i usw. Jecken I h-S» neu? Iah4* SW?1 ND Mich, Neue Auli loldt ten utmann Tieie Wokve (612 Mte« (Tuberkulose) ve Praxis aus s zu zwei Plätzen Ines Nr. I aus dem Platzkarten in d«r 'Kartenzu 15 Mk, 's im Universitä s> 671D erke tu Dichtert, ganier verie'b' ?strafie 6 2 Uhr > bis 16/, Uhr 735D fllnsinrgl^5? Trott, oicoiert'^ OrüneHeckge z Psund nur 65 Pf« yfunb60unb<0ll. Ä«e (Hartboir) «SS sK WÄ ^5i;,en.e6 WStk"' IE 1^1,6 jre»n{rf|r' Nr. 24 Erster Blaff 181. Zahrgang Donnerstag, 29. Januar 1951 Eriche>ni rüglich,«nitz« Sonntags and Feiertag» Beilagen; Die Illustrierte Bietzen« Familienblätt« Heimat im Bild Die Schalle fflonats*Bejug$prets: 2.20 Reichsmark und 30 Retchspfenntg für Träger, lohn, auch bei Richter« scheinen einzelnerRummern Infolge höherer Gewalt. Zernsprechanlchlüste ■nter5ainmelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten Nnjetger Bietzen. Postscheckkonto. Srirffurtam Main 11686. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vruck und Verlag: vriihl'sche Univerfitälr vuch- und Steinöruderei K Lange in Stehen. Schnftleitung und Geschäftsstelle: Schulittahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Re« klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°,„ mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschcin und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Gold und Silber. Kaum haben weitere Kreise angefangen, dem Steigen der Kauffraft des Goldes als einem der Liebel, an dem die Weltwirtschaft krankt, gebührende Beachtung zu schenken, da kommen Meldungen über nicht minder zerrüttende Wirkungen, die das Sinken des Silberpreises auf die Wirtschaftsverhältnisse asiatischer Dölker ausübt. Dabei tritt deutlich hervor, dah beide Probleme innig zusammen- höngen. 'Das Liebel der Goldknappheit ist wesentlich dadurch gesteigert worden, daß England seit dem Jahre 1926 dieindischeWährung auf Gold umstellen läßt. Zugleich üben aber die dadurch freiwerdenden Silbermengen einen weiteren Druck auf den Silberpreis aus. Bun droht auch das letzte übriggeblicbene Silberwährungsland, China, sein Geldwesen auf Gold umzustellen. Gold würde noch mehr im Werte steigen, Silber noch tiefer im Preise sinken. Die Goldverknappung wird außer durch Bachhinken der Produktion hinter der Zunahme des Zahlungsmittelbedarfs in den Goldwährungsländern durch die Hortungspolitik der zentralen Botenbank en der Hauptgläubigerländer gesteigert. Das Federal Reserve Board und die Dank von Frankreich haben zusammen die Hälfte des monetären Goldes an sich gezogen. Lim so tiefer sinkt das Preisniveau auf dem Weltmärkte, um so drückender werden die Lasten aller Schuldner, um so wucherischer die Forderungen der Gläubiger. Eine rationelle Geldpolitik mühte so durchgeführt werden, dah die Menge der Zahlungsmittel proportional mit dem Wachsender Produktion gröher würde; denn dann würde sich das Preisniveau auch bei einer stetig wachsenden Warenerzeugung unverändert halten können. Theoretisch ist es zweifellos denkbar, unter den Boraussehungen moderner Technik das Geldwesen so zu manipulieren, dah das Preisniveau im großen und ganzen stabil bleibt. Die Theoretiker täuschen sich aber, wenn sie wähnen, die rnahgebenden Kreise der Wirtschaft und der Finanz brauchten nur zur richtigen Erkenntnis des wahren Wesens des Geldes und der Möglichkeiten, die Llnzulänglichkeiten einer Edelmetallgrundlage zu korrigieren, gebracht zu werden, damit dem heutigen Währungswirrwarr bald abgeholfen würde, womit zugleich ein großer Schritt zur Behebung der ganzen Weltwirtschaftskrise geschehen wäre. Die übersehen völlig, dah cs sich hier viel weniger um Fragen der Erkenntnis, sondern viel mehr um solche der Machtverhältnisse handelt. Es kommt nicht darauf an, ob die Leiter der Zentralnotenbanken eine bessere Gvldverteilung und ein elastischeres Regelwerk für die Ausgabe von Boten durchzuführen fähig sind, sondern darauf, ob das -Gruppeninteresse der Gläubiger, dem sie dienen, dies zuläht. Auch ohne irgendwelche grundstürzenden Reformen im Währungswesen liehe sich ja dem Liebel der Deflation in Goldwährungsländern leicht abhelfen, wenn die zentralen Botcnbanken übereinkämen, als Deckung Silber mit in Anspruch zu nehmen, damit bei unveränderten Dorschriften für die Botenausgabe die Dersor- gung mit Zahlungsmitteln mit der wachsenden Warenerzeugung Schritt halten könnte. Es wäre auch schon viel im Sinne einer Besserung der Goldwährungsverhältnisse erreicht, wenn Indien veranlaßt würde, die Schritte, die es in der Richtung zur Goldwährung tat, zurück- z u t u n , und wenn man für den chinesischen Außenhandel die Silberwäh- r u ng als Grundlage beibehielte. Tatsächlich bewegt sich das währungsreformerische Denken in den angelsächsischen Ländern neuerdings in solcher Richtung. Man muh aber auch da vorsichtig sein, ehe man solche Riescnpläne wie die der Silbcrproduzenten in der Union und der kanadischen Farmer ernst nimmt, die wähnen, man brauche der Bankinger Regierung nur eine Milliardcnanleihe in Silber zu gewähren und sie zu veranlassen, sie für Strahenbauten und ähnliche Llntemehmungen zu verwenden, um die Bevölkerung der auf diese Weise erschlossenen Gebiete Chinas rasch instandzuschcn. die gesamten nordamerikani- schcn Weizenübcrschüsse aufzunehmen. Tatsächlich hat der Vorsitzende des Unterausschusses des Senats der Union, der sich mit dem Silber- Prbblem befaßte, einer solch phantastischen Hoffnung ernsthaft Ausdruck gegeben. Inzwischen hat die Bankinger Regierung bereits die ihr angebotene Silbcranleihe als Danaergeschenk gekennzeichnet. das sie a b l e h n t. Es fehlt China in Wirklichkeit an nichts weniger als an Silber für Währungszwccke. Wie in Indien dient in Sfrina feit Jahrtausenden Silber als wichtigstes Mittel der Schatzbildung. Die Entwicklung modernen Derkehrslebens würde die gehamsterten Silberwerte von selbst hervorlocken und für den Warenaustausch fruchtbar machen. , Diel wichtiger als die praktisch-politische ist ledoch die symvtomatische Bedeutung des Interesses nordamerikanischer führender Geschäftsleute an einer Hebung der Kaufkratk der Bevölkerung Chinas. Darin kommt tatsächlich eine Beuorientierung des Pion.ec- randes der westlichen Kulturwelt zum Ausdruck, die sehr wohl rasch auf den richtigen Weg zur Ueberwindung der Weltwirtschaftskrise führen könnte. Es handelt sich um die Liquidierung jener Phase des abendländischen Kolonialimperialismus. wo die Kolonien und Halb- Kolonien zu einer Hungerausfuhr von Rohstoffen gezwungen wurden, während man ihrer Entwicklung als Absatzmärkte weniger Be- Schieles Agrarprogramm vor dem Saushallsausschuß. Llmstellung des Anbaus nach einem Reichsbestellungsplan. — Oie Agrarzölle. Arbeitslosigkeit und Landwirtschaft. Berlin, 28. Ian. (Vdz.) Im Haushalts- ausschuh des Reichstags begründete der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Schiele, feinen Etat in längerer Rede. Er stellte fest, daß es zwar wegen der unerhörten Zuspitzung dcr allgemeinen Krisenzustände im In- i nd Ausland nicht gelungen sei, dem wachsenden Substanzverzehr der Landwirtschaft radikal Einhalt zu gebieten, dah aber auf den wichtigsten Gebieten die Anbahnung einer dauerhaften Ordnung der Produktions - und Absatz- Verhältnisse deutlich erkennbar sei. 3m kommenden Jahr müßte die bisherige Politik für den Getreidebau konsequent fortgeführt und durch eine stärkere Fürsorge für den Leguminosenbau ergänzt werden. Für den K a r t o f f c I b a u sei die Fortführung der Flockenaktion und die Erhöhung des Brenn- rechts zu fordern. Das Zustandekommen der internationalen Vereinbarungen und die. Einigung von bereits 97 Prozent der deutschen Zuckerindustrie gäben die Hoffnung, dah das Werk des Zusammenschlusses endgültig gelingen würde. Ausführlich behandelte der Minister alsdann die Fragen der Produktions- Umstellung und machte Mitteilungen über den in Ausarbeitung begriffenen Reichsbestel- lungsplan. Der Gesamtplan müsse von einer notwendigen Einschränkung des Roggen-, Hafer- und Zuckerrübenanbaues um rund 1,5 Millionen Hektar ausgehen. Diese freiwerdenden Ackerflächen könnten zu insgesamt 1 Million Hektar für d i e Er-' Weiterung des Weizen- und (5er- ffenanbaues Verwendung finden. Der Rest von mindestens 500 000 Hektar müsse jur Verstärkung der nationalwirtschaftlichen Juffcr- mittelbasis der deutschen Veredelungswirtschaft dienen. Es fei daher sein Ziel, zur Förderung der Vieh- wirtschaft für eine derartige Llmstellung in der Ackernuhung einen wirksamen Anreiz zu schaffen. Vorläufig sind noch die Zukunftsaussichten für die tierische Veredelungswirtschaft wenig günstig. Der internationale Lleberfluh an Getreide und Futtermitteln beginnt sich immer deutlicher in eine Lieberproduktion von tierischen Veredel ungserzeugnissen umzusehen. Daher ist die Regierung vor neue dringende Aufgaben xum Schuhe der bäuerlichen Verede- lungswirtschaft gestellt. Untere agrarische Außenhandels poli - t i k, so fuhr der Minister fort, ist heute vor die Botwendigkeit gestellt, soweit als möglich die Einfuhr zu drosseln, um unserer eigenen Erzeugung den heimischen Markt zu erhalten und ihr darüber hinaus neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen. Lieber diese grundsätzliche Zielsetzung unserer Zoll- und Handelspolitik befinde ich mich in völliger Liebereinstimmung mit den Darlegungen, die Minister Curtius in Genf in der Europakonferenz gemacht hat. Gerade bei richtiger Würdigung der innerwirtschaftlichen Aufgaben der Agrarpolitik kommt man nicht umhin, d i e Agrarjölle als die Wächter der Ordnung an der Schwelle des Wiederaufbaues der deutschen Landwirtschaft anju- erfennen. Ich habe nie ein hehl daraus gemacht. dah ich die Synthese zwischen allgemeiner Handelspolitik und agrarischer Zollpolitik, wie sie in dem gegenwärtigen Handelsvertragssystem vorgenommen ist, nicht für glücklich halte. Ich erachte eine allmähliche Abkehr von dieser Politik für unerläßlich, halte es aber angesichts der heutigen Lage für geboten, nur mit vorbedacht an die Reform der bestehenden Handelsverträge heranzugehen. Der Minister wandte sich dann den Fragen der Preispolitik zu. Er wies darauf hin, daß sich die Spanne zwischen Industrie- und Agrarpreisen bisher nur völlig unzureichend ermäßigt habe. Der notwendige Ausgleich müsse vor allem durch die Senkung des industriellen Preisniveaus erreicht werden. Der Vergleich des Agrarindex vorn Dezember 1930 mit dem Crnährungsindex vom März ergebe, daß bei gleichgebliebenen Erzeugerpreisen der Index für die Kleinhandelspreise von 145 auf 135 zurückgegangen sei. Gewisse Erleichterungen seien also bereits erreicht. — 3m letzten 3ahre betrug das Aktivsaldo aus dem Warenhandel und den sogenannten Dienstleistungen 1,9 Milliarden Mark. Aber die Reparationen und der Zinsendienst erforderten rund 2,9 Milliarden, so daß ein Defizit von 1 Milliarde in unserer Zahlungsbilanz nur durch Aus - landkredite gedeckt werden konnte. Wenn diese einmal ausbleiben, stehen wir vor der Aufgabe, Einnahmen und Ausgaben unserer Zah- lingsbilanz aus unserer eigenen Kraft zu balancieren. Politisch und wirtschaftlich ist in einer solchen Lage der schwächste Posten unsere Lebensmitteleinfuhr. Es ist unzweck- mäßig, in Botzeiten dem Götzen PessimusmuS öffentliche Altäre zu bauen. Aber ich warne auch vor einem Zweckoptimismus. Man muh allen Möglichkeiten, auch den unangenehmen ins Auge sehen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Deshalb ist auch eine klare Entscheidung über die Fortführung und den Ausbau der Agrarhilfsmahnahmen besonders vordringlich. Es gilt, der Landwirtschaft den beabsichtigten Kurs der Agrarpolitik klar zu zeigen, damit sie an die Erreichung der im Reichsbestellungsplan aufgezeigten Ziele bereits bei der Frühjahrsbestellung mit neuem Llnternehmungsmut Herangehen kann. Ls ist bitter nötig, daß endlich das gesamte deutsche Volk erkennt, daß jwischenAgrar- krise und Arbeitslosigkeit ein unmittelbarer Kausalzusammenhang besteht und daß zu einer systematischen Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in erster Linie auch ein Wiederaufbau der Ertrags- und Produktionsverhältnisse der Landwirtschaft gehört. Damit hängen die bcvöikerungs- und sozialpolitischen Fragen der Landflucht und der O st s i e d l u n g aufs engste zusammen. Andauernde Agrarkrise heißt weitere Lnlsied- lung des Ostens, Anwachsen der Arbeitslosigkeit und des Massenelends in den Großstädten. Oie Aussprache. Der Berichterstatter Abg. Schmidt, Köpenick (Soz.), wies darauf hin, dah das Ministerium Der Kamps in Oberschlesien gehl Weiler. Wie sich der polnische Westmarkenverein den in Genf geforderten „Systemwechsel" denkt. Kattowih, 28. 3an. (TL.) Die „Poslka Z a ch o d n i a" , das Blatt des Woiwoden Gra- c z y n s k i, nimmt jetzt reichlich spät in einem Artikel zu der Entscheidung des Völkerbundsrates Stellung. Die Ausführungen des Blattes zeigen mit aller Deutlichkeit, wie man sich in nahonal- polnischen Kreisen die Aenderung des in Genf verurteilten Systems denkt. 3n dem Artikel heißt es u. a., die Genfer Entscheidung habe in Kreisen des Deutschen Dolksbundes das Gefühl der Widerspenstigkeit verstärkt, denn es liege im Plan der Reichsregic- rung^dah sich jede Völkerbundstagung mit aktuellen Klagen aus Oberschlesien beschäftige. Das polnische Ansehen verlange zwar, dah alles getan werde, um diese Prozeß-Sucht auf ein Mindestmaß zu beschränken, aber nur Kanaillen könnten glauben, dah sie sich vor den Anklagen des Völkerbundes nur dann retten könnten, wenn die Bevölkerung der aktiven und aufmerksamen polnischen Kräfte in Oberschlesien beraubt sei. Es sei nur ein Glück, dah der Wert des Pazifizierungsprogrammes, wie cs bereits vor dem Amtsantritt Graczynskis ausprobiert wurde, rechtzeitig erkannt worden sei. Damals (vor der Amtszeit Graczynskis), sei der Volksbund auf der ganzen Linie in der Offensive gewesen und habe Triumphe gefeiert. Der nationale Gedanke sei damals vollständig erkaltet gewesen und das Potentum habe den Gnadenstoß erwartet. Das Polcntum in Schlesien könne daher im Kamps gegen die revisionistischen Absichten Deutschlands solche aktiven Persönlichkeiten wie Graczynskis und ebenso dieTätigkeit des We st marken-vereins nicht entbehren. Jede Form der patriotischen Arbeit sollte daher weiter wohlwollend gefördert werden. (!) 3n dem Artikel wird dann zum Ausdruck gebracht, daß sich der Deutsche Volksbund nicht etwa der Hoffnung hingeben solle, durch den Völkerbundsrat eine Aenderung des Systems erreichen zu können, da er sonst sehr enttäuscht sein toeroe. (!) Der Volksbund werde durch seine ständigen Klagen nur die polnische Widerstandsfähigkeit und Aufmerksamkeit fördern, aber niemals eine Resignation erleben. „Wenn uns auch die (Genfer Gerichte nicht angenehm sind", so heißt es dann, „so werden wir doch die polnischen Interessen in Schlesie nnicht um den Preis unseres guten Ansehens aufgeben. Wir werden die Genfer Gerichte und verschiedene andere Tribunale überleben, ebenso den perfiden Mißbrauch der Genfer Konvention, die bekanntlich in wenigen Jahren abläuft. Wir glauben, daß unser nationaler Croberungsdrang ftär- k e r ist, als vorübergehende Genfer Erfolge, deren sich der Volksbund augenblicklich erfreut. Die Genfer Entscheidung wird unseren Fortschritt nicht behindern, vielleicht wird der Volksbund noch bedauern, daß er uns gezwungen hat, die polnische Gegenaktion noch zu verstärken. beutung beimah. Seit dem großen Kriege werden trotz fortgesetzter Steigerung industrieller Kapazität in allen Tellen der Erde viel zuviel Rohstoffe erzeugt. Man bedarf keiner Hungerausfuhr aus Ländern wie China mehr, aber man hat ein um so dringenderes Interesse daran, aus einem Lande mit einer Bevölkerung von mehr als vierhundert Millionen einen Ozean zur Ausnahme dcr Warenüberschüsse moderner Industriestaaten zu machen. Oer BUdungsetat im Finanzausschuß. Strcichungsanträge des Landbundcs abgelehnt. Darmstadt, 28. 3an. (WHP.) Der Finanzausschuß des Hessischen Landtags trat in die Einzclbcratung des Staatsvoranschlags für 1931 ein. Zur Aussprache stand das Kapitel des Mi - nistcriums für Kultus undBildungs- wesen, das mit 100 Mark Einnahmen und 393 634 Mark Ausgaben abschlieht. 3m Vergleich mit dem Vorjahre bedeutet das eine Erspar- ni s um 16 9 10 Mark. In der Aussprache wurde von mehreren Seiten die Ansicht ausgedrückt, dah in den Mini - ft e r i e n, besonders im Kultusrninisteriurn, sehr wenig Beamte abgebaut worden seien im Vergleich mit den starken Personal- einschränkungen im Lokaldienst. Die Regierung verwies auf die im Vergleich mit den Dorkricgsverhältnissen starke Aufgabenerweiterung des Ministeriums, dem jetzt auch die Kirchen, das Landestheater, die Hoch- chulen und Gewerbeschulen unterstünden. Auch ci bei den Ministerien doch bereits ein sehr tarier Abbau erfolgt. In der Abstimmung wurde folgender Landbundantrag mit 8 gegen 2 Stimmen bei einer Stimmenthaltung abgelehnt: Die Regierung hat keinen Beamten, der im Ministerium eine auf den Inhaber bewilligte Stelle inne hatte, in den Lokaldienst verseht, obgleich der Landtag bei der Voranschlagsberatung 1930 eine dahingehende vom Landbund cingebrachtc Entschließung angenommen hat. Wir beantragen deshalb: Jeder Ministerialbeamte, der eine auf den Inhaber bewilligte Stelle inne hat, wird mit Wirkung vom 1. April 1931 auf eine seinem Bildungsgang entsprechende Stelle in der Lokalverwaltung oder im Außendienst verseht. Die für die Verwendung der Ministerialbeamken außerhalb des Ministeriums erforderlichen Stellen werden mittelbar oder unmittelbar durch Entlassung von Staatsdienstanwärtern freigemacht. — Ein weiterer Landbundantrag, im Ministerium 19 Stellen zu ftreidjen, wird mit 9 gegen 3 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt. Der Referent für das gewerbliche LlnterrichtS- wesen wird auf eine freie Stelle im Spezialkapitel 62a (Gewerbliche Schulen) übergeführt. Zwei freiwerdende Mainisterialratsstellen (Vortragende Räte) werden in Oberratsstellen um« gewandelt. Eine von der Regierung erbetene Ausnahme von dieser Bestimmung lehnte der Ausschuß ab. Von den acht Rechnungsräten werden zwei gestrichen und die Inhaber in gleichwertige freie Stellen der übrigen Qkrtoaltung übcrgeführt. Das Kapitel wird schließlich mit 10 gegen 3 Stimmen angenommen. Die Volkspartei erklärte Stimmenthaltung, da sie in der Fraktion zu dem- Etat, der immer noch nicht vorliege, noch feine Stellung nehmen konnte. Oie ^Reform der Geschäftsordnung des Reichstages. Berlin, 29. Jan. (CBB.) Zwischen den Sozialdemokraten, dem Zentrum und den anderen Mittelparteien fanden weitere Besprechungen über die Reform der Geschäftsordnung des Reichstages statt. Hierbei wurde von der Bayerischen Dolkspartei darauf hingewicsen, daß nach strenger Auslegung des Artikels 54 der Reichsverfassung ein Vertrauensvotum überhaupt keine für das Verbleiben oder Bichtverbleiben einer Regierung entscheidende Rolle spiele, sondern nur ein Mißtrauensvotum. Zwischen den Parteien ist vereinbart worden, die Geschäftsordnung dahin zu ändern, daß ein Mihtrauensantrag die Llnterschrift von 50 Abgeordneten tragen muh, wenn er verhandelt werden soll. Dadurch soll verhindert werden, dah veinere Gruppen solche Anträge einbringen, um von der Regierung Zugeständnisse an Interessentengruppen zu erreichen. Die Komödie „Phaea" nähert fid), ganz besonders nach dem Schlüsse zu. im starken Maße der Tragödie. wo die Fragen nach dem Sinn des Lebens und der Abscheu vor dem Schmutz der Welt mehr durch den Gegensatz zu den übertrieben lustigen Szenen aus der Filmtomparserie zu größter Wirkung gelangen. Die Besetzung jeder einzelnen Rolle war ausgezeichnet. Besonders hervortraten Cläre Winter als Toni. Hans Jungbauer und Paul Berhoeven als Uhne und Kräh und Gerhardt Ritter als Samuel Moris. Die Universität Dena zur Ablehnung des gewählten Rektors. Zur Frage der von Staatsminister Dr. Frick beanstandeten Rektorwahl der Thüringer LanDcs- universität nimmt die Pressestelle der Landesuni» vcrjität Stellung. Danach soll die Juristische Fakultät, der Gewohnheit entsprechend, nur P r o - sessorPape alscinzigenKandidat en empfohlen haben. Weiter soll Pape nicht in Stichwahl, sondern vielmehr gleich im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt worden sein und die Wahl a n g e - n o m in e n haben. Daraufhin habe dec Volksbildungsminister von seinem ihm nach der älni-- versitätssayung zustehenden Recht, „den Gewählten als minder genehm abzulehnen", Gebrauch gemacht. Der Große Senat wird die Wahl nunmehr erneut vornehmen, und nach dem Turnus dürste die Medizinische Fakultät nunmehr den Kandidaten benennen. Ausbau der Sektion für Dichtkunst an der Akademie. Die außerordentliche Hauptversammlung der Preußischen A k a d e m i e für Künste. Sek den nicht mehr lange ausgefchoben werden, keine deutsche Regierung werde die Autorität und auch die Macht haben, dem Volke noch weitere Reparatlonslasten aufzuzwingen, wenn nicht die Gegenseite an einer tragbaren Regelung der Tributoerpflichlungen das größte Interesse zeige. Die vernünftigen Kreise des Auslandes mühten die Entwicklung in Deutschland, die heute fast alles befürchten lasse, mit Aufmerksamkeit verfolgen und -ur rechten Zeit eingreifen. Die kritische Distanzierung vom Versailler Vertragswerk sei im deutschen Volke in besonders starkem Mähe im Werden begriffen, trotz aller Empfindsamkeit gewisser französischer Kreise, denen er nicht drohen wolle, die er nur warnen wolle. Keine europäische Großmacht sei so geschützt in ihrer Sicherheit, wie Frankreich im neuen Europa. Die sachliche und wirtschaftliche Voraussetzung für ein gesundes Europa fei jedoch in Europa nicht geschaffen worden. Wenn sich jetzt die sogenannte Tardieu-These zur Auslegung des Artikels 19 der Völkerbunds- sahung auf der anderen Seite durchsetze, dann könne man nur schwarz in die europäische Zukunft blicken. Die Politiker drüben, die auf solchen Gedankengängen fußten, wären nur öie Schrittmacher des Rationalso- zialismusund Bolschewismus inden unterdrückten europäischen Ländern. Eine neue Zeit überstaatlicher Zusammenarbeit müsse einem stärkeren Europa die Untermauerung geben, die den europäischen Geist in Wirklichkeck tragen könne. Eine wahrhaft europäische Solidarität, deren ungeschriebenes Gesetz die Parität sei. werde auch im deutschen Volke ihre stärkste Stütze finden. AWminuWSAeg Macdonalds im Mechaus. Annahme der Gewerkschaftsvorlage. - Oie Liberalen enthalten sich der Stimme Europa in Waffen. Taö französische Nüstungswstem in Lstcriropa. R o m, 26. 3an (TU.) Das „Giornaw d'Jtalia" gibt eine Uebecsicht über die Rüstungen Frankreichs und seiner Verbündeten. Das Blatt weist nach, daß das französische militärische System, also Frankreich, Südslawien die Tschechoslowakei, Rumänien und Polen, in Friedenszeiten zusammen 127 Divisionen unter den Waffen halte, d. h. 1165 Infanteriebataillone, 666 Kavallerieschwadronen und über 2000 Batterien, außer der Fliegertruppe, den Pionieren, den Abteilungen für Panzerautomobile und sonstigen Spezialtruppen. Der Oberbefehl über die vereinigten Heere der Kleinen Entente und Polen liege in franzöjischen Händen. Die Chefs der General st äbe der Kleinen Entente versammelten fid) jedes Jahr, unterstützt burd) den französischen General Rollet und anderer französischer Generalstäbler, um die verschiedensten militärischen Fragen zu beraten. InSüdslawien befänden sich bet jedem Armeekorps französische Offiziere. Französische Militärmissionen seien ferner in der Tschechoslowakei und in Pol eit vorhanden und zur Reuordnung des rumäni - s d) e n Heeres werde sich General G o u r a u b demnächst nach Rumänien begeben. Die Firma Schneider Crenzot sei im Begriff, die Aktienmehr - heitderSkoda-Werkezu erwerben. Die E r- richtung neuer Waffenfabriken in Südslawien und Rumänien werde vorbereitet. In den letzten acht Monaten des vergangenen Jahres hätten allein etwa 1000 Waggons mit Kriegsmaterial für Südslawien unter der Bezeichnung „Landwirtschaftliches und Industrielles Material" Defterreid) passiert. In Genf sei es klar zutage getreten, daß Frankreich die Erhaltung des gegenwärtigen 'Rüstungsstandes erstrebe. Der Konventionsentwurf der Borbereitenden Abrüstungskommifsion verlange andererseits die Beibehaltung aller militärischen Beschränkungen der besiegten Staaten. Das sei nicht die Abrüstung, die Sicherheit und Frieden gewährleisten könne. „Vorwärts oder rückwärts?" Prälat Kaas in Trier: Innere Sanierung und reparationspolitische Atüvität müssen im gleichen Zuge durchgeführt werden. - Eine Warnung an Zrankrelch. nach eigenem Ermessen an die Landwirtschaft Darlehen gebe. Dadurch habe sich eine geschäftlid)c Tätigkeit bei dem Ministerium herausgebildet, die über seinen Aufgabenkreis hinausgehe und ^ur völligen Llndurchsichtigkeil des Etats führe. Es sei Aufgabe des Ausschusses, das für die Zukunft zu verhindern. Besondere Aufmerksamkeit müsse man der Subventionspolttik zu- wenden. Abg. Dr. Schlittenbauer (Bay. Dp.) erklärte. wir mühten das Prinzip der Meistbegünstigung auf geben und uns dem Prinzip der Gegenseitigleit zuwenden. Ter Redner erörterte bann die Bedeutung der Gesund- niachung der 29 Prozent des deutschenA ck c r - und Wiesenbodens, der unter einem ^lebersch uh von Grundwasser leide und schlecht trage. Um diese wichtige Frage, durch deren Lösung allein die Arbeitslosigkeit auf weite Sicht bekämpft werden könne, au einem glücklichen Ende zu führen, mühten selbstverständlich nationale Opfer gebracht werden. Abg. Schneider - Breslau (Rats. I breit es für notwendig, dah die Düngemittelpreise herabgesetzt würden. Auch befürwortete er eine Erhöhung des Brennrechts. Abg. Dr. Hilf er ding (Soz.j erklärte, dah jede Gefährdung unseres Exports, wie sie notwendigerweise eintreten muh, wenn unser Import im Interesse der Hochhaltung der landwirtschaftlichen Preise stark gedrosselt wird, eine Erhöhung der Arbeitslosigkeit in brr deutschen Industrie bedeutet. Abg. Dr. Cremer (D. V.) glaubt, dah die Zölle in der gegenwärtigen Situation notwen - d i g seien, um der schwerbedrängten Landwirtschaft zu Hilfe zu kommen. Aber man müsse sich darüber klar fein, dah man nicht künstlich mit Hilfe der Zölle diese älnterstühungSmahnahmen verewigen könne. Weiterberatung Donnerstag. Das Reichökabinett billigt heu Bericht des Außenministers. Berlin. 28.3au. (111.) Amtlich. 3n der heutigen Sitzung unter Vorsitz des Reichskanzlers nahm das Reichskabinett einen umfassenden v e - richt des Reichsauhenministers Dr. C u r t i u s übet den verlauf der Sitzung des Europäischen Studienausschusses und der Tagung des Völkerbundsrates entgegen. Dec Reichskanzler stellte abschließend fest, daß die von der Abordnung eingenommene Haltung und das in Gens erreichte Ergebnis die einstimmige Billigung des Reichskabinetts gesunden hätten. Lr sprach dem Reichsminister des Auswärtigen den aufrichtigen Dank des Reich:kabinetts für die erfolgreiche Vertretung der deutschen Interessen aus. — Das Reichskabinett verabschiedete des weiteren die Entwürfe einer Reichsdienststraf- ordnung und eines Gesetzes über Beamten- oertrefungen, die unverzüglich dem Reichsrat zugeleitet werden. Die deutschen Landkreise t eim Neichsfinanzminister. Berlin, 28. 3an. (SH.) Am Mittwoch emp- fing der Reichsfinanzminister Vertreter d er deutschen Landkreise aus allen Teilen Deutschlands unter Führung des Präsidenten Dr. von Stempel. Die Abordnung wies darauf hin, dah die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen in den Landkreisen in erschreckendem Maße — im letzten Halbjahr um 67v. H. — steige und die Kreisfinanzen in bedrohlichem Mähe gefährde. Die Landkreise seien gern bereit, an der zweckmäßigen Umgestaltung der Arbeitslosenversicherung mitzuarbeiten. Bis zum Inkrafttreten dieses Rc- formwerkes mühten jedoch die Schwierigkfiten durch Sonderzuweisungen überbrückt werden. Die Landkreise, die 70 d. H. der Fürsorge- lasten tragen, seien in Zukunft nur dann in der Lage, ihre Aufgaben aus drr Für'o'.gepslichtord- nung richtig zu erfüllen, wenn den Ausgaben eine entsprechende Einnahmeg genüberstehe Könne das nicht bewirkt werden, so könnten die Landkreise ihren Fürsorgeausgaben nicht mehr gerecht werden. Kunst und Wissenschaft. Stücke des welsenschahes für 2 Millionen Mark verkauft. Der bekanntlich von drei Frankfurter Kunsthändlern erworbene Welfenschatz. der zunächst in Frankfurt und bann in Berlin zur Ausstellung gelangte, ist jetzt nach Amerika über* gesiedelt, um in Reuyork ausgestellt zu werden. Ein Teil des berühmten Kunstwerks hat dort bereits einen Käufer gefunden-, das Stadt. Kunstmuseum in Cleve land hat den Ger- trudis-Goldaltar und zwei Stücke zum Preise von einer halben Million Dollar gekauft. Unruhs „Phaea" im JAinffutler Schauspielhaus. ■ Fritz v. Unruh nennt seine „Phaea" eine Ko- nibble, ist sie es wirklich? Samuel Moris, genannt S. M.. der allmächtige Filmmagnat, will das Leben auf den Filmstreifen bannen, das wahre wirkliche Leben, bas nicht burd) Süßlichkeiten vertitfcht ist. Wirkliches Leben, wirkliche Leidenschaft voller Schmerzen will er der Menschheit zeigen, nicht die Produkte eines nach der Schablone arbeitenden Regisseurs. Um sein Ziel zu erreichen ist ihm kein Mittel zu gemein, zu grausam. Die Diva wird in den Tigerkäfig eingeschlossen, uin ihr einen Schrei der echten Todesangst zu entlocken. Die Künstler werden aud) außerhalb ihrer Rollen in die tragischen Konflikte gebracht, die sie im Film darzustel- len haben. Dadurch entsteht bann ein wahres Durcheinander von Lebens- und Filmtraaik, aber Samuel Moris hat seinen Film, der Tausende erschüttern wird und der ihm, was das wichtigste ist, noch viel mehr Tausende von Geldstücken einbringen wird. — über der Verfassung Englands gewesen, und die damalige konservative Regierung habe infolgedessen begonnen, die notwendige E i n s ch r ä n k u n g der Eewerkschaftsvorrechte zu erwägen. 3m Augenblick, wo die Gewerkschaften eine aktive Waffe des Parteikamp- f e s würden, die sich mit einer besonderen Art politischer Auflassungen identifiziere, sei dis Lage unerträglich geworden. Die Tatsache, daß konservative oder liberale Arbeiter gezwungen werden sollen, für die Ausgaben von Kandidaten zu zahlen, gegen die sie stimmen wollen, sei eine Beleidigung für die Arbeiter und widerspreche der ganzen Auffassung von gleichen ldürger: echten. D:r Staatssekretär für die Dominions, Thomas, erwiderte, jede Regierung müsse eine Bedrohung der Verfassung verhindern, aber die Arbeiter müßten das Recht haben, ihre Arbeit zu verlaufen ober die Arbeit zu verweigern. Deshalb müsse das konservative Gesetz von 1927 abgeändert werden. Darauf erfolgte unter größter Erregung des Ankerhau'es d e Abstimmung, d'e die A n n a h m e der Gewerkschaftsvorlage in zweiter Lesung mit 277 gegen 250 Stimmen ergab. Sie meisten der Liberalen enthielten sich der Stimm« abgabe. Rur acht Liberale unter Führung von Sir 3'ohn Simon stimmten mit den Konservativen und erhöhten dadurch die Zahl der Regierungs- aegncr auf 250, während sich die Stimmen für Macdonald auf 277 beliefen.. Rach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses beantragte Baldwin, daß das ganze Unterhaus sich als Ausschuß konstituiere, um die Vorlage zu prüfen, während die Regierung wünschte, sie an einen bcc bestehenden kleinen Ausschüsse zu verweisen. Der Antrag Baldwins wurde mit 306 gegen 244 Stimmen abgelehnt. Die Liberalen stimmten in diesem Fall geschlossen für die Regierung. Darauf vertagte sich das Hinterhaus. — Die Konservativen haben einen Mißtrauensantrag gegen die Regierung formell eingebracht, der besagt: ..Das Unterhaus tadelt die Regierung wegen ihrer Politik ständiger Vermehrung der öffentlichen Ausgaben zu einer Zeit, wo Vermeidung aller neuen Lasten und strenge Sparsamkeit bei den schon bestehenden Ausgabenposten notwendig geworden find, um das Vertrauen wiederherzustellen und die Zahl der Beschäftigten zu erhöhen." Die Regierung wird ersucht werden, eine baldige Gelegenheit zur De- l attc über diese Entschließung zu geben. Ron für Dichtkunst, hat den einmütigen Dillen de» kündet, die Sektion weiterauszubauen. Sie hat zum Borsitzenden Heinrich Mann, zur stellvertretenden Vorsitzenden Ricarda Huch gewählt. Die Sektion stellt sich vorbehaltlos auf den Boden der Geistes- freiheit und wirb jeden Angriff auf die Geistesfreiheit, insbesondere soweit er das künstlerische Schrifttum betrifft, mit allen Mitteln bekämpfen. Die Sektion fordert grundsätzlich Einfluß auf Unterricht und Erziehung der Heranwachsenden Jugend und wünscht ihre ständige gutachtliche Heranziehung vor der Einführung kulturwichtiger Lehrbücher. Sie verlangt bei der endgültigen Fassung der Urheberrechtsreform und des Theute r g e s e tz e s gehört zu werden. In der Sitzung wurde ferner über die Vergebung der diesjährigen Beihilfen an Nichtmitglieder entschieden. Versteigerung der Berliner Gemäldesammlung Böhm. Die bekannte Gemäldesammlung des Berliner Grohkausmanns Max Böhm wurde zur Versteigerung gebracht. Bei reger Anteilnahme der Kunst- Welt sowie der Berliner Gesellschaft erzielten die 98 Gemälde deutscher Meister durchweg sehr gute Preise. So brachte Böck lins ..Kampf der Centauren" 44 000 Mk., der ..Studienkopf einer Römerin" von Feuerbach 20000 Mk.. Leibis wundervolles ..Tiroler Bauernmädchen" 45 000 Mark, fein Bildnis der Frau Auguste Mayr 23 000 Mk. und der „MädchenTops-'mit flachem Hut" rund 21 000 Mk. Liebermanns berühmte ..Zudengafse in Amsterdam" erhielt erst mit 30 000 Mk. den Zuschlag. Zwei kleinere Bilder von Menzel kamen auf 46000 Mk.. Spihwegs „Ständchen" auf 20 500 Mk. Die Preise für die zahlreichen Trübner -Bilder bewegten sich meist um 10 000 Mk. Die Versteigerung erbrachte im ganzen die stattliche Summe von über 800 000 Mk. Kleine politische Nachrichten. Der Abgeordnete Reiber (Demokratische Vereinigung) hat im Hessischen Landtag den Antrag eingebracht, die Regierung möge mit sofortiger Wirkung die Gießener Studentenschaft auflösen. Der Strafsenat des Reichsgerichts hat das Verbot des nationalsozialisttschen Wochenblattes »Hessenhammer" aufgehoben. Das vom Hessischen Innenminister ergangene Verbot war vor etwa vier Wochen auf die Dauer von acht Wochen ausgesprochen worden. * General Derthelot, der während deS Krieges eine zeitlang Heerführer und später Ches der französischen Militärmission in Rumänien war, ist nach längerer Krankheit gestorben. Auf Befehl der OGPLl. ist das berühmte Kloster Rowospasky Mona st yr in der Rühe von Moskau geschlossen worden. Der Leiter des Klosters wurde wegen angeblicher sowjetfeindlicher Tätigkeit verhaftet. Das Kloster wird in ein Gottlofen-Museum um» gewandelt. Aus aller Welt. Oie Ermordung des LlhrmacherS Lllbrich vor Gericht. Trier, 29.Ian. (TU.) In einer Zentrumsversammlung sprach der Vorsitzende der Deutschen Zentrumspartei, Prälat Dr. K a a s, über das Schema „Das Schicksalsjahr 1931: V o r w ä r t s o d e r r ü ck- wärt st". Der 14. September Hobe ein Pa r 1 a - ment gebracht, dessen Arbeitsunfähigkeit und Arbcitsunwilligkeit gegenüber den parlamentarischen Ausgaben der gegenwärtigen Rotzeit seststehe. Brüning habe, von Hindenburg berufen, die Zügel der Regierung ergriffen, als die von den Sozialisten geführte Politik zum Scheitern verurteilt gewesen sei. Die i n n e r p o l i t i j ch e Reform sei die Vorbedingung für eine außenpolitische Aktivität, die erst den Wieder- aufstieg des Deutschen Reid)es vollenden müsse. Befreiungspolitik sei im Brüningsd)en Sinne nicht Phrase u n d 111 u s i o n, sondern T a t u n d Erfolg. Das Gebot der Stunde sei nicht Verhetzung, sondern Sammlung zu einer Front aller derer, die guten Willens seien, einer Front, die da anfange, wo die politische Vernunft beginne, die sich aber auch da schließe, wo die politische Einsicht fehle. Innere Sanierung und reparationcpolitische Aktivität seien Handlungen, die nicht ein Nacheinander vertragen konnten, sondern ein Nebeneinander erforderten. Sie beide stellten einen Aktionsplan dar, der im gleichen Zuge d n r ch g e s ü h r t werden müsse, wenn er zum Erfolge führen solle. Auch die Gegenseite habe Verpflichtungen im Voungplan auferlegt erhalten, auf die Mussolini in seiner Reujahrsrede so deutlich hlngewiesen habe. In ihnen sei die internationale Fusam- mznarbeit festgelegt, der sich auch die -Ltibut- empfänger unterwerfen müßten, wenn nicht das ganze werk zugrunde gerichtet werden solle. Die befreiende und erlösende Tat auf reparalions- politifchem Gebiet könne ohne schwersten SchaL o n d o n, 29. Jan. Das Unterhaus hat am Mittwoch die Gewerifchaftsvorlage abgelehnt. Bei dieser Vorlage handelt es sich um einen Gesetzentwurf, der bc« Streikrecht erweitern soll. Nach dem Generalstreik im Jahre 1926, der für England verheerende Folgen hatte, war es B a l d w i n , der em Gesetz durchdrückte, wonach jeder General st r e i k verboten wird, ebenso auch Sympathiestreiks. Ferner war es auf Grund dieses Gesetzes in Zukunft jedem Gewerkschaftsmitglied überlassen, von der Zahlung der Beiträge Abstand zu nehmen. Das hat sich für die Gewerkschaften als nachteilig herausgestellt. Gegenwärtig zahlen nur noch 44 Prozent aller Mitglieder die Beitrage. Außerdem hatte der Generalstreik noch ein Verbot des Streikpostenstehens ausgelöst, schließlich sah das Baldwinsche Gesetz noch eine Best r a f u n g der Gewerkschaften vor, falls bei illegalen Streiks die bestreikten Betriebe Schadens- crfatzanfprüd)e stellen würden. Das olles wollte Macdonald wieder aus der Wett schaffen. Ganz leicht ist ihm aber die Einbringung der Gewerkschaftsbill nicht aeworden. Bei den Liberalen bestand eine große Abneigung gegen dieses Gesetz. Immerhin wußte der Premier- mfnifter die Unterstützung der Parteileitung der Liberalen zu gewinnen. Er stellte eine Wahl- re ck) t 3 r c f o r m in Aussicht, die in der Hauptsache den Liberalen zugute kommen sollte. Gcgen- roärtig gilt in jedem englischen Wahlkreis nur der Kandidat für gewählt, der die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Infolgedessen besitzt die ^Liberale Partei im Unterhaus nur eine kleine Fraktion, obwohl ihr Anhang im Lande doch recht erhebttd) ist. Die Wahlrechtsbill, die ebenfalls dem Unterhaus vorliegt, sieht nun eine Verrechnung d e r abgegebenen Stimmen vor, die es den Liberalen ermöglichen würde, eine größere Anzahl von Abgeordneten in das Parlament zu schicken. Macdonald hatte aber den Liberalen klipp und klar auseinandergesetzt, daß die Labourparty nur für diese Wahlrechtsbill stimmen würde, wenn im Austausch dafür die Liberalen dem Gewerkschaftsgefetz zur Annahme verhelfen. 3m Unterhaus unterstützte nun bei Der zwei, ten Lesung der Gcwerkschaftsvorlage Churchill den Antrag Baldwins aus Verwerfung der Vorlage und erklärte, die Einführung i?^r Gewrrskschaften in den politischen Kämpf fei eine der bemerkenswertesten Entwicklungen im sozialen und inn erst oli tischen Leben Der äugens blickfichen Zeit. Dcr Generalstreik des Jahres 1926 sei eine Herausforderung gegen- Unter großem Andrang des Publikums begann in Berlin der Prozeß gegen die drei jugendlichen Angeklagten, die in der Nacht zum 29. Oktober den 56jährigen Uhrmacher 111 b r i ch in seiner Wohnung, Drontheimer Straße 5 im Norden Berlins, getötet und beraubt haben. Die^Anklage gegen den jetzt 22jähriaen Kutscher Richard Stolpe, den 21jährigen Schlosser Erich Benzinger und die 16jährige Arbeiterin Luise Neumann, die sämtlich bisher unbestraft sind, lautet auf gemeinschaftlichen Mord und nach der Tat verübter ge- meinschaftlid)er Unterschlagung. Lilise Neumann war schon mit 15 Jahren in Beziehungen zu Ulbrich getreten. Sie hatte nach dem Morde zunächst alles geleugnet, dann aber ein Geständnis abgelegt, aus dem heroorging, daß Stolpe, Benzinger und sie selbst gemeinsam den Mord ausgeführt hatten, um Ulbrich zu berauben. Die Neumann mar mit Richard Stolpe verlobt. Als sie und Stolpe wieder einmal in Geldverlegenheit waren, faßten sie am 27. Oktober den Entschluß, Ulbrich zu berauben und ihn zu töten, damit er den Raub nicht verraten könne. Nach vollbrachter Tat, bei der sie nur 28,65 Mark an Bargeld erbeuteten und einige Uhren und Ringe Mitnahmen, hatten Stolpe und Benzinger Berlin verlassen. Sie waren über Stettin nach dem Dorf Redel in Pommern gefahren, wo Stolpe eine Zeitlang gearbeitet hatte und dort verhaftet wurde. Sie legten Dann auch ein Geständnis ab. Die Neumann erzählt von Erpressungen Stolpes an Ulbrich. Als Die Drei sich am Sonntag vor Der Tat wieder einmal überlegt hätten, wie man Geld beschaffen könne, seien sie auf Den GeDanken gekommen, Ulbrich zu berauben. Stolpe wollte ihn ohnehin beiseite schaffen, damit er ihn nicht wegen Der Erpressung anzeigen könne. Die Neumann fagtr sie wollte zuerst nicht mitmachen; aber als ihr Stolpe mit einer Anzeige drohte, weil sie einer Frau ein Portemonnaie gestohlen hatte, hätte sie Angst bekommen und eingewilligt. Bei ihrer Schilderung der Tat selbst ergaben sich Widerspruche zu der Aussage Benzingers. Auf Die tfrage Des Vorsitzenden, ob sie nicht von e i n e,m JB c i.1 g e - sprachen habe, erklärte Die Angeklagte, als Stolpe gemeint hätte, daß Der lieberfall hoffentlich gelingen werbe, weil sie zu Dritt gegen einen feien, habe sie gesagt: „Na, schließlich steckt ja im Ofen noch das Beil." Sie habe auch spater noch einmal gesagt: „Wenn ihr nicht kommt, muß ich das Beil nchinen und Ulbrich selbst tot machen." Die Angeklagte bestreitet Dann entgegen dem polizeilichen Geständnis, daß sie gesagt habe: „Am liebsten hinge ich ihn auf; wenn ich es nur könnte." Stolpe erklärt, daß er von seiner Braut zu der Tat angestiftet worden sei. und f>ebt weiter hervor, daß er nicht die Absicht gehabt habe, Ulbrich zu töten. Er habe aber immer vermutet, daß seine Braut ernst machen und Lllbrich mit einem Beil erschlagen würde. Roch im letzten Augenblick, als er schon mit Benzinger vor dem Bett Tllbrichs stand, habe er den CDIut verloren und zu seiner Braut leise gesagt: -.'Lieschen, komm 'raus, ich tue dem Mann nichts! Da sei Ulbrich im Bett munter geworden unc habe die Reumann gefragt, ob sie schon gehen wolle. Sie habe sich Darauf zu Lllbrich gewann, und gesagt: „Rein, schlaf' nur weiter! Erst aX. er versehentlich ein Geräusch verursacht habe, sei ällbrich ganz erwacht und es sei Daum ju dein Kampf gekommen. 1£ -cte von über 1500 3 in Ortsklasse v, « 11 || MernüeMrhaltws , MH« M.DU fr Untermieter eine etge ! tiÄw* L SÄ TÄ? ? SeMsraume, Die re fr oder wegen ihres rau M Zusammenhangs ml Mietet sind, fallen nid) Aus die unter 1-111 N L k Mafien der § 1 M keine Anwendung. C. Auf dem des Reichsmie I. Me Wohnungen Ä Wmiete m übet 15i IM Matt in Ortsklasse ;j W C, 400 Matt in 0 1 freite eine Befreiung an -ah 4 des Aeichsmietcng 1)1. Mermielverhältni llisschließlich um Dohm fr Untermieter eine Haushaltung führt, III. Geschäftsräume je ist Teile einer Dohm. $ räumlichen oder wir Ws mit Wohn räumen . miet sind. Artikel I Die Dvrschrislen des aid III, sowie C Ziffer I weit nicht durch §1 W 'frengcsehes etwas ani fr solche Räume, die na inzrworden sind oder s Nume werden im Si frei, wenn dies du chabe ter Wohnung, . AM'oder wenn das der Bestimmungen \sE wird, nicht ab Irsches, wenn die l E Mietverträge eim I , Artikel i Ä mit der $ des Mleterfchuhgsd ßrhenden Ä r JotlsH2 r$ltni luliit um-r . . J SB? m Sebie ,! Lekanntmac | Dberburgermeiffer. tz.y' chhe»; der Ms und Des i !5 ÄrsSi terÄs rsKs tzsKL SäeS Slifl :3anuQr 9?? Itl' V kann der A°n j k5 'tanunr „ . aller»- ,I UUl- den *)-) cs Fisches '•**45 ^icht» hat da« Zn- hen Wochenblatte« ehvben. Da« t>om langene Mot war öie Dauer von acht en. r während k«-rt* ’ und später Shes der tn Simänien war, gestorben. • ist das berühmte Oionafthr in der vssen worben. Der e wegen angeblicher erhaltet. Da« Wolter :n»Tlu|eum um« ÄMtn ?; jj. "f QK n dog ^teln SjjÄ ei kleinere ■ A 46000 M »M° M. L «Jt. Die 2«« die stattliche buchten, (femohatiij), $er. Ä^^ajem« ■ m.tl !°!°chn ®itl ^ienschait,u|. Welt. r-ung ich vor Senchi. ’s ^ublitums begann hie drei jugendlichen t M 29.OUobtt den tid) in seiner Doh» 5 im Horden Berlins, haben. Die Anllage tslherNchard Stolpe, rid) Benzinger und !ui|e Neumann, die ind, lautet aus gemein« , der lat verübter ge« ng- „, . n mit 15 WenjnSt- en. Sie hatte nach dem inet, dann aber ein Se« heroorging, dah «tolpe, gemeinsam den ilien, um Mrch zu nn war mit Richard , Stolpe wieder einmal t waren, faxten sie am Mich zu berauben unD en Naub nicht erraten Tat, bei her Mut tnge müna^men. 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Auf die unter I—Ul bezeichneten Räume findcm die Vorschriften der § 1—36 des Mieterschuhgesetz eS keine Anwendung. C. Auf dem Gebiete des ReichSmietengeseheS: I. Alle Wohnungen mit einer Jahres- friedenSmiete von über 1500 Mark in Ortsklasse A, 1000 Mark in Ortsklasse B, 600 Mark in Orts- Nasse C, 400 Mark in Ortsklasse D, soweit nicht bereits eine Befreiung auf Grund des § 1 Absatz 1 Sah 4 des ReichSmietengeseheS eintritt. II. Untermietverhältnisse, soweit cs sich nicht ausschließlich um Wohnräume handelt, in denen der Untermieter eine eigene Wirtschaft oder Haushaltung führt. III. Geschäftsräume jeglicher Art, soweit he nicht Teile einer Wohnung bilden, oder wegen ihres räumlichen oder wirtschaftlichen Zusanrmen- hanges mit Wohnräumen zugleich mit diesen vermietet sind. 'Artikel 2. Die Vorschriften deS Artikels 1 B Ziffer I und III, sowie C Ziffer I und III beziehen sich, soweit nicht durch § 1 Absah 1 Sah 4 des Reichsmieten gcsehes etwas anderes bestimmt ist, nur auf solche Räume, die nach dem 31.3anuar 1931 freigeworden sind oder frei werden. Räume werden im Sinne des Absatzes 1 nur bann frei, wenn dies durch Tod des Inhabers, Aufgabe dar Wohnung, oder auf ähnliche Weise geschieht, oder wenn das Mietverhältnis auf dem Dege der Bestimmungen des Mieterschuhgesehes gelöst wird, nicht aber im Falle des Tausches, wenn die Mieter in die beiderseitigen Mietverträge eintreten. Artikel 3. Siner Klage, mit der die Herausgabe eines nach Artikel 1 B von den Vorschriften der § 1 bis 36 des Mieterschuhgesehes befreiten Raumes verlangt wird, hat ein Schiedsverfahren vor dem Wieteimgungsamt nach der Verordnung des Ministers für Arbeit und Wirtschaft vom 28. Mai 1929 vorauszugehen. Gießener 'Lr?ochcnmarktprcisc. ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 130 bis 140 Pf. iKochbutter von 110 Pf. an), Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 15 bis 25 (pro Zentner 12 bis 15 Mk.), Weißkraut 12 bis 15 (pro Zentner 8 bis 10 Mk.), Rotkraut 15 bis 20 (pro Zentner 10 bis 12 Mk.), Kartoffeln 3,5 bis 4 (pro Ztr. 2.50 bis 3 Mk.), gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 30 bis 35, Tlnterkohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 35 bis 40, Feldsalat 100 bis 120, Endivien 80 bis 90, Tomaten 70 bis 80, Meerrettich 30 bis 60, Zwiebeln 8 bis 10, Schwarzwurzeln 30 bis 50, Aepfel 30 bis 45, Dirnen 20 bis 40, Russe 50 bis 60, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50. junge Hähne 90 bis.120, Suppenhühner 90 bis 120 pro Pfund: Tauben 70 bis 80, Eier 13 bis 14, 'Blumenkohl 40 bis 50, Oberkohlrabi 8 bis 10. Pornotizen. — Tageskalender für Donnerstag: Gesangschule Frau Dr. Meyer: Wohltätigkeits« konzert, 20 Uhr, Hörsaal der Universität. — Goethe- Bund: Dichterabend, 20 Uhr, Neue Aula. — Aka« demische Kurse für Kaufleute und Gewerbetreibende: Vortrag: Grundfragen der Besteuerung und Steuerpolitik, Vortragender: Prof. Dr. Mombert, 20.15 - Uhr, Hörsaal des Vorlesungsgebäudes der llnioerfität. — Skiklub Gießen: Lichtbildervortrag von Dr. M ö ck e l m a n n , 20.15 Uhr, Horsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts. — Hausfrauenberatung: Vortrag „Was die Hausfrau über angebliche Gifte, giftfreie Heilwefen und sog. Ernäh- rungs-Reformen wissen muh", von Dr. Lehmann, 20 Uhr, Physiologisches Institut. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die singende Stadt". — Astoria- Lichtspiele: „Razzia" und „Unter falschem Namen". — Aus dem Dtadttheaterbureau wird uns geschrieben: Montag bleibt das Theater geschlossen. — Samstag, 31. Januar. 20 Hfjr, findet die zweite Premiere in dieser Woche statt, Mareel PagnolS Dolksstück „MariuS ahoi!" Dieses Stück hatte in Berlin unter dem Titel „Zum goldenen Anker" einen ganz großen Erfolg. P. ist durch seine Komödie „Das große ABE" kein Heuer mehr. „3m Hafen von Marseilles", dies ist der Untertitel des Schauspiels, spielt sich die Handlung ab. 3ntenöant Dr. Prasch führt selbst Regie und hat die Rolle des Marius dem jungen Raimund Sch elcher anvertraut. Die Part- nerin wird von Elisabeth W i e l a n d e r verkörpert. DaS Stück, das der Dichter selbst Komödie nennt, wird als eine Alltagsbegebenheit in einer Hafenstadt angesehen. Somit ist der tiefste Sinn der Komödie die naturalistische Schilderung und das Gebaren, die Sitten, di« Freuden und Schmer-en der Menschen, gewahrt. 3n diesem S-inne hat auch der Spielleiter fein« Inszenierung eingestellt, ein Stück Leben aus dem Hafen von Marseilles. — Dom Konzertverein wird uns geschrieben: Das Stuttgarter Wendling-Quartett, bestehend aus den Herren: Prof. Karl Wendling, Hermann H u b l, Ludwig R a 11 e r e r, Pros. Alfred Saal, wird, wie bereits mitqe- teilt, am Sonntag. 1. Februar, 17 Ahr, in der Reuen Aula an Stelle von Edith L 0 r a n d konzertieren. Das Programm ist nunmehr festgelegt und wird folgende Werke enthalten: Brahms: Streichquartett in B-Dur op. 67; Hcuidn: Streichquartett in f-Dur op. 3 Rr. 5 und Schubert: Streichquartett in Q-Dur op. 161. Das schöne Programm, von einer der besten deutschen Quartett- Vereinigungen vorgetragen, verspricht allen Musikfreunden einen erlesenen Genuß. — Lichtspielhaus Bahnhof st raße. Am näthften Sonntag 11.15 Uhr wird im Lichtspielhaus Bahnhofstraße ein Kulturfilm gezeigt, der die Zuschauer nach dem Feuerland führt. Günther Plüschow, der Flieger von Tsingtau, der schon einmal eine Fahrt nach diesem Lande der Wolken und Winde unternommen hatte, hat unter dem Titel „Silberkimdor über Feuerland" einen Film heraus- gebracht, der die wilde Schönheit dieses Landes auf das eindrucksvollste vor Augen ruckt. (Siehe heutige Anzeige.) ** Rentenbankscheine sind vollgültige Zahlungsmittel. Zur Behebung von Zweifeln wird von der Deutschen Rentcnbank mitgeteilt, daß noch rund 446 Millionen Rentenbankscheine als Zahlungsmittel im Umlauf sind. Alte Rentcnbankfcheine zu fünf, zehn und fünfzig Rentenmark mit Kopfbild, sowie die höheren Abschnitte zu 100, 500 und 1000 Rentenmark ohne Kopfbild sind vollgültige Zahlungsmittel, für die an allen ölfentlichen Kassen (Post, Eisenbahn, Finanzämter, Reichsbank usw.) AuSnahmezwang besteht. Die Tilgung und Zurückziehung der umlaufenden Rentenbankscheine erfolgt ganz allmählich aus hierfür bereitgestellten Mitteln. Voraussichtlich werden die letzten Rentenbankscheine erst 1942 aus dem Zahlungsmittelumlauf verschwunden sein. ** Eine Anmahnung von Gebührenrück ständen veröffentlicht die Stadtkasse im Gedenkt eurer sozialen pflicht! Helft den unschuldig Notleidenden. (städtische Nothilfe 19)0. heutigen Anzeigenteil. 3nteressenten seien besonders darauf hingewiesen. " Die Regelung des WassergeldeS betrifft eine amtliche Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil, die der besonderen Beachtung empfohlen fei. • ** Unfall im Schulhof. Beim Spiel im Schulhof wurde heute vormittag der 7 Jahre alte Erwin Sier, Roonstraße, von einem anderen Jungen umgerannt. Dabei kam das bedauernswerte Kind derart zu Fall, daß es einen Oberfchenkelbruch davontrug. Es wurde sofort nach dem Evangelischen Schwesternhaus verbracht. Erweitertes Vezirlsschöffengericht Gießen. Gießen, 28. 3an. Gegen einen Mann aus Watzenborn-Steinberg wurde unter Ausschluß der Oefsentlichkeit wegen Sittlichkcitsverbrechens und Erregung von öffentlichem Aergernis verhandelt. Das Urteil lautete auf Freisprechung. Rach der öffentlichen Arteilsverkündung bleibt der Angeklagte der ihm zur Last gelegten Handlungen dringend verdächtig: gewisse Anstimmigketten in den Aussagen der Zeugen ließen jedoch das Gericht den Schuldbeweis nicht als völlig geführt erachten. Zwei weitere Fälle wurden vor dem D e • zirksschöffengericht ohne Zuziehung eines zweiten Richters verhandelt. Ein wegen Diebstahls vielfach vorbestrafter Elektromonteur ist als „Hausierer" in Bad-Rau- heim in ein Haus eingedrungen und hat einem Dienstmädchen Strümpfe und einen für dessen Verhältnisse namhaften Geldbetrag gestohlen. Bei seiner Festnahme wurden in seinem Besitz zahlreich« wertvolle Gegenstände — goldener Schmuck, Ähren usw. — gesunden, die er — mit welchen Mitteln, konnte er nicht sagen — auf seinen Wanderungen als Hausierer von Anbekannten gekauft haben will. Weiter hat er sich mit falschem Ramen in das Gefangenenbuch eintragen lassen. Da es angebracht erschien, den gemeingefährlichen Verbrecher auf längere Zeit unschädlich au machen, wurde wegen Rückfall- diebstahls und intellektueller Ar- kundensälschung auf eine Gesamtzucht- hausstrase von zwei 3ahren einem Monat erkannt. Ein 3nftallateur in Rodenbach bat bei einem Kaufmann hier Waren bezogen. Gleich darauf bestellte er einen zweiten größeren Posten. Auf die Frage des Kaufmanns, wie es mit der Bezahlung der ersten Bestellung stehe, erwiderte er, er habe den Betrag auf Postscheckkonto überwiesen. Hierdurch getäuscht, ließ der Kaufmann Die Ware abgehen. Er ist, da der Besteller pfandlos ist, um den Betrag geschädigt. Da der Angeklagte noch unbestraft ist, wurde wegen Betrugs auf 50 Mk. Geldstrafe erkannt. Einspruch gegen das Diktat des Staatskommiffars. Worms, 28. Jan. (WSN.) Die wirtschaftlichen Organisationen der Stadt Worms haben in einem gemeinsamen Be- ichwerdefchreiben an den hessischen Staatspräsidenten und die Minister des Innern, der Finanzen und für Arbeit und Wirtschaft gegen die Anordnungen des S i a a i 51 o m m i f f a r 5 für die Stadt Worms vom 30. Dezember 1930 Einspruch erhoben. Di« endgültige Klageschrift des Ortsgewerbeverein, In Verwaltungs ft reit verfahren ist bereits an den Provinzialausschuß der Provinz Rheinhessen abgegangen. Oie VetteNaae. Pan x. Marfjfi _Vo 1 - wa = 5= = LJan nayen. Q wolkenlos. O neuer. $ nam heoeext ® woixig • oeeeext • ffeye^ »Schnee o Graupeln. 3 neoei K Gewnier.(g)w n 11% bis 12 und von 16 bis 17 Uf)r, im Direttorzimmer. Schriftliche An- Meldungen jederzeit. Vorzulegen sind Abgangszeugnis, Geburts- und Impfschein. Aufahme in Sexta im allgemeinen nach 4 Grundschuljahren, bei besonders günstiger körperlicher und geistiger Entwicklung des Kindes bereits noch dreijährigem Schulbesuch Außer den Grund- schülern, die nach dreijährigem Vejuch übertreten wollen, haben alle mit vierjähriger Grundschulmt, die nicht die Note 1 oder 2 mitbrinqen, eine Prüfung in Deutsch und Rechnen zu bestehen Diese Prüfung wird am Montag, dem 23. März, um 10 llhr, in der Ooerrealschule zu Grünberg abgehalten Direktion der Hessischen Oberrealschule Eine schwarz«bimle 1 Btatze a. Freitag entladen. Wiederbrmger erd, Belohnung. Abzug. Stcinstr. 85 v. Ein deutscher SffiflfetnuuH znaclaus.n. [<550 Wilhelm Nubn. Treis a. d. 2da. Vereins Lo ntag, I. Fcbr., finde« bet Hovfeld, Friedrichstrahe 4 in Giegcn, eine [745D Imaiilüii des Cbcrbcififd cn Lchäservereins statt, wozu alle Lcha« fer u. Schnfsreundt eingeladen sind. Ter Vorstand. Heute morgen 97? Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden meine innigstgeliebte Gattin, unsere gute Mutter,Schwiegermutter,Groß mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Fraii Katharine Frank, geb. Repp im 49. Lebensjahr. In tiefer Trauer im Namen aller Hinterbliebenen: Johannes Frank, Ober-Postschaffner LR. Das letz 3um Tobe voi Won Ze ■Bon ber Pawlowa ei Eesch'chte der Tanzkun gjp. LanK 2 ?nÄQnb fQm- flQb e 2> ÄnCDolulion des 7 toifll; S rw qu,1 s sSF delle ur ‘’bfonberfil ml war halten, fj e,rt« go n£, nc No Ak S^rb. Jn n Q m'c*n9e Zahn Mrsburqe ffil° ®a m > die sie Alle« in &“er einen ! Min“ he? und c tomienei ^9 *^5i' 1‘Nte. Gi# tln' "schein, ®?nn s,e 'e. ^web[ ?cnbe 8inieCI "'hdersi JQn3Punft jk^et Echg, b,rin «*«?* Sri' ^Qs hat q?etn Uni c^en unh L^nnQ P KM 3 Räume mit Wasser, GaS und Elektr. für Praxis in nutet Lage gesucht. Schttftl. Angeb. unt. 0515 an d Gien. Anz. Gefacht schöne 6-7-Zimm.-Wohn. in guter Lage. Geboten: 5-Zimm.- Wobnung, '><äbe ö. Bahnt'vfS. Schrtftl. 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Januar, mittags 12% Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen. Am 26. d. M. entschlief unser langjähriger Werkmeister Herr Karl Hinkler Steinberg. Der Verstorben^ hat den von uns von der früheren Firma Christoph Keßler ■ Ein bcntitbtr 5liW Mclaus.-v.st24 Wilvclm -!-dn Treis a.d.i'^ [ ~ Vereine^] So ntafl.LStik nnbtt bei -ovklt zriebrichstrake i' (gießen, eint M eit Leib M i« irst......*’ 8hl.von*-*^ ätst*n IV»* ptund 0.80 0.80 ll ol ll ll ll ll roh. ausgi Nr. 24 Zweites Blatt OderHeffen Geflügel- und Kaninchenausstellung. § Daubringen. 27. 3an. Gestern fand die Lo kalfch au des Hiesigen K leintier- zuchtvereinS im Saale der Wirtschaft „Zum blauen Hecht" statt, die von Hiesigen Züchtern, gut beschickt und von Interessenten gut besucht war. Sic Prämiierung war von den Herren Ullrich (GieHen) und Meyer (Wieseck) durchgeführt worden und zeigte folgendes Ergebnis: Kaninchen: Ehrenpreise erhiÄten: Karl Opper (Delbsilber), Heinrich Fuchs (Hermelin), Wilhelm Fuchs (Hermelin), Fr. Wich. 2llbach (Blaue Wiener), Heinr. Preis (Hermelin), H. Fuchs (Hermelin). 1. Preise: Wilhelm Opper (Belgische Biesen. Alttiere). Otto Lehr (Blaue Wiener). Heinr. Wagenbach (Schwarzsilber), Karl Oppcr (Gelbsilber). Wilh. Fuchs (Hermelm). 2. Preise: Wilh Opper (Belg. Riesen), Fr. Wich. Qilbad) (Blaue Wiener), Heinrich Wagenbach (Schwarzsilber), St Opper (Gelbsilber). Wllh. Walther IX. (Hermelin), Wilh Fuchs (Hermelin), Hch. Fuchs (Hermelin). 3- Preise: Wich. Opper (Belg. Riesen), Ernst Grölz (Belg. Riesen, Jung- ticre), Ludw. Stlingelhöfer (Blaue Wiener) Hch. Wagenbach (Schwarzsilber), K. Opper (Gelb- silber) Hch. Stecker (Gelbsilber), Emil Walther (Gelbs'ilber), Heinz Henkel (Gelbsilber). Hch. Fuchs (Gelbsilber). Wklh. Walther IX. (Gelbsilber). Geflügel: Ehrenpreise: Ludw. Stlingelhöfer (Schwarze Italiener), Hch. Schäfer V. (Hamb. Silberlack). Hch. Hofmann (Amerikanisches Leghorn), Ludwig Schäfer (Millefleurs), Heinrich Henkel (Brieftauben), Hch. Hofmann (Japanische Höckergänse). 1. Preise: Emil Walther (Relchuhnf. Wyandottcs), 2oh. Reif (Rhodeländer). Hch. Schäfer V. (Gelbe Italiener), Wilh. Walther XII. (Rebhuhns. Italiener), Heinr. Hofmann (Amerik. Leghorn) Ludw. Schäfer (Amerik. Leghorn), derselbe (Millefleurs), Heinrich Heibertshausen (Deutsche Zwerge), Hch. Hofmann (Bantam schwarz). 2. Preise: Emil Walther (Rebhuhns. Wyandottes), Ioh. Reif (Rhodeländer), Ludw. Klingelhöfer (Schw. Italiener), Wilh. Walther XII. (Rebhuhns. Italiener), Stark Bogel (Amerik. Leghorn), Hch. Hofmann (Amerik. Leghorn), Karl Grölz (Amerik. Leghorn), Ludwig Schäfer (Millefleurs), Heinrich Heibertshausen (Deutsche Zwerge). Heinr. Henkel (Brieftauben), Ludw. Klingelhofer (Bronze-Puten), Dlauscheck 1930. Dlauscheck 1926. Der Kleintierzuchtverein, der unter der rührigen Leitung von Wilhelm Opper steht, tarnt die diesjährige Ausstellung als einen großen Erfolg buchen. Landkreis Gießen. g. Klein-Linden. 28. Jan. Der hiesige G c • sellschaftsverein „Burgunoi a", der im vergangenen Jahre sein 50jähriges Bestehen feiern konnte, veranstaltete am Samstagabend im Saale der Wirtschaft „Zur Burg" sein Winterfest. Mit Rücksicht auf die schlechten wirtschaftlichen Verhält- nisse wurde van einer größeren Veranstaltung Abstand genommen. Mit einem Theaterstück, das gut wicdergegeben wurde und einigen humoristischen Einlagen wurden die Teilnehmer unterhalten U Großen. Linden 27 Jan. Im Jahre 1930 wurden hier 35 Kinder geboren, 24 Trauungen fanden statt und 20 Personen (davon vier in Gießen) sind gestorben. * Lollar, 27. 3an. Am Sonntag sand in der Gastwirtschaft von Fischer (Lollar) der diesjährige Delegiertentag des Kegelbundes Lahn-Duseckertal statt. Dem Bund gehören zur Zeit 15 Vereine an, die sämtlich ihre Delegierten entfalt hatten. Die Rechnungsablage durch Herrn Muth (Lollar) ergab ein günstiges Bild. An «teile des seitherigen Vorsitzenden Wilhelm Schäfer wurde Albrecht Schmidt (Wieseck) zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der übrige Vorstand wurde, mit Ausnahme des 2. Schriftführers und des 2. Kegelwarts, wieder- gewählt Die Anschaffung einer Bundesbahn Das letzte Ballett. Zum Tode von Anna Pawlowa. 13on Zenx panten Von der Pawlowa erzählen, heißt eigentlich, die Geschichte der Tanzkunst in den letzten Jahrzehnten repetieren. Damals, als sie zum ersten Male nach Deutschland tarn, gab es bei uns schon etwas wie eine Revolution des Tanzes, und, da der Tanz auch nur eine Ausdrucksform der Kultur ist, aab es schon damals eine Art Umsturz unserer Anschauungen. Isadora Duncan hatte ihn bewirkt-, daß sie im Berliner Grünewald eine Tanzschule unterhielt, in der sie, um den antiken Tanz wieder ausleben zu lassen, Kinder in Rhythmik und Gymnastik unterrichtete, mochte noch angehn, aber daß sie es wagte, öfsentlich in wallenden „klassischen" Gewändern zu tanzen, unbeschuht und mit nackten Beinen auszutreten, war ein Ereignis, das die Aelteren höchst anstößig fanden und die Jüngeren ahnungslos anstaunten, ohne zunächst zu verstehen, um was es sich eigentlich handelte. Allgemein war man geneigt, sie für eine absonderliche Phantastin und Schwärmerin, jedenfalls aber für eine ganz vereinzelte Tatsache zu halten, die keine Rack-ahmung verdiente und keine Nachfolger finden würde. Damals, einige Jahre vor dem Kriege, erschien Anna Pawlowa mit dem Kaiserlich-Russischen Petersburger Ballett in Berlin. Von der Begeisterung, die sie damals entfesselte, kann man sich heute schwer einen Begriff machen Die trockensten Kritiker wurhen Rhapsoden und griffen singend in die Harfe. „Die Russin", heißt es in einem Zeitungsausschnitt aus jenen Tagen, „scheint losgelöst von aller Erden- schwere. Sie schwebt im Raume Und der Moment, wenn sie wieder niederfinkt, langgestreckt, eine berückende Linie der Schönheit, das ist vielleicht der Glanzpunkt ihrer Leistung. Was die Koloratursängerin an Trillern und Staccati aus ihrer Kehle lockt, das hat Anna Pawlowa in den schlanken Beinen und den fabelhaft kultivierten Füßen. Ihr Spitzentanz ist die glänzende Koloratur von der Stimme auf die unteren Extremitäten übertragen. .." Mit solchen Worten, die auch heute noch ihre ganze Gültigkeit behalten, wurde damals geschwärmt, und dabei stellte man sie natürlich dem Duncan-Unwesen entgegen: diese „reformwütigen Sezessionisten" seien überwunden und eine abgetane Mode von vorgestern, ohne Spurhinterlasiung, ohne Schule. Mit Anna Pawlowa aber lebe die Tanz- tunjt, die die. DuncM und ihre Adepten mit einer kecken Bluffung des Publikums überwinden wollten — eine schwungvolle Vorhersage, die von der Entwicklung erbarmungslos vernichtet wurde. In Petersburg, m Rußland, wo man zu allen Künsten sozusagen etwas zu spät kam, wurde damals noch das alle Ballett gepflegt, da verehrte man noch das Gazerockchen, die Gange auf den Zehen, die Schnörteleien der Beine, die Verdrehungen und Verneigungen- da stand das Ballett immer noch, wo es im adrigen Europa etwa um 1830 gehalten hatte. Da waren Ballett und Pantomime immer noch em Liebling der Musik, der Dekorationen und des persönlichen virtuosen Könnens. Und dieses Können eignete dec Pawlowa so stark und eigentümlich, daß sie die sahihundertelangen Attitüden und Haltungen des abfterbenben Tanzes mit ihrem eigenen Leben erfüllte. Was sonst hohle Pose war, sleißig gelernter Pas, akkurat einstudierter Schritt, wurde an ihr und durch sie ein naives, temperamentvolles Spiel, denn sie war über alle Technik so weit erhaben, daß sie mit dem Schwierigen spielen und tändeln konnte, wenn sich ihre Tanzleidenschafl der alten Formen bemächtigte. Ihr Körper, ihr lautloser Tanz erschütterte tiefer als die gesprochenen Worte eines Komödianten ober Tragöden, denn ihr Tanz war eine grandiose tänzerische und schauspielerische Leistung zugleich. Sie war eine zarte, beinahe schwächliche Erscheinung, im herkömmlichen Sinne nicht einmal „schön" In ihrem blassen Gesicht lag immer ein Zug heimlichen Leidens, ihr Lächeln unter dem dunkeln Blick schien leicht umflort, aber diese gedämpfte Gestalt tanzte damals das berühmte Ballett „Giselle", in dem die Tänzerin von dem Wahnsinn des Tanzes ergriffen wird und tanzt, bis sie tot zur Erde sinkt. Dann kam der Krieg. Rach ihm erschien ein neues Geschlecht, und eine neue Art des Tanzes war plötzlich entstanden. Mary Wigman Don ihr konnte man nun nicht mehr sagen, daß sie spurlos verschwinden werde, sie hatte und machte Schule, und wer nicht „in der Art von Mary Wigman" tanzen mochte, dem sagte man, daß er alte Genrebildchen hüpfe In dieser Situation kam die Pawlowa wieder: jetzt nicht mehr mit dem alten Kaiserlichen Ballett, sondern mit einer Truppe, die irgendwie zusammenqestellt war und völlig versagte, wenn sie ohne ihre Meisterin wirken sollte Da sah man nun wirklich, wie tot und erledigt, wie hohl und abgestorben dieses alte Ballett war, von dem eine junge Generation nur noch gerüchtweise wußte: man erkannte, wie ganz unmöglich diese einfältigen Pantomimen, diese tänzelnden Spiele zwischen Har- lekin und Harlekine waren — bis die Paw- lorpa erjchieg und alle Borurtelle allein durch Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) In Bromberg stürzte ein Autobus mit 13 Deutschen, die von einem Sängerfest heimkehrten, in die Brahe. Lurch die schnell ausgeschnittene Deffnung im Wagendeck konnten acht der Verunglückten gerettet werden. Ä I wurde bis Aum nächsten Jahre zuruckgestellt, es sollen demnächst Preisangebote eingeholt werden. Das Dundesfest 1931, das im Juni stattfinden soll, erhält der Kegelklub Alle-Reun in Wißmar. Die Bundesfahrt soll in diesem Jahre infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage ausfallen. (3 Lollar, 28. Jan. Ein Verein zur Wahrung der Gemeindeinteressen, der zugleich als bürgerlicher Wahlverein bei Gemeindewahlen wirken wird, wurde unter dem Namen „Bürgerverein Lollar" gegründet. Von einem vorbereitenden Ausschuß ausgearbeitete Satzungen und eine Geschäftsordnung fanden Annahme. Die Wahl des vorläufigen Vorstandes hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Karl Brück, 2. Vorsitzender Ludwig Förbach, 1. Schriftführer Ludwig Wagner, 2. Schriftführer Philipp G a r b u s ch, 1. Rechner Karl Wagenbach, 2. Rechner Heinrich Geißler VIII., Beisitzer Robert Ewald, Johannes Schäfer und Heinrich Schäfer III Im Anschluß daran wurden in reger Aussprache eine Reihe von Gemeindeangelegenheiten behandelt? + Grünberg, 26 Jan. Am Sonntagabend gab der hiesige Männergesangverein in der Turnhalle sein diesjähriges Konzert, das sich eines sehr starken Besuches erfreute. Im ersten Teil der Dortragssolge gelangten geistliche und weltliche Kunstchöre zum Dortrage Der zweite Teil brachte altbekannte Soldatenlieder. Der Verein zeigte unter der Leitung seines Chormeisters, Berufsschullehrers Gengnagel, daß er auch schwierige Chöre meistert und gut zum Vortrag bringt. Auch die Volks- lieber, textlich aufs beste ausgewertet, fanden bei den Zuhöröern guten Anklang. Ein Lustspiel, das von den Darstellern flott gespielt wurde, gefiel allgemein Der Verein kann den Abend als einen vollen Erfolg buchen. O Göbelnrod, 28. Ian. Die Mitglieder des Kriegervereins versammelten sich am Samstag zur Generalversammlung Rach kurzer Degrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Weber, erstattete der Rechner den Kassenbericht, der trotz der Unkosten für die Errichtung eines Schiehstandes einen Heberschuh ergab Der bisherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. ton. Weickartshain, 27 Ian. Am Samstag hielt der Kriegerverein im Vereins!okal seine Generalversammlung ab. Der 1 Vorsitzende. Ohmuff Jfipniitn ri «dockte Aunädift der ver-1, storbenen Kameraden Decker VI. und Rohn. Die Mitglieder erhoben sich zu ihren Ehren von den Plätzen. Der Rechenschaftsbericht des Rechners Heinrich Decker V. wurde für gut befunden und dem Rechner Entlastung erteilt. Die Vorstandswahl brachte die Wiederwahl des gesamten bisherigen Vorstandes. Im Anfchluh an den geschäftlichen Teil der Versammlung überreichte der Vorsitzende sieben Kameraden (Johann Konrad Diedenkopf, Johann Heinrich Biedenkopf, Karl Dingmann, Ludwig Dörr, Hrch. Weimar, Ernst Schmidt, Karl Trüllsr II.) die Ehrenzeichen der Kriegerkameradschaft „Hassia“ für über 40jährige Mitgliedschaft. Kamerad Ioh. Decker erhielt das Ehrenzeichen für über 25- jährige Mitgliedschaft. Den gemütlichen Teil des Abends verschönte der Mandolinenklub mit seinen Darbietungen. ]) Lich, 28. Ian. Dei der jüngsten Brenn- holzversteigerung im Licher Stadtwald wurden durchschnittlich folgende Erlöse erzielt: Buchenscheit 23 Ml., Buchenknüppel 18 Mk., Hainbuchenscheit 20 Mk., Hainbuchenknüppel 14 Mark, Buchenstöcke 8 Mk., Cichenstöcke 6 Mk. je zwei Raummeter: Buchenastwellen 9 Mk, Buchendurchforstungswellen 14 Mk. je 50 Stück, Cichen- nuyknüppel 12 Mk., Eichennutzscheiter 14 Mk. je zwei Raummeter, 100 Stück Bohnenstangen 8Mk I Rodheim a. d. Horloff . 28. 3an. Die kirchliche Statistik des vergangenen Jahres verzeichnet für die drei Dörfer des Kirchspiels 19 Geburten, 10 Konfirmationen, 7 Trauungen und 7 Beerdigungen. Am heiligen Abendmahl beteiligten sich 593 Männer und 609 Frauen. Die kirchlichen Sammlungen ergaben 1430 Mk. Die Amtshandlungen versah Pfarrer Memme rt von Ober-Widdersheim. Langd, 27. 3an. Am Samstagabend hielt der hiesige Kriegerverein bei Gastwirt Ra- gel seine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende erstattete den Bericht über das Der- einsleben im verflossenen 3ahre. Die Rechnungsvorlage zeigte einen Aeberschuh. Der gesamte Vorstand wurde wiedergewählt. Eine kurze Ansprache des Vorsitzenden klang im Deutschlandlied aus. Kamerad Förster Büttner ermahnte alle, die alte gute Kameradschaft hochzuhalten. - Der Vorsitzende des Verbandes Hessischer Geflügelzüchter, Herr F e i t h , Reichelsheim, sprach im Saale ihr Auftreten überwand. Sie war noch immer die alte Künstlerin, immer noch tanzte sie ihren weltberühmten „Sterbenden Schwan , den oft kopierten und niemals erreichten, und man fragte nicht mehr, ob dieser Tanz noch feine Berechtigung fjätte, — sie bewies feine Berechtigung, als sie dieses Sterben der Kreatur nachjchuf. Sie zeigte wieder, daß auch das Ballett, das wir als epigonale Erscheinung erledigt glaubten, seinen künstlerischen Wert haben kann, wenn sich eine so leidenschaftliche Könnerin, wie sie es war, seiner bemächtigte. Immer wieder wurde sie von Donnerstürmen an die Rampe gerufen und sie verneigte sich mit einer wehenden, vergehenden, hinschmelzenden Bewegung. Sie wußte, daß sie sich jetzt allein befand, daß ihre Zeit vergangen war, daß niemals jemanb wieder „in der Art von Anna Pawlowa" tanzen würde, denn die letzten Fäden, die uns noch an die lieber* üeferung banden, waren nun zerrissen. So lag in diesen Verneigungen ein wehmütiges Abschiedneh- men; die letzte Vertreterin einer alten Kultur- form beugte sich vor der Zukunft, in der die Gazeröckchen nicht mehr über die Bühne schweben werden, weil die smarten Girls die Szene beherrschen... Oas kleinste Wörtchen. Von Dorothea Hofer-Oernburg Jeden Morgen um hals fünf wacht Baby aus und besieht in Ermangelung anderer Deschästi- gungsmöglichkciten ihre Deine. Sie sind etwas rosig gelegen und haben kleine, runde Druckstellen an den Knien. Dann niest sie, und dann überlegt sie, wie lange sie wohl schon still war. Grauenhaft lange. Sie soll sich ganz ruhig verhalten und niemanden stören. Also ist sie schrecklich brav. Sie kann sich gar nicht vorstcllen, wie lange sie schon so liegt und kein Wörtchen spricht, es ist langweilig. Durch die geschlossene Gardine kommt schon gelbe Sonne und spaziert in Schlangenlinien und wunderhübschen Kringeln über die Dettdecke. Baby setzt sich leise auf die Knie und versucht damit zu spielen, aber sie lassen sich nicht aufheben, dann zieht sie die Deck< an die Rase und starrt vor sich hin. Cs ist nicht zum Aushalten langweilig. Der Vater schnarcht wieder.. gräßlich ist das. Ganz vorsichtig und leise beginnt sie vor sich hin zu blubbern, zwischen zwei Fingern hindurch mit der Zunge und den Lippen. Es klingt sehr komisch zu dem Schnarchen. „Mutti...!“ ruft sie plötzlich leise, denn sie hört, daß die Mutter sich bewegt. Donnerstag, 29. Januar (95t Ronchaler über Rentabilität und volk-wirtschafd* liche Bedeutung der Geflügelzucht. Dem Vortrag folgte eine rege Aussprache über rationelle Fütterung und Rassefragen. - Zwei Tage später sprach Obstbauinspektor E n k l e r über die „Pflege des Obstbäume". An Hand von klaren Lichtbilder» zeigte er die häufigsten und gefährlichsten Schäd* lingc und erläuterte wirksame Bekämpfung^» mittel. 3m Anschluß an die Versammlung touröa beschlossen, Ende Februar unter der Leitung deck Redners einen mehrtägigen Kursus abzuhalten, in dem die verschiedenen Arten des Pfropfens und das Abwerfen der Daumkronen gezeigt tocr* den sollen. / U Ronnenroth, 27. Ian. Zur diesiährigeu Holzversteigerung im hiesigen Gemeinds* Wald waren nur einheimische Dieter zugelassen» Dezahlt wurden für einen Meter Duchenscheites 12 bis 13 Mark, Duchenknüppel 9 bis 11 Mark. Eichenknüppel 7 bis 8,50 Mark, Duchenstvcke 5 bis 7 Mark, Reiserholz 2,00 bis 2.20 Mark. — Hi« wurde eine Viehverwertungsgenossen« schäft gegründet, die den gemeinsamen Absatz von Schlachtvieh durchführen soll. Di« ersten Tiere wurden in dieser Woche bereits geliefert. Die hiesigen Landwirte haben die Gründung dieser Genossenschaft mit Begeisterung ausgenommen. KrciS Friedberg. i Steinfurth, 27. Jan. Der G c s a n g v e r< ein „Frohsinn" hielt am Samstag einen Un« tcrhaltungsabenb ab. Unter der Leitung von Lehret Philipp fang der Chor einige Lieder. Außerdem gelangten ein ernstes und ein heiteres Theaterstück zur Aufführung, die beide starken Beifall fanden. Lehrer Krüger von hier fang dann noch einig# Lieder von Schubert, Mendelssohn und Beethoven, für die ihm ebenfalls reicher Beifall zuteil wurden Mrcie BttSlngcn y. Disfcs, 27. Ian. Der hiesige Krieger- verein hielt sein« G e n e r a l ve r s a m m » I u n g und zugleich die Feier seines 40jährigen Destehens ab. Außer den Dereinsmitgliedern toal auch der Vorstand des Hassia-Dezirks Ridds vollzählig zu der Versammlung erschienen. Rach Erledigung der geschäft.ichen Angelegenheiten lei« tete der Vorsitzende des Kriegervereins. Pflaster« meister.Hrch. Lotz, durch einen Bericht über dm Gründung und Geschichte des Vereins die 40* jährige Jubelfeier ein. Rach ihm sprach der De* zirksvorsteher der Kriegerlameradschast Hassia, Dankvorstand H. Seum (Ridda) und zollte dem Verein und seinem Vorsitzenden für die vor* bildliche Dereinstätigkeit Anerkennung und Lob und verband mit den Glückwünschen des Deziris- Vorstandes zum 40jährigen Destehen des Vereins auch diejenigen des Präsidiums der Hassia (Darm* stadt). Dabei überreichte er dem Vorsitzende), L o h im Auftrag des Präsidiums als Anerken* nung seiner Tätigkeit im Kriegervereinswesei, die „Hassia-Ehrenmünze". F Kirch-Göns, 28. Ian. Bei der hiesige» Gemeinde - Brennholzversteigerung wurden folgende Preise erzielt: je 2 Raummetel Buchenscheitholz 28 Mark; Kiefernscheitholz 14 Mk., Buchenknüppel 27 Mark; Eichenknüppel 17 Mark: Kiesernknüppel 11 Mark; Buchenwellen je 50 Stüd 14 Mark; Fichtenwellen 4 Mark und Kiefernweller je 50 Stück 4 Mark. ÄreiS Schotten. □ ß a u b a d), 28. Jan. Im „Schützenhof" fand bi< Hauptversammlung des Krieger, und Militäroereins statt. Der Vorsitzende H. Stotz gedachte zunächst des im vergangenen Jahre verstorbenen Sanitätsrats Dr. Die tz. Die RechnungS' obläge ergab einen Ueberfchuß von 100 RM. Del Zimmermann Wilhelm Franz wurde anläßlich feiner 40jährigen Mitgliedschaft mit einem Ehrenzeichen bedacht. Es wurde beschlossen, den Altvelera- nen von 1870/71 und weiteren Ehrenmitgliedern demnächst besondere Ehrenurkunden zu überreichen. Zu neuen Vorstandsmitgliedern wurden Forstsekretär T r ö l l e r und Wiesenwärter Silß gewählt. — Am Sonntag fand ebenfalls int „Schützenhof" der ^Dsst.. .1 Leg dich ganz still hin und schlaf wieder, hörst Du!“ Baby kennt diese al (morgendliche Ermahnung wörtlich. Sie kann nicht mehr schlafen, aber gutwillig klemmt sie die Augen zusammen und versucht es. Es geht wirklich nicht. Wenn sie leise ausstünde...? Ob man ihr das erlaubt? .Mutti.. .1" schreit sie wieder stimmlos. .Willst du still sein... wart!" und das große Dett kracht bedenklich. Baby befürchtet einen ilebcrfall und duckt sich ganz und gar unter ihl Federbett. Ach Gott, ach Gott, ach Gott...! Wenn sie doch schon bloß groß wäre...! Leise beginnt fi< vor sich hin zu singen. .Ein Zweigchen". singt sie, »stand auf den (Sorten und lacht über den Blumen und über den Vöglein tot...“ Jetzt hört der Vater auf zu schnarchen, dagegen beginnt er, wie eine riesengroße Katze zu schnurren und zu fauchen. Es klingt gräßlich, und Baby liegt da, schweigt und fürchtet sich. Draußen vor dem Fenster halten die Vögel Morgenparade, und klipp klipp klapp kommt eiv Pferdegetrappel durch die Straße. Es ist de, Milchmann, Daby kennt ihn. Gott, wenn man doch zu ihm könnte... Wieder muh sie ihrer Sehnsucht Luft machen, und diesmal singt sie ganj laut, daß jeder es hören kann, der mag, sogar der Vati, der doch nur so tut wie eine .Katze, damit sie sich fürchten soll und still ist, sogar der Milchmann, trompetet: »Es war einmal ein Mäuschen, das sah in sein' Häuschen. Immer kam es in den Himmel, niemals war es ungezogen, da streichelt es den lieben Gott mit’n Schwänzchen.. »Allmächtig... Kann denn dies Kind nicht Ruhe geben? Wirst du jetzt den Schnabel halten, du'" »Mutti, darf ich ausstehn...?" »Cs ist noch nicht fünf Uhr, leg dich hin und Iah uns schlafen, der arme Dati! Muh soviel arbeiten..., schäm dich!“ »Dars ich gar nicht fingen, Mutti... ?" .Rein" .... Darf ich auch keine Geschichte erzählen?* »Rein." »... Darf ich auch gar kein Wörtchen sagens Mutti?" .Richt ein einziges, zum Kuckuck!" .... Auch nicht ein ganz klein winziges? Darf ich denn nicht mal »Däumerling' sagen, Mutti,..?" Bezirkstag der Kriegerkameradschaft ,.$) a f f l a" statt. Neben den Vertretern der Vereine waren auch der 2. Präsident des Hassiaverbandes, Obcrregierungsrot Linden st ruth (Darmstadt) und Verbandsleiter B o n h a r d (Gießen) erschienen. Bezirksvorsteher Stotz (Laubach) begrüßte die Versammlung. Es wurde beschlossen, am 17. Mai in Laubach ein Bezirksschießen abzuhalten. Die von dem Schriftführer Tröllcr entworfene Schießordnung wurde angenommen. Der Schieh- ausschuß besteht aus den Herren Gg. T r ö l l e r und L. S ch u d t (Laubach), L. Me tiger (Wetterfeld), Beigeordneter Nohn (Gonterskirchen) und Bei- geordneter Zimmer (Villingen). Oberregienings- rat L i n d e n str u t h . der den Gruß des Hassia- präsidiums übermittelte, gab einen ausführlichen Bericht über die segensreiche Tätigkeit sowie über Zwecke und Ziele des Verbandes. Zum Schlüsse hielt Verbandsleiter B o n h a r b einen Vortrag über die Kriegsbeschädigtenfürsorge. § Ulrich ft ein, 28. Ian. Oluf Veranlassung des Kreisamts wurde hier ein gut besuchter Feuerwehrtag für den Bezirk Hlrich- ft ein abgehalten. Vach einem lehrreichen Vortrag des Oberingenieurs Kalweit vom Hcber- landwerk Friedberg wurden für jede Wehr zwei technische Sachverständige bestimmt, um eine Führerreserve im Falle des Ausscheidens eines Kommandanten zu schaffen. Die Erfahrungen bei einem Brand im Rachbarkreis Alsfeld, wo der Kommandant durch Starkstrom getötet wurde, gaben Veranlassung zu dieser Maßnahme. Als Sachverständige wurden meist Handwerker ausgewählt. Den Feuerwehrleuten Gustav Groh, Georg Scharmann und Emil Hohmann von hier wurden Auszeichnungen überreicht. V Gedern, 27. 3an. Bei der hiesigen Brennholzversteigerung der fürstlichen Standesherrfchaft wurden durchschnittlich pro Raummeter geboten: Duchenscheitholz 1. Klasse 10 bis 12 Mark, Buchenscheitholz 2. Kl. 8 bis 9 Mark, Buchen knüppel 6 Mark, Reiserknüppel 2,50 Mark und Reiser 1,50 bis 2 Mark. Kreis Alsfeld. fr* Alsfeld, 28. Jan. 3m neuen 3ahre wurde die Reihe der von der hiesigen Dürer- gesellschaft veranstalteten Wintervorträge fortgesetzt durch einen von Universitäts- Professor Dr. Glaser, Gießen, gehaltenen Vortrag über „Deutsche Geistesleistungund Frankreich". Der Redner ging von dem Grundsatz aus, daß seit den Zeiten der Madame Stael Deutschland und Frankreich die beiden führenden Kulturmächte Europas geworden sind. Auf ihnen beruht der Fortschritt der Menschheit. Professor Glaser gab einen sehr interessanten kulturhistorischen Ueberblick über die Rivalität der französischen und der deutschen Kultur und über die hartnäckige Abwehr des eindringenden deutschen Geistes in Frankreich. Heute triumphiere nach manchen Rückschlägen die deutsche Wissenschaft wieder an der Sorbonne und an anderen französische» Hochschulen. Es muß das Bestreben der deutschen Wissenschaft sein, die Vormachtstellung unseres Geistes, die wir früher Frankreich abgerungen haben, zu behaupten. Die Zuhörer dankten für den geistvollen Vortrag durch lebhaften Beifall. — Der Alsfelder Radfahrverein 1890 feierte sein 40. Iu- b i l ä u m mit einem auserlesenen künstlerischen und sportlichen Programm. Bürgermeister Dr. Völsing überbrachte dem Verein die Glückwünsche der Stadt Alsfeld und wies darauf hin, daß zwischen dem Alsfelder Radsahrverein 1890 und der Stadtverwaltung von jeher die besten Beziehungen bestanden hä.ten. Außer dem 1. Vorsitzenden, Gewerbelehrer Ludwig Rohrbach, der die Festrede hielt, übermittelten dem Verein noch die Gauvertretung, sowie zahlreiche befreundete auswärtige und hiesige Vereine ihre Glückwünsche unter Heberreichung von Bannernägeln. Die künstlerischen und sportlichen Darbietungen standen auf voller Höhe, besonders das Kunstfahren. Stürmischen Beifall fand insbesondere auch eine Sie kleine Moleile. Vornan von Paul ©ain. 31. Fortsetzung Nachdruck verboten „Hm", machte Wördehoff und lächelte. Dann schüttelte er Hollmann die fleischige Hand. „Sie hören noch von mir. Auf Wiedersehen." „Auf Wiedersehen, Wördehosf." — Er war wieder allein. Draußen trommelte noch immer der Regen gegen die Fenster. Grau verhängt war der Himmel. Wördehoff wanderte weiter auf und ab. 3n Sinnen versunken. 3a — nun war ihm leichter zumute. Die angstvolle Spannung der letzten Wochen war gewichen, da endlich neue Entschlußkraft ihn erfüllte. Es war höchste Zeit gewesen. Gewiß — Hollmann war ein besserer Diplomat als er. Alles kam ja darauf an, Rorma gegenüber einen „günstigen Augenblick" zur Unterbreitung der Vorschläge zu fassen. Er selbst — nein, er konnte solchen Augenblick niemals aufspüren, dazu war die innere Entfremdung zwischen ihm und Rorma schon zu groß. Aber Hollmann — dieser Frauenkenner! Er hatte da einen besseren Blick. Er war — neutral Hnd die Psyche einer Schauspielerin nun gar — er hatte sie in seiner langen Bühnenlaufbahn gründlich studiert. Er wußte, wo und wann man da eine so heikle Sache am rechten Ende anpacken mußte. Daran bestand gar kein Zweifel. Wördehoffs Schritt wurde leichter. Seine Miene hellte sich auf. Er reckte die Arme. Ah — frei sein von dieser Fessel! Hnd wieder schaflen können aus dem tiefsten Herzen heraus! Es schwebte ihm schon ein Vorwurf vor — nur mit einem Roman, einem reichen, vollen Buch zu packen! Ein Waldroman muhte es sein, und Ricolette mußte durch diesen Roman schreiten wie ein süßes Wunder. Sie würde beim Schreiben ihm wohl über die Schultern sehen, und ihr Atem sollte in die Blätter mit hineinfließen. Er trat ans Fenster. Regen? Was kümmerte ihn der Regen? 3hm war so leicht ums Herz. Er wollte hinaus — mitten durch den Regen. Da spürte man nicht soviel vom Dunst und der schweren, stickigen Luft der Stadt. Er mußte sich ja ein Zimmer suchen. 3e schneller, desto besser. Ein ruhiges Zimmer, wo er schon an sein neues Werk Herangehen konnte! Er holte den Mantel aus dem Schrank, schlug den Kragen hoch. ..Alfo — auf Mo Suche'" sagte er laut vor jich und verlletz das Himma» ____ von Mitgliedern des Stadttheaiers Gießen auf- geführte luftige Szene aus Hollywood. Der Alsfelder Radfahrverein 1890 darf auf eine 40jährige erfolgreiche Tätigkeit und eine glanzvoll verlaufene 3ubiläumsveranstaltung zurückblicken. »er. Homberg, 27. 3an. Das vom Musik- korps des Ausbildungsbataillons 15. 3nf. - Rgts. Marburg unter der Leitung von Musikmeister Große am Sonntagnachmittag in der Stadthalle ausgeführte M i- litärkonzert war trotz einer anderen größeren Beranstaltung gut besucht. Die Kapelle bot schneidige Märsche, Ouvertüren, Walzer, Fantasien und erwarb sich dank der guten Wiedergabe starken Beifall, so daß sie sich zu verschiedenen Beigaben verstehen mußte. ck. W e 11 f a a f c n . 27. Jan. Am Samstagabend hielt der frühere Marine-Obermaat K. Kratz von Freienseen in der Gastwirtschaft der Ww. Karl Kratz einen Lichtbilderoortrag über die Seeschlachten des Weltkrieges. Der Redner, der während des Krieges der U-Bootflotte angehörte, wußte interessant zu erzählen und schilderte besonders die Schlacht nm Skagerrak sehr eindrucksvoll. Preußen. Kreis Wetzlar. Z K r o f b o r f, 28. Jan. Im Kalenderjahr 1930 sinb im Bezirk des Amtes Atzbach-Launs- b a ch 219 Geburten, 95 Heiraten unb 82 Sterbefälle ftanbesamtlich beurkundet worben. Im Jahre 1929 waren es 234 Geburten, 117 Heiraten, 129 Todesfälle. Der Geburtenüberschuß betrug 1930 137, er belief sich 1929 auf 105. Die Gesamteinwohnerzahl des Amtes bei der letzten Personenstandsaufnahme am 10. Oktober 1930 betrug 12 080, gegenüber 11996 im Vorjahre. — Am Dienstag fand die e r st e H o l z° Versteigerung der Gemeinde Krofdorf statt. Es wurden folgende Preise erzielt: Je Raummeter Eichenscheit 8 Mark. Knüppel 5 bis 6 Mark, Reiser 1 Mark; Buchenscheit 11 bis 13 Mark, Knüppel 8 bis 10 Mark, Reiser 1,50 Mark; Fichtenstangen je Stück 1 Mark, 2. Klasse 80 Pf., 3. Klasse 50 Pf., 4. Klasse 40 Pf.: Reiser, lang eingesetzt, je Raummeter 80 Pf. bis 1 Mark. (D Krofdorf, 28. Ion. Herr Hans Rinn aus Heuchelheim erlegte im Gemeindewald aus einem Rudel von sieben Geweihten einen kapitalen Zwölfender-Hirsch. x.p. Salzb öden, 28.Jan. Gegenwärtig weilt in Salzböden eine Schwester aus dem Mutterhaus Barmen, um einen sechswöchigen Nähkursus abzuhalten. Der Kursus wird von elf Teilnehmerinnen besucht. Falls sich in Odenhausen genügend Teilnehmerinnen finden, mindestens 10, soll der Kursus auch dort stattfinden. -Z-Lützellinden, 28. Jan. Bei den Versteigerungen des Holzes aus dem Markwald wurden folgende Durchschnittsgebote abgegeben: Fichtenknüppel 12 bis 14 Mk., Fichtenstöcöe 6 bis 7 Mk.. Kiesernkn ppel 14 bis 17 Mk., Kiesernscheit (1. Kl.) 20 bis 25 Mk.. Eichenknüppel 14 bis 18 Mk., Eichenscheit 18 bis 20 Mk., Buchenknüppel 20 bis 24 Mk., Buchenscheit 22 bis 26 Mk., Weichholz- knüppel 14 bis 16 Mk., je zwei Raummeter; Fichtennutzknüppel (3 Meter lang) 18 bis 19 Mk. je drei Raummeter; Fichtenwellen 8 bis 10 Mk., Kiefernwellen 5 bis 7 Mk., Eichenwellen 12 bis 14 Mk., Buchenwellen 16 bis 20 Mk., Weich- Holzwellen 10 bis 14 Mk. je 50 Stück. Fichtenstangen kosteten in der 1. Klasse 2 bis 3 Mk., 2. Klasse 1,60 bis 1,80 Wk., 3. Klasse 1,30 bis 1,40 Mk. je Stück. <> Dornholzhausen, 28.Jan. Die Gruppe Wetzlar-Nassau/Oberhessen desDeutschenFran. zerbundes veranstaltete hier eine Wiedersehensfeier für ehemalige Angehörige des Kaiser-Franz- Grenabierregiments, an ber auch ber letzte Kom- manbeur bes Regiments, Oberstleutnant Otto teilnahm. In der Turnhalle fand ein Militärkon ° z e r t der Gießener Reichswehrkapelle unter Leitung bes Obermusikmeisters Löder statt. 20. Man hatte in den Salons erneut zu tuscheln. Aber das Tuscheln konnte nun schon ruhig etwas lauter geschehen als vordem, denn die Tatsache, daß der Dichter Wördehoff von Rorma Relson getrennt lebte, war ja offenkundig und man durfte demnach seine Meinung schon öffentlich aussprechen. Rorma allerdings ging mit einem mokanten Lächeln über diese Tatsache hin. Sie fand Huberts Handlungsweise „kindlich" und war nicht sonderlich aufgebracht darüber. Run gut, wenn er glaubte, nicht länger unter einem Dach mit ihr wohnen zu können und sich mit einem möblierten Zimmer zufrieden gab — es war seine Sache! 3hr war das am Ende gleichgültig! Es würde ihm vielleicht bald über werden — Wördehoff hatte ein großes, Helles, behaglich eingerichtetes Zimmer dicht am Grünewald gemietet. Das Haus gehörte der Witwe eines ehemaligen Stabsoffiziers, die hier in Ruhe von ihrer Pension und dem Vermieten der größeren Räume — vornehmlich an Künstler — zufrieden dahinlebte. Wördehoff konnte vom Fenster aus gleich in den nahen Wald sehen — sein Schreibtisch stand so, daß er beim Aufsehen von den Papierbogen die Landschaft vor dem Blick hatte. 3etzt war der letzte grüne kärgliche Schimmer draußen von den Stürmen des Rovembers weggefegt. Kahl war die Erde, die munteren Rufe der Kinder, die sich sonst immer noch an den sonnenkühlen Herbstnachmittagen am Waldrand getummelt hatten, toaren verstummt. Einmal, in der ersten Rovemberhälfte, hatte sogar schon eine dünne Schneedecke draußen gelegen — Trübschnee war in der Rächt gefallen. Wördehoff hatte lange hinausgeblickt und dabei geträumt von den stillen Wäldern, in denen er Sommers über so oft gewesen war, auch sie mochten nun schon den Winter, der bald da sein mußte, ahnen. Standen leer und verlassen rings um das Bergschloh, in dem nun der alte 3acobus wachte und auf die Rückkehr der andern wartete. Wenn Wördehoff so über seinem angefangenen Manuskript träumte, dann befiel ihn wohl zuweilen eine tolle Sehnsucht, und er war oft daran, Feder und Papier beiseitezuschieben und Hals über Kopf abzureisen — nach (Senf, wo Ricolette und der Professor wellten. Aber dann fiel ihm doch immer wieder rechtzeitig ein, daß baS den Vereinbarungen mit Ricolette zuwiderliefe und daß er hier auszu» hallen hätte, bis alles klar wäre. Aber froh wäre er gewesen, einmal eine Zelle aus der Ferne zu erhalten. Doch auch dieses sollte ja nicht fein, sofern nicht besondere Veranlassung jemanden dazu trieb. Dun — eS war als« cintttcU» gut, dcch er noch SJi.-’fpOTt Deutsche Burschenschaftler fliegen! Ein großer Erfolg des Flugfporlgedankens. Die Bemühungen des Deutschen Luftfahrtverbandes, Berlin, um die Ausbreitung des Flugsportgedankens haben einen neuen großen Erfolg zu verzeichnen. Nachdem schon seit langem an vielen Technischen Hochschulen und Universitäten akademische Fliegergruppen wertvolle Pionierarbeit für den Motor- und Segelflug geleistet haben, hat nun auch der Spitzenverband aller deutschen Burschenschaftler eine „Akademische Fliegerabteilung deutscher Burschenschaftler" e. V. gegeründet; die Leitung liegt in den Händen von Dipl. - In g. Schwab, Geiß- Nidda (Oberhessen). Diese Fliegerabteilung ist hcr- vorgegangen aus der im Herbst 1930 gegründeten „Segelfliegergruppe der deutschen Burschenschaften". In Zukunft wird nicht mehr nur der Segel- und Gleitflug, sondern auch der Motorflugsport ausgeübt werden. Die neugegründete Fliegerabteilung hat sich der großen zentralen deutschen Flugsportorganisation, dem Deutschen Luftfahrtverband e. V. Berlin angeschlosscn. Die „Fliegerabteilung der deutschen Burschenschaftler" ist im Besitz von drei Segelflugzeugen; drei weitere Segelflugzeuge sind bestellt. Ferner sind beim Klemm-Leichtflugzeugbau drei Motorflugzeuge in Auftrag gegeben worden. Für einen Segelflugkursus in der Rhön sind bereits 50 Schüler angemel- bet; die Segelfliegergruppe dürfte im Sommer schon eine Stärke von 200 bis 300 Mitgliedern aufweisen. Die Ausbildung im Motorflug beginnt am 15. März bei der dem Deutschen Luftfahrtverbande angeschlossenen Deutschen Luftfahrt G. m.b.H., Zweigstelle Böblingen, mit einem Lehrgänge von 10 Schülern; im Laufe des Sommers werden diesem ersten Kursus noch drei weitere Motorfluglehrgänge mit ebenfalls je 10 Schülern folgen. Rekordfahr en in Oberhof. Die mit Ausnahme der Amerikaner zur Zweierbob-Weltmeisterschaft in Oberhof vollzählig versammelten Mannschaften lieferten sich am Dienstag bei ausgezeichneten Bahnverhältnissen ein Prüfungsrennen, bei dem der bisherige Bahnrekord nicht weniger als viermal unterboten wurde. Die erste Verbesserung glückte Frankreich mit 1:58,8 Minuten für die 1908 Meter lange Bahn, dann folgte Oesterreich mit 1:58, Bob „Deutschland 11" (Kilian) mit 1:57,9, aber Bob „Deutschland I" (Fischer) stellte dann die neue Rekordmarke auf 1:57 Minuten. Im Gesamtergebnis für die zwei Fahrten siegte jedoch der von v. Newlinski gesteuerte Bob „Oesterreich" mit 3:57,9. Kurze Gporinotizen. . Das erfolgreichste Trabrennpferd 19 30 war der Dreijährige Semper 3dem mit 66 446 Mk. Durch feine Siege im Derby und im Großen Preis der Republik hat er einen Abstand von über 40 000 Mk. zwischen sich und das Feld gelegt. ♦ D. G. A. Lowe, der englische Mfllelstreckler und Olympiasieger, wurde zum Generalsekretär des englischen Leichtathletikoerbandes ernannt. * D i e deutschen Ski-Meisterschaften vom 6. bis 9. Februar in Lauscha-Ernstthal haben ein ausgezeichnetes Meldeergebnis gehabt. Insgesamt wurden 383 Einzelteilnehmer und 15 Staffeln gemeldet. * Günther K1 einhans, ein deutscher Sportlehrer, der seine Ausbildung an der DHfL. erhalten hat, wurde an die Universität Nanking verpflichtet. ZnterneWeiikämpse-erGtu-enten 3n der Turnhalle des Reichsbahn-Turn» und Sportvereins, die erst vor einiger Zeit der Benützung übergeben wurde, fand gestern das erste- mal eine öffentliche Veranstaltung statt. Die Leibesübung treibenden Studenten der Hniversität hatten sich zahlreich eingefunden, um in einem internen Wettkampf die Kräfte zu messen. Eine stattliche Anzahl von Zuschauern hatten sich eingefunden und verfolgten die verschiedenen Hebungen mit großem Interesse. Zuerst wurde ein G e - rätewettkampf durchgeführt, an dem sich acht Studenten beteiligten und sehr ach bare Leistungen zeigten. Im Anschluß daran führten die zukünftigen Turnlehrer auf der Matte eine Reihe von Hebungen der Körperschule vor, die an die Kraft und zugleich an die Geschicklichkeit des einzelnen hohe Anforderungen stellten. Die Mannschaft, die die Hniversität bei den Wintermeisterschaftskämpfen des 6. Südwestdeutschen Hochschul- kreises am Samstag in Frankfurt vertreten wird, übte an den Geräten die verlangten zwei Pflichtübungen und eine Kürübung. Während sich dann eine Abteilung Studenten mit Stein stoßen beschäftigte, zeigten andere auf der Matte Iiu- 3 i t f u und überraschten durch ihre Fertigkeit. 3m Steinstoßen vermochte Linck (Rheinfranken) 7,91 Meter zu werfen und setzte sich damit an die Spitze. Schließlich traten noch die Fechter auf den Plan, die Boxer ebenfalls und die Leichtathleten beschäftigten sich mit Hvchsprung. Tischspringen beschloß diese Revue der Leibesübungen, die Zeugnis davon ablegte, daß bei den Studenten mit großem Ernste Leibesübung gepflegt wird und daß in eifrigem Training unter der Leitung von Hniversitätssportlehrer Dr. Möckelmann auch tatsächlich vorzügliches geleistet wurde. Die Ergebnisse der drei Disziplinen, btt in Wettkampsform durchgeführt wurden, waren folgende: Gerätewettkampf: 1. stuck, agr. Ernst Köhne 113 P., 2. stuck, phil. Otto Schmück« (Rheinfr.) 104 P., 3. stuck, phil. Fritz Rheins furth (Rheinfr.) 101 P., 4. stuck, phil. Herrmann Linck (Rheinfr.) 91 P., 5. stuck. phiL Hermann Loh (Rheinfr.) 89 P., 6. stuck, phil. Wilhelm Reinh a rd 88 P., 7. stuck, jur. Rein (Arminia) 87 P., 8. stuck, med. Krausgrilb (Arminia) 80 P. Steinst oh en: 1. Linck (Rheinfr.) 7.91 Meter, 2. Wolf (Hassia) 7,12 Meter, 3. Fon- tius (Rheinfr.) 6,78 Meter. Hochsprung: 1. Wolf (Hassia) 1,60 Meter, 2. Fontius (Rheinfr.) 1,60 Meter. 3. Reinhard (Rheinfr.) 1,60 Meter (berührt). • Die Turnhalle des Reichsbahn-Turn- und Sportvereiirs, die aus einer ehemaligen Werl- stätte heraus entstand, erwies sich für diese Wettkämpfe sehr geeignet Bor allem fiel in dieser Turnhalle die sehr sachgemäß angelegte Sprunggrube auf. Auskleideräume, Waschräume uito. sind ebenfalls in ausreichendem Maße vorhanden. Eine größere Bühne ist in Vorbereitung. Die Turnhalle enthält außerdem eine Kegelbahn, die sehr geschickt untergebnacht ist. Der Reichsbahn-Turn- und Sportverein hat mit der Einrichtung dieser Turnhalle einen großen Schritt nach vorwärts getan. Wir werden zu gegebener Zeit diese Halle ausfübr'icher würdigen. keine Zeile von Ricolette bekommen hatte. Das bewies, daß es Kinna besser gehen muhte. Sv glaubte Wördehoff. Hnö er konnte nicht wissen, daß dem nicht so .war, dah die Zeilen der Angst, die Ricolette geschrieben hatte, vor einigen Tagen — von Rorma in Empfang genommen und mit einem starren Ausdruck im Gesicht vernichtet worden waren. 3a — Ricolette hatte geschrieben. Rorma fand den Brief, als sie spät nachts nach Hause kam, auf dem kleinen Schreibtisch in ihrem Boudoir. Er war an Hubert Wördehoff gerichtet. Eine Weile wog sie ihn unschlüssig m der Hand. Er war nicht für sie bestimmt! Sie teuftte wohl, dah es richtig wäre, ihn ihrem Gatten zu schicken. Aber — warum war er fortgegangen? 3n diesen Augenblicken stieg in Rorma wieder der blinde Zorn gegen Hubert auf und kurz entschlossen öffnete sie den Brief. Es waren nur wenige Zeilen, die Ricylette schrieb. Aber sie waren mit Angst erfüllt. Es war eine Sehnsucht nach Trost darin. Kinnas Zustand hatte sich nicht gebessert, so schrieb sie. Professor Legrel schwiege sich beharrlich aus. Aber sie ahne, dah es bergab gehe. Wenn es noch schlimmer werde, würde sie wieder schreiben. „Hubert — steh' mir bei mit deinen Gedanken!" So lautete die letzte Zeile. Rorma Relson zerknüllte den Brief. Ob Hubert diese Zeilen las — oder nicht, er konnte auch nicht helfen! Bosheit war in ihr. Hnb mit einem kühlen Lächeln, das wie erstarrt ausfah, zerriß sie den Brief und verbrannte die einzelnen Stücke. Hnd sie nahm sich vor, auch jedes weitere Schreiben, das für Wördehoff ankam, den gleichen Weg durchs Feuer gehen zu lassen. 3a — davon hatte Wördehoff keine Ahnung. 3hu erfüllte keine Sorge um Ricolette und den Professor, er dachte nur, dah Hollmann nun wirklich bald sein Vorhaben, mit Rorma ernsthaft zu sprechen, wahrmachen könnte, und er suchte ihn deshalb auf und sprach darüber mit ihm. Hollmann blieb gemütlich. ..Roch ein bihchen Geduld, Wördehoff. In zwei Wochen beginnt die grohe Winterausstellung im Kunstsalon —" „Hm? Was hat die Ausstellung mit meiner Angelegenheit zu tun?" „Das weih man noch nicht. Aber ich hoffe, dah sie auf Rormas Rerven recht beruhigend und — hm — Persönlich wirken wird —“ „Warum?" ..Sehr einfach: Weil ihr Bild dort hängen wird. An bevorzugter Stelle, wie ich Grund habe, an-unehmcn „Ah, das Bild, das Barnowsky von ihr gemalt hat, wie?" „Ratürlich — fällt's Ihnen endlich ein?* «Hm — aber ich verstehe nicht recht —“ „Lassen Sie nur — ich Passe schon auf. Hebrigens, Sie kommen doch auch mit zur Eröffnung, wie? Ein gesellschaftliches Ereignis ersten Ran- ges. Sie dürfen nicht fehlen, mein Lieber —“ Wördehoff lächelte. „Ich habe mir abgewöhrtt, „gesellschaftliche Ereignisse" teichttg zu nehmen. „Gott — was Sie sich alles akmewöhnt haben?' Es ist ein Iammer! Aber ich werde Ihnen trotz- dem eine Karte für den ersten Tag zuschicken. Vielleicht überlegen Sie sich's doch noch." „Möglich —“ Damit ging er, wieder etwas beruhigt in sich. Hollmann hatte offenbar gute Hoffnung. — Zwei Wochen später fand die Eröffnung der großen Winterkunstausstellung statt vor geladenen Gästen. Alles, was sich zur „Gesellschaft" rechnete, war da. Polittker, Finanziers von Ruf und Hamen, Prominente aus allen Kreisen der Kunst — ein vornehmes Durcheinander eleganter Frauen und markanter männlicher Erscheinungen. Dazwischen die hohe Krittk mit ihren prägnanten Köpfen. Am meisten umdrängt waren natürlich die Bilder der früheren Preisträger, die besonders unter die Lupe genommen wurden. Hnter ihnen war Barnowsky einer derjenigen, der nicht nur Künstler, sondern auch vollendeter Salonmensch war und infolgedessen vornehmlich bei der mondänen Frauenwelt auch besonderes Interest« fand. Er hatte drei neue Bilder ausgestellt. Zwei Akte, deren vollendeter Linienschwung und anmutige Sinnlichkeit meisterhaft auf der Leinwand wiedergegeben waren. Hnd — Rormas Bild! Es hing etwas über den beiden andern. Großformat! Ein Bild, das — man merkte es — mit einer ungeheuren Einfühlungskrast gemalt war. Es war, als ob dieses Gesicht lebte, die mattweiße Haut des Halses und der runden Schultern lebendig blühte und die Brust leise atmete. Das Gesicht aber war von einer hinreißenden Ratürlichkeit. Dieses feine, immer ein wenig frivole Lächeln um die roten Lippen, der Blick der Augen, in denen eine verhaltene Lust verführerisch lockte, ja — selbst das nervöse Vibrieren ber schmalen Rasenflügel — der Mater hatte es förmlich hingezaubert. Wohl: Barnowsky konnte etwas, mochte er sonst auch ein Salon kavalier fein! Er hatte dies malen können, well er mit der vollen Sinnlichkeit seiner Rerven und der leidenschaftlichen Dc-i gehrlichkeit seiner ix cliebten Seele gemalt hatte. Die Gäste drängten sich vor diesem Bild. (Fortsetzung folgt) W-° "s'A"--; sKr- jo E^lste t‘n 1 3n 2gcni 9,ann?6dol9 erz> ^erki floß erzielt. SM «» ®nnlta Gebiete desva) toidlung der Wt spielten in Mlst« Wannschasten, die LLS Meisler-i Io.Bad-Slauhe>m Io. Sroßen-Auseck KM Gießen Io. u. 6p. Manmrg Iv. Lauterbach Las Sntschridungösp krohen-Duseck endet. 3m zweiten Epiell einer lleberraschung 26. Wetzlar-Ai dem Ntv. Tietzen T Meister Io. Wetzlar-Niederg. Mio. Eießen Ig. Friedberg I. u. epn Lnßbach Id. Alsfeld Die Enlscheidungssp zwischen Aacheim gewann Aiedergirmo mit Meister des Gau 6m erbitterten . der ^-Klasse im er §v. Heuchelheim un sind nun punltglett stielt am IS.Ianm Aecht wacker hielt s der den 3. Platz bei A.fil Tv. Heuchelheim) rnSraßen-Linden 1 L^nchhoWchn "io. Gießen II ^ Friedberg II An 2. Bezirk der B. H wird er dem D Echluhspielen kaum A-fila| Id. Gedern Odg «%%***■ ■ **US$*Ü 3?ÄSttnte; ■ Ä1, .X» Handball im Labn-Oünsberg-Gau. Lv. Dorlar I — To. Lrda I 8:0 (5:0). Einen überlegenen Sieg landete Dorlar gegen den (Saft, der trog aller Anstrengungen diese hohe Nie- Verlage nicht abwenden konnte. Bereits vor der Pause hatte der Plagoerein 5 Tore vorgelegt. Io. Dleseck I — Io. Garbenteich 0:1 (0:0). Das Spiel war ein harter, aber fairer Kampf und brachte Garbenteich einen wenn auch knappen so doch verdienten Sieg. Während es in der ersten Hälfte im Gästesturm nicht klappte, brachte in der zweiten Hälfte ein scharfer Schuh des Halblinken Tor und Sieg. Der Platzverein vcrpahtc die Gelegenheit zum Ausgleich. Io. Alb ndorf Jgd. — To. Staufenberg 3gb. 0:0. In diesem Spiel standen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber, die trotz eifrigem Kampf keinerlei Erfolg erzielen konnten. Launsbach I — Dorlar I 2:2. Ergänzend zu einem Spielbericht vorn 20. Januar wird uns mitgeteilt, daß das erste Tor der Launsbacher nicht aus einem Strafstoß reiultierte, sondern den Abschluß einer flüssigen Kombination darstellte. Das zweite Tor wurde aus einem Strafstoß erzielt. Spiele der „Deutschen Zugendkrast.^ Am Sonntag fanden im Verlaufe der Schlußrunde folgende Spiele statt: Klasses: Heldenbergen hatte Vilbel zu Gast. Da der Schiedsrichter nicht mehr rechtzeitig von dem früheren Beginn des Spieles benachrichtigt werden konnte, leitete ein Heidelberger Schiedsrichter das Spiel. Vach einem lebhaften, aber fair durchgeführten Kampfe blieb Vilbel mit 3:2 Toren Sieger. 3n Ilbenstadt weilte Obcrwöllstadt. Bis zur Halbzeit verlief der Kampf sehr schön und torlos ging es in die Pause. Vach Wiederantritt wurde ein Ilbenstädter Spieler wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platze gewiesen und, da er das Spielfeld nicht verlieh, brach der Schiedsrichter bei einem Stand von 1:0 für Oberwöllstadt das Spiel ab. Das Spiel Wetzlar — Obermörlen siel aus. Klasse B: Oberwöllstadt empfing Obermörlen. Vach lebhaftem, gefälligem Spiele konnte Obermörlen mit dem knappen Vesultat von 1:0 als Sieger heimkehren. Rockenberg empfing Vie- dermörlen und konnte in überlegenem Spiel mit 6:1 siegen. Das Spiel Heldenbergen — Friedberg fiel aus. Stand der Handballspiele im Gau Hessen (ST.) Ein Rückblick auf die diesjährigen Verbandsspiele zeigt deutlich den großen Aufschwung, den das Handballspiel im Gau Hessen genommen hat. Es ist zu begrüßen, daß nun auch die Landvereine in erfreulicher Anzahl beteiligt sind. Die große Zahl der Mannschaften stellte naturgemäß die Spielleitung vor erhöhte Aufgaben; besonders auf dem Gebiete des Schiedsrichterwesens. Durch verschiedene Lehrgänge wurde dem Mangel an Schiedsrichtern abgeholfen und so eine glatte Abwicklung der Derbandsrunde gewährleistet. Es spielten in Meister-, A-, B- und Jugendklasse 43 Mannschaften, die ihrer räumlichen Entfernung nach noch einmal in Bezirke eingeteilt waren. In dem Bericht sind die Mannschaften des 1. Bezirks, ungefähr 30 an der Zahl, nicht enthalten, da dort die Runde noch nicht beendet ist. Meister-Klasse (1. Bezirk). Gew. unentsch. verl. P. Tore To. Bad-Nauheim 6 0 Id. Großen-Buseck 6 0 Id. 1846 Gießen 5 0 Id. u. Sp. Ma würg 2 0 Id. Lauterbach 1 0 2 12 39:25 2 12- 35:22 3 10 37:22 6 4 31:41 7 2 18:50 Das Entscheidungsspiel Tv. Bad-Vauheim gegen Großen-Duseck endete 4:2 für Bad-Vauheim. Im zweiten Spielbezirk kann man insofern von einer Äeberraschung reden, als es dem Heuling Tv. W e Hlar-Viedergirmes gelang, vor dem Mtv. Gießen Dezirksbester zu werden. Mcisierklasse (2. Bezirk): Gew. Io. Wetzlor-Niedelg. 5 Mtv. Gießen 4 Ig. Friedberg 4 I. u. Spv Butzbach 2 Id. Alsfeld 2 unentsch. 2 3 1 0 0 verl. P. lore 1 12 47:27 1 11 38:21 3 9 32:23 6 4 25:37 6 4 18:47 Die Entscheidungsspiele um die Gaumeisterschaft zwischen Vauheim und Wehlar-Viedergirmes gewann Viedergirmes 3:4 und 2:3 und wurde damit Meister des Gaues Hessen. Einen erbitterten Kampf um die Meisterschaft der A-Klasse im ersten Bezirk gab es zwischen Tv. Heuchelheim und Tv. Großen-Linden. Beide sind nun punktgleich und wer im Sntscheidungs- spielt am 18. Januar Sieger wird, ist ungewiß. Recht wacker hielt sich der Tv. Münchholzhausen, der den 3. Platz belegte. A-Klasse (1. Bezirk): unentsch. verl. 0 2 2 lore 38:15 61:40 22:43 32:41 24:25 14:37 P- 16 16 10 7 6 5 Id. Heuchelheim I Io. Großen-Linden I Id. Münchholzhausen I Mto. Gießen II Gew. 8 7 4 3 2 2 1 4 6 6 6 2 3 I. u. Spv. Butzbach II Tg. Friedberg II . _____ 3m 2. Bezirk der B-Klasse wurde Gedern Sieger, doch wird er dem Besten des 1. Bezirkes bei den Schluhspielen kaum gefährlich werden. A-Klasse (2. Bezirk): Tv. Gedern Id. Merkenfritz Id. Schlitz Gew. unentsch. ocrL P. lore 4 0 0 8 5:6 2 0 2 4 4:2 0 0 4 0 2:3 B-Klasse (1. Bezirk): Gew. unentsch. verl. Tv. Dutenhofen 7 1 0 Id. Wetzlar Niederg. II 5 1 2 Io. Mendorf I 3 3 2 Id. Lützellinden I litt Tv. Münchholzhausen II 10 7 B-Klasse (2. Bezirk): Gew. unentsch. uerl. Id. Treis I 5 10 Id. Großen-Buseck II 3 0 3 Id. Krofdorf I 12 3 Id. flirt) I 1 1 4 B-Klasse (3. Bezirk): Id. Dorheim Id. Niedermürlen Id. Ortenberg Id. Hirzenhain Id. Gedern Gew. unentsch. verl. s 0 0 4 2 2 4 2 2 2 0'6 0 0 8 P. lore 15 30:7 11 22:11 9 12:5 3 15:27 2 4:33 P. lore 11 19:11 6 14:9 4 8:17 3 11:17 P. lore 16 26:7 10 34:17 10 25:12 4 14:29 0 3:39 Id. Romrod Id. Maar B-Klasse (4. Bezirk): Gew. unentsch. verl. G 1 1 4 2 2 Id. Alsfeld 3 1 4 Id. Lauterbart) 2 2 4 Id. Brauerschwend 2 0 6 P. lore 13 31:10 10 25:18 7 20:26 6 19:29 4 18:30 Hier dürfte der Meister im Tv. Treis zu suchen sein, der gegenüber Dutenhofen, Dorheim und Romrod größere Spielerfahrung besitzt und in seinem Bezirk auch stärkere Gegner hatte. Jugendklasse. Ueberraschend haben hier die Wetzlarer vor dem Favoriten Mtv. Gießen das Rennen gemacht. Id. Wetzlar Gew. unentsch. verl. P. lore 6 1 1 13 40:13 Mtv. Gießen 0 3 10 28:19 Id. Heuchelheim 4 0 4 8 15:29 I. u. SpD. Butzbach 2 2 4 6 32:22 Id. Lich 1 1 6 3 5:37 Rundfunkprogramm. Freitag, 30. Januar. 7.15: Frühkonzcrt. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: „Die öffentliche Volksschule", Vortrag Don Degierungsdirektor Gildemeister, Trier. 15.50: „Musik im Erziehungsheim", Vortrag von Studienrätin Eilla Geis. 16.30: Vachmittagskonzert. 18.10: Stunde des Buches. 18.40: „Von unseren Weisheitszähnen", Vortrag. 19.10: „Veue Wege der Steuergesetzgebung nach der Votverordnung vom 1. Dezember 1930“, Vortrag von Regierungsrat a. D. Dr. Fritz Mertens. 19.35 (Opernhaus Frankfurt a. TR..): Tiefland, Musikdrama in einem Vorspiel und zwei Auszügen. 22.50 (Festhalle Frankfurt): Sechstagerennen. Erste Rächt. 23: Unterhaltungskonzert. Taten für Freitag, 30. Januar. Sonnenaufgang 7.43 Tlhr, Sonnenuntergang 16.44 Tlhr. — Mondaufgang 12.05 Tlhr, Monduntergang 5.11 Uhr. 1781: der Dichter Adalbert v. Chamisso geboren; — 1921: der Afrikaforscher K. G. Schillings gestorben. Wirtschaft. Holzversleigerungs - Termine. Freitag, 30. Januar. Versteigerer: Bürgermeisterei Ettingshausen. Versteigerungeort Gcmeindewaldungen Ettingshausen, Zusammenkunft am Bahnhof. 9 Tlhr. Holzsubmission. Allendorf a. d. Lda. vergibt Holz im Submissionsweg. Submissionsschluß: Freitag, 30. Januar. Versteigerer: Zorstamt Echisfenberg. Verstcige- rungsort: Wirtschaft „Zur Krone", in Leihgestern. 9.30 Ulf)r. Versteigerer: Forstoint Dießem Dersteigerungs- ort: Willschc Wirtschaft zu Treis a. d. Lda. 9 Mr. Versteigerer: Stadt Gießen. Dersteigerungsort: Zusammenkunft Licher Straße an der 12. Schneise. Versteige, er: Forst amt Laubach. Tecsteigerungs- ort: Saal des Gasthauses Hock. Weickartshain. 10 Llhr. * Veränderung des P r i v a l d i s k o n- t c s. Der Prioatdiskont wurde gestern für beide Sichren um je i nuf 4% v. H. erhöyt. ' Die Ernteerträge in Hessen im Jahre 1 9 3 0. Die Ernteerträge in Hessen im Jahre 1930 belaufen sich nach den nunmehrigen amtlichen Ziffern wie folgt (in Klammer 1929): Winterweizen 612 658 <634 8961 Doppelzentner. Sommerweizen 7611 (9333), Roggen 1 052 233 (1 218 395), Wintergerste 18 555 (16 168), Sommergerste 870 710 (1 028 773). Hafer 881 482(943 154), Frühkartoffeln 774 329 (619 265), Spätkartosseln 9 966 279 (7 486 790). Weißkraut 231 537 (140 140), Zuckerrüben 4 001 948 (2 393 474), Futterrüben 14 615 651 (10 804 078). Kohlrüben. Bodenkohlrabi 315 573 (221 029), Mohrrüben, Möhren, Karotten 162 880 (149 514), Klee (Heu) 1 560 707 (946 368), Heu, Grummet 4 645 252 (3 140 205), Raps, Rüben 2727 (3444), Winterspelz 8483 (9393), Erbsen 5354 (5787), Speiscbohnen 1799 (1247), Luzerne (Heu) 1 191 126 (866 649) Doppelzentner. * 7 Prozent Lohnabbau im Lahn- Dill-Erzbergba u. Bei den Verhandlungen, die gestern unter dem Vorsitz des Schlichters für Hcssen-Vassau. Dr. Kollath , in Frankfurt o. M. in der Lohnstrcitsachc des Erzbergbaus im Lahn- Dill-Gebiet stattfanden, wurde mit den Stimmen der Arbeitnehmer ein Schiedsspruch angenommen, der einen Lohnabbau von 7 Prozent vorsieht. Mit den Stimmen der Arbeitgeber wurde sodann ein zweiter Schiedsspruch angenommen, der das bis- ycrige Arbeitszeitabkommen verlängert. ' AEG. -Dividendenvorschlag 7 (9) Prozent. Der für den 26. Februar einberu- fenen G.-V. der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft. Berlin, wird eine Dividende von 7 Prozent (i. D. 9 Prozent) vorgeschlagen. Als Reingewinn werden 14231 228 Mk. (19 172708) auS- gcwielen. Davon sind 564 643 Mk. (515 195) auf das neue Geschäftsjahr vorgetragen worden. Der Llmsatz der AEG. ist im Berichtsjahre auf 520 Mill. Mk. (i. V. 580 Mill. Mk.) zurückgegangen. Die Wirtschaftskrise im In- und Auslande hat auch bei der AEG. einen starken Rückgang des Auftragsbestandes nach sich gezogen. Er beträgt: in diesem Jahre 250 Mill. Mk. (350 Mill. Mk.). Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 29. Jan. Tendenz: fester. — Die heutige Vormittagsbörse eröffnete wider Erwarten in recht fester Haltung, nachdem noch im Vorbörsenverkehr infolge der schwachen Auslandbörse schwache Kurse genannt waren. Das herauskommende Material fand glatt Aufnahme. Die Spekulation schritt zu Rückkäufen, so daß gegen gestern überwiegend Kursbesserungen zu verzeichnen waren. Das Geschäft war jedoch weiter gering. I.-G.-Farben eröffneten 1,5 Prozent fester, nachdem noch der Vorbörsenkurs 1 Prozent fester lag. Scheideanstalt und Metallgesellschast lagen unter Berücksichtigung des Dividendenabschlusses 1 Prozent höher. Von Clektrowerten zogen Siemens im Zusammenhang mit der heutigen Bilanzsihung um 2,5 Prozent an. AEG. und Gesfürel behauptet. Am Kalimarkt lag Salzdetfurth 2 Prozent höher. Schwächer lagen ferner Karstadt und <>llsto,f Aschaffenburg, die Kursrückgänge bis zu 1 Prozent hatten. Von Bankwerten lagen Reichsbankanleihen 1 Prozent niedriger. Am Anleihemarkt blieben Deutsche Anleihen gut gehalten. Von Ausländern lagen Zolltürken etwas schwächer. Pfandbriefe ruhig. Reichsschuldbuchforderungen etwas freundlicher. 2m Verlaufe konnte sich das Kursniveau weiter heben. Die Kulisse schritt zu weiteren Deckungen. Lebhaft gehandelt wurden 2.-D.-Farben. die erneut 0,5 Prozent gewannen. Auch Elektrowerte hatten reges Geschäft bei Besserungen bis zu 2 Prozent. Am Geldmarkt lag Tagesgeld im Hinblick auf den morgigen Zahltag mit 4,5 Prozent gesucht. Am Devisenmarkt haben sich keine nennenswerten Veränderungen ergeben. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2087, gegen Pfund 20.4378, London gegen Kabel 4.8560, gegen Paris 123,71, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 47.20. gegen Schweiz 25,1075, gegen Amsterdam 12,0775. Berliner Börse. Berlin, 29.2an Das Hauptinteresse der Spekulation konzentrierte sich vorbörslich auf den Elektromarkt, an dem die nunmehr bekanntgewordenen Abschluhziffern der AEG. lebhaft diskutiert wurden. Entsprachen zwar die 7proz. Dividende und der etwa lOproz. Llmsatzrückgang ungefähr den Erwartungen der Börse, so war man doch verstimmt über den Abschluß und besonders über die nächsten Zukunstsaussichten. Hiervon beeindruckt, neigte die Tendenz zur Schwäche, zumal auch aus Äeuyork im Verlaufe Kursrückgänge gemeldet worden waren. Die ersten offiziellen Kurse brachten Lleberraschungen. Gegen die gestrigen Schlußnotierungen waren nur noch vereinzelt Verluste von 1,5 Prozent sestzustellen. So war bei AEG. ein 2,25proz. Rückgang aufzuweisen. Svenska verloren, wohl im Zusammenhang mit der Bezugsrechtsnotiz, da man Angel ot erwartet hatte, 3 Mark. Das Geschäft war etwas lebhafter, da in einigen Werten Aus - landorders zur Ausführung tarnen. Befürchtungen für eine Diskonterhöhung in London waren nicht mehr zu hören, und auf der Bilanzsitzung der Siemens & Halske AG. erwartet man anscheinend Rückwirkungen im günstigen Sinne. Metallgesellschast wurden exklusiv gehandelt. Anleihen behauptet. Von Ausländern waren Mexikaner gehalten. Pfandbriese ruhig. Reichsschuldbuchsorderungen bei sehr kleinem Geschäft wieder etwas freundlicher. Am Geldmarkt zog Tagesgeld auf 4,5 bis 6,5 Prozent an. Die übrigen Sätze blieben unverändert. 2m Verlaufe wurde es allgemein lebhaft und fester. Die HauptspekulationS- papiere konnten Gewinne bis 2 Proz. buchen. Salzdetfurth gewannen 2 Prvz. Vur Svenska gingen um weitere 2 Mack zurück. Verspätet gelangte Mitteldeutscher Stahl nach anfänglicher Plus- Plus-Votiz mit 90 Proz., d. h. 4 Proz. höher zur Voliz. I.-G.-Farben überschritten wieder die 120» Grenze. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 28. 2an. Vach ruhigem Dorniittags- verkehr setzte sich an der Produktenbörse eine etwas freundlichere Stimmung durch, von der besonders der Weizenmarkt profitieren konnte. Da» gestern nachmittag noch etwas stärkere 2nIanZ>- angebot hatte sich wieder verringert; den hohen Forderungen der Provinz standen die Käufer zunächst abwartend gegenüber, bei der allgemein befriedigenden Vachsrage wurden am Promptmarkte aber doch schließlich eine bis zwei Mark höhere Preise als gestern bewilligt. Der Lieferungsmarkt setzte bis 1,25 Mark fester ein. Das Geschäft in Roggen gestaltet sich schwieriger. Das Angebot ist etwas größer, jedoch sind die Ab- geber kaum zu Preiskonzessionen bereit. DaS Preisniveau im Prompt- und Lieferungsgeschäft war infolgedessen ziemlich unverändert. Am Licfe- rungsmackt nannte man nach Festsetzung der ersten Votierungen 0,50 Mk. niedrigere Preise. Weizen- und Roggenmehle haben zu unveränderten Preisen nur Geschäft für den laufenden Bedarf. Am Hafer-Promptmarkte lauteten die Gebote bei ausreichendem Angebot eher niedriger, während die Lieferungspreise gut behauptet einsehten. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 29. 2cm. Auftrieb: Rinder 64 Stück; Kälber 785, Schafe 202, Schweine 580. Es wurden notiert: Preise am Frankfurter! Diehmarkt (nicht Stallpreise): Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 56—61 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 52—56, geringe Kälber 45—51. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel, Weidemast, 42—46; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 34—41 Mk. Marktverlauf: Kälber schleppend, Schafe ruhig, geräumt, Schweine ruhig, geringer Heber- stand. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bif 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. H. .tronnun a. Berlin jranifun a. JJl. Berlin iVronliun a. DI, Serlm Schluß-i lurt | 1-Uhr- Nu r4 Schluß-i kur« । iönfang» Nur- Ech-uß- fure l-Ubr- R t« Schluß- fur# Anfang« fluri «Schiuß- lur# 1-Uhr- Kur» Echluß- rur» Ansa g- ftur# Datunr 28.1. 29.1. 28.1. 29.1. Datum 28.1. 29.1. 28.1. 29.1. Datum 28.1. 29.1. 28.1. 291. 6% Deutsche Retchianleihe t>ambut6--2lmerl!a Pake« . . . - Hamburg-Südam. Tampsschiss. 8 57,5 — 57,25 57,25 Beremigle Stahlwerke . - - Otovt Minen......16’/. 52,5 — 52,75j 62,4 von 1927 ......... 85 — 85 - — — 117 116,5 — — 30 29,4 7% ücutldir 0tctd)MnIeit>e Huma SaniDiidiiff.....10 — — 97,5 96 Kaliwerke Afdier4!eben . 10 119 — 120 von 1929 .......... 98,5 — 98,8 — Norddeutscher Lwvd.....8 58 58,75 53,25 57,25 Kaliwerke Westeregeln . . . 10 128 — 129,5 123 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit öllnemefnc TtutlcbcGrcblianfL 10 96.75 97 96.75 Kaliwerke Saftdetfurth ... 15 180 182 180 Buelol.-SNcrfiten....... — 51,65 51,4 51,4 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handeltgelcllfchost . 12 klommen- und Pftvat-Bank. 11 100 100,25 100 100 Desgl. ohne 9hu'lo|.-$Rcd)te . , 8% Heil. Bolkrsla.il von 1929 4,75 4,75 4,75 4,6 115 108 108,25 115 103 114.25 108 I. ®. Narben-Invustrte ... 12 Dvnomil Nobel.......6 Sckeid«anstatt........ 9 «oldlchmidt........5 RütgerSwerke ........ 6 Metallgesellsckast.......8 117,65 119,13 117,75 55,75 32,25 118 (rüdtoblb. 102%)...... CbfrtKfien Provinz-Anleihe mii 8u6lel.-9ird)tcu ...... 89 48,2 — 89 — Darmstädter und Ralionalbank 12 Deutsche Bank und Dt-eonto-Gesellschast, ... 10 136 108 108.4 135,75 108 135 108,5 124 32,25 116 Seuhdic komm. Sommelabl. ■nkitje Serie l - - - 48,5 _ 48,5 _ Dresdner Bant......10 Reicheban«........12 108,5 108,25 229,5 108,25 230,5 108,25 230 41 65,5 61,5 40.75 65 40,9 6% firanfl. Hnp.-Bank Goidpse 99,75 XJII unlünddar bis 1934 . . . 7% ?rant|. 5>op.«SanJ «Loldpse — —— —— fl.C.®............8 89,5 89 90 87,75 69 — 69 68 92 tHetßmmn.........9 — — 92 —- Zemenrwerk Heidelberg . . 10 65.5 — - unfunbbar bis 1939 ... —— — — tflettt. LteserungLges-Uichas!. 10 — — 97,5 — Lcmentwerk Kartstadt. ... 10 — — — 4K% Rbciniiche Pdp.-Bank Licht und Kraft......10 94,75 95 94.5 93.5 23at)6 & Freytag......8 36 36 35 — 8lqu. (ilolCPlt....... 87 —— — _ Rcltra & ©utlleauBie . . . Gesellschaft für lkleftrische Uniernehmungen .... 10 68 — 68.5 68 6% $r. Landesptandbriesanslall, Pfandbriefe 8!. < 9 ..... 100,25 _ 100,25 92 91,75 92,5 92 Schultheis Patzcnhoser ... 15 Sktwerke.........12 miu...........iß — — 142 123 47,5 141,13 123 46.5 6% Pr £anDeerian:bricfanftalt, 97 97 Homburger Slcftrftiiä^.Derke 10 Rbeinlfche Elektrizität . . . . b — — 101.25 — 47,5 47 ftomm..Lt>l. :H. 20...... •— — •— 95.5 Bemberg.........14 Zellkkoss Walddol .... 13'/, Zellstolt Llfchofsenbura ... 12 Ghatlottenburgcr öallet . . . 8 Tessaner KaS........0 Taimler Molaren ...... O 45,5 83.25 59,25 78 99 13,4 7% ft. Can6eiii|anDbrtefanftalt, Pfandbriefe 9i. tl ..... 0.C.W. abfl. youneflS-Cbllgaito- ncn. didtablbar 1932 . . . 97 94 — 97 — SdUeniche Etektrijktal. ... 10 3d>ndctt & Co.......n Siemens L HalSke ..... 16 Lraneradio.........t> vcbmeoerÄGe.......io 99,5 147,5 101,5 102,5 98.5 100.5 148,9 120 100,5 97,5 100.25 149 101 82,5 60 18 83,25 59 83,5 58 78 99.25 18,25 4% Ocftcrtttd)l)chf GolDrrnte . . 4,20% Ocsterreichische Gilbetrente 26 — 26,25 41,5 41,25 Tcutschc Linoleum...... 91 — 91.25 80 2,9 21,9 ___ 1,85 2,75 Deutsche Erdül.......6 53 _ 54 5.3.25 Mafchüienbau 2L>®. ..... O 27,75 — 4% Ocfteneldjilcbe Einheitliche Renke ......... 4% Ungarifdif Gold renke . . . . 1,55 22,1 z Stiener Steinkohle ...... 8 Gelsenkirchener ....... 8 Haivcner. 0 f-ovldi Ctieu........6^ 70,5 68,5 - - 70,4 67 11 1 1 Nat. üutomobü . ...... O Ctenffein & Koppel ..... c Leonhard Tietz ...... 10 95 111 40,25 94 94,5 4% Unflariidie Gtaateuntc v. 1910 17,25 —— 17,4 _ 58 58 Sventko....... . 251 —— 251 248 4)4% De#fll. von 1913 18 18.5 Ine Bergbau . ...... 10 151 — 151,75 150 4% Unparitdje Rronenrente 1,5 — 1,5 1,5 Sltxfnranctle ........ 7 49,5 — 52 50.65 .'ranffurtez SJlafdjfnea ....■) 13 — 13 — 4% rürliicke LoUanIeibe von 1911 4% türftidh- Bagdadbahn.Llll Serie I ,13 3,15 3,1 Köln-Rcuesscii..... 7 Dianncrmann.Rb.nen .... 7 DianSfelder Bergbau . .... 7 Oberschlei. GiienbcDatf .... 5 CbcrWef. iloümtrfe.....7 > 56,5 27,25 32,25 — 62 56,75 27 Grttzner .........C Hevligenüaedl ....... o 30 30 — 3,15 3,15 3,2 3,1 - 27 ^ungLaas.........6 29 29,25 30 4% beifll. Serie U....... 6% Rumänische t>erein6. Rente 1,13 Lechwcrk?..........8 72 _ 62 61,4 Mamkroftwerke Höchst a.SDL. .8 —- — von 1903 ....... — — 8,6 —- Phönir Bergbau...... — 50,5 49.5 50 Ätag...........10 — 56,5 4H% Rumänische vereint). Rente Rdeiniidie Braunkohlen • . ic 143 143,75 142,5 Gedr. Roeder.......10 — — von 1913 .......... 4% Rumänisch- ver-tnh. Rente . 13,25 13,3 -■ - 59,5 59,75 59,75 58 Loigt & Haessner ...... 0 146 — — 6,8 — 6,85 — vttcbed Montan ...... T,8 68,25 - Süddeutsche Zuder • . « . 10 110 - 111,5 Banknoten. Le !in, 23 Zanuar KelS Aries Amenkanixhe Noten...... 4,198 4.218 Velgtsche Roten ....... 58,41 58.65 Tüniiche Noten ....... 112,13 112,57 Englilche 9Zolcn ........ 20,398 20,478 fitnnidilidir Roten ....... 16,452 16.512 Hollündisdie Roten....... 168,86 169.54 gialienilche Roten........ 22,005 22,085 Rorwegi'che Roien....... 112,13 112,57 Deupch-Ocsterretch, 4 100 Schilling 59,02 59.26 Rumänische Roten....... 2,475 2,495 Schweoilche Roten....... 112.23 112,67 Schwerer Roken........ 81,34 81,66 Spanische Roten........ 43.06 43,24 r>chechollowaftsche Roten..... 12,41 12,47 Ungarische Roten ..... 73,12 73,42 Deoifenmarft Berlin - Jrantfur a. rn. 28. Januar 29.Januar Amtliche Roilenma Amtliche Notierung Wflt" Seiet Geld »rief 169.03 169,37 169,06 169,40 Buen.-LircS 1,279 1.283 1,278 1.289 Brss.-Antw 58,60 58,72 58,61 58,73 Cbrisftania. 112,37 112,59 112,39 112,61 .Kopenhagen 112,40 112,62 112,41 112,63 Ctockdolm . 112,50 112,72 112,52 112,74 Helsiugforö. 10,578 10,598 10,578 10,598 Italien. . . 22,015 22,055 22,01 22,05 London. . . 20,416 20,456 20,416 20,456 Rcnnork .. 4,2045 4.2125 4,2045 4,2125 Baris.... Schwei» . . 16,475 16,515 16,475 16.515 81,345 81,505 81,32 81,48 Spa len . . 43,33 43,41 43,21 43.29 (lapan . . . 2,079 2,083 2,080 2,084 Bio de San- 0,355 0,357 0,355 0,357 Wien in D-- Ceft abgest. 59,095 59,215 59,12 59.24 t'IdQ . - . . 12,444 12,464 12.444 12.464 Belirad . . 7,422 7,436 7,422 7,436 Baoavkit. . 73,375 73,515 73,39 73.53 vut orirn 3.048 3,054 3,051 3,057 yiffabon . 18,82 18,86 18,85 18,89 Tan-ig. . . 81.63 81.79 81.64 81.80 Konst.ntüL 1 ,784 1.789 1.784 1,789 Alben. . . 5,445 5,455 5,445 5,459 Lanaoa . . 4,198 4,206 4.193 4,206 Uru ualj. . 2.712 2,718 2,712 2,718 Tatro . » - 20,93 20,97 20,93 20,97 Inventur-Ausverkauf beginnt morgen, Freitag, den 30. Januar 1931. — Noch niemals seit 12 Jahren konnten wir mit derartig billigen Preisen aufwarten. — Unsere noch gefüllten Läger sollen geräumt werden, rücksichtslos haben wir alle Preise gesenktl Nützen Sie diese seltene Einkaufsgelegenheit richtig aus! 10 % Rabatt auf alle regulär. 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Liee - ^^Vereinigten amerikanische Bundes von Versailles nid) (trflörung sei mit Vereinigten 2t Gedanke einer inkrm ben 14 Punkten enthi läge des Wasser welche Auslassung n lungen haben, die ut io stehl so viel sesl, einem großen Maß Hinweis!, dah bei barungen von keine men war, die Zen Steilung der mililä über den anderen eu land jodle das er aber es war ooro fänder Nachfolgen geschehe, so schein, Aalion das Recht üi Auf jeden, -er m Ungarn oder Julga er 'ehe, starken Cinöi Seite der Grenze sei mMnschem Auswa anderen Seite der ®i von Soldaten, die > bewaffnet und sofort auf ihren A eine Lage, deren erwartet werden ß nehmender Wi^ mungen des Fried bemerkbar, der sich des militärischen ©c nationalsozialistischen sollten die beteiligte; ^ Abrüstung anzum 'n Europa und in b r}tlc9 sei dann nicht Unb iür anöt Sfr unseren ( Arbeit, die den ' * Wh, zu reoibi £oi Erte, es bestehet ”u leiten aller Unh ''nedensoertröge an ftung und LeschM. & Ami« Stuften ber 9 GW tASä KW M