Wette: rognose dieses Frühsom deutet, so wechselt auch anderen S*itc hin. Die i, wenn nittt diese Ent genug gegebne, aber 1 v -n Lausanne fast von tunda ihr Gesicht. 3m Laufe der ist de Konferenz fast täglich min- il toaesagt worden, aber immer a sich im letzten (Augenblick noch haupl'l aui em V' ■ ) Olij ' i 10 M hick lirj 1*^ jsfl , ■'S" ■ bri W trat kill nfotlt 3unu .Reicht» Jit w^pp tflye au| ’-te Der. frechen. sich auf if*t ej? L eihen ui: : blieb« lonspfaui lagen ge , OleM Reichsbal raunkohie! JUL 33,1: ■arben ikert 58,5. öffrnt« : Deutsche 'Berlin, bti Jafc bellt! sich MN, ckmizen (10) öA, MU. M! 7,5 (10,4) :bänbe 85 chülck^ ton Der tin ir im ml- »ist einen Ms. vrr t werden eserde zu- aqtn h» Saiv igen uh) «n 3:i M nu n mcttoCT, Eigenen 1, daran, w unh °gn bd l tnön.. Itlb. ‘pui Hd $ • H •Witt. «s ngliche a und Aera Brüning dadurch vor- Äotverordnungen beschränkt, sondern oöne Zöge Aufgaben widmen kann. Ob die Die sie günstig sind, vermag niemand zu steifung Lockerung wechseln wie war, wen Wie die auf „ Konferen Stunde zu letzten Woche ist bestens einmal wieder fanden irgendwelche Punkte äußerster hat es es zu oder der muh nun, wenn noch einen neuen Auftrieb, kritischer Zuspitzung roch immer nicht kam nach der einen Woche Entscheidung, so doch ulierten Abschluß bringen, andern Worten heißen, daß wir mit fast tödlicher Sicherheit die Verpflichtung übernehmen, Frankreichs Schulden an Amerika zu zuhlen. Wenn auch dieser neue französische Vorschlag nicht mehr die'Forderung nach einem Lleber- ' $ “ e*ner Differenz zwischen den deutschen Zahlungen und den Schulden an Amerika, enthalt, so taucht dieser äleberschuß doch wieder in der Gestalt des deutschen Beitrags für die allgemeine Kasse, den fonds commun, auf. Für ■ der deutschen Zahlungen gibt es also in der lebhaften Phantasie der Franzosen die verschiedensten Variationen, aber in einem bleiben sie ,stur: in der Forderung, Deutschland so 11 w ei t e r zahlen. Das ist der springende Punkt, über den man in Lausanne anscheinend nicht hinauskommt. Don unserem O-Korrespondenten. Lausanne, 2. Juli. moralischen Grundlage der Kriegsschuldlüge gelöste und in wirtschaftliche Zusammenhänge gestellte Zahlung Deutschlands an die auch von den anderen Mächten gespeiste gemeinsame europäische Wiederaufbaukasse. 3n den Bureaus der Konferenz ist man, während die Delegationsführer sich noch über einen sog. zweiten Plan unterhalten, schon mit der Ausarbeitung der Vertagungsformel beschäftigt. Herriot fährt über den Sonntag nach Paris. Niemand ist so optimistisch, zu Risiko. dieses Frühsommers d i e von der min- Vor -er Entscheidung in Lausanne Heute endgültige Formulierung des Gläubigervorschlags. Deutschland bewilligten Vorteile st r e i ch e n würde, wenn Amerika später a b l e h n e seinen Gläubiger- anspruch an Europa ganz oder teilweise zu annul-' ueren. — Die Blätter, die gestern nachdrücklich von einer gemeinsamen französisch-englischen Front gesprochen haben, glauben heute feststellen zu können, daß nach den gestrigen Verhandlungen nunmehr eine gemeinsame englisch-französische ita- l i en isch-belgisch-ja panische Front bestehe. Die deutsche Einstellung unverändert. B e r ll n, 2. Juli. (OB. Funkspruch.) Zu den Lausanner Berichten über den neuen Vorschlag zur Regelung der Reparalionsfrage wird von hiesiger zuständiger Stelle erkläri, daß deut- scherseits irgend eine Mitteilung dazu nicht gemacht werden kann, ehe nicht der Vorschlag of- siziell bekannt gegeben wird. An der grundsätzlichen Einstellung Deutschlands, keiner- Dazu sollten Melaus Macdonalds Vorschlag einletzte Ausschüße dienen. Der eine hatte d gehendes Interesse daran, daß die deutschen Tribute nun schnell und endgültig aus der Welt geschafft werden, damit wenigstens die deutsche Wirtschaft in den Stand gesetzt wird, ihre privaten Kredite zurückzuzahlen. Eine Frage übri- gens, die Frankreich kalt läßt, nachdem es ™eZ>itre ^on in den Jahren 1930 unp 1931 bis auf einen geringen Bruchteil aus Deutschland zurückgezogen hat. Gerade eben beginnen in London Ver- r-aZrrLUI}$cn e*ne erneute Verlängerung des Stillhalteabkommens für die privaten Auslandkredite der deutschen Wirtschaft. Es braucht keiner großen Kombinationsgabe, um zu ahnen, daß Deutschland mit einer bloßen Senkung der Zinsrate für diese Kredite vielleicht nicht genützt wäre, daß es vielmehr die Zinszahlungen ganz ernstellen mühte, wenn es eben in Lausanne nicht gelingen sollte, mit den Tributen reinen Tisch zu machen und durch restlose Beseitigung der politischen Zahlungen und der in ihnen ruhenden Lln- sicherheitsfaktoren der deutschen Wirtschaft neuen Auftrieb zu geben. Ob die Engländer für die Erkenntnis dieser zwangsläufigen Zusammenhänge hellhörig genug sind, muh sich in den allernächsten Tagen in Lausanne erweisen. Mit Vorschlägen, wie Frankreich sie gemacht hat, die Deutschlands berechtigte politische Forderungen mit einer Handbewegung beiseiteschieben, die Verantwortung für die endgültige Bereinigung der Tributfrage auf Amerika abwälzen, also im Grunde weiter alles in der Schwebe lassen mit solchen Vorschlägen jedenfalls wird man in Lausanne nicht zu dem Sicherheit und Vertrauen schaffenden Ergebnis kommen, das die Völker Europas von der Einsicht und dem Mut ihrer Staatsmänner erwarten. Macdonalds falsche Taktik Ein neuer Zahlungsplan statt Tributstreichung. sagen. Vck-------- ----- ___________ Sonnenschi>n und Regenschauer am Genfer See. Die deutsch.französischen Gespräche, mit denenidie vergangene Woche abschloh und die neue ticn sich bald festgelaufen. Anscheinen'' unverrückbar standen sich die Ansichten gegmüber. Da ergriff der Konferenzvorsitzende M cdonald erneut die Initiative. Wieder . Wahlen halber, als um die in Aussicht gestellte Maßnahmen auf dem Gebiet der Arbeitsbeschafft rg, der Wirtschaftspolitik, der Ostsiedeluitz, der 'Jerwaltungsreform endlich in Schwung tu bringäi. Der neue Kurs will sich ja gerade toon der Aera Brüning dadurch vorteilhaft unterscheide^, daß er sich nicht auf Geldbeschaffung durch Es rst bezeichnend, daß offenbar auch die Engländer dieser Taktik Herriots zum Op'er gefallen sind und sich in die Einheitsfront der europäischen Schuldner eingliedern lassen wollen die die Verantwortung für das Zustandekommen einer „Endlösung" der Tributfrage den Vereinigten Staaten zuschieben möchten. Denn die französischen Pläne, die wir eben skizziert haben, Wllen ms Wasser oder stellen jedenfalls keine Endlosung dar, sobald Amerika nicht die Konsequenzen zieht, die man in diesen Plänen von Washington erwartet. Ob Macdonald klug tut, hier mitzumachen und sich vor den französischen Karren spannen zu lassen, steht auf einem anderen Blatt. Einmal steht es zu seinem Gläubiger Amerika dank des Balfour-Abkommens <^nd Macdonalds Besuch in Washington in einem ganz anderen Verhältnis als Frankreich und kann auch aus weltpolitischen Gründen weit eher als dieses auf ein großzügiges Entgegenkommen Amerikas rechnen, wenn es allein darüber lei Tributzahlungen weiter zu leisten, Hal sich nichts geändert. Gerüchte von einer beabsichtigten kabinettssihung in Freiburg werden in hiesigen unterrichteten Kreisen als unzutreffend bezeichnet. England von der Sicherungsklausel nicht entzückt. London, 2. Juli. (WTD. Funkspruch.) Die Berichte der englischen Korrespondenten aus Lausanne sind überwiegend auf einen mäßigen Optimismus abgestellt. Times spricht von dem ho f f- nung svollenTon, der in Lausanne herrsche. Die Sicherungsklausel scheine bereits etwas an Bedeutung verloren zu haben. »Financial News" bezeichnet die Sicherheitsklausel als taktisch unklug und meldet, alle Mitglieder des Bureaus mit Ausnahme der Franzosen seien fürderenAuslassung. „Daily Telegraph" unterstreicht die Notwendigkeit, die Sicherungsklausel so abzufassen, daß Amerika unter keinen Llmständen daran Anstoß nehmen könne. --- intensiven Nachtberatungen die an die Konferenzteilnehmer die höchsten Anforderungen stellen, haben uns nicht einen Schritt vorwärts gebracht. Es ist nicht gelungen, die Beratungen auf eine Formel zu konzentrieren, die aus der Sackgasse herausführen könnte, in die sich die Konferenz hineinmanövriert hat. In den Bureaus werden Vorschläge ausgearbeitet die als erledigt gelten können, sobald die Entwürfe fertiggestellt sind. Denn jeder neue Vorschlag stellt keine Lösung des Problems dar, sondern isteinneuerZahlungsplan, ein neuer Youngplan in verkleinerter Auflage. Deutschland sagt Nein, Deutschland muh Nf>e i n s agen und in den fremden Delegationskreisen ist man innerlich überzeugt davon, dah Deutschland Nein sagen muß, es also sinnlos geworden ist, durch neue Zahlungsvorschläge die Konferenz retten zu wollen. In englischen'Delegationskreisen beginnt man zu erkennen, dah Macdonald mit seinem Einlenken in die französische Linie einen schweren Fehler gemacht hat, denn anstatt zu helfen, dah die Konferenz den grohen Schwammstrich über die Schiefertafel des Krieges macht, hat er die Lausanner Konferenz, die zur Lösung des Reparationsproblems einberufen war, auf das Niveau einer zweiten Voun g konferen z h e r a b g e d r ü ck t, die ihren Zweck darin sieht, durch Anwendung des schärfsten konzentrischen Druckes auf die deutsche Delegation zu bewegen, eine Unterschrift zu leisten, die nicht eingehalten werden kann. tauchte in Hnem Vermittlungsvorschlag der von den Deuts len schon wiederholt abgelehnte Gedanke aus, die grundsätzliche Streichung der Tribute den otanzosen durch die Bewilligung einer Abschlagszahlung schmackhaft zu machen. Die deutsche Dellgatton hat diese Zumutung wiederum zurückgewiesm und die Antwort des Reichskanzlers in Föhn eines Kommuniques aller Welt bekanntgege^n, alt es den Anschein bekam, als ob die Franken die deutsche Ablehnung bereits zu einer HMtosistruktion für die Schuldfrage im Falle des Scheiterns der Konferenz, verwenden wollten. Ql ui desen taktischen Gründen für die deutsche Deriäsertlichung erklärt sich die durchaus mangelhafte Vochereitung der öffentlichen Meinung in Deutshlcird, die von dem deutschen Schritt in Lausanne rsch: minder überrascht war, als die fremden Derttrnlllungspartner. Deutschland forderte doch nidt mehr und nicht minder als die DeseitiguigderDiskriminationdes VersaillerV ertrage s, ohne die das Vertrauen der Wstt nicht wiederhergestellt werden könne. Die deysche Delegation versteht darunter die Deseitigun vor allem derjenigen Artikel des Versailler Diktats, die uns durch die Ent- waffnungs- uni Tributbestimmungen, aufbauend auf der im Arckcl 231 stipulierten ßüge von der Alleinschuld DeNschlands am Weltkrieg zu einer Station mindere Rechts gestempelt haben. Es war nicht anders zu erwarten, als dah die Franzosen auf diesenfeutschen Vorstoß nicht reagieren würden. Sie unh anscheinend auch die Engländer haben sich einfaq totgestellt. Man wollte davon in Lausanne nichs hören und besann sich überraschend schnell |uf die bisher gerade von den Franzosen wenig beachtete These, daß Abrüstung und Tribute nichs miteinander zu tun hätten, der deutsche Qlntvg also vor das Genfer Forum gehöre. All diese) diplomatischen Taschenspielerkunststücke zum Totz bleibt die in Lausanne begonnene deutsche Generaloffensive gegen Versailles Von ihr /ibt es jetzt kein Zurück mehr, wenn sich auch di« anderen bemühen, die deutsche Revisionsforderum links liegen zu lassen und ohne sie zu eröxern, zu einem Ergebnis zu kommen. lussichten hierfür günsttg sind und ob es für deniLrfolg der Konferenz ein gutes Zeichen gesetzte zi u s | aj u |: e dienen. Der eine hatte die Aufgabe das Matehl zur Vorbereitung der Welt- Achten. Ser °nd-r-, wich. Sühn™ f°9enani'e „Büro" sollt- sich mit der Mfen Kons-renzausgab- be- ■ be3n ÄT in bem Deutschland non S r o? A5f'naTmini|t<'r @rai Schwerin Kamps der lernL TnL*Ck 're ,p,clie M nun ber Blan 'erörtert “urte ^nächst der acmeinfnmp . 0 n d s commun, eine europäischen 'W ede^on^^ Zur Förderung des sch, Dereaation hnt ÄQU5 3U Srunöen. Die deut- emen ffinh h ! $ bereiterklärt, für diese Kasse Äörausseüunn & 3U Ieiften unter der friminafinnpn^hoc bie oben erwähnten Dis- ^n und dip Vertrages verschwän- fn(ien der ^iphprh^f^n ungesammelten Kapi- @(ei(t)apmirht?,e^fler^e^Un9 bes wirtschaftlichen Menen re^hn„3^te'L^f,i't|cBlanb und der Welt Angebot bei Lesern deutschen berPe T DOn Frankreich gefor- Aounqolans ™ Mitten zur Ablösung des joungpians, sondern um eine von der falschen Kube spricht in Frankfurt. Zur Uebernahme der Verantwortung in Preußen bereit. Frankfurt a. M., l.Iuli. (Lpd.) In der ersten Wahlkundgebung des Gaues Hessen-Nassau Süd der NSDQlP. sprach vor mehreren tausend Zuhörern im Hippodrom der Führer der natio- nalsozialistischen preußischen Landtagsfraktion, Abg.Kube. Der Redner erklärte: Die Deutschnationalen sollten sich darüber klar sein, daß ihnen nach der Reichstagswahl nichts anderes u*?rt9 uteibe, als sich den Nattonalsozialisten anzuschließen: der Führer des kommenden Deutschlands heiße Hitler und nicht Alfred Hu- g e n b e r g. Sie seien bereit, die Regierung in Preußen zu Übernehmen, aber ohnejedeDin- dung. QZerlangt werden müsse der Posten des Ministerpräsidenten, des Innenministers, des Kultusministers, des Landwirtschaftsministers und des Justiz Ministers, weil sie der Meinung feien, daß gerade auf diesen Gebieten Herriot wieder in Lausanne. Besprechungen bei Macdonald. Lausanne, 2. Juli. (MTB. Funkspruch.) herriot ist heute früh nach Lausanne zurückgekehrt, um an der heutigen Vormittags- sihung des Büros teilzunehmen, die den gestern ausgearbeilelen Vorschlägen die definitive Lösung geben soll, herriot Halle bereits vor Beginn der ursprünglich auf 10 Uhr anberaumten Zusammenkunft eine Besprechung mit Macdonald. Mit Rücksicht darauf ist die Sihung auf 11 Uhr verlegt worden. Reichsauhenminister Freiherr von Neurath wird um 12 Uhr Macdonald einen Besuch abslatten. Frankreichs letztes Wort. Herriot hat neue Vorschläge aus Paris miteebracht. Lausanne, 2.Juli. (CNB. Funkspruch.) Die Besprechung Herriot-Macdonald hat sich bis über den bereits um eine Stunde verzögerten Beginn für die Sitzung dcr fünf an der Ausarbeitung des endgültigen Vorschlages beteiligten Mächte hinaus ausgedehnt. In unterrichteten ausländischen Kreisen verlautet, daß Herriot aus Paris gewisse Veränderungen und Ergänzungen zu dem gestern aufge ft eilten Entwurf mitgebracht habe, die er als das letzte Wort der französischen Delegation bezeichnet und die von englischer Seite beanstandet werden. Die Sitzung ist vermutlich aus diesem Grunde und weil also eine Vereinbarung unter den Gläubigermächten noch nicht erfolgt ist, auf heule nachmittag oer- ch o b e n worden. Der französische Gedankengang oll dahin gehen, eine verhältnismäßig ehr ho h e Ziffer als Maximqleinzah- lung Deutschlands in den fonds commun oorzusehen, die aber gleitend bis auf d i e Hälfte reduziert würde, falls ein A b - kommen mit Amerika in der Schuldenfrage erreicht würde. Authentisch läßt sich zunächst nichts feststellen, da der deutschen Seite bisher nur inoffiziell der gestern ausgearbeitete Rahmen für das Abkommen, ohne die Ziffern und die von Herriot proponierten Abänderungen, zur Kenntnis gelangt ist. Was sagt die französische presse? P a r is, 2. Juli. (ERB. Funkspruch.) Die Mor- | genblätter stellen fest, daß ber Abkommensentwurf, ber ber beutschen Delegation unterbreitet werben soll, noch nichtvoll st änbigabgeschlossen ist unb seine enbgültige Form erst erhalten wirb, wenn Ministerpräsibent Herriot unb ber britische Schatzkanzler Chamberlain heute in Lausanne eingetroffen fein werben, lieber bie Summe, bie man 3U forbern gebenkt, scheinen noch Unklarheiten zu bestehen. „Petit Parisien" hebt hervor, baß ber Abkommensentwurf beftimmte Garantien vorsehe, bamit ber Wert ber von Deutschlanb an me internationale Zahlungsbank auszuhänbigenben Bonbs nicht beispielsweise burch eine extensive An- eihepvlitik gefährbet werbe. Als möglicher Zinssatz für diese Bonds werben von „Echo be Paris" 5 v.H. genannt. — Nach „Matin" wirb bie Sicherheitsklausel enthalten, baß bie in Lausanne getroffene Vereinbarung r e d i b i e r t werben könnte unb bie Gläubiger Deutschlanbs ganz ober teilweise bie __o* n unb mit aller Energie bie ohe Linkteilung uf allen Gebieten des staat- glauben, bah er am Montag anders zu den Dingen stehen wirb als heute. Frankreich wirb sich nicht zur Nachgiebigkeit bewegen lassen, solange nicht Macbonalb aus ber gegebenen Situation bie Konsequenz zieht, von Frankreich ab ruckt unb für bie Lösung ber Tributfrage eintritt, bie seiner Lieberzeugung unb dem Willen ber Mehrheit bes englifchen Volkes entspricht. Leiber ist aber zur Gtunbe noch wenig Aus» sicht, baß Macbonalb ben Schwamm anfeuchtet, um die Kriegsrechnung auszulöschen, denn der Reparationsausschuß ist wieder zusammengetreten, um einen dritten Zahlungsplan auszuar- beiten, ber jetzt schon ebenso aussichtslos ist wie seine kurzlebigen Vorgänger. Wenn Herriot aus Pans zurückkommt, bürste nicht mehr über Zahlungspläne, fonbem nurnochüberbie Vertag ung beraten werben. lieben uniHwirtschaftlichen Lebens vornimmt, bie bie veränLrten Verhältnisse erfordern. Insofern hat also qid) Deutxhlanb ein bringenbes Interesse barai, baß Lausanne halb zum Abschluß gelangt u;b Reichskanzler von Papen sich mit ungeteiltes Aufmerksamkeit seinen innerpolitischen einen irgenbtoie «V|u?iuU »uu^n, denn bie Cnglänbe haben nicht länger Zeit für Lausanne, die Q> rbereitungen zur britischen Rcichszollkonferenz n Ottawa brennen ihnen schon auf den Nägeln, uch Herriot rufen bringliche parlämentarische Gkchäfte nach Paris zurück unb schließlich ist es aich für ben deutschen Reichskanzler an ber Zeit' daheim nach dem Rechten zu sehen, weniger ber Ohne daß von den von Deutschland an dieses Angebot geknüpften Bedingungen die Rede ist, haben die Franzosen den Plan der deutschen Zahlung an die Wiederaufbaukasse sich zu eigen gemacht, wollen aber nun außerdem noch eine deutsche Restzahlung herausschlagen, mit der sie ihren amerikanischen Gläubiger zu be- riedigen gedenken. Damit ist also, was wir schon in der einleitenden Besprechung zu Beginn der Konferenz von Lausanne befürchtet hatten, der Versuch einer Verbindung von deutschen Tributzahlungen und alliierten Kriegsschulden an Amerika in die aktuelle Gefahrenzone gerückt. Frankreich, das aus Washington einen Wink erhalten hat, ohne Senkung der Rüstungsausgaben auf keinen Schuldennachlaß zu rechnen, möchte also von Deutschland eine Risikoprämie erpressen dergestalt, daß Deutschland zur Zahlung der Summe' verpflichtet bleibt, die Amerika von feinen europäischen Schuldnern eintreibt. Es ist einleuchtend, daß auf einer solchen Basis, die den Unsicherheitskoeffizienten, den man als stärkstes Hindernis für eine Rückkehr des Vertrauens in die politische Stabilität in Lausanne grade zu beseitigen wünschte, in der Rechnung beläßt, unmöglich ein Abkommen zustande kommen kann, das für die deutsche Delegation annehmbar wäre. Deutschland hat nicht die geringste Veranlassung, sich als Prellbock zwischen Amerika und seine europäischen Schuldner schieben zu lassen, von denen zumindest einer, nämlich Frankreich, nicht gewillt ist, die Voraussetzung für ein Entgegenkommen Amerikas in der Schuldenfrage, näm- lich eine spürbare Entlastung in der Rüstungs- —wkiu1 „ uutuuer aufwendung, zu erfüllen. Das würde also mit verhandelt. Zum andern hat England ein weit- vrvS und Verlag: vrLhI'schc Umoerxmis-Vuch- und Sleindruckerel H. lange in Wietzen. Lchristieiiung und S-schastzfielle: Schulitratze 7. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher, preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig,- für R- tzlameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20° , mehr. Chefredakteur- Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtstch in Gießen. an (L) 182. Jahrgang Samstag, 2. Juli 1932 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Er) cheinl lägltch^uher Sonntags und Feiftags Beilagen: Die DauTierte Gietzener Familierilatter Heimat im Bild Dietcholle Dlonats Bejugspfls: Mit 4 Beilagen Rf 1.95 Ohne Illustrierte i 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterheinen von einzelnen Nmmern infolge höherer iroalt Zernsprechanschttse unter 5ammelnummd2251 Anschrift für Dratnach richten- Anzeiger Setzen- Postscheckkonto: Zrontsurt am Main 1686. Aus aller Welt ent- So- lich gröher a! iff war, reichlich der ? eine grunblegendc Aenberung herbeigeführt toer- den müsse. Von den 45 Polizeipräsidenten in Preußen bliebe, wenn ein Nationalsozialist Innenminister wird, keiner im Amt. Sodann wandte er sich gegen die Unterrichtung der deutschen Hochschuljugend durch fremdrassige Professoren. Die Wissenschaft sei das heiligste Gut der Nation und dürfe nicht Fremdrassigen ausge- licfert werden. Die Unabhängigkeit der Wissenschaft habe da ihr Ende, wo die nationalen Interessen der Nation anfangen. Scharf wandte sich Kube dann gegen die Systemjustiz und schloß mit der Aussorderung zum rücksichtslosen Kampf um die Macht in Deutschland. beten einige schwer. Der Abgeordnete Lazitsch kam in die Berge. Ein einträgliches Verlagsgeschäft. striekonzernen. Dabei soll er wiederholt derartige Veröffentlichungen unterlassen haben, nachdem er von den betreffenden Persönlichkeiten hohe Bestechungssummen erhalten habe, so im Falle des Direktors Ieppel aus dem De- v a h e i m p r o z e ß. Auch in mehreren anderen Fällen soll Ehrlich auf diese Art gegen Persönlichkeiten, über die er irgendetwas erfahren hatte, vorgegangen sein. Es sollen ihm auf diese Weise m e h- rere hunderttausend Mark Bestech - ungsgelder zugeflosfen sein. Elli Beinhorn aus der Rückfahrt nach Deutschland. Elli Beinhorn ist mit dem Dampfer „C a p N o r t e" aus Buenos Aires nach Europa abgereift. Die Fliegerin gedenkt in Lissabon von Bord zu gehen und von dort nachBerlin zu fliegen. Beim Anhängen an einen Lastkraftwagen zu Tode gekommen. Der Kaminkehrermeister Franz, der in Weilbach gearbeitet hatte und sich auf den Heimweg begeben wollte, hatte sich auf der Straße zwischen Weilbach und Amorbach an einen Lastkraftwagen angehängt. Er kam dabei zu Fall und der Anhänger des Lastkraftwagens ging über den Unglücklichen hinweg. Mit schweren Verletzungen wurde Franz in das Krankenhaus Amorbach' gebracht, wo er gestorben ist. Brautleute als Brandstifter. Ein Mädchen im Alter von 20 Jahren und^tn Bursche von 24 Jahren aus Strümp bei Isfeld steckten am 11. April und am 30. Mai d. I. das Zweifamilienhaus in Brand, in dem d i e E l - tern des Mädchens mit fünf Kindern und eine zweite Familie mit fünf Personen wohnten. Während das erstemal der Brand gelöscht werden konnte, brannte das Haus beim zweitenmal bis auf die Llmfassungsmauern Burgfrieden an der Berliner Universität. Dem Rektor der Universität liegen die schriftlichen Erklärungen der studentischen Vertreter aller politischen Richtungen vor, daß die einzelnen Gruppen gewillt sind, den Burgfrieden an dec Universität zu halten, damit der geregelteLehr- betrieb aufrechterhalten werden kann, und daß sie die feste Absicht haben, sich aller Provokationen -u enthalten. Grundsteinlegung zu einer deutschen Schule In Belgrad. Fm Beisein des Vertreters des Unterrichtsmini- fters, des deutschen Gesandten von Hassell, des österreichischen Gesandten und unter zahlreicher Anteilnahme der hiesigen deutschen Kolonie fand die feierliche Grundsteinlegung zur deutschen Schule statt, die von der evangelischen Kirchen» gemeinde zusammen mit dem deutschen Schuloerein Belgrad anstelle der bisherigen deutschen Schule errichtet wird. Die Sihverlegung der Barmer Lrsahkasse. Das Landgericht Wuppertal hat den Beschluß der vorjährigen Hauptversammlung der Barmer Ersatzkasse, den Sitz des Unternehmens nach Berlin zu verlegen, in llebercinftimmung mit dem Reichsaussichtsamt für ungültig erklärt, weil die Hauptversammlung nicht ordnungsmäßig einberusen war. Die Barmer Ersatzkasse hat bereits die Hauptverwaltung nach Berlin verlegt und den juristischen Sitz in Wuppertal gelassen. Baugeldzuteilung bei „Wüstenrot". Der Aufsichtsrat der Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot, Gemeinnützige G. m. b. H. in Ludwigsburg hat beschlossen, für eine in diesem Monat erfolgende Baugeldzuteilung den Betrag von 5 Millionen Mark zur Verfügung zu stellen. Im Herbst des vergangenen Jahres wurden 3,6 Millionen Mark, im Dezember 3,8 Millionen Mark zugeteilt; bei der Frühjahrszuteilung 1932 steigerte sich der Betrag auf 4,6 Millionen Mark, um schließlich bei der in diesen Tagen vorgenommenen Sommerzuteilung eine Rekordleistung zu erreichen. Acht Jahre Zuchthaus wegen versuchten Verrats militärischer Geheimniste. Der erste Strafsenat am Kammergericht hat den ehemaligen Lehrer Günther Lucht aus Ziskau wegen versuchten Verrats militärischer Geheimnisse zu acht Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. Lucht hatte Jahre hindurch in ständiger Verbindung mit polnischen Agenten gestanden und mehrfach versucht, ihnen in wirtschaftlicher Not befindliche Deutsche zu Spionagezwecken zuzuführen. Schiffszusammenstotz an der irischen Küste. Der finnische Viermaster .Melbourne" ist auf der Höhe des Leuchtturmes Fastnet an der Küste der irischen Grafschaft Cork mit d e m Pe - troleumtankschiff „Seminole" zu- sammenge stoßen und gesunken. 11 Mann der Besatzung, darunter der Kapitän, der erste und der dritte Offizier ertranken, 15 Mann wurden gerettet. Das Petroleumschiff „©e- minole" ist fast ganz unbeschädigt geblieben. Die „Melbourne" gehörte zu einer Flotte von Segelschiffen, die Jahr um Jahr mit einer Getreideladung von Australien nach Falmouth oder Queenstown fahren. Diese alljährlichen Reisen hatten sich mit der Zeit zu einer Art von Schnelligkeitswettbewerben zwischen etwa 20 Schiffen entwickelt. vom Goldbergbau im Edertal. Bei einem Schachtbau des Allenborfer Golbberg- roerks mußten dieser Tage b Fe Arbeiten ein« ge ft eilt werben, weil man unverhofft auf eine Quecksilberspalte stieß und sich die Arbeiter nicht mehr unter Tage aufhalten konnten. Bei einem Arbeiter trat,sogar plötzliche Bewußtlosigkeit ein. Um Weiterarbeiten zu können, müssen erst Schutzapparate beschafft werben. Bauernunruhen auf Jahrmärkten in Sübflaroien. In Uba in Mittelserbien kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen ber Bevölkerung unb der Gendarmerie. Da Jahrmarkt abgehalten würbe, wollte der ehemalige Abg. Lazitsch die Gelegenheit benutzen, um auf dem Jahrmarkt e i n e V o l k s. versamlung abzuhaltcn. Die Gendarmen schritten dagegen ein, wurden aber von der Menge mit einem Steinhagel verjagt. Vier Gendarmen unb zwei Polizeibeamte mürben schwer verletzt. Plötzlich fiel aus ber Menge ein Schuß, ber einen öenbarmen schwer verletzte. Die Gendarmen machten nunmehr von der Waffe Gebrauch, tötet en zweiDemonstranten und verwun- nieder. Damit das Feuer nicht gelöscht werden konnte, hatten die beiden Brandstifter sogar das Schlüsselloch zum Spritzenhaus v e r st o p f t und d i e Pumpe im Nachbarhaus unbrauchbar gemacht. Antrieb zur Tat war hauptsächlich die Eifersucht des Dur- sch^n Außerdem handelt es sich um Betrug, da die Brautleute kurz vorher ihre Ausstattungsstücke hochversichert und sie in dem niedergebrannten Hause untergestellt hatten. Das Krefelder Schwurgericht verurteilte die geständigen Brautleute zu Zuchthausstrafen, und zwar das Mädchen zu einem Jahr sechs Monaten, und den Burschen zu zwei Jahren drei Monaten. Ueberfall auf ein Klubhaus bei Wien. 3n der Nacht zum Freitag wurde das Haus des International Contry Club, eines Wiener Golfklubs, der feine Anlage im Linzer Tiergarten schon außerhalb ber Stabtgrenze hat, von Nationalsozialisten überfallen. Die Gruppe, die etwa 50 Mann stark gewesen sein dürfte, griff die Mitglieder des Klubs, die eine Feier abhielten, mit Stöcken an unb verletzte vier Personen so ernstlich, daß sie die Hilfe der Rettungsgesellschaften in Anspruch nehmen mußten. Drei weitere Besucher wurden leicht verletzt. Es wurden auch Flaschen und Teller zertrümmert. Unter den Leichtverletzten befindet sich der rumänische Gesandte Brdi- ccanu, der von der Terrasse heruntergestoßen wurde und sich dabei leicht an der Hand verletzte. Auch seine Nichte, Baronin Hauenschild, erhielt einen Hieb mit einem Knüppel. In der Gesellschaft befanden sich noch andere Diplomaten, so der italienische M i I i t ä r a 11 a d) 6 und ber ßübslavische Gesandte. Die Landespresse stelle ber NSDAP, in Oesterreich teilt mit, daß der Ueberfall offenbar von marxistischerSeite inszeniert worden fei, um die NSDAP, bei den ausländischen Diplomaten in Wien zu diskreditieren. Keiner Dienststelle innerhalb der NSDAP. Wiens sei irgendetwas von diesem Ueberfall vor ber Veröffentlichung durch bie Presse bekannt gewesen. Die Untersuchungen über ben Vorfall würben von ber NSDAP, fortgesetzt. Dreister Raubüberfall in Hamburg. Gin überaus frecher Raubüberfall wurde in ber Oevelgönnerstraße verübt. Dor etwa 14 Tagen war bei einem alten Ehepaar ein Mann erschienen, der sich für eine leerstehende Wohnung interessierte und entsprechende Auskünfte cinholte. Freitagvormittag kam er wieder, unterhielt sich mit den Eheleuten über eine zu vermietende Wohnung und entfernte sich wieder. Gegen Nachmittag kehrte der Miete" in Begleitung von zwei Männern in die Wohnung ber Eheleute zurück. Außer bem alten Ehepaar be- fanb sich eine 20jährige Verwandte sowie ein Kind in der Wohnung, welches Miete abgeliefert hatte. Die drei Männer erzwangen unter Bedrohung mit einem Revolver bie Herausgabe einer Summe von etwa 3000 Mark. Auf Bitten der alten Eheleute, daß man sie doch nicht unglücklich machen solle, da ihnen das Gelb boch nicht gehöre, wurden ihnen 100 Mark zurückgegeben. Wettervoraussage. Don ben Ausläufern des Atlantiktiefs hat sich ein Kern abgezweigt, der sich bereits über Ostdeutschland und die Ostsee bewegt. Das Niederschlagsfeld der Störung hat in den gestrigen Nachmittagsstunden unb Abendstunden unseren Bezirk überquert unb schreitet ostwärts weiter über Deutschland vor. Gleichzeitig folgt ber Warmluft ozeanische Luft nach, welche roieber Abkühlung verursachen wird. Die Wolkendecke geht zurück und wird wechselhaft, so daß zwischendurch Aufheiterung eintritt. Vereinzelte, zum Teil gewitterartige Schauer sind vorerst nicht ausgeschlossen. Vorhersage fürSonntag: Etwas kühler, wechselnd bewölkt mit Aufheiterung, Möglichkeit zu einzelnen gewitterartigen Schauern. Lufttemperaturen: Am 1. Juli: mittags 26,5 Grad, abends 18,7 Grad; am 2. Juli: morgens 17,2 Grad, Maximum 27,3 Grad, .Ninimum 15,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Juli: abends 23,2 Grad; am 2. Juli: morgens 18,8 Grad. — Niederschläge 6,5 mm. — Sonnenscheindauer IVt Stunden. mit Marmelade und Schinken'aus den Vorräten Seiner Britischen Majestät. Sonneverbrannt, halb verhungert, aber pünktlich kamen die Seefahrerinün an dem verabredeten Tage zu dem Stelldchein mit der britischen Flotte. Als sie in den pofen von Argostoli auf Kephaloüia einfuhren, lahmen sie ein lebhaftes Flaggensignalement pahr; es aalt ihrer Ankunft. In aller Eile verauschten sie ihre arg mitgenommenen Schiffsanzige mit Gesellschaftskleidern und Stöckelschuhen; denn waren sie auch au Halbwilden geworden, so waren sie niepf** ü, destoweniger Damen geblieien. Sie wurden aus das Admiralschiff gebracht und hier entwickelte sich eine so angeregte Ülnte.haltung, daß der -21D* miral fünf Minuten vor IQ Llhr öaran erinnert werden muhte, daß um 10, älhr alle Lichter gelöscht sein und die ManSver beginnen sollten. In aller Eile wurden die Damen auf ihr Dooc gebracht, wo sie eine unliebsame Ueberraschung erwartete: ihr Anker war schlecht befestigt gewesen und ihr Fahrzeug trieb ab- Ohne Zögern in voller Abendtoilette muhten sie das Schiss segelfertig machen und einen sicheren Anker- grund suchen. Dame und Matrose — ihre Am- phibiennatur forderte diese Wandlung innerhalb eines Abends von ihnen. Km die Zukunst von Bayreuth. Von Or. Wilhelm Furtwängler, General« Musikdirektor der berliner Philharmonie. „Wenn ich mich noch einmal zur Bayreuther Frage äußere, so geschieht cs nicht meinetwegen, sondern wegen ber Zukunft Bayreuths. Bayreuth befindet sich heute an einem Scheidewege; gerade deswegen aber ist Klarheit unb rückhaltlose Offenheit — gerade auch in Bayreuths eigenem Interesse — vonnöten. Zunächst etwas Persönliches: Der Fall los- canini hat mit meinem Einschluß, von Bayreuth zurückzutreten, nicht das Geringste zu tun. Ich erwähne dies nur deshalb, weil es immer noch Leute gibt, bie aus einer angeblichen Rivalität zwischen Toscanini unb mir Kapital zu schlagen versuchen. Eine solche Rivalität gibt es nicht, hat es nie gegeben. Das persönliche Verhältnis zwischen uns war stets das allerbeste. Von einer Beeinträchtigung ber künstlerischen Bewegungsfreiheit Toscaninis, etwa anläßlich des Gedächtnis-Konzertes im Sommer 1931, kann gar feine Rede fein. Alle derartige Gerüchte weise ich auf das entschiedenste zurück. Programm, Anzahl und Zeiten der Proben usw. mürben im Einverständnis mit Toscanini unb nach [einem Wunsch festaesetzt. Mir allein war es zu verdanken, baß es nach dem unglückseligen Zwischenfall bei ber Generalprobe biefes Konzertes — bekanntlich verließ Toscanini damals demonstrativ bas Podium und lehnte jebes Söeiterbirigeren ab — nicht zu einem unüberbrückbaren Zerwürfnis zwischen Toscanini und bem Orchester kam. Das Zerwürfnis zwischen Toscanini unb Bayreuth freilich konnte ich damals trotz mehrfacher Versuche hierzu nicht he fettigen; ich war stets ber Ansicht, daß Toscanini Bayreuth erhalten bleiben müsse. Was nun bie Sache selbst, meinen Kampe- Lenz-Konflikt mit Frau Winnifreb Wagner betrifft, möchte ich zunächst bemerken, daß ich niemals etwas anderes verlangt habe, als was ursprünglich zwischen uns vereinbart war. Die ganze Sache bars nicht baburch verwirrt werben, daß man bas selbstverständliche unb nie in Zweifel gezogene Recht ber Erbin unb Besitzerin, bei et» maigen Hypothetischen Streitfragen — etwa zwischen Tietjen unb mir — als letzte Instanz zu fungieren, mit heranzieht Nicht darum handelt es sich, son- JnL^au Wagners, auch in h ? £ ♦ Gingen s i ch jederzeit Entscheidung allein n o r i u . Der Zeitungsverleger Dr. Ehrlich und sein __ zius, der Journalist Dr. Spieker, wurden heute verhaftet. Ehrlich betrieb einen Verlag, in dem der „3 n b u ft r i e f u r i e r" erscheint. In biefem Blatt pflegte Ehrlich Artikel zu veröffentlichen über Persönlichkeiten aus großen Indu - von Boot gar nicht wahrgerDftinstn zu haben, und so wiederholten sic ihre ph/rage bei der „Marlborough". „Kommt, trenn ihr verheiratet seid!" lautete die Antwort- WÄijstens behauptet Ella Maillart, die Signale so ehtiffert zu haben, wobei eine Täuschung auf dem! glitzernden Meer nicht ausgeschlossen ist. Sicher i:, daß die englischen Offiziere sich leicht über ds Geschlecht der Bootsbesatzung getäuscht haben önnen, da zwei der „Mannschaften" blaue Hose: trugen und die Entfernung beträchtlich war. 0» kam es, daß die Engländer bei der Antritt ihrer Gäste nicht wenig erstaunt waren und ije — vorsichtiger Weise — an der Bootstreppe vom Schiffsgeist- lichen in Empfang nehmen ließn- Doch wurden sie mit vollendeter Gastfreundschift und Ritterlichkeit ausgenommen. Als sie ar die Frage nach ihrem Reiseziel Griechenland ngaben, löste die Vorstellung, daß diese Muschlschale von Boot so weit schwimmen wollte, grHe Heiterkeit aus, und es wurde, halb spöttisch ein Rendezvous bei Kephalonia verabredet, whin sich das britische Geschwader zu Hebung n begeben wollte« Sodann überließen die Offiziee ihren Besuchern, denen es so ziemlich an jede? seemäßigen Ausrüstung mangelte, Seekarten uyb versahen sie am nächsten Morgen durch eine Harke, die beträcht- bie mir über mein persönliches Interesse hinaus von Bedeutung zu sein scheint. Die Vereinbarungen zwischen Frau Wagner, Tietjen unb mir basierten auf gemeinsamer Zusammenarbeit unb setzten damit auch in gewissem Sinne Gemeinsamkeit ber Verantwortung voraus. Eine solche Verantwortung als Musiker mit zu übernehmen, ist mir aber nicht möglich, wenn sie durch einseitigen Machtspruch einer Persönlichkeit, bie in musikalischen Dingen kein Fachmann ist, jeher- zeit illusorisch gemacht werden kann, und — wie Die plötzliche unb unmotivierte Aufrollung ber Kompetenzfrage burch Frau Wagner beweist — offenbar auch illusorisch gemacht werben sollte. Frau Wagner denkt bei ihrer Forderung anscheinend vielleicht an bie Art, wie seinerzeit Cosima Wagner Bayreuth geführt hat. Was wäre im vor- liegenben Falle aber bie unausbleibliche Folge? Da Frau Winnifreb nun einmal nicht musikalisch- fachmännisch burchgedilbet ist, so ist sie auf Ratgeber angewiesen. Es wären bemnach biese Ratgeber, die — ihrerseits im Hintergrunb unb unverantwortlich — Bayreuth durch Frau Wagner „regierten“. Das war früher anders; denn Cosima und später Siegfried waren ihre eigenen Ratgeber, sie durften selber in künstlerischen Fragen als Autoritäten zu gelten beanspruchen. Es wird Frau Winnifred gewiß kein Mensch übel nehmen, daß sie so ist, wie sie ist, unb niemanb kann etwas anderes mit Recht von ihr verlangen. Ader ausgesprochen muß es doch werden: sie ist nicht gut beraten, wenn sie glaubt, auf Grund der Auslegung eines Testaments Eigenschaften beanspruchen zu müssen, die sie nun einmal nicht hat. Ich sage .Auslegung'; denn bei Abschluß ber ersten Vereinbarung mit Tietjen und mir existierte dieses Testament ja auch schon. Das oberste Prinzip; daß nur der mitzuentscheiden hat, der dafür verantwortlich gemacht werden kann, gilt auch für Bayreuth, lieber kurz oder lang wird es Frau Winnifreb nicht erspart bleiben, anstatt unverantwortliche Ratgeber sich verantwortliche Mitarbeiter wählen zu müssen. Die Leistungen ber Familie Wagner haben Bayreuth groß gemacht. Unter ber Führung Cosimas, später Siegfriebs, unter Assistenz großer Künstler — ich nenne nur Karl Muck — hat Bayreuth seine Weltgeltung errungen. Dies aber nur, weil die Familie bas Erbe nicht in erster Linie als „Familienbesitz" betrachtet hat, sondern als Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit, weil nicht der private Machtanspruch Einze^, ner, sondern stets das Werk im Vordergrund stand. Das muß so bleiben, soll nicht Bayreuth ernsthrft in Gefahr geraten." Vier Krauen in einem Boot. „Wir durften bloß nicht falsch manöverieren, dann ging es schon!", erwidert ruhig und im selbstverständlichsten Ton von der Welt Ella Maillart auf die Frage, ob sie und ihre drei Gefährtinnen denn eine genügende Besatzung gewesen wären, um ihr kleines, kaum 16 Meter langes Segelschiff durch die Gefahren des Mittelländischen Meeres zu steuern. Ein Bild gesammelter Energie und Festigkeit, so steht die junge blonde Genferin vor Henry Didou, dem Mitarbeiter des „Temps", und erzählt ihm manches amüsante Abenteuer, das sie und ihre Freundinnen auf ihrer Fahrt in dieser Nußschale von der provencalischen Küste nach Griechenland bestanden haben. In der Straße von Boniface zwischen Sardinien und Korsika geschah es, daß ihr weißes Boot mit der Ruhe der Unschuld mitten in die militärisch gesperrte Zone bei der Insel La Maddalena hineinfuhr. Kanonenschüsse ertönten, aufgeregte Signale wurden gesandt — die Lenkerinnen des Segelschiffes aber buchstabierten mit dem Code auf den Knien die ihnen rätselhaften Signalzeichen.' „Sofort halt!" Wem mochten sie wohl gelten? Sie sollten darüber nicht lange in Zweifel bleiben: schon näherte sich ihnen eine Barke und ein wütender italienischer Offizier schrie sie an: „Herab mit dem Segel!" Man nahm sie ins Schlepptau und führte sie gerade an all jenen Defestigungswerken vorüber, die zu sehen verboten ist. Sie legten an, aber während ihnen die Marinebehörden befahlen, zu ihrer Rechtfertigung ans Land zu kommen, verbot ihnen der Kapitän, das Schiff zu verlassen. In dieser schwierigen Lage suchten sie ihre grimmen Feinde durch die Macht der Töne zu besänftigen und ließen die lustigen Weisen eines Grammophons ertönen. Das aber wurde ihnen als ein verabredetes Signal für einen geheimen Posten gedeutet, und die Gesichter ringsum sie wurden immer finsterer. Nur dem ülmstand, daß zwei der Teilnehmerinnen dieser tollen Fahrt einer der angesehendsten Familien Genfs entstammten, verdankten sie schließlich nach einer telegraphischen Anfrage der Militärbehörden in Rom ihre Freilassung. Erfreulicher gestaltete sich die zweimalige Begegnung der vier Abenteurerinnen mit der englischen Kriegsmarine. Sie gerieten eines schönen Tages mitten in das Manövrierfeld der „Queen Elizabeth" und des „Marlborough" und richteten zunächst an daS erstere Schiff mit Flaggenzeichen die Frage: „Dürfen wir Euer Schiff besuchen?" Doch das große Schiff schien die kleine Mücke Aus der Pronin; ifbaupi'ffabt Gieß den 2. Juli 1932. Sommeraend. UeberaU von Duft ist die g>nze Atmosphäre. Fast wie etwas Greifbares liegt lese süße Schwüle in der Luft, ein wonniges Durchinanber von Jasmin, Akazien, Hollunder unb oiellicht auch Rosen, bie irgendwo in stillen, grünen (arten duften. Wohin der Blick wandert, wird er aigefangen von dichten Laubkronen unb üppigen Büßen. Es ist, als gäbe es keine Ferne, alles ist ne), alles ist hier, ist gegenwärtig. Wir sollen nich hingusträumen wie in ben zarten Frühlingstagen wenn bas Blattwerk der Bäume noch karg ist, wem wir noch alle Umriffe wahrnehmen und zwifchn Aeften und Stämmen ins Weite hinausblicken.'önnen. Im Sommer dagegen schließt sich unsere Wit ab. Wir sollen uns bewußt werden, daß wir jßt in einem grünen Hosen angelangt find, an eimn Zielpunkt. Schöner kann es nun nicht mehr meben. Deshalb dürfen unsere Blicke auch nicht forbanbern, sondern wir sollen uns mit all unfern Geänken auf den seligen Augenblick richten unb uns es Glückes der Reife bewußt werden. So still ist alles ringsum, ein Gewölk trübt den zartblauen Sommerhimmel, >nr dem ein fast voller Mond in blassem Silberlicht = Bearbeitung des Themas „Die Lehre vom Interesse nach den römisch-rechtlichen Quellen"; Privatdozent Dr. Jürgen Witte für die Bearbeitung des Themas „Kritische Beleuchtung der diagnostischen Verfahren und Prüfung der Chemotherapie bei infektiösem Abortus des Rindes" und dem Privatdozent Dr. Rudolf Gerber für die Bearbeitung des Themas „Zur Geschichte der Hymnenkompo- sition um 1500*. lösende Kraft entfernt im Nu jede Unsauberkeit. Qm!) ist in der Tat ein wahrer Segen für die Säuglingspflege. Beim Geschirr aufwaschen genügt ein Kaffeelöffel (S) für eine normale Aufwaschschüssel So ergiebig ist esl in 1'8 ch in en i)l ■m ur 05 Finnlands Leichtathleten auf dem Wege nach Los Angeles. rechts: Die Läufer Leh t inen, Birtanen, Larva und Luomanen, der I ä r v i n e n, der Zehnkämpfer Achilles Järoinen. der Expeditionsleiter L a h t i n e n und der Läufer P u r j e. die auf der Frankfurter Regatta gegen die Mainz. Kafteler Rudergesellschaft ein ausgezeichnetes Achter- Rennen fuhr. Auch derGießenerRuderklub „•ft M f i a" ist beteiligt. Die Kafteler selbst werden wahrscheinlich entgegen ihrer Absicht nicht nach Limburg kommen, weil sie sich am selben Tage erneut in Mannheim ihrem alten Gegner, dem Olympia-Kandidaten Amicitia stellen wollen. Vom Frankfurter Ruderverein 1865 wird der bekannte Steub-Vierer in Limburg fein. Die drei Limburger Vereine nehmen erfreulicherweise sämtlich an der Regatta teil; für den Limburger Ruderclub von 1907 bedeutet die Regatta gleichzeitig die Haupt- vcranstaltuna seines 25jähr!gen Stiftungsfestes. Der Limburger Ruderverein von 1895 wird u. a. in mehreren Rennen seinen Jungmannen-Dierer starten lassen, der kürzlich in Frankfurt die Farben seines Vereins zweimal zum Siege führte. Ferner starten vom „Verein" noch zwei weitere Jugend-Mannschaften und eine Schüler-Mannschaft. Der Lim- burger Ruderclub hat zum Lahn-Achter und zu ver- schiedenen Jungmann Vierern, die Limburger Rudergesellschaft ebenfalls zu einer größeren Zahl von Rennen gemeldet. en. itt tet tet !N, tet ig- der vei die laf) sie -er st- en ch- ach die oot us. >u8 »rille- •m, is- arn cht- sich iten .Der Dolkshalle-Derein beruft im heutigen Anzeigenteil seine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung auf Montag. 11. Juli, in den Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße, ein. Näheres ist aus der Anzeige ersichtlich. ** D e r Grünberger Pferde-Dersiche- rungsoerein gibt in unserem heutigen An- zeigenteil die Termine ~ ..... " ~ auf nähme der Pferde .... u,llu. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen. ** D i e Deutsche ib n. im nb !f ’n- in m, en rn. en ue 34$ereine,18O5oote und 975Jtuöerer Auf der 12. Limburger Nuder-Regalta. Die 12. Limburger Ruder-Regatta, die am 2. und 3. Juli stattfindet, hat den Ruhm, die größte diesjährige Ruder-Regatta Deutschlands zu sein. Zu den 36 Rennen haben 34 Vereine insgesamt 180 Boote mit 975 Ruderern gemeldet. Selbst die Berliner Regatta, die nur 741 Ruderer vereinigte, wird von Limburg bedeutend in den Schatten gestellt. Seit Jahren ist die schöne Lahnstadt Limburg bevorzugter Regattaplatz für die Vereine der Lahn, des mittleren und des unteren Rheins sowie des Mains und der Saar. Die starke Beteiligung erstklassiger westdeutscher Vereine, die in bester Besetzung antreten, sichert der kommendes Limburger Regatta eine ganz außergewöhnliche Bedeutung. Von den Vereinen, die am Start zu finden sein werden sei hervorgehoben die Kölner „Germania" und der Kölner „Ruderclub", der im Vorjahre in Ostende den Vierer und den Achter gegen starke belgische Konkurrenz gewann. Ferner wird die Gießener Rudergesellschaft erscheinen. *' Volks konzert des Konzertvereins. Dom Konzertverein wird uns geschrieben: Das diesjährige Bolkskonzert findet am Freitag. 8. Juli, im Stadttheater statt. Der Orchesterverein unter Leitung von Dr. T e m e s - v a r y bringt diesmal — als Gegengewicht zu der Schwere der Zeit — leichte, aber vornehme älnterhaltungsmusit bewährter Meister. 11. a. wird 3oh. Strauß mit der Fledermaus-Ouvertüre und mit dem Kaiserwalzer. Nicolai mit der Ouvertüre zu ..Die lustigen Weiber" zu Worte kommen. Als Solistin ist Fräulein Nora E h l e r t aus Köln verpflichtet worden, eine junge, vielversprechende Geigerin, die an diesem Abend das hier lange nicht mehr gehörte Q-Moll Konzert von Max Bruch vortragen wird. Die Eintrittspreise sind so niedrig gehalten, daß jedermann in der Lage sein wird, sich diesen Abend der Anregung und Erheiterung zu gönnen. Näheres in der heutigen Anzeige. " Biehmärkte in Gießen. Am nächsten Dienstag findet hier Nindvieh-(Nutzvieh-) Markt statt, dem am Mittwoch Schweinemarkt folgen wird. Landbutter HO bis 120, Kochbutter 90 bis 100, Matte 25 bis 30, Wirsing 10, Weißkraut 12 Spmat 15. Nöhmischkohl 10 brs 12, Erbsen 20’ Dohnen 30 bis 60, Spargel 30 bis 50 Tomaten 35 bis 50. Zwiebeln 15, Pilze 60 Nhabarber 8 bis 10, Aepfel (ausl.) 50 bis 60 Kartoffeln (alte) 5 (pro Zentner 4,80 Mk.), Kartoffeln (neue) 10 bis 12, Dörrobst 30 bis 35, Kuschen 30 bis 45. Stachelbeeren (unreife) 20, Heidelbeeren 50, Johannisbeeren 30, Erdbeeren 35 bis 50. Pfirsiche 55 bis 70, Honig 40 bis 45, Hinge Hähne 80 bis 90. Suppenhühner 70 bis 80 Mennig pro Pfund; Tauben 50 bis 70, Eier 8, Blumenkohl 30 bis 60, Salatgurken 25 bis 35, Salat 8 bis 10, Oberkohlrabi 10 bis 12, Nettich 10 bis 12 Pfennig pro Stück; Radieschen 8 bis 10, gelbe Nüben 10 bis 12 Pfennig pro Bund. Von den für andere wissenschaftlich gebildete Bewerber ausgeschriebenen Preisen wurde ein solcher zuerkannt: Privatdozent Dr. Mar K a s Bearbeitung des Themas „Die Lehre i Se. Magnifizenz sprach den Preisträgern seine herzlichen Glückwünsche aus. Bornotizen. — Tageslalender für Samstag: Gießener Turnerschaft, 20 Uhr, Turnhalle des Tv. 1846, Degrüßungsabend mit Meisterschaftsturnen und Sonder-Borführungen zum Gauturnfest des Gaues Hessen. — Artillerie-Verein, 20.30 Uhr, „Hess. Hof", Monatsversammlung. — BfD. 08, 21 Ahr, Dereinsheim, Monats-Bersammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mädchen zum Heiraten". — Cafe Leib, 20.30 Ahr: Russisches Original-Konzert. — T a g e s k a l e n d e r für Sonntag: Oberhesf. Kunstverein, Turmhaus am Drandplah, 11-bis 13 Ahr, Ausstellung. — Gleibergverein, 15 Ahr, Gleiberg, Glcibergfest. — Gießener Turnerschaft, ab 9 Ahr, Gauturnfest des Gaues Hessen. — Lichtspielhaus, Bahnhbfstraße: „Mädchen zum Heiraten". Zeltmission Oswaldsgarten 15 Ahr Cröffnungsversammlung, 16 Ahr Bibelstunde, 20.15 Ahr religiöse Dorträge. — Cafe Leib 20.30 Ahr: Russisches Original-Konzert. — Russisches Konzert im Cafs Leib. Am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag finden im Cafs Leib, jeweils 20.30 Uhr, Konzerte einer russischen Kapelle unter der Leitung von Professor T. Donskoi statt. Das Programm bringt neben musikalischen Darbietungen auch Gesangs- vorträge (Frl. A. R e w s k y), so daß den Besuchern einige kurzweilige Stunden bevorstehen dürften. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. — Die Bereinigung heimattreuer Oberschlesier hält am Montag, 4. 3uli, im „Andres", Sonnenstraße, ihre Monatsversammlung ab. (Siehe heutige Anzeige.) Daten für Sonntag, 3. Juli. 1676: Leopold, Fürst von Anhalt-Dessau, geboren. — 1709: Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth in Berlin geboren. — 1866: Schlacht bei Königgräh (Sadowa). --- 1890: der Schriftsteller Hans 3ohst in Seerhausen (Sachsen) geboren. Gießener Wochenmarktpreise. 'Gießen, 2. 3ult. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Pf., . zum Aufwaschen, Spülen, Reinigen I für Geschirr und alles Hausgerät! ratur der Nachkriegszeit". 3. stuck, phil. Rudolf D? e t) r b a ß mit einer Arbeit über „Sprache und Stil Oer xiamata von Epidauros". 4. stuck, phil. Hermann K ! öter mit einer Arbeit über „Welche Werke können wir auf Grund des von Arnelung rekonstruierten rnyronischen Athleten Myron zuschreiben oder nehmen, und was ergibt sich daraus für unsere Kenntnis Myrons und der griechischen Kunst um 450 v. Chr.?". 5. stuck, phil. cl. Theodor Daube! mit einer Arbeit über „Politik und Staatsgedanke in Augustus' autobiographischen Schriften und in der Augusteschen Dichtung". 6-^stuck. ehern. Jacob Bayer mit einer Arbeit über ..Sind aliphatische Ketone imstande, Alkalimetalle zu addieren, d. h. Metallketyle zu bilden?" Sämtlichen Preisträgern ist von den Fakultäten der volle Preis zuerkannt worden. Den Diez-Preis erhielt Studienreferendarin Anna Schaffner aus Darmstadt auf Grund einer Arbeit „Sinnhaftes und Gotthaftes bei Baudelaire". Von der Osann ° Beulwitz - Stiftung wurden nach den Gutachten der Fakultäten folgende volle Preise zuerkannt: stuck, theol. Rudolf S ch w e- öes für eine Arbeit über „Melanchthons Kirchenbegriff, sein VerlMnis zu dem Luthers und seine Bedeutung für die Folgezeit"; stuck, med. Hermann Raumer über eine Arbeit „Die Blutgefäße des Periostes unter normalen Verhältnissen und bei entzündlichen Veränderungen"; stuck, med. Willi Bausch für eine Arbeit über „Die Empfindlich feit der Kinder gegen ultraviolette Strahlen"; stuck, med. vet. Walter Buß für eine Arbeit über „Die Ursachen für die Retentio secundinarum beim Rinde sind an Hand der Literatur kritisch zu besprechen und gleichzeitig Vorschläge zu machen für eine erfolgversprechende Prophylaxe und Behandlung"; stuck, rer. nat. Gertrud Decker und stuck, rer. nat Robert Eichberger für ihre Arbeiten über „Die bisherigen Angaben über die Entsendung mitogenetischer Strahlen durch tierische Objekte soll möglichst vollständig gesammelt und kritisch beleuchtet werden"; Dr. phil. Anna B ra e d e r, verehel. Lange, für eine Arbeit über „Die Rolle des Körperlichen in der altfranzösischen Literatur mit besonderer Berücksichtigung der Chansons de gesie"; stuck, phil. Helmut Arntz für eine Arbeit über „Bestehen nähere sprachliche Beziehungen zwischen Slawisch und Arisch?"; stuck, rer. pol. Karl Robert Blum für eine Arbeit über „Die Anfänge subjektivistisch-psychologischer Wertlehren in der deutschen Nationalökonomie". Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 3. Juli. 6. Sonntag nach Trinitatis. Stadtkirche. 8 Uhr: Pfarrassistent Knell.; zugleich Christenlehre für die Neukonsirmierten der Markus» gemeinde; 9.30: Pfarrer Mahr; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde, Pfarrer Mohr. — Johannes- kirche. 8: Pfarrer Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Pfarrasfist. Knell; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde, Pfarrassist. Knell; 20: Bibel- besprechung im Johannessaal, Pfarrer Bechtolshei- mer. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfarrer Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Luther- gemeinde, Pfarrer Bechtolsheimer — Llisabelh- Kleinkinderschule. 9.45: Pfarrer i. R. Fertsch. — filein-Cinben. 9: Gottesdienst; anschließend Christen- lehre für männl, und weidl. Jugend; 10.15: Kinder- aottesdienst. — wieseck. 9.30. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: Christenlehre für die konfirmierte männliche Jugend. — Altenvuseck. 10: Gottes- dienst; 13: Christenlehre katholische Gemeinden. Samstag, den 2. Juli. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 3. Juli. 7. Sonntag noch Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion der Männer und Jünglinge; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt, 14: Andacht. — Grünberg 9.45: Messe 'mit Predigt. Sonntagsdienst d.Aerzte u.Avotheten am 3.7.82 San.-Nat Dr. Schlievliake. Dr. Schäffer. Hirsch» Apotheke. — Zahnarzt: Dr. Hinrichs «se? d Verantwortlich für das Feuilleton: i. V. Dr. F. W. L a n g e. Serien auf See. Für diejenigen, welche im Frühjahr keine Gelegenheit zur Teilnahme an einer Mit- telmeerreife hotten, veranstaltet die Hamburg-Süd in diesem Sommer eine Ferienreise noch den schön- sten Häfen des Atlantischen Ozeans und des Mittel» ländischen Meeres. Die Reise findet vom 15. Juli bis 4. August statt. Am 6. August beginnt die Spitz- bergenreife mit dem beliebten Motorschiff „Monte Rosa". Die Fahrt führt durch die wildromantischen Schären und Fjorde Norwegens nach Bergen, Aandalsnaes und Tromsoe. Pon hier geht es nach Spitzbergen. Kostenloses Prospekt von der Hamburg- Südamerikanischen Dampsschisfahrts - Gesellschaft, Hamburg 8, Postfach. 4297V Temns-Enischeidungen in Wimbledon. Helen Will« siegt im Damen-Sinzel. Am Freitag ist bei den All-England-Meister- schäften in Wimbledon die erste Entscheidung gefallen. 3m Endspiel des Damen-Einzels fertigte Helen Wills-Woody ihre Landsmännin Helen Jacob erwartungsgemäß sicher 6:3 6:1 ab und errang damit nach einjähriger Pause den Titel zum fünften Male. Bei bestem Tenniswetter batten sich zu diesem Spiele wieder zahlreiche Zuschauer eingefunden, doch konnte dieser Kampf mfolge der großen Ueberlegenheit der Meisterin nicht so recht begeistern. Auch in den Doppelspielen steht man vor dem Abschluß, sind doch alle Schlußrundenteilnehmer ermittelt. 3m Herren-Doppel gewannen Borotra-Brugnon über die Amerikaner Allison- van Ryn sehr sicher 6:3 6:2 6:2 und treffen im Endspiel auf die Engländer Hughes-Perry, die die Franzosen Boufsus-Merlln 8:6 6:1 6:3 ausgeschaltet hatten. Bei den Warnen spielten sich Metaxa-Sigart durch einen 7:5- 6:2-Sieg über Watson-Harvey und Ryan-3acobs über Payot-Thomas 6:1 6:2 in die Schlußrunde. 3m Gemischten Doppel schlugen die gut eingespielten Ryan-Maier nach hartem Kampf Whittingstall-Cochet 7:5 3:6 6:1. 3hr Gegner im Endspiel wird die Kombination Sigart-Hop- man sein, die sich durch einen 6:4- 6: 4-Sieg über Mathieu-Brugnon -in die Schlußrunde spielten. OeutscheSiegeauf-erHenley^egaiia. Vuhh und Vöhelen im Endlauf der Skuller. Die traditionelle Regatta in Henley gestaltet sich zu einem großen deutschen Erfolg. Der Endlaus um die „Diarnond-Sculls" wird eine rein deutsche Angelegenheit sein, da die beiden Berliner Herbert Buhtz und Gerhard Bötzelen ihre englischen Gegner abfertigten und nunmehr — es können nur zwei Boote starten — den Endlauf allein be- streiten. Buhtz schlug am Freitag den Engländer Stephens, während Bötzelen über Guye erfolgreich war. Der Berliner RC. siegte im Dorlauf um den Stcward-Herausforderungspreis (Vierer o. St.) über den Londoner RC. und bestreitet am Samstag gegen den Thames RC. London den Endlauf. . - 3 e 11 m t f f i o n, btc schon wiederholt unter großer Anteilnahme unserer Bürgerschaft hier in Segen arbeitete, wird auch in diesem 3ahre ihr Zelt hier aufstellen (auf Oswaldsgarten). um in zeitgemäßen Borträgen über brennende Lebens- und Ewigkeitsfragen Aufklärung zu geben. Als Redner werden die bekannten Evangelisten K r u p k a und D ö l k e n jeden Tag um 16 Uhr und 20.15 Hlhr dienen. Die Eröffnungsversammlung findet am Sonntag um 15 Uhr statt. Tie Themen für die erste Woche sind im heutigen Anzeigenteil angegeben, worauf besonders hingewiesen sei. 3edermann ist herzlich eingeladen. “ Fahrraddiebstähle in Gießen. Wie der Polizeibericht meldet, wurden in den letzten Tagen hier die nachstehend verzeichneten Herrenfahrräder entwendet: „Wanderer". „Misa" mit Gepäckträger und Boschlampc, „Dürkopp" (beschädigter Rücktritt und sehr kleine Ueber- sehung, „Bismarck". „Göricke", „Torpedo" mit Boschdynamo. „Panther' mit roter Bereifung. „Kuxmann" (der Sattel ist unten rot gestrichen) „Adler" (Nr. 47, älteres Models), „3ngo" (am Tatort blieb ein Herrenrad Marke „Brennabor" zurück). Damenrad Marke „Opel" ohne Schuhneh. Sichergestellt sind beim Polizeiamt mehrere Fahr- radersahteile und ein Herrenrad. ** Sonderfahrt Wetzlar — Gießen. Aus Anlaß der Freilicht-Aufführung in Wetzlar verkehrt der Personenzug 477, der sonst nur Sonntags fährt, ausnahmsweise auch in der Nacht vom Samstag zum Sonntag. Der Zug fährt 0.16 Uhr in Wetzlar ab und kommt 0.36 Uhr in Gießen an. nfi- üb* iti' loli ich* irer t?6 - KV 1UI * Ite 1b* iett gelten. Soor ;ung r gern ntet* chalb - 3 o 10 04006 Gießen, den 1. Juli 1932. 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Don * * * Wir erhalten von einer Seite, die über die künftigen Arbeitsdienstpläne derReichs- rcgierung unmittelbar und auf das Genaueste unterrichtet ist. folgenden Aufsatz. (Sc wird den hohen ethischen und materiellen Aufgaben des freiwilligen Arbeits- dienstes ebenso gerecht, wie er gleichzeitig die uferlosen Illusionen zerstört, die in Verbindung mit dem Gedanken einer „allgemeinen Arbeitsdienstpflicht" immer noch viel Verwirrung anrichten und unerfüllbare Hoffnungen erwecken. I. Was plant die Regierung? Die Arbeitslosigkeit lastet düster über dem Schicksal des deutschen Volkes. Sie stellt das Leben der Station und den Bestand des Staates in Frage, wenn es nicht gelingt, ihr Einhalt zu tun. Sie beraubt Deutschland seiner Jugend, die immer noch die letzte Hoffnung eines Volkes ist, indem sie diese Jugend der seelischen und materiellen Verkümmerung aussetzt. Fast 5 0 v . H. aller Jugendlichen, die mit frischem Lebensmut die Schule verlassen, sind zum unfreiwilligen und zerrüttenden Müßiggang verurteilt. Cs gibt heute zehntausende von Zwanzigjährigen, die seit ihrer Schulentlassung noch nicht wieder planmäßig gearbeitet haben. Ist es ein Wunder, wenn sich angesichts dieser furchtbaren Slot der Arbeitsdienstgedanke, dessen Wert und Rotwendigkeit noch vor einem Jahrfünft bestritten und verlacht wurde, heute in allen Schichten der Bevölkerung durchgesetzt hat? Selbst die freien Gewerkschaften, die jahrelang beiseitestanden und auch jetzt noch aus naheliegenden Gründen einen Arbeitszwang, also eine Arbeitsdienst Pflicht ablehnen, sind neuerdings bestrebt, an der Einrichtung von „Arbeitslagern" mitzuarbeiten. Bon den Bünden der verschiedensten Richtungen, angefangen vom Stahlhelm über den Jungdeutschen Orden und den „Volksbund für Arbeitsdienst" des Generals Faupel bis zum Reichsbanner, sind in knapp einem Jahr eine große Anzahl von Lagern organisiert worden, in denen rund 60 000 jugendliche Arbeitslose unter straffer Leitung zu nutzbringender Arbeit eingesetzt wurden. 60 000 wieder in den Arbeitsprozeß Eingeschaltete und der dumpfen Verzweiflung Entrissene, das sind jedoch erst ein Prozent der Gesamtarbeitslosen- zisfer. Die bereits geschaffenen Arbeitslager bedeuten also nur einen Anfang, einen Anfang jedoch, der verheißend ist und zur äußersten Bemühung anspornt, den bisherigen engen Rahmen zu sprengen und den Arbeitsdienst vom Reiche her großzügig als eine wirkliche Rettungsmah» nahme für Hunderttausende aufzuziehen. In dem neuen Reichsetat, der soeben auf dem Wege der Rotverordnung verkündet wurde, sind nur wenig mehr als 40 Millionen für den weiteren Ausbau des freiwilligen Arbeitsdienstes enthalten. Diese geringe Summe wird alle diejenigen enttäuschen, die mit der unvermittelten Durchführung der „allgemeinen Arbeit s d i e n st p f l i ch t" gerechnet hatten und die im Geist schon einige hunderttausend Mann allmorgendlich in geschlossenen Kolonnen zur Arbeit ziehen sahen. Das Reich steht jedoch unter einem ungewöhnlichen Zwang und einer außerordentlichen Verantwortung.' die gefährdete Kassen- und Finanzlage zwingt nicht nur zur Elisabeth erobert sich das Glück DRoman von Margarete Ankelmann Copyright by M. Feuchtwanger. Halle. 25 Fortse' g. Rachdruck ocrbolenl Das Fest fand in der großen, schlohartigen Villa des Grafen Ballwih statt. Alles, was in Dresden zur Gesellschaft zählte, nahm daran teil. Die Großindustrie, die Wissenschaft, die Kunst war durch ihre ersten Köpfe vertreten. Als Weilands mit ihren Gästen eintrafen, war das lebhafte Treiben in vollem Gange, ileberall waren Zelte aufgeschlagen, in denen Blumen feilgeboten wurden, Süßigkeiten, kleine Kunstgegenstände, Sekt, so, wie man es bei solchen Festen gewohnt war. Im großen Park der Villa hatte sich ein Orchester etabliert, das den Promenierenden anmutige Meisen aufspielte. Traute Steiner-Weiland wurde enthusiastisch begrüßt. Die Stimmung steigerte sich, als man Elisabeth Pfilipp erkannte. Die meisten der Gäste kannten sie von der Bühne her und aus den illustrierten Zeitschriften! aber so in der Rähe hatte sie kaum jemand gesehen. Man war bezaubert von ihrer Schönheit und von ihrer natürlichen Grazie. Elisabeth war immer umringt von Menschen. Don ihren Freunden war sie bald getrennt worden Sie muhte immer von neuem Huldigungen über sich ergehen lassen und hatte bald alle Herzen bezaubert. Die jungen Mädchen ließen sich Autogramme geben, und die Männer, jung und alt, wetteiferten, Elisabeth zum Tanz zu führen, der draußen auf der großen Parkfläche begonnen hatte. Gegen Abend begann das Konzert. Die meisten Dresdener Berühmtheiten ließen sich hören, fanden Bewunderung und Beifall. Dann, als Elisabeth Pfilipp auf dem Podium stand, wurde es totenstill. Man wußte, daß man jetzt das Herrlichste zu hören bekam, was menschliche Kunst zu bieten vermochte. Elisabeths wundervoller Sopran erklang. Sie fang Mozart. Schubert. Schumann. Der Beifall steigerte sich nach jedem Lied! Elisabeth mußte Zugabe auf Zugabe fingen, die Zuhörer konnten sich nicht beruhigen. Endlich entschloß sie sich, noch Solveigs Lied'zu fingen. Ein Blumen regen ergoß sich über die Künstlerin, immer wieder muhte sie sich verneigen, bis Gras Dallwitz endlich kam und sie. unter dem brausenden Jubel der Gäste, wegführte. An einem der Seitentische des Saales faß ein äußersten Sparsamkeit, sondern sie macht es unmöglich, daß in absehbarer Zeit Experimente gewagt werden, die ungeheure Summen verschlingen und im Falle ihres Scheiterns zum völligen Zusammenbruch aller Staats- und Wirtschaftsgrundlagen führen würden. So hat es unter dem Druck der Verhältnisse bei einer Erweiterung des freiwilligen Arbeitsdienstes und einem Ausbau der Arbeitslager zu bleiben. II. Die „Arbeitsfreiwilligen" und ihre Organisation. Auch künftighin wird die Regierung in stärkstem Maße alle zur Mitarbeit bereiten Verbände heranziehen und sie teilweise mit der Durchführung des Arbeitsdienstes beauftragen. Es ist wahrscheinlich, daß noch im Laufe des Juli die näheren Aus- führungsbeftimmungen erlassen werden, und daß ein „Reichskommissar für freiwilligen Arbeitsdien ft" berufen wird. Dem Reichskommissar beigeordnet wird der „Beirat für Arbeitsdienst", dem Vertrauensmänner aller Parteien und Verbände angehören, die entschlossen sind, im Rahmen der vom Reich gezogenen Grenzen am Ausbau des Arbeitsdienstes mitzuwirken. Diesem Beirat werden bereits auch die Vertrauensmänner der christlichen und freien Gewerkschaften, der christlichen Jugendbünde, des Reichsbanners und der nationalen Parteien und Organisationen angehören. Grundsätzlich ablehnend haben sich bisher nur die Kommunisten verhalten, die in jedem Arbeitsdienst die „Wiedereinführung der Sklaverei" sehen und sich damit selbst aus- schalten. Während die Nationalsozialisten bis vor kurzem ebenfalls den Arbeitslagern ferngeblieben find, weil sie eine staatlich aufgebaute Arbeitsdienstpflicht forderten, hat sich der Beauftragte Hitlers, Oberst Hierl, jetzt zur Mitarbeit bereiterklärt. Seine viel besprochene Rundfunkrede über den Arbeitsdienst gab die Meinung seiner Partei wieder. Die bestehenden Arbeitslager, in denen vorwiegend Bodenverbesserungsarbeiten geleistet werden, sollen bestehen bleiben und noch weiter aus- gebaut werden. Darüber hinaus plant das Reichs- arbeitsministerium jedoch auch in stärkstem Maße d i e unmittelbare Heranziehung der Gemeinden für die Leistung von Einzelarbeiten seitens der örtlichen Arbeitsfreiwilligen, die a u ß e r- halbderLager bleiben. Gerade in den Gemeinden hat sich in den letzten Monaten, verursacht durch mancherlei schlechte Erfahrungen mit den „Notstands- arbeiten", eine gewisse Müdigkeit gegenüber dem Arbeitsdienstgedanken ausgebreitet. Gelingt es dem Reich, diese Möglichkeit zu überwinden und j e (Bern e t n b e nur fünf Arbeitsfreiwillige zu beschäftigen, so würden immerhin bei 60 000 vorhandenen Gemeinden rund 300 000 Arbeit s l o s e u n t e r g e b r a ch t. Da es sich bei diesen vorwiegend um Jugendliche handelt, kommt also der Hilfe durch die Gemeinden eine erhöhte Bedeutung zu. Das Ziel der Regierung ist es, allen Jugendlichen ohne Rücksicht auf Unterstützungsfähigkeit (Rotlage) Arbeit zu verschaffen, wenn sie zur freiwilligen ilebernabme von Arbeit bereit find. Wurde seither die Grenze von 21 Jahren teilweise streng innegehalten, so werden sich in Zukunft die Arbeitlager auch älteren Erwerbslosen öffnen. Es hat sich überdies herausgestellt, daß wirklich produktive Arbeit nur regloser Mann: Hubert Heilmann. Das also war Elisabeth Pfilipp, diese große, wundervolle Künstlerin, diese herrliche, einzige Frau! Hubert Heilmann saß wie in einem Traum. Er klatschte nicht, er hörte und hörte und konnte sich kaum zurechtfinden, als Elisabeth Pfilipp endlich verschwunden war. Das war sein einstiges blondes Lieb, das kleine Mädchen, dessen Liebe ihm gehört hatte und mit dem er glücklich geworden wäre, wenn rauhe Hände sie nicht auseinandergerissen hätten. Ingrimmig preßte er die Zähne aufeinander. Und warum das alles? Weil seine Familie nichts anderes gekannt hatte als Geld und abermals Geld. Weil es da keine Gefühle gab und keine Hingabe, nichts als Eigennutz und Großtun. Ach. wenn er heute die Zeit zurückschrauben könnte I Dann wüßte er, was er zu tun hatte, dann würde er sich nicht wieder einfangen lassen. Elisabeth, seine süße Elisabeth — die er heute noch immer liebte, heiß und begehrlich. Wieder und wieder fühlte er ihre weichen Küsse, sah er sie beide in dem kleinen Garten am Wassergraben. Riemand kümmerte sich um ihn. er konnte feinen Gedanken ungestört nachhängen. Sein Leben zog an ihm vorüber: die harmlosen Jugendjahre, die schöne Studentenzeit, die selige Liebe zu Elisabeth und dann — das jähe Ende. So bitter war dann das Leben geworden, nichts anderes gab es mehr als Arbeit und Pflichterfüllung, als ein trockenes Emporklettern und ein paar erstohlene, schale Liebesabenteuer. Leer, ganz leer war fein Leben gewesen, von dem Augenblick an, an dem er Elisabeth Pfilipp verloren hatte. Er hatte es eigentlich gar nicht gewußt, hatte stumpf und träge dahingelebt. Erst Elisabeths Anblick hatte ihn aus feiner Erstarrung geweckt. Lärm und Jubel rissen ihn aus seinen Träumen. Da — da stand Elisabeth neben seinem Tisch. Er sah das süßliche Lächeln seiner Frau, mit dem sie Elisabeth und Traute Steiner entgegensah. Er setzte sich absichtlich zurück, so daß er von den herandrängenden Menschen verdeckt wurde. Das brachte er nicht über sich, jetzt mit Elisabeth zu sprechen, hier vor allen Menschen ihr banale Worte zu sagen. Elisabeth hatte, in der Fülle der Erscheinungen, nicht auf die einzelnen Bewunderer geachtet. Das Getöse ging an ihrem Ohr vorüber: sie hörte kaum, was die Leute sagten. Rur diese kleine, schwarze, hagere Frau fiel ihr auf, die gerade vor ihr stand, ihr Schmeichelworte sagte. Sie hatte ein hochmütiges, unsympathisches Gesicht: man sah es ihr an, daß sie hart und auf Stellung und Reichtum zu pochen gewohnt war. Sie trug das dunkle Haar in Etonform geschnitten, das ausgeschnittene, auffallende Gesellschaftskleid gab hagere Schultern frei. Mit kosmetischen Mitteln war nicht gespart, Lippen, Augenbrauen, Wangen waren stark gemalt bann geleistet wird, wenn wenigstens 10 v. H gelernte Arbeiter innerhalb eines Lagers vorhanden sind. Die Finanzierung wird aus die Dauer nicht allein durch das Reich erfolgen können, es wird also notwendig werden, örtliche „QIrbeitdfrebite“ aufzunehmen, für deren Abgeltung wertschaffende Arbeit geleistet wird. Eine besondere Fürsorge wird die Re- Rierung in Zukunft der Ausnutzung der Freizeit zuwenden. Es kommt ja nicht nur darauf an, mechanische Arbeit zu vermitteln, sondern es liegt in der ethischen u n d sittlichen Erziehung der jugendlichen Arbeitsfreiwilligen eine vielleicht noch höher einzuschähende Aufgabe. Sieben der sportlichen Durchbildung der Körper wird also eine vom Reich strengstens kontrollierte staats- und kulturpolitische Dil- dungsarbeit einzusetzen haben. Gerade hier wird das Reich auf die Hilfe der überparteilichen Verbände und Bünde angewiesen sein. III. Nie Arbeitsdienstpslicht. Die nationalsozialistischen Pläne, die Oberst Hier! kürzlich in einer Broschüre und auch im Rundfunk entwickelte, werden in absehbarer Zeit nicht verwirklicht werden können. Eine Reichsorganisation, die zwei volle Jahrgänge zur Ableistung der Arbeitsdienstpflicht einzuziehen hätte, der es obläge, 800 000 bis 900 000 Mann unterzubringen, zu bekleiden, zu verpflegen, in der Freizeit zu beschäftigen, eine solche Organisation würde Milliarden jährlich erfordern. Oberst Hierl ist selbst zur Auffassung gekommen, daß ein solcher „Arbeitsdienst- soldat" jährlich 2 0 0 0 Mark toften würde. Die Aufbringung solcher Summen ist innerhalb des heutigen Staats, Wirtschafts- und Währungssystems ledoch unmöglich. Der Durchführung des Arbeitsdienstes sind nun einmal Grenzen gesetzt. Grenzen sowohl in der Finanzierung als auch in der Arbeitsbeschaffung. lieber diese Grenzen hinaus wird jeder noch so gut gemeinte Plan zur Illusion. Jnner- — - Das Verhör des Profestors der Zoologie an der Wiener Universität, Dr. Carl Camillo Schneider (X) der auf dem Wiener Zentral-Friedhof bei einer Denkmalweihe auf den Unioerfitätsrektor Prof. Abel ein Revolverattentat verübte. Schneider erklärte, er habe sich an dem Rektor rächen wollen, weil dieser seine Berufung auf den ordentlichen Lehrstuhl Hintertrieben habe. halb der Grenzen und Möglichkeiten jedoch fein Bestes zu tun, um die furchtbare Gefahr dieser Zeit, den geistigen und körperlichen Zerfall unserer Jugend zu verhindern, die den Willen zur Arbeit hat, darin sollten Staat, Parteien, Verbände und alle Deutschen wetteifern. Lernt schonen! Mehr Rücksicht auf uns und unsere Llmgebung! Von Prof. Or. med. Edgar Ahler, Direktor des Kaiser-Wilhelm-Insiituis für Arbeitsphysiologie. Dampfend und keuchend müht sich ein Pferd unter den Schlägen eines Kutschers ab, die allzu schwere Last zu bewältigen: Jeder Zeuge eines solchen widerlichen Schauspiels empfindet Mitleid mit dem armen Tier. Tierschutzvereine haben sich gebildet, solche Quälereien zu verhindern und ihre Parole: „Schont das Tier" findet in allen Herzen ein Echo. Und doch möchte man die Parole auch auf den Menschen ausdehnen. Gerade in unserer heutigen Zeit der Technisierung gilt mehr denn je das Wort: Lernt schonen I Der moderne Mensch muh schnell und zweckmäßig reagieren; er muß seinen Willen und seine Aufmerksamkeit so stark anspannen können, daß er sich rasch und erfolgreich auf die immer neu an ihn herantretenden Aufgaben umstellen kann. Und in diesem aufreibenden Existenzkampf betrügen sich viele um den Lohn ihres ernsten Strebens, weil sie sich selbst nicht schonen: unermüdlich schaffen sie vom frühen SRorgen bis zum späten Abend. Jede Chance versuchen sie auszu- nuhen. Immer nur denken sie an die Zukunft, nie leben sie dem Genuß des Augenblicks. Eine innere Stimme ruft ihnen zu: Weiter voran, weiter voran! - Und wenn sie dann schließlich ihr heitzersehntes Ziel erreicht haben, dann haben sie sich durch die dauernde Ueberan streu - g u n g innerlich und äußerlich so zermürbt, daß Die Dame wandte sich jetzt an Traute Steiner- Weiland: „Liebe, gnädige Frau, unser berühmter Gast ist ja Ihre Freundin. Vielleicht legen Sie ein gutes Wort bei Fräulein Pfilipp ein, daß Sie bei mir an meinem nächsten Gesellschaftsabend singt. Es wäre mir und meinem Manne die größte Ehre! Wenn Sie mich vorstellen würden, Frau Weiland..." Traute wandte sich zu Elisabeth. „Erlaube, Elisabeth, daß ich dir Frau Landgerichtsrat Heilmann vorstelle .. Elisabeth neigte den Kopf und sah die kleine Frau aufmerksam an. Das war also Sibylle Rautenstein, um derentwillen Hubert Heilmann sie damals verlassen, an die er sich verkauft hatteI „Ich danke Ihnen sehr, gnädige Frau, für Ihre liebenswürdige Einladung. Aber — ich bin zu meiner Erholung hier, nach einem sehr anstrengenden Winter. Ich muh Ihnen leider eine Absage geben. Ich habe heute nur gesungen, weil es der Wohltätigkeit galt.“ „Oh, Fräulein Pfilipp, Sie dürfen mir das nicht antun, Sie müssen kommen." Dabei wollte Sibylle Heilmann ihren Arm vertrauensvoll um Elisabeths Schulter legen. Die Sängerin trat einen Schritt zurück. „Ich werde es mir noch einmal überlegen, gnädige Frau. Ich möchte Ihnen heute noch keinen endgültigen Bescheid geben. Ich bin sehr abgespannt und möchte mich jetzt zurückziehen. Entschuldigen Sie mich, bitte ...“ Elisabeth neigte den Kops, wandte sich um. Die Menge teilte sich, sie durchzulassen. Sie ging gerade durch ein menschenleeres Rebenzimmer, als sie leise angerufen wurde. Jäh drehte sie den Kopf, sah Lothar von Eckerts- bürg auf sich zukommen. „Ich sah Sie hierhergehen, Elisabeth, und bin Ihnen gefolgt. Ich habe auf den Augenblick gewartet, um Ihnen zu sagen, dah Sie sich heute selbst übertroffen haben. Und daß Sie gerade das Lied der Solveig fangen — dafür danke ich Ihnen ganz besonders." Er hatte ihre Hand ergriffen, sie geküßt, sah ihr dabei fest in die Augen. Elisabeths Herz stand still, reglos schaute sie den Mann an. „Gnädiges Fräulein, daß ich Sie endlich finde." Mit diesen Worten unterbrach der junge Graf Dallwitz die köstliche Stille, nicht ahnend, daß er da etwas zerrissen hatte, was sich endlich knüpfen sollte. „Ich bitte um die Ehre, Sie zur Tafel führen zu dürfen, gnädiges Fräulein. Seit Vater mir die Erlaubnis dazu gegeben hat, suche ich Sie wie eine Stecknadel. Wenn es Ihnen recht ist..." Clisadeth sah Eckertsburg einen Augenblick an. Er war zurückgetreten, tat, als ob ihn dies alles nichts anginge. Sie unterdrückte einen Seufzer, wandte sich zu dem jungen Grafen, nickte leicht mit dem Kopf. sie außerstande sind, sich des Erreichten zu freuen. „Umsonst" — das ist die Bilanz ihres Strebens. Wenn man mehr von der Statur erzwingt, als sie uns freiwillig gibt, so ist das immer e i n gefährliches Unternehmen. Der Mensch soll Maß halten im Vergnügen undinder Arbeit. Die Ermüdung ist das Warnungssignal, das uns vor Ueberanstrengung und Erschöpfung schützen soll. Man kann zwar die Ermüdung unterdrücken durch starke Willensanspannung oder durch Reizstoffe, wie Kai- fee, Tee: tut man dies nur gelegentlich, so wird sich wohl kaum ein Schaden nachweisen lassen, wohl aber dann, wenn man zu oft zu diesen Mitteln greift. Und diese systematische Unterdrückung der Ermüdung ist gerade deshalb von so verhängnisvollen Folgen begleitet, weil die Erholung um so zögernder erfolgt, je weiter die Ermüdung fortgeschritten war. Aber nicht nur sich selbst, auch andere soll man schonen. Um wieviel schöner wäre das Leben, wenn alle das beherzigen würden. Hier wollen wir besonders der Frauen gedenken, die wahrlich oft genug der Schonung bedürfen. Was lastet heute nicht alles auf der deutschen Hausfrau! Der schmale Verdienst des Hausvaters reicht nicht hin und nicht her: so muß auch Glückstrahlend führte der Graf sie in den Speisesaal. Bald darauf saß sie mitten unter fröhlicher Jugend, die der schönen Künstlerin eifrig huldigte. Heiter ging Elisabeth auf die Scherze der jungen Leute ein; sie fühlte sich ganz jung mit einem Male, froh und glücklich, sie wußte selbst nicht, warum. Durch ein großes Blumenarrangement hindurch konnte sie Eckertsburg sehen, der an der gegenüberliegenden Tafel saß. Sie beobachtete fein Gesicht, das finster war und jenen Zug zeigte, vor dem sie sich früher so gefürchtet hatte. Heute fürchtete sie ihn nicht mehr. Sie liebte diesen Mann mit einer reifen, tiefen Frauenliebe. Es zog sie zu ihm mit allen Fasern ihres Herzens. Leidenschaftlich durchdrang sie der Wunsch: Rur einmal diese schmalen Lippen küssen zu dürfen, die jetzt fo fest und trotzig auseinander lagen. Er konnte ganz anders sein, das wußte sie jetzt. In diesen letzten Wochen wieder, bei Weilands, hatte sie gesehen, welch prächtiger Mensch hinter der hochmütigen Maske versteckt war. Und vorhin, in dem abgelegenen Zimmer — da wäre vielleicht etwas geschehen, wenn der Störenfried nicht gekommen wäre. Unendliches Sehnen durchzog ihr Inneres nach diesem Manne, der ihr Gedanke bei Tag und bei Rächt war, zu dem sie nie gelangen konnte. Riemand hätte es dem starren, verschlossenen Gesicht Lothar von Eckertsburg angesehen, von welch heißen Gefühlen er beherrscht wurde, während er an der großen Tafel saß und sich kärglich mit seiner Tischdame unterhielt. Er, der kühle Derstandsmensch, der Meister der Beherrschung, der Länder und Meere zwischen sich und seine Liebe gelegt hatte, der glaubte, vergessen zu können und sich immer mehr in diese Liebe verstrickte, er durchkostete jetzt zum ersten Male alle Qualen der Eifersucht. Wie haßte er alle diese jungen Männer, die da um Elisabeth herumsaßen, sie anschmachteten, ihr Komplimente sagten, die sie so fröhlich zu machen verstanden, daß sie ganz verwandelt erschien! Zum ersten Male in seinem Leben hatte Lothar von Eckertsburg die große Liebe fennengelemt, die sich vor Enttäuschung fürchtet und vor Zurückweisung. Zum ersten Male fühlte er sich nicht als Herr gegenüber einer begehrten Frau, zum ersten Male stand er nicht über der Situation. Er ertrug es nicht mehr, stumm dazusitzen und zuzusehen, wie Elisabeth sich anschmachten ließ. Hastig stürzte er ein Glas Wein hinunter. In diesem Augenblick traf er auf Elisabeth- Augen, die zu ihm herüberschauten. Ihre lachenden Sterne, die voller Freude waren und die sich jetzt dem jungen Grasen zuwandten, mit dem sie gerade ein Vielliebchen teilte. (Fortsetzung folgt.) die Frau mit verdienen. Lind kommt sie dann müde und abgespannt heim, so darf sie nicht untätig die Hände in den Schoß legen, sondern muß Küche, Haus und Kinder versorgen. Leider ist mancher biedere Hausvater so mit Blindheit geschlagen, daß er gar nicht das Mißverhältnis zwischen der übermäßigen Arbeitsbürde und dem zarten Organismus der Frau sieht. Aber er muh das erkennen, wenn er sich selbst eine lebensfrohe Kameradin und seinen Kindern eine freudespendende Mutter erhalten will. Ein Blick, ein freundliches Wort der Anerkennung — wie dankbar wird es von der vielgeplagten Hausmutter empfunden! Lind es tut der hausherrlichen Würde durchaus keinen Abbruch, wenn der Mann einmal Wochenbericht vom frankfurter Schlachtviebmarkt. Am Frankfurter Schlachtviehmarkt gestaltete sich das Geschäft in der abgelaufenen Woche in allen Viehgattungen schleppend. Die Preisgestaltung wies bei einer gewissen Unregelmäßigkeit zum Teil kleine Abschwächungen auf. Die etwas bessere Lage des Geschäfts in der Vorwoche hatte auf einzelnen Märkten zur Folge, daß diesmal viel zu große Mengen aufatrieben wurden. Am Großviehmarkt war der Auftrieb mit 1629 Stück um 70 Stück gegenüber der Vorwoche höher. Die Preise lagen gegen den Hauptmarkt der vergangenen Woche gut behauptet und waren zum größten Teil unverändert. Der Markt wurde bei ruhigem Handel ausverkauft. Der Schweinemarkt hatte bei stillem Geschäft, das insbesondere zum Schluß stark abflaute, eine beträchtliche Zunahme des Auftriebes um 1484 Stück aufzuweiscn. Es verblieb Ueberstand, die Preise erfuhren keine Veränderungen. Fettschweine waren in dieser Woche weniger angetrieben, fanden aber ebenfalls sehr schleppend Unterkunft. Der Auftrieb an Kälbern stellte sich mit 1691 Stück um 230 Stück höher als in der Vorwoche. Der Markt hat nach anfangs mittelmäßigem Handel später schleppende Formen angenommen, die vorhandenen Bestände wurden jedoch restlos abgesetzt. Für norddeutsche Kälber wurden verschiedentlich Preise über Notiz erzielt. Der Auftrieb am Schafmarkt war gegenüber der Vorwoche nicht wesentlich verändert, und auch die Preise wiesen keine Abweichungen gegen die letzte Notierung auf. Es standen 116 Stück zum Verkauf, die ausverkauft wurden. Wochenbericht vom frankfurter Produktenmarkt. Am W e i z e n m a r f t hat die Situation insofern eine Klärung erfahren, als die bisherige Weizenzollregelung mit Ende dieses Monats außer Kraft gesetzt wird, indem die Regierung die zollbegünstigten Weizeneinfuhr-Kontingente aufgehoben bzw. nicht mehr verlängert hat. Auf die Tendenzgestaltung blieb diese Tatsache indessen ohne Einfluß, dagegen wirkt sich der schleppende Mehlabsatz stärker aus. Der Geschäftsumfang blieb sehr begrenzt; da auch das Angebot eine Einschränkung erfahren hat, konnten die Preise leicht anziehen. Die Woche schloß mit behaupteten Preisen 261,50 bis 262,50 Mark pro Tonne. Auch am Roggenmarkt hat das Geschäft keine Belebung erfahren, zumal mit einer früheren Ernte gerechnet wird. Die Nachfrage beschränkt sich in der Hauptsache auf die Deckung des laufenden Tagesbedarfes. Die Notierung wurde unverändert mit 220 Mark festgesetzt. Am M e h l m a r k t lag das Geschäft fast völlig darnieder. Der Konsum zeigte nur geringe Aufnahmelust. Die Mühlen schaffen nur die dringend zur Bedarfsdeckung nötigen Mengen an, da sie mit einer weiteren Angleichung der Preise an die neue Ernte rechnen. Roggenmehl prompte Verladung fand etwas mehr Beachtung und zog um 0,25 Mark an, die Weizenmehlpreise lagen gut behauptet. Die Festigkeit von Futter - und Industrie- g e r ft e an verschiedenen anderen Plätzen vermochte am Frankfurter Markt keine Anregung zu bieten, auch die Verringerung der Anbaufläche für Gerste und selbst im Haus mit Hand anlegt, um seine Frau zu entlasten. • Aber auch außerhalb unseres Hauses sollen wir lernen, andere zu schonen, vor allem diejenigen, die uns untergeben sind : auch sie haben ihre Last und Sorgen, auch sie sind Stimmungsschwankungen unterworfen, die wir berücksichtigen müssen. Weiß aber der Untergebene, daß er als Mensch geachtet wird, dann wird er auch gern sein Bestes hergeben, wenn einmal besonders hohe Anforderungen an ihn gestellt werden. Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück! Wer seine Mitmenschen schonen lernt, tut sowohl anderen wie auch sich selbst etwas Gutes. Hafer blieb ohne Einfluß auf die Preisgestaltung. Die Haferanbaufläche zeigt einen Rückgang um 2,5 v. H., die Gerstenanbaufläche um 4,9 v. H. Die Notiz für Gerste blieb mit 200 Mark unverändert, Hafer lag mit 170 bis 180 Mark gut gehalten. Der übrige Futtermittel-Markt ließ keine einheitliche Tendenz erkennen. Weizenkleie konnte etwas an- ziehen, Roggenkleie mar gut behauptet. Das Angebot in Mühlennachprodukten hat eine Zunahme erfahren, wodurch eine Erschwerung der Adsatz- regelung eingetreten ist. Berlin zuversichtlich. Berlin, 2. Juli. (WTB. Funkspruch.) Schon am Vormittag war die Tendenz ziemlich fest, und man glaubte, auch mit einer festeren Börse rechnen zu können. Den Erwartungen entsprechend war die Grundstimmung dann auch zu Beginn des offiziellen Verkehrs durchaus zuversichtlich, und es konnten sich durchweg Kursbesserungen im Ausmaße von Vt bis 2 v. H. durchsetzen. Das Geschäft war zwar nicht so lebhaft wie gestern. Die neuesten Nachrichten aus Lausanne haben die Hoffnungen auf eine Einigung in allerkürzester Zeit wieder gestärkt; es ist bezeichnend, daß die französische Presse wieder recht optimistisch gestimmt ist; in Börsenkreisen hofft man jedenfalls, daß das neue Angebot an Deutschland als Grundlage für die Je mehr sich die Saisonbelebung der Wirtschaft ihrem Ende nähert, um so mehr wird das unverminderte Anhalten des Konjunkturrückganges erkennbar. In der ersten Junihälfte ist die Zahl der Arbeitslosen nur noch wenig gesunken. Lieber die Entwicklung der Beschäftigung in de r Industrie zeigen die Ergebnisse der Jndustrieberichterstattung laut Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung folgendes Bild: Die Zahl der beschäftigten Arbeiter ist im Mai gegenüber April nahezu unverändert geblieben; sie betrug 42 Prozent der Arbeiterplahkapazität (im Vorjahr 54 Prozent). Die Zahl der geleisteten Arbeiter stunden ist von 35,3 auf 35,9 Prozent der Arbeiterstundenkapazität leicht gestiegen. Aehnlich wie im Borjahre hat sich der konjunkturelle Rückgang in einigen Zweigen der Produktionsgüterindustrien merklich verlangsamt. Die Beschäftigung in der Grotzeisenindu- st ri e, in den Eisengießereien, im Maschinen-, Dampfkessel- und Waggonbau ist leicht ge - stiegen. In der Elektroindustrie ist die Beschäftigung im Mai nicht mehr so stark gesunken, wie in den vorausgegangenen Monaten. Die Saisonbelebung in der Bauwirtschaft ist im Mai so gut wie ganz zuM Abschluß gekommen. Die saisonmähtge Zunahme der Beschäftigung war in diesem Jahre nur halb s o groß wie im Borjahre. Die Betriebe der Dauwirtschafi sind gegen- Einigungsoerhandlungen gelten wird und daß im Laufe der nächsten zwei Tage eine Entscheidung fallen muß. Weiter anregende Momente waren die Kurssteigerungen an der Neuyorker Börse und die außerordentlich feste Tendenz der deutschen Werte im Auslande besonders in Neuyork. Bei Plus-Plus-Notiz konnten sich Bemverg um 3 v. H. und Deutsche Linoleum um 2| v. H. befestigen. Polyphon, Elektrische Lieferungen, HEG., Salzdetfurth, Westeregeln, Deutsche Erdöle und RWE. waren ziemlich fest. Die Erholung von Bürbach um 2i v. H. war gleichfalls ein Beruhigungsfaktor. Harpener, Vereinigte Stahl und Eintracht Braunkohle waren dagegen bis zu V» v. H. abgeschwächt. Die Tendenz des Rentenmarktes war heute weiter freundlich; man glaubt, daß aus den Kuponserlösen weitere Gelder dem Markte zuftießen werden. Alt- und Neubesitzanleihe lagen daher und im Zusammenhang mit den Hoffnungen für Lausanne ziemlich fest, auch die variablen Jndustrie- obligationen stellten sich durchweg höher, Reichs- schuldbuchforderungen besserten sich um i bis f v. H. Im Verlaufe erhielt sich die freundliche Grund st immung, das Geschäft erfuhr nach Erledigung der vorliegenden Orders keine Belebung. Am Geldmarkt hatte sich die Situation nach dem Ultimo noch nicht entspannen können, die Sätze blieben unverändert. Frankfurt freundlich. Frankfurt a. M., 2. Juli. (WTB. Draht- Meldung.) Die feste Tendenz der Vortage übertrug sich auch auf den Wochenschlußverkehr, da die Börse eine baldige Einigung in Lausanne erwartet. Daneben befriedigte, daß die Kouponem- lösungen überall rechtzeitig erfolgt sind, ebenso machte die feste Veranlagung der deutschen Werte an den Auslandsbörsen einen guten Eindruck. Das Geschäft hat gegenüber den Vortagen zwar eine Einengung erfahren, doch stellten sich gegen die Abendbörse durchweg Besserungen von l o. Sy ein. Darüber hinaus lagen einige Spezialwerte auf angebliche Auslandsverkäufe bis zu 2,5 v. H. höher. Fester eröffneten Kali-Aktien mit Plus- Plus 2,5 o. Sy, ferner «Elektropapiere, die bis zu 1,25 o. H. anzogen. IG. und die übrigen Chemiewerte gewannen von 0,5 bis 1 v. H. Von Bergwerksaktien lagen besonders Rheinstahl mit plus 1,5 und Harpener mit plus 1 o. H. fest. Gelsenkir- toärtig nur zu 13,4 Prozent ihrer Kapazität ausgenuht. Auch im Fahrzeugbau blieb die Belebung in allen Zweigen schwächer, als im Frühjahr 1931. Roch stärker als in den Produktionsgüterindustrien setzt sich der Konjunkturrückgang in den Verbrauchsgüterindustrien durch. Die fortschreitende E i nk o m m e n s m i nd e- r u n g und diewachsendenExportschwie- r i g t e i t e n haben die Betriebe der Derbrauchs- güterindustrien in den letzten Monaten immer mehr gezwungen, die Beschäftigung scharf zu drosseln. Im Frühjahr 1931 konnte sich eine zum Teil recht beträchtliche Belebung durchsetzen. Im Gegensatz hierzu ist die Beschäftigung, von geringen saisonmähigen Belebungen abgesehen, seit Ende vorigen Jahres ununterbrochen zurückgegangen. Dies gilt vor allem für fast alle Zweige der Textilindustrie. Das gleiche Bild ergibt sich für die Industriezweige, die Hausrat, sowie Gegenstände für Wohn- und Kulturbedarf Herstellen. Geringen saisonmähigen Belebungen in einigen Industriezweigen stehen hier starke Rückgänge in anderen Zweigen — Möbel, Möbelbeschlägen, Aluminium- und Emaillewaren — gegenüber. In den Rahrungs- und Genuhmittel-Jndustrien hat sich der seit Ende vorigen Jahres zu beobachtende scharfe Rückgang im Mai nicht mehr fortgesetzt. In einer Reihe von Branchen ist vielmehr eine zum Teil saisonmähige Belebung festzustellen (Oelmühlen, Margarine, Obst- und Gemüsekonserven, Brauereien, Zigaretten und Zigarren). Wirtschaft. Oie gegenwärtige Konjunktur. Ein wenig erfreuliches Bild. chen und Buderus besserten sich um bis zu lv. H. An den übrigen Marktgebieten herrschte dagegen Geschäftsstille. Am Rentenmarkt machte die Erhöhung weiter beachtliche Fortschritte. Gefragt waren vor allem wieder Deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen bei Besserungen von 0,5 bis 1 v. H. Auch Gold- und ßiquibationspfrmb- briefe waren weiterhin gesucht und höher. Im Verlause war die Tendenz etwas abgeschwächt, da Gerüchte von einem Ultimatum S) er r tot 5 auf 'bar Lausanner Konferenz etwas verstimmten und Glattstellungen bei der Spekulation auslösten. Es traten meist Rückgänge von 0,5 bis 1 v. Sy ein, die Grundstimmung war aber nicht unfreundlich. Tagesgeld zeigte mit 4,5 v. H. eine weitere Erleichterung. Oberheffen. Lanorreis Gießen. OOKlein-Linden,!. Juli. Die Bautätigkeit ist in diesem Jahre hier etwas lebhafter, als im Borjahr. Im Entstehen begriffen sind gegenwärtig zwei Einfamilienhäuser, nämlich je eins in der Garten« und in der Wetzlarer Straße, und drei Zweifamilienhäuser, je zwei in der Frankfurter Straße und eins an der Waldweide. Außerdem gehen zwei Anbauten an schon vorhandenen Häusern ihrer Vollendung entgegen. «^Reiskirchen, 1.Juli Heute abend sprach vor einer größeren Anzahl Arbeitslosen, zum größten Teil Angehörige des freiwilligen Arbeitsdienstes, des hiesigen und der umliegenden Orte, Studienrat Dr. Kö n i g aus Gießen über das Thema „Deutscher Staat und deutsches Volk". In eingehenden Ausführungen setzte er zunächst die Bedeutung der Worte „Staat" und „Volk" auseinander, um anschließend ausführlich über dis Ausländsdeutschen als Angehörige des deutschen Volkes zu sprechen. Zum Schluß lenkte er noch bi« Aufmerksamkeit auf die großen Siedlungspläne östlich der Elbe. • Li ch, 1. Juli. Am Mittwoch konnte Post^ meister Rau hierselbst seinen 70. GeburtSm t a g feiern. Herr Rau verwaltete das hiesig« Postamt über 20 Jahre und ist allgemein beliebt und geachtet. Kreis Friedberg. ' ch Kirch-Göns, 1. Juli. Auf Antrag der Düru germeisterei hat die Reichsbahndirektton Franb« furt (M.) die Genehmigung erteilt, daß an den hiesigen Haltestelle ab 2.Juli SonntagSrück» f ahrkarten nach Gießen und Bad- Ra u h e i m auch vor jedem Sonntag ausgegebeq werden können, während diese Vergünstigung bisher nur vor Feiertagen bestand. Kreis Büdingen. * Büdingen, 1. Juli. Ein schwererEin- bruchsdiebstahl wurde in der verflossenen Rächt in dem Lager einer hiesigen Zigarren- uno Zigarettengroßhandlung verübt. Die Täter kletterten über eine Leiter zum zweiten Stockwerk des Hauses empor, in dem sich der Lagerraum befindet, und holten dort große Mengen von Zigarren, Zigaretten und Tabak heraus. Der Wert des gestohlenen Gutes wird auf übsr 1000 Mk. beziffert. Die behördlichen Rachforschungen sind im Gange. * Ridda, 1. Juli. Die im Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes bisher auf einer Teilstrecke durchgeführte Ridda-Regu- lierung soll jetzt durch den freiwilligen Arbeitsdienst im ganzen Gemarkungsge- biet borgenommen werden. Ferner sind als weitere Projekte des freiwilligen Arbeitsdienstes Wege- und Chaussierungsarbeiten vorgesehen. Die Beteiligung von arbeitslosen Leuten am freiwilligen Arbeitsdienst hat sich in der letzten Zeit wesentlich erhöht. Kreis Schotten. II Sch otte n, 1.Juli. Gestern wurde einer der letzten Altveteranen, Konrad Kniese, zu Grabe getragen. Er war zugleich der letzte der alten Tuchmacherzunft, die früher eigenhändig das altbekannte Schottener Tuch herftellte. 14 Jahre stand er auch als Diener der Volks- und Realschule im Dienste der Stadt. L' ■ —vLvi £7 /'// die Hitze kann ihm nichts verderben. Und wenn das Barometer auch hoher und höher steigt, jetzt hat Onkel Mollig seinen Eisschrank, in dem er alles verstauen kann, was ihm durch die Sonnenstrahlen davon laufen könnte. Butter und Milch, Wurst- und Fleischwaren, sie sind jetzt Immer frisch zur Hand und stets genießbar. Gerade in der heißen Jahreszeit ist so ein Kühlschrank eine Sache für sich. Warum sollen Sie sich Immer mit Ihrer besseren Ehehälfte herumzanken, wenn Ihre Eßwaren nicht frisch genug auf den Tisch komrhen. Machen Sie es doch auch wie Onkel Mollig und scharfen Sie sich solch unentbehrliches Möbelstück an. Aber gehen Sie gleich zum Häuser, hier haben Sie die größte Auswahl in sämtlichen führenden Modellen. Häuser führt auch nicht nur allein diese Eisschränke, er hat auch elektrische Kühlschränke und Eismaschinen, mit denen Sie Berge von Eis hervorzaubern können. Und wenn die Fliegen gar zu frech werden In Ihren Vorratsschränken, so können Sie bei ihm auch sämtliche Arten von Fllegenschränken bekommen. Kurz, Häuser ist der Mann für diese Spezialitäten und ist auch gar nicht teuer. 4625 A J. 0. H AUSER, GIESSEN AM OSWALDSGAPTEN TITTT~—II IS ■ ■HUB Ul I ■ I »^M7 ,6ieta Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung auf Montag, den 11. 3uli 1932, 17 Uhr, Im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße. 49691) Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht über das Jahr 1931. 2. Rechnungsabschluß für das Geschäftsjahr 1931. 3. Bestimmung zweier Rechnungsprüfer für die Rechnung des Jahres 1932. 4. Auslosung von Anteilscheinen gemäß §6 der Satzung. 5. Mitteilungen. 6. Neuwahl des Vorstandes. 7. Mitteilungen. Die Teilnahme an der Mitgliederversammlung ist nur gestattet gegen Vorzeigung der Anteilscheine am Eingang zum Sitzungssaal. Gießen, den 30 Juni 1932. Der Vorstand: Dr. Hamm. Dringend gefragt ist heute die Krankenversicherung Deutschlands größte Krankenversicherung sucht allerorts tüchtige Vertreter gegen höchste Bezüge. Schriftl. Bewerbungen unter Nummer 4961D an den Gieß. Anz. Seltene Gelegenheit 8 -PS-Adler- Cabriolet neuwertig, preiswert zu verkaufen, wegen Anschaffung größ. Wagens. Sehr. Angeb. u. 4968D a. d. Gieß. Anz. Piano Flügel Harmonium Stimmen, Reparaturen gut und billig Klaviertechn. Urbas, Gießen, Seltersweg 31. Orünfterüer PlerdeVersiclierunüsVerem zu Grünberg (Hessen) Die Besichtigung und Neuaufnahme der Pferde sindet statt: Für die Orte des Busecker Tales: Freitag, den 8. Juli 1932 in Reiskirchen: 9 % Uhr vormittags. Für Gießen und Umgegend: Freitag, den 8. Juli 1932, in Gießen am Rheinischen Hof, 12 /z Uhr nachmittags. Für Schiffenberg und Umgegend: in Garbenteich: Freitag, den 8. Juli 1932, 2 Uhr nachmittags. Für die Orte der Rabenau: Mittwoch, den 6. Juli 1932, in Londorf, 2 Uhr nachmittags. 4972D Die Pferde sind ausgesvannt und ohne Geschirr vorzuführen. Die nicht vorgeführten Tiere werden auf Kosten der Besitzer besichtigt. Grünberg/Hessen, den 2. Juli 1932; Schäfer, Direktor. lazementSchwemmsteine Bimsdielen Schlackensand leicht und mittel 2576 d Mauer-Isolierpappe beste Qualität, aUerbilligst C- Rübsamen Fernsprecher 3659 Alt elngeführles, christlich. Manufaktur- waren- und Herren-Vekleidungsgeschäst sucht für 1. Ottober 1932 Detailreisenden (Christ), welcher wirklich Wert auf Dauerstellung legt und ein gewissenhaftes erfolgreiches Arbeiten gewöhnt ist, gegen Gehalt — Vertrauenssvesen. Schriftliche Angebote unter 5003D an den Gießener Anzeiger erbeten. 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Die Talsperren, der Altenberger Dom, die Müngstener Drücke und vor allem die Schwebebahn durch das langgestreckte Wuppertal sowie der Langerberger Sender, tauchen als Wahrzeichen auf, wenn die Rede vom Dergischen Lande ist. Es gibt viele Rheinländer, Rheinhessen, Eifeler, Kölner, Westerwälder, Moselaner usw. Aber der Typ derer aus dem Dergischen ist der des schöpferischen Rheinländers. Aus den alten malerischen Hammerwerken und Schleifkotten hat er längst Fabriken gebaut, die Heimarbeit der Dandwirker wurde längst zur bergischen Textilindustrie. Trotz aller Schornsteine aber gibt es so viele entzückende Winkel im Land, daß man von einer besonderen Poesie der Landschaft beeindruckt wird, die anders ist als die des Taunus oder die des Hunsrücks. Die sauberen bergischen Schieferhäuser mit ihren blitzblanken Gardinchen und 'frischgestrichenen Fensterläden nehmen sich öfter aus wie schöne kleine Dauten die aus des lieben Herrgotts großem Spielzeugkasten kommen. Desonders wenn sie oben auf grüner Matte liegen, auf denen das Vieh weidet und unten im Tal ein munter Bächlein plätschert! .ilnb in diesem Lande gedeihen seit Jahrhunderten die deutschen Schwerter. Solingen war einst die bedeutendste Waffenschmiede des Reiches. In Lennep und Hückeswagen wurden einst weltbekannte Tuche gewebt. Die Stadt der Schlösser liegt auch im Dergischen. Es ist Delbert, denn dort Sonntag, 3. 3uli. 6.15: Don Hamburg Hafcnkonzert. 8.15: Stunde des Chvrgesangs. 9.0u: Christuskirche in Cob- lenz: Morgenfeier. Festgottesdienst zur Feier des 84. Bundestages des Westdeutschen Jungmännerbundes. 10.00: Reue Musik vor l1/» Jahrzehnten. Vortrag von musikalischen .Beispielen von Dr. Hermann Scherchen. 11.00: Deutsches Eck, Cob- lenz: 9. Tagung des Reichsverbandes Deutscher Sanitäts-Kolonnen. 12.00: Mittagskonzert des Rundfunkorchesters. 13.00: Konzert auf Schall- platten. 14.10: Stunde des Landes. 15.00: Stunde der Jugend. 16.00: Pforzheim: Aachmittagskon- zert des Shmphonie-Theater-Orchesters Pforzheim. 17.00: Hindenburg-Stadion in Hannover: Die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften. Hörbilder. 17.45: Turnerlieder auf Schallplatten. 18.00: Aus dem italienischen Reisetagebuch von Goethes Vater. Von Hans Jungbauer. 18.25: Dreißig bunte Minuten. 18.55: Vortrag. 19.30: Unterhaltungskonzert des Rundfunk-Orchesters. 20.30: Gastspiel des Hessischen Landestheaters: Theater und Rundfunk. Die Rückkehr des verlore- nen Sohnes. 21.30: Baden-Baden: Konzert des Städtischen Orchesters. 22.50: Erster Segelflug- | bcigesetzt und im ehemaligen Geleitshaus ein Diorama der Schlacht von Lutzen aufgebaut ist. Rokokofpiele in Ansbach. Die seit einigen Jahren im stilreinen Hof des berühmten Ansbacher Schlosses veranstalteten Rokokospiele finden in diesem Sommer am 31. Juli, 6. bis 8. August und 11. September statt. Sie sind als markgräfliches H 0 ffest im <5 d) l 0 h gedacht. Eine Musikkapelle in historischer Uniform aus der Zeit Friedrichs deS Großen (A nsb ach - Bayreuther Dragoner) wird mit alten Militär- und Fanfarenmärschen die Spiele einleiten. Dann zieht Markgraf Friedrich Karl mit seinem Hofstaat ein. Menuette, Reigen, Tänze, Schäferspiele, ein Flötenkonzert und pantomimische Darbietungen folgen in buntem Wechsel. Montag, 4. Juli. Mergentheim: Frühkonzert. 12.00: Mittagskonzert. 13.00: Mit- 15.20: „Das Bild der amerikani- — Gespräch von Irmgard Kern. 17.00: Konzert. 18.25: „Der Himmel im Juli und August. — Anserer zwerghaften Sonne Riesen- Welt", Vortrag von Professor Edmund Sittig. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Das deutsche Volkslied I. 20.00: Ewige Romantik. Reue romantische Improvisationen. 21:00: iln- Jnnen- und Oberstadt auf guter, nur zum Teil mit Wald umsäumter Landstraße durch Rieder- Dessingen, hierauf an dem etwas abseits gelegenen Dorf Ober-Bessingen vorbei nach Münster, wo wir die von Gießen nach dem Hohen Bogels- berg führenden gelben Striche treffen, denen wir bis zur Hohen Straße, einem alten Verbindungsweg von Grünberg nach Hungen, folgen. An diesem Schnittpunkt, dem sog. Kreuz, bietet sich ein schöner Blick auf Wetterfeld, Laubach und die Höhen des Vogelsbergs. Zu unserer Rechten liegt der Hessenbrücker Hammer, ein ehemaliges Braunkohlenbergwerk. Wir gehen nun in nördlicher Richtung die Hohe Straße entlang, sehen rechts unten im Tale Lauter liegen und erreichen nach 3Vrstündiger Wanderung unser Endziel, die hochgelegene, altertümliche Stadt Grünberg. Herborn—Ackersdorf—ForsthauS Neuhaus—Burg—Herborn. Wir fahren mit Sonntagskarte nach Herborn, gehen die Bahnhofstraße entlang bis zum Marktplatz mit altertümlichem Rathaus, interessanten Fachwerkhäusern und schönem Marktbrunnen. Hier wenden wir uns rechts bis zur Dillbrücke, wo wir zur Linken ein blaues H erblicken, das uns nahezu auf der ganzen Strecke den Weg zeigt. Vorerst durch freie Gegend, später durch Wald steigen wir in langsamen Windungen zur Höhe, um von einem Aussichtstempel einen hübschen Blick auf bas Dilltal und Burg Greifenstein zu genießen. Hinter der Hütte gelangen wir auf eine Heide mit prachtvoller Aussicht auf bie Westerwälder Derge und zierlich in die Landschaft eingebettete Dörfchen. Rach geraumer Zeit kommen wir wie- ber zum Wald, wo uns Lichtungen abermgls schöne Blicke gewähren und erreichen das schmucke Dörfchen Ackersdorf. Ohne Zeichen wandern wir von hier die Landstraße nach dem hochgelegenen Forsthaus Reuhaus, einem ehemaligen Jagdschloß mit guter Wirtschaft. Hier treffen wir wieder unser seitheriges Zeichen, das uns über einen Bergrücken, an Burg vorbei, mit schönen Blicken auf den Scheider Wald sowie auf Herborn und bas Dilltal zurück nach Herborn bringt. Wander- -eit 4 Stunden. imb Pfeifenklang geht's zum Festplatz, wo der eigentliche Festakt „steigt", umrahmt vom gemeinsamen Gesang schöner, alter Johannisfest- lreder. Rundfahrten durch die mitteldeutschen Gustav-Adolf-Tiätten. Während des Sommers veranstaltet das „Internationale Derkehrsbüro des Leipziger Meßamts" ”on "eiPJifl aus regelmäßige Rundfahrten durch die Guftao-Adolf-Gedenkstätten in Mitteldeutschland. Besucht werden Lützen und die Gedächtniskapelle mit dem neuen schwedischen Blockhaus, Meuchen mit dem Tisch, auf dem die Leiche des Schweden- fönigs nach seinem Tode bei Lützen in der Meuche- ner Kirche seziert wurde, und Weißenfels, wo unter der Kanzel der Stadtkirche das Herz des Königs produziert der Gewerbefleih vornehmlich Türschlösser. Die Stadt der Regenschirme (und das ist den wenigsten bekannt) finden Sie auch dort. Sie heißt Ohligs. Schade nur, daß das fleißige Dolk heute auch von der Arbeitslosigkeit geplagt wird. Doch der Berger ist zäh, erfinderisch und unternehmend. Wenn der Druck der Zeit von uns gewichen sein wird, rauchen im Dergischen zuerst wieder die Kamine. Selbst heute ist der Derger nicht klein zu kriegen. Das Land so reich an Raturschönheiten und Sehenswürdigkeiten, hat eine freimütige, aufrechte, naturverbundene, freundliche Bevölkerung, die vor allem dem deutschen Liede unverbrüchliche Treue hält. Die bergischen Gesangvereine ha^n einen guten Ruf und sind auf Wettstreiten gefürchtete Gegner, weil dort die Sangesfreudigkeit seit undenklichen Zeiten gewahrt und gepflegt wird. Bekannt und berühmt ist der mehr als 100jährige Gesangverein der Wupperhofer, dem die alten Schleifer sein Gepräge gaben. Das Bergische Land ist heute durch zahlreiche Kraftpostlinien dem Verkehr bestens erschlossen. Lohnend sind die Fahrten ins Land der Tropfsteinhöhlen bei Ründeroth, Gummersbach, Walbröl. Dor allem ist die Wiehler Tropfsteinhöhle eine sehr sehenswerte. Eine Fahrt von Leichlingen über Dergisch-Reukirchen zur Patscheider Talsperre und durchs reizvolle Murbachtal lohnt in jeder Hinsicht. And in den bergischen Gasthäusern ist es zum Aushalten. Vor allem billig und gut, denn der Derger hat den Magen nie vernachlässigt. Ra- mentlich der Kaffee hat es ihm angetan: „ Alles is mer lieckevoll, hör ick nur de Kaffeemöll" sagt der „aule" Berger. Eine Portion Kaffee mit bergischem Dlatz und bergischer Landbutter ist ein Hochgenuß für Kenner. Ein duftiger, kräftiger Menschenschlag, gediegen und fröhlich, strahlt die Arkraft des Landes aus und wer etwas von dieser nervenstärkenden, gesunden Art mit nach Hause nehmen will, der verbringe seine Ferien oder sein Wochenende im Dergischen Land. terhaltungskonzert des Rundfunk-Orchesters. 22.35" Frankfurter Luftschau. Mikrophonbericht. 22.45 bis 24.00: Nachtmusik. Dienstag, 5. Juli. 7.00 bis 8.00: Bad Oeynhausen: Frühkonzert der Kurkapelle. 12.00: Schallplattenkonzert. 13.00: Mittagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 15.20 bis 15.50: Haussrauen-Rachmittag. 17.00: Rachmittagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 18.25: „Langfristige Witterungsvorhersagen", Vortrag von Pxof. Dr. Franz Baur. 18.50: Vortrag. 19.30: Reisewinke. Billige zwei, und dreitägige Rheinfahrten. Für die Sommermonate hat die „Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt" billige zwei- und drei- tägige Rheinfahrten eingeführt, die von Düsseldorf, Köln und Bonn nach Aßmannshausen-Rüdesheim und von den Oberrheinstädten sowie Mainz und Wiesbaden nach dem Siebengebirge unternommen werden können. Die Fahrten kosten 18,50 bzw. 28 Mark; in diesen Preisen sind die Kosten der Fahrt, der Unterkunft und der Verpflegung enthalten. Von Frankfurt a. M. aus werden diese Fahrten schon seit Mitte Mai ausgeführt. Burg Lahneck kann besichtigt werden. Die bisher dem Publikum nicht zugängliche Burg Lahneck, gegenüber Stolzenfels bei Oberlahnstein, ist jetzt zur Besichtigung freigegeben worden. Die Burg gshörte früher zum Erzbistum Mainz. Sie wird 1224 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und liegt, überragt von einem fünfeckigen Bergfried, auf einem 164 Meter hohen steilen Bergkegel über der Lahn. Der Anblick der Burg regte Goethe 1774 ZU seinem Gedicht „Geistesgruß" an. Johannisfest in Eschwcge-Werra. Dom 9. bis 11. Juli findet in Eschwege an der Werra das Johannisfest statt. Jahrhundertealt ift seine Form, aber unvergänglich jung die Begeisterung, mit der es, vor allem von den Kindern, alljährlich immer wieder gefeiert wird. Olm ersten Festtag ziehen an die tausend Knaben in die nahen Grebendorfer Derge, holen sich Dirkenzweige und marschieren dann unter Vor» an tritt des aus Schülern gebildeten Trommler- und Pfeiferkorps durch die geschmückte Stadt. Alt und jung versammelt sich nachmittags auf dem Marktplatz. Lob- und Danklieder werden gesungen. Am Abend erscheinen die Johannis- festreiter und blasen Fanfaren. Den Sonntag leitet ein großes Wecken in der Frühe ein. Am Rachmittag holen die Knaben die Mädchen zu dem eindrucksvollen Johannisfestzug ab. In den Stadtfarben gekleidete Reiter bilden die Spitze. LHnen schlief-en sich klassenweise mit ihren Fahnen die Eschweger Schulkinder an. Anter Trommel- Stark herabgesetzte Preise, insbesondere für die beliebten Pauschalkuren. Das Kurhaus steht unter neuer Leitung eines erstklassigen Hotel- und insbesondere Küchenfachmannes. Beste Verpflegung, Diätküche, Prospekte durch die Kurverwaltung Bad Selters (Oberhessen). Anmeldungen frühzeitig erbeten ___________________________________________________________29-iQ Lieder zur Laute. Gesungen von Edmund Darc- zßk, Jena. 20.00: Festsaal der Liederhalle: 4. Festkonzert der Wurtt. Hochschule für Musik. Die heilige Elisabeth. Don Joseph Haas. Ein DolkS- vratorium. 22.00: Don Kindern und Tieren. Eine literarisch-musikalische Stunde. 22.45 bis 24.00: Tanzmusik. Mittwoch, 6. Juli. 7.00 bis 8.00: Dad Oeynhausen: Frühkonzert der Kurkapelle. 10.10 bis 10.40: „Das schickt sich nicht." Ein Gespräch über gute und schlechte Sitten. Von Rudolf Arnheim. 12.00: Konzert. 13.00: Konzert. 15.15 bis 16.00: Stunde der Jugend. 17.00. Schlangenbad: Opcretten-Konzert. 18.25: »Deutscher Mensch und deutsches Volk', Vortrag von Dr. Werner Kulz. 18.50: »Die lohnendsten deutschen Flußfahrten. Anregungen für Freunde des Kanusports", Vortrag von Paul Walther. 19.25: Reues aus aller Welt. 19.30: Deutsch« Volksmusik, ausgeführt vom Philharmon. Orchester Stuttgart. 21.00: Symphonie-Konzert. 22.45 bis 23.10: Mannheim: Lustiger Gespensterspuk. Erzählt von Friedrich Moest. Donnerstag, 7. Juli. 7.05: Dad Salzschlirf: Frühkonzert der Kurkapelle. 12.00: Konzert auf Schallplatten. 13.00: Kaiserslautern: Mittagskonzert. Orchestervereinigung der Derussmusiker. 15.00: Stunde der Jugend. 17.00: Konzert des Rundfunk-Orchesters. 18.25: .Wirtschaftsverfassung und Wirtschaftslage der Völker: Schweiz", Vortrag von Prof. Dr. Fritz Reumark. 18.50: Zeitfragen. 19.30: Unterhaltungskonzert. Bernhard Sekles zum 60. Geburtstag. 20.30: Lampionabend in der Siedlung. Bericht von Ernst Rebhut. 20.45: Don Berlin: Anabasis. Hörspiel. 22.05: Lieder von Robert Franz. 23.00 bis 24.00: Tanzmusik. Freitag, 8. Juli. Dad Salzschlirf: Frühkonzert der Kurkapelle. 12.00: Marsch-Konzert. 13.00: Konzert auf Schallplatten. 17.00: Konzert. 18.25: „Produktion und Währung", Vortrag von Prof. Dr. F. Schmidt. 18.50: Aerzte-Vortrag. 19.30: Alltagskomödie. „Der häusliche Friede." Don Georges Courteline. 20.00: Von Reuhork: Worüber man in Amerika spricht. Don Kurt Sell. 20.15: (M, Mönigs- berg): Tenöre singen! 21.15: Das Lied an der Donau. Hörfolge von Hermynia zur Mühlen. Sommerkur für 3370V | Nervenkranke und Nervös-Erschöpfte Spexlalknranitalt Hothelm Im Taunus bei Frankfurt a. M. — Prospekte durch ■ San-Rat Dr, M, Sdwlze-KaMem,■ / Jlordseebad ZS—Jnsel Juist Das vornehme Familienbad der Nordsee 17 km langer, sehr breiter, reiner feinsandiger Naturstrand ohne Buhnen und Bauten, der innerhalb von 1—3 Minuten von allen Häusern erreichbar ist. Hotel-Pensionspreise in der Vorsaison von 5.50 Mk. an einschl. Bedienung, in der Hochsaison von 6.50 Mk. an einschl. Bedienung, Pensionshäuser entsprechend billiger. Wesentliche Senkung d. Kurtaxe dem Vorjahre gegenüber. Während derVor-und Nachsaison beträgt die Kurtaxe teilweise nur noch 50% der Vorkriegszeit. Kurkarteninhaber: Kalte Seebäder kostenlos; warme Seebäder Erwachsene 1 Mk., Kinder 50 Pf. 3879V Prospekte durch die Bade Verwaltung und Reisebüros. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 3. Juli, 19.30 bis gegen 23 Ahr: Aida. Montag, 4. Juli, 20 bis nach 22 Ahr: Der Apotheker. Hierauf: Gianni Schicchi. Dienstag, 5. Juli, 20 bis nach 22.30 Ahr: Macbeth. Mittwoch, 6. Juli, 20 bis nach 22.30 Ahr: Die Bohäm«. Donnerstag, 7. Juli, 20 bis gegen 22.30 Ahr: Falstaff. Freitag, 8. Juli, 20 bis 22.30 Ahr: Rigoletto. Samstag, 9. Juli, 20 bis nach 22.30 Ahr: Madame Butterfly. Sonntag, 10. Juli, 20 bis gegen 23 Ahr: Zirkus Aim6e. Schauspielhaus. Sonntag, 3. Juli, 20.15 bis nach 23.30 Ahr: Freilichtaufführung auf dem Römerberg: Geschichte Gottfriedens von Der- lichingen mit der eisernen Hand (Argötz). Bei schlechtem Wetter 20.15 Ahr im Schauspielhaus: Wetter veränderlich. Montag, 4. Juli, 19.30 bis 23 Ahr: Egmont. Dienstag, 5. Juli, 20 bis 22.30 Ahr: Welter veränderlich. Mittwoch, 6. Juli, 20.15 bis nach 23.30 Ahr: Freilichtaufführung auf dem Römerberg: Geschichte Gottfriedens von Derlichingen mit der eisernen Hand (Argötz). Bei schlechtem Wetter 20.15 Ahr im Schauspielhaus: Welter veränderlich. Donnerstag, 7. Juli, 20 bis 22.30 Ahr: Wetter veränderlich. Freitag, 8. Juli, 20.15 bis nach 23.30 Ahr: Freilich tauf- führung auf dem Römerberg: Geschichte Golt- friedens von Derlichingen mit der eisernen Hand (Argötz). Dei schlechtem Wetter 20.15 Ahr im Schauspielhaus: Wetter veränderlich. Samstag, 9. Juli, 20.15 bis nach 23.30 Ahr: Freilichtaufführung auf dem Römerberg: Geschichte Gottfriedens von Derlichingen mit der eisernen Hand (Argötz). Dei schlechtem Wetter 20.15 Ahr im Schauspielhaus: Wetter veränderlich. Sonntag, 10. Juli, 20.15 bis nach 23.30 Ahr: Freilichtaufführung auf dem Römerberg: Geschichte Gottfriedens von Derlichingen mit der eisernen Hand (Argötz). Dei schlechtem Wetter 20.15 Ahr im Schauspielhaus: Wetter veränderlich. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Ahr, 16 bis 17 Uhr. Samslag nachmittag geschlossen. Anzeigenauftrage sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten. SleusunsevHsk miD Stat.Alllcke LVogelSb. (Strecke Gießen—Zulda) Shvlftttrh. Erholungsheim Als Erholungsstätte sehr empfohlen. Stärkende Höhenluft. 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Thimig - Szöke Szakail in dem Eh Mädchenzum Heiraten Ab Montag: An unsere Mitglieder! Vergessen Sie nicht in der Zeit vom 4. bis 20. Juli d. J. Ihre Marken- Umsatz- u. Anteil-Karte in Ihrer Verteilungsstelle abzuliefern. — Das Geschäftsjahr 1931/32 ist beendet. Wir brauchen deshalb Ihre Unterlagen zur Verrechnung der Rückvergütung. Im Zelt der Deutschen Zeltmission auf dem Oswaldsgarten in Gießen finden von Sonntag, 3. Juli, bis Sonntag, 24. Juli 1932 jeden Nachm.,4 Uhr, (außer Samstag) Bibelstunden und jed. Abend, 8.15 Uhr, religiöse Volksvorträge über brennende Lebens-u. Ewigkeitsfragen statt Sonntag, 3. Juli, nachmittags 3 Uhr, Eröffnungsversammlung. Mittwoch u. Samst., nachm. 2.30 Uhr, Kinderversammlg. Die Abendvorträge der ersten Woche: Sonntag. 3.Juli: Kopfglaube,Wunderglaube,Heilsglaube Montag, 4. Juli: Seelenschlaf und Seelenwanderung Dienstag, 5. Juli: Ein Geschenk an deine Adresse Mittwoch, 6. Juli, Der Herr der Geister Donnerst., 7. Juli: Göttliche Ordnungen i. Familienleben Freitag, 8. Juli: Der Kampf um die Ehe 04008 Samstag, 9. Juli: Der internationale Gnadenzug Besonders billige Sommersfelle Hier nur 5 Beispiele: Waschmousseline 75 cm breit, wirklich gute Ware, in mo- demen Mustern... per Meter 0.42, 0.39, \JeJbtO » Waschkunstfeide 70 cm breit, tragfähige Qualitäten in O (D hochaparten Mustern, p.Meter 0.55, 0.48, Wollmousseline 75 — 80 cm breit, neue Muster, auf guter fV CQ Grundware.......per Meter 1.25, 0.98, ViOO Selenic (Kunsts.-Beiderwand) 70 cm breit, entzückende Muster und /V Farben................per Meter 0.95, VJevJLt K’seiden-Georgette 100 cm breit, fabelhafte Muster auf Bem- ‘"1 CL berg-Cröpe-Oriental.... per Meter 2.90, J. • ■ O Alle anderen Sommer-Stoffe zu entsprechend niedrigen Preisen Kohlen Wir haben mit dem heutigen Tage unserer Baumaterialienhandlung noch eine angegliedert — Es wird unser stetes Bestreben sein, unsere Kundschaft nur mit erstklassigen Brennstoffen zu bedienen und bitten wir um geschätzte Aufträge, deren prompte und reelle Erledigung wir zusichern. Sack & Jughardt gesellschaft Südanlage 20 Telephon 3850 ____________________________________________________________________________4958 D H. 0.16/32. 1m Hamen to Bolles! In Sachen der Witwen- und Daisenkasse des Reichs- und Staatsdienstpersonals, Allgemeine Lebensoersicherungsanstalt AG. zu München 4994D Klägerin, Prozeßbeoollmächtigter: Rechtsanwalt Kleinschmidt, Darmstadt, gegen Ludwig Wagner, Versicherungsvertreter zu Darmstadt, Roackstraße 5, Beklagten, Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt Amend zu Darmstadt, wegen Unterlassung und Feststellung. Entscheidung: I. Der Beklagte wird verurteilt — bei Meidung einer Geldstrafe bis zum Höchst- betrage von 1000 RM. für jede Zuwiderhandlung — die Behauptungen oder solche gleicher Art zu unterlassen: der Prooinzial- leiter Heinrich Karl Pfeffer sei nicht berechtigt, im Gesamtgebiete des Volksstaates Hessen für die Klägerin Aufnahmen zu tätigen und Gelder einzuziehen; seine derart betätigten Aufnahmen seien ungültig, jedenfalls soweit sie Oberhessen beträfen. Darmstadt, den 6. Mai 1932. Hessisches Landgericht II. Kammer für Handelssachen, gez.: v o n P f i st e r. K ö l b. Brink. Für die Ausfertigung: (L. S.) gez.: Falter, Justizinspektor. Bekanntmachung. Der nächste Viehmarkt in Gießen findet tatt:Dienslag, den 5. 3uli 1932, Rindoieh- (Nutzoieh-) Markt; Mittwoch, den 6. Juki 1932, Schweinemarkt. Auftriebszeit für den Rindoiehmarkt von 7 bis 8 Uhr vormittags; für den Schweinemarkt von 8 bis 9 Uhr vormittags. Auf dem Rindviehmarkt wird sämtliches Vieh gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. 49630 Gießen, den 2. Juli 1932. Bürgermeisterei Gießen. ______I. V.: Dr. Rosenberg.______ Bullenverkauf. Die Gemeinde Mainzlar beabsichtigt, einen abgängigen Faselbullen auf dem Submissionswege zu verkaufen. Käufer hierzu werden ersucht, ihre Angebote pro Zentner Lebendgewicht bis zum Donnerstag, dem 7. l. M., nachmittags 4 Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo auch die Verkaufsbedingungen bekanntgegeben werden. 4992D Mainzlar, den 2. Juli 1932. Bürgermeisterei. Vogel. Frankfurt am Main /A Pferde-Märkte 4. Juli, 15. August, 1 3. Oktober, 5. Dezember 1932 Durchschnittlich Auftrieb 700 Pferde all Rassen, auch Schlachtpferde: größte Aus- I wähl und beste Gelegenheit für Kauf oder Tausch. Ein Besuch dieser Märkte ist zu WD empfehlen. 4964 V I Der Handel Sonntags verboten.’ Verreist Dr. Knauff Vertreter: Dr.Malech, Seltersweg _________________________________________4956 D Cafe Leib ♦ Giefien Bente Samstag, den 2., n. Sonntag, den 3. Juli abends 8.30 Uhr 04038 Russisch. Original-Konzert Professor T. Donskoi Musik, Besang n.rnssisch.Nalionall&nze Fräulein A. Newsky Eintrittskarte im Vorverkauf 80 u. 70 Pf, Abendkassel Mk.,80Pf„ ArbeitslnseoOPf. Vorverkauf: Musikalienhaus Challier. VesuchtbieperledesOhmtales Homberg, Ohm, Oberheffen Gute und reichliche Verpflegung. Auto-Garagen - Große Terrassen - Badegelegenheit - Eigener Park. Frankfurter Hof 4971D_________Besitzer: Heinrich Deeg !. Steppdecken werden angefertigt und aufgearb. in Wolle und Dannen billigst — Nene Dannendecken, nahtdicht, beste Ein* schütte,weiße Dannen,von 60ülk.an, indenthrenlarb. Satin in allen Färb. Steppdeckenhaus Schott Walltorstraße 24 «E Kein Laden Bullenverkauf. Die Gemeinde Allendors a. d. Lumda verkauft am 6. 3uli 1932, norm. 11 Uhr, auf dem Submissionswege einen fetten, abgängigen Zuchtbullen. Schriftliche Angebote auf pro Zentner Lebendgewicht sind bis zu obigem Termin bei der unterzeichneten Behörde verschlossen und mit Aufschrift versehen einzureichen. Angebote, mit Vorbehalten und Bemerkungen versehen, bleiben unberücksichtigt. Die Bedingungen über den Verkauf können daselbst eingesehen werden und werden beim Termin nochmals bekanntgegeben. 4973D Allendors a. d. Lda., den 30 Junil932. Hess. Bürgermeisterei. __________Schneider.__________ Fischerei-Verpachtung. Freitag, den 8. Juli 1932, vormittags 10 Uhr, gelangt im Rathause dahier die derGemeinde zustehende Fischerei in der unteren Horloff (von der Brücke im Zuge der Provinzialstrahe Hungen — Rodheim ab bis zur Gemarkungsgrenze Inheiden und Hof-Graß) zur Verpachtung. Hungen, den I.Juli 1932. 4988D Hess Bürgermeisterei Hungen. Fendt.