Nr. 5b Erstes Blatt 182. Jahrgang Montag, 1. März 1952 MetzenerAnzeiger Gießener Fc Heimat im Bi. amilien blätter ild-Die Scholle General-Anzeiger für Oberheffen Im Wahlkampf um die präfidentfchafi Hitler spricht fol- ge- Ers cheinl täglich, anher Sonntags und Feiertags Beilagen: Die 3Duftrterte ibattion. lerblnblidjkil Der pottscheckkonts: .^ranNvrt am Main 11688. Vrvtf Bst- Verlag: vriihl'sche u«iverßtät^v»ch- »Nd SldNöniderei R. Lange in Gietzen. SchriftlettUn- und Geschäftrftelle: Schlll^tra^e 7. nationalen Dolkspartei. Aür die Kandidatur Tüstcrberg. Die Deutschnationale Bolkspartei ist mit genbem Wahlaufruf an die Öffentlichkeit treten iärz, 15 bis 18 Uhr: Uhr: IRigolelto. - 30 Uhr: Der Srei« 0 bis gegen 23llhr: ) bis 23 Uhr: 9m 10. März, 20 bis |, 11. März, 20 bis Samstag, 12. März, ■Sonntag, 13. Mar,-, l. 20 bis 23 W- ..Nach breizchn Jahren der Hot und beä Tlcnbs soll bas beutsche Dolk am 13. März seinen Reichspräsidenten wählen. Die Entscheidung kann nur gegen bas Rovember- s Y st e m fallen. Gegen die Erfüllung-Politik nach außen. bic Untcrbrüdungs- unb Rotverordnungs- politik nach innen. Degen ein System. baS bic Wirtschaft zum Ausbluten brachte, um seine Parteibureaukratie an der Herrschaft zu erhalten. Seine Nutznießer verstecken sich jetzt hinter dem Feldmarschall v. Hindenburg. Sein Name bleibt uns in der Erinnerung an grobe Zeit verehrung-würdig. Unser nationales Dewi sen zwingt uns aber, gegen seineWahl zu stimmen Den Bemühungen der Deutschnationalen Dolkspartei ist es nicht gelungen, eine Einhcitskandidatur der gesamten Rechten für den ersten Wahlgang zu schaffen, sie hat sich entschieden, gemeinsam m i t d e m S t a h l h e l m. den Soldaten Düsterberg al- ÄanbibateiT für den ersten Wahlgang aufzustellen. Wir wählen ihn a l - Deutsch- nationalen, wir wählen ihn als Stahlhelmführer. der einst Mitteldeutschland vom roten Terror befreite, unb der in so manchem Kampf Schulter an Schulter mit un- gestanden hat" Annahme »an Anzeigen für die Tagesnummer bt» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Dlatzvorfchrift 30'. mehr. Chefredakteur Dr. Frredr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Ioyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für den Anzeigenteil Mar Filter, sämtlich in (Biehen. Berlin, 5. März. (WTB-l Reichsminister Dr. Groener hat an Adolf Hitler einen offenen Brief gerichtet, in dem es heißt: Sehr geehrter Herr Hitler! Sie haben am Sonntag. 28. Februar 1932. Vertreter der ausländischen Bresse empfangen, um ihnen den Inhalt eines Briefes an den Herrn Reichspräsidenten mitzu- teilen. der erst mehrere Stunden nach diesem Empfang in die Hände des Adressaten gelangt ist Die Würde des deutschen Staatsoberhauptes gebietet, die persönliche Beantwortung eines Schreibens zu verweigern. das nur formell an seine Adresse gerichtet war. praktisch aber eineran das Ausland gerichteten Propaganda dienen sollte. Die Dingo, die Sie vorgebracht haben, erfordern aber eine öffentliche Antwort Ihr Appell an die Prinzipien der Ritterlichkeit veranlaßt mich zu der öffentlichen Klarstellung, daß der versuch, einen Mann, der sieben Jahre lang ein bewunderungswürdiges Zeugnis seines Bemühens um eine objektive Amtsführung abgelegt hat, in Gewissenskonflikt zwischen Amtspflicht und persönlicher Loyalität zu bringen, meinem Empfinden für Ritterlichkeit widerspricht. Ich hätte jedensalls erwartet, das; d i e persönliche Behandlung, die Ihnen noch vor wenigen Monatendurchden Herrn Reichspräsidenten zuteil geworden ist, an den Methoden Ihrer Mahlpropaganda nicht spurlos oorübergehen würde. Sic rufen den Schutz des Reichspräsidenten an, gegen Teile des Wahlaufrufes der SPD., in denen die Befürchtung ausgesprochen wird, baß Ihre Dahl Krieg und Bürgerkrieg unb die Vernichtung aller staatsbürgerlichen Freiheiten zur Folge haben könne. Vergleicht man diese dunklen Prophezeiungen mit den Ausrufen und Kundgebungen, die Ihre Partei seit Jahr und Tag über ihre Gegner in Deutschland verbreitet hat. so kann die mit einem Male gezeigte Empfindlichkeit nur Verwunderung auslösen. Ich bin zwar kein politischer Propagandist, aber ich möchte doch annehmen, daß es für Sie ein einfaches Mittel gäbe, s i ch selbst gegen die Ihnen unberechtigt erscheinenden Befürchtungen zu wehren — nämlich endlich einmal bic klare Hervorhebung Ihrer positiven Ziele, um bamit bic ernste Sorge Millionen Deutscher um bic Entwickelung unserer Austenpolitik unb bic in späterer Zukunft liegenben Gefahren einer bolschewistischen Entwickelung zu zerstreuen. Sic nehmen mit Recht für sich in Anspruch, dost der Mahlkampf auch gegen Ihre Person ritterlich geführt werde. Ich zögere deshalb nicht, auf Grund der von Ihnen vorgelegten Bescheinigung der österreichischen Behörde in Linz d i e Behauptung, Sie seien österreichischer Deserteur gewesen, als unrichtig zu bezeichnen. Ich stelle auch mit Befriedigung fest, dah der Abgeordnete Dr. Goebbels in einem an mich gerichteten Brief von der Absicht einer Beleidigung des Herrn Reichspräsidenten durch seine Aeusterung im Reichstag weit abge - rückt ist. Dies ändert nichts an der Tatsache, dost seine Worte in jener Reichstagssitzung nicht anders oer- standen werden konnten als ich es getan habe. Ich bedauere, dost Dr. Goebbels nicht die erste Gelegenheit dazu benutzt hat, aus freiem Antrieb eine Erklärung abzu - mcntlidj des Grobgrundbesitzes, des Handels, der Wirtschaft und der Großindustrie anzusehen, die plötzlich zu Sozialisten geworden seien, bei denen jedoch in erster Linie konjunkturelle Rücksichten mitgesprochen haben durften Das seien nicht die gegebenen Führer für Deutschland. Gerade der Nationalsozialismus habe die Jugend zur Disziplinlosigkeit erzogen; sie müsse lernen, sich wieder zu bescheiden Oie Deutsche Bolkspartei in Hessen. Vertraucnskundgebung für Tingcldey. WSR. Frankfurt a. 1, 6. März. Der LanbeSausfchust ber Deutschen DolkSpartei bes Wahlkreises Hessen-Darmstadt trat heute in Frankfurt a. M. zu einer Sitzung zusammen und nahm nach Referaten bes Lanbesvorsitzendcn Dr. Niepoth, bes Generalsekretärs Fecht, Berlin, unb bes Generalsekretärs Welkow, Darm- stabt, folgenbe Entfchliestung an: ..Der auS allen Teilen bes Landes zahlreich beschickte Landes- auSschust ber DVP. Hessens spricht dem Parteiführern Dingelbey volles Der- trauen auS. Er verurteilt auf das Minister Groeners Aniwort auf den Offenen Brief Adolf Hitlers Geldte begründet die Stahlhelmkandidatur. Lörrach, 5. März. (END.) Auf einer Kundgebung des Stahlhelms begründete Dunbesführer S c l b t c bic Eigenkanbidatur des Stahlhelms. Er erklärte, ber Stahlhelm fei kein Kriegshetzer, weil er den Krieg kenne. Er wolle ihn nicht. Aber er wolle, daß Deutschland nicht bas Opfer anderer werde. Der Stahlhelm habe sich von Anbeginn bemüht, eine EinheitSkandi- datur Hindenburg ber Rechten zu- standezubringen unter ber Voraussetzung, bast Hindenburg sichtbar von dem System ab» rüde, womit nichts gegen Brüning als Persönlichkeit gesagt werden solle. Der Redner rückte dann deutlich von der Kandidatur Hitlers ab, der zur Zeit als Anwärter aus den Präsidentenposten noch nicht in Frage komme. Der Stahlhelm werde für den zweiten Wahlgang alles unternehmen, um zu der geeigneten Einheitskandidatur derRech» ten zu kommen. Th diese für den ersten Wahlgang nicht möglich gewesen sei, so hätte einer seiner Besten in bic Front springen müssen. Deshalb empfehle ber Stahlhelm dem deutschen Volk die Äanbibatur seines zweiten Bnndcssührcrs Düsterbcra. Dem Bürgertum falle jetzt die Aufgabe zu, alle Kräfte zur Rettung seiner eigenen Belange einzusehen. Deutschnationale undStahlhelm imWahlkampf Hamburg, 5. März. In der ersten Stunb- gebung für die Kandidatur Düsterbergs sprachen hier der deutschnationalc Reichstagsabgeordnete Laverrenz und der Führer des Berliner Stahlhelms, v. Stephani. Laverrenz führte unter anderem aus. da st Hitler es abgelehnt habe, mit bcpi Hampfblorf zujammenzugehen, und man nicht gewillt sei, sich als Anhängewagen hinterher ziehen zu lasten. Der Nationalsozialismus zeige einen Ianuskopf, er sei sowohl national wie sozialistisch. Der Kampsblock lehne jed^och Sozialismus in irgendwelcher Form ent - schieden ab Er laste auch bic Frage der Staats form nicht offen, da er mit Ueberzeugung für den Monarchismus eintretc. Brüning habe den Dcutschnationalcn für eine parlamentarische Wahl Hindenburgs leinen Rücktritt angeboten. (Er habe sich mit dem Auswärtigen bescheiden wollen. Groener sollte bleiben. Kanzler sollte eine nicht parteipolitische, allen genehme Persönlichkeit werden. Die Deutschnationalen sollten Finanzen und Wirt schäft haben. Vielleicht bekommen wir, meinte Laverrenz, vor dem zweiten Wahlgang ein anderes Angebot, ober Hitler steigt von seinem reichlich hohen Rost herunter, wenn er sieht, daß es ohne uns nicht geht. «tephani erklärte,bastHiller bedingungs- lose llntcrorbnung verlangt unb bafe er bas Kanzleramt unb bas Innen- und bas Wehr- ministerium für die Nationalsozialisten geforbert habe. Er bezweifle bie Einhcillichkeit ber national sozialistischen Bewegung. Man brauche sich nur bie Menge von Mitläufern hochfeubaler Abligen, na- schärsste die illegalen Bestrebungen gewisser Kreise und Einzelperfönlichkeiten. bic Organisation ber Partei zu unterhöhlen unb angeschlossene Parteigruppen oder -Verbände i n » gegnerische Lager zu überführen unb er verlangt den rücksichtslosen Ausschlusi aller derjenigen, die lo den Boden des grammS unb ber Partcidisziplin verlassen Kein Wort der Empörung aber scheint dem Landes- auslchust stark genug, wenn als Begründung für Sonderbündelei unb Fahnenflucht bic Haltung bes Parteiführers bei ber Reichsvräsibentenwahl angegeben wird. Der Lanoesausschust betrachtet ce> als Selbstverständlichkeit, bast bic Stimmen aller wirklich va- terlänbisch gesinnten Wähler restlos bem Rcichspräfibcnten Hindenburg, bem Da ter des Vaterlandes, dem Retter in Kriegsnot unb Zusammenbruch, bem einzigen Bürgen ruhiger Zukunftsentwicklung. zutallen müssen, weil auch nur ein Achtungsersolg von Hindenburgs Gegnern ewige Schande für das deutsche Volk bedeuten würde. Dem Führer der hessischen DVP.. Herrn Dr. Niepoth, spricht der Landcsausschust herzlichen Dank für seine Parteiführung wie für seine mühevolle Tätigkeit im Hessischen Landtag aus." tlfr Getier. 15 bl» uhr: 3im unb N°ch 23 Uhr: lot- ■Or3, 20 bis gegen r» unb bie &ial. bis nach 23 Ubr »z, unb Frei, ■n 22.30 Uhr: La- >e Parallelen. - 30 Uhr: Teschichje mil der eisernen r: Taramba! ober Sonnfog, 13. März, er Kaufmann von i)t: Caramba! ober Franks urt, 6. Mär;. (LPD.) Die NSDAP, veranstaltete in der Festhalte eine Wählerver- sarntnlung, in der Adolf Hitler sprach. Die Fest- Halle mußte wegen Ueberfüllung polizeilich gesperrt werden, so daß eine ReiA von Parallel- Versammlungen notwendig waren, um noch Tausende von Zuhörern unterzubringen. Als erster Redner sprach Hauptmann a. D. Göhring, M. d. R. Der Redner polemisierte gegen bic Parteien, bic sich heute für Hindenburg cinschen unb schloß mit ben Worten: „Möge auch die Harz- bürget Front tot sein, es lebe der Nationalsozialismus, denn allein Hitler hat dem deutschen Volk wieder den Glauben an eine Zukunft DeutsL.,.ands gegeben. Von der Versammlung stürmisch begriiht, sprach dann Adolf Hitler: Katastrophen seien die Mark steine der letzten dreizehn Jahre und wo sei die Erfüllung der Versprechungen geblieben, die die neuen Manner vor dreizehn Jahren dem Volke gaben, als sie die Gewalt an sich rissen. Das gleiche System, das Gericht halten wollte über die Vergangenheit, wolle sich selbst aber keinem Gericht unterstellen. In der Sucht, um jeden Preis am Ruder zu bleiben, scheue man vor nichts zurück, nicht einmal davor, einen KSjährigen alten Kreis vor sich als Schild hinzustellen, um so selbst ber Abrechnung zu entgehen. Ursprünglich habe die NSDAP, einen anderen Kandidaten für die Reichs Präsidentenwahl bestimmt gehabt, als aber Hindenburgs Kandidatur von den Parteien, die ihn einst schmähten, ausgestellt war, fei cs für ihn, Hitlers selbstverständlich gewesen, hast er die Führung der Gegenseite übernahm. Er habe dazu ein Recht, dreizehn Jahre lang habe er gegen dieses System gekämpft, sein Versagen prophezeit und die Gegenwehr organisiert. Dor dem Generalfeldmar- ungen der Reichs- erfolgen auf Trim) icrsichenmgsgeschcs nach Maul der jeiratet und binnen afung aus der ver- igung ausfchcidef. i) für Versicherte, hwcsfernschaft oder )cr Rerficherungs- jt freiwillig vrilcr- hnlicheReslimmung, Zerfichcrungsgefehes -Rerficherungsgefch -ung Ihm Eh-'r°u Hing nicht auf leben alidenversicherungs' Atoei Jahre als Kanzler mit Hindenburg zu- fammengearbeitet. Da habe ich ihn erst kennen gelernt, wie er wirklich ist. Wenn a l l e so klug wären, wie Hindenburg, dann stände es anders um uns. Dr. Marr wandte sich bann gegen die Gerüchte, dast hinter Hindenburg Leute ständen, die ihn beeinflußt hätten: 'Hinden- burghat alle seine Reden meist selbst entworfen. Wenn es gelingt, Hindenburg wieder zu wählen, wird eine Beruhigung ein treten, die von ganz auherordeutlicher Bedeutung ist. Der Wahlaufruf der Deutsch- !llen IeUr.s beutfchen Schiss erspürt heute mehr nmal auszuspanncn. Ü Erholung^'? Schiff das Äittel i bereifen. l» U ^gewendet vüd ur -SH ; .;%nla" wieder tonte A° a ärsSrtss HW :twa 105J • wi|d)cn S*jl jo» ‘ bis' ,ie Bk. Leber kSb Minister Treviranus spricht für Hindenburg. „Was ist Hindenburgs Lystern y Deutsch sein!" Ludwigshafen. 6.März. (WTB) Reichs- verkehrSmimster Treviranus sprach h ute hier anläßlich einer Hindenburg-Kundgebung. Er führ e u. a. aus: Sv tapfer unser Dolk sich im Kampfe Mann gegen Mann wie in den Materialschlachten hielt, so leicht neigt es auch dazu, in Zeiten derNot dieNerven z u v e r l i e r e n Sind aber Führer, bie sich selbst nicht in Zucht halten können, geeignet, dem Volke in Zeiten der Erregung den richtigen Weg zu weisen? Hindenburg ist das Sinnbild eherner Pflichtersüllung, über- gütlichen Wirkens für die Geschichte. Er war der Sieger von Tannenberg, weil er allen Hiobsbotschaften zum Trotz den Plan der Einkreisung durch- hielt. Hindenburg sicherte bic Rückkehr ber Armeen in die verzweifelte Heimat, weil er den Nerv hatte, sich selbst zu überwinden. Hindenburg hat auch in dieser Zeit der wachsenden Erkenntnis von den Wirkungen eines verlorenen Krieges und des Ausruscns zum Bruderkrieg dieNerven behalten unb das erneute Opfer gebracht, ber TO ab ne r zur lebensnotwendigen E i - nigkeit ber Nationzu bleiben Müssen wir uns nicht schämen, bast es bem politischen Hader möglich ist. Hindenburg zu .schmähen, weil er .Schützer deS Systems" fein soll? Die ernsteste Frage der deutschen Zukunst, der Ausbau eines gesunden Organismus der Staat-sührung, droht durch einen ungeheuerlichen Misibrauch ber Worte zu einem Parteischlagwort zu werben, bas die Wahrheit vernebelt. Was ist Hindenburgs System? Deutsch zu fein! Seinem Volke nach seinem Gewissen zu bienen! Gibt eS einen Deutschen, ber mehr ober besser als der Feldmarschall verkörpert, was sich jeder gesunde Deutsche - Männer Die Frauen - als Idealbild wünscht? Wenn die höchste Stelle im Reich durch die Volkswahl geteilt werden muh, sollte es nicht ganz fclbftber- ftändlich fein, bast dieser Platz von einem Manne eingenommen wird, von dem alle wissen, dast er lo ist, wie er aussieht? Gibt e s einen schöneren Beweis für seine Arbeit in den letzten sieben Jahren, als bast gcrabe bic- jenigen, bie ihn nicht gewählt ba l-t c n, 1i ch für bezwungen erklären von seiner geschichtlichen Persönlichkeit? ■ Hindenburg hat nie viel von Arbeit und Dienst geredet, aber in einem langen Leben eine nur selten von anderen erreichte Menge von Arbeit und Dienst geleistet. Er leistet sie noch jeden Tag dadurch, dast er sich aus abgeklärtem Ver- ftchen ein Urteil bildet und nach diesem Urteil seine Entscheidungen trifft. Deutschland hat das Glück, in dieser zerrissenen Zeit ein Staatsoberhaupt zu haben, das allen Pa rteien unb ihren Programmen fern- Hebt. Weil man den Mann selber nicht recht anzu- laftcn wagt, erfand man die Redewendung, dast r amerikanischer Zeit in großer Aufmachung bekanntgegeben, daß Lindbergh mit Hilfe zweier Gangsters, Spitale und Ditz, die DerbindungrnitdenEntführern ausgenommen hat und daß die Rückgabe des Babys nach Zahlung des Lösegeldes innerhalb 48 Stunden zugesichert worden ist. Schwere Gasexplosion. 3m Erdgeschoß eines vierstöckigen Hauses im Karlsruher Stadtteil Beiertheim ereignete sich eine schwere Gasexplosion Zwei Wände der Wohnung wurden völlig eingedrückt, Türen und Fenster total zertrümmert. Auch 3>ie Einrichtung des mit der Wohnung verbundenen Bäckerladens wurde schwer mitgenommen. Der 3nha- ber, der Bäcker 3örger, wurde durch die Schaufensterscheibe auf die Straße geschleudert und blieb bewußtlos liegen. Gr hat leichte Verbrennungen und einen Nervenschock erlitten. Das Treppenhaus und die Wohnung im ersten Obergeschoß zeigen gleichfalls Spuren der Explosion. nM Präsidenten. dschast, die, mit Volk mit der für immer vnbin- jene Zeit, da die ’flt ®a|l)ington zu-, oß ist die Zahl der imerilanischen Frei« 0 Prozent der rung der 13 flogen eines bedeuten- heutiger ®e* i\\m TSUbtl- ci, bet tot alle» mungen bet Der« Ski feinem Jtomtf Washington immer :: dem Partilu- Staaten und dem n wirklich entweder , für uns selbst zu ial verbittert und innlos, die kleinsten zu bringen, bevor anze in Bewegung 'cm Rus zur Smig* m von Washing' jir können dem @e« nicht besser bienen, i Lebensfragen ka parteirücks'ch' *■ z wenn auch oei lationaleSui' dem wir m W immer wieder m> en Würde, 2uwn nigkeil mahnt. >s liegen, ob unser Straft erneut an ent. ^lar und 2?* Ld ■^lenSHöt, gelber )t bttö/Ot. ’M »"'«W 6«| 3m Omnien an dem JLJjHbenburg, ^^derAii . Offiziere. 6in ommanbeutf trift ä£ Sä ^fahren. Die Offi- ’ wendet sich wrdvn der Schutz. >?n. Trübend legt dreifache onAchlen gibt uiibrud. ; Der von ihm worben. » «J» Helt «* [et S-'Ä g# Lösege^ «n ist- N°\ ftmifrf theun, Anjnte de Zivel jjjtcn nge^^L; öin^ raße * fttf* Englischer Dijcabmital beim IDinlerfport einem Herzschlag erlegen. 3n der Nähe der S t r c i t a l p e an der Mahnen- famm-2Ibfabrt bei Kitzbühel wurde der englifche Vizeadmiral Wray aus London tot a u f g efu n- den. Wray hat am Freitag die Hahnenkamm- absahrt nicht weniger als viermal gemacht und sich dabei jedenfalls f o überanstrengt, daß offenbar ein Herzschlag seinem Leben ein plötzliches Ende fetzte. Volksentscheid in Boihenburg. 3n Boitze nburg a. d. Elbe, wo im August b- 2k. der rommunistische ReichstagSabgeordnete Dr. Alexander (Berlin) zum Bürgermeister gewählt, von der mecklenburgischen Regierung später aber nicht bestätigt wurde, sand die Abstimmung über einen von den Sozialdemokraten einaebrachten Dolksentscheidsantrog auf Auflösung des Stadtparlaments statt. Mit 1898 gegen 731 Stimmen entschied sich die Bevölkerung fürdieAuslösungdcr Stadtverordneten- Versammlung. Die Kommunisten und Nationalsozialisten stimmten ebenfalls für die Auflösung Dieder Papageienkrankheit? Ein Kölner Ingenieur und seine Frau erkrankten vor etwa 14 Tagen an heftigen grippe- ähnlichen Erscheinungen. Die Symptome )er Krankheit lieben den Verdacht aufkommen, daß hier ein Fall der sogenannten Papageienkrankheit oorliege, zumal die Krankheitserscheinungen auftraten, nachdem das Ehepaar einige Wellensittiche erworben hotte Der Ingenieur ist Mitte voriger Woche gestorben, feine Frau lchwebt in Lebensgefahr. Die Kölner Gesundheits- swlizei Hot die Wohnung der Erkrankten verschließen affen und die Sittiche dem Robert-Koch-Inftitut in Berlin zur Untersuchung übersandt. Aus der Prvvinzialhauptstadi. Gießen, den 7.März 1932. Alfred Bock t- Der Dichter Dr. h. c. Alfred Bock ist gestern abend 20 Uhr ganz unerwartet sonst entschla - sen. Wir folgen einem ausdrücklich geäußerten Wunsch deS Heimgegangenen, wenn wir heute nur von seinem Ableben Kenntnis geben. Die Beisetzung wird in aller Stille stattsinden. Sinfonie-Konzert zum Besten der Winternothilfe. Die Kapelle unseres Bataillon-, verstärkt durch einige Mitglieder der Kapelle deS AuSbildungS- bataillonS Marburg, zeigte sich am Donnerstag unter der Leitung vonOk^rmusikmeisterK ra u ß e ton einer Seite, von der man sie bisher noch nicht kannte. Die Durchführung einer DortrogSfolge, die Werke von Bruckner, Beethoven und Liszt enthielt, warf ein ersreulicheS Bild auf die künstlerischen Fähigkeiten des Leiter-, der in der kurzen •3cit seine- Wirkens den Orchesterkörper bereit- in einer Art herangebildet hat, die ihm alle Ehre macht und die eine Stellung solcher Ausgaben durchaus rechtfertigt. Damit ist zugleich den Mitgliedern deS Orchester- die Anerkennung ihrer Leistungen au-gesprochen. Mit aufmerksamer Sicherheit solaten sie den Intentionen des Dirigenten und gaben durch ibr Spiel ein Zeugnis ihre- Könnens. So erhob sich die Deranstaltung weit über do- Riveau der sonst üblichen Militärkonzerte (deren Existenzberechtigung nicht in Zweifel gezogen wird), und Obermufifmcifter Krauste legte durch die Art seiner Interpretation ein künstlerisches Bekenntnis ab. zu dem wenige seiner Kollegen im Stande sind. Sein Wirken in Gießen ist daher auch von diesem Blickpunkt auS nur zu begrüßen. Ilnterzieht man die rein technische Leistung deS Orchesters einer Beurteilung, so ist sestzustellen, dost — wie das in solchen Fällen immer ist - die Bläser zunächst den Streichkörper an klanglicher Weichheit und Sicherheit übertreffen, jedoch ist die hin und wieder sich störend bemerkbar machende Rauheit in den Streichern (Violinen und Bratschen) so gering, dast sich in weiterer Probenarbeit unschwer ein trag und Modulation-» fähiger Streicherklang erzielen läßt. Stärke e Anwendung von Vibrato, namentlich in den zweiten Geigen, wäre sicher von Vorteil. GS ist felbft- Derständlich, bah diese Wünsche die Gesamtleistung des Orchester-, das sich besonders auch als Begleiter der Solistin in ausgezeichneter Weise an- pahtc, nicht beeinträchtigen können. Mit einer Erstaufführung für Diesten, einer Ouvertüre in Q-Moll von Anton Bruckner, die 1921 von Drei herau-gegeben wurde, begann der Abend. 3n dieser Ouvertüre, die zu des Meisters Frühwerken gehört, offenbart sich noch nicht der Sinfoniker der späteren Zeit. Dennoch ist sie ein Werk, das Interesse verdient. Beethovens tl. Sinfonie O-Dur (1802) war für die Zeitgenossen ein Problem. Ihre Riederschrift fällt in die Zeit stärkster Krisis für Beethoven 11802 Heiligenstädter Testament). Weltflucht und Weltfreude beherrschen das Werk, das der Ausdruck einer Seele ist, die nach schwerem Kampf Orientierungspunkte in der Welt sucht, die sie fliehen wollte. Die Themenoildung ähnelt der >. Sinfonie, doch zeigt sich im Scherzo bereits in dem Hin- und Herwerfen der Themen von einer Instrumentengruppe zur enberen ech er Beethoven. Liszts 6 Rhapsodie machte den Schluß. Das Dr- chester ging hier am besten aus sich heraus und gab damit eine abgerundete Leistung. Vorher horten wir noch Beethovens Klavier- Konzert Nr. 5, Es-Dur, mit dem der soeben verstorbene Eugen D'Albert feinen Weltruf begründete. Die Solistin des Abends, Frau Gretel i) a u 11 c r (Stuttgart), versah dieses überaus schwierige Werk mit plastischer Formung. Die Wiedergabe des ersten Satzes gelang ihr nach anfänglicher Nervosität recht gut. Ihr Anschlag ist männlich energisch, ohne hart zu fein, und sie behandelt die Thematik charaktervoll. Daß trotz allem der erste Satz nicht eine restlose Geschlossenheit hatte, lag vielleicht auch daran, daß die Solistin mit dem Rücken zum Dirigenten laß, was einen sicheren Kontakt nicht zuließ. Zweifellos ist die Platzfrage Ursache dieser Anordnung gewesen, die man aber in künftigen Fällen lieber Die Srnnbfläffe des Ziüaiier S1adi-Tl>eaiers. Die Branbruine des Stadttheaters in Zittau, das durch eine Feuersbrunst völlig zerstört wurde. Don dem 130 Jahre alten Gebäude blieben nur noch die Umfassungsmauern stehen. vermeiden sollte. Der zweite Satz wurde sehr oer- innerlicht gespielt, und im letzten Satz (Rondo) svrudelten alle Quellen einer kapriziöfen Leichtigkeit. Die Technik der Solistin hatte hier einen erstaun- lichen Grad von Sicherheit und Präzision. Frau Gretel H äusser hat sich jedenfalls mit diesem Konzert in angenehmer Weise voryestellt, wovon sie der herzliche Beifall des Publikums überzeugt haben dürfte. Obermusikmeister Krau he erntete für seine und des Orchesters Leistung ebenfalls reichen Beifall. Leider war der Besuch nicht so stark, wie es einer- feite im Hinblick auf den guten Zweck, anderseits In be^ug auf das hohe Niveau der Deranstaltung zu wünschen gewesen wäre. F. B. Kein Branntweinausschank am Wahltag. Amtlich wird mitgeteilt: Der Reichsminifterde- Innern hot im Anschluß an eine entsprechende Anregung bei der ReichStagSloahl 1930 den außer- preußischen Landesregierungen zur Erwägung an- heimgestellt. sich dem Vorgehen deS vreußifchen Ministers deS Innern anzufchliesten und aus Anlaß der Reich-Präsidentenwahl den AuSschank von Branntwein und den Kleinhandel mit Trinkbranntwein für SamStag. den 12. und Sonntag, den 13. März bi- zur Polizeistunde zu verbieten. Bei der durch den Wahlkampf erregten leidenschaftlichen Sttmmung in weiten Volkskreisen ist ein Verbot besonders dringend. DaS Gaststättengefetz vom 28. April 1930 gibt den obersten Landesbehörden die Ermächtigung zu einem solchen Vorgehen. Flngzengnotlandung bei Nieder-Bessingen. Infolge starken Schneegestöbers mußte da- Sportflugzeug „D 128“ der Westdeutschen Sport- sliegcrvereinigung gestern gegen 18 Uhr bei Rieder-Bessingen niedergehen, wobei es auf ein Scheunendach geriet. Das Flugzeug wurde stark beschädigt, die Besatzung, Flugzeugführer Diet- r i ch und Flugschüler H e u e ck, blieb vollkommen unverletzt. VornoNzen — Tageskalender für Montag: NSDAP., 20.30 Uhr, Eaf6 Leib, Versammlung. — Gießener Freiw. Feuerwehr, 20 Uhr, Stadt Kassel, Monatsversammlung. — Odenwälder Heimatvereinigung, 20 Uhr, Hotel Köhler. — Lichtspielhaus, Bahn- hosstraße: „Viktoria und ihr Husar". — Aus dem S t a d 11 h e a t e r b u r e a u wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, 8. März, Erstausführung des Lustspiels „Vater sein dagegen sehr" von Edward Ehilds-Ear- penter, in der deutschen Bearbeitung von Sil-Darar. Ein Stück, das überall einen Serienerfolg erlebte. Beginn 20 Ahr, Ende 2230 Ahr. 21. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. — Mittwoch. 9. März, Sondervorstellung des ..Hauptmann von Köpenick'. Gewöhnliche Preise. Auswärtige Besucher erhalten gegen Vorzeigung ihrer Sonntagsrückfahrkarten, die an diesem Tage speziell für Theaterbesucher au-gegeben werden, ermäßigte Preise. Die Intendanz hofft, durch diesen Au-gleich der Fahrtunkosten allen auswärtigen Theaterfreunden den Besuch des „Hauptmann", der wegen der technischen Schwierigkeiten an keiner Filialbühne gegeben werden kann, zu ermöglichen. Beginn 19 Ahr, Ende gegen 23 Ahr. Reichsbahn und Postauto warten auf den Anschluß des Theateromnibusses, so daß jedem Gast die Rücksahrmöglichkeit gesichert ist. Gutscheine haben Gültigkeit. — Eine Versammlung der NSDAP, findet heute, Montag, 20.30 Uhr. im Cais Leib statt. Redner ist Herr Bareis (Siehe Anzeige vom Samstag.) — Der Hindenburg-Ausschuß für Ober Hessen und Gießen veranstaltet morden. Dienstag, 20 Uhr im Eafö Leib eine Kundgebung, in der Ministerialrat von Keudell- Berlin und Pfarrer V e i t h - Frankfurt am Main über das Thema „Hindenburg oder Hitler?“ sprechen werden. (Siehe Anzeige vom Samstag.) "SonntagsrückfahrkartenGiehen— Kassel. Wie die Rcichsbahndirektion Frankfurt am Main mitteilt, wurden in diesen Tagen Sonntagsrückfahrkarten für die Strecke Gießen—Kassel neu eingeführt. •• Vorträge für Erwerb-lose. Wie da- Arbeit-amt Gießen un- mitteilt, werden in dem Aufenthalt-raum für Erwerbslose in der „Herberge zur Heimat" von Herren, die sich dazu bereit erklärt haben, nachstehende Vorträge gehalten: Montag, 7. März, 15 Ahr, „Der Torf als Brennstoff', Entstehung, Gewinnung und Verbrauch": Mittwoch. 9. März, 15 Ahr, „Die deutschen Moore und ihre Besiedlung"; Montag, 14. März, 15 Ahr, „Heimatliche Vogelkunde , Mittwoch, 16. März, 15 Ahr, „Der Steinkohlenbergbau" ; Montag, 21. März, „Reiseerlebnisse im Riesengebirge". •• Schwerer Sturz mit dem Motorrad. Gestern gegen 10 Ahr stürzte im Schisfenberger Weg, unmittelbar an der ©tabtgrenje, der auf seinem Motorrad au- der Richtung Hausen kommende, etwa 25 Jahre alte Erich Schieferstein auS Collar mit seiner Maschine. Der bedauernswerte junge Mann trug starke Verletzungen am Kopse, anscheinend einen schweren Schädelbruch und ferner einen Kieferbruch davon und muhte von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz der Ehirurgischen Klinik zugesührt werden, wo er heute vormittag noch in ernstem Zu st and damiederiiegt. Der Anfall ist darauf zurückzuführen, daß die Maschine aus bi- jetzt noch unbekannter Arsache in- Schleudern geriet und der Lenker die Herrschaft über sie verlor. Oberheffen. Lauorreis Gießen. * Wieseck, 5. März. Dieser Tage schloß die hiesige Volkshochschule ihr diesjähriges Wintersemester mit einem Rückblick und einer Aussprache über die geleistete Arbeit ab. Rektor Petri hatte das Semester mit einem instruktiven Lichtbildervortrag über den deutschen Osten eingeleitet. Dann behandelte Lehrer Dr. Michel in einer Vortragsreihe Probleme aus der Wetterkunde und führte in den praktischen Gebrauch der Wetterkarte ein. Rach Weihnachten sprach Dr. M a l e ch über Fragen der Fortpflanzung und Vererbung. Das Arteil der Hörer über Auswahl und Dehandlungsweise der Themen war durchweg günstig. Bedauerlich ist, daß sich nur verhältnismäßig wenig Erwerbslose in diesem Winter an der Volkshochschule beteiligt haben, trotzdem ihnen freier Zutritt gewährt worden war. Für kommenden Mai ist eine Wanderung unter Führung von Dr. Michel nach der Goethestadt Wetzlar vorgesehen. Für das nächste Wintersemester wurden ein englischer Sprachkurs für Anfänger und Vortragsreihen über die Abstammung des Menschen und Rechtsfragen des täglichen Lebens in Vorschlag gebracht. JLauter, 5. März. Die Bürgermeisterei Lauter forderte die Erwerbslosen auf, fick) zum freiwilligen Arbeitsdiest bei dem Straßenbau Lauter — Weikhardshain zu melden. Trä- ger der Arbeit ist der hessische Staat (Forstamt Lau- bad)), für dessen Waldbesitz mit dem Bau der Straße ein guter Holzabfuhrweg geschaffen wird. O Holzheim. 5. März. Der Obstbau- veretn hielt dieser Tage eine Versammlung ab, die überaus stark besucht war. Rach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Bürgermeister Buß sprach ein Dereinsmitglied über das Thema „Mehr Luft und Licht unseren Obftbäumen". Der Vortrag wurde beifällig ausgenommen. In der Versammlung konnten wieder einige neue Mitglieder ausgenommen werden. Anschließend fand eine Verlosung von Ziersträuchern, Beeren- und Buschobst statt. Der Verein hat eine Holder- sprihe angelchasft. In den nächsten Tagen sollen durch den freiwilligen Arbeitsdienst alle Baume unserer Gemarkung mit Karbolineum gespritzt werden. Die Obstzüchter brauchen nur für das Spritzmittel aufzukommen; der Arbeitslohn wird vom Arbeitsamt bezahlt. Mrcie Alsfeld WSN Alsfeld, 6. Mörz. Hier wurde zur Forderung der landwirtschaftlichen Interessen im Alsfelder Bezirk in einer zahlreich besuchten Bauern- Dcr|ammlung eine Viehverwertungsge- nossenschaft für den Kreis Alsfeld ge- gründet, womit der Ausbau der direkten bäuer- lichen Diehoerwertung in Oberheffen einen weite- reu bedeutsamen Schritt nach vorwärts getan bat Da der Kreis Alsfeld einer der hervorragendsten Mittelpunkte der hessischen Viehzucht ist, kommt dieser neuen Genosienschastsgründung besondere Be- deutung zu. Rundfunkprogramm. Dienstag, den S. März. 7.20: Frühtonzert auf Schallplatten. 12.05: Von Berlin: Konzert. 13.05: Von Köln: Mittags- konzert 15.20 biS 15.50: HauSsrauen-Rachmittag. 17 Blasmusik-Konzert erwerbsloser Berufs- musiker. 18.40: Freiburg: „Kartelle, Konzerne. Trusts II.", Vortrag von Prof. Dr. h. c. Robert Liefmann. 19.05: Goethes Bild und Zerrbild, Vortrag von Werner Deubel. 19.35: Musikalische Grundbegriffe. — Ihr Wesen und ihre 'Bedeutung", Vortrag von HanS Rosbaud. 20.05: Festsaal der Liederhallc: Konzert des Stuttgarter Lehrergesangverein-. 21.30: Anterhat- tungskonzeri. Kompositionen von Hans Ailbout. 22 10: Verbrecher und Gesellschaft Ein kriminal- politisches Gespräch von Dr. Walter Luz. 22.50 bis 24: Tanzmusik. Wettervoraussage. Die Störung über dem Nordmeer hat einen Ausläufer in südöstlicher Richtung über Deutschland hin ausgebreitet. Dabei ist durch die Zufuhr milder Ozeanlujt das Wetter wechselhaft geworden. Die Temperaturen sind durch die nunmehr herrfchende Bewölkung, die die nächtliche Ausstrahlung verhindert, zwischen Tag und Nacht mehr zum Ausgleich getommen und liegen meist über Null, Da die Störung sich aber wesentlich abgefladjt hat und an ihrer Rückseite von Island her sich wieder Kaltlust südwärts bewegt, so kommt eine durchgreifende Milderung nicht zustande, vielmehr ist sehr bald wieder mit dem Auftreten leichter Nachtfröste zu rechnen. Die ozeanifche Luft bringt vorerst noch Bewölkung mit sich und dürfte vereinzelt auch z» leichten Niederschlägen führen. Aussichten für Dienstag: Wechselnd bewölktes Wetter, vorübergehend auch aufheiternk Temperaturen schwankend und zunächst meist über Null, vereinzelt leichte xJlicber|d)lage. Aussichten für Mittwoch Teils bewölkt» teils ausheiternd, wieder leichter Nachtfrost wahrscheinlich Lufttemperaturen. Am 6. März: mittags 2,8 Grad, abends 1,1 Grad. Am 7. März: morgens minus 0,3 Grad Maximum 4,7, Minimum 1,0 Grad Tel- sius. Niederschlage 1,2 mm. Sonnenscheindauer eine halbe Stunde. — Erdtemperaturen in Wem Tiefe. Am 6. März: abends minus 0,4 Grad, am 7. März: morgens minus 0,6 Grad Celsius. Gewiunauszug 5. «loste 38. Prcußisch-Südveutfche (264. Preug.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verbot« Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je ein«, auf die Lose gleicher Nummer In den beiden Abteilungen I und II 21. Ziehungstag 8. Mär, 1932 3n der heutigen Vormillagsziehung wurden Dewinns über 400 M. gezogen 2 Md inne ju 100000 u 2000 M. 5480 12632 14551 29226 51229 68776 84826 95761 90162 119423 155538 155903 174542 190139 191917 198584 216456 224395 286444 297460 306320 313830 325232 327880 362249 388679 102 Oernne ea 1000 ®l. 1756 6513 13406 17306 18219 39746 75732 79675 89430 91728 96850 116608 118130 119208 134363 135956 144688 156559 167967 158136 175009 177647 179481 182117 182822 183474 188578 199488 199693 203408 234023 242852 269374 280360 284372 298255 307465 321343 330960 337741 344'64 345473 347592 351820 357876 360000 360731 364239 386822 388474 390203 154 C re ... 500 1332 12139 20640 30926 36233 44094 61866 52563 59032 63313 68332 68396 68973 78878 83838 85606 86902 88528 88786 96087 102900 103380 109168 110668 116343 120'92 129061 136137 143913 149207 154650 158864 1617.-9 160321 169445 170673 173898 182586 184366 190823 191505 201687 204828 219586 222401 228198 235491 244296 251748 259270 267904 2'78696 279459 283776 286018 292688 293072 295392 316382 318279 321363 322034 324764 325602 331225 340068 340340 345000 346598 348474 349590 353088 357918 362226 370631 382874 386325 Im ©eroinnrabe verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 2 Gewinne zu je 5(0000, 2 zu je 750. 8 zu je 25000, 58 zu je 10000, 152 zu je 50(X). 296 zu Je 8000 880 zu je 200(1 1644 zu je 1000, 266'5 zu je 500, 7872 zu je 400 M. Im (venfer Auto-Salon wird die deutsche .Industrie stark vertreten fein. — Interessant ist, daß alle deutschen l>abrzeuge mit Eonti-Reifen ausgestellt werden 1818D Mittwoch, den 9. März 1932, abends 830 Uhr im Caft Leib sprechen Landtagsabgeordneter L. Steuer, Kassel Burghard, Magdeburg, vom Stahlhelm-Bundesamt Parole: Dueslerhehi Die Kapelle und der Spielmannnzug der Stahlhelm-Ort ».gruppe Gießen wirken bei dieser Verdamm Inne mit. Eintritt 20 Pfennig 18150 Kampfblock schwarz - weife - rot dem Hermann Ilgner im Alter von 63 Jahren zu sich zu rufen. Heuchelheim (Wiihelmstraße 70), den 6 März 1932. 1798 D 1831 D Gießen, 5. März 1932. Fürs ganze Leben Dienstag billige Fische Die trauernden Hinterbliebenen: Familien Lindenstruth u. Kröck. Gießen, den 5. März 1932. 1808 D 01435 un& ihl NACH DE» OPMtTTE PAUL ABRAHAM Wieseck, den 5. März 1932. 1800 D 1825 C Die Wirklich gute schöne und üfÄ. preiswerte als Tonfilm Wäsche Vereine kaufen Sie stets, auch ohne Sondertage, bei 18MA C. Röhr & Co 10. März 1932, vormittags 9% U6r, in der Hörle'srhen Wirtschaft zu Merlau. Schriftliche Angebote unter 1816D an den Gießener Anzeiger erbeten. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Gatten, unseren stets treusorgenden Vater, Schwieger- vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Hindenburg-Ausschuß für Oberhessen und Gießen Leib-, Bett-, Tisch- und Küchen- Vfavrrev Settb, SvankfuvL a. LV. (Lhristl. Volksdiensi, Ortsgruppe Gießen REOIIi RICHARD’ OSWALD Dienstag, 8. März Monats- Versammlung im „Augustiner". 1. Neuaufnahme 2.35. Stiftungsfest. Vollzähl.Erscheinen lecaD Der Vorstand. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 9. März, nachmittags 21/s Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt 01459 Eiche: St. - 5. Kl. = 0,96 Hindenburg der Mann derTat, ohne viele Worte, oder Hitler...? erfolgreichste Operette des Jahres Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anna Ilgner, geb. Althaus. In tiefer Trauer: Frau Elise Sigle, geb. Lauster Marta Hesemann, geb. Sigle Wilhelm Hesemann Helga u. Waldemar Hesemann mit Friedel Schuster Michael Bohnen Iwan Petrowitsch Ernst Verebes Grell Theimer - Eise Elsner Ein Meisterwerk der Regie, Darstellung und Musik - Hervorragende Besetzung - Mit sämtlichen weltberühmt gewordenen Schlagern der Bühnenfassung, aufgenommen unter persönlicher Leitung des Komponisten - Ein Film, der begeistert und zu einem unvergesslichen Erlebnis wird Gutes Beiprogramm • Ufa-Ton-Woche Um Platz für die Nachzucht zu schaffe verkaufen wir noch eine beschr. Anzahl 1631 et? Lege-Hennen sowie Enten u. ein Paar gelbe Puten besonderspreiswert Bestellungen auf Brut-Eier, Küken und Jungtiere werden jetzt schon ent- gegengen. 1814V Universitäts- Tierzucht 6 Institut Oberer Hardthof. Dienstag, den 8. Mär; 1932, nachmittags 2 Ahr, sollen im „Löwen", Neuenweg 28, dahier, bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt in obigem total) zwangsweise gegen sofortige Barzahlung versteigert werden: 1822V " Schirme, Schuhe, Strümpfe, Handschuhe, Spazierstöcke, Büro- und Wohnungsmöbel aller Art, Schreibmaschinen, Radioapparate, Lautsprecher, 1 Grammophon mit Platten, Elektromotore, 1 Klavier, 1 Bohnermaschine, 1 Rotomaschine, 1 Standuhr, 1 Motorfahrrad, 1 Schärfmaschine, 1 Badewanne, 1 Kohlen-Gas- herd, 1 Klebepresse, 1 Schleifmaschine, Schleifbänke, 1 Heftmaschine, Tapetenkleber, 1 Prismenglas, Strohhüte und Anzugstoffe. Hebbel, Gerichtsvollzieher in Gießen, Wilhelmstraße 6 II, Telephon 4039. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Adam Kümmel Otto Langenhagen und Familie Wilhelm Kümmel und Familie. Danksagung. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen danken herzlichst 1OO Rasierklingen a.f.Edelst. Haarsch. nur RM. 3.30 Nachn. 50 Stück RM. 2.20 „ Rasierkl. Spezialh. 0. Arnold, Köln-Lonfioritii Knoblauch- Extrakt AHium venenmn wirkt oft Wunder b. Verkalkung KränterhaQS lang in d. Schulstraße. Heilm. der Natur. H Lichtspielhaus Gießen W [Heute Montag Bernsfeld am Donnerstag, Stammholz: Güteklasse N: 2. Kl. 22 St. = 6,47; 3. Kl. 44 24,53; 4. Kl. 25 St. = 18,61; 11 St. = 12,05; 6. Kl. 1 St. ff. Filets.......Pfd. von 30 H an ff. Hochfläche .. Pfd. von 25 -) au Fis hhaus Cuxhaven Marktstraße 23 1830 a Telefon 2417. General-Vertreter f.Weine,Weinbrände u.Liköre (Markenware) gegen hohe Provision, gesucht. Weingut Marbach Burgbrandbrcnnerei und Likörrabrik, Bacharach am Rhein. 1824 v I Auhholzversteigerung aus verschiedenen Forstorten der Förstereien Nieder-Ohmen, Merlau und prossen werden unter Garantie durch VFMIIQ Stärke B besei- VLnuO tigt. Jt 1.60, 2.75. Gegen Pickel, Mitesser Stärke A Drogerie Winterboff, Kreuzplatz 9/10, Hindenburg-Drog., Seltersweg 68a. .««V Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied am Samstagabend 1/210 Uhr im 68. Lebensjahr nach langem schweren, mit Geduld ertragenem Leiden mein herzensguter Mann, mein treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater HeirChristiaDSigle.LokMoMtirijn.il Die Beerdigung findet in aller Stille statt. — Blumen- und Kranzspenden im Sinne des Verstorbenen dankend verbeten. 1841 D Kundgebung am 8. März, 20 Uhr, im Cat6 Leib Redner: Ministerialrat v. Keudeil-Berlin An Stelle des verhinderten Studienrat Dr.Gebhardt-Gießen: PfarrerVeith-Frankfurt am Main Eintritt Mk. 0.50, Erwerbslose Mk. 0.20. Kartenvorverkauf: Ferbersche Buchhandlung, Seltersweg, und Papierhandlung Schneider L Wagner, Neuen Baue Unsere Freunde und Mitglieder werden gebeten, an der morgen, Dienstagabend, 81/, Uhr, im Cafe Leib stattfindenden Hindenburg-Kundgebung zahlreich teilzunehmen. ® sprechen: NNnistevialvat Sv. von -Keudell Stadttheater Gießen. l801D Dienstag, 8. März 20—22.30 Uhr 21. Vorstellung im Dienstag-Abonn. Gewöhnliche Preise Zum ersten Mal! „. . . . Vater sei« dagegen sehr!" Komödie in 3 Akten von Edwards Childs Carventer. Für die deutsche Bühne 6e* arbeitet v. Sil-Barg Hühneraugen Warzen,Hornballen beseitigt restlos auch in den hartnäckigst Fällen totsicher unt. Gar.innerh.5-6 Ta. Hühneraugen-Rapid Erhält! nur: Löwen- Drogerie W. Kilblnger Nacht, Seltersweg 69. ö-ftm. (Hiervon 9 Fstm. Försterei Nieder- Ohmen, 17 Fstm. Försterei Merlau, 37 Fstm. Försterei Bernsfeld; darunter 20 Fstm. im Lichterwald 6 b.) Buche: 3. Kl. 2 St. = 1,28; 4. Kl. 10 St. = 9,84; 6. Kl. 1 St. = 1,34 Fstm. (Hiervon 7 Fstm. Försterei Nieder-Ohmen, 6 Fstm. Försterei Bernsfeld.) Fichten: nur aus der Försterei Merlau, hauptsächlich aus den Forstorten Burgwald 8 und Gäns- heege 3f.: Ib-Kl. 8 St. = 3,55; 2a-Kl. 24 St. -- 17,22; 2b-Kl. 50 St. = 61,90; 3a-Kl. 16 St. = 26,59; 4b-Kl. 2 St. = 7,66 Fstm. Kiefer: 2a-Kl. 12 St. = 5,94; 2b-Kl. 22 St. =16,99; 3a°Kl. 23 St. = 19,17; 3b-Kl. 9 St. ---12,02; 4a-Kl. 4 St. = 7,07; 5. Kl. 1 St. -- 2,04 Fstm. (Hiervon 15 Fstm. in Försterei Nieder-Ohmen, 24 Fstm. in Försterei Merlau und 20 Fstnrr-in Försterei Bernsfeld.) Wepmuthskiefer: 4a-Kl. 1 St. = 1,45; 5. Kl. 3 St. = 4,63 Fstm. (Liegen in Pfingstweide 4b der Försterei Bernsfeld.) Lärchen: 3a-Kl. 2 St. = 2,05; 3b-Kl. 2 St. = 3,55; 5. Kl. 1 St. = 2,98 Fstm. (Liegen in Gänsheege 3f und Haag 2 der Försterei Merlau.) Terbstangen Fichte: 1. Kl. =40 St., 2. Kl. = 17 St., 3. Kl. = 5 St. (Liegeit in der Försterei Bernsfeld.) Nuhscheiter Eiche: 30 rm. (Hiervon 4 rm 2 m lang in Mühlberg 4b Försterei Nieder-Ohmen, 11 rm 2 m lang in Haag la der Försterei Merlau, 15 rm 1,25 m lang rund und gesvalt. in Pferdsbacherholz la und Lichterwald 6b der Försterei Bernsfeld.) Nuhknüvvel: rm: 3 Eiche, 4,20 m lang (Deichseln) in Alter Zwilling der Försterei Nieder-Ohmen. Esche: 3 rm 4,20 nn lang (Deichseln) in Alter Zwilling 4a. Fichte: 9 rm 3 m lang in Pfingstweide 5 und 7 der Försterei Bernsfeld. 9tuh- rciser Fichte: 36 rm, hiervon 20 rm in der Försterei Nieder-Ohmen und 16 rm in der Försterei Bernsfeld. Zu Beginn -er Versteigerung wird erst noch nachstehendes Brennholz aus verschiedenen Forstorten der Försterei Merlau verkauft: Raummeter Scheiter: 6 Buche, 22 Kiefer, 3 Lärche, 18 Fichte. Knüppel: 4 Buche, 1 Kiefer, 2 Lärche, 27 Fichte. Hieran anschließend unt 10 /z Uhr wird mit dem Verkauf des Stammholzes begonnen. Die Nummern des zur Versteigerung ausgeschriebenen Nutzholzes sind blau unterstrichen. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen, da nachträgliche Beanstandungen nicht berücksichtigt werden. Nähere Auskunft erteilen für die Försterei Bernsfeld Herr Förster Kniff zu Berns- feld, für die Försterei Nieder-Ohmen Herr Förster Landman» zu Nieder- Ohmen, für die Försterei Merlau Herr Förster Edelmann zu Merlau und die unterzeichnete Stelle. Ferner bringen wir nachstehendes zur Kenntnis: Wer die Abgabe von Fichten-Langholz aus den Förstereien Bernsfeld und Nieder-Ohmen wünscht, kann Meldungen bis zum 12. März 1932 bei den zuständigen Förstern erstatten, die auch nähere Auskunft bezüglich des Abgabepreises erteilen. 1797 D Grünberg, den 4. März 1932. Hess. Forstamt Nieder-Ohmen. Sußner. Die Gemeinde Ulrichstein (Vogelsberg) nimmt noch 200 Schafe zu ihrer Herde an. Schäfer wird von der Gemeinde gestellt. Interessenten wollen sich an die Bürgermeisterei wenden. Anfragen nach dem 15. März können nicht mehr berücksichtigt werden. Es werden auch kleinere Herden angenommen. 1820V Bürgermeisterei Ulrichstein. Geiß. sticht. Vertreter für deutsche Qualitäts-Dorschund Fischmehle, Fleischmehle sowie Tran gesucht. Zwangsversteigerung 8i« Am Donnerstag, dem 7. April 1932, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 106 das im Grundbuche von Gießen den Ferdinand Alsfen Eheleute zu Gießen zugeschriebene Anwesen, Licher Straße 29, Flur III Nr. 2735/io = 186 qm Hofreite und Flur III Nr. 273e/iO = 159 qm Grabgarten, geschätzt 25 263 Reichsmark, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20 (Stadthaus), zur Einsicht ausgehängt. 1114V Gießen, den 8. Februar 1932. I. A.: des Hessischen Amtsgerichts Gießen. Leo, Ortsgerichtsvorsteher. 10'45 FS Opel- Pullniann-Liniousine in gutem Zustande, für RM. 1200.— zu verkaufen. Geeignet auck als Lie- ferwagen f. Bäcker, Metzger usw. lSioD A. H. Faust. Eiserfeld (Sieg) MHHHMH Elagenhaus in bevorzugt. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kranzspenden und Karten beim Hinscheiden unserer lieben Mutter Frau Kathrine Freitag Wwe. sprechen wir unseren innigsten Dank aus. Insbesondere danken wir dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte und allen denen, die unserer lieben Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen. Die trauernden Hinterbliebenen: Ernst Freitag und Angehörige. Gießen (Ebelstraße 24), den 5. März 1932. Wit nntbltefitnbt# wrutKJ Mtotteu k„_ 8 >sletLet **6t' ; Mks V den» “S,^t I icfj’h dSFK ernssei^. 2^. °°Id 6 b fr?1 4. fl[ i dnche: «äi’i? *' bauv,sa2 0113 I Lt.^und tzL' ■LSU^= I KZ UK 5. Al. i s, ,'nAnsbeegrz: MerlM.! L «l. - 40 St ’ W- '^°d«sL tunb unb verbolz iQ um, *ei«em8feib) (??'"?ber ?T01' I ;^e:3rm4,20m g Alter Zwilling 4o. 8'^Hßftweibe 5 II 21 Bemsscld. 9hih. *'O'eroon 20 nn i,t fl :^mcn unb 16 ril, Asield. ®erfteiäerunß wirs ’ °es 'SreraiholA mi-. 'Nen bet Hörlimi ; ' iummeter3theiler: 3 Lärche, 18 ,>iänr. | 1 flieiet, 2 Lärche. cmschliebenb uns I 1 dem Berkaus bei V; men. Tie bkummern fi ng ausgeschriebenen B l unterstrichen. Bor- I i des Holzes roiib'g Mögliche Beanllan- I nchtigt werben. I en für bie Försterei I Knitz;u Berns- j trei 'Xidber-Cbmcn I itmtit i// Sieben M iterei 2ledau u Merlan unb te onZichten-Langbvü icn Bemsseld und schi.kannMelbungen 1932 bei ben auftfin* tteii- bie auch nähere des Abgabemisü 17970 .Marr 1932. er-Oknnen.Lutzner. [tidjflein (Logclsbci^ ase zu ihrer herbe an. ler Gemeinde geslem. । sich an die 'Bürger Anfragen na» bem cht mehr beruchiWi auch kleinere Herden tret Ulrichstein- cz n 6leSe°Gn TicE^ M -sch? Ss> im..L°MN.nan lofodtg. -kSSS EIckiromotore, 1»° -M W-s miöer‘ IIIS »ütiiü J‘,16 Nr. 56 Zweiter Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) IHonlag, 7. März 1952 Ein Feiertag des Gaues Hessen der DT. 100. (Saufurnfag in Gießen. — Ein denkwürdiges, schlichter Festakt. Der Gau Hessen der Deutschen Tur- n e r s ch a s t veranstaltete gestern in Gießen seinen 10 0. Gauturntag Anlässlich diele« Jubiläums sand am Dormittag in der Aula der Universität ein Festakt statt, der dem Tage eine besondere Weihe geben sollte, der alten Turnergarde und ihrer Arbeit zur Ehre, der heutigen Generation zur bleibenden Erinnerung für alle Zeit. Zu der Feierstunde, die einen würdigen und eindrucksvollen Verlauf nahm, waren Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden, des Garnisonkommandos und de, Presse als Ehrengäste. ferner viele Dereinsvertreter aus dem ganzen Gaugebiet — der Turngau Hessen ist einer der gröstten in der DT. und umfastt Vereine aus Oberhesfen, Hessen-Vassau und dem KreiS Wetzlar — erschienen' die Aula war. stark beseht. Unter feierlichem Orgelspiel betraten, während die Versammelten sich von den Sitzen erhoben, der Gauvorstand und der Gauausschust, an der Spitze die vier Fahnen der vier ältesten Turnvereine des Gaues tTurngemeinde Friedberg. Turnverein 1846 Giehen, Turn- und Sportverein Dutzbach und Turnverein Wetzlar), die Aula. Der 1. Gauvertretcr A. Pfeiffer, Wetzlar, begrüßte die Festverfammlung im Damen deS Gauvorstandes! besonderen Gruß und herzlichen Dank für die Förderung der Deutschen Turner- fchaft im Gau Hessen sprach er den Vertretern der Behörden und der Presse aus. ferner dankte er dem Vektor der Universität für die Ucbcr- lassung der Aula als Stätte der Feierstunde. Dem gemeinsam gesungenen Lied ..Ein Auf ist erklungen" folgte die Festrede des 1. Gauvertreters A. Pfeiffer, Wetzlar. Der Dedner wies zunächst auf den körperstärkenden und gesundheitlichen Vorteil deS Turnen- Hin, wie man an den Turnveteranen sehen könne, und betonte dann, die Feier solle zu neuer Be- Seifterung für die DT. und ihre Ziele aufrufen. rt hob dann u. a. hervor, daß der Gau Hessen, aus den kleinsten Anfängen entstanden, mit 165 Vereinen mit rund 15 500 Mitgliedern heute zu den gröstten Gauen der DT. gehöre! in den grasten und in den vielen kleinen Vereinen werde der Duhen des Turnens im Volke verbreitet. Der Redner gedachte sodann, während sich die Versammlung erhob, des verstorbenen Gauschriftführers Karl Wenzel, Giehen, mit ehrenden Worten der Dankbarkeit. Weiter rühmte er den vorbildlichen deutschen Turnergeist und den daraus geborenen Gemeinschaftssinn in der DT.. von dem vielfältiger Segen für unser Volk ausgehe. Die DT. bleibe dem alten Gedanken treu, dast nicht der Körper allein den Menschen mache, sondern dast ein vollwertiger Mensch Geistes- und GemütSbildung haben müsse zur Erfüllung großer Aufgaben. Von dieser Einstellung geleitet, pflege die DT. neben der körperlichen Ertüchtigung ihrer Mitglieder auch bie Geistes- unb Charakterbildung, die seelischen Werte im Menschen. Gr wies sodann auf bie wahre Volksgemeinschaft hin, die in der DT in vorbildlicher Weise zum Ausdruck komme, die sich in turnerischer Mannesdisziplin und in steter Bereitschaft zum Dienst für Volk und Vaterland äustere. Die DT- erziehe ihre Jugend im Geiste der ehrlichen Verpflichtung gegenüber dem Staatsganzen, der Arbeit an sich selbst, um dadurch tauglich zu werden für die Arbeit zum Besten der Dolksgesamtheit! sie bemühe sich, Begeisterung für Ideale und Opferbereitschaft unter ben Turnern zu wecken, auszubreiten unb -u vertiefen. Die DT. sei stolz auf diese Erziehungsarbeit. bie einer wahren, keiner Schein- Volksgemeinschaft diene. In diesem Geiste stehe die DT. geschlossen um ihre Fahne mit dem Bekenntnis eS gibt nur eine Deutsche Turner- fchast unb nur ein beutfcheS Vaterlanb! Sie wolle Brücken bauen über alle ftlüftc hinweg zur Verbinbung aller Schichten unb Stande, die bei der grauenvollen Zerrissenheit unserer Zeit dringend notwendig seien. Zum Schlüsse betonte der Redner die Wichtigkeit der DT für bie Erziehung bet deutschen Iugenb. der sie unter Wahrung der Tradition Wegbereiter unb Führer. Kamerad unb Berater fein wolle nach bem Wort' Am erprobten Alten Getreu sich halten. Am wertvollen Reuen Mit den Jungen sich freuen. Das ist Gewinn! Mit dem Wunsche, dast auch künftig Millionen von Volksgenossen der deutschen Turnerfahne folgen möchten, damit der deutsche Tumergeist weiterlebe und -wirke in unserem Vaterlande, um es mit zu neuen Höhen emporzuführen, schisst der Redner seine von hohem Idealismus und vorbildlichem turnerischen GemeinschaftS- toillen geleiteten Ausführungen. Der starke Eindruck dieser Rebe kam in anhaltenbem lebhaften Deifall zum Ausbruck. Ansprachen und Ehrunqen. AlS Vertreter ber hessischen Staatsregierung, beS Kultusministers. Staatspräsidenten Dr A d e - I u n g und anderer bei dem Festakt vertretenen staatlichen Behörden brachte der Referent für Volksbildung und Jugendpflege im hessischen Kultusministerium Oberschulrat H a s s i n g e r (Darmstadt), herzliche Glückwünsche und Drüste zum Jubiläum, sowie die rückhaltlose warme Anerkennung der DT. für Volk und Vaterland zum Ausdruck. Der Redner würdigte dabei in längerer Rede die hohen GeisteSgüter und die vorbildliche vaterländische Gesinnung in der DT., den starken Wert der körperlichen Ertüchtigung unb der er» seherischen Arbeit an ben Turnern, den reinen BolkSgemeinschastSgedanken und -willen m der DT., ihre vaterländische Opserbereitschast und ihre klare Gegnerschaft gegen alles Trennende unb alle Zwietracht in unserem Volke. Am Schluffe seiner Rebe überreichte er im Auftrage des Staatspräsidenten Dr. Adelung dem 2. Gauvertreter und hervorragenden Förderer der Tum- sache, insbesondere in Butzbach, Duchdruckerei- besitzer Konrad. S ch n e i b c r in Butzbach, dem Vertreter des2. Gaubezirks und langjährigen verdienstvollen Vorsitzenden des Tv. 1816 Gießen, Bureaudirektor Wilhelm Erle (Giesten), dem Führer der Turngemeinde Friedberg, de» ältesten Vereins im Gau Hessen der DT., und Vertreter des 5. Gaubezirkes, Studienrat Thierolf (Friedberg), und dem unermüdlichen Werber für die deutsche Tumsache, eifrigen Mann der Volks- bildungsarbeit und unermüdlichen Erforscher der Heimatgeschichte und ausgezeichneten Kenner des Äffischen Volkstums,' Lehrer Ostwald (Dad- Rauheim), Ehrenurkunden des hessischen Staates für Verdienste um bas Wohl des Volkes. Mit einem packenden Aufruf an die Turner zu weiterer selbstloser unb hingehender Arbeit für Volk unb Vaterlanb schlost ber Redner feine mit stürmischem Beifall aufgenommene Ansprache. 3m Ramen der alten Tumerstadt Giesten überbrachte Bürgermeister Dr. Hamm (Giesten) herzliche Grühe unb beste Wünsche. Er erinnerte an die enge Verbundenheit, die bisher stets zwischen ber DT. unb ber Stabt Giesten bestanden hat, und gab dem Wunsche Ausdruck, dast das auch weiter fo bleiben möchte. Angesichts ber starken Spannungen im öffentlichen Leben unserer Zeit bc- Abenteuer in den Beskiden. Don A. Artur Kuhnert. Wir waren sieben Stunden lang mit unseren Skiern bergauf gelaufen, durch ein Tal zuerst, durch Wälder, durch Senken und steiler bann an den Hängen hinauf, bis wir langsam näher an den Kamm der Beskiden (Rord-Karpathen) gekommen waren, der langgezogen den Himmel abschnitt. Ein alter Slowene hatte uns geführt, schweigend, mit den Augen immer die Schneedecke abtaftenb und horchend, ob tief unter ihr der Bach noch rinne, dessen Lauf wir folgten, und auch wir hatten auf das verschüttete Rauschen gehorcht unb waren stumm immer weiter gezogen, schwer an unseren Lebensmitteln schleppend und abgeschliffen schon in unseren Gedanken von dem leisen Schürfen ber Skier. So waren wir endlich in bie Hütte auf bem Deskidenkamm gekommen, unb wenn wir auch froh waren, sie erreicht zu haben, blieben wir doch stumm, denn bie Stille um uns war zu grost, unb zu grost auch das Weist all der Berge. Am Morgen dann, als der Slowene seinen Talweg angelretcn hatte und seine Spuren bald schon vom Wind verweht waren, hatten wir allen Zusammenhang mit dem Tal, mit den Städten, den Dörfern verloren, es gab nur die Berge noch, den Himmel, den Schnee überall, die Sonne und nachts auch Bilder der Sterne, den Orion und den groben Bären. Fünf und sechs Tage vergingen in der Hütte. Sie schlost uns ein. wenn wir müde vom Schnee- schuhlaufen zurückkamen, sie war warm und eng, sie ruckte uns dicht zusammen unb unsere Worte und Bewegungen, die die endlose Weite und Stille brausten fremd gemacht hatten, als gehörten fie nicht mehr zu uns. wurden um ben Tisch unb da- atmende Licht der Lampe wieder beruhigend grost und vertraut. Am siebenten Tag bann verletzte sich einer von uns vier Kameraden das Bein. Er schleppte sich zurück, legte sich, daS Dein sorgsam gestützt, vor die Hütte in die Sonne und wartete, dast die Schwellung des Deins wieder zurückgehe. Aber bie Schwellung ging nicht zurück, auch am nächsten Tag nichts sie nahm noch zu am übernächsten, aber weil jeder von uns glaubte, dast sie plötzlich besser werden könnte, blieben wir auch am zehnten Tag noch in der Hütte, zwei Tage über die Zeit, zu der der Slowene mit neuem Proviant zu kommen versprochen hatte. Als die Vorräte zu Ende waren, schienten wir das Bein und brachen auf. AuS der Leiter, die in der Hütte stand, hatten wir durch die untergeschnallten Skier einen Schlitten gezimmert und den mit allen Decken und allen nur entbehrlichen Kleidungsstücken umwickelten Kameraden darausgeseht. Wir versuchten ihn so talwärts zu schieben, aber ber primitive Schlitten sank sofort in den Reuschnee ein unb blieb feststecken. Wir banden unsere Leibriemen an und zogen, die Riemen rissen, zentimeterweise nur kam der Schlitten vorwärts! wir fuhren Spuren vor ihm, es half nichts: wir versuchten den Schlitten zu tragen, da sanken wir selbst ein, wir zerrten an ihm, wir schoben, wir gruben ihn aus, aber nur Stückchen für Stückchen kamen wir weiter mit ihm unb mustten babei immer wieder unseren Kameraden ohne Skier helfen, weil fie ohne Schneeschuhe oft bis zum Hälfe einfanlcn. Wir hatten Hunger, aber keiner dachte daran: es waren zwanzig Grad Kälte, keiner spürte fie. unsere Hände waren von ben Riemen unb Stricken aufgeriffen, keiner beachtete es, nur die Entfernung Aum Wald sahen wir, nur bie Zeit, bie verging, fühlten wir. ES wurde schon Abend, als wir keuchend vor Erschöpfung die Waldgrenze erreichten und damit eine vollkommen zerfallene, vom Schnee fast vergrabene Hütte. Der eine Raum des Dlockhaules war cinge- brochen, war nur noch ein Gewirr verschneiter Dalken, der andere aber war noch brauchbar, wenn ihn das Dach auch nur halb bedeckte unb wenn die Wände auch gesprungen waren. Wir bängten eine Decke vor die Türöffnung, der Ott- toinb rist fie ein dutzendmal los: wir scharrten den Schnee aus dem Raum, vom Dach fiel neuer herab: wir gruben die Dalken aus und zündeten fie an; aber da qualmte das morsche Holz, so dast wir fast erstickten; wir rissen andere Dalken herab, nur um zu arbeiten, nur um den Hunger zu vergessen unb nicht einzuschlasen, so lange noch kein Feuer brannte Dann kam bie Rächt, wir fühlten, dast wir am Morgen nicht weiter könnten, schon sagte einer, nichts hätte mehr Zweck, da brachen zwei von uns auf, um mit den Skiern inS Tal zu fahren und die Dauern um Hilfe zu bitten, die beiden anderen rissen Dalken auf Dalken ins Feuer, um nicht zu erfrieren. Die Rächt war hell, unheimlich hell zwischen ben riesenhaften Bäumen. Schatten lagen wie Schluchten auf bem Sckmee und alles glitzerte. Klirren war in dem Ostwind, ber immer mehr zunahm, die Kälte schnitt in die Haut, bald war unser Hauch zu dicken Ballen um den Mund unb die Rase gefroren. Aber wir tarnen bis in da» Dors, taumelten in die Schenke, und redeten auf zeichnete der Redner eS als einen Lichtblick, dast bie DT sich zu ben hohen Idealen deS Einigenden in unserem Volke bekenne unb mit Energie alle- Trennende bekämpfe. Dem von der DT. verkündeten und durchgeführten Gedanken der Volksgemeinschaft sprach der Redner feine volle Sympathie aus, ferner begrühte er bie Ritterlichkeit unb Vornehmheit, bie in der DT auch beim schärfsten Wettkampf stets gewahrt worden fei und die man heute in unserem Volke leider vielfach vermissen müsse. Er wünschte, dast die Arbeit der DT. weiterhin gute Früchte zum Wohle unsere- Volle- tragen möchte. 'Starker Beifall.) Für den MittelrheinkreiS der DT. und den Kreisvorstand sprach Dr. W a 11 b e r (Kreuznach), ber ber Arbeit im Gau Hessen hohe Anerkennung zollte unb wünschte, dast fie, wie bisher, stets eine Pflegftätte echten deutschen TumertumS bleibe. RarnenS de» Lahn-Dill-GaueS sprach Pros. D a b m e r (Dillenburg) herzliche Dlückwunsch- unb Anerkennungsworte, wobei er auch die gute Kameradschaft zwischen den beiden Rachbargauen rühmend hervorhob. Der 2. Gauvertreter K. Schneiber (Butzbach) brachte den Dank des Gauvorstande- zum Ausdruck und schlost mit dreifachem, begeistert aufgenommenen Gut Heil! auf die DT. und da» Vaterland. Der 1. Gauvertreter APfeifser (Wetzlar) gab bann Glückwunsch-Zuschriften deS Vorstandes ber DT .beS Feldberg.Ausschüsse- und deS gleichzeitig tagenden Gauturntages von Rheiichessen bekannt, austerdern teilte er mit, bah noch viele weitere Zuschriften unb Telegramme eingegangen seien. Sodann gab er folgende, von der Versammlung mit starkem Deisall aufgenommenen Ehrungen durch öle DT. bekannt: ®au- oberturntoart Will (Giehen) erhielt in Anerkennung seiner groben Verdienste um die Deutsche Tumsache in 30iähriger Tätigkeit al» Gauober tumwart vom Hauptausschuh ber DT. die höchste Auszeichnung, die Ehrenurkunde der D T.. verliehen, der Gau Hessen ernannte ihn zum Ehren-Gauobertumwart des GaueS mit Sitz und Stimme im Gauvorstand unb in ben Ausschüssen; die Bezirks tu rnwarte Schüler (Wetzlar) und Bastian (Alsseld) wurden in Anerkennung ihrer groben turnerischen Verdienste in führender Stellung der DT. vom Hauptausschuh mit dem Ehrenbrief der DT. ausgezeichnet. Turner Weih (Bad-Rauheim) gab noch bekannt, dah der Turnverein 1860 Dad-Rauheim den Gauoberiurnwart Will (Sieben) in dankbarer Anerkennung feine» Interesses und feiner Verdienste um ben Verein zum Ehrenmitglied ernannt habe. Oer Ausklang. Mit bem gemeinsamen Gesang deS Rieder- länbischen Dankgebetes und einem Orgelspiel fand bie denkwürdige, auf hohem Riveau verlaufene Feierstunde ihren Abschluh. Oie geschäftliche Sitzung. Die geschäftlichen Verhandlungen, bie am Rachmittag in der Turnhalle de» Tv. 1846 Giesten stattfanden, wurden vom 1. Gauvertreter mit einem ehrenden Rachruf für bie Verstorbenen des abgelaufenen IahreS, von denen die verdienten Turner Earl Wenzel-Diesten (langjähriger Gauschriftführer-, Heinrich Koch -LangS- borf, Wilhelm Heller- Lang-Göns unb Willi Allmenröder- Wetzlar befonberS genannt wurden, einaelcitet. Dr. Rau- Butzbach bankte dem Gauvorstand unter lebhaftem Beifall für die eindrucksvolle unb würdige Gestaltung de» Festakte» in ber Universität. Der Gauturntag genehmigte sodann einstimmig die Ernennung de» Gauobertumwarts W. Will zum Ehren- GauobertumwaN mit Sitz und Stimme im Gau- vorftand und den Ausschüssen. W. W i 11, der ein volle» Menschenalter die turnerische Führung de» Gaue» innehat, dankte bewegt für die Ehrung und gab unter lebhafter Zustimmung ein Treue - gelohnte zur DT., zu ihrer Arbeit und ihren Zielen. Die im Druck vorliegenden 3a hreSber Ichte wurden ohne Aussprache einstimmig genehmigt Die Gaurcchnung für 19 31 schlicht ab mit 30 286,40 Mk. Einnahme und 25 270,40 Mk. Aus- 0 des Voranschlags für 1932. der sich auf den seitherigen Kopf bei trag von 25 Pf. stützt, wurde beschlossen, ihn erst bekannt- zugeben, sobald ein klarer Ucberblid über die Einnahmen gewonnen ist Dem Gaukassenwart O e r t e I - Rieder-Wöllstadt wurde für feine gewissenhafte Kassensührung Entlastung erteilt. 3n der Aussprache fand die vorbildlich sparsame Geschäftsführung de» Gaue» besondere Anerkennung. Für ben verstorbenen Gauschriftwart Tart Wenzel wurde Fritz Wiegand vom Tv. 1846 Giehen gewählt. Als Ersatz für ben von feinem Amt zurückgetretenen Gauvolksturnwart Ä lim - Deutschland- Leipzig hatte an diesem Sonntag in dem 1A Fuß- ball-Landerkamps zwischen Deutschland und der Schweiz eine Veranstaltung von ganz besonderer Anziehungskraft. Rund 50 000 Zuschauer hatten sich auf dem VfB-Platz cingcfunben, um einen klaren deutschen Sieg mitzuerleden. Wenn man sich schließlich mit einem mageren 2:0-(£rfolg auf ber deutschen Seite flufriebengeben muhte, so lag bas an bem Versagen bcs beutschen Angriffs. Mit Jubel begrübt betraten um 3 Uhr bie Mannschaften bas Feld, zuerst bie Schweizer im roten Trikot mit weihem Kreuz auf ber Brust, denen bann unsere Vertretung folgte. tfu» bem Spielverlauf. Es bauerte nicht lange, bis sich eine leichte Heber- legenheit der deutschen Mannschaft herausgeschält hatte. Man sah recht flotte Kombinationen, ohne aber restlos von den gezeigten Leistungen zufrieden- gestellt zu sein. Es gab zuoiele Mißverständnisse im deutschen Sturm, aber auch zuviele ausgelassene Torgelegenheiten, die immer wieder auf die Jehl- besetzung hinwiesen. 'An Zählbarem gab es bei aller lleberlegenheit neben einigen Lattenschüssen unb ausgezeichneten Paraben bes Schweizer Torhüters nur Eckbälle für Deutfchlanb, bie aber nichts ein- brachten. In ber 43 Minute verfchulbete Minelli burch 5)anb einen (Elfmeter. R. Hofmann verwan- Schweiz 2:0. beite ihn zum Führungstreffer. Nach Wiederbeginn wuchs bie Üßiberftanbstraft ber Schweizer noch, bie burch ihre schnellen Durchbrüche wieberholt gefähr. Iid> werben. Doch Kreß und seine ißorbcrmännei Schütz-Stubb waren nicht zu schlagen. Erst als endlich eine Umstellung im Sturm erfolgt — Rohr geht in bie Mitte, Kuzorra halblinks unb R. Hofmann Halbrechts —, kam etwas mehr Zug in ben Sturm. Es gab einen ungeheuren Jubel, als Richarb Hofmann in ber 40. Minute aus etwa 30 Meter (Entfernung ben zweiten Treffer erzielte. In ber Kritik nerbient bei ber deutschen Mannschaft bas Versagen bes Innentrios hervorgehoben zu werben. Nur Langenbein unb Kobierski, bie beiben 'Außen, entsprachen ben Erwartungen. Um fa besser klappte cs In ber Läuferreihe, mo sich Gram (ich, Leinberger unb Knöpfte vorzüglich ergänzten. Dasselbe gilt von ber Derteibigung schütz Stubb unb dem Torwart Kreß, ber nur wenig beschäftigt würbe. Die Stärke ber Schweiz lag in der Hintermannschaft, in ber sich ber Torhüter Sechehaye unb ber Verteidiger Minelli als ganz große Könner erwiese». Auch Weiler ging an. Dagegen war die Läuferreihe gut nur in der 'Abwehr. Im Sturm war der beste Mann Ducommin. B o e ck m a n n (Holland) leitete den fesseltzben Kampf recht gut. die Männer ein, 7>ah fie gleich gingen, bevor unsere Kameraden erfrören. „Ruht euch aus, Pani" beruhigten uns bie Bauern, „wir nehmen Pserbeschlitten unb holen bie anberen, wir gehen gleich!" — Sie zogen ihre Pelze an, fie tränten noch einen Schnaps. „Wir gehen schon, Pani!" Unb bann war nur noch bas Läuten einer Schlittenglocke ba. Wir warteten eine Stunbe. eine halbe noch. Zwei, brei, bann kamen bie Männer zurück. Sie traten zögernb ein, mit ernsten Gesichtern, bie Bärte unb bie Brauen bereift. „Es geht nicht, wir kam- men nicht durch mit den Pferden, so viel Schnee hat noch nie gelegen, aber wartet, Pani, wir holen sie, wir gehen mit Handschlitten, das werden wir schassen, wartet nur, wir gehen!" Und sie gingen wieder, von neuem warteten wir, und wir horchten in bas Pfeifen bcs Dftroinbes, lange Zeit, es war ein Heller, immer wachsenber Ton, unb wir horchten auf bas Knirschen von Schritten, unb wir Iahen nichts als die Dämmeruna kommen unb allmählich den Morgen, und wir schliefen dann ein, von dem Warten stumpf. Endlich kamen die Männer zurück. Wir warteten nicht ab, bis sie redeten, wir sahen nur, daß sie allein waren unb ihre Hände vor die Gesichter preßten, um sie gegen den Sturm zu schützen, bann rannten mir schon, rannten ohne Besinnung in roütenber Verbissenheit bergauf, zwei Stunbcn, brei Stunbcn, ba sahen wir, baß bas Feuer noch brannte, schrien bie Namen hinauf unb bekamen non beiben noch Antwort. Stunden unb Stunbcn hockten wir bann zu viert roieber um bas Feuer. In unserer Wut hatten wir oergeffen, Lebensmittel mitzubringen, es war alles sinnlos gewesen, auch der Handschlitten, den wir milgebracht hatten, half nichts, er brach ein. Es hatte sich noch ein wenig Tee gefunden, den kochten wir m der leeren Butterdose, und unsere Kameraden kauten Holzstücke, um wenigstens so den Hunger etwas zu dämmen. Der Sturm fuhr noch immer über die Bäume hin, es war ein immerwahrendes Rieseln draußen, und bann, als es später wurde, begann ein jappendes Heulen rings um bie Hülle. Keiner von uns hatte jemals Wölfe heulen hören, aber wir spürten, daß es nur Wölfe waren, und saßen aufgerichtet da unb horchten und warteten und horchten. Manchmal nur stieß einer bie Salten tiefer ins Feuer, einmal stand einer auf unb Derbarrifabierte schweigend den Raum mit den Slicen, dann war alles wieder still. 2lls so der Morgen kam, waren wir stumpf von Hunger und Müdigkeit, taumelnb rissen wir uns hoch, einer fang, es waren sinnlose Worte, druckender wurde das Schweigen ber anberen durch dieses Singen, aber es kam dennoch wie von selbst, daß wir die Skier anschnallten, unseren Kameraden wieder auf den alten Schlitten luden und mit ihm weiter tat roärts zogen, Zentimeter auf Zentimeter nur, immer wieder versackend in den Schneewehen. Gegen Mittag waren wir auf einem Weg, den die Bauern getreten hatten, um weniges später schon kamen sie uns entgegen, unb bann war ein Pferbeschlitten ba, ein Mann, ber uns Schnaps gab, unb bie Schenke banach, Essen, ein 'Arzt und für jeben ein Bett! Heulten Wölfe braußen? Trieb ber Sturm roieber den Rauch herum? Rieselte der Schnee von den Bäumen? Sang einer wieder bas verfluchte Lieb, dessen Worte sinnlos waren? „Schlaft nur, Pani ... da ist nichts, ihr seid zu Hause ... schlaft nur, Pani!" Wir schliefen ... Zeitschriften. — „Kunstwar t". (Verlag Georg D W. Call- weh, München.) — DaS Märzheft ist zum weitaus größten Teil Goethe gewidmet. Die Wiedergabe einer ..Denkrede auf Goethe" von Paul 211- verdes macht den Beginn. Alverdcs will hier zu einer Begegnung mit der menschlich geselligen und geistigen Person Goethes führen und betont unser Recht, ja unsere Pflicht, den deutschen Menschen Goethe zu feiern, wie immer es auch heute mit der geistigen Beschaffenheit der Deutschen und des Abendlandes überhaupt stehe. Er stellt in einem weitgespannten Ucbcrblid über Goethes Aeisen als Mensch. Künstler und Denker klar, wie unvergänglich wertvoll die Kenntnis dieses gärerrden. ringenden, strebenden und siegenden LebenS ist. Ganz eigentlich deutsch nennt Alver- des Goethes geistiges Wesen in seiner Vereinigung von Grenzenlosigkeit und Mäßigung, von Ahnung und Weisheit, von Leidenschaft und Gesittung. „Gerade dieses Wesen deutsch zu nennen", schreibt Alverdes zum Schluß, „hat uns kein anderer als Goethe leibst durch sein vorgelebtes Leben das hohe Recht dazu hinterlassen." Aus- gewähltes aus GoetheS Prola, ein Bericht über Schriften von und über Goethe von Hans Böhm füllen einen weiteren beträchtlichen Teil der seines Themas würdigen Heftes, da« eine schöne Bereicherung durch drei Goetheblldnilse, darunter ein farbiges, und vier Zeichnungen Goethes erfährt. mer (Kloster Haina) wurde auf Vorschlag des Gauturn-Ausschusscs Ludwig Malkomesius vom Mtv. Gießen bestimmt. -Zum Gauturnen (Gauturnfest) 1932 und 1933 liegen Meldungen nicht vor. Dankbar wurde daher die opferwillige Bereitschaft der Gießener Turnerschaft begrüßt, in diesem Jahre ein einfaches Gauturnen vorzubereiten, und durchzuführen (voraussichtlich am 3. Juli). Es soll, dem Ernst der Zeit Rechnung tragend, kein Fest, sondern eine reine Arbeitsveranstaltung werden. Kleber das Gauturnen 1933, zu dessen Hebernahme sich die Bad - R a u h e i m e r Turnerschaft bedingt erklärte, soll der nächstjährige Gauturntag endgültig entscheiden. Das G a u - frauen-turnen 1932 findet in Marburg statt; die Wahl für 1933 fiel auf Heuchelheim. Das Gauschwimmen 1932 wird in Laubach veranstaltet; 1933 kommt es nach Grünberg. Das Gauvolksturnen 1932 erhält Gießen, für 1933 wurde noch keine Wahl des Ortes getätigt. Gau-Männerturnwart T e x t o r (Marburg) und Gaufrauenturnwart R. Paul (Gießen) gaben zum Schluß noch wichtige Mitteilungen technischer Art aus ihren Fachgebieten bekannt, während Gauschwimmwart Sauer (Gießen) bemerkenswerte Ausführungen zum freiwilligen Arbeits- dienst machte. Roch herzlichem Dank, den der Gauturntag durch Dr. Koch (Ridda) dem Gauvorstand und den Fachwarten für die selbstlose Arbeit aus- sprechen ließ, schloß Gauvertreter Pfeiffer den eindrucksvoll verlaufenen 100. Gouturntag. Begeistert sang die Versammlung das Deutschlandlied. Fußball, Leichtathletik und Handball in Gießen. Am Samstagnachmittag wurde vor leider nur wenigen Zuschauern zugunsten der Winternothilfe ein Handballspiel zwischen den Städtemannschaf- ten von Butzbach und Gießen ausgetragen. Das Spiel endete mit einem verdienten Sieg der Gießener. Das Ergebnis lautet 6:4 (Halbzeit 2:4). Am Sonntagnachmittag trat die Liga der Spielvereinigung 1900 zu einem weiteren Verbandsspiel gegen Frohnhausen an. Die 1900er sicherten sich in überlegener Weise die Punkte. Die Frohnhau- sener hatten nicht allzuviel zu bestellen und verloren mit 7:1 (3:0). Die Zweite spielte gegen Herrmannstein I unentschieden 1:1 (0:0). Die Dritte blieb gegen die Erste von Großen-Duseck mit 4:1 in Front. Die 4. Mannschaft wartete auf den Gegner aus Leihgestern vergeblich. Die Fünfte konnte gegen Großen-Duseck II. mit 5:1 (3:0) die Oberhand behalten. Etwas unharmonisch endete das Spiel der 1. Jugend gegen 1. Jugend des VfB. Die Grün-Weihen brachen beim Stande von 1:0 für 1900 das Spiel ab und verließen den Platz. Die 2. Jugend besiegte die 3. Jugend, die Vereinskameraden, mit 4:1 (1:1). Die Schüler wurden von den Schülern des VfR. Lich mit 1:3 (1:0) geschlagen. Die Liga des VfB. war beim Sportverein Wetzlar zu Gast und mußte sich nach einem flotten Spiel mit 3:2 geschlagen bekennen, nachdem der Kampf noch bis drei Minuten vor Schluß unentschieden 2:2 stand. Die 2. Jugend konnte sich mit 3:0 gegen die 1. Jugend von Älein-Linden behaupten. Die Schüler siegten in Wieseck sicher mit 5:0. Die Handballmannschaft des VfB. spielte gegen die Mannschaft des Tv. Lich unentschieden 2:2. Auf dem Waldsportplatz des BfB. herrschte gestern nachmittag Hochbetrieb. Das Spiel um die Süddeutsche Meisterschaft des Arbeiter- Turn- u. Sportbundes hatte nicht weniger denn nahezu 5000 Zuschauer angelockt. Im Feld standen sich die Mannschaften von Naunheim als Vertreter des 9. Kreises und die Mannschaft von VonGeld und Lebe. Vornan von Grete von Gaß? Copyright by Martin Fruchtwcmger, Hall« 30 Fortsetzung Nachdruck verboten. „Ja, wieso? Hast du nicht immer alles, was du brauchst?" Sie zuckte mit den Achseln. „Gewiß, cinschränken muß ich mich allerdings. Aber das schadet ja auch nichts." Er sah sie bewundernd an. Die war Wohl eine andere Frau als seine Rose. „Ditte, komm nun, Achim." Er nahm das Tablett, unb Eva folgte ihm mit der Torte. „Was ist denn bei den Schadows los?" fragte Hans-Achim, während Eva den Tisch deckte. Ein geheimnisvolles Lächeln zuckte um ihre Lippen. „Friedrich hat mir auf die Seele gebunden, nicht über die Sache zu sprechen, bis sie perfekt ist Mama Schadow hat heute eine sehr erfreuliche Rachricht aus Hollywood erhalten — mehr verrate ich nicht." Achim dachte: Die Rachricht betrifft natürlich Helene. Vielleicht hat ein reicher Amerikaner — irgendein Diamantenkönig oder so was Aehn- liches — sich in sie verliebt und will sie heiraten. Dieser Gedanke verdarb ihm seine Stimmung. Finster sah er vor sich hin. Hätte die Eva doch lieber den Mund gehalten! Sie setzte sich neben ihn auf das Sofa. „Rimm, bitte, von der Torte und laß dir den Kaffee gut schmecken. Und dann will ich dir doch mehr verraten! Also ich erzählte dir schon einmal, daß ein Schadow vor Jahrzehnten nach Amerika ausgewandert ist?" Achim nickte. „Run also, dieser gute Mann hat es zu Reichtum gebracht, hat Besitzungen in Kalifornien. Lene hat ihn einmal auf einer dieser Besitzungen besucht, ist aber nicht gerade freundlich von ihm ausgenommen worden. Sie ist mit dem Vorsatz von ihm geschieden, ihn niemals mehr aufzusuchen. Er hatte ihr nämlich gesagt, daß seine Verwandten niemals einen Pfennig von ihm erben würden, sondern seine Hinterlassenschaft restlos an den Staat fiele. Jetzt ist dieser gute Onkel gestorben, und wie Lenes Regisseur durch feinen Anwalt hat feststellen lassen, ohne ein Testament zu hinterlassen. Das ist ein Glück, denn nun kommen als gesetzliche Erben die Schadows in Betracht." „Ist ja großartig! Wieviel hat er denn hinterlassen?" „Das steht noch nicht fest. Man schätzt seinen Besitz auf acht Millionen Dollar." Kickers" Ludwigshafen, als Kreismeister des 10. Kreises im entscheidenden Spiel um die Meisterschaft gegenüber. Die Naunheimer siegten unter dem großen Jubel der großen Anhängerschaft in sympathischer Manier mit 6:3 Toren. Das Spiel war wah- rend der 1. Halbzeit etwas matt, gestaltete sich aber noch der Pause außerordentlich spannend. * Die Spielvcreinigung 1900 brachte am gestrigen Vormittag ihre Vereins-Waldlaufmei st er- sch asten zum Austrag. Auf der Strecke über 10 Kilometer wurde Gerhardt 1. Sieger. Auf der 5-Kilometer-Strecke fah man Wöhrenkämpe r auf dem 1. Platz. — Die Tischtennis- abteilung der Spielvereinigung konnte das gestern ausgetragene Turnier gegen „Rot- Weiß^ Friedberg mit 12:4 Punkten abermals siegreich für sich gestalten. Fußball in Heffen-Hannover. Im Mittelpunkt des Interesses stand am Sonntag in Hessen/Hannover das zweite Entscheidungsspiel um die Dezirksmeisterschaft. Die Fuldaer Borussen, die bereits das Vorspiel gegen 05 Göttingen zu ihren Gunsten entschieden hatten, siegten klar mit 4:1 (2:0) Toren. Damit ist ihnen endlich der große Wurf gelungen, die Dezirks- meisterschast von Hessen/Hannover zu erringen. Im übrigen gab es in der S ü d g r u p p e nur cih Spiel: wider Erwarten konnten die Marburger Kurhessen auf eigenem Platze gegen Germania Fulda nur 0:0 spielen. In der Rordgruppe schlug der Tabellenletzte überraschend die Hersfelder Hessen mit 3:2 (0:1), während Spielverein Kassel nach einem Hnentschieden von 2:2 (0:0) einen Punkt an Hermannia Kassel verlor. Einen knappen Sieg erfocht Rortheim gegen Einbeck mit 2:1 (0:0) Treffern. Westdeutschland verbietet Hallenhandball! Die verschiedentlich gegen das Hallen-Hand- ballspiel betriebene Opposition hat nun leider einen Erfolg gezeitigt. Der WSD. hat nämlich die Veranstaltung von Hallen-Handballturnieren verboten und außerdem seinen Mannschaften untersagt, an auswärtigen Turnieren teilzunehmen. Die immerhin nicht uninteressante Begründung für diesen Schritt ist allerdings der Verband schuldig geblieben. Wirtschaft. Ruud 11 Millionen Verlust bei Krupp. Die Friedr. Krupp AG. in Essen schließt ihr Geschäftsjahr 1930 '31 mit einem Betrichsüber- schuß von 20 382 176,28 Mk. gegen 31 843 787,85 Mark im Vorjahr. Hinzu kommen noch verschiedene Einnahmen (Zinsen, Ertrag aus Beteiligungen usw.) in Höhe von 7 245 179,94 (i. V. 5 138 465,10) Mk. Dagegen betragen die Steuern einschließlich Jndustriebelastung 13 540 366,97 (16 466 438,71) Mk., die Ausgaben für Angestellten- und Arbeiterversicherung 11 132 734,69 (12 612 960,50) Mk., die freiwilligen Wohlfahrts- ausgaben — nach Entnahme eines Betrages von 2 Mill. Mk. aus der Rücklage zur Llnterstühung von Pensionären — 4 001 102,14 (5 695 510,80) Mark, Zinsen, Bergschäden, Patentabgaben, Lizenzgebühren, Abschreibungen auf Wertpapiere u. dgl. 9 837 340,74 (6 657 999,06) Mk. Insgesamt erreichen die Ausgaben 38 511 544,54 Mk. (41 432 909,07) Mk. Er ergibt sich also ein Verlust von 10884 1 88,32 (4450656,1 2) Mk. Durch den Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 2 531 544,25 Mk. erhöht sich der Gesamtverlust auf 13 415 732,57 Mk. Zur teilweisen Deckung des Verlustes wird die Verwendung der Rücklage für Werkserhaltung mit 9 Mill. Qltt. beantragt. Der Restbetrag in Höhe von 4 415 732,57 Mk. soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Rückläufige Kurse in Frankfurt. Frankfurt a.M., 7.März. (WTD. Drahtmeldung.) Zu Beginn der neuen Woche setzte sich die rückläufige Kursbewegung, die bereits am Samstag zu bemerken war. weiter fort. Als Hauptgrund hierfür ist die Hnsicherheit über den Ausgang der Reichs^räsidenlenwahl und die Rervosität, die sich an dem Markt zeigt, je mehr der entscheidende Tag näherrückt, anzusehen. Die Spekulation verhielt sich recht reserviert, während beim Publikum eher Abgabeneigung besteht. Die Präsidentschaftsfrage ist für die Stimmung an der Börse von so ausschlaggebender Bedeutung, daß demgegenüber die Meldungen aus dem Auslande in den Hintergrund traten. Weder die feste Reuhorker Samstagsbörse, noch die Kurssteigerungen an den verschiedenen europäischen Börsenplätzen sind geeignet, Anregungen zu bieten. In Anbetracht der Verhältnisse ist die Geschäftstätigkeitziemlich begrenzt, und das herauskommende Material fand auf ermäßigter Kursbasis Aufnahme. Gegenüber dem Samstagschluhknrs traten Verluste von 1 bis 2 Prozent ein. Das größte Interesse fanden IG.-Farben, Scheideanstalt, Elektropapiere und Reichsbankanteile, bei denen sich allerdings Kursrückgänge von 1 bis 2,5 Prozent einstellten, Montan-, Bank- und Schiffahrtsaktien hatten Kursverluste von 0,5 bis 1,5 Prozent zu verzeichnen. Etwas stärkeren Rückgang erlitten Aku, Bemberg und Salzdetfurth mit 2,5 bis 3 Prozent. Am Rentenmarkt kam ebenfalls Ware heraus, und es ergaben sich auf fast allen Marktgebieten Rückgänge von 0,5 bis 1 Prozent. Altbesitz minus 0,4 Prozent. Auslandrenten lagen durchweg 0,25 bis 0,5 Prozent niedriger, besonders Oesterreicher und Hngarische Goldrenten. Im Verlaufe bröckelten die Kurse weiter leicht ab. Eine Ausnahme bildete der Montanmarkt, auf dem sich gegen die Anfangskurse 1- bis 2prozentige Erholungen einstellten. Stark gefragt waren Gelsenkirchen, die etwa 4 Prozent anziehen konnten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Prozent weiter erleichtert. Keine Belebung in Berlin. Berlin, 7. März. (WTD. Funkspruch.) Die erste Börse der neuen Woche eröffnete bekanntlich eine halbe Stunde früher als bisher. Die Geschäftstätigkeit hat aber auch durch diese Maßnahme keine Belebung erfahren. Verschiedentlich kam aus Publikumskreisen etwas Ware heraus, daneben wollte man an verschiedenen Märkten auch von Exekutionen wissen, die teilweise für die insolvent gewordene Handelsbank, teilweise für Firmen im Reiche zur Ausführung gelangt sein sollen. Der feste Wochen- schlutz in Reuyork vermochte die Spekulation nicht anzuregen, da die Meldungen aus der deutschen Wirtschaft wenig günstig lauteten. Die Schwierigkeiten einer Verlängerung des internationalen Röhrenkartells, die Vertagung der Verhandlungen zur Verlängerung des Stahlkartells und der neue Absahrückgang beim Ruhrsyndikat mahnten zur Zurückhaltung. Auch die Verzögerung der deutschen Diskontsenkung wurde weiterhin besprochen. Verhältnismäßig viel Ware kam am Farbenmarkt heraus, so daß dieses Papier gegen den Samstag 2 Prozent niedriger gehandelt wurde. Die befriedigenden Stickstoffziffern in den Monaten Januar und Februar, die mit den von der Reichsregierung besprochenen Maßnahmen im Zusammenhang stehen, konnten sich tendenzmäßig „Alle Wetter! Da kann man dir ja gratulieren, Eva." Er sah ihr ins Gesicht. „Bist du glücklich?" Sie zuckte mit den Schultern. „Glücklich? Glücklicher als ich bin, kann ich nicht werden — jedenfalls nicht durch Geld." Er nahm ihre Hand und küßte sie. So ergriff ihn das, was sie sagte. „Run wollen wir aber nicht mehr von den Millionen sprechen, die für uns vorläufig noch nicht greifbar sind. Erzähle, wie es dir geht!" „Ditte, Eva, erlaß mir das." Sie seufzte leise. „Ach ©ott, daß Glücksfälle doch in der Regel zu spät kommen." Er verstand, was sie damit sagen wollte. „Warst du mal wieder bei Mama?" fragte er ablenkend. „Ja. Ach, es ist auch ein Kreuz mit Mama, sie leidet so schrecklich unter ihrer Einsamkeit. Mir wäre es schon recht gewesen, sie hätte deinen Schwiegervater nicht fortgeschickt, hätte seinen Antrag angenommen." Hans-Achim sah sie verständnislos an. „Was ist das — ich bin ganz ahnungslos." „Münchmeher hat doch um Mama angehalten." Er schüttelte den Kopf. „Ra — und?" „Ich sagte schon: sie hat ihn fortgeschickt." „Hm — tja! Weißt du, ich glaube, es war schon recht so. Ich habe nie bemerkt, daß Mama etwas für Münchmeher übrig hatte." „Doch, er war ihr immer sehr sympathisch. Und er war Mama ja auch ein guter Freund. Und ein wenig ungerecht ist sie mit ihm verfahren. So hat sie ihm zum Vorwurf gemacht, daß er schuld an all ihrem Unglück fei.“ Hans-Achim begriff nicht. Eva erzählte ihm von den Vorgängen des Vormittags, an dem Münchmeher bei der Mutter gewesen. Von der läppischen Karte, deren Inhalt die Mutter so aufgebracht. Run war es aber Zeit, daß er sich verabschiedete. Er fuhr mit der Straßenbahn in die Charlottenstraße. Es war vier Uhr, als er vor der Dank anlangte. Er fand die Türen verschlossen, die Rolläden herabgelassen. Was bedeutete das? Er ging zum hinteren Eingang. Die Tür mit den von Traillen geschützten Glasfenstern war verschlossen. Mer es schimmerte Licht durch die Fenster. Mso es war jemand im Lokal. Hans- Achim klopfte an. Und während er darauf wartete, daß geöffnet wurde, pochte sein Herz dumpf und schmerzhaft gegen seine Rippen. Er hatte dabei das ganz deutliche Gefühl, daß etwas Unheilvolles geschehen war. Rachdem Hans-Achim etwa fünf Minuten, die ihm wie eine Ewigkeit erschienen, vor der verschlossenen Tür gestanden, siel ihm ein, daß er zu dieser Tür einen Reserveschlüssel besaß, der sich zu Hause in seinem Schreibtisch befand. Kurz entschlossen, nahm er ein Auto, das zehn Minuten später vor der Villa in der Hihigstraße hielt. Die Gartenpforte war verschlossen. Voll Ungeduld hielt er den Finger auf den Klingelknopf, bis die Pforte aufsprang. Dann stürzte er ins Haus. Im Treppenhause stand neben einem großen Koffer Jacky mit dummem Gesicht. An diesem hastete er vorüber. Während er die Treppe zu seiner Wohnung hinaufstieg, zuckte der Gedanke durch ihn hin: Costa zieht aus. Er betrat sein Arbeitszimmer, nahm den Schlüssel aus der Schublade seines Schreibtisches und stürzte in der gleichen Hast davon, wie er gekommen. "Beklommenheit beengte seine Brust, als er wieder das Haus in der Charlottenstraße betrat. Seine Hand zitterte beim Aufschließen der Tür. Heber dem hell erleuchteten Korridor lag eine merkwürdige Stille. Gr trat unwillkürlich leise auf. Vor dem Arbeitszimmer seines Schwiegervaters blieb er sekundenlang stehen, bis er sich entschloß, hineinzusehen. Im Türrahmen stehend, ging ein befreiendes Aufatmen durch ihn hin. Vor dem Schreibtisch sah Münchmeher. Achim fühlte, daß er um dessen Leben gebangt. Ein wenig beschämt sagte er: „Verzeih, Papa, daß ich hier so eindringe — ich war vor etwa einer Viertelstunde hier — hab' vor der verschlossenen Tür gestanden." Mü"chmeyer wandte ihm langsam sein Gesicht zu. „So?" sagte er nur. Und dann beschäftigte er sich wieder mit den Papieren, die vor ihm ausgebreitet lagen. Ohne aufzusehen, forderte er Achim auf: „Rimm doch Platz!" Achim lieh sich in dem Ledersessel nieder, der neben dem Schreibtisch stand. Er zündete sich eine Zigarette an. Danach teilte er Münchmeher die Ergebnisse seiner heutigen Unternehmungen mit. Mit unbewegtem Gesicht horte dieser zu. Endlich schob er seine Papiere zusammen, wandte sich Hans-Achim zu und sagte: „Tja, mein Lieber, was du erzielt hast, ist großartig. Aber dieser Erfolg kommt leider zu spät." Hans-Achim sah ihn fragend an. Dabei fiel ihm auf daß in Münchmeyers sonst so munter blickenden Augen ein Ausdruck von tiefer Müdigkeit war. Und auf einmal war ihm klar: Der da vor ihm sah, war am Ende seiner Kraft. Und zugleich empfand er, daß es hier etwas für ihn zu tun gab: Aufzurichten und zu helfen. „Was gibt es denn? Wieso kommt der Erfolg zu spät?" nicht auswirken. Ausgehend von der Schwäche der Farbenaktien ergaben sich auch auf den übr.gen Marktgebieten Verluste, allerdings nur in kleinerem Ausmaß. 3m einzelnen waren Bankaktien voll behauptet, nur Reichsbankanteile gaben geringfügig nach. Montanpapiere zur Schwäche neigend, Kaliaktien schwächer, Clcktropapiere durchschnittlich zirka 1 Prozent gedrückt. Durch größere Abschläge fielen Rhein. Braunkohlen und Westeregeln, die 2 bis 2,50 Prozent verloren, auf, während Mitteldeutsche Stahlwerte und - Akkumulatoren im gleichen Ausmaße anziehen konnten. Im Verlaufe bröckelten die Kurse zunächst geringfügig ab, später wurde die Tendenz bei ruhigem Geschäft wieder stetiger, teilweise konnten sich kleine Erholungen durchsetzen. frankfurter SchlaÄLviehmarkt. Frankfurt a. M., 7.März. Auftrieb: 1416 Rinder, darunter 297 Ochsen, 140 Dullen, 507 Kühe, 466 Färsen; Kälber 532; Schafe 66, Schweine 4707 Stück, darunter 80 Litauer. Es notierten pro 100 Pfund Lebendgewicht: Rinder. Ochsen: vollfleischige, auszemästete, höchsten Schlachiwe'.'s, jüngere 29 bis 32, ältere 24 bis 23, sonstige vollfleischige jüngere 20 bis 23; Dullen: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 26 bis 30, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 20 bis 25; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 24 bis 26, sonstige vollsletschi-tze oder aus- gemäftete 20 bis 23, fleischige 15 bis 19; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, ausgemä- ftete, höchsten Schlachtwerts 30 bis 33, vollfleischige 25 bis 29, fleischige 20-bis 24. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 37 bis 40, mittlere Mast- und Saugkälber 32 bis 36, geringe Kälber 28 bis 31. Schweine. Dollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 40 bis 43, von etwa 200 bis 240 Pfund 40 bis 44, von etwa 160 bis 200 Pfund 39 bis 42, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 36 bis 40, Sauen 30 bis 36 Mark. Marktverkauf: Rinder ruhig, geringer Ueberstand; Kälber und Schafe mittelmäßig, geräumt; Schweine schleppend, geringer Ueberstand. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 7. März. Die Produkten- börfa eröffnete die neue Woche zwar in stiller, aber doch in befestigter Tendenz. Die Geschäftstätigkeit hielt sich in sehr engen Grenzen, da auch hier die bevorstehende Reichs- Präsidentenwahl bei der Händlerschaft Zurückhaltung hervorrief. Das Angebot von deutschem Auslandbrotgetreide war weiterhin äußerst knapp, während Russenroggen stark offeriert wurde. Trotzdem konnte Roggen» um 2,50 Mk. im Preise anziehen. Am Mehlmarkt war das Geschäft sehr klein, für Roggenmehl gingen die Preise 0,25 Mk. zurück, Weizenmehl blieb unverändert. Am Futtermittelmarkt ist die Tendenz wesentlich ruhiger geworden, und selbst für ölhaltige Futterartikel war das Interesse nur gering. Recht fest lagen dagegen Futtergetreide, wie Gerste und Hafer; gute Ware, die zu Saatzwecken Verwendung finden kann, war stärker gefragt und bis zu 2,50 bis 5 Mk. fester. Es wurden notiert. Weizen 256, Roggen 225 bis 227,80, Sommergerste für Brauzwecke 190 bis 200, Hafer, inländischer 157,50 bis 165 Mark pro 1000 Kilo; Weizenmehl, südd., Spez. 0 mit Austauschweizen 38,25 bis 39,45, baSfctbe, Son- dermahlung 36,50 bis 37.70; Weizenmehl, Niederrhein., mit Austauschweizen 38,25 bis 39,20, dasselbe, Sondermahlung 36,50 bis 37,45; Roggenmehl (70 Proz.) 30 bis 30,50; Weizenkleie 9,40 bis 9,50; Roggenkleie 10,25; Erbsen, je nach Qualität, für Speisezwecke 24 bis 35; Linsen, je nach Qualität, für Speifezwecke 24 bis 52 Mark pro 100 Kilo; Heu, südd., gut, gesund, trocken 5 bis 5,25; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht, 4 bis 4,25; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt. 4 bis 4,25, Treber, getrocknet, 12,25 bis 12,50; Jndustriekartoffeln, hiesiger Gegend (Waggon- bezug) 2,90 Mark pro 50 Kilo. Tendenz: stetig. „Der Zusammenbruch, den ich abzuwendrn hoffte, ist da. Wir haben nicht auszahlen können. Die Kassierer hatten Mühe, dem Ansturm auf unsere Kassen standzuhalten, die; Menschen, die ihr Geld verlangten, auf morgen zu vertrösten. Einige ließen sich vertrösten, andere drohten mit Anzeige. Sie werden ihre Drohung wahrmachen, dc.von bin ich fest überzeugt. Run warte ich darauf, daß man mich verhaften wird. Vielleicht wäre es anständiger, ich schieße mich tot. Ich habe auch schon daran gedacht, aber bin nach rt fließet: Heberlegung zu der Heberzeugung gekommen, daß ich damit niemand nütze." „Ganz gewiß nicht", erwiderte Hans-Achim und erhob sich. „Ich begreife nicht, Papa — da waren doch die zweihundcrttaufend Mark. Ich sprach um zehn Hhr mit dem Kassierer; das Geld war eben eingezahlt worden." „Ganz recht. Hm zehn Hhr wurde das Geld eingezahlt, um halb elf war es bereits in Roses Händen." Achim blieb stehen, sah seinen Schwiegervater an. „Ja, warum denn das?" Münchmeher zuckte mit den Achseln. „Sehr einfach, sie hat die ganze Summe gegen Scheck abgehoben. Hat sie sozusagen unter Anwendung eines frechen Schwindels vom Kassierer erpreßt." Achim schüttelte den Kopf. „Wann erfuhrst du das?" „Zwischen zwölf und ein Hhr." „Hnd da bist du nicht sofort nach Haufe gefahren, um Rose das Geld abzunehmen?" „Das hatte ich vor. Mer es war eine so große Menschenansammlung vor unserem Hause, daß ich nicht wagen konnte, das Lokal zu verlassen. Ich telephonierte zu Hause an. Sprach die Braun, die mir sagte, daß Rose fort sei — Rose und der Maler." „Ra, das ist ja gut, daß der fort ist, so hab' ich nicht nötig, ihn hinauszuwerfen. Ich habe nämlich, bevor ich heute früh fortging, gesagt, daß ich ihn nicht mehr vorzufinden wünsche." „Aha! Das war recht. Seiner Schwester Maria, dieser zudringlichen Person, habe ich auch heute vormittag telephonisch mitgeteilt, daß sie mein Haus nicht mehr betreten möchte. Ra ja, das wäre nun ins Reine gebracht. — Run weiter: Rose hat einen Brief für mich hinterlassen. Dieses Schreiben ließ ich mir sofort herbringen. Es enthielt die Mitteilung, daß sie unser Haus verlassen habe, und zwar für immer. Daß sie ihren Rechtsanwalt damit betraut habe, ihre Interessen wahrzunehmen. Er würde also auch für die Sicherstellung ihres Vermögens sorgen. Die zweihunderttausend Mark, die sie heute abgehoben, gingen natürlich zu ihren Lasten. Tja — na, wozu wiederhole ich diesen Hnfinn?" (Fortsetzung folgt.) c - - - XH B JKe = «• E« E •€ E Sfä 1* c ’B = E E =$■£ .5 «5 2 - $ sa E = £ s 9 (9 E -e ,Eö LS, f H ft = B = <- e«-. Ä 3 AG Oft ftl _ E Cp' E* e *11 B 9 2 B 2^ B B « = e -C 5J? ZZLLR^ c S 10 o e "’s. £ 's •xj ?JoF :Q ! O ct H = c =qA 9 ö c E a.: E LZ S -ID ILE 2 B g 2 5 LS, E " E E A 5 E S E H B K Ko ©" 2« E? -5 E . a€a.E LdI = 8=5 = AAA '"35® E E 2 2 ±*e 4- -4 2 ? 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Arn Fut- lj wesentlich ruhiger Xiltige Futterartikel 'S- Hecht sest lagen Gerste und Haler; en Verwendung lin- t und biS zu 2.50 bti m 256, Loggen 225- Drauzwecke 190 bil •7,50 biS 165 Mark lüdd., Spez.O mit 145, dasselbe, Son- Weizenmehl, niederes bis 39,20, das- •iS 31,45; LMnv- ); De^rMir «,4C nbim. \t nach Qua- > 35; 2m,en, je nach 14 biS 52 Mark pro gesund, troden 5 biS troh, drahtgepreht, 4 Ä Ä; Gegend lMaggon- Wo. 'Senbenj: stetig. Sa*? «ef^8Ai j25^1ji E 11 -O E=1 s 䣱-c®J8£ =-L" = 3 .«(922 ip§Ss2.! ^.g-EftlD = - g - 6i=|s OH L> ä !§A3 2ft. m P’P-e-e L «r j*F Ässen-N wknl ju ftW l -1 fltll“ ... KK W-VjII» ««?$. SÄÄ .»;=&-®a 1 solgd) Bc?Ä = 2 - e « «> "to = VÄ a = 22- 5 tf» E E • E - 3 - 3 • - I°S"LZ rn<9 tsB ■— x '—L e LL2r-A(9 reEs9S2 =^22 = 3(9 c B<9 —Ä-exj-2 ä e> ± •- 3 Pllt|1i 2 9,(9."E c^s = i-e L§2 he 210 fc t 2 ES2 to'3 §:±t Kc?A*fi- L EtoE- A- .L £Ve-?E M 5 u E q — 3;®= 9 5 Z L-B B^ -- *«®S*S3 •=■ L.-C^ - — - 2 o- e 19 ~ L — O L-. Z> ES o 3 S4 ~ l— E ZIsk? ES»S2. 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L>L 3 3 Die Bekan 31t. 126 vom t 1925 - „Dai über die Der cinigungsämte ZuZiff a) ür i b) für c) für ZuZiff gen zwischen Gemeinden oi hordlichen Re 20 v.ch. der Im übrigi Liefe Ben Damstadi a5© E: Ä2 & a = _ f1 _ C ,AO: «»5 a S.-: 3 2Ö" SV B = 3- - 8 rs in Ö' H”’ 3 £5 8 « _ © <5 § 3 e 3 ü8^^5 — o3 s 8 2^ = 3 ' 3 o mc=2. ^3rs§ Ts :8 3 53« B «> ° öS.3 ö ZssI A LS — c ©cm sa £' Ker «->'3 « B; 8 a ° 5, m 1 « )3« O £g — r>2.§ ^3 6)^2 3 r—3 ~^3 ° Ö8- -S 2-Z o «"«'s Kd 2 2. «6) 2 £ >S* g •- 3 • ■ 3 D !AZ 3 -c F - El _ s : «' 5 3 o o = 5 S-öE c ö? 2.q 7 Z5^ 5. er öd tj) — O _ GT § ®8“ 2^.|.o ro3"' ilif IO'8S 3 er 2.8 2cm' «2^2. ©a^; a.5 ae-tA Kö§7. -< O H —— ':3 8 2^2 5^ l —» Q C r-. m v*-r* £3’2 = -2. —'S -ob. X- • a. 2 i § a er oß=M522° ' er — 3 ^28553 «• ^*2. st- 3 er 6> S' ?'5a • © er 8 =. - - w 5 K-8*a5 2.2'« cyco ß «• = ^^7T-äy 8- " - 3 H--.- 3^8-' 2 - 3 0 3 D 3 2-0 mH 0*0» - 55 = r- — - » -a ö «rrga 2. w or °ÖD-§S ^8 a ro — in 8 = ^5 3 2.®-— 3 c ro -*- D. 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