8bI,t 9;». -ZK to-- bN - 56JnQrnn - *-äa& •™*rrtn. En des DM sich bi/Tfi,°mder &«$~4 ML 6°lb’ffö(n und fiojfi iatti) kennen. ‘\W>fel, das L?r^L “fi SÄfl|‘rQfi) und (aila Romeo). Chiron !lometer langen?unö- ÄS “5 in^ckmt )erf)oüe den Sieg der «men Wagen siegle der (Bugalti) gegen sehr gsvnluste wieder voll I sogar noch 1,5 Proz. itahien zogen Franl- S Proz. ki Ibhrozrnt. • M.-AM bei 2Vpwz. - Aörse schloh in durch. lieben besonders Gold« ese, Äommunatobli- sen gesucht, während ■ sichuldbuchsorderungen , nur behauptet blieben, ds konnten sich um 1,5 chten damit den Pari« , i waren Türken, Weri- ■ er gefragt, Ungarische Prozent unverändert. Ti bei lebhaften Ilm» f 19 Dollar (nach 18 ' nrnlanM Aen^rg , an. »eschMnhe 55, Schutz« len 4,20. Entwicklung pserdezucht. Aassau). 3.6ept Hier von Landftallmcislcr Vertretern der Land- aden der W* 11. ordentliche Wghe- andwirtschastMt h eine emgeMAu^ raaen und insbesondere ; Lis Ergebnis dieser [lt werben, ^6 mQ.n nassauischen G-bE L das mittelschvere ^Ajeses Plerd wiegt VS dum M« -in erfreulicher »^-stellt. Die Pferde /den anderen » jße bewahrt. 3n ?ng fand eine Dauer Me teilnehmenden ;tcn Bedingungen. 6 6 15 3 2 .7 18 18 15 2 1 16 >1 15 >5 ?3 13 >1 !3 n !3 LWS 52,05 lf,4Ä 3,063 16947 73.« 75,53 75,13 14-67 0,927 4,21 58,4 21.6« 16,A 81,37 3,93 ß,l3 0,961 0,323 6.707 13,33 TM X 12,465 3,057 169.53 73,2 75.3 74,97 14,63 0,923 4,209 58,3« 21,605 16,4? 81,4 33.67 81-97 0,959 0,321 6,693 13,31 jrantiuti^ oletL M "140 58,175 75-Z 14,59 16.« 16?^ ts 2;s LZ 33,73 'M 58,415 75,5« is.z 169,8* 241 4 33,97 llk. 209 Erstes Blatt 182. Jahrgang Dienstag, 6. September 1952 (Er|d)etnt tügUch, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen NM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt Hernsprechanschliifse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Giefoen. Postscheckkonto: granffurt am Blain 11686. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univer^lülr-Vuch- und Steindruckerei H Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulktraße 7. Annahme von Anzetaen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig; für No» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20", mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wich. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Will). Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Bietzen. „Belebung der Wirtschaft." Nun liegt der „konstruktive Aufbauplan" der Reichsregierung als ein umfangreiches Dokument von !'/■> Seiten im Reichsgesetzblatt vor. Niemand, dem nicht parteipolitischer Fanatismus die Blickrichtung aufs Wohl des Ganzen versperrt, wird ihm die besten Wünsche auf den Weg verjagen. Mit Nachdruck muß der eindringliche Appell der Re- gierungsmänner unterstrichen werden, der an die Preise der Privatwirtschaft gerichtet ist, von deren williger und lebendiger Mitarbeit das Gelingen des Planes in hohem Maße abhängig gemacht ist. Die verantwortlichen Männer haben sich offenbar den kritischen Bedenken nicht verschlossen, die von den verschiedensten Seiten der Oefscntlichkcit den Ursprünglich betanntgegebcncn Grundzügen des Wirtschaftsprogramms entgegengestellt wurden. Eine Anzahl wertvoller Anregungen jsl ausgenommen und mit schneller Entschlußkraft in den Plan hineingearbeitet worden. So hat die Notverordnung an entscheidenden Stellen eine. Form erhalten, die weicntlich von den zunächst ifis Auge gefaßten Maßnahmen abwcicht Der Optimismus, daß sich ein erweitertes öffentliches Arbeitsbcschaffungspra- gramm erübrige, wenn die Unternehmungslust durch eine großzügige Kreditausweitung auf dem Wege über die Steueranrechnungsscheine kräftig angeregt werde, hat schließlich doch nicht mehr allen Zweifeln standgehalten. Die Regierung bekennt sich jetzt zu der Notwendigkeit, die Ankurbelung der Wirtschaft und die Bekämpfung des Arbeitslosen- gespenstes von beiden Richtungen, von der öffentlichen Hand undvon derPrioatwirtjchaft her, gleichzeitig in Angriff zu nehmen. Und zwar jcheint es, daß man bei dieser etwas stärker gemischten Methode die Wirkung eines wesentlich erweiterten öffentlichen Arbeitsbeschaffungspro- gramms schneller als durch den allgemeinen Impuls hofft in Erscheinung treten zu lassen, der der Privatwirtschaft zugeführt werden soll. Das ursprünglich vorgesehene Ausmaß der öffentlichen Aufträge soll nahezu verfünffacht werden. Der Betrag, der jetzt für die Finanzierung des öffentlichen Arbeitsbejchaffungsprogramms angesetzt wird, ist auf ungefähr dreiviertel Milliarden erhöht worden, und er soll mit möglichster Beschleunigung, also nicht in gleichmäßiger Verteilung auf die zwölf Monate des Plans, in die Wirtschaft hineingepumpt werden. Wenn es auch richtig sein mag, daß mit Arbeitsbejchcissungsprogrammen gleich welchen Umfangs die Krise und die Arbeitslosigkeit als ihre äußere Erscheinungsform nicht organisch und mit dauernder Wirkung bekämpft werden können, so erscheint es uns doch als zweckmäßig, daß die kreditpolitijche Belebung der Unterneh- milngsluft durch das anspornende Beispiel der öjsentlichen Unternehmungen verstärkt w:rd. Das Kernstück des „konstruktiven Aufbauplans", die Kreditausweitung über die Steueranrechnungsscheine, das Prämiensystem für Rcueinstellungen und die An- reizmethoden für eine stärkere Aufteilung der vorhandenen Arbeitsmöglichkeiten stellen sich im Wortlaut der Notverordnung grundsätzlich unverändert gegenüber den Ankündigungen dar. Etwas überraschend erscheint nur die Derschiebung der Quoten. die bei der Ausstellung von Anrechnungsscheinen für die verschiedenen Steuerarten zur Anwendung gelangen. Ursprünglich sollten für diejenigen Steuern, die in erster Linie von Industrie undHan - del getragen werden, Umsatzsteuer. Gewerbesteuer und Deförderungssteucr, 50 Prozent der gezahlten Beträge in Steuerscheinen zurückvergu- tet werden, während die vor allem von der Landwirtschaft zu tragende Grundsteuer nur mit einer Quote von 25 Prozent berücksichtigt werden sollte. Die eindringlichen Forderungen des Reichslandbundes, die auch von dem deutschnativ- nalen Parteiführer nachdrücklich unterstrichen wurden, haben die Regierung zu einer Aenderung gegenüber den ursprünglichen Absichten veranlaßt. Für alle vier Steuern wird die Quote der in Steuerscheinen rückzuvergütenden Beträge auf 40 Prozent festgesetzt. Die Entlastung der Industrie und des Handels erscheint also in der endgültigen Verordnung ermäßigt, während die Entlastung der Landwirtschaft verstärkt wird. Der Ausgleich für die Industrie wird aber in dem erweiterten Arbeitsbeschaffungsprogramm zu erblicken sein. Den Gesamtbetrag von 2,2 Milliarden. Her gegen die Wirkungen der Deflation an- gesetzt wird, wollte die Regierung offenbar nicht erhöhen, um die Kühnheit des Experimentes auf geldpolitischem Gebiet - von einem solchen muh man schließlich doch sprechen, wenn man den Dingen auf den Grund geht — nicht zu übertreiben. Gegenüber vielfach in der Oefjentlichkeit geäußerten Bedenken, daß der Haushalt kommender Jahre auf den jetzt beschrittenen Wegen in peinlicher Weise vorbelastet werde, setzte sich der Reichsfinanzminister in seiner Rundfunkrede energisch für die Berechtigung der grundsätzlichen Schwenkung der Finanzpolitik ein. Die Regierung ist der Meinung, daß, — eine wirklich positive Mitwirkung der Wirtschaft vorausgesetzt — der nunmehr beschrittene Weg zum Ziele führen muh. Gelänge es, eine Belebung der Wirtschaft herbeizuführen, dann müssen eines Tages auch die Steuereinnahmen wieder steigen. Die Steueranrechnungsscheine, die vom Jahre 1935 an zur Bezahlung aller Steuern mit Ausnahme von Einkommen- und Körperschaftssteuer verwendet werden können, ruhen auf der breiten Grundlage eines Etats von sechs Milliarden. Belebt sich die Wirtschaft, dann wird die Rückzahlung, man kann auch sagen, der durch die Erstes Echo -er Wirlschastöverordnung. Berliner presiestimmen zu den Maßnahmen der Reichsregierung. Oie Rechte. Der „2 a g" (deutschnational) bezeichnet als den wichtigsten Punkt das Bekenntnis zur Privatwirtschaft. Das ganze Programm sei von dem Bestreben diktiert, für eine möglichst große Zahl von Menschen Arbeit zu schaffen getreu dem Grundsatz „Gemeinnutz vor Eigennutz". — Der „Lokal- a n z e i g e r" (deutschnational) erhebt Bedenken gegen die Wiedereinführung der Dürgersteuer und betont, es wäre besser gewesen, toenn die Regierung rechtzeitig auf diese Maßnahme vorbereitet und nicht wie das tatsächlich geschehen sei, sie längere Zeit abgeleugnet hätte. — Die „Deutsche Zeitung" betont anerkennend, daß darin eine grundsätzliche Wendung gegenüber früher bestehe, daß die Schraube ohne Ende, die über neue steuerliche und soziale Belastungen immer wieder zu weiterer Wirtschaftsdrosselung führte, durch die Regierung Papen stillgelegt sei. — Die „Dö r senze i tu ng" (konservativ) weist auf das System der Steuergutscheine hin und hält den von der Regierung Popen eingeschlagenen Weg bei der gegenwärtigen psychvlvgisc^n Einstellung des größten Teils der Bevölkerung zu Maßnahmen treditpvlitischer Art und zu den Möglichkeiten ihrer Auswirkung auf die Währung für den besten und ungefährlichsten. — Die „DAZ." (tonfero.) bezeichnet die Verordnung als eine kapitalistische Offensive. In den letzten zwei Jahren habe man dem Kapitalismus vielfach ein düsteres Horoskop gestellt und allzu- eifrige Publizisten beeilten sich, ihm schon in aller Form den Totenschein ausAustellen. Unbekümmert um diese Prophezeihung habe sich die Reichsregierung dazu entschlossen, das nach dem Abschluß von Lausanne und nach dem Wiederaufleben freundlicher Tendenzen in der Weltwirtschaft fällige Werk der Belebung nicht auf sozialistischer ober staatskapitalistischer Grundlage in Angriff zu nehmen. Sie trete vielmehr an ben Unternehmer heran und rege ihn durch bestimmte Dvrteile an, seinerseits neue Aufgaben in Angriff zu nehmen. Oas Zentrum. Die Germania (Zentrum) schreibt: Es besteht kein Zweifel daran, daß die jetzigen großzügigen und kühnen Maßnahmen der Regierung einen Versuch bedeuten, den Schrumpfungsprozeß der Wirtschaft endgültig aufzuhalten und in sein Gegenteil umzubiegen, und zwar mit Mitteln, die nur gewagt werden können, weil die Weltwirtschaftslage in den letzten zwei bis drei Monaten ein freundlicheres Gesicht bekommen hat. Das Blatt schreibt, so sehr man wünschen müsse, daß die Bemühungen der Reichsregierung den Erstarrungskampf der Wirtschaft zu lösen und die Versuche zur Arbeitsbeschaffung großen Stils ©rfolg haben, so sehr müsse man bedauern, daß zu einem nicht geringen Teil die noch in Arbeit befindlichen Arbeitnehmer zunächst die Kosten hierfür aufzubringen haben würden. Diese Opfer seien nur erträglich, wenn das Wort des Reichspräsidenten, daß der soziale Gedanke auch in Zukunft gewahrt und die Lebenshaltung der deutschen Arbeiterschaft gesichert bleibe, in Erfüllung gehe. Oie £tnfc. Der „B ö r s e n c o u r i e r" (dem) hebt hervor, daß die Notverordnung den entschlossenen Willen der Regierung zeige, die Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln zu meistern und sich dabei nicht durch parlamentarische Schwierigkeiten und Rücksichtnahme auf Parteiwünsche beirren zu lassen. Gerade diese Entschlossenheit und Unbekümmertheit um Parteienwünsche, die weit über das Ermächtigungsverlangen früherer Kabinette hinausgehe, seien es ja, die die an den Börsen der letzten 14 Tage zum Ausdruck gekommene Zuversicht des Volkes auf positive Maßnahmen nährten. — Das „Berliner Tageblatt" (dem.) spricht von einer „Vollmacht ohne Sicherungen". Was die Regierung aus der Voll- macht machen wolle, sei vollkommen ihrem Ermessen überlassen. Nach dem umfangreichen Gebrauch, den sie davon bereits bei der Auflockerung des Tarifoertragrechts gemacht habe, sei die Besorgnis nicht von der Hand zu weisen, daß die kommenden Durchführungsverordnungen noch manche unliebsame Ueberraschung bringen und den sozialen Frieden gefährden könnten. — Die „V o s s i s ch e Zeitung" (dem.) nennt den wirtschaftspolitischen Saldo der neuen Verordnung- alles in allem positiv. Das gelte nicht für den sozialpolitischen Anhalt. Die generelle Ermächtigung zu Eingriffen in den gesamten Aufbau und Umfang der sozialen Versicherung müsse schwerste Bedenken Hervorrufen. Die Regierung habe sich also eine Blankovollmacht geben lassen, die ihr die Möglichkeit verleihe, von dem, was Generationen aufgerichtet hatten, keinen Stein auf dem anderen zu lassen. — Der „Vorwärts" (soz) überschreibt seinen Leitartikel: „Das großkapitalistische Programm des Klassenkampfes von oben" und lagt: Das arbeitende Volk müsse die Rettung des Kapitalismus bezahlen. Es fei selbstverständlich, ßronprin$MDre6t auf deniMem-Tag inAichach —— ____u. E. ' Kronprinz Rupprecht beim Abschreiten der Front der Kriegeroereine. In Aichach in Oberbayern fand am Sonntag eine große Bayernkundgebung statt. Anlaß waren die 750. Wiederkehr des Tages, an dem Otto von Wittelsbach das Herzogtum Bayern verliehen wurde und der 100. Jahrestag der Grundsteinlegung des Nationaldenkmals in Oberwittelsbach. Etwa 10 000 Personen nahmen an dem Fest teil, darunter 70 Vereine mit Fahnen. Auf dem Burgplatz in Oberwittelsbach hielt der Bischof von Augsburg, Dr. Kumpfmüller einen Festgottesdienst ab, dem Kronprinz Rupprecht von Bayern, sowie viele Angehörige des bayerischen Adels beiwohnten. Bei einem anschließenden weltlichen Festakt sprach auch Kronprinz Rupprecht, der seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß sich in letzter Zeit die Ueberzeugung immer mehr Bahn gebrochen habe, daß die Freiheit der Länder gewahrt werden müsse und daß das Reich nur gedeihen könne, wenn die Länder gediehen. „Wir wollen gute Bayern bleiben und uns freudig bekennen zu einem Reich, in dem wir mit unverminderten Rechten an feinem Gedeihen Mitwirken können." — Auch auf einem in Aichach abgehaltenen Bauerntag hielt Kronprinz Rupprecht eine Ansprache, in der er sich für die Hebung des Bauernstandes und für die Förderung des Binnenmarktes als des wichtigsten Mittels zur Linderung der Arbeitslosigkeit erklärte. Der Bauernstand bleibe das Rückgrad des Volkes. Kronprinz Rupprecht wurden stürmische Huldigungen dargebracht. Neben anderen Rednern sprach auch Geheimrat Dr. Heim, der dem Wunsch nach baldiger Wiederher st e I • lung des bayerischen Königstums Ausdruck gab. Einzahlung dieser Scheine entstehende Steuer- ausfall. ab 1935 keine Schwierigkeiten machen. Die Rechnung erweist sich also als solide und sorgfältig. Der Grundgedanke dieser Schwenkung erscheint uns durchaus einleuchtend, daß man dem Kem des Hebels nicht dauernd durch neue Steuern und durch Drosselung von Ausgaben beikommen kann. Das führt in der Tat über vorübergehende Erleichterungen der Kassenlage immer tiefer in den allgemeinen Schrumpfungsprozeß hinein. Das eröffnet keinen Ausweg aus dem ewigen Kreislauf. Eine endgültige Sanierung auch der öffentlichen Finanzen kann nur gesucht werden auf dem Wege über die Entlastung und Belebung der Wirtschaft, die eine Senkung der Milliardenausgaben für Arbeitslose und im Endeffekt auch eine Vermehrung der Steuerbeträge zum Ziele hat. Voraussetzung für das Gelingen der mutigen Spekulation ist die Wahl des richtigen Zeitpunktes und die bereitwillige Mitarbeit der Wirtschaft selbst. Man kann dem deutschen Volke mit der Reichsregierung nur wünschen, daß ihre Auffassung über den beginnenden Konjunkturumschwung richtig ist und daß die Privatwirtschaft ihre letzte große Chance richtig auszunützen versteht. Als eine Ausnahme von diesem Grundsatz der steuerlichen Erleichterung erscheint eine etwas peinliche Ueberraschung in der endgültigen Form der Notverordnung. Die Bürgersteuer, die bereits für das Jahr 1932 erhoben war, darf von den Gemeinden für das letzte Quartal noch einmal ein- kassiert werden. Der Satz wird zwar um 25 v. H. ermäßigt und der unglaubliche Zuschlag für Verheiratete fällt weg — eigentlich eine soziale Selbstverständlichkeit für eine praktisch zur Einkommensteuer gewordenen Kopfsteuer — aber die Peinlichkeit der Ueberraschung bleibt nach den vorausgegangenen Versicherungen doch. Man sagt: die Bürgersteuer brauche nicht, sie könne nur erhoben werden. Das heißt: sie wird. Lebhaft erörtert werden dürfte in der nächsten Zeit die im zweiten Teil der Notverordnung enthaltene weitgehende Ermächtigung auf dem Gebiet der Sozialpolitik. Man wird sich hier an die Versicherung des Reichsarbeitsministers halten müssen, daß die Durchführung von dem Willen getragen sein werde, die sozialen Errungenschaften vor dem Erliegen zu retten. Die Verordnung über die Höchstgrenze der Gehälter in vom Reich subventionierten Betrieben darf der allgemeinen Zustimmung sicher sein. Mit besonderem Interesse wird man den noch nicht genau festgelegten Vollmachten des Kommissars für diese Betriebe entgegensetzen Oie Not her Rentenempfänger Ctn »stppcll der Evangelischen Kirche an den Reichskanzler. Berlin, 5. Sept. (£11.) In einem Schreiben an den Reichskanzler geht der Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses, D. Dr. Kapler, auf die durch die jüngsten Kürzungen der Unterstützungssätze verschärften Rot der Rentenempfänger ein. Dor allem in den Industriestädten hatten die evangelischen Pfarrer im Rorden und Süden des Reiches in ihrer seelsorgerischen Tätigkeit einen erschütternden Eindruck von der bis zur Unerträglichkeit gesteigerten Rot der betroffenen Gruppen der Rentenempfänger. Verschiedene Kirchenkreise erwarteten von der evangelischen Kirche, daß sie ausspreche, daß das, was jetzt noch gewährt werde, nicht mehr zum Leben aus- reiche, sondern ein langsames Derhun- gernundDerzweiselnmit alten möglichen Folgen bedeute. Eine südwestdeuksche Kirchenregierung habe den Kirchenausschuß gebeten, bei den zuständigen Stellen zwecks baldiger Linderung der schreienden Rot mit Entschiedenheit vorstellig zu werden. Die Antragsteller seien überzeugt, daß derartige Entbehrungen nur auf aller- kürzeste Zeit getragen werden könnten und auch nur bann, wenn alle Kreise unseres Volkes zu ähnlichen Opfern herangezogen würden. Der Präsident des Kirchen- ausschusses richtete an den Reichskanzler die dringliche Bitte, aus den Anträgen den Ruf z u r H i l f e für die von bitterer Rot betroffenen Dolkskreise zu vernehmen, und ihnen tunlichst bald Folge zu geben. In seiner Antwort betonte der Reichskanzler v. P a p e n, wie besonders schmerzlich es für die Reichsregierung gewesen sei. daß sie sofort nach ihrem Amtsantritt die Bezüge der Sozialrentner und Kriegsbeschädigten habe herabmindern und hiermit die durch die früheren Rotverordnungen bereits stark eingeschränkte Lebenshaltung der wirtschaftlich schwächsten Devölkerungskreise habe noch weiter verschlechtern müssen. Die Reichs- regierung habe sich zu diesem Schritt nur deshalb entschlossen, weil es zur Aufrechterhaltung der Fürsorge für die Sozialrentner und Kriegsbeschädigten in ihrer Gesamtheit keinen anderen Weg gegeben habe. Sobald sich aber die Wirtschaftslage bessere, werde die Reichsregierung prüfen, welche Härten der Rotverordnungen gemildert werden könnten, und zwar werde versucht werden, den Aufbau und die Verwaltung der Sozialversicherung zu vereinfachen und zu verbilligen, um von den so beschränkten Mitteln möglichst viel für die Rentner frei zu machen. d ID'' daß dieses Programm des Kapitalismus und des Klassenkampfes von oben den leidenschaft- lichsten Kampfwillen der Arbeiterschaft wecken werde. Oer „Völkische Beobachter" lehnt ab. München, 6. Sept. (CNB. Funkspr.) Der „Völkische Beobachter" kritisiert die neuen Verordnungen der Reichsregierung, denen er sozialreaktionäre Grundsätze vorwirft. Das Blatt sagt, der Nationalsozialismus lehne die Verordnungen ab, weil sie die heute gestellte Aufgabe, neue Arbeit zu schaffen und das Arbeitslosenelend zu beseitigen, nicht £u erfüllen vermöchten. Weiter spricht der „Völkische Beobachter" von einem „A n • schlag a u f das Tarifsystem" mit dessen Durchlöcherung nun in weitgehendem Umfange von der Regierung Papen begonnen werde, und von einem „Experiment mit den Steuergutscheinen", das in seinen Auswirkungen das Gegenteil dessen erreichen werde, was man beabsichtige: die anderthalb Milliarden würden dem Finanzkapital geopfert, und das Arbeits- und Wirtschaftselend werde nachher größer sein als vorher. Von einer soliden neuen Arbeitsbeschaffung könne keine Rede sein. SerAeichslandbund unbefriedigt Berlin, 5. Sept. (TU.) Der Bundesvorstand des Beichslandbundes hat am Montag eine Ent- schließung gefaßt, in der es u. a. heißt: „So schnell und tatkräftig die Reichsführung in mancher politischen Beziehung gehandelt hat, so beunruhigend und enttäuschend ist das ungekündigte Wirtschaftsprogramm der Regierung. Dieses ist ein Vorstoß in falscher Richtung. Das Rrbeitsbeschaffungsprvgramm ist eine komplizierte Finanzierun^maßnahme, die die eigentlichen Ursachen des Verfalls der deutschen Wirtschaft unbeachtet läßt. Die Wiederherstellung der deutschen Landwirtschaft als Hauptauftraggeber und Hauptabnehmer der deutschen gewerblichen Produktion ist nicht genügend berücksichtigt. Die Landwirtschaft muß feststellen, daß die Reichsregierung die Waffe des Einfuhrkontingents zum Schutze der nationalen Produktion in dem durch die Rotlage der Landwirtschaft erforderlichen Umfange noch immer nicht anwendet. Während den Wünschen gewisser anderer Industriezweige in hohem Umfange Rechnung getragen worden ist, wird der Landwirtschaft, insbesondere der Deredelungswirtschaft der gleiche Schutz nicht gewährt. Iede Reichsregierung, die sich nicht zu der wahrhaft konservativen Führertat aufschwingt, um die deutsche Landwirtschaft zu dem sicheren Fundament der deutschen Volkswirtschaft und Staatslebens zu machen, muß scheitern." Am Montag Reichsiagssihung. Berlin, 6. Sept. (VDZ. Funkspruch.) Reichstagspräsident G o e r i n g hat der kommunistischen Fraktion auf deren Schreiben mitgeteilt, daß der Reichstag für Montag, 12. September, 15 Uhr, zu einer Sitzung einberufen würde mit der Tagesordnung: Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung. Der Empfang des Reichstagspräsidiums durch den Herrn Reichspräsidenten soll am Samstag stattfinden. In politischen Kreisen schließt man aus der Einberufung des Reichstags, daß die beteiligten Parteien hoffen, noch bis zum Ende dieser Woche eine gewisse Klarheit über denAusgangderKoali- tionsbesprechungen zu erhalten. Hierauf dürfte auch hindeuten, daß Adolf Hitler voraussichtlich am Donnerstagabend wieder in Berlin sein wird. Oie Bundesführer des Stahlhelms beim Reichskanzler. Berlin, 5. Sept. (WTD.) Der Reichskanzler empfing in Anwesenheit des Herrn Reichswehrministers die Dundesführer und andere Mitglieder des Stahlhelms. An den Empfang schloß sich ein Frühstück an. Die vom Saargebiet zum 13. Reichsfrontsoldatentag nach Berlin entsandten Mitglieder des Stahlhelms wurden um 16 Uhr in der Reichskanzlei dem Herrn Reichskanzler vorgestellt. Wirtschaftshilfe für Sü-osteuropa. Oie Konferenz von Stresa eröffnet. S t r e s a, 5. Sept. (£11.) Der auf Grund eines Beschlusses der Lausanner Konferenz gebildete Ausschuß für Zentral- und O st - e u r o p a ist am Montag um 15.30 Uhr in Anwesenheit von Vertretern sämtlicher eingeladenen Länder und des Völkerbundes unter dem Vorsitz seines Präsidenten Georges Bonnet in Stresa am Lago Maggiore zu feiner ersten Sitzung zusammengetreten. Der Präsident eröffnete die Sitzung mit dem Wunsche, daß die Konferenz dem Wirtschaftsfrieden Europas zum Segen gereichen möge. Darauf legte Bonnet den Antrag Lettlands vor, an den Konferenzarbeiten t e i l z u n e h m e n. Der deutsche Vertreter, Ministerialdirektor Posse, wies darauf hin, daß die Bewilligung dieses Antrages einen Präzedenzfall schaffen würde. Der italienische Abordnungsführer, de Michelis, schloß sich diesen Bedenken an. Auf Vorschlag Bonnets wurde der Vertreter Lettlands ausschließlich als Beobachter zugelassen. Der Präsident umriß dann kurz das Konferenzprogramm, wie es in Lausanne den Richtlinien nach festgelegt wurde. „Wenn wir", so schloß Bonnet seine kurzen Ausführungen, „nicht zu einer befriedigenden Einigung kommen, dann wird die internationale Weltwirtschaftskonferenz unter einem düsteren Stern stehen. Wir erwarten keine Wunder, aber den guten Willen und Die politische Klugheit aller Rationen, die vertreten sind." Zur.Abkürzung der Konferenz und zur Unkostensenkung wurde beschlossen, die Denkschriften der einzelnen Staaten nicht zu verlesen, sondern nur schriftlich einzureichen. Die Konferenz wird voraussichtlich ein Bureau und daraus drei Unterausschüsse ernennen, von denen der erste finanzielle Fragen, der zweite wirtschaftliche und der dritte agrarische Fragen behandeln soll. Mit Ausnahme der Agrarstaaten (mit Einbeziehung Polens und der Tschechoslowakei) liegt noch kein definitives Programm vor. Die Delegationen verhalten sich abwartend. Es verlautet jedoch, daß Polen und die Tschechoslowakei einen Vorstoß unternehmen werden, um Deutschland zur Gewährung von Präferenzen'für ihre landwirtschaftlichen Produkte zu bewegen. Die deutsche Delegation wird den bekannten deutschen Standpunkt konsequent vertreten und erneut auf die deutschen Bemühungen, die südösteuropäischen Probleme durch Sonderverträge zu lösen, Hinweisen. Es besteht im großen und ganzen wenig Hoffnung, daß auf der Konferenz irgendwelche konkrete Resultate erzielt werden. Man glaubt aber wenigstens, die Arbeiten des Europäischen Studienkomitees durch Empfehlungen erleichtern zu können. Die Konferenz wird voraussichtlich drei Wochen dauern. Aus aller Well. Der 3. Deutsche Obstbautag. In den Tagen vom 3. bis 6. September hielt der 3.Deutsche Obstbautag in Bad Neuenahr seine diesjährige Hauptversammlung ab. Professor Dr. Ebert vom Reichsoerband des deutschen Gartenbaues legte den Verlauf der Fachausschußberatungen dar, worauf nachstehende Entschließung gefaßt wurde: „Die auf dem Deutschen Obstbautag 1932 in Bad Neuenahr aus allen Teilen des Reiches versammelten Vertreter des deutschen Obstbaues fordern unverzüglich Durchführung einer wirksamen Einfuhrbeschränkung für Ob st, Südfrüchte, Gemüse und Blumen, da die Ueberschwemmung des Binnenmarktes mit diesen Erzeugnissen zu nicht länger tragbaren Absatz- und Preisverhältnissen geführt hat. Die in diesen Tagen- erfolgte vorzeitige Veröffentlichung der von der Reichsregierung angekündigten Schutzmaßnahmen verschärfte die Notlage durch umfangreiche Doreinfuhr." 62. Jahresversammlung des Buchdruckervereins. Unter sehr zahlreicher Beteiligung von Buchdruckereibesitzern aus allen Teilen des Reichs und in Anwesenheit von Vertretern der Behörden, der Wissenschaft und befreundeter Verbände fand Anfang September in Bad Pyrmont die diesjährige 6 2. Hauptversammlung des Deutschen BuchÜruckervereins. der Vereinigung der Buchdruckereibesitzer, statt. 27. Orthopädischer Kongreß in Mannheim. In Mannheim wurde dieser Tage durch Dr. Adolf Stoffel, Mannheim, der 2 7. Kongreß der Deutschen Orthopädischen Gesellschaft eröffnet. Das Reichs - arbeitsministerium ist durch Ministerialdirigent Dr M a r t i n e d und Oberregierungsrat Petzold vertreten. Zahlreiche aktive und korrespondierende ausländische Mitglieder der Gesellschaft, die ungefähr 900 Orthopäden vereinigt, sind neben Vertretern mehrerer medizinischer Fakultäten, der De- russgenossenschasten und der soziachygienischen Verbände erschienen. Außer einigen Mitgliedern aus Deutschland wurde der erste Vorsitzende der französischen Orthopädischen Gesellschaft, Professor Fröhlich (Ranch), z um Ehrenmitglied ernannt. Ein Verteidiger vor dem Schnellrichter. . der Verteidigung von sieben Kommunisten, vte sich dieser Tage vor dem Schöffengericht Blankenburg (Harz) wegen Aufruhrs und Land- sriedensbruches zu verantworten hatten, ging Jrc„r 5 I« 6 Monate Gefängnis unter Zubilligung von Bewährungsfrist bei Zah- lung von Geldbußen von 50 bis 80 Mark. Lediglich einer der Angeklagten muß 1 Monat der Strafe verbüßen. (o M mit Wasser füllte. >id)L Der Daiyscr Htevenschaden über xrhilse nach DrunS« llotreparatur erhalt, derkettenbruch . Die Schissahrt im > nicht behindert. ^ßei. jp dir S°U aufl:/5 Jn °n her Sur kW 'ern "stijcher ft "'di- und-sL°;ft ner Ü» nnT ieM * JAä In" aussen R in Rechnung WteVI <1 bringt fein, je bereit; bei leM?en€t«' ^.Efti-Hen höher. a*“l*9 untermauern. Kche, her es m, . der rnt hat, bleiben alle on>. Das von der ,Merkjahr ist d°. 'h"en Schule zuerst 1 Mn angefüllten 'er praktischen Mh, geben und ihm dar "it zu vermitteln. >ent werden in der örik, in jedem nicht n Betrieb und auf der höhere Schüler ntende deutsche M los in seine Ürbeits. ■ Der Nutzen aus ier deutschen Lotts« und Arbeitern viel« i Nutzen für das möglich ist, muß das )eitslagcrn ab« hier ist die Loraus« •lagern die Aertreter erufe vertreten sind, lindern. Je schneller eicher wird sich bat ) es feine Ausgabe sbilbunn ju er« tnLandfnedenS« rfeilf. n Abend des lS. Mai ,s des Schuhmacher« Holzhaus-" be tntopf) lieber. Die forDngen nach der n Hausbesitzer sowie । Srandstistungsver. - Vernehmung zum Verhaftung 66n» lerschaft-olzhausenr n von der völligen >ugt war. Nach 2b r sich «egen nmebSen an JJ> ^eine^echliE Msr. •'ts-Srt -n der veu, (otberL Bänd- E'letzten n °uch .°7 S und i ihre No-e owie Ntl5we Der> das b„-ht ; @[^nSng we« ' DerneW^ber- . Die e "nB5(bneibet gev^aandfr'i' KL« HLß 5^=8 chen ^je-ens' j Mot der Arbeit packt1 sie an- pji• • Bahnhof-Gaststätten iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiimiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Heute Dienstag: Spezialgerichtl Feldhuhn, Kraut und K.-Brei Mk. 1.60 6273 0 MIT GUTSCHEIN DIE PUTZFRAU IN DER DOSE 003-38 -137______________________________________________ Gießen 'Gartenstraße 17), den 6. September 1932. 6274 0 Beerdigung am Freitag, dem 9. September, nachmittags 3 Uhr, auf dem Alten Friedhof. Statt besonderer Anzeige! Heute früh verschied nach langer Krankheit unsere liebe Mutter und Großmutter Frau Anna Spengel, geb. Petersen Witwe des Geh. Hofrates Prof. Dr. J. W. Spengel im fast vollendeten 72. Lebensjahre. Gustel Brüning, geb. Spengel Ulla Neumann-Spengel, geb. Spengel Professor Dr. August Brüning Dr.Werner NeumanrpSpengel und 9 Enkel Mittwoch, den 7. September 1932, nachmittags 2 Ahr. versteigere ich dahier. Neuenweg 28, ..Zum Löwen", zwangsweise gegen Barzahlung: 62680 1. Büfetts, Kredenzen, Chaiselongues Kleiderschränke, Tische, Schreibtische, Sofas, Pianinos, 45 Rehstangen, 4 Elektromotoren, 1 Aktenschrank, 2 Rauchtische, 2 Registrierkassen, Warenschränke. Ladentheken, 2 Drogenschränke, 1 Motorrad, 2 Pürschbüchsen, Parfüms, Pfeifen, Mutze, Weine und Schnäpse Zigarren, 1 Rennachter, 1 Gigviercr, 1 Oelbchälter, 2 Rohrsessel, 1 Nähmaschine, 1 Schrank- arammophon. 2 An Ort und Stelle (Bekanntgabe im obigen Lokal): 2 Oekonomiewagen, 1 Pritschenwagen, mehrere Platten Sperrholz, Eichenbohlen, 200 Mistbeetfenster. 3. verkauf aus freier Hand: 5 eiserne Bettstellen mit Schoner, dreiteilige Matratze, Kopfkissen und Steppdecken, 3 Nachtschränkchen mit Platte, 1 Gasbadeofen mit Wanne 1 Entbindungsbett, 1 Chaiselongue, 1 Schrankgrammophon, 2 komplette Betten (weiß), 1 Spiegelschrank, 1 Waschkommode, 1 Sofa, 2 Sessel. 4. 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September, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28: 1 Warenschrank mit 45 Schubladen, 1 Ladentheke mit Marmor, 1 Theke ohne Marmor, 1 Schreibladenkasse, 1 Waage mit Gewichten (10 Kilo), 3 Oesen, 1 Klavier, 1 Staubsauger (neu), 1 zweirädri- gen Wagen (geeignet für Bäcker), 3 Grammophone, Betten, 1 dreitürigen Schrank, Büfetts, Zigarren la, 1 Flurgarderobe, Waschtische, 1 Küchenherd, 1 große Sammlung von zirka 300 Reh- geweiyen (wandfertig). 62690 Versteigerung bestimmt. Zu verkaufen sind neue Sachen, wie: Kleiderschränke, Wasch- und Nachttische, Küchentische, Küchenschränke, Herren- und Damenräder. Ludwig Hartmeh Auktionator und Taxator Neuenweg 28 — Telephon 3414 Fünf große, gut erhaltene BIMO Glastüren a.p er f-BahehoIi tr.68 Ein Baum Auto- Gelegenheitskäufe 4 PB Opel-Llmonilne, generalüberholt, tadelloser Wagen, sehr billig. Opel, GleBen, Frankfurter Str. 62, Telefon 2847. n-nnA | Kaufgesuche Wnpierö dovvelsv.gefahr.,zu kanten seenobt. Näh. i. d.Geschst. d. Gieß. 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Die Lieferung von Brennstoffen für die städtischen Dienststellen für Rechnungsjahr 1932 soll unter Zugrundelegung der bei der Stadt Gießen eingesührten Bedingun- gen öffentlich vergeben werden. 62560 Angebotsvordrucke sind bei uns erhältlich und sind ausgefüllt bis zum Samstag, dem 10. September 1932 vormittags 10 Vhr hier einzureichen. Zuschlags, und Bindefrist 4 Wochen. Gießen, den 5. September 1932. Städtisches hochbauamt: Gravert. Bekanntmachung. Die Schwimmhalle des städtischen Volks- badeS ist wieder geöffnet! Gießen, den 5. September 1932. Stadt. Dolksbad Gießen. Brau bad).______61550 tattbe Hltopritag Bezirk Lidl Die Herbst-Gesellenprüfung findet am 24. September d. J. statt. Anmeldungen zu derselben sind unter Vorlage eines ordnungsmäßigen Lehrvertrages und Entrichtung von RM. 5.00 Prüfungsgebühren bei dem Unterzeichneten bis zum 10. September zu erstatten. ,r«rv Der Gesellenprüfungsausscbufc: Friedr. Schmidt I.. Schlossermeister. Frische Fische ff.große Schellfische o.K. Pfd. 40/45 4 la norm. Schellfische o.K. Pfd. 28/30 -) (2* i—4-vfündig) ff. Kabeljau o. K. Pfd. 35 40 -- Seelachs, Goldbarsch,, grüne Heringe Arische Fischfilets Arische Bückinge Neue deutsche Heringe 10 Stück 42 und 70 4 ff Matjes-Heringe 3 Stück 50 4 Svistbe Preiselbeere« das Pfd. 30 4, 10 Pfd. 2.70 Mk. Richard Grünewald Bahnbofstr. 27 tim Fernsvr. 3631 Gieben (Wiesecker Weß 28). den 6. September 1932. _________________6754 ।1 Danksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme bei dem Heimgang unseres Heben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Marie Reh Wwe. Danksagung. Für die anläßlich des Hinscheidens unseres Heben Vaters erwiesene Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden und Beileidskundgebungen sprechen wir hiermit auf diesem Wege unseren wärmsten Dank aus. Frau K. Herdt Dr.W. Herdt Gießen, den 5. September 1932. 6260 D Im Alter von 35 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenem Anna Will, geb. Müller, nebst Kind Konrad Will Familie Anton Müller 33. Holzheim, Lang-Göns, Offenbach, Gießen, den 6. September 1932. Die Beerdigung findet statt- Mittwoch, den 7. September, nachmittags 2'/, Uhr. 6266 V Montag. 5. September, entschlief sanft nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein Heber Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Friedrich Will Gießen, im September 1932. 6253 D Danksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme bei dem so unerwarteten Heimgang unserer lieben Entschlafenen Frau Lina Nagel, geb. Kreuder sagen wir allen unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jean Nagel, Postassistent M 20Tdbl.l,05 IQlabl 0.-0 ' Mr' Streife! hören i mühseli zwängt kleinen lange ' wir un Marche Don prächtig Ebene, Obstgän sichtbar, die »ein Wen g hen die Seilen, nach oi An unfer auch d rasch t: lachte, Deerer liches weich 1 und fe Frücht, herbe - chen, bt mir no, tafeln l Zucker < Dir 1 llanden vollen S stimmen, Noch t wenade i r'fle und waren, t Den, bWen. i Dpen, jMttrei- beiden £d handelten tum, 5ibe, Knoten b^klen; ne >°)°°rzer °usechan le'-hsom konnte t D°rstr MießliE ffe,ne, bi andasl Nach.' riums u! b e u r ö e fccn unD MSkoiM ffiirfunj \ mando I,: Oberstl" Stadt «w deburg'M wurde in fördert un ren 1912 koinmandu genoh er Löberitz 1 ersten Ost slhast mit landung war der gertrnpp lungs- u dun- un zunächst als Kon Fliegert! Kommar berg. 2c sion, do L (Preu Jahre IE ip Brest wurde 15.Jns.-l zum Lar ff.N Fs (u0ler dt Ms tev> Äi", $*•? *£« ö§. Benote!) BetiW Roman von Hertha Fricke Mrheberrechtsschutz: Verlag Oskar Meister, Werdau 14. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „Mein Bruder ist anderer Meinung als Sie, und gegen Kollegen pflegen ja auch die Aerzte nicht hinter dem Berg zu halten. Renate ist unheilbar, ich weih es! 2lber da es noch nicht erwiesen ist, ob chr Leiden ansteckend ist oder nicht, möchte ich es Ihnen anheimstellen, da Sie das einzige Kind Ihrer Mutter sind, sich gelegentlich nach einer anderen Stellung umzusehen! Ich möchte es nicht verantworten, Sie über gewisse Möglichkeiten im unklaren zu lassen!" „Herr Doktor Andresen hat mir nie von Ansteckungsgefahr gesprochen!" antwortete das Mädchen. War es wirklich Fürsorge von d esem fremden Wann, oder wollte er sie gern los sein? Es war ihr unsäglich peinlich. „So? Das hat er nicht? Eigentlich merkwürdig!" meinte Herr Andresen. „Schwester Elisabeth hat nicht verfehlt, auf die möglichen Gefahren hinzuweisen!" „So? Die?" sagte Eva-Marie ein wenig hochmütig. „Ich fürchte mich nicht, Herr Andresen, und werde um einer Gefahr willen einen Posten nicht verlassen, auf den ich gestellt bin!" „Das klingt ein bißchen nach dem überwundenen Militarismus!" spottete Karl Andresen. Eva--Marie erhob sich. Der Zorn stand wieder hell in ihrem hübschen Gesicht. Was muhte sie sich von diesem Manne bieten lassen. „Ich habe Ihnen nur noch zu sagen, Fräulein von Diemen, dah ich mich dem Wunsche meiner Frau gefügt habe. Sie noch weiterhin zu ihrer Gesellschaft bei ihr zu belassen, möchte aber noch einmal darauf Hinweisen, dah die Kranke vor Aufregung jeder Art zu schützen ist, und dergleichen Szenen wie damals vor der Operation unter allen Umständen zu unterlassen sind. Es war von durchaus übler Wirkung auf die Kranke!" „Herr Dr. Andresen war anderer Meinung!" sagte Eva-Marie tief beleidigt. „So, na, mein Bruder ist nun mal total verliebt in Ihr hübsches Lärvchen, Fräulein von Diemen, was man einem jungen Manne in seinem Alter ja weiter nicht übelnimmt. Und da die Liebe bekanntlich blind ist, lege ich mehr Wert auf das sachliche Urteil der erfahrenen Schwester? Ich würde Ihnen aber privatim noch raten, keine zu grohen Hoffnungen auf die Verliebtheit des jungen Doktors zu setzen! Abgesehen davon, dah solcher Zustand bei jungen Männern meistens nicht von langer Dauer ist, ist er noch lange nicht in der Lage, sich den Lu^us einer vermögenslosen Frau zu gestatten!" Eva-Marie war aufs tiefste gekränkt. Warum tat der Mann ihr das? Elisabeths Einfluh ohne Frage! Heinrich Andresen hatte sie ja darauf schon hingewiesen! Am liebsten wäre sie sofort weggegangen. Aber da fiel es ihr ein, was in Doktor Heinrichs Brief stand. „Halten Sie aus, kleine Eva-Marie! BZappnen Sie sich mit Gleichgültigkeit gegen die spitzen Angriffe der ärmlichen Seele Elisabeths!" Rein, diese gehässigePerson sollte nicht den Triumph haben, Eva-Marie von Diemen mit ihren boshaften Klatschereien ohne weiteres entfernen zu können! „Verzeihung, Herr Andresen!" sagte sie ruhig und kalt. „Es gilt, eine Rechtslage zu klären! Bin ich in Ihren Diensten oder in denen Ihrer Frau Gemahlin?" Da sah Karl Andresen auf. „Bei meiner Frau natürlich!" sagte er verwundert. Was wollte dies patente kleine Frauenzimmer? „Dann halte ich unsere Unterredung für beendet und möchte mich zu meiner gnädigen Frau begeben!" Sie verneigte sich kurz und hatte die Tür hinter sich geschlossen, ehe Herr Andresen sich auf eine Erwiderung besinnen konnte. 10. Die Wochen gingen hin. Frau Renate durfte ausfahren, und so gab es manche Stunde behaglicher Zweisamkeit für sie und Eva-Marie, die ihnen weder die langweilige Anwesenheit des Gemahls noch die drückende Schwester Elisabeths stören konnte. Meistens war Gerti mit, und Renate hatte eine wahre Sucht, alles mögliche zu sehen, Ausflüge in die Umgebung zu machen, welche durch einen erfrischenden Schlaf, der fast regelmäßig darauf folgte, einen durchaus wohltuenden Einfluß auf chr Befinden hatte. So kam es, daß auch der Reise, die Frau Renate so sehr wünschte, keinerlei ärztliche Bedenken entgegenstanden. Man wählte das ruhigere Saßnitz, da reger und- lauter Badebetrieb nicht für die Leidende geeignet war. In dem schönen, vornehm ausgestatteten Kurhause, das von drei liebenswürdigen Schwestern bewirtschaftet wurde, nahm man Quartier. Herr Karl Andresen begleitete seine Damen dorthin, reiste aber bald geschäftlich weiter nach Schweden. Er fand seine Frau angenehm verändert. Sie konnte scherzen, sie aß mit gutem Appetit, und sie hatte alle Augenblicke Wünsche, brauchte Geld dafür, was sie sonst leidvoll und verächtlich abgewehrt hatte. Das Geld hatte freilich nur den Zweck, ihre kleine Tochter oder Eva-Marie mit neuen Kleidern herauszuputzen, und wenn letztere einmal den reichen Gaben wehren wollte, wurde sie ärgerlich. „Laß mir doch den Spaß, Eva-Marie. Du siehst entzückend aus in den eleganten Sachen! Warum sollen die kleinen Beamtentöchter oder die mondänen Strandhexen, die lange nicht so hübsch sind wie du, dich ausstechen. Das sehe ich nicht ein!" Sie sann sich Ueberraschungen aus für ihre „Mädels", wie sie Gerti und Eva-Marie nannte, und hatte eine Riesenfreude, wenn sie ihr gelangen. So hatte sie eines Tages befohlen, Eva- Marie müsse auf ihrem Balkon frühstücken und dürfe nicht vor zwölf Uhr auf der Terrasse erscheinen. Eva-Marie tat ihr lächelnd den Willen. Sie schaute von dem Balkon aus über die blaue Ostsee, die so klar war, daß man den kleinen Leuchtturm der Greifswalder Oie erkennen konnte, sah das stolze Fährschiff nach Schweden ziehen und fühlte sich sehr wohl da oben. Als die Uhr zwölf schlug, und sie herunterkam, kam ihr Gerti mit einem pfiffigen Gesichtchen entgegen. Und dann sah sie die Ueberraschung mit gerührtem Lächeln neben Frau Renate sitzen, ihre liebe kleine Mama! Dankbar küßte Eva-Marie Renates Hand. „Du Gute, — du lieber Engel du!" „So verwöhnt sie mich!" sagte Renate und legte ihr schmales Gesichtchen an Eva-Maries Schulter. Am Rachmittag blieb Renate mit Schwester Elisabeth allein und schickte Eva-Marie mit ihrer Mutter nach Stubbenkammer. Eine Woche blieb Cxcellenz als Gast der Frau Andresen in Saßnitz, dann reiste sie, entzückt von deren Liebenswürdigkeit, wieder nach Hause. Eine zweite Ueberraschung kam sehr bald. Doktor Heinrich kam auf zwei Tage von Hamburg. Glücklich wanderten die zwei den buchenüberdachten *2Beg am Meere entlang, plauderten oder schwiegen, Und jeder wußte, daß er des anderen sicher war. Sie sagte ihm nichts von der häßlichen Szene, die ihr Karl Andresen damals gemacht hatte. Der kurze Aufenthalt sollte ihm durch nichts getrübt werden. So gingen auch diese Tage schattenlos und froh vorüber, und als Doktor Heinrich zum Abschied ihre beiden Hände an seine Lippen drückte, wußte sie, daß er ihr zu eigen gehörte, und daß sein redlicher Charakter nichts von der oberflächlichen Verliebtheit wüßte, die fein Bruder sie hatte glauben lassen wollen. Heinrich Andresen fuhr mit dem Schiff über Warnemünde nach Hamburg zurück, und Eva- Marie sah ihm nach und ließ ihr Tüchlein von ihrem Balkon wehen, bis das Schiff verschwand. Als sie nach dem hübschgepflegten Hotelgarten hinuntersah, glücklich und doch ein wenig vom Abschiedsweh erfüllt, sah sie Schwester. Elisabeth, die den Fahrstuhl Frau Renates hielt. Haßerfüllt sahen die grauen Augen zu ihr empor. „Vielleicht liebt sie ihn auch!" dachte Eva- Marie erschrocken. „Dann ist es ja kein Wunder, daß sie mir böse ist! Man muh ihn ja lieb haben!" setzte sie verstehend in Gedanken hinzu, und so kam es, daß sie am Abend freundlicher gegen die ihr so unsympathische Pflegerin war, aus Mitleid! Klein-Gertis Ferien waren zu Ende. Ern Süd- weststurm setzte ein und machte den Aufenthalt am Strande und auf der Terrasse unmöglich. „Meine Sommerzeit ist vorüber!" sagte Renate schmerzlich, „und ich glaube, auch meines Lebens Sommer! Wir wollen nach Berlin fahren, denn Gertrud muß wieder zur Schule, und ich mag nicht länger von ihr getrennt sein, als es nötig ist! Wird es dir schwer, Eva-Marie?" „Es waren köstliche Tage, liebes Herz, ich werde sie nie vergessen! Sogar meiner kleinen Mama hast du soviel Schönes gegönnt! Sie ist entzückt von meiner wunderlieben Herrin!" „Und die Tage mit Heinrich?" Renate lächelte Eva-Marie an. „Du bist eine Fee!" flüsterte das Mädchen und küßte die Freundin auf die blasse Stirn. „Du schenkst nicht nur schöne Kleider, du schenkst auch Sonnentage und Menschenglück!" „Du wirst mich nicht vergessen, Evalein, wenn ich die dunkle Straße gegangen bin! Gelt, nein? Und du bringst das silberne Geheimnis meinem Klaus! Mein Klaus ist er und bleibt er, Eva- Marie, das glaube ich fest! Wir sind die Zwillingsseelen, die nicht voneinander lassen können, die sich einst wiederfinden auf einem anderen Stern! Seine jetzige Frau und Karl Andresen, das sind nur Episoden, Hindernisse, die uns nicht zusammenkommen ließen auf dieser Erde! Aber von denen erlöst uns der Tod. Sie fallen dann von unserem wirklichen Selbst ab, wie welke Blätter von den Blumen. Wenn er auch noch Iahrzehnte leben muß, auf dieser Welt mit dieser Frau, diese Iahrzehnte sind kaum Sekunden in der Ewigkeit. Und ich weiß, daß wir uns angehören!" Dann schwieg sie verträumt. „Im großen Saal ist fein Mensch, Evalein, singst du mir einmal mein Lied?" bat sie nach stillen Minuten. Es wurde Eva-Marie heute schwer, das Lied zu fingen, das Lied der Sehnsucht aus aller Lebensnot, der Sehnsucht nach dem anderen Ufc . „Wenn ich wüßte, ich könnte dich Wiedersehen.. .* Ihre Stimme klang verschleiert, als konnte sie sich nicht über die Tränen schwingen, die sie nicht zeigen durste. Lange noch versuchten ihre Hände allerhand kleine musikalische Figuren um die Melodie zu schlingen, bis sie sich gefaßt' hatte und sich nach Renate umwenden konnte mit einem kleinen, mühsam erzwungenen Lächeln. Renate aber sah nicht, daß das Lächeln der Freundin weh und traurig war. Sie lauschte wie auf leise Glockentöne aus weiter Ferne. „Ich glaube", sagte sie mit leiser Stimme, „Klaus bleibt nicht lange hinter mir zurück. Mir ist, als schaue ich über Raum und Zeit! Ich kann nun nicht mehr irregehen! Es wird Zeit, dah wir nach Hause kommen, Eva-Marie!" (Fortsetzung folgt.) [Verschiedenes! FürPensionkre! 2-3-Zimm.-Wohn, m. Küche u. Gartenanteil frei, inmitten v. Obstbäum. geleg. Neubau a. d. Lande beiGieß.sof.z.verm. Schriitl. Ang. unt. 05125 an d. G. A. Wohnung 2 Zimm„Diele,Bad, Balkon,Heizung, im Zentrum der Stadt z. verm. Schr. Ang. u.05136a.d.G.Anz. 3-4-Zinuner-Mng. für 1. Okt. von ruh. Familie ges. Miete wird i. Voraus gez. Schr. Ang.m.Preis u. 05127 a. d.G.A. 3 bis 4000 Bll als 1. Hypothek auf gr. landw. Hofraite g. vünktl.Zinszahlg. nur v.Telbstgeb.ges. Schriitl. Ang. unt. 05122 an d. G. A. Schöne 3Zinim.-Wohn. mitSchrankzimmer, Bad sowie großer Veranda u.Zentral- heiz. in bess. Hause a. Professoreneckver 1.Oktober od.später an kinderloses, Ehepaar zu vermieten. Schrntl. Ang. unt. 05123 an d. G. A. Steuer- Reklamationen und -Beratung durch Herm. Kirchner, Am Nahrungsb. 16 Fernr. 4167. 6212D | Mietgesuche | tobe 4- ob. 5- 3iMM.MlIW (mögl.m.Bad)zum 1.lO.o.spät.z.miet, gesucht. Schr. Ang. u. 05133 a. d. G. A. 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Bataillons Inf.-Rgts. 15 in Gießen und zum Landeskommandanten in Hessen ernannt worden. Der derzeitige Bataillonskommandeur Oberstleutnant Klepke wird mit Wirkung von 1. Oktober 1932 an das Gruppenkommando I, Berlin, versetzt. Oberstleutnant Klepke, der demnächst also unsere Stabt verläßt, kam 1903 als Leutnant zum 4. Mag- deburgischcn Infanterie-Regiment Rr. 67 nach Metz, wurde in diesem Regiment zum Oberleutnant befördert und war gleichzeitig Adjutant. In den Jahren 1912 bis 1914 war er zur Kriegsakademie abkommandiert. In der Zeit von April bis Mai 1914 genoß er seine Ausbildung bei der Fliegertruppe Löberitz und machte in diesem Zusammenhang am ersten Osterfeiertag 1914 auch seine erste Bekanntschaft mit der Stadt Gießen in Form einer Notlandung auf den Lollarer Wiesen. Bei Kriegsbeginn war der damalige Oberleutnant Klepke bei der Fliegertruppe an der Ost- und Westfront, später Abtet- lungs- und Gruppenführer der Flieger an der Der- dun- und Sommefront. Mit Kriegsende wirkte er zunächst im Grenzschutz Ostpreußens gegen Polen als Kommandeur der Flieger bis zur Auslösung der Fliegertruppe am 8. Mai 1920. Er war der legte Kommandeur des Reichswehr-Fliegerhorstes Königsberg. Das Jahr 1920 sah ihn im Stabe der 1. Division, von 1923 ab war er Kompanie - Chef im L (Preußischen) Inf.-Regt. in Königsberg und vom Jahre 1927 bis 1930 Lehrer an der Jnfanterieschule ip Dresden. Mit Wirkung vom 1. Dezember 1930 wurde er zum Kommandeur des I. Bataillons 15. Inf.-Rgts. in Gießen und am 1. April 1932 auch zum Landeskommandanten in Hessen ernannt Beim Brombeefpflücken. ' Wir hatten uns den Platz im vorigen Jahre genau gemerkt. Er liegt etwas abseits. Zwischen dem S)od)toalb und dem Niederholz zieht sich ein Streifen Tannenwald hin. Dor diesen Tannen hören die Wege ganz auf. Wenn man sich aber mühselig durch die dürren Zweige hindurchgezwängt hat. dann kommt man plötzlich zu einer kleinen Waldwiese. Unb dort am Rande ist eine lange Drombeerhecke, so groß und so hoch, daß wir unwillkürlich dachten, hier könnte ein kleines Märchenschloß verborgen sein. Don der Höhe am Waldrand hat man eine prächtige Aussicht. Weit, weit sieht man in die Ebene. Dörfer und Städte grüßen auS grünen Obstgärten, dort ist der Turm einer Durgruine sichtbar. Mein Freund nennt diesen Platz nur noch die „eingerahmte Landschaft"; denn die zwei letzten großen, fast allein stehenden Duchen schließen die Aussicht mit ihren Stämmen nach beiden Seiten, und das Laubwerk schneidet fast waagrecht nach oben ab. An dieser „eingerahmten Landschaft" also ist unser Drombeerplah. Unberührt finden wir ihn auch dieses Jahr. Das hat uns nicht sehr überrascht; denn kein Weg führt dorthin. Linser Herz lachte, als wir dort die dunklen, dicken, festen (Beeren glänzen sahen. Es ist doch etwas Köstliches um eine solche reife Brombeere. Richt weich und fade wie die Himbeeren, sondern kernig und fest, ohne jcben „Wurm", so wie wir die Früchte lieben. 3m Geschmack sind sie etwas herbe — extra bitter, meinte unser kleines Mädchen, das mithalf beim Pflücken; denn es denkt ja nur noch in Ausdrücken, die es auf Schokoladetafeln liest —, dafür aber mundet der Saft, mit Zucker gesüßt, herrlich. Wir nahmen uns die Zeit beim Pflücken. Wir standen ost still und lauschten an diesem wunder- vollen Septembernachmittag auf die paar Vogel- stimmen, die noch aus dem Walde zu uns dran- s gen. Einige Finken und Meisen liehen es sich nicht nehmen, dann und wann ein kurzes Liedchen zu fingen. Amseln und Drosseln schwiegen. Die Zeit der Liebe war vorbei. Die Sonne vergoldete die Kronen der Bäume, in dem Abhang standen Tausende von Weidenröschen. Ihre Samenkapseln hatten sich schon geöffnet, überall schaute die weihe Wolle, an denen die Samen- kömchen hängen, heraus. Auch da unten am Bache, an dem wir so oft waren, hatte das Springkraut. das Rührmichnichtan, mit Blühen aufgehört. Aber so oft wir auch vorübergingen und nur leise mit der Hand über die reifen Schoten strichen, rauschte und raschelte es von den Samen, die mit Zaubergewalt weit hinausgeschleudert wurden. Einsam und still stand noch der Rainfarn mit seinen harten gelben Blüten, auch einige Schafgarben und Wegwarten erzählten von warmen Sonnentagen. Die Beeren hingen oft so hoch, dah wir unser Kind hochheben muhten, um die letzten und schönsten zu erhaschen. Untere Töpfe waren bald gefüllt Aber Heuer tragen die Brombeeren ja so dankbar, dah wir noch viele fanden. In mitgenommenen Papierbeuteln fanden sie Unterkunft. Die schwarzen Beeren können schon Druck vertragen. Linser Rachmittagsbrot atzen wir unter den Duchen. Die Sonne war schon am Untergeben, hier und da zogen leichte Rebel in den Tälern dahin, da erschien, ganz leise und vorsichtig aus dem Walde hervorkommend, ein Rehbock. Ein ganz junger Kerl noch, wir konnten das Geweih nicht genau sehen. Dann aber — zu unserer großen Freude — kamen im Gänseschritt noch zwei Muttertiere hinter ihm. Eine Zeitlang standen sie still und lauschten in die milde Abendluft. Wir verhielten uns mäuschenstill. Dann traten sie ganz heraus aus dem Gezweige und fingen an, auf der Wiese Abendmahlzeit zu halten. Wir wagten kaum, uns zu rühren. Aber alles hat ein Ende. Schließlich konnten wir doch nicht die ganze Rächt dort sitzen bleiben. Langsam standen wir auf, um unsere Töpfe zu holen. Lind im Ru waren die Rehe verschwunden. Wir freuten uns noch, an den leichten federnden Sprüngen, mit denen sie die kleinen Büsche übersprangen, dann raschelte es noch ein wenig im Laub. Ruhe! Abendruhe im herbstlichen Walde! Beglückt durch dieses kleine Erlebnis, beschenkt mit den feinsten Beeren des Waldes zogen wir heimwärts. Lind wenn uns nun die Mutter aus diesen selbst- gepflückten Brombeeren den köstlichen Saft und den gewürzigsten Gelee bereitet, dann werden wir im Winter gar oft an die kleine schöne Stelle im Wald, an die „eingerahmte Landschaft" denken müssen. Die Brombeeren werden uns Helsen, auch bei Schnee und Eis, an trüben Regentagen den herrlichen deutschen Wald nicht zu vergessen. F—t. Neuregelung der Löhne in den staatlichen Betrieben. In einer Bekanntmachung des Innenministeriums über die Neuregelung der Arbeiterlöhne und der Löhne der Putzfrauen in den staatlichen Betrieben heißt es u. a.: In Durchführung ^er Zweiten Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung der Wirtschaft und Finanzen und unter Beachtung der Erklärung des Herrn Reichsministers der Finanzen und des Herrn Reichsarbeitsministers vom 29. April 1932 sind die Löhne, abgeschlossen zwischen dem Rhein-Mainischen Bezirksarbeitgeberoerband für die Gemeinden und Kommunalverbände und den in Frage kommenden Arbeitnehmer-Organisationen, gesenkt worden. Die Stundenlöhne der in staatlichen Betrieben beschäftigten, über 24 Jahre alten Putzfrauen werden mit Wirkung oom 1. September 1932 wie folgt festgesetzt: In Offenbach 52 Pfg., in Darmstadt, Mainz und Worms 49 Pfg., Alzey, Gießen und Bensheim 44 Pfg., in Groß-Gerau 43 Pfg., in Heppenheim 42 Pfg., in Butzbach, Friedberg und den übrigen Orten 41 Pfg. Daten für Dienstag, 6. September. 1729: Der Philosoph Moses Mendelssohn in Dessau geboren; — 1757: der französische StaatsTagebuchblätter. Don Werner Bock. Die Schatten. Nach der Abenmahlzeit gingen wir auf der Promenade hin und her. Don den Bergen, deren Umrisse undeutlich in der sternlosen Nacht erkennbar waren, wehte kühle Gletscherluft über die Rasenflächen, auf denen die ersten Frühlingsblumen blühten. Wir schritten langsam die von elektrischen Lampen erhellten Wege entlang. So oft wir den Leuchtkreis einer Lampe verließen, schwollen unsere beiden Schatten allmählich ins Riesengroße, seltsam wandelten unsere gigantischen Abbilder uns voran, aufmerksam verfolgten wir ihr unheimliches Wachstum. Aber je weiter wir uns aus dem Lichtkegel entfernten, desto blasser wurden die zuerst so tief’ dunklen Figuren, bis sie kurz vor dem Eintritt in einen neuen Lichtbezirk gänzlich verschwunden waren. Jedoch ein Blick nach rückwärts zeigte unsere schwarzen Doppelbilder in verkürzter Gestalt wieder auferstanden. Auf einmal fröstelte mich, als ich, gleichsam wie mit den Augen eines Dritten, erkannte, wie unsere Gestalten, je höher sie gemeinsam emporstrebten, um so eher verdämmerten, und wie schließlich nichts blieb als die Rückschau auf zwei kleine, dunkle MenfchenbUder. Fischfang. Am Flußufer, wo'viele Müßiggänger und Ausflügler der Fahrt der Dampfer und Schleppkähne zusehen, angelt ein dicker Mann. Plötzlich zuckt die Rute in feiner Hand, über bas feiste Gesicht geht ein zufriedenes Lachen, er hebt den Angelstock empor, und am Ende der Schnur erscheint ein schwerer Barsch über dem Wasser. Verzweifelt schlägt der Fisch mit dem Schwanz die Lust, es nützt ihm nichts, er wird aufs Pflaster gelegt, die Augen der Menge folgen feinen Zuckungen. „Ein Prachtkerl", sagt der Angler, zieht ein Netz, in dem schon zwei Leidensgenossen zappeln, aus der Flut, entfernt den Haken aus dem blutenden Maul und stopft den Neu- gefangenen hinzu. „Schadeum den Kerl", meint ein halbwüchsiger blonder Mensch, der, auf fein Fährrad gelehnt, mit stillen Augen alles betrachtet hat. Das Netz wird zu kurzer Gnadenfrist wieder in den Fluß gefenft. Der junge Mann besteigt fein Rad, und dabei bemerke ich, daß er einen Kranz mit dunkelroten Rosen im Arm trägt, den er beim Weiterfahren sorgsam in die Höhe hält. Die beiden Türme. Durch den abendlichen Park schritt ich wie im Traum. Auf einmal standen die beiden Türme der alten Kirche zwischen den Ahornbäumen, grünliches Licht floß um die Spitzen, manchmal schien sich für einen Augenblick eine grauglühende Wolke an ihnen festzuhalten, um bald desto rascher davonzusegeln. Wie die Türme, zusammengewachsen in demselben Bau, die Sterne erwarteten, jeder in sich versunken, wußte ich es wieder: daß zwei Menschen nie zu Einem werden können, daß nur eine seltene Frist die Erfüllung der Gemeinschaft zu schenken vermag. Und daß dann immer aufs neue die Ureinsamkeit über uns hereinbricht. Aber da sind Blicke, die wie scheue Vögel aufflogen und im Nu verschwanden, Worte, die ungewollt von den Lippen sich lösten wie ein plötzliches Flüstern im Wald: einst ist dies alles durch uns geweht und schien so schnell gegangen wie gekommen, nun ist es mit einem Male unverlierbarer Bestand unseres Seins, eingewurzelt in unser Wesen. Vielleicht ist bas unter Menschen bie tiefste Binbung: bas Wissen bes einen vom anbern um das Nirgenbhingehören. Vielleicht ist ber letzte Aufschwung ber Liebe nur ba möglich, wo zwei ganz Einsame sich für den Hauch einer Sekunde zusam- menfinben. . Nun ist es Nacht geworben, bie beiben -lurme sehen sich brüberlid) an über bem gemeinsamen Orunb, unenblid) buntelt zwischen ihnen ber Raum. Anekdoten wie noch nie. Bon Peter Peppermint. Wenn man nicht musikalisch ist, kann einem leicht ein Malheurchen passieren. Wie etwa bem Grafen B ber nach einem großen Konzert bes bekannten Klingler-Quartetts zu besten Ehren einen Empfang auf feinem Landgut abhielt. In feiner Ansprache hob er ben künstlerischen Erfolg hervor unb schloß: „Möge Ihnen, meine Herren, auch em recht schöner materieller Erfolg Ihrer Konzertreise beschieben fein, damit Sie recht bald in der Lage mann Marie Joseph de Lafayette m Ehaoagnac geboren; — 1813: Sieg der Preußen über die Franzosen, Sachsen und Württemberger bei Den- newitz. Taten für Mittwoch, 7. September. 1533: Königin Elisabeth von England geboren; — 1654: der schwedische Stadtsmann Graf Axel Oxenstjerna in Stockholm gestorben. Gicbcncr 2Locucnmurttprcise. • Gießen, 6. Sept. Gs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Sührahmbutter 15) bis 140, Kochbutter 100, Landbutter 130, Watte 25 bis 30, Wirsing 8 bis 10, Weibkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8, grüne und gelbe Dohnen 20 bis 25, Llnterkohlrabi 5 bis 6, Tomaten 10 bis 12, Zwiebeln 8 bis 10, Kürbis 5 bis 6, Pilze 20 bis 25, Kartoffeln 3,5, Frühäpfel 15 bis 30, Falläpfel 5 bis 6, Dirnen 15 bis 25. Dörrobst 30 bis 35. ZWetschen 15 bis 20, Mirabellen 25 bis 30, Reine- klauben 20. Pfirsiche 30 bis 45. Brombeeren 20 bis 25, Preitzelbeeren 30 bis 35, Honig 40 bis 45, junge Hähne 80 bis 90. Suppenhühner 60 bis 80; das Stück: Tauben 50 bis 70. Käse 5 bis 10, Eier 9, Blumenkohl 30 biS 60. Salat 8 bis 10. Salatgurken 10 bis 20. Einmachgurken 2 bis 3. Endivien 10 bis 15. Oberkohlrabi 5 bis 8. Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 12. Sellerie 10 bis 25; das Bund: Radieschen 8 bis 10 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3 Mark. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Konsumverein Giehen und Umgegend 20 Uhr, Palast- lichtspiele, Filmvorführung „Von Mühlen und Menschen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Fledermaus". Forderungen des hessischen Handwerks. Während der Tagung des Derbandes hessischer Handwerker und Gewerbetreibender, die am Sonntag in Ingelheim stattfand. — wir berichteten bereits gestern darüber — wurde im Rahmen der Hauptversammlung des Verbandes eine Entschließung genehmigt, in der die Forderungen des hessischen Handwerks zusammenge- saht waren. Die Entschließung hat folgenden Wortlaut: „Ein einziger Schrei der Rot geht durch die Reihen des deutschen Handwerkes und Gewerbes. Dem Berufsstand, den man so oft als die stärkste und zuverlässigste Stühe des Staates anerkannte, hat die verkehrte Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik des letzten Jahrzehnts den notwendigen Lebensraum entzogen. Den berechtigten Wünschen hat man die Erfüllung versagt und damit den ganzen Stand an den Rand der Verzweiflung und des wirtschaftlichen Ruins gebracht. Wit tiefer Erschütterung gedenken die hier Versammelten der zahlreichen wirttchastlichen Opfer, die der Verzweiflungskampf um die Existenz bereits gefordert hat. In Liebereinstimmung mit dem gesamten deutschen Handwerk und Gewerbe fordert das am 4. September 1932 in Ingelheim zusammengetretene hessische Handwerk und Gewerbe in schicksalsschwerer Stunde mit allem Rachdruck und aller Entschiedenheit eine völlige Aenderung des wirtschaftlichen Kurses. Cs verlangt wiederholt und kategorisch von den Parlamenten und Regierungen des Reiches und des Landes die ungesäumte Einleitung und Durchführung wirkungsvoller Maßnahmen im Sinne des Artikels 164 der Reichsverfassung für den Schutz, die Erhaltung und Freiheit der mittel- ständigen Wirtschaft. Es fordert Schuh gegen fortschreitende planmäßige Aufsaugung, Abkehr von allen marxistischen Sozialisierungsbestrebun, gen, Gerechtigkeit für sich und feinen Berufsstand, für den es eine Behandlung nach zweierlei Maß ablehnt. Cs verlangt den Schutz des Eigentums der verantwortlichen Einzelexistenz, Anerkennung des gesamten handwerklichen, gewerblichen Berufsstandes als solchen und um der Gerechtigkeit willen auch das Recht auf Einräumung einer ministeriellen Vertretung im Reichskabinett ähnlich wie bei anderen Ständegruppen, sowie Schaffung einer berufsständigen Kammer. Im besonderen wird gefordert: Auf dem Gebiete der Wirtschafts- und Sozialpolitik durchgreifende Maßnahmen zur Arbeitsbeschaffung. Einschaltung des selbstverantwortlich und sachkundig schaffenden Handwerksmeisters als ebenbürtigen Mitträger des neuen Wirtschaftsgedankens, ebenso seine Mitwirkung bei der Durchführung des Arbeitsdienstes; Einschrän- hing der Gewerbefreiheit nach den Vorschlägen des Reichsverbandes des deutschen Handwerks; gesetzliches Verbot jeglicher Schwarzarbeit; De» feitigung der maschinellen Gefängnisarbeit; Verbot zur Ausübung eines gewerblichen Nebenberufes für Beamte. Angestellte. Wartegeld- und Ruhegehaltsempfänger; Beseitigung der Regiebetriebe; schleunige Aufhebung der handwerkswirtschaftlich herabwürdigenden behördlichen Preisüberwachung; Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung der Warenhäuser, der Einheits- sind, Ihr kleines Orchesterchen entsprechend zu vergrößern!" Als der große Feinschmecker B r illa t-Savarin wieder einmal an einem großen Essen teil» nahm, erregte ein vorzüglicher Pudding seine besondere Aufmerksamkeit. Um ihn herum schwirrten Reden, Gespräche und Tellergeklapper. Und das störte den Genießer. „Zum Donnerwetter", rief er schließlich. „Können Sie nicht alle etwas ruhiger sein? Man versteht ja gar nicht, was man ißt!" Mac Ture ist ein bekannter Jongleur. Einmal suchte er sich einen Partner. Aber das war nicht das Richtige, denn der Mann versagte. Als ihm ein Da- rietsdirektor fragte, wie er mit seinem neuen Partner zusammenarbeite, sagte er diesem: „Ganz ausgezeichnet, besonders — ich!" In manchen Ländern gibt es noch Orden. So in Schweden. Es ist noch gar nicht so lange her, daß in einem kleinen schwedischen Nest irgendein Regierungsgebäude eingeweiht wurde, zu welchem edlen Zweck auch ein Minister abgeordnet war. Außer der üblichen Rede lag ihm auch die Ueber- reichung eines Ordens an den Architekten ob. Der Minister waltete seines Amtes und zog ein Etui aus der Tasche, das er dem Architekten gab. Der machte es auf, aber er zog plötzlich ein merkwürdiges Gesicht. Dem Minister entging das, er raste zum Zug und reiste ab. Auf der Fahrt wollte er sich eine Banane aus seinem Koffer nehmen — siehe, da lag ein Etui! Er öffnete es, und das Ritterkreuz des Wasa-Ordens glänzte ihn an. Jetzt erst fiel ihm das Gesicht des Architekten ein! Kunststück! Dem hatte er ja seinen Rasierapparat überreicht! „Ich bin der Komponist der .Königin von Saba'", antwortete Karl Go Id mark auf die Frage einer jungen Dame, wer er eigentlich sei. Worauf die Dame ihre Ansicht folgendermaßen äußerte: „Da kriegen Sie wohl ein ganz anständiges Gehalt?" Das mußte ausgerechnet Herrn K. in Greifswald — er lebt noch — passieren, daß er in einer Gesellschaft seine Frau entschuldigen mußte, weil sie krank war. Er ging also allein. Man ging zu Tisch. Wäh- prcisgcschäftc und Großhandelsfilialcn, der Konsumvereine, der Wanderlager- und desWaren- handels im Llmherziehen auf sogenannten Autoläden, insbesondere auch durch eine stärkere steuerliche Erfassung. Senkung der öffentlichen Gebühren aller Art; grundlegender .Umbau der sozialen Dersicherungsgesehgcbung, Angleichung der Beiträge an die verminderte Leistungsfähigkeit der Beitragsverpflichteten, Befreiung der Arbeitgeber von der Haftung für den Eingang der Beiträge; gesetzlichen Schuh gegen den Bau- schwindel; sinnvoller Umbau des öffentlichen Vergebungswesens unter Zugrundelegung einer wirtschaftgesunden Preisbildung; Schuh vor Existenzvernichtung durch Zwangsvollstreckungen in Fällen unverschuldeter Notlage. Ferner wird gefordert auf dem Gebiete des Steuerwesens allgemeine Lastensenkung in Reich, Staat und Gemeinden, Anpassung der Steuern an die augenblicklichen Cinlommensverhältnisse, Niederschlagung in allen Fällen, wenn kein Ertrag mehr vorhanden ist und die Eintreibung zur fortschreitenden Substanzvernichtung führt; grundsätzliche Anerkennung der handwerklichen Buchführung; weitgehende Steuervereinfachung; Aufhebung der Steuer-Verzugszuschläge; Herabsetzung der Llrnsahsteuer auf den früheren Satz von 0.85 v. H.; Llmwandlung der Kraftfahrzeugsteuer in eine Treibstoffsteuer; Aushebung oder Milde- tung der Gewerbesteuer für den handwerklichen und gewerblichen Kleinbetrieb; vollständige Beseitigung der Sondergebäudesteuer, bis zur endgültigen Aushebung Freistellung der kleineren gewerblichen Räume und Anrechnung nachge- wicsener Ausgaben für Jnstanbsehungsarbeiten auf die zu zahlende Steuer. Am Schicksalstrom der Deutschen zusammengetreten, erwartet das hessische Handwerk und Gewerbe, daß sein Notschrei auch von allen gehört wird, die es angeht, dah seine Forderungen endlich verwirklicht werden und dah auf diese Weise dem in der Verfassung vorgesehenen Schuh des gewerblichen Mittelstandes ein wirklicher Inhalt gegeben wird." Kreisknegerverband Biedenkopf gegen die Kreisauflösung. • Wallau. 5.Sept. In der Herbstabge- ordnetensitzung, die der Kreiskriegerverband Biedenkopf am gestrigen Sonntag abhielt, befähle man sich eingehend mit der Auslösung des Kreises Biedenkopf. Gleichzeitig wollte man sich über das Fortbestehen des Kreiskriegerverbandes in seiner bisherigen Form schlüssig werden. Die Abgeordneten der dem Kreiskriegerverband angeschlossenen Vereine waren einmütig der Meinung, den Kreisverband ohne irgendwelche Berücksichtigung der Reuein- teilung des politischen Kreises aufrecht zu erhalten. In der Versammlung wurde sodann diese in ber Aussprache zutage getretene Meinung zum Beschluß erhoben. Im weiteren Verlauf der Tagung wurde auch noch zur Auflösung des Kreises Biedenkopf Stellung genommen und gegen die Maßnahme der Regierung Protest erhoben. In einer Entschließung wurde die Aufhebung der dementsprechenden Verordnung des Ministeriums gefordert. renb der Suppe bekam der gute K. seinen Zerstreut- heitsanfall. Er stand auf und sprach: „Meine Damen und Herren, wenn die Suppe heute nicht so gut ist, bitt ich das mit der Unpäßlichkeit meiner Frau zu entschuldigen!" Dem berühmten Münchner Bariton Kinder- mann pflegte alljährlich der Theaterportier Kolb am 1. Januar ein gutes neues Jahr zu wünschen, wenn er das Theaterportal passierte. Und jedesmal sagte Kindermann: „Was habe ich Ihnen voriges Jahr gegeben?" Die Antwort lautete stets: „Nichts, Herr Kammersänger!" „Schön", pflegte dann Kinder- mann zu antworten, „lassen wir es beim Alten!" Unter den Verehrern Bismarcks befand sich einer aus Dessau, der ihm einmal begeistert zurief: „0, könnte ich doch in der gleichen Stadt leben wie Sie, Exzellenz!" „Die Aussicht, nach Dessau versetzt zu werden, ist für mich leider sehr gering!" antwortete der Reichskanzler. 30 Stunden auf einer Gletscherklippe. Mailänder Blätter berichten von dem gefahrvollen Alpen-Abenteuer einer Engländerin Titina Steel, die nach 30 furchtbaren, auf einem Gletscher-Vorsprung in den Dolomiten verbrachten Stunden durch die heldenhafte Aufopferung italienischer Führer gerettet wurde. Sie versuchte, mit zwei Führern, den höchsten Gipfel der Dolomiten, die Marmolata, nordwestlich von Belluno, auf bem kürzesten Wege zu ersteigen. Sie erreichten nach 12 Stunden die Basis einer steilen Eismauer dicht unter dem Gipfel Hier fanden sie die Unmöglichkeit, entweder vorwärts oder rückwärts steigen zu können, und mußten schließlich die Nacht auf einer schmalen Gletscherklippe verbringen. Am folgenden Morgen entdeckte sie ein anderer Führer, der auf einem weniger schwierigen Wege den Gipse! erreicht hatte, und dieser unternahm die Rettung mit zwei anderen Führern. Nach zwei mißglückten Versuchen gelang es, durch Zusammenknotung aller Seile einen der Führer unter Lebensgefahr 200 Meter auf die Klippe herab,pilassen, und dieser rettete die Engländerin mit ihren Begleitern, die über 30 Stunden in großer Gefahr geschwebt hatten. Oberheffen. Weiierregulierung im Kreise Zriedberg WSR. Friedberg. 5. Sept. Das hiesige Kulturbauamt hat für den Kreisort Rockenberg einen Arbeitsbeschaffungsplan ausgearbeitet, der eine Regulierung der Wetter vorsieht. Das Projekt, das einen Betrag von 26 000 Mk. erfordert, wurde in der letzten Rockenberger Gemeinderatssihung angenommen; die Arbeiten werden voraussichtlich am 1. Oktober beginnen. Bei der Regierung soll ein Zuschuhdarlehen beantragt werden. Lanvkreis Gieszen. 00 Klein-Linden, 5.Sept. In der Mitgliederversammlung, die der hiesige Turnverein am Samstagabend abhielt, wurde das diesjährige A b - turnen auf Sonntag, 25. September, festgelegt. Für den 2. Oktober ist ein Turngang nach Hochelheim vorgesehen. Die diesjährige Generalversammlung des Vereins soll am 9. Oktober abgehalten werden. 00 Klein-Linden, 5. Sept. Am gestrigen Sonntag feierte der Kindergottesdienst sein Jahresfest. Unter den Klängen des Posaunenchors marschierte die Jugend mit ihren cherlferinnen und Helfern auf die Pfingstweide. Hier behandelte Pfarrer Bremmer in Form eines Kindergottesdienstes das Königsgebet Salomos. Dann schlossen sich frohe Spiele, Tanzreigen und lustiger Singsang an. Den Schluß bildete die übliche Brezelverteilung. Die Gemeindeglieder nahmen zahlreich an dem Fest der Jugend teil. * Lang-Göns, 5. Sept. Bei einem hiesigen Einwohner wurde in der Rächt zum Sonntag ein Einbruchsversuch gemacht. Der Dieb war durch ein Fenster eingestiegen, hatte verschiedene Türen geöffnet, anscheinend aber nicht lautlos genug, denn das Geräusch wurde gehört und den Ursachen nachgegangen. Der Dieb muhte dos Weite suchen, ohne etwas erbeuten zu können. Tie Gendarmerie nahm sofort am Morgen die Rachforschungen auf. Die Ermittelungen brachten bereits einige Anhaltspunkte über den mutmaßlichen Täter. r. Leihgestern, 5. Sept. Die ev ange- lischen kirchlichen Frauenvereine des Kreisverbandes Giehen hielten gestern teilweise hier ihre Jahresversammlung ab. Es waren erschienen die Frauenvereine von Grohen-Linden, Heuchelheim, Klein-Linden, Lang-Göns und Watzenborn-Steinberg. Die Predigt hielt Herr Stiftspfarrer Staubt» Lich. Dekan Guhmann grühte di« Frauendereine im Ramen des Dekanats und mahnte sie, an der Einigkeit ian Volk mitzuarbeiten. Rachdem in der Rachversammlung die Kreisvorsitzende, Frau Kreuder -Giehen, den Anwesenden den Gruh entboten und den Jahresbericht erstattet hatte, hielt Stiftspfarrer ® raubt» Lich seinen Dortrag über das Thema: „Wer ist denn mein Nächster?" 2n einer Zeit der Verantwortungslosigkeit, wie wir sie durchleben, in der man alles treiben läht, wohin es will, rief er zur Hilfe in leiblicher, mehr noch in seelischer Rot auf. Er verstand dabei, unter dem Rächsten in erster Linie die Familie, die Kinder, die Äugend, die oft der besten, inneren Kräfte durch den Zeitgeist beraubt, erschlagen am Wege liegt. Gerade hier erwächst den Frauen und Müttern «ine große, heilige Aufgabe in nächster Rähe, die in dienender Liebe, nur durch das Gebet gestärkt, gelöst werden kann. Den von heiligem Ernst getragenen Ausführungen des Redners folgte die Gemeind« mit großer Spannung. Rach einem Gruh der Vorsitzenden des Landes- verbandes, Frl. Wahrendorff - Alsbach a. d. D., die di« Gedanken des Redners als das Winterprogramm der Frauenvereine noch einmal besonders unterstrich und einem kurzen Schlußwort des Ortsgeistlichen schloß di« Versammlung mit einem Liede. Der Kirchengesangverein wirkt« bei der gottesdienstlichen Feier mit. Die auswärtigen Teilnehmerinnen waren Gäste unseres Dorses. k. ß a n g b, 5. Sept. Die Gemeinde Langd beschäftigt bereits seit 17 Wochen im Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes an der Straßen- Herstellung von Langd nach Ulfa etwa 40 Arbeitslose. 1250 lfd. Mster Straßenbau konnten in dieser Zeit fertiggestellt werden. Weitere 90 Mann sind von den Gemeinden Ulfa und Rabertshausen im weiteren Verlaufe der Straße beschäftigt, jedoch werden diese Arbeiten von den Gemeinden als Notstandsarbeiten ausgeführt. Kreis Büdingen. △ Bleichenbach, 5. Sept. Bei der gestrigen Stichwahl zur Bürgermeisterwahl erhielt der Landwirt Wilhelm Naumann I. 260 Stimmen, sein Gegenkandidat Schmiedemeister Ernst Naumann erhielt 213 Stimmen. 85 v. H. aller Stimmberechtigten hatten von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Kreis Alsfeld. ll. Mücke, 5. Sept. Die neue Lichtanlage des Heberlandwerkes Oberhessen ist nun- mehr sertiggestellt, so dah die Verbraucher ihren Strom aus dieser Quelle erhalten. Von weiteren Interessenten wurde eine Liste unterschrieben mit dem Ersuchen um Legen der Leitung und Lieferung des Stromes zu den gleichen Bedingungen, wie sie für die neuen Verbraucher vorliegen. Da man diesem Antrag voraussichtlich stattgeben wird, be- liesert das Ueberlandwerk ganz Mücke ohne Ausnahme mit Strom. ll. Merlau, 5. Sept. Bei dem Bezirks- m ei stersch af ts schieß en des Hassia-Krie» gerverbandes gingen die Iungschützen Döhler, Kratz, Stein und L o t h des Krieger- und Schützenvereins Merlau im Bezirk Grünberg als Sieger hervor. — Bei der Regulierung der Ohm sind jetzt 40 Arbeiter im freiwilligen Arbeitsoienst beschäftigt. Da der Staat nach einer neuen Verordnung für Arbeitsdienstwillige nur noch 1,80 Mk. pro Tag bezahlt, hat sich die hiesige Feldbereinigung entschlossen, für ledige Arbeiter über 18 Jähre eine Zugabe von 30 Pfennig und für Verheiratete 50 P ennig mehr zu zahlen. ll. A h e n h a i n , 5. Sept. Die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen für die am 11. Sev- tember stattsindende Dürgermeisterwahl ist abgelaufen. Folgende Kandidaten bewerben sich um den Posten eines Bürgermeisters: Landwirt und Kassenrechner Rudolf Lenz, Landwirt und Weißbindermeister Wilhelm L i e s e m e r. Landwirt und Spezereihändler Wilhelm Lenz IV., Maurermeister Wilhelm Müller, Landwirt Rudolf Jost, Landwirt Otto Rahn und Landwirt Gustav Erb. Verwegenes Orahiseilaiieniat. WSR. Walldorf, 5. Sept. Heute nacht gegen 1 älhr wurde am Walde auf der Chaussee nach Frankfurt a. M. auf zwei Motorradfahrer ein verwegenes Drahtfeilattentat verübt. Etwa 1 Kilometer hinter Walldorf war über die Straße ein vier Millimeter starkes Drahtseil doppelt gespannt. Der Motorradfahrer Ernst W i l k e r aus Walldorf, der aus der Richtung Frankfurt kam, bemerkte das Drahtseil auf knappe Entfernung. Er bückte sich und kam so unter das Drahtseil hindurch. Dagegen wurde sein Mitfahrer auf dem Soziussitz, der 24jährige Maler Wilhelm Best aus Walldarf, von dem Drahtseil erfaßt und vom Rad geschleudert. Best erlitt eine schwere Halsverletzung und infolge des Sturzes schwereinnereDerletzungen.Er wurde besinnungslos in das Städtische Krankenhaus Darmstadt eingeliefert. Das Seil, das infolge der Anpralls abgerissen war, wurde nach dem Unglück von den Tätern, während der Motorradfahrer seinen verletzten Kameraden fort* schasste, noch einmal über die Straße gespannt. Die Täter sind spurlos entkommen. Ein weiteres Unglück konnte durch die sofort benachrichtigte Gendarmerie, di« das Seil entfernte, vermiede werden. G.A.-Gport. Abschluß der Nad - Weltmeisterschaften in 2Rom. Scherens wird Derufsflieger-Weltmeister. Arn letzten Sonntag wurden in Rom mit den Entscheidungsläufen zur Weltmeisterschaft der Berufsflicger die Rad-Weltmeisterschaften abgeschlossen. Zu den Endläufen hatten sich der Belgier Scherens und der Franzose und ehemalige Weltmeister M i ch a r d qualifiziert. Rachdem der erste Endlauf abgeläutet werden muhte, da beide Fahrer ll3/4 Minuten mit Stillstandsversuchen verbracht hatten, wurde Michard nach neuem Start als Sieger wegen offensichtlicher Behinderung seines Gegners distanziert. Der zweite Endlauf ging glatt vonstatten. Mit einer halben Länge Vorsprung vor Michard ging Scherens als sicherer Sieger über das Zielband und gewann somit zum erstenmal die Weltmeisterschaft. Den dritten Platz in dieser Konkurrenz holte sich der Kölner Mathias Engel, nachdem er in drei Läufen den Franzosen Gerardin zweimal besiegt hatte. Die im Rahmenprogramm von van Egmond (Holland, Amateur) und Fall- Hansen (Dänemark, Profi) unternommenen Rekordversuche über 1000 Meter mißglückten, da beide nicht die bestehenden Rekordzeiten von Michard unterbieten konnten. Di« Deutschen Dasch und S t e f f e s starteten in zwei Vorgabefahren, konnten sich aber nicht durchsetzen. Handball -er Sp.-Dg. 1900. 1900 II — Polizei Buhbach II 2:7. Bei dem Spiel legte die Polizei eine stärkere Ueberlegenheit an den Tag, als erwartet wurde. Es traf weniaer für das Feldspiel, als für die Durch- chlaaskraft zu. In erster Linie mag dazu beigetra- jen haben, daß 1900s Mannschaft auch rein körper- ich dem Gegner nicht gewachsen war. Mit wenigen Ausnahmen war kaum jemand imstande, einen gefährlichen Torwurf anzubringen. Die Partie stand bereits zu Halbzeit 3:0 verloren. Handball im Gan Hessen (O.T.) Io. Lich I — Io. Grohen-Linden I 3:10 (0:4). Sich hatte die erste Elf des Tv. Grohen-Linden zu Gast und mußte Sieg und Punkte dem Gegner überlasten. Großen-Linden war seinem Gastgeber während des ganzen Spiels klar überlegen, so daß das hohe Endresultat dem Spielverlauf entspricht. Großen-Lindens 2. Mannschaft kehrte mit einer 5:6-Niederlage aus Hörnsheim zurück. Die Jugend verlor in Münchholzhausen 4:6. Wirtschaft Oer Verein deutscher Eisengießereien stimmt dem Wirtschastsprogramm der Reichöregierung zu. Der Verein deutscher Eisengießereien nahm auf seiner Hauptversammlung in Düsseldorf eine Entschließung an, in der gesagt wird, daß das Regierungsprogramm des 2^ichskanzlers bi« volle Zustimmung des Vereins deutscher Cisen- gießereisn gefunden unb Freude und Zuversicht im Kreise der Mitglieder ausgelöst hat. Aus den Ankündigungen des Herrn Reichskanzlers am 28. August schöpft der V. b. E. die zuversichtliche Hoffnung, baß in kürzester Frist Wege zur Hilfe der barniederliegenden, einst blühenden Industrie in ihrer heutigen beispiellosen Rot gefunden werden. Von der Deutschen Reichsbahn wird erwartet, daß sie die starke finanzielle Entlastung durch die Lausanner Ergebnisse und das Regierungs- Programm der Reichsregierung alsbald zur angemessenen Erweiterung ihres Beschafsungspro- gramms macht und den deutschen Gießereien einen Anteil zuweist, der der besonderen Rvtlag« dieser Industrie gerecht wird. Im Rahmen des Regierungsprogramms erwartet der V. d. E., daß auch Mittel und Wege gefunden werden, den Hausbesitz als wichtigsten Arbeitgeber für die ganz« Fertigindustrie zu dringlicher Durchführung seiner Instandsetzungs- arbeiten zu befähigen. Der V. b. E. hat mit De- friebigung bavon Kenntnis genommen, baß die Reichsregierung sich demnächst an Ort und Stell« von der besonderen Rotlag« in der Eisen- und Stahlwarenindustri« überzeugen will. Er bittet die Reichsregierung schon jetzt, auch den Gießereien hierbei ihr besonderes Augenmerk zu schenken. Vereinsleitung und Mitglieder des V. d. E. werden alle eigenen Kräfte daransehen, mitzu- helfen an dem so tatkräftig von der Reichsregierung begonnenen Werke des Wiederaufbaues unserer Wirtschaft. Textileinzelhandels -Umsätze auf dem Tiefpunkt. Rach den statistischen Erhebungen des Reichsbundes des Textil-Einzelhandels sind, wie die „Textil-Woche" mitteilt, die Textil-Arnsätze des Einzelhandels im Juli 1932 gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres wertmäßig auf 68,4 Prozent gesunken. Wenn man die Preisschwankungen ausschaltet, ergibt sich bei Umrechnung über den Lebenshaltungsindex (Gruppe Bekleidung) immer noch ein Rückgang auf 81,7 v. H. Dieser Umsahverlust ist der größte, der sich während der ganzen Dauer der gegenwärtigen Krisis bei den monatlichen Vergleichen mit den Vorjahrsziffern ergeben hat. Die besonders schlechte Relation erklärt sich allerdings teilweise aus der Tatsache, bah im Juli 1931 die Bankenkrisis und im Zusammenhang damit in weiten Kreisen der Bevölkerung eingetretenen Währungsbefürchtungen zu einer gewissen Belebung des Umsatzes geführt hatten. Auch ist der Vergleich für den diesjährigen Juli dadurch ungünstig beeinflußt, bah in einigen Bezirken ber Termin des Saison- schluhverkauss später gelegt wurde, und deshalb im Unterschied zum Vorjahre ganz ober teilweise erst dem August zugute kommen wirb. Cnd- lich wies der Juli 1932 einen Verkaufstag weniger auf, als der gleiche Monat im Vorjahre. wir nunmehr aus zuverlässiger Quelle erfahren, ist bei dem Werk ein größerer Auftrag aus dem Ausland eingegangen, so daß die Feierschichten wieder gen bevor. Das Walzblechwerk beschäftigt heute noch fast 2000 Personen. Frankfurt unverändert fest. Frankfurt a.M., 6.Sept. (WTB. Drahtmeldung.) Tendenz: fest. Das nunmehr in seinen Einzelheiten bekannte Wirtschaftsprogramm der Reichsregierung gab der Börse weitere Anregung. In Verbindung mit neuen Kundenorders setzte sich die Befestigung der Aktienkurse fort, während am Rentenmarkt eine gewisse Ernüchterung eingetreten ist. Immerhin kann die Tendenz auch hier noch als fest bezeichnet werden, da für Goldpfandbriefe, Stabt» anleihen und einige Jnbustrieobligationen noch Nachfrage vorhanden war. Von Deutschen A n l e i h e n gaben Alt- und Neubesitz je 0,25 v. H. nach unb Reichsschuldbuchforde- rungen verloren nach behaupteter Eröffnung 0,75v.H. Am Aktienmarkt war das Geschäft weiterhin lehr lebhaft, und gegen die Abendbörse stellten sich durchschnittlich Kursbefestigungen von 1 bis 2 v.H. ein. So waren vor allem Schiffahrtswerte, IG. und Kunstseideaktien gefragt und bis zu 2,75 v. H. fester. Von Bergwerksaktien lagen noch Rheinstahl und Buderus recht fest und bis zu2L,y.H. höher, während im übrigen die Kurse unverändert waren. Am Elektromarkt setzten Siemens, Schuckert Bekula, Elektrische Lieferungen bis zu 1,5 o. H. fester ein, Felten und Lahmeyer gewannen bis zu 2,75 v. H., dagegen verloren Licht & Kraft und Gesfürel bis zu 1 v. H. AEG. blieben mit 48 v. H. behauptet. Von Nebenwerten zogen Deutsche Linoleum, Zellstoff Waldhof und Scheideanstalt bis zu 1,75 v.H., Daimler, Holzmann, Deutsche Erdöl unb Metallgesellschaft sowie Reichsbank bis zu 1 v. H. an. Stärker befestigt waren später noch Bank für Brauindustrie mit plus 5,75 v. H., Gebr. Junghans mit plus 3 v. H. und Zellstoffverein mit plus 2 v. H. Auf die fortgesetzte Metallhausse lagen Otaoi-Minen 1,5 v. H. höher. Am Rentenmarkt lagen Goldpfandbriefe, Kommunalobligationen unb Stabtanleihen erneut von 1 bis 2 v. H. fester, dagegen neigten einige Liquidationspfandbriefe eher etwas nach unten. Von Jndustrieobligationen lagen Stahlvereinbonds zunächst 1,5 v. H. schwächer, später konnten sie sich aber wieder leicht erholen. Am Auslandrentenmarkt waren die Kurse samt und sonders weiter befestigt. Deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen gaben etwas nach. Tagesgelb war zu 4,5 o. H. weiter erleichtert. Berlin gut gehalten. Berlin, 6. Sept. (WTB. Funkspruch.) Das Publikum war auch heute wieder mit zahlreichen Kaufaufträgen im Markte, die zur Folge hatten, daß man schon vormittags in den Bankbureaus mit einer sehr festen Tendenz der Börse rechnete. Bei den verantwortlichen Führern der großen Bankinstitute und in Börsenkreisen sah man der noch gestern etwas überstürzten Aufwärtsbewegung der Kurse aber nicht ohne Besorgnis zu, da man berechtigterweise verhin- dem will, daß das erst seit kurzem wieder interes- lierte und anlagefreudige Publikum durch technische Rückschläge verstimmt wird. Durch Realisationen und Abgaben versuchte man, ungesunde Kurssprünge zu verhindern. Außerdem hatte man wohl auch die Kundschaft auf die in letzter Zeit stark zurückgebliebenen Standardpapiere, die, was bei einer Beurteilung auf lange Sicht doch sehr wichtig ist, auch heute noch eine recht annehmbare Rendite bieten, aufmerksam gemacht. Bei sehr lebhaften Umsätzen lagen zu Beginn des heutigen Verkehrs besonders die Aktien der großen Jndustrieunternehmungen unter Führung von JG.-Farben, die 4 v.H. über gestern lagen, * D i e Sparkasseneinlagen bei d e n deutschen Sparkassen beliefen sich Ende Juli 1932 auf 9717,46 Mill. RM. gegenüber 9800,00 Mill. RM. Ende Juni d. I. Der Berichtsmonat weist mithin eine Abnahme um 82,54 Mill. RM. gegenüber einer Abnahme von 105,05 Mill. RM. im Vormonat auf. Im einzelnen betrugen die Einzahlungen 371,88 (360,71) Mill. RM., davon aus Aufwertung 2,84 (15,15) und aus Zinsgutschriften 2,89 (15,66) Mill. RM. Die Auszahlungen stellten sich auf 454,52 (465,74) Mill. RM. Die Depositen-, Giro- unb Kontokorrenteinlagen beziffern sich auf 1201,11 gegenüber 1223,85 Mill. RM. Ende des Vormonats. * Neue Aufträge für das Wisfener Walzblechwerk. Bereits feit einigen Wochen mußten auf dem Walzblechwerk der Vereinigten Stahlwerke AG., Wissen (Sieg), an drei Tagen in der Woche Feierschichten verfahren werden. Wie sehr fest. Im allgemeinen gingen die Besserungen etwa bis 2,5 v. H. Montane waren lebhaft gefragt. Heber den üblichen Rahmen hinaus gewannen Schlesische Bergbau, die zunächst mit Plus-Plus-Zeichen erschienen, Chadeaktien, Brauwerte, Feldmühle, Bremer Wolle, Bemberg und Thüringer Gas bis zu 5 v. H. Demgegenüber waren aber auch schon kleine Reaktionen festzustellen. So lagen Autowerte, Zellstoff Waldhof, Dortmunder Union, Ilse Bergbau, Elektrisch Licht & Kraft, Elektrizitätswerk Schlesien, Gesfürel und RWE., die in den letzten Tagen große Gewinne verbucht hatten, bis zu 2,5 v. H. niedriger. Im Verlaufe bemerkte man weitere Gewinnsiche- rungen, die allerdings nichts an dem festen Grundton zu ändern vermochten. Die Kursentwicklung war nicht ganz einheitlich; besonders stark gestiegene Papiere bröckelten leicht ab, während andere, noch nicht so stark erhöhte Werte neue Steigerungen von etwa M ... _______ , ... 1 o. H. aufzuweisen hatten. Gebr. Junghans wurden aufgehoben werden können. Wie wir weiter ersah- nach anfänglicher Plus-Plus-Notiz mit 19 nach 16,75 ren, stehen außerdem noch andere Auftragserteilun- | v H. verspätet festgesetzt, auch Deutsche Telephon unb Kabel gelangten 2,65 o. H. höher zur Notiz. Ferner fielen Aku durch einen Verlaufsgewinn von 1,75 v. H. auf. Deutsche Anleihen eröffneten etwas schwächer, Neubesitz verloren 30 Pf. Reichsschuld - buchforderungen waren in Reaktion bis zu 0,75 v.H. rückgängig. Ausländer, besonders Mexikaner und Ungarn, biteben fest. Am Geldmarkt traten heute keine Veränderungen ein. Der Satz für Tagesgeld blieb mit 5,65 v. H. an ber unteren Grenze unverändert, nur vereinzelt war mit 5,5 v. H. anzukommen. Reifeliieraiur. — Badische Heilbäder, Kurorte, Sa- natorien und Kinderheime. Zahlreiche Heilbäder und Kurorte sind im weiten Erholungsgebiet des Schwarzwaldes und Odenwaldes, am Neckar und Bodensee verteilt, über deren Heilmittel und Heilanzeigen sowie die Höhenlage und klimatischen Verhältnisse ein besonderer vom Badischen Verkehrsverband, Karlsruhe, herausgegebener Faltprospekt unterrichtet. Das günstige Klima des Bad- nerlanbes, das eine wertvolle Ergänzung der Heilkraft der Quellen und der vielseitigen Kurmitteleinrichtungen der Badeorte darstellt, ermöglicht zusammen mit der Wirkung der natürlichen Höhensonne und nervenstärkenden Höhenluft einen ganzjährigen Kurgebrauch. Die Zahl der Sanatorien, Heilanstal, ten und Kinderheime im Badnerland ist groß, ins» gesamt werden in dem Projekt etwa 120 solcher Adressen nachgewiesen. — „Badnerland-Schwarzwald", Wegweiser und Hotelführer 1932. Der illustrierte Führer unterrichtet erschöpfend über die Fremdenstädte, Bade- und Kurorte sowie Sommerfrischen im Schwarzwald und Odenwald, am Neckar, Oberrhein und Bodensee hinsichtlich Lage, Klima, Sehenswürdigkeiten, Heilanzeigen usw. lieber 1500 Gaststätten werden mit den neuesten herabgesetzten Preisen nachgewiesen. Die Pensionspreise für Unterkunft unb Verpflegung beginnen bereits ab 3.—Mk pro Tag und Person. Der praktische Ratgeber enthält erstmals auch ein vollständiges Verzeichnis der seit dem 1. Mai in Südwestdeutschland eingeführten 43 ermäßigten festen Rundreisekarten ber Reichsbahn. Wettervoraussage. Das neue atlantische Tief ist bereits bis zum Rorbmeer vorgerückt. Dabei hat die Warmluft seiner Vorderseite über England verbreitete Riederschläge verursacht. Da die feuchtwarme Ozeanluft nach dem Festlands vorbringt, so dürfte es bei ihrem Aufgleiten auf die noch vorgelagerte Kaltluft neben Bewölkung zu vereinzelten Riederschlägen kommen. Die Störung besitzt allerdings keine große Energie, so daß eine starke Wetterbeeinflussung durch sie nicht stattfinden wird. Aussichten für Mittwoch: Bewölkt mit vereinzelten Niederschlägen, vorübergehend auch aufheiternd, Temperaturen zwischen Tag und Nacht mehr ausgeglichen. Aussichten für Donnerstag: Etwas wechselhaftes Wetter, teils wolkig, teils aufheiternd, vereinzelt« Niederschläge, im ganzen etwas kühler. Lufttemperaturen am 5. September: mittags 18,4 Grad Celsius, abends 11 Grad; am 6. September: morgens 13,2 Grad. Maximum 19 Grad, Minimum 6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. September: abends 18,6 Grad,' am 6. September: morgens 14,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 9 Stunden. Verantwortlich für Lokales, Provinz, Sport und Wirtschaft i. 93.: H. L. Neuner. Gewinnauszug 5. Klasse 39. Preußisch-Süddeutsche (265. Preuß.) Staats-Lotterie. Ohne Gewähr x Nachdruck verboten 23. Ziehungstag 3. September 1932 Sn der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 4 ©etotnne »u 5000 M. 24440 294373 14 Gewinn- ,u 3000 M. 43564 150460 165398 182929 199315 216462 266824 68 ©etolnn« ,» 2000 M. 2964 16305 23971 43649 49033 58247 59117 63060 82354 105682 108305 113700 118291 121375 136341 153823 164445 182839 210429 228456 228844 239525 256867 258261 271160 295673 318074 377285 380336 114 ©etolnne »a 1000 M. 10363 12154 12698 23764 27693 30394 43898 50578 52992 61200 68166 74664 74805 79754 82026 82375 83495 89674 97316 103430 114699 123172 123493 127896 133783 134971 137794 148238 148676 160902 168675 174026 179700 191595 204920 205187 207953 210933 212452 219884 220778 239417 240880 241311 253814 254458 263351 269120 270305 270911 273515 278402 285751 311812 318606 377617 397019 200 ©ctoinn« jn 500 4K. 837 6967 12910 16532 19649 22043 26972 30081 32227 35162 36487 37960 43966 48273 61822 53436 59625 66658 71837 71843 73760 74736 78979 88411 96955 97707 99590 102907 104231 104234 111936 122591 127330 129895 135873 142566 143067 149570 153437 163894 167374 174587 175641 175973 182741 164524 188663 193320 193947 195554 196305 200017 201954 202499 203513 204435 209641 210084 212395 214668 225466 226515 228468 229710 234570 237268 237871 249595 251868 253596 254014 259907 267690 270417 272523 280541 285860 288846 289301 302159 306662 312556 315205 322625 325362 329047 331074 337543 338040 349608 353701 356995 362865 364700 365644 371579 376360 382939 390604 391983 Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Setobme ,u 10000 M. 4 C eto.nn» zu 5000 M. 10 ©etolnne »u 3000 M. 317867 3339dl 36 Gewinn« zu 2000 M. 97974 102729 121390 250744 255317 265029 383564 399417 130806 178079 192099 201888 208055 263779 4761 13512 38714 45441 206652 239321 239699 305846 328078 332833 135145 190119 251205 303098 354172 373227 155246 209900 266282 323513 362986 388948 129091 184654 215843 273956 349701 364540 129369 187493 250171 274287 351418 372794 157141 211823 269985 327575 363050 149131 206731 254139 321292 354842 376649 1000 1501 4100 11146 11303 11987 19024 38874 51082 54181 60355 66643 69334 93486 101998 103618 111533 114887 120123 120746 ------ ------ ----— ------ 140719 162451 188194 203034 230669 261453 288476 318397 351299 387331 115148 147487 166878 196541 215077 235833 269278 296991 324967 366477 391387 130685 148052 168280 196818 215109 258166 282982 300485 328277 369126 133511 154614 168424 198384 220886 258374 284325 309019 346641 376306 134820 165297 173398 199671 228427 259250 286991 313273 347702 381249 144905 162868 188915 213063 231387 262266 296617 318418 351755 388725 Gewinne zu 500 M. 291 867 2232 5318 5610 6643 14421 23422 24667 25293 37773 37809 47471 89822 6°131 62593 59680 65270 65599 74249 86512 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu fe 600000, 100 Schlußprämien zu je 8000, 2 Gewinne zu je 75000, 2 zu je 60000, 8 zu je 25000, 30 zu je 10000, 122 zu je 5000, 210 zu je 8000, 558 zu je 2000, 1140 zu je 1000, 1956 zu je 500, 5908 zu je 400 M.