«MM links), Kandidat der Demokraten, auf seiner Freitag, 1. Moder 1952 182. Jahrgang Ht. 256 Erstes Stall Deutschland vor seinem Eintritt in den Völker- Der pkäsidenlslbasts-WMamps in Amerika Berlin, 6.Okt. (TU.) Der englische Geschäftsträger in Berlin, Rewion, suchte am Donnerslagnachmillag das Berliner Auswärtige Amt auf und teilte mit, daß die englischen Bemühungen um das Zustandekommen der Fünf-Mächte-Konferenz zur Besprechung der deutschen Gleichberechtigungsforderung weitergingen. Entgegen der allgemeinen Annahme hat er nichts davon mitgeteilt, daß die englische Regierung beabsichtige, ihren Vorschlag auf Abhaltung einer Konferenz zurückzuziehen. In Paris hat der englische Botschafter Lord Tyrrell am Quai d'Orsay im Austrage seiner Regierung mitgeteilt, dah der ursprünglich in Aussicht genommene Zeitpunkt für den Zusammentritt der geplanten Londoner Konferenz bis auf weiteres vertagt worden sei. Die Besprechungen zwischen London und Paris würden jedoch im freundschaftlichen Geiste fortgesetzt. In einer vom Reuterschen Büro um Mitternacht ausgegebenen Meldung heiht es, von zuständiger Seite werde zu dem plan einer I Konferenz zu Fünfen mitgeteilt, dah d,e britische Regierung ihre Besprechungen mit den anderen Mächten fortsehe und Vorbehalt- los an ihrer Arbeit festhalte, eine Zusam- Annahme von Anzeigen für die Tagesnumwer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mrr> Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» Klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°/« mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton vr H.THyriot,' für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigentett Max Filter, sämtlich in Gießen. un|er jöuü Ankunft in Seattle, bei der er Die Deget|tenen uuuuuu . rnenkunst herbeizuführen, sobald eine solche zustande- I gebracht werden könnte. wie havas aus Gens berichtet, halte man es nunmehr auch für sicher, dah der Zusammen- tritt des Vorftandes der Abrüftungs- k o n f e r e n j, der für den 10. Oktober vorgesehen war, verschoben werde, wahrscheinlich werde | Henderson, bevor er diese Sitzung aufs neue anberaume, ab wart en, wie die französisch-eng- lifchen Verhandlungen über die Fünferkonferenz verlaufen. Oie Kleinen wollen auch dabei sein. Genf 6. Okt. (WTB.) Das Journal de Geneve" meldet, dah die Vertreter Belgiens, Polens und der Tschechoslowakei einen «chritt bei dem französischen K r i e g s m i n i st e r unternommen hätten, um ihm zu erklären, dah sie als unmittelbare Nachbarn Deut sch - la n ds an der Frage der Gleichberechtigung d i- rett interessiert seien und daß diese Frage nicht unter ihrem Ausschluß von den großen Mächten allein behandelt werden dürfe. Die Erklärungen der drei Machte seien dem französischen Ministerpräsidenten übermittelt worden. Von polnischer Seite wird hierzu erklärt, daß Polen einen solchen Schritt nicht unternommen hat. Für und wider Hoover. Das Echo der ersten Wahlrede des Präsidenten. Washington, 6. Okt. Hoovers erste Wahlrede findet in der amerikanischen Presse • r t e Aufnahme. Von den demo- krattschen Blättern wird sie scharf kritisiert, weil he teine neuen Ideen dringt sich für die Derbehal- una der verhängnisvollen Zollmauern ausspreche 3 ;n bezug auf die alliierten Schulden lediglich L?von Äfred Smith längst skizzierten Plan ko- p^re Die Farmer seien nach den vier Iahren Minderheitendebatte in Genf. Deutschland fordert Verbesserung des Minderheitenschutzes der Amtsführung Hoovers schle chter dran als zuvor, der Zolltarif habe ihnen nicht geholfen. Auch einige republikanische Zeitungen ge- sx>7i »u daß d i e s e e i n e A e d e n i ch t g e n u g e, um das Anschwellen der Flut bei Roosevelts Anhängern zu verhindern, andere dagegen Plädieren W-, daß man Hoover, der die Grundlagen zur Erholung gelegt habe, ®ele gen hei 5" ruhigem W e i t e r b a u gebe. Für ihn» spreche besonders, dah er nicht schöne Versprechungen mache, und wie Roosevelt es tue, mitR edens a r t e n von' angeblichen Allheilmitteln um sich werfe. Genf, 6. Ott. (WTB. Funkspruch.) In der politischen Kommission der Völkerbundsversannn- lung stand heute auf Antrag der deusichen Re- aierung die allgemeine Lage der Minderheiten zur Dehandlung. Der Führer der deutschen Delegation, Gesandter von Rosenberg, führte u. a. aus: Bei den Beschwerden, die die Minderheiten an die Organe des Völkerbundes richten, wird der Petent bekanntlich nicht als Partei angesehen, so dah ihm kein Anspruch auf Gehör im Laufe des Verfahrens zugebilligt wird. Insbesondere wird ihm keine Gelegenheit gegeben, zu den Bemerkungen der beteiligten Regierung Stellung zu nehmen. Demgegenüber ist es höchst beachtenswert, wenn die International Law Association zum Ausdruck gebracht hat, dah der Grundsatz „a u d i a t u r et altera pars" auch dann Anerkennung ftnden müsse, wenn man das Petitionsverfahren nicht dem ordentlichen Rechtsgang angleichen wolle. Dem Petenten als dem Schwächeren darf nicht zugunsten der beteiligten Regierung als dem Stärkeren das letzte W o r t v e r s a g t wer- den. Der zweite Punkt ist die Lang! am kett der Erledigung von M i n d e r h e i t s - | beschwerden. Sehr oft wurden die Schwierigkeiten gerade durch die Langsamkeit des Verfahrens vor dem Völkerbund vergrößert Rur in den wenigsten Fällen erfährt d Oe ff en t- lichkeit, zu welchem Ergebnis das Verfahren vor den Dölkerbundsinstanzen bei der Prüfung von Minderheitsbeschwerden geführt hat. möchte, so fuhr der deutsche Vertreter fort des weiteren zur Erörterung stellen,.ob es nicht ratsam sei, den Instanzen des Völkerbundes ein permanentes Gremium von Persönlichkeiten zur Verfügung zu stellen, die über die notwendige Sachkenntnisund Erf ahrung verfügen und nicht von d e R e g i e - runge'n abhängig und. Ich glaube daß bei einer wirksamen Garantie des Minderheiten schutzes durch den Völkerbund die sich gegenwärtig vollziehende größte geistige Auseinandersetzung über das Verhältnis zwischen Volk und Staat in ruhigen und gedeihlichen Bahnen verlausen wird. Die Rationalitätenfrage ist nicht ein Problem zwischen zwei Staaten, sondern zwischen zwei Völkern. Es handelt sich um die Frage des Verhältnisses zweier Kulturen zueinander. Die Aussprache. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vn-ck Md Verlag: vriihi'iche Unitw^Bud,. unö Steindrucke«. N. Lange w Siegen. Schrlst.ettung und S°sckM« Schu'«ratze^ Der Schutz der Dkinderheiten, den der Völkerbund übernommen hat, ist neben der Abrüstungsfrage eines der traurigsten Kapitel m der Geschichte des Völkerbundes. Der Minderheitenschutz steht nur als Programm im Völkerbundspakt. In der Praxis reiht sich ein Versager a n de n anderen, weil das Problem des Minderheitenschutzes niemals vom juristisch sachlichen Standpunkt, sondern stets vom politischen Standpunkt aus behandelt worden ist. Selbst, wo Die Dinge so klar lagen, wie seiner Zeit anläßlich der unerhörten Vorgänge bei den Wahlen in Polnisch- Oberschlesien, vermochte sich Der Rat nicht zu einer klaren Entscheidung aufzuraffen. Er hat Polen nur eine gelinde Rüge erteilt, aber keine Garantien i gegen Die Wiederholung solcher Vorfälle zu schaffen vermocht. Derselbe Herr Z a l e s k i, der Damals die traurige Aufgabe hatte, Die polnischen Blutakte m Oberschlesien als Vertreter Polens zu oerteiDigen, wird schon jetzt wieder die Ehre haben, Polen im Völkerbundsrat zu vertreten. Polen, gegen Das fast ständig im Völkerbund Beschwerden wegen seiner Politik der Unterdrückung der Minderheiten laufen, ist wieder Rats Mitglied geworden. So wird hier der Hauptangeklagte zum Richter gemacht. Kem Wunder, wenn man in Polen von dieser Entwicklung der Dinge sehr befriedigt ist und die Polen in Genf Den Kopf sehr hoch tragen. Herriot macht sich lächerlich. Eine Kostprobe aus dem Inhalt der französischen Aktensammlung über die deutschen Geheimrüstunacn. L o n d o n, 6. Ott. (TU.) „Daily Herold" macht Andeutungen über den Inhalt der französischen Aktensammlung über die angeblichen deutschen Geheimrüstungen. 11. a. werde in den Akten festgestellt, was alle Welt wisse, nämlich daß das deutsche Heer mit Papptanks unö anderen „verbotenen Waffen' ube. Hieraus werde die Folgerung gezogen, daß Deutschland auchBe stände anwirklichen Tanks usw. haben müsse. Ferner werde Klage darüber geführt, daß die deutschen Polizeikräfte in weitem Ausmaß auf militärischer Grundlage organisiert seien und zusammen mit der Reichswehr „Stoßtruppen bilden. Ihr Vorhandensein beweise eine Angriffsabsicht Deutschlands. Der Stahlhelm und ähnliche Organisationen wurden eme Reserve von 600000 „ziemlich ausgebildeten" Leuten stellen, von denen man glaube, dah sie moderne militärische Ausrüstung hätten. Weiter werde in den französischen Akten erklärt, daß Deutschland genügend leichte Waffen - Maschinengewehre und leichte Artilleriewaffen, die unter dem Versailler Vertrag erlaubt seien, für ein Heer von 800 000 Mann — habe. Die Zivilflugzeuge könnten sofort in Bombenflugzeuge verwandelt werden. Die wenigen erlaubten schweren Festungsgeschutze könnten sofort mobil gemacht und die landwirtschaftlichen Zugmaschinen sofort in Tanks verwandelt werden Der Genfer Berichterstatter des Blattes schreibt hierzu daß Herriot seine Absicht, die Aktensammlung dem Bölkerbund vorzulegen, sich klugerweise noch einmal überlegt habe, denn sie seien keine Schriftstücke, die im Ern st als Grundlage für eine Völkerbundsuntersuchung hätten dienen können. Neue Kämpfe in der Mandschurei. Moskau, 6.Okt. (TU.) Nach Meldungen aus Der Mandschurei haben chinesische Freischärler sämtliche Verbindungen westlich von Tsit- s i f a r gestört, so daß die Stadt zur Zeit prah tisch von Der Welt abgeschnitten ist. Auch der Eisenbahnverkehr von Chardin nach dem Westen ist unterbrochen worden. Eine 10000 Mann starke Abteilung der Freischärlergruppen hat die Stadt W a n g t a o nordwestlich von Chardin besetzt. 'Nach Mitteilungen Charbiner Zeitungen wird Tsitsikar in aller Eile befestigt. In der Aussprache, die sich an die Ausführungen des deutschen Vertreters anschloß, gab zunächst der Vertreter I u g o s l a w i e n s im Rumen Griechenlands, Polens, Rumäm^is, der Tschechoslowakei und Jugoslawiens die Erklärung ab daß die genannten Länder es ab le Ynen müßten, die Rechte, die die Minderheitenvertrage, ausschließlich dem Bölkerbundsrat Vorbehalten würde, der Volkerbundsver- I s a m m l u n g und der politischen Kommission zu I übertragen. Sie stünden demgemäß auf dem Standpunkt, dah die heutige Verhandlung nicht den Gegenstand einer Resolution bilden dürfe, die der Dölkerbundsversammlung überwiesen wuroe. Der Delegierte Norwegens A n dw o r forderte den Ausbau des Winderheitenschuhverfahrens und stimmte weitgehend den Anregungen! des deutschen Delegierten erklärte, daß das Recht Der Ratsmitglieder, eine Frage vor den Rat zu bringen, in keiner Weise eingeschränkt werden dürfe. And- wor machte den Vorschlag, daß die Dreierkomi. kees in ihren Berichten dem Rat nicht mir die Tatsachen, sondern au$ Die Motive schildern sollten. Der Vertreter Dänemarks schloß sich weitgehend Den Anregungen Des norwegischen Delegierten an. Der Vertreter 11 ngarns erklär^ seine llebereinstimmung mit Den Ausführungen Des deutschen Delegierten. Ein polnischer Gegenstoß. Wand hätt an seinem konserenzvian fest. Das Datum des Zusammentritts verschoben. — Die Verhandlungen mit Hernot gehen weiter. Der polnische Außenminister Z a l e f k' führte u. a. aus, Daß man bei Schaffung des Minder Heidenschutzsystems bezweckte, .unter Aufrechterhat tung Der Reckte Der Ratsmitglieder zeDe Direkte Intervention Der Staaten auszu- schalten. Man habe damals geglaubt, daß Die Minderheiten abseits aller p o l i t i s ch e n I Bewegungen behandelt werden konnten. Vie I Erfahrungen Der letzten Jahre hätten gezeigt daß Dies nicht Der Fall sei. Auf keinen Fall könne Die polnische Regierung Der Schaffung eines stan- Diqcn Minderheiten-Ausschusses beim Völkerbünde zustimmen. Die Aufgabe für den Völkerbund sei, Die Reckte Der MinDerheiten zu schützen. Der Vol- | terbunD könne diese Ausgabe jedoch nur erfüllen, menn zwei Bedingungen allgemein angenommen worden seien: 1. Schutz sämtlicher Minderheiten; 2 Die Klagen Der Minderheiten Dürfen niemals von irgendwe' )en außerhalb liegenden Beweggründen beeinflußt werden. In Denjemgen Staaten, Die sich heute als die besonderen Beschützer Der Minderheiten aufwerfen, müßten jetzt vor allem Minderheiten- schutzbe stimm ungen geschaffen werden. Unerträglich sei auf die Dauer der Zustand in einem Staat der die Minderheitenschutzverpflichtung an feiner Ostgrenze übernommen hat, wahrend seine eigenen Minderheiten an feiner West grenze im benachbarten Staat °hn° j°d°n Schutz (««■ M-ich° unterwirst sich jeder Kontrolle Der Vertreter Deutschlands, v. Rosenberg, erklärte schliehlich in Deutscher Sprache noch einmal, Dah Die Verallgemeinerung Der Minderheitenfrage auf keinen Fall die Voraussetzung für die Lösung der gegenwärtig drängende Fragen der Reugestaltung der Minderheitenschutzverträge bilden dürfe. Deutschland sei aber durchaus bereit, auch an diesen Fragen Der Verallgemeinerung in positivem Sinne m 11 zu - wirken vorausgesetzt der Einstimmigkeit aller europäischen Staaten. Deutschland könne das um bund, also ohne vertragliche Bindungen, aus Die" sem Gebiet weit borangegangen [et Sie Hemmungen lägen heute also nicht bei Deutschi an D, sondern zur Erreichung dieses Zieles mühte an den Stellen angesetzt werden, an denen heute noch Widerstreben vorhanden sei. Deutschland habe lediglich den Wunsch, eine organische Fortentwicklung des heute bestehenden Verfahrens zu erreichen. Eine wi^- same Lösung der Minderheitenfrage müsse Durchaus im Interesse des Völkerbundes liegen. Wenn die Minderheitenpolitik des Völkerbundes sich als unwirksam erweise, so.würde das Vertrauen in den Völkerbund erheblich sinken. Auch der Tscheche Beuesch gegen die Minderheiten. Die Aussprache schloß unerwartet schnell bereits in Der zweiten Sitzung mit einer langen Rede Des tschechosowakischen Außenministers Benesch, Der an Stelle Der Verpflichtungen Der Regierungen D i e Pflichten Der Minderheiten gegenüber Den Regierungen heroorhob, loyale Ausführung Dieser Verpflichtungen forDerte und Die Regierungen Davor warnte, in Der gegenwärtigen Krise aller Demokratischen Einrichtungen Durch eine neue Aufrollung Der Minderheitenfrage Die Krise nach weiter zu verstärken. Der Völkerbund habe Die Aufgabe, den Regierungen zu helfen und diese gegen Die MinDerheiten zu stützen. Erscheint täglich, autzer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monats=Be5ugspteis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. 8emfprcd)anfd)lüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. müsse für alle Minderheiten gelten. Eine gewisse Gruppe von Minderheiten hätte heute eine F u 11 e von Rechtsgarantien, während andere Minderheiten ohne jeden Schutz seien. Der französische Senator -Verenger verteidigte die Minderheitenpolitik des Dockerbundes und erklärte, daß das bestehende Minderheitenverfahren durchaus ausreichend sei. Ser Vertreter Englands, Lord Robert C e c iJ, suchte sodann eine vermittelnde Linie zu finden und betonte im Gegensatz zu der polnischen Auffassung die u n b e d i n g t e Z u st ä n di g kett der Vollversammlung und des 6 Ausschusses zu den Minderheitenfragen. Lord Cecil wandte fass S-8ÄMSI nESä?®« auf alle Staaten. __________ 1 __ ■ N -iAU' Aus Der Provinzialhauptstadl die fand Beamienrätewahlen bei her Deutschen Reichsbahn. Cosmo machte das dümmste Gesicht von der Welt. „Der Teufel soll mich holen, aber ich weiß nicht, wie sie das gemacht haben kann!" Den ganzen Tag lief Cosmo mit wirrem Kopf umher, und schließlich kam er zur Erkenntnis: „Das Hundeoieh muß etwas zu bedeuten haben! Aber was nur, zum Teufel!" Die RSDAP hat einen eigenen Reichswirt- schaftsrat gebildet, der als oberstes Organ für alle wirtschaftlichen Fragen allgemeine Grundlinien der gesamten Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik festzulegen hat. Zum Vorsitzenden wurde Gottfried Feder, zum 2. Vorsitzenden Walther Funk ernannt. „Was bringen Sie?" fragt der Leiter der Geheimabteilung. Die Erhöhung wird mit der gespannten politische» Lage begründet. Ein Teil ber Summe soll zum Ausbau der Marinefliegerei Verwendung finden. * Der Presseattache der französischen Botschaft in Berlin, Professor Hesnard, der namenllich in der Zeit der Briand-Stresemannschen Zusammenarbeit als Dolmetscher eine Rolle gespielt hat, verläßt sei- nen Posten, um das Rektorat der Universität Grenoble zu übernehmen. „Ein künstliches Hundeauge!" Und Cosmo greift in die Westentasche und legt den kleinen Gegenft auf den Tisch. Die Nachricht, die Reichsregierung plane den Ab- bau von etwa 20 deutschen Konsulaten, trifft, wie amtlich erklärt wird, nicht zu. Ein derartiger Abbau ist nicht beabsichtigt. Wenn überhaupt die Einziehung von einzelnen Konsulaten in Frage kommt, so wird deren Zahl auch nicht entfernt an 20 heranreichen. Ministerialdirigent Brandenburg von dem Veichsverkehrsministerium wird heute von 18-30 bis 19 Uhr im Rundfunk einen Vortrag halten über das Thema „Was bedeutet der deutsche Gleichbercchtigungsanspruch auf dem Gebiete der Luftfahr t". Aus aller Welt. Autounglück in Danzig. — vier Schwerverletzte. Dieser Tage machten Ingenieure des Trohl» Werkes in Danzig mit einem reparierten polnischen Kraftwagen eine Probefahrt durch das Seebad Heubuüe. In der Seebadsstraße geriet das Auto ins Schleudern, überschlug sich zweimal und blieb auf dem Bürgersteig liegen. Die vier Insassen wurden sehr schwer ver» le tz t. 3toei von ihnen Schweben in Lebensgefahr. Um vorübergehender Arbeiter wurde von dem stürzenden Auto erfaßt und erlitt einen Oberarmbruch. Ein deutscher Chauffeur in Südtirol verurteilt. Der Ravensburger Chauffeur Karl Steuber, der im August dieses wahres mit seinem Autobus aus Ravensburg bei Mals im Lintfchgau ver- u n glückte, wurde in Bozen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu 3 Jahren 15 Tagen Zuchthaus verurteilt. Ais das Urteil aus dem italienischen ins deutsche übersetzt wurde, brach Steuber ohnmächtig zusammen. Das Unglück hatte fünf Personen das Leben g e k o st e t, 12 waren mehr oder minder schwer verletzt worden. Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft ist ... einzige Behörde bzw. Verwaltung im Deutschen Reiche,^ in deren ganzem Detriebsbereiche Beamtenräte gewählt werden. Die Deamtenver- tretungen anderer Behörden führen die Bezeichnung: Deamtenausschüsse. Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft bezeichnet in dem Deamten- imteerlaß (DRE) vom 22. Dezember 1924 ihre Deamtenvertretung ausdrücklich als Deamtenräte, und die Ausführungsbestimmungen bis zum 31’ 3uli 1932 haben nichts daran geändert. Es gibt drei Arten von Deamtenräten: den Haupt - b e a m t e n r a t bei der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft in Berlin, die Bezirksbeamtenräte im Gebiet jeder Reichsbahndirektion und die OrtsbeamtenWieder fuhr ein hellgrüner Packard-Wagen mit lederbrauner Rückwand der Grenze zu. Wer sollte ihn lenken, als Sibilla Iouhoux? Wer sollte neben ihr sitzen als ein King Charles, ein sehr wertvoller Hund, der auf den Namen Bibi hört? Es nähert sich das Dorf. Die Grenzbarriere kommt in Sicht. Da bremst die Iouhoux rasch den Wagen ab, denn sonst käme es zu einem Zusammenstoß Es stellt sich nämlich ein Motorrad quer über den Weg. Der Fahrer grüßt. „Guten Tag, Fräulein Iou- houx! — Wohin fahren Sie?" „Sie, Herr Kommissar? — Ich mache einen kleinen Ausflug." -„Dann würde ich Sie um eine Liebenswürdigkeit ersuchen: könnten Sie nicht gleich umkehren? Es wäre mir lieber. Sie sind ohnehin schon am Ziele angelangt", meint Cosmo. „Aber mit Vergnügen!" lacht Sibilla zurück. Bibi beginnt zu winseln. Und, ehe sie verhindern können, ist er vom Wagen gesprungen und läuft der Grenze zu. „Bibi! ... Bibi! ..." ruft die Dame. „Dieses verdammte Bibi!" schreit Cosmo, springt wieder auf sein Motorrad und jagt dem Hunde nach Ur hatte ihn wohl in wenigen Augenblicken erreicht, wenn Bibi nicht den Weg über die Wiesen einge- schlagen hätte. Fluchend springt Cosmo vom Rad und nimmt die Verfolgung über die Wiesen auf. Er ist knapp hinter dem Hunde her. doch bevor er ihn erreichen konnte, dürfte das Tier schon über der ^ren^e sein, und dann ist die Verfolgung unmöglich. „Du entkommst mir nicht!" brüllt Cosmo, zieht den X° .Det und schießt. Er fehlt, der Hund macht einen 8l«2rJ9cSf Se'tensprung und entwischt über die Cosmo einen schillernden hÄn ^llt. Er bückt sich und nack^ Än s betrachtet ihn verwundert dreht ihn ? u „ ,/n und steckt ihn behutsam in die - äuruckkehrt, findet er den Packard und mnfe'ÄS n, S Schau von Hunden aller Rassen WERBE-SCHAU — veranstaltet vom 7030 ö Verein Hundesport für Gleflen u.ümgegend beit Fragen Sie 0:792 7QS5D Sonntag, den 23. Oktober, großes Herbst-Preis-Schliefen. - Anfragen sind zu richten an unseren 1. Vorsitzenden, Herrn August Schwan, Gießen, Wilhelmstraße 41 am Sonntag, dem 9. Oktober, im Cafe Leib (Walltorstraße) Beginn um 9 Uhr vormittags. - Jedermann kann seinen Hund gegen eine Gebühr von RM. 1.— begutachten lassen. Die Hunde können nach der Bewertung sofort wieder mitgenommen werden. LNSlbevmauu G.m.b.s. Löberstratze 8 Telefon 2570 71 Keichs-JufOütte nicht rückzahlbar, gibt es für SausKepavatuven und Wohnung Teilung Nützen Sie die günsüge Gelegen- Nach langem schweren Leiden verstarb am Mittwochnachmittag 5 Uhr unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Pate Herr Ludwig Benner im 56. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Becker VII. Familie Georg Heuler Familie Karl Kreiling III. Eberhardt Benner. Alten-Buseck, Wieseck, Frankfurt, den 6. Okt. 1932. Die Beerdigung findet Samstag, den 8. Okt., nachmittags 3'/, Unr statt. Uachkivmes in 7053 D Annerod am Sonntag, dem 9. Oktober, ab 3 Uhr Es ladet ein d e Burschenschaft Wir machen hiermit bekannt, daß Herr Heinrich Schöck, Gießen, Wilsonstraße 8, nicht berechügt ist, das Inkasso für die Victoria zu Berlin, Subdirektion Albert von der Groeben, Kassel, Bahnhofstraße 2, aus- zuüben. Zahlungen sind nur gegen Original-Quittungen itatthaft und würden wir solche gegen Zwischen- Quittungen nicht anerkennen. Diese Maßnahme ist auf verwaltungstechnische Umorganisation zurückzuführen. tmsd BldorMetlWtiuig zu Berlin, Suhöketiioa Kussel. Aufforderung. Betr.: Gewährung eines Reichszuschusses für die Instandsetzung von Wohngebäuden, die Teilung von Wohnungen und den Umbau gewerblicher Räume zu Wohnzwecken. - Um die Höhe der erforderlichen Mittel für die Gewährung von Reichszuschüssen für die obengenannten Arbeiten innerhalb der Stadt Gießen so schnell wie möglich beim Hessischen Ministerium des Innern zum vorgeschriebenen Termin (20. Oktober 1932) angeben und anfordern zu können, werden dlle interessierten Hauseigentümer aufgefordert, zunächst mündliche Anträge in der Zeit vom 8. bis 15. Oktober d. 3. im Städtischen Hochbauamt zu stellen und die schriftlichen Anträge in der oorgeschrie- benen Form alsbald nachzubringen. Es liegt im Interesse der Hauseigentümer und Handwerkerkreise, wenn eine recht große Anzahl von Anträgen schnellstens gestellt wird. 7059C Gießen, den 7. Oktober 1932. Bürgermeisterei Gießen. I. D.: Dr. Hamm. Unsere D Strickwaren sind in Preis und Qualität nicht zu übertreffen. Damen-Pullover (reine Wolle), m. 1g. Arm entzückende Neuheiten 3.95, 4JM), 4.80 Damen-Jacken (letzte Neuheiten), reine Wolle...............4.90, 6.50, 7.50 Damen-Westen (reine Wolle), in farbig und schwarz.........6.50, 7.50, 10.50 Mädchen-Pullover und -Westchen reine Wolle)............. 2.90, 4.20, 4.60 Mädchen-Klubjäckchen (r. Wolle) 4.95, 5.45 Knaben-Sweater und -Pullover (Wolle gern. u. reine Wolle) m. u. o. 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Vereins-Ahend in der „Stadt Lich". An die [7037D Versammlung am Samstag, dem 8.Oktober, um 20.30 Uhr, im Vereinslokal „Aauarium" wird bierm.erinnert. Geflögei- und MeisterschaflsscaieBen N i® Im' Jre ODcnu sie aber in die Villa am PfeEng über- stellten dann war es ans mit dem Schlaraffen- E hon !)Sen sie wieder rechnen müssen. Wenn auch nicht so wie früher, aber doch rechnen. Wie unfein von Fritz, dah er ihr ihr früheres, ke ckes Dasein in Erinnerung gerufen hatte! Und wie hart gemeihelt sein Gesicht war! Er lleh sich nichts abringen, weder im Guten noch im Dösen das sah sie. Zu allen inneren Äantpfen »am noch die Demütigung, daß er ibr heute klipp und klar erklärt hatte, eine Verbindung nut Hilma käme für ihn weder letzt noch später in ^Was sollte sie nur noch sagen? Was konnte sie sagen? Sie muhte doch auf reden Fall erst noch einmal mit ihrer Tochter sprechen, ehe sie dem Stiefsohn etwas Bestimmtes Mitteilen konnte. Mein Gott sie, die Mutter, war durchaus nicht erpicht darauf, dah aus der Anbetung und dem Flirt zwischen dem Sänger und Hilma eine Ehe wurde Denn sie glaubte da eben an kein Gluck. Und um einer bloßen Laune Hilrnas willen diese ganze gesicherte Position aufs Spiel sehen, die man bis jetzt inne gehabt, war ein leichtsinniges Spiel, das man schwer bereuen konnte. Aber was hatte nur Fritz mit dem Sänger? Woher mochte er ihn kennen? Und was für eine Feindschaft bestand zwischen ihnen, daß Fritz sich derart von Altendorf zurückzuziehen wünschte? „Da du dich nicht näher erklären willst, so kann ich dir jetzt im Augenblick leider nicht sagen, wie ich mir meine Zukunft zu gestalten gedenke", sagte sie nach einer Weile. Dann setzte sie noch pinju: „Und Hilma wird sich keine Vorschriften machen lassen. Dazu ist sie eben doch zu alt“ . „Gewiß! Ich verüble ihr das auch keineswegs, nur hier in meinem Hause empfange ich Herrn Altendorf nicht mehr." Angst kroch plötzlich in ihr hoch. Und diesmal war es nicht die Angst um ein reiches, sorgloses Leben. „Wenn ich nur wüßte, was du gegen Altendorf hast. Fritz. Ist es etwas Unehrenhaftes, was dich von ihm trennt?" _____________ 100 Jahre 100 1832/1932 I Winterabende Handarbeit 7060 D Großer die Raume Allgemeiner Verein für Armen- u. Krankenpflege 7032 D Kubier Hanna Kleidung führen 9in<> Afhmotno besonders auch kränkliche. zurückgebliebene unb 163D Pfd. 75 Pf. RASSOL Vollmilch-Block RLgei M Pf., 10 Pf. MV Jetzt Gießener Einheits-Preise G.E.P Ab Samstag vormittag bringen wir Für Besitzerinnen von rfd. Pfd. weich in Ringen .... Pfd. H. Kraft Salomon 7039 A Fernsprecher 3369 Seltersweg Nr. 30 7061 D Schulstr. 4 EIN WEG ZUM SPAREN SCHADE & i FüLLGRABE j 48 80 85 95 95 Stick-, Strick- und Häkelwollen und -Seiden in reichster Farben-Auswahl Die neuen Sachen arbeiten sich leicht und sind alle überaus preiswert EHe General versammlg. findet Freitag, den 14. 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