m. 152 ^rühauSgabe 182. Jahrgang §re!tag. 1. Juli 1952 vrnSMdverlaz: vrLHI'sche Nnlverx-Är-Vuch- und Stelndnickerei H. fange ht Sietzen. Schrlftleltun, und Seschäftsstelle: Schulftratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig,- für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20", mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton l)r.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Bietzen. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Erscheint täglich, autzer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Vezngspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse unter Sammelnummcr 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehrn. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Ringen um neue Vorschläge. Frankreich wünscht enge Verbindung zwischen Tributzahlungen und alliierten Kriegsschulden. Französische Vorschläge. Restzahlung wenn Amerika nicht nachlätzt. Lausanne, 30. Sunt. (TU.) Das „'Büro“ ber Lausanner Konferenz, das den ganzen Donnerstagvormittag, zum Schluß ohne die Vertreter Deutschlands, getagt hatte, trat unmittelbar nach dem Frühstück um 14.30 Uhr wieder in den Gemächern des englischen Ministerpräsidenten zusammen. ® r aj Schwerin-Krosigk und Staatssekretär von Bülow nahmen anfänglich an d->r Sitzung teil, verließen jedoch um 17 Uhr Die Sitzung und kehrten -ins Savoh-Hotel zurück. Die Verhandlungen werden von den Engländern mit ungewöhnlicher Beschleunigung und Vachdruck geführt. Die französische Regierung soll nach Mitteilung von unterrichteter französischer Seite jetzt folgenden Vorschlag gemacht haben: Die deutsche Regierung verpflichtet sich zu zwei Zahlungen. Die erste Zahlung erfolgt als Beitrag Deutschlands zu der vorgesehenen gemeinsamen Kasse sämtlicher Mächte für den Wiederaufbau Europas. Die zweite Zahlung gilt als Restzahlung Deutschlands für die Tribute und wird bei der B 3 Z. hinter! egt. Auf der Grundlage dieser zweiten deutschen Zahlung tritt die englische und französische Regierung an die amerikanische Regierung mit dem Vorschlag heran, diesen Betrag als die Abschlußzahlung Englands und Frankreichs für die gesamten interalliierten Schulden anzu- fehen. Die amerikanische Regierung würde damit im Falle der Annahme dieses Vorschlages ihre Forderungen an die englische und französische Regierung als erledigt betrachten. Sollte dagegen die amerikanische Regierung diesen Vorschlag o b l e h - nen, so würde Deutschland weiterhin verpflichtet bleiben, an die europäischen Gläu- bigermächle diejenige S u tnme zu zahlen, die diese an die Vereinigten Staaten zu leisten haben. Die französische Regierung verzichtet somit nach diesem Plan auf ihren „ll e b e r s ch u h" aus den deutschen Tributzahlun- gen, den sog. „Solde nette“. Har> as glaubt zu wissen, daß die Alliierten am Donnerstag folgendenDorschlag aus- gearbeitet hätten: 1. Die Gläubigermächte sind bereit, auf alle weiteren deutschen Zahlungen auf Reparationskonto zu verzichten, wenn Amerika auf die interalliierten Schulden verzichtet. 2. Deutschland händigt der BIZ. sofort von der Reichsregierung garantierte Schuldverschreibungen aus, die jedoch erst von dem Tage an Zinsen tragen, an dem Deutschland feine Zahlungsfähigkeit wieder erlangt hat. Diese Schuldverschreibungen sollen sich auf sieben Milliarden Goldmark belaufen. Der Berichterstatter fügt hinzu, daß die deutsche Abordnung im Gegensatz zu diesem Vorschlag nur zweiMilliardenMark angeboten habe (inzwischen von deutscher Seite dementiert), und diese auch nur unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, vorher die deutschen Sachverständigen zu befragen. Die deutsche Abordnung weigere sich außerdem, irgendeinem Abkommen seine Zustimmung zu geben, das die Anullierung der Reparationen derjenigen der interalliierten Schulden unterordne. Es b e ft ä t i g t sich, daß die französische Regierung auf ihrer Forderung einer gleichzeitigen gemeinsamen Regelung des interalliierten Schulden- und des Tri - b u t p r o b l e m s bestehe. Aus gut unterrichteten französischen Kreisen erfährt die Telegraphen-Union, daß Herriot in den Besprechungen folgenden Standpunkt vertreten hat: Die französische Regierung kann unter keinen Umständen auf dem Grundsatz des unlösbaren Zusammenhanges zwischen den interalliierten Schulden und der deutschen Tributfrage verzichten. Diese Auffassung werde auch von der englischen Regierung ge- k e i l t. Die beiden europäischen Gläubigermächte würden in dieser Haltung durchMikteilungen v o n a m e r i k a n i s ch e r S e i t e b e st ä r k t, nach denen die amerikanische Regierung eine vollständige Streichung der interalliierten Schulden nach wie vor ablehne. Die deutsche Forderung auf Anerkennung der Gleichberechtigung Deutschlands In der Abrüstungsfrage sei wohl von französischer Seile, wie auch von englischer Seile als unannehmbar abgelehnt worden. Diese Frage könne ausschließlich im Rahmen der Genfer Abrüstungskonferenz behandelt werden, jedoch würde die französische Regierung sich bereiterklären, in die offizielle Schlußerklärung der Lausanner Konferenz den Wunsch auf eine gerechte Lösung des Abrüskungsplanes aufzunehmen, um damit in gewissem Sinne dem deut- fchen Standpunkt entgegenzukommen. In den Besprechungen sei eingehend über die Frage der deutschen Abschlußzahlung, deren höhen, Ausgabe und Bedingungen zwischen den Gläubigerstaaten beraten worden. Die französische Regierung lege keinen wert darauf, ob diese Summe nun vier, fünf oder sechs Milliarden betrage, halte jedochan demGrundsahderZahlungs- verpflichtung fest. Sollte die deutsche Regierung nicht in der Lage fein, sich mit Barzahlung an dem „Fonds commun“ für den Wiederaufbau Europas zu beteiligen, so könnten stattdessen wirtschaftliche Vorteile, die Deutschland bieten könnte, angenommen werden. Deutschland lehnt ab. Keine Plattform für die Wiederherstellung der Stabilität. Die verschiedenen Vorschläge der Gegenseite waren nach Mitteilung von deutscher Seite nicht geeignet, das von Deutschland auf dieser Konferenz angestrebte Ziel der endgültigen Regelung der Tributfrage zu erreichen. Diese Vorschläge würden lediglich die gegenwärtig in der Welt bestehende Unklarheit und Unsicherheit verewigen und in keiner Weise zu der jetzt so dringenden Wiederherstellung des Vertrauens führen. Die deutsche Delegation war daher f Lage, sich auf die Diskussion dieser Vorschläge einzulassen. Die Gerüchte, nach denen von deutscher Seite ein Angebot oder ein Vorschlag erfolgt sei, werden auf deutscher Seite auf das entschiedenste dementiert. Eine Nachtsihung. Bemühungen nm einen gemeinsamen Bor sch lag. Lausanne, 30. Suni. (TTl.) Das Bureau ber Konferenz trat am Donnerstag um 20 Ahr unter dem Vorsitz Macdonalds, ohne die Vertreter Deutschlands zu einer Sitzung zusammen, um einen gemeinsamen Vorschlag an die deutsche Regierung zu beraten. Jedoch sind, wie verlautet, Schwierigkeiten zutage getreten, so daß mit dem baldigen Zustandekommen eines gemeinsamen Vorschlages der Gläubigermächte vorläufig nicht gerechnet wird. Auf französischer Seite wird an der Möglichkeit positiver Lösungen gezweifelt und mit einer Vertagung der Konferenz gerechnet, über die jedoch endgültig erst Anfang nächster Woche entschieden werden soll. Dagegen zeigt man auf englischer Seite nach wie vor den für die englische Haltung typischen Optimismus und hält an der Auffassung fest, daß eine endgültige Regelung in der Tributfrage auf der Konferenz erreicht werden wird. Die optimistische Haltung der englischen Kreise erklärt sich durch das weitgehende praktischeInteresse, das England an einer endgültigen Regelung der Tributfrage hat, da die englische Regierung in erster Linie an der Sicher st ellung der privaten Anleihen Englands in Deutschland interessiert ist. Wer zahlt mehr Steuern? Deutschland besteuert Einkommen, Verbrauch und Aufwand um 20 bis 50 Prozent höher als Frankreich und England. Berlin, 30. 3uni. (ERB.) Einem vom Statistischen Reichsamt herau-sgegebenen Vergleich der Steuerbelastung in Deutschland, Frankreich uuö Großbritannien, dem der Stand der Steuergesetzgebung von Anfang 1932 zugrunde liegt entnehmen wir folgende interessante Angaben: Die kleinen und mittleren Einkommen bis zu 5 000 Mark (= 22 305 Frs. = 261 Pfd. Sterling) Reineinkommen, d. h. die Einkommen der Mehrzahl der Arbeitnehmer werden in Großbritannien und Frankreich entweder überhaupt nicht oder in nicht nennenswertem Maße zur Besteuerung herangezogen. 3m Deutschen Reich seht die Besteuerung — unter Berücksichtigung der Bürger» steuer — dagegen am frühesten und schwersten ein. Aber auch bei den größeren Einkommen liegt sie bei weitem an der Spitze und ist auch unverhältnis- uräßig höher als die der anderen Staaten. Die br i tischen Steuersätze sind für die kleinen und mittleren Einkommen etwas, für die größeren erheblich höher als die entsprechenden französischen. Reben den Steuern vom Lohn und Gehalt beanspruchen die Zwangsbeiträge zur Sozialversicherung einen erheblichen Teil des Arbeitsertrages. Diese Beanspruchung wiegt um so schwerer, als sie nur kleineund mittlere E inkommen trifft. Die deutschen Beiträge der Angestellten und Arbeiter in v. H. des Reineinkommens sind umdasDoppelteund Dreifache höher als die britischen und französischen. Reben den Steuern vom Lohn und Gehalt und den Sozialversicherungsbeiträgen sind auch die wichtigsten Steuern auf den Verbrauch und Aufwand, d. h. die Lebensmittel-, Getränke-, Genußmittelsteuern und die entsprechenden Finanzzölle sowie die Vergnügungssteuern in den Vergleich mit einbezogen worden. Bei den kleinen und mittleren und teilweise noch bei den höheren Einkommen beträgt die deutsche Belastung das Doppelte und Dreifache der französischen und britischen. Aber auch bei den hohen Arbeitseinkommen über 10 000 Mark (= 44 611 Frs. = 522 Pfd. Sterling) bleiben noch beträchtliche Unterschiede zu ungunsten des deutschen Arbeitnehmers. Rach Betrachtung der Besteuerung der Dividenden und Schuldenzinsen, der kaufmännischen und gewerblichen Gewinne und der in der kaufmännischen oder gewerblichen Unternehmung zusammengefatzten Produktionsfaktoren, die sämtlich beweisen, daß in der Gesamt- be steuerung das Deutsche Reich bei weitem an der Spitze liegt, heißt es zusaminenf affend: Die Untersuchung zeigt im Endergebnis, daß die steuerliche Beanspruchung in Deutschland bei industriellen und Handelsunter- nehmungen um20bis50 v. H. höher liegt als in Frankreich. Die Betrachtung weist ferner nach, daß das deutsche Volk-mehr als die anderen Völker in seinem Lebensstandard durch Steuern und soziale Abgaben beeinträchtigt wird. Für den Verbrauch verbleibt in Frankreich ein Resteinkommen, das etwa 20 v. H. höher liegt als in Deutschland, und in Großbritannien ein solches, das das deutsche um mehr als die Hälfte übersteigt. Preußen rüst das Reichsgericht an. Oie vom Reichsminister des Innern geforderten Zeitungsverbote. Berlin, 30. Juni. (ERB. Funkspruch, eigene Meldung.) Der Minister des Innern, S e v e r i n g, hat auf das Ersuchen des Reichsministers des Innern, den „B o r w ä r t s" und die „Kölnische Volkszeitung" auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten gegen politische Ausschreitungen vom 14. Juni 1932 auf fünf Tage z u verbieten, am 29. Juni d. I. geantwortet, daß er die gesetzlichen Voraussetzungen für Derbotsmatznahmen gegen diese beiden Zeitungen nicht als gegeben erachte. Der Minister hat daher die Entscheidung des Reichsgerichts angerufen. Aus der Begründung der Stellungnahme des preußischen Ministers des Innern teilt der Amtliche preußische Pressedienst u. a. mit: I. Zum geforderten Verbot des „Vorwärts". „Ich vermag nicht anzuerkennen, daß durch die beanstandeten Veröffentlichungen der Herr Reichspräsident ober die Reichsregierung beschimpft oder böswillig verächtlich gemacht wurde. Auch sehe ich in diesen Veröffentlichungen keine Gefährdung lebenswichtiger Interessen des Staates durch die Behauptung unwahrer oder entstellter Tatsachen, — toomeit das von dem Herrn Reichsminister des Innern angeregte Verbot aus §6 der Verordnung vom 14. Juni 1932 gestützt werden soll, muß der Tatbestand der Beschimpfung ausscheiden, weil das Merkmal einer besonders rohen Form nicht gegeben ist. Auch bezüglich des alter- nativen Tatbestandes ber böswilligen Verächtlichmachung fehlt es schon an bem objektiven Merkmal. Die Auslassungen ber Zeitung in ber Sonbcrnummer behaupten nun zwar, baß zwischen ber Aufhebung des Uniformverbotes einerseits und ben wirtschaftlichen Lasten ber Rotverorbnung vom 14. Juli 1932 anberseits ein politischer Zusammenhang bestehe. Die scharfe Kritik bes Stanbpunktes ber« jenigen Staatsbürger, als beren Sprachrohr ber „Vorwärts" als Zentralorgan ber Sozialbemokrati- fchen Partei anzusehen ist, kann ich indes noch nicht als Kundgebung ansehen, die ben Herrn Reichspräsidenten unb die Reichsregierung als mit einem sittlichen Makel behaftet hinstellen unb sie als ber Achtung ber Volksgenossen unroürbig erscheinen lassen will. Die von bem Herrn Reichsminister des Innern für die Stützung bes Verbots gegebene Begrünbung vermag ich besonbers aus rechtlichen E r - wägungeq herauf ebensowenig anzuerkennen. Eine Gefährbung lebenswichtiger Interessen des Staates im Sinne dieser Bestimmung könnte nur bann vorliegen, wenn burch die bcanftanbete Veröffentlichung bie Gefahr ernst haft er Ge - roalttätigteiten in Gestalt von Aufruhrbewegungen ober anberer innerer Unruhen hervorge- rusen würbe. Daß aber bie Auslassungen in ber Zeitung bie Hervorhebung von Gewalttätigkeiten ber vorbezeichneten Art besorgen ließen, vermag ich um so weniger anzuerkennen, als ber auf berfelben Seite in ber mittleren Spalte oben abgebrurfte bestimmt ernst gemeinte Aufruf „Sozialbemo- traten! bewahret kaltes B l u t!" zur Zurückhaltung unb zur Unterlassung von Gewalttätigkeiten aufforbert. II. Zum geforderten Verbot der „Kölnischen Volkszeitung". Ich vermag nicht zu erkennen, inwiefern bie Ausführungen bes beanstandeten Artikels eine nach Form ober Inhalt besonders verletzende rohe Aeuße- rung der Mißachtung gegenüber bem Herrn Reichskanzler enthalten sollte. Die Ueberschrisken „Schwere Mißgriffe bes Herrn Reichskanzlers" und „Ist Herr von Papen noch als Delegationsführer möglich?" stellen lebiglich eine Kritik an ber politi» schenrHa 11ung bes Herrn Reichskanzlers auf ber Lausanner Konferenz bar. Mehr als eine solche scharfe, ober doch sachliche Kritik, wie sie übrigens von Blättern ber politischen Rechten noch vor ganz kurzer Zeit im Hinblick auf die Außenpolitik ber Regierung bes früheren Herrn Reichskanzlers in ungleich härterer Form völlig unbean ft anbet g e - brückt werben konnte, kann meines Erachtens in diesen Ausführungen keinesfalls gesehen werben. Ob der Herr Reichskanzler burch bie Ausführungen des Artikels in objektiver Hinsicht verächtlich gemacht ist, kann dahingestellt bleiben. Trotz aller Schärfe der geäußerten Kritik liegt es auf ber Hanb, daß bie Angriffe aus rein sachlichen und nationalen 'Ii’om--n, vor allem aus ber Sorge um die innere Einheit des deutschen Volkes bei feinem Ringen um die äußere Befreiung entsprungen sind. Der Tatbestand konnte, da er die Behauptung oder Verbreitung unrichtiger ober entstellter Tatsachen zur wesentlichen Voraussetzung hat, nur indemAbdruckdesInterviews erblickt werden, das der Herr Reichskanzler nach ci-or Meldung des „Makin" französischen Pressevertretern gewährt haben soll. Die Tatsache der Veröffentlichung im „Matin", die — soweit ich es übersehen kann — von einem sehr großen, wenn nicht dem überwiegenden Teil der deutschen Presse, und zwar auf Grund einer Mitteilung des zu amtlichen Verlautbarungen der Reichsregierung stets benutzten W o l s f - scheu Telegraphenbureaus gebracht worden ist, wird Wohl nicht bestritten. 3nfofcm liegt also jedenfalls keine Behauptung oder Verbreitung einer unwahren oder entstellten Tatsache vor. Ob der von dem „Matin" veröffentlichte Wortlaut des Interviews richtig war. konnte von der deutschen Tagespresse unmöglich nachgeprüft werden. Die Richtigstellung, die der Herr Reichskanzler durch das WTB. über den Inhalt des Interviews hat verbreiten lassen, nötigte die deutschen Zeitungen jedenfalls nicht, ihren Lesern ben Te?t der Veröffentlichung des „Matin" vorzuenthalten: die Veröffentlichung der Richtigstellung hatte vielmehr überhaupterstdanneinen Sinn, wenn auch der Text der Veröffentlichung des „Matin" bekannt - ge geben wurde. Der selbstverständlichen Pflicht, auch die Richtigstellung zu bringen, ist die oeitung nachgekommen. Schließlich vermag ich nicht zu ersehen, inwiefern der Abdruck des im „Matin" veröffentlichten Interviews in einer deutschen Zeitung lebenswichtige Interessen des deutschen Reiches auf bem Debiet der Außenpolitik gefährden sollte. Ein Verschweigen in der deutschen Presse hätte die Tatsache der französischen Veröffentlichung nicht aus der Welt schassen können. Iedenfalls forderte die Erörterung in der Öffentlichkeit die Richtigstellung des im „Matin" veröffentlichten Textes des Interviews unb ft ä r f t e burdj bie einhellige Ablehnung ber bem Herrn Reichskanzler unterstellten Aeußerungen meines Erachtens ben Rückhalt der deutschen Delegation in der öffentlichen Meinung der Heimat beachtlich. Durchführungsverordnung der innerpolitischen Notverordnung in Hessen. vinzialbirekkio der P o l i z e i ä m j p o liz e i amts tungen, Darmstadt, 30. Juni. (WSN.) Durch Verordnung bes hessischen Gesamtmini st e- r i u m s wirb auf Grunb ber §§ 5, 7 Abf. 1 § 19 Abs. 2 ber Verorbnung des Reichspräfi gegen politische Ausschreitungen vorn 14. I der Minister des Innern al Landesbebörde für Maßnahn §§ 5 und 7 ber Verorbnung für Volksstaates für zustänbig erklär amte im Sinne bes § 1 N Nr. 2 ber Verorbnung fin denk, bie Minister en 1932 erste „"ach ben Bereich des .eiten de Bend bes §6 Abs.l Staatsprä si« Wirtschaftspolitische Forderungen des Industrie- und Handelstages. De rlin, 30. Sunt (WTD.) *Sx>r Vorstand des Deutschen Industrie- und Handelstages, die Ge- samtvcrtretung der deutschen Industrie- und Handelskammern hat zu den wichtigsten wirtschaftspolitischen Fragen Stellung genommen. Die fortschreitende Zerrüttung der deutschen Volkswirtschaft wie der Weltwirtschaft verlangt von den verantwortlichen Staatsmännern den klaren Entschluß. endlich die Reparationszah- lung en als eine der Hauptursachen der Wirtschaftskrise aus der Welt zu schaffen. Für Deutschland ist eine auf Erhaltung und Steigerung der deutschen Fertigwarenausfuhr und in diesem Rahmen auf weltwirtschaftlichen Güteraustausch gerichtete Handelspolitik notwendig. Zu einer solchen Handelspolitik zwängen bei aller Rücksicht auf die Erhaltung der deutschen Landwirtschaft insbesondere arbeitsmarktpolitische Gründe. Reben dieser Rotwendigkeit steht die der Förderung der Arbeitsbelebung im In- lande. Hierfür bleibt es das Wichtigste, der Privatwirtschaft durch die Wahrung der innerpolitischen Ruhe und Ordnung, durch eine die Lebensnotwendigkeiten der Privatwirtschaft beachtende Wirtschafts-, besonders Lohnpolitik und durch eine unter voller Sicherung der Währung auf Erleichterung der Kreditbeschaffung abzielenden Bankpolitik, die unerläßlichen Unterlagen produktiver Arbeit zu gewährleisten Angesichts der Dölligen Erschöpfung der Steuerkraft des deutschen Volkes ist es um so dringender notwendig, endlich die läng st reifen produktiven Reformen auf dem Gebiete der Staatsverwaltung wie der Sozialversicherung durchzufuhren. Eine planmäßige staatliche Beeinflussung der Wirtschaft muß auf wichtigste Ziele und auf die Mittel staatlicher Wirtschaftspolitik beschränkt bleiben, wenn nicht die gerade jetzt dringend notwendige Entfaltung der persönlichen Kräfte in verhängnisvoller Weise unterbunden werden soll. Reichsverband des deutschen Handwerks zu den Wahlen. Hannover, 29. Juni. (TU.) Der Reichsverband des deutschen Handwerks veröffentlicht einen Aufruf zu den Wahlen in dem es u. a. heißt: Das deutsche Handwerk ruft zur Sammlung aller willigen nationalen Kräfte: seine Sendung ist es, die deutsche Volksgemeinschaft an ihren gefährdeten Stellen zu tragen und zu stützen, obwohl es sich selbst dem härtesten wirtschaftlichen Druck ausgesetzt sieht. Der Reichsverband warnt ernstlich, eine Berufsstandsordnung zu zerschlagen, die in der Arbeit von Jahrhunderten aufgebaut ist, die sich bewußt von Parteieinflüssen ferngehalten und auch in Zukunft fernzuhalten hat. Innungen, Fachverbände und Handwerkskammern müssen in ihrem Aufbau und in ihrer gemeinschaftlichen Zusammenarbeit als anerkannte Formen der Selbstverwaltung und Berufsvertretung erhalten bleiben und in ihnen ein Maß verantwortlicher Mitarbeit aller Handwerker, wie es dem Rechtsempfinden eines politisch freien Volkes entspricht. NGOAp. und neue Notverordnung. München, 30. Juni. (ERB. Funkspruch.) Unter der Ueberschrift „Reichsrecht bricht Länderfronde" schreibt die nationalsozialistische Parteikorrespondenz u. a.: Durch die zweite politische Notverordnung ist der reichsrechtlichen Regelung bezüglich des Uniformtragens und der Demonstrationsfreiheit i m ganzen Reichsgebiet Geltung oer- schafft worden. Damit ist einemrechts-und verfassungswidrigen Zu st and e, der von gewissen Länderregierungen noch mit Polizeigewalt aufrechterhalten wurde, ein Ende bereitet. Die NSDAP, erwartet, daß die Reichsregierung nunmehr auch über die Durchführung dieser Reichs- notoerordnung allen schwarzroten SabotagLversu- chen gegenüber mit aller Entschiedenheit wacht. Der „Völkische Beobachter" schreibt zu der neuen Notverordnung: Es dürfte sich in Bälde zeigen, ob der den obstruierrenden Ländern in der Handhabung der Polizeigewalt gewährte Spielraum nicht zum Ausgangspunkt neuer Willkür und Sabotage werde. Es müsse auffallen, daß die Reichsregierung sich zwar ausdrücklich Vorbehalten habe, unberechtigte örtliche Verbote außer Kraft zu setzen, daß in diesem Vorbehalt aber das örtlicheUniformverbotnichtausdrück- lich mit einbezogen werde. Es gebe nur zwei Möglichkeiten der kommenden innerpolitischen Entwicklung. Entweder die verantwortlichen Polizei- Minister der Länderregierungen tun ihre Pflicht oder aber sie erfüllen ihre Pflicht nicht. Dann wäre es Sache der Reichsregierung den einzigmöglichen Schluß zu ziehen, daß ein Teil der Länder vorübergehend unfähig geworden sei, seine polizeilichen Aufgaben in ausreichender Weise zu erfüllen. In einer Bemerkung der „Bayerischen Staatszeitung" von der „Separation der Ordnungsliebenden" erblickt der „Völkische Beobachter" nichts anderes als die Ankündi- gung neuer U n t e r d r ü ck u n g s m a ß n a h- men. Krawalle an der Berliner Llniversiiäi. Berlin, 30. Juni. (TU.) In der 11-Uhr- Paufe kam es heute wieder im Vestibül der Universität zu Zusammen ft ößen zwi- I schen rechts- und linksstehenden Studenten. Rufe | wie „Deutschland erwache", „Juden raus", „Hitler verrecke" und andere ertönten. Lieder wurden gesungen. Während der Verhandlungen des Rektors, die fünfviertel Stunden dauerten, kam es zu Schlägereien mit Spazierstöcken, Riemen, Koppelschlössern, wodurch mehrere Anwesende verletzt wurden. Die rechtsstehenden Studenten verlangten, daß die Juden das Gebäude vor ihnen verlassen mühten. Schließlich verfügte der Rektor die Schließung der Universi- t ä t. Mit Hilfe von Professoren gelang es schließlich zunächst, die linksstehenden Studenten zu veranlassen, die Vorhalle zu verlassen. Darauf zogen die rechtsstehenden Studenten aus dem entgegengesetzten Ausgang ab. Rach der Schließung der Universität und dem Auszug der beiden Gruppen kam es vor der Universität und in den Rebenstraßen zu starken Ansammlungen, in deren Verlauf sich weitere Zusammenstöße ereigneten. Die Polizei sah sich genötigt, einzugreifen und mehrere Bereitschaften einzusetzen, die zunächst die Universitätsstraße räumten und dann Unter den Linden die Ansammlungen zerstreuten. Die Schließung der Universität ist bis Samstag angeordnet. polnischer Offizier erschießt deutschen Sportler. Kattowitz, 30. Juni. (TU.) Im Stadion- bad zu Myslowitz wurde am Mittwochnachmittag ein deutscher Sportler von einempolnischen Offizier erschossen. In den Restaurationsräumen saßen polnische Offiziere, die jedoch nicht als solche zu erfennen waren, da sie, wie die übrigen Gäste, Badeanzüge trugen. 2lls sie ihre Zeche nicht bezahlen wollten, kam es zu Meinungsverschiedenheiten mit einigen am Rebentisch sitzenden deutschen Sportsleuten. Don diesem Tisch soll dabei die Aeußerung gefallen fein, daß man diese Gesellschaft, wenn sie nicht bezahlen wolle, hinauswerfen möge. Die Sportler gingen dann wieder ins Bad zurück. Einer der Offiziere namens Kucharzki holte aus seiner Kabine seinen Revolver und streckte einen der Sportler, den 26jährigen Fleischergesellen Emil W i n t e r st e i n aus Myslowitz, den Sohn eines angesehenen Fleischermeisters, nieder. Der Schuß drang dem Winterstein in die Schläfe. Um 21 Uhr ist er dann im Krankenhaus gestorben. Rach dem Mord flüchtete der Offizier in seine Kabine. Rur durch das Eingreifen der Polizei und des Besitzers der Badeanstalt konnte der polnische Offizier vor der erregten Menge, die ihn lynchen wollte, geschützt werden. Er wurde später der Militärgendarmerie übergeben. Die Eltern des Ermordeten trifft das Schicksal um so schwerer, da es sich um den zweiten Svhn handelt, der durch eine Kugel einer polnischen Militärpersvn getötet wurde. Deutschlands Forderung nach Gleichberechtigung. Die Beseitigung der Diskriminierungen Deutschlands durch den Versailler Vertrag. Berlin, 30. Juni. (ERB.) Zu der von Reichskanzler v. Papen in Lausanne ergangenen Aufforderung auf Beseitigung der Diskriminierungen Deutschlands durch den Versailler Vertrag wird amtlich darauf hingewiesen, daß es sich um dieBestimmungenderTeile V und VIII des Vertrages handelt, die die Ent- waffnungs- und R e p a r a ti o n s k la u- sein einschließlich^!) es Kriegsschuldartikels enthalten und die uns vor allem i n eine Position minderen Rechts hinein- geörängt haben. Rur durch die Beseitigung dieser Diskriminierungen kann die Gleichberechtigung Deutschlands hergestellt werden. Wenn in der deutschen Erklärung auch von der Sicherheit gesprochen wird, so handelt es sich dabei keineswegs etwa um die Sicherheit irgendeines einzelnen Staats, sondern um die Herstellung der allgemeinen politischen Sicherheit in Europa. Rur unter diesen Voraussetzungen, so wird ausdrücklich betont, hat Reichskanzler v. Papen die Bereitwilligkeit erklärt, einen Beitrag zum Wiederaufbau Europas zu leisten. Es handelt sich bei diesem Angebot keineswegs um eine Leistung in irgendeiner Form an Frankreich, sondern um einen Beitrag, der dem Wiederaufbau des darniederliegenden Europas dienen soll und für den ausdrücklich als Voraussetzung die Gesundung der deutschen Wirtschaft genannt worden ist. Lieber die Höhe dieses Beitrages ist noch nicht gesprochen worden. Unerwarteter Besuch Herriots beim Kanzler. Lausanne, 30. Juni. (TA.) Die Sitzung des Bureaus der Lausanner Konferenz unter Vorsitz von Macdonald wurde kurz vor 18 Ahr für eine Stunde unterbrochen. Während der Unterbrechung der Sitzung begab sich H e r r i t> t überraschend in Begleitung seines Kabinettschefs in das Hotel Savoh zu einer Unterredung mit dem Reichskanzler und den deutschen Ministern. Der Besuch dauerte 40 Minuten. Rach Abschluß brachte der Reichskanzler den französischen Ministerpräsidenten an seinen Wagen und verabschiedete sich freundlich von ihm. Ueber den Verlauf der Unterredung wird von den Beteiligten absolutes Stillschweigen bewahrt. Gleich, nachdem Herriot das Hotel verlassen hatte, fand eine Besprechung der maßgebenden Mitglieder der deutschen Abordnung statt. Herriot reist nach Paris. Er beabsichtigt, Samstagfrüh wieder in Lausanne einzutreffen und am Samstagnacht wieder nach Paris zurückzureisen, um am Sonntag an den Deisetzungsfeier- lichkeiten für Driand teilzunehmen. Am Sonntagabend kehrt er dann wieder zurück. Der Kanzler hat seine ursprünglich auf Donnerstagabend festgesetzte Abreise nach Berlin vorläufig aufgegeben. 125 Millionen - tleberbrücküngskredit für das jRcid?. 'Berlin, 30. Juni. (ERB.) Wie wir erfahren, hat das Reich in den letzten Tagen über einen Ueberbrückungskredit verhandelt, der den Zweck hat, über den Juni-Ultimo hinweg- zuhelfen. Die Verhandlungen sind auch bereits zum Abschluß gekommen. In Dolle Sachen aus der Sommerfrische. Don Hanü Riebau, Vegesack. Der Reroenchok. Man braucht nicht in fremde Länder zu fahren, um Abenteuer zu erleben. Auw die Lünebur- ger Heide hat ihre Tücken. Jedenfalls, als Herr Schonnemann und Frau mit Herrn Masnich und Frau nebst Sohn, Tochter und Schwägerin nach einer kaum zweitägigen Erholungsfahrt aus der Steppenwildnis um Lüneburg herum zurückkamen, war Herrn Schonnemanns Leibesgewicht um acht- zehn Pfund vermindert, und seine Stirnhaut bewegte sich in rhythmischen Zuckungen von solchem Ausmaß, daß Herr Schonnemann nur noch von seinem „Nervenchok" sprach. Die Sache selbst aber hat sich so zugetragen: Herr Schonnemann (und Frau) war mit Herrn Masnich (und Familie) in die Heide gewandert. Vor einem dichten Erlengebüsch hatten sie sich gelagert, hatten ihre Zelte aufgeschlagen, gegessen, getrunken und geschlafen. Dann aber hatte Herr Schonnemann seiner Frau gewinkt. „Komm," sagte er, „wir wollen einen kleinen Spaziergang machen." Und bann machten sie einen kleinen Spaziergang. Einmal links, einmal rechts. Ueber Stock und Stein, ohne Weg und Steg. Als zwei Stunden herum waren, blieb Frau Schonnemann stehen, wischte sich den Schweiß von der Stirn und sagte: „Kaffeetrinken!" „Jawohl," nickte Herr Schonnemann, „wir wollen zurück gehen." Und sie gingen zurück. Einmal links, einmal rechts. Ueber Stock und Stein. Ohne Wea und Steg. Als sie zwei Stunden gegangen waren, bsteb ^rr Schonnemann stehen. „Mein Gott," sagte er . Wor gelegte Jahresbericht und bie Bilanz legten den wiederum günstigen Abschluß desGc- lchäftsjahres 1931 dar. Ein Ueberschuß tron tuub 27 000 Mk. konnte der Gewinnreserve zugeführt werben. Dem (Borftanb unb bem Rechner wurde einstimmig Entlastung erteilt. An Stelle des seitherigen zweiten Vorsitzenden,' Oberlanbesge- richtsrat Weicker, der mit Rücksicht auf fein Alter von diesem Amt zurücktrat, wurde Ober* finanzrat Lucius (Darmstadt) von ber Mit- glieberversammlung zum zweiten Vorsihenben gewählt Für bas verstorbene langjährige Dor- stanbsmitglieb Vermessungsrat (Berg aucr (Darmstadt) wurde Dermessungsrat T r a u s ch (Darmstadt) als Beisitzer gewählt. Die Mitglie- berversammlung bankte dem (Borftanb für bie gewissenhafte Geschäftsführung. Als Tagungsort ber nächsten Mitglieberversammlung würbe Offenbach bestimmt. * * D i e Wiedersehensfeier der 88er in Hanau. Die erste, große Wiedersehensfeier aller Angehörigen des ehemaligen Reserve-Jnsan- terie-Regiments 88 nach dem Weltkriege findet nunmehr bestimmt am 29. und 30. Oktober 1932 in der alten Garnisonstadt Hanau a. M. statt. Das Programm ist fertiggestellt und gutgeheißen worden, auch die einzelnen Ausschüsse sind gewählt. Näheres erfahren die Kameraden, soweit sie bis jetzt gemeldet sind, in den nächsten Tagen. Wilddiebe überfallen einen Förster. WER. Densheim, 30. Juni. Z w e i Wilddiebe wurden im Jägersburger Wald von einem Förster überrascht. Sie überfielen den Förster, mißhandelten ihn mit einem Prügel und verschwanden, nachdem sie bem Förster noch bas Gewehr entwenbet hatten. Die Spuren wurden mit Polizeihunden verfolgt, und so konnten die Täter als zwei hiesige Einwohner, Vater unb Sohn, festgestellt werben. Das Gewehr hatten sie unterwegs bereits weg* getoorfen. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst In ber Synagoge (Südanlage). Samstag, 2. Juli. Vorabend 7.45 Uhr, morgens 8.30 Uhr. Predigt abends 9 und 9.40 Uhr. Wirtschaft SJL-tfpoit Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H, Lombardzlnsfuß 6 o. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.M. Banknoten. und mit nun den den Deutscher Sieg bei der Henley-Regatta. Vuhh schlägt den englischen Favoriten Vrocklebank. Am Mittwoch begann auf der Themse bei London die große Henley-Ruder-Regatta. 'Hauptprogrammnummer des ersten Tages waren die Vorläufe um die „Diamond'Sculls". Im ersten Lauf siegte der zweitbeste englische Skuller S. South- w o o d. Eine Sensation brachte dann der zweite Lauf, der zu einem grandiosen Kampf zwischen dem deutschen Favoriten V u h tz (Berliner Rader-Club) und dem besten englischen Skuller, Brocklebank Buntes Allerlei. Das Reichsgericht gegen ».Made in Germany". Ms vor etwa 40 Jahren die deutsche Konkur- renz auf dem englischen Weltmarkt fühlbar führte. Der Deutsche ging gleich in Führung lag beim Posten, auf halber Strecke, bereits vier Längen in Front. Der Engländer machte verzweifelte Anstrengungen, um wieder an deutschen Gegner heranzukommen. Kurz vor Tennismeisterschaft in Wimbledon. Am Mittwoch schieden bei den Tennismeisterschaften in Wimbledon mit Krahwinkel/von (Tramm die letzten noch im Rennen liegenden Deutschen aus. Das deutsche Paar verlor gegen Betty Nuthall/Spence mit 7:5, 2:6, 6:2. Im Damen-Einzel besiegte die Amerikanerin Helen I a k o b s die Französin Frau Mathieu leicht mit 7:5, 6:1. Für das Endspiel im Herren-Einzel haben sich der Amerikaner Ellsworth Sines und der englische Spitzenspieler Bunny A u st i n qualifiziert. dann nach Auflösung deS gesetzlichen Reservefonds (t V. 1 015 759 Mk. und gleichzeitiger Kapitalherabsetzung in erleichterter Form von 8 auf 7,2 Mill. Mk. einen Verlust von 1242 000 Mk. aus, der vorgetragen werden soll (i. V. 8 Prozent Dividende). * Rheinische 21®. für Braunkohlenbergbau und D r i ke t t f a b r i k a t i o n, Köln. Die Rheinische 21®. für Braunkohlenbergbau und Brikettfabrikation, Köln, will von der gegenwärtig gegebenen Möglichkeit der erleichterten Einziehung von eigenen Aktien Gebrauch machen. Der Vorstand schlägt vor, von den auS früheren Kapitalerhöhungen bei der Gesellschaft noch verfügbaren un£> mit Pari zu Buch stehenden nom. 10122 300 Mark eigenen Aktien nom. 8 100 000 Mark einzuziehen. Frankfurter Abendbörse weiter freundlich. Frankfurt a. M., 30.3uni. Die freundliche Grundstimmung des Mittagsverkehrs blieb auch an der Abendhörse bestehen, wenngleich die Umsätze auf ein Minimum beschränkt blieben, weil die Spekulation infolge der innerpolitischen Hochspannung Zurückhaltung an den Tag legte. Anderseits war man im Hinblick auf Lausanne weiter optimistis ch, ebenso boten die festen Auslandbörsen der Tendenz eine gute Stühe. Gegen den. Berliner Schluß zogen IG.- Farben 0,25 Prozent an und konnten sich im Verlaufe nochmals leicht erhöhen: im übrigen blieben die Kurse gut behauptet. Der Reutenmarkt lag fast vollkommen umsatzlos und die Kurse zum Mittagsschluh unverändert. Rheinische Htzpotheken-Dand-Gold- pfandbriefe begegneten weiter einigem Interesse. Reubesitzanleihe 3,55, Altbesitzanleihe 38, Danat- bank 18,50, DD.-Dank 30, Reichsbank 123, Gelsenkirchen 31, Aschersleben 86, Rheinische Braunkohlen 166, Aku 32, AEG. 20,50, Licht und Kraft 67, IG.-Farben 88, Gesfürel 52,50, Lahmeyer 73,50, Rütgerswerke 31,75, Hapag 10,50, Norddeutscher Lloyd 11,10. Zieltribünen war aber Brocklebank der- maßen erschöpft, daß er ohnmächtig zusammenbrach und ins Wasser fiel. Er konnte glücklicherweise sofort gerettet werden. Buhtz beendet nun das Rennen, ohne sich völlig auszugeben, in der Tagesbestzeit von 9:21 Minuten. Im nächsten Lauf hatte der für den Thames Rowing-Club star- tende G. v. O p e l gegen den Engländer West keine Chance, er wurde auch glatt in 10:11 Minuten geschlagen. Buhtz und Dötzelen weiter erfolgreich. In den Rennen um die Diamond-Sculls haben sich die deutschen Teilnehmer Buhtz und B ö tz e - len behauptet. Dötzelen siegte in seinem Vorlauf gegen den Engländer Sinne bei bewegtem Wasser in der guten Zeit von 9:21 Minuten. Der deutsche Meister Buhtz, Berlin, startete schon im Zwischenlauf gegen den erstklassigen Engländer Q. F. Southwood. den er überlegen mit zwei Längen Vorsprung in der fabelhaften Zeit von 9:05 Minuten bezwang. Mit diesen beiden Erfolgen sind die Chancen der deutschen Teilnehmer auf einen Endsieg beträchtlich gestiegen. In Hannover und Berlin finden die zweiten gemeinsamen deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Turner und Sportler statt. Die Männermeister- schastsn werden in Hannover, die der Frauen in Berlin ausgetragen. Weit über 600 Einzelmeldungen wurden für die beiden Titelkämpfe abgegeben, eine Zahl, die das Dorfahrs-Meldeergebnis trotz der inzwischen wesentlich verschlechterten Wirtschaftslage übersteigt. Den Meisterschaften kommt durch die bevorstehenden Olympischen Spiele, für die noch keine deutsche Expedition endgültig aufgestellt ist, besondere Bedeutung zu. Mit Ausnahme von vier Konkurrenzen gehen überall die Titelverteidiger von 1931 wieder cm den Start. Sie haben nicht überall klare Siegeschancen, da zum Teil neue Kräfte nach vorn gekommen sind, andererseits die Meister in ihrem Können Einbuße erlitten haben. Es gibt aber doch eine ganze Reihe ausgesprochener Favoriten. Die Bedeutung der Kämpfe als letzte Ausscheidung für Los Angeles wird dazu führen, daß jeder Teilnehmer mehr als Deutsche Leichtathletik. und Deutsche Schwimmer-Meisterschaften *Inlandweizenvermahlungs zwang bis zum Erntebeginn. Im „Reichsanz." wird eine Verordnung über die Vermahlung von Inlandweizen veröffentlicht, welche die Handhabe für die Verarbeitung der Restbestände des vom Federal Farm Board erworbenen Hartwinterweizens durch die dem Konsorttum deutscher Weizenmühlen angehörenden Mühlenbetriebe bietet. * Weizenmagazinierung bei den Mühlen. Im Reichsernährungsministerium haben, wie WTD.-Handelsdienst erfährt, im Zuge der vor dem 2lbschlusse stehenden Verhandlungen über die Maßnahmen zur Sicherung einer angemessenen Verwertung der neuen Getreideernte Besprechungen über eine zusätzliche Lagerung von Getreide bei den Mühlen stattgefunden. Die Mühlen haben sich grundsätzlich bereit erklärt, in den Monaten des Hauptangebotsdruckes eine beträchtliche Menge Inlandweizen Über das Rormalmaß der Dorratswirtschaft hinaus aus dem Markt zu nehmen und einzulagern. * Der Reichsindex für die Lebens- haltungskosten im Iuni. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung. Be- kleidung und „sonstiger Bedarf") beläuft sich für den Durchschnitt des Monats 3uni auf 121,4 gegenüber 121,1 im Vormonat: sie ist somit um 0,2 Prozent gestiegen. Es hat sich erhöht die Indexziffer für Ernährung um 0,6 Prozent auf 113,4; zurückgegangen sind die Indexziffern für Bekleidung um 0,5 Prozent auf 117,2 und „sonstiger Bedarf" um 0,4 Prozent auf 165,9. Unöer- ändert geblieben sind die Indexziffern für Wohnung mit 121,4 und für Heizung und Beleuchtung mit 133,8. Innerhalb der Dedarfsgruppe Ernährung haben die Preise für Gemüse, Eier und Kartoffeln angezogen: zurückgegangen sind hauptsächlich die Preise für Butter und Milch. * Hartmann & Draun-A®., Frankfurt a. M. Die Generalversammlung der Hart- marm & Draun-A®. Frankfurt a. M. erledigte die Regularien und beschloß, den für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgewiesenen Verlust von 235 033 Mark auf neue Rechnung vorzutragen (i. D. aus 163 610 Mark Reingewinn 7 Proz. Dividende auf die Stammaktien und 8 Prozent auf die Vorzugsaktien). * DhckerhvffLcWidmannA®., Wiesbaden-Biebrich. Der AR. der Dyckerhoff & Widmann AG., Wiesbaden-Biebrich, hat be- schlvssen, der für den 23. Iuli 1932 einzuberusen- den GB. dvrzuschlagen, neben den normalen 2lb- schreibungen von 920 000 (1 057 846) Mk. durch die Verhältnisse in Südamerika bedingte Sonderabschreibungen vorzunehmen. Der Abschluß weist wurde, nahm England ein Gesetz an, wonach jede Ware nach ihrem Ursprungsort bezeichnet werden mußte. Das „M ade in German y“, das als Abwehrmaßnahme gedacht war, aber wurde bald zur besten Reklame für die deutschen Werterzeugnisse. So ging es 41 Iahre lang. Ietzt aber hat das Reichsgericht in einem Prozeß entschieden, den eine amerikanische Firma gegen eine deutsche Fabrik auf Unterlassung der Aufschrift „Made in Germany“ angestrengt hatte, daß künftighin die englische Aufschrift durch eine deutsche zu erf etzen sei, weil die Be- zeinung den Käufer zu der irrigen Auffassung verleiten könnte, daß es sich nicht um ein deutsches, sondern um ein englisches Erzeugnis handele. Das Reichsgerichts-Tlrteil führt zur Begründung weiter aus, daß außerhalb Nord- deutschlands die meisten Verbraucher den Sinn von „Made in Germany" gar nicht verstehen würden. Sie hielten dieses Warenzeichen für den Beweis, daß es sich um ein ausländisches Fabrikat handele und lehnten, je nach ihrer persönlichen Einstellung, den Kauf der mit den drei englischen Buchstaben bezeichneten Ware ab. Ein Reichsgerichts-Urteil beendet also den Streit um das „Made in Germany", der vor mehr als einem Menschenalter beinahe zu internationalen Verwicklungen geführt hätte. Ein Menschenkind wächst unter Affen auf Die Schauergeschichten von Tarzan, dem unter Affen herangewachsenen Menschen, mit dessen Abenteuern vor einiger Zeit ein federflinker englischer Romanschriftsteller die Lesewelt beglückte, sind glücklicherweise vergessen, aber das Leben schreibt weiter solche Romane, wie eine Meldung aus Iohannesburg zeigt. In dem Bezirk von Drakensberg in Südafrika war vor vier Monaten ein kleiner Knabe verschwunden und konnte trotz eifrigen Suchens nicht gefunden werden. Run bemerkten kürzlich Bergsteiger zwischen den Felsschluchten ein Kind, das mit einer Herde von Pavianen zusammen herumlief. Man glaubte zunächst, daß es sich um einen Iungen handelte, mit dem die Tiere vertraut geworden waren und der mit ihnen gelegentlich spielte. Aber einer der Bergsteiger beschloß, der Sache näher nachzugehen und bemerkte, daß das Kind mit den Affen zusammen auf allen Vieren in eine Höhle kroch Hier wurden Stticke rohen Fleisches, abgenagte Schafsknochen und Maiskolben gefunden, die von den Feldern des benachbarten Tales stammten. Das Kind hatte sich in seiner Ernährung wie in seiner Haltung den Affen vollständig angepaht. Es wurde aus der Schar seiner seltsamen Spielgefährten gerettet und den Eltern wiedergegeben. Oie Preisbindungen. Berlin, 30. Iuni. (TU.) Der Aeichskom- missar für Preisüberwachung teilt mit: Gemäß der 4. Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen und zum Schuhe des inneren Friedens vom 18. Dezember 1931 1. Seil §8 läuft am 30. Iuni 1932 die Frist ab, innerhalb der gebundene Preise unter Aufrechterhaltung der Preisbindung nicht erhöht und fernerhin neue Bindungen für solche Preise, für die bei Inkrafttreten des Kapitels. der genannten Verordnung eine Bindung nicht bestand, nicht vorgenommen werden dürften. Zahlreiche Anfragen veranlassen den Reichskommissar für Preisüberwachung, darauf hinzuweisen, daß die von ihm erlassenen Verordnungen und Anordnungen, sowie die von ihm mit einzelnen Wirtschastsverbänden getroffenen Vereinbarungen über den 1. Iuli 1932 hinaus n Kraft blrrben. Die Aufhebung dieser Qkrccbnungen, Anordnungen und Vereinbarungen wird im Einzelfalle dann erfolgen, wenn es die Wirtschaftslage zuläßt, oder erfordert. Oie Deutsche Reichsbahn im Mai. Berlin, 30. Iuni. (WSB.) Der Güterverkehr der Deutschen Reichsbahn erfuhr im M a i eine geringe, rein saisonmäßige Belebung. Auch der Personenverkehr war im ganzen etwas stärker als im Vormonat, er blieb jedoch bei der trostlosen Wirtschaftslage erheblich hinter dem Verkehr des vorjährigen Mai zurück. Die Einnahmen im Mai betrugen insgesamt 243,36 Mill. Mark, während sich die Gesamtausgaben auf 312,57 Mill. Mark beliefen. Die Gesamteinnahmeausfälle von Ianuar bis Mai betragen gegenüber 1931 434,5 Mill. Mark. OiSkontsenkung der Bank von England. London, 30. Iuni. (WTD.) Die D a n k v o n England hat heute ihren Diskontsatz von 2,5 auf 2 Prozent ermäßigt. sonst sein Bestes gibt. Die gewaltige Nervenprobe für jeden Einzelnen kann allerdings auch dazu fuhren, daß gerade bei diesen Meisterschaften keine Offenbarungen geboten werden. Aber auch die Tilelkämpfe der Schwimmer stehen rm Zeichen der Olympia-Proben. 123 Einzelmeldungen und 50 Stafselmeldungen wurden aus allen Teilen des Reiches abgegeben. Die gesamte deutsche Schwimmer-Elite ist in Elb- florenz versammelt. Auch hier wird es überall harte und schwere Kämpfe geben. Den Titelverteidigern wird es nicht leicht fallen, ihre Positton gegen den Ansturm der jüngeren Generation, der neuen Talente, zu verteidigen. Die Aussicht auf die Reise nach Amerika wird auch hier alle Teilnehmer zwingen, alles aus sich herauszugeben, um sich einen Platz in der deutschen Olympiamannschaft zu sichern. Angesichts der teilweise recht guten Ergebnisse bei den Meisterschaften der Landesverbände wird man auch mit guten Leistungen rechnen dürfen. ♦ Die deutsche Olympia . Expedition, die Ende der kommenden Woche die Reise nach Los Angeles antritt, wird etwa 80 Aktive umfassen. Gedächtnisfeier und Turnermarsch zum (Sauturnfest. Aus Anlaß des Gauturnens am kommenden Sonntag in Gießen wird am Vormittag gegen 10 Llhr eine kurze Gedächtnisfeier durch den Vorstand des Gauausschusses und Abordnun- gen des Turnvereins und Männerturnvereins für die verstorbenen Sumerführer im Gau I, Gau- vertreter Friedrich Helm und Gauschriftführer Karl Wenzel, auf dem Reuen Friedhof stattfinden. Die Gießener Turnerschaft wird sich an dem Empfang der auswärtigen Turner am kommenden Sonntag um 8 Ähr, sowie an dem Marsch nach der Dolkshalle geschlossen beteiligen. Näheres ist aus der heuttgen Anzeige ersichtlich. Handball im Gau Hessen (O. T.) M1V. Gießen I — TV. Münchholzhausen I 7:4 (4:1). Nachdem die 1. Handballmannschaft des Gießener Männer-Turnvereins in der Wetzlarer Iubi- läumsturnierwoche vor einigen Tagen gegen den Tv. Wetzlar-Niedergirmes erfolgreich war, konnte sie auch das zweite Treffen, das am gestrigen Dienstag ebenfalls in Wetzlar zum Austrag gelangte, siegreich zu beenden. Gegner war die 1. Mannschaft des Tv- Münchholzhausen, die jetzt in die Meisterklasse aufgerückt ist und eine recht ansehnliche Spielstärke erreicht hat. Das Spiel war alles andere als „schön" zu nennen, denn der kurz vor Spielbeginn niedergegangene wolkenbruchartige Regen verwandelte den ganzen Sportplatz in ein Schlammbad. Heber den Verlauf dieses Treffens ist nicht viel zu sagen, da man weder schöne Einzelleistungen noch Kombinattonen sehen konnte, denn die Spieler konnten infolge der Glätte des Dodens weder sicher stehen noch laufen. Im großen ganzen merkte man bei der Mtv.-Mannschaft, die während der ganzen Spielzeit leicht überlegen spielte, daß sie mehr Wett- kampferfahrung besaß und genaueres Zuspiel und Deckungsspiel zeigte. Dei der gegnerischen Mannschaft glänzte vor allem der Torwart. Die Gießener Männerturner haben einen verdienten Sieg errungen. Das nächste Spiel, das die Mtv.-Mannschaft in diesem Iubiläumsturnier auszutragen hat, kommt am morgigen Freitagabend gegen die 1. Mannschaft des Tv. Wetzlar zum Austrag. Die Wetzlarer Mannschaft spielt schon seit zwei Iahren in der Kreisklasse und stellt wohl neben dem Tv. Niedergirmes den schwersten Gegner dar. Kurze Sportnotizen. Karl Steding, dem Oberturnwart der Deutschen Turnerschaft, wurde in Anerkennung seiner Verdienste um die turnerische Erziehung des Volkes die Adlerplakette des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen verliehen. * Süddeutsche Vereins meist er im Schwimmen wurden bei den Herren DfvS. München und bei den Damen Bayern 07 Nürnberg. * Ei n Bayrischer Schwimmer-Bund, der insgesamt 52 Vereine umfaßt, ist anläßlich der süddeutschen Meisterschaften in Nürnberg gegründet worden. Jraniiur. jji. Berlin Frankfurt a.2)I. Berlin Jranuur. a. 2)1. Berlin Schluß- kurs Echlußl. Abendbörse Schluß» kurs Schluß!. Mltiag- börse Schluß- kurs Schluß!. Abend- Mi-fe Schluß, kurs Schluß!. Mittag» börse Schluß- kurs Schluß!. Abend- bürte Schlußkurs Schlußk. Mittagbörse Datum 29.6 30 6 29.6 30.6. Dalum 29.6 30 6. 29 6. 30 6 Datum 29.6. 30.6. 29.6. 30.6. 6% Deutsche Retcheanleiye d.192'< 51,5 50,5 50 — Hamburg-Amerika Pake, . . . h 10,25 10,5 10 10,65 Rtebeck Montan......7,2 — — — —— 7% Deutsche Reichsanlethe v. 1929 53,5 53 58,4 58 Hamburg-Südam. Dampsschis . 0 Bereinigte Stahlwerke .... 4 14 14 14 14,25 6%% Doung-Anleihe von 1930 . 60,75 60,75 60.9 60,4 Hansa Dampsschiss .... . 0 — — 17,5 18,25 Otovi Minen......16'/, 10,5 10,5 10,13 10.75 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 37,25 Norddeutscher Lloyd .... . 6 11 11,13 11 11,25 Kaliwerke Aschersleben ... 10 86 86 85 86,75 Auslos.-Rechten....... 38 36,9 37,8 A.G. sür Verkehrswesen 9ÖL - . 27 26,25 25,75 Kaliwerke Westeregeln ... 10 96,4 96 96 96 Desgl. ohne NuSlos.-Rechte . 3,5 3,55 3,55 3.65 Berliner Handelsgesellschaft . 8 88 89 89 89 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15 152 152,5 155.5 8% Hess. Volksstaal von 1929 lrückzahlb. 102%)...... 44,5 Commerz- und Privat-Bank. Darmstädter und Nattonalban 7 16 16 16 16 43 44 — 8 18,25 18,5 18,5 18,5 I. G. Farben-Jndustrie... 12 87,75 88 87,25 87,75 Oberhessen Provinz-Anleihe mii Deutsche Bank und Auslos.-Rechten ..... 35 35 — * DiSconto-Gcsellschast. . . Dresdner Bank...... 6 30 18,25 30 30 30 18,5 Verein, chem. Industrie Frank. Deutsche Komm. Sammelabk. 6 18,5 furt a. M........... .M. Scheideanstalt....... 10 131,5 131 Anleihe Serie 1 • . . ■ 32 33 33 33,5 Reichsbank........ 12 122,7' 123 122,5 122,9 — —- 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse Goldschmidt.........0 16 16,25 T6 16,13 15 unkündbar bis 1935 .... 62 62,75 — — A.E.G........... . 7 20,5 20.5 21 20,75 RütgerSwerke........6 30,75 31,75 31 32,25 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse Bergmann . ....... . 9 17 Metallgelellschaft.......5 24,13 24,13 23,5 24,25 unkündbar bis 1936 Serie 16 . 61,5 62 — — Elektr. LieferungSgesellschast. 10 — 58 56,5 57