w. Klmgeln des Lel^. suchte ärgerlich. n>c!e ins Bintmer 'n bereitfiehe. flm Apparat iß!» Hach." die Losta tfc im rmdes Lachen trat nng eine singende vmmuzienrat will nich ist er dal - >e ihn zu sprechen." lat.) (leider 1671A i Marks i pfati 5 iaimlR , 8Uhr,imPostkelle' ihren durch die fürdieAltbau-, ijeraum-Mieter, Mietbeihilfen. Freie Aussprachei »ßenE.V. □lag u. Donnerstac, (öhler^esta* 688 JStfS iscbule- M' iS*** ob?ä & K/Äte|iJ ■ Das^te ZrZS »ft ft 1 ®»««wiJ e fahren wir" Wr K"L Si? & NM. rin Tkr', * V« Qui der > Wahrheit war $ndk^- nd listig« SS Ur. 53 Erster Matt 182. Jahrgang Donnerstag, 3. März 1932 (Er| d)cmt täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Bezvg,preir: Mit 4 Beilagen BDL 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, zerafprechanichiüsse enter Santmelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen, poßscheckkonto: firanlfurt am Main 11686. MchenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vn6 rnib Verlag: Vrihl'fche U»ivei ßlätr-vAch' y«D Steiitruderei B. £any iw Sieben. Schriftieitwng und Oeschästrftelle: ZchwNtraße 7. Annahme von »Njeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Neichspfennig: für Re- hlameanjeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrist 20', mehr. Thefredakteuri Dr. Friedr. WUH. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Will». Gange; für Feuilleton Dr H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Mar Filter, sämtlich in Gießen. Landnöten. Hitler hat in einem offenen Brief an den Reichspräsidenten eine Reihe von Beschwerden über älngerechtigleiten erhoben, die seiner Partei zugefügt werden. Wir erkennen gewiß an, daß die Rational!ozialisten zu solchen Klagen Grund haben, auch wir haben durchaus den Eindruck, daß, zumal in Preußen, nicht die erforderliche ^Inparteilichkeit ihnen gegenüber beobachtet wird. ES ist auch ein unhaltbarer Zustand, daß ein preußischer Disziplinar- gerichtshos die Zugehörigkeit eines Beamten zur Rationalsoziolistilchen Partei verbietet, während gleichzeitig der Reichswehrminister den Rational» sozialisten den Weg in die Reichswehr öffnet und Hitler selbst in Braunschweig zum Regie- rungSrak ernannt wird. Aber das sind alles Sachen, für die der Reichspräsident nicht haftbar gemacht werden kann. Es wäre Aufgabe deS Reichsinnenministers, hier einzugreifen. Der Brief geht daher an eine falfche Adresse, lind er vergreift fich auch in der Tonart. Bor allem verstehen wir eS nicht, weshalb Herr Hitler zu dem Zweck ausgerechnet die ausländische Presse bemüht und ihr diesen Brief übergibt mehrere Stunden bevor der Empfänger deS Schreibens, also der Reichspräsident, davon Kenntnis erhalten hat. DaS ist ein Umweg, der für einen rein deutlchen Wahlkampf nicht gewählt werden sollte. Wenn Herr Hitler daS damit begründet, daß seiner eigenen Presse durch die Zensur die Meinungsfreiheit ab- geschnitten fei, so ist auch daran ein Körnchen Wahrheit. Aber gerade dieser Brief ist ziemlich wörtlich fast in der gesamten Presse ab- fle b r u d t, ein Beweis, daß keinerlei Hindernis bestand, ihn durch die nationalsozialistische Presse selbst zu veröffentlichen. Hitler ist in seinem offenen Brief an Hindenburg auch auf den vielberufenen Schluß der ersten Goebbels - Rede im Reichstag zurüdgckom- men. Hitler appelliert an Hindenburgs Ritterlichkeit und fordert von ihm Schutz für Goebbels gegen den Minister Groener. Dazu schreiben die „Leipziger Reuesten Rachrichten" u. a.: „Goebbels hat es am Schluß feiner ersten Reichstagsrede als kennzeichnend für Hindenburg hingestellt, daß die Asphaltpresse und die .Partei der Deserteure" ihn lobt. Den gewollten Zusammenhang zwischen dem Ramen Hindenburg und der „Partei der Deserteure" knüpft für jeden, der deutsches Sprachgefühl im Leibe hat, die Wendung „im Stich gelassen". Daran kann keine nachträgliche Ausrede etwas ändern. Es war eine schwere Entgleisung und ist als solche ersichtlich auch von der Partei deS Herrn Goebbels und erst recht von der anderen Partei der Harzburger Front, von den Deutfchnationalen empfunden worden, lind statt diese peinliche Angelegenheit nochmals aufzurühren, und gar noch ins Ausland zu tragen, hätte Hitler sicher besser daran getan, von seinem •Untergebenen Goebbels zu fordern, daß er sie durch eine glatte und unverklausulierte Zurücknahme des DorwursS gegen Hindenburg auS der Welt schaffe. Damit wäre der Ritterlichkeit im Wahlkampf ohne Zweifel ein besserer Dienst erwiOdn worden, als mit neuen Anklagen, nicht gegen den Beleidiger, sondern gegen den Beleidigten. Ritterlichkeit im Kampf kann nicht gedeihen, wo man gegen den politischen Gegner mit Methoden gewaltsamer Unterdrückung glaubt vorgehen zu sollen. Ritterlichkeit im Kampfe kann aber auch nicht gedeihen, wo man glaubt, sich gegen eine unantastbare Persönlichkeit, wieHin- benbutg, der Methoden bedienen zu sollen, die uns aus der Lügenpropaganda unserer Gegner in bester Erinnerung sind, und die auf Verächtlichmachung des Gegners hinauslaufen, dem man mit ehrlichen Waffen nicht beikommen kann. Wie Ritterlichkeit im Wahlkampf aussieht, dafür gibt es ein ausgezeichnetes Beispiel. Das ist der Wahlaufruf des Stahlhelms. Don dem Geiste, der in diesem Dokument zu spüren ist, möchten wir sowohl der preußischen Wahlpropaganda ?;cgen Hitler als auch der nationalsozialistischen ür Hitler einen kräftigen Anhauch wünschen." Die letzten Gelehrten — deutsche Wissenschaftler — haben die in der Rahe der heiß umstrittenen Wusungforts liegende Tung-Chi-Uni- versität verlassen; möglich, daß die durch die Kämpfe stark mitgenommenen Gebäude noch stehen, möglich aber auch, daß sie durch die japanische Feuerwalze bereits eingeebnet sind. Und darüber werden gewisse Rationen, mit denen wir auf dem chinesischen Markt im Wettbewerb stehen, gerade nicht erzürnt sein. Denn die Tung- Ehi-Universität ist rein deutschen Ursprungs. sie ist eine Wegbereiterin deutscher Wirtschaftsinteressen in Ehina. Errichtet wurde sie 1926. blühte sehr rasch auf, da aus Deutschland erhebliche Geldmittel zuflossen und alle deutschen wissenschaftlichen Institute mit der Industrie wetteiferten. der Tung-Ehi-Unioersität Lehrmittel zur Verfügung zu stellen. So entstand eine Hochschule, die nicht nur dem theoretischen, sondern auch dem praktischen Unterricht diente. Die medizinische Abteilung erlangte bald einen hervorragenden Ruf in ganz Ostasien. zumal noch zwei Krankenhäuser in Schanghai errichtet wurden. Aber auch die Bildungsstätte für Ingenieure wurde zu einem gewaltigen Anziehungspunkt für chinesische Studenten. denn hier gab es nicht nur Hörsäle, sondern Werkstätten aller Art, die auf das beste Ärüstet waren. Alljährlich verließen mehrere rt Chinesen die Universität, um sich vornehmlich im Wirtschaftsleben zu betätigen. Die von deutscher privater Seite für die Lehranstalt zur Verfügung gestellten Mittel machten sich Japanische Truppen besehen Tschapei und die Wusung-Foris. Oer chinesische Rückzug. — Japanischer Vormarsch auf ganzer Front. — Nach heftiger Artillerievorbereitung Einnahme der Wusung-Korts. Schanghai, 2. März. IDIB. (Reuter.) Der Rückzug der Chinesen aus den von ihnen geräumten Stellungen, der während der letzten Nacht begann, dauerte den ganzen lag über fort. Lei Beginn der Nacht hatten die Japaner Ischangju und lafchang beseht und näherten sich N a n f i a n g, wo von den Chinesen neubesehte Stellungen genommen wurden. Arn Miltwochnach- miitag rückten die japanischen Truppen in Tscha - p e i ein. Der ganze Stadtteil steht in Hellen Flammen, da die Chinesen vor ihrem Abzüge überall Feuer angelegt hatten, lieber der internationalen Niederlassung hängt eine dichte Rauchwolke, die das Sonnenlicht verdunkelt. Gan; Tschapei ist von der chinesischen Zivitbevötkerung geräumt worden. Nur einige Scharfschützen waren noch hinter den Trümmern versteckt und brachten den Japanern Verluste bei. Bei Einbruch der Nacht waren die japanischen Truppen auf der ganzen Front noch beträchtlich vorgerückt. Die Ortschaft Nanschiang an der Bahnlinie Schanghai- Nanking wurde besetzt. Die 11. japanische Division rückt gegen stianghslen vor, einen Ort halbwegs zwischen Nanschiang und Liuho (an der Bangtfemünbung) westlich der IDufungforts. Die von Tschapei ;urütfgegangenen chinesischen Truppen haben Tschensu geräumt. Am frühen Morgen haben japanische Batterien von vorgeschobenen Stellungen aus d i e neuen chinesischen Linien beschossen. Unter dem Schuh heftigen Sperrfeuers ihrer Kriegsschiffe haben japanifche Streitkräfte eine Offensive begonnen, um endlich das Dorf ID u f u n g und bie Wnsung-Forts zu erobern, die jehl p Japan .Vormarsch JANG HAN' Japan, tluqplat? " f PAO SCHAH WUSUA/G FOR Karte zu den Kämpfen um Schanghai. Die Pfeile zeigen den Bormarsch der Japaner an, der zur Zertrümmerung der chinesischen Front führte. einen INonal lang wiederholten japanischen Angriffen Trotz geboten haben. Japanische Truppen wurden bei Liuho am Zangtsekiang, etwa 25 Kilometer nordwestlich von IDufung, gelandet und nach IDusung in Marsch gesetzt. Liuho ist von starken japanischen Streitkräften beseht worden. Nach einer amtlichen Meldung haben die japanischen Streitkräfte heute früh 8 Uhr die IDufung- Forts genommen. Japans Bedingungen für einen Waffenstillstand. China soll seine Truppen zuerst zurüdziehen. Schanghai, 3. März. (WTB. Funkspruch.) Die Bedingungen deS japanischen Oberkommandos für eine Waffenruhe, die gestern abend durch Vermittlungen des britischen Gesandten der chinesischen Regierung übergeben worben sind, unterscheiden sich erheblich von den Bedingungen, die am letzten Sonntag an Bord deS britischen Kreuzers „Kent" provisorisch vereinbart worden waren. Die japanischen Bedingungen lauten: Wenn China der Zurückziehung seiner Truppen über bie 20-Kilo- meterzone hinaus zustimmt, ist Japan bereit, der Einstellung der Feindseligkeiten für eine bedingte Zeit zuzu- ftimmen, wahrend der die 6ime(beiten einer endgültigen Beendigung der Feindseligkeiten zwischen den beiderseitigen Militärstellen festgesetzt werden würden. Japan fordert, bah während der Einstellung der Feindseligkeiten eine Konferenz am „Runden Lisch" mit Chine- s e n und Japanern abgehalten wird, an denen europäische Mächte teilnehmen sollen. Diese Konferenz soll über die Methode entscheiden, nach der beide Seiten ihre Truppen zurückziehen werden und nach der der status quo in Schanghai und um Schanghai herum wieder hergestellt werden soll. Japan fordert, daß die chinesischen Truppen zuerst zurüdgehen. Wenn dies geschehen ist, werden die japanischen Truppen sich selbst nach den Bezirken von Schanghai und Wusung zurüdziehen. Japan er- flärt. daß im Falle der Verletzung dieser Bedingungen durch eine der Parteien b i c andere Partei ihre volle Handlungsfreiheit zurüdgewinnt. Zu den japanischen Bedingungen einer Waffenruhe wird von chinesischer Seite erklärt, eine Zustimmung zu den Forderungen würde China aufGnadeund Ungnadepreis- • geben. Die Stimmung ist pessimistisch. Ein Gießener Aufruf für die Wiederwahl Hindenburgs. Wie man uns mitteilt, setzen sich eine Reihe alter Wähler Hindenburgs mit folgendem Aufruf für bie Wiederwahl des Feldmarschalls ein: Im Kriege ist Hindenburg der Führer des deutschen Volkes in Waffen gewesen; in den schweren Jahren der Nachkriegszeit war er uns dos große Vorbild für hlngebenden und selb ft losen Dien st am Vaterlande. In ihm sahen wir alle guten und großen Eigenschaften des deutschen Mannes verkörpert. Deshalb haben wir ihn vor sieben Jahren zum Reichspräsidenten gewählt. Vor unseren und der Welt 2(ugen hat er während dieser schweren sieben Jahren in vorbildlicher Treue sich um die innere Seftigung des Reiches und die Einigung seines Volkes, um die Befreiung des deutschen Bodens und die Lösung von den Fesseln der Diktate gemüht. Seine ehrwürdige, von jeder Pose freie Gestalt steht in mythischer Größe von seinem Volk und der Welt und erzwingt sich und dem deutschen Namen die Achtung eines jeden. Hindenburg hat sich nun trotz des Haders der Parteien feinem Volke wieder zur Verfügung gestellt. Er ist bereit, sein Volk auch in den Stunden des Entscheidungskampfes um des Reiches Tributfreiheit und Wehrhoheit zu führen. Unglückselige Verwirrung hat die Einigung auf seinen Namen verhindert. Daher ist am 13. März jeder einzelne aufgerufen, sich für oder gegen ihn zu entscheiden. Uns bedeutet der Name Hindenburg sowohl vergangene deutsche Größe wie Hoffnung aus eine glücklichere deutsche Zukunft. Wir betrachten ihn in dieser Zeit der Not und der Unruhe als den ruhenden Pol in unserem politischen Leben und den Bürgen für eine g c • deihliche innen- und außenpolitische Entwicklung. Deshalb fühlen wir uns in unserem Gewissen verpflichtet, auch diesmal für seine Wahl ein« zutreten und unsere Mitbürger aufzufordern, desgleichen .zu tun. Der Aufruf trägt folgende Tlnkerschriften: Dr. A11 e n b o r f, Oberftubienbireftor; Appel, Obcrreallebrer; Dr. ‘Baur, Oberftubienbireftor i. R.; Binbewald, Großhandcisver- treter und vereidigter Dolmetscher; ClaraBirn- bäum; Maria Birnbaum; Karl Brinkmann, Diplomingenieur; Doehn, Lehrer; Dr. Eger, Tlniversitätsprosessor; Frau Margaret« Eger; Frau Liselotte Gebhardt; Graes, Provinzialbirektor; Frau Hermine Graefj Griehbauer, Bankdirektor; Dr. Hamm, Bürgermeister; Wilhelm Horn, Kaufmann; Dr. Huch, Buchhändler; Dr. Iesionek, Mnioerfi* tätsprofesfor; Dr. Kalbfleisch, Oberftubienbireftor; Frau Johanna Kalbfleisch; Dr. h. c. Keller, Oberbürgermeister; Dr. König, Etu- bienrat; Dr. Ä r a e m e r, älniversitätsprosessor; Krausch, Lehrer; Raumann, Oberst a. D.; Frau Minna Raumann; Reuenhagen, Landgerichtspräsident; Karl Roll, Goldschmiede- meifter; Dr. Poppert, Tlnidersitätsprofessorr Pfeiffer, (Steueramtmann; Rudolf Richter, Kaufmann; Röhr, Syndikus der Handwerkskammer; Dr. R o 1 o f f. Aniversitätsprofefsor: Christian Schmidt, Weißbindermeister; Wilhelm Schmidt, Studienrat; Karl Schmidt, Lehrer i. R.; Schneider, Gärtnereibesiher, Dr. S ch n e i b e r, Rechtsanwalt; Schudt, Land- gerichtsbireftor; Frau Emma Schubt; Seipp, stuck, theol; Stein, Laborant; Dr. Vanse- l o w, Aniverfitätsprofessor; Will, Dereibigter Wirtschaftsprüfer. nun erst bezahlt; bie ehemaligen Stubenten hatten beutsche Arbeit und deutsche Erzeugnisse kennen unb schätzen gelernt, sie sorgten dafür, daß Aufträge an deutsche Firmen vergeben wurden. Dann kam der Krieg, der zur Schließung der älniversitat führte. Da sie in unmittelbarer Rähe der französischen Riederlassung lag, wurde sie von Franzosen besetzt, die auch die deutsche Lehrerschaft vertrieben. Rach Kriegsende ging die Hochschule in staatlichen Besitz über, sie wurde im wesentlichen in bie Rähe von Wusung verlegt unb ist hier erneut ein Opfer bes Dölkerstreites geworden. Alle von uns aufgeroanbte Mühe ist jetzt mit einem Schlage um ihre Erfolge gebracht worben. Denn wenn es nicht gelingt, die Schule sehr bald wieder in Gang zu bringen — unb bamit ist wohl kaum zu rechnen — bann werben sich a n b e r e Rationen anstrengen, chinesische Stubenten aus- zubilben unb in ihrem Sinne zu erziehen. Wenn auch bie Ranfing-Regierung im Augenblick Sorgen aller Art hat. so sollte doch nichts unversucht bleiben, um diese Llniversität zu retten unb zu erreichen, bah sie an anberer Stelle, bie nach menschlicher Voraussicht nicht so rasch zum Schauplatz kriegerischer Ereignisse werden kann, möglichst halb wieder aufgebaut wird. Die Summen, die wir in bie Anlagen bei den Wusung-Forts hineingesteckt haben, müssen natürlich ate verloren angesehen werden, denn von den kostbaren Lehrmitteln wirb nach der ‘Beenbigung der Feindseligkeiten kaum ein brauchbares Stück mehr vorhanben sein. Da ist vor einigen Monaten — wir haben bereits früher davon gesprochen - in einer großen amerikanischen Sonntagszeitung ein Aufsatz von Garret unter dem Titel „Other People Money" erschienen, der in propagandistisch sehr geschickter Form die Verschwendungswut Deutschlands in den Rachkriegsjahren anprangerte und unS den Vorwurf machte, daß wir „das Geld anderer Leute" mit vollen Händen zum Fenster herausgeworfen hätten. Der Artikel paßte in die etwas deprimierte Stimmung der Amerikaner sehr gut hinein, weil sie damit einen Sündenbock für ihre eigenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten gefunden hatten. Er hat deshalb großes Aufsehen erregt, unb ber Präsident der amerikanischen Chemical Foundation, Francis Garvan, hat ihn als Broschüre in einer Millionenauflage verbreiten lassen. Die französische Regierung, die sehr geschickt Dolksstimmungen auszunutzen weiß, hat daraufhin jetzt Herrn Garvan zum Ritter der Ehrenlegion ernannt, selbstverständlich formell nur, weil er ein angesehener amerikanischer Industrieller ist, tatsächlich aber, weil er durch die Verbreitung dieser Broschüre der französischen Politik sehr nützlich gewesen ist. Ausfallen muß nur der Umweg über Garvan, es hätte doch nähergelegen, Garret selbst, der sich um die antideutsche Propaganda fo verdienstlich । gemacht hatte, unmittelbar die Ehrenlegion anzu- I hängen. Aber daraus hat man in Paris verzichtet, mit gutem Grunde. Denn Garret ist keineswegs I js einseitig, wie nach seiner Broschüre zu erwarten wäre, er hat einige Wochen später einen anderen AufsDtz erscheinen lassen, der sich nun der französischen Goldpolitik liebevoll an nahm und dadurch das Gleichgewicht einigermaßen wiederherstellte. Dieser Artikel allerdings ist totgeschwiegen worden, die amerikanische und auch die europäische Ocssentlichkeit haben von ihm so gut wie nichts erfahren. Garret hatte die Sympathien in französischen Regierungskreisen ausgiebig verscherzt, und so ist bann nur der Mann, der die antideutsche Seite dieser Kritik popularisieren half, zum Ritterkreuz gekommen, ein Beweis, welches Kapital die sranzösische Regierung auf ihren republikanischen Orden zu ziehen weiß und wie nützlich es nebenbei bemerkt wäre, wenn Deutschland sich ähnlicher Einrichtungen erfreute. Ein Beweis allerdings auch, wie notwendig eine Gegenwirkung gegen diese Hetze von deutscher Seite wäre. Cs ist nicht bamit getan, daß wir nachzurechnen suchen, die öffentliche Verschwendungssucht wäre gar nicht so groß gewesen. Sie läßt sich nun einmal nicht abstretten, aber Nachweisen läßt sich schließlich, daß bie Franzosen es glänzend verstanden haben, uns nrii Anleihen aus den reichen Ländern bet Welt zu versorgen unb bavon ihren Anteil an Den Repa rationen eingesteckt haben, baß bie deutsche Regierung, wenn sie diese Art Tributpolitik aufrechterhalten wollte, den breiten Schichten der Bevölkerung einen Ausgleich schaffen muhte und dah deshalb auch Frankreich selbst für bie Verpulverung ber gepumpten Milliarden verantwortlich ist. Das Handwerl und Hindenburg. Dftdemsche Handwerkskammerpräsidenten geloben Treue und Ber tränen. Berlin. 2. März. ($11.) Der Reichspräsident empfing eine aus dem Handwerkskammerpräsidenten Unterberger-D r e s l a u, Hefter- Frankfurt a. d. O.. Menzel-S Lettin und Grotz-K önigsberg bestehende Abordnung des ostdeutschen Handwerks, deren Wortführer ihm die Rot des Handwerks, die in den Ostgebieten durch die katastrophale Lage der Landwirtschaft verschärft sei, schilderten. Einem Beschluß des ostdeutschen Handwerkskammertages entsprechend wurde dem Herrn Reichspräsidenten die Ditte vorgetragen, sich dieser Rotlagc des Handwerks und Gewerbes und der vorgeschlagenen Hilfsmaßnahmen anzunehmen. Reichspräsident von Hindenburg erwiderte, daß er die Bedeutung des Handwerks und aller mittelständischen Gewerbe und ihre vaterländische Bewertung in Krieg und Frieden würdige: als Ehrenobcr meist er des deutschen Handwerks fühle er sich mit diesem aufs engste verbunden und auch er empfinde es schmerzlich, daß Handwerk und Gewerbe von der allgemeinen wirtschaftlichen Rot besonders schwer be troffen seien: er werde die ihm vorgetragenen Wünsche der Reichsregierung zur ernsten Prüfung und möglichst weitgehenden Berücksichtigung zuleiten. 2m übrigen habe er das ungeminderte Vertrauen zu Handwerk und Gewerbe, daß der bei ihm vorhandene und in den Jahrhunderten bewährte Geist der Pflichttreue und Vaterlandsliebe sich auch in dieser Notzeit behaupten und in Einigkeit mit allen Deutschen gleicher Gesinnung die bessere deutsche Zukunft erkämpfen werde. Am Schlüsse der Aussprache brachte die Abordnung dem Herrn Reichspräsidenten den Dank des ostdeutschen Handwerks dafür zum Ausdruck, daß ersich demdeutschen Volke für eine Wiederwahl zur Verfügung gestellt habe und versicherte dem Herrn Reichspräsidenten derTreue und des Vertrauens des deutschen Handwerks. Hindenburg und die bayrischen Bauern. Der Bauernkönig Dr. Heim fordert zur Wiedermahl Hindenburgs auf. Scheßlitz, (Oberfranken), 2. März. 3n einer Massenversammlung des Oberfränkischen Bauernvereins führte Geh. Landesökonomierat Dr. Heim zur Reichspräsidentenwahl u. a. aus: Für uns kann die Wahl nicht schwer fallen. Wir sind uns darüber klar, daß wir im Augenblick der Gefahr einen bewährten Mann brauchen und keinen Mann, der sich in der Gefahr noch nicht bewährt hat, wie Herr Hitler. Wir brauchen einen Mann, derüberdenPar- teien steht. Darum wähle ich Hindenburg, weil er als oberster Hüter und Wächter des Reiches bei allen Gegensätzen Aller Vertrauen genießen kann und alle Gegensätze überbrückt. Bei jedem anderen Kandidaten ist das Gegenteil der Fall. Wir brauchen in dieser trostlosen Lage Deutschlands einen Mann, der mit Ernst und Würde und im Vertrauen aufGott seine schwere Arbeit erkennt, und das ist Hindenburg. 3d> gebe meine Stimme einem Manne der Tat ohne viele Worte und nicht einem Manne vieler Worte ohne eine einzige Tat. Und wir geben unsere Stimme dem Manne, dem wir sie 1925 gegeben haben, dem Retter Deutschlands, der Deutschland vor dem Einfall der Feinde bewahrt hat. Wir wählen den Mann, der wie ein Fels in der Brandung der Leidenschaften mit ruhigem Gleichmut und liebevollem Herzen steht. Der 13. März 1932 entscheidet Deutschlands Schicksalsstunde. 2n eueren Händen liegt die Wahl zwischen Tod und Leben, Gedeihen oder Verderben, Aufstieg oder Riedergang. (Stürm. Beifall.) Ein Muster des amtlichen Wahlzettels. Berlin, 2. März. (ERB.) Den Länderregierungen ist dieser Tage ein Muster des amtlichen Wahlzettels für die Reichspräsidentenwahl zugeleitet worden. Die Kandidaten sind in der Reihenfolge Due st erber g, v.Hindenburg, Hitler, Thälmann und Winter aufgeführt. Reichspräsident v.Hindenburg ist an zweiter Stelle aufgeführt, weil er, ebenso wie bei der Wahl 1925, seine Annahmeerklärung mit „Paul von Hindenburg" und nicht mit „v. Denecken- dorff und Hindenburg" unterzeichnet hat. Die offizielle Herausgabe des amtlichen Wahlzettels dürfte kurz bevorstehen. Einstellung -es Bierstreiks in Berlin. Verhandlungen mit der Regierung werden ausgenommen. Berlin, 2.März. (ERD.) Der Deutsche Gast Wirtsverband verbreitet folgende Erklärung: Durch die ungeheure steuerliche Heber- lastung des Gast- und Schankwirtsgewerbes, die den meisten Betrieben keine Existenzmöglichkeit mehr läßt, sind an einzelnen Orten zahlreiche Gastwirte zu dem scharfen Abwehrmtttel des Bierbohkotts geschritten, nachdem sie zu der Ansicht gekommen waren, daß den Zusagen der Reichsregierung nur mit Mißtrauen begegnet werden müsse. Demgegenüber stellen wir fest, daß die Reichsregierung an ihrer Zusage, vom 20. März d. 2. ab die Diersteuer dort, wo sie 22 Mk. je Hektoliter beträgt, um 7 Mk. 3u senken, unbedingt festhält und bereit ist, die Verhandlungen mit den Vertretern des Gast- Wirtsgewerbes über den ganzen Getränkesteuer- komplex beschleunigt zum Abschluß zu bringen. Diese Verhandlungen können aber nach Ansicht der Reichsregierung nur dann fortgesetzt werden, wenn der äußere Druck des Bierbohkotts in Wegfall gekommen ist. M.t Rücksicht hierauf empfehlen wir der Kollegenschaft und den am Bierbohkott beteiligten Organisationen, diesen so lange auszusetzen, bis die Verhandlungen beendet sind. Für diesen Zeitraum brauchen nach der Ergänzungsverordnung des Reichskommissars 'ür Preisüberwachung auf Antrag der örtlichen Vereine die AuSfchankpreise Oer Wahlaufruf -er NSDAP. München, 2. März. (TU.) Die Reichsleitung der RSDAP. hat folgenden Aufruf zur Reichspräsidentenwahl erlassen: „Deutsche Männer I Deutsche Frauen! Deutsche 2uger.d! Am 13. März wird über das Schicksal der deutschen Ration entschieden, das Euer aller Schicksal ist. Rach 13 2ahren nationaler Demütigung, nach 13 2ahren unerhörter Mißwirtschaft der schwarz-roten Novemberparteien, nach 13 Zähren furchtbarer materieller und seelischer Rot ist Euch durch Ablauf der Amtsdauer des Reichspräsidenten der letzten sieben 2ahre die Möglichkeit gegeben, Euer Schicksal zu wenden. Die „Männer der Demokratie", die vorgeben das Recht des Volkes zu wahren, haben Euren am 14. September 1930 und seit dem immer wieder kundgegebenen Willen mißachtet, haben die Bildung einer starken, vom Volk getragenen Regierung der nationalen Kraft und sozialen Gerechtigkeit durch politische Winkelzüge Hintertrieben und die deutsche Freiheitsbewegung durch geistigen Terror und Unterdrückung daran gehindert, ihren Willen zu vollziehen. Run ist die Stunde der Abrechnung gekommen. Es gibt für die Rotverordner kein Ausweichen mehr. Das System des Zusammenbruches wird vor den Richterstuhl des Volkes gestellt. Am 13. März wird abgerechnet mit der schamlosen Tonzenwirtschaft der volksverräterischen Sozialdemokratie, die zu feige ist, selbst vor das Volk zu treten und sich hinter dem Rücken eines einst von ihr beschimpften Generalfeldmarschalls versteckt, weil sie den Spruch des Volkes mit Recht fürchtet. Am 13. März wird abgerechnet mit der jüdischen Pseudodemokratie, die ohne jede innere Verbundenheit mit dem deutschen Volke nur den Zweck verfolgt, durch eine vergiftende Presse die deutschen Volksgenossen und Schaffenden Deutschlands gegeneinander zu Hetzen, um sie in diesem» Zustand der Zerrissenheit und Schwäche auszu- beuten. Am 13. März wird abgerechnet mit dem scheinheiligen Zentrum und der Bayerischen Volks- Partei, die um volksfremder Ziele willen konfessionelle Zwietracht säen und auf dem besten Wege sind, die Totengräber des deutschen Volkes zu werden, wenn ihnen nicht endlich das Handwerk gelegt wird. Am 13. März wird abgerechnet mit den feigen spießbürgerlichen Geldsackpatrioten, den Trabanten und Steigbügelhaltern dieses schwarz-roten Systems, mit den wirtschaftlichen 2nteressentenhaufen und längst überfälligen Parteikadavern, die ihre national nicht zu verantwortende Existenz lediglich zu politischen Schacher- und Schiebergeschäften benutzen. Mit ihnen allen, die — um allem die Krone aufzusetzen — sich nicht gescheut haben, auf dem llm- weg über tote Ausschüsse die Kandidatur eines 85jährigen, ihnen innerlich fremden, ehrwürdigen alten Mannes vorzuschieben und den Generalfeldmarschall, statt ihm den wohlverdienten Ruhestand zu gönnen, zu einer für sein Ansehen verhängnisvollen politischen Niederlage auszunutzen, wird nun Gericht gehalten. Am 13. März, dem gleichen Tag, an dem vor zwei 2ahren Hindenburg seinen Ramen unter die von diesem System angenommenen Vounggesehe schrieb, die Rot, Hunger, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung in das deutsche Volk gebracht haben, greift das seine Lebensrechte anmeldende junge Deutschland, verkörpert in seinem Führer Adolf Hitler, nach der Macht im Staate und wird die alten, zu neuem Leben untauglichen Parteigebilde hinwegfegen. Der Führer unserer nationalsozialistischen Freiheitsbewegung, der zwölf 2ahre lang um die Seele des deutschen Volkes gerungen hat, fordert heute im Ramen dieses Volkes das System in die Schranken. Wir wissen, daß das Volk, für das er kämpft, in dieser Stunde zu ihm steht, um mit ihm für die deutsche Ration zu kämpfen und zu siegen. Die nationalsozialistische Bewegung, in dieser Stunde als Sturmkolonne um ihren Führer geschart, ruft heute das ganze deutsche Volk auf, mit ihr anzutreten, um Adolf Hitler den Weg zu bahnen an die Spitze der Ration und damit zur Führung Deutschlands in die Freiheit. Hitler, das ist die Parole aller, die an Deutschlands Wiederauferstehung glauben. Hitler ist die letzte Hoffnung derer, denen man alles nahm, Haus und Hof, Ersparnisse, Existenz, Arbeitskraft und denen nur eines blieb: der Glaube an ein gerechtes Deutschland, das seinen Volksgenossen wieder ihre Freiheit und Brot geben wird. Hitler ist für Millionen das erlösende Wort, weil sie heute verzweifeln und nur in diesem Ramen einen Weg sehen, zu neuen Wegen und neuem Schaffen. Hitler erfüllt das Vermächtnis der zwei Millionen toten Kameraden des Weltkrieges, die nicht starben für das heutige System der langsamen Vernichtung unseres Volkes, sondern für Deutschlands Zukunft. Hitler ist der seinen Feinden verhaßte Mann aus dem Volk, weil er das Volk versteht und für das Volk kämpft. Hitler, das ist der stürmische Wille der deutschen 2ugend, die inmitten eines gesunden Geschlechts nach neuer Gestaltung ringt und den Glauben an eine bessere deutsche Zukunft nicht aufgeben will und kann: und darum ist Hitler das lodernde Fanal und die Parole aller, die eine deutsche Zukunft wollen. Sie alle werden am 13. März den Männern des Systems, die ihnen Freiheit und Würde versprachen, aber Steine und Phrasen statt Brot gaben, zurufen: „Euch kennen wir zur Genüge. 2etzt sollt ihr uns kennenlernen." Hitler wird siegen, weil das Volk seinen Sieg will!" nicht gesenkt zu werden. Die Preissenkung der Brauereien bleibt dagegen bestehen. Sollten die im Gange befindlichen Verhandlungen scheitern, dann würde sich für die Verbandsleitung eine neue Situation ergeben, die es ihr zur Pflicht macht, die 2nteressen des Gewerbes mit Rachdruck weiter zu vertreten. Nachdem der Deutsche Gastwirteverband und seine nachgeordneten Verbände undOrganisationen über die Lage im Berliner Bierstreik beraten hatten, wurde in später Nachtstunde beschlossen, in Anbetracht der Erklärungen des Neichsfinanz- ministers den Berliner Bierboykott ab Donnerstag, 3. März 1932, einzustellen. Die OftoerWc zur Memelfrage Berlin, 2. März. (ERB.) 2m Auftrage der Deutschtumsverbände und der großen Ostverbände (Deutscher Schutzbund, Reichsverband der Heimattreuen Ost- und Westpreutzen, Ostbund, Bund heimattreuer Ostpreußen, Reichsbund der Danziger) überreichte der Memellandbund noch dem Herrn Reichskanzler folgende Gr- klä run g: Die bisherigen staatsrechtlichen Grundlagen für das Memelgebiet haben sich als völlig un - ?! e e i g n e t erwiesen für den Frieden im Memel- ande und für ein gutes Verhältnis zwischen Deutschland und Litauen. Litauen ist weder fähig noch willens, die zugesicherte Autonomie zu achten. Es hat die ihm übertragenen Rechte verwirkt. Eine endgültige und befriedigende Lösung ist nur zu erreichen, durch eine gänzliche Neuordnung der staatlichen Grundlagen des Memelgebietes nach dem Selbstbestimmungsrecht der Völker unter Ausschaltung Litauens. Hierzu ist notwendig eine Volksbefragung aller vollberechtigten Memelländer innerhalb und außerhalb des Memelgebietes. Die unbeeinflußte Durchführung der Befragung muß durch den Völkerbund gewährleistet werden. Wir bitten daher den Herrn Reichskanzler, den Streitfall Deutschland—Litauen über das Memel» gebiet weiter verfolgen zu wollen, ausschließlich auf Grund des §11 des Völkerbundspaktes (nach dem jedes Dun- desmitglied das Recht hat, die Aufmerksamkeit der Bundesversammlung auf jeden Umstand zu lenken, der den Frieden oder das gute Einvernehmen zwischen den Nationen zu stören droht). Wir bitten den Herrn Reichskanzler weiterhin, diesen hier vorgetragenen Ueberzeugungen, die Eigentum des ganzen deutschen Volkes sind, öffentlichen Ausdruck zu verleihen und danach zu handeln. Beruhigung in Finnland. Bor der tiqutoierunfl des Lapiopmsches. Helsingfors, 2. März. (TU.) Präsident Svinhufvud erließ Mittwochabend im Rundfunk eine ultimative Forderung an die Lappoleute, in ihre Behausungen zurückzukehren. Er sicherte den Anhängern der Bewegung, nicht aber den Führern Straffreiheit zu, falls sie dieser Forderung nachkommen. 2m anderen Falle würde er sie als Feinde betrachten und die entsprechenden Schlüsse ziehen. 2m ganzen Lande ist strenge Telefon- und Telegraphensperre verhängt, so daß die Lappoleute von der Außenwelt völlig abgeschnitten sind. Die Meldungen über einen Vo rmar sch der Lappotruppen haben sich nicht bestätigt. Die Regierungskrise, die durch den Rücktritt der Minister der Sammlungspartei drohte, ist überwunden. Die konser- vattve SammlungSparttzi hat sich anscheinend auf Druck des Staatspräsidenten bereit erklärt, weiter in der Regierung mitzuarbeiten. Der Generalstabschef O e s ch übernimmt den Posten des Dizeinnenministers. Der Abgeordnete der Sammlungspartei. Paavo- lainen übernimmt das Sozialministerium. Der bisherige Finanzminister 2 ä r v i n c n, der auch zurückgetreten war, kehrt auf seinen Po- st e n zurück. Seit llebernahme des Oberbefehls durch Präsident Sinhusvud scheint sich die Lage der Regierung wesentlich gebessert zu haben. Man rechnet in Helsingforser Regierungskreisen mit der Liquidierung des Lappounternehmens in den nächsten Tagen. Pause auf der Abrüstungskonferenz. Frankreich w U sich um die Zahlen drücken. Genf, 2. März. (WTB.) Die gestrige Abreise des italienischen Außenministers und andere Umstände deuten darauf hin, daß der Hauptausschuß der Abrüstungskonferenz in dieser Woche keine Sitzung mehr abhalten wird. Diese Unterbrechung der offiziellen Kon'erenzrrbeiten hängt nicht nur mit der außerordentlichen Völkerbunds- Versammlung zusammen, sondern auch mit der Frage, die in der gestrigen Sitzung des Büros von dem englischen Außenminister angeschnitten worden ist. Sir 2ohn Simon stellte in der liebersicht Beneschs eine große Lücke fest, nämlich das Fehlen des Diskussionspunttes: Ausfüllung der im Konventionsentwurf enthaltenen Tabellen über die Rüstungszahlen. Die Delegationen müßten aufgefordert werden, dem Generalsekretär die von ihnen für richtig gehaltenen Zahlen mitzuteilen, worauf Verhand unren üb r diese Zahlen einzusetzen hätten. Daß Simon damit nicht die bei jeder Gelegenheit betonte französische Auffassung über die Aufgaben der Abrüstungskonferenz unterstützen wollte, sondern im Gegenteil einen für die französische Gruppe sehr unbequemenVorstoß machte, ergab sich aus der anschließenden Aussprache. Dr. Brnesch erklärte, daß die Zahlen durch dieMethode bestimmt würden, und Paul - Boncour vertrat gleichfalls den Standpunkt, daß die Ausfüllung der Zählentabel en eine Fra e der Methode sei. Roch deutlicher brachte dec belgische Außenminister Hymans die Talt.k der französischen Gruppe zum Ausdruck, indem er erklärte, es handele sich um eine politische Frage, die in dem Hauptausschuß geklärt werden müsse. Nichtsdestoweniger soll bis zur nächsten Sitzung des Hauptausschusses über diese Angelegenheit unter den Delegierten verhandelt werden. Oerdeuisch-italiemscheHan-el Wirtschaftspolitische Annäherung. Rom, 2. März. (WTB.) Die zwischen der deutschen und italienischen Delegation geführten Besprechungen über einige Abänderungen des bestehenden deutsch-italienischen Handels- und Schifffahrtsvertrages vom 31. Oktober 1925 haben zum Abschluß eines Zusatzabkommens über eine Reihe konkreter Fragen geführt, das in den nächsten Tagen unterzeichnet wird. Außerdem haben die beiden Delegationen während der Derhand- lungen die Handelsbeziehungen ihrer Länder einer umfassenden Nachprüfung unterzogen. Sie sind dabei zu der Ueberzeugung gekommen, daß erfolgversprechende Möglichkeiten für eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien bestehen. Demgemäß haben die beiden Regierungen sich entschlossen, zunächst binnen kürzester Frist Besprechungen zwischen deutschen und italieni- scheu Produzenten herbeizuführen, um damit die tatsächlichen Grundlagen zu Verein- barungen zwischen den gleichartige» Wirtschaftszweigen beider Länder zu schaffen. Die beiden Regierungen sind darüber einig, daß die Ergebnisse dieser Besprechungen einen nützlichen Ausgangspunkt für künftige Verhandlungen zwischen den beiden Ländern bilden werden. Kleine politische Nachrichten. Wegen schwerer Verstöße gegen die Verordnung des Reichspräsidenten vom 28. Mürz 1931 sind die nächsten vier Rummern der in Darmstadt wöchentlich einmal erscheinenden nationalsoziättsti- schen Zeitung „Hessischer RS - Kurier" verboten worden. Diese Wochenschrift ist am 1. März d. 2. als amtliches Organ der hessischen RSDAP. zum erstenmal erschienen. • 2n einer Sitzung der größten Ortsgruppen der Wahlkreisorganisation West falen-Süd der Deutschen Volkspartei wurde fest- gestellt, daß die Mehrheit des Wahlkreif.s gewillt sei, der Deutschen Volkspartei treu z u bleiben. Die Vorsitzenden der beiden größten Ortsgruppen, Dortmund und Bochum, die beide zusammen über 10 000 eing^dniebene Mitglieder umfassen, haben den Spitzenkandidaten des Wahlkreises, Reichstagsabgeordneten Winnefeld, gebeten, vorläufig den Vorsitz im Wahlkreis zu übernehmen. * Vor dem Kattowiher Landgericht wurde gegen den Kattowiher deutschen Kaufmann A a s n e r verhandelt, dem zur Last gelegt wurde, Spionage für Deutschland getrieben zu haben. Der Prozeß hat größtes Aufsehen erregt, weil Rasner sich politisch bisher nicht betätigt hatte und einer der am längsten eingesessenen und angesehensten Kattowiher Kaufleute ist. Der Prozeß endete mit dem F r e i s p r u ch des Angeklagten, da sich die gegen Rasner erhobenen Vorwürfe als völlig haltlos erwiesen. » David Zahne Hill, ehemaliger amerikanischer Botschafter in Berlin, ist im Alter von 82 Zähren gestorben. Hill war von 1903 bis 1905 Gesandter in der Schweiz, 1908 bis 1911 Botschafter in Berlin. Hill, der als Autorität auf dem Gebiet des Völkerrechtes galt,-schrieb eine Reihe historisch-politischer Werke. Aus alle* Wett. Gefängnis für Slratzenmaler. 3n der Nacht auf Mittwoch wurden in Darmstadt an zahlreichen Stellen Fußsteige, Mauern und Tore mit Inschriften versehen. Vor dem Hause des Innenministers Leuschner wurde auf dem Fußsteig ein riesiges Hakenkreuz aufgemalt mit der Inschrift „Nieder mit dem Hund! Wählt Hitler!" Aehnliche Inschriften finden sich auch vor dem Landtagsgebäude und an anderen verkehrsreichen ©teilen. Die Inschriften sind mit weißer Oelfarbe her- gestellt und teilweise mit einer Schablone au sae führt. Der Polizei gelang es bereits in der Nacht, zwei Täter mit ihrem Handwerkszeug festzunehmen. Sie wurden sofort demSchnell- richter vorgeführt. Der Richter betonte, daß gegen diesen Unfug mit aller Schärfe eingeschritten werden würde, und daß nur Gefängnis st rase die nötige Wirkung haben könnte. Die beiden mürben zu j e zehn Tagen Gefängnis verurteilt. Strafanträge im Schultheiß-Prozetz. Zm Schultheihprozeh stellte Oberstaatsanwalt Sturm folgende Strafanträge gegen das frühere Generaldirektorium des Schultheiß-Konzerns: Gegen Katzen- ellenbogen wurde wegen Bilanzverschleierung, Untreue und Prospektbetrugs 1 Zahr 6 Monate Gefängnis und 50 000 Mk. Geldstrafe, gegen den Angeklagten Penzlin wegen Bilanzverschleierung und Prospektbetrugs sieben Monate Gefängnis und 20000 Mk. Geldstrafe beantragt. Gegen die Mitangeklagten wurde wegen Bilanzverschleierung beantragt: gegen Dr. Sobernheim 4 Monate Gefängnis und 10 000 Mk. Geldstrafe, gegen Kuhlmey 2 Monate Gefängnis und 10 000 Mk., und gegen Funke 20 000 Mk. Geldstrafe. Lindbergh soll 50 000 Dollar Lösegeld zahlen. Oberst Lindbergh erhielt die Mitteilung, daß für seinKind 50 000DollarL5se- aeld gefordert werden. Die C tern des Kindes sind bereit, diese Zahlung zu leisten. Der Staat Rew Zersey hat eine Belohnung von 10 000 Dollar für die Ergreifung der Räuber ausgesetzt. Präsident Hoover hat in Washington mit dem Generalstaatsanwalt über die Entführung des Kindes Lindbergh beraten. Auf einer an Lindbergh gerichteten Postkarte wurde Lindbergh in Druckbuchstaben mitaeteilt, daß sein Kind g e s u r d und wohlbehalten sei. Lindbergh werde noch besondere Anwei f ungen erhalten, nach denen er sich zu richten habe. Wettervoraussage. 2m allgemeinen hat in der Luftdruckverteilung seit gestern keine Verschiebung stattgefunden. Das Hoch im Osten zieht langsam ab und durch das Tief über Spanien hat auch über Deutschland langsamer Barometerfall eingesetzt. Es wird vorerst noch keine Aenderung der Wetterlage stattfinden, denn immer noch liegen wir im Bereich mehr konttnentaler Lust. Rachts treten leichte Fröste auf, zumal durch Aufklaren die Ausstrahlung gefördert wird. Aussichten für Freitag: Temperaturen nachts noch unter Rull, am Tage mild, wolkig mit Aufheiterung, trocken. Aussichten für Samstag: Noch wenig Aenderung der Wetterlage. Lufttemperaturen. Am 2. März: mittags 5,2 Grad Celsius; abends: minus 2,0 Grad. Am 3. März: morgens minus 5,3 Grad. Maximum 6,4 Grad, Minimum minus 6,0 Grad. Sonnenscheindauer 7J4 Stunden. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe. Am 2. März: abends minus 0,6 Grad; am 3. März: morgens minus 0,8 Grad Celsius. Amtliche Mntersportnachrichten. Vogelsberg Hoherodskops:B wölkt, — 6 Grad, im Walde 15 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit im Walde stellenweise. Schwarzwald, Feldberg: Dew lkt, — 2 Grad 35 Zentimeter Pulverschnee, Sportm. glich- kett gut. Rlpen^ Garmisch - Partenkirchent Klar, — 1 Grad, 15 Zentimeter Firnschnee» Sport- 8 Möglichkeit gut. jger amerikanische Üer dvn 82 Jahren n« 1905 Gesandter Botschafter in ’M aus dem Te- -schrieb eine Arche wurde gegen °M° Ha” ' durde, Spt" 3uf|l^e" iu Aussehen erregt » W betätigt Jl Der ?/uch de« An. erwiesen. ^unAch, lheih-prozeh. e Oberstaat-aiDÄ .ge gegen bat ektorium btt : Gegen Katzen» n Alanzverschieik- betrug« 1 Jahr S d 50000 M Geld» i Penzlin wegen rvsvektbctrugS sie- i s und 20000 21k. die Mitangeklagten rung beanttagt: gej Monate.Sesangnir gegen Kuhlmeh 000 Ml. und gegen se. rt Lösegeld i-hlen- PH die Mitteilung, 'OSollarLöle- Stern deSK>n- »u leisten. Ter Staat uni von lOWM Räuber ausgesetzt. Washington mit Sem S WM d! Mhlt Hitler!' auch vor dem Land- >erkehrsreichen Ctel-- reißer velfarbe her- ncr Schablone elang cs bereits in em Handwerkszeug rt bemSdjntll- linier bttonit, bafc )ärfe eingeschritten e. M btftnn w tfängnii ver« i’Ä f“*1; icr ;m9,3ercKb ^en w>r ,^chte isstfs** B Lage mw Grad. “m64 Arad. MoM^scheindüU'l d. SannE I e|, ffSÄS*** ifiui. 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Der Reichsbahnsekretär Georg Schütz, wohnhaft in Grünberg und beschäftigt bei der Stcrtionskasfe in Gießen, kann heute auf feine 2bjährige Tätigkeit bei der Reichsbahn zurückblicken. Der Vorsteher der Stationskasse, Kassen- Oberinspektor Krautwurst. übermittelte dem verdienten Beamten ein Glückwunschschreiben der Reich-bahnverwa.tung. Don den Äol.cgen wurde» dem Jubilar zahlreiche Shrungen zuteil. * .PiL Einschluß an den Pferdemarkt wird am 1 7. März die (Siebener Pferdemark t- lotterte veranstaltet. 3m Vergleich zu früheren Lotterien bringt die bevorstehende Ziehung eine wesentliche Erhöhung der Gewinne. Während im Frühjahr vorigen Jahres 3Z4 und im Herbst vorigen Jahres 547 Gewinne ausgesetzt waren, Gewinnauszug 6- Klasse 38. Preußisch-Süddeutsche (264. Preuß.) Staats. Lotterie Uber alle deutschen Sender Zürn ersten Male Sanne und Ella” die vorbildlichen Hausfr 34 Beto’i'i'f >u 2000 M. 181368 184826 185771 Stimmrecht sichern! Wie bei jeder politischen Wahl, so dürfen auch bei der Relchspräsidentenwahl am 13. TTlätj nur dle Personen über 20 Zähre wählen, deren Namen in der Wählerliste verzeichnet sind. Zur Sicherung de» Stimmrechte» ist e» erforderlich, daß alle rechtzeitig die Wählerliste einsehen! Die Wählerliste liegt in Gießen von Donnerstag. Z.rNärz, bi» einschl. Sonntag, 6.März, werktags von 8 bis 13 Uhr und von 15 bi» 18 Uhr. am Sonntag, 6.Mir,, von 9 bis 13 Uhr, im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer 13, zu jedermanns Einsicht offen. Von Millionen Hausfrauen bevorzugt! ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 2JL gezogen In ganz Deutschland werden Freitag vormittag die Frauen aufhorchen. Im Radio belauscht man zum ersten Male „Sanne und Ella“, die vorbildlichen Hausfrauen. Sie verraten praktische Winke, Rezepte für zeitgemäßes Wirtschaften, kurz: Dinge, die jede tüchtige Hausfrau gerne noch dazulernt. Dabei geht es so interessant und lebendig zu, daß Sie glauben, selbst dabei zu sein. Lassen Sie sich dieses Ereignis nicht entgehen; Sie hören „Sanne und Ella“ jeden Freitag vormittag. Und wenn Sie fleißig mithören, kann es nur Ihr Gewinn“ sein • • • 4 •tsinn« au 5000 Bl. 204299 274328 18 ,u 3000 QJL 13756 179626 203773 230140 305900 317282 335097 350-83 368855 42 ettrmnf iu 2000 in. 35229 53656 61967 62071 72773 117815 118353 119677 173537 179384 187959 191613 261557 281942 273904 298736 329804 330486 334258 362059 380225 118 »ttrirn, JU 1000 Ui. 4428 7355 7569 8291 24722 28209 71217 72334 83191 86578 86883 103904 112705 ------ ------ ------ ------ 10 '000 M. 814 9752 16384 19330 87652 ^E??^3 54144 68403 77096 80286 82333 . Erlenfcheitcr 5.00 Mk.. Duchenknüppel 7.80 Mk.. Kiefernknüppel 6.00 Mk.. Erlenknüppel AOA m7' Fichtenknüppel 4.00 Mk., Sicfcmftödc Buchenwellen 2. Kl. per 100 Wellen 14,00 Mk . Eichenwellen 2. Kl. 12.00 Mk., Kiefern- wellen 2. Kl. 11,00 Mk., Fichtenwellen 2 Kl. 10.00 Mk., Fichtenderbstangen 1. Kl. per Stück 1,20 Mk. 2. Kl. 1,00 Mk. Fichtenreisstangen 4. Kl. 0.20 Mk.. 5. Kl. 0.15 Mk., 6. Kl. 0.12 Mark. FichtenreiS-Bohnenstangen 7. Kl. per 100 Stück 7.00 Mt, 8. Kl. 5.20 Mk. -.1.42,",n‘ ’u 6°0 ®f 2459 10538 20349 21767 21^40 27370 32548 39023 42469 66110 82048 84588 93413 94604 96817 98606 102142 112427 128777 128991 133814 ------ " NIVEA. ,CHEME »artig auch da» von der Gemeinde Staufenberg für die Gießener Winternothilfe in anerkennenswerter Weise geschenkweise hergegebene Windbruch. Holz mit Fuhrwerken hierher schafft —, in den bisher noch nicht besuchten Straßen erscheinen, um die Spenden an alten Kleidern durch freiwillige Helfer de» Iungdeutschen Ordens und der Techni'chcn Nothilfe abholen zu lassen und zur Sammelstelle im Wohlfahrtsamt zu fahren. Da die Kleidernot der noch nicht versorgten Familien groß ist, werden die Hausfrauen gebeten, die Vestände an allen Kleidern eingehend zu sichten und alle entbehrlichen und brauchbaren Sachen zur Abholung bereilzulegen. Wenn das bekannte Trompetensignol zum Sammeln ertönt, wolle man zur raschen Abwicklung der Fahrten die Spenden, möglichst gebündelt oder eingcpackt, an die Haustur bringen, oder aber an der Korridortür bereitlegen und den Helfern durch 3uruf oder dgl. zu erkennen geben, daß spenden abzuholen sind. Hoffentlich wird auch die nächste Sammlung ein allgemein befriedigendes Ergebnis bringen. ' Eine Achtzigjährig e. Frau Fan Beith Wwe., wohnhaft Steinstroße 9, begeht morgigen Freitag bei guter geistiger und körperlicher Gesundheit ihren 80. Geburtstag. Städtische Brennhvlzversteige» rungen. Rus den Waldungen der Stadt Gießen (Försterei Gießens wurden bei den beiden jüngsten Drennholzverst ei gerungen im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Buchenscheiter 1. Klasse per Raummeter 11,20 Mt. Hainbuchenscheiter 9.80 Mt, Kicfcrnscheitcr 1. Kl. 7.00 Mk., 2. Kl. Ä *" Fichtenscheiter 1. Kl. 5.40 Mt. 2. Kl. 25 bis 30; Honig 40 biS 50; junge Hähne 90 bis 1.00; Suppenhühner 80 bis 90; Rüsse 35 biS 40- Tauben Stück 60 bis 70; Käse 5 bis 10; Gier 8; Dlumenkohl 30 bis 70; Salat 25 bis 30; Sn- divien 15 bis 30; Ober-Kohlrabi 8 bis 10 Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 biS 40; Kartoffeln Zentner 3,00 bis 3.50; Weißkraut 6,00 bis 6.50; Wirsing 12.00 bis 15,00; Rotkraut 6.00 biS 10.00 Mt vornotizen. „— Tageskalender für Donnerstag: Unwersitatsaula 20.15 Uhr, Sinfonie-Konzert der Gießener Militärkapelle unter Obermusikmeistcr «£au6e zum Besten der Winternothilse. — N«DAP., Eafs Leib, 20 Uhr, nationalsozialistische Versammlung. — Bund der Lohnfreunde, Hotel Hopseld, Monatsoersammlung, 20.30 Uhr. — Lcht- Bahnhofstraße: „Der weiße Rausch"; 22.45 Uhr: „Strafbare Ehen". — Astoria-Lichtspicle, Seltersweg: „Banditenlied". “ 2lus dem Stadttheaterburcau wird uns geschrieben: Morgen, Freitag. 4. März Wiederholung des deutschen Märchens von Carl Zuckmaycr „Der Hauptmann von Köpenick'. Die vom Intendanten Dr. Rolf P rasch geleitete Inszenierung wurde aller szenischen Schwierig- ketten Herr, so daß das Werk in einer den grollten Bühnen gegenüber ungekürzten Form gespielt werden konnte. Der Veifall, den jedes der 18 Bilder fand, rechtfertigte diesen Willen des Spielleiters. 3n der Titelrolle Peter Fas - sott. In den übrigen Rollen das gesamte Ensemble des StadttheaterS unter Hinzuziehung zahlreicher Statisten. Beginn: 19.30 tlhr, Ende: uach 23 Uhr. Die Aufführung findet als 21. Vor- 'tellung im Freitagabonnement statt. — Samstag. 5. März. Schülervorstellung von Schillers „Wilhelm Tell". Ende: 18 tlhr. Spielleitung: Peter F a s s o t t. — Bündischer Singabend. Der Horst Gießen des Deutschen Pfadfinderbundes veranstaltet am Samstag. 5. März, einen Bündi- schen Singabend in der Reuen Aula der Universität. Es gelangen altdeutsche Lied c aus fünf Jahrhunderten zum Vortrag, die einen Einblick in den Reichtum des Schatzes unserer alten Volkslieder geben sollen. Geistliche Volkslieder, Reiter- und Landsknechtslieder aus dem 16. Jahrhundert, Sonnwendlieder und fröhliche dreistimmige Kanons werden die Gäste unterhalten. Die Lieder werden zum Teil in ihren ursprünglichsten Formen, in drei- und vierstimmigen Sätzen geboten, die meist auch aus der Zeit der Entstehung der Lieder stammen. (Siehe heutige Anzeige.) — Die Stahlhelm-Ortsgruppe Gießen veranstaltet am Mittwoch, 9. März, im Cafe Leib eine Wahlversammlung, in der der Landtagsabgeordnete Steuer, Kassel, und der Sozialreferent beim Stahlhelmbundesamt, Burghard, Magdeburg, sprechen werden. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. sind für die Ziehung am 17. März 817 Gewinne vorgesehen. Davon find vier Hauptgewinne (ein Gespann Pferde, ferner zwei Pferde und ein Fohlen), 58 Warengewinne im Werte von 100 bis zu 10 Mark, alles übrige sind Dargeldgewinne im Einzelbetrage von 5 bis zu 2 Mark, also mindestens das Doppelte des Lospreiscs. Die Gewinne an Pferden werden auf Wunsch mit 80 v. H. des Gewinnwertes in bar ausgezahlt. 3m Gegensatz zu früheren Ziehungen ist diesmal, um den Wünschen des Publikums Rechnung zu tragen, die Anzahl der Warengewinne eingeschränkt und dafür die Anzahl der Dar- geldgewinne bedeutend erhöht worden. Wie man hört, ist die Rachfrage nach den Losen bereits sehr stark. Man beachte die gestrige Anzeige. Wahlscheine rechtzeit g besorgen. Wer sich am Wahltag, 13. März, auf Reisen befindet, muh sich rechtzeitig von der Gemeindebehörde seines Wohnortes einen Wahlschein ausstellen lassen. Kosten entstehen nicht. Besonders tvichtig ist die Ausstellung von Wahlscheinen für das Personal der Reichsbahn, der Reichspost und aller Verkehr-Unternehmungen, deren Personal sich am Wahltage außerhalb des Wohnortes befindet. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 3. März. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund 90; Süßrahmbutter 1,30; Landbutter 1,10; Matte 25 bis 30; Wirsing 10 bis 20; Weißkraut 10 bis 12; Rotkraut 10 bis 15; gelbe Rüben 10 biS 12- rote Rüben 10 bis 12; Spinat 25 bis 30; Unter- Kohlrabi 6 bis 8; Grünkohl 15 bis 20; Rosenkohl 25 biS 30; Feldsalat 1,00 bis 1,20; Tomaten 50 bis 70; Zwiebeln 18 biS 20; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 25 bis 35; Kartoffeln 4; 2lepfel 8 bis 15; Birnen 10 bis 12; Dörrobst Sei der kürzlich veranstalteten Sammlung von alten Kleidungsstücken für die Zwecke der Dinternothtlfe kam schon aus der Hälfte der Bürgerschaft eine so große Menge von Kleidungsstücken zusammen, daß im Hinblick auf den Mangel an Raum zur Sichtung und Bearbeitung des Materials im Wohlfahrtsamt die Sammlung nach dem Besuche der halben Stadt abgebrochen werden mußte. Aus dem damals ge. sammelten Dorrat konnten erfreulicherweise 223 hilfsbedürftige Familien reichlich und für längere Zeit mit Kleidungsstücken der verschiedensten Art versorgt n>,r^e.n- Avm 300 Familien sind aber noch auf diese Art der Hilfeleistung dringend angewiesen, da es bei ihnen mit der Kleider, und Wäschever- forgung sehr schlecht bestellt ist. Um nun auch diesen oamil.en die erforderliche Kleiderhilfe zu bringen, 1° m “leiberfammlung am kommen- Öen Mo ntag fortgesetzt werden. Es werden wieder Fuhrwerke der R e i ch s w e h r , die sich erneut in dankenswerter Weife für diese Arbeit zur Verfügung gestellt hat - bei dieser Gelegenheit fei nebenbei bemerkt, daß die Reichswehr gegen» Aus öer Drovinziatbauvtstadt Dießen, den 3.März 1932. Ordentliche Fußpflege. Äon Dr. med Kiebig. Keinem anderen Körperteil werden so viel Lei- siungen zugemutet, wie den Füßen. Aber gerade die Füße werden von den meisten Menschen stiefmütterlich behandelt. Das rächt sich oft bitter. Rur ein gepflegter Fuß bleibt auf die Dauer gesund. Man muß die Füße täglich waschen. Westen Füße durch vieles Gehen und Stehen besonders angestrengt werden, der nehme dreimal in der Woche am Abend ein heißes Fußbad, so heiß, wie er cs vertragen kann. Dem Wasser sollen ein tauben- cigroße- Stück Soda und zwei Eßlössel Pottasche zugesetzt sein. DaS Bad soll drei Minuten dauern. Am Morgen badet man die Füße wieder in kaltem Wasser. ES gibt auch gute fertig käufliche Zusätze für Fußbäder. Druckschwielen und Hühneraugen entstehen durch zu enge und zu weite Schuhe. Die fertigen Spezialmittel und warme erweichende Seifenbäder haben sich gut bewährt. An den Hühneraugen nicht selbst herum schneiden! Sehr leicht können sonst Entzündungen und Blutvergiftungen entstehen. Auch daS Aetzen mit chemischen Mitteln darf man nicht selbst vornehmen. Hartnäckige Hühneraugen muß der Arzt behandeln. Am besten ist es aber, man trägt gut passende Schuhe. Uebertriebene Eitelkeit, aber auch zu große Bequemlichkeit können hier böse Svlaen haben. Äe Zehennägel müssen regelmäßig geschnitten werden, und -war viereckig, nicht rund Cin» gewachsene Rägel — besonders häufig an der großen Zehe — müssen sorgfältig beachtet werden. Durch Einschieben von etwas Watte oder Mull zwischen Ragelrand und Ragelpsalz kann eS gelingen, daS Wachstum des RagelS wieder zu regulieren. Fußschweiß erfordert tägliches Baden der Füße mit einem Zusatz von Ammoniak, der Gerüche vertreibt. Waschungen mit verdünntem Essig, mit dünnen Forrnalinlösungen, essigsaurer Tonerde, besonders heiße Fußbäder in Tonerdelösung sind weitere DekämpfungSrnittel. Rach Bade die Füße mit einer mittelstarken Bürste tüchtig bearbeiten und gut einpudern auch zwischen den Zehen. Tägliches Wechseln der Strümpfe und häufiges Wechseln der Schuhe ist erforderlich. Möglichst auch im Sommer wollene Strümpfe tragen (es gibt ganz feine Wolle) und Nie zu enge Schuhe. An Platt- oder Senkfuß leiden sehr viele Menschen. DaS beste Mittel, um einer weiteren Senkung und Schmerzen vorzubeugen, ist die Einlage. Bei der Auswahl muß man sich vom Fachmann beraten lassen. 3n schwierigen Fällen gehe man zum Arzt (Ortho- päden). Wer zu starke Fesseln und Füße hat. massiere seine Füße täglich morgens nach dem Aufstehen. Langsam aber kräftig aufdrückend, streicht man mit Daumen und Zeigefinger von den Knöcheln nach oben. Rach der Massage die Festeln kalt abreiben, oder bürsten. Dann knetet man die Fußsohle mit der geballten Faust ordentlich durch und bandagiert nun die dicken Stellen. Ein feuchtes Tuch (tüchtig ausgewrungen) wird um die Fesseln, eines um die Fuhmitte (Sohle und Spann) gelegt. Dann umwickelt man beide Stellen mit Mull fest, aber nicht zu dick, und zieht die Strümpfe über. Da- Gehen und Stehen fällt nun viel leichter. Der Verband bleibt so lange wie möglich. Bei Frostbeulen, die besonders bei Witterungswechsel sehr jucken, muh man Wechselbäder nehmen, um die Blutgefäße, die bei Kälte erlahmen. gleich'am einzuererzieren. damit sie sich auf jeden Kälte- oder Wärmereiz entsprechend erweitern oder entsprechend verengen. Auch Massage, Einreibungen mit Kampferwein, Alkohol helfen. S'e’S bequeme Schuhe tragen! Frostbeulen sehen sich meist an Druckstellen fest. Wenn die bekannten Mittel nicht helfen, gehe man zum Hautarzt. Bei Kindern, die zum Senkfuß neigen, halten ghmnastische Hebungen der Fuhmuskulatur. die frühzeittg, regelmäßig und unter fachmännischer Anleitung vorgenommen werden, tatsächlich die Entwicklung des Plattfüße- auf und bessern Beschwerden. pferdemarki. — pferöemarfffofferie. Der Frühjahrs-Pferdcmarkt in Gießen wird am Mittwoch, 16.März, auf den städtischen Marktanlagen an der Rodheimer Straße stattfinden. Mit dem Pferde- und Fohlenmarkt wird eine Prämiierung verbunden sein, für die über 2000 Mark als Preise zur Verfügung stehen. 133859 164253 233624 263061 311044 829334 86741B 220 0’»rinne »» 500 ®(. 47t0 7448" 12947 "15051 22765 28531 29215 31652 32312 36132 36991 38326 44427 49o21 53461 57771 58500 69990 64875 70356 74083 75244 75562 76901 77778 80075 85883 86946 90909 92481 93014 96712 102532 106636 ------ 111878 118429 ------ ------ ------ orr(Xittag>'- i® »ads0" 6 »etoinnt »u 6000 M. 73457 290684 342378 n-»1.3„®e,°Ä'“,3000 66508 90403 156078 237647 263067 291710 309778 366671 379272 ----- 15873 133335 ------ Aus jede gezogene Nummer sink» zwei gleich Hede Gewinne gefallen, und »war je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Ablrilunien I und II 19. Ziehungstag 1. März 1932 3n der heutigen Vormittaasziebung wurden Gewinne über 4U0 M. gezogen 2 »«8>tnnt 10000 M. 154974 aRAcMaae •* Ncwack billige M W^wfcGießen, Seltersweg 81 nos* Astoria-Lichtspiele Heute bis Sonntag einschließlich: , BANDITENLIED Im Beiprogramm: 1717 C Die Braut aus der Bar • Ufa-Ton-Woche 01347 Vereine 1702V 01360 Junge Schnittbohnen */i Dose 54, 47 1705V streifen vorhanden. 1 54 1.05 Auch alle anderen Sorten im Preise stark ermäßigt. 1707 a| 7» Rückvergütung 49 78 66 60 68 36 62 68 58 Hauptrollen: Olga Tschechowa Walter Hila Mirabellen Ananas .... Der Bedarf an: 1. Fleisch- und Wurstwarent Gemischtes Gemüse Brechspargel........... Stangenspargel....... Spinat....................... Pfifferlinge............... Tomatenmark ......... ßeschäftsdrucksachen Rechnungen Brlefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl. Schulstraße I Dose 7n 1-W *4 Dose va°nn 1.35 ........Vi Dose 62 ......V. Dose 1.10 .. 2'/,g Dosen 26 Grüningen, Duisburg, den 2. März 1932. Die Beerdigung findet Freitag, den 4. März, nachmittags 2 Uhr statt. 1721 D Gießen (Am Steg 1), Essen (Ruhr), Wattenscheid, Mühlheim, Styrum, den 3. März 1932. Die Trauerfeier findet statt: Freitag, den 4. März, nachmittags 3 % Uhr auf dem Neuen Friedhof. rr Freitag Ä Ä Samstag ®«rie ai Haustochter In Kranken- u. Kinderpflege sehr erf. Eintr. kann sof. erf. Schriftl.Angeb.unt. 01358 a. d. G. Anz. miiiium 4. III., 20 Uhr: B.-R. 20'/. Uhn irotD Die trauernden Hinterbliebenen -. Familie Christian Louis Engel Ww. Familie Wilhelm Heinridi Bender Familie Wilhelm Gilbert Ww. Familie Heinrich Grasmeher ......1.20 V* Dose 50 Samstag, 5. März Vereinsabend im CafO Ebel. itmD SurMrlsk-verein oon 1861 m. Bnmenaöteil. e. v.. ©lesen. Dienstag abend 8 Uhr verschied sanft nach kurzer Krankheit plötzlich unsere treubesorgte liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Kusine und Tante Frau Marg. Niepoth geb. Fuchs im Alter von 64 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. | Mietgesuche | 4-S-Zimmer- Wohnung mit Bad in Gienen sofort gesucht. Ang. mit Preis an 01350 Reichsbahnoberinspekt Fritz Schardt in Limburg (Lahn) Güterabfertigung. MMS per 1. Avril 1932 im Südviertel zu vermieten. Herr!., ruh.Lage.8Zim., Nebenräume, Bad Zentralhzg. Mietpreis 150 Mk. per Monat. Schr. Angebote unt. 1700V an den Gieß. Auz. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Wilhelm Gilberi H. Allermeister im fast vollendeten 88. Lebensjahre nach kurzem Leiden in ein besseres Jenseits abgerufen wurde. tMes-yell-MWWuWl (Siegen. MTV. Sonnlag, den 6. 3. 33, Wanderung Badenburg - Karls» ruhe. Abm.'/,2 Uhr, Lahnbrücke. meo Der Wanderwart. Am 1. März verstarb zu Gießen unerwartet am Herzschlag mein lieber Bruder, unser lieber Schwager und Onkel HauDlmann a.D. Kurt Koettschau im 63. Lebensjahre. Oberst a. D. Hans Koettschau Frau Mathilde Koettschau, geb. Kempff Sophie Koettschau Gerda Koettschau Hans-Ludwig Koettschau. Gießen, Bad-Nauheim, den 3. März 1932. Die Einäscherung findet am Freitag, dem 4. März, 2 Uhr nachmittags, in der Neuen Friedhofskapelle statt. Stafllsjooöen uuö Mereieu. Die beiden Jorffämter Grünberg und TUeder-Ohmen (Sitz Grünberg) verpachten am Samstag, dem 19. März, nachmittags 1% Uhr, im Hotel „Zum wilden Mann", Grünberg, nachverzeichnete Waldjagden und Fischereien auf 12 Jahre: Forslamtsbczirk Grünberg. 1. Jagdbezirk I (Förstereien Reinhards- hain, westlicher Teil, und Saasen) in den Gemarkungen Geilshausen, Rein- hardshain, Saasen und Winnerod = 692 Hektar, und zwar in zwei Teilen, getrennt durch die Gießener Straße. 2. Jagdbezirk III (Försterei Reiphards- hain, östlicher Teil) in den Gemarkungen Beltershain, Reinhardshain und Lumda - 207 Hektar. Im Südosten Feldschutz- Strafbare Ehen Ein Film,, der ergreift, erschüttert, mitreißt von Anfang bis zu Ende, der eindringt in die letzten Tiefen menschlichen Empfindens. ™®n8Chen werden gebeten, lieh diesen Film sittlichen Inhalts anzusehen. Das Material zu diesem einzigartigen Filmwerk wurde einer wahren Begebenheit entnommen. Gewöhnliche Preise Mk. 0.60 bis Mk. 1.50 -- 1684 C Stadttheater Gießen. tfl01D Freitag, 4. März 19.30 bti n. 23 Uh« 21. Vorstellung im Freitag • Abonnem. Gewöhnliche Preise Der Hauptmann von Köpenick Ein deutsch. Märch, von Carl Zuckrnaye* Berufstät. Dame s. 3-gimmer- Wohnung in ruhigem Hause. Schriftl.Angeb.unt. 01342 a.d.GH. Anz. SM: 3imm. und Küche per bald. Schriftl.Angeb.unt. 01353 a. d. G. Anz. | Stellenangebote | Schreiner der das Beizen und Polieren v. Möbeln in seiner Werkstatt übernimmt, gesucht. Schriftl.Angeb.unt. 01341 a. d.GH.Anz. Vergebung. Für das £anbgerid)(sgefängnis zu Gie- ßen soll für die Zeit vom 1. April 1932 bis 31. März 1933 der Bedarf an: 1. Fleisch-, Wurst- und Fettwaren; 2. Milch; 1712V 3. Brot; 4. an sonstigen Berzehrungsgeaenständen (Del, Essig, Zucker, Kaffee, Reis, Erbsen, Linsen, Bohnen, Butter, Käse, Seefische usw.); 5. Reinigungsmaterialien (Seife, Seifenpulver, Soda usw.) im Verdingungswege vergeben werden. Weiter werden an den Meistbietenden die in dieser Anstalt anfallenden Küchenabfälle vergeben. Verschlossene Angebote und Gebote sind kostenfrei bis zum Eröffnungstermin Freitag, den 18. Mar, 1932, vormittags 11 Uhr, auf der Geschäftsstelle der Staatsanwaltschaft dahier, Altes Justizgebäude, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 9, niederzulegen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893, das Derdingungswesen betr., enthaltenen allgemeinen und den von dem i Unterzeichneten aufgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Geschäftsstelle eingesehen und ge£en Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden können. Für die Angebote dürfen nur vorgeschriebene Angebotsformulare, die gegen Kostenerstattung von unserer Geschäftsstelle bezogen werden können, verwendet werden. Der Zuschlag bleibt 8 Tage vorbehalten. Gießen, den l.März 1932. Der Oberstaatsanwalt am Landgericht der Provinz Dberhessen. 2. Milch; 3. Backwaren (Brot usw.). Die Anstalt behält sich vor, diese Lieferungen evtl, auf 2 Jahre zu vergeben; 4. an sonstigen Verzehrungsgegenständen (Del, Essig, Zucker, Malzkaffee, Reis, Erbsen, Linsen, Bohnen, Butter, Handkäse, Margarine, Marmelade usw.); 5. Reinigungsmaterialien (Seifenflocken, Soda, Kernseife, Bohnerwachs (gelb) usw., Schmierseife) oll im Wege des öffentlichen Anerbietens ür das 1. Vierteljahr des Rechnungsjahres 1932 vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen am 8. und 9. März 1932, vormittags 8 bis 12 Uhr, bei uns offen. Die Angebotsformulare können gegen Erstattung der Selbstkosten von uns bezogen werden. Angebote sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift: „Angebot zu der am 1. März 1932 ausgeschriebenen Lieferung" bis zum Eröffnungstermin:7Nontag, dem 14. März 1932, vormittags 10 Uhr, hier- her einzureichen. In den Angeboten sind die Bedingungen anzuerkennen. Die einzureichenden Warenmuster müs- sen getrennt von den Angeboten vervackt und mit der Aufschrift: „Muster zum Ausschreiben vom 1. März 1932" versehen sein. Gießen, den 1. März 1932. Die Direktion der Landes-Heil- u. Pflegeanstall Gießen. Der erste Farben-Ton- und Sprechfilm mit den schönsten Farbenaufnahmen, die Sie je gesehen haben. Musik von Franz Lehar • Regie: Lionel. Barrgroore Haustochter nicht unt. 17 Jahr., die sich in all. Zweigen d. Haush. u. im Nähen ausbild.will, für tagsüb. gesucht. Schriftl.Angeb.unt. 01343 a.d.Gh.Anz. [Stellengesuche) Aelteres Mädchen ».Lande,sucht Stell, auch nach ausw., in klein., ruh. Haush. Schriftl.Angeb.unt. 01349 and.G.Anz. Suche für m.Tocht. (20 <) .) in all. 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Drd.-Rr. 1 und 2 durch das Forstamt Grünberg, über Drd.-Rr. 3 bis 8 durch das Forstamt Nieder-Dhmen. Unbekannte Pachtliebhaber wollen sich vor dem Termin bei uns ausweisen. Gründera (Hessen), am 1. März 1932. 3*21.1 Eckstein, Dberforstmeister. SUBH Filialen In allen Stadtteilen. Junge Brechbohnen I................ Stangen-Schnittbohnen -.......... Gemüse-Erbsen..................... Junge Erbsen............................. Gemüse-Erbsen mit Karotten............ Junge Erbsen mit Karotten...... Karotten geschnitten....................... Haushalt-Mischung aus getr. Erbsen, frischen geschnittenen Karotten mit Beilage von Spargeln und getr. Morcheln.......... Pflaumen süb mit stein Erdbeeren............. 3-ZiDiöier-WoliD. mit Veranda und Balkon, Küche usw., zuml.Avrilz.verm. Sehr ruhige Lage, Nähe Univ. 9cäb. zu ersr. Bloltkestr. 18 I. Schön möbliertes Wohn- 0. 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Zn dem Leitaufsatz im „Gießener Anzeiger" vom 27. o. M. wird der ehrlich gemeinte Versuch gemacht, die Grenzen für den Kampf um den neuen Reichspräsidenten so abzuslecken, daß ein ritterlicher Kamps ermöglicht wird. Da aber die Einstellung des Verfassers für die Kandidatur Hindenburg deutlich hervortritt — woraus ihm kein Vorwurf gemacht werden soll — so erfordert es wohl die Unparteilichkeit, daß seine Ausführungen an dieser Ltelle eine Ergänzung vom Standpunkt der nationalen Opposition erfahren. In dem Aufsatz, wie überhaupt in der Agitation für die Kandidatur Hindenburg, wird viel von dem „Treuoerhältnis" gesprochen, das zwischen dem deutschen Volk und dem jetzigen Reichspräsidenten bestehe. In der Politik ober entscheidet allein dos Wohl des Vaterlandes, keine persönlichen Rück- sichten, auch nicht dem verehrtestcn Manne gegen- über. In jedem anderen Land gilt das als ganz selbstverständlich. Als der alte Elemenceau, der sich vom französischen Standpunkt gesehen, um jein Land die grüßten Verdienste erworben hatte, mrht nuljr als der rechte Mann angesehen wurde, lieh man ihn glatt fallen und ersetzte ihn durch einen anderen. Das Hot ihn gar nicht einmal erbittert, <*r ging gleich darauf nach Amerika, um dort für fein Land zu wirken. Die nationale Opposition hält dem Feld marsch all von Hindenburg nach wie vor die Treue und wir sind überzeugt, wenn ihm heute wegen seiner Verdienste im Weltkrieg ein Denkmal gesetzt oder irgendeine andere persönliche Ehrung bereitet werden sollte, keiner aus der nationalen Opposition, und am wenigsten der Stahlhelm, dabei fehlen würde. Die Frage der Wahl des Reichspräsidenten liegt ausschließlich auf politischem Gebiet. 2lls im Jahre 1925 Hindenburg von den Kreisen der nationalen Opposition ausgestellt wurde, geschah eS doch nicht nur deshalb, weil er ein QUann von Ansehen und untadeligem Charakter war, sondern hauptsächlich auch deshalb, weil er als ein rechtsgerichteter Mann galt, von dem eine Wendung der bis dahin verfolgten Politik erhofft wurde: und er wurde deshalb von seinen heutigen politischen Schildträgern aufs bitterste bekämpft und geschmäht, weil man eine solche Wendung der Politik nicht wollte. Don einem Treuverhältnis zu Hindenburg haben wir damals von den letztgenannten Parteien nichts gehört. Welches sind die beiden Gegensätze der politischen Gruppen? Sie lassen sich in zwei Fragen zusammenfassen: 1. soll der schmachvolle Dersatller Dertrag von Deutschland weiter hin- flenommen und der Weg der „Verständigung" mit Frankreich weiter verfolgt werden, oder soll, wie es Andere Völker in gleicher Lage getan b Frankreich, Polen, Türkei, Irland usw ), kr. Widerstand gegen diesen schmachvollen 3t geleistet und um die Rechte Deutschland gckämpft werden?: 2. soll Deutschland der marxistischen Richtung in unserer inneren Politik, die uns an den Rand deS Ruins und der Ver- zweiflung gebracht hat, noch weiter ausgeliefert bleiben, oder soll der Kampf gegen diese Politik unter Zusammensassimg aller nationalen Kräfte ausgenommen werden? In der Antwort auf diese Fragen liegt der Schlüs. sei dafür, dah die Parteien, die 1925 Hindenburg Jedermann. Von Hans Niebau. „Wundervoll, dieser Luftverkehr", sagt der Herr, der mit Federmann ins Gespräch gekommen ist. „Sie haben zum Beispiel einen Verwandten in Rom oder in Amsterdam: eins, zwei, drei, innerhalb weniger Stunden können Sie sich besuchen." „Wieso wundervoll?" schüttelt Federmann den Kops. „3m Amsterdam habe ich einen Onkel, der ist ein so widerlicher Kerl, daß ich auf seinen Be- such verzichte. Und in Rom —" „Und in Rom?" fragt der Herr. „Dort", fährt Federmann fort und guckt den Herrn an, „dort habe ich überhaupt keine Ver- wandten." Feder,nann will einen Klubsessel taufen. Klubsessel bekommt man am billigsten auf Auktionen. Also geht Fedennann zur Auktion, sucht und findet einen Sefiel, der Auktionator nimmt ihn, setzt ihn auf den Tisch und ruft: „Sechzig Mark zum ersten!" „Kommt gar nicht in Frage", schüttelt Feder- mann den Kopf", fünfzig Mark, und frühestens am Fünfzehnten!" Federmann und Mücke sitzen vorm Lautsprecher. Konzert des Berliner Philharmonischen Orchesters. mmengeroirr, Geigenzupfen, eine Flöte trillert, - Kesselpauke brummelt. Die Musiker stimmen", sagt Mücke. Ißiefo?" fragt Federmann. „Du kannst doch gar i .cht wissen, ob nicht noch einer fehlt." * Febermann und Mücke gehen durch den Wald. „Es wird dunkel", sagt Mücke, „wir müssen uns beeilen." Sie beeilen sich, gehen links, rechts, links, rechts. Dann haben sie den Weg verloren. Rach einer Stunde — es ist stockdunkel, und nun fängt es auch noch an zu regnen — finden sie einen Wegweiser. Federmann nimmt die Taschenlaterne, klettert den Pfahl hinauf. „Run?" fragt Mücke. „Kannst du das Schild lesen?" jawohl", sagt Federmann. „Frisch gestrichen!" • Auf der Straße steht ein Mann mit zwei großen Fernrohren. Federmann bleibt stehen. „Links die Venus", sagt der Mann, „rechts der große Bär, zusammen zwanzig Pfennig." Federmann zahlt zwanzig Pfennig, guckt durch das eine Fernrohr, und dann durch das andere. „Sie haben falsch eingestellt", schüttelt den Kops, „ich sehe nichts als Sterne." Gfetzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen) Donnerstag, 3. März 1932 II ' k auf den Lchitd erhoben, aufs fchmerzlichfte ent- tauscht wurden, seine damaligen Gegner aber heute leine Freunde geworden sind Der neue Reichsprä- fibent übernahm zu allgemeiner Uederraschung den Staatssekretär seines sozialislischen Lorgängcrs Ebert, er läßt sich täglich von einem sozialistischen Preilechef politisch orientieren und er hat neuer« bings Brüning Zu seinem Vertrauensmann bestellt und ihn felbjt bann noch gehalten, als dieser die oerfassungsmatzige Mehrheit im Reichstag nicht mehr hinter sich hatte. Der Reichspräsident hat nie« mals den Versuch gemacht, eine Rechtsregierung zu d"den, auch nicht nachdem der 14. September 1930 eine gewaltige Aenderung der Dolksftimmung im d>nne der nationalen Opposition zu erkennen gab. 2?ie Erklärung Brünings, daß die Rechte niemals dafür zu haben gewesen sei, in die Regierung ein- jutreten, ist irreführend. Regieren heißt Richtung geben. Unter Vertretern ganz verschiedener Richtun« gen laßt sich eine Regierung nicht bilden, das führt Zur Verwirrung und zur Unzufriedenheit aller. Die Führer der Opposition haben es daher richtiger Weise abgelehnt, in eine Regierung einzutreten, die die von ihnen als falsch erkannte äußere und innere Politik fortsetzcn sollte. „Führen" kann nur eine bestimmte Richtung. Die anderen müßen sich entweder unter diese Führung stellen oder sie müßen zurücktreten. Ein Drittes gibt es nicht. Reichspräsident enwahl und Kamps um die grundsätzliche Richtung unserer Politik sind eins. $aB erkennt man am deutlichsten aus den Kund- ungen der Sozialdemokratie. die in ihrem fruf erklärt, daß cS ihr nickt um die Person Hindenburgs zu tun ist, sondern um die Rteder- kämpfung der rechtsgerichteten ihr feindlichen Opposition. So ist eS in der Tat. An dem polittschen Charakter der Präsidentenwahl kann auch der Umstand nichts ändern, daß sich eine Reihe von angesehenen .unpolitischen" Persönlichkeiten aller Derufskreise für die Wahl Hindenburg» ausgesprochen haben. Soweit diese Personen nicht politisch sestgelcgt sind, kann ihnen eine mindestens ebenso große Zahl von Der- treteHr derselben Kreise entgegengestellt werden, die für die nationale Opposition eintreten. Man soll nicht die politische Bedeutung der Wahl verdunkeln. Man soll offen seine Meinung bekennen und soll ritterlich und sachlich für sie kämpfen. Das ist daS, was von allen anständigen Menschen gefordert werden kann und gefordert werden muß. Oie Kinanznoi der Gemeinden Außerordentliche Tagung des Hessischen WDR. Frankfurt a. M., 29. Febr. Der Hessische Landgemeindetag trat hier tm Hotel Kyffhäuser zu einer dringenden außerordentlichen Dertreterver- fammlung zusammen, um zu dem Thema „Finanznot der Gemeinden" Stellung zu nehmen. Anwesend waren die Bertrcter von rund 850 hessischen Landgemeinden, der Präsident des Deutschen Landgemcindetages, Dr. G e r e ck e - Berlin, ferner Ministerialdirektor Dr. Dörr vom hefsi- scheu Finanzministerium, Ministerialrat Weber und Ministerialrat Getrost vom hessischen Innenministerium. sowie die Vertreter mehrerer Kreisämter. Rach Begrüßungsworten deS Borsihenden, Bürgermeister Alexander-Gonsenheim, gab Bürgermeister Treytnar -Mühlheim ein kurzes erschütterndes Bild von der katastrophale Lage der hessischen Gemeinden. In vielen Gemeinden müssen die gesamten Einnahmen für die Wohlfahrtserwerbslosen verwendet werden, so daß für Gehälter, Zinszahlungen und andere Verpflichtungen kein Geld mehr vorhanden ist. Die Steuereinnahmen sind in nie geahntem Ausmaße zurückgegangen, ebenso die Leistungen der öffentlichen Betriebe. Es gibt Gemeinden, in denen die sozialen Ausgaben heute das Hundertfache der sozialen Leistungen vor dem Kriege betragen. 3n den meisten Gemeinden gibt es gar keine Arbeitslosen-, sondern nur noch Wohlfahrtsunterstühungsempsänger. Die Erwerbslosen können nicht mehr allein von den Gemeinden, sondern müssen auch vom Reich und den Ländern betraut werden. Der Redner richtete an das Reich den dringenden Appell um rascheste Hilfe. Wenn der heutige Zustand so weitergehe, müßten die Gemeinden zusammenbrechen, und dann breche auch das Reich zusammen. Dringende Hilfe sei unbedingt erforderlich; auf welche Weise, sei den Gemeinden gleich. Hierauf sprach der Präsident des Deutschen Landgemeindetages. Dr. Gerecke (‘Berlin), über die „5 i n a n ,3 n o t der Gemeinden". Er machte u. a. folgende Ausführungen, die mit spontanem Beifall ausgenommen wurden. Die bisher von der Reichsregierung erlassenen Notverordnungen haben auf die allgemeine Wirtschaftslage und insbesondere Landgemeindetages. auf die durch die Wohlfahrtslasten aufs schwerste gefährdeten Finanzen der Landgemeinden keine ge« nügende Rücksicht genommen. Die Notverordnungen hoben vielmehr überwiegend dos Bestreben und die Wirkung gehabt, die Finanzen des Reiches und die Sozialeinrichtungen auf Ko ft en der Gemeinden zu sanieren. Ohne gleichzeitige Sanierung der Finanzen der Gemeinden und Gemeinde- verbände sei jedoch eine endgültige Sanierung bet Reichsfinanzen unmöglich. Die Finanznöte der Land- gemeinden seien nicht zuletzt auf einen ungerechten und falschen Finanzausgleich zurückzuführen. von den ungeheuren Lasten für die Erwerbslosen trage die Reichsanstalt nur ein Fünftel, die öffentlichen verbände und Gemeinden dagegen vier Fünftel. Das fei ein völlig unhaltbarer Zustand. Die Dreiteilung der Erwerbslofenfür- forae könne auf die Dauer unter keinen Umständen aufrechterhalten werden. Das habe heute — leider bereits zu spät — der Reichsarbeitsminister erkannt. Ein scheinbarer Ausgleich der Etats von Reich und Ländern fei bedeutungslos, wenn er nur auf Kosten der Gemeinden und Gemeindeoerbände erfolge. Hinter den Menschenpflichten der Gemeinden, für ihre Erwerbslosen zu sorgen, müßten alle anderen Sorgen zurücktreten. Cs sei ein schwerer Fehler der Ressortminister, nur an die 'Ausbalancierung ihrer Etats auf Kosten anderer zu denken. Das führe dahin, daß einzelne Gemeinden heute den Erwerbslosen nicht das Notwendigste geben können. Das sei eine eminente staatsbürgerliche Gefahr. Die Gemeinden, der Unterbau des Reiches, müßten vor allem dafür sorgen, daß sie nicht zusammen« brechen. Darum müsse eine Aenderung des Finanzausgleichs unter dem Gesichtspunkt erfolgen, dah jeder Gemeinde ein ausreichendes Existenzminimum gewährt werde. Der Redner begrüßte das Gutachten des Staatssekretärs P o p i tz, das den Finanzausgleich zwischen Reich, Ländern und Gemeinden künftig von unten nach oben aufbauen will. Nur auf diese Weise könne auch die stark ausgehöhlte Selbstverwaltung wieder zu ihrem Rechte kommen. „Hollo!" ruft Mücke und winkt. _ Federmann bleibt stehen, bann geht er über die Strafte. Die Autos rasen. Febermann hüpft unb springt unb rennt Bremsen quietschen. Der Schupo brüllt. Enblich ist Febermann über den Fahrbamm. „Aber Menschenskinb", sagt Mücke, „warum achtest bu denn nicht auf bie roten unb gelben unb grünen Lampen, bann brauchst bu boch nicht —" „Verzichte", wehrt Febermann ab, „ich habe gern be genug zu tun gehabt, um nicht unter ein Auto zu kommen. Wie soll ich mich da noch um bie bunten Lichter kümmern." • Febermann unb Mücke sind in der „Götterdämmerung". Siegfried verabschiedet sich von Brun- Hilde. Ein letztes Mak klingt fein Horn taaa— tatatatatata—taaa! „$)ör doch", flüstert Fedennann, „da hat doch der Wagner unfern Sereinspfiff mit benutzt." Traum-Experimente. Der Traum gaukelt unS wirre und unzusammenhängende Bilder vor, denn die Gedanken, die im wachen Zustand durch unfern Verstand gelenkt werden, schwirren im Traum hemmungslos durcheinander. Dabei können aber gewisse äußere Reize den Inhalt des Traums entscheidend beeinflussen. Sine summende Fliege verwandelt sich etwa in unserer Traumphantasie in einen her- ansausenden Eisenbahnzug. das Kältegefühl, dos durch die herabgleitende Bettdecke verursacht wird, versetzt uns ins Polargebiet. Ein zu enger Kragen kann beim kurzen Rachmittagsschluinmer zu einem Traum führen, der uns den Tod durch Erwürgen zeigt. Das Träume Schäume sind, haben die Traumdeuter feit den Tagen des biblischen Joseph geleugnet. Es kommt ja oft vor, daß man im Traum den Ort erfährt, an dem sich ein vermißter Gegenstand befindet. Plötzlich sieht man z. D. den abhanden gekommenen Schlüssel, den man den ganzen Tag über vergeblich gesucht hat, an einer nicht beachteten Stelle liegen. Das erklärt sich daraus, dah der Traum häufig Sinnes- wahrnehmungen verarbeitet, auf die wir bei Bewußtsein nicht geachtet haben, die also nur oberflächlich in unferm Gehirn haften blichen. Der Schlüssel an der versteckten Stelle ist von uns wohl gesehen, aber nicht gefunden worden, weil wir mit den Gedanken ganz anderswo suchten. 3m Untcrbetoufttfcin Hal sich die Erinnerung an diesen flüchtigen Eindruck bewahrt, und dieses, das im Traum feine ungehemmte Tätigkeit entfaltet, zeigt uns nun. wo der Schlüssel liegt. Diele Erfahrungen kann man nun dazu benutzen, um den Inhalt der Träume willkürlich zu beeinflussen. Dr. A. Segall gibt dafür einige inter- | essante Hinweise in der Leipziger „Illust rieten Zeitung". So mancher wird den Wunsch I hcgcn. wenn er eine bedeutende Persönlichkeit gesehen hat, dem Auftreten eines großen Künstlers oder dem Konzert eines berühmten Sängers be.wohnte, dieses Erlebnis im Traum zu wiederholen. DieS wird ihm dadurch möglich gemacht, daß er während der wirklichen Eindrücke etwa einen ungewohnten Reiz auf seinen Geschmackssinn einwirken läftt; er kann z. B. eine getrocknete Gewürznelke. Pfefferminzplätzchen oder dergleichen in den Mund nehmen: es müssen nur Dinge fein, die ihm ungewohnt sind. Wenn er dann das betreffende Reizmittel vor dem Schlafen abermals in den Mund nimmt, dann kann er manchmal damit die im Llnterbewuhtfein schlummernden Assoziationen hervorzaubern, so daß sich später im Traum das Erlebnis wiederholt. Dieselbe Wirkung kann auch erreicht werden, wenn man in derselben Form den Geruchsinn benutzt. Einatmen cmes eigenartigen Parfüms, daS allerdings möglichst stark fein muß, verbindet den Geruchseindruck mit dem Erlebnis. Jedenfalls ist durch die Verknüpfung eines seltenen Geruchs oder Geschmacks mit einem großen Augenblick die Möglichkeit geboten, ihn durch dieses Bindemittel im Traum wiederzuerwecken. Die der Pflug en anö. Man hat den Ursprung des Pfl. 4eS auf Hacken ober hackenähnliche Geräte zurückiühren wollen, und einige Gelehrte haben dann den Ruhm dieser Erfindung für bestimmte Völker in Anspruch genommen wie die Schotten oder die Slawen. Eine Theorie wollte den Aachweis erbringen, daß der Beet-Pflug anfangs nur bei den Germanen vorhanden war, die ihren harten und trockenen Boden besonders sorgfältig bearbeiten mußten und dadurch zur frühen Ausbildung guter Ackergeräte geführt wurden. Dieses schwierige Problem behandelt nun unter Verwendung eines sehr reichen Materials Paul Leser in seinem Werk »Entstehung und Verbreitung des Pfluges", über dessen Ergebnisse Prof. Gustav Fischer in der »Deutschen Literaturzeitung" berichtet. Leser hat <"«' die Plugformen in As.en, an den uralten Kulturstätten untersucht und zwischen den Länd.. . ver altweltlichen Hochku turen sehr enge Beziehungen gefunden. Er vertritt die Ansicht, daß die Heimat des Pfluges in den Mittelmeerländern zu suchen ist und dah das Gerät sich von dort nach Offen, Borden und Westen auSbre'.fete. Von den Mittel- meer-Ländern finb keine unmittelbaren Beziehungen mit Oftafien nachzuweifen. Tie älteste Form des Pfluges besteht aus einem Hauptteck, an dem I die Schar sitzt und an dem in irgendeiner Form Dr Gerecke verlangte den alsbaldigen Umbau her Grmerbslofenfürforflt tu- gunficn der Gtmcinben unb richtete an bas Reich Öen bringenden Appell, nur.mchr den einzig m,g. lichcn Wcg zu fldjfn: bie Millionen von Erwerbs losen wieder in den allgemeinen Arbeitsprozeß einzugliedern. Die Arbeitsdefchaffung fei bas entscheidende Problem. Der Canbgcmeinbetog werde sich auch mit diesem Problem eingehend befassen und positive Vor- sch'äge auf dem Wege der Kreditbeschaffung machen. Hierauf gab Ministerialrat Weber vom hessischen Innenministerium ein Bild über bie Auswirkungen der Erwerbslosigkeit in Hes- s e n. Zur Zeit gibt es in Hesten etwa 40 000 Mohlfahrlserwerbslose. für bie Im vergangenen llahre 25 Millionen Mark aufgerocnbel würben Das Aufkommen an Reichsfleuern betrage aber noch nicht einmal bie Hälfte dieser Somme. Das Land Hessen habe alles versucht, beim Reich auf Abhilfe zu bringen unb den Gemeinden aus dem Ausgleichsstock zu Helsen, soweit eS Helsen konnte. Aber ebenso wie daS Reich und die Länder helfen müßten, müßten sich auch die Landgemeinden gegenseitig unterstützen, damit man über dieses Elend hinauskonime. Die hessische Regierung habe in die neue hessische Gemeindeordnung die letzten Bestimmungen der Rot- Verordnungen nicht hineingenommen, weil sie noch immer an bie Zukunft der Selbstverwaltung glaube. In der Aussprache trat ein Gemeindevertreter dafür ein, daß Der DersicherungScharakter her Arbeitslosenversicherung erhalten bleibe, daß dagegen die Krisen- und Wohlfahrtsunterstützung zufammengelegt werden. Als die weitere Diskussion trotz der Ermahnungen deS Vorsitzenden in das politische Fahrwasser geriet, wurde die Aussprache unter Protest gegen die „Politik" abgebrochen. In einem kurzen Schlußwort appellierte Präsident Gerecke noch einmal eindringlich on die Verantwortung deS einzelnen Ge- meindevertteters. Hierauf schloß Bürgermeister Alexander nach dreieinhalbstündiger Dauer die Sitzung. Präsident Or. Glässing tritt in den Ruhestand. DSR. Darmstadt, 1. März. Reichspräsident d. Hindenburg und Reichs!inanjininiftcr Dr. Dietrich haben in persönlichen Handschreiben dem Präsidenten des Landessinanzamts Darmstadt. Dr. Glässing, der mit dem Ende des Monats Februar auf Grund des AlterSgrenzen- gesetzes in den Ruhestand getreten ist, Anerkennung und Dank für seine mehr als vier Iahr- Bücheriisch. — Der Amt unb Brevier. 32 Deutsche Reichspräsibent. A u f g a b e. Ein staatsbürgerliches Seiten unb mehrfarbiger Umschlag. Preis -10 Pf. Paul Hartung Verlag. Hamburg 25. — Diese Schrift erscheint gerade zur rechten Zeit, um die Wähler in unparteiischer Darstellung über die Wahl des Reichspräsidenten durch das Volk, über seine Pflichten und Vollmachten, über seinen Einfluß auf die Reichsregierung, über bas Notver ordnungsrecht unb über vieles anbere. das de» meisten unbekannt sein dürste, zu unterrichten. Don besonderem Interesse ist auch bie Gegenüberstel lunq der Kompetenzen der Präsidenten anderer Lander mit republikanischer Staatsform. — Wer wird Reichspräsident? Don Am Samstag beginnen wir mit dem Abdruck einer Autsatzrelhe „ „ v , H. R. Knickerbocker Wie ein Amerikaner Deutschland sieht. Der bekannte amerikanische Zeitungsreporter hat im Notwinter 1931/32 eine Autoreise durch Deutschland gemacht und aufschlußreiche Blicke hinter die deutsche Fassade tun können. mit 24 Bildern. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O. (Kartoniert 1M Mark.) 35. — Vom Kampf um Eberts Nachfolge ausgehend, wird das Wahloerfahren und feine Auslegungen geschildert. Die Wahlergebnisse des Jahres 1925 werden mit der Zusammensetzung des Reichstages 1930 in Der isteich gestellt. Jedem Leser wird das Handwerks« zeug geliefert, sich selbst ein Bild von den bevorstehenden Entscheidungen zu machen. Skizzen über Leben und Bedeutung von 24 führenden Deutschen fmb angefügt, die in ernsthaften Kreisen als mog- lufje Bewerber für den Fall angesehen wurden, baß die Kandidatur Hindenburgs nicht zustande kam. Rechts, Mitte und Links werden mit gleicher Objektivität behandelt. Eine Schrift, die in handlicher Weise alle wichtigen Daten über Persönlichkeiten zusammenträgt, die auch sonst die Ceffcnt- lichkeit beschäftigen die Zugvorrichtung und eine Handhabe befestigt find. Aus dieser Urform sollen sich dann die beiden jüngeren Pslugarfen entwickelt haben, nämlich der vieseitige Pflug, der aus Sohle, Griessäule, Grindel und Sterze zusammengesetzt ist und der Sohlenpflug mit Krümel, d. h. mit einer von der Sohle aufwärts und vorwärts gekrümmten Zugstange. Keine dieser beiden Pflugformen kann aus der andern entftanben sein, wie man behauptet hat, sondern beide müssen aus gemeinsamer Stammform hervorgegangen sein. Wie kam es aber nun zur Entstehung der ältesten Flugform? Sie wird au« einem Hangerät hervorgegangen fein, in dem man den Zieh-Spaten vermuten darf. Das ist ein Spaten, der von einer Person in den Boden hinein- gestoßen und von einer zweiten an einen Strick vorwärts gezogen wurde, so daß eine Furche entstand. In Japan gibt eS noch Pflüge, die mit dem Zieh-Spaten große Aehnlichkeit haben. Im allgemeinen dürfte die Erfindung der Zugarbeit und die Verwendung von Tieren zum Ziehen von Schlitten älter sein als Wagen und Pflug. zehnte geleistete Deamtentätigkeit ausgesprochen. Die hessisch« Regierung hat durch Staatspräsident Dr. Adelung dem verdienten Beamten ebenfalls Dank und Anerkennung ausgesprochen. Fi- nanzminiller Kirnberger, der durch senRessort mit dem aus dem Amt Scheidenden besonders eng verbunden war, richtete außerdem einen längeren Brief an ihn. in dem er das Ausscheiden Glässings aus dem DiLnst aufs tiefste bedauert und den Wunsch ausspricht, daß die hervorragende Kraft Glässings noch lange der Allgeme-'nheit nutzbar werde. Strafkammer Gießen. • Gießen, 1. März. Sn der Rächt vom 19. zum 20. Oktober 1931 wurden einem Landwirt in der Rähe von Dilbel 29 Sack Weizen aus seiner verschlossenen Feldscheune gestohlen. Die Ermittelungen waren alsbald von Erfolg. Die Täter wurden festgestellt, der Weizen seinem Eigentümer zurückgegeben. GS ergab sich, daß die eine Türe der Scheune gewaltsam so zurückgedrückt worden war, daß einer der Diebe durchschlüpfen und dann Vie ganze Türe von innen offnen konnte. Dann war das Auto eines werteren Täters in die Scheune eingefahren, der Weizen wurde aufgeladen und das Auto fuhr weg. Alles das spielte sich nach 1 Albr nachts ab. Der Anklage entsprechend verurteilte das Schöffengericht am 8. Januar 1932 zwei jüngere Erwerbslose aus dem betreffenden Dorf und einen Kohlenhändler aus Frankfurt wegen gemeinschaftlichen Cinbruchsdiebstahls zu je sechs Monaten Gefängnis. Die ersteren hatten das Urteil anerkannt, letzterer hatte Berufung eingelegt, die die Strafkammer heute nach umfangreicher Beweisaufnahme als unbegründet verwarf. Das Gericht hielt seine Behauptung, er habe geglaubt, er fahre für den Eigentümer mit feinem Auto den Weizen deshalb nachts fort, damit er nicht gepfändet werden könne, für unglaubhaft und widerlegt. Cs stellte vielmehr auf Grund einer ganzen Reihe von Aussagen und Erwägungen fest, daß der Angeklagte von Anfang an genau gewußt hotte, daß der Weizen gestohlen werden solle und daß er deshalb mitgemacht habe, um einen Teil des Erlöses sich zu sichern. $(£. ,Teuton'a"Wahenborn-E>teinberg Die 1. Mannschaft des FC. „Teutonia'' empfing am Sonntag auf eigenem Platze die Ligamann- fchaft des VfB. Gießen, den Vertreter der Oberliga .o ; H:ssen-H_nnarer, zu einem P.opaganda- spiel. Der Kampf endete mit eineiy überraschenden, wenn auch verdienten Sieg der Plahbesitzer. Mit dem knappen Ergebnis von 2:1 mußten sich die Gäste geschlagen bekennen. Die Zuschauer wurden Zeugen eines rassigen Kampfes, in dem die Gießener sich als die im Feldspiel Besseren erwiesen, während die Gastgeber durch ihren ungestümen Kampfgeist, durch ihre Schnelligkeit und ihre blitzschnellen Entschlüsse angenehm auf- fielcn. Der Spielver lauf sah die Gießener sofort im Angriff, die Verteidigung klärte aber immer wieder. Die Steinberger spielten anfänglich etwas zerfahren, fanden sich aber bald: der linke Flügel griff energisch an, aber die Angriffe scheiterten doch an der zuverlässigen Verteidigung von Vingel und Kreß vor dem VfB.» Tor. Es dauerte nicht lange, da ging Henrichs (VfB.) klar durch, flankte zum Halbrechten, der aus 15 Meter Entfernung zum ersten Tor für die Gäste einsandte. Dann kamen die Steinberger mehr auf, der Halbrechte Lang setzte sein ganzes Können zu gefährlichen Angriffen ein, Torschüsse von Happel und Buß hielt des Gegners Torwart. VfB. machte sich weiter den Windvorteil zunutze, griff immer wieder an, die Verteidigung der Steinberger bekam viel Arbeit, den Gießenern blieb aber ein weiterer Erfolg versagt, da der Sturm der DfB.er den Windvorteil nicht auszunuhen verstand. Die Steinberger versiebten eine klare Ausgleichsmöglichkeit. Rach der Pause hatten die Plahbesitzer den Wind im Rücken, sie wurden nun sehr aggressiv und eine schöne Kombination beschloß der Halbrechte Lang mit einem prächtigen Torschuß aus 18 Meter Entfernung zum Ausgleichstreffer. Dann drehten die VfB.er noch einmal mächtig auf, Angriff auf Angriff rollte vor das Tor der Teutonen, die Erfolge blieben aber aus. Schließlich gelang den Platzbesihern noch ein überraschendes Tor durch den Halbrechten, der von der Spielfeldgrenze her einen Ball im spitzen Winkel genau placiert in die rechte untere Ecke setzte, der für den Tormann unhaltbar war. Gießen zog daraufhin zum Endspurt los, konnte das Schluhtrio der Gegner aber nicht überwinden und mußte sich nach einem ausgeglichenen, sehr fairen Spiel geschlagen bekennen. Der starke Wind, der das Spiel auch hier zum großen Teil bestimmte, stellte hohe Anforderungen an die Mannschaften, die VfB.er hatten außerdem schwer mit den ungewohnten Platzverhältnissen zu schaffen. Der Schiedsrichter Tetzner, Gießen. amtierte korrekt. Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 1. Sgd. - VfB. Marburg 1. Sgd. 6:1 (1:1). Di« Gäste hatten in der ersten Halbzeit den Wind zum Bundesgenossen und konnten das Spiel überlegen gestalten. Die Verteidigung des Platzvereins hatte olle Hände voll zu tun. Immer wieder lagen die Marburger im Angriff, doch der Sturm war zu unentschlossen, um zu Erfolgen zu kommen. Trotz des starken Gegenwindes kam aber auch der Sturm mehrere Male vor das Gästetor und dann war es immer gefährlich. Rach einigen guten Chancen glückte endlich der Führungstreffer. Doch bald danach hatte Marburg ausgeglichen. Rach der Pause konnte 1900 den Gegner fast ganz in seinen Strafraum zurückdrängen. Fünfmal mußte in der Folge der Gästehüter den Ball aus dem Retz holen. Das Spiel 1900 3. Sgd. — Klein-Linden 1. Sgd. endete 0:1. Beide Mannschaften traten unvollständig an und lieferten sich eine gleichmäßige Partie, die der Gast mit Glück gewann. Die Schüler spielten gegen Biebers Schüler 0:0. Sie weilten mit 9 Mann in Bieber und konnten dem körperlich stärkeren Gegner infolge ihres eifrigen Spiels ein Unentschieden abzwingen. VfB.-Gießen. VfB. Liga-Reserve — Nauborn 1. 6:1. Beide Gegner lieferten sich ein faires, interessantes Treffen, das durch die Schnelligkeit, mit der es zur Durchführung kam, zu einem spannenden Kampfe wurde. VfB.s Liga-Reserve war gut in Fahrt, die technisch schwächeren, dafür aber um so eifrigeren Gäste, leisteten starken Widerstand. Die Tore fielen nach vorbildlicher Kombination des VfB.-Sturms. Der Gegner der 3. Mannschaft trat nicht an, wie auch ebenso die Gegner der 1. Sugend- und der Schülermannschaft nicht erschienen. Sugendsplele. Die 2. Sugendmannschaft weilte in Marburg bei der gleichen des VfB. Kurhessen zu Gast und konnte ein Unentschieden (0:0) mit nach Hause bringen. Die VfB.er hatten mehr vom Spiel, verschossen aber gegen Ende einen Elfmeter, der den Sieg hätte bringen können. Handball im BfB. DfD. 1. —Wetzlar 2. 0:6. Die VfB.er konnten sich, mit Ersatz antretend, den routinierten Gästen gegenüber am Wurfkreis nicht durchsetzen. Das Spiel war ziemlich ausgeglichen, VfB. war jedoch vor dem Tore nicht durchschlagskräftig genug, um zu Erfolgen zu kommen. Die Wetzlarer zeigten ein flüssiges, auf Erfolg eingestelltes Spiel. Handball der Sp.-Dg. 1900. Tb. Hausen 1. —1900 komb. 3:8. Das Spiel litt unter dem starken Wind. Sn der ersten Halbzeit hatten ihn die Gießener zum Bundesgenossen und nutzten den Vorteil gut aus. Sieben Tore waren die Ausbeute. Die ADT.- Leute gingen leer aus. Rach dem Wechsel gaben die Plahbesitzer zeitweise den Ton an, vermochten jedoch die sicher arbeitende Gießener Hintermannschaft nur dreimal zu schlagen. Die 1900er brachten übrigens auch noch einen Erfolg an. Der Snnensturm war sehr wurffreudig und arbeitete schön zusammen. Hausen 1. Sgd. —1900 1. Sgd. 4.1. Gegen die körperlich überlegeneren Hausener Leute hatten die 1900er einen schweren Stand und muhten eine Niederlage hinnehmen. Berbands-Weilkam-f im Siidwesideulschen Turnverband. Ein turnerisches Ereignis in Leihgestern. Schon am Samstag hatte sich eine größere Anzahl Turnerinnen und Turner aus allen Teilen des Derbondsgebietes eingefunden, um an den am Sonntag stattfindenden Wettkämpfen teilzunehmen. Den Auftakt bildete die am Samstagabend vom Turnverein „Frisch-Auf" Leihgestern veranstaltete Dorfeier. Rach einem flotten Marsch begrüßte der Vorsitzende des Tv. „Frisch-Auf", Wilh. Will, den bereits anwesenden Verbandsvorsitzenden, Lehrer Zöller, Hausen, und den Verbandsturn- wart Diefenbach, die auswärtigen Turnerinnen und Turner, sowie die übrigen Gäste. Weitere Musidwrträge des Zither- und Mandolinenktubs, einige Männerchöre des Gesangvereins „Lieder kränz" und turnerische Darbietungen, bei denen sehr schöne Leistungen gezeigt wurden, wechselten in bunter Reihenfolge ab. Der Verbandsdorsitzende, Lehrer Zöller, hielt eine kurze Ansprache, in der er auf den Wert und die Bedeutung des Turnens einging. Die Vorfeier klang harmonisch aus. Oer Wettkampf am Sonntag. Rach einer Kampfrichtersitzung traten 6 Turnerinnen und 64 Sumer aus den Gauen Lahn- Dünsberg-Gau, Main-Rod-Gau und dem Gau Wetterau zum diesjährigen Gerätemeister- f ch a f t s k o m p f an. Als Sieger gingen hervor: Altersstufe (7-Kampf): 1. Karl Agel, Lollar, 114 P.: 2. Wilh. Schmitt, Leihgestern, 102; 3. PH. Benno, Mörfelden, 101; 4. Ernst Ain» städter, Langen, 98; 5. Karl Gissel, Waldgirmes, 97 Punkte. Mei st erklasse (7-Kampf): 1. Verbandsmeister Hch. Zulauf, Kelsterbach, 116 P.: 2. Gg. Treutel. Kelsterbach, und Wilh. Ferber, Waldgirmes, je 108; 3. Ludw. Roth, Gräfenhausen, 105; 4. Ludw. Hettche, Lollar, 104; 5. Wilh. Schmitt, Waldgirmes, 103; 6. Hch. Rungässer, Gräfenhausen, und Rudolf Rohrbach, Leihgestern, je 101; 7. Otto Dender, Rodheim a. d. B., 99; 8. Albert Drescher, Lollar, und Andreas Schärtl, Gräfenhausen, je 96; 9. Hch. Sehring, Langen, 94; 10. Willi Strauch, Berstadt, 93; 11. Walter Bie- rau, Lollar, 89; 12. Fr. Flaschenträger, Trebur, 87; 13. Hch. Eichenauer, Dauernheim, 86; 14. Karl Velten, Leihgestern, 81; 15. Hch. Römer, Wie- seck, 77 Punkte. A»Äla| fe (7-Kampf): 1. Hch. Bodes, Lollar, 118 P.; 2. Wilh. Dillasch, Friedberg» Fauerbach, und Waldern. Grote, Lollar, je 113; 3. Hch. Weber, Atzbach, 111; 4. Ernst Deibel, Lollar, 107; 5. Gg. Bernhardt, Waldgirmes, 106; 6. Ldw. Olemotz, Londorf, und Hch. Dägcrt, Gber- stadt b. D., je 102; 7. Gg. Hönig, Gräfenhausen, 99; 8. Wilh. Langsdorf, Gräfenhausen, 97; 9. Rich. Schaum, Leihgestern, und Karl Schaum, Leihgestern, je 96; 10. Otto Agel, Atzbach, 94; 11. Wilh. Zöller, Leihgestern, 93; 12. Gg. Pfaff, Wllhausen, 92; 13. K. Diefenbach, Kelsterbach, 89 Punkte. Turnerinnen (7-Kampf): 1. Meister Käthe Göbel, Kelsterbach, 125 P.; 2. Paula Hildebrand, Wieseck; 3. Elisabeth« Krumb, Kelsterbach; 4. Lina Erb, Wieseck; 5. Ottilie Schreiner, Wieseck; 6. Lina Grün, Lollar. Der sriedliche unö ohne jeglichen Zwischenfall verlaufene Wettkampf wurde mit der Sieger- verkündigung beschlossen. Der Verbands- Vorsitzende, Lehrer Zöller, hielt hierzu eine sehr eindrucksvolle Ansprache und der VerbandS- turntoart Diefenbach verteilte sodann die Siegerurkunden. Oberheffen. Landkreis Gießen. • Alten-Buseck, 3. März. Am morgigen Freitag, 4. März, feiert Altbürgermeister Wilhelm Körber feinen 87. Geburtstag. Der Subilar erfreut sich noch bester geistiger und körperlicher Rüstigkeit. $ Alten - Buseck, 2. März. Dieser Tage wurde beim Spielen auf der Straße ein 11 jähriges Mädchen von dem Hund eines hiesigen Metzgers angefallen und durch Bißwunden erheb.icham Oberschenkel verletzt. Das Kind befindet sich zur Zeit noch in ärztlicher Behandlung. * Beuern, 2. März. Der hiesige Spar, und Vorschuhverein II hielt die Jubiläums-Gene« ralversammlung seines 60jährigen Bestehens ab. Nach der Begrüßung durch das Vorstandsmitglied August Ranft wurde die Rechnung vorgetragen. Trotz der verschlechterten wirtschaftlichen Verhält, nisse hielt sich die Bilanzsumme fast auf der Höhe des Vorjahres und wurde mit 226 000 Mark fest- estellt. Die Spareinlagen betrugen 200 000 Mark, llls Reingewinn wurde die Summe von 2262 Mark ausgewiesen. Als Dividende werden auf jeden vollen Geschäftsanteil 10 Mark vergütet. Die Mitgliederzahl betrug am Ende des Geschäftsjahres 163. Nack )er Neu- bzw. Wiederwahl setzt sich der Vorstand aus folgenden Herren zusammen: Direktor Philipp Arnold, Stellvertreter August Ranft, Rechner Georg Wilhelm Linden st ruth. Dem Aufsichts- rat gehören an: Philipp So mm er lab V. als Vorsitzender, ferner Konrad Walther, August Becker, Philipp Lepper, Wilhelm Fuhr und Heinrich Kumpf HI. Nach Erledigung des geschäft- lichen Teiles feierte man in einfacher Form das Jubiläum des 60jährigen Bestehens des Vereins. August Ranft gedachte zunächst der Gründer und sprach besonders dem einzigen noch lebenden Mitbegründer Konrad Walther den Dank der Versammlung aus. Direktor Arnold gab dann an Hand der verschiedenen Protokolle einen Auszug aus der Dereinsgeschichte und schilderte die Enwicklung der Organisation aus kleinen Anfängen heraus bis zur heutigen Bedeutung. Als Vertreter der Landwirtschaftlichen Genossenschaften sprach Dr. Hillemann über das Genossenschaftswesen und überbrachte Glückwünsche zum Jubiläum. Direktor Dr. Winkler von der Genossenschaftsbank Darmstadt beglückwünschte den Verein ebenfalls und überreichte dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates ein in Leder gebundenes Protokollbuch. Oberrevisor Hartmann von der Kreisstelle Gießen übermittelte dem Verein eine Ehrenurkunde, ebenso den Vorstands- Mitgliedern Philipp Arnold und Georg Wilhelm Linden st ruth, sowie den Aufsichtsratsmitglie. dern Konrad Walther und August Becker für langjährige Dienste in der Verwaltung des Vereins. // Saasen, 2. März. Dieser Tage wurde die hiesige Gemeindejagd auf weitere sechs Sahre ausgeboten. Bei der Versteigerung (bei der ersten wurden nur 150 Mk. als Pachtpreis genannt) wurde dem Gewerbelehrer Leich um, Gießen, für den Betrag von 301 Mk. der Zuschlag erteilt. Der Pachtpreis im Vorjahre betrug 500 Mk. O Göbelnrod 2. März. Samstag freit der Radfahrerverein „Aleber Berg und Tal" sein« diessährige Hauptversammlung, ab. Die Rechnungsablage ergab einen Aleberschuß von 158 Mk. Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Wilh. Erb, 1. Vors., Hch. Säger, L-Vürsitzender, O. Weber, Rechner und Karl Luh, Schriftführer. + Grünberg, 2. März. Rachdem in der vorigen Woche in einer von Bürgermeister Dr. Mildner einberufenen Versammlung in der Aula der Oberrealschule, anschließend an Vorträge der Herren Bankdirektor Grießbauer und stuck, med. Schmidt, Gießen, über Luftfahrt und die Entwicklung des Segelflugwesens, die Gründung einer Segelflieger- gruppe zustande gekommen war, hielt diese am Montagabend im Rathaussaale ihre konstituierende Versammlung ab. Zum Vorsitzenden der Gruppe wurde Forstassessor Hans Eckstein bestimmt, das Amt eines Rechner- und Schrift- Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachrebaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Rr. 317. Don D. MiefeS. Schwarz. a bedefgh 8 6 5 7 4 3 2 1 8 7 4 3 6 2 5 d e Weitz. g h a b Weiß 11 Steine: Kdl; Db5; Tf2, g6; Ld6, g8; Se3, 15; Bb3, g2, H4. Schwarz 6 Steine: Ke4; Lc5; Se6, f4; Bb4, h5. Weiß zieht und seht in zwei Zügen matt. Eine vortreffliche, preisgekrönte Aufgabe. Problem Nr 318. Don F. Fridlizius. Weih 9 Steine: Kh5; Dc7; Lg8; Sc5, d5; Ba3, e2, f2. Schwarz 7 Steine: Kd4; Da5; Ldl; 8dl; Bb2, b6, g4. Weiß zieht und setzt in zwei Zügen matt. Partie Nr. 233. Engllsche Partie. Weih: Rimzowitscs Schwarz: Aljechin. Sm 2. Turnus des internationalen Turniers zu Bled, September 1931, gespielt. 1. c2-c4 1. c7-c6 2. e2-e4 Eine von Rimzowitsch bei schweren Partien oft angewandte Fortsetzung. 2. . .. 2. d7-d5 Hiermit weicht der Weltmeister gleich von der gewöhnlichen Entgegnung 2.....e6 ab, um seinen Gegner auf ein unbekanntes Gebiet zu locken. 3. e4xd5 4. d2-d4 5. Sbl-c3 6. Sgl-f3 7. c4xd5 8. Lfl-b5 3. c6xd5 4. Sg8-f6 5. Sb8-c6 6. Lc8 - g4 7. Sf6Xd5 Besser erscheint die Ausnutzung des frühziti- gen Läuferausfalls, durch 8. Db3! zu bewerkstelligen sein, nämlich 8. . . ., Sb6. 9 d5, LXf3. 10. gXf3. Sd4. 11 Ddl, e5. 12. Le3 Lc5. 11. f4, Sxd5. 14. Da4+, Kf8. 15.0—0—0 usw. mit gutem Spiele für Weiß. 8. . . . 8. Dd8-a5! 13. Da5-b6! 14. Ke8-d7 9. Lg4xf3 10. Sd5xc3 von Aljechin in 12. Db3-b7? 13. Lei -d2 14. Db7xa8+ 15 0-0 9. Ddl-b3 10. g2xf3 II. Lb5xc6+? Korrekt ist hier sofort bxc3; mit dem Textzuge plant Rimzowitsch den Damenausfall, der jedoch feiner Weise widerlegt wird. 12. ScJ-d5+ Wohl am besten, wenn nämlich 15. a4, so Sc7 16. a5, Dxb2 usw. 15.... 15. Sd5-c7 16. Ld2-a5 Da Damenverlust droht, muß Weih eine Figur geben, was gleichbedeutend mit Verlust der Partie ist. 16. .. . 16. Sc7xa8 17. La5xb6 17. SaSxbö 18. Tfl-cl 18. e7-e6 19. Tel —c2 20. Tal -cl 21. Tel-dl 22. Tel -c5 23. Tc5-a5 24. Tdl-d3 25. Td3-b3 10. Lf8-e7 20. Le7-g5 21. Th8-b8 22. Sb6-d5 23. Tb8-b7 24 Lg5-d8 25. Tb7xb3 Ausgezeichnet! Für den a/Bauern erhält et den wichtigen d-Dauern. 26. Ta5xa7+ 26. Sd5-c7 27. a2xb3 27. Ld8-f6 28. Ta7-b7 Der Bauer d4 ist unhaltbar; z. B. 28. Ta4 Sb5! usw. 28. . .. 29. Tb7-b8 30. h2-h3 31 Kgl — fl 32. Kfl-g2 33 Tb8-a8 28 Lf6xd4 29. Tb4xb2 30. f7-f5 31. Sc7-d5 32. Lb2-e5 33. Sd5-f44-l Run geht noch ein Bauer verloren. 34. Kg2-h2 35 Kh2-gl □4. Sf4 — d3-f— 35. Sd3-el 36. Le5-c7 36 Ta8-a7+ Weih gab auf. Ein sehr lehrreiches Endspiel! — Rimzowitsch hat in beiden Partien gegen Aljechin in Bled eine rasche Riederlage erlitten. Lösung des Problems Rr. 312. Don 3. Sespersen, Ebenborg. l.DgS—h7l, Dg6Xh7 2. Se6—c7 usw. 1. ...» Dg6Xg7 2. Dh7Xd3 -s-l usw. 1.....Dg6Xe6 2. Te5Xe6 usw. 1.....Lh6xg7 2. Dh7—h2! usw. 1. a4—a3 2. Td5—a5 oder c5 usw. Um das Hessenpferd. Schneller als jemand gedacht, hat der kostbare Wanderpreis seinen endgültigen Herrn gefunden. Der Bezirk Starkenburg-West, dargestellt durch die vereinigten Schachvereine von Darmstadt und Cberstadt, hat nur vier Sahre gebraucht, um sich die Trophäe zu sichern, und nur einmal! (1930), ist es sowohl Oberhessen (Gießen), wie Starkenburg-Ost (Offenbach) gelungen, gleichen Cndstand mit den Favoriten zu erzwingen, dessen durchschnittliche Aleberlegenheit wohl nicht bestritten werden kann. Der Sieg ist wohlverdient. Schluhstand: Darmstadt-Eberstadt mit 16 Punkten 1. Preis; den 2. bis 3. Preis teilen — den ber« amtlichen Ausgang der Hängepartien vorweg- genommen — Starkenburg-Ost (Offenbach) mit Oberhessen (Gießen, Friedberg, Alsfeld), je 12 Punkte, während Rheinhessen (Mainz) mit 8 Punkten an 4. Stelle folgt. Aus der Schachwelt. Sm 1. Meisterturnier des alljährlich stattfindenden Weihnachtskongresses zu Hastings siegte Flohr + 8! aus 9 Partien; 2. wurde Kashdan + 7Vs und 3. Dr. Euwe mit 5. — Sm 2. Meisterturnier wurde der Prager Deifir + ?Vr vor Kol- tanowski, + 61/2, 1. Preisträger. Sm 3. Turnier konnte der erst 17jährige Berliner S. Radel die Siegespalme erringen. Berichtigung. Bei der Aufgabe Rr. 314, von Ssaeff und Lewmann, ist ein weißer Turm auf e8 nachzutragen. Wir bringen nochmals die Kontrollstellung. Weih 8 Steine: Kh7; Dc6; Te8, g3; Ld6, g6; Sa3, k7. Schwarz 11 Steine: Kd4; Db3: Tc8, h4; Lf8; Sb6, d5; Be5, f6, g7, h5. Weih zieht und seht in zwei Zügen matt Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionSf sch. Der umständliche Weg ist der beste. ..Peng!" Panne! Er saß fest. Das Benzin war zu Ende. Weit und breit auf der Landstraße feine Hilfe zu sehen! Endlich naht sich ein Planwagen. Sn langsamem Zuckeltrab. Der Kutscher hält und erbietet sich, den Wagen ins Schlepptau zu nehmen. Gemütlich zuckelt man die restlichen Kilometer bis zum nächsten Dorf«. An einer Garage wird das Auto abgekoppelt, der Besitzer drückt seinem Wohltäter dankend zwanzig Mark in die Hand. „Ra, nun sind Sie wohl auch angelangtT4 meint er freundlich. „3 wo", sagt der, „ich hab ja noch meine janz« Fuhre Benzin im nächsten Dorf abzuladenl" Alnb rumpelt weiter. (Lust. Dl.) «Ä» sZr. ilQutn $n m LK ^reoilot fi n 11 NM *a8t tourbe alz m.r{.‘I*t >ret N-rei» 1 xfr- "Wit 1"*N H elt bet c9 unb $Qp SrtÄjj ?K-'L Svr ^Sernieistn Dr mlmlg in bet M an 2vf ®tle6bauet len, über Lu«,. WWeni, 9 J J f 111 g e t» :,.M dich am ÄMtutt- Nitobtn btt ^MtUbo :ti unb 6d)ri|t. -e7 i-d5 l-b7 >-d8 'Xb3 dauern erhalt ek i-c7 i-fö r; z.2. 28.T14, Xd4 4xb2 -f5 1-d5 ’-e5 rloren. -djf -el -c7 md)ti TMM . ^aü\m fliQtn iebnhfli «littet Ur. 312. benbotg. <7 ulte. H ustv. w. ufto. ir c5 u|to. iferd. cht, hat bet kost' lültigcn Herrn 9°' ^g.Dest, bargelteltt creine von Dam- er Jahre gebraucht, ir und nur einmal ||en Mhenl. M gelungen, gl^m u erzwingens wohl nicht bestru ift wohlverdient- teilen - .gtpathen vorweg st -' u noch KÄ führer« übernahm Dürgermeistereigehülse Aich. Frank. Als Beisitzer gehören dem Dorfrand« an: Du.germeifter Dr. Wildner. Forstmeister Eckstein. Gewerbelehrer Kröhle und Fritz A o l l, Göbelnrod- Heber den Dau eines Segel» flugzeuges sprach eingehe.id Herr Lehrmund/ Dießen Die Gruppe zählt neben einer Anzahl passiver bis jetzt 21 aktive Mitglieder und wird dem Derein für Luftfahrt in Gießen angegliedert werden. Mit dem Dau eines Segelflugzeuges will man alsbald beginnen. Ureis Schotten. WGA. Schotten, l.März. Die Stadt hatte vor einiger Zeit den Doschluß gefaßt, den C r • werb«lösen eine Verdi en st Möglichkeit zu erschließen und dabei auch den Allgemeininteressen zu dienen, da die Finanzlage der Stadt nicht so beschaffen ist, daß den Erwerbslosen D:ihilsen ohne jede Gegenleistung gewährt werden Birnen. Die Arbeitslosen sollten proMannzweiKu- bikmeter Steine klopfen und dafür eine Vergütung von 10 Mark erhalten. Sie forderten aber Bezahlung nach Tariflohnsätzen und lehnten Akkordarbeit ab. Die S.ad.verwaltung sah sich nicht in der Sage, diesen Forderungen zu entsprechen. Daraufhin legten die Leute dieAr- beit nieder. Der Gemeinderat na.)m jetzt zu den Dorgängen Stellung und beschloß, die Beschäftigung der ledigen Arbeitslosen nach Tariflohnsätzen abzulehnen. Der fre willigen Arbeitsdienst aussührt, erhält 12 Mark pro Woche, öle übrigen Arbeiter werden gegen angemcs'ene Bezahlung mit Steineklopfen beschäftigt Wer toci- terhin imStreik verharrt o er a derc Arbeiter zum Streik veranlaßt, soll entlassen werden und keine Unterstützung mehr bekommen. Wirtschaft. Ser ReichSbankstawS von Ultimo Zebruar. Berlin. 2. März. (WTB) Aach dem Ausweis der Aeichsbank vom 29. Februar hat sich in der Ultimowoche die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 357,2 OKilL auf 3832,3 Mill. Mk. erhöht. 3m einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 179,6 Mill, auf 3323.7 Mill., die Bestände an Reichsschatzwechseln um 33,3 Mill, auf 43,8 Mill. Mk. und die Lombardbestände um 144.4 Mill, auf 303,0 Will. Mk. zugenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 280,1 Mill. Mk. in den Derkehr abgeslofsen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanlnoten um 265,1 Mill, auf 4268,3 Mill. Wk., derjenige an Rentenbankscheinen um 15.0 Mill, auf 419,1 Will. Mk. cr- höht. Dementsprechend haben sich die Bestände der Aeichsbank an Rentenbankscheinen auf 8.1 Millionen Mark ermäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 422,7 Mill. Mk. eine Zunahme um 90,9 Mill. Mk. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 1.8 Mill, auf 1077,3 Mill. Mk. erhöht. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 1,1 Mill, auf 928,5 Mill. Mk. abgenommen und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 2,9 Millionen auf 148,8 Mill. Mk. zugenommen. Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 25,2 Prozent, gegen 26,9 Prozent in der Dorwoche Keine litauischen Schweine mehr in Frankfurt. WSR. Frankfurt a.M., 2.März. Eine bekannte Frankfurter 3mportfirma hatte bisher wöchentlich 5 00 bi« 600 litauische Schweine nach Frankfurt gebracht, wo sie zur Abfchlachtung gelangten. Ein Teil der geschlachteten Tiere wurde auf dem Fleischgroßmarkt verkauft, ein Teil ging in die nähere und fernere Umgebung. Infolge der Memeler Dorgänge ist der Schweineimport nach Frankfurteingestellt worden. Die Frankfurter Firma exportiert die Schweine nunmehr von Litauen nach Frankreich. * Devisenhöchstbeträge für denMo- nat März. Der Reichswirt chaf.«Minister hat angeordnet, daß die 3mporteure für den Monat März den Höchstbetrag ihrer allgemeinen Genehmigungen nur bis zur Höhe von 56 Prozent in Anspruch nehmen dürfen Für die diesen Betrag übersteigenden Zahlungsverbindl chkeiten werden die Firmen auf die 3nanspruchnahme von Lieferantenkrediten und die Ausnutzung der Kreditlinien des vtil.halteabkommens verwiesen. * Sie Aeichsindexziffer für die Le - bensHaltungskosten im Februar. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung. Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und .sonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen deS Statistischen Rcichs- amteS für den Durchschnitt des Monats Februar auf 122,3 gegenüber 124,5 im Dvrmonat: der Rückgang beträgt somit 1,8 v. H. An dem Rückgang find sämtliche Dedarssgruppen (außer der Wohnung, deren Indexziffer mit 121,5 unverändert geblieben ist) beteiligt. ES sind junkfger gangen die 3ndcxziffern für Ernährung um 1,9 v. H. auf 113,9, für Heizung und Beleuchtung um 2,4 v. H auf 137,0, für Bekleidung um 3,0 v. H. auf 120,2, und für .sonstigen Bedarf" um 2,2 v. H. auf 167,3. Zuversichtliche Stimmung in Frankfurt. Frankfurt a. M-, 3 März. (WTB. Draht- rne.dung.) Die zuverfichtliche Stimmung an der Effektenbörse, die bereits gestern abend zu erkennen war. übertrug sich auch auf den heutigen Derkehr. Der feste Schluß der Reuyorker Börse bot eine gute Anregung, daneben lagen auch vom Publikum einige Kauforders vor. Bei etwas lebhafterem Geschäft stellten sich auf fast allen Marktgebieten Kursbefferungen ein, die jedoch kein größeres Ausmaß annahmen. Lediglich einige Spezialwerte verzeichneten stärkere Steigerungen. Eine Sonderbewcgung hatten Burbach-Kaliaktien, die stärker gefragt waren und sp.ungartig anzogen. Anregend wirkte dabei eine Rachricht, wonach ein relativ günstiger Abschluß zu erwarten fei. Salzdetfurth profitierten h ervon fast 3 Prozent- Auch Reichsbankanteile waren wieder mehr gefragt und " 5 Prozent fester. Don Elektrowerten zogen AEG-, Schuckert, Gessürel und Siemens bei lebhaftem Geschäft um 1 bis 2 Prozent an. dagegen Licht und Kraft angeboten. 3G.-Farben setzten 1 Prozent höher ein, ebenso konnten sich 3D -Farbenbonds wieder um 1,5 Prozent erholen. Stärker gefragt, jedoch ohne besonderes Geschäft, waren Scheideanstalt, die etwa um 2,5 Prozent anzogen. Die übrigen Märkte lagen zwar ruhig, doch hörte man ebenfalls um etwa 1 Prozent eichöhte Kurse. 3m Verlaufe wurde die Tendenz etwa« unsicher. Bei ruhigem Geschäft bröckelten die Kurse verschiedentlich leicht ab Am Aentenmarkt ergaben sich auf allen Marktgebieten kleine Kursbesserungen, teilweise betrugen sie bis zu 1 Prozent Am Geldmarkt blieb TageSgeld mit 8 Prozent unverändert. Devisenmarkt Berlin — ranksurt a. HL 2 ndn 3 »in 8n»U6br Jichmuig *♦-. Srte XmtrranA •rfb Zirtt 6.593 6.607 6.573 6.587 49 95 50.05 49 95 50.05 tirjfl 12.465 12.485 12.465 12.485 56.94 57.06 56 94 57.06 Scfta 3.057 3.063 3.057 3.063 (irllojib 169.66 170.00 169.73 170.07 C. Auf vielseitigen Wunsch finden meine TANZ-TEES von dieser Woche ab jeden Freitag, Samstag und Sonntag statt Abends ab 830 Uhr G ESE LLSCHAFTS-TANZ ERSTKLASSIGE JAZZ- UND TANZ-KAPELLE Sicheres Einkommen durch Uebemabme unserer Niederlage. — Herren mit nachweisbar Mark 1000.— bewerben sich unter E. 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I Im zweiten Teil behandelt der Film C H 1 X A. den ältesten lebendigen Kulturkreis der Welt. Er zeigt das Großartige der chinesichen Landschaft und das Unergründliche Mioei WWröoaö, horsk (Siegen Samsiag, den 5. März, 20 Uhr, fn der Neuen Aula der Universität 01305 Bünbischer Singabend Altdeutsche Lieder aus fünf Jahrhunderten in z> bis 4.siimmigen Sahen, gesungen von der Singschar des pfadftnderhorsis Gießen. (Eintritt: Erwachsene so Pfennig, jugendliche so Pfennig, (Erwerbslose (gegen Ausweiss 20 Pfennig. Prlea Mrsonholz ofenkertig,« Wagen 5—6 Ztr. 5.—RM. Anmachholz vro Wagen 7.- NM. sowie eerteipleetei und Spallerholi liefert 734D Jul. Wellhöfer. Televbon 2313 Leiden Sie? dann nur Bofapoth-idiaelenlnd. Nieren- ood Blasenlee das wirks.vollständ. unschädL Naturprodukt. Zu haben: In den Apotheken. Bestimmt: Pelikaa- Apotheke. 129V l Hjpolhek Mk. 1900.- gegen 10p 0 Zinsen auf ein Jahr ges. Größte Sicheriieit Gefl. schriftL Angeb. unt 1728D &. d. GS. Ans. 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Heinicke bejahte. „Und dann zu Wolf und Hefterding, Genthiner Straße." „Jawohl, Herr Kommerzienrat!" Münchmeher lehnte sich in die Polster seines Packards zurück, schloß die Augen und rechnete: Wenn Liebrach mir dann dreihunderttausend Mark vorstrecken kann und Wolf und Hefterding zweihunderttausend Mark, dann bin ich gerettet. Damit laviere ich mich schon so durch. Wenn nicht? 3a, dann... Er riß den Hut vom Kopfe, strich mit der linken Hand über seine heiße Stirn. Helene Schadow verdiente in der Tat ein Vermögen. Aber so leicht sie ihr Geld verdiente, so leicht gab sie es weg. Dem blonden Stubenmädchen im Hotel „Los Angeles" hatte sie das Geld zur Ueberfahrt nach Europa gegeben. Sie hatte für Gina Lucke eine Unmasse von Schulden bezahlt. Für einige andere dasselbe getan. Ihre Kollegen und Kolleginnen, die weniger gutgestellt waren wie sie, wußten: Zu ihr brauchte man bloß zu gehen, wenn man Geld benötigte. Sie hatte eine offene Hand für jeden. Auch die Ihren versorgte sie, die Mutter und Taubes. Aur der Friedrich nahm nichts von ihr. Und er hätte es gewiß gebrauchen können. Die Elli hatte ihr geschrieben, daß Friedrich und Eva es schwer hatten. Friedrichs Verdienst reichte kaum für den nötigen Lebensunterhalt aus. Eva müsse das ihrige dazu tun, um zurechtzukommen. Diese gab einigen Verkäuferinnen in den Abendstunden Sprachunterricht. Was sie dadurch verdiente, ging aber restlos für den Haushalt drauf. Und Elli hatte ihr nahegelegt: Hilf dem Friedrich doch! Wenn du ihm so viel geben würdest, daß er sich selbständig machen könnte! Sofort hatte Helene einen Brief an Friedrich geschrieben, worin sie ihn bat, von ihr ein kleines Kapital anzunehmen, um sich mit Hilfe dieses selbständig zu machen. Und nun wartete sie auf seine Antwort. Sie dachte es sich herrlich, daß Friedrich durch sie zu einer gesicherten Existenz kommen sollte. Eines Tages kam sie nach einer Aufnahme in Begleitung Doktor Hahns in ihr Hotel zurück, als ihr vom Portier ein Brief überreicht wurde. „Von meinem Bruder!" sagte sie, während eine helle Röte über ihr Gesicht flutete. „Erlauben Sie, Doktor, daß ich meinen Brief gleich lese?!" „Ditte, nehmen wir hier Platz!" „Run, gute Rachricht?" fragte Hahn. Sie schüttelte den Kopf. „Rein, leider verdrießliche!" Sie sah einen Augenblick versonnen vor sich hin: dann hob sie den Blick zu Hahn auf und sagte: „Doktor, ich möchte heim!" Er fuhr erschrocken auf. „Warum das? — Wir haben hier noch viel vor. Sie können mir jetzt nicht davonlaufen I Rein, auf keinen Fall! Warum wollen Sie denn jetzt heim?" Er sah sie fast böse an. „Ich habe Heimweh!" Er lachte kurz auf. „Das kommt schon mal vor. Aber es geht vorüber. Sicher! Sie müssen nur nicht daran denken. Dann ist es eines Tages weg. Schaffen Sie sich Zerstreuung — um so leichter werden Sie mit der Sache fertig! Eben haben Sie ein paar Tage Urlaub — benutzen Sie den zu einem Ausslug aufs Land!" Helene zog die Achseln hoch. „Wohin sollte ich? — Ich habe hier niemanden, zu dem ich mich für ein paar Tage flüchten könnte." Er brannte sich eine neue Zigarette an. „Hören Sie mal", sagte er, das Streichholz in eine Aschenschale werfend, „da fällt mir ein: die Luckö erzählte mir da einmal etwas von einem alten reichen Farmbesitzer, von dem Sie doch vermuten, daß er der Bruder Ihres Vaters sei..." Helene errötete. „Die gute Gina ist eine Schwätzerin —" „Das ist sie!" gab Hahn lächelnd zu. „Aber einerlei! Ich mache Ihnen den Vorschlag: suchen Sie den alten Herrn auf. Man kann nicht wissen — vielleicht stellt es sich wirklich heraus, daß er der Bruder Ihres verstorbenen Vaters ist. Das wäre doch herrlich! Dann hätten Sie einen von den Ihren ganz in Ihrer Rähe." Er redete ihr weiter zu: „Wenn Sie es wünschen, begleite ich Sie!?" „Ja, dann! Es wäre ja ganz interessant." „Ra, also!" „Bestimmen Sie, wann wir ausfahren sollen! Ich denke, die Gina nehmen wir mit. Als gute Bekannte des alten Herrn kann sie uns bei ihm einführen." Helene war auch damit einverstanden. „Wenn es Ihnen paßt, fahren wir morgen früh!?" „Gut!" „Ich werde meinem Chauffeur Bescheid sagen. Und nun will ich mich von Ihnen verabschieden. Sie wollen jetzt Ihre Ruhe haben." In ihrem Zimmer angekommen, las Helene noch einmal Friedrichs Brief. Er lautete: „Dein Anerbieten war mir wieder einmal ein Beweis Deiner schwesterlichen Liebe, die mich tief gerührt hat, und dennoch muß ich es ablehnen, und zwar aus dem Grunde, weil mir der Mut dazu fehlt, mit geliehenem Kapital ein Unternehmen zu gründen. Cs wäre doch möglich, daß das Unternehmen mißglückte. Dann wäre dein Geld verloren. Du mußt begreifen, daß ich dieses Risiko nicht auf mich nehmen kann. 3a, Lene, wenn Du sehr reich wärst, dann nähme ich skrupellos von Deinem Reichtum: aber von dem, was Du Dir in den zwei Jahren, die Du fern von uns bist, erworben und erspart hast, nehme ich nichts. Wozu sollte ich auch? Ich verdiene so viel, daß wir sorglos leben können. Und den Ehrgeiz, mich selbständig zu machen, habe ich nicht — wohl aber den innigen Wunsch, Dich bald wiederzusehen. Es würde mich unsäglich glücklich machen: Du kämst bald nach Europa zurück, kauftest Dich in Deutschland an. Weißt Du, Lene, ein Häuschen im Grünen, wie Du es Dir so oft gewünscht hast! Das uns allen gelegentlich eine Zuflucht wäre. Stelle Dir vor, wie Mutter und Elli und Kurt das genießen würden! Und ich nicht minder! Eva und unseren Jungen brächte ich Dir — unseren Jungen, auf den wir vorerst nur hoffen, der aber bald da sein wird. Vielleicht wird es auch ein Mädchen: das wäre uns ebenso lieb. Das soll dann Lene heißen. So hat es Eva bestimmt, die Dich sehr, sehr lieb hat..." '-Rührung überkam Helene und zugleich Heimweh — brennendes Heimweh, das ihr Tränen in die Augen trieb. Es war am späten Rachmittag, als Münchmeher heimkehrte. „Ist mein Schwiegersohn zu Hause?" fragte er den Diener. „Ich glaube nicht, Herr Kommerzienrat." „So gehen Sie mal hinauf und fragen Sie nach ihm! Und wenn Herr Tönnies da tft, möchte er sofort zu mir kommen!" Er ging in sein Arbeitszimmer. Als er sich eben vor seinem Schreibtisch niedergelassen hatte, erschien Rose. „Hans-Achim ist noch nicht zu Hause, Papa — aber Maria ist eben bei mir. Willst du nicht mit hinauf kommen?" „Rein!" sagte er schroff. Rose legte ihre Arme um seinen Hal-, sah ihm lächelnd ins Gesicht. „Ich gratuliere dir, Papa!" „Ach, laß mich doch mit dieser Dummheit in Ruhe!" Er streifte ihre Arme von sich?" —- „Dummheit? — Aber Papa, du hast dich doch mit Maria verlobt! Run komm und begrüße sie, wie es sich gehört!" „Schwatze keinen Unsinn!" Er wies auf das Tischtelephon. „Klingle mal in der Dank an und frage, ob Hans-Achim noch dort ist!" Sie nahm das Schallrohr aus der Gabel, und während sie die Anschluhnummer in den Apparat hineinrief, hielt sie ihren Blick auf des Vaters Gesicht gerichtet. Es zeigte einen grimmigen Ausdruck. Der hatte gewiß nichts Gutes zu bedeuten. „Ist Herr Tönnies dort? — Ja? — Bitte, sagen Sie ihm, Herr Kommerzienrat wünscht ihn zu sprechen!" Sie gab das Schallrohr dem Vater in die Hand. „So — bitte!" „Du kannst gehen, Rose!" „Ich bleibe — ich muß doch hören, was du mit Achim zu sprechen hast." Er zuckte mit den Achseln. „Achim, du?" lFortsetzung folgt.) .4 In Dosen jetzt RM. 0.25,0,50, L- In Tuben jetzt RM, 0.35,0.70 Schutz und Pflege, das wichtigste für die Haut bei jedem Wetter. Pfeilring -Lanolin-Creme wird seit 40 Jahren von Spezialisten und Sachverständigen als wirksamstes Hautpflegemittel bezeichnet. 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Tardien h \t\ birjem S MenWn li|chen wakstchen die Unter! Regierung französische keiligul l'chen Zus schlosser Tardleu eit Regierung von Ifrfji hingewiesen Verbindung floaten ohr nicht den aus den vei wirlschas! land habe. Handlungen, Nachdruck g, Aesehl werde Tard Unh ii & Quf Jaffer Aa 'wer in n Den Freist °et Reichs Renten Tlbruslungsj ? Hvesch toi J8S Perrich L? englj te-j hatten । De Keine r. Af^halaine <4 45 der moderne, reinwollene Kleiderstoff, in allen Friih- jahrsfarben... •••••••••••.....♦•••••♦••«..Meter I Fresko 1 gestreift, für Sportkleider .«•♦••••«.•••••••. 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Der Vorstand kann nicht umhin, vielmehr erachtet er es als seine Pflicht, zu betonen, daß die Tat nicht zur periön- lichen Bereicherung begangen, sondern geboren wurde aus der leider herrschenden Atmosphäre deS Konkurrenzkampfes beider Gießener Sportvereine. 1720 d V. f. B. 08, e. V., Gießen. Oer Vorstand. Familien-Drucksachen verlobungsanzeigen . Vermahlungsanzeigen bei Bruni. SchulstraBe Geburtsanzeigen Sröfiling hilft sparen! Illllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Limburger Stangen-Käse V* Pfund 8 Pfennig Schweizerkäse großgelocht 7» Pfund 30 Pfennig Schinken gekocht, saftig /4 Pfund 32 Pfennig Tafel-Margarine i. P , Pfund 36 Pfennig Salatöl helles Liter 45 Pfennig 1?08v ASa&am Bahnhofstraße 49 T , Gienen Walltorstrafie 2 TeL 3263 'NeuhfiM