Montag, 1. Zebruar 1952 182. Zahrgang Hr. 26 Erster Blatt GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ii686. Drtwf ewö Verlag: vrihl'sche Univerftlätr-Vuch' eeb Stehiöruderei H. Lange in Gieren. 5chriMettnnq und Heschästrltelle: SchuUtraße 7. Annahme von Anzeige» für die Tagtsnummft bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, ausmärts 10 Reichspfennig; für Re« klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20' mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwoniich für ‘Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr ^.Ibpnot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil Max Filter, iämtlich in (Biehen. Erfcheinl täglich, außer Sonntags und JeteNcWS Beilagen: Die Illustrierte CuRtner Familienblatter Heimat m Bild Die Scholle monats Beingsprels: Mit 4 Beilagen RM 1 95 Ohne Illustrierte , l 80 Zustellgebühr. , -.25 Auch bei Nichterscheinen non einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt, zentfvrechanschlüße enter Sammelnummer 2251 Anschrift |tir Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Krieg ohne Kriegserklärung. Die Kämpfe in Schanghai werden wieder ausgenommen. — Die chinesische Zentralregierung will Den Japanern entgegentreten. Keine Kriegserklärung. China aber zum äußersten Widerstand entschlossen. Conbon, 31.Ian. (1DIB.) Vie Nachricht de» Reuterbüros aus Nanking, bafj die chinesische Regierung beschlossen hat. Japan den Krieg zu erklären, hat keine Betätigung erhalten. Nach einer im „Blalln“ veröffentlichten Agenturmeldung aus Nanking hat der neue chinesische Außenminister kategorisch die Nachricht dementiert. China würde noch heute Japan (Lugen Tschen, der frühere Außenminister der Kanton-Regierung. hat in Schanghai den Abwehrkampf gegen die japanische Invasions-Armee organisiert. den Krieg erklären. Lr habe vielmehr betont, daß China niemals den Krieg erklären werde, aber daß es wider st and leisten und bis auf den letzten Mann und auf die letzte P a t r o h e s i ch wehren werde, solange Japan China Gewalt antue und es erniedrige. Die legitime Verteidigung sei durch das internationale Gesetz und sogar durch die Humanität gerechtfertigt. Der Sih der nationalen Regierung wurde von Nanking nach h o n a n f u in der westlichen Provinz honan verlegt. Die Regierung hat ein Kommunique veröffentlicht, in dem sie den japanischen Angriss auf Schapei brandmarkt und die Unterzeichner des Völkerbundspaktes, des Kellogg- Paktes und des N e u n m ä ch t e v e r t r a g e s dringend ausfordert, unverzüglich pof 1- tive Maßnahmen zu treffen, „damit Recht und Internationale Verpflichtungen nicht vom japanischen Militarismus mit Füßen getreten werden". Tschiangkaischek ruft China zu Den Waffen. Schanghai, 31. San. (WTB.) Tschiangkai- fchek richtete an die militärischen Führer China- ein Telegramm, in dem er sagt. „Je mehr wir ertragen, desto angrifsSlustiger werden die Japaner. China ist in Gefahr. Wer vaterländisch empfindet, kann die Bedrückung durch die Japaner nicht länger ertragen. Der Augenblick ist getotranen, d a die Regierung und ihre Marschall Tschiangkmschek. der Obern-hblsbaber der chinesischen Truppen. Armeen fich erheben müssen, um die Ehre der Ration und daS Dasein des chinesischen Dolles zu verleid, gen. Wir wollen unä lieber schlagen und Opfer bringen, als uns vor den Japanern zu beugen, die das Recht verletzt und den Weltfrieden gebrochen haben." Ein eben in Banking eingetroffener chinesischer Flieger erklärte, daß ein endloser Zug chinesischer Soldaten von der Provinz Honan nach Banking marschiert, um den Kampf gegen die Japaner «us-unehmen. Aus Kanton [mb Flugzeug« entsandt worden. Die besten Truppen Tschiang- kaischeks versammeln sich in Banking, das als Hauptquartier auserkoren worden ist. Jeder Führer, jeder Soldat erklärte sich bereit, zur Derteidigung des Lande- zu kämpfen. Der Deist der Bation scheine von einem Tag zum andern sich umgewandelt zu haben. China appelliert erneut an Den DölkerbunDsrat. Genf. 31. Ian. (WTB.) Der chinesische Vertreter im Völkerbundsrat hat den Ratsmitgliedern eine neue Note über die Vorgänge in Schanghai Äugeben lassen, in der es heißt: Der japanische Versuch, Schanghai zu Überfällen und zu besetzen, ist wiederum eine Verletzung der Satzung und der Entschließungen des Völkerbundes, des Kelloggpak- I tes und Neunmächtevertrages. China hat langmütig I die japanischen Angrifsshandlungen, die sich immer | weiter ausdehnen, erduldet. Der Angriff auf Schanghai gefährdet die Haupt st a d t Nanking. China ersucht hiermit den Völkerbund, rasche und wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um weitere japanische Angriffshandlungen zu vermeiden. China behält sich das Recht vor. angemessenen Ersatz der von Japan angerichteten Schäden zu verlangen. 3m übrigen wird in Genfer chinesischen Kreisen das Gerücht über eine bevorstehende oder auch nur beabsichtigte Kriegserklärung Chinas ganz entschieden in Abrede gestellt Eine Kriegserklärung wäre, wird weiter betont, ein schwerer politischer Fehler, durch den sich China vor der ganzen Welt ins Unrecht setzen würde. Tschiangkaischek bereite eine Proklamation an das chinesisch Volk vor, in der er z u r B e s o n - nenheit auffordert und unter Hinweis auf das Vertragstreue Verhalten Chinas von den Mächten verlangt, daß diese sich ihrerseits an die übernommenen Verpflichtungen halten. Erneuter Protest Amerikas in Tokio. Gegen die Mißachtung der internationalen Konzession in Schanghai. Truppenverstärkungen aus Marita angeordnet. — Oie Bedeutung Schanghais für den amerikanischen Handel. Washington, 1. Febr. (WTB. — Reuter.) Die amerikanische Regierung hat einen Protest an Japan gesandt. Der Protest bezieht sich auf den allgemeinen Grundsatz der 03 erleb u n g internationaler Rechte durch den japanischen Einfall in Schanghai. Die japanischen Behörden hätten sich verpflichtet, die internationale Biederlaffung nicht in ihre militärische Operation einzubezie- hen. Trotzdem seien japanische Truppen in dieBiederlaffung gebracht worden, und ic benutzten die Biederiassung als Operativ n s b a s i s. Schließlich fei Japan ohne d i e versprochene Warnung ins Chinesenviertel eingedrungen, habe auf Zivilisten geschossen und Bomben abgeworsen. (TU. Funkspruch.) Präsident Hoover hatte am Sonntagnachmittag mit Staatssekretär Stirn- f o n, Unterstaatssekretär Castle, Marinesekretär Adam und Admiral P r a 11 eine längere Besprechung über die Chinafrage. Auf die dringende Anforderung des amerikanischen Generalkonsuls in Schanghai hat Präsident Hoover ungeordnet, daß der Marinetransporter »Chaumont" 1000 Mann Infanterie und 400 Seefol- baten von Manila nach Schanghai bringen soll. Das amerikanische Marineamt hat für die gesamte Flotte und für die Marinereservisten erhöhte Bereitschaft an- gcortmet 3m Board os Trabe Handelsamt wird ausdrück, lich erklärt, Amerika fei stark daran interessiert, daß der Hafen von Schanghai für den internationalen Verkehr zugänglich bleibe. Die Gesamteinfuhr im Hafen von Schanghai habe im Fahre 1930 318 Millionen Dollar betragen. An dieser Summe seien in der Hauptsache die Vereinigten Staaten mit 78 Millionen Dollar, 3apan mit 59 Millionen Dollar, Britisch-Snbien mit 43 Millionen Dollar, England mit 38 Millionen Dollar beteiligt gewesen. Die A u ss u hr aus dem Hafen von Schang. Hai nach Amerika habe 40 Millionen Dollar erreicht England sucht zu vermitteln. London schlägt eine neutrale Zone in Schanghai vor. London, 31. Jan. (WTB) Trotz des Sonntags herrschte heute in Downing st reet fieberhafte Tätigkeit. Bezeichnend ist. daß auch der amerikanische Geschäftsträger m London im Laufe des Tages mehrfach den Premierminister besuchte. Am Spätnachmittag Der» össentlichte das Foreign Office eine Mitteilung, in der es heißt: Heute vormittag fand eine Sitzung in Downingstreet statt, an der u. a. der Premierminister, der Schatzkanzler, der Staatssekretär des Auswärtigen, der Erste Lord der Admiralität und der Chef desReichs- generalstabs teilnahmen. Die Situation in Schanghai und die militärische Lage wurden erwogen Cs wurde beschlossen, außer den bereits in Schanghai befindlichen drei Bataillonen ein Kriegsschiff von Hongkong zu entsenden, das ein Bataillon Infanterie und eine Batterie Artillerie führt. Aus einer Sitzung, die heute in Schanghai unter dem Vorsitz des britischen Generalkonsuls stattsand und auf der der amerikanische Generalkonsul, der japanische und der chinesische Befehlshaber anwesend waren, wurde vvrgeschlagen, e i n e neutrale Zone zwischen den chinesischen und japanischen Truppen zu schalsen, die von den Truppen der neutralen Mächte beseht werden soll. Der britische Generalkonsul ist jetzt unterrichtet worden, daß die britischen Truppen mittoirfen sollen, wenn die neutrale Zone geschaffen werden kann und daß die amerikanische Regierung ersucht wird, eine gleiche Aktton zu unternehmen. Die britische Regierung bringt auch in die japanische und die chinesische Regierung, den Plan einer neutralen Zone anzunehmen. Die Presse kommentiert z. T. ironisch die Tatsache, daß womöglich eine chinesische Kriegserklärung am Dorabend der Abrü - I stungskonferenz erfolgen soll. — „Sunday Erpreß" fordert die Rückberufung der britischen Minister aus Gens. — „Sunday Times" gibt zu, daß die Abrüstungskonferenz kaum unter ungünstigeren Umständen zusammentreten könne, betont jedoch bah das zu offenkundige Fehlschlagen der vorhandenen Maschinerie, eine Atmosphäre des Friedens und der Stabilität zu schassen, das stärkste Argument eines neuen Ausgleiches unter den Rationen sei. — „Observer" bemerkt, niemand würde vor- auszusagen wagen, daß die Konferenz irgend etwas Bedeutendes erreichen werde. Aber selbst schmähliches Scheitern würde fein Gutes haben. Auch ein englischer Protest. London, 31. San. (WTB.) Der britische Bvtschaster in Tokio gab dem japanischen Minister des Aeuhern bekannt, daß er angewiesen fei, feine Aufmerksamkeit auf die Gefahren zu lenken, denen Leben und Eigentum der britischen Untertanen durch d ie japanische Aktion in Schanghai ausgesetzt seien, und gegen die Verwendung der internationalen Konzession a l s Angriffsbasis zu protestieren. Der Dot- fchaster forderte ferner, daß die Japaner alles unternähmen, um so bald als möglich die normalen Verhältnisse wieder herzustellen. Der japanische Außenminister versicherte, daß er für die Beunruhigung bet brittschen Regierung volle- Verständnis habe und fügte hinzu, es würde alles getan werben, was möglich sei. Die Konzession sei auch nach seiner Ansicht feine AngrifssbasiS unb würbe auch nicht dazu dienen. WaffenstttlstanD gescheitert. Tie amerikanisch-vritische -Vermittlung in schanghai erfolglos geblieben. Schanghai, 31. San. (WTB) Die von dem britischen und dem amerikanischen Generallonsul zwischen dem japanischen Admiral Ehioawa unb bem chinesischen Oberbesehlshaber vereinbarte Friedenskonferenz fanb im britischen Konsulat statt 17 japanische Flugzeuge kreuzten währenb ber Besprechungen über der Stadt. Die Konferenz wurde schließlich nach etwa dreistündiger Dauer ergebnislos abgebrochen. Teilnehmer der Äonfeten) berichteten, daß die Dormittagsverhandlungen zunächst einen hoffnungsvollen Verlaus nahmen Während der Bachmittagssihung seien jedoch alle Dorsch l ä g e aus dem einen ober anderen Grunde und wegen verschiedener Einwendungen von der einen oder anderen Seite wieder verwor- s e n worden. Mit einem Wiederzusammentritt der Konferenz könne man erst wieder rechnen, wenn die japanischen Behörden hier von Tokio neue Weisungen erhalten hätten. Die chinesischen Dertreter hätten alle japanischen Dorschläge abgelehnt. Don den japanischen Unterhändlern war u. a. verlangt worden, daß alle Führer der j apanf eindlichen Bewegung den japanischen Behörden zur Aburteilung ausgeliefert I werden. Der japanische Standpunkt. Kein selbständiges Vorgehen in bei zronzesjionszone. Tokio, 30. San. lWTB.) Der Außenminister teilte dem britischen Botschafter mit, daß Sapan in ber auslänbischen KonzessionSzone in Schanghai nichts unternehmen werbe, ohne sich vorher mit ben örtlichen Behörden verständigt zu haben. Ein Vertreter des Außenministeriums gab zu verstehen. daß Sapan sich veranlaßt sehen könnte, sich aus dem Völkerbund zurückzuziehen, wenn Der Kaiser von Sapan Hirohito, dessen Name (auf deutsch „Leuchtender Friede") in der Politik Sm ins gegen China bisher wenig zur Geltung gekommen ist. eine Berufung auf die Artikel 10 und 15 de» Dölkerbundspaktes erfolge. Sapan würde die Et -» nennung einer Dölkerbundskommis-^ sion zur Untersuchung ber Vorgänge in Schanghai begrüßen, wenn es sich um einen Wunsch beet Völkerbundes handele, sich über die wahre Lage durch Augenschein zu überzeugen. Sapan sei jedoch nicht imstande, Empfehlungen der Kommission als bindend anzusehen. Wenn China seins Truppenverstärkungen nicht aus eine sichere Entfernung zurückziehe, so bedeute dies nicht nur für die Lage der japanischen Marinekräste, sondern auch für die internationale Zone selbst die größte Gefahr. Die Sa- paner erklären, wenn sie gezwungen gewesen seien, die Bordgrenzen der internationalen Zone unb die Straßen, die von dort nach Tschapei führen, zu besehen, so sei das wegen ber burch bie anttjapamsche Boykottbewegung geschaffenen Lage geschehen. Diese Bewegung habe sich sogar auf bie Konzes s i onszone ausgeb e h n t, obwohl diese ihre Beutralität hätte bewahren müssen. Neue Kämpfe in Schanghai. Schanghai, 1. Febr. (WTB.) Kurz nach 23 Ahr örtlicher Zeit brach am Sonntag nach mehrstündiger Ruhe ein scharfer Kamps im nördlichen Teil der Stadt aus. Gr begann mit unregelmäßigem Gewehrfeuer. Dann setzte Maschinengewehr seuer ein, unb schließlich nahm das Feuer derart zu, daß ei n e rege Irechte Schlacht im Gange war. Gin japanisches Kriegsschiss gab gestern Ma. fchinengewehrfeuer gegen bie Drücke ab, bie von ber internationalen Niederlassung nach bem Bezirk Hongkew sührt. Drei chinesische Flüchtlinge würben baburch getötet Die Sapaner erklären, bas Feuer fei gegen vereinzelte Scharfschützen gerichtet gewesen. Die Brände in Schapei sind erloschen. Der Schaden wird auf 1 Million Pfund Sterling geschätzt Die Sapaner haben die völlige Kontrolle über das Hongkew-Viertel der internationalen Niederlassung vom Sutschu-Fluß nach Norden. Bewaffnete japanische Reservepoli- zisten hielten Motorradfahrer und Fußgänger an, töteten einen Chinesen und verwundeten zwei Ausländer. Amerikanische Marinesol- baten nahmen 27 solcher Polizisten fest. 12 Personen, unter ihnen ein junger Portugiese, wurden in der internationalen Niederlassung durch Streifschüsse verwundet. Bei den Unruhen in Schanghai sind bisher Leben und Eigentum deut« scher Staatsangehöriger nicht zuscha- den gekommen. Die Stadtbehörden der internationalen Bieder- lassung haben sich angeblich nach London unb Washington mit der Ditte gewandt. schnellstens weitere Derstärkun- gen nach Schanghai zu senden. Aus Hongkong wird berichtet, daß von dort 2000Manneng- lischeTruppen nach Schanghai entfanöt werden sollen. Laufende von angsterfüllten Chi« denjenigen Möchten verweigern, die heute keine Sicherheit hätten. Die internationalen Verträge dürften zwar nur mit Zustimmung beider verlragsteile geändert werden, aber die heute bestehenden internationalen Verträge enthielten unhallbareVe- dingungen. hierzu gehöre in erster Linie die Krlegsschuldklaufel. Diejenigen Mächte, die diese Klausel geschaffen hätten, mutz- ten letzt selbst frelwilligdieseklaufel wieder auslöschen. Als 1919 die Kriegs- fchuldklaufel geschaffen wurde, schien es einzig und allein denkbar, daß sie nur während einer kurzen Jtift gelten könnte. Jetzt könnte diese Klausel nicht mehr weiter ausrechterhalten werden. Der Erzbischof gebrauchte In diesem Zu- sammenhang das Bild, datz man, wenn eine Explosion erfolgt sei. nicht nur fragen dürfe, wer das Streichholz habe fallen lassen, sondern fragen müsse, wer den Boden mit Pulver bestreut habe. Denn die bevorstehende Abrüstungskonferenz im Geist des Evangeliums sich versammeln solle, so müsse der Kriegsschuldartikel verschwinden. Volksfront für Hindenburg. Ein Schreiben Dr. Sahms an die deutsche Presse. Berlin, 30.Jan. (ÖIB.) Der Oberbürger, meister von Berlin Dr. S a h m hat in Fortführung seiner Aktion fürdiewiederwahlde, Reichspräsidenten v. Hindenburg an die gesamte deutsche presse ein Schreiben gerichtet, in dem er seine Pläne darlegt, von der am Montag, dem 1. Februar, erfolgenden Gründung des Ausschusses Kenntnis gibt und die Anter- stühungderpressefürdleAnterfchrif- te n Werbung erbittet, die nach den gesetzlichen Bestimmungen für die Vorlage eines solchen Wahl- Vorschlags erforderlich ist. da 20 000 Mähler dar- getan werden müssen, wenn der Vorschlag nicht von einer Partei usw. ousgeht. Das Schreiben gipfelt in einer Erklärung, in der es heißt. daß dieses Unternehmen keinerlei Einzelinteressen verfolge, sondern nur den Zweck habe, in der wichtigen Frage der Reichspräsidentenwahl einmal alles Trennende zurückzu stellen und die große Volksfront für Hindenburg zu ermöglichen. „Deutschlands Zukunft". so schließt das Schreiben Dr. Sahms, „darf nicht..den mehr oder minder hemmenden Bindungen einzelner Per- sönlichkeiten geopfert werden. Gerade jetzt müssen wir Deutschen beweisen, daß wir einig sein können, wenn die Stunde es for- dert und daß wir eine Sache um der Sache willen zu betreiben vermögen. Ich richte deshalb wie an Sie an jede einzelne deutsche Zeitung die Bitte, hier einmal alle Gegensätzlichkeiten beiseite zu lassen und zu helfen, daß eine geschlossene V o l k » f r o n t für den Reichspräsidenten v. hinden- bürg zustandekommt." Vor Veginn der Abrüstungskonferenz Henderson in (Senf. — Oie Eröffnungsrede am Dienstag nachmittag durch Rundfunk verbreitet. Oingeldey spricht in Frankfurt. Frankfurt a. M.. 30. San. Die Eine Nationale Kund- ab. bei der der Führer der DVP.. nei<68- n8*Ibet), das Referat "k0* au6: Unter den Sin. T^8en deS Trommelfeuers der französischen ft™ deutschen Volke in den nächsten Monaten schwere Prüfungen bevor. Diejeni- Fort mit der Kriegsschuldlüge! Der Erzbischof von gort fordert im Genfer Bittgottesdienst für die Abrüstunas- tonferenz gleiche Sicherheit für alle und Beseitigung des Versailler KriegSschuldparagraphen. nesen strömen in die internationale Niederlassung. Man befürchtet, daß Lebensrnittel- knappheit eintritt. Fleischvorräte sind nur für drei Tage vorhanden, die Preise sind teilweise um 100 v. H. gestiegen. Oie Politik -er Sowjetunion Moskau. 31. San. (WTB.) 3n seiner Er- öffnungSrede der 17. Kommunistischen Parteikonferenz sprach der Vorsitzende des Volkskommissariats M o l o t o f f über die Außenpolitik Rußlands, die eine Friedenspolitik sei. Wir tun, erklärte er, alles, um neue imperialistische Ueber- fälle auf die Republik und den Sozialismus zu verhindern. Die Ereignisse im Fernen Osten fordern von uns die ernsteste Wachsamkeit und Bereitschaft bet äleberraschungen kriegerischer Kreise der ausländischen Bourgeoisie. Russische Weißgardisten in der Mandschurei und in Paris schmieden offen Pläne zurLoslösungdesFernenOstenS von der Sowjetunion und zur Schaffung eine« „Pufferstaates" mit ausländischer Unterstützung unter Beteiligung der aus der Intervention in Öen Jahren 1918 und 1919 bekannten internationalen Abenteurer von der Art i des Generals Gaida und seiner Anhänger. An solchen Gefahren für die Sowjetunion können wir nicht vorübergehen und passive Zuschauer bleiben. Havas dementiert ein französisch-japanisches Einverständnis. Paris, 31. San. (WTB.) Die Agentur Havas veröffentlicht ein offiziöses Dementi. Die osfiziel- I len französischen Kreise dementieren die im Aus- I land verbreiteten Rachrichten, es bestehe ein französisches Abkommen, auf Grund dessen Frankreich im FernenOsteneine Iapan günstige Haltung einnehme! gegen die Zusicherung, daß die japanische Delegation in Genf die französische Abrüstungsthese auf der be- I ginnenden Konferenz unterstützen I werde. Man erkläre außerdem, dah die Nachricht. I die französischen Behörden in Schanghai hätten I den japanischen Streitkräften die Erlaubnis I erteilt, in die französische Konzessionszone I einzudringen, jeder Begründung entbehre. In dieser Zone werde die Ordnung nach wie vor I von der französischen Polizei sichergestellt. (TU.) Der Erzbischofvon Templer, der zweithöchste anglikanische Kirchenfürst deS englischen Königreiches. hielt am Sonntag anläßlich der bevorstehenden Eröffnung der Abrüstungskonferenz ernen Gottesdienst ab. in dem er eine schriftlich festgelegte Rede rein politischen Charakters hielt. Der Gottesdienst, dem der Präsident der Abrüstungskonferenz, Henderson, der Führer der englischen Abordnung, Kabinettsminister Tho- mas, Lord Robert Cecil und zahlreiche Mitglieder der verschiedenen Abordnungen beiwohn- hier größtes Aufsehen erregt. Der Erzbischof von Port verlas wörtlich den entschei- denden Teil der berühmten auf der Versailler Konferenz abgefahten Mantelnote der al- lirerten Mächte, in der die allgemeine Ab- rustung als eine Ehrenv erpf l ich tung mhi1 V! Vn Mochte bezeichnet und er- flärt toirö. daß die Entwaf f nungDeutsch- ■2? brüh n« ^c9inn der allgemeinen SiSW 2VinAyJclXcn habe. Der Erzbischof Ä tt! Abrüstung eine internationale, stelle anä^lc bindende Verpflichtung dar- Da, Verlangen nach S i cherhei l wäre zwar gerechtfertigt, aber diejenigen Mächte, die bereits über die notwendigen Sicherheitsgaran- tien verfügten, dürften die Sicherheit nicht Oie Ergebnisse -er Preissenkungsaktion. Eine Erklärung des ReichskommifsarS Goerdeler. Berlin, 31. Ian. (WTB.) In einer Erklärung des Reichskommissars für Preisüberwachung heißt cs u. a.: Der Preisindex ist gegenüber der letzten Zahl vor meiner Amtsübernahme um 6,3 Prozent gefallen. Damit ist bei den durch den Index erfaßten Bedarfsartikeln diejenige Senkung erzielt, die ich bei meiner Amts- übernähme bis Ende Januar zu erreichen für möglich erklärt batte. Im Interesse der Be- ^"ung der Wirtschaft ist es aber notwendig, öas Verhältnis zwischen Kaufkraft und Preisen in kürzester Frist noch st ä r k e r zu verbessern, um Stockungen im Produktionsprozeß auszuschalten. An den Orten, für die *°) festgestellt habe, daß die zentralen Vereinbarungen über Lebensmittelpreise nicht durchgeführt sind, wird mit besonderen Anordnungen eingegriffen. Zu einer Beunruhigung wegen des Brot- Preises liegt keine Veranlassung vor. Die Brotgetreideversorgung für das ganze Jahr ist a b solu t slche r a est el lt und die Preise werden durch die Kaufkraft bestimmt; Schwankungen im Getreide- und Mehlpreis werden aufgefangen. Im übrigen wird das bewährte Verfahren der Preis- u b e r w a chu n g durch Abmachungen mit den ver- schiedenen Wirtschaftsgruppen in noch stärkerem Tempo zu einem gewissen Abschluß ge- bracht werden. Bei den meisten Straßen- ven sind nunmehr Senkungen von 8 ^0 Prozent durchgeführt. Eine be- achtliche Zahl vonGas-undElektrizitäts« haben ihre Preise gesenkt. Auch diese I wichtige Frage, bei der der Zusammenhang zwischen I allgemeiner Wirtschaftslage und öffentlichen Lasten besonders klar in die Erscheinung beschleunigt völlig geklärt werden. Wie der Reichskommissar weiter mitteilt, sind nach einer lleberficht in 72 Gemeinden die Preise für ©egenftänbe des täglichen Bedarfs e r h e b l i ch g « f e n k t worden. Wenn man bei den Preisen vom 24. November 100 zu Grunde legt ergeben sich für den 30. Januar folgende Zahlen- Br°t auf 96,1, Rindfleisch 90,8, Schweinefleisch 91,3 Speck Vollmilch 94,7, Molkereibutter 88,2, Landbutter 85,2. Margarine 89.1, Eier 83,7, Jjaar^ wneiben 92,2, Rasieren 93,8, Tageszeitungen 92,9, Wohnung (zwei Zimmer und Küche) 92,3, Briketts 89,1, Gaskoks 91,8. Der Reichskommissar hat an den Reichs- Verband des Deutschen Schuhmacher- pandwerks ein Schreiben gerichtet, in dem er mt! .der Tatsache beschäftigt, dah in einigen A^nd le Preisverzeichnisse der einzel- nen Schuhmacher übereinstimmend lauten und an- 1 « gemeinsamen Quelle stammen. Darin sicht der Reichskommissar eine Umgehung Aerbotes der Preisbindungen. Er fordert den Reichsverband auf, die einzelnen Innungen ^^ssdgkelt derartiger einheitlicher Preisverzeichnisse hinzuweisen und ersucht ibn dlS zum 3. Februar für Abhilfe zu sorgen. * Der Reichskommissar hat angeordnet, daß vom 1. Februar ab die Festpreise und gebundenen Preise für Apotheker- ?^inhandel aufgehoben unD 0^ den freien Wettbewerb ersetzt werden Außerdem dürfen in Zukunft im Apotheker- getoeröe keine Aufrundungen auf volle 5 od°r T erfolgen. Der Apothekeraufschlag ist to°orben5 ^r°8€nt 64 Prozent herabgesetzt Daher hat es ein besonderes Interesse an der Abrüstung der anderen Staaten und besteht auch darauf. Cs ist weiterhin der Ansicht, daß ‘die Methode der Beschränkung der Rüstungsausgaben — wie sie i m Konventionsentwurf niedergelegt fei, ungenügend sei. Die .direkte" Methode der Abrüstung werde daher von Deutschland vorgezogen, lieber angebliche Geheimrüstungen in Deutschland erklärte Nadolny: Diese Behauptungen sind vollkommen unbegründet und scheinen in diesem Augenblick in Umlauf gesetzt worden zu sein, um die Konferenz zu sabotieren und eine für Deutschland ungünstige Atmosphäre zu schaffen. Er drückte feine Befriedigung darüber au«, daß ein Engländer den Vorsitz auf der Konferenz führen wird, und versicherte, daß Deutschland nichts ungetan lassen werde, um die Konferenz zu einem Erfolg zu gestalten. Frankreich kommt auf -as Genfer Protokoll zurück. Paris, 1. Febr. (WTB. Funkspruch.) Bei einer Veranstaltung der Radikalen Partei in Castelfarrafin dielt der Abgeordnete Herriot eine Rede, in der er erklärte, die Grundlage Der Friedenspolitik bleibe die Achtung der Verträge. Diese seien jedoch nicht für die Ewigkeit geschaffen. Der Versailler Vertrag lasse Revisionen zu, aber man könnte zu 'hncn nur unter drei Bedingungen schreiten: 1. könnten Revisionen nicht einseitig gefordert werden, 2. machten sie ein über den Parteien stehendes Schiedsorgan notwendig. 3. sei eine vorherige Verständigung öer ganzen Welt über die Aufrechterhaltung deS Weltfriedens erforderlich. Hinsichtlich der Abrüstung beteuerte Herriot, Dafj er ein Anhäng er des Genfer Pr0- tokolls bleibe, das auf drei Pfeilern ruhe: Schiedsgerichtsbarkeit. Sicherheit, Abrüstung. Für sen. Augenblick finde man auch da- einzig mögliche dofitive Programm in diesem Protokoll. — Auch der Pariser Korrespondent der „Times" sagt alle evtl, französischen Vorschläge zur Rüstungsver- mmöerung durften von der Bedingung abhängig gemacht werden, daß ein Sh st em gegenf^ - tigen Beistände« zwischen den Rationen vereinbart werde. Die Anwesenheit Paul- ? °IX u ®*nf deutete darauf hin, daß das Genfer Pro 10 k 0 l l von 1924, an dessen Abfassung er beteiligt war, wieder zumL e- ben erweckt werden solle. Lächerliche Verdächtigungen. Die akademischen Fliegertruppen machen den „Malin" nervös. Berlin, 31. Ian. (TU. Amtlich.) Der „Ma- t in" beschäftigt sich plötzlich mit den seit mehr als zehn Iahren an zahlreichen deutschen Hochschulen bestehenden akademischen Flieg er - französische Zeitung will den Eindruck erwecken, als ob sie ein Geheimnis enthülle. Tatsächlich sind die geringen Beträge mit denen das Reich das wissenschaftliche Studium auf dem Gebiete der Luftfahrt fördert (insgesamt 144 000 Mark im Iahre) im Reichshaushalt, und zwar im Haushalt des ReichsverkehrS- mmifterium«, offen ausgewiesen. Die akademischen Fliegergruppen sind die Schöpfer des heute in der ganzen Welt mit Interesse aufgenommenen Segelfluges gewesen. Später haben einige von ihmm sich mit Mitteln, die durch öffentliche Sammlungen aufgebracht worden sind Kleinflugzeuge beschafft. Es gibt bei allen deutschen akademischen Fliegergruppen kein Flugzeug über 100 ?8. Die im Besitz der akademischen Fliegergruppen befindlichen Segelflugzeuge und Kleinflugzeuge sollen die Studierenden in den Stand sehen, das, was sie im Hörsaal gelernt haben, praktisch nachzumes- fen und zu erproben. Soweit der äußerst harmlose Sachverhalt der .Matin" Über die militärische Qualifikation der professeurs de aviation und über die Mitwirkung des Reichswehrministers Groener berichten zu können glaubt lst frei erfunden. W. bre heute das starke Wort wollten, sollten [i!b ch,cm Kanzler mog- Ute €,n ?cin auszusprechen, wenn stünden^ Franzosen am deutschen Rhein des Artikels 48 habe die Un- Möglichkeit bewiesen, das deutsche Volk mit den ttc!n i)lr Demokratie der Weimarer Verfassung aus der Krise wieder herauszuführen. Es bleibe das einziye Ziel (Zuruf: Die Diktatur!): die Bil- dung einer unabhängigen Reg j e runa und eines Parlaments der Sach ver st än? V n s s 0 nnenen Männer. Die Tragik des deutschen Volkes fei, daß trotz aller gegen- wartigen Schwierigkeiten die Reichs, und Verwaltunasreform noch nicht in Angriff genommen fei Sie Rot der Länder und Gemeinden könne ohne Bereinigung dieser Frage gar nirfu überwunden werden. Die P 0 i 11 r b e s n a t i o aalen ffiib er [tani)e: rönne inSeui|»länb nur geführt werden, wenn sie gestützt werde von all denen, die nach ihrer Gesinnung und Uebeneuauna den nationalen Widerstand zu tragen enttolB ^'en Deshalb sei die Hauptaufgabe^d i e b °/e n l?crAQtionaIcn Bewegung in ! »ch ° " zuh 0 len in die Ab" m r* front. Brüning stehe vor der biftorHAen Zbbeu'una de- Cnllchsusies, freiwillig ben & b'e'n" W'd"rstan^Brün7ng "habe ^°AusK mal) Ich indenburgs würde eine starke ffini Hi8®er“fe,f’baennieb'beU''n’ * gcrQbe "«*= Aus aller Welt. Der Leopard wird erschosien. Der Leopard, der in der Berliner Wohnung des Kunstmalers Othegraven ein zweijä^ nge« Mädchen zerfleischt und dessen Mutter schwer verletzt hatte, wird auf Anordnung be8 Polizeipräsidenten unter Zuziehung eines Tierarztes erschossen werden. Othegraven ist von der Polizei festgenommen und dem Unter- suchungsrichter vorgeführt worden, da gegen ihn ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden soll. Jünf verletzte bel einem schweren Fahrstuhlunfall. Bei der Reparatur eines Fahrstuhles in Berlin ereignete sich ein sonderbarer und folgenschwerer Unfall. Vier Arbeiter, die im Erdgeschoß auf dem Fahrstuhl standen, löst en das Halteseil und wollten es solange festhalten, bis das Ersatzseil angebracht war. Durch das schwere Gegengewicht wurden sie aber mit plötzlichem Ruck bis etwa in d i e Höhe der dritten Etage gezogen, während gleichzeitig das Gegengewict-i jäh herab- sauste. Dann stürzten die vier Arbeiter aus der dritten Etage ab. Das Gegengewicht hatte beim Herabstürzen einen fünften Mann getroffen. Drei der Verunglückten fin5lchwer, zwei leicht verletzt worden. Ein neues Tuberkulose- Serum. Der Marques of Crewe machte auf einer Ver« ammlung von hervorragenden englischen Aerzten die Mitteilung, daß Henri Spahlinger seine Formel für die Herstellung feines Antituberkulofe- Serums nunmehr den führenden medizinischen und vissenschaftlichen Körperschaften zur Verfügung ge- teut habe. Spahlingers Entdeckung fei den Sach- verständigen bereits vor einigen Jahren mitgeteilt worden; er hätte sein Verfahren bisher aber geheim gehalten, um zu verhüten, daß billige und übereilt hergeftellte Präparate der Oeffentlichkeit als fein Heilmittel vorgelegt werden. Das Tragische sei jedoch, daß im Laufe der Arbeiten das gesamte Vermögen Spahlingers verbraucht und ungefähr 100 000 Pfund Sterling ausgegeben worden feien, so daß der Erfinder gezwungen worden sei, Anleihen für die Fort- fubrung feiner Arbeiten aufzunchmen, für deren toKjerfcett er feine Formel zur Verfügung stellen mußte. Bemerkenswert sei auch, daß das Serum Spahlingers das einzige Tuberkulofe-Serum fei, das keine lebenden Mikroben enthalte und daher vollkommen gefahrlos fei. Ein deutsches Ehepaar auf der Hochzeitsreise in Spanien abgestürzt. Bei dem Dorfe G a n d e s a stürzte ein kleines Sportflugzeug infolge dichten Nebels ab. Der Führer war ein Deutscher namens Albert Klug, der sich auf der Hochzeitsreise befand. Er und seine Frau kamen bei dem üJnglückums Leben. Albertus-MagnuS-Feier im Kölner Dom. In Köln sand die feierliche äleberführuna der Gebeine des im September 1931 heilig gesprochenen Dominikanerphilosophen Albertus Magnus von Sankt Andreas in den Kölner Dom statt. Kardinal Schulte begrüßte in Anwesen- Wt der Bischöfe Dornwasser-Trier und 2 x9 1 und des Metropolitan- kapitels den Albertusschrein im Dom. Im Beisein der Professorenschaft der Universität, die im Orrmt erschienen war. begann das Pontifikalamt. Rach der Messe wurde der Schrein in der Don»- Vierung zur Verehrung ausgesteNt. Der Dom war bereits am Vormittag stark überfüllt. Zum Gens, 31. Ian. (WTB.) Die Abrüstungs- I konferenz wird, wie entgegen allen Vertagungs- I gerächten heute bestimmt erklärt wird, a m I Dienstag, 2. Februar, um 16.30 llbt I zusammentreten. Die Sitzung ist auf den I Rachmittag verlegt worden, um auch der ameri- I konischen Oessentlichkeit das An hören der I durch Radio übertragenen Rede des I Präsidenten Henderson zu ermöglichen. Die Konferenz wird sich in ihrer ersten Sitzung wahrscheinlich darauf beschränken, je einen Ausschuß zur Prüfung der Vollmachten und zur I Aufstellung der Geschäftsordnung einzusehen. Der I Beginn der allgemeinen Aussprache I ist frühestens Ende der Woche zu erwarten. I Von da an rechnet man auch mit dem Eintreffen einiger der maßgebenden europäischen Staatsmänner, insbesondere des deutschen I Reichskanzlers und des englischen Pre- I mierministers. Der zum Präsidenten der Abrüstungskonferenz gewählte frühere englische Außenminister Henderson, der in Begleitung des früheren eng» I lischen Völkerbunds de legierten Roel Baker und anderer persönlicher Mitarbeiter hier eingetroffen ist, stattete im Völkerbundssekretariat einen Besuch ab, um die letzten Vorbereitungen für den Beginn der Konferenz zu vereinbaren und außerdem dem mit allen technischen Reuerungen ausgestatteten, eigens für die Abrüstungskonferenz errichtete n D a u neben dem Dölkerbundshaus zu besichtigen. Der der britischen Abrüstungsdelegation angehörende Staatssekretär für die Dominien, Thomas, stattete Henderson einen Besuch a b. In englischen Kreisen wird die Tatsache dieses Besuches und die Herzlichkeit der geführten Unterhaltung als wichtiges Anzeichen dafür gewertet, daß die tiefgehende Verstimmung, die zwischen Henderson und den der Rationalregierung beigetretenen Führern der Arbetterpartei seit der letzten Krise bestanden hat, überwunden ist und von einer gesellschaftlichen Aechtung Hendersons, die man bisher bemerkt haben wollte, nunmehr keine Rede mehr sein kann. Oeutschlan-s Programm für Genf. Eine Unterredung mit Botschafter Nadolny London, 31. Ian. (ERB.) Der deutsche Delegierte zur Abrüstungskonferenz, Botschafter R a - d 0 lnh, erklärte dem ,Observer", die Haltung Deutschlands auf der Abrüstungskonferenz werde positiv sein. Deutschland ist der Auffassung, daß die Welt nicht Geschütze brauche sondern Brot. Deutschland habe abgenistet Kleine politische Nachrichten. Der Dölkerbundsrat hat den Engländer Geoffry George Knox, britischen Botschaftsrat in Madrid, zum Präsidenten und den Jugoslawen y 0 r • c • t I ch dum Kultusminister der Regierungs- kornrnisfion des Saargebietes gewählt. Knox war nach dem Kriege mehrere Jahre bei der Botschaft in !^'6 Er spricht gut Deutsch. Der Jugoslawe Zoricitsch ist Präsident des Obersten Verwaltungs- gerichts in Belgrad. Er war früher Regierungspräsident in Agram. Er beherrscht die deutsche Sprache vollkommen. - • Die Polizeidirektion München hat den „Völkischen B e 0 b a cht e r" bis einschließlich 7. Februar verboten. Das Verbot gründet sich auf Swe' Artikel unter der Ueberschrift „Wir fordern Reichsexekutioe gegen die Rotmordzentrale in Preu- „Seoering als Protektor der Eisernen ?berdem wird noch ein außenpolitischer Aufsatz Rosenbergs als Verbotsgrund herangezogen. Der „Völkische Beobachter" wird gegen das Verbot Beschwerde einlegen. am per- * Mrerl Thorsnav ^rm ------Val ZULtoL'-2? TWA sxBetten ... . ». — Ut.'arl «ilflfl t*oUt 8 »hlmatr. Ch*i»ej •» 1. Stock toiO-tolhillB IMmMtl ____Jan rtaitn- ni lr i Erkältungsgefahr. Grippe US jetzt zu ermässigtem Preise. (Im 3/ e?4"uar *?Jlt weilten Während er schlief, wurde er non einem ober mehreren Unbekannten überfallen und mit einem Dell Io schwer verletzt, daß er noch in der Dacht in lebensgefährlichem Zustand in da« Stadtkrankenhaus in Darmstadt transportiert werden muhte. Geraubt wurden anfcheinend mehrere holländische 10-Guldenscheinc Ob noch weitere- Geld geraubt wurde, ift zur Zeit noch Gegenstand der Untersuchung. Unweit de- Tatortes fand man daS zu der Tat benutzte Dell. von 6,5 Tagen pro Kurgast. Zu vermerken wäre noch, daß die höchste Zahl der aleich-eMg anwesenden Kurgäste in Dad-Dauhcim am 21. 3uni 4979 Personen betrug Dem Dild der Frequenz des Dotjahre« 1931 entsprechen auch die Bäder zahlen. 3m Be- richtSjahrc wurden 332 584 Bäder abgegeben, qe- 100 HMNierklineen a.LEdelst. Haarsch nur RM. 3J0 Nachn .10 Stück RM. 2.20 - Rasierkl.Spezialh. ü. Airoid. Koln-LOQßencü geiullu 2dn :*ltm mit Honorarangabi u.Uti03o.ö. G8.A. Formern int Schutz vor Blick in die erste -alle während Der Eröffnung, im -intergrunde die neuartigen Modelle von Siedlungsbauten. gen 426 237 im 3ahre 1930. Don den Heben zur Verwendung kommenden Bäderformen wiesen die Thermalsprudelbäder mit 103 378 die ftärffte De- nutjung auf. Die höchste TageSbäderzahl einwirken. Ä . Vorteilhafter zeigt sich daS Dild deS Jahresabschlusses. wenn man e# im Spiegel der U e b e r- nachtungSzahlen betrachtet. Mit 730 1 55 Uebernachtungen (gegen 935 161 im 3ahre 1930) marschiert Bad-Rauheim an derSpihe fast aller Kurorte Für jeden Kurgast ergibt sich ein Durchschnitt von 29,06 AufenihaltS- tagen «gegen 29 im Vorjahre), für jeden Passanten ein Durchschnitt von 2,34 (2,33). Diese unverändert hohe durchschnitllichc AusenthaltS- dauer beweist die grobe Bedeutung Bad-Rau- heimS alS Heilbad Was diese Zahlen besagen ergu’i sich klar au« einem Vergleich mit Wiesbaden, das 1930 (die auch geringeren Zahlen von 1931 sind uns noch nicht bekannt) bei einer viermal gröberen Fremdenziffer nur tue- nig mehr Uebernachtungen aufzuwelsen patte, ö h nur eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer WSD. Darmstadt. 313an. 3n der gangenen Dacht wurde in der Gastwirtschaft „Zum Vater Rhein" ein schwerer Raub- überfall verübt Der Gastwirt Fritz Bruck- m ü 11 e r hatte sich zeitig zu Bett begeben, während in der Gastwirllchait noch etwa 30 Gäste Denn der Inhalt ist um 40% erhöht; heute kostet . di. ^CUSCtpi 1.75, Doppelflasche 3.-, sodoß sich jeder eine Kur mit Scott s-Emulsion leisten kann. Scott bleibt Scott und ist dos vitaminreichste und billigste Nähr- u. Kräftigungsmittel für Jung und Alt. Verlange also nur Original „Scart" in ollen Apotheken u. 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Deshalb hat die Reichsregierung besondere Maßnahmen ergriffen, damit unS ein Drotkartenwinter 1933 oder Schlimmere« erspart bleibt." Der preußische LandwirtschaftSminister Dr. Steiger sagte, di« .CDrüne Woche" hab« sich die Aufgabe gestellt, Mittel und Wege zur D e - fetti gung der Arbeitslosigkeit und zur Abwehr der Wirtschaftskrise ausauzeiaen. Gr sprach übet die wirtschastlich und sozial gleich wichtige ländliche Siedlung, die Landes Melioration, über den freiwilligen Arbeitsdienst und über Die Probleme der Forstwirtschaft. Oberbürgermeister Dr Sa hm hieß im Damen der Reich«Hauptstadt alle an dieser großen landwirtschaftlichen Ausstellung Beteiligten willkommen. nwoüttniot <9nentr. ® niro oedtcMt.» woikio. • ordcdti • R<0<» *$uschaffen. Es sind Bestrebungen im Dange, eine Aktiengesellschaft zu grünten, um die Millionenwerte deS Unternehmens zu retten. fofort nciudn Angeb. in. Prciö u 0611 a.d.Giev.Anz. ..Arbeitslosenversicherung. DersicherungSleistun- gen Vortrag von Oberregierungsrat Klein. 20.05: Tübingen: Svmphonic-Konzert be« Philharmonischen Orchesters Stuttgart 21.30: Ijtn 5luge um die Welt. 22.50 bi« 23.30: Tanzmusik. Mittwoch. 3. Februar. 7.20: Frühkonzert (Solistenkonzerti. 10.20 bi« 10.50. Schulfunk Ehildhood in England" von LeSlie Reed. 12.05: Konzert. 13: Don Köln Konzen. 1515 bi« 16: Stund« Der Jugend, h.05: Bunter Dachmittag de« Rundfunkorchester« 18 40: ..Di« Kluft zwilchen den Generationen". Vortrc^ von Wilhelm MicheU Darmstadt. 19 45: Unterhaltungskonzert de« Philharmonischen Orchester« Stuttgart. 21: Dichtergalerie. Alfred Mombert. 21.30 : Collegium musicum. Deue Händel- Funde. höher« Berluste |u melden. 3m aawn hatte unser Bad im Vorjahr« 31 216 Velucher. gegenüber einer Gesamtfrequenz von 38 815 im Jahre 1930 unb 34 951 nn Zahr« 1913 (dem besten DorknegSjahre) Di« 31216 Besucher de« Vorjahre« sind zu scheiden in 24 5 6 8 Kurgäste und 6648 Passanten. (Die ent- sprechenden Zahlen in 1930 lauten 31 632 und 7183.) Die Zahl der Ausländer, Die 5425 gegenüber 6587 In 1930 betrug, hat sich um 17,6 Prozent verringert relativ hat sie etwaS zugenommen, Denn sie beträgt 17,4 Prozent Der Desamtfrequenz gegenüber 17 Prozent im Vorjahre Sämtliche Länder «uropa« und alle Grd- teile sind an der Zusammensetzung der AuS- lünderzahl beteiligt. Obenan stehen Du Dercintg- ten Staaten von Dvrdamerika mit 1173 (1493 in 1930) Besuchern In weiterem Abstand felgen: Holland mit 714 (807). Gngland mit 645 ( 637). Die Schweiz 466 ( 525). Schweden mit 351 (322) Kurgästen usw Die kleinsten Besucherzahlen lallen aus Lhina (5). Bulgariens) und Australien (2) An dem Beispiel Spanien», da« 1931 nur 97 Kurgäste (gegen 177 in 1930) entsandte, zeigt sich deutlich, wie die politischen Geschehnisse de« Auslandes auch auf Den Besuch unsere« StaatSbade« ILMNachlolger Wilh. Horn e drucksachen gut unterstützen. 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Die meisten anderen Bäder und Kurorte haben wesentlich 1 Ab heute befindet eich mein Geschäft wie seither Seitersweg 71 "tri HL« und bitte ich, das mir seither bezeugte Wohlwollen auch weiterhin entgegenzubringen Fritz A. Nennstiel Fachgeschäft für den gesamten Bürobedarf. Fernruf 3196 Generalvertreter der CONTINENTAL- Schreibmaschine 1O\ sein: len ours O 16 rTfewnünt Sie Lröffmmg her „Grünen Woche" in Berlin Die Verlegung meines Fachgeschäftes für Optik und Photo von Marktplatz 19 nach SELTER S W EG N T. 33 gestatte ich mir ergebenst anzuzeigen. Mit bester Empfehlung OPTIKER MAGNUS Gießen, den 1. Februar 1932 Fernsprecher 3608 ----—...... ML Leihgestern, den 30. Januar 1932. Die Beerdigung hat in der Stille stattgefunden. 847 D gelesenen Bücher 844 C WER IST DER ZINKER??? Auf der Bühne 3a-Kl. 2,26 fm; Klein-Linden, Oppenrod, Mörfelden, den 1. Februar 1932. Die Beerdigung findet Dienstag, den 2. Februar, nachmittags um 3 Uhr vom Sterbehaus, Frankfurter Straße 72, aus statt 0618 Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Für die uns beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen bewiesene Teilnahme danken wir herzlichst 854D Familien Schuchard und Schaefer. 852 D chnitte 5. Kl. 2 St. 2,26 fm, Statt Karten! Gießen, 30. Januar 1932. 814 D z. Z. Entbindungsheim Karlshorst 839 D Gießen, den 29. Januar 1932. 836 D Schreibmaschinen, 1 Kleinkraftrad, 1 0566 Lollar, den 30. Januar 1932. 761 D Die vorzüglichen 0615 Vermietungen DonpelbluttageiilHim-Kd gang Eisenhand, versteigert: Nutzholz: A. Eicheab A. Eicheab N. Eicheab 1,53 fm; lb-Kl. 1,33 fm; 2b-Kl. Gießen Hammstraße 1 nach langem, schwerem, mit gläubigem Gottvertrauen getragenem Leiden heimzurufen. Verein Creditreform e. V. H.W. Grießbauer, Geschäftsführer. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johannes Ludwig Lotz, Rektor. Klasse 8,39 fm; 3b-Kl. 2,15 fm Lärche: la-Kl. 3,12 fm; 2a°Kl. 1,06 fm chnitte 4. Kl. 1 St. 0,73 fm, chnitte 5. Kl. 1 St. 0,85 fm, chnitte 1—3. Kl. 27 St. 10,19 fm, Im Namen der Hinterbliebenen: Jakob Fink,Weißbindermeister. UlllllllllllllllillllllllllllllHD Stadttheater Gießen. Dienstag, 2. Febr. 20.15—22 Uhr 17. Borstellung im Dienstag-Abonn. Gewöhnliche Preise Julietta kauft sich ein Stiub Lustspiel in 3 Akten v. Maura u. Sierra. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIID Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: i. d. N. Christoph Ringleb. Frankfurt a. M. Kleine Friedberger Straße KL Februar 1932 Lichtspielhaus Gießen Ab heute Montag Nur einige Tage wegen anderw. Disposition IDer packende Detektiv-Roman von EDGAR WALLACE als Tonfilm: Die glückliche Geburt eines kräftigen Stammhalters, Dieter, zeigen in dankbarer Freude an Diplomlandwirt Dr. phil. Max Schmidt und Frau Else, geb. Adler Berlin-Köpenick (Hirtestraße 21), den 30. Fanuar 1932 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tochter Frau Emma Lotz, geb. Jung Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen aut diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Christina Bennert fiel). Bender nebst nieder. Gießen, den 29. Januar 1932. Dienstag, den 2. Februar nachmittags 2 Llhr sollen im „Löwen", Aeuenweg 28 dahier (bzw. an Ott und Stelle, Bekannt, gäbe erfolgt im Verfleigerungswkal) zwangsweise geg. sosorttge Varzahlun versteigett werden: Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsre gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Frau Marie Fink, geb. Balser im 70. Lebensjahr plötzlich und unerwartet zu sich zu rufen. Unser langjähriger, treuer Mitarbeiter Herr Georg Ritzel ist heute früh von uns gegangen. Wir verlieren mit ihm einen pflichttreuen, aufrichtigen und kameradschaftlichen Beamten, der sich in jahrzehntelangem, selbstlosem Wirken das Vertrauen und die Wertschätzung aller, die mit ihm In Verbindung kamen, erworben hat. Sein Andenken werden wir stets in hohen Ehren halten. Die weltberühmten Schleuderbrettakrobaten 4 Bentos In Ihren unerhörten Sensationen u.unglaubllchst. Tollkühnheiten Ferner: NEUE Ton-Woche und Tönendes Beiprogramm! Wir suchen allerorts strebs. Per- fönen für I. Beschäftigung v. d.Wohng. aus usw. nach uns. Arbeitsunterlagen. Wochenverdienst bid 90.— Mk. Kapital nicht erford. Verdienst sofort. Cff.u 674a.d.Ann.- C-xved. DI. Lttckertz, Münster 1. W. MiV Vereine Dlmiell-Veleili guug 1877/78 TonnerStag,4.s?eb. abends 7.59 Uhr Karnevalistischer Abend in der Stadt Mainz Zahlreiche Beteiligung erbeten. «,« Ter Vorstand. A. Bucheabschnitte 4. Kl. 1 St. 1,12 fm, N. Bucheabschnitte 5. Kl. 2 St. 2,08 fm, N. Kieferstamm 3a-Kl. 1 St. 0,85 fm, Eichederbstangen 2. Kl. 15 St. (Deichseln), Fichtederbstangen l.Kl. 133 St., Fichtederbstangen 2. Kl. 104 St., Fichtederbstangen 3. Kl. 228 St., Fichtereisstangen 4. Kl. 441 St., Fichtereisstangen 5. Kl. 814 St., Fichtereisstangen 6. Kl. 680 St., Fichtereisstangen 7. Kl. 455 St. (Bohnenstangen), 1 Birnstamm 0,59 fm. Brennholz: 60 rm Buchescheit, 80 rm Bucheknüppel, 700 hdt. Buchewellen, 700 hdt. Fichteforstwellen. Das Nutzholz kommt zuerst zur Ber- teigerung. Das Brennholz im Dachsberg von 1 Uhr ab. Albach, den 30. Januar 1932. Hess. Bürgermeisterei. Lenz. Nutz- und Brennholzversteigerung Montag, den 8. Februar, vormittags 10 Uhr, im Gasthaus „Zur Deutschen Eiche" in Klein-Linden aus den Forst- orten Stempelschlag, Rehloch, Tannacker, Fuchsbau, Tiefental, Hexenbusch und Wüstung der Försterei Großen-Linden. I. Nutzholz: Nuhknüppel, Eiche (Gartenpfosten) 8,2 rm; Nutzknüppelreiser 3 rm. II. Brennholz: Scheiter, rm: 37,7 Eiche 1. Kl., 196,5 Kiefer 1. Kl., 12,5 2. Kl., 51,7 Fichte 1. Kl., 10,9 2. Kl.; Knüppel, rm: 41,2 Eiche 1. Kl., 35 Kiefer 1. Kl., 6,7 2. Kl., 52,6 Fichte; Reisig, 2. Kl. (Stammreisig) Kiefer: 23,5 hdrt. Well,; Reisig 3. Kl. (Astreisig), 100 wellen: Buche 0,3, Kiefer 17,0, Eiche 24,1, Fichte 22,8; Stöcke rm: 11,3 Fichte. 848D Die blau unterstrichenen Nummern werden nicht versteigert. Es wird vorherige Besichtigung des Holzes empfohlen. Gießen, den 30. Januar 1932. Hessisches Forstamt Schiffenberg. Nicolaus. Bau- und Nutzholzversteigerung. Montag, den 8. Februar 1932, kommt im Nieder weiseler Wald zur Versteigerung: 840D Stämme, Eiche: 1. Kl. 10,13 fm; 2. Kl. 3,39 fm; 3. Kl. 3fm; 4. Kl. 8,02 fm; 5. Kl. 8,62 fm; 6. Kl. 8,39 lw; 7. Kl 3,51 fm . Esche: 2. Kl. 0,31 fm; Birke: 3. Kl. 0,61 fm „ Kiefer: 2b-Kl. 10,35 fm; 3a-Kl. 16,61 fm; 3b-Kl. 11,35 fm; 4a-Kl. 0,62 fm , Fichte: la-Kl. 11,89 fm; lb-Kl. 19,48 fm; 2a-Kl. 18,32 fm; 2b- Mathilde Euler Oberingenieur Georg Mihan Leutnant d. 3t Gebrauchtes Maviev gut erhalten, gegen Barzahlung z. kauf, gesucht. Schr. 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Das im Forstort Langscheid lagernde Holz und einzelne Stämme im Forstort Suterwald und Buchwald werden nicht vorgezeigt. Die nicht oorge- zeigten und restlichen Stämme werden am Schlüsse in der Wirtschaft bei Waidmann ve^teigert. Nähere Auskunft durch Förster Becker, Hausen b. Butzbach. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Straße Butzbach— Hochweisel an der Waldecke. Nieder-Weisel, den 29. Januar 1932. Hess. Bürgermeisterei. Winter. Holzversteigerung. Mittwoch, den 3. Februar, vormittag« 9% Uhr, wird im Albacher Gemeindewatd in Distrikt Kreuzholz, Eisenhand u. Dachsberg, nach Zusammenkunft am Waldein- Suckezum Frühjahr im Südviertel eine 8=3immer= Wohnung oder 2X4*3immer* Wohnung mit allem Zubehör. Schr. Angebote unter 843V an den Gieß. Anz. | Stellenangebote | Spezialgeschäft s. z. 1. Avril einen Lehrling und ein lcklÄck» mit guter Schulbildung. Schriftl. Ang. u. 834V a. d. Gß.A. junge tente welche Lust haben, Musik gründlich zu erlern., auch Schül., die Ostern d. 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Völkchen ei Blicke aus Laterne der merung Jlc stehen*. «9 aus die U danken aus Kafseetasse an und sül essant. 3i hellgelbe raum. ® hingegosse' Soweit n eines Sch Handlung lich die & erst am L dem Pap schon jetzt lebendiger kums entk seiner Sit Sine er nicht amül so - sch« das Grau eingebildet, freut, daß durch das llngesähr kommst du DaS ist bi hier geschl komisches ( „Dos £al? Erklärung. »Also ein du wirst i Könnte L Achseln au aber auch | noch stumn gehen, den segl durch bittet Lu; Sonett ur Gegenübei meiner & nehme, v weiß, dah Kleines wenn ich 1 wesen wäi 2-J5 re es re » °Z7p^ a? ’ 3 a ^'ZS'2"dSE q 3 2 o- L ° ^2 ^5*3 re S 3 5 re re ~2 ~ i^tg 3 2 ^s •o,?3=. 40= re °'re ° §)2.S -.3 ='= O 3.re 3 E |s|O§- § 3Xrs&£3 3 -JZZ?=A ? £= = -1^'2 2- K 8 o-.S-jS-S- Es- = 3 C: re re CT ^3; er re re ?2 Q —.C —, ^-3! 8 erfass. 5 'S 3 0 n — '^T'3 i 5 i^25' 8 Sp/lsagö'S' - 8 » •* 3 ’ re'-” M —8s1 8 re re" 2 »t~f ?=• 35.'cs',S.|-ti e„?&3 ä=:=" re re 't D B re re 3 3 re § ' = —.c/ <«'? &°2.=:J^ £sf»3 -5 =^^re^B$„ 233c=- 1C> ?g-= il-S-c »5®S.Se§ 30. » re.3 ---e re S § 3 3c- sy"5 -3* re B-Ö er 5; - o &3“»ass*j& is=|> S’S're' - = $^*5 re 5'^ re 3 5 3 re = 3 — 3 -*•3*3 — 3 g ^D?Z.= s Z-Ire 3»"Sr' = S 3: er. c: A,2?^_ 3 5 = - =■ ** er -oT-t 'S 3 =• EÄS °e .5* o 0.0*3 re- 3 5? re = •re er 0 ro . re _ re ' ir. 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O. ~ Z lD.5ZUS^re5 Ö 2.-9' zg 21Z.-L« 8 3 I 2|S 2 ~ 2 =CT*= =~ 3 re re in 3 (5 ??! ©: 3 "%" q" — 2 "31 er 3 t3 ~ cgS " 3 Z-ff3 ^3-Sc Q^-=c Nr. 26 Zweiter Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Montag, L Februar 1952 Aus der Provinzialbauptstavt Sieben, den 1. Februar 1932. Jn der Morgenfrühe ... Ge ist nicht nett, so um sechs Uhr morgen- feine Reise -u beenden und durch die kaltdunklen, nebelnas^en Straßen nach Hause zu gehen. Die Fahrt war lang, daS stampsende Rumpeln der Räder dröhnt noch nachträglich in den Ohren, ich bin müde und friere ... Recht- und link- prahlen zwei gewichtige Äoffcr nut ihrer Schwere, und meine Schritte hallen über da- Pflaster, in diefer stummen Einsamkeit klingt e- direkt arrogant. Aber e- nützt nicht-, sie zu dämpfen, zu grob ist da- Schweigen zwischen den Häusern Plötzlich ist mir, al- wachten all diese verschlafenen, leeräugigen Häuser aus vom Lärm meiner Tritte und sähen mir mürrisch nach Ich ginge gern schneller jetzt, aber die Ä off et lehnen mein Dorhaben ab. Während sich meine Gedanken schon lange innig mit der Dorstellung eine- warmen Zimmers, eines hetsten Kaffees und den köstlichen Rauchwölkchen einer Zigarette abgeben, fallen meine 'Bilde auf ein Schaufenster, vor dem eine trübe Laterne den aussichtslosen Kamps mit der Dämmerung sladernd auSträgt. Ich bleibe sogar stehen, ich stelle meine Koffer ab. die beleidigt aus die Steine plumpsen, und hole meine Gedanken ouS dem warmen Zimmer und von der Kaffeetasse zurück. Die- Schaufenster hier ist an und für sich leer, und da- ist nicht lehr interessant. Interessant ist auch nicht der grohe, hellgelbe Dogen Packpapier aus dem Auslage- raum. WaS jedoch auf diesem Papier malerisch hingegossen liegt, ist höchster Anteilnahme wert. Soweit man jedenfalls den landläufigen Sinn eine- Schaufensters und die frühe Stunde der Handlung berücksichtigt. Ich könnte jetzt natürlich die Spannung auf den Siedepunkt treiben und erst am Schluß eröffnen, w a - nun eigentlich auf dem Papier lag. Aber ich will eS nur ruhig schon jetzt sagen: ein Wolfshund. Sin durchaus lebendiger Wolf-Hund, der, obschon er de- Publikum- entbehrt, sich der Würde und Originalität feiner Situation höchst bewußt ist. Eine erponierte Stelle allein kann aber auch nicht amüsieren. Allo blickt Lu» — ich taufe ihn fo - schrecklich gelangweilt durch die Scheibe in da- Grau deS Morgens. Und ich bin daher nicht eingebildet, wenn ich behaupte, das, Vur sich freut, dast ich nun zu ihm komme und wir unS durch da- Glas ein wenig unterhalten können. Ungefähr so: .Guten Morgen, lieber Lu»! Wie kommst du denn in diese- Schaufenster hier? Da- ist doch durchaus ungewöhnlich! Hast du hier geschlafen? Dann muh ich schon sagen, komische- Schlafzimmer ..." Lu» blickt belustigt. .DaS Salz des Witze« löst sich im Wasser der Erklärung. Rimm mich bitte al- Problem." — .Also ein moderner Wolfshund. Ra, ich denke, du wirst der Einbrecher wegen hier liegen ...“ Könnte Lu» philosophisch vielsagend mit den Achseln zucken, täte er es jetzt. Ich verstehe ihn aber auch so und eine Weile unterhalten wir uns noch stumm durch da- Gla«. Dann must ich gehen, denn ich friere, und ein scharfer Wind fegt durch die Straßen. .Dleib noch ein bihchen", bittet Lu», aber ich verabschiede mich trotzdem. Korrekt und wohlerzogen erbebt sich nunmehr mein Gegenüber, und die Unhöflichkeit liegt direkt auf meiner Seite, wenn ich jetzt den Hut nicht abnehme. Ich sehe mich nicht mehr um, aber ich weist, dast Lu» noch lange hinter mir hersieht... Kleine- Abenteuer, wert davon zu sprechen. Und wenn ich nicht, zu Hause angelangt, fo müde gewesen wäre, hätte ich dem problematischen Lu» Don Geld und Liebe. Vornan von Grete von Gaß. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle Rachdruck verbotenI Der Geheime Medizinalrat Professor IuliuS Tönnies konnte schon längst nicht mehr darüber klagen, dast er in seinen Sprechstunden überlaufen würde, aber eine so absolute Ruhe wie an diesem Tage hatte er in seinem Sprech- und Wartezimmer noch nie erlebt. Kein einziger Patient hatte sich bi- jetzt bei ihm gezeigt. .Der-Laden geht nicht mehr, Tilli", sagte er zu seiner Frau, die zu ihm ins Sprechzimmer kam. Gr lächelte. Ottilie sah ihn fragend an. Ihr Mann war noch bis vor wenigen Iahren ein gesuchter Arzt. Warum war daS nun nicht mehr so? Sie wagte die Frage nicht auszusprechen: es erübrigte sich auch, denn Professor Tönnies erriet sie. .Mein Kollege Fahrenkrug macht mir Konkurrenz. Tja, Tilli, daS ist nun mal so: die Alten werden von den Iungen verdrängt." Gr wie- aus den tiefen Ledersessel, der eine Querseite seines Schreibtisches einnahm. .Ditte, Tilli, fetz dich doch! Du fürchtest, mich zu stören? Aber durchaus nicht. Sollte wirllich noch ein Patient kommen, muht du allerdings fliehen." .Selbstverständlich, Iulius." Sie lieh sich in den Sessel nieder und sah ihren Mann an. .Was du eben sagtest, dast die Alten von den Iungen verdrängt werden, das trifft im allgemeinen wohl zu: aber in deinem Fall..." Sie schüttelte den Kopf. Ihr Dlick drückte Zweifel sei aus. .Auch in meinem Fall, Tilli. Man wirst mich zum alten Eisen." .Du bist noch nicht alt, Iulius, und Doktor Fahrenkrug ist nicht jung." Er lachte hell aak. .Du bist köstlich. Tilli! Behauptest, Fahrenkrug sei nicht jung — und ich wünsche ihn mir doch als Schwiegersohn." .Pst, Iulius. nicht so laut — Gva könnte es hören. Sie ist im Rebenzimmer." „Ru, wenn schon! Und nun sag mir noch einmal, Tilli, dast ich noch nicht alt bin." Er beugte sich in feinem Sessel vor, sah in ihr Gesicht, daS noch immer schön war. Ihre groben blauen Augen flammten ihn an. .Du bist noch nicht all, IuliuS." Seine schmalen, bartlosen Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. sicherlich eine Tasse Kaffee hinter fein Schaufenster gebracht... v. M. Unfer neuer Roman. In der heutigen Ausgabe des ..Giestener Anzeigers" erscheint der Schluh de- erfolgreichen Roman- „Ich hab' dir verziehen!" von Elotilte v. Stegmann-Slein. Gleichzeitig beginnen wir mit der Deröffentlichung eines neuen Werke-, welches auf überaus feffelnde und anziehende Weife in der flüssigen Form eine- modernen Gesell - schasts- und LiebeSromanes die wechfelnden Schicksale dreier Familien in einem Hause behandelt Das Geld und die Liebe — das find die geheimnisvoll wirkenden SchickfalSmächte. welche den Gang der dramatisch bewegten und au packenden Höhenpunkten gesteigerten Handlung bestimmen: die alte Frage, ob man nur nach Geld heiraten und eine gute Partie machen oder ob man allein der Stimme des Herzens folgen soll, bildet eines der Hauptmotive unsere- neuen Romans „23en Geld und Liebe" Don Grete von Gaß. Die beliebte Autorin, von der schon eine ganze Reihe zündender Zeitungsromane mit stärkstem Ersolg den Weg zu einem grosten Publikum gefunden haben, versteht ihr Handwerk vorzüglich und weist genau, worauf eS bei einem Roman ankommt, der von Fortsetzung zu Fortsetzung mit zunehmender Spannung versolgt werden soll. Der Roman geht an den grosten Röten unserer Gegenwart nicht ahnungslos vorüber, aber der sichere Instinkt der Dersasserin versteht es, die rechte Mischung au« Wirklichkeit und Phantasie zu treffen, die — zumal bei der weiblichen Leserschaft — das groste Geheimnis deS Erfolges ausmacht. Mehr wollen wir für heute vom neuen Roman nicht verraten: wir verlassen unS auf die reiche Erfahrung und die groste Deliebtheit einer weithin geschätzten Erzählerin. Wir wissen bestimmt, dast der neue Roman Ihren Geschmack treffen und Ihnen von Anfang bi- zum Ende gefallen wird. Wir freuen uns, unseren Leserinnen und Lesern wieder eine Lektüre zu bieten, die ihnen Tag für Tag eine Diertelstunde der Entspannung und Spannung zugleich, der reinen Unterhaltung und deS ungetrübten Genüsse- bescheren wird. Helft der Mnteniothilfe! Zur Linderung der ständig anwachsenden Rot in breiten Schichten unserer Dürgerschaft veranstaltet die Giestener Winternothilfe von heute ab eine zweite Geldsammlung in den Wohnungen aller Stadtteile. Die gewaltige Rot ist im Verlaufe der letzten Wochen nicht allein auf die minderbemittelten Kreise beschränkt geblieben, sie hat sich jetzt auch auf Mittelstandsschichten ausgedehnt, die unter einigermaßen erträglichen Derhältnissen nicht in die Lage gekommen wären, die Hilfe der Allgemeinheit in Anspruch nehmen zu müfsen. Um dem gesteigerten Elend wirksam entgegentreten zu können, bittet die Winternothilse um Geldspenden, die alle wirtschaftlich noch leistungsfähigen Mitbürger je nach Lage ihrer Derhältnisse reichlich bemessen wollen. Die Spenden werden wieder von Sammlern und Sammlerinnen abgeholt die mit einem Ausweis versehen sind und ein blaues Heftchen zum Einträgen der Spende vorweisen. Möchten die 'Beauftragten der Winternothilse überall verständnisvolle Hilssbereit- schast antrcsfen, die sich in reichlichen Gaben -um Besten der Rotleidenden äußert I Pornotizen. — Tage-kalender für Montag. Technischer Derein, Reichsverband Deutscher Baumeister, 20.15 Uhr, Kunstwissenschaftliches Institut. Ludwigftraste. Dortrag über .Die älteste Ltadtanlage und der Stadtbauplan von Gießen" <2.Teil« — Marine-Derein, 20 Uhr, Gase Leib. Lichtbilder-Dortrag über .Die ISmonatige Fahr', des Hilfskreuzer- .Dolf" mit dem Flugzeug .Wölfchen". - Giestener Freiw. Feuerwehr. 20 Uhr bei Kamerad Müller. Bahnhof straste, Rio- nat-versommlung — Lichtspielhaus, Dahnho*- straste, .Der Zinker". Aus dem S t a d t t b e a t e r b u r c a u wird unS geschrieben Morgen. Dienstag, 2. Februar. alS 17. Dorstellung im Dienstag-Abonnement Wiederholung der alleinigen deutschen Uraufführung des fpanischen Lustspiel- .Iulietta kauft sich ein Kind" von Maura und Sierra. Spielleitung Peter Fas s ot t. Beginn 20.15 Uhr. Ende 22 Uhr. — Am Mittwoch. 3. Februar. 19.45 Uhr. lum erstenmal in neuer Inszenierung der Schwank von Impekoven und Mathern. .Die drei Zwillinge". Spielleitung Peter Fas sott. — Lichtbilder-Dortrag im Bla- rineverein Diesten. Der Marineverein Diesten veranstaltet heute einen Lichtdilder- Dortragsabend. Als Redner wurde Kapitän S ch m e h l gewonnen, der Führer des Hilfskreuzer- .Wolf", ein Seeoffizier von echtem Schrot und Korn, der fein Schiff wahrend des Weltkrieges durch unendliche Fährnisse hindurch über alle Meere führte. Da« Schiff blieb seinerzeit fünfzehn Monate unterweg- und legte eine für die damaligen und auch für die heutigen Derhältnifse kaum glaubliche Strecke Weges zurück. Kapitän S ch m e h l wird heute abend über seine Erlebnisse sprechen, über die mannigfachen Erfahrungen, die er auf dieser grosten Kaperfahrt machte. Der Redner versteht es. seine Erzählungen in humorvolle Form zu kleiden und seinen Zuhörern also nicht nur einige sehr lehrreiche, sondern auch unterhaltsame Stunden zu bereiten. Der Dortrag wird durch etwa 130 Lichtbilder bereichert. Die Beran- ftaltung findet im Safe Leib statt und beginnt um 20 Uhr. (Siehe Anzeige vom Samstag.) Oie neuen portogebühren. Zur Beseitigung von Zweifeln seien noch einmal die neuen Portosähe mitgeteilt. Gs kosten vom 15 Ianuar ab: Einfache Postkarten im Ortsverkehr 5 Pf., im Fernverkehr 6 Pf.: Briefe bis 20 Gramm im Ortsverkehr 8 Pf., im Fernverkehr 12 Pf: Briefe von 20 bis 250 Gramm im Ortsverkehr 15 Pf., im Fernverkehr 25 Pf.: Briefe von 250 bis 500 Gramm im Ortsverkehr 20 Pf., im Fernverkehr 40 Pf. Abschied der Pferdepost. Bisher wurden die Postpakete in unserer Stadt durch fünf Pferdewagen bestellt. Das ist nun anders geworden. Die Reichspost hat jetzt auch für Diesten Kraftwagen beschafft (Marke „Phänomen", das Erzeugnis einer Dresdener Firma), mit denen ab 1. Februar die Zustellung der Postpakete erfolgt. Am Samstagnachmittag bewegten sich ein Wagen der Pferdepost und die drei neuen Kraftwagen durch die Hauptstraßen unserer Stadt. Die Fahrt galt als Abschiedssahrt der Pferdepost und erregte viel Aufmerksamkeit. Die Giestener Pferdepost wurde bisher (und zwar seit dem l.Iuli 1901) durch die frühere Hofkutscherei Huhn, Ritter- gaffe 23, gefahren. Zwischen der Post und dem Posthalter herrschte stets ein gutes Verhältnis. Die Ausführung der Paketpostfahrten war nicht immer leicht zu bewerkstelligen. Hauptsächlich wahrend des Krieges ergaben sich viele Schwierigkeiten. Die Kutscher mußten aus der Genesungs-Kompanie gestellt werden, so daß die Posthaltung einem fielen Per- sonalwechscl unterworfen war. Auch die Pferdehal- tung machte erhebliche Schwierigkeiten, denn nicht weniger als 18 Pferde gingen während des Krieges infolge mangelnden Futters ein. Der alte inzwi- .Hast du vergessen, dast ich bereits meinen fünfunbfünhigften Geburtstag gefeiert habe?" »Rein. Aber muh man denn mit fünsundfünszig schon alt sein?" »Man muh nicht, Tilli. Aber..." .Kein Aber, Iulius! Du bist es noch nicht — muht noch lange jung fein. Für mich", fügte sie leise hinzu, und ihre schmale Weiße Hand kam der feinen entgegen, schmiegte sich in ihr ein. .Wir beide wollen doch noch etwas von unserem Leben haben." Er nickte. Streichelte zärtlich ihre Hand und dachte daran, daß Ottilie berechtigten Anspruch auf Lebensgenuß hatte. Sie war fünfzehn Iahre jünger als er; eine Frau von vierzig Iahren ist noch jung. Ottilie kam ihm viel jünger vor alS vor fünfzehn Iahren. da er fie geheiratet. Damals war sie Krankenschwester gewesen. Frauen in schweren Berufen find nie recht jung. Die Mühsal ihres Berufes prägt sich in ihrem Wesen aus. Diese Mühsal war für Ottilie ganz besonder- schwer gewesen, weil sie sich ihrem Beruf nicht aus Reigung gewidmet hatte. Er war ihr Broterwerb gewesen — mehr nicht. Wie eine Erlösung hatte sie es schließlich empfunden, ihn aufgeben zu können, um seine Frau zu werden. Ob sie ihn aus Liebe geheiratet? Er hatte nie danach gefragt. Er war Witwer gewesen und hatte zwei Kinder. Einen Sohn von zehn und eine Tochter von neun Iahren. Daß seine Kinder eine gute Mutter bekamen und sein verödetes Haus eine Repräsentantin, daran lag ihm damals vor allen Dingen. Dast Ottilie beides werden würde, hatte er von ihr erwartet, und sie hatte ihn nicht enttäuscht. Aber ob er nicht sie enttäuscht hatte? Glück hatte sie doch gewiß erwartet. 'Welche Frau erwartet das nicht, wenn sie eine Ehe eingeht? Ein überschwengliches Glück war es gewiß nicht, das sie an seiner Seite gehabt. Sein Beruf hatte sein Leben so ausgefüllt, dast alles andere dahinter zurückblieb. Seit sein Beruf ihn nicht mehr ausschließlich in Anspruch nahm, er mehr Zeit für seine Frau hatte, war ihm zum Bewußtsein gekommen, daß sie viel in ihrer Ehe entbehrt hatte. Gr sah sie jetzt auch ganz anders — erkannte nun erst, daß sie Temperament hatte. Und in ihm, dem alternden Manne, vollzog sich ein völliger Umschwung seiner Gefühle. Gr glühte für seine Frau, die er bisher nur gerade gern gehabt. Boller Derzweiflung fragte er sich jetzt oft: WaS kann ich meiner Frau noch bieten, ich mit meinen fünfundfünfzig Iahren? Seine Gestalt war noch straff, seine Augen noch hell — aber wie lange noch? Er fragte eS sich auch eben. Sah sinnend in ihr zartes, feine- Gesicht Er streichelte Ottilies Hand, die noch in der feinen lag. Sann darüber nach, ob er ihr nicht eine Freude machen könnte. .Was meinst du, Tilli — wir gönnten uns jetzt eine Reife? Abkömmlich wäre ich doch: es fragt ja keiner mehr nach mir! Warum sollten wir da nicht für ein paar 'Wochen von Berlin fortaehen?" »Ich weih nicht, IuliuS? Ieht — im 'Winter?" »Warum nicht? Wir gehen in den Schwarzwald. So ein paar Wochen im Winterwald verlebt, geben Frische. Ich sag' dir, um zehn Iahre verjüngt kommen wir zurück. Dann spur' ich vielleicht wirklich noch einmal das, was du mir suggerieren willst: dast ich noch nicht alt bin!" Eine Helle Röte huschte über ihr Gesicht. Um ihren Mund war ein mühsam verhaltenes Beben. Und auf einmal hing fie an feinem Halse, preßte ihre warmen Lippen auf seinen Mund. , »Du — ja, einmal ein paar Wochen ganz allein sein mit dir!" Das klang nach heißer Sehnsucht. Rach einer Sehnsucht, die ihn beglückte. Sie beschlossen, ihre Koffer zu packen. »ilebermorgen können wir fahren, Tilli. Dann bin ich so weit." Seine Stimme bebte. So mächtig tobte die Freude in seinem Innern. »Ach, Tilli, wird das schön fein!" Er nahm ihre Hände, preßte feine Lippen darauf. Bei Tisch teilte er den Kindern mit: »Mama und ich reifen übermorgen in den Schwarzwald." Eva sah überrascht auf, und HanS-Achim war ein wenig betroffen. »So plötzlich?" sagte Eva erstaunt. »Ia, wozu soll man sich das noch lange überlegen? Wir sind durch nichts behindert. — Ich werde meinen Kollegen Fahrenkrug bitten, daß er mich in meinen Sprechstunden vertritt. Und du vertrittst Mama im Haushalt." Bei Erwähnung Fahrenkrugs wurde fie rot. Daß gerade er des Batcr« Vertretung übernehmen sollte, war ihr nicht recht. Sie dachte daran, daß er dazu täglich zweimal in ihr Haus kommen müßte. Dabei waren Begegnungen mit ihm unvermeidlich Sollten die Eltern am Ende gar daraus hoffen, daß diese sie dem Dvttor. der ihnen als Schwiegersohn erwünscht war. näherbrachten? Rein, gewiß nicht — daran dachten sie nicht. Spekulattv waren sie nicht. Sie beeilte sich, dem Batcr zu versichern: „3a, selbstverständlich, so wird eS gehen? Ich werde Mama, so gut ich es vermag, vertreten." Ottilie legte ihre Hand leicht auf die EvaS. »Ich danke dir. Eva!" Ihre Blicke trafen sich für einen Moment. Eva senkte schnell den ihren, dachte: Wie schön sie noch ist und wie glucllichl Ein leises Rerd- fdjin verstorbene Herr Hutzn war mit seinen Pvitjahr zeugen eng verwachsen und hielt sie ständig in bestem Ausland • • Anmahnung von Eteuerr ü tf ft ä n • den. In einer Bekanntmachung in der Samstag- ausgabe werden das vierte Ziel der Kanal , Straßen rrmigungs- und Müllabfubrgedühren. d>e erste Rate der Burgerfteuer, das Schulgeld für d>e Studien anstatt und die Wvdnungsmiele aus fiädtifchen Häusern angrmabnt. Interessenten feien besonder» daraus ausmerksarn gemacht. • • PersonaIic d o in Hochbauamt. Bau- Inspektor Heinrich Philippi vorn Hess. Hochbauamt in Gießen tritt mit Wirkung vom 1. April ab auf seinen Antrag in den Ruhestand. • • Der n a ch ft e Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt findet morgen, Dienstag, 2. Febriwr, der nächste Schweinemarkt am Mittwoch. 3. Fedr, statt. • * Geschästsjudiläum Der Raufmann Emil Karn, Inhaber der Zentraldrogerie in der Schulstraße, kann deute auf das 2ö>ädrige Bestehen seines Geschäftes Aurudbliden. •e Städtische Btennholzverfteige- rung Bei der jüngsten Brenndolzversteigerung aus den Waldungen der Stadt Gießen, Försterei Rödgen, wurden bei großer Rachfrage im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Buchenscheiter <1. Kl.) 11.60 Mk. (2. Kl ) 7.00. Eichenschettei (1. Kl.) 7,60. (2. Kl.) 6.00. Buchenknüvpel 8.50. Eichenknüppel 5.60. Buchenftöcke 6.60. Sichens!öcke 5,00 Mk pro Raummeter: Buchenreisig (3 Kl.) 16,00, Sichenreisig (2-Kl ) 14.00 Mk pro 100 Wellen: Fichtenderbstangen <1. Kl ) 1,20. <2. Kl > 1.00. (3. Kl.) 0,70, Fichtenreisstangen (4. Kl.) 0.40 Mk pro Stück. " Die Rot der ©traf gefangenen. Man schreibt unS: Zeiten wirtschaftlicher Rot sind immer Zeiten sittlicher Gefährdung. Zumal viele junge Menschen kommen infolge der Arbeitslosigkeit in Konflikt mit dem Strafgesetzbuch, oder werden infolge großer Hoffnungslosigkeit zu Opfern politischer Extreme. Es kann einem Bolt nicht gleichgültig sein, wie den vielen Tau- senden von BolkSgenosfen, die vor dem Gesetz schuldig geworden sind, wieder der TDeg zu geordnetem Leben geebnet werden kann und wie für sie in den mannigfachen Gefährdungen des täglichen Lebens bewahrende Kräfte mobil gemacht werden können, lieber die Rot der Strafgefangenen und über wirksame Hilfe für sie wird am Dienstag. 2. Februar, 20 Uhr, im Gemeindehaus der Stadtkirche (Kirchstraße 9) ein Manu sprechen, der diese Rot auS Vielsachen Besuchen in Gefängnissen und Zuchthäusern kennt und schon mancherlei praktische Hilfe geleistet hat. Aus den Bortrag sei besonders hingewiesen. RähereS ist aus der Anzeige vom SamStag ersichtlich. * • Frauenverein vom Roten Kreuz für Deutsche über See. Die hiesig« Abteilung deS FtauenvereinS vom Roten Kreuz für Deutsche über See hielt am vorigen Mittwoch ihre Mitgliederversammlung im Hotel Hindenburg ab. Die 1. Borsihende. Frau Prof. Zwick, begrüßte die zahlreich Erschienenen und gab einen Bericht über das vergangene ArbeitSjahr. Den Wohltätigkeitstee. der im vorigen Sommer stattgefunden hatte und reichen Erfolg brachte, hob sie besonder- hervor. Ferner machte Frau Zwick die Mitteilung. daß Frau Provinzialdirektor Graes unter Anerkennung ihrer langjährigen, verdienstvollen Arbeit alS Borsihende zum Ehrenmitglied des BereinS ernannt worden ist. Herr Bankdirektor Mattern, als Schatzmeister, erstattete sodann den günstig lautenden Kassenbericht. Gr teilte mit, daß die Abteilung einen monatlichen Beitrag an die Frauenhilfe leistet. Im Mittel- puntt der Beranftaltung stand der Bortrag von Frau v. Lekow. der 2. Borsitzenden deS Hauptvorstandes in Berlin. Die Rednerin, die auS eigenem Erleben schöpfte, schilderte an Hand von gefühl wallte In ihr aus, das aber schnell unterdrückt wurde. Man erhob sich vom Tisch. HanS-Achirn bat den Bater um eine Unterredung unter vier Augen. Der Bater ahnte nicht- Gute-. Sah ihn mit durchdringenden Blicken an. Ha ns-Ach im war blaß: der Blick seiner braunen, stets lachenden Augen war jetzt ernst. BJad mochte der Bengel haben? Daß der ihm nur nicht die selige Stimmung verdarb, in der er sich befand! »Du, sag einmal, hat diese Unterredung nicht Zeit, bis ich wiederkomme?^ Hans-Achim schüttelte den Kops. „Bee, Papa — unmöglich." »Ra, also dann los!" Sie gingen in sein Arbeitszimmer Der Professor ließ sich in seinen Schreibtischsessel fallen, wies dann auf den andern. »Setz dich!" .Dante, Papa. 'Denn du erlaubst, bleib' ich stehen." »Mir ist's gleich. Da, nimm 'ne Zigarette." Er hielt ihm fein geöffnetes Etui hin. HanS- Achim nahm eine heraus. Seine Hand zitterte leicht. Sein Bater bemerkte es. ES beunruhigte ihn. Ihm ward bange vor dem, was jetzt kommen würde. Rach den ersten paar tiefen Zügen forderte er: »So, nun heraus mit der Sprache!" Hans-Achims gestraffte Schultern sackten merklich zusammen. Er legte seine Zigarette in die Aschenschale, wandte sich dann zu seinem Batcr hin, sah ihn an. In seinem Blick war Hilflosigkeit. Als et stumm blieb, beugte sich fein Bäte vor, fraate: „Ra. wird s nun bald?" Hans-Achims Gesicht wurde um einen Schatten fahler. Mit unsicherer Stimme kam endlich daS Geständnis: »Papa, ich habe gespielt, und zwar mit großem Berluft dabei" Der Bater sprang aus seinem Sessel auf. Seine Rechte ballte sich zur Faust. Fiel krachend auf die Schreibtischplatte nieder. „Bersluchte Schweinerei!" stieß er hervor. „Wie bist du dazu gekommen?" „ Feli» Burda lud mich gestern ein, mit ihm in seinen Klub zu kommen. Wir trafen dort Willrich und Krane mit einigen anderen Herren beim Ecarte. Man forderte mich auf, mitzumachen: ich hatte erst keine große Lust. Du weißt, Papa, ich bin kein Spieler. Schließlich reizte mich dies Spiel aber doch — ich machte mit. Born Starte ging man auf Baccarat über. Anfangs ging es um geringe Einsätze, die sich dann mächtig erhöhten. Ich spielte mit Glück. DaS stachelte mich so an, daß ich wüst drauflos setzte. — Ich verlor. Beriet nicht nur, WaS ich gewonnen. Ich lieh von Fell» Burda." (Fortsetzung folgt.) ausgezeichneten, farbigen Lichtbildern Rcnseern- drücke aus Südwestafrika. Eingehend berichtete sie von den segensreichen Arbeitsstätten des Vereins und gab in sachlichen, sehr eindrucksvollen Ausführungen einen Heberblick über seine Leistungen in den verschiedenen Gebieten: Swakop- mund, Windhuk, Omaruru. Keine der Anwesenden konnte sich der Einsicht verschließen, wie unbedingt notwendig die Arbeit des Roten Kreuze« für Deutsche über See gerade heute ist. wo Deutsche sich in kleinen, abgelegenen Siedlungen mühsam ein neues Leben aufbauen müssen und dort so dringend der Fürsorge und Anterstrlt- zung des Mutterlandes bedürfen. Lebhafter Verfall dankte der Vortragenden für chre lebendigen Schilderungen. Das Schülerinnenorchester der Studienanstalt trug in dankenswerter Werse durch musikalische Vorträge erfreulich zur Unterhalt hing bei. Fußball der Gießener Mannschaften. Auf dem Platz der Spielvereinigung war am gestrigen Sonntag die 1. Mannschaft des DfA. Butzbach zu Gast. Vach hartnäckigem Kampf endete das Treffen mit 2:1 für 1900. Die 2. Mannschaft spielte gegen Lollars 1. und mußte sich mit einem Llnentschreden von 1:1 zufriedengeben. Die 3. hatte im entscheidenden Spiel um die Meisterschaft der zweiten Gaugruppe die 1. Mannschaft von Lrch zum Derbandsspielgegner. Die Dlau- weihen blieben mit 3:0 Sieger und errangen sich damit gleichzeitig die Meisterschaft. Die Liga des VfD. absolvierte ein Freundschaftsspiel in Alsfeld und trat gegen die dortige spielstarke 1. Mannschaft des VfB. Alsfeld an. Das Spiel endete mit einem knappen 2:1-Steg der Gießener. Die 3. spielte gegen die 2. von Teutonia Watzenborn-Steinberg 6:6. Die AH.-Mannschaft verlor gegen die Mannschaft des Ruder- clubs ..Hassia" mit 6:3 Toren. Die Handballmannschaft konnte die Handball-Elf des DHV. mit 4:0 ins Hintertreffen sehen. Fußball in Hessen-Hannover. Der Sonntag brachte in Hessen/Hannover wiederum einige Heberraschungen. So unterlag in der Aordgruppe der Spielverein Kassel gegen Hessen HerSfeld 0:3. Dadurch ist Göttingen 05 die Meisterschaft der Aordgruppe nicht mehr zu nehmen, die Göttinger führen mit 28:2 Punkten vor Spielverein (24:10) und Germania Kassel (20:10), welche Gr.-Allmerode mit 5:3 niederrang. Göttinger Spvg. unterlag gegen Tura Kassel 1:2. 3n der Südgruppe siegte der ST. 03 Kassel gegen Hessen 09 glücklich mit 6:5 Toren, die Heberrafchung war hier der glatte 6:0-Sieg der Marburger Kurhessen über den Lokalgegner Germania Marburg. Recht knapp siegte im Fuldaer Derby der Tabellenführer Borussia über Germania mit 2:1. Die Borussen führen mit 26:2 Punkten klar die Tabelle an, vor dem vorjährigen Bezirksmeister SG. 03 mit 20:10 und Germania Marburg mit 23:12 Punkten. On beiden Lokaltreffen der Güdgruppe. Turfr-ffcn Marburg — Germania Marburg 6:0 (2:0). Vor etwa 3000 Zuschauern konnten die Kurhessen einen unerwartet hohen Sieg herausholen. 3n der ersten Halbzeit leistete Germania noch einigermaßen W derstand, wurde aber nach der Pause von dem sehr gut kombinierenden S'.urm der Kurhessen überrascht, der in gleichmäßigen Abständen Lor auf Tor erhielte. Berndt, Fischer und Adorf zeichnet n sich besonders aus, lediglich der Linksaußen fiel etwas ab. Bei Germania war die Hintermannschaft gut, mußte aber, da der eigene Sturm nicht für die nötige Entlastung sorgte, schließlich kapitulieren. Germania Tu da — Dorussia Fulda 12 (0.0'. Der Südgruppen-Tabellenführcr konnte in diesem Lokalkampf nur einen knappen Sieg erringen, der erst in der zweiten Halbzeit durch einen von Leugers verwandelten Elsmeterball sichergestellt wurde. Zuvor hatte Germania sehr hartnäckigen Widerstand geleistet und sich auch nur einmal durch Leugers überwinden lassen. Das Tor für Germania erzielte der Linksaußen Lerner. Borussia zeigte im Felde die bessere Spielweise, was jedoch Germania durch großen Eifer Weltmächte. Immerhin war der Sieg der Borussen auf Grund deS spielerischen Vorteils verdient. Süddeutsche Fußballmeisterschaft. Im Fuhballsport gibt es immer etwas Veues, selbst wenn an einem Sonntag einmal die Heber- raschung eintritt, daß es bei den Ergebnissen keine Heberrafchung gibt, wie es an dem Schluß- tag des Januar der Fall war. Man ist versucht, das Vemis von 3:3, das Pforzheim gegen die Sp. Vg. Fürth errang, als eine kleine Sensation zu deuten. Dabei muß man aber berücksichtigen, daß sich Pforzheim bis jetzt recht tapfer geschlagen hat. Das gab zu einem gewissen Teil auch den Ausschlag bei Dem Treffen zwischen dem 1. FC. Nürnberg und Bayern München, das mit 1: Ozu Gunsten des Clubs endete. Der Karlsruher FV. mußte sich auch in seinem vierten Endspiel mit dem 1:1 den Verlust eines Punktes gegen den VfB. Stuttgart gefallen lassen. München 1860 gewann dagegen eindeutig mit 4:0 gegen den FT. Rastatt. In der Abteilung Vordwest feierte die Eintracht in Pirmasens einen wertvollen 2:1-Sieg gegen den Saarmeister. Neckarau konnte nach überlegenerem Spiel mit 4:3 gegen den FV. Saarbrücken bestehen und damit den zweiten Tabellenplatz behaupten. 3n Worms gab es einen fairen Kampf, wobei Wormatia Worms dem DD. Waldhof mit 5:3 das Nachsehen gab. Die Pokalspiele. Wie bei den Endspielen wurde man auch bei den Pokalkämpfen in den einzelnen Bezirken von besonderen Heberraschungen verschont. Hier ist ebenfalls alles beim alten geblieben, wenn man von kleineren Korrekturen der Tabellen absieht. Durchweg ist die Lage noch ziemlich ungeklärt. Deutsch-amerikanische Olympiahilfe. Die Pläne der deutsch-amerikanischen Sportgemeinschaft für die deutsche Olympiahilfe haben jetzt feste Gestalt angenommen. 3n seiner unter der Leitung von Prüf d?nt A. C. Weinberger kürz ich abg halt nen S jung wurde beschlossen, den ersten Betrag m Höhe von 300 Dollar an die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik abzusenden. Ferner wurde ein Olympischer Ausschuß gebildet und festgesetzt, im Laufe des Monats Februar ein großes Saal-Sportfest zu veranstalten, dessen Reinerlös dem deutschen Olympia- Fonds zufüeßen soll. Günther Gronhoff erhält die Ad^er-pLakette. Der Frankfurter Sogelflieger Günther Gronhoff erhielt in Anerkennung seiner Verdienste um den Segelflugsport die Adler-Plakette des Drutfchrn Reichlausschusses verliehen. Grönhoff gehört mit zu den erfolgreichsten Segelfliegern, dessen Flüge bei der letzten Segelfiugconkurrenz berechtigtes Aufsehen erregten. Er war der erste Flieger, der in den Alpen Segelflüge unternahm und dabei größere Strecken zurücklegte. Grönhoff ist auch in Verbindung mit dem neuartigen schwanzlosen Flugzeug, mit dem er einen Flug von d:r Wasserkuppe nach Berlin durchführte, als Pionier des Leichtflugzeuges in Erscheinung getreten. Kurze Sportnotizen. Veim Frankfurter Sechstagerennen lag nach 43 Stunden, Sonntag, 17 Hhr, die belgische Mannschaft Charlier-Deneef, mit einer Runde Vorsprung vor Rausch-Hürtgen, van Kempcn-Braspcnning, Schön-Tietz, Göbel-Dinale, Kroll-Maidorn und Wambst-Broccardo in Führung. Die übrigen Mannschaften haben bis zu zehn Runden verloren. Die südwestdeutschen Eissport- Meisterschaften in Frankfurt a. M. mußten wegen des Tauwetters erneut abgesagt werden. Die deutschen Eishockeyspieler für die Olympischen Winterspiele in Lake Placid sind nach schwerer Heberfahrt erst am Sonntaovormit- tag in Reuyork eingetroffen. Sie müssen nun bereits am Donnerstag in Lake Placid das erste Spiel austragen. BeimHallensporifeftinAltonagab es im Sprinterkampf ein totes Rennen zwischen 3onath und Körnig. Disqualifiziert wurde Weltmeister Clas Thunberg (Finnland) bis zum Ende der Saison, weil er infolge des für Lake Placid beschlossenen Massenstarts nicht an den Olympischen Winterspielen teilnimmt. Amicitia Mannheim wird die deutschen 3ntcreffcn im Rudersport allein bei den Olympischen Spielen in Los Angeles vertreten, wenn der Achter bei Saisonbeginn noch die Großform des Vorjahres hat. Schweizer Skimeister im Langlauf wurde am Samstag in Zermatt der Einheimische Elias 3ulen in 1:03:21 Stunden vor Tavernaro (Italien). Oberbeffen. Landkreis Gießen. J Lollar, 28.Jan. Am Dienstagabend fand die Hauptversammlung des Turn- und Gesangvereins statt. Der Vorsitzende, Reichsbahnsekretär Philipp Harbusch, gedachte zunächst der int verflossenen Jahre verstorbenen Mitglieder, des Ehrenvorsitzenden Franz Laudert, der über 50 Jahre dem Vorstand angehört hatte, des Ehrenmitglieds Heinrich Arnold, der ebenfalls über 50 Jahre Vorstandsmitglied war, und des passiven Mitglieds Robert Ewald. Sodann erstattete er Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Der Verein hat in diesem 3ahr eine febr rege Tätigkeit entfaltet und kann mit Befriedigung darauf zurückblicken. Besonders Lew im Februar angegliederte F r a u e n ch o r hat sich gut entwickelt, er zählt bereits über 30 Mitglieder. Der Männerchor des Vereins beteiligte sich u. a. mit gutem Erfolg an dem Wertungssingen des „Gaues Gießen- Stadt und -Land" in Gießen, ferner an dem Bundesfest des „Lumdatal-Sängerbundes" in Odenhausen an der Lahn. 3m abgelaufenen 3ahre konnte der Verein auf sein 70jahriges Bestehen zurückblicken. Anläßlich des Jubiläums wurde ein Festkonzert veranstaltet, das dem Verein einen vollen Erfolg brachte. Die Zahl der Gesangstunden belief sich auf 70, wovon auf den Männerchor 35, den Frauenchor 23 und den gemischten Chor 12 entfallen. Der Besuch der Gesangstunden kann als durchaus befriedigend bezeichnet werden. Für den Besuch aller Singstunden wurden ausgezeichnet: K. Seih, L. Forst a ch und PH. Harbusch. Das langjährige Mitglied Emil 2 r o k o p f wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Die Rechnungsablage gab ein verhältnismäßig günstiges Bild von der finanziellen Lage des Vereins. Bei der Vorstands- wahl wurden sämtliche Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt. Dem Vorstand gehören an: Philipp Harbusch, 1. Vorsitzender: Ludwig Zorbachsen., 2.Vorsitzender: Otto Wagner, 1. Schriftführer: Otto Schneider, 2. Schriftführer: Ernst Weinrich, 1.Rechner: Robert Ruhl, 2. Rechner; Hans Kapfenberger, Turnwart; Heinrich Ferber, Zeugwart: Albert Drescher und Ludw g H e 11 ch e, Fahnenträger. Beisitzer sind: Tauber t, Frank, Schäfer, Frl. Müller, Frl. Schneider und Frau Ferber. Zum Derelnsdiener wurde L. For - b a ch jun. bestimmt. 3m Verlauf des Abends kam auch noch das Deutsche Sängerfest in FrankGoethe-Bund. Kölner Hänncschen-Tkuater. Auf Einladung des Gießener Goethe-Bundes war gestern das Kölner Hänneschen ° Theater mit drei Vorstellungen in der Neuen Aula bei uns zu Gast. Das Hänneschen-Theater, vor 130 Jahren, im Januar 1802 gegründet, „will Wiederbelebung einer alten, angestammten volkstümlichen Kleinkunst fein; das aus dem Heimatboden Gewachsene in seiner herzhaften Schlichtheit rein zu erhalten, ist sein Ehrgeiz. Und es will nur so verstanden werden, als Lebensäußerung echt rheinischen, lölnischen Humors." Ehe der Vorhang der Puppenbühne aufging, gab der Hänneschen-Vater, Dr. Niessen, eine kurze Einführung in das Spiel und erzählte aus der Geschichte diefes bodenständigen Puppentheaters, das zu Anfana des vorigen Jahrhunderts von einem armen Kölner Handwerker namens Winters erdacht und begründet wurde; er hat die alte deutsche Kunst des Puppenspiels nach seiner Weise zu neuem Leben erweckt. Dr. Niessen erläuterte die Be- schafsenheit der dreiteiligen Bühne, die traditionell festgelegten verschiedenen Schauplätze und die Personen des Spiels, die zum großen teil volkstümlich geworden sind und für das Hänneschen-Theater als typisch gelten können. Im Gegensatz zu den Handpuppen und den Drahtpuppen der Marionettenbühne sind die Kölner Figuren als Stockpuppen konstruiert, und ihre Aktionsfähigkeit beruht allein auf der Handfertigkeit der unsichtbaren Spieler. Die Hauptperson ist das Hänneschen, Johann Knoll aus Knollendorf bei Köln; der Tünnes, das Bärbelchen, der Befteva und die Mariezenbell find neben ihm stehende Figuren, die aus dem rheinischen Volksleben auf die Puppenbühne übernommen wurden. Dr. Niessen, der die Zuschauern mit humorvollen Worten in das Wesen und die Eigenart seines Puppentheaters einführte, erzählte ferner, daß das Hänneschen nicht nur auf eine ehrwürdige Vergangenheit zurückblicke, sondern auch weitgereift fei und in sechs Jahren etwa 4000 Vorstellungen vor fast zwei Millionen Besuchern gegeben habe; der Hänneschen-Vater gab seiner Freude darüber Aus- druck, auch einmal in Gießen spielen zu können; hoffentlich sei diese Gastrolle beim Goethe-Bund nicht die letzte in Gießen gewesen. In der Nachmittagsvorstellung, die Überwiegend von Kindern besucht war, gab es zu sehen: „Der große Zauberer Tartüffel. Oder: Hänneschen auf der Schlangeninsel", großes Zauberdrama in drei Akten mit Gesang, Tanz und Schlägerei. (Kein Hännes- chen-Stück ohne Schlägerei!) Es spielt am Hose des Königs, auf der Schlangeninsel und in Knollendorf bei Köln. Zeit: Es war einmal. Das ist ein halb komisches, halb grausliges Theaterstück, in dem das mutterwitzige und handfest-schlagfertige Hänneschen erstaunliche Abenteuer besteht und die von den Hol- Icngeiftern Perücke und Perlacke für den Zauberer auf die Schlangeninsel entführt und in einen Drachen verwandelte Königstochter befreit und glücklich heimbringt; dafür wird das Hänneschen reich belohnt, und das Spektakel endet vrogrammäßig mit Gesang, Tanz und Schlägerei. Die jugendlichen Zuschauer spielten kräftig mit, lachten und amüsierten sich aufs beste und klatschten begeistert Beifall. Am Abend gab es dann für die Erwachsenen: „Die Goldgräber. Ober: Die kölsche Afrika-Expedi- tion", e lästig Spill in drei Akten mit Gesang, Tanz und Schlägerei, spielend in fremden Ländern, in Köln und in Knollendorf; Zeit: neulich. In diesem Stück, das ebenfalls von Dr. Niessen mit einem humorvollen Prolog eingeleitet wurde und eine ansehnliche Menge erwachsener Zuschauer zwei Stunden lang In heiterer Spannung hielt, gelangte die vielseitige, drollige Beweglichkeit der Puppen, die naive, aber wirksame Technik des Spektakelschau- spiels und der rheinische Mundartwitz zu voller Entfaltung. Diese „Afrika-Expedition" ist eine Moritat ersten Ranges, und der kölsche Dialekt war dem Der- ständnis des einheimischen Publikums immerhin so weit angenähert, daß kaum eine der derbfröhlichen Pointen unter den Tisch fiel. Vor allem die Entführung der Königstochter Elisabeth, die Ueberfahrt und der Schiffbruch mit Donner und Blitz auf hoher See, die Krokodilsjagd in Afrika, die unterirdische Goldgräberei und die wahrhaft dramatische Errettung der Prinzessin aus dem Kerker waren Höhe- punkte des Spiels, das mit dem traditionellen Volks- tanz im Königsfchloß seinen allseits befriedigenden Abschluß fand. Die großen Leute hatten nicht minder ihren Spaß als die Kinder am Nachmittag; sie unterhielten sich höchst angeregt und dankten mit herzlichem Beifall, als das Hänneschen zum Schluß an die Rampe trat und gute Nacht und guten Heimweg wünschte. Rote Wolke, der Sioux-Häuptling. „Dies find unsere Jagdgründe, wenn 3hr sie nicht schleunigst räumt, werde ich Euch den Weg weisen." Diese stolzen Worte wagte ein Vertreter der Rothäute, der Sioux-Häuptling Rote Wolke, an die weißen Söhne Onkel Sams zu richten, als sie Im großen Goldrausch deS 3ahreS 1860 darangingen, durch Wegbauten das Goldgebiet mit dem Fort Laramie zu verbinden und dabei das Hoheitsgebiet der Indianer zu verletzen. An die Sattn dieses ebenso furchtlosen wie schlauen Gegners, der den Weißen seinen Willen aufzwang, erinnert Franc B. Linderman in der American Legion Monthly. Nachdem er das Heer der Feinde völlig eingeschlossen und sie während dreier Wochen hier als Gefangene gehalten hatte, lieh er, ein großmütiger Gegner, i>cn feindlichen Befehlshaber frei, aus Furcht, den Blutdurst feiner Leute nicht länger zurückhalten zu können. Der Straßenbau wurde nunmehr vertagt, und es wurden mehrere Palaver auf Fort Laramie abgehalten. Mächtigere Indianerhäuptlinge als Rote Wolke zeigten sich den Plänen der Weißen geneigt; er aber hielt feine Meinung aufrecht, daß der Wegbau die Vernichtung der Jagdgründe und die Vertreibung des Düffels zur Folge haben würde. Als General Carrington mit großen H:crcsmassen im Fort erschien, brach Rote Wolke alle F.iedensverhandlun- gen mit den flohen Worten ab: „Also 3hr seid der Häuptling, der sich eine Straße stehlen will, ohne zu fragen, ob wir ja oder nein dazu sagen! 3ch will nicht länger diesen Stammeshäuptlingen zuhören, die unseren Grund und Boden fortgeben. 3ch mache Schluß. 3ch werde Such bekämpfen. Hugh!" und feine Flinte erfassend, verließ er die Versammlung. Damit befand er sich auf dem Kriegspfad gegen die Weißen, die bald erfahren sollten, was der gering geachtete Indianer gegen sie vermochte. Wohl wurden Fort Phil Kearney und Fort C. F. Smith auf dem Biahorn in Montana gebaut; aber das nötige Brennholz und den Proviant an frischem Fleisch herbeizuschaffen, erwies sich a'ä unmöglich. Holzfäller und Jäger fielen der Roten Wolke anheim. Als der Winter kam, hofften die Soldaten im Fort, er würde den Feindseligkeiten ihres Gegners ein Ziel sehen; aber seine tätige Wachsamkeit erhöhte sich nur noch. Schließlich gab General Carrington dem Drängen des Hauptmanns Fetterman nach, mit 80 bewaffneten Männern die Holzfäller schützen zu dürfen; er kehrte niemals wieder zurück. Run rüstete Rote Wolke zum Hauptschlag, indem er einen Angriff auf die beiden Forts beschloß. Zunächst schloß.er 32 Soldaten unter Hauptmann Powell in einem aus Wagen und andern Dehelssmitteln der Hv'zfäller improvisierten Lager ein. Mit 500 Rothäuten näherte er sich den Eingeschlossenen. d e d e Frauen und Kinder der Holzfäller in ihre Mitte genommen hatten. Hauptmann Powell, der wußte, daß es ein Kampf auf Leben und Tod fein würde. furt zur Sprache. Cs wurde allgemein der Ansicht Ausdruck gegeben, daß bei der heutigen Wirtschaftslage ein Besuch dieses Festes wegen des außerordentlich hohen Festbeitrags wohl für die wenigsten Sänger in Frage käme. 4 Reiskirchen 28. 3an. Nachdem di« Solzhauerarbeiten in den Gemeindewäldern zum bschlutz gekommen sind, fand gestern die erste Holzversteigerung statt. Vs kosteten: Du- chenscheit 16 bis 20 Mark, Duchenknüppel 11 bis 13, Eichenknüppel 8 bis 10, Tannenknüppel 8 bis 10, Buchenstöcke 5 bis 7 Mark und 4 Raummeter Buchenreifer 3,50 bis 4,50 Mark. // Saasen, 29. 3an. Am Mittwoch ereignete sich hier ein schwerer Hnglücksf all. Der Gastwirt Karl Schepp kam, als er eine Leiter herab st eigen wollte, zu Fall und stürzte so unglücklich, daß et noch in der Nacht zum Donnerstag nach der Chirurgischen Klinik in Gießen verbracht werden muhte. Die Unter* suchung hat ergeben, daß der Verunglückte einen Schenkelhalsbruch erlitten bat. Sein Befinden ist den Hmständen entsprechend gut. ch Hausen, 30.3an. Hier starb der älteste Mann unseres Dorfes, der. Landwirt Konrad Schäfer I., im Alter von.83 3obren. Schäfer war Veteran aus dem Kriege 1870/71. Er gehörte 52 3ahre lang dem hiesigM-Kriegerverein an, zu dessen Gründern er zählte. O Holzheim, 28.3an. Der Kaninchen- und Geflügelzuchtverein hält am 30. und 31. 3anuar seine diesjährige Lokalschau ab. — Auf Anregung des Kirchenvorstandes wurde hier anläßlich des 3ubiläums des Gustav- Adolf -Vereins eine Haussammlung durchgeführt. Sie ergab den Betrag von 48.15 Mark. 3m Vorjahre konnten dem Gustav-Adolf- Verein von Holzheim 83 Mark und von Dors- Gill 55 Mark zugeführt werden. -/- Lich, 30. 3an. 3n großer geistiger und körperlicher Frische konnte dieser Tage Frau Marie Weber, geb. Krauher, Witwe des Apothekers Arnold Wilhelm Weber, ihren 80. Geburtstag feiern. Stiftsdechant Kahn überreichte im Auftrag des Landeskirchenamtes ein Gedenkblatt. Der Posaunenchor brachte der 3ubilarin ein Ständchen. s. Hungen, 28. 3anuar. Der BezirkS- lehrerverein Hungen hielt dieser Tags im „Solmser Hof" seine erste Versammlung im neuen 3ahre ab. Der Obmann, Lehrer Schmidt (Hungen), erstattete den 3ahresberichL Lehrer Meier (Hungen) legte die Rechnung des Vereins vor, nach deren Prüfung ihm Entlastung erteilt wurde. Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Lehrer Schmidt (Hungen), 2. Vorsitzender Lehrer Silß (Inheiden), Rechner Lehrer Meier (Hungen), Schriftführer Lehrer Mühl (Inheiden) und Lehrer Dietrich (Rodheim). Der Obmann hielt sodann einen Vortrag über „Haftpflichtschuh des Deutschen Sebrer* Vereins". Kreis Alsfeld. Oe* Alsfeld, 28. Jan. Dieser Tage fanb eine staatsbürgerliche Bildung s tagung der Reichszentrale für Heimatdienst im großen Saale des „Deutschen Hauses" statt. Als erster Redner sprach Erziehungsdirektor Beckmann (Frankfurt a. M.) über „Die Arbeitslosigkeit als Weltproblem". Don den Hrsachen der Arbeitslosigkeit ausgehend, bezeichnete der Redner das planmäßige Zusammenarbeiten aller Völker als einen Weg jur Heberwindung dieses furchtbaren Zustandes. Der zweite Referent, Prof. Dr. Berg st räßer (<5ranffurt a. M.), behandelte das Thema: „Das Sicherheitsproblem in der europäischen Politik". Der Vortragende führte aus, daß dieses Problem nicht eher gelöst fei, bis die allgemeine Abrüstung verwirklicht fei; die einzig mögliche Methode sei dabei die, die man Deutschland gegenüber im Versailler Vertrag angewandt habe. -er. Homberg, 31. 3an. Rach einer vom Reichsfincmzministerium h er eingegangenen Mitteilung wird das Finanzamt Homberg mit Ablauf des Rechnungsjahres 1931/32 auf» gehoben. Der Finanzminister versprach, als Entschädigung hier eine Sprech- oder Annahmestelle einzurichten. verbot seinen Leuten zu feuern, bevor er den Befehl dazu erteilen würde. Auf ihren Pferden näherten sich die Rothäute, zuerst langsam wie zu einer Lustbarkeit reitend, dann trabend und schließlich unter wilden Who o-o o!-Dusen heran- stürmend. „Jetzt"! kommandierte der Haup.mann, und eine Salve empfing die Nahenden. Mehr als die Hälfte der Pferde jagte reiterloS umher, nachdem der Rauch sich verwogen. Dennoch wiederholte sich sechsmal der Angriff, ehe sich Rote Wolke hurückzog. Würde er sich nun dem Willen des weißen Vaters in Washington unterwerfen? — 3a, er wollte es tun, wenn der Straßenbau aufgegeben, die Forts verlassen und die Jagdgründe den Roten Männern wieder zurückgegeben würden. Wahnwitzige Forderungen iür e'.nen geschlagenen Gegner! Dennoch: Rote Wolke stellte sie und hat den Krieg gewonnen. W. M. Wettschwimmen von Tieren. Die Fortbewegung von Seelöwe und Seehund ist genau so verschieden wie die eines Raddampfers und eines Schraubendampfers: der Seelöwe schwimmt mit den starken und sehr großen, zu Flossen umgebildeten Vordere tremitäten, während die Robben, zu denen auch der Seehund gehört, sich mit den fischschwanzartigen, am Körperende angebrachten Hinterflossen vorwärts bewegen, die wie eine Fischflosse auseinanderspreizbar find. Welche Fortbewegungsart ist nun die schnellere? Direktor Heck vom Münchener Tierpark Hellabrunn hat darüber interessante Beobachtungen gemacht, über die er in der Zeitschrift „Das Tier und wir" berichtet. Heck ließ Seehund und Seelöwen nach einem geworfenen Fisch um die Wette schwimmen. Dabei war fest- zustellen, daß der Seelöwe durch den kräftigen Schlag seiner großen Vorderflossen viel schneller die Höchstgeschwindigkeit erreicht, daß aber der Seehund, wenn er auch anfänglich hinter dem Seelöwen in seiner Schnelligkeit zurückbleibt, verhältnismäßig schnell ihn einholt und auf längere Strecken ihn auch b^b überholt. Eine Robbe mit ihren tunen Vorderflossen und dem Antrieb am Hinterteil des Körpers braucht länger, bis sie in Schwung kommt, wenn aber ihr torpedo- förmiger Körper den etwas langsamen Anfangsstart überwunden hat, dann erreicht diese- anscheinend so plumpe Tier eine ungeahnte Geschwindigkeit. Die Robbe geht also bei größeren Strecken als Siegerin hervor. Wirtschaft. HolzverfleigenrngS»Termine. Dienstag. 2. Jrbruar. Bürgermtifteul Loubach: 3ulommen(unft im „Schützenhof zu Laubach. 10.15 Uhr Wochenderichl vom Frankfurter (5d>(od)h>iebmarft. Da« Geschäft am 8tan!furlcr Schlachtviehmarkt gestaltete sich auch In der vergangenen Woche auf den meisten Marktgebieten wieder verlustreich. wenngleich bi« Zufuhren kein übergrofte« Ausmaft annahmen Du Ä4ufe der Meygerichast beschrankten sich auf den notwendigsten Bedarf, so haft mehr ober weniger grofte Heberstände verblieben. Die Aussichten auf eine Besserung der Lage ist auch weiterhin sehr gering, zumal die bekannten DiehbestandSzahlen einen weiteren, über den Bedarf hinau« verstärkten Auftrieb erwarten lallen. Der Groftvtehmarkt verzeichnete In dieser Woche bet einem Auftrieb von 1607 (gegen 1855) Stück wiederum schleppenden Geschästsgang Die Preise für Dullen und Kühe blieben bc- hauptet. während bei Ochsen und Färsen in den unteren Ballungen (jüngere vollfleischige hzw. sleilchtge) Preisrückgänge von 2 Mark eintraten. Am Kälbermarkt senkten sich die Preise ebenfalls um 1 bi« 2 Mark, obwohl die Zufuhr mit 1607 gegen die Dorwoche nur unwesentlich höher war. aber die schlechte Dachfrage eine Besserung der Preise nicht zulieh. Aach schleppendem Geschäft wurde nahezu geräumt. Bei Schafen stellten sich bei verringerter Zufuhr (263 gegen 546 Stück) und lebhafterem Geschäft Preisbefserungen um 1 bl« 2 Mk ein Der Markt konnte au«t>edauft werden. Die Aach frage nach Hammelfleisch im hiesigen Bezirk hat sich etwa« gebessert. Die Lage am Schweinemarkt hat immer noch keine Erleichterung erfahren, zumal die Beschickung In dieser Woche wieder merklich grober war Einem Auftrieb von 6404 15802) Stück stand nur eine schwache Nachfrage gegenüber, so dah bei schleppendem Handel uno bi« zu 2 Mk nachgebenden Preisen Uebcrftanb verblieb. Eine starke Belastung deS Markte« bedeutete auch in dieser Woche stärkerer Zutrieb von litauischen Schweinen. 3m einzelnen notierten per Zentner Lebendgewicht in Mark Ochsen al) 29 biS 31, a2) 25 bl« 26. bl) 20 bi« 24; Bullen a) 25 bi« 29, b) 20 bl« 24; Kühe a) 22 bi« 25. b) 18 bi« 21. c) 14 bi« 17; Färsen a) 29 bi« 31. b) 25 bi« 28. c) 20 bi« 24; Kälber b) 35 bi« 39. c) 30 bi« 34, d) 26 bl« 29; Schase a) 25 bl« 23. b) 20 bi« 24: Schweine b) 37 bi« 39, c) 37 bi« 39, d) 35 bi« 39. e) 32 bi« 35. Wochenbericht om Frankfurter Vroduktenmarkt An der Franksurtcr Getreidebörse was da« Geschäft in der vergangenen Woche im allgemeinen ruhig, wenngleich abermals Preiserhöhungen aus saft allen Märkten eingetreten find. Die Zurück- Haltung hat sich besonders gegen Ende der Woche stärker ausgeprägt, da das Mehlgeschäst allenthalben wieder merklich stiller geworden ist. Die Tendenz war jedoch stetig bis sest, wa« besonder« für Brotgetreide der Fall war. well die Tatsache einer knappen Bersorgungslage den Preisen einen weiteren Auftrieb gibt. Das Angebot von Inlandbrotgetreide war in dieser Woche wieder sehr gering, so dah nur kleines Geschäft zu verzeichnen war. Weizen lag erneut um 3.50 Mark hoher, dagegen Aoggen nur" um 1 Mark. Die Notierungen stellten sich wie folgt: Weizen 74 Kilogramm Hcktolitergewicht 240. Aoggen 72 Kilogramm Hektolitergewicht 223 50 bis 225 Mark per Tonne. Für Braugerste hielt die feste Tendenz an. Der Preis zog um 2.50 Mark auf 185 bis 190 Mark per Tonne an. Industriegerste stellte sich auf 180 bis 185 Mark per Tonne, doch lauteten die Gebote etwa« niedriger. Die Erörterungen über zu schaffende Exportmöglichkeiten haben am Hafermarkt zu Beginn bin: Woche eine festere Stimmung auSgelöst. Der Preis konnte um 2.50 Mark anzi^hen, bröckelten jedoch später wieder leicht ab. Hafer, inlän- di'cher 150 bis 155 Mark per Tonne. Vornan von Llolilde von Stegmann «Stein. Copyright by Martin Feuchtwange r, Halle. (Schluh.) Es war am Morgen des vierten Tages nach Han« Egons Zufammenbruch. Die ersten Sonnenstrahlen schauten durch das Fenster und legten einen mitleidig verklärenden Schimmer auf ba# vom Tode gezeichnete Männerangesicht. Birgit sah still neben dem Krankenlager und lauschte angstvoll den schweren Atemzügen, die röchelnd au« der eingefallenen Brust de« Kranken kamen. .Lab ihn leben“, flüsterte fie vor sich hin, und ihre Hände falteten sich wie zum Gebet. .Last ihn leben, Herr; ich will nichts für mich, aber alles für ihn, den ich einst geliebt“ Und als ob ihre Gedanken den kranken Wann xurüdgebolt au« der geheimnisvollen Ferne, In der er sich bereits befanb, öffnete plötzlich Hans Egon grob und klar die Augen. .Birgit", flüsterte er mühsam und mit unendlicher Weichheit im Ton, .gönne mir den Frieden, nach dem ich verlange. 3ch bin so müde, Birgit.“ .LieberI" flüsterte Birgit und beugte sich dicht über ihn. .So lah mich einschlafen, deine Augen auf mich gerichtet, deine Hand in der meinen. Hast du mir verziehen, Birgit?" .Alles, alles", beteuerte fie und ihre Stimme erstickte in Tränen. .Birgit", flüsterte Han« Egon wieder, und nun wie ein Hauch: .Schreib e« auf meinen Grabstein, damit alle willen, du hast mir verziehen, auch Aosemarie, auch unser Kind — grüft es von mir, Birgit, und werde glücklich .. Er streckte sich, feine Hand griff nach dem Her- zen. aber sie griff schon ins Leere. Unter helhen Tränen sank Birgit neben dem Toten in die Knie. Monate waren hingegangen. Birgits heihe und aufrichtige Trauer um HanS Egon war einer stillen, gefaxten Wehmut gewichen. Die Arbeit, in die sie sich bald nach dem Tode des Gatten Insolge des Steigens der Preise für da« Rohmaterial sahen sich die Mühlen abermals zur Erhöhung der Weizenmchlpreise um eine halbe Mark veranlagt, was aber den Ende der Borwoche besser in Fluh gekommenen Umsatz wieder stark cinschrumpsen lieft. Der Preis für Aoggenmehl blieb mit 30.75 bl« 31,75 Mark je 100 Kilogramm wieder unverändert, da man ein Eingreifen des Prelskommifsars befürchtet. zumal sich die Bäcker energisch wehren, die gegenwärtigen Brotprelfe bei einem weiteren Steigen de« Aogaenmehlpreise« zu belassen. Der Absatz gestaltete sich dadurch sehr schwierig und beschränkte sich nur auf die Deckung des notwendigsten Bedarf« Die Preise für Weizenmehle notierten wie lo gt: Südd. Sp?z. 0 mit Austausch- weizen 36.25 bi« 37.25 ,do Sondermahlung 34.50 bis 35,50. Biederrheln. Spez .0 mit Austaufch- weizen 36.25 bt« 37.00. do Londermahlung 34.50 bis 35,25 Mark je Doppelzentner. Der Futtermittelmarkt verzeichnete nur mäftige Nachfrage. Die Prelle waren jedoch gut gehalten. Weizenlleie 8 65. Aoggenllele 9.25 Mark je 100 Kilogramm. Für ölhaltig« Futterwaren hörte man etwa folgende Preise per 100 Kilogramm in Mark j« nach Qualität: Erdnuhtuchen 13.50. Kokoskuchen 12 40. Leinkuchenmehl 14.00, Malzkeime 11,50 bis 12,00, Soyaschrot 11,00, Biertreber 12.00 Mark Am Kartoffelmarkt ging der Preis wieder zurück und stellte sich auf 2,70 Mark per 50 Kilogramm Industriekartofscln. • Die Indexziffer der Grohhan- del «preise. Die vom Statistischen Aelchsamt für den 27. Januar berechnete Grohhandelsinder- ziffer ist mit 99,7 gegenüber der Vorwoche um 0,3 v. H. zurückgegangen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 91,8 (plus 0,2 v H.). Kolonialwaren 90,9 (minus 0,1 v. H), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 92,3 (minus 0,2 v.H.) und industrielle Fertigwaren 124,2 (minus 1,0 v. H). • Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten im Januar. Die Reichsinderziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung. Wohnung. Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und ..sonstiger 'Bedarf') beläuft sich nach den Feststellungen deS Statistischen ReichS- amis für den Durchschnitt des Monats Januar auf 124,5 gegenüber 130,4 im Dezember, der Rückgang beträgt somit 4.5 v.H. An dem Rückgang sind sämtliche Dedarfsgruppen beteiligt. Der Rückgang der Reichsinderziffer ist wesentlich grö-' her. als in den Dormonaten und hängt zum groben Teil mit den Auswirkungen der Rot- Verordnung vom 8. Dezember 1931 zusammen. • Die Jahresabschlüsse der Sie- mens-Gesellschasten. Bei der Die- mens-Schuckertwerke-AG. beträgt im Geschäftsjahr 1930 31 der Rohüberschub 22 547 401 Mark (1. B. 32 868 395 Mark). Unter Hinzuziehung des Dcwinnvortrages aus dem Dorjahre von 606 564 Mark (230 350) ergeben sich auf der Habenseite der Gewinn- und Berlust rechnung 23 155 965 Mark (34 098 745). Auf der Sollseite werden ausgewiesen für Anleihezinsen 4 841541 Mark (5 484 912), Abschreibungen auf Gebäude 1012 203 (1 900 005), ge'etzliche soziale Leistungen 7 780 920 (8 792 858), freiwillige soziale Leistungen 9 521 295 (8 024 319), Reingewinn — (9 823 649). Die Bilanz schlicht also ohne Gewinn und Der- lüft ab. In der Aufsichtsratssitzung wurde mit- gctcilt, dab der erhebliche Berlust deS Gefchäfts- laftre« durch stille Reserven gedeckt worden ist, so dah er m der Bilanz nicht zum Ausdruck kommt. — Bei der Siemens & Halske- AG verbleibt nach Abzug von 13 372 061 (12 311 941 > Mark für Anleihezinsen, von 41160 (809 055) für Abschreibungen auf Gebäude, von 4 931 185 (5 345 239) für gesetzliche soziale Leistungen und von 4 195 158 (4 063 027) für freiwillige soziale Leistungen em Reingewinn von 11 073 748 (16 401 620) Mark. Der Aufsichtsrat beschlob, der auf den 29. Februar einjuberufen- den Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividend« von 9 v. H. auf das dividendenberechtigte Kapital ■» 8 603 091 Mk. (14 v. H. <= 13 382 586 Mk.), gemäß § 36 der Satzung Au«, zahlung von 255 074 (i. D. 560 148) Mk. an den Aufsichtsrat und Bortrag von 2 215 583 (2 458 886) Mark auf neue Rechnung vorzuschlagen. neingestürxt, war die beste Hilfe gewesen. Und rledrtch« stille, treue Anteilnahme hatte ihr holfen, sich wieder zurechtzufinden. Wiederum blühten im Park von Tannenaue die Dosen, als Birgit und Friedrich in einer stillen Abendstunde lyre Hände zusammenlegten zum Bund für« Leben. Aach einem bittenden Blick, der keinen Widerspruch sand, legte Gras Friedrich seinen Arm zart um Birgits Schultern und führte die geliebte Frau, die ihm soeben ihr Jawort gegeoen, tiefer hinein in den schattigen, dunklen Park, zu der «infamen Bank am eschenumstandenen Weiher, über dem der Abendstem leuchtete. Aus dem Gebüsch am Ufer klang der letzte verlorene Abendlaut eines kleinen DogelS: leise rauschte von ferne der Fluh, und daS nie ruhende dunkle Summen der Mühle kündete das arbeitsreiche Leben. Lider für diese beiden schwer geprüften Menschenkinder war der Alltag zum höchsten Feiertage geworden. Hand in Hand sahen sie da, und wahrend sie sprachen, begegneten sich ihre Blicke in stummem Einverständnis. .Run ich deine Hand in der meinen halten darf, meine Birgit, nun möchte ich fast das Schicksal segnen, das mich in Einsamkeit und Sehnsucht von klein an aufwachsen lieh Alles, was ich leiden muhte, ist mir heute wie eine Borbereitung deS Weges zu dir. Rach allen Dunkelheiten gibst du mir ja das Licht deiner Liebe." Birgit lehnte mit einer scheuen Gebärde ihren Kopf an Friedrich- Schulter. .Sv sehr liebst du mich?" fragte sie erschüttert. .So liebte ich dich vom ersten Augenblick an, al« ich das unbekannte Mädchen in Der dunklen Seilergasse vor einem Rohling schützen durfte. Mit bebendem Herzen bin ich dir damals nach- aegangen, biS ich dich in der Helligkeit der belebten Strafte in Sicherheit toufttc.“ Sie sah sinnend vor sich hin. .Das war jener verhängnisvolle Abend, an dem Hans Egon bei meinem Baier um meine Hand anhielt.“ Der Druck seiner Hand wurde fester. .Wäre ich damals mutiger gewesen, meine Birgit, vielleicht wäre ich es gewesen, der dich heimgeholt hätte als seine Braut. Dann wäre uns allen viel Wirrnis erspart geblieben. Aber es Berlin leicht abgeschwächt. Berlin, 1. Febr. (WTB Funkspruch) Zu der auftenpoliufcben Unsicherheit, bu am Samstag durch bi« von Reuter gemeldete, aber inzwischen sich alS verfrüht erwiesene Kriegserklärung Chinas an Japan, tugenomrnen hatte, kam heute erneut die Ungewißheit hinsichtlich der Rcichs- präfidentenwahl. Während man am Samstag noch cingctrctcnc Abschwächungen auf Glattstellungen der Äuhlfc zum Wochenende zurückführen wollte, zeigte sich doch zu Beginn de« heutigen Bertehre, haft die Abgabeneigung weiter über« woa Da« Geschäft war jedoch äufterft fchleppend. so Daft man selbst für eine Rote sehr spät und relativ wenig Kurie hören konnte. Rein technisch stört« auch, haft zum Monatsbeginn dir Limiten noch immer nicht erneuert waren. Das Umsich- greisen der verichiedenen Berfehlungen und di« inzw.schen erfolgten weiteren Berhaftungen trugen. ebenso wie die adbröckeinde Tendenz an der Reuyorker SamStagSbörfe zur Zurückhaltung bei, zumal es auch völlig an Anregungen fehlte. So betrugen die Kursverluste im Durchschnitt bi« ju 1 Prozent Die Märkte lagen äufterfi ruhig und nur einige Spezialwerte litten unter etwas stärkerem Angebot 6o waren ZG -Farben und Dessauer GaS um etwa 2 Prozent gedrückt, Chad« verloren 4 Mk und Siemens bähten etwa 3 Prozent ein. Auch die Okabi-Shares, die am Samstag auf einem evtl. Kupferbedarf für Krieg-rustungen 1 Mk gewonnen hatten, gaben ebenso ihren Gewinn heute wieder der Arn Anlagemarkt war die Tendenz dagegen nicht ganz einheitlich. Arbedbonds konnten ihren Samstagstand behaupten, auch Reichsbabnvorzüge waren wieder gefragt und Farbenbonds waren ebenfalls gehalten. Pfandbriefe waren dagegen me st etwa» abgfchwacht, Deutsche Anleihen lagen vernachlässigt. Kommunalobligationen behaupteten sich jedoch gut. Rachsrage machte sich wieder nach Poslschätzen und später nach Rcichsschuid- buchsorderungen geltend die erneut 1 bis 1.5 Prozent anzogen. Am Geldmarkt scheint der Ultimo überwunden zu sein. Kouponzahlungen pflegen zum Februar-Termin im allgemeinen nicht grob zu sein, so daft man mit Anlagegeldern nut wenig zu rechnen hat. Zu berücksichtigen ist. daft bei solchen Zahlungen heute erstmalig die durch Rotverordnung bestimmte Zinskonversion In Erscheinung tritt, so das; also nicht der auf dem Koupon vermerkte Zinsbetrag zur Auszahlung gelangt Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 1. Febr. Auftrieb: Rinder 1367 Stück, darunter 356 Ochsen, 118 Bullen, 449 Kühe, 403 Färsen; Kälber 546; Schale 105, Schweine 5039 (darunter 371 Litauer). Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausgemästetc, höchsten Schlachtwerts: 29 bis 32, ältere 25 bis 28, sonstige vollfleischige jüngere 20 bis 24; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten SchlachtwertS 26 bis 30, sonstige volllleischige oder auSgemästete 20 biS 25; Kühe: jüngere, vollsleischige, höchsten SchlachtwertS 22 biS 25, sonstige vollsleischige oder auS- gemästete 18 biS 21, sleischige 14 biS 17; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollsleischige, auSgemästete, höchsten Schlachtwerts 28 bis 32, voll- sleischige 25 bi« 28. sleischige 20 bl« 24. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 35 bis 38, mittlere Mast- und Saugkälber 30 bis 34, geringe Kälber 25 bi« 29. Schase. Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 26 bis 29, mittlere Mast- lämmer, ältere Masthärnrncl und gut genährte Schase 18 bis 25. Schweine. Fettschweine über 300 Pfund 37 bis 40, vollsleischige Schwein« von etwa 240 bis 300 Pfund 39 bis 41, von etwa 200 bis 240 Pfund 38 bis 41, von etwa 160 bis 200 Pfund 36 bis 40, fleischige Schweine von 120 bis 160 Psund 32 bis 37. Sauen 28 bi» 33 Mark. Die Preise beziehen sich auf 100 Pfund Lebendgewicht. Marktverlauf: Rinder ruhig, nahezu aus- vcrkauft. Schweine ruhig, ausverkauft. Kälber schleppend, Schase ruhig, geräumt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 1. Febr. Die Frankfurter Getreidebörse zeigte zum Wochenbeginn weiterhin eher etwas festere Tendenz. Das Geschäft war jedoch auf allen Marktgebieten sehr gering. Die hohen Preismeldungen am Samstag von der Berliner Produktenbörse bewirkten am hiesigen Platze ein leichtes Anziehen der Preise. DaS Angebot war weiterhin sehr gering. Die hohen Forderungen am Brotgetreidemarkt veranlagten die Mühlen, ihre Preise erBanknoten. Combardpnsfuft 8 v h. Relchsbankdlskont 7 o. f). Die Devisenmärkte am Wochenschluß. n«ut zu erhöhen, das aus den Geschäftsgang nalurgctnäft nicht ohne Einfluft blieb. Mehr Jnteresf« zeigte sich weiterhin für Weizen, der erneut um 3,50 Mark an » og Auch am Futternuttelmarkt waren Rachmehle sehr gesucht. weiter konnte Klei« im Prelle anztehen. Die allgemeine Tendenz war jedoch ruhig. ES wurden notiert Weizen 242,50 bi« 243.50 Mark. Roggen 223.50 bis 225. Sommergerste (für Brauiwecke» 185. Hafer (inländischer) 150 bi« 155 Mark pro Tonne: Weizenmehl (süddeutsche« Spezial 0 mit Austaufchwcizen) 36,75 dis 37.75 Mk, iSonbermahlung) 35 bis 36. (niederrheinllche« mit Austauschweizen) 36,75 bis 37,50. (Sonderrnah- lung) 35 bi- 35,75. Roggenmchl 31 bi« 32, Weizenkleie 8.65 bis 8,75. Roggenklcie 9.25, Erbsen (je nach Qualität für Speifezwecke) 30 bi« 38. Linien (je nach Qualität für Spellezweckc) 27 bi« 5k. Heu isüddeutsche«, gut. gesund, trocken) 5 bi« 5,25. Weizen» und Roggenstroh (draht* * gepreftt» 4 bi» 4,25. (gebündelt) 4 bi« 4.25, Treber (getrocknet) 12 bi« 12,25 Mk pro Doppel- Rentner: Zndustriekartosseln hiesiger Gegend 2.70 Mark pro Zentner, Frach'.parität Frankfurt«. M.» bei Waggonbezug. — Tendenz: ruhig. Vcvfsenmarkt Vertin — Frankfurt a IN 30 3«™« 1 fri-nier Cmthflw Xeiimiru emibd'r Nentn>n,i Zkitl (*#16 Bdr «.376 <1.15 6.384 50.05 6.374 49.95 6.38h 50.05 frag . . 12.465 12.485 12.465 12.485 BuMpefl 56.94 57.06 56 94 57.06 £cM» 3.057 3.063 3.057 3.063 Otlo . • 169.49 78.72 80.12 169.82 78.88 80.28 169.43 78.62 79.77 161.77 71.78 79.93 tei ntxieee. CtrdhelB 81.27 81.43 81.22 81 38 London . . 14.52 14.56 14.46 14 50 Wurno« flirr* 1.043 1.047 1 043 1.047 Rtuvotf 4.209 4.217 4.209 4.217 ©rtflel 58.71 58.«3 58.71 58 83 ntallm . . . Tart« . . 21.05 16,56 21.09 16.60 21.02 16.56 21.06 16.60 Lidwrlz 82.11 12.27 82.11 82.27 Epantrn .'4.96 35.04 34.62 34 68 61.97 8213 81.97 82 13 3«x» Wtn w 3 an. 1.469 0,257 1.471 0.259 1.469 0.257 1.471 0.259 gupofUnutro 7.463 7.477 7 463 7.477 13.24 13 26 13.19 13.21 Berlin, 30 Januar <*7ih Brief flmrritaniid'c Hotte...... 4.20 4.22 '■b'clgildie Fiele! ...... . . 5b. 55 58.79 TtnildwRoien ........ 79 94 80.26 itngHldw Roi.-n......... 14.43 14.54 ' 16.52 16.58 Vollentiidie Rotte....... 169.11 169.79 3taltenMCeftenriA, » 1OO «djtütaf — •— 9iumänif»r Roten ...... 2.49 2.51 Schwedilche Roten........ 81 .09 81.41 Pduvrtirt Roten. ........ 81 ,93 62.25 koantlche Roten ....... 34,83 34,97 Ünganldie Roten ...... B e r l i n, 30. Jan. (WTB.) An den internationalen Devisenmärkten war die Bewegung zweier Devisen heute von besonderem Interesse, nämlich die der Peseta und de« Ben. Während Der Pen, infolge der Borgänge im Fernen Osten, weiter an Boden verlor, war eine Urfache für dis Schwäche der Peseta nicht sestzustellen. Der Kurs lag ganz erheblich unter gestern, in Zürich betrug der Berlust 50 Centime, in Amsterdam säst 20 Cents. Ziemlich sest tendierte dagegen Bueno«, während Rio knapp behauptet blieb. Da« Psund lag unverändert mit 3,4568 gegen den Dollar, 8,59 gegen den Dulden. 17,7150 gegen Zürich, 87,84 gegen Pari« und 14,60 gegen die Reichsmark. Der Dollar war unverändert. Die Reichsmark baggen etwas sester , m m'.ch in Amsterdam mit 58.7750 und in Zürich mit 121,25. Die übrigen Devisen waren kaum verändert. Am Rachnuttag blieben die Kurse des Bormittags im allgemeinen unverändert, die Schwankungen der einzelnen Baluten betrugen nur Bruchteile eines Punktes. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bl» 12.30 Uijr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen Zur unverlangt eingefanbte Manuskripte ohne jeigcfügles Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Knicljcna • f (t ä g e sind lediglich an die Geschäfts sk eile zu richten. ziemt uns nicht, zu forschen, warum das Geschick uns alle so und nicht anders geführt. Es hat wohl alle« so sein müssen. Wenn ich nur glauben darf, daft du mir wenigstens einen Bruchteil jener Liebe zu geben imstande bist, die du...“ Sie legte die Hand auf feine Lippen. .Sprich nicht weiter, du Lieber! Rur einen Bruchteil jener Liebe? Ach, mein Friedrich, es ist kein Unrecht gegen unfern teuren Toten, wenn ich sage, daft ich erst jetzt zur wirklichen Liebe reif geworden bin. Was ich damals empfand, war die törichte Leidenschaft und Schwärmerei eine« unerfahrenen Mädchens, das sich von den Licbesworten eines sieggewohnten Mannes betören lieft. WaS ich heut« für dich empfinde, ist die Liebe einer reifen Frau, die Schein und Wahrheit zu unterscheiden "-rmag. Das Gefühl für dich, e« ist ja nicht plö 11 ft, meteorgleich gekommen, es ist entstanden u.iD gewachsen in den schweren Zeiten der Prüfung." Sin tiefes Atmen löste sich aus Friedrichs Brust. .Birgit", sagte er helft, .zwei Jahre ist eS her, daft du meines Lebens einziger Inhalt bist. Laft uns den Bund, den das Schicksal bestimmt hat, bald auch vor den Menschen besiegeln. Ich glaube, auch Han« Egon würde zusrieden fein, daft du bei mir Schutz und Heimat findest. Und noch beute möchte ich deinem Dater gestehen, daft du dein und deines Kindes Geschick mir anvertrauen willst." .Und das Kind?" Ein banger Zweifel war in Birgits Stimme. .Wird Rosemarie auch immer für dich dein Kind sein?" .Dein Kind, v Birgit, wie könnte ich es anders alS von ganzem Herzen lieben? Ist es nicht überdies auch Blut von unserm Blut? DaS gleiche Blut, das ich auch in meinem Bruder geliebt hab«? Rosemarie ist ein unverdientes Geschenk vom Himmel für mich, für das ich dir doppelte Lieb« und Dankbarkeit schuldig bin." Sie schwiegen ergriffen. Unwillkürlich dachten sie beide an den, dem Rosemarie ihr Leben dankte und der nun in Frieden ausruhte von allen Irrungen. Friedrich sühlte. waS in der geliebten Frau vvrging. Er zog sie sanft. aber entschieden empor. .Birgit, seien wir der Gegenwart dankbar und gedenken wir in Treue der Vergangenheit, denn nur so vermögen wir uns die Zukunft zu gestalten. Laft uni zum Dateb^ehen, er soll unfern Bund segnen!" * Die vierzehn Tage des Aufgebotes waren vorüber. Au« Birgit war die Frau deS Grafen Friedrich geworden. Obwohl sie ihre E^rauung geheimgehalten und nur die Dorfbewohner davon Kunde hatten, verbreitete sich daS Gerücht doch sehr bald In der Stadt. Bon allen Seiten trafen Glückwünsche und Gaben für das junge Paar ein. Birgit war in dem groften Kreise Ihrer früheren Bekannten und Freunde umxrgeffen, obwohl fie sich ganz zurückgezogen hatte. Auch die Vereine, die die milde Hand de« Konsuls und Birgits warmes Herz solange gespürt hatten, waren mit Glückwünschen vertreten. Einmütig gönnte man dem schwergeprüften Konsul wie der leibgcrciften jungen Frau ein neues und sichereres Gllick. Birgit und Friedrich hatten ihr junges Glück wenig« Tage an den Gestaden der nahen Ostsee in einem verschwiegenen kleinen Fischerdvrfe geborgen. Rur kurze Zeit hatten sie sich selbst leben dürfen und dem Glück, allein zu sein in der sonnenflimmernden Einfamkeit der kleinen Intel. Köstliche Tage waren es gewesen, mit Wanderungen über hustende $bt)miantotefen, an weiften Dünen, durch dunklen Wald. Tage der Ruhe am warm durchglühten Strande, mit köstlichen Badestunden in der blau ausschäumenden Meeresskut; mit stillen Abenden unter einem groften Sternhimmel, unter dem sie in ernstem Glück Hand in Hand wanderten. Wenige Tage, dann kehrten sie heim zu ihrem Kinde un2> der Arbeit, die auf sie wartete. Aber in der ersten ftUlen Abendstunde, die die Heimat ihnen schenkte, gingen sie gemeinsam zu dem Deinen Friedhof, der jenseits des Dorfes auf einer waldumrauschten Höhe träumte. Still legte Birgit einen Kranz von Sommerlilien auf dal Grab HanS Egons. Die Abendsonne vergoldete die Schrift auf dem schlichten Sandsteinkreuz, die in goldenen Lettern die Worte trug: .Und vergib uns unsere Schuld." 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Februar, abends 8% Uhr im Hörsaal 45 des Vorlesungsgebäudes der Universität Vortrag von Univ.-Professor Dr. Taeger Hallo! Hallo! Karneval im Löwen Neaenweg 28 Inhaber Fritz Greilich Telephon 3414 Programms Dienstag, ß.Febrear, 1. große Kappensltsung Donnerstag, 4. Febrnar, Boekbleriest (frisch geschlaohtet) 845d i -u . Hosenmontag, 8. reer. > F»tnacht-Dl»»t>| j V-r—l-ll-me. AnallenTagen bis4Dhriichfs ilfei durch 8 Baumwollwaren 1.50 0.45, 1.95 Damen-Konfektion Solide Filzhüte Gr. 40 in verseh. Farben 2.50 12.50 Gr. 3 Gr. 3 5.50 7.90 1.45 2.45 4.90 0.35 0.35 0.38 0.05 0.85 0.85 0.98 3.95 0.35 0.65 0.95 1.95 2.25 2.95 3.75 4.75 0.75 1.25 1.45 1.45 1.65 1.95 3.50 4.50 0.58 0.75 0.98 1.30 1.95 2.95 3.50 4.90 Oxfordflanell für Herren- u. Knaben- Oberhemden, neueste Dessins Schlafanzugflanell mit Kseiden- decke, hervorragend imTragen u. 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