Nr. 150 Erstes Matt 181. Jahrgang Dienstag, 30. Juni (931 Erich» «ni lüglich,ovtzei Sonntage und Feiertag» Beilagen Du Illustriere Vtetzenei Familienblütte' Heimat im BUd Die Schall« Monat,-vezugroret»: 2.20 Reichsmark und 30 Retchspfenntg für Träger» lohn, auch bei Richter- scheinen einzetnerRummern infolge höhere, Gewalt. Hernforechanlchlüffe anterSammelnummer2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Giefoen. potzschecNonto: fiTorffvrl am Main 1168R Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick nut Derlog: VrLHI'fche Univerf.tärr-Vuch- nnö Stetnörnderet H. Lange tn Stehen. Schnftlettung und Geschäftsstelle: Schufstraße Z. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanjeigen von 70 nc Breit« 35 Reichspjennig, Platzvorfchrist 20° , mehr. Chefredakteur Dr Fnedr Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Lang«, für Feuilleton Dr fj.Ibgriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich tn (Biehen Bringt Frankreich den Hoover-Plan zu Fall? Kritischer Stand der Dinge. - Die pariser Verhandlungen auf heute vertagt. Die offiziellen Communiqu^ Paris, 29. 3unL (WTB.) Hebet die heute vormittag geführten französisch-amerikanischen Besprechungen wird folgendes Com- munique herausgegeben: Heu.e vormittag sand im Innenministerium eine neue Begegnung statt. Ministerpräsident Laval empfing den amerikanischen Schatzamtssekretär Mellon und den Botschafter der Bereinigten Staaten, Edge. 2ln der Unterredung nahmen teil: Außenminister B r i a n ö , Finanzminister Flandin und Alnterstaatssekretär Francois Poncet. Minister Pie tri war durch die heutige Kammer- s-.tzung verhindert. Die Sitzung dient einem neuen Meinungsaustausch. Die nächste Sitzung findet heute 21.30 Alhr statt. Alm 21.30 Alhr ist im Innenministerium die an gekündigte Konferenz zwischen Ministerpräsident Laval, den französischen Ministern B r i- and, Flandin, Pie 1 ri und Francois Poncet und dem amerikanischen Schahsekretär Mellon, dem amerikanischen Botschafter in Paris, Edge, sowie zwei Diplomaten der amerikanischen Botschaft zusammengetretsn. Bach einer Mitteilung aus dem Bureau des französischen Ministerpräsidenten werden Schatz- selretär Mellon und Botschafter Edge nunmehr über den Stand der französisch-amerikanischen Dcrhand'.ungen nach Washington berichten. Eine neue Zusammenkunft der französischen und der amerikanischen Alnterhänd- ler ist für Mittwochvormittag in Aussicht genommen. Aleber den Ministerrat, der heute abend unter dem Vorsitz des Präsidenten Säumer im Elysee stattfand, wurde lediglich folgendes Kommunique ausgegeben: „Ministerpräsident Laval hat Über den Stand der Verhandlungen mit dem amerikanischen Schahsekretär Mellon und dem amerikanischen Botschafter in Paris, Edge, Aufschluß gegeben." Vor einer Sitzung des französischen Senats Paris, 30. Juni. (WTB. Funkspruch.) Ministerpräsident Laval wird heute nachmittag im Senat vermutlich die Interpellation Lemery über den Plan Hoovers beantworten. Der Auswärtige Ausschuß des Senats dürfte sich vor der Sihung ebenfalls damit befassen. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Senator Berard, soll beabsichtigen, der Regierung eine Reihe von Fragen über den Vorschlag Hoovers und die von der französischen Regierung getroffenen Maßnahmen zu stellen. Sollte dieses ■ Verfahren angenommen werden, dann besteht die Möglichkeit, daß Senator Dörard in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses den Interpellanten L6mery ersucht, auf seine Interpellation xu verzichten. Man rechnet damit, daß Lemery sich nur ungern hierzu entschließen werde. Hoesch zweimal bei Briand. P a r i s, 29. Juni. (WTB.) Botschafter o. H o e s ch hatte heute nachmittag und heute abend Unterredungen mit Außenminister Briand. Frankreichs Slaatsches bei Hoesch P a r i i , 30. 3uni. (WTB.) Gestern um 16 Alhr stattete der Präiioent der französischen Republik Paul D o u m e r dem deutschen Botschafter von Hoesch einen offiziellen D e s uch ab, wie dies beim Amtsantritt eines neuen Präsidenten üblich ist. Seit dem 3ahre 1914 war es das erstemal, daß ein Präsident der französischen Republik das deutsche Botschaftsgebäude betrat. Das französische Kabinett macht nur ein Zugeständnis. Paris, 29 Juni. (WTB.) Zu dem heute abend stattgefundenen M i n i ft e r r a t, der sich mit dem Vorschlag Hoovers beschäftigte, berichtet die Haoas- agentur: Das Kabinett hat sich einmütig übet die Notwendigkeit geeinigt, daß die französische Regierung sich nach der Abstimmung in der Kammer an den Text ihrer Antwort vom 24. Juni halten müsse. Die Meinungsverschiedenheiten, die Paris und Washington trennen, sind bekannt. Frankreich schlägt vor, daß die durch das Moratorium verfügbar werdenden Summen nicht nur zur Besserung des Kredites Deutschlands, sondern auch der anderen mitteleuropäischen Länder verwendet werden, bei denen die Aussetzung der Poungzahlungen finanzielle und wirtschaftliche Störungen Hervorrufen kann. Die Vereinigten Staaten dagegen wollen ihre Bemühungen lediglich auf die Wieder- erhebung Deutschlands richten Frankreich fordert anderseits vor Ablauf des zwölfmonatigen Moratoriums die Prüfung von Maßnahmen, die deutscherseits im Hinblick auf die Wiederaufnahme der Zahlungen ergriffen werden müssen. hinsichtlich dieses wichtigen Punktes hat, wie es scheint, Frankreich, der Hauptgläubiger Deutschlands, weder seitens der Vereinigten Staaten, noch Deutschlands die erforderlichen beruhigenden Versicherungen erhalten. Das Angebot des Präsidenten Hoover legt Wert darauf, daß die von Deutschland 1931/32 zu bezahlende Annuität erst nach 25 Jahren geleistet werden soll. Die französische Regierung hat dagegen in ihrer Antwort erklärt, daß dieser Betrag am Ende des zwölfmonatigen provisorischen Moratoriums fällig werden müsse. Die französische Regierung hat heute abend in einem Entgegenkommen beschlossen, diese Frist von einem Jahr auf fünf Jahre z u verlängern; aber das ist, wie es scheint, das einzige Zugeständnis, das der Ministerral zu feinem anfänglichen Plan annehmen zu müssen geglaubt hat, ohne daß das Recht Frankreichs auf Reparationen beeinträchtigt wird. Ministerpräsident Laval und feine Kollegen wer- den das Ergebnis ihrer Beratungen und die Gründe ihrer Haltung im Verlaufe der heute abend stattfindenden Besprechungen mit den amerikanischen Vertretern auseinandersetzen. Die strittigen drei Punkte. p a r i s, 30. Juni. (MTV. Funkspruch.) Reber die Meinungsverschiedenheiten, die sich zwischen dem amerikanischen Schahsckretär Mellon und Botschafter Edge einerseits und den französischen Ministern anderseits bei den Verhandlungen seit Samslagnachmitlag ergeben haben, veröffentlichen die Morgenblätter in Ergänzung der bisherigen Berichte übereinstimmend Meldungen, die darauf schließen lassen, daß die Bläller französischerseits amtlich informiert find, hiernach handelt es sich um 3 Punkte, über die bisher eine Einigung nicht erzielt werden konnte. 1. Frankreich wünscht, daß die Summe, deren Zahlung ausgesetzt wird, von Deutschland, und zwar sowohl was das Kapital und die Zinsen anlangt, den Gläubigern innerhalb von 5 Jahren vom Augenblick der Wiederaufnahme der Poungzahlungen zurückgezahlt werden, während die vereinigten Staaten eine auf 2 5 Jahre gestattete Rückzahlung Vorschlägen und sich auch mit einem geringen Zinssatz begnügen wollen. 2. Frankreich besteht auch daraus, daß Deutschland sich verpflichtet, aus dem einjährigen Hoover - Moratorium, und zwar während der 5 Jahre, in denen die ausgesetzten Beträge zurückgezahlt werden sollen, nicht das im Poungplan vorgesehene Moratorium für s i ch zu benutzen und daß im Falle eines Poungplanrnoraloriurns Frankreich nicht der Internationalen Zahlungsbank eine G a - rantie von 5 00 Millionen Mark, wie es der Zoungplan vorsieht, einzuzahlen brauche. 3. Frankreich bestehl darauf, daß die von Deutschland an die Internationale Zahlungs- bank 1931/32 zu leistenden Nachzahlungen nicht nur zugunsten Deutschlands, sondern auch der Länder Mittel- und Osteuropas Verwendung finden, die durch die Aussetzung des deutschen Transfers in Schwierigkeiten geraten könnten. während in Punkt 1 und 3 eine Annäherung der französischen und der amerikanischen Gesichtspunkte als wahrscheinlich erscheint, soll der französische Ministerrat beschlossen haben, in Punkt 2 intransigent zu bleiben. In gewissen Kreisen würde man gerne sehen, wenn Deutschland seinen juristisch durchaus begründeten Standpunkt, daß es sich in die zwischen Frankreich and Amerika geführten Verhandlungen nicht einzumischen hat, a u f g ä b e, und von f i ch aus einen Schritt unternehmen würde, der ein Arrangement zwischen Amerika und Frankreich erleichtern könnte. Em deutsches Dementi. Paris, 30.3uni. (TAT) Don amtlicher deutscher Seite wird die Aachricht dementiert, daß Laval bei seiner Alnterrebimg mit Hoesch für eine Verschiebung des Besuches der deutschen Minister eingetreten sei und diese Verschiebung mit der innerpolitischen Lage begründet habe. Die französische Regierung habe vielmehr einen möglichst nahen Termin für den Besuch vorgeschlagen, während der deutsche Botschafter geltend machte, daß eine Aussprache nur dann Erfolg verspreche, wenn sie in einer Atmosphäre der Beruhigung stattfinde und die Minister nicht gezwungen wären, über aktuelle Tagesfrageri zu verhandeln. Washington duldet keine Verwässerung. Washington, 29. Juni. (WTB.) Rach einer längeren Konferenz mit Hoover gab Rnterftaats- fefretär Eastle heute die positive Erklärung ab, daß Amerika keinen Vorschlag annehmen werde, der nicht dem Sinn und dem Zweck des hooverplanes vollkommen entspreche. Wie hier oerlaufet, hat Mellon dieses verlangen heute früh dem französischen Ministerpräsidenten unterbreitet, der einen Ministerrat einberief und mit Mellon eine weitere Konferenz nach Ende der Kabinetts- sihung verabredete. Das Weiße Haus erwartet daher heute abend die Entscheidung darüber, ob die französische Regierung zu einem Eingehen auf den Plan Hoovers bereit ist. Man betrachtet die Lage hier zwar als delikat, aber nicht als hoffnungslos, doch ist man sich darüber im klaren, daß das amerikanische Parlament nie auf den Plan Hooversein- gehen werde, wenn er ju sehr verwässert und sein eigentlicher Zweck einer völligen Atempause für Deutschland vereitelt werde. Dies wurde der französischen Regierung heute ganz klar zum Ausdruck gebracht. Die Tatsache, daß Polen und die Tschechoslowakei dem Plan Hoovers zu stimmten, wurde hier mit großer Befriedigung ausgenommen. Die Zustimmung Oesterreichs wurde heute von dem österreichischen Gesandten dem Rnterstaats- sckretär Eastle in einer formellen Rote überreicht. Amerika nagelt Frankreich fest. Washington, 30. 3uni. (WTB. Funkspruch.) Rach langen Beratungen mit dem Präsidenten Hoover gab Alnterstaatssekretär Eastle heute abend über die Verhandlungen zwischen Schahsckretär Mellon und dem französischen Ministerpräsidenten L a v a l ein formelles Communiquö aus, in dem die französische Regierung als die einzige bezeichnet wird, die sich nicht einmal prinzipiell mit dem Plan Hoovers einverstanden erklärt habe. Castle sagt wörtlich: „Soweit wir unterrichtet sind, haben jetzt sämtliche Regierungen! im Prinzip dem Plan des Präsidenten Hoover zugestimmt, mit Ausnahme der fron« zösischen Regierung. Es haben sich einige Schwierigkeiten ergeben, den französischen Standpunkt mit dem Geist des Vorschlags des Präsidenten in Alebereinstimmung zu bringen. Zwischen dem amerikanischen Botschafter Edge und dem Schahsekretär Mellon, sowie den französischen Ministern finden noch Erörterungen statt." Diesem Kommunique fügt Castle noch hinzu: Wir verhandeln immer noch, das ist alles, was wir gegenwärtig sagen können. Belgiens Antwort an Hoover Brüssel, 29. 3uni. (WTB.) Der Minister- r a t billigte den Tert der belgischen Crwidermrg auf Hoovers Vorschlag und gleich«! ilig die Anweisungen für den belgischen Botschafter, der beauftragt worden ist, die Antwort zu überreichen. Die belgische Rote stimmt grundsätzlich dem amerikanischen Vorschlag zu. Die Regierung spricht darin die Hoffnung aus, daß Hoovers Vorschlag dazu beitragen werde, die gegenwärtigen ernsten Schwierigkeiten zu überwinden. Außerdem weist sie auf die Sonderstellung hin, die Belgien immer in der Reparationsfrage eingenommen habe, und drückt die Hoffnung aus, daß bei der Durchführung des amerikanischen Vorschlages darauf Rücksicht genommen werde. Pessimismus der Amerikaner. Abbruch in Gicht? Paris, 30. Juni. (TR.) Wie nach den letzte» französischen Verlautbarungen schon zu erkennen war, find die Verhandlungen über das hoo- ver-Moralorium am Montagabend in ein kritisches Stadium getreten. Die Vertagung auf Mittwoch kann leicht zu einem endgültigen A b - bruch führen. Bei der Verlesung des amtlichen Eommuniquss war der französische Ministerpräsident Laval sichtlich nervös und abgespannt. In der amerikanischenBotschaft herrschte heute abend der äußerste Pessimismus. Man hält es nicht für ausgeschlossen, daß der gesamte hoooersche Plan ins Wasser fällt Die Franzosen haben in keinem der w e - sentlichen Punkte nachgegeben. Es hat sich herausgestellt, daß nicht die Inkraftsetzung des Hoover-Moratoriums, sondern die Vereinbarungen über die Zeit der Rückzahlung nach Ablauf des Moratoriums auf unüberwindliche «Schwierigkeiten stoßen. Als ein neues Hindernis ist nun auch die Frage der Zuständigkeit des Haager Gerichtshofes für die Differenzen aus den neuen Abmachungen hinzugetrelen, da die Amerikaner dafür den Haager Gerichtshof nicht anerkennen wollen. 3m Haager Abkommen ist aber der Gerichtshof feft- gclegt worden. Schahfekretär Mellon hat noch heute abend die telephonische Verbindung mit Washington wieder ausgenommen. Am Dienstag findet im französischen Senat eine Aussprache über die französisch-aiyerikanischen Verhandlungen statt, in deren Verlauf Laval Erklärungen abgeben wird, die mit großer Spannung erwartet werden. Der Berliner Vertrag verlängert. B e r l i n, 29. Juni. (WTB.) Amtlich. Der deutsche Botschafter in Moskau, Dr. Dirksen, und der stellvertretende Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten der Sowjetunion. Krestinski, haben durch Unterzeichnung eines Protokolls den am 24. April 1926 zwischen dem Deutschen Reich und der Rnion der sozialistischen Sowjetrepubliken geschlossenen Vertrag, sowie den dazu gehörigen Ro- tenwechsel verlängert. Gleichzeitig ist das zwischen den beiden Regierungen am 25. Januar 1929 geschlossene Schlichtungsabkommen mit der Geltungsdauer des genannten Vertrages in Ejn- klang gebracht worden. In dem unterzeichneten Protokoll wird der Absicht der beiden Regierungen Ausdruck verliehen, durch die Verlängerung des Vertrags die zwischen dem Deutschen Reich und der Rnion der sozialistischen Sowjetrepubliken bestehenden freundschaftlichen Beziehungen fortzusehen^ die im Interesse beider Länder liegende Zusammenarbeit weiterzupflegen und zugleich zur Sicherung des allgemeinen Friedens beljutragen. Der Vertrag kann mit einjähriger Kündigungsfrist erstmalig am 30. Juni 1933 gekündigt werden, andernfalls läuft er automatisch weiter. Das Protokoll unterliegt der Ratifikation. Keine Geheimklauseln. Berlin, 29. 3unt (TU.) Zu der Verlängerung des Berliner Vertrages wird von zuständiger Stelle ausdrücklich betont, daß auch der neue Vertrag keine Geheimklausel enthalte und sich auch nicht gegen dritte Mächte richte. Von deutscher Seite wird heute der Abbruch der deutsch-russischen Airheberrechtsverhandlungen bestätigt. Es haben sich in der Frage der Fristen für die Dauer des Alrheberrcchts unüberbrückbare Schwierigkeiten ergeben. Trotz weitgehender deutscher Zugeständ- nisse ist es nicht gelangen, eine brauchbare Verhandlungsgrundlage zu finden. Wann und ob die Verhandlungen wieder ausgenommen wer- ben, ist im Augenblick nicht zu übersehen. WS P Stein - Gedächtnisfeier auf Burg Nassau r Berlin, 29. Juni (WTB.) Der Amtliche Verka preußensVerirag mit den evangelischen Kirchen in Kraft. Die Wahlen in Spanien. Sieg der republikanisch-sozialistischen Koalition. Paris, 29.Juni. (WTD.) Der Sieg der republikanisch-sozialistischen Koalition bei den Wahlen zu den spanischen Der deutsche Ministerbesuch in 2Rom. Berlin. 29. Juni. (MTB.) Auf Grund der deutschen Anregung weiterer freundschaftlicher Aussprachen entsprechend der in Lhequers stattgehabten Zusammenkunft hat — wie in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe schon gemeldet. D. Red. — der italienische Ministerpräsident den deutschen Reichskanzler und den Reichsauhen- minister durch Vermittelung des italienischen Botschasters in Berlin zu einem Besuch in Rom in naher Zukunft einladen lassen. Der Herr Reichskanzler und der Herr Reichsauhen- minlster haben die Einladung des italienischen Mini- sterpräsidenten mit Dank angenommen. Der Alles spricht v tfois Preußische Pressedienst meldet: 3m preußischen Staatsministerium sind am 29. Juni die Ratifikationsurkunden zu dem Vertrage Preußens mit den evangelischen Landeskirchen zwischen dem Präses D. Friedrich Winckler und dem preußischen Ministerpräsidenten Dr. Braun ausgetauscht worden. An dem Austauschakt nahmen die preußischen Staatsminister Dr. Hirtsiefer, Dr. Steiger, Dr. Höpker-Aschoff, Dr. S.chreiber, Dr. Schmidt und Grimme, sowie die gesetzlichen Vertreter der Evangelischen Landeskirche teil. Macdonald über die Abrüstung Oer britische Premierminister erinnert an die Verpflichtungen der Alliierten von Versailles. Iller nur einige Je üger für Schleuderpreise Aermellose auseinanderzugehen, allmählich Folge. Es entwickelte sich jedoch im Hinteren Tlniversitätsgarten eine Schlägerei zwischen Rativnal- soziallsten und Kommunisten, die zu einer neuen Erregung unter den Studenten führte. Der Rektor ließ darauf, um weiteren Tätlichkeiten vorzubeugen, die Universität räu- menund schließen. Auch heute geschloffen. Berlin, 29. Juni. (WTB.) Der Rektor der Friedrich-Wilhelm-Universität teilt mit, daß das Universitätsgebäude, das Aulagebäude und das Gebäude Dorotheenstraße 6 (also die in der inneren Stadt gelegenen, dem allgemeinen Vorlesungsbetrieb dienenden Räume) am Dienstag, dem 30. Juni, g e - schlossen bleiben. Im Laufe des Tages findet eine außerordentliche Sitzung des akademischen Senats statt, der zu den Vorfällen in der Universität am 27. und 29. Juni Stellung nehmen wird. Alle Stehkonvente verboten. Auf Grund der Notverordnung des Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen vom 28. März sind für die nächsten Tage bis ein- schließlich Samstag, 4. Juli, alle Stehkönne u t e an der Friedrich-Wilhelm-Unioersität verboten, da nach den Umständen, insbesondere nach den Ausschreitungen vom 27. und 29. Juni zu besorgen ist, daß durch diese Versammlungen die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet werden könnte. London, 29. 3uni. (WTB.) Premierminister Macdonald eröffnete heute die Aussprache im Tlnterhaus mit einer ausführlichen Erklärung über den Stand der europäischen Abrüstung. Abrüstung, sagte er, sei die die Gegenwart beherrschende Frage. Die für Februar 1932 anberaumte Abrüstungskonferenz werde als Grundlage für ihre Verhandlungen den Bericht der Vorbereitenden Abrüstungskommission benutzen und versuchen, über die von dieser geleistete Arbeit hinauszugehen. Die allgemeine Abmachung, zu welcher die Abrüstungskonferenz, wie man hoffe, gelangen tderde, würde nicht ein« bloße Feststellung von Grundsätzen, nicht einx Erklärung von Absichten oder Methoden sein, sondern etwas vollkommen Entgültiges, das Richtlinien und Mine enthalten würde, di« die Frage der Abrüstung in das Gebiet feststellbarer Tatsachen tragen würden, so daß „wir nach Abschluß der Konferenz nicht fromme Gelöbnisje, sondern Ziffern haben, und jede Ration nachprüfen kann, ob die von anderen Rationen übernommenen Verpflichtungen auch wirklich erfüllt werden". Englands Vorbereitungen für die Konferenz, deren ungeheure Bedeutung von allen Mitgliedern des Hauses und allen Parteien anerkannt werde, habe die Form der Schaffung eines Unterausschusses des Reichsverteidi^ungskabinetts angenommen, in dem alle drei Parteien vertreten sind. Ob England sich für die Sache interessier« oder nicht, das Haus dürfe nie di« besonderen Verpflichtungen vergessen, unter die England seinen Ra men gesetzt habe. Macdonald zitierte dann im einzelnen die Verpflichtungen des Artikels 8 der Völkerbundssatzungen, des Teiles V* des Versailler Vertrages, die Antwort der alliierten Mächte auf die Bemerkungen der deutschen Delegation zu den Friedensbedingungen und schließlich das Schluhprotokoll der Locarno-Konferenz. Der Premierminister betonte dabei: „Selbst wenn wir versuchten, uns diesen.Verpflichtungen zu entziehen, könnten wir es nicht. Sie sind endgültig feslgelegl." Es sei traurig, fuhr er fort, daran zu denken, daß . gestern der Jahrestag der Unterzeichnung des | sämtliche a sämtliche E AuWcheSü D0S efl hStri o°s en la Sel| Kosten vz A f Hr'Pullovei S H.erren-PU| Auf sämtliche r Aus aller Welt. Nordlandfahrt des »Graf Zeppelin-. Friedrichshafen, 30. 3uni. (WTD. Funkspruch.) Der Aufstieg des „Graf Zeppelin" zu seiner mehrtägigen Rordland- fahrt erfolgte um 5.34 Uhr bei prächtigem Sonnenschein. Das Luftschiff unter Führung von Dr. Eckener nrhm sofort nördlichen Kurs. Unter den 12 Passagieren befinden sich Dr. Soltau von der deutschen Seewart« Hamburg, Kapitän Schmidt von der l_)8^.°Ravh, ferner die holländischen Schiffskapitäne Ter Marsch und Sorgdrager, sowie Dr. Eckeners Tochter, Lotte Eckener und die Gattin des Kapitäns von Schiller. Die Route führt voraussichtlich über Holland—England. Das Luftschiff wird nach einer Aeußerung Kapitän Lehmanns am Mittwochmittag Island bzw. Reykjavik erreichen, wo ein P o st a u s t a u s ch ohne Zwischenlandung erfolgen wird. Bei dem Rückflug wird „Graf Zeppelin" seinen Weg vermutlich über Rorwegen und die Rordseeküste nehmen, um in Friedrichshafen im Laufe des Freitag wieder einzutreffen. Oie dänischenO zeanflieger in Berlin Berlin, 29. 3uni. (WTB.) Die Ozeanflieger Hillig und Hvjriis sind um 13.10 Uhr auf dem Flugplatz bei Kopenhagen nach Berlin aufgestiegen und sind nachmitltags 15-30Uhr im Tempelhofer Flughafen, der reichen Flaggenschmuck angelegt hatte, mit ihrem einmotorigen Flugzeug „Bellanca" gelandet. Die beidM Flieger werden voraussichtlich morgen nach Steinbrücken bei Gera weiterflie.gen, wo Hillig, der Deutschamerikaner ist, seinen dort lebenden Bruder besuchen will. Aach wenigen. Tagen beabsichtigen beide Flieger, mit einem Dampfer nach Amerika zurückzulehren. Unwetterkatastrophe bei Zett am See. Wien, 30. 3uni. (TU. Funkspruch.) Wie aus Salzburg berichtet wird, wurde das Gebiet von Zell a m S e e am Montagnachmittag von einem schweren Unwetter heimgesucht. Dabei ging vom Imbachhorn eine Schuttlawine nieder, durch die zahlreiche Häuser des Dorfes Kaprun südlich von Zell am See zerstört wurden. Ueber das Unglück werden noch folgende Einzelheiten berichtet: Gegen 19 Uhr ging in den Hohen Tauern ein schweres Gewitter mit wolkenbruch- artigemRegen nieder. Die Wassermassen ließen den Embach, einen Wildbach im Kapruner Tal, oberhalb Kaprun, über die Ufer treten und lösten eine Schuttlawine, deren Schlammmassen vermischt mit Geröll und Baumstämmen auf den Ort niedergingen. Die Schuttlawine zer- Berlin, 29.Juni. (WTB.) Die Berliner Unioer fltät wurde heute gegen 12 Uhr wegen Unruhen von Anhängern radikalpolitischer Parteien, die innerhalb der Universi- tat angezettelt wurden, auf Anregung des Rektors für den Rest des Tages geschloffen und von einem Polizeikommando geräumt. Zu der Vorgeschichte der Unruhen erfahren wir folgendes: Am vergangenen Samstag veranstalteten die kommuni st ischen Studenten in der Halle einen Stehkonvent, was die Nationalsozialisten veranlaßte, für heute vormittag als Gegendemonstration ebenfalls einen Konvent anzuberaumen. Die Polizei erhielt von der geplanten Aktion rechtszeitig Kenntnis und zog verstärkte Streifen in der Umgebung der Universität zusammen, um sofort eingreifen zu können. Gegen 11 Uhr bemerkten Krimi- nolpolizisten einen Trupp Kommunisten, die geschlos-, len in die Universität einzogen, worauf der Rektor dem Reviervorsteher die Erlaubnis gab, mit einem Kommando das Universitätsgebäude zu betreten. Das Erscheinen der Polizei löste bei den Studenten große Mißbilligung aus, und im Laufe der Erregung, die durch Absingen national- sozialistischer und kommunistischer Lieder noch gesteigert wurde, wurden mehrere schwarze Bretter heruntergerissen. Als^die Auseinandersetzungen zu Tätlichkeiten auszuarten drohten, schloß der Rektor die Universität und die Polizei räumte nach Eintreffen von Verstärkung das Gebäude Kurz nach 12 Uhr erschienen der Kommandeur Heymannsberg und Polizeivizepräsident Dr. Weiß in der Universität, um sich mit dem Rektor über die weiteren Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ordnung schlüssig zu werden. Vor der Universität und am Opernplatz bilden sich dauernd erregte Studentengruppen, die Polizei sorgt jedoch rechtzeitig für Aufrechterhaltung der Ordnung. Stellungnahme des Rektors. Zu den jüngsten Vorfällen in der Tlniversität äußert sich der Rektor u. a. wie folgt: Am vergangenen Samstag wurde ein Stehkonvent der Roten Gruppe (Kommunisten) abgehalten, wobei ein Redner scharfe Worte gegen die Regierung und gegen die Hochschulleitung gebrauchte. Als der Oberpedell den Redner feststellen wollte, bildeten die Kommunisten einen Ring um den Redner. Aus einen Pfiff erschien eine Anzahl jüngerer Leute, die auf den Pedell rosschlu- 9 en und ihn sowie einige Studenten, die dem Pedell zu Hilfe eilten, schwer mißhandelten und blutig schlugen. Der Rektor gestattete den Rativnalsozialisten für heute eine Protest kundgebung, die in Anwesenheit des Rektors um 11 ilfjr Im Vorgarten der Universität stattfand. Die Teilnehmer leisteten der Aufforderung des Rektors, in R u h e Friedensvertrages gewesen sei, der, wie auch immer sein« Wirkungen zu gewissen Zeiten gewesen sein mögen, in ein Bekenntnis des Glaubens an den Frieden gekleidet sei und in keinem Punkt mehr ein Versprechen energischer Handlung und treuen Verhaltens darstelle, als in der Erklärung, die während der Unterzeichnung des Friedensvertrages zu Gun st en der Abrü- stung Europas abgegeben worden sei, und zwar nicht, weil ein« Ration die Waffen mißbraucht habe, sondern weil jede Ration offen eingestand, daß in forlgesehler Rüstung weder Frieden noch Sicherheit liege. Großbritannien habe, was die Abrüstung anbelange, ein Beispiel gegeben und schnell, geduldig und ausdauernd durchgeführt, was es als feine Verpflichtung betrachte, die es gemeinsam mit anderen eingegangen sei. Wir sind, so fuhr er fort, ziemlich nahe an der Grenze angelangt. Unsere Nation allein kann die Abrüstung nicht herbeiführen, und es ist die Pflicht aller Nationen, zusammenzukommen, um dem Kriege von Grund auf ein Ende zu machen. Der Londoner Vertrag übt einen be- friedigenden Einfluß aus, ebenso der kürzliche Besuch von Brüning und Curtius, sowie mein und Hendersons Gegenbesuch. vor allem ist die Erklärung von Paris, daß deutsche und französische Minister Zusammenkommen werden, das, was diejenigen ersehnen, die um den Frieden bemüht sind. Diese Erklärung erfreut das herz. Später wird Hoovers Initiative ihre Wirkungen ausüben und beweisen, daß die Welt nicht so übel ist, wie einige oberflächliche Zyniker behaupten. Macdonald erklärte weiter, England und Frank- reich würden solange durch Bande des Mitgefühls verounden fein, solange man in England nachfühlen könne, was französische Männer und Frauen fühlen, wenn man über Krieg spricht und über Abrüstung verhandelt. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß das Ergebnis der Abrüstungskonferenz darin bestehen werde, daß die britischen Rüstungen noch weiter herabgesetzt werden, und daß die Konferenz den einzigen Grundstein legen werde, auf dem der Frieden beruhen könne: Vollkommene Uebereinftimmung und freundschaftlichste Beziehungen zwischen allen Nationen der Welt. Schließung der Berliner Universität ge> -eben, so viel । schoben, hat d' -drängt, daß I tthr zu 'hm etunöcn seither ° Mchmal sein, a (unierten naher |i V* !° Mt'Se 8egenwarismen|ch ins einstürinen, z kroßstädler so er iine besondere 6i tmnchlnen wäre. I hängen sich auch Wen vor. Und I jinftig aus, denn 1 ins urwüchsige, 6 ■ lieber die Stadt »tonn, ohne die sie ton der Ueberzi l Was dagegen z Vichts. Es ist eine iinö mit der man IMS zu tun wäre, Wenn der Gedanke an eine Reichsreform burd> geführt werden würde, ich könnte mir keine bessere Feier, keine schönere Ehrung jenes Mannes denken, von dem wir heute alle sprechen, als diese. Dann folgte die Gedächtnisrede des Staatsministers a. D. und Präsidenten des Preußischen Oberoerwaltungsgerichts, Or. Orews. Er behandelte die Persönlichkeit Steins und die Be- deutung feines Reformwerks. In beredten Worten entwarf er zunächst ein Charakterbild Steins. Wahr- heitsliebe, Lauterkeit, Gerechtigkeit waren die.Grund- Pfeiler für fein Handeln und den unerschütterlichen Glauben an den Sieg des Wahren und Guten. Er war ein Idealist im wahrsten Sinne des Wortes. In großen Zügen ließ der Redner dann das Leben Steins und die Entstehung seiner Reformen vor den Zuhörern erstehen. Er würdigte dabei besonders die Bedeutung der Selbstverwaltung. Der Redner fuhr dann fort: Uns hat Stein das Erbe hinterlassen, die deutschen Stämme zu einer einheitlichen Nation zu- sammenzuschließen. Und wenn wir uns heute an seinem Geburtshaus 3u{ammengefun^caJ)aben, dem Gedächtnis des großen Staatsmannes und Verwaltungsbeamten, der Preußen aus dem Chaos gerettet und die Grundlage zu unserem heutigen Staatswesen gelegt hat, zu huldigen, so ererben wir uns, um es zu besitzen, das Erbe eines großen, starken und unzersplitterten heiligen Deutschen Reiches. Der Vertreter des Reichsinnenministers Ministerialdirektor Menzel wies darauf hin, daß die Reichsregierung die diesjährigen Verfassungsfeiern unter dem Namen des Freiherrn vom Stein begehe. Sie wolle damit zurückgehen auf Fundamente, die tiefer liegen als die Dinge des Tageskampfes und des Jahreskampfes. Der Besinnung auf Steins unerschütterlichen Glauben solle die Feier dienen. Anknüpfend an ein Bild von Klinger, legte er dessen Titel „Dennoch" auch dieser Feier zugrunde. Und mit diesem Wort forderte er die Anwesenden zum Hoch auf das deutsche Vaterland auf. Gemeinsam sang man danivdie dritte Strophe des Deutschlandliedes. Arn Rachmrttag fand in Frücht an der Gruft d«s Freiherrn vorn Stein eine Gedächtnisfeier ftatt. Dort hieA der evangelische Landesbischof D. Koriheuer Me Gedächtnisansprache. Er führte u. a. aus: Hier an dieser von ihm selbst erbauten und zu seiner letzten Ruhestatt bestimmten Gruft steht Stein vor uns als Prophet des deutschen Volkes. Mit starker Hand und eisernem Pflug hat er das Erdreich aufgerissen und Samenkörner eingestreut, die aufgingen und Frucht brachten bis zum heutigen Tag. Anschließend legten die Dehördenvertreter Kränze an der Gruft nieder. (Tortes tritt immer deutlicher in Erscheinung. Sämtliche Minister der provisorischen Regierung sind gewählt worden. Außenminister L e r r o u x wurde in nicht weniger als sieben Wahlbezirken gewählt. Als bedeutungsvoll und eventuell folgenschwer wird der Sieg der Anhänger M a c i a s in Katalonien (Separatisten), der Jaimisten (Carliften) in Navarra und der autonomistischen Nationalisten in San Sebastian angesehen. Die Sozialisten werden wahrscheinlich 130 Sitze erhalten haben. Ihnen folgen die Radikalen, die mehr Sitze bekommen haben, als man anfangs angenommen hatte, nämlich wahrscheinlich über 100. Dann folgen die republikanische Rechte und die Radikalsozialisten. Die liberal-republikanische Rechte dagegen hat weniger Sitze erzielt, als sie zu erlangen glaubte. Von den Politikern des alten Regimes sind als gewählt zu nennen Santiago Alba und Graf Romanones, letzterer dank der Stimmen des flachen Landes. Zeitpunkt des Besuches bleibt spaterer Vereinbarung vorbehalten. Nicht vor der pariser Zusammenkunft. Rom, 29. Juni. (WTB.) In diplomatischen Kreisen wird, tote „Agenzia Stesani" meldet, der Gedanke einer Reise von Dr. D r ü n i n g und Dr. Curtius nach Rom günstig auf genommen, aber man hält es für toünschenstoeri, daß dieser Besuch nicht vor dem angekündigten Zusammen treffen der beiden deutschen Staatsmänner mit dem französischen Ministerpräsidenten Laval und Außenminister Briand stattfinde. In den gleichen Kreisen wird der Hoffnung Ausdruck verliehen, daß dieses Zusammentreffen tatsächlich einen segensreichen Einfluß auf die französisch-deutschen Beziehungen und infolgedessen mittelbar auch auf di« allgemeine Lage Europas ausüben werde. WSR. R a s s a u, 29. Juni. Das untere Lahntal mit seinen Erinnerungsstätten an den großen preußischen Staatsmann Freiherrn vom und zum Stein in Rassau und Frücht wurde heut«, am 100. Todestag« Steins, zum Schauplatz der offiziellen Gedächtnisfeter der Reichs- und Staatsregierung. Oberpräsident Haas begrüßt« zunächst die vielen Gäste und betonte dann: Hier an seiner Geburtsstätte gedenke heut« der Freistaat Preußen und der Bezirksverband Rassau mit großer Dankbarkeit des Mannes, der für den Staat Preußen und darüber hinaus für ein großes, einiges Deutschland und die Freiheiten und Rechte seiner Volksgenossen so vieles geleistet und gelitten habe. Innenminister Severing wies auf die Gedächtnisfeiern in Berlin und Frankfurt a. M. hin Die preußische Staatsregierung habe es aber für ihre Pflicht gehalten, auch an dieser Feier in der Kleinstadt teilzunehmen. Wir hätten die schweren Zeiten des Krieges und der Nachkriegszeit nicht überwinden können, wenn wir nicht das Sleiniche Bewußtsein gehabt hätten, daß jeder mit dem Wohlstand seines Landes steht und fällt. Das danken wir Stein und seinem Werk und sehen in ihm auch einen Garanten für die nächste Zukunft. Ich habe die Ueberzeugung, so fuhr der Minister fort, daß auch dieser Prüfung die Grundlagen des preußischen und des deutschen Staatswesens standhalten werden. Anknüpfend an das Schillerwort „Festen Mut in schweren Leiden, Hilfe wo die Unschuld weilet ..." forderte der Redner zum Schluß auf, dieses Wort lebendig zu machen, dann zollten wir damit Stein den besten Dank. Als Vertreter der Selbstverwaltüngsverbände nahm darauf Or. Mulert, der Präsident des Deutschen und Preußischen Städtetages, das Wort. Er umriß in großen Zügen das gewaltige Werk Steins, wobei er die Selbstverwaltung der Gemeinden und ihre Mitarbeit am Staat als eines der größten Ziele bezeichnete, das Stein veranlaßte, 1808 seine Städteordnung zu schaffen. Daß die Gemeinden in der heutigen Notzeit bisher immer in der Lage gewesen seien, ihre stets wachsenden Aufgaben zu erfüllen, habe nicht zuletzt seinen Grund darin, daß Stein die Gemeinden in ihrer heutigen Derwaltungsform geschaffen habe. Wenn Stein auf der einen Seite die Heranziehung der Bevölkerung zu praktischer Mitarbeit am Staate auf seine Fahne schrieb, so betonte er auf der andern Seite stark und bewußt den Grundsatz der Führerpersönlichkeit. Das Werk Steins hatte aber noch ein Ziel: Neben der Heranziehung des einzelnen Menschen zum Staat hatte sich Stein auch das Ziel gesetzt, die Gemeinden heranzuführen an die positive Mitarbeit am und mit dem Staate. störte das Kaufhaus Dehmel und verschlammte di« Erdgeschosse in fast allen Häusern des Ortes. Die übar die Kapruner Aach: führende Brücke toi.rie weggerissen, so daß zwischen den Ortsteilen keine Verbindung besteht. Soweit bisher festgestellt werden konnte, sind glücklicherweise Opfer an Menschenleben nicht zu beklagen. Auch der Ort Fusch ist von einer Schuttlawine heimgesucht worden, jedoch sind nach den vorliegenden Berichten die Zerstörungen dort nicht so groß wie in dem Ort Kaprun. Kaprun wurde bereits vor 60 Jahren von einem ähnlich schweren Unglück heimgesucht. post und Catty in Alaska gelandet. Reuhork, 30. Juni. (WTB. Funkspruch.) Die beiden amerikanischen Flieger P o st und Catth landeten, wie „Associated Preß" meldet, um 8.45 Uhr abends Ostnormalzeit in Slomon, 36 Meilen von Rome (Alaska). Fairbanks (Alaska), 30. Juni. (WTD. Funkspruch.) Die beiden Flieger P o st und Catty sind hier um 11.25 Uhr nachts Ostnormalzeit, von Solomon kommend, 'eingetroffen. Zwei Menschen durch sträflichen Leichtsinn eines Fliegers getötet. Paris, 30. Juni. (LU.) Ein furchtbares Unglück, das auf den unerhörten Leichtsinn eines fraanzösischen Militärfliegers zurückzzufüh- ren ist, ereignete sich an der Chaussee in der Rähe von Chatcauroux. Ein Sergeant war mit einem Jagdflugzeug ausge stiegen, als er auf der Chaussee ein Auto bemerkte, in dem der Besitzer und seins Frau sowie ein befreundetes Ehepaar Platz genommen hatten. Aus reinem Uebermut ging der Flieger ganz tief nieder, um das Auto zu überfliegen. Hierbei raste er mit den Rädern seines Apparates gegen die Köpfe der Insassen des Autos. Der Besitzer sowie seine Frau, die hinter dem Steuer Platz genommen hatten, waren auf der Stelle tot. Eine der beiden anderen Insassen erlitt schwere Verletzungen. Dem Flieger gelang es, sofort wieder Höhe zu gewinnen und auf dem Militärflugplatz zu landen. Er wurde sofort nach Bekannt- werden seines unerhörten Leichtsinns verhaftet. Wettervoraussage. Der Vorstoß kühler Lust hat zwar in den gestrigen Abendstunden gewitterdrohende Bewölkung gebracht, jedoch ist es in unserem Gebiet zu keinerlei Gewitterstörungen oder Niederschlägen gekommen. Durch die Nordostluft wurde gleichzeitig der hohe Druck über dem Atlantik weiter ostwärts gebracht, so daß der Kern des neuen Hochs über England und dem Kanal liegt. Unter seinen Einfluß gelangt die nächsten Tage unsere Wetterlage. Dabei verursacht die ausfließende Nordost- und Ostluft nachts stärkere Abkühlung, jedoch nimmt tagsüber, begünstigt durch die Sonnenstrahlung, die Erwär- mung wieder zu. Aussichten für Mittwoch: Meist heiter, nachts kühl, tagsüber wärmer, trocken. . Lufttemperaturen am 29. Juni: mittags 26,4 Grad Celsius: abends 16,8 Grad: am 30. Juni: morgens 14. Grad. Maximum 21 Grad, Minimum 10,3 Grad. Reisewellerdienst. Swinemünde: 13 Grad, Südwestwind, heiter, Witterungsverlauf seit gestern teils heiter, teils wolkig. Garmisch-Partenkirchen: 17 Grad, Süd- westwind, Witterungsoerlauf: heute morgen wolkig, seit gestern teils heiter, teils wolkig. K o n st a n z: 19 Grad, Windstille, heiter. Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein. !p‘J“fcar toffeät Taten für Tienetag, 30 A».rri 1503: Es gibt in Deutschland irgendeine Stadt, 6äi in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern, bestimmt zu haben: Reformhaus Scholz, Kreuzplatz 5; 1428 V lall Ind Flasche RM 4.80 Proapekt kostenlos 3504 V Drogerie 0. Winterhoff, Gießen, Kreuzplatz 9/10 Verkauf nur gegen bar, Umtausch ausgeschlossen. 4308 A 4302 3n7i. Gustav Bergan SPEZIAL - WOLLGESCH'&FT Ein Posten der grau und schwarz Beiderwand wegen Aufgabe statt RM. 1.80 jetzt das Meier zu RM. 1.00 und Haara Geb' auch Beginnt Mittwoch, den I« Juli Kräuterhaus Jung, Schulstraße 5; Drogerie W. Kilbinger Nacht, Seltersweg 79a. 20% Rabatt 10% Rabatt Auf sämtliche Strickkleider, welche nicht bes. zurückgesetzt sind 20% Rabatt 1 Posten la Strickjacken mit Pelzbesatz....................RM. 4.00 1 Posten la selbstgestr. Strickwesten mit Kragen RM. 9.00 1 Posten Damen-Strick-Röcke Serie 1 .. RM. 3.95 Serie 2 .. RM. 6.95 Kinder-Pullover und Westen im Preise außerordentlich zurückgesetzt । verschlammte die n des Ortes. 'Vie )eVrückcw.rie en den Ortäkilen eit bisher festge- ÜicheNveife Opser ■flogen. Auch HMatvme beim- ) den vvriiegen- )vrt nicht sv grvh un wurde bereits iich schweren Un- AuskünsletnRechtS», Slras-.iZamii.-Anae- leaenvetten, Gesuche, Verträge, Beobach- lungert Ueberwachg. und Ermitliungen vretSw^ streng dtSkr. u. an all. Orien ert. u. erledigt Detektiv- Burean-a.AuskUDttei Inh.E.Gerz,Bad-Nauheim, Euratr. 17. 138 1 Partie schwarze Strumpfwolle per Pfund RM. 3.00 1 Partie braune 2 f. Sportwolle .. . per Pfund statt 7.50 jetzt RM. 4.75 Auf sämtliche Wollgarne außer Markenwaren 5°/0 Rabatt Bei Mindestabnahme von 1 Pfund an sogar 10% Rabatt 12 bis 15; roc« Rüben 12 bi« 15; Kcrr- Sentcr 4,03 b« 5.00 Mk. Röbel- beiladung von Wiesbaden nach Gießen gesucht. Angebote an den s«7„ Möbel-Expreß Zander, Wiesbaden, Nlkolasstr. Tel. 20979. Aus Der Provinzialboupistavt Gießen, den 30. 3unt 1931. (Sestern — heute — morgen. Gestern? 2a, was war denn gestern schnell. 2ch habe es ganz vergessen. Richtig, da bin ich — da habe ich. Und schon kommt einiges aus dem Ge- Aus Treuhaudmaffe kommen am Mittwoch, dem 1. Juli, nachm. 2 bl* 5 Uhr. in meinem Ber- kaufSlager, UöberntraDc 3 (Nähe Lud- wtgSplav) im Hof, zum Verkauf: 4312V Restbestände eines Totalausverkaufs Herren-, Damen» und Klnderwäfche, Schlüpfer, Damen- und Kinderhüte, Herren- und Damenhandschube für Sommer und Winter, desgi. Damen» und Kinder» strümvfe, ein Posten Herrenkragen und vieles andere. Verkauf tu Jedem annehmbaren Freie. solange Vorrat. Außerdem: Ein Posten HauS» haitungSfletschmaschinen, Kartoffelreib» Maschinen, Alumtntumkochlöpse u. -PNich- kannen, Waschbretter, emaill. Kaffee» fnnnen. Mtlchtövie »sw, sowie Kämme, Bürsten, Spiegel, Zahnbürsten und an» dere HauShaltartikel. H. Kirchner. bis 15; Cerbau# vom 1. bis 15. Juli Hier nur einige Beispiele der außerordentlichen Leistungen, denn nur um die Läger für neue Winterware zu räumen, verkaufe ich zu diesen Schleuderpreisen ohne Rücksicht auf den Oestehungswert -----der Gründer der Universität Iena^ Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige von Sachsen in Torgau geboren; — 1522: der Humanist Johannes RcuchUn in Bad Liebenzell gestorben; — 1789: der französische Maler Horace Bernet in Paris geboren. ichtnis heran. Kommt in das Heute hinein, das automatisch ab- rollt, unaufhaltsam, ohne Unterbrechung. Bon Freude fuhrt es zu Verdruß, von der Erfüllung einer Auf» Auf Herren-Pullover mit Arm .................... Auf sämtliche nicht besonders herabgesetzten Waren Wollgarne NIVEA-ÖL!ll Massage-Öl] ein. Beide enthalten das haurpflehende Euzerit Beide vermindern die Gefahr schmerzhaften Sonnenbrandes, beide bräunen Ihre Haut, auch bei bedecktem Himmel. Nivea-Creme wirkt bei Hitze angenehm kühlend. 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Ist es Gießen? 11,5 Und die» ^endieL' AS '°rmen vor h.„ ^Kdersdie ■ r*föner fuhr n,^ffen,öier h Nation zu. L eu.e7n Z-«! . ^etb«n mir uns »Nisters ‘ Wenzel Legierung Werden, Nmen Eie wolle damit tiefer liegen al, ? üahreskampfer, utterlichen Tlau- - send an ein Bi,z .»Dennoch" auch »esem Dort svr- 1 °us das deutsch« >n danwdie dritt« h t an der Trust Gedächtnis» fische »riheuer ■ Er führ!« u. a. selbst erbauten bestimmten Trust irt des deutschen eisernem Pstug en und Hamen- ien und Frucht ehördenvertreter ee Neues Naturschutzgesetz für Hes- s e n. 3m Einverständnis mit dem Innenministerium unterbreitet jetzt die Forstabteilung dem Landtag das neue Naturschutzgesetz, das die Bestimmungen aus dem hessischen Denkmalschutzgesetz vom Iah« 1902, die Bestimmungen aus dem Forst-, Feld-, Fischerei, und Iagdstrafgesetz und dem Reichsvogcl- schutzgesetz erweitert und zusammenfaßt. Wesentlich ist, daß in dem Gesetz keine einzelnen Gattungen von Pflanzen oder Tieren geschützt sind, sondern daß die Unterschutzstellung von der Regierung nach Art und Umfang in jedem Falle ausgesprochen wer- den soll. ** Die Maschinenbauschule erteilt Berechtigung zur mittleren Reife. Wie die Maschinenbauschule Gießen uns mitteilt, ist dieser Anstalt die Berechtigung erteilt worden, das Zeugnis der „mittleren Reise" zu erteilen. Hierdurch wird den Schülern dieser Anstalt, die nur Dolksschul- bildung haben Gelegenheit geboten, die gleiche „mittlere Steife1 mit den gleichen Berechtigungen zu erlangen, wie die Schüler höherer Lehranstalten. •* Ausflug des Eisenbahnervereins Gießen. Am gestrigen Sonntag unternahmen die Mitglieder des Eisenbahneroereins Gießen und Um- gegend mit ihren Familien in zwei Sonderzügen eine Fahrt nach Wiesbaden. Noä) am Dormittag gelangten die Ausflügler am Reiseziel an und hatten den ganzen Nachmittag zur Besichtigung der Sehens- Würdigkeiten des Weltbades zur Verfügung. Besonderes Interesse wurde dem „Fest der Nelken", einer Ausstellung aller Arten blühender Nelken, im Kurhaus entgegengebracht. •* Ausstellung von Schlachtfeld-Panoramen. Zur Zeit wird im Studentenheim am Leihgefterner Weg eine Ausstellung von Schlacht- feldpanoramen gezeigt, die das Interesse eines jeden Kriegsteilnehmers in hohem Maße erwecken dürfte. In Reliefdarstellung sind drei verschiedene Schlachten Bornotizen. — Tageskalender, für Dienstag. Licht- fpielhaus, Bahnhofstraße: „Drei Tage Mittelarrest". — Deutschnationale Volkspartei. Am nächsten Donnerstag, 2. Juli, 20.15 Uhr, spricht im Hotel Schütz der Landtagsabgeordnete Böbm über „Die letzten Verhandlungen des Hessischen Landtags und die bevorstehende hessische Landtagswahl". (Siehe gestrige Anzeige.) • $ ‘""'n. tfraueJfaare nicht färben! WjfTDa* seit Jahren bewährte biologische HaarsUrkungs- wasser ENTRUP AL ges. gesch. führt den geschwich- teo Haarwurzeln die verbrauchten Pigmente (Farbstoffe) n. sodaO graue Haare und Nachwuchs aut natürliche Weise die ehemalige Farbe wiedererhalten, daher Fehlfarben ausgeschlossen Koplschuppen iBti 5I0M0PM Hilft das Naturprodukt MJMMel Im diesjährigen Saisonausverkauf -E Aermellose Damen-Pullover Serie 1..... Serie 2 Serie 3 Serie 4 Serie 5 Serie 6 Auf sämtliche anderen Damen-Pullover ohne Arm Auf sämtliche Damen-Pullover mit Arm den ersten zehn Jahren nur die milde, reine, nach Ärztlicher Vorschrift für die zarte, empfindliche Haut der Kleinen besonders hergestellte NIVEA KINDERSEIFE Schonend dringt Ihr seidenweicher Schaum in die Hautporen ein und macht sie frei für eine gesunde und kräftige Hautatmung lind was das bedeutet, merken wir Erwachsenen an uns selbst: Wohlbefinden und Gesundheit hängen von ihr ab. .. RM. 1.95 .. RM. 2.95 .. RM. 3.95 .. MR. 4.95 .. RM. 5.95 .. 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Wer irgendeine Ahnung von ihr hat, den bitte ich, postwendend mir zu schreiben. Puck. Gießener Wochenmarktpreise. Ts kosteten auf dem fjeutigen Wochen markt: Dufter Pfund 1,40 bis 1,50; Matte 30 bis 35; Wir« fang 15 bis 20; Weißkraut 15 bis 20; Spinat 25 bis 30; Römischkohl 10 bis 12; Dohnen 35 bis. 40; Spargel 30 bis 60; Erbsten 20 bis 25; Misch- gemüse 10 bis 12; Tomaten 30 bis 50; Zwiebeln 12 bis 15; Rhabarber 10 bis 12; Pilze 30 bis 35; Kartoffeln (alte) 5 bi« 6; Kartofsekn (neue) 15 bis 20; Aepfek (ausländische) 50 bis 60; Dörrobst 30 bis 35; Kirschen 20 bi« 30; Sauerkirschen 35 bi« 40; Heidelbeeren 30 bis 35; Stachelbeeren 20 bis 25; Johannisbeeren 20 bis 25; Erdbeeren 35 bis 60; Walderdbeeren 30 bis 35; Himbeeren 50 bis 55; Aprikosen 40 bis 50; Pfirsiche 55 bis 60; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 1,00; Suppenhühner 90 bis 1,00; Käse (10 Stück) 60 bis 1,40; Tauben Stück 50 bis 70; Gier 8 bis 9; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 5 ZU der möchf ich in Dank und Frieden wandern Was einer tut und läßt, was einer hat, das kümmert überhaupt hier keinen andern. Und nirgendwo gibt es so wenig Zank, so wenig Streit und Klatsch und Bitterkeiten, wie hier, wo alle Menschen frei und frank das Leben sich zu einem Fest bereiten. wird jeder schnell herausfinden, daß die beste Gelegenheit für vorteilhaften Einkauf bei uns geboten ist — Es wird das gesamte Lager mit außergewöhnlich großem Preisnachlaß zum Verkauf gestellt so daß Sie jetzt alle bis- A» ww V her zurückgestellten Anschaffungen mit Leich- "Ä “I HB dL vermittelt. Ein Heimat- unb 3ugendfest bei Michelbach für die Schulen von Du'enbom, Drermzesham, Michelbach und Rudingshain beschließt die Tagung, mi der nid)t nur aus Hessen, sondern auch aus dem Reiche Teilnehmer erwartet werden. Aus dem Amfsveekündiaunqsblatt. • Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 45 vom 26. Juni enthält: Die Umlagen und die Son- dergebäudesteuer der Provinz Oberhessen und des Kreises Gießen. — Die Veranlagung der Umlagen und der Sondergebäudesteuer der Gemeinden, Kreise und Provinzen durch die Finanzämter. — Der Voranschlag der Hessischen Handwerkskammer. — Die Erhebung von Gebühren für die Müllabfuhr in der Stadt Gießen. — Die Erhebung einer Biersteuer in der Gemeinde Bersrod und Rabertshausen. — Dienstnachrichten. Berliner Börse. Berlin, 80. Juni. (WTB. Funkspruch.) Die Un- sicherheit und die Zurückhaltung hat sich heute durch erneute Vertagung der Pariser Verhandlungen noch weiter verstärkt. Umsätze find bis jetzt noch nicht zu- stände gekommen. Man rechnet mit einem schwächeren Börsenbeginn. Kurse sind noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nannte man Kabel gegen Berlin 4,2135, London gegen Berlin 20,4925 bis 20,4950, gegen Kabel 4,8628, gegen Schweiz 25,12 gäbe zu neuer Pflicht. Auch ohne Unterlaß, auch automatisch. Kein Stillstand. Dem Morgen zu, von dem man noch nicht weiß, was er bringt. Nein, von dem, was morgen fein wird, weiß man nichts. Aber man kann aus dem Gestern und dem Heute einige Schlüße ziehen. Man wird vollbringen, I was man gestern und heute vollbracht hat, man wird sich über kleine Verdrießlichkeiten ärgern und 1 auch einige unbedeutende Freuden finden, die aber 1 nicht ganz sicher sind. Man wird bemüht sein, im j Alltagstrott auf dem gewohnten Wege zu bleiben, denn von ihm abzugehen, bedeutet meist "Unannehmlichkeiten, oder doch wenigstens einige Ungeorbnet- beiten, die man lieber vermeidet, wenn man seine Ruhe und Ordnung liebt. Und die muß man lieben, weil man sich doch das bißchen Leben so angenehm machen will, als es möglich ist. Viel kommt |owiefo In der heutigen Zeit nicht dabei heraus. Alfo. I Ja. Alfo wäre weder das Gestern, noch das Heute, noch das Morgen ein Problem. Ist es auch nicht, wenn man^ nicht will. Kann es aber fein, wenn man sich nicht ganz mit dem lieblichen zufrieden j gibt. Denn das Gestern — ja, das liegt doch fo weit schon zurück, daß man sich lange besinnen muß, was gestern eigentlich geschah. So viel hat sich begeben, so viel hat sich heute bereits dazwischen- tzeschoben, hat das Gestrige in den Hintergrund gedrängt, daß man so gut wie keine Beziehung mehr zu ihm hat. Und es sind doch höchstens 24 Stunden seither vergangen. Dabei kann es einem Manchmal sein, als ob einem die Zeit vor Jahrhunderten näher stünde als das gestern Erlebte. So rasch, so flüchtig erleben wir, so wenig haben wir Gegenwartsmenschen Zeit, die Eindrücke, die auf uns einstürmen, zu verarbeiten. Wenn es nur dem Großstädter so erginge, so wäre es schließlich als eine besondere Erscheinung zu bewerten, die hin- »unehmen wäre. Aber diese selben Erscheinungen Drängen sich auch in die Kleinstadt, ja Ins dörfliche Leben vor. Und dort wirken sie sich nicht immer günstig aus, denn dort ist das gesunde Volkstum, das urwüchsige, das kernige, aus dem sich immer wieder die Stadt ergänzt, ohne die sie nicht leben kann, ohne die sie zugrunde ginge unter den Einflüssen der Ueberzivilisation. Was dagegen zu tun wäre? Leider so gut wie S nichts. Es ist eine Tatsache, die man feststellen kann unb mit der man sich abfinden muß. Das einzige, was zu tun wäre, ist vielleicht, daß man alle guten Stellenangebote I Unser im Alter von 45 Jahren. Unsere Qualitäten sind hervorragend gut! Sie sparen Geldl Kaufen Sie jetztl Main;. [43 i9V Bahnhofstraße 30 3807 A an ihrem 68. Geburtstage. V om 1. bis 10. Juli 1931 biete ich Ihnen wie bei einem größte An schaff un gsmöglichkeit in 40 60 90.-, 80 -, 70 -, Flurgarderoben 5o, 4s. 4», 32.50,27 so, SAISON-ENDE 1 PREIS-WENDE v. Grundeigentümer Bällen todsicher mit. umgekehrt sowie jede Gar. tnnerh. 5—6£g. WIMM-W u. einwandfrei nus- Psd 35 Pf. 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Ab Mittwoch, 1 Juli, befinden sich meine Geschäftsräume Seltersweg 52 (v. Münchowsches Haus) Auch in meinem neuen Geschäft führe ich nur erste Markenfabrikate. Durch Hinzunahme weiterer Lagerräume bin ich in der Lage, eine gleich große Auswahl wie seither zu bieten. Zu zwangloser Besichtigung lade ich höflichst ein MlnMWg im 1. Stock, Franks. Str- Ecke Schubert- straffe rn. komvl. Bad und Mansarde (auf Wunsch mit Garage) au vermieten. ISW4d Haai.Schnbertstr. 2. Die trauernd Hinterbliebenen: Christian Arnold IV. und Frau Philippine verwitwete Kaub Lina Kauh Anna Gundel Lang-Göns, den 29. Juni 193L Die Beerdigung findet statt:Mittwoch, den 1. Juli,nachmittagsl1/,ühr _____________________________4313 Dl Saison-Ausverkauf beginnt am Mittwoch, dem 1.Juli1931 Bitte besuchen Sie unsl Wir bieten die größten Vorteile und legen besonderen Wert darauf, Sie in unserem Ausverkauf bedienen zu dürfen. 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Gerade deshalb wird sich die Auszahlung der Rückvergütung am Jabreaschlufa besonders segensreich erweisen. Wir bitten deshalb unsere Mitglieder, auch in dem neuen Jahre den Bedarf restlos im eigenen Geschäft vorzunehmen. I Konsumverein (sieben Und Um^i Der Vorstand Höchstleistungen bieten wir Ihnen während unseres diesjährigen Saison-Ausverkaufs vom 1. bis 15. Juli Zirka 2000 Meter Sommerstoffe aller Art, nur moderne Muster, bringen wir zu gewaltig herabgesetzten Preisen zum Verkauf Einige Beispiele: 0,80 Meter breite Musseline, prachtvolle Muster Meter RM. 0.28 0,80 Meter breite Kunstseide, helle u. dunkle Muster, Mtr. 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Die Bemessungsgrundlage für die Krisen- steuer ist das Einkommen aus nicht selbständiger Arbeit, sowie Ruhe- und Wartegehälter, die in der Zeit vom 1. Juli 1931 bis 31. Dezember 1932 empfangen werden: außerdem unterliegen der Abgabe die unter den § 73 des Einkommensteuergesetzes fallenden einmaligen Einnahmen, wie Tantiemen, Gratifikationen usw. Die Krisensteuer wird nach dem Wortlaut der Verordnung von den Bruttoeinnahmen erhoben, d. h. von dem Betrage, den der Steuerpflichtige ohne Berücksichtiguna des Lohnsteuerabzugs, Familienermäßigungen usw. empfängt, er bezahlt also Krisen st euer von der Steuer. Befreit find von dieser Abgabe die Personen, bei denen ein Steuerabzug vom Arbeitslohn ganz zu unterbleiben hat, ferner die nach der Not- Verordnung einer Gehaltskürzung unterworfenen Beamten. Die Krifenlohnfteuer beträgt: bei einem Monatslohn bis 300 RM. 1,0 o. H. „ „ „ „ 400 „ 1,5 „ „ „ „ „ 500 „ 2,0 „ „ „ „ „ 600 „ 2,5 „ ,, „ „ „ 700 „ 3,0 „ „ „ „ „ 1000 „ 3,5 „ „ „ „ „ 1500 „ 4,0 „ „ „ „ „ 3000 „ 4,5 „ „ „ „ über 3000 „ 5,0 „ Für einmalige Einnahmen beträgt die Steuer bei Beträgen bis zu 1000 RM. 1,5 v. f). „ „ „ „ 3000 „ 3,5 „ „ „ über 3000 „ 5,0 ., Bei den veranlagten Steuerpflichtigen ist die Bemessungsgrundlage für die Krisen- fteuer das endgültig für die Steuerabschnitte veranlagte Einkommen, die im Kalenderjahr 1931/32 geendet haben. Auch hierbei dürfen der steuerfreie Einkommenteil und die Familienermäßigungen nicht in Abzug gebracht werden. Die Krisensteuer der veranlagten Steuerpflichtigen beträgt bei einem Jahreseinkommen bis 3 600 RM. 0,75 v. H. „ „ 6 000 „ 1,00 „ „ „ 20 000 „ 1,50 „ „ „ 100 000 „ 2,00 „ „ „ 250 000 „ 2,50 „ „ „ 500 000 „ 3,00 „ „ „ 1000 000 „ 3,50 „ „ über 1000 000 „ 4,00 „ Infolge der Einführung der landwirtschaftlichen Einheitssteuer zahlen Landwirte erst bei einem Einkommen von 6000 RM. an Einkommen- und damit auch Krisensteuer. Hat ein veranlagter Einkommenssteuerpflichtiger sowohl Arbeitslohn von nicht mehr als 16 000 RM., als auch sonstiges Einkommen, so ist die Krisensteuer der Veranlagten nur vom sonstigen Einkommen zu berechnen. Hierbei sind von letzterem die darauf entfallenden Werbungskosten und Schuldzinsen abzuziehen: die Sonderleistungen dürfen vom sonstigen Einkommen nur dann abgezogen werden, wenn die- ses den Arbeitslohn übersteigt. Die Krisensteuer ist nach dem Satze zu berechnen, der sich für das Gesamteinkommen (einschließlich des Arbeitslohnes) ergeben würde. Ein Privatbeamter mit 10 000 RM. Jahresgehalt und 5000 RM. sonstigem Einkommen zahlt demnach an Krisenlohnsteuer 350 RM. und an veranlagter Krisensteuer 50 RM. Bei einem Angestellten, der mehr als 16 000 RM. an Gehaltseinkommen be- zieht, könnte es nach der oben angeführten Vorschrift zweifelhaft fein, ob er nur mit dem jene Summe übersteigenden Betrage, oder mit dem vollen Einkommen der Krisensteuer unterworfen ist; vermutlich ist das letztere anzunehmen und mit die- ser Auslegung durch die Durchsührungsbestimmun- gen und Rechtsprechung zu rechnen. Die Krisensteuer wird gleichzeitig mit der Ein- kommensteuer veranlagt. Zunächst sind jedoch Vorauszahlungen am 10. Oktober 1931, sowie am 10. März und am 10. Oktober 1932 zu leisten. Für die Bemessung der Vorauszahlungen ist von dem zuletzt zur Einkommensteuer veranlagten Einkommen auszugehen. Die geleisteten Vorauszahlungen werden auf die festgesetzte Krisensteuerschuld an- gerechnet. Um zu zeigen, wie stark die Krisensteuer einen privaten Angestellten belastet, sei folgendes Beispiel angeführt: Ein Angestellter mit zwei Kindern, der im Jahre 1930 = 750 RM. monatliches Einkommen hatte, zahlte davon: Einkommensteuer einschl. Zuschlag 47,75 RM. Bürgersteuer 1,60 „ Insgesamt 49,25 RM. Blieben zur persönlichen tße-rfügung 700,75 RM. Die Lage des in gleicher Lage befindlichen An- gestellten ist im Jahre 1931 nach Einführung der Krisensteuer 637,50 RM. Gehalt (nach Gehaltsabbau von 15 v. H. nunmehr versicherungspflichtig), davon ab Einkommensteuer 37,50 RM. Angestelltenversicherungsbeitrag 15,00 „ Erwerbslosenversicherung /9,75 „ Verdreifachte Bürgersteuer 4,50 „ 3 v. H. Krisensteuer 19,14 „ Insgesamt 85,89 RM. Die Krisensteuer wird nach diesen Darlegungen, mit Ausnahme der durch die Notverordnung im Gehalt gekürzten Beamten, von allen Steuerpflichtigen, und zwar auch von denen erhoben, die bisher der Beitraaspflicht zur Arbeitslosenversicherung nicht unterworfen gewesen sind, und noch ba3u in einer Höhe, die angesichts des auch in der Privatwirtschaft vorgenommenen Gehaltsabbaues als ein sehr schweres Opfer für die Steuerpflichtigen anzusehen ist. Dies wäre aber noch kein Grund, diese Steuer mit so großer Erbitterung, wie es geschieht, abzulehnen, denn schließlich befinden wir uns in einer Zeit der Volksnot, die ohne große Einschränkungen für den einzelnen nicht zu überwinden ist. Sie" müssen also in Kauf genommen werden, wenn damit jener Zweck erreicht wird. Nach dem Wortlaut der Notverordnung soll sie der Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten und der Verstärkung der im Reichshaushalt für Krisenfürsorge vorgesehenen Mittel dienen. Sie soll also Aufgaben erfüllen, die die Arbeitslosenversicherung aus eigener Kraft lösen müßte, zumal die dafür aufgebrachten Beträge allein ihren Versicherten zugute kommen. Daß ein großer Teil der Krisensteuerpflichtigen sich darüber erregt, daß er die Fehlbeträge einer Versicherung decken soll, ohne an deren Leistungen beteiligt zu werden, ist zunächst begreiflich. Außerdem aber kann man ihm nicht verdenken, daß er sich dagegen wehrt, weil die schlechte finanzielle Lage der Arbeitslosenversicherung nicht allein auf den heutigen Umfang der Erwerbslosigkeit, sondern auch darauf zurückzuführen ist, daß man ihre oft geforderte Reform immer wieder hinausgeschoben hat, und daß die Notverordnung sich dabei auch nur auf Ansätze dazu beschränkt hat. Vor allen Dingen aber muß der Steuerpflichtige die Krisensteuer wegen der Art der Verwendung der aus ihr aufkommenden Summen ablehnen. Neben der Deckung der Fehlbeträge bestimmter, ihn nicht berührender Sozialversicherungen soll sie nämlich der Ankurbelung der Wirtschaft dienen, und zwar vor allem durch Finanzierung von Reichsbahnaufträgen, die wieder der Eistnindustrie und dem Bergbau Arbeit verschaffen sollen. Außerdem sind diesen Gewerben aus ihr noch andere subventionsartige Hilfen zu diesem Zweck zugedacht, wie z. B. eine Erleichterung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für den Bergbau, wenn dadurch eine Verbilligung der Kohle erzielt wird und dal. Es soll hier nicht die Zweckmäßigkeit dieser Maßnahmen untersucht und fest- gestellt werden, ob die Finanzierung dieser Pläne mit neuen Steuern nicht vielleicht an der einen Stelle mehr einreißt, als sie an der anderen aufbaut, sondern es soll hier nur darauf hingewiesen werden, daß sowohl die Eisenindustrie, wie der Bergbau den ihnen zugedachten Hilfen, wenigstens soweit sie als Subventionen anzusehen sind, ablehnend gegenüberstehen. Im Hinblick darauf, daß die Krisensteuer zunächst für die davon betroffenen Kreise große Härten mit sich bringt, und darauf, daß die mit ihr geplanten Subventionen von den Bedachten abgelehnt werden, erscheint es bei der herrschenden Volksstimmung zweckmäßig, die dadurch frei werdenden Beträge zu einer Ermäßigung der Abgabe auszunutzen. SAdenlenkundgebung gegen die Kriegsschuldlüge. >. ■ Aufmarsch der Chargierten im Stadion Potsdam-Lustschisfhafen. — Im Rahmen der Wehrpolitischen Schulungstagung der Studentenschaft sand im Luftschiffhafen-Stadion in Potsdam eine große Kund- gebung gegen die Kriegsschuldlüge statt, an der Delegierte aus allen deutschen und auslandsdeutschen Hochschulen teilnahmen. setzt gewesenen Gebiet völlig gedeckt. Am Ende des Jahres 1930 waren noch 19 Fälle nicht erledigt, die aus 1931 übernommen wurden. Die Beiträge. 3m Jahre 1930 gingen an Beiträgen 36 978,35 Mark ein. Außer den drei Provinzialdirek- tionen, 18 Kreisämtern und einer Anzahl Städte gehören etwa 800 Landgemeinden, sowie nahezu 100 Krankenkassen dem Landesverband als Mitglieder an. An Einzelmitgliedern zählt der Landesverband etwa 750. Der Voranschlag für 1931. Der Hauptvoranschlag für 1931 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 1 031 086 Mk. ab. Der Voranschlag für die Eleonoren- und Kinderheilstätte Lllmsrieden sieht in Einnahme 361 625 Mk., in Ausgabe 383 625 Mk. vor, mithin einen Fehlbetrag von 22 000 Mk. Der Voranschlag der Lupusheilstätte Gießen rechnet mit einer Einnahme von 372 520 Mk., Ausgabe von 386 620 Mk., Fehlbetrag somit 14100 Mk. 3m Voranschlag der Heilstätte Seltersberg, Gießen, ist eine Einnahme von 194 941 Mk., eine Ausgabe von 213 941 Mk., mithin ein Fehlbetrag von 19 000 Mk. veranschlagt. Die Fehlbeträge werden aus Staatszuschüssen und aus Mitteln des Landesverbandes, soweit möglich, bestritten. Die Rechnungsablage für 1930 schließt In Einnahme mit 3 332 498,73 Mk., in Ausgabe mit 3 332 213,89 Mk., mithin mit einem Kassenbestand von 284,84 Mk. ab. Der Vermögensnachweis verzeichnet auf der Aktivseite 3 628 629,54 Mk.. auf der Passivseite 2141 967.05 Mk., mithin ein Reinvermögen von 1 486 662,49 Mk. 9er Hessische HeiMenverein im labte 1930. Der Hessische Landesverband zur Be- kämpfung der Tuberkulose (Heilstättenverein) legt jetzt seinen Geschäftsbericht für dasJahr 1 9 3 0 vor. Dem Bericht ist u. a. folgendes zu entnehmen: Eleonorenheilsiätke und Kinderheilflätte Almfrieden bei winterkasten i. 0. Die Behandlung in beiden Heilstätten vollzog sich im allgemeinen nach den bekannten hygienisch-diäte- tischen Grundsätzen. Die schon 1929 begonnene Diät- behandlung nach Sauerbruch-Hermannsdorser wurde im August 1930 vorläufig abgesc^ossen. Sie wurde durchgeführt an fast 60 Kranken mit Lungen- und Knochentuberkulose. Das Ergebnis überragt in keiner Weise die seitherigen Heilstättenerfolge. Bei den Kindern wurde in jedem Falle Sonnen- und Lichtbehandlung durchgeführt mit Ausnahme schwer Lungentuberkulöser. Die Zahl der Verpflegungstage betrug in 1930 in der Eleonorenheilstätte 37 304, in der Kinderheilstätte 22 228, zusammen 59 532. Die Eleonorenheil- ftätte zählte Ende 1929 insgesamt 99 Kranke, in 1930 wurden neu ausgenommen 365^ Kranke, zusammen 464; davon wurden im Berichtsjahr 381 entlassen, so daß am 31. Dezember 1930 ein Bestand von 83 Kranken vorhanden war. Die Kinderheilstätte Almfrieden zählte Ende 1929 insgesamt 74 Kinder, im Laufe des Jahres 1930 wurden ausgenommen 143, zusammen also 217 Kinder: davon wurden im Berichtsjahre 159 entlassen, so daß am 31. Dezember 1930 ein Bestand von 58 Kindern gezählt wurde. Die der Heilstätte angeschlossene Fürsorgestelle für Tuberkulöse wurde im Jahre 1930 von 261 Personen in Anspruch genommen (Darunter 182 Neuzugänge). Die Lupus-Heilstätte in Gießen wurde im Jahre 1930 noch in stärkerem Maße als im Vorjahre in Anspruch genommen. Im Berichtsjahre waren 402 Kranke gegen 384 im Jahre 1929 anwesend. Die Pflegetage betrugen 61 855 gegenüber 45 000 im Jahre 1929. Aus dem Jahre 1929 wurden 135 Patienten übernommen, im Jahre 1930 tarnen 267 hinzu, zusammen also 402. Davon wurden im Berichtsjahre 232 entlassen, Bestand am 31. Dezember 1931 also 170 Patienten. Im Berichtsjahr 1930 wurde die Behandlung der Lupuskranken im ganzen in der gleichen Weise wie im Jahre 1929 weitergeführt. Die Diät nach Sauerbruch und Hermanns- dorfer bildete Grundlage und Hauptanteil Der Behandlung. Ihre gute Wirkung konnte wiederum bei der großen Mehrzahl der Lupuskranken beobachtet werden. Daneben wurde versucht, die Behandlungsarten, welche sich früher in Der Lupusheiistätte bewährt hatten, roieDcr mit heranzuziehen und mit Der Diät zu kombinieren. Vor allem geschah Dies, um Den Heilungsverlauf noch rascher zu gestalten und auf Diese Weise Den Heilstättenaufenthalt Des einzelnen Kranken abzukürzen. Hierbei kamen vor allem allgemeine Sonnen- und künstliche LichtbäDer, Daneben audh örtliche Belichtungen Der Krankheits- herDe zur Anwendung. Die höchste Zahl Der an einem Tage anroefenDen Patienten betrug 192. Im übrigen macht der Bericht Mitteilung von einer An- zahl Verbesserungen und Umgestaltungen im Gartengelände der Heilstätte, sowie in dem Gebäude selbst. Der Kinderbau, auf dessen Errichtung schon im Jahre 1929 vergeblich gehofft wurde, konnte auch in diesem Jahre nicht zur Ausführung kommen. Die Heilstätte für Tuberkulose Der oberen Luftwege (Heilstätte Seltersberg, Gießen). Diese Heilstätte wurde am 5. April 1930 ihrer Bestimmung übergeben, am 10. April 1930 konnte mit der Einweisung von Kranken begonnen werden. Die durchschnittliche Belegung gegen Ende des Jahres betrug: Kehlkopfkranke 40 bis 45, infektiöse Kranke der Ohrenklinik 10 bis 15, Lungenkranke 15 bis 20, Lupuskranke 22. Die Heilstätte war somit Ende des Jahres nahezu belegt. Insgesamt wurden im Laufe des Jahres 107 Kehlkopfkranke und 205 infektiöse Kranke der Ohrenklinik aufgenommen. An Pflegetagen zählte die Abteilung für Kehlkopfkranke zusammen 8242, die Abteilung für JnsektionSkranke der Ohrenklinik 2194, die Abteilung für lungenkranke Männer 340 (die Zahl der lungenkcankenMännec, die erst seit 1. Dezember 1930 in der Heilstätte Aufnahme fanden, war Ende des Berichtsjahres noch sehr gering). Im großen und ganzen hat sich bis jetzt die Heilstätte sowohl hinsichtlich des Baues, wie der Inneneinrichtung durchaus bewährt. Die klnderheilslationen in Hirschhorn a. TL und in Wald-Michelbach i. 0. brauchten im Jahre 1930 vom Heilstättenverein bzw. von der Landesversicherungsanstalt nicht in Anspruch genommen zu werden, da die Kinderheilstätte Almfrieden bei Winterkasten i. O. für die Unterbringung tuberkulöser Kinder ausgereicht hat. Die Aiirforgestellen für Tuberkulöse in Hessen. Die Hessische Staatsregierung hat ihren Zuschuß für das Jahr 1930 zur Unterstützung der Hessischen Fürsorge stellen für Tuberkulöse in Höhe von bisher 10 000 Mark um 1400 Mark auf 8600 Mark ermäßigt. Im Lande Hessen bestehen zur Zeit 31 Fürsorgestellen für Tuberkulöse. Die Fürforgemaßnahmen. Die Zürsorgemaßnahmen des Landesverbandes beftanöen auch in diesem Jahre vorwiegend in der Bewilligung von Zuschüssen zu Kuren in Tuberkulöse-Heilstätten. Im Jahre 1929 konnten vom Landesverband für diesen Zweck nahezu 58 000 Mark aufgebracht werden, in 1930 mußte der Zuschuß auf noch nicht die Hälfte dieses Be- ttages beschränkt bleiben. Der Hessische Staat hat seinen Zuschuß von 30 000 Mk. in 1929 auf 13 000 Mark in 1930 ermäßigt, der Landesverband konnte im lausenden Jahre aus eigenen Mitteln nicht so viel aufbringen als bisher. Aus eigenen Mitteln hat der Landesverband für diesen Zweck 13 388,50 Mk. aufgebracht. Die Kurerfolge waren durchweg zufriedenstellend bis gut Mittelstandsfonds. Der Aufwand für die Tuberkulosebekämpfung im Mittelstand belief sich im Berichtsjahre auf 5497 Mk. Da dem Landesverband nur 3347,15 Mark zur Verfügung standen, schloß das Jahr 1930 mit einem Fehlbetrag von 2149.85 Mk. ab. Dieser Fehlbetrag ist bis auf den kleinen Rest von 140,85 Mk. verrechnet der aus den in 1931 zu erwartenden i Einnahmen zu decken ist. 3m ganzen wurden 40 Kursälle durchgeführt Ende 1930 waren noch 26 Fälle unerledigt die auf 1931 übernommen wurden. Lupusfonds. Don der Lupuskommission des Deutschen Zentralkomitees zur 'Bekämpfung der Tuberkulose wurde dem Landesverband zur Bewilligung von Kurzuschüssen an Lupustranke in 1930 der Betrag von 3000 Mk. überwiesen, so daß mit dem Rest aus 1929 im ganzen 4592 Mk. zur Verfügung standen. Der Aufwand beläuft sich auf 8214,63 Mk., die Ausgaben übersteigen demnach die Einnahmen um 3622,39 Mk. Der Landesverband war an 24 Kursällen beteiligt. Der Mehraufwand wurde durch Heranziehung eines Fonds zur Förderung gesundheitlicher Ausgaben im beErweitertes Schöffengericht Gießen. • Gießen, 29.Juni. Rachdem in der Strafsache wegen der Schlägerei in Ranstadt die für heute geladenen Zeugen vernommen worden waren, wurde dem Staatsanwalt zur Begründung der Anklage das Wort erteilt Er bemängelte zunächst daß die Gendarmerie Stockheim die Versammlung polizeilich nicht überwacht hat, und findet darin mit einen Grund dafür, daß die Versammlung einen derart tumultartigen Ausklang fand, wobei viele Versammlungsteilnehmer Panik» arttg durch Fenster und Keller ins Freie flüchteten. Rach seiner Auffassung hat der Angeklagte E., der während des Schlußwortes wiederholt ausgefordert war, Ruhe zu halten, sein Bierglas in die SA.-Leute geworfen, und dabei einen alten Mann verletzt Inzwischen waren SA.-Leute von der Bühne nach dem Tisch E. geeilt, denen noch mehrere SA.-Leute nachstürzten, als der Schuh siel. KurZ darauf wurden SA.-Leuten Stöcke gereicht, mit denen daraus geschlagen wurde. Cs kam dann nochanals zu einer heftigen Schlägerei in der Ecke, wo die Turngeräte standen. Dorthin hatte sich E. und seine Genossen zurückgezogen. Da der Versammlungsleiter den Führer der SA.- ßeute beauftragt hatte, im Falle eines Tumults von sich aus den ^aal durch SA.-Leute räumen zu lassen, so hielt der Staatsanwalt in subjektiver Hinsicht nicht für erwiesen, daß zunächst die betr. Angeklagten sich der Rechtswidrigkeit ihres Tuns bewußt waren. Die Anklage wegen Landfriedensbruch hält er daher nicht aufrecht, da von einer öffentlichen Zusammenrottung bei dieser Sachlage nicht mehr gesprochen werden könne. Insoweit aber die angetlagten Rationalsozialisten sich an der Schlägerei in der Ecke des Saales beteiligt haben, hielt er sie der gemeinschaftlich begangenen Körperverletzung für schuldig, da sie dort die Angreifer waren. Weiter hält er für einwandfrei erweisen, daß der Angeklagte G. mit einem Gummiknüppel bewaffnet zur Versammlung erschienen ist, desgleichen, daß der Angeklagte E. ein Dierglas geworfen und einen anderen verletzt hat. Gegen fünf Angeklagte beantragte er wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung, bx"to. wegen Körperverletzung mittels eines gefährlichen Werkzeugs eine Gefängnisstrafe von je 2 Monaten, gegen zwei Angeklagte wegen Wasfenmihbrauchs Gefängnissttafen von je 3 Monaten, gegen einen Angeklagten wegen verbotenen Schießens an von Menschen besuchten Orten und groben Unfugs eine Haftstrafe von 6 Wochen und im übrigen die Freisprechung der weiteren fünf Angeklagten. Schließlich beantragte er die Einziehung des Gummiknüppels und der Tränengaspistole. Es sprachen dann zunächst die Verteidiger der nationalsozialistischen Angeklagten, die in sämtlichen Fällen die Freisprechung beantragten. Die Verteidigung will in näheren Darlegungen zu- nächst beweisen, daß die Anhänger der Sozialdemokratischen Partei es darauf abgesehen hatten, die Versammlung unmöglich zu machen. Der Dier- glaswurf durch E. war nach seiner Ansicht gleichbedeutend mit einem Angriff: für die SA.-Leute bedeutete er das Zeichen zum Vorgeheir. Dann hätten die SA.-Leute dafür gesorgt, daß weitere Unruhen nicht aus kamen: Sie fühlten sich angegriffen und hätten in Rotwehr gehandelt. Falls aber Ueberschreitung der Rotwehr vorliegen sollte, wären die Angeklagten doch straflos, weil sie infolge des Schusses in Bestürzung gehandelt hätten. Jedenfalls liege mindestens Putativnot- wehr vor. Der Verteidiger der übrigen Angeklagten beantragte auch Freisprechung. Er wies daraus bin, daß nicht aufgeklärt sei, in welcher Weise das Dorfgespräch aufgekommen ist. Er behauptete, daß man mit allen Mitteln versucht Hai, gegen G. und Genossen Sttmmung zu machen vor und während der Versammlung. Die Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei wären in friedlicher Absicht in die Versammlung gegangen und hätten nicht beabsichttgt, die Versammlung zu sprengen. Er bestreitet, daß die von ihm vertretenen Angeklagten jemand angegriffen hätten. Sodann befaßte er sich näher mit den Aussagen der Belastungszeugen. Abgesehen von dem Angeklagten, der mit der Pistole geschossen hat, hält er im übrigen bei keinem einen schlüssigen Schuldbeweis für geführt. Rachdem die Angeklagten selbst noch ©rflärun- gen abgegeben hatten, gab das Gericht bekannt, da die Entscheidung am Montag, 6. Juli, verkündet wird. Sprechstunden der Redaktion. 11bis 12.33 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. von Mittwoch Nun aber milmuchen bis Donnerstag den 16, Juli Bei unseren radikal herabgesetzten Preisen bedeutet jeder Kauf für Sie einen gewaltigen Vorteil, Wir haben alle Preisbegriffe über den Haufen geworfen. Wenn je ein Zeitpunkt günstig zum Kauf war, ist es heute. Benutzen Sie deshalb diese Gelegenheit; greifen Sie zu! Alle Preise hemmungslos gesenkt, das Meiste wird so gut wie halb verschenkt! 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(50 viertes Blatt Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffeiy viensiag, * 0. Juni (93| Oberheffen Gtadtrais-Sihung in Butzbach. pb. Butzbach, 27. Juni. Dor Eintritt in die Tagesordnung teilte Bürgermeister Dr. Jansen mit, daß der Stadtrat zur Teilnahme an der G e - denk st ein . Einweihuna des Jungheut, schen Ordens zum Gedächtnis des Freiherrn vom Stein eingeladen worden sei. Anknüpfend hieran gedachte er der großen Berdienste, die sich Freiherr oom Stein um unser Vaterland nach den Freiheitskriegen erworben habe. Sodann wurde in die Tagesordnung eingetreten. Wie früher berichtet, soll laut Beschluß des hessischen Ministeriums die gesamte Schutzpolizei Oberhessens ihren Standort in Butzbach erhalten. Es muß daher die bis jetzt zum Teil noch in Friedberg liegende Hundertschaft nach hier verlegt und für diese Beamten eine größere An- zahlWohnungen er st eilt werden. Die Woh- nungen sollen im Lustgarten, in der Verlängerung her Vismarckstraße gebaut werden. Da das Lust- gartenaelände dem hessischen Staat gehört, mußte zunächst ein Geländeaustausch oorgenommen werden. Dieser soll in der Weise geschehen, daß die Stadt die ihr gehörigen Parzellen Flur II Nr. 295 u-nd 296, an der Griedeler Straße gelegen, mit zu- lammen 4786 Quadratmeter an den Staat abtritt, und dafür im Lustgarten nach dem noch aufzustellenden Meßbrief etwa 5500 Quadratmeter Gelände erhält. Das 5200 Quadratmeter übersteigende Gelände ist an den Staat mit 1 Mark pro Quadratmeter zu vergüten. Ferner wird das außerdem noch auszuscheidende Straßengelände mit etwa 1300 Quadratmeter zum Preise von 0,50 Mark pro Quadratmeter erworben. Der Stadtrat genehmigte einstimmig den Erwerb und übernahm sämtliche Kosten. — Für Schutzpolizeibeamte sollen in her Bismarckstraße und in einer noch unbenannten, abzweigenden Straße drei Dreizimmer - und oierZwei- zimmer - Doppelhäuser mit insgesamt 12 Drei- und 16 Zweizimmerwohnungen erbaut wer- den. Die Baukosten betragen etwa 165 000 Mark. Zur Finanzierung des Bauvorhabens stehen zur Verfügung: 22 000 Mark verbilligtes Staatsbaudarlehen zu 2 Prozent Zinsen und 1 Prozent Tilgung, 50 000 Mark Arbeitgeberdarlehen des hessischen Staats zu 3 Prozent Zinsen und j Prozent Tilgung. Vom Mathildenstift Butzbach wird ein Schuldscheindarlehen von 90 000 Mk. zu 8 Proz. Zinsen und 1 Proz. Tilgung gewährt. Für den Rest wird noch Deckung beschafft. Mit dem Bau der Wohnungen wird sofort begonnen, damit sie noch im Herbst bezogen werden. Die Mieten werden so festgesetzt, daß die Stadt keine Zubuße erleidet. Ausschreibung der Rohbauarbeiten ist bereits erfolgt und die Vergebung der Arbeiten vom Bauausschuß beschlossen. Bemerkt sei noch, daß die beiden anderen hiesigen Banken, die Gewerbe- und Landwirtschaftsbank und die Dereinsbank, sich erforderlichenfalls.zu Zwischenkrediten bis zu 10 000 Mark, die Vereinsbank darüber hinaus noch um weitere 20 000 Mk. bereit erklärt haben. Der Stadtrat genehmigte auch hier einstimmig den Vorschlag der Stadtverwaltung. Am 22. d. M. fand im Anschluß an die Generalversammlung der Butzbach-Licher Eisenbahn A G. eine Besprechung der Obligations- Gläubigerinnen - Gemeinden mit Vertretern der Regierung und der Kreisämter Friedberg und Gießen statt. Es dabei wurde festgestellt, daß nach den Abrechnungen und der Bilanz die Aufrechterhaltung des Betriebes der Butz- bach-Licher Bahn nur möglich ist, wenn die Gemeinden auf die Obligationszinsen verzichten und steuerliche Erleichterungen eintreten lassen. Die Gemeinden haben daraufhin beschlossen, ihren Gemeinderäten vorzuschlagen, auf die Obligationszinsen bis 31. Dezember 1932 zu verzichten, den Zeitpunkt für die Rückzahlung der Obligationen bis zum Der holländische Pavillon in Paris. Der völlig niedergebrannte Holländische Pavillon, in dem unersetzliche Kunstwerke von den Sunda- Inseln untergebracht waren. Ein neuer Pavillon. Pari-, 29. 3unL (WTB.) Holland will den gestern niedergebrannten Pavillon aus der Kownialausstellung durch einen neuen kleineren Pavillon ersetzen. Der durch den Brand angc richtete Schaden wird aus etwa 1 QH i - Ito n Gulden für bi« Kunstgegen- stände und 800 000 Gulden f ür die Gebäude geschätzt. 31. Dezember 1934 zu verlängern und für die Ge- meindesteuern in gleichem Umfang Erlaß und Stundung zu gewähren, wie bei den hessischen Staats- steuern. Der Stadtrat beschloß: Unter der Bedingung, daß der Betrieb der Butzbach-Licher Eisen- bahn im bisherigen Umfang entsprechend den mit der hessischen Regierung getroffenen Vereinbarungen aufrechterhalten bleibt, ist die Stadt Butzbach damit einverstanden, daß auf Obligationszinsen bis 31. De- zember 1932 verzichtet, der Zeitpunkt der Rückzahlung der Obligationen bis 31. Dezember 1934 verlängert wird, vorausgesetzt, daß keine Dividenden während dieser Zeit verteilt werden können. Bezüglich der Gemeindesteuern soll Erlaß bzw. Stundung im gleichen Ausmaße, wie bei den hessischen Staatssteuern erfolgen. Rückzahlung bereits gezahlter Steuern findet nicht statt. Landkreis Gießen. ' Hattenrod, 29.Juni. Für die gestern vor- zunehmende Beigeordnetenwahl wurde nur e i n Wahlvorschlag, der auf den Landwirt Heinrich A l b o h n I. lautete, eingereicht. Somit erübrigte sich eine Wahl. Heinrich Albohn I., der seitherige Beigeordnete, ist auf neun Jahre wiedergewählt. A Lich, 29. Juni. Die Stadtverwaltung hatte die Vertreter der hiesigen Behörden und die Vorsitzenden aller Ortsvereine zu einer Besprechung über die Feier des diesjährigen Jugend- festes und des Derfassungstages in das Hotel „Zum Löwen" eingeladen. Es wurde beschlossen, das Jugendfest als Volks- und Kinderfest am Sonntag, 12. Juli, auf dem Hardtberge zu feiern. Um 10.45 Uhr soll eine Feier in der Kleinkinderschule und um 13 Uhr ein Festgottesdienst in der Stiftskirche stattsinden. Alsdann soll sich um 14.30 Uhr am Rathause unter Beteiligung der Schuljugend und aller hiesigen Vereine ein Festzug aufstellen, der unter Dorantritt der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Lich nach dem Festplatze marschiert. Hier werden Ansprachen, Gesangsoor- träge der drei Gesangvereine, turnerische Vorführungen des Turnvereins Lich und Konzertvorträge der Kapelle für genußreiche Abwechslung sorgen. Der Bürgermeister konnte noch mitteilen, daß Stifts- dechant Kahn hier die Festansprache halten wird. Sodann beschäftigte sich die Versammlung mit der Feier des Derfassungstages. Der Bürgermeister aab hierzu bekannt, daß der Verfassungstag am 11. August auch weiterhin gesetzlicher Feiertag bleiben wird. Unter allseitiger Zustimmung wurde beschlossen, die Feier im Rahmen der Vorjahre unter Mitwirkung der hiesigen Gesangvereine und der Fcuerwehrkapelle abzuhalten. Danach treten am Verfassungstage um 21 Uhr sämtliche Ortsvereine am Postbrunnen zu einem Fackelzug durch die Ortsstrahen nach dem Rathause zusammen. Hier umrahmen Gesangs- und Musikvorträge eine im Mittelpunkt der Veranstaltung stehende Ansprache, die Pfarrer Crönlein übernommen hat. Die Reihenfolge der Vereine im Zuge wurde durch das Los bestimmt. 0 Holzheim, £9.Juni. Wie fleißig die erst vor kurzer Zeit ins Leben gerufene Schüler- riege des hiesigen Turnvereins (DI.) geübt hat, zeigte sich bei ihrem ersten öffentlichen Auftreten am Freitagabend. Für ihre Vorführungen, besonders die prachtvollen Pyramiden, zu Ehren ihres geistigen Gründers, des Lehrers Reck — der schon bald 17 Jahre hier tätig ist — erntete sie unter Leitung des Vorturners Pfannkuchen lebhaften Beifall. Der Geehrte dankte in einer kernigen Ansprache Es ist beabsichtigt, auch eine Mädchenriege zu gründen. s. Aus der nördlichen Wetterau, 29. Juni. Girre tief einschneidende Maßnahme bedeutet für unsere Landwirte, die größtenteils Zuckerrübenpflanzer sind. die An baube - schränkung durch die Aktien - Zuckerfabrik .Wette rau" in Friedberg. Während in den letzten Jahren vermehrter Anbau der einzelnen Pflanzer belohnt wurde, dürfen in diesem Jahre nur 76 Prozent des Durchschnitts der Jahre 1927 biS 1929 angebaut werden. Zu dieser Maßnahme ist die Fabrik durch die kürzlich auch in der .Scholle" erörterten Kontingen- tierungsbesti mm ungen der gesamten deutschen Zuckererzeugung gezwungen. Mehr Rüben werden laut Vertrag nicht abgenommen. Für dennoch mehr angclielertc Zuckerrüben erfolgt keine Bezahlung, jedoch können diese, nach Wahl der Fabrik, gegen Erstattung der Trocken kosten als getrocknete Rüben, oder der daraus hergestellte vergällte Futterzucker an den Pfanzer zurück- geliefert werden gegen Erstattung der Derar- beitungSkvsten, die pro Zentner Rüben 80 Pf. betragen. Durch die schlechte Preisentwicklung bei Getreide und Kartoffeln hatte sich in steigendem Maße unsere Wetterauer Landwirtschaft auf den Zuckerrübenbau verlegt, da hier wenigstens die Abnahme garantiert und zu einem bestimmten Termin mit Dareinnahmen zu rechnen war. Um so fühlbarer wirkt sich nun die neuerliche Entwicklung aus. Zwischen Kaufrüben- üeferanten und den an der Fabrik beteiligten Rübenpflanzern, den Aktionären, wird hierbei kein Unterschied gemacht. S. T r a i s - H o r l o f f. 29. Juni. Dieser Tage feierte der älteste Einwohner unserer Gemeinde, der Landwirt Heinrich Karl H u b I i tz. seinen 8 8. Geburtstag. Bon 1873 bis 1919 war er Gemeinderechner, ein Amt. das schon fein Vater seit 1854 innehatte, und daS auch jetzt in den Händen seines Sohnes sich befindet 46 Jahre lang war er Kirchenrechner deS Kirchspiels Trais-Horlvfs. Die 1900 hier errich ete Untererhebstelle übernahm er ebenfalls. 3m Jahre 1905 erhielt er das .Ehrenzeichen für langjährige treue Dienste" und 1916 das Kriegsehren- -eichen. Bevor er Gemeinderechner wurde, war er während einer Wahlperiode Mitglied des Gemeinderats. Er ist noch einer der wenigen, die die drei großen Kriege miterlebt haben. Der Greis erfreut sich einer ganz ungewöhnlichen geistigen und körperlichen Rüstigkeit. Kreis Alsfeld. l. Rieder-Ohmen, 29. 3 uni An dem Wege nach Burg-Gemünden im Distrikt Mühlberg wird seit einigen Wochen ein neuer Dasaltstein - bruch aufgeschlossen. Eine Klopfmaschine und ein 100 ?8-Dieselmvtor sind schon aufgestellt. Die Abraumarbeiten sind beendet, so daß in der nächsten Woche mit dem Drechen der Steine begonnen werden tarnt Zur Zeit werden 15 Mann beschäftigt, deren Zahl sich auf 40 erhöhen soll. Wie man hort, ist das Unternehmen für längere Zeit mit größeren Aufträgen versehen. — An der hiesigen vierklassigen Schule kann in diesem Jahre Lehrer Schäfer sein 40jähriges und Lehrer Wolff fein 25jähriges Dienstjubiläum feiern. Herr Schäfer ist schon 28 und Herr W o l f f 20 Jahre hier tätig. — Der Turnver- ein hat eine Samenriege gebildet, deren Leistungen gute Fortschritte machen. Die Leitung hat der Turner Otto Klug übernommen. ZrandungdesLebens Vornan von Kate Lindner. (Copyright 1931 by Verlag Alfred Bechthold in Braunschweig.) 25 Fortsetzung Nachdruck verboten Degeistert erhob der Junge fein Glas. .Die Stadt der Liebe, ja, der Liebe", sagte er, und seine schonen, mandelförmigen Augen unter den schweren Lidern brannten in einem zärtlichen Feuer. „Hicht lange, und ich werde Aim^e Wiedersehen. die süße Frau, die schönste Frau, die ich kenne. O, auch sie wird jetzt die Stunden zählen bis zu meiner Wiederkehr, sie liebt mich mit der gleichen Innigkeit, wie ich sie liebe von bet ersten Stunde an. Sie ist mir treu, obwohl sie doch genau weih, daß mir die Vorschriften meiner Kaste es verbieten, eine Europäerin zu meiner rechtmäßigen Gemahlin zu machen. Um dieser Treue willen schätze ich Aimse über alle anderen Frauen." S^vigns stand auf und gähnte ganz unverhohlen. Dieser gute Junge fing wirklich an, langweilig au werden mit seinem ewigen Liebesgewinsel. Er selbst setzte starke Zweifel in diese gerühmte Treue seiner Landsmänninnen. 3a, da er so jung gewesen war tote dieser da, da hatte er ebenfalls unentwegt an Treue geglaubt. Aber jetzt... „3d> mochte 3hnen den Glauben an Ihre Freundin nicht rauben“, sagte er lächelnd. .Der Himmel behüte Sie vor Enttäuschungen, Monsieur Magore. Aber ich als der Äeltere warne Sie, Ihre Ideale konnten eines Tages jäh zerbrechen. Die Frauen meiner Vaterstadt sind unberechenbar und gerade ihnen wird häufig nachgesagt, daß sie zwar lieben, aber Treue nicht halten können. Lassen Sie sich warnen.. ." "Dies alles gilt nicht für Aimee", sagte der anbctc unersckütterlich an dem Thema festhaltend, das Sevigne gern abzubrechen wünschte. Aber auch er erhob sich artig, da der andere sich anschickte, wegzugehen. „Wohin gehen Sie, Marquis", sagte er. »Wenn Sie auch sehr über Müdigkeit klagen, so ist es noch kein Grund, schlafen zu gehen. Kommen Sie, wir machen einen Rachtbummel durch Kairo. Jetzt, wo die Sonne nicht mehr am Himmel steht, wird auch der Sirokko Ihnen nicht so sehr draußen zu schassen machen. Ich bin gestern abend, äls Sie so früh schon zur Ruhe gegangen waren, noch ein wenig auf Entdeckungsreisen ausgegangen. Ich kann also Ihren Führer bereits machen. Kommen Sie." Sevigne überlegte. Wahrhaftig, er war doch nicht in diese Stadt gekommen, um zu schlafen. Man muhte sich zusammenreihen, dieses Unlustgefühl bekämpfen „Wäre ich nicht so schwerfällig heute, ich würde den Hachtexpreh nach Luxor genommen haben, um morgen früh die Tempel von Luxor und Karnak zu besichtigen. Aber ich habe ja noch Zeit genug dafür. Also kommen Sie, machen Sie den Führer, da Sie ja schon einige Male hier waren, werden Sie bereits orientiert fein. Sie gingen. Durch die Straßen Kairos flutete das Geben. Schon viel europäische Kultur war eingedrungen, hatte aber doch nicht vermocht, der Stadt das orientalische Gesicht zu nehmen. Der Schleier war gefallen. Europäische Gewandung zeigte sich da und dort bei ägyptischen Frauen, die vereinzelt an den Fremden vorüberhasteten. Aber doch waren einige Gestalten darunter, die der eindringenden abendländischen Kultur nicht Rechnung getragen hatten. Zwei bis an die Augen den Schleier tragende Frauen streiften soeben mit scheuem Dlick die beiden Wanderer, die gemächlich durch die Strahen schlenderten. „Das ist der Fluch der einöringenben Zivilisation, dah sie diesen Städten immer mehr von ihrer Eigenart nimmt", sagte der Inder. „Man mochte es beklagen, aber die Entwicklung ist eben nicht aufzuhalten. Auch in meinem Daterlande beginnt man, an uralten Überlieferungen zu rütteln. Sehen Sie da diesen prachtvollen Kerl." Er deutete auf einen Rubier, der vor einem Tisch mit Tongefäßen stand und auf Käufer wartete. ^Dieser Wuchs und die herrliche Haltung des Kopfes. Beinahe königlich." Die Basare waren noch offen. Schreiend drängten sich Händler in ihren Weg, der große Fremdenstrom Der letzten Wochen hatte viel Leben gebracht. "Ich habe gestern abend eine Entdeckung hier gemacht", sagte der Inder. „3n einer Seitenstraße, nicht weit von der Universität El Azar ist ein Kabarett „3um blauen Vogel", wo es ganz amüsant zugeht. Erstklassig ist es keinesfalls, Monsieur Sevignö, dritten Ranges, möchte ich fast sagen, der Aufmachung nach. Aber es sind einige besonders gute Hummern Vertretern 3ch möchte Sie gern hinführen, Lachen vertreibt die Müdigkeit, und der Komiker ist gut. Es sind Russen, und die meisten sprechen ein gutes Französisch. Ich läge Ihnen, eine Rezitatorin ist dabei ..." er küßte entzückt seine Fingerspitzen, „fie ist entzückend. Rezitiert, singt zur Balalaika, tanzt... Aber dies alles mit einer Charme, mit einer Grazie ... Mademoiselle Estrella Mosjou- kin wird Sie. ich gehe jede Wette ein, ebenfalls begeistern. Wie sie in ein solches Unternehmen kommt, dah sie eine bessere Anstellung in einem erstklassigen Unternehmen nicht finden sollte, ist mir ein Rätsel. "Der blaue Vogel" ist nicht der Rahmen für diese Künstlerin." Der Marquis lächelte nachsichtig und sagte: "Führen Sie mich also. Auch wenn ich meiner geteilteren Jahre halber nicht mehr so begeisterungsfähig bin wie Sie, Monsieur, verzeihen Sie, immer kann ich mir noch nicht Ihren so schwer aussprechenden Hamen merken, so wird also um dieser gerühmten Vortragskünstlerin halber "Der blaue Vogel" für uns Anziehungskraft genug haben, selbst wenn er so zweitklassig sein sollte, wie Sie sagen. Vom Straßenbummel habe ich übrigens genug, meine Kehle ist ausgedörrt, so kommen Sie." Hinter El Azar lag das kleine, primitive Lokal, in dem "Der blaue Vogel" gastierte. Ein niederer (Singang öffnete sich, ein Lokal tat sich auf, wie es in den Straßen Kairos überall zu finden ist. Aicht sehr vielversprechend für Öre Darbietungen sah das Lokal aus, wie Sevigne feststellte, als sie durch die Reihen der bereits anwesenden Gäste, die zumeist aus Europäern bestanden, hindurchschritten, um sich einen Platz zu suchen. Richt weit von der kleinen Bühne entfernt fanden sie einen freien Tisch, auf den der Inder zusteuerte. "Kommen Sie, Marquis, von hier aus können wir gut sehen und uns jederzeit entfernen, ohne wieder das ganje Lokal durchqueren zu müssen. Da drüben ist der Dühnenausgang." Sevigne amüsierte s ich im stillen über den Eifer des anderen. Wer doch auch noch einmal so unbekümmert und begeisterungsfähig jung sein konnte", dachte er. "Dieser junge Mensch, der so weit über die Mauern Indiens hinausschaut, wird es schwer haben im Bereich seiner Kaste, toerm er seine Ansichten laut werden Iqjfen sollte daheim. Zum Glück scheint er unabhängig und ziemlich wohlhabend zu fern, farm also weiter über die Mauer schauen. Dieses Abenteuer mit Aimee, wenn es Bestand haben sollte, wird ihm immer mehr auch von seiner Eigenart nehmen. Hier bedauert er das und merkt nicht, daß er selber auf dem besten Wege dazu ist, sich durch europäische Kultur ankränkeln zu lassen." Die Vorführungen hatten begonnen. Der Ansager erschien, er sprach ein leidliches Französisch, war nicht sehr witzig, und man merkte ihm an, dah er seine abgedroschenen Witze nur der Hot gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, herunterleierte. Der Beifall, den er fand, war denn auch gering genug, was er wohl auch nicht anders zu erto arten schien. Das übliche Programm wickelte sich ab. Eine schon bejahrte Chansonettensängerin wurde vom Publikum mit ebenso stoischer Ruhe hingenommen, tote vo hin der Ansag r es folg'en einige gemimte Tanzszenen, Joungleurkunststücke. Jetzt meldete der Ansager das Auftreten der berühmten Vortragskünstlerin und Sängerin Mademoiselle Estrella Mosjoukin. Ein Paukenschlag. Der Vorhang im Hinter- grunb teilte sich und herein trat eine wunderschöne 3frau. Hicht mehr in der ersten Jugend, aber so überraschend war ihre blendende Erscheinung, daß sich sämtliche Blicke wie elektrisiert nach der Bühne richteten, wo Estrella Mosjoukin mit niedergeschlagenen Augen soeben die Balalaika hob, um ein kaukasisches Volkslied zu fingen. Sevigne war mit weit auf gerissenen Augen von feinem Sih aufgesprungen. Sein Herzschlag stockte, seine Gedanken verwirrten sich... da vom auf der Bühne stand... Tatiana Iwanowna Semjenowl... Aelter geworden, nicht mehr das strahlende Kind, das am Arm des Freundes gehangen bei den glänzenden Hoffesten am Zareichof. . .eine reife, wunderschöne Frau stand da vom auf der Dühne der ärmlichen Schenke. Jetzt hoben sich die schweren Augenlider, schwermütig streiften die groben, schwarzen Augen, die wundervoll zu den blonden Haarwellen standen, die ihr bleiches Gesicht einrahmten, die lauschende Menge drunten. Und sie begann zu fingen: Es schaute aus üppigem Frauengemach Die schone Chanin den Hof entlang, Wo unter schattigem Blätter d Damen-Wäsche Schlafanzüge, Nachthemden, Hemdhosen und Damenröcke. Herren-Wäsche Hemden, Kragen, Socken und Binder, jetzt RM.: 5.-, 3.50, 2.50, 1.- Kinder - Wäsche Kleidchen, Schürzen, Spielhöschen Gardinen- Rest- bestand Garnituren u.Halbstore zu ganz besonders niedrigen Preisen Unsere Warenbestände in allen Abteilungen sind auf Preise gestellt, die Höchstleistungen darstellen Herrenanzugstoffe von RM. 3.50 an Reine Kammgarne RH. 9.50,11.50.13.50,16.50 und höher Wir führen einige Beispiele an: Herren-Anzug, blau, rdn Kammgarn RM. 51.00 Sport-Anzüge 2- und 3tellig in reicher Auswahl Ein Posten Herren-Gummimäntel.. 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C . 5 . 0 . 6 13 l-U0r« fl ri 7,2 . 4 16’ , 10 10 15 30 Teilnehmern besucht wird sprach mit Rücksicht auf die fast alle landwirtschaftlich als Kleingärtner interessierten Hörer Landwirtschaflsassesior Dr. Lug (Großen-Linden). Er behandelte in zwei Vorträgen das Thema „Obst- und Gortenbauschädlinge und ihre Bekämpfung". Der Vortrag, der durch eine große Anzahl von Lichtbildern und Präparaten ergänzt wurde, brachte reiche Anregungen. Es wurde gewünscht. die vorgeführten Anschauungsmittel, zu denen auch die hervorragendsten Schädlingsbekämpfungsmittel gehören, im Nachsommer in einer A u s> st e l l u n g einer größeren Oefsentlichkeit zugänglich zu machen. 4% Oesterreichtsche Goldrente . . 4,20% Deflcncichlidie SUbenentc 4% Ungarische Goldrente .... 4°o Ungarische StaatSrente v. 1910 4'3% desgl. von 1913..... 5% abgeft. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleibe Serie l........... 4% desgl. Serie II 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4t4%Rufttän.vercinh.Rcntev.lgl3 4co Rumänische vereinh. Rente 2*4% >. Anatolier...... 20 1,4 17 14 9,75 2,85 2,85 2,85 7,3 6 14,25 45,5 126 131,5 202 o 0 e 10 46 24,13 128 I 132,75 I 204 I 20 17,2 14,5 14,5 9,5 2,9 2,9 2,9 7,45 14,1 6 14 Riebeck Montan . . . Vereinigte Stahlwerke . Ltaoi Minen Kaliwerke Aschersleben . Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth . I. G. Farben-Industrte. . . Verein, chcm. Industrie Frank- surl a. ......... Scheideanstalt Goldschmidt RütgerSwerke Metallgelellschast .tronnun a. . | Dertin Jtinöermarff in (ließen. 2luf dem heutigen Rinder-Ruhviehrnarkt in Gießen waren 1029 Stück Großvieh und 234 Kälber zum Verlauf aufgetrieben. Cs kosteten: Milchkühe oder »hochtragende Kühe: 1. Qualität 475—575 Mk„ 2. Qualität 325-425 Mk., 3. Qualität 200-250 Ml., Schlachtkühe 80-350 Mk.: Rinder x/2—3/4jäf)riQ. 100—200 Mk., s/4—2jäf)rig 150-250 Mk., tragend 300-425 Mk: Kälber das Pfund Lebendgewicht 35—45 Pf. Marktverlauf: etwas lebhafter, Qusverkauft. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 30. Juni. Tendenz: unregelmäßig. An der Börse hat sich die Rervosi- tät und Zurückhaltung infolge der erneuten Verzögerung in der Entscheidung der amerikanischfranzösischen Verhandlungen weiter verstärkt. 3m Anschluß an die bereits weiter abgeschwächte Abendbörse nannte man an der Dorbörse weitere 3 bis 4 Prozent niedrigere Kurse. Zu Beginn des amtlichen Dörsenbeginns ergaben sich zwar noch überwiegend Kursrückgänge, doch hielten sie sich im Rahmen von 1 bis 2 Prozent. Obwohl zum heutigen Zahltag und Semesterultimo keine besonderen Schwierigkeiten erwartet werden, lagen vom Publikum weitere Verkaufsorders vor. Da bei der Spekulation im Hinblick auf die ungeklärte politische Lage keine Aufnahmelust bestand, kam es zu ■ den oben erwähnten Kursverlusten. Weitere Derstimmungsmomenie b.ldeten noch die durchweg schwächeren Auslani b rsen und ein möglicher Dividendenausfall bei den Klöcknerwerken. Das Geschäft war sehr gering, zumal es der Börse an Anregungen fehlte. Rach den ersten Kursen wurde die Stimmung auf Käufe der Berliner Arbitrage rmd der Banken etwas freundlicher, so daß die Anfangsverluste meist wieder aufgeholt wurden. eine gewisse Unsicherheit war indessen unverkennbar. Etwas stärker abgeschwächt waren am Elektromarkt Licht L Kraft mit minus 3,75 Proz. und Elektrische Lieferungen mit minus 4,25 Proz. Kunstseideaklien tendierten uneinhei.l'.ch. Aku konnten sich nach der Abschwächung im Abendverkehr um 1,25 Proz. erholen, während Demberg weitere 2,5 Prozent einbüßten. Bemerkenswert schwach lagen Dankwerte, bei denen Rückgänge bis zu 2 Prozent zu verzeichnen waren. Gut behauptet blieben Siemens und Metallgesellschaft. An den übrigen Märkten kam es zu den vorgemerkten Abschlägen. Anleihen behauptet. Pfandbriefe ruhrg und unverändert. Reichsschuldbuchfvrderungen gaben leicht nach. 3m Verlaufe blieben die Kurse von den Aktienmärkten auf dem leicht gebesserten Riveau nach Schwankungen behauptet. Die Um- satztätigkeit hielt sich in engsten Grenzen da die Kulisse eine abwartende Haltung einnahm, und die Dersteifung am Geldmarkt etwas ungünstig einwirkte. Tagesgeld stellte sich zum Zahltag und Halbscchresultimo auf 8 Proz., Monatsgeld blieb unverändert. Am Valutenmarkt blieben Devisen gegen Mark ziemlich unverändert. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2140, gegen Pfund 20,4950. Von Usancen lag das Pfund etwas schwacher Devisen, Schweiz schwächer, während Madrid auf den guten Ausgang der Wahlen befestigt■ bxrt. London gegen Aeuyork 4,8635, gegen Paris 124,24, gegen Mailand 92,94, gegen Madrid 50,50, gegen Schweiz 25,1350, gegen Holland 12,09. Berliner Börse. Berlin, 30. 3uni. Schon am Vormittag war deutlich zu erkennen, daß die Börse heute wieder in schwächerer Haltung eröffnen wurde waren doch die vorliegenden Momeiite faftburd)ti>eg ungünstiger Ratur. Vor allem verstärkte sich die Rervosität der Börse durch die Mitteilung, daß auch bei den gestrigen Verhandlungen tUme Einigung zwischen de n F r anz o sen und den Amerikanern erzielt wurk^ und die Situation sich sogar zu gespitzt haben soll. Man zeigt jedenfalls an der Börse keine Reigung, vor Abschluß dieser Verhandlungen am Mittwoch Rcuengagements einzugehcn. Hinzu kam die Rach- richt von weiteren Stillegungen in der 3ndustrie, die Meldung, daß auf der 3nternatio- nalen Stickstoffkonferenz keine Einigung erzielt wurde, ferner die schwache Reuyorker Börse, wenig gute Abschlüsse verschiedener Gesellschaften usw. Der Monatsbericht der Commerz» und Privatbank wurde zwar mit 3nteresse ausgenommen, ohne aber irgcnb einen Einfluß auszuüben. Es kam zu den ersten Kursen überwiegend Material heraus, das anfangs bei der herrschenden Aufnahmeunlust der Spekulation nur zu_ ge- drückten Kursen Llnterkunft fand. Die Rückgänge betrugen 1 bis 3 v. H., bei Spezialwerten sogar 4 v. H. Rur Kunstseideaktien und HEW. waren je 1 v. H. befestigt. Hugo Schneider konnten sogar bei Plus-Plus-Rotiz 4,5 v. H. anziehen. Stärker abgeschwächt waren Salzdetfurth, die 6 v. H. verloren. Deutsche Anleihen lagen schwächer, besonders Altbefih. Auch Ausländer waren meist rückgängig, nur Mexikaner lagen wieder fest, vierprozentige erschienen mit Plus-Plus-Zeichen. Am Pfandbriefmavkt lagen 3ndustrieobligationen , schwächer. Reichsschuldbuchforderungen verloren 0,5 bis 1 v. H. Geld war am heutigen Zahltag und Ultimo sehr steif. Tagesgeld, gleich Geld über Ultimo, stellte sich auf 8 bis 10 v. H, vereinzelt darüber, Mvnatsgeld auf 7,5 bis 8,75 v. H., Warenwechsel unverändert etwa 7,5 v. H. 3m Verlaufe konnten sich durchweg Erholungen durchsetzen. Die Spekulation schritt auf Meldungen, daß die Auslandbörsen nach schwächerem Beginn im Verlaufe fester tendierten, zu Deckungen, so daß sich allgemein 1 bis 3 prozentige Besserungen ergaben. Chade gewannen 4,50 Mark, Salzdetfurth vorübergehend 5 v. H. Später wurde es wieder etwas ruhiger. Zeitschriften. — Südv steurvp a und die Zollunion. Die von Frankreich betriebene politische Zuspitzung der Genfer Erörterungen über das Projekt der deutsch-österreichischen Zollunion ist geeignet, die eigentlichen Triebkräfte der europäischen Reuordnung zu verdecken. Doch wird die französische Absicht, vom wirtschaftlich-politischen Kern des Problems abzulenken, auf die Dauer nichts daran ändern können, daß die südosteuropäischen Länder im Grunde auf eine Reugestal- tung ihrer Gesamtbeziehungen hinarbeiten, der die deutsch-österreichische 3nitiative in richtiger Voraussicht der künftigen Entwicklung entgegenkommt. Das ergibt sich mit wünschenswerter Klarheit auch aus einem im Maiheft der „Europäischen Gespräche" (Derlin-Grunewald, Dr. Walther Rothschild) erschienenen Aufsatz von Harald Roos über die „Donauländer in der europäischen Politik". Während Frankreich und 3talien sich machtpolitisch auf dem Balkan den Rang ablau- fen, fördert Deutschland durch sein betontes politisches Desinteressement ein organisches Zusammenwachsen von Mittel- und Südosteuropa. — Die Grundlinien einer Mandatsgemeinschaft im mittelafrikanischen Raum entwickelt M. Mendelssohn Bartholdy aus der kritischen Analyse des zersplitterten und ungerechten Zustands, den das heute noch vorherrschende kolonialpolitische System wider das Wohl der Eingeborenen und damit auch zum Schaden der weißen Siedler zu erhallen bestrebt ist. — 3m Rahmen dtzr vielbeachteten Aufsahveihe über die Ursachen und Folgen der modernen Kriege untersucht Alfred Dagts die Entstehung des chinesisch-japanischen Krieges von 1894/95. — Die deutsche Oft not ist keine lokale Angelegenheit, sondern eine nationale Frage von allergrößter Tragweite. Mit diesem großen Thema Oberheffen. Gemeinderat in Büdingen. S Büdingen, 29.3uni. Aus der jüngsten Demeinderatssihung ist u. a. zu berichten: 3m Hinblick auf die finanzielle Auswirkung verzichtet der Gemeinderat auf die 2atig- keit der Hebammen als Helferinnen bei den Säuglingsberatungen und <7^sucht die Bezirlsfürsorgestelle beim Kreisamt Büdingen, eine Fürsorgcschwester unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. . t r , « Die Bürgermei sterei wird beauftragt, b«.n weiteren Ausbau der Wasserleitung einschl. der Errichtung eines Pumpwerks und den Umbau der Kläranlage als Rot- standsarbeiten anzumelden. . In der Angelegenheit: A n ste 11 u n g e i n e s Berussbürgermeisters, hat dec Bürgermeister den am 29. Mai gefaßten Beschluß bean- standet. Unter Aushebung dieses Beschisses beschließt der Gemeinderat wie folgt: „Den porr liegenden Einwendungen kann nicht stattgegeben werden." < 2 Weiter hat der Bürgermeister den Gemeindc- catsbeschluß vom 29. Mai wegen Vergebung oonLieferungenundArbeitenbean- standet. Die Angelegenheit wird zur Behänd» lung an die Finanz- und Rechtskommifsion ver» wiesen. , r . Der Gemeinderat hat seinerzeit die E n 11al - sung des Schuhmanns Metzger be- schlossen, das Kreisamt hat dieser Entlassung die Genehmigung versagt. Reuerdings erhobene Deichwerden veranlaßten den Gemeinderat, heute nochmals in der Angelegenheit zu verhandeln. Der Gemeinderat hat erneut die Dienstentlassung beschlossen. Dem LerkaufdesGendarmenhauses in der Hindenburgstraße an den Staat für den Preis von 10 000 Mark hat der Gemeinderat zugestimmt. Die Erhebung eines Zuschlags in Hohe von 50 Prozent zur staatlichen Wanderlager- {teuer wurde genehmigt, ebenso wurde der Doranschlag des Wolfgang Ernst - Gymnasiums für 1931, der einen Zuschuß der Gemeinde mit 23 632 Mark vorsieht, genehmigt. Mit Rücksicht auf die finanzielle Lage der Gemeinde wurden einige Anträge auf Zuschu ß- leiftungen abgelehnt. Landkreis Gießen. 4- Grün berg, 29. 3uni. Durch die Angliederung des Feldbereinigungsamtes Gießen an das hiesige Dermessungsamt und die damit verbundene Uebersiedlung einer Anzahl Beamten nach hier war es erforderlich, Wohnungen zu beschaffen. Da nur für einzelne Beamte Mietwohnungen vorhanden waren, trat der Staat an den Bauunternehmer Bock heran, der nun an der Ecke Bismarck«—Diebs- turmstrahe ein Deamtenwoh n h aus für zwei Familien errichten will. Er erhält dazu ein staatliches Arbeitgeberdarlehen zu verbilligtem Zinsfüße. 3n aller Kürze soll mit dem Dau begonnen werden. Cs ist dies bis jetzt der einzige Rcubau, der für dieses 3ahr geplant ist, während im vorigen 3ah re noch drei Reubauten errichtet wurden. !-Grünberg, 30. 3uni. Am heutigen Tage vollendet unser Mitbürger, Rendant L R. 3u- liusKar 1, in körperlicher und geistiger Frische sein 8 0. Lebensjahr. Als Rechner der hiesigen Bezirkssparkasse, welches Amt er von 1877 bis 1923 bekleidete, sowie als Dekanatsrechner des Dekanats Grünberg und Gemeinde- und Kirchen- rcchner verschiedener Rachbarorte, desgleichen als Rechner der Oberrealschule ist er weit über die Grenzen unserer Stadt eine bekannte und geachtete Persönlichkeit. Er ist Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr und des DHC.: bei beiden Dereinen zählt er mit zu den Gründern. * Ettingshausen, 29. 3uni. Den Gemeinden Queckborn und Ettingshausen droht wieder eine neue Verschlechterung ihrer Verkehrsmöglichkeiten. Rachdem anfangs eine Postkraftverbindung von Grünberg aus geplant war, wurde plötzlich das Projekt umgestoßen, und die beiden Orte sollen in den Bezirk Gießen-Land eingegliedert werden. Das bedeutet für unsere beiden Dörfer, daß ihre Derbindung mit Grünberg sehr beeinträchtigt wird. Wenn man dazu noch weih, daß der Betrieb der Butzbach— Sicher Eisenbahn gerade auf unserer Strecke zum mindesten sehr unsicher geworden ist, so daß man immerhin mit einer Aufgabe des Personenverkehrs rechnen muß, so wäre die Postverkraftung noch die einzige Möglichkeit deS Verkehrs nach Grünberg, auf den viele Bür- iier in beiden Gemeinden angewiesen sind. Wir hoffen deshalb, daß die Behörde ihre Zentra- lifierungsabsichten zugunsten der 3nter- essen des flachen Landes auf gibt. Bei der großen Entfernung von (Ziehen kommt der Per- onenverkehr mit dem Postwagen, der noch weite ilmtoege macht, nicht in Frage, während man die Kraftverbindung nach Grünberg mindestens für den Hinweg, oder den Rückweg benutzen könnte. * L e i h g e st e r n, 29. Juni. In der Arbeitsgemeinschaft der Arbeitslosen, die auch im Sommerhalbjahr weiterbesteht und von ungefähr 29.6. | 30.6. Schultheis Patzenhoser . . . Aku «Allgemeine Kunstleide) Bemberg......... Zellstoss Daldhos Zellstoss Aschassenburg . . . Dessauer GaS....... Daimler Motoren..... Deutsche Linoleum Lrenstein L Koppel . . . . Leonhard Tietz...... Svenska......... Chade.......... Frankfurter Maschinen . . . Gritzner ..... Mainkrastwerke Höchst a. M.. Süddeutscher Zucker . . . . ; Schluß»! 1 lurrf I eröffnet Ehr. Fischers Aufsatz ..Das Problem der deutschen Ostprovinzen" das Iuniheft der „Zeitwende^ (Ber.ag C. H. Deck. München». Der Der- asser enlw.rst ein in seiner Sachiich.eil erschütterndes Bick) der deutschen Ostnot und zeigt dann in eindriisgiichen Ausführungen, daß die viel erörterte Osthi.fe nicht nur ihre wirtschaftliche, sondern auch ihre kulturelle und seelische Seite hat, dah sie nicht nur eine verwaltungstechnische Aufgabe der Regierungen und Par.amente darstellt, ondern Sache des ganzen Voiles fern müfote, das an der grohen nationalen Aufgabe der Osthi.se den für seine Auferstehung nötigen (Sian gewinnen könnte. — Der Generalsekretär des Gustav-Adolf-Dereins, Bruno Geisler, erzählt in der Umschau des gleichen HesteS von den Siebenbürgener Sachsen und ihrer Rot. — Daß der Weltkrieg eigentlich ein Seekrieg hätte fein müfpen, daß Deutschland aber in Verkennung der Sachlag: seine große Floite in ihm überhaupt nicht einsetzte, das spricht Gerhard von 3an- on in peinem Beitrag „Vom Sinne der Seemacht" aus. — Condottieri des Wirtschaftslebens waven gewissermaßen die Fugger und Welfer, die ihren Llnternehmungsgeist und ihr Gewinn- tneben mit der Rücksichtslosigkeit des Renais- änoernenschen durchsetzten. Heute, wo der Kapitalismus weithin zum Problem wird, ist es aus- chlußveich, sein Wesen in seinen Anfängen zu betrachten. Das zeigt der Essay des Heidelberger Historikers Willy Andreas über „Deutschs Handelsleben beim Anbruch der Reformation". — Heber die Frage „Kirche und Krieg" schreibt KavI Ole, der die Friedensbotschaft des Evangeliums scharf und deutlich gegen allen humanitären Pazifismus und seine wirklichkeitsfremden 3llusionen abgrenzt und die überweltliche Erlösungserwartung jener Botschaft klar und eindringlich herausarbeitet. — Paul Schulz steuert eine beiter-anmutige orientalische Reise-Erinnerung bei. Die wuchtige und erschütternde Erzählung Fritz Basils vorn „Pfarrer vom Peude' zeigt das menschlich tief gefaßte Problem von Schuld und Sühne auf dem grandiosen Hintergrund des Bolschewistenkampfes. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) P. k. in Gießen. Bei einer vereinbarten Miete kommt eine Erhöhung von 2 v. H., wie dies bei Zahlung der g e s e tz l i ch e n Miete der Fall ist, nicht in Betracht. Letzte Nachrichten. Botschafter Dr. Stharner t- Hamburg, 30. Juni. (MTB. Funkspruch.) Der frühere deutsche Botschafter in London, Senator a. D. Dr. S t h a m e r. ist in der vergangenen Nacht iw 75. Lebensjahre einem Herzschläge erlegen. * Stharner wurde 1856 als Sproß einer alten Hamburger Patrizierfamilie geboren, studierte Rechtswissenschaft und ließ sich dann 1879 als Rechtsanwalt in Hamburg nieder. Die Rotabeln sandten ihn 1901 in die Bürgerschaft. Schon nach drei Jahren wurde er an Stelle von Bürgermeister Dr. hachmann in den Senat gewählt, in dem er namentlich als Nachfolger des Bürgermeisters O'Swald Präses der Deputation für handel, Schiffahrt und Gewerbe wurde. Außerdem vertrat er Hamburg als Bundesrats- bevollmächtigter diplomatisch in Berlin. Während des Weltkrieges, in dem er drei Söhne verlor, wurde er als Nachfolger von Senator Strandes zum Zivilgouverneur von Antwerpen ernannt. Nach dem Kriege, im Jahre 1919, wurde er zum ersten Bürgermeister Hamburgs für das Jahr 1920 erwählt. Jedoch übernahm er dann schon im Januar 1920 den Posten zunächst eines deutschen Botschafters in London. Dort vollzog sich die Neugestaltung der deutsch- englischen Beziehungen, die auf den persönlichen Be- Ziehungen der beiden Diplomaten zu den leitenden Kreisen Englands beruht. Der Locarno-Vertrag und der Abschluß eines neuen deutsch-englischen Handelsvertrages waren die wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit. Die zehnjährige Wiederkehr der lleberreichung seines Beglaubigungsschreibens brachte ihm in England wie in Deutschland Beweise der Anerkennung seiner persönlichen Verdienste um den Wiederaufbau des deutschen Ansehens und des Vertrauensverhält, nisses in den deutsch-englischen Beziehungen. Obgleich das Normalalter für den Rücktritt eines deutschen Botschafters 65 Jahre ist, wurde Stharner bis in fein 73. Lebensjahr auf seinem Posten in London gehalten. Am 1. Oktober 1930 wurde zu seinem Nachfolger der deutsche Botschafter in Rom, Freiherr von Neurath, ernannt. Philipp Hohmann 8 Zementwerk Heidelberg. . . . 7 Cementwerk Karlstadt.....< Wayb & Freyrag......0 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Sie hinter »en Papieren angeführter, Ziffern geben die Höhe der zu.etz. befchlqffenen -iaidende an. - Meich-dan-dia-an, 7 °.H.. L°mbardzw-futz 8 °.H. 135,5 51 124,5 42 44 62 Hamvurg-Amenta Pate, - Hamburg-Südam. Dampsschiss. o Hansa Dampsschisi .....u Norddeutscher Llostd . ■ - • ■ b 51.0. füt Verkehrswesen Akt. . Berliner HandclsgeieUschast . 8 Commerz- und Pnvat-Bank . 7 Darmstadter und Nationawank 8 Deutsche Bonk und DiSconto-Gesellschast... ” Dresdner Bank " Reichsbank........12 A.E.G ’ Bergmann •• • ■ “ Elckrr. Lieserungsgesellschast. io Licht und ftraft...... gelten L Guilleaume. . . . 6¥i Sesellschast für Elektrische Unternehmungen .... s Rheinische Elektrizität . . . . 9 Schuckert & (So....... Siemens L HalSle " Lahmever L Co.......12 Buderus ♦ Deutsche Erdöl ° Gelsenkirchener = Harpener..........C Hoesch Eisen ® Ilse Bergbau U Klöcknerwerke . ' Köln-Neuesten ......6y, Mannesmann-Röhren . . . . t Mansselder Bergbau.....< Lberschlel. Kolewerke . ... t Phönix Bergbau *¥i Rheinische Braunkohlen. . . 1( Rheinstahl ( iviam.ur. u. 2)1. 2)crhb Gchluß- 1-Uhr- Schluß- Antaug- lurS flur# iure Kurö Datum 29.6. 30.6. 29.6. 30.6. Ö% Deustche Reichsanicihe d.192. 78,75 — 78,25 —— 7% Deutsche Reichsanicihe 6.1929 95,9 — 95,9 —— 5¥.% Doung-Anletbe von 1930 . Deutsche AnI.-AbtöI..Lchuld mit 71,5 — 71,5 52,13 51,65 AuSlos.-Rechten....... 52,2 52,05 Desgl. ohne Auelos.-Rechte . . . 8% Hess. VollSstaat von 1929 5,35 5,35 5,45 89 5,35 (rückzahlb. 102%)...... Lberhejsen Provinz-Anleihe mit 89 — Auslos.-Rechlen....... Deutsche Komm. Eammelabl. 49,5 — — — Anleihe Serie 1....... 8% Franks. Hvp.-Bank Goldpse 50,1 — 49,9 — 15 unkündbar bis 1935 .... T» Hranks. Hnp.-Bank Goldpse 98 — — — • unkündbar bis 1936 Serie 16 . 4\VV<. Franks. Hyp.-Bank Liqu. Psandbriese........ 92 — — 87,9 — - ---- — 4!i% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu Goldpse.......... 8% Pr. Landespsandbikesanstalt 88,4 — 100 Psandbriese R. 19..... 7% Pr. Landespsandbriesanstal 100 — 95,5 Psandbriese R. 10..... 95,5 — Zcrlln, 29.3uni 1 Geld Dries Amerikanische Noten....... 4,212 4,232 Belgische Noten......... 58,53 58,77 Dänische Noten......... 112,48 112,92 Englische Noten......... 20,49 20,57 Französische Noten........ 16.465 16,525 Holländische Noten........ 169.33 170,01 Fialienische Noten........ 22.10 22,18 Norwegische Noten........ 112.48 112,92 Deutsist-Oesterreich, ä 1OO Schilling 59.08 59.32 Rumänische Noten........ 2,48 2,50 Schwedische Noten........ 112,88 113,32 Schweizer Noten......... 81,37 • 81.69 Spanische Noten......... 39,57 39.73 Ungarische Noten........ 73,25 73,55 Gchluß«! lurd | 1-Uhr- fturd Schluß-^ iurd 1 Antang» Kurs 29.6. 30.6. 29.6 30-6. 50 49 50 48,5 107,5 — — 78,25 51,75 — 51,5 50,13 49 — 49,4 46,75 107 — 107,9 106,5 102.5 101,5 102 101,5 112 110 112 110,5 101,5 — 101,5 101 101.5 100.5 101,5 101 138 137 138,4 136,5 94,75 93,5 94,9 92,75 70,75 68,75 109.25 113,5 110.25 117 113,25 116,75 113.4 75 76 73,75 109 107,25 108,75 105 — 110 — — 126,5 127.65 125,4 158 158,5 158,25 156,5 - 116 — 45 42.75 45,25 42,75 — 67,4 67,13 72,5 — 73,5 72 62 —— 61.5 59,5 — — 55 52,25 ) 151 — 151 — 55 55,5 55,5 51,75 — — ■ — 67 65,4 66,75 65,65 — 30,75 30 — — 69,13 68.5 48,75 — 48 46.5 — — 158,5 155.5 76,75 75,5 77,13 74,5 61,75 44'5 61,75 44 29.3unl 30.3unl Amtliche Notierung Amtliche Notierung 78,5 57 80 79,5 Geld Briet Geld Briet HelstngsorS . Wien. . . 10,591 10,611 10,591 10,611 — —— 59,165 59,285 59.175 59,295 - 25,5 — Prag . . 12,473 12.493 12.473 12.493 Budapest . . 73,43 73,57 73,42 73,56 135,5 132,25 Sofia . . 3,050 3,056 3.050 3.056 — Holland . . £6to . . . 169,35 169,69 169,33 169,67 80.25 81,25 78,5 112,69 112,91 112,69 112,91 87.5 90 87,5 Kopenhagen 112,70 112,92 112,71 . 112.93 69,25 70,75 70 Stockholm 112,86 113,08 112,86 113,08 — 70 66 London. . 20,475 20,515 20,472 20,512 — 123,65 121,75 Buenoo Aires 1,364 1,368 1.355 1,359 — 25,75 25 Reunork . 4,209 4,217 4.209 4,217 — 65 64 Brüssel. . 58,61 58,73 58.61 58.73 — 43 40,5 Italien. . 22,035 22,075 22,025 22.065 —— 87,5 85,5 Paris . . 16,471 16,511 16.474 16,514 —- 241 236,5 Schweiz . Spanien . 81,38 81.54 81,48 81,64 —— 257 257,5 39,88 39,96 41,01 41,64 Danzig. . 81,86 82,02 81,86 82,02 —- 11 | Japan . . 2,079 2,083 2,097 2.083 _ 31,75 _ Rio de Ian. 0,322 0.324 0,324 0,326 66,13 110,5 109 Jugoslawien 1 Lissabon . 7,431 18,61 7,445 18,65 7,431 18,61 7,445 18,65 ft W I •;J1 'T'r M V i gMp SAISON übertreffen wir uns selbst! Der Maßstab lm zerbricht! Saison-Ausverkauf r vom 1. bis 15. Juli 1931 Unser Hauptaugenmerk galt dlesesmal der Abteilung Damenkonfektion Da sind Kleider und Mflntel skandalös billig I In Herren- und Knabenkleidung der größten Abteilung d.Hauses.slnd wir märchenhaft billig! 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Auk welche Weise die Behörde das fragwürdige Geschäft liquidieren wird, ist vorläufig ein amtliche „Entschuldigungsscheine" aus, in denen be- staligl wird, daß die allgemeine Durchduftung im A^nst vor sich gegangen sei. Mit diesem grotesken Akkord endete die Parfüm-Revolution im Wiener Tonfilmatelier... Ein Elefant wird gepfändet. (p) Bukarest. Llniversiiätömeisterschasten 1931. Wie alljährlich finden die leichtathletischen Uni* versitätsmeisterschasten im Rahmen der Gründungsfeier der Tlniversität am l.Juli statt. In diesem Jahre werden die Meisterschaften mit der Einweihung des Sporthauses der Universität verbunden sein. Me Wettkämpfe beginnen mit einem Faustballspiele der beiden Mannschaften, die in der Faust ballrunde der Universität als Sieger hervorgegangen sind. Es folgen eine unvorbereitete Körperschule von über 200 Gießener Studenten und die Ein» weihungsreden. Dann beginnen die eigentlichen leichtathletischen Wettkämpfe um die Universitätsmeisterschaft. Die Meldungen sind sehr zahlreich eingegangen. Cs wurde die bisher noch nicht dagewesene Fahl von 250 Meldungen erreicht. Die einzelnen Konkurrenzen gewinnen noch dadurch an besonderem Interesse, als eine Mannschaft der Universität Marburg sich an den Wettkämpsen beteiligt. Den Gießener Studenten wird es schwer fallen, den Wan de rp re i s derMedizini- schen Fakultät der Universität Marburg in diesem Jahre gegen die starke Mar- ger Konkurrenz zu gewinnen. Der Wanderpreis fiel vor zwei Jahren an die Universität Gießen, im letzten Jahre an die Universität Marburg. „Tausend Donner, Menschenskind! Konntest denn nicht handeln? Er hätte es dir sicher auch für Deutsche Spvrtflieger konnten bet einem internationalen Flugmeeting in Mailand einige schöne Erfolge erzielen. Liefet Bach, die deutsche Meisterin im Kunstslug, wurde erneut auch italienische Meisterin, und im Ballonrammen fiel der Sieg an den deutschen Altflieger Möltgen. gelegte reiterliche Veranstaltung für die Jungreiter in Oberhessen in diesem Jahre in Hungen zustande kam und mit sichtbarem Erfolg durchgeführt werden konnte. Der ländliche Reit- und Fahrverein Horlofftal-mit seinem tüchtigen Vorsitzenden Robert Schmidt (Hungen) an der Spitze, lieh es sich nicht nehmen, die Rachbarvereine zu Gast zu laden und bot ihnen eine von herrlichstem Wetter begünstigte Veranstaltung großzügigster Art, an der ein großer Teil der Bevölkerung Oberhesscns regen Anteil nahm. Die Stadt Hungen hatte Festschmuck zum Empfana der Jungreiter angelegt, die Häuser waren beflaggt und eine frohe Feststimmung ging durch die Menge. So muß es sein. Der Gedanke der vaterländischen Bewegung der ländlichen Reitervereine hat in ganz Hessen Fuß gefaßt und wurzelt nicht zuletzt im Herzen der Väter aller Jungreiter, die seine Bedeutung in allen Teilen richtig erfaßt haben und die gesunde Bewegung nach Kräften fördern Das ist eine große Hauptsache, die nicht genug hervorgehoben werden kann. Die Turnierleitung lag in bewährten Händen. Reben Herrn Schmidt hatte sich Herr Kleeberger (Melbach), ein bekannter oberhessisscher Sportsmann in uneigennützigster Weise in den Dienst der guten Sache gestellt. Was dazu gehört, eine turniersportliche Veranstaltung in allen Teilen zu einem Erfolg zu gestalten, kann nur der Fachmann ermessen. Alle Vorbereitungen waren gewissenhaft getroffen, so daß man von vornherein an einen Erfolg glauben mußte. Der Besuch war außerordentlich gut. Versuchen wir einen kurzen Ueberblick über die einzelnen Prüfungen zu geben. Die Dielseiligkeilsprüfung. Sie begann bereits am Samstag, 27. Juni, mit einem reizvollen Geländeritt über etwa 7 Kilometer, der durch Wald und Feld mit zahlreichen natürlichen Hindernissen führte und nicht unerhebliche Anforderungen an Reiter und Pferd stellte. Man hatte ihn richtigerweise bereits am Vortag des Turniers zur Austragung gebracht, die übrigen Teilprüfungen der Vielseitigkeitsprüfung, eine Fahrerprüfung, sowie eine Reiterprüfung Klasse A wurden am Sonntag zur Entscheidung gebracht. ganze Prüfung war in Unterabteilungen geteilt, die ländlichen Reiter, Unteroffiziere und Mannschaften der Reichswehr, sowie Offiziere und städtische Reiter konkurrierten unter sich. Diese Teilung wurde allen Wünschen gerecht. Die Vielseitigkeitsprüfung der ländlichen Reiter konnte Hch. S ch u d t (Londorf) einwandfrei für sich entscheiden. Dieser Reiter nimmt unter allen oberhessischen Reitern heute eine Vorzugsstellung ein und war im Gelände-, der Dressur- und Fahrerprüfung gleich hervorragend. An zweiter und dritter Stelle kamen Willy Mann (Ridda) und Robert Schneider (Ridda), die ebenfalls mit reellen Leistungen aufwarteten. Drei recht gut reitende Reichswehrreiter aus Hofgeismar,Unteroffizier Dick mann, Llnterwachtmeister Wil- Der königlich rumänischen Steuerbehörde gebührt der Ruhm für eine geradezu epochemaa-ende Pfändung: sie hat den Haus-Elefanten des Zirkus Ille- ncb beschlagnahmt und somit dem Finanzministerium keine kleine Sorge aufgebrummt. Die Direktion war außerstande, die rückständigen Steuern zu bezahlen, da der Geschäftsgang äußerst mäßig war. Die Bevölkerung von Klausenburg halte weder Lust noch Geld, Zirkusvorstellungen zu besuchen, und so mußte das Gastspiel abgebrochen werden. Die Gesellschaft packte ihre sieben Zelte zusammen, um in anderen Städten ihr Glück zu versuchen, die „Primadonna" jedoch wurde von der gestrengen Behörde abgeführt. Im Eilzugstempo bauten die Leute für das riesengroße Pfandobjekt eine Stallung und geben sich alle Mühe, den wertvollen „Star^ zufriedenzustellen. Das ist bei dem gesegneten Appetit des ausgewachsenen Rüsscltiercs kein Kinder- spiel. Bisher verschlangen die Unterhaltungskosten des Elefanten etwa 40 000 Leu, wohingegen die Steuerrückstände der Direktion nur 30 000 Leu be- helm und Obergefreiter S ch a b e r i ch machten das Ende in ihrer Abteilung in dieser Reihenfolge unter sich aus, während der Eskadronschef der 5. Eskadron Reiter-Regts. 16, Rittmeister von Bennigsen (Hofgeismar) die dritte Abteilung der Vielseitigkeitsprüfung vor H. Klingel- Höfer (Hanau) und Frl. Funk gewinnen konnte. Die Fahrerprüfung und die Gespannprüfungen. Der Fahrsport besitzt in Oberhessen eine besondere Domäne! Dies ist das alleinige Verdienst des unermüdlichen Cheflehrers des Landesverbandes, Rittmeister Freiherr Roeder von Diersburg (Londorf), der die Bedeutung für sachgemäßes Fahren frühzeitig erkannt hat und mit unermüdlicher Energie für die Verbreitung der Achenbachschen Grundsätze in ganz Hessen erfolgreich eintritt. Die Fahrerprüfung als Teilprüfung der Vielseitigkeitsprüfung lieferte hierfür den besten Beweis. Die Aufgabe war rricht leicht. Man sah keinen Fahrer, der aus dem Rahmen fiel, die Gleichmäßigkeit der Ausbildung beherrschte das Gesamtbild. Ein großer Teil aller Fahrer hat die Achenbachschen Lehren voll erfaßt und wqndte sie nutzbringend an. Dieser Eindruck wirkte überzeugend für die sachgemäße Ausbildung, die der Riesenanzahl der hessischen Fahrer zuteil wurde. — Die Anspannung und die Frisur oer Pferde sirrd noch verbesserungsfähig. Besonders das saubere Frisieren der Pferde kann man ohne Kostenaufwand unbedingt durchführen. Bei den Einspännern wurden zwei goldene Schleifen vergeben. Ein gängiger Oldenburger Rappe von Richard S ch e p p (Ober-Hörgern) teilte sich den Sieg mit dem eleganten Einspänner des Herrn Schlüter (Gießen). An dritter Stelle kam eine gute Rappstute von Hch. B i n d i n g (Unter-Widdersheim). Bei den Zwei- und Mehrspännern beherrschte Reinhold Eifer (Muschenheim) die Situation. 10 Zweispänner waren im Ring, die den Richtern die Entscheidung nicht leicht machten. Der E i s e r s ch e Zweispänner kam dank der Kunst seines Fahrers hier zum Siege. Sehr gut waren auch die oslfriesischen Füchse von Rudolf Koch (Trais- Münzenberg) an zweiter Stelle vor dem figuranten Zweispänner des Herrn Schlüter. — R. Eifer (Muschenheim) zeigte einen schwungvollen Viererzug, mit dem er vor demjenigen von Herm. Fil- finger (Ridda) die Spitze halten konnte. Auf Grund einer Sonderprüfung konnte er von den Richtern dem Reichsoerband für Zucht und Prüfung deutschen Warmbluts, Berlin, zur Verleihung des silbernen Fahrerabzeichens in Vorschlag gebracht werden. Die oberhessischen Reiiableilungen. In festlichem Zuge marschierten sie mit Musik zum Turnierplatz und wurden dort den Richtern und dem Publikum im Abteilungsreiten vorgestellt. Es mögen an hundert Reiter gewesen fein, die in acht Abteilungen ihr Können zeigten und von der Tur« nierleitung mit einem Diplom ausgezeichnet werden konnten. Sehr lebhaft war das Bild, als alle Jung- reifer in großen Schlangenlinien den großen Turnierplatz im Trabe durchritten. In einer Dressurprüfung der leichten Klasse konnte Rittmeister von Bennigsen zu einem weiteren Erfolge kommen, vor Herrn Klingelhöfer (Hanau) und der passionierten zwei Franks gemacht?" Dieses Porträt eines Karabiniers ist dieser Tage In Paris für 5000 Franks versteigert worden. — Keine Störche im Elsaß. — Straßburg. liefe Trauer herrscht im ehemaligen deutschen Reichslande. Die Störche, das frühere Symbol der eljäsfischeHLandschaft, werden mit jedem Jahre weniger, unv auch in diesem Frühjahr ist nur ein geringer Teil von ihnen aus dem Süden zurück- gekehrt. In der Straßburger und Kolmarer Presse versucht man sich die Ursachen dieser bedauerlichen Erscheinung zu erklären. Man macht im Zusammenhang damit auf die großen Regulierungsarbeiten am Rhein aufmerksam, durch die zahlreiche von Fröschen und anderer lebenden Storchnahrung wimmelnde Uferteiche und dümpel verschwinden. Weiterhin macht man die ägyptische Regierung für das Absterben Adebaras im Elsaß verantwortlich, wegen ihrer systematischen Feldzüge gegen die Heuschreckenplage, wobei ganze Landschaftsgebiete, in denen die nordische Störche überwintern, unter Giftgas gesetzt werden, und schließlich noch eine rätselhafte Erscheinen auf dem Balkon, wo an gewissen Stellen seit Jahren gerade zur Wanderflugzeit der Vögel ein geheimnisvolles Massensterben dieser Tiere beobachtet werden konnte. So wird auf den Bericht eines in einer Balkanresidenz stationierten englischen Militärattaches hingewiesen, der bei einem Spazierritt in der Ufngebung jener Hauptstadt ein kleines Tal entdeckte, das scheinbar mit einem Meer von weißen Federn ausgefüllt war. Als er näher hinzuritt, stellte er fest, daß es sich um wahre Hekatomben von Störchen handelte, die auf geheimnisvolle Weise umgekommen waren. Die elsässischen Stadtverwaltungen haben sogar Statistiken über das Verschwinden des Storches innerhalb ihres Weichbildes aufgestellt. In 114 Gemeinden des Unterelsaß wurden 1927 noch 230 Storchennester mit einer „Belegschaft" von 386 alten und jungen Störchen gezählt. Von diesen 230 Storchwohnungen stehen heute 146 leer. Die Stadt Mül- hausen zählte deren damals 26 Rester, in denen 62 Storchkinder zur Welt kamen: heute ist nur noch ein einziges Rest besetzt. Was ein richtiger Seemann ist. (n) Kopenhagen. Was ein richtiger, welterfahrener Seemann ist, weiß schon, was er zu tun hat. Sowohl im nüchternen als auch im benebelten Zustande. Dies beweist schlagkrätig der „Fall" des Matrosen Ioso Falcao, eines portugiesischen Seebären. „Fall" im doppelten Sinne des Begriffes. Denn ersten beschäftigte der Vorfall die Polizei und zweitens fiel der wackere Ioso nach einem mehrtägigen Bummel durch sämtliche Hafen- und Nichthafenkneipen der Stadt Helsingör vollkommen bewußtlos auf die Straße. Er erlitt einen Alkohol-Schiffbruch und war nicht mehr imstande, auch nur eine noch so kleine Klippe zu umschiffen. Polizisten sanden die „Leiche", die kein Lebenszeichen von sich gab und keine Anstalten machte, aus ihrem Rauschschlaf zu erwachen. Da untersuchten die Beamten pflichtgemäß, ob nicht vielleicht die Papiere des Mannes eine Spur vermitteln könnten. Und sanden folgenden Brief in der Tasche: „An den ehrlichen Finder meiner Bierleiche! Du lieber, guter, selbstloser Mitmensch, tu mir doch den Gefallen und befördere mich an Bord des portugiesischen Schoners Almeida, auf daß ich nicht die Ausfahrt versäume, mein Brot verliere und also der Verzweiflung preisgegeben werde. Der liebe Himmel wird Dir Deine Menschenfreundlichkeit vergelten! Mi5 heißem Dank Dein ewig dankbarer Ioso Falcao." Die lieben, guten, selbstlosen Polizisten von Helsingör taten dem Scheintoten den erwünfchten Gefallen, um so mehr, als der Brief in einwandfreiem Dänisch abgesckßt war. Der Kapitän Iosos, selbst Portugiese, der kein Sterbenswort dänisch verstand, zerbrach sich nun darüber den Kopf, durch welches Wunder sein Matrose in den Besitz des dänischen „Selbststeckbriefes" gelangte und ließ die Koffer des Senor Falcao öffnen. Da kam ein Briefbündel zum Vorschein — etwa vierzehn Briefe in allen wichtigeren Sprachen der Welt, .aber desselben Inhalts, alle an den ehrlichen Finder der Alkoholleiche gerichtet! Die Briefe waren sorgfältig sortiert, auf daß sie ihr Eigentümer, der auch nur die Muttersprache beherrschte, ja nicht verwechsele. .. Die Parfümrevolution im Filmatelier. (o) W i e n. Jrn einzigen Tonfilmatelier von Wien herrschte neulich reges Leben und Treiben: fleißige Hände drehten einen der wenigen einheimischen Filme. Natürlich eine schmalzige, sentimentale „Weaner" Geschichte, in deren Mittelpunkt das sagenhaft süße Wiener Mädel stand. Das süße Wiener Mädel, das in einer der Hauptszenen ihren Kavalier nicht er- Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Horace Bernet und der Soldat. — Paris. Horace Bernet, der berühmte französische Schlachtenmaler, saß eines Tages — fo erzählt die Pariser Kunstzeitschrist „Comödia" —, am Rande eines Exerzierplatzes, um an den dort exerzierenden Soldaten Bewegungsstudien zu machen. Ein Soldat, der in der Nähe einige Ofsizierspserde hielt, trat neugierig näher und iah dem berühmten Künstler über die Schulter auf die Staffelei. „Wie ich sehe, mein Herr", sprach er ben_Tlaler an, den er natürlich nicht kannte, scheinen Sie den Bogen rauszuhaben! Aber könnten Sie auch ein Porträt anfertigen?" „Warum nicht?" meinte Bernet. „Ader warum fragen Sie danach?" „Nun, wenn es Ihnen nichts ausmacht, möchte ich mich gleich auf der Stelle von Ihnen 'malen lassen. Da der Dienst doch vor einer Stunde nicht zu Ende ist, habe ich Zeit genug. Aber als armer Soldat kann ich natürlich nicht viel für das Bild anwend^n. Wären Sie mit drei Franks zufrieden?" Horace Bernet, von diesem. Angebot belustigt, sagte za und fertigte in kurzer Zeit eine sprechende Portratskizze des wackeren Baterlandsverteidigers an. Dieser zeigte das Bild im Beisein Bernets einem hören wollte und ungeachtet der heißen Liebes- erflärungen vor ihrem Toilettentisch sitzend ihre vollste Aufmerksamkeit dem Parfümzerstäuber wid- mete. Diese' psychologisch höchst gewichtige Szene wollte und wollte nicht klappen: entweder flüsterte der Heldenliebhaber zu laut, oder aber es fünftio- nierte der Zerstäuber zu leise. Das war schlimm, denn der Herr Spielleiter versprach sich sehr viel von dieser phantastisch „originellen" Tonmischung. Er gab sich denn auch redliche Mühe, den männlichen Tenor des Kavaliers und die zwitschernde Sopranstimme des Parfümschlauches auf eine symphonische Ton-Plattform zu bringen und ließ den Auftritt etwa zehnmal wiederholen. Da geschah bas große Unglück: die Parfümrevolution brach elementar aus. Die Atelierarbeiter traten kurzentschlossen in Streik und eine Deputation beschwerte sich bei der Direktion. Mit der Begründung, daß einem von der stundenlangen Verbreitung von Wohlgerüchen übel werden könne. Dies sei aber noch nicht das Aergste. Schlimme Folgen würde die bodenlose Parfümierung erst nach Arbeitsschluß zeitigen, meinten die Angestellten, insbesondere die verheirateten. „Meine Frau ist zwar im allgemeinen friedlich", beteuerte ihr Fürsprecher, „wenn ich jedoch dermaßen durchduftet nach Hause komme, reißt ihr bestimmt die Geduld! ..." Um unliebsamen VZV|„n.,1 Familienszenen und etwaigen Scheidungsprozesien großes Rätsel, vorzubeugen, stellte die Direktion den Hasenfüßen I Fünf neue OT.-Bestleistungen. Fünf neue DT.-Bestleistungen wurden bei den westfälischen Dolksturnmeistcrschaften in Dortmund aufgeftclit. Der bekannte DT.-Meister L i g n a u brachte davon allein vier auf s ein Konto, und zwar im beidarmigen Kugelstoßen mit 27,93 Meter, im bestarmigen Kugelstoßen mit 15,30 Meter, im bestarmigen Steinstoßen mit 10,82 Meter und im beidarmigen Steinstohen mit 19,65 Meter. Sein Clubkamerad G r o ß p i tz (Eintracht Dortmund) brachte es im beidarmigen Speerwerfen auf die neue Bestleistung von 104,95 Meter. Kurze Sportnotizen. Die deutsche Golfmeisterschaft fiel an den Franzosen Golias vor seinem Landsmann Dallemagni und dem Schweden Roberts. Bei den Amateuren siegte der Engländer A. D. Drown. Frau Dr. Pauly aus Gießen. Zwei pompöse Belgiergespanne von L. Klein (Wohnbach) und Th. Pflüger (Echzell) erschienen bei den Arbeitsge- spannen und wurden in dieser Reihenfolge gewertet. Die Reichswehrkaoallerie in Hungen. Das Erscheinen und die Teilnahme eines Zuges der 5. Schwadron Reiter-Rgts. 16 aus Hofgeismar, der Traditionseskadron der alten hessischen Dra- gonerbrigabc wurde in Hungen mit großer Begeisterung begrüßt. Der Gedanke an die herrlichen hessi- schen Dragonerregimenter ist aus den Herzen der hessischen Landbevölkerung nicht zu tilgen. Die ölte- ften ehern. Dragoner, die in Oberhessen ansässig sind, waren herbeigeeilt, um die jungen Reiter der Reichs- wehr zu begrüßen und sie als zur hessischen Heimat gehörig, gebührend zu feiern. Die Quadrille der Reichswehr und eine Fahrschule vom Sattel gefahren, bildeten die Zugnummern des ganzen Turniers und ernteten frenetischen Beifall. Die Jagdspringen. Sie dehnten sich wegen der großen Teilnehmerzahl reichlich lange aus, auch der wiederholte Umbau dec Hindernisse kostete viel Zeit. Die Hindernisse müssen in Zukunft namentlich für die ländlichen Reiter noch länger und einladender werden. Reine Gehorsams- spränge gehören nicht in ein Jagdspringen für ländliche Reiter. Von Fängen sollte man ergiebigen Gebrauch machen, dort wo die Länge der Sprünge sie nicht entbehrlich erscheinen läßt. Die Klasse A für ländliche Reiter konnte Ernst Brück mann (Cid)) mit einem fehlerlosen Ritt vor Hch. Schudt (Lon- darf) und August B e r f e r (Griedel) an sich bringen, in der Siegertiaffe langte es für Aug. Mann (Ridda) zu einem Erfolge, während sich hier Erich Hofmann (Rodheim) und Paul Buß (Gambach) an zweiter bzw. dritter Stelle placieren konnten. Die Abteilung für städtische Reiter gewann Ze iß (Hanau), auch den zweiten und dritten Preis erhielten Pferde des Stallks Klingelhöfer. Ein wesentlich schwererer Kurs wurde im Jagdspringen Klasse M verlangt. Hier kam H. Klingelhöfer (Hanau) zu einem wohlverdienten Erfolge, da er mit seinen Pferden den 1. und 3. Preis einheimsen konnte, während L.,Schömbs (Gießen) mit einem gut einge- teilten Ritt Zweiter wurde. Eine flotte, von R. Kleeberger (Melbach) gut geführte Jagd mit Auslauf sah in E. Dietz den Sieger vor Albert Walter (Petterweil), der sich mit dem Sieger ein aufregendes finish lieferte. Im Trabreiten für Kaltblüter erhielt Hermann Singel (Gambach) den 1. Preis. Das Hungener Reit- und Fahrturnier reihte sich würdig an die Kette erfolgreicher Veranstaltungen in Hessen an, gab den ländlichen Reitern viel Anregung und neuen Impuls und dem Außenstehenden einen guten Ueberblicf von dem Stand der Iung- reiterbeaeaung in Oberhessen, der sich von Jahr zu Jahr gebessert und ausgebaut hat und hoffentlich zum Segen des Landes weiter an Umfang gewinnt. H.A. Sport- und Werbefest der Paddlergilde Gießen. Bei denkbar günstigem Wetter fand am Sonntag auf der Lahn zwischen dem oberen Mühlenwehr und den Bootshallen der Paddlergilde Gießen ein Sportfest der Paddler statt. Nachdem am Samstagnachmittag Mitglieder der Paddlergilde Gießen die Kameraden des eingeladenen Kanuklubs Wetzlar, die lahnaufwärts gepaddelt kamen, eingeholt hatten, traf man sich am Abend auf dem Gelände der Pulvermühle zu gemütlichem Beisammensein, das dadurch noch eine besondere Note erhielt, daß die Wetzlarer Freunde mit Hilfe eines kleinen Dorführungsapparates, den sie im Boot mitgeführt hatten, Filmbilder (Leica- Aufnahmen) aus dem Kanu- und Skisport zeigten. Nach schön verlaufenen Stunden zogen sich bann die Wetzlarer Kameraden in das lampiongeschmückte Zeltlager, das die Gießener Paddler errichtet hatten, zurück. Am Sonntagmorgen traf man sich bei dem Faltboot-Aufbauwettbewerb wieder, der von einer zahlreichen Zuschauermenge mit großem Interesse verfolgt wurde. Sieger im schnellsten und einwandfreien Ausbau eines Wander-Zweiers wurden Georg Schmidt und Lotte Franz, im Ausbau eines Einer-Faltbootes August Kolb. Am Nachmittag wurden die Dereinsmeisterschaften der Paddlergilde Gießen und Rennen gegen Wetzlar ausgetragen. 1. Renneiner: Sieger und Vereinsmeister der Paddlergilde Gießen Joachim K a p h i n g st. 2. Wandereiner: totes Rennen (Erich Lohr, Poldi Huber). 3. Wanderzweier für Herren (gefahren in zwei Abteilungen): Sieger beide Male Kanuclub Wetzlar. 4. Wanderzweier für Dame und Herr. Sieger und Dereinsmeifter Erich Lohr, Elfe Lohr. Zur Feststellung der Vereinsmeisterschaften werden die Rennen 2 und 3 später nochmals ausgetragen. Außerdem wurde eine gemischte Stafette aus- getragen zwischen dem Kanuclub Wetzlar und der Paddlergilde Gießen, bei der sich auf jeder Seite Wander-Zweierfaltboote und Schwimmer beteiligten. Obwohl ein Gießener Boot zuerst das Ziel passierte, wurde der Sieg endgültig dem Kanuclub Wetzlar zugesprochen, da ein Gießener Schwimmer die Austragungsbestimmungen nicht beachtet hatte. Zwischen den Rennen wurde von dem Frankfurter Sportkameraden, Fritz Christian vor einer inzwischen stattlich angewachsenen Zuschauermenge erstmalig in Gießen das sogenannte E s t i m o t i e • ren im Klepper-Einerfaltboot (Vagabund) vorgeführt, wobei die vollendete Paddeltechnik für das schnelle und einwandfreie Wiederaufrichten des Bootes ausschlaggebend ist. Es war erstaunlich, wie Herr Christian in jeder Situation das Boot beherrschte. Er zeigte zuerst Vorübungen zum Kentern und Wiederaufrichten, bann bos ooUenbete Kentern unb bas Wiederaufrichten (im Boote sitzend) nach der gekenterten unb nach ber anberen Seite. Ganz befonberen Beifall fanb auch eine Uebunq, bei der er während des Kenterns aus dem Boote sprang, sich unter Wasser in das gekenterte Boot begab, um dieses sodann wieder aufzurichten. Weiter zeigte er, daß es möglich ist, einen schweren Wanderzweier zum Wiederaufrichten zu bringen, indem er unter das gekenterte Boot schwamm und es herumbrachte. Es folgten Lanzenstechen, Wurst- unb Brezel- schnappen, wobei sich manche luftige Situationen ergaben, bie bei ben Zuschauern schallenbe Heiterkeit auslösten. Nach Einbruch ber Dunkelheit würbe eine Lampionreigensahrt ausgeführt, bie von vielen Zuschauern auf ber Lahnbrücke und beiden Ufern mit großem Beifall ausgenommen wurde. Diese bildete den Abschluß des Sportfestes ber Gießener Paddler, bas vor allem ben Zweck verfolgte, für den Faltbootsport zu werben. Inventur-Ausverkauf vom 1. bis 15. Juli Rücksichtslos herabgesetzte Preise • Qualitätswaren Gute Herrenanzüge......... 34.00 Ein Posten Knaben-Waschanzüge Damen-Gummimäntel........9.50 Herren-Sommerjoppen.......3.50 und Blusen halb verschenkt Damen-Sommerkleiderstotfe 0.45 Lüsterjacken.................9.50 Lodenjoppen 7.50 Kleiderzephir.................0.40 Herren-Hosen.................4.50 Damen-Mäntel 16.50 Kleiderzwirne................1.25 Weißwaren zu ganz besonders billigen Preisen Eine günstige Gelegenheit zum Einkauf von Aussteuern Auf nicht herabgesetzte Artikel 10% Barnachlaß Carl Horn Inh. Karl Horst Marktstr.28 Saison-Ausverkauf Ab Mittwoch, den 1. Juli 1931 l 7 1 4180 D Meyerhoff & Goslar- Gießen Kreuzplatz 13 In unserem __ Sms on -Unsrer ft auf vom 1. bis 15. Juli 1931 haben wir an unseren Frühjahrs- und Sommer-Stoffen und -Mänteln eine noch nicht dagewesene Senkung der Preise vorgenommen. Diese rücksichtslose Preisherabsetzung ist die unterste Grenze der Billigkeit und bietet allen Schichten des Pulikums die Möglichkeit, weit unter dem früheren Preis modernste Qualitätsware enorm billig und gut einzukaufen« — Außerdem gewähren wir auf alle nicht im Preis herabgesetzte 4 ß Prozent Waren IU Rabatt auf Sommerstoffe Ofi Prozent bis zu ZeU Rabatt auf Badeartikel wegen gänzlicher QH Prozent Aufgabe uU Rabatt auf Damen-Sommer- Mäntel Eß Prozent bis zu UU Rabatt Kaufhaus GIESSEN Bahnhofs tr. 2—4 «52 C