isch. i?e a 15 9«' . :,rAö^*".r. VLK jj; KdK &üSE tete ”‘61 b-L'i-»'»« :;sK:r J°n Ss Afften e-5nt®Än!d5 .f^rt Vieit Unx >1Un9slinie >u 6'S! lend, neu Artend > Wen, bartt"P' ta*ÄS *»“Ä f M ,|i,bmM|whte ^■ÄÄ ’entö« m die Länderen befinden, diese J® stressenden 2ut. 5 ,n dem ihnen ent« thWfl gestellt werden. n«t>t Dor. Man den« 'feu?aI «*«• Guchabenbesihern unb Durch ein solches Der- W dorthin gelenkt orene Guthaben belini Sew'lle Einsparung en. Ne verlautet, soll den Vorschlag ange- anderen in Frage kom- nfgeforbert werden, sich eiligen. nms Leben gekommen. Dingeldein aus Wie,' auf der Tteinmühle auf i gekommen. Als Dingel, riften in den Tchachl- iein[d)Qute, würbe er oon ) Ijeftig gegen bit M erlittenen schweren Kosj- Sport nach dem Uranien- il im Leningrader Hasen. i Freiheits-TtandlM will die Svwjetregierunz ein Aiesen-Lenin-'Ien!' Helbung sagt, daß cm Künstlerwettbe. l ausgeschrieben werden ike soll die Derkör- smus und der pro- ;tion in Lenin als den ms sein. Die tzbhe des er betragen. Zu feinem tregierung sechs Mu« ersügung gestellt werben, ng am Wettbewerb haben als auch Privatpersonrn. irs wird ein Preis m ----'j' SkEs nJsCHHU^ r _;«**** raussage. i Kanal hat sich utschland unb der 6g e bewegt sich über Da^ Drt. Außerdem hat sich nach dem Mdmeer » 2 von Lustmassen * schiebener lemperaM ■ lQl« g*n »- ““ ,cr'el)cnA- übleres,®«4' »‘KÄÄ »*» i' am d. “" 7 grab, k ^^Vptibflben^ morgens/-6 ; Stunöen^^—* AM? —5 ^WU-N^?^Atberl bin:Sffn bie Ursache Sinben^y Ur. 80 totes Blatt 182. Jahrgang Mittwoch, 6. April 1952 Erscheint 15 ich, anher Sonntags um Feiertags. Beilagen: Dre Illustrierte Eichener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Bezugrpreis: Mit 4 Beilagen AM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüfle unterSammeInummer2251. Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Siehe«. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dn« ~ 'Aw & • *wz- xy;: ■ ■ x ' /y ’Jy. Sie jüngste Ausnahme des Reichspräsidenten. Der Unermüdliche am Schreibtisch seines Arbeitszimmers. Ein Aufruf -es Gießener Hin-enburg-Ausfchuffes. Der Gießener Hindenburg - Ausschuß bittet uns um Veröffentlichung folgenden Aufrufs zum zweiten Wahlgang der Präsidentenwahl: So groß auch die Stimmenzahl gewesen ist, die Hindenburg am 13. März erhalten hat, sie hat nicht ausgereicht zum vollen Sieg. Das deutsche Volk ist daher zu einem zweiten Wahlgang gezwungen. Wähler Hindenburgs! Erlahmt nickt in eurem politischen WillenI Ihr habt euch am 13. März, indem ihr Hindenburg wähltet, nicht nur entschieden, treu und dankbar zu sein, ihr seid auch für die Sache des gesunden Men» chenverstandes und der politischen Vernunft eingetreten. Deutschland braucht in dieser Zeit schwerster Entscheidungen dringender denn je an der höchsten Stelle des Reiches eine unabhängige, erfahrene und feste Persönlichkeit, deren Namen überall in der Welt Ansehen und Vertrauen genießt wie Hindenburg. Indem ihr am 13. März für Hindenburg eintratet, habt ihr euch f ü r H i n d e n - burgs überparteiliche Regierungs- führungausgesprochen und dadurch den einzigen Weg beschritten, auf dem Deutschland oorangebracht werden kann. Verlaßt am 10. April diesen' Weg nicht! Kommt alle wieder zur Wahl und werbt für die Wahl! Hindenburgs Stimmenzahl darf nicht kleiner werden' Ihr anderen aber, die ihr Hindenburg nicht wähltet, überlegt es euch noch einmal recht genau! Auch den meisten unter euch ist Hindenburg die große ehrfurchtgebietende Persönlichkeit, die Verkörperung des besten Deutschland. Diele unter euch haben wohl unter dem Zweifel gelitten, ob sie nicht doch den altbewährten Führer wählen sollten. Nun aber ist Hindenburgs Wahl gesichert, daran werdet auch ihr nicht zweifeln. Auch ihr werdet wünschen, daß die endgültige Wahl das deut- che Volk in möglich st großer Geschlos- e n h e i t zeigt, damit das Deutsche Reich bei den o wichtigen außenpolitischen Entscheidungen der nächsten Zeit sein volles Gewicht in die Waagschale werfen kann. Je größer die Zahl der Stimmen ist, die sich am 10. April für Hindenburg entscheiden, um s o größer wird der Eindruck draußen in der Welt sein, um so fester wird die Reichsregierung, gleichviel aus welchen Parteien sie hervorgeht, f ü r d i e Sache der Freiheit von Reich uni) Volk eintreten können. Das ist ja auch euer Wunsch! Die Zahl der Wähler Hindenburgs muß um Deutschlands willen diesmal noch größer werden! Dazu helft auch ihr! Der Reichskanzler spricht in Stuttgart. Stuttgart, 5. April. (WTB.) Reichskanzler Dr. Brüning setzte seinen in Karlsruhe begonnenen Redefeldzug in Stuttgart in der bis auf den letzten Platz von 10 000 Menschen gefüllten Stadthalle fort. Von der Versammlung mit nicht enden wollendem Jubel begrüßte, erklärte der Kanzler, daß diese Wahlkampfwoche keinen Gewinn für die deutsche Zukunft bedeute, weil man mit Schaudern feststellen müsse, in welch fortschreitender Gemeinheit und Gewalttätigkeit die Agitation sich von Tag zu Tag entwickle. Aber nach einer anderen Richtung wird dieser Wahlkampf doch einen starken Gewinn bringen. Sein Form wird vielen Kreisen, die heute noch irre gehen, für immer d i e Augen öffnen Die städtische Bevölkerung ist gegenüber den Lockungen der Nationalsozialisten viel skeptischer geworden. Aber auf dem Lande finden sie immer noch viele Gläubige. Um die Landwirtschaft zu retten, haben wir in den vergangenen zwei Jahren den Zoll für Meizen auf die doppelte Höhe heraufgebracht. Aber alle Maßnahmen haben ihre Grenzen in der finkenden Konsumkraft der städtischen Bevölkerung. Die Landwirtschaft muh auch ver- st'ndnis für die Notlage der städti- schen Bevölkerung haben. Die Reichsregierung will durch gemeinsame Opfer aller die Grundlage schaffen, um zu dem Ziel in der Reparations- und Abrüstungsfrage zu gelangen, das wir alle als elementares Recht de» deutschen Volkes beanspruchen. Die eingeleiteten Auseinandersetzungen in der Außenpolitik haben nur Erfolg, wenn die Politik der vergangenen zwei Jahre unter allen Tlmstän- den schärfftens durchgehalten wird. Aller Erfolg hängt von dem Kredit des Reiches ab, und dieser Kredit hängt davon ab, daß es der Reichsregierung gelingt, den Etat auszu- gleichen und das Vertrauen des In- und Auslandes in die stabile Währung zu erhalten. Alles, was man tun kann in den kommenden Monaten, ist der unermüdliche Versuch, zu verhindern, daß das deutsche Volk völlig durch eine gewissenlose Agitation auseinandergerissen wird, und zwar 100 Meter vor dem Ziel, was den seelischen Zusammenbruch bedeuten würde. Wenn ein Volk eine Persönlichkeit hat von überragender welthistorischer Bedeutung, eine Persönlichkeit, deren historische Geltung von niemand auf der Welt mehr angezweifelt wird, und wenn diese Persönlichkeit in hohem Älter sich seinem Volk zum weiteren Dienst zur Verfügung stellt, dann müßte es bei einem Volk, das in seiner Mehrheit noch gesund und von kulturellen Idealen noch durchdrungen ist, überhaupt gar nichts anderes mehr geben, als daß sich eine überwältigende Mehrheit gleich vomer st en Tage an auf seine Seite stellt und ihn leidenschaftlich gegen jeden Angriff und gegen jede Verleumdung verteidigt. Ich bin überzeugt, wenn jeder seine Pflicht tut, der ein ernstes und tiefes Gefühl hat für die Bedeutung der nächsten Monate, dann wird gewiß am nächsten Sonntag dem Herrn Reichspräsidenten ein Vertrauensbeweis geliefert werden von viel mehr Millionen, als es im ersten Wahlgang bereits geschehen ist. Die Mahl des Herrn Reichspräsidenten, wen« sie mit weit größerer, mit übecwa tigender Mehrheit am nächsten Sonntag erfolgt wi d gewissen Ländern zeigen daß alle» Gerede, als ob das deutsche Volk jeden Tag irgendeiner anderen extremen Richtung erliegen könne, unsinnig ist, und daß man uns ruhig zutrauen kann, daß wir unsere Geschicke selb st regeln können, well wir in uns selbst stark genug sind. Wenn Sie mit mir in den nächsten Tagen alle Kräfte einsetzen, bann haben Sie nicht nur jetzt das Vaterland gerettet, sondern Sie haben auch die Grundlagen gelegt für das Glück und für die Freiheit kommender Generationen (Langanhaltender stürmischer Beifall.) scharfen Worten wandte sich Dr. Marx gegen die Kandidatur Hitlers, des Mannes, der wegen Hochverrats zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden sei. Wie könne ein Volk, von Leuten, die nichts geleistet hätten, so hinters Licht geführt werden. Ein großer Teil feiner Wähler sei bolschewistisch eingestellt und daher erkläre sich auch die geringe Zunahme der kommunistischen Stimmen. Die Zahl der für Hindenburg abgegebenen Stimmen müsse im zweiten Wahlgang bedeutend erhöht werden. Mindestens 20 Millionen müßten für ihn zur Wahlurne gehen und seinem Gegner eine solche Niederlage bereiten, daß es am 10. April vollends aus mit ihm sei. Beide Angeklagte im Moskauer Attentatsprozeß zum Tode verurteilt. m o »k a u, 6. April. (WTB. Funkspruch.) In dem Prozeß gegen Siern und wassiljeff wegen de» Attentats auf den deutschen Botschaftsrat von Twardowski wurde heule in früher Morgenstunde das Urteil verkündet. Es lautete auf I o bestrafe für beide Angeklagte. Das Urteil ist endgültig. vor der Verkündigung des Urteils führte Volkskommissar 6 r y l e n k o aus, das Attentat sei d u r ch eine warschauer Anti-Sowjet-Ter- ror-Organisation veranlaßt worden, wassiljeff habe wahrscheinlich schon seil 1928 mit dieser Gruppe in Fühlung geslant. n, deren Ziel e» gewesen sei, die außenpoliti' chen Vezie- hungen der Sow jelunion zu stören und Terror zu verüben, um die Politik der Sowjetunion zu durchkreuzen und außenpolitische Konflikte zu provozieren. Die Verteidiger hatten um ein niedrige» Urteil gebeten. wassiljeff halte sich als Feind der Sowjetunion bekannt und erklärt, von dritten Personen beauftragt wordev zu fein, einen Anschlag auf den deutschen Botschafter zu organisieren. Er habe Stern zur Ausführung des Attentats bestimmt. Die Schwester Sterns, Karassina, hatte bestätigt, daß ihr Bruder sich der Sowjetmacht gegenüber stets feindlich verhalten und dies in Gesprächen mit ihr nicht verheimlicht habe, wiederholt habe er den Wunsch geäußert, die Sowjetunion zu verlassen. Seine scharfe Einstellung gegenüber der Sowjetmacht habe besonders seit 1930 ernsten Charakter angenommen. Tordiens Besuch in London. Keine restlose englisch-französische Nebereinstimmung erzielt. London, 6. April. (WTB. Funkspruch.) „Morning Post" schreibt, hellte erscheint der französischen Presse das Maß der zwischen Macdv- nald und Tardieu erreichten Äebereinstimmung etwas übertrieben. Die Annahme, daß die Erörterungen vom Montag über einen freundschaftlichen Meinungsaustausch hinausgingen, sei falsch. — „Daily Telegraf" sagt: Die Besprechungen vom Montag führten zu einer Annäherung des englischen und des französischen Standpunktes hinsichtlich der wirtschaftlichen Seite des Donauproblems. Die finanzielle Seite dagegen wird noch einer sorgfältigen Prüfung bedürfen. Die Londoner Bankiers sind, wie es heißt, nicht geneigt, ohne ein'd Regierungsgarantie weiteres Geld zum Donaugebiet zu investieren. Für die finanzielle Wiederherstellung der Donaustaaten haben die französischen Sachverständige« einen Plan großer Anleihekonver- sionsoperationen ausgearbeitet, durch den die bestehenden finanziellen Verpflichtungen gewisser Donaustaaten deren jetzigen wirtschaftlichen Hilfsquellen an gepaßt werden. Dies würde bedeuten, daß es eine sehr beträchtliche Verminderung ihrer Schulden geben wird entsprechend der Verminderung der Weltpreise ihrer landwirtschaftlichen Produkte. Zugleich würde eine strenge internationale Kontrolle der Finanzen der nutznießenden Staaten eingerichtet werden. Auch dem Sonderberichterstatter des „Petit P a r i s i e n" in London erscheint die etwas z u optimistische Beurteilung der Verhandlungen Macdonalds mit Tardieu durch die offiziöse Berichterstattung unangebracht. Die englisch-französisch-italienisch-deutsche Aussprache allein werde über das Schicksal des Planes einer Hilfeleistung für die Dvnauländer entscheiden. „E r e N o u v e l l e" schreibt, unbestreitbar habe die Londoner Konferenz noch nicht die in Frankreich gewünschte französisch-englische Einheitsfront schaffen können. Graf Ottokar Czernin f. Wien, 5. April. (WTB.) Der frühere öfter* reichisch-ungarische Außenminister Graf Czer- n i n ist gestern nacht im 60. Lebensjahr einem Herzschlag erlegen. — Czernin entstammte einer altett böhmischen Abelsfamilie. Er gehörte vor bem Kriege als Mitglieb bes Böhmischen Landtags ber Verfassungspartei an unb ftanb bem ermorbeten Thronfolger Franz Ferbinand sehr nahe. Im Jahre 1912 würbe er Herrenhausmitglieb unb ein Jahr später auf besonberen Wunsch Franz Ferbi- nanbs Gesanbter in Bukarest. Nach bem Tobe Kaiser Franz Josephs würbe Graf Czernin 1916 M i n i st e r bes Aeußern, als solcher hat er ßielbewußt auf einen möglichst frühen Friedens- schluß hingearbeitet, um für bas Haus Habsburg zu retten, was sich noch retten ließ. Er war einer ber stärksten Befürwortet bes Bünbnisses mit Deutfch- lanb, nur merkte er etwas zeitiger als feine Mitarbeiter in Wien, daß Oesterreich-Ungarn sich allmählich bem Enbe seiner Kräfte näherte. Er hat denn auch ben Friebensschluß mit Rußlanb unb Rumänien betrieben, konnte aber seine politischen Ziele nicht mehr erreichen, weil er burch bie Friebens- politik bes Kaisers Karl, noch mehr aber burch bas Hineinreben ber Kaiserin Zita in ein Netz von Intrigen hineingeriet, burch bas er zu Fall kam. Es läßt sich wohl nicht bestreiten, baß er von ben Sonberfricbensbeftrebungen bes Kaisers Karl Kenntnis erlangt hatte, er hat aber nicht gewußt, baß ber Kaiser ben Bestanb Oesterreich-Ungarns auf Kosten Deutschlands retten wollte. Czernin hat benn auch in seinen Erinnerungen sehr scharf mit bem Kaiser Karl, noch mehr aber mit ber Kaiserin Zita abgerechnet. Aus aller Wett. Goethe-Ehrung ber italienischen Akademie. In einer Festsitzung der Akademie von Italien wurde dem deutschen Botschafter das erste Exemplar der im Auftrag der Akademie von Italien erstmals veröffentlichten italienischen Reise übergeben, die der Vater Goethes im Jahre 1740 als Tagebuch in italienischer Sprache niedergeschrieben hat. van-Gogh-Fälschungen en gros. Vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte beginnt der Prozeß gegen den Künstler W a ck e r, dem Llrkundensälschung, versuchter und vollendeter Betrug vorgeworfen wird. Es handelt sich um nicht weniger als 30 gefälschte van Goghs, bie Wacker zum Teil zu sehr hohen Preisen verkauft hat. Die Bilder sind selbst von Kunstsachverständigen als echt begutachtet worden. Die Fälschungen wurden erst bei einer Ausstellung entdeckt, als die Fälschungen neben echten van Goghs hingen. Der hoUändische Sachverständige de la Faille stellte nun Nachforschungen an und ermittelte, daß von Wacker insgesamt 30solcher Fälschungenauf den Markt gebracht wurdell. Wacker behauptet, die Bilder aus dem Besitz einer in der Schweiz lebenden russischen Emiarantenfamilie erworben zu haben, die sie aus Rußland herausgefchmug- g e l t habe. Die Anklage wirft Wacker vor, daß er die Bilder durch seinen in Düsseldorf lebenden Bruder, den Kunstmaler Bernhard Wacker, nach der Vorlage eines echten van Goghs unfertigen lieft erzielt. JWoi Ä’W’Wng Ä »» R. t,nw freund. •j e ^drechun- ^er Annähi. ^n-vslschen Stand. d.^Uschaft. 5 towb- noch einer ni$l geneigt, grantle deit^ SJÄ?- n8 bet Donausiaa. ! bachverständiM ■nlei6ctont)er« ^arbeitet, durch den ^rpslichtungen gc« >ch'gen wirt, ^len angepabt Daß es eine lehr ngihrerSchul- der Derininderung chaftllchen Produkte, ge internativ. NM der nutznießenden. ikiitet des .Petit f)cint die etloos zu lungder Derhand. :dieu durch die offi- angebracht. Die deutsche Aussprache al des Planes einer uländer entscheiden. . unbestreitbar habe och nicht die in an^ösisch-eng. 'Men können. ls>. ■Sonllill,1*10" * * «fit feind de, - drittes »sein -in Pet* tt )u L J« Kn. °r'«^ •5*5! in tonboti. hemm f. i Der srWre oster« ister Gras Lzer- >.Lebens,ahr einem - Czernin entstammte amilie. Er gehörte vor Böhmischen Landtags stand dem ermordeten n a n d sehr nahe. 3m ihausmitalied und ein Wunsch Kranz Ferdi- ukare l. ?iach dm irde Era Ezernin 1916 i, als sicher hat er Hst frühen Friedens- das Haus Habsburg m ließ. Er war einer Zündnisses mit Deustch- zeitiger als feine W« rrreich-Ungarn sich au« tröste näherte. Er hat mit Rußland und Au- r seine politilchen Ziele ir durch die Friedens- noch mehr aber durch in Z'la m «> M durch das er zu iM bestreiten, daß er m .«en des Kaisers Karl hot aber nl» groi» nd Oesterreich-Ungarnr ands retten wo" inen Erinnerungen !» iod) mehr aber mit» Welt. .Nischen Akademie. r Akademie von W* uatie- 3 -S «S “ geschrieben M- -■ÄÄ -»AS handelt J« a frl tevan^Misen SM .'LZS'. Gacker„Ä ar kt Ätz§ Hiller spricht in Berlin. F — -N A- Ä ..& L' cj; <4 Adolf Hitler spricht auf der Massenkund gebung der NSDAP, im Berliner Lustgarten. Der Frontkämpfer Adolf Hitler. Aus nationalsozialistischen Kreisen unserer Leserschaft geht uns folgende Zuschrift eines Frontkameraden Adolf Hitlers zu: Schwefelgelb lastet der Oktobertag auf dem zu einer Wüste zermalmten Boden der Westfront. Gleich fahlen Blitzen leuchten die Mündungsfeuer der Geschütze. die über das geborstene Schlachtfeld bellen, Vernichtungsfeuer friht sich ins Gelände. Dort ist die Holle. Rückwärts beim Stab des List-Regiments sind alle Fibern gespannt, zu erfahren, was vorne los ist. Jede Verbindung ist abgerissen. Keinem der Melde- gänger des Regiments ist es gelungen, Nachricht zu bringen. Und doch muß das Unmögliche möglich aemacht werden. Da springt der Gefreite Hitler auf An ihm ist nun die Reihe, lieber die wogende Erde, die unter den Granateinschlägen sich aufbäumt, stürzt er vor, die Gasmaske vor dem Gesicht. Zum Tode ermattet fällt der Einsame alle paar Schritte von Trichter zu Trichter. Langsam dringt das Gas durch die Maske. Senden die Feinde doch jetzt die Granaten zurück, die in ihren eigenen Reihen einst Verderben gespien, solange das siegreiche Vordringen unserer Armee gedauert. Schließlich erreicht Der Melder fein Ziel, taucht unter in der Hölle, hat Verbindung bekommen, Nachricht erhalten. Jetzt heißt es, den gleichen Weg zurück. Gleich einem gehetzten Wild jagt er in den dämmerigen Abend stolpert und fällt. Keine Luft will mehr durch die Gasmaske. Er reißt Ne vom Kopf, denn er muß zum Regiment. Nur so kann ja den Kameraden vorne geholfen werden. Die Augen stechen wie tausend Speere, wie Feuerbrände loht's aus dem Schädel. Gleichviel, nur vorwärts zum Regiment. Es gilt das Leben der Kameraden. Und er erreicht den Stab. Rasch gibt er Bericht Dann rauben die Feuerbrände in Den Augen ihm die Besinnung. Sc ist Adolf Hitler erblindet. So raubte ihm teuflisches Gas die Stimme, bis ihn der Revolutionsbrand in der Heimat emporriß. Seine verlöschenden Augen bekamen neues Licht. Schärfer wurden sie als jemals zuvor. Und mit einer Stimme, die heute bis in die kleinste Hütte dringt, wo deutsche Zunge spricht, kündet er feit über zehn Jahren dem geknechteten Volke die unerbittliche Wahrheit. Durch ihn haben Hunderttausende den Glauben an den Aufstieg unseres Vaterlandes wieder gefunden haben sich geschart um das Banner der Freiheit, das er als Unbekannter einst entrollte. Und da er uns die Hoff- nung und Die Idee gab, wurde Adolf Hitler unser Führer. In ihm, dem einen Mann, verkörpert sich das neue kommende Deutschland, von ihm geht die Kraft aus, die seine Kämpfer zu immer neuen Opfern und Taten anfeuert, der der einst suchenden Idee des Nationalsozialismus die klare, zielbewußte Richtung und durch fein heiliges Wollen und durch feinen unbeugsamen Glauben das Leben gab. Er verbürgt den Sieg unserer Weltanschauung. Als unbekannter Melder rettete er einst wenigen Kameraden das Leben im Kampf der Maschinen gegen Menschen, als Führer Der erwachten Deutschen wird er das ganze Volk erretten aus Knechtschaft und Not. Daran glauben wir unerschütterlich, mag kommen, was wolle. Sein und unser aller Glaube, Die wir uns zu HunDerttausenDen um ihn scharen, wirD das schier Unmögliche erzwingen, denn auch unser Glaube kann Berge versetzen, und unser Wille zum Sieg wird den Sieg erkämpfen. So zwingen mir Das Schicksal. Und wenn sie ihn gleich ein zweites Mal niederftrecken wollten, an einem düsteren Novembermorgen an der Feldherrnhalle, er ist uns roiebererftanben. Der Gott ber Eisen wachsen ließ. Der wollte keine Knechte. Darum hat er uns Adolf Hitler geschenkt. Wir stehen vor dem zweiten Wahl- Sang zur ReichspräsiDentenwahl. Er wirb in weitem mfang entscheibenb fein. Wir glauben an Adolf Hitler und daran, daß mit ihm die Wahrheit marschiert. Und darum kämpfen wir mit der letzten Kraft für ihn als den Führer des deutschen Volkes und glauben an feinen Sieg! Aus her Provinzialhaupistadi. Gießen, den 6.April 1932. Oer neue Haushalt der Evang. Kirchengemeinde Gießen. Die Mkalklrchenficucr von 6 v. h. auf 5i v. h. herabgesetzt. Die Gesamtkirchengemeindevertretung der Evangelischen Gemeinde Gießen beschäftigte sich gestern in etwa dreistündiger Beratung mit dem Haushaltsvor- anschlagderEvangelischenGemeinde für 1932. 3m Verlaufe der Beratung wurden an dem vom Finanzausschuß und von dem Gesamtkirchenvorstand bereits gekürzten Haushaltsvoranschlag noch weitere Abstriche vorgenommen. wobei man aber Bedacht darauf nahm, die lebenswichtigen Bedürfnisse der Kirchengemeinde in keiner Weise zu schmälern. Die Zustimmung zu weitgehenden Sparmaßnahmen, die in Anträgen einer Reihe von Mitgliedern der Gesamtkirchengemeindever- tretung im einzelnen präzisiert waren, ermöglichte es, die Lokalkirchen st euer von 6 v. HimDorjahreaus 5,25 v. H für das neue Rechnungsjahr zu senken: der Gesamttirchenvorstand hatte eine Senkung auf 5,5 v. H in Vorschlag gebracht. Der weitergehende Antrag, unter Anwendung der Anträge aus dem Hause, die Lokalkirchensteuer auf 5,25 v. H. zu ermäßigen, wurde mit 5 2 gegen 16 Stimmen angenommen. Demgemäß wurde der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1932 in Einnahme und Ausgabe auf 112 008,75 Mark festgesetzt. 3m Zusammenhang mit der Etatberatung wurden weitere Beschlüsse gefaßt, die für spätere Zeit auf die Haushaltsgestaltung der Gemeinde günstig einwirken dürften. Dieser Steuerabbau, der einerseits auf die berechtigten Erfordernisse der Kirche gebührend Rücksicht nimmt, anderseits aber den Gemeindegliedern eine in der heutigen Rotzeit dringend erwünschte steuerliche Entlastung bringt, wird von den Gemeindeangehörigen zweifellos begrüßt werden. Wahlberechtigte -Achtung! Die Bürgermeisterei veröffentlicht im heutigen An. zeigenteil eine Bekanntmachung über bie Wahl bes Reichspräsidenten (II. Wahlgang). Alle Stimmberechtigten werben auf biese wichtige Bekanntmachung, aus ber bie Einteilung ber Abstimmungsbezirke, Die Wahllokale, Die Abftimmungszeit usw. ersichtlich finD, hin- gewiesen. Stimmberechtigte Die einen Stimmschein benötigen, z. B. weil sie am Wahltage aus zwingen- Den GrünDen verreisen müssen, können Diesen beim StäDtischen Wahlamt (Stabthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 13) nur bis einschließlich Samstag, ben 9. April, 17 Uhr, erhalten. Zatsche Gerüchte über die Einkommensteuer. Vorn Finanzamt Gießen wirb uns mitgeteilt: Gerüchtweise wirb behauptet, bie Reichsregieruna wolle bie Einkommen st euer für 1931 burch bie geleisteten Vorauszahlungen abgelten unb überzahlte Vorauszahlungen nicht erstatten; weiter sei beabsichtigt, am 10. April 1932 eine weitere Vorauszahlung auf bie Einkommensteuer zu erheben. Diese Gerüchte entsprechen in fei» ner Weise Den Tatsachen. Die Termine für Die Einkommensteuervorauszahlungen sind Durch Die Notverordnung vom 7. Dezember 1931 unD die Verordnung vom 5. März 1932 um je einen Monat vorverlegt worben: bie nächste Einkommensteuervorauszahlung ist also am 10. Juni 1932 fällig. Die Einkommensteuerveranlagung wirb orbnungsmäßig burchgesührt werben, überzahlte Vorauszahlungen werben nach Maßgabe ber gesetzlichen Vorschriften erstattet werben. Bolschewismus und dem RationalsozlaliSmuL. Das gegenwärtige System sei gleichbedeutend mit geistigen Bolschewismus. Der Bolschewismus habe bisher alles zerstört, waS äußerlich erreichbar war, das Dank- und Börsenwesen sei aber immer geschont worden. Vor dem Kapitalismus habe der Bolschewismus noch immer kapituliert. Der einzige machtvolle Gegenspieler sei dem Bolschewismus im Rationalsozialismus erwachsen. Der Rationalsozialismus bejahe daS Beamtentum nicht um seiner selbst willen, sondern um der Erkenntnis willen, daß ein geordneter Staat nicht denkbar sei ohne den tüchtigen Beamten. Hitler insbesondere sei sich der Bedeutung des Fochbcamten voll bewußt. Der Beamte müsse eine Stütze für Den Staat, und für den Bürger ein Vorbild sein. Hitler erkenne auch die natürlichen Vorrechte deS Beamten an. Die RSDAP. sei bewußter Erhalter des Derufsbeamtentums. Die RSDAP. sei für den Ständestaat, dessen erst« Diener, die Beamten, den Stand der Stände bilden müßten, um ihrer Verantwortung um deS Dolksganzen willen? Der Beruf des Beamten müsse aus innerer Berufung heraus ergriffen werden. Wirtschaftliche Gründe dürften nicht für diesen Berus entscheidend sein. Das Gehalt deS Beamten stelle nicht eine Entlohnung für geleistete Arbeit dar, sondern dürfe lediglich Mittel sein zu einer vom Staat für seine Beamten gewünschten Lebenshaltung. Der Rationalsozialismus sei nicht gegen die beamtete Frau, sondern wünsche nur in großer Linie, daß die Fran ihren naturgegebenen Berus. Hausfrau und Mutter zu sein, ausfülle. Man werde aber unter den gegenwärtigen Verhältnissen erworb.ne Rechte der Beamtin nicht schmälern. Die RSDAP. sei unbedingter Erhalter des Derufsbeamtentums, sie werde aber äußerste Pflichterfüllung fordern, denn der (Beamte müsse wieder der ..getreue Ekkehard" des Volkes werden. Er müsse in jeder Hinsicht dem Volke gerecht werden: er solle auch wissen, was im Volke vor sich gehe. Der Rationalsozialismus sei der Vollstrecker bc8 deutschen Volkswillens, er setze sich ein für ein fachmännisches Regime, für Wahrheit und Ehrlichkeit. Der Rationalsozialismus wolle aber nicht durch das halbe Dekenntnis halber Menschen zinn Führertum bestimmt werden, sondern man fordere den ganzen Menschen zum Dekenntnis heraus. Deutschland müsse gerettet werden: retten könnte es aber nur der Stärkste. Der Stärkste sei aber Adolf Hitler. (Lebhafter Beifall.) Vornotizen. — TageskalenderfürMittwoch: Stadt, theater: „Candiba" 20 bis 22.15 Uhr. — Oberhessi- scher Kunstverein: Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr, Tischbein-Ausstellung. — DO®.: 20.30 Uhr, Hotel Hindenburg Vortrag. — Lichtspielhaus, Bahn- hofsttaße: „Tabu . — Aus dem Stabttbeaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, zum letztenmal das Kammerspiel von Bernard Shaw „Canbiba", ein Mysterium in Drei Akten. Ein Spiel zu Dreien, in Dem überraschenD Die Problematik einer „glücklichen Ehe" erhellt wirD. Die Titelrolle trägt Frau Maria K o ch. Die beiDen männlichen Hauptrollen P. Fas» sott unD Karl Bruck. Spielleitung Peter F a s s o t t. 25. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement. Gewöhn- liche Preise. — Freitag, 8. April, Erstaufführung bes Schauspiels von Arthur Schnitzler „Liebelei" in neuer Inszenierung von Karl H e y s e r. Vorher „Der verwanbelte Komöbiant", ein Spiel aus bem beut- schen Rokoko von Stefan Zweig. Spielleitung Wolf- gang Kühne. Beginn 19.45, Enbe gegen 22.30 Uhr. • ** Militärpersonalien. Oberstleutnant Kienitz, ber feit 1. April als Stommanbeur an ber Spitzeres Jnf.-Regts. 15 steht, würbe von Diesem Zeitpunkt ab zum Oberst beförDcrt. Weiter würben mit Wirkung vom 1. April befördert: Major ® e I)-- schnitt, Kommandeur Des II. Batls. Ins.-Regis 15 in Eisenach, zum Oberstleutnant unb Leutnant Knapp beim I. Batt. Jnf.-Regts. 15 in Gießen zum Oberleutnant. OO1 SS8-77 Schöne weiße Zähne: Chlorodont v„.™ Dazu teilt Remarques Rechtsbeistand mit, daß Remarque seit 3ahren Auslanddeutscher sei. Er sei bereits vor drei Jahren ordnungsgemäß beim Finanzamt nach dem Ausland abgemeldet worden. Sein zweites Duch, „Der Weg zurück", sei im wesentlichen im Ausland geschrieben. Die Auswanderung sei in vollem Einvernehmen mit dem Finanzamt erfolgt, an das auch seit der Zeit die von Remarque weitergeschuldeten Steuern restlos gezahlt worden seien. Junge Frau — nütze alle Erfahrung Nimm Sunlicht Seife! wo er sich aushält. Cs ist jetzt der Verdacht ausgetaucht, daß er die in Deutschland aus seinem Roman erworbenen Gelder im Auslande untergebracht hat. Die Deamten beschlagnahmten etwa 20 000 Mk. Ihr Hauptinteresse galt weniger den Geldern, als hauptsächlich dem Briefwechsel, der zwischen der Dank und einem Berliner Mittelsmann geführt wurde. Die Prüfung dieses Briefwechsels und der Konten ist noch nicht abgeschlossen. Aus ihnen wird man aber ersehen, wie weit die Vorwürfe gegen Remarque stichhaltig sind. Wettervoraussage. Das Störungsgebilde mit seinen verschiedenen Kernen hat sich nordwärts verlagert so baß es jetzt ben Raum zwischen Jslanb, bem Rorbmeer, Skandinavien unb Polen einnimmt. Dabei gelangen an seiner Sübseite wieber etwas mildere ozeanische Luftmassen zum Vorschub, die auch bei uns zu Temperaturanstieg unb auch gelegentlich zu Niederschlägen führen werben. Aussichten für Donnerstag: Wechselnb wolkig mit Aufheiterung, wieber milder, zeitweise Niederschlag. Aussichten für Freitag: Teils wolkig, teils aufheiternd, Temperaturen schwankend und etwas kühler, keine ober nur vereinzelte Niederschläge. Lufttemperaturen am 5. April: mittags 7,7 Grad Celsius abends 5 Grab: am 6. April:morgens 3,4 Grab. Maximum 9,7 Grab, Minimum 2,4 Grab. — Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. April: abends 7,8 Grab: am 6. April: morgens 5,2 Grab Celsius.— Niederschläge 4,8 mm. ** Die Rechnungen für bie Gießener Winternothilfe sind bis zum 11. April bei ber Geschäftsstelle (Wohlfahrtsamt) einzureichen. Näheres ist aus der heutigen Bekanntmachung ersichtlich ** Schwerer Motorradunfall. Gestern gegen 21 Uhr ereignete sich auf der Rödgener Straße unweit Des Flugplatzes ein schwerer Unfall. Zwei, junge Leute, namens ManDler und Schmidt, beide aus Rödgen, fuhren auf einem Motorrad die Straße entlang und stürzten auf bisher noch ungeklärte Weife so schwer, daß beide mit zum Teil erheblichen Verletzungen durch die Gießener Freiwillige Sanitätskolonne in Die Chirurgische Klinik gebracht werden mußten. Mandler, der Führer Des Motorrades, erlitt leichtere Verletzungen unD Hautabschürfungen, jein Sozius trug einen Schädel- bruch davon: fein Befinden ist ernst. ** Die fälligen Stromgelder für Den Monat Februar werden in einer Bekanntmachung bes Elektrizitätswerkes im heutigen Anzeigenteil angemahnt. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit Der Schriftleitung.) h. 5.23. Nach Der Reichsstimmorbnung vom 14. März 1924 (Reichsgesetzblatt S. 173 ff.) ist das Abftimmungsverfahren in Kranken- und Pflegeanstal. tcn in längeren Ausführungen in § 111 geregelt, unD Die Stimmabgabe im übrigen in Den §§ 112 ff. Die Wahl hat im Abstimmungsraum zu erfolgen. Ab- wesenDe, also Hauskranke, die nicht wegfähig finD, können sich weder vertreten lassen, noch sonst an der Abstimmung teilnehmen. Es ist also unzulässig, baß sich bie Wahlkommission an bas Bett ober tn bie Wohnung nicht wegfähiger Personen begibt, um bie Stimme in Empfang zu nehmen. Beschränkung der Noienabgabe innerhalb der Freigrenze. WTB. Zahlungen an bas Ausland können künftig nicht mehr burch Anschaffung und Versendung von ausländischen Roten, sondern nur noch durch äleberweisung, Postanweisung, Schecks usw. erfolgen. Insbesondere ist der Erwerb von ausländischen Roten innerhalb der Freigrenze zum Zweck der Vermögensanlage unzulässig. Nationalsozialistische Kundgebung. 3n der gestern abend im Cafs Leib abgehal- tenen gutbesuchten Versammlung der Rational- sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei sprach der hessische Landtagsabgeordnete Regierungsrat Dr. Müller (Alsfeld) über das Thema .Der Beamte im nationalsozialistischen Staat". Man dürfe, so erklärte der Redner u. a., das Vergangene nicht vergessen: die Rationalsozialisten seien die letzten, die die Geschichte leugnen wollten. Deutsche Politik müsse aus dem deutschen Leben gelernt werden. 3n der Vergangenheit habe sich das deutsche Volk auf seine ureigensten Kräfte gestützt, auf das Militär, auf den selbstgeschaffenen Staat und auf den verantwortungsbewußten Beamten. Leider habe in der jüngeren Vergangenheit von der Zeit der französischen Revolution an, der demokratische Gedanke, der dem deutschen Geist volksfremd sei, Eingang gefunden. Die Demokratie habe den Dillettantismus auf das Piedestal gehoben. das Fachmännische sei zerschlagen worden. Das Militär, das Richtertum, die Lehrerschaft, seien zu republikanischen Institutionen geworden, man habe den republikanischen Richteround, den republikanischen Lehrerbund geschaffen, die Kinder seien nach dem Kriege zu Republikanern erzogen worden, anstatt daß der Menschenwert gesteigert wurde. Das 'Beamtentum sei auch durch den Dilettantismus ersetzt worden. Rach dem demokratischen Prinzip der Wahl, der Wahl nach der Partei, seien die Aemter besetzt worden. Der auf diese Weise eingesetzte Beamte habe ernsthaft keine Verpflichtung und keine Verantwortung zu tragen, da er sich ja auf seinem Posten als Laie fühlen müsse. Das deutsche Volk sei nicht so sehr durch den Krieg in das gegenwärtige Elend gestoßen worben, als durch das politische System. Heute liege die Entscheidung klar zwischen dem Ein fünfjähriger Knabe vorn Aulo überfahren. 3n Heidelberg wurde auf einer der steilen Zufahrtstraßen zum Philosophenweg der fünfjährige Sohn des in Heidelberg wohnenden Syndikus der Mannheimer Handelskammer, Dr. Hilden- brand, von einem Kraftwagen überfahren und so schwer verletzt, daß er bald nach seiner Einlieferung in die Klinik starb. Das Auto hatte einem anderen Fahrzeug im der Kurve aus- weichen wollen und war dabei aufdenGeh- weg geraten, wo gerade der 3unge mit seinem Roller stand. Rach Unferfdjlagung von 100 000 Mark geflüchtet. Der ehemalige Bankangestellte Opitz" ist nach Unterschlagung von 100 000 Mk. geflüchtet. Opitz, Der nach seiner Entlassung aus einem Berliner Bankhaus mit großem Aufwand auftrat, ließ sich von ängstlichen Gemütern Ersparnisse in Höhe von insgesamt 100 000 Mark zur Anlage im Auslande anvertrauen, da nDod) wieder mit einer Inflation ziu rechnen wäre". Die ihm übergebenen Summen verwendete er z u r Deckung seiner ungewöhnlich hohen Lebenshaltungskosten. Da er täglich mit einer Aus Deckung seiner Betrügereien rechnen mußte, löste er den mit seiner Mutter geführten gemeinsamen Haushalt auf, brachte seine Mutter in ein Sanatorium und verschwand spurlos. (Eine Untersuchung gegen Remarque. Wie eine im allgemeinen gut unterrichtete Korrespondenz erfährt, sind von Deamten der Z o l l f a h n d u n g s st e ll e bei der Darmstadter- und Rationalbank dort deponierte Gelder des Schriftstellers Erich Maria Remarque beschlagnahmt worden. Remarque, dessen richtiger Name Kramer ist, wurde bekanntlich durch seinen Roman „3 m W e st e n n i ch t s R e u e s" in der ganzen Welt bekannt. Dieses Buch erreichte nicht nur eine ungewöhnlich hohe Auflagenziffer, sondern wurde auch in viele Sprachen übersetzt. Remarque hielt sich, wie man von Zeit zu Zeit erfuhr, meistens in Holland auf. Die weiteren Rachrichten besagen, daß er in Frankreich weilt, um Dort Material für einen neuen Roman zu sammeln. Zur Zeit weih man nicht, Denken Sie an Stoffe, denken Sie an L Bernard Gießen, den 6. April 1932. <669 D nachmittags 3 Uhr statt. WrtoLJ Einladung zu einer i-MMVoWW außerordl. Mitglieder-Versammlung entgegengenommen. 2554 D Gießen, den 5. April 1932. 2665 D Gefdiäfts-Ubernahme u.4-Zim.-Wohn. Frankfurtmnin. Zuspruch bittet 02120 FRANZ WEINHARDT Stellenangebote 2662D Strafe 45: samen Arbeiter. FrlNche a Marktplatz. 69, V Das neue Ski-Mieder oder MM* Zu haben: nur im in Gießen, Neuen Bäue 5, übernommen habe. Zum Ausschank gelangen die beliebten Biere aus dem Gießener Brauhaus. — Um geneigten Ein Ski-Mieder oder Ski-Korselette gibt Ihrer Figur die modisch elegante Silhouette, auch wenn Sie nicht ganz schlank sind Tanscne schöne bin. 5-Zimmer-Wohnung geg.8-4Zinun.Wohn. n. in sehr niö. befs. Hause.Schr. Ang. u. 02109 an ti. G. An;. haus " Salomon Schulstr. 4 IVollzähl.Erscheinen dringend erforderl. m*d DerVorstand. Jlut 5, Jlr. 297 - 417 qm Grabgarlen und 183 qm Grasqarten, $lur 5, Nr. 298 = 472 qm hofreife, geschätzt auf 28 242 Reichsmark, versteigert. Die omtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 4. April 1932. 3.21. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher. in ruhiger, sonniger Lage, Balkon und Loggia, Zentralheizung, Warmwasserversorgung, Bad, Mansarde, Gartenanteil, ab H.Mai zu vermieten. Schriftliche Angebote unter Nr. 2659D an den Gießener Anzeiger erbeten. Zwangsversteigerung 37^31 Am Donnerstag, dem 19. 2Hai 1932, vormittags 9 Uhr. wird im Amtsgerichts- gcbäude zu Gießen, Zimmer 107, das nachstehende, im Grundbuche von Gießen a) dem August Munter in Gießen, b) der Anna Munter geb. Dönges, daselbst, als Gesamtgut der Errungenschaftsgemeinschaft zugeschriebene Anwesen Frankfurter 2 UM. MM in gut. Hause, nächst Amtsgericht, z.15.4. zu verm. Schr.Anfr. u.02112 a.d.G.Auz. Bekanntmachung. Rechnungen für die „Gießener Dinler- nothilse 1931/32“ sind nunmehr endgültig bis spätestens 11. April 1932 bei der Geschäftsstelle (Wohlfahrtsamt, Gartenstraße Rr. 2, Zimmer Rr. 9) einzureichen. Später eingehende Forderungen können nicht mehr berücksichtigt werden. 2668D Gießen, den 5. April 1932. Gießener Winternothilfe 1931/32. Bekanntmachung. Der vom Gcmeinderat durchberatene Voranschlag für Rj. 1932 liegt vom 6. April 1932 ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. 26660 Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutrogen haben. Oppenrod, 4. April 1932. Hessische Bürgermeisterei Oppenrod. Kloos. Danksagung. Für die überaus große und herzliche Teilnahme beim Helmgange unserer teueren Entschlafenen, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sprechen wir auf diesem Wege unseren aufrichtigsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen: Familien Thöt und Moos. Bekanntmachung. Die bereits fälligen Stromgelder im Stadt- und Ucberlandgebiet für den Monat Februar 1932 können noch bis zum 15. d. M. ohne Kosten bezahlt werden. Bei Nichtzahlung bis zu diesem Termin erfolgt Beitreibung und Stromsperre auf Kosten des Abnehmers. 2676D Direktion der Elektrizitätswerke, Ueberlandanlage und Straßenbahn der Stadt Gießen. Stolte. Sprechstunden werktags von 10—12 Uhr. Die Direktion des Giefeener Pädagogiums Telephon 2735 Lade« mit Lager, in guter Geschättsl. z. miet, ges. Sehr. Ang. unt. .26.961) n. d. G. A. Wohnungstausch! •veB7D AnmWir billiger 2 Korb (ea. 1 Ztr.) 1.30 statt seitb. 1.60 frei vor d. Haus, ab Werk 1.00 Dampfsägcwerk Lollar B. Nuhn, Akt.-Ges., Lollar. Generalvertretung an Herren zu vergeben, die Untervertreter haben (jedoch nicht Bedingung) und sich eine Lebensexistenz mit automatischer Rente mit einigen 1000.- Mark sichern wollen. Keine Versicherung! Kein Verkauf! Off. unter M 7857 an Annoncenmayer, ß-Zimnrtlm. IN.Zubeb.-Erdgesch. zum 1.Juli zu verm. Hohaannetr. 71. 9VM Der verehrl, Einwohnerschaft von Gießen und Umg., sowie meinen Freunden und Bekannten bringe ich hierdurch zur Kenntnis, daß ich mit dem 1. April d. J. das altbekannte Restaurant »Zum kühlen Grund« Stud.med. sucht schön möbl. Zimmer Schriftl.Angebote unt. 2671D an den Gießen. Anzeiger. Magenleidend? Bet Magenleiden jeder Art. wie Magenkrampf, Magenschmer-en u. deren folgen, so Unverdaultchkeit, Appetitlosigkeit, nervösem Magen, Erbrechen, EntkräfL GemütSleiden wirkt der über 60 Jahre bewährte Hubert Ullrich’sche Kräuterwein infolge der eigenartigen, glücklichen Zusammeniehung auf die Magensäfte und den Gesamtstoffwechsel. Zu haben in Flaschen zu RM. 2.50 und RM. 3.60, 1 Liter zu RM.6.75 Hauvl-Ntederl.: Enael-Apotbeke, Soziale «Nicht der Aufgeber v. SleNen- angeboten Ist td, die ein« gegongcn.SeWrrbung<« unterlagen (Zeugnisse, ZeugnXabschrlsl., Clchl« bildcr u.bgl.) schnellstens wrüthuf. 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TranSmissionöteile billig abzug. ?eMD Heyligonstaedt &Co., A.-O., fließen. Für die wohltuenden Beweise der Teilnahme, die uns bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen in so reichem Maße zuteil geworden sind, sagen wir wärmsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Dr. Güngerich, Landgerichtspräsident i.R. Im Ts amen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Schepp Familie Heinr. Eberh. Haas. Steinbach, den 4. April 1932. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 7. April, Todes-Anzeige. Am Montagabend */,9 Uhr entschlief sanft nach kurzem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe, gute Frau, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Gote Frau Margarete Schepp geb. Haas im 75. Lebensjahr. Nr. 80 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Mittwoch, 6 Apri' 1952 Aus Natur und Technik. Der sterbende Schienenstoß. Don Franz Neumann (Nachdruck verboten!) Wenn wir auf der Eisenbahn fahren, so hören wir ein taktmäßiges Geräusch, das vom Liebergang der Näder von einer Schiene auf die andere über den Schienenstoß herrührt. Diese Schienenstöße sind ein Schmerzenskind der Eisenbahn, denn an ihnen werden die Schienen durch das Fahren am stärksten beschädigt, und auch die Fahrzeuge werden durch die von ihnen herrührenden Erschütterungen nicht besser. Aber Zwischenräume zwischen den einzelnen Schienen schienen doch ein notwendiges Liebel zu sein, denn man muhte den Schienen Gelegenheit geben, sich im Winter zusammenzuziehen und sich im Sommer auszudehnen. Die Wärme dehnt ja bekanntlich die Körper aus, und wenn dies auch nicht die Lirsache dafür ist, dah die Tage im Sommer länger sind als im Winter, so macht doch die Zusammenziehung der Schienen im Winter so viel aus, dah Schienenlücken von weit mehr als einen Zentimeter entstehen, über die die Näder gewissermaßen hinweghüpfen müssen. Je schneller nun unsere Züge fahren, desto häufiger müssen die Räder in einer bestimmten Zeit über diese Zwischenräume laufen, desto unangenehmer wird also das Fahren durch die Erschütterungen und i^as Geräusch, das durch- sie verursacht wird- Man ist deshalb dazu übergegangen, die Schienen immer länger zu machen. Während man früher 7 Meter lange Schienen hatte und in der 12-Meter-Schiene schon eine Höchstleistung sah, war man vor dem Kriege bei der 15-Meter-Schiene angelangt. Rach dem Kriege ist man dann zur 30 Meter langen Schiene übergegangen, die seit 1928 bei der Deutschen Reichs- bahn sür alle Hauptgleise vorgeschrieben ist. Aber auch dabei wird man nicht Halt machen. Schon versucht die Reichsbahn die 60 Meter lange Schiene, von der sie schon 42 Kilometer Gleislänge hat, ja, in Tunneln, wo die Wärmeunterschiede geringer sind, ist man sogar auf 120 Meter lange Schienen übergegangen, indem man vier 30 - Meter - Schienen miteinander verschweihte. Während bei der 7 Meter langen Schiene noch 142 Stöße auf einen Kilometer kamen, sind es bei der 30-Meter-Schiene nur noch 33, bei der 60-Meter-Schiene nur noch 17 und bei der 120-Meter-Schiene sogar nur noch 8 bis 9. Wie ist diese Verlängerung der Schienen nun möglich, ohne dah sie sich im Sommer infolge ihrer Verlängerung verwerfen und ohne dah im Winter zu grohe Lücken zwischen den einzelnen Schienen entstehen? Run, man kann eine Schiene, die man um 1 Grad erwärmt, dadurch an einer entsprechenden Verlängerung verhindern, dah man sie in der Längsrichtung mit einem Druck von 24 Kilogramm, vervielfacht mit der Zahl der Quadratzentimeter ihres Querschnitts, zusammendrückt und man kann sie ebenso an der Zusammenziehung verhindern, wenn man sie mit derselben Kraft in die Länge zieht. Diese Beanspruchung halten die Schienen bei den durch unser Klima bedingten Temperaturschwankungen aus. Straßen- bahnen sind deshalb schon lange dazu übergegangen, alle Schienen zusammenzuschweihen, also überhaupt keine Schienenstöhe mehr zu machen. Dabei liegen die Verhältnisse aber insofern günstiger als bei Vollbahnen, als die Schienen durch ihre Einbettung im Sommer nicht so heiß werden, wie die der Sonnenstrahlung in ihrer ganzen Höhe ausgesetzten Vollbahnschienen. Dann aber können die Straßenbahnschienen, wenn sie im Sommer heih werden, nicht infolge des Längsdrucks seitlich ousknicken. weil sie ja in der ganzen Länge in das Pflaster eingespannt sind, während man doch befürchten muh. dah bei Dollbahnen solche Verwerfungen bei groher Hitze eintrcten können. Immerhin treten auch jetzt schon bei den 30-Meter-Schienen ganz beträchtliche Zug- und Druckspannungen auf, weil man die Schienenlücken im Winter nicht allzu groß werden lassen kann, und es scheint, wie Regierungsbaumeister a. D- I- W a t t m a n n im Berliner Bezirksverein Deutscher Ingenieure vor einiger Zeit ausführte, nur eine Frage der Zeit zu sein, dah man Mittel und Wege finden wird, auch bei den Vollbahnen alle Schienen anein- anderzuschweihen. also die Schienenstöhe vollkommen zu vermeiden. Die Folge wird ein sehr viel ruhigeres Fahren und eine beträchtliche Schonung der Fahrzeuge und der Schienen sein. Das Tacktack. das man jetzt beim Fahren hört und spürt, wird dann vollkommen verfchwinden und man wird sanft und fast geräuschlos über die Gleise dahingleiten. Das Schweißen der Schienen ist übrigen- ein bezeichnendes Beispiel dafür, dah auch die Anschauungen in der Technik veränderlich sind. Wer vor wenig mehr als einem Menschenalter die Verwendung so langer Schienen oder gar das Zusammenschweihen aller Schienen zu einer durchgehenden Schiene sür möglich erklärt hätte, der wäre wohl nicht ganz ernst genommen worden. Freilich handelt es sich bei der Möglichkeit, so grohe Schienenlängen zu verwenden, weniger um eine Veränderung der Anschauungen als vielmehr darum, dah der Schienenstahl erheblich besser geworden ist und dadurch zusätzliche Längs- beanspruchunaen aushält, die früher zu Schienen- brüchen geführt hätten. Die mit der Verlängerung der Schienen eintretenden Erfolge sind also den Technikern nicht in den Schoß gefallen, vielmehr ist jeder Zentimeter erhöhter Einzel- schienenlänge in zäher Arbeit errungen worden. Lind wenn Sie nun. verehrter Leser, wieder im D-Zug fahren, dann achten Sic doch einmal darauf. wieviel weniger Stöhe Sic spüren als früher, und denken Sie daran, wieviele Köpfe durch Jahrzehnte hindurch daran gearbeitet haben. Ihnen diese kleine Annehmlichkeit zu verschaffen! Zeder sein eigener Funkansager! praktische Winke für den Radio-Bastler. Don Max Fischer. Dor deutlich an. kleinen Funkhebelschaltern fast durchweg Händen sind. Sprache nicht sehr laut, aber sehr Man kann die Lautstärke jedoch außerordentlich steigern, wenn man einen Kopsfernhörer in die Schallplattenbuchsen stöpselt, die sich heutzutage an jedem besseren Röhrenempfänger befinden: Dann hört man die Sprache sogar einwandfrei im Lautsprecher. Noch weniger bekannt ist es, daß man nicht nur den Kopffernhörer, sondern auch den Lautsprecher als Geber benutzen kann, wenn man ihn an die Schallplattenbuchsen des Empfängers anschließt. Man kann dann die hineingesprochenen Worte laut und deutlich in einem zweiten Laut- sprecher hören, der in der üblichen Weise an den Lautsprecherbuchsen des Empfängers liegt: man kann sogar auf diese Weise mehrere angeschlossene Lautsprecher betreiben. spricht, wenn auch nicht sehr laut. Cs gibt aber einen sehr einsachcn Kniss, durch den man auch bei einpoliger Abschaltung das Mitsprcchen des Lautsprechers verhindern kann, indem man nämlich den abgeschalteten Lautsprecher mit demselben Schalter, mit dem man den einen Draht unterbricht, kurzschließt lDild3). Man braucht dazu einen Schalter mit zwei Kontakten, wie sie an den (Nachdruck verboten!) Es ist viel zu wenig bekannt, dah ein Fernhörer nicht nur ein Empfänger für Sprache und Musik ist, sondern daß man damit auch senden kann, wenn man hineinspricht. Hat man z. D. in seiner Wohnung mehrere durch eine Doppelleitung verbundene Kopfsernhörer-Steckdosen, so kann man sich mit Kopfscrnhörern von eipem Zimmer ins andere unterhalten. Freilich kommt dabei die Bild 3. Bild 2. Q Laut- Bild I. sprecher Funkempfdnger VSprechschoher Erde 5 Da es mir nun zu langweilig war, den über dem Rundfunkempfänger hängenden Laut- I sprecher zum Besprechen der übrigen Lautsprecher in der Wohnung — es sind im ganzen 13 —, immer umzustöpseln und die Antenne abzulegen, wie dies beim Anschluß einer Sprechmaschine oder irgendeiner anderen Dcsprechungsvorrichtung, sei es ein Mikrophon, ein Kopffernhörer oder ein Lau- sprecher, notwendig ist, hmbe ich mir die ganze Sache auf einfache Weise umschaltbar gemacht. Man kann durch Umlegen eines einzigen Sprech' schaltcrs den Lautsprecher 3 über dem Gmpsänger von der Lautsprecherleitung ablegen und ihn auf den Schallplattenanschluß schalten. Zugleich schaltet man die Antenne ab, und zwar ist es dabei gleichgültig, welche seiner Antennen man gerade benutzt. Dazu ist es nur nötig, den Antennenschalter Z, mit dem man die Antennen wechselt, vom Empfänger aus gesehen hinter den Sprechschalter zu legen. Spricht man also nach Herunterklappen des Sprechschalterhebelchens in den Lautsprecher 3 über dem Empfänger, so geben die übrigen Lautsprecher 1, 2 usw. die Sprache genau so wieder, wie wenn sie vom Rundfunksender käme. Man braucht also zum Besprechen seiner Lautsprecher durchaus kein Mikrophon. Natürlich wird man, wenn man mehrere Lautsprecher in der Wohnung hat, wie dies ja jetzt vielfach und in steigendem Maße der Fall ist, nicht immer alle mitlaufen lassen. Man wird vielmehr an jedem einen Ausschalter und möglichst auch einen Lautstärkenregler (Bild 2) anbringen. Der Schalter muß eigentlich doppelpolig sein, das heißt, er muß beide Zuleitungen zum Lautsprecher unterbrechen, da der einpolig abgeschaltete Lautsprecher doch noch immer etwas mitAls Lautstärkenregler benutzt man am besten einen Drehwiderstand von 200 000 Ohm, und zwar so, dah er als reiner regelbarer Widerstand in einer der beiden Drahtleitungen liegt. Spannungsteiler und ähnlich geschaltete Widerstände zwischen beiden Drähten kann man dagegen nicht benutzen, weil man damit nicht nur den einen Lautsprecher beeinflußt, dessen Lautstärke man regeln will, sondern alle andern mit. Solche Vorschaltwiderstände sind namentlich auch dann zweckmäßig, wenn man mehrere Lautsprecher verschiedener Herkunft benutzt. Dabei ergeben sich durch die Verschiedenheit ihrer Widerstände fortgesetzt Schwierigkeiten, die sich in Anfragen an den Brieftastenonkel der Rundfunkzeitschriften lebhaft widerspiegeln. Schaltet man aber je einen Widerstand vor, so kann man diese Widerstände leicht so einregeln, dah alle Lautsprecher, mögen sie auch innerhalb der üblichen Grenzen noch so verschieden fein, gut und alle gleich laut sprechen. Ich habe diese richtige Antwort noch nirgends gelesen, sie ist daher wohl von Interesse für olle Funkgäste. Die üblichen Ratschläge, man solle die Lautsprecher, statt sie an beide Zweige der durchgehenden Leitung anzulegen, reihen, also hintereinander schalten, haben allerlei Nachteile und führen selten zum Ziel. Das einzig Wahre ist die Nebeneinanderschaltung mit einem Vorschaltwiderstand vor jedem Lautsprecher, der samt dem Schalter (Bild 2 oder 3) an den Stellen X eingeschaltet wird. Bei dem Lautsprecher, den man besprechen will, muh er an der Stelle X beim Sprechschalter liegen und darf nicht etwa bei Y liegen, denn sonst läge er auch beim Besprechen vor dem Lautsprecher, was eine Schwächung der Technische Rundschau. Lon Or. Hellmut Thomasius. Das Anwachsen des Flugverkehrs hat zu einer kräftigen Belebung der erfinderischen Tätigkeit auf dem Gebiete des Flugwesens geführt. Alles und jedes, was mit diesem Gebiete zusammenhängt, ist gegenwärtig Gegenstand eifriger Bemühungen. Viel Neues wird erdacht, von dem durchaus nicht der größte Teil das Flugzeug selbst betrisft. Bei diesem scheint die Entwicklung zu einem gewissen Stillstand gekommen zu sein. Desto mannigfaltiger ist das, was sich auf die mit dem Flugverkehr in Verbindung stehenden Verhältnissen bezieht. Die Flugzeuge befördern auch Post. Es würde zu viel Aufenthalt machen und vielfach unwirtschaftlich sein, wollten sie jedesmal landen, so oft Post ausgenommen oder abgegeben werden soll. Deshalb warf man die Post häufig ab. Es wurden jedoch auch mannigfache Einrichtungen gebaut, die den Austausch der abzugebenden und mitzunehmenden Post während des Fluges erleichtern sollten. Jetzt liegt eine neue Lösung dieses Problems vor, die sich bei den Erprobungen vorzüglich bewährt hat. Bei ihr gibt es keine festen Gestelle und ähnliches, von denen die gebündelte Post im Darüberfliegen gewissermahen geangelt wird, ^hid) keine Netze, in die man hineinzielen muh Für die Einrichtung war der Gedanke maßgebend, daß sie ebenso beweglich sein müsse wie das Flugzeug selbst. Beide müssen imstande sein, sich auf längere Strecken mit gleicher Geschwindigkeit dahinzubewegen. Die neue Vorrichtung besteht aus einem Dreirad, das oben mit einer Abschiehvor- richtung, mit einem Katapult ausgestattet ist. Vom Katapult, das weit nach den Seiten hin äusladet, ragen zwei eiserne Masten senkrecht hoch empor. Oben zwischen den Spitzen der fast zwanzig Meter hohen Stäbe ist ein Draht ausgespannt, der gewissermaßen als Abzug für das Katapult bient. Dom Flugzeug hängt eine Stange herab. Der Abzug ist derart leicht eingestellt, daß er schon bei leiser Berührung in Tätigkeit tritt. Wird er also durch die vom Flugzeug nach unten herabhängende Stange berührt, so löst er das Katapult aus. Sofort gibt dieses dem Dreirad einen Stoß nach vorwärts. Damit ist der Anfangswiderstand für die Fortbewegung überwunden. Das einmal in Bewegung gesetzte Fahrzeug läuft nun von selbst weiter und wird auch durch die vom Flugzeug herabhängende Stange nach vorwärts gedrückt. Beide bewegen sich mit gleicher Geschwindigkeit dahin. Sobald die Verbindung zwischen Dreirad und Flugzeug he^gestellt ist, beginnt auf diesem sofort vollkommen selbsttätig eine Winde zu arbeiten. Sie läßt einen Haken herab, der den Post- sack erfaßt. Dieser liegt derart auf dem Dreirad, dah der Haken nicht sehlgreifen kann. In dem Augenblick, wo der Haken durch den Postsack belastet ist, wird die Winde, und zwar wiederum selbsttätig, umgestellt. Sie arbeitet jetzt in entgegengesetzter Richtung und zieht den Postsack empor. Andere Einrichtungen sorgen dafür, dah bei der gleichzeitigen Fahrt von Dreirad und Flugzeug auch Post aus der Plattform des Rades niedergelegt werden kann. Ist dieser Austausch vollzogen, so wird der Druck der Stange gegen die beiden aufrecht stehenden Masten aufgehoben. Das Dreirad läuft auf der Erde aus, während das Flugzeug weiterfliegt. In ganz besonders eigenartiger Weise hat man den neuesten Fortschritt der drahtlosen Technik das Fernsehen, in den Dienst des Flugverkehrs gestellt. 5>ie Wetterberichte wurden den Fliegern schon seit längerer Zeit drahtlos übermittelt. Jetzt hat man den Versuch durchgeführt, ihnen die ganze Wetterkarte zugänglich zu machen, also eine Karte des zu durchfliegenden Gebietes, in der die Kurven gleichen Barometerstandes eingezcichnct sind und die ferner alle nottoenbigen Angaben über die Windstärke, die Windrichtung, die Temperaturen und über die Bewölkung enthält. Der für diese Zwecke gebaute Fernseher arbeitet nach der bekannten Art wie andere Fernseher auch. Sein Empfänger ist jedoch derart eingerichtet, dah er nicht viel Platz wcgnimmt. und dah er trotzdem ein gutes und übersichtliches Bild der Wetterkarte gibt. Dieses Bild erscheint in einem Glas- fenster, das sich vor den Augen des Fliegers befindet. Bei den Versuchen wurde die Einrichtung so getroffen, dah die Wetterkarte nicht ständig übertragen wird. Sie erscheint nur. wenn der Flieger sie zu sehen wünscht. Zu diesem Zweck muß er ein drahtloses Signal geben, worauf in der nächsten Sendestation der Fernseher zu arbeiten beginnt. Die Handhabung dieses Dienstes ist so gedacht, daß an den Flugstrecken Funkstellen eingerichtet werden. Ihnen werden ständig Wetternachrichten übermittelt. Sie tragen sie in die Karten ein und machen diese zum Gebrauch fertig. Kommt das Signal, so wird jeweils die neueste Karte in den Fernseher gegeben und übertragen. Der eben beschriebenen Art des Flugdienstes kommt vielleicht eine Neuerung zugute, die in der Absicht ausgearbeitet wurde, die Herstellung von Wetterkarten möglichst zu beschleunigen. Auf der Wetterkarte finden wir kleine Kreise, die entweder hell bleiben ober teilweise schwarz ausgefüllt sind. Durch diese Art der Darstellung wird der Grad der Bewölkung gekennzeichnet. Wir finden des weiteren Pfeile, die die Windrichtung anzeigen, und an denen sich kleine Striche befinden. Aus diesen Strichen läßt sich die Windstärke erkennen. Noch mancherlei anderes ist in die Wetterkarte einzutragen. Aber was es auch fei, für alles gibt es ein Zeichen. Nimmt man sämtliche Zeichen zusammen, so kommt man mit einer bestimmten Anzahl aus. Dazu kommen noch die Zahlen für die Temperaturen und die Höhe des Barometerstandes. — Um alles dieses möglichst schnell in die Wetterkarten eintragen zu können, wurde eine eigene Schreibmaschine gebaut. Sie enthält anstelle der Buchstaben die eben erwähnten Zeichen. Die Wetterkarte muh sich aber nicht nur schnell schreiben, sie muh sich ebenso leicht und schnell übertragen lassen. Auch das ist gelungen. Bei den durchgeführten Versuchen hätte Sprache zur Folge hätte. Liegt er aber bet X. Io wird er beim Besprechen ganz von selbst aus der Verbindung des zu besprechenden Lautsprechers ausgemerzt, ohne daß es dazu eines besonderen Kontaktes am Sprechschalter bedarf. Wer das macht, wird viel Freude und vor allen Dingen viel Späh an seiner Anlage haben. ES ist ergötzlich, wenn z B. Gäste angeblich vom Sender Königswusterhausen aus begrüßt werden: .Wir unterbrechen unser Nachmittagslonzert und begrüßen Herrn und Frau Lehmann. Wir wünschen ihnen einen angenehmen Verlaus des Besuches bei Herrn Fischer!" Manche staunen geradezu Bauklötzer, woher der Sender Königs- wustcrhausen weiß, wo sie gerade sind. Im übrigen sage ich oft auf diese Weise an. z. B. wenn ich die Sender wechsele, welcher jetzt kommt usw. Das allein schon macht die Besprechiingsanlage bezahlt, da sic außer dem Umschalter — Kostenpunkt noch nicht ein deutscher Reichstaler — nur die kleine Bastelarbeit erfordert. Diese kleine Arbeit lohnt sich aber! Der Photo-Amateur. Erfahrungen und Winte. Zimmerbeleuchtung bei Blitzlicht- aufnabmen brennen lassen! Das große Aergernis bei vielen Blihlichtbildem sind die erschrockenen Gesichter, entweder mit geschlossenen oder mit weit ausgerissenen Augen. Eins ist so häßlich und störend wie das andere. Es spaßig zu sinden, ist nur ein Notbehelf. Der Fehler wird leicht vermieden, wenn man die normale Zimmer- beleuchtung ganz ober teilweise brennen läßt. Der Blitz wird dann nicht so krampfhast erwartet, noch erschreckt sein Ausbliyen. Doch ist die Anordnung so zu treffen, daß das Zimmerlicht in den offenen Apparat nicht von vorn hineinsällt. Durch Abdecken mit einer Pappe kann das geschehen. \ * Um Doppelbelichtungen auszu- schließen, hat sich ein denkbar einfaches Mittel probat bewährt. Jede gefüllte Kassette wird oben mit einem Streifen Klebpapier (Briefmarkenpapier) verschlossen, der erst zerrissen wird, wenn wir zur Aufnahme die Kassette öffnen. Der Photographierende weiß dann viel sicherer als bei Numerierung seiner Kassetten, welche Platten belichtet sind und welche nicht. Gegen das Vergessen des Weiterdrehens bei Fi Impacks und Rollsilmen gibt cs allerdings kaum ein anderes Mittel, als sich streng anzugewöhnen, sofort nach jedem Knipsen weiterzudrchen. Wenn das in Fleisch und Blut übergegangen ist, kommen Fehler, die ja sehr ärgerlich und enttäuschend sind, nicht mehr vor. Für dasEittwickeln von Rollfi lm c n gibt es ein probates Mittel, das viele Schwierigkeiten behebt. Die Klippe ist meistens die, daß die sechs, zwöls ober mehr Aufnahmen nicht alle gleich richtig belichtet sind und deshalb verschiedene Cntwicklungsbauer benötigen. Den Film mitten im Entwicklungsprozeß zu zerschneiden, iso lange man noch nichts sieht, geht es ja nicht!), führt leicht zu Defchädigungen der Schicht. Wir sollten daher immer die ausgleichcnde Standentwicklung wählen. Statt der sonst üblichen Trommel, auf die der Film gespannt wird, sei folgender Weg empfohlen: der Photographierende besorgt sich ein langes, schmales Glas etwa der Art, wie es zum Konservieren von Reptilien in Spiritus für Schulzweckc dient. Er füllt es mit Entwickler, der achtmal dünner ist als normal und hängt den unten beschwerten Film so hinein, daß er sich nicht zusammcnrollen kann. Das ist nicht schwer, wenngleich es alles bei möglichst geringem Dun- kelkarnrnerlicht vorgenommen werden muß. Mit der nötigen Vorsicht (peinliches Bedecken bes Ent- wicklungsgefähes) kann er dann die Dunkelkammer verlassen und braucht erst nach einer Viertelstunde wieder zu sehen, wie weit die Entwicklung ist. Oft wird sie eine halbe Stunde ober noch länger dauern. Aber die etwaigen Lieber- oder Llntcr- belichtungen werden automatisch ausgeglichen, soweit es überhaupt möglich ist. Wässern und Fixieren kann im selben Gesäß erfolgen. Der stark verdünnte Entwickler darf kaum ausbewahrt und wieder verwandt werden. Aber es wurde ja nur sehr wenig gebraucht. man das Verfahren der Dildtelegraphie wählen können. Aber das Abtelegraphieren im Dildsender benötigt immerhin einige Zeit. Deshalb wurde versucht, diese Zeit dadurch zu sparen, dah man am Empsangsort eine zweite Maschine gleichzeitig mit der ersten arbeiten ließ. Das läßt sich verhältnismäßig leicht einrichten. In beide Maschinen wurde ein Bogen eingespannt, auf dem die Landkarte bereits vorgedruckt war. Die Maschinen standen miteinander durch Drahtleitungen in Verbindung. Wurde auf der einen eine Taste niedergedrückt, so schlug die gleiche Taste auch auf der andern an. Beide Karten entstanden also gleichzeitig. Sie wurden in allen ihren Einzelheiten vollkommen gleichartig. Dieses Verfahren macht es möglich, zahlreichen Orten von einer einzigen Zentrale aus die Wetterkarte fix und fertig zu liefern. Das dauert, wie die Erprobungen zeigten, im Durchschnitt nur sieben Minuten. Es wird dadurch unnötig, dah in jedem Ort eine besondere Karte hergestellt werden oder dah man warten muh, bis die Karte mit der Post eintrifft, die dann vielleicht schon überholt ist. Auf dem Lande wird man bet dieser Art des Dienstes die Heber» tragung auf Drahtleitungen vorziehen. Für den Flugverkehr wird man die Karten auf die geschilderte Weise den an der Flugstrecke befindlichen Funkstellen übermitteln, die sie also alle zur gleichen Minute erhalten, wo sie in der Zentrale mit der Schreibmaschine niedergeschrieben werden. In dem Augenblick, in dem die Karte die Schreibmaschine der an der Flugstrecke gelegenen Funkstelle verläßt, kann sie sofort in den Fernseher gegeben werden. Don hier aus wird sie drahtlos auf das Flugzeug übertragen. Hm den übrigen Verkehr nicht zu stören, wird man dazu kurze Wellen benützen. Bei den Versuchen mit dem Fernseher im Flugzeug gelang die Hebermittlung der Wetterkarte auf kurzen Wellen vorzüglich. Sie biete* außerdem noch den Vorteil, daß derartige Wellen in reichlicher Menge zur Verfügung stehen, während an längeren Wellen Mangel herrscht. Lockerung -er Wohnungszwangswirtschast. Das Hessische Gesamtministerium hat in einer Dritten Verordnung über die Lockerung der Wohnungszwangswirtschast vom 14. März 1932 folgendes bestimmt: A. wohnungsmangelgeseh. Artikel 1. Die Vorschriften des Wohnungsrnangel- g e s e h e s finden keine Anwendung: 1. auf Wohnungen, deren Friedensmiete beträgt: a) 600 Mark und mehr in den Orten der Ortsklasse A derReichsbesoldungsordnung, b) 500 Mark und mehr in den Orten der Ortsklasse B der Reichsbesoldungsordnung, c) 300 Mark und mehr in den Orten der Ortsklassen C und D der Reichsbesoldungsordnung; •2. auf gewerbliche Räume jeglicher Art; 8. bei Teilung einer Wohnung und bei Ausbau von Gewerberäumen (§§ 33a, 33b des Gesetzes über Mieterschutz uru> Mieteinigungsämter); 4. auf Räume in Gebäuden, die gemeinnützigen Wohnungsunternehmen gehören, sowie Räume, die zur Unterbringung von Angehörigen eines Betriebs von dem Inhaber eines Betriebs errichtet oder vor dem l.Iuli 1918 zu Eigentum erworben oder gemietet sind. Artikel 2. Die Artikel 16 und 17 der hessischen Wohnungsmangelverordnung vom 1. Oktober 1924 werden aufgehoben. B. Gesetz über Mieterschutz und Mieteinigungsämler. Artikel 3. I. Die Vorschriften des Gesetzes über Mieterschutz und Mieteinigungsämter gelten nicht für: 1. Wohnungen, deren Friedensmiete beträgt: a) 1200 Mark und mehr in den Orten der Ortsklasse A der Reichsbesoldungsordnung, b) 900 Mark und mehr in den Orten der Ortsklasse B der Reichsbesoldungsordnung, c) 600 Mark und mehr in den Orten der Ortsklasse C der Reichsbesoldungsordnung, d) 400 Mark und mehr in den Orten der Ortsklasse D derReichsbesoldungsordnung; 2. Geschäftsräume; doch bleiben Geschäftsräume, die Teile einer Wohnung bilden, oder wegen ihres wirtschaftlichen Zusammenhanges mit Wohnräumen zugleich mit solchen vermietet sind, den Vorschriften des unter B genannten Gesetzes unterworfen, wenn die Friedensmiete für die Wohn- und Geschäftsräume zusammen hinter den in Ziffer 1 bezeichneten Grenzen zurückbleibt. II. Für die in Absatz I bezeichneten Mietverhältnisse bleiben die Vorschriften des § 52e des Gesetzes über Mieterschutz und Mieteinigungsämter oufrechterhalten. Artikel 4. l. Die Vorschriften der §§ 1 bis 36 des Gesetzes über Mieterschutz und Mieteinigungsämter gelten nicht: 1. für Reubauten oder durch Llrn- oder Einbauten neu geschaffene Räume, und zwar auch dann nicht, wenn sie mit Zuschüssen aus öffentlichen Mitteln erstellt sind; 2. bei Teilung einer Wohnung oder bei Ausbau von Gewerberäumen; 3. für Llntermietverhältnisse und ähnliche Rechtsverhältnisse. Die Erlaubnis des Der- raieters zur Weiterüberlassung der Mieträume kann nicht durch das Mieteinigungsamt ersetzt werden. II. Eine Prüfung der Aufrechnungsbefugnis des Mieters durch eine besondere Stelle findet nicht mehr statt. Der § 52e Absatz 1 Rr.2 gilt auch für die noch unter Mieterschutz stehenden Mietverhältnisse. C. Relchsmielengeseh. Artikel 5. Die Vorschriften des Reichsmietengesetzes finden keine Anwendung: 1. auf die in Artikel 3 Absatz I Ziffer 1 bezeichneten Wohnungen, 2. auf Geschäftsräume; doch bleiben Geschäftsräume, die Teile einer Wohnung bilden oder wegen ihres wirtschaftlichen Zusammenhanges mit Wohnräumen zugleich mit solchen vermietet sind, den Vorschriften des Reichsmietenge- sehes unterworfen, wenn die Friedensmiete für die Wohn- und Geschäftsräume zusammen hinter den in Artikel 3 Absatz I Ziffer 1 bezeichneten Grenzen zurückbleibt, 3. auf Reubauten oder durch Lim- und Einbauten neu geschaffene Räume, wenn sie nach dem 1. Juli 1918 bezugsfertig geworden sind oder künftig bezugsfertig werden, 4. bei Teilung einer Wohnung und bei Ausbau von Gewerberäumen. Artikel 6. Die Artikel 1 und 4 Msatz II treten mit Wirkung vom 1. Januar 1932, die Artikel 2, 3 und 4 Absatz 1, sowie Artikel 5 mit Wirkung vom 1. April 1932 in Kraft. Artikel 7. Die Zweite Verordnung über die Lockerung der Wohnungszwangswirtschast vom 14. Januar 1931 tritt hinsichtlich der Artikel 1 A und Artikel 3 mit Wirkung vom 1. Januar 1932, im übrigen am 1. April 1932 außer Kraft. SJi.-’fpott Spiele desZugendopfertages. Die Gaumonnschafi verliert in Marburg. Die Elf von Gießen und Wetzlar trat in etwas anderer, als ursprünglich vorgesehener Aufstellung den Marburger Germanen gegenüber. Schmidt hatte abgesagt und man mußte sich zu Umgruppierungen entschließen. (Die Aufstellung lautete nun: Balser; Benner, Benner; Leutheuser, Lippert, Henrich; Haupt Arnold, Wohlgemuth, Wilhelmi, Heilmann.) Die Mannschaft fand sich überraschend schnell zusammen. Das Tor der Gastgeber wurde von Anbeginn an schwer bedrängt, die Gießener trugen einen Angriff nach dem anderen vor das gegnerische Tor, und die Marburger Verteidigung hatte alle Hände voll zu tun. Die Germanen spielten etwas zerfahren, brachten im Sturm überhaupt nichts Richtiges vor sich und mußten sich auf wenige Durchbrüche beschränken. In der 15. Minute lagen die Gäste wieder vor dem Tor; Wohlgemuth schoß, der Tormann ver- mochte aber abzuwehren, im Nachschub sandte jedoch Heilmann entschlossen und unhaltbar ein. Bald darauf, bei einem Durchbruch der Marburger leistete sich' einer der Wetzlarer Verteidiger ein Foul im Strafraum, und der gegebene Elfmeterball wurde verwandelt (1:1). Im weiteren Verlauf des Spieles gelang es Heilmann, auf eine Vorlage von Haupt zum zweitenmal einzusenden. Schon während der ersten Spielhälfte wurden viele Torchancen nicht ausgenützt. Das Treffen konnte zur Pause sehr leicht schon 5:1 stehen. Nach dem Wiederanstoß verschoß Heilmann einen Elsmeterball, der dem Tormann gerade in die Hände ging. In der Folge kamen die Marburger auf, sie fanden sich besser, wurden auch aggressiver während die Gießen-Wetzlarer Verteidigung leichtfertiger wurde. Aus dem Gedränge heraus fiel für die Gastgeber der Ausgleich. Das Spiel ging nun ausgeglichener auf und ab, obwohl eine kleine Feldüberlegenheit der Gießener auch jetzt noch unverkennbar war, die Stürmer brachten aber nichts Rechtes mehr vor das Tor, und wenn einmal auf das Tor geschossen rourbe^ so ging der Ball immer darüber oder daneben. Wilhelmi, wie auch Arnold vergaben sichere Chancen. Den Germanen war es dagegen vergönnt, zwei weitere Erfolge zu buchen, die für sie den Sieg bedeuteten. Die Gießen-Wetzlarer Mannschaft befriedigte im Grunde sehr. Die Läuferreihe arbeitete ausgezeichnet. Lippert war auf dem Posten des Mittelläufers recht tüchtig. Im Sturm gefiel vor allem Heilmann durch seine klare Arbeit, Haupt wie immer gut, Wohlgemuth (Wetzlar) als Sturmführer nicht schlecht. Balser befriedigte auch. Das Spiel wurde fair aus- getragen. AL. Teutonia I — Garbenteich-Steinbach (komb.) 9:3. Der Llugendvpfertag des WSV. brachte in Watzenborn-Steinberg eine spannende Begegnung. Gemeinsam marschierten die 1. Mannschaft von Watzenborn-Steinberg mit der Gastmannschaft Garbenteich-Steinbach (kombiniert) zum Sportplatz. Biele Zuschauer hatten sich eingefunden. Sie erlebten keine Enttäuschung. Es entspann sich ein rassiger Kampf. Die Watzenborn-Steinberger lieferten eines ihrer besten Spiele. Das Spiel begann mit einem flotten Angriff der Gäste. Die Teutonen fanden sich sehr schnell, arbeiteten eine leichte Feldüberlegenheit heraus und erzielten bereits in der 3. Minute den Führungstreffer. Bald erhöhte der Halbrechte auf 2:0. Die Teutonen blieben durch ihr flaches Kombinationsspiel stets tonangebend. Der Sturm erwies sich als sehr durchschlagskräftig. Die Gäste versuchten es daraufhin mit weitmaschigem Flügelspiel, die gegnerische Hintermannschaft stoppte aber die Angriffe immer wieder ab. Zur Pause lautete das Ergebnis 4:1 für die Teutonen. Rach der Pause wurde das an sich schon rasche Tempo weiter verschärft, der Mittelstürmer der Platzmannschaft zeigte wahre Kabinettstückchen. Die Läuferreihe unterstützte ihren Sturm (bei der mit aller Energie geführten Zerstörungsarbeit der kombinierten Mannschaft) mit prächtigen Vorlagen. Während die Teutonen nach der Pause noch fünfmal erfolgreich waren, muhte sich die Gastmannschaft mit nur zwei weiteren Treffern bSgnügen. 9:3 für Wahenborn- Steinbera endete der vom Publikum sehr beifällig oufgenommene Kampf. Der Schiedsrichter Roll amtierte zu aller Zufriedenheit. Wieseck I — Heuchelheim I 4:3. Zum Lkugendopferspiel trafen sich die beiden genannten Mannschaften in Wieseck. Die Gäste erschienen in kompletter Aufstellung, die Platzmannschaft probierte einige junge Kräfte aus. Bei Halbzeit führte Heuchelheim mit 2: 3 Toren. Rach der Pause waren meist die Gastgeber in Front, holten auf und entschieden das Spiel mit 4: 3 Toren für sich. Gau-Krühjahrswaldlauf in Erda. wihmarer Turner belegen die ersten Platze. Der Turnverein „Gut Heil" Wißmar hatte bei dem diesjährigen Gau-Frühjahrs-Waldlaus des Lahn- Dünsberg-Gaues einen besonders großen Erfolg zu verzeichnen. Unter stärkster Konkurrenz errangen in der 3-km-Klasse die Turner Willy B e st, Albin Todt und Willy Becker in der gleichen Reihenfolge die ersten drei Plätze. Außerdem erhielt der Verein den 1. Preis im Mannschaftslauf zugesprochen. In der 2! gröbere YL Ems' treten^ £ in F -icher 3ti[ange !® icsähr eben' Kreits fäkXXü «sgyi •5*5»,Sä iKÄfiS n w®en8toTa6 >»° !in Hund eine gw mherhalbdesDoöes. und schmäler, endete te aussteigen, um bas omanövers nicht zu ,Mir vor ta* ■ ein großes Fragen die geglü-ite DuMr ichbarn meldeten 14. sicher Schadenfreude «He, man rüstete nach lbendesfen. bund zu verbleiben, einem vom Gesamtausschuß bestimmten Untersuchungsausschuß überwiesen. Am Montag wurden die geschäftlichen Beratun- gen beendet. Als nächster Tagungsort wurde einstimmig Dortmund bestimmt. Zum Schluß der Tagung hielt Professor Männer. Wein, heim, forschender des Vereins für Auslandsdeutschtum, einen Vortrag über „Das deutsche Lied im Ausland", der lebhaften Anklang fand. Die Verhaftung des Frankfurter Bankiers Imhäuser. WSA. Frankfurt a. M., 5. April. Zu der Verhaftung des Inhabers der in Liquidation befindlichen Bankfirma Imhäuser & Co.. Dr. Wal- ter Imhäuser, wegen Verdachts Der» botener Devisengeschäfte wird noch be- kannt. daß diese Devisengeschäfte hauptsächlich mit einem Kölner Kaufmann getätigt wurden, der inzwischen flüchtig gegangen sein soll. Vach den bisherigen Ermittlungen handelt es sich um Geschäfte im Werte von einer halben Million. Imhäuser kaufte in der Schweiz deutsche Wertpapiere zu niedrigem Kurse auf und verkaufte sie in Deutschland zu höherem Kurse, wobei er gegen die Devisen- gesehgebung verstieß. Es wird angenommen, daß die weiteren Ermittlungen noch weit umfangreichere derartige Geschäfte aufdecken werden. Oberheffen. Von einem Wildschwein belagert. Die ganze Rächt auf einem Baume zugebrachl. Büdingen, 5. April. (WSR.) Ein gefährliches Abenteuer erlebte dieser Tage ein junger Mann, der abends von hier nach feinem Heimatdorf zu- rückkebren wollte. Im Walde begegnete er einem anscheinend a n g e s ch o s s e n e n Wildschwein, das in wütendem Galopp auf den jungen Mann zukam. Laut um Hilfe rufend ergriff dieser die Flucht, verfolgt von dem gefährlichen Tier. Im letzten Augenblick gelang es dem jungen Mann noch, einen Baum zu erklimmen. Die Hoffnung, daß das Tier nun von der Verfolgung ab- lassen würde, erwies sich aber trügerisch. Die ganze Nacht wußte der Mann auf dem Baume ausharren, bis am andern Morgen Waldarbeiter die Hilferufe hörten und den gefährlichen Belagerer vertreiben konnten. In erschöpftem Zustand wurde der junge Mann vom Baume heruntergeholt und in seine Wohnung gebracht. Landkreis Gießen. X Wieseck, 5. April. Unser Evangelisch- Kirchlicher Frauenverein beging am Sonntag sein zehnjähriges Bestehen. Zur Ausschmückung einer Feierstunde durch Sang und Klang am Vachmittag hatte sich Frau Minna Volzel mit einer Kindergruppe viel Mühe gegeben. An der Gestalt der Maria Madgalena veranschaulichte der Ortsgeistliche die Gabe, von der ein Frauenverein lebt und den Auftrag, in dem er steht. Für den Vorstand des Verbandes hatte die Vorsitzende, Frau Heräus, Offenbach, ein Glückwunschschreiben geschickt, das verlesen wurde. Dom Kreisverband sprach Frau K r e u d e r, Gießen. Die Vamen der verstorbenen sieben Mitglieder wurden unter Glockengeläute verlesen: zur Beschaffung einer zu den gestifteten weihen Antependien passenden Kanzelbekleidung wurde gern gegeben. Den Schlußabend im Vereinssaal verschönten mit musikalischen Darbietungen Erna Oßwald (Klavier), Elli V o h m, Else P a u s ch. Gertrud und Waltraud Völzel, der Frauenchor unter Leitung vdn Philipp Groß. Pfarrer S a t t - l e r gab einen geschichtlichen Rückblick und vertrauensvollen Ausblick und zeigte eine' Licht- bilderrcihe über „Gustav-Adols-Arbeit in Hessen". Bei Kaffee und Kuchen gab es noch eine Verlosung. Beschlossen wurde die Beschickung der Vachdruck verboten! 20. Fortsetzung. Wenn löstet Sctueti werben Roman von J. Schneider-Foerstl. Urheber-Rechtsschutz: Verlag D. Meister, Werdau. „Was soll es sein?" gab sie kühl zurück. „Also zu Weihnachten willst Du um mich anhalten?" „Ja, Kind!" „Im Mai will ich Hochzeit haben! Ich habe mir das immer gewünscht!" „Wie du willst!" sagte er gütig. „Meine Mittagspause ist um!" Mit diesen Worten hob er den Kopf, lächelte, als sie ihn wieder an ihre Brust zurückdrückte und mit begehrenden Lippen auf Mund und Augen küßte. „Wann kommst du wieder? Ich meine für immer, mein Liebes!" „Ich weiß es nicht!" „Nächsten Sonntag?" forschte er. Sie glaubte eine leise Unsicherheit in seiner Stimme zu hören. Die Gedanken kreuzten sich blitzschnell in ihrem Gehirn. „Sonntag nicht!" lehnte sie ab. „Da machen wir eine große Autotour ins Gebirge und kommen nicht vor Dienstag oder Mittwoch zurück." Er nickte und half ihr das Kleid, welches sie etwas zerknüllt hatte, wieder zurechtglätten. „Also, dann uruh ich eben wieder weitcrsehen. mein Kind! Komm gut nach Hause und empfiehl mich deiner Mutter! Sage ihr, bitte, daß alles hier in bester Ordnung ist, und sie beruhigt hleiben kann, so lange sie Lust hat!" „Ich werde es bestellen!" Dann seine Hande zögernd zwischen die ihren nehmend, rang sie sich die Frage ab: „Wo bist du am Sonntag? ..Wahrscheinlich auf Egloffstein. mein Liebes, vorausgesetzt, daß das Wetter gut ist! „Allein?" , v w< „Ganz allein! — Warum fragst du „Ich dachte nur!" Sie bückte sich nach einer Wucherblume und begann oberflächlich eruszu- zählen. „Ein wenig!" sagte sie geringschätzig. „Also auf Wiedersehen, Dieter!" Sie ist nicht wie sonst, dachte er, als er sie noch einmal in die Arme nahm und ihr leises Widerstreben fühlte. Es würde gut sein, wenn sie wieder für immer auf Recklinhausen weilte, und er stets in ihrer Vähe sein konnte. Ehe er nach dem Gutshof einbog, sah er noch einmal nach ihr zurück. Aber er konnte ihr weißes Kleid nicht mehr entdecken. Vielleicht war sie eine Strecke flußab gegangen. Eine eigenartige Beklemmung ließ ihn das Blut etwas langsamer durch die Adern rinnen. Weihnachten war nicht mehr allzu weit Acht Wochen noch, dann war sie vor aller Welt ferne Braut. Im Mai folgte dann die Hochzeit. Er würde das Kapital, das ihm seine Mutter hinter- lassen hatte, auf Recklinhausen anlegen. So kam 25. Hauptversammlung des Verbandes in Darmstadt am 17. April. CO Klein-Linden, 5. Avril. Unter starker Beteiligung der Einwohnerschaft sand am Sonn- tag im Saale der .Deutschen Eiche" ein De- meindeabend der evangelischen Kirchengemeinde statt. Die beiden evangelischen Iugendvereinigungen hatten ein schönes Programm zusammengestellt und sorgfältig vorbereitet. Pfarrer Bremmer begrüßte die zahl- reichen Teilnehmer und stellte den Zweck und die Ziele eines solchen Gemeindeabends dar. Musikalische Darbietungen einer Hauskapelle unterhielten zunächst die Zuhörer, der Singekreis der Iugendvereinigung (Leitung L. Bogel) brachte einige alte geistliche und Volkslieder zum Vortrag. Die Musikkapelle und die jugendlichen Sänger fanden für ihre Darbietungen lebhafte Anerkennung. Den Höhepunkt des Abends bildete die Aufführung eines Theaterstückes, eines Spiele- von deutscher Treue, das die Mitwirkenden vortrefflich Wiedergaben. Die altertümlichen Kostüme, die von den Mitwirkenden selbst hergestellt waren, gaben der Aufführung das besondere Gepräge. Pfarrer Bremmer dankte zum Schluß allen, die sich um die Ausgestaltung des Abends verdient gemacht hatten. * Watzenborn - Steinberg, 5. April. Der Turnverein .G u t H e i I“ Watzenborn-Steinberg (ADT.) hielt am Samstag seine außerordentliche Generalversammlung ab. Die Versammlung galt in der Hauptsache der Vorbereitung der aus Anlaß des 25jährigen Bestehens dem Berein vom Gau Wetterau übertragenen Teran- staltungen. Da- Gaufest und die Gaufahrt 1932 sind dem Verein übertragen worden. Beide Gau- veranstaltungen wurden aus Sparsamkeitsgründen zusammengelegt und sollen am 10. Juli stattfinden. 3n der Versammlung wurden die einzelnen Festausschüsse gewählt. Der Wohnungsausschuß dürfte mit der Unterbringung von 300 Turnern und Turnerinnen eine schwere Aufgabe vor sich haben, man rechnet allerdings damit, daß sich die Bevölkerung auch diesmal bereitfinden wird, den Verein bei dieser Arbeit zu unterstützen. Für den seitherigen Schriftführer Th. Jung wurde im weiteren Verlaufe der Versammlung Karl Harnisch gewählt. Dem ausscheidenden Schriftführer wurde für seine verdienstvolle Arbeit gedankt. Mit einem Appell an die Versammlung, auch weiterhin treu zur Sache und zum Verein zu stehen, fand die Versammlung ihr Ende. s. U t p h e, 5. April. Der älteste männliche Einwohner unseres Dorfes, der Landwirt und Drechsler Georg Friedrich B e l h e r, konnte seinen 91. Geburtstag begehen. Er hat sich bis in sein hohes Greisenalter erstaunliche Gesundheit und Frische bewahrt, obwohl er schon von schweren Schicksalsschlägen betroffen wurde und mehrere erwachsene Cnkellinder ins Grab sinken sah. Er ist auch in der weiteren Umgebung bekannt geworden, als in der Vach» kricgszeit die Spinnräder wieder zu Ehren kamen und man sie ihm zur Instandsetzung brachte: gibt es doch nicht mehr viele Drechsler, die davon noch etwas verstehen. — Eine unserer ältesten Einwohnerinnen, die Landwirtswitwe Sophie Bornmann, feierte vor einigen Tagen ihren 8 5. Geburtstag. Kreis Schotten. # Glashütten, 5. April. Unter großer Beteiligung wurde am Samstag der Polizeidiener i. D. Heinrich Ott, der im 8 5. Lebensjahr verstarb, zu Grabe getragen. Im Juli des vergangenen Jahres war es ihm noch vergönnt, das Jubiläum seiner 50jährigen Amtstätigkeit begehen zu können. Pfarrer H a n st e i n, Oberlais, schilderte in seiner Grabrede den Toten als Menschen, wie als den Beamten. Sine stattliche Anzahl Kränze wurden niedergelegt. Der Gesangverein „Sängerlust-Ein- tracht" verschönte die Trauerfeier mit zwei Grabchören. Wirtschaft. 9/99 Milliarden Sparkaffeneinlagen Ende Februar. Berlin, 5. April. Ende Februar beliefen sich die Sparkasseneinlagen bei den deutschen Sparkasien auf 9 988,73 Millionen RM., gegenüber 9 887,28 Millionen RM. Ende Januar. Der Berichtsmonat weist mithin eine Zunahme um 1 0 1,4 5 ^Millionen RM. auf gegenüber einer Zunahme um 161,41 Millionen RM. im Januar. Im einzelnen betrugen die Einzahlungen 598,90 (Januar 834,4q) Millionen RM., davon aus Aufwertung 52,86 (54,66) Millionen RM. und aus Zinsgutschriften 108,65 (672,98) Millionen RM. Die Depositen., Giro, und Kontokorrenteinlagen betrugen am Ende des Berichtsmonats 1271,20 (1233,25) Millionen RM. Gefchästsstille in Berlin. Dilanzfälschungrn im Kreuger-Kon-em sestgcstellt. Berlin, 6. April. (WTB. Funkspruch.) Die Bilanzfälschungenim Kreuger-Kon- zern hinterließen an der Börse einen ziemlich starken Eindruck, obwohl bereits gestern mit Ueberraschungen in dieser Angelegenheit gerechnet wurde. Zwar wird der Berliner Platz kaum in stärkerem Maße direkt in Mitleidenschaft gezogen werden, aber die Tatsache, daß ein Weltwirtschaftsführer wie Kreuger zu solchen Mitteln gegriffen hat, um zum Ziele zu kommen, muh naturgemäß die Stimmung stark beeinflussen. Während der Vormittagsstunden rechnete man auch mit größeren Kursrückgängen, zumal die gestrige Veuyorker Börse ausgesprochen flau lag und das an sich schon darniederliegende Kursniveau eine neue Senkung um 1 bis 5 Dollar erfahren hatte. Zu Beginn des Verkehrs zeigte sich aber deutlich, daß sich die Vorgänge infolge der Geschäftsstille kaum auswirken können, jedenfalls ergaben sich keine größeren Verluste. Lediglich Svenska, die aber jetzt außerhalb der Allgemeintendenz stehen, gingen um etwa 3,50 Mark zurück. Die Spekulation neigte aus rein markt- technischen Gründen eher zu Deckungen und kleinen Rückkäufen, da einerseits die Wiederaufnahme der amtlichen Kursfeststellung unmittelbar be- vorsteht, und man sich anderseits mit den Maßnahmen des Vörsenvorstandes bezüglich der Regelung der Wiedereröffnung recht zufrieden zeigt. Insbesondere begrüßt man, daß Exekutionen auch weiter verboten sind und daß Kompensationskurse, die ohne tatsächliche Umsätze sestgestellt werden, nicht erlaubt sein werden. Eine weitere Anregung war darin gegeben, daß die befürchtete Rotverordnung über den Effektenhandel mit dem Auslande nun doch nichtergehen soll und damit der Börse ein wesentlicher Teil des Geschäftes, nämlich die Tauschoperationen mit dem Auslande, erhalten bleiben wird. Hebet den üblichen Rahmen von 1 Prozent waren Barmer Bankverein um 3 Prozent, Chade um 2 Mark, I.-G.-Chernie-Basel um 2 Prozent gedrückt. Im Verlaufe bröckelten die Kurse leicht ab. Vur Gelsenkirchen holten ihren Anfangsverlust von etwa 1 Prozent wieder auf. Auch Farben zeigten nach schwächerer Eröffnung etwas freundlichere Veranlagung. Zellstoff Waldhof gaben heute um insgesamt etwa 2 Prozent nach. Der Pfandbriefmarkt zeigte durchweg schwächeres Aussehen. Deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen gaben gleichzeitig nach. Geld weiter erleichtert, Tagesgeld war 6,25 Prozent und darüber. Frankfurt schwach und sehr still. Frankfurt a. M., 6. April. (WTB. Draht - meldung.) Tendenz: schwach. Die heutige Börse eröffnete in überwiegend schwacher Tendenz. Die Unsicherheit der innerpolitischen Lage hemmt jede Unternehmungslust. Es fehlten auch heute wieder Kaufaufträge des Publikums. Infolge der flauen gestrigen Veuyorker Börse, sowie der schwachen Haltung der deutschen Werte an den Auslandsbörsen nahm die Spekulation in Verbindung mit verschiedenen Verkaufsorders Abgaben vor, die tei der Enge deS Marktes einen merklichen Druck auf die Kurse ausübten. Gegen die Abendbörse lagen alle Marktgebiete etwas schwächer. Verhältnismäßig widerstandssähig lagen Schissahrts- und Montanwerke. Letztere gaben vereinzelt etwa 0,50 Prozent nach. IG. verloren etwa 1,25 Prozent und IG -Chemie Basel weitere 2 Prozent. Scheideanstalt blieben nach wie vor gut gehalten. Am Glektrvmarkt betrugen die Kursrückgänge durchweg 1 Prozent. Kunstseide- und Kaliaktien gaben ebenfalls um 1 Proz. nach. Am Dankenmarkt lagen sowohl Reichsbank, als auch private Bankaktien überwiegend 1 Prozent nichtiger. Hypothekenbankwerte blieben unverändert. Von Auslandsaktien verloren Svenska auf die Dilanzfälschungen irnKreuger- konzern 3,50 Prozent zirka, Chade gingen um 1 Mk. zurück. An den Vebenmürkten ruhte daS Geschält vollkommen. Am Rentenmarkt war das Geschäft schleppend. Altbesitz und Reichsschuld- buchforderungen verloren je 0,50 Prozent. Reichsbahnvorzugsaktien blieben knapp gehalten. Lediglich die Werte der Preußischen LandeSpsandbrief- anftalt konnten sich gut behaupten. Liquidationspfandbriefe waren unverändert. Don Industrieobligationen waren Stahlverein offeriert, Far- ben-Bvnds lagen 0,50 Prozent nichtiger. Auslands reuten blieben ohne Umsatz. Im Verlaufe war das Geschäft sehr ruhig, doch blieben die Kurse gut behauptet. IG. zogen etwa 0,25 Prozent an. Am Geldmarkt war die Lage sehr leicht, Tagesgeld wurde um 0,50 auf 5,25 Prozent ermäßigt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 6. April. Es wurden notiert: Weizen 262,50 bis 265 Mk., Roggen 225. Sommergerste (für Brauzwecke) 190 bis 200, Hafer (inländischer) 162,50 bis 170 Mk. pro Tonne: Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0, mit Austausehweizen) 39,25 bis 40,25. (Sonder- rnahlung) 37,50 bis 38,50, (niederrheinischeS, mit Austauschweizen) 39,25 bis 40, (Sondermahlung) 37,50 bis 38,25, Roggenmehl 29,25 bis 30,50, Weizenkleie 10,50, Roggenkleie 11 Mk. pro Doppelzentner. — Tendenz: Stetig. Deal cnmarll Berlin — Jrantfurt a. M. 5 April 6. April Amilickie Jlolltrunq Amillchc Notierung Meld Srlcl Geld »riti Heljingsoe» . 7,293 7,387 7,283 7,297 Wien. . . 49,95 50,05 49,95 50,05 Prag . . . 12,465 12,485 12,465 12,485 Budapest . . 56,94 67,06 56,94 57,06 Sofia . . . 3,057 3,063 3.057 3,063 Holland . . 170,28 170,62 170,43 170,77 C810 . . . . 83,12 83,28 83,12 83.28 Kopenhagen. 87,11 87,29 87,11 87.29 Stockholm 85,31 85,49 85,11 85.29 London. . . 15,85 15,89 15,87 15,91 Buenos Aires 1,068 1,072 1,068 1,072 Neunork 4,209 4,217 4,209 4,217 Brüffei. . 58,84 58,96 58,84 58,96 Italien. . . 21,72 21,76 21,72 21,76 Paris . . . 16,57 16,61 16,60 16,64 Schweiz . . 81,67 81,83 81,74 81.90 Spanien . . 31,92 31,98 31,92 31.98 Danzig . . 82,47 82,63 82,44 82.58 Japan . . 1,399 1,401 1,389 1.391 Rio de Jan.. 0,256 0,258 0,256 0,258 Jugoslawien. 7,413 7,427 7,413 7,427 diilaboo . . 14,39 14,41 14,39 14,41 Taten für Mittwoch, 6. April. 1520: der Maler Raffael Santi in Rom gestorben; — 1834: der Dichter Emanuel Geibel in Lübeck gestorben. er doch wenigstens nicht mit leeren Händen und brauchte nicht darüber zu erröten, daß er eine der Recklinhausenschen Töchter um ihres Erbes wegen zur Frau begehrt hatte. Ganz in Zukunftsträume versunken, ging er mit dem Iunglnecht nach dem Walde hinüber, um die Fichtenschonungen zu besichtigen. An seiner Seite aber schritt ungesehen das Verhängnis, das schon in der nächsten Stunde über ihn hereinbrechen sollte. Suse stand vor Malnows Türe und hatte die Hand bereits auf den Drücker gelegt. „Es ist häßlich! Es ist niederträchtig! Ganz unerhört gemein ist das, was ich tun will!" beschuldigte sie sich selbst. Aber das Verlangen, Gewißheit zu bekommen, überwog alle edleren Gefühle in ihr. Sie hatte Dieter nach dem Walde gehen und in die Richtung nach den Pflanzungen hin verschwinden sehen. Da kam er vor dem Abend nicht zurück. Es blieb also genügend Zeit. Sie brauchte nicht zu fürchten, von ihm überrascht zu werden. Sie drückte die Klinke nieder und erschrak. Er hatte versperrt. Auf dem gleichen Flur schlief auch noch Settermann. Dessen Schlüssel steckte. Vielleicht paßte er. Sie atmete auf, als ihre Vermutung sich als richtig erwies. Wieder wie das erstemal, als sie zu ihm gekommen war, empfand sie die Aermlichkeit der Wohnung beschämend. Sie hatte ganz darauf vergessen, für etwas Bequemlichkeit zu sorgen. Wenn sie zurückkam, würde sie das sofort nachholen. Jetzt wollte sie nichts, als einen Blick auf seinen Schreibtisch werfen. Wenn Dieter schuldlos ist, werde ich alles durch zehn- und zwanzigfache Liebe gutzumachen suchen, beschwichtigte sie ihr mahnendes Gewissen. Die mit grünem Filz bezogene Platte war fast leer. Ein paar Zeitungen! Das Ausgabebuch! Ein Band Lessing, dazwischen das Bild einer vornehmen, distinguierten Same mit einem stillen, gütigen Augenpaar. Sas mochte seine Mutter sein, ilnb daneben ein eingefangener Brief. Ihre Finger zitterten, als sie den Bogen aufnahm. „Mein kleiner Liebling! Wie ich mich freue, daß Du nun wieder wohlauf bist, mein Dorli! Hast Du den Ball, den ich für Dich abschicken lieft, erhalten? Ich habe mir Sorge gemacht, daft der grofte Spaziergang vergangenen Sonntag doch zu weit für Deine kleinen Füßchen war. Wenn ich diesmal komme — wahrscheinlich am Samstag — wollen wir an den Starnberger See. Du und ich ganz allein, mein Kleines. Damit Du das tote Mütterchen grüßen kannst, wollen wir zuerst ihr Grab besuchen und dann uns ein wenig im Tierpark umsehen. Das hast Du Dir doch das letztemal gewünscht, mein Liebling. Zu Weihnachten hole ich mir eine siebe, blonde Frau! Die wird Dir barm das tote Mütterchen ersehen, mein Kind. Vielleicht erlaubt sie, daß ich Dich hierherbtinge und dann können wir immer beisammen fein.“ Hier brachen die Zeilen ab. Dieter hatte wahrscheinlich den Dries nicht fertigschreiben können und die Absendung also verschieben müssen. Vor Suses Augen flimmerte es ganze Wolkenberge, die allmählich das kleine Zimmer füllten, daß sie haltsuchend gegen den Aufsatz des Schreibtisches taumelte. Also doch! — Belogen hatte er fiel Hinter- gangen! Geschworen, daft sie das Einzige sei, das er liebe! Und schrieb an fein Kind, dessen Mutter er wahrscheinlich geheiratet hätte, wenn diese nicht zufällig gestorben wäre, ilnb sie war die Vachsolaerin dieser anderen. Die Vachfolgerin! Sie siel in Den Stuhl am Schreibtisch, wühlte das Gesicht in die Arme und weinte aus Schmerz, Zorn, Ekel und einer wilden Verzweiflung heraus. Das Kind — schlieftlich konnte die Kleine ja nichts dafür, daß sie am Leben war. Aber er! — So niederträchtig verlogen zu fein, sich vor sie hinzustellen und zu behaupten, es habe sonst niemand Rechte an ihn, als sie allein! Das war mehr, als sie ertragen konnte. Die Tränen rannen ihr noch immer über die Wangen. So ein Feigling war er! Vicht einmal den Mut des Bekennens und einer ehrlichen Deichte seiner Vergangenheit zu finden! Sie hatte eigentlich genug jetzt und wußte, woran sie war, und was sie hatte wissen wollen. Trotzdem suchten ihre Finger nochmal über die Platte hin nach den wenigen Driesen, die darauf verstreut lagen. Ein Lichtbild kam ihr in die Hand. Ein Kindergesichtchen, ganz von blondem Gelock umrahmt, sah ihr entgegen. Wie ähnlich die Kleine ihm war. Wenn sie noch einen Zweifel getragen hätte, nun wäre er restlos geschwunden. Auf der Rückseite stand mit ungeübter Handschrift: „Dein Dorli!" Zugleich flog ein Zettel aus dem Kuvert: „Sehr geehrter Herr Malnow! Machen Die sich keine Sorge mehr um das Kind. Das Dorli ist seit heute morgen fieberfrei Sie hat große Sehnsucht nach Ihnen und es wird ihre höchste Freude sein, wenn Sie den Sonntag wieder mit ihr verbringen. Die arme Tote wird es Ihnen gewiß danken und es Ihnen mit ihrem Segen vergelten, was Sie an ihrem Kinde tun. Es ist ja das gleiche Blut, das in Ihnen beiden fließt. In vorzüglicher Wertschätzung Schwester Gertraud." Das gleiche Dlut, das in Ihnen beiden flieftl --Suses Füße wurden schwer wie Dlei. Sie weinte nicht mehr. Aber es war ein tiefer Schmerz, der ihr die Kehle zusammenpreftte. Er hat mich belogen! Er hätte mir davon sagen müssen. Es war niederträchtig und gemein, dieses Geständnis bis nach der Hochzeit zu verschieben. Wenn er ehrlich gewesen wäre, vielleicht hätte sie sogar verziehen! Ganz sicher hätte sie vergeben, auch wenn es noch so schwer gewesen wäre. Aber so--- Durch die nur leicht angelernten Fenster spielte die Vachmittagssonne und ließ flimmernde Kreise auf dem weiften Dretterboden tanzen. Run begriff sie auch, warum er so spartanisch zu leben gezwungen war. Er mußte für das Kind sorgen. Aus diese Weise verbot sich von selbst jeder Luxus und das Sehnen nach eigener Bequemlichkeit. Eigentlich geschah es ihm recht! Als sie draußen im Hofe das Rattern eines Motors hörte, schrak sie auf. Sie mußte sich erst besinnen, daß sie dem Chauffeur Auftrag gegeben hatte, um drei Uhr den Wagen bereit zu halten. Und dann hörte sie eine Stimme, die ihr das Blut durch den Körper jagte. Malnow war, um sie noch einmal zu sehen, aus dem Walde zurückgekommen. Wie jetzt entrinnen? — Sie horte seinen Schritt übet das gestampfte Pflaster gehen und sich dem Hause nähern. Gerechter Gott, bewahre mich vor der Schande, daß er mich hier sindet, bat sie verzweifelt. Alles, nur baß — baß durste ihr nicht werden. Da ächzten auch schon die Dielen im Flur unter seinen schweren Stiefeln. Suse schnellte mit letzter Geistesgegenwart vom Stuhl auf, flüchtete in fein Schlafzimmer und drückte gerade die Klinke herab, als Dieter die Türe zum Wohnzimmer öffnete. Er glaubte sich mit Gewißheit entsinnen zu können, daß er versperrt hatte, aber es mußte wohl ein Irrtum sein. Set Schlüssel steckte. An seinen Schreibtisch tretend, überraschte ihn die Unordnung, die auf demselben herrschte. Möglicherweise, daß et das heute mittag selbst verschuldet hatte. Et war so kopflos gewesen und hatte solche Eile gehabt, zu Suse zu kommen. Malnow hatte keine Ahnung, daß Suse un Zimmer nebenan gegen die Wand gelehnt stand und ein Gesicht zeigte, das keinen Tropfen Blutes mehr trug. Ihr Blut schlug in Wirbeln: Was tue ich, wenn er kommt?-- Da ging draußen die Türe wieder in den Angeln. Ein Schlüssel wurde gedtehl „Gefangen!" dachte sie und fühlte es trotzdem als eine Erlösung, daß alles so gnäbig Dorübergegangen war. Ihr Gehirn begann ungesäumt nach einem Ausweg zu suchen, der es ihr ermöglichte, von hier wegzukommen. Sie spähte nach dem Fenster. Es wat vergittert und eine Flucht also unmöglich. Die beiden anderen in seinem Wohnzimmer waten ohne Eisenstäbe, aber sie gingen bireft nach dem Hose. Es war unmöglich, ohne gesehen zu werden, ins Freie zu kommen. „Mein Gott, was tun?“ Es klang wie ein Gebet, das sie angsterfüllt zum Himmel schickte. (Fortsetzung folgt.) MMME MW ».81' $S'; ötE'Fl Aonatr-V L<,»»> ?;.< infolge rW‘": X poftsch^ $ronffDr,am Eines dieser Deichs) rer Bed bleibt ■ schlossen lichen QIu gedeckt Deichsbau dor allem Glaubens Deichsmar Dresden i gar teil der Sinnt ist das c name si halt« die S69' sprechung^ tvackelt Mark ii würde ü untersj harten Qj einmal alles 0 Glückliche in dem Mann qc swht uni größten nen" be' ?°mplizj. L°ges ni ^teichsp^ gegeben k Kon oo nino. bt schwei s>andlun den. 2Hc Dinge et «inen Jü(f|d darüber «Olt bi; "'enschlj, Cn‘ld) Erfurt.< -H 2682C Prima Ware! Haarfixativ, große Tube Kämme, schwarz, groß . Kämme für Herren .... Rasierpinsel, vulkanisiert und mit Eisenring...... Rasiercreme, große Tuben Rasierseife, in Stangen. . . Zahnbürste, beste Qualität Schrubber, für Stiel Seifbürsten....... 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Fischhaus,Cuxhaven1 Marktstraße 23 -wwA Telefon 2417 Micenstraße (Abstimmungsbezirk Nr. 18), Alter Rödgcr Weg (15), Alter Schiffen- berger Weg (13), Am Kugelberg (14), Am Nahrungsberg (11), Am Pfarrgarten (5), Am Riegelpfad (10), Am Rodtberg (4), Am Steg (8), Am Weiher (8), Am Wingert (4), Am Zollstock (7), An den Bahnhöfen (6), An der Hardt (3), An der Johanneskirche (18), An der Kaserne (14>, An der Kläranlage (6), An der Margaretenhütte (6), Anneröder Weg (14), Arndtstraße (8), Asterweg (2), Auf der Back) (1), Auf der Weißerde (9), Aulweg (9), Bahnhofstraße (6), Beethovenstraße (8), Bergstraße (11), Bismarckstraße (13), Bleichstraße (12), Böck- . linstraße (4), Boothausstraße (3), Brandgasse (16), Brandplatz (16), Braugasse (16), Bruchstrabe (11), Buchnerstraße (8), Budde- 'straße (7), Bückingstraße (4), Burggrabcn (1), Cranachstraßc (4), Crcdnerstraße (8), Dammstraße (2), Diezsttaße (16), Doering- straße (14), Dreihäusergasse (16), Dürer- straße (4), Ebelstraße (9), Ederstraße (2), Eichwcq (13), Erdkautcrweg (9), Erlengasse (16), Feuerbachstraße (4), Fichtcstraße (8), Flugplatz (14), Frankfurter Straße (7), Freiligrathstraße (8), Friedensstraße (14), Friedhossallec (4), Friedrichstraße (7), Gabelsbergerstraße (5), Gaffkystraße (8), Gartenstraße (11), Georg-Philipp-Gaü- Straße (11), Glaubrechtstraße (8), Glei- berger Weg (3), Gnauthstraße (12),Goethe- stra'ße (12), Grabenstraße (6), Großer Stein- weg (13), Grünberger Straße (14), Gün- thersgraben (10), Gutenbergstraße (13), Gutflcischstraße (15), Händelstraße (8), Hammstraße (5), Haydnstraße (8), Heegstrauchsweg (13), Henselstraße.(12), Herrn- wald (Gemarkung) (13), Hessenstraße (13), Heyerweg (14), Hillebrandstraße(8), Hinter den Schießgärten (3), Hinter der Westanlage (6), Hochweg (8), Hofmannstraße (8), Holbeinstraße (4), Hollerweg (7), Hundsgasse (1), Jheringstraße (9), Im Gartfeld (2), In den Eichgärten (13), In der Schwarzlach (4), Johannesstraße (18), Kaiserallee (15), Kanzleiberg (16), Kapla- neigasse (16), Kaplansgasse (18), Katharinengasse (18), Keplerstraßc (13), Kirchen- platz (1), Kirchstraße (1), Kleine Mühlgas,e (5), Klinikstraße (8), Körnerstraße (8), Kornblumengasse (5), Kreuzplatz (17), Kros- dorfer Straße (3), Lahnstraße (5), Landgrafenstraße (16), Landgraf-Philipp-Platz (16), Landmannstraße (11), Leihgesterner Weg mit Bergwerk (7), Lessingstraße (12), Licher Straße (14), Liebigstraße (9), Linden- gasse (1), Lindenplatz (1), In Löbers Hos (5), Löberftraße (11), Löwengasse (17), Lonystraße (12), Ludwigsplatz (10), Lud- wigstraße (10), Mäusburg (17), Mmgasse (17), Marburger Straße (4), Marktlaubenstraße (16), Marktplatz (1), Marktstraße (1), Menzelstraße (4), Mittelweg (8), Moltke- straße (15), Mühlstraße (5), Neuen Baue (16), Neuenweg (18), Neustadt (5), Nord- onlage (3), Ostanlage (15), Plockstraße (18), Fritz-Reuter-Straße (8), Rittergasse (17), Rodheimer Straße (3), Rodhohl (7), Rod- gener Straße mit Flughafen (14), Röntgenstraße (10), Roonstraße (13), Sandgasse (5), Sandkauterweg (9), Schanzenstraße (5), Schiffenberg (Gemarkung) (13), Schifsen- berger Weg (13), Schillerstraße (2), Scblacht- hofstraße (3), Schloßgasse (16), Schottstraße (3), Schubertstraße (8), Schützenstraße (3), Schulstraße (16), Seltersweg (17), Senckenbergstraße (16), Sonnenstraße (16), Spitzwegstraße (4), Steinstraße (4), Stephanstraße (11), Studentensteg (9), Eüdanlage (18), Teufelslustgärtchen (17), Thaerstraße (8), Thomastraße (4), Tiefen- weg (5), Trillergasse (16), Uhlandstraße (8), Karl-Vogt-Straße (11), Wagengasse (16), Richard-Wagner-Straße (11), Walltorstraße (1), Wartweg (10), Weidengasse (16), Welckerstraße (9), Weserstraße (2), West- onlage (6), Wettergasse (17), Wetzlarer Weg (8), Wetzsteingasse (1), Wetzsteinstraße (1), Wiesecker Weg (4), Wiesenstraße (15), Wilhelmstraße (10), Wilsonstraße (9), Wiß- marer Weg (4), Wolfstroße (11), Wolkengasse (17), Zeppelinstraße (15), Zozels- gasse (1), Zu den Mühlen (3). Für den Abstimmungsbezirk 1 befindet sich der Wahlraum im Alten Rathaus, Marktplatz 14, Trauungs- saal; Wahlvorsteher: Gewerkschaftsangestellter Wilhelm Mundt; Stellvertreter: Kaufmann Hugo Rausch; 2 in der Studienanstalt, Nordanlage 28, Schülsaal Nr. 48; Wahlvorsteher: Fabrikant Carl Müller, Stellvertreter: Prokurist Richard Hünig; 3 im Schulhaus Kirchstraße 16 (früher Gewerbehaus), Saal 5, Erdgeschoß; Wahlvorsteher: Reichsbahnobersekretär Hans Althaus; Stellvertreter: Kaufmann Hans Happel; 4 in der Schillerschule, Schillerstraße 8, Saal 8, Erdgeschoß (Eingang von der Rückseite); Wahlvorsteher: Berufsschullehrer August Wehrheim; Stellvertreter Kaufmann Eduard Gondner; 5 in der Pestalozzischule (Stadtknaben- sckule) Nordanlage 18 (Lehrerzimmer); Wahlvorsteher: Kaufmann Andreas Rei- ning; Stellvertreter: Sparlasseninspektor Hermann Weigel; 6 in oer Goetheschule (Bezirksschule), Westanlage 43 (Turnhalle); Wahlvorsteher: Hausverwalter Johann Loh; Stellvertreter: Verwaltungssekretär Arthur Meirich; 7 in der Alten Klinik, Liebigstraße 16, Saal 20 (1. Stock), Eingang Hauptportal; Wahlvorsteher: Schreinermstr. Friedrich Lenz; Stellvertreter: Reichs- bankrat Karl Bender; 8 in der Alten Klinik, Liebigstraße 16, Saal 7 (Erdgeschoß), Eingang rechter Flügel; Wahlvorsteher: Bankbeamter Tcheo Weber; Stellvertreter: Kaufmann Friedrich Hirsch; Bekanntmachung. Betrifft: Oie Wahl des Reichspräsidenten (II Wahlgang) am 10.April19Ä2 Für die Wahl des Reichspräsidenten ist die Stadt Gießen mit Gemarkung Schiffenberg und Herrnwald in folgende Abstimmungsbezirke eingeteilt: Abstimmungsbezirk: Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Orthopädische Universitätsklinik, Heilstätte „Seltersberg", Lupusheilstätte, Universitätsklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Universitäts-Nervenklinik, Universitäts-Frauenklinik mit Entbindungsanstalt, Medizinische Universitätsklinik; Wahlvorsteher: Kaufmann Heinrich Wagener; Stellvertreter: Vcrwaltungssekretär Wilhelm Schmitt; Ab stimmungsbezirk:Evang. Schwesternhaus, Kath. Schwesternhaus, Provinzial- Pflegeanstalt, Chirurgische Universitätsklinik, Universitäts-Augenklinik; Wahlvorsteher : Kaufmann Hermann Müller; Stellvertreter: Wärter Hch. Sinnigsohn. Drowe gehl mit Beachten Sie dieses Angebot. Gruppe A. Toilette-Artikel: Toilette-Seife, 150 g schwere Stücke, 18-4 Toilette-Seife, 220 g schwere Stücke, 254 Glycerin-Seife, 120 g schwere Stücke, 25-z KölnischWasser.VsFlasche I eig.Her- 95 4 KölnischWasser.'AFlasche | Stellung 554 Ludwig Hebermehl; Stellvertreter: Kaufmann Hermann Weicker; im Realgymnasium, Ludwigstraße 11 (Turnhalle); Wahlvorsteher: Kaufmann Ludwig Lembke; Stellvertreter: Lehrer Wilhelm Ulmer; im Stadthaus, Bergstraße 20 (früher Steins Garten), Zimmer Nr. 6; Wahl- Vorsteher: Studienrat Dr. Phil. Rudolf Blank: Stellvertreter: Krankenkasse- beamter Hermann Wölfer; im Gymnasium, Südanlagc 6 (Erdgeschoß); Wahlvorsteher: Verwaltungsobersekretär Heinrich Winnen; Stellvertreter: Geschäftsführer P. Gurenkofs; in der Oberrealschule, Stephanstraße 12 Schulsaal Nr. 8 (Erdgeschoß); Wahlvorsteher: Turnlehrer Rudolf Paul; Stellvertreter: Oberreallehrer Richard Appel; im Verwaltungsgebäude der Provinzialpflegeanstalt, Licher Straße 74, (Erdgeschoß); Wahlvorsteher: Arbeitsvermittler Joseph Maier; Stellvertr.: Eisenbahnobersekretär i.R. Max Deträe; im Justizgebäude, Ostanlage 15, Saal Nr. 18 (Strafkammersaal, im Erdgeschoß), Eingang Südseite; Wahlvorsteher: Bankbeamter Alois Hofmann; Stellvertreter: Schneidermeister Heinrich Wagenbach; im Regierungsgebäude, Landgraf-Phi- lipp-Platz 3, Sitzungssaal; Wahlvorsteher: Geschäftsführer Heinrich Rau; Stellvertreter: Kaufmann Aug. Balzer; im Stadthaus Gartenstraße 2 (Altes Bürgermeistereigebäude), Zimmer 16 (1. Stock); Wahlvorsteher: Kaufmann Otto Georg; Stellvertreter: Kaufmann Karl Marth; im Stadthaus Gartenstraße 2 (Altes Bürgermeistereigebäude), Zimmer 7 (Erdgeschoß); Wahlvorsteher: Rechtsanwalt Paul Homberger; Stellvertr.: Kaufmann Bernhard Blümig. Putzlumpen,best.Qual,großes Tuch, 454 Sehr geehrte Hausfrau! Bei diesen Artikeln handelt es sich nur um gute Qualitäten, die Sie unbesorgt kaufen können. Sie sparen Geld und haben in meinem Geschäft den Vorzug, von gutem Fachpersonal aufmerksamst bedient zu werden. Geben Sie mir deshalb auch beim Einkauf dieser Artikel den Vorzug. Meine Schaufensterauslag. zeigen Ihnen die angebotenen Artikel. Drogerie Winterholl Für die in den Kliniken, Kranken- und Pflegcanstalten nsw. untergebrachten Wahlberechtigte«, die keinen Wahlraum außerhalb der Anstalt aufsuchen können, ind folgende Wahlbezirke gebildet worden: Der Wahlvorstand wird in den Anstalten die Stimmen (gegen Abgabe eines Stimmcheines) entgegennehmen. Die Wahlhandlung (Abstimmung) findet am Sonntag, dem 10. April 1932 ununter- brochen von 9 bis 18 Uhr statt. Zur Stimmabgabe dürfen nur amtlich herge- stellte Stimmzettel, die alle zugelassenen Wahlvorschläge enthalten und ausschließlich im Wahllokal zur Ausgabe kommen, verwendet werden. Die Stimmabgabe geschieht in der Weise, daß der Wahlberechtigte durch ein Kreuz, das er in den auf dem Stimmzettel aufgedruckten kleinen Kreis setzt, oder durch Unterstreichen oder in sonst erkennbarer Weise kenntlich macht, welchem Anwärter er seine Stimme geben will. Die amtlichen Stimmzettel enthalten ferner ein freies Feld, in das der Stimmberechtigte einen anderen Anwärter eintragen kann, wenn er keinem der Vorgeschlagenen seine Stimme geben will. Stimmzettel, die mit sonstigen Vermerken oder mit Vorbehalten versehen sind, sowie nicht amtlich hergestellte Stimmzettel sind ungültig. Wenn auch der Wahlberechtigte in der Art der Kennzeichnung des Wahlvorschlags freie Wahl hat, so empfiehlt es sich doch zur Vermeidung einer Ungültig- erllärung, die Kennzeichnung nur durch ein Kreuz in den Kreis des Wahlvorschlags, dem man seine Stimme geben will, vorzunehmen. Die Ausgabe der amtlichen Stimmzettel erfolgt am Wahltage im Wahlraum unter gleichzeitiger Aushändigung eines amtlichen Wahlumschlags. Stimmscheine, die nach § 9 der Reichsstimmordnung für besondere Anlässe ausgestellt werden (z. B. wenn sich ein Wähler, der in die Wahlkartei eingetragen ist, am Wahltage während der Wahlzeit auS zwingenden Gründen außerhalb seines Wahlbezirks aushält), können nur noch bis einschließlich Samstag, den 9. April 1932, 17 Uhr, beim städtischen Wahlamt — Stadthaus Bergstraße 20, Zimmer Nr.13 — beantragt werden. Die Entgegennahme der Stimmscheine hat durch die Wahlberechtigten selbst zu geschehen. Sind dritte Personen mit der Entgegennahme eines Stimmscheins beauftragt, so haben sich diese durch Vorlage einer Vollmacht des Wahlberechtigten auszuweisen. Bei der Wahlhandlung selbst HUft der Wähler das Wahlgeschäst erleichtern, wenn er beim Aufsuchen seines Namens in der Wahlkartei zuerst Straße und Hausnummer seiner Wohnung und dann Familien- und Vorname nennt. Es ist untersagt, im Wahlraum oder in dessen Zu- oder Eingängen Plakate irgendwelcher Art (Wahlaufrufe usw.) aufzuhängen. Das Wahlergebnis für den 19. und 20. Wahlbezirk (Kliniken, Kranken- und Pflegeanstalten) wird nach beendeter Wahl- GiehenerStauilengäitnerei Ans allen Jahreaielten die schönst. Standen Nach meiner Wahl 10 Stück.......3.50 20 Stück.......6.00 Alle Einzel-Stauden in bester Qualität. Für den Steingarten die reizenden, dankbaren Fels-Stauden in reicher Auswahl: 10 Stück.....3.(X) 20 Stück.....5.00 30 Stück.....7.50 Ferner Koniferen, Ziersträucher, Flieder, Busch-, Rank- und Hochstamm - Rosen. 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