ßr. 129 Erste; Blatt 182. Jahrgang Samstag, 4. Juni 1952 (Er|d)etnt tägltd), outzei Sonntags und Feiertags Beilagen: Die 3Huftnerte Gießener Familienblätter Heimat im Bild ■ Die Scholle monatiBeiugspreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. 5en,sprechanschlüsse anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Kietzen. Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen VniS und Verlag: vrühl'sche UniverstlätL-vnch' und Stcinöruderei R. Lange in Kietzen. Schnftleitnng und Geschäftrttelle: Schulltratze 7. Annahme von Anzetaen für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlid) 8, auswärt» 10 Neichspiennig: für Ne« klarneanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspsennig, Platzvorschrift 20 , mehr. Thesredakteur Dr. Fnedr H3dh Lange. Verantwortlich für'Politik Dr Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.Tbonot; für den übrigen Teil Ernst Dlurnschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Bietzen. Oer Start. erheblich schneller, als es im parlamentarischen Deutschland sonst der Brauch war, hat Reichspräsident von Hindenburg das neue Kabinett feines persönlichen Vertrauens auf die Beine gebracht Dies und die Lifte der neuen Manner erlauben wohl den Schluß, daß sich schon vor dem Dämmern der Brüningkrisis der neue Reichskanzler und feine Mitarbeiter in sachlichem Gedankenaustausch gefunden hatten und sich für den Augenblick bereit hielten, in dem der Reichspräsident sich ent- schloß, der Volksstimmung Rechnung zu tragen und das Steuerruder des Reichsfchiffs weiter nach rechts zu verlegen Diese Annahme braucht nicht unbedingt in Widerspruch zu stehen mit der Erklärung Herrn von Papens, daß es erst des dringenden Appells des Reichspräsidenten an seine vaterländische Pflicht bedurft hätte, um die 'Nachfolge seines Parteigenossen Brüning zu übernehmen. Wir glauben vielmehr, daß sowohl Hindenburgs Berater nnc auch der politische Kreis, der dem neuen Kabinett lein Gesicht gegeben hat, den dringenden Wunsch hatten, den bisherigen Reichskanzler, dessen enorme Arbeitskraft, außergewöhnliche Kenntnisse und besondere Fähigkeiten der Reichspräsident in seinem das persönliche Verhältnis zum scheidenden Reichskanzler betonenden Abschiedsschreiben noch einmal warm unterstrichen hpt, als Außenminister auch der neuen Staatsführung zu erhalten, um so mehr als die Konferenz von Lausanne vor der Tür steht und Dr Brüning bei den Staatsmännern der für die nächsten Schritte unserer Außenpolitik besonders wichtigen angelsächsischen Mächte ein nicht alltäq- liches Vertrauen genoß Auch eine andere Hoffnung trog. Durch die Wahl des Herrn von Paven für das Amt des Reichs- kanzlers im neuen Kabinett hatten wohl die Befürworter des Regierungswechsels geglaubt, sich, wenn auch nicht der offenen Zustimmung so doch wenigstens der Duldung des Zentrums vergewissern zu können. Auch das ist nicht gegluckt. Gerade dieser Kandidat hat als ein Mann eigener Ideen und etwas unruhiger Geist der Parteiführung schon manches Kopfzerbrechen gemacht, besonders da er als Hauptaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der „Germania", des Berliner Zentrumsparteiblattes, beträchtliche Machtmittel in her Hand hatte So fühlte sich das Zentrum durch die Herausstellung des Herrn von Papen als Nachfolger Brünings eher brüskiert und machte feiner Entrüstung in einer mit der bei der Partei sonst üblichen beherrschten Tonart nicht in Einklang stehenden scharfen Er- Uärunflßuft Der sehr geschickte Brief de» neuenReichs» kanzlers an den Parteiführer des Zentrums, in dem er als Ziel seiner politischen Arbeit und ersten Punkt seines Regierungsprogramms „die Synthese aller «nahrhaft nationalen Kräfte, aus welchem Lager sie auch immer kommen mögen" hinstellt und bewußt an- knüpft an die „unermüdliche, planvolle und sachliche Arbeit" seines Vorgängers, hat offenbar feinen Ein- druck nicht ganz verfehlt. Wenn auch in der Ant- wort des Prälaten Kans noch ein gut Teil Verstimmung nachhallt, fo scheinen uns doch nicht alle Brücken abgebrochen und die Möglichkeit gegeben, daß das Zentrum zu einem späteren Zeitpunkt, wenn das neue Kabinett durch feine fachliche Arbeit den Beweis feiner Daseinsberechtigung erbracht hat, seine heutige Stellungnahme einer Revision unterziehen wird Die Art, wie bie|c neue Reichsregierung zu stände gekommen ist, wie die Männer, die ihr angehören und die, soweit sie politischen Parteien angehören, sich von diesen lösen werden, geben dem Kabinett den ausgespro- ebenen Charakter eines Präsidialkabi- netts, das noch weit mehr ohne koalitionsmäßige Bindungen als das ursprüngliche Kabinett Brüning seine Existenz allein auf das Vertrauen des Reichs- Präsidenten gründet. Was also Dr. Brüning im März 1930 aus früher schon erörterten Gründen nur unvollkommen geglückt war, soll nun hier auf Grund der in diesen zwei Jahren gemachten Erfahrungen mit tauglicheren Mitteln und größerer Folgerichtigkeit wiederholt werden. Das bedeutet keineswegs eine Verletzung der Verfasiung, wie es manche Blätter der Linken so hinzustellen belieben, denn der Artikel 53 der Reichsverfassung schreibt vor, daß der Reichskanzler und auf feinen Vor- schlag die Reichsminister vom Reichspräsidenten ernannt und entlassen werden Die Auswahl des Reichskanzlers und seiner Mitarbeiter unterliegt also dem freien Entschluß des Reichspräsidenten und nirgends steht geschrieben, daß er sich dabei an die Wunsche der Parteien halten müsse oder auf die im Parlament möglichen Koalitionen Rücksicht zu nehmen habe. Da aber der folgende Artikel der Reichs- verfassung besagt, daß Reichskanzler und Reichs- Minister zu ihrer Amtsführung des Vertrauens des Reichstags bedürfen, hat der neue Reichskanzler nur folgerichtig gehandelt, wenn er vom Reichspräsiden, ten sofort die Vollmacht zur Auflösung des Reichstags und tyusfrfjreibuna von Neuwahlen erbat und erhielt Für diesen Entschluß war einmal maßgebend, daß das neue Reichskabinett nach der ablehnenden Stellungnahme von Zentrum und Bayerischer Volks- Partei in diesem Reichstag auch bei einer Tolerierung durch die Nationalsozialisten keine Mehrheit erhalten würde Wichtiger ist aber tee Tatsache, daß die Zusammensetzung des am 14. September 1930 gewählten Reichsparlaments, wie die seitdem zahl- reich stattgefundenen Landtagswahlen, noch zuletzt die Tßahl in Preußen, eindeutig bewiesen haben, in keiner Weise mehr dem Willen des Volkes entspricht. Es liegt also nur im wohlverstandenen Sinne der parlamentarischen Verfassung, wenn der Reichs- Präsident den Versuch macht, durch Neuwahl des Reichstags Volksmeinung und Volksvertretung wie- der in Uebereinftimmung zu bringen und gleichzeitig einem Kabinett (eines Vertrauens, mit dessen Berufung er der Volksmeinung glaubte Rechnung Oie Regierungserklärung des Reichskabineiis. Eine klare Bilanz der Lage. - (Scharfe Kampfansage gegen Gtaaissoziattsmus und Kultur, bolschewismus. - Für Gleichberechtigung, politische Freiheit und wrrtschastliche Gesundung. Berlin, 4.3unt IWTD. ZunNpruch.) Die Regierungserklärung deS Kabinetts v Popen hat folgenden Wortlaut. 3n einer der schwersten Stunden der vaterländischen Geschichte übernimmt die neue Regierung ihr Amt. Das deutsche Dolk steht i n einer seelischen und materiellen Krise ohne Totgang. Die Opfer, die von ihm verlangt werden, wenn der dornige Weg zur inneren und äußeren Freiheit mit Aussicht auf Erfolg gegangen werden soll, sind ungeheuer. Sie können nur ertragen werden, wenn es gelingt, d i e seelischen Doraussetzungen durch eine Zusammenfassung aller aufbauwilligen und staatserhaltenden, kurzum aller nationalen Kräfte z u binden Reichskanzler Dr. Brüning hat als erster den Mut gehabt, eine klare B i - lanz der Loge zu fordern, in die uns in erster Linie der Dersaillcr Dertrag und die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise wie auch die Mißwirtschaft dcrParlamentsdemo- Italic gebracht haben. Diese Bilanz, die die heutige Regierung vorsindet, soll das deutsche Dolk kennen: die finanziellen Grundlagen des Reiches, Preußens und der Mehrzahl aller anderen Länder und Gemeinden sind erschüttert. Keine der notwendigen grundlegenden Reformen, die Doraus- setzung jeder Gesundung — Berwaltungsreform, Finanzreform, Anpassung unseres staatlichen Lebens an die Armut der Ration — ist über schwache Ansätze hinausgekommen. Die Sozialversicherungen stehen vor dem Bankrott. Die ständig gewachsene Arbeitslosigkeit zehrt trotz allen Arbeitswillens der besten Kräfte am Marke des deutschen Dolkcs Die Rachkriegvregicrungen haben geglaubt, durch einen s I chständig steigernden Staatssozialismus die materiellen Sorgen dem Arbeitnehmer wie dem Arbeitgeber in weitem Maße abnehmen zu können. S i e haben den StaatzuelnerArtlvohl- sahrtsanstalt zu machen versucht und damit die moralischen Kräfte der Nation geschwächt. Sie hoben ihm Ausgaben zuer- te i 11, die er seinem Wesen nach niemals erfüllen kann. Gerade hierdurch ist d I e A r - beltslosigkeltnochgesteigert worden. Der hieraus zwangsläufig folgenden moralischen Hermürbung des deutschen Volks, ver- schärft durch den unsinnigen gemeinschastsseindlichen Klassenkampf und vergrößert durch den .stulturbolschcwismus, der die besten sittlichen Grundlagen der Nation untergräbt, muß in letzter Stunde Einhalt geboten werden. Zu viel ist schon in alle kulturellen Gebiete des öffentlichen Lebens die Zersetzung atheistisch- marxistischen D e n f e n s .eingedrungen, weil die friedlichen Krgfte des Staates zu leicht zu Korn» promiisen bereit waren. Die Reinheit des öffentlichen Lebens kann nicht auf dem Wege der Kam- promifse um der Parität willen bewahrt oder wieder hergestellt werden. Es muß eine klare Entscheidung darüber fallen, welche Kräfte gewillt sind, das neue Deutschland auf der Grundlage der unveränderlichen Grundsätze der christlichen Weltanschauung aufbauen zu helfen Die Regierung, die in dieser Stunde, erfüllt von ihre schweren Verantwortung vor Gott und der Ration, die Leitung der Geschicke des Landes übernimmt, ist tief durchdrungen von dem Lc wußtfein der Pflichten, die auf ihr liegen. Sie wird nicht zögern, den Kampf um die Erhaltung der Lcbensgrundlagen de» Volke», insbesondere auch der werktätigen Bevölkerung in Stadt und Land unverzüglich auszunch- mcn. Damit die Zahlungen der nächsten Tage und Wochen zur Ausrechteraltung de» staatlichen Apparate» geleistet werden können, ist die Regierung gezwungen, einen Teil der von der alten Regierung geplanten Rotmatznahmcn zu erlassen. 3m übrigen mach! die Regierung in dieser Stunde keineversprechungen. Sie will handeln, und man soll sie nach ihren Taten beurteilen. Auf außenpolitischem Gebiete ergeben sich hie nächsten und wichtigsten Ausgaben der Reichsregierung aus den im Gange befindlichen oder bevorstehenden internationalen Verhandlungen über die großen Weltprobleme der Abrüstung, der Reparationen und der allgemeinen Wirtschaftskrise. Bei allen diesen Problemen stehen höchste deutsche Lebensinteressen auf dem Spiele. Unser Ziel ist, in friedlichem Zusammen- wirken mit den anderen Nationen unserem Vaterlande endlich volle Gleichberechtigung, politische Freiheit und die Möglichkeit wirtschaftlicher Gesundung zu verschaffen. Nur ein gleichberechtigte», freies und wirtschaft- sich gesundes Deutschland kann zur Gesundung der West beitragen. Freilich können alle Bemühungen um die Gesundung der Völker sich nur dann auswirken, wenn es gelingt, gleichzeitig die wirtschaftlichen Störungen auf d e m (Gebiete de» Geld- und Kapi- taloerkehrs und des Warenaustausches, dic gegenwärtig die Welt in Unruhe versetzen, zu beseitigen. Die Reichsregierung wird an allen Bestrebungen mitzuwirken bereit sein, die diesem Ziele dienen. Die Grundlage und voraussehung aber jeder wirksamen außenpolitischen Vertretung unserer nationalen Interessen, über, dic e» Hlcinung»- oerschiedenhciten unter Deutschen nicht gibt, ist d i e Herbeiführung der innerpoll- tischen Klarheit. Aus allen diesen Grün- den Hal sich der Herr Reichspräsident entschlossen, dem Anträge der Reichsregierung staltzugcben, denReichstagauszulösen. Die Ration ist vor dic klare und eindeutige Entscheidung gestellt, mit welchen Krästcn sie den weg der Zukunft zu gehen gewillt ist. Die Regierung wird, unabhängig von Parteien, den Kamps für dic wirtschaftliche Gesundung der Ration, für die Wiedergeburt de» neuen Deutschland» führen. Oer Reichstag aufgelöst. Neuwahlen vermutlich in der zweiten Hälfte des Juli. Berlin, 4.3uni. (wlv. Drahtmeldung.) wie öa> Rachrichtenbureau de» Vereins Deutscher Zes- tungsverleger hört, ist da» Auslüsungvdekret dem Reich»tag»präsidenten Loebe gegen IZUHrzugegangen. Der Reichstag ist d a m i t aufgelöfl. Der Termin für die Reuwahl ist noch nicht festgesetzt, doch ist zu erwarten, daß die Reuwahl in der zweiten Hälfte de» 3uli stattfinden wird. Ein Erlaß an die Reichswehr. Berlin, 3. Juni. Der Rcichswehrminister erließ folgende Kundgebung an die Reichswehr: A n die Reichswehri Mit dem heutigen Tage trete ich das Amt des Rcichswehrminifters an, zu dem mich das Vertrauen des Reichspräsioenten, des Oberbefehlshabers der Heeresmachl, berufen hat. Ich werde meine Kraft daran fetzen, daß die Reichswehr dazu befähigt wird. getragen zu haben, die verfassungsmäßigen Grundlagen für feine Amtsführung zu schaffen. Der Reichskanzler hat darauf verzichlet, noch vor dem alten Reichstag zu erscheinen, um die Regierungserklärung und das Auflösungsdekret zu verlesen, weil er sich nicht eines mit Sicherheit zu erwarten- ten Mißtrauensvotums aussetzen wollte. Das ist aus verfassungsrechtlichen Gründen gewiß begreiflich, der politischen Klarheit auch in dem nun einsetzenden Wahlkampf würde es indesien mehr gedient haben, wenn die Parteien zu einer eindeutigen Stellungnahme zu dem Kabinett Popen gezwungen worden wären So besteht also vorerst das nicht undedenk- liche Zwielicht fort, das nur die Uebernahme der vollen Verantwortung für den einzuschlagenden Kurs durch eine Mehrheit des neuen Reichstags ganz beseitigen kann Wir hatten dem Wunsch Ausdruck gegeben, daß es dem mit der Regierungsbildung beauftragten Herrn von Papen gelingen möge, unverzüglich klare Verantwortlichkeiten zu schaffen und deshalb jetzt schon den Versuch zu machen, Führer der nationalsozialistischen Bewegung für dic Mitarbeit in seinem Kabinett zu gewinnen. Herr von Papen hat einen anderen Weg eingeschlagen, trotzdem scheint es uns nicht so, als ob die von ihm gebildete Regierung mit dem ihr von sehr verschiedenen Seiten und sicher aus sehr verschiedenen Beweggründen eilends verliehenem Prädikat „Uebergangstabinett” richtig bezeichnet wäre oder gar selber diese Firmie- rung billigen würde. Weder der Reichskanzler selber, noch die Reihe seiner Mitarbeiter, sehen uns so aus, als ob sie Lust verspürt hätten, sich a l s Lückenbüßer für das Interregnum dreier Sommermonate herzugeben. Es scheint vielmehr, als habe sich hier eine Gesinnungsgemeinschaft im besten Sinne konservativer Männer zujammengefunden mit dem festen Willen, in der Bewältigung der auf allen Gebieten des Staatslebens und der Wirtschaft sich riesengroß vor ihnen auftürmenden Ausgaben zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenzuwachsen, die nicht jo leicht bereit sein wird, ohne sachliche Gründe den Platz wieder zu räumen, auf die sie in ernster Stunde das Vertrauen des Reichsoberhaupts gestellt Hai. Mehr noch als der breiten Dolkskreisen bislang gänzlich unbekannte Herr von Popen gibt der neue Reichswehrminister General v o n Schleicher dem Kabinett die bezeichnende Prägung. Damit sehen wir einen Mann ins volle Rampenlicht der politischen Bühne treten, dem schon lange eine emsige Betriebsamkeit hinter ten Kulih'en nachgesagt wurde Vor noch nicht langer Zeil von der radikalen Rechten als „Sürogeneral* schlecht behandelt, wird er nun von dec Linken als finsterer Intrigant und Kanzlerstürzer angeprangert. Bei unvoreingenommener Betrachtung seines Werdegangs und seiner Persönlichkeit bleibt wohl nur das eine, daß Schleicher ein alter politischer Routinier von hohen Graden ist, der schon seit seiner Tätigkeit in der Obersten Heeresleitung während des Krieges bis zur Uebernahme des als Ersatz für ein von der Linken gefordertes politisches Staatssekretariat auf seinen Rat hin geschaffenen sog. Minister- amts im Reichswehrministerium die Verbindung vorn Militär zur Politik als sein Spezialgebiet besonders gepflegt hat. Sachlich wichtiger sind zur stunde die wirtschafts- unb finanzpolitischen Ressorts. Mit Graf Schwerin von Krosigk übernimmt ein erfahrener und von Rennern der schwierigen Materie geschätz- ter Fachmann die Leitung des Reichsfinanzministeriums, wo ihm dos unfertige Gerippe des neuen Reichshaushaltsooranschlags entgegen- starrt, das bis zum l.Iuli mit lebendigen Zahlen ausgefüllt werden muß. Hier werden die ersten, für die Beurteilung des neuen Kurses entscheidenden Taten des neuen Kabinetts erfolgen müssen. Und im engsten Zusammenhang damit steht die Tätigkeit des schon aus dem zweiten Kabinett Brüning her bekannten Reichswirtschaftsministers Warm- bald, der sich dort gegen Stegerwald und Dietrich nicht durchzusetzen vermochte. Da er vorerst auch provisorisch das Reichsarbeitsministerium übernommen hat, sind Reibungen zwischen diesen beiden, auf engste Fühlungnahme angewiesenen Ressorts nicht zu erwarten. Es ist also nicht anzunehmen, daß es zu der von Warmbold seinerzeit bekämpften schematischen A r b e i t sze i t k ü r z u n g kommen wird, wie weit sich indessen der neue Minister die vor- liegenden Pläne zur Arbeitsbeschaffung zu eigen machen wird, bleibt abzuwarten. Damit eng zusammen -hängt die Siedelungs- frage, über die es im alten Kabinett zu einem Gegensatz zwischen Stegerwald und dem Ostkom- miflar Schlange-Schöningen und im weiteren Verlaus zu Meinungsoeri'chiedenheiten zwilchen dem Reichspräsidenten und dem Kabinett Brüning gekommen war. Minister Schlange, selber ostelbischer Rittergutsbesitzer und Mann gut konservativer Gesinnung hatte sich mit temperamentvoller Entschiedenheit für den Siebelungsplan des Kabinetts eingesetzt, der zum Sturz des Kanzlers beigetragen hat, weil er dem Reichspräsidenten nicht genügend Schutz gegen voreilige Enteignung überschuldeten ostdeut- ichen Großgrundbesitzes zugunsten der Ansiedelung von Bauern bot. Man wird jetzt ein scharfes Augenmerk darauf haben müffen, daß unter dem Einfluß des dem ReichÄoadbund pahestehentetz neuen Ernährungsministers Freiherrn von Braun, der auch das Ostkommissariat übernimmt, die für unsere nationale Sicherheit und volkliche Selbstbehauptung grodezu ausschlaggebende dichte Besiedelung der Ostmark mit krisenfesten Bauern nicht noch ftärlcre Beschränkung erfährt, al$ sie durch die schlechte Finanzlage ohnehin schon geboten ist. Eine der jchwersten Ausgaben fällt dem neuen Reichsaußenminister Freiherrn von Neu- rji t h zu, der wohl neben dem Finanzminstter Graf Schwerin Deutschland auf der Lausanner Tributkonferenz vertreten wird. Er ist ein erfahrener Diplomat, der sich in Rom seine Sporen verdient hat, seit langem das besondere Vertrauen des Reichspräsidenten genießt und als Botschafter in London über die wichtigen Besprechungen Brünings im vergangenen Sommer und die Vorbereitung der Kon- serenz von Lausanne gut unterrichtet ist. Nächst dem scheidenden Reichskanzler konnte also wohl kaum ein besserer Kenner der auf der Tagesordnung stehenden großen außenpolitischen Fragen gefunden werden als der jetzige Reichsaußenminister. Dem als Abstimmungskommissar in Ostpreußen bekannt gewordenen, oft schon als Kanzlerkandidat genannten neuen Reichsinnenminister Freiherrn von G a y l fällt dje unter den heutigen krisenhaften Wirtschaftsoerhältnissen und bei der großen inner- politischen Spannung nicht leichte Aufgabe zu, in den kommenden Monaten bei strenger Aufrecht- erhaltung der Ruhe und Ordnung die Wahlfreiheit sicherzustellen, offenbare psychologische Fehler seines Vorgängers wie bas SA-Verbot einer Revision zu unterziehen, aber auch Gedanken, die beschäftigungs- lose Jugend durch Ausdehnung des freiwilligen Arbeitsdienstes oder noch besser durch Einführung der 2lrbeitsdienftpflid)t von der Straße wegzubringen und wieder mit einem Sinn des Ledens zu erfüllen, in die Tat umzusetzen. Damit sind nicht annähernd die Aufgaben in ihrer Gesamtheit umriffen, die der Weiterführung durch die neuen Männer warten. Das wird nicht in roeni- gen Wochen geschehen können. Aber der schnelle Start des Kabinetts und feine ersten Entschlüsse 'prechen für den neuen Rurs. Bei aller nach den Erfahrungen der letzten Zeit begreiflichen Reserve gebietet es nicht nur die Gerechtigkeit, der neuen Reichsregierung ein« Chance zu geben, bevor die Kritik einfetzt, sondern unser aller unlösbare Schicksalsverbundenheit fordert, den zur Führung Berufenen für ihre unserer Ueberzeugung nach mit ehrlichem Wollen übernommene Arbeit einen ganzen Erfolg zu wünschen, denn die Kosten eines Mißerfolges muß- ten wir alle tragen und es sieht nicht fo aus, als ob wir uns ten noch leisten könnten. ihre Verufsaufgabe zu erfüllen: Deutschlands Grenzen zu schützen und seine na- tionale Sicherheit zu gewährleisten. Ich werde ferner dafür sorgen, daß diejenigengei- stigen und physischen Kräfte unseres Volkes gestärkt werden, welche die unent- b ehrliche Grundlage der Landesverteidigung bilden. Ich bin überzeugt, daß im Innern die Tatsache, daß wireinegeschlos ene und überparteiliche Wehrmacht be itzen, allein genügen wird, um die Autorität des Reichs vor jeder Erschütterung zu bewahren. Ich vertraue darauf, daß jeder Angehörige der Wehrmacht mir dabei helfen wird, das mir anvertraute Erbe einer großen Vergangenheit zum Besten von Volk und Vaterland zu verwalten. Der Reichswehrminister: gez. von Schleicher. Die Deutschnationale Volkspartei zur Lage. Berlin, 3. Juni. (TU.) Die deutschnationale Reichstagssraktion hielt eine kurze Sitzung ab. Die Fraktion faßte eine Entschließung, in der es heißt: J Die Fraktion begrüßt es, daß jetzt nach dem Sturze I der Regierung Brüning als erste Maßnahme die | Auflösung des Reichstages erfolgt. Die DNVP. ist an der Bildung und Zielsetzung der neuen Reichsregierung unbeteiligt. Sie hat also der Regierung gegenüber keinerlei Bindungen. Ihre Haltung wird nicht von der Erfüllung propagandistischer Forderungen oder von wahlpolitischen Gesichtspunkten abhängig sein, sondern allein von der sachlichen Arbeit, die für das Vaterland geleistet wird. Die bisherigen Nutznießer der Gewalt, Zentrum und Sozialdemokratie, warten darauf, aus Fehlern der neuen Regierung alsbald wieder Kapital zu schlagen. Der Wahlkampf muß die System- parteien aus der Gestaltung der deutschen Politik ausschalten. Die endgültige Entscheidung über die Richtung der deutschen Politik wird erst nach den Reichstagswahlen fallen. An dieser Entscheidung werden die in der Deutschnationalen Dolkspartei verkörperten Kräfte ihren Anteil beanspruchen und durchsetzen. Wiederaufer st ehung der deutschen Nation wird das Kennwort dieser Wahl sein. Die DNVP., die, wie bisher, unter diesem Kennwort ficht, vereinigt damit ein anderes lebenswichtiges Ziel: Abwendung des drohenden Chaos. Herriot bildet fein Kabinett. 3m wesentlichen die alten Mitarbeiter aus der ersten radikalen Regierung. paul-Boncour wird Kriegsminister. Paris, 4. Juni. (MTB) Der Präsident der Republik hat dem Abgeordneten h e r r i o t die Kabinettsbildung angeboten, herriot hat die Kabinettsbildung übernommen, wie kurz nach Mitternacht bekannt wird, wird sich das Kabinett herriot folgendermaßen zusammensehen: Ministerpräsident und Außenminister: herriot (Rad.). Oesfentliche Arbeiten: Da la di er (Rad.). Inneres: Lhautemps (Rad.). Krieg: Senator Paul-Boncour (ehemaliger Sozialist). Luftschiffahrt: Painlev^ (So;.Rechte). Kriegsmarine: L e y g u e s (Rad. Linke). Landwirtschaft: Senator Gardey (Rad.). Pensionen: B e r t h o d. Justiz: Senator Renoult (Rad.). Budget: p a l m a d e (Rad.). Oeffentlic^r Unterricht: Senator de M o n z ie. Kolonien: Senator Albert S ar raut (Rad.). Arbeit: D a l i m i e r. Handelsmarine: Leon Meyer (Rad.). Volkswohlfahrt: Senator G o d a r d (Rad.). handel: Julien Durand (Rad.). Poft: O u e u i l l e (Rad.). Finanzen: Germain-Marlin (Rad.Linke). * Das Ministerium Herriot, das heute nacht gebildet worden ist, hat, wenn man die Namen betrachtet, eine engere Basis, als man bis jetzt hatte annehmen können. Denn es gehören ihm außer den Radikalen nur wenige Parlamentarier aus anderen Gruppen an. So fällt auf, daß d i e Radikale Linke, also die ehemalige Fraktion Lvucheur, nur mit einem Minister (Germain Martin) und zwei Unterstaatssekretären, darunter dem Neger Candace für die Kolonien, vertreten ist, die Partei Painlöve nur durch PainlSve selbst und dierechtsstehendenSozialisten ebenfalls nur mit einem Vertreter (De M o n zi e). Eine besondere Rolle spielt Marineminister L e y - gues, der aus persönlichen Gründen trotz seiner Zugehörigkeit zu den Linksrepublikanern stets gegen Tardieu gestimmt hat und deshalb auch in dem kurzlebigen Ministerium Steeg ein Portefeuille übernommen hatte. Auffallend ist ferner, daß vor der Bildung des Kabinetts nicht einmal eine Unterredung zwischen Herriot und dem Sozialistenführer Blum stattfand, so daß also dieses Minderheitskabinett sich gegenüber den Sozialisten seine Unabhängigkeit bewahrt hat, die bis letzt kein einziges links gerichtetes Kabinett hatte. Interessant ist auch, daß kein einziges Mitglied des linken Flügels der Radikalen einen Posten im neuen Kabinett erhalten hat mit Ausnahme von Mi stier, den man im Ministerium für schöne Künste als Unterstaats- s e k r e t ä r untergebrächt hat. Will die Tatsache dieser schmalen Grundlage besagen, daß das Ministerium nicht von Bestand sein wird? Keineswegs. Die innerpolitische, namentlich die finanzielle Lage, ist derart, daß eine sachliche Behandlung aller Probleme in der neugewählten Kammer zu erwarten ist, so daß also vorläufig die Parteitaktik in den Hintergrund tritt. 3m übrigen muß man das neue Ministerium nach seinem Programm beurteilen, das diesmal wegen der kritischen Lage in der Außenpolitik von ganz besonderer Bedeutung ist. Die Stellungnahme Herriots zur Außenpolitik ist hinlänglich bekannt. Er hat sich mit allen den Männern umgeben, die schon das letztemal, als er 1924 Ministerpräsident war, seine Mitarbeiter gewesen sind. Man findet neben einem D a l a d i e r, allerdings nicht im Kriegsministerium, wie man gehofft hatte, auch Chautemps, Senator Bene Renoult, Albert Sarraut, Dalimier und im Kriegsministerium Paul-Boncour, der jetzt also am Ziel seiner Wünsche angelangt ist. Er, der den Sozialisten den Rücken kehrte, sich aber in letzter Zeit deutlich von der Außenpolitik Tardieus distanzierte, wird jetzt der maßgebende Leiter der französischenDe- legation auf der Abrüstungskonfe- r e n z. Für Lausanne kommt außer Herriot vor allen Dingen der Finanzminister Germain Martin, von Beruf Professor der Finanzwissenschaft, in Frage, ein Mann, der ein außerordentlich reiches Wissen mit großem Wirklichkeitssinn verbindet und wie kaum einer innerhalb des Kabinetts von der Rotwendigkeit einerdeutsch-französischenBerstän- d i g u n g, für die Frankreich Opfer bringen müsse, durchdrungen ist. Hoffentlich gelingt es ihm, seinen Standpunkt innerhalb der neuen Ministerkombination zur Geltung zu bringen. Herriot ist ein Mann der Verständigung, aber seine internationale Politik leidet unter gewissen Hemmungen, die schon durch seine Erziehung — er ist Sohn eines Offiziers und war selbst Professor — und vielleicht auch durch die mehr doktrinäre Art seiner demokratischen Auffassung gegeben ist. Man kann nur hoffen, daß er sich fernhalten wird von den Ratgebern, die vor der englischen Initiative einer Weltwirtschaftskonferenz warnen, und statt dessen den angelsächsischen Gedanken mit mehr Wärme und Begeisterung aufgreifen wird, als ihm anempfohlen wird. Mit der Fortsetzung der Negation ist nichts getan, die das charakteristische Merkmal der Außenpolitik derer ge- wesen ist, die seit 1926 in Frankreich wirkten. Schwer wird es die neue Regierung haben, wenn Ende des Jahres dieBudgetberatungen beginnen und damit die Frage des Etatsausgleichs auf die Tages- ordnuna gelangt, wenn diese nicht früher durch die Ereignisse akut werden sollte. Das Kabinett Braun erscheint nicht im Landtag. Mißtrauensvotum gegen die geschästsführende Regierung. - Erleichterung der Wahl des Ministerpräsidenten abgelehnt. B e r I i n, 3. Juni. (VDZ.) Im Preußischen Landtag wurde die politische Aussprache unter lebhafter Anteilnahme auch des Publikums fortgesetzt mit einer Rede des Aba. Lohse (Rats.): Es ist eine UnifteUung in der -Wirtschaftspolitik nötig, die zu- ruckfuhrt zur Binnenwirtschaft, zu einer zlrt Autarkie, einer Nationalwirtschaft, in der das Arbeitslosenproblem gelöst werden wird. Nicht Ka- pital schafft Arbeit, sondern nur sleißigste Arbeit oermag Kapital und Arbeit zu schaffen. Wir Nationalsozialisten sind Anhänger auch der Ar- b e i t s d i e n st p f l i ch t. Wenn die ältere Generation Volk und Vaterland verteidigen mußte, so können wir von der jüngeren verlangen, daß sie mindestens ein Jahr Arbeitsdienst leistet. Wenn eine Million arbeitsloser junger Menschen in den Arbeits- dienst eingestellt wird, so wird damit auch einer weiteren Million Arbeit gegeben. Wir denken gar nidjt daran, das Tarifrecht und die sonstigen Rechte per Arbeiter anzugreisen. Gegenüber dem Vorwurf, daß unserWährungsprogramm zur Inflation führe, stellen wir fest, daß die Re- gierungsparteien nicht nur die erste Inflation durch- geführt haben, sondern daß sie heute bereits w> e der in der gleichen Situation sind. Eine Wahrung braucht nicht abhängig zu sein vom Golde, wie wir es in England und in den nordischen ®^a°tcn sehen. Auch unsere Rentenmark war nicht durch Gold gedeckt, sondern durch den deutschen Grund und Boden. Warum sollte das bei einer neuen Währung nicht auch möglich sein? Solange wir von der Weltfinanz abhängig sind, werden wir nicht gesunden. Dieser Zustand kann abgeändert werden durch eine neue Währung. Eine Inflation gibt es nur dann, wenn Geldmittel in Umlauf gesetzt werden, ohne daß produktive Arbeit geleistet wird. Abg. Kaiser (Komm.): Der Rationalsozialist Lohse hat zwar Worte für die Erwerbslosen gesunden. Unternehmer aber, die der RDDAP. angehören, helfen in der Tat das Elend steigern. Der Redner nennt den Ramen eines ilnter» nehmers aus dem Harzgebiet, der gleichzeitig Leiter der Ortsgruppe der RSDAP. sei und den Jungarbeitern einen Stundenlohn von 4 Pfennig gafjle. (Stürmisches Hört! Hört! bei den Kommunisten. — Lärm bei den Rationalsozialisten.) Dafür stehe auf der Lohntüte „Wählt Hitler!" (Hört! Hört! bei den Kommunisten. — Lachen bei den Rationalsozialisten.) Abg. Ruschke (Stp.): Von den Rationalso- zialisten, die im Preußischen Landtag die stärkste Partei sind, haben wir bisher noch keinen einzigen positiven Antrag zu Gesicht bekommen, Der Theaterdonner, den sie veranstalten, soll über ihre Impotenz auf sozialpolitischem und wirtschaftlichem Gebiet hinwegtäuschen. Auf die Dauer wird srch aber das deutsche Volk nicht täuschen lassen, und es kann Deutschland einst erwachen in einem ganz anderen Sinne, als Sie (zu den Rationalsozialisten) es sich' denken. Abg. Freister (Rats.): Die Rechtsprechung hat sich auf dem gesamten politischen Gelder zur Dienerin eines parteipolitischen und einseitigen Systems gemacht. Eie (nach links) können das nicht verstehen, denn Sie waren nicht Objekt dieser Rechtsprechung. Mit verfassungswidrigen Mitteln will man sich auf dem Amts- sessel noch einige Zeit halten. Sie sehen Ihre Arbeit so lange fort, bis wir es Ihnen endgültig unmöglich machen werden. (Händeklatschen bei den Rattonalsozialisten. — Stürmische Kundgebungen bei den Kommunisten.) Das deutfche Volk hat sich von Ihnen abgewendet. Wer das Ergebnis einer 13jährigen Regierungstätigkeit bucht, muh verschwinden. Tun Sie das nicht dann bitte zum nächsten Tanz! Der nächste Tanz wird Ihnen endgültig klarmachen, daß Sie ab- ErfieAvfnahme desnevenReichskMM Sitzend von links nach rechts: Freiherr oonBraun, Freiherr von Gayl, von Papen, Freiherr von Neurath. — Stehend von links nach rechts: Dr. Gürtner, Professor Warmbold, General von Schleicher. ■ VW' gewirtschaftet haben und das neue Deutschland Adolf Hitlers marschiert. (Anhaltendes stürmisches Händeklatschen bei den Rationalsozialisten.) Abg. Koenen (Komm.): Wir vermissen, daß auch nur ein einziger nationalsozialistischer Redner außer den Phrasen und der Kritik auch nur einen einzigen Vorschlag zur Besserung des Loses dec Erwerbslosen gemacht hat. Sie (zu den Rattonalsozialisten) machen für Thyssen und 2a- husen Politik. Weil Sie die Interessen der Ausbeuter und Börsenjobber vertreten, deshalb müssen Sie auf der Straße Arbeiter niederschlagen und Streik brechen. Brauns Antwort an den Landtag. Keine Revision der Geschäftsordnung. Präsident Kerrl verliest die Antwort des Ministerpräsidenten auf den gestrigen Beschluß des Landtages auf Herbeiruf u n g des Staats Ministeriums. 3n dem Brief heißt es, daß das Kabinett die Rechtsfrage dahingestellt sein lasse, ob die Möglichkeit, das Staatsministerium herbeizuzitieren, auch für die geschäftsführende Regierung gelte. Aus den gestrigen Verhandlungen habe sich ergeben, daß es den Arttragstellern nur um eine Verunglimpfung der Staatsregierung zu tun gewesen sei. Es widerspreche dem Geist der Verfassung, Mißtrauensanträge gegen eine zurückgetretene Regierung im Parlament zu verhandeln. Das Staatsministerium würde es begrüßen, wenn der Landtag recht bald verfassungsmäßige Ausgaben erfüllen und einen neuen Ministerpräsidenten wählen würde. Der deutschnationale Antrag, die Geschäftsordnung des alten Landtages in der Fassung zu Übernehmen, die vor Erschwerung der Wahl des Ministerpräsidenten bestanden hat, wird in namentlicher Abstimmung mit 212 Stimmen der Regierungsparteien und der Kommunisten gegen 202 Stimmen der Rationalsozialisten und übrigen Rechts- >arteien abgelehnt. Der kommunistische Antrag, dem Geschäftsministerium Draun-Severing dasMihtrauen auszusprechen, wird mit 253 Stimmen der Rationalsozialisten, Deutschnationalen, Deutsche Volkspartei und der Kommunisten angenommen. Die anderen Parteien nahmen an der Abstimmung nicht teil, weil sie diese nicht für zulässig hielten. Del der Abstimmung über den Antrag der Kommunisten, alle Zahlungen auf ©runb des Voungplans und die Zinsen- und Tilgungszahlungen für die Dawesanleihe einzustellen, ergibt sich die Beschlußunfähig- keit des Hauses. Die nächste Sitzung wird voraussichtlich am 2 2. 3 u n i stattfinden. Kleine politische Nachrichten. Die Kandidatenliste der SPD. für d i e Landtagswahl in Hessen ist bis auf das Ausscheiden des schon seit einiger Zeit kränklichen Abgeordneten K a u l. (Offenbach) unverändert. Die Liste der SAP. und der Ko m m u n i st i s ch e n Opposition wird geführt von dem Abg. Galm (Offenbach), während an zweiter Stelle Redakteur O y l h o f f (Mainz) rangiert. Die Federal Reserve Bank von Reuhork hat in Gemeinschaft mit den übrigen Zentralbanken derVerlängerungdes90-Millioncn- Dollar-Kredits an die Reichsbank um drei Monate, dessen Zinsah auf 5 Prozent herabgesetzt werden wird, zugestimmt. • Die Bauerngemeinde Legerbuch im Lavanttal (Kärnten) hat Adolf Hitler zum Ehrenbürger ernannt „in Anerkennung seiner Verdienste um die geistige und seelische Wiederaufrichtung des deutschen Volkes". * Der Gesundheitszustand Macdonalds, der sich seit zwei Wochen in Lossiemouth zur E r - holung nach seiner Augenoperation aufhält, hat sich soweit gebessert, daß ihm der Arzt gestattete, seinen Urlaub um einige Tage abzu. kürzen. Macdonald wird daher bereits am Montan Lossiemouth verlassen und nach London zurück- kehren. Argentinien hat infolge der weitgehenden Abstriche im Militärhaushalt die 3st-Stärke des Heeres von 18 000 auf 12 000 und die der Marine von 6000 auf 4000 Mann herabgesetzt. Die Zahl der Infanterie-Regimenter ist auf 10, die der Kavallerie auf 8, die der Arttllerie auf 3 her-« abgefetzt worden, während der Dauer von zwei 3ahren wird der Eintritt von Kadetten in die Militär- und Marineschulen gesperrt. Sämtliche Zulagen und Aufwandsgelder der Offiziere sind gestrichen worden. • * Auf Malta hat der Führer der konstitutionellen Partei, Lord S t r i ck l a n d, den Bischöfen sein Bedauern darüber ausgesprochen, daß er in einigen Parlamentsdebatten gegen die Kirche opponierte. Mit diesem Schritt wird unter den langwierigen Zwist zwischen Staat und Kirche ein Schlußstrich gesetzt. * 3n Griechenland hat die Regierung Papanast a f i u dem Staatspräsidenten ihr Rück- t r i t t s g e s u ch überreicht. Venizelos wird voraussichtlich die Bildung der neuen Regierung übernehmen. Aus öfter Wett. Schweres Unwetter im SotfinggebieL „Am Freitag ging über Llslar (Solling) unnähere Umgebung ein schweres LInwetter nieder, das schweren Schaden angerichtet hat. Die Obsternte ist vollkommen vernich- t e t und auch die Getreide- und Kartoffelfelder haben schweren Schaden genommen. Die Wucht der niedersausenden Hagelkörner, die taubeneigroß waren, war so gewaltig, daß neben Fensterscheiben auch Telephon- und Telegraph enleitungen zerschlagen wurden. Ein gleichzeitig niedergehender ungewöhnlich starker Regen überschwemmte verschiedene Keller, so daß die Llslarer Motorspritze in Tätigkeit treten mußte. Zwei Frauen vom Blitz getötet. Btt Gudensberg (Bez. Kassel) wurden vier auf dem Felde beschäftigte Frauen, die unter einem Birnbaum Schutz gesucht hatten, vom Blitz getroffen. Zwei Frauen wurden getötet, eine schwer und die vierte leichter verletzt. Zwtt Todesopfer eines Gewitters. Bei Sangerhausen wurde der 61jährige Berginvalide Reinhard Vollrath aus Gonna mit seinem 15jährigen Sohn Paul vom Blitz erschlagen. Sie hatten sich in der Nähe des Ortes unter eine Buche geflüchtet, in die der Blitz einschlug. Beide waren sofort tot. Kunstflieger Kaletsch tödlich verunglückt. Zwischen Rotendorf und Lengfeld bei Würzburg qt der aus Westfalen stammende Flieger K a l e t s ch von der Würzburger Fliegerschule, der in 1000 M e t e r Höhe K u n st f l ü g e a u s f ü h r t e, abgestürzt. Etwa 50 Meter über dem Boden sprang der Pilot aus der Maschine, doch öffnete sich der Fallschirm nicht mehr. Das Fluazeüg, dessen Absturz durch Flügelbruch verursacht wurde, ist vollkommen zertrümmert. Schweres Erdbeben in Mexiko. Fast das gesamte Gebiet der Vereinigten Staaten van Mexiko ist von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden. Nach den ersten Meldungen beläuft sich die Zahl der Todesopfer auf 23. (Eine ganze Jagdgesellschaft von einem Eisenbahnzug überfahren. Der Kraftwagen einer Jagdgesellschaft wurde in der Nähe von Klausenburg (Siebenbürgen) bei einem Bahnübergang von einem Schnellzug erfaßt. Das Fahrzeug wurde 50 Meter weit mitgerissen und völlig zertrümmert. Die fünf Insassen mürben getötet. Der Schrankenwärter wurde verhaftet. Er erklärte, daß die Gesellschaft in fehr heiterer Stimmung gewesen sei und die Schranke eigenmächtig geöffnet habe. Internationale Organisation der psychischen Hygiene. 3n diesen Tagen findet in Paris eine internationale Reunion für psychische Hygiene statt unter dem Vorsitz von 3uftin Godart, dem früheren Minister der Hygiene. Eine Geschäftssihung für die offiziellen Abgesandten der europäischen Verbände und Ligen für psychische Hygiene, soll dem Ausbau der internationalen besonders europäischen Organisation der psychischen Hygiene dienen. Professor Rüdin, München, hält ein Referat über Eugenik und psychiatrische Prophylaxe. Geheimrat Professor Dr. Sommer, Gießen, Vorsitzender des deutschen Verbandes für psychische Hygiene hält in der Sorbonne einen Vortrag über die Abstammung von Goethe mit Protektion von physiognomischen Bildern. r auSgleichen. 2 FIAT m TEPPICHE ▼orgetohrt za werden 4309 D i Bekanntmachung. Der nächste Viehmarkt in Gießen findet I statt: 4286C UfE D D CDRUCKSACHEN W C* IX D UBrUhl'tche Druckerei 1932, Rindvieh- Dienstag, den 7. Juni 1932, Schweine- 13 - L 64 2. 60 Vollständig durchgewebte Teppiche Q Muster auf dem Rflcken sichtbar wie beim echten UM TI Perser, prima Wolle, 200/300 cm bisher 118.— nur W Frankfurt, Liebfrauenstr. 1-3 Brumlifc ^^l-ZVnr-nAlHMlS SUDDFtiWu.T rechtigun Mißverh. betLänd Wir konnten eine große Anzahl Deutscher Qualität!- Der non Frankreich geforderten Sicherheit habt Italien durch Unterzeichnung beS Loeamover» traa?- Rechnung getragen '?Ibcr auch O t alten bobc sein Problem vor aller Welt schreiben vom 16. Juli 1919 enthaltenen Verpflichtungen heute erinnern müsse. Die Ab- schassung der wichtigsten Angrissswaffen würde nicht nur baS Sicherheitsproblem, sondern auch die Frage der Gleichbe- lösen und zudem daS heutige tniS im Rüstung-stände Grand! schilderte sodann die Gefahren der technischen riusschußberatungen, wobei er auch an die ans den internationalen Konferenzen umgehende so beredte Wendung erinnerte: „(Eine Iroge durch die Sachverständigen totschlagen lassen.- Die Bestimmung der Angrissswasse hätte keine Schwierigkeiten geboten, als man sie 1919 gegenüber den b e - siegten Staaten vornahm. Aast alle Reden der ribrüslungskonferen; hörten mit der Wohnung aus, es sei der woment da, wo man von den Worten zu den laten übergehen müsse. In Wirklichkeit gerate man nur von einem Wortschwall in den anderen und komme In nichts darüber hinaus. Grandi ging alsdann auf die Reparationsfrage ein Sinen schweren Mißstand sieht er für die Reparationskonferenz darin, daß die Abrüstungskonferenz noch zu keinerlei Ergebnis gekommen ist. Die Herabsetzung der Rüstungen hätte die beste Voraussetzung für die Lösung der ReparationS- und ■ — r- s o zu stellen das da- der Frei- ent ixrpTUOMungrn aus wirychafttilhem. eilt- tärischnn und finanziellnn Gebiet ein Ende $1 bereiten, damit Deutschland gleichberechtigt wieder in den Kreis der freien Völker zurückkehren könne. (Nutzvieh-) Markt: Mittwoch, den S. Juni Rom, 3. Juni. (WTD.) 3m Senat behandelte der italienische Außenminister Grandi eingehend die drei politischen Hauptprobleme der Gegenwart, di« Abrüstung, die ReparationS- und Schuldenfrage und den wirtschaftlichen Wiederaufbau Mittel- und Osteuropas. Grandi erinnerte daran daß die italienischen Vorschläge über die qualitative Abrüstung den FriedenSver- trägen entnommen sind, nach denen Deutschland und seine früheren Verbündeten abrüsten mühten GS sei nicht ohne Bedeutung, daß 13 3ahre nach dem Kriege gerave Italien an die von Tlcmenceau in seinem bekannten Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen findet wie folgt statt: Impftermin: Mittwoch, den 8. Juul, von 16 bi» 17 Uhr. Nachschau: Mittwoch, den 15. Juul. von 17 bi» 17% Uhr. Impftermin: Mittwoch, den 15. Juni, 73 8 S teils Einzelstücke, teHs Ware mit ganz kleinen Schönheitsfehlern, aber tadellos In Muster und Qualität weit, weit unter Preis einkaufen und stellen dieselben, solange Vorrat reicht, zum Verkauf ab Samstag, den 4. dieses Monats t zu wirklichen Sensations-Preisen )^rapieäeßen chanzenstr<3 Tapestry-Teppiche u. 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Während alle Völker der Welt gegen die Entwicklung deS Verkehrs. der Kapitalbeivegung. der Auswanderung Schranken errichten um jeden au ent- nationalisieren. der die Grenze überschreitet? Diese Frage. die Lebensfrage Italiens, wird eingereiht in die große Frage deS Wiederaufbaues der Welt. Wir fordern, daß sie so aus- gefaßt und gelöst wird. Wettervoraussage. Der Kaltlufteinbruch an der Rückseite des Skatr» dinavientiesS hat beim Zusammenstoß mit der fon- tenentalen Warmluft in unserem Gebiet bereits zu heftigen Gewitterstörungen und sehr erheblichen Riederschlägen geführt. Da der Zustrom Cüb» ler Ozeanluft noch anhält und auch im Westen wieder eine neue Störung au erkennen ift bleibt daS Wetter vorläufig wechselhaft^ Auch bet den Temperaturen treten Schwantungen auf, denn bei vorübergehender Aufheiterung werden sie ansteigen, doch seht infolge der kühlen Luft bei Aufzug von Bewölkung wieder Abkühlung ein. GS kommt noch zu einzelnen Aiederschlägen, die teils mit Gewitterstörungen verbunden sind. Aussichten fü.r Sonntag: Teil- auf- heiternd. teils wechselnd bewölkt, vereinzelte Regenschauer, zum Teil mit Gewitterstörungen, Temperaturen schwankend. Aussichten für Montag: Weiterhin wechselhaftes Wetter mit einzelnen Gewitterstörungen. ■ Lusttemperaturen am 3. Juni: mittags 17,7 Grad Celsius abends 15 Grad: am 4. Juni: morgen, 13,5 Grad. Maximum 22,6 Grad, Minimum 11,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Juni: abend» 18,2 Grad: am 4. Juni: morgens 14,4 Grad Telsiu». — Niederschläge 18 mm. — Sonnenscheindauer 7% Stunden. (Schluß de» redaktionellen Teil».) Italien fordert sein Lebensrecht Grandi über AbrüstungS- und Tributproblem. Persil feiert Jubiläum! 25 Jahre sind es her, seit» dem Persil von Düsieldors aus seinen Siegeszua durch die Welt antrat. 25 Jahre bewährt Persil sich täglich in Millionen von Waschkesseln. Da» will roa» heißen und spricht für sich selbst.2776A - n N ÖD< Warum? kaufen Sie keinen QualitÄUwagen, wenn wir Ihnen denselben schon ab RM. 2975.— ab Werk liefern. Unsere allseitig anerkannten 6/50 PS und 10/50 PS Qualltltstypen warten darauf, Ihnen Schulden frage abgegeben. Trohden< habe sich daS Drogramm Italien- nicht geändert, daS von der Üeberzeugung ausgehe, daß zur Lieberwindung der Weltwirtstchastskrise die ReparationS- und Schul- densrage ein für allemal gelöst werden muß. Da das Schulden- und Reparationsproblem schwere politische und moralische Verantwortlichkeiten und überdies finanzielle Lasten enthalte, wolle Italien wiederholen and bekräftigen, daß ein Ende gemacht werden und der Schlußstrich unter die tragische Rechnung de» Kriege» gezogen werden müsse. DaS Programm der Lausanner Konserenz umfasse die Reparattonen und, ohne nähere Unterscheidung, die „anderen finanziellen Schwierigkeiten". Man müsse sich fragen, ob für ein so umfangreiche-. ja fast grcnzenlofeS Programm ein ebenso großer guter Wille b c r (Regierungen vorhanden sei, ernste Arbeit zu leisten, um einem weiteren Anwachsen der Rot Einhalt zu gebieten und endlich die gesunden und produktiven WirtfchastS- und Finanzkräste aller Länder in Gang zu setzen. Grandi gab die Versicherung ab, daß die italienische Regierung ihre Aktion zum Schutze der Produzenten- wirtschast. die durch die von einigen Staaten im Devisenverkehr ergriffenen einschränkenden Maßnahmen so schwer getroffen worden sei, fortsehen werde. Die Aufrechterhaltung dieser Veschränkungen würde die Handelsverträge politisch unwirksam machen, und zwar zu großem Schaden der Wirtschaft aller beteiligten Länder. Der deutsch-österreichische Zolluni- onSplan sowie der französische Vorschlag enthielten nicht die Voraussetzungen für einen tatsächlichen wirtschaftlichen Wiederaufbau. Da» deutsche Volk fordere die Freiheit. Seit Kriegsende bis heute, fo könne man sagen, habe Italien nicht die geringste Gelegenheit versäumt, um Deutschland zu helfen, der Internationalen Kontrolle seine» Innenleben», Vergleichsverfahren über da» vermögen der Jirma Jng. Heinrich Brinfmann, Ingenieurbüro in Gießen. Bahnhofstraße, alleiniger Inhaber Inge- nieur Heinrich Brinkmann in Gießen. Beschluß: 1. Der in dem Bergleichstermin vom 27. Mai 1932 angenommene Vergleich wird hierdurch bestätigt. 2. Infolge der Bestätigung de» Vergleichs wird das Verfahren aufgehoben. Gießen, den 27. Mai 1932. (4300D hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. Der herbslmarkt in Gießen (Schaumefse) 1932 findet vom 2. bi» 9. Oktober 1932 statt Die Plätze für erstklassige Fahr, und «chau- nC(d)jfte, Schieß, und Verkaufsbuden (letztere in beschranktem Umfange) sind im Wege schriftlichen Angebots zu vergeben, Bedingungen und Angebotsscheine find bei der Bürgermeisterei Gießen (Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 12) erhältlich: dort sind auch die Angebote unter Derwen- düng des vorgejchriebenen Angebotschetns bi» spätesten» 10. Juli 1932 (einschließlich) einzureichen. Der Herbstmarkt ist in der Zulassung von Geschäften kein offener, sondern ein beschränkter Markt Grund- östlich werden nur solche Geschäfte (auch Spezialisten) zugelassen, die sich rechtzeitig um einen Platz beworben haben und denen die Zulassungsgenehmigung vor Beginn des Marktes schriftlich zugegangen ist. Die Vergebung der Plätze geschieht nur durch die 'Bürgermeisterei Gießen. Glückspiel- unternehmen jeglicher Art sind verboten. Eine Verlängerung des Marktes aus irgendwelchen Gründen ftndet auf kernen Fall statt. 4 [Verschiedenes) Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem plötzlichen Tod unserer lieben Entschlafenen danken wir herzlichst 34-Zimm.-Wohn. zu mieten gesucht. Schriftl. Ang. unt. 03470 a. d. G. A. in einerkaum zu überbietenden Auswahl. Ich führe die schönsten, apartesten Muster und Farben und biete fürjed. Geschmack dasRichtige. Ich verkaufe das gdnze Jahr über meine guten,bewährten Qualitäten zu meinen bekannt niedrigen Preisen Gr.l-Zimmerw. kompl. Bad, Ball., sof. zu verm. [saisD Schubertstr. 2 II. 3-Zimmer-Wohn. zu miet. ges. Miet- berecht.-Schein vorhanden. Schr. Ang. u. 03551 a. d. G. A. Ehrliches Mädchen sucht z. 15. 6. oder 1.7. gute Stellung. Schriftl. Ang. unt. O3462 a. d. G. A. Perf.Hausschneide-- rin hat freie Tage. Schriftl. Ang. unt. 03531 a. d. G. A. Der liebe Gott hat gestern morgen meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter in Wetzlar 2 x3 Zimmer mit Zubehör u. 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Im letzten Jahre wurde seine weitere Mitarbeit durch ein schweres Leiden behindert. Wir verlieren in ihm einen guten Mitarbeiter und werden ihm deshalb ein treues Andenken bewahren. Der Vorstand und Aufsichtsrat des Konsumvereins Gießen u.Umg. E. G. m. b. H. Gießen, den 4. Juni 1932. für älteres Ehepaar, Herr pflegebedürftig, die Kochen und Hausarbeiten mitübernimmt, m. gut. Zeugnissen gesucht. Schriftl. Ang. unt. 4301D a. d. G. 21. auf dem Lande (Nähe Gießen) an tüchtige Leute alsbald zu verpachten, evtl, auch zu verkaufen. Schriftl. Ang. unt. 4289 D a. d. G. A. 580-RM. | Mietgesuche | Gesucht auf 1. Oktober 1932 4-5-Zimm.-Wohn. m. Bad u. Veranda in ruhiger, freier Lage. Angebote an Landgerichtsvräs. Dr. Maurer. 42-2D Beamter m. 1 Kind sucht zum 1. Juli oder später schöne 3-4-Zimm.-Wohnung Südviertel bevor;. Schriftl. Ang. unt. 03483 a. d. G. 21. Wohnung 3 evtl. 4 Zimmer u. Wohnküche, i. Neubau, Kreuzvlatz 8, zu verm. 4511D 1-Zimmerw. (Neub.)Bahnhofsn. m. 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A. 03554* Nr. 129 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 4. Zuni 1952 3m Schatten von Lausanne. Außenpolitische Umschau. Don Dr. Otto Hoehsch, o. ö. Prof, der Geschichte an der Universität Berlin. Wa- bedeuten die eben abgeschlossenen neuen Ech u lD e n a b k o m m e n mit den Vereinigten Staaten? Da- amerikanische Schatzamt hat mitgeteilt, dah im Laufe dieser Woche zehn Regierungen das Abkommen mit Amerika unterzeichnen, nach dem die vom Hoover-Moratorium gestundeten Schulden in zehn Jahren mit 4 Prozent Verzinsung zurückgezahlt werden, zu- meist in halbjährlichen Zahlungen. Tardieu hat freilich ausdrücklich erklärt, dah er der kommen- den Regierung Frankreichs nicht vorgreisen werde: Frankreich bleibt also zunächst austerhalb dieser Regelung. An ihr ist Deutschland beteiligt insofern es bereits am 27. Mai die neue Verpflichtung in der Höhe von 6 Millionen Dollar anerkannt hat, die durch das MoratoriumSjahr gestundet waren. Doch verwechsle man die Dinge nicht! Für uns handelt cs sich nur um direkte Schulden Deutschlands an die Vereinigten Staaten, in erster Linie die Vesahungskostcn und die sog „mixed claims-Sntschädigungen". Beides gehört überhaupt nicht zum Gesamt- schuldenkompler von Reparationen und interalliierten Schulden. Am liebsten hätte die deutsche Regierung diesen Posten ganz auS der Stundung herausgelassen und weiterbezahlt. Amerika wollte das damals nicht. So hat man sich also jetzt mit ihm erneut QcciniflL Aber eS ist ein Posten vollständig sür sich, hat, wie gesagt, mit dem grosten Kriegsschulden- und Tributkomplex und darum auch mit Lausanne gar nichts zu tun. Ander- ist eS mit den neuen Schuldenanerkenntnissen der anderen Länder. Schon als Amerika an diese Vcrpslichtung erinnerte, haben wir die Deutung ausdrücklich abgelehnt, dast eS sich dabei nur um etwa- Formales handle D i e englische Regierung hat an dem Aussehen. das die neue Vcrpslichtung gemacht hat. erkennen können, dast die City. die Vankwelt die harmlose Deutung ihrer Regierung. eS handle sich dabei nur um eine formale Sache, einfach nicht glaubt. Mit Recht fragen die Geldkreise England-, warum die Regierung dieses Abkommen. Rückzahlung der vom 1.3uü 1931 bis 1. 3uli 1932 gestundeten Schulden aus zehn Jahre mit sogar höherer Zinszahlung, 4 statt ursprünglich in Aussicht genommenen 3 Prozent, gerade jetzt vor der Lausanner Konferenz abgeschlossen habe. Sie fragt, warum huf diese Weise die Konferenz im Sinne einer Herabsetzung der deutschen Leistungen erschwert wird. Diese Frage ist völlig berechtigt. England und wahrscheinlich dann auch Frankreich und Italien verpflichten sich formell, jene Bestimmung über die Rückzahlungen der gestundeten Schulden, die der Kongreh Amerikas ausgesprochen hatte, anzunehmen und zu erfüllen. Dann ist ja logisch, dast diese Regierungen ihrerseits Deutschland gegenüber ihre Ansprüche vielleicht nicht einmal stunden, jedenfalls aber nicht formell st r c i ch e n werden. Und das stellt selbstverständlich die Lausanner Konferenz als solche völlig in Frage, ohne dast darum irgend etwas daran geändert wird, dast Deutschland eben nicht w eite r z a h l c n wird, will und kann. Dann aber muh weiterhin die englische Regierung auch die in das laufende Vudget nicht cingesetzten englischen Schuldleistungen und Rückzahlungen an Amerika nun doch einfetjen. Dementsprechende Andeutungen sind von feiten der Regierung auch bereits erfolgt- , Ä _ Man fragt nach dem Sinn dieser Haltung Englands und findet ihn nur in dem unbedingten Bestreben, mit Amerika in bestem Verhältnis zu sein und dadurch sich einen eigenen Weg zur Reuordnung seiner Schuldenverpslichrungen an Amerika freizuhalten Dem entsprich: wieder, dast von vornherein in London auf die Lausanner Konferenz wenig Erwartungen gesetzt wurden und dast man ohne Zweifel mit einer Vertagung dieser Zusammenkunft fehr * einverstanden wäre. Dem entfpricht weiter, dah man -war theoretisch durchaus der Meinung Deutschland- ist: am besten würde mit der ganzen Reparation-belastung überhaupt Schlich gemacht, aber gleichwohl praktisch, wie hier bewiesen ist. nur hemmt und darüber hinau- di-kutiert. ob nicht Deutschland in irgendeiner Form eine endgültige Re st summe «nach einem längeren Moratorium) in Raten zu zahlen sich verpflichten, oder irgendwie mit Obligationen seiner Reichsbahn eingreifen soll. Das Letztere hat Sir Archur ©alter mit dem Vorschlag angeregt. die endgültige Lösung durch Ausgabe von Anteilscheinen der Deutschen Reichsbahngesellschast oder anderer deutscher Industrie - Unternehmungen in einer Gesamthöhe von 400 oder 440 Millionen Mark jährlich herbeizuführen. Weiter Frankreich. Zum ersten Male wohl hat (am 25. Mai) der „Temps" zugegeben, es wäre unbestreitbar von größtem Interesse, ein für alle mal mit den Reparationen Schluh zu machen, zur Deruhigung Europa- und zur Wiederherstellung des Vertrauens. Aber (da- berühmte französische „mais“!): ohne Annullierung der Schulden an Amerika unmöglich! Also waS ist im Augenblick zu tun? Auch da ist keine Klarheit vorhanden. Man denkt dort entweder an ein reines Moratorium oder an eine einmalige Ableistung durch eine deutsche Zahlung gegen Streichung der Reparationen. (Da sind wir wieder bei den zwei Dritteln der sog. unbedingten Verpflichtung, alfo den 440 Millionen jährlich.) Aber solange die Regierung noch nicht gebildet ist. ist auch für Frankreich keine Klarheit im Einzelnen möglich, und nur das steht fest, dah in Lausanne von keiner französischen Regierung Deutschland gegenüber e in formeller Verzicht auf die Reparationen zu erwarten ist. Wer also auf deutfcher Seite gemeint hat, dah die Lausanner Konferenz, selbst ohne französische und deutsche Regierungskrise, eine formale und endgültige Lösung bringen könne, hat sich einer Illusion hingegeben. Bleibt man überhaupt im Rahmen de- durch Verträge festgelegten Kriegsschuldenproblems, so liegt die Auffassung ja nahe, dah eine endgültige Lösung — die ohne Zustimmung Amerikas undenkbar ist — erst nach der Präsidentenwahl im Herbst, genauer gesagt, nach dem Präsidentenwechsel im Frühjahr 1933 zu erwarten ist. Denn an die Vereinigten Staaten gehen etwa zwei Drittel der deutschen Reparationszahlungen, und gerade England, das theoretisch am meisten bereit ist zu einer völligen Streichung der deutschen Reparationen, ist der großte Gläubiger Nordamerikas, könnte also Streichungen nur im Rahmen etwa ihm selbst gewährter Nachlässe vornehmen. Nun ergibt sich gerade darum die Frage., ob Europa, besonders die von der Krise am stärksten betroffenen Teile, eine derartige Verschiebung auf Monate hinaus aushalten roerden. Gewiß ist die politische Verschuldung nicht schlechthin mit der Weltwirtschaftskrise gleichbedeutend und die letztere wird nicht am anderen läge behoben sein, wenn heute diese Kriegsschulden gestrichen würden. Aber ihre Bereinigung ist notwendigste Voraussetzung einer politischen (Entspannung und einer Wiederherstellung des Vertrauens. Kommt diese nicht in absehbarer Zeit, muß die Krise die gleichfalls von uns stets betonten weiteren Schritte in immer schnellerem Tempo tun, indem immer mehr Staaten erst zum Transfer-Moratorium für die öffentlichen Schulden und so dann zum allgemeinen Auslands - Moratorium übergehen. _ , . Dementsprechend sind die stimmen aus England auch sehr peisimistisch. Man sieht die Öcfabr in der Europa schwebt, und die Krise, die für den Spätsommer und Herbst heraufzieht Aber man glaubt sich selbst dieser etwas ferner gerückt, indem man von der Reichskonferenz in Ottawa, die auf den 19.3ult einberufen ist, für England und die Wiederherstellung seiner Wirtschaft und Finanzen außerordentlich viel erwartet Darum wird sogar die Idee erörtert, die Lausanner Konferenz, wenn sie zustande kommt, |o aufzuziehen, wie den Anfang der Abrüstungskonferenz, nämlich: allgemeine Debatte und dann technische Prüfung in Kommissionen, während deren die englischen Vertreter nach Dttaoa fahren könnten. Regierungskrisen in Europa und Krisen in Japan und Amerika! Die lapanisctze Jtrife ist politischer Art, und zeigt wie tief die Körung und die Spannung dort geht. Die zweite tritt,_ um es gelehrt auszudrücken, von Tag zu Tag stärker als „ft r u r t u r e 11 e" Krise hervor. Deshalb wird die Ratlosigkeit, die Verwirrung und die Unruhe in den Vereinigten Staaten von lag zu Tag größer. Man blicke auf den Kongreß in dem d i e Infi a t i o n i st e n immer stärker werden und dem sich Hoover ohne Erfolg mit seinen starken Worten entgegenstellt. Man blicke auf die Aeußerungen der Arbeiterführer, die die Arbeitslosigkeit und ihre direkten Aufftandsgefahren immer schwärzer malen. Man beachte eine Anregung wie die des bekannten Präskdenten Butler, daß, um Amerika vom Sturz in den Abgrund zu retten, eine neue Parteibildung, die Koalition der beiden großen Parteien notwendig werde. Noch nie hat sich in den Bereinigten Staaten die Vorbereitung einer Präsidentenwahl (im Juni und Juli fällt die Entscheidung über die Kandidaten) unter so ernsten und besorgniserregenden Zeichen vollzogen wie diesmal. Es kommt auch wirklich beinahe nicht auf den Mann an. zu besten Künsten die Partei sich entscheidet. Es kommt hier auf die Einsicht in das wirkliche Wesen der Krise an und die Fähigkeit zum sog. konstruktiven Programm. von dem man soviel redet und von dem man nirgends einen Ansatz sieht Einem Späteren Geschichtsschreiber der ersten Hälfte des Jahre» 1932 wird am auffälligsten erscheinen, daß uberaU die Zeichen des Zusammenbruchs sich Mehren, daß die Staatsmänner darauf Hinweisen, daß zwar verwirrend mel passiert, aber nichts Durchgreifende» geschieht! Lenken wir zum Schluß von dieser deprimierenden allgemeinen Betrachtung auf die Tatsachen zurück, so ist die wichtigste in unserem Zusammenhänge die, daß der Ausfuhrüberschuß Deutschland» im April 19.32 nur noch 54 Millionen Mark betragen hat! Da» heißt allo da sich nirgend» eine Aussicht aus Abbau der Zollmauern und Besserung des Absätze» zeigt, haben wir in allerkürzester Zeit mit Dem gänzlichen Verschwinden des deutschen Ausfuhr- uberschiistes zu rechnen. Dieser Ausfuhrrückgang ist gleichfalls „ftrufturell" bedingt, d. h. durch die immer noch wachsende Bewegung auf Absperrung und allgemeine Autarkie in den anderen Ländern. Damit stellt sich ebenfalls in allerkürzester Zeit für Deutschland die Frage, wie e» seine Golb- und Devisenbasis behaupten will, wie es sich in dem verzweifelten Kampfe um Einfuhr und Devisenabfluß, alfo eigentlich um die Stellung in der Weltwirtschaft selbst zu stellen und zu ent- scheiden hat. Uns dünkt, daß. wenn eine neue deutsche Regierung da» Gelände Übersicht und sich fragt, wie sie ihre Außenpolitik anzuleaen habe, bei dem unlösbaren Zusammenhang zwischen Außenpolitik und Außenwirtschaftspolitik dieses Problem eine der allerersten und dringlichsten Fragen wäre. Seeschlacht im Chinesischen Meer! Ein spannendes Zukunftsbild von kommenden Kriegen um den Stillen Ozean. Don F. Britten Austin. II. Auf der Kommandobrücke. Der Admiral griff nach seiner Mütze und verließ die Kajüte. Dem Politiker kam plötzlich die starke Bewegung des Schisses zum Bewußtsein; eine heftige UebeUeit ergriff ihn. Unsicher erhob er sich, verließ die Kajüte und lastete sich an der stählernen Wand eines von elektrischem Licht erhellten Ganges entlang, durch verschiedene offenstehende Stahltüren. Die tresorähnlichen Türen rechts und links des Ganges waren fast alle verschlossen, bis aus eine; er warf einen Blick hinein: unter ihm breitete sich inmitten eines Gewirrs von Gängen und senkrecht angebrachten Leitern, der von elektrischen Lampen erleuchtete Maschinenraum aus. Die Maschinen standen jedoch still, und nur das eintönige Geräusch der Ventilatoren vermischte sich mit unheimlich gedämps tem Gespräch der Bedienungsmannschaft. Endlich fließ er am Ende des Ganges auf die in höchster Bereitschaft stehende Feuerwache. Man führte ihn zu einer Treppe, die durch eine Falltür auf das darüberliegende Deck führte, das ebenfalls von Stahlwänden eingeschlossen und von drahtgeschützten Dirnen erleuchtet war. Don da ging es noch weiter aufwärts aus ein zweites Deck, wieder führte eine zweite Treppe in die Höhe: der Politiker stand plötzlich im Hellen Tageslicht. Er blickte auf und gewahrte hoch über sich das schiefergraue Ruderhaus, das dicht am Dreibeinmast errichtet war, und noch weiter oben den Artilleriemars. Der Platz, an dem sich der Zivilist befand, war gänzlich verlassen. Da er sich nach Gesellschaft sehnte, beschloß er,- die Kommandobrücke zu besteigen. Er erklomm die Treppe, bis er zu einer Plattform kam, wo ihm eine scharfe Brise fast den Atem benahm. Auf dieser Plattform stand der Admiral inmitten seine» Stabes mit dem Doppclgla» am Auge. Dor der Plaltsorm befand sich eine verhältnismäßig kleine, halbkugelförmige Erhebung mit kleinen Sehschlitzen; eine starke Stahltür, die offen- stand, führte in das Innere. Er erriet, daß das der Kommandoturm war, und fragte sich, ob man ihn einlaffen würde, sobald es brenzlich zu werden versprach. Hinter ihm befand sich das Ruderhaus, durch dessen geöffnete Fenster er den Mann am Ruder und eine Gruppe von Offizieren und Deckvffizieren sah, die sich mit verschiedenen- Instrumenten befaßten und zeitweilig Befehle durch Sprachrohre schickten. Am entgegengesetzten Ende der Plattform stand ein junger Offizier ganz allein; es war der Wachthabende. Zu ihm eilte der Politiker, froh einen Menschen gefunden zu haben, mit dem er sprechen konnte und der zu einer Auskunft bereit mar. Der junge Offizier begrüßte ihn durch kurze» Kopfnicken tinö sprach mit knapper Höflichkeit: „Ein wunderbarer Anblick, nicht wahr?" Der Politiker wollte mit ihm sprechen, aber der Wind verschlang jeden Laut Neugierig blickte er umher, was der Offizier mit seinen Worten gemeint haben mochte. Die einzelnen Schiffe des Geschwaders hatten ihre Stellungen verändert. Auf der Höhe des Flaggschiffes befanden sich zwei große, gleichartige Kreuzer, deren Schornsteinen fast gar fein Qualm zu entströmen schien, während sich vorn am Bug das Wasser in einer graziösen Kurve an den Wänden entlang teilte, um noch lange hinterher eine weite Furche auf der tiefblauen Fläche zu bilden. Hinter dem einen dieser beiden Schiffe fuhr ein merkwürdig konstruiertes Fahrzeug; der Oberbau, ' _ 1 _________ 12 IT" Ausdruck an. dritten Wcstenknopf geriet war Grinsen fragte einer der Polizisten und deutete auf das blaue „Was soll das^ r.gte Dodson | WrUett Der Rv,haarige antwortete nicht. Er ‘mi/S« I machte °m ,=Uig entg.ifter.es S-f.chr mir , Dobfon machte kreisrunde Augen und schnappte nach Luft. Stumm streckte er die Hand aus und deutete in die Richtung, in der der Rothaarige verschwunden war. Mit einem Ruck setzte sich das Loli- zeiaulv wieder in Bewegung. Dodson zog den Äopf tief zwischen die Schultern und bog an der nächsten Gabelung in einen Feldweg ein. Ein gutes Stück weiter stand das blaue Kabriolett vor einer Tankstelle. Der Rothaarige war bannen im Häuschen und ließ sich auf eine Zehndollarnote herausgeben. Er nahm sich reichlich Zeit; nach feiner Schätzung konnte der Ford noch nicht einmal Die nächste Ortschaft erreicht haben. Als er wieder aus Abenteuer auf der Landstraße. Don Peter Mattheus Dodson hatte es außerordentlich eilig. Er sauste im 60 Kilometer Tcmpo durch die Kurve, ohne das Gas wegzunehmen. Die Pneus quietschten auf der glatten Chaussee. Als er in voller Fahrt aus der Kurve herauskam und den Wagen wieder in die Gerade lenkte, sah er plötzlich ein Hindernis vor fuf). ttr stoppte so heftig, daß die Bremsen kreischten. Dicht vor ihm hielt — quer auf der Fahrbahn - ein alter Dcrmurfelter Ford von vorsintflutlichem Aussehen. Der Fahrer stand Daneben und schwenkte aus Lev beskräften seine Mütze. Sein roter Haarschopf leuch- tete in der Sonne. Dodson fluchte. Im letzten Augenblick gelang es ihm, seinen Wagen zum Halten zu bringen Er sprang heraus und ging mit ttnfter gefurchter ötirn aus den Rothaarigen zu. „Was fallt Ihnen Denn ein9“ schnaubte er empört. „Bauen Ihre Karre hier mitten in Den Weg! Beinahe wäre ich hinein- 0eDer*anDere zuckte Die Achseln. Jtut mir leib, nicht meine SchulD", sagte er kühl „Mitten 'm Wenden hat Der Mo^or ausgesetzt. Kann schließlich I^ARKt ferienmarkE ferienmarke ■y?iur Zahlung ■’^terdxn raub ""ter touptfloöt 314.3uni iftjx if)t. raun. Merke frtubigl Eoelhe. n nicht vergißt, so m aus einer tiefen Erwacht, nlchenangesicht, viel, oder des chimmelz aus einmal wieder in Bogel jubiliert )er ein Wort, Die °>>e rätselvoll schön mit neuen Augen, o bewußt war wie lüßte man sehen, so i wirklich der Natur ist das ehrliche Der» . I Iber dann versinken inzlich in die Saft-' auch sonst mit be- Philister in sich an. ein belangloser und wechsel, sonst nichts, itlidrften Art bedeu- dies: Zuerst wissen, i uns heischt wie man an ij/ncn reien, wenn man sich ad erschauen, -t- uß jum Dunbcru mblids zum tiefen, allroaltenben Eesetz- ictlje gelangen, wo\u im „Erstaunen'. Es ens ausbilden da; lern immer feineren ene, Lchassende. E; bem Wirrwarr der ^roi^Brunöfafln' ittewTßeVf' Aber, Hubert Heil' würde schon wissen, Vorurteilen sert'g W ;ig den Kops hangen werden. ; schienen auS ihrem Ihr. SS war Zeit. » hatte wieder z» M Nocken b* |cn und lagen Vit en Gelock. ischen an dem var diese Frau, und ihn liebtet Sie war Lrde für £•“* "tftrübct ZI-Kchmd-- * ich 19 sein-» en. Er nu* wr< * am ,, nDd) nicht ufe» henland, ^nifr ah 'N-" in , und nie l-- W- ,.h, Ms restlos « Gommerfcft der Gießener Stubenlenschaft und Stu* * dentenhilfe — Marineoerein: 9 30 Uhr Sqlflottet- birnft in Der Stadtkirche; 11 Udr: Dentmalscntbilf. lung am Bootsbau». — Oswaldsgarten: 15.30 unb 20.15 Uhr. Alhambra BarletS-Rci'ue. — Lichtsptel- bau», Bahnhofstraße: „Sein Sd)cibung»grunb<. Verhaftung eines Betrügers. Der heutige Polizeibericht mclbct: Am 18. Mai wurden der angediiche Frcmdenleglonar Rupert Lechner, geboren am 20.9.07 zu i)ofgaftein in Oesterreich, unb bi» ISjäbrige Anneliese Str ob er aus Münden von Oenbarmcn in Conborf angehal» ten, da beibe ohne Ausweirpapiere waren Lechner btelt über bie Frembenlegion Vorträge unb lebte mit ber S t r ö b e r zusammen von bem Erlös, ber durch Tellersammlung einging. Zur Person- lichkeitsseststellung wurde Lechner von der Lande», friminalpolijciftclle (Stehen in Allenbors (Lumda) abgebolt unb in Polizeigewabrsam genommen. Die Ströber wurde dem Jugendamt überwiesen. Der angebliche Lechner brachte sich in der ersten Nacht seiner Inhaftierung kleine Körnchen von lintenblei in bie Augen, woburch seine Ueberführung in bie Augenklinik notroenbig würbe. Lechner gab u.a. an, seinen Pah in Kassel für eine Zechschuld hinterlegt zu haben. Die Nachprüfung ergab aber, bah Lechner wohl einen Pah al» Pianb in einer Wirtschaft zuruckgelasien bat, der aber nach dem Lichtbild für eine a n ber c Person ausgestellt ist Die von ber fximatbebörbc be» richtigen Pahinbaber» in St. Johann in Pongau unb fjofgaftein angestellten (Ermittlungen ergaben, daß bie aus bem Paßbilde bargestellte Person ben Arbeiter Rupert Lechner au» Hosgastein barftellt, ber seine Heimat im Sommer vorigen Jahres verlassen unb feit November nicht» mehr von sich hören gelassen bat Die Persönlichkeit be» Festgenommenen, beffen Lichtbild ben Angehörigen be» Lechner vor- gezeigt würbe, ist biesen vollstänbig unbekannt. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit an- zunebmen, bah ber Festgenommene triftige (Briinbe hat, seinen richtigen Namen geheimzuhalten. Dafür spricht auch bie Selbstversitzung feiner Augen, da ein Entweichen aus bem Krankenhaus viel echer möglich ist, als aus bem Gefängnis. Inzwischen finb von ben Amtsanwaltschaften Kassel unb (Böttingen Anzeigen wegen Set rüg« gegen den angeblichen Lechner eingegangen. Er wurde unter Haftbefehl gestellt unb wirb, da er seit heute haftfähig ist, in das Landgerichtsgesangnis ringelt efert. Die (Ermittlungen über seinen richtigen Namen werben fortgesetzt. (Yichcner Wochcnmarktpreisc. • Diehen. 4. 3imi. ®« kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Ps. da« Pfund, Landbutter 120 bi« 130, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, (Selbe Rüben (Bund) 18, Spinat und Römischkohl 12 bi« 15, Dohnen 50 bl« 55. Spargel 30 bis 55, Erbsen 30 bis 35, Mischgemüse 10 bis 12, Tomaten 63, Zwiebeln 15, Rhabarber 8 bi« 10, Kartoffeln (alte) 4'/,. (neue) 15 bi« 25, Aepfel (ausländische) 50 bi« 60, Dörrobst 30 bi« 35, Kirschen 70. Erdbeeren 140 bi« 220. Honig 40 bi« 45, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80; Käse, das Stück 5 bis 10 Pf.. Tauben 50 bis 70, Eier 7 (10 Stück 65). Blumenkohl 40 bis 70 Salat 8 bi« 10, Salatgurken 35 bi« 50. Ober-Kohlrabi 15 bis 16. Lauch 5 bi« 10. Rettich 10 bis 15, Sellerie 25 bis 35; Radieschen, das Bündel 10 bis 12 Pfennig; Kartoffeln, der Zentner 3,80 bis 4 Mark. •• Die Benefizvorstellung der Mitglieder deS (Siebener Stadttheatcr« beginnt heute 2015 Uhr. Es wird nochmal« darauf aufmerksam gemacht, dah „Der Datterich" (Spielleitung und Hauptrolle Heinrich Hub) ein äuherst amüsantes Spiel ist. da« für einen solchen Abend viel Freude und Lachen bereitet. Das gesamte Ensemble spielt rnft. •• Museen und Hei denturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Eintrittspreisen geöffnet. •• (Ein kräftiges Gewitter mit reichlichen Niederschlägen ging gestern kurz nach 14 Uhr über Gießen und Umgegend nieder. Von Schaden in unserer Stabt ober ber nächsten Umgegend ist bisher nichts bekanntgeworben. Dagegen hat das Unwetter in ber Nähe von Nidda, wie uns aus Ranstadt berichtet wird, erheblichen Hageljchlag gebracht, bei bem bie Hagelkörner bis zu Haselnuß« gröhe etwa 3 bis 4 cm hoch bie Straften unb Felder bedeckten. Der starke Platzregen verursachte auf dichtstehenden Getreidefeldern Lagerstellen. Oo durch den Hagelschlag an den Obstbäumen besonderer Schaben entftanben ist, läßt sich noch nicht übersehen. Heute vormittag gingen über Gießen erneut starke Platzregen nieder, bie in kurzer Zeit bie Straßengossen mit ftrömenbem Master füllten. - Weitere Lokalnachrichten im dritten Blaff. Nordlandreisen durch die durch ihre beliebten „Monte"-Schiffe bekannte Hamburg-Sud Es finben folgende Fahrten mit „Monte Rosa" statt: Fjordreise 2. Juli ab Hamburg, 10. Juli in Hamburg; 16. Juli ab Hamburg, 31. Juli in Hamburg; 4. August ab Hamburg. 22. August in Hamburg. Als Neuheit ihres diesjährigen Ferien-Reiseprogramms wirb bie „Harn- burg-Süb“ mit M.«S. „Monte Pascoal" in ber Zeit vom Ih. Juli bis 4 August eine Sommerfahrt zu ben schönsten süblichen Häsen des Atlantischen Ozeans und Mittelländischen Meeres veranstalten. Die Reise beginnt unb endigt in Hamburg. 4297V, sich wieder zukehren, sich von Neuem hell unb rein in ben großen Zusammenhang alles «ein» stellen, au» ber Vielfalt bie Einheit lesen, Gemeinschaft spüren unb zugleich sich selber finben. Da» Fühlen, was eines meiner Gebichte sagen möchte: Ich schmiege mich in bei ne-grüne Stille, du lieber, schöner Bruder Baum, und bin voll Licht au» deiner stummen Fülle. Wie wir da» Schöne doch so ost zerlärmen unb werden an bem Lauten scharf unb kalt unb können uns nicht mehr aus uns erwärmen. Und auch einander nicht mehr tief begegnen; denn es muß eine große Stille fein, wo (Bott unb Liebe segnen ... Der Natur nahe: Ja, bie Sprache ber Dinge verstehen lernen, aufs neue das beseligende Gefühl haben, ein Lernender zu fein und also zu reifen zum großen Verstehen, schließlich aus solchem (Erleben das zu gewinnen, bas Goethe in bie Worte an die Natur kleidet: „Wirft alle meine Kräfte mir in meinem Sinn erheitern und dieses enge Dasein hier zur Ewigkeit erweiternd So wird die Reise wirklich eine Luftreise, ein göttliche» verweilen unb keine Filmsanbreise. Hymne an den Käse. Nie nahte sich ein Dichter; dir al» Freier, nie sang bein Lob ein schmalziger Tenor. So rührt benn Milch und Fett mit eurer Leier, unb aus bem Quark steig braufenb es empor! Unbankbar Volk ber Dichter unb der Denker: Ähr eftt ben Käse voller Leidenschaft^ — unb sei es selber Limburg» starker «tänker, — ihn zu besingen habt ihr keine Kraft! Wie freut ihr euch ber martern Nieberlande, wenn Edam mit ben roten Äugeln schießt, unb wenn ber Kümmel, ber so oft verkannte, gleich einem Veilchen aus bem Harzer sprießt! Beim reifen Camembert seht ihr es brodeln, er lauft vom Teller fort nach altem Brauch. Beim (Emmentaler möchtet ihr fast fabeln, unb, — Ist er ohne Rinbe, — tut ihr'» auch. Den Roquefort kennt ihr in verschiebenen Schärfen, in milden Tönen klingt ber Romabour. der Chester wirkt auf eure Magennerven, im Allgäu singt ihr wie ein Troubadour. Und was euch weiter bann im beutschen Lande von Mainz bis Tilsit sättigt unb erquickt, das festigt zwischen Nord unb Süb bie Bande unb hat schon manchen Zwiespalt überbrückt. (Erinnert euch an jene Augenblicke: Bei einer Wahlversammlung trankt ihr Bier. Der Gegner sprach mit angeborner Tücke, schon mürben eure Augen starr unb stier. Die Lungen gingen wie ein Äraftgebläfe. Die Lust roarb birfer, größer mar bie Wut. Da rief ein Nachbar: „Dbcr, einmal Käse!" Und alles war bann roieber recht unb gut. Mit Butter, Salz unb Pfeffer, Kümmel, Nelken, mit Bier, Kartoffeln mirb er zugefetzt Sein Ruhmeskranz mirb nimmermehr vermerken, von hoch unb niebrig mirb er gleich geschätzt. Ob weich, ob hart, ob mit, ob ohne Löcher, und ob er duftet, wie ein junger Hund ... Dem edlen Käse einen vollen Becher! Wer lange Käse ißt, bleibt lang gesund! Puck. 60 Jahre Frankonia (Stehen. Die Gießener Burschenschaft Frankonia begeht — so schreibt man un« — am 4. (GründungStag) und 5. 3uni in einsachem Rahmen. der Zeit entsprechend, die Feier ihre« 60- jährigen Bestehen« Bor 60 Zähren gründeten mehrere Feldapotheker, die die im Kriege 1870/71 unb der darauf folgenden Besatzungszeit geschlossene Feldkameradschaft aufrechterhalien wollten, den .Pharmazeutischen Verein". Aus dieser Bereinigung ist nach mancherlei Wandlungen die heutige Burschenschaft Frankonia hervorgegangen Sie gehört seit 1906 der .Deutschen Burschenschaft" an. Die grün-weift-roten Farben der Gießener Franken, die Farben des alten deutschen Stammes der Franken (..grün-rot", getrennt durch das neutrale .weiß"), auch die Farben der rheinischen Lande, sind über ein Menschenalter mit der Geschichte unserer Universitätsstadt auf da« engste verknüpft Die früheren Gießener .Ratur- förster". die heutigen Gießener .Schwarzen", sind in der langen Zeit ihrer Geschichte, getreu der Heber licterung de« Feuergeistes der alten Gießener ..Schwarzen", immeroar ein lebenskräftige« Glied der Gießener Korporationen gewesen, ein immer grünender Zweig am großen Baume der Deutschen Burschenschaft. Das Sommerfeft der Gießener Studentenschaft. Die Leitung de« diesjährigen großen Som- merfestes der Gießener Studentenschaft zugunsten der Gießener Studentenhilse am Sonntag. 5. Juni. 20 Uhr. in der BolkShalle teilt über die Ausgestaltung des Festes mit: Ss besteht Anlaß, von vornherein und eindringlich zu betonen, daß es sich bei dem Hommerfest berötu- dentenschast nicht nur um ein Fest für Angehörige ber Universität handelt, sondern um eine Angelegenheit der gesamten Gießene r D ü r - gerschaft. welche zur Teilnahme daran herzlich cingelaben ist. Aus dem reichhaltigen Programm sei erwähnt, daß die künstlerische Leitung der Zcr- Neuregelung des Ausverkcmsöwesens 1L Idloetfäafr. schäft«inhaber sich zum Zwecke der Umgehung Borschrift de« Satzes 1 an dem Geschäft eine« deren beteiligt oder in diesem tätig wirb der an- Deranstaltungen, welche die Räumung eines bestimmten Warenvorrat« au« dem vorhandenen Bestände betreffen (Teilverkäufe), dürfen nur stattfinden, wenn ein von der VerkehrSauffasiung al« ausreichend anerkannter Grund »erliegt (5. B. Aufgabe einer "Bert auf «Relle, Brandschaden, Auseinandersetzung). Der Grund muh im einzelnen Falle die Veranstaltung rechtfertigen und in der Ankündigung angegeben werden. Die Ankündigung darf nicht in einer Form erfolgen, bie nach ber Derkehrsausiassung aU Ausverkauf gebeutet werden kann. Die Dauer ber Teilverkäufe darf einen Monat nicht überschreiten, eine Fristverlängerung ist ausgeschlossen. III. Ueberwachvng. Da« Kreisamt Gießen gibt im neuesten Amt«- Verkündigung «blatt neue Besti mmungen über Au «Verkäufe und ähnlicheBer- anftaltungen bekannt, die mit dem 1. 3uni 1932 inKraft getreten sind. 3n der Bekanntmachung wird für den Krei« Gießen u. a. bestimmt: I. Ausverkäufe. §1. Begriff. AI« Ausverkäufe dürfen in öffentlichen Bekanntmachungen ober Mitteilungen, die für einen größeren Kreis von Personen bestimmt sind, nur solche Teranftafiungen angekündigt werden, die ihren Grund in der Aufgabe a) be« gesamten Geschäftsbetriebe« b) bes Geschäftsbetriebe« einer Zweig- nieberlaffung, ober c) einer einzelnen Warengattung haben. Bei der Ankündigung eines Ausverkaufs ist anzugeben, welche der unter a bi« c genannten Gründe für ben Ausverkauf vorlieaen. 3m Falle au c ist bie Warengattung anzugeben, auf die sich der Ausverkauf bezieht. 8 2. Sperrfrist. Rach Beendigung eine« Ausverkauf« ist es dem Geschäftsinhaber vor Ablauf einer Frist von einem Jahr nicht gestattet, an dem Ort. an dem der Ausverkauf ftattgefunben hat, einen Handel mit den davon betroffenen Warengattungen zu eröffnen. Ausnahmen kann die höhere BerwaltungS- behörde nach Anhörung ber gesetzlichen DerusS- oertretungen von Handel und Gewerbe, Handwerk und Industrie gestatten. Der Eröffnung eines eigenen Handel« steht eS gleich, wenn der Ge- 8 11. Mit Geldstrafe bi« zu 150 Mark ober mit Hast wirb bestraft: 1. wer es unterläßt, in ber Ankündigung eine« Ausverkaufs gemäß § 1 ober eine« Verkaufs gemäß § 7, bie in ben Paragraphen 3 biS 5 vor geschriebenen Angaben zu machen; 2. wer den Vorschriften der Paragraphen 3 bis 8 unb 13 zuwiderhandelt ober bei Befolgung ber Vorschriften ober Anorbnungen unrichtige Angaben macht; 3. wer ben von ber höheren Verwaltung«be- hörbe auf Grund des § 9 getroffenen Bestimmungen zuwiderhandelt. VI. Inkrafttreten. § 12. Diese Bekanntmachung tritt mit dem 1.3unt 1932 in Kraft. Die Bekanntmachung vom 25. August 1927 ist aufgehoben. kusdarbietungen unb sonstiger Vorführung in ben Händen be« Herrn Spielleiter Heinrich Hub vom Etabttheater liegt, der, wie gewohnt. Erstaun- 114X38 zeigen wird. Ein vielgestaltiger Tierpark steht zur 'Verfügung. Den Gesamtaufbau feitet ber bestens bekannte Herr Löffler vom Stabt- theater. Unter ben weiteren Mitwirkenden fallen Rainen wie Däulke, EchömbS.Iörg usw' in« Auge. Große Tanzflächen, Duden aller Art, Delustigungsstände der Korporationen werden dem Fest das altbekannte bunte Gesicht geben. Frohe unb genußreiche Stunben stehen jebem bevor, ber am Sonntag ben Weg in bie Volks Halle findet. Man beachte bie heutige Anzeige Pornotizen. — Tageskalenber für Samstag. Stabt- ttjeater: 20.15 Uhr, „Daiterich". — Marineverein: 20 Uhr Bootshaus, Herrenkommers aus Anlaß des 40. Stiftungsfestes. — GDA.: 20.15 Uhr, „Aqua- rium", Rußland-Vortrag mit Lichtbildern.— Sparer« unb Rentnerbunb: 20 Uhr, Katholisches Vereinshous, öffentliche Versammlung. — Geflügel« u. Vogelzucht« verein: 20.15 Uhr, „Pfalzer Hof', Monatsoersamm« lung. — Artillerie Verein: 20.30 Uhr, „Hessischer Hof", Monatsversammlung. — Kurzschriftoerein von 1861: 20.30 Uhr, Caf« (Ebel Vereinsabend. — 1 Reichskurzschriftgesellschost: „Stabt Lich", Vereins, abend. — VfB. 08: 20.30 Uhr, Vereinsheim, Mo« natsverfammlung. — Oswaldsgarten: 20.15 Uhr, Alhambra-Variete Revue. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die letzte Galavorstellung im Zirkus Busch". — Tageskalender für Sonntag. Ober« hessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr, Turmhaus am Brandplatz, Ausstellung. — Volkshalle: 20 Uhr, Die Industrie- und Handelstammer übersendet unverzüglich dem zuständigen KreiSamt und. wenn erforderlich, auch der Handwerkskammer eine Abschrift der Anzeige unb de« Verzeichnisses Zur Rachprüfung der Angaben In der Anzei^ unb im Verzeichnis sind außer ben zuständigen Behörden und geschlichen Q3c ruf «Vertretungen die amtlich bestellten Vertrauensmänner der »uständigen Industrie- und Handelskammer befugt. Besondere Kosten hat der Veranstalter zu tragen. Die Industrie- und Handelskammer teilt ihre Stellungnahme unverzüglich dem Kreisamt mit, das ]e nach dem Ergebnis der Prüsung weitere Entschließung zu treffen hat. Etwaige behördliche Maßnahmen sind nach Anhören der Industrie- und Handelskammer zu treffen. IV. Saisonschluß- unb Inventurausverkäufe. § 9. Die Bestimmungen ber Paragraphen 3 bi« 8 sinden auf Saisonschluß- unb Inventurausverkäufe, bie von ben zuständigen gesetzlichen Berufs- Vertretungen von Industrie, Handwerk unb Han- bel für bestimmte Warengruppen al« im ordentlichen Geschäftsverkehr üblich, ober al« für eine ordentliche unb gefunbe Geschäftsentwicklung not» wenbig anerkannt werben, keine Anwenbung. Diese Verkaufe bürfen nur zweimal im Jahre stattfinben, ber eine beginnen!) frühestens mit bem Montag nach bem 4. Januar, ber andere be- gtrnienb am 3. Montag im Juli jeweils auf die Dauer von höchsten« drei Wochen, entsprechend näherer Bekanntmachung de« zuständigen KreiS- amtS. Die Gewerbetreibenden sind verpflichtet, in allen Ankündigungen dieser Verkäufe den Zeitpunkt des Beginns ihrer Veranstaltung für jedermann deutlich erkennbar anzugeben. Die Veranstaltungen müssen wahrheitsgemäß entweder als Saisonschlußverkauf, ober als Inventurverkauf bezeichnet werben. V. Strafbestimmungen. § 10. Mit Gefängnis bi« zu einem Jahr unb mit Gelbstrafe ober mit einer dieser Strafen wird bestraft: 1. wer im Falle ber Ankünbigung eines Ausverkaufs (§ 1) ober eines Verkauf« (§ 7) Waren zum Verkauf stellt, die nur für diese Veranstaltung herbeigeschaftt worden sind (togenannte« Verschieben ober Aachschieben von Waren); 2. wer ben Vorschriften deS § 2 zuwider einen Handel eröffnet ober sich an dem Geschäft eine« anderen beteiligt, ober in diesem Geschäft tätig wird. 83. Anzeige. Wer einen Ausverkauf ankündigen will, hat zwei Wochen vor der Ankündigung der zuständigen Industrie- unb Hanbelskammer schriftlich in dreifacher Ausfertigung Anzeige über den Grund be« Ausverkäufe«, ben Zeitpunkt seines Beginns und seine« voraussichtlichen GndeS zu erstatten. Der Anzeige ist ein vollständige«, übersichtlich geordnete« Verzeichnis ber auszuverkaufenben Waren in dreifacher Ausfertigung beizufügen. Bei leicht verderblichen Waren oder in sonstigen besonders dringlichen Fällen kann die Anmeldestelle eine Abkürzung der Frist zulassen. 84. Inhalt der Anzeige. Die Anzeige muß die Firma, den Ort der gewerblichen Riederlassung deS Veranstalter- unb die genau« Angabe ber Räume, in benen der Ausverkauf stattfinben soll, enthalten; sie muß ferner mit Angabe des Ortes unb Tages versehen unb von dem Veranstalter rechtsgültig unterschrieben fein. Bei nichk in das Handelsregister eingetragenen Gewerbetreibenden ist statt ber Firma ber Vor- unb Zuname bes Veranstalters anzugeben. Der Anmeldestelle sind mit der Anzeige die Tatsachen anzuführen und auf ihr Verlangen die Belege einzureichen, aus denen sich ergibt, bah ber Grund bes Ausverkaufs wahr unb ernsthaft gemeint ist. Die Einsicht in die Anzeige ist jedem gestattet. 85. Inhalt des Verzeichnisses. Das Verzeichnis ist so aufzustellen, dah die Mebcreinftimmung seiner Angaben mit den tatsächlich zum Berkaus gestellten Waren nachgeprüft werden kann. Die Waren müssen richtig und vollständig nach Art, Stückzahl, Maß ober Gewicht unter Angabe ber regelmäßigen Verkaufspreise bes Veranstalters, sowie des Lagerorte« aufgeführt werden. In Auftrag gegebene, aber im Zeitpunkt der Anmeldung noch nicht eingetroffene Waren sind in einem besonderen Verzeichnis mit genauer Angabe des Tages der Bestellung, deS Abnahmezeitpunktes unb ber Einkaufspreise auf- zuführen. Auf Verlangen der Anmeldestelle sind ihr auch die Lieferanten anzugeben. Die Anmeldestelle kann die Berichtigung oder örgäraung eineS den Vorschriften nicht entsprechenden Verzeichnisse« verlangen. §6. Dauer. Die Dauer der Ausverkäufe darf zwei Monate nicht überschreiten. In besonders begründeten AuSnahmefällen in denen diese Frist offenbar nicht ausreicht, kann da« KveiSamt nach Anhörung ber zuständigen Industrie- unb Hanbelskammer bzw. Hanbwerkskaminer auf Antrag eine einmalige angemessene Fristverlängerung bewilligen. In diesen Fällen ist mit dem Antrag eine Woche vor Ablauf der zwei Monate ein neues Verzeichnis einzureichen. FERIENMÄRKE MEMPHIS III. SORTE ROSENKAVALIER und wohlgemut schreitet Onkel Mollig seiner Behausung zu. Seit er den neuen Roeder-Kombinationsherd in seiner Küche aufstellen ließ, freute er sich immer wieder auf die Stunde des Mittagessens. Denn er weiß, wenn er kommt ist das Essen fertig. Er braucht nicht erst lange zu warten und die Gerichte schmecken ihm immer besser. Er ist la ohnedies ein Schlemmer und weiß einen guten Happen wohl zu schätzen. Lassen auch Sie sich einmal einen praktischen Herd bei der Firma Häuser vorführen, es gibt nichts besseres. Und wenn er erst in Ihrer Küche steht und Sie jeden Tag neue Freude daran haben, so werden Sie es nicht bereuen, ihn bei der Firma Häuser gekauft zu haben. Kommen Sie einmal unverbindlich in unsere Ausstellungsräume. Wir erwarten Sie und werden Sie gern beraten. 3661 A 3. B. H AUSER. GIESSEN AM OSWALDSCARTEN Motorradrennen „Rund um Schotten“ dorthin werden Sie auch fahren, aber vergessen Sie nicht, Ihre KAM ERA mitzunehmen, denn es gibt bei dem Rennen schöne Momente, die Sie knipsen müssen. Nehmen Sie sich höchstempfindliche Platten oder Filme mit und holen Sie sich bei uns vorher Rat darüber, wie diese Aufnahmen am besten zu machen sind. Photo-Wlnterhoff Kreuzplatz 9 4316 A Fünfmonatige Kurse an der Haushaltungs-Schule der Landwirtschaftskammer in Michelstadt im Odenwald. Vollständige Ausbildung in allen Zweigen der Hauswirtschaft, Molkerei und Kleintierzucht. Ferner gründliche Unterweisung in der Fertigung von Handarbeiten, im Weißzeugnähen, Kleidermachen, sowie theoretischer Unterricht auf den verschiedensten Gebieten. — Billigster Pensionspreis einschließlich Schulgeld usw. Beginn des nächsten Kursus am 2. Juli 1932. Auskunft sowie Versand der Aufnahmebedingungen durch die Landwirtschaftskammer in Darmstadt, Bhelnstraße 62. 4033 d Lustspiel Lichtspielhaus Giefeen Heute letzter Tafi „Schatten der Manege“ Zirkus-Kriminal-Tonfilm Ab Sonntag Ein entzückendes der „Ufa"! Ein Film von ansteckender Heiterkeit, mit einem gerüttelten Maß voll Witz, Laune und feinem Spott ersonnen, von einer gefühlvollen und schmissigen Musik erfüllt. Eine Geschichte heiterster Komplikationen, getragen vom Uebermut der natürlich-frischen Lien Deyers, von dem witzsprühenden J ohannes Riemann und dem urkomischen Julius Falkenstein Ferner wirken mit: Paul Hörbiger, Blandine Ebinger und Dajos BCla mit seiner berühmten Kapelle Gutes Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche _ 4322 C Statt Karten Oie Verlobung unserer Tochter Erika, Tochter meiner verstorbenen Frau Ella, geb. Schudt, mit dem Amtsgerichtsrat Herrn Adolf Schlldtzu Gießen (Hessen) geben wir hiermit kund. Meine Verlobung mit Fräulein Erika Lahr zeige ich hiermit an Adolf Schudt Amtsgerichtsrat Gießen, Walltorstraße 75 4282 d Friedrich Lahr Pfarrer an St. Nikolai-Potsdam und Frau Elisabeth geb. von der Decken Potsdam, Markgrafenstraße 22 3m Iunl 1932 Geschäfts-Uebernahme Wir haben ab 1. Juni d. J. das in Gießen bekannte Restaurant „Zum Krokodil“ übernommen Die Räume sind neu hergerichtet und bieten unseren werten Gästen einen angenehmen u. behaglichen Aufenthalt Die Getränke werden fachlich und in bester Güte verabreicht Die Küche bietet aus einer sachkundigen Hand stets das Beste Zum Ausschank, gelangt das bekannte Bier aus der Brauerei A. u. W. Denninghoff, Gieben Eröffnung, Sonntag, den 5. Juni Es wird unser Bestreben sein, unsere werten Gäste und Bekannten in jeder Weise zufriedenzustellen und laden hiermit zum Besuche freundlichst ein Leopold Herr und Frau 03500 Sonder-Verkauf 4313 A Große Auswahl! Lieferung frei Haus! SONNTAG, DEN 5. JUNI, IN DER VOLKSHÄLLE Bevor Sie sich zum Kauf entschließen, besichtigen Sie bitte unverbindlich meine Ausstellung! ERNST RAU-GIESSEN•Fernruf 2208 Des großen Erfolges wegen habe ich mich entschlossen, den mKUCHEN bis auf weiteres bestehen zu lassenl Das alljährliche große Sommerfest der Gießener Studentenschaft und der Gießener Studentenhilfe Großes Zirkusprogramm Tanz Anfang 8 Uhr. Saalöffnung 7 Uhr Vorverkauf: Musikalienhandlung Challler, Unlversitats- sekretflr Ritter, Gieß. Studentenhilfe Im Studentenhaus Die gesamte Bürgerschaft ist herzlich eingeladen 1 Eintrittskarte RM. 1.50, Studentenkarte RM. 1.00 elnschl. Tanzkarte zugunsten der Gießener Studentenhilfe 173 D 4 Wieseck Sonntag, 5. Juni TANZ ORIGINELLE JAZZ - KAPELLE 4323 d bei Wilhelm Dorfeld CHANG der Siam-Dschungel-Film läuft in Großen-Buseck: Samstag, den 4. Juni Lollar: Sonntag, den 5. Juni Anfang 8V, Uhr abends Im Beiprogramm: 03490 Rund um Schotten Um damit zu räumen, gebe ich auf Kinderwagen (Marke Brennabor) 23 Nvozent Rabatt k Auf Hartvlatten-, Dulkanfibre-, Ledcr- koffer aller Art, mit und ohne Einrichtung, sowie Kabinen- und Schrankkoffer auf die schon bedeutend herabgesetzten Preise nochmals (03533 lovvozent Rabatt! 'M Pinget UM. Seifetsroeg 67 Asbest- Platten 1,2, 3,4 and 5 mm, wieder am Lager. 6785D CarlSchunck Autofahrt Kilometer 15 Pf. Tel. 3219. Sonntag nach Schotten vro Person 5 Mk. Hinzu Rückfahrt, lorr« Statt Karten! Ihre Vermählung geben bekannt Or. med. Earl Kockerbeck Aenne Kockerbeck, geb. Kersting Äerstadt - 4.3uni 1932 - Wülfrath (Rhein!.) 4294 D Für die Teilnahme anläßlich meines Oienstjubiläums auf diesem Wege allen herzlichen Dank. Schomber, Äürgermeister, nebst Familie. Wieseck, den 4. Juni 1932. 4318 D ZWECKSPARVERBAND SfläFuR EIGENHEIME EV.-SITZAACHEN des Zwecksparverbandes heute 20 000 Einwohner zählen, wenn die von ihm gebauten und entschuldeten an einem zusammen 26,5Millionen Mk. an Darlehen ausgezahlt. General-Agentur Giefeen, Friedensstr. 12 Dipl.-Ing. L. F. Schmitt 4288 V Jn Msfeld (Oberhessen) ist neuerbautes, massives, zweistöckiges Oesdftäftshaus 10,5X16 Meter, mit anliegendem, etwa 1000 qm großem Grundstück, am Güterbahnhof, zu verkaufen. Das Haus enthält schöne Kontorräume mit saalartigen Lagern und großem Keller. Geeignet zu jedem Geschäftsbetrieb, sehr für Kolonialwarengroßhandlung oder Fabrikation.* Preis Umstände halber niedrig. Schriftliche Anfragen unter 3955D an den Gießener Anzeiger erbeten. jch fanre viel ms ujocnenenp, mit Wände rer und Chlotil.de Obs st hon ist? Mensth mjjch’s ebenso und Du bist schnell im Bildei Linker & Sohn Uidwigstraße 16 OIESSENReparaturwerkstätte 4808 D MML kostet ein Herrenrad (Damenrad 55 Mk.) einschliehl. Pumpe, Glocke, Rücklichts, Werkzeug. 1 Jahr Garantie. Kein Vergleich mit minderwertig. Fabrikaten. Eriatzteile billigst. Gebrauchte Räder nehme ich in Zahlung. 03512 Fahrr. - Revaratur- werkstätte Wilh. Havvel, Gieffen, Asterweg 3 (llllllllllllllimillllllllllllllll UM auf Gartenwegen, Höfen usw. vernichte mit Terrosal! wasserlöslich, Pafet von 30 Pf. an. Viktoria-Drogerie Marktstr. 5. [03523 illlllllllllllllllllllllllllllllHB Wohin heute abends 8x Uhr und folgende Tage? Nur zur Alhambra Ss In Gießen, Oswaldsgarten ALHAMBRA die Unterhaltungsstätte, welche für niedriges Eintrittsgeld ein Bombenprogramm zeigt Sonntag 2 Vorstellungen, nachm. 3‘/a Uhr zu ganz niedrigen Preisen für Kinder 20, 30, 40 und 50 Pf., abends 81/« Uhr Preise von 40 Pf. bis 1,60 RM. Vorzugskarten haben Gültigkeit Parole lautet: Nur zur Alhambra-Revue 3 Stunden Vergnügen f. wenig Geld 4305 D W nähen - sticken • kurbeln - zeichnen machen Hohlsaum-Handarbeiten-Wäsche Gardinen - Oberhemden - Matratzen 4241 A = Haus.„Hantlartelt:--;. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessenj Er. 129 Drittes Blatt Samstag, Juni 1952 Wirtschaft enmorft Berlin — Frankfurt 0. M. Deoi Centn .Vronfrur a. Vi. > > Hur» iu<» Nr« für» Datum Datum 12.9 12.5 14' > 34,65 65.5 66 64.75 68.5 0.95 Mi 40.5 3.13 3.6 13.9 27 9 0.8 4.5 38 5 3.25 6 - 0 e 53.5 59 120.5 23 53.5 59.5 121.5 78 5 2.13 sich nur sehr mit 2.90 Mark Gegend per > 38.65 3.2 85 16 18.5 33.25 18.5 121.25 21.75 Stabern» Teurld-e QrcbM MaSrttM r.rasftunet Kflltfnnen Ärtmrer ... . 8 1 6-, . | 11 u 11 Älärfnenrtrte .... göln-Seueflen. . . . «Imre« in sm-Seh en ftanifefter Versbau . C bettelet »of’e-etfe »bctrir Versbau Sb-hrifdie i8tm.T!otl*e Metauaä«..... 120.5 22.75 Iruiitbe Kort »mb J ttflh Tertbn« Bank . . . ReitMfcaid ..... 37.5 14,5 .vtanhun a. Di. | Cent <5»iu6- 1-Ühr. i r.-e) Bembtrg - • .... SellfaHf EdfrM - - ■ JeüftpH S'dKrt'e^ux« . . . ‘ r Gal - - - latmlet gHoieten . . Tr'-dd» SiM'.tue . . . . Cr-nftnr & floppet . . . L-onbard Tretz ...... 2»en*!a......... «fbäbe.......... 57.5 50.5 37.75 3,15 43.75 57.5 50.5 38 3.25 43 3.3 2 2.2 2.1 6.5 3.25 15.5 Opernhaus Sonntag. 5.3uni. 19 30 b's 22 30 Uhr „Der Bettelstudent" Montag. 6. Geschlossen. - Dienstag. 7 . 19 30 bis nach 22.30: Die schöne Helena" Mittwoch. 8 , 19 30 bis gegen 23 ..Tannhäuser". — Donnerstag. 9. 19 30 bis gegen 23 ..Lärmen" — Freitag. 10. 19 30 bis 22.30 ..Der Freischütz". — SamStag. 11 . 20 bis 22 45: ..Fidelio". — Sonntag. 12.. 20 bis gegen 22.30: ..Das Land des Lächelns". Schauspielhaus. Sonntag. 5 3um. 20 biS 22 30 Uhr ..Wie heiht dos Stück" Montag. 6.. 19.30 bis nach 23 ..Dgmont" - Dienstag. 7 . und Mittwoch. 8 . 20 bis nach 22 30 ..Kabarett der Komiker" (Gostlpiel). — Donnerstag. 9 19 bi« 21 30 Wie heiht das Stück". — Freitag. 10 . 19 bis gegen 22 Festspiel von Rudolf Presber. Hierauf . ..Alt-Frankfurt" (zu Adolf StoltzeS 90 Geburtstag» — Samstag. 11 . 20 bis 23: lFreilichtaufführung auf dem Römerberg, zum ersten Malei Gesch chtc Gottfricdens von Ter- lichingen mit der ei lernen Hand" lUrgötzl — Sonntag. 12., 17 bis 22 ..Faust" (l.Teil). 60.25 40.75 165 39,5 l Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Ci. bint„ 6,n kopieren a„8.fü6r.,n »(fern 9^n »ie °.r 5 »«• 6 ° tz. Wochenbericht vom Frankfurter produktemnarkt. An der Getreidebörse herrschte in der abgelaufenen Woche starke Zurückhaltung, einmal wegen der weiter emtegünftigen Witterung und ?um anderen wegen der politischen Unsicherheit, die in der Hauptsache durch die Knlengerüchte um Relchsemährungsminister Schiele in den Markt getragen wurde Inzwischen hat sich der Kurswechsel nach rechts vollzogen, was die be- stehende Zurückhaltung verstärkte Die Umsatztätigkeit hielt sich in engen Grenzen, und nur vorübergehend trat im Einklang mit Berlin eine leichte Belebung em Die Preise blieben im groben und ganzen unverändert, die schwache Grundtendenz der Vorwoche wurde von einer stetigeren Haltung abgelöft. Am Brotgetreidemarkt hielt sich dg« Angebot in alter Ernte nach wie vor in engen Grenzen, während neue Ware stärker offeriert wurde. Die Mühlen nahmen /jedoch nur wenig Ware aus dem Markt.,da der Mehlkonsum kerne wesentliche Besserung erfahren hot Die Preise für Weizen und Roggen blieben mit 280 bzw. 225 Mark per Tonne unverändert. An den Futtergetreidemärkten bat sich die Schwächeneigung ebenfalls in eine stetigere Tendenz umgewandelt, obwohl der Absatz sowohl in Gerste, als in Hofer schleppend war Das Angebot blieb weiterhin gering Infolge des auch schwachen AuslandgerstengeschäftS brodelte der Preis leicht ab Gerste 200 bi« 202.50 Mark. Hafer 172.50 bi« 177.50 Mark per Tonne Am M e h l m a r k t trat für Weizenmehl vorübergehend eine leichte Belebung ein, wo« die Konventivnsmiihlen veranlasste. die Preise wie folgt zu erhöben in naher Ware um 0,20 Mark, für spätere Sicht (neue« Mehls um 0.50 Mark per Doppelzentner. Roggenmehl verzeichnete weiterhin nur kleines Bedarfsgeschäft. der Preis ging weiter um 0,50 Mark zurück. Weizenmehl, sudd Spezial 0. mit AuStauschweizen 39.25 bi« 40.45, do. Niederrhein. Spezial 0 mit Austausch- weizen 39.25 bis 40.2Q. Roggenmehl, 70prozentige Ausmahlung. 27.75 vis 29 Mark Die Tendenz am Kraftfuttermittelmarkt neigte weiter zur Schwäche, weil das Wetter für die Entwicklung der Weiden und für die demnächstigen Heuernten sehr günstig erscheint. so dah der Verbrauch weitere Einschränkungen erfuhr. Weizenkleie 9.50, Roggenkleie • Di e Landeskommunalbank-Diro- zentrale für Hessen erhaltet soeben ihren Geschäftsbericht für do« 3ahr 1931 Rach ihm betrug bei der Bank Snfre 1931 der Bestand an Gemeindedarlehen rund 160 Millionen Mark, wovon rund 105 Millionen langfristig und rund 55 Millionen Mark kurzfristig laufen Zur Förderung der Entschuldung bevorzugt die Donk fre Gewährung von Darlehen mit planmässiger Tilgung i AmortisationSdarlehen De planmähigen Tilgungen betrugen im Bcncht-iohr über 2 Millionen Mark Der Umlauf an Inland-Goldschuld- NrfAbreibungen, die bekanntlich im ganzen Reichsgebiet münbelfidjer find, beziffert sich auf rund 52 000 000 Mark Die Bilanzsumme beläuft sich auf rund 195 Millionen Mark, der Umsatz auf rund 2 Milliarden Mark Obwohl die Rotverordnung vom 8 Dezember 1931 Kapitaltilgung durch Einlieferung von Schuldverschreibungen nur für Hypotheken und Grundschulden vorsieht. ift die Bank bis auf weiteres bereit, unter näher nut ihren Schuldnern zu vereinbarenden Bedingungen ihre eigenen Schuldverschreibungen und solche der Kommunalen Landesbank in geeigneten Fällen zum Rennwert, also zu 100 v H. als aufoer- ordentliche Tilgung Hereinzunehmen. Bei der an die Bank angegliederten Bausparkasse wur- den im Berichtsjahr 560 Bausparverträge über einen Gesamtbetrag von 1 906 000 Mark abgeschlossen Von der gesamten Vertragssumme konnten bis Ende 1931 9.8 v. H zugeteilt werden • Cornelius chey 1 21®. Warm» a R h. Die Bilanz für 1931 schlief,! mit einem Verlust von 514 497 RM (i. 23. 686 925 RM Gewinn, aus dem eine Dividende von 6 v ch auf die Vorzugsaktien und von 4 v.ch. auf die Stammaktien verteilt wurde» ab. Nach teilweiser Deckung dieses Verlustes durch den Gewinnvortrag aus dem vergangenen Jahre >n chohe von 164 401 NM. verbleibt ein Verlust von 330 095 NM. der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll, lieber das voraussichtliche Cergebnis des laufenden Geschäftsjahres lalle sich ein zuverlässiges Urteil auch nicht annähernd gewinnen. Die Aus- fichten seien wenig günstig. nom Frankfurter Schlachtviebmarkt. Der Monatsbeginn hat sich afr Frankfurter- Schlachtviehmarkt in einem leichten Anziehen der Preist, sowie in einem merklich besseren Geschäftsgang bemerkbar gemacht Dazu kam. dah die Auftriebe allgemein etwas geringer waren, so dah die Märkte in dieser Woche ousverkauft werden konnten. , Am Rindermarkt betrug der Auftrieb 1279, gegen 1362 Stück. Wenn auch der Geschäftsgang nur langsam war, so konnte der Markt bei nleid)bleibcnbcn Preisen geräumt werden Für Kühe trat eine Besserung der Preise um 1 Mark ein. Ochsen all 32 bis 35. a2» 27 bi« 31. hl) 23 bis 26; Bullen a) 28 bi« 31. b) 22 bis 27; Kühe a) 26 biS 28. bi 22 bi« 25. c» 17 b's 21; Färsen a) 32 bis 35. b) 27 bis 31. c) 23 bi« 26. Am KäIbermarkt entwickelte sich zunächst nur lannfamc« Geschäft, doch gestaltete e« sich später etwa« lebhafter, so dah der Zutrieb von 1635 Stück (in der Vorwoche 1788 Stück» bei Preisbesferungon von 1 bi« 2 Mark auSverkauft wurde Kälber b) 39 bis 42. c) 34 biS 38. d > 28 bis 33 . e . Der unveränderte Auftrieb von 60 Schalen wurde nach langsamen bi« regem Handel gleichfalls glatt geräumt, doch lagen die Preise kaum verändert. Eine amtliche Votierung fand wegen des geringen Auftriebs nicht statt. Am Schweinemarkt stellte sich die Beschickung mit 5057 Stück um rund 275 Stud geringer Der Handel kam zwar über einen ruhigen Okrlauf nicht hinaus, der Markt wurde aber nut geräumt. Die Preise konnten sich in allen Gattungen um 2 bi« 3 Mark erholen und Hellen s,ch in freier Woche wie folgt Schweine bi 36 bi« 39. c) 37 bi« 39. di 35 bis 39, e) 32 bi« 36, f) und g) nicht notiert. Riesiger Rauschgiftschmuggel aufgedeckt Die Berliner Kriminalpolizei ist in Zusammenarbeit mit der Reuyorker Polizei auf die Spur eines grohen Rauschgiftschmuggels gekommen, der anscheinend von der Bande des vor einiger Z ’t in Berlin festgenommenen Rauschgifthändler« Del Gracio verübt worden ift. Zu Beginn freies Monats wurden in Reuyork auf dem Dampfer „36lc de France" sehr grohc Mengen Rauschgifte beschlagnahmt, die in Spiel- warenkästen verpackt nach Amerika eingeschmuggelt werden sollten. Die Sendung stellte einen Wert von etwa eineinhalb Millionen dar Bei der Suche nach der Herkunft der Rarkotika ergaben sich Spuren, die darauf hindeuteten, dah sie aus Berlin (lammten. Als der Rau'chgisthändler Del Oratio auf einem Berliner Bahnhof verhaftet wurde, gelang es einem seiner Mitarbeiter, zu entkommen. Die Berliner Polizei ermittelte ba der Suche nach dem Flüchtigen, dah er ganz in der Rähe des Anhalter Bahnhof« Lagerräume gemietet hatte. Die Beamten sanden dort leere Spielwarenkästen vor. wie sie auch als harmlo'e Verpackung für die Rauschgifte gedient hatten. Ursprungsort der Rauschgiftmengen dürste Konstantinopel sein. f „ Tvutllre tKeidvanietbe n. i^z". 7% teutfthf 91rt*Mnlett>f ».1M9 71oung-^nlHb< rtm 1930 5 • itidK ■?:ni üblol -Sdnilb mii .'iuMm.-ilifditrn...... •T.-aL ebne Sutloi -SrcMf . . i>e- . xoit-siaa, atm 1929 irudiablb. 102%) - • • Ct?rhcIb»K 13 untünbbar bl» 1935 7", ,'uanff. <-np.-®an£ 6‘Nbt-fe .mtuphbat du 19 <6 Serie 16 4,',Tanf1. -nv-vonk Liau- tziankbrrrie. . . - - - - 4:.% Hvv -Bant-Lliu iijclbDie......, • • • Pr. £anbc«*fanbbrirfCTnalL lifanbbneie N. 19 . . . 7% Pr. Sflnbe#pfanbbTvfanftaii. Sfanbbnrfe «. 10 £eftenet*u»e »clNente . 4 20% Ceitrrretd'tid'e eubenenie 40* Unaaniche öoibtcr.te . - - 4% Unganffre Staat#rente v. 191. 4 % de»g>- von 1913 - - 50’ dbflcft. C4olbmcntaneT von SS 4% Tinhidic 3cdä '!:ibr von 1911 4»; Turftime 3aflbabbabn*»n!eibr Serie I- 4% L-ne II . 5%9tvmän. oernnh «enie e. L 4V,6öfi’tinön.e«etnh v«nteD.i9i 4% tRumaniioe oeieinh. 3«enie 214% I- Slnatolier...... 3 6 12.5 54 59.25 122.4 3.6. TTTs 42.5 22.5 13.75 27.9 85 16 18.5 33.25 18.5 120.25 21.5 18 59.75 64.25 35.5 53 65 58 118.75 76-25 • 26 60.5 40.1» 455 27.5 90 75 24 ’ 38,9 i 33*25 | 19.25! 16' I 39 muhte in Nachwirkung des Äb'chiusses 2 n f) Huch cpcnffa waren mit einem Rückgang um eine halbe Mark bemerkenswert rückgängig Ein Zeichen da'ur. bah dir heutige Festigkeit am anderen Motiven basiert, al» die ..Deflation» häufle* zu Beginn der Woche, ift die ebenfalls freundliche Stimmung am Nenten- markt. Da man sich von der.amerikanischen Stützungsaktion für den Neunorker Bond»markt günstigere Einilüsie auf die internationalen Bor'en veripncht, blieb die Tendenz auch an den Aktien markten recht zuversichtlich, unb fre Aufwärtsbewegung der flurie machte, allerdings nur bei vorübergehend lebhafterem Geschäft, weitere Fortschritte. Die führenden Werte konnten erneut bi» zu 1 o f) anzieben. Aku gewannen weitere 1; v.ch. Am Pfandbr>eimarkt wurden die Kurie bi» zu * v ch. höher tariert Am Geldmarkt machte die Erleichterung weitere Fortschritte Tagesgeld war an der unteren Grenze ichon mit 5» o. ch. erhältlich, Monatsgeld blieb unverändert nominell 6 bis 8 v ch. Frankfurt weiter fest. Frankfurt a. M. 4. 3uni. iWTB Srabt- Meldung > Die Wotcnschluhbörse eröffnete im An- schlusi an den Abendbörsenverkehr in weiter ff ft fr Haltung, wobei in der Hauptsache die feste Tendenz der Auslandbörsen anregend wirkte Bon der Kundschaft lagen zwar nur wenig Kaufen der« vor. doch genügten sic. um ba« Kursniveau weiter zu bessern, zumal auch die Spffu- lation noch weiteres Deckungsbekurfni« zeigte Die bevorstehende Reichstags auflösung blieb weiterhin ohne Einfluh auf fre Stimmung, wie überhaupt die innerpolit'schf Lage wesentlich ruhiger. al« seither betrachtet wurde Bei verhält- ntsmäsiig lebhaftem Geschäft ergaben sich gegen- über der schon festen Abendbörfc neue Kurs- bessekungen von durchschnittlich 1 Proz Darüber hinaus lagen eintge Spezialpapiere etwas fester. So gewannen Siemen« und Aku je 4.5 Proz, und von AuSlandsaktien erschienen Ehade- aktien mit PluS-Plus-Zeichen und wurden etwa 6 Mark höher tariert 3®. eröffneten mit 92.5 Prozent nur rnäsiig höher, dagegen zogen Lcheide- anftalt 1,25 Pro» an. Am Montanrnarkt zetch- ncten sich besonder« Harpener und ManneSrnann. die je 1.5 Proz gewannen, durch feste Tendenz au«, während Stahlverein mir knapp gehalten traten Elektrowerte stellten sich bi« zu 1 Proz höher Lchiffahrtsaktien lagen unverändert, ba- gegen gingen Reichsbankanteile zunächst um 0,75 Prozent zurück, um sich später noch über bas Abenbbörsenniveau zu heben. Don Rcbenwerten lagen Holzmann, Dt. Linoleum unb Zement Hei- belberg bis zu 1.25 Prozent höher Am Rentenmarkt lagen Deutsche Anleihen weiter fest dagegen verloren Rcichsschuldbuchlor- berungen 0.5 bis 1 Prozent Bon Inbustrieob'i- gationen gewannen Stahlvereinbonb« 1,5 Prozent Der Pfandbriefmarkt lag überwiegend bis zu 0.5 Proz schwächer Für ©roten erhielt sich weiter einige Rachfrage bei Besserungen von 0.25 bis 0,5 Prozent Im Verlaufe trat die übliche Samstags- stille ein. Umsätze fanden nur noch in sehr beschränktem Umfange statt, doch blieb das Riveau allgemein ziemlich behauptet, und nur ganz vereinzelt traten Abschwächungen um Bruchteile eines Prozente« ein. Die Geldmarkt- Verflüssigung machte heute weiter Fortschritte. Tagesgeld wurde um 0,25 auf 4,25 Proz ermäßigt. Lpiclplan der frankfurter Theater • Chemische Werke Albert vormals ft & E Albert, Wiesbaden?! möne- bürg Der Abfchlust für das Geschäftsjahr 1931 weist einen Ueberlchuß in Höhe von 251 401 RM. aus, der auf neue Rechnung vorgetragen werden fall tim'Vorjahre wurde ein Reingewinn von 229 107 Reichsmark erzielt, der zum Vortrag gelangte». Die Liquidität der Gesellschaft hat sich im laufenden Geschäftsjahre weiter erhöht. _ • Aali,werke Salzdetfur ^h A G., Salzdetfurth. In der Generalversamlung der Kali- werke Salzdetfurth AG. wurden gestern ebenfalls die Regularien erledigt. Trotz des starken Produktionsrückganges sind die Erzeugungskosten für Stau etma die gleichen geblieben Man hoffe auch für das laufende Jahr auf ein befriedigendes Ergebnis • Konsolidierte AIkoliwerke. Wester, eg ein. Die Generalversammlung der Gesellschaft erledigte gestern die Rgularien Es werden 6 v H. (10) Dividende auf die Stammaktien und wieder 6 n. Sy auf die Vorzugsaktien ausgefchüttet • Kaliwerke Afchersleben, Aschers- leben Die Generalversamlung der Kaliwerke Aschersleben erledigte gestern die Regularien und setzte die Dividende auf 6 v. H. (10) für die Stammaktien und auf wieder 6 o- Sy für die Vorzugsaktien fest. Freundliche Stimmung in Berlin. Berlin, 4. Juni. (WTB Funkspruch.» Der Be- ginn der heutigen Samstagbörse brachte in gewissem rinne eine Enttäuschung Die ersten Kurse lagen zwar verschiedentlich 1 bis 2 v. Sy f e ft e r, doch war das Gelchöft wenig umfangreich. Auch wurden die höheren Kurstaren des Vormittags- Verkehrs, die eine Folge der versöhnlicheren Haltung Frankreichs der neuen deut'chen Regierung gegenüber und em Reflex auf die gestrige Haussebewegung in Reuyork waren, nicht erreicht. Die Kundschaft hatte wieder kleine Kaufaufträge vorgelegt, und auch die Spekulation, die eher noch schuldig ist. nahm Deckungen und Meinungskäufe vor, die Großbanken bremsten die Bewegung aber etwas, indem sie aus ihren Beständen abgaben. Die Festigkeit der Aus- londsbörlen 'wirkte sich natürlich besonders in den internationalen Werten aus. van denen Kunstseide- aftien bis zu 2 v 5). höher eröffneten und Ehade mit plus-plus erschienen und 7 Mark höher tariert wurden Sonst sind noch Siemens mit einem Ge- roinn von 2s v H. und REW. und Rheinische Braunkohlen mit Steigerungen von »e 2* n 3). als besonders fest zu nennen. Anderseits verloren Feld- (Mmbarfl.'jmrrtia Ualc • r Aamburfl.subo’n. Zaepfldtiff • 0 fOTta lampfld-’H ■ • • 0 «orbbeuridirr l-'lcnb..... «.CB hu lerrtrtrtrotlrn 31:. Pctiinet . (Jx-mn-rrv unb ‘$nt>at-8anf . Tarmftobt-t unb NanonaU-nm lani-ur. a. aR. Zkrt'i. für# 1 1-Ubr- I Äur# ] Snfcr.a» für# ‘ ffur# f 6. 4 6- 3 6. I 4 6. 3 Juni 4 Jo i »mtlidw Sontrona Smllidx Jlolitruno »klb 3nr ®tlb Z5rif täten .... 7.163 51.95 7.177 52.95 7.163 51.95 7.177 52.05 S?rcc . . . 12.465 12.485 12.465 12.435 Sufapeti . . öoha . . . 3 057 3.063 3.057 3.063 Holland . . 170.78 171.12 170.88 171,22 c#lo . . . . 77.27 77.43 77.37 77.53 ffnprnhaem • 54.71 84.93 84.82 84. «8 79 57 79.73 79.57 79.63 London . . 15.52 15.56 15 53 ■ 15,57 ÄllM 0.941 0,952 0.943 0,952 Seucorf . 4.209 4.217 4 209 4.217 ®ruiiel . . . 58.59 59.01 53,87 58.99 Italien . . . 21,62 21.66 21.63 21.67 San« . . . 16,61 16.65 16.61 16.65 rd-n’-u . . 82.23 82.55 82,39 82.55 r DOT'.Ml . 34.77 24.83 34,77 34.83 lanvfl . . 82.62 82-78 32.57 82.73 ?apa» . . 1.369 1.371 1 369 1.371 Rio bk 0®' 0.324 0.326 0.324 0.326 .1. o.-'iaiptrt 7.393 7.407 7.363 7,377 Lkilado» . 14.14 14.16 14.14 14.16 ed>lu6-, 1-Uor- I Schiu». mrt i Ur.fanz» Wur t Inr# 1 flur« | ©atum 3 6. 4.6. 3 6. 4 6. *-cbfd IQo.uot......7. — — — — Prmnigtf Stahlrrrrff ... . 4 Cum «Siner.......• 17.4 17.25 17 11 17.4 10.9 flaitt-frtr «id-erM-bMi ... 10 93 — 93 ficltmerfe eHtrrefleln . . . 10 101 —— 100 ealtmrrff 5d*beth.Ttb ... 15 — 156 158 e. Rarber.-3nbu 33 37 55.25 33.5 55.5 34 5 Bantnoten. 0 32,5 34.5 »er!in. 3 Juni 25 riet 1? — — 24,75 25 »Tenlarrt'ff- ....... 4.20 Tn 58.97 6. — 21.65 — Scrrn......... 58,73 . 9 — — 81,25 •— tni......... 84,53 84.92 . 0 11.9 32 — 11.75 12 EngUjLe Haun......... 15,48 15.54 . 5 — 32.5 33.75 .ItaniDh'i-t «tnte*........ 16.57 16.63 . n — 23 24.25 HollLnbrü-k 9iote»....... 170.41 171.09 e R —— 53 51.25 5tdtenre Seien........ 2.495 2.515 — eJs-britf’ Seren........ 79.39 79.71 17 5 _ - Urteil......... 82 21 82.53 18 __ Er-ar-'-f’» »eien......... 34.63 34,77 10 98 — 98 — tlnflani»* Seien........ — — Einkauf beim Gießener Einzelhandel Aus Der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 4. Juni 1932. Oie Bautätigkeit in Gießen. Erfreulicherweise ist im Laufe der letzten Wochen die Bautätigkeit in unserer Stadt in ziemlich beträchtlichem Umfange in Gang gekommen. Dadurch wurde mancherlei Arbeitsmöglichkeit sowohl für das Baugewerbe selbst, wie auch für die Nebengewerbe erschlossen und dem Arbeitsmarkt eine Entlastung verschafft- Gegenwärtig wird an folgenden Neubauten gearbeitet' Einfamilienhäuser für Friedr. Schön an der Rödgencr Straße, Wilh. Röhrsheim am Nahrungsberg, Heinrich Hinkler am Nahrungsberg, Frau Dr- K l e w i tz am Nahrungsberg (zur Zeit im Ausbau, der Rohbau wurde bereits im vorigen Jahre errichtet) und für Balentin, Hinter den Schießgärten: Mehr- farnilienhäuser im Ausbau (der Rohbau wurde im vorigen Jahre schon errichtet) für Traut- toein, Ebelstrahe. und. Mattern. Wartweg: ein Kleinfamilienhaus für B- Nuhn, Lollar, hier in der Sicher Straße: ein Kirchenbau mit Wohnhaus und Garage für die Neuaposto- lische Gemeinde in der Händelstraße. An Um- bzw. Anbauten wird zur Zeit gearbeitet für die Bauherren Bertram, Land- mannstrahe (Um- und Anbau am Wohnhaus), Heck mann, Kaiserallee (Aufbau auf das Wohnhaus), Roth, Marburger Straße (Aufbau auf das Woynhaus), Holland, Hamm- strahe (Lagerhaus und Garage), Häuser, Neustadt (Ladenumbau), Dorrmann, Neustadt (Ladenanbau), ©tritt er. Bahnhofstraße (Ladeneinbau), Spieß, Neustadt Appenrod, 3. Juni. Gestern vormittag ereignete sich hier ein schwerer Unglücks- f a I I. Der Landwirt B. von .hier war mit feinem Knecht beim Holz schneiden an seiner Kreissäge beschäftigt. Während der Knecht ein Stuck Holz heranholte, drückte B. allein ein kurzes Holzstück gegen die Säge, das sich aber plötzlich drehte, wobei B. mit der linken Hand in die Kreissäge kam. Dem bedauernswerten Manne wurde der Daumen ganz und der Zeigefinger zur Hälfte abgeschnitten, während der Mittel-' und der Ringfinger so schwer verletzt wurden, daß sie vielleicht auch no chverloren sein werden. preuhen. Kreis Wetzlar. > Wißmar, 3. Juni. Die Eheleute Georg Wagner (Nr. 54) feierten im Kreise von 5 Kindern und 10 Enkeln das Fest der goldenen Hochzeit. Die Wünsche der Kirchengemeinde überbrachte der Ortspfarrer, die der Staatsregierung mit einem Jubiläumsgeschenk von 50 Mark Bürgermeister Brockmeier von Krofdorf. — Am kommenden Sonntagnachmittag begeht die hiesige E h r i st l i ch e Gemeinschaft bei der Kirche ihr I a h r e s f e ft. 3 Dutenhofen, 3. Juni. Aus der jüngsten Sitzung der OemeinbeDertretuhg ist u. a. zu berichten: Zu der Forderung der Unternehmer D e r l i ch - Wetzlar und Müller- Dutenhofen auf Bewilligung einer Fro st zutage für den im Frühjahr 1931 ausgeführten Bau der Ge- meindewasserle'itung ist, nachdem die Gemeindevertretung diese Forderung abgewiesen hatte und das nach der Verdingungsordnung vorgesehene Schiedsgericht angerufen worden war, ein Vergleich zwischen den beiden Parteien vorgeschlagen worden, der jetzt zur Beschlußfassung stand. Die Gemeindevertretung lehnte ein st i mmig auch diesen Vergleich ab, da sie die Gemeinde keinesfalls für zahlunaspflichtig hält. Nunmehr muß das Schiedsgericht entscheiden. # Aus dem Kleebachtal, 3. Juni.' Durch den Regen der letzten Tage ist auf den schweren Böden viel Lagerfrucht entstanden. Die Sommerfrucht, die im allgemeinen einen guten Stand zeigt, leidet in diesem Jahre gan» besonders unter der Verunkrautung durch Hederich. Der erste Futterschnitt hat dieser Tage begonnen. Für eine reichliche Heuernte besteht gute Aussicht. Die Kartoffeln sind gut aufgegangen. Mit fcm Stecken der Runkelrüben wird jetzt begonnen. Der Ansatz der Kirschbäume ist recht gut, so daß eine reichliche Ernte zu erwarten steht. Die Zwetschenbäume haben schlecht angesetzt. Kirche und Schule. Hessische Missionskonferenz. y. M a i n z, 3. Juni. Die diesjährige Tagung der hessischen M i s s i ons k o n f e r e n z, die hier unter sehr zahlreicher Beteiligung stattfand, stand unter einem günstigen Stern, weil sie verbunden war mit der im Völkerpädagogischen Institut auf der Zitadelle eröffnetenM issions- druck-Aus st ellung. Die Hauptversammlung wurde im großen Hörsaale des Pädagogischen Institutes von dem Vorsitzenden, Professor Werner (Friedberg), eröffnet. Es schloß sich ein Vortrag von Professor Dr. Westermann (Berlin) an über „Das Sprachenproblem in der evangelischen Mission". Von allgemeinerem Interesse war zu hören, daß an den mehr als 700 Sprachen Afrikas 300 Sprachen die Bibel in eigener Heberfetjung haben, dank der vieljährigen, treuen deutsch-evangelischen Missionsarbeit. Deutschland, dem man die Kolonien geraubt hat, hat mehr Lehrstühle für afrikanische Sprachenforschung als die großen Kolonialvölker, so daß Engländer und Amerikaner bei uns fernen. Nach gemeinsamem Mittagessen auf beq Zitadelle führte Schulrat Niemann die Gäste durch das Pädagogische Institut, das einzig in seiner Art ist und vom Auslande bereits stark besucht wird. Nach Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten sprach Oberkirchenrat Zentgraf (Mainz) über „Die Bedeutung der Missionsdruck-Ausstellung". Am Abend beendete im großen Hörsaale des Pädagogischen Institutes Professor D. Dr. Schlunk (Tübingen) die interessante Tagung mit einem Vortrage über „Die Hauptprobleme der evangelischen Mission in der Gegenwart". Drei Monate Gefängnis wegen Gtraßenschmiererei. Darmstadt, 3. Juni. (WSN.) Wegen Straße n m a l e r e i wurde heute der 26jährige Schrift- sctzer Heinrich A v e m a r i c, der mit weißer Oel- farbe Pfeile auf die Straße gemalt hatte, zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Ist Bürgerpflicht und Notstandswandel material für dos Bczirksfest durchgenommen Land P*/x.b Fuhrleistungen Wäsche jetzt noch billigerI Vorführungs-Wagen ** .- . h- •Mnirtiniiifrtlt Samirn lieht. nur we-niae 1000km fi-elaufeni Waschanstalt Sonnenlicht. 2576 D C. Rübsamen Fernaprecher3659 idel Walltoritratzc 34. Äem Laden! Jhr bewährter Helfer allezeit/ Maurer-Sand Weißbinder-Sand prompt und ailerbiüigst des Unterkiefers liegen. Man drücke nicht etwa die ßuhrohrc zu. Bei diesem iBno 'chwimmt der Retter auf dem Rücken. Beim „Achselgriff" wird der (Er- trinkende mit beiden Händen von rückwärts unter die 'Achsel gesoßt Ein Transportgriff für Brustschwimmer und „Crawl'-Techniker ist folgender- maßen: Man versucht die Arme des Ertrinkenden auf den Rücken zu drücken und schiebt jetzt den eigenen Arm (einen Arms zwischen Rucken und Armen des Ertrinkenden hindurch; es ergibt sich also solgendes Bild: Der Retterarm befindet sich am Rücken des Ertrinkenden, wahrend dessen Arme-über den des Retters hinüberhängen. Schlägt der Ertrinkende stark um sich, was oft vorkommt, so wendet man den „Fesselgriff" an, bei dem von oben her beide Arme des Ertrinkenden in der Ellbogen- gegcnd erfaßt werden und nun fest nach hinten an den Körper des Retters gepreßt werden müssen. Wenn der Ertrinkende glücklich an Land gebracht ist ilt die Rcttungsarbeit noch nicht vollendet. Man schicke vor allem schnell zu einem Arzt^ während man selbst — nach Oesfnung etwaiger Kleidungsstücke — mit den ersten Wiederbelebungsversuchen beginnt. Ich empfehle die „Methode Schäfer". Man beseitige schnellstens Schlamm usw. aus dem Munde sowie auch Rase. Darauf lege man den Bewußtlosen „über das Knie", und zwar derart, daß der Körper nach unten hängt, damit dos in den Luftwegen befindliche Wasser herausfließt. Man kann bei vielem „Experiment" einige Schläge mit flacher Hand in den Rücken geben. • nur wenige 1000km gelaufen) billigst abzugeben: Erweitertes dezirkSschöffengericht Gießen. • Dießen. 3 3uni. Ein Oberingenieur aus Dresden fuhr mit dem Auto durch die Bahnhol- slraße in Lollar, als ein kleine- Kind in einer Entfernung von 15 Meter vor ihm von links Vermählungs-Anzeigen nerena» «TW’seha DrUCketel Morgen findet auf dem Platze der Freien Turner Gießen ein Lehrkurfus für Fußballer unter Leitung des technischen Kreissußballeiter» statt. Zu gleicher Zeit finbet in Heuchelheim eine Bezirksübungsstunde für das Frauenturnen statt, in der noch einmal dos ganze Lehr- - ----- - • wird. mollig warm: beiter Schutz gegen fRbcnmaiie>mue>, werden in jeder Preislage und ."rarbe angeiertigt. loss»? Sieppdeckenhaus E Schott ■ «rtnuen, ebenfo |es fr den Rrns Aftern oormittog er Unglück». ' mit feinem I KQnJ,intt ö der Shuty lin °UtM «n tun» Vf »der Mj 5)anb in Mbautrnsmtrttn J unb der Zeige- wahrend der N,,. !r verletzt wurden, fen sein werden. Hohen Alters wegen wird in hessischer Kleinstadt Kurz-, Weiß-, Woll-und Schnittwaren-Geschafi jede Branche geetaner. 'ehr btll. Miete Kür Herren, welche bei Landkund'ckan eingefubrt finö, oünfng; aber auch ,'ur Damen aus der Deißwarenkon . Schr. Ang. unt. 4304D an d. Greß. An,. Ä’’ ? fe,.nen in bt\ KL finde übt h* llf«t . “* uN ftRÄt > °>-rd,n tnY •>» Die Rettung Ertrinkender Von Werner Krause. ht Her« «nn stelq. um die fülligen Sreunb- Ichakt-ipielc auszutragen. 5He Teutonen müssen sich anhrenflen. um ehrerwoll bcflcbenju können, zumal der Platzbesitzer gegen IpicTftÄrfllc Mannschaften auf heimischem Toben beachtliche 'Resultate erzielte und einen eminent wuchtigen Fußball vorträgt Die Teutonen haben durch ihre technische Ucberlegcnbeit ein kleines Plus, dos sie im richtigen Moment in den Vordergrund neuen müssen Bezirksturnfeft in Bad Nauheim. Den Reigen des volkstümlichen Dezirks- turnens in den sechs Bezirken des Gaues Helfen DT eröffnet morgen der 5 Bezirk, dem tn größerer Zahl auch Dereine im Kreise Dießen angeboren. Er hat m den Bad-Rauheimer Hochwald. einer altbewährten Kampfstätte der Hessenturner. eingeladen Das Meldeergebnis in weit belfer, als in den Doriahren Insgesamt nehmen 440 Turner. Turnerinnen Iugendturner und Schuler an den Wettkämpfen teil Außerdem sind sieben Staffeln, darunter zwei für Turnerinnen. gemeldet Arbeiter-Turn» und Sportbunb. Am morgigen Sonntag ist Wieseck mit einer kombinierten Mannschaft und seiner 1. Iugendmann- schost in Bad Homburg zum Rückspiel zu Gast. Im Vorspiel konnte Dieseck in beiden Spielen Sieger werden. Ob es auch in den kommenden Spielen zu einem Siege reichen wird, ist offenzu- lolsen. X. Eheleute (Seorg Steile von 5 Umber goldenen chcngcminde über* r claatsreflietung 150 Mark Bürgersdors. - Am fom- egehl die hiesiae i bei der Airche ihr Au» der jüngsten retultg ist u. a. I der Nniernehmer r - Duienhosen auf ifle für den im Bau der Er- (, nachdem die Teig abgewiesen bolle rinung voraelehene war, ein Äerglrich geschlagen moibtn, d. Die Gemeinde- ig auch diesen emexiibt leinetfalls unmehr M ta» al, 3.Juni/ Surch t aus den schweren t entslanden. Die .einen einen fluten Jahre gaiu btfon- durch Hederich, (er Lage begonnen, rntc besteht gute । gut ausgegangen, üben wird jetzt be* bäume ist recht iu erwarten steht- ri. Schwan, Hammstr. 4. (*. Steck, Tliunnger Hoi, Tel. 9lr. 3725. L. bischer, Pooierbandl., Bahnbofltr.47. L. Dießner, Aulweg 76. (cssso 13 40 PS. FORD-Limoueine 4 8 DK W„ 4sitzig. Kabriolett (Sonderklasse) ‘/i-’/i t FORD-Lieferwagcn Die Wagen find neuwertig und werden mit voller Fabrikgarantie verkauft. FORD-DKW,-Vertretung Krahn & Comp. Frankfurter Str. 82, Telefon 3099. [stündiger Wanderung kommen wir über Gettenbach, das in einem idyllischen Gebirgstale liegt- und in feinem oberen Dorfteile ein schmuckloses Schlößchen birgt, in einer weiteren Viertelstunde nach Haingründau. Stets durch Wald wandern wir weiter, überschreiten d'e Refsenstraße, einen alten Verbindungsweg von Nord nach Süd, und kommen am Tiergarten, einem stillen Waldwinkel mit Jagdschloß und großem Weiher vorüber zum Wilden Stein, einer mächtigen Basaltgruppe, wo sich uns nunmehr ein prachtvoller Blick über Büdingen, das oberhesfische Rothenburg, erschließt. Wi^ steigen hinab und unterziehen vor der Heimfahrt die köstlichen Perlen mittelalterlicher Schönheit, wie Stadtmauer, Mühltor, Steinernes Haus, Rathaus. Schloß und Park usw. einer gebührenden Besichtigung. Wanderzeit knapp 4 Stunden. Reifeliieraiur. — Neuer Harz führe r. Für das vielbesuchte, an Sehenswürdigkeiten reiche Wander- und Reisegebiet des Südharzes und Kyffhäusers ist auch in diesem Jahre ein Führer in neuer Auflage erschienen. Das ansprechende Büchlein, das mit mehr als 50 trefflichen Bildern, sowie mit cinc^ Harzkarte^und einem Wegweiser durch die tausendjährige Stadt Nordhauscn ausgeftatet ist, enthält alles Wissenswerte in libersichtlicher Anordnung. Der kleine Führer wird jedem Harzbesucher gute Dienste leisten. Rlin-funkprvqramm. Sonntag, 5. Juni. 6.15 bis 8 (Von Hamburg): Hafenkonzert auf dem Dampfer ..Hamburg" der Hamburg-Amerika- Linie. 8.15: Morgenfeier, veranstaltet von der Evang. Landeskirche Frankfurt a. M. 10: Stunde des Chorgesangs. 11.30 (Von Leipzig): Reichssendung: Katate zum 2. Sonntag nach Trinitatis: „Sei Lob und^Ehr dem höchsten Gut". 12.10; Unterhaltungskonzert des Orchesters Georges Boulanger. 13: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend. 16 (Von Baden- Baden): Konzert des Städtischen Orchesters. 18: „Reues Bauernland durch den freiwilligen Arbeitsdienst", ein Hörbericht vom Westerwald. 18.50: „Erlebte Zeit; Erinnerungen an Wilhelm Busch", von Oberschulrat Henhe, Wiesbaden. Anschließend, Sportnachrichten. 19.30: Große Schauspielerinnen. 20: Volkstümliches Konzert. 22.45 bis 24 (Aus Wien): Tanzmusik. Montag, 6. Juni. 7.05 (Aus Bad Mergentheim): Frühkonzert. 12: Schrammelmusik. 13: Mittagskonzert 15.20: „Die Schutzarbeit der deutschen Frau im Osten", Vortrag von Studiendirektorin Margarethe Skrodzki. 17: Konzert. 18.25: „Kolonien als wirtschaftliche Ergänzungsräume", Vortrag von Professor W. Behrmann. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 20.30: Goldrausch auf Alaska, Hörfolge von Alice Fliegel. 21.30: Die Entwicklung des deutschen Streichquartetts, Brahms-Abend. 22.55 bis 24 (Aus München): Rachtmusik. ' Dienstag, 7. Juni. 7.05: Frühkonzcrt. 12: Konzert der Kapelle Horvath Sandor. 13: Konzert auf Schallplatten. 15.20 bis 15.50: Hausfraueir-Rachmittag. 17: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.25 (Aus Freiburg): „Modebücher", Vortrag von Hans Arens. 18.50 „Philosophische Binsenwahrheiten", Vortrag von Dr. Beate Berwin. 19.30: Die Geschichte des Affen Wun, Komisches Hörspiel von Leo Matthias. 20.25: Pläne zur Arbeitsbeschaffung. 21: Aus unbekannten Opern. 22.45 bis 24: Rachtmusik. Mittwoch, 8. Juni. 7.05: Frühkonzert. 10.20 bis 10.50: Schulfunk: Streichquartett op. 76, Rr. 3, Thema mit Variationen von Joseph Haydn. 12: Konzert. 13: Konzert auf Schallplatten. 15.15 bis 16: Stunde der Jugend. 17: Tänze und Märsche. 18.25: Stunde der Arbeit: „Freizeitgestaltung des Arbeitnehmers", Vortrag von Dr. Pappcnhcim. 18.50: „Mohammed", Vortrag von Oberbibliothekar Dr. von Seeger. 19.30: Raturschutzpark der Mundarten. 20: Symphonie-Konzert. 21: Schwäbischer Suppentopf, ein schwäbisch-volkstümlicher Heimatabend. Donnerstag, 9. Juni. 7.05 (Don Bad Hersfeld): Frühkonzert 12: Konzert auf Schallplatten. 13: Llnterhaltungs- konzert. 15.30: Stunde der Jugend. 17 (Don Bad Kreuznach): Konzert. 18.25: Fahrlehrer und Fahrschüler unterhalten sich. 18.50: Zeitfragen. 19.30: Durch deutsche Gaue, heitere Schallplattenplauderei. 20.30: Zwei Hörspiele. 21.30: Reue Musik. 22.45 (Don London): Rachtmusik. Freitag, 10t Juni. 7.05 (Don Hersfeld): Frühkonzcrt. 10.20 bis 10.50: Schulfunk. Der Westerwald, ein Hörbild. 12: Konzert des Rundfunkorchesters. 13; Mittagskonzert. 17: Konzert. 18.25: Adolf Stoltze: Zum 90. Geburtstag des Frankfurter Dichters. 18.50: (Don Mannheim): Aerztevortrag „Heber Desinfektion". 19.20: Eine Viertelstunde Deutsche Reichspost: „Die Luftpost im Jahre 1932", Vortrag von Oberpostinspektor Trageser. 19.30: Volkslieder aus dem Osten. 20.15; Leichte Kavallerie, Komische Oper von Karl Köster, Musik von Franz von Suppe. 21.15: Eine Schulstunde im Jahre 3000. 22.45 bis 24: Rachtmusik. Samstag, 11. Juni. 7.05: Frühkonzert. 10.20 bis 10.50: Austauschsendung: Hebertragung von der Rorag Hamburg; Aus der Lotsenstation. 12: Hnterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 13. Mittagskonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 15.30: Stunde der Jugend: Er ist an allem schuld, Komödie in drei Szenen von Leo Tolstoi. 17: Konzert. 18.25: Vortrag. 19: Koblenzer Abend, Hörbild auf Schallplatten. 20 (Von Wien): Großkonzert der vereinigten Militärkapellen der Garnison Wien, Soldatenlieder und Militärmusik aus drei Jahrhunderten. 22.45 bis 24: Rachtmusik. Strafkammer Gießen. * Gießen, 3. Juni. Ein bei einem Ehepaare des Untermieters wohnender älterer Mann hatte mit diesem Streitigkeiten wegen der Miete bekommen. Die Eheleute verwehrten ihm daher den Zutritt zu dem Zimmer, bis er die rückständige Miete gezahlt habe. In einem in dem Zimmer befindlichen Kleiderschrank hatte der Mann einen größeren Geldbetrag (über 800 Mark) aufbewahrt, den er später nicht mehr vorfand. Wegen Unterschlagung dieses Betrages hatte das Amtsgericht Gießen die Eheleute zu namhaften Geldstrafen verurteilt. Die Berufung der Ehefrau war von Erfolg; sie wurde dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend mangels ausreichenden Beweises freigesprochen, da ihre Mitschuld einwandfrei nicht nachzuweisen war. Ein mehrfach vorbestrafter früherer Eisenbahnbeamter hatte einige Dierkanthölzcr entwendet, um sie bei dem Bau eines Stalles zu benutzen. Wegen Rückfalldieb st ahls war er von dem Amtsgericht Gießen zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Urteil wurde bestätigt. MMWlMklWn! Gasthaus Hessischer Hof ...,v Sommerfrische in schönster Höhenlage des Vogelsbergs, ringsum Laub- und Nadelwälder, Badegelegcnb. in 2 Seen, Veranda u. offene Viegetermfe mit herrlichem Ausblick. Luftige, saubere Zimmer u. ge- vflegtc, anerkannt gute Küche. Pensionspreis Mk. 3.50. Bef.: I. 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