Nr. 201 Erster Blatt 181. Jahrgang Samstag, 29. August 193t Gietzener Anzeiger 30 2.20 Vetd)si General-Anzeiger für Oberhessen 9kid)»pfeantg f-i Irägev lohn, auch bei Nicht«» scheinen einzeln er Nummer, infolge höherer Gewalt. enter Sammtinumm er2251 BnMjnfl für Vrahrnach» richten Snzetaer Gieße«. polld?f(fTonto: Kr.,w.namMat, lies«, vnttk nd Verla-: vrLhl'lche UBwersttälr-vBch. BBd Stdaöraderti H. can-e tB «etzen. SchrtftlettBB- BBd -eschästrlteae: ZchMftratze r. L„ah»e eee lijtteci fir btt lageinummer bis -um Nachmittag vorher. Prtii fir l mm höhe für Anzeige, von 27 mm Brette örtlich 8, auetrlrts 10 Neichspfenriig; fir Ns» Klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Neichspfennig, Platzvorschrist 20',, mehr. Eheftedattteur. Dr. Fnebr. Wilh. Lange. Verantwortlich fir Tolitib Dr. Fr. Wilh. Lange; fir Feuilleton Dr.H.IHyriot; fir den übrigen Teil trnft Llumschein und fir den Anzeigenteil Max Filler, lämtlid) in Gießen. Eriche int tüglich,autzer ö em, tags und Feiertag» Beilagen: vte 3Du|mertt Btetzener FamMendlLtt« Heimat 'm Bill» Die Scholle 3 Der russische Außenkommissar Litwinow in Berlin. Auf der Durchreise zur Genfer Europatagung. - Der mißglückte Nichtangriffspakt. Litwinow stellt richtig. ' Meine Verhandlungen mit Polen. Berlin, 28. Bug. (WIB.) Der Volkskommissar für Auswärtiges, Litwinow, Ist mit den Mitgliedern der fowjetrustischen Delegation für Genf heute 9.48 Uhr auf dem Schlesischen Bahnhof eingetroffciL Jn einer Erklärung, die Litwinow heute nachmittag o o r b e r I n - und ausländischen presse Außenminister Litwinow (Mitte) wird von dem deutschen Botschafter von Dirksen (links) bei seiner Ankunft in Berlin begrüßt. abgab, betonte er, daß eine Prestepotemik über Verhandlungen zwischen der Sowjet- unlon und Polen wegen eines Nlchlangrifs»- poktes vollständig überflüssig gewesen sei, da „Verhandlungen weder geführt wurden, noch geführt werden". Zur Darlegung des wirklichen Tatbestandes streifte der Außenkemmissar kurz, wie im August 1926 die Sorojctregiernng der polnischen Regierung einen Nichtangriffspakt vorschlug, dessen Abschluß daran scheiterte, daß die Polen auf unannehmbare Bedingungen bestand. Die Verhandlungen seien 1927 abgebrochen und seither nicht wieder ausgenommen worden. Auch der Umstand, daß der polnische Gesandte in Moskau, patek, vor einigen lagen ein Dokument überreichte, habe nicht der Frage einer Wiederaufnahme der Verhandlungen gegolten, sondern vielmehr nur den Zweck gehabt, wie patek erklärte, die Ergebnisse der verhanlungen de» Jahre» 1926'27 zusammenzufassen. Litwinow betonte, daß die Beziehungen zwischen Polen und der Sowjetunion fein Gegenstand der Verhandlungen zwischen der Sowjetunion und dritten Staaten gewesen seien. Die Sowjetunion wünsche, den Abschluß eine» Nichtangriffspakte» mit allen Staaten, mit denen sie In unmittelbarem Kontakt stehe, und sie habe auch vor einiger Zeit die entsprechenden Vorschläge gemacht. Sic sei aber der Ansicht, daß dergleichen Pakte nicht von irgendwelchen Bedingungen abhängig gemacht werden dürsten. Line Reihe von Staaten, wie vor allem Deutschland, habe mit der Sowjetunion bereit» solche Verträge abgeschlossen. 2Han hoffe, in der allernächsten Zeit auch mit Frankreich zu einem Abschluß zu kommen, um so mehr, al» die bisherigen Verhandlungen auf keine Schwierigkeiten gestoßen seien. Abschließend betonte Litwinow, daß die Sowjetunion fiel» bestrebt fei, die politische Atmosphäre zu reinigen uni) eine internationale Beruhigung zu erreichen, daß sie zu diesem Zweck an der Eu - ropafommiffion teilgenommen und mitgearbeitet habe, und daß sie hoffe, die neuerlich bevorstehende Tagung dieser Kommission werde den von der Sowjetregierung vorgefchlagenen w I r t - schaftlichenNichlangriffspakt in ernsteste Erwägung ziehen. Oie Meinung der presse. Lpielie cni polnifch-ruisischer Pakt bei den Pariser Verhandlungen eine Rolle? Berlin. 29.2lug. (ERB) Einige Morgen- blätter kommentieren die Ausführungen des Auhenkommissars. Die „D o s s i s ch e Zeitung" unterstreicht besonders den Hinweis, daß Vufjtanfi unter feinen ilmftänöen mit Polen einen Nichtangriffspakt abschließen werde, wenn Polen auf den Bedingungen beharre, die bereits vor fünf Jahren den Abschluß deS Dertrage« verhindert hätten. Litwinow habe dies noch dadurch ergänzt, daß er erklärte, auf russischer Seite bestehe keines- salls die Absicht, über daS Derhältnis zwischen Moskau und Warschau auf dem Umwege über dritte Staaten zu verhandeln. — Auch der „D ö r s e n - E o u r i e r' widmet der Ablehnung an Polen den Hauptteil seiner Ausführungen, ein strikte- Nein habe Litwinow den Vermutungen, daß die Note PatekS doch mit Pariser Einflüssen zusammenhängen könnte, aber nicht entgegengesetzt. Er deutete auch in keiner Weise an, wie er sich den Weg zwischen Paraphierung und Unterzeichnung in Paris denke. — Der „Vorwärts" wünscht den russisch-französischen Verhandlungen schon deshalb Erfolg, damit dem Gerede der bolschewistischen Presse aller Länder über daS Bestehen einer „i n t e rv e n 1 i o n i st i s ch e n K o a 1 i t i o n" unter Führung Frankreichs, die sich anschicke, über Sowjetruhland herzufallen, ein Ende bereitet werde. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt, wenn die Sowjetunion die Vorschläge Polens ablehnen müsse, so gehe auS diesem Verhalten hervor, daß Polen mit einem Pakt Ziele verfolge, die sich mit der betonten Auffassung der Sowjetunion, durch Nichtangriff-- pakte den Weltfrieden zu fördern, nicht vereinbaren liehen. — Der „Lokal-Anzei- g c r" nennt eS ungeklärt, ob die Frage deS Polenpaktes in die Verhanddungen mit Frankreich h i n e i n g e s p i e 11 habe oder noch hineinspielen werde. Man wisse auch ohne Litwinow, daß der Wunsch Frankreichs nach einem russisch-polnischen Pakt außerordentlich stark sei, und es sei deshalb wohl möglich, daß es diesen Gegenstand bei seinen eigenen Verhandlungen mit Moskau zugleich zur Erledigung zu bringen versuchen werde. — Die „Deutsche T a g e s z e i t u n g" findet die Erklärung Litwinows nicht in allen Punkten ganz klar. Dennoch biete sie die Möglichkeit, gewisse Abgrenzungen hinsichtlich der gegenwärtigen Beziehungen zwischen Frankreich, Polen und Rußland mit einiger Sicherheit zu erkennen. Es frage sich, ob die französische Politik dadurch, daß sie den eigenen Paktabschluh hartnäckig von einem russisch-polnischen Pakt abhängig mache, schließlich doch em größere- Entgegenkommen Moskau- erreichen werde. Vorläufig sehe e- allerdings nicht so auS, al- ob die polnisch-russischen Beziehungen in absehbarer Zeit eine solche Wendung gestatteten. Oer französisch-russische Pakt. Hinter den pariser Kulissen. London, 28. Äug. (XXI.) .Daily Telegraph" meldet, daß der französisch-russische Vertrag bereits fertiggestellt, jedoch noch nicht paraphiert sei. Die Verhandlungen seien mit Rücksicht auf die wachsende Opposition innerhalb her französischen Kammer möglichst geheimgehalten worden. Lebhafte Begünstigung habe der Plan durch Botschafter Francois Poncet erfahren, dem sich mächtige französische Bankier - und Industrielle, ein Teil deS Quai d'Orsay und D r i a n d , der die E inbexiebung Rußland- in die westliche Sphäre und unter dem Einfluß deS Völkerbünde- begünstige, angeschlotsen hätten. B e r t h e I o t, der bisher die Hauptverhandlungen geführt habe, begünstige den Vertrag zu dem Zweck, mit der augenblicklichen Geldmacht Frankreichs d i e deutsch-russischeRapallo-EntenteAu brechen und das altefranzösisch-rus- sische Bündnis wieder herzu st eilen. Gr zweifle nicht daran, daß Rußland ein finanz- starke- Frankreich dem bankerotten Deutschland vorziehen würde. DaS Blatt erklärt weiter, Warschau sei infolge der strikten Ablehnung seine- Angebots für einen Nichtangriffspakt durch Rußland alarmiert, weshalb Zaleski nach Parieile, bevor er Litwinow in Gens treffe. Allerding- habe Rußland Deutschland und Frankreich schon häufig gegeneinander auSgespielt, so daß cs schwierig sei, di« russischen diplomatischen Winkelzüge ernst zu nehmen. Polen will (Sicherung der Friedens« vertrüge. Paris 29. Aug. (WTB. Funkspruch.) Der Ko- lonialminifter gab gestern zu Ehren des polnischen Außenministers Zaleski auf ber Äolonlalausjtel- lung ein Essen, an dem auch Ministerpräsident L a • o a l und andere Mitglieder der Regierung teil» nahmen. Der polnische Außenminister ging in einer während dieses Essens gehaltenen Ansorache auch auf die französisch.russischen bzw. polnisch russischen Nichtangriffspakt-Verhandlungen ein und erklärte, daß er die Erregung nicht verstehe, die durch diese Verhandlungen in gewissen Län- dem hervorgerufen worden sei. Die Ziele Polens und Frankreichs seien klar, sie seien nur auf d i e Festigung der Friedensverträge gerietet. Ministerpräsident Laval beantwortete die Ansprache in dem er der Sympathie Frankreichs für Polen Ausdruck gab. Parteien und liaftonalrcaiemng in England. Konservative und Liberale billigen die Llnterstühung Macdonalds. Oie Arbeiterpartei wählt Henderson zum Führer der Opposition. London, 28. Aug. (TU.) Die drei großen politischen Parteien hielten am Freitag jede ihre mit großer Spannung erwartete Versammlung ab. Auf der konservativen Versammlung, die unter dem Vorsitz von Lord Hailsham tagte, hielt Baldwin eine große Rede. Er erklärte, daß die Konservativen, sobald die Nationalregierung sich ihrer Aufgabe entledigt habe, ihre Handlungsfreiheit wiedergewinnen und ihren Wahlkampf mit der Forderung auf Einführung eines Zolltarifs sowie mit einer anti- sozialistischen Parole durchfechten würden als Abwehr gegen den durch Hendersons Haltung verstärkten Klassenhah. Aus die Krise übergehend sagte Baldwin, daß am vergangenen Montag Sein ober Nichtsein eine Frage von Stunden gewesen sei. Die größte Schwierigkeit habe für ihn darin bestanden, weder dem Unterhaus noch dem Volke alles das sagen zu können, was nur die Eingeweihten gewußt hätten, und zwar aus Furcht, dadurch die mit ungeheurer Schnelligkeit hcranstürmende Krise noch zu vergrößern. Obwohl er von alterSher ein Gegner jeder Koalition gewesen sei, habe f ü r i h n k e i n e andere Wahl bestanden, als an der Datio- nalrcgicrung teilzunehmen. — 3m Anschluß an Baldwin wies Lord Hailsham kurz auf die Notwendigkeit hin, alle Maßnahmen der Regierung, auch wenn sie noch so wenig volkstümlich seien, mit allen Kräften zu Unterst ü tz e n. da die Folgen einer Niederlage der Nationalregierung nicht abzusehen seien. Die Haltung der Parteileitung wurde von der Versammlung einstimmig gebilligt Außenminister Lord Reading als Vorsitzender der ßiberalen-Vetfammlung stellte zunächst fest, daß die bisherigen Maßnahmen der Regierung sowie die bisherige Handlungsweise der liberalen Vertreter ausdrücklich von Lloyd George gebilligt würden. Lord Reading betonte dann, daß die Liberale Partei niemals die Hand zu einer Politik bieten würde, die die armen Devölkerungsschichten aussauge und die Reichen verschone. Die geplante zehnprozentige Kürzung der Erwerbslosenbezüge rechtfertigte der Außenminister mit dem Linken deS Levens- ftandards seit Einführung der Versicherung um 36 Prozent. Auch hier wurde die Haltung der Parteivertreter gebilligt Auf der Versammlung der Arbeiterpartei wurden Henderson zum Parteiführer gewählt, ElhneS und der frühere Handelsminister Graham zum ersten bzw. zweiten Beisitzer. Ferner wurde eine Entschließung angenommen, in der sich die Arbeiterpartei zur offiziellen Opposition erklärt. Der Mlliardenkredit gesicherl. Abschluß in Neuyork und Paris. London, 29. Aug. (TU.) In der Nacht ;um Samstag wurde vom Schatzamt folgende Mitteilung ausgegeben: „Zum Zwecke einer weiteren Stützung des Sferlingkurfe» haben Verhandlungen mit Finanzautoritäten in Neuyork und Pari» stattgefunden. Mit Amerika ist eia Ueberelnkommen getroffen, da eine gewisse Finanzgruppe sich bereit erklärt hat auf Anforderung auf Dollar lautende Schahanweisungen im Betrage von nicht über 200 Mill. Dollar ouszunehmen. Mit Frankreich ist eine grundsätzliche Abmachung dahingehend getroffen worden, eine Summe im Höch st betrag von 5 Milliarden französischer Franken teils in Form eine» Kredite» französischer Banken, teil» in Form einer britischen Frankenanleihe beim französischen Publikum flüssig zu machen (insgesamt also 1,640 Milliarden Mark). Die Nationalregierung Hal al» erste Sparmaßnahme einen Gehaltsabbau bei 300 000 Beamten ab 1. September beschlossen. Die Kürzung schwankt je nach der Gehaltsklasse zwischen 1 und 5 Schilling je Mache und soll dem Schatzamt eine jährliche Ersparnis von 16 Millionen Mark bringen. Sie wird begründet mit dem seit der letzten Gehaltsregelung stattgefundenen Sinken der Kosten für den Lebensunterhalt. Das Kabinett ist mit diesem Abbau über die Empfehlungen des königlichen Sparausschusses hinausgegangen. England meistert die Krisis. Es hat immerhin eine ganze Weile gedauert, bi» die Sturzwellen der Wirtschaftskrisis auch nach England hinüberschlugen. AbsaNnot und Arbeitslosigkeit in Jahr für Jahr steigendem Umfang waren zwar auch dort schon lange Symptome einer veränderten Lage auf den Weltmärkten, aber nun erst drohte eine akute Vertrauenskrifis, die Dämme einzureißen, die England um seine Währung, um das Pfund als das fichibarfte Zeichen britischen Wohlstandes errichtet hatte. Wenn nach dem Bankenkrach in Oesterreich und dem schwarzen 13. Juli in Deutschland mit seinen Ausstrahlungen nach Südosteuropa schließlich auch Zweifel in die Allmacht des englischen Pfunde» austauchten, so deutet vielleicht nichts besseres als dies an, daß di« Erschütterung der Weltwirtschaft einen Punkt erreicht hat. wo isolierte Magnahmen eines Landes nicht mehr helfen könyen, wo vielmehr nur durch Zusammenfassung aller aufbauwilligen Kräfte wie» der fester Boden gewonnen werden kann. Es kommt nicht von ungefähr, daß nun also auch England für sein leichtfertiges Vabanquespiel in den kritischen Hochsommertagen des Jahres 1914 und sein aller Vernunft und politischen Tradition hohnsprechendes Mitwirken am Versailler Diktat die Quittung erhält. Denn die Desorganisation der Welt- Wirtschaft, die in dem Augenblick ihren Anfang nahm, als das alte Europa, damals noch unbestrittener Mittelpunkt, in dem alle Faden der Produktion und der Verteilung wirtschaftlicher Güter zusammenliesen, sich in den mörderischsten aller Kriege stürzte und damit sich anschickte, wirt- schaftlichen Selbstmord zu begehen, diese Desorganisation mußte England als den großen Warenoer. mittler und Finanzier der ganzen Welt vielleicht zwar verhältnismäßig spät, dann aber um so empfindlicher und nachhaltiger treffen. Die Ausschaltung Rußlands als Folge der Revolution und des Experimentierens mit dem bolschewistischen Wirtschaftssystem, der Aussall de» riesigen und für die englische Wirtschaft in besonderem Maße bedeutungsvollen chinesischen Markte» al» Folge immer wieder erneut aufflackernder Bürgerkriege, hier wie in Südamerika schärfste Konkurrenz mit den kapitalkräftigeren Vereinigten Staaten, in Ehina bas Auftreten ber japanischen Jnbustrie, in Sübamerika ba» Emporwachsen einer heimischen industriellen Produktion als zwangsläufige Folge der während des Krieaes ausfallenden Einfuhr aus Europa, alle diese letzten Auswirkungen einer törichten Politik Europa» mußten England als Um- schlagplaN zwischen dem europäischen Kontinent und den großen überseeischen Weltmärkten einmal an seinem Lebensnerv bedrohen. Mit ber JnbustriaU- fierung würbe für Sübamerika auch ble soziale Frage akut. Die politischen Revolutionen, seit mehr als einem Jahrhunbert hier an ber lagesorbnung, erhalten jetzt einen kapital- und frembenfeinb- licyen Unterton, ber für bie Riesensummen, ble England wie auch die Vereinigten Staaten in Lateinamerika investiert haben, wachsende Bedrohung bedeutet. Erinnern wir uns noch an die Einengung ber Absatzmöglichkeiten in den Dominions, an die Katastrophe bes ertremsozlalistischen Regimes in 21 u ft r a l i e n , schließlich noch an bie politische Unruhe in 3 n b i e n unb die Schwächung ber Kaufkraft auf bem ganzen o st asiatischen Markt in Verbindung mit dem Uebergang von ber Silber- zur Goldwährung, so haben wir einige Fäben zum Verständnis ber kritischen Lage, in bie sich Eng- land von außen her versetzt sieht. Rehmen wir dazu noch die Momente, bie von ber inneren Struktur der englischen Wirtschaft selber her in gleicher Richtung wirkten-, eine J n - b u ft r t e , beren Produktionskosten zu hoch waren und bie es namentlich im Kohlenbergbau verabsäumt hatte, burch Modernisierung ihrer Anlagen und Rationalisierung ihres Produktionsapparates mit ber ausländischen Konkurrenz Schritt zu holten, eine Staatsschuld in Höhe von mehr al» 7,6 Milliarden Pfund Sterling (= 152 Milliarden Reichsmark!), eine Erwerb*slosenzahl von 2,7 Millionen, endlich als Folge rückläufiger Steuer- erträae und wachsender Aufwendungen für soziale Zwecke ein Fehlbetrag im Staatshaus, halt von rund 120 Millionen Pfund. Ohne bie Julikrisis In Deutfdjlanb hätte es vielleicht auch für bie Briten noch kein halt auf bem abschüssigen Wege bes Verfalls der öffentlichen Finanzen ge- geben. Aber das starke Engagement bes britiscAn Kapitals in Deutschlanb machte bie internationale Finanzwelt hellhörig Der Vertrauensschwund ergriff auch bas englische Pfund. Die französischen Goldankäufe in London waren für bie britischen Banken eine schwere Belastungsprobe. Der Druck von ber Seite ber ausländischen Gläubiger her pflanzte sich fort. Man forberte verstärkte Sicherheiten unb zeigte wie in Deutschland auf bas Defizit im Staatshaushalt. Die Bank von England intervenierte. Das Labourkabinett sah sich genötigt, eine Kommission von Sachverständigen mit ber 21 u f ft e 11 u n g eines Sparprogramms zu betrauen. Ihr Bericht war geeignet, den ungünstigen Eindruck, den man in Amerika unb Frankreich von ber englischen Finanzlage hatte, eher noch au verstärken. Man kam um einen rücksichtslosen Ausgleich bes Staatshaushalts nicht länger herum, lieber bas W i e kam es bann aber auch Ichon zum 2Iuseinanberfaüen bes Kabinetts. Mae- b o n a l b hatte, bem Ernst ber Situation Rechnung tragenb auch mit ben beiben Parteien ber Opposition Fühlung genommen, war aber von vorn- herein nicht barüber im Unklaren gelassen worben, baß Konservative wie Liberale die Ausbalancierung bes Etats in ber Hauptsache von ber Aus- gabenfette her wünschten unb hier eine Kür- Zung ber Erwerbslosenunterstützungen für unum- 9°"glich hielten. Das brachte den Premier in Kon- sltkt mit bem Gewerkschaftsflügel ber eigenen in der 3n einer höhle eingeschlossen. Vie Wetterlage. 3 (ftn 48. AuqusHqsit 1^Ühr maö> 5-.ydl5fjord' beit. tbtraMfl 2 --Vai 7*? 3 IV/JM Vie Reichsrichtlinien für die Gparaktion der Länder und Gemeinden. Vie Hauptversammlung des Nürnberger Katholikentages Oie Aufgabe der katholischen Jugend. Henderson tritt vom Vorsitz der Abrüstungskonferenz zurück. Wird ein neuer Präsident gewählt werden? - Oie Gerüchte von einer Vertagung der Konferenz verstärken sich. Aufmerksamkeit widmen und entsprechende Vorschläge den zuständigen Stellen übermitteln. Im Reichsarbeitsministerium wird die Frage, geprüft, in welcher Weise sich vielleicht die Einschiebung von, Naturalien ermöglichen läßt, wenn etwa im Laufe des Winters bei einer Arbeitslosenzahl von 6 Millionen einmal nicht die notwendigen Mittel für die Arbeitslosenhilfe vorhanden sein sollten. Die gesetzliche Grundlage dafür ist an sich durch den § 109 Äbs. 2 des Ar» beitslosenaesetzes gegeben, in dem festgelegt ist, daß die Unterstützung „in besonderen Fallen ganz oder teilweise tn Sachleistungen geleistet" werden kann. Dabei ist man sich aber bereits jetzt darüber klar, Verl in, 28. Aug. (Xil) Aach einer Korre- spontenzmeldung hat der Reichsfinanzminister den Ländern Richtlinien zu der Aotverordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung der Haushalte von Ländern und Gemeinden übersandt. Die Richtlinien beschränken sich auf die Empfehlungen derjenigen Maßnahmen, die von den Ländern und den Gemeinden selb st zu treffen sind. Sie gehen davon aus, daß die Haushalte der Länder und Gemeinden unbedingt ausgeglichen werden müssen. Dieser Ausgleich könne in der Hauptsache nur durch Abstriche auf der Äusgabenseite erfolgen. Mit dem Einsehen einer Sparaktion größten Ausmaßes müsse daher sofort begonnen werden. Die Länder hätten nunmehr die Möglichkeit, die Gemeinde Vorsteher zu selbständi- gen Sparmaßnahmen zu ermächtigen und De- trebungen, die der Rotwendigkeit, Ersparnisse iU machen, entgegenstehen, auSzuschalten. Soweit ?temeindebeamtengehälter höher seien, als vergleichbare Gehälter des Reiches und der Länder, so könnten im Wege der Verordnung oder der Aufsicht diese Bezüge den übrigen Gehälte rn angeglichen werden. 3m übrigen kämen als VerwaltungSmaßnahmen insbesondere in Betracht: SinstellungSsperre, DeförderungSsPerre, Stellenwechsel, Entlassungen und Kündigungen von Angestellten und Arbeitern, Verwendung von entbehrlichen Beamten an anderen Stellen. DeS weiteren werde geprüft werden müssen, inwieweit der Dehörden- apparat mit Rücksicht auf die zukünftige Finanzlage noch aufrechterhalten werden tonne. Die feit stände die katholische Jugendbe- w e g u n g mit ihren anderthalb Millionen Mitgliedern in vorder st er Front. Die katholische Jugend sei in ihrer Existenz nur möglich durch d i e christliche Familie, und schon deshalb müsse der Stampf gegen die zersetzenden Feinde von Ehe und Familie ausgenommen werden. Ferner müsse das besondere Augenmerk der Pflege der katholischen Schule und den Hochschulen aelten, wo die Jugend der zersetzenden Einwirkung schädlicher Ein- stütze besonders ausgesetzt sei. Verschwinden müßten aus unserem Volke die schamlosen Erzeugnisse einer gewissen Literatur und Filmkunst. In der Jugend selbst sei die Schaffung einer gottgewollten sittlichen Reinheit schon im vollen Werden. Untrennbar da- von sei die tiefe Liebe zum Vaterland. Sie bedeute für die katholische Jugend nicht Standesvertretung und Parteipolitik, sondern Pflicktbewußtsein und Gefühl für das Wesen und die Zukunft des deut- schen Volkes. Die katholische Jugend solle sich mitten in das nach Wahrheit ringende Volk hineinstellen und alle Gleichgesinnten aufrufen au einem gewaltigen Schutzdamm der christlich-deutschen Kultur. Die Versammlung wurde mit dem Chorlied „Der Herr und König" wirkungsvoll abgeschlossen. Ein Huldigungstelegramm wurde an den Reichspräsidenten v. Hindenburg abgesandt, dem der Katholikentag feine untertänigsten Grüße entbietet. Genf, 28. Aug. (EAV.) Wie von unterrichteter Seite verlautet, erwartet man hier in den nächsten Tagen ein Schreiben Hendersons, worin dieser aus Anlaß der jüngsten politischen Entwicklung in England sein Amt als Prä- fidentderAbrüstungskonserenzwle- der dem Völkerbundsrat zur Verfügung stellen wird. Der Dölkerbundsrat wird sich infolgedessen auf feiner bevorstehenden Tagung mit der Frage des Vorsitzenden der Abrüstungskonferenz noch einmal zu beschäftigen haben, wobei die Frage offen liegt, ob Henderson, der seinerzeit inpersönlicherGigenschaft und nicht als Vertreter der britischen Regierung zum Vorsitzenden ernannt wurde, vom Rate wieder bestätigt wird. Jedenfalls wird die Frage durch den angekündigten Schritt Hendersons jetzt geklärt werden. Der Dölkerbundsrat wird sich bereits auf seiner ersten Tagung Anfang September mit dieser Frage befassen. Für den Völker- bundsrat würde in diesem Falle die Möglichkeit bestehen, entweder einen neuen Präsidenten der Abrüstungskonferenz zu wählen oder die Wahl HendersonS dayin auszulegen, daß er i n s e i n e r EigenschaftalSenglifcherAuhenmi- nister gewählt worden sei, womit jetzt automatisch der neue englische Außenminister da« Amt de« Präsidenten der Konferenz übernehmen würde. 3n maßgebenden Kreisen deS DölkerbundSsekretariats hält man Henderson nach wie vor für die weitaus geeignetste Persönlichkeit für die Leitung dieser Konferenz. Es ist aber kein Geheimnis, daß von bestimmter Seite eine sehr starke Aktivität, zum Teil auf diplomatischem Wege, entfaltet wird, um an Stelle Henderson« einen anderen Präsidenten für die Abrüstungskonferenz zu bekommen. Sollten sich diese Tendenzen durchsetzen, so ist noch nicht usw. durchzuführen wäre, ferner über die voraussichtlichen Kosten eines solchen Systems, das aber immer nur für ben Notfall in Frage kom- men würde. Oie Ablösung -er Hauszinssteuer. Der Vorschlag Naturalversorgung statt Barunterstützung. Neue Wege der Arbeitslosenfürsorge. Berlin, 28. Aug. (WTD.) Beim Deutschen Städtetag sand eine Besprechung darüber statt, ob es möglich sei, den Arbeitslosen im kommenden Winter an Stelle der Geldleistungen eine Aaturalversorgung zu gewähren. 3n der Besprechung wurden die Schwierigkeiten, die der Durchführung dieser Gedanken noch ent- gegenstehen, keineswegs verkannt. Trotzdem muh die Möglichkeit geschaffen werden, um die Arbeitslosen und Hilfsbedürftigen wenigstens mit verbilligtem Brot, Kartoffeln und Brennstoffen unmittelbar zu verlor g e n. Verhältnismäßig einfach liegt es in den kleineren und mittleren Städten, schwieriger in den Großstädten. Der Deutsche Städtetag wird der weiteren Klärung der Frage seine besondere gewonnen haben. , ., , Omt einer harten Entschlossenheit, bi« unteren blassen Reib erregen muß, ist bas dnttscye Volk ohne zu zögern baran gegangen, aus einer kritischen Situation bie erforderlichen Konsequen- Bu ziehen. Wie nach der für' Me rn unglücklich verlaufenen ersten Phase te» Krieges fand sich unter Führung M^bonalds ein nationales Kabinett von Persönlichkeiten aller Parteien zusammen. baS bereit ist, bas voium auf sich zu nehmen, durch drakonische Maßnahmen baS Defizit im Staatshau«HÄt zu be- seittgen unb bamit den Stein des Anstoßes auS der Welt zu schaffen, der einer G^unduimber brittschen Finanzen im Wege liegt. Das Gefühl gemeinsamex Verantwortung für Die Vergangenheit führt Konservative unb Liberale mit vier Mitgliebern be« letzten Labourkabinett« zu gemeinsamer Sanierungsarbeit zusammen. BiS zu diesem Punkt zeigt bie Entwicklung der Krisis m Deutschland unb England manche Parallelen zwischen beiden Ländern, doch hier hort leider lebe Möglichkeit be» Vergleich« auf. Der Mut zur Anpopularität, mit bem bie betten Opposition»- Parteien kurz vor Aeuwahlen bie Verantwortung für ba» Sparprogramm auf sich nehmen, verdient die gleiche Bewunderung wie das Ausharren .Macdonalds und seiner Kollegen bie nachdem Druch mit ihrer Partei vermutlich ihre politische Laufbahn ihrer besseren Einsicht zum Opfer brachten. Man versuche bies« Dinge auf unsere beut- schen Verhältnisse zu übertragen, um ganz zu ermessen, wie weit wir trotz ter unS in ganz unterem Maße bebrängenden Rot noch entfernt sind von tem gesunden politischen Sinn te« Englänters. ber sein demokratisch-parlamentarisches System mit virtuoser Souveränität zu handhaben versteht, ohne über Zwirnsfaden ter Parteidoktrin ober Derfassungsparagraphen zu stoi- pern, wenn e« gilt, einen kritischen Augenblick im Leben ter Ration burch Zusammenfassung aller nationalen Kräfte zu überwinten. Auch Macdonalb wirb mit seinem Konzentrationskabinett noch Schwierigkeiten genug auf seinem Wege finden. Denn ter Elan, mit dem sich baS dritte Kabinett Macdonald in den Sattel setzte, darf nicht darüber hinweatäuschrn, daß die sehr starke Opposition innerhalb der Labourpartei ihm noch ernste Angelegenheiten wird bereiten können. Die Gewerkschaften scheinen zu äußerstem Widerstand entschlossen zu sein, so bah e« bei ter starken Abhängigkeit der meisten Labourabgeorbneten von ben Gewerkschaften es noch durchaus zweifelhaft ist, ob Macbonalbs Sparprogramm im Parlament von dieser Seite die notwenbige Anterstützung flutet. Als letztes Wittel bleibt bann noch bie Auflösung des Anter- Hause« vor dem zum Herbst in Aussicht genommenen Termin. Da» eine scheint jedenfalls schon durch bie Konstituierung de« Kabinett« erreicht, bas Vertrauen ter au-länbischen Finanzkreise ist gefertigt. Englands Kredit, der bedenklich ins Wanken geraten war, ist wieder- hergestellt. Der erste Schritt ist getan, unb Deutschland hat in seiner eigenen Krisis bie Witt- schastliche Verflochtenheit ber Rattonen zu sehr am eigenen Leibe gespürt, als bah es nicht ben dringenten Wunsch hegen mühte, dem neuen Kabinett Macdonald möchten auch die nächsten Schritte gelingen. Denn bevor nicht Snglanb wieter festen Boten unter den Füßen fühlt, können auch wir nicht mit einer Stabilisierung te» Vertrauens rechnen. der Hausbesitzerorganisationev. Berlin, den 28. Aug. (TA.) Die Pläm über eine Beseitigung der Hauszinssteuer, beziehungsweise ihre Amwandlung in eine Rente sind auch in ben Besprechungen zwischen bem Dr. Brüning und den Hausbesitzerorganisationen behandelt worden. Von den Hausbesiherverbänten tourte dabei ein genau umrlffener Plan tem Reichskanzler unterbreitet ter die Beseitigung der HauSzinssteuer ab 1. Januar 1932 vorsieht und an ihrer Stell« eine Rentenschuld ohn« Kapitallast für den privaten Haus - unb Grundbesitz schaffen will. Diese Rentenschulb wär« in gleicher Weis« zu behandeln wie die Renten- schuld ter Landwirtschaft bei ter- Bxntenmark. Die Rente soll 5 v. H. des dreifachen DettageS ter bisher veranlagten Hauszinssteuer betragen: sie kann durch einmalige Zahlung des zehnfachen G ru n d be t r a ge s abgelöft werden und soll tunlichst allgemein durch bie Hypothekenbanken mobilisiert werten, bie I fam. d-m.«-ich ? p °°S-n ti g« G ° l dp, a nd. rpditfcrtiaen. Man fürchtet hier offenbar, briefe m entsprech^ider Höbe überlasten wur daß auch eine kurzfristige Vertagung bei ben ben. Voraussetzung ist allerdings bei Verwirk- nx&trn9 leNten Rest be« Der- lichung dieses Plans die Beseitigung der Hr auTit» in tat abrfiftungätoinm d-r h°ch- Wohnn n g«n° t g -d« und dt- unb-dingt« gerüsteten Regierungen völlig zerstören könnte. Vermeidung leder Steuererhöhung ^ine Vertagung ter Abrüstungskonferenz würde für ben Hausbesitz und für die Mieter z.B. durch mich einen neuen einstimmigen *Be- eine Wohnraumsteuer oder ähnliche Abgaben, schluh te» VölkerbundSrate« auf Grund rtflCT TRfcfi eines neuen Antrag«« einer Regierung »71 . , x « notwendig machen. Dieser Beschluß müßte noch Der Reichspräsident auf der Gamspirsch. im Laufe deS September gefaßt werden, Der Herr Reichspräsident ist, von da die Vertreter ter überseeischen Staaten bereit« I Dietramszell kommend, zur Gemsjagd in Fall Im September zur Teilnahme an der Abrüstungs- I eingetroffen und im dortigen Forsthaus bei Forst- konferenz abreisen. meister Sieber abgestiegen. Bereits bei der ersten Abendpirsch hatte der Reichspräsident einen schönen Iaaderfolg. Er konnte am Battenberg mit wohlgezieltem Schuß einen guten Dem »- bock zur Strecke bringen. daß die Naturralleiftuna doch immer nur für e i n e n I e i l ber Unterstützung möglich lein könnte, weil für die Bezahlung der Miete unb ähnlicher Ausgaben ja Bargeld notroenbig ist: es sei denn, baß man es burch Gutscheine ersetzt, bie in den Zahlungsverkehr gegeben werden können. Das ganze Problem ist deshalb sehr schwierig, weil noch keine wesentlichen praktischen Erfahrungen Donicgcn. Bisher haben nämlich nur zwei schlesische Landkreise in verhältnismäßig geringem Um- fange Versuche dieser Art gemacht, indem sie den Wohlfahrtsunterstützten Brot lieferten. Die Prüfung erstreckt sich auch auf die Frage, ob die Organisation über den Einzelhandel, den Konsumgenossenschaften geben. Seit Tagen erhält sich hier das Gerücht von einer Verschiebung ber Konferenz, die bekanntlich auf den 2. Februar 1932 angefeöt ist, und es läßt sich nicht leugnen, daß ter Gedanke einer kurzfristigen Verschiebung von zwei bis drei Monaten in den internationalen Gedankenaustausch neuerdings Fortschritte gemacht zu haben scheint. Wie man hört, wird selbst ben Kreisen ter französischen Linken eine Verschiebung bis nach ben französischen Wahlen im Mai nächsten Jahres nicht ungelegen sein, und auf englischer Seite beobachtet man jetzt den auffallend häufigen Hinweis, daß die tm Januar und Februar vorauszusehente innenpolitische Lage in England di« Abhaltung ter Konferenz im Februar erschweren würde. In Genf steht man demgegenüber In maßgebenden Kreisen des VölkerbundSsekretattatS auf dem Standpunkt, daß bie angeführten Htti- weise eine Verschiebung ter Konferenz nicht rechtfertigen. Man fürchtet hier offenbar, geschlagen, die eine Entspannung auf dem päischen Kontinent erhoffen ließen. Aber in der Meinung des britischen Volkes wogen diese außen- politischen Erfolge nicht schwer genug. Hatte Die Labourpartei bei den Wahlen vom Mai 1929 den Konservativen einen Verlust von 140 Parlamentssitzen zufügen können, so zeigten Ersatzwahlen der letzten Zeit schon ein bedenkliches Zusammen- chrumpfen der Arbeiterstimmen, und die letzte Krise wird schwerlich der Labourpartei neue Sympathien ----- _Jüan M»ytn zu übersehen, welche weitgehenden Konsequenzen sich hieraus namentlich für bie Abhaltung ber Abrüstungskonferenz selbst er- 0Vontento$.(3 neuer, owe »*oma •oedt<*K •Reoen * Schnee & Oraupem «MeDei K 6ftfiHtr.(g)Wind$tiiie. len geben die Temperatur an. Pie Linien reromdtn Orte mH gleichet eul neerejnueau umoereenneten Luftdrue» Wettervoraussage. Das von Skandinavien in südwestlicher Richtung verlaufende Hochdruckgebiet hat feine Längsachse mehr westlich gedreht, so daß das Kerngebiet jetzt in der Richtung von Südskandinavien nach Island verläuft. Dabei dehnt sich noch ein Teil hohen Drucks über Deutschland nach dem Alpcngebiet aus. In den östlichen Teil des Reiches ragt ber Einfluß der Polenstörung, so daß dort stärkere Bewölkung und vereinzelte Niederschläge auftreten. Obwohl das Bis- cayatief sich etwas mehr über Frankreich ausgedehnt und Luftdruckfall verursacht hat, dürfte für unser Gebiet vorerst noch der Hochdruckeinsluß bestehen bleiben. Dabei wird aber leichte Bewölkung bis zu uns gelangen. Die Temperaturen steigen, begünstigt durch Sonnenstrahlung, weiter an. Vorhersage für Sonntag: Tagsüber wärmer, lokale Dunst- ober Rebelbilbung, zeitweise leicht wolkig, noch meist heiter unb trocken. Vorhersage für Montag: Fortschreiten ber Erwärmung unb Zunahme ber Bewölkung. Lufttemperaturen am 28. August: mittags 18,3 Grab Celsius, abenbs 11 Grab; am 29. August: mor- gens 11,4 Grab. Maximum 18,5 Grab, Minimum 6,2 Grab. — Erbtemperaturen in 10 an Tiefe am 28. August: abends 19,6 Grad; am 29. August: morgens 12,4 Grad Celsius.. — Sonnenscheinbauer 12* Stunden. Partei und mit der Mehrzahl seiner Kollegen tm Kabinett, die in der E r h ö h u n g d e r S t e u e r n noch hinreichend Möglichkeiten sahen, bie für sie unbequeme Beschränkung bcs Sozialaufwanbes zu vermeiden. Macdonald ließ es zum Bruch kommen. Das Schicksal ber zweiten ßabourregierung war besiegelt, benn ba sie Im Parlament nur über eine Minorität verfügte, beburfte sie für bie Durchfüh- rung ihres Programms der Hilfe ber Liberalen, bie aber ohne rigorose Abstriche am Etat nicht zu haben war. Es blieb also nur ber Rücktritt übrig. Ueberblickt man bie Zeitspanne vom Juni 1929, als bie Labourpartei zum zweiten Male zur Macht gelangte, bis zum August 1931, als sie an ber Un- möglichkeit scheiterte, bie Erforbernisse einer ernsten Finanzkrise mit ben sozialistischen Grundsätzen ihres Parteiprogramms in Einklang zu bringen, fo ergibt bie Bilanz innerpolitisch eine Kette von F e hl- sch lägen. Die Milberung ber Arbeitslosigkeit glückte bem Labourkabinett noch weniger als seinem konservativen Vorgänger. Die Zahl ber Arbeitslosen ist während ber zwei Jahre bes ßabourregimes von 11 auf 2,7 Millionen gestiegen. Die Reorganisierung des Bergbaus blieb ein Torso. Der wachsenden Wirtschaftsnot konnte kein Damm entgegengestellt werden. Besser sieht die außenpolitische Bilanz aus. Des Schatzkanzlers Snowden Kamps im Haag um den britischen Anteil an ben deutschen Reparationszahlungen, Macbonalbs Amerikareise und bie ßonboner Flottenkonferenz waren Erfolge, bie auch von Konservativen unb Liberalen anerkannt würben. Auch in ber Dehanblung bes heikelsten Problems britischer Reichspolitik: I n b ien bewies das Labourkabinett fraglos eine geschicktere Hand, als bie konservative Regierung, wenn auch bas Hauptverbienst für bas bisher in Indien Erreichte, so problematisch dies Wenige immer noch fein mag, ben beiben letzten Dizekönigen Lord Reading unb Lorb Irwin zukommt. Schließlich hat bie Verständigungspolitik Hendersons Wege ein- noiAinnpn hip eine Entivannuna auf dem euro- Nürnberg, 28.Aug. (TU.) Die Vereinigten katholischen Kirchenchöre von Nürnberg und Fürth sowie die Vereinigten Militärkapellen Nürnbergs eröffneten bie Hauptversammlung bes Katholikentages in ber großen Festhalle mit ben Klängen bes „Ecce sacerdos" von A. Stier. Der Präsibent bes Ortsausschusses, Oberlanbgerichtspräsibent H a h n (Nürnberg), begrüßte bie erschienenen Ehrengäste mit warmen Worten, unter ben man ben apostolischen Nuntius Erzbischof Masallo bi Tor- regroffa sowie ben weitaus größten Teil bes beut- schen Episkopats bemerkte. Erzbischof Dr. v. Hauck Me namens bcs Episkopates ben Katholiken- inifterpräfibent Dr. Helb überbrachte bie Glückwünsche ber bayerischen Staatsregierung. Reichstagsabgeorbneter Joseph Joos wurde zum Präsidenten und Freiher von Moryau- P a f a u zum Vizepräsidenten gewählt. Der neue Prä ident schilderte dann die seelische Not, unter der die Nation heute schwer zu leiden habe. Danach gab Dr. Karl Erbprinz zu Löwenstein- Wertheim ein anschauliches Bild ber katholischen Jugenb unb ber neuen Zeit. In bem unerschütterlichen Glauben unb in ber innersten Frömmigkeit sah er bas Rüstzeug, das bie katholische Jugend zu einem unüberwindlichen Streiter für die neue Weltordnung machen soll. Gerade in der heutigen Zeit der Gottlosenpropaganda und ber Kirchenseinblich- In ten LamprechtSofenloch-Höhlen, in der Rähe von Weihbach bet Loser lSalzburg), hat , sich ein sonderbarer touristischer Anfall ereignet, öffentlichen Mittel -um Wohnung«- der glücklicherweis« ohne ernsthaftere Folgen bau und andere (Bauaufgaben mühten einge- blieb. Zwei Touristen, bi« diese Höhlen tn Beschränkt werten. Für Einschränkung der glelttrng eines Führer- besucht hatten, warte Schullaste n wird bie Frage aufgeworfen, ob durch einen W a s f e re i n b r u ch in bie Re- nicht durch eine Erhöhung ter Klcrssenfvequenzen beichöhle — ba« Grunbwasfer stieg dort 6 Meter unb ter Pflichtstundenzahl und durch eine stärkere fad) — der Rückweg abgeschnitten; bi« Begabtenauslese Einsparungen erzielt werten Gendarmerie bemühte sich sechs Stunden lang, könnten. Die Kosten der Rechtspflegedie Eingeschloffenen au retten, unb mit tem könnten durch eine Justizreform herabgesetzt wer- Amstand, baß die Flut ebenso plötzlich sank, den Auf tem Gebiet ber Wohlfahrt«- wie sie gekommen war, ist es ^u danken, day pflege müssen vertretbare Einschränkungen vor- die drei Personen aus ihrer gefahrvollen Lage genommen werden. I befreit werden konnten. Aus tem Fälligwerten von kurzfristigen Spcengffoffanfdylägc auf landwirtschaftliche Gebäude. Schulden von Ländern und Gemeinten drohe gn her Rächt zum Freitag wurden in der Ort» eine besondere Gefahr für dl« öffentlichen Hau«- Gräpel bei Bremervörde tn Abständen halte. Die Reichsregierung sei bereit, für die bon wenigen Minuten durch planmäßige Der» Gemeinten durch eine Amschuldung«- brechen vier landwirtschaftliche Ge- ottton helfend einzugreisen. Die ReichSregie- bäude in Schutt und Asche gelegt. Innung würde Ländern und Gemeinden nur In den Fällen einer Amschuldung«- aftion oder eine« Sonterzuschusse« zu ben Kosten ter Wohlfahrt«erwerbslosenfürsorg« eine finanzielle Hilfe leisten, wo sowohl tm Land al« auch in ter betreffenden Gemeinde alle« zum EtatSausgleich Erforderliche getan worden sei. Die Reichsregierung wird demnächst Mitteilungen über die von ihp selbst durchgeführten Sparmaßnahmen machen. Der Reichs- flnanzminlster wird mit tem Reichsjustizministerium Verbindung aufnehmen, um die Frage ter Reichsjustizreform tm Wege der Notverordnung zu prüfen. Endlich wird noch zwischen dem ReichsarbeitSministerium über das Problem der Arbeitslosenversicherung verhan- <* DUO n _ —— -------*^- Thorshawr 15 ■zr 13 ' o *15\ 16 ■ *4.01 JEk46 X.21 761 >6 -L Nofdo/an i iS 4° \ZO ±57 OerBau derOrthopädischen Klinik it wird an- 5, 35, um 15. diese icrunai' 35. 10, 12, 12, 10, 6, 12, Da- aber wäre die Welt für uns ohne Farben? Knegerkomeradschaft Maffia" amt Darmstadt 2524 (Kammer II - Oberbesfen *31) Fälle, beim RelchSoersorgungSge.icht Berlin und ReichSverficherungSamt in Berlin 692 Fälle. Au« den Reihen der Versorgung-berechtigten wir» — Rlter-tum-sunde In Siesten. Während de- jetzt vollendeten Abbruch- des Hause« Walltorstrahe-Scke Dammstraste wurden nach Mitteilung des Städtischen HochdauamteD zwei Ofenplatten gefunden (wahrscheinlich au» Hirzenhain). Ruf der einen Platte ist die Rückkehr de- verlorenen Sohne- In Bild und Schrift dargcstcllt (etwa Mitte de- 17. Jahrhunderts): auf der anderen ein Stück au» der Erschaffung der Welt (etwa Mitte de- 18. Jahrhundert-). Ferner fand sich in einer Decke ein Stück Hol» au» dem alten Portal dcS durch Umbauten ftarf ®» kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140 bis 150 Pfennig, Matte 30 bi« Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 8 bi« Weißkraut 8 bi- 10, Rotkraut 10 di- gelbe Rüben 8 bi- 10, rote Rüben 10 bis veränderten Untergeschosse-, aus dem wohl der Tag der Erbauung (19. September», aber nicht da- Jahr angegeben ist. AI» Bauze genommen: erste Hälfte de» 17. Jahrhundert«. Den interessantesten Fund machten die Rrbeiter ken etwa 80 ,Hassia"-Kameraden bei Fürsorgebehörden mit. Die Kriegerkameradschaft .Hassia" trug sämtliche Kosten, die die Fürsorgetätigkeit benötigte. Don der Kriegerkameradschaft .Hassia" wurden da» 3ugendwesen und das Kleinkali - berschiesten geförbert. Jugend- und Kleln- kaliberschützenabteilungen sind In so großer Zahl erstanden, daß diese Tätigkeitsgebiete heute schon zu den wesentlichsten Arbeiten deS Verbände- gerechnet werden müssen. Die .Hassia" umfaßte 1930 in 38 Bezirken und 779 Vereinen (-f-14 gegenüber 1929) 56 843 ordentliche Mitglieder (Oberhessen: 18 Bezirke, 349 Vereine und 19 095 Mitglieder) 3n den Schühenabteilungen waren 1930 weitere 4387 (Oberhesssn 1717), in den Hassic^Iuaendgruppen 1862 (Oberhessen 556) Kameraden und Zungman- nen eingegliedert. Die Reubildung von Schühenabteilungen und Iugendgruppen geht auch im Jahre 1931 rege weiter. Da» Kleinkaliberschießen sindet immer mehr Eingang: 191 Schießabtcilungen pflegten diesen Sportzweig. Den schwierigen wirtschaftlichen Derhält- nissen Rechnung tragend, wurden auch Im Berichtsjahre für notleidende Mitglieder durch den Verband größere Geldbeträge gezahlt. So wurden aufgewendet aus Verbandsmitteln 13625 Mark für allgemeine Unterstützungen, 4238 Mk. als Zulage- und Weihnachtsspende für Veteranen von 1870/71 und früherer Kriegs an Waisen anläßlich ihrer Konfirmation 1250 Mark. Rätselhafter Tod eines Kindes. Die Bewohner unsere» Rachbarortes Leihgestern wurden gestern gegen Abend durch ein tragisches Ereignis im Hause de» früheren Sisenbahnbeamten und jetzigen Landwirts Karl B r ü ck e l. Zahlgasse, in große Aufregung verseht. Drückei war mit seiner Frau in den ersten RachMiltagSstunden auf dem Felde tätig, während sein 10 3ich re alter Sohn Han» Brücke! bild Uhr in der Schule weilte und von den Eltern beim HinauSfahren zur Feldarbeit noch aus dem Turnplatz gesehen worden war. Gegen 17 Uhr kehrten die Eltern vom Felde heim, um Kaffee zu trinken. Sie fanden da» Wohnhaus in gewohnter Weise verschlossen vor, trafen aber ihren 3ungen nicht an, so daß sie der Meinung waren, der Knabe befinde sich irgendwo im Doria. Rach der Desperpause wollten die Leute wieder zur Feldarbeit zurückkehren, kurz zuvor beaab sich der Mann aber noch in da» Obergeschoß de« Hause-, um dort etwas zu holen. Hier fand er Die Kriegerkameradschaft .Hassia" betreute im 3ahre 193?, nach dem 3ahre-bericht der .Hassia", 17 914 versorgung-berechtigte Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene. gegenüber 15 866 im 3ahre 1929. ®» wurden vorbereitet und vertreten beim Hessischen DersorgungSgericht und Oberversich amt Darmstadt 2524 (Kammer II - Ob Bornotizen. — Tageskalender für Samstag Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die blonde Nachtigall". — Tageskalender für Sonntag. Licht- spielhaus, Bahnhofstraße: „Am großen Strom", 11.15 Uhr. — Mto.: Wanderung, Abmarsch 7.30 Uhr. — Guttempler-Loge „Hassia": Lichtbildervortrag 20 Uhr, Großer Hörsaal der Universität. — Daldeslust: nerhalb einer Stunde brannten vier Feldscheunen mit großen Srntevorräten nieder. Roch während die Feuerwehr den ersten Brand bekämvste, stand eine etwa 200 Meter entfernt liegende Scheune plötzlich in ihrer ganzen Breite in Flammen. Die Erntevorräte sowie 3o Schweine verbrannten. Die allgemeine Aufregung steigerte sich, al» wenige Minuten später eine dritte Scheune unter deftigen Detonationen in Flammen ausging. Auch hier fielen elf Schweine und die wertvolle Ernte dem Feuer zum Opfer. Die Erregung der Bevölkerung erreichte ihren Höhepunkt, al» unmittelbar darauf eine vierte große Scheune aus die gleiche Weise vernichtet wurde. Landjägerei und Staatsanwaltschaft erschienen sofort an der Brandstelle. Die Drandstiftunaen sind offenbar planmäßig organisiert. Es handelt sich vermutlich um einen Anschlag auf die Srntevor- röte. Don den Tätern fehlt jede Spur. Bluttat einte Jugendlichen. (Ein Waldwärter überraschte am Freitag im Walde bei Stralsund zwei Jugendliche bei Schieß- Übungen und nahm sie fest. Auf dem Wege zur Polizei fielen die Verdufteten. der 16jah- rige Schlosserlehrling (Eoloffer und der löiährige Laufbursche Breese, über den Waldwärter brr Colosser zog seine Pistole und gab mehrere Schüsse ab, durch die der Wärter und eine in der Nahe befindliche Frau verletzt wurden: Bei der Verfolgung erhielt der Täter einen Schuß in den Oberschenkel, kannte aber trotzdem zunächst entkommen, wurde aber in der Wohnung der (Eltern ermittelt. Beim Nahen der Polizei brachte er sich einew Schuß bei und starb auf dem Wege ine Krankenhaus. (£• wurde festgestellt, daß Colosser die Waffen und die Munition bei einem Einbruch in ein Daffengeschäft gestohlen hatte. beim Betreten eine- Zimmer- seinen Sohn bewußtlos in einer großen Blutlache am Boden liegend schwer verletzt auf. DaS Kind hatte eine Schußwunde im Kopfe, die durch einen glatten Durchschuß von der einen Schädelseite zur anderen herrührte. Die außerordentlich bestürzten Eltern riefen sofort ärztliche Hilfe herbei, jedoch konnte der Arzt nicht» ankere» tun, al» das bedauernswerte Älnb schleunigst nach der Ehirurgischen Klinik .in Gießen zu bringen, wo e» im Laufe der letzten Rächt verstorben ist, ohne da» Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Sine Schußwaffe wurde bei dem Kinde, oder in dem Zimmer nicht aufgefunden. Die Ermittelungen de» LandeSkriminalpolizeiamteS Gießen wurden gestern abend sofort ausgenommen, jedoch ist der ganze Vorgang bi» zur Stunde noch in Dunkel gehüllt. Die Polizeibehörde begab sich heute früh zur weiteren älntersuchung wieder nach Leihgestern. Gießener Wochenmarktpreise. Aus Oer Provinzialhauptstadt. Gießen, den 29. August 1931. Oie Welt im Licht. Wo» die Welt wohl für un» wäre ohne den farbigen Glanz, der jetzt wieder so freigebig über sie sälltl Die Sonne steigt empor hinter dem Wald. Lange vorher schon kündet sie sich an. Hebet den Bergen leuchten die Wolken auf in rosigem Schimmer, und die Hänge selbst, die soeben noch grau und einförmig balagcn, find von freundlichem Licht überflutet Die lauten Stimmen deS Tage- schweigen noch: desto eifriger werfen die Vögel ihr Zubellled in den Jungen Tag hinein. Run hat da- strahlende Gestirn die Höhe erklommen und blickt ungehindert in» Teil hinein, auf die Giebel der Häuschen, die hingestreut scheinen, wie wenn sie willkürlich streuender Hand entfallen wären, und doch sinn« und zweckvoll dem Bach folgen, an Straßen entlang erstellt worden sind und Besiherfreude und Besitzersorge haben. 3n den Fensterscheiben sunkelt das Licht, findet zugezogene Gardinen und weckt da und dort einen Schläfer, der sich die Augen reibt. Ein Funkeln und Glänzen ist über der Welt, daß sie eine ganz andere scheint, al» sie vor Tagen war, wo der Himmel grau und verdrossen auf sie herniederblickte ... Die Mittagsglocke läutet Machtvoll ist die Sonne über das weite Firmament gezogen. Darm liegen die steilen Strahlen im Tal, und eine Lichtfülle ist auf den Dächern, auf den farbigen Giebeln, daß sich da- Auge schmerzhaft schließt und doch immer wieder bewundernd nlebcrblldt auf den Farben- und Formenreichtum zu den Füßen. — 3n den Gärten blühen die Dahlien, Elemati- und wie sie alle heißen, die Kinder Flora- und deS Sonnengottes. Einige Stunden später, und die Sonne steht wieder an einem Bergrande, schickt schräge Stcah- len inS Tal und wirst die Schatten weit über die Berglehnen hinunter. Weich und zärtlich ist diese» Licht wie wenn efl die Dinge noch einmal liebkosen möchte, bevor sich die Dunkelheit auf sie niedersenkt und die Farbe erstirbt. Rot glühen die Dächer und Giebel, und golden spiegelt sich da» Licht der scheidenden Sonne in den Fenstern. Zarter Dust schwebt über dem Walde, und die Wolken über den Höhen ziehen wie brennende Schisse über das lichte Blau. Hnd wieder nur kurze Zeit. Das Licht ist erloschen. Die Berge stehen schwarz, und schweigend ruht die Welt wie ein Riese, der ein Geheimnis hütet Der Himmel ist dunkel, und man weih nicht, ist er näher oder ferner als am Tage. 2ln den Häusern leuchten die Fenster wie Lämpchen, friedlich und matten Lichts. Da zieht e» tote Silberlicht in der fernen Talsenke heraus. Wölkchen wandern über den weißen Grund und fangen einen Teil jene- Leuchten- ein Heller und kräftiger wird da- Leuchten, und jetzt hebt sich schimmernd der Mond empor. Roch berühr! er die Zackenkrone deS Walde-, und die Schatten eilen unsicher hin über die Weite Doch nun hat er sich ganz von der Srdenschwere befreit, schwebt über der Welt, in die zarten Wolken hinein, die schimmern wie lichte- Wellengekräusel. Samten sind die Schatten Im Tal, und wo da» Licht die Umrisse erhellt, ist e». wie wenn man eine schimmernde Perlenkette um sie gelegt hätte. Und da- nur ein einziger, von Sonne übet- In einer Mauernische, in der ein kleiner versiegelter Sack einqeschlossen axrr. Bei Ocffnung sanden sich etwa 120 bi» 150 Blätter, teils sehr von Motten und Mäusen zerfressen, au» der Korrespondenz de» HolbankierS Mark 3 o s e f au» Wetzlar vor. Die Briese stammen au» der Zelt von 1724 bl» 1735 und besitzen teilweis« noch die sehr feinen, sauberen Siegel der Rechtsanwälte Kaufleute usw., mit den der Bankier geschäftliche Beziehungen hatte Vielleicht werden wir in einigen Tagen Lichtbilder der wichtigsten Fundstücke Im Dilderkasten an unserem Geschäftshaus zum Aushang bringen können. Sin AuS- toerten derselben soll später erfolgen. •• Für Motorräder gesperrt! Zn dem neuesten Amtsoerkündigungsblatt wird eine Ergänzung zur Polizeioerordnung über die Derkehrsrege- iung in der Stadt Gießen veröffentlicht, nach der in Zukunft die Johannes st raße von Neuen Baue bis Plockstraße, die Liebig st raße von Frankfurter Straße bis Ludwigstraße, die Klinik- ft raße von Frankfurter Straße bis Uhlandftrahe und die Friedrichstraße von Frankfurter Straße bis Röntgenstraße für Motorräder gesperrt sind. Die Sperrung tritt sofort in Kraft. Zuwider- handelnde können mit einer Geldstrafe bis zu 150 Mark belegt werden. "KündigungdesAngestelltentarlfs. Wie uns mitgeteilt wird, hat der Arbeitgeberverband für Lahngau und Oberhessen den Gehaltstarif für Die Angestellten und Werkmeister in Oberhessen zum 30. September gekündigt. Der Zeitpunkt der Der- Handlungen über den neuen Tarif steht bis jetzt noch nicht fest. •* Nur Durchschreibe-Ouittungen sind gültig. In einer Bekanntmachung der Stadtverwaltung im heutigen Anzeiaenteil wird darauf hingewiesen, daß nur die aus Durchschreide- büchern ausgeschriebenen Quittungen des städtischen Pfandpersonals Gültigkeit haben. e* D l e Museen und der Heldenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 älhr bet gewöhnlichen Preisen geöffnet. •• Dr. Hugenberg kommt nach Gießen. Wie man uns mitteilt, wird voraussichtlich am Samstag, 24. Oktober, Dr. H u g e n b e r g, der Vorsitzende der Deutschnationalen Dolkvpartei, in Gießen (Volkshalle) sprechen. ** Weihe Woche bei Schmücker. Dis Firma 3. Schmücker, Marktstraße, veranstaltet in diesen Tagen eine .Weiße Woche", für deren Ausgestaltung man eine besondere Form gewählt hat. Die Dekoration der Schaufenster und vis Ausstattung in den Verkaufsräumen ist in holländischem Stil gehalten. Aus unendlich vielen blauen und weißen Papierservietten wurde z. B. kunstvoll eine holländische Windmühle gebaut, die dem Verkaufsraum im Erdgeschoß da» besondere Gepräge gibt. Um da» .Milieu" zu wahren, ist da- DerkausSpersonal auch .auf holländisch auSgestattet" worden: die Mädchen präsentieren sich in der freundlichen blautoeißen Tracht der Holländerinnen, während die jungen Märmer in weiten Pluderhosen und der bunten Sacke mit der hohen Mütze ihrer Arbeit nachgehen. Die originelle Aufmachung dieser Weißen Woche dürfte sicherlich lebhaftem 3nteressr begegnen. "SinheitSkurzschrift. Der Kurzschriftverein von 1861, der am 13. August auf ein 70- jähriges Bestehen zurückblicken konnte, eröffnet am Montag, 7. September. 19 Ahr, in der Doethe- schule (Westanlage) wiederum einen Ansängerlehrgang in der deutschen SinbeitSkurzschrist. Die gleichzeitig beginnenden Fortbildungs- und Dik- tailehrgänge geben weiterhin Gelegenheit, sich in der Beherrschung der Kurzschrift auSzubilden. RähereS ist auS der heutigen Anzeige zu ersehen. Aus dem Amisverfündigungsblatt. * Das AmtSverkündigungSblatk Olr 60 vom 28. Auaust enthält: Die Erhebung einer Diersteuer in der Gemeinde Hausen Stock- Hausen und Göbelnrod. — EchlachthauSanlage des Ludwig Doge! VI. in Mainzlar. — Kraft- sahrzeugverkehr in der Gemeinde Lollar. — Die Verkehrsregelung in der Stadt Gießen. — Krast- droschkenwesen in der Stadt Gießen. — Dienstnachrichten. Seit 3adre-frift ist auf dem Grundstück »toi» Wxm der Gasskhstraße. der Freillgrakhstrahe und Kömeritraße. in unmittelbarer Rähe der Heilstätte SelterSberg, der Dau der Orthopädischen Klinik im Gange. 3n wenigen Wochen, zu Anfang Oktober, wird der Bau, Der unter der Oberleitung de» Stadtbaurat» Grave r t errichtet toirtK beendet werden. Am 9. Oktober soll die neue Klinik in die Verwaltung de» Bauherrn, de» Hessischen Fürforgevereln» für Krüppel tn Darmstadt, über gehen. Der dreiteilige Bau gliedert sich tn den Behandlung-bau (mehrgeschossig), den eingeschossigen Bettenbau und in den Verbindungsbau. der die Turnhalle enthält, die zugleich auch al» Hörsaal Verwendung finden wird. Da- Gelände ist Insgesamt etwa 6000 Quadratmeter groß, von Denen etwa 2500 Quadratmeter auf den mit Hainbuchen- hecke umgrenzten und mit etwa 60 Obstbäumen bestandenen Gpielwiesengarten entfallen, während der übrige Teil auf die Gebäude selbst, den großen Vorgarten und auf den zwischen dem Behandlungsbau und dem Bettenbau gelegenen Turnhvf entfällt. Die Klinikräume sind auf zunächst 80 Patienten berechnet, e» ist aber Vorsorge getroffen, daß auch 100 Patienten In den Räumen un ter gebracht werden können. Für späterhin bestehen Erweiterung-Möglichkeiten für den Bet len bau wie für den Behandlung-bau. Der Behandlungsbau al» Kernstück der gesamten Klinik liegt mit der Front nach der Klinikstraße zu und btlbet durch seine Ausführung in weißgelben Klinkern einen sehr wirkungsvollen Abschluß der Klinikstraße. 3m Kellergeschoß befinden sich die mit elektrischer Heizung versehene Küche samt den Rebenräumen, die Heizung, die orthopädischen Werkstätten. AusenthaltSräume für die Lehrlinge und Lagerräume. Don diesem Geschoß au», bat in allen Teilen hell und luftig gestaltet ist, kann man unmittelbar anschließend in die Räumlichkeiten unter der Turnhalle und unter den Betten bau gelangen: unter der Turnhalle ist ein kleine» Dureauzimmer für die Küchen Verwaltung, ferner ein Räh- und Bügelzimmer vorgesehen, weiter befinden sich hier Kühlräume und Kellergelah. Sin Verbindung-gang führt von der Küche au» zwischen den Räumen unter der Turnhalle hindurch bi» unter den Dettenbau, zu dem die Speisen auf einem TranSportwagen von der Küche hesangeschasst und durch einen Aufzug nach oben befördert werden. Der Der- bindung-gang findet dann seinen Anschluß in rechtem Winkel wieder an da» Kellergeschoß und den Behandlung-bau. Da» LrdgeschoßdeS Dehandlungsbaue- hat sein Hauptpvrtal an der nördlichen Seite nach der Freillgrathstrahe zu. Hier gestattet eine dreiteilige Flügeltür den bequemen Transport von Patienten auf Tragbahren, die breitfeitig au» Fahrzeugen vor dem überdachten Portal In die Eingang-Halle hereingehoben werden können. Unmittelbar gegenüber dem Haupteingang liegt die Turnhalle, die nach Süden zu mit Fenstertüren vom Fußboden bi» jjur Decke ausgestattet ist, damit Sonne und Llcht in ausgiebigstem Maße Einlaß finden können und zugleich den Insassen der Klinik der bequeme 5>erau«tritt au» der Turnhalle zum Turnhos möglich ist. Recht» vom Haupteingang befinden sich im Behandlung-bau da» Pförtnerzimmer. die Räume der Verwaltung, Warteraum für Pattenten, Untersuchung-räume für ambulante Behandlung, weiterhin Röntgenraum, die Ehefarztz immer, Operatton-räume für Mutige und unblutige Operationen, Sterilisation-raum, Laboratorium usw. Sämtliche Räume sind den neuzeitlichen Erfordernissen enttprechend in den räumlichen Au-mahen gestaltet, ferner ist alle» vorgesehen, toa» für die moderne klinische und orthopädische Behandlung notwendia ist. 3m Oberaeschoy befinden sich im überhöhten Mittettrakt die Wohnungen und der Aufenthalt-raum für die Aerzte. im südlichen Teile die AusenthaltSräume und Wohnungen für die Schwestern, Lernschwestern und Hel'enn- nen. Ferner sind alle modernen Rebenräume zu den Wohnungen tn bequemer Gestaltung und guter Raumbemessung vorhanden. Der Betten bau liegt parallel zum Hauptgebäude und ist ein- schossig durchgcführt. Sr hat al» Unterkellerung, tote schon erwähnt, nur einen Flurraum al» 3ubringertoeg der Speisen au» der Küche zum Anrichteraum. Dom Hauptbau au», an der Tum- halle vorbet, passiert man im Bettenbau zunächst die AusenthaltSräume für Männer, ferner die Krankenstationen der Männerabteilung. Daran schließen sich an je zwei Räume für Knaben. Säuglinge. Mädchen und Frauen, schließlich der Aufenthaltsraum für Frauen und Mädchen. Alle diese Räume entsprechen den Anforderungen nach viel Licht und Luft in hohem Maße. Die Krankenzimmer sind so eingerichtet, daß sie den Vorteil der stärkenden Frühmorgensonne in vollem Maße besitzen, die 3nsassen aber vor der Einwirkung der sengenden Sonnenstrahlen am Mittag und Rachmittag durch ausgiebige Schattenspendung schützen. Breite Türen vom Fußboden bi» zur Decke bieten die Möglichkeit, die Kranken in ihren Betten bequem au» den Zimmern in den Garten zu transportieren, damit sie dort den für ihre Heilbehandlung außerordentlich großen Vorteil der Frischluftbehandlung ständig genießen. 3n dem Beitenbau befindet sich auch eine Privatstation mit mehreren Zimmern, damit allen Ansprüchen der Heilung suchenden Pattenten genügt werden kann. Umfangreiche (Barfenan lagen werden dem Bau zur äußeren Zierde gereichen. Dor dem Hauptbau wird link» vom WirischastS- eingana ein Gemüsegarten angelegt werden, auf der rechten Seite wird sich ein Blumengarten für bie Schwestern anschließen. Seitlich de» Haupt- einganges sollen Rasenflächen geschaffen werden; ha» große Garienstück neben dem Dettenbau wird durch Sinsäen von VraSsamen zur Spielwiese gestaltet. Der Gesamleindruck dieses flllnifbauei ist schon heute, da die Werkleute tn den Räumen noch eifrig hantieren, ein sehr guter. Man darf sagen, daß der bauleitende Architekt, Stadtbaurat G r a v e r t, mit diesem Dau ein Werk schaffen wird, da» sich durch seine schlichten und schönen Dausormen, wie auch durch die Gestaltung In allen Einzelheiten in jeder Weise sehen lassen kann. Der Hessische Fursorgeverein für Krüppel und die Kliniken unserer Stadt werden auf diesen Dau zum Besten der leidenden Mitmenschen mit Stolz blicken können. „Die Fledermaus", öd)aaplanrnübertrogung —< Verein Rudersport und Akademische IRuberabteilungl Herdstregatta, Book-hau», Vorrennen 8.30 Ubr, Hauptrennen 14 Uhr — Lichtspielbau», Bahnhof- ftraße: „Die blonde Nachtigall". — Au» dem Stadttheaterbureaii wird uns geschrieben: Da die für btt Sommer» spiclzelt 1931 vorgesehenen Gastspiele auswärtige« Bühnenkünstler beendet sind, wird die 3ntendanz die Sommerspielzeit mit Aufsührungen durch ba» eigene Ensemble beenden, ilnb zwar sind für den Spielplan noch vorgesehen da- Dolk-stück .Alt- Heidelberg" von Mever-Förster, sowie die Komödie .Der Garten Eden" von ‘Dernauer und Oefterreicher Die meisten Mitglieder de» Ensemble» 1931 32, vor ollem die Dlcuengoü irrten. werden Gelegenheit haben, sich dem Gießener Publikum in dielen beiden Ausführungen vorzustellen. .Alt-Heidelberg" wird am Sonntag, 6 September. 19 Ubr in völlig neuer 3nszenierung (Spielleitung: Karl Dolck) erstmalig zur Aufführung gelangen. Spinat 20 bi» 25, Römischkohl 8 bi« Dohnen 15 bis 25, Unterkohlrabi 5 bi» Tomaten 15 bi» 20, Zwiebeln 10 bi« Kürbi« 5 bi« 6, Pilze 20 bis 25. Honig 40 bi» 50 Kartoffeln 3,5 bi« 4 (pro Zentner 3 bi» 3,50 Mk.)' Frühäpfel 10 bi« 15, Falläpfel 4 bi« “ Dirnen 10 bis 20, Dörrobst 30 bi« w Pfirsiche 40 bis 60, Preihelbeeren 35 bi« 40 Brombeeren 30 bis 35. Zwetschen 15 bi« 20 Mirabellen 30 bis 35. Reineclauden 10 bi« jg- Hähne 90 bis HO. Suppenhühner 90 bi« 100 Pfennig pro Pfund: Eier 9 bi« 10. Salat 5 bi« 10 Blumenkohl 30 bis 70. Endivien 10 bi« 15* Salatgurken 10 bis 20, Einmachgurken 2 bi« 4 Oberkohlrabi 8 bis 10, Sellerie 10 bi« 20,' Lauch 5 bis 10. Rettich 10 bis 15. Tauben 50 bi« 70 Pfennig pro Stck.; Radieschen 10 bi« 15 Pf. pro Dd. glänzter Tag, und sein Farbenwunder nur flüchtig skizziert. Wer vermöchte denn auch, seine Farben und Schönheiten mit Worten zu schreiben? Erfahrung von t - Fabrlklager: Werner Gerson, Frankfurt a,H., HohenetanfenstraBe 5, Tel. 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August 1931 Ein hilsioser Liebesbrief. Don Manfred Hausmann. Ditte betrachten Sie diesen Brief nicht mit Mißtrauen, verehrte gnädige Frau, auch wenn Sic die Handschrift nicht kennen, auch wenn am Schluß kein Name steht. In Wirklichkeit handelt es sich um ganz etwa- anderes. Ich sollte Sie auch nicht mit gnädige Frau anreden, und mein Name hat mit dem. was ich Ihnen sagen möchte, nichts zu schassen. Äebrigens würden Sie, wenn ich ihn hingcschrieben hatte, nichts mit ihm an- zufangcn wissen. Nein, bitte, werfen Sie den Brief noch nicht weg. lesen Sie noch ein bißchen weiter! Diclleicht empfinden Sie zuletzt eine kleine Freude oder irgend so ein weheS Gefühl von Glück. Cs ist unter Umständen möglich, ich weih eS nicht. Erinnern Sie sich, dah Sie gestern abend gegen sechs Uhr in einer Horchlimousine den Kurfürstendamm entlang fuhren? Erinnern Sie sich, dah Ihr Wagen an der Leibnizstrahc halten muhte? Erinnern Sie sich, dah sich, nachdem Sie ein paar Sekunden gewartet hatten, ein Taxi neben Sie schob? Erinnern Sie sich ... Oder ich will mich anders ausdrücken: der Mensch, der in dem Taxi sah, war ich. Es geschah ganz unabsichtlich, dah ich mich vorbcugtc und durch die Scheibe seitwärts hinausblicktc. Da bemerkte ich Sie in Ihrem Wagen. Lind da hielten Sie mit der einen Hand den Kragen Ihres Mantels vor Ihrem Mund zusammen und drückten die andere abwechselnd gegen Ihre Nase und Ihre Augen. Mir fällt ein. dah ich gleich am Anfang dieses Briefes hätte sagen müssen, Eie sollten ihn nur dann lesen, wenn Ihnen immer noch so schlimm zu Mute ist wie gestern abend, als Eie in Ihrer Limousine sahen. Falls sich inzwischen alles verändert hat und Ihnen wieder leicht und hoffnungsvoll ums Herz ist. zerreihen Sie das Papier lieber. Aber ich glaube es nicht. Wir haben uns ein paar Sekunden lang in die Augen gestarrt. Das verschiedenartige Licht der Schaufenster und der Reklamen wehte über Sie hin. über Ihre Hände und über Ihre Augen. Ihre Augen ... Liebe gnädige Frau, Sie sollen jetzt nicht rot werden! Deshalb schreibe ich ja diesen Brief, damit Eie, wenn Eie zufällig wieder einmal an den betreffenden Augenblick denken, nicht aufstehen und hin und her wandern vor Echam. Nur deshalb ... jedenfalls hauptsächlich deshalb ... sozusagen ... Entschuldigen Eie, dah alles so durcheinandergeht. Ich sitze im Zug Oer Weg ins Freie. Don DrXSng. h. t Lonrat) Matschoß, Professor an der Technischen Hochschule (Lharlotienburg, Dorssandsmitgl. d. Dereins deutscherZngenieure. Zeiten der Not. Wirtschaftskrisen und Perioden politischer Unruh« wiederholen sich im Ablauf der Menschheitsgeschichte immer aufs neue. Ich bin ein Derehrer des bekannten Schweizer Historikers Jacob Burckhardt, dessen geistvolle, markante und überaus klare Darstellungsweise mich immer wieder fesselt. Seine Schilderung von der Krisenstimmung der sechziger Jahre darf heute ein durchaus aktuelles Interesse beanspruchen. Burckhardt schrieb damals, die Not sei mit der zerstörenden Gewalt einer Naturkatastrophe hereingebrochen, sie hcrbe ak.er auch die reinigende Kraft eines schweren Gewitters gehabt. Auch für uns kann die Notzeit diese reinigende Kraft besitzen, toenn wir die Zeichen der Stunde richtig zu deuten wissen. Die deutsche Wirtschaft — das haben uns die letzten Wochen zur Genüge gezeigt — sieht sich vor die überaus schwierige Aufgabe gestellt, sich aus eigener Kraft herauszuarbeiten. In einer Zeit schwerster internationaler Erschütterung heiht es für uns aus eigener Kraft wieder hochzukommen. Das ist unsagbar schwer. Lind doch müssen wir uns durchringen, tvollen wir unseren von wirt- schastlichem und politischem Zusammenbruch bedrohten Staat retten. Wir müssen Nerven behalten, die verworrenen Probleme unserer Zeit klar durchdenken und furchtlos die Folgerungen daraus ziehen. Je schwerer die Not. desto dringender die Ausgabe, gemeinsam am großen Ziele zu arbeiten. Dor allem müssen wir uns einer eisernen Sparsamkeit befleißigen und es lernen, Opfer zu bringen. Leider haben wir bisher vielfach die Gefahr nicht erkannt und in der Sparsamkeit wie im Opferbringen zu gerne unseren Zeitgenossen den Vorrang gelassen getreu dem alten Sprichwort: Ich bitt' dich heiliger Florian, verschon mein Haus, zünd airdere an. Aber Halbheiten nützen frcnite nicht», wir müssen alle an demselben Strange ziehen, sonst kommen wir nicht über den Berg. S» läht sich nun einmal nicht vermeiden, dah bei diesen Sparmahnahmen auch gewisse Abstriche für DUdungSausgaben gemacht werden. Im Inge nieurberufe liegen die Derhält- niflc besonders traurig. Eine ungeheuere Not lastet auf dem Stand. Jährlich bleiben heute etwa 4000 Absolventen stellungSlos. LInsere technischen Hochschulen sind überfüllt und e» besteht die Gefahr, dah die Masse der vorhandenen Alademibrr die Dvraussetzung der Qualität ersttckt. Selbst wenn die jungen Menschen die Hochschule längst hinter sich haben, bietet sich ihnen vielfach keinerlei Aussicht auf Anstellung oder nur eine Arbeitsgelegenheit. Ein felbständiges Disponieren ist nahezu ausgeschlossen und die Entwicklung einer geschlossenen Persönlichkeit außerordentlich erschwert. Llnd dabei ist gerade die Pflege der Perfönlichkeit bei unserem Nachwuchs eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Ausstieg. Wir brauchen heute dringend charakterfeste junge Leute mit Inittative, Derantwor- tungsacsühl und Begeisterung. Wie sich in der Industrie die persönlichen Qualitäten des Führers geändert haben und auS dem patriarchalisch eingestellten kleinen Unternehmer der weitblickende. international interessierte Führer mit dem intuitiven Blick für die gegebenen Möglichkeiten getreten ist. so bedarf es auch bei unserem Nachwuchs der Männer, die in einer selbstlosen der Allgemeinheit nützlichen Arbeit ausgehen. Bei der Aufgabe, die Wirtschaft unteres Vaterlandes ohne die Antriebskraft ausländischer Kredite neu auszubauen, gewinnt die Technik eine besondere Bedeutung. Es ist ebenso falsch wie unklug die Technik für di« Arbeitslosigkeit verantwortlich zu machen nur weil die durch sie eingeleitete Rationalisierung zu einer zeitweiligen Ausschaltung Arbeit-williger aus dem PrvduktionSprozeh führte. Auch ohne Wirtschaftskrise wäre Deutschland zu einer Ratto- nalisierung gezwungen gewesen, wollt« es auf dem Weltmärkte weiterhin konkurrieren. Die Gewerkschaften selbst haben ja auf die Notwendigkeit einer solchen Rationalisierung immer wieder hingewiesen. Hat nicht die Technik zu einer ungeheuren Bereicherung unseres Lebens beigetragen? Hat sie nicht in Zusammenarbeit mit der Wissen- schast tausendfältig zu einer Vertiefung unseres Daseinsgenusies und zu einer Erleichterung des Lebens geführt? Hat technisch-wissenschaftliche Forschung nicht ungezählte neue Industrien auskvmmen lassen, in denen heute Millionen von Arbeitern und Angestellten ihr Brot verdienen? Hat sie nicht schon unendlich viel dazu beigetragen, durch Erschließung neuer Rohstosse im eigenen Lande die Einfuhr zu verringern und die Ausfuhr zu erhöhen? Wir müssen uns davor hüten, die Entwicklung der Technik unter dem eudämonisttschen Prinzip zu betrachten. Fortschritt heißt Kamps. In der Geschichte der Technik wie in der Weltgeschichte spiegelt sich dieser Kampf wider. Wir dürfen auch nicht die Technik als Selbstztoeck betrachten, sondern müssen hinter ihr des Menschen Geist und seinen Willen sehen, auS dem sie erwachsen ist und dem sie wiederum dient. Die Maschine steht jenseits von Gut und Döse. Dieselbe Maschine druckt ebenso ein kommunisttsche» Manifest, do- zu Dürgerkriegen aufruft, wie sie den begeisterten Aufruf eines Patrioten druckt, der alle edlen Kräfte im Volke zusammenfassen will. Der Weg der Menschheit geht stets im kurven- mähigen Ablauf vor sich Wer er geht doch nach oben. Jeder Fortschritt ist nur da- Sprungbrett für einen weiteren Fortschritt und jede Lösung eines Problem- trägt den Keim zu neuen Problemen in sich Dor solchen schtverwi egenden toirtschastlich- technischen Problemen stehen wir freute Was wir freute frei un» vor allem zur LIefrerwindung der Schwierigkeiten nötig haben, ist neben der Achtung vor der Ansicht deS Nächsten da- ehrliche Bestreben einer wahrhaft nationalen Zusammenarbeit. Lind noch etwa- anderes brauchen wir. Wir brauchen den Glauben an die Zukunft und da- Vertrauen in^dte eigene Kraft. Noch besitzen wir ungeheuere Reserven in unseren Gehirnen, in unserem Lebenswillen, in unserer Schassenssreude und in dem verbissenen Entschluß: Nun gerade! Wir werden den siegreichen Ausstieg au- der Krise erleben, wenn wir uns solche Eigenschaften erhalten. In unserer Jugend ruht unsere Zukunft, und es ist für mich eine besonders erfreuliche Feststellung, daß wir da- Vertrauen in diese Jugend haben dürfen. Der je gesehen hat. wie stark, trotz Kampf und Not, der Glaube an den Ausstteg frei unseren jungen Ingenieuren und Wissenschaftlern ist. der wird verstehen, daß wir nicht zu verztveiseln brauchen. Qlafgabe der Aelteren aber ist es, dieser Jugend den Weg zu bereiten, ihr die Hoffnung auf die bessere Zukunst nicht zuschanden werden zu lassen! Die Stadt der Millionäre. eon Dr. Gustav W. ttberlem Zürich, im August. Dem Moloch Krieg entronnen, verschont von Revolution und Inflation, von keiner Seite in ihrem nationalen Empfinden bedroht, geschützt von einem Heer, das absolut dreimal und relativ fünfzehnmal fo stark ist wie da- deutsche, reich und betriebsam, hat die Schweiz in ungebrochenem Aufstieg eine Blüte erreicht, tote sie um die Jahrhundertwende kaum geahnt werden konnte. Dank feinem Fleiß, seiner Sparsamkeit, seinem tief ausgeprägten Familiensinn und feiner Abneigung gegen jede Einmischung in die Händel der großen Welt ist dem »Voll der Hirten' eine Nation entwachsen, die faU wider ihren Willen wieder eine politische Bedeutung gewonnen hat, sei eS auch nur als Pufferstaat und Umschlageplatz für die Geschäfte der Außenministerien Europas. Ein Schulbeispiel für die Entwicklung zur Wohlhabenheit durch eine lange Friedensperiode, ist die Eidgenossenschaft aber ungemein rührig als Faktor in der Wirtschaftspolitik. Sie kann es sich leisten, im unsichtbaren und dennoch so mächtigen Finanzparloment der Staaten mitzureden, ruht doch in den Gewölben der Nationalbank eine runde Milliarde Gold, find doch ihre Banknoten derart Überdeckt, daß sie zeitweilig immer wieder mehr fleiten als der gleißende Mammon. Die große Kri- is hat das Land kaum gestreift, allein im letzten halben Jahre verdoppelte sich der Goldbestand! Nur das „gemarterte Frankreich" droht noch schneller im Gold zu ersticken, nur in dem „für immer zertretenen Belgien" stehen die Staatsanleihen höher im Kurs. Während in dem Nachbar, staat, der von den Weisen der Erde als reich genug befunden wurde, die Kriegsschulden aller anderen Staaten zu decken und die französischen Rüstungen, die kein Beispiel in der Geschichte haben, zu finanzieren, die Zinssätze in alpine Höhen klettern, kriegt der Kontobesiher in Zürich seine zwei oder ein Prozent oder gar nichts. Die Annahme deutschen Kapitalfluchtgeldes wurde oft^llndweg verweigert. In der größten Stadt deS kleinen und daher fraushaltartig führbaren Landes, dos nicht mehr Einwohner zählt alS Berlin, in der alten Zwinglistadt Zürich fließen die Geldströme zusammen. Hier stehen die Paläste der Versicherungen, deren Aktien einen für deutsche Verhältnisse geradezu märchenhaften Kurs aufweisen (aber auch die Aktie der Maggi^Sesellschoft z. D. erreichte 20 000, zwanzigtausend!), frier gibt eS eine Hauptstraße, die noch provinzlerisch Bahnhofstraße heißt, im VolkSmund aber ganz ander- genannt wird, und von Banken wimmelt. Selbstverständlich ließ sich auch bie BIZ, die Tributbank, in den gesegneten Gesilden der Schlveiz nieder, in Basel, das aber sonst nicht entfernt mit Zürich konkurrieren kann. Es wäre jedoch verfehlt, anzunehmen, die Schweiz sei durch den Krieg so reich geworden, oder durch den Einfluß des Völkerbunds, dem die Llrkantone so zweifelnd entgegensahen, daß sie das Standbild Teils umflorten, als dos Abstimmungsergebnis über den Eintritt der Schweiz bekannt und von den Fran- zosenfreunden in Zürich überschwänglich gefeiert wurde. Nein, Zürich war schon vorher so „hoblich", daß die sozialdemokratische Partei, die politisch nur ein Ableger der deutschen, im übrigen aber längst verbürgerlicht ist. eine Steuerreform Vorschlägen konnte, nach der die großen Vermögen scharf erfaßt, die kleinen (unter 70 000 Franken), aber ungeschoren bleiben sollten. Siebzigtausend Franken, man muß sich das vorsagen, gelten so- gar den Sozialisten als ein Existenzminimum. Danach mag man ermessen, wie es weiter oben auS- sieht. Auch das ist schon über zehn Jahre her, daß man sich etwas aufregte, weil die Dame vom WC. auf dem Paradeplah ein städtisches Gehalt bekam, wie es in Italien erst einem General winkt. Der Schulabwart fing mit 8000 Franken an, nicht und fahre von Berlin fort. Auf der nächsten Station will ich den Brief in den Dahnhofs- kasten werfen. Es wird Stendal sein. Ich muß immerzu an Sie denken, und so schreibe ich diesen Brief voller Verwirrung. Sie weinten, ich sah Sie an, Sie sahen mich an. Ihre weinenden Augen sahen mich an. Wir waren uns wildfremd. Aber Sie saßen doch da und weinten und waren so elend. Wildfremd? Mein Gott! Erinnern Sie sich daran? Der Schupo gab den Weg frei. Ihr Wagen zog schnell an, viel schneller als mein Taxi. Aber an der nächsten Ecke muhten Sie schon wieder halten. Wenn ich nicht irre, war es an der Ecke der Wilmersdorfer Straße. Mein Taxi bremste abermals neben Ihnen. Aber da hatten Eie sich schon zusammengenommen und taten so. als blickten sie gleichgültig vor sich hin. Ich will Ihnen nicht beschreiben, was zwischen der Leibniz- und der Wilmersdorfer Etrahe in mir vorgegangen ist, ich könnte es auch nicht. Nur dies eine möchte ich Ihnen sagen, aber es klingt zuerst so grausam, dies eine: es hatte sich etwas in mir erhoben, Mitleid. Nein, wehren Eie nicht ab. Es ist ja nicht wahr, dah Mitleid das Aergste ist, was einem Menschen in Ihrer Lage zustohen kann! Mitleid ... sehen Sie, man sollte lieber Mitleiden sagen. Eie haben recht, Mitleid kann etwas Schreckliches, kann etwa» Erniedrigendes sein. Wer Mitleiden ist doch wie eine traurige und geheimnisvolle Gemeinschaft. Man senkt doch feinen Kopf und murmelt irgend etwas vor sich hin, eS tut einem doch so weh, man ist doch so hilflos vor ... vor ... Lie ... manchmal kann es geradezu die Liebe fein, die daS alles bewirtt. Bei mir war es jedenfalls so. nein, nicht ganz ... oder vielleicht ... es war wirklich so. dah es mir weh tat. an Eie zu denken, dah ich mit Ihnen traurig war, dah ich mit Ihnen verzweifelt war. dah ich einige gute und leise Worte zu Ihnen hätte sagen mögen, dah ich Du zu Ihnen hätte sagen mögen. Gnädige Frau, hätte ich sagen mögen, ich will jetzt einmal ganz behutsam meinen Arm um dich legen. Komm, komm ... hörst du, was ich zu dir Tage? Ich möchte jetzt dies und das sein. Ich möchte gar nicht mehr ich selbst sein. Irgend etwas Gröhes und Ruhendes. ein Wald, der dich aufnähme, oder eine Kirche, eine von diesen alten Kirchen, in denen es die Zeit nicht mehr gibt. Du konntest frerein- kommen und bei mir sein und alles vergessen. Das toäre schön. Ich möchte eine alte Kirche sein Voll Weihrauch, Dunkelheit und Kerzenschein. Wenn du dann diese trüben Stunden hast, gehst du herein zu mir mit deiner Last. Du senkst den Kopf, die grohe Tür fällt zu, nun sind wir ganz alleine, ich und du. Ich streichle dich mit Rauch und Dämmerung, ich segne dich mit leisem Ampelschwung, ich fange mit der Orgel an zu fingen ... Nicht weinen, nicht die Hände heimlich ringen! Hier hinten, wo die beiden Kerzen sind, komm, seh dich hin, du liebes Menschenttnd. Glück,Unglück.. .alles ist vonLchmerzenschwer. Sei still, versinke, denk an gar nichts mehr! Die Wölbung summt, die beiden Kerzenflammen fließen so lautlos über dir zusammen, von fern die goldnen Engel sehn dir zu und flöten süh und lullen dich in Ruh Ich möchte eine alte Kirche sein Doll Weihrauch. Dunkelheit und Kerzenschein. Wenn du bann diese trüben Stunden hast, gehst du herein zu mir mit deiner Last. Bitte verzeihen Sie mir dies alles. Ich dachte, es konnte vielleicht ein kleine- Glück für Eie bedeuten, zu wissen, dah es einen Menschen auf derfWelt gibt, der ... ach nein, kein Glück, nur ... nicht wahr, man weih selbst nicht Waes ist. aber e» ist etwas Freundliches Ich habe meinem Chauffeur gesagt, gestern, meine ich. dem Taxichauffeur. er sollte hinter Ihrem Wagen herfahren. Auf diese Weise habe ich herausgekriegt, dah Eie in der Gneiststrahe wohnen und daß Eie schrecklich vornehm sind. Trotzdem. Ob Eie den Brief wohl bis zu Ende gelesen haben? Gleich kommt Stendal. Kunst und Wissenschaft. (Ein Preis für die beste (BegenroarfsnooeQe. Der von der „neuen linie“ ausgesetzte Novellenpreis von 15 000 Mk.. der jährlich in Höhe von 3000 Mk. zur Verteilung kommt, ist, wie das September heft der Zeitschrift mitteilt, für das Jahr 1932 für die drei besten deutschen Gegenwartsnovellen ausgesetzt worden. Der Jury gehören an: Dr. Paul Fechter, Dr. Alfons P a q u e t. Frau Helene v. N o ft i tz, Dr. Wilhelm von Scholz, Dr. Bruno S. W e t n«t. Dr. Krüger. Assistent am Geologischen Institut der Technischen Hochschule Darmstadt, der 1929 eine Forschungsreise nach Grönland angetteten hat ist verschollen. Bel seiner Grönlandfahrt im Jahre 1925 hatte Krüger als erster (Europäer die westgrönländische Halbinsel Nugsak durchquert. viel weniger hatten die Trämler, die man immer an der Spitze der Demonstranten gegen die Bourgeoisie bewundern konnte. Und niemand kann behaupten. dah man heute schlechter lebe. AIS bie Selbst Veranlagung zur Steuer eingefüfrrt würbe, ba mclbelcn sich allein in ber Stabt Zürich, bie runb zweihunderttausend Einwohner hatte, über 200 Millionäre. Seither ist ber Reichtum noch schneller gewachsen als bie Bevölkerung, fo baß man sicher nicht sehlgeht, wenn man unter Berücksichtigung bet Doppel- unb mehrfachen Millionäre, vor allem aber ber verschwiegenen, der „beimliscißen" (heimlich seist, eine weitverbreitete Eigenschaft des Schweizers), auf 250 Köpfe ein Millionenkonto schätzt. Das heißt, auf die Normalfamilie bezogen, daß jede fünfzigste Familie eineMilltonärSfamtlietst! So fest unb sicher auf ber Bahnhofstraße fußenb, burch bie noch zur Kinderzeit der heutigen Millionäre der Stadtbach floß, hat eS Zürich gewiß leichter als andere Städte, ins Großstädtische unb ins Dornehme zu wachsen. Dillen überwuchern bie Berge, Phantasiepreise werben für Grundstücke mit eigenem Seeuser bezahlt, kein Bauplan erfährt Ablehnung, wenn er nut neuartig unb großartig ist. So konnte sich diese unsachgemäße neue Sachlichkeit herausnehmen, bet unenblich heiteren, ganz auf Weiß unb Grün gestimmten See- lanbschast mit einem schwarzen, von Kommanbo- brüden garnierten Klotz eine Ohrfeige hinzuknal- len. Da liegt er nun wie bie Kaaba in Mekka unb nur ber Architekt wird seiner Pilgerfahrt froh. Aber über solche Entgleisungen wie über ben unverzeihlichen Fabrikschlot an ber KüSnachter User- promenade hinweg schwingt ein großzügiger unb kunstsinniger Deist, ber bie „Dörfer" am See fast unmerklich zu Villenvororten umgestaltet unb in ben häßlichsten Außenauartieren der Stabt über Nacht ganz mobernc Geschäft-komplexe entstehen läßt. Diese Stabt mit ihrem amerikanisch pulfieren- bem Zentrum, überragt von bet Akropolis des HochschulviertelS, umgürtet von Fabriken, mit ihrem verständnislos in bie neue Zeit hinein- firübclnbcn AlterSstübchen an ber Limmat, was ist ie anders als ein getreue« unb lehrreiches Spie- gelbilb deS heutigen Schweizer-, ber um jeden Preis mit der Entwicklung Schritt halten, die Arme rühren will und daher für daS Erbe seiner Bätet nur ab und zu eine Feierstunde übrig zu haben glaubt? Sein Ideal ist nicht mehr der knorrige Gottfrieb-Keller-Thp, die Urwüchsigkeit und Bodenständigkeit, et gibt den Erdgeruch hin für das internationale Parfüm und überläßt eS den von der Schweizerischen Schillerstistung in Ricarda Huch erhält den Frankfurter Goethepreis. Gestern, am Goethetag, erfolgte im althistorischen Frankfurter Goethehaus in einem Festakt die feierliche Uebetgabe deS Goethe- Preises (10 000 Wk) an Ricarda Huch, ber hervorragenden Erzählerin unb ausgezeichneten Schilderin beutscher Kulturepochen. Infolge Der- frinberung bes Oberbürgermeisters hielt Stabtrat Dr. Keller eine Ansprache, bie neben ber Hulbigung für bie Preisträgerin bem Gebenken der Frau galt, deren 200. Geburtstag bie Stabt Frankfurt unb mit ihr ganz Deutschland in biefem Iahte festlich beging, ber Frau Rat Goethe, ber F t a u A j a. An Ricarda Huch getoanbt, führte ber Tiebner aus, baß bie Stadt Frankfurt bem Genius ber Frauen ihre Hulbigung barbringe durch die Verleihung des Goethepreises an bie Dichterin unb Geschichtsschreiberin Ricatba Huch aus Braunschweig. Et fuhr bann fort Mit ber Glut ihres Empsinbens und Bekennens bewegte und erbaute bie Erzählerin bie Leser ihrer be» beutenben Romane. Von einer leidenschaftlichen Kraft unb Zartheit bes Hetzens zeugt bie eble unb beflügelte Sprache ihrer Lyrik. Hinabgestie- gen in bas Totenteich bet Geschichte schuf Ricatba Huch durch die Darstellung großer Männer unb Epochen ergreifenbe Denkmäler von strenget Form und weitem Horizont. Anmut unb Gebanke, Wissen unb echtes Künstlertum halten sich da- für eine Frau sonst unerreichbar erscheinend« Gleichgewicht in einem Gesamtwerk, das hohe unb vielseitige Gaben umfaßt Der Dank ber Stabt Frankfurt für ihr eigenes, farbig altertümliche- Bild, das bie Reihe ber Lebensbiiber beutscher Stabte von Ricatba Huch eröffnet, ist nur ein Teil ber ehrenden Anerkennung, welche die Nation einer Schriftstellerin solchen Ranges schuldig ist. Frau Ricarda Huch dankte und betonte, daß sie besondere Freude darüber empfinde, ben schönsten Preis erhalten zu haben, der einem Deutschen zufallen könne. Zwei Umstände machten diesen Preis sb besonders kostbar: daß er im Damen Goethes unb bah er von ber Stabt Frankfurt verliehen werbe, der ehrwürdigen Stadt nicht nur als der Heimat Goethes, sondern al» bet Krönungsstadt, die lange Zeit hindurch den Mittelpunkt des alten Heiligen Reiches bildete. Wenn der Goethepreis eine Anerkennung für diejenigen bedeute, die ihn empfangen, so sei er zugleich eine stets sich erneuernde Huldigung Goethes. Und Ne schmunzelt« noch, als sie wieder in die I matt« Zahlen in endlosen Tabellen. Die schwere Stube zurückkehrte, in der zahllose Hirschgeweihe Saufeder, auf die man den wehrhaften Retter « .. <• , <_ • € rr X X X «km RnlUt* in n^r Y\nnn rennen lieh, lag ihm besser in der Hand ... an den Wänden hingen und die helle Lampe über Nachdruck verboten. 18 Fortsetzung. SaS bißchen Erde. Vornan von Richard Gtowronnef. Copyright by I. Engelhorns Nachf.. Stuttgart. Stimmungswandel in Amerika politische Eindrücke auf einer Weltreise. Don Dr. Paul Rohrbach. ßri*!1 l>« ®eM‘ telt«**»! •Ä * « rf 21u4> P? SK Sm* 'Träumt sind ltdt dur Meldern w iv«iter fortsä jU sagen- * Garbe ordneten seitherige Bc aewählt- -harba hier die Bei iwei Äanörna erhielt Mb- 133 Stimmen fliinfl von 96 berechtigten) - ges°Hen wm » üueckb ordnete Land slgen Beige Gräfin von der Schulenburg, die sich im Dienste der evangelischen Wohlfahrtspfleae hohe Verdienste erworben hat, feiert am 31. August ihren 70. Geburtstag. Sie ist die Begründerln^nd Leiterin der sozialen Frauenschule der Inneren Mission in Berlin. Vorsitzende der Vereinigung evangelischsozialer Frauenschulen und des Verbandes der evangelischen Wohlfahrtspflegerinnen Deutschlands. • Nidda findet hier, Niddaer i Ziegen -und eine $räm binnen und 1 von Lullen, Außerdem fin wWaMer unb eine 2 u schinen [lall Ä find ebenfalls. werden soll und muh. so möchten wir doch mit allem "Nachdruck heute schon die Forderung erheben, daß das Spardiktat vor allem bei der R e g i e ru n g S b u re a u k ra tie in Darmstadt selbst mit rücksichtsloser Schärfe zur Geltung gebracht wird. In der Ministerialbureaukratie der hessischen Regierung sind, wie ein Blick in den Staatshaushaltsplan und auf die Tätigkeit der Zentralstellen zeigt, noch genüg Sparmöglichkeiten vorhanden, deren Ausnutzung ohne Schaden für das Land und mit gutem finanziellem Ergebnis erfolgen kann. Bei der Prüfung der Provinz-, Kreis-und Kommunalhaushalte durch die Regierung dürfte dringend zu wünschen fein, daß nicht nur die Verwaltungsorgane, sondern mindestens auch Vertreter der Fraktionen der gewählten Körperschaften gehört werden, bevor die Spardiktatur von oben herab Mir Anwendung kommt. Sine Reuauflage der Staatskommissarerscheinungen zu Beginn dieses Jahres sollte man bei den bevorstehenden DrosselungSmahnahmen unter allen Umständen vermeiden, um nicht Stimmungen und Folgen auszulösen, die im Interesse des öftent- liehen Wohles hintangehalten werden müssen. Im übrigen wird über das ganze Kapitel der Zwangsersparnisse auf Grund der Rotverordnung der Reichsregierung noch weiteres zu sagen sein, sobald das angekündigte Rundschreiben der Reichsregierung an die Landesregierungen vorliegt und die Ansatzpunkte für deren Täftgkeit auf diesem Gebiete erkennbar sind. einem weihen Tischtuch« brannte. Der hagere Förster blickt« von der säuern Schreibarbeit auf, schob die Dritte, di« er vor seinen weitsichtigen Augen tragen muht«, auf di« Rasenspitze. „Ra, All«, hast du di-r da draußen einen Kuppelpelz verdien-t?" „Vielleicht"", sagt« sie. „Vorläufig wollt« er a noch nichts davon wissen, aber di« süße M«- )izin, di« ich ihm eingegeben hab', wird wol)l hre Schuldigkeit tun. Di« Mannsbilder sind ja eins wie das andre. Eingebildet und von sich selbst eingenommen übers Dach hinaus. Trotzdem er's nicht wahr haben wollt«, hab 'ich's ihm doch angesehen, wie sehr es ihm geschmeichelt hat, daß die Frau Baronin ihn noch nicht vergessen hat. Jetzt w rd er mit einemmal finden, daß es ihm eigentlich genau ebenso gegangen ist, und wenn das Glück gut ist, können wir in acht Wochen Hochzeit feiern." Der Förster Schwarz steckte bedächtig die aus- gegangene Pfeife wieder in Brand. „Täuw, täuw, Ohlsch, und immer langsam fahren mit den jungen Pferd«n! Da ist manches zwischen, was sich nicht wegblasen läßt wie «ine Flaumfeder. Aber es wär. «in Segen. Wenn man sich überlegt, daß man sich womöglich auf feine alten Tage noch 'n« neue Herrschaft suchen soll .. „Ra und der arme Jung? Hast ja gehört, wie der Bergmann es uns neulich vorgerechnet hat, was ihm bleibt, wenn er von hier 'raus muß. Di« tteberfahrt nach Amerika und noch ein paar Groschen, um sich's da drüben ein« Weile mitanzusehen, ob er Kellner werden will oder Stallknecht. So ziemlich daS Edelste an Blut, was wir haben in Mecklenburg, und das soll so Hundsföttisch zugrunde gehen?" ... Sie fuhr sich mit dem Handrücken über die Augen, ihr Gatte aber blies ein« mächtige Rauchwolke in die Lüft. „Wenn nut die Hälfte von dem in Erfüllung geht, was ich dem Hohenrömniher Herrn schon angewünscht hab' in dieser Zeit" ... „3a“, sagte di« rundliche klein« Frau, „aber aüf die anständigen Leute hört der liebe Goft wohl nicht mehr. Und denk an mein Wort: das gibt einen Jungen drüben in Hohenrömnitz! Ich hör schon die Glocken läuten und den Pfarrer auf der Kanzel: ,Rufe mit mir Hosianna, lieb« Gemeinde, Gott der Herr hat uns eine große Freude beschert. Unser rn gnädigen Herrn Grafen ist ein Sohn geboren worden, und dankerfüllt heben wir unsre Augen mit dem beglückten Elternpaar zu dem Allgütigen, der heißen Gebeten Gr- hörung geschenkt hatsi ... Ah, pfui Deuwel nochmal" ... Die spie aus und trug den mächtigen Schinken wieder in di« Speisekammer zurück. Der alte Jägersmann aber griff mit einem Seufzer nach dem verhaßten Schreibkiel und jetzt ein« klare Dahn zu finden. Vollgerüttelte siebzig Jahre hatte der eigensüchtige Greis auf der Hohenrömnitz gesessen, fast fünfzig davon in unumschränkter Herrschaft. Es war Zett, daß er Platz machte, die Zügel seinem Rachfolger überließ. Und hundert gute Werke hatte er sich ausgedacht in den einsamen Stunden, tn denen man das Schicksal durch wohlgefällige Vorsatz« zu bestechen hofft, mit ihm handelt wie mit einee Partei, die hinreichenden Gründen zugänglichk tft. Ein gerechter Herr hatte er werden wollen« der Gutes tat und jedem daS Seine gab mit reichlichem Maß, aber daS blinde Wesen, daS di« Schicksale der Menschen würfelt« in blödem Zufallsspiel, war ungerührt geblieben. Statt einer klaren Dahn fand er neue Wirrsal, wie ein un Winde treibendes "Blatt war er, dem jeder wechselnde Lufthauch «ine neue Richtung wies ... Ein fest in seinem Recht Stehender war er sich vorgekommen, und jetzt war er einem wrichten Paar- oder Unpaarspiel ausgeliefert. Em unbeträchtliches Richts war er oder ein Herr, 16 nachdem, ob in.dem allen Haus« der Hohen* römnitz ein Knabe zur Welt kam oder «in rechtloses Mädchen ... Da wäre eS frellich am gescheitesten gewesen« aus all dieser schwankenden Unsicherheit auf festen Boden zu springen, die Hand zu ergreifen, dl« sich ihm enlgegenstreckte. Und wie hatte di« rundliche kleine Förstersftau gesagt? Er brauchte nur nach Alten-Krakow zu reiten und er war geborgen! Ein Skrupelloser an seiner Stelle hatte es vielleicht getan, ihm aber war von dem raschen Zugreifen seiner Ahnen nichts verblieben. Ein Zauderer und Zweifler war er, und der Teufel mochte - den rothaarigen kleinen Gesellen holen, der ihn das Rachdenken und Grübeln gelehrt hafte! .. - GS schmeichelte ihm ja nicht wenig, daß di« blonde Gertrud Köhnemann noch immer an ihn dachte, aber er hätte doch als ein Lügner dastehen müssen, wenn er jetzt als einer ihrer zahlreichen Bewerber auf den Plan trat. Der Schlag damals hatte alles übrige ausgelöscht, es war wirklich nichts andres gewesen als «ine holde Torheit, die man halb aus Langerwell« angefangen hatte, halb im Drange der sich ungestüm regenden Jugend ... Und die für alle Zeiten geschworene Treu« hatte nur eine gar kurze Weile vorgehalten. Schon auf dem Schiffe, das nach Afrika ging, hatte er sich ganz sinnlos in «ins brünette kleine Engländerin verliebt, di« ihren» Gatten in die Kolonien folgte. Der Sieg war nicht schwer gewesen, aber noch ganz deutlich entsann er sich der heftigen Gewissensbisse, die jedem Beisammensein folgten ... Bis di« Gewohnheit die Reue crfftckt« ... Und noch ein andres kam hinzu. daS ihm verwehrte. das abgerissen« Band wieder zu knüpfen. Ein Gefühl fast des Ekels ... ‘ ^Fortsetzung folflt] t 02au6a rat Wie in meißel 3ob ietClaMQ botfltifjl tte baß m 851, trägt W Frs folgt btt chr meitt Mage meta als Hie laßen (Mtja 13550 Di. tx bürden (für i rückgestellien des Jahres beschäftigen s § Dom C haltende schl in den Dogc gedrückte Lti seit dem 2 mit dem Ei, Lrvtfrucht h, nicht völlig t §fllt sich das man, auch dei lend in den h gen Frankreich, noch ohne Frankreich gemacht werden kann, und daß es nicht angeht, Deutschland zu beruhigen, indem man Frankreich in Aufregung bringt". Gerade dies« französische Aufregung ist es, die den Amerikaner ärgert. Wie sich die Zeit geändert hat, zeigt z. B. ein aus Paris Mitte Juli datierter Artikel von Robert Dall in der amerikanischen „Ration", der in der deutlichsten Weise mit dem französischen Militarismus und mit dem französischen Begriff der „Sicherheit" abrechnet, der nichts anderes bedeute, als die Organisation der Unterwerfung Europas unter die militärische Ueberlegenheit der Franzosen und ihre« Systems von Bündnissen. Wie lautet demgegenüber das Urteil über Deutschland? Zunächst ist zu tagen, daß die Rachwirkungen der Kriegsstimmung so gut wie aufgehört haben. Wenn von Deutschland geredet wird, so geschieht es in einem kordialen Ton; ob eS sich dabei um die deutsche Mark, um di« Zeppelinfahrt In der Arktis oder um den Boxer Max Schmeling handelt, macht nicht viel Unterschied. Die Hauptsache aber ist: der Amerikaner sieht, dahDeutschlanddiekrankeStelle in Europa ist, der geholfen werden muh, wenn überhaupt wieder normale Zustände in der Welt ein treten sollen. Es macht ja einen Vorzug des Amerikaners aus, daß er es nicht liebt, dem Lauf der Dinge untätig zuzusehen. Er ist durch und durch aktiv, und er fühlt in der Akttvität des um fein Wiederaufkommen ringenden Deutschland etwas Verwandtes. Das Entscheidende dabei ist natürlich, daß er sich auch materiell daran interessiert fühlt. Im Gegensatz zu Deutschland und zu Amerika ist Frankreich der passive, retardierende Teil. Ohne amerikanischen Druck hätte sich auch Frankreich nicht dazu entschlossen, an der Hilfeleistung für die Dank von England teilzunehmen. In jeder Zeitung hier steht zu lesen, England brauche das Geld wegen seiner In Deutschland festgefahrenen kurzfristigen Kredite, und es sei endlich ein Fortschritt, daß Frankreich sich dazu verstanden hab«, auf diese indirekte Art Deutschland etwas zu helfen. Dies alles als allgemeines Stimmungsbild. Es gibt noch andere Gesichtspunkte: man ist z. B. auch besorgt um das in Deutschland angelegte amerikanische Geld — aber die Hauptsache ist: Amerika will nicht mehr so, wie Frankreich Willi Oie Epardiktatur. Die Reichsregierung hat durch die Rotverordnung über die Sicherung der Haushalte derLänder undGemeinden den Landesregierungen eine außerordentlich weittragend« Machtfülle zur Durchführung der Spardikta- t u r in die Hand gegeben. Im Verordnungsweg«, bei dem die Landesregierungen auch von dem bestehenden Landesrecht abweichen können, wird es künftia den Landesregierungen möglich sein, alle zum Ausgleich der öffentlichen Haushalte erforderlichen Maßnahmen von sich aus vorzuschreiben, ohne dabei an andere Faktoren als nur die eigene Einsicht und daS persönliche Verantwortlichkeitsgefühl gebunden zu sein. Rach dem Wortlaut der Rotverordnung der Reichsregierung ist die Mitwirkung der gewählten Körperschaften (Landtag, Stadtrat, Kreistag, Provinzialtag, Gemeinderat) bet . der Durchführung der Sparmaßnahmen nicht erforderlich. Aber es sollte doch wohl au- -nächst den Selbstverwaltungskörperschaften die Möglichkeit eingeräumt werden, an ihrem Haus- Unser langjähriger außenpolitischer Mitarbeiter Dr. P a u l R o h r b a ch hat seine von unS schon angekündigte Weltreise, die ihn über Amerika nach dem Fernen Osten, Indien, Vorderasien und Rordafrika führen wird, angetreten und sendet uns aus Reuhvrk diesen ersten "Bericht. Man kann sagen, daß augenblicklich kein Wort zu stark wäre, um die in amerikanischen Regierung-- und Geschäftskreisen gegen Frankreich herrschende Verstimmung au charakterisieren. Ausgenommen sind natürlich die bedingungslos frankophilen Element«, die «S, wenn auch abnehmend, unter den Amerikanern Immer noch gibt. Man muß auch sehr unterscheiden zwischen dem, was in die Press« kommt, und was im Vertrauen gesagt wird. In der Oefsentlichkeit wird immer noch daS Gefüge der Kriegsverbundenheit von 1917/18 respektiert. Es direkt zu mißachten, wäre nicht „Stil". Hört man aber Amerikaner über Frankreich sprechen, so ist man erstaunt, selbst das Wort schon zu hören, das sonst nur für die Italiener alS minder geachtete Rasse gebraucht wird: „Dagosl" DaS ist ein Zeichen höchster Verstimmung. In den ersten Tagen nach der Kundgabe deS Hooverplans stieg Die amerikanisch« Stimmung und stiegen die Kurse sprunghaft. Es herrscht« geradezu ein Gefühl, alS ob mit dem Plan die Drücke von der Depression zur Wiederbelebung konstruiert sei. Hoover hat noch nie eine s o einmütige Zustimmung bei beiden Parteien des Landes gefunden, wie bei der Veröffentlichung des „Plans", der zunächst doch bedeutete, daß mehrere hundert Millionen Dollars, statt durch die Zahlungen Europas, aus Mitteln des amerikanischen Steuerzahlers oder einer Inneren amerikanischen Anleihe aufzubrin- gen waren. Man ging darüber hinweg, weil man eingesehen hatte, daß ohne ein kauft r ä s t l - Er wollte sich zum Gehen wenden, die kleine Frau aber hielt ihn in Hellem Eifer am Rock- ärmel fest. „Ein kurzes Augenblickchen nur noch, Herr Graf! Ich sprech' doch nicht leichtfertig daher, und wenn ich mir herausnehme, Ihnen einen guten Rat zu geben, will ich Sie nicht in den April schicken. Das würd' mir wohl kaum zu- kvmmen, nid)? ... Also vor drei Tagen war ich nach Moltzahn gefahren, Sämereien zu kaufen und ein paar Kleinigkeiten für die Wirtschaft zu besorgen. Und wie ich aus dem Laden komme, von dem Kaufmann Jürgensen gleich am Markt, wer begegnet mir da? Die Frau Daronin von Perkwald! Zum Verlieben sah sie auS in dem blauen Eheviockleid, ganz eng anliegend, wissen Sie, Herr Graf, nach der neuesten "Berliner Mode, und nur einen Kragen aus Silberfuchs um die Schultern. Dazu so einen ganz großen Hut mit seidenen Dandschleisen, also ich sag' Ihnen, Herr Graf, wie der leibhaftige Frühling sah das liebe junge Frauchen aus! Ich knicks' natürlich, sie dankt mir ganz leutselig und geht vorbei. Auf einmal aber, nach ein paar Schritten, dreht sie wieder um: ,Ach, meine liebe Frau Förster, entschuldigen Sie gütigst, daß ich Sie aufhalte. Ich möchte nämlich gerne wissen, ob vom Herrn Grafen Römnitz eine Rachricht da ist, wann et wohl wieder nach Hause kommt. Es ist nur wegen des Gatters, und weil der Herr Direktor Steinfeld mit ihm persönlich darüber verhandeln möchte/ Da gab ich ihr denn Auskunft, daß to t den Tag der Rückkehr selbst nicht wissen würden, sie nickte mir noch freundlich zu, die Frau "Baronin, und wir gingen auseinander." Malle hatte geduldig zugehört, jetzt lachte er kurz auf. „DaS ist alles, Mutter Schwarzin?" „3du, sagte sie und sah ihn vergnügt auS ihren kleinen Aeuglein an, „bloß noch ’ne Kleinigkeit wat dabei. Di« Frau Daronin wurde tot wie ein Pfingströschen, wie sie nach Ihnen fragte. Herr Graf, und daS mit dem Gatter war doch bloß eine Ausrede." „Und darauf bauen Die gleich ein ganzes Luftschloß auf? Ra denn Gott befohlen, Mutter Schwarzin! Junge Damen wechseln gar leicht mal die Farbe, da muh man keine Staatsaktion draus machen" ... Er ging mit langen Schritten davon, di« rundliche kleine Frau aber sah ihm mit einem stillen Schmunzeln nach, dis sein« hohe Gestalt an der Üvegbiegung zwischen den Bäumen verschwand. Massen gehätschelten und gezüchteten Lokalpoeten, „urchig" und „währschaft" weiterzumachen. Wahrend der "Berner noch zäh an seinem Wahrspruch „Ruine nüd g sprängt I" festhält und „den Straßen- bahn befiehlt, um bie alten Brunnen herumzufahren", legt der intellektuelle „Züribieter" (Gebiet Zürich) wenig Wert darauf, ein eigene« Gesicht zu haben. Vielsprachig, kosmopolitisch, freizügig, an allen Seiten geschliffen: der facettierte Schweizer, der Weltmann, der Großkaufmann, einer, der sich repräsentativ auf allen Tribünen der Gesellschaft und zwischen den Kulissen in Genf zu bewegen weiß, als sei er dort geboren, das ist sein Inbegriff. Ueberall dabei, wo ein gutes und sauberes Geschäft zu machen ist, gibt er sich den Weltraum, der seinem Lande fehlt, er will die Fremde kennenlernen, er will von jedem etwas sein, er will aussehen wie das Feuilleton seiner größten Zeitung. Und über dem Strich, versteht sich, nicht minder so. Auf diese Weise wird er niemals in den Verdacht kommen, es mit den Deutschen zu halten. Das ist immer wieder das Erstaunlichste am Deutsch-Schweizer: er will um keinen Preis Deutscher sein und erbringt doch gerade damit den besten "Beweis, daß er es ist. Denn die Stammesverleugnung ist das typische Merkmal der deutschen Rasse. Während der französische Westschweizer sich stolz zu seiner plus grande patrie bekennt und der Tessiner so^ar nach übertriebenem fasch.st schen Muster bei nichtitalienischen Aufschriften an den Häusern jeden Duchstaben mit einer Steuerstrafe belegt... Da geht Zürich nicht mit. Die Franzoselei ist die große Mode. Herr Egli hat eine Patisserie, Herr Hügli eine Mercerie und Herr Loosli gar eine Quincaglerie. Das Hotel am See heißt natürlich du lac und das an der Drücke du pont. Drinnen gibt es keine Wäsche, sondern Linge. Und im übrigen und allgemein ist natürlich ein deutscher Panzerkreuzer ein gemeingefährliches Spielzeug, die brutale französische Kriegsmaschinerie hingegen ein Instrument zur Erhaltung des Friedens. Das fortgesetzte Säbelgerassel an der Seine hört man nicht und die Goldlawine dort fürchtet man nicht. Gottfried Keller, der mit gläserzerschmetterndem Zorn auf den Tisch hauen konnte, wenn er Verrat am Deutschtum witterte, paßt allerdings nicht mehr in diese Zeit. Er würde sich in seine „Opfel- chammer" zurückziehen und von einem Fähnlein der Aufrechten träumen. Ob er freilich gut daran täte? Schließlich beweist die Unzahl herrlicher Automobile wie die Raumverschwendung in den nie überfüllten Straßenbahnen, den schönsten und saubersten vielleicht, die es in Europa gibt, daß sich Zürich auf dem rechten, auf dem besten Wege befindet, feine Einwohner millionenglücklich zu machen. Der Hühnerhund Hektor, ein „Drauntiger" mit mächtigen Gliedern, hatte in gewaltigem Satz« den hohen Gartenzaun überfallen, jagte mit gesenkter Rase auf der Fährt« seines Herrn dahin, der ihn beim Fortgehen anscheinend vergessen hatte. Zwei Jahr« lang halt« er sich nach ihm gebangt, heut« hatte es endlich ein Wiedersehen gegeben, und nun sollte er bei den andern Hunden bleiben, statt wie früher immer seinen gebührenden Platz einzunehmen? Dei Tag an seiner linken Seite, des Rachts aber auf der abgewetzten Keilerschwarte vor dem Bett, als ein treuer Wächter, der jedem feindseligen Gaste an die Kehle fuhr. Einen kurzen Blaffer stieß er aus, als er seinen Herrn erreicht hatte, und der nahm ihn sreundllch auf. Klopft« ihm die starke Brust, „recht so, Hektor, brav so", und danach gingen sie zu zweien die Straße entlang, die nach Alten-Krakow führte. Jeder in seinen eigenen Gedanken. Der Hühnerhund Heftor in freudigem Träumen von kommenden Iagdtagen, an denen er die Völker der Rebhühner aus den Kartoffelfeldern hochbrachte, sein Herr aber in Erinnerungen verloren, die in längst vergangene Tage zu- rückführten . - • Wie manches liebe Mal war er diesen selben Weg in fiebernder Erwartung geritten, ob sein blondes Liebchen wohl bei dem verschwiegenen Stelldichein sich einfinden würde! Denn nicht immer war es sicher, daß sie sich von Hause los- machon tonnte. Wenn den mürrischen alten Herrn die Gicht plagte, mußt« sie ihm vorlesen biS spät in die Rächt hinein, und der Weg auf den Gcttgonberg war ihr versperrt. Er aber stand unter den drei Eichen, paßte auf jeden Laut, um schließlich, wenn die gewohnt« Zeit längst verstrichen war, mit traurigem Herzen den Heimweg anzuireten. Das war dann «in verlorener Abend gewesen, den man ausstreichen mußte im Leben. Ebenso wie man jetzt die ganze Zeit ausstreichen muht« clls nutzlos vertan. D«r einzige Gewinn war ein verpfuschtes Leben und ein untilgbarer Makel. Die Hand war schon längst vermodert, die ihn geschlagen hatte, aber der Makel blieb bestehen, und als ein eiserner Riegel schob er sich vor alle Wünsche und Hoffnungen, die in eine heller« Zukunft langen wollten ... In zahllosen Rächten, wenn die Zeitgenossen längst schon im tiefen Schlafe lagen, war er in Dohren und Grübeln sich darüber klar geworden, daß die Vergangenheit abgetan sein mußte, wenn er wieder den Do den der Heimat betrat. Em neues Leben mußte anfangen mit ernsthafter Arbeit und vielfältigen Pflichten, und alS er nach langen zwei Jahren aus dem Innern des schwarzen Landes wieder nach der Küste zog, hosive ee im inncrltea Schrei« leineä Herzens geS Europa an eine Wiederkehr der amerikanischen Prosperität nicht zu denken sei, und weil man von dem Plan des Präsidenten die wirtschaftliche Wiederherstellung Europas erwartete. Je offenbarer der französische Widerstand sich zeigte, desto mehr wuchs hier der Qler- ger. Die gebesserten Kurse gingen zurück, und bie Gesundung Europas sank wieder in Rebel. Es ist eins der wichtigsten Ergebnisse der amerikanischen Wirtschastsdepressivn, daß die frühere Vorstellung, Amerika könne vom Aussehen der Dinge in Europa unberührt bleiben, allmählich aus allen klügeren amerikanischen Köpfen verschwindet. Man begreift die Verbundenheit — und man stößt auf Frankreich alS das europäische Hindernis. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Isolierung der französischen Politik, die doch die eigentliche Vorbedingung dafür ist, daß in Europa die unvernünftigsten Hindernisse gegen die Wiederkehr erträglicher Zustände fallen. Man kann jetzt in den amerikanischen Zeitungen eine eigentümliche Erscheinung beobachten, nämlich in der Rubrik „Zuschriften aus dem Leserkreise" allerlei Aufforderungen, doch auch dem französischen Standpunkt Gerechttgkeit widerfahren zu lassen. Diese Zuschriften bedeuten aber nicht, daß die öffentliche Meinung sich für Frankreich regt, sondern sie bedeuten das Gegenteil, denn sie sind meist von der französischen Propaganda inspiriert, die nicht mehr, wie früher, über die "Bereitwilligkeit der Redaktionen selbst verfügt. In der R«w Dork Times findet sich zwar noch ein Artikel des fran- zösischen Propagandisten M. Maurois, der den Standpunkt Frankreichs zum Hooverplan aus- einandersetzt. Er ist aber im Vergleich zu früher vorsichtig gehalten und bemüht sich, die Amerikaner zu überzeugen, daß „der Weltfriede weder ge- halt selbst den Rotstift zu kräftiger Streichung anzusehen, eh« die Regierung auf Grund der Rotverordnung zum Eingreifen gezwungen wirb. Die Ausschaltung der gewählten Körperschaften würde außerordentlich weitreichende EingriftS- und Umgestaltungsmoglich- keiten auf allen Gebieten des öffentlichen LebenS ergeben. Die hessische Regierung würde dann zur Sicherung ihres Haushaltsausgleichs die Möglichkeit haben, auf dem DerordnungSwege eine VertoaltungSreform durchzuführen, bei der guter Umständen auch Bezirks- und Lokalinteressen einschneidend berührt tDetben könnten. Dann würde vielleicht mancher KreiS um sein Kreisamt, manche Stadt um ihr Amtsgericht, oder ihre höhere Schule oder eine sonstige Behörde Sorge tragen müssen. Die Provinzen, Kreise und Gemeinden hätten wohl mancherlei zu gewärtigen hinsichtlich solcher Einrichtungen die ihnen zwar wichtig erscheinen und von ihnen mit Eifer gepflegt werden, über die man aber in Darmstadt vielleicht anderer Meinung sein wird Schon dieser kurze Blick auf künftige Möglichkeiten offenbart, daß die Rotverordnung der Reichsregierung zu tiefgreifenden Folgen fuhren verkennen nicht, daß in allen öffentlichen Haushalten, trotz der bisherigen Srsparnismah- nahmen, die hier und da offensichtlich durchgefuhrt wurden, noch mancherlei gestrichen werden tonn, um den verschärften Forderungen dieser Rotzeit I in ausreichendem Maße auch bei der öffentlichen Wirtschaftsführung Rechnung zu tragen. Wenn aber jetzt noch kräftiger als bisher gespart I Oberheffen. Srdsenkungen in Znedberg. Drd Häuser In Einsturzgefahr. WSR. Friedberg, 28. 8. Durch Wasser- leitung-schaden wurden am Donner-tag- abend in der EngelSgasf« die Fundament« zweier Häuser so start untcrlpult, bah 3 In fr u rzgesahr bestand. 86 batten sich zuerst Risse im Hof gezeigt, die ein immer grd- frcre» Au-matz atmahmcn. Dann zeigten sich Risse tn den Wände,r, und die Fundamente begannen sich zu senken. Die sosort alarmierte Baubehörde veranlaßt« die Räumung der Wohnungen in den beiden Häusern. Sieben Familien wurden in den freistehenden Wohnungen der neuen Dergkaserne, der früheren Schutzpolizeikaserne, untergebracht. Im Lause der Rächt machte die venkungsbewcgung Fortschritte. Sin Teil der Straßendecke stürzte ein, unb ungeheuer tiefe Erdlöcher wurden sichtbar. Sin dritte» Wohnhr. u« da- sich in Ge- sahr befindet, muhte mit drei Familien ebenfalls fl e r 2 u m t toerbcn. Die drei bedrohten Häuser ind seht durch starte Streben gesichert worden. Außerdem wurde der Zugang zu der Gefahren- zonc polizeilich abgesderrt. Ob die Erdbewegung weiter fvrtschreitet, ist im Augetrblick noch nicht zu sagen. Landkreis Wietzen. • Gar benteich, 28. Aug. Bei der Beige- ordn^etenwahl in unserem Dorfe wurde der seitherige Beigeordnete Wilhelm Kissel I. wiedergewählt. »Harbach, 28. Aug. Am vorigen Sonntag fand hier die Beigeordnetenwahl statt. Es waren zwei Kandidaten aufgestellt: Landwirt Georg Krug erhielt 129, der seitherige Beigeordnete Georg B i e tz 133 Stimmen und ist somit gewählt. Die Wahlbeteiligung von 96 v. h. (263 Stimmen von 273 Stimm- berechtigten) zeigt, daß ein scharfer Wahlkampf aus- gefomten wurde. • Duecfborn, 28. Aug. Der seitherige Beigeordnete Conbmlrt Hugo h or st wurde bei der hie- Pgen Beigeordnetenwahl wiedergewählt. Kreis Büdingen. • Nidda, 29. Aug. Am Montag 7. September, findet hier auf der „Gänsweid" ber diesjährige Niddaer herb st markt (Rindvieh-, Schweine-, Ziegen -und Krämermarkt) statt. Mit dem Markt ist eine Prämiierung von Bullen, Kühen, Kalbinnen und Rindern sowie eine Versteigerung von Bullen Ebern und Ziegenböcken verbunden. Außerdem findet eine Der lofu n g von Vieh, land- wirtschaftlichen Geräten und Gcbrauchsgegenständen und eine Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen statt. Konzert, Tanz und Volksbelustigungen &,d ebenfalls vorgesehen. Näheres in der heutigen nzeige. Kreis Schotten. □ Laubach, 28. Aug. Dem Gemeinde- r a t wurde in seiner jüngsten Sitzung durch Forstmeister Job der Waldwirtschaft-plan derStadtLaubachfürlS32zur Beratung vorgelegt. Die Gemeinde verfügt über einen Hochwald von 851,2 Hektar. Der Iahrcshicbsatz beträgt 5800 Feftmeter. Im Vorjahre wurden infolge der 20prozentigen Kürzung nur 4841 Festmeter geschlagen. Für diese- Jahr sind 5420 Festmeter al- Hiebsah vorgesehen. Die WerbungS- kosten (Holzhauer- und Seherlöhne) werden auf 13 550 Mk. veranschlagt. Bei den Wegbaukosten wurden (für Reubau) 4100 Mk. abgeseht. Die zu- rückgcstellten Arbeiten follen, fall- noch im Laufe de- Jahre» genügend Wohlfahrt-erwerbslose zu beschäftigen sind, auch noch auSgeführt werden. ?Dom BogelSberg, 28. Äug. DaS an- tende schlechte Wetter der letzten Zeit hatte in den Dogcl-bcrgdörfern bereit- eine ungemein fiebrüdte Stimmung hervorgerufen. Run ist man eit dem Wetterumschwung mit großem Sifer mit dem Sinsahrcn der Frucht beschäftigt. Die Drotfrucht hat zwar sehr gelitten, ist aber doch nicht völlig verloren, wie man zuerst befürchtete. Hält sich da- Wetter nur einigermaßen, so hofft man, auch den Hafer gut hereinzubringen. Während in den hochgelegenen Dörfern vereinzelt noch Heu eingesahren wird, ist man In den tieferen Sagen eifrig mit Grummetmachen beschäftigt. § Ulrichstein, 28. Aug. Die Kraftpofr - führten der Linie Al-seld — Meichc- wurden früher zweimal wöchentlich, am Dienstag und Freitag, bi- Ulrichstein durchgeführt. 3m April de- Jahre- stellte aber die Oberpostdirektion die Fahrten zwischen Rleiche- und Ulrichstein ein. Runmehr ist e» den beteiligten Gemeinden gelungen, ihre Wiederausnahme vom 1. September ab zu erreichen. — Unter Heber- Windung sehr erheblicher Bedenken beschloß der Gemeinberat kürzlich die Einführung der Bierfreuer sowie der Bürgersteuer für da- RechnungSjahr 1931. § Bobenhausen II. 28. Aug. Sin hiesiger Rletzger verletzte sich gestern nachmittag m i t dem Beil an der linken Hand so schwer, daß er sogleich in da- Krankenhau- nach Laubach gebracht werden mußte. KreiS -llSfeld. F. Al-seld, 29. Aug. Albert Dun- drum, der bekannte Wännerchorkomponist, feiert morgen, 30. August, seinen 7 2. Geburtstag. Gundrum, dessen im Bolk-ton gehaltene Liedweisen besonder- gern unter den Deutschen de- Auslandes gelungen werden, ist weiteren Kreisen bekannt geworden durch sein opus 66, ,.DaS Vaterhaus", die Thöre .O Jugendzeit, o Jugend» glück" und .Zwischen Weichsel und Vogesen". Dundrum war 45 Jahre Lehrer in Sudorf, bis er nach feiner Pensionierung nach AlSseld, seiner Vaterstadt, zog. Die meisten seiner Männerchöre erschienen bei Johann Andr6, Ofsenbach und Leipzig, bei Hochstein in Heidelberg und SchweerS 6« Haake in Bremen. Hoffentlich ist dem Heimattreuen Lehrer und echten Sohn OberhefsenS ein angenehmer Leben-abend beschieden. (Starkenburg. WSR. Groß-Gerau, 28. Aug. Mit Rücksicht auf die allgemeine Rotlage fraben die Gemeinden Dornberg, Klein-Gerau und Büttelborn befchloffen, in diesem Jahre daS Kirchweih- sest auSsallen zu lassen. Ehrung eines hessischen Handwertersührers. WSN. Groß-Gerau, 28. Aug. In einer Aus- schuß-Sitzung des Bezirksoerbandes für Handwerk und Gewerbe des Kreises Groß-Gerau überreichte dessen Vorsitzender dem hessischen Landtagsabgeordneten 3 o n a t (Goddelau), der zehn Jahre lang den Vorsitz des Verbandes führte und wegen seiner Der- dienste um den Handwerkerstand zum Ehrenvorsitzen, den ernannt worden war, eine Ehrenurkunde. Syndikus Dr. Kolldach (Darmftabü überbrachte dem Abgeordneten die Grüße und den Dank der Hessischen Handswerkskammer sowie des Landesverbandes des Hessischen Handwerks. Preußen. KrciS Wetzlar. • Krofdorf, 28. Aug. Zu der Rotiz in Rr. 198 deS Gießener Anzeigers wird un- von dem Pächter der Gemeindejagd Krofdorf folgende- geschrieben: 8s ist unzutreffend, daß der IagdpSchter um Entbindung vom Dachtvertrag nachgesucht hat, weil er mehr Rotwild abschieben soll. Den Anlaß zu dem Gesuch um Entbindung vom Pachtvertrag hat vielmehr die Verfügung gegeben, während der Schonzeit weibliches Rehwild abzuschießen. Diese Verfügung ist mit Wirkung vom 7. August in Kraft getreten und jeder weidgerechte Jäger wird eine solche Zumutung ablehnen. Der Rehwildbestand war an sich nicht übermäßig groß und hat eine starke Einbuße dadurch erlitten, daß mindesten- ein Drittel durch Seuche eingegangen ist. (D Krofdorf, 28. Aug. Ein Handwerks- bursche, der beim Fechten schon in einzelnen «?rn durch sein freches Auftreten auffiel, besaß reistigkeit, von einer Wäscheleine ein noch nasses Hemd zu stehlen. Der Dieb konnte festgenommen werden. KreiS Marburg. • Wolfshausen, 29. Aug. Gestern gegen 14.50 Uhr ereignete sich auf der Straße (Bienen— Marburg in der Nähe von Wolsshausen ein schwerer Berke hrsunsall. In der kurzen Kurve unmittelbar beim Anwesen des Landwirt» W e i » b r o d fuhr der Sanitatsunterosszier Damm von Marburg mit seinem Motorrad gegen den Kraftwagen einer Deutschamerikanerin namen» Hild, die sich aus der Fahrt nach Homburg befand. Der Kraftwagen, der von der Besitzerin selbst Sefteuert wurde, nahm Im 30 Kilometer Tempo die urve unvorschristsmäßig kurz, so daß sich ein Zusammenstoß mit dem Motorrad nicht vermeiden ließ. Der Führer des Kraftrades und feint Begleiterin, die Frau des Oberfeldwebels Fischbach von Marburg, erlitten bet dem Sturz schwere Verletzungen an Kopf und Beinen, die Frau erlitt außerdem eine erhebliche WundeanderHüfte. Die Verunglückten mürben sofort nach der Marburger Klinik gebracht. Gegen die Amerikanerin wurde ein S ch n e 1I- gerichtsverfahren eingeleitet, das sofort im Amtszimmer des Bürgermeister» von Dolkshaofen stottsand und mit der Verurteilung der Kraftwagen- besiflerin zu einer Geld st rose von 200 Mark und zur Tragung der Kosten endete Die verurteilt« dürste außerdem noch eine Schadenersatzsorderung zu gewärtigen haben. Maingau. WSR. F r a n k s u r t a. M-, 28. Aug. AI» gestern nachmittag eine im Hause Kronprinzen- straße 45 wohnhafte Ehefrau die Treppe hinauf- ging, entriß ihr bet Schreiner Paul Bernhardt au- Darmstadt die Handtasche Der Täter lief dann m Richtung Bahnhof-plah davon. Veranlaßt durch die Hilferufe der Beraubten stellten zwei junge Leute den Flüchtigen, der dem Polizeigesängni» zugeführt wurde. Bernhardt ist erst gestern von Darmstadt hier zugereist. Er ifr arbeit-lo- und ohne jedwede Barmittel. Rundfunkprogramm. Decher, M. Dorki. Katajew. Lorsch, Corbeet, dos Passo». W. Dauer). 21.45: Zithorkonzerl Sonntag, 30. August. 7.00: Von Bremen: Hasenkonzert. 8.15: Katholische Morgenfeier. 9.10 bi- 10.30: Dom Stadion "Nürnberg: Anläßlich de» 70. Deutschen Katholikentage» Festgottesdienst: Festpredigt S. Erz. Dr. Jacobus von Hauck, Etzbischos von Bamberg: Pontifikalmesfe. V. Grz. des Hochw. Apofr. Runtiu» QL Vasallo di Torregrofta. Erzbischof von Emesa. 11.30: Von Leipzig: Reich-sendung: Kantate. 12.00: Don Miltenberg a. M.: Militärkonzert. 13.00: Schallplattenkonzert. 14.00: Stunde de» Lande». 15.00: Stunde der Jugend. 16.00: Rachmittagskonzert de» Rundfunkorchesters. 17.40: Don Dad Homburg: TenniS-Turnier. Sprecher: Dr. Walter Bing. 18.00: Geistliche Abendmusik. 19.00 bis 19.30: Au- dem Stadion Köln- Leichtathletik-Länderkampf Deutschland- England. 19.45: Mosaik-Programm. 22.35 bis 24.00: Don Dad Homburg: älnterhaltung-konzert de» KurorchesterS. Montag, 31. August. 7.00 Frühkonzert auf Schallplatten. 12.05: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: .Mutternöte und Schulnöte", Gespräch in der Grundschule, geführt von Rektorin Rühl, Frankfurt a.M. 17.00: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.40: .Rundfunkübertragungen und internationaler Programmaustausch", Vortrag von Ministerialrat Thurn, Berlin. 19.05: .Die Bedeutung de- Gewerkschaftskongresses", Vortrag von Peter Graßmann. 19.45: Mandvlinenkonzert de» I. Dockenheimer Mandolinenklubs 1905. 20.30: Kurzgeschichten von Mathäus Decker, Vorgelesen vom Verfasser. 21.00: Konzert des Rundfunkorchesters. 22.15: Rach Berlin: Zeitbericht. Da- erste Parlament der spanischen Republik. 23.05: Bericht über den .Frankfurter Hafen-Achter". Dienstag, 1. September. 7.00: Frühkonzert auf Schallplatten, 12.05: Schallplattenkonzert. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen- Rachmittag. 17.00: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.40: Freiburg: .Die Sifenbahn- fahrt in rechtlicher Beleuchtung", Vortrag von Amtsgerichtsrat Dr. Wolff-Williger. 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.45: älnterhaltungs- konzert des Philharmonischen Orchester» Stuttgart. 21.15: Eine halbe Stunde Deutscher Humor von Hans Sachs. 21.45: Walter Riemann spielt aus eigenen Klavierwerken. 22.50 bi- 23.30: Tanzmusik der Funkkapelle. Mittwoch, 2. September. 7.00: Frühkonzert auf Schallplattem 10.20 bi- 10.50: Schulfunk: Link gegen Klopp. Ein Zivilprozeh. 12.05: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 16.00: Stunde der Jugend. 17.00: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.40: »Tägliche Begegnungen", Soziale Zwiegespräche unter Leitung von Dr. Hendrik de Man und Dr. Paul Laven. 19.15: August Reichensperger, ein Kämpfer in Politik und Kunst", Vortrag von Dr. Brühl, Frankfurt. 19.45: Unterhaltungskonzert für harmlose Gemüter. 21.00: Arbeiterdichtung (I. R. Heinz Mönch. Donnrrttag, 3. September. 7.00: Frühkonzert auf Vchallplatten. 12.05: Schallplattenkonzert. 15 30: Stunde der Suaenfc 17.00: Rachmittagskonzert de» Rundfunkorchester«. 18.40: Stunde des Buches. 1905: .Siedlung», fragen", Vortrag von Stadtrat Riemeher. 19.45: Anekdoten. Gelesen von Theodor Brandt. 20.00: Bunter Abend. Richt» al- Kindereien. 21.15: Baden-Baden: Kammermusik Freilag, 4. September. 7.00: Frühkonzert aus Schallplatten. 12.05: Schallplattenkonzert. 17.00: Wiesbaden: Konzert des städtischen Kurorchester-. 18.40: .Diskont, politische Fragen", Vortrag von Dr. Pfund. 19.05 Mannheim: Aerztevortrag: .Tiere al« Parasiten und Krankheitsüberträger". 19.45: Freiburg: Handharmonika-Konzort. 20.15: Auf vielseitigen Wunsch Earufo-Konzert auf Schall- platten. 21.15: Konzert des Philharmonischen Orchester». 22.40 bi» 24.00: Tanzmusik. Samstag, 5. September. 7.00: Frühkonzert auf Schallvlatten. 10.20 bi- 10.50: Schulfunk. 12.05: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 17.00: Rachmittagskonzert de- Rundfunkorchester- 18.40; .Wie kommen die Städte und Gemeinden über die jetzig« Krise hinweg?", Vortrag von Regierungspräsident Dr. FriedenSburg. 19.05: Spanischer Sprachunterricht. 19.45: Große- Konzert des Rundfunkorchesters. 22.35 biS 24.00: Schlangenbad: Tanzmusik. (Schluß de» redaktionellen leil».) Stuhlverstopsung. Rach den an den Kliniken für innere Krankheiten gefummelten Erfahrungen ist da- natürliche „Franz-Joses"-Ditterwafser ein äußerst wohltuendesAbführrnittel. InAp.u.Drog.erh. Es ist noch immer Geld unter den Leuten, wie sich im Räumungs-Ausverkauf der Firma Theodor Köhler, Herren- und Knabenbekleidung, Gießen, Marktstraße 22, zeigt. Trotz Notgesetze, trotz Gehalt»« und Lohnkürzungen hat dieser Ausverkauf bewiesen, daß es möglich ist, bei vermindertem Einkommen und vielseitigen Sparmaßnahmen billig zu einem auten Bekleidungsstück au kommen. Alle Artikel ohne Ausnahme sind dem Ausverkauf unterstellt, nicht etwa nur Saisonware. Richt nur Bekleidungsstück« für den täglichen Bedarf find zu haben, sondern auch erlesene und seine Anzüge und Mäntel aller Machart, die das Geschäft wegen Mangel» an genügender Au»- stellungsgelegenheit nicht in den Fenstern zeigen kann. Die Auswahl ist immer noch so groß, daß jeder Käufer das Gewünschte findet. Die Firma Theodor Köhler stellt auch Maßbekleidung im eignen Atelier nach der neuzeitlichsten Kleidertechnik her. Alles in allem, hier bietet sich Gelegenheit, den Be- kleidungsbedarf der jungen und allen Herrenwelt zu befriedigen und dabei zu sparen, da die Preise für Qualitätswaren unvergleichlich niedrig sind. 5.556A Minderschulie ormen n-s< ’PPelsa .Ua>Pf' Schwarz Rindbox* Schulstiefel, strapazierfähig verarbeitet, starke Sohlen, genagelt, 31/35 590 29/30 550 27/28 4°° Dunkelbraune Kräftige Stiefelchen edlt Boxcalf Spangen* in braun und schwarz Rindbox, Schuhe *utcs Ma,eri** -A, 25/26 3*® 23/24 2" 25/26 450 23/24 365 * GoL# * . Prima Mädchenxtiefet weiche» Mast box, mit we genähtem Rand 0 0/ V &; 0f BV;". (neben / Selters weg 87 5680D I F IÜ.201JS Kirmes in 04884 5630 D 5640 D Zur Vermählte Bellersheim (Oberheffen) Lübbecke i. W. 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August KIRMES Frisch geschlachtetl Erstklass. Biere! Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle der Städtischen Bürgergarde Weilburg Montag Frühschoppen-Konzert im Burggarten Schmidts Elektrisch. Karussell und Schießhalle am Platze Es laden ein: Der Wirt Phil. Jung XV. Lichtspielhaus - Gießen Sonntag, den 80. August, 1L16 Uhr vormittags I. Kulturfilm-Veranstaltung Der große Expeditions-Film Am großen Strom Tierwelt am Amazonas Von der Märchenwelt des Amazonas, von den Geheimnissen des unerforschten Urwaldes und von der unbekanntenTierwelt Brasiliens berichtet dieser Film. Etwas noch nie Gezeigtes, Atemberaubendes: Eine Krokodil-Schlacht! Wilde Kampfszenen, die zum ersten Male in der Geschichte des Kulturfilms auf Filmstreifen gebannt wurden. 5642 c Im Beiprogramm: Das nordlsdie Wunderland Lappland KarlSBVorverkiif: Thsitirkaint nad Hapag-Beisebtro, Seltersweg 89. Kleine Preise: Bk. 9.60 bis 1.60, Jagendliehe von 0.30 an Raß. keineßchfachen MmWWtll Montag, den 7. September 1931 findet in Nidda auf der „öänsroeib" MeMdiiiieioe- Mn-MWUI-Mll verbunden mit einer Prämiierung von Bullen,Kühen, Kalbinnen und Rindern der Simmentaler und Vogelsberger Rassen sowie einer Versteigerung von Bullen, Ebern und Ziegenböcken eingetragener Herdbuchtiere statt. Anmeldung zur Prämiierung bis zum 2. September an das Landwirtschaftsamt Nidda. Günstige Gelegenheit zum Ankauf von F a s e l v i e h für Gemeinden. Nachmittags 2 Uhr Verlosung von Vieh, landwirtschaftlichen Geräten und Gebrauchsgegenständen. Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen pp. Konzert * Tanz » Volksbelustigung Bürgermeisterei Nidda R u l l m a n n. Neue und gebrauchte Klaviere empfiehlt zu günstigen Zahlungsbedingungen Georg Ebert, Kia vier machen Gießen, Ludwigstr. 5 p, Teleph. 2403 Kein Laden 815O „78 1 Posten Mantelstoffe Q AC 140 cm breit............Mk. Vi"l w W« Gießen, den 29. August 1931. 04938 „15 teMf H A N S A ‘Meßen. Für die anläßlich unserer Verlobung erwiesenen Aufmerfsamfeilen danken wir herzlichst Auguste Sönsel Friedrich Weis Trauung: 30. August 1931 in Äellersheim 5'20 D Restaurant Postkeller Heute abend ab 8 Uhr Künstler-Konzert 564iD Bis 4 Uhr Verlängerung Machkirmes am Sonntag, den 30. Aug. 1931 ladet freundlichst ein Heinrich Hormann.Wieseck „Gasthaus zum kühlen Grund“ Verlobungs-Anzeigen liefert die Brühl’sche Druckerei AchtungrKirmesinLollar! Sonntag, den 30. August, und Montag, den 31. August d. J. qäfe SSS bttySt überrc [töm AlkS- Gcmuh>, wenn I SÄ 4g Stimme«"«» Lange ober «ar melanWn 1 schließen, die6,f kurzen Donner, bi sind bie Sprengsc Tharakierist'sche for(le und hellere die höhen krönen das Dieloerbreitete der Eichen-, 8ud] holzanlagen, bie ■ artiges Lasein. 6 form, (onbern Qi aus winzige vtu zwungen, sich M wieder Busch zu migsten und schla. zweige abgehauer lassen. Man Mk artigen 3n[trumen beltnimmen Joifer und löst lie rings säst in die Spitze, ein letzter halt, an lei an einem Kleid Schnittstellen ein« i sich noch immer, m Holzleib, kn man Rinde wirt gebünd schickt. Mein da ist, wird tie beg Stümpfen erhöbe dürre üeiWdel, und imgiam «rschr Nm lang hem fan juaim ober, rr rtitt Glut und zü Achten wie ^reu Herbst sät man 9 bare Haubergerde Stümpfen im Fri der Ernte überlas t5 müssen noch ehe wieder die Fc HerreiuMakohose OO gebleicht, Größe 4, 5, 6......Pf. Oü 1 Posten Tweed Mk. Äettenhausen Lich (Oberhessen) 29. August 1931 1 Stüde Gummilitze 3 Meter........................Pf- Statt Karten! _ Fritz Hurwih Berta Hurwih, geb. Kuitner 1 Posten Schotten J j Den schönsten; woldgipfeln der ®an hat ihn desh Aussichtsturm gek Stiege im Viereck öie alle höhen in D0r der sich bei klc su den Dorbergen Taunus, des Siel , «ergischen und 6 i ^°^eile;u ialau i und ihre I 9elQnbe ein weit * E Mm größter I ” fielen Mu meschwämm. Eine üppige 5 g* 1° daß bügeln watet Jfln Ht wie < P?en' bei jeder b'-,auf die Knöc S"1 bncht ma 2" ei», der 6; „T.faftai An fS-re,fef Nlc !^,8ur Bota. -1.95 HerrensPullover O QC ärmellos, fesch u. modern, Mk. £ ■ V V Nr. 201 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (G?neral-Anzejger für Gberhefsen) Samstag, 29. August (951 Wandern und Reisen • Bäder und Sommerfrischen. Westerwaldfahrt. Don Peter Bauer. Dir Landschaft. Die Bergrücken sind weit geschwungen. Wie breit entsallete Riesenfacher bilden sie rings den bald nahen, bald fernen Hintergrund der jchieserbedach- ten Fachwerkhäuser, deren weißer und gelblicher Anstrich durch alljährliche Auffrischung seine freundliche Helle berSahrt und die schmucke Sauberkeit der bescheidenen Dörfer liebevoll betont. Ein oder zwei Kirchtürme überragen die lockergcsügten Häuser- gruppen wie stämmige Hirteroestoltcn die um sie gesammelte Herde. Manchmal scharen sich auch die Häuser, an den Hängen hinausklimmend, um ein gipselbeherrschendes alles Schloß. Die große Stille tut dem Ohr des lärmbestürmten Städters wohl. Cs ist immer so, al» hätte jemand für sich Ruhe und Aufmerksamkeit gefordert. Jeder Ton, jedes Geräusch sind weithin hörbar. In der Frühe die langgezogcnen Signale de» Schäferhorns, dos die Kühe aus den Stallen ruft. Ihr breites Gcmuhe,'wenn sie gemächlich trottend einander begruben, und das melodische Geläut der ruhlosen Glocken an ihren Hälsen. Später singt mit heiserer Stimme eine Sägemaschine Man kann an der Länge oder Kürze der räsch aufeinanderfolgenden melancholischen Tone auf die Dicke der Stämme schließen, die die malmende Schneide zerstückt. Die kurzen Donner, die xuroeilen über die Berge rollen, sind die Sprengschüsse in den Basaltbrüchen. Haubergseuer. Charakteristischer als die schwarzgrünen Tannen- forste und helleren gemischten Laubwaldungen, die Die Höhen krönen, ist für die Westerwaldlandschaft das vieloerbrcitete, die Hänge überziehende Gebüsch der Eichen-, Buchen- und Hasclhccken. Diese Laub- Holzanlagen, die Haubcrge heißen, leben ein eigenartiges Dasein. Sie bringen es nie zur Hochstamm- form, sondern alle achtzehn Jahre werden sie bis auf winzige Stümpfe nicdergehauen und fo gezwungen, sich zu verjüngen, neu zu sprießen und wieder Busch zu werden. Vorher müssen die stämmigsten und schlanksten Triebe, nachdem alle Seiten- zweige abgehauen sind, sich ihrer Rinde berauben lassen. Man schlitzt sie ihnen mit einem Hackbeil- artigen Instrument, das vom einen scharfen schna- belkrummen Zacken hat, von unten nach oben auf und löst sie rings von dem weißen Holz los bis fast in die Spitze. Dort bleibt der braunen Schale ein letzter Halt, an dem sie baumelt wie ein Mantel an einem Kleiderständer. Sie rollt sofort ihre Schnittstellen ein- und übereinander, als rünbe sie sich noch immer, noch inniger um den leuchtenden Holzleib, den man ihr entrissen. Die getrocknete Rinde wird gebündelt und zu Gerberei zwecken verschickt. Nachdem das kahle, nackte Gestänge gefällt ift, wird die begraste Oberschicht zwischen den Stümpfen abgehoben, über Schanzen, so nennt man dürre Reisigbündel, zu Hügeln gehäuft, angezündet und langsam verschmoren und veraschen lassen. Biele Wochen lang brennen die Haubergfeuer mit dichtem Qualm ober, wenn ber Wind sie aufschürt, mit roter Glut und züngelnden flammen, die in den Nächten wie Freudenbrände in« Tal leuchten. Jrn Herbst sät man Korn in die so gewonnene fruchtbare Haubergerde, das mit den frilch ausschlagenden Stümpfen im Frühjahr um die Wette wächst. Nach der Ernte überlaßt man den Hauberg sich selber und es müssen noch siebzehn lange Jahre verstreichen, ehe wieder die Feuer lodern. 3m Oefdjroämm. Den schönsten Fernblick bietet vor allen Westerwaldgipfeln der Stegskopf bei Emmertshausen. Man hat ihn deshalb vor einigen Jahren mit einem Aussichtsturm gekrönt, der in Form einer eifernen Stiege im Viereck zu einer Plattform emporführt, die alle Höhen in der Nähe und Ferne überragt, vor der sich bei klarer Sicht der Horizont weitet bis zu den Vorbergen des Hunsrücks, den Gipfeln des Taunus, des Siebengebirges und den Höhen des Bergischen und Sauerlandes. Steigt man auf feine Nordseite zu talauf, überrascht einen kurz hinter den Dörfern und ihrem schräg emporklimmenden Ackergelände ein weitausgedehntes grünes Hochplateau, das zum größten Teil versumpft ist und zumal in seinen vielen Mulden große Moräste bildet, da» sog. Geschwämm. (Eine üppige Sumpfflora wuchert jedes Stückchen Erde zu, fo daß man ständig zwischen Halmen und Stengeln watet wie ein einherstelzender Storch. Man geht wie auf dicken vollgesogenen Schwämmen, die bei federn Schritt sich auspressen und einen bis auf die Knöchel im Wasser tappen lassen. Zu- weilen bricht man sogar ahnungslos bis zu den Knien ein, der Spazierstock, auf den man sich stützt, wirb einem fast aus den Fingern hlnabgerissen. Am besten schreitet man barbeinig unb mit kurzen Hosen. Für Botaniker ift bas ganze Gebiet eine wahre Funbgrube von Seltenheiten. Ader der kleine Jnsektensresier Sonnentau, den hier jedermann kennt, ließ sich nicht entdecken. Dagegen standen auf den angrenzenden Berghalden außer der Marge- ritenähnlichen, aber leuchtend gelben Arnika das kleine erifafarbene Läusekraut, eine stengellose Distel unb das Katzenpfötchen in Rot unb Weiß. Manchmal kommt man unerwartet auf Trockenlanb, wo die Heide sich zu prächtigen weinroten Jnfeln gefeilt und vereinzelte Wacholberstümpfe grünen. Dazwischen liegen wuchtige Basaltblöcke mit verwitterten Oberflächen umher wie pergeffene Riesen- fpielzeuge. Schäferlatein. Was in der Umgebung an spärlichem Graswuchs vegetiert, wird von Kühen und Ziegen abgeweidet. Eine junge Ringelnatter, die ich gefangen hatte unb vor mir her schlangeln lieh, brachte mich mit zwei Schäfern ins Gespräch. Der ältere von ihnen holte nämlich, als er bie kleine Natter sah, mit seinem derben Stock zum Schlage aus. Nur mein Zuruf rettete dem Tier das Leben. „Es ist ein Onk" sagte er verbissen, „unb den muß man tothauen.' Meine Gefährten unb ich bemühten sich vergeben», ihn zu überzeugen, daß eine Ringelnatter harmlos fei, unb doch nur Frösche, Salamander unb allenfalls auch kleine Fifche fresse. „Mag sein", mischte sich ber jüngere ein, „aber hier oben sink» die Unken ebenso unsere Feinde wie im Dorf, denn sie saugen dem Weidevieh die Milch au» den Eutern" Unb zum Beweis seiner von uns lächelnd aufgenommenen Behauptung erzählte er uns eine Reihe von „Tatsachen", die uns belehren sollten. Eine seiner Kühe habe eines Tages keine Milch gegeben und auch die folgenden Tage nicht. Da habe er entdeckt daß sie sich immer in ber Nähe eines Eteinhügels herumtreibe unb schließlich auch einen Onk überrascht, ber sich gerabe zwischen den Füßen ber Kuh habe durchschlängeln wollen. Er r, bie Kuh vom Gestein ferngcholtcn unb von dem Tage an wäre sie reicher wie früher gut bei Milch gewesen. Der Alte wußte ähnliche Erlebnisse in Stallungen. (Einmal hätten sie einen Onk totgeschlagen, ber sei so dick wie sein Arm und so lang wie eine Kuh gewesen. Allerlei Reisewinke. Benutzen Sic hno Reisebureau! Siebzigtausend Fahrkarten werden in einem großen Reisebureau im Laufe eines Jahres verkauft, fünfzehntausend Fahrscheinhefte für 3n- und Ausland werden zusammengestellt, dreitausend Schlafwagenplätze belegt — aber der Reisende zahlt nicht einen Pfennig mehr als der amtliche Tarifpreis beträgt und wird mit peinlichster Genauigkeit und stets gleicher Liebenswürdigkeit von geschultem Fachpersonal bedient. 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Was unter- Wegs zu sehen ist und wieviel die Reise kostet, sagt ein hübscher Prospekt mit prächtigen Bildern, den die Oberpostdirektion München herausgegeben hat. Die Abfahrt erfolgt täglich von Berchtesgaden und Lindau um 7.30 Uhr. 3n Garmisch-Partenkirchen treffen die Wagen aus beiden Richtungen abends ein und setzen am nächsten Morgen um 7.35 Uhr ihre Fahrt fort. Der DesamtpreiS der Fahrt beträgt 36 Mark, eS werden aber auch für Teilstrecken Karten zu entsprechenden Preisen auSzegeben. Zyermalbrunncn für alle! Bad Aachen und Baden-Baden sind so reich an heilkräftigen Thermalquellen, daß sie sich schon se t al.en Zeiten den Luxus der öffentlichen Trinkbrunnen und Thermal- b r u n n e n leisten können. Hier darf sich jeder Einwohner, jeder Vorübergehende so viel von dem kostbaren Rah einverleiben, wie er mag! 3n Aachen gibt es nicht weniger alS vier berartige öffentliche Thermal-Trinlbrunnen. 3n Burtscheid befindet sich ein Thermalsprudel mitten auf der Straße, aus dem sich die Bewohner der Umgegend ständig kochend heiheS Wasser auch für den Hausgebrauch boten. DaS Wa'ser ist so heiß, daß man bequem Eier darin kochen farm. Trinkbar ist es erst, wenn man es ein wenig abkühlen läßt. — Auch in dem berühmten Schwarzwälder Heilbad Baden-Baden sprudelt Thermalwasser aus Straßenbrunnem Einer dieser Brunnen ist von Äünftlerbanb. gestaltet und mit einigen bronzenen Wasservögeln geschmückt, deren einer das Thcrmalwalscr auS dem Schnabel speit. Wie in Aachen, versorgen sich hier die Hausfrauen mit Warmwasser und sparen so Brennstoff und Warten... Ccffnct sehenswerte evangelische Kirchen auch wochcnt" S! Der im vergangenen 3a!> am .Mitteldeutschen VerkehrSverband" gern., -t Vorschlag, die intereffanten evangelischen Kirchen öfter und länger als bisher im 3nteresse des Fremdenverkehrs offenzuhalten, hat dazu geführt, daß jetzt der Deutsche Evangelische Kir- chenausschuh den obersten evangelischen Kirchenbehörden in Deutschland anheimgestellt hat, die protestantischen Gotteshäuser auch an Wochentagen zu öffnen. Eine ganze Reihe von kleineren intereifanten Kirchen wird für 'Besichtigung und stille Andacht während besttmmter Stunden nunmehr bereits geöffnet. 3n Berlin kann man verschiedene wichtige und interessante Kirchen stundenweise am Tage besichtigen. 3n der Rikolaikirche findet außerdem an jedem Dienstag und Freitag mittag- ein Orgelkonzert bei freiem Eintritt statt. Gerade im 3nteresse des reisenden Publikum- ist dringend zu wünschen, daß auch in anderen deutschen Städten und namentlich in den Erholungsorten die evangelischen Kirchen nach dem Muster der katholischen Gotteshäuser auch wochentags zugänglich gemacht werden, ganz besonders dann, wenn sie künstlerisch oder kulturgeschichtlich wertvolles Inventar besitzen. Wanderfahrten. Ranstadt — Lckarlsborn — Hirzenhain — Wenings — Bübingen. Von unserem Ausgangspunkt Ranstadt gehen wir ein großes Stück auf breiter Straße dem Bahnkörper nach, den wir beim Tunnel überschreiten, um bald darauf auf rote Dreiecke zu stoßen, benen'toir in nord-östlicher Richtung folgen. Durch Wald und Feld geht unser Weg über da- hochgelegene Eckartsborn mit hübschen Blicken in das Riddertal, später durch das anmutige Hillers- bachtal an einem Teil der Etauseeanlage vorüber nach Hirzenhain, wo wir das Zeichen verlassen. Rach einer Erholungspause in dem schön gelegenen Luftkurort wandern wir zunächst ohne Zeichen nach Wenings, wo wir das rot-weiße Band treffen, dem wir in südlicher Richtung nachgehen. Vorerst durch freie Gegend, später durch Wald leitet uns das Zeichen über Michelau und den Psassenwald mit überraschenden Fernblicken nach unserem Endziel, der freundlichen, altertümlichen Kreisstadt Büdingen. Dauer der Wanderung 61/* Stunden. (jungen — villingen — Ronncnroth — Hungener Teiche — Cid). Wir fahren mit dem Zrühzuge nach Hungen und gehen auf guter Straße, vorerst ohne Wegezeichen, über Villingen nach Ronnenroth, wo wir rasten können. Hier treffen wir die blaue Ring» 'Markierung, die, von Bad-Rauheim kommend, ganz Obcrbeffen durchzieht und in Schlitz erst zu Ende ist. Diefem Zeichen nachgehend, kommen wir nach einiger Zeit an die Hungener Teiche, einige große, von Wald umsäumte Weiher in idyllischer Lage. 3mmer dem Zeichen nachgehend, gelangen wir durch Wald und Feld über den Rohkops nach insgesamt 3'/,stündiger Wanderung zu unserem Endziel Lich. Büchertisch. — Horst Wolfram Geißler: Sankt Rimmerleins 3 n f c L Roman Geh. 2,70, Ganzleinen 4,50. Verlag Scherl, Berlin SW 68. (221) — Johann Peter Rimmerlein, Sohn eines Bahnwärters, wächst mit einem Erbgroßhcrzog im fürstlichen Schloß auf; er erlebt Krieg, Revolution und Inflation, ohne daß sie in seiner der Kunst zugewandten Statur nennenswerte Spuren hinterlassen. Er wird Maler, gelangt schnell zur Berühmtheit, versteht aber nicht, sie geschäftlich auszunützen; schließlich findet er zu seinem Glück doch die Frau, die für ihn paßt und die ihn auch heiratet. Retter UnterhaltungSroman: auch als Ferienlektüre nicht ungeeignet. — Der Fall der 3K a r g*a r c t O b e IL Kriminalroman von G. S van Dine. Ullstein- Verlag. Berlin. Geb. 1,85 Mk. (233) — Van Dine gilt als der beste Kriminalschriftsteller Amerikas. Er arbeitet nicht mit abgedroschenen Mitteln. Das Buch bringt keine Sensationen und mystischen Geheimnisse, wie sie sonst in Kriminal- Romanen gang und gäbe sind, aber Aufregung genug und ein stahlharteS Reh, geschmiedet aus Logik und realistiicher Dercchnungskunstt — Dr. jur. Seger und Dr. 3ng. L. Kuhberg- .Was muh der Siedler vor dem Siedeln wisse n?“ Praktischer Ratgeber für Siedler. (3n der .Bücherei des Prakttschen Wegweiser-".) Verlag Scherl, Berlin. Preis 1,50 Mk. (198) — Die Broschüre bringt eine sorgfältige Zusammenstellung aller Fragen, die beim Kauf einer Parzelle und beim Bau eines EigenhäuS- chens zu berüeffiebtigen sind. Die gesetzlichen Bestimmungen sind so dargestellt und erklärt, daß fie auch der Laie versteht. Einiges aus dem Inhalt: Wie muh die Parzelle beschaffen sein? (Straßenlage, Eckparzellen, Himmelsrichtung, Wafserverhältnisse), Verwaltungstechnische und Rechtsfragen, Einrichtung und Ruhung, der Hausbau (Wohnlaube, DauerhauS, Bauschein, Bauverträge), die Finanzierung, rechtliche Desttm- mungen und vieles andere. — Armin Grote: 3UusionS-Poll- t i k. Der Zusammenbruch der internattonal-marxistisch - demokratisch - zentrumlich - pazifistischen Außenpolitik. 1. Aufl. Faust-Verlag in Dessau. Preis 2 Mk. (204) lin W 8. Halbleinen 2,75 Mk. (219) — Ehescheidung. Eine kurze, jedem verständliche Darstellung deS Ehescheidungs-Verfahren-, der Unterhalts- und der Äoftenfragen. Don Rechtsanwälten Fließ und Dr. F r i e d e b e r g. Preis 0,90 Mk. 15 Seiten. Verlag Wilhelm Rahn, Stettin. (263) — D i e Schokoladenlndustrie. Schoko- ladenfabrik Mauxion, Saalfeld a. d Saale, von Walter Schwädke. Band 19 der Schriftenreihe »Musterbetriebe deuttcher Wirtschaft" — Organisation Derlag-gesellschaft mbH. (S. Hirzel), Ber- Daten für Samstag, 29 August. Sonnenaufgang 5.22 Uhr; Sonnenuntergang 19.19 Uhr. Mondaufgang 19.57 Uhr; Mond- untergang 6.33 Uhr. 1632: der englische Philosoph 3ohn Locke in Wrington geboren; — 1779: der 6bereiter Der- zeliuS in Väsversunda geboren; — 1808: der Begründer der Genossenschaften Hermann Schulze- Delitzsch in Delitzsch geboren; — 1866: der Dichter Hermann Lons in Xulrn geboren; — 1916: Hindenburg wird Ehes des bcutfdxm Generalstaoes; Ludendorff erster Generalquartterreeister. Taten für Sonntag, 30. August. 526: der Ostgotenkönig Theoderich der Große In Ravenna gestorben; — 1928: der Maler und Bildhauer Franz von Stuck in München gestorben. Sul'ZflCUlSCtl' Bewährte Heilquellen / Schöner alter Park Preiswerte Pauschalkuren Auskunft: Hessische Badedirektion SchloB-Cat6 Marburg Inh. Carl Spangenberg - Schönrte Aussicht Mvburga Täglich ab 15JO Uhr: Konzert D ienst,Don nerst.Sonnab. u.Sonnt :Tanz-Abend Mittwoch: 5-Unr-Tanz-Tee rrrro flaHnnctnin ii^ssart von Heigenbrücken rfll IcllMBlll Hotel und Kamenslon Rietz Wunder*. HerbstaiHenth., inmitten berrt. Tannenwilder, schöne Fremden- zimmer mit fließendem warmem und kaltem Wasser, Zentralheizung in allen Zimmern, pnma Küche. Pensionspreis (4 Mahlzeiten) Mk. 4>O. Vertanr*" Sie Prospekt. Autohalle. TeL Amt Frammersbach 11. 4995V Sommerkur für 3563V | Nervenkranke und Nervös-Erschöpfte Sjixlalkeruitalt Befheie tu Taues bei Frankfurt a. M. — Prospekte durch B San-Rat Dr. M. Sdmlze-Kalileyss, Won Besitzer: G. Schmidt Fernruf Nr. 30 Haltestelle d.Bahn Laubach«Mücke Inmitten großer Buchen und Fichtenreal- düngen gelegen und zur Erholung sehr geeignet. Volle Pension 4 RH. 5495D Priialpeosio! Mol SS* Luftkurort / Besitzer: E. Haaf nimmt Glste tum Tagespr.T.Mk.150 auf BObenluftkurort Hochwaldhausen Vogelsberg (500 m), von Stal. 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Prämien zu ft 2 zu ft 300000, .63882 111652 163141 228430 304318 373000 122831 186131 242581 320699 384603 131348 214133 247264 342244 130693 159897 248536 304175 325818 93973 123614 154045 198347 230828 257973 281721 331854 356474 377490 97751 112113 127925 150473 181266 214406 237557 272488 292311 140290 162234 259575 310215 326881 101061 114094 130174 153719 183769 214501 240448 272492 301640 3000 M. 253636 2000 M. 175309 323351 128991 186385 245152 322847 397484 103987 128407 171482 213067 238578 272728 292954 333953 364255 380782 194153 281794 314451 339478 376163 104833 135964 172000 214380 248260 273602 302599 337164 365044 397034 216148 292306 316780 346624 123263 137381 167202 210468 229240 261634 277014 305325 326850 378709 398747 114766 146064 180964 223520 248373 275379 304841 350618 367818 399610 246848 294749 322077 350706 I 24721 125062 141776 169321 211487 231779 266535 288022 307290 332938 381005 148826 187527 226296 257479 279086 307345 351586 368520 102057 125438 162131 207259 232342 271348 290830 333872 357542 378011 147836 163326 272519 311394 338915 101117 120116 135315 164873 203341 215138 245986 272958 302077 319900 365025 398039 93448 111167 126765 143929 173622 214082 232105 271546 288668 309267 335352 382345 282043 316987 4216 28272 77318 81630 186136 238280 261169 333841 338145 340068 316945 318419 344625 355913 387960 392600 Zum zweiten Verbandsspiel empfängt am morgigen Sonntag die erste Mannschaft des Tv. Großen-Duseck me gleiche des Tv. Alsfeld. Da die Gäste in den letzten Spielen beachtliches Können unter Beweis gestellt haben, dürfte ein hartnäckiger Kampf zu erwarten sein. • Von der Frankfurter Dorfe. Der Dorsenvorstand, Abteilung Wertpapierbörse, hat folgendes beschlossen: Alle Aufträge zum börsen- mäyigen An- und Verkauf von Wertpapieren, in- und ausländischen Wechseln und ausländischen Zahlungsmitteln gelten als erloschen. Aufträge, die bei Wiedereröffnung der Börse 220990 222858 277093 293366 367285 371601 Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarki. Eewinnauszug 6. Klasse 37. Preußisch-Süddeutsche (263. Preuß.) Staats-Lotterie Am kommenden Sonntag veranstaltet der VfB. — wir berichteten bereits kurz darüber — seine diesjährigen nationalen leichtathletischen Jugend- Wettkämpfe. Die Veranstaltung, die schon im Vorjahre eine gute Beteiligung gefunden hat, brachte auch in diesem Jahre ein den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechendes gutes Meldeergebms. Die Jugend der Deutschen Turnerschaft, tote auch die Jugend der der Deutschen Sportbehörde an- geschlossenen Vereine wird sich im Wettkampf messen. Man erwartet die Jugendlichen, insbesondere der näheren Umgebung der Landvereine wie auch die Jugend einiger größerer Aachbar- stadte, am Start. Besonders stark werden sich auch die hiesigen Vereine beteiligen. Die Spiel- Vereinigung wird mit ein^m sehr starken Aufgebot in den Wettbewerb treten; der Veranstalter, der ebenfalls über eine sehr starke leichtathletische Iugendabteilung verfügt, wird durch nicht weniger Wettkämpfer und Wettkämpferin- nen vertreten sein. Außerdem hat der Männerturnverein seinen hoffnungsvollen leichtathlett- schen Nachwuchs gemeldet. Es dürften sich unter diesen Umständen gerade unter den Lokalrivalen spannende Wettkämpfe entwickeln, die zugleich die Tätigkeit der Vereine auf ihrem ureigensten Gebiet, der Ertüchtigung der Jugend, unter Beweis stellen sollen. Neben den hiesigen Sport- und Turnvereinen 6 Gewinns zu 16 Gewinne iu 163479 229055 42 Gewinn» ,u 99755 170923 272028 314408 Ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne Über 400 M. gezogen Im Gewinnrade verblieben: 2 600000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 2 zu je 200000, 4 zu je 50000, 16 zu je 25000, 96 zu je 10000, 224 zu je 5000, 444 zu je 8000, 1808 zu je 2000, 2594 zu je 1000, 4146 zu je 500, 12628 zu je 400 Mark. Auf jede gezogene Rümmer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und N 6 ©»toinnt |a 10000 an. 202487 311908 332412 12 ®«6>lnn« m 5000 M. 110101 290193 325510 Ulmerltaiujdie Woten....... Belgische Noten Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Nölen Deutsch. Oesterreich, 1 100 Schilling Rumänische Noten........ Schwedische Note» Schweizer Noten Spanische Noten. ....... Ungarische Noten ........ In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne Über 400 M. gezogen Handball im Latm-Oünsberg-Sau. Am morgigen Sonntag beginnen im Gau die Verbandsspiele, die nachstehende Treffen vorsehen: G a u k l a s s e : Garbenteich—Wieseck und Staufenberg-Londorf. 2n beiden Treffen sollten Garbenteich und Londorf als Sieger zu erwarten sein. In der D e z i r k s k l a s s e kommen tn den Bezirken II und III jeweils zwei Spiele, in den Treffen Londorf II. — Ruttershausen, Allen- dors II—Allertshausen I. und Steinbach l—Al- bad), Beuern I. — Burkhardsfelden I. zum Austrag. Segelflieger über Dillenburg. Großartige Erfolge der Segelslugschule Hirzenhain. Von beachtlichen Erfolgen kann die Segelflugschule Hirzenhain (Dillkreis) berichten. Bet günstigem Wetter startete der Flieger Freus- berg aus Düsseldorf am Mittwoch, und es gelang ihm, in kurzer Zeit eine Höhe von 800 Meter über Tal zu erreichen. Der Flieger vermochte sich nicht weniger als zwei Stunden 49 Minuten in der Luft zu halten. Er überflog Dillenburg, das etwa 10 Kilometer Luftlinie vom Startplatz entfernt ist, zweimal. „ Die Leistung Freusbergs stellt für Hirzenhain einen neuen Dauerflug- sowie einen neuen Höhenrekord dar. Augenblicklich sind im Fliegerlager 35 Schüler tätig. Täglich werden etwa hundert Starts ausgeführt. Arbeitcr-Turn- und Sportbund. In den Spielen der Kreisklasse stehen sich am Sonntag Wieseck I und Naunheim I in Wieseck gegenüber. Die Einheimischen dürsten allerdings, wenn sie kein festeres Mannschaftsgefüge als am Vorsonntag auf das Spielfeld bringen, kaum siegreich sein. Gießen I muß nach Nieder-Wöllstadt und wird dort auf einen gleichwertigen Gegner treffen. Wenn sich die Gäste mit der Spielweise der Platzbesitzer abzufinden vermögen, haben sie immerhin Aussichten auf Sieg. Heuchelheim I empfänat die erste Mannschaft von Erbstadt. Auch hier treffen zwei gleichwertige Gegner aufeinander. 154 Gewinn» ,u 500 M. 849 3137 11279 23210 23428 26392 37474 37856 49975 53621 58388 60192 64037 65424 71332 83118 89471 93512 ----- ------ ------ ------ 118457 362637 363355 367295 ------- 192 Gewinn» »u 500 M. 4990 22091 23863 ----- 28938 31523 32075 33097 34335 35470 41484 45153 52062 54524 56050 59978 69370 69748 70253 74032 76813..788.62.80852^1390 ,92752 minder starke Preisrückgänge. Auf dem N i n - d e r m a r k t war der Auftrieb erheblich stärker als in der Vorwoche (1675 gegen 1485). Nach schleppendem Geschäft verblieb Äeberstand. Nur 356923 380754 383609 383969 399818 90 Gewinn» 1000 M. 12418 16000 17911 18918 28209 30117 34812 38844 46251 48257 52441 ----- 63992 70034 79489 90960 92880 93394 ------ ------ ------ 156594 161586 355040 361961 365488 12 «rwinn» ,u 3000 M. 11184 116083 169190 4 Grwinn» ju 75000 M. 127352 180502 4 Gewinne ju 10000 M. 309340 327510 - - 5000 M. 82859 315294 341298 ----- 12638 26348 127150 42 Sewinn. tu 2000 M. 56893 58932 £9085 61363 81276 91973 120965 154548 172073 17/343 229051 229304 241162 241329 241973 265460 284060 330385 345199 343628 379461 104 Gewinn, tu 1000 M- 5570 16476 25284 37253 37471 43111 60362 63046 64673 69453 70465 77676 87427 88600 96034 108228 124267 126469 ------ ------ ------- «e*rxrxn J 591 bO VfB-Gießen. PfB. (Liga) — $B. horas-Fulda (Liga). Im zweiten Verbandsfpiel der diesjährigen Saison hat die Ligamannschaft des VfB. den Neuling seiner Klasse, die Ligamannschaft des FV. Horas zu Gast. Die Gäste haben sich den Ausstieg in zähs» Ringen erkämpft und gelten als eine Mannschaft, die Erfolgsfuhball zu spielen versteht, sich nicht in überflüssigem Kombinationsspiel verliert, einen schuhfreudigen Sturm besitzt und unter dem Einsatz körperlicher Kraft dem Gegner den Kampf nicht leicht macht. Nicht zu vergessen ist außerdem, daß die Horaser, die bereits im Frühjahr einmal gegen den VfB. , Gießen antraten und in einem glänzenden Endspurt einen Sieg von 5:3 Toren y^r ausarbeiteten, nachdem vorher die DfD.er mit 3:0 geführt hatten. Außerdem unterlagen die Gäste in einem Spiel gegen Fulda nur mit dem knappen Ergebnis von 3:4 und bewiesen damit ihr nicht zu unterschätzendes Können. Die VfB.er müssen also sehr auf der Hut fein, wenn der Beginn der Verbandsfpiele für sie nicht eine Reihe von Niederlagen bedeuten soll. Es bedarf um so mehr aller Aufmerksamkeit, aller Energie und allen Spielwillens, als diesmal Haupt und Bin- gel nicht dabei sein werden und ihr Fehlen ohne Zweifel als ein Handicap der Mannschaft angesehen werden muh. Die Mannschaft spielt in folgender Aufstellung: Balser, Henrichs, Schneider II, Lehrmund, Kreh I, Leutheuser, Schmidt, Sauer, Därenfänger, Wlodereck, Ritter. Trotzdem man diese Aufstellung bestimmt nicht unglücklich nennen kann, wird man das Ergebnis des Kampfes noch nicht Vorhersagen oder die eine oder andere Mannschaft nicht als Sieger nennen können. Auf das Ergebnis darf man sehr gespannt fein. Das Spiel findet im Anschluh an die leichtathletischen Jugendwettkämpfe statt. Die zweite und die dritte Mannschaft des VfB. sind spielfrei. Jugendspiele. Die erste Jugend spielt gegen die erste Jugend von Lollar und hat einen sehr ernst zu nehmenden Gegner vor sich. Die zweite Jugend spielt gegen 19006 dritte, die Schülermannschaften treten gejen die Schülermannschaften der Spielvereinigung an. Spielvereinigung 1900 Gießen. Mit drei Mannschaften nach Fronhauftn. Nachdem das ursprünglich für den kommenden Sonntag angesehte Verbandsspiel der Liga gegen Wetzlar-Niedergirmes abgeblasen wurde, entsendet die Spielveveinigung morgen drei Mannschaften, die Liga, die II. Mannschaft und die „Alten Herren" noch Fronhaufen an der Dill. Die Blau- weißen treten dort gegen die gleichen Mannschaften an. Die Liga ist diesmal nahezu komplett (lediglich Seiler fehlt), und tritt in folgender Aufstellung an: Schmidt; Jäckel, K. Schneider; Glitsch, Langsdorf, Henrich; Schlarb, Best, Wil- helmi, Heilmann, Lippert. Die Platzbefitzer, die erst vor kurzem als Gäste auf dem Waldsport- plah weilten und gegen die Liga des DfB. spielten, um 8:1 hoch zu verlieren, stellen eine Mannschaft, der es zwar nicht an Kampfkraft mangelt, die auch viel guten Willen aufbringt und auf eigenem Platze sicherlich gefährlich werden kann, nichtsdestoweniger aber in technischer Hinsicht noch keine geschlossene Einheit bildet. Die Mannschaft hat, von einigen Einzelleiftungen ganz abgesehen, in Gießen nichts besonderes gezeigt, und geriet, da sie in der Ballbehandlung Die nötige Sicherheit vermissen ließ, sehr in das Hintertreffen. Trotz alledem bleibt für die 1900er zu bedenken, daß das Spiel nicht schon vor Beginn gewonnen ist und der Gegner nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Zu berücksichtigen ist außerdem, daß die 1900er nicht gerade ideale Plahverhältnisse vorfinden werden, die wohl dazu angetan fein können, den Sieg gegen diese Mannschaft schwerer zu erringen lassen, als ihn die hiesigen DfDer auf ihrem eigenen Platze errungen haben. Bei Berücksichtigung der Aufstellung, in der die Blau weißen fahren können, sollte man aber mit ziemlicher Sicherheit einen Sieg erwarten dürfen. Eine Niederlage wäre ein wenig repräsentables Ergebnis. Die 2. Mannschaft, die sich bisher nur von der besten Seite gezeigt hat, sollte gegen die zweite des Platzbesihers einen sicheren Sieg landen können, -lieber das Spiel der „Alten Herren" ist kaum etwas vorher zu Jagen. Die Lehrmannschaft trägt am Samstagabend ein Spiel gegen die 1. Mannschaft von Lollar aus und wird dabei auf eine harte Leistungsprobe gestellt fein. Die Lollarer haben in der letzten Zeit hervorragende Ergebnisse erzielt und befinden sich tatsächlich auch in guter Form. Am Sonntag hat sie die 1. Mannschaft von „Teutonia" Watzenborn-Steinberg in Steinberg zum Gegner und wird es auch nicht leicht haben, dort einen Sieg zu erringen. Vielmehr möchte man den Plahbesihem die größeren Chancen zusprechen. Die 4. Mannschaft spielt auf dem Trieb gegen die erste des Sportvereins Garbenheim. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Jugendspiele. Die 1. Jugend trägt ein Rückspiel gegen die 1. Jugend von Weilburg in Weilburg aus und geht mit guten Aussichten in den Kampf. Die 2. Jugend hat die 1. Jugend des DfR. Butzbach zum Gegner. Beide Mannschaften dürften gleichwertig sein. Man erwartet einen knappen Torunterschied als Ergebnis. Die 3. Jugend tritt auf dem Platz der Freien Tumerschaft auf dem Trieb gegen die 2. Jugend des VfB. an und es wird einiger Anstrengungen bedürfen, wenn sich die Mannschaft behaupten will. Die 1. und die 2. Schülermannschaft treten ebenfalls gegen den Lokalrivalen an. Man erwartet auch hier knappe Ergebnisse. Handball im Gau Hessen (O. T.) Am Sonntag trägt die 1. Mannschaft des Männer- turnvereins auf dem Sportplätze am Schiffenberger Weg ihr zweites Verbandssoiel aus. Als Gegner ist die in die Meisterklasse aufgestiegene 1. Mannschaft des Turnvereins Heuchelheim bestimmt worden. Die Mtver dürften bei kompletter Aufstellung, wenn auch nur mit knappem Resultat, so doch Sieger bleiben. ausgeführt werden sollen, müssen mit dem Vermerk „neuer Auftrag" wiederholt werden. * Die Finanzierung des Russengeschäfts. Der Reichsverband der Deutschen Industrie teilt mit: lieber den Verlauf der Verhandlungen wegen Bereitstellung von Mitteln für die Finanzierung des Lieferungsgeschäfts nach Rußland find Nachrichten verbreitet worden, die dem Stand her Dinge nicht entsprechen. Die Verhandlungen haben noch zu keinem endgültigen Abschluß geführt. Man rechnet aber damit, daß es den gemeinsamen Bemühungen gelingen wird, schon in den nächsten Tagen eine Regelung herbeizufübren. • Stillegung einer Grube im Siege rl and. Die Grube „Große Burg" bei Herdorf ist infolge von Absatzschwierigkeiten gezwungen, am 1. September ihren Betrieb stillzulegen. Durch die Stillegung kommen etwa 200 Arbeiter aus der Umgebung Herdorfs zur Entlassung. Devisenmarkl Berlin — Frankfurt a. M. Oie Geschäfte der Darmstädter Volksbank. WSN. Darmstadt, 28. Aug. Am Donnerstagabend fand in der Hessischen Handwerkskammer eine Sitzung der Vertrauensmänner der Darmstädter Volksbank statt, an der etwa 65 Personen teilnahmen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Nohl. gab einen Heberblick, tote es zu dem Schalterschluh der Volksbank gekommen sei. Eine von dem Revisionsverband vorgenommene Revision habe ergeben, daß keineswegs von Unredlichkeiten irgendwelcher Art ge- sprachen werden könne. Die Bürgschaftsuber- nahme von Stadt und Staat würde für die Volks- bank den Staatskommissar bringen. Aenderungen im Vorstand würden sich als erforderlich erweisen. Eine Heranziehung der offenen und stillen Reserven, sowie eine Erhöhung der Haftsumme der Mitglieder seien vorgesehen. Die Generalversammlung werde nach Fertigstellung des neuen Status sofort zusammentreten. Auch die in der Öffentlichkeit kritisierten Effektengeschäfte sollten nicht beschönigt werden; gegen eine Wiederholung derartiger Vorkommnisse sei Sorge getragen. Der Vorsitzende legte dann eingehend die Verpflichtunaen der Firma Nohl dar; die eigentliche Schuld der Firma betrage nur 27 000 Mk. Die neuerdings aufgetretene Gepflogenheit behördlicher Stellen, ihre notwendigen -Arbeiten durch die Geschäftswelt selbst finanzieren zu lassen, habe die Firma Nohl dazu gezwungen, im Interesse der Weiterbeschäftigung ihrer großen Belegschaft die Mittel für eine umfangreiche, von der Stadt Darmstadt vorgesehene Arbeit selbst zu beschaffen. Es wurden Wechsel in beträchtlicher Höhe ausgestellt, von der Stadt Darmstadt akzeptiert und durch die Darmstädter Volksbanl von einer Schweizer Bank diskontiert. Diese Diskontierungen könnten nicht in die Darlehensverpflichtungen der Firma Nohl bei der Darmstädter Volksbank eingefügt werden. In gleicher Weise wurde auch eine Arbeit für den Kreis Offenbach mit den Akzepten des Kreises finanziert. Es entspann sich hierauf eine lebhafte Aussprache. Außerdem ,r.____„ Ohmen I, Waldgirmes I — Frankenbach I, Glei- I für Färsen konnten sich die Preise auf der Höhr berg I — Wißmar I, Launsbach I — Leun II, der Vorwoche halten, während sie bei Kühen Allendorf (Lumda) — Krofdorf I, Heuchelheim II— und Ochsen^je 1 Mark und bei Dullen sogar Harbach I, Lindenslruth I — Großen-Linden II und 2 Mark nachgaben. Auf dem Schweinemarkt Hungen II — Großen-Buseck II. war die Beschickung mit 665T Stück nur un- 3n der Jugendklasse ,laden salgende Spiele ftait: wesentlich geringer als in irrv^-mg-nen Woche, Wi-s-ik II - Srohen.Linden, Heuchelheim - Fel. ° daß bei^ ebensalls schleppendem Handel ziem, lingshausen, Naunheim - Gießen, Rödgen - hau- ttch Ueberstand Verb .eb Dte schwach- Kauskrast sen Hachborn - Staufenberg, Fronhausen - Wie- des Konsums macht sich besonders am i^weme- \. J T' mjpher-Dhmen — Lollar markt bemerkbar. Die Preisrückgänge betrugen fed I, N.eder-Ohmen Dollar. «lle Zungen durchschnittlich 4 bis 5 Mark. Handball. Magere Schweine waren wenig gefragt. Käl - Auch die Handballer des Bezirks beginnen am ber hatten ^oh verminderter Zufrch^n (1384 kommenden Sonntag mit ihrer Herbstrunde. Hier 9e9e.n E9 Stück) sehr ruhiges Geschäft und> stehen sich Wieseck und Herborn in Wieseck gegen- Preisnaxchlässevon 1 bis 3 Mark. über Die Platzbesitzer werden das Spiel wohl für die Abwärtsbewegung der Preise ebenso wie sich entscheiden Gießen hat Wißmar auf dem Trieb bei Schweinen mir saisonmahig beengt gewesen zum Gegner und wird wohl dem Gast die Rieder- &u_I®Tn- ^Srr 1 »Ä? ziemlich laae nickt erlvart sein lassen. erhöhten Auftriebs (369 gegen 26d) sehr ruhig läge nicht erspart sein la,,en. unb schwächer. Die Rückgänge betrugen 2 bis Lehrkursus der Handball-Schiedsrichter. 3 Mark. Die Schiedsrichter der Handballer weilten Sams- Om einzelnen notierten ^«rhter ße&en&£ tags und Sonntags in Krofdorf zu einem Lehr- gewicht tn ■2Karf^ ** bis 46, a2) 37 kursus. In dem Lehrspiel am Samstagabend zw,- 32 schen einer Bezirksmannschaft und Gießen konnten b) 28 End 33, Äube 2) 33 bis 36 b) 29 bis 32, die ersteren mit 3:2 Toren Sieger bleiben Abends c 24 bis 28, Färsen a) 43 bis 47, b 38 bis 42, versammelten sich die Schiedsrichter zum theoretp c) 32 bis 37, Kalber b) 55 bis 57, c) 49 bis 54, schen Unterricht. Am Sonntagvormittag fanden noch 6)42 bis 48 .Schafe a)39 bid 43^ b) 321 bu8 38, zwei weitere Lehrspiele statt. U 54 5t8 56’ C) 54 bl8 d) 52 btd 56» . I e) 40 vis Do. Wochenbericht Am Sonntag beginnt nun auch für die B e - z i r k s k l a s s e n die H e r b st r u n d e. In der 1. Bezirksklasse findet bei offenem Ausgang nur das Spiel Wetzlar I gegen Watzenborn I in — , , , w Wetzlar statt. In der 2. Bezirksklasse stehen dieser Woche allgemein eine rückläufigeTen- sich Marburg I gegen Wieseck II in Marburg gegen- denz. Nach wie vor bilden die hohen Auftriebe über. Gießen II hat Daubringen I auf dem Trieb Anlaß hierzu, da infolge des starken Geldmangels zum Gegner. Hier darf man dem Platzbesitzer die hei der Bevölkerung der Bedarf ganz erhebliche meisten Siegesaussichten zusprechen. Hachborn I ist Einschränkungen erfahren hat. Der große Auftrieb in Burkhardsfelden zu Gast und wird dort auf einen dürfte vor allem darin zu suchen sein, daß die gleichwertigen Gegner stoßen. Landwirtschaft infolge des Geldbedarfs zur Be- Naunbeim II empfängt Vetzberg I und sollte den gleichung ihrer Steuern gezwungen ist, alles ent- Sieger stellen. Auch Großen-Linden I sollte seinem behrliche Vieh zu verkaufen. Da auch zur Zeit Gäste, die 1. Mannschaft von Oberndorf, eine Nie- auf den Viehmarkten nur allerbeste Ware De- derlage nicht erspart lassen. Kinzenbach I und achtung findet, die indessen nur sehr wenig am Leun I treffen sich in Kinzenbach. Allendorf (Lumda) Markte ist, wird die Geschäftstätigkeit stark gebot Treis I, und Sichertshausen I Grunberg I zu hemmt. Bei meist sehr schleppendem Geschäft er- Gast. Londorf I empfängt Rüddingshausen und gaben sich auf den einzelnen Märkten mehr oder Marburg II Odenhausen I. Beuern weilt in Anne» I mtnSav s»m Hin. rod und Lich spielt gegen die 3. Mannschaft von Der Frankfurter Getreidemarkt zeigte in dieser ist auch die „Deutsche Jugendkraft" vertreten. I Woche ein ausgesprochen ruhiges Bild. Obwohl U. a. wird hier auch der talentierte jugendliche das Wirtschaftsleben in der abgelaufenen Be- Cäufer Dölzingam Start fein. Don den grobe- richtswoche von weiteren Störungen verschont ren auswärtigen Vereinen sind außerdem Voll- blieb, zeigte sich doch ganz deutlich die Aus- m e r vom J.-G.-Sportverein zu nennen. Dom Wirkung des an sich kleiner gewordenen Geschäfts- FSV Frankfurt ist besonders v. K a r b e n als umfanges. Die Abschlüsse bewegten sich in sehr außerordentlich befähigt bekannt. Der Turnver- engem Rahmen. Die Preisgestaltung in dieser ein 1860 Dad-Nauheim, der Turnverein Vor- Woche war recht unregelmäßig, per Saldo ledoch Wärts-Dockenheim, VfD. Marburg, DfR. Dutz- überwiegend etwas schwächer. Das Angebot hat bach SpD. Klafeld-Geisweit, Tv. Heuchelheim sich fast allgemein etwas verstärkt. und'auch der Leichtathletik-Club Salem (Doden- Am Weizenmarkt erfuhr der Preis einen feegebiet) sind vertreten. Rückgang von 5 Mark per Tonne. Aus allen Lan- Die Spielvereinigung 1900 schickt in der A- bestellen werde Weizen angeboten bei sichtlich Klasse mit Koch, Baum stieg er und Fel- rückgängiger Nachfrage, besonders der Mühlen, f; nn drei sehr leistungsfähige Leichtathleten in da das Weizenmehlgeschaft äußerst klein sei. Auch den Wettbewerb, der DfB. wird durch L u h, die ^leberhöhung des inländischen Preisniveaus Laudon und Mattern in erster Linie Der- | für Weizen im Vergleich zum Ausland werde letzt treten. Langenohl, Heuchelheim, geht mit guten Aussichten in den Kampf. Die unteren Klaffen weisen eine ziemlich starke Besetzung auf. Insgesamt sind 150 Jugendliche als Teilnehmer gemeldet. Bei der zu erwartenden starken Konkurrenz dürften sich in allen Klassen spannende Wettkämpfe entwickeln. Leider vermißt män in diesem Jahre die Hessen- Preußen (Kassel), die im vorigen Jahre mit einer starken Vertretung teilnahmen; der VfL. Wetzlar fehlt ebenfalls in der Teilnehmerliste. 28. August 29. August Amiltche Notierung Amtliche Notierung . (RclO Dries Geld »rief Helsingsor» . 10,59 10,61 10,59 10,61 Wien. . . . 59,17 59,29 59,18 59,30 Prag . . . 12,468 12.488 12,468 12,488 Budapest . . 73,43 73,57 73,43 73,57 Sofia . . . 3,057 3,063 3.057 3,063 Holland . . 169,73 170,07 169,73 170,07 ÖSlo.... 112,51 112,73 112,53 112,75 Kopenhagen. 112,51 112,73 112,53 112,75 Stockholm . 112,59 112,81 112,61 112,83 London. . . 20,458 20,498 20,458 20,498 Buenos Aires 1,183 1,187 1,203 1,207 Neuyork . . 4,209 4,217 4,209 4,217 Brüste!. . . 58,68 58,80 58,68 58,80 Italien. . . 22,03 22,07 22,03 22,07 Paris . . . 16,50 16,54 16,50 16,54 Schweiz . . 81,91 82,07 81,27 82,13 Spanien . . 38,06 38,14 38,16 38,24 Danzig. . . 81,82 81.98 81,82 81,98 Japan . . . 2,078 2,082 2,078 2,082 Mw de Ian.. 0,255 0,257 0,255 0,257 Jugoslawien. 7,413 7,427 7,413 7,427 | Lissabon . . 18,55 18,59 18,55 18,59 Berlin, 28.Auaust Geld Blles 4,20 4,22 58,52 58,76 112,28 112,72 20,403 20,403 16,465 16,525 169,31 170,99 22,06 22,14 112,28 112,72 59,10 59,34 2,46 2,48 112,35 112,79 81,74 82,06 37,72 37,88 72,85 73,15 «rulfenstädtischen I wird erst eine spät f I) liegt in der rechtzeitigen Piano- Stimmungen und Reparaturen durch eigene, bewahrte Fachkräfte gut und preiswert rrtiA Pianohaus Schönau Tel. 3269. 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August, jeweils von 20 bis gegen 23 llfcr: „Wit Dir allein auf einer einsamen 3nfcF (Operetten-Gastspiel der Berliner Aotterbühnen). — Dienstag. 1. September: Geschlossen. — Mittwoch, 2., Donnerstag, 3-, und Freitag, 4., jeweils Rundfunk-Anlagen 3-Röhren-Netzempfänger mit Lautsprecher zu 114 RM. Heinrich Hochstätter Verkauf Brandplatz 1 - Ausstellung Kreuzplatz 1 EISU-Betten (Stahl a.Holst PalM-, Stahl- matr Jilnihrb ,Ch*t^L. aa jeden. TeUiahl«. KateL fr. meeeeabeUebrlk SnhLTh. ' n. oeni Ain. 'n* 'M A-4 erstand. A» uf öer Sfa , bei tob« fog« '.n c m a r f t w nur un. 3H 908 331411 290193 339M0 116033 169190 931 69086, ÖS HZ ZZ WZ - B S 3 16719 21 ig& :6 26'^7 ngäJj iS— en 180502 6 M *»* >9 wlÄl 169’8 KZ-'Z 33 11K 2?Ä a iS K° 8? A W y I-!° z X) 2 iU M' J 414» I«1 i ä"» bmii, iftjsSS ft1' ’«>• 'Uschen (1384 , Schölt und l, Ar scheint ie ebenso vir gevesen Mge ziemlich oj sehr nxhig einigen r bis ntner Lebend, b'ch 12) 31 3 34 bii 37 ■ ®) 29 6i| 32, ,b)38bütt, >. c) 49 bil M, .b) 32 «138; 6, d) 52 biä 56, Christenlehre für die konfirmierte weibliche ßugenbi 13.30. Mainzlar — Hausen-Garbenleich. 10: Hausen! 10: Dardenlkich. — Watzenborn-Stcinbcrg. 13t Hauptgottesdienst; Pfr. Steiner (Hausen), Kollekte. —. Lich. 9.30: Iugendgottesdienst; Stlftspsarrer Draudt. tagte Onkel Mollig zu seiner besseren Ehehälfte als er neulich durch die Ausstellungsräume der Firma J. B. Häuser ging. Einen praktischen und modernen Roeder-Herd mit Seltenfeuerung sah er dort und da er ohnedies mH dem Gedanken umging, seine alte Räucherkiste auszurangieren, so zögerte er auch nicht lange und Heß sieb dieses neue Modell In seiner Wohnung aufstellen. Kommen Sie doch auch einmal In unsere Ausstellungsräume. Sie werden erstaunt sein, wieviel neue Modelle an Küchenherden Sie bei uns vorfinden. Glauben Sie nicht, daß auch Sie noch einen praktischen Küchenherd für wenig Geld bei uns erwerben können? Wir erwarten Sie gern. Geschäfts-Verlegung! Hierdurch meiner verehrlichen Kundschaft zur gefälligen Kenntnisnahme, daß ich ab Montag, den 31. August 1931, mein Kolonialwaren- Geschäft von Landgraf-Philipp-Platz 10 nach Neustadt 7 verlegt habe und bitte, das mir bisher erwiesene Vertrauen auch fernerhin zu bewahren. Es wird auch weiterhin mein Bestreben sein, meine Kundschaft in jeder Hinsicht zufrieden- Dvche einen ziemlich trägen Verlauf, wobei der schlechtere DefchäitSgang im Rohprodukt nicht ohne Einfluh war. Auch nachdem die Preise durchweg um 0,25 Mark ermäßigt wurden, blieb daS Geschäft nur aus Deckung deS notwendigsten Bedarfs beschränkL Per 100 Kilo notierten: Weizenmehl, südd., Spezial 0, alte Mahlung 40.25 bis 40,50, dasselbe, Sondermahlung 35.75 biS 36,50; Weizen, mehl, Niederrhein., Spez.0, alte Mahlung 40 bis 40,25, dasselbe, Sondermahlung 35,85 bis 36,25; Roggenmehl. 60proz. Ausmahlung, 29,25 bis 30,75 Mark. dvn 20 biS gegen 22: „Dame Kobold". — C. »tag, 5.. und Sonntag» 6., jeweils von 20 nach 22.15: „Pygmalion". sehr fühlbar. Die amtliche Dotierung lautete für Netzen neuer Ernte hessischer, hefien-nafiauischer und unterfränkischer Herkunft 240 biS 245 Mark die Tonne. Am Roggenmarkt war daS Angebot wohl auch etwas grSher, doch nicht so stark tote bet Deizen. Da aber auch hier die Rachfroge nursehr Eng war, ging der Prers um 2,50 biS 5 Mark mter, so dah sich die Rotiz für Doggen neuer te (HerkunU wie bei Weizen) aus 210 bi« 212.50 Mark für die Tonne stellte. H a s e r lag weiterhin sest, da man ernste Befürchtungen wegen des noch ungeschnittenen HaferS pegt. Die Eigentümer von Haser alter Ernte sind Im Berkaus sehr zurückhaltend, ebenso die Land- wirte, die den neuen Hafer unter günstigen Verhältnissen unter Dach bringen konnten. Sine weitere Preiserhöhung trat indessen nicht ein; die Dotierung blieb mit 200 bl« 205 Mark je Tonne für alten Hafer gegen die Vorwoche gut behauptet. 7teuer Inlandhater wurde je nach Qualität zu etwa 16 bi« 17,50 Mark per 100 Kilo genannt. — Am Derstenmarkt will sich immer noch kein richtige« Geschäft entwickeln und andererseits gin. Em die PreiSgedanken der Käufer und Verkäufer arf auseinander. Sommergerste für Drauzwecke , guten Ausstichqualitäten konnte sich Im Preise etwa« besestigen; der Preis stellte sich auf 175 bi« 180 Mark je Tonne. DaS Mehlgeschäft nahm in der ganzen (Schluß bes redaktionellen Telia.) Seit über 50 Jahren begehrt, weil bewäheU Dr. Thompsona Schwan-Seifenpuloer in dem bekannten roten Paket erfreut sich in der heutigen Lett erst recht größter Beliebtheit. Seine ausgezeichnete Wasch, und Reinigungskraft erweist sich bei jeher Wasche, bei allen Scheuer- und Adseis-Arbeiten in Küche und Haus. V Die Höhe der Erzeugungskosten bestimmt unter den derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnissen di« Rentabilität eine- landwirtschastlichen Betriebes. 3e mehr auf einer bestimmten Fläche produziert wird, desto niedriger werden zwangsläufig die Betrieb-unkosten, die auf den Zentner Srnteaut entfallen. Dem Pflanzennährstoff Kall Ist bei der Düngung der Winterung insofern besondere Beachtung zu schenken, als durch ihn nicht nur höhere, sond.-rn auch qualitativ bessere Ernte« durch Erhöhung des Hektolitergewichtes erzielt werden. 5639D Kirchliche Aachnchten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, 30. Sluouft. 13. Sonntag nach Trinitatis. Stadtkirche. 8 Uhr: Pfr. Mahr; zugleich Thristen- lehr' für die Reukonsirmierten der Matthäus- gemeinde; 9.30: Pfr. Becker; feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts der Markusgemeinde; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker. — Zohanncskirche. 8: Pfr. Bcchtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Reukonfinnlerten der Lukas- gemeinde; 9.30: Pfr. Äusfeld; feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts der Iohannesgemelnde; 11: Kinderkirche für die Iohannesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbesprechung im Iohannessaal; Pfr. Bechtolsheimer. — Kapelle des Allen Iriedhof«. 9.30: Pfr. Lenz; feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts der Luthergemeindc; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Luther- gemeinde; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — Elifabefh-Kleinkinderfchvlc. 8.15: Chri- tenlehre für die Neukonfinnierlen der Petrus- jemtinbe; 9.45: Pfr. tue. Waas; 11: Kinderkirche für )ie Petrusgemeinde; Pfr. Lic Waas. — Klein- Linden. 9: Hauptgottesdienst. — Kirchberg. 10: Kirch- berg; Kollekte für die Innere Mission in Hessen; 11: Wer ert 2 Kindern Klartet-ODlerrldil im Hause? Schriftl. Angeb. m. PretSang. um. 01904 a. d. G. A. <5inbien- veferendav erteilt Nachhilfe in Mathemat. u-Bvosik- Scdrtfti. Angeb. unt. 04858 an d. Gst. An». Student erteilt Nachhilfe in üaihematlk, «>raa»önscb.Engtifch. foro. Beaufüchligung samtirSchularbeiten. Lchrifil. Angeb. unt. 04162 a. d. Gteb. An». nofljöilfeffiinöeo Beaufsichtigung v. HauSaufgab. (VoL Vran».id.Slud.-Ret. Schrlftlich.Angebote unter 04911 an den Äteßener Anzeiger. M KALI DÜNGUNG 5665 n 04921 5651C uni Ewigkeit zu nehmen. 5641 Dl 1490D liefert Dr. Dr. Neumann-Spengel. Dr. Steinreich 5631 Al Großen-Linden, den 29. August 1931. 5635 D 04853 Frau Dr. Marx Q Von der Reise zurück 04943 Die trauernden Hinterbliebenen. <0. 5661 D 4659 A im, yossut Räumungj- Die Leichenfeier findet am Sonntag, dem 30. August, nachmittags l1/, Uhr am Trauerhause in Treis a. d. Lumda, die Beerdigung in Alten-Buseck, nachmittags 4 Uhr, von der Kirche aus statt. Treis a d. Lumda, Gorxheim a. d. B., Alten-Buseck, Gießen, Lollar, den 28. August 1931. Kinzenbach, Klein-Linden, den 29. August 1931. Die Beerdigung findet Montag, 31. Aug., nachm. 3% Uhr statt _______________5669 D In tiefer Trauer: Familie Georg Kepler Familie Karl Hinterlang. Schasweide-Verpachtung. Die Dinier- und Sommerschafweide der Gemeinde Wieseck soll ab 1. April 1932 auf dem Submissionswege auf weitere drei Jahre verpachtet werden. Die Gemarkung umfaßt 300 Hektar Wiesen und Weiden sowie 350 Hektar Ackerland. Schriftliche Angebote sind bis spätestens 5. September 1931 bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo auch die Verpachtungsbedingungen eingesehen werden können. Die Weide kann mit 300 Schafen betrieben werden. 5619D Unbekannte haben Vermögenszeugnisse vorzulegen. Wieseck, den 24. August 1931. Hessische Bürgermeisterei Wieseck. S ch o m b e r, Bürgermeister. Gießen, den 27. August 1931. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Selb. Gießen (Neuenweg 29), den 29. August 1931. Die Beerdigung findet Montag, den 31. August, nachmittags 3 V2 Uhr auf dem Israelitischen Friedhof statt Kranzspenden verbeten. Gießen (Roonstraße 21), den 28 August 1931. Die Beerdigung findet Montag, dem 31. d. M., nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Bahnhofstr.50 Gießen Ecke Westanl. Fernruf 3533 Die unendlich vielen Beweise von Liebe und Verehrung beim Tode meines lieben Mannes und die zahllosen Zeichen der Teilnahme bei seinem Heimgänge haben uns tief bewegt Wir sagen dafür allen unsem innigsten Dank. Meyer Bing Wwe. und Kinder. Lieh, den 27. August 1931. Samstag früh um 1 Uhr verschied plötzlich und unerwartet mein unvergeßlicher treuer Gatte, Vater, Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Schwiegervater Herr Heymann Süskind im blühenden Alter von 48 Jahren. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frieda Süskind und Kinder. MACH RUF. Unerwartet traf uns die Nachricht von dem Hinscheiden unsres lieben Kollegen, des Herrn Oberreallehrers Heinrich Will Unermüdlich hat der Verewigte viele Jahre lang an unsrer Schule segensreich gewirkt. Ein Mann von stets liebenswürdigem und hilfsbereitem Wesen, von edler Gesinnungsart und strengem Gerechtigkeitsgefühl ist allzufrüh von uns und der Stätte seiner Wirksamkeit für immer geschieden. Durch seine vorbildliche Pflichtauffassung und größte Gewissenhaftigkeit hat er sich in den Herzen seiner Kollegen und Schüler ein bleibendes Denkmal gesetzt Er ruhe in Frieden! Das Lehrerkollegium der Oberrealschule L A.: Oberstudiendirektor Dr. Roller. Gießen, den 27. August 193L NOWACK"Ö1, Bekanntmachung. Ich bringe hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß das städtische Pfandpersonal Quittungen für erhobene Fälligkeiten nur durch Benutzung der vorgeschriebenen Durchschreibequittungsbücher erteilen darf. In anderer Weise erteilte Quittungen sind nach langem schweren Leiden zu sich zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: H. Roß. Dr. med. G.Scheerbarth Homöopathischer Arzt Aerztin, Westanlage 1 praktiziert wieder o s Vekannimachung Äetr.: Bullen- u. Eberversieigerung in Nidda am Montag, 2. September 1931. Beginn der Versteigerung io Uhr vormittags. Gemeldet sind 16 Fleckviehbullen, 10 Land« schweineber und 7 (Zdelschweineber. Gießen, den 25. August 1931. 5624d Landwirtschastslammer -Ausschuß für Oberheffen. [Verschiedenes | KurzgeschnmeneS Mliolz Züfgell.Kennlnisnahnie! Um dem Wunsche verschiedener Nachfragen gerecht zu werden, haben wir in der Annahmestelle Chem. Reioißanßswerke Färberei Gebr. Rover Gießen, Marktplatz 8, eine Trauer TYlaML KMV KoAtonß, . lom.MfMbkn.fa DourA/Gi-ütvik/Ämai Weinet nicht an meinem Grabe, gönnet mir die ewige Ruh, denkt, was ich gelitten habe, eh’ ich schloß die Augen zu! Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigstgeliebte, herzensgute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Elisabeth Bepler nach ihrem langen, schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden im blühenden Alter von 28 Jahren zu sich in die So lange noch f f Vorrat^ Ab 1. September verreist Dr. Ploch Vertreter die Herren: . Wilhelm Klein, Dr. Meyerhoff, Heute früh 3 Uhr entschlief nach langem Leiden unsere Hebe Mutter. Patin und Tante Frau Förster Kaspar Schick Wwe. im 84. Lebensjahre. Danksagung. Für die bei dem Tode unseres lieben Vaters bewiesene Teilnahme und Kranzspenden sagen wir unseren aufrichtigen Dank. Geschwister Loh. Annahmestelle für Slärkewästhe Kragen und Oberhemden errichtet. — Das mehr als 60jährige Bestehen der Firma bürgt für erstklassige Arbeit und kann Wäsche, die bis Dienstagabend eingeliefert ist, in der gleichen Woche am Samstag wieder abgeholt werden. Beachten Sie bitte die Musterwäsche im Schaufenster Stuttgart _________________________________5349D Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere Hebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Maria Roß Damplsägewerk Lollar B. Nubn, A.-G. Gebrauchte Herren- und Damenräder billig abzugeben. Desgleichen 1 gebr. Mädchenrad zu verkaufen. Billigste Bezugsquelle für Erialrteile und Zubehör, sowie Gummi, wes« Reparaturen all.Art werden fachgemäß u. billig auögesührt. Fahrrad bändig. Aesmann fließen, Neustadt 20. Todesanzeige. Unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser heißgeliebter Sohn und Bruder Willi Klüpfel, Polizei Wachtmeister im blühenden Alter von 23 Jahren durch einen Unglücksfall aus unserer Mitte gerissen wurde. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Klüpfel und Frau Ernst Klüpfel Gießen (Am Kugelberg 52), Lumda, Weitershain, Maplewood USA. den 29. August 1931. Die Trauerfeier findet Montag, den 31. August, nachmittags l1/, Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt 1 ä Todes-Anzeige. Nach langem, schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden ist gestern abend mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Reuschling UI. sanft entschlafen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Heinrich Reuschling HL nebst allen Angehörigen Heuchelheim (Mittelstraße 1), Montabaur, den 29. August 193L Die Beerdigung findet Sonntag, den 30. August, nachm. 2‘/i Uhr statt. _________________________5670 n MARKEN-TEPPICHE der bedeutende len TcppichfobrlUn Deutschland! (für welche die Verkaufs preise fet4qelegt$lr>d,und unter k*j. *en Umständen HÜiqer verkauf# / werden durften) u DU /o ^nferdgyej^ärenM^let+^eijejr Ca. 3 Morgen Gvurnnret- svas abzugeb. eotl.z.ver» lauschen geg Stroh. SchützenttraKe 12. Welche ält. Fran bietet kinderl. oet» mögendem Witwer gemeinsamen Haushalt Schristl. Ang. unter 04927 a. d. Gietz.Anz. Svielkceis nachm., für 6iäbrigeS Mädchen ges. Schr. Anaeb. unter 04910 an den Gieh. Anzeig. Wertpapierdrucke Aktien, Schuldverschreibungen Wertpapiere bei Brühl, Schulstraße 7 Die Beleidigung ge« Len Ludwig Becker, ANttLrod, Großen» Busecker Straße 28, nehme ich hiermit । zurück. 04930 Luise Licher I Asterweg Nr. 68. Ilm die & weit sie von gen §red winden, M immerhin ve SÜverberg' glied des 2 Industrie b direktor der den finanjid aus ErfaM tetbieni, w w y.De rniltelsriftigen, jen, die mit. morden sind, an das ®< Kauspreis ton jungen ge zinsen sind, erhalten. Utr machen, soll« Kredite der des Deiches einigt toei Hereinnahm« tungen eine Marl ergibt also auch Aeiches, der eingenommen anle^e von 1930 nicht ohr 9i isi aber t lmdanleihen, W, nicht r ti sich also ■ kchuld des dah sir mit u sind, dir es ZusaMüsassu großen Lchwie Ter Lrschlc schuld HWchtl lölimg auf e brecht verdc ton 4,5 o. 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