Nr. 280 Erstes Blatt M. Jahrgang Montag, 30. November (931 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitütt-Vuch- und Sleindnickerel tL Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für t mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20 °/„ mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyrio!, für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familien blätter Heimat im Bild Die Scholle. Monatr-Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Zernfprechanfchlüffe unterSammelnummer225l. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Poftschemonlo: Sroitffurt am Main 11686. Die Bedeutung des Znlandmarlts für die deutsche Industrie. Dr. Bögler fordert in einer bc deutsamen Bede vor den deutschen Eisenhüttenleuten Gemein- schastsarbeit zwischen Industrie und Landwirtschaft. - Verbesserung der Handelsbilanz durch verringerte Einfuhr statt durch verstärkte Ausfuhr. Düsseldorf, 28. Aov. (LLl.) Die Hauptversammlung des Vereins deutscher Eisenhüttenleute schloß Generaldirektor Dr. Vogler von den Vereinigten Stahlwerken, mit einigen Bemerkungen. Man müsse immer wieder überrascht sein über die gewaltige Kraft, die heute rein zahlenmäßig im Bauerntum ruhe. Wenn man sich vergegenwärtige, welche hohen Anteile die insgesamt 20 Millionen Kleinbauern einschließlich der Angehörigen an der Gesamtbevölkerung darstellen, dann werde klar, daß sich hier neue Möglichkeiten für die Wiederher st ellung der Wirtschaft- lichkeitdes Landes auftun. Dr.Bögler verwies auf frühere Ausführungen, die er im Ro- vember 1924 in der Frage „Industrie und Landwirtschaft" gemacht hatte. Damals hatte er u. a. gesagt: „Es wird viel zu wenig beachtet, wie sehr der deutsche Inlandmarkt von einer kaufkräftigen Landwirtschaft abhängig ist. Es ist von größter Bedeutung für die Lage der Industrie, wieviel die 25 Millionen betragenden deutschen Landbewohner kaufen können. Es ist dies eine wichtigere Frage als die Entwicklung der Lage auf dem Ausfuhrmarkt. Der Auf „Deutschland muh ausführen", fängt an, ganz falsche Vor- Teilungen in den Köpfen hervorzurufen. Ich stimme denen zu, die nicht in einer Verschärfung der Ausfuhr, sondern in einer Erstarkung des Inlandmarktes das wünschenswerte Ziel sehen. Es ist viel leichter, wirtschaftlich und politisch gedacht, die Handelsbilanz durch verringerte Einfuhr statt durch verstärkte Ausfuhr zu verbessern. Gerade vom industriellen Standpunkt aus ist für uns die st a r k e Durchbildung der landwirtschaftlichen Technik von größter Bedeutung." Dögler fuhr fort, er habe keine Veranlassung, irgendein Wort von diesen Ausführungen zurückzunehmen. Seine besondere Befriedigung drückte er über die Fortschritte in der Mechanisierung der Landwirtschaft aus, besonders über die Tatsache, daß heute d i e deutsche Landmaschinen-Industrie in jeder Weise den Wettbewerb mit dem Ausland aufnehmen könne. 3n dieser auf richtigen Voraussetzungen aufgebauten Gemeinschaftsarbeit zwischen Industrie und Landwirtschaft müsse fortgefahren werden. Die Arbeitslosenfrage werde sich ganz von s e l b st regeln. Es würden Jahrzehnte vergehen, bis das angestrebte Ziel der Mechanisierung des bäuerlichen Betriebes erreicht sei. Der Einzelhandel zum Preisniveau. Eine Denkschrift an den Reichskanzler. Berlin, 28. Nov. (CNB.) Die Hauptgeineinschaft des Deutschen Einzelhandels hat anläßlich des Abschlusses der Beratungen des Wirtschaftsbeirates die Preis- und K o - st e n e n t w i ck e l u n g für Waren verschiedenster Art einer Nachprüfung unterzogen und eine Denkschrift über diese Frage an den Reichskanzler und andere Reichs- und Staatsbehörden gesandt. Diese Denkschrift kommt zu dem Ergebnis, daß bestimmte Ausgabengruppen des Lebenshaltungsindex dem bisherigen Preisrückgang des freien Marktes nicht ausreichend gefolgt seien. Das treffe für die Kosten für Verkehr, Heizung und Beleuchtung und itor allem für Mieten zu. Während die Bekleidungskosten feit Juli 1929 um 22 v. H. und die Ernährungskosten um 20,7 v. H. gesunken seien, wiesen die Mieten eine Steigerung um 4,4 v. H. auf. Der Sturz der Weltmarktpreise für Weizen und Roggen sei wegen der hohen Agrarzölle im inländischen Preisniveau nicht annähernd zum Ausdruck gekommen. Die Weltmarktpreise für Weizen seien seit 1929 um 60 o. H. gesunken, während die Weizenpreise in Deutschland Köln, 29. Aov. (CAB.) Die Deutsche Ko- lonial-Gesellfchaft veranstaltete im Gürzenich einen Kolonialabend, bei dem Oberbürgermeister Dr. Adenauer als das Ziel der deutschen Kolo- nialbewegung die Wiedererlangung der uns durch den Friedensvertrag entrissenen großen, afrikanischen Kolonien, gegebenenfalls auch nur als Mandate des Völkerbundes bezeichnete. Aach einem Aeferat des stellvertretenden Vorsitzenden des Aeichswirtschaftsrates Cohen- A e u h über deutsche und europäische Kolonialprobleme erklärte der frühere Aeichsbankpräsi- dent Dr. Schacht, er halte den jetzigen Augenblick für durchaus geeignet zur Anschneidung der Kolonialfrage nicht trotz, sondern gerade wegen der gegenwärtigen Krise. In Deutschland habe nie Uneinigkeit darüber bestanden. daß wir die Reparationen nicht zahlen könnten und sie zu zahlen auch nicht moralisch verpflichtet feien; aber es sei eine Lüge, wenn beute im Ausland behauptet werde, wir wollten die p r i - vatenSchulden nicht zurückzahlen. Schuld an der heutigen Krise seien alle, die den wirtschaftlichen Unsinn des Versailler Diktates aufrecht zu erhalten bemüht gewesen seien. Der Boungplan habe das Reparationsproblem ausdrücklich von der internationalenZusammenarbeitzur Erweiterung der Weltmärkte und zur Belebung des internationalen Handels abhängig gemacht. nur um 12 bis 13 v. H. zurückgegangen seien. Die Preise in Deutschland betrügen mehr als das 2 $ f a d) e der Weltmarktpreise. Die Weltmarktpreise für Roggen seien um etwa 50 v. H. gesunken, während die Inlandspreise dank der Zollpolitik um 6 bis 8 v. H. anziehen konnten. Eine Lockerung des Preisschutzes für Markenartikel habe nur geringe Bedeutung, da von den Ausgaben^ für Ernährung und Körperpflege insgesamt nur 5,3 v.H. auf preisgebundene Markenarti- k e l entfielen. Eine Senkung der gebundenen Preise für Düngemittel, der Eisen- und Kohle n p r e i s e, der Preise auf dem B a u m a r f t im Rahmen der kartellmäßigen Bindungen sei bringend erforderlich, da hier die Preisbildung der allgemeinen Preissenkung nicht gefolgt sei. Daneben müßten die Preise für Geschäftsräume, Wohnungen, Heizung, Beleuchtung und Verkehr gesenkt werden, wenn eine fühlbare Hebung der Kaufkraft herbei- geführt werden solle. Man habe aber aus diesem Wege fei neFortschritte zu verzeichnen gehabt. Die BIZ. habe nicht eine einzige der Aufgaben angepackt, für die sie berufen worden sei. Rur eine vollkommene Abkehr von dem Versuch, Reparationen und Schulden mit Gewalt eintreiben zu wollen, könne Besserung bringen. Die Ausdehnung des Welthandels könne Abhilfe schaffen. Das wichtigste aller Mittel in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht, mit dem man zuerst anfangen müsse, fei die Zuweisung kolonialer Gebiete an das erstickende und verkümmernde Deutschland. Sie würde Deutschland in Stand sehen, einen Teil der benötigten Rohstoffe aus eigener Kraft und ohne Inanspruchnahme fremder Hilfe zu erzeugen und der deutschen Jugend neue Lebens- und Betätigungsmöglichkeit zu geben. Deutschland und der britische Schutzzoll. Berlin regt Verhandlungen an. Berlin, 28. Aov. (WTD.) Die Reichsregierung hat der britischen Regierung durch die deutsche Botschaft in London vorgeschlagen, sofort in freundschaftliche Verhandlungen über die Lage einzutreten, die durch die Kolonien als Mittel deutschen Wiederaufbaus. Eine Rede Dr. Schachts über die Unmöglichkeit der Reparationszahlung. Die 3333- hat ihre Aufgabe der Förderung internationaler Zusammenarbeit für Erweiterung der Weltmärkte nicht erfüllt. Randnoten. Nun ist auch der italienische Außenminister Grandi aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrt. Dos Ergebnis feiner Reise ist praktisch genommen sehr mager, ist eigentlich nur die Feststellung, daß Amerika und Italien in der Abrüstungsfrage parallel gehen, was übrigens in bqm Schlußkommunique auch nur sehr allgemein ausgedrückt ist. In Reparations- und Schuldenfragen konnte ja nach der Einigung zwischen Hoover und Laval nichts Neues gesagt werden. Daß vollends Grandi die Revisionsfrage in bezug auf die Friedensverträge in seinen Gesprächen in Amerika hätte vorwärts bringen können, war ganz ausgeschlossen. So bleibt wie üblich der Meinungsaustausch, die Aussprache, dos gegenseitige Kennenlernen der Staatsmänner und die gegenseitige Information über die Lage des eigenen Landes bei den anderen. Alles das ist ganz schön, aber in einer Zeit wie ber heutigen zu wenig. Mit Gran- bis Besuch ist bie Reihe ber Ministeraus- sprachen, bie unsere Aufmerksamkeit seit dem Frühjahr in Anspruch genommen haben, zunächst wohl beschlossen. Man hat biefe Ministerbesuche mit Recht als ein wichtiges Kapitel ber Nachkriegsgeschichte nicht nur bezeichnet, sonbern auch als ein vorletztes Kapitel. Aber — in biefem vorletzten Kapitel steht eben recht wenig! Was ist her- ausgekommen in bezug auf bie Kriegsfchulben- frnge unb in bezug auf bie Abrüftungsfrage? Ist, abgesehen von ber allgemeinen Uederzeugung, baß etwas zur Rettung ber Welt geschehen müsse, konkreter Wille im einzelnen für eine gemeinsame internationale Zusammenarbeit zutage getreten? Amerika trat beiseite. England muß beiseite stehen. Italien kann bann gar nicht anders. So bleibt es also wie zuvor: baß zunächst einmal Frankreich unb Deutschland» miteinanber allein reben müssen. Das haben wir aber schließlich auch schon langer gewußt. Wir sahen eine Reihe von wdhlmeinenben, fähigen, zum Teil ausgezeichneten Staatsmännern in biefen Ministerbesuchen miteinanber in Berührung kommen. Ist irgenbmo ber Wille z ii r Führung hervorgetreten, vor allem bei benen, die burch ihre Machtposition zu führen in ber Lage sinb, also bei Frankreich.ober bei Amerika? Es ist doch nun glücklich wieder so, daß diese Staatsmänner auf die n ä ch st em Wahlen blicken. Der Franzose auf seine Kammerwahl im Mai 1932, ber Amerikaner auf bie Präsidentenwahl im Dezember nächsten Jahres. Unb mit bem Hinweis barauf wirb bann bie Entschlußunfähigkeit unb bie Lethargie ber Führung in ber kapitalistischen Welt angeblich staatsmännisch entschuldigt. Hat denn die Welt wirklich noch Zeit, um bis zum nächsten Mai oder gar zum nächsten Dezember an Wahlen zu denken und deren mögliche Rückwirkungen auf die Weltpolitik? Werden denn nicht allmählich die Spannungen und die Sturmzeichen stärker und stärker? Gewiß ist alles in England heute außerordentlich ruhig, zeigt alles die bekannte englische Selbstbeherrschung. Aber schon wer eine der großen Geschäftsstraßen Londons entlang gebt, der lieft gleich aus den merkwürdigen anlockenden Anschlägen an den Läden ab, wie das Pfund, wie die Währung zittert und damit das wirtschaftliche Leben überhaupt. Und damit natürlich auch das Verhältnis der Klassen zueinander. Wenn es so weiter geht, muß das zu großen Kämpfen um Lohn und Lebensstandard führen. Von Deutschland brauchen wir dabei gar nicht zu reden. Wie groß die Spannungen bei uns geworden sind, weiß jedermann. Was vielleicht in diesem vorletzten Kapitel der Entwicklung noch hätte getan werden können, wäre eine Amerkareife des Reichskanzlers gewesen, weil nur er der amerikanischen Oesfentlich- leit und dem amerikanischen Präsidenten den Ernst der Lcge so vorstellen könnte, wie es nötig ist, und baimt einen vielleicht letzten Versuch machen könnte, Amerika an seine Verantwortung, zugleich auch an fein Interesse zu mahnen. Aatürlich ist es jetzt in den großen inneren Auseinandersetzungen nicht mehr möglich, daß Brüning nach Amerika fährt. Das gehört auch zu den Gelegenheiten der letzten zehn Monate, die verpaßt worden find und die nicht wieder kommen. Man möchte sich gegen den Pessimismus, der sich so aufdrängt, wehren, aber der objektive Beschauer des Weltlaufs kann sich gar nicht darüber täuschen, daß die Anzeichen für einen in unserem Sinne ungünstigen Ausgang der ganzen Krise stärker sind als für das Gegenteil! England geht aufs Ganze: Kaum hat die Regierung Macdonal' das Gesetz über Dumpingzölle in der Tasche, als sie auch schon die erste Liste der Waren veröffentlicht, die künftig mit einem Wertzoll von 50 Prozent belegt werden. Es sind in der Hauptsache Textil- und Lederwaren, aber auch Cisenkurzwaren, die zuerst herankommen, wobei aber gleichzeitig angekündigt wird, daß andere Warengruppen je nach Bedarf folgen. Deutschland hat in den ersten neun Monaten dieses Iahres nach England für 799 Millionen Mark Waren ausgeführt, unter denen Fertigwaren an erster Stelle stehen, insbesondere Textilwaren und Lederwaren aller Art. Wenn diese Ausfuhr nach England mit hohen Zöllen belegt wird, so ist der Rückschlag für die deutsche Industrie unausbleiblich. Es ist gar kein Trost, daß auch andere Länder, wie Frankreich und die Tschechoslowatei, betroffen werden, denn für Deutschland liegen die Dinge eben so, daß jeder Rückgang der Ausfuhr die Wirtschaftskrise verschärfen muß. Wer die Liste nachprüft, deren Einfuhr die englische Re- gierung zunächst drosseln teilt, stößt darauf, daß es sich durchweg um Waren handelt, die England selbst her st eilt und zum großen Teil ausführt. So bezieht Deutschland aus England auch große Mengen Textilerzeugnisse aller Art, die zwar mengen- und wertmäßig nicht an die Einfuhr aus Deutschland heranreichen, die aber im englischen Außenhandel immerhin auch eine Rolle spielen. Es handelt sich aber bei Deutschland nicht um Erzeugnisse, auf die der D u m p i n g b e g r i f f Anwendung finden kann, denn die Gestehungskosten der deutschen Erzeugnisse dürfen nicht nur nach der Höhe des Arbeitslohnes bewertet werden, sondern müssen auch Steuern und soziale Lasten berücksichtigen. Mit Dumping hat das wirklich nichts zu tun, so daß nichts anderes übrig bleibt, als daß England unter einem un- zuläss.gcn Vorwand Hochschuhzollmauern errichtet. Unzulässig deshalb, weil schließlich zwischen Deutschland und England ein Handels- und Schiffahrtsvertrag besteht, der zwar kein Tarifvertrag ist, aber doch voraussetzt, daß der eine Vertragsteil den anderen während der Vertragsdauer nicht übers Ohr haut. Run kann Deutschland gleiches mit gleichem vergelten, es kann alle Waren aus England mit Zöllen in Höhe von 50 Prozent des Wertes belegen, aber es wird damit kaum etwas anderes erreichen, als daß die deutsche Ausfuhr nach den britischen Inseln völlig unterbunden wird. Diese Gefahr droht aber auch, wenn Deutschland die Entwicklung ruhig abwartet, denn die britische Regierung hat schon angekündigt, daß Zollzuschläge auf fast alle Warengattungen erfolgen sollen. Ob England den Zweck erreicht, durch Abdrosselung der Einfuhr den inländischen Arbeitsmarkt zu beleben, bleibt abzuwarten. Daß die Einfuhr nach England in den letzten Monaten beträchtlich hoch gewesen ist, trifft zu, aber es ist zweifellos, daß es diese gewaltigen Warenmengen nicht durchweg selbst verbraucht, sondern auch zum Teil wieder ausführt. England glaubt, sich zu dieser Schutzzollpolitik deshalb gezwungen zu sehen, weil seine Zahlungsbilanz ebnen gräßen Fehlbetrag aufweist. Aber dieser Fehlbetrag kommt in der Hauptsache von der Kapitalseite her, d. h. von dem Rückgang der im Ausland angelegten Kapitalien oder deren Zinsausfall, sowie von der Einschrumpfung des internationalen Frachtgeschäfts. Was soll Deutschland tun? Zollmauern gegen England allein haben keinen Zweck, denn die Waren können ja über eine andere Grenze hereinkommen. Die größte Gefahr liegt aber darin, daß das Beispiel Englands überall Rachahmung findet, so daß für Deutschland die Möglichkeit. Ausfuhrüberschüsse zu erzielen, beträchtlich sinken muß. Die Aufsichtsräte der beiden größten deutschen Konzerne, der IG. - Farbenindustrie und der Vereinigten Stahlwerke, haben sich in diesen Tagen mit der geschäftlichen Entwicklung ihrer Gesellschaften befaßt. Wenn auch der Oes- fentlichkeit noch keine Bilanzzahlen vorgelegt werden können — der Stahlverein hat erst am 30. September sein Geschäftsjahr beendet, und die IG.-Farbenindustrie schließt mit dem Kalenderjahr ab —, so geht doch aus den Erklärungen hervor, daß der sich von Monat zu Monat verschärfende Druck der Weltwirtschaftskrise und die spezielle Rotlage der deutschen Volkswirtschaft auch diese Unternehmungen mehr und mehr beeinflußten. Bei der IG.-Farbenindustrie konnte sich zwar der Absatz auf dem Gebiete der Farbstoffe, Pharmazeutik a, Photograph i k a und Chemikalien noch einigermaßen gut behaupten. Dagegen haben für den Konzern außerordentlich wichtige Produktionszweige wie Stickstoff, Benzin und Kunstseide eine weniger erfreuliche Entwicklung genommen, sie dürften zum mindesten erträgnislos bleiben, wenn nicht sogar teilweise mit Verlust abschließen, da. wie betont wird, im lausenden Iahr mit verminderten Erträgnissen zu rechnen ist, muß natürlich auch die Dividende niedriger veranschlagt werden. Es wäre natürlich verfehlt, jetzt schon irgendwelche Schätzung abgeben zu wollen. Bedauerlich ist jedenfalls, daß die Herstellung von Kunstbenzin und Stickstoff sich gegenwärtig nicht rentabel gestaltet, da einmal deren Produktion vom Standpunkt der Rohstoffversorgung von größter volkswirtschaftlicher Bedeutung ist, zum anderen deren Entwicklung bis zur Großproduktion im Laufe der Iahre viele Millionen verschlungen hat. Wenn u. a. darauf hingewiesen wird, daß trotz Preisermäßigungen der I n - landabsah für Stickstoff stark zurückgegangen ist, so zeigt uns diese Tatsache die ganze Hoffnungslosigkeit der deutschen Landwirtschaft, die immer mehr zur extensiven Bodenbewirtschaftung gezwungen wird. Die Industrie sollte doch versuchen, die Kunstdüngerpreife durch Senkung der eigenen Unkosten noch mehr zu verbilligen, da der Kunstdünger im bäuerlichen Betrieb einen der wichtigsten Kostenfaktoren bor- stellt. aber auch ebenso lebensnotwendig ist. Sichert dem Bauer wenigstens eine bescheidene Rente und das alte Sprichwort: „Hat der Bauer Geld, hat's die ganze Welt!" wird seine Richtigkeit erweisen. Die Aufsichtsräte derVereinigtenStahl- werke haben zum Ausdruck gebracht, daß Produktion und Umsatz, die vor allem im letzten Kalenderjahr stark rückläufig waren, ihren Tiefstand erreicht zu haben scheinen. Die Beschäftigung für das Inland hat sich sogar teilweise etwas gebessert, wogegen das Ausfuhrgeschäft durch die Währungswirren, Schutzzoll- und Devisenmaßnahmen mehr und mehr gehemmt wird. Was das finanzielle Ergebnis angeht, so sind durch Anwachsen der Vorräte und die Schluß- i Investitionen vermehrte Verpflichtungen entstan- den. Die Abschreibungen konnten nur teilweise verdient werden. Feststehen dürfte jedenfalls, daß der Stahlverein das letzte Iahr mit 03 er - I u ft abschlißen wird, über dessen Höhe heute natürlich noch nichts gesagt werden kann. Bezeichnend ist, daß in den Erklärungen beider Konzerne auf die zunehmenden Schwierigkeiten mit dem Ausland verwiesen wird. Wird man aus der systematischen Abschnürung die Konsequenz ziehen und die Richtung der deutschen Wirtschaftspolitik wieder mehr auf eine Kräftigung des Inlandmarktes lenken? neuesten englischen Zollmaßnahmen entstanden ist. 3n der deutschen Rote wird darauf hingewiesen, Dah die Einführung gewisser englischer Zölle f ü r den deutschen Handel besonder- abträglich sei. Die deutsche Regierung wolle von dem Recht Gebrauch machen da- ihr a u f GrunddeS Artikels 2 deS Protokolls zum deutsch-englischen Handelsvertrag gegeben wird, nämlich anzuregen, die deutschen Deschwerdepunkte in einer Konferenz zu erörtern. Die deutsche Regierung sei bereit, zu diesem Zweck eine Abordnung nach London zu schicken. Sehr erwünscht wäre es, wenn die Verhandlungen möglichst bald stattfinden könnten. Die deutsche Anregung in London ist aa' die Tatsache zurückzuführen, dah die englische Regierung für 23 Warengruppen einen WertzollinHöhevonSov. H. eingesührt hat. Deutschland wird von dieser Zollerhöhung, die in den allermeisten Fällen einem Einfuhrverbot gleich kommt, nicht unwesentlich betroffen. Die deutsche Ausfuhr hat an etwa zehn Warengruppen ein wesentliche- Interesse. Der deutsche Anteil an diesen Warengrupven beläuft sich auf rund 3 0 v. H. Einzelne Warengruppen, wie beispielsweise Strumpfwaren werden bis zu 83 v. H. betroffen. Vei Tonwaren betrügt die Dee.n- trächtigu-a der deutschen Ausfuhr etwa 63 v. H Die deutsche Ausfuhr nach England erleidet durch die englischen Zollmaßnahmen insgesamt eine Einbuße von etwa 15 0 Millionen Mark, daS sind 12 v. H. der deutschen Gesamt- ausfuhr nach England überhaupt. E'N guiig der Amerikaner in der Gtitthaliefrage. Tic Bant achve»ständigen chisjcn sich nach Europa ein N e u y o r k, 28. Noo. (TU.) Die Neuyorker Ban« kicrs haben sich mit der Stillhaltefrage beschäftigt und gelangten zu einer grundsätzlichen Einigung ü b . f . in en de» norddeutschen Blocks nicht gehindert werden kann, Jbft wenn man et wollte, daß man aber anderseits auch ba»(Eigen« leben der Länder vor Eingriffen der Reichsgewalt geschützt wissen will. Die Reichsregierung müffe die Kräfte freibekommen und ft a b 11 e r werden. Nötig sei, daß sich auch das Reich in seinem eigenen Interesse auf die Gebiete beschränkt, die vital des Reiches sind. Wir müßten uns darüber klar sein, daß ein Teil der Nöte, unter Denen wir heute leben, durch das unorganische Nebeneinanderleben von Reich und Ländern verursacht ist und daß nur durch eine grundsätzliche Neuordnung eine Besserung möglich ist. Oie Volkspariei und Brüning. Tingeldcy spricht in Königsberg. Königsberg, 29. Rov. (XU.) Der Führer der Deutschen Dolkspartei, Abg. Dinge l d ey, erläuterte in einer Vertreterversammlung des Wahlkreises Ostpreußen die Gründe, die die Deutsche Volkspartei zur Trennung von der Reichsregierung veranlaßt hätten. Gr betonte Dabei, dah ein Aufstieg nur möglich fei, wenn die Kräfte der sittlich gebundenen, aber selbst verantwortlichen Persönlichkeit sich frei entfalten könnten. Die DVP. lehne den Kollektivismus von rechts und links ab. Die Regierung verfolge weiter die seit Jahren geübte Praxis, wirtschaftliche Entscheidungen, die mit einem politischen Risiko verbunden seien, immer wieder hinau-zuschie- 6 e tl Der Äaniler sei in d i e Abhängigkeit der Sozialdemokratie geraten- D.es beweise besonders die beabsichtigte Erhöhung der Umsatzsteuer, die man aI- allerletzte Reserve für schwere Tage auß npollti djer EntscheidungSkämpfc gedacht habe, um bei den Reparationsv?rhandlungen da- nötige Rückgrat zu haben. Jetzt solle mit der Umsatzsteuer ein Fehlbetrag imHauShalt abgedeckt werden. Die Deutsche Volk-Partei denke gar nicht daran, sich in die Abhängigkeit von Parteien der Rationalen Opposition zu begeben. Sie glaube vielmehr, dah es zu einer Zusammenfassung der Kräfte deS Bürgertum- kommen werde. Rotwendige Voraussetzung für den Erfolg der außenpolitischen Verhandlungen sei eine starke nationale Front Wenn sich die Regierung auf die allzu verständigung-bereite, pazifistisch eingestellte Sozialdemokratie stütze, so sei mit einem einigermaßen befriedigenden Ergebnis der Verhandlungen nicht zu rechnen. Es wäre cklso Pflicht des Kanzlers gewesen, die Rationale Front zu stärken. Glaube au Deutschland. Eine Rundfunkrede des Reichsministers Groener. D erli n, 29. November. (WTB.) Reichsminister Giocner sprach im Rundfunk über das Thema „Vom Glauben an Deulfd^anb”. Das deutsche Volk befindet sich in ercr schweren wirtschaftlichen und politischen Krise, deren Ursachen teils außerhalb Deutschlands, teils im eigenen Hause zu suchen sind. Es gibt kein Allheilmittel zur SBefeitigungJDer Rot- stände, wie sie von dieser oder jener Seite mit großem Aufwand an Propaganda angeboten werden. Mit Protesten aus allen Ecken unseres Vaterlandes ist nichts gewonnen, weil sie meist aus Irr- tum geboren sind. Mit heißem Bemühen möchte ich allen Deutschen in Kopf und Seele giehen den unerschütterlichen Glauben an die Zulunst Deutschlands. Das ist der gesunde Optimismus, der zu einem tätigen Leben führt und den wir alle gebrauchen, wenn wir als Volk und Nation einem reuen Aufstieg entgegengefjen wollen. Der feste Grund, auf den dieser Optimismus sich aufbauen muß, soll unser Staat sein, die deutsche Republik. Wche denen, tie,glauben, durch ein Unter« hühlen dieses Staates und durch seinen Zusammenbruch eine günstigere staatliche Grundlage für den Wiederaufstieg zu schaffen. Diese Träumer sehen nicht die Wirtlichkeit. Aber sie bilden keine Gefahr: denn die staatliche Macht steht fest und entschlossen. Die Regierung ist wachsam, um alle Versuche gewaltsamer Auflehnung mit äußer- fier Tatkraft niederzuschlagen. Vor solchen Vorkommnissen bewahre uns der Himmel und vor allem das deutsche Volk selbst: denn jeder solcher Spuk ist zersto.en, wenn das Volk in Geschlossenheit die verrückten Ideen terroristischer Regierungsmethoden ab lehnt. Warum verzagen? Vertrauen zum Staate muh sich vermählen mit dem Vertrauen zu den eigenen Kräften. Die deutsche Geschichte zeigt in den vergangenen Jahrhunderten ragende Höhe und donnernden Fall. Immer wieder hat sich Deutschland aus der Tiefe zum Licht empor- geru.'.gen trotz dem uralten Erbübel der Deutschen, der Zwietracht. Es gibt keinen Propheten, der das Schicksal des deutschen Volkes voraus- sehen konnte. Aber eins kann jeder Deutsche klar erkennen: dah ein Emporsteigen unserer Ration wirtschaftliH und politisch nur m g ich ist. wenn wir einig sind und treu: einig in dem Willen, uns aus der Rot mit gemeinsamer Kra't her- auLzuarbeiten, treu dem Reiche und Staat Dazu rufe ich alle auf, die guten Willens sind. Der Oberreichsanwalt beantragt d e Voruntersuchung im Fall Best. WSN. Darmstadt, 28. Nov. Auf Grund der bekannten Vorfälle hat der hessische Justiz- Minister den Gerichtsassessor Dr. Werner Best mit sofortiger Wirkung außer Verwendung gesetzt Best kehrt in den hessischen Iustizdier.st nicht mehr zurück. Nach einem bei der hessischen Negierung aus Leivzig eingegangenen Telegramm hat der Oberreichsanwalt den Antrag auf Eröffnung der gerichtlichen Borunter- lu ch u n g gegen Dr. Best und Genossen wegen Vorbereitung zum Hochverrat gestellt. Untersuchungsrichter ist Reichsgerichtsrat Feller. Mit der Durchführung des Ermittlungsverfahrens soll sofort begonnen werden. Die an der Boxheimer Konferenz Beteiligten, die das Dokument mitberaten haben, werden schon in diesen Tagen in Leipzig vernommen werden. Der Entschluß des Oberreichsanwalts, die Voruntersuchung zu beantragen, muß, der „Montags- poft" zufolge, als ein Erfolg der Aktion gewertet werden, die die heffifche Staatsregierung unter Führung des Staatspräsidenten Adelung bei der Reichsregierung unternommen hatte. Der „Montag" nimmt Bezug auf die Ankündi- gung der Nationasczialiftifchen Partei, selbst eine Untersuchung der Angelegenheit vorzunehmen, und hält es für wahrscheinlich, daß auch mit bestimmten Folgerungen innerhalb der Parteiorganisation der Nationalsozialisten zu rechnen ist. GeUungnahme der hessischen Regierung. Eine Tarstcliuni Der amtlichen Pressestelle. Darmstadt, 28. Nov. (WSN) Die Hessische Regierung teilt durch ihre Pressestelle u. a. mit: Gegenüber den Erklärungen des nationalsozialisti- schen Landtagsabgeordneten Dr. PSerner B e st ist folgendes festzustellen: Die in Frage kommenden Dokumente sind nach dem Ergebnis der Ermittlungen ganz zweifellos nicht nur eine Privatarbeit des nationalsozialistischen Landtagsabgeordneten Dr. Best. Sie sind das Ergebnis von Besprechungen, die sich auf einen längeren Zeitraum erstreckten und die zwischen allen matzgeblichen Füh- rem der NSDAP stattgefunden Haden. U. a. haben an der Schlußbesprechung auf dem Boxheimer Hof allein vier Abgeordnete teilgenommen, darunter Der stellvertretende (Bauleiter für Hessen, Hauptmann a. D. Raffung (der bemale anstelle des verstorbenen Gauleiters die Geschäfte der (Bauleitung führte und Der außerdem auch noch das wichtige Amt des Organisationsleiters bekleidet). Sämtliche Teilnehmer an den Besprechungen sind innerhalb der (Bauleitung an maßgeblichen stellen tätig. In feinem Geständnis in der Press« tag# zuvor tut Dr. Best selbst mitgetcilt. dah er die Entwürfe u. a. mit dem Leiter des Gauwirt- schastsbeirats der NSDAP., Gau Hesien, „öfters Durchgesprochen habe". Schon heraus ergibt sich. Daß es ein Ver« schleierungsversuch ist, wenn der Pressechef der RSDAP. behauptet: ..Die Darlegung Dr. Best- ist weder den Parteiinstanzen noch den verantwortlichen Führern der RSDAP. vorher bekannt gewesen." Dr. Best ist al- Leiter der Rechts- abtctlunq deS Gaue« Helfen Mitglied der Gau- Ifi'tax0J’e2 ®au? und al« solches selbst- I vernandlich an der Führung der Partei mafj- gtbenb betdligf Wie 'Dr Best mitteilt, hat er | Fertigstellung der hochverräterischen Ent- würfe .das Programm der künftigen hessifchen Politik der RSDAP. auSgcarbcitct“. Aus alledem ergibt sich, daß es den Tatsachen widerspricht, wenn Dr. Best jetzt den Versuch macht, nachzuweisen, daß „der fragliche Entwurf mit der RSDAP. oder irgendwelchen Stellen dieser Organisation nie etwas zu tun gehabt hat". Oie Harzburger Front und die Vorgänge in Hessen. Tatz Problem der Führerauclejc. Berlin, 28. Rov. (TU.) Der Leiter der Deutschnationalen Pressestelle HanS BrosiuS, veröfsentlicht im Hugenbergscyen ,T a g" einen Artikel, in dem er zu den Vorgängen in Hessen grundhäßlich Stellung nimmt. Er führt u. a. aus: Der Vorgang habe aber noch eine andere Seite, die nicht nur die RationalsoAialisten, sondern d i e gemeinsame Sache der nationalen Front angehe. Erstens sei das Dokument des Dr. Best nicht von irgenbjemanb, sondern von einem Führer verfaßt worden, der gerade eben zum Abgeordneten gewählt worden sei. Zweites fei der Denunziant ein Mann, der führend in der nationalsozialistischen Partei tätig gewesen und jetzt zum Abgeordneten gewählt worden fei, a l s UrkunDensälscher entlarvt worden. DaS ist es, so führt BrosiuS auS, waS die gesamte nationale Front angebt, nicht nur die Partei, die es unmittelbar betrifft, daS Problem der Führerauslese. Sine so gewaltig angewachsene Bewegung, wie die nationalsozialistische, kann sich nicht davor schützen, daß Minderwertige- sich anhängt. Sie kann und muß aber dafür sorgen, daß sie vor Führern bewahrt wird, die mit ihr die ganze nationale Bewegung diskreditieren. Auch nach einer anderen Richtung sei das gemeint Die vielen Entgleisungen rednerischer und journalistischer Art, die von den nationalsozialistischen Führern zwci'ellos rnihbil.igt werden, kommen ebenfalls auf das Konto unzulänglicher FührerauSlese. Diiziplir.losigkcit und polit.sche Unreife schädigen nur eine Bewegung, ebenso wie Minderwertigkeit Im Zeichen der Harzburaer Front glauben wir, ein Recht zu haben, diese Gedanken, die nicht von heute sind, gelegentlich eine- Falles auszu- sprechen, der un- Deutschnationale nicht unmittelbar angeht pariser Echo. ter Fall Best wird aucgeschlachlet. Pari», 28. Nov. (TU.) Die Pariser Presse, be- sonders die nationalistischer Färbung, widmet den Vorgängen bei der Nationalsozialistischen Partei in Hessen größte Aufmerksamkeit. Der Chefredakteur der „fi l b c r t schreibt u. a., daß es den National- soziallsten nur an der Gelegenheit und den nötigen Vorwänden gefehlt habe, um loszuschlagen. Die oar- lamentarische Lage des Reichskanzler» Brüning fei in der Tot f o ft verzweifelt Wenn sich die Sozialdemokraten zurückziehen sollten, dann sei dem Kabinett da» Urteil gesprochen. Man verstehe, daß der Reichskanzler ein Interesse daran habe, ein ..Polizeimanöoer" gegen die Hitlerleute zu entfesseln, um auf diese Weise die gemäßigten Gruppen und die Anhänger de» republikanischen Gedankens an sich zu fesseln. Man komme zu dieser Vermutung, weil es eine unbegreifliche Torheit Hitlers I gewesen wäre, feine Zukunst auf» Spiel zu setzen, und zwar gerade in dem Augenblick, in dem jeder mann erkennen müsse, daß die Stunde der Jlational. soziallsten geschlagen habe. So ober so sei b i e Diktatur von jetzt ab das Schicksal Deutschland». — Der „Dem p s* hebt hervor, daß die Entdeckung der Dokumente in Darmstadt die Aufmerksamkeit der internationalen öffentlichen Meinung auf die Drohungen der Hitleranhanger und die Au »sich« t e n eines Staatsstreiche» lenke. Man habe schon oft die sonderbare Aehnlichkeit zwischen den. kommunistischen und faschistischen Methoden feststellen können. Die nationalsozialistische Agitation sei e», die in der Welt jeden Glauben an den deutschen Friedenswillen getötet habe. Da» Vertrauen und mit ihm der deutsche Kredit könnten erst bann wiederhergestellt werden, wenn die HiUer- bewegung endgültig zusammengebrochen sei. Das Mandat des Abg. Or. Schäfer. WSN. Darmstadt, 28. Noo. Der Landeswahlausschuß bat Das endgültige Ergebnis der Landtagswahl vom 15. November fcstgestellt. Der Landeswahlleiter teilte dabei mit, daß mit Ausnahme eines Falles in Tiittelgrünbau (Kreis Büdingen), der noch Gegenstand einer Unter- suchung ist, da» gesamte Wahlgeschäft vollkommen reibungslos verlaufen ist. Der Landeswahlausschuß erkannte noch einige von den örtlichen WahloorstänDen für ungültig bezeichnete Stimm- zettel als gültig an, wodurch jedoch die Mandats- Verteilung sich nicht ändert. Am Schluß teilte der nationalsozial.ftische Ausschußoertretcr Rechtsanwalt Dr. Klein mit, dah sich in feinen Händen eine Mandatsoerzichterklärung des 21 b g. Dr. Schäfer befinde, worauf der LanDeswahlltiter, Tlmifterialrat Bornemann, erklärte, daß ihm. Dem Landeswahlleiter, der Abg. Schäfer die Annahme feines Landtags- Mandats bereits angezeigt habe. E.ne Mischte „schwarze iifte*. Poltze bericht über Haussuchung tm Münchener „Braunen Hau«''. München, 23.2ov. (TU.) lieber eine polizeiliche Durchsuchung Dc3 ..Braunen Hauses" in München teilt Der Polizeibericht folgende- mit: „In Rümmer 293 vom 25. Rovembcr 1931 der ,.M ünchener P o st" ist unter der Heber,cbrtft „Vorbereitungen zur Razi-Dar tho- lomäusnacht" eine angeblich im ..Braunen Haus" angefertigte Liste über mißliebig» Personen veröffentlicht. Del den pollAei- l.chcn Erhebungen hat ein ehemalige- Mitglied der RSDAP. zugestanden. Die Liste willkürlich ohnetun und Wissen der Rationasozialistischcn Deutschen Arbeiterpartei selb st angefertigt und der „W ünche - ner P o st" zur Verfügung gestellt zu haben. Zur GiaubZa.tmacdung der Echtheit der Liste hat der Verfertiger bei Der Ucbcrgabe an die „Münchener Post'' ein als vertraulich bezeichnetes Schreiben, unterzeichnet „Du Wollin* vorgelegt. Dieses Schreiben samt Unterschrift ist nach dem Zugeständnis de» UeberbringerS, wie auch nach dem Ergebnis der polizeilichen Erhebungen und Durchsuchungen gefälscht. Di» polizeilichen Crfccbun.ien werden der Staatsanwaltschaft übermittelt.“ Reichsbannerlundgebungen in Berlin. Berlin, 29. Rov. (E^B.) In Berlin fanden Reichsbannerkundgebungen in zwölf Versammlungslokalen statt, in denen zu den Vorgängen in Hessen eine Entschließung angenommen wurde, in der gesagt wird, die. Geduld und Rachsichk der Republikaner gegenüber Dem Treiben Der Rakionalfozialisten habe so weit geführt, daß alle-, was im Lause von 13 Jahren schwerer unermüdlicher Arbeit geschossen worden sei. vor der Vernietung stehe. Die breite Masse de- VolkeS verlang, daß die Führung in Reich und Ländern o,,^.c Den Mut Aur Tat beweise, um Freiheit, Demokratie und Republik zu erhalten. Das Reichsbanner übernehme die Führung der republikanischen Alt.on. Oer Deutsche Veamtenbund. Berlin, 27. Nov. (TU.) Der Deutsche Be- amtenbunb gibt eine Mitteilung heraus, in der es u. a. heißt, Daß ihn Das Ergebnis Der Verhandlungen Des Wirtschaftsbeirat», Da» Die Grundlagen einer neuen Notverordnung bilden soll, auf» Schwerste enttäuscht hat. Wiederum klingt die Ab- sicht weiterer Lohn- und Gehaltskürzungen aus dem Ergebnis der Verhandlungen Des Wirtschaftsbeirat» heraus, während ander« Möglichkeiten $ur Beseitigung Der Wirtschaftskrise, insbesondere Die Frage einer wirksamen Preissenkung nur sehr problematisch behandelt wurde. Allgemein sind die Beamtenbezüge unter Den Stand gesunken. Den sie 1927 vor Der Neuregelung hallen. Dazu kommt, daß wesentliche und unumgänglich notwendige Ausgaben de» Beamtenhaushalt» gegenüber dem Stand vor Der Besoldungsneuregelung erheblich verteuert sind. Der gefchäftsführende Vorstand ist Der Auffassung, daß Die vom Wirtschaftsbeirat empfohlene weitere Einschränkung Der Lebenshaltung und Der Kaufkraft Der Beamten und Der übrigen Arbeitnehmerschichten Die allgemeine N o t verschärft, wie Die bisherigen Erfahrungen beweisen. Demgegenüber forDert er Durchgreifende gesetzgeberische Maßnahmen zur Senkung der Preise, Mieten, Zinsen und öffentlichen Tarife. Insbesondere ver- langt er Die Beseitigung Der wirtschaftlich underech« tigten PreisbinDungen, Der preieftelgernben Zollpolitik und Der übertriebenen Handels» spannen, Damit endlich die Preissenkung di« Einkommenssenkung unterschreitet. Oer Allgemeine Oeuische Beamtenbund. Berlin, 28. Noo. (TU.) Der Vorstand des All- gemeinen Deutschen Beamtenbunde» hat a n Den Reichskanzler und den Reichsfinanzminifter folgende» Telegramm gesandt: „Gegenüber offizieller Regierungsoersicherung am letzten Donnerstag im Haushaltsausschuß des Reichstages erhält sich hartnäckig das Gerücht, daß schon in den nächsten Tagen eine erneute lOprozenttge Kürzung der Beamtengehälter Durch Rotver- orDnung erfolgen wird. Sollte die Reichsregierung Derartige Pläne verfolgen, fo erheben wir Dagegen allerschärf ft en Proteft. Sine Kürzung Der Beamtengehälter würde eine neue Lohn- adbauwelle einleiten. Sie würde durch Schwächung der Massenkaufkraft die Wirtschaftskrise ungeheuer verschärfen. Sie würde insbesondere die unteren und mittleren Beamten der allernotwen» Digften Eristenzmittel berauben und sie zur Verzweiflung treiben. Bereit» durch die bisherigen (Be- hu!t»fürjungen sind Die Durchschnittsbezüge großer Teile Der Beamtenschaft unter Den Stand von 1927 hcrabgedrückt worden. Eine erneute Kürzung um 1 10 o. H. würde die Lebenshaltung Der großen Masse Die Winterhilfe für Erwerbslose und Minderbemittelte. Aus dem Haushaltsausschuß -es Reichstages. der Beamtenschaft wieder auf den Stand der unzu- länaltchen Goldgehälter unmittelbar nach der Inflation zurückwerfen, die auch die Regierung wiederholt als ,Hungergehälter" bezeichnet hat. Der Allge- meine Deutsche Beamtenbund warnt die Reichs- rcgierung in letzter Stunde, diesen Weg zu beschreiten? Oie christlichen Gewerkschaften zur Wirtschaftslage. Berlin, 27. Rov. (CNB.) Der Vorstand des Gesamtverbandes der Christlichen Gewerkschaften Deutschlands hat sich in einer dringenden Eingabe an die Reichsregierung gewandt, in der ausaeführt wird, es fei ein Irrtum, anzunehmen, daß durch die bloße Senkung der Löhne und Gehälter die Preise in entsprechendem Ausmaße von selbst fielen. Die Preise seien längst nicht dem vor mehr als Jahresfrist ein- letzenden Absinken der Löhne t n hinreichendem Maße gefolgt, hingegen seien in den letzten Tagen und Wochen in vielen Gewerben er- neut erhebliche Lohnherabsetzungen vorgenommen worden. Besonders auf die Senkung der L e - bensmittelpreise und der überhöhten Preisspannen sei stärkster Nachdruck zu legen. Desgleichen sei Preis-, Miet- und Zins- se n tun g im Interesse einer gesunden und produk- tiven Wirtschaft im beschleunigten Verfahren durch- zuführen. Die Frage der Verwaltungs - und Reichsreform müsse jetzt ebenfalls in Angriff genommen werden. Die Eingabe fährt fort: Zur Rcichsregierung haben wir das Vertrauen, daß sie an den Grundrechten der Arbeitnehmer nicht rütteln läßt. Aus sozialen und staatspolitischen Grün- den werden sich die christlichen Gewerkschaften mit aller Schärfe für die Erhaltung des sozialen Schutzes nach wie vor einsetzen. Dabei wird vor allem von der Reichsregierung erwartet, daß sie bei den bevorstehenden Maßnahmen auf die bereits sehr bedrängte Lage der Arbeitnehmer Rücksicht nimmt. Landesausschußwahlen im Landesteil Birkenfeld. Ob er st ein 29.Nov. (WTB.) Bei der Heu- tigen Wahl zum Landesausschuh im oldenburgi- schen Landesteil Birkenfeld war das markanteste Ergebnis der Stimmenzuwachs der Nationalsozialisten, die eine Zunahme um rund 100 Prozent zu verzeichnen haben und nur um einen geringen Prozentsatz hinter der absoluten Mehrheit zurück i ben. Die Na iona so ia isten er. rangen von den 25 zu vergebenden Mandaten 12, die Sozialdemokraten der oren die. die Landwirte vier, die verein glen Bürger» l i ch e n vier und das Zentrum ein Mandat. Die S t a a t s p a r t e i ist im Landesausscbuß nicht mehr vert.eten. Gewonnen h^b n außer den Nationalsozialisten noch die Kommun i ft en zwei Mandate. Sie japanische RüütvarlS- bewegung in der Mandschurei. London, 30. Nov. (WTD. Funkspruch.) Neu. ter meldet aus Mulden, daß die japanische Bri- gade, die am Freitag in Richtung Tschin- schau vorgedrungen war, ihre Rückwärts b e w e g u n g in Richtung auf Mulden nahezu beendet habe. 200 Eisenbahnwagen mit Truppen und Schießmaterial seien bereits eingetroffen. Auch aus Tsitsikar sei eine starke Abteilung japanischer Truppen angekommen. Alle Truppen, die sich außerhalb der japanischen Zone befinden, sollen zurückgezogen bzw. auf ein Mindestmaß herabgesetzt werden. Nur in Kirin, Tschuliuho und Tsi- s i k a r sowie in Tschuengschiatun oder Taonan sollen japanische Besatzungen verbleiben. 3n Mukden wird der japanische Rückzug mit der Beruhigung der Lage in Tientsin begründet, die den Anlaß zum japanischen Vormarsch auf Tschintschau gegeben haben. „Sunday Times" berichtet aus Tientsin, die Chinesen hätten den Japanern den Vorschlag gemacht, ihre Truppen, die in der Nähe der japanischen Kon- zession liegen, zurückzuziehen. Die Japaner sollen sich mit dem Vorschlag einverstanden er- klärt, jedoch weitere Verhandlungen ge. fordert haben. Nach beiderseitiger Verständigung scheint für die Nacht zum Sonntag eine Art Waffenstillstand zwischen beiden Parteien geschlossen worden zu sein. Kleine politische Nachrichten. Gerüchte über einen ungünstigen Gesundheits- zustand des Reichspräsidenten tauchen erneut auf. Amtlich werden diese Gerüchte als völlig aus der Luft gegriffen und unzutreffend bezeichnet. Das Befinden des Reichspräsidenten ist nach wie vor sehr gut. Der Haushaltsausschuß des Reichstages beriet die Frage einer zusätzlichen Winterhilfe. An dieser Beratung beteiligten sich Vertreter der DVP. nicht, weil die Regierung ihrer Meinung nach nicht ausreichende Unterlagen vorgelegt hotte. Reicksfinanzminister Dietrich erklärte, daß er für die Erklärung der DVP. insofern Verständnis habe, als es nicht gut möglich fei, über eine neue Belastung der Finanzen des Reiches, der Länder und Gemeinden sowie der sozialen Versicherungs- träger au verhandeln, solange über die Gestaltung der öffentlichen Finanzen noch Verbandlungen schwebten. Vom Standpunkt seines Ressorts müsse er deshalb den Wunsch aussprechen, daß im gegenwärtigen Moment keine große Belastung der Reichsfinanzen für die Winterhilfe beschlossen werde. Die Ruhrkohlenindustrie habe eine Million Tonnen zu 10 Mark pro Tonne zur Verfügung gestellt, so daß der Zentner 50 Pf. kosten würde. Wenn man davon ausgehe, daß eine Familie 10 Zentner bekomme^ würde diese eine Million Tonnen schon für 2 Millionen Familien ausreichen. Da- zu trete dann die Hilfe der anderen Reviere, die auch bereits zugesagt sei, so daß über 2 Millionen Tonnen verbilligt an Erwerbslose usw. abgegeben werden könnten. Das Reich sei bereit, noch 12 Millionen Mark berettzu- stellen, um die freiwillige Aktion der Kohlensyndi- kate zu verstärken. Auf diese Weise würde cs möglich sein, die zwei Millionen Tonnen, die von den verschiedenen Revieren angeboten werden, noch einmal um 6 Mark pro Tonne zu d e r billigen. Unter Zuzahlung von 6 Mark pro Tonne und unter Herabdrückung der Frachten könnte das Problem der Kohlenveriorgung für die Erwerbslosen einigermaßen erträglich gestaltet werden. ReichSernährungsmimster Schiele wies darauf hin, das eine Verbilligung der Kartoffeln bisher schon dadurch erreicht worden sei, daß z. B. in Berlin auf Grund einer Abmachung zwischen dem Groß- und Kleinhandel die Minderbemittelten, Erwerbslosen usw., die sich bei den Klein- Der Reichspräsident führt seine Amtsgeschäfte wie gewohnt in voller Frische. * Der hessische Innenminister L e u s ch n e r teilt mit: Durch die Presse läuft eine Nachricht, in der es heißt, daß ich angeblich in eine Stellung beim Internationalen Arbeitsamt in Genf berufen werden soll. Mir ist von derartigen Absichten nicht das Geringste bekannt. -» Der Reichsarbeitsminister hat, nachdem die Nachverhandlungen über den Ruhrschiedsspruch, der Öen Loyntarif unverändert verlängert, ergebnislos verlaufen waren, diesen Schiedsspruch nunmehr für verbindlich erklärt. Damit sind die vom Zechenverband ausgesprochenen vorsorglichen Kündigungen der Ein- zelarbeitsverträge gegenstandslos geworden. Der Zechenverband hat indessen den Lohntarif mit der vorgesehenen vierwöchigen Frist zum 31. Dezember 1931 wieder gekündigt. * Wie der Reichsbund der höheren Beamten mitteilt, treten seine sämtlichen Landesverbände am 2. Dezember 1931 zu einer außerordentlichen Tagung in Berlin zusammen. Der Reichsbund hat in einer Besprechung mit dem Reichsarbeitsminister Steger- wald seine Befürchtungen hinsichtlich einer weiteren Gehaltskürzung dargelegt und eine Eingabe an die Reichsregierung gerichtet, in der u. a. Hilfsmaßnahmen für die mit festen Zahlungsverpflichtungen belasteten Beamten gefordert werden. Aus aller Well. Geheimnisvolle Brandstiftungen auf Jütland. In der Umgegend von Hobro bei Aarhus (Jütland) verbreitet ein Brandstifter seit einigen Wochen eine regelrechte Panik. Nachdem in kurzer Zeit auf geheimnisvolle Weise sieben Dau- erngehöfte a n g e ft e d t worden sind, brannte am Samstag ein achtes Gehöft ab, obwohl man schon seit Wochen wußte, daß der Hof ausbrennen sollte. Der Brandstifter hatte an einem Fernsprechleitungspfahl ein Plakat angenagelt, aus dem er Tag und Stunde des Brandes angekündigt hatte. Auch anderen Hofbesitzern war und zwar durch Brief angekündigt worden, daß auf ihren Gehöften demnächst der Rote Hahn krähen würde. Händlern in eine Liste eingetragen hätten, Kartoffeln Zu einem um 85 bis 90 Pf. je Zentner o e r billigten Satz erhielten. Dieses Beispiel Berlins habe auch in anderen Städten Schule gemacht. Der B r o t p r e i s sei in fast allen Großstädten für die Erwerbslosen gesenkt. Die Reichsregierung sei be- ftr?bt, eine Kürzung der Spanne im Brotpreis allgemein herbeizuführen. Die Situation am Fleisch- markt sei durch einen um 5 Millionen zu hohen Schweinebestand von 25 Millionen Stück und einem Mehrbestand von einer halben Million Rinder gekennzeichnet. Im Gegensatz zu den überfüllten Ställen sei ein Rückgang des Fleischver - b r a u d) e s In den letzten Monaten zu beobachten. Wenn man für etwa 5 Millionen Unterstützungsempfänger das Pfund Fleisch um 30 Pf. verbillige, und zwar für die Dauer von drei Monaten und dadurch zusätzlichen Konsum für Fleisch beschaffe, so erwachse dadurch dem Reich eine Belastung von etwa 15 Millionen Mark. Damit löse man das bei der Abdrosselung der Gefrierfleischeinfuhr gegebene Wort ein, daß für eine gewisse Zeit durch eine Verbilligungsaktion für einheimisches Frischfleisch ein Ersatz für die Gefrierfleischeinfuhr geschaffen werden solle. Staatssekretär Heukamp vom Reichsernäh- rungsministerium erklärte: Die Verbilligung von wöchentlich einem Pfund Fleisch oder Speck mit 30 Pf. unter dem Tagespreis soll in allen 23er- faufs ft eilen mit Aushang ermöglicht werden. Der Kreis der Bezugsberechtigten wird die Unterstützten der Arbeitslosenversicherung, der Krisen- fürforge, der Wohlfahrtsfürsorge, der gehobenen Fürsorge und der allgemeinen Fürsorge, umfassen; ihre Feststellung und die Verteilung der Berech- tigungsscheine sowie die Abrechnung mit den Fleischverkäufern wird durch die Gemeinden erfolgen. Die Ausgabe der Berechtigungs- scheine soll so frühzeitig geschehen, daß der Bezug von wöchentlich einem Pfund Fleisch ober Speck Mitte Dezember beginnen kann. Diele Bewohner haben die Fenster zugemauert, und um die Scheunen Erdwälle aufgeworfen. Am Sonntag wurde ein Knecht verhaftet, in dem man den Brandstifter gefunden zu haben glaubt. Einbruch ins Reichsversicherungsamt. 40 000 Mark erbeutet. 3n der Nacht zum Sonntag haben bisher unbekannte Täter einen Einbruch in die fiaffen- täume des Reichsversicherungsamt» in Berlin verübt. Sie erbeuteten 40000 Mark Lohngelder. Das Reichsversicherungsamt liegt in der stillen Königln-Augusta-Straße und grenzt mit seiner Rückfront an große Gärten der Matthäi-Sirch- Strahe. 3m Reichsoersicherungsamt waren am Samstag 60 000 Mark Lohngelder abgehoben und in den Kassenräumen niedergelegt worden. Es war das erste Mal, daß derartige Beträge über Sonntag dort aufbewahrt wurden. Am Samstag- wurden 20 000 Mark ausgezahlt, fo daß noch 40 000 Mark in den Geldschränken blieben. Als der Mächler gegen 23.45 Uhr aus feiner Loge hinausging, um auf den Korridoren die Uhren zu siechen, schlugen plötzlich die Alarmglocken an, und die Schalttafel wies das Schild „Kaffe" auf. Der Wächter konnte jedoch nichts Verdächtiges bemerken. Bis 6 Uhr morgens hielt er sich in feiner Loge auf und ging dann nach Haufe. Sonntag vormittag kam ein Kassierer in die Kafsenräume und entdeckte zwei ältere Schränke aufgebrochen; der 3nhalt der Schatullen, 40 000 Mark, verschwunden. Die Täter hatten nach Verlassen der Kassenräume diese wieder ordnungsmäßig abgeschlossen. Als der Wächter in der Nacht mit drei Angestellten den Kassenraum betrat, wird der Täter höchstwahrscheinlich unter einen Tisch gekrochen fein und sich dort versteckt haben. Als sie das Zimmer wieder verlassen hatten, hat der Täter vermutlich seine Komplicen eingelassen. 3uwelenverkaus de» Hauses Wittelsbach. Das Haus Wittelsbach hat den berühmten Blauen Diamanten, einen der schönsten Diamanten der Welt, außerdem neun außergewöhnlich große und klare Smaragde sowie eine Diamantentiara und andere Stücke durch die englische Kunsthandlung Christies mit Erlaubnis der bayerischen Regierung znmDerkauf angeboten, die dem Wittelsback)er Ausgleichsfonds bei der Auseinandersetzung zwischen dem bayerischen Königshaus und dem bayerischen Staat überwiesen wurden. Der Wittelsbacher Ausgleichsfonds ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts, deren Vermögen sich zum überwiegenden Teil aus land- und forstwirtschaftlichem Grundbesitz zusammensetzt. Der Rückgang der Erträgnisse — insbesondere in den Waldungen — war derartig katastrophal, daß die Stiftungsverwaltung aus den Erträgnissen dieser Vermögenswerte dem Stiftungszweck nicht mehr gerecht werden könnte. Dies hat zu dem Versuch geführt, durch den Verkauf bisher unrentabler Objekte Kapital z u f chaffen, um damit die Erträgnisse des Fpnds einigermaßen zu ergänzen. Die bayerische Staatsregierung als Aufsichtsbehörde der Stiftung hat unter Würdigung der überaus schlechten Finanzlage des Fonds die Genehmigung zum Vbrkauf der erwähnten Wertobjekte gegeben. Erweiterungsbau der Göttinger Universitäts-Frauenklinik. In Göttingen wurde unter Beteiligung der Spitzen der staatlichen und der städtischen Behörden und der Vertreter der Universität der Erweiterungsbau der Universitäts-Frauenklinik feierlich eingeweiht. Der Direktor der Klinik, Prof. Dr. M a r t i u s , dankte dem preußischen Kultusminister für die Bewilligung der Bau- mittel. Der Kurator der Universität, Geheimrat Valentiner, überbrachte die Prüfte und Glückwünsche des preußischen Kultusministeriums. Oie Wetterlage y!i Je >to< R >erdei 44. 15 Sonntag, den 2g. Mntrnber #77 8 Uh> 750 ------- ■ T norsria'ei R 6ewitter.(§)wind$iiiK.«o~ «ar ««fiter o$i nassige» Südsüdwest stürmischer 'inrdwesl Oie »fene fliegen nut gern winde Pie neiden Stationen stenenden Za» ■en geoen die Temperatur an. Pie Linien veromreo Orte mit gleiche^ Hd neeresniveau umaererhnetr» Luftdruck Wettervoraussage. Durch den hohen Druck im Westen hat sich inzwischen eine Hochdruckbrücke gebildet, die pont Atlantischen Ozean in nordöstlicher Richtung über die britischen Inseln und Deutschland bis nach Polen und Rußland hin ragt. Die schon gestern von Osten her bis nach Norddeutschland vorgedrungene Frostgrenze gewinnt weiter an Raum, so daß bereits unser Gebiet mit hineingelangt. In Norddeutschland hat sich außerdem der Frost noch verstärkt, so daß die heutigen Morgentemperaturen stellenweise mehr als 10 Grad unter Aull lagen. Durch den Hochdruckeinfluh erhalten auch wir zunächst noch weiter sich verschärfendes Frostwetter. Aussichten für Dienstag: Zunahme des Frostes, neblig und wolkig mit Aufklaren, meist trocken. Aussichten für Mittwoch: Weiterhin Frostwetter und trocken. Lusttemperaturen. Am 29. November: mittags 3,1 Grad, abends 1,3 Grad Celsius. Am 30. November: morgens —1,0 Grad Celsius. Maximum 4,0, Minimum — 1,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe. Am 29. November: abends 4,0 Grad. Am 30. November: morgens 2,4 Grad Celsius. ssssfsixs fasste» Halsentzündungen I i*c»id,niumdedivm> kly KÖNIGIN VON eine ebenso geniale wie begehrte Neuschöpfung zu dei NVON seit Generationen allbeliel rund ••bIN VOtW SABA ohne laioiatoiziojniöiäiöjniöi'o.oioiojoiojB lowoioiatoiHtoiptoiBWOWiOfoiBtoie Unser Notzeit-Angebot! Wir bringen aus allen Abteilungen Sonder-Angebote zu solch ermäßigten Notzeit-Preisen, daß wir Ihnen raten müssen, bei uns jetzt schon für Weihnachten zu kaufen, denn: Hoch billiger geht’s nicht! 50, 1 Paar Damenslrümpte, Mako, schwarz und farbig, Doppelsohle, Hochferse..........50 Pf. 1 Paar Herren-Schweißsocken, gutes Fabrikat...........50 Pf. 1 Paar Kinderstrümpfe, für bis 6jährige, moderne Färb. 50 Pf. 1 Selbstbinder moderne,flotte Muster .... 50 Pf. 1 Damen-Kragen, Cripe de chinc od. Rips, mod. Form 50 Pf. 1 Halskette moderne Farben u. Muster. 50 Pf. 1 Damen-Gürtel aus Lack- od. Wildled.-Imit. 50 Pf. 3 Taschentücher, für Herren, weiß m. farbiger Kante .... 50 Pf. 8 Kinder-Taschentücher mit farbiger Kurbelkante .. 50 Pf. 6 Damen-Taschentücher, weiß Batist, farbig umhäkelt ... 50 Pf. 1 Frottierhandtuch, 45/90 gr., weiß farbig, gute Ware .... 50 Pf. 1 Küchenhandtuch, 46/100, Gerstenkorn, Baumwolle od. Halbleinen...............50 Pf. 2 Wischtücher, Halbleinen, 55 cm gryß, blau oder rot kariert..................50 Pf. 1 Strumpfbandhaiter, k'seid. Jacquard, m. 4 Seitenhalt. 50 Pf. 1 Büstenhalter, Baumwoll- od. Seidentrikot 50 Pf. 1 Stück Stickerei, 4 cm br., mod. Filetmust., 2,30m lang 50 Pf. 1 Korsettschoner, fein gestrickt, Baumwolle .. 50 Pf. 1 Baskenmütze, gestr., Wolle od. Wolle m. Kunstseide... 50 Pf. 1 Paar Damenstrümpfe, Waschkunstseide, feinmaschig, solid, alle modernen Farben.......1.— 1 Paar Damenstrümpfe, Waschkunstseide, mit Mako plattiert, äußerst strapazierfähig......1.— 1 Paar Damen-od. Herren-Handschuhe, Trikot od. Wildleder- Imit., innen flausch. o. Halbf. 1.— 1 Paar Herren-Stricksocken, r. Wolle, schwere Qualit., grau, schwarz od. kamelhaarfarbig . 1.— 1 Paar Herren-Phantasie-Sock., Wolle m. Kunstseide plattiert, moderne flotte Muster ......1.— 1 Paar gute Hosenträger mit Leder-od. Gummiplatte . 1.— 3 Herrenkragen, 4fach Mako, Steh-od. Stehumlegeform ... 1.— 1 Garnitur, Hosenträger, Aer- melhalter u. Sockenhalter.... 1.— 1 Kragenbeutel (praktisches Geschenk)......1.— 1 m Hemdenzephir, neuest. Must. 1.— 1 Cachenez für Herren u. Dam., Kunstseide, weiß und farbig .. 1.— 1 Selbstbinder, modernst. Streif., • breite Form, teils r. Seide .... I.— 1 Damen-Passen od. Schalkragen a. Crfipe de chine od. Marocain 1.— 1 Damen-Schlupfhose, Baumw. od. K’seide, inn. ger., alle Gr. 1.— 1 Hemdhose od. Hemd, fein gestrickt, weiß...............1.— 1 Damen-Taghemd, aus gutem Hemdenstoff, reich mit Stick, oder Klöppel...............1.— 1 Strumpfhalter-Gürtel, a. Dam. od. Drell, mit 4 Haltern.....1.— 1 Büstenhalter, a. gut. Wäschestoff oder Seidentrikot.......1.— 1 Servier-Schürze, a. gut. Linon, mit Hohlsaum oder Stickerei . 1.— 1 Damen-Schürze, a. farbigem Druck oder Siamosen........1.— I Mädchen-Schürze, aus Druck od. Siamosen, für bis 5jährige 1.— 1 Mädchen-Schlupfhose, k'seid. Decke, leicht o. schwer anger. 1.— 1 Mädchen-Nachthemd, aus gut. Wäschestoff, mit färb. Paspol, für bis 10jährige............1.— 1 Frottierhandtuch, schwere Qualität, 50/100 groß 1.— 1 Badetuch, f. Kinder, 80/100 groß, weiß/bunt kariert .....1.— 1 Handtuch, rein od. Halbleinen, Drell od. Gerstenkorn, 50/100 1.— 6 Staubtücher, weiche Ware, gold oder gelb kariert........1.— 1 Kopfkissen, m. Lanquette od. Hohlsaum.. 1.— 1 Herren-Unterhose, Baumwolle, kräftig gestrickt............1.— 6 Herren- od. Damen-Taschentücher, weiß färb. Kante oder Hohlsaum.................1.— 50 1 Paar Damenstrümpfe, reine Wolle, Kaschmir od. K’seide m. Flor plattiert, schwere u. sehr haltbare Qualität.......1.50 1 Paar Herren-Socken, r. Wolle, neueste Jacquard-Muster .... 1.50 1 Paar Damen- u. Herren-Handschuhe, Wildleder-Imitation, durchaus gefüttert..........1.50 1 Paar Herren-Gamaschen, aus Filz, in nur modernen Farben 1.50 1 Paar Damen-Gamaschen in Wolle oder Wolle mit Kunstseide plattiert..............1.50 1 Damen-Taghemd aus Bleichflanell, Achselschluß mit schöner Stickerei...............1.50 1 Damen-Hemdhose od. Hemd, Achselschluß oder Träger, fein gestrickte Baumwolle.......1.50 1 Damen-Schlüpfer, K’seide, st. angerauht od. Baumw., mit Plüschfutter, alle Größen .... 1.50 1 Hüfthalter, Drell od. Damassd, mit 4 Haltern, guter Sitz.....1.50 2 Büstenhalter, Schlüpfer aus prima Charmeuse, in allen Pastellfarben ..............1 50 2 Kinder-Schlüpfer, Baumwolle, innen gerauht, f. bis 14jährige 1.50 1 Damen-Prinzeßrock aus gutem Baumwolltrikot, viele Farben 1.50 1 Frottierhandtuch, 55/110, extra schwer, weiß mit farbiger Kante ....................। 50 2 Damen-Untertilllen, Baumw., kräftig gestrickte...........1-50 1 Herren-Hose od. -Jacke, wollgemischt, alle Größen.......150 1 Damenschürze a. gutem Satin, Druck od. Siam., volle Welte 1.50 2 Handtücher, prima Halblein., grau od. weiß m. farbiger Kante, 46/100 .............1.50 1 Kopfkissen, aus gutem Linon, gebogt oder gestickt ........1.50 6 Damen-Taschentücher, gest. oder mit Hohlsaum, besonders solide Ausführung..........1.50 3 m Schlafanzug-Flanell, kräftige Qualität...........1.50 1 m Bettdamast, Mako, 130 br., gestreift, schwere Qualität ... 1 50 6 Wischtücher, Halbl., 55 55 cm, rot/weiß kariert............1 50 Der Verkauf dieser Artikel beginnt morgen früh Im Modehaus SALOMON Diese Artikel sind übersichtlich zum Aussuchen aufgestelltl Herrn Philipp Walther I 8152 D Beuern, den 29. November 1931. Frau Wehrum Wwe., geb Friedrich Lieh, den 30 November 1931. 81651 «lemütlicbed 1 X Zimme rl Laden In dem Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Leyerer III. Climbach, den 30 November 1931. 8158 C | Stellenangebote| tfeidite 8163D Die Hinterbliebenen. Gießen, den 28. November 1931. Gott dem Allmächtigen bat es gefallen, unseren lieben herzensguten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel heute nachmittag 1 Uhr nach langem, schwerem Leiden im Alter von 83 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. Die Beerdigung 6ndct Mittwoch, den 2. Dezember, nachm. 2 Uhr statt. _________________________________________________________________________________________________8155 p! Beschäftigung bet einem Worben» oerd. von RM. 90. u. mebrufm. Näb- maschiue cri. Noir, durch Veo Tnnn, Hannheim— \<*ckar*tadt. | Mietgesuche | -Jung. Kaufmann i. oeriof. schon möbl. Zimmer 2dir. Ang. mit Br. iL81ß0D(i.b.(96.9h. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgange meines lieben Gatten und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Draudt sage Ich aut diesem Wege herzlichen Dank. „Der beste Schlager!11 Generalvertretung aii uerfl. Borkenntnisse nicht erford. Nur mit streb'. Damen o.Herren, öic vllcbcv nalime Mk. 470.— bar nachweisbar ver- tilgbar haben, erfolgt Nücki'vrache i.cincm «tfiefcener Hotel. Kein direkter Verkauf. ($läna. rifikoL Lache. Berdienstchance bis monatlich RM. 1500.- 2cbr. tnlang. unter 8188D a.d.Gietz.Anz. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teil- nähme bei dem Heimgange unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen, sowie dem Herrn Pfarrer für die wohltuenden Worte am Grabe sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. In tiefer Trauer: Familie Otto Heinrich Lindenstruth Familie Friedrich Karl Lindenstruth Wwe. U. Familien'Anfchl. findet junges Mädel für 20RM. monatl. im Scntr. d. Stnbt. L ckrif tl.A ngeb.unt. 8167D a. d.Äfr.slnz. i. Ziehen, minb.309 qm groh lev.Erd- geschon u. 1. Stock), für Euibeitsvreis- geschält sof. qu mieten gesucht, sigsd Harrn bischer, Immobilien, Hnvo» tbefen, IVulba, Televbon 2707. Die Landsmannschaft i.d.D. L. ..Merovingia“ I.A.d.C.: Werner Lotz (XXX) X. tlllllllllllllllllllllllllllllllllU WW» 30 I. alt, freunbl. Wefen, fauber, ehrt, und fleihig. m Küche u. vnusb. durchaus erfahren, in unaek. Lteüung, mögt, bet alleren Veutrn im fl., besseren Hausb. teilte Behändig. erwünscht. 2dmftl. Angebote u. 8150D an den ä!len d. auffalld. schleimföf. Kemal - Asthma • Tee. 3u haben: hi allen Apothekei, bestimmt Pelikan-Apotheke, Kreuzvlav 8157V Gesund durch Teil Bruü- u. Hüften-, Lungen-, Herz-, Nerven- ufw. Irlsterhns Jug, Heilmitt. d. Natur in der Ztbulftr. Mminz- te selten schöneBlatt- wäre .,«.v "4 Pfd. nur 50 Pf Drogerie Noll, Baynbosstr. 53. Zuerst denken Sie ooi der Snnditunf ihres neuen Heims en dasSdtloflimmer.Dee Sie gonr besonder» guniHg kaufen wollen ■st vwrstöndlidi. Do um gehen Sie nur iu Rud. Leisler Verschiedenes fällt bärgerl. WWlW 70 Pf. »7 4. Haack, leistUtl ID. f^ebe Möbel für ein Läiwem u. andere VebensmitteL Zdiriftl.^liineb.unt. i)7i)21 a. d.Gk. Anz. Helme 8in6 in Pflege. 2dihhl. Angebote u. 07017 an den Gieh. An;. Weidgerechter Sportangler kann fick' an einer eri'tklass. Lahnftrecke oberhalb lüiefteno beteilig, ab 1.1. 32. 2chriftl.'2lngcb.unt. 8154Do.b.6lR.«iu. @1. Herr, 26, f. Äek mit 'JDldbcl od. »>rmt evtl, mit 1 Kind zw. fpötereröelroL Lichtbild erw. Nur ern'tgem. fchr. Ana. n "70l5a.d Aufforderung. Diejenige Person, welche am 28.11.31, Segen 17 llbr, auf em vnuötöoitami Wcfjcn die dort lieg, gcblteb. Brieftasche m.,Inhalt emgelteckt hat.wirdgebeten.sie alsbald an d. Eigen« tunter )urück)ugeb., andernfalls Anteile erfolgen wird, da die Perlon, welche die Brieftasche cmqr« neckt hat, beobachtet worden in und auch erkannt wurde. hE E -te E = e " - o 1.50 8°"; :O A g>® 2-L 8-1 E'A >8 - ö 67 N 2 67 '- b-T 1.50 =? 2 1.50 3 2> Pä 2 ®:(9 LD» 5 Ddehaus 195 y IZ.S-G Ä 2- E-LS) S a EE © l’J^E 5 3) = rO « u2l » öl »(9 ”*6 E V 2 2 «Äöl to<9 Z E = 3ScS.--^ E (9.x e = H 2 ■eE = s S C = 2 = =$8 3 o £■ LZ.S EA 5-b e 5- '!> 5? E A:C IS x> 2 E ° 2 7? -S 2 o E N- = E E ° V sr © E «xa (9 E .Ee N- - 2 §< Ä »» N- g?J e § -8"b L - - == L E J OQ 3 (9 © o A A e E’Z 2 2 «es E V tf» S .2 E . KZS-Z Sa 2 5 e A $ 3 o c 2 «E c 2« e •«—l£C N 2 .X A 6? E 2 ©■~-6'.2 89 e y E X o - Q Q •e cy to E 6 " E 2 4) l ct£F? Mer o ■ä v. I- «L-S Z VV^A 5r Safi«?«'» h ÄHäÖ enxa VH ■e 2 .’S* (9£ S9~ E^ 2 •» .EQ j=- 2 — ,.6QjO e i tfl u. e E W m " Q £ (9 »8 lacke, wollen .. " '8 E S 5$ 2(9 oj skörper Ausstellung unterer Saal ® .2 og>’£' c «> 2 E 2 •n ctx> S u, — „ 'S 9 £A VZQ E w :<3 € ct‘jo *se5 i I o(9 £A 3 o N S E 2 "Xß £ =t E Ä J5- «X. « 2 E s? c e ö. Ea I Ck> C E c . H(9 - 5 c~ »i£2 5Ee 2S o 2 "(9 ■Q 8?c ir> -3 Cm = 03 3 s = Es 8 o" -H u:= a§5 ifä® csPQüx 2 o g o Q t A®SS=« >-.■6' o 2 0" E cey g x a (9 § " *E" »ee® ^67 •_ H ; Cm s o ! HÄ aW.» s _-2 5(9 §Z2 A cs 2 = o ,.-e^ • =.Ai .67 e ■6'" t?c? e 67A e "67A DZ HZ^ZZ _ x: Hingen Micro Linon. :kt 1 «her, gm. >ro, besonders 8 lanell, 5±;®JOA • E® y 1.50 lako, 130 br., ! Qualität... 1.50 IbL, 55/55 cm, 1.50 3 2 Cm C E w fet9 e(§ -2 EHx 55 .3 V G 2 a g *6' _ o ‘ >-•£ = o o o55 — = -2 2 = 5 2 gs**» a« = 5 G* i*j G .;, ±> = - £■& ® C — >J cm 2 ’ S *£(9 3 |£jA «G- q; " .o 5? *& c c 2I9ÜC«! PersowL ginge ÄMn°Ä ffSegga fSsI 3 H.2§ SH§L' a ±T A CM gS(9 S «S gälA 2 GZA E®^ E öSs U. 2a.sc MO Cm o 13 s 28?- '-E-o - - jc?ä.E cm cm : .31 t; x> 2 bW 2 0^5© 2 K^2AäAe^A AÄ-NI98 AÄä^N^S A(9^r^ANAAä(9s2^AAK>A A g o-e-,3 M« .£<9 du=.(9 a^.. CTg 5^3 LÖ 1*0 „ 2 AZsrZ 8.9*7» " VeidStttlbtcr SportanM ZU ZW --M AV ° c?- . cm § ?G . 3 io " "r -- e<9 oLK 2 Z Baumwolle, ”s ’W 1.50 ? ^Us gutem ’e,e Farben l.zo 55/Ho, e\. n't farbiger 1.50 •> Baumw., s-e-s^go^ -yV o »H y> y. c2Ä SD CM US(9 K-8 i 'CTG £ IS S:= O g&®*' CTZN 2 E ■«— — CM CM 2} ,CM ®isj 2 r . M-. 3 Q •— t. cm e C m 3 4$<9 C ’S" E® S® Q g 2e@-S £ - c E. ° £ E=3 g c.2£ g g = °<9 >3 .2 o -M— 2 A <«(9 33 £ c 8.2 SS® -H19 -to- ZZ g®-c^ ZLAFZ '^D cö?/2 (9§ §8 £ — " E 's EZLZ ogao 5®S sS25 tf, 5/5. Cpt u 2 X> . t’Ä'äf ■ °GvK İ«K4«' , ......ülllfS iih^üS - 'SZK 5eE 8|£ 8—® »n ±r— 3Cß O«M G - «i Ia^S^^a >-..32 .40 G O O) P O ’-=• es*§ c:° c5 s.= <% Cm 2 cm *- CTi —. ,ti « E E^8 " o a 2 £ »Fe .2 g N A ö'S o y J- c AZ ED U-.q® " O .3 ’S" £ grx> -y ctä ^>:O »A i(9® 8E(9»-5e ^£e X ■• px>:— .E3":3 O^s Äffe MAK Tieienlse^'a^, tnl! ^ÄflUPtdoitomt E ä oiE" ct 3's 2.-S® £ C xcm «> 8“ X» Q .. q , a .2 >o .2 £ J 67 8 o V .8 Cm “m - 2-A2 EH3ZLZ8 Q er •* O . l$X2 । gS«f® ZL^^ZrsÄ- Cm :p , ; CT *"<>• .. ~ CM in —© --£ 3 2 8^.: äI; A, 2 =» 5 Z £§ c E© 3 3 2 s A (9 .(9 3 3 to 19 3 2 0 to 2 2 2 2, E E 2 E y 3 E E C4 2- E A s-- ZA 3 3 o 9 3 s = S E 3 E a a a >-23 3 S3~ = Ä 7-rZV » 3 8 ? ÖD 7 sa 3> S.' *-«L, 3 AS3 re—22__ ±® n.2. «Z o ^■3 a-'-si ^»61^-61 3 m ’ 69 ö 3 o 5 cnä SS3=g 5 0 0 AS? 3 m_. 3-3 £ 5 £>Z2 ÖB o o d to E O H5 gco “”6J t£ LL- Jels« 7?“23r -x3 3 ffZ. 53 -.a*5 3 y„ “.0:8 ’§ A —■ 12.= ^a? A® O AS 3 Ho 8 2. E* In' or 5 = 2 X« 3 P‘ _ _ O O 3P iq <5 g 5 3 3 g Q o O = O 3 X o 2 p CO lafsr o 2o’5 ^3 L «2 3 ■5e'_ Z 3 Ho 3 g O -£7 O 53 “■ a a* —- 5 O.o A5 O *»««■ 3 3 a^r (t) 2 ° — o a^^a F3i E ° 612 -5|fH 8 o ’3'Ö LKASLH^. 3 2.5 __„ rsa- v> _ 5 gS* ^P2'1 Or’ 3 E 5 3 3« - er 3 ST -—■ o—, c o §-?TßsL°l° $-SS§gg * * a * O SP. 2*3 g w =s~|t3’ cS «s3»s "aZ 5 5 3 -~ 3 o a 3 X» 5 O - " 5 er 5 5 er .* o_2. E: ; O o 5 l.-tofo® co L ° _ or CM 2-9 O;o o " er —• ~ ” G (5 er ~.a ~ 2-^2 3^^3 * 3^5;®* . c, «a 2.» y® e er ,Ä * ' &3-»3 Sr«glo Ur. 5 TI - 2 w —® w -^52®2.oDoc. or? 2 J 5-er o -*■ es • g"a 5 A5 *«2x " s’3«: «•Scsi* 2. or 2 - S' 3 er P » § 2 11 2 : o ® 3—. —* o a-3 7. |5 El O • ’f s ■=61^2 er er 3.3. =fl§3 3 2 *e o 3 ffi ^x”3?g ■ 8 or 5 3 s 3 3 d O 3 bs 3 Sy s CT- O 5' 3 5 er» 3 3? • = a z=m y 259-3 3S- 2$ O ffie = S ö "s § ?a 3 3L H®- 5 5.3 3 u 3 3 1 "8 5; a2; o 8" 3 8-8 A3 V 8 3 5® 3 ® ®- 533 r ?2 y^,X)5 = 52 £ 3 e' = 8 II 5- 66 ‘ z, 52 33 ö® a^- 3d Äo o o —a = m = a 3 S 3 2 o ■g’S'E -.8' 8 « 2^3 ?-»8 Sa? 3 — n _. K 9 Z.Z-L Z eröS D c — a 3-9 la a 3 3 3 78 - 32-äa Hi 3.3 3 t Lll^e Ä " l«61 5®-aa 5® 3 AL-L^ T O - "5t | E?f g a-3' 3 5 S"o l?«L= □3 2 * t^==.= 1=111 ’Fpf ~^3 =®. c= 8 7 3 9? lls 5 - 2a 8 3 o rj _ = =:E 8 — 3- fflgof 0Z.3 3 ztZffD°^L E * 2 q ® S o — er 3 ° II a-g°|g -r» E ,,a O-oa32'.S,ey561 3 o - — 62» o 61 o n’ 8 “ 8 q |r Z'^TZZ' 5 3 3^ 3”^a rt 7 z-g e-z 3 ~ g7o 7- ”5 =,an-»5f ö- o " "5^0-— O ■ 2 ~5o o TS — Linier? • z-S" a- 3 3 9 3 S _ ? 2.2 m. — = aäoro e tÄa o A'O 5f? 2. 5.a= 9o 35'2 e.shu aa _ _ = e 3^2g-r-yo ö"5 613 5 o a 3 3 3 8 3 ze 3 S 3 = 5 s e e. » er »6» E 5- o 5a 7» c I 5 L» 2. E§ 5 O er lr.7 ~ 5tlP ®ii ÜSS 8r- rttr ^nnc 2ckule. ;n Scgc^ob^ L'oerycls^ serenz qnnere sst-ll-^ernbe ' u tzyange' ZWVflig auf- ich eme eimftj aßiö' «l STJgff? : ein« ^ ^on* iionmc^'njetena % /und be- SÄ - Ätjo: Ü-»»Ä L--L-K sVa»**” SJL-tfpoit 85 Jahre Turnverein 1846 Gießen. 2lm Samstag und am gestrigen Sonntag beging der Turnverein 1846 in einfacher Form das Jubiläum seines 85jährigen Bestehens. 2lm Samstagabend fand ein Festkommers statt. Ansprachen hielten der erste Sprecher des Vereins, Llniversi- tätsdireltor Erle, der Rektor der Universität Prof. Dr. B a n s e l o w und der zweite Gauvertreter Schneider, Buhbach, der verschiedene Mitglieder des Vereins mit dem Gau- bzw. dem Kreisehrenbrief auszeichnete. Der Vorsitzende des festgebenden Vereins erhielt den Chrenbrief der Deutschen Turnerschaft. Den langjährigen Mil- gliedern wurden besondere Ehrungen zuteil. Darbietungen der aktiven Turner und Turnerinnen und gesangliche Darbietungen des Bauerschen Gesangvereins gaben dem Abend das besondere Gepräge. Am Sonntagnachmittag trüget) die besten Ge- rätcturner der Turnvereine Bieber (Offenbach), Herborn und 1845 Gießen einen Gerätewettkampf aus, der mit einem sicheren Sieg der Gießener endete. Mit 695 Punkten blieben die Gießener vor Turnverein Bieber mit 647 und vor Turnverein Herborn mit 632 Punkten siegreich. Die besten Wertungen erzielte die Gießener Turnerin Elfriede Münnich mit insgesamt 861/2 Punkten. Der Gerätewettkampf, bei dem hervorragende Leistungen gezeigt wurden, nahm einen sehr schönen Verlauf. — Die beiden Handballmannschaften des Vereins trugen Werbespiele aus. Die erste Mannschaft gewann gegen die Uniöecfi« tät 11:4 und die zweite Mannschaft gegen die erste Mannschaft von Hörnsheim 3:1. Ein ausführlicher Bericht folgt. Kußball der Gießener Mannschaften. Am gestrigen Sonntag herrschte nach der Zwangs« pause des Totensonntags regster Spielbctrieb. Die Spieloereinigung 1 9 0 0 hatte nicht weniger denn 10 Mannschaften im Feld. Der V f B. trat auch mit 5 Mannschaften an. Die Liga der Spielvereinigung hatte die erste Mannschaft von Dillenburg auf dem Sportplatz am Trieb zu Gast und gewann nach ei"-m besonders in der zweiten Halbzeit überlegen geführten Spiel mit 5:0 (1:0). Die Ligareserve gewann erwartungsgemäß gegen die zweite Mannschaft des Sportvereins Wetzlar 3:2 (2:1). Die Dritte gewann in Bieber 3:1 (1:1). Die Vierte wartete vergebens auf den Gegner aus Daubringen (Zweite). Die fünfte Mannschaft spielte mit nur 9 Mann in Leihgestern gegen die dortige zweite und verlor 3:5 (1:3) Die neugebildete sechste Mannschaft fertigte die erste Manr« schäft des DsB. Krofdorf mit 8:0 (4:0) ab. Die ers e Jugend mußte von der besseren ersten Jugend d.s Lo^algegners eine 1:2-(l:l-)Niederlage beziehen. De zweite Jugend gewann das Spiel gegen VfB. Ku'.« Hessen Marburg zweite mit 2:0 (1:0). Für das ar- gesetzte Spiel Dritte gegen VfB. Zweite blieb dir , Schiedsrichter aus. Das Spiel wurde abgesetzt. D e erste Schüler gewannen gegen Heuchelheim Schüler 5:2 und die zweite Schüler konnten auf dem grundlosen Platz von Garbenteich nicht in Aktion treten. Die Ligamannschaft des VfB. trug bereits am Samstagnachmittag bei nicht sehr günstigem Wetter und schlechten Platzverhältnissen ein Spiel gegen die Universität-Mannschaft aus und mußte sich mit , 2:4 (0:2) geschlagen bekennen. Am Sonntagnachmi!- | tag war die erste Mannschaft des DfR. Butzbach auf dem Waldsportplatz zu Gast und wurde von der Liga des VfB. mit 2:1 (0:1) geschlagen. Vor diesem Spiel gewann die Ligareserve gegen Burgsolms I. 4:2 (2:0). Die III. spielte gegen Niederweisel 3:3. — Die erste Jugend gewann, wie bereits erwähnt, auf Grund der besseren Leistung gegen die erste Jugend von 1900 mit 2:1. * Das Handballspiel der ersten Mannschaft des Männer-Turnvereins gegen die erste Mannschaft des Polizeisportvereins Butzbach, das auf dem Platze am Schiffenberger Weg ausgetragen wurde, endete mit einem Siege der Gäste. Das Ergebnis lautet 3:1 (0:0) für Butzbach. Fußball in Hessen-Hannover. Infolge Ansehung der Pokalspiele sind am Sonntag in Hessen-Hannover nur vier Punktekämpfe der ersten Klasse zum Austrag gebracht worden, die durchweg die erwarteten Siege der Favoriten brachten. Das einzige Spiel in der Südgruppe sah Borussia Fulda in Ockershausen mit 4:1 siegreich. Dadurch rücken die Fuldaer wieder an die Tabellenspitze; an zweiter Stelle folgt Germania Marburg mit 15:5 Punkten gegen 16:4 der Borussen, an dritter Stelle Hessen 09 Kassel mit 15:7 Punkten. In der Rordgruppe gab es drei hohe Siege. Spielverein Kassel schlug Grone mit 7:0, Tura Kassel fertigte Rortheim 6: 0 ab und schließlich gab der Tabellenführer Göttingen 05 mit 4: 0 Groh-Almerode das Rachsehen. Mit 20:2 Punkten liegen die Göttinger klar in Führung vor Sport Kassel mit 15: 5 Punkten und Spielverein Kassel mit 15:7 Punkten. Punktkämpfe in der Gruppe Main. Das wichtigste Spiel des Sonntags war in der Gruppe Main die Begegnung zwischen den Offenbacher Kickers und dem FSV. Frankfurt. Das Treffen endete trotz einer klaren Hefter«« legenheit der Frankfurter unentschieden 1:1 (1:1). Die Bornheimer liegen jetzt — nach Verlustpunkten gerechnet — vier Punkte hinter der füh- renben Eintracht und drei hinter Rot-Weih. Ihre Hoffnungen, noch den ? »eiten Platz zu erreichen, haben sich verschlechtert, aber sie bestehen noch. Die beiden führenden Mannschaften kamen zu sicheren Siegen. Eintracht schlug, obwohl Stubb in der zweiten Halbzeit ausscheiden mußte, Hanau 93 4:0 (1:0) und Rot-Weih besiegte den VfL. Reu-Jsenburg 4:1 (2:0). Hanaus Ab- flieg scheint damit besiegelt zu fein, aber auch Isenburg befindet sich noch in Abstiegsgefahr. Diese Gefahr ist für Germania Bieber, das in Heusenstamm zu einem überraschenden, aber verdienten l:0°Sieg kam, überwunden. Germania 94 Frankfurt, dessen Abstieg nun feststeht, spielte gegen Riederrad nicht schlecht, wurde aber 4:6 (1:2) geschlagen. Internationales Gchwimmfest in Heidelberg. Das Internationale Schwimmfest des „Nikar" Heidelberg war ein voller Erfolg. Dor vollständig ausverlaustem Hause gab es durchweg knappste Entscheidungen. Die erzielten Zeiten haben infolge der anormalen Bahnlänge des Heidelberger Bades von nur 23,90 Metern leider nur relative Bedeutung. — In ausgezeichneter Form zeigte sich die Mannschaft des SV. „Neptun" Karlsruhe, die allein drei Staffeln gewinnen konnte. Die erstklassigen Einzelkämpfe brachten auf der ganzen Linie Siege der Favoriten. Schwarz-Göppingen gewann das Brustschwimmen gegen seinen alten Rivalen Wunsch- Karlsruhe. Dr. Frank - Heidelberg siegte im Rückenschwimmen gegen den Karlsruher Fuchs. Nur im Freistil gab es totes Rennen zwischen dem Frankfurter W i t t h a u e r und Diebold- Heidelberg. Auffallend gut schlugen sich neben Göppingen auch die anderen württembergischen Vereine von Heilbronn und Ludwigsburg. Das Springen holte sich erwartungsgemäß Bosse- Mannheim. Bei den Damen blieben die Münchnerinnen auf der ganzen Linie siegreich. Im Wasserball schlug SNS. Straßburg „Nikar" Heidelberg sehr sicher 4:2 (2:1). Eishockey-Kämpfe in Berlin. Englands Rationalmannschaft geschlagen. Dor fast ausverkauftem Hause sanden am Samstagabend im Berliner Sportpalast wieder Eishockeykämpfe statt. Das Hauptinteresse beanspruchte das Spiel des Berliner Schlittschuhklubs gegen das englische Rationalteam, das die Berliner mit 3:2 (2:1, 1:0, 0:1) verdient gewannen. Erstmalig spielte hier beim BSC. der Amerikaner Biggelow mit, der zweifelsohne eine große Verstärkung für die Mannschaft bedeutet; auch Jaenecke und Brück konnten gefallen, sie zeichneten auch für die Erfolge verantwortlich. Handball der Hochschulen. Universität Gießen — Technische Hochschule Darmstadt 7:5 (3:2). Zum ersten Male seit vielen Jahren ist es gelungen, den südwestdeutschen Meister und ehemaligen Hochschulmeister im eigenen Kreise eine Riederlage beizubringen. Darmstadt erschien mit seinen Internationalen und Repräsentativen Faick, Werner, Leonhard, Mayer usw. Das Spiel war ein spannender Kampf, der sich jedoch immer innerhalb der Grenzen des Erlaubten bewegte. Die Mannschaften lösten sich w'ch e nd in de.- Führung ab. Bei Halbzeit führte Gießen 3:2. Doch gleich nach der Pause muhte den Darmstädtern die Führung überlassen werden. Bis 10 Minuten vor Schluh führten die Techniker mit 5: 4. Dann kam Giehen schnell hintereinander zu drei Toren, die den Sieg sicherstellten. Der spieltechnischen Überlegenheit Darmstadts setzte Gießen seinen großen Eifer entgegen. Dennoch siegte Gießen mit reichlich Glück, denn die Darmstädter hatten viel Schußpech. Der schwächste Punkt der Hintermannschaft war die Verteidigung, die nicht mehr die Geschlossenheit früherer Jahre aufautoeifen hatte. Dieser Mannschaftsteil lieh allerdings auch bei Gießen die gewohnte Sicherheit vermissen. Schiedsrichter Geismar, Gießen, war ein gerechter Leiter. Kurze Sporinotizen. Im FußballkamPf Schweiz — Oesterreich siegten die Oesterreicher in Basel vor 25 000 Zuschauern nach einem glänzenden Spiel mit nicht weniger als 8:1 (2:1) Treffern. * Beim Kölner Sechstagerennen lag nach 43 Stunden die Mannschaft Schön-Göbel mit einer Runde Vorsprung vor den drei Paaren Pijnenburg-Dulla, Schorn-Wühler und Rausch- Hürtgen in Front. Alle übrigen Mannschaften waren zwei bis sechs Runden zurückgefallen. JmSchwimm-StädtekampfParis — Köln, der in Paris vor sehr starkem Besuch ausgetragen wurde, siegten die Rheinländer knapp mit 37,5 zu 23,5 Punkten. Wirtschaft. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Arn Markt für Jnlandbrotgetreide war das Angebot in Roggen weiterhin äußerst knapp, während es bei Weizen infolge der starken Zurückhaltung der Käufer im Hinblick auf den schwachen Weizenmehlabsatz etwas mehr in Erscheinung trat. Das geringe Angebot in Roggen fand älnterfunft, so daß bei Beginn der Woche ein um 2,50 Mark höherer Preis bewilligt werden muhte, der sich auch bis zum Wochenende erhielt. Der G e r st e n m a r k t lag auch in dieser Woche vernachlässigt, doch blieb die Dotierung mit 185 Mark per Tonne unter der Einwirkung der Stützungsaktion unverändert. Am Hafer- markt war das Angebot klein, doch erlitt der Preis trotzdem eine Einbuße um 5 Mk. per Tonne. Jnlandhafer notierte per Tonne 160 bis 165 Mk. Der Mehlmarkt hatte in dieser Woche für Weizenmehl eine weitere Schrumpfung erfahren, da die Rachfrage nur klein war. Die Preise gingen gegenüber der Vorwoche um 0,25 Mk. zurück und stellten sich wie folgt: Weizenmehl südd. Spezial 0 mit Austauschweizen 36,25— 37,25, desgl. Sonder- mahlung 34,25—35,25, Weizenmehl niederrhein. Spezial 0 mit Austauschweizen 36,25—37,00, desgleichen Sondermahlung 34,25—35,00 Mk. per 100 Kilogramm. Roggenmehl mit 60prozentiger Ausmahlung notierte per 100 Kilogramm in Mk.: 31,50—33,00. — Futtermittel hatten bei sehr ruhiger Tendenz etwas nachgebende Preise. Die Preise für Kleie gingen um 0,25 Mk. zurück, auch ölhaltige Futtermittel brodelten leicht ab. Man forderte für Weizenkleie 8,90 Mk., für Roggenkleie 9,50—9,75 Mk. je 100 Kilogramm. Biertreber lagen mit 12,75 Mk. um eine halbe Mark schwächer. Rauhfuttermittel behaupteten den Vorwochenpreis. Am Kartoffelmarkt hat die Situation eine merkliche Beruhigung erfahren. Die Votierung ging um 0,10 Mk. auf 2,75 Mk. für den Doppelzentner Jndustriekartoffeln hiesiger Gegend zurück. Das pfuni» weiter abwärts. An den internationalen Devisenmärkten eröffnete das englische Pfund am Samstagmorgen unverändert zu seinem Freitag-Schluß in Neuyork mit 3,5450, um sich dann wieder auf 3,5275 a b 3 u = schwächen. Gegen den Gulden ging das Pfund auf 8,78 zurück, gegen Zürich auf 18,2050, gegen Paris auf 90,18 und gegen d i e Reichsmark auf 14,91. Der Dollar ist international unverändert, dieReichsmark hat sich gut behaup - t e t; in Amsterdam stellte sie sich auf 59 und in Zürich auf 122,25. Die Norddevisen waren ziemlich gehalten, ebenfalls die südamerikanischen Devisen. Für Devise Wien war nur in London ein Kurs zu hören, der aber unverändert lautete. Brüssel tendierte etwas leichter. Das Geschäft war am Nachmittag außerordentlich ruhig, die Veränderungen nur gering. Das Pfund hielt sich auf 3,5350 gegen den Dollar, die Reichsmark war in Neuyork mit 23,72 knapp behauptet, die Norddevifen tendierten eher leichter, während sich die südamerikanischen Devisen behaupteten. Berlin ohne besondere Anregungen. Berlin, 30.Vov. (WTB. Funkspruch.) Rach- dern schon der Samstagverkehr eine merkliche Beruhigung gebracht hatte, eröffnete die neue Woche ohne besondere Anregungen. Man hatte zwar in den Vormittagsstunden unter dem Eindruck der letzten Veuyorker Börse und der weiteren Abschwächung der deutschen Werte brühen mit eher rückgängigen Kursen gerechnet, sah sich bann aber Wochenbericht vom Frankfurter Schlack tviebmarkt. Nachdem sich in der Vorwoche auf dem Frankfurter Schlachtviehmarkt eine etwas günstige Entwicklung der Preise durchgesetzt hatte, erlitt das Preisniveau in dieser Berichtswoche einen neuen Preiseinbruch. Das Geschäft verlief auf den meisten Märkten ziemlich ruhig bis schleppend, doch konnten die Auftriebe fast überall geräumt werden. Beeinträchtigt wurde die neue Preisminderung vor allem durch den teilweise wieder erheblichen Auftrieb, da- neben machte sich die Nähe des Ultimos ebenfalls in einer weiteren Schwächung Der Kaufkraft des Konsums bemerkbar. Die Zufuhren zum Rindermarkt betrugen 1691 Stück gegen 1456 in der Vorwoche. Nam äußerst ruhigem Handel gaben die Preise für Ochsen, Bullen, Kühe und Färsen um je 1 Mark nach. Der Kälbermarkt verzeichnete einen außerordentlich starken Zutrieb; er betrug 1869 gegen 1218 Stück. Bei schleppendem Geschäft ergaben sich schon anfangs der Woche Preisrückgänge um etwa 2 Mark, doch trat am Nebenmarkt ein sehr empfindlicher Verlust infolge des starken Auftriebs für den einen Ma. kttag von 1167 Stück ein, so daß der Gesamtrückgang in dieser Woche 6 bis 7 Mark betrug. Etwas günstiger war bei verringertem Auftrieb die Preislage an den Schafmärk- ten, wo sich die Preise um 2 Mark befestigten. Bei lebhaftem Geschäft wurde glatt geräumt. Während sich in der Vorwoche die Preise am Schweinemarkt trotz erhöhter Beschickung befestigen konnten, gaben sie jetzt, obwohl die Beschickung immerhin um 229 Stück vermindert war, um 3 bis 5 Mark nach. Der Handel war schleppend, doch wurde ausverkauft. Im einzelnen notierten pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 33 bis 35, a2) 29 bis 32, bl) 25 bis 28; Bullen a) 27 bis 30, b) 22 bis 26; Kühe a) 23 bis 26, b) 20 bis 22, c) 14 bis 19; Färsen a) 32 bis 34, b) 28 bis 31, c) 23 bis 27; Kälber b) 38 bis 40, c) 34 bis 37, d) 25 bis 33; Schafe al) 25 bis 28, b) 21 bis 24, c) 15 bis 20; Schweine b) 43 bis 45, c) 42 bis 45, d) 41 bis 44, e) 35 bis 41, g) 33 bis 39. in dieser Maßnahme getäuscht, da so gut wie kein neues Material herauskam. Verkäufe zum Zahltage können bekanntlich heute nicht mehr getätigt werden, so daß die technische Situation des Marktes für eine Aufwärtsbewegung günstig war. Anscheinend bemüht man sich auch, das Kursniveau in den nächsten Tagen etwas heraufzus hrn, um zur Liquidation höhere Kurse zu haben, da bekanntlich diesmal die Liquidationskurse auf Basis der Freiverkehrskurse festgesetzt werden sollen. Trotz aller Schwierigkeiten bei den Finanzverhandlungen glaubt man doch an eine Gesa m t l ö f u n g der außenpolitischen Fragen, und auch die Erörterungen in der englischen Wirtschaftspresse lauten aus diesem Grunde etwas optimistischer. Sonst lagen aber keine besonderen Anregungen vor, es sei denn, daß man die Schwäche des Pfandbriefmarktes auf Tguschoperationen von festverzinslichen Werten gegen Aktien zurückführen will. Während die festverzinslichen Papiere um etwa 1 bis 1,5 v. H. zurückgingen, zogen Aktienwerte im gleichen Ausmaße an, d. h. Montanpapiere und Bankaktien, mit Ausnahme der Handelsanteile, lagen relativ vernachlässigt, dagegen zeigte sich für Farben und Elektrowerte etwas größeres Interesse. Gerüchte, daß die Reichsbahngesellschaft eine generelle Senkung der Tarife plane, trugen ebenfalls zu der besseren Stimmung bei, doch dürfte es sich nur um Tarifermäßigungen für einzelne Sondergebiete handeln, um die Win- ternotstandsmaßnahmen der Reichsregierung zu unterstützen. Rumänische Vorkriegs -Staatsanleihen Wie WTB.-Handelsdienst hort, läuft die Frist, bis zu der Nichtabgestempelte rumänische Vorkriegs-Staatsanleihen auf Grund des Berliner Abkommens vom 10. November 1928 in vereinheitlichte Renten getauscht werden können, endgültig am 10. Dezember ab. Stücke, die bis dahin nicht eingereicht worden sind, werden künftig nur noch in Lei bedient. Es kann daher allen denjenigen, die noch im Besitz von nicht abgestempelten rumänischen Vorkriegs-Staatsanleihen sind, dringend empfohlen werden, ihre Stücke bis zum obengenannten Termin einzureichen, um ihres Anrechtes nicht verlustig zu gehen. Frankfurter Schlachtvichmarkt. Frankfurt a. M., 30. Rov. Auftrieb: 1619 Rinder, darunter 353 Ochsen, 171 Bullen. 580 Kühe, 471 Färsen, ferner 539 Kälber, 191 Schafe. 5318 Schweine (darunter 269 aus Litauen). Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 30 bis 33 Mk., (ältere) 26 bis 29, sonstige vollfleischige (jüngere) 22 bis 25; Bullen' jürge.e, voll lei,ch ge, höchsten Schlachtwerts 27 bis 30, sonstige vollfleischige oder aus- gemästete 22 bis 26; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 23 bis 26, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 20 bis 22, fleischige 14 bis 19; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 30 bis 33, vollfleischige 26 bis 29, fleischige 22 bis 25. — Kälber: beste Mastrind Saugkälber 39 bis 42, mittlere Mast- und Saugkälber 34 bis 38, geringe Kälber 28 bis 33. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 24 bis 27, mittlere Mast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 20 bis 23. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 45 bis 47, von etwa 200 bis 240 Pfund 43 bis 46, von etwa 160 bis 200 Pfund 41 bis 45, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 38 bis 44, Sauen 34 bis 38 Mk. — Marktverkauf: Rinder ruhig Lleberstand, Kälber und Schafe schleppend, geräumt, Schweine schleppend, Ueberstand. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 30.Rov. An der Getreidebörse herrschte hinsichtlich der Osthi fe-Rotoerord- nung immer noch stärkste Zurückhal ung, so daß das Geschäft nur sehr schleppend in Gang kam und auch während der ganzen Börsenzeit sich in den engsten Grenzen hielt. Das Angebot in Roggen war gering, während das Angebot in Weizen infolge der Zurückhaltung der Händlerschaft stärker in Erscheinung trat. Das Mehlgeschäft war in Weizenmehl wieder sehr schwach, während Roggenmehl in prompter Ware immer noch etwas gefragt ist. Futterartikel lagen sehr ruhig. Die Preise gaben gegenüber der Vorwoche durchweg leicht nach. Jndustriekartoffeln, hiesiger Gegend, 2,75 Mark per 50 Kilogramm. Tendenz: ruhig. Es wurden notiert: Weizen 226,50 bis 22el|lngfort . 7,59 7.61 7.393 7,407 Wien. . . 58,54 59.06 58.94 59,06 Prag . . . 12,468 12.488 12,468 12,488 Budapest . . 73,28 73,42 73,28 73,42 Sofia . . . 3,057 3.063 3,057 3,063 Holland . . 168.93 169.27 168,93 169,27 Lelo.... 80,32 80.48 80,02 80,18 Kopenhagen. 82.17 82.33 81,17 81,33 Stodbolpi . 82 42 82.58 81,42 81,58 London. . . Buenos Aires 14,90 14,94 14,73 14,77 1,058 1,062 1,038 1,042 Neuyork . . 4,209 4,217 4,209 4,217 Brüste! . . . 58,49 58,61 58,49 53,61 Stollen . . . 21,68 21.72 21,68 21,72 Paris . . . 16,47 16.51 16,47 16,51 Schweiz . . 81,52 81.68 81,52 81,68 Spanien . . 35,46 35,54 35,56 35,64 Danzig. . . 81,97 82,13 81,97 82,13 Japan . . . Siro ve Jon.. 2,058 2,062 2,058 2,062 0,244 0,246 0,244 0,246 Jugoslawien. Lissabon . . 7,413 7,427 7,403 7,417 13,54 13,56 13,39 13,41 Banknoten. Berlin, 28. November Geld Brief Amerikanische Noten . . . 4,20 4,22 Belgische Noten..... 58,38 58,62 Dänische Noten..... 81,99 82,31 Englische Noten ..... 14,86 14,92 gränzösische Noten.... 16,46 16,52 Holländische Noten.... 168,56 169,24 Italienische Noten .... 21,66 21,74 Norwegische Noten.... 80,14 80,46 Deutsch-Oesterreich, 1 100 Schilling Rumänische Noten .... 2,48 2.50 Schwedische Noten.... 82,24 82,56 Schweizer Noten..... 81,34 81,66 Spanische Noten. .... 35,23 35,37 Ungarische Noten . . . Reichsbankdlskonk 8 v. h., Lombardjins uß 10 v. h. Neffen Md bin ich? Roman von Jr. Mne. (Urheberschutz durch L. Äckermann. 'Kornenzentrale Stuttgart.) 16. Fortsetzung. Nachdruck verboten. .Christel. wie das geschrieben ist. ist so häßlich — wir sind heimlich verlobt, der Hanno und ich! Gr will aber nicht, daß ich schon darüber spreche! Ls ioll noch niemand erfahren! Deine Eltern müssen erst langsam vorbereitet werden?" stieb sie unter Tränen hervor: sie war gaiu außer sich. e3ft das wahr, Kleines?" fragte Christel liebevoll: schonend mußte er ja mit der unerfahrenen Schwester umgehen: wer weiß, was Hanno ihr vorgeredet, und sie in ihrer Unschuld hatte ihm geglaubt —I , „3a. Lhristel. wa- denkst du sonst?" Groß und ehrlich sah Ebba ihn an. Gleich glänzenden Tautropfen hingen noch die Tränen an ihren langen, seidigen Wimpern. Er kannte die Schwester: sie sprach die Wahrheit, rein und lauter war sie. die Unschuld selbst, und darum durfte er ihr keine Dorwürfe machen, durfte sie nur warnen! Denn was wußte sie vom Leben, die, streng behütet von den Eltern, kaum aus ihrem Dörfchen herausgekommen war! Und in schonenden Worten, ihre Hand haltend und streichelnd, setzte er ihr auseinander, daß, so gut und großzügig die Herrschaften auch seien, sie dennoch unmöglich in eine Derlobung des einzigen Sohnes mit ihr willigen würden! Sie wünschen nur standesgemäße Verbindungen ihrer Kinder! Seine Stimme klang bei diesen Worten besonders traurig. „Ach. Christel!" schluchzte sie. ,Hanno denkt anders als seine Eltern — auch 3nga —I 3nga liebt d i ch doch Der junge Geistliche wurde rot. ..Ebba, wie kommst du darauf?" „C-o etwas merkt man doch. Christel! Wie hat sie mich immer nach dir ausgefragt! Und warum ist sie so ungern in Dresden und sehnt sich zurück nach Reinshagen? Dur weil du hier bist Mit einer müden, gequälten Bewegung wehrte er ab „3hr jungen Mädchen dichtet euch Romane zusammen und gefallt euch darin, sie zu erleben -! Ihr fühlt euch glücklich in einer unglücklichen Liebe! Und gib acht, in nächster Zeit vielleicht schon wirst du die Nachricht ihrer Verlobung mit einem Standesgenossen bekommen!" Heftig schüttelte Ebba den Kopf. „DaS ist ausgeschlossen: dazu kenne ich 3nga zu genau!" Er ging nicht auf ihre Worte ein; nur ein wehe- Zucken flog um seinen ausdrucksvollen Mund, er faßte Eobas Hand. „ und du, kleine Ebba, versprichst mir, daß du dich fernhältst von Hanno Reinshagen! Gehe ihm aud dem Wege! Bringe dich nicht in der Leute Mund. Es gibt nichts Zerbrechlicheres, Kostbarerers als eines Mädchens Ehre: wahre auch den Schein! Glaube keinen Versprechungen nicht! Wenn er auch in dich verliebt ist. so kann es ihm mit einer Heirat unmöglich ernst sein, und zu einer Liebhaberei bist du zu schade —! Seine Geliebte willst du doch nicht werden? Kind, du kennst die Welt und die Männer noch nicht — ?" Ach so viel sagte er noch, und schwer, wie Hammerschläge, fielen des Bruders Worte auf ihr Herz. Christels Worte waren sonst Svange- [tum für sie gewesen, und sie gab soviel darauf, was er sagte — doch in diesem Falle — nein, er kannte Hanno nicht! Hanno liebte sie — er meinte es ehrlich! Sie würde ihm von dem Briefe erzählen; dann würde sie sehen, wie er sich dazu stellte. Bang wurde es ihr mit einem Male: Wenn Christel doch recht hätte —? Doch sie verwarf den Gedanken sofort wieder - das konnte. daS durfte nicht sein — sie vertraute ihrem Hanno! Christel streichelte Ebbas Wangen — wie sie ihm leid tat! Von Hanno Reinshagen war es allerdings unverantwortlich, sich in sbbas Herzensfrieden gedrängt zu haben, und er zürnte ihm sehr Vielleicht war es gut. wenn Ebba jetzt für eine Weile fortkam; die vielen bunten Eindrücke, die in Dresden auf ihre so empfängliche Seele einstürmen würden, könnten sicher die Gedanken an Hanno zurückdrängen! 3hre Liebe zu ihm war sicher nichts weiter als romantische Schwärmerei, genährt durch die Einförmigkeit ihres dörflichen Lebens. „Es bleibt unter uns. Ebba! Den Eltern sagen wir nichts von dem Briefe! Und du wirst vernünftig fein, nicht wahr? Es schmerzt mich, daß ich dir habe wehe tun müssen, kleine Schwester —! Wer aber mag den Brief geschrieben haben —?“ ..Sicher stammt er von Lotte Mähler —" warf Ebba hastig hin. ..Man kann ihr jedoch gar nichts anhaben; eS steht nichts Beleidigendes darin —" ..Lasse es auf sich beruhen, Christel! Sie ist so boshaft und würde sich nur freuen, wenn du ihr deshalb Vorwürfe machtest. Zugeben würde sie es nie, daß sie die Täterin ist oder Anstifterin! Sie hat sicher manche Freunde in der Stadt, die so etwas für sie besorgen! Es wird Klarheit geschafft werden, Christel! Vorläufig danke ich dir, daß du mir nichts Schlechtes zugetraut hast und mich nicht für leichtfertig hältst —“ „Kleine, liebe Ebba, du weißt doch, daß du mir das Teuerste bist, und meine heiligste Pflicht ist es, dich vor Schaden zu behüten! Ich hätte auch noch mit Hanno Reinshagen gesprochen —" „Rein, nein, um Himmels willen, nein, Christel!" wehrte sie schamerglühend. Das war so zart, das vertrug keine Berührung. Leise weinend legte sie ihren Kopf gegen des Bruders Brust, und zärtlich strich er über ihr schimmerndes Haar. Seine Augen aber blickten traurig zum Fenster hinaus über das schneebedeckte Feld, als sähen sie in der Ferne etwas Schönes, doch Unerreichbares- Ein kaum vernehmbarer Seufzer entrang sich seinen wie im Krampf zusammengepreßten Lippen. io- Für Frau Lenz war es weiter nicht ausfallend, als an einem der nächsten Tage von Schloß Reinshagen ein Diener mit einem Briefchen von der Mamsell kam, in dem diese um Ebbas Besuch bat, da sie wegen ihres Rheumas nicht ins Dorf kommen könne, aber gern einiges mit Fräulein Ebba besprechen möchte. „natürlich. Ebbachen. gehst du!" sagte Frau Lenz, ..du machst dich gleich nach Tisch auf den Weg und bist dann zum Kaffee wieder da. ehe es dämmert. Vielleicht wird dir Christel entgegenkommen." Ebba war ganz blaß geworden; sie wollte heftig widersprechen, denn sofort wußte sie. daß Hanno der Mamsell diesen Wunsch geschickt in den Mund gelegt — aber dann überlegte sie schnell — jetzt hatte sie Gelegenheit, ihm von dem anonymen Brief an Christel zu sagen, von dem er unbedingt wissen mußte. Dieser Brief verfolgte sie Tag und Rächt, und es bedurfte größter Selbstbeherrschung, nicht merken zu lassen, wie unglücklich und gebemütigt sie sich innerlich fühlte. — Je näher Ebba dem Schlosse kam. desto zögernder wurden ihre Schritte; eS war, als bängten sich Bleigewichte an ihre Füße. Breit und wuchtig lag der große Bau da. weithin sichtbar in dem Park, da die stattlichen Bäume, ihres Blätterschmuckes beraubt, jetzt den Durchblick gestatteten. Und was sie auf dem Wege gefürschtet und zugleich ersehnt hatte: als sie den Park betrat, kam ihr Hanno schon entgegen: die Augen leuchtend vor Freude bei ihrem Anblick. Er trug die pelzgefütterte Iagdjoppe, und auf seiner Brust hing das FemglaS. „Ich habe dich schon gesehen, mein Schah, wie du aus dem Dorfe kamst — jeden Schritt von dir habe ich verfolgt —" er deutete auf das Zeißglas, „das hat dich mir so nahegebracht, und in Vorfreude auf dich stand ich hier —! Aber wie langsam du gingst, bliebst sogar stehen, als ob du wieder umkehren wolltest! Du hattest wohl Angst vor deinem Hanno — T‘ Ihre Antwort wartete er gar nicht erst ab; er nahm sie einfach in die Arme und küßte sie auf die Winterfrischen Wangen und den kühlen, widerstrebenden Mädchenmund. Wie entzückend sie aussah in der pastellblauen Wolljacke und der dazu passenden Mühe, unter der sich widerspenstige goldige Löckchen hervorringelten! „Ach. Mädel, du, wenn du wüßtest, wie die Sehnsucht nach dir in mir brennt, du wärest öfter gekommen, Mah zu besuchen — eigentlich ist eS rücksichtslos, daß du deine alte Freundin so vernachlässigst!" Hanno lachte spitzbübisch — „gelt, das habe ich fein gemacht?" E*>ba wollte sich l^smachen doch fest drückte er ihren Arm an sich — ..und In zehn Tagen unsere -Zve.ie -uujcl, freuit üu Dicy nicht —.' Mit heißem Blick sah er in ihre Augen, daß ihr das Rot in die Wangen stieg. Wie schwer wurde es ihr doch, einen Anfang zu finden! Aber was sie sagtzn wollte, mußte jetzt sein! Stockend, mit bebender Stimme, berichtete sie ihm von dem Briefe, den Christel bekommen hatte. Es war ihr unsagbar peinlich: doch ihre Ehre erforderte es. „Verflucht!" er klemmte tue Unterlippe zwischen hie Zähne, und auf feiner Stirn stand steil eine Falte „Auf anonnmc Wische gibt es doch nut eine Antwort: Papierkorb!" ..Gewiß. Hanno, das gleiche meint auch Christel! Aber ich habe ihm dennoch sagen müssen, daß ich — daß wir — heimlich verlobt sind —" kam es leise, fast unhörbar von ihren Lippen. Er pfiff durch die Zähne — ..da« hast du gclagt, Mädel?" Aengftlich sah sie chn an „Ich muhte doch beichten! Es ist doch wahr. Hanno!" Ihre offenbare Angst rührte ihn „Sieh mal. Kind —“ Himmel, es war schwer, angesichts dieser flaren, vertrauenden Mädchenaugen nach Ausflüchten zu suchen. Sie betrachtete sich als seine Braut? Beinahe hätte er lachen müssen — wie war sie naiv. Eine andere wäre gar nicht auf diesen Gedanken gekommen — eine andere hatte allerdings auch mehr Weltersabrung als dieses scheue, süße, keusche Lehrerstöchterlein! Die hätte die Angelegenheit von der praktischen Seite betrachtet, hätte ihre Vorteile gesucht und wahrgenommen und sich sonst keinen weiteren Illusionen hin- gegeben. „Komm, gib mir erst noch einen Kuß? So. mein Süßling, noch einen und noch einen —“ er preßte die Widerstrebende an sich Die Worte wollten ihm gar nicht über die Lippen. Ss war doch schwer. „Hast du Verdacht auf jemand, der den Brief geschrieben haben könnte?" fragte et, wie um noch eine Frist zu getoinnen. Sie schüttelte den Kopf und seufzte tief auf. Deshalb war er so verlegen? Ja. gewiß, das war das rechte Wort — verlegen! Mit ihrem feinen Gefühl empfand sie das Ausweichende an ihm. Warum hatte er nicht gleich gejagt ganz einfach, ganz selbstverständlich — „ja, du bist meine Braut!" Sollte Christel doch recht haben, daß Hanno eS gar nicht ernstlich gemeint? So bang wurde ihr zumute Sie konnte chren Tränen nicht länger gebieten. „Du weinst, mein Liebling? Richt weinen? Wenn wir den Briefschreiber ausfindig machen könnten — es sollte ihm nicht gut bekommen?" „Das ist jetzt nicht die Hauptsache für mich! Rur was — was ich Christel sagen soll! Ich habe mich ja so vor ihm geschämt — er wollte selbst mit dir sprechen" Hochmütig zuckte es über Hannos Gesicht Wollte der junge Pfarrer ihn gar zu einer bindenden Erklärung zwingen? Vielleicht gar aus Berechnung? Doch nein, die« wäre bei Christel Lenz der allerletzte Grund gewesen — nur sorgende Liebe um die Schwester — ohne jeden Rebengedanken, würde ihn zu diesem Schritt sicherlich wohl getrieben haben! (Fortsetzung folgt.) Gute erprobte Qualitäten zu äußersten Preisen! Damenstrümpfe Mako und welch wie Wolle 1.50 0.65 Damenstrümpfe Wolle gewebt, schwarz u. farbig. .2.35,1.95 0.95 Damenstrümpfe Wolle mit Seide. la Qualität. .3.00. 2.25 1.75 Damenstrümpfe Seide plattiert, mod.Farben....1.80,1.65 0.95 Unterziehstrümpfe reine Wolle und Merino ...........1.35 0.85 Kinder-Strümpfe Wolle plattiert.Gr. 1 und 15 Pf. Steigerung............... 0.65 Kinder-Strümpfe Wolle.kr&ftigeQua- lit&t. Grüße 1 und 15 Pf. Steigerung... 0.80 Kind er-Strümpfe reine Wolle, sehr haltbar. Grüße 1 und 15 Pf. Steigerung 1.15 Spezialhaus Frdr.Teipel Bahnhofstr. 45 Markt 16 Hillebrandstr. 2 £ Geschäfts-Drucksachen Rechnungen o'.’onner BriefumechiMge bei Brühl, SchulstraBe 7 CafeAmend Ab Dienstag, 1. Dezember: 8146 D Die neue Hauskapelle Paul Busco Konzert-Tango-Jazz-Kapelle 8153 D Dienstag 1. Dezember Metzeksuvve Ab Uhr: Wellfleisch mit Kraut. Zwangsversteigerung der kinbroirtfd)üfthd)en Grundstücke des Land- und Gastwirtes Tu tauig Gerlach IV. In Bieder auf dem Gerichtstag in Rob- beim a. b. B. am 10 Dezember 1931, 12 Uhr. Die Grundstücke sind nach der Zusammenlegung zusammen 2 ha 37 ar 36 qm groß 8147V Amtsgericht Gladenbach. Dienstag, den 1. Dezember 1931, nachmittags 2 Uhr, sollen im „Löwen", Jleuenroeg 28, dahier, bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Derfteigerungslofat, JTeuenroeg) zwangsweise gegen sofortige Barzahlung versteigert werden: 1.1 Schärfmaschine. 1 goldene Uhr mit Kette, 1 Marmoruhr, 1 Vertiko, 1 Kleidcrschrank, Tapetenkleber, Schreibmaschinen, Oelbehälter, 1 Klebepresse, 1 Heftmaschine, 1 Büfett 1 Diwan, 1 Kredenz, 1 Marklin Modell m. elektr. Bel., 1 Dampfmaschine, Schreibtische, 1 Warenschrank, 1 Korbsessel, 1 Klubsessel, 1 Chaiselongue, 1 Ausziehtisch, Stühle, 1 Bücherschrank, 1 Spiegelschrank, Kassen, 1 Glasaufsatz, diverse Flaschen Likör, 1 Nivellierinstrument, 1 Ladentheke, Damenstrümpfe, 1 Schrankgrammophon, Hemden, Stosse, 1 Schreibsekretär, Kia viere, Bettwäsche, 1 Tischdecke, 1 Stock- Motorrad, 2 Ztr Noggenmehl, 1 Personenwagen, 1 Radioapparat, 1 Boh- nermaschtne. 8142D 2 voraussichtlich bestimmt: 1 Standuhr. Hebbel Gerichtsvollzieher in Gießen Wilhelmstraße 611 — Tel. 4039 Zur Stadt staffel Bes. Hch. König Reiflicher ßol morgen Dienstag: 8i<3d Sdiladitfeif Auslieferungslager! verbunden mit Generaloertrieb unserer selbsttätig. Waschmaschine D.R.P., welche jedes Quantum Wüsche in allen vorhandenen Waschkesseln von 40—200 Liter Inhalt ohne elektrischenLtrom wäscht, »u ver- geben.Erfindung ersten Ranges.Berkaufs- vreiS RM. 29.50. Betriebsmittel not- wendia. Angebote unter H.P. 25H an die Ann.-Ervedlt. Dr. Schttrminn, DSuelderf. Konkursverfahren. Der Antrag der offenen Handelsgefell- schäft Hermann Stern, Gießen, über ihr Vermögen das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses zu eröffnen, wird abgelehnt, weil die erforderlichen Mehrheiten nicht vorhanden find. Zugleich wird gemäß § 24 der Der- gleichsordnung heute am 26. November 1931, 10.50 Uhr, das Konkursverfahren über das Vermögen der Antragsteller eröffnet. 8151D Der Rechtsanwalt Dr. Aaron in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen find bis zum 15. Dezember 1931 bei dem Gericht anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters sowie über die Bestellung eines (Bläubigeraus- schusses und eintretendenfalls über die im $ 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der ange- meldeten Forderungen auf ITlontag, den 21. Dezember 1931. 930 Uhr. vor dem oben bezeichneten Gericht, Zimmer 201, Termin anberaumt. Allen Personen, die eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitz der --ache und von den Forderun- gen, für die sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 15. Dezember 1931 Anzeige zu machen. Gießen, den 26. November 1931. __________Hessisches Amtsgericht.___________ Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 26. November 1931 bei der Firma Emil Roth. Verlagsbuchhandlung und Hessischer Schulbuchoerlag, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen, sol- gendes eingetragen: Durch Beschluß der Geicllschaster vom 10. November 1931 sind unter Aenderung von § 14 Ziffer 2 und § 18 des Gejellschaftsoertrags Bestimmungen getroffen worden über die Bestellung künftiger Geschäftsführer 814#D Gießen, den 27. November 1931. Hessisches Amtsgericht. hochinteressante nnö wichtige WIM-WM-NIM Blüte, Reife und vorzeitiges Altern des weiblichen Körpers! Am Scheidemegeoon Glück u.t»ld! Durch Interessant« tXaturflUf'nahi mm und Demonstrationen am Kirrer rvtrd gereift, wie der Ter» fall der Jugendlichkeit aufrubaltrn oder zu vert,Intern Ist. Hür alle Damm äußerst roid>n< und tevr: reich, selbst für lene, deren Kiryer noch «ul er batten Ist: für ältere Damen geradezu eine Frage der Ledensverlangerung. Die von Dr. med. Sarm» Im ausgebill deke Rednerin beantwortet auch einschlägige Sragen. llnabk-mmllch« 5reuen bitten mir, de» Prachtbest „Vie Gesunde und gepflegt« Frau" postfrei grgm f b pfg. oder da» Hefc gebertzeft über „Verlust der Körperschönheit" gegm RM. | M $■ »erlangen. wirb »erschlossen »ersandt durch »la CNettfle Paul ©arm« ©. m. b. D-, Süd 1.6 Seginn: Nachmittag, */«4 ■- «denög */»* llhr. tletritt frei. Vlen-iag, 1.Dezember 1931, im Last Leib Lichtspielhaus • Gießen Montag, SO.November, u. Dienstag, 1. Dezember: der schönste und herrlichste Film dieser Saison: Ein Riesenerfolg deshalb noch 2 Tage Der Kongreß tanzt mit Mac I Lilian Harvey Willy Fritsch Ul Dagover und Conrad Veldt I Im Beiprogramm: I Der I. Ufa-Kabarett-Ton-Film I u. Ufa -Tonwoche I