsabgeordneter Wagner, veröffentlicht im heutigen „Führer" einen Offenen Brief an den Reichsinnenminister Dr. Groe- ner, worin er sich über die vom badischen Innenministerium angeordneten Haussuchungen, Zeitungs-, Versammlungs- und Redeverbote sowie über die verschiedenen Verordnungen in der amtlichen „Karlsruher Zeitung" beschwert mit der Begründung, daß diese Maßnahmen geseh - und verfassungswidrig seien. Frankfurt a. M.-West, Frankfurt a. M.-Ost. Insgesamt umfaßt die Ländergruppe Hessen also zehn Wahlkreise. Kleine politische Nachrichten. Der Druckleitung der Mainzer Welt- Goethe-Ausgabe ging vom Bureau des Reichspräsidenten die Mitteilung zu, daß Reichspräsident von Hindenburg sich entschlossen hat, die Ehrenschirmherrschaft über die Welt-Goethc-Ausgabe des Volksstaates Hessen und der Stadt Mainz zu übernehmen. Der Reichsinnenminister empfing die Vorsitzenden des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Justizrat Dr. Julius D r o d n i tz , Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil und Syndikus Dr. Alfred Wiener, in Gemeinschaft mit dem Vorsitzenden der Reichsarbeitsgemeinschaft der jüdischen Landesverbände, Kammergerichtsrat Wolf, dem Vorsitzenden des Reichsbundcs jüdischer Frontsoldaten, Dr. Leo Loewenstein und dem Staatssekretär Prof. Dr. Julius Hirsch. Die Herren trugen dem Minister Klagen über die nationalsozialistische Agitation gegen den jüdischen Teil der deutschen Bevölkerung vor; sie wiesen auf die in jüdischen und nichtjüdischen Kreisen hierdurch erzeugte Anruhe und möglichen Folgen für Ruhe und Sicherheit hin. Tokio, 8. Febr. lFunkspruch.) Japan hat einen neuen Vermittlungsplan mitgeteilt. Der Vorschlag sieht zunächst die Errichtung einer entmilitarisierten Zone um Schanghai in einer Breite von ungefähr 30 Kilometer vor. Später soll die neutrale Zone auch um Hankau, Tientsin, Kanton und Tsingtau eingerichtet werden. Dieser Plan soll auf einer internationalen Konferenz von den Mächten erörtert werden. Die Anregung Japans soll den chinesischen Kriegsgenerälen die Möglichkeit nehmen, die betreffenden Städte weiter unter ihrer Kontrolle zu halten und die chinesischen Kaufleute würden ihren Geschäften ruhig nachgehen können. China könne leichter für die Annahme des Planes, der auch die Entmilitarisierung der Mandschurei vorsieht, gewonnen werden, wenn die Mächte sich mit einer Aufgabe der Exterritorialität in ganz China, mit Ausnahme der in der neutralen Zone vorgesehenen Städte einverstanden erklärten. Japan beabsichtige nicht, Truppen länger in Schanghai zu lassen, als bis eine Verständigung über die Entmilitarisierung der Stadtzone erzielt sei. Japan beabsichtige auch nicht, eine japanische Konzession in Schanghai zu schaffen. Das Dorf Wusung von den Japanern besetzt. London, 8. Febr. (TA.) (Funkspruch.) Für Montagfrüh hatten die Japaner einen neuen Angriff auf die Wusungforts angesetzt, der aber durch die Chinesen abgeschlagen werden konnte. Den Japanern war es nur gelungen, das Dorf Wusung zu besehen. Die Kämpfe begannen mit einer Beschießung der Forts durch 20 japanische Flugzeuge. Japanische Schiffe landeten 600 Mann Infanterie und fünf Panzerwagen auf dem Eisenbahnkai und ließen diese auf Wusung vormarschieren. Eine andere japanische Jnfanterieabtcilung marschierte gegen die rückwärtigen Verbindungen der Chinesen vor und wurde hierbei durch Seesoldaten unterstützt, die auf 30 Lastkraftwagen von Schanghai nach Wusung geschickt waren. Dann eröffneten ein Kreuzer und vier Torpedobootszerstörer vom Vangtse aus das Feuer auf die Forts. Die Geschütze der Forts antworteten. Das Feuer dauerte sechs Stunden, worauf die Japaner das zerstörte Dorf Wusung besetzten. Während der Kämpfe trat heftiger Schneefall ein. Die Japaner verloren 10 Tote und 40 Verwundete, die auf Lastkraftwagen nach Schanghai gebracht wurden. Die Forts wurden jedoch von den Chinesen gehalten. Sie waren noch am Montagabend in ihrem Besitz. Oie Tschungschi-Llniversität schwer gefährdet. Tie deutschen Professoren in Sicherheit. Sch anghai, 8. Februar. (TA.) Die deutschen Professoren der Tschungschi- Aniversität, die inmitten der Wusungforts liegt, haben infolge der schweren Beschießung durch die japanische Schiffsartillerie und die Dombenllieger mit ihren Angehörigen die Aniversität verlassen müssen. Aach ihren Meldungen hat die japanische Beschießung in der Aniversität schwersten Schaden angerichtet. Am Montagmorgen konnten dank dem Entgegenkommen des chinesischen Divisionskommandanten die Frauen und Kinder auf Roten-Kreuz-Automobilen über das chinesische Hauptquartier in Tschenju nach Sch ang- h a i gelangen. Die Mchrner marschierten sechs Stunden lang auf Amwegen hierher. Sie berichten, daß die Beschießung der Aniversität durch die Japaner großen, wenn nicht gar unersetzlichen Schaden angerichtet hat. Das Elektrolaboratorium ist durch zwei Volltreffer völlig z e r st ö r t. Es ist zudem zu befürchten, daß die unersetzliche sinologische Bibliothek von Professor Othmer sowie weitere wertvolle Privatbüchereien vernichtet sind. Die Flüchtlinge erzählen von dem hartnäckigenWiderstand der Chinesen, die fest entschlossen zu sein scheinen, Wusung bis zum Letzten zu verteidigen. Wahrscheinlich wird die Aniversität Stützpunkt der militärischen Operationen werden, so daß ihr Weiterbestand gefährdet ist. Man hat sie vollständig geräumt, auch das chinesische Personal, welches bis zuletzt ausgehalten hat, schloß sich den deutschen Flüchtlingen an. Alle retteten nur das Notwendigste. Ein Vermittlungsvorschlag Japans Entmilitarisierte Zonen um fünf große Dertragsstädte. Der Verwaltungsrat der DIZ. ist in Basel zusammengetreten. Die Verhandlungen werden an Stelle des in den Vereinigten Staaten weilenden Präsidenten Mac Garrah von dem Vizepräsidenten, dem deutschen Delegierten Dr. Melchior, geleitet. Den Verhandlungen wohnen auch die beiden anderen deutschen Delegierten, Reichsbankpräsident Dr. Luther und Generaldirektor R e u s ch, bei. gilt außerdem, daß vor jeder Einstellung von Bewerbern, die einem politischen Verband angehört haben, besonders sorgfältig zu prüfen ist, ob durch derartige Einstellungen nicht die überparteiliche und unpolitische Haltung der Wehrmacht erschwert werden formte. Mit solchen Bewerbern sind Verhandlungen aufzunehmen, aus denen hervorgeht, daß sie mit dem Eintritt in die Wehrmacht jede derartige Bindung vollkommen gelöst haben. Deutsche Wehrverbände an die Abrüstungskonferenz. Berlin, 8. Febr. (ERB.) Dom Stahlhelm wurde ein Telegramm an die Abrüstungskonferenz gerichtet, in dem dringend gefordert wird, der Angleichheit der Rüstungen ein Ende zu machen. Wahre Befriedung der Welt sei nur möglich, wenn die Beschränkung der Wehrhoheit aufgehoben werden, die dem Unterlegenen durch die Pariser Vorortverträge auf» gezwungen worden sind. Die ehemaligen deutschen Frontkämpfer appellieren über die Abrüstungskonferenz hinaus an den Soldatengeist der anderen Völker, der die Gefahren einer dauernden Diskrimination einzelner Staaten in den lebenswichtigen Fragen der Landesverteidigung erkennen müsse. Der Vorstand des Deutschen Reichskriegerbundes KyffHäuser fordert in einer Depesche das unbedingte Festhalten am deutschen Recht auf Sicherheit und Gleichberechtigung. Frankreich, so heißt es dann, suche durch seinen Vorschlag einer Dölkerbundsarmee die Weltabrüstung zu sabotieren und Deutschlands Recht mit Füßen zu treten. Der Deut sch eOfsizier-Dund hat ebenfalls an die Abrüstungskonferenz ein Telegramm gerichtet, in dem er unter Hinweis auf die frie* densgesährdende Angleichheit des Düstungsstandes der verschiedenen Rationen, die Forderung ausgesprochen hat, daß Deutschland in wehrpolitischer Beziehung den anderen Mitgliedern des Völkerbundes gleichgestellt wird und daß die seine Wehrhoheit einschränkenden Bestimmungen des Versailler Vertrages auf gehoben werden, so daß es im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten die zu seiner nationalen Sicherheit dringend erforderlichen Maßnahmen treffen kann. Hessen in der Aeichswahlresorm. Mainz, 6. Febr. (WSN.) Die Verhandlungen über die Einteilung der Wahlkreise auf Grund der Bestimmungen des neuen, vom Reichsrat bereits verabschiedeten Reichswahlgesetzes sind zum Abschluß gelangt. Sie haben für den Freistaat Hessen zum Ergebnis gehabt, daß Hessen in die Wahlkreise Mainz, Darmstadt, Offenbach, Gießen eingetcilt wird. 2m einzelnen ergibt die Einteilung und die Stellung des Freistaates Hessen folgendes Bild: Wahlkreis 15 3 Mainz hat folgenden Umfang: Kreise Mainz, Oppenheim, Bingen, Alzey, Worms. 394 217 Personen wohnen im Wahltreis Mainz. Wahlkreis 150 Darmstadt hat folgenden Umfang: Kreise Darmstadt, Gr.-Gerau, Bensheim, Heppenheim. Die Zahl der Wohnbevölkerung beträgt 335 027. Wahlkreis 151 O f - fenbach umfaßt die Kreise: Offenbach, Dieburg und Erbach und zählt 289 545 Einwohner. Wahlkreis 15 2 Gießen umfaßt folgende Kreise: Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Schotten, Friedberg, Büdingen und zählt 328 490 Einwohner. Das neue Reichswahlgeseh bringt vor allem eine Neueinteilung der Wahlkreise. Die Wahlkreise Darmstadt, Offenbach, Gießen, Mainz bilden den Wahlkreisverband Hessen. Die Wahlkreisverbände Hessen und Hessen-Nassau bilden die Ländergruppe Hessen. Die Ländergruppe Hessen umfaßt den Freistaat Hessen und die preußische Provinz Hessen-Nassau. Außer den genannten hessischen Wahlkreisen umfaßt die Ländergruppe Hessen die Wahlkreise Kassel, Fulda-Hanau, Warburg, Limburg, Wiesbaden- Aus aller Well. Ein Dersicherungsschwindel. In Krakau meldete eine Frau Ciunkiewicz der Polizei, daß sie im Grandhotel bestohlen worden sei. Ihre Koffer seien, ohne daß sie es bemerkt hätte, seitlich ausgeschnitten und vollkommen ausgeraubt worden. Kostbare Pelze, wertvoller Schmuck, darunter Perlen und farbige Diamanten, und Valuten im Gesamtwert von etwa 1,5 Millionen Mark seien in die Hände der Hoteldiebe gefallen. Die angebliche Millionärin ist nun unter dem dringenden Verdacht des versuchten Dersicherungs- schwindels verhaftet worden. Anzeichen deuten daraus hin, daß die Genannte in ihren Koffern Reichswehr und Wehrverbände. Berlin, 8. Febr. (WTD.) Das Reichswehrministerium veröffentlicht einen Befehl des Reichswehrmini st ers Groe - n e r vom 29. Januar 1932, von dem behauptet worden ist, daß er sich gegen die Politik des Reichskanzlers richte. Demgegenüber ist festzu- stellen, daß er mit Zustimmung des Reichskanzlers Dr.Brüning erlassen worden ist. In dem Befehl heißt es: Rur solche Wehrverbände haben Lebensberechtigung, die die nationalen und staatspolitischen Ideale pflegen und ihre Hauptaufgabe in der körperlichen und ge-iftigen Ertüchtigung sehen. Jede militärische Be- tätigxig der Verbände sowie die Anmaßung polizeilicher oder sonstiger staatlicher Befugnisse werden stets auf das schärfste bekämpft werden. In Beantwortung der Frage, wann Bewerber aus politischen Gründen von der Einstellung in die Wehrmacht aus - z u s ch l i e h e n sind, erklärt der Reichswehrmini- fter, daß nur solche Bewerber abgelehnt werden dürfen, die erwiesenermaßen an Bestrebungen teilgenommen haben, die auf eine Aenderung der verfassungsmäßigen Zu stände mit unerlaubten OHitteln gerichtet waren. Ein für allemal bleiben ferner Bewerber ausgeschlossen, die erwiesenermaßen in beleidigender Form öffentlich gegen denReichs- präsidenten Stellung genommen haben, alle, die erwiesenermaßen im politischen Kampfe durch Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung gezeigt haben, daß sie die sittliche Reife für die Ausnahme in die Wehrmacht nicht besitzen, und Mitglieder solcher Organisationen, die sich nicht scheuen, für den Kriegsfall Kriegsdienstverweigerung und Fahnrnflucht zu predigen. Allgemein Oie Aktion des Hindenburg-Ausschusses. Bis zum Montag S0Vv00Einzcichnungen. Berlin, 8. Febr. (TA.) Nach Mitteilung des Hindenburg-Ausschusses belief sich bis Montagmittag die Zahl der Eintragungen auf rund 900 000. Wie weiter mitgeteilt wird, haben sich folgende weitere Persönlichkeiten dem Aufruf des Hindenburg-Ausschusses vom 1. Februar angeschlossen: Direktor Robert Albert, Dresden; Berthold Friedrich Markgraf von Baden-Sale a. Bodensee; Friedrich Baltrusch, Geschäftsführer des Gesarnt- verbandes der christlichen Gewerkschaften; Präsident B umm, Berlin; Ober ° Domprcdiger Burghart, Berlin, Vizepräsident des evangelischen Oberkirchenrates; Anterstaatssekretär a.D. Dr. Conze, Berlin; Staatssekretär a. D. Fritz Doenhof f, Berlin; Dr. Karl Ritter von Halt, München; Oberbürgermeister v o n Hanse m a n n, Flensburg; Reichsminister a. D. Land- rat Dr. Hahlinde, Arnsberg; Oberbürgermeister Lautenschlager, Stuttgart; Kommerzienrat Lindner, Vorsitzender des Verbandes der mitteldeutschen Industrie in Sondershausen; Oberbürgermeister Dr. Loh meyer, Königsberg; Alois Fürst zu Löwenstein; Kon- fiftorialrat D. Dr. Luther, Berlin; Frau Dr. Elsa Matz, Berlin; Bankier Dr. Melchior. Hamburg; Bischof M o o g , Bonn; Staatsmrnr- fter a. D. von R o st iz-W al lwitz . Berlin; Professor Paul Pfeiffer, Rektor der Aniversität Bonn; H. Plate, Ehrenmeister des deutschen Handwerks, Hannover; Geheimrat Dr. P o n- sick; Professor Reulaux, Rektor der Technischen Hochschule in Darmstadt; Legationsrat a. D. Frhr. v. Richthofen, Berlin; Ober- bürgermeifter Rombach, Aachen; Oberbürgermeister Sch arnagl, München; D. ß. c. Wilhelm Schäfer, Sommerwalde am Bodensee; Professor Siegmund Schultze, Berlin; Oberst D. h. c. Bernhard Schwertfeger, Hannover; Geheimer Justizrat Professor Dr. Tripel, Berlin; Landesbischof D. Polzien, Mecklenburg- Strelitz; Geheimrat Professor Dr. Daihinger, Halle; Professor Weber, Rektor der Aniversität Freiburg; Professor Windhaus, Göttingen; Schulrat G. Wolff, Berlin. Weitere Namen von neuen Anterzeichnern des Aufrufes wer-' den demnächst veröffentlicht. Hitlers Einbürgerung. Dr. Frick stellt Strafantrag. München, 8. Febr. (CNB.) Wie der heute nach achttägigem Verbot erstmals wieder erscheinende „Völkische Beobachter" mitteilt, hat der frühere thüringische Innenminister Dr. Frick in einem Schreiben an den Ersten Staatsanwalt vom Landgericht München I Straf antrag gegen die „Münchener Neuesten Nachrichten" wegen Beleidigung gestellt. Der Klage liegt ein Artikel der „Münchener Neuesten Nachrichten" zugrunde, in welcher Dr. Frick eine formale Beleidigung erblickt. Zugleich beantragt er unter Bezugnahme auf die Notverordnung vom 8. Dez. Erhebung der öffentlichen Anllage. Er erklärt, daß er sich bei dem Versuch, Adolf Hitler zum thüring. Staatsbeamten zu ernennen, durchaus irnRahrnen seiner verfassungsmäßigen .Befugnisse als thüringischer Innenminister gehalten habe, daß es sich dabei also nicht um einen „Schiebungsversuch" handeln könne, sondern um einen legalen Staatsakt gehandelt habe. Da die nationale Regierung in Thüringen seinerzeit leider durchaus kein Verständnis dafür zeigte, die Frage einer Einbürgerung Hitlers von sich aus im deutschen Sinne zu erleoigen, sei ihm nichts anderes übrig geblieben, als selbst die Lösung in eigener Zuständigkeit zu versuchen. Zu den verschiedenen Gerüchten über Aktionen zur Einbürgerung Hitlers berichtet die „Vossische Zeitung", in maßgebenden Kreisen werde die Auffassung vertreten, daß man eine Einbürgerung Hitlers nicht bekämpfen würde. Im Gegenteil würde man, wenn Hitler sich dazu entschließen könnte, einen regulären Einb ür g e - rungsantrag zu stellen, auf eine Be- f chleunigung hinwirken. Man habe den Eindruck, so schreibt das Blatt weiter, daß von Nationalsozialist. Seite absichtlich der normale Einbürgerungsantrag vermieden werde, um den Eindruck zu erwecken, als habe Hitler mit irgendwelche Intrigen und Schwierigkeiten zu kämpfen, die in Wirklichkeit gar nicht beständen. Bis jetzt habe Hitler den normalen Weg über einen Einbürgerungsantrag noch kein einzigesmal beschritten. doch von Vierteljahr zu Vierteljahr noch Tau - sendevon Anmeldunge ixji euerRund- funkteilnehmer zu verzeichnt, so daß der O wolkenlos. : 1 Ä* reits zu verbreiteten, wenn auch vielfach nut O naiD Bedeckt ® wolkig. H Gedeckt • Regen len geöen die Temperatur an Die Limen verbinden Orte Am 1. Januar 1931 betrug die Zahl der Rundfunkteilnehmer in Deutschland erst rund 3,5 Millionen. Grubenunglück in Sizilien. In einem Schwefelbergwerk bei Cal- tanifetta (Sizilien) explodierten bei der Entzündung einer Sprengmine Grubengase. Zum Glück befanden sich von den etwa 1000 Arbeitern zur Zeit der Explosion nur 18 im Schacht. Don diesen wurden nach stundenlangen Rettungsarbeiten fünf a 1 s Leichen geborgen. Ein sechster Arbeiter verschied beim Transport, während von den Verwundeten acht so schwere Vergiftungserscheinungen aufwiesen, daß man an ihrer Rettung zweifelt. Die Arbeit der Standgerichte in Polen. 2m Justizausschuß des polnischen Sejm wurde ein sozialistischer Antrag behandelt, der die Aushebung der Standgerichte fordert. Der Berichterstatter stellte -fest, daß während der letzten fünf Monate die Standgerichte 59 So» desurteile ausgesprochen hätten, von denen 31 vollzogen waren. In drei Fällen hätte man 19jährige Burschen und in Swiencany sogar «inen 17jährigen Burschen gehängt. Die Vollstreckung von Todesurteilen sei so häufig, daß der Henker seiner Arbeit nicht nachkommen könne. Es seien Fälle vorgekommen, wo Verurteilte, denen die Todesstunde schon mitgeteilt worden war, oft zwei Tage auf die Vollstreckung des Todesurteils hätten warten müssen. Der Antrag wurde vom Regierungsblock abgelehnt. Der IBirbelffurm auf Reunion. Nach den letzten Nachrichten über den schweren Wirbelsturm auf der französischen Insel Reunion hat die Unwetterkatastrophe 4 5 Menschen-^ leben gefordert. Die Hauptstadt St. Denis wurde zum größten Teil z e r ft ö r t. Ihre Bewohner haben sich in die Kirchen und Schulen sowie an Bord der im chafen liegenden Sch.ffe In Sicherheit gebracht. Auch in St. Paul wurden ganze Wohnviertel zerstört. Die Ernte ist zum großen Teil vernichtet. Oie Wetterlage. '‘Mito trr> , ll,W’i» 11 yud. 1 i Mvitizia' • 1n am Sams i ! : fÄ* Sflfy ^Meisen und BesÄ W als MM L dah als 2 Sieb rvWu ber age der * Bert des Ginlau m entrichten ist- tifungWrm । iq Schneider. Dilhelm L, Dl Her, Mllmgen, Sulingen, 16,28 . B,20 Mark; Han' Ufert Hahn. ? Jung IV.. Vilstn ks Verfahrens h Win Zehntel und •aifungSbcflagtcn , ruigenommen hie «s Hermann Zi . je Derufungskläc !U,91 Mack. Hachen Vu srn wurde zu T . des Kreisdireltori H Ichann Karl | kri Kreisausschu '8 November IS i Stichwahl auf j||:a(fgefundenen 2 Soften der Deo llninbe Deuern ui 1 < zur Hälfte au Ikzimach hat in . I-Zachtoahl auf K hibsufvnbtn. M-M der M »Bürgermeifter h -mfchicden, die £ | Kreises Mdinge » Ausschuh hält fid I Heffifchen Gemei I1 Kosten des Vers I zu tragen. Dem Aeinhari II 6er Detrieb des »Vermittlers || Verfahrens , Aack. Äersamr im Al , m a V 1 SlKndenbu' Der Sternhimmel im Februar Vie Praesepe im Sternbildern l.lbclm I ,u Acpfcl 6 bis 15. Dirnen 10 bis 12. Nüsse 35 bis 40, Honig 40 bis 50, junge Hähne bis 90, 80 Suppenhühner 80 bis 90 Pfennig pro Rettich 10 bis 15, Lauch 5 bis 10 Pf. pro Stück. rant Kobel feine Generalversammlung ab. Vorsitzende, Rcichsbahnoberlckretär Alth mi bi« 25. bis 40, Dienstag. Zwillinge", 20 Heirnatvereini- 15 10 12, 6, 25, 70. 60. 30, Tgus 2 Dt Viertel @ Vollmond (J letzte Viertel bi« bi« bi« Krebs — -wischen den bekannten Der die 24 Stund* mahl en von Muter- nacht bi» Mitternacht eine» Tage enthaltende Kreit und die dick punktiert» Der au«. GROSZE BUCH- STABE» Blumenkohl 30 bis 70, Endivien Oberkohlrabi 8 bis 10, Sellerie Venus Mars Jupiter »Saturn KteneB*n- staben 'nem auf Reunion. idjridjten übtr bin schwer» französischen MI Reunion iftropfje 45 Menschen« Die Hauptstadt 6t. Denis (Nachdruck verboten H Sonnenaufgang von 7.45 bi« 650 Uhr Sonnenuntergang von 16.45 bis 17.35 Uhr Lichtgeftalten des Monde«: 1. Viertel am 14. um 19 Uhr, Dollmond am 22. um 3 Uhr. letztes Diertel am 28. um 19 Uhr. Das grobe Himmelslech-eck von der Kapella bis 8um Sirius, dieser schönste, glanzvollste und 'Vornotizen. — T ageskalender für Stadttheater Sieben, »Die drei bi» 22.15 Uhr. — Odenwälder ®u entrichten. Gictzcuer Wochen Marktpreise. • ® i e b c n, 9. Febr. Heutige Wochenmarktpreise: Dutter 110 Pfennig (Kochbutter von 90 Pf. an), Matte 25 bis 30. Käse (10 Stück) 50 bi- 120. Wirsing 10 bis 15 (pro Zentner 7 bis 8 Mk). Weihkraut 8 bis 10 ipro Zentner 4 bi« 5 Ml ), Rotkraut 10 bi« 12 (pro Zentner 7 bis 8 Mk ), Kortofseln 4 (pro Zentner 3 bi« "3,50 Mk), provinzialauSschuß-Gihung. 3n der am Samstag im Regierungsgebäude -u eßen unter dem Dorsitz von Proviil.ziald.rcktor cacf abgehaltenen öffentlichen Provinzial- tVchußsihuirg erkannte der ProrrnzialauSschuß r Provinz Oberhelsen -u Recht: Pfeil seigt, tun die M <. not» mitte licht- baren Sterne. Unsere Kant leigt alte den Zustand um Mitternacht der Mo- naumüu. IFifl man tu einer anderen Stunde beobachten, »e denke men tich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil M gedreht. daß dieser auf die Beobachtung! Stande ui ft. dadurch werden die tu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mittu drehenden Honsont Ain- eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo- natsmitt« ist der gerade Pfeil Stund# früher, für je 5 Tage nach der Monats- mitte 's Stund» spater tu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellungen ein, wenn er die angodeutete Licht- gestalt zeigt. der Zwillinge uyd de« Löwen — gelbe Rüben 10 bis 12. rote Rüben 10 bis Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabr 5 bi« Grünkohl 12 bt« 15. Rosenkohl 20 bis sternreichste Teil des Sternhimmels, erreicht seine höchste Stellung zu ‘Beginn de« Nlonat« etwa um 21 Uhr. gegen Ende des Monats schon um 19 Uhr. Daran« folgt, daß wir noch während des ganzen Monat«, freilich gegen Schluß nur ganz kurze Zeit, Gelegenheit gaben, diesen Teil zu Höheren und dementsprechend eindrucksvolleren Stellungen aufsteigen au sehen. Während de« größeren Teil« de« Äbends allerding« senkt er sich im Westen tiefer und tiefer. Sin ständige« Höher- und Höhersteigen beobachten wir beim Drohen Bären, der sich nun mehr und mehr auf feine drei Schweifsterne, auch Deichselsterne de« Wagens genannt, emporrichtet. Er zieht dabei den Arctur nach sich, der bei genügend hohem Stand de« Dären in diesem Monat erst ziemlich spät über den Horizont tritt und sichtbar wird. Fast immer sichtbar, freilich ohne besonder« helle Sterne, ist das Sternbild der Jagdhunde: es wird in letzter Zeit von den Sternforschern öfters genannt, weil sich in ihm, wie üoerhaupt Veranlagung zinslos gestundet wird, ohne dah es eines besonderen Anträge« von feiten de« Steuerpflichtigen bedarf. Ausgenommen hiervon sind jedoch die Fälle, in denen dem Pflichtigen bereit« im Einzelfall auf Antrag eine der Sachlage entsprechende teilweise Stundung der Vorauszahlung gewährt worden ist. Pflichtige, denen der neue Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 60 Zwiebeln 18 bis 20, Meerrettich 30 Schwarzwurzeln 30. Dörrobst 25 Teil zertzvrs. $xt Dr- i bic ifrixdjtn unb 6d)ulti ? im Hafen lieqtnbtn Lch.ist en 5jU6 'S M ß« |n en Hunbfunh9,- US der Provknzkashuuptstadt Gießen, den 9. Februar 1932. •I Qjjprfi derzeichM ^Lund. $ am 1. OanuoJ iw Oie Hindenburg-Listen. Einzeichnungslisten für die o gegen den DerufungsbeNagten Hermann i eg l e r » VUlingcn richtet — al« unbegründet iriiazuweisen und im übrigen der Berufung in» rseit ftattzugeben, al«, unter Aufhebung de« rgefochtenen Urteils, die in dem angefochtenen ^einderatsbefchluh vom 17. März 1930 be» tLsssene Aufwertung des SinkaussgeldeS grunb» i liich als zulässig erachtet wird mit der Mah» o5e. dah als Aufwertungsbetrag der Unter» hied zwischen dem Wert de« Einkauf-geldes am ege der Ausnahme als Ortsbürger und dem ?erl des Sinkaus-gelbes am Tage der Zahlung i entrichten ist. Es haben hiernach an die De- j'tngisllägerin (Gemeinde) zu bezahlen Lud- il Schneider, Villingen, 7.44 Mark, Heinrich LIbelm I . Villingen, 1.33 Mark, Wilhelm l 810 a. d. Gß. Anz. Keine dick Satbcn der, Ichildern, st, Geist und s 9en, ein 3 «nem jQU( AeovhilG Rokoko. 25i ftellung mac begebc EmiMarco, Nall und > sollenden sol @in halbes " dauerte v ’Nlen und ?'enzeit. q SMeit t S ain Can Äatnebai in: Sn 6eut= L waren Sten' bei herrsc Z «lebt, ivc Stal'* toagpn • \ri eineAd?! £--***; 'chtvunden : % ' ^l0r Ab ?°9en des L FÄS Aenll' ^s und i die SNi Heilerkei Heute abend Vereinslokal, i1S4d Holzsubmifsion. Gemeinde Steinbach verkauft im fchriftlidien Angebots folgendes 1102V „ = 10,98 „ Angebote sind getrennt nach Klassen bis den 11. Februar, nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei emzureichen, woselbst die Oeffnung der Angebote stattfindet und die Bedingungen bekanntgegeben werden. Steinbach, den 8. Februar 1932. Hess. Bürgermeisterei. Krämer. Langholz 3b „ 4a „ 2b „ 3a „ 3b „ 4a Lichee Bank e.G.mb.K Für den Vorstand: Heinrich Schmidt VIII. Müller. Geschäftsstunden: 8-12 Uhr, 14-18 Uhr, Samstags 8-13 Uhr. Holzversteigerung. Freiiag, den 12. Februar 1932, vormit- lags 10 Uhr anfangend, kommt in den Waldungen der Gemeinde Bersrod nachstehendes Holz zur Versteigerung: Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 1077V Am 12. Januar 1932 bei der Firma Fritz A. Nennstiel in Gießen: Das Geschäft mit Firma ist mit Wirkung vom 22. Dezember 1931 unter Ausschluß der Uebernahrne der im Betriebe des Geschäfts begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten auf Fritz Adolf Nenn- fliel Ehefrau Lina geb. Lenz in Gießen übergegangen. Dem Kaufmann Fritz Adolf Nennstiel in Gießen ist Prokura erteilt. Am 15. Januar 1932 a) bei der Firma Apotheke zu Lollar, Reinhold Welcker, Sitz Allendorf a. d. Lda.: Inhaber ist jetzt Reinhold Welcker, Apotheker zu Lollar, dessen Prokura ist erloschen. Sitz der Firma ist jetzt Lollar; b) bei der Firma Robert & Maria Oberstes in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 29. Januar 1932 a) bei der Firma Basaltwerke Ober-Ofleiden und Lollar Karl Dauster, Hauptniederlassung Lollar, Sitz Gießen, Zweigniederlassung Ober- Osleiden: Die Firma ist erloschen, b) bei der Firma Mitteldeutsche Kreditschutzvcr einigung Gottwals & Cie., Kommanditgesellschaft in Gießen: Ludwig Filsinger, Kaufmann in Unter-Schmitten ist am 6. August 1931 auf Grund Teilurteils der Kammer für Handelssachen Hessischen Landgerichts Gießen vom 6. Januar 1932 ausgeschieden. Am 1. Februar 1932 bei der Firma Adolf Klein vorm. Brüder Schmidt, E isenwareugroßhandlung zu Gießen: Adolf Klein ist aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden und diese erloschen. Die Firma ist mit Wirkung vom 1. Januar 1932 auf den Kaufmann Alfred Klein als Alleininhaber überaegangen. Dem Kaufmann Adolf Klein in Gießen ist Prokura erteilt. Am 2. Februar 1932 bei der Firma Johannes Hillgärtner in Allendorf an der Lumda: Das Geschäft nebst Firma ist mit Wirkung vom 1. Februar 1932 auf den Kaufmann Ernst Heibertshcmsen in Allen darf o. d. Lda. als Alleininhaber übergegangen. Der Uebergang der seither im Betriebe des Geschäfts begründeten Forde rungen und Verbindlichkeiten ist ausgeschlossen. Gießen, den 6. Februar 1932. Hessisches Amtsgericht. Fichten-Nutzscheit, Fichten Nutzknüppel, . .. Fichten-Nutzreisig. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr der Provinzialstraße Leihgestern—Gießen, Kreuzpunkt Schützenschneise, 1. Schneise oberhalb der Rindsmühle. Großen Linden, den 8. Februar 1932. Hessische Bürgermeisterei. Stück 0,80 fm Fichten-Reisstangeu 4. Klasse, Ä k«""9ih LZ ainer.'k""' iPjJi'eäU1 bi'-S Äußwertung! Inhaber von Sparkassenbüchern der früheren 1. Spar- und Darlehenskasse e.G.m. b.H. in Lich 2. Licher Spar- und Credit-Aktiengesellschafi in Lich 3. Volksbank Lich e. G. m. b. H. in Lich Landmaschinen Tüchtiger Vertreter znmvrovisionsweis. Verkaufe an Landwirte von gut eingeführter Firma gesucht. Schr. Angeb. unter Angabe seitheriger Tätigkeit u. Referenz, unt.0803 an den Gieß. Anz. iniiröcn i« au fbelffi Ferne liegt- Flotten AUte Syndikalisten Sannet 3“j'' wirtschasll'che dieS'cber nien MN Wn hat AerenskY" DenRePU mag die Pa sein. Beide L Auch der hi denn wahrer und ihre 9' Moskau uni der Talaren beiden Bölk diese Fremk halten. Mai russischen G Afrika auf i Aber die N die den Trit und die gar auf die uniei arabischen 5: und Wissens-l für die Zub dova, die Ei Spanien ftai Moskau und Nische, respeki den Flugelsto worden. Gestatten, zieren, sind Juan. Wollt Volkes anfü terlichkeit, E zu nennen, jagen, blindl katholischen, Bettler, den gewisse Hebei deckungen un die halbe ebemo tzrvtz1 mittelt, ohne deren Lande nach Ruhla, andere kultt die sich auf Motive ab!« sich führte, und die neu mittelt a Gegensätzlich Putschen, in digcn Unrast Bor neun Fichlenstämme: Kl. la 78 Stück = 11,20 fm ' "■ „ = 13,11 > „ 15,72 „ • „ = 29,50 „ ' ,, - 33,45 „ > „ = 15,96 „ l „ = 13,13 „ ' „ = 9,34 „ Weil perfekt in Küche u. Haus, sucht b. 15.2. Stellg. Gute Zeugnisse vorhanden. Schriftl.Ängeb.unt. 0801 a. d. Gß. Anz Verkäufe JnaoMm m. Amerik. Leghorn Märzbrut 1931 ä Stück 3.— Mk. Märzbrut 1930 ioyD ä Stück 2.50 Mk. GefliigelhofDövfer Langd b. Hungen. Auto-Gelegenheitskäufe! 4 20 PS Ovel-Kabriolett neuwertig 21A 4'20 PS offener Viersitzer generalüberholt, preiswert Opel, Gießen Frankfurter Str. 52. Kolonialwaren» MMilMlWg komplett ob. in einz. Teile billig zu verk. Schriftl.Ängeb.unt. 0806 a. b. Gß. Anz. Aufruf! Unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Dr. Sahm-Äerlin haben führende, den verschiedensten Parteien angehörende Person- lichketten, auf überparteilicher Grundlage den Hindenburg'AuSschuß gebildet und das deutsche Volk zu einer mächtigen Kundgebung für die Wiederwahl des gegenwärtigen Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg aufgerufen. / Oie Unterzeichneten möchten die große vaterländische Aufgabe des Hindenburg-Ausschu. es nach Kräften unterstützen und hoffen, daß der Aufruf auch in der Bevölkerung der Stadt Gießen lebhaften Widerhall findet. Gießen, den 8. Februar 1932. Oberbürgermeister Dr. Keller. Graes, Provinzialbirektor; Grießbauer, Äanlbirettor; Kramer, Wilhelmine; Neuenhagen, Landgerlchtspräsident; Gchwieder, Theodor; Seid, Paula; Trüm- pert, Landgerichtsrat; Dr. Danselow, Professor, Nektor der Tanbesuniversltäl. Fichtenstämme: Stück mit 2,27 fm Klasse (N) 3a Der Rechtsanwalt Rohn in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforde rungen sind bis zum 25. Februar 1932 bei dem Gerichte anzu- melben. Es wirb zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigeraus- chusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag, den 3. Mär; 1932, vormittags 8%Ufjr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 201, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemein- chuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen dem Konkursverwalter bis zum 25. Februar 1932 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht Gießen. 1230 Wellen Buchereifig 2. u. 3. Klaffe, 400 „ Eichereisig 3. Klaffe, 20 „ Fichtereisig 2. Klasse, 5,0 rm Buchestöcke, 10,4 „ Eichestöcke, 2,0 „ Eiche-Nutzscheiter 1. Klasse. Zusammenkunft: Saubringer Straße Jagd-Verpachtung. Am Samstag, dem 13. Februar 1932, nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Rathaus in Rieder-Ohmen die Gemeindejagd auf wei terc 6 Jahre in zwei Losen verpachtet wer den. Das Jagdgebiet umfaßt ungefähr 950 Hektar Feld und 165 Hektar Wald. Hess. Bürgermeisterei. Carle. 1088C Ein- amilienhaus inSaubarh/itt schön. Lage, mit 6 Zimm., Bab,Küchen. Gart., vreisw. per 1.4.32 zu vermieten. Anfragen an M. Olt, Aschaffenburg, Aeuß. Gladbacher Straße 42 a. 1099V | Mietgesuche | Slelt. all einst. Dame sucht z. 1.4. ob. 1.5. 3-4-Zlmmer-Altwohn. fonn.Lage,ruh.gul. HauS. Mans., Kell., Balk.,evtl.Zentralb. Schr. Ang. mit gen. Preismtg.unt. 0807 an ben Gieß. Anz. 3-4-Iimmer- Wohnung v. Beamtenehevaar zum 1.5. 32 ob. sp. ges. Schr. Ang. u. 0.805 a. b. Gß. Anz. 3—4-Zimmer-Wohng. ö. geschäftstät. Ehepaar mit 1 Kinb ges. Auf Wunsch Miet- vorauszahlg. Sehr. 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ML lgebeigeg. l.a.Ltadt- zünktlicken er für ans. zugeben. lingeb.unt. edenes en t e.G.m.b.K. inüt Aftiengesellschast in 1\t ,K. müch Srund unserer Men M WchM.di-Sp«lW zur Auswertung t*™1 w M der- Nr. 53 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Dienstag, 9. Februar 1952 Spanien in Gärung. Don S. von llugelll-Gteroberg. _ Dio Geschichte bat UNS gelehrt, daß ‘Bölter gleichen Stammes, mögen sie auch politische unö qcn- graphifche Grenzen trennen, mögen sic auch lieben bebingungen und ftlima scheiden, sich doch unter einem ähnlichen Lchirtsalssterne ent- mirfeln. Ss sind 48. die (üb und mittel- ü m f r i I a n 11 dj c n Republiken oerblussend und die Vermischung mit Indianerdlut die '-Reinheit in Spanien lassen vielleicht weniger em abgleiten zum Bolschewismus befurchten, als daß sie 0 n die mexikanischen Zustande erinnern. In den legten neunzehn Jahren haben in ‘JJiejrito Bürger trage mit Kirchenkampsen und sltndikalistiichen Xlr- b, iterausstanden abgerocd)(elt, blutige Agrarreformen wurden in Angriff genommen und haben Krisen her ausbeschworen bereit Cndlösunr, noch in nebelhafter Herne liegt, lieber bas spanische Südamerika sagen Revolutionsstürme, Präsidenten müssen fluchten, tUolU-n meutern in Chile und Kommunisten und Sijnbitaliften versuchen am Stillen Ozean das rote Banner zu hissen. Cs sind das ähnliche politische und wirtschaftliche Krankheitserscheinungen, die fegt bic Fieberkurve im Mutterlande Spanien steigen lassen. Man hat dos Sommerhalbiahr 1931 als das KerenskyStadium im Werdegang der spanischen Republik bezeichne^. Für den Geographen mag die Parallelität der Cntw,«klung kein Zufall sein Beide Lander find die Flügelstaaten Europas. Auch der Historiker darf einen Vergleich anstellen, denn während die Araber aus Afrika vordrongen und ihre Jierrhqaft in Spanien gründeten, geriet Moskau unter das drei Jahrhunderte wahrende Joch der Tataren. Die kulturpshchologifche Einstellung d.r beiden Völker, der Russen und Spanier, hat durch diese Fremdherrschaft eine spezifische Färbung erhalten. Man jagt nicht umsonst, daß jenseits der russischen Grenzen Halbasicn beginne, ober daß Afrika auf der anderen Seite der Pyrenäen liege. Ader die Khane der Tataren waren rodbc Herren, die den Tribut mit Feuer und Schwert eintricbcn, und die gar nicht daran dachten, kulturbefruchtend auf die unterjochten Russen zu wirken, mahreitb die arabischen Fürsten in Cordova und Granada Kunst und Wissenschaft forderten, unvergeßliche Denkmäler für die Zukunft errichteten (die Mcsguita in Cordova, die Giro Ida in Sevilla usw 1. Das christliche Spanien stand spater unter dem Schatten Roms, Moskau unter dem von Byzanz, aber die afrifa- nische, respektive die asiatische Tradition in den beiden Flügelstaaten Europas ist nie gänzlich verwischt worben. Gestalten, die die Tradition Spaniens personifizieren, sind Don Quijote, der Ritter Cid und Don Juan. Wollte man Charaktereigeiitiimlichkeiten des Volkes anführen, io wären Bedürfnislosigkeit, Rn tcrUchkeit, Geringschätzung der Arbeit und der Zeit zu nennen. Ferner der .'lang, Irrealitäten nochzu- jagen, blinde Unterwerfung unter bas Dogma der katholischen Kirche, Mildtätigkeit gegenüber dem Bettler, den man als „Bruder anrebet und eine gewisse Ueberheblichkeit, die aus der Zeit der Entdeckungen und .Vonquiftaborc hergeleitet wird, als die halbe Welt spanisch war, aus einer Zeit, btt ebtnfo groß war, wie sie vergangen ist. Fast unvermittelt, ohne langsame Ucbeibriirfungen wie in anderen Haubern, wurde nun nach Spanien ebenso wie ■ hnten eine ganz andere kulturpsnchologische Einstellung eingebürgert, bic sich auf Technik und Kapital aufbaut, irrationale Motive ablehnt, und starke soziale Spannungen mit sich führte. Tie alle auf der Tradition beruhende, und die neue Einstellung sind in Spanien u n 0 e r in i 11 c 11 aufeinander g e st 0 ß e n und haben Gegensätzlichkeiten geschaffen, die sich nun in Streiks, Putschen, in Mird)inocrfolgungen und in einer ständigen Unrast äußern. Bor neun Monaten, im April des Vorjahres, ver- ließ König Hlfonfo XI1L den Palast am Manzanares und übergab die Regierung.gemalt den Republikanern, die die alten Säulen der (panischen Staatlichkeit, Thron und Kirche, ausschalietcn und ihr Vaterland mit dem neuen Geist der Technik, m t der Demokratie und dem Acheisrnus beglücken woll ten. Wahlen für bie verfass ungsgeben den Cortes wurden ausgeschrieben, und es wellte fast scheinen, als ob die .'iation mehr oder weniger geschloßen den Republika..ern Recht gab, denn von den 47" Abgeordneten haben sich 400 als Republikaner verschiedener Schattierungen, eingeschlossen die Sozialdemokraten, erklärt, wahrend nur 70 Abgeordnete Vertreter klerikaler, konservativer ober monarchistischer Interessen sind Es muß jedoch ein großes „Aber" in Betracht gezogen werdens nämlich nur ungefähr 55 Prozent der B'ahlberechtigten sind an den Wahlurnen er• schienen, unter ihnen alle bie, die sich aus Opponu nitätsgrünben mit verdächtiger flurüflTcit plötzlich als Republikaner führten, wahrend 4"> Prozent zum Teil nicht wählen konnten, zum T ! nicht wählen wollten, weil sie die Abgabe ihrer St mme tm Sinne der Monarchie zur Zeit für zwecklos hielten. Auch diefyndikaliftischeArl'eiterorganisa- tion, bie ja ontiparlamentarisch eingestellt ist, hielt sich von den Wahlen zurück. Im Oktober des Borlahres verließen 43 Abgeordnete der Baskischen Provinzen und aus Navarra als Zeichen des Protestes gegen bie antikirchlichen Gesetze ben Hortes- palaft an der Carrero be San Icronymo, unb haben seither an feiner Sitzung teilgenommen Es geht beshalb nicht an, bie gegenwärtigen oerfctsfungs gebenben Cortes mit ihren Rabikalismen als ein Spiegelbild der öffentlichen Meinung in Spanien aufzufasien. Man sollte ferner bedenken, daß das Agrarland Spanien dem Berufe nach nur einen einzigen Vanbbebaucr im Parlament besitzt. Die Volksvertretung der „Republik der Werktätigen", wie sich Spanien nennt, fetzt sich zusammen aus 123 Rechtsanwälten, 6"> Hochschullehrern, 41 Aerz- ten, 30 Journalisten, 15 Schriftstellern, 16 Inge nieuren, aus Architekten, Apothekern usw., also fast ausschließlich aus Intellektuellen, während auf Der anderen Seite nur 24 Arbeiter unb, wie schon erwähnt, nur ein einziger Land- bebauer stehen. Die Dcrfahungsgcbenbcn Cortes, die dem Lande einen Präsidenten unb eine Verfassung gegeben haben, haben ihre Autorität eingebüßt. Immer dringlicher werben bic Stimmen, bic eine Revi - ion der Verfassung unb Neuwahlen ordern. Ja innerhalb der Regierung selbst sind Incinigtcitcn zu vermerken. Der otautsprüfiöent Niceto Zamora ist ein strenggläubiger Katholik, er hat sich nur unter Zwang dazu entschlossen, das Gesetz über bic Vertreibung ber I e - f u i t c n unb bic Konfiskation ihres Besitzes zu unterschreiben. Der -erste Außenminister Gaston L c r r 0 u x wurde aus der Regierung ausgeschifft unb steht heute als Führer ber rabikalcn Bürgerlichen Linken in Opposition zur Regierung A z a n a 5. Die Radikalen sind der 'Ansicht, baß bic Sozialdemokraten in den Cortes unb in ber Regierung unverhältnismäßig stark vertreten sind, unb dast sie bei Neuwahlen bie gute Hälfte ihrer Mandate einbüßen würden. Die bürgerlichen Radikalen dürften mit ihrer Behauptung Recht .haben, daß die Sozialdemokraten keine Mehr heit im Lande, wohl aber in den Cortes haben und baß sie keineswegs gesonnen sind, die Pfründen, die ihnen zugefallen sind, gutwillig aufzugeben. Sic kleben an ber Macht und wünschen noch weitere volksbeglinkcndc Gesetze, die ber spanischen Trabi- tion nicht entsprechen, zu erlassen. Es lallen noch Ergänzungsbcstimmungen über bie Zivilehe unb Ehescheibung beraten werden, ferner wollen sie das Gesetz über bie Agrarreform verabschieden. Die arbeitslosen Landarbeiter in Andalusien, in Estremadura, in Toledo und in einigen anderen Provinzen sollen in seßhafte Kleinbauern venoan beit werden Sämtliche Besitzungen des Königs Hauses, der ÄL n»r unb des Adels, die mehr al? 3000 Pesetas »abrlich einbringen, (ollen zu ihren Gunsten entschädigungslos enteignet werden. Die Ankündigung dieser Gesetze allein hat dazu geführt, daß blutige Unruhen > n Andalu - s i t n ausgebrochen sind Güter werden geplündert, Scheunen in Brand gcftedi unb nerben von ihren flirten oerlaffen. Der Iustizminifter mußte ba» öffentliche Bckenntn s abgeben, baß die von der Republik geplante Agrarreiorm die Landwirtschaft lahmgelegt habe, und daß eine nie dogewcsene Krise zu erroarten sei, ehe die Reformen Fruchte tragen konnten Aber nicht nur der Iusttzminister, auch ber Ministerpräsident Aza na, der gleichzeitig das Kriegsministerium verwaltet, hat sich nach einer Inspektionsreise nicht weniger pessimistisch geäußert. Er meinte, daß Spanien heute, nach ber Pensio n.erung der Offiziere unb der Entlassung ber Unteroffiziere im Grunde kein Militär mehr, sondern nur den Schatten eines flecres besitze Mu der vorhandenen Jrtillcrie könne man wohl Lärm machen, aber kaum einen auswärtigen Feind abschrecken. Die Regierung und die verfassungsgebenden Cor tes werden sowohl von Rechts als auch von Links bedrängt. Namentlich in den Baskischen Provinzen, in ber Heimat von Ignatius von Lovola, bic mit Ausnahme ber Minenbezirke um Bilbao, fanatisch katholisch sind, unb in den antichristlich, syndikalistisch unb bolschewistisch verseuchten Industriebezirken Kataloniens sind schwere Unruhen ausgebrochen. Militär mußte aufgeboten, die Stabt Manref a mußte im Sturm genommen werben. UcbcraU ist Blut geflossen Auch in ber flauptiiabt Madrid gart es bedenklich. Gendarmeriepatrouillen durchstreifen bie Stabt. An mehreren Straßenecken finden Zusammenstöße statt, man sieht überall Szenen, die denen im Dezember unb Januar vor dem Sturz der Monarchie ähneln. Gewiß ist die Lage ernst unb die |unge Republik wird Mühe haben, sich auf bic Dauer zu behaupten. Die Wirtschaftslage ist katastrophal, bie Arbeitslosigkeit, unter der Spanien bisher wenig gelitten hat, wächst an unb bie über Bord Geworfenen vergrößern das fleer ber Unzufriedenen. Wieder taucht der Vergleich mit berKerenskn Regicrung auf. Aber im Gegensatz zum damaligen Leiter der Geschicke Rußlands läßt die spanische Regierung alle ihr zu Gebote stehenden Machtmittel (pielen, um die Putsche rücksichtslos zu unterdrücken. Der Oberkom- mandierende der Gendarmerie, General San Jur jo, befiehlt den Gebrauch der Schußwaffen gegen das „Proletariat" bei der geringsten Widersetzlichkeit und es scheint fast, daß das 'Argument des ficiabenen Karabiners überzeugend wirkt. Wenig» lens ist bie Ruhe in Spanien vorläufig wiederher gestellt. Es ist müßig, über bic weitere Entwicklung ber Dinge zu orakeln, jeboch scheint es, baß sie sich nicht nach bem Vor bilde Moskaus entwickeln werden. Spanien ist bas Canb der Pronun- ciamentos! Wer weiß, ob nicht ein General dem Chaos mit seinem Degen ein Ende machen wird, ob Spanien nicht ein zweiter General Martinez Campos ersteht, der der ersten spanischen Re- publik den Todesstoß versetzte. (Stahlhelm und Arbeiterfrage. Magdeburg. 7. Febr. (CAD.) Auf der Jahreshauptversammlung der Stahlhelm- Sc l b st h i 1 s e sprachen die beiden DunDessüh- rer des Stahlhelms über die Arbeiterfrage vom Stahlhelm-Standpunkt aus. Franz S e l d t c sagte, das große Dein allen Tributzahlungen gegenüber sei von einem deutschen Reichskanzler ausgesprochen worden und werde in diesen Tagen wiederholt werden. Dieses Dein müsse von der ganzen Hatton durchgehaltcn werden. Der Stahlhelm saßt nach Seldte die Arbeiterfrage nicht als eine Lohnfrage, sondern als eine seelische Frage auf. Aus der Lehre eines organischen Staats- aus l aues entwickele der Stahlhelm ein Deutsches Reich, in dem niemand in der Tiefe bleiben wurde. Venezianischer Fasching. Don Peter Warmund. Rachdruck verboten! Keine dichterische "Phantasie, keine malerischen Farben vermögen heute das 18. Jahrhundert zu schildern, seine Verderbnis, seine Eleganz, seinen Geist und seine llnbctümmcrtbcit um das Morgen, ein Bild in einem kostbaren Rahmen auf einem zauberhaften Grunde: fo begeistert sich Theophil ® a u t i e r für die Zeit des ausgehenden Rokoko. Will man sich von ihr eine kleine Vorstellung machen, muß man sich im Geist nach Venedig begeben, in die Republik des Löwen von San Marco, die damals noch nichts von ihrem Versal! und Sturz ahnte, den die Zeit Rapoleons vollenden sollte. Ein halbes 3ubr herrschte hier der Karneval, er dauerte von Ansang Oktober bis zu Weihnachten und wieder vom Dreikönigstag bis zur Fastenzeit. Aber auch sonst erhebt er bei jeder Gelegenheit die Rarrcnkappe, bei der Dogenwahl und am Sankt-Markus-Tage, immer wieder ist Karneval in Venedig. Man vermag sich von diesen Tagen heute keine Vorstellung mehr zu machen. Alle waren maskiert, im Gerichtssaal. in den Kontoren, bei Geschäften und Besuchen. Masken- frciheit herrscht — man hat wohl nur in Venedig erlebt, was das bedeuten konnte! Die venezianische Republik schätzte die Maske, in den Tagen dieses Karnevals, der ein halbes Jahr dauerte, war alles erlaubt, man durste alles sagen und wagen: maskiert hatte man Zutritt in die Gerichtsgebäude und Amtsstuben. Es gab keine Stände und keine Autorität mehr, die arißokra. tische Republik Venedig wurde in diesen Tagen eine Demokratie, die Unterschiede zwischen arm und reich, Patrizier und Knecht waren ver- schwunden, es gab nur die Menschen. Die Masken vor dem Gesicht trugen und sich in ihre Dominos gehüllt hatten, und es gab nur einen Rainen für alle: Sior Maschen. In dieser Zeit gingen Die Wogen Des Lebens am höchsten. Der Ernst war vergessen. Der Witz unD Frohsinn begeisterte Die Menschen. .Seit Der Karneval herrscht", seufzt ein BuchhänDler bei Carlo G 0 zzi, .schaut es so aus, als ob nicmanD mehr lesen könne, kein Mensch verlangt mehr ein Buch von mir ... alle diese Bücher verschimmeln mir unter den Händen, und alle Diese Schleifen mit auffallender Schrift, Die ich herumlege, könnten cbenfogut als ®rab- f «triften aufgetaht werden." Mit einem Temperament, einer Leidenschaftlich- feit, einer zitternden Freude ergibt sich die Stadt dem Karneval. Die Geschäfte find ebenso vergessen wie die Dächer. Aus dem Molo, auf ter Piazza stehen plötzlich Schaubuden auf. Masten erheben sich, Fahnen und Papiere Wimpeln, ein Rausch von Farben ergießt sich durch die Straßen. Wieviel Menschen haben sich hier zusammen- gesunden? Ein Zeitgenosse spricht von 40 000 ein anderer schätzt 100 000. Die Zeit hat ausgehört oder sie rast, wenn man so will, durch den Trubel der Masken: es gibt keinen Unterschied zwischen Tag und Rächt, es fdjeint, als wolle niemand in diesen Rächten schlafen, als sei d>e ganze Stadt ununterbrochen unterwegs. Auch nachts find alle Schenken offen und alle Theater, ununterbrochen strömen die Menschen hinaus und herein. Rach einigen Tagen ist der Karneval im rechten Schwung. Die Maste und der seidene Umhang genügen nicht mehr, die Verkleidung tritt an ihre Stelle und nun erst beginnt der große Mummenschanz. Die Gestalten der italienischen Komödie liefern die Vorbilder, man kennt die Masken- bilder C a 110 t s . nach denen E. T. A Hoffmann feine ..Prinzessin Vrambilla", eine Karnevalsgeschichte mit metaphysischen Hintergründen, gedichtet hat. Die Masken des Lustspiels brauch- ten nur nachgcahmt zu werden, ufn cbenfo viele groteske, graziöse und reizende Verkleidungen zu ergeben. Andere verkleiden sich auf andere Art und enthüllen Dabei gewiß oft ihr tieferes Wesen; so lieben es geistreiche Leute, sich als Deutsche zu verkleibcn; anDere geben sich als Frauen mit einem ÄinDe aber Das Kind wird durch einen Pudel dargestellt, der bellt, wenn man ihn am Schwanz zupft. Es gibt ganze Schwärme von Orientalen, Mufclmanen, Derwischen: sogar die kleinsten Dinge und Zeichen genügen den Aermcren zur Verkleidung, eine Maske mit «Schnurrbart oder ein Stück bunte Seide, eine Mütze oder eine spitze Rase mit Drille, die den Advokaten Darsteller» kann. Jedermann benimmt sich seiner Maske und Verkleidung gemäß' es sind die Tage, in denen man sein innerstes Wesen blohlegen und austoben farm, aber cs gcschicbt bei aller Heimlichkeit doch in alle. Oefsentlichkeit der Piazza. ® 0 l d 0 n i s Lieblingsmaske war cs z. B. das Gehaben, den Ton und Die Ueberschwenglichkeit der Marktschreiber nachzuahmen. Ein Zeitgenosse sagt über Das Treiben Dieter VerkleiDungen: „Wenn ihr mit einem Harlekin sprecht. tocrDet ihr ihn ebenso winDbeutelig finden wie einen Franzosen, ebenso spitzbübisch einen Irländer: der Rechtsgelehrte hot einen streitsüchtigen Ton, der Arzt ein pedantisches Gehaben. Sie zeigen viel Lebhastigkeit in der Sprache, und die kein Talent Dazu haben, lassen die Hände davon. Man kann sicher sein, daß man über jeden Menschen lachen muß. Ich habe mehr Witzworte an diesem einen köstlichen Tage als während einer ganzen Woche in einem anderen Lande gehört." Die Wochen dieser karnevalistischen Tollheiten breiten sich über alle Kanäle und Gondeln aus, sie scheinen mit jedem Tag zu wachsen, sie dringen von den Straßen in die Cascs. die Theater und in die Säle, wo die Dälle stattsinden. Der Strudel der Vergnügungen wird gegen das Ende immer wahnfinniger, die Theater, Schmausereien, «Leiltänzergruppcn häufen und drängen sich. Dieses Chaos Der FreuDe Darf nicht gestört wer- Den, unD sollte jetzt ein Doge sterben, würbe man seinen ToD verheimlichen unD erst später bekannt» geben; Das Volk Darf nicht um feine FreuDe betrogen werden. Je mehr fich Das halbe Jahr des Karnevals feinem Ende zuneigt, um fo mehr fchw'ndet die Tttfinnung, ganz Venedig ist schließlich ein einziger Taumel geworden, in dem man nicht weiß, was man tut und treibt. Am Fa» schingsdienstag wird am hellen Tage ein Fcucr- wert abgebrannt. Das ist der Gipfel. -Um Mitternacht beginnt der Aschermittwoch. Wunder der Vogelwarte von Garmisch. Die Gebirgs-Vogelwarte, die vor zwei Jahren zu Garmisch in ben Bayerischen Alpen eröffnet tourbe. hat schon manche wichtige Beobachtung über die Gewohnheiten der Wandervögel gemach!. Auch die Vögel, die hier gehalten werden, sind sehenswert und manche von ihnen führen allerlei Kunststücke aus. wie Sr. Karl Hacncl in einem Londoner conntageblatt berichtet So schüttelt z. B. ..Hansl", eine Elster, wenn man ihm ein mit Würmern gefülltes Glas reicht, dieses so lange und fo heftig, bis die Würmer herauSfallen. ..Samiel". ein Uhu, begrüßt den Direktor der Warte mit Freudenrufcn, sobald er ihn erblickt, setzt sich auf feine Schulter und liebkoft ihn mit seinem Schnabel. Der Wert Der Vögel als Vernichter schädlicher Infekten ist zwar allgemein anerkannt. aber man hat bisher gezweifelt, ob kleine Vögel die harten Eier der Rönne ver- fpeifen können, die fo furchtbare Verwüstungen in Den Forsten anrichtet. Beobachtungen in ®ar- mifch haben nun bewiesen, daß selbst kleine Zaunkönige Diele Eier frekken. unD man empfiehlt daher noch dringlicher als früher die Einrichtung Der Durch feine Befähigung zum Befehlen geboren ki unD in Dem nicmanD befehle, der durch seine Begabung nickt dazu geboren fei. Seldte entwickelte Dann einige intereNante neue Gedanken, wie er fick im kommenden 5\*ut1d)lanb die Wertung bei Bü rgers benkl. Er lagie Bürger ist der. Der in Teutlcklanb arbeitet und sckafft Der soll eine Stimme haben UnD wer über eine lolcke treue Berufsarbeit hinaus noch freiwillig fick zeitweilig i n Den Dienst Des Staates stellt. Der erhalte den Titel Staatsbürger und Damit eine zweite Wählst«mme Wei aber al» freier Mann fick klbh mit ktner Existenz unb seiner Waffe bis in bic hohen Mannesiahre hinein wehrwtllig unD wehrfähig Dem V d n b c zur Verfügung stellt, Der erhalte in unterem neuen Reick Den Rang unb S iel eines Dehrbu rgers unb eine brittc Stimme, um feiner Perlon unb feinem wertvollen Worte 3u»Drud unb Gewicht in ben entscheiben- ben Fragen Des Vaterlandes geben zu können. Oberstleutnant <1 D. Düfterberg sprich über das Thema: .Ohne staatliche Freiheit le.ne soziale Freiheit." Der deutsche Arbeiter müsse beute zu der Auffassung kommen, daß das Los der dculsckcn Arbeiterschaft ohne eine Besreiung von jcglicken Tributen und von jeglicher Verzinsung ber zu ihrer Dezadlung aufgenommenen Anleihen nicht ix-rbcHcrt werden kann. Dusterberg gab ber Hoffnung Ausdruck, baß bic deutschen Vertreter n Genf bic Gleichberechtigung DeutschlanbS forbern werben Falls uns dies nicht gewährt wirb, so schloß ber Reb- ncr. so hoffen wir. bah bic beutfche Aborbnung in Genf die Verletzung besD'ktatesvon Versailles burck bie sogenannten Siegerstaaten feststellt unb baß bann Deutschland bic Folgerung zieht, bie jebcS Laub in bic- fer Rotzcit für fich in Anfpruch nimmt, die Sicherung aus eigener Kraft. Wegen Landesverrats verurteilt. WSR. Fulda, 8. Febr. Wegen Verabredung zur Spionage zugunsten Frankreichs verurteilte das hiesige Erweiterte Schöffengericht in nichtöffentlicher Verhandlung ben früheren Reichswehrangehörigen unb jetzigen Reifenben Konrab Krause zu einem Jahr zwei Monaten Gefängnis, ben Reifenben Julius R 0 ßk 0 pf auS Fulba, ben Kaufmann Karl Wißler aus Hun- felb zu je einem Jahr Gefängnis, unb ben lauf- männifchen Angestellten Erich Katz aus Vlainz zu brci Monaten Gefängnis. Krause hatte nach feiner Entlaffung aus ber Reichswehr in Fulba zusammen mit Rohkopf unb Wißler versucht. E i n- richtungSgegonstände der Reichswehr an Frankreich zu verraten. Zu diesem Zweck war man mit Katz in Verbindung getreten, der die Deziehungen zu geflüchteten Separatisten in Metz aufnahm. Die Staatsanwaltschaft bekam aber rechtzeitig Kenntnis von der Sache, fo daß der Landesverrat nicht zur Ausführung kam. Daten für Dicntztag, 9. Februar. Sonnenaufgang 7.53 Uhr, Sonnenuntergang 17.27 Uhr. — Mondaufgang 8.51 Uhr, Monduntergang 20.50 Uhr. 1789: Franz Taver Gabelsberger. Degründer der deutschen Stenographie in München geboren. 1834: Der Dichter Felix Dahn in Hamburg geboren. Talen für Mittwoch, 1V. Februar. Sonnenaufgang 7.51 Uhr, Sonnenuntergang 17.28 Uhr. Mondaufgang 9.10 Uhr, Monduntergang 21.48 Uhr. 1847: der Physiker Thomas Alva Edison zu Milan in Ohio geboren. 1918: Rußland beendet den Kriegszustand mit den Mittelmächten. 1923: der Physiker Wilhelm Konrad Röntgen in München gestorben. von künstlichen Riststätten in allen Waldungen, um diese vor der Rönne zu schützen. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Garmischer Vogelwarte ist die Abteilung, in der Vussarde unb Falken, bie in ber Gcsangenschalt aufwachsen, zur Selbftcrhaltung in ber Freiheit erzogen werben. Der mächtige Dusfarb ist ein großer Vertilger von Mäusen unb anderen Schädlingen unb sollte baher überall geschützt unb gezüchtet werben. Aber wenn ein in der Gesangcnlchaft ausgewachsener Vussarb plötzlich sreigelas'cn wird. Dann muß er cntocDer verhungern, ober er fliegt ber ersten besten Perlon zu, bic vorüber kommt. Solche zahmen Vullarbe. bie einem Fremben zuflogen, finb schon oft getötet worben Die jungen Vogel, Die aus Dem Rest genommen finD, bevor fie fliegen können, werben daher in einem großen von Drahtgittern umlchlofsenen Gehege auf einem Hügel bei Garmifch gehalten. Wenn fie fliegen lernen, gewöhnen sie sich hier zugleich Daran, ihr Futter zu empfangen, unb wenn fie frei- gelassen werben, maHcn sie zunächll nur kurze Flüge unb kehren bann -urüd. Allmählich fliegen sie immer weiter, üben sich im Fangen von Mäusen. Frolchen unb anberem Getier aber noch werben lic jeben Abcnb regelmäßig gefüttert. So können bic Deluchcr bas ungewöhnliche Schauspiel von Dutzcnben von Bullarben unb Falken betounbern. bie auf Den "Pfiff Des Wärters bin folg,am zu ihrem einstigen Heim herad- Idj rochen LochschulnaÄrichten. Professor Tr. RicharD Da lDu s von Der Technischen Hochschule in Karlsruhe hat Den an ihn ergangenen Rus auf ben burch bic Emen» ticrung des Geh. Rais Prof. S. Finfterwalber an Der Technischen Hochschule in München erledigten Lehrstuhl ber Geometrie angenommen unb bereits seine Ernennung zum clatsmäßigen Or- btnariu» an ber Münchener Hochschule vom 1. April 1932 an erhalten. Pros. Valbus wirkt feit 1919 an ber Karlsruher Technischen Hochschule als Rachfolger von Prof. Mohrmann, nach» bem er früher m Erlangen boziert hatte. Profeffor l)r. rcr. pol. Anbreas Predöhl an der Handelshochschule in Königsberg hot einen Ruf auf den durch das Ableben von Professor Landmann an der Universität Kiel erledigten Lehrstuhl der wirtschaftlichen StaatS- wisfenfchaften erhalten und angenommen. Oberheffen. Gemeinderatssihung in Hungen. d. Hungen. 8. Febr. 3n der jüngsten Ge- -meinderatssjtzung wurde infolge einer Verfügung des Kreisamtes ein früherer Beschluß über die Erhebung der Vergnügungssteuer ab- geändert. Der Gemeinderat lehnte den Vorschlag es Sonder-Pachteinigungsamtes auf Ermäßigung der 2 a g dp ach t um 20 Prozent ab. Als @e< meinderechner wurde der bisherige Rech- nungsgehilfe Heinrich Haas gewählt. Die Wiegegebühren auf der städtischen Viehwaage wurden gesenkt und betragen in Zukunft für Großvieh 40 Pf., für Kleinvieh 20 Pfennig. Gemeinderat in Schotten. § Scho tten, 6. Febr. Der Gemeinderat genehmigte in seiner jüngsten Sitzung einen V e r' trag zwischen der Stadt und dem F o r st a m t, nach dem gegen eine gewisse Anerkennungsgebühr die Benutzung des nach Eichelsachsen führenden Taubenwegs durch den Staatswald allen Fuhrwerksbesitzern der Stadt genehmigt wird. Ein Ausschreiben der Arbeiten zur gärtnerischen Unterhaltung des Friedhofs und der städtischen Anlagen soll unter den hiesigen Gärtnern erfolgen. Die von der Stadt erhobene Hunde st euer wurde bis auf weiteres auf 10 Mark für jeden Hund festgesetzt. Die Baukommission wurde beauftragt, weitere Arbeiten von den ausge st euerten Erwerbslosen ausführen zu lassen und zu überwachen. Da die Maulwürfe in der Gemarkung sehr überhand genommen haben, wird eine Fangprämie von 5 Pf. für das Stück vergütet. An einer gemeinsamen Aktion des hiesigen Obst- und Gartenbauoereins zur Bekämpfung der Schildlaus wird sich die Stadt beteiligen. Landkreis Gießen. -Daubringen.8. Febr. Der hiesige 0 b st - und Gartenbauverein, veranstaltete einen Vortragsabend, der sehr gut besucht war. Vach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Wilhelm Walther VII. hielt Obstbauinspektor Enkler (Gießen) vom Landwirtschastskammerausschutz für Oberheffen einen lehrreichen Vortrag über „Zeitfragen im Obstbau. Vach einer Gratisverlosung von Samen jeglicher Art sprach der Redner noch über Vie Kultur von Gartengewächsen, die für die Bodenverhältnisse der hiesigen Gegend geeignet sind. Eine rege Aussprache beschloß den Vor. tragsabend. r Lang-Göns. 8. Febr. Seit letzten Samstag gibt es nun auch am hiesigen Fahrkartenschalter SonntagsrückfahrkartennachGiehen. Der Preis beträgt 60 Pf. Die Karten können auch am Samstag, von 12 älhr ab, benutzt werden, außerdem Mittwochs, wenn man das Theater besucht und dort die Fahrkarte abstempeln läßt. Seither gab es schon Sonntagsrückfahrkarten nach Bad-Vauheim und Frankfurt. * Lang-Göns, 8. Febr. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde bechlosfen, die Gemeindejagd neu zu verpachten. Die Verpachtung erfolgt in vier Bezirken auf sechs Jahre. Für die Errichtung einer W a r m - Wasserheizungsanlage in der Venen Schule wurde durch den Gemeinderat eine Kommission gebildet, die vorerst die Prüfung der Heizungsprojekte vornehmen soll. Von der Pflasterung einer Wögabfahrt am Ortsausgang Lang-Göns nach Großen-Linden soll aus finanziellen Gründen abgesehen we.den. Der Hebamme Frau Luise Spies wird anläßlich ihrer 25jährigen Tätigkeit eine Ehren- gäbe von 25 Mk. zugesprochen. Den beiden Handarbeitslehrerinnen Katharine Boller und Katharine Jung, die infolge von Sparmaßnahmen aus dem Schuldienst ausschciden mußten. Tätigkeit an der hiesigen Schule je ein Ruhesessel wu.de in Anbetracht ihrer 30- und 40jährigen bewilligt. Dem Hol Hauer Johannes Spies VI. wurde für seine 50jährige Tätigkeit als Holz- TOB’ hauermeister und Holzseher gleichfalls ein Ruhe- sessel übergeben. -s-Grünberg, 8. Febr. An der hiesigen Oberrcalschule wurde in den drei Oberprimen von Donnerstag bis Samstag die mündliche Reifeprüfung abgehalten. Don 63 Abiturienten erhielten 55 das Reifezeugnis, darunter eine Dame. Ein Abiturient war schon Teilnehmer des Weltkrieges und hat das dreißigste Lebensjahr bereits überschritten. 5. Utphe, 8. Febr. Eine begrüßenswerte Ein- richtung hat die Laubacher Bezirks spar- taffe geschaffen. Laut einer Bekanntmachung sollen alle Dienstboten, die mindestens fünf Jahre lang bei derselben Dien st Herr- schäft beschäftigt sind, als Prämie ein Spar- buch mit 5 Mark Einlage erhalten. Solche, die mindestens 10 Jahre im gleichen Dienst standen, erhalten 10 Mark Einlage. Kreis Schotten. * Eichelsdorf. 8. Febr. Dieser Tage veranstaltete der hiesige Krieg orverein (Vorsitzender Friedrich Rau) einen Familienabend. Vach einem Lichtbildervortrag von LehrerWürz über Sibirien, die Murmanküste und das Kaspische Meer bot Heinrich Bechtold II. eine erschütternde Darstellung seiner Erlebnisse als Kriegsgefangener in Ost-Sibirien (Lager Dauria), an der Murmanbahn und auf der Insel Vargin im Kaspischen Meere. Gedichtvorträge und musikalische Darbietungen umrahmten beide Vorträge. Reiche Kuchenspenoen ermöglichten Bewirtung mit Kaffee und Kuchen, die viel Anklang fand. )—( Ruppertsburg. 8. Febr. 3n einer Versammlung des hiesigen Obstbauvereins sprach Obstbauinspettor G n k l e r. Gießen, über das Thema: „Was lehrt uns der Obstabsatz im Herbst 1931?" Der Redner behandelte die Fragen des Qualitäts-Obstanbaues, der systematischen Marktbeschickung, der einwandfreien Verpackung, der sachgemäßen Lagerung des Winterobstes und der Schädlingsbekämpfung. An den Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an. I Gedern, ?. Febr. Die hiesige V i e h v e r - Wertungs-Genossenschaft hielt ihre erste Generalversammlung ab. Landwirt Th. F i - scher (Hof Zwiefalten), der Vorsitzende des Aufsichtsrats, leile^e die Versammlung. DerGeschäfls- führer W. D i r x erstattete Bericht über das abgelaufene erste Geschäftsjahr. Die Genossenschaft wurde im Februar 1931 mit 160 Mitgliedern gegründet und ist inzwischen auf 220 Mitglieder angewachsen. Der älmsatz betrug 99 914,53 Mark, gegenüber 89 000 Mark im Vorjahre, während die Mitglieder als freie Vereinigung zusammenarbeiteten. Es wurden 54 Waggonladungen mit Vieh und zehn Transporte mit Lastkraftwagen durchgeführt. Die Bilanz wurde einstimmig genehmigt. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Der Reingewinn soll je zur Hälfte dem Reservefonds und der Betriebsrücklage zugeschrieben werden. Das sahungsgemäß ausscheidende Vor- standsmitdglied R.Birx wur.e wiedergewählt, ebenso die Aufsichtsratsmitglieder Appel (Kaul- stoß) und Fischer (Sichenhausen). Der Vorsitzende der Genossenschaft dankte dem Geschäftsführer W. D i r x für seine wertvolle Arbeit. In kurzen Ausführungen ging der Redner dann auf die Verluste ein. die die deutsche Landwirtschaft durch die dauernde Zufuhr litauischer Schweine erleide. Es wurde eine Entschließung gefaßt, die der hessischen Regierung zugeleitet werden soll. Weiter beschäftigte man sich mit den hohen Gebühren am Frankfurter Viehhof und mit verschiedenen anderen markttechnischen Fragen, die Geschäftsführer Ehler t (Frank urt a. M.) in einem Vortrag erschöpfend behandelte. Kreis Alsselv. Vieder-Gemünden, 8. Febr. Der hiesige Kriegerverein hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Den Hauptpunkt des Jahresberichts bildete die Rechnungsablage. Die Rechnung wurde geprüft und für richtig be- Bon Geld «d Lebe. Vornan von Grete von Saß. Copyright by Martin Feuchtwanger, Hall« 7 Fortsetzung Nachdruck oerüoten „Ach, Hans-Achim, wie sollt' ich nicht? Ich sehe immer vor mir, wie Papa so mutterseelenallein in der vereinsamten Wohnung haust, wie er allein an dem Tisch mit den drei leeren Plä zen seine Mahlzeiten einnimmt. — Begreifst du, daß mir das schmerzlich ist?" „ a natürlich! — Ja, was macht man da, Mama? — Wollen wir heimfahren?" Sie schüttelte mit dem Kopfe. „Es geht nicht! Ich habe doch damit, daß ich die Einladung des Kommerzienrats annahm, die Verpflichtung übernommen, so lange zu bleiben, wie Rose hierbleibt." „Sie spricht von vier Wochen, Mama." „Va ja, dann muß ich eben vier Wochen hier aushalten." „Sollte ich nicht unter irgendeinem Vorwand abreisen?" A Ottilie sah ihn mit nachdenklichem Blick an. „Wenn das ginge! Aber Papa wäre es gewiß gar nicht lieb, wenn du uns Damen hier allein ließest!" Als Hans-Achim nicht gleich antwortete, sagte Ottilie: „Wenn Papa doch einmal herkäme!" „Ja. der Kommerzienrat ist nun schon viermal in diesen zwei Wochen hier gewesen, da hätte Papa schon einmal mitkommen können. So schwer ist es doch gar nicht für ihn, sich ein oder zwei Tage frei zu machen. Fahrenkrug vertritt ihn doch sehr gern.“ Rose kam, um Hans-Achim abzurufen. Ottilie blieb allein. Sie überlegte, ob sie an Julius schreiben solle — ihn bitten, für einen Tag zu kommen? Aber das hatte sie ja schon gleich in den ersten Tagen ihres Hierseins getan, und er war nicht gekommen. Er hatte etwas gegen sie. — Das stand bei ihr fest. Im Verlauf des Tages bat sie Hans-Achim: „Schreib doch Papa, daß er übermorgen, wenn der Kommerzienrat herkommt, sich ihm anschließen soll." Hans-Achim versprach es. Er schrieb sofort. Ottilie hoffte, daß er bestimmt kommen» würde. Den nächsten Tag und die Rächt darauf verbrachte sie in Llnruhe. Münchmeyer war zeitig von Berlin weggefahren. Kam gegen neun Uhr in Flinsberg an. Ottilie war noch in ihrem Schlafzimmer. Sie stürzte zum Fenster, als sie das Anfahren des Autos horte. Ihr Herz raste vor Erwartung. Unwillkürlich preßte sie ihre Hände dagegen, lächelte darüber, daß es so wild schlug. Im nä.'sten Augenblick war die Enttäuschung da. — Julius war nicht mitgekommen. Sie ließ die Hände herabfallen, sah starr vor sich ins Leere. Cs klopfte leise an ihre Zimmertür. Sie hatte es überhört. Eva trat ins Zimmer. „Vun ist Papa doch nicht mitzekommen!" sagte Eva. Sie sah voll Bedauern die Mutter an. „Du hattest dich auf Papas Kommen gefreut?" Als Ottilie stumm blieb, sagte Eva: „Papa war gewiß beruflich verhindert." Ein Achselzucken war die Antwort. Immer der Beruf! Hinter ihm mußte sie zurückstehen. älnd sie glaubte nicht einmal recht daran, daß der ihn sehr in Anspruch nahm. Es war einfach so: daß Julius nicht kommen wollte. Ein Aufbegehren war auf einmal in ihr. Vun. dann mußte sie sich damit abfinden. Sie würde es auch. Sie ging hinunter, um Münchmeyer zu empfangen. Tat sehr erfreut, als sie ihn begrüßte. Vach ihrem Manne fragte sie mit keinem Wort. Münchmeyer sagte, wie um sich zu entschuldigen: „Ich habe mir alle Müye gegeben, Ihren Gemahl perfönlich zu sprechen, gnädige Frau, aber es ist mir nicht gelungen." „Das war sehr freundlich von Ihnen. Mein Mann wird viel zu tun haben." Während man gemeinsam das Frühstück ein- nahm, fragte sie Münchmeyer. wie lange er hier- bleiöen würde. „Ich gedachte, heute abend zurückzufahren, gnädige Frau." „Schon! Warum so schnell? Morgen ist Sonntag, da sind Sie doch arbeitsfrei." „Allerdings." Sein Blick ruhte auf ihrem Gesicht. „Meinen Sie, ich soll über Sonntag bleiben?" „Es wäre nett von Ihnen, wenn Sie blieben." Daß ihr an seiner Gesellschaft etwas lag, freute ihn. „Also, da bleibe ich, gnädige Frau." Rose bat: „Papa, du könntest ganz gut ein paar Tage hierbleiben. Dienstag ist Fasching. Den müßtest du hier mitmachen. Das wäre wunderschön!" Wieder ging sein Blick zu Ottilie. „Was meinen Sie dazu, gnädige Frau?" Sie nickte. „Bleiben Sie — ja, bitte, bleiben Sie!" Münchmeyer sagte erfreut zu — machte einen Vorschlag: „Dann Ware ich dafür, wir besorgten uns Kostüme für den Fasching, denn nur so. als Zuschauer. mitwirken, das ist langweilig." Rose rief entzückt: „Das wäre herrlich! Gnädige Frau, machen funden. Dem Vorstand wurde Enllastung erteilt. Im übrigen erledigte die Versammlung interne Angelegenheiten. — Der hiesige Zweig- herein des Vogelsberge r Höhen- Clubs bereinigte feine Mitglieder zu einem Familienabend. Der Vorsitzende hielt eine Begrüßungsansprache, in der er auf die Bedeutung der Pflege der Heimatliebe und auf den sittlichen Wert der Wanderungen hinwies. Vach dem Jahresbericht konnten mehreren Mitgliedern besondere Auszeichnungen zuteil werden. Die Goldene Vadel Vr. 2 erhielten die Herren Lehrer Schmoll. Dönges und Friedrich, die Vadel Vr. 1 Fräulein Junker und Herr Junker. Der unterhaltende Teil des Abends wurde u. a. durch Kasperle-Aufführungen und Märchenspiele der Fortbildungsschüler von Elpenrod, durch Scherenbilder von Eva Schönwald (als Lichtbilder projiziert) und durch einige stimmungsvolle Gedichte, von Frl. F i g g e bestritten. Den Darbietungen wurde lebhafter Beifall zuteil. Die Kapelle Wald (Heimertshausen) füllte die Pausen mit guter Musik aus. Gemeinsam gesungen» Wanderlieder verschönten außerdem den Abend. < Deckenbach, 8. Febr. Der hiesige Männergesangverein „Eintracht" trat dieser Tage mit seinem Wintervergnügen vor di« Öffentlichkeit. Dargeboten wurden zwei Theaterstücke, ein Dreiakter ernsten, und ein Einakter heiteren Inhalts. Die Chöre der Sänger fanden lebhaften Beifall. Der Besuch an beiden Abenden war sehr gut, so daß auch das finanzielle Ergebnis für den Verein zufriedenstellend sein dürfte. 4- Heimertshausen. 8. Febr. Die Feld- j a g d unserer Gemeinde wurde auf weitere sechs Jahre verpachtet. Den Zuschlag erhielten die seitherigen Pächter, Rind (Veu-Jsenburg) und Dr. Götz (Frankfurta.M.). Der Pachtpreis beträgt nur die Hälfte dessen, was in der abgelaufenen Jagdperiode "bezahlt wurde. GJi.-fpott VfB-Gießen. Borussia Fulda siegt überlegen mit 5:0. Wohl niemand der etwa 1000 Zuschauer, die sich am Sonntagnachmittag auf dem Waldsport- plah einfanden, hatte erwartet, die VfDer als Sieger zu sehen. Der Sieg der Borussen war keinen Augenblick in Frage gestellt. Dabei hatte man den Eindruck, daß die Mannschaft noch nicht völlig aus sich herausging. Die Plahbesiher spielten dagegen mit bewundernswertem Eifer. Eifer allein konnte aber technische Unzulänglichkeiten nicht ersehen. Die Gäste traten ohne Leugers und Petsch an. Der Sturm war sehr schuhfreudig. Die Läuferreihe war vorzüglich. Die Verteidigung war für die DfBer kaum zu überwinden, der Tormann arbeitete die wenigen Male, die er einzugreifen hatte, mit spielerischer Eleganz. Die hervorstechendsten Eigenschaften der Gäste waren deren vorzügliche Ballbehandlung, schneller Start, geschicktes Stellungsspiel und ein Kombinationsvermögen, das die Gegner vor die schwersten Aufgaben stellte. Die VfDer — wesentllch schwächer in der Balltechnik, ungenauer in der Ballabgabe, unbeholfener in der Kombination, wie auch unsicher im Torschuß — muhten sich mehr auf Zerstörungsarbeit verlegen. Während sich der Sturm nur wenige Male durchsetzen konnte, arbeitete die Verteidigung aufopfernd und verhinderte eine höhere Viedörlage. Balser war nicht schlecht, mußte aber zwei Tore halten. Auf der anderen Seite hätte der Sturm der Fuldaer sehr gut zwei Tore mehr schießen müssen, wie auch die VfDer zwei zwingende Torchancen hoffnungslos versanden ließen. Der Schiedsrichter Spurk (Butzbach) amtierte korrekt. Der Spielverlauf gestaltete sich spannend. Bereits in der 4. Minute landeten die Grünweihen den ersten Torschuß. Allerdings darüber. Eine Minute später setzten die Fuldaer scharf gegen die Latte. Bald darauf noch einmal. Den Vachschuß hielt Balser. Die Gäste waren dabei stets feldüberlegen. In der 9. Minute ging wieder ein Schuh auf das Tor der VfBer, Balser lieh den durchaus haltbaren Ball durch die Hände. 1:0. In kurzen Abständen mußte der VfB.-Tormann immer wieder eingreifen. Verschiedentlich vermochten sich die Hiesigen freizuspielen, in der 30. Minute war ^in Tor für VfB. fällig, der Ball ging aber Handbreit daneben. Zwei Minuten später mußte sich Balser zum zweiten Male überwunden bekennen. Aus dem Gedränge heraus rollte der Ball in das Tor. Mit 2:0 wurden die Seiten gewechselt. Vis Halbzeit hatten sich die Grünweißen sehr tapfer geschlagen und vermochten sogar kurz vor Sie, bitte, mit! llnb Eva, du auch! Ja, bitte! — Einmal wollen wir so recht vergnügt sein!" Sie ruhte nicht eher, bis beide Damen zugesagt hatten. llnb bann wurde das Programm für die nächsten Tage gemacht. Am Montag hatte der Kommerzienrat in Breslau zu tun. Ec machte den Vorschlag: „Ob man dort nicht die Kostüme besorgt?" „Ja, wie denn das?" fragte Ottilie und sah ihn an. „Sehr einfach! Sie und Ihr Fräulein Tochter kommen mit mir mit nach Breslau." Ottilies Blick suchte Eva, die eben mit Rose und Hans-Achim das Fastnachtlostüm besah, das Schadow aus Berlin mitgebracht hatte. „Was meinst du, Eva, fahren wir mit nach Breslau?" „Wenn du willst, Mama — ich bin dabei!" Aber am Montag, als die Fahrt nach Breslau gemacht werden sollte, fühlte Eva sich so schwach, daß sie nicht mitkommen konnte. „Mama, ich kann nicht an eine Autofahrt denken. Mir ist der Rücken von dem gestrigen stundenlangen Schneeschuhlaufen wie zerbrochen. Vielleicht bittest du Hans-Achim, daß er dich begleitet.“ Ottilie sah mit ratlosem Blick auf ihre Tochter. „Hans-Acyim ist schon vor acht Llhr ausgegangen. Wer weiß, wann er wiederkommen w.rd? Ilnb Rose, bie ich bereits aufforderte, mitzu- kommen, erklärte mir, daß sie heute das Haus nicht verlassen Jonne, weil sie ihre Astrachanjacke erwarte. Die soll mit der Post eintreffen. — Was mache ich nur? — Der Kommerzienrat wartet auf mich!" „Du wirst doch die Fahrt nicht auf geben, Mama?“ Ottilie zog die Achseln hoch. „Ich weiß nicht", sagte sie zögernd, während ihr Blick auf Evas Gesicht ruhte. Beide dachten in diesem Augenblick an dasselbe: daß der Kommerzienrat abends zuvor gesagt hatte, daß er sich auf die Fahrt nach Breslau freue. — Man durfte ihm die Freude nicht verderben. Ottilie mußte daran denken, wie Münchmeyer ihr in den zwei Tagen seines Hierseins den Hof gemacht hatte. Als wäre sie nicht eine alternde Frau, sondern ein junges, begehrenswertes Mädchen. Ihr Blick fiel in den Spiegel. Eine alternde Frau? War sie das denn? Sie prüfte beinah neugierig ihr Spiegelbild — lächelte. Olein, eine alternde Frau war sie nicht. In ihrem Skilostüm, das sie zuletzt getragen hatte, konnte man sie nicht dafür ansehen. lind ihre kurze Pelzhacke, die sie eben an hatte, kleidete sie gut, und der fleine, fest an den Kopf anliegende Hut ließ sie fast jugendlich erscheinen. dem Wechsel im Feldspiel einigermaßen den Aus. gleich herzustellen. Zählbarer Erfolg blieb aber a.is. Bald nach dem Wiederbeginn^ließ VfB. wie. her eine glänzende Chance aus, der^Dall wurde abermals knapp daneben gejagt. Ein Strafstoß für Fulda führte wenige Minuten später zum dritten Tor: aus einer Ecke, durch den Halbrechten der Gäste vorbildlich eingeköpft, resultierte der vierte Erfolg. Während einer kurzen Drangperiode vor dem Tor der Gäste hatte der Tormann der Fuldaer sein Können zu beweisen. Die Grünweißen gingen dabei aber wieder leer aus. In der 25. Minute fiel dann das fünfte Tor. In der Folge flaute das Spiel etwas ab, die Fuldaer bemühten sich nicht mehr allzusehr, bie Plahbesiher waren müde. Das Spiel llang etwas matt aus. Handball der Universität Gießen. Anibersität Gießen schlägt Anidersität Tübingen 9:2 (5:0). Auf neutralem Platze trafen sich obige Mannschaften. Tübingen stellte eine körperlich sehr kräftige Mannschaft ins Feld, deren großer Eifer aber nicht genügte, die vorhandenen spieltech- nischen Mängel zu ersehen. Obwohl Gießen in der ersten Halbzeit gegen die Sonne spielte» führte die Mannschaft schon bei Halbzeit mit 5: 0. In der zweiten Hälfte kam die Gießener Mannschaft zuerst nicht recht ii^ Schwung. Durch das Abfallen des Sturmes wurde die Hintermannschaft zu sehr überlastet, so baß Tübingen zwei Tore aufholen konnte. Als die Stürmer sich wieder einigermaßen gefunden hatten, blieben auch die Erfolge nicht aus. Der Schlußpfiff sah Gießen mit 9:2 als Sieger. Bei der Tübinger Mannschaft fehlte es vor allem an dem verständnisvollen Zusammenwirken der einzelnen Mannschaftsteile. Die Mannschaft der älniversität Gießen war auf allen Posten gleichmäßig gut beseht. Das faire Spiel verlor aber leider durch das. allzu eifrige Pfeifen des Schiedsrichters an Flüssigkeit. Handball im Gau Hessen (O T ) 1. Jugend 921 tb. — TV. Haufen I 5:4 (1:1). Vach 14tägiger Pause trug die erste Jugendmannschaft des Gießener Männer-Lumvereins wieder ein Handball- FreundsHaftsspiel aus. Mit der ersten aktiven Mannschaft des Turnverei s Hausen als Gegner hatte der Spielausschuß einen guten Griff getan; standen sich doch zwei fast gleichwertige Mannschaften als Gegner gegenüber. Wenn auch die Gießener Jugend durch zwei Spieler der zweiten Mannschaft verstärkt war, zeigte sie doch nicht die Leistungen der vergangenen Sonntage. Die Gäste stellten eine sehr sympathische und spieleifrige Mannschaft, der aber noch Der Kommewienrat betrat von der Straße her die Diele. Sie sah ihn in dem Spiegel und sagte, ohne sich nach ihm umzuwenden: „Wir müssen allein fahren — Eva ist invalide." Er gab sich keine Mühe, seine freudige Heber* raschung zu verbergen... * Daß gar kein Gruß aus Flinsberg kam? Sonst hatte der Geheimrat jeden Morgen einen Kartengruß auf seinem Frühstückstisch vorgefunden. Vun schon seit drei Tagen nicht. Seit der Kommerzienrat dort weilte. Er rechnete nach, wann das gewesen war. Am Freitag. Daß er sich auch nicht bei ihm meldete? Sonst hatte er es doch immer gleich nach seiner Rückkehr getan. Hatte antelephoniert bei ihm. 2hm Bericht erstattet, wie es den Seinen ging. — Ob er noch nicht zurück war? Einen Augenblick dachte er daran, telephonisch in Münchmeyers Bank anzufragen. Im nächsten Augenblick gab er es auf. Er war gewiß noch dort, sonst hätte sich Schadow hier im Hause gezeigt. Der Geheimrat fühlte seine Verlassenheit jetzt schmerzlicher denn je. Die Hedwig war feit einigen Tagen bei ihren Eltern. Er hatte sie beurlaubt, weil ihre Mutter ernstlich erkrankt war. Vun war er ganz allein in der Wohnung. Lina Knorpe kam des Morgens, bereitete den Kaffee für ihn und reinigte die Stuben. Heute war sie noch nicht erschienen. Er sah nach der Llhr. Es war halb acht. Er hatte geglaubt, es sei schon viel später. Da konnte ja noch Post kommen.. Er holte sich die Zeitung herein, die vor der Korridortür lag. Setzte sich in Ottilies Lehnsessel, der im Wohnzimmer am Fenster stand. Das war seit Ottilies Fortgehen fein Platz. Auf dem faß er, wenn er seinen Morgenkaffee trank, auf dem hielt er fein Mittagsschläfchen — an dessen Lehne legte er abends seinen Kops, wenn er mit seinen Gedanken bei Ottilie war. Ach, daß er sie doch nicht fortgelaffen hätte! Er hatte seine Zeitung durchgesehen, und die Lina war noch immer nicht da. Endlich schrillte die Klingel. Er ging, um zu offnen. „Entschuldigen Sie Herr Geheimrat, daß ich heute etwas später komme", sagte Lina Knorpe, „ich habe die Post abgewartet." „Schon gut — schon gut.“ Er wollte in sein Zimmer. Ihm hatte die Post nichts gebracht. Lina hielt ihn mit einer Mitteilung zurück. „Ich hab' ’ne Karte aus Flinsberg gekriegt. Von Kommerzienrats Ida." „Was schreibt sie denn?" Er mußte über feine Frage lächeln. (Fortsetzung folgt.) lut behauptet teeren Auch er- Wirtschaft Banknoten Lombardzlnssuh 8 o f). Gleichberechtigung Ar Gießen, Telephon 2060 Gießen. Telephon 2Ubü 0 19 Deutsche SuperphowhaT Varzavung: U9 D MZMllMGMlle WlesenstraDe 4 1 83 D betr.: 'öiertireife laut Notverordnung! Der Vorstand. 1078V An Ort und Stelle: Bekanntgabe im 3. Täglich obigen Lokal. 1 Kaffeebrenner mit elek Täglich Ä2DÄid,^a™,Ti»türS. frisene Fiscne und Fileis 1 Marktplatz. 69 V w H Q der der rüstung. Das deutsche Dost erwartet allgemeine Abrüstung auf dem Doden Gießen, den 8. Februar 1932 (z. 3 Katholisches Schwesternhaus) Verlobungs-Anzeigen UeiertOie Brühl'ache Druckerei Mittwoch, den 10. Februar, 16 Uhr. im Cals Ebel. Burggraben Dr. jur. Erich Sieger und Frau Lene, geb. Werner zin-liche Werte waren vernachlässigt: RichSbahn. Vorzugsaktien buhten 1 Pro^ ein: Deutsche An- leihen neigten ebenfalls eher zur Schwäche. tiirdtlichf Jladwidtfen. Mittwoch, den 10. Februar. Stadtkirche. 18 Uhr: 1. Passionsandacht. Pfarre» Mahr. DMMEHSUPER 9MMJPKQ Mittwoch, den 10. Februar nachmittags 2 Uhr benleiöcr; ich dahier, Aeuenweg 28, ,3nm Löwens zwangsweise gegen grtne Hertege, 3 Pfand 65 Pi. Fischhaus,Cuxhaven* Marktstraße ö ioe/ a Telephon 8417 'U Hessen (O.T.) d. Raufen/5:4 (1:1). trug die erste Jugend- er fflänner-Sumhcrc.J Msha',iSsM aut. Ml drs Lmn' ere. I i btt LMausshch c.?. n inben sich doch Ri last ien als Gegner gcgenub.r. r Jugend durch zwei S?.e- schasl verstärkt war, ze ',.e istungen der Hergänge.-.'n stellten eine sehr sympa- Mannschaft, der aber noch Imsehjeuk- Schul e Mi ic»i*eeo«< El ft fr ► iteifimocn-tJfittiit. Totitatsirit und auf d«x I Industrie 6 m b H Aia ßedin W15 Emser Sfr 42 auch daß die Rotendeckung eine geringe Besserung auf 25,1 gegen 24.8.Prozent erfahren hat. ist beach:ensw.N. Weiteres DiskuNionSthema war heute der SiemenS.Ablchluh. Bei diesem ist zu berücksichtigen, dah noch die LiernenS-Schudert- Dividende des DoriahreS sich auf der G winn- feite auSwirkt. fo dah da» kommende 3abr ein anderes Bild geben bür te ganz abgesehen davon, dost das laufende Geschäftsjahr eine wesentliche Abfatzverschlechterung gebracht hat. Dielleicht liegt hierin auch der Grund für die schwache Deranla- gung der Clcftrotoerte Besonders AEG.. Ges- fürel, Licht & Ärafl und Schuckert waren nämlich heute biS zu 2 Prozent gebrüdt. Farben verloren etwa 1 Prvz. während Äontanpapiere und Bank- betrat von der Stra^ ihn in dem Spiegel und ihm Mzuwenden: .Dir - Eva ist invalide. ihe, feine freudige Heber* Magenleidend? Met Magenletden jeder Hrt rote Magenkiamo». Mag nlchmer^en u. deren Aolaerv fo Unoerdaulichken. Ävpeiitlougketi. nervösem Magen. Gebrechen. Entkräft. (».emütSleiden wirkt der über 60 Jahre bewährte Hubert Ullrich’sche Kräuterwein infolge der elgenartigen «lückltchen Zufammen'evung auf die Magensäfte und den <>>esamtftostroechsel. Zu haben tn Zlafchen au RM. 2L0 und RM 360. 1 Vite« au RM.675 Hauvi'Ntederl.: Engel Avotbckc, Oie glückliche Gebutt eines gesunden Zungen zeigen in dankbarer Freude an aber zum Ausgangspunkt der praktischen beiten nicht den KondentionSentwurf Continental- ADDIE R-, SALDIER-, Pult-Rechen- VIASCHINEN Gen.-Vertr.: ELBERT Frankfurt a. M. SchllleritreOe 12 Ferarul Manu 261 87 Reparatarwerkitlttc fMr Büro-*1 &»f Roten ... Tcund'-üefüTreld), • 100 64)01 tnfl Rumänifche Roten €»tocM|die Roten Echwetzer Roten eoantlthe Roten Unganldtr Roten Belchsbankdiskont 7 o k» n, s sKK ^rcht tüut^, °b. artien verholm »map.g gut behauptet teeren 2 Äahteertc lagen ziemlich behauptet Interesse hielt sich wieder für arte Dalutavapiere. 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Am Geldmarkt machte die Grieichteruna weitere Fortschritte: Tagesgeld ermäßigte sich auf 6,5 v. H. Oie gestrigen Devisenmärkte. Berlin, 8. Febr. (WTB.) An den internationalen Devisenmärkten eröffnete beute vormittag das Pfund eine Kleinigkeit leichter al« am Samstag mit 3,45 und ging gegen mittag auf 3,4490 zurück, gegen den Gulden stellte es sich auf nfte JVPto 25. lit,«iifäf0ie5eil. V? körperlich sehr o^'^ren großer Liier - vorhandenen spieitech- 'tzen. Obwohl Sieben il M die sonne spielte )on bet Halbzeit mit 5: J in o^o-»„ Schollen.. Pfd. 70 1 Rot,ungeu Pfd.90 ' Heilbutt, im Äud- schnitl . Pfd 1.20 leb.Sviegelkarvfeu Pfund 1.10 „ TchleienBfd.1.40 „ Aale Pfund 1.40 emöfieblt nur beste Cualitätl 1095D IHM. Mausburg 15, Tel. 3812. Grundlage gleicher Sicherheit für alle Völker. Die deutsche Deleqniion kann schen Genossenschaftsverband alS Geschäftsführer nach Berlin berufen und befähle sich seitdem vorzugsweise mit dem Genossen chaftswcsen. in dem er eine führende Bolle spielte. AIS Mitglied des Zentralaus'chusses der Aeichsbank, deS vorläufigen Reich wirt chaftsratS, des Ausschusses der Preuhischen Zentralgenossenschaftskasse, als Dorsitzender des Deutschen Dereins für Wohnungswesen, DorstandSmitglied der Gesellschaft für foziale Reform und in andern Eigenschaften genoh Stein hohes Ansehen in toirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kreisen. Berlin schwächer. Berlin, 9. Febr. (WTB. Funkspruch.) Die schwächere Grundstimmung, die schon in den gestrigen Abendstunden nach einer kurzen Erholung wieder die Oberhand gewonnen hatte, übertrug sich auch auf den heutigen Telephonverkehr. Das Geschäft war weiterhin sehr eingeengt, da die Spekulation nach keiner Seite hin Unternehmungslust zeigte. Da aber seitens der Kundschaft wieder eher Abgabeneigung bestand, waren etwa einprDAcntige Kursabbröckelungen bei den führenden Werten festzustellen. An der politischen Unsicherheit hat sich bisher nicht- geändert. Die Auslandbör^en zeigten weiter lustloses und eher schwächeres Aussehen. Die Fragen der Danken- fusion sind auch noch nicht gelöst, so dah auch hiervon keine Anregung ausgehen konnte. Auch der Reichsbankausweis für die erste Fe- bruarwoche war in deoisenpolitischer Hinsicht nicht sehr erfreulich. Wieder hat die Reichsbank in einer Woche fast 20 Mill, an Gold und Devisen verloren, so dah die Gerüchte von einer neuen Devisenverord n u n g nicht unbegründet zu sein scheinen. Angeblich ist aber eine deutsche Mastnahme doch nicht beabsichtigt, sondern man will wohl nur im Rahmen der bereits bestehenden Verordnungen fchä'fere Ausführung sbestimmungen erlassen. Die Entlastung des Reichsbankstatus um etwa 210 Millionen und die Rückflüsse an Roten um 138,8 Millionen waren dagegen ziemlich normal, die Verantwortung trage, ist bereit, an der bot und liegenden Ausgabe mit ganze. Seele mit* zuarbeiten. Die deutsche Reichsregierung und bad deutsche Doll fordern nach bet eige* nen Entwaffnung dieallgemeineAb* * - • diese Beweis dafür, dah daS Kunstlaufen in allen Teilen deS Verbände- eifrig gepflegt wird. Die Herrenmeisterschaft holte sich der Remscheider Huschte überlegen vor Dilger (Frankfurt' dank seiner ausgezeichneten Kür. Die Damenmeisterschaft fiel im Alleingang an Frau Trauth (Stuttgart), die aber die zu erreichende Mindestpunkl- zahl weit übertraf. 3n die Siege im 3unioren- und AeulingSlaufen, sowie die PaarlausSkonkur. renzen, teilten sich Käuferinnen und Läufer aus dem ganzen DerbandSgebiet Sin Eishockev-Dett- spiel «wann der LE. Forsthausstrahe Frankiurt hoch über den TenniSclub 1914 mit 11.1 (4:0, 4:0, 3:0). III. Olympische Winterspiele. 3m weiteren Verlauf deS olympischen Eishockey- Turnier- in Lake Placid muhten die beiden europäischen Mannschaiten neue Riederlagen einstecken Kanada besiegte erwartungSgemäh Polen mit 9:0 (2:0, 5:0. 2:0) und Amerika blieb über 'Deutschland 7:0 (3:0, 2 0, 2:0) erfolgreich. Die Deutschen spielten ziemlich lustloS und wurden zudem durch verschiedene Schiedsrichter-Entscheidungen noch weiter verstimmt. AIS Entschuldigung kann angeführt werden, dah der Verteidiger Heinrich insgesamt 20 Minuten herauSgestellt wurde, und zeitweise sogar nur drei Deutsche auf dem Spielfelde waren. Bei der am Montag ausgetragenen En fchcidung im 10 000 - Meter - Eisschnelläufen kam Amerika zu feiner vierten Goldmedaille. 3affee (USA.), der bereits die 5000 Meter gewann, siegte in einem Luherst kraftvollen Endspurt klar vor seinen Konkurrenten. nehmen, den die vorbereitende Kommission aus* gearbeitet hat. Die'er Entwurf entspricht nicht den Erfordernissen deS TageS, ist lückenhaft und schweigt über wesenlc che Punkte.- Am Schluh der Rede betonte bet Kanzler nochmals eindringlich, dah sich daS deutsche Doll klar darüber sei, dah nur eine allgemeine, nachhaltige, gleichzeitige, ohne Vorbehalt und Hintergedanken beschlossene und durch* geführte Abrüstung die lähmende Spannung in der Welt beseitigen kann. ES biete allen Volkern auf dieser Versammlung feine Hand zu gemeinsamer Arbeit an diesem Werke. Möbel-Sonderangebot! Der wirtschaftlichen Laße Rechnung tragend, habe ich meine schon niedrigen Preise nochmals gesenkt und gewahre vorübergehend einen weiteren Preisnachlaß von 10% Nutzen Sie diese Gelegenheit aus und versäumen Sie nicht, bevor Sie kaufen, mein Lager unverbindlich zu besuchen. Verkauf nur Wiesenstraße Nr. 4 Beachten Sie meinen Ausstellungsraum Ecke Neuen Bäue — Sonnenstraße. H. Vetter, Möbel u. 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Februar 1932, auf der Bür- 1 germeisterei offen. 1097D I Einwendungen hiergegen können innerhalb dieser Frist schriftlilh oder zu Pro- i tokoll bei der unterzeichneten Bürgermeisterei vorgebracht werden. I Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Reiskirchen, den 9. Februar 1932. Hess. Bürgermeisterei. Schomber. Rund 345 000 Arbeitslose in Hessen und Heffen'Naffau. DSA. Frankfurt a. W., 8. Febr. Hebet die Arbeltsmarktlage in Hessen und Hessen-Dassau berichtet da- Landesarbeitsamt Hessen in Frankfurt a. M.: Die Arbeitsmarktlage hat sich auch in der zweiten Januar- Hälfte nicht gebessert. Die Arbeitsämter im Bezirk des Landesarbeitsamtes Hessen zählten Ende Uanuat 289 541 männliche und 56 278 weibliche, zusammen 34581 9 Arbeitsuchende. Unterstützt wurden in der Arbeitslosenversicherung 102 637 (am 15. Januar 97 964), in der Krisenfürforgc 89 818 (87 957) Hauptunter stüt- zungsempsänger. Wohlfahrtsunterstützte zählten die Arbeitsämter 83 987 (81 329). In der Industrie der Steine und Erden machte sich eine leichte Belebung bemerkbar: eine Anzahl still- gelegter Steinbrüche nahm die Arbeit wieder auf. Auch das Bekleidungsgewerbe zeigte örtlich 2ln- säne zur Besserung: die Konfekti'onSbranche und besonders die Schuhindustrie nahmen Einstellungen vor. In einzelnen Bezirken war eS möglich, noch eine größere Anzahl Arbeitslose in der Forstwirtschaft als Holzhauer unterzubringen. In der Lederindustrie verfchlechterte sich die Lage weiterhin merklich. Der ArbeitSmarkt der übrigen Berufsgruppen blieb im allgemeinen ungünstig, wies aber keine größeren Veränderungen auf. yolzversteigerunzs - Term ne. Mittwoch. 10. Feb-uar. Bürgermeisterei Hattenrod: HoLsubmission. Angebote muten bis Mittwoch, 10. Februar, 14 Albt, eingereicht sein. • Pros. D r. Phil. Stein-Berlin t- Aach längerem Leiden ist am Sonntag in Berlin Prof. Dr. 'Philipp Stein im Alter von 68 Jahren gestorben. Prof.' Dr. Stein hat feine wiisen'chaftliche Lau'bahn in Franlsurt a. M. begonnen. Im Frühjahr 1925 wurde er vom Deut- Zeht ist es Zeit stch durch Aufstellung meiner Seißmangel eine gute Existenz zu gründen. Trotz fdjleebt. Wirtschaftslage überall guteGrfolge. ZablungSerleichterung. 1098 v Ernst Ehvist, Siegen Adolf-Wagner-Etraste Nr. 15. 4.20 58.50 ; 9,69 14.42 16,5. i69,21 21,93 78.69 2,49 81.34 81,92 32.09 8,57. giynt ^ur.ch auf g t>e 3eu. 1 .489 1.491 1.489 । 491 0,252 0,254 0.252 0.254 3uflor.aroiea. eifiaboe 7.463 7.477 7,463 7.477 13.24 13.26 13.24 13.26 eJIIIIIIJIII | . W V, -KMM b" . , OW Genf, 9- Führer der c Sibson ftr der Abrustr nichts unve' Fortschrl Ictzung der die gegenwa flungszweae schuldbar Münzen n Ursache sicherheit sii sie nicht nur tragen, son drohen. Da Fortdauer i der Staa die Deltvöl ansähen. Dl nisse, seit 3 nicht unstar ten, sonderr gerufen, un leiden. Das träge re! Münzen, nung im 3i desgrenzen. keinen neue rikanische 1 1. 3ugn Wurfes völliger L zu diskutier 2. Verl der best unter mögli liens. 3. 'Prohm "ageziif alle Unter' dein Land 4. Abs> 5. Mögl der 3it angriff 6. Absch bakteri 7, Des. die nolwen und den G 8. Deschi Tanks u schützen. 9. Begren kial, dcuni gerüstet vei Mg verein Der! Illach dem ranzler 2r. ' rede dos Sßc Wenn ich greife, so [ RM, ju Dell vereint °">ger und a 'IWem hat d b'she M'gte, soll ^schtend sichten, (f wer seine Rr Jn& der ll Ulchgem Staat werden. ®*e Vereins Slaafen j» Offenen ''^nziellen ®'ebetouft,( 9"e "« ' "°" »- 'teni £eb, "<«« ®t|u Ä Debüt ?jfk e,nWr llk. Ä reMt"> gs W d« von e'NZ». inf-lg-, ttNtfprtt Anschnft !u richten i ’M poftsche Zk^rtam Damaste Hand- u. Wischtücher Ein beachtenswertes Angebot! Bettücher, abgepaßt Wischtücher, 50 x 50 cm, Panama, ges. rt OO und gebändert, hervorragende Qualität ILZU nur Wäsche per Meter nur 3.50 0.48 Fabelhaft billig! Leibwäsche Leibwäsche Leibwäsche lität handelt nur besatz nur menmuster nur mit langem Arm, hervorragend aus- Q Ef1 gearbeitet, mit Motiv und Stickerei.. 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