mQn $!id» raturen fln Straßen, zusam. li natürlich nahen ®c- Itcine untev 1 iu Tergei, N.N. Aktion btm immet v°ch 1 We mit ^olg ’H man wie. n. der Aus. Nt lchtech. btlM hier ^rbelndene^ *wnn J K 1 “erben. lv für bi» mburg. Hchr mer aus den ; auigtioirtt. tkn 3utüd< Sch'H weit Wen. Sa inö beriou't, iiung gab cs schlachte: oui h Einführung Einfuhrsteuer gewahr, dah sch war da. : mit i Frankfurter t» und Kuh« (en Einkäufer sfischen Aus« ihaupiet. e Abendbörse iiran Schluß« -tct Infolge te sich ftarfc nur L- bti öhade szulcht as verstimmt, alterten AuZ- z Dementi k» llögensabgabr altmg. l^cht rpmer Berg« ,en die Kurse [in gesprochen an den lehten : sanden aber Geschäft fast t war es bei c still. ch die Kurfs ne daß 'nen« oder beson« 3m Durch' 0,25 bis 0,50 ^rnachlässigt« zi,50, Schutz' 75, Gelsen« Aschersleben ch Bergbau n 28,50 b's @umntt Ho, , 96,13, ®d- erslverke 40, M <0 75 19 94 34 76 36 58 99 1 5 5 5,92" 67,Z 12,485 I o-M- itroba__ General-Anzeiger für Oberhessen vrittk und Verlag: vrühl'sche Univerfiläts-Vllch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße r. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. 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Seit langem geht, im Abendland nicht nur, sondern vor allem auch auf der anderen Seite des Ozeans, in den Bereinigten Staaten von Amerika, der Warnruf vor der »gelben Eefahr" um. Kindlich wäre es, sich die drohende Auswirkung dieser gelben Gefahr nun vorzustellen als einen dschingiskanhaften Ansturm wilder Horden, die mit dem Elan ihrer uns fremden Rasse und der Ballung ihrer unbezifferbaren Masse demnächst die Landbereiche und die Kulturbelange der Weihen über den Haufen reiten und in Grund und Boden stampfen wurden. Die gelbe Gefahr, so, wie sie heute bereits akut ist, zeigt ein anderes Gesicht, bildlich zu sprechen, das freundliche Lächeln eines sanften, schlitzäugigen japanischen Händlers — und er» fordert andere Schutzmaßnahmen als gerüstete Heere, Kanonen, Tanks und Maschinengewehre. Ihr zu begegnen, ist man seit einiger Zeit schon daran gegangen, an den einzelnen Grenzen — vor allem um die Bereinigten Staaten als um das zur Zeit am meisten gefährdete Land — Mauern zu errichten, die, aus einem wohldurchdachten System von Zöllen bestehend, diesem freundlichen kleinen, eroberungslüsternen Händler aus Rippon den Eintritt verwehren sollen. Kurz gesagt: die Gefahr, die droht, ist eine Wirtschaftsgefahr — ist der Expansions- drang der japanischen Industrie und des japanischen Handels. Japan ist seit einiger Zeit die Konkurrenz auf dem Weltmarkt gegen alle anderen Länder und Industrien — aus welchem Gebiete immer man will — mit einer wahren Sturzflut ■an Waren von derartiger, kaum vorstellbarer Billigkeit aufgenommcn, dah die rigorosesten Abwehrmahnahmen der »weihen" Länder als mehr oder weniger gerechtfertigte Selbstverteidigung angesprochen werden müssen. Die japanische Industrie hat sich fast ganz auf -billige und billigste Massenartikel eingestellt. Sie kann bas, weil in Japan die Löhne und Gebälter außerordentlich niedrig sind. Diose niedrigen Lohnst:? haben dreierlei im Gefolge: erstens -kann man billig produzieren, zweitens muß man für den Inland-ab j atz bJlig produzieren, weil teure Waren von der Masse der gering Entlohnten einfach nicht gekauft werden können, und drittens produziert man natürlich nicht nur billige, sondern auch nicht .sehr haltbare Waren, die man dadurch aber mehrmals im Jahre als ausgesprochene Bedarfsartikel absetzen kann ... Ergebnis: schnellerer Umsatz des Kapitals. -Liorn japanischen Umsatz selbst zu -sprechen: eine Entlohnung von vierzig Jen (1 Jen = 100 Sen - 2 RM.) ist schon ein sehr anständiges Gehalt. Mit einem Einkommen von ungefähr achtzig deutschen Mark kann man in Japan nicht nur leben, sondern gut und mit einer gewissen Eleganz der Daseinsführung leben. Ein japanisches Papier- oder auch Holzhaus, in dem oft bis zehn Personen wohnen, kostet an monallicher Miete zwischen acht und fünfzehn Jen — also zwischen 16 und 30 Mark; diese zehn Pevsonen zu sättigen, bedarf es keines großen Einkommens: für sechzig Pfennig Fisch genügt zu einer reichlichen Mahlzeit, Reis und Tee sind derart billig, daß ihre Anschaffung auch für das niedrigste Haushaltsbudget kaum bemerkenswert ins Gewicht fällt. Die Kleidung? — Ein deutscher „Stangen- Anzug" von minderer Qualität, aber immerhin noch tragbar, ist kaum unter dreißig bis fünfzig Mark zu haben; in Japan kauft man dafür — ebenfalls -um Gebrauch bei der Arbeit, im Haus und auf der Straße, und von einer Lebensdauer, die der eines europäischen billigen Anzugs nicht viel nad)gibt — einen Kimono, den man bereits für sage und schreibe zwei Jen, also für vier Mark, erhält! Einen Hut für den Preis von einem Jen — von zwei Mark — für den man in Deutschland wenigstens fünf Mark Zahlen müßte, kann man jahrelang tragen! Schuhe? Wir zahlen dafür wenigstens elf bis zwölf Mark — der Japaner kauft für 1,50 Mark feine „Tabi“, Schuhe aus Filz und Gummi, trägt sie vier bis fünf Monate und kann sie dann, da er sie „fast geschenkt" erhielt, getrost wegwerfen. Wäsche? Ein Unterhemd von vierzig Pfennig an erhältlich. Ein Oberhemd: ab einer Mark bekommt man etwas absolut Passables. Strümpfe: dreißig Pfennig pro Paar. Eine Sommerhose aus Leinwand: eine Mark. Wenn der Japaner zwei Mark anlegt, so ist er imstande, sein Kind für die warmen Monate vollkommen und nicht einmal schlecht auszuftaffieren, denn ein Kinderhemd ober auch einen Jumper erhält er bereits für dreißig Pfennig, ein Paar Höschen für fünfzig Pfennig, Sandalen aus Stroh oder holz für zwanzig Pfennig, eine kleine Kappe für den gleichen Betrag; der Rest kann für Strümpfe ober gar für einen Schlipps angelegt werden, von denen man ein ganzes Dutzend für eine Mark kaufen kann. Welches andere Land der Welt kann mit solchen Preisen konkurrieren? Schauen wir uns danach einmal in der Eisen- un b Stahlindustrie Japans um. Für vierzig Rdark scholl erhält man ein funkelnagelneues Fahrrad mit allen Schikanen — was tut es da, wenn man hinterher erfährt, daß solch ein Vehikel hergestellt wurde aus den noch oerwendungsfähigen Resten von alten Schiffen ober von altersschwachen Autos amerikanischen Ursprungs? Scheren wirst Japans Industrie für zwanzig Pfennig auf den Markt, Taschenmesser von zwölf Pfennig an, Hammer und Zange zusammen für dreißig Pfennig, Rasierklingen — mit der gefälschten Aufschrift „Solingen", obschon sie in Osaka fabriziert werden — für vierzig Pfennig pro Stück und für kaum mehr als einen Pfennigs im Engros-Vertauf, Löffel für jechszehn Pfennig das Dutzend (1), ganze Schachteln Ein unmöglicher Veriagungsvorschlag in Gens. Oie Abrüstungskonferenz soll nach einem amerikanisch-französischenplan ihre Arbeiten vorläufig einstetten.-Keine Abrüstung aber die deutsche Gleichberechtigung auf 3 Jahre hinausgeschoben. (Benf, 5. De;. (ERB.) Den Hauptgegenstand der Abrüstungsbesprechungen des heutigen Tages bildete die nur in ganz allgemeinen Linien feststehende amerikanische Anregung über ben ein si- weiligen Abschluß der Konferenzarbeiten. Dieser Abschluß soll in der Weise erfolgen, daß ein vorläufiger Vertrag über das bisher Erreichte ausgearbeitet und für alles übrige eine ständige Kommission eingesetzt werden soll. Der (Deneral- berichterstattec der Konferenz, Dr. V e n e f ch, foll diese Anregung zu einer greifbaren Formel ausgearbeitet haben. Hiernach soll die vor allem von Frankreich gewünschte Sicherheit durch eine internationale Kontrolle bewirkt werden, und es soll in dem vorläufigen Vertrag ferner die Abschaffung des Luftbombardements und des chemischen Krieges bestimmt werden. Im übrigen soll die vorgesehene Kommission innerhalb dreier Jahre weitere Vorschläge ausarbeiten, und im Jahre 1935 soll eine neue Konferenz zusammentreten, die sich vor allem mit der Gleichberechtigungsfrage zu befassen habe, so dah Gleichberechtigung und Sicher- heit dann in einem neuen Vertrag geregelt würden. Rach einer offiziösen englischen Darstellung ist zwischen den vier Großmächten über ben amerikanisch-französischen Plan in den großen Linien b e - teils eine Einigung zustandegekom- men. von französischer Seite wird eine ähnliche Auffassung verbreitet. Demgegenüber besteht jedoch in unterrichteten Kreisen der Eindruck, daß eine einheitliche Front der vier Mächte in allen Punkten jedenfalls nicht besteht. Es liegen Mitteilungen vor, daß die englische Regierung zwar in großen Linien dem Plan zugesllmml, jedoch ihren Beitritt davon abhängig gemacht habe, daß eine wesentliche Herabsetzung der Rüstungen in der Vereinbarung seslgelegl wird, von französischer Seite ist ferner verlangt worden, dah die Vereinbarung in verschiedenen Punkten den französischen Sicherheilswünschen noch weitgehend ange- pahl wird. Eine eindeutige Stellungnahme der italienischen Regierung steht nach wie vor aus. Den deutschen Vertretern wird in der kommenden Füns- mächlebesprechung zum ersten Mal offiziell von dem amerikanisch-französischen Plan Mitteilung gemacht werden. • Der amerikanische Vorschlag beruht auf dem Wunsch der amerikanischen Regierung, sich jetzt von derAb üstungskonferenzzurückzuziehen. Die deutsche Regierung foh durch dieses Abkommen gezwungen werden, durch Annahme oder Ablehnung die Derantwortung für das weitere Schicksal der Ab- r ü st u n g s k o n f e r e n z auf sich zu nehmen, während nach der bisherigen Lage die andern Großmächte durch die deutsche Eleichberrchiigungs- forderung zu einer eindeutigen Stellungnahme gezwungen waren. Das taktische Ziel auf der Gegenseite geht jetzt daher eindeutig in der Richtung, einer Stellungnahme zu der deutschen Gleichberechtigungsforderung aus dem Wege zu gehen und die deutsche Regierung jetzt zu einer Erklärung über einen Plan zu zwingen, der für Deutschland von vorherein unannehmbar ist. Ter amerikanische Plan würde in seiner Folge bedeuten, dgst die übrigen Mächte keinerlei Abrüstungsmahnahmen unterworfen werden, während für Deutschland die Entwaff- nungsbestimmungen des Bersailler Dertrages wenrgstens für drei Iahre Weiterbe st ehen bleiben. In Genf herrschte am Montagabend eine pessimistische Stimmung. Sogar aus der näheren Umgebung Macdonalds verlautet, dah die Möglichkeiten einer Einigung bis zum Dienstagabend u n - günstig beurteilt werden müssen. Auf deutscher Seite wird selbstverständlich der amerikanischfranzösische Plan als vollständig untragbar beurteilt, da er sogar einen wesentlichen Rückschritt gegenüber der Lage bei dem Austritt Deutschlands aus der Abrüstungskonferenz Ende Iuli bedeuten und die Entscheidung über die deutsche Gleichberechtigungsforderung a u f- d r e i Iahre hinaus ge sch oben würde. Lieber einen derartigen Vorschlag sind nach Deutschlands Auffassung selbstverständlich Verhandlungen vollständig ausgeschlossen. Sollte Deutschland öbenascht werden? Neurath in Genf. Eine erste Besprechung mit Macdonald. Genf, 5. Dez. (TU.) Reichsaußenminister von Neurath ist am Montagnachmittag in Begleitung des Leiters der Ostabteilung, Ministerialdirektor Meyer, Geheimrats Katzenberger von der Presseabteilung und dem Referenten für die Abrüstungsfragen im Auswärtigen Amt, Geheimrat F r o w e i n hier eingetroffen. Freiherr von Neurath begab sich um 18 Uhr zu dem englischen Pre- miermin.ster Macdonald, der 'ben Wunsch geäußert hatte, ben deutschen Außenminister nach seiner Ankunft in Gens zu sprechen. Die Besprechung dauerte etwa ■eine Stunde. Es verlautet, daß die Besprechung einen allgemeinen Charakter hatte und daß einzelne Fragen nicht behandelt worden wären. Zusammentreffen mit Herriot bei Macdonald. Herriot fährt heute abend nach Paris zurück. Genf, 6. Dez. (WTB.) Reichsauhenminifter Freiherr v. Reurath leistete gestern abend zusammen mit Herriot, A l o i s i und R o r - man Davis sowie den zweiten Delegierten der an der Besprechung teilnehmenden Mächte einer Einladung Macdonalds zu einem gemeinsamen Abendessen Folge. Rach einer Reutermeldung ist bei dem Essen nichts Entscheidendes geschehen. Macdonald habe den Reichsaußenminister über die Lage unterrichtet und Wert darauf gelegt, ihm deutlich zu machen, dah keine Rede von einer Einheitsfront gegen Deutschland sein könne. Rachdem sich die übrigen Gäste verabschiedet hätten, sei Rorman Davis noch eine halbe Stunde mit Macdonald zusammengeblieben. Herriot beabsichtige, Genf heute abend zu verlassen, er wolle aber, falls es nötig sei, am Samstag wieder zurückkehren. Don anderer Seite wird mitgeteilt, dah Macdonald zum Schluß des Essens eine ausführliche Darstellung der Lage auf Grund der Berhandlungen der letzten Tage gegeben habe. Hierzu soll der deutsche Außenminister lediglich erklärt haben, dah er diese Mitteilung zur Kenntnis nehme, jedoch keine Stellung nehmen könne, da die Mitteilung eingehender Lieberlegung bedürfe. Die Aussprache wurde dann auf die zu Dienstagvormittag einberufene Fünfmächtebesprechung vertagt. Auf deutscher Seite vertritt man auf Grund der bisherigen Mitteilungen ausdrücklich den Standpunkt, dah der amerikanisch-französische Plan in keinerRichtung a ls annehmbar erscheint. Auch Paris ist skeptisch. Keine Aussichten für eine Einigung über den amerikanischen Dertagungsplan. Paris, 6. Dez. (MTV. Funkspruch.) Die 5on- berberidjterffaller der französischen Presse beurteilen die Erfolgsaussichten des kompromißvorschlages von Rorman Davis äußerst skeptisch. „Petit Parteien“ hätte bas von Macbonalb veranstaltete Abendessen für einen guten Anfang der Peziehungen gehalten, wenn Macdonald sich dabei nicht hätte über das Ziel fortreißen lassen. Macdonald habe sich nämlich während des Essens erhoben und in einer kurzen M'.llkommensansprache den Reichs- auhenminister über die Besprechungen der lehten Tage und namentlich über den Vorschlag von Rorman Davis unterrichtet und Herrn von Reurath gebeten, den Vorschlag ebenfalls ernstlich in Erwägung zu ziehen. Dieser ganz unvorhergesehene vor st oh habe anscheinend den deutschen Delegierten st a r k überrascht, der sich in seiner Aniwort auf die Erklärung beschränkt habe, daß der Vorschlag von ihm in aller Ruhe geprüft werden müsse. Herr von Reurath habe sich gegenüber dem französischen Ministerpräsidenten und dem Kriegsminisler äußerst höflich und liebenswürdig gezeigt, aber keine Ansicht über den amerikanischen Plan geäußert. Die Viererbesprechungen wären keinen Schritt vorwärlsgekom- men, allem Anschein nach siehe auch von Herrn von Reurath eine Ablehnung des amerikanischen Vorschlags bevor, wenn nicht gewaltige Aenderun- gen vorgenommen würden. „E ch o de Paris“ will wissen, dah England, mit Kinderspielzeug, enthaltend Küchengeräte, als ba sind: Messer, Teller, Gabeln, Löffel, einen Pup- pentisch, baneben Eimer und Schaufel, für zwanzig Pfennig. Keine Industrie der Welt kann Schritt hatten mit der Billigkeit der japanischen Erzeugnisse der Gummi- und Zelluloid-Industrie. Bälle, Kissen, Spielzeug aus diesem Material schauen sehr hübsch aus und kosten — man kann es nicht anders benennen — einen Pappenstiel! Was soll man ben genannten Zahlen noch hin» zufügen? Deutlicher, als alle Warnungen dickleibiger Lehrbücher es vermögen, zeigen sie Art und Umfang und Bedrohlichkeit der wirklichen heutigen gelben Gefahr auf. China sucht sich gegen die Heberfrembung seines Marktes mit japanischen Erzeugnissen zu retten durch einen rigorosen Boykott, bie anderen Länder operieren mit Schutzzöllen — und doch: Japans Wirtschaftsleben floriert, es wird intensiv gearbeitet, Rot und Elend sieht man kaum unter ben Massen. Wohl gibt es Arbeitslose auch dort, wenn auch zu wesentlich geringerem Prozentsatz als in ben „weißen", von ber Weltkrise betroffenen Ländern; aber diese Arbeitslosen werden auf Staatskosten untergebracht und auf Staatskosten gepflegt — was an Barmitteln verzehrt schon ein einzelner in diesem Land, wo die ganze Lebenshaltung — wir haben es mit Zahlen zu belegen versucht! — von fast märchenhafter Billigkeit ist? Gelbe Gefahr: das ist Iapan, ist seine Möglichkeit zum Dumping auf allen Gebieten der Erzeugung und des Handels — und ist darüber hinaus seine Expansionskraft, das geradezu phantastisch schnelle Anwachsen seiner Bevölkerung, die an Zahl, wie man berechnet hat. bereits gegen Ende dieses Jahrhunderts die der Bereinigten Staaten mindestens erreicht haben wird. Großer Erfolg Fapans in der Mandschurei. Der chinesische General Lupingwen auf ruffifchesGebietübcrget.etenund interniert T s i l s i k a r , 5. De;. (WTB.) Reuter, hierher gelangte Rachrichten besagen, daß die chinesische Maudschureiarmee iu voller Auflösung begriffen sei und der Vormarsch der Japaner rasch fortschreite. Der chinesische Kommandant Supingroen verweigert auch jetzt noch hartnäckig alle Verhandlungen über eine Freilassung der 250 Japaner, die er als Geiseln zurückbehalten hat. Die Japaner sollen h a i l a r bereits mit Bomben belegt haben. Große Teile der chinesisch-mandschurischen Armee sollen unter Benutzung der Ostchinesischen Bahn a u f sowjelistisches Gebiet übergetreten sein. — Rach einer Meldung der Telegraphen-Agen- tur der Sowjet-Union flüchteten in der Rächt zum 5 Dezember annähernd 1 000 chinesische Soldaten von der Station Mandschuria aus in einem Eisenbahnzug auf sowjetrussisches Gebiet. Sie wurden dort vom Sowjet-Grenzschutz entwaffnet und interniert. Unter ihnen befand sich General Supingroen mit seinem ganzen Stabe. Der Uebertritt der flüchtenden chinesischen Truppen auf russisches Gebiet erfolgte gewaltsam. Da der sowjetrussische Stationsvorsteher in Mandschuria s j ch weigerte, für die Soldaten einen Fug ab- fahcen zu lassen, stellten sie eigenmächtig einen I aus 43 wagen bestehenden Zug zusammen und fuhren damit ab. Die Soldaten führten in drei wagen japanische Ansiedler und chinesische Angestellte des Staates Man- d s ch u k u o mit, die auf dem von Supingroen besetzten Gebiet wohnten. Die Japaner und die chinesischen Zivilisten werden auf Wunsch von den So- wjetoehörden nach der Mandschurei oder nach Japan roeiferbeföröert. Neuer Hungerstreik Gandhis. London, 5. Dezember. (TU.) Gandhi Hot infolge eines neuen Hungerstreikes sechs Pfund abgenommen und ist fo schwach, daß er auf einer Tragbahre herumgetragen werden muß. Er war in den Hungerstreik getreten, weil sein Freund, Professor Patwardhan, der ebenfalls im Gefängnis fitzt, infolge eines Hungerstreiks imSter - ben liegt. Dieser war, obwohl Brahmane von hoher Kaste, zu der Arbeit des Straßenreinigens herangezogen worden, die sonst nur von den Parias ausgeführt werden darf, dann aber a b g e l ö st worden. Hiergegen protestierte er im Hinblick auf die Ausgleichsbemühungen zwischen den Hindus und den Parias. Als die Behörden ihm die weitere Ausübung schmutziger Arbeiten verweigerten, trat er am 7. November in den Hange r st r e i k. Der Generalinspektor der Gefängnisse hatte jetzt eine Unterredung mit Gandhi, in der er versprach, sein Bestes zu tun, um Professor Pat- wardhan wieder schmutzige Arbeiten verrichten zu lassen, worauf Gandhi sich mit einer Unterbrechung seines Hungerstreiks auf drei Tage einverstanden erklärte. 1 M 8RW MO Die größte Talsperre Europas in betrieb genommen Aus -er Provinzialhaupista-i Die Vleilochfperre an der oberen Saale wurde In Gegenwart von Vertretern der rung und der Länder Thüringen und Preußen soeben feierlich in Betrieb genommen. — gibt einen Blick auf den riesigen Staudamm, der eine Höhe von 65 m und eine Länge von 205 m Heule schon Wahl -es Reichslagspräflhinm Noch feine Einigung über eine Vertagung bis nach Weihnachten. Vornottzen. - Tageskalender für Dienstaa: Stadttheater, 20 bis 22 Uhr. „Der Dieb". — Oberhess. Kunstverein, Turmhaus am Brand- Platz, 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. — 15 bis 17 20 bis 22 Uhr, Hotel „Prins Carl", Frischkost^ kurse mit Kostproben. - Palast-Lichtspiele, 9 bis 19 Uhr, Ausstellung von 8000 Zinnsoldaten. - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Strich durch die Rechnung". Die Hundesteuer in Hessen. Der amerikanische Bundeskongreß lrill zusammen Ein umfangreiches Programm aber keine Handlungsfreiheit. Die Preisträger bei dem photographischen Wettbewerb des Verkehrs- und Derschönerungsvereins. Aach eingehender Prüfung aller beim Photowettbewerb des Verkehrs- und Derschönerungs- Vereins eingesandten Aufnahmen hat das Preis- | de" 1- Preis einstimmig Herrn Otto 1 ReilS, Marburger Straß« 21, für die von ihm Berlin, 6. Dez. (BDZ.) Im Reichstage herrschte schon am frühen Morgen lebhafte Tätigkeit. Die meisten neugewählten Abgeordneten waren bereits zeitig eingetroffen, um an den Vorbereitungen für die konstituierende Sitzung des Parlaments teilzunehmen, die um 15 Uhr begann. Wie sonst bei ähnlichen Gelegenheiten, so hatten sich auch heute auf den Straßen und im Tiergarten rings um das Reichstagsgebäude zahlreiche Neugierige eingesunden, namentlich junge Leute, die durch ihr Verhalten die Polizei manchmal zum Einschreiten zwangen. Vor dem Schalter, an dem die Eintrittskarten für das Publikum ausgegeben werden, bildete sich bereits um 7 Uhr eine Schlange, doch wurde den Interessenten sofort gesagt, daß nur 2 5 Karten zur Verteilung gelangen können, da die übrigen bereits seit Tagen von den verschiedenen Behörden vergeben sind. Die 25 zuerst Gekommenen harrten jedoch trotz der kühlen Witterung tapfer aus, um wenigstens um 15 Uhr tatsächlich eine Eintrittskarte zu erlangen. Die polizeilichen Sicherungsmaß. nahmen in und vor dem Reichstagsgebäude waren wie sonst an großen Tagen. Die AraMonSsührerbesprechung. Berlin, 6. Dez. (VDZ.) 3n der JraMions- führerbesprechung, die mittags im Reichs- tage als Ersatz für den noch nicht bestehenden Aelke- flenrat slaltsand, einigle man sich zunächst darüber, daß in der heutigen ersten Sitzung des Reichstags außer der Konstituierung auch schon die Wahl des neuen Präsidiums und die Besetzung der wichtigsten Ausschüsse vorgenommen werden soll. Daran schloß sich eine lebhafte Aussprache über die weiteren Dispositionen des Reichstags, die jedoch nicht zu einer Einigung führte. Bon nationalfozia- listischer Seite wurde angeregt, heute noch das Stelloertretungsgeseh in allen drei Lesungen zu verabschieden. Dagegen wurde jedoch von den meisten Fraktionen Einspruch erhoben. Staatssekretär Planck erklärte, das neue Kabinett bedürfe zur Vorbereitung seiner sachlichen Arbeiten noch einige Zeit. Die Sozialdemokraten verlangten daraufhin die Regierungserklärung solle wenig st ens in den nächsten lagen ab- Ermäßigung der Beiträge zur land- und for st wirtschaftlichen De- rufsgenossenschaft für Hessen. Vor der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft wird uns mitgetei.lt, daß die durch beit Wegfall der sog. „kleinen Renten" gemachten Ersparnisse erst bei der Erhebung der Umlage für 1932, die im Jahre 1933 erfolgt, in Erscheinung treten. Nachdem nun das Jahr 1932 fast abgelaufen ist und die Ausgaben der Derufs- genossenschaft für das zu Ende gehende Jahr bekannt sind, ist die Festsetzung des Beitrags von 1932 möglich gewesen: er wurde auf 13 Pfennig je 100 Mark Steuerwert festgesetzt, gegenüber 18 Pfennig für 1930 und 17 Pfennig für 1931. Es werden crlso 4 Pfennig je 100 Mark (Steuer* ö>ert weniger erhoben, als in diesem Jahre, oder 5 Pfennig weniger als in 1931. S* Kiil, 2 >• ©o iahMlw Messen. “Woi Mlheiii aus^eib im «ck den ichr feil bet t beschösi« Malene wissensch neuester Redner der Erhc schilderte (Begenfal licken" ! Muglichl. gegen ein aus nidjt sich öielmi N in bt teren mit den Leiden . erlieft n dringlich mus, der Wirlunge bin fönne ju halten, neben der Wchbis'n auf die c da dem loituna d Roh Leben gib stallen, al lkenährun geä miez wgen |tai Ivlgten de »en Auss Zum letzten Male in der Geschichte der Vereinigten Staaten bot sich heute das paradoxe Bild, daß die am 8. November im Wahlkampf Besiegten von Hoover abwärts nach wie vor in Amt und Würden sind und bei der Kongreßtagung Mitarbeiten, während die vom Volk Gewählten abseits stehen müssen. Ein diesen Zustand änderndes Gesetz ist vom Kongreß beschlossen, aber noch nicht von 36 der 48 Staaten ratifiziert: und so bleibt der alte Kongreß mit 150 Abgeordneten und 15 Senatoren, die im Wahlkampf unterlagen, bis zum 4. März 1933 am Leben. Daher dauert einstweilen der lähmende Zustand an, daß Feine Partei in beiden Häusern eine entscheidende Mehrheit hat. Aufhebung der Prohibition vorerst abgelehnt. Washington, 5. Dez. (WIB.) Bald nach Au- fammenfritt des Kongresses brachte der demokratische Parteiführer R a i n e y im Repräsentantenhaus eine Resolution ein, die die Aufhebung des 18. versassungszusahe» vorschlägt, durch den die Prohibition eingeführt wurde. Die Resolution entspricht dem von den Demokraten ausgestellten Programm. Das Repräsentantenhaus lehnte die Resolution ab. 272 Abgeordnete stimmten für den widerruf des Zusatzes, 144 dagegen, so daß die erforderliche Zweidrittelmehrheit nicht erreicht wurde. Tage der Erwartung. Der Herbstwind hat feine Arbeit getan. Die Bäume stehen nackt und kahl da. Auf dem Boden raschelt das Laub. Wie Mütter trauern di« Bäume um ihre Blätter. Aber die Natur breitet einen linden Schleier über Wald und F.ur. Graue Nebel legen sich auf die Erde. Wir haben den Adventskranz aufgehängt. Auf einem schlichten Holzreifen wurden grüne Tannenzweig« befestigt, darauf steht nun ein Lichtchen. Bold kommen die andern hinzu. Es sind die ersten Zeichen des kommenden Weihnachtsfestes. Wenn erst alle vier Adventskerzen brennen, dann leuchten die Augen unserer Kinder. Das schönste Fest ist in nächster Nähe. Die Weihnachtsstimmung kommt mit dem Adventskranz. Den Schlüssel aber, der das goldne Tor öffnen soll, hat der Nikolaus, der schon für die Kinder einige Gaben bringt. Unö an den langen Abenden sitzen sie da und schreiben ihre Wunschzettel für das Christkind. Sie werden auch dieses Jahr zu viel enthalten, und der väterliche Stift muß manches streichen. Aber unsere Kleinen sind in ihrem Glauben unbesiegbar. Sie kümmert keine Not der Zeit, sie wünschen und hoffen. Auch wir Großen lassen uns die Freude über das nahende Fest nicht rauben. Wir wollen den Kindern nicht nachstehen, und keineswegs dürfen wir sagen: „Bei den Zeiten kann man doch keine Weihnachten feiern!“ Man kann alles, wenn man will. Sogar ohne einen Christbaum können wir froh sein. Die Freude muß nur im Herzen sitzen. Und der Vater besinnt sich darauf, daß man aus leichten Zigarrenkistchen, sogar aus kleinen Schachteln allerlei zusammenbasteln kann für die erwartungsvollen Kinder. Leim und buntes Papier können wir noch auftreiben. Die größeren Geschwister helfen ja so gern. Auch sie haben ihre Geheimnisse. Wir kommen oft an verschlossene Türen. Wir hören leises Getuschel und Papierknistern. Natürlich tun tobt so, als ob wir nichts gemerkt hätten. Wir suchen etwas im Waschtisch und finden ... Wir können schweigen. Aber unser Herz wird froh darüber. Die Tage der Erwartung sind da. Sie beschwingen unser Leben, sie tragen uns leicht über manche Hindernisse. Zu keiner Zeit lassen wir uns so gern und so leicht von schönen Träumen umgaukeln und einwiegen. Es sind köstliche Tage, diese Tage der Erwartung. M—r. . Ueber d Wan(li£ Der Wjwn "Nut Ul M fln Nr bei H [omi «usl »'bei 1qq< . Aussj Mod)b ®rab Cei "wegen; mum : wie den Kriegsschulden der Alliierten, dem Eintritt in den Internationalen Gerichtshof, dem Mandschureikonflikt und der Frage der Unabhängigkeit der Philippinen wird nicht viel Zeit gewidmet werden können. Z°r * .ritt« 5 /lüden aU ■ laufen Spenden aber M iveaM sprechen j Sech dnechgefüt fträftei flommen- Ml" haben, ivi befriedig Hundesteuer tritt nur dann ein, wenn nach« gewiesen wird, daß ein junger Hund vor E veichung des Alters von 3 Monaten zugrunde-, gegangen, entlaufen oder veräußert worden ist. Diejenigen Hunde, die im Laufe des Kalenderjahres ihren Besitzer wechseln, unterliegen jeweils der nochmaligen Versteuerung, da nicht der Hund als solcher, sondern der Hunde besitz besteuert wird. Märchenabend der Sindienanstali. Aehnlich wie in früheren Jahren, hatte auch diesmal die Studienanstalt die Eltern dep Schk> le rinnen und die Freunde der Schule zu einem Elternabend eingeladen. Er wurde in Gestalt eines Märchenabends am Montag im Katholischen Dereinshaus abgehalten. Nach einem Dorspruch der Schülerin Hedwig Lenz trat das unter Stabführung von Musiklehrer N e be l i n g stehende Schülerinnenorchester mit der Haydnschen Symphonie in S-Dur aus und erwarb sich mit ihrem guten Vortrag den Beifall der zahlreichen Besucher. Märchenerzählungen, ein Mürchenspiel „König Drosselbart" und Märchengedichte, ddiv Schülerinnen der Anstalt vorgetragen, führten die Zuhörer ins Märchenland. Die Hauptaufsührung> des Abends bildete die Märchenkantate „Die Bremer Stadtmusikanten" von F. Nagler, wobei Orchester, Chor und Solisten ihr Bestes gaben. Sämtliche Darbietungen wurden sehr beifällig ausgenommen. (tficficner Wochenmarktpreise. Dießen, 6. Dez. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das P,und: Süßrahmbutter 130, Landbutter 130, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30. Wirsing, grün 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, tote Rüben 8 bis 10, Spinat 15, llnterfoblrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 80 bis 100, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3, Aepfel 18 bis 35, Birnen 20 bis 35, Dörrobst 35 bis 40, Honig 40 bis 45, junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 60 bis 80, Gänse 60 bis 70, Enten 80 bis 93, Nüsse 35 bis 40; das Stück: Käse 5 bis 10, Tauben 50 bis 60, ausländische Eier 12 bis 14, inländische 14, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 10 bis 15, Oberkohkrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 35 Pfennig, der Zentner: Kartoffeln 2,50, Weißkraut 4, Rotkraut 6, Wirsing, grün, 6 Mark. 10 Erhältlich, inden ! OSRAM-Verkaufsstellen B OSRAM Die hohe CiMeistung, verbunden mit großer Wirtscha^Meit macht die OSRAM - Campe •zum meistge-\ brauchten Cichtspender. \ Hausschlachtungen und Gchlachtfieuer I Eine Hausschlachtung im Sinne des Schlacht- I steuergesetzes liegt nicht vor, wenn die Schlachtung * /»itrt 'Jf n f.n Fi nnn rtAmilinnlaiDrlii^föifnn Don der Hessischen amtlichen Pressestelle wird aus Anlaß von Familienfeierlichkeiten 2,— malen zugri Äuheü toottei Wirtschaft 2,— 4,— Der Telefunken 231 nimmt es bei richtiger Bedienung mit dem größten auf. EinschL Röhren RM189—, (bei Gleichstrom RM199,—) Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. 1,50 des Möglichkeiten der Rohkosternährung hin, die entgegen einem häufig anzutreffenden Vorurteil durchaus nicht in engen Rahmen gespannt sei. Es biete feit der Öffentlichkeit auf sich zog. Der Vortragende beschäftigte sich eingehend mit der umfanareichen Mater.e der Rohtosternährung und mit ernährungswissenschaftlichen Problemen unter Zugrundelegung neuester Erkenntnisse. Insbesondere wandte sich der Redner den Wirkungen der Rohkost im Dienste der Erhaltung der Gesundheit des Menschen zu und schilderte ausführlich das Wesen der Rohkost sm Gegensatz zu der allgemeinen, sogenannten „bürgerlichen" Kost. Er wies gleichzeitig aus die vielen Ragler, wobei Ct bester gaben. Samt >hr beifällig au|ge wicht............. 2. für ein Kalb oder Zungrind (Fresser) im Gewicht bis einschl. 150 kg . . . 3. für Großvieh, unabhängig vom Gewicht Für Schafe gilt auch bei Hausschlachtungen der allgemeine Tarifsatz von . . . . 1 der Reichsregie, n- — Unser $ ie von 205 m hat leit in der Herstellung der Gerichte. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner Der Telefunken 343 bringt alle Sender schon durch die Einstellung automatisd» getrennt. Einschließlich Röhren RM 248,-* (bei Gleichstrom RM 258,—) Für trennscharfen und klangreinen Europa- Empfang bleiben nach planmäßiger Prüfung 2 Apparate zur Wahl: DerTelefunken 343 und derTelefunken 231 Win, unterlieget Querung, da mH i der Hmidebesi^ Haussammlung für die Winternoihilfe! Zur Versorgung der hilfsbedürftigen Familien unserer Stadt mit Lebensmitteln und Bekleidungsstücken aller Art braucht die Winternothilfe fortlaufend Geld. Die bisherigen dankenswerten Spenden haben schon manche Rot lindern Helsen, aber trotzdem bleibt noch sehr viel zu tun. Um wenigstens den dringendsten Erfordernissen entsprechen zu können, wird jetzt die Geldsammlung bei allen Mitbürgern durchgeführt. Gebe jeder nach besten graften! Jede Spende wird mit Dank angenommen. Das Bewußtsein, dem hilfsbedürftigen Nächsten auch mit dieser Spende beigestanden zu haben, wird allen freundlichen Gebern zur inneren Befriedigung werden. HelstaltedurchdieGeldspende! ifatienanWt Oahrm, hatte auf e Eltern der.Schk t Schule zu einer wurde in Sestai lag im Katholische h einem Dorspruc rat das unter Stad ebeling stehend Hahdnschen Syn. aarb sich mit ihrer >t zahlreichen De ein Wärchenspii Der Begriff der Hausschlachtung im Sinne Schlachlfteuergesehes ist enger als der Begriff larktpreiic. teten aus dem Heu nb' Sührahmbutle Iter 100, Mt- » j 10, Mchkaut f be Düben 8 bis 10 ■ 15, llnterkohlrad mkohl 20 bis 25 n 8 bis 10 ®ee» urwln 25 H 30, Dirnen 20 bis 35,. is 45, W W- bis 80, Ganse « !se 35 bis 40; M 50 bis 60, aus- Oische 14, MunM 0 15, Oberl-Hlrak lettich 10 bi- »t Zentnern Kak- §aut 6, W ^2ersthöneruA LÖ ^rc,i Seitrigt 8“' astlichen 2« Hessen. "ir Den-ssgelw^° ast Vie durch fr J gemachten fr ter Umlage fj 1 in Erfche-n""' h° 1® &£ ficmbe 2nhr fr ZS- einaereichte Bildserie ^lerkannk. Aufnahmen, die die Zuteilung eines 2. Preises hätten rechtfertigen lönnen lagen nicht vor. Das Preisgericht beschloß kaber den für einen 2. Preis ausgesetzten Betrag au' di« übrigen Preise aufzuteilen. 3e einen 3. Preis erhielten Richard Kraus, Thoma- stratze 36, und cand. math. Otto Jüngst, Westanlage 46; je ein 4. Preis wurde Frl. Gerdi Will, Ostanlage 43. und F. Ramhorst, Reuen Baue 17, zuerkannt; je einen 5. Preis cr^xlten Hans Berger, Wetzlar, KalLmunt- strasie 20, und Prof. Dr. Fritz Taeger, Ludwigstrasie 45. Trostpreise erhielten: Gerichts- assessor Dr. Hans Jüngst, Westanlage 46, Theo B o r n 4- bis -4jährig 50 bis 120 Mark, V\* bis 2jährig 70 bis 160 Mark; tragend 150 bis 300 Mark; Kälber, bas Pfunb Lebenbgewicht 15 bis 20 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. — Marktverlauf: schleppenb, Ueberftanb. Schweincmarkt in Hungen. f. Hungen, 6. Dez. Der gestern hier abgehaltene Schweinemarkt erfreute sich eine- guten Besuchs. Der Handel vollzog sich verhältnismäßig lebhaft. Es waren 130 Ferkel auf getrieben. Für Ferkel bis zu sechs Wochen alt wurden 9 bis 10 Mark, für sieben Wochen alte 10 bis 12 Mark, für acht Wcchrn alte 13 bis 15 Mark, für neun Wochen alte Tiere 16 bis 18 Mark und für zehn bis dreizehn Wochen alte Ferkel 19 bis 23 Mark bezahlt. Wti Worten M 1 Lach bti Äa- bahnoerwattung in unserem heutigen Anzeigenteil, mhsrin, unterlieget Interessenten seien besonders darauf hingewiesen. ** Vortrag über Rohkost. Der Psychologe, Naturheilkundige und Schr.ftsteller Walter Thiele aus Freiburg im Breisgau sprach am Montagabend im Saale des Coss Leib über ein Thema, bas in Öen letzten Jahren immer mieber die Aufmerksam- unverändert waren und die Jndustrieobligationen Abweichungen bis zu 0,25 nach beiden Seiten aufwiesen. Pfandbriefe und Kommunalanleihen lagen vernachlässigt, überwiegend aber etwas schwächer. Am Geldmarkt war Tagesgelb weiter sehr leicht und an der unteren Grenze mit 4,39 v. H., in Ausnahmefällen auch mit 4,13 v. H. erhältlich. Die Nachfrage nach Privatdiskonten hielt an. Auch für Reichswechsel per 28. Februar zu 3,90 und Reichsschatzanweisungen per 18. April zu 4,75 v. H. blieb die Nachfrage bestehen, die Umsätze waren aber nicht erheblich. Frankfurt freundlich. Frankfurt a. M., 6. Dez. (WTB. Drahttnel- düng.) Wenn auch im Hinblick auf die heutige Reichstagseröffnung eilte gewisse Zurückhaltung zu erkennen war, zumal vom Publikum kaum Orders Vorgelegen haben und auch sonstige Anregungen aus der Wirtschaft fehlten, so eröffnete di« heutige Börse doch in sr «und.licher T« n - denz bei allerdings kleinen Umsätzen. Das erhöhte Interesse für Schiffahrtsaktien auf Grund von Freigabehoffnungen bot etwas Anregung. Die Spekulation nahm nach den ersten Realisationen wieder Deckungen vor, so daß gegen die Abendbörse durchschnittliche Kursbesserungen von XA bis 1 Prozent zu verzeichnen waren. Neben dem Schiffahrtsmarkt, an dem Hapag 1 und Nord- llogb im Verlaufe 1,5 Prozent gewannen, zeigte sich etwas Nachfrage nach Bergwerksaktien. Die Kursbildung war hier allerdings etwas ungleichmäßig. Mannesmann, Rheinstahl und Phönix wiesen Erhöhungen von etwa V» bis 1 Prozent auf, während Gelsenkirchen 1 Prozent nachgaben und Stahlverein nur knapp behauptet blieben. Von Kaliaktien gewannen Westeregeln VA Prozent. IG. setzten mit 96% Prozent unverändert ein, waren aber später auf 97 Prozent erhöht. Lchemieneben- werte, wie Scheidoanstalt, Deutsche Erdöl und Rüt- gerswerke zogen vo-n XA bis aA Prozent an. Von Elektroaktien tarnen Gesfürel A Prozent höher zur Notiz, während Rheinisch-Elektto-Mannheim im gleichen Ausmaß -urückgingen. Etwas fester eröffneten Reichsbank mit plus % und Daimler mit plus % Prozent, dagegen verloren Aku Vk und Conti Linoleum Zürich vk Prozent. Am Rentenmarkt eröffnete die Altbesitzan- leihe % Prozent höher. Reichsschuldbuchforderungen und die Neubesitzanlsihe, sowie von Jndustriedonds Stahlverein lagen unverändert. Am festverzinslichen Markt war das Geschäft sehr klein und die Kurse für Gold- und Liquidationspfandbriefe wenig verändert. Kommunalobstgationen blieben gesucht, ebenso waren 8prozent!gv Kasseler Goldpfandbriefe gefragt und etwa 1 Prozent hoher. Die Altbesitz- anleihe bröckette später wieder auf 5714 Proz. ab. Zn der zweiten Börsenstunde verstärkte sich die Zurückhaltung, und die Kurse gaben allge(Hochzeit usw.) erfolgt. Wird Fleisch aus Hausschlachtungen gegen Entgelt veräußert ober gewerbsmäßig verwendet, so ist die Steuer wie für die übrigen Schlachtungen festzusetzen. Steuerfrei ist die Hausschlachtung eines Schweines innerhalb eines Kalenderjahres. Besteht die Familie des Steuerpflichtigen am Tage der Anmeldung der Hausschlachtung des zweiten Schweines innerhalb eines Kalenderjahres aus mehr als 5 Personen (einschl. Dienstpersonal), so ist auch diese Hausschtachtung steuerfrei. Alle weiteren Hausschlachtungen von Schweinen in dem genannten Zeitraum unterliegen der tarifmäßigen Steuer von 2 Mark. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß sich diese Vergünstigung nur auf Schweine bezieht. Zum Haushalt (Familie) eines Steuerpflichtigen gehören nur solche Personen, die seit mindestens 2 Monaten — vom Tage der steuerlichen Anmeldung der zweiten Hausjchlachtung an gerechnet — in den Haushalt des Steuerpflichtigen aufgenommen lind und bei denen den Umständen nach auf die Absicht des dauernden Aufenthaltes in der Haushaltung des Pflichtigen zu schließen ist. Zum Dienstpersonal zählen nicht diejenigen Personen, die nur vorübergehend oder aushilfsweise für kürzere Zeit dem Steuerpflichtigen Dienste leisten, zum Beispiel Erntearbeiter, Helfer an der Dreschmaschine, Taglöhner usw. Sämtliche hauvschlachtungen, also auch die steuerfreien, sind bei der zuständigen Schlacht- steuerhebestelle anzumetden. Ferner sind von der Schlachtsteuer befreit die Schlachtungen von Kälbern mit einem Lebendgewicht bis zu 30 Kilogramm emschlleßlich, Schweinen mit einem Lebendgewicht bis zu 40 Kilogramm einschließlich, Schafen mit einem Lebendgewicht bis zu 20 Kilogramm einschließlich. Einer steuerlichen Anmeldung bedarf es bei diesen Schlachtungen nicht. Die Steuerfreiheit ist spätestens vor der Fleischbeschau durch Vorlage einer amtlichen Gewichtsbescheinigung nachzuweisen. Die Mindest st rase bei Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften über die Hausschlachtungen beträgt 50 Mark. Snlübttek b; lüh vielmehr die" Möglichkeit zu großer Reichhaltig- ’n her AprffpHiin/i her (Berichte SXn leinen mei- nlantate .Die > mitgeteilt: Die Haussäsiachtungen sind, wie alle anderen Schlachtungen, grundsätzlich steuerpflichtig nach dem nachfolgenden Tarif: 1. für ein Schwein, unabhängig vom ®e» RM. WS "faf* Eintrittspreise: Erwachsene 50 Pf„ Erwerbslose 20 Pf. Schüler 25 Pfennig. 8567 D SGOW-Sk« billigen Weihnachts-Angeboten: 8562 A Leiterwagen mit (Eintritt frei. 07134 Oberhessens. 8 65 A Kaufe preiswert! Darum zum Vermietungen Ät Geschenk-Rat »Zum Löwen« Neuenweg 28 8596 D 2 Gedanken Steinbagen i. Westf« Die Drogerie, die Ihr Vertrauen verdient! 8508V SWWOsmeli e.B. (SW Siegen 8577 A Pianos Einmalige billige Volks-Ausgabel 8589D, Korbsessel Verkäufe »ä WWl äflotrenieSft tia abzugeb. o?i64 (Dienst, u. M-reitoa) f. 4000 Mk., Waren in Weide, Ullllllllllllllirilllllilliiiiiim Original-Land Werbe-Drucksachen bei Brühl, SchulstraBe 1 In allen Abteilungen unsere bekannt große Auswahl - Eine Freude für Sie und de Kinder ist unsere beachtenswerte Fassaden-Weihnachts- Dekoration. - Jetzt wie immer heißt es mit Recht: Pferd stabil... bewegen Sie jetzt täglich: wodurch mache ich meinen Lieben eine Weihnachtsfreude und wie komme ich mit dem Geld aus. 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Achtundzwanzlgstes Kapitel. Ms Olaf nach einem Tage und einer Nacht im Schlafwagen von München her in Meran an« kam, leuchtete der schönste Frühlingsnachmtttag über dem lieblichen Meraner Tal. Kaum hatte Olaf sich in seinem Hotel zurechtgemacht, als er sich in das Hotel begab, in dem Hrltrud und Erika abgestiegen waren. Aber Hiltrud war langst in ihrem Bureau, und Olaf wollte, ehe eS mit 5)11 trüb zur Entscheidung gekommen war, sich nicht bei Erika melden. Unruhig wanderte er den Vormittag über m Meran herum, immer wieder nach der Uhr sehend. Um «in Uhr machten die Touristenbureaus, wie er erfahren hatte, Mittagspause, dann würde er Hiltrud sprechen können. Pünktlich zur Stunde War er in der Straße, in der das Bureau lag, und wartete, hinter dem Torbogen eines Hauses verborgen, bis er Hil- trüb sehen würde. Da tarn sie auch schon heraus — er stutzte — ein eleganter junger Mann von unverkennbar amerikanischem Aussehen, der an der Ladentür gewartet hatte, ging auf Hiltrud zu, begrüßte sie und reichte ihr einen Strauß duftender Veilchen. Und bann gingen bie beiden nebeneinander in vertraulichem Gespräch, ohne auf die Umgebung zu achten, den Weg zur Tappeiner Promenade hinauf. Ein Schmerz ging durch Olaf — wie, wenn Hiltruds Bruder falsch gesehen hätte? Wenn der, den Hiltrud liebte, ein anderer wäre? Glicht er selbst? Oder wenn sie eine neue Liebe für diesen Unbekannten da im Herzen tragen würde? Don Eifersucht gequält schritt er, ohne gesehen zu werden, hinter den beiden her, durch die Parkwege der Tappeiner Promenade. Auf einer Bank, die eine wundervolle Aussicht auf das fernhin blauende Hochgebirge freigab, ließen,sich Hiltrud und ihr Begleiter nieder. Olaf verbarg sich hinter einer Baumgruppe. Klopfenden Herzens lauschte er auf das Gespräch der beiden. Da hörte er den jungen Amerikaner sagen: „Miß Hiltrud, ich habe eine Frage an Sie: Könnten Sie sich entschließen, nach Amerika her- überzukommen — als meine Frau? Sprechen Sie jetzt nicht weiter, Miß Hiltrud. Ueberlegen Sie sich meinen Antrag. Sie kennen mich nun schon ein wenig, und ich hoffe, ich bin Ihnen nicht unsympathisch." „Vein!" horte Olaf die leise Stimme des Mädchen- antworte.,, und sein Herz krampfte sich zusammen. Schon fuhr aber der Amerikaner fort: „Ich kann Ihnen ein gutes, sorgloses Leben versprechen, Ihnen und Ihrer Mutter, Miß Hiltrud, und ich glaube, es würde eine gute Kameradschaft zwischen uns sein. Sie sind gerade so, wie ich mir meine Frau gewünscht habe." Olaf lauschte zitternd auf Hiltruds Antwort, aber sie sprach so leise, daß er nichts verstehen konnte Und nun klang bie A.imme bes Amerikaners: „Ueberlegen Sie es sich, Miß Hiltrub. Ich kann nicht so viele unb so schöne Worte machen: aber ich glaube, wir würden schon gut zusammen leben — und Sie würden das Vergangene dann vergessen und mich ein wenig gern haben können." Dann sah Olaf, wie die beiden sich erhoben und der Stadt zustrebten. Hastig bog er in einen Seitenweg, um nicht gesehen werden. Hiltrud war beim Mittagessen sehr schweigsam. Sie war fast froh, daß Erika sich sehr lebhaft mit ihrem Vachbarn am Tisch unterhielt. So konnte sie über das Erlebnis mit Archibald nachdenken. Gewiß, seine Werbung kam ihr nicht unerwartet. Sie hatte sehr wohl das wachsende Interesse des jungen Amerikaners gemerkt, aber nun sie vor der Entscheidung stand, war doch ein wilder Ausruhr in ihrer Seele. Sie wußte, sie liebte diesen jungen Menschen nicht, denn ihr Herz war ja erfüllt von dem unwandelbaren Gefühl für Olaf. m Aber es war eine Liebe wie zu einem Verstorbenen, den man trotz aller bitteren Sehnsuchtstränen nicht mehr erreichen konnte. Archibald war ihr sympathisch, und sie hatte Respekt vor der sauberen, anständigen Art des jungen Amerikaners wie vor der Lebenstüchtigkeit, die sich in allem offenbarte, was er von seiner Arbeit erzählte. Wenn sie seine Werbung annahm, bann war die Entscheidung unwiderruflich gefallen. Dann würde sie hinübergehen in das fremde Land und Olaf nie Wiedersehen. Dann wartete ein neues Leben auf sie, in dem auch für ihre Träume kein Platz mehr war. Sie würde mit Archibald gemeinsam arbeiten können — und vielleicht, vielleicht vergiessen. Daß er von ihr keine leidenschaftliche Liebe erwarten konnte, das wußte er. „Guten Tag, gnädiges Fräulein", klang es hinter ihr. Sie fuhr herum, fühlte, wie ihr Herzschlag aussetzte. Sie blickte in Olaf Eriksons Gesicht. „Siel?" stammelte sie mit blassen Lippen und fühlte, daß ihr die Knie zitterten. ,3a, ich", erwiderte er anscheinend ruhig und zwang sich, unbefangen zu erscheinen, um durch seine Ruhe auch ihr Ruhe zu geben, denn er sah die tiefe Verstörung ihres Gesichts. „Ich bin auf der Durchreise hier und wollte mir gerade Fahrtarten bestellen. Hier ist ja Wohl ein Büro?" ,3a!" sagte Hiltrud mit blassem Gesicht. „Hier ist ein Büro", un> ein verzwei eiter Ho n schwang in ihrer Stimme. „Kommen Sie nur, Baron Erikson, die Fahrkarten kann auch ich Ihnen verkaufen; ich bin nämlich hier angestellt." Ein Gedanke blitzte in ihm auf, lockte unwillkürlich ein Lächeln auf seine Lippen: „Sie sind hier angestellt?" fragte er anscheinend in höchstem Erstaunen. Hiltrud aber sah nur das Lächeln auf dem geliebten Gesicht, und sie deutete es als Hohn und Spott. Wie mochte er triumphieren über alles, was geschehen. <Ächer wußte er alles. Run war es ihm eine Genugtuung, sie gedemütigt. klein und freudlos vor sich zu sehen. Der alte, unselige Stolz schrie in ihr auf — sie wollte nicht so vor diesem Manne stehen. Schon hatte sie sich wieder in der DeWalt. „Ach, das war nur so eine Laune von mir, weil ich mich hier langweilte. Aber es hat nun bald ein Ende. Ich gehe fort von hier." Und ohne daß sie es wollte, kam es wie gejagt über ihre Lippen: ,3ch gehe nach Amerika!" Run war es an ihm, zu erschrecken. Hatte sie es sich überlegt? Wollte sie den Vorschlag des Amerikaners annehmen? „Haben Sie drüben eine Stellung gefunden?" fragte er tastend. Sie sah an ihm vorbei; ihre Augen hatten etwas Blickloses, das Gesicht trug jenen Aus- druck der eisigen Verschlossenheit, den er an ihr kannte. „Eine Stellung? Wo denken Sie hin! Ich habe mich verlobt und werde nach Amerika heiraten." Mit fahl gewordenem Gesicht blickte Olaf Hiltrud an. 3nf einen Augen stand ein solches Entsetzen, daß es das Mädchen heiß durch- schauerte. Was hatte sie getan? Was hatte ihr unseliger Stolz wieder angerichtet? Sie dachte ja nicht daran, Archibald ihr Jawort zu geben. Wenn sie es einen Augenblick erwogen — in der Sekunde, als sie Olaf wiedergesehen, leuchtete die Liebe zu ihm wie ein flammendes Licht in ihr auf und verbrannte jeden Gedanken an einen anderen. Mochte sie unglücklich fein, mochte sie einsam bleiben, mochte das Leben nur Arbeit, Sorge und Kummer für sie bringen — alles würde besser fein, als die Liebe zu Olaf in ihrer Seele abzutöten. Schon wollte sie sprechen, wollte dies unselige Wort zurücknehmen, da verbeugte sich Olaf mit einem steinernen Gesicht: „Dann habe ich Ihnen nur aufrichtig Glück zu wünschen, gnädiges Fräulein", klang es an ihr Ohr. Im nächsten Augenblick war er Verschwunden. Hiltrud lehnte sich an die heiße Mauer des Hauses; sie hätte immer hier stehenbleiben mögen, sich nicht mehr rühren, nicht mehr denken. Aber man mußte weiter. Vom Turm drüben mahnte die klingende Glocke sie an ihre Pflicht. Mit müden Schritten ging sie dem Büro zu. Dort war es leer und still. Herr Moser kam erst später und alle Badegäste waren jetzt auch beim Mittagessen oder sie ruhten. Sie setzte sich an ihren Schreibtisch, lehnte den Kopf aufs Holz — und ein tränenloses Schluchzen erschütterte ihren Körper. Weinen konnte sie nicht mehr, schon zu viel Tränen hatte sie um ihre verlorene Liebe geweint — nun war alles wie tot in ihr — tot auch das Glück, das sie selbst durch ihren unseligen Trotz gemordet. • Olaf war wie sinnlos davongestürmt, im Ohr immer noch Hiltruds verhängnisvolle Worte! Verloren!, rief es in ihm. Verloren alles Lebensglück! Verloren die selige Hoffnung, mit der er hierher geeilt... Er war zu spät gekommen, sie hatte sich anders entschieden. Da stutzte er vor seinen eigenen Gedanken — die Worte, die der junge Amerikaner heute gesprochen, sie klangen nicht so, als wäre er der überströmenden Liebe Hiltruds gewiß. Wie hatte er doch gesagt: „Sie würden daS Vergangenedann vergessen und mich ein wenig gern haben!" Die Trostlosigkeit in Olaf wich einer eisernen Entschlossenheit. Diesmal lieh er sich nicht fort- wcisen, wie damals im Sommer an der See. Mit dem Vergangenen konnte der Amerikaner doch unmöglich die Verbindung Hiltruds mit Ivarsen gemeint haben, denn den hatte Hiltrud ja nach ihrem Geständnis, dem Stiefbruder gegenüber, nicht geliebt. Tas, was sie vergessen wollte, mußte demnach etwas anderes sein: die Liebe zu ihm selbst. Wo man aber noch nicht vergessen hatte, da lebte noch etwas — lebte noch ein Empfinden —; vielleicht konnte man es anfachen, es wieder erwecken. „3a!“ sagte Olaf plötzlich ganz laut zu sich selbst, so daß ein vorübergehender Passant sich erstaunt umsah. Veunundzwanzigstes Kapitel. Mister Archibald Failwoth sah auf die Karte die ihm ins Hotelzimmer gebracht wurde. „3ch lasse bitten!" sagte er zu dem Boy, und sah gespannt dem Unbekannten entgegen, der da zur Tür hereintrat. Er hatte erst an irgendeinen Agenten gedacht, der ihm, dem reichen amerikanischen 3ndustriellen, eines der vielen Geschäfte Vorschlägen wollte, die man ihm in Europa immer anbot — und hinter denen nichts steckte. Aber dieser Herr, der hier hereinkam, war weder ein zweifelhafter Geschäftemacher, noch der Beauftragte einer Versicherung, das erkannte Archibald auf den ersten Blick. Es war ein Gentleman und ein sehr sympathischer dazu. Und so ging Archibald denn mit feinem offenen Lächeln auf den Unbekannten zu und sagte freundlich: „Womit kann ich Ihnen dienen, mein Herr?" Olaf musterte gleichfalls den jungen Amerikaner prüfend. Seltsam — vor diesem offenen, freimütigen Gesicht schwand die wilde Eifersucht, die ihn hahvoll hierhergetrieben. Das war ein Gentleman!, dachte er, genau wie der andere vorhin gedacht. Man würde mit ihm sprechen können, Mann zu Mann. „Etwas Ungewöhnliches führt mich zu Ihnen. Mister Failwoth", gab er zur Antwort. „Ich bitte Sie um eine kurze Unterredung, die über mein Lebensschicksal entscheiden wird." „Ditte, sprechen Sie." Archibald bot ihm einen Sessel an. „Ich werde Ihnen gern Rede stehen, wenn ich weiß, worum es sich handelt." Olaf begann zu sprechen, den Blick gelenkt. Er sprach von seiner Liebe zu Hiltrud und seinem Versuch, sie rechtzeitig aus den Händen Ivarsens zu befreien. Er sprach von der Absage, die Hiltrud ihm erteilt — und von dem Gespräch mit Kurt Bremer vor kurzem auf Bremer Werk. „Ich hatte die Hoffnung", fuhr er fort, „daß nun nach Ivarsens Tode der Weg zu Hiltruds Herzen für mich frei fein würde — und deshalb komme ich in aller Freimütigkeit zu Ihnen, Mister Failwoth. Ich habe durch einen Zufall erfahren, daß Sie um Hiltrud warben. Ich trete sofort zurück, wenn ich sicher bin, daß zwischen Ihnen und Hiltrud eine Bindung besteht. Sie selbst sagte mir, daß sie Ihne.t ihr Jawort gegeben hätte. Ich bitte Sie, mir das zu bestätigen — dann verschwinde ich heute ncch von hier!" (Schluß folgt.) ODEON-Platten u.Musikapparote erhältlich in jedem guten Fachgeschäft FürODEON sind die bedeutendsten Künstler verpflichtet, wiez.B. Richard Tauber, Lotte Lehmann, Gitta Alpar, Bronislaw Huberman, Hans Albers, Dajos Bela und viele andere cpzte 'PÜaJtß. muss ODEON L ÄÄ ERNST CIUIÄ\ILILI1ER♦ ’MEUIEMWIEC 1t© Sprechappwate.SchallplalteB Bekanntmachung betreffend Straßenbahnoerkehr Gießen — Mieseck. Wir geben hiermit bekannt, daß Wochen- und Schülerkarten für den Straßenbahnverkehr Gießen—Wiefeck und umgekehrt bei jedem Wagenführer erhälllich find. Monatskarten find bei den Kontrolleuren sowie im Verwaltungsgebäude des Elektrizitätswerks, Hammstraße 35, erhältlich. 85970 Gießen, den 6. Dezember 1932. 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Registrierkassen, Radios Pianinos, Grammophone, Kleiderschränke, Kommoden, Kassenschränke, 1 Hochfrequenzapparat, 1 Photographien, 1 Elektromotor, 1 Roederherd, 1 Lederwalze, 4 Rasiergarnituren, 2 Kammgarnituren, 4 Photoapparate, 1 Rollfllmkamera, 1 Eßservice, 1 Kaffeeservice, 1 Pürschbüchse, 1 Schrot- Repetierflinte^ 1 Gewehrschrank, 3 Bücher Orbis Terrarum, 1 Mappe „Der Schrein der heiligen Elisabeth in Marburg", 5 Bände Geschichte der deutschen Kunst, 5 Bände Bilder aus der deutschen Vergangenheit, 12 Bände Gerhart Hauptmann, 5 Mappen Denkmäler des Theaters, 9 Bände Helmolts Weltgeschichte, Messer, Gabeln, Scheren, Hosenträger, Pfeifen und Mutze. 2. An Ott und Stelle (Bekanntgabe im obigen Lokal): 2 Ladentheken mit Schubkasten, 1 Ladentheke mit Ausstellungskasten, 1 Waren- schrank, 2 Drogenschränke, 1 Picmino, 1 Oelmeßapparat, 1 Kaffeebehälter, 2 kleine Eisschränke, 1 Registrierkasse, 1 Schreibsekretär, 1 Rennachter, 1 Gigvierer, 1 Oekonomiewagen, 15 Oregonbohlen, 26 Sperrholzplatten, 26 Eichenbohlen. 3. Bestimmt: 1 Partie herren-Makohem- den mit Einsatz in allen Größen, 1 Küchenanrichte (Pitchpine), Bilderblät- fer, 1 Oelgernälde (Landschaft). 4. verkauf aus freier Hand: 1 Schreibtisch, 1 Schreibmaschine (Adler 7, Nr. 5008), 4 Herrenüberzieher (kariert), Schreibgarnitucen, Würfelbecher, 7Upp- figuren, 1 Partie Romane (gebunden und broschiert). Junker Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesecker Weg 16 — Telephon 3383 UME D D CDRUCKSACHEN W bIXDCsrührache Druckerei Entzückende Neuheiten in Modewaren Schal-Kragen 50 Pt. Kragen, moderne Form Hammerschlag 95 Pf. Kragen aus Hermelin-Samt 1.25 Mk. 8573A Schmücker. Dienstag, 6. Dezember 1952 Kr. 287 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) den Wunj die Obecheffen o n e n , die in Vor dem Länderkamp (?nolan^ - Cofterroirf ein zweites Tor, nachdem Schlarb herausgelaufen war unb unbehindert eingeschossen werden konnte. Die Verteidigung war an diesem Tor nicht unschuldig. Nach der Pause holten die 1900er auf eine erscheinen darf, ist cs dsm Altbelgier, der zu der Zuständigkeit des gleichen Gerichts gehört, nicht gestattet. Vis jetzt hatten sich die Altbel^ier hierüber nicht beschwert, die einen gewissen Stolz darein legten, nicht mit den Bewohnern der annektierten Kantone verwechselt zu werden. Aber nun schlagen die Deutschen von Arlon und Aubel Lärm und mit den 50 000 Deutschen von Eupen und St. Beith werden sie eine politische Macht bilden können, denn dann sind ihrer rund 200 000, und in einem kleinen Lande wie Belgien rechnet eine solche Zahl ganz entschieden. Die belgische Zählung ergibt allerdings nicht diese Summe, aber man darf nicht vergessen, daß die belgische Statistik immer ungenau die erste längeren Unsere in den geben, d gewöhne! Snlläuid nicht sehr rühmliche Art ein Tor auf, nachdem Gäste schon vorher auf 3:0 erhöht hatten. Um die Gaumeisterschast der Jugendklasse OT. Her die Irif löge, fui Der t Zivil trf1 yiijorm Huftn bi 'M l Wied Stadtrat und Verkehrsverein in Bad-Nauheim. WSW Bad -Nauheim, 5. Dez. Eine dringlich einberufene Stadtratssitzung beschäftigte sich mit den dieser Tage bereits berichteten Vorgängen imDad-Nau.heimerVer- kehrsverein. Eine aus der Rechten, dem Zentrum und der SPD. bestehende Mehrheit gab eine längere Erklärung ab, die die vom Verkehrs- Verein gegen den Stadtrat erhobenen Vorwürfe mit aller Entschiedenheit als unberechtigt und unbegründet zurückweist, da sie jeglicher Grundlage entbehrten und nicht geeignet seien, ein besseres Verhältnis zum Stadtrat herbeizuführen. Einen Antrag, diese Erklärung zum Beschluß zu erheben, ließ der Bürgermeister nicht zu, weil die Erklärung nichts anderes sei als eine Vertrauenskundgebung, die der Stadtrat sich selbst ausstelle. Für die Zukunft könnten sich daraus bei andern Gelegenheiten Konsequenzen ergeben, die bedenklich seien. Landestreffen der BK.-Kreise Hessens in Friedberg. Friedberg, 5. Dez. Am vergangenen Samstag und Sonntag fand in unserer Stadt ein Landestreffen der hessischen Bibel k r e t f e statt. 3m großen Saal des Gemeindehauses sprach am Samstagabend Herr Albert Hamel aus Frankfurt a. M., der in feiner packenden Art ein fesselndes Bild aus früheren Zeiten des Bibelkreises zu zeichnen verstand. Anschließend hielt Professor Keller (Friedberg) eine kurze Schluhandacht. Der Sonntagmorgen brachte zunächst eine Besichtigung des Friedberger BK.-Heimes auf der Bergka^erne. Anschließend sand gemeinsam besuchter Gottesdienst statt. Daran schloß sich im Gemeindehaus eine Aussprache, die nach dem Essen noch fortdauerte. Ter Nachmittag brachte Wahlen in die Landesleitung und Vorschläge zur Neuwahl des Landesführers. Mit einem Bibelwort fand das Treffen gegen 17 Ahr sein Ende. Es waren Der- treten die Kreise Friedberg-Stadt, Friedberg- Burg, Butzbach, Gießen, Darmstadt, Mainz und Offenbach. Die auswärtigen Gäste fanden bei Friedberger DKlern Unterkunft und Verpflegung soaenannte Volksbefragung über I ch der Bevölkerung, sich Belgien angliedern zu lassen, vorgenommen, aber diese Be- fragung ging unter dem Drucke der Bajo- Kling gewählt. Schriftführer wurde Heinrich 3h m, Rechner Karl P a u s ch. 3n der Aussprache wurden noch verschiedene Dereinsan- gelegenheiten erledigt. :/: Beuern, 5. Dez. Gestern fand hier die Gustav-Adolf-Feier statt. Den Mittelpunkt des Abends bildete ein Vortrag von Pfarrer Schmidt, der an Hand einiger Lichtbilder über die geschichtlich.' Bedeutung Gustav Adolfs für die Entwicklung des Protestantismus sprach. Schüler der Oberklasse führten unter Leitung von Lehrer E d e l m a n n ein Gustav-Adolf-Spiel auf, das beifällig ausgenommen wurde. Ferner wirkten der Posaunenchor Bersrod und unser Kirchengesangverein mit. Einige Sprechchöre wurden von Schülern der Oberklasse vorgetragen. Die Veranstaltung war sehn gut besucht und fand allgemeinen Beifall. 00 Klein-Linden, 5. Dez. Die Kolonne Großen-Linden des Freiwilligen Arbeits - d i e n st e s vom Jungdeutschen Orden, dem auch eine Anzahl junger Leute aus unserer Gemeinde zu- geteilt ist, veranstaltete am Samstag im Gasthaus „Zur deutschen Eiche" einen aus allen Kreisen der Einwohnerschaft besuchten G e m e i n s ch a f t s ° und F a m i l i e n a b e n d. Nach der Eröffnung durch flotte Marschmusik einer aus jungen Erwerbs- lofen zusammengestellten und von Lehrer Roth geleiteten Kapelle begrüßte Kolonnenführer Richard Jung (Großen-Linden) die Gäste, während Kolonnenmitglied Philipp Weller (Klein-Linden) Zweck und Sinn eines solchen Familienabends erklärte. .f)err Seipp vom .Heimatwerk Oberhessen sprach über die Ziele des FAD. Er machte ferner auf die Notwendigkeit unb Möglichkeit der Neu- schaffung von Siediungsstellen in unserem Vater- land aufmerksam. Herr Seipp überbrachte die Grüße des Arbeitsamts Gießen, bas burch Regie- rungsrat Dr. B,u e s vertreten war, ferner die Grüße bes Heimatwerkes Oberhessen und des Jung- deutschen Ordens. Der Abend erfuhr eine besondere Bereicherung durch die Mitwirkung eines von Lehrer Roth geleiteten Schülerchors, dessen Darbietungen dankbare Aufnahme fanden. Den Höhepunkt des Abends bildete ein Singspiel, bas die Zuhörer in bie Kriegszeit zurücksührte unb bas Schicksal unserer Kriegsgefangenen in Feindesland schilderte. Die Spielleitung lag in Händen von Kolonnenfüh. rer Richard Jung. Der Abend nahm einen sehr befriedigenden Verlauf. Preußen. Streik der Pflichtarbeiter in Marburg. II Marburg, 5. Dez. Nachdem die Forderungen der Marburger W o h I f a h r t s e r - w e r b s l o s e n, die Ptlichtarbeit verrichten müssen auf Bewilligung von Kohlen, Kartoffeln, Schutzkleidung, 20 Mark Weihnachtsbeihilfe für jeden Hauptunterstützungsempfänger und 5 Mark für jedes weitere Familienmitglied von der Stadtverwaltung nicht restlos erfüllt werden konnten lKohlen, Kleidungsstücke und Lebensmittel haben sie im Rahmen der Winterhilfe erhalten), haben heute 310 Pflichtarbeiter Ä!^rt' in den Streik zu treten und keine OSE.-HandbaU. J)oL-5pD. Butzbach I - OSC. I 7:2 (3:1). Der Meister, Polizei Butzbach, trat mit drei Mann Ersatz an. Beim OSC. fehlten Mohl und Stang. Der OSC. überraschte zunächst durch verschiedene schnell voraetragene Angriffe. Aber der Torwart der Butzbacher konnte die wuchtig aewor: fenen Bälle des Halbrechten Luh (OSC.) mit Glück meistern. Nach etwa 10 Minuten Spielzeit kam Butzbach auf, und Schneider mußte im OSC.-Tor einen scharf geworfenen Ball passieren lassen. Kurz darauf gab der Schiedsrichter ein zweites Tor für Butzbach. Der OSC. holte bann auf 2:1 auf. Die Polizisten konnten aber bis zur Pause auf 3:1 erhöhen. Die 2. Halbzeit begann für bie OSCer viel- versprechenb. Luh stellt bas Resultat auf 3:2. Aber der Meister ging jetzt sehr aus sich heraus und führte balb mit 5:2 Toren. Die OSCer kämpften weiter, aber ohne Erfolg. Die Butzbacher kamen zu zwei weiteren Toren unb stellten bamit den Sieg endgültig sicher. Das Ergebnis ist, entsprechend dem Spielverlauf, etwas zu hoch ausgefallen. „Big BiU" Tilden begeistert in Frankfurt. Der Wert der Einzelspiele des Samstag lag oorhiegend im Technischen begründet. Die lieber- legenheit des jungen Barnes über den Wiesbadener Senior Becker unb die „Klasse" Big Bills, gegenüber dem temperamentvollen aber noch zu wenig routinierten Spiel Messerschmidt drückte sich in den beiden Resultaten Barnes-Becker 6:3, 6:2 und Tilden- Messerschmidt 7:5, 6:1) deutlich genug aus. Die eigenartige Technik des jungen Amerikaners im Schmeckern und Big Bills gewaltige Schläge kamen im nachfolgenden Doppel besser zum Ausdruck. Dieses Doppel, das Najuch-Nüßlein im ersten Satz überlegen, von 4:1 gegen sich aufholend, in zweiten erst nach härtestem Kampf, nach erbittertem Ringen um jeden Ball 6.4, 11:9 gewannen, spielten Tilden unb Barnes mehr ein Mixed als ein Doppel. Aber Tilben dirigierte das Spiel mit derartiger Meisterschaft, daß die Zuschauer immer wieder begeistert mitgerissen wurden. Es war ein seltener Genuß, dieses Spiel von vier ganz verschiedenen Temperamenten und Stilvertretern zu verfolgen. Mit besonderer Spannung sah man dem Einzel Tilden s gegen Nüßlein entgegen, daß den Mittelpunkt der Spiele des Sonntags bildete. Der Amerikaner zeigte in diesem Spiele eine solch großartige Leistung, daß die Zuschauer aus dem Applaudieren nicht herauskamen Gegen feine Kunst war Nüßlein machtlos. Tilden gewann fast sämtliche Spiele aus dem Aufschlag heraus und ließ den Nürnberger nicht ans Netz heran. Big Bill siegte am Ende in dr§i glatten Sätzen 6:3, 6:2, 6:4. Wagen hche, bi nmenlier eintreten früher, bi mit her Dor hä,t oikin jä bei den 1 muchen allem zu bie jetzig, machen über bie jJHibfc Sfyingej vuhrer i darum y bei den leibe he Aller,, lein doü Som Welte' in bem Wien Mmi de" So; Men j ft Den d°" Reii Srabbeit 'Nunti $eid)Spi h°t ihn glauben JP innei lietunn (Zuich flfe^enl -he 'Ner Ntre öftrer M»ur jren $ fc Ti Murn Nno >g yten: N bi K ps "Ä Sn d Oll». u Mlv. Gießen 1. Jugend — Tgm. Friedberg 1. Jugend 6:2 (1.1). Am Sonntag weilten die Friedberger zum fälligen Endspiel um die Meisterschaft der Jugendklasse in Gießen. Die Platzbesiher traten zu diesem Kampf mit gemischten Gefühlen an, denn die Gegner sind als schnell und durchschlagskräftig bekannt. Die zahlreichen Zuschauer, die sich ein- gefunden hatten, wurden aber angenehm überrascht. Die MTV.er kämpften aufopfernd und konnten auch als Sieger den Platz verlassen. Bereits nach zehn Minuten gingen die Friedberger in Führung und hatten während der ganzen ersten Halbzeit etwas mehr vom Spiel. Trotzdem mußten sie sich den Ausgleich gefallen lassen. Nach der Pause gingen die Platzbesitzer sehr aus sich heraus und kurze Zeit darauf stand das Spiel 3:1 für Gießen. Friedberg holte zwar ein Tor auf, konnte aber nicht verhindern, daß bis zum Schluß noch drei weitere Tore fielen. Das jederzeit fair geführte Spiel wurde von Wagner (Tv. Wetzlar) sicher geleitet. Im allgemeinen denkt man, wenn man von den ^utfdjen in Belgien spricht, immer nur an die Bewohner der durch den Frieden von Versailles abgetrennten Kantone Eupen/Malmedy. Das zweifellose Unrecht, bas bieje Loslösung von der deutschen Heimat darstellte, ist nicht vergessen unb barf nicht vergessen werben, zumal es sich tatsächlich niajt nur um eine innerlich ungerechtfertigte Annexion infolge des Versailler Vertrags handeck, sondern auch um eine Vergewaltigung bes Rechtes ber Minberheiten. Es wurde ba- mals eine r " ' Die deutschen Mnderheiten in Belgien Bon Dr.L. von Äülow, Brüssel. ist, baß sie die Kinber unter vier Jahren nicht mck- ersaßt unb baß biejenigen, die als ihre Sprache Französisch und Deutsch angegeben haben, nur unter französischsprechend gezählt werden. Demnächst werben die Sprachbestimmungen in den belgischen Schulen einer Revision unterworfen werben. Die Deutschen rechnen dabei auf volle B e rücksichtigung unb werden in ihren Bemühungen von ber Sozialistischen Partei, wie auch von den nationalen Flamen ge- förbert. In Deutschland kann man nichts weiter bazu tun, als ihren Bestrebungen freundliches Wohlwollen entgegenzubringen. Es handelt sich um eine innerbelaifche Begebenheit, die wir aber mit größter Aufmerksamkeit verfolgen werden. Wenn das auch gar nichts mit den Minderheiten Belgiens zu tun hat, so sei doch im Zusammenhang erwähnt, daß sich in Belgien über 1 2000 deutsche Staats- angehörige aufhalten, eine Zahl, die in einem so kleinen Staate immerhin eine Bedeutung hat. Landkreis Gictzen. t Wieseck , 5. Dez. Am Samstagabend fand die Herbstverfammlung des Turnvereins 1 8 6 2 statt. Der erste Vorsitzende Karl Dau - pert erstattete den Jahresbericht, die einzelnen Abteilungsleiter die Berichte ihrer Abteilungen, dle ohne Aussprache entgegengenommen wurden. Besonders ist zu erwähnen, daß der Verein, der ln diesem Jahre auf 70 Jahre feines Bestehens zuruckb icken kann, aus diesem A laß mit de n <3 au» feft des Lahn--Dunsberg-Gaues betraut wurde, das in jeder Beziehung gut verlief, was nicht zu- letzt aus die intensive Mitarbeit der Vereinsmit- glieder zuruckzuführen war. Die Dorstandswahl ergab die Wiederwahl des 1. Vorsitzenden Karl Dauvert. 21(6 9 4. nette bes für Eupen,Malmedy ernannten belgischen Diktators vor sich unb wirb in Belgien selbst nicht einmal anerkannt. Die Sozialisten hier haben bei jeder Gelegenheit bagegen protestiert unb eine Wiederholung her Volksbefragung auf einer gänzlich einwandfreien Grundlage verlangt. Die Flamen stehen auf demselben Standpunkt. Sie fühlen sich den Eupen-Malmedgern wesentlich näher als den Wallonen. Ja, einige flämische Parteigänger haben den, von der Allgemeinheit allerdings als verkehrt zurückgewiesenen Gedanken geäußert, daß bie Deutschen Eupen-Malmebys ursprünglich überhaupt Flamen waren, und daß man sie in die flämische Bewegung mit einbeziehen müßte. Von diesem Gesichtspunkt könnte man bann aber bie flämische Bewegung auch auf ganz Westdeutschland ausdehnen, denn die Eupen-Malmedyer sind mit den Flamen unb Hollänbern in keiner größeren Verwandtschaft als bie anderen Niederdeutschen. Will man geschichtlich genau vorgehen, so waren allerdings sprachlich zwischen den Holländern unb Flamen auf der einen Seite unb den Niederdeutschen bis in bas 16. Jahrhundert hinein nur geringe Unterschiede. Dann aber hat sich das Holländische und das Flämische zu einer selbständigen Sprache entwickelt unb demgemäß auch die sie sprechende Bevölkerung sich innerlich von ihren deutschen Brüdern getrennt, sodaß sie heute als völlig selbständige Völker dastehen dürften. Im belgischen Staatskörper hat man den Eupen« Malmebyern auf dem Papier völlige Gleich- berechtiguna ihrer Sprache mit den anderen zugesichert. Das Deutsche ist damit bie dritte Staatssprache in Belgien geworden. Die Eupen/Malmebyer Deutschen haben vollen Anspruch auf deutschen Schulunterricht, auf deutsche Ver w'a 11 ung, deutsche Gerichtsbarkeit, wenn auch hier infolge technischer Schwierigkeiten noch einige Hemmungen sind. Die höheren Instanzen finden nicht so leicht deutsch-sprechende Richter. Aber die Belgier hoffen, daß bi es eine Frage ber Zeit sein wirb. Auch für den Heeresbienst ist den Eupen/Malmedyern das Recht auf die eigene Sprache und Ableistung des Heeresdienstes in ihrer Heimat gesichert. Sie haben also scheinbar keine Klagen vorzubringen, aber sie fühlen sich doch nicht so wohl unter Belgiens Herrschaft, wie die Belgier bas von ihnen so gern behaupten unb die Zeitungen ihren Lesern vorzutäuschen bemüht sind. Die Eupen Malmedyer sind nicht umsonst hundert Jahre bei Preußen gewesen, ihre ganze Kultur neigt nach Deutschland unb bie ersten Jahre nach dem Kriege haben sie sich von ben Belgiern reichlich schikanieren lassen müssen. So etwas wirb nicht so schnell vergessen, anderseits aber geht es ihnen besser, als den Deutschen in ber Hei mat. Sie haben bie deutsche Inflation nicht mit- gemacht, ber gegenüber bie belgische Inflation ein Kinderspiel war. Sie haben nicht an ben Zahlungen für bie Reparationen teilnehmen müssen und die schwere Krise, die jetzt in Deutschland herrscht, verschont sie. Wirtschaftlich haben die Kantone also von dem Eupen-Malmedy wohnen, sind mit dem Tausch zu- frieden, sie haben geringe Vorliebe für Belgien unb wenn sie hätten wählen können, so hätten sie lieber Fühlung mit Frankreich gesucht Die Stellung ber Eupen Malmedyer ist völlig klar. Nicht so sehr ist es d i e ber deutschen 2111 b e l g i e r. In ber Provinz Luxemburg ist die deutsche Sprache in ber Hauptsache Muttersprache der Bevölkerung. Bis zum Kriege war sie es ganz unangefochten, ohne daß deshalb die Deutschen sich weniger als Belgier fühlten, wie die Wallonen und Flamen. Sie wurden auch von den Deutschen als Belgier behandelt. Es kam hier ebenso verschiedentlich zu Erschießungen wegen Franktireurverbachtes. Nach dem Kriege machte sich auch hier ber allgemeine Deutschenhaß bemerklich. Die deut- s ch e S> p r a d) e wurde aus der Schule verbannt. Mit bem Erfolg baß bie Erziehung der Kinder erheblich darunter litt, denn das Französische, das nid)t ihre Muttersprache war, lernten sie nicht ausreichend und im Deutschen wurde ihnen nicht mehr Gelegenheit geboten sich fort^ubilben. Jetzt, wo bie allgemeine Beruh gung auch in biefen nationalistischen Fragen eintritt, haben sich bie Deutschluxemburger auf sich selbst besonnen unb einen B u n d ber deutschsprachigen Belgier gegründet, der hauptsächlich die Förderung aller kulturellen Belange ber deutschsprechenben Belgier, bie Hebung unb Pflege ihrer Muttersprache unb bie gesetzliche Gleichberecht gung mit den beiden andern belgischen Sprachen, dem Flämischen und bem Französischen betreibt. Zunächst soll ber Grund- satz „die Sprache ber Gegend bie Leitsprache des Unterrichts" zur vollen Geltung gebracht werben. Die Altbelgier deutscher Zunge sind in ihren Rechten auf die Benutzung der deutschen Sprache weit schlechter daran, als die Neubelgier in Eupen- M aImedy. Für sie besteht in rechtlicher Beziehung keine Berücksichtigung der Muttersprache. So kann der Deutsche aus dem altbelgifchen Tell von Moresnet nicht Richter deutscher Sprache finden. Während sein Nachbar aus dem früheren preußischen Moresnet vor der deutschen Kammer in Derviers Oesterreichs Hoffnung, H i b e n, ber unerschütterliche Tormann, beim Training in London. Oie Rückrunde der I. Bezirksklaffe der Fußballspiele im Gau Gießen-Meßlar. Mit dem Beginn des neuen Jahres nehmen auch die Spiele der ersten Vezirksklasse, die Derbands- spiele im Gau Gießen—Wetzlar, ihren Fortgang. Die Termine stehen bereits fest und seien im Nachfolgenden wiedergegeben: 8. Januar Frohnhausen - 1900 Gießen. Wallau - Breidenbach, Ockershausen — Botten- horn, VfB. Gießen - Wetzlar. 15. Januar. Dottenhorn 'Frohnhausen, 1900 Gießen - Wallau. 2 2. Januar: Frohnhausen - Ockershaufen, Breidenbach VfB. Gießen. Wallau Wetzlar 2 9. Januar. Breidenbach - 1900Gießen, VfB. Gießen Bottenhorn. Wetzlar - Ockershausen. 5 Februar Frohnhausen — Wallau, Bottenhorn Wetzlar. 12 Februar: Ockershausen Breidenbach, 1900 Gießen Bottenhorn Wetzlar Frohnhausen. 19. Februar Ockershaulen V.B. Gießen. Wallau - Dotteichorn. 2 6. Februar: VfB. Gießen Wallau, Wetzlar 1900 Gießen Frohnhausen Breidenbach. 5. März Ockershausen - 1900 Gießen, Breidenbach - Bottenhorn VfB. Gießen - Frohnhausen. 12. März 1900 Gießen - VfB. Gießen, Wallou - Ockershaufen, Wetzlar — Breidenbach. Spielverermqung 1900 (Hietzen 1900 i - Vad-Nauheim I 1:3 (0:2). Das Spiel war kein besonderes sportliches Ereignis Daß die Blauweißen gegen die Gäste verloren, ist unverständlich. Das Spiel mußte auch nicht verloren werden wenn ber Sturm nur ein Weniges energischer gewesen wäre So aber sah man einen Fehlschuß nach bem anberen, und eine Chance nad) ber anberen würbe ausgelassen. Zwar waren bie Badestädter keine leicht zu nehmenden Gegner, denn sie spielten sehr wuchtig, aber auch ohne jede Sicherheit im Ausbau unb bas hätte ben 1900crn eigentlich bie Möglichkeit geben müssen, ihre Technik einzusetzen, bie Gäste nach Regeln ber Kunst zu umspielen und aus diese Weise matt zu setzen. Es gelang aber nicht Die. 1900er spielten ebenso {erfahren und planlos, wie die Gäste, da sie sid) ehr idjnell deren Art aufdrängen ließen. Zu allem leberfluß kam es besonders während der zweiten Halbzeit zu einigen Härten, es wurde viel geredet unb weniger geleistet. So war bas Spiel, bas wohl einige ansprechende Einzelleistungen brachte, nicht sonberlich reizvoll, und etwas enttäuscht verließ man den Platz Schon war man etwas erstaunt, als bFb Gäste in der 4 Minute in Führung gingen, ohne daß der ernsthafte Versuch gemacht wurde, sie daran zu hindern. Der Kampf ging ziemlich ausgeglichen hin und her Die Gäste waren sehr angriffsluftig und lagen von Zeit zu Zeit immer wieder einmal vor dem Tor der Platzbesitzer. Schlarb mußte oerschie- bentlid) eingreifen. Aber auch ber Tormann ber Bab-Nauheimer mußte sein Können zeigen Die 1900er bemühten sich um den Ausgleich, ber ihnen aber versagt blieb. Vielmehr erzielten bie Gäste Herrschaftswechsel in ber Hauptsache Vorteile gehabt, aber bas beeinflußt natürlich ihre politische Gesinnung nicht, sie fühlen sich nicht als „befreite Brüder", wie das die 'Belgier_fo gern haben möchten. Nicht einmal die "* 1 . '■■■ " ' ----- — — i — »i Schöne weiße Zähne: Chlorodont ■ ' ** ■* ■' -X-v.' r 'j . »• ' 4 v • -- i, ' J