K'L ft' DTr: § nur Men J®1 Don den -Unter den : 01 Dorzugs. ^utehoff. b«Renet Be. iet9^nb eotqe» e ieÖ* wieder in Zukunft wieder »en, hängt noch mnstez vollkom. Oagseinganges möglich, da die "uUenausträge ele Entwicklung dingen, da man -r ruisijchen Benehmen werde, essingwerks ipfer- und Mest ch fir das ®c. m Mill. Mark WL Mark, von Besitz der Ge- gust stattfinden- ne Zusammen- ; 12:1 aus 0,97 . Anstelle einer das Messingwerk - Mark Kapital gebracht und den r- und Messing- ie neuen Aktien Sher. Deubesih» iesch«, W* irente 6,00 bis [132. M chlverein W bis 71 58,50, ejjg MfDnM 1425 bis ls,7ö. ^heinstahl 51.50, w in brr Wend- den Mallstel- zu verstärk- lerüchte, die von n Lausanne lvis- ihastem Geschäft ) Aeichsbank ge- ,5 Pwz. fester, inet Schluß da- nst 0.25 bis 0,50 n 1 Proz^ nach, est und auf fast Weigerungen ein, )roz. md 3®.- rozent. elte sich erneut utschen An- dbuchforde- 344 ,95 465 'furl a-K ■«**$ i,56 1.49 1.535 12,07 14-4 12.7 1.17 1.32 5.6 13-64 3.0Ö 170,H n & lß 58-68 21.53 16.57$ 8?- 3^ ß,<3 !,'-1 0,327 6,707 13-66 ,057 0,23 3,88 1.57 6.8 'M-. "TzT 58,6b' 81.71 15.« . 16,555 170,54 2b« 74^> A 0 nr.157 Erster Blatt 182. Jahrgang Donnerstag, 7. Juli 1932 GietzenerAiiMger General-Anzeiger für Oberhessen vn'ck und Verlag: vrühl'sche Univel^ttlir-Buch- und Steinöruderei R. Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20° „ mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Bietzen Ertchernl täglich, auher sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gieszener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezngspretr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, zernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drohtnach- richten: Anzeiger Siesten. Postscheckkonto: zronlfurt am IRain 11686. Landnöten. Am Tage ter Ernennung Herriots zum Ministerpräsidenten stand einwandfrei fest, daß sich die französische Delegation in Lausanne weniger von den Wünschen der hinter Herriot stehenden Parteien als i>er großen Rechtsopposition leiten lassen würde. Die Kräfteverhältnisse in der Kammer ließen daS klar erkennen. Tatsächlich versuchte Herriot auch, möglichst weitgesteckte Ziele zu erreichen, was ihm zunächst eine tteine Palastrevolution in seiner eigenen Partei eintrug. Man war hier unzufrieden mit dem Auftreten des Ministerpräsidenten, man war vor allem verstimmt, weil er, der Mann der Linken, unausgesetzt nach rechts schielte und eine Reparationsrechnung aufmachte, die sich streng im Rahmen "es Versailler Vertrages hielt. Der Friede bei den Radikalsozialisten wurde aber wieder hergestellt, er ist jedoch sehr rasch einer neuen Kampfesstimmung gegen Herriot gewichen, die diesmal nicht von der Lausanner Konferenz, sondern von der Aufmachung des neuen französischenCtats ihren Ausgang nahm. Herriot hat zur Ausbalanzierung des Haushaltsplanes gewisse Sparmaßnahmen in Vorschlag bringen müssen, denen er einige Reueinnahmen an die Seite stellte, so daß e i n D e f i z i t von 4,5 Milliarden Franken zu decken war. 3n Goldmark umgerechnet ist das nicht allzuviel, vor allen Dingen schon deswegen nicht, weil der größte Teil der französischen Staatsausgaben der Landesverteidigung zugutekommt, die längst nach allen Richtungen Hinaus- gebaut ist, so dah eine Zusammenstreichung des Heeresetats tue Verteidigung keineswegs benachteiligt hätte. Herriot hat sich aber nur zu einem Bruchteil an den Militär» und Marineetats herangewagt, um es mit der Rechten nicht gänzlich zu verderben. Er hat dafür vor allem eineKür- zung der Personalausgaben in Vorschlag gebracht und nun wieder seine eigenen Parteifreunde und auch die Sozialisten in Harnisch gebracht, die gemeinsam mit den Rechtsparteien im Finanzausschuß die Deckangsvorlage nach allen Regeln der Kunst in Grund und Boden kritisiert haben. Während die Rechte an der Kürzung des Militärbudgets Anstoß nahm, waren es vornehmlich die Sozialisten, die sich als Fürsprecher der kleinen und mittleren Beamten aufwarfen und eine etwaige Senkung der Deamtengehälter als unerträglich hinstellten. So bildete sich plötzlich eine starke Opposition gegen Herriot heraus, die ihm erhebliche Kopfschmerzen bereitete und ihn auch veranlaßte, immer wieder den Schnellzug nach Paris zu besteigen, um hier nicht nur über den Stand der Lausanner Arbeiten Bericht zu erstattete, sondern vor allem auch seine Gefolgschaft zusammenzuhalten. Wenn Herriot jetzt in Lausanne noch einmal versucht, uns aus möglichst hohe Verpflichtungen festzulegen, so geschieht das in der Hauptsache aus Furcht vor dem innerpolitischen Kampf mit der Rechten, die, wenn es so weit ist, zum Sturm gegen Herriot Und die Radikalsozialisten weniger wegen der neuen Sparaktion, als wegen der Richterreichung der von Herriot gesteckten Ziele in Lausanne ansetzen wird. 3n der Geschichte desirischen Freiheitskampfes hat ein neues Kapitel begonnen: das Londoner Kabinett ist vom Hnterhaus mit sehr weitgehenden Vollmachten ausgerüstet worden, um die widerspenstigen 3ren in die Knie zu zwingen. Damit haben die Engländer z u n ä ch st alle TrumpfeinihrerHan d vereinigt. Sie können gegen Irlaßd Sonderzölle b i s zu 100 Prozent verhängen, um die von der Dubliner Regierung verweigerten Leistungen in Höhe von fünf Millionen Pfund Sterling jährlich sicher zu stellen. Es ist zwar im Hnterhaus der Versuch gemacht worden, die Vollmachten der Regierung etwas einzuschränken und dann dem Konflikt einige Schärfen zu nehmen. Aber die überwiegende Mehrheit wollte davon nichts wissen. Don London aus können also jetzt jederzeit die Sonderzölle verhängt werden, die ausschließlich den irischen Landwirt treffen, dessen Absatzgebiet zu 90 Prozent im englischen Teil der britischen Inseln liegt. Dabei steht noch keineswegs fest, was auf der Reichskonferenz in Ottawa gegen die aufsässigen Iren beschlossen wird. Die Gefahr droht, daß Irland überhaupt zollpolitisch a l s Ausland erllärtwird und damit alle Vergünstigungen verliert, die sich die Teilnehmer dieser Konferenz gegenseitig zugestehen. Auch dann würde wieder der irische Bauer getroffen werden, der das Hauptkontingent der ^folgschaft De- valeras stellt. Man rechnet in London so, daß der Druck auf die irische Landbevölkerung eine Sinnesänderung und einen Sturz Devale- ras im Gefolge hat. ' Derartige Vermutungen kann man aber nur he- _ gen, wenn man aus der Veränderung des Gesetzes über die Treueidfrage, die diese Vorlage im Senat erfahren hat, Rückschlüsse auf einen steigenden Widerstand gegen Devaleras Politik zieht. Vorläufig sieht es aber durchaus nicht so aus, als ob der Irenführer wirklich an Gefolgschaft verliert. Noch ist er der Held der irischen Freiheitsbewegung, die er mit allen Mitteln vorwärts treibt. Er will den Treueid abschaffen, er hat die England zu leistenden Abgaben nicht wei- ter gezahlt, wenn sie auch in Dublin den Engländern auf Sperrkonto vorläufig gutgeschrieben tvorden sind. Dazu hat er sich aber nur veranlaßt gesehen, weil noch fein Vorschlag nach schiedsgerichtlicher Beilegung des trisch-cnglischen Konflikts schwebt. Halb unb halb ist er jeooch schon abgelehnt: die Engländer wol- en nur ein mit englischen Juristen besetztes Ge- Herriot will sich heute entscheiden. Vollsitzung der Konferenz nicht vor Freitag. Neue deutsch-französische Verhandlungen. Noch kein Er cbnis. Lausanne, 7. Juli. (IDID. Funkspruch.) Die gestern abend unterbrochenen Verhandlungen haben heute früh wieder begonnen. Reichskanzler v. Popen in Begleitung von Staatssekretär v. Bülow und Ministerialdirektor Dr. Gaus, die auch gestern abend an den Verhandlungen teilnahmen, sind um 10 Uhr bei herriot im P a- lace Hotel eingetroffen. An den Verhandlungen nimmt diesmal Macdonald nicht teil, hauptsächlich wohl deshalb, weil sich sein Befinden seit gestern abend noch nicht gebessert hat und er sich schonen muß. Auf französifcher Seite ist jedoch, wie wir erfahren. Kriegsminister Paul- Boncour hinzugezogen worden, was die Version unterstützt, daß es sich jetzt hauptsächlich noch um die politischen Fragen handele, während in der Ziffernfrage weniger große Schwierigkeiten bestehen. Die Lormittagsbesprechung zwischen v. Papen und herriot dauerte bis 12 Uhr mittags. Ein Erfolg ist n o ch nicht erzielt. Die Besprechungen gehen nachmittags weiter. Beim Verlassen der Sitzung gab herriot auf Befragen die Auskunft, man befinde sich in einem Dickicht von Texten. — Der allgemeine Eindruck ist etwas hoffnungsvoller. Warum die Nachtsitzuug vorzeitig abgebrochen wurde. Lausanne, 6. Juli. (WTB.) lieber den Verlauf der Abendsitzung erfährt man noch, oaß Herriot sich unverändert sowohl auf eine Ziffer von 4 Milliarden wie auf die Ablehnung der natürlichen politischen Konsequenzen durchaus versteift hat. Unter dem Druck, der von allen Seiten auf ihn ausgeübt wurde, erklärte er schließlich, er habe s o viele Papiere jetzt in der Hand, daß ec sie zunächst zusammen mit seiner Delegation prüfen und überlegen müsse. Außerdem fühle er sich völlig erschöpft und bat um Abbruch der Verhandlungen für heute. Auch Macdonald klagte schon vor Beginn der Abendsitzung über heftige Kopfschmerzen, so dah für ihre kurze Dauer neben den materiellen auch persönliche Gründe zweifellos mitsprachen. Das einzige Ergebnis der gesamten Verhandlungen am Mittwoch liegt allein darin, daß herriot sich eine neue Prüfung der verschiedenen Vorschläge vorbehalten hat und am Donnerstag seine endgültige Stellungnahme bekanntgeben will. In der Nachtsitzung hat sich zum ersten Mal eine vollständige lieber- e'inftimmung der fünf Mächte gegenüber dem französischen Standpunkt ergeben, wodurch praktisch eine Isolierung der Franzosen zu verzeichnen ist. Die feste Haltung der deutschen Abordnung hat wesentlich dazu beige-- tragen, daß diese weitgehende Uebereinftimmung zwischen den Vertretern Englands, Italiens, Belgiens und Japans im Sinne des deutschen Standpunktes zutagegetreten ist. Eine neue Zusammenkunft zwischen Herrn v. Papen und herriot ist für morgen früh vorgesehen. Es verlautet, daß diese Zusammenkunft entscheidend sein dürfte. Jedoch fürchtet man in englischen Kreisen, daß der Tag mit Zusammenkünften und Verhandlungen völlig aus- gefüllt sein wird, so daß eine Entscheidung nicht vor dem späten Abend erwartet werden dürfte. Es heißt, daß eine Vollsitzung der Konferenz nicht vor Freitag stattfinden kann. Wenn die Knegsschuldlüge füllt. London, 7. Juli. (ERB. Funkspruch.) In einem Leitartikel über die Lausanner Verhandlungen sagt „T i m e s" u. a der R e i ch s k a n z l e r werde nach seiner Rückkehr aus Lausanne erklären können, daß die Regelung der Reparationsfragck den Teil des Versailler Vertrages, der Deutschland und seinen Alliierten die Verantwortlichkeit für die der Zivilbevölkerung WER. Darmstadt, 6. Juli. Innenminister Leuschner erklärte den Korrespondenten der Rach- richtenbureaus: „In der vergangenen Woche sind durch eine Anzahl von Tageszeitungen Rach- richten gegangen, wonach das Land Hessen seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber seinen Gemeinden und Gemeindeverbänden seit Monaten nicht nachkomme, der Stadt Friedberg schulde der Staat 50—60 000 Mark und die Stadt sei hierdurch angeblich zur alsbaldigen Einstellung ihrer gesamten Wohlfahrtspflege gezwungen. Diese Rachrichten sind durchaus unzutreffend. Von vornherein muh es als ausgeschlossen gelten, dah es in der Stadt Friedberg zu einer Einstellung der Zahlungen für die Wohlfahrtspflege kommt. Die finanzielle Lage der Stadt ist durchaus gesund und, selbst wenn die Stadt aus eigenen Mitteln ihre Wohlfahrtsausgaben nicht mehr bestreiten könnte, würde der Staat selbstverständlich auch der Stadt Friedberg aus Reichsoder L a n d e s m i t te ln oder dem Aus- gl e i ch s st o ck die notwendigen Mittel, und zwar rechtzeitig zur Verfügung stellen, wie er dies für eine ganze Reihe wirklich notleidender Gemeinden schon seit langem tun muh. Die Behauptung, der Staat sei der Stadt Friedberg gegenüber noch mit 50-—60 000 Mark im Rückstände, kann bei genauer Prüfung nicht aufrechterhalten werden. Es ist der Oeffentlichkeit leider unbekannt, daß d a s R e i ch bei der Ueberweisung der den Ländern und ihren Gemeinden zukommenden Reichs- steuern seit Oktober v.J. diese Beträge den Ländern nicht mehr in voller Höhe auszahlt, sondern alle ihmvonGemeinden geschuldeten rückständigen Anteile an der Krisenfürsorge vorweg a b z i e h t. Seit 29. Oktober v.J. sind auf diese Weise insgesamt dem Lande Hessen 2 985 129 Mark (von im ganzen 8 660 964 Mark) also über ein Drittel der den Gemeinden zukommenden Ueberweisungen einbehalten worden. Hiervon konnten bisher den mit Krisenanteilen rückständigen Gemeinden 858 321 Mark auf ihnen zustehende Steueranteile und sonstige Forderungen aufgerechnet werden, für 2 126 808 Mark war dies bisher noch nicht möglich. Der gegenwärtige Zustand ist darum tatsächlich so, daß vom Reich buchmäßig überwiesene 2 126 808 Mark an die Gemeinden nicht ausgeschüttet werden können, weil sie vom Reich dem Lande Hessen kassenmäßig nicht überwiesen worden sind. Wenn im Kriege zugefügten Schäden auf erlege, w einem Anachronismus mache, und da diese Klausel gleichzeitig ein Beschwerdepunkt der Htt- lerpartei gegenüber dem Auslande und eine 11 r- sache des Erfolges dieser Partei im Innern gewesen sei, mühte die Stellung des Reichskanzlers gestärkt werden, wenn diese Klausel in Zukunft als ungültig zu betrachten sei. Auf jeden Fall würde es ein Unglück für Europa fein, wenn die Männer, die sich in Lausanne um eine Vereinbarung bemüht hätten, von der öffentlichen Meinung ihrer Länder wegen der Rolle verurteilt werden, die sie beim Zustandekommen einer im allgemeinen Interesse liegenden Vereinbarung spielten. weiter Forderungen der Gemeinden gegenüber dem Staate in gewissem Ausmaße bisher auch nicht beglichen werden konnten, so kommt dies daher, daß zahlreiche Gemeinden, wie durch eingehende Erhebungen klargestellt worden ist, gewiß veranlaßt Werner wieder Landtagspräsideni in Hessen. Darmstadt, 7. Juli. (IU. Drahtmeldung.) Am Donnerstag trat der neugewählte heffische Landtag zu seiner ersten konstituierenden Sitzung zusammen. Die Sitzung verlief ohne jede Sensation. Zum Präsidenten wurde der nationalsozialistische Abgeordnete Professor Dr. Werner mit 45 gegen 25 Stimmen gewählt. durch ihre Finanznot, dem Staate zusammen noch Millionenbeträge schulden. Diese Beträge fehlen dann selbstverständlich dem Staate zur Begleichung seiner Verpflichtungen gegenüber den Gemeinden. Es bleibt darum nur übrig, die verfügbaren beschränkten Barmittel auf die bestehenden Ansprüche der Gemeinden unter genauester Abwägung aller Verhältnisse auszuzahlen. Insonderheit wird darauf geachtet, daß in allen Gemeinden d i e für dieWohlfahrts- pflege erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. Dieses Verfahren setzt aber voraus, daß jede Gemeinde unter Würdigung der nun einmal bestehenden Verhältnisse an der allgemeinen Rot mitträgt, und so lange dieses Mittragen nur darin besteht, daß einzelne Beträge langsamer als in Rormalzeiten der Gemeinde zufliehen, muh es für eine solche Gemeinde noch als ein großer Vorzug betrachtet werden. ' In diesen Rotzeiten müssen diejenigen Gemeinden. die durch die Gunst der Umstände von der Rot der Erwerbslosigkeit weniger hart betroffen sind, dazu beitragen, daß die besonders schwer getroffenen Gemeinden, die teilweise schon jahrelang bitter zu kämpfen haben, entlastet werden. Zum Schluß forderte der Minister alle beteiligten Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte auf, nicht die Rerven Hu verlieren, sondern die schwierigen Verhältnisse zu meistern. Kommt Hessen seinen ZMunWerpsWiuigen gegenüber den Gemeinden nach ? «ine Erklärung des Innenministers Leuschner. richt zulassen, Devalera verlangt aber ein internationales Gremium. So liegen zurzeit die Dinge .für Irland gewiß nicht erfreulich, aber auch für die Engländer gerade nicht sonderlich angenehm. Sie geben sich zwar den Anschein, als ob sie sich über Irland nicht allzu sehr aufzuregen brauchten. In Wirllichkeit ist ihnen das Reu- aufflammen des alten, nun schon Jahrhunderte währenden Streites mit der Bevölkerung der grünen Insel recht peinlich, weih doch kein Mensch, ob nicht im Zuge des kommenden Wirtschaftskrieges die Iren zu Verzweiflungsakten über- gehen. Für den Außenstehenden ist es allerdings etwas rätselhaft, warum die Engländer die Iren so heftig in die Zange nehmen. Da sie im Besitz sämtlicher Machtmittel sind, Irland ihnen als Besitz niemals verloren gehen kann, hätten sie sich die Zuspitzung der Gegensätze durch einige Zugeständnisse ersparen können. Aber schließlich müssen die sonst doch nicht ungeschickten Engländer selbst wissen, warum sie energisches Auftrumpfen einer gewissen Nachgiebigkeit und Geschmeidigkeit vorziehen. In einer späteren Zeit werden die Geschichtsschreiber die grobe Weltwirtschaftskrisis der Gegenwart als die Krisis des Heber fluf * ses bezeichnen und die Ansicht für falsch erklären, daß die Menschheit nur dann Hunger zu leiden habe, wenn eine Aufeinanderfolge von Mißernten die Vorräte erschöpft. Die Menschheit leidet Hunger während zugleich die Welt an Heberfluh erstickt. Die Zollmauern sind keine Schutzmauern mehr, sondern Hungermauern, und sie können nicht niedergerissen werden, solange nicht das Geld, das in dem einen Teil der Welt für die höchsten Zinsen nicht zu haben ist, in anderen Teilen aber nur 1 bis 1,5 Prozent im Jahre bringt, gleichmäßiger in einen Hmlauf gesetzt wird, der möglichst alle Staaten von seiner blutbildenden Kraft profitieren läßt. Ganz besonders kraß liegen die Verhältnisse auf dem Gebiet der Bekleidungsrohstoffe, wo schon seit Jahren jede Ernte eine neue Rekordernte darstellt, der Verbrauch aber ständig sinkt. Die gesamte amerikanische Baumwollernte des vergangenen Jahres ist noch unverkauft, sie lagert in Ballen verpackt in den Freihäfen, und schon sind die Farmer mit der neuen Ernte beschäftigt. Wartete man früher mit Spannung auf die Ernteschähungen, so fürchtet man sie jetzt, weil sie einen neuen Preissturz auch dann im Gefolge haben müssen, wenn die Schätzungen geringer lauten, als im Vorjahre. Denn das, was der Farmer erntet, vergrößert die nicht absehbaren Vorräte und drückt den Preis, der heute nur noch fünf amerikanische Cents, also 20 Pfennige für das englische Pfund von 400 Gramm an der Börse beträgt. Es ist verständlich, wenn der Farmer nur noch verächtlich von seiner Rickelbaumwolle spricht, denn Gold ist nicht mehr daran zu verdienen. Auf den Wo ll Märkten liegen die Dinge ebenso. Die Schafzucht in Australien, Reusud- wales, Südafrika und Südamerika, hat einen Hmfang erreicht, der es selbst bei einigermaßen normalen Absahverhältnissen schwer machen würde die Erträge der Schuren zu verkaufen. Denn bei Wolle kommt hinzu, dah für die menschliche Bekleidung längst nicht mehr in dem Mähe Wolle verwandt wird wie früher. Das Evangelium der Wolle des Erfinders des Iägerhemdes hat keine Gläubigen gefunden. Auf der letzten Londoner Wollauktion wurde der billigste Wollpreis seit hundert Jahren erreich t. Seide ist Luxusware und wird daher bei notwendig werdender Kürzung des Bekleidungs- etats zuerst gestrichen. Untere Damen verzichten Heuer auf den mattglänzenden schmiegsamen Effekt des Seidenstoffes und fühlen sich elegant in geblümtem Kattun. Die Mode hat die Seide entthront und infolgedessen sitzen die Züchter und Händler auf ihren Vorräten fest. Der Preis für ein Kilo Seide betrug noch vor drei Jahren 45 Mark, heute fällt es schwer, für 12 Mark einen Interessenten zu finden. Vor einigen Wochen noch kauften amerikanische Firmen in Japan 6,5 Millionen Kilogramm Seide, die die japanische Regierung zur Stützung des Marktes aufgekauft hatte. Die Amerikaner muhten das Geschäft rückgängig machen, weil es unmöglich war, die Ware zu verkaufen. Wer fragt heute noch nach Leinen und denkt dabei an die Rot der Flachsbguern? In Deutschland wird für Verbesserung der Flachsbauten eine Sonderprämie bezahlt, es wird erstrebt, eine Faser zu züchten, die auf Daumwollstühlen verarbeitet werden kann. Rur dann wä^e es möglich, den deutschen Flachsbau rentabel zu gestalten und sich gegenüber der russischen Konkurrenz, die Europa mit Flachs zu den billigsten Preisen überschwemmt, zu behaupten. N W ... A' ■ AbreisedesReichspräsidenlennachAeudelk zu- Sochschulnachrichten. hat des Gleichzeitig hätten sich allerdings auch die natko- nalen Kreise mit fruchtloser Opposition begnügt. Die Gegnerschaft zu den N a t i o n a l s o z i a list e n sei grundsätzlicher Statur. Man müsse ihnen vor allem den Dorwurf unklarer und zweideutiger wirtschaftlicher Zielsetzungen machen. Die DVP. gehe in diesen Wahlkampf nicht mit Versprechungen an einzelne Stände oder Berufe hinein, sondern sie kämpfe für einen vernünftigen nationalen Freiheitswillen und gegen jede Art des Sozialismus. Wirkung vor allem inden er st en Monaten nach der Ernte fühlbar wird. Zugunsten des R o g g e n m a r k te s wird eine Erhöhung des Roggenverbrauchs um mehrere 100 000 Tonnen durch Aufhebung der im letzten Frühjahr zur Streckung der Roggenvorräte eingeführten Festsetzung der Ausmahlungsgrenze von 70 Prozent erreicht werden. Die noch im Besitz der Deutschen Getreidehandels-Gesellschaft befindlichen Aussenroggenmengen werden nicht am Getreidemarkt, sondern verkoppelt mit deutscher Ger st e zur Stützung des Gerstenmarktes abgeseht werden. Durch die Derkoppelungsaktion von deutscher Gerste und Auslandroggen werden jedoch auch diejenigen Betriebe und Wirtschaftsgebiete berücksichtigt, bei denen der Futtergetreidezukauf eine stärkere Rolle spielt. Den Geflügelhaltern wird nach dem Muster der bisherigen Maisaktion, jedoch in stark erweitertem Ausmaß und unter der Bedingung, die Eier zu standardisieren, verbilligter Mais zur Verfügung gestellt werden. Ich bin der festen Aeberzeugung, daß das Zusammenwirken aller dieser Maßnahmen Voraussetzungen schafft, die stabileGetreidepreise während des ganzen Jahres ermöglichen. Den durch die dargelegten Maßnahmen gekennzeichneten Kurs der Getreidepolitik wird die Reichsregierung während des ganzen Jahres in der großen Linie durchhalten. Der Minister schloß: Wenn ich die Getreideernte heute allein behandelt habe, so ist das deswegen geschehen, weil die Ernte unmittelbar vor derTür steht und alle Beteiligten auf das Programm warten. Die großen Aufgaben die — Don der Akademie der Wissenschaften in Wien sind der Berliner Historiker Friedrich M e i n e ck e und die Philologen Ed. Schwartz in München und Jakob Wackernazel in Basel zu Ehrenmitgliedern gewählt worden; korrespondierende Mitglieder im Ausland wurden der Leipziger Geologe Franz K o h m a t, der Berliner Geograph Rorbert Krebs und der soeben nach Berlin berufene Madrider Prähistoriker Hugo Obermaier. — In Wien verschied der außerordentliche Professor der Dermatologie und Syphilidologie an der dortigen Universität und Abteilungsvorstand der Allgemeinen Poliklinik Dr. Alfred Drandweiner im Alter von 57 Jahren. Dem Ausgräber von Numantia, Professor Dr. Adolf Schulten in Erlangen, wurde der Martorell-Preis der Stadt Barcelona verliehen. Professor Dr. Rudolf Degkwitz in Greifs- wald hat einen Ruf auf den Lehrstuhl der Kinderheilkunde an der Hamburgischen Universität als Nachfolger von Professor Hans Kleinschmidt er- halten und angenommen. Professor Dr. W a r n e k r o s, der Leiter der 1 Dresdner Frauenklinik, hat den Ruf auf den Lehrstuhl der Frauenheilkunde an der Prager Deutschen Universität abgelehnt. — Professor Artur Steinwenter in Graz hat den Rerf auf den Lehrstuhl für römisches Recht an der Universität Münster als Rachfolger von H. Kreller abgelehnt. — Der Würzburger Geograph Professor Karl Theodor Sapper wurde auf Ansuchen vom 1. Oktober 1932 an von der Verpflichtung zur Abhaltung von Vorlesungen befreit. Professor Dr.-Jng. e. h. Oskar Knoblauch, der Ordinarius der technischen Chemie an der Münchener Technischen Hochschule wurde dieser Tage siebzig Jahre all. ließen, die mir Mut machten und sich als verlässig herausstellten." Go sollst du aufwachsen ... Ein Vater schreibt an sein kleines Mädchen. Von Heinrich Hauser. Liebste Lele! Heute war den ganzen Tag Rebel, und das Meer war glatt und man konnte fast nichts sehen. In allen Tauen hingen Tropfen, und es regnete aus den unsichtbaren Segeln wie aus Wolken. Da bin ich eingeschlafen, und im Schlaf hörte ich das Rebelhorn tuten. Cs war unser eigenes Rebelhorn, aber es klang wie ganz von fern. Da träumte ich, wir wären in der Rordsee und des Rebelhorn käme vom Feuerschiff Elbe I und ich wäre jetzt bald bei Dir. » ®erm Dein Bild hängt vor meinen Augen über der Koje. Ich sehe es immer an, beim Einschlafen unö beim Erwachen, älnd jetzt bin ich traurig, weil es noch so lange dauern wird, bis ich Dich wiedersehe. Liebste Lele, wir segeln jetzt dem Kap Horn entgegen, da werden wieder die großen Sturme kommen; dann hat man ein so merkwürdiges Gefühl, als wäre man gar nicht auf der Welt. Da habe ich manchmal bei mir gedacht, daß ich mir viel zu wenig Gedanken gemacht habe darüber, wie Du aufwachsen sollst. Da habe ich zurückgeschaut, wie es bei mir gewesen ist und was da Wert gehabt hat und was keinen Wert. Ich war allein, und vielleicht wirst Du auch allein sein, ich weiß es nicht. Außer Vater und Mutter haben andere Menschen nicht viel für mich bedeutet. Aber mein erster Hund ist wichtiger gewesen als mein erstes Schuljahr, und ein bestimmter Apfelbaum war mir lieber als mein ganzes Kindei^irnrner. Weil Du meine Tochter bist, mußt Du viele Instinkte in Dir haben, die muß man entwickeln, jetzt, wo Du noch ganz klein bist. Spater werden die Sinne stumpf. Du sollst aufwachsen wie ein junger Wolf, der überall schnuppert und wittert und guckt. Du mußt wissen, wie die Gerüche einer Wiese sind und wie die Luft ist im Wald.- Du mußt alle Tiere kennen, so gut, daß Du ihre Bewegungen in Dir trägst, daß Du es nachmachen kannst, wie ein Hase ins Kohlfeld kriecht, daß Du ßihlst, wie ein Reh sich fühlt, wenn es in der Dämmerung aus dem Wald tritt. Du mußt auch w,ssen, wie die Vögel ausfehen, deren Stimmen ®,u mußt wissen, wie es frühmorgens ist, wenn die Sonne aufgeht, und wie es nachts ist un -^nld. Du sollst alle Angst durchmachen, die man dabei haben kann, das macht es hinterAus aller Well. von Gronaus Flugplane. Der bekannten Ozeanflieger von Gronau, der gegenwärtig in List auf Sylt weilt, machte dem Sylter Mitarbeiter der Telegraphen-Änion Mitteilungen über feine neuen Flugpläne. Danach wird er vor Antritt feines Femfluges zunächst noch nach Braunschweig, Berlin und Warnemünde fliegen und erst am 18. oder 19. Juli nach List zurückkehren. Der geplante Fernflug wird keinesfalls vor Ende des Monats Juli angetreten werden. Der Flug selbst, über den bereits alle möglichen Verlautbarungen verbreitet werden, dient zunächst lediglich der weiteren planmäßigen Erforschung der günstigsten Flugwege über den Rordatlantiknach Amerika. Er wird über Südgrönland und Südlabrador gehen. Alles weitere wird sich dann nach der Ankunft in Amerika entscheiden und von der Aktionsfähigkeit des Flugzeuges sowie von den Verhandlungen in Amerika abhängen. Hindenburg verabschiedet sich auf dem Berliner Bahnhof Friedrichstraße, von wo er sich SS ?^ck m?,?preußen begab Er wird auf dem Gut längeren Aufenthalt nehmen, bleibt ledoch mit den Reichsstellen im engsten Kontakt und wird die Regierungsgeschäfte von dort un- ___________________________ eingeschränkt weiterführen. Die Preußische Akademie der Wissenschaften den Präsidenten des Archäologischen Instituts Deutschen Reiches, Professor Dr. Gerhard Roden- waldt, und den Ordinarius für neuere Geschichte an der Universität Berlin, Professor Dr. Hermann O n ck e n, zu ordentlichen Mitgliedern ihrer philosophisch-historischen Klasse gewählt. Oie deutsche Broiversorguug vom Ausland unabhängig. Oer NeichsernährungSminister über die Stabiihattung der Getreibepreise. her erst richtig schön. Es schadet auch nichts, wenn Du mal ganz früh auf stehst oder später schlafen gehst. Du mußt etwas haben, was für Dich zum Maßstab wird von ganz früh an. Du darfst es aber nicht wissen, daß es da ist. Man muß es Dich finden lassen. Manche Menschen nehmen sich dafür einen Menschen. Manche nehmen sich den Himmel Wit den Sternen oder die hohen Berge. Ich zum Beispiel habe mir das Meer genommen. Aber ich habe es lange nicht gewußt. Ich muß immer zum Meer zurückkehren, sobald ich in einer Schwierigkeit im Leben mir keinen Rat mehr weiß. Wenn Du Dein Ziel gefunden hast, dann behalte es als Geheimnis. Manchmal sind einem die Ohren so voll von einem Wort, das man gehört hat, oder von einem Buch, das man gelesen -L. daß man fein ganzes Leben danach richten mochte. Das schadet nichts, solange man den geheimen Maßstab in sich trägt, der richtig führt, ohne daß man es weiß. Du sollst nie mehr besitzen, als Du verwalten kannst, man kann mit einem Ball spielen, man kann, wenn man geschickt ist, auch mit zwei oder drei Bällen spielen. Aber man kann nicht mit vielen Bällen zu gleicher Zeit spielen. Genau so ist es mit allen anderen Gegenständen. Die meisten Menschen haben die Hände so voll damit, daß sie gar nichts mehr mit ihnen anfangen können. Darum redet man so viel von leblosen Gegenständen und „totem" Besitz. Aber Du wirst merken, daß jeder Gegenstand genau so viel Leben bekommt, wie man in ihn hineintut. Daß es tote Häuser gibt und lebendige Häuser. Darum sollst Du nicht zu viele Sachen haben. Man soll Dir auch nichts geben, wodurch ein Gegenstand, den Du liebst, entwertet wird. In zehn Jahren werden die Bücher für Dich wichtig werden. Das wird nicht schwierig sein, Me richtigen zu finden, denn Du wirst nur gute Aucher finden. Ich teile alle Bücher in zwei Arten: in die gewachsenen Bücher — das sind die guten und in die künstlich gemachten die sind schlecht. Als ich mit zehn Jahren ' das „Dschungelbuch" von Kipling las, da habe ich mir mit dem Messer in die Hand geschnitten und habe das Blut auf die Seiten tropfen lassen Die Wildheit des Buches kam über mich und kam von mir zu dem Buch zurück. Ich brauche nicht bei Dir zu sein, damit Du mir viel gibst, aber ich hoffe, ich werde immer Onstinkt genug haben, bei Dir zu fein, wenn Du mich brauchen kannst. Manchmal, wenn ich etwas tue, was gut ist, dann merke ich, daß es mit geheimen Gedanken an Dich geschieht. „Meine $rou läßt sich malen/" „Meine Frau läßt sich malen" — so heißt eine, mit wu ndervollen farbigen Abbildungen geschmückte Plauderei in dem soeben erschienenen Iuliheft von Velhagen & Klasings Monatsheften. Der Verfasser macht dem Leser auf eine heitere und anmutige Weise Lust zu einem Unternehmen, das manchem unzeitgemäß, verschwenderisch, unerschwinglich erscheint, und weist auf die Werte hin, die dem einzelnen, dem Hause, der Rachwelt aus einem künstlerischen Bildnis erwachsen. Er vergißt aber auch nicht die Kostenfrage und schreibt: „Sie mußte zuerst bereinigt werden. Ich habe einen Bekannten, der ein berühmter Maler schöner Frauen ist, natürlich Akademieprofessor und Inhaber eines fabelhaften Ateliers. Er hat noch etwas von dem malerischen Prunk, mit dem sich Makart, Lenbach und Stuck zu umgeben pflegten. Der Herr Professor braucht diesen „faulen Zauber", wie er selber sagt, für seine Kunden; sie können sich einen Maler ohne Samt und Seide, ohne echte Teppiche und antike Möbel, ohne Riesenbilder, auf denen Grazien zu sehen sind, nicht vorstellen. Ich wußte, daß dieser Maler, der ohne Rücksicht auf seine Modelle nur schöne Frauen aus der Werkstatt gehen läßt, auf hohe Preise hält. Allein wenn man sich kennt und schon zusammen manche gute" Flasche Wein getrunken hat, rechnet man auf ein gewisses Entgegenkommen. „Lieber Freund", antwortete der Maler auf meine Frage, „niemand möchte ich lieber malen als Ihre verehrte Gattin. Sie reizt mich schon lange. Doch ich bin mit Aufträgen überhäuft. Die Prinzessin von Guastalla drängt mich — da sehen Sie das kaum angelegte Bild, und schon nächste Woche muß ich nach Duisburg, wo die Frau eines Großindustriellen ausgerechnet von mir gemalt sein will. Ich kann nicht ablehnen, so sehr mich das Herz zu anderen Ausgaben zieht. 10 000 Mark pro Bild — Sie verstehen!" Ich verstand; hier war Handeln unmöglich. Bei einem anderen Akademieprofessor, der gewiß nicht minder tüchtig ist, allein über die Gabe liebenswürdiger Schmeichelei nicht in ausreichendem Maße verfügt hörte ich den Preis von 4000 Mark nennen und hatte den Eindruck: wenn ich die Hälfte bar auf den Tisch legte, er würde froh und dankbar zugreifen. Jüngere angesehene Künstler, so ließ ich mir erzählen, würden mit 1000 oder gar 500 Mark zufrieden sein, und damit kam ich auf Zahlen, die Kwar immer noch viel für mich bedeuteten, die mich jedoch nicht mehr vor Schreck erbleichen die Regierung dann zu lösen hat, liegen auf demGebietdertierischenProduktion und auf dem Gebiet von Obst, Gemüse, Holz usw. Ich werde in kürzester Zeit im Rundfunk auch hierüber sprechen und keinen Zweifel darüber lassen, daß dort beim Dauern das Zentralnervensystem unserer ganzen deutschen Wirtschaft liegt und daß der Aufstieg des deutschen Dauern ben ersten Schritt bedeutet auf dem Wege aus der Knechtschaft ins Freie, dem Wege, an dem wir alle gebunden sind, ob wir die Hand an der Maschine oder am Pfluge halten. Auch weiterhin Iieichsbeihilfen für die Viehzucht. Berlin, 6. Juli. (WTB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat sich in Anbetracht der bedrohlichen Lage der Rinderzucht entschlossen, den anerkannten Rinderzüchtervereinigungen wiederum eine größere Beihilfe zu gewähren, damit sie ihre Einrichtungen sowie ihr Zuchtmaterial erhalten können. Die Mittel werden nach der Zahl der eingetragenen Rinder auf die einzelnen Organisationen durch die Landesregierungen verteilt werden. Ferner wird der Minister zum Zwecke der Verbesserung der bäuerlichen Viehhaltungen den Erwerb hochwertiger Vatertiere (Bullen, Eber, Schaf- und Ziegenböcke) durch Bereitstellung von Reichs- Hilfen in Höhe von 15 bis 25 Prozent des Ankaufspreises unterstützen, wenn sie von den Zucht- verbänden. Zuchtgenossenschaften oder Gemeinden aus Leistungszuchten und insbesondere auf den Zuchtviehauktionen erworben sind. Oie Volkspartei im Wahlkampf. Weimar, 6. Juli. (TU.) Auf einer Wahl- kreisvertreterversammlung des Landesverbandes Thüringen der DDP. sprach am Mittwoch der Parteiführer Dingeldey. Er warf Brüning vor, daß er es nicht verstanden habe, die bürgerlichen Parteien zu einer großen staatsbejahenden Kraft zusammenzuschliehen. Berlin, 6. Juli. (WTB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Freiherrvon Braun hielt im Rundfunk eine Rede, in der er u. a. ausführte: Aller Voraussicht nach werden wir eine Getreideernte bergen können, öie ü b e r den Durchschnitt liegt. Zum ersten Male in der Nachkriegszeit wird Deutschland in diesem Jahre in feiner Brotoersorgung frei und unabhängig vom Ausland fein. Niemand in der Wett kann uns wie noch vor Jahren heute durch den Hunger auf die Knie zwingen. Die wichtigsten Nahrungsmittel: Brot, Kartoffeln, Fleisch und Fett, stehen aus eigener Erzeugung in ausreichendem Maße zur Verfügung und können, wenn wir unserer Landwirtschaft den Le- bensraum geben, den sie braucht, auch für die Dauer in solchem Umfang im Inland erzeugt werden, wie die Ernährung unseres 65-Millionen-Volkes es beanspruchen kann. Gleichwohl hat der Staat große Ausgaben in der Verteilung dieses Erntesegens zu erfüllen. Da besteht zunächst die Gefahr, daß die Landwirte gleich zu An ßa n g d e r Ernte ihr ganzes (Betreibe aufben Markt werfen und damit den Preis drücken, denn die Verschuldung der Landwirtschaft ist gewachsen. Es besteht ferner die Gefahr, daß gegen Ende des Verkaufs- jahres zu wenig (Betreibe am Markt ist. Die (Betreibepreife steigen, währenb ber Lanbwirt nichts mehr zu verkaufen hat. Wesentlich ist, b i e Getreibepreise bas ganze Jahr über ftabil 3u erhalten. Die Reichsregierung hat es deshalb für ihre Pflicht gehalten, erstens b e n (Bläubigerbrud auf bie Landwirtschaft möglichst zu milbern unb zweitens Maßnahmen zu treffen, bie bem Landwirt bie Möglichkeit geben, fein ©elbbebürfnis zu befriebigen, ohne bie Ware fofort verkaufen zu müssen. Zur Milderung des Gläubigerdrucks ist ber Dollstreckungsschutz für Grunbstücke hinsichtlich der alten Schuldkapitalien, die nicht für bie Bewirtschftung im Wirtschaftsjahr 1931-32 ausgenommen würben ausgestattet unb verlängert worben, baß bie Reichsbank unb die sonstigen Kreditinstitute keinen einseitigen Druck bei ber Einlösung ihrer Forde- rungen in den nächsten Monaten ausüben werden. Zur Befriebigung ber Gelbbedürfnisse ber Lanbwirtschaft, bie naturgemäß während ber Getreide- unb Hackfruchternte, ber Herbstbestellung besonbers stark auftreten, sind wiederum Möglichkeiten geschaffen worben, die eine Beleihung des Getreides gestatten. Die Banken haben sich bereit erklärt, Beoorschussungsge- schäfte zu finanzieren. Die Maßnahmen haben alle bas Ziel, das Angebot von Getreide aus der Lanbwirtschaft unmittelbar nach der Ernte nicht zu groß werden zu lassen. Ich nehme an, daß alle Maßnahmen, die das Angebot an Getreide aus dem In- und Ausland für die nächste Zeit möglichst gering halten sollen, nicht ausreichen werben, um eine gesunde Preisentwicklung für Getreide in den nächsten Monaten herbeizuführen. Aus diesem Grunde soll die Aufnahmefähigkeit unserer (Betreibemärfte weiter ausgedehnt unb über den laufenben Bedarf hinaus gesteigert werben. Um am Weizenmarkt eine möglichst hohe Aufnahmefähigkeit ber zweiten und britten Hanb Zu erzielen, wird für bas neue Erntejahr roieberum ber Vermahlungszwang von 97 Pro- lent eingeführt. Um eine möglichst starke Einlagerung zu erreichen, ist mit ben Weizenmühlen vereinbart worben, baß sie über bie normalen Vor- rate hinaus zusätzlich etwa 230 000 Tonnen In- lanbsweizen, getrennt von ihren übrigen Vorräten, für vier Monate einlagern. Als weiteres Entlastungsventil wirb bas Austauschexport. DcerJ^rern für Weizen unb Roggen ab 1. August 1932 in Kraft gesetzt. Das Verfahren ist dabei so gestaltet worden, daß seine entlastende AMpielzudenZeitungsverboten Berlin, 6. Juli. (VDZ.) Im Preuß. Landtag bringt Abg. Pieck (Komm.) einen Antrag seiner Fraktion ein, der die Regierung ersucht, das Verbot des Vorwärts und der kölnischen Volkszeitung sofort auf- zu heben. (Heiterkeit rechts.) Der Antrag daß den nachgeordneten Behörden das Recht zum Erlaß von Zeitungsverboten entzogen wird. Der Redner erklärt, im Wahlkampf mußte jeder Eingriff in die Pressefreiheit aufs schärfste zurückgewiefen werden. Hamburger (Soz.) weist daraus hm, daß der kommunistische Antrag in seiner jetzigen Fassung bem Staatsministerium einen Auftrag erteilen wolle, den dasselbe nicht erfüllen Der Redner bringt einen sozialdemokrati- schea Aenderungsantrag ein, wonach das Staatsministerium ersucht werden soll, nochmals auf das ernsteste bei der Reichsregierung für bie sofortige Aufhebung des Verbots des „Vorwärts" und der „Kölnischen Volkszeitung" hmzuwirken. Abg. Kube (Rat.-Soz.) stimmt dem kommunistischen Antrag zu und wendet sich gegen den sozialdemokratischen Antrag, der mit seinem Hinweis auf die Zuständigkeit der Reichsregierung nur faulen Zauber darstelle. Die preußisch« Regierung sei es, die die Pressefreiheit unterdrücke. Der sozialdemokratische Aenderungsantrag wird gegen die Stimmen der Regierungsparteien a b - gelehnt, der kommunistische Antrag, das Verbot des „Vorwärts" unb der „Kölnischen 5,;. 8ettung“ sofort aufzuheben, in namentliche« Abstimmung mit 197 Stimmen der Rational so ziali st en und Kommunisten gegen 28 Stimmen der Deutschnationalen angenommen. Die Regierungsparteien beteiligten sich nicht an der Abstimmung. Oie Uniformierung ber SA. Mützchen, 7. Juli. (CNB. Funkspruch.) Der Völkische Beobachter erklärt, die Behauptungen, daß die „Neuuniformierung" ber SA. 15 Millionen Mark gekostet habe, für falsch. Die 021. | e i gar nicht neu uniformiert roor- ben. Jeber SA.» und SS.-Mann bestreite seine Umformieruna aus eigener Tasche. Keine Organisationsstelle ber NSDAP, habe irgenb einen Betrag für einen solchen ober einen anderen Zweck aus einem „b esonberen" Fonds der Reichsregierung erhalten. Mh'Vt'’11“»- Ä lkaintzs *S?!ß Syl« *'Ä'; LZ? Sb?-’ M JÄ®£ Btt Ä^gieruna A^SM^b« ^^ieitung“ ^deni tommu, S-L S-TK WVM X ^Parteien ab, »' a„nt,«g. u-r.»« 1 ln namentliche, n'en derAa« Kommunisten iivMen ange« ttcien beteiligten I i > ^erW .Fmchnch.). De, ört, die Behoup' mg" äer EL 15 b for falsch. Dir armiert mor« n bestreite feine 'afche. Keine iobt irgend einen l \ m anderen Zweck , i Fonds der || ML nö sich als zu- ilttvordenllv^ &««» BiHWLÄ locker IW ßö. öchvarh ckernagrl'n «ltwardenE iläne. • on Gronau, •1t toeili, machte egrapheN'Änioir AigMnr. Da« . Fernauges zu« erlin und Warne« der 19. Iuli nach sernflug wird ts Juli angctrc» iber den bereits verbreitet ver« : weiteren plan« : günstigsten )atldntiknach mlanb und Süd« wird sich dann, entscheiden und MMuges sowie nerika abMgen. len. Menschosten hat jen Instituts des i»rharb Ütoden« neuere Geschichte ssorLr. Hermann lern ihrer #t* 1UWU 7 bet ÄS Mdrider Pra nickerordentliche Syph'l'M nd WKs L 57 fl HeV //wurde verlief „ in ©reif5' . ’ituwWf* | tnwV»t1 .-ZNS I d-l "’m! 5®“"^ Cßon Gronau erklärte abschließend, der Flug bedeute eine konsequente Weiterführung der Linie, die er im planmäßigen Aufbau auf seinen brS- herigeu Langstreckenflügen verfolgt und unlängst -auf der Tagung der Ozeanflieger dahin festgelegt habe, daß es gelte, den zweckmäßigsten und günstigsten Weg zu, einem planmäßigen Atlantikflugverkehr auf der Strecke Island—Grönland zu erkunden. Lin rNilliardengeschenk für herriot. Daß bei den ernsten und schwierigen politischen Verhandlungen in Lausanne gelegentlich auch der Humor zu seinem Recht kommt, bezeugt tue folgende kleine Geschichte: Herriot, der am Dienstag seinen Geburtstag feierte, hot unter der Fülle der ern- gelaufenen Glückwünsche einen Umschlag gefunden, der einen deutschen Fünf - Mi l l tat d en - schein aus der Inflationszeit enthielt mit der Anschrift: „Zum völligen Ausgleich!" Das Urteil im vrandstiflungsprozeh gegen die Jsthaer Feuerwehr. Aach mehrtägiger Unterbrechung wurde in Kassel der Prozeß gegen 14 Mitglieder der Isthaer Feuerwehr zu Ende geführt. Die Angeklagten hatten bei einem Brande im Februar 1927 bei dem Schuhmacher Ludwig Ahlheidt in Istha (Kreis Wolfhagen) nicht den geringsten Versuch gemacht, das Feuer zu löschen. Im Gegenteil, sie legten noch an fünf Stellen des Wohnhauses Brandherde an, so daß das ganze Anwesen des Ahlheidt bis auf den Grund niederbrannte. Bon den 14 Angeklagten wurden fünf freigesprochen. Die drei Hauptangeklagten wurden zu drei Iahren Zuchthaus und drei Iahren Ehrverlust bzw. einem Iahr sechs Monaten Zuchthaus und drei Iahren Ehrverlust bzw. einem Iahr Zuchthaus und drei Iahren Ehrverlust wegen vollendeter Brandstiftung verurteilt. Die übrigen sechs Angeklagten erhielten Gefängnis st rasen von sechs Monaten bis zu einem Iahr wegen Beihilfe zur Brandstiftung. Die Angeklagten nahmen das jjrteu in voller Buhe entgegen. In der Begründung spricht das Gericht sich dahin aus, bah Brandstiftung mit aller Rücksichtslosigkeit bestraft werden müsse, um endlich der Brandstiftungsseuche Einhalt zu gebieten. Rheinische Dichter in Handschrift, Buch und Bild. Eine interessante Ausstellung veranstaltet gegenwärtig die v. Rothschildsche Bibliothek in Frankfurt im Rundsaal des Alten Dundes- palais. An Hand der ausgestellten Manuskripte kann der Werdegang der schriftstellerischen Erzeugnisse der zeitgenössischen rheinischen Dichter verfolgt werden. Man sieht die ersten tastenden Versuche, kreuz und quer durchgestrichene Manuskripte, darüber geschrieben und daneben eingeschoben, dann die zweiten Abschriften und schließlich das eigentliche Manuskript für die Setzerei. Ueber 50 rheinische Dichter sind mit Manuskripten, Büchern und Bildern vertreten; u. a. Rene Schickele, Milh. Schmidtbonn, R. G. Dinding, Kasmir C d s ch m i d. Rorbert I a c- q u e s , Carl Zuckmayer, Paquet, Annette Kolb, Fritz v. U n r u h u. a. m. Auch Thomas Mann ist als Gast vertreten. Don Kommunisten in die Saale geworfen. In der Nacht zum Mittwoch wurde ein von einem Umzug der SA. heimkehrender Nationalso« zialist von etwa 30 bis 40 Kommunisten überfallen und in Die Saale geworfen. Er konnte jetzvch von Wassersportlern wieder an Land gebracht werden. Der Ueberfallene hat Verletzungen davongetragen. Schweres Unwetter im Allgäu. Am Mittwoch, nach einem furchtbar schwülen föhnigen Tag, brach über die Füssener Gegend (Bayr. Allgäu) ein schweres Unwetter hernieder, wie es seit 60 Jahren nicht mehr erlebt wurde. Vom Sturmwind gepeitscht jagten schwere Hagelwolken in geringer höhe über das Land. Der Hagelschlag dauerte mehr als 20 Minuten. Die Hagelkörner fielen in Faustgröße, so daß noch zwei Stunden nach dem Unwetter das ganze Gelände zehn bis zwanzig Zentimeter hoch mit Hagelschloßen bedeckt war. Fast sämtliche Häuser Füssens wurden durch den Hagelschlag schwer beschädigt. Die Garten-, Wiesen- und Feldfrüchte sind völlig vernich- t e t. Der Umfang des Hagelschlags erstreckte sich auf eine Fläche von mehr als sechs Kilometer, so daß auch die Umgebung der Stadt schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Schaden wird auf über 1 Million Mark geschätzt. Nach 18 Uhr wurden in den Straßen Füssens in großen Wagen die Hagelkörner abbefördert. Dabei wurden Schloßen mit einem Durchmesser von 6 Zentimeter gemeßen. Das Unwetter zog gegen die Berge hin ab. Windhose über Münster. Während eines Gewitters, das sich heute gegen mittag über der Stadt entlud, bildete firf) plotzucb eine Windhose, die im Zentrum der Stadt auf dem Servati-Platz sieben etwa 40 Meter hohe Bäume entwurzelte und die Dächer der umliegenden Häuser abdeckte. Menschen sind dabei nicht zu Schaden gekommen. Die Katastrophe wickelte sich in we° wenigen Minuten ab, die Windhose bewegte sich dann nach dem Osten, wo gleichfalls mehrere Häuser abgedeckt und einige Bäume entwurzelt wurden. Dom BUH erschlagen. Ein Gewitter, das über Berkin und seine Umgebung niederging, hat ein Todesopfer gefordert. In der Rähe des Gutes Oranienburg schlug ein Blitz in «ine Linde ein, unter der mehrere junge Leute Schuh gesucht hatten. Dabei wurde der Oberprimaner Schade aus Weidmannslust so schwer verletzt, daß er gleich darauf st arb. Bon seinen Begleitern erlitten noch ein junger Mann und zwei Mädchen Lähmungen. Neun Schafe vom BUH erschlagen. Ein heftiges Gewitter zog dieser Tage nachmittags über die Gegend von Bad Wimpfen, wobei der Blitz in die Herde des hohenftädter Schäfers einschlug und neun S ch af e tötete. Kohlensäure-Explosion. In Andernach am Rhein explodierte auf dem Güterbahnhof ein Kohlensäurebehälter, der 60 Meter weit geschleudert und dann in Stücke gerissen wurde. Ein nebenan liegender Behälter wurde durch die Wucht der Explosion über dreistöckige Häuserreihen hinweg 500 Meter weit geschleudert und sauste dann auf die am stärksten belebte Straße, die Bahnhofstraße, herab, vor ein Cafe, dessen Mauer beschädigt wurde. Ein Stück zertrümmerte das Schaufenster und flog in die Konditorei, die dort stehenden Kuchen und Backwaren mit GlassplitterN übersäend. Kaum zu begreifen ist, daß durch die Kohlensäurehülse, die wie eine Mine durch die Lüfte schwebte und gerade vor einer Gruppe Menschen niederging, niemand verletzt wurde. Ein früherer Generalstaalsanwall zum Priester geweiht. Der seltene Fall, daß ein Generalstaatsanwalt umsattelt, trotz seines hohen Alters von 6 0 Jahren Theologie studiert und zum Priester geweiht wird, hat sich jetzt ereignet. Dr. Peter Claer, der aus Aachen stammt, war zuletzt Generalstaatsanwalt in Marienwerder. Nachdem er seinen Abschied aus dem Staatsdienst genommen hatte, studierte er in Bonn und Eichstätt Theologie. In Paderborn wurde er nunmehr zum Priester geweiht. Schweres Kraftwagenunglück. Auf der Landstraße Halle—Nordh-ausen verunglückte wenige Kilometer vor Nordhousen der schwere Achtzylinder-Kraftwagen des Freiherrn v. Brandenstein aus Hain bei Gera. Der Wagen war infolge überschneller Fahrt ins Schleudern geraten, hatte zwei Chausseebäume umgerissen und sich dann überschlagen. Von den Insassen war die Mutter des Besitzers auf der Stelle tot. Ihre Tochter, ihr Enkel Gusto von der Donnen und der Chauffeur erlitten schwere Kopfverletzungen und Beinbrüche. Der Besitzer des Wagens und seine Gattin tarnen mit leichteren Verletzungen davon. Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 7. Iuli 1932. „Sie dürfen hier nicht über den Platz . .* Das hätte die junge Frau wissen müssen und sich denken können, daß sie um diese Zeit nicht mit ihrem Kinderwagen über den belebten Platz fahren durfte. Und wenn sie sich das vorher etwas überlegt hatte, dann konnte sie sich auch ersparen, die Aufmerksamkeit vieler Fußgänger auf sich gelenkt zu haben. Auch hätte sie nicht rot zu werden brauchen, so wie sie es angesichts der etwas peinlichen Situation tatsächlich wurde. Aber, es ist doch wohl besser, ich erzähle diese kleine Geschichte aus dem Alltag von vorne ... Also, das war gerade um die Mittagsstunde (und außerdem war noch Samstag), als die erwähnte junge Frau mit ihrem Kinderwagen plötzlich einen Platz in Frankfurt überqueren wollte, der gerade um die Mittagszeit das Schulbeispiel des regsten Großstadtverkehrs bot. Aber die junge Frau kam nicht dazu, ihr Borhaben auszuführen, denn im letzten Augenblick trat ihr ein Berkehrsschutzmann in den Weg und verbot ihr, über den Platz zu fahren. Die Mutter des Babys, das hier völlig unbeteiligt im Wagen lag, machte erstaunte Augen, sah den Berkehrsschutzmann fragend an und es hatte den Anschein, daß sie auch über die Machtbefugnisse eines Ber- kehrsschutzmannes nicht ganz im Bilde war. Der Kinderwagen stand bereits mit den Vorderrädern auf der Fahrbahn. „Rein! — Sie dürfen hier nicht über den Platz!", sagte der junge Polizist nochmals. Die junge Frau stand einen Augenblick ratlos, sah fragend auch ihre Begleiterin an, eine Freundin mochte es fein, die aber ebenso ratlos erschien, denn sie wußte auch nichts zu sagen. Plötzlich aber schien der jungen-Frau ein rettender Gedanke gekommen zu fein, denn sie wandte sich voll dem Schuhmann zu, der inzwischen neben sie auf den Bürgersteig getreten war und — o, kleine Sensation des Alltags und der Straße — die Hand auf den Bügel des Kinderwagens unmittelbar neben die der jungen Frau gelegt hatte und nun den Wagen festhielt. Sie sah ihm voll in das frische, junge, männliche Gesicht, sie lächelte den Beamten an (die Borübergehenden wurden bereits aufmerksam, einige blieben stehen), ja, sie überfiel den Mann geradezu mit einem bestrickenden, reizenden, mit einem kokett bittenden Lächeln, gewissermaßen bittend, er solle ihr doch gestatten--- Das Lächeln der Frau griff über auf die Umstehenden (es hatte sich inzwischen ein kleiner aber doch sichtbarer Kreis gebildet) und sicherlich ergriff mancher im Geiste die Partei der Bittenden. Der Beamte aber war sich der Bedeutung der Situation bewußt. Er durste nicht nachgeben, zudem sichtlich auf den Mienen der Umstehenden die Frage stand: was wird er tun? Das Lokette Lächeln muhte ohne Erfolg bleiben. Der Beamte war zur Unerbittlichkeit gezwungen, das Lächeln glitt schnell vom Gesicht der jungen Frau, um einer fünften Röte Platz zu machen. Der Wagen wurde auf den Gehsteig zurückgebracht, im kleinen Kreis öffnete sich eine Gasse, der Kinderwagen glitt weiter, der Schuhmann wandte sich wieder dem Verkehr zu. und jedermann setzte seinen Weg fort. Im Grunde war der Vorfall ja höchst unwichtig. In der Seele der jungen Frau ist aber sicherlich neben der leichten Beschämung ein leiser Groll und ein Gefühl der Unterlegenheit des Menschlichen vor der Kraft der Pflicht zurückgeblieben, ein stiller bohrender Qlerger über eine Ungeschicklichkeit (als die sich ihr Versuch doch erwies) und vielleicht ist sogar eine Antipathie gegen Verkehrsschutzleute herangewachsen, die sich so schnell nicht verlieren wird. Cs mag ihr, der jungen, zarten, reizenden Frau schwer gefallen sein, einzusehen, daß sie im Unrecht war ... n. MehrHygiene bei derSiraßerrreinigung Ein« der wichtigsten Forderungen der öffentlichen Gesundheitspflege ist in unserem Zeitalter die Beachtung der hygienischen Gesetze bei der Strahenreinigung. Man sollte meinen, daß in einer Universitätsstadt wie Gießen, die den großen Hygieniker Gaffky zum Ehrenbürger hatte und die ein Hygienisches Institut zu den Einrichtungen der Hochschule zählt, die Erfüllung der hygienischen Erfordernisse ohne weiteres selbstverständlich fei. Leider muhte man aber wiederholt, z. B. an den jüngsten heißen Tagen wieder, die Wahrnehmung machen, daß die Grundregeln der Hygiene hier noch nicht die verdiente Anerkennung gefunden haben. Die Stra- henbereinigungskolonnen fegen vielmehr die Fahrbahnen und Bürgersteige bei der größten Hitze und Staubentwicklungsmöglichkeit, ohne auch nur im geringsten die Reinigungsflächen vorher mit Wasser zu besprengen. Ein solcher Mangel an Hygiene sollte in. einer Universitätsstadt unter keinen Umständen Vorkommen, zumal das Wasser ja nicht zu den Artikeln gehört, die im Preise unerschwinglich sind. Die zuständige Stelle der Stadtverwaltung möge künftig darauf bedacht fein, daß die Straßenfeger ko lonnen vor dem Schwingen ihrer Besen erst die Sprihwagen, die ja vorhanden find, anscheinend aber in irgend einer Ecke ein beschauliches Dasein führen, gehörig in Tätigkeit gesetzt werden. Dem Bürger darf man jedenfalls nicht zumuten, daß er bei heißer Witterung sich durch unnötige Staubwolken hindurchkämpfen muß und dabei noch das bittere Bewußtsein haben kann, obendrein auch noch Straßenreinkgungsgebuh'» r e n bezahlen zu müssen. Bornotizcn. — Tageskalender für Donnerstag: Zeltmission Oswaldsgarten: 14 Uhr Bibelstunde, 20.15 Uhr Spezialvortrag „Göttliche Ordnung im Familienleben". — Rationalsozialistische Versammlung 20.30 Uhr im Cafä Leib, Herr Bartholomäus-Gießen spricht über „Deflation oder Raub durch ungerechte Steuern am Haus-, Grund- und Bodenk^fih". — DHL. 20.30 Uhr im Heim „DHB.-Protest gegen Rotverordnung!" — 20.15 Uhr im „Bayrischen Hof": „Lichtbildervorträge über Radium". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: »Ein toller Einfall". — Spezialvortrag der Deutschen Z e l t m i s si o n. Heute, Donnerstag, 20.15 Uhr, wird im Zelt auf Oswaldsgarten ein Sondervortrag über das Thema: »Göttliche Ordnungen im Familienleben" gehalten. Es handelt sich, so schreibt man uns — um ein überaus wichtiges Thema. Ist doch die Familie die Keimzelle und Grundlage des Staates. Eine Besserung unserer zum T:il recht zerrütteten Derl ä tn'.ffe ist nur dann zu erwarten, wenn die Erneuerung des Familienlebens einsetzt. Zahlreiche mißratene Kinder, zahlreiche unglückliche Frauen, zahlreiche Ehescheidungen, die sich in rasch aufsteigender Linie befinden, liefern den Beweis dafür, daß es um das Familienleben traurig bestellt ist: es krankt an den Folgen der Kriegs- und Rachkriegszeit. Da ist es fraglos von größter Wichtigkeit, daß Bolksvor- träge über das Familienleben gehalten und auch besucht werden. Auch solche Personen, die sonst religiöse Borträge nicht zu besuchen pflegen, möchten ihre Borurteile beiseite lassen und kommen. Das Familienleben geht uns alle an. Eintritt frei. (Siehe heutige Anzeige.) " Eine Achtzigjährige. Ihren 80. Geburtstag begeht heute eine alte Gießenerin, Frau Minna B o i g t, geb. Stohr, Löberstrahe 1 wohnhaft. Die alte Dame erfreut sich noch großer geistiger und körperlicher Frische. ' Diebstähle. Der Polizeibericht meldet: Im Laufe des gestrigen Tages wurde im städtischen Freibad einem Badegast die Taschenuhr gestohlen. Es handelt sich um eine silberne Iung- hans-Uhr mit Goldrand. — Aus zwei Gartenhäusern im Alten Feld am Rahrungsberg wurden ebenfalls gestern durch Einbruch ein 10 Meder langer Gartenschlauch (rote Farbe) mit Strahlenregner und ein Paar Holzschuhe gestohlen. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei. ** Die Privatfachschule für Damenschneiderei, W. Wi ck-Wunderlich, beginnt am 12. Iuli mit einem Ferienkursus im Schnittzeichnen, Zuschneiden und Matznehmen. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. Weitere Lokalnachrichten Im 2. Blatt Wettervoraussage. Der Einbruch kühler Lust von Rordwesten her hat auch in unserem Bezirk zu leichteren Riederschlägen mit Abkühlung geführt. Dabei ist der Luftdruck etwas angestiegen, so datz sich ein flacher Hochdruckkern in Rorddeutschland gebildet hat. Im Bereich seiner absinkenden Luft dürfte zunächst wieder Aufheiterung eintreten. Da aber über dem Rordatlantik bereits ein neues Druckfallgebiet herannaht, geht die Wetterlage keiner gröberen Beständigkeit entgegen. Aussichten für Freitag: Wieder mehr aufheiternd, aber auch noch bewölkt, meist trocken, etwas wärmer. Aussichten für Samstag: Roch keine wesentliche Aenderung. Lufttemperaturen. Am 6. Juli: mittags 24,3 Grad, abends 16,4 Grad: am 7. Juli: morgens 15,0 Grad: Maximum 26,0 Grad, Minimum 13,9 Grad Celsius/— Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe. Am 6. Juli: abends 23,4'-Grad: am 7. Juli: morgens 18,6 Grad Celsius. Niederschläge 1,4 mm. Sonnenscheindauer 3K Stunden. andere Haut- enthält! • ■ Nichts anderes! - Es gibt eben keine creme, die das hautverwandte Euzerit Vorteilhaftes Angebot 0.68 1.25, 0.95, 1.50 2.50, 1.85, 2.75, 1.50, 1.25, 0.95, Damen* und Kinder-Söckchen 0.20 0.75, 0.50, 0 25, 0.30 0.75, 0.45, 2.25, 1.40, 0.95, weiß und farbig .............. Herren-Socken Baumwolle und Seide plattiert Herren-Sportstrümpfe la Qualität, schöne Muster ... 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Wir laden Sie freundlichst mit Ihrer Frau Gemahlin zu dieser Besichtigung ein. 4881 A ß. HA USER, GIESSEN AM OSWALDSGARTEN Opekta »•in «ui Früchten gewann»« fenden 10-Minuten-T opf• (einfaches Zerdrücken genügt meist nicht); 1U Liter Wasser hinzu, dann mit 3xh Pfund Zucker unter Rühren zum Kochen bringen und 10 Minuten brausend durchkochen.Hierauf eine Normal flasche Opekta „flüssig“ zu 86 Pfg. sowie den Saft einer Zitrone hineinrühren u. sofort in Gläser füllen. Genaueste Kochanweisung mit Rezepten liegt jeder Flasche bei. Vorsicht beim Opekta-Ein- kauf/ Nicht zu verwechseln mit ähnlich lautenden Geliermitteln. Opekta ist nur echt mit dem damp- Rezept 3 Pfund dunkle, süße Kir• ade sehen, entsteint gewogen, gut zerschneiden od. durch Fleischmaschine drehen, Kirsch Mar bereiten Achtung! Rundfunk! Sie hören Uber die Sender des u!?ka leden Mittwochvormittag von 11.00 bis 11 15 Uhr den sehr Interessanten Lehrvortrag „10 Mlnu- ten für die fortschrittliche Hausfrau" tus der Opekta- Küche. — Rezeptdurchgabel f rocken-Opekta Ist Opekta In Pulverform von Jielcn hoher Qualität wie Opekta flüssig Beutel zu 25 Plg für etwa i Pfd. Marmelade, und Kartons zu 45 Pfg für etwa 4 Pfd. Marmelade Genaue Rezepte liegen jeder Packung bei. Mseltlges Kochbuch mit Ober 100 ausführlichen Rezepten *ür Marmeladen, Gelees, Tortenübergüsse Els undSUßspelsen In den Geschäften erhältlich oder gegen Voreinsendung von 20 Pfg. In Briefmarken von de> OPEKTA-GESEILSCHAFT M. B. H„ KÖLN-RIEHl 230 Ooekta In allen Drogerien und Lebensmittelgeschäften Kirschenversteigerung. Nächsten Samstag, den 9. Juli, nadjmif- tags 4 Uhr, sollen die Kirschen an der Straße Dettenhausen — Muschenheim versteigert werden. 5087V Bettenhausen, den 7. Juli 1932. Bürgermeisterei Bettenhausen. Leidner. Freibank morgen. den 8. Juli 1932, von 8 Uhr ab zieischverkaus sparen,a en,bs“karZentra-!ebenSmittel Wurstwaren Gekochter Schinken... -/. Pfund 25 a Westfälische Mettwurst.. Pfund 8ÜA Braunschw.Mettw. m Ringen, Pfund 85a Zervelatwurst.........Pfund 92-9) PlOCkWUrSt..........Pfund 1005. Bayrische Saftwürstchen nn Q von Zimmermann, Tannhausen, 100 g schwer Fetter Speck........stund 54a Kolonialwaren Burmah-Vollreis........Pfund 13s. Hartgrieß-Schnittnudeln.. Pfund 35a Backpflaumen.........Pfund 25 a Zitronen.............e stock 20 A Melis- und Kristallzucker. Pfund 34 A Himbeersaft...........ptund 50 s I Margarine.....»/, ?tund-paket 20.?] Butter, Eier, Käse Feinkostkäse 20%.....75 Gramm 10s Harzer Käse.....«. i-ptund-Kiste 25s Limburger halbfett........ Pfund 38a Tilsiter 20%............ptund 40s Vollfett.Emmenthaler 45%, ptund 75a Ausland-Frischeier.... 10 stock 47s Amerik. Schweineschm. ptd. 38 r Delikatessen Delikatessen-Mayonnaise %ptd. 17 A Italienischer Fleischsalat >/4ptd. 17 a Pottug.Oelsardinen 30 mm Club-Dose 25a Heringe in Tomaten .Original-Dose 38^ Salzheringe..........5stock 20A Sauerkraut...........2 ptund 15a Prima Molkerei-Butter ptund 110 A Weine 31er Nitteler Gipfel.. .0.61.,Vifi. 50A 31er Laubenheimer.. o.bi.^fi. 50 A 31er Frankw. Stahlbühl o.gi.,«/>fi. 50a 31 er Dürkh. Feuerbg. rot, 0. gi.,*/,fi. 55 a Obstschaumw. elnsohl.Steuer, ViFI. 100A Traubensekt einschl. Steuer, '/, Fl. 275s Liter 34 5 Tafel-0e! karzentra Kaufhaus hansa 5042 A Gießen (Bismarckstraße 32), den 6. Juli 1932. 5088 D Gießen, Kreuzplatz 10. 2493 A 5O81V spottbillig bei 04108 Louis Vetter, Kaiserallee 19 Gegen Selteröweg 81 Am 12. Juli beginnt ein Btto. Sowie töt SomeWelOetel o. m. M-WnvkiM, SIM Die Beerdigung erfolgt Freitag, den 8. Juli 1932, um 4 Uhr nachmittags, in Büdingen (Oberhessen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Franz Appelmann Seefische und Filets Fischhaus „Cuvhaven11 ________ Marktet!-. 23 5085 a Tel. 2417 Todesanzeige. Nach langem, schwerem Leiden entschlief heute sanft unsere Hebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Frau Maria Hölzinger Wwe. geborene Dibelka Vevfektev Sienotypist(in) zur Aushilfe für 1-2 Monate gesucht. Schriftliche Angebote mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften unter 5089D an den Gießener Anzeiger erbeten. Drogerie Win ter hoff', Kreuzplatz 9/10, Hindenburg-Drog.. Seltersweg 68a. twV grossen werden enter Oarantle durch VFMIIQ Stärke B beseh VlHUD tlgt. Ji 1.60, 2.75. Pickel, Mitesser Stärke A Deutsche Mission Heute Donnerstag, abds. 8'/« Uhr Spezialvortrag über: 04ii5 GöttlidieOrdnungenimFamilienlehen Wichtig — bedeutsam — zeitgemäß. Jedermann ist eingeladen. Eintritt frei! Standort des Zeltes: Oswaldsdarien. 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Juli 1932, von VA bis 1£ Uhr, an den beiden Sonntagen von 9 bis 13 Uhr zu jedermanns Einsicht offen. 5071C Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerliste sind innerhalb der Offenlegungsfrist bei Meidung des Ausschlusses bei dem Wahlamt schriftlich oder mündlich zu erheben. Soweit die Richtigkeit einer Behauptung nicht offenkundig ist, sind Beweismittel beizubringen. Wird ein Einspruch nicht sofort für begründet erachtet, so entscheidet über ihn der Kreisausschuß endgültig. Gießen, den 7. Juli 1932. Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Dr. Selb. Zwangsversteigerung 18/32 Am Donnerstag, dem 28. Juli 1932, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichts» aebäude zu Gießen, Zimmer 107, das im Grundbuche von Gießen dem Metzger- meister 2Nax Jakob in Gießen zugeschrie» bene Anwesen Schottslraße 9 und 11 5lur 2, Rr. 160'/»« - 578 qm hofreite, Alur 2, Jlt. 162’/io = 111 qm Grobgarten, geschätzt 28 940 RM., versteigert. 4730V Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 20. Juni 1932. I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsoorsteher Sommersprossen IWo nichts half — hilft immer Früchts Schwanenweiß Hk. 1.60 n.3.15. — Geg. Mitesser, Pickel u.alle Hautunreinheiten: Schönheitswasser Aphrodite Hk. 1.60 nid 3.16. Drogerie Winterhoff Zwangsversteigerung 70/30 Am Donnerstag, dem 14. Juli 1932, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichts» aebäude zu Gießen, Zimmer 107, das im Grundbuche von' Gießen a) dem Weber, Heinrich, zu A, b) der Weber, karoline geb. Carle, dessen Ehefrau, zu A in Gießen, zugeschriebene Anwesen Friedrichstraße 3 4386V Flur 6, flt. 1052/,o - 192 qm hofreite, geschätzt 21 840 RM., versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 6. Juni 1932. 5.21. des hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo Ortsgerichtsvorsteher. SetrienDt-rsuS im Schnittzeichnen, Zuschneiden, Maßnehmen usw. Unterricht von 8 bis 12 Uhr oder von 2 bis 6 Uhr. — Honorar 25 Reichsmark. Schlafzimmer, Speisezimmer Schreibschränke, Köchen kaufen Sie in bester Qualität jetzt 1864-1914 Gießen, den 7. Juli 1932. 5099 D Carl Stückrath, Gießen 47 Asterweg 47 Einzelmöbel und Küchen 5078 r> verstorben. Die Beerdigung hat gestern stattgefunden. Wir werden dem Entschlafenen, der stets treu zu uns stand, ein ehrendes Gedenken bewahren. Der Vorstand. Am 3. d. 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