Ur. 232 Svüharrssabe 182. Jahrgang Montag, 3. Oktober 1932 Erscheint täglich,aufjei Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle monats=Bc3ugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschliisse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach' richten: Anzeiger Gießen poftschecttonto: Frankfurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univer^lüts-Vuch- und Sleindruckerei R. Lange tn Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20e/„ mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Hindenburgs 85. Geburtstag. Herzliche Kundgebungen in Berlin. — Improvisierte Gprechchöre begrüßen den Jubilar. Berlin ganz im Zeichen des Geburtstages. Berlin, 2. Ott. (TTl.) Unter großer Anteilnahme der Berliner Bevölkerung beging die Reichshaupt st adt am Sonntag den 8 5. G e- burtstag des Reichspräsidenten. Der reiche Fahnenschmuck auf allen Amtsgebäuden. wurde an den Fahnenmasten aller öffentlichen Gebäude die Flagge aufgezogen. Die Wilhelrn- ftraße und der Platz vor dem Reichskanzlerpalais waren von einer unübersehbaren Menschenmenge gefüllt. Einige Unentwegte hatten Laternenpfähle. Bäume oder andere erhöhte Sichtplätze erklettert. Gegen 10 Uhr verließ der Reichspräsident, begrüßt von dem lauten Jubel der Menge, Die Ehrenkompanie des Wachtregiments hat in der Wilhelmstraße Paradeaufstellung genommen. — Der Reichspräsident (im Hintergrund) begibt sich mit seinem Stabe zur Besichtigung. Botschaften und Gesandtschaften und den großen Geschäftshäusern zeigte auch äußerlich die Festlichkeit des Tages. Schon in den früheren Vormittagsstunden herrschte auf den Straßen und Plätzen der Innenstadt, vor allem in der Wil- helmstratze, ungewohnte Regsamkeit. Ueber dem Reichskanzlerpalais, wo Hindenburg während des Umbaues des Reichspräsidentenpalais Wohnung genommen hat, wehte die Standarte des Reichspräsidenten. Immer wieder brachten Postbeamte unzählige Glückwunschschreiben und Telegramme, deren Beförderung nur in einem Sonderdienst bewältigt werden konnte. Auch viele Blumenspenden und andere Aufmerksamkeiten wurden in die Wohnung des Reichspräsidenten getragen. Den Auftakt zur Geburtstagsfeier gab das Wachregiment Berlin mit dem „Großen Decken". Um 7 Uhr marschierten die Truppen durch das Brandenburger Tor und Unter den Linden entlang zur Kommandantur. Trotz der frühen Morgenstunde umsäumte eine große Menschenmenge die Straßen und hörte den Klängen des militärischen Signals zu. Zur gleichen Stunde das Palais, um sich in Begleitung seines SohneS im Auto zum THilifärgoflesbienff in der evangelischen alten Garnisonkirche zu begeben. Aus dem Wege dorthin wurde dem Reichspräsidenten, der die Uniform des Generalfeldmarschalls trug, überall stürmisch zu gejubelt. Auch vor der Gamisonkirche standen dicht gedrängt viele Tausend Menschen. Dem Gottesdienst wohnten viele hohe Militärs der alten Armee und der Marine, der Reichswehr und Reichsmarine, Mitglieder der Regierung und zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bei, so u. a. Staatssekretär Meißner, Reichswehrminister von Schleicher, General von Hammer st ein, Admiral R a e d e r, Generalleutnant von Rundstedt und Oberbürgermeister S a h m. Als der Reichspräsident, geführt von dem Geistlichen, das Gotteshaus betrat, erhob sich die Gemeinde von ihren Plätzen. Umrahmt von der Lithurgie hielt Feldprobst D. S ch l e g e l die Predigt, der er das Bibel- wort zugrunde legte: „Ich danke Gott, dem ich diene von meinen Voreltern her in reinem Gewissen." Mit dieser Inschrift schmückte der Reichs- IIIPWW Hindenburg schreitet die Front der Ehrenkompanie ab. DU« Präsident eine Bibel, die er aus Anlaß seines Geburtstages der Alten Gamisonkirche schenkte. Dieser Bibelvers, so sagte D. Schlegel, erhalte seine tiefere Bedeutung erst recht am Erntedankfest. Dem 85jährigen Reichspräsidenten gelte kein schöneres Wort als der Vers vom Erntedank: „Wer da säet den Segen, der werde auch ernten den Segen." Mit einem Gebet für das Reichsoberhaupt endete die Andacht. Beim Verlassen der Kirche wurde dem Reichspräsidenten von einem kleinen Mädchen, der Tochter eines alten Gemeindemitgliedes, ein großer Blumenstrauß überreicht. Zur gleichen Zeit hatte in der katholischen Hed- wigskirche ebenfalls ein Militärgottesdienst statt- gesunden. Die Rückkehr Hindenburgs gestaltete sich in den in unmittelbarer Nähe des Reichskanzlerpalais gelegenen Straßen zu einer eindrucksvollen Huldigungsfahrt. Auf der Rückfahrt von der Garnisonskirche legte der Herr Reichspräsident am Ehrenmal Unter den Linden in Gegenwart des Reichswehrministers und der Chefs der Heeres- und der Marineleitung einen Kranz nieder. Unmittelbar nach feiner Ankunft im Palais begaben sich Reichswehrminister von Schleicher, der Chef der Heeresleitung, General von Hamme rst e i n und der Chef der Marineleitung Admiral R a e d e r zum Reichspräsidenten, um ihm die Glückwünsche der wahrmacht zu überbringen. Derwellen wuchs die Begeisterung der Menschenmenge vor den Toren des Palais immer stärker an. Immer wieder wurden Hochrufe auf Hindenburg ausgebracht. Ueber dem weiten Platz tönten vom Turm der Dreifaltigkeitskirche die Klänge eines Jubelchorals. Inzwischen mar die Ehrenkompanie der wachttruppe von der Moabiter Kaserne über die Linden und Friedrichstraße unter klingendem Spiel anmarschiert und nahm auf dem Wilhelmplatz vor der Reichskanzlei Aufstellung. Die Feierlichkeiten erreichten ihren Höhepunkt, als sich Reichspräsident von Hindenburg, von dem brausenden Jubel der Menge empfangen, nun vor das Palais begab. Der Reichspräsident richtete an verschiedene Offiziere herzliche Worte des Dankes und schritt, den Feldmarfchallstab in der Hand, in Begleitung des Reichswehrministers und der Chefs der Heeres- und Marineleitung die Front der Ehrenkompanie ab. Spontan stimmte die Menge das Deutschlandlied an. Darauf brachte die Fahnenkompanie die Fahnen des Infanterieregiments Generalfeldmavschall von Hindenburg Nr. 147, des 3. Garderegiments zu Fuß und des Oldenburgi- schen Infanterieregiments Nr. 91 in das Arbeitszimmer des Reichspräsidenten, wo die Feldzeichen an seinem Ehrentage Aufstellung finden. Während zahlreiche Gratulanten sich in das Reichskanzlerpalais begaben, brachte die Menschenmenge dem Reichspräsidenten stürmische Ovationen dar und rief in schnell organisierten Sprechchören.- „Wir gratulieren, wir gratulieren!", für die Hindenburg vom Balkon des Palais mehrmals in sichtlicher Bewegung dankte. Erst in den Mittagsstunden wurde der Platz vor dem Reichskanzlerpalais wieder frei, und die Menge strömte dem Lustgarten zu, wo em großes Platzkonzert der Berliner Reichswehrkapelle den Abschluß der Feierlichkeiten bildete. Den Nachmittag und Abend verbrachte der Reichspräsident im Kreise seiner Familie, die sich mit Kindern, Enkeln und Urenkeln um ihn versammelt hatte. Hindenburg wird beim Eingang der Garnisonkirche, wo er dem Morgengottesdienst beiwohnte, begrüßt. Die offiziellen Gratulanten. Berlin, 2. Okt. (WTB.) Aus Anlaß des 85. Geburtstags des Herrn Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls v. Hindenburg sind am heutigen Tage, sowie an den Vortagen telegraphische und schriftliche Glückwünsche von fremden Staatsoberhäuptern, von Länderregierungen, von den Präsidenten des Reichstags und des Preußischen Landtags, von Provinzen, Städten, Behörden, Verbänden und Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland in sehr großer Zahl eingelaufen. Die beim Reich beglaubigten Botschafter und Gesandten, ebenso die Mitglieder des Reichsrats und zahlreiche andere führende Persönlichkeiten trugen sich im Laufe des Vormittags in das im Hause des Herrn Reichspräsidenten aufliegende Desuchsbuch ein. Don offiziellen Empfängen wurde auf ausdrücklichen Wunsch des Herrn Reichspräsidenten abgesehen. Der Herr Reichspräsident empfing nur lediglich zur Entgegennahme des Glückwunsches der Reichsregierung den Reichskanzler und anschließend den Reichswehrminister und dieChefsderHeeres-undderMa- rineleitung, die die Glückwünsche der Wehrmacht aussprachen; vorher hatte Staatssekretär Dr. M e i ß n e r dem Herrn Reichspräsidenten die Glückwünsche der Beamten und Angestellten des Bureaus und Hauses dargebracht. Parade in Berlin. Berlin, 2. Okt. (DU.) Anläßlich des Geburtstages des Reichspräsidenten fand auf dem großen Moabiter Exerzierplatz eine Parade der Berliner Re ich sw eh r g arn i s o n statt. Untör den Klängen des P.ä entiermarsches schritt der Oberbefehlshaber General v. R u n d - st e d t die Front ab und richtete dann an die Soldaten eine kurze Ansprache. Ein Vorbeimarsch der Regimenter vor den Führern beendete die militärische Feier. Die Feier der Reichsmarine. Kiel, 2. Okt. (WTB.) Die militärischen Feiern im Standort Kiel anläßlich des 85.Geburtstages des Reichspräsidenten wurden mit einem Zapfenstreich der 1. Matrosenartillerieabteilung am Samstagabend eingeleitet. Tausende von Zuschauern hatten sich eingefunden. Die Veranstaltungen am Sonntag begannen mit einem von Musik- und Spielleuten ausgeführten Großen Wecken. Rach den militärischen Gottesdiensten in den Garnisonskirchen fand am Montag in den Kasernenhöfen in der Wick eine Parade der Standorttruppenteile statt. Der neue Chef der Marinestation der Ostsee, Vizeadmiral Albrecht, gedachte in Dankbarkeit des Tags, an dem vor 85 Jahren in der deutschen Grenzmark des Ostens unser Reichspräsident geboren wurde. Das deutsche Volk sei in seiner Geschichte wie kaum ein anderes der Erde über höchste Höhen und durch tiefste Tiefen gegangen. Immer sei es aber bisher noch so gewesen, daß Gott unserem Volk in Zeiten schwerster Rot einen Retter habe erstehen lassen. Er hoffe auch, daß es dem Reichspräsidenten v. H i n d e n b u r q gelingen möge, die Rot und Zerrissenheit unseres Volkes zu meistern. Die Reichsmarine feiere zusammen mit dem deutschen Volk mit Stolz diesen Tag und wünsche dem Reichspräsidenten, daß er noch lange Zeit mit kluger und fester Hand die Geschicke Deutschlands lenken möge. 3n ähnlicher Weise wurde auf den im Hafen S Kriegsschiffen, die über die Toppen hatten, durch Ansprachen der Komman- 4 Tages gedacht. Ein militärisches Platzkonzert im Schloßgarten am Rachmittag bildete den Abschluß der Feiern. Hindenburgs Gebuttstagsgabe. Berlin, 1. Okt. (WTD.) Wie alljährlich seit fünf Jahren hat der Herr Reichspräsident an seirrem diesjährigen Geburtstag wiederum zahlreichen schwer notle i d e n d « n Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Veteranen eine Freude bereitet. Fast 3000 Angehörigen dieser Personenkreise lieh er je 150 Mark aus der Hindenburg- spende auSzahten. Damit steigt die bisherige Unterstützungsleistung der Hindenburgspende mir fast 6 Millionen Mark. England huldigt -erpersönlichkeitHindenburgs London, 3. Sept. (WTD. Funkspruch.) Morning-Post" schreibt in einem ausführlichen Aufsatz -um 8 5. Geburtstag des Reichspräsidenten: Hindenburgs Beliebtheit sei nicht auf irgendwelche ungewohn- liche Fähigkeiten auf militärischem oder politischem Gebiet zurück-uführen, sondern auf seine Persönlichkeit. Er sei ein seltenes Beispiel für den Zauber, der die bloße E h a r a k - > ter stärke auf die Gemüter der Menschen auS- üben kann. Der Berliner Korrespondent der .Times sagt: Die Aufsätze der führenden Blätter geben | den Eindruck, daß die Hochachtung un dB e- wunderung für den Präsidenten, die Treue zu ihm und das Vertrauen in ihn tiefer wurzeln denn je, und daß eS niemals so stark empfunden worden ist, wie sehr die Ration seiner bebarf. Italienische (Stimmen. Rom, 1. Olt (TU-) Am Vorabend des 85. Geburtstages des Reichspräsidenten bringen die italienischen Blätter ausführliche und warm gehaltene Artikel über den Generalfeldmarschalt Die „T r i b u n a“ schildert eingehend das Um- gehungsmanöver in der Schlacht von Tannenberg und meint, all« Militärkritiker stimmten darin überein, daß Hindenburgs Schlachtenführung an den masurischen Seen als das klügste Mittel moderner Strategie gelten müsse. Das Leben Hindenburgs sei im übrigen ein einziger Weg der Treue und Pflichterfüllung. Als er in dem schweren Augenblick des Jahres 1925 noch einmal auf seine Ruhe verzichtete unb die Verantwortung für das Reich auf sich genommen habe, habe er zweifellos überraschende staatsmännische Gaben entwickelt — »Lavvro Fascista" schließt seine Schilderung über Hindenburgs Leben mit den Worten: Wenn die offiziellen Feste vorbei sind, wird das Volk von neuem, wie es dies täglich getan hat, sich zahlreich vor dem ReichS- präsidentenpalais versammeln, um abzuwarten, ob der alte Herr ausgehe oder heimkehre und ihm, weniger mit Beifall- oder Hochrufen, als mit dem Blick die Gewißheit auSzu- drücken, daß er mit seinem Werk und seinem lebendigen Beispiel höchster und wachsamster Vaterlandsliebe dem Deutschen Reich jenen Platz zurückgeben wird, den ihm jedes deutsche Herz in der Welt wünscht. GeburtStagswünsche für Hindenburg. Oer Keichstagspräsideni. Berlin, 1. Oktober. (TU.) Reichstagspräsident Göring hat an den Reichspräsidenten folgendes Schreiben gerichtet: „hochzuverchrender Herr Gene- ralfeldmarfchall und Reichspräsident! Zum heutigen Tage, an dem Ew. Exzellenz das 85. Lebensjahr vollenden, beehre ich mich in meinem sowie im Namen des zur Zeit g e f ch ä f t s f ü h r e n- den Präsidiums des Reichstags Ew.Exzellenz ehrerbietige und aufrichtige Glückwünsche auszusprechen. Möge Ihnen durch Gottes Gnade auch im kommenden Lebensjahre Gesundheit und Kraft erhalten bleiben, damit Sie, Herr Generalfeldmar- schall, weiter Ihre» hohen und verantwortungsvollen Amtes zum Wohle unsere, Volke» und Vaterlande» walten können. In ausgezeichnetster Hochachtung und aufrichtiger Verehrung habe ich die Ehre zu sein Lw. Exzellenz sehr ergebener gez. Hermann Göring." Oie Glückwünsche Preußens. La, diagspräjident Kerrl und Meichs- komm ist ar Bracht an den Reichcprästdenten. Landtaasprüsident Kerrl hat an den Herrn Reichspräsidenten folgendes Schreiben gerichtet: „hochzuoerehrender Herr Generalfeldmarfchall und Reichspräsident! Zu der Vollendung >des 85. Lebensjahres bitte ich Eurer Exzellenz namensdes Präsidiums des Preußischen Landtages und zugleich in eigenem Namen ehrerbietige Glückwünsche aussprechen zu dürfen. Möge das kommende Jahr Eurer Exzellenz die unentwegt« Gesundheit und Rüstigkeit erhalten und die politischen Erfolge bescheren, die unserem schwergeprüften deutschen Volke den endgültigen Wiederaufstieg sichern. In ehrerbietiger Hochachtung Eurer Exzellenz sehr ergebener (gez.) Kerrl, Präsident des Preußischen Landtages." Reichskommissar Dr. Bracht hat an den Herrn Reichspräsidenten v. Hindenburg folgendes Telegramm gerichtet: „Ew. Exzellenz beehre ich mich, namens des Vornan von Hertha Fricke älrheberrechtsschutz: Verlag OSkar Meister. Werdau 37 Fortsetzung. Nachdruck verboten. Wenige Tag« später erhielt Heinrich Andresen von Berlin den kurzen Bescheid, daß Fräulein ® unter mann entlassen sei. Ein« nette, gebildete Kriegerwitwe führte den Andresenschen Haushalt, und Gertt käme wieder nach Haus, man erwarte bald seinen Besuch. „Ihr könnt warten!" dachte Doktor Heinrich. „Ich habe mehr zu tun!" In einer Kristallschale lagen drei wunderschöne, rote Rosen. Dl« hüllte er samt der Schale in Seidenpapier und nahm sie mit, damit daS Rosenhaus nicht der Blüten entbehrte. Es entbehrte sie nicht. An den Fenstern des freundlichen Zimmers, in dem Eva-Marie wohnte, blühten in Schalen, in Vasen und in Töpfen Schneeglöckchen, Kätzchen, Veilchen und Krokus, als wollte der ganze Frühling zum Fenster hinein. Sie sollte freundliche Eitrdrücke haben. Das Mädchen saß am Fenster und lauschte, ob sie nicht Dr. Andresens Stimme hörte. Da knirschten seine Schritte über den feuchten Kies. Er begrüßte sie und sah ihr in die Armen. Eie waren klar und wissend, und ein« leise Traurigkeit lag über ihnen, die der Arzt wohl verstand. ES war ihm lieb so. — „Sie sagten, daß ich Vertrauen haben sollte, Herr Doktor, wenn mich etwas bedrückt!" Gr setzte lächelnd die schöne Schale mit den Vosen vor sie auf den Tisch und setzte sich zu chr. „Langt die Eourag«, sich alles ein bißchen von der Seele zu reden, Sva-Warie? Oder bleibt immer noch das Wort in der hübschen kleinen Kehle stecken?" „Wir ist viel besser, seit ich weiß, daß Klaus DehrenS das Silberkästchen hat, das Renates ganze Liebe einschloß, aber doch ..." preußischen Staatsmini st eriums zum 85. Geburtstage aufrichtigste Glückwünsche auszusprechen. Möge der Allmächtige Ew. Exzellenz dem deutschen Volke noch lange Jahre in bester Gesundheit erhalten." Oie süddeutschen Länder. München, 1. Olt. (WTB.) Der bayerische Ministerpräsident Dr. Held hat dem Reichspräsidenten namens der bayerischen Staatsregierung die wärmsten Glück- und Segenswünsche ausgesprochen. In dem Glückwunschschreiben heißt es u. a.: Euer Exzellenz waren der ruhmreiche Führer und Retter Deutschlands hn Weltkriege und in den bangen Tagen des Zusammenbruches. Euer Exzellenz haben ihr ganzes Leben in selbstloser Hingabe und beseelt vom höchsten Verantwortungs- und Pslichtbewußtsein in den Dienst d«S deutschen Vaterlandes gestellt. In größter Verehrung gedenkt das bayerische Volk an dem Iubeltage Ihrer un-vergänglichen Verdienste. Der württembergisch« Staatspräsident hat an den Herrn Reichspräsidenten ein Glückwunschschreiben gerichtet, in dem es heißt: Mein Schreiben soll all den Gedanken persönlicher Verehrung, Dankbarkeit und Liebe Ausdruck verleihen, die unser Land schon lang«, an diesem Festtage aber ganz besonders, mit Ew. Exzellenz verbinden. In den Reihen der Glückwünschenden stehen zuvorderst die ungezählten Tausend« württembergi- scher Soldaten, di« unter Ihrer unvergleichlichen Führung in Oft und West für Deutschlands Ehre und Freiheit gekämpft und dem Reich in unschütterlichem Ausharren die Treue bis zum äußersten gehalten haben. In dem Bekenntnis unwandelbarer Treue zum Reich wird sich auch daS ganze württembergische Volk an Ihrem Geburtstage um Sw. Exellenz scharen als dem getreuen Ekkehard des Deutschen Reiches und dem ehrwürdigen Hüter der Verfassung. DaS badische Staatsministerium hat an den Herrn Reichspräsidenten ein Glückwunschschreiben gerichtet, in dem es heißt: Die Regierung weiß sich mit dem ganzen badischen Volke unö dem badischen Lande einig in der Verehrung für die Person Eurer Exzellenz „Was doch, mein liebes Mädchen?" „Ich bin doch eine Diebin, Herr Doktor! Einmal muß es gesagt fein! Sonst ersticke ich daran! Unb der Herr Professor sagte, ich sollte Vertrauen zu Ihnen haben!" „Hatten Sie das nicht ohne den Professor?" lächelte er. „Doch, immer, waS wär« ich ohne Ihre große Güte!" „ilnb warum sollen Sie eine Diebin sein? Klaus Behrens hat doch alle feine Kostbarkeiten bekommen. Die metallenen und die geschriebenen. Das ist doch Unsinn!" „Rein, Herr Doktor, es ist kein Unsinn! Bei der Gerichtsverhandlung wurde «s mir klar, daß eS doch Diebstahl war! Der Richter sagt« ja, daß «S nicht mehr der Toten gehöre, sondern den Erben, Karl Andresen und Renates Heiner Tochter! Vielleicht hätte ich die Briefe aus dem Kästchen nehmen sollen, denn an die hatte Herr Andresen kein Recht, die gehörten Klaus Behrens. Aber ich habe nicht daran gedacht! Ich habe nach dem Tode Renates die Kostbarkeiten an mich genommen, und daS durfte ich nicht. Ich hab« es nicht für mich getan, sondern für Klaus Behrens, aber vor dem Gesetze ist das doch gestohlen!" „Rein, mein liebes, liebeS Mädel, nein! Du hast nichts DöseS getan, glaube doch!" bat Heinrich Andresen und nahm ihr« beiden Hände. Sie ließ sie ihm. Ihre Augen standen voll Tränen und sahen auf die Rosen in der Schale. „Sobald ich flefunb bin, will ich fort, Herr Doktor! Ich bin doch bald gesund?" „Gewiß sind Sie bald gesund, aber warum wollen Sie denn fort?" Er sah bittend in di« schönen, tränenfeuchten Augen. Sie schwieg und ihr Wund zitterte. „Sie wollten doch Vertrauen haben!" bettelte er. „Warum — warum ich fort will? Weil Eie so gut sind, so gut! Und weil Sie mich nicht so liebhaben sollen! Rein, daS dürfen Ei« nicht!" „Warum nicht? Warum soll ich Sie nicht liebhaben dürfen? DaS ist doch mein guteS Recht!" Er ließ chre Hande nicht loS. und in der Bewunderung für die vaterländische Hingabe Eurer Exzellenz im Dienste des Volkes und des Vaterlandes. Wolle der Segen des Höchsten den Herrn Reichspräsidenten auch fernerhin beschützen und möge Ihnen ein ungetrübter Lebensabend noch Lange Jahre beschie- den sein. Hessens Glückwunsch. Darmstadt, 2. Ott. (WSN.) Staatspräsident Dr. Adelung hat folgendes Telegramm an den Reichspräsidenten gesandt: „Die hessische Staatsregierung entbietet dem hochverehrten Herrn Reichspräsidenten zum 85. Geburtstag dieberzlichsten Glückwünsche des Hessenlandes. Mit uns werden sich in Dankbarkeit und Verehrung die Herzen vereinigen in dem Wunsch, es möchten dem treuen und unbeirrbaren Führer des deutschen Volkes noch auf lange Zeit Gesundheit und Kraft erhallen bleiben.“ * Berlin, 1. Okt. (TU.) Der Senat der Freien Stadt D a n z i a , sowie das Thüringische Staatsmini st erium haben dem Reichspräsidenten zu seinem 85. Geburtstag herzlich gehaltene Glückwunschtelegramme übersandt. — Der Bremer Senat hat dem Herrn Reichspräsidenten zu seinem 85. Geburtstag ein Glückwunschschreiben und gleichzeitig eine Ehrengabe in Gestalt von 85 Flaschen Wein aus dem Bremer Ratskeller übersandt. — Der Senat der Freien Stadt Hamburg hat an den Herrn Reichspräsidenten als „den ruhmreichen Führer feiner Heere und den ersten Bürger seines Staates" ein Glückwunschtelegramm gerichtet und gleichzeitig ein Exemplar der Bilderhandschrift des hamburgischen Stadtrechts vom Jahre 14 9 7 überreichen lassen. DerGMwunschdeSSaawerems „Des Saarvolles Erretter." Berlin, 2. Ott. (ENB.) Aus Anlaß des 85. Ge- burtstages des Herrn Reichspräsidenten o. Hindenburg haben der Bund der 6 aa r Derer ne und die Geschäftsstelle „Saarverein" folgen- des Glückwunschtelegramm gesandt: „Zum 85. Geburtstag senden Ihnen, sehr verehrter Herr Reichspräsident, der Saarverein aufrichtige Segenswünsche. Sie haben einst Ostpreußen vom Feinde befreit, Sie haben unsere Fronten vier Jahre lang erfolgreich verteidigt, bis der Hunger unser Volk zu Boden zwang. Sie haben mit Ihrem Entschluß, auf Ihrem Posten zu bleiben, das deutsche Volk vor dem Bürgerkrieg bewahrt, Sie haben Ihren Ruhestand zum Besten des Vater- Landes geopfert, täglich sind Ihre Gedanken und Jbre Entscheidungen in väterlicher Fürsorge beut- schein Aufstieg, deutscher Freiheit, deutscher Ehre gewidmet. Da» Saargebiet sieht in Ihnen den wahrer seine» Rechte», den unermüdlichen Förderer seiner nationalen und wirtschaftlichen Freiheit. Sie sind de» deutschen Volke» Symbol der Einigkeit und de» nationalen willens. Mit dem ganzen deutschen Volk verbinden wir daher unseren herzlichen Wunsch: Gott gebe Ihnen Kraft und Gesundheit, um noch lange Deutschlands Führer zu Freiheit, Ehre und Größe und ibes Saarvolke s Erretter sein zu können." Oie Frontsoldaten-Bünde an Hindenburg. Berlin, 1.Oft (LU.) Dem Reichspräsidenten ist folgendes gem«inf am« Telegramm der nachstehenden Frontsoldatenbünde übersandt worden: Die in den unterzeichneten Verbänden vereinigten Soldaten und ihre Iungmannschaft übersenden dem hochverehrten Herrn Reichspräsidenten, dem Feldmarschall, dem Sieger von Tannenberg, zum 85.Geburtstag die aufrichtigsten und ehrerbietigsten Glückwünsche. Mit unseren gemeinsamen Glückwünschen wollen wir dem Herrn Reichspräsidenten zeigen, wie hinter ihm unzählige Deutsche, alte und jung«, sichzusammen- schließen, die von einer starken Staatsführung die Befreiung aus Knechtschaft und sozialerRot erhoffen. Bayerischer Heimatschutz (Gscherich), Deutscher Jäger bund, Deutscher Kolonial-Kriegerbund, Deutscher Reichskriegerbund Khff- „Weil, weil Sie ein Ehrenmann sind, und Sie dürfen doch kein Mädchen lieben, daS keiner mehr achten kann!" Run war es heraus! Sie seufzte tief auf, wie von einer großen Last befreit. Ihm aber wurde alles klar wie der Grund deS Wassers, als er einst von Rügen über di« See fuhr am Hellen Dommertag mit ihr. Und wie er damals sich mit ihr darüber freute, das Leben und Sein auf dem Grunde zu sehen, jede Muschel, die spielenden Fische, jedes Steinchen, so sah er jetzt Eva- Maries Wesen, ihre Tat, ihr« Krankheit, ihr sie quälendes Gewissen, die Furcht vor dem Geächtetsein, und auf dem Grunde lag ihr« große ehrlich« Liebe für ihn. Er nahm sie in den Arm und küßte den zarten Mund. „Eva-Marie, nun hör doch zu! Es ist ja alles gut! Du brauchst dich nicht vor irgend jemand zu schämen! WaS du getan hast, mußte sein! Um Renates willen und um Klaus Behrens willen! Es wurde ihm soviel genommen, nun hält er etwaS Schönes in den Händen, etwas Wunderschönes, das ihm geblieben ist! Die rein« 6rinne rung an Renate und die Gewißheit, daß sie ihn geliebt hat, nur ihn! Und daß sie ihm immer gehört hat! Er ist gestern gekommen, um dich zu besuchen und will dich auch gern sehen! Lange saß er noch bei ihr, erzählte chr wieder von seinem Besuch in Bremen, von Dhruva, dem Gott der Liebe und Beständigkett, von seinem Bruder Karl, und daß dieser Eva-Mari« um Derzechung bitte und ihr jede Genugtuung geben wolle. „Die gchst du mir ja, du heißgeliebter Wann! Du hast nicht geruht, bis Klaus DehrenS gekommen ist und mich erlöst hat von Renates Geheimnis und meiner Schuld. Und nun eraä&te mir noch einmal von dem kleinen indischen Gott, der es nicht haben will, wenn zwei Menschen, die sich liebhaben, nicht beieinander bleiben! Und nachher holst du mir den Klaus Behrens. Ich will ihm auch di« Hand geben! 0H, du einziger, großer, guter Mensch du, Heinrich Andresen, womit habe ich dich Deröientr Er hielt sie fest im Arm. »Wir machen bald eine Reis«, Lieblingt" weiß. (Schluß folgt) Sie lächelte. „Ach, eS ist hier ja so schön, so schön! Mach doch das Fenster auf, Heinrich!" Er öffnete das Fenster und ließ die milde Frühlingsluft herein. Eie roch nach Veilchen und jungem Laube. Sin winziger grauer Vogel setzt« sich auf die Spitze der schlanken schimmernden Blaufichte und fang ein süßes Lied. Gr fang nicht von den tausend Jahren, wie der Dhruva. Er wußte nur, daß es Frühling ist, und daß er glücklich war. Drüben ging ein großer, gebräunter Mann, der lachte und winkte den beiden zu. Es war Klaus Behrens. Jahr« gingen über die Erde. Zwei, drei Jahre schon. Sie gingen über den dunklen, traurigen ®arten, der doch so frühlingsfroh lag zwischen den Mauern. Zwischen den trüben, tiefsinnigen Menschen blühten di« Blumen und rauschten bi« Bäum«. Ein klares, flaches Bächlein floß hindurch und die versonnenen Menschen standen dort oft still und sahen dem plätschernden hellen Wasser zu. Und so ganz leis« und schimmernd kam manchmal ein Erinnern, dann blickten di« Kranken auf, schauten verwundert auf in ihr Leben und besannen sich, bis der Schleier von ihrem Bewußtsein fortzog, wie gleitende Rebel. Dann standen die Aerzte und freuten sich, sahen sick> an und hofften, daß ihr Geist zurück zur Klarheit sich fände. DaS war, wenn sie den etnn gefunden hatten, der in jedem Irrsinn wohnt. Aber oft fanden sie ihn nicht. Der fronte Körper ließ die Rebel dichter und dunkler werden, die um den Geist zogen, und die Seele konnte den Weg nicht mehr finden. Dann gingen sie tiefer in di« Rächt, bi« erst daS Jenseits wieder hell werden läßt. Dann tröstete die junge Doktorsfrau Eva-Marie ihren Marrn, den sie so unsäglich liebt. Ei« streichelt die Sorgen von seiner hohen, Rügen Stirn und weiß viel lieben unb sonnigen Trost. Unb wenn bie Sorgen gar nicht weichen wollen, bann holt sie ein süßes, blondes Bübchen und zeigt ihm, wieviel Heine, weihe Zähnchen es schon hat, und läßt es dem Vater zeigen, wie groß es ist, oder was eS sonst noch kann und Häuser, Gefolgschaft (Ehrhardt). Jung- deutscher Orden, Rotgemeinschaft für Volk und Heimat (von Priesdorf), Reichs-Offizierbund. Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener. Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, Waffenring der deutschen Feldartillerie. Waffenring der schweren Artillerie. Waffenring der Kavallerie, Waffenring der Pioniere. Ein Glückwunschtelegramm Or. Hugenbergs. Berlin, 1. Ott. (WTD.) Dr. Hugenberg hat an den Reichspräsidenten v. Hindenburg namens der Deutfchnationalen Dolkspartei daS nachstehende Glückwunschtelegramm gerichtet: Die Deutschnationale DolkSpartei gedenkt am heutigen Tage mit ehrerbietigen Segenswünschen des Feldmarschalls und Reichspräsidenten. Durch allen Wandel der Zeiten hindurch bleibt daS deutsche Volk Ew. Exzellenz dankbar für den Schutz seiner Grenzen im Weltkrieg. Es dankt Ihnen, daß Sie am Tannenbergdenkmal die Lüge von der deutschen Kriegs- schuld zerschlagen haben. Es dankt Ihnen heute, daß Sie den zersetzenden Weimarer Parlamentarismus in seine Schranken weisen und f ü r den politischen und wirtschaftlichen Reubau des Reiches di« Dahn freimachen. Die weltgeschichtlichen Aufgaben der Gegenwart sind nut auf der Grundlage sachlicher Arbeit, sozialer Gerechtigkeit sowie außen- und wehrpolitischer Gleichberechtigung zu löfen. Sie erfordern ein« starke und stetige Wirkung autoritärer Staatsführung. Eine solche zu stützen, haben wir stets als unsere Aufgabe betrachtet. Gott erhalte Sie dem deutschen Volke und vergönne «s Ihnen, das Vaterland wieder frei und glücklich zu machen. Glückwunschielegramm der nationalsozialistischen preußensrattion. Berlin, 1. Ott (ERD.) Di« Landtagsfraktion der Rativnalsozialisten hat folgendes Telegramm an den Reichspräsidenten gesandt: „Dem Generalseldmatschall des großen Kriege- herzliche Glückwünsche und die Ditte: Mit Adolf Hitler für ein starkes Preußen und Deutschland. Gott segn« Eie! Die nationalsozialistische Frak- tion des Preußischen Landtages, Wilhelm K u b c.“ Hoovers Glückwunsch. Derlin, l.Ott (TU., Die .DAZ" meldet aus Washington: Präsident Hoover hat an den Reichspräsidenten folgendes Telegramm gesandt: ,^Herm Feldmarschall von Hindenburg, Präsident des Reichs, Derlin. Am heutigen 85. Jahrestag der Geburt Ew. Exzellenz sende ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche. Möae Ihnen die Zukunft noch für lange Zeit Gesundheit und Glück bescheren. Herbert Hoover." Militärische Beförderungen. Derlin, 2. Okt (TU.) DaS Reichswehrministerium gibt u. a. folgende Pers onalverän- Derungen in der Reichswehr und der Reichsmarine bekannt: Befördert werden mit Wirkung vorn 1.Oktober 1932: Zum General d. I.: Generalleutnant von Rundstedt, Oberbefehlshaber der Gruppe I; zu Generalleutnants : die Generalmajor« L i st, Kommandeur der Infanterieschule und Doehm-Tettelbach, Chef des Wehramtes: zu Generalmajoren: Charakterisierter Generalmajor von K l e i st, Kommandeur der II. Kavallerie-Division: die Obersten Hopfs, Inspekteur der Pioniere und Seftungen, Dollmann, Artillerieführer VH, Wilberg Kommandant von Dreslau, D r a e m e r, Kommandant von Insterburg, D l a s k o w i tz, Kommandeur des I.-R. 14 und Landeskommandant in Baden, Schellbach, Arttlleriesührer VI, Dollmar, ArtillerieführerII, Soldan, Leiter des Deschaffungswesens beim Heereswaffen- amt Mit Wirkung vom 1. Oktober 1932 werden befördert: zu Vizeadmiralen die Konteradmirale F o e r st e r, Chef der Marinestation der Olorbfee, und Albrecht, Chef der Marine- statton der Ostsee: zu Konteradmiralen die Kapitän« zur See Saalwächter, Abteilungsleiter im Reichswehrministerium, Ah- m ann (Kurt), zur Verfügung des Chefs der Marineleittmg. I @r _ . I Datl- SS ji Anteil» bi« UlMst z tot zis -Hs' ^Hahnen am fett »WA 9. fiSE* lch-n lUb Är ob W Mal aul Um 17-15 M V filmen jum ÄB tifr «folgte £ J Kdctgte M W äumMvasU i'nicn mit jroöt rtänfe das Cigna barmt jur Srrichst lärfftem Eifer Der 5elftau< in. Die wir am r Terlchrsvere cses Deltbewe stiftet Aus dem anie als 0i«( / Ä Minuten i S 18,1 Minute u ib fertig er ) ie Kompanie i f juhtmann Schi - nitnant Drehe T^mpllasl bet Dr ^rcfles bewältig Lotten die Komf Me Divakbäume W, t-u.. 2oyi II ‘ .m - aufgcltäti iy.innen der Fcu [yKenb hinrinzuleu lapelle unter Q1 techielt durch \\t>\ || I im Au einen gro' fcmnelt, eine & teginn des ®n tformte. An den La 'man frohe Sold Tot träge hören, ausgezeichnete Eti Zuschuuennenge - l's 15000 Mensä IranM Um t fit Meinsam m 0ühim gebildet, gflilk Menge von ÄR Teil für eini auf, bis un W^-ich des Eulen WS M> Groh ■Hudle. 6$ tüar Mlen Dacht die München die Datai! unter 1 MnschenKorvs 181; L^ Wen. ändich W'ge Zulchaueunei die eindr KM. 3um 6 WJfrt in den von des Deutsch, F* oavsenslreich.K SÄ & Dunk? d&t Nando w * 149' *5* •* fass RS? rleIif- »ah la- der ies Kn ten le* die im steter ju» in iez. e 9 e t. t. r f 3 n 3- cr in s» n • le n» en r d t n nif ;es an» bet )S' n s in* sie v n des hrt der nt» er* er» ed- ^e- die uch :st- nde jngett. Mehrmim» albcrän» der Io M Io einrich!' H die müde Deilcheo und r Togel Wt Ichwunernden Üeö. 5r ^ng ; 5er M-va- uni DoD unter D ju. ö»« EaMak. iendes 5ele» E. * Jp Herz. Du Addis ^utlchland. Wfc 5td. ümKube." sä Ä ®«l. ■ Turniere. Nm ifl vom l.Ot* Gmeraüeut* ti&afier ba 4: &ie @ex UWanteü«. , Lhej deS ten: Tha* leist, fiom* die Obersten id Sehnigen, Wilberg mer, Äom* vitz, Kom- mmanbant m rteWer VI, oldan.Lri* yeeresvasten* 2 werden be* fanterabmi* vftatim der >cr Mrinc* zmiralen et. Mei* um, Lhef« der iff »«4- »tw"Ä ^denkmA L'L- SS "und tüt •mUtJ J‘9aben bet gejagt "Kn* unb wsen. 6ie M autvri. Men, ha. "ch die militärische Strammheit der beiden Schützenzüge, dem lebhaften Interesse der Bevölkerung. *• Rach dem Abholen der alten hessischen Regimentsfahnen von der Wohnung des LandeS» ^ommanbanten in Hessen und Dcttaillonskom- Mnandeurs, OberftLeutnant Klepke, marschierte Was Bataillon zum Trieb. Hier hatte sich mittlerweile auf dem Gelände neben dem Sportplatz der Mpiel-Vereinigung 1900 ttne riesige Menschen- Menge eingefunden, beten Zahl in mehreren, von Einanber unabhängigen Schätzungen auf etwa ■0000 beziffert würbe. Der Landesverband Hessen des Stahlhelm, Bund der Front- soldaterc, war unter Führung des Landesführers, Kapitän a. D. Weife, Darmstadt, in Stärke von etwa 2500 Mann mit etwa 40 Fahnen auf- ^narschiert und hatte neben dem Paradefeld deS Bataillons, nach der Grünberger Straße zu, Auf- Wellung genommen. Ferner standen hier viele Kriegervereine mit ihren Fahnen, weitere Wehr13.“ '«x W m iegtanm ge* von Hin- 'Berlin. 2m kv. Sw!» chürn noch für Kren-Her, deutschen Wehrmacht Generalfeldmarschalls von Hindenburg hin, dem er in Ehrfurcht unb Bewunderung halldigte. Wit dem Wunsche, dah der Feldmarschall unserem Volle rroch lange in Gesundheit erhalten bleiben möchte, brachte der Kommandeur auf unser geliebtes deutsches Vaterland und an seiner Spitze den Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg drei begeistert aufgenommene Hurra-Rufe aus. Anschließend fang die riesige Gemeinde den ersten, Vers des Deuttchlandliedes. Oie Parade. Runmehr formierte sich das Bataillon zur Parade, die unter dem Befehl des Hauptmanns von Stockhausen stattfand. Zunächst nahmen die Kompanien in einer langen Front Aufstellung, an deren rechtem Flügel die Musik, dann die Fahnensektton mit den ehrwürdigen Feldzeichen der Regimenter 115, 116 und 118 stand. Rach dem Ordnen der Front sprengte Hauptmann von Stockhausen zu dem Dataillonskomman- deur Oberstleutnant Klepke heran, der zu Pferd vor dem Platz der Ehrengäste hielt, und meldete ihm das Dataillom Oberstleutnant Klepke grüßte hierauf militärisch die Ehrengäste, sodann ritt er im Schritt unter den Klängen des Präsentiermarsches die Front des Bataillons ab. Danach stellte sich die Truppe zum Parademarsch bereit. Hauptmann von Stockhausen führte dem Kommandeur das Bataillon im Vorbeimarsch in Zügen vor, wobei die Truppe einen hervorragenden Eindruck machte und namentlich bei den alten Soldaten viel Anerkennung fand. Mit dem Vorbeimarsch war der militärische Teil des Vormittags erledigt, da das Bataillon sofort nach den Kasernen abrückte. Oie Gulaschkanonen. Dafür erschienen auf dem militärfportlichen Dorführungsgelände (Hinterer Trieb) drei Gießen, den 3. Oktober 1932. Keine Teilnahme der GA. am Grenadierfest. Die Behauptungen der Standarte 116 der SA. der RSDAP. sind unrichttg. Vom Polizeiamt Gießen wird uns folgende Mitteilung des Ministeriums des Innern zugestellt: „Die in der Samstag-Rummer veröffentlichten Feststellungen der Standarte 116 der SA. der RSDAP. sind geeignet, der Oeffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, als ob die hessische Regierung den Grenadiertag bewußt sabotiert hätte. Damit hat die Standarte 116 die Oeffentlichkeit in gröbster Weise irregeführt. Tattache ist. daß die hessische Staatsregierung dem Grenadiertag durch Zurverfügungstellung der alten Regimentsfahnen und auch sonst in jeder Weise das größte Wohlwollen entgegengebracht hat. Ebenso haben sich die örtlichen Landesbehörden in jeder Weise des Grenadiertages angenommen und durch ihre Maßnahmen mit dafür gesorgt, dah der Tag reibungslos verlausen kann. Die Behauptung, dah auf ausdrückliche Anordnung eines Beamten bes Ministeriums des Innern der SA. verboten worden sei, geschlossen zu marschiexen, Fahnen mitzuführen und einen Musik- unb Spielmannszug einzustellen, ist unwahr. Tattache ist vielmehr, dah das Polizeiamt in Gießen die SA.-Führung lediglich auf das von Reichs wegen bestehende Versammlungs- und Demonstrationsverbot aufmerksam machte, von dem Ausnahme zuzulassen Werder in der Macht des Polizeiamts in Giehen, noch in der Wacht irgendeiner sonstigen Stelle gestanden hätte. Die SA. hätte genau wie andere Organisationen an ber Veranstaltung teilnehmen können, wenn sie es gewollt hätte." Spenden aus der GießenerHindenburg-Stistung Wie erinnerlich, hat der Stadtrat ber Stadt Gießen durch Beschluß vom 30. September 1927 auS Anlaß des 80. Geburtstages des Herrn Reichspräsidenten v. Hindenburg eine Stiftung von jährlich 500 Wk. errichtet. Die Vergebung dieser Sttstung für das Jahr 1932 ist jetzt wieder an die durch den Beirat für Kriegerfürsorge vorgeschlagenen Personen erfolgt. Es wurden zehn Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene mit je einer Gabe von 50 Mk. bedacht. Bornotizen. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die Iubiläumsspielzeit 1932/33 des Gießener Stadttheaters wird morgen, Dienstag, mit einer Aufführung des Trauerspiels „Egmont" von Goethe eröffnet. Die erste Vorstellung, die zugleich 1. Vorstellung irn Dienstag-Abonnement ist, wird dem Almftanb des 25jäbrigen Jubiläums entsprechend einen festlichen Charakter tragen. Das Schauspiel geht unter der Spielleitung von Intendant Dr. P r a s ch in Szerce. Unter der Stabführung von Universi- tätsmusikdirektor Dr. Temesvary wird der Gießener Orchesterverein die Gesamtbühnenmusik Beethovens zu „Egmont" zu Gehör bringen. In der Rolle des Egmont Jochen Hauer, Beatrice Doering als Klärchen. Die Vorstellung beginnt pünktlich 19.30 Uhr. Laut Theaterdepu- tattonsbeschluh dürfen Zuspätkommende während der offenen Szene nicht eingelassen werden. Außerdem dürfen Theaterabonnements an der Abendkasse nicht eingelöst werden. Dorbestellte Karten sind bis spätestens eine Viertelstunde vor Dorstellungsbeginn abzuholen, da sonst anderweitig über die Karten verfügt werden muh. Rur durch genaueste Befolgung dieser Richtlinien unb durch verständiges Entgegenkommen der Theaterbesucher ist es der Intendanz möglich, vor allem den Wünschen gerade ber auswärtigen Theaterbesucher Rechnung zu tragen unb die Aufführungen auch pünktlich zu Ende zu führen. Die eigentliche Iubiläumsseierlichkeit wirb erst im Laufe ber Spielzeit stattfinden: vorgesehen ist der Monat SJ.-fporf «? Buntes Allerlei Die 3. gel Toren. Di> Devisenmarkt Berlin — Jronffurl a. 2TL Banknoten. Beim rudern wann gegen die 3. des DfD. mit 6:0 ie 1. Mannschaft des DfD. tonnte- gegen des Tages im Rennachter vom Frankfurter Ruder- oerein mit 29:38,2 Minuten erzielt. d u - Kurze Sportnotizen. Frankfurter Langstrecken- über 8,1 Kilometer wurde die beste Zeit 6.2 10,75 5 19.65 9,75 7,25 6,75 7,4 3,75 10,25 7,4 6,9 6,25 3,6 Fußball der Gießener Mannschaften. Der gestrige Sonntag brachte zwei interessante Ereignisse. Die Spielvereinigung 1900 konnte «gegen die 1. von Dottenhorn mit dem überraschend hohen Resultat von 6:2 Toren gewinnen. Es fehlt noch eine Schönheitskönigin. 3n England wie in Amerika ist man der Wahl einer Schönheitskönigin noch lange nicht überdrüssig geworden. Da vertreibt man sich mit diesem Humbug noch immer die Zeit und zerbricht sich raxf) immer den Kopf darüber, einen weiblichen Derufsstand ausfindig zu machen, deren Angehörige noch keine Schönheitskönigin gewählt haben. Die englischen Tageszeitungen machen jetzt den Vorschlag, daß auch die Schriftstellerinnen eine Schönheitskönigin Wahlen sollen, denn sie hätten das gleiche Recht dazu wie Mannequins, Revuegirls, Schneiderinnen und Putzmacherinnen. Der Vorschlag der Dlätter ist ganz ernsthaft gemeint und geht vielleicht sogar von den Schriftstellerinnen aus, die mit ihren Verlegern im Bunde zu sein scheinen. Schriftstellerinnen müssen ja keine Blaustrümpfe sein, deren Geist und Witz die körperlichen Mängel überstrahlt." Sie können sehr talentvoll und zugleich sehr schön sein. (Sie können auch sehr talentlos und sehr schön sein.) Rimmt man aber das Buch einer Schriftstellerin in die Hand, gewinnt man aus der Lektüre nur ein Urteil über die Begabung der Verfasserin und er* fährt nichts davon, ob sie jung, alt, hübsch oder häßlich ist. Durch einen Schönheits-Wettbewerb würde dieser Mangel aber beseitigt werden. Zunächst fände das Publikum Gelegenheit, die konkurrierenden Schriftstellerinnen im Badeanzug im Wiegegang an sich vorbeiziehen zu sehen. Dann aber kommen die Bücher der Damen in die Auslagen der Buchhandlungen und die höchste Auflage wird zweifellos das Buch erringen, dessen grelle Bauchbinde den Vermerk trägt, daß die 3,8 6,25 9.65 5 1,2 7.4 7,05 6,35 3,75 4,13 3,75 6,4 10 5 18,7 Schmutzeier 6 bis 6,5. Frankfurter Buttcrrnarkt. Frankfurt a. M^ 1. Oft. Die Lage am Duttermarkt hat noch keine durchgreifende Besserung erfahren. Der Absatz blieb während der ganzen Woche sehr schwach, und selbst der Mo natswechsel übte keinen Einfluß aus. Deutsch Butter formte sich infolge der kleinen Anfuhr bc haupten, dagegen ging holländische Butter we ter zurück. Die Verkaufspreise des Großhandel- lauten (in 1 Zentner Tonnen): holländische Dut ter 128—130, deutsche Butter 125-128 Mk. „Club" und .Kleeblatt" trafen in Fürth wieder einmal zu einem Derbandsspiel zusammen. Vor 15 000 Zuschauern siegte der 1. FC. Nürnberg mit Toren von Kund und Hornauer knapp 2:1 (1:1). 9,75 1,25 7,25 6.75 7,4 3.75 4,15 3,8 6,25 11 5 19.25 Die Mannschaft von Bajuwaren-München konnte wegen Aufgabe vvn Konrad Reichel nicht gewertet werden. Deutsche Leichtathletik-Siege in Oslo. Beim Leichtathletikfest in Oslo gab es einige sehr schöne deutsche Erfolge. 2 o n a t h holte sich die 100 Meter und 200 Meter in 10,8 bzw. 22,3 Sekunden, Syring gewann die 10 000 Meter in 31:54,6 und Sievert war im Weitsprung mit 6,83 Meter, im Kugelstoßen mit 15,12 und im Diskuswerfen mit 46,48 Meter erfolgreich. Wegener sprang 4 Meter Stabhoch und W e i- mann warf den Speer 69,20 Meter weit, was beide Male für den ersten Platz ausreichte. Ungarn schlug Polen im Leichtathletik-Ländesarnpf mit 50:32 P. Ockershausen nur ein mageres Unentschieden von 1:1 Toren herausholen. Die 1. Jugend beendete den Kampf gegen die 1. Jugend von Muschenheim mit 8:1 siegreich. Die Schüler verloren gegen die Schüler von Lollar auf dem Platz in Lollar mit 3:1 Toren. Fußball in Hessen-Hannover. Am Sonntag brachten die Spiele in Hessen- Haimover meist die erwarteten Ergebnisse und nur in einem Falle eine grobe Heberraschung: Die Marburger Kurhessen unterlagen auf eigenem Gelände gegen ihre Ramensvetter aus Kassel unerwartet hoch mit 1:7. Die Kurhessen verteidigten mit diesem Siege die Führung in der Tabelle, in die sie sich allerdings auch weiterhin mit den Fuldaer Borussen teilen müssen, die über Göttingen 05 mit 4:1 erfolgreich blieben. Rur knapp mit 3:2 holte sich Tura Kassel über die Hersfelder Hessen Sieg und Punkte, während sich SC. 03 Kassel und Spielderein Kassel nach einem 2:2 unentschieden trennten. Oie Verbandsspiele der Gruppe Main. Am Sonntag wurde in der Gruppe Main die Vorrunde der diesjährigen Meisterschaftsspiele beendet. Grobe Ueberraschungen gab es nicht, lediglich der sichere 4:2-Sieg der Eintracht in Offenbach kommt etwas unerwartet. Eintracht befand sich gegenüber den letzten Spielen in einer bedeutend besseren Verfassung und steht nun klar an zweiter Stelle. Fuhballsportverein behält durch seinen 3:1-Erfolg über Rotweiß nunmehr allein die Spitze, da die Kickers auf den dritten Platz zurückgefallen .sind. Eine weitere Riederlage muhte Union Riederrad einstecken. 3n Isenburg • Weiterer Rückgang bet Konkurs e und Vergleichsverfahren im Sep- 1 tem bet. Rach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes wurden im Monat September durch den Reichsanzeiger 480 neue Konkurse — ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 306 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 499 bzw. 386. * Die Indexziffer der Großhan- delSpreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 28. September berechnete Grvßhcmdels- indexziffer ist mit 94,9 gegenüber der Vorwoche (94,8) wenig verändert. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 88,7 (pluS 0,3 vom Hundert), Kolonialwaren 85,1 (plus 0,6 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 88,8 (PluS 0,2 v. H.), und industrielle Fertigwaren 115,0 (minus 0,1 v. H.). Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M, 1. Olt Rach anfangs noch sehr ruhigem Geschäft und eher weiteren Abschwächungen setzte sich gegen Schluß der Woche wieder eine freundlichere Stimmung durch, und auch der Absatz erfuhr eine leichte Belebung. Es ntoierten in Pfennig per Stück ab loco Frankfurt a. M: Bulgaren 7,25 bis 7,75, Jugoslawen 7,25 bis 7,75, Rumänen 7,25 bis 7,5, Polen 6,75 I bis 7,5, Russen 6,5 bis 7, Memelländer und ' Litauer je nach Größe 6,5 bis 9, Holländer 8,25 bis 9,75, Dänen 8,5 bis 9,5, Flandern 8,75 bis 9,25, Bayern 8,5 bis 9, deutsche Frischeier 8,25 bis 9,75, in- und ausländische Mittel- und Stück) etwa der gleiche, wie in der Vorwoche (445) Stück. Die Preise blieben auf dem letzten Riveau unverändert. Rach ruhigem, später mittelmäßigem Handel wurde der Markt ausverfauft. Schafe al) 23 bis 26, b) 19 bis 22, c) 14 bis 18. Der Schweinemarkt scheint etwas beständigere Formen annehmen zu wollen, doch rechnet man noch keineswegs mit höheren Preisen für die nächste Zeit, weil der Bestand an schlachtreisen Tieren wider Erwarten 2 Prozent höher, alS im vorigen September ist. In dieser Woche blieben die Preise wiederum unverändert. Das Geschäft war schleppend und es verblieb äleberstand. Die Beschickung war mit 5306 Stück um etwa 100 Tiere geringer. Schweine b) 42 bis 45, c) 42 bis 46, ' d) 40 bis 45, e) 36 bis 42 Mark. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Wirtschaft. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Am dieswöchigen Schlachtviehmarkt zeigte sich nur wenig Veränderung, obwohl in der Preisgestaltung als auch bei den Auftriebszahlen: meist war die Beschickung etwas geringer. Der Handel verlief im allgemeinen ziemlich ruhig, wobei die Rähe des Ultimos auf den Fleischabsah etwas eingewirkt hat. Am Rindermarkt war der Auftrieb mit 1545 Stück gegen die Vorwoche mit 1527 Stück nur unwesentlich höher, doch waren Ochsen und Kühe um über 100 bzw. 40 Tiere mehr angetrieben, was zu einem leichten Preisnachlaß von je 1 Mark führte. Dullen und Färsen blieben unverändert. Rach ruhigem Handel verblieb etwas Tleberstand. Ochsen al) 30 bis 33, a2) 26 bis 29, bl) 20 bis 25; Dullen a) 27 bis 29, b) 22 bis 26; Kühe a) 24 bis 26, b) 20 bis 23, c) 15 bis 19; Färsen a) 31 bis 34, b) 27 bis 30, c) 22 bis 26. Mark. Die weitere Verringerung der Zufuhren am Kälbermarkt (1386 gegen 1492) verursachte nach zunächst ruhigem, später etwas regerem Geschäft ein erneutes Anziehen der Preise um 2 Mark. Der Markt wurde gut geräumt Kälber b) 41 bis 43, c) 37 bis 40, d) 30 bis 36. Am S ch a f m a r k t war der Zutrieb (440 4% Cc(terretd)ttd)e «olbrente . 4,20% Oeficrreid)i| d)t Süberrentr 4% Ungatildje dolbrtntc .... 4% Ungarische Staatlrente v. 1910 4%% beiflL von 1913 .... 5% abzest. fflülbmcjilanei von 90 4% Zoll anleihe von 1911 *% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I........ 4% betfli. (Serie li...... 6% Rumün. vereinst. Rente v. 1903 4H%SumtaJwreta1>.8lentee.l918 4% Rumänische vereinst. Rente Mnntolkr Verfasserin die Schönheitskrone der Schriftste^ ’l lerinnengilde trägt. . v I Oas bewegliche Naturdenkmal. Die in Deutschland noch wachsenden Eiben bekanntlich als Raturdenkmäler unter Schutz ge- i stellt Im Vorgarten eines Lübecker Privathauses II stand eine Eibe, die den Hausbewohnern Luft und Licht nahm. Der Besitzer beantragte die Genehmigung zur Entfernung des Baumes. Der Denk- j malsrat verweigerte sie. Es entstand ein Prozeß und es war zu prüfen, ob ein in einem Privatgarten von einem Gärtner gepflanzter Daum überhaupt als Raturdenkmal zu betrachten sei, da die freie Ratur ihn nicht erzeugt hat und er nicht ' in der Absicht gepflanzt worden ist, ein Ratur». denkmal damit zu errichten. Die Sachverständigen stellten sich auf den Standpunkt, daß es sich i*i diesem Falle um kein Raturdenkmal handle. Es war aber noch eine andere Frage zu prüfen. Der Hauseigentümer hatte die Eibe dem Denkmalsrak nämlich zum Geschenk angeboren, wenn dieser sich verpflichte, die Eibe auf Staatskosten zu entfernen und an einer anderen Stelle einzupflanze? Die Rechtsfrage: Ist ein Daum, wenn er < Raturschuydenkmal erklärt wird, als ein bew< liches oder unbewegliches Denkmal anzusehe Die Entscheidung hängt davon ab, ob der Dau noch verpflanzt werden kann. Dei der Gibe t Lübeck haben die Sachverständigen dahin auS- gesagt, daß es technische Möglichkeiten gäbe, der Daum zu verpflanzen. Die Eibe wurde demnach entfernt, aber nicht auf Staatskosten verpflanzt, sondern der Denkmalsrat hat auf daS Raturdenk-, mal verzichtet. . Das im letzten Winter mit einem Kostenaufwand von über einer halben Million Mark aufgebaute Polizei-Radio-Sy ft em der Stadt Reuyork ist weitaus das umfangreichste der Welt. Mehr als 2-50 mit hochwertigen Empfängern ausgerüstete P o - lizei-Streifenwagen, vom kleinen Zweisitzer bis zum großen Bereitschaftsauto, sind in ständiger Alarmbereitschaft, um auf den drahtlosen Befehl eines der drei städtischen Polizeisender an die Stätte irgendeines Unfalls oder Verbrechens zu eilen. Es ist sogar beabsichtigt, die Anzahl dieser Autos in absehbarer Zeit noch zu verdoppeln. Die eingebauten Radioempfänger find nach dem Superheterodyne-Prinzip konstruierte Spezialtypen, deren Einstellung auf die Wellenlänge der Polizeifender fixiert ist, so daß der diensttuende Polizeibeamte den Apparat nicht selbständig einfteUen kann. Jede Aenderung der Einstellung muß in besonderen Polizei-Radio-Reparaturwerkstätten vorgenommen werden. , , Der Hauvtsender von 500 Watt befindet sich in einem kreisförmigen Raume auf der Spitze des Po- lizeipräsidiumgebäudes im Stadtteil Manhattan. Bon hier aus werden auch durch ein besonderes System der Fernsteuerung die beiden anderen, auf derselben Welle arbeitenden 400-Watt-Sender in den Stadtteilen Bronx und Brooklyn bedient. Die Besprechung der drei Sender erfolgt gleichzeitig durch ein einziges, im Haupt-Senderaum ausgestelltes Mikrophon. Diese Regelung hat den Vorteil, daß die Sendung in allen, auch den entferntesten Vierteln der Siebenmillionenstadt gleich gut verständlich ist. ... Der Sendeleiter im Haupt-Senberaarn hat einen riesigen, U-förmigen Tisch vor sich, auf dem die Stabtpläne Neuyor ks ausgebreitet sind, besteckt mit 250 kleinen Fähnchen, die den jeweiligen Standort jedes Radio-Streifwagens anzeigen. Die Befehlsübergabe an die Autos erfolgt in Radio- phonie, doch in einer A r t chiffrierten S p r a ch e, um zu verhindern, daß durch unbefugtes Abhören der Befehle sich Ansammlungen am Bestimmungsort des Polizetautos bilden. Entsprechend diesem System von Radioautos in den Straßen der Stadt besitzt die Neuyorker Polizei noch besondere, mit Radiogeräten ausgerüstete Fahrzeuge im Hafen, die dort gemeinsam mit den ebenfalls radiofizierten Feuerlöschbooten Dienst tun. Englands F u ß b a II • 91 a t i o n a l m a n n • schäft trug am Samstag in Belfast ein Länderspiel gegen Schottland aus und siegte mit 5:2. Ebenso wie Neuyork sucht auch Scotland Nord das englische Polizeizentrum, den Funk- sprach immer erfolgreicher in den Dienst der Ver- brecherverfolgung zu stellen^ Die „Fl' e a enbe Schar von ScotlandPard" besitzt schon seit längerer Zeit in ihren Kraftwagen weitreichende Radioapparate. Jetzt sind Versuche im Gange, deren Ziel die Ausrüstung der Schutzleute mit kleinen Taschenapparaten ist, die einen Wirkungsradius von rund 30 Kilometer haben sollen. Zu ihrer Erprobung wurden von einer Gruppe von Fachleuten auf englischen Landstraßen mit einem Dutzend verschiedener Apparate praktische Versuche veranstaltet. Dabei wurden drahtlose Verbindungen mit der Station von Scotland Pard und einer anderen Hilfsstation in Jmber Court erziett, die auf einem Umkreis von rund 25 Kilometer als durchaus befriebigenb zu be- zeichnen waren. Das Publikum, bas interessiert den Versuchen folgte, bürste sich selbst überzeugen, wie deutlich die Worte durch die kleinen Taschenapparate vernehmlich wurden. Die große Bedeutung dieser Ausrüstung der Schutzleute mit tragbaren kleinen Apparaten liegt in der Tatsache, daß die erhöhte Berne- aungsfähigkeit der Verbrecher unserer Tage — auch sie machen sich ja alle Fortschritte der Technik und nicht zuletzt die Geschwindigkeit des Automobils dienstbar — eine gesteigerte Bewegungs- steiheit der Schutzleute und bewährte Methoden, ihnen auf schnellstem Wege alle Nachrichten zu übermitteln, erfordert. Im Zusammenhang mit dieser geplanten Ausrüstung mit Taschenapparaten soll die Errichtung einer Kette von drahtlosen Stationen in allen Teilen Großbritanniens erfolgen, von denen zunächst vier und einige Relais-Stationen zur Ausführung kommen. Aus technischen Gründen beabsichtigt man, an Stelle der drahtlosen Station von Scotland 9)arb zwei anbere, die eine im Norden, die andere im Süden, anzulegen, die den elektrischen Störungen nicht so ausgesetzt sind, wie dies in Scotland 9)arb häufig ber Fall ist. Auck die militärischen Behörden zeigten für die Versuche, die der Ausrüstung vorgeschobener Posten mit drahtlosen Taschenapparaten dienen können, lebhaftes Interesse. R. K. verloren sie 3:0, dagegen schoben sich die Sportfreunde durch ein 3:2 über den zweiten Reuling Friedberg weiter nach vorn. Rach dem bisherigen Verlauf der Spiele dürften sich die „Kameruner"' in der Dezirksliga halten, während Friedberg wohl kaum noch Aussicht hat, vom Tabellenende Wegzukommen, zumal Hanau seinen ersten Sieg errangen hat — Dieber wurde 3:1 geschlagen — and nunmehr drei Punkte Vorsprung hat. Oeuffche Gchühenmeisterschaff. In Wiesbaden kam am Sonntag die Bundes- Meisterschaft des Deutschen Schützenbundes zum 2lufr- trag. Der Titel eines Deutschen Banbesrneisters fiel an die Leipziger Schützengesellfchaft mit 4313 Ringen. Die nächsten Plätze belegten Verein für Frechandschießen Hannover mit 4217 Ringen, Frank- urter Schützenverein mit 4126 und Schütze ngesell- ' chaft Halle a.b. 6. mit 4087 Ringen. Bester Einzel- l chütze war B r i n g e z u - Leipzig, der auf der 300« Meter-Bahn bei 60 Schuß 932 Ringe erzielte. Oeuffche Meisterschaft im Sv-Kilometer Gehen. Am Sonntag wurde in Berlin die letzte deutsche Leichtathletik-Meisterschaft ausgetragen. Zur Meisterschaft im 50-KUometer-Gehen stellten sich 47 Einzelbewerber und 7 Mannschaften dem Starter. Die Geher hatten sehr unter dem starken Wind und den schlechten Straßenoerhältnissen zu leiden. Deutscher Meister wurde H ä h n e l - Erfurt, der die 50 Blo- meter in 4:26,28 Stunden zurücklegte. Seine Hm ist ganz vorzüglich, doch dürfte wahrscheinlich bei ber Ausmessung der Strecke ein Irrtum unterlaufen sein. Den zweiten Platz belegte Sievert-Berlin in 4:40:00,6 vor Schnitt-Berlin und Reichel-München. Hähnel errang damit zum' siebten Male diese Meisterschaft. Im Mannschaftswettbewerb siegte der Berliner Athletik-Club mit der Mannschaft Bliß, Bleiweiß, Schulze mit 18 Punkten vor dem SC. Charlottenburg mit 19 Punkten und Osram-Berlin. M dem Rundfunk aus derDerdrecher-Zagd Oie „Radiofizierung^ der Neuyorker und Londoner Polizei. Jrantfurt a. M. Berlin Schluß« für# Schluß!. Abenb- birfc Schluß- turS Schluß!. Mittag« börfe Datum 30.9. LIO. 30.9. 1-10. 6% Deunche Wctdieanlctiir v. 192. 67,75 69,5 67,7 69,5 G%e6cm.7%$L9ietd)6anl.ö.l929 80,1 80.1 80,1 82 t>y»% ®t»unfl-9lnleWe oon 1930 Deutsche Anl.-Abios.-Echuld mfi 65.25 66 65,5 66 AuSIoi.-Rechten..... 54,75 54,25 54,8 53,13 DeSgl. ohne Au-los.-Rechte . - 6% rbem 8A>He>>. Sollsstaat 1999 6,65 6,65 6,7 6,7 (rüctiablb. 102%)...... Oberhell en Provinz-Anleihe mit — 64,5 — — Auslos.-Rechtcn ..... Deutsche Komm. Satnmelabl. 56 — — — Anleihe Serie i...... 6% ehem. 8% Tranis. Hyp.-Banl — 51,25 50.4 49,9 Soldpse. lö unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franll. Hhp.-Bmtl 72,5 77 — — Soivvte 16 unkündbar bis 1936 ehem.