len. ’rn Oltw tu. L-ä -äZ- W sv^>L «ÄS 'LLL 8 Ott- ■ W(Ute jur 2r. lannlcn 0^ li. «hultunk L°m.t Qkria. 5 R.13: «n- 7 16 otunbc dn ^8.25: StuS jj* Arbeiineh. 18-50: erbiblwthekor Dt der Mnd. StzvÄischer kstumlicher he,, mi. Srübtonyrt. 12' ’ Unterhaltung-, ff -K (Son Ld yrlehrer und zahl- Seitiragen. 19.30 Schallklattenvlau. 11.30: Aeue OHuhL n|il. nl Konzert. 10.20 bti Dald. ein Hörbild Hers. 13: Nitage. M Llvtze: Zum er Ächteik. 18.50 trag „Hoher M- ctelftunde Deutsche Jahre 1932", Dvr- Trageier. 19.30 .15: Lochte Kaval- arl Mer, Wit : Eine Schulstunde Aachtmusi!. uni. : 10.50: Austausch- • r Aorag Hamburg. ttcrlialtungäknwrt Vittagtloryert dos Stuttgart 15.30. an allem schuld, Lev TMvi. Mieter Abend, 'Bon Dens. Drob- lüapellen der Tai- unb Mililämulil , bis 24 . WmuliL 3 Gießen. >ci einem Ehepaare älterer Mann halte gen der Wie beiden ihm daher den . die rückständige om in dem Zimmer ite der Mann einen 800 Mark« au'be- ehr Vorland. Degen Betrages halte das ..(eule zu namha'lon eLng^Sbe'rau t dem Antrag der end mangels aus- sprochcn. da ihre nachzuweisen war sArer »Um»« tn2±' ■ t* i,nÄ» lordon. E pASCOAL« l9rpfleflunfl ^«'£N Kl 130 Erster Blatt 182. Jahrgang Montag, 6. Juni (952 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Die Illustrierte Giestener Familienblätter Heimat tm Bild • Die Scholle monali:Bejng$preis: Mit 4 Beilagen NM 1 95 Ohne Illustrierte . 1 80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach. richten Anzeiger Gietzeu. Pollldicrffonto: Frankfurt am Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dmd und Verlag: vrühl'lche UnlversttSl5-vuch. und Steindrudcrci R. fange in tileftei. Sdjriftleitung und Geschäftr^elle: SWHnM 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer dis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig: für Ns» Klameanikigen von 70mm Breite 35 Neikdspfennig, Playvorschrift 20*, mehL Chefredakteur Dr. Fnedr Wilh. Lange. Verantwortlich sür Politik Dr Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H Idyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Dietzen. im Die Auflösung des Reichstags le Kabi- erften Wahlgong zur Relchspräfiden- 3m s der d i e Mieter und die Staatsparteiler vereinigt sind, haben etwas über die Hälfte ihrer Wählerstimmen eingeb üf)t und «halten statt 18 4 30 1 5 1 0 (20) (3) (2) (2) | (23) (0) tei andererseits aber zunächst ruhig a b w a r - 'eit des DasAuflösunoSdekret. Berlin. 4. 3uni. (WIV.) Die Verordnung des Reichspräsidenten über die Auflösung des Reichstags vom 4. 3uni 1932 lautet: Auf Grund des Artikel» 25 der Rcichs- oerfassung löse Ich mit sofortiger Wirkung den Reichstag auf. da er noch dem Ergebnis der in den letzten Monaten stattgehabten Wahlen zu den Landtagen der deutschen Länder dem politischen Witten des deutschen Volke» nicht mehr entspricht. Berlin, den 4. 3unl 1932. Der Reichspräsident: gez.: o. Hindenburg. Der Reichskanzler: gez.: o. Popen. Der Reichsminister de» Innern: gez.: Freiherr v. Gayl. t e n werde, wie sich die weitere Tätigsi neuen Reichskabinetts gestalten werde. All« tenwaht hallen sich 48 493 Wähler für den Kandidaten Ducfterberg entschieden. Die Nationalsozialisten erhielten im ersten Wahlgang zur Reichspräsidentenwohl 139 030. im zweiten Wahlgang 178 076 Stimmen. Die Nationalsozialisten hoben demnach mit einer Stimme die absolute Mehrheit im neuen Landtag. Der neue Landtag. Nach dem bisherigen Ergebnis der Wahlen zum Mecklenburg-Schweriner Landtag werden also im neuen Parlament 30 nationalsozialistische Abgeordnete insgesamt 29 Mandaten aller übrigen Parteien gegenüberstehen. Den Nationalsozialisten ist also nach dem Muster von Oldenburg die Möglichkeit gegeben, allein eine Regierung zu bilden. Während die im bisherigen Landtag in der A r - beitsgemeinschast nationaler Meck- rika besassen. Diese Nachrichten stützen sich zum größten Teil auf die Wahrheit völlig entstellende» P r o p a g a n b a m a t e r ia I unserer früheren Gegner aus dem Weltkrieg.^Nach Auffassung der Reichsregierung ist es ein vom Standpunkt jedes vaterländischen Denkens u n u e r ft ä ndIiche » Verhalten, wenn derartiges Material dazu miß- braucht wird, das Ansehen des Reichskanzler» vor dein Fn- und Ausland h e r a b z u f e tz e n. Die Reichsregierung ist entschlossen, einer derartigen Brunnenvergiftung mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln entgegenzutreten. Die LaniMSwahl in Mecklenburg-Schwerin. Oie Nationalsozialisten erringen die absolute Mehrheit im neuen Landtag. Oie nächsten Aufgaben der deutschen Innnenpolitik. Ein Interview mit Freiherr« von Gayl. — Aushebung des GA.-Verbots. — Neufassung aller Notverordnungen zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Sicherheit. Königsberg. 4. Juni. ($11.1 Reichsinncn- miniftcr Freiherr v. Gahl erklärte der .Oft» preußischen Zeitung" über die politische Lage und die nächsten Absichten des Kabinetts, daß er lenburger zuiammengeschlossenen Regierungsparteien ingesamt über 23 Mandate verfügt haben, werden sie in dem neuen Landtag nunmef,. (bisherige Arbeitsgemeinschaft 1 und Deutschnationale 5) Vertreter entsenden. Die Arbeitsgemeinschaft der Bürgerlichen Mitte, in Ls erhielten Mandate: SPD. KPD. NSDAP. Bürger!. Arb.-Gem. DNvP. Arb. naf. Mecklenburg. SAP. Ruhiger Verlaus des Wahltages. R o st o ck, 5. Juni. (WTB) Der Wahlsonntag in Mecklenburg-Schwerin ist vollkommen ruhig verlaufen. Nachdem sich wahrend der ver- gangenen Woche auf dem Lande verschiedentlich Zusammenstöße zwischen Angehörigen der Eisernen Front und der NSDAP, ergeben hatten, ist esjjeute ruhig; die Ördnungspolizei wurde an keiner Stelle eingesetzt. Aus den größeren Städten wird eine auffallend fchwächere Wahlbeteiligung gemeldet. Die Hohe der Wahlbeteiligung vom Fahre 1929 dürfte jedoch auch diesmal erreicht werden. Auf dem flachen Lande gingen die Wähler in größerer Zahl zur Urne. In den Abendstunden hat der Schleppdienst der großen Parteien eingesetzt. Oas Wahlergebnis. Schwerin. 5. Juni. Da» vorläufige amtliche Ergebnis der Londtogswohl in Mecklenburg-Schwerin. das nur infofern noch unwesentliche Veränderungen erfahren dürfte, als die Ergebniffe aus 17 kleineren Wahlbezirken noch ausstehen, ergibt folgendes Bild, wobei die Vergleichsziffern zur Landtagswahl vom 23. Juni 1929 und zur Reichstagswahl vom 14. September 1930 beigefügt wurden. sentliche Vereinfachung der Verwaltungen neue Belastungen nach Möglichkeit zu vermeiden. Gegen politische Brunnenvergistung. WTB- Berlin 4. Juni. Amtlich. In einem Teil der deutschen Presse sind Nachrichten verbreitet, die sich mit der früheren außenpolitischen Tätigkeit de» Reichskanzlers in den Vereinigten Staaten von 21 nie- Mit Genugtuung nimmt das namenlos leidende deutsche Volk davon Kenntnis, daß der Oberstaatsanwalt gegen die angeklagten Schieber und Wirt- fchaftshyänen Willi und Leo «klaret eine Zuchthausstrafe in Höhe von sechs Jahren und zehn Jahren Ehrverlust beantragt hat. Das Gericht wird bei der in einigen Tagen fälligen Urteilsverkündi- gung nicht an dieser Einstellung der breitesten Massen der Bevölkerung oorübergchen können. Das Volk erwartet, daß endlich ein (frempel ft a t u i e r t wird an Kiefen skrupellosen Gaunern, die die Not des Volkes auf verbrecherische Weise für ihre eigene Tasche ausgenutzt haben Dieser Sorte von „geräuschlosen Kaufleuten" muß ein für olle Mal das Handwerk gelegt werden. -Noch einmal ersteht vor unterem geistigen Auge das Bild einer Stadtverwaltung, in der Eharak- tote wie diese Sklareks eine dominierende Rolle spielen konnten. Wir sehen, wie Schieber einen Wonopolvertrag zugeschanzt bekommen, der ihnen nun die Handhabe bietet, die städtischen Kassen iU brandschatzen Zehn Millionen fliehen mit der Zeit in ihre Brieftasche, von denen heute nichts mehr da ist. Wahrend das Volk darbte, wahrend der Oberbürgermeister Dr. Böß Anweisung geben muhte die Wohlfahrtsunterstühungen zu kurzen, während die Kmderspeisungen m den Volksschulen eingespart wurden, weil lein Geld für diesen Zweck mehr bereit gestellt werden konnte, kurz, während drängende soziale Ausgaben m kaum erträglicher Weise eingeschränkt wurden, konnten die Sklareks soviel Geld haben, wie fie nur wollten. Der Duft, der aus der Berliner Stadt» Verwaltung unter Böß aufftieg. ähnelte verteufelt den Gerüchen, die einst aus der Buchse der Pandora fliegen. Die drei Brüder, von denen der Tüchtigste sogar so tüchtig wa^ daß er sich krankheitshalber der gerichtlichen Sühne bisher zu entziehen wuhte, verstanden es, eine ganze Stadtverwaltung einschliehlich des Obcrburger- meisters zu korrumpieren. Die Herren, dte nach 1918 sich in die Verwaltung der ctabt gedrängt hatten, waren nicht gegen die Argumente der Sklareks, die in Gestalt von Pelzmänteln, sewener Wäsche, ganzen Zimmereinrichtungen ^md Aenn- aeidern ihnen ins Haus und in die Taschen geschickt und gesteckt wurden, machtlos. Die Zeche aber bezahlen heute die Berliner Steuerzahler. Die Reinigung dieses Augiasstalls hat Jahre in Anspruch genommen. Monatelang hat man im Moa- biter Kriminalgericht gegen die Sklareks und ihren Anhang verhandelt. Viel zu lange übrigens für das Empfinden der empörten Bevölkerung. Es wäre bc er gewesen, wenn sich die Justiz auf die Her- ausgreifung einiger wichtiger Punkte der Anklage- fchrift befchränkt hätte. Der Weg von der Aus- deckung der Verbrechen bis zur Sühne ist zu lang gewesen. Trotzdem bat die bis ins einzelne gehende Gerichtsverhandlung in Moabit das eine Gute ge- habt daß wir uns letzt em umfaßendes Bild von den'damaligen Vorgängen zu machenvermögen Heute wissen wir genau, wer Berlin so in Grund und Boden gewirtschaftet hat. Wunsch des Reichspräsidenten und nach schwerwiegenden anfänglichen Bedenken sei er in das Kabinett eingetreten. Die Zusammensetzung des Kabinetts fei in besonderem Maße für Ostpreußen von Bedeutung. 3n die Hände der beiden ostpreußischen Minister sei die Bearbeitung der Ost Hilfefragen gelegt. Vor feinem Eintritt in das Kabinett habe er eine Aussprache mit Geheimrat Hugenbe rg gehabt, in der feftgeftellt worden ei, daß die DRVP. dadurch dem Kabinett gegenüber nicht verpflichtet wäre, daß die Par- guten Mutes und mit Zuversicht an die ihm gewordene Ausgabe heranginge, obwohl sie ihm erhebliche Opfer auferlege. Rur auf ausdrücklichen Landnöten. Die Erklärung, mit der sich das neue Kabinett Papen der deutschen Ocsfcntlichkeit vor- gestellt hat — beim Wegfall des Reichstags durch die Presse und den Rundfunk — ist von einer herzerfrischenden Deutlichkeit der Sprache, wie sie von amtlichen Stellen sonst selten gebraucht wird. Wohl noch niemals ist in einer offiziellen Regierungs- kundgebung unferm Wolke mit solcher Rücksichtslosigkeit der Spiegel vorgehalten worden. Es ist nicht zu bestreiten, daß wir eine Mißwirtschaft der Parlamentsdemokratie hinter uns haben, mit deren Hilfe die finanziellen Grundlagen des öffentlichen Lebens schwer erschüttert und die Sozialversicherungen an den Rand des Bankrotts gebracht sind, während die dringend notwendigen Reformen auf allen Gebieten über erste schwache Ansätze nicht hinausgekommen sind. Es ist nicht zu bestreiten, daß durch Klassenkampf und Kulturbolschewismus die moralischen Grundlagen unseres Volkes angegriffen find Und nur einseitige Dor- eingenommenheit kann leugnen wollen, daß der De, such, durch Ueberfteigerung des Staatsfozialis- mus den Staat zu einer Art Wohlfahrtsanftalt zu machen, kläglich gescheitert ist Sehr viel zurückhaltender dagegen behandelt das Kabinett die Probleme der nächsten Zukunft. Wir erfahren nur, daß ein Teil der von der alten Regierung geplanten Rotmaßnahmen erlassen werden muß um — ein Beweis sür den Ernst der finanziellen Lage — die Zahlungen der nächsten Tage und Monate für die Aufrechterhaltung des staatlichen Avparates ficherzuftellen. Wir erfahren außenpolitisch nur, daß das Ziel völlige Gleichberechtigung, politische Freiheit und toirt- schastliche Gesundung sein soll; eine Forderung, die von allen Seiten unterschrieben werden kann, Rur vermissen wir es hier schmerzlich, daß die Regierung nicht die erste Gelegenheit benutzt hat, um zur Vorbereitung für die Konferenz von Lausanne dasRein. das Dr. Brüning allen Forderungen auf eine weitere Zahlung Deutschlands entgegengesetzt hat, ausdrücklich zu übernehmen. Das würde wesentlich zur Klärung der Lage beigetragen haben. Aber dem Kanzler kam es hier wohl in erster Linie auf daS inner- politische Stichwort zur Erössnung d e « W a h l k a m p f e S an. Er wollte weniger im Augenblick ein Programm geben, als die Rot- wendigkeit der Auslösung des Reichstags begründen und auf ruf en zu dem Kampf „für die seelische und wirtschastliche Gesundung, für die Wiedergeburt des neuen Deutschland". nettSmitglieder hätten ihren Austritt aus den ihnen nahestehenden Parteien erklärt. Auch sein Amt im Reichsrat habe er niedergelegt. Aus die Frage nach dem Programm für ein Ressort — insbesondere hinsichtlich des SA.- Derbots — erklärte der Innenminister, in kürzester Zeit werde eine Reuordnung und Reusasfung sämtlicher Bestimmungen über d i e Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung ergehen, durch die alle Ungerechtigkeiten gegenüber der nationalen Bewegung in ihren verschiedenen Formen a u f gehoben werden würden. 3m Gegensatz zu früher werde das Kabinett nicht jede kleine Anrempelung in der Oeffentlichkeit mit der ganzen Schwere seiner Machtvollkommenheit ahnden. Rur schwere Angrisse und Verunglimpfungen, besonders solche auf den Reich-Präsidenten, sollen bestraft werden. Die Regierung werde es sich angelegen sein lassen, nicht nur für Ruhe und Ordnung, sondern auch für das Recht und die Sicherheit des einzelnen Staatsbürgers zu sorgen. Zu der Frage der Reichstagswahl dementiert der Minister die Gerüchte über die Aen» derung des Wahlgesetzes, wie sie vom Kabinett Brüning bereits vorbereitet worden seien. Die Wahl, so betonte der neue Innenminister mit allem Rachdruck, solle die unversälschte Willensmeinung des deutschen Volkes zum Ausdruck bringen. Jede Einschränkung und Behinderung dieser Willensmeinung werde vom Kabinett abgelehnt. Schließlich stellte der Minister noch die Gerüchte richtig, die über die angeblich geplante alsbaldige Einsetzung eines Staatskommissars für Preußen in Umlauf seien. Wie die Xil. zu der vom Reichsinnenminister Freiherrn v- Gayl in Königsberg angekündigten Reuregelung der verschiedenen Bestimmungen zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung von unterrichteter Seite erfährt, ist im Reichsinnenministerium bereits der Entwurf einer e n t s p r e ch e n d e n R o t v e r o r d n u n g fertig g e ft c 111, der als erstes das Reichskabinett bei seinem Wiederzusammentritt voraussichtlich am Dienstag beschäftigen wird. Die neue Rot- Verordnung soll zunächst alle bisherigen politischen R o t v e r o r d n u n g e n (nicht die wirtschaftlichen) aufheben und nur einige Bestimmungen in neuer Fassung enthalten. Aufgehoben würde vor allem das S A - und SS. »Verbot sowie das ilniformDerbot. Die Versammlungsfreiheit und die Pressefreiheit würden in weitestem Umfange wiederhergestellt. Bestehen bleiben würden in erster Linie d i e Bestimmungen über Waffenbesitz und Wasfentragen. ferner einige Bestimmungen. die grobe unrichtige Angriffe in der Presse und in Versammlungen verhindern sollen. Auch das Kontrollrecht des Reiches über d i e Wehrverbände dürste aufrechterhalten bleiben. Mit der Veröffentlichung der Rotverordnung ist Ende der Woche zu rechnen- Was bleibt von Dietrichs Gteuerplänen? Berlin. 6 Juni. (CNB.) Das R e i ch s k a b i -- nett wird nach den bisherigen Absichten des Reichskanzlers am Montag zunächst zur B e • ratung über den Wah11ermin zusammen- treten, über den so schnell wie möglich eine Entscheidung getroffen werden soll. Abänderungen des Wahlgesetzes kommen nicht mehr in Frage; auch der bisherige Wahlkoeffizient von 60000 soll be- stehen bleiben. lieber die Maßnahmen zur Sicherung der Kassen läge teilt der „Montag" mit, daß es noch nicht entschieden sei, ob es bei der vom Kabinett Brüning beabsichtigten Verdoppelung der Bürger st euer und Einführung einer Beschäftigten sl euer von XVi Prozent bleibe. Das Blatt ist der Ansicht, daß w a h r- scheinlich nur ein Teil dieser steuerlichen Maßnahmen durchgeführt wird, und zwar nur zur Deckung des dringlich st en Bedarfs der nächsten Zeit. Das Kabinett beabsichtige, durch erhebliche Sparmaßnahmen und we- Lw. Lw. Rw. 5.6.32 23. 6. 29 14.9.30 SPv. 107 669 120 570 124 922 KPD. 26 850 16 451 27 644 NSDAP. 175 884 12 721 72 033 Bürg. Arb.-Gem. 7 667 16 423 8 096 DNVP. 32 683 \ 140151 39 874 Arb. nat Mecklenburg. 7 443 j 49 412 SAP. 947 — — bisher zwei nur einen Sitz. Die Sozialdemokratische Partei mit einem Verlust von rund 10 000 Stimmen konnte sich verhältnismäßig gut halten. Ähre Fraktion ist um zwei Mandate geschwächt. Die Kommunisten haben einen Sitz hinzugewonnen. Leer ausgegangen ist die SAP. Gtädtergebniffe. Das Endergebnis der Stadt Wismar lautet: Sozialdemokraten 6393 (Reichstagswahl am 14. September 1930 6506), Kommunisten 1945 (1978), Rationalsozialisten 6196 (2656; Präs.-Wahl 6251), Bürgerliche Arbeitsgemeinschaft der Mitte 589, DRDP. 699, Arbeitsgemeinschaft nat. Mecklenburger 422, SAP. 19. Rostock: Sozialdemokraten 17 920 (Reichstagswahl am 14. September 1930 19 600), KPD. 4328 (4224), RSDAP. 20 656 (8175; Präs.-Wahl 21 805), Bürgerliche Arbeitsgemeinschaft der Mitte 1361, DRDP. 5645 (6231), Arbeitsgemeinschaft nat. Mecklenburger 1352, SAP. 65. Schwerin: Soz. 8576 (10 862), KPD. 1054 (906; 921), RSDAP. 13 966 (5138; Präs.-Wahl 12 301), Bürgerliche Arbeitsgemeinfch. der Mitte 1479, DRDP. 2577 (2960), Ärbeitsgemeinsch. nat. Mecklenburger 1453, SAP. 108. Die Lanbtagswahl in Hessen. Erleichterungen für die Wahlpropaganda. D a r m st a d t, 4. 3uni. (WSR.) In einer Unterhaltung mit dem Bertreter des WTD. erklärte der hessische Staatspräsident Dr. Adelung zu den an die hessische Regierung in den letzten Tagen gerichteten Anregungen, die hessischen Landtagswahlen, die am 19. Juni stattfinden sollen, mit den Reichstagswahlen zu verbinden: Die Berbindung der hessischen Landtagswahl mit der Reichstagswahl wäre nur möglich, wenn die Reichstagswahl vor dem 3. Juli stattfände, da nach Auflösung des Landtags verfassungsmäßig die Reu- Wahlen innerhalb von 60 Tagen erfolgt sein müssen. Die Reichstagswahl ist aber für die zweite Hälfte des Juli festgelegt worden. Es muh also schon aus diesem Grunde bei dem 19. Juni für die Hessischen Landtagswahlen bleiben. Alm den Wünschen der Parteien nach Erleichterungen bei der Propaganda während des Landtagswahlkampfes soweit wie möglich entgegenzukommen, hat sich der Minister des Innern entschlossen, das allgemeine Demonstrationsverbot insoweit e i na u - schränken, dah während der Dauer des Landtagswahlkampfes für alle Parteien Kundgebungen und Bersammlungen unter freiem Himmel erlaubt werden, desgleichen alle damit zusammenhängenden An- und Abmärsche der Teilnehmer in geschlossenen Gruppen. Aus den gleichen Gründen wird auch das bisher bestehende Verbot der Propaganda mit Parteifahnen aufgehoben. Oer -eutschnaiionale Wahlvorschlag. D a r m st a d t, 5.3uni. Die Deutschnationale Dolkspartei hat für die Landtagswahl folgenden Wahlvorschlag Rr. 6 eingereicht: Böhm, Amtsgerichtsrat, Dad-Rauheim; Fenchel, Landwirt, öber-Hörgern; Schell, Pfarrer, Worms-Psiff- ligheim; Klara Klingspor, Hausfrau, Offenbach a.M; Lahr, Landwirt, Ober-Hilbersheim; Arras, Landwirt und Bürgermeister, Ober- Ostern; Dauer, Schneidermeister, Darmstadt; Simon, Lokomotivführer i. R., Seeheim; Wolf, Landwirt, Effolderbach; Reuter, Zieglermeister, Bensheim; Christ offel, Gerichtsreferendar, Mainz; L e i n k a u f, Hhrmachermeister, Dad- Rauheim; Lutz, Landwirt und Müller, Klein- Felda; Kurtz, Oberpostsekretär, Friedberg; Günther, Landwirt und Gastwirt, Steinfurt; Antonie Raumann, Oberreallehrerin, Darmstadt; Komp, Landwirt, 3lbeshausen; Spies, Verwaltungsbeamter, Dittelsheim; Flach, Lehrer, Mainz; K a l b h e n n, Rechtsanwalt, Darmstadt; R a ch t i g a l l Schlossermstr., Gießen; Kling, Rektor, Gießen; Barth, Oberleutnant a. D., Darmstadt. Eine Gedächtnisfeier für Wilhelm Kahl im Reichstag. Berlin, 5. Juni. (TU.) In dem mit würdigem Trauerschmuck versehenen Sitzungssaal des Reichstages fand eine Gedenkfeier für das verstorbene alte st e Mitglied des Reichstages, Geheimen Justizrat, Universitätsprofessor D. Dr. Dr. Wilhelm Kahl, statt. Ueber dem Präsidentengestühl war eine Büste Kahls aufgestellt. In der Reichspräsidentenloge wohnte neben dem Reichstagspräsidenten Lobe und dem Staatssekretär Dr. Meißner die Witwe des Verstorbenen der Gedenkfeier bei. Als Vertreter der Reichsregierung war Reichskanzler v. Papen erschienen, ferner bemerkte man den Führer der Deutschen Volkspartei, Dingeldey, den bisherigen Reichsjustizminister Dr. Joel und den Rektor der Berliner Universität, Prof. Dr. Lüders, den stellvertretenden Vorsitzenden des Strafrechtsausschusses des Reichstages, Dr. Bell, und den österreichischen Gesandten Dr. Frank. Den Platz des Verstorbenen aus seiner Fraktionsbank schmückte ein großer Strauß weißer Lilien. Auf den vier Ecktürmen des Reichstagsgebäudes waren die Fahnen Halbmast gesetzt. Als erster Redner würdigte Prof. Dr. Goldschmidt, der Dekan der juristischen Fakultät der Berliner Universität, die juristische Tätigkeit Wilhelm Kahls. Er bezeichnete den Verstorbenen als einen Rechtsgelehrten und Rechtslehrer von außergewöhnlichem Ausmaß. Aus dem Forscher und Lehrer sei Kahl zum Hüter und Gestalter des Rechts geworden, gleichviel, ob er als Mitt- ler oder als Kämpfer auftrat. Wilhelm Kahl fei in Schmerz darüber dahingegangen, feine letzte Lebensaufgabe, die Strafrechtsreform nicht mehr vollendet zu hoben. Geheimer Konsiftorialrat ^Iniversitätsprofessor D. Dr. Ege r, Hatte, Präses der Sächsischen Provinzialsynode, legte dann dar, was Kahl der evangelischen Kirche gewesen sei. Volle 40 3ahre habe Kahl am Leben der evangelischen Kirche teilgenommen, als Mitglied der rheinischen und der brandenburgischen Provinzialsynode und der evangelischen Generalsynode. Der Redner hob besonders die Bedeutung in der Mitwirkung Kahls an der Verfassunggebenden evangelischen Kirchenversammlung hervor. - Reichstagsabge-- vrdneter Dingeldey widmete dem Verstör- Die AattonaWalisten und das Kabinett papen. Eine llnierre-ung mit Or. $ricf. Kopenhagen, 3.3uni. (211.) Der Sonderberichterstatter der „Derlingske Lidende" in Berlin hatte eine Unterredung mit dem Führer der nationalsozialistischen Reichstagsfraktion Dr. Frick, die das Blatt in großer Aufmachung unter der Heberschrift „Das gegenwärtige und zukünftige Deutschland bezahltkeine Reparationszahlungen mehr" veröffentlicht. Dr. Frick habe u. a. gesagt: Papens Regierung, obwohl sie mehr Verständnis für die Rationalsozialisten als Brüning habe, dürfe nicht als nationalsozialistische Regierung betrachtet werden. Der nationalsozialistischen Partei stehe Papen neutral gegenüber. Man warte nationalsozialistischerseits erst einmal ihre Handlungen ab, um sie danach zu beurteilen. Auf die Frage, ob die Rationalsozialisten nach den Wahlen selb st die Regierungsbildung in die Hand nehmen würden, habe Frick geantwortet, daß sich das sowieso nicht mehr lange umgehen lasse. Heber die zukünftige Außenpolitik habe Dr. Frick gesagt, der ganze Geist der Außenpolitik müsse ein anderer werden. 3n Genf säßen deutsche Ver.reter und verhand lten völ ig ernsthaft, damit die deutsche Abrüstung auf der Grundlage, wie sie im Versailler Vertrag festgelegt sei, bestehenbleiben solle. Dies sei ein Hohn gegen Deutschland. Seit 14 3ahrrn seien di: Deutschen wie ein Helotenvolk behandelt worden. Line derartige Behandlung gehe nicht mehr an, weshalb jetzt auch für das deutsche Volk volle Gleichberechtigung verlangt werde. Die Voraussetzungen für die Deutschland aufgezwungene Abrüstung, wie sie im Versailler Vertrag vorgesehen seien, seien besondere. Diese Bestimmung des Versailler Vertrages bestehe nicht mehr zu Recht. Erkenne man dies auf der Abrüstungskonferenz in Genf nicht an, so hätten die Verhandlungen für Deutschland kein Interesse mehr. Was Lausanne betrifft, so verstehe er, Dr. Frick, überhaupt nicht, was man dort noch wolle. Es gebe doch niemand mehr, der glaube, daß Deutschland aufs neue Reparation s° zahlungen lei st en werde. 3n der 3nnen- und Außenpolitik müsse man heute mit einem nationalsozialistischen Deutschland rechnen, erfüllt von Hitlers Geist. Das sei die Gegenwart und die Zukunft. Die presse zu Papens Programm. Berlin, 4. 3uni. (TU. Funkspruch.) Zur Regierungserklärung sagt die „DÄZ" u. a.: Die Regierungserklärung werde durch die große Offenheit ihrer Sprache Aufsehen erregen. Die Bilanz des politischen und wirtschaftlichen Zustandes der Ration sei allerdings erschütternd. Und die Ursachen der moralischen und wirtschaftlichen Krise würden endlich einmal unmißverständlich beim Ramen genannt. Die Entartung des Staates zu einem inzwischen dem nackten Bankerott verfallenen Wohlfahrtsstaat, die Zersetzung des öffentlichen Lebens durch Klassenkampf und die literarischen Auswüchse der Geistesfreiheit, die Bedrohung der deutschen und christlichen Kultur durch den Atheismus würden ohne Umschweife beim Ramen genannt. Den klaren programmatischen Sähen der Kundgebung sei wenig hinzuzufügen. Sie wirke durch ihre Ehrlichkeit und 3llusionslosigkeit. — ,®er T a g" bemerkt, über die Regierungserklärung gehöre das Wort, das wir als Ueberschrift für diese kurze Stellungnahme wählten: „Die Weimarer Dilanzl" Die „Germania" führt u. a. aus, die Kundgebung der Reichsregierung fei, um es gleich zu sagen, deshalb eine Ueberraschung, weil man nicht darauf gefaßt gewesen sei, daß jie d i e reaktionären Ziele des neuen Kurses mit einer solchen Offenheit proklamieren würde, wie dies tatsächlich geschehen sei. Sie sei zweitens eine Ueberraschung, da sie nichts Besseres zu sagen wisse, als das Kabinett Brüning mit allem'zu belasten, was sie an Schwierigkeiten vorfinde. Wenn die von der neuen Regierung vorgefundene Bilanz dahin gekennzeichnet werde, daß die finanziellen Grunlagen des Reiches, der Länder und der Gemeinden erschüttert seien — ein seit langem bestehender Gefahrenzustand, den das frühere Kabinett immer wieder überwunden und dem es auch jetzt durch die Fertigstellung des Haushalts, dem nur die Unterschrift gefehlt habe, begegnet fei — bann müsse man demgegenüber feststellen, daß es sich heute noch immer um jenen Enoe 1918 erfolgten Bankerott des kaiserlichen Deutschlands handle, zu dessen ßiquibierung bie Regieruna Brüning bie bisher größten unb erfolgreichsten Anstrengungen gemacht habe. Sehr einfach felbftDerftänblid) unb vom Volk unumstritten böten sich die .a u ß e n p o 1 i t i f ch e n Ziele der neuen Männer dar. Hier hätten sie eingutgemachtes Bett gefunden, hier gingen sie einen Weg, auf dem unsichtbar, aber unbestritten der Staatsmann Brüning über seine Amtszeit hinaus ihr Führer sei. Der „ß o f a l a n 3 e i g e r" stimmt der Erklärung darin zu, daß eine grundsätzliche Klärung innerhalb des deutschen Volkes unbedingt erforderlich sei. Un- zweifelhaft sei in der Erklärung eine ganze Reihe sehr richtiger Erkenntnisse ausgedrückt. Aber die Erkenntnis dessen, was ist, sei nur ein Teil und der leichtere der dem Staatsmann gestellten Ausgaben. An Positivem erfahre man sowohl auf innen- wie außenpolitischem Gebiet nur sehr wenig. — Die „Nachtausgabe" bezeichnet als besonders auffallend die Sätze gegen ben Staats- fozialismus und die dabei ausgesprochene Erkenntnis, daß die Arbeitslosigkeit durch bie übermäßige Belastung des Reichs, der fiänber unb Gemeinden mit sozialpolitischen Aufgaben noch gesteigert worden sei. Zu der Erklärung über die Außenpo 1 i. t i k sagt das Blatt, eine größere Deutlich- feit wäre für die Regierungserklärung nur von Vorteil gewesen. Die „Tägliche Rundschau" empfindet es als einen Mangel, daß bie Erklärung kein Pro- g ramm enthalte. In ber Frage der Reichs- r c f o r m fei von dem Kabinett v. Papen wenig Erfreuliches zu erwarten. Das Blatt bedauert weiter den sozialpolitischen Kurs und vermißt Aus- führungen über die Siedlung. — Die „Voffische Zeitung" bezeichnet bie Erklärung als innerpolitisch von Hugenbera und außenpolitisch von Brüning abgetrieben. Der Unterschied sei nur, daß Hugenbergs Schlagworte völlig übernommen worden seien, Brünings außenpolitische Thesen dagegen mit Auswahl. bencn als Parteifreund und Parlamentarier letzte Worte des Gedenkens. Mit großer Wärme und Leidenschaft habe Kahl das deutsche Volk auf dem Weg durch Krieg und Zusammenbruch begleitet. Sein Eintritt in die Rationalversammlung galt nur der einen Aufgabe, mitten in der Stunde des Riederbruches Mahner und Helfer zu sein und den Ausgleich zu schaffen zwischen dem Gedanken der Autorität und den Forderungen des Tages. 3m Reichstag habe er die Arbeit für das große Werk der Strafrechtsreform wieder ausgenommen, dem bereits 3ahr- zehnte seines Lebens gedient hatten. Wenn dieses Werk nicht vollendet werden konnte, so liege darin die letzte Tragik des Wirkens Kahls. Ein geplanter Anschlag auf Mussolini. Rom, 5. 3uni. (TU.) Ein 25jähriger 3taliener, der geständig sein soll, einen Anschlag auf Mussolini geplant zu haben, wurde Samstag auf der Piazza Venetta verhaftet. Er war im Besitz von zwei Bomben und einem Revolver. Bei der Untersuchung wurde bei ihm ein Schweizer Paß auf den Ramen Angelio G a l v i n i gefunden, jedoch soll fest- gestellt worden sein, daß sein richtiger Rame S b a r b e l o 11 o ist. Heber das weitere Ergebnis des Verhörs ist bisher nichts zu erfahren. Der Verhaftete dürfte dem Sondergerichtshof zum Schuhe des Staates übergeben werden. Bei der Untersuchung der Bomben wurde festgestellt, daß sie eine gefährliche Wirkung gehabt hätten. Cs heißt, daß es sich um einen italienischen Emigranten handelt, der 1925 aus 3talten In die Schweiz übergesiedelt ist. Er soll bereits im Oktober nach Rom gekommen sein und seither seinen verbrecherischen Plan gehegt haben, ohne jedoch die Gelegenheit zu seiner Ausführung gefunden zu haben. Umsturz in Chile. EinnationalsozialtstischcsKabinettüebildet Santiago de Chile, 5.Juni. (TU.) In Chile ist eine Revolution ausgebrochen, die mit dem Siege der Armee geendet hat. Der Staatspräsident Montero ist gestürzt und die s o z i a 1 i st i s ch e Republik ausgerufen. — Der in der Mi- Utärfliegerschule Bosque bei Santiago gebildete re« oolutionäre Ausschuß richtete am Sams- tagfrüh an die Regierung ein Ultimatum, zurückzutreten. Gleichzeitig wurde ein Dreierausschuß, an dessen Spitze ber General Puga stand, beauftragt, die Macht zu übernehmen. Als bie Regierung sich weigerte, schlossen sich bie Truppen ber Provinz der Bewegung an und verweigerten ber Regierung bcn Gehorsam. Militär- flieget überflogen bie Stadt. Der Versuch des früheren Staatspräsidenten A l e j s a n b r i zu vermitteln, wurde vom Militär abgeleh.nt. Am Samstag- früh trafen bie Führer ber Revolution unter Oberst Grove im Regierungspalaft ein unb zwangen Montero, abzubanken. Bei einem Menfchenauf- lauf in ben Straßen ber Hauptstadt wurde scharf geschossen, wobei es drei Tote und 61 Verwundete gab. Die neue Regierung ist bereits gebildet worden. Als stärkster Mann im Ministerium gilt der Wehrmini st er Grove. Die Regierung hat eine Kundgebung ausge- sprachen nationalsozialistischen Cha- rakters erlassen. Sie tritt für Außenhandelskontrolle, Belebung der Wirtschaft durch Staatseingriffe ein und wendet sich scharf gegen ben Liberalismus unb das internationale Kapital. Die Ruhe in ber Stadt ist inzwischen völlig wiederhergestellt. Außer General Puga, dem neuen Innenminister, befan» den sich in dem Revolutionsausschuß noch D a • d i 1 a, der Botschafter in Washington war und der Großmeister der Freimaurerloge, Matte. Ein Deutscher Präsident des Memeldirektoriums. Memel, 6. 3uni. (WTD. Funkspruch.) Gouverneur G Y l h S hat hertte vormittag nach seiner Rückkehr aus Kowno, wohin er am Samstag gefahren war, den Abgeordneten der memellänoi- schen Volkspartei, Dr. Sch reiber, zumPrä- sidenten des memelländischen 2.1- rektoriums ernannt. Dr. Schreiber wird, wie wir hören, noch im Laufe des heutigen vormittags Hauptlehrer Wal gähn, der bisher politisch nicht hervorgetreten ist, und den Abgeordneten Sziagaud, der der Landwirtschaftspartei angehört und auch Mitglied desDirektori- ums Böttcher war, ernennen. Kleine politische Nachrichten. Reichsaußenminister Freiherr von Neu- r a t h traf Sonntag früh tnLondon ein. Er wird am Montagvormittag eine Besprechung mit d e m englischen Außenminister haben unb sich von btefem verabschieben. Der Röntg hat Frei- Herrn von Neurath zum FrühstückimBucking. h a m p a 1 a st am Montagmittag gebeten. An ben folgenben Tagen wird von Neurath die Amts- geschäfte übergeben und Abschiedsbesuche in London machen. Seine Rückkehr nach Berlin wirb voraussichtlich noch im Laufe dieser Woche erfolgen. * Der frühere Bundesführer deS Reichsbanners, Oberpräsident z. D. Otto H ö r s i n g, hat die Gründung der seit einiger Zeit von ihm geplanten „Sozialrepublikanischen Partei Deutschlands" vorgenommen. Als ihr Ziel wird angegeben: rupublikanische Konzentration, Arbeitsbeschaffung und Wirtschaftsbelcbung. Außer Hörsing gehören dem Vorstände noch an Rechtsanwalt Dr. Homburger, Berlin, und der Reichsjugendführer deS Reichsbanners Pape. Der englische Staatssekretär des Auswärtigen Simon und ber italienische Außenminister ® r a n b i haben bem neuernannten deutschen Außenminister Freiherrn v. Neurath herzliche Begrüßungstelegramme übersandt. * In Rumänien ist es dem Londoner Gesandten T i t u 1 e s c u nicht gelungen, das Konzentrationskabinett zu bilden. Titulescu gab seine Betrauung dem König zurück. In ber Wohnung Titulescus fanb zwischen biesem unb ben Führern ber nationalen Bauernpartei eine längere Beratung statt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wirb ber König Baiba mit ber Bilbung eines Uebergangs- fabinetts betrauen. * 3n Griechenland hat Veniselos nach dem kurzen Zwischenspiel Papanastasius nunmehr wiederum das Kabinett gebildet. Außenminister ist wie in seinem letzten Kabinett Michalakopulos.. Veteranenmarsch auf Washington. Etwa 4500 Kriegsteilnehmer sind aus ben Der« schiebensten ßanbesteilen in großereil"ünb kleineren Trupps zu Fuß, auf Güterzügen unb Lastautos nach Washington unterwegs, um die volle Auszahlung ihrer Lebensversicherungspolicen zu verlangen. Wie verlautet, sollen 145 Mitglieder des Repräsentantenhauses versprochen haben, ben Gesetzentwurf Pat- man zu unterstützen, ber bie Zahlung von Prämien in Höhe von insgesamt zwei Milliarben Dollar an bie ehemaligen Sol- baten vorsieht. Präsident Hoover würde sicher fein Veto einlegen, wenn ber Gesetzentwurf angenommen würbe. Nachbem 111 Demokraten und 33 Republikaner sich bafür eingesetzt hatten, daß bie Bonus-Bill am 13. Juni im Unterhaus zur Verhanblung kommen soll, erklärten bie in Washington versammelten Veteranen, sie würben in Washington bleiben, bis bie Bill angenommen worden sei. Die Polizei forderte die Veteranen wiederholt auf, Washington zu verlassen, erhielt jedoch bie Antwort, man möge sie aus Washington hinaustragen. Die Frage ber Ernährung ber zusammengeströmten Vetera- nen-Massen wirb von ber Polizei als hoffnungslos bezeichnet, zumal ein Zuzug von weiteren 4000 Mann In den nächsten Tagen erwartet wird. Auch bie'U nterbringung der Leute stoßt auf ernsteste Schwierigkeiten. Mittlerweile sammeln sich an zahlreichen Punkten des Landes weitere Tausende von Kriegsteilnehmern zu einem Marsch auf Washington. Sie schrecken vor Sabotageakten nicht zurück. Wenn ihnen keine Freifahrt auf den Eisenbahnen gewährt wird, beschmieren sie bie Gleise mit Seife, um bie Züge auf biefe Weise zum Stillstand zu bringen. Aus aller Wett. Auch ein IDeffetroälber Kriegsgefangener kehrt zurück. Während noch dieser Tage bie deutsche Presse ausführlich die Heimkehr des Kriegsgefangenen Oskar Daubmann (Endingen) würdigte, hielt in dem Westerwaldborf Fluterschen bei Altenkirchen ein anderer ehemaliger Kriegsgefangener seinen stillen Einzug: Wilhelm Krämer, der Sohn des Lehrers L R. Krämer, ber ebenfalls nach 17 Jahren erstmalig fein Vaterhaus wie- bersehen bars. Nachbem Wilhelm Krämer 1915 mit seinem Truppenteil an bie galizische Ostfront versetzt mürbe, geriet er hier 1916 in russische Kriegsgefangenschaft. Im Offiziersgefan» genenlager zu Ranft würbe er mit 600 Kameraben gefangengehalten, in 2 Quabratmeter Raum pro Kopf. In ber Eigenschaft als Lebensmittelaufkäufer lernte er hier in Kansk feine nachmalige Gattin, bie Witwe eines russischen Stabsarztes, Tochter eines Geistlichen, kennen. Bei Ausbruch ber großen Revolution geriet in in bie Hänbe ber Bolschewiken. Nach langen Iah» ren vieler Drangsale in Sibirien besserte sich bann bas Schicksal Krämers. Als Renner ber russischen Sprache bot sich ihm vielseitige Betätigung. Seit wenigen Jahren nun ist er beutscher Kvnsu - latssekretär in Nowo-Sibirsk. Nun traf er mit Gattin unb Kindern in Fluterschen ein. Wilhelm Krämer wirb nach seinem 6wochigen Urlaub roieber zurück nach Rußland gehen. Derbanbelag des Deulschnalionalen handlungs- gchilsenoerbandes. Der Deutschnationale Handlungsgehilsen-Verdand veranstaltete in Hamburg seinen 23. Verbanbs- t a g, der von 360 Abgeordneten aus bem Reiche, dem europäischen und überseeischen Auslande beschickt und insgesamt von mehr als 2000 Teilnehmern besucht war. Aus bem Rechenschaftsbericht über bie beiden letzten Jahre geht hervor, daß ber DHV. mit 400 000 Mitgliedern als einziger großer Berufsverbot feinen Bestand voll behauptet hat. In einem Vortrag über „Soziale Wirtfchaftspoli- tik" wandte sich Max Hegewald gegen jeden Versuch der gewaltsamen Losung j)er Krise durch Währungsexperimente unb betonte, ber DHV. werbe mit äußerster Entschiedenheit bie Tarifverträge, das Schlichtungswesen und die Verbindlichkeitserklärung als wichtigste Punkte des Arbeitnehrnerfchutzes verteidigen. Verbandssekretär B e ch 1 y wies darauf hin, daß bie Führungspflicht ben DHV. in ben Kampf für die Unabhängigkeit ber Gewerkschaften zwinge, wobei sich der Verband niemals einer bestimmten Partei verschreiben werde. Bei ben bevorstehenben Wahlen gelte ber Kampf bes DHV. vor allem bem Marxismus. Zu bem Regierungswechsel betonte ber Rebber, ber Verbot mache seine Haltung abhänaig von ber Haltung der Regierung zu seinen nationalen und sozialen Zielen. In mehreren Entschließungen wurden jede weitere Geholtssenkung, Eingriffe in bie Angestelltenoersicherung sowie Einführung ber Be- bürftigfeitsprüfung in der Arbeitslosenversicherung entschieden abgelehnt. Zwölf Maler malen eine Frau. In Anwesenheit bes Staatspräfibenten unb zahlreicher Vertreter von Regierung unb Stabt sowie ber Darmftäbter Gesellschaft mürbe in Darmftabt bie diesjährige Sommeraus ft ellung auf ber Mathilbenhöhe, die von ber Darm- ftäbter Gruppe anläßlich ihres zwölfjährigen Be- stehens unter bem Motto „Zwölf Maler malen eine Frau" veranstaltet wird, eröffnet. Die Durchführung ber Ausstellung würbe burch bas Entgegenkommen von Frau Dr. Henrich ermöglicht, ber ber Leiter ber Darmftäbter Gruppe, Maler Alexanber Vosch, im Namen ber Gruppe ben lebhaften Dank aller Beteiligten ausfprach. Ueber 50 000 Brieflauben aufgestiegen. Der Bahnhof Rehfelde (Ostbahn), eine wichtige Brieftauben-Flugstation der Reichsbahn, hatte . be» Rc ‘ Aür nehmet der Verbandes S“« Inifer Ä^ihrer lomme0e!fen s°ng.^ s». 3 5* Dre"" -hrlöW mil 'n--« i$:S Schwere Sie langan Mdcn s'no chcngede Uii"6111 holten und erboiten völlig nbg unb Lulea /i und Kraft. Den meterhoh werden. Das schweininungen Arischen de und Dahn eine ausregen böses Ende Kaufmann tt dieDriest einen neben einem Dor Berliner Stu sich ergriff mutmaßlichen auf den 2 m Dohnhof Z o benten. 5 Dahnhof 3 o zweifelt i inzwischei Dem Lokomo kfiter Minu Flüchtling tci schon sein K Dliestasche w wurden, wez Sin Dortmi gekommen in gelten Ta sehr bald die die sich sofort liefern. Nach Interessenten iich mit Tab< Hart zahlen, schnell und u /chwinden. QL der Mklliche machen, M hereinge' die drei Ta einliefern. Dom 3enl Der Zen bakarbei einen schwe Mitgliederz« 15611 Ende Mitgliedern lofigkeit, die anspruchnahi dor allem d Itotbembmi fahre traten des nur 20 ' Erhöhung d arbeilsols c derunterstütz Ursprachen Monaten w ausgehoben, des sind vo 348515 Ma ben konnten gesenkt werd stühung 291 toie im Jahr ein Mag i Einnahmen rungskaffe b Wen 2966 2 ^validenun ton 33706 ; ^garrenhers lT,6un! »nbuftt abg > LohnÄ Jom 8. D »■ panuat' Unbe 193i insg eilt. DqJ9 W der g und des di ^ngeschräni Wohriu«. *e1ltauUng c tlflf In»0*1 n0« üchkeit nn*nflert St- '',in- AÄt L'"NA k. «n letzte putzen. Iltn «abineu '*NN«n Utz ter n.k Um dir Dtrlonofn, n®e|ieprSn,QnUn' i e Ä?ftDUrt Kt' । Zahlung von SN 4te a , lm unterbau? JJtn M «Karten ^ttrn Veteranen, fte bleiben, di»die l°en fei. Die tylhti 1 antwort, man möge ra9en- Die Frage der lengeströmlen Letera- >Iizei q[» hoffnungslos Jfl oon weiteren chiien lagen er. 'Erbringung der Nerigteilen. Mütter- chen Punkten de, Lan. Kriegsteilnehmern zu ton. Eie Ich reck en licht zurück. Wenn t Eisenbahnen gewahrt tise mit Seife, um die Stillstand zu bringen. ßaa*5 Welt. Kriegsgefangener ick. je die deutsche Presse Kriegsgefangenen Ösen) würdigte, hielt in erschen bei Klien- jer Kriegsgefangener Im firamtr, her er, der tbtnfall» sein Vaterhaus wie- Am Krämer Mb mit Mche Ostfront otr- 1916 in russische t 2m VWersgesan- er mit 600 Kameraden adratmeter Raum pro [5 Lebensmittel- ' in Kauft seine nach- eines russischen Stabs- hen, kennen. Bei Au,- r geriet in in die 'en Nach langen tzah- irien besserte sich dann Kenner der russischen itiae Betätigung. Seit deutscher Konsu' xSibirsk. Nun tr°' nbern in 8W* nach seinem bwochigm Nuhiand gehen. ifionalen Handlung»- SÄ* 'M*» Sßtf W lcn,fll{r0Ae durch jfunfl v ' Df)$. &«t°ntV. r°'L ÄS echsel be'E« j. Don au»l" 'ber »“S"' AS zu erleichtern. Oberheffen im Arbeitsdienst führend. Anschließend folgten Ehrungen von Verein « m i t g U e d e r n. Zu Ehrenmitgliedern te« Verein« wurden ernannt: die Mitglieder Jakob Entgegen den ursprünglichen Vermutungen ist der freiwillige Arbeitsdienst in den letzten Monaten zu einer großen Bewegung angewachsen. Aach den Feststellungen der ReichSbehörven steht Oberbeffen mit feinen über 4000 Arbeitsdienst willigen mit in er ft er Bei he. Aachdem jetzt an 170 Stellen Arbeitsdienste in Gang gesetzt sind, richtet sich die betontere Aufmerksamkeit der verantwortlichen »teilen auf die Betreuung der Arbeit«- dien st Willi gen. 3n Uebcrelnftimmung mit tem Arbeitsamt Gießen übernimmt da« Hessische Heimatwert diese Aufgabe. Eine besondere Zweigstelle in Gießen, in ter neben Herren aus Oberhessen ein Mitarbeiter ter Zentralkelle wirken wird, nimmt in diesen Tagen die Arbeit auf. ©re wird es sich vor allem angelegen fein lassen, mit ten Arbeitsstellen in persönliche Fühlung zu kommen, um die besonderen Bedürfnisse ter Arbeit-dienstwilligen kennenzulernen. Darauf wird dann ter Plan der Betreuung-Maßnahmen aufbauen. £?ietetfang und anregender Unterhaltung ter Pflege guter Kameradschaft gewidmet. Am Sonntagpormittag trat ter Verein mit seiner Zugendabteilung auf O-wald-garten an und marschierte von dort zum FestgotteSdienK in ter Stadtkirche. Aach dem Gottesdienst marschierten ter Zubilarverein und die militärischen Kameradschaft-Vereine mit ihren Fahnen unter Vorantritt eines vdieimannzuges und schneidiger Marschmusik nach tem Boot-hau-, wo zunächst am Vorgarten die dkfalIencn-belh Hubert wr Dohr ned voneinander, M 31... g folgt.) Polizei Weißenfels schlägt Polizei Berlin 8:3 (4:1). In einem überaus spannenden Spiel schlug in D e s s a u die Polizei Weißenfels überraschenderweise den Altmeister, Polizei Berlin, glatt 8:3 (4:1). Die Weißenfelser waren sofort im Angriff und führten schon bei der Pause durch Tore von Dreikorn (3) srSH SH« «. lerer £r°nnen- auj SS&K * sfite haft®"“* 2 Alp auf ihr» „v he hatte (fcunh geweint. j&t, Kind? Darum ^(fene äugen?“ " "Ä zog Slifabch " ihren Lchhen: ^^ylt^ich weih »h, Ädert, Dataf) 'a für dumme 6ad*n dich liebe? Die t Mert? 6k teerte 1? Ich will dich baba H liebe dich und du L 2ch bin ein Mmm. 1 mir mein Leben baur Nsichtlich Rinö; aOti Pätzold, Bullu s. Geiß, Kratz u. a. Der Samstag trat für daS offizielle Training vorgesehen. Leider haben äußerst starke Gewitterregen gestört. Die Rennstrecke liegt jedoch meist bcäh, die feste Basaltdecke hielt die Strecke im allgemeinen trocken. Die vielen wertvollen Ehrenpreise, die ausgestellt waren, erregten allgemeine Bewunderung. Ansehnliche Geldpreise gelangten zur Derteilung. Der hessische Staat, die Stadt Schotten, der Deutsche Motorradsahrerver- band u. a. hatten wertvolle Ehrenpreise gestiftet. Für Samstagabend hatte die Stadt Schotten die Fahrer und Vertreter der Sportbehörde in den Saal des altehrwürdigen Rathauses gebeten. Hier begrüßte Bürgermeister Mangel die Gäste im Ramen der Stadt und ließ ihnen aus den Silberpokalen der Stadt einen Ehrentrunk kredenzen. Dr. Dambmann begrüßte im Auftrag des hiesigen WotorradclubS. Der Saal war zum Empsang festlich geschmückt, die Gäste erkannten dankbar die Aufmerksamkeit der Stadt und des Elubs, wie auch die freundliche Aufnahme, die sie in der Bürgerschaft gefunden hatten, an. Ein prächtiger Sonntag war gekommen, da- Wetter, das der Tag brachte, war nicht besser zu wünschen. Unübersehbar waren die Zuschauermassen; etwa 40 000 Menschen hatten sich eingesunden, um Zeugen des Rennens zu werden. Das kennen. Bullus fährt wiederum Rekord. Der Wettbewerb erhielt durch die Einbeziehung des zweiten Meisterschaftslaufs eine besondere Note. Das Rennen verlief bei ausgezeichneter Organisation ohne wesentlichen Unfall. Den Auftakt bildete das Rennen der Beiwagen- Beiwagenmaschinen (52,8 km): Kl. F 600 ccm: 1. Kahrmann-Fulda, 35:18 = 89,7 Stundenkilometer auf NSU. 2. Nagel - Frankfurt (NSU) 37:13, 3. Detert - Faust, Nürnberg (NSU) 38:26. Kl. 0 über 600 ccm: 1. Jos. Moritz-München (Victoria) 34:02 = 93,2 Stundenkilometer (neuer Bei- wagenrekord); 2. Erlenbruch • Wuppertdl 34:32 (Marke nicht genannt); 3. Stoll, Brand (H.-David- son), 36:29. Ausweisfahrer (35 km): RI. A. 250 ccm: 1. Schön-Frankfurt (Bücfer) z4:24 (86,5 Stundenkilometer). RI. B 350 ccm: 1 Wagner-Bieber bei Dffenbad) (MAG) 23:21 = 90,4 Stundenkilometer, beste Zeit der Ausweisfahrer Kl. C 500 ccm: 1. Bantz-lllm (Norton) 27:22 - 77,2 Stundenkilometer. RI. D-E 1000 ccm: 1. Eschenbach Weißenfels (BMW) 24:27 = 86 Stundenkilometer. Meisterschaftslauf (Lizenzfahrer) 212 km: Kl A 250 ccm: 1. Winkler-Ehemnitz (DKW) 2:16,35 = 92,8 Stundenkilometer; 2. Kahrmann-Fulda (Her- kules-Jap) 2:19,09; 3. Geiß - Pforzheim (DKW) 2:26:26, 4. Schlotterbach-Düsseldorf (Jmp.-Rudge) 2:27,28. — RI. B 350 ccm: 1. Loos-Godesberg (3m- peria) 2:09,27 = 97,9 Stundenkilometer; 2. Ley- Nürnberg (irium.-MAG) 2:12,42; 3. Winkler-München 2:14,18 (auf Rudge), 4. Bertholet-Köln 2:17,41 (Rudge-W). — Rl.C 500 ccm: 1. T Bullus-Eng- land (NSU) 2:03,41 = 102,44 Stundenkilometer, beste Zeit des Tages, neuer Streckenrekord; 2. und Sieger im Meisterschaftslauf Pepp Giggenbach- M Hadorf 2:10:58 (Rudge); 3 Jos. Klein-Frankfurt (Ardie-Jap) 2:11,27; 4 Mellmann - Lendrinolen (Norton) 2:12,11; 5. Bauhofer-München (DkW) 2:13:23. — RI. D-E 1000 can. 1. Eduard Kratz- Dberotjmen (BMW) 2:08,6 - 98,9 Stundenkilometer; 2 Rüttchen Erkelenz (NSU) 2:09,51; 3 Roesc-Düs- seldorf (BMW) 2:13-31; 4. Weyres-Aachen (Harley Davidson) 2:15,33; 5. Prelle, Altenhagen (BMW) 2:30,00. Kunze Gportnotizen. Ionath-Bochum durchlief beim Nationalen Sportfest in Bochum die 100-Meter-Strecke in der neuen Weltrekordzeit von 10,3 Sekunden. Juni 1932, nachmittag, Löwen ', Jlfumnvg 28, I I und Siede (Betanni- i DecheiyenmMah n Sofortige Anzahlung WM 1 Spülfkin, 1 Badewanne, 1 3tn; ü'chenhetd, Sessel, 1 nc ücher, 1 Bücherschran!. Sofas, Schreibmaschine', ichuhe, Stoffe, 1 wagen 1 Tasbackheri, änberlampe, 3 Fremder, ertito, Anzuge, 1 hrit- ohhüle, hüte, hmdcn. deneinrichlung, 1 L°dcn- nisieranlage, 1 Nkgistr node, 1 Sp-ndclpre lfl5apparat,®rammopbone Ähinne, Stöcke, «tag -e 1 Rotomaschine, I M ,parat, 1 BohnermasckM, ichtsvollzieher®!*n ^II^IelephonM^ MW ’S£®. Ä Hijt Ritrinen, cßir, liert w J \ wfiBen ie-2%Äi N' I 6 Swhie rid)ie, Docker, 2 Sesf - 9 ^luh. Jt Goldropen- 2^ 'S-*-** eg 1?-- Oie alte Mauer. Von Peter Bauer, ist so lang wie das feldwegschmale, unge- de« St««*1" die Wäsch« den Schlei traut: den Kr^ die Ströster TD. Herrnsheim Worms. SC. Ct>arlottrnburg wieder Meister der Frauen. Das zweite Endspiel in Dessau, das Meisterschaftsspiel der Frauen, sah den Titelverteidiger SC Chärlottendurg über Eintracht Frankfurt 4:1 (2:1) siegreich. Das Spiel stand meist im Zeichen der Ucberlegcnbeit der Spielerinnen des schwarzen „C", die vor allem auch die ausgeglichenere Mann- schaslsleistung boten. Süddeutschland im BundeSpokal geschlagen. Der Horden siegt In Leipzig 2:1 (1:1). Mit einer maßen Ueberraschung endete das Endspiel um den Bundespotal zwischen Süd- und Nord- deutschland in Leipzig. Vor nur 5000 Zuschauern wurde ein Spiel vorgeführt, das nicht im entferntesten den Erwartungen entsprach. Außerdem ist der Ausgang als vollkommen irregulär anzusprechen, denn der Süden war im ganzen Spiel überlegen. Süddeutschland hatte in Koch und Wurzer zwei glatte Versager, auch Oehm und Burkhardt waren schwach Der Sturm war nicht sehr schußkräftig, doch waren Rühr und Leichter lehr sleißig. In der Läuferreihe stach besonders Tiesel hervor. Jakob war an den beiden Treffern schuldlos. Die gesamte süddeutsche Mannschaft zeigte aber die bessere technische Reife, auch das Zusammenspiel klappte besser als beim Norden. Die norddeutsche Mannschaft hielt sich besser als erwartet. Dor allem zeigten die Stürmer einen starken Drang aufs Tor. Die besten Leute waren Kath, Riste, Wolpers, Doerseld und Reh- wedder. Ludwig als Mittelläufer hatte einen guten Start, baute aber ab. Die Treffer für Norddeutsch- land erzielte beide Wolpers, das Tor für die Süddeutschen schoß Leichter. Hohl (Halle) leitete das Spiel gut. Die Gießener Rudergesellschast in Trier erfolgreich. Die Ruderer der Gießener Rudergesellschaft von 1877 konnten am gestrigen Sonntag in Trier zwei eindrucksvolle Siege landen. Besondere Bedeutung kommt dem Sieg im Ersten Achter zu. Die Gießener, die vom Start weg die Führung ai^sich rissen blieben auf der ganzen Strecke in Front, zuerst mit etwa Vx Länge Vorsprung, auf halber Strecke konnten sie den Vorsprung auf eine halbe Länge vergrößern, verloren aber kurz vor dem Ziel wieder etwas Raum, so daß sie nur mit K Bootslänge immerhin aber sicher vor dem Achter des Kölner Klubs für Wassersport und dem Kölner RE. 1931 das Zielband passierten. Der Sieg erscheint deshalb beachtenswert, weil die beiden Konkurrenten in diesem Rennen der Kölner Klub für Wassersport ünd der Kölner Ruderklub 1931 noch am vorigen Sonntag große Siege errangen. Der Achter des Kölner Ruderklubs siegte in Df(enbe aegen beste holländische und belgische Klasse, die Wassersportler landeten in Mühlheim einen eindrucksvollen Sieg. Die Gießener Ruderer (Weidig, Hartmann, Flimm, Strauch, Köhler, Becker, Neuroth, Goetz, St.: Loh) machten also ihrem Verein und der Stabt Gießen wieder alle Ehre. Im Einer bewies wieder Friedel I ö d t seine Leistungsfähigkeit. Er errang gegen fünf Konkurrenten aus Bochum, Zell, Neuwied und Düsseldorf in guter Zeit einen überlegenen und sehr eindrucks- vollen Sieg. Die wichtigsten Ergebnisse der Regatta: Er st er Achter: Gießener Ruderge- sellschaft 1 877 6:33; 2. Kölner Klub für Wassersport 6:33,6; 3. Kölner Ruder-Klub 1931 6:38. Zweier ohne Steuermann: 1. RV. Bayer-Leverkusen 7:13,8; 2. Kölner Klub für Wassersport bei 1500 Meter aufgegeben. Doppelzweier:!. RV. Bayer-Leverkusen 7:05. (Fr ft er Vierer: WSD. Düsseldorf 6:54; 2. Germania Düsseldorf 6:47,4. Fußball der Gießener Mannschaften. Spieloereinigung 1900. Die Liga der Spielvereinigung weilte am Sonntag in Marburg, spielte gegen die Liga des VfB. Kurhessen und erzielte einen knappen, aber verdienten Sieg mit 3:4 Toren. Das Ergebnis bedeutet eine angenehme Ueberraschung. (Halbzeit 2:2.) Die Ligareserve spielte gegen die 2. Mannschaft deS gleichen Vereins unentschieden 3:3 (1:3). Die Vierte gewann auf eigenem Platz gegen Ebsdorf I. mit 2:0 (0:0). Die 1. Jugend konnte daS Spiel gegen die 1. Jugend Friedbergs überraschend hoch mit 1:5 für sich entscheiden. Die 2. Jugend siegte in Ettingshausen knapp mit 0:1. Die dritten Schüler verloren gegen Klein-Linden Schüler mit 1:0. Die Spiele der 1. und 2. Schüler fielen auS. VfB. Am Samstag gewann die Liga des VfB. auf eigenem Platz in einem schönen Spiel gegen die Liga von Ockershausen mit 4:0 (2:0). Die Alten Herren verloren am gleichen Tage gegen eine Mannschaft der Schied-richtervereimgung mit 1:5 Toren. Am Sonntag empfing die Liga ebenfalls auf eigenem Platz die Liga des Sportverein- Wetzlar. Der hart geführte Kamps endete mit einem unverhältnismäßig hohen Unentschieden von 6:6 (4:2) Toren. Die Ligareserve spielte in Garbenteich gegen die dortige 1 Mannschaft unentschieden 3:3. DaS Spiel der 3. Elf fiel aus. Die Jugend von Wetzlar-Ricdergirmes trat zum Spiel um die Meisterschaft des Gaues Gießen-Wetzlar nicht an und überließ den Gießenern kampflos die Würde. Die l. Spüler spielten in Großen-Buseck 2:2, die 2. Schüler kämpften gegen WieseckS Schüler ebenfalls unentschieden (0:0). Akzenten, aber theatralisch höchst wirksam, prall gefüllt mit handfestem Humor, uns nah und heimatlich vertraut im großartig abgelouschten und wiedergegebenen Dialekt. Die Tatsächlichkeiten der Handlung sind gering und übrigens so bekannt, daß man sie nicht ausführlich zu wiederholen braucht: die letzten Stationen auf dem unrettbar abschüssigen Lebensweg eines verbummelten Halbgenies, und der Sturm im Wasserglas, die geringen Exaltationen einer fleinbürger- lichen Welt, in die der alternde Vagabund er- schreckend und störend einbricht: insonderheit: die Gesöhrdung und endliche Rettung eines jungen Liebesglücks. Ein kleines Meisterstück von Niebergalls treff- sicherer Eharakterifierungskunst bleibt die im Mittelpunkt stehende Gestalt des fragwürdigen Helden: Datterich, „Particulier" und stadtbekanntes Original, hestendarmstädtifcher Falstaff, Schwadroneur und Aufschneider, versoffener Schlemihl und phantasie- begabter Schnorrer. f a b r e r über drei Runden 52,8 km. In der 600-ccm-Klasse siegte ftahrmann - Qulba mit einem Stundendurchschnitt von 89,7 km.^ In der großen Beiwa genklasse fuhr Josef Möritz- München (Victoria) mit 93,2 Stundenkilometern einen neuen Streckenrekord für Beiwagenmaschinen. Das zweite Rennen der Ausweisfahrer ging über 2 Runden (35 km) und b achte 29 Fahrer an den Start. Hier erwies sich der Sieger der ..'»Oer-Klasse, Wagner- Bieber bei Offenbach auf MAG mit einem Stundendurchschnitt von 90,4 km als bester. Die Hauptkonkurrenz des Taaes bildete der zweite Meisterschaftslauf, zu dem von 58 gemeldeten ,»ahrern 45 ontraten. Diese hatten in allen 4 Klasten 12 Runden - 212 km zurück- zulegen In der 250-ecm Klaste siegte der Chemnitzer DKW-Fahrer Winkler vor dem Fuldaer Hans Kahrmann, der anfänglich geführt hatte. Die 350er-Klasle war eine sichere Beute des Godesbergers Ernst Loos (Jmperia). In der j-Liter-Klasse zog Bullus (NSU) davon und siegte mit neuer Rekordzeit, nämlich mit einem Durchschnitt von 102,44 km. Sein Sieg konnte aber, da Bullus Engländer ist, für den Meisterschaftslauf nicht gewertet wer- den; diesen holte sich der an zweiter stelle einkommende Pepp Giggenbach - Mühldorf (Rudge) vor dem Frankfurter Klein. In der großen Klasse bis 1000 ccm siegte nach anfänglicher Führung von Rüttchen- Erkelenz schließlich Eduard K r a tz - Oberohmen (BMW), der die beste Zeit aller deutschen Fahrer mit einem Stundenmittel von 98,9 Stundenkilometer heraus- Oberheffen. Gemeinderat in Laubach. * LaubaH, 4. (Kini. Dem hiesigen ©e< meinderat lag in seiner gestrigen Sitzung ein Antrag vor, den Führer der ÄSDAP. Adolf Hitler zum Ehrenbürger von Laubach zu ernennen. Der Antrag wurde jedoch durch Mehrheitsbeschluß abgelehnt. (Wie dazu aus Kreisen der Anhänger Hitlers zu hören ist, plant die Ortsgruppe Laubach der ÄSDAP., durch eine Volksabstimmung aller Lauback^r Einwohner einen Volksentscheid über die Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Adolf Hitler herbeizuführen, wobei man sich darauf beruft, daß in unserer Stadt bei den jüngsten Wahlen eine Mehrheit für die NSDAP. zu verzeichnen aewesen ist.) Weiter beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Haushaltsvoranschlag für 1 932, der in Einnahme und Ausgabe mit je 140 650 Mark abschließt. Als besonders wichtige Posten des Voranschlages sind zu erwähnen: Wald: Einnahme 30 000 Mk. (im Vorjahre 50 000 Mark), Ausgabe 26 000 Mark (30 000 Mk.); Gebäude: Einnahme 4000 (4500), Ausgabe 800 (1000 Mk.); Jagd: Einnahme 3000 (4535), Ausgabe nichts; Soziale Fürsorge: Einnahme 7000 (3000), Ausgabe 32 800 (10 000 Mk.). Durch Abstriche in den einzelnen Rubriken konnte eine Steuererhobung vermieden werden. Der Voranschlag wurde einstimmig angenommen. Mit dem gestohlenen Motorrad schwer verunglückt. * Schotten, 6. Juni. Gestern gegen 14 Llhr wurde hier bekannt, daß sich zwischen Schotten und R a i n r o d auf der sog. Spieß durch den Zusammenstoß eines Motorrades mit einem Auto ein schweres Unglück ereignet habe. Ein sofort antsandter Gendarmeriebeamter stellte fest, daß ein OlOV-Motorrad gegen ein Automobil gerannt und das Motorrad dabei vollständig in Trümmer gegangen war, während das Auto nur leichten Schaden an der Schutzstange erlitten hatte. Die beiden Motorradler, die aus Büdingen stammen, haben schwere Verletzungen erlitten (der Soziusfahrer ist bei dem Zusammenprall glatt über d-s Auto hinweggeschleudert worden), während der Lenker des Autos, ein Arzt aus Hechtsheim bei Mainz, unverletzt blieb. Die schwer verletzten Motorradler wurden sofort nach Schotten in das Krankenhaus gebracht, da die Verletzungen des einen so erheblich sind, daß ihm ein Dein amputiert werden muß. Im weiteren Verlaufe des Nachmittags stellte sich dann heraus, daß die beiden Motorradler das Kraftfahrzeug aus der Scheune hinter einem hiesigen Caf6 gestohlen hatten und aus leicht erklärlichen Gründen danach strebten, mit möglichster Beschleunigung zwischen sich und Schotten eine große Entfernung zu legen. Bei dieser rasenden Fahrt geschah dann der verhängnisvolle Anprall an das Auto. Der Besitzer des gestohlenen und zertrümmerten Motorrads wohnt in Hungen. OerältesteLehrerOberheffens gestorben WSA. Friedberg, 5. Juni. Der älteste LehrerOberhessens, Ferdinand Weih, ist hier im 91. Lebensjahr gestorben. Er war am 14. November 1841 in Höckersdorf (Kreis Schotten) geboren und wurde nach dem Besuch des hiesigen Lehrerseminars Ostern 1867 auf die zweite Lehrerstelle in Dorheim (Kreis Friedberg) berufen. Hier wirkte er, später als erster Lehrer, nahezu 50 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung am 1. April 1915. Seine Ruhestandsjahre verlebte Weih in Friedberg. Er war Mitbegründer des Hessischen Landeslehrervercins, der ihn zu seinem Ehrenmitglied ernannte. Landkreis Gicben. )—( Grohen-Linden, 4. Juni. Frl. Marie Schaum feierte heute ihren 82. Geburtstag. Es leben von diesem Jahrgang in Grohen-Linden noch zwei Frauen und ein Mann. Es sind Frau Christine D e p p l e r, geb. Stamm, Frau Elisabeth Schmidt, geb. Weigand, und Samuel Meier. —/— L i ch, 5. Juni. Der für die Entwickelung unserer Stadt und ihres Fremdenverkehrs sehr tätige Verkehrs - und Verschönerungsverein lieh auf der Hardt ein schönes Blockhaus (Schutz Hütte) errichten. Gelegentlich einer Vorstandssihung wurde die nach einem Entwurf von Architekt Schuhmacher (Giehen) errichtete Hütte am Freitagabend ihrer Bestimmung übergeben. Die Hütte steht am Waldrand in der Nähe des Dirklarer Weges und bietet eine schöne Aussicht bis nach Grünberg und dem Wirberg hin. Der Platz wurde in dankenswerter Weise von der fürstlichen Standesherrschaft überlassen. In nächster Zeit soll noch eine weitere Ruhebank auf der Hardt aufgestellt werden an einem Platz mit dem Blick auf unseren schönen Stadtturm. Kreis Alsfeld. ch Gontershausen, 4. Juni. Mit Beginn dieses Jahres wurden alle in dem Basaltwerk Nieder-Ofleiden der Mitteldeutschen Hartsteinindustrie beschäftigten Arbeiter ent. lassen. Nach fast halbjähriger Arbeitspause nahm das Basaltwerk nun die Arbeit wenn auch in geringem Umfang, wieder auf. Der Betrieb beschäftigt gegen, wärtig etwa 40 Arbeiter. Während der Stillegung des Betriebs find die nötigen Vorarbeiten für größere Sprengungen im Basaltsteinbruch geleistet worden, von denen die erste in den nächsten Tagen ausgeführt werden soll. Schweres Llnwetier über Oppenheim. WSN. Oppenheim, 4. Juni, lieber der hiesigen Gemarkung und dem Stadtgebiet ging am Freitagabend ein schweres Gewitter nieder, das von einem Wolkenbruch begleitet war. Besonders in den Weinbergen haben die Regen- masscn ungeheuren Schaden angerichtet, unzählige Weinstöcke wurden zerschlagen und die kostbare Weinbergerde von den Sturzbächen gleichenden Wassermassen in die Stadt getragen, wo noch dem llnwetter der Schutt haufenweise aufgetürmt war. 3n viele Häuser des Stadtgebietes drang das Wasser ein, Möbelstücke und Weinfässer mit sich reihend. An verschiedenen Stellen wurden Mauern eingedrückt und Gebäude beschädigt. Der Schaden ist noch nicht übersehbar. Wirtschaft. * Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 1. Juni berechnete Großhandelsindexziffer ist mit 96,3 (minus 0,1 o. H.) gegenüber der Vorwoche kaum verändert. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 91,9 (+ 0,2 v. H ), Kolonialwaren 85,5 (—1,0 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 87,4 (— 0,3 v. H.) und industrielle Fertigwaren 118,2 (—0,2 v. H.). * Main-Gaswerke A G., Frankfurt am Main. Die Main-Gaswerke AG., Frankfurt am Main, erzielten im Geschäftsjahr 1931 einschließlich 25 953 RM. Gewinnvortrag aus dem Vorjahre einen Gesamtgewinn von 1,67 (1,29) Millionen RM., aus dem eine Dividende von 5 v. H. (4 v. H.) auf das 30 Millionen RM. betragende Aktienkapital ausgeschüttet, der gesetzlichen Rücklaae 82 059 RM. (64 524) Augeroiefen und 85 082 RM. (25 953) auf neue Recynung vorgetragen werden sollen. * Harpener Bergbau 21®., Dortmund. Die Generalversammlung der Harpener Bergbau AG. in Dortmund genehmigte den Abschluß für das Geschäftsjahr 1931 und beschloß, das Stammkapital durch Einziehung von 20 Millionen Reichsmark Vorratsaktien auf 90 Millionen Reichsmark herabzu- fetzen. Der durch die Kaoitalherabfetzung entstehende Buchgewinn von 7,5 Millionen Reichsmark wird zur Deckung des ausgewiesenen Verlustes von 3,65 Mil. lionen Reichsmark, zu Sonderabschreibungen, zum Ausgleich von Wertminderuttgen in Höhe von 2,46 Millionen Reichsmark sowie zur Deckung sonstiger Verluste von 1,39 Millionen Reichsmark verwendet. Berlin zurückhaltend und uneinheitlich. Berlin, 6. Juni. (WTB. Funkspruch.) Die Ungewißheit über das, was die neue Woche politisch bringen werde — bekanntlich steht die Abänderung der Notverordnungen durch das neue Reichskabinett bevor — spiegelte sich an der Börse sehr deutlich wider. Während der Vormittagsstunden glaubte man im Hinblick auf die freundlichere Veranlagung der Auslandbörsen, insbesondere auf die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung in Neuhork, mit höheren Anfangsnotierungen rechnen zu können. Auch an der Dorbörse trat noch keine Aenderung ein. Zu den ersten Kursen fehlten dann aber neue Orders, da sich Publikum und Spekulation gleich ermaßen Zurückhaltung auferlegten. Sv mußte die Eröffnung etwas enttäuschen, obwohl sich gegen den Samstagschluß im allgemeinen keine größeren Veränderungen ergaben. Das Geschäft bewegte sich in außerordentlich ruhigen Dahnen. Besondere Anregungen aus der Wirtschaft lagen nicht vor: lediglich am Montanmarkt fand die Generalversammlung der Harpener AG. ein ziemlich freundliches Echo, und die Tatsache, daß beim Mühlheimer Dergwerks- Dcrein eine wenn auch kleine Dividende zur Ausschüttung gelangt, befriedigte. Eine einheitliche Tendenz war nicht erkennbar. Durch schwächere Haltung fielen Rheinische Braunkohlen, Wintershall und Akkumulatoren auf, die jedoch nicht mehr als 1,5 d. H. einbühten. Im übrigen gingen die Deränderungen bis zu 1 v. H. Einige Nebenwerte wie Kalichemie, Chadeaktien, Elektrische Lieferungen, Rheag und Draubank waren mit Gewinnen bis zu 3 v. H. auffallend fest. Eine beachtliche Steigerung von 43/8 v. H. hatten Feldmühle in Reaktion auf die starken Verluste nach Bekanntwerden der Dividendenlosigkeit aufzuweisen. Die drei Kaliwerte des Salzdetfurth-Konzerns notierten heute exkl. Dividende. Im Verlause änderte sich an der Grundtendenz nichts. Cs hatte den Anschein, als ob gewisse Kreise aus politischen Befürchtungen heraus zu Abgaben geneigt seien, während anderseits Stillhaltegelder Anlage suchen. Jedenfalls war die Kursentwicklung nicht einheitlich, die Deränderungen betrugen bis zu 1 v. H. nach beiden Seiten. Deutsche Anleihen' lagen etwas fester, auch an den Rentenmärkten herrschte eher Nachfrage. Ausländer lagen geschäftslos, Reichsschuldbuchforderungen etwas fester. Am Geldmarkt setzte sich die Erleichterung weiter fort, Tagesgeld war schon mit 53/8 v. H., zum Teil mit 5,25 v. H. erhältlich, Starke Zurückhaltung in Frankfurt. Frankfurt a. M., 6. Juni. (WTB. Draht- meldung.) Der Wahlausgang in Mecklenburg hat an der ersten Börse der neuen Woche st a r k e Z u - rückhaltung hervorgerufen, so daß bei Beginn des amtlichen Verkehrs kaum Umsätze zustande kamen. Die Spekulation nahm auch wegen der Weiterentwicklung der innen- und außenpolitischen Situation eine sehr abwartendeHal- tung ein, zumal von der Kundschaft keine Aufträge Vorlagen und es an sonstigen Anregungen mangelte. Die sehr feste Tendenz der Neuyoüer Dörse machte nur wenig Eindruck, bewirkte aber dennoch eine bemerkenswerte Widerstandskraft. Die Hmsahtätigkeit beschränkte sich hauptsächlich auf die Spekulation, die jedvch vereinzelt etwas glattstellte. Die Kursgestaltung war gegen den Wochenfchluß nicht einheitlich, die Deränderungen nach beiden Seiten hielten sich jedoch die Waage. Elektrowerte eröffneten überwiegend von 0,5 bis 1 Proz. niedriger, etwas mehr gedrückt lagen Reichsbank mit minus 1,25 Proz. und am Kunstseidemarkt Atu mit minus 1,75 Proz. Don Chemieaktien eröffneten IG. zu 92 Proz. unverändert. Scheideanstalt gingen um Bruchteile eines Prozentes zurück. Don Montanpapieren lagen Rhrin- stahl mit plus 1,25 Proz. weiter befestigt, die übrigen Werte dieses Marktes blieben unverändert. Kaliaktien lagen unter Berücksichtigung des Divi- dendenabschlages gut gehalten. Zement Heidelberg und Holzmann gewannen je 0,5 Proz. Der R e n t e n m a r k t lag überwiegend freundlicher, jedoch bei ebenfalls geringen ^Imsähen. Reichsschuldbuchforderungen gewannen 0,5 Proz., Deutsche Anleihen bis zu 0,38 Proz., und von Jndustrieobligationen zogen Stahlvereinbonds weitere 1 Proz. an. Reichsbahnvorzugsaktien neigten dagegen etwas zur Schwäche. In Gold- und Liquidationspfandbriefen kam wider Erwarten einiges Material heraus, so daß die Kurse meist 0,25 bis 0,5 Proz. niedriger gehandelt wurden. An den Aktienmärkten blieb die G e s ch äft s st i l l e auch im Verlaufe bestehen. Die Grundstimmung war aber weiterhin widerstandsfähig. Am G e l dm a r k t wurde Tagesgeld erneut um 0,25 Proz. auf 4 Proz. ermäßigt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 6. Juni. Die Frankfurter Getreidebörse zeigte auch zum Wochenbeginn weiter sehr ruhige Haltung, doch bei eher etwas freundlicherem Grundton.Die Umsatztätig, keit blieb aber sehr klein. Die anhaltenden Regengüsse beurteilt man für die neue Ernte ungünstig, da sich das Getreide zur Erde neigt, was besonders in der jetzt beginnenden Blütezeit von Nachteil sei. Das Angebot und auch die Nachfrage hielt sich in engen Grenzen, besonders letztere wegen des ungenügenden Mehlkonsums. Futterartikel neigten weiter zur Schwäche. Es wurden notiert: Weizen 277,50 bis 280 Mark, Roggen 225, Sommergerste für Brauzwecke 200 bis 202,50, Hafer (inländischer) 172,50 bis 177,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0, mit Austauschweizen) 39,25 bis 40,75, Weizenmehl (niederrheinisches, mit Austauschweizen) 39,25 bis 40,20, Rog- aenmehl (70 o. H.) 27,75 bis 29 Weizenkleie 9,15, Roggenkleie 9,50, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 26 bis 35, Linsen (je nach Qualität für Speifezwecke) 24 bis 52, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 4,50, Weizen- und Roggenstroh (draht- gepreßt) 5, Weizen- und Roggenstroh (gebündelt) 5, Treber (getrocknet) 10,75 bis 10,50, Jndustriekar- tosfeln hiesiger Gegend per 50 kg 3,50 bis 3,60 Mark bei Waggonbezug. Tendenz: fester. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 6. Juni. Auftrieb! 1119 Rinder, darunter 237 Ochsen, 111 Bullen. 424 Kühe, 280 Färsen, ferner 722 Kälber. 12 Schafe, 4278 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 36 bis 38 Mk.. (ältere) 32 bis 35, sonstige vollflcischige (jüngere) 28 bis 31; Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 31 vis 34, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 27 bis 30; K ühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 28 bis 30, sonstige vollfleischige ober ausgemästete 25 bis 27, fleischige 21 bis 24; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 37 bis 39, vollfleischige 33 bis 36, fleischige 30 bis 32. — K ä l b e r: beste Mast- und Saugkälber 39 bis 43, mittlere Mast- und Saugkälber 34 bis <8, geringe Kälber 28 bis 33. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 38 bis 41, von etwa 200 bis 240 Pfund 38 bis 42, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 40, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 34 bis 36 Mk. — Marktverkauf: Rinder rege> ausverkauft. Schweine mittelmäßig, ausverkauft^ Kälber und Schafe langsam, geräumt. •*- Frankfurter Eiermarkt. * Frankfurt a. M., 4. Juni. Auch in der Woche nach dem Ultimo konnte sich das Geschäft nicht beleben, und selbst bei Preiskonzessionen wurden nur kleine Polten aus dem Markt genommen. Gegen Ende der Woche zeigte sich für deutsche Eier bessere Kauflust, so daß die Preise hierfür um einen Viertelpfennig anzogen, während im übrigen die vor. wöchigen Preise bestehen blieben. Die Zufuhren in deutscher Ware sind weiter groß, dagegen kommen infolge der Devisenknappheit nur wenig Auslandeier auf den Markt. Es notierten in Pfennig per Stück ab loco Frankfurt a. M.: Bulgaren 5,75 bis 6, Jugo- flamen 5,75 bis 6, Rumänen 5,5 bis 6, Holländer 5,25 bis 7,5, Dänen 5,25 bis 7,75, Flandern 6,25 bis 6,5, deutsche Landeier 6,5 bis 6,75, deutsche Frischeier 5,25 bis 7,75. Die Lage der Angestellienversicherung In Frankfurt a. M. hat am 29. Mai eine Tagung der Vertrauensmänner der Ange st eilten Versicherung stattgefunden, die von den Arbeitgebern und Angestellten außerordentlich zahlreich besucht war. Im Mittelpunkt stand ein Referat des Präsidenten del? Reichsanstalt, Grieß- meher, Berlin, über „Die Gesamtlage der An- gestelltenversicherung". Eine Entschließung, die mit den Stimmen der Angestellten und Arbeitgeber angenommen wurde, legt stärkste Verwahrung ein, daß durch Notgesetze ein neuer Eingriff in die Angestelltenversicherung vorgenommen wird. Das Vertrauen der Angestellten und ihrer Arbeitgeber zum Staat würde durch eine solche Maßnahme aufs stärkste erschüttert werden. Ob und inwieweit Aenderungen notwendig sind, kann in Ruhe von den Körperschaften der Angestelltenversicherung geprüft werden und der ordentlichen Gesetzgebung Vorbehalten bleiben. Die finanzielle Lage der Angestelltenoersicherung gibt zu unmittelbarer Besorgnis keinen Anlaß. Die laufenden Renten sind durch Rücklagen gedeckt, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert werden konnten. Der Bestand an beitragsleistenden Versicherten, der für das Jahr 1930 auf rund 3,5 Millionen geschätzt worden war, darf gegenwärtig nicht höher als mit 3,1 Million angenommen werden. Der Versichertenbestand auf der einen Seite und die Gehaltshöhe auf der anderen Seite bestimmen die Höhe der Beitragseinnahmen. Neben der finkenden Versichertenzahl ist im abgelaufenen Geschäftsjahr, veranlaßt durch Entlassungen, Kurzarbeit und Gehaltssenkung der Gesamtertrag der Gehälter nicht unerheblich gesunken. Die Rückwirkung auf die Beitragseinnahme äußert sich darin, daß das Jahr 1931 nur 343 Millionen Reichsmark ergeben hat gegenüber 385 Millionen des Vorjahres. Es kam zum Ausdruck, daß die Angestelltenschaft bereit ist, ihre Versicherung, die ihnen einen Schutz geben soll im Falle der Berufsunfähigkeit und des Alters, und die beim Tode des Versicherten der Hinterbliebenen Familie Lebensmöglichkeit bieten soll, gegen alle Gefahren der Wirtschaftskrise zu verteidigen. Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinden. Dienstag, den 7. Juni. Gießen. 18 und 20 Uhr: Beichte. Mittwoch, den 8.Juni. Großes Gebet. Gießen. 6 Uhr: Aussetzung des Allerheiligsten; 6.30: Beichte; Bischöfliche Messe; 8: Messe; 9: Messe. Die Betstunden werden von 6 bis 20 Uhr gehalten. Die letzte Stunde ist um 20 Uhr, darauf feierlicher Schluß des Großen Gebets mit Tedeurn. Donnerstag, den 9., und Freitag, den 10. Juni. Gießen. 20 Uhr: Herz-Jesu-Andacht. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzinsfuß 6 v. H. ; QC3 = IE E ?A L 'S? 19 E N ul «e~E e©ä z L E Z ß v V CP. «M N e.- 3 L 53 «i Z J8*E LD c et u 19 - “ L C =eS^?Ä=* o o A 2- i -° _ O U • CT — J- 2-afct c ® t Z BfS M A E . 3 X:3 *B ?“Ec o 3 "C i 5g «51:0 CT3 u -» r #o 1?b Z ce sL--°E E g-K Z9Zu.° t 5 2 eg ii^ = pj siiif O tt.pt Sem L--19 L 2 ; E • c r B®' u — — S O ~ q ^•fi* * ■° s =. 5 w -o gSroe J:§ä *.«ar- _eh L o‘e± _, e -A s E g 5 5 .= E M B 5 c .E^Or s5— e EfE - 5 ctS N* — ß -L'v- -D ?13 .•• — V °83 °5P t E(y 3 ÜE*C • L«Z * c g^ Z’xac? S s 5t -S) - -L ?3°S?5e 8>SZLZ2 ®2 e C ’2E^S«)2S ^A -Z LHZ Z ö>bh" LE 2. 3 c 53 o — CT— A ä A ö.h^h to E . ^5 ■2 E •t 8E ~ a o | s = „sü e. ± t SNLL O "52 I9t-o isf- = ~z 5 «et .s-S - -e c^e^e e = 3 e 13^e t - e 2(9 c-gA-e 2 C±A- ES Z E S E "C E a B E E ® E B P P B S *e 3 5 H cv c E S1 S a o B e — Ttl “fi 19 (9 = E L P 3 S <5> » SP 3LL 3 3 -O 53 = X S c? z o 2»-° E c (9 5*H (9 53 e s E S^ N H 5? 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Z e£R T t CT r? r? r? es x =8K C(D S CT w E C A 5>A E 3 ai .X ■ *£<.*** e* 5 z Be 2 ö wo"*" 5. »2 c 3 2.5 S öS «••>*■ My:i °«Ws ■z.E = Z 3 & E v ° 3 C ■o CX E E 3 V c Ä e ®^ «, .Ak.CT.CCT z s u g e S E 2 ACT e 53±— S C-C..A; = = o CT * »=“ JaL = 2 = e e — A JE i -II I - £si <ü»5° ,4x3 WA t.M ö E = 3 O K A * V 3 is»8Si^t , E S-’Ag?^ e ± «£ cv — e a o E *K in ü» ^a. ja ct S 5 5 s es W 3 - ctSSK cd Ec**3 - 2 C Z E=eoL«E* isZ5 (9(9- 53X ■ 2" C G !s EZ o.L 8 8a W O a 8^- .So CT C CT Ä s 1 S CT t-rL = i 2_®=ECTßfli3 £ o S§^i^5§eS®9Slg* seKgA _, CT 3 CT — A-o^- c e E c □ = u. o S 2? = .C* CT CT) 3 C CT xy - E<» #« " re ”2 6 to S’Oö öd 5 3 D g g- OT 3 ö o ,-< re ij>" °3" Öre o y$> SS33S 0) 3 "=• iS re" WS 3 a=aö 3 3 ro GCSre 3 5 ® iS «s 5 5 3 O = B, A SS3-» 01 co — <3 3 D 3 --^CO GZ.O Es 3§ 3 iS 2 5>3 Z2 iS c 3 D G 3 2^3 «00-^2 •0*0 " 3 8 S3S =a s3 «3 iS 3— iS g. D 232. 3 e io 3 3 3=5) A Q % A-g-re o- 3 £25 A3 er iS^3 isss re an 3 3 co 8 3 re "re" t— tyco iS3 5 A° Z3 S GS. 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