Opfer forderte als von jedem andern Volksgenosten, sich noch einmal zum Kampf zu stellen, wenn er nicht die Mehrzahl feiner alten Anhänger auch diesmal hinter sich weiß. „Die Treue ist das Mark der Ehre", fo lautete einst der Leitspruch des jungen Dahlstütter Kadetten von Hindenburg. Wird auch unser Volk zu diesem Wort stehen, wenn in diesen Tagen von jedem einzelnen von uns die klare Entscheidung verlangt wird: Für oder wider Hindenburg? ©er Erfolg des Hindenburg-Ausschuffes. schon am ersten Tage über hunderttausend vinzeichn ngen — Die Listen liegen we ter auf Berlin, 3.Febr. (1DIB.) Der fjinbenburg- a u s f ch u sz teilt mit: Bis 23 Uhr haben von 191 Zeitungen, die sich noch den bisherigen Feststellungen an der Preffeoktion für die Volkskandi- batur Hinbenburgr beteiligen, 72 Blätter bas vorläufige Ergebnis be» ersten Ein - zeichnungsloges mitgeteilt. Danach beträgt bic Gefamlzahl ber Einzeichnungen am ersten läge im Reich 1 05 300, davon in Berlin 28 400 Damit ist bie formell erforberliche Zahl von 20 000 Einzeichnungen bereits am ersten Tage u m ein vielfaches überschritten. Der hin- benburgausschuh ist von ollen Seilen gebeten worben, sich mit der Erreichung der formalen Voraussetzungen nicht zu begnügen, sondern bie C i ft e n weiteraufliegen zu losten, um allen Be- oölferangsfreifen Gelegenheit ; u einer machtvollen fiunbgebang für ben Reichspräsidenten von Hindenburg zu geben. Dementsprechend werben bie Listen noch etwa 10 Tage ausliegen. AeichSsühreriagung derASDAP. Noch keine Stellungnahme zur Prafidcntfchaftsfragc. München, 3. Febr. (TU.) Die Pressestelle ber Reichsleitung der NSDAP, gibt über die Reich s- führertogung der NSDAP, eine Mitteilung aus, in der es heißt : Die Tagung, die im Zeichen der bevorstehenden innerpolitischen Entscheidungskämpfe stand, gab ein eindrucksvolles Bild der inneren Geschlossenheit und Disziplin der nationalsozialistischen Bewegung, deren organisatorische Struktur bekanntlich keinerlei parlamentarische Abstimmungs- oder Vorstandsbe- lchlüste kennt, sondern in allen entscheidenden poli- tischen Fragen den ausschließlich von Berantwor- tung gegenüber der Nation getrogenen Entschlüssen ihres ober st en Führers Adolf Hitler folgt. In diesem Sinne wurde im Rahmen der Tagung auch die Frage der bevorstehenden Reichspräsidentenwahl erörtert. Dabei fand das einmütige Bewußtsein absoluter Siegeszuversicht seinen ganz besonderen Ausdruck in der Feststellung, daß die nationalsozialistische Bewegung willensmähig und organisatorisch zum Einsatz für den Wahlkampf so völlig gerüstet steht, daß sie nur bie Parole ihres Führers erwartet, um sie zum Siege zu tragen. Die Berichte über den Stand der Drganilation, die in Kürze eine Million eingeschriebener Mitglieder erreicht haben wird, ließen in eindrucksvoller Weife aus Borgängen der nationolfozioliftifchen Bewegung den erfreulichen Fortschritt irr der politischen Willensbildung der Nation durch den Nationalsozialismus erkennen. Der Verlauf der Tagung, der die Anwesen- beit Adolf Hitlers das Gepräge gab, bestärkte 'olle Teilnehmer in dem zuversichtlichen Glauben an die Kraft der nationalsozialistischen Bewegung, bie sich jeder Aufgabe, die ihr der Führer stellen wird, gewachsen fühlt. to2. Zahrgang Donnerstag, 4. Zebruar 1952 Nr. 29 Erster Matt GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnitk nnb Verlag: vrvhl'fche Unlveisitülr-Vu». und Steinörnderel R. £ange in Gießet. Sdfriftlettnng und Geschäftsstelle: Zchnlstraße 7. Annahme von Anzeige« für bie lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanieigen von 70 mm Breite .">5 Reichspfennig, Platzvorschrift 20' , mehr. Chefredakteur Dr. Fnedr Wich. Lange. Verantwortlich für Volmk Dr. Fr. Wich. Lange; für Feuilleton Dr H.Tdnriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Tlar Filter, sämtlich in Gießen. '"'M. ^"NiNi. rfs*. fc KtzS WIaflc ^7lrtld)ah,' Erschein» täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Bießener Familienblätter Heimat >m Dich - Die Scholle Monat, Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM 1 95 Ohne Illustrierte , 1 80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt ZerAsprechanschlüste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger «iehe». Postscheckkonto: fironffuri am Dlain 11686. !M rswe»Nr.8i a’-Tonfilm nachdem von Edgar Wallace ker jtfleh von OleBen tgn Schleuderbrett- Itos ichst, Tollkühnheiten sressante Programm hl ias Mtz w Will MWMMM •ssxss? aste •stag (nicht Mittwoch), Februar, 20.15 Uhr, im insthistorischen Hörsaal ndwigsfraße) ilsItahfliBW itritt frei. w/ \ Ortsgruvvenheiin **> \] Sortras / bes'Herm Reg.-SM vr. / «ueS, Direktor deSstr- bcitsamts sieben, über. ie Leib „ ■ Wei )onnersta9. Wk-ev Votttteesta-r Hindenburg. Um dte Frage der Prälidentfchaftswahl hat sich feit bet psychologisch anscheinend falsch an- gefaßten und daher mißglückten Aktion des Reichskanzlers ein solcher Wust von Peinlichkeiten gehäuft, daß sich ber Blick für daS Dot- wcndiac und Datürliche zu trüben begann und das Volk, dem nach der Berfaffung allein die Entscheidung zusteht, auS dem verwirrenden Durcheinander parteipolilifcher Taktik und ehrlichen Streben- nicht mehr den Weg zu eigener Willensbildung zu finden schien. Der Aufruf deS ■Berliner Oberbürgermeisters Dr. Sahm bat nun endlich mit dem offenen und vorbehaltlosen Bekenntnis zu Hindenburg ein Banner auf- gepflanzt, das in Kriegs- und Friedenszciten Millionen Deutfcheii zum Symbol lauterster, aufrechter Gesinnung, uneigennützigen opferbereiten StrebcnS für Wohl und Zukunft von Volk und (Nation geworden ist. 3n wenigen schlichten Worten bringt die würdige .Kundgebung deS Berliner Oberbürgermeisters diese tiefinnerc Berbunden- teil einprägsam zum Ausdruck, die gerade heute w eder in mtischer Schicksalsstunde daS Boll für seinen getreuen Eckehard empfindet. Der Aufruf Dr Sahms gebt bewußt auf politische Erwägungen, wie sie die vorauSgegangene Debatte vielleicht allzusehr und nicht zum Borteil ber Sache beherrscht haben, überhaupt nicht ein, er stellt die geschichtliche Persönlichkeit beS Feldmarschalls und Reichspräsidenten in feiner absoluten inneren Geschlossenheit und sittlichen Größe vor das deutsche Volk hin und fragt jeden BolkSgenossen: Wie stehst du zu Hindenburg? Heute bedarl eS keiner Srinnxrung mehr an die Taten deS Fcldherrn. der in Jahren bitterer Dot hineinwuchs in die größere Aufgabe eines Führers der Qlation. Hindenburgs Leben lag von Den sorglosen Leutnantstagen der 60er Jahre bis zur Präsidentschaft klar wie ein Kristall vor aller Augen Mit dem stolzen Mut und dem tiefen Der- antwortungSbewußtsein deS alten Soldaten der sriderizianischen Schule hat sich der Feldmarschall wie später der Reichspräsident ohne Winkelzüge und Borbehalte frei und offen auch dann zu feU nem Handeln bekannt, wenn er dafür nicht gleich daS volle Berständnis feines Volkes fand und auch in den .Kreisen auf Kritik stieß, bic ihm durch Geburt, LebenSgang und Weltanschauung besonders nahestanden. Deine unbedingte Treue zum Werk, dem er sich verpflichtet fühlte, fein unbeirrbares Festhalten an den Leuten, die er feines vollen BertrauenS für wert erkannt hatte, haben dem Reichspräsidenten in den erbitterten innen- politischen Kämpfen ber letzten Jahre schwere Ge- wissenSkonslikte nicht erspart. Aber er ließ nicht von der tief in der Eigenart seiner Persönlichkeit verankerten politischen Grundlinie, die er vor nunmehr sieben Jahren bei der Eidesleistung im Reichstag in die Worte kleidete: .Der Reichs- Präsident soll der überparteilichen Zusammenfassung aller arbeitswilligen und aufbaubereiten Kräfte unseres Bolkes dienen. Dieser Aufgabe der Sammlung und Einigung unseres BolkeS will ich rnjch mit besonderer Hingabe widmen". Uni) am gleichen Tage seines Amtsantritts sagte er:.Mein Amt und mein Streben gehören nicht einem einzelnen Stande, nicht einem Stamme oder einer Konfession, nicht einer Partei sondern dem gesamten. durch hartes Schicksal verbundenen deutschen Dolle in allen feinen Gliedern." Und im gleichen Aulrus ,.Dc.s Deichsoberhaupt verkörpert den Einhei^swillen der Ration. Darum reiche ich in dieser Stunde jedem Deutfdhen im Geiste die Hand. Gemeinsam wollen wir um unterer teuren Toten, um unterer Kinder und KindeSkinder willen ungebeugten Mutes den schweren Weg gehen, der uns durch wahren Frieden zur Freiheit geleiten soll". Dieter Gedanke der Dolksge- m e i n f ch a s t wurde für den greifen Präsiden- ten, der seit den Tagen deutschen Bruderzwistes Ereignisse und Gestalten deutscher Geschichte in bunter Lzenenfolge hatte kommen und gehen sehen, oberste Richtschnur feines politischen Handelns, als er gewachsen und gereist „in der großen Schule der Pflichterfüllung, dem deutschen Heere", tau- fenbfad) erprobt in schweren KriegSjahren. ge- läutert in einem langen Geben, das Dienst und Opfer bedeutet hatte, im Patriarchenalter von 78 Jahren dem Ruf .zu neuem Wirken im höchsten utk., KrH rtQni an >nedr ?Ä-2pft ' Welt. ' °«f Subfl. 3 ^5-6^ »Ääs SÜD 01W n, die Zersetzung der . der KPD. zu betreiben. >n wurde umfangreiche- ungsmaterial, Pistolen, chloh, Handgranatcnkövfe Sie Festnahme cineS der dem 2IuienW, all er in versuchte, von einem nilitärische Dinge ,u er- ■ vor sich liegen. Gegen i Strafverfahren wegen errat eingeleitet worden. !t kommnnislenprozeh. , die zwölf Kommunisten, uppe zum Zwecke der -ischer Gegner ge- denen fünf in der Dacht v. 2. auf ctnefün * nationalsozcalisti' h aus dem Heimweg "«» n ^euerüberfallnnt beantragte heut-da :6ier HauvtangeNa ^ LM L's.5- jin m Jlammcn. des vierte twagen e ne Sl$s@ pinnen, ^^andwunde" „ui ®un» 611 * •**Z'H* der Saha^nU„. 'n Fli-gr Allen stark i franio^ rßeben6' gerhatten^ efDn "^ Bisher °>ar" $v sKSx U \* f Klus der Provinrialbauptfiadt (Sieben, den 4. Februar 1932. Oie Hindenburg-Listen. Vie Listen jur LinjeichnuM der wahlberechtigten Beoölferung für die Wiederwahl de» Reichspräsidenten von Hindenburg liegen in unserer GeschäjtssteUe osseu. Vie tinlra- gungen können an jedem Werktage in der Fett von 8 bl» 18 Uhr ununterbrochen, also auch während der wittagsslunde, vorgenommen werden. Zur Einzeichnung berechtigt sind Wanner und Jraura über 20 Jahre. Bei der Einschreibung müssen Bor- und Zunamen, bei den Ehesrauen auch der Mädchenname, Berus und Anschrift angegeben werde». Jalls Wann und Jrau sich gleichzeitig in die Listen cinschreiben, darf nicht etwa der Familienname durch Striche unterführt werden, fondern In jedem Falle ist der Käme voll au»juschrei- bt n. Bei der Eintragung Ist keinerlei Mn»- weI » erforderlich, e» findet auch keine behördliche Ueberwachung statt. Rach dem Ablaus der Linjeichnung«srist werden die Liften lediglich der Gemeinde-Behörde vorgctegt, die die Stimmberechtigung der eingetragenen Personen bescheinigt. Eine Reichsmarke für deutsche Waren. Die Verkehrsnachrichten für Post und Telegraphie machen den Vorschlag, für deutsche Waren eine einheitlicheReichsmarke zu schaffen. Wahrend in allen Ländern eine Propaganda für einheimische Waren durchgeführt wird, haben wir trotz der grofoen Arbeitslosigkeit in Deutschland nach dieser Richtung hin kaum Ansätze au verzeichnen. Mit Recht macht der Derfafter des Artikels darauf aufmerksam, das, die deutschen Verbraucher erzogen werden müssen und auf diese Weise auch erziehbar sind. Versuche, da» Ausland zu veranlassen, die Einsuhrware mit einem Herkunftsabzeichen zu versehen, ähnlich wie sie einmal zu dem „Made in Germany“ geführt haben, bedingen Kündigung bestehender Handelsverträge, neue ober Zu- satzoerträge und darüber können Jahre vergehen, außerdem müssen meist Opfer auf anderen Gebieten der Zollpolitik gebracht werden. Schneller und billiger würde deshalb die Kennzeichnung guter Inlandware durch eine „Reichs- marke" zum Ziele führen. Wir haben heute schon die Kennzeichnung standardisierter landwirtschaftlicher Erzeugnisfe; man denke an Markenbutter und „Frischei". Wer schon bei der Markenbutter fehlt die wichtige Angabe. daß sie rein deutsche Butter ist. Und beim Frischei sehen wir die verschiedensten Kennzeichen. Biele Sier tragen einen Stempel, der nicht die Bezeichnung deutsches Frischei enthält. On England erfolgt die Kennzeichnung standardisierter Erzeugnisse, z. B. bei Aepfeln und Dirnen, Tomaten und Gurken, Weizenmehl. Rindfleisch, Obst- und Gemüsekonserven durch eine „nationale Marke". Man verwendet das Kartenbtld des Inselreiches, das mit einer Flaggenrosette überdeckt ist. Der Bor'chlag, eine Reichsmarke ein- zusühren, geht weiter. Er will die Kennzeichnung aller deutschen, für den Verbrauch im Inland bestimmten landwirtschaftlichen und industriellen Erzeugnisse, die dem Wettbewerb durch Einfuhrware ausgesetzt sind, durch ein und dieselbe EinheitSmarke durchführen. AlS deutsches Erzeugnis sollen Waren angesehen werden, bei deren Erzeugung die zu leistende menschliche Arbeit so weit wie möglich in Deutschland ausgeführt ist. Ohne Zweifel wird dieser Dorfchlag als wichtiges Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit angesehen werden müssen. Die verschiedenen Kennzeichen. die der Käufer heute vorfindet, wirken nur verwirrend. Wenn aber aus der Verpackung oder der Ware selbst ein einziges Zeichen immer wieder in Erscheinung tritt, so dah ihm der Käu- ser nicht mehr ausweichen kann, wird er aus Schritt und Tritt an seine Pflicht gegenüber den deutschen Arbeitslosen erinnert. Ratürlich ist daS Aussehen der Reichsmarke von größter Bedeutung. Die Marke muh politisch völlig neutral fein. Cs ist nur ein Zeichen geeignet, das firöhte Einfachheit aufweist, anderseits aber in eder Gröhe, Farbe und Ausführung hergestellt werden kann, ebenso plastisch verwendbar und auf kleinen und großen Wstand erkennbar ist. Dieser Vorschlag könnte in kurzer Zeit durch- geführt werden, und bei einigermaßen geschickter Propagierung des Gedankens würde sich die günstige Wirkung auf die Wirtschaft in Bälde geltend machen. ^ornotBcn. — TageSkalender für Donnerstag. (Siebener Konzert-Verein, 20 Uhr, Stadtkirche, Orgel-Konzert. — Oberhessischer Geschichtsverein, 20.15 Mt>r. Hörsaal 45 der Universität, Vortrag über _DaS römische Germanien und die ReichS- polittk". — Akademischer Bonisatius-Verein, 20.15 Uhr, Kunsthistorischer Hörsaal (Ludwigstraße), Vortrag über „Die Kirche als Ideal und Wirklichkeit". — DHV. 20 30 ilbr, Ortsgruppenheim, Vortrag über .ReueS in der Arbeitslosenver- llcherung". — Bund der Lahnkreunde. Hotel Hop- I selb, WonatSversammlung. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: .Der Zinker". — Aus dem vt ad t the a terbure au wird unS geM)rieben: Morgen, Freitag. 5. Februar. 20.15 Ubr. Wiederholung der erfolgreichen Kriminalfatire ..Kopf in der Schlinge". Abenteuer von John Bradlev. Sin packendes Stück vom Für und Wider des Indizienbeweise». — Sonntag. 7. Februar, 15.45 Ubr. ai« Fremden- oorftellung zu ermäßigten Preisen Wiederholung des Schwanks von Impekoven und Mathern: „Die drei Zwillinge". Abend», ebenfalls als Fremdenvorstellung außer Abonnement. Erstaufführung der Operette „Die tolle Lola" nach Kadelburg und Redner. Musik von Hugo Hirsch. Spielleitung Heinrich Hub. Ermäßigte Operetten- preise. — ^..Sankt Elisabeth in unseren Tage n.“ Die bevorstehende Sonntagvormittag- Kulturfilmvorsührung im Lichtspielhaus. Bahnhofstraße. ift durch den Fllm von der heiligen Elisabeth von besonderer Bedeutung. Der Ertrag der Veranstaltung soll der Gießener Winter- nochilse zugute kommen. Die ReichSwehrkapellc hat ihre Mitwirkung zugesagt und wird den Film mit guter Musik umrahmen. Der Bildstreifen zeigt in vielen "Bildern das Geben der heiligen Elisabeth, läßt die Zeit ihres irdischen Dasein- lebendig werden, erzählt auS dem Geben dieser großen Stau, deren leuchtende Gestalt aus dem frühen Mittelalter unS heute noch nahe ift und deren Geist noch heute und gerade in der Gegenwart Auferstehung feiert. Der Film bringt Bilder von Ungarn, der Heimat der Heiligen, von der Wartburg, wo sie als Ganbgräfin lebte, von der Kreuzburg, der Reuenburg, von Kloster Rcin- hardsdrunn und vielen anderen historischen Orten. Der Bildstreifen führt auch nach Italien in die Heimat des „Bruder Franz" und — nicht zu vergessen — in unsere Rachbarstadt Marburg, in der die heilige Elisabeth in klösterliche Stille viele Wunder der Rachstenliebe wirtte. Zum Wschluh wird der Besucher auch in die Gegenwart, in die christliche Liebestätigkeit der heutigen Zeit geführt, die in ihrem Geiste ja immer wieder auf den Geist der Heiligen zurückgeht und von ihrem nachwirkenden Wesen stets neue Impulse empfängt. Die Kultursilmvorstellung beginnt um 11.15 Uhr. RähereS ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. — Hypotheken-Gläubiger- und Sparer-Schutzverband. Die Ortsgruppe Gießen veranstaltet am kommenden Samstagabend eine öffentliche Versammlung mit zwei Vorträgen im Katholischen VereinShauS, zu der im heutigen Anzeigenteil eingeladen wird. RähereS in der Anzeige. Schüler.Konzert der Gchule Minna Römer. Das gut besuchte Konzert des Schülerkreises von Sri. Minna Körner bestätigte von neuem die schon oft festgestellten guten Qualitäten der Schule. Richt nur, daß die einzelnen Schüler seit dem vorigen Konzert zum Teil ganz erhebliche Fortschritte in der Beherrschung der Technik gemacht haben, sondern auch die Weiterbildung aus dem Gebiet musikalischer Erfassung und Wiedergabe läßt bemerkenswerte positive Punkte erkennen. DaS Spiel ist bei allen Schülern plastischer geworden und zeigt selbst bei Anfängern nicht daS typische Anfängerspiel, sondern läßt eine rhythmische und musikalische Führung erkennen. Die einzelnen Leistungen stellen der Lehrerin Frl. Körner ein ausgezeichnetes Zeugnis ihrer pädagogischen Tätigkeit aus. Zur Bereicherung deS Konzerts wirkten noch mit: Liselotte Seid el und Fritz Spuck (Violine), Schüler von Frl. M. Zimmer, Paul K ö h - l e r (Violine) und Wilh. Kopp (Alt- und Sopran-Blockflöte). HelmutBrunS spielte besonder- ein Thema von Haydn mit Variationen so eindrucksvoll, dah er mitten zwischen den Variationen spontanen Beifall erntete; auch alS Begleiter in der Ele- menti-Reger-Sonatine stand er feinen Mann. DaS letztere gilt von Horst Mehl, der außerdem noch ein Menuett von Mozart sehr hübsch und präziS spielte. Auch Margret Bill zeichnete ein Mozart-Menuett mit sicheren Strichen und war in dem ersten Sah der Clementi-Rcger- Donatine eine gewandte Begleiterin. Den Vivlin- part der Sonatine spielte, offenbar etwas ängstlich aber sonst recht gut, Liselotte Seibel. Lisbeth Koch- Grünberg spielte ihr Stückchen von Mozart tapfer und recht plastisch. Elli Ludwig und Margret Muhl spielten zu vier Händen sehr schwungvoll und rhythmisch einen Marsch von Weber. Zwei Stücke von G. Raphael wurden sehr schön von Ema Emmelius (Klavier), Paul Köhler (Violine) und Wilh. Kopp (Blockflöte) vorgetragen. Bei Wiederholung solcher Stücke unter Verwendung der Blockflöte ist dem Pianisten und Gei ei>etwaS größere Zurückhaltung anzuemvfehlen, da sonst der zarte Klang der Alt-Blockflöte zu stark in den Hintergrund tritt. Fritz S p u ck . der den Eindruck eines ernsthaft strebenden jungen Geigers macht, darf mit der Wiedergabe des ersten SaheS von Mendelssohns L-Moll-Konzert recht zufrieden fein; feine I Technik hat bereits ein starkes Maß von Lcich- tigteit erreicht. Ilse Roll erledigte den Klavier- | Part, der keineswegs einfach ift. mit sehr sicherer Anpassung und klarer Ausdeutung Einer Ro- velette von Schumann gab Margret Muhl abgerundete Gestatt und bestimmte Richtung Thea Petri spielte mit Paul Köhler eine Mozart- Sonate logisch im Aufbau und deutlich und rein in der Technik ^cide spielten auswendig, was als besondere Leistung anerkannt zu werden verdient. Thea Petri brachte noch drei Sätze einer Beethoven.Sonate zu Gehör, die chre großen Fortschritte in jeder Bezicchung erkennen ließen. Das gleiche gilt von Erwin Müller, dessen Spiel (ich stark nach der poftttven technischen, wie musikalischen Seite entwickelt hat. und der Eho- plns Polonaise brillante mit Andante in sehr eindrucksvoller Weife interpretierte. Schlleßlich spielte er noch mit P Köhler eine Ballade und Polonaise von BieurtempS. bei der sich P Köhler offenbar in seinem Element befand und alle technischen Kunstfertigkeiten sicher und schwungvoll beherrschte. Der Beifall war sehr herzlich, und er kann von den Ausführenden alS mit gutem Recht erworben angenommen werden. ttictzencr Wochcnmarktpreise. * Dießen, 4 Febr Heutige Wochenmarktpreife: Butter 100 biS HO Pf. (Kochbutter von 90 Pf. an), Matte 25 bi« 30. Käfe (10 Stück) 50 bi« 120. Wirsing 10 bis 12 (pro Zentner 7 bis 8 Mk.), Weißkraut 8 bis 10 (pro Beniner 4 bis 5 Mk.), Rotkraut 10 bis 12 (pro Zentner 7 bi« 8 Mk.), Kartoffeln 4 (pro Zentner 3 bis 3.50 Mk.). Selbe Rüben 10 bi« 12, rote Rüben 10 bis 12, »rünkohl 12 bi« 15, Rosenkohl 20 bi« 25. Spinat 15 biS 20, Unterkohlrabi 5 bis 6, Feldsalat 80 bi« 100, Tomaten 60 bis 70. Zwiebeln 15 bi« 20. Meerettich 30 bi« 60. Schwarzwurzeln 30 bl« 35. Dörrobst 25 bi« 30, Aepfel 8 bi« 10. Birnen 10 bi« 12. Russe 35 bi« 40. Honig 40 bis 50, junge Hähne 80 bi« 90. Suppenhühner 80 bi« 90 Pfennig pro Pfund; Tauben 50 bi« 60. Eier 8 bi« 9, Salat 25 bis 30. Blumenkohl 30 bi« 70, Endivien 10 bi« 15, Oberkohlrabi 8 bi« 10, Sellerie 10 bis 40. Lauch 5 bi« 10, Rettich 10 bi« 15 Pf. pro Stück. ee Steuererklärungen abgeben. Die Finanzämter fordern im heutigen Anzeigenteil zur Abgabe der Steuererklärungen für 1931 über die Einkommensteuer. Körperschaftssteuer und Umsatzsteuer auf. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen. •• Gefechtsschießen unserer ® arni« son. In der Zeit vom 15. Februar bis 12. März wird unsere Garnison ein Gefechtsschießen mit scharser Munition im Gelände zwischen Alten- Buseck, Grohen-Buseck und Beuern nördlich der Straße Alten-Buseck- Großen-Bufeck—Beuern abhalten. Das Schießen findet jeweils von 9 bi« 16 Uhr statt. DaS gefährdete Gebiet liegt in einer ungefähren Ausdehnung von 2 Kilometer nördlich der Linie Alten-Buseck--Hoh-Berg—Beuern und wird während deS Schießens von der Truppe abgesperrt werden; den Anordnungen der Ab- sperrungspoften ist Folge zu leisten. Schußrichtung von Südwesten nach Rordosten. Die StraheAlten- Bufeck—Grohen-Buseck—Beuern und der Weg von Beuern nach Treis können während deS Schießens benutzt werden. •* Keine verbotenen Schokoladen- Derkaufsapparate. Das Polizeiamt teilt mit: Die Schokoladen-Derkaufsapparate „Primosa" und „Trumpf" können bis auf weiteres ausgestellt bleiben. *• Vorläufig keine Besichtigungen im Tierzucht-Institut. DaS Tierzucht- Institut der Universität Gießen. Oberer Hardthof, das zu Besichtigungen an Sonntagen um 14 bzw. 15 Uhr geöffnet ist, dessen Besichtigungen an Wochentagen aber eine schriftliche Anmeldung zur Voraussetzung hat. teilt uns mit, dah für die nächste Zeit wegen der Gefahr der ilebertragung von Maul» und Klauenseuche die Führungen aUnfällen müssen. •• Don derKraftpostlinieGiehen — Hochelheim. Die Oberpostdircktion Darmstadt hat vom 1. Oktober 1931 ab den von den beteiligten Gemeinden übernommenen Garantiebetrag auf 74 Pf. je Betriebskilometer ermäßigt. Unter Zugrundelegung dieses Satzes war im abgelaufenen Vierteljahr Oktober biS Dezember ein Ueberschuß vorhanden, der auf den Fehlbetrag aus dem Vierteljahr Juli bi« September angerechnet wurde. " Die Kaperfahrt des Hilfskreuzers „Wolf". Kapitän Sch mehl, während deS Kriege« Erster Offizier auf dem Hilfskreuzer „Wolf" (einem bestückten Handelsschiff), sprach am Montagabend auf Einladung de« Marinevereins Gießen im (Safe Leib über feine vielfältigen Erlebnisse während der bekannten großen Kaperfahrt dieses Schiffes durch alle Weltmeere. Der Vortrag war das Spiegelbild des Heldentums, der Unternehmungslust, der (den Deutschen so oft bestrittenen) Menschlichkeit und des unverwüstlichen deutschen Seemann»- humorS. Der Vortragende lieh feinen Zuhörern in der Hchilderuiw vieler Einzelheiten die Fahrt nacherleben. Die Mission de« „Wolf" bestand In der Hauptsache im Minenlegen und in der Jagd auf Schilfe. die Kriegsmaterial für die Feind- bunbftaaten nach Europa bringen sollten Die Reise sührte durch den Atlantischen Ozean, um das Kap der guten Hoffnung herum in den Indischen Ozean, in die Südice und den Stillen Ozean Minen wurden gelegt. Frachtdampfer und Segelschiffe wurden gestellt, die Mannschaften übernommen, die Schiffe verfenkt oder zum Hilfsdienst („IttiS", herangezogen Der HittSkreuzer machte den ganzen Indischen Ozean unsicher, wurde gesucht und nicht gesunden; auf Schiff und Mannschaft wurden von den Feinden Prämien auSgesetzt. und doch gelang e« nicht, da« Schiff, das al« einziges deutsche« Fahrzeug in der Zeit von Ende 1916 bi« Anfang 1918 in fernen Meeren kreuzte, unschädlich zu machen Vielmehr kehrte der Dampfer, der in der Heimat längst verloren geglaubt war.'zurück, nachdem er die englischen Sperrlinien in der Rordsee durchbrochen hatte Der Vortragende erzählte von den vielen Erlebnissen. Gefahren. Eindrücken, von glücklichen Zufällen und humorvollen Ereignissen, von dem Leben an Bord, von den Schiffsverienkungen und den anderen Erfolgen dieser Fahrt, von den Abenteuern im Walser und in der Luft, von allerlei Röten, die das Schiff bedrängten (Kohlen- not, Feuer, Wassernot). von Freude und Leid und der Tragik, die auch dem Schiff, da« fern den Kriegsschauplätzen. ganz auf sich angewiesen war, nicht erspart blieb. Lichtbilder, zum Teil geschickt koloriert, bereicherten den interessanten Vortrag, der von den vielen Zuhörern mit dankbarem Beisall ausgenommen wurde. Die Wetterlage. H OwolXewoi 8 «Her. O eim etdfett» woiitig G d«de »r # Schott AOrtupdit ■ Htetl KOtwie«r^)Wind>liiit O-. xhf Uithie» Osi «lisigtr SOdiudwtn q MOremche» nordvat vt Temperatur ««- Ole Limen eerpindee Orte mit gleiche* «utneereinivtflu emgtrtchntlte LlrftdfiKt Wettervoraussage. Weiterhin lagert im Westen der Hochdruck, der bi« nach Island und dem Mittelmeer hin schwankt, ohne dabei nach Deutschland Einfluß zu gewinnen. Rach wie vor charakterisiert die wechselnde Luftzufuhr mit Ihren verschiedenen Temperaturwerten die Wetterlage. Infolgedessen bleibt noch der herrschende Witterungscharakter erhalten. Aussichten für Freitag: Wolkig mit kurzer Aufheiterung, Temperaturen weiterhin schwankend und wenig verändert, vereinzelt keine nennenswerten Riederschläge. Vmtllche Dinterfporlnachrichten. Vogelsberg. Hoherodskopf: Rebel, minuS 1 Grad, kein Schnee und keine Sportmöglichkeit. Schwarzwald. Feldberg: Klar, minus 3 Grad, 20 Zentimeter Schnee, lückenhaft, Sport- möalichkeit gut. Alpen, Schnees« rnerhau«: Klar, minus 6 Grad, 250 Zentimeter Pulverschnee, Sport- möglichkeit sehr gut. Bei Regpn.Wind u.Schneo NIVEA CREME imx Neue Preise RM 0.15-1.00 Kinos sind für viele Leute Abendlicher Hochgenuß. Teils erweckt die Handlung Freude, Teils, weil ’s finster bleiben muß. „Duft“ und „Qualm“ jedoch erleiden, Da hier strenges Rauchverbot, Durch das Zigaretten-Meiden Allergrößte Seelennot. In der Pause und am Schluß Ramses, welch ein Hochgenuß! RAMSESCIGARETTE 3 3<Ä LICHTSPIELHAUS • GIESSEN ELTERN! G KINDER! Kino-Werbetaal 12 Karten Rang . Karten Karten Jur Samstag, den 6. Februar bringen wir auf vielseitigen Wunsch nochmals einen Sankt Elisabeth in unserenTagen 12 12 2. Platz 1. Platz Das neue Werk bringt in seinen wirkungsvollen Spielszenen die soziale Aufopferung der Landgräfin für ihre Mitmenschen in engste Verbindung zur heutigen Caritasfürsorge, deren neuzeitliche Liebeswerke wir in realistischen Ausschnitten erleben. Musikbegleitung Gießener Kegimentskapelle die sich liebenswürdigerweise zur Verfügung stellt Eintrittspreise von M. 0.60 bis M. 1.50 Montag, den 8. Februar, nachm. 2.30 I hr nochmalige Vorführung zu Volks-Preisen ,Mk. 5.60 .Mk. 8.60 . Mk. 10.90 . Mk. 12.90 . Mk. 12.90 Ueberlegen Sie. 12 Besuche. Also schon für ca. 45 Pf. können Sie sich in den Genuß eines erstklassig. Programms setzen. 12 schöne unterhaltsame Abende I Niemand versäume diese Gelegenheit! Verkauf nur Samstag. den 6. Februar, von 3—8 Uhr abends an der Tageskasse und zwar: Karten 3. Platz...... Sonntag, < 7. Februar, vormittags 11.15 Uhr Große Festvorstellung Einführungs-Vortrag von Studienrat Dr. König Samstag, den 6. Februar, nachm. 4 Uhr und Sonntag, den 7. Februar, nachm. 1.15 Uhr Der erste Märchen-Ton- und Sprech-Film Aschenbrödel Notzeiten sind nicht dazu geeignet laute und rauschende Feste zu feiern.-- Dennoch verlangen die Sorgen und die seelische Belastung unserer Tage eine Entspannung und Ablenkung in andere Gebiete. Ein Abend im Kino bedeutet Stunden der Sammlung und Erholung! Um jedem den Erwerb einer Kinokarte zu ermöglichen, veranstalten wir am Samstag, dem 6. Februar, einen Werbetag für Kino und Film und verabreichen zu konkurrenzlos billigen Preisen Dutzendkarten Karten Seitenloge................... Karten Saal- oder Mittelloge Mk. 18.— Ein Film zum 700-Jahr-Jubiläum der Landgräfin Elisabeth von Thüringen Dieser Film ist ein Kulturdokument besonderer Art., weil er das Mittelalter unmittelbar in innere Beziehung zur Neuzeit stellt Ein Märchen von Brüder Grimm Ferner entzückenden Kinder-Beiprogramm und Ufa-Ton-Wochenschau ! Ein Ereignis für groß und klein. Jedes Kind erhält ein kleines Geschenk der Trnmpf-Schokoladenlabrlk Eintrittspreise für groß und klein M. 0.30, 0.50, 0.75, 1.00 Heute letzter Tag Der sensationelle Kriminal-Tonfilm ____Der Zinker An! der Bühne | 4 Bentos die weltberühmten Schleuderbrettakrobaten Ab morgen Freitag der große Lustspielschlager Trara um Liebe! mit Felix Bressart — Georg Alexander — Maria Paudler — Martha Eggerth — Ernst Verebes ___________________________________________________________938 C Matthäusgemeinde Gießen Sonntag, den 7. Februar 1932, abends 20 Uhr, in der Stadtkirehe Kirchenmusikalische Feierstunde veranstaltet von der Männer- u. Frauenvereinigung der Matthäusgemeinde Mitwirkende: Fran Ilse Schmidl-Wissendor! ।Sopran' Fran Gretel Woelke (Alt) Frau Bifriede Fischer (Cembalo) das Kammerorchester der Gießener Volkshochschule 1 veitungu. Solovioline: Herr Musiklehrer Frans Bauer |r. Frl. Käthe Kehrmann und Herr Helmut Eger (Soloflöten) An der Orgel: Herr Stadtorganist Heins Simon Eintritt frei! Programm 20 Pf. Jedermann herzl. willkommen! Der Vorstand srz v der Männer-u. Frauenvereinigung der Matthäusgemeinde Hypothekengläubiger- und Sparer- Schutzverband, Ortsgruppe (Ziehen Am Samstag, dem 6. Februar 1932, abends 8‘/4 Uhr, sprechen im Katholischen Vereinshaus Justizrat Brink, Berlin: Hinter den Kulissen der Wirtschafts-Krise! Otto König, Berlin: Geschäftsmethoden der Gegenwart bei Banken und Börsen! 928 D Alt- und Neusparer! GewerbetreibendeI Beamte! versäumt diese Vorträge nicht! Hört, wie man sich schützen kann! Eintritt frei! Keine Restauration! DER VORSTAND Auf zum beliebten Heiterkeits- Maskenball am Samstag, dem 6. Februar 1932, in sämtlichen Räumen der Liebigshöhe 2 Kapellen 2 Kapellen Karten in den bekannten Vorverkaufsstellen, durch unsere Mitglieder und an der Abendkasse. DER VORSTAND. 981 D Versäumen Sie nicht das grobe Das sibt's nut? einmal... 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Das Beharrungsvermögen in der französischen Politik. wie es im harren Festhalten an der napoleonischen Idee, in der Fortsetzung der Gedankengänge 2ubtoig XIV. zum Ausdruck kommt, die unwandelbare Treue gegenüber den alten Gottheiten des Imperialismus. Militarismus und Merkantilismus, zwingt auch die anderen Länder Europa - zur Umkehr. Ob sie wollen oder nicht, sie müssen den neuen Göttern nach erfolglos abgelauscner dreizehnjähriger Bewährungsfrist - wieder ab- schwören und z u den bewahrten Metho - dcn der Dorkriegspolitik jurüd- kehren. Frankreich darf den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, auch aus diesem Gebiete sührend zu lern und den 'Böltern seinen Wllen aufgezwungen zu haben. Ueberdies kann es auf das Beispiel Japans verweilen. Da cS mit dem Dölkerbund vereinbar ist, könnte Gens also auch nichts gegen einen über den Rhein hinweg oder nach Oberitalien hineingetragenen „Krieg ohne Krieg" einzuwenden haben. Unter solchen Auspizien darf es nicht verwunderlich erscheinen, wenn in den Kabinetten wieder munter d i e Fäden der Bündnisse gesponnen werden. Zwei Hauptbestrebungen zeichnen sich ab: das vertikale und das horizontale Bündnissystem. Zwei Gruppen, die das Gleichgewicht Europas ausrechterhalten sollen. Ganz wie 1914 Die französische Cuerlinie. »m Osten gesichert durch die kleine Entente, schneidet sich mit der nord-südlichen Sch i ck s a l s l i n i e in Oesterreich und in der Schweiz, zwei kleine Länder, die damit zu lebenswichtigen Verbin- dungsgliedern. zur» Zentrum und Knotenpunkt der europäischen Diplomatie werden. (ES gibt da- . neben exzentrische Gefahrenpunkte, wie daS Tliit- tclmeer, deren Berührung schon austereuropälsche Kraftfelder auslöst.l Während die Schweiz möglicherweise ..umfahren" werden kann, wie im Reise- so auch im politischen Verkehr, und. wie der Weltkrieg gezeigt hat. nicht zu ihrem Nachteil, steht der österreichischeDrehpunkt so praktisch und unvermeidbar im grosz-strategischen Plan, dasi man schon von einer Drehscheibe sprechen kann. Der MannGanf der Straf,e in Wien mag sich fragen, wem er sich anschliesten soll, die Tragik des Landes liegt aber darin, dafz es der einen oder der anderen Richtung a n g e s ch l o s s e n werden wird, ohne dast das selige Ballhaus gefragt zu werden braucht. Der Rest des Habsburgerreiches hat keine Eigenbewegung mehr, er wird bewegt - was für tüchtige Politiker am Drehscheibenstand die Möglichkeit nicht auslchliefzt. gewisse Züge in ihrer Richtung zu beeinflussen. DaS hak die französische Diplomatie natürlich längst erkannt und im ganzen deutschen Süden, in München wie in Wien spricht man gerne von Donaukonföderation, von den Plänen Zitas, von einer Mainlinie und ähnlichen Gebilden, die |d)on un Programm RapoleonS standen, teilweise auch vorübergehend verwirklicht werden konnten, lieber dem politischen Gesicht, dos in Norddeutsch- land naturgemäss ander- aussieht als im Süden, vergibt man in Berlin nur zu leicht, dast es auch in München eine rührige französische Vertretung gibt, ganz zu schweigen von Wien und Budapest. Wo treibt Ungarn hin? Wo hört der französische Geldgeber aus und wo beginnt der Politiker? Fragen, die sich der Gegenspieler vorlegen must. Betrachten wir die Möglichkeiten des verti- 1 taten Bündnisses. Den Anhängern einer Politik, die in Europa einen Damm gegen d i e fron- zösische Hegemonie einerseits und den russischen Bolschewismus andrerseits schaffen möchte, must es wie ein Ideal erscheinen Und die Stunde für die Durchführung des grosten Werkes scheint günstiger denn je. Suchen wir nach dem Baker des Gedankens, so finden wir ihn wohl unter den Zeitgenossen, die Nachforschungen nach dem Großvater aber stohen bald auf den alten Dreibund Damals ein an innerer Unwahrhastigkeit krankendes Diplomaten- gebilde, ein Homunkulus mehr ols ein natürliches Kind der Kaiserzeit, icheint er heute durchaus lebensfähig, denn mit dem Krohrioalen an der Adria, mit dem Objekt des alten Niforgimentohastes sind die Reibungsflöchen zwilchen Italien und den Bundesgenosten verschwunden, neben Triest und Trient sogar die sentimentalen. Man kann durchaus der — auch in Italien vielverbreiteten — Meinung jein, dast Italien bei wirklicher Durchführung des Bund- nisoertrages oder auch nur bei Wahrung der ‘.Neutralität bester gefahren wäre als mit dem Uebertntt jur Entente, dem es den lähmenden Druck der fran- zösstchen Hegemonie und den noch stachligeren Erben der Doppelmonarchie an der Adria Sudslavicn verdankt, und dennoch sich der Auffassung anschliesten, dast erst der Kriegsausgang gesunde Verhältnisse geschaffen hat, was die Beziehungen Italiens zu Oesterreich anbelangt. Auch das sah man am Quai d'Orsay voraus und hat daher beizeiten in den Damm den Sudtiroler Keil hineingetrieben, der die beiden Nackzborn für immer auseinderhalten sollte, genau wie der polnische Korridor. Allmählich bricht sich aber auf beiden Seiten die Erkenntnis Bahn, dast Deutsche und Italiener der französischen Politik in die Hand arbeiten, so lange sie über die Brennerwand nicht Hinwegzukommen glauben. Und diese Erkenntnis wird zum Wegbereiter des vertikalen Bündnistes werden. Nichts trennt Italien von Deutschland, leder Tag macht es offenbarer, dast die deutschen und die ita lienischen Interessen vielmehr auf eine lange Strecke parallel laufen. Frankreich, das kann man in Kunst und Wissenschaft 3ur „(tnhifferung“ der sogenannten hetkikifchen Hieroglyphen Inschriften dnrch Professor Jorrcr. Professor P. Iensen in Marburg bittet uns um Ausnahme folgender Erklärung: In der „Illustrierten" des „(Siebener Anz." vom 16. Ian. 1932 Nr. 3, erschien, wie ich erst später erfuhr, ein Aussatz über die „Entzifferung" der sogenannten hettitischen Hieroglyphen - In- schristen durch Pros. Forrer (Chikago-Berlin). unterzeichnet von einem Dr. L. Dieser Artikel lästt Forrer erstmalig Dinge „genial entziffern", die in Wirklichkeit, ob nun richtig oder nicht richtig, längst insgesamt, sei es von Sayce oder Jensen, Eoroley oder Meriggi ebenso wie von Forrer gedeutet worden sind', soweit Forrer nicht etwa einfach willkürlich, ohne einen Boden unter den Fristen, gedeutet hat. Indem ich hieraus Hinweise, must ich mich einer Antwort auf eine sich von selbst ausdrängende Frage enthalten: Ist erst der Berichterstatter, mit anderen zusammen, einem einzigartigen Mistverständnis, oder bereits der „geniale Erftentzifferer" einer noch nicht dagewesenen Selbsttäuschung erlegen? Landfriedensbruchprozeß in Gießen. G i e st e n . 3 Febr. Vor dem Erweiterten Dezirksfchöffengericht wurde heute den ganzen Tag über die Anklage verhandelt, die die Staatsanwaltschaft wegen des Sturms auf den „Solmser Hof in Hungen (in der Nacht vom 27. zum 28 September v. 3.) erhoben hak. Wir haben über den Fall kürzlich vorberichtet Angeklagt sind sechzehn meist junge Leute aus Hungen und der näheren Umgebung, vierzehn davon, Angehörige des Reichsbanners, wegen Landsriedensbruchs, einer wegen schwerer Körperverletzung, und zwei (Ra- jeber römischen Zeitung lesen, fei das einzige i)in derms für eine (rieiunbung Europas, folglich mustten Italien, Deutschland (mit Oesterreich» und — Eng land Schulter an Schuller marschieren. Dast Italien nach der mutigen Intervention Mussolinis von Frankreich als quantitl negligeable b e - handelt wurde, bat dem Fast den Boden aus geschlagen. „Den vollkommenen Nuin Europas zu verhüten, dafür gibt es jetzt nur noch ein einziges Mittel: unverzüglich handeln, handeln ohne 3ranfr-eid), indem mir es (o isolieren." Schreibt zum Beispiel das Organg der Gewerkschaften, Lavoro Fascista. In keinem f)itlerblatt kann man schärfere Worte gegen den „europäischen Störenfried" lesen als in der Presse Mussolinis Bündnis also, wenn die Abrüstungskonferenz, wie es selbstverständlich ist. scheitert wie die Neparationskonserenz. Das Neue daran ist die Einbeziehung Englands, die in Nom als denkbar, als gegeben gilt. Denn auch England, das den nördlichen und — mit Suez und Gibraltar — den südlichen Brückenkopf bilden würde, käme der grobe Damm zugute. fp Einige weitsichtige Politiker in Frankreich haben die Gefahr erkannt und Hals über Kopf in Nom dieselben Koder ausgeworfen, die wir aus der In- terventionszeit kennen, um Italien unsicher zu machen. Man will sich jetzt der lateinischen Stiefschwester erinnern, man lobt seine von Foch so bespöttelten Kriegsleistungen über den grünen Klee, stellt ihm die weitestgehenden Befriedigungen seiner Aspirationen in Tunis und Tripolis in Aussicht. Aber abgesehen davon, dast die Italiener durch die Nichteinhaltung des Londoner Paktes, der Italien den dalmatischen Rüftenftreifcn zuficherte, gewitzigt sind, ist es bei der rasenden Fahrt, in der Europa zum Abgrund jagt, für solche Scheinlösungen zu spät. Italien glaubt nicht, dast die Einsicht in Frankreich stärker jein werde als das Gesetz der Trägheit, dem die französische Politik untersteht. Die Befürworter des vertikalen Biindnisjes, das Europa um ein weiteres Jahrhundert vor der napoleonischen Querlinie sichern würde, gewinnen zusehends an Anhang. tionalsozialisten) wegen verbotener Waffenführung. Als am Abend des Kirchweihtages, an dem es schon vorher allerlei Reibereien mit oder ohne politischen Einschlag gegeben hatte, der Nationalsozialist Sch. sich in den „Solmser Hof", das Lokal seiner Parteifreunde, begeben wollte und dabei eine meist aus Reichsbannerleuten bestehende Ansammlung von Menschen passierte, wurde er von dem Angeklagten H. plötzlich niedergeschlagen. Er war bewußtlos. lag zehn Tage in der Klinik und ist noch nicht ganz wiederhergestellt. Der Angeklagte ist geständig, will aber angegriffen worden sein. Zeugen für diese Behauptung sind nicht vorhanden; dagegen behauptet der Verletzte übereinstimmend mit zwei Zeugen, dast er unvermutet von hinten ange- sallen worden sei. Dies war etwa um 23 Uhr. Als der Angeklagte H. um 1 Uhr mit seiner Frau am „Solmser Hof vorbei, vor dem sich Nationalsozialisten aufhielten, nach Hause gehen wollte, bekam er es mit der Angst zu tun. Er schickte deshalb in den „Darmstädter Hof. wo sich Partei- sreunde von ihm aufhielten Der Führer des Reichsbanners. Ortsgruppe Hungen, der Ange- ftagte eilte mit etwa 15 bis 20 Mann zur Hilfe herbei. Nach der Bekundung einiger Zeugen sollen die Leute sich in starker Erregung be- sunden und laut geschimpft haben. Mittlerweile mar der Angeklagte H. mit einem auf der Etrasie flehenden Nationalfozialisten, dem Angeklagten D., aneinandergeraten. Die Darstellungen darüber gehen auseinander, es scheint aber, dast D. zu H. gesagt hat, er solle nicht so frech gucken, er könne noch ein paar abkriegen. Dabei soll er nach der Behauptung des H. einen Revolver und einen Gummiknüppel in der Hand gehabt haben. In diclem Augenblick ertönte ein Pfiff und G. und seine Leute eilten herbei. Als der Eturmlührer B. dies sah. kommandierte er „SA ins Haus!" Die Nationalsozialisten kamen diesem Besehl nach. Der Angeklagte G. erklärte nun, die Wasse müsse herausGießener Gtadttheaier. 3mVc(ot>vn und Mathern: „Tic drei Zwillinge". Um auch in ernsten Zeiten dem Fasching sein Recht werden zu lassen, hat man den erprobten Schwank von den drei Zwillingen, ein Werk der als Toppelsirma seit langem bekannten Frank- fuitcr Autoren Toni Impekoven und Earl Mathern in den Spielplan ausgenommen und gestern einem erheiterten und beisallssreudigen Publikum zum ersten Male vorgestellt. Die Sache beruht, wie bei den meisten Schwän- kvi, auf einer Verwechslung. Mancher erinnert fich wohl - c-ch jener ungeheuerlichen Affäre vorn ^Brand im Krankenhaus, dessen Insassen nur mit Jftube vor der Feuersbrunst ins Freie gerettet iverden konnten, in der allgemeinen Aufregung wurden die neugeborenen Kinder vertauscht, und so bricht nach achtundzwanzig friedlich verlaufenen Jahren über das ahnungslose und äusterst blau- blütige Gefchlecht der Herren von Falkcnstein. deren Stammbaum bis weit hinter den ersten Kreuzzug zurückrcicht. das 'Verhängnis herein. Und zwar in Gestalt des Weinhändlers Jakob Johannes Knäblein aus Bonn am Rhein, welcher fich bald als der seinerzeit vertauschte Zwilling mit dem roten Bändchen am Dein zum krassen Schrecken aller Falkensteinifchen scheuhlich entpuppt. Man kann sich nor ft eilen, was unter Den Händen Der beiden in allen Schwankfätteln gerechten Autoren aus dieser Chance zu machen war. Der Situationswitz feiert fozusagen Orgien: Die bühnenmäßige Ausspielung sozialerDorurteile unD Diskrepanzen ist ja von jeher ein beliebtes unD geräumiges Betätigungsfeld für Schwankautoren. Es kann natürlich nicht ausbleiben, dast nach Ueberwindung des ersten Schreckens und der wildesten Mißverständnisse ein gründlicher Rol- lentaufch vorgenommen wird. Denn es ist klar, dast der angeblich echte Falkensteiner Zwilling wohl oder übel in die Niederungen seiner angestammten Bürgerlichkeit zerückkehren must. Da er dabei in immerhin wohlfituierte 'Verhältnisse gerät. ist er — vorerst — von Der Verwandlung nicht minder entzückt als der weinverständige Knäblein. dem sein solange unterdrücktes blaues Blut plötzlich au Kops gestiegen ist, und der sich mit verblühender Wendigkeit in die neue Umgebung und die alte Familie hineinfindet. Zum Glück für zwei durch das Falkensteinische Hausgesetz und die Majoratsbestimmungen hart bedrohte Liebschaften erweist sich jedoch nach einer Fülle drastischer Schwankszencn. dast die beiden Zwillinge jeweils ein Haar in dem Tausch- geschäst gefunden haben. Dor allem dem Knäblein Jakob Johannes ist Der gräfliche Lebenslauf mit Reiten. Fechten und anderen standesgemäßen Beschäftigungen ziemlich in die Glieder gefahren, und als er zum Ueberflust noch zum Duell gefordert wird, hat er die Gastrolle fatt und verzichtet auf jede Standeserhöhung. was in Anbetracht seines im Hintergrund auftauchenden bürgerlichen Anhanges entschieden das Ratsamste ist. Aus diesen flüchtig angedeuteten * Umrissen wird man entnehmen, dast die „Drei Zwillinge" durchaus geeignet erscheinen, die Fafchings- ftimmung des Gießener Thealerpublikums in erfreulicher Weise anzuregen. Die Spielleitung von Peter F a f s o 11 zog alle in Schwankfällen üblichen Register: es herrschte ein luftiger Trubel und unbeschwerte Ausgelassenheit auf der Bühne, und die Spielfreudigkeit aller Mitwirkenden wurde durch die anhaltende Heiterkeit im Parkett belohnt und gerechtfertigt. Bühnenbildner Löffler und Beleuchter Keim machten sich ebenfalls um die Inszenierung verdient. Eine grohe und dankbare Aufgabe fand Herr gub in Der Rolle des Jakob Johannes Knäb- in: auf sie haben die Autoren mit sichtlichem Wohlbehagen all ihren Witz und ihre Einfälle konzentrierte Hub sieh sich denn auch nicht lumpen, er liest feinem Temperament die Zügel schiesten. beherrschte sogar, was man an sich kaum verlangen kann, mit sprudelnder Geläufig- leit den rheinischen Dialekt und hatte überhaupt die Lacher stets auf seiner Seite Das Oberhaupt der Falkensteiner, Grafen Ok- taviv, gab Kühne als einen bemerkenswert vertrottelten Serenissimus, der angesichts des überraschenden Familienzuwachses der Derzwesi- lung preisgegeben ist. Den Onkel Gostlau machte Hauer zu einem derben, alkoholfreudigen Landjunker aus der ostelbischen Gegend. Bruck war der elegante und meuchlings degradierte Zwilling Eberhard: Luise Schubert-Jüngling die gemütliche Tante Leontine, die noch am ehesten den Wechselfällen des Daseins gewachsen ist. Elisabeth Wielander und Karl Do Ick erschienen komisch aufgedonnert als die unerwünschte neue Verwandtschaft vom Lande. Maria Lachse hüpfte als munteres enfant tcrnblc durch die gräflichen Gemächer, Beatrice Doering als Fräulein von Hochberg im Reitdreh, die Herren Geiger und Wahlen als Bediente in Falkenstein rundeten das Ensemble angenehm ab. Die Neuigkeit erzielte einen kräftigen Lach- erfolg. hth. Ein Kind singt... Don £. v. Nepperi. Wenn ich in der Untergrundbahn hocke oder stehe, aufrecht eingeguetfcht oder schräg an einer Der Haltestangen baumelnd, sind meine Gedanken gewöhnlich nicht lehr weittragender Natur: an das Ziel der Fahrt, vielleicht noch ein Stückchen die Treppe hinauf zur Oberwelt — weiter reichen sie nicht Und den andern. Die mit mir im Zwange kurzer Geme.nfamkeit den Wagen mit ihren unsichtbaren Schicksalen erfüllen, scheint es ähnlich zu gehen. Von der Fron der Grohstadt gezeichnet, müde, abgespannt und gelangweilt schwanken die Gesichter im Rhythmus des eilenden Zuges hin und her. Alle diese Menschen sind lediglich „Fahrgäste". Für sie gilt Gesetz und Ordnung der Bahn — weiter nichts. Sie verpuppen sich gleichsam für Die kurze Zeit, in Der sie gemeinsam unter Der ErDe weilen. Indessen jagen die Züge in Den düsteren, gemauerten Schächten dahin — unter Dem haftenden Strom der Strahe, unter dem Gebirge Der Häuser, unter Liebe und Hast. Freude und Leiden. Arbeit und Verbrechen. Das Donnern Der Räder über Die eiferne Laufbahn, Das Klappern Der Türen. Das Klirren Der Fenster. Das Dumpfe Summen der elektrischen Gewalten — all Diele Laute fliehen zu einem einzigen, gleichmäh g gegeben werden, und seine Leute Drängten gegen Die ttingangtur Des „Solmser Hof-' vor. Der Gendarmeriewachtmeister Walther. Der Polizeidiener Haas und Der StadtvervrDnetr Wieder st ein von Hungen stellten sich vor Den Eingang und suchten die immer mehr anwachsende Menge zurück zu treiben und zu zerstreuen. Wachtmeister Walther lieh immer wieder an die Menge Die AufforDerung ergeben, sich zu zerstreuen Es war nergebenä. Es ertönten Rufe .Schlagt he tot. die Bluthunde, ufw" Rach Der Bekundung mehrerer Zeugen rief G plötzlich „Veute. untere Geduld ist zu Ende, «etzt wird gestürmt." Unmittelbar danach tief Der Angeklagte D „Auf, holt Pflastersteine herbeiEs erfolgte nun eine längere Zeit dauerndes Bombardement auf den „Solmser Hof'. meist mit Schotter- fteinen von der nahen Eisenbahn. Fast sämtliche Fensterscheiben wurden eingeworfen. Rach der "Bekundung des Besitzer» de» .Solmser Hoss" sanden sich an dem Haus etwa 200 Wurfspuren. Auch au» dem .Solmser Hos" wurde geworfen und ein Mann dabei verletzt. Die Verhandlung wurde um 18.30 Uhr unterbrochen * Morgen folgen die Plädoyers des Staatsanwalts und der beiden Verteidiger. öae Urteil. , . ' (Sieben, 4 Febr. Der Landfrieden»^ 4b- Prozesi wurde heute mittag zu Ende geführt. Rach den Plädoyer- des Staatsanwalts upD der Verteidiger und nach Der Beratung he» Gerichtshöfe» wurde folgende- Urteil gefpro- d) e n Zwei Angeklagte erhielten wegen Landfriedensbruche» je 6 Monate Gefängnis, ein Angeklagter wegen Landfriedensbruches und Körperverletzung 3 Monate und eine Woche Gefängnis, zehn Angeklagte wegen Landsrieden-bruche» je3MonateGe- f ä n g n i » . ein Angeklagter, der des Landfrie- densbruche» beschuldigt war. wurde freigesprochen. zwei Angeklagte. Denen verbotener Waffenbesitz zum Vorwurf gemacht würbe, sprach da» Gericht ebenfalls frei Heber Die Plädoyers und die Urteilsdegrün- Dung wird morgen noch berichtet werden. Oberheffen Gemeinderat in Laubach. □ 2 a u b a d), 1. Febr. In der jüngsten ®e- meinderatssihung wurde vor Eintritt in Die Tagesordnung das neue Ratsmitglied Postmeister Karl Hennige. der an Stelle des durch Tod ausgeschiedenen Oberreallehrers i. R. Gerhard tritt, von Bürgermeister Högy durch Handschlag verpflichtet. lieber Die von Dem Kreisamt Schotten vorge- schlagene Erhöhung der Bürgersteuer oder Der Realsteuersähe für das letzte Viertel des Rj. 1931. welche die Ausstellung eines Nachtragsvoranschlages notwendig machen würde, wurde die Entscheidung bis zur nächsten Sitzung zurückgestellt. Von einem bevorstehenden HauSverkaus wird erhofft, dast zu den angefonne- nen Maßnahmen nicht geschritten zu werden braucht. Die seither geltenden Holzversteige- rungSbedingungen muhten infolge Der schlechten Wirtschastslage geändert loerden. Die Ai sgabe Der Abfuhrscheine erfolgt für jeDen Holzkäufer nur gegen sichere Bürgschaftsleistung oder Barzahlung. Bei Zahlungen bis zum 1. Juni d. 3. werden 5 Prozent Skonto gewährt Der allgemeine Fälligkeitstermin ist Martini 1932 Ein Teil Der Wohlfahrtserwerbslosen soll im kommenden Frühjahr mit der Herstellung deS Weges nach der Alten Ziegelhütte (Froschloch) beschästigt werden, fall- mit dem gräflichen Forstamt eine Einigung über die gemeinschaftliche Tragung der Kosten zuftandekommt Zum Schluffe wurde die von Dem DorfitzenDen vorgelesene Ortsbürgerliste genehmigt. Die Zahl Der zum Losholzbezug berechtigten Haushaltungen beträgt 355, gegenüber 363 im Dorjahre 1 111 harten Klang zusammen, Den keiner Der verpuppten Menschen mehr wirklich wahrnimmt. So ist es Hunderte von Malen das gleiche Bild in wenig schwankenden Schattierungen ■man weih es. man erwartet nichts anderes Plötzlich jedoch geschieht etwas, das diese Schatten aushellt, die Erstarrung sortschiebt und hinter Den Masken das menschliche Antlitz frei werden läht. Ein hoher, seiner Laut schwingt durch Den wesenlosen Lärm des sausenDen Zuges, eine schlichte. meloDische Tonfolge. Augen beginnen zu suchen, Erstaunen unD Neugier beleben Die stumpfen Mienen. Hier unD Da huscht flüchtig ein gutes Lächeln auf. Alle Blicke zielen in Die gleiche Richtung, alle Ohren lauschen Dem gleichen zarten Laut. Unerwartet ist in Diesen soeben noch einanDcr völlig gleichgültigen „Fahrgästen" eine menschliche Gemeinsamkeit erwacht. Da ist etwas erstanden, was sie alle kennen, was sie alle lieben, was sie alle vergessen hatten und was doch ihrer aller Herzen plötzlich miteinander verbindet. Ein Kind singt ... Döllig in sich und sein kleines Lied verloren, singt es mit unendlich sühem, reinem Ltimmchen von emem Wickelbären. Der alleine im Wald umherläust. „Wickelbarchen war noch klein, lief im Walde ganz allein. ach, im dunklen Walde ..." Ich habe dieses kleine Lied noch nie gehört, und vielleicht hatte es auch niemand der anDercn, Die dem Zauberstimmchen laufdjten, je gebärt; doch wir alle lebten dieses Märchen vom W'ckel- bärchen so mit. als ob wir selbst noch Kinder wären. Ein Kind singt in der Untergrundbahn, und auS „Fahrgästen" werden Menschen ... Sochschulnacbnchten. Dem Professor D. Werner Elert an der Universität Erlangen ist Der durch das Ableben von Geheimrat Professor D. Philipp Bachmann in Erlangen erledigte Lehrstuhl der systematischen und historischen Theologie zum 1. Apnl d. 2. übertragen worden. Der in Erlangen frei- gewordene kirchcngeschichtsiche Lehrstuhl wurde dem Breslauer Theologen Professor 1). Dr. Hans Leube angeboten. 2lm Montag, 22. Februar, findet eine 8 Forttestung Nachdruck verboten Kirche und Schule. Dorftirchentagung in Beucrn. zu Hans-Achim erhebend, fragte sie, ob er heute im Kolleg gewesen sei? Statt seiner antwortete Eva: „3 wo, er hat es geschwänzt." Alle drei lachten. Der Einkauf in der Ricolaischen Buchhandlung war schnell gemacht. „Bummeln wir noch ein bißchen", schlug Rose vor, als sie auf die Straße traten. Der Vorschlag wurde angenommen. In der Leipziger Straße blieb Rose vor den Auslagen eines der großen Pelzgeschäfte stehen. „Papa hat mir heute früh Geld geschenkt", sagte sie, Eva ansehend. „Was meinst du, ob ich mir dafür einen neuen Pelzmantel kaufe?" „Jetzt?" fragte Eva gedehnt. „Der Winter ist doch gleich zu Ende." »Man trägt doch auch im Frühjahr Pelz." Evas Blick ging musternd über sie hin. „Dein Dreitschwanz-Mantel ist doch noch sehr schön. Ich fände es sehr verschwenderisch, wenn du dir noch einen zweiten kaufen würdest." Rose lächelte, berührte Evas Hand mit-leichtem Druck und sagte, während ihr Blick auf Hans- Achims Gesicht ruhte: „Ach, es gibt ja nichts Schöneres, als verschwenden zu können. Finden Sie das nicht auch, Herr Töünies?" „Ich habe leider gar keine Erfahrung darin, meine Gnädigste. Aber es mag schon so sein, wie Sie sagen." „Also, Evchen, was meinst du?" fragte sie noch einmal. Eva antwortete mit einem Achselzucken Sie standen vor dem Geschäft Goldmann Söhne, Pelz- moden. Evas Blick traf auf das Firmenschild richtete sich danach fragend auf Hans-Achim. Er verstand ihre stumme Frage und machte Rose darauf aufmerksam, daß die Firma Salbach aaiu in der Rähe sei. a „Ich möchte gerade hier etwas ansehen. Ob ich gleich kaufe, weiß ich noch nicht." Gott, wie peinlich mußte es Helene Schadow sein, wenn er mit Rose erschien, die sie am Ende bedienen mußte! Einen Moment dachte Hans°A him daran, sich zu verabschieden, aber da befahl Rose bereits „Sie werden mir bei der Auswahl helfen, werden mir sagen, was mich kleidet." Es gab kein Zurück für ihn. Sie betraten den Laden. Herrgott, nahm diese Quälerei denn gar kein Ende! Hans-Achim fragte es sich, von Anaeduld gepeinigt. Wohl ein Dutzend Mäntel hatte Helene vor- geführt. Daß sie diesen ihm unsäglich verhaßten Mannequinberuf ausübte, erfüllte ihn mit Zorn und Scham. Hätte er eine Ahnung davon aebabt er wäre um nichts in der Welt in diesen Laden hmerngegangen. Der Umbau und Anbau der arten Gtadtpost. Herr Architekt Ricolaus bittet uns um die Veröffentlichung der nachstehenden Zuschrift: „In der Berichterstattung über die letzte Stadt- ratssitzung — Gießener Anzeiger vom 30./I. — behaupten Sie, ich sei der „Wegbereiter" für das in der alten Stadtpost geplante Geschäftsunternehmen. Eine Beweisführung dieser Behauptung ersparen Sie sich. Dafür aber lassen Sie um so metjr der Phantasie des uneingeweihten Lesers Spielraum hinsichtlich des „Verbrechens", das Sie mir an die Rockschöße zu hängen versuchen. Zur Abwehr und Klarstellung erkläre ich daher, daß ich mit dem geplanten Geschaftsunternehmen auch nicht das Geringste zu tun habe. Bereits im Oktober v. I. bin ich in meiner beruf» Iidjen Eigenschaft als Architekt durch Herrn W i n n, der bekanntlich der Eigentümer des alten Stadtpost- grundstückes ist, mit der Planung des Um- und Anbaues der alten Stadlpost beauftragt worden. Aber erst Ende Dezember, bei Abschluß des Mietvertrages, erfuhr ich die Mieter und den Charakter ihres geplanten Geschäftsunternehmens. Vorher habe ich zu den Mietern, oder deren Vertretern keinerlei Beziehungen gehabt. Ebensowenig hat jemals Herr Winn eine Verwendung der alten Stadipoft zu dem nunmehr bestimmten Zwecke zu erkennen gegeben. Die Planung erfolgte auf Grund Des mir von Herrn Winn gegebenen Programms. Die für die Genehmigung nachgefuchte Befreiung von gesetzlichen Bestimmungen ist nicht etwa durch das geplante Unternehmen bedingt, sondern war schon ein Bestandteil des im Oktober eingereichten Baugesuches. In meiner Eigenschaft als Stadtrats. Mitglied bin ich mit der ganzen Angelegenheit überhaupt nicht befaßt worden, weil solches auf Grund der Städteordnung unzulässig ist. Es besteht hiernach nicht der 'geringste Zweifel, daß meine ganze Tätigkeit ausschließlich diejenige des Architekten ist, der pflichtgemäß den von ihm übernommenen Bauauftrag erfüllt und auf Grund feines mit dem Auftraggeber abgeschlossenen Ver- ein ' . der Zweigverein Alsfeld des Eoange- lifafe Bundes im „Deutschen Haus" einen stark besuchten Gemeindeabend. Pfarrer Lic. Hofmann-Lewe sprach über das Thema „Vom Kampf zwischen Glauben und Unglauben im heu- tigen Rußland". Der Vortragende, der in Rußland geboren ist und viele Jahre dort verlebt hat, schilderte das unsägliche Leid, das durch die Sowjetherrschaft über die Christen Rußlands hereinge- brochen fei. Die Lage der Christenheit im „Lande der Gottlosen" sei heute geradezu trostlos, wie der Redner an vielen Beispielen zeigte. Triosonaten von Telemann und Händel, von der Alsfelder Kammermusik - Vereinigung (Frau E. Moeller, Violine, die Herren E. O. Hofmann, Flöte, M. Bähringer, Cello und E. Völsing, Klavier) fein- sühlig und klangschön vorgetragen, gaben der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Leben noch nicht krank gewesen." Er reckte sich unwillkürlich straffer auf. In seinen Hellen Augen stand ein Lächeln. Eva stellte tm sssslen fest, daß dies Lächeln wunderschön sei. „Ich wünsche Ihnen, daß das immer so bleibt", sagte sie, und impulsiv, wie sie war, streckte sie ihm ihre Hand hin, die er mit festem Druck ergriff. „Ich hoffe, Sie werden nicht zu lange warten brauchen, Herr Schadow. Es sind nur noch zwei Patientinnen da." „Ich hab's nicht sehr eilig, gnädiges Fräulein." Er drückte noch einmal ihre Hand. In dem Augenblick wurde Rose Münchmeher m>n dem Stubenmädchen eingelassen. Mit raschem Blick hatte sie das Bild erfaßt, das sich ihr bot. Em mokantes Lächeln huschte um ihren Mund. Evas Gesicht errötete bis zu dem blonden Haaransatz. Rose umarmte sie lächelnd, hauchte einen Kuß auf ihre Wange und fragte dann: „Was meinst du zu einem kleinen Vormittags- bummel durch die Stadt, Evchen?" Eva überlegte. So viel Arbeit wartete auf sie. oic betraten das Wohnzimmer, in dem die Mutter war. Rose begrüßte sie, küßte ihr die Hand. „Gnädige Frau, ich möchte Eva für ein paar Stunden entführen. Darf ich?" „Warum nicht!" „Und was wird aus meiner Arbeit. Mama?" Ottilie lächelte. „Die wartet, bis du wiederkommst. Geh nur für em paar Stunden hinaus; das Wetter ist so herrlich." — Langsam bummelten Rose und Eva durch die Straßen. Rose hatte sich ein Skicomplet gekauft. ^r-^rrln c™ JPgtS&amcr Platz angekommen, als plötzlich Hans-Achrm vor ihnen stand Rose, sichtlich erfreut, erzählte von ihrem Ein- kauf und'forderte: ^,"2etzt müssen Sie mit uns in die Leipziger Straße kommen. Ich will sehen, was man dort noch erstehen kann. Er behauptete, in die Ricolaische Buchhandlung zu müssen. „Da kommen wir mit, Herr Tönnies" „Sehr liebenswürdig, gnädiges Fräulein — aber ich. muß Sie schon bitten, davon abzusehen, ment" ^"^rnehmen verspricht nicht viel Amüse- Sie lächelte zu ihm auf. v"?a* glauben Sie etwa, unsere Unternehmungen sind aufregend? Ich bin entschlossen, mit Ihnen zu gehen. e4maJ.te gegen sie eine knappe Verbeugung »Wie Sie wünschen, meine Gnädigste" sÄ ÄrqUrCrteU Fahrdamm, dabei schob Hans-Achim seine Hand unter Roses Arm Das S«d ihr em angenehm prickelndes Gefühl sie preßte den Arm fester cm ihren Körper. Den Blick Die Wintersonne legte einen hellen, wärmenden Schein über die alte, grämliche Straße. Rose Münchmeher, in einen weiten Mantel aus weißem Flauschstoff gehüllt, trat auf ihren Bal-, Eon. Sie winkte den Damen Tönnies einen Mor- gengruß zu, der von Ottilie mit freundlichem Lächeln erwidert wurde. Eva winkte nur flüchtig yinid. Ihr Interesse wurde durch das Anfahren eines eleganten Autos in Anspruch genommen. Rose, mit emem raschen Blick nach dem Auto hin, telegraphierte zu dem Tönniesschen Ballon herüber: „Papas neuer Rürburg." Der neue Wagen war bereits Friedrich Scha- oow anvertraut. Er hielt vor dem Hause. Der Portier des Münchmeherschen Hauses trat zu ihm. Er sei viel zu früh gekommen. Eine Stunde müßte er wenigstens noch warten. Schadow schritt auf das Tönniessche Haus zu. Sem Blich traf wie zufällig den geheimrätlichen Balkon. Die Finger seiner Rechten an denMühen- rand legend, grüßte er die Damen. Ottilie flüsterte Eva zu: ftctj'd“2 Em die braune Chaufseuruniform Medrich Schadow war groß, schlank und von straffer Haltung. Sein Gesicht mit der schmalen gebogenen Rase hatte seine Züge, frische Farben und einen Ausdruck von Offenheit Lina Knorpe war eben damit beschäftigt, das Pflaster zu fegen. Friedrich Schadow sagte im Vorubergehen etwas zu ihr, worüber sie hell auflachte. J Eva fühlte, daß ihr alles Blut zu Kopf stieg. Sie sah von den beiden fort zu Rose hin, die ihr zurief, daß sie in zehn Minuten bei ihr sein wurde. Sie und Ottilie kehrten in das Zimmer zurüd. Es gah allerhand zu tun. Anderntags war Wasch- tag. Lina würde bald kommen, um beim Vorrichten zu helfen. Die Wohnungsklingel schrillte durchs Haus Eva, die vermutete, daß Rose bereits da sei lief tzn, mn zu offnen. Friedrich Schadow stand vor ihr Er bat, den Herrn Geheimrat sprechen au dürfen. 0 »Papa hält eben noch Sprechstunde. Ditte, wenn Sie hier warten wollen?" Sie öffnete die Tür zum Wartezimmer. Ehe es Friedrich Schadow betrat fragte sie: „Sie sind doch nicht etwa krank?" Don Geld und Lebe Vornan von Grete von Gaß. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle träges zu erfüllen hat. In den Rahmen dieser De^ tragspflicht fallen auch alle meine Bemühungen, die auf die Erwirkung der nachgesuchten Befreiung von gesetzlichen Bestimmungen abgestellt sind. Werden hierbei die Interessen des Nachbarn — in vorliegendem Falle Ihres Herrn Lange — in Mitleidenschaft gezogen, dann ist das kein Grund, meine Pflicht und Schuldigkeit in der Wahrnehmung der Interessen meines Auftraggebers meniaer zu tun, wenn ich mich nicht der Pflichtvernachlässigung oder Pflichtversäumnis schuldig machen will. Nach alledem ist es bei einer unbefangenen, vorurteilsfreien Beurteilung einfach unmöglich, meine hier entfaltete Berufstätigkeit zu einer Förderung des in der alten Stadtpoft geplanten Geschäftsunternehmens umzubiegen und daraus einen Gegensatz zu konstruieren zu den Interessen berjeniger mittel- ständischer Kreise, deren Vertrauen ich meine Wahl in den Stadtrat mit verdanke. Ich nehme an, Sie wissen ganz genau, daß meine Stellung in der ganzen Angelegenheit nur beruflicher Natur ist. Eine objektive Besprechung mußte diese Tatsache gebührend respektieren. Das haben Sie mit Ihrem Vorstoß gegen mich nicht getan. Und warum nicht? Seien Sie, bitte, offen und ehrlich! Doch nur, well es für Sie in erster Linie um viel näherliegende Interessen, um die Interessen Ihres Herrn Lange geht, die darin bestehen, den Anbau der alten Stadtpoft überhaupt zu verhindern. Das Recht zur Verfolgung dieser Interessen bestreite ich Ihnen nicht. Daß Sie sich aber hierbei einer mißbräuchlichen Auswertung meiner beruflichen Tätigkeit bedienen, die geeignet ist, mich in jeder Hinsicht zu schädigen, dagegen mich zur Wehr zu setzen, ist nicht nur mein gutes Recht, sondern meine heiligste Pflicht. In dem Vorwurf, ich sei der Wegbereiter für das in der alten Stadtpost geplante Unternehmen erblicke ich diese mißbräuchliche Auswertung meiner Berufstätigkeit. Diesen Vorwurf empfinde ich als eine unbegründete, böswillige, verleumderische Unterstellung, die ich hier- mit gebührend zurückweise. Mit vorzüglicher Hochachtung! Ph. Nicolaus." Anmerk ng der Nedak.wn: Lvhalerweise geben wir der Zuschrift des Herrn Ricolaus Raum, obwohl sie zum Teil von falschen Voraussetzungen ausgeht und abwegige Behauptungen aufstellt. Dem schroffen Ton der Entgegnung, für den wir bei der sachlich schwachen Position des Verfassers Verständnis haben, wollen wir nicht folgen. Herr Ricolaus verkennt den Kernpunkt unserer ablehnenden Stellungnahme. Als bauleitender Architekt gehört er unseres Erachtens zu dem engsten Kreis von Männern, die dem Cinheitspreis^schäft zum schweren Schaden des selbständigen Mittelstandes den Weg in unsere Stadt bereiten. Wir hätten erwartet, daß Herr Ricolaus den naheliegenden Konflikt zwischen seinem Beruf als Architekt und seiner Stellung als Führer der Wirtschaftlichen Vereinigung im Stadtrat vermieden und sich in dem Augenblick von dem Bauvorhaben zurückgezogen hätte, in dem ihm bekannt wurde, wem seine Mitarbeit zugute kommen sollte. Daß Herr Ricolaus in seiner Eigenschaft als Stadtratsmitglied mit dieser Angelegenheit befaßt worden sei, haben wir niemals gesagt. Seine Behauptung, daß die Interessen unseres Verlegers Herrn Lange unsere Stellungnahme gegen dieses Projekt bestimmt hätten, wird schon allein dadurch widerlegt, daß das Bauvorhaben schon seit Monaten der Redaktion bekannt war, sie aber er st in dem Augenblick dazu Stellung nahm, in dem zutage trat, daß von diesem Projekt öffentliche Interessen berührt wurden. Die volle Meinungsfreiheit der Redaktion ist von jeher und bei jeder Gelegenheit sichergestellt. Rur der Gesichtsvunkt des öffentlichen Interesses ist auch in dieser Frage für die Haltung unseres Blattes allein maßgebend gewesen. Rose ließ ihr Lorgnon sinken, sah zu Hans- Achim auf und fragte: „Was meinen Sie, welchen ich wählen soll?" Er zuckte mit den Achseln. »Ich kann Ihnen wirklich nicht raten", sagte er gequält. »Wenn Sie nicht — wer denn?" fragte sie leise, aber doch so, daß es Helene hörte. In diesem Augenblick haßte er Rose. Ihr Blick kehrte langsam zu Helene Schadow zurück, die. in einen Chinchillamantel gehüllt, in etwa zehn Schritt Entfernung von ihr abwartend dastand. Unbeweglich, das feine, todblasse Gesicht ein wenig gehoben, die großen, tiefblauen Augen rns älnbestimmte gerichtet. Eine Atmosphäre von Qual war um sie, die H^ns-Achim deutlich spürte und unter der er “tt. Er konnte sie nicht länger ertragen und verlieh, während Rose mit dem Verkäufer sprach, ohne Gruß den Laden. Rose und Eva folgten ihm bald. „Sie sind großartig, kneifen einfach aus!" schalt Rose lächelnd. ✓ iC9a 1 Er entschuldigte sich. — „Also ich habe den Chinchilla gefu.. »astet jtoar viel mehr, als ich augenblicklich Ich muß Papa das Fehlende abknöpfen." Rose lächelte. Sie dachte: Eva ist neidisch, älnd so ganz frei von Reid war Eva auch wirklich nicht. Sie dachte an Flinsberg und wie sie dort in ihrem bescheidenen Kostüm neben Rose bestehen sollte. Eine Skiausrüstung besaß sie. Aber erstklassig war die auch nicht. Sie sah zu Hans-Achim auf, der schweigsam neben ihnen herging. „Achim, das eine oder andere werden wir uns auch noch für die Reise anschaffen müssen." Er antwortete nicht — war so vergraben in seinen Groll auf Rose. Die schob ganz unbefangen ihre Hand unter seinen Arm, sah zu ihm auf und sagte in vorwurfsvollem Ton: „Sie haben mir noch nicht einmal zu meinem Einkauf gratuliert.“ „Tut man das? Das ahnte ich nicht", gab er frostig zurück. „Ja, für gewöhnlich." Sie blieb Plötzlich stehen, streckte Eva die Hand hin. »Derzeih, Evchen, daß ich mich hier von dir verabschiede. Da ich in der Rähe der Dank bin, will ich gleich zu Papa, um mir mein Geld zu holen." So in Hast erfolgte ihr Abschied, daß Eva und Hans-Achim sich betroffen ansahen, als sie fort war. «Du hast sie gekränkt, Achim — wer weih, waS da nun drauf folgt?" Er zuckte mit den Achseln und sagte gleichmütig: „Was es auch sein mag, ich nehme es auf mich." (Fortsetzung folgt.) Landkreis Gießen. * Klein-Linden, 3. Febr. In der Mit- gliederversammlung des Turnvereins wurde beschlossen, den Beitrag der Erwerbs- losen herabzusetzen, und zwar bei Turnern auf 25 Pf. und bei Zöglingen auf 15 Pf. im Monat. Für Schüler beträgt der Beitrag 10 Pf. pro Monat. Die Versammlung beschloß ferner daß sich erwerbslose Mitglieder in stärkerem Maße als bisher an der Instandsetzung des neuen Sportplatzes beteiligen sollen. V Watzenborn-Steinberg, 3. Febr. Im Saale der „Krone" zu Steinberg hielt der hiesige Kriegerverein seine Generalversammlung mit anschließendem Familienabend.ab. Präsident Schäfer begrüßte die Teilnehmer mit herzlichen Worten, überbrachte einem Mitgliede Glückwünsche zum 80. Geburtstage mit einem Dilde des früheren Großherzogs von Hessen, fünf Mitgliedern überreichte er das Hassia-Abzeichen für 50jährige Mitgliedschaft bei der „Hassia". Die nachfolgende Tagesordnung (Rechenschaftsbericht, Dechnungsablage) sand rasche Erledigung. Den nun folgenden geselligen Teil des Abends füllten die Mitglieder des hiesigen Kirchen- gesangvereins aus, die die Darstellungen vom vergangenen Sonntage noch einmal zur Wiedergabe brachten. Auch diesmal hinterliehen sie tiefen Eindruck. Bei guten Musikvorträgen । verlebte man einige Stunden echter Karnerad- ' schoftlichkeit. f a rb.-> y teich, 2. Febr. Am Samstag hielt esang^^rein „Viktoria" sein Slif- est ab. Der 1. Vorsitzende forderte in Begrüßungsansprache auf, die Sänger im f um die Erhaltung des deutschen Volksliedes nach Kräfren zu unterstützen. Prolog, gesangliche und musikalische Darbietungen unterhielten sodann die Gäste. Die zum Vortrag gebrachten Chöre (Leitungg: Carl Sommer, Watzenborn) legten Zeugnis von der intensiven Arbeit des Dirigenten und von dem Fleiß der Sänger ab. Zwei Theaterstücke gelangten zur Ausführung und fanden verdienten Beifall. z Rödgen, 3. Febr. Der Assistent am Gießener Museum, Herr S z c z e ch , hielt im hiesigen Leseverein einen Vortrag über das Thema: „Einiges aus dem Alltag unserer vorgeschichtlichen Ahnen". Er ging dabei von den Höhlenbewohnern des Lumdatales aus und führte feine Zuhörer durch die einzelnen vorgeschichtlichen Zeitperioden bis in die La-Töne-Zeit. gck. G r o ß e n - B u s e ck, 3. Febr. Im Saale des Gastwirts Brück feierte der Turnverein „Gut Heil" sein 34. Stiftungsfest, das in rein turnerischem Stil gehalten war. Rach einem Prolog der Schülerriege und der Begrüßung durch den Vorsitzenden Größer legten Schüler, Turner und.Turnerinnen Zeugnis ab von fleißiger. hingehender Arbeit im vergangenen Jahr. Reichen Beifall fanden die lebenden Bilder vom deutschen Schicksal und deutschen Hoffen. Die zum erstenmal auflretenden Turnerinnen ernte!en mit Keulenschwingen und Freiübungen große Anerkennung. Mit Recht sprach der Vorsitzende den beiden Turnwarten Steph an und Hahn für ihre mühevolle Arbeit herzlichen Dank aus. * Saubringen, 3. Febr. Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden K. Schultheis hielt der Gesangverein „Sängerlust" seine Jahres-Hauptversammlung ab. Der Jahresbericht des Vorsitzenden ließ erkennen, daß sich der Verein in jeder Hinsicht den Erfordernissen der Gegenwart anpaßte. Die Rechnungsablege ergab einen kleinen Überschuß. Dem Kassierer wurde Entlastung erteilt. Der bisherige Vorstand wurde mit wenigen Ausnahmen wiedergewählt. ES wurde beschlossen, den Beitrag um 20 Prozent zu ermäßigen. Der Verein wird sich an dem Wertungssingen 1932 beteiligen. br. Rüddingshausen, 3. Febr. Unser Kriegerverein hielt seine 55. Generalversammlung unter der Leitung des Vorsitzenden, Förster Kalber lah, ab. Zunächst beschäftigte man sich mit der Ausnahme neuer Mitglieder aus dem Schützenverein. Dazu wurde beschlossen, daß Mitglieder deS Schühenvereins, die ihm drei Jahre angehören, auf Antrag ohne Eintrittsgeld in den Kriegerverein ausgenommen werden: sie zahlen dann in jedem Verein die Hälfte des Beitrags. Weiter wurde dem Kameraden Linke r daS Hassiazeichen für 40jährige Mitgliedschaft überreicht. Der Gesangverein Männerchor verschönte die Versammlung durch einige wohlgelun- gene Chöre. + Grünberg, 3. Febr. Am Sonntag hielt der hiesige Ortsgewerbeoerein im Hotel „Hirsch" seine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Schlossermeister Heinrich Schmidt II., erstattete den Jahresbericht über die Tätigkeit des Vorstandes und des Bezirksverbandes. Die Rechnungsablage, erstattet von Lehrer Wenzel, ergab einen kleinen Ueberschuß. Die drei ausscheidenden Vorstandsmitglieder, Schlossermeister Heinrich Schmidt IL Spenglermeister Jul. Von - Eiff und Lehrer Wenzel, wurden durch Zuruf wiedergewählt. In der Aussprache wurde u. a. gefordert, daß bei dem? von oben verlangten Preisabbau auch die Handwerkskammer mit ihren Beiträgen sich zu einer Senkung verstehen solle. Die Gewerbevereine müßten bur4) ihre Vertreter in den Bezirksverbänden und in” er Handwerkskammer immer wieder diese Forderung stellen. Schuhmachermeister Albr. Großhaus berichtete über die jüngste Handwerkertagung in Gießen, die ein trübes Bild von der Lage des Handwerks gezeigt habe. Mehrere Spenglermeister, die im vorigen Jahre einen billigen Emaille-Verkauf abhielten, wofür sie nachträglich mit einer Steuer belegt wurden, protestieren scharf gegen diese Veranlagung, da sie zu dieser Maßnahme als Abwehr gegen die Konkurrenz eines sonst hier auftauchenden Wanderlagers gezwungen gewesen seien, und sie verlangten vom Vorstand, daß er Schritte gegen diese Steuer unternehme. — Dieser Tage hielt die hiesige Ortsgruppe des Vereins für das Deutschtum im Auslande (VDA.) ihre Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Studienrat Se>ybo 1 d, erstattete den Jahresbericht. Die Mitgliederzahl beträgt 66. Die Rechnungsablage ergab, daß van den 355,34 Mark betragenden Einnahmen der größte Teil, nämlich 320 Mark, an den Landesverband abgeführt wurde. Auch die 213 Mitglieder zählende Schulergruppe an der Oberrealschule, die unter Leitung von Studienassessor Beck steht, konnte durch ihre Sammeltätigkeit in der Derbewoche und durch den Ertrag des Tiroler Volksabends etwa 355 Mark nach Darmstadt abliefern. Der Vorstand blieb in feiner seitherigen Besetzung bestehen. — Bei der Holzversteigerung tm hiesigen Stadtwald wurden folgende Preise erzielt: Buchen- scheit 15 bis 16, Buchenknüppel 12 bis 13, Eichenscheit 10 Mark je zwei Raummeter II Bellersheim, 3. Febr. Dieser Tage hielt der Ob st - und Gartenbauverein im Gasthaus Angermüller seine Generalversammlung ab. Der erste Vorsitzende, Bürgermeisterei Müller, gab den Geschäftsbericht bekannt. Der Rechner, Baumwart Adolf Müller, erstattete den Kassen- bericht. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde der seitherige Vorstand wiedergewählt. Anschließend hielt Dbftbauinfpettor Enkler (Gießen) einen Vortrag über „Obstbauliche Zeitfragen". Besonders berichtete er über den Obstabsatz und die Bekämpfung der Zwetschenschildlaus. Kreitz Friedberg. i Butzbach, 3. Febr. Nach dem von der Oberpostdirektion Darmstadt festgestellten Ertrags- ergebnis der Kraftposten Butzbach — Hochelheim und Butzbach—Ziegenberg war im abgelaufenen Vierteljahr, Oktober bis Dezember, auf beiden Linien ein Fehlbetrag zu verzeichnen, 1° daß die von den beteiligten Gemeinden garantierten Zufchußbeträge in voller Höhe in Anspruch genommen werden mußten. Kreis -Ilsfeld. w Alsfeld, 3. Febr. Am Montagabend ver- anftaltete der© ustav-Adolf-Frauen-Ver- 21m Montag, 22. Februar, findet eine interessante Dorfkirchentagung zu Beuern (Kreis Gießen) statt. 3m Gottesdienst Predigt Oberkirchenrat D. theol. Wagner, Gießen. Den Vortrag: „Die althessische Kirche im Kampf mit den kirchenfeindlichen Strömungen ihrer Zeit — ein Vorbild für uns" hält Prälat Dr. D. Diehl Darmstadt, der beste Kenner der althcssischen Kirche. Der Redner, wie sein hochaktuelles Thema wird viele locken. Eingeladen sind die Kirchenvorsteher und Kirchengemeindev:rtrcter, Lehrer und Bürgermeister, die kirchlich interessierten Männer der Gemeinden. on sinken, sah zu Hani- oelchrn ich wählen lolir )|eln. -stich nicht taten“, sagte er - wer denn?“ fragte fit 3 eS Helene hörte. d haßte er Dose. igfam ju Helene Wvv chinchillamantel gehüllt, m ernung von ihr abtoarte^ Has seine, todblasse Dellcht ; großen, tiefblauen Lugen i?SS3*Kä n 5 ««> 6,1 '* fttcifen einfach auäl“ ■"„„geniti«/""«- ichk: ®>a 1 mirilijnü1- mar «e trnrl m 86trg kW“ *96Ä^ini'toi” x.S;K-. - war s° vergangen svollem meinem - nicht einmal g» ,««»»* « „ .L, gW ölt stehe. fi ich mi$fl%ant' t'in* iS®5*; .h,ma fo^ aHe n^?hen bUr Mtz ’errn v n y)fT' KZp^ ti£§ä rpcn mich 2 ^-in I '.Sie, bitte off?r irtan. ur Sie in'?" und ?k um um 9t die batin h.(, i rf ,n ihiÄKMfc ^Wertung me‘i!er '>gegen mich^'Z,? ei" flules Recht 1 !"> 2,0| blicke ich ä,enmSb.,po,t I 9ft 'Motion; •jt der Zuschrift w, 'bloohl sie zum Teii^ ;ir$2? Krofsen Ton der »tt *r und bei jeder Gelegen» it der EesichtSvunkt bei eresses ist auch in bie'et j unseres Blattes allein 1929.) 21. Se5-d3+ Auch 21. . Ld3! [am stark in Frage. Weih hat keine Derteidigung mehr. 31 Dg2xll4- f2 Weih Wirtschaft Dovember Lieblich ist hier 4- d4. Es drohte 16. Dxg6 +, als auch Lxe6 +• 16 Kg8-g7 Der auf der Hand liegende Angrissszug. um Banfnoten. Lombardzinsfatz 8 o h. Reichsbankdiskont 7 v. h. 459 6,65 in- ist- 22 23 24 25. 17. h5Xß4 18. Lf6xg5 Die De- Sg8-f6 Sl6-d5 Sd5-b6 Weist Sa3, 17. 16 Lc4 - d» 17 g2-g4 Kcl-bl c3-c4 Dc2-c3 f2-f4? 1. e2-e4 2 c4-e5 3 c2-c4 17. ... 18 Tdl-gl 25. g4xf3 e. p 26. f3-i2 27. Kg7-g8 28 Da8-g2 29 Li6xc4 30. Tf5xe5 Sb6-d5 Sd5xc3 25. ... 26 Tgl-el 27. Telxe5 28 Thl-fl 29. Dc3-d3 30. Dd3xc4 31 Dc4-d3 19. Sf3xg5 2a Ld3-e4 Sin interessante- zu sein scheint. 21 Le4xa8 31. Aufgegeben. 19. Sc6-e5 20 Lc8-a6 QualitätSopser. daS korrekt 22. De8xi8 23. Sd3-e5 24. TI8-I5 1931. Aljechin-Derteidiguag. Weih: Stoltz. Schwarz: Lotte. zieht und seht in drei Zügen matt Problem Nr .314. Don Isaeff und Lewmaa. 8 Steine: Kh7; Dc6; Tg3; Ld6, g6; Die Annahme deS Springer-Opfer- wäre natürlich wegen 19. Lxg6 ufw verfehlt. Dieser übereilte Angrissszug. der sofort aus Figurgcw.nn au geht, scheitert an dem 31. Zuge, den Stoltz bei ic.ncr Vorausberechnung übersehen Sin Äaufmann auS Friedberg hatte in einer Eingabe den dortigen Amt-anwalt beleidigt und war deshalb zu einer Geldstrafe von 50 Mark verurteilt worden. Sr nahm heute feine Berufung zurück. die schwarze Königsstellung in Unordnung zu bringen, der jedoch an der kaltblütigen Derteidigung de3 Schwarzen scheitert. stellt, in der Hoffnung, daß er das Diner mit reicht fein, einer Perle bezahlen kann, die er in einer der I Lösung deS Problem- Rr. 309. Don D. Koset. Lösung deS Problem- Ar. 310. Don Doro- und Fleck. 1. Db6—c6! ufw. Schach-Ecke. Bearbeitet von W Orb ach. Austern sinden wird." Der Schah. Minna geht mit einem Emigranten. Der Russe erzählt von seiner Flucht. ..Diele von uns haben vorher ihre Schätze im Wald vergraben." Meinl Minna entsetzt: „Lebendig?" (Lust. Dl.) Problem Nr. 313 Don K. R. L. Knbbel. (2. Prei- hn Iub -Tum. d. Skakbladet Schwarz. Holzversteigerungö - Termine. Freitag. 5. Februar. zenl der Erwachsenen. Opser und Gaben: Mark, pro Kopf 1,33 Mark, pro Hau-Halt Mark. • Allendorf a. d. Lda., 1. Febr. landeskirchlichc evangelische Schwarz 11 Steine: Kd4; Db3; Tc8, h4; Lf8; Sbj, d5; Bc5, f6. ß7. h5. Weist zieht und seht in zwei Zügen matt. Part e Nr 232 AuS dem internationalen Turnier zu DeldeS, Alle für die Redaktion bestimmten Mil» ieilunoer., Lösungen usw find zu richten an die Schachrebaktion de- .Gießener Anzeigers" hatte. Der richtige Zug war 25. Tel, woraus Schwarz durch 25. .. . Kg8 seinen Springer direkt deckte, da auch Tbl durch Da8 bedroht Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaktton-ttsch Berechtigte Frage. In Hollywood gibt eS eine Einrichtung, die nach ihrem Gründer der „Selig-Zoo" heißt. Hier werden wilde Tiere und gotische Destien aller 8. d4 usw) ein chancenreiche- Angriffsspiel langen. Kirche und Schule. Landkreis Gictzen. ~ LangSdorf, 2. Febr. Die hieligen K i r chenbücher liefern über die Statistik deS Jahre- 1931 folgende Angaben: Geburten kamen 18 vor. Eheschliestungen 12, Konfirmanden 4. Todesfälle 12 Golte-dienftliche Feiern wurden 133 veranstaltet. Sie wurden belucht von insgesamt 23198 Personen. Der Wochendurchschnitt betrug 481 Personen, da- sind 47 v. H der Erwachfenen. Am heiligen Abendmahl nab- men teil 1222 Personen, oder 162 v. H der Erwachsenen. An Gaben und Opfern gingen ein in-gesaml 6187 Mark, da- sind pro Kopf 6.48 Mark, oder pro Haushattung 32.50 Mark. Für da- Fllialdorf Dettenhausen ergaben sich solgende Zahlen: Geburten 5, Eheschliestungen 2. Konsirmanden 0. Tode-sälle 5. Golte-dienftliche Deranftaltungen 82. Desamlbesuch 4914 Personen. Der Wochendurchfchnilt betrug 92 Personen oder 26 v. H. der Erwachsenen. Am heiligen Abendmahl nahmen teil 405 Personen ober 141 Pro- meinde zählt insgesamt 1106 Mitglieder. Im Jahre 1931 fanden hier 60 HauptgotteSdienfte und 83 RebengolteSdienste (darunter 34 Kinder- gotteSdienste), statt. Die 143 Gottesdienste waren zulammen von 10 093 Männern, 12 813 Frauen und 6790 Kindern besucht. Zum Abendmahl gingen 1079 Personen (130 Prozent). In der kirchlichen Gemeinde wurden 26 Taufen. 10 Trauungen und 12 Beerdigungen verzeichnet. Die Gesamtsumme aller Gaben christlicher Rächftenlicbe betrug 5879 Mk. gegen 4341 Mk. im Dorjahr. Davon wurden 1641,84 Mk. für die neue Orgel gespendet, die von der Firma Förster & RikolauS für 10 500 Mk. erstellt wurde. Gegen da- Dor- 2. 3. Weist. Weist 6 Steine. Kfl; Dhl; Lb3, Sdl, e4; Be3. Schwarz 11 Steine: Kd3; Td5, f5; Lei; Sa2; Bb4, c7. 62. c5. 12, H7. 3n allen Gesellschaftskreisen legt man Wett auf gepflegt« Zähne. Eine zrelbewutzle Mundpflege betreibt man durch regelmäßigen Gebrauch der bekannten und beüebten Thlorodont-Zahnpaste. Unter»Dorkriegspreise. 4 .. 4 5. Sol -c3 5 Rach 5.....e6 kann Weist durch ein Dauern- opser c5 (nämlich 6. Lc4, Sxc3 7. b ö * nung der Anlage befindliche Gitter nieder und erfaßte den Verletzten, den es zirka 6 Meter mit- schleifte. Die Strecke, die der Wagen von der Ueber» Art gehalten, um jederzeit für' Filmaufnahmen I Försterei Rordeck: Zusammenkunft in der Gast- zur ‘Beifügung zu stehen. Mit einem der großen wirtschaft Stelzenbach in Rordeck. 10 älhr. Löwen des Selig-Zoos ereignete sich kürzlich Bürgermeisterei Lich: Zusammenkunft am Saum- eine tragikomische Geschichte. Der Löwe spielte brückenweg am Eingang de« Großheuserberg. in einer langen Episode die Hauptrolle, und 10 älhr. der Regisseur setzte der Darstellerin auseinander, Hessisches Forstamt Rieder-Ohmen: Zusammeir. wie sie sich zu verhalten habe: „Also Eie ren- kunst in der Schottschen Wirtschaft zu BernSseld. nen quer durch den Film, so schnell wie sie ton- 9 Mr. nen und der Löwe jagt hinter Ihnen her. Alles. Bürgermeisterei Gießen: Zusammenkunft an der was wir brauchen, find 500 Fuß. wie der Löwe Sicher Straße, 9. Schneise. 9 30 Uhr Sie jagt und nicht mehr. Haben Sie begriffen?“ Gemeindevorsteher Salzboden: Zusammenkunst Die Schauspielerin nickte zögernd. „Oh ja", ft am- in der Gastwirtschaft Weisbrod zu Salzboden, melle sie mit klappernden Zähnen. „Ich v.erstehe 13.30 Uhr. schon Aberver steht auch der Löw e?" Hessisches Forstamt Rabenau: Zusammenkunft in der Gastwirtschaft »Zur Germania" in Beuern. Optimismus. jq „Können Sie mir erklären, was ein Optimist Bürgermeisterei Rieder-Bessingen: Holzsubmis- ist?“ „Ein völlig mittelloser Mann, der sich in sion. Angebote müssen bis zum Freitag, 5. Fe- einem Restaurant ersten Range- Austern be- bruar, 11 Uhr, bei der Bürgermeisterei einge- 6. d2xc3 6. Sh8-c6 7. Sßl-f3 7 R7-ß6 8 Ul-c4 8. Lf3-g7 9 Lcl-f4 9 0-0 10. Ddl-d2 10. b7-h6 H. h2 —114 11 h7-h5 12 0-0-0 12 e?-rö 13. U4-ß5 13 17-16 14 eSxfb 14 Lg"/Xf6 15 DJ2 - cT. 15 Dd -e8 Devi enmarkl Berlin — Franksurl a. Bl. 33tbrnar 4. iftbruar Smilidr »ei» Jlptitrung «mtlidx Zentrum 05tlb 25r1t* peittnglorS . 6,334 6,406 6.394 6.406 Gien . . 49.95 50,05 49.90 50.05 Prag . . 12.465 12,485 12.465 12.485 8ut>apdl . . 56.94 57,06 56.94 57,06 Sotto 3.057 3.063 3.057 3,063 fcotlanb . . 169.36 169.72 169.48 169.82 Cflo . . 79,07 79.23 78 92 79.08 e.-pmbcgai. 60,12 80.28 79,92 80.08 elodbolm 81,42 81.58 81.42 81,58 gonton 14,53 14.57 14.48 14.52 Purr.oJ ‘SirH 1 043 1,047 1.043 1,057 WniDotf 4.209 4.217 4,209 4,217 Briifld . . 58.64 58,76 58.65 58,77 3101 itn . . . 21,33 21,37 21.68 21,72 P eril . . . 16,54 16.53 16.56 16,60 81.97 82,13 82.07 82,23 Spanttn 33,47 33,53 33.22 33,28 Dan,'g 81,97 82.13 82.02 82,18 .lapaii 1,518 1,522 1.499 1,501 Sro m Hol. 0,257 0,259 0,257 0.259 3u(jo|la.Tlr». 7.463 7.477 7,477 feUlahoi . . 13,24 13.26 13,19 13,21 3ert(n, 3 Jtbr or Geld 4,20 4,22 Celgtld'f 9?rttn ....... 58,48 58,72 I4nt1d>e Rottn ........ 79,94 80,26 L^glülde ttovn ........ 14,49 14,55 Jranjchlf? Seien ....... 16,50 16,56 toUAnMdx S:!en ....... 169,01 169,69 3taltenti»e Seien ....... 21,31 21,39 ÄCTDegtldit Seien ....... 73,89 79,21 Teudä-CeRenetl. i 100 Bhixäntfdx Roten...... 2,49 2,51 6d)it;eti|tf)e Roten ........ 81,24 81,56 €d)»ei»a Seien......... 81,79 82,11 epont'tbe Roten......... 33.33 33,47 Ungcrttbe Roten ....... — 8 7 5 3 6 4 2 1,7, e 7 6 3 4 2 u r K N i b c d e t e h a ü -— 9.4-fpori Jetzt zu ermässigtem Preise. Gießen, den 4. Februar 1932. 495V Zu haben in allen Apotheken. fertige Barzahlung: 920 d 937V Der Vorstand. Bekanntmachung! 925D Weiße Woche am Mittwoch, dem 10. Februar1932 Schmücker 913 A «WV Auf Grund tägl. Anfragen unseres großen Kunden- und Freundeskreises geben wir hiermit bekannt, daß unsere diesjährige Literatur mit ärztlichen Gutachten, klinischen Berichten und Probe-Tabletten kostenlos durch: Radiosderin-Gesellschaft m. b. II., Berlin SW 68/28. Blutarmut, Bleichsucht oSchwächezustande- beginnt. — Für diese Sonder-Veranstaltung arbeiteten wir fieberhaft, um die letzten Preisvorteile für unsere verehrten Kunden herauszuholen. — Was wir diesesmal bieten, ist unübertreffbar und stellt inbezug auf Preis u. Qualität Glanzleistungen allergrößten Stils dar. — Wir raten Ihnen deshalb in Ihrem eigenen Interesse auf den Beginn unserer Weißen Woche zu warten. der । tun feU Die Beisetzung findet Samstag, den 6. Februar, vormittags 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 0702 Fr. Levermann N Gießen, Seltersweg 71 7 Steinig, den 5. Seötuar, ncdim. 2 W versteigere ich dahier im „Löwen", Neuenweg 28, zwangsweise gegen so- Heute mittag entschlief infolge eines Schlaganfalles meine liebe Frau, unsere liebe Mutter. Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Friedericke Koch im 73. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adam Koch. Gießen (Bahnhofstraße 12), Spandau. Nieder-Klingen i. Odenwald, 3. Februar 1932. Die Beerdigung findet Freitag, den 5.Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. . Am 3. Februar verschied unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Marie Volz im Alter von 58 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. I. A.: Heinrich Volz, Polizeihauptwachtmeister. gegenüber. Sn der ersten Hälfte zeigte dre Platzmannschaft das bessere Spiel. Ein scharfer Schuh des Rechtsaußen brachte die Elf in Führung. Lollars Verteidigung spielte zudem sehr zerfahren. so dah Albach immer im Angriff blieb. Unvermutet stellte Lollars Linksauhen den Ausgleich her. Albach übernahm jedoch kurz darauf wieder die Führung. Aach dem Wechsel änderte sich das Spiel. Die Gäste verlegten das Spiel auf die Flügel und kamen dadurch mehr auf. Wiederum gelang dem Linksauhen der Ausgleich. Derselbe Spieler brachte auch Lollar durch einen schweren Fehler des einheimischen Tormanns zu einem weiteren Erfolg. Wohl versuchten die Plahbesitzer das Resultat zu verbessern. scheiterten jedoch an Lollars Abwehr, oder vergaben durch unentschlossenes Handeln weitere Gelegenheiten. Durch einen vierten Treffer stellte Lollar den Sieg sicher. Die Gäste waren körperlich überlegen und lieferten auch ein etwas härteres Spiel. Das Spiel litt sehr unter schlechten Bodenverhältnissen. Arbeiter-Turn- und Sporibund. Lollar I — wieseck 1 0:1. Wieseck war nach langer Ruhepause zu einem Freundschaftsspiele in Lollar. Die Gäste zeigten einen schönen Spielaufbau, kamen aber bei der produktiven Abwehr der Plahbesitzer nie zum Torschuh. Ein Elfmeter brachte ihnen kurz nach Spielbeginn das einzige Tor des Tages. Dann iSUMW.lMsMNMSWe 1 Hlö) und »Mieden» andere. Meinet Gerichtsvollzieher k. A. in Gießen. zulegen, während Grohen-Buseck zwei Spieker verlor. Trotzdem hielten sie das Spiel offen» Aach dem Wechsel gelang es den Plahbefitzern, trotzdem nur neun Mann im Felde standen, zum Schluh doch noch, das verdiente Ehrentor zu erzielen. Vorher standen sich die zweiten Mannschaften beider Vereine gegenüber, die sich mit einem Unentschieden von lyl trennten. Grünberg I — Rieder-Ohmen I 4:2. Ein Freundschaftsspiel in Grünberg. Bei Halbzeit stand die Partie 1:1. Aach dem Seitenwechsel zeigte sich Grünberg etwas überlegen und war bis zum Schluh noch dreimal erfolgreich. Die Gäste erzielten aber nur noch ein Tor. Lang-Göns I — Wieseck l.Sugend 1:2. Handball. Wieseck I — firofborf 1 1:3. Wieseck trat zu diesem Spiel auf eigenem Platz mit Ersah an und lieferte dem diesjährigen De- zirksmeister ein völlig gleichwertiges schönes Spiel. Halbzeit 1:1. Auch nach Seitenwechsel sah man ansprechende Leistungen, bis es Krofdorf gelang, in den letzten Minuten noch zwei Tore zu werfen. MÖBEL kaufen Sie heute zu Vorkriegspreisen. 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L Atthoff gerichtlich beeidigter Taxator für den Landgerichtsbezirk der Provinz Oberhessen und Auktionator. / zUr 935a I wurde do-r Spiel schärfer und konnte nur mit Mühe de geführt werden. Giehen I — Wetzlar 1 9:1. Beide Mannschaften lieferten sich auf dem Trieb ein flottes Spiel. Die Gäste gaben sich alle Mühe, konnten jedoch bei der sicheren Abwehr der Plahbesitzer nie ernsthaft gefährlich werden. Giehen spielte wie aus einem Guh und erzielte Tor auf Tor. Den Gästen blieb nur das Ehrentor. Im Freundschaftsspiel Giehen Hl gegen Klein- Linden l konnte Giehen mit 4:2 Toren Sieger bleiben. Annerod I — wieseck II 2:4. Mit nur zehn Mann war Wieseck in Annerod zum Rückspiel zu Gast. Die Plahbesitzer legten grohen Eifer an den Tag. Wieseck muhte bei ungewohnten Plahverhältnisfen alles Können in die Waage werfen, um den spielerischen Eifer durch technisches Können auszugleichen. Der Sieg fiel knapp aus. Raunheim 11 — Launsbach 1 11:3. Raunheim war feinem Gegner technisch weit überlegen und aller Eifer der Gäste konnte daran nichts ändern- Raunheim erzielte Tor auf Tor und nur durch schnelle Durchbrüche tarnen die Gäste zu drei Treffern. Raunheim Jugend — Heuchelheim Jugend 8:0. Grohen-Bufeck I — Grohen-Linden 1 1:4. Grohen-Linden I war am Sonntag in Grohen- Vuseck zu Gast. Die Gäste gaben alles her, um zu Erfolg zu kommen. Auch die Dusecker ftrengten sich mächtig an, konnten jedoch bei der sehr massiven Abwehr der Gäste nichts erreichen. Den Gästen gelang es, bis Halbzeit vier Tore vor- Oeffenlliche Aufforderung zur Abgabe von Steucrerklärungen bei der Veranlagung für die 1931 endenden Stenerabschnifte. Die Steuererklärungen für die Einkommensteuer, Körperschaftssteuer und Um satzsteuer sind in der Zeit vom 15. bis 29. Februar 1932 unter Benutzung der vorgeschriebenen Vordrucke abzugeben. Steuerpflichtige, die zur Abgabe einer Erklärung verpflichtet sind, erholten vom Finanzamt einen Vordruck zugesandt. Die durch bas Einkommensteuergesetz, Körper schaftssteuergesetz und Umsatzsteuergesetz begründete Verpflichtung, eine Steuer erklärung abzugeben, auch wenn ein Vor druck nicht übersandt worden ist, bleibt unberührt: erforderlichenfalls haben die Steuerpflichtigen Vordrucke vom Finanz^ amt anzufordern. 9290 Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den 1. Februar 1932. Die Finanzämter. Zagd-Verpachtung. Die Gemeinde Saasen verpachtet am Mittwoch, dem 10. Februar 1932, ihre zirka 2000 Morgen große Feldjagd auf sechs Jahre. Die Verpachtung findet nach mittags 2 Uhr auf der Bürgermeisterei Saasen statt. 941D Schmitt, Bürgermeister. Spielvereinigung 1900 Gießen. Vor dem Spiel der Ligamannschaft gegen Butzbach fand am Sonntag ein Gesellschaftsruckspiel der Ligareserve gegen Lollars 1. Mannschaft statt. Das Treffen war bei der Ausgeglichenheit beider Vertretungen von Anfang bis zum Ende recht spannend. 1900 stellte viel Ersatz. Bei Halbzeit hieß es noch 0:0. Den Führungstreffer der Hiesigen konnte Lollar bald ausgleichen. Der Angriff der Blau- weißen spielte sehr zerfahren. Die Lehrmannschaft (3.) blieb auch im letzten Verbandsspiel gegen Lichs 1. Elf mit 3:0 Treffern sicherer Sieger (Halbzeit 1:0). Die Ueberlegenheit der Spielvereinigungsleute war größer, als dies das erzielte Resultat besagt. Mit diesem Sieg errangen 1900s Junioren in imponierendem Stil die Gruppenmeisterschaft 1931/32. Gegen die sieben Gegner (Wieseck, Lich, Niederweisel, 'Dutenhofen, Bieber, Heuchelheim (1. Mannschaften) und VfB. Gießen 3.) wurden insgesamt 14 Spiele ausgetragen. 12 davon wurden gewonnen, eins endete Unentschieden und nur ein Spiel ging verloren. Erzielte Tore 36:19, erzielte Punkte 25:3. Die Mannschaftsaufstellung lautete: Müller, E.: Blum, Reining, A.: Hardt, Michel, Goth: Günther, O., Müller H., Neuweiler, Karber, Enders, I. Handball im Lahn - Oirnsbera Gau. Albach I. - Lollar I. 2:4 (2:1). Zum ersten Spiele zum Aufstieg in die Gauklasse standen sich beide Mannschaften in Albach Souutas, de« r. Sebvrrav vormittags 10 Uhr findet der diesjährige «SchSkeviag des SberhessischenSchüservereinS in Nidda statt, wozu wir/rlle Schäfer, Schafhalter u. dienigen, die noch Interesse an der Schafzucht haben, einladen. Arterienverkalkung Ihre Vorboten und Begleiterscheinungen, wie hoher Blut- druck. Atemnot Schwindelanfälle,Herzbeschwerden, Schlaflosigkeit, Gicht, Rheuma bekämpfen Sie durch ■ „Radiosc/erin“ (Wz. Nr. 313 844) die seit Jahren bewährten radiumhalligen Brunnen-Tabletten (mit konlroll. Radiumgehalt). Nach Gutachten erster med. Autoritäten bewirkt reines Radium- salz Entkalkung der Gefäße und damit eine bessere Blutzirkulation, sowie normale Funktion der lebenswichtigen Organe, besonders des Drüsensystems und Wiederherstellung geistiger und körperlicher Frische. Achtung! Ermäßigte Preise! 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