ar. 206 Erster Blati 182. Jahrgang Aeitag, 2. September 1952 Erschein» täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Kernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siebe», poftschccklonto: Rranlfurtaminain 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen VrilS und Verlag: vrühl'sche Univer^rülr-Vuch' und Steinöruderet R. Lange in Stehen. Zchnstlettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Rcichspsennig, Platzvorschrift 20°,, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Was wollen wir? Die französische Presse tut so. als sei der Fuchs in den Hühnerstall eingebrochen. Sie besitzt überhaupt eine ungewöhnliche Gewandtheit darin, sich nach Bedarf leidenschaftlich zu entrüsten, oder sich in nationalistischer Tobsucht zu überschlagen. Das hat sie auch diesmal wieder so gemacht, wobei noch nicht geklärt ist, wieweit es sich um ein Zusammenspiel zwischen dem Quai d'Orsay und der künstlich aufgeregten öffentlichen Meinung Frankreichs handelt. Warum diese Aufregung? Nachdem sich die Abrüstungskonferenz abermals vertagt hatte, nachdem an den Fingern abzuzählen war, daß auch eine neue Konferenz nur eine neue Vertagung bringen würde, hätte es eine Pflichtwidrigkeit der deutschen Regierung bedeutet, sich um das Abrüstungsproblem nicht weiter zu kümmern. Es ist nicht so, wie die französische Presse sich selber einredet, daß die Entwaffnung Deutschlands ein Ding für sich sei, eine Strafe für die Geschehnisse im Juli 1914. Cs ist vielmehr so, daß mit der Errichtung des Völkerbundes auch die Entwaffnung Deutschlands nur eine Vorleistung sein sollte, um die allgemeine Abrüstung in absehbarer Zeit durchzusühren. Der Völkerbund wäre ohne Sinn, ohne Zweck und Ziel gewesen, hätte er seine überstaatliche Aufgabe nicht darin gesehen, allgemeine Sicherheit und allgemeinen Frieden zu verbürgen. Daß dem so ist, wird sowohl durch den Versailler Vertrag, als durch die Völker- bundssahung selbst bewiesen. Wäre die Entwaffnung Deutschlands nur eine gegen Deutschland §erichtete Einzelmahnahme, so hätten sich im Versailler Vertrag und in der Völlerbundssatzung keine Bestimmungen darüber finden dürfen, daß der Entwaffnung Deutschlands die Abrüstung der anderen Länder aus dem Fuße folgen sollte. Daß diese Auslegung richtig ist, wird dadurch bestätigt, daß es schon seit 1920 Tagungen und Verhandlungen über die Abrüstung gibt, teils zu Wasser, teils zu Lande. Aber immer mit dem Ziel der wirklichen und tatsächlichen Abrüstung. Es ist bisher nichts erreicht worden, trotzdem oder gerade weil die Abrüstungstagung in Genf wiederholt unter starkem Druck von außen gestanden hatte. Der stärkste Druck wurde von dem Präsidenten dec Vereinigten Staaten ausgeübt, ein Druck, der von Frankreich aufgefangen wurde, um dann durch taktische Kreuz» und Querzüge die Abrüstungstagung ausgchen zu lassen wie das Hornberger Schießen. Run haben sich, seitdem der Versailler Vertrag mitsamt dem Völkerbund besteht, außenpolitische Entwicklungen vollzogen, die das Abrüstungsproblem auf eine ganz neue Grundlage gestellt haben. Ist die Kriegsgefahr in diesen 13 Jahren etwa geringer geworden? Ist der Rationalismus bei allen Völkern weniger angriffsfreudig, zumal ihm eine militärische Aufrüstung zur Verfügung steht, die an sich schon den Frieden gefährdet? Deutschland ist auf allen Seiten von ausgerüsteten Staaten umgeben, deren Völker nationalistischer Begehrlichkeit in gefährlichem Maße zugänglich sind. Polen bedroht nicht nur die Sicherheit Danzias, Polen steht auch auf dem Sprunge, um sich Ostpreußens zu bemächtigen, wenn die nationale Widerstandskraft Deutschlands im innerpolitischen Streit erlahmen sollte. Deutschlands Wehrlosigkeit ist eine Herausforderung für seine Vachbarn, wofür vor allem die Vechtsbrüche Litauens gegenüber den Memeldeutschen zeugen. Daß diese Vechtsbrüche nicht dem Frieden und der Sicherheit Europas dienen, daß sie im Gegenteil aus Osteuropa eine Gefahrenzone machen, deren Reibungsflächen jederzeit in Brand geraten können, das ist in London so gut bekannt wie in Paris und Rom. Daß die Forderung nach Gleichberechtigung begründet ist, wird auch von Frankreich unfreiwillig zugegeben dadurch, daß die französische Presse nicht etwa gegen die Gleichberechtigung tobt, sondern gegen die militärischen Auswirkungen dieser Gleichberechti- aung. Daß die Gleichberechtigung nicht nur ein Lippenbekenntnis sein kann, daß sich vielmehr daraus eine Anpassung an die Aufrüstung der anderen ergibt, das liegt in den Dingen selbst begründet, nicht aber in der deutschen Forderung an sich. Das deutsche Volk ist einheitlich und geschlossen in dem Willen, sich staatlich und national zu behaupten, was aber nur möglich ist, wenn Deutschland inmitten ausgerüsteter Staaten nicht wehrlos und nicht entwaffnet dasteht. Der Am - bau der deutschen Wehrm acht ergibt sich zwangsläufig aus der nicht von Deutschland verschuldeten außenpolitischen Entwicklung. Deutschland will nicht von dieser Entwicklung überrascht und über den Hausen gerannt werden, ganz besonders deshalb nicht, weil der Völkerbund angesichts der Aufrüstung aller Staaten nicht über die Machtmittel verfügt, um jede Störung des Friedens in Europa zu verhindern. Daß die deutsche Reichsregierung die französische Regierung davon verständigt hat, daß Deutschland auf die Gleichberechtigung nicht verzichten könne und werde, das ist ein Beweis dafür, daß Deutschland trotz erlittener Unbill sich im Rahmen des Versailler Vertrages halten will. Der Versailler Vertrag sieht zwar die Entwaffnung Deutschlands vor, setzt auch die Grenzen der militärischen Rüstung Deutschlands fest, aber dies ist zu einer Zeit geschehen, als weder die außenpolitische Entwicklung in Europa so gefährliche Formen angenommen hatte, noch auch daran zu denken war. daß die anderen Mächte trotz Völkerbund und Völker- hundssatzung sich der allgemeinen Abrüstung widersetzen würden. Frankreich hat für diesen Widerstand Deutschlands Forderung auf Vüstungsgleichheit. Ruhigeres Echo in der pariser presse. Paris, 2. Sept. (WTB. Funkspruch.) Die in Berlin gegebene Aufklärung über die Tragweite und Bedeutung des deutschen Schrittes in der Wehrfrage hat ebenso, wie der Rat des französischen Ministerpräsidenten an die Presse, nicht den Kopf zu verlieren, zu einer ruhigeren Beurteilung beigetragen, obwohl grundsätzlich die Abwehrstellung gegen die deutschen Wünsche beibehalten wird. Man erwartet hier eine Erklärung des französischen Ministerpräsidenten für nächsten Samstag. — „Dolontö" bezeichnet es als absurd, von einem ultimativen Charakter der deutschen Forderungen sprechen zu wollen. Das deutsche Resumö sei so korrekt wie irgend möglich abge» faßt und könne am Quai d'Orsay nicht die geringste Unzufriedenheit erleben. Man werde jetzt auf diplomatischem Wege verhandeln, aber ohne Eile und ohne Beunruhigung. — „Le Republiquö" nennt das deutsche Resumä geschickt; es werde sicher Besprechungen und Erörterungen nach sich ziehen. Das demokratische Frankreich sei für eine Rüstungs- versassung,' die zu einer allgemeinen Entspannung und im Anschluß daran zur Rüstungsgleichheit führen könnten. — Die Coty-Presse bleibt bei ihrer gestrigen Haltung und ist namentlich beunruhigt über die Einstellung der englischen Oeffentlichkeit und der englischen Regierung. Die sehr reservierte Haltung der englischen Presse zeige, meint z. B. „Ami du Peuple , daß Frankreich sagen müsse, was cs wolle und was es nicht wolle. Zurückhaltung in England. London, 2. Sept. (WTD. Funkspruch.) Die Morgenpresse ist mit Kommentaren zu der deutschen Forderung nach Gleichberechtigung zurückhaltend. Auch wo Aeußerungen laut werden, die deyi französischen Standpunkt zuneigen, wie in einem Leitartikel der rechtLkonservativen „Mor- ning-Post", wird kein Versuch unternommen, Deutschlands Recht, wie es sich aus dem Versailler Abrüstungsversprechen ergibt, zu bestreiten. „M o r ni n g - P o st" erklärt, daß die britische Regierung mit der französischen der Meinung sei, die ganze Angelegenheit sei bedauerlich, aber auf beiden Seiten herrsche Verständnis dafür, daß die deutsche Regierung auf die Gefühle der nationalen Bevölkerung Rücksicht nehmen müsse. Bei den Besprechungen auf der Kanalinsel Jersey habe Sir Herbert Samuel dem französischen Ministerpräsidenten Herriot klar gemacht, daß die britische Regierung eine Lösung der Frage für dringend erwünscht halte, wenn sie auch nicht der Auffassung sei, daß die Gleichberechtigung eine wesentliche Vorbedingung eines Erfolges der Abrüstungskonferenz bilde. Die britische Regierung würde es begrüßen, wenn die Franzosen und die Deutschen vor Wiederzusammentritt der Genfer Abrüstungskonferenz zueinerDerständigung gelangen würden, polen resigniert. Warschau zum deutschen Schritt in Paris. Warschau, 2. Sept. (WTB. Funkspruch.) Auf die deutschen Bemühungen um Wiederherstellung der Rüstungsgleichheit in Europa reagiert die polnische Boulevard- und Sensationspresse m i t Aeberschriften von ausgesprochener Gehässigkeit. Dagegen zeigen sich die ernsteren. Blätter aller Richtungen sehr zurück- Berlin, 2. Sept. (OB. Funkspruch.) Durch Entschließung des preußischen Slaalsminiftcriums vom 2. September sind d i e Todes st rasen, die durch das rechtskräftige Urteil des Sondergerichts in Beulhen (Oberschlesien) gegen 1. den Elektriker Reinhold koktisch, 2. den Grubenarbeiter Rusin Iv o t n i h a, 3. den Hauer August Gräupner. 4. den Marken - Kontrolleur hetmuth Josef Müller wegen Totschlags, begangen aus politischen Beweggründen und 5. den Gastwirt Paul L a ch m a n n wegen Anstiftung zu diesem Verbrechen verhängt worden sind, im Gnadenwege in lebens- haltend. Die offiziöse „Gazeta Polska" und der gemäßigt rechtsstehende „Kurjer Warszawski" sprechen nur ganz kurz von einem außenpolitischen Manöver Deutschlands. Das Regierungsblatt „Erpreß Pornny" stellt resigniert fest, daß Deutschland unabhängig von jederinnerpl>IitischenKonstellation am Abbau des Versailler Vertrages arbeite und daß sich in dieser Beziehung alle Deutschen einig seien. Die national-demokratische „Gazeta Warschawska", das wichtigste Blatt des grundsätzlich deutschfeindlichen Lagers in Polen, stellt sogar fest, daß der ganze Gedanke, das besiegte Deutschland für immer in einer Ausnahmestellung auf dem Gebiete der Rüstungen zu halten, ausgesprochener Ansinn gewesen sei. Don den Großmächten stelle sich nur noch Frankreich deil deutschen Forderungen nach Rüstungsgleichheit entgegen, und auch Frankreich werde nachgeben müssen. Es gebe nur zwei Möglichkeiten zur Erledigung dieser Angelegenheit: Ablehnung und bewaffnetes Einschreiten — oder eindeutige Zustimmung ohne alle Amstände. längliche Zuchthaus st rafen umgeroan- delt worden. Für die Entschließung war maßgebend, daß die Derurteitten zur Zeit der Tat noch keine Kenntnis von der Verordnung des Reichspräsidenten gegen politischen Terror vom 9. August 1932 und ihren schweren Stras- androhungen gehabt haben. wie wir von unterrichteter Seite hören, ist damit zu rechnen, daß dem Anträge aus Wiederaufnahme des Verfahrens im Beuthener Prozeß, der bekanntlich von der Verteidigung eingereicht worden ist, st altgegeben werden wird. In dem Antrag sind noch Auffassung der zuständigen Stellen neue Tatsachen enthalten, die die Wiederaufnahme rechtfertigen. Veguadiguug d:r in Venthrn Verurteilten. Umwandlung der Todesurteile in lebenslängliche Zuchthausstrafen. — Wiederaufnahme des Verfahrens wahrscheinlich. Eröffnung des Essener Katholikentages. Reichskommifsar Or. Bracht über Staat, Obrigkeit und göttliche Weltordnung sich auf die These der nationalen Sicherheit zurückgezogen, was gebilligt werden kann, wenn Frankreich diese These auch anderen Ländern, insbesondere aber Deutschland zuerkennt. Stellen wir uns einmal vor, daß die anderen Staaten weiter aufrüsten, daß die nationalistische Begehrlichkeit bei diesen Staaten weiter wächst, so ergibt sich zwingend, daß die Wehrlosigkeit Deutschlands den Nationalismus der anderen förmlich zur Entladung bringen muß. Die Entwaffnung Deutschlands war nur als Vorleistung für die allgemeine Entwaffnung gedacht, nicht aber als ein Zustand von ewiger Dauer, erst recht dann nicht, wenn die allgemeine Abrüstung nicht zu erreichen war oder ist. Ein Volk von 65 Millionen kann nicht auf die Wehrhoheit verzichten, wenn ohne diese Wehrhoheit keine Sicherheit für seinen nationalen Bestand gegeben ist. Amerika erwartet deutsche Zahlungen. London, 2. Sept. (WTD. Funkspruch.) Times meldet aus Washington, daß der stellvertretende Staatssekretär Castle heute eine Aeu- ßcrung getan habe, wonach die Regierung fest entschlossen sei, auf ihrer bereits bekanntgegebenen Politik au verharren, daß Kriegsschulden bezahlt werden müssen. Der stellvertretende Staatssekretär sagte, die Vereinigten Staaten erwarteten, daß Deutschland die am 3 0. September fälligen Teilzahlungen lei st en werde. Der Korrespondent fährt fort, diese Teilzahlungen seien nur gering, sie betragen nur 12,5 Millionen Reichsmark für Besatzungskosten und 20 400 000 Mk. für die Bezahlung der Ansprüche amerikanischer Bürger gegen Deutschland. Castle erklärte, daß von T^utschland keine Aeußerung bezüglich der Zahlung dieser Summen eingegangen sei, daß aber die Vereinigten Staaten die Zahlung der Gelder aus dem abgelaufenen Moratorium erwarte- t e n. Bei den seinerzeitigen Verhandlungen im vorigen Jahr hätten sowohl Deutschland als auch die Vereinigten Staaten den Standpunkt vertreten, daß die Bezahlung solcher Forderungen nicht in die Suspendierung der Schulden- zahlungcn eingeschlvssen werden solle, da es sich um eine Vereinbarung handele, die lediglich zwischen amerikanischen Bürgern und deutschen Bürgern abgeschlossen worden sei. Hierzu wird amtlich mitgeteilt: Amerika ist bekanntlich auf der Lausanner Konferenz nicht vertreten gewesen, so daß die Zahlungen an Amerika noch besonders geregelt werden müssen. Eine Regelung ist in nächster Zeit zu erwarten. Nach den Bestimmungen des Abkommens vom 13. März 1930 ist ein Zahlungsaufschub möglich, und zwar für beide Arten Der Zahlungen an Amerika, nämlich für die Mir^) Claims und die Besatzungskosten für 2£ Jahre. Hinsichtlich der anderen Zahlungen ist in Aussicht gestellt worden, daß darüber erneut verhandelt werden soll. Essen, 1. Sept. (TU.) Der Donnerstag, der eigentliche Eröffnungstag des Deutschen Katholikentags, wurde eingeleitet mit einer feierlichen Pontifikalmessc in der altehrwürdigen Münsterkirche, die von Weihbischos Dr. Hammels- Köln zelebriert wurde. Im Anschluß daran begann der Vertretertag, der im Rahmen der 71. Generalversammlung der deutschen Katholiken ftatt- findet. Von hervorragenden Persönlichkeiten des katholischen Lebens wurden die religiösen und staatsbürgerlichen Probleme der Gegenwart unter dem Gesamtthema „Christus in der Großstadt" behandelt. Am Vormittag tagte noch die Hauptversammlung der katholischen Lehrer und Lehreri nli c n Deutschlands. Weihbischof Stockum- Köln, der die Grüße des Kardinalerzbischoss von Köln überbrachte, stellte in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen das Wort des Apostels Petrus „Ihr seid ein königliches Priestertum" und würdigte die große Bedeutung des Religiösen im Unterricht, lieber die Aufgaben der katho- Nlchen Schule in der Großstadt sprach Frau Dr. W e i n a n b. Am Donnerstagabend wurde der Katholikentag feierlichst eröffnet. Außer den Veden des Präsidenten Bernhard Otte- Berlin und des badischen Kultusministers hielt auch der stellvertretende Veichskommissar für Preußen, der Essener Oberbürgermeister Dr. Bracht, eine Begrüßungsansprache. Christliches Leben und Gemeinwesen, so führte er u. a. aus, beruht auf dem Dien st an einer von Gott gegebenen Ordnung. Die Arbeit der Diener des Staates und Kommune und die Arbeit der Diener der Kirche können darum nicht frestrd nebeneinander hergehen. Wenn wir in dieser Zeit, in der Vermessenheit und Anglaube die christliche Grundlage des Staatswesens anzugreifen suchen, an das Apostelwort erinnern: „Jedermann unterwerfe sich der obrigkeitlichen Gewalt", dann kann nicht deutlich genug hinzugefügt werden: „Denn es gibt feine Gewalt außer von Got t." So sehr wir im Sinne dieses paulinischen Wortes die Verpflichtungen des Menschen gegenüber aller Obrigkeit anerkennen und verlangen, um so ernsthafter und gewissenhafter muß darauf geachtet werden, daß die Obrigkeit selbst keinen Schaden erleidet. Wer heute eingesetzt ist, die Obrigkeit des Staates zu vertreten, der muß am Anfang seiner Arbeit mit den schärfsten Maßstäben prüfen, ob die Einrichtungen des Staates noch in der Lage sind, dem Staatsbürger gegenüber sichtbarer Ausdruck der Obrigkeit zu sein. Obrigkeit ruht auf dem Gedanken der Pflicht. Für die Rechte — und es gibt deren viele heutzutage — die der Staat gegenüber dem einzelnen in Anspruch nimmt, kann nur dann eine über den äußeren Zwang hinausreichende Anerkennung verlangt werden, wenn tief im Bewußtsein des Staatsbürgers das Gefühl verankert ist, daß alle diese Rechte des Staates aus Pflichten gegenüber der Gesamtheit entstanden sind. Deshalb muß bei dem Bemühen um die Errichtung einer Obrigkeit beim Staat selbst angefangen werden. Deshalb muß von jedem einzelnen Staatsdiener verlangt werden, daß er nicht einer Partei, sondern der Gesamtheit dient. Auch das Schicksal der großen politischen Bewegungen wird schließlich davon abhängen, ob sie in ihren Entschließungen die Interessen des Staates über ihre eigenen Interessen zu stellen vermögen. Endlich muß auch gegenüber dem Versuch, den Staat mit der Partei gleichzusehen, der Staat immer auf d i e höhere Ebene unseres Bewußtseins gestellt werden. Der päpstliche Vuntius Dr. O r f e n i g o überbrachte den Segen des Papstes. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß von dem Essener Katholikentag ein starker Antrieb zur Stärkung des christlichen Glaubens ausgehen möge. Der Kardinalerzbischof von Köln, Schulte, wies auf die schicksalsschwere Vergangenheit des deutschen Volkes insbesondere im Ruhrgebiet hin. Bürgermeister Schäfer sprach in dieser Versammlung für die Essener Stadtverwaltung, Oberpräsident Fuchs für die preußische Staatsregierung. An Reichspräsident von Hindenburg und an den Papst wurden Ergebenheitstelegramme gesandt. OefHeichökanzler an den Katholikentag Reichskanzler von Papen hat an das Präsidium des Deutschen Katholikentages zu Händen des Fürsten Löwenstein ein Telegramm gerichtet: Dem heute in Essen zusammentretenden Katholikentage sende ich meine herzlichsten Wünsche und katholischen Gruß. An der geistigen Wende, die uns von dem die besten sittlichen Kräfte zerrüttenden Materialismus hinweg z u einer neuen Volksgemeinschaft führen soll, gegründet auf den tiefen Glauben an Gott und seine uns verpflichtenden Gebote, wird es das Ziel der Reichsregierung sein, den ch r i ft- lrchen Grundsätzen im deutschen Volke und Staatsleben wieder zu entscheidender Geltung zu verhelfen. Die Reichsregierung will das von seelischer und materieller Rot zerrissene deutsche Volk jenseits allerPar- teibinbungen unter einer Autori- 1 a 1 $ y.e.9 1 c r u n g sammeln. Der deutsche Katholizismus in seinem unerschütterlichen Glau- ben an die göttliche Ordnung dieser Welt möge Der -Ration ein Führer und Wegweiser auf Die- fern Wege sein, mit allem Willen, der in Arbeit und Gebet seine große Stärke findet. Aus aller Welt Line gieren Ge° Die .irkus Aus der Provinzialhauptstadt Morgengastspiel im Lichtspielhaus, Bahnhof- Am Leiden afrika) am ein Selbst manch' alter Gießer Bub, der innerhalb der vier Schooren, der heutigen Anlagen geboren wurde, wird verwundert fragen: Konnte man denn auch Vormittag bedeuten. Vernarb @tt£ ist ein Künstler von hohem Grad und befähigter Kapellmeister, der mit Umsicht seine Musiker zu dirv- gieren weih. Että verfügt als Geiger über eine erstaunliche Technik. Man wird von ihm und seiner Kapelle nicht nur moderne Musik hören, sondern auch alte verklungene Melodien werden mit gleicher Liebe und Hingabe zum Vortrag kommen. Ette zu hören, bedeutet ein Genuß, denn unter seiner leitenden Hand wird die Kapelle zu einem fein abgestimmten Instrument. Wo der Meister bisher auftrat, dankte ihm ein begeistertes Publikum." Näheres über das Gastspiel ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. straße, geben. Dazu schreibt man uns: „E t tö. den man bisher nur durch den Rundfunk und durch Schallplatten kennenlernen konnte, wird nun persönlich vor das Gießener Publikum treten. Sein Gastspiel dürfte einen genußreichen Dänemark drosselt die deutsche Einfuhr Kopenhagen, 1. Sept. (TU.) Durch die neue dänischeDevisenverordnung wird die Einfuhr sehr vieler Artikel außerordentlich st a r k gedrosselt. So wurde am Donnerstag den Einfuhrhändlern für Eisenwaren nur 4 b.Sy, für Glas- und Porzellanwaren 3 v. H., für Modewaren nur 5 v. H. an Devisen im Vergleich mit denjenigen Mengen bewilligt, die im Vorjahr genehmigt wurden, also für Waren, die größtenteils aus Deutschland bezogen werden. Damit drosselt Dänemark die deutsche Einfuhr noch mehr als bisher. Die Großhandelsvereine haben bereits scharfen Einspruch beim Handelsminister erhoben und erklärt, wenn es bei diesen geringen Devisenzuteilungen bleibe, man sich genötigt sehe, größtenteils das Personal zu entlassen bzw. die Betriebe überhaupt zu schließen. In London werden die — Tageskalender für Freitag. Oswalds- garten 20 Uhr: Eröffnungsvorstellung des Zirkus Straßburger. — 15 Uhr auf den Plätzen des Gießener Tennisklubs: Beginn des 3. Bezirks-Tennisturniers. — VHE.: bei Hopfeld Monatsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Schanghai- Expreß". — Aus dem Stadttheaterbureau Aus aller Wett. Vorkämpferin des kolonialen Gedankens, gestorben. 29. August starb nach langem, schwerem auf einer Afrikareise in Tsumeb (Südwest- Bernard Eit6 in Gießen. Der bekannte Musiker Dernard E t t £ wird kommenden Sonntag mit seinen Sinfonikern dänischen Einfuhrdrosselungen mit doppelter nugtuung verzeichnet. Verworrene Lage in Ecuador. Daten für Freitag 2 September. 1851: der Dichter Richard Boß in Reugrape geboren. — 1853: der Chemiker Wilhelm Ostwald in Riga geboren. — 1870: Gefangennahme Rapoleons III. und Kapitulation Sedans. Bornotrzcn. glück werden noch folgende Einzelheiten begannt: Der Brand griff auf andere Depots über und verbreitete sich schließlich über die ganze Festung. Trotz größter Anstrengungen des Militärs und der Feuerwehr erfolgte eine Reihe Explosionen, die die Bevölkerung der Gegend in Panik versetzten. Die stärkste Explosion erfolgte, als ein Depot mit Seeminen unter stärkster Detonation in die Luft ging. Die Fensterscheiben vieler Häuser gin- geng in Trümmer. In der nächsten Umgebung der Festung stürzten die leichter gebauten Häuser ein. Bisher wurden mehrere Schwer-und Leichtverletzte geborgen. Es war bis zur Stunde nicht möglich, festzustellen, ob auch Todesopfer zu beklagen sind. Der Schaden übersteigt 100 Millionen Lei. Die Ursache der Explosion ist noch nicht festgestellt, sie dürfte auf einen Brand infolge der großen Hitze zurückzuführen sein. Die Explosionen im Artillerielager von Ceasna haben, einem neuen Funkspruch aus Bukarest zufolge, mehrOpfer gefordert, als man ursprünglich angenommen hatte. Die Ibköpfige Lagerwache ist zusammen mit dem Kommandanten spurlos verschwunden; es konnte noch nicht fest gestellt werden, was mit ihnen geschehen ist. Die in der Rähe der Unglücksstätte gelegenen Ortschaften Rudeni und Chiajan sind von der Bevölkerung geräumt worden. Diele Bewohner dieser Ortschaften wurden durch Spreng st ücke verletzt. Die Untersuchung hat festgeftellt, daß von den acht Depots bisher sechs in die Luft geflogen sind; man befürchtet, daß auch die übrigen zwei Lager noch in die Luft fliegen werden. Explosion in einer portugiesischen Fabrik. — 3 Tote. Rach einer Meldung aus Lissabon ereignete sich in einer Feuerwerkskörperfabrik bei Goeveia ein schweres 11 n g I ü d. Durch eine Explosion wurden drei Personen getötet. die Vorsitzende des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft, Frau Hedwig v. Bredow geb. v. Stechow in fast vollendetem 79. Lebensjahre. Bis zum letzten Atemzuge wirkte sie für das Deutschtum in den alten deutschen Kolonien. Badeerinnerungen aus Ali-Gießen Vom Baden in der Wieseck und Lahn vor fünfzig Zähren. Guayaquil (Ecuador), 1. Sept. (TU.) .. Lage in Quito, wo nach wie vor der Kampf wird uns geschrieben: Die Intendanz hat für Mittwoch, 7. September, die Max - und Moritz - Bühne zu einem einmaligen Gastspiel verpflichtet. Sechs lustige Bubenstreiche nach Wilhelm Dusch in der Bearbeitung von Schei- bach werden den Kindern einen lustigen Rachmittag bereiten, dargestellt von ersten Bühnenkräften, in eigenen Dekorationen, Ausstattungen und mit eigenen Kostümen. Eltern, die ihren Kindern eine Freude machen wollen, schicken sie zu Max und Moritz. Ein lebendiges Bilderbuch voll köstlicher Szenen. Um allen Kindern den Besuch zu ermöglichen, hat die Intendanz kleine Preise angeseht. — Ein Genossenschaftsfilm „Don Menschen und Mühlen" wird auf Veranlassung des Konsumvereins Gießen und Umgegend am Dienstag, 6. September, und Mittwoch, 7. Sept., in den Palastlichtspielen am Kirchenplatz vorgeführt werden. Es handelt sich dabei — wie man uns schreibt — um einen neuen genossenschaftlichen Spielfilm, den die Grobeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumvereine in Hamburg herausgebracht hat. Der Film zeigt nicht nur interessante Landschaftsbilder, sondern bietet auch aufschlußreiche Einblicke in die Großmühle und in die moderne Teigwarenfabrik der GEG. in Mannheim. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. ** Eine Reliefkarte „Das romanti- s ch e L a h n t a l" hat der Verkehrsverband für die Lahn, dem die Stadt Gießen als Mitglied angehört, herausgegeben. Die Karte bietet einen eindrucksvollen Ueberblick über das Lahntal von der Quelle bis zur Mündung und über die anschließenden Höhenzüge. Das Städtische Verkehrsamt und der Verkehrs- und Verschönerungsverein, die an dem Zustandekommen dieser Karte mitgearbeitet haben, dürfen die Gewißheit hegen, daß sie damit einer guten Sache ihre Unterstützung gaben. " Die Zurückziehung von Wechselsteuermarken. Von der Industrie- und Handelskammer Gießen wird uns geschrieben: Zu dem vor kurzem veröffentlichten Hinweis über die Zurückziehung von Wechselsteuermarken ist nachzutragen, daß der Reichsfinanzminister durch Abänderungsverordnung vom 22. August bestimmt hat, daß die zur Zeit im Verkehr befindlichen Wechselsteuermarken nicht am 1. September 1932, sondern erst am 1. Januar 1933 ihre Gültigkeit verlieren. ** Fahrplanänderung eines Sonderzuges. Wie uns vom Bahnhof Gießen mitgeteilt wird, wird der Sonderzug, der die Besucher des Zirkus Straßburger aus der Richtung Friedberg nach der Vorstellung heimbefördern soll, auf der Strecke Gießen — Friedberg wie folgt verkehren: Gießen ab 23.30 Uhr (nicht um 0,50 Uhr), Friedberg an 0.16 Uhr. zwischen den Aufständischen und den Regierungstruppen tobt, ist äußerst verworren. Zuverlässige Berichte liegen fast nicht vor, da eine strenge Zensur verfügt wurde. Die Dinge sind dadurch auf den Höhepunkt der Verwirrung getrieben, daß die Amtszeit der Regierung Martinez in der Rächt zum Donnerstag abgelaufen ist, ohne daß eine neue Regierung gebildet oder die alte mit der Weiterführung der Geschäfte beauftragt wurde. Die für Freitag in Guayaquil erwartete Ankunft des englischen Kreuzers „Dur - b a n" wird mit dem Aufstand in Verbindung gebracht. Aus aufgefangenen Funksprüchen ist zu entnehmen, daß in Quito grauenhafte Z u st ä n d e herrschen. Auf den Straßen liegen unzählige Tote, die wegen des ununt .orochenen Feuers nicht entfernt werden können. Die Aufständischen und die Einwohner leiden unter R a h- rungsmittel - und Wassermangel, der bereits zum Ausbruch ansteckender Krankheiten geführt hat. in der Wieseck baden? Tie ist und war doch viel zu eng und seicht! Aber trotz alledem: vor einem halben Jahrhundert ist's doch gegangen. Damals gab es noch keine ausgebaute Moltkestrahe, keine Roonstrahe und keinen Großen Steinweg. Dafür lagen in jener Gegend um so mehr Wiesen und große Gärten. Ueber die Wieseck im Zuge der heutigen Moltke- straße führte ein Holzsteg, und von diesem hinab zur Ludwigsplatz-Drücke floß die Wieseck unreguliert dahin. Dor fünfzig Jahren war sie auch noch fischreich. Retzfischer erbeuteten dort Weißfische und sogar pfundschwere Hechte in Menge. Zwischen Moltkestrahe und Ludwigsplatzecke war für die Buben, die am Ludwigsplatz oder in der Grünberger Straße, der heutigen Kaiser.Allee, oder in der Gartenstrahe wohnten, ein beliebtes Baderevier. Selbstverständlich war das Baden in der Wieseck nicht erlaubt. Aber niemand kümmerte sich darum, auch der alte, kleine Feldschütze nicht, von dem wir nur den Spitznamen kannten. Der gute Alte ging mehr in den Eichgärten, in den Triebvierteln oder im Rahrungsberge einher, um dort nach Obst- und Gemüsefrevlern zu fahnden. Von seinem Haselstecken aber ging die Sage, daß ihn sein Träger fliehenden Missetätern so vorzüglich zwischen die Beine zu werfen verstehe, daß der Getroffene mit Sicherheit zu Fall käme. Mit unseren „guten" Gewissen machten wir Buben vorsichtshalber stets einen großen Dogen um ihn. Also in der Wieseck wurde flolt gebadet. Wer in der Wieseck richtig hatte schwimmen lernen, ging dann mit seinem Befähigungsnachweis zum Baden in die L a h n. Den Viadukt an der Goethe* schule gab es damals noch nicht. Jedermann mußte, wenn er nicht vom Seltersberge kam und den Viadukt an der Wieseck am einstigen Felsenkeller benutzte, durch die Unterführung am Reu* Erfolgreiche Rordlandforschungen. Rach einem Funkspruch des Professors Schmidt, des Leiters der sowjetrussischen Expedition des Eisbrechers „Sibiria- koff" , hat der Eisbrecher Rordland (Kaiser- Rikolaus il.-Land) erreicht und von dort den Geographen U s ch a k o f s mit seinen vier Begleitern an Bord genommen. Uschakoff und seine Begleiter, so heißt es in dem Funkfpruch, hätten während eines zweijährigen Aufenthalts auf Rordland unter unglaublichen Strapazen eine Forscherarbeit von Weltbedeutung geleistet. Sie bereisten ganz Rordland in Hundeschlitten, stellten eingehende wissenschaftliche Untersuchungen des Rordlandgebietes an und stellten auch eine Karte zusammen. Aus ihrer Forschungsreise begegne* ten sie keinem Menschen. Die Forscher wollen nach ihrer Heimkehr ihr umfangreiches Material in den wissenschaftlichen Instituten von Moskau und Leningrad Verarbeitern Norwegische Expedition nach der atlantischen Südpolarzone. Der bekannte Polarforscher Riiser Larsen, der an mehreren Expeditionen Roald A m u n d - s e n s teilgenommen hat, plant, wie aus Oslo gemeldet wird, eine Expedition nach dem Südpolarkontinent. Rach Zeitungsmeldungen beabsichtigt er, im Februar 1933 von Königin-Maud-Land oder Enderby-Land aus eine Schlittenfahrt längs der Küste des atlantischen Sektors der antarktischen Zone zu unternehmen. Er hofft, das Problem der hypothetischen großen Ducht zwischen Königin-Maud- Land und Prinzessin-Ragnhild-Land zu lösen und durch die Entdeckung von Reuland eine Verbindung zum Kronprinzessin-Martha-Land herzustellen. Kapitän Riiser Larsen wird nur einen Degleiter und zwei oder drei Hundeschlitten mitnehmen. Er will auch meteorologische Deobachtungen über das Polarjahr anstellen. Umkehr der deutschen Himalaja-Expedition. Wie Bechtold, einer der Teilnehmer der deutschen Himalaja - Expedition in einem Telegramm an seine Mutter in Trostberg (Oberbayern) mitteilt, ist die Expedition wegen schwerer Erkrankungen unter den Teilne^- mem gezwungen gewesen, vor Erreichung ihres Zieles, des Wanga-Parbet, umzukehren. Weiterflug von Gronaus. Wolfgang von Gronau ist von der Aleuten- Insel Attu nach den Kurilen-Inseln ge- startet. Er funkte unterwegs der Funkstation auf der Insel Hodeida, daß er in 1000 Meter höhe durch dichten Nebel fliege, jedoch hoffe, in sieben Stunden Land zu erreichen. Seine Position gab er als Halbwegs zwischen den westlichsten Aleuten und der östlichsten Kurilen-Insel an. städter Tor pilgern. War das an einem Sonntagmorgen oder abends nach sechs Uhr der Fall, so begegnete er etlichen Reitern auf nassen, un- gesattelten Pferden, die ihre Tiere in die Schwemme geritten hatten. Diese befand sich unmittelbar der Pulvermühle gegenüber, und die rotbemützten Starkenburger, die damals dort ihre Kneipe hatten, setzten oei niedrigem Lahn-Wasserstand im Sommer gerne Tische und Stühle in das seichte Decken, um so einen wahrhaft „feucht-fröhlichen" Schoppen zu trinken. Wer unterhalb der Pferdeschwemme baden wollte, fand dort zwei Badeanstalten, die R ü b - samensche Badeanstalt und die bescheidener eingerichtete des Männer-Badevereins. Christoph Rübs amen, der im Jahre 1889 im Alter von 67 Jahren in Gießen starb, ein echter Jünger Vater Jahns, besaß als Tanz-, Tum- und Schwimmlehrer um Alt-Gießen besondere Verdienste; er hielt auf Zucht und Ordnung in seinem Betrieb. Wann wird übrigens ein Gedenkstein am Ufer der Lahn für ihn erstehen? Die Rübsamensche Badeanstalt war damals in zwei streng voneinander geschiedene Abteilungen geteilt, eine Frauen- und eine Män- nerabteilung, und keinem Fuchs wäre es jemals gelungen, von der einen Abteilung in die andere Au blinzeln, geschweige denn, daß Männer und Frauen, Jünglinge und Mädels zusammen hätten schwimmen und baden dürfen. Dagegen gab es festgefügte Bretterwände. Wenige Jahrzehnte zuvor war das Baden der Frauen „im Wellenbad" bei den Mühlen, wie ältere Leute erzählten, noch 9anz und gar verpönt, genau so wie das Schlittschuhlaufen und das Turnen der Frauen. Die Trennung der Geschlechter in Christoph Rübsa- mens Badeanstalt begann schon an der Wäscheausgabe. Man sah die Weiblichkeit letztmals, wenn sie auf einem auf Fässern ruhenden, schwimmenden Steg, der beiderseits mit hohen, schuppenartig übereinander gelagerten Brettern abgeschlossen war, in ihre viereckige Klausur pilgerte. Diesen Steg durften ganz alte Herren noch passiere^ Wie ein Funkspruch aus Otschiischi (Hokkaido) meldet, ist Wolfgang von Gronau in der Kakumabetfu-Ducht von Paramuschiru, der nördlichsten Kurileninsel, eingetroffen. Rücktritt des Reuyorker Bürgermeisters Walker. Bürgermeister Jimmy Walker hat, einem Funkspruch aus Neuyork zufolge, seinen sofortigen Rücktritt bekanntgegeben. Tragischer Tod einer Studentin. Ein erschütterndes Unglück ereignete sich dieser Tage in München in der Wurzerstraße. Dort hatte ein junges, verkümmert aussehendes Mädchen in einer Gastwirtschaft gebettelt und eine Wurst geschenkt erhalten. Das Mädchen begann nach dem Verlassen des Gasthauses gierig die Wurst zu essen und lief dabei in die Fahrbahn eines Lastkraftwagens. Es wurde von dem Wagen erfaßt, überfahren und getötet. Es handelt sich um die 22 Jahre alte Studentin Ilse Fröhlich aus Wandsbek bei Hamburg. Dem irdischen Richter entzogen. Die Ehefrau Blunk aus Huettbleck (Holstein), die, wie bereits gemeldet, ihren 13jährigen g e i - steskranken Sohn aus Mitleid erhängte, hat Selb st mord verübt. Als ihr Ehemann nach Haufe kam, fand er die Tür verschlossen. Er stieg durch die Bodenluke ein und fand auf dem Boden seine Frau erhängt vor. Zugabstur; von der Ems-Drücke. Auf der Strecke zwischen Ems und Westbevern ereignete sich ein Eisenbahnunglück. Der von Münster kommende Eilgüterzug Richtung Bremen—Hamburg passierte die neue Brücke über die Ems in der Rähe von Ringemann. Kaum hatten die Lokomotive, der Packwagen und zwei andere Wagen die Brücke passiert, als der folgende Wagen plötzlich aus den Schienen sprang. Er riß sich von den Vorderwagen los, riß die drei nächsten Wagen mit sich und stürzte durch das Eisengeländer der Brücke etwa sechs Meter tief in das seichte Flußbett der Ems. Glücklicherweise befanden sich in diesen Wagen keine Personen, so daß kein Verlust an Menschenleben zu beklagen ist. Durch die abstürzenden Wagen wurden die Telephon- und Telegraphenleitungen längs der einen Seite des Bahndammes zerstört. Die Untersuchung über die Ursache des Unglücks ist noch nicht abgeschlossen. Rumänisches Munitionslager explodiert. Das in der Umgebung von Bukarest in unmittelbarer Rähe der Station Chitila befindliche Artiller iemunitivnslager Ceasna ist in Brand geraten. Erst hörte man kleinere Explosionen, dann erschütterte eine mächtige Detonation die Shift, die in der ganzen Hauptstädt hörbar war. Das in dem Gebäude untergebrachte Granatenlager war in die Lust geflogen. In den umliegenden Häusern haben die Explosionen großen Schaden angerichtet. Auch das Bahnhofsgebäude in Chitila wurde arg beschädigt. Das gefährdete Gebiet wurde durch einen Militärkordon abgesperrt. — Zu dem 'Un- Tiere Vorspanndienste, zogen Wagen da- und dorthin und taten das alles mit unerschütterlicher Ruhe und großer Geschicklichkeit, ohne jemand zu gefährden. Interessant war es ferner, wie diese Riesenarbeit des Aufbaues geleistet wurde. In sinnvoller Ordnung fügte sich eines zum anderen. Nirgends war eine Spur von Hast und Eile. Jedermann schien von dem Bewußtsein erfüllt, daß es leicht zu schaffen sei und in aller Ruhe geschafft werden könne. Bewundernswert war es, zu sehen, wie jeder einzelne Bolzen für die Verspannseile von 8 Arbeitern, die mit schweren Vorschlaghämmern ausgerüstet waren, in wenigen Sekunden, in scharf akzentuiertem Rhythmus, durch weitausgeholten Rundschlag eingerammt wurde. Diese Gruppe Arbeiter machte die Runde um den Zeltbau und hatte so innerhalb kurzer Zeit sämtliche Verspannbolzen eing'erammt. Dieser Vorgang ist bezeichnend für die Organisation, die allein den Aufbau des Zirkus in dieser kurzen Zeit ermöglichte. Um 14 Uhr war die Hauptarbeit bereits geleistet. Der Oswaldsgarten, der sich für das große Unternehmen fast als zu klein erweist, ist zum Heerlager geworden. Vier Tage wird der Zirkus auf dem Oswaldsgarten seine Zelte aufgeschlagen halten. Dann führt die Reise weiter. (Nach Wetzlar!) In unserer Stadt aber werden viele sein, die sich darauf freuen, Zirkuskunst zu sehen, denn mit ihr klingen Erinnerungen der Jugend herauf, Erinnerungen aus einer Zeit, da man noch gläubigen Gemütes mit großen Augen den Zirkus sah und noch nicht wußte oder nicht wissen wollte, daß hinter der bunten Pracht der Manege eine Fülle der Arbeit, der Mühe, der ständigen Sorge steht, die uns heute die Leute vom Zirkus nicht beneiden läßt. Gießen, den 2. September 1932. (Selb/ das feiner will... Gibt es so etwas: Geld, das keiner will? Bei diesen Zeiten? Doch, das gibt es. Bitte, kaufen Sie für 96 Pfennig und bezahlen Sie mit einem Markstück. Was bekommen Sie heraus? Zwei Zwei- pfennigftücke oder vier Einpfennigstücke. Aber ein Vierpfennigstück? — Lang, lang ist's her ... Und mit welchem Eifer wurden die ersten dieser neuen Münzen herumgezeigt. Wie wurden sie begrüßt als die Vorboten, ja Schrittmacher einer neuen Wohlstandsära des deutschen Volkes. Sie waren der kupferne Rettungsanker, an den sich die Hausfrau klammern sollte; denn die Hausfrau, so hieß es, ist der wichtigste Faktor in der deutschen Volkswirtschaft. Sie wird mit dem Vierpfennigstück zu sparen beginnen. Sie begann zu sparen, indem sie das erste Stück den Kindern schenkte. Für die Sparbüchse. Vorher wurde es noch getauft. Der „Arme Heinrich" nannte der Dolksmund diesen Sparpfennig. Teils nach der Sagenfigur, teils nach unserer wirklichen Sage. Nun, der „Arme Heinrich" ist nicht mehr. Er ist aus dem Verkehr verschwunden. Es gibt ihn nur noch in den Sparbüchsen der Kinder und — auf der Reichsbank. In deren Kellern liegen heute noch 15 Millionen Stück. Das sind über eine halbe Million Mark. Und kein Mensch will sie haben. Das Publikum nicht, die Geschäftsleute nicht, ja nicht einmal die Lohnbureaus der Großbetriebe. So sitzt nun die Reichsbank auf ihrem Selbe — und wird es nicht los. Und da klagt noch jemand, daß es uns schlecht geht? Nein, wir wollen nicht klagen, auch wenn der „Arme Heinrich" so jung von uns gegangen ist. Kaum fünf Monate alt ist er geworden. Und alle Hoffnungen, die feine volkswirtschaftlich gebildeten Eltern auf ihn gesetzt haben, hat er zuschanden werden lassen. Er war höchstens, versilbert als falsches Markstück unter die Leute zu bringen. Und das war, mit 2400 Prozent Nutzen ein solides Geschäft. Deshalb wollen wir sein Andenken in Ehren halten. . r—s. Zirkus Straßburger ist angekommen! Heute morgen, pünktlich zur vorgesehenen Zeit, lief der große Sonderzug des Zirkus Straßburger auf dem hiesigen Gjjterbahnhof ein. Es dauerte aber noch geraume Zeit, bis er an die Rampen rangiert war und mit dem Ausladen begonnen werden konnte. Zunächst wurden die Pferde ausgeladen, die die schweren Wagen nach dem Ausbauplatz (Oswaldsgarten) bringen sollten. Elefanten, riesige Tiere, folgten den Pferden bedächtigen Schrittes, willig den Wärtern gehorchend, die nicht heftig zu werden brauchten, wenn sie die Tiere lenken wollten. Sorgfältig traten sie auf, diese Tiere einer anderen Welf, um nicht auf die nachschleifenden schweren 'Ketten zu treten. Willig ließen sie sich vor die Wagen spannen und zogen sie scheinbar mühelos. Dann wieder griffen viele Hände zu, um das Mastenmaterial auszuladen. Schon jetzt sah man, daß in der ganzen Arbeit eine ausgeklügelte Planmäßigkeit steckt. Es bedurfte kaum eines anweisenden Wortes; der Apparat scheint völlig eingespielt zu sein. Der Herr Direktor, angetan mit einem langen Ledermantel, war auch schon zugegen und scch nach dem Rechten. Indessen ging ein leichter Regen nieder, der aber die Arbeiten nicht hindern konnte und nicht hindern durfte, denn heute abend soll der Zirkus seine erste Vorstellung geben! Ein Wagen nach dem anderen rollte vom Güterbahnhof her, die Hammstraße herab zum Oswaldsgarten, Pferde und Traktoren brachten die schwerbeladenen Wagen in rascher Folge zum Aufbauplatz. Um 9.30 Uhr begann die Arbeit. Bald ragten vier hohe Maste empor, konnte die schwere Zeltplane aufgezogen werden. Um das Manegezelt waren ebenso schnell die Unterkunftszelte für die Tiere ausgestellt. Stroh als Einstreu wurde in großer Menge abgeladen. Der Vorbau zur Manege wurde aufgerichtet und sah noch nüchtern aus, als die Arbeiter waghalsig in den Brettern und Stangen herumkletterten. Heute abend aber wird der Haupteingang im Glanze vieler Lichter und in bunter Pracht erstrahlen. Interessant war es auch hier zu sehen, wie die Elefanten zur Arbeit herangezogen wurden. Inmitten einer großen Zuschauermenge, vieler vorwitziger, neugieriger Kinder leisteten die großen für die es gleichfalls völlig geschlossene Dabezel- len gab. Während die Frauenabteilung ganz der Obhut des Anstaltseigentümers unterstellt war, waltete bei den Männern und Buben der Schwimmlehrer Andreas Rödel — später Schwimmlehrer im Städtischen Volksbad — seines verantwortunas- vollen Amtes. Da er aber die Autorität des .Alten" nicht aufbringen konnte und Studenten und Pennäler ihm ost ins Werk pfuschten, wenn er einen Schüler an der Schwimm- und Lehrleine hängen hatte, so muhte er gar oft feinen Brotherrn zur Hilfe herbeiholen. Wenn der erschien, verkrochen sich die Missetäter in irgendeine Kabine. Denn der alte Rotbart mit seinen stahlblauen scharfen Augen im verwitterten Gesicht und mit seinen starken, gebräunten Armen kannte keinen Pardon. In der Männerabteilung führte zum Wasser und seinen verschiedenen Bezirken vom rechten Ufer her ein langer, fester Holzsteg. Am Ufer standen einfache hölzerne Zellen und billigere Ge- meinschastsräume. Am Ende des Steges befand sich daS .Kästchen", ein kleiner, kastenartiger Raum mit gedieltem Boden und von ganz geringer Tiefe, in dem die Iüngsten ihre ersten wasser^portlichen Hebungen machten. Wenn das „Kästchen" überstanden war, ging der Schwimmkandidat schon in den „Gänsestall". Denn den Tiefenverhältnissen des Lahnslusses entsprechend, waren durch eingerammte Pfähle und darüber genagelte lange Stangen verschiedene Dadequartiere geschaffen, die die Gießer Iugend als „Ställe" bezeichnete. So gab es einen Gänsestall, einen Kuh-, einen Ochsen- und schließlich einen Pferdestall. Für uns Buben war es von großer Wichtigkeit, ob er schon zu einem „höheren Tiefcngrad" avanciert war. Der tüchtige Andreas Rödel hatte uns alle in den Augen, auch dann, wenn er einen Schwimmschüler an der Leine hängen hatte. Lind noch eins: Die Aufmerksamkeit Rödels hat manchem Buben das Leben gerettet, der seine schwachen Kräfte überschätzte und deshalb unterzugehen drohte. Das Waschen mit Seife im Wasser war verboten. Am Llfer standen zwei Duschen, die der Badende benutzen sollte, ehe er ins Wasser ging. Die Sprungbretter waren vorzüglich. Aber nur wenige gab es damals, die etwa einen Salto mortale ins Wasser machten. Rübsamen hatte ein treppenartig ausgebautes, verschieden abgestuftes Gerüst bauen lassen, und für einen echten Gießener Buben gab es keine größere Freude, als vom „höchsten Gerüst" den Kopfsprung in die Tiefe zu wagen. Wenn einer sich heimlich auf das „höchste Gerüst" hinaufbegeben hatte, um dort — etwa durch ein Astloch in der Bretterwand — einen streng verbotenen Blick in die Damenabteilung zu werfen, und er dabei bemerkt wurde, so bekam er es mit dem Herrn des Wassers und der Erde au tun. In dieser Beziehung verstand .der Alte" keinen Spaß. Seine gewaltige Stimme schonte selbst die Herren Studiosen nicht. Die jüngeren „Spekulanten" aber bekamen gar eine saftige hinter die Ohren. 1 empora mutantur. Unterhalb Rübsamens hatte und hat der damals weniger komfortabel eingerichtete Männerbadederein seine Erquickungsstätte, beschattet von riesigen Silberpappeln. Das Hcransschwimmen aus den Anstalten war im allgemeinen nicht erlaubt. Aber es geschah doch. Selten stromaufwärts, wo man von der Lahnbrücke aus hätte gesehen werden können, sondern fast stets nur stromabwärts bis zum Wehr des jetzigen Elektrizitätswerkes. Auf dieser Strecke — etwa in ihrer Mitte — passierte man den etwas sagenhaften „K o n f i r m a n d c n s p r u n g", eine Stelle am Ufer, vor der der gestaute und darum so breite Flußlauf besonders tief und angeblich gefährlich war. Damals gab es auch schon Badesanatiker. Das sind jen?, die sich zur Winterszeit das Eis aufhacken ließen und in der Kälte im Schmucke einer wohl, verdienten Gänsehaut den Leib einen Augenblick lang der Kälte anvertrauen. Das Militär badete oft kompanieweise unterhalb der Badeanstalten. wennschon es auch damals bereits in der Nähe des „Felsens" eine Militärschwimmanstalt gab. Auf ein Trompetensignal hin stürzten die Soldaten wie die Enten in das feuchte Element, um nach dem Baden singend wieder abzuziehen. Ein luftiges Stück ereignete sich einst. Auf Befehl des Hauptmanns sprang eine große Soldaten- schar in den Strom. Nur ein einzelner Mann blieb am Ufer stehn und grinste. „Feigling!" rief der Hauptmann „Trompeter! Signal! Heraus!" Das Horn schmetterte. Die Schwimmer kehrten ans Ufer zurück. „Werst den Feigling ins Wasser." Es geschah. In weitem Bogen flog der Mann ins feuchte Element. Aber —, der Flieger war ein harmloser Zivi- l i | , den die Tuba des Hauptmanns nicht das geringste anging. Er beschwerte sich, und der Hauptmann „faßte" drei Tage Stubenarrest. Wenn heute die Grauköpfe zur Lahn zum Schwimmen pilgern, dann staunt ihr Auge. Ls ist alles anders worden, modernster Betrieb. Statt der einstigen schwerfälligen „Grönländer" liegen Paddelboote auf dem Wasser, die vielleicht von weither kommen und frohe Menschen tragen, stromab zum Rhein. Wer hätte einstens solches vorausgeahnt? F. G. ö.4.-ipor/ Maßhalten! Wenn der alte Turnvater Iahn unsere Zeit erlebt haben würde, so hätte er gewiß seine Helle Freude an dem regen Eifer, mit dem die deutsche Iugend sich den Leibesübungen aller Art widmet. Weniger zufrieden würde er wohl sein, wenn er sehen mühte, wie der Ehrgeiz die Leistungen durch Rekordwut und Wettsport auf die Spitze treibt, ohne danach au fragen, ob sie dem Körper wirklich dienlich sind. Immer wieder muh man hören, wie da und dort sich schwere Schädigungen bei den jungen Sportbeflissenen zeigen, bloß deshalb, weil man glaubt, unbedingt mittun zu müssen, auch wenn die Kräfte für das zu Leistende bei weitem nicht ausreichen. Denn eines nur muh bei allem Sport beachtet werden, von den Eltern unb von der sportlichen Iugend selbst: daß der Sport nicht übertrieben wird! „Halte Maß in allen Dingen!". Dieses Sprichwort gilt auch für jeden Sport und wäre es der gesündeste — das dürfen die jungen Leute, gleichviel ob sie wandern, rodeln, radeln oder eislaufen, niemals vergessen! Sobald der Sport bis zur völligen Liebermüdung „gepflegt" wird, gereicht er dem Körper nicht zum Ruhen, sondern bewirkt das Gegenteil. Leider, leider wird dies von vielen jungen Leuten nicht beachtet: sie glauben, ihre Kräfte seien unerschöpflich und fie könnten maßlos dem Sport huldigen. Die einen stecken alhutoeite Wanderziele, die anderen scheuen als Radler das schlechteste Wetter nicht oder fahren mit Rennpferden um die Wette. Das ist nichts als Renommiersport, und dafür haben denn auch schon viele schwer büßen müssen. Bei aller Sportpflege muhten sie die Wahrnehmung machen, dah ihre frühere Gesundheit schwand und nur die Erkenntnis zur rechten Zeit noch und schleunige Einschränkung ihrer Passion auf das erlaubte Maß konnte sie vor völligem körperlichen Ruin retten: bei vielen hat freilich auch keine Einschränkung mehr geholfen, und sie wurden die Opfer ihres Sports. Möge das allen jungen Leuten, die einem Sport huldigen, zur Warnung dienen! Jeder wahre Bollsfrcund kann nur wünschen, dah der gesundheitsfördernde Sport überall zahlreiche Anhänger findet und eifrig gepflegt wird. Aber ebenso muh die sportliebende Iugend auch überall auf die Gefahren des Liebermaßes aufmerksam gemacht werden. Immer und immer wieder muh das junge Doll erinnert werden, daß nur eine naturgemäße, den körperlichen Kräften angemessene Sportpflege der Gesundheit dienlich ist und so der Allgemeinheit zum Segen gereichen kann. Aller Denommiersport ist vom Liebel! M. G. Handball im Gau Hessen (O.T.) Am kommenden Sonntag trägt der Tv. Grohen- Linden mit seiner 1. und 2. Iugendmannschaft Derbandsspiele auS. Die 1. Elf muß nach Lich und darf den Gegner nicht unterschätzen, wenn sie die Punkte mit nach Hause bringen will. Die 2. Mannschaft spielt in Hörnsheim gegen Hörnsheims 2. Den Ausgang muh man offen lassen. In Münchholzhausen spielt die Iugend und wird gegen die Gastgeber kaum Siegesaussichten haben. Wirtschaft. Oer Llltimo-Ausweis der Reichsbank. Berlin, 2. Sept. (WTB. Funkspruch.) Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 31. August hat sich in der Llltimo-Woche die gesamte Kapitalanlage der Dank in Schecks und Wechseln, Lombards und Effekten um 376,9 Millionen auf 3618,2 Millionen Mark erhöbt. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -schecks um 228,9 Millionen auf 3008,9 Millionen Mark, die Bestände an Reichsschahwechseln um 33,1 Millionen auf 36,9 Millionen Mark und die Lombardbestände um 114,9 Millionen auf 207,4 Millionen Mark zugenommen. An Reichsbanknoten und Renten- bankscheinen zusammen sind 218,4 Millionen Mark in den Verkehr abgeflossen, und zwar hat sich der Llmlauf an Reichsbanknoten um 200 Millionen auf 3816,9 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 18,4 Millionen auf 410,9 Millionen Mark erhöht. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 16,2 Millionen Mark ermäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 407,6 Millionen Mark eine Zunahme um 54,6 Millionen Mark. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 13,4 Millionen auf 925,1 Millionen Mark erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 165 000 Mk. auf 768,3 Millionen Mark und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 13,3 Millionen auf 156.8 Millionen Mark zugenommen. Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am Llltimo 24,2 Prozent gegen 25,2 Prozent am 23. August. Frankfurt fest und lebhaft. Frankfurt a. M., 2. Sept. (WTB. Drahtmeldung.) Ungeachtet der noch immer ungeklärten inner- politischen Lage setzte sich die Befestigung an der heutigen Börse fort. Born Publikum lagen erneut Kauforders in größerem Umfange vor, denen sich die Kulisse, die gestern etwas vorgegeben hatte, mit Rückdeckungen anschloß. Bei relativ lebhaften Umsätzen ergaben sich auf allen Marktgebieten Besserungen von 1 bis 2 o. H. Stärkere Anregung schöpfte die Börse aus der lebhaften Aufwartsoewegung am Rente n markt. Die Aufwärtsbewegung wurde noch durch den herrschenden Materialmangel gefördert. Stärker befestigt waren schon bei Beginn am Mon- tanmartt Harpener, plus 3 o. H.. von Kunstseiden- werten Bemberg mit plus 2,5 o. H. Chemie-, Elektro-, Montan- und Berkehrsaktien eröffneten ,;u 1 bis 1,5 v. H. höheren Kursen. Bon Einzelwerten zogen Deutsche Linoleum, Conti-Gummi, Zellstoff Waldhof, Daimler und Aku 0,5 bis 1 v. H. an. Die heute erstmals an der Börse amtlich zur Notiz gekommenen Bekula-Aktien lagen gegen den gestrigen Kurs etwa 1 v. H. höher. Etwas schwächer setzten Holzmann mit minus 0,5 v. H., Scheideanstalt mit minus 0,5 v. H., Zellstoss-Berein minus 0,4 v. H. und Deutsche Erdöl mit 1,4 o. H. ein. Reichsbank- anteile und Schiffahrtsaktien lagen behauptet. Nach den ersten Kursen ergaben sich bei lebhaften Umsätzen neueErhöhungenbiszul o.H., und auch die anfangs schwächeren Werte konnten sich wieder erholen. Am Rentenmarkt war die Tendenz ebenfalls fest. Deutsche Anleihen und Schutzgebietsanleihen gewannen bis zu 0,5 v. H. Reichsschuldbuchforderungen 1,5 v. H. Am P f a n ö b r i e f m a r 11 betrugen die Besserungen im Vergleich zu gestern bis zu 2 o.H. Liquidationspfandbriefe und Kommunalobligationen gewannen von 1,5 bis 1 o. H. Weiter fest lagen Stadtanleihen und Industrieobligationen und auch alle übrigen Gebiete des festverzinslichen Marktes. Am Auslandrentenmarkt setzten besonders die Werte der Balkanstaaten ihre Auswärtsbewe- gung fort, wobei man auf die bevorstehenden Ostreparationsoerhandlungen verwies. Im Verlaufe blieb die Haltung durchaus f e ft, und die Mehrzahl der Kurse blieb auf dem erhöhten Niveau gut behauptet. Vereinzelt traten auch Besserungen von 0,5 bis 1 o. H. ein, die Umsatz- tätigteit wurde aber wieder kleiner. Am Geldmarkt war die Situation nach dem Ultimo etwas leichter, so daß die Sätze für Tagesgeld um 0,25 auf 5,25 v. H. ermäßigt wurden. Berlin befestigt. Berlin, 2.Sept. (WTB. Funkspruch.) Schon zu Beginn der heutigen Börse konnte man eine wesentlich beruhigtere Stimmung feststellen. Die deutschen Gleichberechtigungsforderungen in der Rüstungsfrage werden jetzt auch von der französischen Presse wesentlich sachlicher behandelt, und die Aussichten für eine Verhandlungsbasis sind durchaus gegeben. Die innerpolitischen Betrachtungen traten ebenfalls mehr in den Hintergrund, und man hofft, daß duvch die Milderung des Beuthener Llrteils gleichfalls eine Entspannung eintreten könnte^ Da auch rein markttechnisch die Situation als günstig au bezeichnen ist, genügten heute zu Beginn des Verkehrs schon relativ wenig neue Kaufaufträge, um das Kursniveau zu halten. Für Spezialwerte, besonders für Montanpapiere, war regeres Kaufinteresse zu beobachten. Das Hauptaugenmerk hatte die Kundschaft aber auf den Markt der festverzinslichen Werte gelenkt. Hier waren Deutsche Anleihen bis zu 0,25 v. H. gebessert, Reichsbahnvorzugsaktien notierten 0,40 v. H. höher, Reichsschuldbuchforderungen waren 1 v. H. und mehr erhöht, Industrieobligationen bis zu 2,5 v. H. gebessert. Auch am Markte der Auslandrenten blieb es lebhafter. Bosnische Eisenbahnen erschienen mit Plus-Plus-Zeichen. Auch für kommunale Emissionen sollen bei den Danken neue Kauforders vorliegen, während das Gebiet der Goldpfandbriefe immer noch ziemlich vernachlässigt zu sein scheint. Im Verlaufe wurde es an den Aktien- märf ten einheitlich lebhafterundfester. Am Montanmarkt, in Kali- und in Maschinenaktien setzten sich mehrprozentige Desserungen durch. Schubert & Salzer gelangen ab heute nur noch in konvertierten Stücken zur Rotiz: diese stellte sich auf 172. Demerlenswert schwächer gelangten verspätet Süddeutsche Zucker mit minus 2,5 v. H. und Deutsche Eisenhandel mit minus 2,60 v. H. zur Rotiz. Auch Stolberger Zink mit minus 3 v. H., Leopold-Grube mit minus 2 v. H. und Goldschmidt mit minus 2,25 v. H. fielen aus dem Gesamtrahmen heraus. Eine gewisse Anregung bei der im Verlaufe eingetretenen Befestigung ging von Gerüchten aus, die von einer Vertagung des Reichstages auf ein halbes Iahr wissen wollten. Aber auch der Llltimoausweis der Reichsbank machte einen recht guten Eindruck, zumal die Devisen weiterhin um über 13 Millionen zugenommen haben. Die Rotendcckung konnte sich mit 24,2 nach 25,2 v. H. relativ gut halten. Büchertisch. — Auto-Fern st raßen -Karte f Ü1 Deutschland und Oesterreich. (158.) — DaS Bibliographische Institut AD., Leipzig, hat in diesen Tagen die Auto-Fernstraßen-Karte Deutschlands und Oesterreich- im Maßstab l: 1500 000 herausgebracht. Die Karte ist bet großem Maßstab und großem Farbenreichtum sehr preiswert. Außerdem hat sie aber noch verschiedene andere Vorzüge: in erster Linie fällt die Fülle der Ortsnamen auf, die hier auf kleinem Raum untergebracht sind, ohne die Liebersichtlichkeit zu beeinträchtigen. Die Auto-Fernverkehrsstraßen, Eisenbahnlinien, Flüsse und Landesgrenzen sind vollkommen gleichwertig behandelt. so daß diese Karte sich auch als Lleber- sichts- und Organisationskarte für Handel unb Industrie. Behörden und Bureaus eignet. Sehr wichtig ist, daß sie nicht etwa an den Grenzen Deutschlands aufhört, sondern auch ganz Holland. den östlichen Teil von Belgien und Frankreich, die Rord- und Zentralschweiz, ganz Oesterreich, den größten Teil der Tschechoslowakei unb Polens mit ihren Derkehrsstraßen und den amtlichen Rummern enthält. Für die Auto-Fern- strahen ist eine nach Rummern geordnete Tabelle mit Entfernungsangaben beigefügt. Ieder Automobilist, der größere Strecken befährt, unb jeder Geschäftsmann, der Eisenbahn- und Auto- strahen-Entfernung berücksichtigen muh, hat in dieser Karte ein Hilfsmittel von technischer unb kartographischer Vollkommenheit. Wettervoraussage. Das umfangreiche Regengebiet an der Vorderseite des Islandtiefs hat sicb sehr schnell ostwärts ausgedehnt und bereits in den heutigen Morgenstunden unseren Bezirk erreicht. Die Zufuhr feuchter Ozeanluft dauert noch fort, und eine neue Störungswelle macht sich bereits über Irland bemerkbar. Die Witterung nimmt daher einen etwas unfreundlichen Charakter an wobei die Niederschlagstätigkeit noch anhält. Der ^Dauerregen wird jedoch später mehr in Schauer übergehen. Aussichten für Samstag: Wolkig bi» bedeckt, noch vereinzelte Niederschläge, mäßig warm. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 3. September. Vorabend 6.45 Uhr: morgens 8.30; abends 7.15 und 7.55 Uhr. Gewinnanszug 5. Klaffe 39. Preußisch-Süddeutsch« (265. Preuß.) Staats-Lotterie. Ohne Gewähr Nachdruck verboten 20. Ziehungstag 31. August 1932 In der heutigen Dormilicgszirhung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 «ttoinnt Ml 25000 M. 284306 8 ®«toi«ne »n 10000 M. 15159 35473 85288 114150 4 e-totmu ge 5000 M. 230539 369815 10 «ttoinne >u 3000 M. 242093 300546 320737 329845 357666 56 »ttDinnt m 2000 M. 12100 26301 29410 63321 92111 105835 109062 122114 124092 128214 134330 148236 190281 208029 227510 229062 239265 241742 241775 242644 253268 277492 293735 297885 298327 329182 366671 382320 90 Ottotnne ra 1000 TL 52987 57027 59502 76473 86453 101443 107859 108745 113441 127067 136928 139533 143369 150213 166724 167879 200331 202023 202278 208719 209960 214170 222180 224491 224807 232550 235078 251172 266661 272431 274452 281967 283834 284046 293916 294488 298254 316951 334030 337935 352444 357403 378595 381842 399740 172 »ftDinn. xu 500 TL 10112 10409 10453 15888 20234 21686 30956 31863 47108 48868 49556 50421 61203 79033 90474 95417 105953 112126 112211 115854 119022 129661 130012 131324 144696 145349 145515 146468 148724 150962 152805 154918 158410 161038 172662 172726 176015 182626 184237 184488 193445 195315 200554 205629 208020 211578 220448 220578 221870 237335 245010 248087 250380 252870 254393 255982 256670 260331 260437 266565 273366 274167 277953 278065 281203 284133 286321 288871 290046 292579 300836 306000 308592 315022 317377 320816 324795 332300 332875 340731 344351 363871 385340 386190 393735 397866 In der heutigen Nachmittagszkehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 »etoltmt m 25000 ®L 51417 6 ®t»inne *u 10000 HL 72996 275599 332832 14 »«winn- 5000 M. 140868 225561 264178 275352 284453 322872 389435 ‘ 12 ettoinnt »u 3000 TL 36564 38028 102338 249261 364050 382278 40 flHtoinn. »n 2000 TL 4862 96298 103445 115268 121933 124121 138267 144819 156100 157183 162180 172321 195150 201879 268005 284103 319618 350327 372223 397835 90 A-toinne -a 1000 TL 28525 41070 54060 59649 63379 67904 89693 112813 114271 117930 119029 122088 138574 147279 161183 181764 182942 201667 203169 213521 219822 222293 222954 224566 226758 232234 237750 253587 261088 261766 263891 269839 269880 273405 281572 294478 295724 302396 309709 334273 363282 374551 380513 385563 399984 118 »ttotnne m 500 'M. 4031 24638 26436 43804 45774 49171 51292 62044 105198 109748 118900 123451 127361 129322 130066 130155 143450 143460 150637 169310 176301 179202 181511 190195 194746 205258 213997 217584 234780 235162 239287 246440 254260 255392 262078 266877 271476 271594 272158 276137 276902 283684 285070 290169 290906 295634 297013 308264 315848 331175 332795 338219 342693 349171 360111 370426 373910 380282 387191 Im Gewinnrabe verblieben: 2 Prämien zu ft 500000, 100 Cchlußpramien zu je 3000; 2 Gewinne zu je 200000, 2 zu je 76000, 2 zu je 50000, 10 zu je 25000, 62 zu je 10000, 146 zu je 6000, 293 zu je 3000, 854 zu je 2000, 1732 zu je 1000, 8026 zu je 600, 9092 zu je 400 M. OBERST ka u c h ohne Mundstück. WALDORF-ASTORIA G.M.B.H. lieber eine frische Oberste als eine teure Tigarette, die überlagert ist. Frische Zigaretten schmecken am besten und sind vor allen Dingen bekömmlich. Oberst wird infolge der starten Nachfrage nirgends alt! Wir helfen mit den. 6179 u Neueingänge. 6176 A Täglich abends 8 Uhr. HERREN- UND KNABENKLEIDER Kriegerverein Gießen 6152A 6166 D Wieder billige Slrumpfangeliole Preisschießen, Kinderspiele mit Bretzelverteilung u.Tanz 1.00 Der Vorstand Um rege Beteiligung wird gebeten III. Giefeener Eintritt 20 Pfennig 05036 hinter dem Schützenhaus 6161D eingetroffen 6170 D Werdet Mitglied. 6159 A Jackel-Polonaise. 6178 D aiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiö Pfd. 23 Pf. SfllilSlHO EemMUnMN Wurmfreie süße Zwetschen. 10 Pfd. 1.80 Tagespreisen. 05054 A. Sttev / Bvandviatz RASSOL 6169 A aus der andarbeit Seltersweg 73 Preise ab 1. September erheblich gesenkt! 61T2 A KYFFHÄUSER TECHNIKUM Beginn: Freitag, den 2. September 1932, 15 Uhr Eintrittspreise: RM.0.50, Dauerkarte RM 2 — Einmachbohnen Stangenbohnen Schöne runde Tomaten ... 10 Pfd. 0.80 Preiselbeeren und Zwiebeln zu billigsten 3 Pfd. 1.00 3 Pfd. 1.00 stehen zu Ihrer Verfügung, noch billiger als sonst, weil Platz gebraucht wird für 10 Pfd. i.oo 10 Pfd. 1.80 Samstag und Sonntag je yon 10—2.30 Uhr. Vormittags: Promenade-Konzert Sogenannte Sommerbekleidung wird zu Selbstkostenpreisen abgegeben! i gr. Fi. MK. 1.50 Gemeinnutz geht vor Eigennutz in den Konsumgenossenschaften! . Pfd. 26 Pf. . Pfd. 28 Pf. zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 30. August 1932. 0.50 0.35 ... Pfd. 48 Pf. ... Pfd.56Pf. ... Pfd. 48 Pf. ... Pfd. 56 Pf. .. Stck. 22 Pf. .. Stck. 15 Pf. .. Stck. 10 Pf. Seschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brübl, Schulstraße T ADA-ADA heisst der gute deutsche Kinder-Schuh. Pfd. 80,35 und 32 Pf. ......l/i Pfd. 32 Pf. Wir bieten an: Weizenmehl, Spez. 0 ........ Weizenmehl, Auszug „Rhein- stem“.................. Feinstes Kuchenmehl........ Margarine „Sanella“. Steigerung 10 Pfennig Seidene Damenstrümpfe besonders feinfädig und weich.. Herrensocken in vielen schönen Farben. .0.90, Kräftige Schweißsocken ... Herren-Sporthemden viele Färb., m. Krag. u. Krawatte Damen-Pnllover, o. A....... Kinderstrümpfe gute Qualität...... Steigerung 5 Pfennig Kniestrümpfe..... GeHüg. M ond Vogel- mdl- verein Wen n. Ümg.1897 e.V. Samstag, den 3. d. M., abends 8'/°Uhr, im Pfälzer Hof eicsD Monats-Versammlung Auto- Gelegenheitskäufe l8'«- to - Opel-Lieferwagen, fast neuwertig, tadellos erhalt., sehr preiswert l67l”A Opel, Gießen FrkL Str. 62, Tel. 2847 Ab Samstag vormittag bringen wir 500 Gardinen- Reste Größe 3 0.20 Nur 4 Tage! Nur wenige Vorstellungen Zwangsversteigerung 36/32 Am Donnerstag, dem 29. September 1932, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 107, das im Grundbuche zu Gießen dem Kaufmann Rudolf Weil zu Gießen zugefchrie- bene'Anwefen Marburger Straße 7 Flur II, Nr. 2321/io = 1074 qm hofreile, geschätzt 38 890 Reichsmark, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an Mirabellen zu verkaufen, osore Itöberstraße 3. Gewerkschaftdeutsch. Lokomotivführer Ortsgruppe Gießen. Am Sonntag, dem 4. September, nach' mittags 3.00 (15.001 Uhr, Familienausflug nach der Karls- ruh, wozu wir unsere Mitglieder mit ihren Angehörigen u. Freund, einladen. 05048 Der Vorstand, niiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiinin Preisbildend u. preiswert war der Konsumverein schon immer in Qualität und Preis. Warenabgabe erfolgt nur an Mitglieder. Konsumverein Gießen u. Umgegend e.G.m.b.H. 6175 Größe 1 0.25 9. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher. Samstag, 3. Sept., 20V, Uhr 6173V Monats-Versammlung im Hessischen Hof. 2.00 0.95 mengen. Verlangen Sie nur echtes Rafsol in Originalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engelapotheke Gießen. Zu haben in allen Apotheken. Nicht teuer — denn Sie erhalten ihn bei Unser Kamerad Dr. med. Herrn. Roth in Lieh ist plötzlich verschie- Längst sind wir gewohnt, immer viele Kauflustige im Geschäft zu sehen, so daß es oft aussieht, wie auf einer Auktion. Das kommt nicht von selbst. Unsere bekannten volkstümlichen Preise sind so überzeugend niedrig, daß das Geld für jeden Fall und stets reicht. Was Sie im September auch kaufen wollen, gehen Sie mit Ihren Kleidersorgen zu KÖHLER. ca. 5000 Bekleidungsstücke izAlii EDMen ■ ■ MBB «MM Seltersweg Limburger..... Limburger o. R. . Edamer 20% .... Edamer 30% .... Camembert..... Alpenrose ...... Alpenland...... 91flo besonders auch kränkliche, ZmjU’VlIlV, zurückgebliebene und solche mit steifen Beinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes Morgen Samstag abend ab 8 Uhr Konzert ulanz [Verschiedenes] Täglich frisch, süßen WIM Ludw.KohlennannlV. Bleichstr.14. (05035 Samstag, 3. Sept., 20% Uhr 6162D Vereins - Abend in der Stadt Lich. der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, 61540 für LISI d. ausgezeichnete IsSlIUwS ten Restpreisesl Massen heraus! Großer Paradeumzug mit über 200 Menschen und 200 Tieren durch folgende Straßen: Abmarsch 11 Uhr vorm. Oswaldsgarten durch Neustadt, Bahnhofstraße, Kaplans- gasse, Kreuzplatz, Sonnenstraße, Schulstraße, Marktplatz, Kirchenplatz, Lindenplatz, Walltorstraße, Ostanlage, Neuen-Bäue, Sonnenstraße, Brandplatz, Senckenbergstraße, Ostanlage, Nordanlage, Westanlage, Bahnhofstraße, Neustadt, Oswaldsgarten. Lehrling zu baldigem Eintritt gesucht. Nur iunge Männer mit höher. Schulbildg. wollen sich melden. oso« Alfred Tövelmann, Verlagsbuchhandlg. Gießen, Südanl. 4. rmv warnen Sie IhrenÄewerbungen auf Anzeigen ohne Flamen Zeugnisse, Urfunden ob. sonst wichtige Papiere beizufügen: Abschriften genügen zur Einleitung v. Anstellunasvcrhand- unaen. Oft lst uns der Auftraggeber unbekannt und in oicsenFLIlen tön« nm wir nichts tun für d. Wiedererlangung der Lewcrbungsunterlagm Gietzenev Slnzergev Die Beerdigung findet Samstag, den 3. September, 15 Uhi-, in Lieh statt. Abfahrt 1340 Uhr. Zahlreiche Beteiligung wünscht der Vorstand. VMM nm MM Bei giinst. Wetter Sonntag, den 4. Sevt. Lronzert ausgeführt von Mitgliedern des l.lHess.) Grenadier-Bataillons Nr. 15 Gesangsvorträge (Männer-Cböre) Abends Tanz/Aalienische Lacht Die kleine „Ruberg“ ein Schlager ersten Ranges! Größe 4/6.5 I für 2 Größen RM. 5.50 | RM. 6.50 Annahme von Bestellungen auf die Agfa-Preis-Box noch bis zum 14. d. M. Photoarbeilen bekannt gut und schneU August Noll, Kreuz-Drogerie Bahnhofstr. 53— Fernruf 3405 8 Uhr heute Freitag abend GALA-PREMIERE ~ mit dem Rekordspielplan, über den das Hamburger Fremdenblatt wie folgt urteilt: „Niemand versäume, sich den Circus Straßburger anzusehen, er kann mit bestem Gewissen empfohlen werden, da er Leistungen zeigt, die auf der ganzen Welt nicht übertroffen werden können.“ 6171 D Sommerfest am Sonntag, dem 4. September 1932, nachm. 3% Uhr, im Philosophenwald und zwar Reste von: Landhausgardinen, Etamlne Mull,Voile,Tüllspannstoffen Reste von Kunstseide und von Dekorationsstoffen für Decken und Kissen. Stores Borden für Behänge_____ Immer ein Genuß! Vollaromatisch, ergiebig darum äußerst preiswert Emmericher Kaffee Wiener Mischung. . 3.20 Holl. Mischung . . . 2.80 Camp. Guat. . ... 2.40 und billiger Emmericher Waren - Expedition Seltersweg 49 STRassburGER Tel. 2014 Gießen, Oswaldsgarten Tel. 2014 Bezirks -Tennistiiriiier 2. bis 4. September 1932 auf den Plätzen des Gießener Tennisklubs Grobes, geräumig., gut möbliertes Zimmer m. Bad u.Telep Honbenutzung, evtl. Garage, p. sof. gesucht. Schriftl. Ang. unt. 05047 an d. G. A. Illlllllllllllllllllllllllllllllllll Suche kl..möbliertes Zimmer Nähe ^eltersweg. Schriftl. Angebote m. Preis unt. G174D an den Gieß. Anz. OlllllllllllllllillllllllllllllllD |Wohnungstausch| Iflultije Wohnung geg. gleiche m.Bad, od.5-Zimmerwohn. Schriftl. Ang. unt. 05012 an d. G. A. | Stellenangebote| Ordentl., fleißiges Mädchen sucht z.l Sept.evtl. l.Okt. teile. Sckr. A.u.0 045a.d.G.A. | Verkäufe | Etagenhaus in guter Lage (Wohnungen von 5 Zimmer, Bad u. Küche) weit unter halbem Friedenswert, für nur Mk. 20000 SU verkaufen. 05046 Scbanmberger&Sobn Ludwigstrahe-30 Zu verkaufen: GiiMtnillen- mir GtagenBäulet mit beziehb. Wohn. Zu vermieten: Wnuns., Büros ll.GeslWMiM. B. Katx,Lndwlgstr.45 Lüne Trauben Pfirsiche..... 2 leete Zimmer zuvermieten. 05055 Mrchstraßel3vart. | Mietgesuche | Geräumige Mmm.-Wohng. part. oder 1. Etage, zum 1. 10. gesucht. Schriftl. Ang. unt. 05052 an d. G. A. 3-Zimmer-Wolin. per sof. gesucht von einem kinderl. verh. Beamten. Mietsch. vorh. Schr. Angeb. m it Preis unt.05037 an den Gieß. Anz. M. G. GRODE, Frankfurt.StraHe Box-Kameras ohne Stativmutter RM. 4.— mit Stativmutter .. RM. 5.— Nachmittags-Vorstellungem Samstag, Sonntag je 3.30 Uhr. 1 330 Uhr nachm. Vorstellungen mit ungekürztem Abend- I I spielplan und halben Preisen für Erwachsene und Kinder. I Billette: Zigarrenbaas Loeb, Bahnhof strafee, Tel. <196 und Circuskassen, Tel. 2014. Kriegsbeschädigte, Kleinrentner und Erwerbslose zahlen gegen Ausweis zu allen Abendvorstellungen auf allen Sitzplätzen nur halbe Preise. MZMMlie 22A.,suchtStellung. Swriftl. Ang. unt. 05041 a. d. G. A. Motorrad (550 ccm Triumpf, m. elektr. Licht und Horn) in gutem Zustand, bis EndeDk- tober versteuert,geg. bar billig zu verkaufen. Anrusehen Samstagnachmittg. Friedrichstr. 61. 8imD Transparent65^?^0. Stühle, el. Beleuch- tungskörp., Schrägstrahler,2Schaufen- sterabschl.usw.abzug. 05056 Marktvlat?2l M • ü! : • Tßr * w- W wrtS Zreitag, 2. September 1952 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Ur. 206 Zweites Blatt Nachdruck verboten. 11. Fortsetzung So Zierlich sitzt ihm Rock und Höschen, Und noch zierlicher die Binde! Und so kommt er jeden Morgen, Fragt, ob ich mich wohl befinde!... zierlich würde er ja auch jeden Morgen konu als was ich für ein Glück ansehen würde, wenn es meinen eigenen Töchtern geboten würde!" Da lachte Eva-Marie hellauf. „Dann will ich meinen Kusinen keine Konkurrenz machen, Onkel- chen! Wenn ich heirate, soll es ein Mann sein, der mir imponiert. Aber Herr von Bork imponiert mir gar nicht! Ich muh immer, wenn er ankvrnint und mit sichern Lächeln und spitzen Fingern eine Rose überreicht, an den Ders benfen: men, wenn er verheiratet wäre! Rein, Onkel- chen, du mein ft es wohl recht gut! Cs ist auch ein wohltuender Gedanke, wie du sagst, wenn eure Verwandten alle genügend Geld in den Taschen haben, aber solch eine Karikatur von einem Mann ist nichts für mich!" „Aber Khrb, bei dem Altersunterschied steht doch schließlich einmal zu erwarten .. Aber Eva-Marie wurde immer lustiger. „Also auf Abbruch, lieber Onkel! Rein, dazu bin ich wieder zu adelig! Das wäre Schummelei! Mir würde auch die Geduld fehlen, zu erwarten, bis ich seine Witwe wäre! Außerdem strengt er sich ja mit nichts an, und könnte mich überleben! Das wäre doch ein zu unsicheres Geschäft! Aus dem wohltuenden Gedanken wird nichts, Onkel! Sei bitte darüber nicht böse! Ich habe einen Brief bekommen, der mich nach Berlin zurückruft. Weine Frau Andresen hat sich so weit erholt, daß sie nach Hause zurückkehren kann. Sie hat mir selbst aus der Klinik geschrieben. Hab' Dank für betne Gastfreundschaft! Besonders die, welche du meinem guten Mütterchen erweist!" „Es ist meine Schwester! Die 3immer im Westflügel haben stets den Schwestern des Majoratsherrn gehört. Außerdem ist deine Mama eine durchaus vornehme Ratur, daß sie eine angenehme Gesellschaft für meine Frau bedeutet. Sie hat von ihrer edlen Haltung nichts durch die neue Zeit verloren!" „Run, da ist ja alles klar zwischen uns, lieber Onkel! Unb du machst das Maß deiner Güte voll und bestellst mir zum 10-Uhr-Zug morgen früh den Wagen! 3a?“ »Ich hoffe, daß du niemals bereust, die Hand des Herrn von Bork verschmäht zu haben!" „Das hoffe ich auch, Onkel? Lind nun will ich mir noch einen großen Strauß Kornblumen und Margareten pflücken und nach Berlin mitnehmen! Die Felder, die Lerchen, der Wald, Onkelchen, das war eine Prächtige Erholung für mich!" (Fortsetzung folgt) Roman von Hertha Fricke Urheberrechtsschuh: Verlag Oskar Meister, Werdau „Es will mir scheinen, liebe Eva-Marie, als ob dieser bürgerliche Doktor Andresen, der dir so oft schreibt, und anfangs telephonierte, als ob er dir lieber wäre, als der Edelmann, der Herr von Bork!" Cs klang schmerzlich, was Exzel- lenz da stockend hervorbrachte. Cs klang, als ob eine Mutter darüber betrübt sei, daß ihr Kind auf Abwege gerät. Aber das junge Mädchen lachte ein frisches, lustiges, klingendes Lachen „Natürlich ist er rni- lieber! Für mich steht dieser fleißige, tüchtige Mann, der nicht in Woht> tätigteit macht, sondern Den Menschen wirklich wohltut, tausendmal höher, als euer degenerierter Baron!" „Aber Eva-Marie!" Exzellenz war ganz entsetzt. , „Du weißt doch, was der große König sagte, Mamachen! Der anständige Mann ist ein Edelmann. ilnö ich wünsche zum Heile Preußens, daß in meinem Lande nur der für adlig gelte, der durch Fleiß und Können, durch Mut und Tapferkeit verdient, es zu fein! ilnö in diesem Sinne ist der Dr. Andresen von hohem Adel, Mamachen!" „Ach Kind", seufzte die alte Dame. „Laß nur Onkel Hans um alles in der Welt nicht solche Ansichten hören! Das verträgt er nicht!" „Was verträgt er nicht, kleine Mama? Die Ansichten Friedrichs des Großen?" Eva-Marie lächelte, aber Exzellenz von Diemen seufzte noch einmal tief auf. Eie fühlte, sie war dem raschen Geist ihrer jungen Stieftochter nicht gewachsen, es war nichts gegen ihre Mei> nung zu sagen, nein, aber es vertrug sich doch nicht mit manchen»Anschauungen! Wie revolutionär sich das Kind ausdrückte! Dem lieben Herrgott den Tag abstehlen! Wenn das z. D. die Gräfin Schlieben in Potsdam wüßte! „Bist du böse, Mamachen?" Eva-Marie schmei- chelte. „Rein, Kind, nein, ich kann nur nicht mit! ilnö wenn ich öente, ich sollte einen Schwiegersohn bekommen, mit sollen freien Ansichten! Der mich zum alten Eisen tun will!" „Aber liebstes Mamachen! Er ist öoch noch vicht Öein Schwiegersohn, aber zum alten Eisen tut er öich gewiß nicht! Du bist schon eine rechte Frau. Du hast nicht nur öie verlassene, kleine Eva-Marie deiner Schwester an dein gutes Herz genommen, du bist ihr auch stets eine rechte Mutter gewesen! ilnö nicht nur mir. auch öem mutterlosen KinÖ öerXbraven Schustersfrau, öie früher einmal unser Dienstmäöchen war! Bor Öen mütterlichen Frauen neigt sich Dr. Anörefen! Du brauchst ihn wirklich nicht zu fürchten. Aber vor einer alten Hofschranze hat er keinen Respekt unö ich auch nicht mehr!" „O Gott, KinÖ! Laß Öas nicht hören!" „Sieh, öer Dr. Anörescn hat sich sein Eisernes Erster öa örauhen an öer Front geholt. Wie sein Gefechtsverbanöplah nicht mehr stanögehal- ten hat, hat er zugeschlagen! 4000 Aerzte sinö in treuer Pflichterfüllung im Felde unö auf öem Meere geblieben! Dein Herr Baron Bork saß in öer Etappe unö es ist ihm ganz gut ergangen, ilnö es geht ihm noch gut!" „Dein Doktor scheint ein kluger Wann zu fein, Eva-Marie! ilnö auch ein tüchtiger unb fleißiger, zugegeben! Aber es können nicht alle Leute Aerzte fein ." • , „Olein, lieb Mütterchen, das tonnen nicht alle! Aber gewiß vernünftige unö fleißige Menschen! 3eöer nach feinem Können! Ieder an feinem Platz, an Öen er gestellt ist! Aber nicht fitzen unö stöhnen unö klagen, Öaß nicht mehr alles so ist wie früher! Sie sollten erkennen, Öaß wirklich manche ihrer Anschauungen morsch unö verbraucht sind!" t . v Ihre Exzellenz sah voll Verwunderung m die lebhaften Augen ihres Töchterchens. Sie hatte es beschützen wollen, und es war hoch über sie hinausgewachsen, etwas Heues. Klares. Freies wehte um Eva-Marie! ilnö Öoch war nichts an ihr, öas sie unwert gemacht hätte, eine von Diemen zu sein! Munter sprach öas WäÖchen weiter: „Wir sollen nicht öas Gesicht auf öem Rücken haben bann können wir nicht vorwärts sehen! Wir sollen alle benfen, wie der große Kapitän sagte: „Wie Deutschlanb wieder hochkommt, bas ist gleich, nur baß es wieder hochkommt, das ist wichtig!" „Welcher große Kapitän?" fragte Exzellenz verwundert. Eva-Marie lachte cm wenig verlegen. „Der Kapitän von König! Einer von den wenigen, die standhielten! Wären alle die. die heute über bie Veränderung der Derhältnisfe scheiten. >o tapfer gewesen wie er, so wäre manches anders. Aber ihr aus Potsdam wißt wohl gar nichts von ihm? Ihr lebt in einem anderen Jahrhundert' Und doch, Mama, wenn man an PoE- öam denkt, schlägt einem das Herz! Rur der Zopf, Mamachen, öer toirö euch allen noch ab- geschnitten!" „ , .iL c_ _ , Cs war ein aufregender Rachmillag für Exzellenz-Mama. ilnö öoch hatte sie einen mächtigen Aspekt bekommen vor öem Mäöchen. bas so tapfer bas Leben wagte, so sicher in bem Reuen, bem Unbegreiflichen schritt unb boch vor jebem echten Helbentum sich neigte, wie es guter beut- scher Frauen Art ist. 8. „Eva-Marie!" sagte bet Onkel schmunzelnb. „Ich habe bir eine Mitteilung zu machen, bie auf bein künftiges Leben wohl einen bebeutenben Einfluß haben wirb! Du kannst bir benfen, wie wohltuenb ber Gebanke für uns alle ist, baß ein Mann in gesicherter Lebenslage so warmes Interesse für bich hat, baß er um dich wirbt, obwohl du kein Vermögen besitzest!" „Lieber Onkel, mir wird der Gedanke erst wohltuend, wenn ich weiß, daß es ein Mann ist, der für mich paßt!" Eva-Warie sah dem Onkel frei ins Gesicht. „Cs ist selbstverständlich, daß er für dich passen muß, mein liebes Kind! Ich würde dir trotz der veränderten Verhältnisse niemals zumuten, $inen Mann mit bürgerlichem Ramen und von untergeordneter Stellung zu heiraten!" „Hoppla, lieber Onkel! Was nennst du eine untergeordnete Stellung? Lind bürgerlichen Ramen? Adlig ist, wer adlig handelt! sagte mein Vater. Ein bürgerlicher Ehrenmann ist mir lieber, als ein adliger Lump!" „Mädchen, Mädchen, menagier dich! Was du da eben nennst, sind die Ausnahmen! Du scheinst mir merkwürdige Bekanntschaften gemacht zu haben bei deinem Ausflug in die Welt!" Der alte Herr zog seine hohe Stirn in mißbilligende Falten. „Das tarnt ich nicht sagen, Onkel! Richt merkwürdiger als früher! Meine kranke Frau Renate, die längst meine Freundin ist, ist ein lieber warmherziger Mensch, nur leider ein sehr unglücklicher. Ihr Mann ist mix nicht sonderlich sympathisch, Kaufmann, nüchtern und prakttsch, fein Bruder dagegen ist von so klarem Verstand und dabei von so großer Herzensgüte, daß es eime Freude ist, sich mit ihm zu unterhalten. Ich habe viel von ihm gelernt!“ „Das scheint mir so!“ antwortete der Wajorats- herr, nicht ohne einen maliziösen Unterton. „Aber wir kommen vom Thema ab. Mein Rachbar, der Herr von Bork, wird heute nachmittag unser Gast sein, und da ich weih, daß du die Veranlassung bist, daß seine Besuche jetzt so häufig werben, möchte ich bich doch darauf aufmerksam machen, damit du dir diese Chance nicht verdirbst!" „Aber lieber Onkel! Ich soll doch nicht den um 25 Iahre älteren Wann heiraten?" fragte Cva-Marie. „Das kannst du mir doch wirklich nicht zumuten!" „Zumuten? Ein starker Ausdruck, Fräulein Richte! Ich habe dir nichts anderes zugemutet. Der neue Frankfurter Gender (passt In De 'Italern hat demonstrativ mit den Führern der indischen Gandhi-Bewegung verhandelt. Er tritt aus wie der Führer eines souveränen Staates, und er hat angekündigt, daß Irland schon in allernächster Zeit feinen gesamten Bedarf auf dem europäischen Kontinent decken werde. Die Dubliner Regierung dürste kaum davor zuiückschrecken, durch Kampfzölle jegliche Einfuhr englischer Waren zu unterbinden. Und da in Europa genug Produzenten vorhanden sind, die aernc die Bedürfnisse des irischen Marktes erfüllen, so bleibt England nichts anderes übrig, als sich mit der Sachlage ibzufinden ober aber zu den Methoden non 1921 zurückzukehren. Theoretisch würde dies eine „R c i ch s c x e k u - t i o n", praktisch einen irisch-englischen Krieg bedeuten. Und vor dieser Möglichkeit dürfte man, wenn es wirklich hart auf hart gehen sollte, sowohl in London als auch in Dublin zurückschrecken. 18. August bereits berichtet. Vorstehend bringen wir noch zwei Aufnahmen, die wohl allgemeinem Inter- 389,6 arbeiten, lieber die technischen Einrichtungen des neuen Senders haben wir in Nr. 193 vom chcln Öen illfterlcuten, unö erst kürzlich hat öc Valero öem Finanzminister von Belfast. Pollock, zugeredet, eine finanzielle Guter- esfengemeinfcha-t müsse allen Teilen des irischen Volkes unabsehbare Vorteile bringen. Während die Presse Süöirlands alles tut, um ein freundnachbarliches Verhältnis zum Roröen herzustellen, schürt sie Öen Haß gegen Englanö unö beschwört eine Stimmung herauf, öie an diejenige unmittelbar vor bem Ausbruch des englisch-irischen Krieges 1921 erinnert. Inzwischen versäumt die Regierung selbst kein Mittel, um Öen Kamps mit London zu verschärfen. diesen Tagen wird der neue 6 ü ö n> e |t * deutsche Großsender am Heiligenstock bei Frankfurt in Betrieb genommen werden. Der neue Sender hat die zehnfache-Leistung des alten Senders noch zwei Aufnahmen, die wohl und wird künftig auf Welle 259,3, statt bisher esse begegnen bürsten. Dublin, Ende August 1932. Dublin unterscheidet sich in nichts von einer englischen Großstadt. Und ber Deutsche, zu zu Besuch nach Irland, der „grünen Insel" kommt, wird vorläufig die Vorstellung nicht los, daß er sich auch hier im britischen Mutterland befindet. Zu- mindest in der Stadt ist das gesamte Leben vom englischen Beispiel bestimmt. Und die engen wirtschaftlichen Bande, welche England und Jr- land verbinden, machen sich auch draußen im Lande, wo dem tieferen Beobachter bald ber grundlegende Unterschied der beiden Nationalcharaktere vor Augen tritt, bemerkbar. Wer jedoch glaubt, zwi- scheu dem Engländer und dem Iren bestünde ein ähnliches Verhältnis wie etwa zwischen einem Niedersachsen und einem Bayern, der ist im Irrtum. England und Irland haben niemals eine gemeinsame Geschichte gehabt. Und vollends die letzten zwanzig Jahre haben die beiden Völker in einem Maße sich entfremdet, das ohne Beispiel in der neueren Geschichte ist. Der Freistaat Irland mit seiner Hauptstadt Dublin, die außer einem un- gewöhnlich schönen Park, dem Phönix-Park, nur oorstadtähnliche Straßen aufzuweisen hat, möchte s e I b st ä n d i g werden. Er möchte es nicht so, wie ftanaba und Austratten selbständig sind. Irland will die bedingungslose Freiheit. Irland möchte ein von England absolut losgelöster und ohne Einschränkung souveräner Staat werden. Hier liegt das Kernproblem des irisch-englischen Gegensatzes, der im Krieg zu einer unmittelbaren Bedrohung Englands selbst geworden war und sich in den ersten Jahren nach Friedensschluß in schweren Bruderkämpfen entladen hat. Selbst die Kanadier französischer 21bOarmnung sehen in sich loyale Untertanen Seiner Britischen Majestät, des Königs Georg V. Südafrika und Australien werden nie daran denken, auch wenn noch soviel Zukunftsromane davon orakeln, sich mit Waffengewalt gegen England zu empören. Irland aber hat oft genug bewiesen, daß es in der Wahl ferner Freiheilsmittel keine Grenzen kennt. Ließe sich ein historischer Vergleich ziehen, so könnte man die jetzige Stellung Irlands noch am ehesten mit der Stellung der Vereinigten Staaten vor der Erhebung zum Unabhängigkeitskampfe vergleichen. Aber wo Öen Vereinigten Staaten unabsehbare Hilfsmittel zur Verfügung standen, ist Irland in sich selber nicht einmal geschlossen. Cs gibt nämlich nicht nur ein Irland, sondern deren zwei. Cs gibt Öen katholischen Freistaat Ir 1 anö mit feiner Hauptstadt Dublin, welcher ber Träger öes Llnabhängigkeitskampfes gegen Englanö ist, unö es gibt Öen Ulster- Staat mit öer Hauptstaöt Belfast, öer über» toiegenö llch zum Protestantismus bekennt. Dieser nordirifche Ulster-Staat weist eine reiche Bevölkerung auf. öie von Englanö nicht mehr verlangt, als öie gleichen Rechte, öie Öen Dominions gewährt wurden. Der arme Freistaat dagegen, dessen Devöllcrung im letzten Jahrhundert Öen Hauptstamm Öer- amerikanischen Einwanderung öarftellte, kämpft um seine staatliche Freiheit. Zwischen öiefen beiten irlänöifchen Staaten herrscht zwar im Augenblick Ruhe, es sinö jedoch noch keine zehn Jahre her, daß die Flammen des Bürgerkrieges ganz Irland zu verschlingen drohten. Der südliche Dubliner Freistaat ist heute ber Angreifer gegenüber bem Rorben. Minister- präfibent b e Valera verfolgt ein boppeltes Ziel. Er möchte feine Freiheit von England durch die Einverleibung des Ulster-Staa- t e s krönen. Lind wo ihm dies unmöglich erscheint, möchte er den Lllster-Staat kn die gemeinsame Fronde gegen London e i n- beziehen. Alle Reden der letzten Zeit schmei- Irland, die britische Achillesferse Von unserem v-Derichlerstatter. Stadtvorstand in Alsfeld. Alsfeld, l.Sept. In der jüngsten Sitzung des Stadtvorstandes kam der Voran- fchlagderOberrealfchulefürdas Rechnungsjahr 1'933 zur Vorlage. Als Zuschuß der Stadt ist ein Betrag von 28 573 Mark, gegen 26 426 Mark im Vorjahre vorgesehen. Die persönlichen Kosten betragen insgesamt 105 568 Mk., die sachlichen Kosten 9155 Mark: die letzteren sind um 1000 Mark gekürzt worden. Der erhöhte Zu- schuß der Stadt für das Rj. 1933 erklärt sich aus der Wictercinnahme an Schulgeld und aus einer Erhöhung der persönlichen Kosten durch die termin- mäßigen GehaltsausrückunLcn. Der Voranschlag wurde in der oorgclegten itorm genehmigt. Eine längere Debatte entspann sich über die anderweitige Unterbringung des «tadtarchios und des Archivs des Geschichts- und Altertumsvereins. Infolge Differenzen zwischen dem Stadtarchivar, Oberreallehrer Dotter, und dem Vorstand des Geschichts- unb Altertumsoereins war eine räumliche Trennung der seither gemeinsam untergebrachten Archivbestände angeregt worben. Eine Beschlußfassung der schon längere Zell schwebenden Angelegenheit konnte jedoch noch nicht erfolgen, da eine in ber Sitzung bekanntgegebene neue Eingabe bes Stabtarchivars Anlaß zu näherer Aufklärung gab. Die Angelegenheit würbe daher an den Bauausschuh zurückverwiesen. Das Großfeuer in Aidda. A H ib b a , 1. Sept. Durch das Großfeuer, bas in der letzten Rächt das Hintere ßagerge» bäube ber Möbelfabrik Ringsha u- fen (Inhaber Friebr. Reuning) zerstörte, wurden u. a. auch 30 Schlafzimmereinrichtun- gen unb rund 7 00 Radiokästen vernichtet. Tie Möbel sollten in ben nächsten Tagen »ur Ablieferung kommen. Zum Glück war es wind- ftill, so daß bie Feuerwehren bie Flammen auf ihren Herb beschränken konnten. Die Gerichts- unb Polizeibehörben weilten heute an der Brandstelle, um die Entstehungsurfache des Brandes aufzuklären. (Wie wir hierzu von ber Landeskriminal- polizeistelle Gießen hören, kommt Brandstiftung nicht in Betracht, dagegen bürfje nach bem Urteil von sachverständiger Seite wohl Kurzschluß bie Ursache des Drandunglücks fein. D. Red.). Mfsions-Zahrestagung in Laubach. ) ( Laubach, 1. Sept. Am Sonntag, 11. September, unb Montag, 12. September, hält bet Hessische Landesverein für Innere Mission unb ber Landesverbanb ber Inneren Mission in Hessen seine dies- jährige Iahresversammlung hier ab. Die Tagung wirb am Sonntag eingeleitet burch einen Festgottesbienst, in bem Direktor Röhricht, . Darmstabt, bie Festprebigt halten wirb. Ein Fest- ' kindergottesbienst unter Leitung von Stadtpfar- rer Schmidt, Schlitz, schließt sich an. Rachmittags ist ein Misfionsfest auf öem Ramsberg mit Pfarrer Wagner, Darmstadt, unb Pfarrer Deith, Seeheim, als Festrednern vorgesehen. Am Montag findet die Iahresversammlung im Rathaussaal statt. Rach einer Morgenanbacht (Pfarrer Römer, Schotten), ben üblichen Iah- res- unb Einzelberichten über ben ©tanb der Gemeindepflegestationen, der Kleinkinderschulen und ber Fürsorgeerziehung in Hessen unb einer geschlossenen Mitglieberversommlung werben am Rachmittag Regierungsrat Dr. B u e s vom Arbeitsamt in Gießen, sowie Lantech ugendwart Grüber, Wiesbaben, über „freiwilligen Ar- beitsbienst unb bie Mitarbeit ber evangelischen Kirche" sprechen. Alle Freunbe ber Inneren Mission sinb zu diesen Veranstaltungen einge- laben. iMitat sgrnppe Gießen, Sonntag, bem ieDtember.nacfi' taMß.OO (15.001 c, äamilietmue« znachderstarlS' wozu wir im- e Mitglieder mit en Angehörigen )reunb.einlaben. )48 DerVorslind. IIIIIIIIIIIINIIIIIIIIIIIIIHH . zSlij, * mii tailWW. amslag, ben 3. b. '..obendsHUHr, iPsälzerHos nilt-fmi* ber_Stabt_M chäftsdniMchei Rechnungen er’etblätter ßfielumschlBfli Postkarten Geschäftske^n |BrOhl.SclH^LT । bringen wir ;te von; „ Ptamjn? ■auS0eZ6'Csesi ,n RestPrelseS Aeue Wege der Aarkose. Äon Dr. p Wölffel. Zu den Hauptaufgaben, die sich die neuzeitliche Detäubungsforschung gestellt hat, gehört nicht allein die völlige Schmerzlosmachung chirurgischer Eingriffe, sondern insbesondere auch die Ausschaltung aller unangenehmen Einflüsse, die bei den alten Methoden vor dem Eintritt des Detäubungszustandes 'und nach der Aufhebung der Narkose auf das Seelenleben mancher Kranken ausgeübt wurden. Eine günstige Handhabe dazu bietet an sich die Schlafmittelnarkose, doch hier ist die Anwendung an eine reichliche Erfahrung gebunden. Um so rascher beginnt sich neuerdings eine andere Methode, der sogenannte Pernokton-Dämmerschlaf, den Weg zu bahnen. Dr. Wilhelm Heim vom Städtischen Llrban- KrankenHaus der Stadt Berlin, der in einer Münchener Fachzeitschrift über seine Erfahrungen mit dem Pernokton als Hypnotikum in der Chirurgie berichtet, bezeichnet das Pernokton-Ver- fahren als die Zdealmethode für den Nervösen, da eS die Möglichkeit gibt, dem ängstlichen Patienten den psychischen Schock und alle Aufregung vor der Narkose zu ersparen. Bei diesem neuen Verfahren behält der Patient überhaupt keine Erinnerung mehr an die Einleitung der Narkose. Der Kranke erhält rechtzeitig vor dem chirurgischen Eingriff das Pernokton intravenös, wobei vier Kubikzentimeter als Hochstdosis gelten. Sobald die nötige Tiefe des Schlafes erreicht ist, kann dem Patienten die Maske aufgesetzt und die Operation begonnen werden. Allerdings lassen sich auch beim Pernokton manche unangenehme Erscheinungen im Erwa- chungsstadium. wie Erbrechen usw-, nicht verhindern, ernsthafte Störungen jedoch, wie sie von anderer Seite bei diesem Verfahren beobachtet sein wollen, wurden im Berliner Urban-Krankenhaus trotz Les sehr umfangreichen Erfahrungsmaterials so gut wie nie wahrgenommen. Vor allem wohl deshalb nicht, weil man die Pernokton- Znjektion bei Kranken, die an hochgradigen Kreislaufstörungen leiden, grundsätzlich unterlaßt. Da solche Pattenten jedoch bei der chirurgischen Behandlung nur einen gand niedrigen Prozentsatz ausmachen, wird dadurch die große Bedeutung des Pernoktons in nichts verringert. Außerordentlich bewährt hat sich das Verfahren insbesondere bei Basedow-Operationen. Es wirkt hier sogar umwälzend, denn noch bis in die allerjüngste Zeit hinein war man gewohnt, gerade bei der Operierung des Kropfes, insbesondere mit Rücksicht auf die Herzstörungen und auf die nervösen Störungen, ausschließlich mit lokaler Betäubung zu arbeiten. Durch das neue Dämmerschlafverfahren ist das Operieren des Kropfes nicht nur vereinfacht worden, es bedeutet auch für den Patienten selber eine wesentliche Erleichterung, denn in Wirklichkeit wird der Kranke durch die lokale Betäubung wesentlich mHr belastet, als durch 'ein behutsames Einschläfern. Bei dem ohnedies labilen Nervensystem des Basedowkranken fällt der Gewinn des Pernokton-Derfahrens doppelt schwer in die Waagschale. Während früher also die Schild- drüsenvergrößerung überhaupt nicht in der Narkose operativ behandelt worden ist, bestehen jetzt keinerlei Bedenken mehr, auch die Kropfoperation in der Narkose vorzunehmen. Hohe Schuldenlast des Kreises Alzetz. WSN. Alzey, 1. Sept. Die Kreistagssitzung des Kreises Alzey fand zum erstenmal unter der Leitung des neuen Kreisdirektors Wolf, deS früheren Polizeidirektors von Gießen, statt. Der neue Kreisdirektor erklärte, sein Amt objektiv führen und den Kreis Alzey wieder in gesunde Dahnen lenken zu wollen. Die Versammlung befaßte sich dann mit dem Etat, der mit größter Sparsamkeit aufgestellt ist, schon mit Rücksicht darauf, daß der Kreis Alzey 1 099 000 Mark Schulden abzutragen hat. Davon seien rund 750 000 Mk. in den letzten Jahren gepumpt und ausgegeben worden, während 350 000 Mark aufgewertete Papiermarkschulden darstellen. Sprechstunden der Redaktion. 1130 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäft» st elle ,n richten. Brunnenschriften durch d. Fachinger Zentralbüro, Berlin 131, W 8, Wilhelmstr. 55. Erhält!, in Mineralw.-Hdlg., Apoth., Drog. usw. sowie in Gießen bei Jean Weisel, Sonnenstr. 6, Tel. Nr. 3888 LACtRT* 4735 V Motorrad Kaufe gegen Kassa ein gebrauchtes Motorrad, steuer- und führerscheinfrei, Modell 30/31 6156D L.Völzing, Groß-Felda, Telephon 5 IIIIIIIHIIIIIIIIIIHHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Ingenieurschule Strelitz Meckl.-Strel. Staatlich anertannl Hochbau, Tiefbau, Stahlbau, Elaenbetonbao, Flugzeug-, Maschinen- u. Autobau, Elektro- n. Heizungstechnik. 8a- mesterbcglnn Oktober u. April. Speise-Kasino. Progr. frei IIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Teepilz § ideal. Erfrisch.- und Gesundb. • Getränk Kräuterhaus ftunß Fachgesch.f.Gesund- heitspfl.i.d.Schulstr. Wirksame erbe-Drucksachen bei Brühl. Schulstraße 7 HAU SFR AUEN-BERATUNG Kurse in der Lehrküche 3. September, abends 71/«—10: Geflügelentbeinen. 5.—8. September, morgens 9V,—12V,: Bürgerliches Kochen. 6.—8. September, nachmittags 3V,—6V,: Fisch, Fleisch, Gemüse und Diebhabersalate Anmeldung bei Fr. Kalbfleisch, Nord- anlage 45, Tel. 2717 6157 d Auf die nicht mit roten Etiketts ausgezeichneten Waren 10 Prozent Extra-Rabatt! Restposten Selbstbinder, teils schwere reine Seide Serie III Serie II_________Serie I BF 0.65 flE* 0.45 ߣ‘ 0.35 eeht Hako, gelb, Serie I jetzt Mk. 1.25 jetzt Mk. 0.95 Herren-Unterhosen Größe 4 bis 6 Serie II Herren-Einsatzhemden, solide Trikotqualität, garantiert waschechte Popeline- Einsätze „ . Serie II ' Serie I jetzt Mk. 1.65 jetzt Mk. 1.25 Weiße Herren-Oberhemden. . kräftiger Rumpfstoff mit Popeline- 1 Uh Einsätzen u. Manschetten, jetzt Mk. Herren-Sporthemden mit Kragen _ und Krawatte, bewährte kräftige Qna- O flh lität, beige, bleu, grün.....jetzt Mk. fc« «U Herren-Pullover mit Arm, starke Qualität „ . Serie II Senc I jetzt Mk. jetzt Mk. I. Großer Posten Herren-Kragen, bestes Fabrikat Stehumlegekragen, 4fach Mako; Stehkragen mit Ecken, 5fach Mako; verschiedene Weiten, zum Aussuchen, früher 1 Stück Mk. 0.75, jetzt 3 Stück 0.95 Damen-Sehltipfer, feine künstliche Seide, bewährte Qualität, Größe 42 bis 46 Serie H Serie I jetzt Mk. 1.25 jetzt Mk. 0.75 Serie II Serie I jetzt Mk. 1.25 jetzt Mk. 0.75 Broße Posten Damen-Strümpfe, Wolle mit Kunstseide plattiert, vor- . zflgliche Qualität,hellmode,hellgrau \ OK Größe8*'2—97z, früh. Mk. 3.90, jetzt » LU Reinwollene Damen-Strümpfe, schwere Qualität, schwarz u. hellgrau, 1 OK Größe 87, u. 9, früher Mk. 3.50, jetzt ■••»U Damen-Strümpfe, feinste künstliche Seide, mit verstärkter Sohle und Ferse, moderne Farben Damen-Futter-Schlüpfer, la K.- Seidendecke, mit warmem Futter, be- sonders warme, beliebte Qualität, nur 1 OK Größe 42 u. 44. früher Mk. 1.75, jetzt ■•4-U Damen-Sport-Strümpfe, m. Lauf- masche, kräftige Baumwolle, grau und 11 OK beige...................jetzt Mk. U.UU Dainen-Taghemden, mit Achselschluß, sogenannte Vollachsel, kräftiges Hemdentuch........jetzt Mk. 0.78 1 Posten Frottier-Handtücher, _ kräftiger Kräuselstoff, 45X100 cm, 11 flD jetzt Mk. U.etO Kinder-Pullover mit Arm, kräftige Qualität, für 3 bis 8 Jahre..................jetzt Mk. 1.35 Knaben-Schillerhemden, kräftige Popeline- od. Zephir-Qualität [1 0 K für 4 bis 7 Jahre.........jetzt Mk. U.UU 1 Posten leicht ungetrübter Mädchen-Wäsche Taghemden, Nachthemden, Hemd- 11 OK hosen................jetzt Mk. U.UU 1 Posten Damen Handschuhe, vorzttgllebe Trikotqualität, schwarz mit _ weißer Ausstattung. Nur Größe 6 (J qq Eine seltene Gelegenheit! H erren - Leder - Handschuhe, mit vorzüglichem Lammfell- futter, auch als Fahrhandschuhe K Ogi geeignet, früher Mk. 19.50, jetzt U.UU Ein Restposten Damen- u. Kinder- Schürzen zu außergewöhnlich billig. Preisen HERMANNS » FROITZHEIM Konsumverein Gießen u. Umgegend e. G. m. b. H. EINLADUNG! Wir laden unsere verehrllchen Mitglieder m den am Dienstag, dem 6„ und Mittwoch, dem 7. Sept-, abends 8 Uhr, in denPalastlicht- spielen, Gießen, Kirdienplatz, statt findenden Filmvorführungen böfL ein. — Vorgeführt wird der neueste Filmt Von Mühlen und Menschen (mit Musikbegleitung) EINTRITTSKARTEN zu 20 Pfennig sind in allen städtisch. Verteilungsstellen zu haben. Mit genossenschaftlichem Grtrfi! Das Sekretariat. Bernard Että mit seinen 15 Solisten Gastspiel am 4. September 1932, vormittags 11 Uhr im Lichtspielhaus Bahnhofstraße Eintrittspreise: RM. 1.00 bis RM. 4.00 6161 C NB. Nachmittags4 Uhr finden am Dienstag, dem 6., Mittwoch, dem 7., und Donnerstag, dem 8. September, für Kinder bei freiem Eintritt Vorführungen statt 6teo d daß die Herbstneuheiten für Damen, Herren und Kinder eingetroffen sind paher decken Sie jetzt Ihren Bedarf, Sie haben jetzt größte Auswahl zu staunend billigen Preisen und werden reell bedient Beispiele! Herrenanztige v. 18.- an, Burschenanzüge in allen Gr. und Preisen, Herren-Mäntel v. 20.- an, Herren- Gummimäntel von 9.50 an, Herren-Lodenmäntel v. 16.-an, Herren-Joppen v.6.50 an, Knickerbocker von 3.95 an, Knickerbocker-Anzüge von 16.- an, Windjacken, Kletterwesten 8.50, Sporthosen sehr vorteilhaft, Gestr.Hosen von 1.95 an, Manchester- und Buxkin-Hosen von 5.- an, Berufskleidung in guter Qualität, Damen-Mäntel in mod. Mustern 6163 a von 7.90 an. Mädchenmäntel besonders preiswert L Rosenzweig, Gießen, NeustadtW ganz besonders billig I 6168 A aus der andarbeit Seltersweg 73 Bettvorlagen aus Bouclö, Tapestry und Velour - moderne Muster - Paare und Einzelstücke, seitheriger Preis bis zu 8.00, jede Vorlage jetzt Bettvorlagen aus Velour, Boucle u. Tapestry, wunderbare Muster In modernen Farben, erstklassige Qualitäten, seitheriger Preis bis z. 18.00, jede Vorlage jetzt Ab Samstag vormittag bringen wir 10OBettvor I agen o o S 40 00 >s B B s o «O E <-# CM C <- «i <2 1— t*3 CM KD ?§ = laor LZ-G A Ä E E KD fBıB *€" o Sff A —A 5 £€? 5 E -' B a E oH 2 B Es E^ - p £0^0— 2 £ E © .21 csxa iS B =H p § g L t» r- = E 19 c EHER b'S £ = 5 ^toa H-'C* 3 KD to ~ =-S^ö o sc«öS:i'fi*c E<9 B Et9-« es «N <= o EBi (9 2 .e S.f«® t> c tffi (5- £-E 3 ■5 «a1 £ ^»■5 _ = VS2 C h p S.«?g®3 ou 3H “g 2 oN . e- ®£ -U .«e Cl9g3 -E*r ™ = 3 «= —KD "Ci c-a E ? E K° 8 E «»» c 8 e «ft B|5" E c a D E 9 .o S3 ä S J? * s ® E S cy E % E~ -£RS © tt» e osx o . 8 c" ° i€2?EC £ 8 S~H E Eääs-3 ® B ^ = 5 . ' «u X Q fca-a© E o M P W 2 «ft EiE"a£ ~c OE 3 o *P*£) b a crJi) r- .-— - A« e ”ög} 'KD 2 S o xa H a-o 2 csep ~£f SE2 ■*— «ft L°§«£ E E « j; e «n^g^e E 3 3 L tTi L'Sr LN L L Z S u_ p O. 2 ,, o o o •- Li-Lsrs? o c o ojg o EiPi u. o CT.CT ----b«S-^ E 8 8 8 8 E c? 9 5 = g= 8-S 2«® e»E = -2 S^E19 E a © o o 2 = ~ 2 L« 2"8€ NZ o eoU) E •e CT KD •e c 3 A o 3 5*0.19 -*9 *2 e Bp" K to= S' § 3 Es 8 S A v5 es«» ■J E ° |19 c CT -ffwagö lO KD o o. 2 E b(0 3 L°§LNDZ 19 c Q g §S£5 8 c e a -3 S53 c 52. — e, CT. c B ±@ sr e » CT-b Ss-Ö g E 2 g ES s 519 3 SS Ä E3 3 ’EE 19 CT 5 8 3 8- o-e ö <3 19 Si SE s ■“ B o £ 3 -6'5(99'6 = E o-b N- C7 H ” e .ctct" K 8 oN 5 8 2®-e •e. N •c »fl E to I® 9 9 = 8 er 3^(9 e (9c?ÄÄ ö S = (9^ 6 ö EU) 8 8 toi9^E s sjkd3: R A 'S w «® (9 ®e E P? 5 E 8 E ao £ö «ft Be-= 3 ~ E .epB X «n «ft «ft S e c — 2AA o 3 »- o q L sr 6 "es «ec? = öfi£ 99“ ■!1ee« ■££Hg 3 o A 3 E.^ =« 2 c •6'— u 0^(95. A E g a, o N-9o 8 - E-e-21® E CT "o 3 c *§» SS-e' u22 °=L 2e_- £ 3 ■“ -E ES 619 | E 3 3 ?* —ea 9 N — 2. -3 « o ö» - c u 3§^Sd»e|h £g£§BE . 3 © E ä ->^2% 3 — A 3 " S E <« .2 - L — 3 öS5« _ c S ES ™ o eK«®0 ~ «& O 3 a C o 3 o .1- a §5 s|9S;siii LL UZ--F o(9 _2 E2~Ö2 g •- •-> 3 3 3-p © = I 8 E vQ S- I 67 Q 3*9 L(9 U3 *5.0®* >* E e 0^3- O CT •6 -8-® oc H 3 g «n *9 - 2-g8ä^5 i °^HK 70 o «3 3« Z-ses»- E|£o£9i£ 'S _ 9 o2-°~ = c9^S l® 3^2 3 =.5 £C7 £ 3—9 « "2 1°S£595s a » o 2.-=- «ft . <% 3 05 3 3 o> 3 £o'"»s®?5 _ E:3®ä o 52 _____ aofl o oiH-oSl!) Q S>8«S-: ^§e:=8Qi Z^7-L- %-He _ö O JdS kSe o" •» SO® =5-0 c 3 2 9 CT-!.3 c x> - 3 □ CT-? CT A £ 3 e? p O = 2 k7 71 3a n u 3>c : 9.3 3© 2. = S 3 S-© CT - = -5--: g — pu--CT. — - «ft 3 CT © o9 jX CT"3" 3 — ä ^9^-E pe- « E P"5“ 3 5.9 _25. ■8 = ~ 25'®.-aS3* :N 3 a93ft S B13 2E e> ^-5 — • ■ 'S 8 BASEEe? KD- s E E E E (9 3 8 A E (9 .KD £ 8 8 cy N A CT' ~ «ft c(9 3 «« 8 8 2 8 KD = e 3 ft " !2“S 2H- C B^r-g SptoS ? _ E CT — =■032.(9 5 @"ö:5 ? o = p. -• ro o* - SSC3 S2 ro 3* Gl »0:5 5s*5‘a*gs‘s: ■^8 a-3 5 Scä s«5 g ap o 3 w ö Z-3 3 -i ■ Q: A Z 2. •S 2 5.8 2.-2'S 3-3-Z Gl 3 5, Z 2 3 w 3 2 2 3 3 '3*0. 0=5 2 5 o D =2 3-3*^ Sw 3 p; 2. 3 Si s re 3 33 3 ©idrfei LS = 8 A§. A Q S5 © S=o cp 3 3 " -3- oö32 3-ff M °" S « 8 3'2'23- ^35 O--S-(D' 3 S.«a 8 3«t§ 8^3 2 3 w»:a? LS p ^5 o-3-S 2. öS» a©« 13-3 ro -=* er — 'S* 2. ° w q 3 3 ©- ro Gl- ■(33 cz 3 Gl 2. c 3-2 3-LS 2 8 «3 Z-rs-s: ro (51 l-ö=3 s3 s 3 w ro Gj© . = “ • Ö Q 2 3 cp •» ro 'S* & C _ 2 3 s = 8 -8 n3 «• 3 «8 cz^3 3” 3.8 p «»<-na 3 - w -=n ä§ ffi^3 SGI© 8- = 1 3 2 = cyS® 3 3 3 ro 3 "ro’Ca Ul O ~ 3 E §5 u»

-3-Ä 3? = scas 8.8 3 » 3ü £5 8?? 8 ö LS? 8 3 — 0$ (51 ^SL ©Ä- 33 MAL 2-45» ==ca3 3 3 .8 8 = 3 A m-5 = o ca 3§ 5-0 8 3® 3 ca 3 fx 5 ö S’öa 3 ö 5 ~3 2 o = 8. 3 p p ro» er ro 2 L23 8-3 3° 3 "8 LS 3 H-E; ZA ZAZ. = cs ■« 3 3 ca« 3 4*13? "8 eq 3 3 v> <5» = ca 5'3 8 ° 8 Ae 3 3 S 8ZZ re" £22. 3 8 «53 8 §2 ALS 6 D Q 5 3 Gl 3 to" 3 p o g ah ° Ss- L»c 3 45» 8 Si 3 Gl h2? a co o o 3 g. Z8« 3 3 D 3 3 3 S" CZT3 3 S 3 3 ö-g S 33 8 2 3-2 3 A 8 ro P 3 3„. 3" Z-3 3.- 3 3 2 p 3 q 3 3 g.- 3ro 3 = ” 3 3 S= o §§ ^§A tzS-3 *3? ro * ^> 3 erZ»3 3 2 i™Q. "K3Z 8'-P r-. 8 3 P J* in G ^+a3 cS’a.° - «2,= =*©S Cx)C>: * 2 = 0 p _— 3 ro 3 _. SEÄ'ro @1 ~3 a?33 Gl §3=o Z. 3 O: 2-. « = — T3 ro 4t) « g 2 3 8 2 3=^y 7hs 3 3 £5 3 3 ff] 3 ä = 3 3 = ä-°:45*B = p 5*5 3 e ? ä 33 3o- (51__3 S§3 3 § .ca ZS-AL '•SS«1 Jerlin, licht Scranf Lildeie die > am Freilago Seldle in bewegung o Obgleich der Helmer ech der Tporip tzahnen gei die WJ sich der » rich und 0 Erscheinen der allen l gasten aus Äuftakt -e- Bundes unter Fai klatschen. : Einzug: ländisches 3 fen ließ" klahlhelm-l Der Lank als Leiter grüßunasan große Inte Helm und ( daß Reich! zum erster Stahlhelm Linie den des Bund) mirdliche £ wo er her. die Bunde geistert au 0er erf führte bar haben wir irvrMdale ivldaientagi 18. Januar wahren na em-finden. im Arbeit) jeder Fro des Ortes . Süddeutsä Hambu lands zur den besre den deuts leiten Sei kündeten erste St so frisch nicht für fr sondern fü Lahres 19; Fordeninge mals von 0 heule so Deutschen wollen bi Reubau n spricht Dolkzg, lehnt, daß, des deutsä den Shmi Nflieg i betrogen i unfer 2Di(( [“19“. Zeh des Deich sprachen !*P gem d'e Front, sä'? = %-3 ® 1 ^2:f| 3 o*«8 — m a ö 2:G1" §"3 3®a- 3?§ = 3 cao-o <3 ©3- 3 2.G — F3 s® 3.5 5 p = 3 c ”"3 O_.ro 3 3^ S« o 3 = 3 S«3 s £5 Gl cp »gsäia g® ^g-8 =8o;HH^rö _ rö 3 3 - 3__ 23 5 §• Gl ro 3 3 0 8 ca* w = ©; l 2£ro £ :-©S-E = 3Z 3 * 32 8.e 53 Öl ^LL 2.3=2 5 T3 3tfl0or-s:% : q. =: c _ , ___— ro : = __ 3 -03832 Gl = 5'® ” 03 (öS 3-s cE'te ea 3 2-Z-S-« S 3@Ält-9'ca;3“ 8.2° Sä»; KS- W«tpk gjlrt 4 Ohne Ollus Ef Such de' von einzel infolge h zernspr nnterSamr Anschnst stchten- poßs' rrontstr'li 2 3 £5 0-3- 8 - ” ö Krs- 2. 3O3 0 =.ss 0= _ Zo3_ = 2i^3§ . or Eli-" ro 2- ® = 63(9^ .Z-^W§ w Gl —-= cs _ Z. 2. 2>=o 3 23? ~ 3 8 3 «"b ”'«1 ?'«! K’»« ‘"U«, er <» 3 IstS M= g_ 5-o»23" _ ro _ “>sX;-(3 _ 53^5-?=^ _^3niS£S ro = 3. = Gl 2 « Q. v> O ro -tS 2 .op C2e<5cag S.333 8 X. 1» 3 ro 3 --^^45-^5' 2.38 5-5’8 °=3 3 ro «S e 2 o <3-3 rs ro 3- 2 er c -3* y = -» “• 2. H cy Giro 3 O o G ^3^0 Z-- W ■ ©'»‘‘ro Mt^Gl 3_3-3*7T £5= ro S2’«5' "O cy o -g5-: A «:"3- 2 - in 3g- ro o-t o- 3^ 3 <8 3 3. 33 8 ro " 8 (5 ^,ro 0 32 _ CP ro LS 5^2« 3 3 s. Z-rsLAA öro 3 ro yro = " ^g = ?6>= = 'L 3 ßßa J2,o 3 m p.29 re §c ~m 3 w ro c L§3 - 3 2.= 3 2 3 = ■ 3 3 o -GgcP ro1 Ihl "8^ = £S= ^ro g - ' 3 3 115£2^2 O ro G P. s^Sro ~ -37-=- = Sg § p-Gls " 3- 8 3'2. « * =.8 «” a* 38 ^22 2. 3© ^«>^Sf8'9o S-^cp ia-ä „ £23 J= w 3 ro «2 cy = ca ?o cr2.g 2-2 8 3 3 8 8 8 8 ca 8 8- fi 5 8 8 ö 3. e 3 1-3 8 3 8 3 3 8 ö- 8 S.5 8 3 8 ö 3 of 8 •n ca 8 2 s?; go-s Ist 3g t3ro § G er 2. or ro — P wo S „,§c o c p 2 "G 3 ' U> G__ro ro . ro ro» 8 2.^ LS-