Donnerstag, 8. September 1952 182. Jahrgang llr. 211 Erstes Blati im Anschluß an seinen Besuch beim Reichspräsidenten heute mittag den Reichstagsprasidenten | Goering. Deutschlands Anspruch aus WmWgleichheil Har* J0000 I 1 ^23000 130000 M 100000 8 Mill. Japan 687 Figz. <+2 Unfere Darstellung zeigt, wi- begründe, di- deutsch -Nate an Frankreich ist u> der Deu.Ich-and endllch M 1859 Gosch. ' M73 MG. 358 Flgz 1<+ß Mill. 210000 Mann c» 1500 Gisch. . 20000 M G. 1939 Flgz. ■88300 M. 2132 Gisch. *+300 M. G. 1507 Flgz. in allem ein Abklatsch Frankreichs, nur liebenswerten Eigenschaften des französischen Vol» kes im neu erstandenen Staat beiderseits der Weichsel keine Heimstatt fanden und der hetzerischste Pariser Boulevard-Chauvinismus den polnischen Staat zu erobern begann. Heber eine Reihe von kulturell hochwertigen Völkern wurde ein Zwangs st aat aufgerichtet. Die älkrai- ner wurden in monatelangen blutigen Kämpfen unterworfen, die Deutschen wurden systematisch ertrags auf Rüstungsausgleich fordert. Die ganze utschland nicht nur die niedrigste Effektivstärke an Oie polnische Frage. Die Rede des Reichswehrmini st erS in Ostpreußen erhellt mit einem grellen Schlaglicht die verhängnisvolle. Unsicherheit des gesamteuropäischen Zustandes. Europa befindet sich wieder einmal in der gleichen Lage, die den Schüssen von Sarajevo vorausging, nur daß der Balkan, der damals bis zur Donau reichte, jetzt bereits eine Flugzeug stunde östlich von Berlin beginnt und erst an der Ostsee endet. Das polnisch-deutsche Problem ist das Kernproblem des europäischen Friedens oder des nächsten Weltkrieges. Rur Verantwortungslosigkeit vermag heute noch die Augen vor dem zu schlichen, was ist. Die „Geheimdiplomatie" ist zwar durch das Versailler Diktat angeblich abgeschafft worden, in Wahrheit aber wuchert sie seitdem ärger als je, und es ist inzwischen die unselige Reigung hinzugetreten, auhenpoli- tische Fragen zu verkleinern und zu verschönern, anstatt sie in voller Ehrlichkeit auszusprechen und den Versuch zu machen, von dieser Ehrlichkeit im Gegensätzlichen zu einem Einverständnis im Gemeinsamen zu kommen. Vor ein paar Wochen haben polnische Regimenter im Angesicht .von Danzig ihre Lanzenspitzen in die Ostsee getaucht und feierlich geschworen, niemals die polnische Ostseelinie zu räumen. Der Reichswehrminister v. S ch l e i ch e r hat jetzt erklärt. Deutschland werde Ostpreußen mit allen Mitteln bis zum Letzten und Aeuhc-rsten verteidigen. Polen hat darauf geantwortet, es werde auch dann nicht von seinen Grohzielen lassen, wenn Frankreich sich von ihm abkehre und Deutschland freie Hand in der Wehrgleichheit gewähre. Hier liegen endlich ehrliche Zeugnisse von beiden Seiten vor. und von dieser ehrlichen und unverhüllten Plattform aus sei an das Problem Deutschland gegen Polen herangegangen. Berlin, 8. Sept. (CRB. Funkspruch, eigene Meldung.) Reichskanzler von Papen empfing Hindernisse entgegenzusetzen, von den Möglichkeiten des Wirtschaftsprogramms im Sinne des Eigennutzes statt in demjenigen des Gemeinnutzes Gebrauch zu machen. Oer Kanzler beim Reichspräsidenten. Berlin, 8. Sept. (ERB. Funkspruch.) Wie wir erfahren,- empfing der Reichspräsident, der heute um 7 Uhr aus Neudeck wieder in Berlin eingetroffen war, gegen Mittag den Reichskanzler zum Bortrag über die gesamte innerpolitische Lage. Der Reichspräsident empfing heute im Anschluß an den Bortrag des Reichskanzlers den Reichs- auhenminister Freiherrn von Neurath. Empfang Goerings beim Reichskanzler 190000 m. ($ 1276 Geschäft 9'300 M G M "Tzo 58,175 75,5 Ä 73,15 LZ 33,69 >ng •kl___L 296 ,05 485 063 i,87 1,42 >,73 5,13 ,665 ,927 ,217 ,455 1,67 1,535 11,57 13,93 !Ä Ä 11,s tnoltk 51,415 i*'« 16'2 73-65 2,5} & 33-f 6JÖ6 52,05 12,485 3,00 14,69 0,932 4,217 56,4S 21, g 14, g Ibg 33,89 6,13 0,991 3,vr. 6,607 13,3< ) 298870 M ~\_ / 1350 Gisch. 9700M G. 1309 Flgz. -• 66163 M. V22OÖOMann \ 2WO Geschütze 74 200Masch-G 1853 Flugzeuge >rfe uneinhMch. Sept. Die Mndbvrs, ii Umsätzen zwar m< doch war die ©tu* ndlicher. Aus dem ci- m der Kundschaft teil« argelegen haben, da- ilisse zu einigen 3üd- ur Aotiz gelangenden eich zu den Berliner liegend noch etwas man im freien Warst te Kurse. Äeichsbant it uni) Hali Äschers- it noch fiätler abge« faben, Siemens und s 0,75 Prozent betast lagen nach tom hr 2 PrvM ttWL M etwas gedesserte men deutsche Anleihen -ichsschuldduchsorderun- Goldpsandbriese lagen inheitlich-, für SproM- tenbanl trat eme lM Rheinische «M» t waren, Die Situation -n Marktes war m- Wichtig, Aeubesitzanlcihe $, 5375, W*«' f 131 Buderus M 7 «25 bis 39, cnkirchen )erelcben lö7,25, < Klöcknertveck 33.» ' <3 50 bis 30,W • LA- 1 25 Prozents, "AS 1'5 <- 0.75 P°»> 20 (+ 0,5 Prozent)« Trtu655700M 2920 Gisch. >> 35000M.(j. 3000 Flgz. 'Erschelnt täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Vezvgrprelr: Tiit 4 Beilagen TTL 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüsse anter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehen. Postscheckkonto: Kronksurt am Main 11686. Oie Durchführung des Wirischastsplans Sicherung der sozialen Absichten des Reichskabinetts. Don unserer Berliner Redaktion. Berlin. 8. Sept. Das Echo, das das Wirtschaftsprogramm der Regierung gefunden hat, hat dem Kabinett wertvolle Winke gegeben. Man ist sich darüber klar geworden, daß von der Art der Durchführung alles abhängen wird, lind zwar nicht nur im Hinblick auf den wirtschaftlichen Effekt, sondern vor allem auch auf der politisch-psychologischen Linie. Gerade nach dieser Richtung hin sind zweifellos einige recht beklagenswerte Fehler gemacht worden. Die Absicht der Reichsbahn, in dem Augenblick 20OOO Arbeiter zu entlas- s e n, in dem der Aufbauplan die bisherige ab» gleitende Bewegung zum Stillstand bringen und rückläufig machen soll, hätte auf keinen Fall zur Durchführung kommen dürfen. Der Eindruck dieser Maßnahmen wird, noch peinlicher, nachdem noch gar keine Klarheit darüber geschaffen worden ist. ob auch die Riesengchälter der leitenden Persönlichkeiten der Reichsbahnhauptverwaltung- in der gleichen Weise wie die Bezüge in den übrigen subventionierten Unternehmungen gesenkt werden sollen. Gerade im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit, daß A 73,"Ä lüch 5..., ■■ i®ro« NÄ vin. tob), 2 C «Äs«. ;h K. öaubach).^°dt), t1«™*) unb S& Seinr. fünfter „"j z-M Dogrlhöser \ 5Tar[ Dejfi 1 rdt, L. Junker, M,' .Heinrich Llengel 1 'Abachi, Adam ,Hattenrod». r, Provinz, Spott 1. L. lkeuner. r fledaftwiu W llhr. Samstag sind kblglld- an dtr ilen. ibfe Fannlltipte 1 wird feint Gewähr dem Vorsteher des Finanzamtes den trostlosen Rot st and des Gewerbes dar. Obwohl der deutsche Markt mit einheimischen Erzeugnissen geradezu überschwemmt sei, gehe die Einfuhr ausländischer Erzeugnisse ungehemmt weiter. 3n der vorigen Woche seien in Berlin täglich 16 Eisenbahnwagenladungen ausländischer Tomaten angekommen. Da die Gärtner ihren steuerlichen Verpslichtungen nicht nachkommen könnten, versuchten sie der Steuerbehörde ihre Erzeugnisse zur Verrechnung unmittelbar crnzubieten. — Der Vorsteher des Finanzamtes bedauerte, die auf gestapelten Erzeugnisse nicht annehmcn zu können, betonte aber, daß er die Bitte um entsprechende steuerliche Behandlung befürwortend weiterleiten wolle. Einheitsfront der nationalen Industriearbeiter- und Berufsverbände. Berlin, 7. Sept. (TU.) 3n Hannover und Berlin fanden zwischen den Führern ter na - tionalenIndustriearbeiter-undBe- rufsverbänd« Beratungen statt, die mit dem Ergebnis beendet wurden, datz terHauPt- aus schuß ter Rationalen Zndustriearbeiter- und Derufsverbände gegründet wurde. Zum Vorsitzenden wurde der Arbeiterführer Wilhelm Schmidt- Reukölln, erster Dundessührer des RVA., gewählt. — Dem Hauptausschuß ter Rationalen Industriearbeiter- und Derufsverbände gehören an: der Reichsbund vaterländischer Arbeiter- und Werkvereine EVEV., (RVA.) Sitz Berlin, ter über 18 Unterverbänte vertritt, „Der Deutsche Arbeiter" (Verband nationaler Arbeitnehmer Deutschlands) Sitz Essen, Riederlausitzer Tuchmacher-Werksgemeinschast.' Sih Kottbus, Riederlausiher Bergbau- und Werksgemeinschaft, Sitz Senftenberg, Arbeitnehmerverbindung im mitteldeutschen Bergbau, Sitz Rositz-Gorma, De- rufsverband Deutscher Reichseisenbahner. Sitz Oie Einfuhrkontingenie für Agrarprodukte. Vertreter des Großhandels beim Rctchswirlschaftsmintstcr. Berlin, 8. Sept. (ERD. Funkspruch.) Reichs- wirtschaftsminister Professor Dr. Warmbold empfing führende Persönlichkeiten der an der Einfuhr landwirtschaftlicher Produkte beteiligten Grohhandelskreise. Es wurden dem Minister gegenüber die fotzen Besorg- nisse zum Ausdruck gebracht, die über die Ab- sichten ter Reichsregierung, durch Einführung des Einfuhrkontingentsystems eine gründ- Nützliche Schwenkung der deutschen Handelspolitik vorzunehmen, in den beteiligten deutschen Wirtschaftskreisen herrschen. An Deispielen der vor allem in Frage kommenden Warengruppen wurde nachgewiesen. daß die von der Landwirtschaft er- hofften Wirkungen für die einzelnen Produkte mit Sicherheit ausbleiben würden, andererseits aber die seit Jahrzehnten unter großen Opfern ausgebau- ten Geschäftsbeziehungen unübersehbaren Schaden erleiden mühten. Eine eindrucksvolle Kundgebung. Tie Gärtner von Frankfurt a. £. und Lebus bringen ihre Erzeugnisse ausS Finanzamt. Frankfurt a. O., 7. Sept. (TU.) Arn Mittwochmittag veranstalteten die Obst- u n d D l u- mengärtner aus Frankfurt a. O. unb Lebus im Finanzamt eine nicht alltägliche Kundgebung, um ihre große Rotlage vor Augen zu führen. Die auf dem Wochenmarkt angebotenen und übrig gebliebenen Erzeug- nisse, darunter 50 Zentner Tomaten, wurden in 15 Wagen zum Finanzamt gebracht und dort in den Gängen und auf dem Hof auf- gestapelt. Der Wortführer ter Gärtner legte das deutsche Volk noch einmal zur Wahlurne gerufen werden muß, will die Regierung bei der Durchführung des Programms und in der Ausgestaltung der Ausführungsbestimmungen anscheinend alles tun, um die sozialen Grundzüge der Maßnahmen viel schärfer herauszuarbeiten. Zunächst find im Reichswirtschaftsministerium die beteiligten Ressortminister mit den Vertretern der Reichsbank und der Unternehmerschaft zusammen- gekommen. Wenn vom Unternehmertum ernste Be- denken gegen eine befürchtete planwirtschaftliche Durchführung der Lohnpolitik durch die Kontroll- mahnahmen der Schlichter zum Ausdruck gebracht wurden, so ist von ter Regierung den Vertretern der Wirtschaft noch einmal mit Nachdruck zum Bewußtsein gebracht worden, eine wie schwere Verantwortung ihnen jetzt auferlegt wurde. Aus der Entfernung des Auslandes sieht man das Ausmaß dieser Verantwortung recht deutlich. Der „Petit Parisi en" hat mit seiner Warnung vielleicht nicht ganz so unrecht, wenn er schreibt: „Wenn das System Papens nicht unbedingt Erfolg zeigt, so muß eine furchtbare Gegenoffensive eines Landes erwartet werden, in dem Dreiviertel der Bevölkerung für sozialistische Ideen bereits gewonnen sind." Es kommt für die Reichsregierung alles darauf an, in weitesten Kreisen der Bevölkerung die Ueberzeugung zu wecken, daß sie sich des privatkapitalistischen Systems und der in ihm liegenden Möglichkeiten durch Schaffung ganz besonderer Anreize und Impulse nur bedient, um her Masse d e r Bevölkerung mehr Arbeit und bessere Lebensbedingungen zu schaffen. Den Besprechungen mit ten Unternehmern folgen solche mit den Vertretern der Arbeiterinter- effen. Hier muß das bestehende Mißtrauen bereits entscheidend angegriffen werden. zu vereinen, oer 1 Wir glauben zu wissen, daß vor allem der .listisches Heber- R e i ch ss p r ä s i d e n t entscheidend nach der Rich- ‘ tung wirkt, daß sozialer Sinn und soziales Ziel des wirtschaftlichen Belebungsplans in Worten und Taten schnellstens und gründlich zur Erscheinung und Wirkung gebracht werden. Die Arbeit an den Ausführungsbestimmungen soll beschleunigt zu Ende uh 11 e u c . v , geführt werden, um Fehler in der Konstruktion aus- SS ist keine Frage, daß zumerzen und um allen Versuchen unuberfteigbare Vertreter der Arbeiter- und Angestelltenverbände beim I^eichSarbeitsminister. B e r I i n . 8. Sept. (WTD. Funkspruch.) Heuts hatte ter Reichsarbeitsminister mit ten Spihcn- verbänten ter Arbeiter, und Angestellten-Gewerkschaften eine Aussprache übcrdieRicht- linien für die Anwendung der De- schästigungsprämie und der Verordnung über Vermehrung und Erhaltung der Arbeitsgelegenheit. Dor dem Eintritt in die Aussprache erhoben die Derbände aus sozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Erwägungen Einspruch gegen die neuen Dorschriften im allgemeinen. Mit diesem "Vorbehalt ersuchten sie dann um Auskunft über Sinn und Tragweite ter einzelnen Vorschriften, über die Anwendbarkeit der Vorschriften auf bestimmte Fälle und über die Möglichkeiten, die tatsächlichen Schwierigkeiten zu überwinden und die ungerechtfertigten Ausnutzungsversuche auszuschließen. Die Auskünfte wurden erteilt. Die vorgetragenen Anregungen werten weiter verfolgt. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für R— klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20°, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Die ci wicfitiGtien Mächte. QfiUtscfMnzL Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnid unt Verlag: vrühl'sche Un«°er^EV»ch< und Stelntruierei R. lange In «letzen. Schnstl-ttnng und SeschästrfteNe: Schulltratz« 7. ----- T291 51,95 12,465 3,057 169,53 73-33 75,77 75,j7 li.tz 0,9« 4,209 53.335 21,63 16, 0 s s 13,3» die Einlösung der Versprechungen des Versailler V Welt ilt bis an die Zähne bewaffnet, während De •—y- -------ai~ .. u , • x „ Truppen besitzt, sondern auch durch die Bestimmung en des Versailler Diktats daran gehindert wird, seine Waffengattungen der modern en Kriegstechnik anzupassen. ___________ Die deutsch-polnische Frage reicht weiter als ter Streit um den Korridor, die Provinz Posen und Ost-Oberschlesien. Denn es geht um nichts weniger, als um die Entscheidung, ob zwischen ten beiden Großmächten Deutschland und Rußland ein selbständiger Staat Lebensberechtigung besitzt. Dreimal im Laus ter ®e- schichte ist diese Frage verneint worden, und an Polen liegt es, ob eine vierte polnische Teilung ihr viertes Rein zum polnischen Staate sagt. Man kann über das deutsch- polnische Problem nicht urteilen, wenn man die Geschichte Preußens und Polens nicht kennt. Der deutsch-polnische Haß, der zumindest in den Grenzgebieten heute eine Tatsache ist, ist erst jüngeren Ursprunges. Che die Rationalstaats- itee der französischen Revolution in den Osten einbrach und aus in sich uneinheitlichen Völkern mit fließenden Volksgrenzen plötzlich Ra krönen mit staatlichem Anspruch schuf, waren die innerhalb des preußischen Herrschafts- raumes wohnenden Polen zwar keine Deutsche, aber sie fühlten sich unter der vorbildlichen und sozialen preußischen Verwaltung durchaus a l s polnische Preußen. Die preußische Staat- lichkeit bewies in den Jahrzehnten zwischen Friedrich Wilhelm I. und Friedrich Wilhelm III. ihre Fähigkeit, Völker verschiedener Rationalität m einem staatlichen Zweckverbante zu vereinen, der ein chauvinistisches und imperial Wertigkeitsgefühl des einen Volkes über das andere nicht erst aufkommen ließ. So waren w.rtschaftt.chen Pommern und Masuren, ein Teil v°n Schlesien. ‘ das ganze Westpreußen und große Teile Posens, die sämtlich eine vorwiegend slawische Bevölkerung ausweisen, zu preußischen Kernpro- vinzen geworden. Es ist keine Kratze, daß Preußen diese Aufgabe vollkommen gelost hatte, äs 2.1 ss&'flaÄU- sä Chauvinismus, über den sich Deutschland so be >er Unsicherheit und Unruhe. 1920 brach klage, sei in der Frankl^ur ter Pauls- in Rußland ein, eroberte Kiew, wurde dann kirche geboren worden- ^nd tatsachsich ge Klagen und muhte von Frankreich gerettet hört die Polenschwarmerei aus ter Mitte des ver. ein Jahr Darauf überfiel es Wilna und gangenen raubtc Litauens historische Hauptstadt. Es sog Verirrungen deutscher Defuhlst^rschwommenhelt. mit französischem Gölte voll und münzte die- Plötzlich wurde aus den polnischen Preußen m Kriegsmaterial um. Es ist heute ten Grenzgebieten zu Preußen gepreßte Polen, militaristischen Oberschicht, mit seinen und als Preußen dann das Reich geeint hatte^ Ausgaben für Rüstungszwecke, sei- richtete sich ter ,eht kommende Haß au ch kriegerischen Tendenzen, mit seiner Unter- ge gen Deutschland se lb stDas Reich tat Minderheiten, aber auch mit seinem das Seine, um der Polenhehe Vorschub zu lei- untctirJife. "u(lricpr0^toriQl 6cr Drnndh-.d bei ten wechselten mrt außerordentlich scharsen ab. Mit ' n b c n Chaos. Strenge oder mit Güte, m ledern Falle ater mit kom f |einer cinen ^,xte staatlicher Gerechtigkeit, wären die Polen zu ge- Aber Polen vergißt, daß auf semer einen se le, to innen gewesen. Das hat ter Weltkrieg bewiesen, im Westen das Etereritarkende D e u t sch la wo die Regimenter mit polnischem Ersah solange und daß auf seiner- ausaezeichnet tämpsten, solange ihre Ofsiziere es r u s, ische ^0-Millwnen-Volk stehl. Cs vcrgihl, verstanden, mit gutem Beispiel voranxugehen und daß (eine ®“nbe5£jn°nenH‘a'(5 morgen 6Uä,rh,"LTDr6ilb *" *C8n" b6r &6ti9fCU SU f'iie^„U"b‘,erOfrVnÄ rCmtitten in bi-!- ^itoidlung blate bi« unldisj ,« Zu “amm Pn'Vr'u ch ItchL lÄ9t“ ä? °ä- ^en«uf troknhnn. bas notier Soffnung an, Frank-ich SRobW««. । Schwarzen M--r [chaal-, bas Stichwort g-g-b-n. s-naa zw-i wnchen der W < Jahr- später -ntstanb aas b-m, Zasamme^rach zu b-gr°ben unb, - „„ en $5 mjr6 in der ter Mittelmächte d i e Po l n i s ch e Republik. 1 9h.itenfraqc abcr auch in der deutsch-polni- in allem ein LIbklatsch Frankreichs, nur daß die | S'"bfflren,frafl€9 außerordentliche Konzessionen machen müssen soll nicht das Rad ter kommenden Er- Anisse über Polen hinweggehen. Zwingt Posin m herein mit Frankreich Deutschland zu e.ner Politik der Verzweiflung und wird Deutschland betengung^ los an die Seite Rußlands gedrängt, ganz gleich „Ufr Slaa”5form in Rußlanb h-rr,cht. dann „f i n i s Polomae! _____ WA <+5,6 MiH 1800 , Gesch./ 310 fi Stich ... 1926 M G USA. Mill. 28- 12000001 3001 H.s r»w. Berlin. Reichsvereinigung des Personals für das Gastwirtsgewerbe. Sih Berlin, Reichsverband Deutscher Klein- und Straßenbahner, Sih Berlin, Berussverband Deutscher Buchdrucker und Hilfsarbeiter, Sitz Berlin. Außerhalb dieses Hauptausschusses bestehen in der Industrie und im Bergbau keine wirtschaftlichen Vereinigungen bzw. Organisationen der nationalen Arbeiter, so daß im Hauptausschuh eine weitgehendst große Einheitsfront der nationalen Arbeiterschaft geschaffen wurde. Oer Kampf gegen die deutsche Schule in polen. D i r s ch a u, 8. Sept. (2U.) Obwohl auf Beschluß des Burggerichts die Exmission des Deutschen Schulvereins aus dem Sankt- Georgenhospital eingestellt und die gerichtliche Entscheidung der Angelegenheit auf den 8. Rovember festgesetzt wurde, ist die Dirschauer polnische Handelsschule in die vom Deutschen Schulverein gepachteten Räume eingezogen und hat alle dem Schulvercin gehörigen Einrichtungen mit Beschlag be l e g t. Es erweckt den Anschein, daß die Exmission des Deutschen Schulvereins nur deshalb beabsichtigt ist, um die Räume für die polnische Handelsschule freizubekommen. Das deutsche Privat- g y m n a s i u m wurde seinerzeit geschlossen, weil die Räume angeblich nicht genügten. Für die polnische Handelsschule aber sind sie jetzt ausreichend! Südwestafrika braucht deutsche Siedler Johannesburg, 7. Sept. (TAI.) Der südafrikanische Ministerpräsident General H e r h o g hatte eine Alnterredung mit dem Gründer der Afrikanisch-deutschen Arbeitsgemeinschaft, Werner Schmidt, Pretoria. General Herhog erklärte, das Schicksal Südwestafrikas werde sich bei der demnächst stattfindenden Abstimmung entscheiden. Möge das Abstimmungsergebnis ausfallen wie es wolle, er, Herhog, werde immer den Standpunkt vertreten, daß das frühere deutsche Schutzgebiet nur dann wieder zu wirtschaftlicher Blüte kommen könne, wenn es — I die Besserung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage vorausgesetzt — von deutschen Siedlern und Bauern bevölkert werde. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsarbeitsminister besprach mit den Spitzenverbänden der Arbeitgeber die Maßnahmen, die sich für die Durchführung der Deschäftigungsprämie und der Dollzugsverordnung über Vermehrung und Erhaltung der Arbeitsgelegenheit eignen. Die Spihenver- bände werden die Reichsregierung bei der Durchführung unterstützen und erwarten von den Maßnahme,: eine Belebung der Wirtschaft. Am Donnerstag empfängt der Reichsarbeitsminister zu demselben Zweck die Gewerkschaften. In Schanghai haben 70 örtliche Handelsgilden, zu denen die Inhaber des größten Teiles der chinesischen Kaufläden von Schanghai gehören, ein Manifest veröffentlicht, in dem sie eine „wirtschaftliche Blockade gegen Japan" erklären und die ganze Nation au'ffordern. sich daran zu beteiligen. * Der Prager Ministerrat hat das Gesuch Trotzkis um Einreisebewilligung in die Tschechoslowakei zustimmend erledigt, jedoch wird gefordert, daß sich Trotzki zur Einhaltung gewisser Bedingungen verpflichte. Al. a.. daß er die Tschechoslowakei nicht zum dauernden Aufenthalt wählt, daß er sich jeder politischen Tätigkeit enthält und erst nach Schluß der Kursaison nach Bad Pisthan komme, wo er sich einer Kur zu unterziehen gedenkt. * Die brasilianische Bundesregierung hat eine Verschwörung, die den Sturz der Regierung des Staates Minas Geraes herbeiführen sollte, vereitelt und zahlreiche Beteiligte oer- haftet. Die Verschwörung, deren Führer der frühere Präsident Bcrnardes war, hatte bereits auch in Rio de Janeiro Fuß gefaßt. Einigung Im belgischen Bergarbeiterstreik. In der Gemischten Bergbaukommission ist es dieser Tage zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu einem Vergleich gekommen, der auch vom Ausschuß des sozialistischen Kohlenarbeiterverbandes gebilligt wurde. Dagegen behielt sich der Verband der Kohlenzechenbesitzer seine endgültige Entscheidung noch vor. Sachlich enthält die Einigungsformel eine allgemeine Lohnerhöhung von allerdings nur einem Prozent ab 1. Oktober 1932. Im Bari- nagegebiet wird nach Möglichkeit das gesamte Personal wieder eingestellt, wobei ein System des A r - beitswechsels zur Vermeidung der völligen Arbeitslosigkeit eingeführt wird. Auch in den anderen Kohlenrevieren soll eine ähnliche Arbeitsweise angeordnet werden. 3n Südtirol abgestürzt. In der Brentagruppe, oberhalb von Molveno, stürzte, wie aus Bozen gemeldet wird, der Dresdner Apotheker P e t r u s ch über eine 150 Meter hohe Wand tödlich ab. Seine Leiche wurde zu Tal geschafft. Sprengstoffanschlag auf einen litauischen Zugführer. Auf den litauischen Zugführer des zwischen Kownv und Cydtkuhnen verkehrenden Personenzuges 24 ist dieser Tage ein Anschlag verübt worden. In Kowno wurde ihm ein an seine Adresse gerichtetes Paket überreicht' als er es öffnete, explodierte der Inhalt. Der Zugführer wurde vom Zugpersonal in lebensgefährlich verletztem Zustande aufgefunden. Der Wagen wurde ebenfalls beschädigt. Aleber die Gründe zu dem Anschlag ist noch nichts bekannt. Die Ueberschwemmungen in Texas. Dos Hochwasser in Texas hat sich zu einer Katastrophe entwickelt. Der Rio Grande ist über die Ufer getreten. Auf der mexikanischen Seite sind die Dämme geborsten, wäbrend sie auf amerikanischer Seite standgehalten Haven. Mehrere tausend Hektar Landes stehen unter Wasser. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Dollar ge- schätzt. DieZahlderOpfer beträgt bisher zwölf. Zahlreiche Dörfer sind jetzt ohne Verbindung mit der Außenwelt. Schluß mit der Arbeitslosigkeit! Dem Verstand der Richtpolitiker leuchtet es nicht ein, daß es richtig war und ist, Milliarden in Form von Alnterstühungen auszugeben, ohne auch nur den Versuch zu machen, mit diesem Geld Arbeit und Werte zu schaffen. Daher auch die vielen Vorschläge aus allen Kreisen der Richtpolitiker. Sie sind meistens deshalb unbrauchbar, weil sie nicht bis zum Letzten durchdacht und auf längere Sicht hin angelegt sind. Mit bis ins kleinste ausgearbeiteten allgemein verständlichem Plan tritt Dr. Ludwig Reiners im neuesten Sonderheft der „Süddeutschen Monatsheft e", München, das den Titel trägt „Schluß mit der Arbeitslosigkeit", hervor. Der hier spricht, ist ein Mann des praktischen Lebens. Er hat als Angehöriger der Frontgeneration nach dem Kriege in jungen Jahren im In- und Ausland seine wirtschaftlichen Fähigkeiten bewiesen und steht jetzt an leitender Stelle eines großen Alnternehmens, das auch in den letzten 1 schweren Jahren erfolgreich gearbeitet hat. Der Hauptinhalt seiner Ausführungen ist folgender: Die Versorgung der Arbeitslosen mit Rahrung, Kleidung, Hausrat ist ein „kaufkräftiger Markt", sofern man diese Millionen nur wieder an ihre Arbeitsstellen schickt, damit sie selbst erzeugen können, was sie so bitter entbehren. Alles kommt darauf an, daß es gelingt, das Dreieck: arbeitslose Menschen, unbeschäftigte Maschinen und ungestillte Bedürfnisse zu schließen. Mit Hilfe der Arbeitsdienstpflicht lassen sich die Kosten der Arbeitsbeschaffung sofort erheblich verringern. Die Finanztvrung erfolgt durch Wiederbelebung der Rentenmark, welche schon 1923 unsere Wirtschaft gerettet hat. Sie tritt in dem begrenzten Almfange von rund einer Milliarde als Binnenwährung neben die bestehende Währung. Alles kommt darauf an, daß der erste Anstoß der staatlichen Arbeitsbeschaffung sich auf die übrige Wirtschaft überträgt, d. h, daß auch die gesamte Privatwirtschaft wieder Arbeitskräfte einstellt. Alm dies zu gewährleisten, verlangt der Verfasser, daß jeder Unternehmer, welcher die Zahl seiner Arbeitskräfte vermehrt, für eine bestimmte Zeit einen Zuschuß zum ' Lohn der Mehrbeschäftigten erhält. Zusammen mit der erhöhten Rachfrage, welche von dem Arbeitsbeschaffungsprogramm ausgeht, wird dieser Anreiz genügen, um die allmähliche Wiedereingliederung der Arbeitslosen zu bewirken. Diese Schritte müssen im Rahmen eines Gesamtprogramms durchgesührt weroen, das einen klaren Schlußstrich unter die Vergangenheit zieht. Punkt für Punkt zeigt der Verfasser, welche Schritte hierfür nötig sind. Zahresfest im Knabenerziehungsheim Hühnlein. * Darmstadt, 7. Sept. Das Knabenerziehungsheim zu Hühnlein, das im Jahre 1851 zur Erziehung gefährdeter Knaben gegründet wurde, feiert am Sonntag, 11. September, sein 81. Iah- resfest. Es soll in etwas größerem Rahmen gefeiert werden, da in diesem Jahr die beiden bewährten Erzieher dieser Anstalt Hausvater D a ck e und Lehrer Tröger 2 5 Jahre im D i en st e der An st alt stehen. Durch vorbildliche Treue und Zuverlässigkeit und durch große Liebe zu den ihnen anvertrauten Kindern haben sie dem Werke große Dienste geleistet. Am frühen Rachmittag findet ein Gottesdienst in der Kirche des Dörfleins statt. Festprediger wird der Superintendent von Starkenburg, Herr Oberkirchenrat Dr. Müller, sein. An diese kirchliche Feier wird sich eine entsprechende Veranstaltung in dem Heim anschließen, wo der Vorsitzende der Stiftung, der Vizepräsident der Kirchenregierung und des Landeskirchenamtes. Dr. Dahlem, eine Ansprache halten wird. Hieran werden sich Spiele und Wettkämpfe der Knaben anschließen. Oer Raunheimer Lleberfall aufgeklärt? Raunheim, 7.Sept. (WSN.) Unter dem Verdacht, den Raubüberfall auf Baron von Behr am Sonntagabend ausgeführt zu haben, wurden hier vier Arbeiter im Alter von 19 bis 25 Jahren verhaftet. Sie wurden heute dem Amtsgericht Groß- Gerau oorgeführt. Eine neue Hitler-Rede über den politischen Kurs der RSOAp. Aus aller Welt. Deutscher Pfarrertag in Jena. Der Verband Deutscher evangelischer Pfarrer-Vereine, der 38 Pfarrer-Vereine mit 17 143 Mitgliedern zählt, hielt in Jena seinen aus allen Teilen Deutschlands gut besuchten Pfarr^- tag ab. Nachdem neuerdings auch der bayerische Pfarrerverein seinen Beitritt beschlossen hat, stellt der Verband die Vertretung der gesamten deutschen evangelischen Pfarrcrschaft dar. Die Versammlung stimmte dem bayerischen Antrag auf Anschluß an den Verein einmütig zu. Der bayerische Vertreter hob hervor, daß die starke Verbundenheit zwischen dem bayerischen Pfarrerstand und dem des übrigen Reiches auch in der Vergangenheit bestanden habe. Der Rektor der Universität Jena, Pros. Dr. Es au, betonte die Zusammengehörigkeit zwischen Theologie und Naturwissenschaften. Der Dekan der Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Fascher, sprach über „Das seelische Ringen der heutigen Jugend". Lau- desobcrpsarrer D. Reichardt wies auf die vertrauensvollen Beziehungen zwischen den Kirchenbehörden und dem Pfarrerverein in Thüringen hin. Professor D. Dr. Schmid-Japing (Bonn) hielt einen Vortrag über die geistige Lage der Gegenwart und die Kirche. Ein weiterer Vortrag von Prof. Dr. Giese (Frankfurt a. M.), befaßte sich mit der weltlichen Rechtsstellung der Religionsgesellschaften in Deutschland. — Der nächste Pfarrertag soll in Frankfurt a. M. stattfinden. Tagung der Psychoanalytiker in Wiesbaden. • Der im Wiesbadener Kurhaus tagende und aus allen Ländern Europas und aus Amerika besuchte 12. Internationale Psychoanalytische Kongreß hat eine Reihe interessanter Vorträge gebracht. Der Präsident des Kongresses, Dr. E i t i n g o n , Berlin, forderte bei der Eröffnung der Sitzungen, daß die Psychoanalytiker die Analyse ohne Zugeständnisse in jene Zeiten hinübertragen müßten, die ihr zugänglicher und offener gegenüberstehen würden. Auf dem Kongreß wurden etwa 40 wissenschaftliche Vorträge gehalten. In der geschäftlichen Sitzung wurde Dr. Jones, London, zum Zentralpräsidenten gewählt. Von den neugegründeten Lehrinstituten Boston und Reuyork wurden verschiedene deutsche und sonstige europäische Gelehrte in den Lehrkörper berufen. Erwähnenswert ist noch, daß der Kongreß einheitliche Richtlinien für alle internationalen psychoanalytischen Lehrinstitute aufgestellt hat. Dom Deutschen Gastwirtetag in Münster. Auf dem, wie bereits gemeldet, in Münster abgehaltenen 5 7. Deutschen Gastwirtetag betonte Präsident Köster, daß das Gastwirtsgewerbe nicht durch eigene Kraft aus der Rot- tage herauskommen könne: es müsse ihm Hilfe durch die Gesetzgebung zuteil werden. Eine Sperre neuer Konzessionen sei nur wirksam, wenn die Anzahl der Betriebsstätten wesentlich gesenkt und keine Mammutbetriebe und Konzerne zugelasfen würden. Wenn die Reichsregierung mutig genug sei, allen Widerständen zum Trotz dem Vaterlande zu dienen und die Sanierung der Wirtschaft vorzunehmen, werde das Gastwirts- gewerbe ihr die Änterstühung nicht versagen. Oberpräsident Granowski und Oberbürgermeister Dr. Zu Horn hielten Begrüßungsansprachen. Eine Reihe von Anträgen, die den W e g - fall der Gemeindebier st euer und Gemeindegetränkesteuer sowie die Herabsetzung der Almsatzsteuer und der Vergnügungssteuer fordern, wurde angenommen. Vorschläge zur Abänderung desGaststättenge- setzes sollen dem Reichstag unterbreitet weroen. 12. Hauptbundestag der Bäckergesellen. Der Hauptbundesvorsihend« G. Wischnövski begrüßte den Präsidenten des Germania-Verbandes, die Ehrenmitglieder und weitere zahlreiche Gäste unb Ehrengäste. Hierauf hielt der Haupt- bundesvorsihende einen Dortrag über das Thema «Alnfete Aufgaben in der heutigen Wirtschaftsnot unter besonderer Berücksichtigung der Tagesarbeiten". Aleber das Thema Lehrlingsfragen, Dolontärwesen und Jugenderziehung sprachen der Zweigbundesvorsihende Stein, Dresden, und F. Tvlksdorf, Berlin. Beide verlangten eine Einschränkung der Lehrlingshaltung, Beseitigung des Dolvntärunwesens und ein« sruchtbare Jugenderziehung. Das Thema «Werbearbeit" behandelten der Zweigbundesvorsihende G. Müller, Bremen, M. Pehold, Leipzig, Sekretär des Bundes, sowie Dobe, Bochum, gleichfalls Sekretär des Bundes. Als nächster Tagungsort wurde für den 13. Hauptbundestag Braunschweig gewählt. Am Dienstag fand eine rege Aussprache über die Dorträge statt. Abends fand ein Bierabend statt, wo zugleich die Preisverteilung für die Beteiligten im 5. Wettstreit in der Dackkunst vorgenommen wurde. Unter Kindesmordverdacht verhaftet. Die Waldenburger Kriminalpolizei hat, Berliner Dlättermeldungen zufolge, den früheren kommunistischen Landtagsabgeordneten Schulz unter dem Verdacht des Mordes an seinem zehnjährigen Sohn verhaftet. Schulz, der als brutaler Mensch befaimt ist, mißhandelte seine beiden 10- und 11jährigen Kinder schwer. Die Polizeibeamten fanden den Elfjährigen in der Wohnung mit erheblichen Verletz ungen am ganzen Körper vor. Auf die Frage nach seinem 10jährigen Sohn gab Schulz an, er hätte ihn einer unbekannten Frau mit nach Rußland gegeben. Da die Polizei den Ver. dacht hegt, daß er das Kind zu Tode mißhandelt und dann beseitigt hat, verhaftete sie ihn. Schulz lebt in zweiter Ehe von seiner Frau getrennt mit den Kindern allein. Seine erste Frau hatte sich wegen der dauernden Mißhandlungen von ihm scheiden lassen. Seine zweite Frau lebt aus demselben Grunde getrennt von ihm. Schulz wurde vor kurzem aus der kommunistischen Partei ausgeschlossen. Er gilt als überaus brutaler Mensch. Als er einmal eine sozialdemokratische Abgeordnete beleidigt hatte, wurde er von ihren Söhnen vor dem Parlament mit einer Hundepeitsche verprügelt. Seither führt er den Spitznamen „Hundepeitschen-Schulz". Dom Sondergerichl zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Sondergericht Liegnitz verurteilte den 19- jährigen Schornsteinfegerlehrling Walter Bitte r m a n n aus Bunzlau wegen schweben Diebstahls in zwei Fällen, versuchten Totschlags und unbefugten Waffenbesitzes zu acht Jahren Zuchthaus und acht Jahren Ehrverlust. Bittermann hatte am 15. August d. I. in Dobrau bei Bunzlau in einem Gasthaus «ingebrochen. Als er dort von zwei Frauen überrascht wurde, schoß er aus einem Revolver und verletzt« dabei ein« Frau schwer. Er wurde einige Tage später in Bunzlau verhaftet und legte ein umfassendes Geständnis ab. Bereits am 21. Juli hatte er in derselben Gastwirtschaft «inen schweren Einbruchsdiebstahl verübt und dabei etwa 80 Mark erbeutet. Falschmünzerbande verhaftet. Seit einiger Zeit tauchten in Berlin auffällig viel falsche Fünf - und Zweimarkstücke sowie Fünfzig-Psennigstücke auf. Die Kriminalpolizei ermittelte jetzt als Haupttäter einen wegen Falschmünzerei bereits mehrfach vorbestraften Mann namens Kaiser, der seinen Strafurlaub aus einem mitteldeutschen Gefängnis erneut zur Herstellungvon Falschgeld benutzt hatte. Kaiser und mehrere Helfershelfer, die ebenfalls sämtlich vorbestraft sind, konnten festgenom- men werden. Auch gelang es, die Schlupfwinkel der Täter auszuheben. Man fand zahlreiches Falschgeld und Gerätschaften, die zur Herstellung der Falschstücke gedient hatten. Die Täter sind weitgehend geständig. Grohfeuer in der Laubenkolonie. — Ein Mann verbrannt. In einer Berliner Laubenkolonie brach in einer der letzten Rächte ein Grohfeuer aus, durch das in ganz kurzer Zeit drei Wohnlauben, vier Stallgebäude und mehrere Bretterstapel i n Asche gelegt wurden. Mit fünf Schlauchleitungen wurde bis in die frühen Morgenstunden gelöscht. Bei den Aufräumungsarbeiten wurde die Leiche des Händlers Ferdinand Richter verkohlt aufgefunden. Eine 59jährige Händlerin, Emilie Ober, wurde so schwer verletzt, daß sie unverzüglich ins Krankenhaus gebracht werden mußte Mitverbrannt sind ferner ein Pferd, zwei Schweine, zwei Hühner und zahlreiche Kaninchen. Die Brandurfache konnte noch nicht geklärt werden. M ü n ch e n, 7. Sept. (TU.) Im überfüllten Zirkus Krone sprach am Mittwochabend Adolf Hitler über die innerpolitische Lage. Unter stürmischem Beifall erklärte Hitler: Wir lassen Euch nicht zur Macht kommen, und wenn Ihr den Reichstag zehnmal auflöst. Diese alten Exzellenzen werden pns nicht mutlos machen können. Ich bleibe bei meinem Eid. zu dem Ihr mich gezwungen habt. Ich bleibe streng verfassungsmäßig. Das könnte Euch passen, uns von der Verfassung wegzulocken. Wir bleiben bei der Verfassung. Allerdings, wir werden sie auch ab- ändern, aber verfassungsmäßig. Wenn Ihr uns vorwerft, daß wir den Parteistaat erhalten wollen, so antworten wir: Wir wollen den deutschen Volks st aat retten. Mit dem neuen Rettungsprogramm Papens rettet man nicht das deutsche Volk, sondern höchstens ein paar Banken. Scharf wandt« sich Hitler gegen Papen wegen der Verurteilung der Beuthener S A. - L e u t«. Hitler erklärte: „Dreihundertfünfzig Rationalsozialisten sind getötet worden. Auch nicht ein Mörder wurde dafür geköpft. 40 000 sind verletzt worden. Mir ist nichts davon bekannt, daß man jemanden dafür mit dem Tode bestraft hätte. Es ist mir nicht bekannt, daß in Polen jemals fünf Personen zum Tode verurteilt wurden, weil sie einen Deutschen erschlagen haben, der zahlreiche Polen gemordet hat und den polnischen Staat vernichten wollte. In unserem Reich, das wir errichten, werden nicht fünf Deutsche wegen eines polnischen Mörders zu>m Tode verurteilt. (Stürmischer Beifall.) Herr von Papen hat von Gerechtigkeit gesprochen. Das ist in meinen Augen nicht Gerechtigkeit, sondern Wahnsinn. Bei mir erlischt die Kameradschaft nicht, auch wenn die Kameraden einmal einen Fehlgriff machen. Glaubt ihr, daß man im Kampfe eure Paragraphenregister immer dabei hat? Aleber Soldaten können nur Soldaten zu Gericht sitzen und über Kämpfer in einer Freiheitsbewegung können nur Mitkämpfer zu Gericht sitzen. Die anderen verstehen das gar nicht. Erst belegt man die Beuthener SA.-Leute mit einem Todesurteil und dann kann man dieses Air teil nicht aufrecht erhalten. Run begnadigt man sie zu ^lebenslänglicher Zuchthausstrafe. Glaubt ihr wirklich, daß dieser Spruch bleibt, daß es so lange dauert, bis wir in Deutschland zur Macht kommen? Wir werden zur Macht kommen (stürmischer Beifall) und werden unsere Kameraden vor ein Tribunal stellen und untersuchen, wie weit sie wirklich gefehlt haben. Dabei werden wir ausgohen von dem fundamentalen Grundsatz, daß das Leben der Ration wichtiger ist als'alles andere. Mit dieser politischen Führung in Deutschland können wir niemals zusammengehen. Herr von Papen begreift nicht, warum die SA.-Leute auf mein Telegramm an die Beuthener Verurteilten nicht sofort von mir Weggehen. Wenn Herr von Papen im Kriege gewesen wäre, anstatt auf der Botschaft in Reuyork, wenn er in den dreizehn Jahren statt im Herrenklub bei uns gewesen wäre, würde er dies verstehen. Polen hat über 900 000 Deutsche ausgrwiesen. Wieviel« Polen hat Deutschland ausgewiesen? Es hat Hunderttausend« hineingelassen. Wenn Herr von Papen glaubt, die Nationalsozia^ listische Partei wächst nicht mehr, so erwidern mir ihm: Die Partei wächst, bis der letzte Deutsche erwacht ist. Wenn sie morgen den Reichstag auflösen, so freue ich mich heute schon auf den Kampf, der dann beginnen wird. Man wirft uns vor, wir wollten jetzt plötzlich mit anderen Parteien eine Koalition bilden. Darauf sagen wir: Wir wollen mit anderen Parteien die Rechte des Volkes wahren, wenn es schon nicht anders geht. Wir schrecken vor gar nichts zurück. Wenn Hugenberg sagt bann geben Sie (Hitler) Ihre heiligen Parteigrundsätze preis, so erwidere ich: Ich habe sie immerhin 13 Jahre lang hochgehalten und ich halte sie auch im 14. Jahre hoch. Nur will ich nicht, daß wegen unserer Grundsätze vielleicht heute ein System zur Macht kommt, das am Ende alles zerstören würde. Und wenn andere sagen, Sie hätten annehmen müssen, warum taten Sie das nicht?, so sage ich: Ja, meinen Sie denn wirklich, daß unsere Bewegung für ein paar Ministerstühle feil ist? Glauben Sie, daß ich überhaupt um einen Titel buhle? In meinem Testament wird einmal stehen, daß ich mir verbitte, daß auf meinem Grabstein etwas anderes steht, als „Adolf Hitler". Meinen Titel schaffe ich mir mit meinem Namen und mit meiner Eigenart, von niemanden verlangt und geschenkt. Auch Herr Hindenburg kann mir nicht einen Titel geben. (Stürmischer Beifall.) Was heißt für mich schon ein Titel, oder was heißt für mich das Wort Reichskanzler? Ich buhle nicht um einen Titel, den vor mir Herr Müller getragen hat. I ch strebe nur nach der Führung. Der Titel ist mir einerlei. Die Ehre, der Führer der Partei zu fein, ist für mich größer, als ein Kanzler in der bekannten Reihenfolge £u fein. Ich verkaufe die Partei nicht für einen Ministertitel, für einen Titel, den sie mir anbieten. Da kämpfe ich lieber weiter, ein Jahr, zwei Jahre, wenn es fein muß, drei Jahre, und wenn die Herren sagen, wir werden es nicht aushalten, so sage ich, mein großer Gegenspieler, der Herr Reichspräsident, ist 85 Jahre alt und i ch bin 43 Jahre alt und ich fühle mich ganz gesund. Das kann ich den Herren versichern, ich habe die Ueberzeugung, daß mir nichts zustößt, weil ich daran glaube, daß m i ch die Vorsehung für eine Arbeit bestimmt h a t. Ich kann ihnen weiter sagen, daß meine Zähig- teit und Beharrlichkeit durch nichts erschüttert wird, und bis ich einmal 85 Jahre alt bin, lebt Hindenburg schon längst nicht mehr. Wir kommen einmal an die Reihe. Nachgeben werde ich nicht. (Stürmischer Beifall.) Die NSDAP, nimmt den Fehdehandschuh auf, den ihr Herr von Pa- pen hingeworfen hat. Wenn andere sagen, die Verfassung sei überlebt, dann sage ich, die Verfassung hat jetzt erst ihren Sinn, denn jetzt komme ich und der Nationalsozialismus durch diese Verfassung zur Macht. Unter stürmischem Beifall der Versammlung schloß Hitler: „Wir wollen den Kampf durchfechten und wollen sehen, auf wen Deutschland hört, ob auf den Befehl des Herrn von Papen: Das Ganze kehrt: oder auf unser Kommando: Junges Deutschland vorwärts!" NH) Rtz-r *« fie morfl,!\fele [teue ich JJ ben ■ Spinnen 3 kute 6t plöhij* J. • ®an 1”|k,n‘ Sir täti1"’ ®,,n Er-r ertlin VS'loler' ; Qu$ fe«A1 itf)- ga tni "arum DZ ( LQ iere’f,< ah er & 1 mir mit ‘•Kult fSÄS ? «-Wort Reichs, einen Titel hon L t q* ; ’,oen vor *: llrebe nur JjS »st mit einerlei. aii|t bu Partei nicht S A, den sie mir b 6®cit?r-ein 3ch, « \’lCl ^re- und meröen es nicht aus* OB« Segenipieler, der ■ 8-5 Lahre all und ""d-ch kühle mich 1 den Herren Der- uflung, daß mir nichts \ui,e, daß mich bie Arbeit bestimmt °flen, daß meine Zähig. nichts erschüttert wird, 6 al! bin, lebt hindern Wir tommcn ein« -geben werde ich nicht TMP. nimmt br den ihr Herr von fr andere sagen, die Beilage ich, bie Der« ihren Sinn, denn itionflll'ojialismus durch Unter stürmischem 8ti- ß Hiller: „Wir wollen wollen sehen, auf wen Befehl des fierrn von ober auf unser Korn- wrroäris!* iisführWM isi lob et AtheüMrn mit it i|t ein „taufhälti- e Millionen nur wie« |d)idl, damit sie selbst so bitter entbehren, bah es gelingt, dar len, unbeschäsligte Ma« rdütsnisse zu schliehen. dienstpslicht lassen sich schassung sofort inzMung erfolgt durch itenmart welche schon ,ereilet hat. 6ieJj e von rund einer M \ neben die bestehende der erste Ansioh chassung sich QU! .f i L daß auch M eder Arbeit» m« «leisten, verlang 1 mehmer. welcher die vemehrt, für chuß zum Lohn der *mS”rb«*. einen Karen hi-" ft >ur >aß lM '^a7 t-t wurde, 9r^eSr bie beiden ekMVubater 2lnstn, und kein Arzt konnte abkommen. Es war auch nicht erwünscht, um keine Krankheitskeime weiterzuverschleppen. Dr. Andresen schrieb an seinen Bruder und Eva-Marie, und fügte sich. Eva-Marie dankte ihm kurz und freundlich und schrieb ihm, dah sie das Haus Andresen nun verlassen mühte. Die kleine Gerti wäre in ihre Pension zurückgekehrt. Schwester Elisabeth habe sich seinem Bruder als Hausdame angeboten, und dieser habe sie angenommen. Sobald sie, Eva-Marie, wisse, wo sie selbst bliebe, würde sie ihm schreiben. Vorderhand wollte sie eine Reise machen und dann nach Groh-Kubitz zu ihren Verwandten, vielleicht auch eine verheiratet« Freundin für kurze Tage besuchen. Sie las den Brief noch einmal durch und war zufrieden. So konnte sie -reisen, sie sagte leine Unwahrheit, sie wollte ja zu ihrer Mama. Schon weil sie mit ihr von Renate sprechen wollte. (Fortsetzung folgt.) jetzt Marktplatz 8. 6295 A 62q7 D Hinterbliebenen: Familie Karl Martini III. Familie Wilh. Martini II. Familie Gg. Faber VI. 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Kennt nicht jeder von uns Menschen, die er gern in das verwandeln lassen möchte, was sie eigentlich sind: In ein 'Rhinozeros? Kennen wir nicht Politiker, die wir gern Jn einen Papagei verzaubern lassen möchten ' schichte 10 Mk kosten s liehe man in eine Schnecke verwandeln, die statt Windhund-Hennen in England. Rennen von Windhunden nach lebenden Hasen sind ein alter englischer Iagdsport, aber bis vor sechs Iahren hätte niemand gedacht, daß sich daraus ein Rennbetrieb entwickeln könnte, der in England die größte Ausdehnung gewonnen hat Im Iahre 1926 kam der Amerikaner C. A. Munn nach London und schlug vor, daß man die Hunde wen finden, und wenn man Vergleichsmoglichkett l Glauben l«V" Sn fid>“ g°lpr°ch°u. nidjt aber lat Sr lich ferne eigenen Srlebniffe °°re-zählt. KM Lichtspielhaus «Gießen der Millionendieb Gutes Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche Peter Voß,'der Dieb von zwei Millionen.................. Bobby Dodd, der Detektiv, der alles sucht und nichts findet Polli, seine Assistentin, die den Dieb suchtu.einenMann findet Madame Bianca, Mutter der Girltruppe „Mitternachtskatzen “ Henle Donnerstag beginnen die Aufführungen des spannenden Krimi naItonfilms Peter Voß Willi Forst Paul Hörbiger Alice Treu Ida Wüst .mc ■ Feinste Fisch-Filets M Pfund von 40 Pfennig an LLL ff. Brat- und Kochfische Fischhaus »Cuxhaven« Marktstraße 23 6303 a Telefon 2417 menden Erwerbslosen tatsächlich beschäftigt Nachdruck verboten Ohne Gewähr Wirtschaft 6. September 1932 25. Ziehungstag 2 Gewinn« tu 1 0000 M. 1280 194745 234232 345789 349629 331408 341712 343841 143019 141375 137480 26162 2 Prämien zu je 3000, 2 Gc Wer lindert die Not? Abgabe nur an Mitglieder! Konsumverein Gießen u.Umgegend 6292 A e. G. m. b. H. MUMM 6305D Einzelmöbel Louis Vetter Kaiserallee 19. isreitaq Mittwoch Dienstag Anfänger Anfänger Praktiker 21-22 Freitag, 9. 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Pfd. 0.52 .. Pfd. 0.72 .. Pfd. 0.78 Zervelatwurst Blockwurst... Redeschrift Diktat 120-160 Redeschrift Diktat 120-160 Fortbildung Diktat ISOu.höh. Fort- bildunq Diktat 180 u.höh. Hackfleisch........... Prima Mastfleisch.... Kalbfleisch für Ragout Kalbskeule........... la Ochsenfleisch zum Kochen und Braten (mit Beilage) .... Pfd. 0.78 y4Pfd. 0.30 y4Pfd. 0.29 Die Konsumgenossenschaft! Werdet Mitglied! Jede Hausfrau bevorzugt 6E6-Fleisch- und Wurstwaren 167994 168917 181198 216848 244666 266978 296370 321475 358812 394508 kommt: der Wandergutschein. Der ReichSverband für Deutsche Iugenoherbergen hat einen solchen geschaffen. Er ist auf einen Mert von 20 Pf. normiert und soll in erster Linie dazu dienen, die wandernde Jugend zum Sparen für die Wanderzeit zu erziehen. Der neue Wandergutschein, der sich vorzüglich als Geschenk für Fugendliche eignet, ist zur Lösung des Bleiben-Ausweises bestimmt, mit ihm können also in den Herbergen die Llnterkunfts- und Lerpflegungskosten bezahlt werden. Die Gutscheine werden von den Ortsgruppen einzeln oder in Heften zu 10 Stück ausgegeben. Ihre Geltungsdauer ist auf 2 Jahre ausgedehnt. Schon jetzt können sich also die Jugendlichen einen sicheren Fonds für die Wanderungen im nächsten Sommer anlegen. Stundenplan für die am 12. Sept, in der pestalozzl- schule, Nordanlage 18, beginnenden Stenographie - Kurse Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 10. September. Vorabend: 6.30 Uhr; morgens 8.30; abends 7 und 7.40 Uhr. Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Ableilungen I und II __________ Gewinnauszug 5. Klasse 39. Preußisch-Süddeutsche (265. Preuß.) Staats-Lotterie. A.H.S.C.1 Heute abend 8 Uhr Pfund 45 bis 48, von etwa 160 bis 200 Pfund 42 bis 47 Mark. — Marktverkauf: Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig, geräumt. 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" Wenn die Wohlfahrtskugel rollt ... Die Wohlfahrtskugel-Lotterie hält, was fie versprach. Jede zehnte Kugel gewinnt. 21m Mittwochvormittag wurde nun — wie das Wohlfahrtsamt Gießen mitteilt — beim Verkäufer 85 der erste 500-Mark-Gewinn gezogen und ausbezahlt. Insgesamt sind 50x500 Mark $u gewinnen. Zahlreiche 100- und 25-Mark- Gewinne sind vorgesehen. Vom Wohlfahrtsamt wird weiter mitgeteilt, daß die Vorarbeiten für das Gießener Winterhilfswerk bereits im Gange sind, damit auch im kommenden Winter der Rot nach besten Kräften gesteuert werden kann. •* I n 8 0 Minuten um di« Welt. Den Besuchern des Lichtspielhauses, Bahnhofstraße, wird am Sonntagvormittag in einer Kulturfilmvorstellung Gelegenheit geboten sein, im Geiste durch den Film — eine 'Keife um di« Erde nachzuerleben. Fairbanks Douglas Hut «inen Film gedreht, der in alle Welt führt und «ine Fülle Der Abenteuer widerspiegelt. 20 000 Meilen werden im Flugzeug zurückgelegt. Die entlegensten Stellen wurden für die Aufnahmen gewählt. China, Japan, Indochina, Hawai bilden die natürlichen Hintergründe in diesem Film. Der Bildstreifen stellt eine eigenwillige Reportage dar, in der sich die interessarttesten Bilder der Welt zu einem geschlossenen Ganzen verdichten. Rähe- res ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. ** DerLandesverband derObst-und Gartenbauvereine in Hessen hält seine diesjährig« ordentlich« Generalversammlung am Sonntag, 9. Oktober, in Aicder-Ingelheim ab. Reben geschäftlichen Beratungen steht ein Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Schindler von der staatlichen Höheren Gärtnerlehranstalt Pillnitz in Sachsen auf der Tagesordnung. Er wird ür*er die Bedeutung der Obstunterlagenfrage für dic Daum- schul- und Obstbaupraris sprechen. *’ Bestandene Stenographen-Prü- f ungen. Die Prüfung für Geschäftsstenographen bei der Industrie- und Handelskammer Gießen haben folgende Mitglieder der 1. Reichskurzschriftgesellschaft Gießen mit Erfolg bestanden: 180 Silben: Iohanna Bohl; 150 Silben: Anne- mie Steinberger, Karl Berg; 120 Silben: Otto Wilhelm, Hermann K r ö ck e r und Karl Drce. Sie 1. Reichskurzschriftgesellschaft Gießen veranstaltet am Dienstag, 13. September, 19 Uhr in der Pestalozzischule, Rordanlag« 18, für Damen und Herren einen neuen Anfänger-Lehrgang in der deutschen Einheitskurzschrift. Gleichzeitig beginnen zur Fortbildung weitere neue Lehrkurse. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. •* Bargeldloses Wandern der Inge n d. Zu den verschiedenen Einrichtungen des Reisens durch bargeldlosen Zahlungsverkehr — erinnert sei nur an die MER.-Reisegutscheine und die Reisekreditbriefe der Post — kommt jetzt eine weitere, di« d«r wandernden Iugend zugute 324786 335156 362894 44 Gewinn« eu 2000 M. 2414 ------ ------ 167981 IC*. benden Börsenlombards hat der Börsenvorstand heute beschlossen, daß die Hälfte der Summe am 30. September endgültig fällig wird, während die Fälligkeit der anderen Sätze auf den 31. Oktober hinausgeschoben wird. Natürlich ist damit zu rechnen, daß auch ein großer Teil der am 30. September fälligen Gelder freiwillig prolongiert wird. Frankfurt erst unsicher, dann fester. Frankfurt, 8. Sept. (WTB. Drahtmeldung.) Die heutige Börse war nach einem unsicheren Beginn im Verlaufe wieder überwiegend befestigt. Anfangs kamen noch einige Publikumsverkäufe zur Ausführung, die aber schlank ausgenommen wurden, obwohl die Kursbildung nicht ganz einheitlich war. Die glatte Aufnahme des herauskommenden Materials bewirkte bei der Kulisse wieder Deckungsneigung, daneben sollen aber auch wieder kleine Kauforoers der Kundschaft Vorgelegen haben. Die innerpolitische Lage wurde trotz der ziemlich sicher erscheinenden Reichstagsauflösung nicht ungünstig beurteilt, weil man anderseits für die neue Wahl andere Methoden zur Anwendung bringen will. Auch die wieder befestigte Haltung an der Neuyor- ker Börse verfehlte ihren Eindruck nicht, ebenso wie die neuerliche Entlastung am Arbeitsmarkt. 3m Vergleich zu der schon etwas erholten Abendbörse traten im Durchschnitt Besserungen von 0,50 bis 1 v. H. ein. Mehr befestigt waren vor allem Kunstseideaktien mit Erhöhungen von 3,50 bis 4,50 v. H. Mansselder lagen Bergbau plus 4,50 v. H., Goldschmidt plus 3,75 v. H. und Süddeutsche Zucker plus 3,50 v. H. Elektro-, Chemie- und Montanaktien gewannen durchweg von 0,50 bis 1 v. H., Harpener, Phönix und Rheinstahl waren etwas stärker erhöht und zwar bis zu 1,75 o. H. Fest eröffneten noch Reichsbank, Zellstoffaktien, Contigummi, Deutsche Linoleum, Salzdetfurth und Holzmann, bei denen Erhöhungen von 1,50 bis 2,25 v.H. zu verzeichnen waren. Schiffahrtswerte lagen uneinheitlich, doch hielten sich die Veränderungen im Rahmen von 0,25 bis 0,50 v. H. Nach den ersten Notierungen war die Haltung allgemein etwas fester, wobei überwiegend Erhöhun- gen bis zu 1 v. H. eintraten. Deutsche Anleihen eröffneten zunächst gut behauptet, unterlagen aber später mehrfachen Schwankungen. Reichsschuldbuchsorderungen gewannen 0,50 v.H. Don fremden Werten gewannen Rumänen bis zu 0,30 v. H. Am Pfandbriefmarkt ergaben sich teilweise leichte Erholungen, teilweise blieben die Kurse unverändert. 3m übrigen ergaben sich keine größeren Veränderungen. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 8. Sept. Auftrieb: 161 Rinder 978 Kälber, 273 Schafe, 467 Schweine. Es mürben notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 41 bis 44 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 40, geringe Kälber 28 bis 34; Schafe: Maft- lämmer und jüngere Masthämmel (Weidemaft) 24 bis 27, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 19 bis 23; Schweine: voll- fleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 45 bis 48, von etwa 200 bis 240 Grube 6296 d Torfmisi billig zu verkaufen. A. Lyncker Bahnamtl. Spedition. 1 Büchergestell, ein rund. ob. ov. Tisch, 1 Vertiko, 1 Gasherd, gebraucht, zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. unt. 05161 a. d. G. A [Ver^hiedenes] Ges. ein Darlehen v. 3000 RM. auf eine schuldenfr. Landwirtschaft von 22 Morgen auf erste Hypothek.Nah.nach Ueberemk.Schr.Ang. u.0ö154ach.G.Anz. • M. Hensoldt & Söhne. Optische Werk«, AG., Wetzlar. Die GB. der M. Hensoldt & Söhn«, Optisch« Werke, AG., Wetzlar, genehmigte den Abschluß für das Geschäftsjahr 1931, der einen Verlust von 104 000 Mark aus- weist. Dieser erhöht sich um den Verlustvortrag aus 1930 auf 213 000 Mark. In der Bilanz erscheinen u. a. (in Mill. Mark): Immobilien 0,35, Wechsel 0,03, Banken 0,02, Außenstände 0,19, Borräte 0,37, auf der anderen Seite Hypothek 0,35. Schulden 0,12. AK. 720 000 Mark. Der AR. wurde wie folgt wieder- bzw. neugewählt: Geschäftsleiter A. Kotthaus, Geschäftsleiter P. Henrichs, Syndikus Dr. Fischer, sämtlich in Iena, Direktor G. Hok«, Frankfurt a. M., RA. Dr. 2. Schauen, RA. Dr. A. Lang, beide in Wetzlar. Berlin wieder erholt. Berlin, 8. Sept. (WTB. Funkspruch.) Zweifellos hat die Kursbewegung der gestrigen Börse bei der Kundschaft stärkere Zurückhaltung ausgelöst. Teilweise befürchteter, stärkerer Derkaufdruck blieb aber zu Beginn des heutigen Verkehrs aus, so daß die Rückkaufneigung der Spekulation eher zu weiteren Kurserholungen führte. Eine gewisse Anregung ging von dem weiter entlasteten Arbeitsmarkt, den höheren Eisenexportpreisen und dem wieder festen Neu- york aus. Die innerpolitische Unsicherheit blieb demgegenüber ohne stärkeren Einfluß. Da auf einzelnen Marktgebieten auch noch etwas Ware herauskam, konnten die festeren Taxen des Vormittagverkehrs nicht immer erreicht werden, doch eröffnete die Börse im allgemeinen recht widerstandsfähig und etwa auf der Basis des Frankfurter Abendniveaus erholt. Das Geschäft war ziemlich ruhig. Verschiedene Spezialpapiere erschienen heute wieder mit 'Plus-Plus- Zeichen, wie z. B. Hansadamm, Klöcknerwerke, Mans- felber, Goldschmidt usw. Aber auch sonst konnten sich gestern besonders stark gedrückte Papiere meist mehr- prozentig erholen. Ueber 3 v. H. gebessert sind zu nennen Thüringer Gas, Kunstseideaktien, Feldmühle, Deutsch-Atlanten, Süddeutsche Zucker, Chadeaktien, HEW., RWE., Contigummi und Salzdetfurth. Auch Kohlenwerte waren trott Beendigung des belgischen Kohlenarbeiterstreiks gefragt. Im Verlaufe setzte sich dann, ohne daß das Ge- schäft allerdings eine nennenswerte Belebung erfuhr, ziemlich allgemein eine Erholung durch. Auch am 'Rentenmarkt wurde es nach anfänglicher Unsicherheit im Verlaufe eher fester. Deutsche A n - leihen unter Führung der Neubesitzanleihe hatten lebhafteres Geschäft, Reichsschuldbuchforde- rungen konnten nach behauptetem Gewinn etwas anziehen, und auch bei den variablen Industrieobligationen wurden die bis zu 1,5 v. H. betragenden Anfangsverluste zum Teil wieder aufgeholt. Goldpfandbriefe, Kommunalobligationen undLand- schaften tendierten meist schwächer. Stadtanleihen lagen unregelmäßig. Auslandrenten lagen uneinheitlich, Bosnier und Mazedonier eher fester, dagegen neigten Mexikaner und Rumänen zur Schwäche. Am G e l d m a r k t war die Situation vollkommen unverändert, die Sätze wurden auf gestriger Basis genannt. Hinsichtlich der Abwicklung der noch schwe- „Haarglanz" heilt erkranktes Haar! 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