vr.54 Erster Matt 182. Jahrgang Aeitag, 4. März 1952 Erscheint täglich, anher Sonntags und Feiertags Beilogen: Die Illustrierte Siebener Familiendlätter Heimat m Bild Die Scholle IRonats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüfse enlerSammdnummtr 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger riehen. Postscheckkonto: LronkfuN am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Drud «BÖ Verlag: vrLHI'fche U«tversttütr-V«ch- nö Stemöniderei B. tauge in Gietzei. Sd^riftidning uit Seschäftzjtelle: SAtiTNriHfe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer dis zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe Sr Anzeigen von 27 mm reite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorschrift 20' , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wich. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Will). Lange; für Feuilleton Dr H.Ttzyrwt; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Wirtschaftliche Donausöderation unter Ausschluß Deutschlands. Ein neuer Gchachzug Tardieus zur Isolierung Oeutschlands und Sicherung der ftanzösischen Hegemonie im südosteuropäischen 2Roum. Tardieus Initiative in (Senf. Tic Tschechoslowakei soidcrt Beteiligung Deutschlands Wien, Z.März. (IU.) Aus einer Auslassung de» Pariser „Temp»" gehl hervor, daß latbiea gleichzeitig auch im Namen Englands und Italien» bei feinem letzten Aufenthalt in Genf den Vertretern von Oesterreich, Ungarn und der kleinen Entente den Abschluß einer Zollunion auf dem Wege von Vorzugsabkommen empfohlen Hal. Uebcr Tardieus Verhandlungen mit den Vertretern der kleinen Entente Oesterreichs und Ungarn» über eine engere mirtfchaflftche Verbindung der Donauftaalen, wird jetzt bekannt, daß bereit» in den letzten Monaten der österreichischen Regierung von franzöfifcher Seite wiederholt zum Ausdruck gebracht worden ist, eine finanzielle Hilfe Frankreichs könne für Oesterreich nur in 3tage kommen, wenn in absehbarer Zeit eine engere wirtschaftliche Verständigung zwischen Oesterreich, Ungarn und der Tschechoslowakei zustande gekommen sei. Gleichlautende Erklärungen sollen von französischer Seite der ungarischen Regierung gegeben worden sein. Die französischen Wünsche gehen dahin, zunächst zwischen Oesterreich, Ungarn und der Tschechoslowakei Dereinbarungcnaufber Grundlage von Vorzugszöllen »zerzu- stellen, die den ersten Schritt für einen weiteren wlrlfchafllichen Zufammenschluh diese» Blocke» mit den übrigen Mächten der Kleinen Entente und mit Polen bilden soll. Tardieu hat, wie weiter mitgeleill wird, in Genf in diesem Sinne eingehende Besprechungen mit dem italienischen Autzenminisler G r a n d i, dem englischen Außenminister Simon und dem tschechoslowakischen Außenminister v e n e s ch geführt, um sich die Unterstützung der englischen und italienischen Regierung für biefe Pläne zu sichern. Nach den französischen Plänen ist ausdrücklich eine Beteiligung Deutschland» an den, wirtschaftlichen Zusammenschluß dieser Staaten ousge- schloffen. Ebenso ist nicht bekannt geworden, daß Tardieu etwa auch mit Vertretern der deutschen Regierung hierüber gesprochen Hal. Dagegen soll von tschechoslowakischer Seite daraus hingewiesen worden fein, daß eine wirtschaftliche Verbindung der Tfchechoflowakei mit den Donauflaalen ohne Beteiligung Deutschland» nicht denkbar wäre, da die Tschechoslowakei auf den verschiedensten Gebieten gemeinsame wirtschaftliche 3 n te r ef f e n mit Deutschland habe. Ls ist zu erwarten, daß diese Verhandlungen, die von französischer Seite mit großem Nachdruck geführt werden, in nächster Zeit fortgesetzt werden. Tardieu will Deutschland ausschalten. Unterschicdltche Unterrichtung über seine Donauvläne. Berlin, 3.Marz. (Xil.) Der deutsche Vertreter auf der Genfer Abrüstungskonferenz, Botschafter Radolny, sowie der deutsche Botschafter in Paris, v. Hoesch, werden am morgigen Freitag in Berlin erwartet, um der Aeichsregierung über die inzwischen gepflogenen persönlichen Unterhaltungen, insbesondere mit dem französischen Ministerprä- s i d e n t e n über die grundsätzlichen Fragen der Abrüstungskonferenz Bericht zu erstatten. Herr v. Hoesch wird weiterhin auch über die deutsch- französischen Wirtschaftsperhandlungen berichten. Wie verlautet, ist nicht bekannt, daß Tardieu den deutschen Botschafter in Paris oder die deutsche Vertretung in Genf auch über feine Pläne eines wirtschaftlichen Donaubundes zwischen Oesterreich, Ungarn und der Tschechoslowakei unterrichtet hat, obwohl er in Gens sowohl den englischen, wie auch den Italieni- schen Außenminister darüber ins Bild gesetzt Hot. Diese bewußt unterschiedliche Behandlung steht im krassen Gegensatz zu der Tatsache, daß sich Deutschland und Oesterreich seinerzeit beeilt hatten, den Plan einer Zollunion in allen europäischen Hauptstädten gleichzeitig amtlich bekanntzugeben. Das Echo in Wien. Keine Donau-Wirtschaftsgemeinschaft ohne Deutschland. Wien, 3. März. (WTB.) 3n einer groh- deutschen Dcrsaumrlung nahm Bundesminister a. D. Dr. Schürff zur Frage einer Zollentente der Donaustaaten Stellung. Er sagte, daß nach wie vor in Oesterreich der Wille und die Notwendigkeit zu einer Wirtschaftsgemeinschaft der Donaustaaten bestehe, die jc- Staat in eine bestimmte Mächtegruppe hineingezogen werden könnte. Die Donau- ftaaten schweben nicht losgelöst im europäischen Raum. Es ist für Oesterreich ein ökonomisches Gesetz, daß es zur Ordnung seiner heutigen Lage nicht bloß einer fruchtbaren Auseinandersetzung mit Ungarn und den Staaten der Klei-, nen Entente, sondern auch mit Deutschland bedarf. Es würde nicht zum Ziele führen, to.nn durch die Adresse der drei Mächte, die D e u 1| ch- tanb nicht einschloh, irgendwie der Anschein erweckt würde, als ob Deutschland bei einer wirtschaftlichen Befriedung Mitteleuropas umgangen werden könne. Man darf wohl annehmen, daß dies auch nicht die Absicht war. — Geplante Donaukonföderation ftUSS- UAA/0 C'* doch nur mit Deutschland zusammen eine dauernde und erfolgreiche Hilfsgemeinschaft Tür Mitteleuropa bedeuten könne. Darum müsse jeder Versuch, diese mitteleuropäische Wirtschaft ohne Deutschland zu bilden, wegen ihrer frag-» würdigen wirtschaftlichen Bedeutung und Auswirkung als nutz - und aussichtslos ab» gelehnt werden. — Die ..Reichspost" schreibt u. a_: Es berührt sympathisch und trifft den heiklen Kern der Frage, wenn mit aller Offenheit die Pariser Auslassung die Rotwendig keil betont, alle politischen Hintergedanke n auSzuschalten und den Urgrund aller bisherigen Hemmungen für eine wirtschaftlich« Verständigung im Donauraum darin erblickt, daß durch eine Wirtschaftsentente der einzelne Deutschland Metel Oesterreich Hilfe an. Aber nur unter Ausschluß der Meistbegünstigung. Wien, 3. März. (WTB.) Amllich. Der Herr Bundeskanzler Dr. B u r e s ch hat am 16. Februar, wie erinnerlich, an die Gesandten Deutschlands, Englands, Frankreichs und Italiens den Appell gerichtet, Oesterreich bei seinen Bemühungen zur Besserung seiner wirtschaftlichen Lage zu unterstützen. Der deutsche Gesandte Dr. Rieth hat daraufhin heute dem Herrn Bundeskanzler im Auftrage der Reichsregierung folgende Erklärung abgegeben : Die deutsche Regierung hat von der Erklärung, wonach die österreichische Regierung bereit ist, mit den benachbarten und allen anderen Staaten in Verhandlungen über eine wirtschaftliche Annäherung einzutreten, und auf das wirtschaftliche und finanzielle Entgegenkommen der anderen Staaten rechnet, um über die gegenwärtige schwere Wirtschaftskrise hinwegzukommen, mit allem Verständnis für die wirtschaftliche Rotlage Oesterreichs und mit aller Hilfsbereitschaft Kenntnis genommen. Daß die Hilfsbereitschaft Deutschlands in der Vergangenheit nicht immer im gewünschten Umfang sich hat auswirken können, lag neben anderen Hemmungen vor allem auch in den Auswirkungen des Meistbegünstigungssh- st e m s begründet. Wenn die Empfehlungen des Finanzkomitees und des Völkerbundsrates und die Mitwirkung der anderen Staaten die Möglichkeit eröffnet, Oesterreich Zugeständnisse für seine Ausfuhr, unabhängig von den Folgen der Meistbegünstigung. zu machen, so ist Deutschland dazu bereit Die deutsche Regierung ist zur Aufnahme alsbaldiger 'Verhandlungen über die Art und den Umfang solcher Zugeständnisse bereit. Deutschlands Bereitschaft kann auf verschiedene Weise verwirklicht werden, wenn auch nicht im Wege eines b l o h e nW i r t s ch a f t s bünd- nisses der Rachfolgestaaten, sei es in Form einer Zollunion oder eines Präferenzsystems. Wenn aber die übrigen Mächte bereit sind, eine Bevorzugung Oesterreichs wie anderer notleibenber Staaten in Form von Präferenzen zuzulassen, so würde Deutschland, wie es in diesem Zusammenhänge immer betont hat, freudig die Gelegenheit ergreifen, um zu helfen, und es bietet zu diesem Zwecke alsbaldige Verhandlungen an. Die gleich- aeirige Empfehlung Tardieus in Genf, Die Nachfolgestaaten möchten sich untereinander einigen, ist demgegenüber wirtschaftlich von recht platonischer Bedeutung; denn weder kann sie Oesterreich fofortige Hilfe bringen, noch können alle Beteiligten zusammen, ohne große und aufnahmefähige dritte Kontrahenten, vor allem Deutschland, ihre Röte überwinden. Oie Biersteuer. Verhandlungen mit demAinanzmiuisterium Berlin, 3. März. (TU.) Rachdem der Orts- aus'chuß am Mittwoch die Aushebung des D i e r st r e i k s den chm angelchlossenen Verbänden empfohlen hat, fand am Donnerstag in der Industrie und Handelskammer zwischen Vertretern de^ Rerch-rfinanzministeriums, des Gastwirtsgewerbes und der Drauindustrie eine Besprechung statt. Der Dertrerer des Reichsfinanzministeriums gab die Erklärung ab. daß der Reichsfinanzminifter sein Versprechen, bis zum 20. März d c geltende Biersteuer, soweit sie 22 Mark betrage, um 7 Mart je Hektoliter zu ermäßigen, aufrecht erhalte. Die Aufteilung dieses Senkungsbetrages auf Reichs bi er st euer und Geineindebier- steuer bilden noch Gegenstand von Verhandlungen zwilchen Reich und Ländern. Diese Verhandlungen seien durch den Bierstreik v e r z ö g e r t worden, würden aber jetzt unverzüglich wieder ausgenommen werden. Die Reichsregierung gehe dabei von der Erwartung aus. daß die erhebliche Steuerermäßigung, die bei der heutigen Finanzlage des Reiches e i n großes Opfer bedeute, sich durch Mitwirkung aller Beteiligten zu einer entsprechenden Herabsetzung des Preises auswirken werde. Die Vertreter der Interessenten wiesen besonders auf die Schädigung der Gewerbe durch die Schankverzehrsteuer und L u ft b a r- keitssteuer hin und trugen Wünsche auf deren Senkung, sowie Beschwerden über die Handhabung vor. die die Regierungsvertreter zur Kenntnis nahmen. Oer Stampf gegen dasSystem. temc Rede de» Graf n Westarp. Bremen. 3. März. (E01B.) Der volkskonser- vative Reichstag-abgeordnete Graf Westarp, der durch seine Sammlung von 463 Unterschriften rechts st ehender Persönlichkeiten zugunsten Hindenburgs kürzlich besonder- beroor- getreten ist, griff gestern in einer vom Hmdcn- burgausschuß veranstalteten zahlreich besuchten Kundgebung zum erstenmal in den Wahlkamps um die Reich-Präsidentschaft ein. Gras Westarp suhrlr aus. "Oie außenpolitische Lage erfordere die Wiederwahl des bisherigen Reichspräsidenten, denn Hindenburg genieße im Auslande ein Ansehen, wie kein anderer Deutscher. Der Wahlkampf schädige uns in unserer gegenwärtigen außenpolitischen Lage auf das schwerste. Die gegen Hindenburg wegen der Rotverordnungen erhobenen Dorwürfe seien nicht berechtigt. Es könne nicht a l s ein Fortschritt im Kamps gegen d as ..Sy st e m" betrachtet werden, wenn lediglich eine sozialdemokratische Parteiherrschaft durch eine nationalsozialistische erseht würde. Ser Kampf hätte nicht gegen Hindenburg, sondern vielmehr unter der Parole ..TI e b r Macht dem Reichspräsident«: n" geführt werden müssen. Hätte Hindenburg sich für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung gestellt, so hätten wir einen Kampf aller gegen alle erlebt, und daS Ausland hätte ein Chaos in Deutschland gesehen. Würde ein anderer Reichspräsident gewählt, so würde er sich zunächst! gegen einen starken Inneren Widerstand durchsetzen müssen. Graf Westarp schloß, man möge aus den Herzen unserer Jugend doch nicht alles reiften, was vielleicht als Rest von Ehrfurcht für ein Vorbild und für die Geschichte noch in ihr vorhanden sei, verkörpert in der Person des Reichspräsidenten v. Hindenburg. Der Aufruf des Redners, am 13. März die Stimme für Hindenburg abzugeben, wurde mit Begeisterung ausgenommen. Hitler spricht in Breslau. Breslau, 4.März. (ERB.) Die REDAP. veranstaltete am Donnerstagabend in der Breslauer Jahrhundert-Halle eine Kundgebung, die durch Lautsprecher auch auf andere Säle übertragen wurden, so daß an ihr etwa 40 000 Personen teilnahmen. Adolf Hitler erklärte u. a., daß es ursprünglich nicht beabsichtigt gewesen sei, ihn als Kandidaten aufzustellen, sondern einen anderen nationalsozialistischen Führer. Als sich aber SPD. und Zentrum hinter Hindenburg gestellt hätten, habe es für ihn nur eines gegeben, als Gegenkandidat aufzutreten und den Kampf mit dem Gegner aufzunehmen. Er könne das um so mehr tun, als er keine Revolution verursacht, keinen Gehorsam verweigert und keine Treue gebrochen habe. Er sei stolz darauf, daß es ihm gelungen sei, die SPD. „unter die Füße des Generalseidmarschalls" zu zwingen. Das Gelöbnis aber, das sie ihm abgelegt hätten, sei zu spät gekommen. Das hätte vor 13 Jahren geschehen müssen. Die Rationalsozialisten wollten ein neues Deutsches Reich aufbauen, in dem die Ehre, die Freiheit und das Brot einen Platz haben sollten. Hitler schloß, daß er nur jeden auffordern könne, feine Pflicht zu tun, wie er und die anderen Führer die ihrige tun würden, damit Deutschland frei fein könne. Harzburg und die 71SOAP. Berlin, 3. März. (Priv.-Tel.) Die „Ra- tionalpost", die augenblicklich für das verbotene Berliner Organ der Rationalsozialisten, „®cr Eingriff“, erscheint, schreibt über das Schicksal der Harzburger Front u. a.: Die Deutsch- nationalen hatten in Harzburg den Versuch gemacht, dem Nationalsozialismus und seinem Führer dessen Aufstieg man mit einem halben lachenden und eineinhalb weinenden Augen gesehen habe, die Ketten bürgerlichen Denkens und Handelns anzulegen. Das Wort des Grafen Reventlow. auf der Tagung in Harzburg gesprochen: „WaS Gott getrennt hat, das soll der Mensch nicht zusammenfügen", hat uns die Grenzen derHarz- birrger Front nie vergessen lassen. Sinn und Zweck des Harzburger Bündnisses sollte der Kampf und Sturz des herrschenden Systems sein. Die Durchführung der Reichspräsidentenwahl und die Herausstellung eines gemeinsamen Kandidaten wurden ausdrücklich abgemacht. Als Kandidat, so sagte man sich in den Kreisen der erschienenen nationalen Führer im stillen, kommt nur einer von uns in Betracht, herrschte doch hier die fixe Idee, den nationalfozialistifchen „Waffen" fähige Köpfe zu stellen. Zahlreichen Funktionären der RSDAP. ist es unvergeßlich, wie man versuchte, zwischen den Führer Adolf Hitler unfeine Un t e r f ü ftrern Keile z u treiben, wie man immer und immer wieder betonte, man sei kein Gegner von Adolf Hitler und seiner 32>een, sondern nur Feind der Extratouren und Abweichungen gewisser ilnterfüfjrer. Die Nationalpost sieht in diesem Verhalten der Deutschnationalen ein deutliches Zeichen dafür. tote man In Wirklichkeit über Hitler denke. Man weigere sich, ihn auf den Schild zu erheben, weil man ihm die Führereigenschast abstreite. Damit sei für die Nationalsozialisten der Fall Harzburg geklärt. Man sei nicht nach Harzburg gegangen, um aus den deutschnationalen Kreisen neue Führer und neue Gedanken zu suchen. Adolf Hitler sei der Träger eines nationalen Sozialis- mus, also einer dem bürgerlichen Kapitalismus schroff entgegengesetz ten Weltanschauung. Richtschnur ihres zukünftigen Handelns sei für die Nationalsozialisten die Erkenntnis, daß es kein Harzburg mehr gebe. Oie amtliche Kandidatenliste. Berlin, 4. März. (ÖIB.) Das Büro des Reichswahlleiters teilt nachstehend die Kandidaten für die Reichspräsidentenwahl mit: TheodorDüsterberg, Oberstleutnant a. D., Halle (Saale). Paul v. Hindenburg, Reichspräsident, Ge- neralfeldmarschall, Berlin. Adolf Hitler, Regierungsrat im braunschweigischen Staatsdienst, München. Lrnst Thälmann, Transportarbeiter, Hamburg. Adolf Gustav Winter, Belriebsanwalt, Grohjena bei Naumburg (Saale). Für Hindenburg im Wahlkampf. Derlin, 3. März. CSU.) Die Vereinigten Hindenburgau s s chü ss e hatten für Donnerstagabend zu einem Presseempfang eingeladen, bei dem der Vorsitzende des Arbeitsausschusses, Landrat a. D. Dr. G e r e k e einige grundsätzliche Ausführungen machte. Er erklärte u. a., die Vereinigten Hindenburgausschüsse hätten dem Reichspräsidenten von Hindenburg gelobt, dah sie den Wahlkampf so führen würden, wie es dem hohen Amte und der Persönlichkeit eines Hindenburg entspreche: Ritterlich und sachlich. Recht und Pflicht der Ausschüsse sei es jedoch, zahlreichen falschen Behauptungen und Gerüchten entgegenzutreten, die sowohl über die Kandidatur Hindenburgs, wie über den Hin- denburgausschuh im Umlauf seien. Die U n - einigkeit der Harzburger Front habe in jedem Falle die A u s st e l l u n g e i n e r E i n- heitskandidatur verhindert. Mit Naturnotwendigkeit wäre ohne Hindenburg um die Entscheidung gekämpft worden zwischen den extremen Richtungen und der Ausgang einer solcher Präsidentenwahl hätte uns unter allen Umständen ins Chaos oder in den Bürgerkrieg gestürzt. Hindenburg wollte lieber den Passionsweg persönlicher Angriffe gegen sich gehen und die Herabsetzung seines Namens in Kauf nehmen, als daß er Deutschland sehenden Auges den Passionsweg des Bürgerkrieges beschreiten lieh. Das Bitterste für Hindenburg sei gewesen, dah man gegen ihn einen Kampfblock Schwarzweihrot eingesetzt habe und dah an der Spitze dieses Kampfblockes ein alter Offizier, der Führer einer Frontsoldatenorganisation stehe, deren Ehrenmitglied Hindenburg sei und für die sich Hindenburg beim Verbot des Stahlhelm im Rheinland in einer Weise eingesetzt habe, die treu und ritterlich gewesen sei. Man habe völlig vergessen, daß Hinderrburg seit 1925 ständig in der stärksten Form versucht habe, eine tragfähige, auf breite Mehrheit sich stützende Reichsregierung zustandezubringcn. Er habe es sehr schmerzlich empfunden, dah ihm bei seinen Bemühungen immer das Wort „Partei", aber nicht „Vaterland" entgegengeklungen sei. Weder der Reichspräsident, noch der Hindenburgausschuh betrachten die erneute Kandidatur des Feldmarschalls als eine Parteiangelegenheit. In den Vereinigten Hindenburgausschüssen und in dem Arbeitsausschuh sind eine grohe Reihe von Parteien, Bünden und Organisationen vertreten, die heute genau so für Hindenburg eintreten, wie sie es bereits 1925 getan haben. Einem Manne, der mehr als ein Menschenalter hindurch nur seinem Volk und Vaterland gedient hat, der als Sieger von Tannenberg in der Geschichte steht, der das unbesiegte Heer in die Heimat zurückführte, der 1925 das schwerste Amt in Deutschland auf sich nahm, der muh zum mindesten verlangen können, dah jeder Deutsche, der noch einen Funken Ehrgefühl und Treue in sich trägt, die Gröhe seines letzten Sckrittes zu würdigen weih. Man macht Hindenburg den Vorwurf, er diene dem S y st e m. Mit dem System ist es so eine eigene Sache. Der deutschnationale Abgeordnete Dr. Everling hat nach Hindenburgs Vereidigung 1925 erklärt, dah damit Hindenburg selbstverständlich verpflichtet sei, entsprechend der Weimarer Verfassung zu handeln. Denselben Eid hat jetzt der Präsidentschaftskandidat Adolf Hitler als braunschweigischer Regierungsrat geleistet. Es sprach weiter General v. W i n t e r s e l d t, der im Kriege als Vertreter der Obersten Heeresleitung beim Reichskanzler dem Generalfeldmarschall dienstlich und menschlich nähergetreten ist. Er sagte: Wenn man Hindenburg als den Ver- körperer eines Systems bezeichnen will, so ist es das Sy st em der unerschütterli chen Pflichttreue bis zum letzten Atemzuge, des Dienstes an Volk und Vaterland. 6inbenbura - So$iaibemotratie unb Mgerlum. Aufklärende Diskussion konservativer Männer. In einem Aufsatz „Sozialdemokratie und Reichs- Präsidentenwahl" antwortet der alte konservative Führer und Mitbegründer der Deutschnationalen Volkspartei, Graf Westarp, dem Generalobersten v. C i n e m, der im „Tag" geschrieben hatte, er könne es nicht über sich gewinnen, bei der Präsidentenwahl dem Kandidaten seine Stimme zu geben, der von der Sozialdemokratie gewählt wird, auch Westarp habe ja bis Kriegsende „mannhaft und furchtlos gegen die Sozialdemokratie gekämpft", ob er denn jetzt noch ein Gegner der Sozialdemokratie sei. Darauf erwidert Graf Westarp, dah die Anhänger der Kandidatur D u e st erbe r g s. für die Herr v. Einem eintritt, ihr Ziel des ersten Wahlganges nur durch die kommuni st ischen Stimmen erreichen können. Sie wollen ihr durch die Zählkandidatur Duester- berg erlangtes Gewicht erst im zweiten Wahlgange in die Wagschale werfen. Zu diesem kommt es nur, wenn die K o m m u n i st e n, die bei der Reichstagswahl von 1930" rund 4,5 Millionen Stimmen gehabt haben, den nötigen Zuwachs erfahren. Dem entsprach die Politik der Harzburger Front in den letzten zwei Jahren. Keines ihrer vielen Mihtrouensvoten konnte ohne die Stimmen der Kommuni st en auf Annahme rechnen. Wer betont, dah Brüning am 26. Februar „nut“ 24 Stimmen Mehrheit gehabt habe, stellt die Kommunisten als vollwertige Gegner Brünings in Rechnung; bei den nicht- kommunistischen Parteien hatte er 101 Stimmen Mehrheit. Er sei weit entfernt davon, den Ra- tio..uuozialisten und Deutschnationalen vorzuhalten, ihr auf kommunistische Stimmen gestützter Kampf zeige, dah sie nicht mehr Gegner des Bolschewismus seien. Ebenso unberechtigt sei es, aber auch zu behaupten, sein Eintreten für die Hindenburgwahl sei ein Bund mit der Sozialdemokratie. Westarp schreibt dann u. a.: Die Sozialdemo- kratw bekämpft „den Faschismus"; sie will die Wahl Hitlers verhindern. Ich will den unersetz- lrchen Wert, den die Persönlichkeit und der Name des Siegers von Tannenberg hat, für das Vaterland cinsetzen. Die Sozialdemokratie betont täglich, dah Hindenburgs Weltanschauung in schärfstem Gegensatz zu der ihrigen stehe. Sie hat vollkommen recht. Hindenburg macht kein Hehl daraus, dah er eine rechts stehen de Persönlichkeit ist. Mir ist er ein Vorbild konservativer Lebensführung. Er ist der in den heiligsten Ueberlieferungen der preußischen und deutschen Geschichte wurzelnde deutsche Mann; deshalb will ich, daß er, so lange die Vorsehung ihn und seine- Kraft uns schenkt, Führer des Volkes bleibt. Der „Vorwärts" ruft seinen Wählern zu: „A jo geht hin und werbt für Hindenburg, und tut ihr es nicht aus Liebe, so tut es aus Hah I" Ich will, dah der Rest von Verehrung und Liebe für die große geschichtliche Persönlichkeit und von Ehrfurcht vorder eigenen Geschichte, der noch nicht aus dem Herzen des deutschen Volkes und seiner Jugend gerissen ist, bei der Wahl des Staatsoberhauptes und gerade bei ihr zu neuem Leben erwacht. Vielleicht wirkt bei der Führung der Sozialdemokratie ein unausgesprochenes Motiv für ihre Haltung mit. Unzählige deutsche Jünglinge und Männer, die sich der Sozialdemokratie angeschlossen hatten, haben ihren vollen Anteil an der Pflichterfüllung und dem Heldentum des deutschen Heeres im Weltkrieg gehabt. In Erinnerung daran haben bei der Wahl von 1 925 sehr viel sozialdemokratische Frontkämpfer entgegen der Parteiparole Hindenburg ihre Stimme gegeben. Wenn aus solchem Grunde die Sozialdemokratie glaubt, ihren Wählern die Wahl Hindenburgs leichter zumuten zu können, so kann ich das nicht zurückweisen. Als Gegner des Systems der demokratischen Parteiherrschaft halte ich für entscheidend, was geschieht, nicht, von wem es geschieh t.“ Die von v. Einem aufgeworfene Frage, ob er noch ein Gegner der Sozialdemokratie sei, bejaht Graf Westarp auch für diesen Wahlkainpf und sagt dann weiter: „Ebenso zweifellos ist mir, daß ich mich durch das Eintreten für Hindenburg n . cht „zu ihrem Steigbügelhalter mache". Die vom Reichspräsidenten in den letzten zwei Jahren gestützte Politik hat d a s S h st e m der Partei Herrschaft und den Einfluß der Sozialdemokratie im Reiche nicht gestärkt, sondern wesentlich zurückgedrängt. Die Macht der Sozialdemokratie hätte in vielen wichtigen Fragen noch mehr ausie- schaltet werden können, wenn die Rechte «ich nicht versagt hätte." Kunst und Wissenschaft. Eugen d'Albert f. InRiga ist gestern nachmittag der Komponist Eugen d' A l b e r t im Alter von 68 Jahren unerwartet einem Herzschlag erlegen. D'Albert weilte seit einigen Monaten in Riga zur Durchführung einer Scheidungsklage gegen seine sechste Frau, Hilda, geb.Fels, aus Mannheim. Die inzwischen eingelegte Berufung seiner in der ersten Instanz bereits geschiedenen Gattin soll den Komponisten in größte Aufregung verseht haben; d'Albert war in letzter Zeit auch heftigen und nicht ganz unberechtigten Angriffen ausgesetzt, weil er seiner geschiedenen Gemahlin nur sehr geringfügige Unterhaltsgelder gewähren wollte, so daß diese sich genötigt sah, sich um Unterstützung an das schweizerische Konsulat zu wenden. Eugen d' Albert wurde am 10. April 1864 in Glasgow geboren. Er erhielt den ersten Musikunterricht von seinem Vater und auf der National Training School in London. Mit 17 Jahren hatte er schon eine Reihe von Werken geschaffen; 1881 wurde ihm der Mendelssohnpreis zuerkannt. In Wien nahmen sich Hans Richter und Brahms des jungen Musikers an. Während Brahms das kompositorische Talent d' Alberts Pflegte, verstand es Liszt in Weimar die Eigenschaften, die man in London an d' Albert getadelt hatte, $u veredeln: seine temperamentvolle Art und das eigene Durchdenken der Komposition. Bald öffneten sich dem Neunzehnjährigen die berühmtesten Konzertsäle. Cs folgten Konzertreisen durch die ganze Welt, allenthalben feierte man d'Albert als einen der größten Pianisten. Sein Repertoir erstreckt sich von Dach bis Liszt. Abgesehen von seiner kaum zu überbietenden Technik lobte man besonders an seiner Vortragskunst, daß er jeden Komponisten in Oer Schanghaikonflikt vor der Vötterbnndsversammlung. China lehnt Vie Waffenstillstandsbevingungen ab. - Japan will über Vie Mandschurei in Senf nicht sprechen. Genf, 3.März. (WTB.) Die auf Antrag Chinas einbcrufene auherordentlicheDöl- kerbundsversammlung ist heute 11 Uhr vom amtierenden Ratspräsidenten Paul-Don- c d u r eröffnet worden. Rach Einsetzung des Ausschusses zur Prüfung der Vollmachten sprach Paul-Boncour in mehr als einstündiger Rede über das bisherige Verfahren im Völkerbundsrat. Er nahm indirekt Stellung gegen Japan, indem er von der Notwendigkeit der Anwendung der Verträge unter voller Berücksichtigung der besonderen Umstände, von Mangel an internationalem Geist, von Mißverhältnis zwischen dem Appell des Völkerbundes und dem Lärm der Waffen und schließlich von Erklärungen, die durch die Tatsachen dementiert worden seien, sprach. Paul-Boncour ging dann auf die in Schanghai in Gang befindliche Vermittel u n g s a k t i o n ein. Die Umstände für eine Beendigung des Streites seien als günstig anzusehen. Oer chinesische Gesandte Hen machte zu Beginn seiner großen Anklagerede gegen Japan die Mitteilung, daß die Waffen- stillstandsverhandlungen zwischen Japan und China abgebrochen seien, da die japanische Reg.erung Bedingungen gestellt hätte, wie fie ein Siegerstaat einem vesieg- t e n Staate aufzuerlegen pflege. Diese Bedingungen seien für China untragbar. Die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten stünde bevor. In seiner Rede erhob er die schwersten Vorwürfe gegen die japanische Regierung und schob die gesamte Verantwortung für die Ereignisse im Fernen Osten der japanischen Regierung zu. Er gelangte zu folgenden Feststellungen: 1. Die Haltung Japans in den letzten Monaten ist eine ununterbrochene Herausforderung des Völkerbundsrates. Es besteht nicht der geringste Zweifel, dah der Völker- bundspakt, insbesondere die im Artikel 10 erwähnten gegenseitigen territorialen Garantien von Japan verletzt seien. 2. Japan weigert sich, den Konflikt einer schiedsgerichtlichen Regelung zu unterbreiten. 3. Japan hat den Kelloggpakt und den Neunmächtevertrag gebrochen. In dem Augenblick, wo die Vollversammlung des Völkerbundes zusammentritt, sind Gebiete von der Größe Deutschlands, Japans und Frankreichs zusammen mit Waffengewalt beseht, sind ungeschützte Städte bombardiert, sind 7000 Zivilpersonen den Bombenangriffen zum Opfer gefallen. Der chinesische Gesandte richtete darauf an die Vollversammlung des Völkerbundes folgende vier Forderungen: 1. Die außerordentliche Versammlung muß unverzüglich alle Möglichkeiten einer Regelung des Konfliktes erschöpfen. 2. Die Dölkerbundsversammlung muh Einstellung der Feindseligkeiten und Zurückziehung der japanischenTrup- p e n herbeiführen. 3. Der Völkerbundsrat muß feststellen, dah Japan den Völkerbundspakb gebrochen hat. 4. Die Völkerbundsverfammlung hat feierlich zu erklären, daß China in keiner Weise für die grausigen Folgen der Lage in Schanghai und im Mandschureigebiet verantwortlich ist. Oer japanische Botschafter Maisudeira begann mit der Mitteilung, daß das japanische Oberkommando die E i n st e l l u n g der Feind- s e l i g k e i t e n zu 14 Uhr Schanghaier Zeit angekündigt habe. Die Ursprünge des gegenwärtigen Konfliktes mit China lägen bereits io. den revolutionären Ereignissen des Jahres 1911. In den letzten Jahren wären in China ununterbrochen d i e verschieden st en Militärdiktaturen ausgestellt worden, die sich gegenseitig sehr stark bekämpften. Der chinesische Nationalismus sei schließlich in eine ausgesprochene Fremdenfeindschaft ausgeartet, die sich hauptsächlich gegen Japan richte und zu einem organisierten Boykott und einer hetzerischen Propaganda gegen Japan geführt habe. Die letzten Ereignisse im Fernen Osten seien die unvermeidlichen Folgen der japanfeindlichen Bewegung des chinesischen Volkes. Trotz des ergebnislosen Verlaufes der bisherigen WafsenstiUstandsverhandlungen sei eine neue Begegnung zwischen der japanischen und der chinesischen Truppenleitung für Freitagvormittag vorgesehen. Die japanische Regierung habe nicht die Absicht, die gegenwärtige Lage im Sinne politischer oder territorialer Ziele in Schanghai auszunützen. Die japanische Regierung lehne es aber ab, die mandschurische Frage aus der Vollversammlung des Völkerbundes zur Ver- ha n Ölung zu stellen. Die Mandschurei sei der Schlüssel für die Lage im Fernen Osten. Japan habe derartig weitgehende Interessen in der Mandschurei, daß es unmöglich auf dieses Gebietes verzichten könne. Die japanische Regierung verfolge keine territorialen Ziele in der Mandschurei und werde sich auch weiter an den Grunds atz der offenen Tür halten. Cs sei deshalb nicht weise, in den Vockerbundsverhandlungen dieAus- sprache über diese Frage zu eröffnen, da hierdurch nur neue Verwirrungen und Gefahren entstehen könnten. Der japanische Botschafter schloß mit der Beteuerung, daß die gegenwärtigen Schwierigkeiten zwischen Japan und China zweifeUos in kurzer Frist f reun d- schaftlich geregelt werden könnten. seinem eigenen Stile zu Worte kommen lieft. Die kammermusikalischenKompositionen d Alberts haben sich nur langsam weitere Kreise erobert, weil seine Schreibweise nicht leicht verständlich und nicht eigentlich populär war. Zu erwähnen sind etwa die Sonate in Cis-Moll und die beiden großen Klavierkonzerte (Op. 2 und Op. 12). Wirklich populär wurde d'Albert als Opernkomponist. 1881 erschien fein musikalisches Märchenspiel „Der Rubin"; es folgten u. a. „Ghismonda", „Gernot", „Kain" und 1903 sein erfolgreichstes Werk „Tiefland". Von den späteren Opern sind hervorzuheben: „Die toten Augen", „Der Stier von Olivera", „Rxvolutionshochzeit" und „Seirveco'' (Darmstadt 1921). Oas Zittauer Stadttheater abgebrannt Zittau (Sachsen), 4. Mar;. (MTB. Funk- spruch.) Das Stadttheater ist heute früh zwischen 2 und 3 Uhr abgebrannt. Sämtliche Kulissen, Garderoben usw. find vernichtet worden. Das gesamte Bühnenhaus wurde ein Raub der Flammen. Die Entstehungsursache des Feuers ist noch nicht bekannt. Den Feuerivehren gelang es, das Uebergreifen des Feuers auf die benachbarten Gebäude zu verhüten. Gegen 6 Uhr früh war der Brand lokalisiert. Den Flammen zum Opfer gefallen sind vorwiegend die Zuschauer- und Bühnenräume, während die Garderoben- und Büroräume erhalten geblieben sind. Menschen sind bei dem Brande nicht zu Schaden gekommen. Rücktritt des Intendanten Legal. Intendant Legal hat dem Kultusminister ein Gesuch eingereicht, ihn von der Leitung der Berliner Staatlichen Schauspiele zu entbinden. Minister Grimme hat dem Gesuch stattgegeben und sich weitere Entschließungen Vorbehalten. Aus aller Well. Fieberhafte Suche nach dem Kinde Lindberghs. Die Suche nach dein Kinde Lindberghs wird fieberhaft fortgesetzt. Rund 100 000 Beamte sind an den Nachforschungen beteiligt. In allen 48 Staaten, selbst im Golf von Mexiko und in Kanada wird unter Zuhilfenahme von Flugzeugen unb Schiffen nach dem geraubten Kind gesucht. Das Ereignis wird in allen Zeitungen der Bereinigten Staaten in großer Aufmachung wiedergegeben. Die „Newyork Times" und die „Newyork Herold Tribüne" widmen den Vorgängen nicht weniger als vier volle Seiten. Die Pfarrer aller Konfessionen erflehten in Gebeten, die durch Rundfunk wiedergegeben wurden, die Auffindung des Kindes. Von den Entführern fehlt bisher noch immer jede Spur. Lindbergh glaubt jedoch, daß er sein Kind in allernächster Zeit wohlbehalten Wiedersehen wird. Er erhielt am Donnerstag einen Drohbrief, in dem für die Rückgabe des geraubten Kindes 50000 Dollar gefordert werden. Zugleich wurde er vor der Zusammenarbeit mit der Polizei gewarnt. Die Handschrift des Drohbriefes wird zur Zeit mit der Notiz verglichen, die die Räuber am Fensterrahmen des Kinderzimmcrs zu, rückaelasfen hotten. Es ist ferner gelungen, am Fenster des Kinderzimmers Fingerabdrücke zu finden, die wertvolle Hinweise ergeben dürften. Ein in Boston von einer unbekannten Frau auf- gegebener Brief an Lindbergh enthält die Angabe, daß das Kind in einem Hause in einer kleinen Stadt in Massachussctt von zwei Männern und einer Frau fe st gehalten werde. kleine Havarie des hapagdampfers „Bayern". Am Eingang zu dem portugiesischen Hafen L e i c o e s ist der Hapagdampfer „Bayern" auf seiner Reise nach Buenos Aires während eines Gewittersturmes auf einen Felsen gestoßen. Das Schiff konnte jedoch in den Hafen einlaufe n, wo der Schaden untersucht und repariert werden wird. Mieder ein schweres Blindgänger-Unglück. In einem Dorfe des Kreises Lublin (Polen) fand ein Bauer auf seinem Feld einen Blindgänge r aus dem Weltkrieg. Er brachte ihn nach Hause und wollte ihn auseinandernehmen. Dabei explodierte das Geschoß,, und der Bauer wurde vollständig zerrissen. Seine drei Kinder, die dem Vater zusahen, erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Die Bluttat in Sondelsingen aufgeklärt. Die schwere Bluttat, der am Dienstag auf dem Bahnhof Sondelfingen sWttbg.) der 58 Jahre alte Reichsbahnassistent Veit zum Opfer fiel, ist aufgeklärt. Als Täter kommt der 26 Jahre alte Modellschreiner Weiß in Reutlingen in Frage. Weiß hat unmittelbar vor seiner Festnahme in seiner Wohnung durch Einatmen von Gas Selbstmord verübt. Ein an der Tat zweifellos mitbeteiligter 25 Jahre alter Hilfsarbeiter befindet sich in Haft. Wettervoraussage. llefeer Nordwestdeutschland liegt eine flache (Störung, durch die zum Teil ozeanische S2uft vordringt, welche Bewölkung und Dunstbildung, aber auch nächtliche Milderung gebracht hat. Mittel- und Ostdeutschland hingegen werden noch von kontinentaler Luft überflutet, die kräftigen Nachtfrost verursachte. Unterem Gebiet dürfte vorerst mehr maritime Luft zuströmen, so daß dadurch die nächtlichen Froste zurückgehen. Sonst kommt es zu Dunstbildungen und Bewölkung wechselnd mit Aufheiterung. Aussichten für Samstag: Wolkig mit Aufheiterung, trocken, Temperaturen nachts um Null und etwas darunter. Lufttemperaturen am 3. März: mittags 6,4 Grad Celsius, abends —1,5 Grad; am 4. März: morgens — 5,4 Grad. Maximum 6 9 Grad, Minimum — 5,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 3. März: abends —0,6 Grad, am 4. März: morgens —0,6 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 7'/9 Stunden. Amtliche Wintersportnachrichten. Vogelsberg, Hoherodskopf: Klar, minus 5 Grad, im Walde 10 bis 12 Zentimeter Schnee, verharscht, Sportmöglichkeit im Walde vorhanden. Schwarzwald, Hornisgrinde: Bewölkt, minus 1 Grad, 30 Zentimeter Schnee, verharscht, Sportmöglichkeit gut. Alpen, Garmisch-Partenkirchen: Bewölkt, minus 2 Grad, 10 Zentimeter Schnee, gelernt, Sportmöglichkeit gut. “«8. °«will icr Neieira i?» *Äe:rt* ä »m'ä &*■ ft '!»- Mr“ (irtt °e n f«i n d f A q f* erbflnm9opan ,er*cn Boykott •MUnb! ÜfetaJfc xtmtiMtn Fchki, ^rlauses der biz. anolungen lei eint R dcr iapmlchen äHLffc Freitag, Ionische Äegiening gegenwärtige Lage !Mtvrialer Ziele in lapanilche Regie« -die mandschu« Dvlldersamin« des zur 2er« Die Mandschurei sei 'm Semen Oftcn. ^nde Intereilen in ■i unmöglich aus len lönne. Die ge keine terri« c Mandschurei und n Grundsatz der i sei deshalb nicht chandlungen dieAuk- 4 eröffnen, da hier- rrungen und Sc« £er japanische Dvt« Mng, daß die gegen« tvischen Japan und r Frist freund« irflen könnten. letmltn fjjxau Wißmar, 3. März. Heute gegen 18 Uhr bemerkten die Bewohner der Schulstraße, wie auS dem H auS Rr. 227 (Ludwig Forbach) Qualm drang. Die sofort alarmierte Feuerwehr mußte durch die Fenster in daS verschlossene Haus eindringen. Während sie noch an der Suche nach dem Brandherd war, ging die etwa 30 Meter rückwärts und abseits vom Wohnhaus liegende Scheune in Flammen auf, so daß sämtliche Schlauchleitungen auf die Scheune eingesetzt werden mußten, da sie inmitten eines Häuser- und Scheunenblocks stand. Die Rachbarställe und -Häuser mußten geräumt werden, da niemand glaubte, daß es bei der engen Verbindung möglich wäre, das Feuer auf feinen Herd zu beschränken. Etwa 30 Gehöfte des inneren DorfkernS waren in unmittelbarer Gefahr. Der tatkräftigen und urnfichtigen Bekämpfung durch die Feuerwehr unter Leitung ihres Brandmeisters Wilhelm Todt und der wackeren Mithilfe der Einwohner ist es zu verdanken, dah bereits um 19 30 Uhr die Gefahr des weiteren Umsichgreifens der Flammen beseitigt war. Inzwischen war auch daS Feuer im Wohnhaus, das nicht zum offenen Ausbruch gekommen war, gelöscht worden. Der ehemaligeBesiherde« GehöfteS, das im Februar zur Zwangsversteigerung gekommen war und der noch darin wohnte, wurde unter dem dringenden Verdacht der Täterschaft verhaftet. Ob der Schaden durch Versicherung gedeckt ist. steht noch nicht fest, denn der Käufer deS Gehöftes, der am 1. März die Kaus- funnne gezahlt hatte, hatte es bei der bisherigen Versicherung abgemeldet und es vor einigen Tagen bei einer anderen Versicherung angemeldet. Snesfasten Der Redaktion (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Sch. in Gl. 1. Die erste von 3hnen gestellte Frage müssen Sie noch einmal ausführlicher und klarer stellen. Wir vermögen sie nicht zu beantworten, wenn dies nicht geschieht 2. Al« Ehefrau haben Sie 3hren Mann zu einem Viertel beerbt, die Kinder erster Ehe zusammen zu drei Vierteln. Die Erben, also auch Sie. hasten für die Rachlaßschulden, wenn Sie nicht die Erbschaft ausschlagen, oder ein Rachkaßinventar errichten. Wenden Sie sich unverzüglich an bat dortige Amtsgericht. Sprechstunden der Redaktion. H-30 bis 12.30 Uijr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen P1a),umständeh. preiswert z.verkauf. Ntth. Warb. Str. 84 H. Vollständige Wohnzimmer Einrichtung mit Bilder u. Nippsachen, fern. 1 Sofa sehr billig zu verkaufen. . 01381 Marktstraße 9 III. | Kaufgesuche | Etz-Service für 12 Pers.u. gebr. Geigenkasten zu kauf. ges. Schr.Ang. u. 01370 a.d.Gb.A. | Verschiedenes! Buchiiihn ngsarbeilen Steuer-, Mahn- u. 5tlagewcsen, sowie sonstige schr. Arbeit, übern, rout. Kaufm. Schriftl. Anfr. unt. 01373 a. d. G. Anz. <7711 Verein W!zröhlichkeif •V Stehen Morgen abend Kn. mit A.-H.-Abend Vollzähliges Erschein, erwünscht. I768d) Dpr Borstand. öeschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschlag,, Postkarten Geschäftskarten bei Brühl. Schulstraße 1 Anläßlich der 1!WsD Konferenz des Denisch- Christl.Tßchniker-Buniles findet am Sonntag, d. 6. März, nachm. 5 Uhr, im Saale der Herberge z.Heimat Hint.d. Westanl.il, ein Lichtbilder-Vorlraij u.Bauing.W,Stöcker, Berlin, über „2lme- rika im Lichte mo- dernerTcchnik" statt Bauing.W.Stöcker, Berlin, berichtet üb. seine vorjährigenEr- lebnisse und zeigt dazu seine eigenenAuf- nahmen i. Lichtbild. Monats-Versammlung Samstag, d.5.3.32 20S Uhr 173,d „Hessischer Hof". 1S75-1925 Sonntag, d.«. März 16 Uhr oiiti gemütliche Zusammenkunft m. -F amilie bei Altersk. Hch. Beck,Schützenhaus Der Vorstand. MM IlWtlM Q Wir bitten unsere Mitglieder nebst Angehörigen recht zahlreich an dem aus Anlaß des 10i Gauturntages am Sonntag. Dem 6. Hläri.ootm. 10 w Dünlii., L ö. Heuen Hula öer UaioerOtat stattfindenden Festakt teilzunehmen MWsl.MlU Gabelsbergerstraße, Ecke Hammstraße Morgen Samütag, 5. März rNetzelsuvve Samstag, 5* März Vereinsabend in der „Stadt Lich" Mitteilungen üb. d. Funk-Wettschreiben Stadttheater Gießen. 180,d Samstag, 5. März, 15 45 bis 18.00 Uhr, Schüler-Vorstellung. AußerAbonnement. Schülervreise. Wilhelm 3 eil. M morgens 9 Hör MllsleW mit Staut Bis 4 Uhr nachts geöffnet! eiss* Es ladet ein Heinrich Bönsel. Auf den bis einschl. Samstag, 5. d. M. nrnemoeg 28.3um£änm‘ stattfindenden Verkauf wird nochmals besonders hinaewicsen. Insbesondere auf Henkelkörbe, wertvolle Schreibzeugs in Marmor, Bilder, Romane usw. Lunker 1744 U Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesecker Weg 16 Telephon 3383. Schauspielin 5 Auszügen von Schiller. Stadttheater Gießen i7d8D Samstag, 5. März, 20.15 Uhr. Einmal. Gastspiel i. Heuchelheim Die tolle Lola. Operette in 3Akten. Musikv.HugoHirsch Alles Nähere in den Vorverkaufsstellen. Ab morgen Samstag Vormittag verkaufen wir einen Teil unsres Lagers von gulenMiaiM oo zu dem außerordentlich niedrigen Preise von Mk. Der Wert dieser Stücke beträgt größtent.das Doppelte und mehr per Stück Alles auf Extratischen im 1 Stock zum Aussuchen ausgelegt! 1743a ModehausSalomonSdmlstr, aus reiner Wolle oder Wolle mit K’seide und zwar: AAA Damen- u. Herren Pullover | ■■ MM M mit und ohne Arm /HII Damen-Westen E 1 ■ ■■ ■ mit und ohne Arm E v V Kinder-Westen u. Pullover für bis 14 jährige miß m reit in ^enzu sind 1.65 1.95 2.35 1.98 lenl samötag, 5. Mn VneiuSabend itt der „LtadtLick" Mitteilungen üb. d. Funk-Wettsckreiben Stadttheater Gießen. 1 d iamstag. 5.9Äötx. .5 45drs^MM, kW-lm\eUeiB- AMMvnnemenl. LchÄervreile. Wilhelm! eil. LchauspielinSAui' zügen von schiller. Stadttheater (ließen iMD Zamstag.b.Märr' 20.15 Ubr. Eimnal.Gaitsvieli. Heuchelheim Die tolle Lola, bereite m3 Wien. Msiko.Hugo»ma> AllesNahere.nl den Korverkaussslellen. nÄ ell unsres Lagers von er Wolle mit K'sdde bneArm Utsieo hneAm1 IljUlO.B®® n k. btu» isd-e«1®1. ausgeleä" Stod1 iitiA Sw O S o Sw o ■ > « CM tO e o *-» Ä- E E 3 fO E 3 c— O S a ■e LU c EÄ: E . "i = = .£ c =5 e?C EC* -CT OL gl . Ä •»<» E c = m sa e,‘ * mB^x ° i c --E ,,, u-g C o e: £:= 3? lÄ G LZ .r. ’S Ja ° * .€‘‘3 c - =v K- • Ri = E :5 -C « 5,-^DS. 4-Ss SÄLS-. '-LZ- ** _ - - a2cr g E 3 O «^E = 2 £=J2 =< O E E O-. ^—30) -E E *• t, „=• ”5 O — aI °«c^ B|e| = ^t» o -v c 51 E(DQ5J €5 = - 5 a ?* 8) E„ ,E ZDjfe 3 E’ö E 53“ .2 t S Q — 2 E - £.A -E = SbS -^.s- u e^5 = ~ gx» c-Jj <4'S‘H^ ,H E — — L L '- öa— r?^53 e e;~”53 rs^ yt e ±|«Sr 5» ** - ^LsZ Z . - is* 5isl °H l-^i5 §^5=. 17*= o I = * Ä ■ — c E Ä sr Z 5 *=5 7 o ^S(t) E5*v E § 3 3 to 2 2 2 E e E e o Z> A o: =3 •** &. sc cn A w :ol & s <3 t- <9o >v 3 c L o 3 za E O 2 3 •e E« S.2 Ü» c b fta E E 2.= mH es — .^sr za _ za E = 3 V2» Z» E ■€■—■" S.S .--L ff. u. .- &. .— 3. 3 • za - —' m ft» c a 51 -SoL- C- c = to i- 3/3^ Q ft. 8K | E £-5 3.2J ■° Eto. JC = ft, o 2 vö za— e ZLZ4 3^14 to = -e £ = 3: = --' E = ■= M eE|.he^ e.€-55T 2 E —za GI-e 2—3 M-t1 -AL E — LZ -§ZL — za _ 2 o *2 E S ft» c: Ä M c 3 =*~ ~ r o cxjo— b. — e: 53 o e -= 5-1= c E 5 E o 5 - -o^.Hgs L M S _ za 3; E 2 o = -Ä 4^- « C 3 = z= - EI-Z 6»t=- O “ -ZT- c »o ~ 3 - ..ea za za <-Zc? = - c E •— - M 21 :o ~ E e 19 — -_. IE — 2 ft. : 3 L.O-LSN ft. L^c-.L6 m ■S-g^za c. i Q*^ . - £ — v - = e 2 ft» ZM-L c D =S rr --. E 2*c 2 — c ,c 4L-E2 ■5-e L^MM P o “£Zv 2 D.2: ^■c ft. iv 2 2« ■O E 1 LZ2 2- E ( !) o 22 S> L-Si $E^ = r-T » 25 A = t52 (0 ft. — S> S 2 E SvQro^ E li) /a ■e' lä § = = 2 h-e £ Er o X E L.— tfl 5 S — A E “sge E? A 2 PC 9 3 2 e o o 2 E ^■(9 »S L Sm- 3 U — o sto ty-g ft, o S 2 e 2 fs-ests C Z £= o K.^ E sc • 1® E «» 3 ö e® es e o-'» t - za 2^ Bg C E m(S m 19^*2 S c.Ü c-6- . -s-s - M S g za m (fJ o E e.p-G'5^ . «- Z 2^ c ____2! Sa« SlOe-xr ’ö £ 3—o 2 — in ft- 5 t. .E £ 55 e §E* ä F 3 <9 X»-“® ® ft. ft, 5 c - Lc?D 2ZL ^-es- - S<9 = « X .»3 ö <-* c 3 ft- | 2-2 e Fg?5 O E -. E ZKS)F 5^u Em a ■ g> oa5*" * E “»5 E.s_e« Ci — - 33 ft- r za -»E e 5 zS ft» M .3 T-oE— = 3- fl^3-= T-g=.= Ö019S5.S ä5»(9 m^ic. Bss _ 3S? c£- o ~ . ft. O E 'S 2Ec?s *2«»$ = Sa «g®5g ?' = |g.|> T .t=za _ - - 2 o c “ 51 ft» >5 i_ 3; .3 C7 za a e ° Ett> >r> o .2 £ E za 10 = | IWU/1- “'*/er E E^ TT E PQ E L E Ü»9 Eg 3 5 "2 E M L 2- 2 zx o « I.E -= I«» c- _ za o c E » €*• = "E^ E M 3 => = O ** - E 3M O -ZS .— ft. ZF' c * 2-ß. o — cx E za X = 5 o =■ e“zj = 2 ■= -e -• E ° M , = 3 M za E 3. T. za . ■U 3 e za m M E ft» 'S 3 “ = O ZßL =^ = = = 3 M •ft g E E Z E ® - gg za — T- ’o ft» e» 3 B§«£€£ Äcety = g ?Ä^ = 5 xft—■■= s~€ E§,5E9 j E3?e ®e±r « ft» M OE <33 3 za^. .2§€S = 3HI. äA 3 t, •€ E —US E ® -FF-?. Ä = =1 - E".g e. oa za __rc~. E e. us ft- — 3 3 KZ.EA47Z.A E ihWti k> »- xa W « E c « US- -3 CD o k» za - 3 T3 3 A <0 za C 3 3 ? •® -O E ft» 43 © ft» CD e o O P? Hr.54j£ Zs-KZ-Z s? ^3SÖ 3 -Ä 5 B 3 = « = &5? 3.8 a «-§■ 33 S’ G' O -« U Go 3 2 tS-9- g e3 !i ecy 8 S 3= O - H •3-tS Ä> Q: os n - 61 3- y 3 L> '§'-3’ 3 re 3 a s oDg Ö3# 2 3'™ 5 SS 5§ p.3 o 8 5 ro @A 8 tS » 2. 3 2.8o 8 8 5^ 5 'S 3 " 2 tiS.tS 8 61” 8 °K^ö3 3:9 = © g to Z-^^LS^ 'Zt= 8 B3^ 8 g q o D X : 8 6)0 Q =».= 5 2 83g o C^O 33 ö©- tss •3-5 3Z O u> -ö* .2 49 CS 5 ro ;-8 = a-3- 3© ^-3 3 2 m or g 3" 'S S ©O 3^ 2-CSöo »— er3 8 3-5 2^ = Lg 3 er Z.D 8" 3^, 3” O 03 = 3 5 3 3- = ga-2. P, - -3 e 2=2.8 5 61.2 2 tS 2.5 £3 re 2. e «> Cco 5 3'? 3 tf-3-3 _2 2-3Hg^3 H s C,) =. Ä7 5 o X orte Gl ■gÄ2 3 O 2.61 ui 3 61g A g" S'B X61g 3T> 2 rö.T 2 2 8 = O ox y (£C = ra r, Ki E~ 3 v- 61 2 2 61 5 O Ö gs 58 S-SZ 61 o es g Z-«3 8 2.2 4? A 3 ge 3 HG-3 §3^ 58« 3 : 61--2 u> 2 5 0-225 art 2 8-S Cr?~ g -■ a 5 3 Ss c 61 33 F 3 g 3 61- ra g _ 61 3 3 2'3 3 2 61 g V 2 o3Sa r"CT AFZS.O 8 .3 .2-3 8 S- q" 5 5 5 — ti- = A=" E se_. - L3 o H>. g^g DK 5 2 £55 C 5- ° 8 2 CT- tg° t3»?2 3 - 8 =5 = = 3 gl (Ä Qis 0 »o 2 61 iS e“ 2 5-3 rg — o p p o öd” »' c ' «> Ha Z° 0 , 3 "O — 5 Su. öl? 3 = 5 «'<2 5o6)S« ~ Z- -• v c: r- £ - 2. |g3>g§^ 43 3°: 2 §6)3 2. -=!U> 3 3 _ 0 3 5 = S- 3 - or “ £5" Ö o Ul V) — _ S 3 61 ■©■3= ro 61^ 3g - to 3c5" 2.5 5 or 8 2 2 S 8« — ö — — 5 S o 5 £361~'g- D-3Z3S 23 |2 g" 2. o 3^2 = ' -3 : o a ? ep--3 !. 2 2-g © 5 2.5 DLL 2 43 rt Ö.Ü1 C-s <♦> 'S. |»3| s Z 8/-3C2S ’ £^69,3. 3 ?§’ 28=2« 425-5.-2 g c ro3gu> ” = --- o 5- ra MZZ- B® Z-3Z3 5 615S--W - o=S 5 O y 0^3 .«r e, U> 3 «9 2Ö%) 5" O t2 2 2 — crco 5 ^'p v'"° 2.8'23 0-5 g’azf 5' c g Z--S 3 tB g. g 2: 3Z3 43S-5 3.^ 33 a.o'5 ™ 2. - gT3 -pi p.5 5 V ro '"^ ^3 = s>~ S 8 ” 3, c 2,öf« ” §a es 8§t " ä»>3 :s® =M^H ™ ■2^5 8 49§ • (3 '8 2 5|;3 8 3 615 öeas _. ro £ -t e >jg 3 2 3 2, Ö 2 2 5 5> 'S 2 0 °§Z 8 5 y 2. 2 0 0 5 =33 2 A 6)|[ Erleb a>lf Hans Te Braungebrar N.er mir ne« 2lknkaforscher ( ^rgisch ist et ?,e ein Jung! Krähen, aus Mtung beutfd ® «srika von jnert, über St Maid, denn' °°rt als Weae ietrocknete sZ te N«ni e®.n« zu veri Unie" zurü S >nude von S1 68 bedu Ur ans ZK « h6ai' Ä fnÄ toar ir y Schombur. L K'° u! k«°i-S fcl-nm nc W «klion l Innere, ecL kum de« Aatai >o faum -seinen na£ ?*? «.und vv & 5JÄ ^Änt®5" 2 <0 33 5 3 3 ’OT c: 2 ro Em * * Gischt t)nt M w' der W Handels- M Uossen, weiter Gesicht ^r dt »- neue M« Sie Handelspo „ich! einfach M jber «TiegJa tigene Indu lieg hat neue L lufie Sicherheit u ttiter, daß Deut $an als erst 1 isungen wurde, Preis zu fte iderschuß die T kntwilklung hat Hendels und dc die sich ohne Be winben läßt. In Rb noch der t stund aller gegi Mhöhungen, kriege benutzt. Wahrend alle politisch eine seh begnügte sich De btt überhöhten mit bem Zoll men. Lieser Zoll Wissen, die si gleichen lassen, l Seränberung bei in einzelnen Fö das nicht entser Haltung Rechnu ter bem ^ouni «crimäßig imtr ber Handelspol von deutschen schwemmt rouri Deutschlands biet durch die Machst zu erw nü^gen Grün! Frantreich un trümmertf ausgeklügeltes gegen jede U< gesichert, zum gangen ist, dc mengenmäßig Andere Ländi werden nächst nicht von ber nichts anderes Iches Rüstzeug Es ist an un stigung zu i O: 8 D g 5 2.3^ ™ S 7« o 2 — iss *s* * m*". h”5 je, Erinnerung- inHen Dell 3er ZS- i '.um 3«"» oO p 2 Ul — 5 43 Öl5-^-)g g «=,=• 3 gö^^ßi 6101 33ü 6)5 vif H-8 2-2 3«AZ •221 g 'S -S a 3 | §™3 2 " 33 615 "§2Ut 3ö . 2 O: ■- 5 3 3 o ta ro 5 3 -> O> 3 3 o pj E 3^(35 Or ^33" 61 S« 2^ ™ 3 ÖA„3 6)5- O' 3--r 832s82§2 O 2 U. 53S 3 'S = oro’-;5— „ . »= -2; 3 — 2 5 r> ». e 61™ 5 g.-ä8 -y S — o;E? 8 - 8 «<1 o 3g £ £8_3i §^3o -3” 8 5 2 ^33 3 5 2 S 5 8' 22 ; 8 e"% o3g Rro u> " — O -L- (D — s-&fa s*62,el" g“ 2. 3« 2. •s'^Egi O" 3 A —, -335. m.5 3 e- gMv 2.3=0 g =. © er 5 o'°r -•’* -5- _ n — ey 5 - 6 E 1^5. — E 5 K33SZL §:3“-StZ ^-3 3 gS 3 5 __.CT1 2 Lä3 2.3" 3-0.5 3 O öt = '3t 3§ . = s§^ er erts o —■ er 2 3 3 o cq 5 &g 5_-2 s =0^3® iS«3 s: 3 q- „ ro o «• tir» t561^2 n o, ä rs- o a3 ® „ S.~?6/io 33 C:3 ° — 3-5t er 20™ ft £«93- Z33 aß3 3'* Ö -3-3^38 C*---- D A_.S-3e ” o 8Z.3 UD „ 3 O g; B. iC) — . 8 2.633:21- *3 ° = 2.8.3 S g 2 <0 ru ?—1 bä D 3 ra 9 er <6 w cy 8 — er «v - c —■ \ A g' 6) 3 8,-§" 45 S- u. *)’ *■ er -♦ q q fiO D. 8 o S-B-’ 3 8 i-e 8 5-3 2. 3Z- 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 3 8 ea 8 H: 'S •' 8 5 Er 5.61 iS- ■ 5 s: 3 to 3 3 8 Ul o 8 3 3 : CT 61 G- o 1 3 G g 8 2 G 2. 3 8 3 = r=j - 8?' 3- Nr. 54 Zweites Blatt ti1 §8* 0 " □ er • D: iahen, bbau s> 2 3 O- 5 n y : o Sl 52 Z.Z. 1 0 e = ÄH -o : ~ 5 ! 3 _ h*- 3^^ a ' ?n' -Ä" & & ja» rpices :'b|2ö- - d? '* i?SxS ► «» ••Id" Afrika stirbt. Ericbnifsc und Erfahrungen •itf Hans Tchonrburgks letzter Expedition. Braungebrannt, mit groben leuchteten Augen, ftftt er mir gegenüber, der soeben zurückgekehrte Afrikaforscher Schomburgk. Groh, sehnig und energisch ist er, trotz seiner angegrauten Haare wie ein Jüngling wirkend, ein Musterexemplar der zähen, auf sich und chre Krast vertrauenden Öattung deutscher Männer. Mit vier Autos hat er Afrika von Südosten nach Nordwesten durchquert, über Stock und Stein, durch Sumpf und Llrwald, denn Wege gibt es kaum, und was man dort als Wege bezeichnet, sind bestenfalls aus- getrocknete steinige Flußbette, in denen man j r» n - C, -1 T gl» 0^3 f 3 z cs ä 3 2 2t 7 aü.1 * 2 Während alle anderen Länder Handels- und zollpolitisch eine sehr starke Tätigkeit entwickelt hc begnügte sich Deutschland damit, nach dem ai,„ der Überhöhten Zölle, aus den Inslationsjahren mit dem Zolltarif von 1 90 2 zurechtzukom- men. Dieser Zolltarif hatte sich bewährt unter Der- hältnissen, die sich mit denen von heute nicht oer- gleiHen lassen Wenn auch eine Anpassung an die Veränderung des Geldwertes durch Zollerhöhungen in einzelnen Fällen versucht worden ist, so reichte Da» nicht entfernt aus, der wirtschaftlichen Neugestaltung Rechnung zu tragen. Als Deutschland um ttr dem Voungplan feine Ausfuhr mengen- und wertmäßig immer mehr steigerte, versteifte sich auch D * 8 2.3= = 3 ~ r 3 59& •'3 o? ? — os— -3-dv c/»0 »2-52.2; sUSeTfli-s I«:,513 §25 5*5^29.?- 1 " < Z n 1** 5 5 5 i5 5 2 5 '2 25° g cs 2 C n 6 d.2 -Zv _ 2. 95224 U - 2-cr =22 »l5 ’s 9s4gS^ ww 5 = -tffP 3r^===lii Siebener Anzeiger (Seneral-Anzetger für Sderheffen, Freitag, 4. März 1952 um handelspolitisch nennenswerte Erfolge zu erzielen. Es gibt noch immer eine Reihe von Län- dem, mit denen Deutschland in gar keinem Bertragsverhältnis steht, die aber trotzdem verhältnismäßig große Warenmengen nach Deutschland werfen können. Es fei hier nur an Kanada und den australischen Bund erinnert, die (Betreibe und Wolle nach Deutschland liefern, die aber umgekehrt nur ganz geringe Mengen von Deutschland beziehen. Der deutsche Zoll, tarif von 1902 reicht trotz aller Verbesserungen nicht aus, um die deutschen Grenzen gegen eine wirt- schastlich und sozial nicht notwendige Einfuhr zu sichern. Hier will die Reichsregierung durch die Ausgestaltung des Zolltarifs zu einem Doppeltarif abhelfen. Als Mindest- tarif bleibt der bisherige Zolltarif, dem ein Ober- tarif angegliedert wnd, der unter Umständen auch als Kampftarif eingesetzt werden kann. ' Ob es tatsächlich zu trifft, dah dieser Obertarif nicht lückenlos ist, das heißt, Ausnahmen z. B. für Lebensrnittel und wichtige industrielle Rohstoffe Mäht, steht noch nicht sicher fest. Wenn das der Fall wäre. Io wäre das angesichts der Handels- oolitischen Zwangslage Deutschlands ein Fehler, der schleunigst wieder gutgemacht werden mutz. Nur die L ü ck e n l o s i g k e i t^des Doppeltarifs bietet eine Waffe, die in jedem Fall und jedem anderen Lande gegenüber angewandt werden kann. Die Drohung, die zum Beispiel oon Polen ausgeht, den deutschen Doppeltarif mit Kampfmaßnahmen zu beantworten, darf nicht schrecken Der Obertarif ist ja tatsächlich auch oon der deutschen Regierung als eine Kampfmahnahme gedacht worden, die ein- gesetzt werden soll, wenn es auf anderen Wegen nicht gelingt, um durch Verträge mit larifbinbun gen oder mit ber Meistbegünstigung in beschränkter öerm zu einer Sicherung bes Warenaustausches zu gelangen. Der deutsche Markt ist für die internationale Wirtschaft nicht von nebensächlicher Bedeutung, denn mit einem Einfuhrbedars von 6 Milliarden Mark steht Deutschland immer noch an dritter Stelle. Solange Deutschland nur mit dem Zolltarif von 1902 ausgerüstet war, war es handelspolitisch wehrlos, wenn einzelne Lander die Verträge tun bigten, um ben Warenverkehr mit Deutfchlanb in Form oon Einfuhrbeschränkungen zu regeln. Hier soll ber Obertarif eingreifen, bas heiht, von sich aus selbsttätig dafür sorgen, baß der Abbruch oer fraglicher Beziehungen zu Deutschland nicht leicht genommen wird, weil ja immer noch die Meistbe günstigung sowie die Gesetze des Zolltarifs von 1902 die Einfuhr nach Deutschland möglich machen, während umgekehrt die Ausfuhr Deutschlands durch die Mengenbeschränkungen gedrosselt wird. Rußlands Rückzug im^ernen Osten Bon unserem dl.-Derichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Moskau, März 1932. 3n den letzten Februartagen hat sich im Moskauer Auswärtigen Kommissariat ein Dorgang abgespielt, der unter veränderten Verhältnissen der allzeit zu bissiger Ironie aufgelegten bolschewistischen Presse bestimmt zu einem Hohngc- lächter Anlaß gegeben hätte. Da aber der Gegenstand dieser Mißachtung niemand anders hatte sein können als der gegenwärtige Leiter der soll» jetrussischen auswärtigen Geschäste, Ka rach an, hat man die Zähne zusammengebissen und in ohnmächtigem Grimm geschwiegen. Bei den vier .Fragen", die Karachan dem japanischen Botschafter Hi rot a im Namen der Sowjetregierung vorlegte, hat sich der Kreml be- merkenSwerterweise schon zu einem gewissen Maß von Energie aufgerafft. Die demütigenden Anforderungen, die der neue Beherrscher der Mandschurei, Japan, ständig an die russisch- chinesischeLeitungderOstchina-Dahn stellte, brachte den Becher der Sowjetgeduld ohnehin nahezu zum Ueberlausen. Denn sie liefen eindeutig daraus hinaus, daß die russisch-chinesische Bahn den japanischen Eroberer-Interessen in der Mandschurei Vorschub leisten sollte. Was aber tun? Die Lage der Moskauer 'Beamten in Chardin ist gewiß nicht beneidenswert. Einmal sühlen sie sich auf einen außerordentlich exponierten Posten gestellt, der auch einen großen politischen Weitblick erfordert. Zum anderen aber wissen sie natürlich genau, daß Japan im Falle der Verweigerung ihrer Zustimmung zu japanischen Truppentransporten es jederzeit in der Hand hat, durch den Druck der Bajonette das zu erreichen, was auf gütlichem Wege nicht zu erreichen ist. Sie zeigten also stets bisher auch wirklich die ihnen von der Moskauer Negierung diktierte Einsicht und fügten s i ch jedem japanischen .Wunsch". Bei den neuesten Forderungen Japans geriet aber dennoch ihre Angst vor dem siegreichen Er- oberer^nit dem bolschwestisch-imperialistischen Patriotismus in einen argen Konflikt. Denn die japanischen Generale verlangten nichts mehr und nichts weniger, als daß Moskau feinGinver- ständnis zurDeförderung japanischer Truppen örtlich von Chardin bis fast jur Station Pogranitschnaja, der Grenzstation zwischen der Mandschurei und dem russischen Fenwst-Gebiet, gebe. Man war sich keinen Augenblick darüber im Unklaren, was daS bedeutet. Man sollte also anfeinemeigenen Untergang mithelfen, sozusaaen daS Todesurteil, das für das fernöstliche Küstengebiet durch Japan gefällt wurde, auch noch unterzeichnen. DaS ging auch den Moskauer Leuten, die sonst auf Zurückhaltung eingeschworen sind, etwas zu weit — und man legte dem japanischen Botschafter die bewußten vier Fragen vor, die Aufklärung darüber verlangten, was die japanischen Truppen in dem russischen Grenzgebiet z u suchen hätten, für w i e lange ihre Verschiebung geplant sei usw. Botschafter Hirota berichtete an seine Negierung und diese gab die gewünschten Aufklärungen, die in freundschaftlichem Ton abgefaht waren und die dahin lauteten, daß eine Verletzung russischer Interessen natürlich nicht geplant sei, daß es sich nur um den Schuh der eigenen Staatsbürger und sonst um nichts, aber auch um gar nichts anderes handele. Mit diesen Auklärungen gab sich Moskau zufrieden, weil es sich zufrieden geben mußte, und gestattete die Transporte, weil es in der Tat einen anderen Ausweg gar nicht gab. Wenn man die ganze Geschichte des japanischen Einfalls in die Mandschurei verfolgt, kommt man zu dem Ergebnis, daß Moskau schon recht oft gestatten muhte. Und wenn man sich über die japanischen Ziele, die mit der Ausrufung der mandschurischen Nepublik vorläufig ihren Gipfelpunkt erreicht haben, im klaren ist, so wird mart einsehen müssen, daß Moskau voraussichtlich noch sehr oft wird gestatten müssen — es sei denn... Freilich geht Japan ^ielbewuht vor. Die elementare Entwicklungsrichtung in der japanischen Politik — dessen ist man sich bewußt — geht auf die Des itzergreifung der Mandschurei. Daran kann keine Gegnerschaft Rußlands, können keine Nesolutionen des Dölkerbundes und werden Wohl auch kaum die Proteste der Mächte etwas ändern. Man weiß auch, daß in dem gangen mandschurischen Konflikt der Gegensatz Japans zu Rußland das eigentlich Ausschlaggebende ist, daß das Augenmerk der Japaner sich vielmehr auf den russischen als auf den chinesischen Belitz richtet. Und wenn eS bisher nur eine dunkle Vorahnung gewesen ist. so weiß man nach dem Einmarsch der Japaner in EHarbin und der Ausrufung de» mandschurilchen Freistaates auch, daß dies n u c eine Etappe ist. und daß es nur noch eine Frage der Zeit sein wird, daß Tokio auch seine Hand nach Wladiwostok, nach der nördlichen Hälfte von Sachalin und nach der ganzen Küstenprovinz Sowjetrußlands aus- ttreden wird Man sieht klar in Moskau. Die neuesten Pläne, die Japan mit der Errichtung eines weißrussischen Pufferstaates mit Hilfe der unzähligen, in der Mandschurei lebenden Emigranten verfolgt, haben es Moskau vor Augen geführt, daß lehr bald die Zeit kommen wird, wo es in Oftaficn blutiger Ernst wird. In Ehardin leben 80 000 sowjetfeindliche weiß- gardistische Emigranten, und in der ganzen Mandschurei ihrer mehrere Hunderttausend gegenüber nur 20 000 Svwjetrussen. WaS wird also Moskau tun ? Wird es weiter beide Augen zudrücken und immer nur gestatten? Sicher ist. daß die große Auseinandersetzung mit Japan einmal kommen wird. Aber heute schwankt noch Moskau zwischen den Entschlüssen bin und her, die alle große Gesahreii in sich bergen. In der Periode des sozialistischen. Ausbaus wäre ein Krieg mit Kosten verbunden, die die Kraft des Sowjetstaates einfach übersteigen. Außerdem ist die große sibirische Bahn in einem so desorganisierten Zustand, baß d i e Nachschubfrage auch heute genau so wie 1905 von vornherein die Aussichten negativ entscheiden muß. Schließlich wäre aber innenpolitisch ein Mißerfolg von Folgen begleitet, die nicht nur für das Land, sondern — was noch wichtiger ist — für daS Regime die Geiftenz auss Spiel sehen würden. Andererseits ist auch, so seltsam es klingen mag, den Sowjetführern selbst der Gedanke an einen Erfolg unheimlich. Man stelle sich eine siegreiche Armee in einem kommunistischen Staat vor! Stalins alter Gegenspieler W o- r o s ch i I o w würde in ungeahntem Maße Oberwasser gewinnen. Don hier bi» zu einer militärischen Diktatur wäre aber nur ein kleiner Schritt. ES ist ein trübe» Bild, das sich in den Köpfen der Moskauer Politiker zeichnet. Noch nie war Rußland in den Kernfragen seiner Existenz mit der Weltpolitik so verbunden wie heute. Japan hat seinen Vorschlag auf Abschluß eines Nichtangriffspaktes abgelehnt, Frankreich aber sabotiert die bereit» paraphierten Vereinbarungen in der Praris jetzt in einer allen Friedensbeteuerungen Hohn sprechenden 'Weise — und steuert damit bewußt aus einen neuen Welb- branb hin. Wobei es überflüssig ist, zu betonen, daß natürlich auch Polen mit von der Partie sein würde. Deutschland aber nimmt hie zentrale Lage in Europa ein — woraus sich die katastrophalen Schlußfolgerungen für uns von selbst ergeben. Am Samstag beginnen wir mit dem Abdruck einer Aufsatzreihe H. R. Knickerbocker Wie ein Amerikaner Deutschland sieht. Der bekannte amerikanische Zeitungsreporter hat im Notwinter 1931/32 eine Autoreise durch Deutschland gemacht und aufschlußreiche Blicke hinter die deutsche Fassade tun können. sollen — dann hat dieses Paradies Afrika nur noch wenige Jahre zu leben!" Schomburgk hat die Entwicklung Afrikas vom Primitiven zum Zivilisierten im Film festzu- haltcn gesucht, und er hat auch Naturaufnahmen gedreht, aber echte, und nicht gestellte, über deren Austauchen in europäischen Kinos sich Schomburgk bitter beklagt- Er hat die Natur unverfälscht gedreht, wie er sie fand. Das Großwild. das — ähnlich wie in USA. — fast nur noch in Tierschuyparks ungeheuren Umfanges vorkommt, filmte er im Nationalpark von Transvaal, der ungefähr so groß wie ganz Bayern und Württemberg zusammengenommcn ist. Löwen. Hyänen und Büffel. Giraffen und Antilopen wurden seine Filmbeute, und als besondere Ueberraschung wurde festgestellt, daß dort noch über 70 Elefanten leben, während man im ganzen Reservat nur ein oder zwei Dutzend vermutet hatte. — Durch Flüsse mit tief aus- getrocknetem Eandbett. durch Steppe und Urwald. über Geröllhaldcn mit einer Steigung, deren Bezwingung für die schwcrbeladenen Lastwagen fast unmöglich schien, ging es weiter. Im Verlauf dieser Fahrt gelang es. das seltenste Tier der Welt, das weihe Nashorn, zu photographieren. Die automobilistischc Leistung Schomburgks ist bewundernswert 14000 Kilometer wurden in fieben Monaten auf Wegen zurückgelegt, deren Zustand unsere Beschreibung nur unvollkommen wiedergibt Manchmal kam die Expedition in zwölf Stunden eines Fahrtages nur ebenso viele Kilometer vorwärts. An Flaschenzügen schleppten sich die schweren Lastwagen gegenseitig über die ärgsten Steigungen. Auch wisienschaftlichc Arbeit, vor allem zur Erkundung der Lebensweise afrikanischen Wildes, konnte geleistet werden Es gelang einmal einen Büfsel auf vier Schritte Entfernung auszunehmen und einen Leoparden zu filmen, der Antilopen anschleicht. Aber das allein ist nicht mehr Afrika — auch dieser Erdteil und seine primitiven Menschen bekommen die Wirtschaftskrise zu spüren. Das erschütterndste Beispiel, das Schomburgk erzählt, ist die Geschichte der Stadt Elizabcth- ville. Als er vor fast 30 Jahren zum erstenmal dort war. bestand Elizabethville aus ein paar halbverfallenen Strohhütten. Inzwischen sind dort unermeßliche Kupferminen entdeckt worden, in kurzer Zeit entstand eine moderne Stadt mit 40 000 Einwohnern Jetzt ist der Kupserpreis so gefallen, dah die Minen stillgelegt werden muhten. Die aus den umliegenden Urwäldern zu- sammengeholten schwarzen Arbeiter drohen zu verhungern. In dichten Scharen strömen sie zur Küste, zu den Hafenstädten, um dort Arbeit zu suchen, und auch die wenigen weihen Aufseher, Ingenieure und Kaufleute verlassen den Ort, der keine Arbeit und keinen Lohn mehr bietet. Die Stadt verödet, die Häuser verfallen, und in ein paar Monaten wird Elizabethville wieder das sein, was es vor 30 Jahren war — ein Tummelplatz für Elefanten! H. H. H. Wozu ist die Wollhandkrabbe gut? Die Wollhandkrabbe, dieser Ändringling aus China, der sich von der Elbe aus in den deutschen Gewässern immer mehr verbreitet hat und jetzt sogar bis zum Niederrhein vorgedrungen ist, hat nicht nur die Aufmerksamkeit der Gelehrten gefunden. die sich mit diesem seltsamen afiatifc&en Eindringling eingehend befchäftigten. sondern macht sich auch den Fischern unangenehm bemerkbar. indem sie die Netze zerreißt, den Köder von der Angel frißt und bereits gefangene Fische an- knabbert. Daß diese exotischr Krabbe Fische frißt, wie man behauptet, ist nicht richtig: sie kann bei massenhaftem Auftreten der Fischerei aber dadurch gefährlich werden, dah sie dieselbe Nahrung wie die Fische, nämlich Muscheln und Schnecken, sucht und diesen nützlichen Tieren dadurch die Lebensmöglichkeit verringert. Da man die Krabbe nicht bekämpfen kann, so erhebt sich die Frage, wie man diesen unangenehmen Gast am besten verwerten kann: dasür ergeben sich einige Möglichkeiten, wie Dr Schnakenbeck in der Frankfurter Wochenschrift .Die Umschau" ausführt. Ob wir damit eine neue Delikatelle für unteren Tisch gewinnen, bleibt fraglich. Zwar haben bereits größere .Wollhandkrabben-Essen" in Magdeburg und Hannover ftattgesunden und das Fleisch wurde als sehr wohlschmeckend gerühmt. Die Ansichten sind aber geteilt, und schwerlich dürste die Wollhandkrabbe ein Nebenbuhler des Krebses und der Hummer Werdern In China wird sie wie alle anderen Krabben gegessen. In der Fischerei kann man zerstampfte Wollhandkrabben als Aalköder benutzen. Sodann sucht man sie als Dieh- futter zu verwerten: sie werden zerstampst. Hühnern und Schweinen vorgeworfen oder zu Futtermehl verarbeitet. Dabei hat sich gezeigt, daß eine übermäßig starke Derfütterung von Wollhandkrabben an Schweine schädlich war. Eine Firma stellt aus ihnen Schrot zur Nahrung für (Beflügel und Futtermehl für Schweine her. Für diese Produktion ist aber eine Lieferung in großen Mengen nötig, die bisher noch nicht getvährlei- stet ist. In der Elbmündung wurden allerding» in einigen Monaten erhebliche Mengen gefangen; so lieferten vier Fischer in wenigen Tagen 10 000- Pfund Krabben an die Firma. Zeitschriften. — Die Märznummer von IDe ft ermann» Monatsheften steht im Zeichen des Goethe- Jahres Prof. Dr. Eugen Kühnernann schildert »Weimar, die Stadt Goethes", die Beziehungen des Dichters zu dieser Stadt und die Bedeutung, die sie durch ihn erlangt hat. Den Text illustrieren Wiedergaben von Oelbildern des Berliner Malers Erich Kux. Der zweite Goelhe-Aufsah des Heftes von Pros. Dr. Philipp Witkop, Univer- sitätsprofefsor in Freiburg, würdigt Goethe als »Deutschlands größten Bürger". In Goethe hat das deutsche Bürgertum feine Krönung erfahren, mit Goethe sich geläutert und gesteigert zu einem Lebensideal, das den zeitlosen Leitsternen der Menschheit zugehört. Wilhelm Conrad Gomoll. Chef der Pressestelle der Reichsrundfunkgesellschaft gibt in einem Aufsatz »Land der Sonne" Reiseeindrücke von der kroat-.sck-dalmatinischen Adria. Der 200. Wiederkehr von George Wastzingtons Geburtstag gedenkt Reinhard Weer in einer biographischen Skizze »Der große George". In der Novelle »Hunger" gestaltet Paul Steinmüller das Schicksal zweier Menschen, die beide dem Hunger erliegen, der eine dem leiblichen, der andere dem seelischen. Weiter nennen wir »Gols. ein Gesundheitssport" von Dr. Bernhard von Limburger und »Gustav Klimt und Albin Egger-Lienz" von Professor Dr. Max Eisler. Ein neuer Roman von Gustav.Renker »Das Tier im Sumps", einRo- man aus Asrika, beginnt in diesem Heft. Ein Kapitel aus der Münzgeschichte bietet die neueste Nummer der 3 11 u ft r i r t e n Zeitung (I. I. Weber, Leipzig). Dr. Herbert Werner Gewände zeigt hier den Ursprung und die Geschichte unserer gegenwärtigen Münzlorten auf. und man erkennt, daß trotz aller sonstigen Fortschritte uns moderne Menschen aus dem Gebiete des Müngzwescns ein Stück Mittelalter umgibt Von kulturhistorischem Interesse ist ferner der ‘Beitrag »Unser Taschentuch" von Cugenie Buchwald, begleitet von launigen Zeichnungen von Noll Huen. ßm Stück Kirchengefchichte tritt uns trt bem Aufsatz von Dr. Paula Kreiselmeyers über bie Vertreibung der Salzburger Protestanten vor 200 Jahren entgegen. Oderheffen Sängeriag des Horloff-Weiterial- Sängerbundes. ! Wetterfeld, 3.März. Am Sonntag fand hier die diesjährige Vertreterversammlung des Horloff - Wettertal - Sängerbundes statt. Die Versammlung wurde mit dem Sängergrus) und einem Chor des Gesangvereins Wetterfeld eröffnet. Der 1. Dundesvor- sitzende Karl Bender (Hungen) begrüßte sodann die Vertreter der Bundesvereine. Bei Eintritt in die Tagesordnung wurde zunächst Wilh. Sehrt (Hungen) zum Schriftführer gewählt. Die von dem Dundesrechner W i n g e s e l d (Wetterfeld) vorgelegte Iahresrechnung zeigte 356,55 Mk. Einnahmen, 223,13 Mk. Ausgaben, 133,42 Mark äleberschuß; der Gesamtbestand der Kasse beläuft sich auf 214,12 Mark. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. 3n Anbetracht der günstigen Kassenlage wurde der Iahresbeitrag je Einzel- Mitglied für den Bund von 20 auf 10 Pfennig herabgesetzt. Der diesjährige Sängertag wird am 29. Mai in Inheiden abgehalten. 5>abei_ bringt jeder Bundesverein zwei setbstgewählte Chöre, von denen einer ein Volkslied sein muh, zum Vortrag. Der Vorschlag eines Mafscnchores für diesen Tag wurde dem Bundesdirigenten, Lehrer Dietrich (Rodheim) überlassen. Der Antrag, die Sänger mit 25= und mehrjähriger Mitgliedschaft in geeigneter Weise seitens des Bundes zu ehren, fand Zustimmung. Lanorrets Gießen 4= Klein-Linden, 3. März. In einer Gastwirtschaft in der Wetzlarer Straße wurde dieser Tage abends ein D i e b st a h l verübt. Aus einem Rebengastzimmer wurden Kleidungsstücke entwendet, die den Sängern gehörten, die in dem Gasthaus ihren älebungsabend abhielten. Der oder die Diebe nahmen Windjacken, Mäntel, Hüte und Mützen mit. Rach Lage des Falles muh angenommen werden, daß die Einbrecher mit den örtlichen Verhältnissen vertraut waren. Die polizeilichen Ermittelungen sind im Gange. (D Großen-Buseck, 3.März. Der B ezir k s- lehreroerein Großen-Buseck hielt dieser Tage seine letzte Konferenz im lausenden Schuljahr ab. Zunächst erfolgte die Borstandswahl. Wegen Rücktritts des ersten und zweiten Vorsitzenden wurden neu in den Vorstand gewählt: Lehrer P a u l- Trohe als 1. Vorsitzender, Lehrer Edelmann- Deuern als 2. Vorsitzender. Die übrigen Vorstandsmitglieder, Lehrer Fay- Alten-Buseck als Schriftführer und Lehrer 3 u n g - Großen-Buseck als Rechner, verblieben in ihren Remtern. 3m Anschluß daran hielt Lehrer Koch- Rödgen einen Vortrag über die Reform der Schulzeugnisse. = Daubringen, 3. März. Der hiesige Obst- und Gartenbauverein hielt d ccr Tage seine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende. W. Walther VII., erstattete den 3ah- resbericht. Die Zahl der Mitglieder ist unverändert geblieben. Die Rechnungsablage durch den Dereinsrechner W. Erb ergab einen kleinen Lleberlchuh. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Cs wurde einstimmig beschlossen, auch im kommenden Frühjahr wieder eine allgemeine Bespritzung der Obitbüume mit Obstbaumkarbolineum durchzuführen. Weiterhin wurde eine Anregung gutgeheißen, im Laufe des 3ahres Obstbausach- verständige zu Gemarkungsrundgängen und an- schließen!^ Vorträgen zu verpflichten. 3 Allendorf a. d.Lda., 3. März. Am Sonntag fand in der hiesigen Kirche em Konzert zum Besten des Orgelbaufonds statt. Mitwirkende waren Frl. Leni Kayser (Violine), Frl. Elisabeth Kayser (Gesang) und Herr Bernhard Dreier (Orgel), alle aus Duchschlag bei Frankfurt a. M., sowie der Männergesangverein Allendorf a. d. Lda. (Leitung Lehrer Schmidt Kesselbach), und der gemischte Chor (Leitung Frl Kung, Allendorf a. d. Lda.). Vorträge für Orgel Aus Metern Saus wurde das lindberah-Äabtz entführt. Die Villa Lindberahs in Hopewell (New Jersey), aus der das 19 Monate alte Söhnchen des Ozeanfliegers in der Nacht von unbekannten Tätern geraubt wurde «HW ’-V - ' - * und Violine, Lieder für Männer- und gemischten Chor, eindrucksvolle Passionsmusik bereiteten den Zuhörem einen hohen künstlerischen Genuß und gleichzeitig ein schönes Erlebnis. Die Kirche war bis auf den letzten Platz beseht. * Ober - Bessingen, 3.März. Der hiesige Obst- und Gartenbauverein hielt eine gutbefuchte Versammlung ab. .in der Lehrer 3 a - tob von hier einen Vortrag über die Absatzmöglichkeiten des Qualitätsobstes hielt. Als sehr wesentlich für eine gute Obsternte bezeichnete der Redner die Schädlingsbekämpfung. Mit einer Fülle praktischer Ratschläge bereitete der Redner seinen aufmerksamen Zuhörern eine lehrreiche und anregende Stunde. 3m Rückblick auf die bisherige Tätigkeit des Vereins darf gesagt werden, dah von ihm schon viel wertvolle Arbeit geleistet worden ist. * 3nhciden. 3. März. Am Samstag trat die hiesige Musikvereinigung unter der Leitung von Frau Wehner zum ersten Male mit einer Veranstaltung an die Öffentlichkeit. Rach einem flotten Marsch hielt Frl. M. Kuhn eine kurze Ansprache. Sodann brachte die Musikkapelle verschiedene schöne alte Volkslieder zum Vortrag, die lebhaften Beifall fanden. Ein Theaterstück stand im Mittelpunkt des Abends und wurde geschickt aufgeführt. Singspiele, Zwiegespräche, musikalische Darbietungen, humoristische Einlagen (Herr Wehner) usw. füllten den restlichen Teil der Veranstaltung aus und unterhielten die Zuhörer auf das Beste. «rcie ^r»covcrg /' Friedberg, 2. März. Da in den letzten 3ahren die Seuchen unter den Bienen merklich zugenommen haben, findet am 5. und 6. März in der hiesigen Lehranstalt für Obst- und Gartenbau für Pienenzüchter ein Seuchenbekämpfungs-Kursus statt- Leiter des Kurses ist Dr. R i e t s ch e l vom Zoologischen 3vft 'e Frank u ter Uni erfität Krc.s Smvrren □ Laubach, 2. März Die hiesige Ortsgruppe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge" veranstaltete im Saale des „Schützenhofes einen gut besuchten Vortragsabend. Pfarrer Kornmann gab in fast zweistündigen Aus üh- rungen ein Bild über die segensreiche Tätigkeit der Deutschen Kriegsgräberfürsorge zur Ehrung unserer in fremder Erde ruhenden Krieger. Zahlreiche Lichtbilder machten den Vortrag anschaulich. Die Veranstaltung wurde durch entsprechende Musikstücke der Laubacher Kapelle verschönert. - Da in letzter Zeit durch Leseholzsuchende in den städtischen Waldungen wiederholt Waldfrevel begangen wurden, hat der Gemeinderat beschlossen, dah in Zukunft das Dürrholz nur in Traglasten nach Hause gebracht werden darf. Hierbei ist die Benutzung von Fahrzeugen jeglicher Art verboten. > (Gebern, 2. März. Die Generalversammlung des Rindviehversicherungsvereins sand unter starker Beteiligung statt. Rach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Wilhelm 3 u n ke r erstattete der Rechner W. Ruhl die Rechnungsablage. Die Einnahmen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1540,30 Mark, denen 1679,30 Mark an Ausgaben gegenüberstehen. Für gefallenes Vieh wurden 1417,80 Mark, für Verwaltungskosten 200 Mark bezahlt. Aus dem 3ahre 1930 mußte eine Mehrausgabe von 61.30 Mark übernommen werden, so daß das Defizit auf 139 Mark angewachsen ist. 3m ganzen sind 210 Stück Großvieh versichert, 65 Mitglieder gehören dem Verein an. Dem Rechner und dem gesamten Vorstand wurde Entlastung erteilt. Als Schiedsrichter wurden Karl R o s ch y , Christian Reinhardt und Heinrich Diehl IX. wieder- gewählt, durch Zuruf Karl 3unter II. neu- gewählt. Zu Schätzern wurden Karl R e i - chert IV., Heinrich Diehl IX.. Heinrich Grü- ni n g und Richard Geyer gewählt, während Wichelm Diehl IV. als Reservefchäher bestimmt wurde. Rach einem Antrag des Karl Verlach III. wurden die Gebühre" auf 3 Mark herabgesetzt. Rach eingehender Aussprache wurde der Versicherungsbeitrag für ein Kalb auf 1,50 Mark und die Entschädigungssumme auf 20 Mark festgesetzt. * Ulfa, 2. März. Die hiesige Spar- und D a r l e h n s k a s s e e. G. m. b. H. hielt dieser Tage ihre rdentliche Generalversammlung ab. Rechner Bast ist infolge feiner schweren Kriegsverletzung freiwillig zurückgetreten. Als Ersatz wurde Polizeidiener Otto L u d w i g I. zum Rechner gewählt 3m Anschluß an die Generalversammlung wurde im kleineren Rahmen das 60jährige Bestehen der Kasse gefeiert. Der Vorsitzende des 28 FoMetzung •Jtad)örud verboten ,3a — na, wie geht s denn? — Viel Ansturm. — Hast du bei Gifevius was erreicht? - 3a? — Ra, dann ist's ja gut.“ Rose horchte gespannt auf. 3n ihr stieg der Verdacht auf, daß des Vaters Lage brenzlig war. »Liebrach hat mir zweihunderttausend Mark vorgeschossen. Die werden morgen vormittag auf unserer Kasse eingezahlt." „Du wirst am Vormittag nicht in der Bank fein?“ „So — so! 3a, da hast du recht, die Sache geht vor. Sag nur dem Kassierer Bescheid. Er ist eben noch da. — Ra, das paßt ja fein! 3ch bin morgen vormittag zwischen zehn und zwölf Uhr bei Wolf und Hefterding. — Was da los ist? — Ra, das erzähl' ich dir noch. — Kommst du bald nach Hause? — Schön! Also auf Wiedersehen!" Rose sah ihn forschend an. „Sag mal, Papa, es ist wohl Gefahr im Anzüge?" „3 wo!" „Ra, was du da eben gesagt, klang doch sehr danach." „Ach, la'ß mich doch in Ruhe! Geh jetzt — ich hab' zu tun.“ Sie verließ das Zimmer. Während sie in ihre Wohnung hi nauf ging, überdachte sie noch einmal das eben Gehörte. Kein Zweifel, mit der Bank stand's wacklig. Wenn sie verkrachte, verlor sie ihr Vermögen. Ein Angstgefühl strömte durch sie hin. Das lähmte sie für Sekunden. Sie hielt ihren Schritt an, dachte nach, was sie tun könnte, um ihr Geld oder wenigstens einen Teil ihres Geldes zu retten. Und dann tarn ihr ein Entschluß. Don chm beflügelt, stürmte sie vorwärts, an ihrer Wohnung vorüber, hinauf ins Atelier, wo Andree Costa war, dem sie sich anvertrauen wollte. „3a, ja, das stimmt schon, ich bin Max Schadow, der Bruder von Karl Schadow. Aber um das festzustellen, hättest du dich nicht herzubemühen brauchen. 3ch suche nämlich keinen Anschluß an meine Verwandtschast. Und damit du es weißt: es gibt nichts zu erben bei mir. Gar nichts. Wenn ich einmal das Zeitliche segne, fällt meine gesamte Hinterlassenschaft an den Staat." Helene starrte den alten Mann in fassungslosem Staunen an. „Aber Onkel Max, ich bin doch nicht zu dir gekommen, um dich zu beerben. Gott sei Dank Don Geld md ürbe Vornan von Grete von Saß. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle lebst du ja auch noch. Meine Kollegin, Fräulein Lucke hatte mir von dir erzählt, und da faßte ich den Entschluß, dich aufzusuchen. 3ch nahm an, es würde dich freuen, die Tochter deines verstorbenen Bruders kennenzulernen." Er knurrte etwas vor sich hin, das sie nicht verstand. Eine Aufforderung, zu bleiben, war es bestimmt nid) Sie wünschte auch keine, obgleich es ihr peinlich war, Gina und Doktor Hahn, die in der Diele warteten, sagen zu sollen wir müssen gleich weiter. „3st hier in der Rähe ein Gasthof?" fragte sie. „3a, etwa eine halbe Stunde Weges von hier entfernt.“ Und nun beschrieb er ihr den Weg. Mit einer Bereitwilligkeit, die verriet, daß er nicht erwarten konnte, sie loszuwerden. Sie mußte daran denken, daß die Mutter ein Leben lang auf -Onkel Max' Heimkehr gehofft und darauf, daß mit ihm alles Glück für die 3hrigen kommen möge. Wenn sie nun erfuhr, daß sie ihre Hoffnung auf einen bösen, geizigen Menschen gesetzt, der, aus Furcht davor, seine Angehörigen könnten etwas von ihm haben wollen. sich von ihnen fernhielt, so mußte das sehr schmerzlich für sie fein. Das wollte sie der armen Mutter ersparen. Kein Wort von ihrem Erlebnis mit Onkel Mar wollte sie nach Hause berichten. Helene verabschiedete sich. Und nun brachte Onkel Mar so etwas wie eine Entschuldigung an. Er sei nicht eingerichtet auf Gäste. Es wäre ihm ja leib, sie nicht aufnehmen zu können, aber ... Er verstummte jäh vor dem ernsten Blick ihrer großen, tiefblauen Augen. Helene kam allein in die Diele zurück. Gina wollte wissen, "ms los war. Helene hob abwehrend die Hcn und bat: Richt fragen. Sina. Wir sind in ein ungastliches Haus geraten und wollen nun zusehen, weiterzukommen." Und dann sprach sie zu Hahn von dem Gasthof und daß man dort rasten und sich zur Rückkehr stärken müsse. Er fragte erstaunt: „3a, ich begreife nicht: Warum bleiben wir nicht hier? 3st der alte Herr auch nicht 3hr Onkel — aufnehmen kann er uns doch." „Er ist mein Onkel." „3a, so erklären Sie doch, warum wir nicht für ein paar Stunden hierbleiben?" „Weil er uns nicht aufnehmen will.“ Hahn schüttelte den Kopf. ..Sich so einfach fortschicken zu lassen, bas begreife ich nicht Dagegen trumpft man boch gehörig auf." „Wie soll ich bas?" rief Helene verzweifelt. Wenn er boch Angst hat, ich will ihn beerben!" Ihre Verzweiflung war so komisch, baß Gina und Hahn über sie lachen mußten. Man fuhr ins Gasthaus, bas sich als äußerst primitiv erwies. „Unfern größten Hunger werden wir hier schon stillen können", sagte Helene, „und für ein paar Stunden Ruhe reicht's auch aus." Bis zum Abend blieben sie dort. Es war Mitternacht, als sie in Hollywood eintrafen. 3m Hotel „Los Angeles" war noch Betrieb. Eine 3azzbandkapelle vollführte einen ohrenbetäubenden Spektakel. Die Gefellfchaftsfäle waren gepfropft voll mit Menschen. „Bleiben wir noch ein Stündchen hier zusammen", schlug Hahn vor. Helene hatte keine Lust. Sie entschuldigte sich mit Müdigkeit, sie müsse schlafen gehen. Hahn ließ ihre Entschuldigung nicht gelten. „Sie können doch nicht sobald schlafen. Rach solchem vervatzten Tage liegt man nachher stundenlang, wälzt dumme Gedanken, die den Schlaf todsicher verscheuchen. Rein, ich lasse Sie nicht fort, überlasse Sie nicht der Pein einer schlaflosen Rächt. So einen scheußlichen Tag muß man wenigstens nett beschließen." Er rief einen Kellner. „Ober, wir wünschen zu speisen — bringen Sie uns die Karte. Und bann becken Sie für uns einen Tisch in ber Veranda, aber in der, die nach dem Park zu liegt — dort sind wir wenigstens vor 3hrer Höllenmusik sicher." Er wandte sich zu den Damen. „Es ist 3hnen doch recht so. meine Damen?" „O gewiß", sagte Gina. „Es wird herrlich sein, so ein Stündchen auf ber Veranba zu sitzen." Balb faßen sie um einen weißgebeckten Tisch, über ben das mattrote Licht einer seidenbeschirmten Lampe fiel. Der Ober trug das Essen auf, das Gina und Hahn sich gut schmecken ließen. Helene genoß fast nichts. Sie beteiligte sich auch nicht an der Unterhaltung, die sich um Filmdekorationen und Kostüme drehte. „Miß Harrison, wo sind Sie? Mir scheint, Sie sind eben weit fort?" redete Doktor Hahn sie an. „Weit, weit, Doktor." „Das ist unrecht! Sehen Sie doch, wie schön es hier ist — sehen Sie denn das gar nicht?" ..Doch.^ „Ra also! 3ch schlage vor, wir machen einen Gang durch den Park?" Die Damen waren einverstanden. Man stieg die breite Freitreppe hinunter. Hahn reichte Helene den Arm. Er dachte: Sie hat Heimweh. Das ist wie ein latentes Leiden. 3eden Augenblick kann es zum Ausbruch kommen. Man muß sie schonen, sehr schonen. Langsam schritten sie durch ben Park. Die Rächt war warm. Ein saphirblauer Himmel mit unruhig zuckenden Sternen und einer silberweißen Mondscheibe wölbte sich über ihnen. alles rollte der Vortragende zunächst ein schichtlichen Rückblickes: man erlebte Luther auf dem Wormser Reichstag Freiheit erkämpft, wie bann aber im Bilb gc- mit, wie bie rechte Laufe ber ber Frei- Augen, sie bie blassen. sah sie an. „Fühlen Sie sich nicht recht wohl?" Sie schloß für einen Moment bie mühte sich um Festigkeit. Dann öffnete Augen, sah Hahn an unb sagte mit in ber Bank aus — trübe, was?" „Momentan: ja. Aber ich denke, baß wieder ins Geleise kommen wird.“ „Ra, na!" „Sicher, Rose." Sie zuckte mit den Achseln. Ein dumpfer Schmerz preßte Helenes Herz zusammen. Das war wieder das Heimweh! „3st es nicht herrlich, daß wir hier sein dürfen?" flüsterte Gina Helene zu. Helene antwortete nicht. Die Frage hatte ihren verborgenen Schmerz zum Auflodern gebracht. Er fiel über sie her mit einer Gewalt, gegen die es kein Wehren mehr gab. Er zuckte durch sie hin, daß ihr Körper bebte. Hahn, der spürte, daß etwas in ihr vorging, zuckenden Lippen: „3ch habe Heimweh. Aber ich werde es überwinden, machen Sie sich keine Sorgen um mich." Er preßte ihren Arm fester an sich, dachte bewundernd: Was ist sie doch für ein tapferer kleiner Kerl! Roch nie hatte Hans-Achim erlebt, baß feine Frau auf war, wenn er in bie Bank ging. Eines Tages war sie bereits im Speisezimmer, als ec zum Frühstück erschien. „Rann, wie kommt bas, baß bu schon auf beit Beinen bist?" fragte er erstaunt. „3st bir's nicht recht?" „Doch." „3ch habe Papa bitten lassen, heute mal mit uns zu frühstücken", sagte sie. „Er wirb gleich hier sein." Sie setzte sich ihm gegenüber, sah ihn an. „Sag mal, wie sieht es benn eigentlich ebcit Aufsichtsrates, Gastwirt Lotz, gab als Versammlungsleiter einen Ueberblick über bie bisherige Entwicklung der Kasse. Dankdireltor G i n- n oto überbrachte die Glückwünsche der Landes- genossenschaftsbank. Oberrevisor Hartmann. Gießen, überreichte der Kasse eine von dem Verband gestiftete Ehrenurkunde. Kirche und Schule. Torfkirchenvorstchertagung in Wctterfeld. Am Montag fand in Wetterfeld die 26.D o r f- kirchenvorstehertagung für das südliche Oberhessen statt, die von über 200 Kirchenvorstehern, Lehrern, Pfarrern und anderen Gemeindegliedem besucht war. »Olm Vormittag predigte Oberkirchenrat D. Wagner. Gießen, der durch das Verleben seiner 3ugend- zeit selbst mit dem Tagungsort heimatlich verbunden ist. 3n der Predigt wurde aus die besonderen Aufgaben der Kirchenvorsteher in unserer Zeit hingewiesen. Ein Männerchor unb ein Chor der Schuljugend verschönten den Gottesdienst in der überfüllten Dorfkirche. Am Rachmittag sand man sich im Saal der Wirtschaft Hofmann wieder zusammen zu einem Vortrag von Pfarrer Rühl, Reichelsheim (Wet- tcrau) über das Thema: „Was verlangt die Rot der Zeit von den Dorfkirchenvorstehem?" Vor den gespannt lauschende«- Luhörern, die den Saal bis auf den letzten Platz füllten, ent- Geschichte dieser große, gute Gedanke heit vergiftet wird durch die Parole. „Der Mensch ist gut!“ Von der französischen Revolution her- SS S- 191 antreter „3ch habe wenig Hoffnung — hab' so das Gefühl. daß eine Katastrophe unabwendbar ist." Hans-Achim legte die Finger an die Lippe». „Papa kommt." Dieser sprach in der Diele mit 3acky. 3m nächsten Augenblick betrat er das Zimmer. „'n Morjen! Sag mal, Rose, was fällt dir ein, mich zum Frühstück zu bitten? So was is ja noch gar nicht dagewesen ...“ Rose lächelte. „3ch wollte dir Gelegenheit geben, mit Achim zu sprechen, bevor er in bie Bank geht." „Ra, das war ja mal sehr verstänbig von dir", lobte er und ließ sich schwer in einem Sessel fallen. (Fortsetzung folgt.) Scha im 4 sNmmerinii rf) genau & icöcthgcT Smer fielet' Eetaffeln m di i*r Defehung ö' Dockes gan litt besonderer W M und diese 2 Zerspringen, Sv kfhmgen wurden Zech Schwimm Mrti Sprunge bringen an den c tilgen Einschlag n M Reigens- «diM der Sch rgte eine auperot fcben der Leitum Hie als Mitw htredentaud)! Itllern und sch t in die Folge d Uten, läßt auf < katschen Lebensr Luch der Humor be hielt die Stir Spannung. Zas zum Schluf Hwimmers Sch betragene Wasser Marburger T.- u ks Veranstalters solqrrich Das Werbeschw I2d. 1846 Gießen ei Är S&tog in gut der Beist in dem1 der denlbar dest ferner auch Ausst nämlich ganz im bewuht die Arb betrieben sehen Eportabte Wkeseck I - Daubringen h Diese» zu &aft. ?lt I-'0, sie Oerfi Jltat zu verbessi «genteil, denn d lerschuldeie ein L ilrich, an dem bis W geändert t Men spielten s, Trsv'greiche Ti in Ae 1. Aadballi S "nahm an ( N KIM B. und \\M Der U M cs im Dc #Nt“ 5tc ^Mlchenrunde herein Dieb: M'L traten d jMs im Do IfeU ,J®annfd) l11 Aach der Men sic bis zi M^SpieM Ml) kommen!), ging dann das entsprechende Losungswort: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit", zusammen mit jenem anderen, durch die Welt auch hinein in Stadt und Land — auch in die Dörfer. Damit hat eine Lösung des Dorfmenschen von den drei großen, letzten Bindungen an Sitte, Heimat und Gott eingesetzt, eine Loslösung, die mitgemacht wurde unb an der wir mitschuldig sind. Was wir heute an Rot sehen, das hängt mit dieser Entwurzelung zusammen. Der Weg zum Ausbau könne nur von solchen beschritten werden, die sich gebunden wissen an eine ewige Welt. An ben Vortrag, der durch verschiedene Vergleiche unb Bilber besonders anschaulich ward, schloß sich eine lange Aussprache an. Am Vorabend hatte Pfarrer Wagner, Bensheim (Bergstraße), der Gemeinde, die freundlicherweise wieder alle, Teilnehmer von außerhalb gastlich ausgenommen hatte, zu Lichtbildern einen Vortrag über Siebenbürgen gehalten; auch da war bas Gotteshaus fast zu klein. Landkreis Gießen. ) ( Hungen, 2. März. Gestern nachmittag fand unter dem Vorsitz von Dekan Engel, Obbornhofen, im »Solmser Hof" eine Konferenz der evangelischen Geistlichen unseres Dekanates statt. Missionar Lauk, Frankfurt, hielt einen interessanten Vortrag über das religiöse Bild 3ndiens. Dem Vortrag folgte eine eingehende Aussprache. Preußen. Verbands-ag des Hessischen pensionärvereins. WER. Frankfurt a. M., 2. März. Hier sand dieser Tage in Anwesenheit von Vertretern sämtlicher Ortsgruppen ber diesjährige Verba n b s t a g des Hessischen Pensionärvereins statt. Der vom ersten Vorsitzenden, Polizeidirektor i.R. Bischoff (Worms), erstattete Jahresbericht gab ein anschauliches Vild der umfangreichen Tätigkeit des Verbandsvor- standes im letzten 3ahr. Bezüglich der Pensionskürzungen wurde die Hoffnung ausgesprochen. [jcti h Jn sA ndcsg' A auch in pAJi UnteA I^LnlolN'ncn Reich) b daß $l>', . Td. 1 ÖJ.-fpori in der wie folgt antreten: svlgt-) Kehler Polizei Falter Polizei Weyerhauser Polizei Gehrhardt Tv. v. 1846 CBedcr Mehren ohne Gruber, Schmitt und Ctremmel antreten, doch wird dies die Epielftärke kaum beeinträchtigen. Da die Männcrturner den gesamten Sturm stellen, ist eine ziemliche Einheitlichkeit gewahrt. Die Hintermannschaft einschließlich Balser im Tor schäft des ® Schwimmerinnen in vorbildlicher Wcisö Phrte. Herzlich begrüßt wurde auch die Schwimmen an eine ewige >urch verschiedene anschaulich Ward e an. Dagner.Den-. noe, die freunb« >iner von außer« c> zu Lichtbildern icn gehalten: auch l klein. Rtn. •cflctn nachmittag lan Sngel, Ob* ine Konferenz stlichen unle* Üislionar Laus, nten Dortrag üba em Vortrag folgte sehen, dat'hU imen. Der Deg °lchen beschritten onzuwenden sei. 3m weiteren Verlaufe der Tagung wurden Versicherung--, Beitrags- und Organisationsfragen erörtert. ftrciö Wetzlar O Krofdorf. 3. März 3n der bis auf den letzten Platz besetzten Turnhalle hielt der Tur n- verein am Sonntag einen Theaterabend ab. Zur Aufführung gelangte da« Lustspiel .3m Wethen Röss l". Das mit viel Sorgfalt vorbereitete Stück wurde von den zahlreichen Darstellern ausgezeichnet wiedcrgegebcn und sand stärksten Beifall. Die Leitung des Spieles liegt in den bewährten Händen von Langsdorf, Bad-Aauheim. Der Reinertrag des Spieles ist für die Siebener Winternothilfe bestimmt. Vor diesem Spiel tritt eine Schiedsrichtermann- in die H Dvrsmenschen Engen an 6iik hte HeleneS hcq iad tzeimlvch! Wit hier sein bür« ii. : Frage hatte ihn! luflobem gebracht, Gewalt, gegen M St zuckte durch l't as in ihr vorginz, drtwemd’ , r.Mrd. Hi« ii vvn Vertretern »ieSMge Dci« in Penstonii« tsten Vorsitzen^ fs /Doms, et« anschauliches ÖH des Verbandsvot« ;lich der Pension;« ing auSgesPwchen. Decker Tv. Schmidt Tv. n erlebt e Sari ff*?! peAirnmer, al» ih du schon au' M gnt ist ziemlich erfahren und dürfte dem finessereichen Gästesturm gewachsen sein. Die Ausstellung Siebener Mannschaft lautet: Daubringen war zu einem Fußballspiel Wieseck zu Gast. Bei Halbzeit führten die Säfte mit 1:0, sie versuchten später energisch. daS Re- Handball zuaungen der Siegener Wwiernolhllse Stadtmannschasten Butzbach gegen Gießen. Fisch Tv. Gröhmann Tv. Die Hieiiaen. die ihre bisherigen Spiele ziem- . nuiium uil ^u, * «yi u«n‘“ »y- y“1 Inh er^lgrcich gestalten konnten, müssen leider, Mtv. und des Tv.v.1846 ihre Kräfte. Tv. v. 1846 Salz Schorrkopf Mtv. Mtv. Seipp Rothermcl Schüler alle Mtv. M3» '«le. '.8,|lrrfdb von übn l' Nrn unb 2° D > H K» gS-hir. ää J Vild ge. l/b'e mit. wie ^'ag die rechte ? 'J1 Lause der anfe bet Frei, «■ „Der Mensch Evolution her. cheude Losungs« der ichkeit-, ,u. die Dck -> • tisv*6* «8« an ‘ s 3*"i fi«! » noiir wenl »i« * sagte nd blass«. ich werde es M* . Sorgen ■««r*. j für ein taphiet svltat zu verbessern, cS gelang jedoch sehr das Gegenteil, denn die Daubringcr Hintermannschaft «rschuldcte ein Selbsttor und schuf so den AuS- Ilcich. an dem bis zum Schluh des Spieles nichts mefcr geändert werden konnte. 'Beide Mannschaften spielten sehr fair. Radklub „Germania^ Gießen. Erso'greiche Teilnahme am Radballturmer in Frankfurt a. M. Die 1. Dadballmannfchaft des Radklubs ^Ger- hnania "nahm an einem Radballturnier in Frank- flirt teil, bestritt die Spiele im Zweier-Radball tat Klasse B. und belegte dabei einen achtbaren !. Platz. Der Mannschaft Baum-Stommel gdang cS im Vorspiel, die 2. Mannschaft von ."Danderlust" FranNurt mit 12:0 und im Spiel her Zwischenrunde die 1. Mannschaft von Rad- Whrerverein Biebrich mit 10:0 zu schlagen. 3m Endspiel traten dann die Siebener gegen die ebenfalls im Bor- und Zwischenspielen sieg- niche 1. Mannschaft der Frankfurter Wander- Uft an. Rach der anfänglichen Führung von 6:0 nutzten fie bis zum Seitenwechsel den Gegner kB auf 7:3 herankommen lassen. 'Bei Ende der ngulären Spielzeit stand das Spiel gar 8:8, da 5.»«1 Ditb.“ Morgen, Samstag, um 16 Mhr. stehen sich die Ttadtmannschaften von Sieben und Butzbach auf km Waldsportpiatz des Vereins für Bewegungs- Diele im Freundschaftsspiel gegenüber. Das Vor- Diel in Butzbach, das für die dortige Wtnterhtlfe miägetragcn wurde, konnten die Hiesigen nach scannendem Kampf ficher gewinnen. Ob fie das »vrgige Treffen so glatt für sich entscheiden ron- mtn. ist fraglich. Die Gäste haben in letzter Zett ziemlich an Spielstärke getoonnen. da die Poli- yi Butzbach einige neue Kräfte aufweist, die mit* Dielen werden. Die Hauptwaffe ist der 6türm, kr in allen Teilen über gute Einzclkönner Der- hgt und bestimmt Erfolge erzielt. Butzbach wird die Frankfurter durch das heimische Publikum lebhaft angefeuert wurden. 3n der erforderlichen Verlängerung gelang cs den Gastgebern dann, die nun reichlich vom Pech verfolgten Siebener mit 8:10 zu schlafen. Das Spiel wurde als das spannendste deS 'Tages bezeichnet und stellte an die Mannschaft hohe Anforderungen. Trotz der Rie- derlage können die Siebener auf dieses Ergebnis noch stolz sein. Kreisschießlehrgang in Allendorf(Lda) 2lm SamStag und Sonntag fand in Allendorf ein Schiehlehraang für die Schiebleiter und die Vorsitzenden oder deren Stellvertreter der Ver- eine des .Kreises Giehen-Rord statt. Ai>i Samstagnachmittag konnte der Kreisschiehleiter den Lehrgang eröffnen. Zunächst wies er auf die Bedeutung des Kleinlaliberschiehsports hin. Ruhe des Körper- und der Rerven, Ausgeglichenheit des Eharakters gegenüber inneren und äußeren Einflüssen sind die Träger der sportlichen Erfolge des Schützen. Der Hchiehsport fördere den Ordnungssinn und verlange ein kameradschaftliches Einordnen in ein gröberes ®an,y?. Daher sei es vor allen Dingen Ausgabe der Vereine, die 3ugend für diesen edlen Sport zu erfassen. Rach diesen Ausführungen wurden dann mit dem Kursus begonnen. Dieser bestand aus einem theoretischen und praktischen Teil. 3n dem theoretischen Teile wurde die Kleinkaliberwaffe, ihr Zweck sowie ihre Behandlung, die Hauptgrundzüge der Zielubungen und Der Anschlagsarten durchgefprochen. 3n dem praktischen Teile wurden Zielübungen und Anschlagsarten erörtert. Am Abend wurden dann Lichtbilder, die der Verband zur Verfügung gestellt hatte, vorgeführt, die daS am Tage Besprochene ergänzten. Am Samstag Handball tm Latin Oünsberq - Gau Albach l r— Launsbach l 6:2 (3:2). DaS 2. Aufstiegspiel zur Gauklasse nahm einen überraschenden Ausgang. Schon in der 2. Minute übernahm Launsbach die Führung. Albach glich aber bald aus und bei Halbzeit stand das Spiel 3:2 für die Plahbesiher. Rach der Pause legten die Albacher mächtig los. spielten manchmal etwas hart, legten Dabei noch drei Tore vor. denen die Gäste nichts entgegenzusetzen wuhten. Sarbeatelch I — Ahbach I 4:6 (1:4). Die Gäste traten zu diesem Gesellschaftsspiel mit viel Ersah an und muhten bereits in der ersten Minute dem Gastgeber das Führungstor überlassen. Ahbach kam aber bald mehr auf und lag Dann bei Schluß Der ersten Halbzeit mit 1:4 in Front. Rach der Pause sah man verteiltes Spiel. das beiden Mannschaften abwechselnd Erfolge brachte. Beuern l — Wißmar l 5:4 (1:4). Die Plahbesiher traten mit Ersah an und muhten. ehe sie sich dessen versahen, bis Halbzett bereits vier Treffer entgegennehmen, denen sie nur ein Tor gegenüberstellen konnten. Rach Der Pause änderte sich allerdings die Sachlage. Beuern holte ein Tor nach dem anderen auf und erzielte schliehlich Ausgleich und Sieg. Kinzenbach I — Dorlar l 3:4 (0:0). Kinzenbach trat mit drei Ersatzleuten an, lieferte aber Der Dorlarer Mannschaft trotzdem einen flotten Kampf. Die Gäste waren während Der ersten Hälfte immer etwas im Vorteil, Der Kin- zenbacher Torwart verhinDerte aber jeDen Erfolg. Rach dem Wechsel ging der Plahbesiher in Führung, die Dorlarer glichen aus: in gleicher Weise kam das Spiel auf den Stand von 3:3, bis Den Dorlarern doch noch der Siegestreffer gelang. Wieseck 1 — Allertshausen 1 2:3 (0:2). Beide Mannschaften lieferten fich ein flotteS, stets faires Freundschaftsspiel. Die Gäste waren im Angriff sehr gefährlich, erzielten den Führungstreffer und erhöhten auf 2:0. Rach der Pause gingen Die Wiesetter zum Angriff über, holten ein Tor auf. Die Gaste verteidigten Dann mit aller Kraft, konnten aber nicht verhindern, bah Der Ausgleich geschaffen wurde. Die Wie- scttcr blieben etwas überlegen. Ein überraschender Durchbruch brachte aber den Gästen das Dritte, gleichzeitig daS Siegestor, ein. alle alS Mitwirkende zu erfassen. Dah Strettentauchen sowie das Tauchen nach Tellern und schweren Gegenständen (7,5Kilo) in die Folge der Darbietungen ausgenommen Seen, läßt auf gute Vorarbeit im Sinne der ätschen Lebensrettungsgesellschaft schlleßen. Auch der Humor fehlte nicht, eine spahige Einlage hielt die Stimmung der Zuschauer lange in Spannung. Das zum Schluh unter der sicheren Leitung des Schwimmers Schaum (Gieß. Schwimmv.) aus- getragene Wasserballspiel zwischen Den Gästen iDarburger T.- u. Epd.) und Der zweiten Sieben des Veranstalters sah Gießen mit 5:3 Toren erfolgreich. Das Werbeschwimmen Der Schwimmabteilung Tv. 1846 Gießen erbrachte erneut den Beweis, Dah bte Leitung in guten Händen liegt, dah aber auch her Geist in dem Schwimmervolk des Turnvereins her denkbar beste ist. Die Veranstaltung ergab ferner auch Ausschluß über die Art der Arbeit, die nämlich ganz im Sinne der deutschen Tumerschast bewußt die Arbeit an der breiten Allgemeinheit betrieben sehen will. (Sporfabfeilung des TD. Wieseck. Wieseck I — Daubringen l 1:1 (0:1). tzah wettere Kürzungen Nicht mehr eintreten, da schon jetzt M/den Reihen der Versorgungsbcrech. fegten große Rot herrscht und die Bezüge nicht mehr zum staichesgemähen Unterhalt ausreichen Dies wurde auch in zwei Entschließungen an die hessische Regierung zum Ausdruck gebracht. An Den Rechtsausschuh des Landtages wurde in einer Angabe auf den in Hessen gegenüber dem Reich bestehenden Unterschied bei Festsetzung des An- «chnunaSeinkommens bei Privattätigkeit hinge- Viesen, der in Hessen nur 2000 Mk. statt 6000 Mk. Bbeim Rerch) betrage, und darauf ausmerk- gemacht. dah die Reichsgerichlirentscheidung glich bet Wartestandsbeamten auch auf Hessen Eid racher Decker Berg Müller Polizei Polizei Tv. Tv. Balser VfB. Geismar Mohr liege des T.« u. Epv. 1860 Marburg. Die Deran- fialtung wickelte sich flott ab. Die verschiedenen Staffeln fanden lebha tcs Interesse. Angenehm fiel auf, daß man nicht peinlich genau — also mit Der Stoppuhr Die Seit des jeweiligen Siegers feststellte, noch an- genehmer fiel aber auf, dah Der Veranstalter sämtliche Staffeln in doppelter, ja zum Teil in dreifacher Besetzung gewann. Dies ist Breitenarbeit i i des Wortes ganzer Bedeutung. Beim Springen k- T* I »ar besonderer Wert auf die Entwicklungsarbeit I Gelegt und diese Absicht ist erreicht worden. An- fpfwn | ’ingerfbringen, Fortgeschr.tlene und sog Spitzen- 1 Itiftungcn wurden gezeigt. Marburgs Schwimmer I inb auch Schwimmerinnen ließen sehr exakt aus- «führte Sprünge sehen. Das Schwingen und bringen an den Schaukelringen ließ den turne- I rischen Einschlag merklich in Erscheinung treten. Das Reigenschwimmen der Kleinen und Kleinsten, der Schwimmer und Richtschwimmer icigte eine außerordentlich glückliche Losung dieser I Mannnenftellung und fand dankbaren Beifall, zeigte aber Darüber hinaus auch wieder das Be- itreben der Leitung, auch bei der 10-3ahresfeier Wirtschaft. Verlängerung des ^ediekontfreditcs der ^eichsbank. Berlin, 3. März. (ERB.i Die Reichsbank bestätigt Die Verlängerung deS RediS - kontkredites bis zum 4 3 uni 193 2 Don dem Kredit der bekanntlich 100 Millionen Dollar betragen bat, mühen sofort 10 Millionen Dollar zurückgezahlt werden, so daß sich die Verlängerung auf einen Betrag von 90 Millionen Dollar erstreckt. Oie Deutsche Reichsbahn im Januar. Berlin, 3. März. (DTB.l Der Rückgang des Güterverkehrs der Deutschen Reiche- bahn hat sich im 3anuar trotz aller Bestrebungen. durch tarifliche Erleichterungen den Verkehr zu beleben, weiter verschärft. Die Zahl Der für Den Gesamtgüterv .-kur im arbeitstäglichen Durchschnitt gestellten Wagen war um 7 Prozent kleiner als im Dezember 1931. Der Pers onenverkehr blieb erheblich hin- ter dem des Vormonats zurück lieber die Betriebsergebniffe vom 3anuar wird berichtet, dah Die Einnahmen insgesamt 216.2 Mitt Mk. (Vormonat 263,6 Mitt. Mk.i betrugen. Die Ausgaben der DetriebSrechnung stellten sich auf 281,1 Mill. Mk. 'Der Gesamt- einnahrneauSfall beträgt im 3anuar gegenüber Dem Vorjahr 85,7 Will. Mk. • Bayerische M o t o r e n - W c r k e 21 ®., M ündje n. In der gestrigen --itzung des AR. der Bayerischen Motoren-Werie 21©., München, wurde Der Adschluh für das (tzeschoitsjahr 1931 vorgelegt. Nach 1048 000 (2 007 000) RM. Abschreibungen auf Anlagen ergibt sich ein Reingewinn von rund 64000 (509 444) RM., wodurch sich der Gkroinn- uortrag auf insgesamt rund 747 000 RM. erhöht. Frankfurt etwas abgeschwächt. Frankfurt a. M, 4. März. (WTB. Drahtmeldung.) Der heutige Esfektenfreiver- k e h r war auf der ganzen Linie etwas ab* geschwächt. Das zum Schluh rückläufige Heu- York machte nur wenig Eindruck. Dabei sollen vom Auslande einige KausorderS Vorgelegen haben. die nur zu ermäßigten Kursen untergebracht wurden. Man vermutet, dah im Zusammenhang mit der Zahlungseinstellung der Handelsbank AD. Berlin etwas Exekutionsmaterial auf den Markt kam. Die Spekulation nahm ebenfalls einige Glattstellungen vor. Bei Der sehr geringen Umsatztätigkeit ergaben sich gegenüber der Abendbörse durchweg Kursrückgänge von 1 bis 2 Prozent. Etwas mehr Angebot wollte man am Elektromarkt beobachtet haben, wo durchweg Einbußen von 1 bis 2 Prozent sestzustel- len waren. Die Rachricht, daß bei Gesfürcä eine Dividende verdient worden fei. blieb ohne Einfluß auf den Kurs. Stärkere Kursverluste stellten sich am Kalimarkt ein, ohne daß aber nennenswerte Umsätze getätigt wurden. Salzdetfurth und Bürbach lagen bis zu 5 Prozent, Westeregeln bis zu 2 Prozent schwächer. Montanwerte brodelten um 0,5 bis 1 Prozent ab, nur Buderus und Rheinische Braunkohlen waren gut behauptet. Schiffahrts- und Kunstseideaktien lagen geschäftslos und etwa 0.25 bis 0,5 Prozent niedriger. Am Chemiemarkt verloren 3.-®.-5arbcn 1.5 Prozent. Scheideanstalt etwa 1 Prozent, Reichsbahnvorzugsaktien blieben erneut eher angebo- ten und lagen 0,5 Prozent niedriger, während für Farbenoonds etwas 3ntercffc bestand. Bon Bankaktien gingen Reichsbankanteile etwa 1,5 Prozent zurück, während man im übrigen unveränderte Kurse nannte. Von deutschen Anleihen blieben Alt- besitz behauptet, ebenfalls am Auslandrenten- markt Türken und Mexikaner. Am Pfandbriefmarkt bröckelten Die Kurse bei sehr kleinem Geschäft übertoiegenb 0,25 bis 0.5 Prozent ab. 3n Reichsfchuldbuchforderungen, die etwa 0.75 Prozent verloren, vermutet man erneute AuslanDabgaben. Devisenmarkt Berlin — Jtantfurl a. M. 3.2JJärj 4.171<5r3 Amilickre Jloherunq »ei" 1 3rlr tlmilidif Tloiiming Seid rmS HellmglorA . 6.573 6,587 6.523 6,537 itiien 49 95 50.05 49.95 50,05 trcfi 12.465 12.485 12.465 12.485 ©utapefl . 56.94 57.06 56.94 57.06 Sofia 3.057 3.063 3.057 3,063 Holland Celj 169.73 170.07 169.63 169.97 79.52 79.68 79.92 80.08 eopcnbagat. 80.85 81.01 81.02 81,18 Stodbolm 80.90 81.06 80,97 81,13 London 14.66 14,70 14.71 14.75 vucnoe Airei 1.068 1,072 1,068 1,072 Weunod 4.209 4,217 4.209 4.217 Cruilel 58.59 58,71 58.59 58,71 Italien Boas 21.84 21,88 21,82 21,86 16.56 16.60 16,56 16,60 Sdirocy 81.42 81.58 81,32 81,48 Spanien 32.62 32.68 32.57 32,63 Tan,ig 82.02 82.18 82.08 82.18 Java» Ute1 de Ian.. 1.389 1,391 1.359 1.381 0,249 0.251 0,249 0,251 3unofiaroiai. 7,453 7.464 7.443 7.457 etil Oboe 13.37 13.39 13,39 13,41 Banknoten. BeichsbankDiskonk 7 o. f) Lomdardttnssuß S v h. Selin, 3 Jlän »tl» Zrü? ätnrrtlannthf 9totti....... 4.20 4.22 Leigiiwe Noieo . ....... 58,43 58.67 Dnnlicbe Roic* . ....... 80.67 80.99 LnglUSe «ölen . ....... 14,62 14.68 ,TTdn«»1iid>e Kolen . ....... 16,52 16,58 -oliänvilLe Noie» ....... 169.36 170.04 ItalieniiLe No:e» ....... 22,11 22,19 Horwrgiiche Seim ..... 79.34 79.6» Teutltb-Ctfieneidi, 4 100 Rumämlit.e Solen ...... 2.49 2,51 € dirot oifdie Soren ........ 80,72 81,04 Sktiroeizck Seien. ........ 81.24 81.56 Epanilcke Soren . ....... 32,18 32,62 Uns.nilcke Sc:re ....... Benin schwächer. Berlin, 4.März. (WTB. Funkspruch.) Bei kleinem Geschäft eröffnete Die heutige Börse in schwächerer Haltung. Dcr Zusammenbruch Der HanDelSbank hatte allgemein stärkere Zurückhaltung ausgelöst, so daß schon lleinsteS Material auf Die Kurse Drückte. Reben Der latenten politischen Unsicherheit verstimmte heute außer- Dcm auch die Haltung Frankreichs der Deutschen Re.ch.b^nk ge enubet in i e. Fr^ge d:r Ver.änge- rung des Rediskontkredites. Wie sich jetzt herausstellt. müssen 10 Prozent Der Summe sofort zurückgezahlt toerDcn, wodurch Die Hoffnungen auf eine balDige Diskontfenkung Der Reichsbank wieder verringert feien. Auch die Schwäche gegen Schluß der gestrigen Reuyorker Börse drückte auf Die Stimmung. Die Kursverluste hielten fich aber im allgemeinen doch in erträglichen Grenzen. Bankaktien lagen relativ gut behauptet, Bayerische Vereinsbank konnten um etwa 5 Prozent anjuben. Schiffahrtsctttien verloren nach anfangs behaupteten .Huden etwa 1 Prozent. Arn Montanmarkt x.1 i.mmten ungünstige Eisengerüchte. KaUwerte waren gedrückt, anscheinend weil in Zutunst die Abfatzüffern nicht mehr bekanntgegeben werden sollen Von sonstigen Spezialitäten verloren Schubert & Salzer 3 Prozent. wobei man Darauf binwieS, daß bei Der Versteigerung heute nachmittag cm Posten von 18000 Mk. angeboten sei. Elektrowerte und Farben büßten etwa 1 bcs 2 Prozent ein, nur Ehadeaktien waren mit einem Verlust von 4 Mk. etwa» Härter gedrückt Erne Ausnahme machten Deutsche Atlanten, für Die die unveränderte Sbrojcntigc Dividendenerktärung eine Anregung bot Rachdem dieses Papier zunächst etwa 5 Prozent gcto.nncn tonnte, gab es später einen Teil des Gewinnes wieder der ^leberhaupt brodelten die Kurse im Verlause überwiegend ab. Da ,m Lause der Börse noch allerdings ztemltch kleine VerkaufSorderS cmlratcn Arn Anlage markt konnten f .ch Die Kurse im allgemeinen gut behaupten. Die Exekutionen Der letzten Zeit schienen ausaehört zu haben, so daß die Stimmung nicht mehr ganz so nervöS ist. wie an den Vortagen kprozentige Gold- pfandbriese lagen sogar eher freundlicher. Kommunalobligationen waren ziemlich unverändert, Rur Anleihen neigten zur Schwache, und Reichs- fchutDbuchsorderungen waren bis 0,5 Prozent gedrückt. Da angeblich vom Ausland noch Verkaufs» orders zur Ausführung kamen Am Geldmarkt war eine Erleichterung festzustellen, Die aber nur in dem TageSgeldfatz von 7.5 bis 9,5 Prozent zum Ausdruck kam. Eine Veränderung des Privatdiskontsatzes trat wider Erwarten nicht ein. Gewsttnavszug 5. klaffe 38. Preußisch-Lilddeutsche (264. Preuh.) Ltaats-Lolterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 20. Ziehungstag 2. Marz 1932 3n der heutigen Dormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 10 •ectnn. tu 10000 M. 33999 115910 123124 189033 196952 12 »etoinnt in 5000 M. 68112 258793 332812 356943 113572 159253 30 nnt tu 3000 M. 16024 51928 54568 65505 113905 129285 153761 157771 163761 174231 181991 193915 245909 369232 397391 52 ettotnne lieber 29. 2anua Derhandlui Hierbei toi in Kraft ! Zlveisetssrc Zur A' s) Für ( kungsp d) Die 2 vergüt! 2 BN Fallen spanne Sind stimmte verbilli den ist, c) Der de je Hekt die un: ©afttoi: d)Sie vo können 1. Juli ist, auf Anordi gerechn e) Soweil örtliche ermäch Mahn> betenen herrsche ©in 50,5 90,7 43,6 3 9 37,4 10 51,3 5,3 Oer Zavag-Prozeß vor dem Reichsgericht. WSR. Frankfurt a. M., 3. März. Die Angeklagten des Favag-Prozesses Lindner, Schumacher, Mädje und Dr. Kirschbaum haben gegen das von der Großen Strafkammer gegen sie ergangene Urteil Revision eingelegt. Der Prozeß wird das Reichsgericht beschäftigen. Damen- GlaceWsclW Schlüpfform, eleg. Ausf. Serie III 3.90, Serie II 2.90 Damen-StrüniDle Feinste künstliche Seide gut verstärkt nur neue Farbtöne Metzgerei Jakob Friedrichstraße teile ReouWMslelmlW oet Staat Men 1932. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen am 1742C Montag, dem 7. Hlärj 1932, 9^ Uhr beginnend, aus den Abt. 7, 11, 15, 19, 25, 26, 28, 29 und 33 des Feruewaldes und Abt. 91 und 128 des Stadtwaldes versteigert werden: 17 rm Buchescheiter 1. u. 2. Klasse, Unter 2lM. A Aundfchrel 19, 2. M Orte entf Siehe Oer größte Mann will zum Mm. Zn Hollywood ist ein großer Gast angelangt, freilich kein weltberühmter Star, sondern einer, der es erst werden will. Seine Größe liegt auch nicht in seinen bisherigen Leistungen, sondern sie ist buchstäblich zu nehmen: er behauptet, der größte Mann der Welt zu sein. Elifford Thompson aus Stephens Point in Wisconsin mißt in Strümpfen genau 262 Zentimeter. „Zch glaube, daß es keinen größeren Mann in der Welt gibt, als mich", sagte der Riese, „und aus diesem Grunde hoffe ich, die Aufmerksamkeit der Film- direktoren zu gewinnen. Zch besitze zwar bisher keine Vorbildung, aber man wird mir wohl schon beibringen, was ich zum Auftreten brauche." Thompson wiegt 325 Pfund und hat eine gute Figur, wenn man von dem Riesenmah seiner Glieder absieht. Er wird von seiner Gattin begleitet, die genau 97 Zentimeter kleiner ist als er. die liebt aber jeden Zentimeter, der er sie überragt, denn sie glaubt, daß er mit diesem Heberschuß sein Glück machen wird. Freilich hat sie in der Ehe mit dem Cnaks-Sohn gar manche Cßetr.:^ An 1 Damen-SchlüDler Feinste Charmeuse maschenfest in schönen Farben Noch grössere Auswahl - Noch bessere Qualitäten - Noch feschere Formen - Herren- Oherhemden weiß u. färb, ,100cm langu. voll weit, nur mod. Muster ! Achtung! Großer Fleischverkauf allerbeste Qualitäten zu billigen Preisen Spezialität: Hausmacher Wurstwaren Prima junges AsW 4 Wund 46 Bf. SRothschild Marktstr. 18. [0188e Wirksame erbe-Drucksachen bei Brühl. SchulstraBe 1 Schwierigkeiten zu überwinden. „Clifsord ißt doppelt soviel wie ein Durchschnittsmann", so verriet sie. „Er braucht zwei Betten, um darin zu schlafen, und alle seine Kleider müssen ihm natürlich nach Maß angefertigt werden. Wie ich ihn in Hollywood gut unterbringen soll, weiß ich noch nicht." Der Anspruch Thompsons, der größte Mann der Welt zu sein, ist nicht unbestritten. Er hat schon in den Vereinigten Staaten einen Nebenbuhler, nämlich den Riesen Zack Earl, eine der Hauptsehenswürdigkeiten des berühmten Ringling-Zirkus. Dieser mißt nach seinen Angaben genau soviel wie Thompson, und es bedürfte einer genaueren Untersuchung, um festzustellen, ob sie beide gleich groß sind oder der eine den andern um eine Kleinigkeit überragt. Immerhin ist das Maß des angehenden Filmstars nicht leicht zu schlagen. Soweit bekannt ist, wurde er bisher an Riesenwuchs nur selten übertroffen. Der größte Mann, der je gelebt hat, soll der Holländer van Dreusen gewesen fein; er maß 269 Zentimeter und ist vor einigen Zähren gestorben. Ein anderer, dessen Längenmaß noch größer als das Thompsons Frflhlahrs-JÄietel von Mk. 30.— an. Lodenmäntel von Mk. 15— an. aummimäntel von Mk. 10— an. Lodenjoppen von Mk. 8.— an. Windjacken von Mk. 8 — an. Klnder-Amflge, Größe 5—12, von Mk. 10.— an. Hosen jeder Art von Mk. 3.50 an. Zinne Arbeits-Ansage von Mk. 6 — an, Weißbinder-Anzüge von Mk. 8.— an. I Elegante Damen- und Backfistii-Mäntel in allen Preislagen — 1759 a Bahnhofstraße 14 (HESSEN Seltersweg 27 UNd tz, sK «85 Wir reinigen Federn 1 Kopfkissen Burschen- und Konfirmanden-AnzöSe blau und farbig, von Mk. 16.— an Continental, ADDIER-, SALDIER-, Pult-Rechen- MASCHINEN Gen.-Vertr.: ELBERT Frankfurt a. M. Schlllerstraße 12 Fernruf Hansa 261 87 Separaturwerkittitte für Büro-Masditnen Wegen Umzug nach Neustadt 10 (früher Gebrüder Weil) gewähre ich von heute ab bis zum 15. April aut alle Waren 10 Prozent Rabatt? Rene elegante Herren-Ansage in geschmackvollen Farben, ein- und zweireihig, Mk. 22.-, 25.-, 28.-, 35.- u. höher. Frack- n. Smoking-Ansage von Mk. 55.- an. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) An die Intendanz des Stadttheaters. Frau Prasch - Grevcnbcrg mit ihren „Fünf Frankfurtern" am letzten Sonntag zu sehen, war allen, die das Glück hatten, der Vorstellung beizuwohnen, ein großer Genuß. Das Haus war voll und alle gingen von dem köstlichen Spiel hochbefriedigt heim. Diele haben umkehren müssen, da keine Karten mehr zu haben waren, viele sind erst durch den Bericht der Teilnehmer aufmerksam geworden und bedauern, nicht dabei gewesen zu sein. Sie möchten es so gerne auch- sehen, und manche möchten es nochmals sehen. Ilm all derer willen bitten wir die Theaterleitung, die „Fünf Frankfurter" nochmals zu bringen mit Frau P rasch - Grevenberg, die un8 hoffentlich nochmals die Freude bereitet. Viele Theaterbesucher. Sonder-Angebote in 174oA Herren-Socken Damen- u. Kinder-Strümpfe Nur Qualitätswaren zu den niedrigsten Preisen M.G. Grode Frankfurter Straße. PoktS'ahlmatr.. Cl'.iUK.L.azi 11 (f) loden. Tdizahlff. KataL fr. Qlenmdbelfabnk Suhl (Uk* Strümpfe unsere Spezialität I Nutzholzschneiden mit und ohne Anfuhr übernimmt 013iU Martin Abermann G.m.b.H. Sägewerk, Schiffenberger Tal, Telefon 2570/71 S°gen Deufjd Die A vh Vudape hren der $| iTW J seinem. RWi* °b°s Inter rim i » null. „Ma b "'r S |eitoi ^7 giessen das grosse Spezialhaus für w w 1A ■« Seltersweg85 Damenkonfektionu.Stoffe! Ein Versuch lohnt! ■■■■ Herrengarderobe-Haus L Rosenzweig W* Gieben, Seltersweg 58,1 Treppe Eingang Ecke Volksbad. i?36A Kein Laden. __ _ , _ ____ 1760A n Betten-Bär • Gießen 430 Wellen Buchereisig 3. Klasse, 2,2 rm Kieferstöcke, 29 „ Eiche- u. Fichtenutzscheiter 2. Kl., 17 „ Eiche- u. Fichtenutzknüppel 1. Kl., 32 St. Fichtederbstangen 1. u. 2. Klaffe, 3 „ Kieferabschnitte (dürr) = 2,85 Fm. Das Holz aus den Abteilungen 7, 11, 15 und 19 des Fernewaldes kann nicht vorgezeigt werden. Vorherige Besichtigung wird daher empfohlen. Zusammenkunft: Kreuzung Häuserweg- Rehschneise (in der Nähe des Waldausgangs an der Sicher Straße). Eine weitere Drennholz-versteigerung findet in diesem Jahr nicht mehr statt. Sämtliche bis jetzt stattgefundenen Brennholzoersteigerungen wurden genehmigt. Die Abfuhrscheine sind alsbald bei der Vürgermeisterei des Wohnorts in Empfang zu nehmen. Gießen, den 3. März 1932. Bürgermeisterei Gießen: ______I. B.: Dr. Rosenberg.______ Bekanntmachung. Än unser Handelsregister Abteilung B wurde am 2. März 1932 eingetragen: „Er- wege", Einheitspreisgesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Geschäftes, in dem Gegenstände des täglichen Bedarfes zu Einheitspreisen verkauft werden. Das Stammkapital beträgt 35000.— Reichsmark. Geschäftsführer sind: Kaufmann Karl Kerber in Gießen und Kaufmann Siegfried Eichwald in Düsseldorf. Der Gesellschaftsvertrag ist am 20. Februar 1932 festgestellt. Zeder Geschäftsführer ist für sich berechtigt, die Gesellschaft zu vertreten und die Firma 3U zeichnen. Die Gesellschaft ist zunächst für die Zeit bis zum 1. April 1943 geschlossen. Oeffentliche Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen im Reichsanzeiger. 17610 In unser Handelsregister Abteilung A wurde am 2. März 1932 bei der Firma Hermann Mettenheimer in Gießen folgendes eingetragen: Kaufmann Earl Kerber jun. ist mit Wirkung vom 27. Februar 1932 aus der Firma ausgeschieden. Die offene Handelsgesellschaft ist erloschen. Willi Menges, Gießen, führt das Geschäft als Einzelkaufmann unter der Firma Her mann Mettenheimer weiter. Gießen, den 3. März 1932. Hessisches Amtsgericht. Stadt. Hochbauamt. Grqoert. Oie Holzversteigerung vom 29. Februar in Watzenborn ist genehmigt. Ausgabe der Abfuhrscheine bei den zuständigen Kassestellen, Ueberweisung und 1. Abfuhrtag am 5. Marz. Ablauf der Zahlungsfrist für unverbürgte Holzgeldschuld am 23. März 1932. 17450 Gießen, den 3. März 1932. Hessisches Forstamt Schiffenberg. Nicolaus. $^^Sadunaei* et WHO*