e N rjum 9"i|d|tn Si*.g„ reifes. 5*5?;? toir ^nen im Ebenen Beiner- $OtQn^[äge Obrer er. ' Staatsmann und des Kreises. eplember 1932 - 1932 — teilen wir 5 Wien Sorti- !Wid)nete Werk °Sb°chalt Gtolberq' ezchn. her. tei. eher für die @emnt= verpflichte!. diener der Gemeinde cf 0 c - Z ä iS ? ö s A Cf .M s<" -k • ,'Af -S§S LLZ S§^ r- 6 £ e-.P Zs^. -LZ- - - -ZZ ;Zz S-- ??* ty gfä ß Mt ' Va sp 2 5 s> s-L«. •i.. ZK^s" 3 s ä-?3 L -53*ps* tss . sj > 5 -> <5 ALZ-AL.- • 5.' Se A v 2.3*35 3 2 r« o 3.5 _ r. /ApZ-^s 5 5 i 5- 1 05» 23 S 3^3 - vS-Zö^ c£ *f #0 > O W6'A^> nr. 261 AvübauSsabe 182. Zahrgang Samstag, 5. November 1932 Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte (Biebener Familienblätter Heimat >m Bild Die Scholle Monatr-Vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 180 Zustellgebühr .. „ - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten- Anzeiger Sietzen. Postscheckkonto: Frankfurt am Alain 11686. Siebener ?In,teiger General-Anzeiger für Oberheffen vnick und Verlag: vrühINche Universiläts-Vllch. und Steinbruderei n. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Sefchäftrftelle: SchuNtratze 7. Annahme von Anzeigen für die 'Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Or H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil i. V. TH.Kümmel sämtlich in (Bienen. (ebunr, der wirtschaft, die Fracht- mengen der Eisenbahn steigen, die Stromentnahme der großen Elektrizitätswerke vermehrt sich. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt seit langem zum erstenmal. Das Programm arbeitet, und wenn diese Verhetzung der letzten Wochen Berlin, 4. November (WTB.) Reichskanzler d. Papen hielt im Rundfunk eine Ansprache, in der er u. a. folgendes ausführte: „Meine deutschen Landsleute! Der Wahlkampf nähert sich dem Ende. Da ist es Aufgabe des verantwortlichen Staatsmannes, dem deutlichen Volke noch einmal ein klares Bild der Lage und feiner Zukunft zu geben. Tiefste Trauer muß die Brust jedes Patrioten erfüllen, wenn er die geistige Zerr issenheit feines Volkes sieht, tiefste Trauer, wenn er sieht, wie Haß und Verleumdung, Lüge und Ehrabschneidung tiefe Furchen durch die deutsche Volksseele ziehen, und das alles in einem Augenblick, wo nationale Sammlung höchstes Gebot patriokifcher und wirtschaftlicher Klugheit sein sollte. Um was geht der Streit? Er geht u rn d i e H e r - stellung ein er neuen Staatsführung, die uns aus dem Sumpf der letzten Jahre heraus und der nationalen Wiedergeburt zuführen fall, einer Staatsführung des Zusammenwirkens eines arbeitsfähigen Parlaments mit einer autoritären Regierung. Da ist es freilich nicht verwunderlich, daß die Parteibüro k r a t i e, die bis heute geherrscht, sich aus- bäumt und einen Kampf aller gegen alle inszeniert. Der gottesleugnerische Bolschewismus, der uns um Religion, Familie und Ligenrecht der Persönlichkeit betrügen will, um uns in die Zwangsjacke kollektivistischer Methoden zu stecken, er ist der Tod unserer Jahrtausende alten Kultur. Kein Wittel kann scharf genug sein, die Lehre seiner falschen Propheten in Deutschland mit Stumpf und Stiel auszurotten, und wir werden auf dem Vorposten europäischer Kultur, auf den uns die Vorsehung gestellt hat, unsere Pflicht als ftaats- erhaltende Regierung restlos erfüllen. Dieser grenzenlosen Verhetzung unserer Jugend, dieser Aufreizung zum Klassenhaß, dieser Vorbereitung einer proletarischen Weltrevolution werden wir alle geistigen und materiellen wachtmittel des Staates gegenüber- stellen. Darüber kann kein Zweifel fein. Gewerbetreibenden ebensogut wie für Großbetriebe. Ls ist ein Programm für das werktätige deutsche Volk. Aber ich muh hier unmißverständlich feststellen: Die Sabotage, die aus reinem Parteiegoismus gegen das Programm geführt wird, die wilden Streiks, die auch von den Rationalsozialisten Arm in Arm mit dem Kommunismus vom Zaun gebrochen werden, um den Wirtschaftsfrieden zu stören, sind ein Verbrechen gegen die Gesamtheit der Ration, die hier ihre letzten Kraftreserven eingesetzt hat. Als diese Regierung berufen wurde, schrieb sie auf ihre Fahne: „Die nationale Konzen- tration". Wir unterstützten in jeder Weise den nicht einen Teil des Vertrauens zu der Vernunft des deutschen Volkes zu ersticken gedroht hätte, dann wären wir heute schon viel weiter. Ist dieses Programm, wie man verleumderisch sagt, nur ein Programm für Großunternehmer und Banken? Rein, tausendmal nein. Ls ist ein Programm für den Handwerker, den kleinen Arbeiter und den Wald Professor Deiß, der Rektor des theologischen Seminars in Madras, Sandegren, von Professor Althuus zum Theologie-Ehrendoktor der lluiccrfität Rostock und Professor T o r- sten Rohlin und Rektor' B j o e r k qu i t von Professor Deißmann-Berlin zumTheologie-Ehren- doktor der Tlniversitäten Jena bzw. Berlin promoviert. Psarrer Ohly hielt eine kurze Rede vor dem Altar. Die Feier wurde von Musik und Gesang umrahmt. Rach der Gedächtnisfeier in der deutschen Kirche veranstaltete die schwedisch-deutsche Bereinigung am Freitagabend grobes Gustav-Adolf-Fest, zu dem sich u. a. Prinz Carl, der Bruder des Königs, eingefunden hatte. Auch die Dertreter der deutschen Llniversi- tat und der Reichswehr nahmen daran teil, desgleichen der Gesandte v. Rosenberg. Der mit den schwedischen und deutschen Fahnen geschmückte Saal war dicht gefüllt. Rach einer Ansprache des Präsidenten der Gesellschaft, Admiral R i - ben. hielt der deutsche Gast l^neral v «ran- cois einen Dortrag über „Gustav Adolf als Mensch Feldherr und Staatsmann . Der Redner gab ein anschauliches Bild der Persönlichkeit Gustav Adolfs. Anschließend wurde ein Schauspiel „Bei Breitenfeld" aufgeführt. Bei dem Festmahl sprach Gesandter v. Rosenberg über „Gustav Der Reichskanzler an das denische Volk. Ein Ausruf des Regierungschefs zur Wahlentscheidung des 6. November Dollen wir für einen Augenblick die Armut ver- aeffen die unser und der ganzen Welt Los geworden ist. Wenn wir zusammen fingen: „Mit unä ist Gott, mit ihm sind wir, der Sieg muß Die kommissarische Verwaltung Preußens Oie Einsparungen durch Vereinfachung der Zentralinstanz. Eine amtliche Mitteilung. Berlin, 4. Rov. (ERB.) Sn einer Reihe von Blättern werden Mitteilungen verbreitet, nach denen die kommissarische preußische Staatsregierung beabsichtige, unmittelbar nach den Wahlen eine große Anzahl von Ministerialbeamten — es wird von etwa 110 höheren und 200 mittleren Beamten gesprochen — zu verabschieden. Hierzu wird amtlich mitgeteilt: Die Verordnung über die Bereinfachung und Verbilligung der Zentralinstanz bedeutet eine Ersparnismaßnahme, die von allen Kreisen der Steuerzahler, von allen Selbstverwaltungslörperschasten seit 3ahr und Tag gefordert wurde und die auch seit geraumer Zeit von der alten preußischen Regierung als notwendig anerkannt worden ist. , Die kommissarische preußische Regierung hat diesen Plan verwirklicht. Die Maßnahmen wären sinnlos, wenn man dabei an dem Punkte Halt machen würde, an dem die Ersparnisse i n die Praxis eintreten. Dabei kann an Person alersparnissen nicht vorübergegangen werden. Sonst kann der ,.W a s s e r - köpf Berlin", der zum Schlagwort in der Provinz geworden ist, nicht inOrdnung gebracht werden. Gegenwärtig sind Verhandlungen im Gange, um die personellen Konsequenzen aus den Maßnahmen zu ziehen. Wann diese Beratungen abgeschlossen werden können, und in welchem Umfange eine Verabschiedung von Beamten erforderlich wird, läßt sich z. Z. noch nid)t übersehen. Die angegebenen Zahlen stützen sich nicht auf amtliche Unterlagen oder Entwürfe. Schon jetzt aber kann gesagt werden, daß mit allem Rachdruck versucht wird, die Mehrzahl der in der Zentralinstanz freiwerdenden Beamten in anderen Teilen der preußischen Verwaltung u n te r z u b r i n g e n. Die kommissarische preußische Regierung ist sich im vollsten Ernst d e r st a a t s p ol i t i s ch e n und gesetzlichen Pflicht bewußt, die Arbeitskräfte der Beamten soweit als möglich dem Staat zu erhalten. Die Maßnahmen find aber nicht Zweck, sondern müssen in die allgemein anerkannten Aufgaben einer Verbilligung des Staatsapparates eingegliedert werden. Die von einem Blatt geäußerten Besorgnisse, daß der Spareffekt nicht ausschlaggebend fei, sondern die Absicht, den ka - tholischenVolksteil zu benachteiligen, entbehrt jeder Grundlage. Allerdings kann die kommissarische Regierung die Auffassung nicht anerkennen, daß die Interessen des katholischen Volksteils ebenso wie die anderer Teile des Volkes mit besonderen reinparteipoli- Dem Grdächlms Gustav Adolfs. | Lon Or. Sven Hedin. Copyright by Nordische Gesellschaft, Lübeck. (Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Rauchende Ruinen, verstümmelte Reiche und umgestürzte Throne bilden den Hintergrund. Beim Echo aus zahllosen zerstörten Heimen und unter dem Notruf von Millionen Arbeitslosen feiert in diesem Fahre die protestantische Welt die jüngste ihrer zwei größten und glänzendsten Erinnerungen: das Gedächtnis des Tages, an dem König Gustav Adolf vor 300 Jahren bei Lützen fiel. Mit unerschütterlicher Energie und eisenharter Disziplin hatte er sein widerstrebendes Heer in das gigantische Abenteuer hinausgeführt, das — wenn es glückte — Schweden einen der ersten Plätze unter den Großmächten jener Zeit schenken und eine Reihe von Taten einleiten sollte, deren Glanz durch die Jahrtausende erstrahlen mußte. Die Schlacht bei Breitenfeld besiegelte den Ausgang des Krieges und wurde dadurch zum welthistorischen Ereignis von höchstem Rang. Das schwedische Heer hatte damit die größte seiner Taten in die Annalen der Geschichte eingetragen. Die Macht der Kaiserlichen war zerschmettert und die Religionsfreiheit der Protestanten gesichert. König Gustav Adolf war nicht nur Schwedens, sondern Deutschlands wirklicher Herrscher und der mächtigste Mann seiner Zeit. Hat die Weltgeschichte jemals einem Fürsten und Heerführer ein großartigeres politisches und militärisches Problem erboten, als das, das noch in den ersten Novembertagen 1632 Gustav Adolf vor- schwebte? Seine Feinde bewunderten und fürchteten die Macht des Schwedenkönigs, seine Freunde sammelten sich in Stolz und Vertrauen um seine Fahnen. Europa las das eigene Sch cksal von Gustav Adolfs Lippen ab, denn seinen Siegeszug schienen keine Grenzmauern aufhalten zu können. Doch anders stand es in den Sternen geschrieben. Ehe die Sonne am 6. November unterging, war einer der größten und stolzesten Träume, die ein Mensch jemals geträumt, erloschen. Von Kugeln durchbohrt lag der Held auf dem Schlachtfeld. Zwar ruhte der Bau des genialen Heerführers und Staatsmannes auf so festem Grunde, daß seine Generale unter der Führung des Reichskanzlers Axel Oxen- ftierna den Krieg glücklich und ehrenvoll beenden konnten. Doch der Führer fehlte, die große Persönlichkeit, der zielbewußte, feste Wille und der weitschauende Blick. Das größte von all den Abenteuern, die sich unter schwedischen Fahnen abgespielt, war zu Ende und seine Konturen verwischten sich im Wirrwarr der Ereignisse der neuen Zeit. tischen Interessen gleichgestellt seien und diesen untergeordnet werden müßten. Brauns Schreiben an den Reichspräsidenten. Berlin, 4. Rov. (ERB.) Ministerpräsident Braun hat an den Herrn Reichspräsidenten ein Schreiben gerichtet, in dem er davon ausgeht, daß die preußische Staatsregierung der Auffassung sei, das Reich habe seine Pflicht, die Entscheidung des Staatsgerichtshoses durchzuführen, bisher nicht erfüllt. Aus der Staatsgerichtshofentscheidung folgert das Schreiben, daß die Staatsminister zwar dulden müßten, daß Zuständigkeiten des Landes in weitem Umfange vorübergehend auf das Reich übertragen werden, daß sie aber Anspruch darauf haben, daß sie in ihr Amt als Staatsmini st er und als Landesregierung ohne jeden Vorbehalt wieder eingesetzt werden. Das sei aber bisher nicht geschehen. „3n erster Linie habe ich namens der Staatsregierung", so schreibt Ministerpräsident Braun weiter, „den Wunsch ausgesprochen, daß nunmehr die Verordnung vom 2 0. 3 u Ei ausge hoben und von allen Sondermaßnah- men in Preußen abgesehen wird. Wenn Sie, Herr Reichspräsident, es nicht für möglich gehalten haben, diesem Wunsche zu entsprechen, so bedauert dies die Staatsregierung aufrichtig, fügt s i ch aber selbstverständlich denjenigen Anordnungen, zu denen Sie nach der Verfassung und der Auslegung der Verfassung durch die Entscheidung des Staatsgerichtshofes befugt sind." Umsomehr aber wäre es unter diesen Umständen Pflicht der Reichskommissare gewesen, der verfassungsmäßigen Landesregierung mit der erforderlichen sachlichen und formellen Achtung ihrer Rechte zu begegnen. Der Verkehr der Minister mit ihren eigenen Beamten, selbst derjenige mit den stellvertretenden Bevollmächtigten zum Reichsrat, sowie ihre Arbeit mit amtlichen Akten, werde von den Kommissaren kontrolliert und überwacht und äußerlich so schwierig gestaltet, daß er geradezu scheitern müsse. Zum Schluß wird der Reichspräsident gebeten, „die loyale Durchführung der Entscheidung des Staatsgerichtshofes zu veranlassen und die wenig ritterliche Art und Weise, in der Kommissare des Reiches die Mitglieder der recht- mäßigen Landesregierung Preußens behandeln, abzustellen." Am Ende heißt es wörtlich: „Wir bitten Sie, Herr Reichspräsident, durch 3hre Anweisung es dem Lande Preußen und dem Reiche zu ersparen, daß nochmals der Staatsgerichtshof angerufen werden muß." Adolfs Beziehungen für Deutschland und die deutsch-schwedischen Beziehungen". König Gustaf von Schweden empfing hn Schloß zu Stockholm den Berliner Theologie-Professor Geheimrat Dr. Dr. Deißmann zur Entgegennahme einer Botschaft, die der Deutsche Evangelische Kirchenbund zum 300. Todestag Gustav Adolfs an die Kirche Schwedens gerichtet hat. Die Botschaft bringt den Dankesgruß und Segenswunsch des deutschen Protestantismus an die schwedischen Glaubensgenossen dar. In einer Zeit, die an innerer -schwere den Drangsalen des 30jährigen Krieges nichts nachgebe, bezeuge der Deutsche Evangelische Kirchenbund der Kirche Schwedens die Gemeinschaft des Glaubens, die Gustav Adolf in die Tat ümgesetzt und mit seinem Blute besiegelt habe. In seiner Antwort an Dr. Deißmann sprach der König seinen herzlichen Dank aus für die großartige Teilnahme Deutschlands an der schwedischen Feier, die durch die ihm übergebene Botschaft einen so erhabenen Ausdruck gefunden habe. Die Großtat des unsterblichen Heldenkönigs habe in gleicher Weise den evangelischen Kirchen in Schweden und Deutschland Segen gebracht. Mögen die beiden Kirchen fortdauernd im Geiste Gustav Adolfs zur Erfüllung ihrer christlichen Mfsion gemeinsam weiter wirken. untere oeiven , Chrensenator der Universität H all e - Wit t en° ‘3-nnen von Luthers und Gustav Adolfs Psalmen berg ernannt. Die Ernennung tourbe von Pro- U V. ™------cr:J 5.:. nr---<■ — I D Dotfchütz bekanntgegeben. Werter wurden Professor Rune st an - Upsala xum Theologie- Ehrendoktor der Universität Greifswald von dem Rector magnificus der Tlniverfität Greifs- Kampf, den Herr Hitler gemeinsam mit uns zu führen schien. Als dann am 13. August diese nationale Konzentration gebildet werden sollte, um das Reformwerk an Staat und Wirtschaft durchzuführen, da versagte der Führer dieser großen Bewegung. Es ist ein Streit um Worte, wenn Herr Hitler behauptet, daß er an diesem schwarzen 13. August nicht die volle Macht gefordert hätte. Zu ost, und in diesem Wahlkampf tagtäglich, wird es von allen Parteirednern und allen Zeitungen der RSDAP. wiederholt: „Alle Macht für Hitler!" Cs ist die „Ausschließlichkeit" dieser Bewegung, ihre Forderung des „Alles oder Richts'. die der Herr Reichspräsident nicht enerken- n e n konnte, und die zu seinem Entschluß am 13 August geführt hat. Herr Hitler sagt, daß er in diesen Zug am 13. August nicht eingestiegen Wohl aller vereinen kann. Dor 300 3ahren hob sich em einziger Mann über alle Heerführer und Staatsleute seiner Zett empor und zwang sie unter die Macht seines Wilkens. 3n unseren Tagen gibt es ^cht einen einzigen Führer, der vom Geiste Gustav Adolfs beseelt ist. Die Welt, die uns umgibt, ist in ötude gerissen — nicht durch den Krieg, sondern durch gehören", so soll es in der Gewißheit geben „ Frieben", und über die Fetzen regiert eine ,1* [^te Zeiten für unser geliebtes Land Gesellschaft von Berufspolitikern, Kramern uno • Menschheit anbrechen. Bankiers. Den Wo? stand, den der Krieg ve^ . x x nichtete. will man durch Reparationen, durch TtcimUnüttD Utlö V^CtyWCOCtt Kriegsschukben, Moratorien und Zollmauern wie- ', „ - der zum Leben erwecken unb entdeckt zum großen feiern (9 intav Avon. Erstaunen, daß die Rot nur zu fürchterlichen Di- ' ...... mensionen anwächst. Für den Sieg der fommu- Ehrenpromotionen deutscher Universitäten, nistischen Grundsätze kann man sich keine will- Eine Botschaft an den Äönig. L7 di7 S 6t = d6o tm 4. Ao° dgL) « 6=it »on den Statuten der Si°g°rmnch.e b-trie- «t. Ge-.rnd^ch« M Sw-ch°w Janb am5«t r ^Sowett ist die Weltentwicklung seit den Tagen Schweden, Mitgliedern des königliche Hauses Gustav Adolfs glücklich gekommen. Mit Deschä- unb von Großherzogin Hilda von Baden die mung*müffen tt>ir erlerntem daß unsere Wege jetzt große Gustav-Adokf-GedachMisfeier sta .DieGe- finsterer sind, als damals, wo unsere Vorväter bei döchtnisrede hielt Prof. Al t h a u s aus Erian- Breitenfeld unb Lützen mehr zu hoffen hatten als gen. Rach dem ^sang d^ Gustav-Adolf-Liedes wir 3n all diesem Dunkel um uns ist es doch „Verzage nicht, du ^Häuflein klein folgte die ein Lichtblick für uns Schweden wie für Deutsch- Promotion von ^^^>ckchen Gelehrten zu land daß wir uns in Ehrerbietung zur würdigen Ehrendoktoren an verschiedenen deutschen ^eie'r der größten Erinnerung versammeln, die Universitäten. Erzbischof E^den wurde zum unsere beid^i Völker gemeinsam besitzen. Beiden I E' ' " " ~ * Das beste dieser Mittel aber ist das große Ziel, das die Reichsregierung verfolgt: die Beschaffung von Arbeit und Brot. . . । Sie kennen unser Programm. Rach Jahren trost- Es wäre bitter, die Große unsres Landes 1632 Iofen Zusehens ist es der erste mutige Versuch, mit der Stellung zu vergleichen, die Schweden 1932 Geißel der Arbeitslosigkeit zu bannen. Hätte cinnimmt. Gewiß, noch haben wir unsere Freiheit man ^icht erwarten müssen, daß jedermann, der und noch besitzen wir unser altes Stammland in Arbeit unb Brot sucht, jebermann, der eine Sa- feinen natürlichen Gre-nzen. Doch von der welthisto- ,u ernähren hat, entschlossen, begeistert rischen Bedeutung und der politischen Große ist ~ b fn Hanb mit uns ans Werk gegangen nicht einmal ein Schatten übrig. Laßt uns ,edoch ge- toäre? LZas aber sehen wir? Diese elenbe Partei- recht sein unb fragen: wie wäre es überhaupt für biireaukratie hat nichts besseres zu tun, als bem Schweden möglich, eine politische Rolle zu Spielen — ^olke tagtäglich zu sagen, das Wirtschasts- nad) einem Weltkrieg, wo wir Zuschauer waren Programm ,,Paven-Goldschmidt" sei ja schon unb nach einem Frieden, in dessen Paragraphen gescheitert. Welch^ bewußte Verleumdung, die Staatsleute der siegreichen Großmächte ihre Be- mit dem Ramen dieses bekannten Bankiers bingungen in vollkommener Ermangelung von verbinden, der gewiß ein sehr kluger Mann Klugheit unb Weitblick diktiert und Rachehandlungen a6cr mit dem 'Regierungsprogramm so we° begangen haben, die die abendländische Zivilisation I n^g zu tun hat, wie mit dem Kölner Dom. mit dem Untergang bedrohen und für die ganze gescheitert? 3m Gegenteil, Menschheit all das unmöglich machen, was Fort- Q(Ien Orf(m bes Reichs meldet man 23 e - schritt und Wohlstand heiß. 1 * " Zrvar waren die Kriege vor 300 Jahren für zahllose Menschen eine Plage und mit Armut, ßeib unb Not verbunden. Doch die Wunden heilten allmählich unb man kehrte zu normalen Verhältnissen Kiruck. In unfein Tagen drohen Arbeitslosigkeit und Not zu Dauerzuständen zu werden. Vergebens warten wir auf die starke Hand und den allesbeherrschenden, unbezähmbaren Willen, der über politische Grenzen und den eigenen Nutzen erhoben ist, der die Volker der ganzen ^rde im gemeinsamen Interesse zum wäre, weil er aus ihm hätte wieder aussteigen müssen. Allerdings, wenn man eine Zusam - rnenfafsung aller nationalen Kräfte wünscht und will, dann kann man nicht die Befreiung der wegen feiger Mordtat verurteilten Beu- thener Mörder feierlich zur Ehrensache seiner Partei erklären. Dann muh man die Normen des Rechts st a a t s anerkennen, wie er in Jahrhunderte alter Bindung geworden ist. Kann eine Regierung, so frage ich, darauf verzichten, mit den schärfsten Mitteln gegen Mord und Terror einzuschreiten, um eine Lage zu beseitigen, wie sie von den radikalen Parteien nach dem Wahlergebnis des 31. Juli in Königsberg und an anderen Orten geschaffen war? Die Führung der Staatspolitik muh in der Hand von Leuten liegen, die eine Tat als Heldentat oder Verbrechen nicht lediglich danach unterscheiden, ob der Täter zu ihrer eigenen Partei gehört oder nicht. Wenn sich Herr Hitler in den gemeinsamen Zug mit dem großen nationalen Deutschland sehen will, dann darf er auch nicht die Skrupellosigkeit besitzen, die Stellung der um die Gleichberechtigung und Wehrhoheit der Ration kämpfenden Regierung durch einen Dolchstoh in den Rücken zu schwächen. Will eigentlich die nationalsozialistische Bewegung die Vormundschaft der Parteien über die Reichs- und Staatsführung abschaffen, oder will sie sie verewigen? Fast scheint das letztere der Fall. Denn vor dem 13. August hat sie uns in ihrer Presse aufgefordert, i n P r e u h e n Ruhe und Ordnung sicherzustellen. Heute aber findet sie, dah das Eingreifen in Preußen unberechtigt war, beschließt mit den Kommunisten, dah die preußischen Beamten nicht zum Gehorsam gegen uns verpflichtet seien und setzt das Parlament zum Schiedsrichter über die Geschicke der Ration ein. Wo ist da Wahrheit, Klarheit? Wo ist da Sinn und Ziel des Kampfes der nationalen Kräfte gegen den Marxismus und die Allmacht des Parteienstaates? Am was es geht, ist doch dieses: Richt, ob dieser oder jener Parteiführer auf dem Kanzlerstuhle sitzt, nicht ob dieser Mann Hitler, Brüning oder Papcn heißt, es geht darum, daß wir uns zusammenfinden, um die Lebensgrundlagen des deutschen Volkes zu sichern. Der Kampf, den diese Regierung um die Sicherstellung unserer Lebensgrundlage seit säst fünf Monaten führt, Hal nichts im Auge als die Rot der Familie in Stadt und Land, an deren kargem Küchentisch hunger und Verzweiflung zu Gaffe sitzen. Das ist die Vorstellung, die einem das Herz bluten macht, und die allein unser Dollen bestimmt. Hnser Amt ist wahrlich keine Herrschaft irgend» einer Kaste oder hauchdünnen Schicht, wie man es hinzustellen beliebt, unser Amt ist Dienst am Volk. Wir alle gehören zusammen. Wir wollen nichts anderes als helfen. Niemand soll von der gemeinsamen Arbeit ausgeschlossen werden und auch die Behauptung, wir wollten die Frau des Wahlrechts berauben, ist eine der zahlreichen Wahllügen. Diese Regierung vertritt keine Partei, und sie w i r b t f ü r k e i n e P a r - te i, aber jeder, der es ehrlich mit Deutschland meint, sollte in diesem Wahlkampfe seine Stimme Aner Partei geben, die das Ziel dieser Regierung unterstützt. Parteien sind Ausdrucksformen des politischen Willens. Wenn eine Partei aber den Willen des Wählers nicht vertritt, dann wähle er eine andere, denn Parteien sind kein Glaubensbekenntnis. Sie wechseln mit der Zweckmäßigkeit der politischen Loge. Das diese Reichsregierung wollte und weiter will, das hat zwar die Parteipresse aller Schattierungen, verzerrt und verleumdet, aber unsre Arbeit spricht für uns. Man kann nicht in fünf Monaten sechs Millionen Arbeitslose von der Straße bringen, die zerrütteten Finanzen ordnen, den aufgeblähten öffentlichen Apparat zusammenschweißen, ffaafs- und wirtschaftspolitische Reformen durchführen, auf die das Volk seit Jahren wartet. Aber überall ist der Anfang gemacht, die Resultate der Parteiherrschaft zu beseitigen. In Preußen ist mit eiserner Hand zugegriffen, um durch rigorose Sparsamkeit in der Verwaltung oben und unten die unerträglichen Lasten zu senken. Für die Landwirtschaft und die Gesundung des Binnenmarktes sind Milliarden aufgewendet. Das gesamte Finanz- und Wirtschaftsprogramm ist ein Beweis eigener Kraft, nicht um einen Pfennig sind unsere Auslandschulden vermehrt. All diese Arbeit soll gekrönt werden durch die Reform der Verfassung, die wir mit den Ländern und den Parlamenten durchzuführen hoffen. Diese Erneuerung muß unser Ziel sein, wenn wir am 6. November wählen. Wenn wir aber das Trümmerfeld übersehen, das die Verhetzung dieser letzten Wochen geschaffen, dann können wir eigentlich alle nur von einem Gedanken beseelt sein: Deutschland ist nur zu retten, wenn „alle" wieder von dem Geist der Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft erfüllt sind, der ein st im Schützengraben den Geheimratssohn und den Bauernknecht zur Kameradschaft auf Tod und Leben verband. Rur dieses engste Herzensband der Kampfgemeinschaft hat Deutschland zu so unerhörten Leistungen im Krieg befähigt. Kann es nicht heute wieder so sein? Wollen wir nicht endlich gemeinsam am Aufbau der Ration arbeiten, nicht endlich die „Durchbruchsschlacht deutscher Selbstbesinnung" schlagen? Das ist die Schicksalsfrage, die ich vor allem auch an die große nationale Freiheitsbewegung Deutschlands richte. Aufbauen kann man nur mit Vertrauen und Liebe. Laßt uns an unsere Christenpflicht erinnern und an den tiefen Sinn des Opfers von zwei Millionen unserer besten Söhne. Wer Deutschland liebt, der folge dem Rufe seines geliebten Führers in Krieg und Frieden, der wie ein Wahrzeichen feine schützende und gerechte Hand über unser Land hält, hört auf ihn, der nicht müde wurde, euch zur Einigkeit aufzurufen, schließt die Reihen, damit nach dem 6. Rovember die wahren nationalen Kräfte geläutert aus dem Glutofen dieser Rotzeit emporwachsen. M i t Hindenburg für ein neues Deutsch- land!" MederinganOtziW des Verkehrs in Berlin. Starker Widerstand der Streikenden.-Steine und Schüsse gegen ausfahrende Straßenbahnwagen. Holzbalken und aufgeworfenes Straßenpflaster bedecken die Straßenbahngleise. rM % MW ■ < Berlin, 4. Nov. (CNB.) Die Funktionäre der Tariforganisation der Freien Gewerkschaften haben die Wiederaufnahme der Arbeit bei der BVG. empfohlen. Hingegen hat eine l o kale Streikoersammlung, an der etwa 1200 Angestellte und Arbeiter der BVG. teilgenommen haben, sich für die Fortsetzung des Streiks entschieden. Die von der BVG. für die Wiederaufnahme der Arbeit gestellte Frist bis heute nachmittag hatte zur Folge, daß sich schon im Laufe des Vormittags eine größere Menschenmenge vor den verschiedenen Betriebsbahnhöfen ansammelte. Um 14.45 Uhr verließ als erster Wagen die 96 E mit Richtung Hallcsches Tor den Bahnhof. Neben dem Personal fuhr ein Aufseher und auf dem Vorder- und Hinterperron je ein Polizei- beamter mit. Weiter wurde die Straßenbahn von einem Streifenwagen der Polizei begleitet. Gleich nach der Ausfahrt wurde das Personal von der Menschenmenge m ü ft beschimpft. Man hörte Rufe wie: „Streikbrecher", „Strolche", „Rausholen" usw. In der Belle-Alliance-Straße standen Tausende von Menschen, die von dem Betriebsbahnhof Kreuzberg abgedrängt waren. Hier sah man auch die ersten aus der Stadt zurückkehrenden Wagen mit eingeworfenen Fensterscheiben. Ueberall war die Polizei damit beschäftigt, die Men- schenmassen auseinander zu treiben. Kurz nach 15.15 Uhr setzten systematische Steinwürfe gegen vorüberfahrende Straßenbahnen auf dem Abschnitt der Gneisenau-Ecke Belle-Alliance- Straße und der Kreuzbergstraße ein, so daß die Polizei sich gezwungen sah, Schreckschüsse abzugeben. Auch die Polizeibeamten auf den Straßenbahnen zogen die Pistolen, um die Steinwerfer abzuschrecken. Nachdem einige Haupträdels- sührer zwangsgestellt waren, wurde es ruhiger. Auf der Strecke mußten die Straßenbahnen wiederholt halten, da die Schienen und die Weichen durch eingeklemmte Steine unbefahrbar gemacht worden waren. Zahlreiche Wagen fuhren mit eingeschlagenen Scheiben in das Depot am Kreuzberg zurück. In der Weinmeisterftraße wurde ein Wagen der Straßenbahnlinie 6 zunächst mit Steinen beworfen und, als die begleitenden Polizeibeamten die Täter fest- stellen wollten, aus cin'em Haus heraus' beschossen. Am Alexanderplatz bildeten sich unt Die gleiche Zeit ft arte Ansammlungen Streikender und Sympathisierender), so daß der Fußgängerverkehr völlig ins Stocken geriet. Erst nach der wiederholten Anwendung des Gummiknüppels gelang es der Polizei, die Ansammlung zu zerstreuen und die Ruhe wiederher- zustellen. In Her Hauptstraße in Schöneberg wurden mehrere Straßenbahnwagen mit Steinen beworfen, so daß die meisten Wagen wieder ins Depot zurückfahren mußten. Mehrere Polizeibeamte wunden hart bedrängt. Sie haben Schüsse abgegeben, wodurch eine Frau Verletzungen erlitten hat. Man brachte sie zur nächsten Rettungsstelle. Eine Kvastwagenstreife der Polizei ist in der Vorbergstraße beschossen und mit Steinen beworfen worden. Daraufhin haben die Beamten das Feuer er widert. Ein Mann wurde hierbei getötet. Im allgemeinen bietet das Innere der Stadt ein sehr bewegtes Bild, da der Straßenbahn-, Omnibus- und U.-Bahnverkehr noch recht spärlich funktioniert und gegen 17 Uhr nach Arbeitsschluß die Menschen auf die Straße strömen. Besonders in der Geschäftsgegend, aber auch im Regierungsviertel wird ein erhöhter Streifendienst aufrechterhalten, um auch hier etwa aufkommende politische Demonstrationen von der Bannmeile fernzuhalten. Oer Ll-Bahnbetrieb konnte vorläufig nur teilweise wieder ausgenommen werden. Als die Wagen die Depots verließen, setzte sofort der Terror der Streikenden ein, die von Sympathisierenden unterstützt wurden. So sind am Stettiner Bahnhof zwei Omnibusse umge» kippt worden, wobei es nicht ohne Verletzte abging. In der Kaiserallee wurden in die Linie 47, die als eine der ersten den Betrieb aufgenommen hatte, Barrikaden gebaut, die erst nach längerer Zeit beseitigt werden konnten. Ueberall, wo sich Straßenbahnen zeigten, rotteten sich Streikende und Sympathisierende zusammen und b e d r o h t e n d i e Fahrer. In vielen Fällen wurden faustgroße Steine gegen die Wagen geschleudert, wobei vielfach Scheiben in Trümmer gingen. In den meisten Fällen waren die Wagen so schwach besetzt, daß weiteres Unheil nicht entstanden ist. Spiel des Zufalls. Don Frih Mack. Man sprach wieder einmal vom ZufaU. Zum soundsovielten Male wurde die Frage erörtert ob es überhaupt einen Zufall gäbe. Man wies auf das oft genug wirklich seltsame Zusammentreffen von älmständen hin, auf die Häufung ungewöhnlicher Ereignisse, die in manchen Fällen ans Wunderbare grenzten. Einer gab zu bedenken, ob man in der merkwürdigen Gleichzeitigkeit oder auch in dem Racheinander verschiedener, scheinbar in einem geheimnisvollen cc-^mmcn^an9 stehenden Ereignisse nicht einen ab,ichtsvollen Plan der Vorsehung, des Schick- sals oder wie immer man das nennen möge, erblicken müsse. Ein anderer, okkulten Dingen zugeneigter Teilnehmer des Gesprächs stellte die kühne Hypothese zur Debatte es käme möglicher- weise eine uns bis jetzt noch nicht bekannte Fähigkeit einzelner Menschen in Frage, durch ein geheimnisvolles Zusammenwirken von Wunsch und Willen den Gang der Ereignisse in bestimmter Richtung zu beeinflussen. Zuletzt ergriff der Redakteur das Wort: er erklärte sich an der Deutung des Begriffs Zufall nicht beteiligen zu wollen, dagegen wolle er aus feiner Sammlung von Zeitungsausschnitten einige vorlesen, in denen die oft entscheidende Rolle des Zufalls im Leben des Menschen sich besonders eindringlich dokumentiere: Eine Londoner Zeitung brachte vor Jahren diese Meldung: „Es ist eine uns allen bekannte Tatsache, daß Flaschenposten manchmal jahrelang auf dem Meere umhertreiben, bevor sie aufgefischt und dem Adressaten zugestellt werden. Die Empfindungen, die solche Flaschenposten bei dem Empfänger auslösen, werden in der Regel solche der Trauer fein, da sie ja fast immer von Personen herrühren, die „der blanke Hans" als Opfer erfordert hat. Daher dürfte der folgende Fall einzig in seiner Art sein: Ein englischer Baronet befand sich auf einer Seereise. Das Schiff geriet in^ einen schweren Sturm und wurde so schwer beschädigt, daß mit seinem Untergang gerechnet werden mußte. In dieser Situation schrieb der Baronet einen Abschiedsbrief an seine Frau, den er als Flaschenpost dem Meere anver- traute. Das Schiff ging auch tatsächlich unter, das Boot aber, in dem der Baronet sich befand, wurde von einem Dampfer gesichert und der Baronet gerettet. Mehrere Jahre später, als der Baronet gerade mit seiner Familie beim Frühstück sah, wurde der Frau des Hauses der Brief überbracht, der in der erst jetzt aufgefundenen Flaschenpost enthalten war. Dieser Brief enthielt- neben rüyrenoen Abschiedsworten auch Mitteilungen über verschiedene eheliche Fehltritte des Baronets, die dieser in feiner letzten Deichte feiner Stau zu bekennen sich verpflichtet gefühlt hatte. Wäre dieser Bries gleich nach der Rettung des Baronets in die Hände seiner Frau gelangt, so hätte diese ihm wahrscheinlich verziehen: im Laufe der Jahre hatten sich aber die ehelichen Verhältnisse so zugespitzt, dah die Gattin des Baronets in dieser Flaschenpost ein willkommenes Beweismittel sah, um die Ehescheidungsklage gegen d'esen einzuleiten." (Siner anderen englischen Zeitung ist die nachfolgende Geschichte entnommen: -Der Rachtwächter der englischen Stadt Leicester, Saddington mit Ramen, führte ein überaus ärmliches Leben und wohnte im dunkelsten Mertel der Stadt. Eines Morgens sah er, müde von der anstrengenden Arbeit, auf einer Bank pon Leicester und las in einer von irgend jemandem zurückgelassenen Londoner Zeitung. Plötzlich entdeckte er ein Inserat, durch das die Erben eines in Australien verstorbenen Engländers namens Saddington gesucht wurden Der Rachtwächter erinnert sich, gehört zu haben, dah einmal ein Onkel von ihm als Arbeiter nach Australien ausgewandert sei. Er meldete den Fall feinem Vorgesetzten, der die Angelegenheit weiter verfolgte Bald stellte sich heraus dah der Rachtwächier der allein ge Erbe des Vermögens des Verstorbenen war, das sich auf 50 000 Pfund belief. Der Onkel war bereits vor zwanzig Jahren gestorben und die Behörden hatten durch verschiedene Ausschreibungen vergeblich nach den Erben gesucht. Die Ankündigung in der Londoner Zeitung sollte die letzte sein. Seltsamer „Zufall" wollte es, dah gerade diese Rümmer in die Hände des armen Saddington fiel. Gr hätte sonst kaum je etwas von der Erbschaft erfahren!" In einer Budapester Zeitung fand ich diese merkwürdige Geschichte: „Vor etwa 30 Jahren verschwand aus dem kleinen Puhtadörfchen Alattyan ein junges Mädchen namens Ilona, die Tochter des Bauern Torocsik, der der reichste Bauer im Orte war. Die Sache war um so rätselhafter, als das junge Mädchen keinerlei Umgang gehabt hatte. Die Gendarmerw von zehn Komitaten wurde in Bewegung gesetzt, das ganze Land wurde abgesucht: Ilona blieb verschwunden. Die Mutter starb, der Bauer Torocsik wurde alt und grau. In seiner Einsamkeit beschloh er, ein fremdes Kind anzunehmen. Er reiste nach Budapest und suchte sich im Waisenhaus ein hübsches, neunjähriges Mädchen aus, das er Ilona nannte. Das Kind erwies sich dankbar und tat alles, um dem Pflegevater den Lebensabend so angenehm wie möglich zu machen. Zwanzig Jahre war Ilona alt, als der alte Torocsik starb. Ilona erbte sein ganzes Besitztum und nach Ablauf des Trauerjahres heiratete sie den Stefan Szabos, den stattlichsten Burschen von Alattyan. Jahre vergingen, da erschien eines Tages im Dörfchen eine ältere Frau — die verschwundene Tochter Stefan Torocsis. Sie legitimierte sich bei der Behörde mit einem amerikanischen Pah unö erzählte, dah sie seinerzeit einem gewissenlosen Verführer zum Opfer gefallen sei, der sie nach Budapest gelockt und dort verlassen habe, nachdem sie Mutter geworden sei. Sie habe das Kind in Budapest ins Findelhaus gegeben und sei selbst nach Amerika ausgewandert. Erb- ansprüche wolle sie nicht geltend machen, da sie sich selbst ein kleines Vermögen erspart hatte. Aber sie bat den Dorfnotar, ihr bei der Auffindung ihres Kindes behilflich zu sein. Man schlug in den Büchern nach und fand, dah das von Torocsik angenommene Pflegetöchterchen mit öem Kinde seiner damals verschwundenen Tochter identisch war." GerhariHauptmann als Weber-Sproß. Der bekannte Genealoge Stephan Kekule von Stradonitz hat sich jetzt eingehend mit der Ahnentafel Gerhart Hauptmanns beschäftigt und teilt interessante Einzelheiten daraus in der Monatsschrift „Die Literatur" mit, die einen Teil ihrer Aufsätze dem Dichter zu feinem 70. Geburtstag widmet. Der Vater des Ächters war bekanntlich der Besitzer des Gasthofes „Zur Krone" in Bad Salzbrunn, Karl Eduard Robert Albrecht Hauptmann, seine Mutter war Marie Luise Ama- Slraehler, die 1827 zu Breslau geboren wurde. Der Vater fron Robert, der Großvater des Dichters, Karl Ehrenfried Hauptmann, wurde 1793 zu H^ischäorf beim Bade Warmbrunn geboren, nahm an den Befreiungskriegen teil und war später Gastwirt. Vielleicht ist er in feiner Jugend noch Weber gewesen, aber fest steht, daß die Vorfahren des Dichters in drei Geschlechts- folgen zu Herischdorf Weber waren. Der älteste dieser Vorfahren. Melchior Hauptmann, hat um 1730 gelebt und war „Jnnwohner und Weber" zu Horischdorf. „Es ist unzweifelhaft sehr merftoür- big“, bemerkt dazu Stradonitz, „dah der Dichter der „dßeber“ auf diese Art fron einer ganzen Stammfolge fron Webern abftammt, die dann allerdings in zwei Geschlechtsfolgen fron wohlhabenden Gasthofbesitzem ausmündet, deren familiengeschichtliche Aufgabe, wenn man so sagen darf, darin bestand, durch ihren Heberqang zur Wohlhabenheit dem hochfreranlagten Dichter, den der Stamm hervorbringen sollte, die notwendige gute und vielseitige Erziehung zu vermitteln." Richt minder interessant ist, daß von der Mutter Gerharts eine geistige Verbindungslinie in die Umgebung des Fürsten Blücher, des „Marschall Vorwärts", führt. Marie Straehler war nämlich die Tochter des „Aktuarius" Friedrich Ferdinand Straehler, der später Privatsekretär des Regierungsrats von Heinen und dann Brunnen-Inspektor zu Bad Salzbrunn wurde. Der Regierungsrat von Heinen muh in engen Beziehung^» zum Für- sten Blücher gestanden haben, da er 1819 „wegen seiner Verdienste um den Feldmarschall Fürsten Blücher" geadelt wurde und auf fei nein Wappen den Schlüssel aus bem Wappen der Blücher führte. Ein Beweis für die engen Beziehungen zwischen den Familien von Heinen und Straehler ergibt sich daraus, daß die Gattin des Regierungsrats bei den vier Kindern des Skraehlerschen Ehepaars, darunter auch bei Marie, der Mutter Gerhart Hauptmanns, Pate gestanden hat. „Die Mutter des Dichters entstammte also", wie Strado- nitz bemerkt, „ersichtlich einer durchaus „aristokratischen" Umwelt, und jedenfalls wird sie im Hause ihres Vaters, des Brunnen-Inspektors, von und über Heinen und über seine Beziehungen zum Fürsten Blücher viel gehört haben." Das hinterlassene Archiv des Regierungsrats von Hei- nen befindet sich jetzt durch Erbgang auf Schloß Groh-Wandriß im Kreise Liegnitz und soll durchforscht werden. Zeitschriften. — Dem Gedächtnis des großen Schwedenkönigs Gustav Adolf widmet die Jllustrirte Zeitung (I. 3. Weber, Leipzigs ihre neueste Rümmer. Roch einmal zieht in Wort und Bild der Rettungsfeldzug Gustav Adolfs in feinen Einzelheiten an uns vorüber, der mit dem Helden ko de des Schwedenkönigs nicht beendet war, sondern von seinen Anhängern zum siegreichen Ausgang geführt wurde. Die Denkmäler, die man Gustav 2Idolf setzte, sind von einem überragt: dem Gustav- Adols-Derein, der das Andenken an den großen König über die Jahrhunderte hinaus bewahrt. Von dem hohen Ziele dieses Vereins berichtet D. Bruno Geißler in anschaulicher Weise. — Heber dem Hauptthema der Rümmer werden die Fragen der Tagesgeschichte, der Technik, der Erfindungen nicht vergessen, sondern bildlich und textlich eingehend behandelt. Aus der Provinzialhauptfladt. Gießen, den 5. November 1932. Wahlzeit in (Stehen von 9 bis 18 Llhr. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß in der Stadt Gießen zur Reichstagswahl am 6. November nur in der Zeit von 9 bis 1 8 (6 Uhr nachmittags) abgestimmt werden lann. Alm 18 Alhr können nur noch die Wähler zur Abstimmung zugelassen werden, die sich bereits im Wahlraum befinden. Dringend notwendig ist frühzeitige Stimmabgabe, wenn man dem erfahrungsgemäß größeren Andrange in den letzten Nachmittagsstunden entgehen will. Kein Aushang der Wahlergebniffe. Dom Polizeiamt Gießen geht uns folgende Verfügung zu: Die Bekanntgabe der Wahlergebnisse am Abend des 6. November 1932 und in der Nacht zum 7. November 1932 durch Lautsprecher, in der Art der Lichtreklame, durch Aushängen in Schaufenstern oder in den Verlags- und Druckerei-Gebäuden der Zeitungen, ihrer Filialen und den Zeitungskiosken ist verboten, weil diese Art der Verkündung der Wahlresultate zu Ansammlungen und bei der herrschenden großen politischen Spannung zu Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit führen kann. Die Mitteilung durch Rundfunk gibt jedermann eine ausreichende Gelegenheit, die Wahlergebnisse ungestört und ungefährlich zur Kenntnis zu nehmen. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. _ 3m Winterhalbjahr 1932/33 tritt die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde wieder mit einer Reihe Von Vorträgen an die Oeffentlichkeit. Die Darbietungen wurden am Donnerstagabend mit einem Vortrag von Professor Dr. Walther Vogel (Berlin) über „Die Funktion der deutschen Seehäfen im Lichte der Geschichte" eröffnet. Die landläufige Ansicht von der Bestimmung eines Seehafens gehe meist dahin, daß der Seehafen das Binnenland mit der See, mit anderen Ländern zu verbinden habe. Weiter verbinde sich damit die Vorstellung, daß für einen Seehafen das Hinterland der allein ausschlaggebende Faktor sei. Das sei nicht unbedingt so. Die Benutzung eines Hafens geschehe von den verschiedensten Gesichtspunkten aus. Mit entscheidend für einen Seehafen "sei oft genug die Bedeutung, die der Hafen als Handelsplatz hat, andererseits üben die Lagergelegenheiten einen Einfluß aus. Das Hinterland selbst sei nicht absolut zu gliedern, oder das Land einem bestimmten Seehafen als Hinterland zuzumessen, vielmehr überschneiden sich die Bereiche der Häfen ie nach der Art der Güter, nach Einfuhr oder Ausfuhr u. dgl. Oft genug aber sei der Hafen die Vorbedingung für die Entwicklung mächtiger, reicher Gemeinwesen. Interessant sei es, die Seehäfen im Lichte der Geschichte zu betrachten. AInterscheiden muffe man drei verschiedene Formen von Häfen. Man spreche von einem Hafen als Vermittler des Warenaustausches, von einem Zwischenhanhelshafen und dem Reedereihafen, der eine Aushilfsfunktion übernommen hat. Hamburg, Deutschlands bedeutendster Hafen, sei der größte Austauschhafen. Ihm diene ein weitreichendes Hinterland. Seit dem 16. Jahrhundert sei Hamburg tonangebend. Wichtigstes Ausfuhrgut fei lange Zeit schlesisches Leinen gewesen. Sehr stark wurde der Hafen für die Einfuhr von Kolonialwaren in Anspruch genommen. Lübeck habe während des Mittelalters eine Vormachtstellung als Zwischenha^delshafen gehabt. Der Hafen habe insbesondere der Vermittlung der Güter der Ostseeländer und Rußlands mit aller Welt gedient. Die Waren seien in Lübeck ausgeladen, auf die Eisenbahn verfrachtet, nach Hamburg gebracht und von dort aus in alle Welt verladen worden. Der Bau der Kanäle zwischen Hamburg und Lübeck habe dem Lübecker Hafen (da sich Durchgangsverkehr entwickelte) stark Abbruch getan. Der bedeutendste Hafen der Ostsee sei Danzig gewesen. Holz und Getreide waren die Hauptausfuhrgüter, die über Danzig gingen. Danzig habe stets schwer zu kämpfen gehabt und sei durch die politische Entwicklung immer in das Hintertreffen gedrängt worden. Die neuere Entwicklung bewegte sich durch den Bau des polnischen Hafens Gdingen in ungünstigster Linie. Bremen fei von Natur aus benachteiligt, denn das unmittelbare Hinterland sei nicht besonders produktiv, die Weser außerdem schlecht schiffbar: in Bremen fei deshalb die Reederei und die Linien-Dampfschiffahrt groß geworden, die Einfuhr afrikanischer Güter wurde bewußt gefördert und fo die bedeutsame Stellung gehalten, die Bremen bisher immer einnahm. Im weiteren Verlaufe des Abends schilderte der Redner noch kurz die Geschichte der Häfen Memel, Königsberg, Stettin, Stralsund, Rostock und Emden. Er betonte, daß für die Geschichte der deutschen Seehäfen immer die menschliche Einwirkung entscheidend gewesen sei, während geographische und wirtschaftliche Lage nicht unbedingt so einflußreich waren, wie man gemeinhin annimmt. Mit einer beispielhaften Vergleichung der Häfen Hamburg, Lübeck und Bremen untereinander fand der beifällig aufgenommene Vortrag feinen Abschluß. Srauengruppe der Deutschen Volkspariei. Man berichtet uns: Die Frauengruppe der Deutschen Dolkspartei hielt dieser Tage ihre sehr gut besuchte Monatsversammlung ab. Zuerst ehrte die Vorsitzende in warmen Worten das Andenken eines der treuesten Mitglieder, Frau Minna Naumann, die, zehn Jahre als volksparteiliche Stadtverordnete tätig, in unverbrüchlicher Traue bis zuletzt der Partei verbunden war. Nach einigen geschäftlichen Mitteilungen sprach Frau Maria Birnbaum über „Die Bedeutung der Wahl", die so schicksalsschwer für Volk und Staat sei, daß jeder die Pflicht habe, sich eingehend damit zu befassen. Sie zeichnete zuerst die staatspolitische Krise und im Zusammenhang damit die Entwicklung des Nationalsozialismus. Die au einer Gesundung des Staatslebens notwendigen Reformen, wie die der Verfassung, Verwaltung, des Parlamentarismus, Rundfunkprogramm. Sonntag, 6. November. 6.35 Alhr: Von Hamburg: Hasenkonzert. 8.15: Choralblasen (veranstaltet von der Zentralstelle für Kirchenmusik der Evangelischen Landeskirche Frankfurt a.M.) 8.30: Evangelische Morgenfeier (veranstaltet von der Evangelischen Landeskirche Frankfurt a.M.). 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.20: „Die Geschichte vom lebendigen Brot". Von Peter Kremer. Sprecher: Alexander Engels. 10.45: „Die Erschließung eines Neulandes", Vortrag von Geheimrat Dr. Leo Frobenius über seine soeben abgeschlossene 10. Fezzan-Expedition. 11.15: „Die Repertorirepläne des Mainzer Stadt- lhealers". Von Intendanten Paul Trede. 11.30: Von Leipzig (Gustav-Adolf-Kapelle): Gottesdienst. 12.15: Mittagskonzert l (Blasmusik). 13: Mittagskonzert 11. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend. 16: Dreißig bunte Minuten. 16.40: Nachmittagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 18.05: Vortrag. 18.30: „Rheinische Charakterbilder: Fürst Metternich", Vortrag von Dr. Kurt Rheindorf, Frankfurt a. M. 19: Don Berlin: Orchesterkonzert des Berliner Konzertvereins. In den Pausen: Bekanntgabe der Wahlergebnisse bis zur Feststellung des vorläufigen Endresultats. Anschließend von Berlin: Unterhaltungsmusik. In den Pausen: Bekanntgabe der Wahlergebnisse bis zur Feststellung des vorläufigen Endresultats. Montag, 7. November. 7.20 Alhr. Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittaaskonzert I auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert II des Rundfunk-Orchesters. 15.20: -Wie kann ein Mädchen sprachliche, pädagogische oder künstlerische Befähigung beruflich aus» rrühen?", Vortrag von Dr. Käthe Gaebel. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: „Die große Rolle", Vortrag von Professor Dr. Martin Sommerfeld. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.30: „Wer ist es?" (II). Literarische Rätsel, aufgegeben von Wolfgang Weyrauch. 19.50: Selbstanzeigen, Werner Deumelburg spricht über sein neuestes Werk: „Bismarck". 20.05: Großer Saal des Saalbaues, Frankfurt a. M.: 3. Montags-Konzert des Frankfurter Orchester°Vt..eins. 22: Aus der Arbeit der Winterhilfe: Wir wollen helfen, wer hilft mit? 22.45: Nachtmusik. Dienstag, 8. November. 7-20 Frühlonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.40: „Die Oder, der Lebensstrom Schlesiens und der Stadt Breslau" (Staffelhörbericht für Kinder vom 13. Jahre ab). 12: Mittagstonzert I Kapelle der Orchestervereinigung Münchener "Sc- rusömusiker. 13.30: Mittags.onzert 11, auf Schall- platten. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Nachmittag. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: Vortrag von Dr' Stickler. 18.50: „Stadt- und Landfrau im Dienst der Deutschen Woche", Vortrag von Johanna Bopp, Darmstadt. 19.30: Alnterhaltungskonzert des Philharmon. Orchesters Stuttgart. 20.30: (M, Breslau): Hannibal, Tragödie von Chistian Dietrich Grabbe. 22.10: Schumann-Theater: Variete. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Lied und Tanz. Mittwoch, 9. November. 7.20 Alhr: Frühkomert auf Schallplatten. 10.10 vis 10.40: „Eine halbe Stunde auf dem Reisebureau." Hörbild von Actualis. 12: Von Augsburg: Mittagskonzert I des Augsburger Konzertorchesters. 13.30: Mittagskonzert II. 15.15 bis 16.15: Der Singkreis eines Iungenbundes auf Fahrt und Lager. Altdeutsche Lieder für Feier und Fest, gesungen vom Singkreis des Horstes Gießen int Deutschen Pfadfinderbund. 17: Nachmittagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 18.25: „Gesellschaftsleben der primitiven Völker", Vortrag von Professor Dr. Ernst Vatter. 18.50: „Die Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft", Vortrag von Professor Schmitt. 19.20: „Neues aus aller Welt", von Prof. Dr. Walter Tehrmann. 19.30: Freiburg: Alnser Volkslied. I. Oberbaden. 20: Quellen, die die Wirtschaft speisen. I. „Oel." 21: Aeltere Tanzmusik. Gespielt vom Rundfunk- Orchester. 21.30: Die Entwicklung des deutschen Streichquartetts. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Kapelle Ludwig Wörthmüller. Donnerstag, 10. November. 7.20: Frühkonzert. 9 bis 9.45: Von Berlin: Schulfunk. Gemeinschaftssendung der deutschen Schulfunksender: „Sanssouci". Ein Hörbericht (mit Beteiligung von Schülern) unter Leitung von Dr. Ernst Eall, Direktor der staatl. Schlösser und Gärten, Berlin. (Für Kinder vom 13. Jahre ab.) 12: Mittagskonzert I auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert II: 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17. Nachmittagskonzert des Rundfunk- Orchesters. 18.25: Zeitfragen. 18.50: „Bilden Waren- und Devisen-Derrechnung eine neue Wirtschaftsform?", Vort?ag von Herbert Kayser. 19.25: Bericht über die Ergebnisse des Vortragswettbewerbs. 20: Expansion. Ein Hörstück von Leopold Lorenz. 21: Fideles Wien. 21.30: Klari- netten-Triv. Freitag, 11. November. 7.20 Alhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagstonzert I des Rundfunk-Orchesters. 13.30: Mittagskonzert II auf Schallplatten. 17: Nachmittagskonzert. 18.20; Gespräch mit einem jungen Kaufmann, geführt von Dr. Fritz Buß. 18.55: „Großbetrieb, Mittelbetrieb und Kleinbetrieb", Vortrag von Dr. C. A. Schleußner. 19.30: D'r Prestlengsgockel (schwäbischer Schwank in drei Auszügen von Rudolf Bader). 20.50: Aus der Bundeshalle Reutlingen: Opern-Abend. 22.45 bis 24: Nachtmusik. Samstag, 12. November. 7.20 Alhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.40: Schulfunk: „Philotas", Trauerspiel in einem Akt von Gotthold Ephraim Lessing. 12: Mittagskonzert I auf Schallplatten. 13 30 bis 14.30: Mittagstonzert II des Rundfunk-Orchesters. 15.30 bis 16.30: „Kinder der Schule zu Hornbach (Odenwald) spielen und fingen“. 16.30: „Ein rheinischer Weberjunge erzählt", Improvisation von Paul Laven. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: „Arbeitsbeschaffung und Althausbesitz", Vortrag von Regierungsbaumeister a. D. Beigeordneter Otto Schmidt, Trier. 1850; „Die Maßnahmen der Reichsregierung zur Erleichterung des Geld« und Kreditmarktes", Vortrag von Professor Dr. L. Albert Hahn. Mitglied der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau. 19.30: Rezitation, Lydia Dusch. 20.05: Aus der Stadt» -lPvrr, :tayi- gewölbe einer Großbank hinterlegt habe und in den nächsten Tagen solle es nun losgehen ... Da aber Philipp Holz mann . . . . Zemenlweri Seidelberg. . Cemeniwerk Karlstadt. . . Wahtz & Frevtag . . . . Schultheis Patzenhofer . . . Alu <'Allgemeine Kuastfeide) Bcmberg......... Zellstoff Waldhof Zellstoff Afchassenburg . . . Deffauer Gao....... Daimler Motoren Deutsche Linoleum . . . . Orenstetn & Koppel . . . . Leonhard Tietz...... Svenska......... Thade "^Vereinigte @Ian5ftoff.3abriten A G., Elberfeld. Wie WTB.-Handelsdienst hort, hat die Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG., Wuppertal-Elberfeld, eit Anfang September eine erhebliche Steigerung der Nachfrage, verbunden mit einer gewissen Entlastung der Lagervorräte, zu ver- zeichnen. Diese Verminderung der Lagerhaltung genüge bei den reichen Vorräten jedoch nicht, auch weiterhin eine wesentliche Erhöhung des Beschäftigungsgrades der Gesellschaft zu erreichen. Ob die beobachtete Geschäftsbelebung anhalten werde, lalle sich im Augenblick noch nicht sagen und hange völlig von der zukünftigen wirtschaftspolitischen Entwick- . . 5 . . 8 . . 0 . . 6 . 10 1 6 . . 6 . . 0 . . 8 . 4’/2 . 10 . . 6 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Tapkr.n nngesührten Aisfern geben die höh- der 8ule6t beichl°!,-n-n Dinid.nde an. - R-ich-b°nkdi«,°n. 4 o.5)„ Lombnrdzin-futz^y. Die 1. Mannschaft ist diesmal spielfrei. Reserve hat einen Gegner vor sich, gegen sie kaum Lorbeeren ernten wird. Der 1. Els „Teutonia" Watzenborn-Steinberg haben ,ie nämlich aegenüberzutreten, und damit den gefährlichsten Gegenspieler vor sich. Die Grunweißen haben sich zwar vorgenommen, energifchften Widerstand zu leisten, wie das Spiel aber nus- gehen wird, das ist noch sehr fraglich. Die besfe- ren Aussichten haben unzweifelhaft die Gaste. Die Reserve hat bei den Verbandsspielen Dieser Saison noch keinen Pluspunkt auf ihr Konto gebracht. Das Spiel findet auf dem Wald,port- plah statt. Der 3. Mannschaft wird es in ihrer gegenwärtigen Verfassung sehr schwer fallen, gegen die eifrige 2. Elf des Sportvereins Garbenteich siegreich zu sein. 2lm Drotgetreidemarkt stand Weizen im Vordergründe des Fnteresses. Das fast völlig fehlende Angebot, die lebhafte Rachfrage der Mühlen und des Handels sowie die älnterstühung der GFC. führten zu emer merklichen Befestigung. Hinzu kam der gebesserte Mehlabsotz, der für die Geschnftsbelebung ein weiteres anregendes Moment war. Die Preiserhöhung betrug für Weizen 7,50 Mark wahrend Roggen diese Besestigung nur im ilmjan^ von 2 50 Mark mitmachte. Das Angebot halt sich awch hier zurück, anderseits ist auch wieder die Rach- frage durch den geringen Konsum eingeengt Die DGH. nahm einiges Material aus dem Markte. Es notierten: Weizen, 76,5 Kilo (Hektoliter- aewicht) gut, gesund und trocken, 211 bis 212,50, Roggen, 70,5 Kilo (Hektolitergewicht), gut, gesund und trocken 165,00 Mark pro Tonne. Für Hafer und G e r st e war die feste Haltung von Brotgetreide ohne Einfluß. Das Offer- tenmaterial ist zwar gleichfalls gering, und die Forderungen bewegen sich auf ber öer Vorwoche. der Konsum legt jedoch ebenfalls starke Zurückhaltung an den Tag. Sommergerste für Drauzwecke 185,00 bis 187,50; Hafer (inländisch) 140,00 bis 145,00 Mark Pro Tonne. Am Futtermittelmarkt ist gleichfalls eine festere Tendenz zu verzeichnen. Wahrend sich Kleie und ölhaltige Artikel befestigten, lagen Treber und Rachmehle stark vernachlässigt. Die Ein- , führung der amtlichen Rotierung für Soiabohnen, f 9 Ü J Amerllcmtfche Sloten Belgische Noten......... Dänische Noten Englische Noten......... Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Rumänische Noten Schwedische Noten........ Schweizer Noten......... Spanische Noten......... Ungarische Noten IU*9 Maschinenfabrik A u g s b u r g - N ü r n- ucly FF., Augsburg. Die Mafchinenfabrlk Palmkuchen und Erdnußkuchen wurde zum amge> I ^naj Abzug ter Abschreibun» kündigten Termin nicht vvrgenommen. ^m^eien 1,36 Millionen Reichsmark) einschließlich Markt hörte man leicht erhohtePrei^. Die Woche gen £ 1,20 Millionen Reichsmark schloß zu folgendeni Preisen:^^kleie 7..50 bis tes wewi^ 24734 ^M. ab (i. B. 7£0, Roggenkleie ^>60 bis ^,75 Heu 4 50 bis 4,75 Millionen Reichsmark Reingewinn), der vor- Weizen- und Roggenstroh, drahtg^reßt, 2^ bis roerten soll. Es kommt also wieder keine 2,50, dasselbe, Pbundelt, 2,25 bis 2,50, Trete Bertcilung. Der Beschäftigungsstand 10,75 Mark pro 50 Kilo. w hpr Gesellschaft ist in den Monaten nach dem Iah- Tas Mehlgeschaft war in dieser Woche r ,,[ur 30.Juni 1932 gleich geblieben, hält recht lebhaft; anregend wirkte die feste ^^mg I B jn einem |ef)r mäßigen Umfang. Zwar des Brotgetreidemarktes. Cs notierten, ^k^en» > & letzten Zeit die Kundenanfragen mehl, südd., Spez.0 mit 2lustaZchweizen29 50 bis h°be^ sich n ter letzi n F beträchtlich 30,50, dasselbe, niederrhein. Spezial 0^mit Aus- schon mit Abschlüssen „u u.a. °uch'Zrb--t°n für SÄ Ä ORartU 50 KU° « Äraff unb El4t a., -L-entenö. ruhig. Berlin. Die Generalversammlung ter Berliner rvocyenvency! Äraft unj> Licht AG., Berlin, genehmigte den ÖOtn Frankfurter Schlachtvlebmarkt. Abschluß für das erste volle Geschäftsjahr 1931/32 Am Frankfurter Schlachtviehmartt hatten G- und'setzte schäft und Preistendenz in dem abgelaufenen I IZ->friebsaesellschast der DKL., in den von Sct;i)t6abfnitt hin« s°nd°rUch°n Okranfrerun. ^e'bene5n ™aftMrten 532 (i. S. 680,4) OltitL gen zu verzeichnen. i/wh und von fremden Werken, vor- Am Rin der markt machte sichdas An- ^vn «:zeugr^ ^^werke AG., 376,5 (353,6) gebot von Weitefettvieh stark bemerkbar. Wah- g ß a?n @ aenc Er eugu g und Strömend gute Qualitäten keine Preisver uste erlckten, K^h ab-^ufa^men um 12,1 ü. zurück, fanden nicht schlachtreife Tiere zu billigeren Pr - ''Ergebnisse des Geschäftsjahres 1932 der sen Unterkunft. Der Auftrieb war mit 1462 ©Urf Z^r tee^rgeonme ve» j^en noch keine gegen die Vorwoche um 9 Tie^ geringer. Bei Ute® g Voraussagen gemacht werden. Wenn ruhigem ^schäftsgang wurte ter Markt zum ^.dg Ereignisse eintreten, könne geraum OJlen al) 29 bi| 32 2) einem normalen Ergebnis gerechnet Frcmlfurter Mafchiueu . . . . O| Gritzner..........0 Mainkraftwerke Höchst a.M.. . 4 Datum 3ttebcct Monfan......7. Vereinigte Stahlwerke .... Otavi Minen....... Kaliwerke Afcheräleben . . . Kaliwerke Westeregeln . . . Kaliwerke Salzdetfurth . . . Frankfurt a.M. Sch'uß' Lnd.'' kurs börse Frankfurt a. M. Lerlm Schluß- furt Schlußl. Abend- bors- Echluß- lurs Echlußk. Mittag- börse Datum 3-11 ■ 4.11. 3-11. 4.1b Schlußkurs Gchlußk. Abend- börse Schlußkurs Schluß!. Miltog- börfe_ 3-11. 4.11. 3.11« 4-11. - — ■ - — 0 22 22,5 21,65 22,25 0 15,5 15,5 15,25 15,5 6 97 100 — —— 6 00 99 102,75 9 161 161 160 160 7 _ 96,25 93,75 95,5 10 140 140,75 — — 0 26,75 26,5 26,9 26,75 0 38,75 39,5 38,65 39 0 33,5 33,5 33 0 52,65 53 52,5 53,75 4 39,5 —— c 18,1 50 0 4,8 4,8 4,5 54,13 54,5 s 53 54 52,75 53,75 c 54 55,5 52,25 55,25 t 42 42,5 41,75 42 27 26,75 - — 87,65 88,5 . 1 18,5 19,5 18,25 19,9 43 43,25 42,75 42,5 31,75 25,75 42 42 42,75 42 — — — 1 157 156 154,5 156 Schluß- kurs Echlußk. Miitag- börie 3.11. 4-11. 15,65 16,25 — — —— - ■ — 16,25 16,9 39 39 89 89,5 53,5 53,5 — — 75 75 61,75 61,75 124,75 126 Amtliche Rotierung Amtliche Rotierung weid | 3r1e' Geld Brie" 6,044 6,056 6,044 6,056 51,95 52,05 51,95 52,05 12,465 12,485 12,465 12,485 — —— 3,057 3,063 3,057 3,063 169,63 169,97 169,63 169,97 70,28 70,42 70,33 70,47 72,18 72,32 72,08 72,22 72,73 72,87 72,73 72,87 13,85 13,89 13,83 13,87 0,918 0,922 0,918 0,922 4,209 4,217 4.209 4,217 58,52 58,64 58,54 58,66 21,56 21,60 21,56 21,60 16,54 16,58 16,54 16,58 81,19 81,35 81,19 81,35 34,52 34,58 34,45 34,51 82,04 82,20 82,04 82,20 0,889 0,891 0.889 0,891 0,294 0,296 0,294 0,296 5,634 5,646 5,634 5,646 12,76 12,78 12,74 12,76