Donnerstag, 4- August 1952 182. Jahrgang Gr. 181 Scühaussave NSDAP, und Kabinett Papen nach -er Wahl beit die man bei Notstandsarbeiten oder Für- , sorgea'rbeiten nicht findet, die Harmonie zwischen | -DUO. ®ine । scheu bevölkert die | mee von 427 OOO Wen Karstadt AS, ÜTB.-Handelsdlenst 51®., Berlinchani- Lerlin, einen Kredit ieichsniark erhalten, lausender Verbind- iteren Information demnächst ein Sc« (merita fahren, um is, beren UHitmr- luereidjenbtn Sa- !rhandeln. Sichen. martt in Tiefen tat Lr notierten 9 bis 14 Hart; >iS 18 Mark; acht 8 22 Mart; Läufer Marttverlaus flott, Wer Arbeit und Pflicht als eine drückende Beigabe des Lebens betrachtet, muh arbeitslos sein, um zu erkennen, daß die Last selbst der schwersten Arbeit leichter zu ertragen ist als em dauernder Zustand der Untätigkeit. Allein von diesem Gesichtspunkt aus gesehen rst der Gedanke des Freiwilligen Arb er ts dienst es von ungeheurer moralischer Tragwerte. Wie jedes Neue, ist auch der Freiwillige Arbeitsdienst ein willkommenes Streitobjekt für die Theoretiker, die teils dafür, teils dagegen sind. Em Berliner Blatt hat in seinem Leserkreis den Freiwilligen Arbeitsdienst zur Diskussion gestellt. Es haben sich zum Wort gemeldet Dolkswirtschastler der Arbeitnehmer- und der Arbeitgeberrichtung unb die Praktiker, die Bürgermeister der Städte in denen der Arbeitsdienst bereits durchgefuhrt wird, und die Arbeiter selbst. Die Volkswirt- schaftler der Arbeitgeberrichtung haben ihre Bedenken, ob der vom Staat organisierte Arbeitsdienst nicht eine Beschränkung der freien Wirtschaft darstelle. Die Theoretiker der Arbeitnehmergruppen erklären u. a., daß die 2lvbeiter- klasse in ihrem eigenen Interesse diesen Plan vereiteln müsse, denn die Löhne würden dadurch gedrückt und die Arbeit entwürdigt, indem sie nicht ausreichend entlohnt wird. Aus einem freien aufstrebenden Arbeiter werde ein kümmerliches Glied einer innerlich und äußerlich unfreien fronenden Gemeinschaft. Der Arbeitsdienst sei keine Lösung der sozialen Frage. Die Ansichten derjenigen, die das Problem nicht theoretisch studiert, sondern praktisch gelb st haben, fühlen sich aber keineswegs in einem solchen entwürdigenden Frondienst, sondern sie fühlen sich befreit von der viel härteren Fron des Stempels vom Arbeitsamt. Einer, ein 35- jähriger Arbeiter, erklärt: Solange mir keine Arbeitsgelegenheit geboten wird, werde ich den Freiwilligen Arbeitsdienst so handhaben, als wenn es mein eigenes Unternehmen wäre. Ein anderer, ein 35jähriger Steinbrucharbeiter: Jetzt geht man jeden Morgen an seine Arbeitsstelle, trifft sich mit seinen Arbeitskollegen und freut sich, wenn man wirklich wieder einmal unter arbeitswilligen Kollegen ist. Ein 30jähriger Zimmermann: Eine Freude, im Monat Mai arbeiten zu dürfen, statt der Arbeitslosigkeit preisgegebcn zu sein, welche einen mit der Länge der Zeit stumpfsinnig machen kann. Ich darf von vielen meiner Kollegen sagen, daß sie chre Stellung als Mensch wieder behaupten, indem nach getaner Arbeit, Wie zum Beispiel am Samstag, auch ein Lied durch die Fluren schallte. Ein ISjähriger Maurer möchte daß alle Arbeitslosen zum Arbeitsdienst berechtigt wären, selbst wenn sie noch keine Bei- träge zur Arbeitslosenversicherung geleistet haben. Annahme von Inselgen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20X mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Deranttoortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämttich in Gießen. Die Neugliederung preußischer Landkreise in der Provinz Hessen-Nassau. v. Papen, Dr. Bracht und Frhr. v. Gahl irgend- welche Rücksicht zu nehmen. Ich brauche nicht darauf hinzuweisen, daß wir Nationalsozialisten Borkommnisse, wie in Königsberg, scharf verurteilen und ablehnen. Wir bedürfen auch keiner Belehrung durch Herrn Dr. Bracht über das, was Disziplin ist und über das. was die Staatsnotwendigkeiten verlangen. Wir sind durch die preußischen Innenminister seit November 1918 daran gewöhnt, daß die am lautesten nach Staatsdisziplin rufen, die in ihrer parteipolitischen Auffassung von dieser Staatsdisziplin erheblich weniger erkennen lassen als wir. Die Reichstagswahlen werden mit ihrem ungeheuren Sieg der NSDAP, nicht nur die Neuordnung der Dinge im Reich herbei- führen müssen, sondern auch die endgültige Regelung der preußischen Staatsangelegenheiten bringen. Wir Nationalsozialisten in Preußen lehnen eine Statthalterschaft getarnter Zen- trumsleute in dem Staate Friedrichs des Großen ab. wir Preußen find gewohnt, uns selbst zu regieren. Auch die getarnten Zentrumsleute wollen davon Notiz nehmen, daß wir nicht darum ein Jahrzehnt und länger im härtesten Kampfe gestanden haben. Arbeitsamt, Gemeinde und Arbeitern des Freiwilligen Arbeitsdienstes. Eine „Lösung der sozialen Frage" ist der Arbeitsdienst gewiß nicht, aber er kann das näher- liegende und dringlichere Problem der Bewahrung der Arbeitslosen vor körperlicher und geistiger Verwahrlosung lösen, und darauf kommt es heut« an. Die Romantik der Landstraße gehört der Bergangenheit an. Es sind nur noch wenige, die wandern, um zu wandern, für die es Stadt- und Landgrenzen nicht gibt, deren Feld die Welt ist, daß sie im Laufe eines langen Lebens zu durchtippeln suchen. Berschollen sind ihre Lieder, verschwunden die prachtvollen Grauköpfe, die, zerlumpt und schäbig, an den Türen klopfen, mit einem Teller Suppe, einem Stück Brot zufrieden waren. In der Mühsal ihres unsteten Daseins hatte sich bei den struppigen Gesellen ein Lebensmut entwickelt, ein aus der Natur geschöpfter Humor, den der Seßhafte bestaunen und bewundern muhte. Sie sind dahin, die mit einem heißen Sommertag nichts besseres anzufangen wußten, als still im Wald zu liegen und ins Blaue zu träumen — Dillenburg, Reg.-Bez. Wiesbaden, eingegliedert. (Vergleiche Zisfer 7.) Die bisherigen Landkreise Fulda, Gersfeld. Fritzlar, Homberg, Kassel, Molfhagen, Marburg, Kirchhain und Herrschaft Schmalkalden werden a u f g e l ö st. Regierungsbezirk Wiesbaden. 5. Die Landkreise Obertaunuskreis und Ufingen werden zu einem neuen Landkreise Obertaunuskreis mit dem Kreissitz in Bad Homburg v. d. H. zusammengefchlofsen. Die Landgemeinden Brandobern darf, Espa, Kleeberg und Weiperfelden des neugebib beten Obertaunuskreises werden in den Kreis Wetzlar eingegliedert. Die Landgemeinden Niederems, Reinborn, Reichenbach, Steinfischbach und Wüstems des neugebildeten Obertaunuskreises werden in den Landkreis Untertaunuskreis eingegliedert. Die Landgemeinden Hämischen und Hasselbach des neugebildeten Obertaunuskreises werden in den Landkreis Limburg eingegliedert. Die Landgemeinden Emmershausen, Gemünden, Heinzenberg, Mönstadt und Winden des neugebildeten Obertaunuskreises werden in den Oberlahnkreis eingegliedert. 6. Die Landkreise Westerburg unb Ober- westerwaldkreis werden in einen neuen Landkreis We sterburg mit dem Kreissitz i n Westerburg zusammengeschlosjen. Die Landgemeinden Girod, Görgeshausen, Großheubach, Heilberscheid, Hundsangen, Kleinheubach, Nentershausen, Niedererbach, Nomborn, Obererbach, Oberhausen, Pütschbach, Ruppach, Steinefrenz und Weroth des neugebildeten Landkreises Westerburg werden in den Unterwesterwaldkreis eingegliedert. 7. Die Landkreise Dillkreis unb Biedenkopf werden zu einem neuen Landkreise Dillen» Methode, den Siegeszug des Nationalsozialismus zu sabotieren. Herr von Papen habe dem Marxismus durch feine Notverordnung und durch die weite Hinausschiebung des Wahltermins zwei bis drei Millionen Stimmen gerettet. Ungehindert von der Reichsregierung hätten die schwarz-roten Parteien in ungehemmter Demagogie gegen den Nationalsozialismus Hetzen können. Das Verhalten des Reichs- kommiffars Dr. v r a ch t zeige, daß dieser Zentrumsmann den Nationalsozialisten gegenüber die Rolle des Herrn von Kahr zu spielen bereit sei. Der einzige Mann im Reiche und in Preußen, der an dem Spiel der getarnten Zentrumsmänner nicht beteiligt fei, sei Reichswehrminister von Schleicher. damit als Endergebnis ein Kabinett an- geblich neutraler Verwaltungsaristokraten das Steuerruder des Reiches in die Hand nimmt. Der „Erfolg" der Herren von Papen und Dr. vracht in Preußen ist lediglichdie Zunahmeder Kommunistischen Partei seit den preuhenwahlen um 729 000 Stimmen. Die fast 14 Millionen, die am 31. Juli sich zum Hakenkreuzbanner bekannt, fordern nunmehr die Uebcrnahme der Staatsgewalt durch den Nativ- nalfozialismus. Wo bürgerlich regiert wird, triumphiert der Marxismus. Kein Hitler-Interview des News Chronicle. München, 3. Aug. (CNB.) Zu dem gemeldeten Interview Hitlers mit dem Korrespondenten des News Chronicle erklärt die Presse st ekle der Reichsleitung der NSDAP., daß ein solches Interview nie sta t t g e f u n d e n habe, um so mehr, als Mr. Davenport, der Korrespon dent des News Chronicle, Adolf Hitler überhaupt nicht kennengelernt habe. Davenport habe lediglich mit dem Auslandspressechef der NSDAP, gesprochen. Auch die Bürgermeister wissen nurvongu- ten Erfahrungen mit dem Arbeitsdienst zu berichten. Trotz der verschiedenen Berufe der einzelnen Arbeitswilligen erftillt ieder fernen Postern Sie heben die gute Kameradschaft unter den Arbeitern hervor, eine Freude an der Ar- Randnoten. Nicht die Wirtschaft, wie es Walther Nathenau Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Silagen: Die Illustrierte Gießener tfamilienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Vezugrpreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, zernsprechanschlüsse inter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehea. poftscheckkonlo: Frankfurt am Main 11686. -ldebime. uquft. Es wurden 190 Mark, Winter- 172,50, Hafer (In- nmehl MMches, ) 37,50 bis M slauf-ftvchen) 37,50 127,50 bis 28 W' »art. - T^enz. n f in Mgen. « NI« N K markt waren W egen aufgetrieben, arkt war mahig, eV sechs Wochen dreizehn ' wurden vnlaust jo Dl- M W mnerunS w der Bogelsprache kund wie Salomon. Aus der Landstraße ist ein soziales Pro» blemvon tiefsterTragik geworden. Was die Landstraße heute bevölkert, das sind keine Brüder Straubinger, sondern das sind Entwurzelte, keine Glückssucher, die erkennen, daß die Un- rast ihr Lebensglück darstellt, sondern Menschen, die nach Brot suchen, die der Not ihrer Heimat entfliehen wollen, um nichts als Bot zu find^i. Die Angaben der Berbände, die sich die Aufgabe gestellt haben, die Wandernden zu unterstützen, entrollen ein erschreckendes Bild. Eine Ar- ßen. lahmen werden- ,,Q"»-run, . "’S W Uh. SÄ iuI natur?!5 keine DieleÄtUnb die La»,, ,^trie. kZL «*U“"£S ein **» Ni, Berlin, 3. Aug. (TU.) Amtlich. Das Preußische Staatsmini st erium hat am 1. August eine DerordnungüberdieNeu- gliederung von Landkreisen erlassen, durch die insgesamt 58 Landkreise eingespart werden. Es handelt sich um Kreise in der Provinz Pommern (Reg.-Dez. Köslin), in der Provinz Niederschlesien (Reg.-Bez. Breslau und Liegnih), in der Provinz Sachsen (Reg.- Bdz. Magdeburg, Merseburg und Erfurt), in der Provinz Schleswig-Hol st ein, der Provinz Hannover (Neg.-Bez. Hannover, Lüneburg, Stade und Osnabrück), der Provinz Hessen- Nassau (Reg.-Bez. Kassel und Wiesbaden), der Rheinprovinz (Reg.-Bez. Koblenz, Köln und Aachen). Die Verordnung tritt am 1. Oktober in Kraft. Regierungsbezirk Kassel. 1. Die Landkreise Fulda und Hersfeld werden zu einem neuen Landkreise Fulda mit dem Kreissitz in Fulda zusammengeschlosfen. 2. Die Landkreise Fritzlar und Homberg werden zu einem neuen Landkreise Fritzlar mit dem Kreissitz in Fritzlar zusammengeschlossen. 3. Die Landkreise Kassel und W o l f h a g e n werden zu einem neuen Landkreis Kassel mit dem Kreissitz in Kassel zusammengeschlossen. 4. Die Landkreise Marburg und Kirchhain werden zu einem neuen Landkreis Marburg mit dem Kreissitz in Marburg zusammengeschlossen. In den Landkreis Frankenberg werden die Landgemeinden Allendorf bei Battenberg, Battenberg, Dattenseld, Berghofen, Deighausen, Bromskirchen, Dodenau, Eifa, Frohnhausen bei Dattenberg, Hatzfeld, Holzhausen bei Battenberg. Laisa, Oberasphe, Reddighausen und Rennertehausen des neugebildeten Landkreises ottaf Juli. ''"Sentit j.NMufenen penber Preis, U* ein e.' völlige AA KSZ ,0*i Sie 2 lutig. y«6t untinjeit. W Wtaj lemoufjcn bermtc- fälfte zeigten sich !."Sen Absatz, ^e ständige Ter- ein saisonmähiges "cilung nicht ahne em Schiveine- 'tuende die saisvn. wr, die sich aller« ;uem nur schwer konnten die Preis, ur zum Teil auf. Zuchtviehge. ton ungünstig be« Geschäftes wird deutschen Land st raßen. Diese Zahl ergibt sich aus Grund der Statistik der Tlebernachtungsstätten. Sie ist also eher zu niedrig als zu hoch, denn die Zahl derjenigen, die keine Asyle aufsuchen, sondern in Scheunen, Mieten oder irgendwo nächtigen, ist statistisch nicht erfaßbar. Man nimmt an, daß nicht jeder Wandernde Nacht für Nacht ein Asyl findet, sondern immer Tage dazwischen liegen, nach denen er sich sein Lager sucht, wo es sich ihm gerade bietet. Die Zahlen der Asyle und Herbergen geben demnach nur einen ungefähren Anhalt. Der Deutsche Herbergsverband gibt an, daß mindestens ein Drittel der von ihm betreuten Wandernden Jugendliche sind. Im Jahre 1931 nächtigten in der Herberge zur Heimat 58 000 Personen unter 18 Jahren, davon 3500 über 16 Jahre. Die Zahl der Personen zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr wird mit 100 000 angegeben. In den Herbergen an den Hauptwandtt- straßen kommen auf 100 Wandernde 80 Jugendliche Der Deutsche Herbergsverband hat versucht, nach dem Grund zu forschen, der die Menschen auf die Landstraße getrieben hat. Daß die Leute Arbeitsuche als Grund angeben, beweist nichts, denn immer ist der Wandernde auf der Arbeitssuche, auch wenn er sich längst der geregelten Arbeit entwöhnt hat. Erschütternd aber ist, daß einmütig zum Ausdruck kam, wie sehr die jungen Menschen unter ihrem ziellosen Dasein leiden wie sie sich nach der Rückkehr in ein geordnetes Dasein sehnen. Hier eröffnet sich eine soziale Aufgabe von ungeheurer Bedeutung, es gilt, eine halbe Million Menschen zu retten, die das Schicksal zu ZigeunErn gemacht hat und die nichts sehnlicher wünschen, als die Fesseln ihrer Freiheit abstreifen zu können. Wir Nationalsozialisten haben gar keinen Anlaß, im Reich oder in Preußen auf die Herren | MetzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick tm6 Verlag: vriihl'lche Univer^-its-Luch. und Steinöruderet B. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Seschäftrftelle: Schulftratze ?. Berlin, 3. Aug. (TU.) Im Preußischen Pressedienst der NSDAP, nimmt der Fraktions- Vorsitzende der nationalsozialistischen preußischen Landtagssraktion Abg. Kube äußerst scharf zur gegenwärtigen innerpolitischen Lage sowie zur Reichsregierung v. Papen Stellung. Unter der Ueberschrift „Der nationalsozialistische Sieg" sagt meinte, und nicht die Politik allen, wie es Na- . w- . - «* V°le°n verkündete, sind, das Schicksal, sondern MbllVUNg btX RelchsregiekUNg? Schicksal und Zukunft einer Nation bildet stets ihre Jugend. Biologisch gesehen, weist das Hereinnahme von Nationalsozialisten M deutsche Volk infolge der Kriegsverluste und des dasPräsidiallaßinett. ^^^urtenrückganges seit .1914 eine bedenkliche zah- Berlin, 3. Aug. (TU.) Der deutschnationale lcnmahrge Ueberlegenhert der Altersiahrgänge | . „ , 8 ' h- auf. Die Statistiker haben berechnet, daß in etwa ,,Coralan3eiger berichtet- Nach Beratungen d.e zehn Jahren durch den Ausfall dieser Alters- Hitler abgehalten hat, darf als sicher angesehen Generationen ein höchst gefährlicher Rückgang der tverben, daß öle Nationalsozialisten sehr deutschen Gesamtbevölkerung eintreten wird, der weitgehende Forderungen auf Hebet- In Rußland wohnen hundert Millionen Menschen unter 20 Jahren. Die polnische Geburten- zifser ist genau doppelt so hoch wie die deutsche. Die theoretische Statistik hat festgestellt, daß bei einem Anhalten der geringen Berliner Geburtenziffer Groß-Berlin in 150 Jahren nur noch 90 000 Einwohner zählt. Jeder „konstruktive Aufbauplan" einer deutschen Regierung hat daher mit dem Dien st an der deutschen Jugend zu beginnen. Es ist daher zu begrüßen, wenn der Reichsinnenminister F r e i h e r r v o n G a y l in einem Rundschreiben an die Unterrichtsminister i er^u 'a.'' daß' derReichstagswahlkampf die der einzelnen Lander die Richtlinien umnssen hat schwerste Belastungsprobe gewesen sei, nach denen in Zukunft die Erziehung der Jugend b-e -Nationalsozialistische Partei bisher habe erfolgen soll. Unendlich ist seit etwa 14 Jahren f nehmen müssen. Nachdem der Reichs- am Geiste der deutschen Jugend gesündigt wor- ^äsident v. Hindenburg Herrn Brüning und den. Man hat die Schule zum Gegenstand see- ^gierung nach Hause geschickt habe, habe lischer^perimente gemacht Die ewigen Werte ben Zentrumskanzler v. Papen sowie den der Ehrfurcht der Religiosität und der Baker- beutschnationalen Freiherrn v. Gayl in die Re- landsliebe sind in den sogenannten „marxistischen • ' -* berufen Aufbauschulen" buchstäblich mit Füßen getreten Sprung oeruien worden. Es gab Erzieher, die mit nichts ande- | unb nun begann man mit einer neuen rem ausgerüstet waren als mit einem abgrundtiefen Haß gegen Staat, Familie und Kirche, und die mit plumpen Fingern die seelisch feinsten Vorgänge des Kindergemütes verzerrten und verallgemeinerten. Auf der anderen Seite haben Arbeitslosigkeit und parteipolitische Derhehung dem Elternhause häufig den Charakter einer Stätte des Friedens und der sorgsamen Erziehung genommen. Die Dom Kulturbolschewismus geforderte Zerrüttung der Familie überlieferte die Kinder vielfach einem liebeleeren Dasein auf Kosten der öffentlichen Fürsorge. Und schließlich trägt unsere Parteipolitik ein gerüttelt Maß Schuld daran, daß heute die junge und jüngste Generation bereits mit Schlagworten vernebelt ist und über ihrer Kindheit nicht mehr der freundliche Schein eines großen Zusammengehörigkeitsgefühles, sondern der blutige Schimmer des Nächstenhasses und der Verhetzung schwebt. Cs ist besonders erfreulich, Daß der Reichsinnenminister diese Derhehung ,schlimmste Bersündigung an der Jugend und das Gegenteil einer Erziehung zu echter Staatsgesm- nung und Volksverbundenheit" nannte. Die Formen, in denen sich das Gemeinschaftsleben der Jugend vollzieht, Schule und Jugendbewegung, müssen von allen parteipolitischen Einflüssen freigehalten werden. Wer die deutsche Jugend bejaht, muß auch den Führerwillen des Staates bejahen, dieser Jugend die Formen vorzuschreiben, in denen sich ihre Vorbereitung für den Dienst an der Nation vollzieht. von den schwerwiegendsten politischen Folgen be- nähme der THitoerantroorfung in der gleitet sein könnte. Die deutsche Geburtenziffer Neichsregierung stellen werden. Rcichsptä- £:i9L^iUtCr- U 2 6 C r f ,r a n 3 5 f f $ 6 n; sident und Reichsregierung durften sich auf den ®ffc?e6et ® - 1L 9S?e‘ Äch° 2ug«nd und -lundpunk, ficUen öaf) d ° - j = 0 l« « S°bln°N die auswachsende Generation aber wird damit zum f e i n e n (S b a r a t l e r als P f höchsten Schah einer deutschen Zukunftshoffnung nctl gleichwohlbehalten muffe. Mit un- und zur letzten Reserve des deutschen deren Worten: Die in das Kabinett hineinzuneh- Bolkstums. Die gewaltigen Aufgaben, die menben Nationalsozialisten sollen nicht als diesem deutschen Volkstum inmitten des durch sinn- Parteiführer, sondern aus dem Grunde in lose Friedensverträge balkanisierten Europas Po- bic Negierung kommen, daß sie besondere Misch, kulturell und wirtschaftlich gesetzt sind, und / 1 i zlus de« 1 haben die Frauen sich bereit erklärt, ein 21 m a - r o > k *- 677*» ui,,. \S ""As- V X t B der < 1 ihre Tanzkunst entstelltes Gesicht brachte Rösing berühmten Re- Die Nonen Übung rufen. in der sie einst Objekt des Mit- sie als Russin die Welt durch erobere. Rach einer längeren Lehrzeit seine Schülerin zu dem damals der Mann, den sie liebte, ihr nicht erblicke. Um nicht in der Welt, Triumphe gefeiert hatte, ein 4 » ti .schwer. Cs wird ebenfalls bei Haitscheng und an anderen Orten gekämpft. Die Regierung hat in aller Eile Verstärkungen nach den bedrohten Stellen entsandt. Die Lage an den Grenzen der Provinz 2ehol wird ständig bedrohlicher. Stimmabgabe wesentlich beigetragen haben. Berlin, den 2. Äugust 1932. Der Reichsminister des Innern gez. Freiherr von Gayl. 9er Krieg zwischen Bolivien und Paraguay Oie ersten Kämpfe.-Große Kriegsbegeisterung in beiden Staaten. ÜN die Wahlvrgane. Wahl zum Reichstag hat übet 44,5 Mib deutscher Männer und Frauen zur Aus ihres staatsbürgerlichen Rechts ciufge. gisseur des Balletts der Mailänder „Scala". Karl D e l n i e f f. der sie sofort in seine Truppe aufnahm. 2lls aber der 80jährige Rösing der 17jährigen Woronina in allem Ernst einen.Heiratsantrag machte, erklärte sie ihm aufrichtig, daß sie bei aller Dankbarkeit, die sie gegen ihn empfinde, seinen Antrag doch nicht annehmen könne. , die nicht das geringste mit der Hilfspolizei zu tun hatten. Dank des Reichsinneliministers Die „blonde Carmen". Chronik eines tollen Lebens. Es wurde kürzlich gemeldet, daß C l § 0 de Merode, die einst gefeierte und durch ihre Beziehungen zu Leopold II. von Belgien vielgenannte Tänzerin, in einer Pariser Icchrmarktsbude wiedergefunden wurde. — Eine ähnlich romantische Erinnerung knüpft sich an den Ramen einer dereinst nicht minder berühmten Tänzerin: Lina Woronina, die jetzt im tiefsten Elend in Südamerika starb. Eine überaus romantische Geschichte, die ein packendes Sujet für einen Film abgeben würde, wird jetzt im Zusammenhang mit der vor kurzem in bitterer Rot in Südamerika verstorbenen berühmten Tänzerin, Lina Woronina, wieder aufgesrischt. Die „blonde Carmen" (unter welchem Ramen Lina Woronina in ihrer Jugend bekannt war) war die Tochter eines Clowns, der sie so mißhandelte, daß sie eines Tages mit dem Jongleur flüchtete, der im selben Zirkus tätig war. In Mailand, wo sie nach Wanderungen durch Bayern, Ungarn, Rumänien angelangt waren, erkannte der damals berühmte russische Tänzer, Stanislaus Rösing, in der hübschen Zirkusvoltigeurin ein großes Talent und machte ihr den Vorschlag, sie zur Ballettänzerin auszubil- dcn. — Ich mache aus ihr eine Tänzerin, deren Rame in der Geschichte des Balletts verbleiben wird, sagte Rösing schon damals voraus. Er gab ihr den russischen Ramen Lina Woronina und lehrte sie russisch sprechen, damit Keine einstweilige Verfügung im Grönlandstreit. Der Antrag Norwegens vom Haager Gerichtshof abgelehnt. Haag, 3. August. (WTB.) Der Ständige Internationale Gerichtshof hat heute nachmittag den ihm am 18. Juli unterbreiteten norwegischen Antrag um Erlaß einer einstweiligen Verfügung im dänisch-norwegischen Grönland-Konflikt für unbegründet erklärt und zurückgewiesen. Er behält sich aber das Recht vor, späterhin erneut zu prüfen, ob sich inzwischen Umstände ereignet haben, die den Erlaß einer einstweiligen Verfügung aufgrund des Artikels 41 des Statuts des Gerichtshofes noch als notwendig erscheinen lassen. In der Begründung legt der Gerichtshof dar, daß er die Möglichkeit habe, bestimmte vorläufige Anordnungen in Form einer einstweiligen Verfügung zu treffen. Im vorliegenden Fall bestehe jedoch dazu kein Grund. Die eventuellen Souveränitätsrechte, deren Wahrung den Erlaß einer einstweiligen Verfügung erforderlich machen könnten, ständen im jetzigen Vorverfahren nicht zur Debatte. Es geh« daher ausschließlich um die zweite Frage, ob ohne ein vorläufiges Eingreifen des Gerichtshofes e r nst e Zwischenfälle zu erwarten ständen. Der Gerichtshof habe jedoch den Eindruck erhalten, daß die im norwegischen Antrag ausgesprochenen Befürchtungen keinen aktuellen Charakter trügen. Beide Parteien hätten vor dem Gerichtshof offiziell erklärt, daß beide Länder alles vermeiden wollten, was zu einer Verschärfung des Konflikts führen könne. Daher sah sich der Gerichtshof genötigt, den norwegischen Antrag a l s unbegründet abz u lehn e n. Es sei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß in dem Aufsatz „Wem gehört Grönland?" (Gieß. Anz. vom 2. Aug.) dem Verfasser insofern ein Irrtum unterlaufen ist, als Norwegen niemals eine dänische Provinz gewesen ist, wohl aber durch Personalunion mit Dänemark verbunden war. Vorbereitung, Durchführung der Wahl und Ermittlung des Wahlergebnisses haben a n Schiffahrtsgesellschaften wie alle übrigen Ver> kehrsgesellfchaften ein, die zur Erleichterung zonenbataillon zu bilden. Das paraguaya- nische Oberkommando bestätigt die Räumung von Fort Bouqueron durch die paraguayanischen Truppen, gibt jedoch die Verluste der Bolivianer auf 60 Mann an. Berichte aus Bolivien und Paraguay besagen übereinstimmend, daß die Kämpfe chren Fortgang nehmen. Bolivianische Flugzeuge haben die russische Emigrantenkolonie Nemmonite erneut mitBombenbelegt. Der Präsident von Para- K verlangt in einer neuen Kundgebung an die ec Taten, die des Kampfgeistes ihrer Vorväter würdig seien. Der 17jährige Sohn des Innenministers hat sich auf einem Kriegsschiff als Matrose anmustern lassen. Seinen 14jährigen Bruder, der ebenfalls zu den Fahnen eilen wollte, wurde von den Behörden die Erlaubnis versagt. Die Regierung in Asuncion dementiert die Berichte, daß bolivianische Truppen einen Angriff auf Puerto Cnsado am Paraguay-Fluß ausgeführt hätten. Von 19 amerikanischen Staaten haben 15 ihre diplomatischen Vertreter in Washington angewiesen, Roten zu unterzeichnen, in denen Bolivien und Paraguay zur sofortigen Einstellung der Feindseligkeiten aufgefordert werden. Man erwartet, daß die übrigen amerikanischen Staaten sich dem Schritte anschlicßen werden. Die Rote der neutralen Regierungen hat der bolivianische Außenminister dahin beantwortet, daß Bolivien ge- "gen eine neutrale Untersuchung der Angelegenheit nichts einzuwenden habe und in der Zwischenzeit sich von jedem militärischen Vorgehen gegen Paraguay enthalten werde. Bon 6e5 artigen 0e B Verkehr.""' '"®enn natur0e"’aL Zustande "ich ^jcht m«h' (er entD" verkauft ° ? Mergeha' ^lsolschung ter ha' * ® davon j'1 ub, hoher als ju» Streng F Zalel»"1 : stimmt, daß J Hallungen. A den, dieses unverwischbare butter' oder » §och- und lÄ« einander zu F naturgemäß als »rotaurttn len, wahrend 5 ter von gerM langes W-' mehr vertan! butter. 6m i jnungen versl Jede Hau ter ein? ai zu verstehen -er Stallbu Aussehen vo Der „Angriff" fordert die Vollzugsgewalt für die ÄSDAp. Berlin, 3. Aug. (TU.) Unter der Überschrift „Wi r fordern Standrecht gegen die Moskauer Bluthunde" schreibt der nationalsozialistische „Angriff" im Anschluß an die Rachricht von der Ermordung des Rationalsozialisten Fritz Schulz in Berlin: Wir Rationalsozialisten sind jedenfalls nicht gewillt, uns weiterhin wehrlos abschlachten zu lassen und wir möchten den sehen, der es wagt, unter den obwaltenden Umständen einem S2ll°Mann einen Vorwurf daraus zu machen, wenn er'rechtzeitig zur Rotwehr zu greifen sucht. W i r fordern, daß es der SA. und SS. gestattet wird, sich bewaffnet auf der Straße zu zeigen, solange, bis endlich der Rotmord- Terror re st los gebrochen ist. Wir fordern weiter, daß zum Zwecke dieser Brechung des bolschewistischen Blutterrors die SA. und SS. als Hilfspolizei einberufen wird. Wir garantieren dafür, daß dann binnen wenigen Tagen der ganze Moskaufpuk aus Deutschland verschwunden ist. Wir fordern, daß nunmehr unverzüglich Rationalsozialisten die Dollzugsgewalt inDeutschland und inPreu- ßen übertragen wird, um so eine Wiederkehr des kommunistischen Räuberunwesens ein für alle Male unmöglich zu machen. Wir fordern endlich, daß die Kommunistische Partei, die nichts anderes ist als eine organisierte Derbrecher- bande. verboten wird und daß den Vertretern der blutrünstigen Moskauer Fremdenlegion der Zutritt zum DeutschenReichstag, in dem sie nichts zu suchen haben, verwehrt wird. Rur Deutsche, die sich bewußt zum deutschen Staat und Volk bekennen, haben in der obersten Vertretung des deutschen Volkes ein Recht auf Sitz und Stimme. Wir warnen dieRegierung.an diesen unseren Forderungen achtlos vorbeizugehen. Die VeMgnahme des „Panzerwagens" in Hofgeismar. Eine Erklärung der NTTAP. Kassel, 3. August. (WSN.) Zu der Bejchlag- nahmung des gepanzerten Lastkraftwagens in Hofgeismar und insbesondere zu der Feststellung von feiten der Regierung, daß die Bepanzerung des Kraftwagens auf 'Anordnung der Kreisleitung der NSDAP, erfolgt fei, erklärt d i e Gaupressestelle der NSDAP., Gau Hessen-Nassau-Nord, daß damit versucht werde, die politische Leitung der NSDAP, unter Entstellung der Wahrheit in diesem Fall mit hineinzuziehen. Es Das Zollsenkungsabkommen zwischen Holland, Belgien und Luxemburg. Haag, 3. Aug. (Täl.) Der Text des in Lausanne zwischen den Regierungen Hollands, Belgiens und Luxemburgs abgeschlossenen Zollsen- kungsabkommens wird nunmehr der Oeffentlichkeit übergeben. In dem Vertrage verpflichten^ sich die Parteien, gegenseitig keine neuen Zölle einzuführen und die geltenden Zollsätze jährlich um etwa 1 0 v. H. z u senken^, bis nach vier Jahren eine Zollssnkung von 50 v. H. erreicht ist. Die Parteien verpflichten sich ferner, gegenseitig keine neuen Ein- und Ausfuhrverbote und Beschränkungen oder Reglementierungen durchzuführen, außer in bestimmten Fällen. Renn Vorbehalte erstrecken sich u. a. auf den Handel mit Waffen, Munition Und Kriegsmaterial, ferner auf Gold, Silber, Papiergeld und Wertpapiere. Maßnahmen auf dem Gebiete der Devisenkontrolle werden hiervon nicht berührt. Wird der Handelsverkehr zwischen den vertragschließenden Parteien durch außergewöhnliche Umstände in Mitleidenschaft gezogen, dann hat jede Partei das Recht zu Einschränkungen der Ein- oder Ausfuhr überzugehen. Weiter sieht der Vertrag gegenseitige Meistbegünstigung vor. Seine Dauer ist fünf Jahre. Wird er nicht sechs Monate vorher gekündigt, bleibt er weiter in Kraft, und zwar jeweils für ein Jahr. Jeder dritte Staat hat die Möglichkeit, dem Vertrage beizutreten. Seine spätere Ausdehnung auf die außereuropäischen Besitzungen der vertragschließenden Parteien, für die das Abkommen vorläufig nicht gilt, ist vorgesehen. Heftige Kämpfe in der Mandschurei. Mulden, 3. Aug. (WTB.) Zwischen den japanischen und mandschurischen Truppen einerseits und den chinesischen Gegnern des neuen mandschurischen Staates andererseits ist es infolge der Angriffe chinesischer Truppen auf einige Punkte der Umgebung von Riutschwang (Inkau), eines bedeutenden Hafenplahes am Liaotung-Meerbusen, z u heftigen Kämpfen gekommen. Hier wird angenommen, daß die Angreifer Freiwillige sind, die unter dem Befehl Tschangshueliangs stehen. Die Verluste auf beiden Seiten sind M Llm-undA Schon seit Gemeinde de oder wenigs! besitzen. Vie! Weg auß i Gelnhausene Kirche bis Hauptsächlic den Weg al . schon erwog Dem IDui für gerat Zwar irai anschläge c: noch einma richtigen Äi Niger ist a eigenen @ott der Tißt Mögt helssmütz verfügbaren 1 meindegüede' verschafft. T an die Elis Ausbau. Di later Drg auf dem s richten lass und llmba chen in A so weit in man einen deszukü Winnen kan Die gefu; als sehr glj eines Teile, Klnderspieih ein Qlnbau einer Dank dem viele 3 Zwar roiri die Zutuns wird aber ^vpiruum kv ®Ur dann, t Hauptraum ®aum get$ '"ehr Aensa allein' eine Q gyNäu,'cri V.pralt in A aiien S1«« tw CBte^ dm botaus KUeiltri ^rche rei Ä i k? d'e D <• ich Wirtz tf’l ten, üJJ» 1 leids zu werden, verließ sie Europa und tauchte in Südamerika unter, wo sie jetzt in bitterer Armut starb. P. Sw. die sich das Morgenfrühstück dazu auserwählt, um unangenehme Dinge zu behandeln, kann geradezu zur Mörderin ihres Mannes werden. Allerdings dürften die Frauen gegen diese Theorie der Weisen der kanadischen Eisenbahn auch manche Einwendungen erheben können. Sie könnten sagen, daß der Junggeselle sich deswegen mehr in Acht nimmt, weil ihm das beruhigende Bewußtsein fehlt, daß seiner zu Hause eine treue und zärtliche Pflegerin wartet. Sie können sagen, daß der verheiratete Mann kühner und unternehmungslustiger ist als der einsame Junggeselle, daß der glückliche Gatte deshalb leichter den Zug versäumt, weil er sich schwer von dem Glück seines Hauses und aus dem Schoß seiner Familie losreißt. Jedenfalls müßten wohl noch tiefer schürfende Untersuchungen angestellt werden, um die Gründe für die größere Gefährdung des Ehemannes zu erforschen. Vielleicht sind nicht seine Leiden, sondern gerade feine Freuden daran schuld, aber vorläufig beibt jedenfalls dem Junggesellen ein kleiner Trost. bürg mit dem Kreissih in Dillenburg zu- sammengeschlossen. Die Landgemeinden Fe ll i n gsh aus en, Franke nbach, Hermannstein, Königsberg, G r u m b a ch, Naunheim, R 0 d h e i m an der Biber, Waldgirmes und Wilsbach des neu- gebildeten Landkreises Dillenburg werden in den Landkreis Wetzlar eingegliedert. In den Landkreis St. Goarshausen wird der Gebiets- ausfchluß des Landkreises Unterlahnkreis, die Landgemeinde Becheln, eingegliedert. Der Landkreis Wetzlar, Reg.-Bez. Koblenz, wird in die Provinz Hessen-Nassau und den Bezirks.verband Wiesbaden, Reg.-Bez. Wiesbaden, eingegliedext. Die bisherigen Landkreise Obertaunuskreis, Usingen, Westerburg, Oberwesterwaldkreis, Dillkreis und Biedenkopf werden a u f g e l ö st. Oie Aushebung von Amtsgerichten in Preußen. Berlin, 3. Aug. (WTB.) Amtlich wird nunmehr die Verordnung über die Aufhebung von Amtsgerichten in Preußen durch das kommissarische Stckatsministerium bekanntgegeben. Die Aufhebung tritt mit Ablauf des 3 0. September 19 3 2 in Kraft. Die Aufteilung der Bezirke der aufgelösten Amtsgerichte und die Ueberleitung ihrer Geschäfte regelt der Justizminister. Die Lifte der ausgeteilten Amtsgerichte haben wir bereits am 30. Juli veröffentlicht. Sie entspricht in allen Einzelheiten der jetzt veröffentlichten amtlichen Aufstellung. begeisterter Abschied bereitet wurde. Die paraguayanifche Regierung hat die Mobilmachung sämtlicher Männer zwischen 22 und 29 und sämtlicher Offiziere zwischen 20 und 50 Jahren angeordnet. Die K r i e g 5 b eg e i fte r u n g i ft überall sehr groß. Redner fordern das Volk auf, die heilige Sache Paraguays zu verteidigen und sprechen von einem „gerechten Krieg". In Conception Buenos Aires, 3. Aug. (TU.) Die bolivianischen Truppen eröffneten am Dienstagabend einen Großangriff auf Puerto C a s a d 0, einen wichtigen strategischen Punkt am Paraguayfluß. Von Asuncion sind weitere Truppen nach der Grenze abmarschiert, denen von der Menge ein ■U.KAMPFGEBIET Tonfilm: „Kreuzer Emden". Die Emelka, München, zeigt in ihrem neuen Tonfilm die berühmte und noch heute unvergessene Kriegsgeschichte des deutschen kleinen Kreuzers „Emden": vom Auslaufen aus Tsingtau im August 1914 bis zu seiner Vernichtung vor den Kokos-Inseln, wo das Schiff, noch ehe das unter Kapitänleutnant von Mücke zur Zerstörung der englischen Funkstation ausgesetzte Landungskops an Bord zurückgenommen werden konnte, nach tapferer Gegenwehr von dem artilleristisch überlegenen australischen Kreuzer „Sidney" zusammengeschossen wurde. Höhepunkte des Bildstreifens find neben diesem äußerst realistisch wiedergegebenen letzten Gefecht die seinerzeit sehr populär gewordenen Kriegstaten der „Emden" auf ihrer monalelangen Kaperfahrt im Indischen Ozean. Der Regisseur Louis Ralph hat außerdem eine kleine Liebesgeschichte in die militärische Handlung verflochten und gibt eine Reihe schöner und wirksam photographierter Szenenbilder; übrigens spielt er selbst die Rolle des Kapitäns von Müller; neben ihm sieht man u. a. Fuette - rer, Fritz Greiner, Renee S t 0 b r a w a. Frau Forster-Larrinaga und, was hier besonders interessieren dürfte, die „vier Rachrichter" aus München, die kürzlich im Stadttheater gastiert haben. — Der Film läuft im Lichtspielhaus mit einem hübschen Beiprogramm. Er überzeugte sie aber dennoch, daß sie als seine Frau eine bessere Karriere machen werde, und da willigte sie ein. Tatsächlich arrangierte ihr Rösing bald ein Debüt im großen Theater „San-Carlo" in Rea- pel, wo ihr Auftreten so erschütternd wirkte, daß sie über Rächt eine Weltberühmtheit wurde. Jlhre Tournee durch Italien, Oesterreich, Deutschland, Belgien usw. war ein unaufhörlicher Triumph. Während ihrer Tournee durch Südamerika starb Rösing in Rio de Janeiro. Rach dem Tode Rösings lebte sie eine zeitlang mit einem schwedischen Diplomaten von dem sie einen Sohn hatte. Die Liebe zu ihrem Kinde lieh sie jedoch ihre Kunst so sehr vernachlässigen, daß sie nach dem Tode ihres schwedischen Gönners — aller Mittel entblößt — den Weg zum Theater nicht mehr zurückfinden konnte und in Rachtlokalen auftreten muhte. Hier entdeckte sie ein Pariser Fabrikant P i e r- reux, der ihr dazu verhalf, wieder zur Bühne zurückzukehren. Ihre Erfolge in Paris brachten ihr eine so große Berühmtheit, wie sie nur einst die Ta g - l i 0 n i oder später die Anna Pawlowa genossen hatten. Sie war schon 35 Jahre alt, als sich der 22jäh- rige englische Marquis Regdal in sie so verliebte, daß er sie trotz ihrer Weigerung mit seinen Heiratsanträgen unablässig verfolgte. Woronina, die ihrerseits den jungen Marquis leidenschaftlich liebte, glaubte jedoch, eine solche Alters-Mesalliance nicht eingehen zu dürfen. Sie ging mit einem hohen russischen Aristokraten nach St. Petersburg, wo ihr Freund indessen bald starb. Mittellos hinterblieben, kehrte sie müde und gealtert nach Paris zurück. Marquis Rcgdal, der inzwischen zu einem sehr reichen Erben avanciert war, wiederholte ihr seinen Heiratsantrag. Sie wollte ihn nicht einmal empfangen, damit Kleiner Trost für Junggesellen. Der Junggeselle, der doi fednen einsamen Mahlzeiten alles Mögliche 'durcheinander liest, wird ein gewisses Hochgefühl verspüren, wenn sein Auge zufällig auf den letzten Bericht des Sicherheits-Rates bei den kanadischen Eisenbahnen trifft. Er kann aus den hier angeführten Zahlen entnehmen, daß die Freuden des Ehelebeys mit einer größeren Gefährdung des Menschenlebens durch Unglücksfälle bezahlt werden. Die Erhebungen des Rades über die Unglücksfälle, die sich auf den kanadischen Eisenbahnen ereigneten, haben nämlich ergeben, daß verheiratete Männer viel stärker dabei beteiligt sind als Junggesellen, und zwar ereignen sich die Unglücksfälle der Verheirateten vorwiegend in den Morgenstunden bei der alltäglichen Fahrt zum Büro oder bei Geschäftsreisen. Die Statistiker haben für diese merkwürdige Erscheinung auch eine Erklärung zur Hand; sie machen nämlich — Streitigkeiten am Frühstückstisch dafür verantwortlich. Auf den Familienvater stürmt ja, sobald er die Augen für einen neuen Tag öffnet, sogleich die Unruhe ein, die ein oft vielköpfiger Haushalt mit sich bringt. Sitzt er mit seiner Frau, vielleicht auch mit der Kinderschar bei der morgendlichen Mahlzeit, dann gibt es allerlei zu erörtern, was in heutigen Verhältnissen nicht immer erfreulich ist. Wie leicht erhitzen sich die Gemüter. Rasch naht die Stunde, in der man aus- brechen muß, um nicht den Zug zu verpassen, und mit finsterer Laune stülpt der geplagte Gatte den Hut auf den Kops, wirst die Tür hinter sich zu und stürmt auf die Straße, in den Gedanken noch ganz mit den Erörterungen der letzten Minuten beschäftigt. Kein Wunder, daß er dann unter die Räder gerät ober sich beim Nachlaufen nach dem enteilenden Zuge ein Bein bricht. Der Junggeselle dagegen: sein morgendliches Aufstehen vollzieht sich in einsamem Frieden, in einer durch nichts gestörten Stille, in der er alle seine Geister sammeln kann. Nichts hält ihn auf, nichts stört seine Gemütsruhe, und wenn er mit dem gewohnten Glockenscklage seine Behausung verläßt, dann erfüllt ihU jenes Gleichgewicht der Seele, jene aufmerksame Konzentration, die ihn vor jedem Unfall bewahren. Unter solchen Umständen müßten eigentlich liebende Gattinnen glücklich sein, wenn der Mann sich des Morgens in seine Zeitung versenkt und von seiner Kaffeetasse nicht aufblickt. Er verschafft sich damit unbewußt den besten Schutz gegen die Gefahren, die ihn bald umdrohen werden, er bereitet sich würdig für den Kampf des Lebens vor. Die Frau aber, sei nicht wahr, daß irgend ein politischer Leiter, weder der Ortsgruppenführer, noch der Kreisleiter, noch der Bezirksleiter, noch die Gauleitung eine Anordnung getr 0 s - fen oder i h r Einverständnis gegeben haben, daß ein alter Lastkraftwagen mit Schmiedeblech ober sonst gepanzert werben sollte. Vielmehr stehe fest, daß ein Nationalsozialist in Hofgeismar auf seine eigene Initiative bin einen alten Lastkraftwagen mit Schmiebeblech ausrüftete, um bei Propagandafahrten Nationalsozialisten um gefährdet transportieren zu können. Der Anlaß hierzu sei unzweifelhaft darin zu sehen, baß befom bers im Kreis Hofgeismar Nationalsozialisten sehr oft in letzter Zeit v 0 n politischen Gegnern beschossen worden seien, wobei an die blutigen Ueberfälle auf Nationalsozialisten in Earlshasen, Kelze, Hombressen und Beverungen erinnert wird, denen Menschenleben zum Opfer fielen. Die Feststellung, so heißt es in der Erklärung weiter, habe ergeben, daß es sich bei dem ausgerüsteten alten Lastkraftwagen keinesfalls um ein A n - griffsfahrzeug handeln könne, sondern es stehe sogar fest, daß die ausgeführte Ausrüstung mit Schmiebeblech berart ungenügend ist, daß die Insassen gegen Schüsse von draußen nicht geschützt seien. Oie nationalsozialistische Hilfspolizei in Oldenburg. Berlin, 3. Aug. (CNB.) Wie wir erfahren, ist bisher auf eine Anfrage des Reichsinnen Ministers bei der olden- burgischen Regierung wegen der Einstellung von Rationalsozialisten als Hilfspolizisten noch kein Bescheid aus Oldenburg eingetroffen. Im übrigen wird zu der Angelegenheit der nationalsozialistischen Hilfspolizei amtlich erklärt, daß nach absolut einwandfreien Ermittlungen, die unabhängig von der olden - burgischen Regierung erfolgt sind, die Rachrichten aus Oldenburg über angeblich provokatorisches Verhalten der nationalsozialistischen Hilfspolizei in Eutin übertrieben find. Wenn berichtet wird, daß in einem Falle die Reichs- flagge durch Angehörige der Hilfspolizei entfernt worden fei, so ist daran lediglich richtig, daß diese Flagge tatsächlich entfernt wurde. Die Täter waren aber drei auswärtige junge Leute, das Organisa t i 0nsgeschick und die Arbeitskraft der Behörden in Stadt und Land sowie an die Arbeitsfreudigkeit der Wahlvor stände hohe Anforderungen gestellt. Besondere Aufgaben kamen durch die Rücksichtnahme auf den sommerlichen Reiseverkehr und die neueingeführte Abstimmung auf den Seefahrzeugen hinzu. Dem Schuh der Wahlfreiheit diente die Polizei in bewährter Pflichttreue. Ich spreche sämtlichen beteiligten Reichs-, Landes- und Kommunalbehörden und den zahlreichen Männern und Frauen, die in den Wahlvorständen ehrenamtlich tätig gewesen sind, Dank und Anerkennung aus. In diesen Dank schließe ich besonders die Deutsche Reichsbahngesellschaft, die Oeslerreichischen Bundesbahnen, die deutschen S. Paulo. .uncon \ t0. V Tucumon^ v ■ v v l I Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 4. August 1932. Rund um die Butter. Dom Recht im Alltag. Von besonderem Interesse sind die verschiedenartigen gesetzlichen Bestimnmngen. die über den Verkehr mit Butter und deren Ersatzstoffe erlassen Wenn die Hausfrau ihre Butter kaust, hat sie naturgemäß ein Interesse daran, volles Gewicht zu erhalten. Butter aber kann in dieser Beziehung leicht betrügerisch ausgenutzt werden, weil ihr unerhebliche Wasfermengen zugesetzt werden können. Deshalb ist Vorschrift, daß Butter in ungesalzenem Zustande nicht mehr als 18, und gesalzene Butter nicht mehr als 16 Gewicht st eile Wasser enthalten darf, Penn sie gewerbsmäßig verkauft werden soll. Wek Buller mit höherem Wassergehalt in den Handel bringt wird wegen Verfälschung von Lebensrnitteln bestraft. Der Hand- ler hat die Verpflichtung, sich durch Schmelzproben davon zu überzeugen, daß der Wassergehalt nicht hoher als zulässig ist. Streng zu unterscheiden sind auch Koch- und Tafelbutter. Durch PoLzeiverordnungen ist bestimmt, daß bei Tasel- oder Kochbutter, die in Umhüllungen, also in fertigen Packungen verkauft wer- den, diese Umhüllungen auf der äußeren Seite die unverwischbare und gut leserliche Aufschrift „Koch- butter" ober „Tafelbutter" tragen müfsen. Beide, Koch- und Tafelbutter, sind im Verkauf streng voneinander zu scheiden, denn das Publikum erwartet naturgemäß bei der Tafelbutter eine erstklassige, als Brotaufstrich zu verwendende Ware zu erhalten, während Kochbutter bekanntermaßen eine Butter von geringerer Güte ist. Tafelbutter, die durch langes Lagern gelitten hat, darf als solche nicht mehr verkauft werden, sondern höchstens als Koch- butter. Ein Butterhändler, der gegen diese Bestimmungen verstößt, wird ebenfalls bestraft. 2ede Hausfrau weih, daß unter Ärasbut - ter eine andere Qualität wie S t a l l b u 11 e r zu verstehen ist. Es ist deshalb gesetzlich verboten, der Stallbutter durch künstliche Färbung das Aussehen von Grasbutter zu geben und diese etwa als solche zu verkaufen. Abgesehen davon, daß der Verkäufer sich unter Tlmständen eines Be- truges dem Käufer gegenüber schuldig machen würde, ist ein derartiges Rachmachen von Gras, butter nach dem Lebensmittelgesetz strafbar. • Mänche Firmen prunken auf ihren Briefbogen. und der Umhüllung ihrer Erzeugnisse mit einer oder mehreren Musterserien goldener und silber. ner Medaillen. Zuweilen läht sich der Unkundige durch diese Aufmachung täuschen. Man muh näm. sich wissen, daß fast zu jeder Weltausstellung sich irgendwelche Winkeluntemehmen auf tun, die ge. gen entsprechende Gebühr Privatmedaillen aus- geben. Sie verschweigen jedoch schamhaft, daß sie mit der Weltausstellung und deren echter Prämi. ierung, die es natürlich auch gibt, durchaus nichts zu tun haben. Taten für Samstag, 6 August. 1195: Heinrich der Löwe in Braunschweig ge- ftorben; — 1809: der Dichter Alfred Tennyson in Somersby geboren; — 1914: Kriegserklärung Oesterreich-Ungarns an Rußland und Serbiens an Deutschland; — 1930: der Polarforscher Salomon August Andrse und seine zwei Begleiter auf der Weißen Insel tot aufgefunden und am 5. Oktober zu Stock- Holm eingeäschert. * ” Durgenfahrt der Reichspost. Das Gießener Postamt veranstaltet am kommenden Sonntag, 7. August, eine Burgenfahrt im Omnibus, welche die Teilnehmer über Königsberg, Hohensolms, Greifenstein, Braunfels, Wetzlar und zurück nach Gießen führen wird. ' Beeidigte Wirtschaftsprüfer für Hessen. 3m Auftrag des Hessischen Mini- steriums des Innern (Abteilung für Arbeit und Wirtschaft) wurden als Wirtschaftsprüfer öffentlich bestellt und beeidigt: Jakob Z i n n d o r f. Offenbach a. M., von der Industrie- und Handelskammer Offenbach a. M.; Adolf Görlitz, Darmstadt, und Dr. Hans Jünger, Darmstadt, von der Industrie- und Handelskammer Darmstadt und Emil Krause, Worms am Rhe'.n, von der Industrie- und Handelskammer Worms a. Ah. Dom zMnfitzrn Gemeindehaus St. Perus... Um-undAusbauderElisabeih-Kleinkinderschule.-OieSemeindeimeigenenHeim Schon seit langer Zeit ist in der St. Petrus- Gemeinde her Wunsch lebendig, eine eigene Kirche, oder wenigstens ein eigenes Gemeindehaus zu besitzen. Vielen Gemeindcmitgliedevn erscheint der Weg aus dem Stadtteil hinter der Gießen— Gelnhausener Bahnlinie an der Frankfurter Straße bis zur Iohanneskirche als zu weit. Hauptsächlich die älteren Kirchgänger erachten den Weg als etwas beschwerlich. Seit langer Zeit schon erwog man den Bau einer Kirche. Dem Dünsche blieb und bleibt voraussichtlich für geraume Zeit die volle Erfüllung versagt. Zwar waren Pläne fertiggestellt, Kostenvoranschläge aufgestellt, es wurde gerechnet, geprüft, noch einmal gerechnet — aber: aber zu einer richtigen Kirche reichte es nicht. Roch viel weniger ist aber der Gemeinde der Bau eines eigenen Gotteshauses in der gegenwärtigen Zeil der Hot möglich. So mußte man sich zu einer behelf smäßigenLösung entschließen, die den verfügbaren Mitteln gerecht wurde und den Ge- mcindegliedern doch die erwünschte Erleichterung verschafft. Man entschloß sich zu einem Anbau an die Elisabeth-Kleinlinderschule und zu deren Ausbau. Die Elisabeth-Kleinkinderschule am Wetzlarer Weg (mitsamt einem größeren Grundstück, auf dem sich sehr wohl eine Kirche hätte errichten lassen) ist Eigentum der Gemeinde. An« und Umbau wurden bereits vor etwa vier Wochen in Angriff genommen und sind inzwischen so weit int Rohbau fertiggestellt worden, daß man einen Ueberblick über d i e Form des zukünftigen Gemeindehauses gewinnen kann. Die gefundene Lösung darf man schon heute als sehr glücklich bezeichnen.-Unter Verwendung eines Teiles des Mauerwerkes der ehemaligen Kinderspielhalle wurde hinter dem Hauptgebäude ein Anbau erstellt, der nach dem Durchbruch einer Wand zu einem großen Saal wurde, in dem viele Besucher Platz finden können. Zwar wird der Kinderspielsaal selbst auch für die Zukunft als solcher Derroenbung finden, ec wird aber durch eine harmonikawand von dem hauptraum, in dem der Gottesdienst abgehalten werden soll, getrennt bleiben. Rur bann, wenn (z. D- an hohen Festtagen) der Hauptraum nicht ausreichen sollte, kann durch die Beseitigung der Harmonikawand der große Raum geschaffen werden, der dann bedeutend mehr Menschen zu fassen vermag, als der Haupt- raum allein. Es handelt sich hierbei übrigens um eine Lösung, die bereits in vielen Gemeindehäusern Deutschlands Anwendung fand und sich als praktisch erwiesen hat. Der im Anbau geschaffene Hauptraum fort in allen Einzelheiten als Kirche ausgestattet werden. Eine feste Kanzel befindet sich bereits im Bau, Raum für eine Orgel ist vorgesehen, eine kleine Sakristei fehlt nicht, so daß sehr wohl alle kirchlichen Handlungen in der neuen Gemeindehaus-Kirche vollzogen werden können. In der Ausstattung wird dem Charakter der Kirche in jeder Beziehung Rechnung getragen werden. Bei aller Einfachheit der Gestaltung, schöne Portale, hohe Fenster, die voraussichtlich aus leicht getönten, farbigen, unterteilten Gläsern bestehen werden, sollen der Kirche rein äußerlich ein würdiges Aussehen verschaffen. Um die Innenausstattung wird man tm gleichen Sinne bemüht fein. Neben dem Kinderspielsaal befanden sich bisher die Wohnungen der Gemeindeschwester und der Schwester der Kleinkinderschule. Die betreffenden Räume werden für die Zukunft ebenfalls für die Zwecke der Gemeinde umgestaltet. So schuf man z. V- durch den Riederbruch einiger Mauern ein größeres Zimmer, in dem Kon- f i rmanden-Unterricht erteilt werden soll, in dem Dibelstunden und Zusammenkünfte der Jugend abgehalten werden können. Ein weiteres Zimmer wird für den Geistlichen bestimmt sein. Die Schwestern aber, die bisher im Erdgeschoß wohnten, werden im ersten Obergeschoß untergebracht, das bisher als Wohnung vermietet war. Tie KinderspielhaUe, deren Stelle nunmehr das neue Gotteshaus einnehmen wird, soll an der Ostfront des Grundstückes, direkt an der Grenze Der nachbarlichen Grundstücke, neu erstehen, damit den Kindern der Aufenthalt in der freien Luft, bei allem Schuh vor den Unbilden der Witterung, erhalten bleibt. Das Gemeindehaus, das sich nach dem Anbau aus drei Gebäudeteilen zusammenfehen wird (Hauptgebäude, Kirche, Kindcrfpielhalle), stellt in feinem Grundriß ein offenes Viereck dar, dessen freier Raum durch gärtnerische Ausgestaltung eine Verschönerung erfahren soll. Das ganze Haus wird im Winter durch eine Warmwasserheizung geheizt werden, die bereits im Kellergeschoß des Hauptgebäudes eingebaut wurde. Der Umbau im Erdgeschoß der Elisabeth-Klein- kinderschule ist bereits vollzogen. Kirche undKin- derspielhalle sind im Rohbau fertiggestellt, das Dachgebälk ist bereits gerichtet und wenn das Wetter nicht allzusehr einen Strich durch die Rechnung macht, kann der Innenausbau bald beginnen. Man hofft, voraussichtlich gegen Mitte Oktober das Gemeindehaus in seiner Gesamtheit seiner Bestimmung übergeben zu können. Der Entwurf zum An- und Umbau stammt von dem weit über die Mauern unserer Stadt hinaus bekannten Architekten Baurat Meyer, in dessen Händen auch die Bauleitung liegt. Die seit etwa vier Wochen im Gange befindlichen Maurerarbeiten werden von der Firma Weimer (Gießen) ausgeführt. In 'Berücksichtigung der gegenwärtigen Rotlage weiter Kreise, unter Berücksichtigung der Rotlage auch in der Gemeinde selbst, ging man bei der Projektierung des Ausbaues der Elisabeth- Kleinkinderschule zur Kirche und zum Gemeindehaus unter Zugrundelegung der äußersten Sparsamkeit zu Werke. Die Mitglieder der St. Petrus-Ge- meinde werden das neue Gemeindehaus und die Kirche nach der Fertigstellung sicherlich mit Freude begrüßen. Eine Kalschmünzerwerkstäiie im Kornfeld. Mainz, 3. Aug. (WSN.) In Kastel wurden zwei Wanderburschen beim Ausgeben von falschen Fünsrnark stücken fe ft genommen. Sie gaben an, die Falschstücke beim Einwechseln von Kleingeld, das sie durch Betteln erhalten haben wollen, eingenommen zu haben. Bei den Ermittlungen wurde der Ort der Herstellung des Falschgeldes festgestellt. Er befand sich in einem jtornfelb der Gemarkung Hechtsheim. Gipsformen, Schmelztiegel, Gießlöffel und Feile, sowie sonstiges Material war im Stadtpark vergraben und wurde beschlagnahmt. Ein Dritter im Bund konnte inzwischen ebenfalls ermittelt und festgenommen werden. Vic Arbeiten der Historlslben Kommiision für Sesien-Aaffau und Walden. Marburg, 3. Aug. (WSN.) Unter Vorsitz von Prof. Dr. Stengel (Marburg) hielt die Historische Kommission für Hessen-Nassau und Waldeck im Senatssaal der Universität ihre 35. Jahresversarnrn- (ung ab. Jrn Anschluß an einen wissenschaftlich sehr ergebnisreichen Vortrag von Staatsarchivdirektor i. R. Geh. Rat Prof. Dr. Süd) (Marburg) über „Die Anfänge der Landcsgesetzgebung in Hessen" erledigte man den geschäftlichen Teil der Tagung. Aus dem von Staatsarchivdirektor Dr. Knetsch erstatteten Kassenbericht ist zu erwähnen, daß sich di- Finanzlage der Kommission infolge der in immer geringerer Höhe eingehenden Patronatsbeiträge stetig verschlechtert hat. Ueber die Wissenschaft- liehen Unternehmungen berichtete der Vorsitzende, daß die Werke über die Hessischen Zentralbehörden, die Oberhessischen Kloster- und Hilfsarchive, die Quellen zur Rechtsgeschichte der Werrastädte, die Quellen zur kurmainzischen Verwaltungsgeschichte in Hessen, den ökonomischen Staat sowie das Hersfelder und Wetzlarer Urkundenbuch durch ihre Bearbeiter gute Förderung erfahren haben und zum Teil druckfertig vorlie-gen. Eiwas zurückgeblieben ist die Arbeit am Fuldaer Urkundenbuch. Von dem geschichtlichen Atlas von Hessen und Nassau sind 9 territorial- und verkehrsgeschichtliche Untersuchungen in Arbeit, während 10 auf Drucklegung warten. Die kartographische Arbeit hat etwa 1-0 Kreise mit 224 Gemarkungen und 3 0 0 0 0 Flurnamen erfaßt. Für die mündliche Aufnahme im Lande selbst haben sich zahlreiche freiwillige Helfer, besonders in der Lehrer- schäft, zur Verfügung gestellt. Auch der Verein für hessische Geschichte und Landeskunde in Kassel stellte seine umfangreichen Sammlungen zur Verfügung. Von 500 in Aussicht genommenen hessischen Biographien sind 180 in festen Händen. Für das Hessische M ü n z w e r k wurden umfangreiche Manuskripte erworben. Die Frage eines umfassenden Hessischen Siegclwerks wird noch geprüft. Aus dem Marburger Stadtparlament. WDR. Marburg, 3. Aug. Die Stadtverordneten genehmigten gestern u. a. eine neueSat - jung für das Wohlfahrts- und Inge n d a m t der Stadt Marburg. Die neue Satzung sieht eine Zufammensafsung sämtlicher Aufgaben, die Dtr Stadt auf dem Gebiete des Wohlfahrtswesens obliegen und eine Vereinfachung im organischen Aufbau vor. An Stelle der seitherigen 11 Ausschüsse für öffentliche Iugendhilfe und Fürsorge treten ein Hauptausschuh für das Wohlfahrts- und Iugendamt und drei Fachausschüsse für Wohlfahrtspflege, Gesundheitsfürsorge und Iugendsürsorge. Eine längere Debatte entstand über den Antrag mehrerer Stadtverordneter, die Protokolle der Stadt- vervrdnetensi Hungen stenographisch fest- z u l e g e n. Der Antrag verfiel schließlich der Ablehnung. Annahme fand ein Antrag der Vertreter des Handwerks, daß das städtische Dauamt in Zukunft nur nochDauarbeitenbiszu einer Höhe von 300 Mark f reihändig vergeben kann. OieLlrteilsbegründungimZavagprozeß 1400 Seiten lang. WSR. Frankfurt a. M., 3. Aug. In der Favagsache ist heute die schriftliche Begründung zu dem am 25. Februar d. I. verkündeten Urteil der Großen Strafkammer unterzeichnet worden. Die schriftliche Begründung umfaßt rund 1400 Schreibmaschinenseiten. Urteilsverfasser ist Amtsgerichtsrat Dr. Wildberger. Robinson mit Vorortskarte. Abenteuer in der Lüneburger Heide. Don Karl Ey. Vi. Oie Worte im Hutband. Und dann dachte ich plötzlich wieder an den braunen Derby und den Lackschuh, der aus dem Wachol- dcrgebüsch hervorgeguckt hatte. Ich holte ihn mir herbei, um ihn mir in Ruhe anzusehen. Der Hut war völlig durchfeuchtet. In dem Schweißband stand „Henry Habig, Wien" und aus dem Schweiß- band schaute ein Stück Zeitungspapier hervor, das vergilbt und durchnäßt in der Hand zu verfallen drohte. Mit ausgelaufener Kopierstiftschrift aber stand auf dem Zeitungsstreifen undeutlich aber leserlich: „9 0 000 Mark liegen bei Siebeneichen in F. in Kassette. Willy Schr oede r." Gibt es wohl ein überwältigenderes Gefühl im Leben, als der Glaube, einem verborgenen Schatz auf der Spur zu fein? Ja, das ist die dumpfe Befürchtung, daß der Mann, der über diesen Schatz zu verfügen hat, sich in der Nähe aufhält und einem höhnisch über die Schulter grinst.. . Unwillkürlich rief ich laut in die stille Heide hinein: „Ist jemand hier?" Aber genau wie am Abend zuvor antwortete mir nur das verschwommene Echo. Wieder erfaßte mich eine ungewisse Furcht, als ich mich dem Lackschuh im Wacholdergebüsch näherte. Und diese Furcht war berechtigt, denn im Versteck der Wacholdevbüsche lag noch ein zweiter Schuh, aber verwittert und zerfressen, und Kleiderreste und Knochen . . . Oer Schatz wird gehoben. Ich blieb keine Nacht mehr in diesem Heidelager. Eine Stunde nach der grausigen Entdeckung war ich schon einige Kilometer von dem Unterstand, der ein Todesgeheimnis barg, entfernt. Der Madeira, den ich zu der Hasenkeule getrunken hatte, würgte mich in der Kehle. Ein Hungergefühl saß mir bohrend in den Eingeweiden, ohne daß ich aber etwas hätte essen können, weNn ich wirklich noch Vorrat gehabt hätte. Mein Robinsonleben war ein glattes Fiasko, soweit es sich auf ein primitives längeres Dasein in der Heide bezog. Aber je weiter ich mich von dem Ort der stillen Tragödie entfernte, desto intensiver dachte ich an den Schatz, der nach der Weisung auf dem Zeitungsrand sich in Siebeneichen bei F. befinden sollte. Nicht mit einem Gedanken zweifelte ich daran, daß die Botschaft stimmte. Tote lügen nicht. Wohl aber befürchtete ich, daß das Geld bereits von anderer Seite gehoben worden sei. Und dann, als ich mein erstes Lager in der Heide wieder erreichte, da war mein schwerstes Problem die Frage, welches Anrecht ich auf den Schatz hatte. Wer war der Willy Schroeder? Hatte er Erben? Welchen Anspruch konnte der Staat erheben? Wie hoch war eigentlich der F i n d e r l o h n ? Waren es nicht zehn Prozent? Waren es nicht 9000 Mark, wenn die Summe wirklich stimmte? Und waren nicht 9000 Mark in dieser Zeit ein Vermögen, für das ich gerne vier Wochen in der Heide zugebracht hatte? Spät abends traf ich wieder in Katendorf ein. Der Heidekrüger machte erstaunte Augen, als er mich wieder)ah, unrasiert, beschmutzt und schlecht gewaschen. Der alte Schulmeister wollte mir gar nicht glauben, daß ich fünf Tage von der Heide und in der Heide gelebt hätte. Ich erzählte ihm die Geschichte von dem Aal, die er bezweifelte und mir erklärte, daß Aale oft lange Wanderungen über Land antreten, um zu ihren Laichplätzen zu gelangen. Aber mir brannte eine andere Frage auf den Lippen: „Wie hieß der Defraudant, der sich in der Heide versteckt haben soll, Herr Lehrer?" „Ja, wie hieß er, Krüger?" fragte der Lehrer den Wirt. „Ach, der mit seiner Million. Schrader oder Schröder oder so ähnlich." „Wie kommt man am schnellsten nach F.?" Ich erhielt Bescheid. F. war ein größeres Dorf, etwa vier Wegstunden von Katendorf. In aller Frühe machte ich mich auf die Beine. Immer wieder lief mir die brennende Frage durch den Kopf: Mußte ich den Fund meldey oder nicht? Um es kurz zu machen: ich meldete ihn ordnungsgemäß der Polizei, nachdem ich das Versteck in Siebeneichen richtig gefunden hatte. Es war eine alte verrostete Kassette, die in einer Baumhöhle unter Moder und Schmutz versteckt war. Und in der Kassette lagen wirklich neun Bündel mif zehn Tausendmarkscheinen. Rotgestempelte ... Zu spät ... zu spät .. Buntes Allerlei. 450 Jahre Bürgersteig. Wir können uns heut kaum vorstellen, daß die Menschheit lange Jahrhunderte hindurch auch in den Städten auf schmutzigen Straßen mit Wagen und Reitern zugleich herumwandelte, ohne sich auf ein schützendes Trottoir retten zu können. Die allgemeinere Einführung des Bürgersteiges ist erst eine Errungenschaft vom Anfang des 19. Iahrhunderts. Die ersten Einrichtungen dieser Art sind kaum 150 Iahre alt. Im „Temps" erinnert Louis Schneider daran, daß das erste Trottoir von Paris im Iahre 1782, also gerade vor 150 Iahren, beim Dau der Op6ra Comigue in der Rue Favart angelegt wurde. Wie Der Geschichtsschreiber dieser Bühne, Castil-Blaze, in einer noch unveröffentlichten Handschrift mitteilt, erregten diese „paar hundert Meter Promenade", die später den Hamen Boulevard des Italiens erhielten, großes Aufsehens. Es wurde ein etwas erhöhter und gepflasterter Steig angelegt, „um zu verhindern, daß die Wagen den Eingang des neuen Theaters verstopften". Auch damals schon gab es in Paris ein Verkehrsproblem, und die Passanten waren ebenfalls gefährdet. Darüber wird sehr viel geklagt, und bezeichnend ist ein Beitrag des „Mercure de France“, in dem der Verfasser von feinen Erlebnissen nach einem Besuch der Oper erzählt. Während er selbst mit Mühe der Gefahr entging, von einem Wagen überrannt zu werden, sah er, wie ein unglücklicher Familienvater niedergeworfen und verletzt wurde. Das Gedränge der Gefährte und Reiter war vor der Oper, besonders vor dem Anfang und nach Dem Ende, so lebensgefährlich, daß die bescheidenen Fußgänger von Glück sagen konnten, wenn sie unverletzt heim kamen. UnD warum das alles?, fragt der ungenannte Autor. Das Gebäude, das die größte Verkehrsstörung bedeute, sei ein Haus, in dem sich ein Teil der königlichen Ställe befände. Der König würde in eine Rieder- tegung willigen, aber dem widersetze sich ein Marstall-Deamter, der fürchte, dann feine Stellung zu verlieren. Ebenso fei es bei den Läden, die so weit in die Straßen hinein geschoben seien. Ihre Inhaber hätten alle möglichen Beziehungen, so daß an eine Regulierung der Straße nicht zu denken fei. Rachdem aber erst einmal an der Opera Comique die Bahn gebrochen war, richtete man dann auch vor dem Th^ätre Franfais einen Bürgersteig ein, und der Schöpfer dieser Verbesserung, der Intendant der königlichen Bauten, de Marigny, erhielt deswegen viel Lob. Ein zeitgenössischer Geschichtsschreiber der Stadt Paris forderte für Den Architekten „em Denkmal. Damit jeder Vorübergehende wisse, welche Segnungen er Herrn De Marigny verDankt". An Diesen breiten Bürgersteigen, Die einige bevorzugte Stellen Der Stadt bereits vor der Revolution erhielten,, entstanden elegante Geschäfte und zahlreiche vornehme Restaurants, u. a. das später so berühmt gewordene Cafe Anglais. Die Straßen wurden hier verbreitert, und so hat eine Reugestaltung des Pariser Strahenlebens von der Einrichtung des Bürgersteigs ihren Ausgang genommen. Andere Großstädte folgten diesem Beispiel. Ein angenehmer Beruf. England ist das konservativste Land, wenigstens wenn es sich um die Bewahrung alter Bräuche handelt. Ein kleines Beispiel dafür ist die Tatsache, die eine Londoner Zeitschrift erwähnt, daß dort noch immer der Beruf des Bier-Prüfers besteht. Dor Jahrhunderten verdienten vier Männer in London rhren Lebensunterhalt auf höchst angenehme Weife, nämlich durch Biertunken. Sie waren Staatsbeamte, die dazu bestimmt waren, die Gasthäuser au besuchen und dort Bier zu trinken, um scstzustellen, ob es auch gut sei und ob auch reichlich eingeschenkt werde. Diese Bierprüser fmö noch immer in Amt und Würden, wenn sie auch freilich ihre Posten nicht mehr als Hauptberuf ausfüllen. Sie erhalten 150 Mark tm Jahr, haben jedoch kaum noch Gelegenheit, in Ausübung ihres Berufes einige Seidel zu leeren, denn die Beaufsichtigung der Bierherstellung erfolgt jetzt durch das. Gesundheitsamt und die Prüfung der Eichung durch das Amt für Maße und Gewichte. Schon vor einem Jahrhundert erstattete eine Kommission einen Bericht, daß die Bierprüser ihre amtlichen Funktionen nicht mehr auszuüben brauchten, und regte an. Diese Posten auszugeben. Aber seitdem ist die Angelegenheit noch immer in der Schwebe, und so kommt es, daß es in London noch immer offizielle Bierprüser gibt. Oer beste Ausweg. Der Marquis of Reading, Der bekannte englische Staatsmann, erzählte kürzlich in einer Tischrede eine Kriegsgeschichte, Die ihm unD Dem verstorbenen Earl of Balfour passiert war. Die beiben Staatsmänner fuhren in einem TorpeDo- boot-Zerstörer über Den Kanal, als ein schwerer Sturm losbrach. LorD ReaDmg, Der seine Laufbahn als Schiffsjunge begonnen hat unD Durch lange Fahrten in seiner Iugend seefest geworDen ist, spürte keine Beeinträchtigung seines Wohl- befinDens. LorD Balfour aber fühlte sich bald so elenD, Daß er eine Der Offizierskajüten aufsuchen mußte. Sein FreunD fanD ihn in einer wahrhaft jammervollen Verfassung. „Kann ich irgend etwas für Sie tun?“, fragte er mitleidig. „Iawohl", stöhnte Lord Balfour, „bitten Sie ein Deutsches Unterfeeboot, uns zu versenken!“ ^2.Herbst-7regaiia des Lahnregatta-Verbandes. Durchführung: verein Rudersport 1913 Gießen. Dem Verein Rudersport 1913 Gießen ist auch für das Jahr 1932 die Durchführung der Herbst- rcgatta des Lahnregatta-Verbandes übertragen worden. Der veranstaltende Verein läßt in diesen Tagen die Ausschreibungen hierzu an die Vereine gehen. Die Regatta findet am Sonntag, 28. August statt. Die Startverlosung soll bereits am 17. August vorgenommcn werden. Das Regattaprogramm verzeichnet insgesamt 20 Rennen. Vorgesehen sind folgende Rennen: Jungmann- Dierer, Herbst-Vierer, Iugend-Gig-Dierer, Erster Lahn-Vierer, Kurzstrccken-Rennen im Vierer über 500 Meter: Jungmann-Achter, Jungmann-Einer, Damcn-Vicrer, Zweiter Vierer, Altherren-Dierer, Staatspräsiocnten-Dicrer, Herbst-Achter (Georg Appcl-Gedächtnispreis), Anfänger-Vierer, Junior-Vierer. Lahn-Achter, Herbst-Vierer (Kurz- strccken-Rennen), Lahn-Einer, Jungmann-Viercr (Hermann Happcl-Gedächtnispreis). Ermunterungs-Vierer und Großer Achter. Der Start ist auch für diese Regatta wie bisher stets am Felsen: das Ziel liegt etwa 150 Meter unterhalb des Dootshauses des Vereins Rudersport. Die Länge der Bahn beträgt 1800 Meter. Die Vorrennen für diese Regatta werden am Samstag- nachmittog und am Sonntagvormittag ausge- fahrcn Man erwartet auch für diese rudersportliche Veranstaltung eine starke Beteiligung. Willy Kreß bedauert... ober er geht nach Mühlhausen. Die am letzten Sonntag vom „Sportdienst für Süddeutschland" (WTB.) verbreitete Meldung, daß der langjährige Torhüter der deutschen Nationalmannschaft, Willi Kreß vom SC. Rot-Weiß Frankfurt, einen Vertrag mit dem FC. Mühlhausen/Elsaß abgeschlossen habe, wird jetzt von Kreß selbst bestätigt. .Kreß bedauert es selbst, daß er zu diesem Schritt gezwungen worden ist, aber angesichts der Haltung seines ehemaligen Vereins blieb ihm keine Wahl. Det' Vorstand des SC. Rot-Weiß hatte bekanntlich den Internationalen für ein halbes Jahr disqualifiziert. Da ihm der Verein ferner auch die Freigabe für einen anderen deutschen Verein nicht gegeben hätte, so war cs Kreß unmöglich gemacht, in den nächsten eineinhalb Jahren seinen Sport in Deutschland auszuüben, denn natürlich hätte Kreß in dem neuen Verein nicht nur das Jahr satzungsgemäßer Sperrfrist, sondern dazu auch noch das halbe Jahr Disqualifikation abwarten müssen. Eine Rückkehr zu Rot-Weiß war wegen des gespannten Verhältnisses zwischen dem gegenwärtigen Vorstand und den alten Spielern nicht möglich. Willi Kreß verläßt Frankfurt, die Stadt in der er geboren ist und in der er auch sportlich zu seinem großen Rus gekommen ist, nur sehr ungern. Der FC. Mühlhausen nimmt den deutschen Internationalen natürlich mit Vergnügen, denn Kreß wird nicht nur für die Spiele in der französischen Professional-Liga eine sehr willkommene Verstärkung sein, sondern auch überall in Frankreich eine große Zugkraft bilden. Uebrigens trifft Kreß bei dem elsäßischen Verein gute Freunde an, denn mit ihm geht nicht nur der bekannte Verteidiger Engelhardt von Rot-Weiß Frankfurt, er wird auch zusammen mit Ferdl S w a t o s ch spielen, der ja schon seit einiger Zeit im Elsaß weilt. Um das Deutsche Turn- und Sportabzeichen. Leichtathletik. Am Samstag von 16 Uf>r und Sonntag um 10 Tlhr werden auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 die Leistungen für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen abgenommen. Olympia 1932. Em Tag der Rekorde. - Helene Mayer, unsere stärkste Hoffnung. Der Dienstag brachte in Los Angeles eine Fülle von Kämpfen, aber auch eine Fülle von großen Leistungen und Heberraschungen. Bei anhaltender Gluthitze wohnten über 70 000 Menschen auf den verschiedenen Kampfstätten den Ereignissen bei. In der Leichtathletik gab es eine Anzahl von Entscheidungen. Für die hervorragende Konkurrenz spricht die Tatsache, daß wieder fast alle Wettbewerbe mit einem Weltrekord, wenigstens ober mit einem neuen olympischen Rekord endeten. Das packendste Ereignis des Tages war der 800-7Neler-Endlauf, den der Engländer hampfon in der neuen Deltrekordzeit von 1:49,8 Minuten gewann, knapp vor den Kanadiern Wilson und Edwards, sowie den Amerikanern Genung, Turner und Hornbostel. Dr. P e l tz e r konnte in das eminent schnelle Rennen nicht eingreifen, er wurde nur Reunter. Den 100-Meter-Endlauf der Damen holte sich Stella Walsh -Polen in der Weltrekordzeit von 11,9 Sek. vor Strike-Kanada, v. Br e m en-HSA., Hiscock-England, Dollinger- Deutschland und Wilde-ASA. Einen amerikanischen Sieg gab es im Diskuswerfen der Damen. Hier siegte Miß C o p e l a n d -USA. mit der Weltrekordleistung von 40,56 Meter vor Osborn-älSA. 40,11 Meter, Wasjowna-Polen 36,94 Meter, Fleischer- Deutschland 36,06 Meter, H e u b l e i n -Deutschland 36,64 Meter und Walsh-Polen 33,48 Meter. Einen weiteren Erfolg für Amerika gab es im W e i t s p r u n g , wo leider der Deutsche Koch e r m a n n nicht in die Entscheidung kam. G o r d o n =11601. war mit 7,62 Meter siegreich vor Red^-Kanada 7,61 Meter, Rambu-Japan 7,44 Meter, Svensson-Schweden 7,40 Meter, Barber-HSA. 7,36 Meter, Oshima-Japan 7,16 Meter. Recht erfreuliche deutsche Leistungen gab es in einer Reihe von vorkämpsen. Im 200-Meterlauf qualifizierten sich I o - n t h und B o r ch m e y e r für die Vorentscheidung. Jonath gewann seinen Zwischenlauf in der famosen Zeit von 21,4 Sek. Hendrix - Aachen schied im Zwischenlauf aus. — Einen ganz unerwarteten Erfolg hatte der Frankfurter Hürdenläufer Welscher, der bekanntlich nicht vom Deutschen Reichsausschuß, sondern auf Grund privater Stiftungen aus Frankfurt nach Los Angeles entsandt worden ist. Während der Deutsche Meister. Wegener im Zwischenlauf aus dem Rennen fiel, konnte sich Welscher, der vorher seinen Dorlauf in 14,8 Sek. gewonnen hatte, für die Entscheidung qualifizieren. Im 5000-Meter-Endlauf wird nach den Ergebnissen der Vorläufe auch der Deutsche Meister und Rekordmann S y r i n g zu finden sein. — Beim modernen Fünfkampf liegen die deutschen Teilnehmer Miersch, Naudö und Remer nach der ersten Prüsu g dem sehr schwierigen Querfeldein- Reiten mit i;.. Vorderfeld. Gute Nachrichten kamen aus dem Staatlichen Zeughaus, wo die Einzelkämpfe im Florettfechten für Damen und Herren ihren Anfang nahmen. Unsere blonde Olympiasiegerin von 1928, Helene INayer aus Offenbach war in ganz hervorragender Form. Sie kam ohne Niederlage in die Entscheidung, nachdem sie u. a. Lloyd-Amerika und Dany-Ungarn glatt geschlagen hatte. — Auch Erwin' Casmir hat die Vorkämpfe erfolgreich überstanden und steht nun in der Vorentscheidung. Oer 2Runbfunf im Dienste der Wasserwanderer. Eine bemerkenswerte Reuerung wurde dieser Tage für Westdeutschland geschaffen. Unter der Mitwirkung prominenter Mitglieder des Riederrheinkreises im Deutschen Kanu-Derband und unter Leitung von Dr. Konrad P f e n n i g-Düsseldorf haben der westdeutsche Rundfunk und ein Teil der westdeutschen Presse einen Wasserstands- Meldedienst für die zahllosen Faltbootfahrer in ihrem Bezirk eingerichtet. Dadurch werden den Kanusportlern eine Reihe von schönen und idyllischen Kleinflüssen erschlossen, deren Befahrung bei der Unsicherheit des Wasserstandes bisher ein großes Wagnis war. Allwöchentlich zum Wochenende laufen die Meldungen der in die Organisation einbezogenen Wassersportfachleute, Müller und Gasthofbesiher sowie amtlicher Pegelbeobachter auf der Zentrale zusammen und werden von dort aus weiter verbreitet. Eine ähnliche Einrichtung ist bereits vor einem Jahr durch den bekannten Faltboot- und Ski-Schriftsteller C. I. Luther, München, für die bayerischen Wildflüsse geschaffen worden, deren Wasserstand ebenfalls sehr starken Schwankungen unterliegt. Alpenfahrt für Automobile. 2. Bergprüfung am kleinen St. Bernhard. War die voraufgegangene Etappe von St. Moritz nach Stresa trotz der Rachtfahrt für die Teilnehmer wenig schwierig, so bot die am Dienstag zurückgelegte fünfte Tagesstrecke von Stresa nach Grenoble eine Fülle von Hindernissen. Allgemein wurde die Etappe von den Fahrern als die bisher schwerste bezeichnet, aber nicht wegen der Länge von 516 Kilometer, sondern auf Grund des miserablen Wetters. Dazu kam noch die zweite eingelegte Bergprüfung, die über eine 10 Kilometer lange Strecke von La Thuile nach Der Paßhöhe des Kleinen St. Bernhard führte und bei der die geforderten Mindestgeschwindigkeiten von 35 bis 38 Stundenkilometer wohl nur von einem kleinen Teil der Fahrer eingehalten werden konnten. Hier kamen zu dem Rebel noch die Regenmassen und glitschigen Wege erschwerend hinzu. Daß es Strafpunkte nur so hagelte, kann weiter nicht verwundern. Immerhin erledigten die Dreiliter-Wandererwagen ihr Pensum allein von den deutschen Wagen ordnungsgemäß, während die Fabrikmannschaft von Hanomag ihre ersten und das DKW-£eam weitere Strafpunkte zudiltiert erhielt. Rur ein geringer Teil der Fahrer ging noch strafpunktfrei aus. Rach Erledigung der Dergprüfung warteten auf die Teilnehmer noch weitere Schwierigkeiten, denn es galt, auf dem letzten Stück noch die Höhen des Col de Galibier (2550 Meter), und des Col de Lautaret (2075 Meter) zu überwinden. Großer Motorradpreis der Schweiz. Vor den Toren der Schweizer Dundesstadt Bern wurde am Samstag und Sonntag der Große Motorrädpreis der Schweiz zum Austrag gebracht. Das Wetter war prachtvoll, und die Züsch auermenge der Bedeutung des Rennens entsprechend zahlreich. Die Rennstrecke selbst ist ein 7,5 Kilometer langer Kurs. Die Besetzung der einzelnen Solo- und Beiwagen-Konkurrenzest war hervorragend. Die gesamte englische Elite war am Start und auch deutscherseits waren gute Fahrer und ausgezeichnete Maschinen im Rennen. Den Auftakt bildete am Samstag das Rennen der Solomaschinen- Klafse bis 350 ccm, bei welchem der Engländer Woods mit 118,44 Std.-Km. Sieger blieb. Am Sonntag um 7 Uhr begann das Hauptrennen. In der 175er Klasse blieb Baschieri auf Benelli mit 116,28 Std.-Km. Sieger. Die 250-ccm°Klasse wurde nach hartem Kampf mit den Engländern Rott und Walker eine Deute des Italieners Fu- magalli mit 114,89 Stunden-Kilorneter. Im Anschluß an die Konkurrenz der kleinen Solo-Maschinen wurde das Beiwagen-Rennen gestartet, bei dem von beiden Kategorien 22 Runden gleich 165 Kilometer zu bewälllgen waren. In der 600-ccm-Hlasse setzte sich ter Das er Stärkle auf seinem deutschen NSU-SSe®efpann erwartungsgemäß an die Spitze des Feldes, fuhr mit 4:20,4 Minuten gleich 103,7 Std.-Km. neuen Rundenrekord und siegte schließlich in der neuen Rekordzeit von 1:39,51,6 gleich 101 Std.-Km. mit über 6 Minuten Vorsprung vor dem zweiten, dem Der. ner Binz. Stärkte war damit schneller als der beste der Einliter-Deiwagen-Klasse, der nur 97,1 Std.-Km. erreichte. Den Abschluß der Veranstaltung bildete das Rennen der Halbliter-Svlo-Ma- schinen. Hier siegten die englischen Fabrikfahrer: Woods wurde erster mit 195,96 Std.-Km.» Tyrell Smith Zweiter. — Die große lleber- raschung bei diesem Rennen war der Schweizer Herrenfahrer Kaufmann auf NSU-SS, der gegen die schärfste englische Konkurrenz nach hartem Kampf den dritten Platz belegte. Starkenburg. WSN. D a rmsta d t, ' 3. August. Dieser Tage wurde in Darmstadt ein gewiß seltenes Brautpaar getraut. Der Bräutigam zählte 81 Lenze, die Braut 65. Eine große Menschenmenge bildete dem seltenen Brautpaar nach und vom Standesamt Spalier. WSN. Offenbach, 3. August. Mit dem Messer im Kopf, das bei dem Stich abgebrochen war, wurde heute nacht ein Student aus Offenbach ins Krankenhaus eingeliefert, der auf dein Wege nach seiner Behausung in der Buchrainstraße, von einem Manne überfallen worden war, der angeblich eine SA.-Uniform getragen haben soll. Der Verletzte hatte auch noch s o n - ftige Stichwunden aufzuweisen, so daß sein Zustand als recht ernst bezeichnet werden muß. Das Messer mußte im Krankenhaus auf operativem Wege entfernt werden. Rheinhessen. WSR. Mainz, 3. Qlug. In der Rächt zum Sonntag stürzte der 53jährige Maler Druno Dender aus Freudenstadt in der Margarethen- straße durch einen Fehltritt die Treppe in dem Gasthaus, in dem er logierte, herab und erlitt einen schweren Schädelbruch. Der Verunglückte starb bald nach der Verbringung ins Krankenhaus. Schweres Bauunglück. Frankfurt a. M., 3. Aug. (WSN.) Ein schweres Bauunglück ereignete sich gestern nachmittag in der Heimstättenfiedlung der Nassauischen Heimstät- ten-Gesellfchaft in Goldstein. Eine über einem Kellergeschoß fertiggestellte Decke war mit allerlei Baugerät zu schwer belastet worden und brach schließlich, da sie noch nicht recht trocken war, in sich zusammen. Drei Arbeiter, die sich gerade auf der Decke befanden, wurden mit in den Keller gerissen und zwei andere Arbeiter, die ihren Kollegen zu Hilfe kommen wollten, erfuhren d.as gleiche Schicksal. Ein Arbeiter wurde so schwer verletzt, daß er ins Krankenhaus geschafft werden mußte, die anderen vier wurden leichter verletzt. Wirtschaft. Rückgang der Sparkasseneinlagen. Die Bilanz per Ende Juni. Berlin, 3. Aug. Ende Juni 1932 beliefen sich die Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen auf 9800,02 Mill. Mk. gegenüber 9 905,05 Millionen Mk. Ende Mai 1932. Der Derichts- monat weist mithin eine Olbnahme um 105,03 Mill. Mark gegenüber einer Zunahme um 50,79 Mill. Mark im Vormonat auf. Im einzelnen betrugen die Einzahlungen 360,71 (373,34) Mill. Mk., davon aus Aufwertung 15,15 (11,45) Mill. Mk. und aus Zinsgutschriften 15,66 (6,89) Mill. Mk. — Die Auszahlungen stellten sich auf 465,74 (424,06) Millionen Mark. Die Depositen-, Giro- und Kontokorrenteinlagen betrugen am Ende des Berichtsmonats 1224,5 Mill. Mk. gegenüber 1259,52 Mill. Mark Ende Mai 1932. * Die internationalen Stickstosfver- Handlungen in Scheveningen. Die internationale Stickstoffkonferenz in Scheveningen ist entgegen d?r gehegten Befürchtung, wonach sie schon gestern abend wegen mangelnder Uebereinftimmung beendet werden würde, heute fortgesetzt worden. Die Verhandlungen sind nach wie vor streng vertraulich. Wie jedoch verlautet, find die Aussichten auf das Zustandekommen eines neuen Stickstosskartells nunmehr erheblich gestiegen. Man hat mehrere Ausschüsse eingesetzt, die sich insbesondere mit dem Problem der Absatzverteilung und der Preisfestsetzung befassen sollen. Es wird jetzt damit gerechnet, daß die Verhandlungen noch mehrere Tage dauern werden. Weiter heißt es, daß der chilenische Gesandte in London mit Vollmachten seiner Regierung auf dem Wege nach Scheveningen sei, um bei der evtl. Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den europäischen Stickstoffproduzenten und der chilenischen Salpeterindustrie mitzuwirken. Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. M., 3. August. Die Abendbörse lag vollkommen geschästslos, da Anregungen jeder Art fehlten. Die zum Teil leicht erhöhten Berliner Schlußkurfe blieben nur knapp behauptet. Etwas höher lagen lediglich Licht und Kraft, die 0,75 v. H. anzogen, während die übrigen Marktgebiete vernachlässigt waren und meist nur nominelle Kurse aufwiesen. Der anhaltende Ordermangel ließ bet der Spekulation keine Unternehmungslust au ft am- men. Von Montanwerten waren Stahloerein zu 10,75 v. H. angeboten. Der Rentenmarkt lag ebenfalls sehr still und die Kurse blieben meist unverändert. Reichsschuldbuchforderungen wurden um Bruchteile eines Prozentes höher taxiert. Neubesitzanleihe 5,90, Altbesitzanlsihe 48,70, Schutzgebietsanleche 3,20, Reichsbank 126, Gelsenkirchen 32, Phönix 13, Stahlverein 10,75, AEG. 27, Licht und Kraft 71,75, IG. Farben 88,25, Lahmeyer 87, Siemens 121, Hapag 11,75, Nordd. Lloyd 12,90. Schweinemarkt in Friedberg. WSR. Friedberg, 3. Aug. Zum heutigem Echweinemarkt waren 387 Kleintiere angetrieben. Es wurden bezahlt: für sechs Wochen alte Ferkel 10 bis 12 Mark, für sechs bis acht Wochen alte Tiere 12 bis 15 Mark, für acht bis zwölf Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mark. Bei lebhaftem Geschäft verblieb nur ein geringer fieberst and. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H. Lombardzinsfuß 6 v. H. Frankfurt a. Ul. Berlin • Echluß» kurs Echlußk. Abend- dürfe Schlußkurs Echlußk. mittag« dürfe '■Datum 2.8. 3.8. 2.8. 3.8. 6% St undje Relchsonteiye t>.i92. 60 62 62,25 62 6% ehem. 7L>Dt. ReichSanl. v.1920 67 67,8 67,65 68 B’/s% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Abich.-Schuld mit 58,75 60 58,75 60 Ausloi.-Rechten...... 48,35 48,7 48,4 48,75 Desgl. ohne Auslos.-Rechte . . 6% ehern 8%£>ei(. Soltsftaat 1929 5,9 5,9 5,9 5,85 (rüdsafjlb. iO2%)...... Oberhellen Provinz-Anleihe mit 47,5 — 48 50 Ausios.-Rechten...... Deutsche flamm. Gammelabl. 42 43,75 — — Anleihe Serie 1...... ■— 45 44,5 44,5 6% ehern. 8% Franks. Hyp.°Banl Golbpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank 70 70 — — Golvvte 16 unkündbar bis 1930 5'/-% ehern. 4’/2% Franks.Hhp.- Bon! Lia» Ps.mdbriese . . . 69,5 —. — 99 79,5 — — 5/,% ehern. 4 !4°/° Rheinische Hyv.-Bank-Liqu.-Goldpie. . . 6% ehern. 8% Pr. Landespsand» 81 80,5 — briefanftai Pfandbriefe DL 19 6% ehern. 7% Pr. Landespfand- 68,5 68 68,4 68 briesanstall. Pfandbriefe R. 10 68,5 68 — 4% Oesterretchtsche Goldrente . 10,5 70,4 10,4 10,13 4,20% Oesterreichische Silberrente 1 1,05 1,05 — 4% Ungarische Goldrente .... 5,9 5,75 5,9 5,8 4% Ungarische StoatSrente v. 1910 6,5 6,5 6,5 6,4 4'z% bceßl. Dort 1913 . . . . — — — —— 5% obgest. Goldrnerikaner von 99 5 5 — _ 4% Türkische Hollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 3,5 3,4 3,65 3,5 Serie 1........... 3,4 — 3,65 3,5 4% desgl. Serie II....... 5% Rurnän. vereinh. Rente v. 1903 3,4 3,425 3,65 4,2 4,25 4,3 4s4?LRumän.veretnh.RenIev.l91S 8,25 8,1 7,05 7,9 4% Rumänische vereinh. Rente 3,9 3.95 3,9 3,9 2%% i Anatolier...... 17,4 17,8 17,4 17,3 Frankfurt a.M. Berlin Schluß» kurs Echlußk. Abend- börse Schlußkurs Echlußk. Mittag- dürfe Saturn 2.8. 3.8 2.8. 3.8. vamburg-Amerna Pare. 1 12,25 11,75 12,25 11,65 Hamburg-Südam. Dampsschisj . O — — — — Hansa Dampsschisj . . . 1 — — 19,75 — Norddeutscher Lloyd .... . 1 13,5 12,9 13,25 12,65 A.G. für Verkehrswesen Akt. . 0 32,75 32 31,4 31 Berliner Handelsgesellschaft . 4 89,5 89,5 89,5 89,5 Commerz- und Privat-Bank . O 16 16 53,5 53,5 Darmstädter und NationalbaN 0 18,25 18,25 18,5 18,5 Deutsche Bank und Disconto-Gesellschast. . . 0 75 75 75 75 Dresdner Bant ...... O 18,25 18,25 18,5 18,5 Retchsbank ........ 1: 126,5 126 126,5 126 A.E.G........... . 0 28,65 27 28,5 27,13 Bergmann........ . 0 — — 21 20.75 Elektr. LieserungSgeseNschaft. 5 60,5 59 59,5 59,5 Licht und Krast...... 6 73,5 71,75 73 71 Felten & Guilleaume.... 0 37,5 38 38,75 38,9 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen .... Rheinische Elektrizität . . . 4 60,5 60 61,25 60,25 618 64 64 64,75 64 Echuckert & (So....... 0 64,5 63,75 63,5 63 Siemens L Halske..... $ 122,5 121 122,5 122 Lahmeyer & (So....... 10 87 87 87,5 87 Buderus......... . 4 27,25 26,5 28 26,5 Deutsche Erdöl...... . 6 71 70,75 71,5 71 Gelsenkirchener...... . 8 33 32 33,13 32,5 Harpener......... . O 52 50 51,5 50,25 Hoejch Eisen........ . 6 — 22,13 22,5 Ulie Bergbau....... Ilse Bergbau Genüsse . . . 10 —— — 129 — — 95,5 95,25 fllodncrtuerle..... . . b 22,5 22 22,25 21 ManneSmann-Röhren . . . . 6 37,25 38,5 37,5 Mansfelder Bergbau .... . O 11 11 11,25 11 Oberschlei, flokswerke . * . . 8 31,25 30,75 Phöntr Bergbau...... 4'/? 14 13 14 13.25 Rheinische Braunkohlen. . . 10 175 174 174,75 174 Rheinstahl........ . 6 48 48,75 47,75 Frankfurt a. 2JL Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- bürse Schluß- kurs Schlußk. mittag« Mrff Datum 2.8. 3.8 2.8. 3.8. Riebeck Montan...... — — — — Bereinigte Stahlwercke . . . . 0 12 10,75 11,75 11 Otavi Minen....... 0 12,25 12 '2,13 12,13 Kaliwerke Aschersleben . . . 6 94,5 93,25 95 94,75 Kaliwerke Westeregeln . . . 6 104 — 104 104 Kaliwerke Salzdetfurth . . . 9 160 159 160,5 159 I. G. Farben-Indusirte. . . 7 88,75 88,25 88,9 88,4 Scheideanstalt....... 10 137 137,5 — — Goldschmidt........ . 0 16,5 17,5 17,13 17 Rütgeröwerke ....... . 0 32,5 32,5 32,5 32,65 Metallgesellschaft...... . 0 25 25 24,25 25,5 Philipp Holz mann..... Zementwerk Heidelberg. . , . 0 . 4 35,5 36 34 36 36,5 34 Ji (Sementroerl Karlstadt. . . . . O 31 31 — — Wayß & Freytag..... . 0 3,9 4 Schultheis Pahenhofer . . . Aku (Allgemeine Kunstseide) 0 — — 57 56 0 "41,1b 37 38 37 Bemberg......... 0 33 32,5 33 31,75 Zellstoss Waldhos..... 0 30 29,5 29,75 28,5 Zellstoff Aschaffenburg . . . 0 19 18 18 18 Dessauer Gas....... . 7 — — 85,13 84 Daimler Motoren..... . O 13,25 13 13,75 13 Deutsche Linoleum .... . O 31 32 32,5 24 Örenstein & Koppel .... . 0 — — 23 23,13 Leonhard Tieh...... . 6 44,5 44 45,5 44,75 Svenöka......... 0 — —— — — Ehade.......... 12 169 166 168 166 Frankfurter Maschinen . . . . 0 — Gripner......... . r 16,5 — 18 17,25 Mainkrastwerke Höchst a. M.. 48 Süddeutscher Zucker . . . . . 8 1 105,5 105,25 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt clBI. 2. August 3. August Amiliche Geld Notierung | Brief Amtliche Geld lotierung Brie' Helstngsor- . Wien. . . . 6,344 51,95 6,356 52,05 6.344 51,95 6.356 52,05 Prag . . . Budapest. . 12,465 12,485 12,465 12,485 —— — Sofia ... 3,057 3,063 3.057 3,063 Holland . . 169,63 73,98 169,97 169,63 169,97 Oslo.... Kopenhagen. 74,12 73,98 74,12 79,57 79,73 79,47 79,63 Stockholm . 75,87 76,03 75,87 76,03 London. . . 14.78 14,82 14,78 14,82 Buenos Aires 0,913 0.917 0,913 0,917 Neuyoil . . 4,209 4,217 4,209 4.217 Brüssel. . . 58,36 58,48 58,36 58,48 Italien. . . 21,42 21,46 21,44 21,48 Paris . . . 16,48 16,52 16,48 16,52 Schweiz . . 81,89 33,92 82,05 81,90 82,06 Spanien . 33,98 33,97 34,03 Danzig. . 81,97 82,13 81,97 82.13 Japan . . 1,149 1,151 1,149 1.151 Rio de Jan 0,325 0,327 0,325 0,327 Jugoslawien Lissabon . 6,693 6,707 6,693 6,707 13,49 13,51 13,49 13,51 Banknoten. Berlin, g.Auqust Geld Bries" Amerikanische Noten....... 4,20 4,22 58,44 Belgische Noten......... 58,20 Dänische Noten......... 79,29 79,61 Englische Noten......... 14,74 14,80 Französische Noten........ 16,44 16,50 Holländische Noten........ Italienische Noten.....; . Norwegische Noten........ Deutsch-Lesterretch, i 100 Schilling 169,26 21,40 169,94 21,48 73,80 74,10 — — Rumänische Noten........ 2,49 2,51 Schwedische Noten........ 75,70 76,00 Schweizer Noten......... 81,72 33,83 82,04 33,97 Ungarische Noten........