Ul den... 20 neuartige in Berlin aus- jibt's keine. — Portemonnaie! , u//nterhoÜ Droge1"1® *ttZPia® io »M .ends 8,15 Uhr, sprechen Hen'- Nene,„ '' und Galle., , b*n ihn 'genen Angaben Beschwerden. Vertreter: ,M6V retn- Urednerstr, 24 breibep/EinfeDdeniW y, K-'" Ihnen ’J^’j^Äem- BÜÄe’si« dch von Ihr® ft angelt jffdD.ItOM KM ' Fru|dda: Hold »“ „ yn tzZUZ ®SaUhr’ 8ch0tt M-'V S"12 Uhr, iL.irfli E. Jöfage Ekandin^^ben. ) dirkt sj^kch "stnd die inSff Qten übe? An di« verursach? hitj. u! Fein?) !rhr i?"' •* b'L Oktober- mitt TQb> 1.3)X6'8 10 cm ad: nm 1 m t|e °>n WBerlli r, tiieißH über Ä* Pfennig 77,70 .Orlsjmpeßiefien ) ist führend mg 117 Onitf und Verlag: vrLHI'sche Unweifitäls Such- und Steindnickere! H. Lange in Sietzen. Lchriftleitung und S-ichästsftelle: Schulftratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. 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November 1932 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Schwierigkeiten der englischen Abrüstungsberaiungen Starke Sehnsucht nach Deutschlands Rückkehr zur Abrüstungskonferenz. London, 2. Roo. (2BIB.) Die an der Abrüstungsfrage hauptsächlich interessierten Minister haben sich gestern versammelt, um die in der vorgestrigen Kabinettssihung begonnenen Beratungen fortzusehen. Es handelt sich offenbar um die Prüfung der englischen Abrüst u n g s p o l i t i k im Lichte der jüngsten Ereignisse. An den gestrigen langwierigen Beratungen des Kabinettsausschusses für Abrüstungsfragen nahmen, wie der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" meldet, außer mehreren Ministern auch einige Sachverständige teil. Die Tatsache, daß es seht einen französischen und einen amerikanischen Plan gibt, werde nicht als ausreichender Grund betrachtet, die britischen Vorschläge über die qualitative Abrüstung zurückzuziehen. Allerdings bestehe anscheinend ziemliche Einstimmigkeit in Begierungskreisen, daß es besser wäre, Deutschland bald zur Abrüstungskonferenz zurückzubringen, als in Abwesenheit Deutschlands einen Plan auszuarbeiten und ihn dann Deutschland zur Genehmigung oder zur Kritik zu unterbreiten. Ls handelt sich ferner darum, einen Ausgleich zwischen den militärischen und den politischen Forderunge zu finden. Offensichtlich vertreten die militärischen Dienststellen ihre Rechte sehr energisch. Infolgedessen ist das verbleiben des Außenministers in London unerläßlich geworden, so daß er vorläufig nicht n a ch G e n f geht. An seiner Stelle wird dec Anterstaatssekretär im englischen Außenministerium, Eden, zur Teilnahme an den Abrüstungsverhandlungen nach Genf reisen. Wird Macdonald in Genf erscheinen? London, 1.Nov. (ÄZDB.) Der diplomatische Korrespondent iws „Daily Telegraph" bemerkt zu der Frage, ob Macdonald Ende des Monats nach Genf gehen werde, die Entscheidung darüber werde wolst beeinflußt werden durch das Ergebnis der Bcsp"?chungen, die der amerikanische Delegierte Norman Davis mit dem Reichsaußenminister Freiherrn v. Neurath zu führen beabsichtige, wenn dieser anläßlilch der Sondersession des Völkerbundsrats am 14. November nach Genf komme. Oer englische Kriegsminister bremst. London, 1. Nov. ($11.) Der englische Kriegsminister Lord Hailsham sprach hier, offensichtlich im Hinblicks auf den neuen französischen Abrüstungsplan, über die Bedeutung der Territorialarmee, die das Kriegsministerium für einen wichtigen Teil der englischen Verteidigungskräfte halte. 2n der Hoffnung, in der Abrüstung mit gutem Beispiel vor- anzugchen, habe England sein Heer so weit herabgesetzt, wie es mit der Sicherheit noch vereinbar sei. Weitere Gründe für die Heeresverminderung in England waren die Leistungsfähigkeit des gegenwärtigen Aufbaues des Heeres und die Einführung der Mechanisierung. die eine englische Erfindung sei und den Tank geschaffen habe. Cs gebe einige Leute, so sagte der Kriegsminister, die den Tank als eine Angriffswaffe bezeichnen. Er sei aber das einzige Mittel, um Infanterielinien gegen moderne Schnellfeuergewehre und andere Angriffswaffen zu schützen. Herrio-s Fußangeln. Die Entwicklung, die den: A b r ü st u n g s bestre- bungen durch die neue französische Initiative gegeben werden soll, wird natürlich auch von Deutschland mit großer Aufmerksamkeit zu verfolgen sein. Äus "dm freundlichen Aeußerun- gen, die der Führer der amerikanischen Delegation, 'Hormon Davis, nach seinen Wochenend- bcsprechungen mit Herr iot in der Pariser Presse veröffentlicht hat, darf man vielleicht den Schluß ziehen, daß es richtig war, wenn man sich in Berlin den Veröffentlichungen über den konstruktiven Plan nicht von vornherein entgegenstellte. Mir dürfen natürlich gerade gegenüber Amerika nicht den Eindruck erwecken, als ob unsere Gleichberechtigung sforderung nur auf unsere eigene Aufrüstung, nicht aber auf die allgemeine Abrüstung zielte. Der französische Plan enthält in der Tat einige theoretische Formulierungen für eine ziemlich weitgehende Ab- rüstung und über eine internationale Polizeimacht, über die man nach dem Zugeständnis der unbedingten Gleichberechtigung nicht jede Verhandlung ablehnen darf, wenn wir uns nicht in ein falsches Licht setzen wollen.- Natürlich wird man sich auch in der Wilhelm- straße darüber klar sein, daß es sich tatsächlich nur um theoretische Formulierungen handelt und daß es Frankreich im Grunde nun darauf ankommt, einen Ausgleich zwischen den hechgerüsteten Staaten ohne Rücksicht auf die deutsche Forderung nach Gleichberechtigung her- beizusühren. Vor allem ist es für uns ein ganz unmöglicher Gedanke, in das System der kontinentalen Sicherheitsverträge, wie es den französischen Absichten zu entsprechen scheint, einen neuen Vertrag zwischen Deutschland und Polen einschalten zu lassen, der selbstverständlich die blutende deutsche Grenze im Osten verewigen soll und in seiner Bedeutung über Locarno hinausgehen würde. Wenn das die Voraussetzung dafür sein soll, daß Frankreich in den Verhandlungen über den konstruktiven Plan den Grundsatz der Gleichberechtigung anerkennt, dann allerdings wird man sich einen anderen Verhandlungspartner suchen müssen. Daß sich diesmal ch e r r i o t die Sache sehr genau überlegt hat, geht schon aus der in seinem Plan enthaltenen Rücksichtnahme auf die englischen Sonderwünsche hervor. Vor allem soll England von der Abschaffung der Berufsheere ausgenommen undA mit geringeren Garantieverpflichtungen in das System der kontinentalen .Sicherheitsverträge einbezogen werden. Wenn man sich in England und den Vereinigten Staaten durch solche Rücksichtnahme und durch die geschickte juristische Konstruktion des französischen Planes zunächst für ihn einnehmen lassen sollte, so wird man doch im Laufe der Verhandlungen auch in London und Washington bald zu der Erkenntnis gelangen müssen, daß Frankreich mit seinem konstruktiven .Plan nur einen Schleier schaffen will, hinter dem es seine Rüstungspolitik und feine Bestrebungen im Sinne der militärischen Hege-monie auf dem Kontinent fortsetzen kann. Der Pferdefuß wird schon da sichtbar, wo Herriot den Staaten, die überseeischen Besitz haben, die Verfügung über spezialisierte Streitkräfte Vorbehalten will. Dieses Recht besonderer Rüstungen soll dann offenbar in erster Linie für Frankreich und zwar in den nordafrikanischen Besitzungen und ebenso selbstverständlich nicht für Deutschland gelten. OLplomaten-Empfänge beim Reichspräsidenten. Berlin, 1. Nov. (WTB.) Der Herr Reichspräsident empfing heute den neuernannten deutschen Botschafter in London, Dr. v. Hoesch, den neuernannten deutschen Botschafter in Paris Roland Köster sowie den deutschen Gesandten in Stockholm Dr. o. Rosenberg. Danziger Protefl gegen polnischen Vertragsbruch Polen unterbindet die Wareneinfuhr aus Danzig. Danzig, l.Rov. (WTB.) Der Senat hat am Montag an den Vertreter Polens eine Rote gerichtet, in der es u. a. heißt: „Unter dem 22. Oktober d. I. hatte ich mich erneut an Sie gewandt wegen der Behinderung des Absatzes Danziger Waren nach Polen. Immer weitere Vorstellungen werden täglich bei dem Senat von Danziger Firmen gemacht, daß die Beschlagnahmungen Danziger Waren in Polen und die Abdrängung der Danziger Waren von dem polnischen Markt nicht nur nicht nachgelassen haben, sondern sogar weiter verschärft worden sind. Die polnischen Grenzstellen sind inzwischen dazu übergegangen, Danziger waren nur dann über die Grenze zu lassen, wenn die Einfuhrgenehmigung eines polnischen Zollinspektors vorgelegt wird. Dies bedeutet nichts anderes, als daß für jede Einfuhr von Danziger Waren nach Polen eine Einfuhrgenehmigung nach polnischer Anschauung erforderlich ist, und daß die Einfuhr von Danziger Waren von der willkürlichen Ausstellung irgendwelcher Bedingungen, die mit den bestehenden Verträgen in Widerspruch stehen, von polnischen Zollinspektoren abhängig ist. Da ich es trotzdem immer noch nicht für möglich halte, daß die polnische Regierung in offener Form unter den Augen des Herrn Hohen Kommissars die- Verträge verletzen will, muß ich Sie, Herr Minister, dringend bitten, auf meine Vorstellungen vom 22. September, vom 22. Oktober und vom heutigen Tage mir umgehend mitteilen zu wollen, ob Sie bereit sind, dahin zu wirken, daß unverzüglich ein den Verträgen entsprechender Zu st and in dem Warenverkehr von Danzig nach Polen wieder hergestellt wird." Die Presse st elle des Senats meldet hierzu ergänzend: Polnische Privatpersonen und polnische Beamte versuchen mit allen Mitteln, die polnischen Kaufleute von dem Bezüge Danziger Waren abzuhalten. Man geht sogar so weit, daß polnische Kaufleute, die Danziger Waren kaufen, alsMörder des polnischen Staates bezeichnet werden. Mrokkamscher Gesprächsstoff in Madrid. Welche Vorschläge macht Herriot den Spaniern? — Was werden England und Italien dazu sagen? Von unserem B.-Derichterstatter. (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Tanger, 31. Oktober 1932. Unser Leben steht still! Darüber besteht kein Zweifel. Der flüchtige Besucher darf sich nicht durch die Lebendigkeit in den engen Gassen der Cingebo enftaöt und durch das Treiben in den europäischen Cafes am Sokoplatz täuschen lassen. Der Handel stockt, die Verwaltungskassen sind leer. Die Ursache des Riedergangs erblicken die einen, insbesondere die Spanier, in den Verwicklungen der zwischenstaatlichen Ordnung, die Franzosen wieder machen das fehlende Hinterland dafür verantwortlich. Das spanische Element ist zweifelsohne in Tanger am stärksten vertreten. Jeder Maure spricht spanisch, und spanisch ist auch die Umgangssprache der zahlreichen spa- niolischen Juden. Die spanische Schutzzone keilt das zwischenstaatliche Tanger von beiden Seiten ein. Gegenüber, durch d.e schmale Meerenge getrennt, liegt das spanische Festland, in spanischen Händen liegt der größte Teil des Handels, namentlich des Einzelhandels, aber den größten Einfluß in machtpolitischer Beziehung besitzt Frankreich, denn Tanger ist nicht nur international, sondern es untersteht gleichzeitig der Oberhoheit des Sultans. Die Franzosen haben kein Interesse, Spanien in Tanger und dessen Umgebung vor allzu große Schwierigkeiten zu stellen. Denn diese würden — bis ins Letzte durchdacht — Frankreich einmal veranlassen' können, die Rachfolge Spaniens übernehmen zu müssen und bis an das Mittelländische Meer vorzu'stoßen. Das aber müßte einen offenen Bruch mit England und Italien nach sich ziehen, den hervorzurufen Frankreich sich scheuen dürfte. Bei England und nicht bei Frankreich, liegt durch seine Stellung in Gibraltar auch der Schlüssel zur gegenwärtigen Lage in Tanger. Der Hafen von Tanger ist nur nach Westen zu durch eine Landzunge geschützt. Rach Osten liegt er offen unter den Kanonen Gibraltars. Bei klarem Wetter kann man den Felsen, wie er sich am Horizont drohend aus dem Flachland erhebt, deutlich sehen, und am 1 Abend schimmern die Lichter von Gibraltar nach Tanger herüber. Solange Tanger unbefestigt eine zwischenstaatlich verwaltete Zone und das Rifufer mit Ceuta und Melilla in schwachen spanischen Händen bleibt, hat England nichts für die Bedeutung der Festung Gibraltar und für den Kriegshafen zu fürchten. Anders aber wäre es, wollte sich Frankreich an der afrikanischen Rordküste festsetzen. Die Legende der ilnein« nefjmbarfeit Gibraltars ist heute nicht mehr stichhaltig. Deshalb wird es England nie gestatten, daß sich als Rachfolgerin Spaniens eine Großmacht niederläßt, selbst dann nicht, wenn sie sich vertraglich verpflichtet, von Befestigungen abzusehen. Nun ist es fein Geheimnis, daß die spanische Republif sich gerne der kostspieligen und undankbaren Rifzone entledigen möchte, die nur Blut und Geld gekostet hat, ohne den geringsten Vorteil zu gewähren. Anders liegen die Verhältnisse in Tanger und vielleicht auch in T e - tu a n und in Laroche, die für Spanien einen greifbaren Wert besitzen und vom spanischen Handel beherrscht werden. Aber niemand weiß recht, auf welche Art eine Abänderung der gegenwärtigen Verhältnisse geschaffen werden könnte. Nun hat der Besuch des französischen Ministerpräsidenten Herriot in Madrid Hoffnungen erweckt, daß eine Neuregelung der Verhältnisse in Marokko sich in der Ferne zeigt, woraus vor allem Tanger Nutzen ziehen könnte. Die Aussichten werden durch einen Schritt des französischen Botschafters bei der Madrider Regierung bestätigt. Der Botschafter hat vorgeschlagen, Spanien eine Vormacht- ftellung in Tanger einzuräumen gegen die Gewährung des Rechtes für die französischen Truppen, die aufständischen Stämme des südlichen Atlas, mit'denen die Franzosen in verlustreichen Kämpfen liegen, indasspanischeRiodeOrogebiet verfolgen zu dürfen, wo sich die „Rebellen" unbehindert mit Waffen und Nahrungsmitteln versehen. Der Vorschlag ist in der spanischen Oefsent- lichkeit mit Wärme ausgenommen worden, da das Wüstengebiet an der Rio de Oroküste für Spanien gar keinen Wert besitzt, eine Stärkung der spanischen Stellung in Tanger aber greifbare Vorteile verspricht und außerdem der spanischen Eigenliebe schmeichelt. Jedoch besitzt Frankreich allein feine Rechtsgrundlage, um eine Aende- rung der Verhältnisse in Tanger vornehmen zu können, die anderen Mandatsmächte müßten gleichfalls ihre Zustimmung geben, und da tauchen Fragen auf, die sich nicht so ohne weiteres entscheiden lassen. England hält an dem gegenwärtigen Zustand in Tanger fest, würde aber vielleicht nichts 'dagegen einzuwenden haben, wenn an die Stelle des stärkeren Frankreich Spanien eine Vormachtstellung einnimmt. Jedoch nur unter der Voraussetzung, daß Frankreich keine Gegenleistung im Rifgebiet erhält. Ein Vordringen Frankreichs in das Rio de Drogebiet würde aber die französische Stellung in der Sahara st ä r - >k e n, vor allem aber würde ein gefährliches Beispiel geschaffen, indem französischen farbigen Truppen der Ein- und Durchmarsch durch spanisches Hoheitsgebiet gestattet wird. Denkt man an die entfernte Möglichkeit eines französisch-italienischen Bruches, so ergeben sich daraus unabsehbare Folge- irungen. Es ist deshalb anzunehmen, daß auch Italien bei den Verhandlungen, die sich vorzeichnen, nicht uninteressiert seitab stehen bleiben wird. Richt ganz nach Wunsch. Paris, l.Rov. (TU.) Die Reise Her- riots nach Madrid entwickelt sich n i ch t so, wie man nach dem begeisterten Empfang, der ihm an der Grenze bereitet wurde, angenommen hatte. Die große Mehrheit der Bevölkerung scheint dem Besuch des französischen Ministerpräsidenten völlig teilnahmslos gegenüberzustehen. Man hat sogar wenig erfreuliche Aufschriften, die gegen Herriot gerichtet waren, von den Häusermauern entfernen müssen. Herriot stattete heute vormittag im Escorial- Palast einen Besuch ab. Mittags veranstaltete der Präsident der spanischen Republik zu Ehren Herriots ein Frühstück. Dann erfolgte die Feierlichkeit der Verleihung des höchsten Grades den neuen Ordens der spanischen Republik an Herriot. Oie Begleitmusik der pariser presse. Paris, l. Rov. (TA.) Die Pariser Morgenblätter widmen dem Madrider Aufenthalt Herriots spaltenlange Artikel, in denen alle Einzelheiten ausführlich wiedergegeben werden. Sämtliche Sonderberichterstatter legen noch einmal besonderen Wert auf die Feststellung, daß die Reise Herriots keinen geheimen Charakter trage, und daß die in der in- und ausländischen Presse verbreite en Gerüchte von dem Abschluß giwisser französisch-spanischer Abkommen den Tatsachen widersprächen. Keine Einfuhr-Verständigung mit Dänemark. Kopenhagen, 1. Rov. (TU.) Die deutsch-dänischen W i r t s ch a f t s v e r- Handlungen wurden am Dienstag abgeschlossen. Cs wurde folgende gemeinsame Mitteilung herausgegeben: „Die zwischen einer deutschen Regierungsabordnung und Vertretern der dänischen Regierung und Landwirtschaft geführten Wirtschaftsbesprechungen sind heute zum Abschluß gekommen. Die deutsche Abordnung hat die Absicht, ihrer Regierung über die Kontingentierung der Einfuhr von Schlachtvieh, Mais und Käse dargelegt. Die dänischen Vertreter Haden in eingehender Aussprache ihre grundsätzlichen Bedenken sowohl gegen die Kontingentierung überhaupt, als auch insbesondere hinsichtlich der vorgenannten Waren mitgeteilt. Die deutsche Abordnung wird ihrer Regierung über den Verlauf und das Ergebnis der Aussprache Bericht erstatten.“ Die deutsche Abordnung unter Führung von Ministerialrat Dr. Walter wird am Mittwoch nach Berlin zurückkehren. Eine Einigung ist also nicht erzielt worden. 7,8 Millionen Mark Defizit in Hessen. Der Abschluß der ersten 5 Monate des Rechnungsjahres 1932. WSR. Darmstadt, 1. Rov. 2kach dem Ausweis des Finanzministeriums über die Einnahmen und Ausgaben des Landes Hessen per äl l t i m o August für die bis- l-erigen fünf Monate des laufenden Rechnungsjahres betrugen die Gesamteinnahmen im ordentlichen Haushalt insgesamt 23 ,229 Millionen Mark, und zwar aus Rcichs- ft eitern 12,221 Mill. Mk., La ödes steuern 11,521 Millionen Mark, wovon Reichssteueranteile an Gemeinden und Gemeindeverbände in Höhe von 5,529 Mill. Mk. zu überweisen sind. Unter den sonstigen Einnahmen ergaben die Rechtspflege 1,145 Mill. Mk., Schule, Wissenschaft, Kunst und Kirche 0,032 Mill. Mk. und aus der übrigen Landesverwaltung 5,040 Mill. Mark. Bei den Betrieben ist noch ein Zuschuß von 1,221 Mill. Mark ausgeworsen. Die Ausgaben beliefen sich auf insgesamt 3 1,012 Millionen Mark, und zwar für die allgemeine Verwaltung einschließlich Polizei 4,722 Mill. Mk., für die Rechtspflege 2.933 Millionen Mk., für Verkehrswesen 0,103 Mill. Mark, für Schule, Wissenschaft, Kunst und Kir- Oer Kommandant der ,/7lio6eZf vor dem Kriegsgericht. ..v/Xlfe, Kapitänleutnant Ruhfus, der Kommandant des Schulschiffs „Niobe", wird am 3. November vor dem Kriegsgericht in Kiel stehen, um sich gegen alle Vorwürfe, die gegen ihn nach dem tragischen Untergang der „Niobe" gerichtet wurden, zu verteidigen. chen 9,969 Millionen Mari, für soziale Maßnahmen u nd Gesundheitswesen 1.C65 Millionen Mark, für Wohnungswesen 0,348 Millionen Mark, für den Schuldendienst 1.767 Mill. Mk., für Ruhegehälter 6,257 Mill. Mk. und sonstige Ausgaben 3,851 Mill. Mark. Per A 11 i m o A u - g u st ergibt sich also für das lausende Rechnungsjahr eine rechnerische Mindereinnahme von 7,783 Millionen Mark. Im außerordentlichen Haushalt stehen zu dem gleichen Zeitpunkt 0,431 Mill. Mk. Einnahmen 0.397 Mill. Mk. Ausgaben gegenüber. Anträge im Hessischen Landtag. Darmstadt, 1. Rov. (WHP.) Unter den neuen Anträgen, die im Hessische n Landtag eingebracht worden sind, ist von den nationalsozialistischen Anträgen u. a. ein Antrag beachtenswert, der bei Vergebung von staatlichen und kommunalen Lieferungs- und Arbeitsausträgen des Staates, der Gemeinden und der öffentlichen Körperschaften wünscht, daß vor allen andern he^s fische Lieferanten und Unternehmer berücksichtigt werden, daß nach Möglichkeit Handwerks- und Kleinbetriebe bevorzugt und jeder Bezug von Warenhäusern. Konsumvereinen und ähnlichen Unternehmungen unterbleiben solle. Ein weiterer Antrag verlangt, daß in den öffent° lichenHeilan st alten, Krankenhäusern usw. keine gewerblichen Arbeiten ausgeführt werden, die das ortsansässige Gewerbe zu schädigen geeignet sind. Außerdem soll die Regierung verhindern, daß die Zuckerrübengelder der Landwirtschaft für Steuern oder öffentliche Gefälle, auch der Cntwässerungsverbände, gepfändet werden. Die Regierung soll unverzüglich die Vereinfachung der hessischen Verwaltung in organischer Weise in Angriff nehmen und dem Landtag bis spätestens 1. Dezember eine Vorlage -unterbreiten. In einem andern Antrag verlangen die Ratio- nalsozialisten zur Verhinderung des Doppelverdien erunwesens, daß die Reg erung 1. alle verheirateten weiblichen Ange- steltten he^s scher Behörden oder öffentlicher Betriebe, Seien Ehemann ein regelmäßiges, zum Unterhalt beider Ehegatten ausreichendes Einkommen hat. zum nächsten Kündigungstermin entläßt, de^g e chen alle verheirateten männl chen Angestellten deren Ehefrau ein regelmäßiges zum Unterhalt beider Ehegatten ausreichendes Einkommen hat, falls sie nicht die Ehefrau zur Aufgabe ihrer Stellung veranlassen; 2. daß bei allen ledigen weiblichen Angestellten unter 25 Jahren sofort geprüft wird, ob die wirtschaftliche Lage ihrer Eltern ein selbständiges Einkommen notwendig erscheinen läßt und daß diejenigen, für die diese Frage verneint wird, zum nächsten Kündigungstermin entlassen werden; 3. daß die so frei- werdenden Stellen sofort wieder besetzt werden, wobei verheiratete Angestellte vor den ledigen und Kriegsbeschädigte und Frontsoldaten vor andern zu bevorzugen sind; 4. daß allen Beamten, deren Ehegatten als Beamte oder Angestellte e n regelmäßiges Einkommen haben, cm gegeben wird, d cse zur Aufgabe der Stellung zu veranlassen; 5. daß jede Rebenbefchäfti- g u n g von männlichen und weiblichen Beamten in schärfster Weise verhindert toirS. In einem weiteren nationalsozialistischen Antrag zur „Bekämpfung des jüdischen Einflusses" wird die Regierung ersucht, „folgende Maßnahmen durch geeignete Derwaltungs- anordnungen durchzuführen bzw. die für ihre Durchführung erforderlichen Gesetzentwürfe dem Landtag vorzulegen: 1. Die Aenderung jüdischer Vor- und Familiennamen wird verboten. 2. Alle in Hessen wohnenden Personen jüdischen Stammes und Glaubens haben, sofern sie einen nichtjüdischen Vornamen führen, diesem ihren Synagogennamen beizufügen. 3. Alle seit dem 1.August 1914 eingewanderten Ostjuden werden aus dem Gebiet des Dolksstaates Hessen ausgewiesen. 4. Der Gebrauch der jüdischen Sprache beim Dieh- handel ist verboten. 5* Firmenbezeichnungen müssen immer den wirklichen Inhaber erkennen lassen. Soweit der Erlaß der zur Durchführung vorstehender Maßnahmen erforderlichen Rechtsnormen die Zuständigkeit des Volksstaates Hessen überschreitet, wird die Regierung ersucht, bei der Reichsregierung auf den Erlaß entsprechender reichsrecktlicher Vorschriften zu dringen." Die englischen Hungermürschler gegen das Parlament. London, 1.Rov. (LU.) „M assenangriff de r Hungermürschler aus das Par- l a m e n t" ist das Schlagwort, das am Dienstagabend ganz London in Atem hielt. Die Hunger- märschler, die dauernd mit roten Bannern durch die Straßen marschieren, erklären, sie wollten das Parlament am Dienstagabend (türmen, um ihre Forderungen anzuh5ren und ihre von einer Million Menschen unterschriebene Bittschrift entgegenzunehmen. Sie gaben die Parole aus, sich um 20.30 Ahr MEZ. vor dem Parlamentsgebäude zu sammeln. In Flugb'ättem werden die Schutzleute ausgeford^rt. ihre Gummiknüppel nicht zu gebrauchen. Die Polizei hat Maßnahmen ergriffen, um die Drohung der Hungermürschler zu vereiteln. Sie führte am Dienstagmittag eine Durchsuchung der Zentrale der kommunistischen Organisation „A r b e i t s I o s e n b e w e- gung" aus, die den Hungermarsch in Szene gesetzt hat. Es wurden fünf Zentner Schriftstücke beschlagnahmt. Der Kommunistenführer Hannington wurde testgenommen, dem Richter vorgeführt und für eine Woche in lln° tersuchungshaftgenommen H. hatte bei einer Kundgebung die Schutzleute au'gefordert, mit den Hungermürfch'een zufaume'zu e e.i. Auch ein anderer Kommun stensührer wurde verhaftet. Als die Verhaftung Hanningtons begannt wurde, versuchten mehrere hundert Hungermärschlec das Polizeigericht zu stürmen. Sie wurden jedoch von den Schutzleuten zurückgeschlagen. In dem Bezirk um das Parlament wurden Tausende von Schutzleuten zusammengezogen. Das Parlament ist von einer staclea Po.izeckette umgeben. Innerhalb d r La n- meüe um das Parlament dürfen keine Kundgebungen stattfinden. Bisher wurden fünfzig Pers on en lest genommen. Aus aller Welt Beileid des Reichsverkehrsministers jum Unglück des Köln-Londoner Postflugzeugs. Der Reichspoft- und Reichsoerteyrsminister hat folgendes Telegramm an die Deutsche Lufthansa Onkel Oschas Zlyarren. (Sin attltvrandua es Zdyi». 33on Sieqfned von Deqefacl. Onkel Osct)a war unser Lieblingsonkel, der richtige Kinderonkel, mit einem mächtigen weißen Bart, den er immer in zwei Zipfeln nach rechts und nach links auseinanderstrich, bujchigen Augenbrauen, unter denen zwei knabenhaft spitzbübische Augen lustig hervorblitzten, und einem hellen herzlichen Lachen, wie ich es ftfnft bei keinem Menschen gehört habe. Onkel Ofcha war als kleiner Junge gefallen und deshalb im Nucken ein wenig verwachsen. Mit feinem breiten; merkwürdig kurzen Oberkörper, der sich hurtig und lebhaft hin und her bewegte, hatte ■er etwas Gnomenhaftes, besonders abends, wenn wir mit ihm durch die Zimmer tollten, und er mit dem weißen Elfenbein-Papiermesser hinter uns herrannte, um uns die Köpfe abzusäbeln. Onkel Oscha hatte selbst keine Kinder, war unverheiratet und hielt es nie lange auf seinem etwas verwahrlosten Gute aus. Er war deshalb immer unterwegs mit seiner kleinen Kaiesche oDer J)em altmodischen „Wajok", einem Kupee auf Schlittenkufen, und dem alten Kutscher Maarz auf dem Bock, von einem Gut zum andern immer bei Verwandten zum Besuch. Und niemals gab es einen größeren Jubel, als wenn seine . bekannten vier braunen Rosse auf der Landstraße sichtbar wurden, in die Allee einbogen und vor der Veranda hielten. Dann schallte es durchs ganze Haus: „Onkel Oscha ist da' Onkel Oscha ist da!" Und kein Onkel in der ganzen Verwandtschaft wurde von uns Kindern so begeistert begrüßt wie Onkel Oscha, wenn er dann im weißen Staubmam tel oder im dicken Fuchspelz hervorkroch und gleich als erstes jedem von uns eine Tüte Karamellbon- bons aus den Ohren zog! Denn das war seine Spezialität: er zog so lange an den Ohrläppchen, bis eine Tüte Bonbons herauskam! Im Winter prüfte Onkel Oscha immer genau die Temperatur in seinem Gastzimmer, denn er konnte nur schlafen, wenn es so heiß war, daß sich „bie Haare kräuselten". Und deshalb wurde schon tagelang vorher 'c;n Zimmer wenn man ihn erwartete. Onkel Oscha yali. Schwache im gute Zigarren. Beim Morgenkaffee lag immer ein schweres silbernes Kästchen neben seinem Platz, das mit köstlichen „Bafonettas" gefüllt war, die er direkt aus Hamburg bezog Und bei der letzten Kaffeetasse kam dann der feierliche Augenblick, wenn Onkel Oscha das Kästchen öffnete, eine dicke Zigarre herausholte, sie umständlich beschnitt und mit liefern Behagen in Brand steckte Und da dachten wir uns einmal etwas ganz Tolles aus. Wir hatten in der Frühe eine Maus lebendig gefangen, Onkel Oschas Zigarrenkästchen geleert und die Maus hineingesteckt Nun faßen mir zitternd, vor Spannung beim Morgenkaffee um den Tisch und warteten auf den feierlichen Augenblick, wenn der Onkei das Kästchen öffnen würde. Und da kam er. Onkel Oscha lehnt sich behaglich in den Korbsessel zurück, schlägt den Deckel auf, — und wie ein Strich schießt die Maus über das weiße Tischtuch! Für diesen Streich mußten wir allerdings büßen, da half uns kein „Mundjpitzen", und Onkel Oscha zog uns allen der Reihe nach die Hosen stramm, bis wir „die (Engel im Himmel pfeifen hörten." Am nächsten Morgen sann ich mir aber etwas Neues aus. Wie der Onkel ein wenig zur Seite schaut, nehme ich heimlich das Zigarrenkästchen, doch mit Absicht jo, daß er es bemerken mußte, trage es ins Zimmer und bringe es gleich daraus ebenso geheimnisvoll wieder zurück Ich sehe, wie es in Onkel Oschas Augen triumphierend blitzt, aber er läßt sich nichts anmerken. Nach dem Kaffee nimmt er das Zigarrenkäftchen in die Hand, steht auf, ruft mich zu sich und erklärt feierlich. „Nun komm mal mit!" Und neugierig folgen wir ihm alle nach. Onkel Oscha geht triumphierend voran, das silberne Kästchen bleibt immer fest in der Hand. Er geht bis zum nahen Teich, bleibt aus dem schmalen Brettersteg stehen und donnert mich an: ,Hetzt paß mal auf — diesmal habe ich dich angeführt!" Und damit beugt sich Onkel Oscha tief über das Wasser und öffnet vorsichtig das Kästchen nach unten: zehn köstliche dicke „Bajonettas" plumpsen in den Teich — Onkel Oscha starrt sprachlos in die Tiefe, dann stürzt er auf mich 'os, aber jubelnd fliehen wir alle auseinander, und der gute Onkel mußte feine geliebten Zigarren allein aus dem Wasser fischen. Sronon fehrf von feinem WMna Möck. i is r l ■ Xfi SW. % Nach der Zurücklegung einer Flugstrecke von rund 60000 km ist der deutsche Pilot von Gronau mit seinem Flugzeug gestern duf der Insel Cypern eingetroffen, von wo er in den nächsten Tagen nach Deutschland zurückkehrt. Mit Ausnahme der Notlandung im Bengalischen Meerbusen hat die Dornier-Maschine die riesige Strecke über Meere und Gebirge, in grönländischer Eiseskälte und tro- vischer Hitze bisher ohne jeden Unfall geschafft. — Unser Bild zeigt Gronau mit seinen Kameraden an Bord des Dornier-Wals, mit dem er die Welt umkreiste. Berlin gesandt: Da der Lod der Flugzeug- besatzung beim Anfall auf dem Reichspostflug vom 29. Oktober traurige Gewißheit zu sein scheint, spreche ich Ihnen zu dem schweren Verlust meine herzlichste Teilnahme aus mit der Ditte, diese auch den Angehörigen der beiden Verunglückten zu übermitteln. Das Ereignis berührt mich um so schmerzlicher, als es ganz kurz vor dem Abschluß einer Flugperiode einftat, die nach ihren flugtechnischen Ergebnissen einen unverkennbaren Fortschritt in der Entwicklung der Reichspostflüge bedeutet, um den auch die verunglückte Besatzung sich besonders verdient gemacht hat. „Graf Zeppelin" auf der Heimreise. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" erreichte, einem Funkspruch aus Friedrichshafen zufolge, auf seiner Rückfahrt am Dienstag um 23 Ahr MEZ. die Kanadischen Inseln. vier Fischer ertrunken. Dieser Tage waren vier Fischer aus Rest bei Köslin in See gefahren, um ihre ausgelegten Retze einzuholen. Von dieser Fahrt tarnen die Fischer nicht zurück. Jetzt wurde ihr Book am Strande bei Rest leer angetr eben. Man muß annehmen, daß die vier Fischer — es handelt sich'um drei Vettern namens Erdmann und einen Fritz Schwartz aus Rest — ertrunken sind. Sturm- und Ueberschwemmungsschäden in Frankreich. Aus den nordfranzösifchen Hafenstädten und Badeorten werden weitere schwere Sturm- s ch ä d e n gemeldet. Besonders Trouville, Deauville, Cherbourg und St. Malo haben schwer gelitten. Der Strand von Trouville ist mit Brettern und Baumstämmen besät. Eine ganze Reihe von Lotalzügen mußte den Verkehr einstellen. Aus Cherbourg werden 8 O 8 - R u f e einer größeren Zahl von Schiffen gemeldet, die sich im Aermelkanal befinden. Der Hasendienst in Sankt Malo mußte eingestellt werden. — Auch aus den innerfranzösischen Provinzen werden schwere Sturm - und Regenschäden gemeldet. Die Marne und ihre Rebenflüsse sind in der Gegend von Chalons aus den Äsern getreten und haben weite Flächen überschwemmt. Verschiedene Ortschaften sind vollkommen von der Außenwelt abgesperrt. Die Landstraßen sind teilweise stark überschwemmt. Chalons-sur-Saone bietet den gleichen Anblick. Die kleineren Flüsse in der Am- gebung der Stadt sind sämtlich überdieAfer getreten. Auch in Rordfrarckreich wurde viel Schaden angerichtet. Die Maa-S steigt in beunruhigender Weife. Ergebnislose Suche nach den verschollenen Gotländern. Die Suche nach den 18 lungen Gotländer, die sich vor einigen Tagen im Schifferboot aufs Meer begeben hatten, ist erfolglos geblieben. Der Abendpresse zufolge hält man es für möglich, daß bafc Boot nachts von einem der vor Gotland liegenden russischen Kriegsschiffe überfahren worden ist. Czner anderen Vermutung nach sollen die jungen Leutd photographische Ausnahmen von den russischen Kriegsschis en gemacht haben und deshalb an Bord eines der Kriegsschiffe gebracht worden fein. Die russische Gesandtin in Stockholm. Frau Koll on t a i, hält dies für ausgeschlossen. Reue Erdstöße in Ehalkidike. Auf der Halb.nse. Ehalkidike wurde, wie ein Funtsprach aus Athen meldet, am Dienstag um 18.05 Ahr ein außerordentlich heftiger Erdstoß verspürt, der besonders stark in Poei- gyros, Araka, Stageira, Stratoniki und Hir- rissos war, wo zahlreiche Häuser einstürz- t e n. Die Bevölkerung ist in Angst und Schrecken verseht. Am 18.15 Ahr rief ein zweiter wellenförmiger Erdstoß unter der Bevölkerung Entsetzen hervor, der auch in Sekds, Drama, Ra- toala und Romani zu spüren war. Die Behörden bemühen sich, die Bevölkerung zu beruhigen. Vierbesiellungen aus USA. in Erwartung der Aufhebung der Prohibition. In Voraussicht der Aufhebung der Prohibition m USA. hat sich, wie die Hofbräuhaus Koburg AG. mitteilt, die Großhandelsfirma Geo Borgfeldl & Co. in Neunork den Vertrieb des „Ko- burger Hofbräu" auf Grund eines Vertretervertrages gesichert und bei der Brauerei eine namhafte Bestellung auf Faßbier getätigt, die zur Abführung gelangen soll, sobald die Prohibition in den USA. gefallen ist -x O.e Frau, der das Schlechteste nachgejagt wird. Indiskretionen aus dem Souffleurkasten. XSon Lothar Sachs. Mit Diel Ironie hat einmal ein Kritiker die Souffleuse als die Frau bezeichnet, der im Laufe der Saison das Schlechteste nachgesagt wird. Auf jeden Fall hat sie in allen Stücken das M e i ste zu reden. Trotzdem bleibt sie im Dunkel der Anonymität, ihr Name steht nicht auf dem Theaterzettel. Eigentlich müßte er fett gedruckt werden So wichtig ist die Rolle der Souffleuse. Der Laie macht sich da meist falsche Vorstellungen. (Er glaubt, es sei doch keine Kunst, si' in den Souffleurkasten zu setzen und den einzelnen Schauipielern die Stichworte zu bringen. Bitte probieren Sie es doch einmal! Sie werden schon nach der ersten Szc^e des ersten Aktes eingesehen haben, w i e schwer das ist Wer nicht die nötige Routine besitzt, wird entweder zu laut ober zu leise soufflieren. So fängt die Katastrophe schon an. Es macht dem Pudli- tum fein Vergnügen, wenn es schon alles von Der Souffleuse erfährt, bevor der Schauspieler auf der Bühne überhaupt den Mund aufgemacht hat, und es macht den Schauspielern noch weniger Vergnügen, wenn sie fein Wort von dem verstehen, was die Frau im Kasten souffliert. Es ist gar nicht jo einfach und erfordert Uebung und Erfahrung, die Stichworte flüsternd und doch de u 11 i ch zu geben (Eine gute Souffleuse ist ebenso begehrt wie em guter Schauspieler Namentlich an den Repertoir- Bühnen, wo häufiger Stückwechsel — im Gegettzatz zu den en suite spielenden Bühnen — kein wochenlanges Proben gestattet, ist die Souffleuse oft die einzige Rettung der wild „schwimmenden" Darsteller (Eine Souffleuse muß aber auch Menschenkenntnis besitzten Sie muß sich auf die kleinen Schwächen geschickt einstellen. Sie notiert sich die Wortklippen, an Denen bei den Proben Der jugendliche Held regelmäßig scheitert, sie paßt auf, daß Der Komiker an Dieser Stelle ober an jener Die Pointe nicht zu früh losschießt, sie weiß, wann sie nur wenig soufflieren Darf, um nicht zu irritieren, unö weiß, wer an Gebächtnisjchwäche leiDet unD Darauf wartet, daß ihm Satz für Satz Vorgesprächen wird. Die Aufgabe Der Souffleuse ist Dann besonders schwierig, wenn während Der Proben dauernd am Text geändert wird, so Daß Die Aermste bald selber nicht mehr im Bilde ist, wie Die endgültige Fassung lautet. Dazu kommt, daß sich namentlich Die prominenten Schauspieler nie an Den Text halten unD jeDesmal andere Satzformulierungen bringen. Dafür sind grabe sie am aufgebrachtesten, wenn sich bie Souffleuse einmal irrt. Die hoch- gehenden Wogen der (Erregung während der Pro- ben schlagen auch in den Souffleurkasten. Gar oft wird die Souffleuse unschuldig verdächtigt, wenn ein Austritt ober Abgang verpatzt wirb ober ein Darsteller ben Faben verliert. Dann gibt es Debatten zwischen Bühne und Souffleurkasten, dis bei einer „Hoslichkeitswoche" bestimmt nicht preisgekrönt würben. Aber was eine richtige Souffleuse ist, nimmt solche Temperamentausbrüche nicht tragisch und läßt sich mit einer netten Bonbonniere leicht roieber versöhnen. Eigentlich sollte ber Souffleurkasten für ben Schauspieler nur bas sein, was bas aufgefpannte Netz für Den Luftakrobaten beDeutet: Rettung im alleräußersten Notfall In Wirklichkeit beherrschen aber viele Schauspieler nur im »lleräußersten Notfall ihre Rollen so souverän, daß sie die Souffleuse entbehren können. 3u viele Elefanten in Uganda. Seit einigen Jahren wird von der Zunahme der Elefantenherden in Aganda (Aequatorialafrika) berichtet, die sich immer stärker vermehren, seitdem die dort früher übliche Wilddieberei unterbunden worden ist. Außer der natürlichen Zunahme der Herden nimmt man an, daß die Elefantenzahl in dem Toro-Gebiet sich auch durch Einwanderer erhöht hat, die aus dem belgischen Kongo kamen. Sie wurden von dort durch eifrigere Jagd vertrieben. Man hat in Aganda in den letzten Jahren den Elefanten geschützt, und die Tiere wurden nach Möglichkeit in unbewohnten Gebieten gehalten Aber die gewaltigen Herden lassen sich nun nicht mehr zurückdrängen und die Tiere werden allmählich zu einer Gefahr für die Ansiedler. Man hat daher jetzt angeordnet, daß 600 Elefanten abgeschossen werden sollen, um dadurch die Herden zu verkleinern und sie wieder in dis abgelegenen Gebiete des Toro-Landes zurückzutreiben, wo sie kein Anheil anrichten können. Aus der provinzialhauvtlladt. Gießen, den 2. November 1932. „Gustav Adolf/" Lin Spiel von der Kirche Jtol und Rettung. Die Evangelische Gesamtgemein de Gießen veranstaltete am Montagabend eine Gustav-Adolf-Gedächtnisfeier. Die Turnhalle am Oswaldsgarten konnte die Teilnehmer kaum fassen. Piarrer Bechtolshei- mer hielt einleitend eine kurze Ansprache, in der er einen gedrängten Üeberblick über die Geschichte der evangelischen Kirche und ihren Kampf um ihre Behauptung in den stürmischen Zeitläuften Les Mittelatters, insbesonLere des Dreißigjährigen Krieges gab. Der Verein für kirchliche Musik half mit seinem Posaunenchor die Feier Verliesen. Sm Mittelpunkt des Abends stand das Soiel „Gustav Adolf", von der Kirche Aot und Errettung, das in elf lebenden Bildern die Zeit des Dreißigjährigen Krieges veranschaulichte. Das Spiel war von Julius Schieber nach einem Roman für die Bühne bearbeitet worden und wurde durch Bad-Aauheimer Laienspieler unter ßeihing von Oskar Feigel, einem früheren Mitglied des Gießener Stadttheaters, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten der [(einen Bühne recht geschickt aufgesührt. Im ersten Teil des Spieles sah man in fünf Bildern die mannigfache Aot der hundert Jahre irach der Resor- mation hart um ihren Glauben ringenden evangelischen Menschheit. Dargestellt war in einfachster Form die Person des unter katholischem Einfluß stehenden Kaisers, angedeutet der Ausbruch Les Driiß'g'i hr'gen Krieges, Le.- Glcuöens- kampf der Oberpfälzer gegen die Gewalt des bayerischen Kurfürsten, Lessen Statthalter von Amberg die Bürger auswies, da sie nicht katholisch werden wollten: weiter war geschildert, wie die damalige katholische Geistlichkeit mit Hilfe der Soldateska von den evangelischen Kirchen Besitz ergriff. Aus allen Bildern sprach eine Aot um Glauben und Bekenntnis, die Verständnis gewinnen ließ für jene Zeit, in der evangelisch sein Gefahr für Leib und Leben bedeutete. Der -weite Teil des Spiels brachte Gustav Adolfs Landung auf deutschem Boden und schilderte die Hoffnungen, die in der evangelischen Gemeinschaft aufflackerte, als der Schwedenkönig in der ersten Schlacht den Feldherrn Tilly schlug. Die Prophezeiung am Vorabend der Schlacht von Augsburg, von des Schwedenkönigs baldigem Tode, die Schrecken des Krieges nach verlustreichen Schlachten, der Einzug von Hunger und Krankheit, das Drängen der Städte auf Frieden um jeden Preis und die Haltung des Schwedenkönigs als Wahrer des evangelischen Glaubens in göttlicher Sendung, die Situation um die Schlacht bei Lützen, die Botschaft vom Sieg der evangelischen Sache in dieser Schlacht und vom Tode des Königs — das alles war sehr dramatisch gestaltet, um dann das Ganze aus- klingen zu lassen in dem Bewußtsein, daß der Glaube, der evangelische Glaube lebe und weiter wirken werde. Die zahlreichen Zuhörer folgten dem Geschehen auf der Bühne mit großer Aufmerksamkeit. Die Ausführung verdiente alles Lob. Ein gemeinsam gesungenes Lied beschloß den an Eindrücken reichen Abend. Kaust Wohlfahrtsbriefmarken beim Wohlfahrtsamt. Zu Gunsten der Deutschen Aothilfe werden durch die Aeichspostverwaltung auch in diesem Jahre wieder Wohlfahrtsbriefmarren herausgebracht, die, ausgegeben in der Zeit vom 1. Ao- vember 1932 bis zum 28. Februar 1933, Gültigkeit bis zum 30. Juni 1933 haben werden. Die Wohifahrtsbriesmarken, wie auch die gleichzeitig herausgegebenen Hindenburg-Wohlfahrtspostkar- ten, sind auch beim Städtischen Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 2, Erdgeschoß, Zimmer 9, erhältlich. Der vom Evangelischen Arbeiterverein in Gießen veranstaltete Soziale Kursus hatte sehr starken Besuch auszuweisen. Der Samstag war ganz der Evangelischen Arbeitervereinsbewegung gewidmet. Derbanhsseklelür Läufer (Darmstadt) hielt den ersten Vortrag über: „Wesen, Verpflichtung und Gestaltung der EAV.Arbeil". Der Redner gab zunächst ein Bild der gegenwärtigen Lage unseres Volkes. Der Kampf in Politik, Wirtschaft, Kultur sei Geisteskampf. Weltanschauungen rängen miteinander um die Geltung und den Einfluß. In Weltanschauungsfragen dürfe es keine Aeutralität geben, sondern nur ein klares, scharfes Herausarbetten des Eigenen, der besonderen Aufgabe der EAB.-Tewegung. Sie sei kirchliche Bewegung und Arbeiterbewegung zugleich. Auf beiden Gebieten sei entscheidende Arbeit notwendig, kein Gebiet dürfe verkürzt werden, weil sonst der Bewegung die rechte Lebenskraft und die rechte Verbindung mit der Wirklichkeit fehle. Die Arbeit müsse getragen sein von der fest gefügten EAV.-Tewegung. Bewegung ser Schauen auf die Gesamtheit, und Wille zur Gesamtheit ist gegenseitiger Dienst und gemein- samer Einsatz der Kräfte. Der Redner gab bann eine eingehende Darstellung der Arbeit der EAV. nach^r^er grundsätzlichen Seite, in Versammlung, bei Festlichkeiten u ) insbesondere der notwendigen wchulungs- und Dildungsarbeit, und schloß mit einem Appell, die Lauen und Gleichgültigen auszurutteln zur Mitarbeit an der großen Sache. Am Sonntagvormittag war zunächst cemein- samer Kirchgang in die Stadtkirche. Sm Anschluß baran b eft Pfarrer Lic. Waas den zweiten Vortrag über: „Das Jreibenterfum". Freidenkertum und Christentum ständen in offenem Kamp;. Die Christen und die Kirche dürften diesen Kampf nicht leicht nehmen und sich ihm nicht entzichen. Die Organisation des Freidenker- tums zergliedere sich in drei Gruppen, und zwar m den bürgerlichen, den sozialistischen und den kommunistischen Zweig, den Monistenbund. Diese Freidenkerorganisationen seien zwar verschieden einig aber in ihrem Kampf gegen Christentum und Kirche. Einig seien sie sich auch in ihrer ablehnenden GrunLeinstellung gegenüber dem CH isten- tum. Don da aus führe das Freidenkertum seinen Kampf, den man im ganzen öffentlichen Leben «erke. Dieser Kampf werde geistig und materiell Der Kauf der Wohlfahrtsbriefmarken Bei dem borgen Wohlfahrtsamt empfiehlt sich bcsonders deshalb, weil der dafür verwandte Betrag zu SO v. H. der Gießener Winternoth.lse verbleibt, also den Bedürftigen unserer Stadt zugute kommt. Es gelangen 4-Pf.-Marken zum Preise von 6 Pf., 6-Pf-Marken zu 10, 12-gl f. Marken zu 15, 2 -Pf.- Marken zu 35 und 40-Pf.-Marlen zum Verkaufspreise von 80 Pfennig zur Ausgabe. Die Hindenburg- Wohlsahrtspostkarte mit eingedruckter 6°Pf.°Marke kostet 10 Pfennig. Auf die gestrige Bekanntmachung sei besonders aufmerksam gemacht. Spenden des Textilwarenhandels für die Winter-Rothilfe. Von der Geschäftsstelle der Gießener Winter- nothilse wird uns mitgeleilt: Die Gießener Textilwarenhändler- Vereinigung hat sich in dan.enswerler Waise bereit erklärt, auch in diesem Jahr die Gießener Winlernothilfe durch Spenden von Klei- dungs- und Wäschestücken zu unterstützen. Die einzelnen Fir-Iwn werden ihre Spenden dem Hilfswert jeweils monatsweise zur Verfügung stellen. Daten für Mittwoch, 2. November. 1766: der österreichische Feldmarschall Franz Kurt Graf Radeczky in Trzebnitz geboren; — 1918: Waffenstillstand zwischen Oesterreich-Ungarn und der Entente. Bornotv-en. — Aus dem Stadtt^eaterbüro wird uns geschrieben: 20 Uhr 5. Vorstellung im Mitt- woch-Abonnccnent, Erstaufführung der Komödie „Sechs Personen suchen einen Autor", ein Stück, das gemacht werden soll; das erste Werk des Italieners Luigi Pira ndello, das an ^unserem Theater zur Aufführung gelangt. Spielleitung Obenspielleiter Peter Fassott. MitwirreiBbe: Damen: Beling, Berger, Koch, Karden, Walbher- Lederer, Wielander, Schubert-Äüngling; Herren: Druck, Dielen, Fassott, Foerderer, Hamel, Heck, Hub, Eggemann, Wahlen. Ende 22 Uhr. Gewöhnliche Preise. ** Zug Verlegung der Biebertalbahn. Den Bemühungen der Intendanz des Stadttheaters Gießen ist es — wie man uns schreibt — gelungen, folgende wichtige Zugoerlegung zu erreichen. Der Zug der Biebertalbahn, der Sonntags 22.15 Uhr Gießen verläßt, wird ab Sonntag, 6. November, dreioiertel Stunde spä- t e r fahren. Durch diese Zugwrlegung soll verhindert werden, daß die auf die Kleinbahn angewiesenen Theatherbe-sucher vor Schluß der Vorstellung das Theater vorzeitig verlassen müssen, um den Zuganschluß zu erreichen. Die Intendanz gibt der Hoffnung Ausdruck, daß dieses Entgegenkommen der Allgemeinen Deutschen Eisenbahn-Betriebs-Gesellschaft von den Theaterfreunden aus dem Biebertal recht ausgenutzt wird. ** Diederm eier spiele des Vereins für das Deutschtum im Ausland. Die Frauengruppe Gießen des Vereins für das Deutschtum im Ausland wiederholte am Samstag im Katholischen uZereinshaus die schon einmal mit großem Erfolg aufgeführten Biedermeierspiele „Großmutters Bratäpfel" und „Der Herr Doktor". Der Reinertrag aus dieser Veranstaltung war für die Frauen-WinterHilfe bestimmt. Die Darbietungen fanden reichen Beifall. Besonders machten sich die Damen Sälzer und Lenz mit ihren sympathischen und wohlgebildeten Stimmen um den gesanglichen Teil des Abends verdient. Das Schülerorchester der Oberrealschule unter Leitung des Studienrats Hillenbrandt brachte gute Musileinlagen zu Gehör. Tanz beschloß Len unterchalt^rnen Arend. ** Verein fürArrnen- und Krankenpflege in Gießen. Lern Jahresbericht des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege für das Fahr 1931 entnehmen wir, daß die Kosten des Aeubaues der Krippe, die im April 1931 eingeweiht wurde, rund 130 000 Mk. ein» gestützt von der Sowjetunion, die eben erst einen Fünfjahresplan ausgestellt habe, der zum Ziel hat, bis zum Fahre 1937 in Rußland den letzten Rest von religiösem und kirchlichem Sinn ausgerottet zu haben. Gegen diesen Geist der Verneinung und Vernichtung gelte es den Kampf au'zuneh.nen. Zunächst von innen heraus dadurch, daß man in der eigenen Weltanschauung «ne ganz klare und feste Stellung gewinne und daß man sich zurüste für diesen Weltanschauungskampf mit den Gegnern. »Hinein in die Dibell" und „Hinein in die Kirche!" das müsse die Antwort auf die gegnerischen Anfeindungen sein. Das Wort allein genüge jedoch dabei nicht, wichtiger sei die Tat, das vorbildliche und mutige Bekenntnis zu Christentum und Kirche in allen Lebenslagen. Den letzten Vortrag hielt Geschäftsführer Schroder vom DHV, über: „Stand und Zukunft dec deutschen Sozialpolitik". Rach einem geschichtlichen Rückblick über die Entwickelung der deutschen Sozialpolitik nahm der Redner Stellung zu den mannigfach en An eindun- gen, mit Lenen gegen die deutsche Sozialpolitik angekämpft wird. lieber einzelne Fragen der Tlm- gestaltung der deutschen Sozialpolitik ließe sich reden, grundsätzlich aber müße die deutsche Sozialpolitik besaht uird gegenüber allen Angris en verteidigt werden. Gerade jetzt in dieser Rotzeit sei ohne Sozialpolitik und ohne Mitverantwortung der Beteiligten bei der Aufbringung der Mittel und bei der Verwaltung der Sozialpolitik nicht auszukommen. Las gelle für die Sozialversicherung, für das Arbeitsrecht und den Arbeiterschutz. Der Redner besprach dann die Rotverordnungen vom 14. Surti und vom 5. September d. S. und ihre Auswirkungen auf die Renten- und die Gehaltsempfänger, und forderte, daß die unsozialen Bestimmungen der beiden Rotverordnungen baldigst beseitigt werden. An alle Vorträge schlossen sich sehr rege Aussprachen an, in denen sich das starke Interesse bekundete, das alle Teilnehmer diesen Fragen entgegenbrachten. Verbandssekretär Lauser sprach dann noch das Schlußwort, in dem er die Teilnehmer Les Kursus au,forderte, weiterguar- beiten, Las Gehörte hinauszutragen und dahin zu wirken, daß die Lauen und die Gleichgültigen auf» gerüttelt werden. Der nächste Kursus soll im Januar 1933 tn Butzbach stattfinden. Mit Dankesworten an die Referenten und Teilnehmer schloß der Vorsitzende des hiesigen Vereins, Herr Kirchner, die Freizeit-Tagung. schließlich der Maschinen im Kellergeschoß betragen. Zn der Kript» wurden im letzten Jahre 40 Kinder in 4234 Lagen verpflegt. In der 2o- h armes- und Luther gemeinde arbeiteten eine Schwester und eine Helferin, die in 233 Familien Pflege geleistet haben, und zwar mit 9162 De suchen, 49 Rachtwachen, eine Tagespflege, 106 Interessen besuchen und acht Besuchen bei einem Pflegekind. 3n der Krankenstation im Schwesternhaus wurden verpflegt 995 Kranke mit 12157 Derpflegungstagen und 335 Rachtwachen. Sm Hospiz wurde an 37 Personen mit 168 Tagen pflege geleistet. Zuflucht und Obdach wiesen 602 Personen mit 5720 Pflegetagen auf; die Tätig- keck der Schwestern erstreckt sich auf 47 Dienstreisen, 1256 Intercssenbesuche, 96 Kliniksbesuche, 22 Eefängnisbesuche und 156 nachgehende Fürsorge. Der Verein, der in diesem Fahre auf sein 50jähiiges Bestehen zurückblicken kann, hat ein segensreiches Wirten entfaltet und sollte aus allen Devölkerungskreisen tatkräftig unterstützt werden. Versammlung der Hessischen Anwattskammer. WER. Mainz, l.Rov. 3m neuen Justiz- Palast fand unter dem Vorsitz von 3ustizrat Dr. Bender, Darmstadt, die 53. Versammlung der Hessischen Anwaltslammer statt. Aus dem Geschäftsbericht geht hervor, daß im vergangenen 3ahr 34 Rechtsanwälte neu zugelassen wurden; die Mitgliederziffer der Anwaltskammer st.eg auf 322 Anwälte. Von den Städten der drei Provinzen ist Mainz mit 70, Darmstadt mit 65 und Gießen m i h 28 Rechtsanwälten vertreten. Weiter wurde in dem Geschäftsbericht betont, daß der Referentenentwurf zur Aenderung der Reichszivilprozeßordnung in wichtigen Punkten die Bewegungsfreiheit und Schmiegsamkeit des Verfahrens und damit die Sn'ter- essenderRechtsuchendenbedrohe, des- Berliner Wohnhaus — Jahrgang 1760. Tief in Berlin, 'dort, wo die Anatomen bei einem menschlichen Körper den Platz des Herzens anneh- men würden, steht an der Spree, solide, rot und hausbacken das Märkische Museum, ein Werk des Architekten Ludwig Hoffmann, der vor nicht langer Zeit feinen achtzigsten Geburtstag feierte. Es steht da, um uns von einer Kultur zu erzählen, die leider zum größten Teil vergangen ist und heute nur noch an einzelnen Sammeistellcn lebendig blieb: der Kultur der alten Mark Brandenburg und natürlich auch des alten Berlin. Dieses Museum hat jetzt, wenn auch außerhalb seiner Pforten, Zuwachs bekommen. Sein Direktor Dr. S t e n- gel hat sich eines alten Bürgerhauses in der traditionellen Breitestraße angenommen, er hat es von dcm profanen Zweck, ein Wohnhaus zu sein, gereinigt und es mit leichter Hand etwas ummodeln lassen. Nun steht es da, als kleine Filiale bes Museums und spräche Bande, wenn es sprechen könnte. Dies ist der Werdegang des Hauses: Anno 1712 kaufte der Beauftragte des Königs von Preußen, Kommissarius Rosenfeld, das Grundstück aus dem Nachlaß eines Ratskämmerers der Stadt Berlin für die Summe von 6752 Talern. Auf diesem Grundstück wurde dann später durch ihn und den Hofrat Simon ein Haus errichtet, das allerdings nur ein halbes Jahrhundert leben sollte. Während 'des Siebenjährigen Krieges, im Jahre 1760, wurde dieses Haus aus dem Wege geräumt, um einem zierlichen, aber handfesten Bau im Rokokostil Platz zu machen. Der Zeit entsprechend — man hatte doch einen Krieg! — zog gleich der königlich preußische Armeelieferant Peter Friedrich Damm ein, ein Vorläufer unserer späteren Kriegsgewinnler, aber ein Kriegsgewinnler mit weißer Perücke. Seine Geschäfte gingen auf die Dauer schlecht, es kam und kam kein weiterer Krieg, ferne Familie zog es vor, auszusterben, und -der freie Bau wurde einer zeitgemäßeren Industrie eingeräumt: Herrn Johann Heinrich Neumann, dem Repräsentanten einer gutgehenden Tabakmanufaktur. 1804 machte er sich hier seßhaft, und es begab sich, daß der blaue Rauch guter Zigarren von Stund an aus diesen heiligen Hallen nicht mehr weichen sollte. Denn gerade zwanz g Jahre später etablierte sich im Erdgeschoß die Firma Grmeler, auch heutigen Berlinern nicht unbekannt, als solides Unternehmen der gleichen Branche. Das Geschäft ging gut, feine Angehörigen blühten auf und vertrieben nach und nach Herrn Neumann aus seinen sämtlichen Räumen. Bis 1914 residierten die Sprossen Ermelers in diesem Gebäude, als Muster einer gutpreußischen Bürgerfamilie, die Geschäft und Kultur hoch hielt. Erst im Kriegsjahr kaufte die Stadt Berlin das Haus wieder an — und es zeigte sich, saß der Preis des Grundstückes im Lauf von 202 Jahren von 6752 Talern auf 1 Million Vorkriegsmark heraufgeschnellt war. Heute ist der Wert des Ermeler-Hauses kaum noch in Ziffern auszudrücken. Es ist ein einmaliges Dokument altpreußischer bürgert ul-- tu r, Berliner Geselligkeit, es erzählt von'den Vorläufern späterer Berliner Kulturkreise, wie die west- i'cho „liergartenfultur" eine war, die mittlerweile auch eines nicht gerade sanften Todes gestorben ist. Allem ^die Fresken, die der friderizianische Maler E. F. F e ch h e l m , der auch für die Deckengemälde des alten Opernhauses verantwortlich zeichnete, höchst eigenhändig, außerdem sehr antik und heroisch dort hingepinselt hatte, sind einfach unschätzbar. Die mai,ioe Holztäfelung, die alten Gobelins, das de zaubernde Porzellan, — es sind Dinge von einer Erlesenheit, wie sie wohl kaum noch in Berlin sonst auftauchen. Sehr verdienstvoll ist es, daß man dem allen Gebäude den Charakter eines Wohnhauses belassen hat, ohne es mit Museumsgegenständen oollzustopfen. Bloß ein Stockwerk ist der Revue des bürgerlichen Wohnungsgeschmackes Vorbehalten: dort reiht sich Zimmer an Zimmer und alle Richtungen vom Rokoko zum Jugendstil, vom Biedermeier-Hocker bis zum ersten Berliner Telephon schauen uns, leicht verglast, an. Wer es gern fyat, über den Brocken alter Kulturen zu träumen, der wird in diesem kleinen Häuschen vielleicht das finden, was er — pathetisch, wie so jemand ist — als seine,Heimat" bezeichnen kann... berliner, trinkt berliner Wein! Um Mißverständnissen vorzubeugen: wir sprechen nicht vom Obstwein der Vorstadt Werder an der Havel, der einen nach wenigen Gläsern so fteund- gleichen quch die Möglichkeit einer Pflichtmäßigen Wahrung der Interessen der Rcchtsuchenden durch die Anwälte. Dieser Gefahr werde nur dadurch zu begegnen sein, daß die deutsche Anwaltschaft im Geiste höchster Pslichttreue und Gewissenhaftigkeit die Behandlung der einzelnen Sachen in Angriff nehme, um hierdurch eine rechtzeitige, erschöpfende und rechtliche Bearbeitung zu sichern. Srieffüfien öer Heöaffton. lRechtsgutachten sind ohne Derbindlichkeit der Schriftleitung.) Frau Margret G., Gießen. Das Richard- Wagner-Dentmal in Berlin ist gustandegekommen durch Zusammenwirlen von Freunden des Meisters in allen Teilen der Welt, wo Deutsche wohnen. Auch Kaiser Wilhelm II. hat damals seine besondere Anteilnahme gezeigt, hat er doch dem preisgekrönten Entwurf Cberleins eine Hauptfigur „Wolfram von Cschenbach" neu hinzu- gefügt und die Zeichnung dazu eigenhändig entworfen. Die Figur ist so aufzufassen, daß der Genius der Ration dem großen Meister seine Huldigung darbringt. Dem Komitee zur Errich. hing dieses Denkmals gehörten damals als Vorstand an: Kommerzienrat Leichner, Generalleutnant Freiherr von Dincklage-Campe und Professor Dr. Fleischer. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Donnerstag, den 3 November. Kirchberg. 20.30 Uhr: Daubringen; Bibelstunde. Katholische Gemeinden. Donnerstag, den 3. November. Gießen. 5.30 Uhr: Beichte. Freitag, den 4. November. Gießen. 6.30 Uhr: Segensamt. — Lich. 7.15: Segensmesse. lich, harmonisch, friedlich und manchmal ein wenig geräuschvoll macht. Ebensowenig sprechen mir von den Berliner P s e u d o - W i n z e r f e st e n , wo die Mädchen aus Rixdorf und Pankow, als Rhein- läniberinnen verkleidet, mit falschem echtem Dialekt uns einen Wein — wie sagt man doch? — „kredenzen", der aus genau der entgegengesetzten Ecke Deutschlands herkommt. Sondern — Sie werden es nicht glauben — wir sprechen von einem Wein, der in Berlin -se l b st wächst, an den Hängen der Stadtbahn, von den symboliichen Fittichen der Reichsbahn sanft überschattet. Und da uoerschalteter Wein meistens ein wenig säuerlich ist, so können wir, ohne allzu boshaft zu fein, dies auch von dem neuesten Heimatprodukt der Stadt Berlin an- nehmen. Wußten Sie übrigens, daß Berlin in früheren Tagen Weinbau in großem Maßstab betrieben hat? Alte Herren, die es damals versäumt hatten, sich an diesem Erzeugnis zu Tode zu trinken, können uns heute noch erzählen, wie der widerspenstige Sandboden der Mark Brandenburg unter dem Ehrgeiz der Stadtväter dazu getrieben wurde, außer den obligaten Kartoffeln auch Reben zu produzieren. Und wenn man in Berlin spazieren geht, bann findet man allenthalben auch noch Straßennamen, die darauf Hinweisen: Weinbergsweg, Weinbergsstraße, Weinstraße. Ja — Berlin war vor Jahren einmal so etwas wie ein „fröhlicher Weinber g". Und jetzt? Jetzt bereitet sich das inzwischen wesentlich veränderte Berlin vor, wieder einen Traubensaft hervorzubringen, den man nach rheinischem Muster im Jahre 1932 vielleicht „Kriesling" nennen könnte. Wie wir hören, sind soeben bereits einige Zentner Trauben gereift. Und wenn neugierige Menschen sich an den PlaH begeben wollten, wo dieses Naturschauspiel in Szene geht, dann käme bestimmt ein berlinischer Winzer an, um sie aufzufordern, den Trauben aus der Sonne zu gehen. Denn wir schreiben Ende Oktober, und der Wein soll doch in diesem Jahr noch reif werden. Hier können Pferde tanken! Dicht an den großen Güterbahnhöfen Berlins sind überall kleine Hotels zu finden — Hotels etwas sonderbarer Art. Denn auf den Güterbahnhöfen kommen bekanntlich nicht nur Güter an, sondern auch lebendige Wesen: Pferde, Kühe, Ochsen, Rinder, Schweine. Und die müssen doch mit ihrer Reisetasche in einem nahen Gasthof absteigen können? Sie müssen sich doch von den Strapazen aus- ruhen? Sie müssen doch ein Bündel Heu und zwei Schluck Wasser zu sich nehmen könnens Seit langem sorgt der Berliner Tierschutzverein schon für solche Unterkünfte. Er ist eine Art Bahnhofsmission für Gäule und (B r o ß o j e h. Besonders im Frühjahr, wenn Pferde aus Trakehnen, Rinder aus Westpreußen, Schweine aus Niederschlesien in Berlin einrollen, um nach Westdeutschland und Westeuropa verfrachtet zu werden, herrscht hier der regste Verkehr. Aber auch im Herbst stehen die „Hotelzimmer" durchaus nicht leer. Vermutlich aus diesem Grund und weiter aus Dankbarkeit hat jemand, der sich, wie wir sehen werden, selbst als „Ochse" unterschrieb, die Vorzüge dieser Hotels anerkannt. An der Wand einer der Stallungen steht nämlich, mit Bleistift hingekritzelt, folgendes Gedicht: „Es find gar viel zu Gaste, von mancherlei Fasson. Wer auch nur kurz zu Raste, der lebte stets hier bon. Man wird gespeist summarisch und trinkt aus einem Trog, man lebt nur vegetarisch bis man von bannen zog. Man lebt hier ganz vorzüglich bei Reisen über Land, das hat daher selbst klüglich ein Ochse anerkannt." Man weiß, daß die Berliner erstens tierfreundlich, und zweitens trinkfreudig sind. Kein Wunder also, daß man auch jedem Gaul seine Tränke zubilligt. Da gibt es z. B. im Norden Berlins eine Kneipe, die heißt mehr poetisch: „Zur schatti- gen Weide". Ringsum sind nur graue Häuser, Don Schatten ist wenig zu sehen, geschweige denn von Weide. Aber — nicht minder poetisch — es steht an der Tür: „Pferdetränke! Ein Korn — 15 Pfennig. Ein Viertelliter Bier 18 Pfennig. Ein halbes Liter 30 Pfennig." Sagt, was müssen bas für Pferde sein? Sszia!erki!WdesLv!i!!Sk>ischenArbe> 88,5 87,75 88 87 5^% Zlllu,./'Anleihe von 1930 71,9 71,9 71,9 71,9 Deutsche Aul. Ablös.-Schuld tnb Ausloi. llechten 51,4 50,5 51 50,5 Desai, ohne Auslol.-Rechte - 6,5 6,4 6,55 6,4 8% ehem 8% yesi. Volksstaat 1929 itud.^ahib 102%) 66,75 66,5 66,25 67,5 Obcrheiscn Ptovim-Anleihe mii Auslvj.-Rechten — 53 — — Deutsche Komm. Sammelabl. Anlell, - Serie i 47,65 48,5 47,65 48,5 6% ehem 8% Franks. Hyp.-Banl Golov i", unkündbar bis 1935 76,75 77 — — 6% ehern 7% Franks Hyp.-Banl Golor> 16 unkündbar bis 1936 76,5 — — — 5‘/2% ehem 4'/2% stranks.Hyp.. Boni 'Jiau "inobriete 82 81,9 — — 5yz% ehem. 4^°/«, Rheinische Hvv Ban Liau-Goldp e. . 82 81,9 — — 6% ehem 8% Pr. Landespsand« brlefanito Pfandbriefe R. 19 73 73,75 73,25 73,75 6% »hem. 7% Pr. Landespfand- brieranftali Pfandbriefe R. K1 73,5 73,75 — — 4% Oelterretchtiche Oolotente . 11,25 11,25 — — 4,20% Oeslerrelchische Sllberrentr 1,05 — 1,05 1,05 4% Ungarische Goldrente . . 6,4 6,3 6,3 6,25 4% Ungarische Siaalsrente v. 1910 6,2 6,2 6,4 —— 4V2% vesgl. von 1913 — —- 6,3 6,3 •r>% abgeft. Goldmexilanet von 99 6,25 6,13 6,25 —— 4% Türkische Zollanleihe von 1911 3,3 3,25 3,3 3,35 4% Türkische Bagdadbahn-Anleih, Serie 1 3,4 3,3 3,55 3,4 3,6 4% oesgl. Serie li 5% Rurnän. oer. Inh-Rente v. 1903 3,5 3,3 3,4 5,15 5 5,05 4K%Ruinän.vereinh.Renlev.l91! 8,2 8,35 8,05 4% Rumänische Vereins,. Rente -14% Anatolier 4,5 4,25 4,35 4,2 20 20 20-25 20,3 strankiuri a.M. Berlin Schluß« kuts Schluß!. Abmd- böri Schuß« kurs Schluß!.. Millag- bör e Datum 31-10. 1.11. 31.10. 1.11. oamdurg-Amerua Pmr 1 17,25 16 17 16 Hamburg-Südam. Darnpsschis, . 0 — — 25,5 24,5 Hama Dampsschssi . ( — — 27,75 28,5 Norddeutscher Lloyd .... . < 18 17 17,75 16,75 >21.®. inr Verkehrswesen Alt. 0 43 41 41 40,4 Berliner Handelsgesellschaft . 4 90 89 90 90 Commerz, und Privat-Bank . 0 53,5 53,5 53,5 53,5 Darmstädter und Nationalban 0 —— — — — Deutsche Bank und Diseonio-Gesellfchast. 0 75 75 75 75 Dresdner Banl...... 0 61,75 61,75 61,75 61,75 Reichsbank ...... 1: 129 127 129,25 127,65 A.E.Ä......... . 0 33 33,25 33 33,5 Bergmann........ . 0 — — 20,75 20,75 Elektr. Lieferungsgesellschaft. 5 68,75 68 68,5 67,75 Licht und Kraft...... 6 87,5 85,75 ö? ,75 86 stellen & Guilleaume.... 0 56 54 56,5 54,13 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen . . . 4 71,75 70 71,25 69 Rheinische Elektrizität . . SV 75,5 — 75,5 74 Schuckeri & Eo....... c 72,5 70,5 72,25 70 Siemens & Halske..... 9 119 118 118,13 116 Lahmeyer« Co....... 10 107 106 — 107 Buocru,......... . 4 40 39 ,0 38,75 Deutsche Erdöl...... . 6 74 73,75 74 72,5 Gelsenkirchener..... . 8 39 37,9 39,25 37,25 Harpener......... . 0 73 72 72,5 71,13 Hoesch Eisen........ . 6 — 35,75 35,25 MIe Bergbau....... 10 — — 126 Ilse Bergbau Genüsse . . . 17,25 97 97,75 97,75 Mvcknerwcrte ..... . 6 33 33 32 32,25 Mannesmann-Röhren . . . . « 52,4 50,25 52 50 Mansselder Bergbau .... . 0 20,5 20,5 20,75 19 Oberschlei. Kolswerke . . . . 8 40,5 38,75 Phönix Bergbau...... 4Vt 27,25 26,25 27,13 26 Rheinische Braunkohlen. . . 10 166,5 165 166 164 Rheinstahl........ . 6 67 67 64,25 Frankiun a. Ul. Lenin Schlußkurs Schluß». Abend« börs- Schluß« lurs Schluß». Ulittag« börse Dalum 31.10. 1.11. 31.10. 1.11. Riebeck Montan...... 7, — — — — Bereinigte Stahlwerke . . . . 0 24 23,25 24 22,9 Olavi Minen....... 0 16,5 16 16,25 16 Kaliwerke Aschersleben . . . 6 100,5 100 100 100 Kaliwerke Westeregeln . . . 6 104.5 103 — 102,25 Kaliwerke Salzdetfurth . . . 9 165 165 165,75 165 I. G. starben.Jnvustrie . . . 7 96,75 95,5 97,25 95,13 Scheideanstalt....... 10 141,25 139,5 — —— Goldschmidt....... . 0 27,5 26,5 27,75 26 Rütgerswerke....... . 0 41,25 39,75 41 39,5 Metallgelellschast...... . 0 34,75 33,5 35 33,5 Philipp Holzmann..... . 0 54,75 54 54,25 54 Zementwerk Heidelberg. . . . 4 50 49,5 — Cementwerk Karlstadt. . . . . 0 49,9 50 — Wayb & Freytag..... . 0 — 4,8 4,65 Schultheis Payenhofer . . . 0 — — 58 56,75 Mu