Ur. 131 Erster Blatt 182. Jahrgang Dienstag, 7. Juni 1932 Erl chemt täglid), außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monat» Bezugspreis: Mit 4 Beilagen NM. 1 95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zerufprechanschlüste unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: firenffutl am Blain 11686. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen t>pid hbö Verlag: vrühl'fche Univerfifülr-Vuch' und Stebiörudertt R. Lange in Giehen. Sdfriftlething und Gefchäftrftelle: SchnMaße 7. Annahme oon Anzeiaeu für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für 2lnjtigen von 27 mm Brette örtlich 8. auswärts 10 Neichspfennig: für N»- klameanjeigen van 70 nun Breite 35 Neichspfennig. piatjoorfdjrift 20'. mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr. wilh. Lange. Berantöortlid) für Dvlitik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr. jf).Ihi)riot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in (Biegen Landnöten. Gerade angesichts des eben vollzogenen Kurs- Wechsels in der Ncichspolitik hat die in Mannheim durchgefiihrte große Wanderausstellunader Deutschen Landwirtschafts . Gesellschaft eine größere Bedeutung als Gradmcsier für die Wirtschaftspolitik bekommen. An grunosaglichen Sympathietundgebungen zwischen Industrie und Landwirtschaft hat cs ja nie gefehlt. Man weiß aber, welche scharfen inneren Kämpfe während der Amtszeit der Regierung Brüning zwischen den wirtschaftspolitischen Vertretungen von Industrie und Landwirtschaft ausgesochten worden find. Soll für die Wirtschaftspolitik der Regierungswechsel einen Sinn bekommen, so müßte man jestt wieder z u einer klaren wirtschaftspolitischen Linie kommen, weil für alle Wirtschaftszweige die Ungewißheit noch verhängnisvoller ist als eine vielleicht auch für falsch gehaltene klare Politik. Will man hier den Maßstab der Mannheimer Landwirtschaftsausstellung anlegen, so muß man zunächst wissen, daß es sich um die größte Ausstel- lun von Weltruf in Europa handelt, und daß auch in diesem Jahr wieder die Interessenten aus allen Erdteilen zahlreich vertreten waren. Es ist eben nicht nur eine Ausstellung, die bei dem jährlichen Wechsel durch alle deutschen Galle lediglich die Leistung der Landwirtschaft zeigt und dem Erfahrungsaustausch innerhalb des Berufsstan- des dient. Gleichzeitig ist es eine nahezu einzigartige Industrieschau, auf der so gut wie alle nur irgendwie mit dem weiten Gebiet der Landwirtschaft in Verbindung stehenden Firmen vertreten sind. Es ist also auch eine Leistungsschau der Industrie, wo- bei man zu berücksichtigen hat, daß diese Gemein- schaftsarbeit der verschiedenen Wirtschaftszweige auf der Grundlage einer nun bald fünfzigjährigen Selbsthilfe der Landwirtschaft aufgebaut ist. Bei der DLG. konzentriert sich also alles, was mit dem Fortschritt der Landwirtschaft wirtschaftlich und wirtschaftspolitisch zu lun hat. Der einigermaßen im Widerspruch zu dem allgemeinen wirtschaftlichen Abstieg stehende Erfolg der Mannheimer Ausstellung zeugt davon, daß mit der praktischen und vorbehaltlosen Zusammenarbeit zwischen den Berufsständen sehr viel mehr zu erreichen ist, als mit der Verschärfung wirtschaftspolitischer Gegensätze, die doch nicht völlig gegenständlich find. Sicht man sich Mannheim mit seinen 70 000 Arbeitslosen, mehr als ein Viertel der Bevölkerung, an so ist diese steigende Rot im badischen Grenz- land nicht allein auf die Lostrennung Elsaß- Lothringens und die willkürliche Zerreißung eines geschlossenen Wirtschaftsgebietes zuruckzufuhren, sondern auch auf die sinkende Kaufkraft der Landwirtschaft. Mannheim ist industriell eine der Zentralen der Landmaschinenindustrie, der Düngerindustrie, der chemischen Industrie und der Miihlcnindustrie, deren Konjunktur wesentlich von der Landwirt,chast abhängt. Die Grundlage für eine auf die Dauer erfolgreiche Gemeinschaftsarbeit ist also die Gesundung der landwirtschaftlichen Verhältnisse, die freilich nur zum Teil durch handelspolitische Maßnahmen zürn Schutze der bürgerlichen Deredlungswirtschast zu erzielen ist. Fingerzeige für andere Möglichkeiten hat die Ausstellung insofern gegeben, als in Auswirkung be? Ös?nild)qffeties9 die milchwirtschaftlichen Gerate einen Aufschwung genommen und auch zahlreiche Käufer gesunden haben, wie auch die Grünland- b e w e g u n g, die der Veredlung von ungenügend genutzten Ländereien dient, im sichtbaren Fortschritt begriffen ist. Aehnlich ließen sich gesetzliche Richt- linicn für andere Wirtschaftszweige vorstcllen womit man gleichzeitig der Verbesserung der Ren a- bilität der Hebung der Qualität und der Arbeitsbeschaffung in Stadt und Land dienen wurde. Rudolf Karl Slatin war ein Junge von wenig mehr als sechzehn Jahren, als ihn Abenteuerlust aus der Wiener Handelsakademie herausholte und Aegypten verschlug, wo er mit den bekanntesten Afrikaforschern zusammenarbeitete und auf eigene Faust bis tief in den Sudan b'nem reifte, wo « nut Gorban Pascha bekannt wurde. Aber imch kurzer Zeit kehrte er doch schon in feine österreichische Hei- mat zurück und kam gerade zurecht, um den dos- Nischen Feldzug als Reserveoffizier mttzumachen und sich dadurch seine militärischen Anfangserfolge zu verdienen, die ihn zu seiner weiteren Laufbahn befähigten. Als der Krieg zu Ende war hielt es den inzwischen 21 Jahre alt gewordenen Claim wieder nicht in der zivilisierten Luft Europas Er folgte einem Ruf Gordons, der ihn als Finanzdiktator zu sich holte und ihn im Alter von 22 Wen jum Gouverneur der sudanesischen Pro vinz Darfur machte. Mitten in diesem von betrügerischen Beamten aus- gesogenen Lande, das noch im Zeichen des Sklaven- bindels stand endlich em Weißer, der die Einwohner als Menschen'behandelte und für Recht und Gerech- ' tiqtcit sorgte. Kein Wunder, daß er im Sudan e ne Berühmtheit wurde. Das rettete ihn, als eine notwendige Folge einer jahrzehntelang angHmmel- ten Erbitterung — der Aufstand ö es Ma y o i losbrach und der vom Haß getriebene Fanatismus sich in einem Vernichtungsfeldzug gegen alles, mas mit europäischer Kultur zu tun batte, auszutoben begann, olatin. den die Eingeborenen saattno Bafcka getau t hatten, war der einzige der sich 'n seiner Provinz gegen den Mahdi hielt und den Kampf in der Hoffnung auf Entsatz .ahrelang fort- , fnnnte bis aber auch für ihn die Stunde der Kapitulation' schlug. Er mußte sich auf Gnade und Ungnade dem Mahdi ergeben. Und nun begann für ihn eine s^ere Leidens-e L Der Nachfolger des Mahdi vor allem, Abdullah,, ein Mensch von'viehischer Rohheit stmkten, hat ihn bis aufs Blut gequält, hat chn als Reichstagsneuwahlen am 3-1. Juli. Berlin, 6.Juni. (WTB ) Der Herr Reichspräsident hat durch Verordnung vom heutigen Tag den Termin für die Neuwahlen des Reichstags auf Sonntag, Juli, festgesetzt. Vor Erlaß der neuen No,Verordnung. Mommi dic Vifchäftigtcnstc er? Berlin, 6. Juni. (671B.) Der Montag ist von den Ministerien dazu benutzt worden, die Vorlagen für die neue Notverordnung In Ressorlbesprcchungen vorzubereilcn. Namentlich haben im Reichsfinanzmini ft erium die maßgebenden Instanzen unter dem Vorsitz von Reichsminister Gras Schwerin o. Krosigk den ganzen Tag über die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung des Etats und der Kaffenlage beraten. In politischen Kreisen wurde heute abend lebhaft" erörtert, ob zu der Vorlage des Finanzministeriums auch die Beschäftigten st euer gehören wird; etwas Näheres war darüber nicht zu erfahren. Sicher ist aber, daß Graf Schwerin, entsprechend der einzigen Bedingung, die er bei der Uebcr- nahme feines Amte» gestellt hat, alle» aufbieten wird, um einen Ausgleich der öffentlichen Finanzen herbeizuführen. 3m Reichsinnenrnini- flerlum und in den übrigen Ressort» haben heule ebenfalls eine Reihe von Besprechungen flaltgefun- den, so daß also da» Reichskabinelt, wenn e» morgen nachmittag Zusammentritt, alle Unterlagen vorfindet, um die Notverordnung noch im Laufe dieser Woche fertig,ustellen. Der neue ReichSarbeifsminifler. Präsident Schaeffer vom NcichovcrsichernngSamt. Berlin, ö. Iuni. (IDIB.) Amtlich. Der Herr Reichspräsident Hal auf Vorschlag de» Reichskanzler» den Präsidenten de» R e i ch » o e r s i ch e r u n g » a m t e » Schaeffer zum Reich»arbeil»minister ernannt Der bisherige Präsident des Reichsoersicherungsamts und des Reichsoersorgungsgerichts -Hugo Schaeffer, der dieser Tage 57 Jahre alt wird, ist bisher politisch noch nicht Hervorgelrete n. Er gilt als hervorragender Sachkenner aller im Reichsarbeitsministerium zu bearbeitenden Materien. Der neue Minister hat seine reichen Erfahrungen auf dem Gebiet der Wirtschaft in führenden Stellungen der rheinischen Industrie wie auch im höheren Der- roaltungsbienft erworben. Rach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Tübingen und Berlin trat er zunächst in d i e Dien sl e der Firma Krupp, kam dann in den höheren Der- waltungsdienst in Württemberg, war 1909 bis 1916 Regicrungs- und Ministerialrat im roürttem- bergischen TI i n i ft erium des Innern, ab 1916 stellvertretender württernbergischer Bundesratsbevollmächtigter und dann Ministerialdirektor und stellvertretender württembergischer Bevollmächtigter zum Reichsrat. Im Jahre 1922 und 1923 während des Ruhrkampfes leitete er die Finanzen der Firma Krupp. Im März 1924 wurde er bann in bas Amt bes Präsibenten des Reichsoersicherungsamtes und des Reichsoerforgungsgerichtes berufen. Falsche Gerüchte. EinamtlichcsTcmcmiderRcichsregtcrung. Berlin. 6. Juni. (60TB.) Amtlich. 3n bet Presse sind die verschiedensten falschen Gerüchte über den Reichspräsidenten und verschiedene Regierungsmitglieder in Umlauf. An Kombinationen Sklaven behandelt, der an der Schwelle des Kalifen- palastcs stchcn und die Befehle des Mahdi erwarten muhte hat ihn sogar in Ketten gelegt und ihn in Eisen 'geschlossen auf seinen Wanderungen mitge- schleppt, bis schließlich nach mehr als elfjähriger Gefangenschaft sich ihm die Gelegenheit zur flucht bot, und er in einem wilden Wüstenritt, verfolgt von den Abgesandten des Mahdi, glücklich den rettenden Nil erreichte. In den Nachkriegsjahren sind wir an abenteuerliche Ereignisse der Kriegsgefangenen gewohnt worben Damals aber — 1895 — waren bte Berichte über seine Flucht eine Weltsensation. Er wurde mit Ehren überhäuft, wurde österreichischer Freiherr, wurde ägyptischer Oberst und blieb dis 1914 in ber Verwaltung bes Suban. Im Kriege galt seine Hilfe den Armen und Verwundeten, seither l^t *r als einsamer Mann in Sudtirol. Ader fein Buch über die Gefangenschaft beim Mahdi „Feuer und Schwert im Sudan" ist auch heute noch ein Erlebnis für die Jugend, die dem FÜnfundsiebzigjahr,gen einen achtungsvollen Gruß in seine Einsamkeit schickt. Da ist vor einigen Wochen vor dem Schöffengericht in Berlin e i n K u n st P r oz e ß abacroidelt worden, der über den lokalen Rahmen hinaus Beachtung verdient und auch gefunden hat. Er schlvh barmt, daß $tn *un|t- Händler toeaen fortgesetzten De- truges und schwerer Urkundenfälschung zu einem 2ahr Gefängnis ve r- über Rücktrittsabsichten deS Reichspräsidenten, die in Zusammenhang gebracht werden mit Plänen über eine Berufung de S früheren Kronprinzen zum Reichs- verwefer ist fein wahre- Wort. Unzutreffend sind auch die Behauptungen über Die Parteizugehörigkeit deS ReichSverkehrsmini- sterS Freiherrn Elz von Rübenach. Der Minister stellt fest, daß er parteipolitisch 1 n keiner Weise gebunden ist. Auch Behauptungen über die "Berufung deS Staatssekretärs in der Reichskanzlei Planck sind unzutreffend. Staatssekretär Planck bat auf ausdrücklichen Wunsch von Dr. "Brüning sein neue- Amt übernommen. Eine Aktion des Kanzlers zur Regierungsbildung in Preußen. Ein Reichskommiffar sott tunlichst vermieden werden. Berlin, 6. Juni. (CBB.) Die wir erfahren, Hal Reichskanzler v. Papen heute abend eine Aktion eingeleitet, die den versuch darstellt. In Preußen soweit rote möglich z u r Bildung einer parlamentarischen Regierung zu gelangen. Der Kanzler empfing zunächst den Führer der Deutfchnationaten, Geheimrat hugenderg, um ihm seine Ansicht über die Notroendigkelt einer schnellen Regierungsbildung in Preußen darzulegen, einer Notwendigkeit, die sich a 11 e In schon aus der Finanzlage oon selbst ergibt. L» sind roeitere Besprechungen mit den N a. I i o n a I f o z I a I i st e n und dem Zentrum geplant. Maßgebende Vertreter beider Parteien roaren heute nicht mehr zu erreichen. Ls ist deshalb anzunehmen, daß die nationalsozialistische Führung In Preußen und der Vorsitzende der Zenlrumssrak- tion, Abg. Sieger, von dem Kanzler morgen oder übermorgen empfangen werden. Mit diesen Besprechungen stehen wohl auch die heute aufgetauchten Gerüchte über die Möglichkeit einer früheren Einberufung de» Landtag» Im Zusammenhang. Ob die Aktion zu einem Erfolg führt, steht natürlich noch dahin, da es natürlich in erster Linie auf die Parteien ankommt, mit denen noch gesprochen werden muß. Dem Reichskanzler wäre eine parlamentarische Lösung der preußischen Krise offenbar fchon deshalb erwünscht, da eine Reihe von Gründen — namentlich wohl auch der Diderspruch aus Süddeutschland — es als wünschenswert erscheinen lassen, die Einsetzung eines Reichskommisfar» wenn irgend möglich zu v e r m e i b e n. G In einem "Berliner "Blatt wirb ncuerbing» behauptet, baß De Aeichsregier.uiz bie schlechte Finanzlage in Preußen zum Anlaß nehmen werbe, einen Reichskommisfar zu ernennen. Aus bie,cm Grunde würde zunächst dec Landtag früher als ursprünglich beabsichtigt wieder einberufen werden, um zu versuchen, einen neuen Ministerpräsidenten zu finden. Da dieses Beginnen jetzt schon al- aussichtS- 1 o S betrachtet werden könne, würde zur Ordnung der preußischen Finanzen ein Reichskommisfar ernannt werden. Es braucht kaum betont zu werden, daß es sich hierbei lediglich um Mutmaßungen handelt Was bte Finanzlage angeht. so liegen die Dinge tatsächlich folgendermaßen Zwischen dem seinerzeitigen ReichSsinanzminister Dietrich und dem preußischen Finanzminister Klepper ist eine Abmachung getroffen worden, derzufolge sich d aS Reich verpflichtete, den Fehlbetrag im preußischen HauShalt in Höhe von rund 100 Millionen Mark aus Reichsmitteln zu decken, wogegen die preußische Regierung auf ihre Anteile an der S i e d l u n g S b a n k verzichtete. Bon zuständiger preußischer Seite wird nunmehr erklärt, daß Preußen zwar seine Verpflichtungen hinsichtlich Der Siedlungsbank voll erfüllt habe, daß eS aber vom Reich b i S auf den heutigenTag noch keinen Pfennig alS Gegenleistung erhalten habe. Im übrigen ist die preußische Regierung der Ausfasjpng. daß sich zunächst die Parteien bemühen mühten, einen neuen Ministerpräsidenten zu finden Erst nachdem die Verhandlungen hierüber erfolglos geblieben seien, könne die Frage der Errichtung eines ReichskommissariatS überhaupt in die De» battt geworfen werden. Der neue Kurs in der Außenpolitik formte. Erst nach feinem Tode fetzte die große Konjunftur ein, die zu phantastischen Preisen anstieg. Der lebende van Gogh wäre mit hundert Mark für ein Bild glücklich gewesen, heute zahlt man fünszigtausend Warf und mehr. Aber wohlverstanden, nur für den Ramen. Diesen Trick hat sich ein Kunsthändler zunutze gemacht und Bilder auf den Marft gebracht, die zunächst als echt angesehen wurden, bann aber von einem Teil der Sachverständigen alS Fälschungen an- geprangert worden sind. Die romantische Geschichte, daß diese Bilder aus russischem Besitz stammen, hat das Gericht nicht geglaubt, zumal da mit Hilfe der Röntgenphotographie die Fälschung des RamenS- zuges wohl mit großer Ächerheit nachgewiesen werden konnte. Aber die Tatsache bleibt doch bestehen, daß Kunsthändler und Künstler sich bei einer ganzen Reihe von Bildern in der Wif- fassung über die Echtheit scharf widersprachen, daß ein Kunsthändler sogar seine Meinung vor dem Prozeß und während deS Prozesses Dreimal geändert hat. Die Spekulation also, die in Bildern eine wertbeständige Anlage sucht, hat sich alS sehr gefährlich erwiesen, woraus eigentlich auch die Snobs die Lehre ziehen könnten, daß sie besser daran tun, das gute "Bild eines darbenden lebenden MalerS zu taufen, als eine schlechte Fälschung. Neuraths Besuch in London. Fortführung der Brüningfchcn Außenpolitik. L o n d o n, 6. Iuni. (WTB.) Reichsaußenrninister Freiherr oon Neurath erklärte dem Vertreter des Rcuterdureaus: „Es muh für jeden unvoreingenommenen Beobachter klar sein, daß das neue deutsche Kabinett, das sich au» Männern guten Willens und gesunden Men- schenoerstandes zusammcnsetzt, die zum größten Teil als Beamte beträchtliche Schulung für ihren jetzigen Posten erhalten haben, eine Fachregierung darstellt, die zusammen- berufen worden ist, um die vielen schwierigen Pro- bleme, denen sich Deutschland gegenübergestellt sieht, zu behandeln. An eine Wiederher st ellung der Monarchie denke man nicht, auch die Behauptung, der Reichspräsident werde dem ehemaligen Kronprinzen Platz machen, sei eine reine Erfindung. Freiherr oon Neurath äußerte sich optimistisch über die zu erwartenden Ergebnisse der Lausanner und der Abrüstungskonferenz und betonte, daß bie deutsche Außenpolitik im wesentlichen ihre Kontinuität wahren würde. Er habe in Berlin Dr. Brüning persönlich gesprochen, und er glaube sagen zu dürfen, daß Dr. Brüning die Uebemahme des Außenministeriums durch ihn billige. Er selbst sei ebenso überzeugt wie Dr. Brüning, daß die gegenwärtige Wirt- schastsdepression nur durch Zusammen- arbeit zwischen allen Ländern beseitigt werden könne. Deshalb begrüße er den Vorschlag einer Wirtschasiskonferenz. urteilt wurde, weil das Gericht als erwiesen ansah. daß er einen schwunghaften Handel mit gefälschten Bildem des MalerS »an Gogh getrieben habe. Bilderfälschungen — und Kunst- salschungen überhaupt — sind ja feine Erfindungen von heute. Aber zu welchen grotesken Zuständen Die Auswüchse des KunfthandelS in Verbindung mit Dem Snobismus Der Liebhaber geführt haben, ist wohl noch nie so deutlich in Die Erscheinung getreten wie in diesem Prozeß. Wir erinnern und noch, welch gewaltiges Aussehen es erregte, als seinerzeit die berühmte Tiara des Seitaphernes als Fälschung erwiesen wurde. Wir erinnern uns aus der verhältniS- mähig jüngsten Vergangenheit deS Herrn Dvssena, Der viel Geld mit Der Herstellung .antiker" Werke verDiente. 11 nD wir haben es in Den DorknegS- jähren eigentlich alle mit einigem Schmunzeln beobachtet, wie aller nur erdenklicher Kitsch auf alt ausgemacht nach Amerika hinüberamg, um dort alS .echt antik" die Sammlungen der Neureichen zu füllen. Damals hat der Unfug angefangen, daß nicht die Kunst, fondern der Rame des Künstlers bezahlt wird, und dieser Unfug ist in dem Prozeß um die van- Gogh-Bilder eigentlich öffentlich hingerichtet worden. Dan Gogh hat daS Schicksal so vieler Maler erlitten, daß er beinahe verhungert ist und seine Bilder auch um ein Butterbrot kaum loSwerden Wie painleve sich die Beseitigung der Tribuifrage denkt. Oie „AuSgleichö-kaffe" als Hemmnis für eine schnelle Erholung der deutschen Wirtschaft. Frankfurt a. M., 6. Juni. (CNB.) Pain - l e v 6, der neue französische Lustfahrtminister und Vorsitzende des Rats für Nationale Verteidigung, erklärte dem Vertreter des Frankfurter „Generalanzeigers" über die sog. Ausgleichskasse: Frankreich hatAnspruchaufdiedeutschen Leistungen ; Deutschland tann aber gegen- wärtig nicht zahlen. Das Fortbestehen der Forderung vergiftet die Beziehungen. Es ist notwendig, die Luft zwischen den beiden Völkern zu reinigen. Wenn jedoch Frankreich für alle Zei - t e n bedingungslos oerzicytet, besteht die Möglichkeit, ja, die Wahrscheinlichkeit, daß Deutschland auf Grund seiner besseren technischen Ausrüstung und überdies von allen Lasten befreit, i n einen wirtschaftlichen Konkurrenzkampf tritt, der für die jetzigen Gläubiger Deutschlands, die auf ihre Forderung verzichtet haben, eine schwere Gefahr bedeuten würde. Wenn jedoch ein Verzicht ausgesprochen werden soll, muh gegen diese Möglichkeit ein Schuh geschaffen werden, ein Ausgleich. Ich habe dafür das Wort Ausgleichskasse gebraucht, das offenbar so viele Mißverständnisse hervorruft, Um den Ausgleich zu schaffen, ist ein Wohlfahrtsindex notwendig. Was ist das beste Meßinstrument für die Wohlfahrt eines Landes? Der Verkehr. Wenn also die deutschen Verkehrsmittel, Eisenbahn und Handelsschiffahrt, in ein internationales System einbezogen wurden, ist eine Gewähr gegeben, daß im Falle eines starken Aufblühens der deutschen Wirtschaft auch die anderen Staaten teilnehmen. Eine solche Internationalisierung der Verkehrsmittel würde eine Beschränkung für die allzu starke wirtschaftliche Entfaltung der einen Seite und einen Ausgleich für die wirtschaftlich Schwächeren bilden. Als Vorbild könne die Organisation der französischen Eisenbahnen gelten, für die mit Rücksicht auf die staatliche Ausfallbaftung schon jetzt ein Ausgleichssystem besteht. Oie Außenpolitik in Hernots Regierungserklärung. Paris, 7. Juni. (WTB. Funkspruch.) Der außenpolitische Teil der Regierungserklärung, mit der das Kabinett Herriot heute nachmittag vor das Parlament tritt, trägt dem Standpunkt Rechnung, den Kriegsminister Paul-Boncour unlängst in einer Rede vor ehemaligen Frontkämpfern in Dijon dargelegt hat. In der Abrüstungsfrage werde die Regierungserklärung den von der Dorangegangenen Regierung eingenommenen Standpunkt sich zu eigen machen und den^Grundsah Sicherheit, Schiedsgerichtsverfahren, Abrüstung in den Vordergrund rücken. Jedoch werde das Problem der Möglichkeit einer Rüstungsherabsehung kaltblütig und ohne Demagogie gemäß dem gegenwärtigen Stand der internationalen Garantien geprüft werden. Zum Reparationsproblem kämen zwei Grundsätze in Frage: 1. Aufrechterhaltung des französischen Willens, eine europäische Solidarität herbeizuführen, 2. kein Abgehen von den nnbe - st reitbaren Rechten Frankreichs und namentlich keine Trennung zwischen Frankreichs Gläubigeransprüchen und Schuldverpflichtungen. Das endgültige Wahlergebnis in Mecklenburg. Oie Kommunisten erhalten ein Mandat mehr. — Keine absolute Mehrheit der ASOAp. Schwerin, 6. Juni. (XUJ Die Wahlleitung für die Wahl zum Mecklenburg-Schwerinschen Landtag gibt ein neues amtliches Ergebnis bekannt. Danach hat sich gegenüber dem zuletzt festgestellten Wahlergebnis die Stimmenzahl der Kommunistischen Partei um 44 Stimmen vermehrt. Dies hat zur Folge, daß sich die Zahl der kommuni st ischen Sitze von vier auf fünf erhöht. Nach diesem neuen Ergebnis ergibt sich für die Nationalsozialisten^ deren Mandatszahl sich ebenfalls gegenüber der ersten vorläufigen Zähmung um 1 auf 30 Mandate erhöht hatte, keine absolute Mehrheit. Der Landtag hat nunmehr ein parlamentarisches Kräfteverhältnis von 3 0:30. Im einzelnen verteilen sich die Stimmen wie folgt: Sozialdemokraten 108 358 = 18 Sitze Kommunisten 27 006 = 5 „ Nationalsozialisten 177 029 = 30 „ Bürgerliche Arbeitsgemeinschaft der Mitte 7 899 - 1 „ Deutschnationale Volkspartei 32 875 -- 5 „ Arbeitsgemeinschaft nationaler Mecklenburger 7 492 -- 1 „ Sozialistische Arbeiterpartei 952 = 0 „ Zum Wahlausgang in Mecklenburg schreibt der „Völkische Beobachter" u. a.: Wie nicht anders zu erwarten gewesen sei, habe die Bewegung Adolf Hitlers ihren Siegeszug fortgesetzt. Wenn schon Oldenburg den De- । weis dafür erbracht habe, daß die nationalsozia- I listische Bewegung unüberwindlich geworden sei, so erhärte der Ausgang der Mecklenburger Wahlen diesen Vorgang nochmals. Was die Mandate anbetreffe, so verfüge die RSDAP. genau über 50 v. H. derselben. Mit den fünf Deutschnationalen oder dem einen der „Arbeitsgemeinschaft nationaler Mecklenburger" lasse sich also ohne Schwierigkeit auch tn Mecklenburg eine nationale Regierung errichten. Auch h ier sei d a s S y st e m r e st ° los aus dem Sattel gehoben und die große Säuberung könne beginnen. Run komme Hessen, der letzte Auftakt zum Schicksals- Reichstag von 1932. Der Leiter des Gaues Mecklenburg-Lübeck der RSDAP., Reichs- und Landtagsabgeordneter Friedrich Hildebrand, erklärte: Die Zahl der Regierungsmitglieder würde wahrscheinlich von 3 auf 2 herabgesetzt werden. Er, Hildebrand, könne jetzt schon den neuen Ministerpräsidenten des Freistaates Mecklenburg-Schwerin vorstellen. Es sei dies der Parteigenosse Gutsbesitzer Granzow-Se- verin. Um die Mißwirtschaft in den einzelnen Kommunen zu beseitigen und Einblicke in die Haushaltspläne zu gewinnen, würden an mehreren Stellen Landeskommissare eingesetzt werden. Die RSDAP. sehe eine ihrer Hauptaufgaben darin, die neue Konstituierung des Landtags in Verbindung mit anderen Ländern wie Oldenburg, Braunschweig usw. mit einer Widerstandspolitik gegen das herrschende System im Reich zu beginnen. Ein Rechenschaftsbericht des Kabinetts Brüning. Gegen Vorwürfe der papenfchen Regierungserklärung. B e r l i n, 6. Juni. (TU.) Der Reichskanzler und die übrigen Mitglieder der früheren Reichsregierung veröffentlichen folgende Erklärung: Die neue Reichsregierung hat in ihrer Antrittserklärung schwere Vorwürfe gegen d i e bisherige Regierung erhoben. Der sachlichen Auseinandersetzung vor der Volksvertretung hat sie sich entzogen. Das deutsche Volk wird es darum verstehen, wenn wir auf diesem Wege den Versuch, die Verantwortlichkeit zu verschieben, entgegentreten. Wohin gehen die Vorwürfe? Die Finanzen seien erschüttert. Die Sozialversicherungen bankerott, die Reformen über schwache Ansätze nicht hinaus- aeführt und das staatliche Leben nicht an die Armut der Nation angepaßt. Was ist die Wahrheit? Bei seinem Amtsantritt vor mehr als zwei Jahren fand das Kabinett Dr. Brüning eine gewaltige schwebende Schuld vor. Dazu kam eine Weltwirtschaftskrise, die sich von Monat zu Monat verschärfte, die, Währungen zerrüttete und die für das durch Kriegsverlust ohnehin geschwächte Deutschland b e - sonders scharfe Wirkungen haben mußte. In einer Zeitspanne, in welcher der Außenhandelsumsatz der Welt von 31 Milliarden Dollar auf rund 15 Milliarden Dollar herabsank und als automatische Folge eine ungeheure Arbeitslosigkeit in der gesamten Kulturwelt bewirkte, war es u n - möglich, die deutsche Volkswirtschaft von dieser rückläufigen Bewegung abzuriegeln. Andere Staaten haben in den letzten Jahren entweder von Reserven gelebt, die Deutschland fehlten, oder neue Schulden großen Stils gemacht, was für Deutschland sachlich falsch und praktisch ausgeschlossen war. In derselben Zeit mußte die Sanierung von Banken, Jndustriewerken, Schiffahrtsgesellschaften und zahl- losen Genossenschaften in Handwerk und Landwirtschaft unter Aufwendung von Hunderten von Millionen Mark durchgeführt werden. In dieser Lage haben wir 1930 bis 1932 d i e Ausgaben von Reich, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen um mehr als 6 Milliarden Mark gedrosselt. Das sind „nicht schwache Ansätze", wie es die Erklärung der neuen Reichsregierung dar- stellt. Die staatliche Anpassung an die Armut der Nation ist weitestgehend erfolgt und in dem Haushalt jedes einzelnen fühlbar geworden. Die Regierung hat der Gesamtheit des Volkes Opfer zugemutet, um in den außenpolitischen Verhandlungen freie Hand zu bekommen im Kampfe gegen die Reparationslaften und zur Ueberwindung der Wirtschaftskrise. Das ist nach dem Urteil aller Sachverständigen in großem Ausmaß erreicht worden Dabei wurde die Währung trotz aller Stürme sicher behauptet, dabei hyt sich die sch webende und langfristige Schuld des Reiches nicht vermehrt. Das Kabinett Brüning istausdieserArbeit herausgerissen worden, als es die Vorbereitungen für die Sicherung des Etatsjahres 1932'33 für Reich, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen beendet hatte. Gleichzeitig waren die finanziellen und technischen Maßnahmen getroffen, um bis zu 6 0 0 0 0 0 Menschen in NotstaNds- arbeitundfreiwilligemArbeitsdienst Brot'und Arbeit zu schaffen und in einem umfassenden Siedlungsplan weiteren Volkskreisen Hoffnung auf Lebensrückhalt auf eigener Scholle zu eröffnen. Durch das Scheitern dieser Pläne ist der Ablauf des Sanierungswerkes in einem entscheiden- ten Augenblick j äh unterbrochen. Diese Tatsachen sprechen mit unerbittlicher Klarheit gegen die Behauptungen der neuen Regierung. Wir haben nicht' nur eine „Bilanz" gefordert, sondern sie zu allen Zeiten und in jeder Lage tatsächlich gezogen und dem deutschen Volke in aller Oefsentlichkeit vorgestellt. Wir haben kein Trümmerfeld geschaffen, sondern unter schwierigsten finanziellen und wirtschaftlichen Voraussetzungen dieGrundlagenfür neues Werden gelegt Das Kabinett Brüning hat gegen die zersetzenden Strömungen im Lande alle Kraft aufgeboten. Es hat dem Herrn Reichspräsidenten die Rotverordnung zur Bekämpfung der Gottlosenpropaganda zur Unterschrift vorgelegt. Die letzte geistige Ueberwindung dessen, was an zersetzenden Kräften innerhalb des deutschen Volkstörpers wirksam ist, wird weniger durch gesetzgeberische Maßnahmen, als durch überzeugten und überzeugenden christlichen Tatwillen der einzelnen erfolgen. Wir haben im Sinne der von uns vertretenen christlichen Staatsauffassung es als vornehmste Aufgabe betrachtet, unvermeidliche Die neue Regierung Wies wieder znrückgeireien. Amerika hat Angst für seine Kapitalanlagen. Blick auf eine der Hauptstraßen von Santiago, der Hauptstadt Chiles. — Unten links: Der bisherige chilenische Staatspräsident Montero. — Darüber: Der Führer der siegreichen Aufständischen Carlos Davila. • " - 'OH Santiago de Chile, 7. Juni. (TU.) Die vorläufige Regierung Chiles ist auf den Druck Washingtons und Londons hin zurückgetreten. Das Diplomatische Korps teilte dem Regierungsausschuß mit, daß die Länder d i c neue Regierung nicht anerkennen und für die Verluste verantwortlich machen, die das fremde Kapital durch den Umsturz erleidet. Es ist völlig unbestimmt, wer die Nachfolgeschaft der Revolutionäre antritt. Die Lage ist vollkommen verwirrt. Das Programm der neuen Regierung sieht eine Reihe umwälzender Maßnahmen vor, so u. a. eine scharfe Besteuerung der großen Vermögen, wodurch 500 Millionen Pesos aufgebracht werden sollen, die allgemeine Arbeitsdienstpflicht und Beschlagnahme unproduktiven Landes zur Arbeitsbeschaffung für Arbeitslose, die Auflösung undVerstaatlichung des Cosach- Chilesalpeter-Konzerns, staa'.liche M o- nopolisierung von Oel, Tabak, Zucker, Alkohol und Streichhölzern, ferner Verstaatlichung der Banken und eine schrittweise Sozialisierung des Kredits. Der Chef der Regierung, Dr. D a v i l a, gab indessen Pressevertretern eine Erklärung ab, in der die Gerüchte und Behauptungen über eine Beschlagnahme ausländischen Eigentums zurückgewiesen wurden. Davila erklärte, daß keinerlei Privateigentum a n g e t a st e t werde. Alle Verträge würden erfüllt wie bisher. Die ausländische Schulde n s r a g e bleibe unverändert. Die neue Regierung stelle keine Form einer Sowjetregierung dar. Chile könne sich jedoch unter dem kapitalistischen System nicht von der Deflation erholen und müsse daher das System eines progressiven Staatssozialismus zur Anwendung bringen. * Diese Erklärungen haben aber offenbar die große Besorgnis nicht zerstreuen können, mit der die amerikanische Regierung die Entwicklung in Chile verfolgt, da die Vereinigten Staaten dort Kapitalien in Höhe von etwa 700 Millionen Dollar investiert haben, und zwar die Hälfte im Svlpeter- und Kupferabbau und die andere Hälfte in privaten und Regierungsbonds. Opferin möglich st erGleichmäßigkeit zu verteilen. Es wird Aufgabe des Landes fein, darüber zu wachen, daß die von uns geleistete Arbeit vorVerfälschungbewahrt und so weitergeführt wird, wie es d i e Wohlfahrt des gesamten Volkes und nicht das Sonderinteresse von Parteien und kleinen Gruppen fordert. ASDAP. und Kabinett papen. Der„BöMsche Beobachter" zur Regierunqserklärung. München, 6. Juni. (CNB.) In seinem Kommentar zur Regierungserklärung des Reichskabinetts schreibt der „Völkische Beobachte r", die NSDAP, werde ihre grundsätzliche ober spezielle Haltung vom Kabinett zur gegebenen Zeit bekanntgeben. Fest stehe, daß die Regierung vor allem Volk ausspricht, daß als' Bilanz der dreizehnjährigen Herrschaft von Zentrum und Sozialdemokratie eine moralische Zermürbung des deutschen Volkes zugegeben werden müsse. Dies in einer amtlichen Kundgebung zu lesen, zeige, daß die von den Nationalsozialisten durchgekämpfte Ueberjeugung allgemein nationales Gut zu werden beginne. Weiter heißt es in dem Artikel: Wir freuen uns vor allem darüber, daß durch diese Festeiung auch Hindenburg mittelbar kundtue, daß sein Vertrauen zu allen Versprechungen der Systempgrteien und ihrer Führer schmählich getäuscht worden sei. Wenn zum Schluß die „Heranführung der innerpolitischen Klar.- heit" gefordert werde, so liege diese Forderung ganz auf der Linie der nationalsozialistischen Wünsche. Die Regierungserklärung habe also das Gute, daß sie die Aechtung des nationalsozialistischen Denkens und Handelns auf- hebe und eine freie Entscheidung des deutschen Volkes zu ermöglichen zusage. Damit werde eine Welle nationalsozialisti- scher Kundgebungen sich erheben, wie sie Deutschland noch nicht gesehen habe. Die Entscheidung laute heute einfach: Für ober gegen Deutschland Für Deutschland, das bedeute heute für die Bewegung Adolf Hitlers, gegen Deutschland, das heiße, für die Kommunisten oder für die marxistisch zentrümlichen Verursacher und Nutznießer des deutschen Elends stimmen.' . Ein Vortrag des Grafen Reventlow. Berlin, 6. Juni. (ERB.) Auf einem Vortragsabend der „Akademischen Woche" sprach der bekannte nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete Graf zu Reventlow über „Außenpolitik und Abrüstung". Das erste Ziel einer nationalen Regierung, führte er aus, müsse fein, die heimatliche Produktion auf den höchsten Stand ihrer Leistungsfähigkeit zu bringen: beim nur einwirtschaftlich unabhängiges Deutschland könne eine wirklich deutsche Außenpolitik betreiben. Die bisherige Erfüllungspolitik lasse sich nicht plötzlich abbrech e n , weil dadurch eine Katastrophe für das ganze Volk heraufbeschworen werd«, für die kein Politiker die Verantwortung übernehmen könne. Der Redner trat für eine Verständigungspolitik ein, die aber auf Gegenseitigkeit beruhen müsse. Verhandlungen mit Frankreich brauche man nicht abzulehnen, aber man müsse sie mit völliger Rüchternheit und ohne Sentimentalität führen. Das Ziel ber deutschen Außenpolitik bestehe in der Befreiung Deutschlands vom Versailler Vertrag, insbesondere von den Reparationslasten. Die privaten Schulden Deutschlands müßten jedoch als verbindlich anerkannt werden, wenn man auch gegenwärtig noch nicht sagen könne, wann Deutschland in der Lage fein werde, diese Zahlungen zu leisten. In der Frage der Abrüstungspolitik' habe, wie Graf Reventlow mit Rachdruck hervor- hob, die Regierung Brüning den richtigen Standpunkt eingenommen. Sollte die Abrüstungskonferenz zu keinem Ergebnis kommen, werde Deutschland die Gleichberechtigung für sich in Anspruch nehmen. An einen Angriffskrieg denke niemand. Deutschland werde sich auch nicht in eine Aktion gegen Sowjetrußlank hinein- manövrieren lassen. Eine ausgesprochen deutsche, dabei aber sozial denkende Regierung brauche keine Angst vor dem Bolschewismus haben. Sitzung des LandeswahlausschuffeS in Heften. WSR. Darmstadt, 6. Juni. In der Sitzung des Landeswahlausschusses wurde über die Zulassungder für diehessische Landtagswahl eingereichtenKandidaten- listen verhandelt. Der Ausschuß erkannte die neun eingereichten Vorschlagslisten als ordnungsmäßig ah. Lediglich gegen d i e Liste der SAP. - Kommunistischen Opposition wurde von den Kommunisten Einspruch erhoben, weil in der Bezeichnung „Kommunistische Opposition" eine Irreführung enthalten sei. Auch dieser Wahlvorschlag wurde gegen den kommunistischen Beisitzer bei Stimmenthaltung des nationalsozialistischen Vertreters z u g e l a s s e n. Kleine politische Nachrichten. Der preußische Ministerpräsident Dr. Braun hat einen Urlaub angetreten und Berlin verlassen. Zu seinem Vertreter hat er den Wohlfahrtsminister Dr. H i r t s i e s e r bestellt, der von nun ab als bienstältester Minister b e n Vorsitz im geschäftsführenden K a b i n e t t führen wirb. * Wie bie Telegraphen-Union von unterrichteter Seite erfährt, ist Dr. Schacht nicht als beut- scherVertreterfürbieLausannerKon- ferenzin Aussicht genommen. Es ist mit ihm auch nie in diesem Sinne verhandelt worden. * Der Ausschuß der Abrüstungskonferenz, der sich mit den Begriffsbestimmungen für die Effektivbestände beschäftigt, hat festgestellt, daß es vorläufig keinen Zweck habe, mit den Beratungen fortzufahren, solange nicht bestimmte Vorfragen vom Hauptausschuß geklärt seien. • Die Spihenverbände der Krankenkassen und Aerzte tagten zum Zwecke eines gemeinsamen Honorarabkommens. Rach eingehender Aussprache gelangten diese Verhandlungen noch nicht zum Abschluß, sondern wurden für kurze Zeit vertagt. Die Vorlage zum Ausgleich des amerikanischen Staatshaushaltes ist vom Parlament endgültig verabschiedet worden. Das Gesetz sieht Erhöhungen der Einkommensteuer, der Gesellschaftssteuer, der Erbschaftssteuer, der Erzen- ger-, Verkehrssteuer, der Vergnügungssteuer, der Börsenumsatzsteuer und der Schecksteuer vor. Außerdem ist eine Erhöhung des Briefportos und der Zölle für Del, Kohle, Kupftr, Bauholz vorgesehen. * Die Arbeitslosenziffer in England belief sich am 23. Mai auf 2 741 306, das bedeutet seit dem 25. April eine Erhöhung um 89124 Arbeitslose. * Der mit der Regierungsbildung in Rumänien beauftragte Natlonalzaranist Vajda teilte dem König mit, daß sich keine Partei bereiterklärt habe, an der Mk Li äWsfts MW WWW W uh 1, KMW WM UW MW MM ME NM MM chaMu^eS i. unt 3n der Sitzung wurde über die hessische Land- enKandidairn- lsschuh erkannie die orschlagslisten -iglich gegen die unistischenOp- n Kommunisten in der Bezeichnung 1 eine Irresuh- liefet DahlvorschW stifchen Deisiher bei alsozialistischen Tkt* üstungSdvlitik ' t Aachdruä hervor- 1 den richtigen nmen. Sollte die n Ergebnis kommen, chberechtigung An einen Angrisls- and werde sich auch v/ekrußkand hinein- icfprochen öeu/sche, erung brauche keine Haden. Autounfall des Prinzen Karl von Löwenstein. Der Fahrer getötet WSR Limburg, 6.3uni. Der auf einer Probefahrt befindliche Personenkraftwagen des Prinzen Karl von Löwen st ein überschlug sich Montag nachmittag hinter dem Dorfe Lcndenholzhausen und flog in den Stratzengraben. Während der Prinz Rippenbrüche und andere leichtere Verletzungen davontrug, war der Fahrer sofort tot. Prim von Löwenstein wurde von der Staatsanwaltschaft in Limburg noch am Nachmittag über die Ursache des Unfalls vernommen. .gab mieflen g ab. In bet die Kr eine -Bt. IJen Eigen, urden. Davila er- )vateigentum Jttiage wurden et. udische Schul, "bett. Die neue einet Svwjetregie- ledoch unter dem von der Deslalion 8 System einet ozializmus zur t offenbar die große wen, mit der die M die Entwicklung inigten Staaten dort M Millionen Dollar Hälfte im Silpeler- re Hälfte in privaten Das neue griechische Kabinett Denise« l o s stellte füh der Kammer vor. In der Regierungs- erkiäruntz heißt es, die Regierung erstrebe D e r f a f. funasanöerungen nach dem Dorbild desArtikels 4 8 der Weimarer Derfaf. | u n g. Der Regierung wurde da, Vertrauen ausgesprochen. Rd(6ri(6ien. jfibent Dt. Broun n M t er den Dohlf-H^ •ft**-* , worden- in99t n töt di- timmungen F H I f*1*'■'»?»• lätt seien. KZ *8^'* Regierungsbildung teilzunehmen, so daß ihm nur die Bildung einer nationalzaranistl- schen Regierung übrig bliebe. Bisher konnte nur ein RumpfkabmeU gebildet werden. Sollten die Jungliberalen ihre bisherige Weigerung aufrechter- halten, so wird das Kabinett durch rein national- zaraniftifche Mitglieder ergänzt werden, wobei man als Außenminister den Namen Titulescu nennt. Generalversammlung derOberhessischen DiehversicherungsAnstalt. Die Oberhessische Dieh-Dersicherungs-Anstalt (Sih Dietzen- hielt am Sonntag im Hotel Hopfeld au Dietzen ihre diesjährig« Mitgliederversammlung ab. Direktor Dr. van Bentheim (Dietzen) legte den Geschäftsbericht vor, der von der Ausbreitung der Anstalt weit über Oberhessen hinaus bis noch Biedenkopf. Marburg, dem EbSdvrfer Grund, Fulda, Gelnhausen, Hanau biS nach Starkenburg Hinern Aufschluh gab. Der Mitgliederbestand ist von 3260 im Jahre 1930 auf 3833 am 31, Dezember 1931 an gewachsen. Bei der Anstalt versichert sind 5113 Pferde (4401 im Jahre 1930) mit einem Dersichcrungskapttal von 3 953 880 TZL (3 403 865 Mk. 1930, und 1378 Rinder im Werte von 623 080 Mark (1189 Stück im Werte von Mark 539 955 im Jahre 1930). 3m lausenden Geschäftsjahr konnten an Prämien bezahlt werden für 300 Pferde 136 222,50 Mark (1930 : 213 Pferde mit 121 741,25 Mk.) und für 72 Rinder 26 215 Mark (1930: für 59 Rinder 21 307.50 Mk.-. insgesamt für 385 Fälle 190 892,50 Mk gegenüber 288 Fällen mit 145 228,75 Mark im Jahre 1930. Somit konnte für die derzeitigen Verhältnisse der günstige Durch- schnittssah von 544 Mark für Pferde und 364 Mk. für Rinder bezahlt werden. Durch umfangreiche Schadensanfälle war für 1931 ein Derlust, der 7000 Mark knapp übersteigt, nicht zu vermeiden. Dieser Betrag konnte dem Reservefonds entnommen werden. Andererseits mutzten 2000 Mk. uneinbringlicher Beiträge gestrichen werden. Der stark bemerkbare Prämienrückgang, der die Rot der Landwirtschaft widerspiegelt, soll durch intensivere Aufmunterung behoben werden. Trotz der Schadenanfälle wäre noch ein PluS zu erreichen gewesen, wenn sich nicht die Preissenkung so stark bemerkbar gemacht h«tte. Don einer Erhöhung der Beiträge konnte abgesehen werden, wie auch von -einer Ermähigung des PrämiensaheS Abstand genommen wurde, weil die Prämie eine DerhältniSzahl ist, durch die sich bei den sinkenden Preisen der Beitrag von selbst ermätzigt. Die Anstalt hat aber den Beweis erbracht, dah dem einzelnen eine wesentliche Hilse zuteil wird und die Kasse stark zur Entschuldung der Landwirtschaft beiträgt. ßubtoig Hoff mann V. (Lollar) erläuterte die Schaden anfälle, die im Dezember 1930 allein 30 Pferde mit 33 000 Mark, also pro Tag 1 Pferd mit 1000 Mark Prämicnleiftung ausmachten. Bücherrevisor Jaeger (Dietzen) erstattete den Rochnungsbericht, nach dem durch die Dersiche- rungSbehörde geforderten Schema, der in Einnahme und Ausgabe mit etwa 176 000 Mk. ab- schlotz (einschlietzlich des vorerwähnten Fehlbetrages von 7813,22 Mk ). Bei der Prämienstelle Äöln konnte anstatt rückständiger Beiträge ein Guthaben erzielt werden. Der Gewinnvortrag von 1930 mit 12 176,03 Mk. und der Reservefonds mit 16 955,73 Mark ergeben zusammen einen DermögenSbestand von 30 131,75 Mark. Aus Antrag wurde dem Direktor und dem Rechner Entlastung erteilt. Ludwig Hofmann (Lollar) machte auf die trotz der schwierigen Wirtschaftslage günstige Entwiclelung der Anstalt aufmerksam und unterstrich den Wert der auf Gegenseitigkeit aufgebauten Einrichtung. Die auSscheidenden Ausschußmitglieder August Balzer (Giehen) und Johannes Kompert (Ebsdorf) wurden wieder- und Wirth (Friedberg-Fauerbach) neu hinzugewählt. Einer durch das Aufsichtsamt geforderten Sahungserweiterung wurde zugestimmt. Auf Dorschlag auS der Der- sammlung wurde Direktor Dr. van Bentheim besonderer Dank für feine Mühewaltung ausgesprochen. Wettervoraussage. Mit dem Kaltluftzustrom ist über dem Festland der Luftdruck angeftiegen, so datz sich das Hochdruck- gebiet weiter östlich verlagert Hal. Unter feinem Ein- flufj wird sich bei uns das Wetter weiter beruhigen, die Bewölkung geht zurück und bei vielfach aufhei- ternöem Himmel wird die Sonnenstrahlung durchgreifen und Erwärmung bringen. Ob die Wetter- läge für längere Zeit beständig bleibt, läßt sich vor- erst noch nicht Überblicken, zumal über Nordskandinavien eine Störung erschienen ist, die erneut kühle Ozeanluft südwärts befördert und in Deutschland Anlaß zu Gewitterstörungen geben kann. Aussichten für Mittwoch. Bewölkungs- rürfgang und Aufheiterung, trocken, wärmer. Aussichten für Donnerstag: Wetterlage unsicher, Neigung zu Gewitterstörungen oder zeit- weisen Niederschlägen wieder vorhanden. Lufttemperaturen am 6. Juni: mittags 10,1 Grad Eelsius, abends 10 Grad, am 7. Juni: morgens 10,5 Grad. Maximum 12,1 Grad Minimum 8,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Juni: abends 17,8 Grad: am 7. Juni: morgens 11.4 Grad Celsius. — Niederschläge 3,5 mm. (Schluß des redaktionellen Teils.) 3ft 3hr Kind kräftig genug für die Schule? Manche Kinder gehen so frisch und unbekümmert zur Schule. Andere aber haben ein geheimes Grauen vor allem, was Schule oder Lernen heißt. Ost sind sie gar nicht unbegabter; sie sind nur körperlich schwacher. Ihre Nerven versagen zu schnell — sie ermüden zu leicht ... Diele Mütter haben die Erfahrung gemacht, daß ein richtiger Kraftzuschuß zu dem täglichen Frühstück einem solchen Kinde eine unverhoffte Widerstandsfähigkeit verleiht. Sie geben dem Kinde ein paar Teelöffel der wohlschmeckenden Doomaltine morgens in die Milch oder den Kaffee. Doomaltine — eine konzentrierte Kraftnahrung aus Malz, Milch, Eiern und Kakao — ist seit Jahrzehnten in aller Welt bekannt und wird von den Aerzten empfohlen. Sie ist ganz leicht verdaulich und kräftigt sofort, ohne dem Magen ermüdende Der- bauungsarbeit zuzumuten. Schon zu Mk. 1,15 erhalten Sie eine Dose Ovomaltine in der nächsten Apotheke oder Drogerie. Eine kostenlose Geschmacks- 8rode sendet auf Wunsch Dr. A. Wander G. m. b. H., fot. II 79, Osthofen (Rheinhessen). 4346V bl>' Aus oder Welt. Elly Beinhorn überfliegt die Cotblllieren. Die deutsche Flieaerin Elly Beinhorn, die am 4. Juni mit ihrem Klemm-Argus- Flugzeug in Panama zu ihrem neuen Südamerikaslug gestartet war. traf bereit- am SamStagabend in Sali (Columbien) ein. Damit vollzog sie als erster Lchortflieger überhaupt dort eine Landung, denn diese gefürchtete Strecke war bisher nur von grohen Verkehrsflugzeugen geflogen worden. Bereits Sonntagsrüh setzte Elly Beinhorn ihren Weiterflug nachGuayaquii (Ecuador, fort. Das Flugzeug war für diese fast 1800 Kilometer lange Strecke, die ausschließlich über völlig versumpfte Urwälder und Über die Eordillieren führt, mit Brennstoff für zehn Stunden getankt, so datz der Start auf dem 2000 Meter hoch gelegenen Flugplatz äuherst schwierig war. Rach mehrstündigem Flug traf Elly Beinhorn planmäßig nach Meber- fliegung der Eordillieren in Guayaquil ein, wo ihr durch die anwesenden Deutschen und anderen Europäer und Südamerikaner ein begeisterter Empfang zuteil wurde. Schweres Hagelwetter im önntal. lieber dem Jnntal, dem Mangfalltal und dem Samerberg ging ein schweres Hagelunwetter nieder. Die Fmren und Wiesen von Degerndorf, Brannenburg und vielen anderen Orten deS Jnn- tales wurden überaus schwer betroffen. Die neue Heuernteist totalvernichtet, die Bäume sind teilweise entlaubt, die Fruchtansätze der Obstbäume In den Boden gestampft. Die zu großen Hoffnungen berechtigende Getreideernte hat schwer gelitten. Roch am Abend lagen die Hagelschlo»en stellenweise zentimeter- hoch am Wege. In Törwang, Greinbach und Rotzholzen wurden Tausende vonD a ch z i e g e l n zertrümmert und Hunderte von Fensterscheiben eingeschlagen. Tödlicher Blitzschlag. In SKeinbarborf (bei Würzburg) fiel ein wolkenbruchartiger Regen, ber große Ueberschwem- mungen zur Folge hatte. In Königshofen schlug ber Blitz in bas neue Bab ein unb beschäbigte ben ’öctrieb&motor schwer. In Weyer ging eben- falls ein furchtbares Unwetter mit großen Hagel- stücken nieber. Auf ber Strafte zwischen Wener unb Unlereuerheim wurde bie Schwester des Bürgermeisters in Untereuerheim sowie dessen Tochter unb ber 14jährige S.ohn, als sie sich vor bem Unwetter nach Hause fluchten wollten, mitten auf ber Straße vom Blitz getroffen. Die Schwester bes Bürgermeisters war sofort tot, ihre Haare waren zum Teil versengt unb ihre Kleiber an mehreren Stellen zersetzt. Der Sohn liegt be- wußtlos barnieber, während bie Tochter mit bem Schrecken davonkam. Ein grausiger Fund. Beim Portier der französischen Botschaft am Pariser Platz in Berlin erschien ein Mann, der erklärte, einen Brief und ein Paket abgeben zu wollen, er werde später wiederkommen und Bescheid bringen. Man öffnete da- Paket und fand darin zwei abgeschnittene menschliche Hände, vermutlich die einer Witwe, da sie an der einen Hand zwei Trauringe trug. Ein Funk- spruch, der der Berliner Kriminalpolizei aus Lübeck zugcgangen ist. teilt mit, daß der 25jährige Landwirtschastsgehilfe Ludwig Schoß am 3. Juni seine Mutter ermordet hat unb seitdem aus Eutin flüchtig ist. Da der Brief, der dem grausigen Paket beigelegt war, auch einen Ramen Schöh erwähnt, handelt es sich um die fiänbc der ermordeten Frau Schoß. Die Beamten atten die Leiche der Frau Schötz im Keller unter der Treppe gesunden. Die Tat ist. vermutlich bereits am Freitag in der Küche ausgeführt worden. Der Täter, der seit längerer Zeit geisteskrank ist und sich bereits in der Irrenanstalt Stegnih befand, ist vor vierzehn Tagen auf Antrag der Mutter wegen guter Führung aus der Anstalt entlassen worden und hielt sich seit dieser Zeit bei ihr auf. Ein TTlHitärfraftroagcn verunglückt. Ein mit mehr als 20 Matrosen ber 1. Marine- 21 rtillerie- 'Abteilung aus Kiel besetzter Lastkraftwagen ber Kraftfahrtruppe fuhr zwischen Heimsen unb Schlüsselburg auf ber Straße von Minben (Westfalen) nach Stolzenau gegen einen Baum Sämtliche Insassen würben aus bem Wagen auf bie Straße unb angrenzenbe Aecker gcfdjleubert. Ein Jnfasse erlitt einen Wirbelfäulenbruch unb war auf ber Stelle tot. Ein zweiter Jnsasfe ft a r b im Stolzenauer Krankenhaus, wo noch vier Mann mit lebensgefährlichen Schädelbrüchen bamieberüegen. Sechs weitere Matrosen erlitten ebenfalls sehr erhebliche Verletzungen. Der Kraftwagen kam aus bem Munfterlager Der Wagen, der nur wenig beschädigt wurde, fuhr bann noch 100 Meter weiter unb konnte bann von bem im verbeckten Dorberraum sitzenden Fahrer, neben bem sich noch ein Oberleutnant unb ein Stabsarzt befanden, zum Halten gebracht werben. Erfolgreiche Berufung. Nach mehrtägiger Verhandlung fällte die Große Strafkammer des Landgerichts I Berlin das Urteil im Prozeß gegen sieben national- sozialistilchc Student« n. die vom Schne'l- fchöffengcr:cht wegen der Krawalle in der Universität am 4- Februar d- I- wegen schweren bzw- einfachen Landfriedensbruchs zu vier bis acht Monaten Gefängnis verurteilt worden waren. Das angefochtene Urteil wurde, soweit Bestrafungen erfolgt waren, aufgehoben. Der Angeklagte Pabst wurde wegen vorsätzlicher Körperverletzung z u 1 5 0 Mk. Geldstrafe, der Angeklagte Ruppin wegen ruhestörenden Lärms zu 50 Mk- Geldstrafe verurteilt. Die Angeklagten Kalter, Schultz, 3üter- bock, Leonhard und Platz wurden f r e i g e - sprachen. «ich bef sjnkomwc I grJfU, Wulw«Tu«> * (.( in 6 Ä 99124 hohu^v * "j^S 35 OBERST Pf. mit und ohne Mundstück Friedens quali tätr v ZUz Friedenspreis Das Sammel-Album kostet 1 Mark. Es ist zu beziehen: a) durch den Zigarettenhandel; b) durch Waldorf-Astana, G.m.b.H., München, gegen Voreinsendung des Betrages auf Postscheckkonto München 1979; c) in Berlin durch unsere Fabrikniederlassung Berlin W 35, Am Karlsbad 16. Jeder Deutsche wirb sich freuen,die färben prach" tigen Uniformen der alten Armee noch einmal in einer übersichtlichen Sammlung vereinigt tu selben. Es gibt jetzt für die Zl2 bunten Soldaten-Bilder der OBERST ein Sammel-Album, das mit viel Liebe und Sachkenntnis geschaffen wurde.Pas Album, enthalt eine vollständige Übersicht über die alte Armee,die Standorte der Regimenter und ErFlä„ rungen über die Einzelheiten der Eriedens-Uniformen. W ‘EinrTrinnmmg an 3? b\e ^VorFriegsztit-^ WALDORF-ASTORIA GMB-H MÜNCHEN Elisabeth erobert sich das Glück Vornan von Margarete Ankelmann Copyright by M. Feuchtwauger, Halle. 3. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Heute fand das große Kirchenkonzert statt. Professor Landar hatte sich eine große Aufgabe gestellt: Beethovens „Neunte Symphonie". Für das Tenotsolo war ein Gast verpflichtet worden, ein ehemaliger Schüler Professor Lcm- dars, der sich in der Welt schon einen guten Namen gemacht hatte. Professor Landar selbst hatte die Baritonrolle übernommen, alle anderen Stimmen waren mit seinen Schülern besetzt. Professor Landar wußte, daß er sich auf seine Schüler und auf seine Arbeit verlassen konnte. Cr überblickte immer wieder seine Schar, in der es ziemlich aufgeregt zuging. Alle hatten ein wenig Lampenfieber, obwohl man seiner Sache sicher sein konnte. Am häufigsten streifte des Professors Blick die schlanke Mädchengestalt, die einsam und teil- nahmlos in einer Ecke lehnte und in das sich langsam füllende Kirchenschiff starrte. Was war nur mit Elisabeth Pfilipp los? Sie sah heute so ernst aus. Tiefe Blässe bedeckte ihr sonst so frisches Gesicht. Elisabeth hatte große Sorge um ihr Mütterchen. Sie war so krank, daß sie nicht einmal das Bett verlassen konnte, um diesem Konzert beizuwohnen. lind Elisabeth hatte so gehofft, wenigstens die Mutter dabei zu haben, wenn schon der Geliebte nicht hatte kommen können. lind dann, da war noch eine Sorge, eine heimlich«, quälende. Eine Karte und ein kurzer Brief waren bisher von Hubert gekommen. Eine Karte, die seine Ankunft in Dresden angexeigt hatte, und ein kurzer, glühender Liebesbrief, voll Zuversicht und Hoffnung. Seit diesem Briefe waren • schon einige Tage vergangen, ohne ein Lebenszeichen von Hubert, lind er hatte doch versprochen, jeden Tag wenigstens eine Zeile zu schicken. Eine innere llngewihheit quälte Elisabeth, eine llnruhe, über die sie nicht Herr werden konnte, so gut sie sich auch zuredete. Er würde sicher mit Arbeit überlastet sein, in diesen ersten Tagen. Morgen würde ein Brief kommen: sie wußte ja, daß Hubert sie liebte, und es war töricht, sich Sorgen zu machen. Der Professor hatte Elisabeth nicht aus den Augen gelassen. Cr war Menschenkenner genug und hatte sich besonders mit seiner Lieblingsschülerin so intensiv beschäftigt, daß er wußte, irgend etwas Trauriges ging in ihr vor, raubte ihr die Lebensfreude. Was mochte nur mit dem Mädchen los sein, daß es so verändert war? Er hätte Elisabeth so gern geholfen, und er hoffte | nur, daß die Musik sie bald ganz in ihren Dann ziehen und die Wolken von ihrer Seele nehmen würde. Elisabeths Augen, die bisher teilnahmslos ins Publikum gestarrt hatten, nahmen plötzlich einen ^spannten Ausdruck an. Eben war Frau Kommerzienrat Heilmann gekommen, Huberts Tante, zusammen mit den Larsens. Also, wenn Hubert auch nicht selbst da sein konnte, so waren doch seine Verwandten gekommen, sie zu hören. Ob die schon irgend etwas wußten von ihr und von Hubert? Sie mußte ihnen zeigen, was sie konnte, muhte ihnen beweisen, daß sie Huberts nicht unwürdig war. Die Mitwirkenden sammelten sich jetzt. Elisabeth Pfilipp stand neben Erhard Riemer, dem eleganten, weltmännischen Gast, der sie mit musternden Blicken beobachtete. Es sah fast aus, als ob er ihr die große Aufgabe nicht recht zu- traute. Bei der Generalprobe war sie auch nicht aus sich herausgegangen, hatte absichtlich ihre Stimme zurückgehalten, um sie für die Ausführung zu schonen. Uno Elisabeth sang. Die unerhörte Fülle, die wundervolle Wärme ihrer Stimme trug die Sopranpartie zu einer ungeahnten Größe: mit vollendeter Sicherheit und Klangschönheit führte sie ihren Part bis zum Ende durch. Eine weihevolle Stimmung lag über der ganzen Kirche, lange noch, als der letzte Ton verklungen war. Still gingen die Menschen dann nach Hause. Erhard Riemer war zu Elisabeth getreten. Hatte ihr die Hand geküßt mit den Worten: „Meine innigste Verehrung der großen Künstlerin." Lleberrafcht und verlegen hatte Elisabeth ihre Hand zurückgezogen. Er lieh sich indes nicht beirren. „Sie dürfen nicht böse sein, wenn ich Ihnen die Wahrheit sage. Sie sind eine große Künstlerin, geschaffen, die ganze Welt zu bezwingen. Man wird Sie bald aus diesem Dorfe herausholen, sobald man draußen von Ihnen hort." „Glauben Sie, Herr Riemer? Wenn man aber erfährt, daß ich gar nicht hinaus will in die Welt, daß ich nichts wissen will von Ruhm und Verehrung?" „Nun, das wird sich andern, sobald Sie erst einmal diese Enge hinter sich haben. Ich glaube nicht, daß Sie im Ernst gewillt sind, die Schätze Ihrer Kehle verkommen zu lassen. Professor Landar, unser verehrter Lehrer, wird schon wissen, was er zu tun hat." „Oh, ich weih, dah er mich von hier wegbringen möchte, dah er sich viel verspricht von meiner Stimme. Liber auch er kennt meine Ansicht, die heute fester steht als je. Meine Zukunft liegt woanders als in der Sucht nach Künstlerschaft..." Erschreckt hielt Elisabeth inne. Was ging es diesen fremden Menschen an, wie sie sich ihre Zukunft vorstellte? Das kam nur daher, weil alle ihr immer dreinredeten, weil sie sich verteidigen muhte. Erhard Riemer wollte ihr gerade antworten, als ihr Gespräch unterbrochen wurde. Professor Landar trat herzu, in Begleitung eines anderen Herrn. Professor Landar stellte seinen Begleiter vor: es war Professor Walter, der Direktor des Leipziger Konservatoriums, ein Mann von stattlicher Größe. Glattes, meliertes Haar umgab den massigen Kopf. Knapp und kurz war das Lob, das er Elisabeth spendete. Mit scharfen Blicken musterte er das Mädchen, das nur schüchterne Antworten gab. Elisabeth war froh, als sie endlich die Kirche verlassen und den Heimweg antreten konnte. Unzählige Glückwünsche flogen in das kleine Haus am Wassergraben. Sie ganze Stadt war begeistert von Elisabeth Pfilipps Kunst: immer neue Dlumenspenden kamen. Mit wehmütigem Lächeln nahm Elisabeth Briefe und Blumen in Empfang. Was nützte das alles? Sie hätte den ganzen Plunder hingegeben für eine einzige Zeile von Hubert» der kein Wort von sich hören lieh. Für einen Moment war Elisabeth völlig aus dem Gleichgewicht gekommen. Das war, als von einer Gärtnerei ein großartiger Blumenkorb abgegeben wurde, mit einigen Zeilen von Frau Lucie Heilmann. Immer wieder las Elisabeth die wenigen anerkennenden Worte. Dann war sie wie umgewandelt. Jetzt muhte ja alles gut werden. Es war eine Torheit gewesen, den Kopf hängenzulassen. Huberts Verwandte schienen schon auf dem laufenden zu sein, das bewies Frau Heilmanns nobler Blumengruß. Hubert hatte sicher unendlich viel zu tun; vielleicht schrieb er gar nicht erst, sondern würde in wenigen Tagen selbst kommen, sie zu holen und sie zu seinen Eltern zu bringen. Noch fröhlicher wurde Elisabeth, als ein zweiter Blumenkorb kam, von den Larsens, mit der Aufforderung, sobald als möglich in die Villa Larsen zu kommen. Herr von Larsen hätte solche Sehnsucht, hieß es in dem Begleitbrief, die reizende Sängerin wieder einmal bei sich zu hören. Elisabeths Zuversicht Ijiclt mehrere Tage an. Allmählich ebbte sie ab, je länger sie von Hubert nichts hörte. Jetzt war schon wieder eine Woche vergangen seit dem Konzert, von Hubert war kein Lebenszeichen gekommen. Müde und bläh saß Elisabeth auf dem Erker- Platz. Sie hatte Noten zu kopieren. Ab und zu unterbrach sie ihre Arbeit, stieg hinauf zur Mutter, die im Bett liegen mußte. Elisabeth gab sich Mühe, heiter zu fein und fröhlich zu plaudern. Die Mutter war krank, durfte nichts merken von Elisabeths Sorgen. Man durfte auch nicht zu lange bei ihr bleiben, die Kranke sollte möglichst viel Ruhe haben. Dann saß Elisabeth wieder unten, wartete auf den Briefträger. Er mußte ihr ja endlich den ersehnten Brief bringen. Jetzt eben bog er um die Ecke. Aber — er nickte herüber, ging an dem Häuschen vorbei. Aufstöhnend sank Elisabeth in sich zusammen... Drei Wochen waren so vergangen. Zweimal noch hatte Elisabeth an Hubert Heilmann geschrieben, bange, verzweifelte Briefe. Er liebte sie doch, hatte es ihr immer wieder gezeigt. Es war unbegreiflich, daß er nicht schrieb. Und mit der Mutter ging es schnell bergab. Es würde nicht mehr lange dauern, bis der ausgezehrte Körper dem Ansturm der Krankheit erliegen mußte. Mit unendlicher Sorgfalt umgab Elisabeth ihr krankes Mütterchen. Sie verließ das Häuschen nur zweimal in der Woche, um zu Professor Landar zu gehen, den sie nicht kränken wollte. Trotz allen Kummers, der Elisabeth bedrückte, entfaltete sich gerade in diesen Wochen ihre Stimme immer glanzvoller. Mit Entzücken lauschte der alte Professor diesen Tönen, und er wußte, daß er hier nicht mehr viel zu lehren hatte. Nur Elisabeth Pfilipp gefiel ihm gar nicht. Sie hatte sich so sehr verändert in diesen letzten Wochen, sie war sogar fernen Lobesworten gegenüber gleichgültig geworden, ganz anders als sonst, da ihre großen, glänzenden Augen ihn dankbar angestrahlt hatten, wenn er sie gelobt hatte. — Gewiß, Elisabeths Mutter war krank. Aber — der alte Professor kannte die Menschen. Das, was er in Elisabeths Augen las, diese abgründige, tiefste Traurigkeit — die hatte nichts mit der Krankheit der Mutter zu tun, die konnte von nichts anderem kommen als von Liebesqual. Professor Landar wußte, daß da mit Zartheit nichts zu machen war. Man durfte nicht herumgehen wie die Katze um den heißen Drei: da hieß es energisch sein, das Uebel an der Wurzel anfassen. Der Professor machte also keine Umwege: er fragte Elisabeth, wen eigentlich sie so unglücklich liebe, daß sie ein ganz anderer Mensch geworden war. Zuerst war Elisabeth dffchrocken, dann brach der lang verhaltene Schmerz rückhaltlos hervor. Sie mußte sich endlich einem Menschen offenbaren. Und der alte Professor erfuhr alles, die ganze Geschichte von Elisabeth Pfilipps Liebe. Stumm hörte Landar zu, unterbrach das Mädchen mit keinem Wort. Stumm ließ er Elisabeth sich ausweinen, strich nur leise über ihr Haar. Dann erst fing er an zu reden, leise und zart zuerst, erzählte ihr aus seinem Leben so lange, bis Elisabeth ruhig geworden war. Hubert wurde sicher bald schreiben. Und — wenn es aus sein sollte mit dieser Liebe — alles ginge vorüber; die Menschen könnten viel ertragen, mehr, als ihnen das Geschick zuteil werden lieh. Landar plauderte und erzählte, und Elisabeth war ganz getröstet, als sie sich auf den Heimweg machte. lFortsehung folgt.) MAGGI5 Fleischbrühe Ium J&dun von Hernüssnr Vorführungs-Wagen , (nurwenige 1000km gelaufen) billigst abzugeben: 13/40 PS. FORD-Limousine 4 = 8 DKW., 4sitzig. Kabriolett (Sonderklasse) % —% t FORD-Lieferwagen Die Wagen sind neuwertig und werden mit voller Fabrikgarantie verkauft. FORD-DKW.-Vertretung Krahn & Comp. Frankfurter Str. 82, Telefon 3039. s«„iv 3d) bin unter 03564 Nummer 4090 an das Fernsprechnetz angeschlossen. 6iawHefle6au5 für Damen und Denen Flitz Hel®, SAWtzk l». V Krieger-Verein Gießen Der Vorstand. 4356 D dftX Die Beerdigung un- -—seres 1b. Kameraden und Ehrenmitgliedes Franz Schmidt findet am Mittwoch, dem 8. d.M., auf dein Neuen Friedhof um 21/, Uhr §tatt. — Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. ...unü vor allem, jede Behauptung in den Inseraten und Prospekten über Kl NESSA - Holzbalsam und KINESSA-Bohner- wachs kann durd) glänzende Zeugnisse von Autoritäten, Hausfrauen- Berbänden u. Hausfrauenvereinen nachgewiesen werden. Sie wissen also ganz bestimmt, daß Sie für I hr gutes Geld auch die beste Ware bekommen. Sie werden deshalb auch Ihr Parkett und Linoleum, Ihren Iußboden und Ihre Möbel nur noch pflegen mit eüINEWA Mzi' Bohnerwachs / Holzbalsam Drogerie Bans Noll, Roons!* 2 Drogerie Carl Seibel, Frankl. Str. 39 Med.-Drogerie Hans Hindenburg. 3322 V B. Eides, Seilerswed 68 Lidl: Ferdinand Zimmer, Drogerie An alle Renten-Empfänger! Treiel ein in den Zenlralverhand derArbeilsinvallden nnd Witwen DenMIands! Er leistet: ,» 1. 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K.........Pfd. 28/32 Goldbarsch, Bratschellfische, Rotzungen.............Pfund 60 -) Richard Gvuuewald Bahnhofstr.27 us6" Aernspr. 3631 Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag für die Gemeinde Hausen für das Rj. 1932 liegt vom 8. Juni an eine Woche auf der Bürgermeisterei offen. In dieser Zeit können Einwendungen schriftlich oder zu Protokoll erhoben werden. Es ist eine Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 4347D Hausen, den 6. Juni 1932. hessische Bürgermeisterei. I Göbel. Detektiv K. Gerz, Bad-Nanheim, Kurstraße 17 erledigt alle vertrauliche Privat- u. Gefchäftsanaele- Neuheiten, wie Auskünfte, Beobachtungen, Ermittlungen, Beschaffung o Be- weismat. in Straf- u. .^ioilvroz. streng diskr. Svrechst.: 9 b 12'/, ii. 3—6 Ubr [Vermietungen | Landhaus-Wohnung 4Zimm.,Küche,Bad mit ca. 100 qm Gart. ab!Äulil932 zu vermieten. Wallbott, Steinberg - Gießen Schulftraße 10. 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Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Beltershain für Rj. 1932 liegt vom 7. bis einschl. 13. Juni 1932 auf unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten und Erhebung von Einwendungen offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Beltershain, den 6. Juni 1932. Bürgermeisterei Beltershain. Hartmann. 4348D £Herbin-Stodm<; y rhHac in hi um 2OTdbi.l,O5. .lOTäbL 0.60 unschädlich und unübertroffen bei starken Kopfschmerzen .Rheuma-, Muskel- und Nervenschmerzen. Verlangen Sie daher In der Apotheke nur Herbln-Stodln und Sie werden angenehm überrascht sein. H.O. ALBERT WEBER,MAGDEBURG Dienstag, Z. Juni 1952 Siebener Anzeiger tSeneral-Anzeiger für Gderhesten) Kr. 151 Zweites Blatt ®c- und Stift aus Aufhculcn — und lobbt) den aus er- o • I«- icr Mnfifd)cn Rcitkimsien ganz nette Ausbildung fahren hat. Weiter traten in der Manege die M eilten, sahen sie Herbert mit einem umfangreichen in Zeitungspapier verpackten Paket auf die Hintertreppe hinausgehen. ftonraö und feine Frau gingen bann nach Hause Den Hund nahmen sie mit. Das Tier hat einen tief melancholischen Blick bekommen, und Herbert durste sich beim 'Abschied nicht in feine Hohe wagen, obwohl der Hund niemals bissig gewesen war Schweigend sahen Herbert und (£illn am Kaffee tisch, als es klingelte Drei Herren standen vor der Tur Und hinter ihnen zwei Schutzleute „Wo haben Sie die anderen Teile verborgen!?" herrschte der eine der Herren Herbert an „Was für Teile?" fragte Herbert erschrocken „Machen Sie kein Theater' Die Mordkommission wurde heute mittag alarmiert. Vor ihrer Kuchen tur haben wir einen wesentlichen Teil Ihres armen Opfers gefunden. Legen Sie ein offenes Geständnis ab — es wird das beste sein, was Sie tun können' Also? Wie heißt Ihr Opfer?" Herbert lchwieg fassungslos. Cilly aber lächelte und antwortete „8 l e i \ tf) p a ft e t e, Herr Äommiflar!.. im Freien mehrere Personen versammelt, lo ist nicht Zusammenstehen. sondern AuSeinandergehcn anzuraten. Zu permeiDctuift auch das Unterstellen an Vorsprüngen von Baulichkeiten, die Bähe von Drahtzäunen, eisernen Zäunen und eisernen Gittern. Schon der Stacheldraht auf einem Holzzaun kann gefährlich werden. Dies hat der Schreiber dieser Zeilen selbst miterlebt. Gin Blitz war in Grenzbaum eines Friedhofs und von dort in den Stacheldraht gefahren, der sich oben sich ans Radio. Cilly neben ihn. Allmählich drang aus der Küche cm gewisser Brodern ins Wohn- zimmer. Eine Vision tauchte vor Cillys geistigem Auge auf. In irgendeinem Kulturfilm hatte sie einmal gesehen, wie in Arabien ein totes Kamel verbrannt wurde. Damals war nichts zu riechen, es war ja ein Film. Diesmal war es kein Film Und es gab etwas zu riechen Gemächlich ging Herbert allein in die Küche und blieb lange dort. Bleich, aber gefaßt, kehrte er zurück Eillv blickte ihn erwartungsvoll an. Sie hatte inzwischen den Tisch gedeckt „Du kannst Konrad und seine Frau anrufen. Sie können ruhig milchen. Von gestern ist ja übrigens noch ein wenig kalter Braten da. Und sie sollen ihren Hund mitbringen. Es ist genug da ..." EtUy tat, wie ihr geheißen Konrad ruckte mit Weib und Hund, einem ahnungslosen Terrier, an, der aber schon im Wohnzimmer kehrt machen wollte. Er muhte an einem Tischbein festgebunden werden. Konrad druckte Herbert die Hand und fragte schnuppernd, ob etwa in der Wohnung feuchtes Karbid verschüttet worden sei. Oder ob andernfalls nicht auf der Hintertreppe eine arme, fett langer Zeit oer> blichene Katze liege? Wiederum verschwand Herbert in der Küche Wiederum blieb er lange fort. Dann kehrte er zu rurf Mit einem Tablett Darauf war kalter Braten zu sehen, eine Schachtel Sardinen und Käse „Ihr mußt entlchuldigen", sprach Herbert zögernd „Ich wollte euch eigentlich überraschen Eine russische Fleischpastete wollte ich euch ^bereiten . '•Iber bei uns in Deutschland bekommt man ja die richtigen Zutaten nicht... Nehmt hiermit vorlieb “ Und wiederum verschwand Herbert in der Küche Diesmal nahm er lobbt), den Terrier, mit, dem kein Sträuben half... seiner Forderung nach Abänderung der Friedens vertrage und Streichung der .Kriegstribule auf dem richtigen, dem europäischen Wege war Umgekehrt ist auch Italien weit davon entfernt, sich in die inneren deutschen Verhältnisse einmifchen zu wollen. Die Haltung seiner Presse muß in diesen Tagen als geradezu mustergültig bezeichnet werden Sie windet nicht Hitler Kranze, sie fabelt nicht Brüning, sie .[t einfach für Deutsch.and, für dasjenige Deutschland, in dem sie Rütgertwerke........6 Metallgesellschast.......6 Philipp Holz mann......8 Zementwerk Heidelberg. ... 7 Lementwerk Karlstadt.....1 Wayh & Freytag......0 Schultheit Patzenhoter ... 15 Alu (Allgemeine Kunstseide) O Bemberg......... O Zellstoss Woldbos.....12 Zcllstoss Aschaffenburg ... 6 Dessauer GaS ........ 9 Toimler Motoren......0 Deutsche Linoleum.....6 Orenstein & Koppel.....0 Leonhard Tietz.......8 Sventka.........15 Thade............ frankfurter Maschinen . . . . O Grltzner..........0 Mainkraftwerke Hschst a.M.. . 6 Süddeutscher Zucker .... 10 10,5 87.5 97 91,25 135 18 25 28 34.5 40 4,65 34,75 34.5 24 21 11.75 33,25 52 194 15,5 51 ,5 97,5 16,65 89,75 133,75 24.5 40 24 12,5 Z 96 16.5 10.4 88.5 97.5 151 18 25.13 28,5 33,25 4,5 55,25 34,5 33,75 23 21.9 82.75 12 65 33.75 22.9 54 5.65 190 16 96,5 16,65 10.75 87.25 95.75 151 89,9 16,25 25 34 56 33,75 32,25 23 20 81,25 3 : 52.5 5,25 190,25 95,25 Berlin, 6. Jun( Äries Amerikanische Roten....... Belgische Roten......... Tonische Roten......... Englische Roten......... Französische Roten........ Holländische Roten........ Italienische Roten . ....... Norwegische Roten........ Teulsch-Lesterrcich, i 100 Schilling Rumänische Nolen........ Schwedische Noten........ Schweizer Nolen......., . Spanische Roten......... Ungarische Note« ........ 4,20 58,71 84,63 15,49 16,57 170,51 21,61 77.20 2.495 79,39 82.23 •4,63 4,22 58,95 84,97 15,55 16,63 171.19 21.69 77,50 2.515 79.71 82.55 34,77 Forderungen der hessischen Gemeindebeamien en im Land- igung 9J.-fpor/ Oer Streit im hessischen Handwerk. 4 dem Schon gleich nach Wiederbeginn zeigte sich, daß l Jahr alt, 117 Schweine bis zu 1 Jahr alt, insgesamt also 836 Schweine gehalten. D Lich, 6. Juni. Nach Feststellung des hiesigen Forstamts besteht in diesem Jahre in unseren aus- gedehnten Gemeindewaldungen eine erhebliche Käfergefahr. Als Gegenmaßnahme wurde von der Behörde angeordnet, daß das von den Käufern gefteigerie Nadelnutz - und N a - Delbrennholz innerhalb allernächster Zeit a b • gefahren oder entrindet wird, widrigenfalls die Entrindung auf Kosten der Käufer vorgenommen wird. — Die von der hiesigen Stadtschule durchgeführte Sammlung zur Stärkung des Vereins für das Deutschtum im Ausland erbrachte den Betrag von 68,85 Mark. Mrci$ Zrievbcrg. * Butzbach. 7. Juni Dem Butzbacher St ab trat stellten sich in einer Sitzung am gestrigen Montagabend ö r e i n e u c 'S u r g e r m e i ft e r- fanbibaten vor. Es waren die Herren Dr. rer. pol. Grube (Leipzig), Bürgermeister Dr. 91 o r t e - mann (Dannenberg, Lüneburger Heide), Buraermei, ft er Dr. Sche11 er (Franzburg, Pommern). Die drei Herren legten dem Stadtrat ihre kommunalpolit'lchen Ansichten dar. Die W a h I des neuen Bürgermeisters findet demnächst statt, ein Termin ist bis letzt noch nicht bestimmt. „ e • Trais-Münzenberg. 6. Jun,. Die Pressestelle Der Ortsgruppe Trais-Munzenberg der RSDAP. teilt unS mit: Die Gemeinde- Vertretung von Trais - M ü nz c n b e r g hat heute den Führer Der RSDAP. ADols H i t- l e r einstimmig zum Ehrenbürger von Tra,«- Münzenberg ernannt. KreiS Büdingen. nb. Nidba, 6. Juni. Hier fanb gestern eine Wiebersehensfeier der Fünfzigjährigen aus unserem evangelischen Kirchspiel und zu- gleich die Erinnerungsfeier ihrer Konfirmation statt. Don den 55 im Jahre 1896 in der hiesigen Kirche Konfirmierten sind nckch 42 am Leben Hiervon hatten sich 23 Frauen und 9 Männer, zum Teil aus weiter Ferne, eingefunden, um vormittags qe- schlossen am Gottesdienst teilzunehmen. In feiner Predigt nahm Pfarrer Laut aus die txeiernDen Bezug und lieft die kirchliche Feier in einem Dank- aottesbienfte ausklingen. Aus dem Gotteshause bc- gab sich die Festversammlung auf den Friedhof, um an den Gräbern ihrer Angehörigen, Altersgenossen, Geistlichen und Lehrer in stiller Andacht zu ge denken. Dann folgte eine schlichte Gedächtnisfeier mit Kranzniederlegung für die als Opfer des Weltkriegs gefallenen 3 Schulkameraden am Gefallenendenkmal beim Iohanniterturm. Bc, dem gemein amen Mittagsmahl und der Nachfeier verlebte die Festgefellfchaft einige fröhliche Stunden. tcrung Der Bezüge geführt. Daß von einer angemessenen BesolDung, wie sie jedem 'Beamten gesetzlich zusteht. nicht mehr gesprochen werden kann. In Dar neuesten gegen Die Beamtenschaft gerichteten Maßnahmen erblickt der 12. Dertretertag einen Erfolg der seit Jahren gegen die Gemeinden und ihre Beamten erhobenen ungerechten Angriffe. nicht aber eine auch von der Organisation angestrebte Gleichstellung Der Gemeindebeamten mit den Beamten deS Reiche- und des Landes. Durch Die Anordnungen der hessischen Regierung wurde den Gemeindebeamten das von dem Minister De» Innern selbst als notwendige fortschrittliche Entwicklung bezeichnete, gesetzlich zugesprochene Recht auf Anrufung der VesoldungSschieds- gerichte genommen. Die OrganisationSleitung wird deshalb beauftragt, gegen jede Rechtsverletzung, die sich aus den Anordnungen der KreiS- 52.05 12,415 Caracciola in Italien Letzter. Rudolf Caracciola startete am Sonntag aus der Monzabahn im Großen Preis von Italien wiederum auf Alfa Romeo. Der deutsche Meisterfahrer hatte diesmal großes Pech, seine Maschine war nicht in Ordnung,' so daß er weit zurückfiel und schließlich aus dem Rennen genommen wurde, nachdem er in 4:42:22,8 570 Kilometer gefahren hatte. Sieger des Fünfslunden-Rennens wurde sein Markengenosse Ruvolari, der insgesamt 837,6 Kilometer (167,5 Stundenkilometer) zurücklegte und Fagioli aus Maserati auf den zweiten Plag verwies. Als nächste folgten zwei weitere Alfa-Romeo-Fahrer. 100 Meter in 10,3 Sekunden. Ionakh läuft in Bochum Weltrekord. Die bei kühlem Wetter und vor 3000 Zuschauern am Sonntag zur Durchführung gebrachten nationalen Leichtathlctilwe^tkäinpsc in Bochum brachten hervorragende Leistungen. Den Vogel schoß dabei der deutsche Doppelmeister I o n a t h (Bochum) ab, der die 100-Metcr-«trecke in der neuen Weltrekordzeit von 10,3 Sekunden zurücklegte. Jonath siegte vor Geerling, Borchmeper und Körnig. Falls alle Bestimmungen erfüllt sind, dürfte der Anerkennung des Weltrekords von Jonath nichts im Wege stehen. Der zweite Probelauf der Rational-Staffel über 4 X 100 Meter brachte in der Besetzung Körnig, Vent, Borch- meyer und Jonath in 41,4 Sekunden einen Sieg über die westdeutsche Monnschast, die 42 Sekunden brauchte. Im zweiten Lauf tauschte man Geerling gegen den Turner Vent aus, und diesmal kam die Nationalstaffel auf 41,3 Sekunden. Die beste Zeit iv.s Jahres über 400 Meter lief der deutsche Meister Ni e y n e r mit 48,6 Sekunden, lieber 800 Meter gewann ßcfeber (Düsseldorf) in 1:56,4 vor Dr. Peltzer. lieber 300 Meter siegte Schaumburg (Oberhausen) vor fiel papp (Stettin) und Dieckmann (Hannover). Mit seiner Jahresbestleistung wartete , Weltrekordmann Emil fi i r s ch f e l d im Kugelstoßen ’ mit einem Wurf von 15,75 Meter aus. Im Diskuswerfen siegte Sievert mit 44,47 Meter. Handball im Labn-Oünsberq-Gau. hausen I — Waldgirmes I 6:3 (3:3). Die ersten Mannschaften zeigten ein sehr flottes und scharfes Spiel. Anfangs war Waldgirmes im Vorteil und etwa nach 20 Minuten stand das Spiel 3:1 für die Gäste. Dann kam finufen etwas auf und konnte bis zum Wechsel den Ausgleich erzwingen. In der zweiten fialbzeit zeigten sich die Platzbesitzer im Zusammenspiel besser und waren noch dreimal erfolgreich, während Waldgirmes keinen zählbaren Erfolg erringen konnte. Die bessere Gesamtleistung errang den verdienten Sieg. Haufen Ah. — Waldgirmes Ah. 6:4 (2:2). Die Afi.-Mannschaften der obengenannten Vereine trafen sich in fiausen zu einem Freundschafts- srüel und lieferten sich em schönes Treffen. Die Gaste traten mit 10 Mann an. Das Spiel war ziemlich ausgeglichen. In der ersten fialbzeit konnte jede Mannschaft zwei Treffer erzielen. In der zweiten fialbzeit kam fiausen etwas auf und der schuß- freudigere Sturm der fiaufener Afi. entschied das Spiel zu seinen Gunsten. Dor diesem Spiel schlugen die Schüler des Tv. 1846 fiausen diejenigen des Tv. Steinbach 4:3 (2:2). Arbeiter-Turn- und Sportbund. Rad Homburg I — Wiefeck I 1:5. Wieseck war zur Erfüllung einer Rückspielverpflichtung am vergangenen Sonntag in .Hornburg zu Gast. Mit viel Ersatz stellte sich Wieseck dem Gastgeber und lieferte dem Gegner ein flottes Spiel. In der ersten fialbzeit hatten die fiomburger_ mehr vom Spiel, jedoch verhinderte der sehr gute Schlußmann der Gäste jeden Erfolg. Wieseck gelang es, bis fialbzeit zwei Tore vorzulegen, dem fiomburg nur ein Tor entgegensetzen konnte. Nach dem Wechsel lag Wieseck mehr im Angriff und konnte noch drei Erfolge buchen, während fiomburg den fiüter der Gäste nicht mehr überwinden konnte. Vorher standen sich fiomburgs zweite und Wiesecks erste Jugend gegenüber. Wieseck trat mit nur 10 Mann an, lieferte den Platzbesitzern aber trotzdem ein gleichwertiges Spiel und konnte mit 2:3 Toren die Oberhand behalten. Kurze Sportnotizen. Mit dem R e k o r d e r g e b n i s von 2 8 1 (13:0) gewann Oesterreich den ersten fiandball-Lan derkampf gegen die Tschechoslowakei. Fußball ° Repräsentativkämpfe. In Bonn siegte vor 10 000 Zuschauern Westdeutschland über Luxemburg mit 6:0 (1:0), eine Saar-Pfalz-Elf wurde in Metz von Lothringen 3:2 (1:0) geschlagen, Freiburg verlor in Basel das Städtespiel gegen Basel mit 1:2 (0:0) und Belgien siegte in Kopen Hagen über Dänemark mit 4.3. Die Entscheidungsspiele um die Deutsche Handball-Meisterschaft zwischen den Meistern der DSD. und der DT finden am 19 Juni statt. Das Mannheimer Tennis-Turnier wurde am Montag abgebrochen, da es wegen des anhaltenden 'Regens nicht möglich war, die noch ausstehenden drei- Endspiele abzuwickeln. Paovo Rurmi ist nun auch vom finnischen Athletik-Derband bis auf weiteres suspendiert worden. — Die Holländerin Frl. Schurmcrn stellte im 100°Meter-Laus für Frauen mit 11,9 Sekunden einen neuen Weltrekord auf. »MR? M r^' »SW SCHUHHAUS Und das Schönste dabei ist, daß das ganz kostenlos geschieht! Das ist ein Apparat, sagt Mutti, bei dem man das Röntgenbild des Fußes im Schuh sieht Verstehst Du das? — Nein! Also, wenn wir uns heute unsere neuen Schuhe bei Süß kaufen, dann werden wir in diesem Apparat selbst beobachten können, ob die Schuhe auch wirklich passen. 4343 A Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung tn der Stadt Gießen findet wie folgt statt: 1. Impftermin: Mittwoch, den 8. Juni, von 16 bis 17 Uhr. Nachschau: Mittwoch, den 15. Juni, von i? bis 17 12 Uhr. 2. Impftermin: Mittwoch, den 15. Juni, von 16 bis 17 Uhr. Nachschau: Mittwoch, den 22. Juni, von 17 bis 171 ■■ Uhr. 3. Impftermin: Mittwoch, den 22. Juni, von 16 bis 17 Uhr. Nachschau: Mittwoch, den 29. Juni, von 17 bis 17 '<> Uhr. Impflokal ist die Turnhalle der Pefta- lozzischule, Nordanlage 18. 4295C Zu diesen Terminen können alle in 1931 oder früher geborenen Kinder, bei welchen der Nachweis der erfolgreichen Impfung bisher noch nicht erbracht wurde, vor- gestellt werden. 2)ie# Kinder müssen mit rein gewaschenem Körper und reinen Kleidern zur Impfung gebracht werden. Kinder aus fiäufern, in denen übertragbare Krankheiten herrschen, sind nicht zugelassen. Gießen, den 26. Mai 1932. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. Seid. Der Plan über die fierstcllung I. eines unterirdischen Kabelkanals in der Frankfurter Straße, II. einer unterirdischen Fernsprechlinie in der Bahnhofstraße in Gießen liegt bei dem Postamt in Gießen auf die Dauer von 4 Wochen aus. Darmstadt, 28. Mai 1932. 4352D Telegraphenbauamt. Mittwoch, den 8. Juni 1932, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich dahier, Neuenweg 28, „Zum Löwen", zwangsweise gegen Barzahlung: 4354D 1. Büfetts, Kredenzen, Chaiselongues, Kleiderschränke, Schreibmaschinen, Küchenschränke, Schreibtische, Kommoden, Ladentheken, Warenschränke, 1 Roeder- Herd, 75 Stück Schuhpolierer, 1 Prit jchenwagen, 4 Rohrsessel, 2 elektrische Motoren, 1 Zeichentisch, 1 Kamera, 2 Pianinos, 1 Gasherd, 1 Grammophon, 1 Regulator, 1 Registrierkasse, 2 Kassenschränke, 1 Schäftesteppmaschine,. 1 Oel- meßapparat, 2 kleine Eisschränke, 1 Tru- meauspiegel, 1 Drogenschrank, 1 Kassee- behölter,' I Radioapparat, fiolzpseisen, fiolzmutze, 4 Kartons Seife, 1 Auf- bewah^ingsschrank, Werfpuppen, fials- ketten, 2 .Kühe, 1 Pferd, 1 Rind, 1 Grasmähmaschine, Chaiselonguedecken, Bettvorlagen. 2. An Ort und Stelle (Bekanntgabe im obigen Lokal): 8 Platten Sperrholz. 3. Bestimmt: 1 vollständiges Bett (Bettstelle mit Matratze, dreiteilige Matratze, Decke und 2 Kissen), 1 Nachtschränkchen, 1 Ziaar- renpresse, 14 Damenhandtaschen, 6 Maniküregarnituren, 3 fiandtaschen, 6 Bilderalben, 1 Led.erkissen, 1 Koffergrammophon, 1 Radioapparat mit Aku, Anodenbatterie und 2 Lautsprechern, 1 Bild „Stilleben", 1 «chlafzimmerbild mit Goldrahmen, Tortenplatten, 1 Personenwagen (Brennabor, 8/32 PS, VO 8931). Junker, Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesecker Weg 16 — Telephon 3383 Auf der 38. Wanderausstellung der Deutschen Land - wirtschaftsgesellschaft in Mannheim vom 31. Mai bis 5. Juni 1932 wurde unsere Vorzugsmilch als auch unsere Hess. Markenmilch in der Gruppe Roh milch wiederum mit einem Ersten Preis ausgezeichnet. - Seit nunmehr einer ganzen Reihe von Jahren ist ufisere vorzüglich^ Qualitätsflaschenmilch nur mit I. Preisen ausgezeichnet worden. Dies ist ein unumstößlicher Beweis für die in jeder Beziehung einwandfreie Gewinnung, Behandlung und Keimfreiheit unserer Qualitätsmilch. - Wer mit größtmöglichster Sicherheit wirklich hygienisch einwandfrei behandelte Flaschen ro h milch verwenden will, bestelle dieselbe bei dem HOFGUT WINNEROD Fernsprecher Großen-Buseck 57, Gießen 3862 Erste hygienische Milchversorg. der Stadt Gießen seit 1908 4357 D________________________ I Stellenangebote, Sozlats «MM dct Ausgebers. Stellenangeboten ist es, die ein« gegangen.Bewerbungsunterlagen (Zeugnisse, Zcugnisobschrist., Lichtbilder u.dql.l schnellstens juruckzus.DicStellung- suchcnden sind dankbar dafür, wenn man ihre Bemühungen zur Erlangung ein. geeigneten Tätigkeit aus diese Leise unterstützt und sind auf diese selbstverständliche pflicht auch angewiesen. GreÄeuev Anzeiger Mklgk Lenke gesucht zum Pertrieb eines leichtverkäufl. Haushaltungsartikels. Guter Berdienst. Schrift!. Ang. unt. 03566 an d. G. A. ■“c Vertreter geg. Wochenlohn gei. 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