nr. 279 Erstes Via« 181. Jahrgang Samstag, 28. November 1931 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drod und Verlag: vrühl'sche UniverfitSls-vuch- und 5teindruckerek H. Lange in Sieben. Zchriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot, für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Bietzen. Erlcheinl täglich,außer Sonntags und Feiertag». Beilogen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monats-Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschliisse anterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Kranlfurt am Main 11686. Die internationale Abrüstungskundgebung wird in Paris ausgepfiffen. Skandalszenen im Trocadero. - Ausländische Redner kommen nicht zu Wort. - Manifestanten stürmen das Podium der Delegierten. — Die Kundgebung muß abgebrochen werden. zöfifcher Zeit wurden die Gegenkundgebungen fo stürmisch, daß die Gendarmerie den Sil- zungssaal betrat, um das Podium der Redner und der geladenen Gäste zu schützen. Nunmehr war es klar, daß die Demonstranten in der Versammlung keinen weiteren Redner mehr zu Worte kommen lassen wollten. Als der frühere amerikanische Botschafter in Berlin, houghton, zu sprechen versuchte, wurde er fortgesetzt unterbrochen, und teilweise ertönten Rufe: „A Berlin!“. Diese zielten anscheinend auf die Behauptung französischer Blätter ab, daß houghton ausgesprochen deutschfreundlich fei. Lin Pfeifkonzert begann, das Schreien und Johlen wurde immer stärker. Als h e r r i o t mit dem Führer der Front- kämpferoereinigung Lroix de Feu sich dahin zu verständigen suchte, daß einer ihrer Leute zu Wort käme, verlangten diese, sofort das Wort ergreifen zu dürfen. Dies wurde abgelehnt, hierauf stürmten die Manifestanten das Podium. Ls kam zu Schlägereien, herriot und de 3ouvenel Das Echo des Skandals. Die nationalistische presse ist hochbefriedigi. Paris, 28. Rov. (WTB. Funkspruch.) Die gesamte Morgenpresse beschäftigt sich mit den störenden Kundgebungen in Trocadero. ..Petit Parisien" nennt als Urheber der Kundgebungen die „Action Fran^aise", die Frontkämpfervereinigung „Croix du feu“ und die Jugendorganisation der Patrioten- l i g a. Das Blatt räumt ein, daß es zu Schlägereien gekommen ist, will aber behaupten können, daß die Polizei nicht habe einzugreifen brauchen. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Jeder Besucher der Bersammlung konnte das Gegenteil feststellen, ebenso wie die Tatsache, daß die Zahl der Polizeibeamten angesichts des Aufgebotes von Demonstranten nicht ausreichte. — Die „Action Fran aise" begrüßt die lärmenden Kundgebungen und ist besonders erfreut darüber, daß neben den Rufen „Es lebe Frankreich!" auch Rufe „Es lebe die Action Fran- Eine programmatische Erklärung der großen Wirtschastsverba'nde. Scharfe Stellungnahme gegen die Wirtschastspiraten. — Der Wahnsinn der Reparationen. — Die Stabilität der Währung. konnten sich nur mit Mühe vor tätlichen Angriffen schützen. Eine kette von Polizisten deckte sie, und de 3 o u o e n e l konnte, um der Form zu genügen, wenigstens die vorgesehenen Schlußworte sprechen. Sämtliche auswärtigen Delegierten, die in dem Kongreß teilgenommen haben, gaben ihrer Entrüstung über die Vorfälle unverhohlen Ausdruck. Augenzeugen wollen berichten können, daß die Kundgebungen von einer Loge ausgegangen seien, in der ein bekannter französischer Schriftsteller anscheinend tonangbend war. Um diese Loge entspann sich ein heftiges Handgemenge, bis die Insassen genötigt waren, ihre Plätze zu räumen. 3n der unter dem Vorsitz zweier Genera l e im Wagram-Saale gestern abend abgehaltenen Gegenkundgebung soll es gleichfalls zu Zwischenfällen gekommen sein, hier sind, wie berichtet wird, kommunistische Elemente gegen die Redner auf- getreten. Erst nachdem sie aus dem Saale entfernt worden waren, konnte die Kundgebung ihren Verlauf nehmen. ?aise!" ertönten? — Eine ähnliche Einstellung zeigen die Cotyblätter, „Figaro" und „Ami du Peuple". — „Echo de Paris" ist ebenfalls zufrieden. Ein französisches Auditorium — so erklärt das Blatt — habe nicht zulasseü können, daß der „elsässische Renegat" Joos im Ramen Deutschlands spreche, das der notorische Deutschenfreund Houghton, Frankreichs schlimmster Feind während des Krieges, im Ramen der Bereinigten Staaten das Wort ergreife, und daß Senator B o r a h, der sich einen Ruhm daraus mache, niemals nach Europa gekommen zu sein, Frankreich eine Lektion über sein Verhalten erteilte, daß schließlich Scialoja, der 600000 Man unter Waffen halte, außer den faschistischen Lügen Frankreich den Rat geben wolle, seine Truppenzahl herabzusehen. Paris, 28. Noo. (TU.) Die große öffentliche Ab- rüstungskundaebung in dem mit den Farben aller beteiligten Länder geschmückten Riesensaal des „Trocadero" begann am Freitagabend unter dem Vorsitz h e r r i o t s. Wie ein um die Rundung der Kuppeln herumlaufendes Band in Riesenbuch- staben verkündete, nahmen an der Veranstaltung 1043 von 362 Verbänden aus 30 verschiedenen Ländern teil. Der mehr als 5000 Personen fassende Raum war nahezu bis auf den letzten Platz besetzt. Schon die kurze Eröffnungsansprache herriol« wurde durch Protest rufe und Gegenkundgebungen minutenlang unterbrochen. von der Kuppelgalerie erklangen immer wieder „Rieder"Rufe, die von starkem Lärm gefolgt waren. Der größte Teil der Reden ging im Lärm unter, und erst am Schluß konnte sich der Beifall der Anhänger durchsetzen. 3m Anschluß daran versuchten die Vertreter der konfessionellen verbände sich Gehör zu verschaffen, was jedoch nur zum Teil gelang. Ausgesperrte Ruhestörer versuchten durch die Settentüren in die Logen einzudrlngen und vergrößerten den Tumult durch dauerndes Klopfen an die Wände. Von der Botschaft des Pariser Erzbischofs Kardinal Verdiers wurde nichts vernommen, da Sprechchöre jede Verständigung unmöglich machten. Kaum eine halbe Stunde nach Eröffnung der Sitzung entwickelte sich bereits eine heftige Prügelei in einer Seitenloge, die vom Publikum mit leidenschaftlicher Parteinahme verfolgt wurde. Die Polizei entfernte einige Rädelsführer. Ein alter Herr wurde von jungen Burschen geohrseigt und zu Boden geschlagen, woraus er an die Versammlung eine Ansprache hielt. Auch die Worte der Generalsekretärin der Kundgebung, Fräulein Weih, blieben ungehört, da die Galerie sich in Zischen und hahnengeschrei gefiel. Dazwischen wurden abwechselnd d i e Marseillaise und andere Lieder gefangen. Als der deutsche Reichstagsabgeordnete 3 o o s das Dort erhielt, erhob sich ein durch Sprechchöre unterstütztes Pfeifenkonzert, das jeden Laut verschlang. Der Tumult erreichte einen aller Erfahrungen spottenden Höhepunkt. Die Prügelszenen nahmen immer tollere Formen an. Kein Mensch mehr hörte aus den Redner, so daß der Reichstagsabgeordnete 3oos eine Unterbrechung eintreten lassen muhte und erst fortfuhr, als einigermahen Ruhe eingetreten war. Joos führte il a. aus: Kein Volk könne ein aufrichtigeres Bedürfnis nach einem positiven Ausgang der allgemeinen Abrüstungskonferenz des nächsten Jahres haben, als das deutsche. Denn das deutsche VoK habe auf Grund der Bestimmungen des Versailler Vertrages die eigene Abrüstung bereits feit vielen Jahren durchgeführt. Es habe durch seine Abrüstung eine Vorleistung auf die allgemeine Abrüstung vollzogen, auf die das deutsche Volk in all seinen Schichten seit Jahren warte Fast ebenso unfreundlich wurde der italienische Redner, Senator Scialoja ausgenommen, doch ebbte die Erregung im Saale langsam ab. Lord ®ecil wurde als Sprecher Englands mit starkem Beifall empfangen, als er an die Höflichkeit der Franzosen appellierte, doch erregte er sofort die Unzufriedenheit der Massen, da er englisch sprach. Immerhin verschaffte fein bekannter Rome ihm Gehör. Ungeheurer nicht endenwollender Beifall empfing und begleitete den Hauptredner Frankreichs, Painleve, dessen Eintreten für die französische Abrüstungsthese am Donnerstagabend durch die Presse bekannt geworden war. Die unproduktiven Militärausgaben würden eines Tages zerstörend wirken, ^lber Frankreich habe 1919 nicht ) i e versprochene Garantieerhalten. Menn Frankreich überzeugt wäre, daß es genügen würde, abzurüsten, um den Frieden herzustellen, würde es mit Erleichterung seine Waffen niederlegen. Dies aber genüge leider nicht Die friedliche Industrie könne über Rächt durch böse Geister in ein mörderisches Instrument verwandelt werden. (Beifall.) Painlevö sprach von einer Ueber- gangszeit allmählicher Abrüstung, die zur völligen Abrüstung führen müsse. Dem stimme Frankreich im Voraus zu. Die Deutschen möchten Geduld haben; denn Ungeduld könne vom Ziele nur entfernen. Alsdann wurde eine Botschaft des Allgemeinen Arbeiter-Verbandes (CGT.) verlesen sowie eine Botschaft der Kriegsverlehten und ehemaligen Frontkämpfer, in der diese sich für den Frieden erklären. Bei Verlesung dieser Kundgebung entstand wieder größerer Lärm, der besonders stark wurde, als der Vertreter der Liamag das Wort ergriff. Die Demonstranten stimmten die ZRarfelllaife an, und der Skandal wurde immer größer. Um 23.15 Uhr fran- Berlin, 27. Rov. (WTB.) Der neue Vorsitzende des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, Dr. Krupp von Dohlen und Halbach gab im Einvernehmen mit den Vorsitzenden des Zentralverbandes des deutschen Bank- und Bankiergewerbes, des Deutschen Industrie- und Handelstages, der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels, des Reichsverbandes des deutschen Groß- und Ueberseehandels, des Reichsverbandes des deutschen Handwerks, des Reichsverbandes der Privatversicherung und der Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände folgende Erklärung ab: Die deutsche Wirtschaft ist seit Monaten Zeuge von Vorkommnissen innerhalb ihrer Reihen, deren Zahl die Gefahr heraufbeschwört, daß sie nicht als Einzelerscheinungen, sondern als Zeichen eines allgemeinen Riederganges der kaufmännischen Ehrbarkeit gewertet werden. Wir weisen darauf hin, daß zu allen Zeiten schwerer politischer und wirtschaftlicher Krisen, wie solche Deutschland seit nunmehr Jahrzehnten bedrängen, einzelne verstanden haben, die Umschichtung der Verhältnisse unter Verletzung von Treu und Glauben zum Schaden der Gesamtheit für sich auszunutzen Der gesunde Sinn der deutschen Kaufmannschaft lehnt derartige Machenschaften entschieden ab. Sie betrachtet unbestechliche Ehrbarkeit als höchste Pflicht aller Verufsangehörigen und ist nicht gewillt, ihren guten Ramen durch Duldung laxer Moralbegriffe gefährden zu taffen, lieber die Ahndung krimineller vergehen durch den Strafrichter hinaus wenden wir uns dementsprechend auch gegen jede Handlungsweise, die im Widerspruch zu dem Grundsatz der kaufmännischen Ehre steht, und mißbilligen jeden verstoß gegen die Pflichten, die dem Unternehmer gegenüber seinem Betriebe und gegenüber der Allgemeinheit obliegen. Wir erachten es als unsere besondere Pflicht in dieser Zeit, alle Kräfte an die Selbstreinigung der deutschen wirtschaft zu wenden, gegenüber jedem, der nom Wege des ehrbaren Kaufmanns abweicht, eine fcharfeTrennungs- l i n i e zu ziehen und in vorkommenden Fällen die weitere Zugehörigkeit der Betroffenen zu den Organen der Spihenverbändc von dem Ergebnis der zu treffenden Feststellungen abhängig zu machen. Wir erleben es tagtäglich, daß noch immer — nicht einmal böswillige — Besucher aus dem Auslände auf gewisse äußere Fassaden in ihrem Urteil Bezug nehmen und das furchtbare Elend hinter dieser Fassade nicht sehen wollen. Wir dürfen nicht zögern, auch in der Frage der R e i ch s r e f o r m die Schritte zu unternehmen, die von dem Zwange zu einer sparsamen, übersichtlichen und einheitlichen Verwaltung diktiert sind. Die Entwicklung dieses Jahres hat mit aller Deutlichkeit gezeiat, daß die Reparationen nicht nur für Deutschland eine unhaltbare B e l a st u n g darstellen, sondern daß sie auch weltwirtschaftlich gesehen ein Wahnsinn sind. Es ist für den Reichsverband selbstverständlich, daß er in der Front derer steht, die in dem V e r f a i 1 - ler^Vertrag keine endgültige Regelung sehen, die Jahrzehnte und Geschlechter überdauern kann. Im Interesse der europäischen Völkergemeinschaft muß und wird eine Lösung gefunden werden, die dem Gedanken der fruchtbaren Zusammenarbeit der Völker einen neuen Auftrieb gibt. Pflicht des Reichsverbandes ist, jede Maß- nähme, djediewäh rungzuerschüt- terngeeignetwäre, auf das entschiedenste abzulehnen und jede Maßnahme zu unterstützen, die der Sicherung der Währung dient, wir wünschen und wollen, daß die deutsche Arbeiterschaft unter materiellen Bedingungen lebt, die dem deutschen Arbeiter nicht nur eine Sicherung feiner Existenz, sondern auch dem Fleißigen und Tüchtigen wieder einen Aufstieg ermöglichen, wir sehen es als unsere Hauptaufgabe an, dem deutschen Volke in allen feinen Schichten nach Ikberroin- dung der jetzigen Rotzeit wieder zu einer Erhöhung der Lebenshaltung zu verhelfen und den weg zu ebnen für einen kulturellen und nationalen Wiederaufstieg. Das Dokument. Den Herren Severing und Leufchner ist Heil widerfahren. Die Hesfenwahlen vom 15. November hatten der bisher regierenden Weimarer Koalition den Boden entzogen, die für das kommende Frühjahr in Aussicht stehenden Landtagswahlen in Preußen scheinen keinen anderen Ausgang zu versprechen, zumal dort die Parteien der Weimarer Koalition schon heute nur über eine lehr knappe Mehrheit verfügen. In Darmstadt, wo in wenigen Tagen der neugewählte Landtag zusammentreten soll, begannen schon Erörterungen der parlamentarischen Lage und der sich aus ihr ergebenden Kabinettsbildung. Die Möglichkeit einer Annäherung zwischen Nationalsozialisten und Zentrum war nicht von der Hand zu weisen, obwohl beide noch sehr reserviert taten und jeder betonte, der andere müsse ihm kommen und er könne gegebenenfalls auch ohne Partner fertig werden. Aber schon kursierten Ministerliften, die ein Zusammenarbeiten oder zumindest eine gegenseitige Duldung zur Voraus- setzung hatten und es war trotz des starren und anscheinend gleichgültigen Sphinxgesichts der Zentrumspresse durchaus denkbar, daß das Zentrum, wenn es sich schon nicht dazu entschließen konnte, sich sofort an einer Koalition mit der Rechten zu beteiligen, doch einer von den Nationalsozialisten maßgebend beeinflußten Regierung den Weg freigab, um nach einer gewissen Bewährungsfrist, je nachdem das Experiment ausgefallen war, seine endgültige Entscheidung zu treffen. Da in Preußen für das nächste Frühjahr eine ähnliche Entwicklung zu erwarten war, sah sich die Sozialdemokratie, die seit dem November 1918 in Darmstadt ununterbrochen, in Berlin mit dem kurzen Zwischenspiel des Kabinetts Stegerwald im Regiment sitzt, vor einer etwas beklemmenden neuen Lage. Denn wenn ihr auch im Reich die Opposition oder eine distanzierte Stellung ä la suite der Regierung durchaus sympathisch ist, so liegen die Dinge doch wesentlich anders in den Ländern, wo den Regierungen durch das Notverordnungssystem noch mehr als früher die politische Verantwortung zu einem guten Teil abgenommen ist, die regierenden Parteien aber durch ihre Verfügung über Polizei, Verwaltung und Bildungswesen sich eine starke Machtstellung schaffen können und auch geschaffen haben. So würde den Regierungen der Weimarer Koalition heute in Hessen und übermorgen in Preußen vermutlich eine Verlängerung ihrer Amtszeit auf dem Umwege über ein Geschäftsministerium nicht unlieb sein, wenn ihnen die parlamentarische Entwicklung dazu die Möglichkeit böte. Und diese Möglichkeit müßte in greifbare Nähe rücken, wenn das Zentrum von einem durch die Umstände ihm nahegelegten Kurswechsel zurückschreckte und auf eine Koalition mit der Rechten oder auch nur auf eine Tolerierungspolitik verzichtete. Diese kleine Vorrede, um zu illustrieren, wie außerordentlich gelegen den Herren Severing und Leuschner natürlich das Boxheimer Doku- ment des Dr. Best kommen mußte, noch dazu, wo sie das Glück hatten, daß ihnen dies Schriftstück ohne ihr Zutun in die Hände fiel und sie es nur in ihrem Sinne politisch auszuwerten brauchten. Daß sie dazu trotz der Warnung des Oberreichsanwalts fest entschlossen sind, beweisen heute schon die zollhohen Schlagzeilen und seitenlangen triumphierenden Kommentare in der ihnen nahestehenden Presse vom „Berliner Tageblatt" bis zum „Vorwärts". Und das, obwohl der Tatbestand des Hochverrats nach den ausführlichen Darlegungen des von dem Uebereifer der beiden Polizeiminister offenbar peinlich berührten Oberreichs- anwalts nicht gegeben zu sein scheint, da die in dem ominösen Dokument formulierten „Befehle" und „Richtlinien" den „Wegfall der seitherigen obersten Staatsbehörden" und die „Ueberwindung der Kommune" zur Voraussetzung hatten, es sich also nach den Ausführungen des Oberreichsanwalts um Maß nahmen handelt, die sich nicht gegen eine auf Grund der in Kraft befindlichen Verfassung im Amte befindliche Regierung richteten, sondern erst in Kraft gesetzt werden sollten, wenn eine bestehende legale Regierung durch eine kommunistische Revo lution gestürzt und diese ungesetzliche Herrschaft der Kommune dann gleichsam im Gegenstoß durch den Nationalsozialismus niedergeworfen worden sei. Der Hochverratsparagraph des Strafgesetzbuches droht dem Strafe an, der „es unternimmt, die Verfassung des Deutschen Reiches oder eines Landes gewaltsam zu ändern". Das Boxheimer Dokument aber geht auch nach Auffassung des Oberreichsanwalts davon aus, daß bereits vor der Besitzergreifung der Regierungsgewalt ein Zustand der revolutionären Gesetzlosigkeit b e st e h e, nicht aber, daß die Nationalsozialistische Partei einen solchen herbcifüh - ren wolle. Diese Gegenüberstellung mag für die juristische Beurteilung des Falles vorläufig genügen, das weitere wird man getrost den Unter suchungen des dafür allein zuständigen Oberreichsanwalts und gegebenenfalls der Urteilsfindung des Reichsgerichts überlassen können. Für die Oeffentlichkeit wichtiger als diese Seite der Angelegenheit scheint uns der Inhalt des Dokuments selber zu fein, weil es zeigt, welcher Art die wirtschaftspolitischen Gedankengänge sind, die in gewissen Köpfen der nationalsozialistischen Bewegung spuken. Die Bestimmungen über unbedingte Gehorsamspflicht gegenüber den Anordnungen der vollziehenden Gewalt, das Waffenver bot und die Androhung der Todesstrafe für lieber- tretungen können hier außer Betracht bleiben. Aehnliche Erlasse sind im Zeichen des Belagerungszustandes zur Unterdrückung revolutionärer Unruhen auch unter anderem Regime gang und gebe. Fragwürdiger ist schon die in dem Dokument ge plante Einsetzung von Feldgerichten, aber geradezu grotesk muten die zur Sicherstellung der Ernährung und des „gegenwärtigen Eigentumsstandes" geplan- ten wirtschaftspolitischen Maßnahmen wie die Not- Verordnung über die nationale '4rbtitsbtenftpfhd)t an. Lückenlose Beschlagnahme aller LedensmiNelvor- räU, Verbot bes Verlaufs von Lebensmitteln, fiel- (ztoflfpeifuna, Lebensmillelkarten Einrichtung einer Ernährungöflelle zur Verteilung der Lebensmittel. Nicht grade freundliche Erinnerungen an die unter dem Druck der feindlichen Hungerblockade während de» Ärieges eingerichtete aber nicht annähernd so rigoros durchgefuhrte Zwangsernährungswirtschost werden wach, aber das Befische Dokument geht noch melier. C» schlägt bis auf weiteres die Aufhebung de» Privateigentums vor, Sistierung von Zwangsvollstreckungen und vorläufige Aushebung von Zinszahlungen einschließlich der Mieten. Schließlich sehen die Richtlinien Lests für jeden Deutschen über 16 Jahre, Mann oder Frau, eine Arbeitsdienst- pflicht vor, von dessen Bereitschaft, die auf Appellen sestaestellt werden soll, der Anspruch auf Ernährung abhangt. Wir zitieren die ullra-deutschnationale „Kreuz-Zeitung", die al» eifrige Vertreterin der nationalen Opposition und der Harburger Front gewiß nicht einer einseitigen Einstellung zum Nationalsozialismus geziehen werden kann. Das Blatt schreibt: „DieGesichtspunkte, die indem sogenannten Entwurf für die ersten Maßnahmen einer illegalen nationalsozialistischen Regierungsgewalt zutage treten, sind — selbst wenn sie als vorübergehende Not- maßregeln gedacht find — von einem so radikal bolschewistischen Charakter, daß.ihre Verwirklichung nicht mit den von uns vertretenen Begriffen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Moral vereinbar sind. Eine Di.tatur der SA. in derartiger Ueberspitzung müßte sich lebten Endes in Terror nach dem Muster der Sowjet-Blutherrschaft überschlagen Und dann gäbe es statt der Ordnung das Chaos. Dem ist nicht» hinzuzufügen. Denn auch die nationalfozialistische Parteileitung | von diesen geradezu phantastischen Planen Bests | erst durch die Derösfentlichung in der Presse Kennt- ni» erhalten hat, was zu bezweifeln wir bi» zum Beweis des Gegenteils keinen Anlaß sehen, so muß in diesem Zusammenhang doch einmal gesagt werden, daß das offizielle Wirtfchastsprogramm des Nationalsozialismus, wie e» der wirtschaftspolitische Referent der Parteileitung, Dr. W a g e n e r (nicht zu verwechseln mit dem in der Affäre Best genann- ten hessischen Landtagsabgeordneten Dr Wogner- Boxheim) kürzlich mehrfach in Kreisen der Großindustrie oorgetragen hat, ebenfalls zu sehr kritischen Bedenken Anlaß gibt, wenn es auch an sich zu begrüßen war, daß man auf diese Weise überhaupt einmal etwas Authentisches über die wirt- schastspoMischen Ziele des Nationalsozialismus zu hören bekam. Aber bevor darüber nicht weitgehend Klarheit geschafft wird, was der Nationalfozialis- mu» auf wirtschaftlichem Gebiet will und bevor nicht alle Gedankengänge, die an der rauhen Wirklichkeit gemessen als reine Utopie beurteilt werden müssen, rücksichtslos ausgemerzt worden sind, wird es erlaubt sein müssen, mit einiger Skepsis in die Zukunft zu sehen. Denn nur wer uns einen Ausweg weiß aus diesem furchtbaren Kreislauf von steigen- der Arbeitslosigkeit, nichtendenwollender Finanznot des Reichs, der Länder und Gemeinden, von immer noch wachsendem Druck durch Steuern und Soziallasten, sortschreitendem Erliegen der Wirtschaft und erneutem Anschwellen der Erwerbslosenziffern, nur wer den Absprung wagt von diesem rasenden Karussell, ohne ins Ungewisse, ins Bodenlose zu fallen, ohne Volk, Staat und Wirtschaft ins Chaos zu stürzen, darf den Anspruch auf die Führung zu Recht erheben. Mit dem vagen Motto „Es muß alles anders werden", das man heute in aller Munde hört, ohne daß man auf die doch wohl berechtigte Frage Wie? eine klipp und klare Antwort zu hören bekäme, mit diesem Motto ist leider Gottes in der Praxis nicht allzuviel anzufangen. Die lähmende Verzweiflung und Ungeduld unseres Volkes, das fein Schicksalsrad in rasender Geschwindigkeit dem Abgrund zurollcn sieht, sind nur zu begreiflich. Die Enttäuschung über die zögernde und vor jedem Schritt vorsichtig oorfühlende Politik des Kanzlers ei greift immer breitere Schichten vornehmlich der Landwirtschaft, des gewerblichen Mittelstands, des Kleinhandels, der Beamten und freien Berufe, die ihren wirtschaftlichen Ruin vor Augen sehen. Ob der Weg des Ausgleichs, den der Kanzler zu gehen sich müht, in» Freie führen wird, wissen wir nicht, aber das eine müssen wir wissen, daß wir uns in unserer Lage kein Experiment mehr leisten können, das abseits dieses schmalen Pfades führt und mißglückt. Kehren wir zum Fall Best zurück. Die anfangs hier und da geäußerte Annahme, daß es sich bei dem durch den ehemaligen Abgeordneten und Führer der Offenbacher Rationalsozialiften Dr. Schäfer der preußischen Polizei übergebenen Schriftstück um die Fälschung eine« Spitzels handelt, ist durch die Erklärung des nationalsozialistischen Landtagsabgeordneten Dr. Best widerlegt worden. Best hat sich als Derfafser de» Dokuments bekannt, er will, woran nicht gezweifelt au werden braucht, ohne Auftrag und ohne Fühlungnahme mit amtlichen Stellen der Partei die Richtlinien audgearbeitet haben, als im Sommer ein kommunistischer Aufstand erwartet wurde, ohne daß die Parteileitung von sich auS Pläne, wie er sie für erforderlich hielt, bekannt- gegeben hätte. Damit ist daS Dokument als ..Privatarbeit" deS Herrn Best genügend gekennzeichnet. zumal sowohl die ReichSpartei- l e i t u n g sich beeilt hat, durch den Reichstagsabgeordneten Doering dem Reichsinnenminister erneut die Versicherung zu geben, daß sie mit ben Plänen Bests nicht daS geringste zu tun babe und nach wie vor auf ihrem beschworenen Standpunkt strengster Legalität steht. Auch die D a u l e i t u n g H e s s e n hat erklärt, daß sie und alle verantwortlichen Führer eS entschieden ablehnen. mit diesen Plänen auch nur das geringste öu tun zu haben. Die Erklärung fährt fort: ..Sollte eS sich bewahrheiten, daß einzelne Mit- glieder der RSDAP.. Gau Hessen, direkt oder indirekt sich mit Plänen dieser Art identifizieren, dann wurde das den sofortigen, unwiderruflichen Ausschluß dieser Leute auS der Bewegung mit sich bringen. .. Da» hessische Wahlergebnis “n ,Uxlet ^weis gestellt, daß die bcm Wege über das Parlament staatliche Rkachtpositionen und durch diese die Gewalt im Staat selbst erreichen kann. Wir er- .entgegen dieser klaren Erkennt- nis sich nut illegalen Absichten oder Plänen trägt, für einen bewußten Provokateur, der den Führer meineidig machen will und der Bewegung unabsehbaren Schaden zufügt. Diese Meinung wird nicht nur durch den verantwortlichen Gauleiter Lenz, MdR, persönlich gedeckt, sondern auch von allen Mitgliedern und Führern der belli- schen Partei." — Diese Erklärung die eben'alls von irgendwelchen illegalen Plänen entschieden abrückt, mag man im Interesse der Klärung mit Befriedigung zur Kenntnis nehmen llnbegteil- sich bleibt jedoch, daß in einem so scharf durchorganisierten Berband, wie eS die nationalsozialistische Bewegung Hitlers darstellt, die zudem ganz auf dem Autorttäteprinzip und dem unbedingten Gehorsam gegenüber dem obersten Führer aufgebaut ist. immer wieder sich Leute finden, die mit illegalen Gedankengängen spielen und durch ihre kompromittierenden Stilübungen, um mit den Worten des Gauleiters Lenz zu sprechen .der Bewegung unabsehbaren Schaden zusügen". Der Abgeordnete Goering hat Zwar erklärt, die Partei sei nicht in der Lage, ihre etwa 800 000 Mitglieder zu überwachen Das wird man ohne weiteres zugeben dürfen, aber schließlich sind doch so wenig der Dersasser des belastenden Doku- mente. Dr. Best, wie auch die im Zusammenhang mit den Besprechungen auf dem Borheimer Hof Genannten ff-be.lebige Parteimitglieder, die ohne Fühlung mit den Darteiinstanzen geblieben sind, vielmehr sind sie fast sämtlich am IS- Rovernber gewählte Landtagsabgeordnete, die doch wohl, wenn man den bislang üblichen Maßstab anlegen darf, zu den „verantwortlichen Führern" gerechnet werden müssen von denen die Erklärung der Gauleitung Hessen spricht. Der Offenbacher Dr. Schäfer, über dessen Persönlichkeit Best erstaunliche Angaben macht, deren Richtigkeit wir allerdings im Augenblick nicht nachzuprüfen vermögen soll sogar — wiederum nach unkontrollierbaren Gerüchten —, bevor er vor einigen Tagen aus der Partei entfernt wurde, zum Innen- oder Wirtschaftsminister in einem etwaigen nationalsozialistischen Kabinett ausersehen gewesen sein Die oben schon zitierte ..Kreuzzeitung' schreibt darüber ..Wir können der RSDAP. den Borwurf nicht ersparen, daß sie es an der nöti- ?en Sorgfaltspflicht h a t fehlen affen, wenn sie Männer wie die Angeschul- digten zu Führern in ihrer Bewegung gemacht hat." Diese Auffassung deS deutschnationalen Organs werden sich auch weite Kreise derer zu eigen machen, die am 15. Rovernber der RSDAP. ihre Stimme gaben Die verantwortlichen Partci- lnstanzen werden hoffentlich aus dem Fall Best- Schäfer die notwendigen Folgerungen ziehen. Oie hessische Regierung wird beim Reichskanzler vorste lig. Das Interview des Oberreichsanwalts. - Sine erläuternde Darstellung. Keine abschließende Stellungnahme Or. Werners. Darmstadt, 27. Roo. (£pö.) Amtlich wird mitgeteilt: „Die durch die Telegraphen-llnion oer- breite le Erklärung des Oberreid)»- anroalt» Hal am Freitag ju einem Schritt der hessischen S t a a 1 s r e g i e r u n g beim Reichskanzler geführt. 3m Auftrag der hessischen Staatsregierung, insbesondere des hessischen 3nnenminister». ist am Freitagnachmittag der hessische Gesandte beim Reichsjustizminister und Reichskanzler vorstellig geworden wegen der Behandlung, die die hochoerralsangelegenheil de» hessischen nationalsozialistischen Landtagsabgeordneten und Amtsanwalt» Werner Best in formeller wie sacylicher Hinsicht durch den Oberreichsanwalt In der Presse erfahren hat. Man darf annehmen, daß dabei auch auf die Stellungnahme de» Oberreich»- anwalls bei den entscheidenden Besprechungen im preußischen Ministerium de» Innern vor der haus- suchungsaktion hingewiesen wurde." Das Reichsjustizministerium äußert sich in einer längeren Erklärung über die Vorfälle in Hessen. Die '21 r t des Verfahrens habe in der Presse eine Reihe von Mißverständnissen hervorgerufen, die zu Angriffen gegen die beteiligten Stellen geführt hätten Aus dem Interview des Oberreichsanwalts seien Dinge herausgelesen worden, die man nicht habe herauslesen dürfen. Vor allem müsse betont werden, daß es sich entgegen der vielfach verbreiteten Auffassung nicht um eine abschließende Stellungnahme des Oberreichsanwalts gehandelt habe. Der Reichsjustizminister habe den Oberreichsanwalt um einen B e • richt über die Angelegenheit gebeten, der inzwi- schen eingegangen sei. Danach habe der Oberreichsanwalt u. a. zum Ausdruck gebracht, daß das Schriftstück allein wohl kaum einen g e - nügenben Beweis dafür werde erbringen können, daß der Verfasser und die Beteiligten eine gewaltsame Beseitigung der Staate- gemalt herbe.führen wollten. Aus der Präambel aehe schon hervor, daß er selbst gar nicht die Beseitigung der Staatsgewalt beabsichtigt habe Der Oberreichsanwalt habe alsdann hinzugefügt, daß unter Umständen die Untersuchungen über d i e 21 r t der Abfassung des Dokuments und der späteren Uebergabe an die Beteiligten durchaus Dinge ergeben könnten, die diese Lücke des Nachweises schließen konnten und daß sich dann Herausstellen würde, ob die Präambel eine andere Auslegung erfahren könne. Das festzuftellen, müsse die weitere Unter- suchuna ergeben. Das sei, so wird vom Reichsjustizministerium anschließend erklärt der Sinn der Erklärung gewesen, die der Oberreichsanwalt abgegeben habe. Don einer abschließenden Stellungnahme könne demnach nicht die Rede fein. Oberreichsanwalt Werner hat übr.gens auch dem hessischen Innenminister ein Schreiben übersandt, in dem der Oberreichsanwalt vor allem die ihm unterschobene Aeuherung als unrichtig bezeichnet, daß ein mysteriöser Weg dazu geführt habe, daß Dr. Schäfer sich statt an die hessischen Stellen nach Frankfurt a. M. gewandt habe. Der Interviewer habe gefragt, wie es komme, daß sich Preußen mit der Sache befaßte und nicht Hessen. Er. der Oberreichsanwalt. habe daraus erwidert, daß Dr. Schäfer von irgendeiner Stelle — er wisse nicht welcher — an die Frankfurter Polizeibehörden verwiesen worden fei Tatsächlich sei der betreffende Berater eine Privatperson gewesen, nämlich der Redakteur einer Frankfurter Zeitung. Das habe Schäfer bei seiner Vernehmung in Leipzig bestätigt. In dem ganzen Interview sei irgend ein versteckter Borwurf weder gegen den hessischen Innenminister, noch gegen die Frankfurter Polizei und gegen eine andere Stelle enthalten. Reue Erklärungen. Eine Erklärung Or. Bests. Die Aufstellung der Richtlinien. Darmstadt, 27. Rov. (WTD.) Dr. Werner Best veröffentlicht eine längere Erklärung, in der er u. a. sagt: „Der Inhalt der von mir entworfenen Richtlinien hat mit dem Rationalsozialismus und seinen Problemen nicht das geringste zu tun. ES handelt sich um den Vorschlag von Rotmaßnahmen, durch die in einem dem roten Terror entrissenen Rot- und Hungergebiet die Sicherheit und das nackte Leben der Bevölkerung für die erste Zeit fichergestellt werden sollen. Solche Rotmaßnahmen kann man nicht nach den nationalsozialistischen oder nach irgend einem anderen politischen Programm treffen, sondern lediglich nach den gegebenen Rotwendigkeiten und Möglichkeiten. Wenn es gilt, in einem Kampfgebiet Ordnung zu schaffen und die Devöllerung vor dem Verhungern zu bewahren wird jeder Gewalthaber annähernd gleiche Anordnungen treffen. Lieber den Inhalt meiner Vorschläge und über ihre Zweckmäßigkeit läßt sich streiten: daß darüber gestritten werd«, war ja auch der Zweck ihrer Riederschrift. Ich glaube nachgewiesen zu haben, daß ich nicht für die RSDAP. gehn n d e 11 habe, als ich den inkrimierten Entwurf aufstellte, daß ich keinen Hochverrat begangen oder auch nur beabsichtigt habe, und daß ich nicht al» verantwortungsloser Hasardeur, sondern aus einem vielleicht fehlgeleiteten Verantwortungswillen gehandelt habe." e Zu den Haussuchungen im Gau Hellen Der RSDAP. erklären der landwirtschaftliche Reichs- leitungssachberater Waller D a r £ und der landwirtschaftliche Gaufachberater Hessen-Darmstadt Dr. Wagner, der im Zusammenhang mit den Vorgängen genannt war. daß sie mit der Abfassung weder des bekannten Dokumentes. Mxh irgendeine» anderen illegalen Schriftstücke» irgendwie etwa» zu tun haben. Wer ,st Or. Schäfer? Frankfurt a.M., 27. Nov. (WTD.) Die Presieftelle der Reichsleitung der NSDAP, teilt mit: Die Meldung, daß Dr. Schäfer feit vier Jahren Parteimitglied der NSDAP, und zwei Jahre in der Reichs Parteileitung der NSDAP, unter den Augen des Führers Adolf Hitler tätig gewesen sei. ift unwahr Wie aus der amtlichen Kartei der NSDAP, einwandfrei feftgefteUt wurde, ift Dr. Karl Wilhelm Schäfer der NSDAP, erst am 1. Dezember 1930 als Mitglied Nummer 396043 beige- treten. Er war niemals in der Reichsparteileitung tätig. Heber die Person de« Dr. Schäfer wird auf Befragen von der 3 u ft 13 p r e f f e ft e 11 e Weimar mitgeteilt, daß es sich nach Rückfragen bei Der zu- ftanbigcn Stelle in Darmstadt nut um ben am | ‘ 9.1896 in ^ranffurt a. TR. geborenen Dr. Karl hi»- genannt Hermann Schäfer, han- oein könne. Schäfer sei vom Schöffengericht Weimar am 5.2.1931 wegen W e ch s e l f ä l s ch u n g en z u einem Jahr Drei Monaten Gesang« nis verurteilt worden. Auf die Strafe seien ihm sechs Monate Untersuchungshaft angerechnet morden. Für die restlichen neun Monate habe er Bewährungsfrist erhalten. Auch die Angaben über die geistige Minderwertigkeit Scha- ers sollen sich mit den in Weimar bei der Unter- uchung Schäfers festgestellten Tatsachen decken. Er ei der Psychiatrischen Klinik in Jena zur Beobachtung überwiesen worden, da er zu seinem Schutz den § 51 in Anspruch genommen hätte. Das Gutachten der Jenaer Klinik habe dahin gelautet, daß der Schutz des § 51 nicht in Frage kommen könne, daß aber verminderte Zurechnungsfähigkeit bei Schäfer festzuftellen sei. Dr. Schäfer selber, der das Borheimer Schriftstück den Behörden übergeben hat, veröffentlicht eine Erklärung, in der er bestreitet, falsche Angaben über seine Personalien gemacht au haben. Zu einem LandtagSmandat habe er sich niemals gedrängt. Die schon Ende 1930 mündlich entwickelten wirtschaftlichen Pläne Bests hab« er in einem Schreiben vom 30. Juli 1931 an die Gauleitung als wirtschaftliches Verbrechen bezeichnet Es liege ihm vollkommen fern, Httler Kenntnis von diesen Dingen zu unterstellen. An Hitler unmittelbar habe er sich nicht wenden können, da Befehl vorhanden fei, daß man dies nur über die Bauleitung tun könne. Er betonte, daß auch der derzeitige Gauleiter Lenz von den Boxheimer Dokumenten keine Ahnung gehabt habe. Strafrechtlich wollte er persönlich niemanden treffen, sondern politisch auf ein irrsinniges, wirtschaftspolitisches Denken Hinweisen, welches, umgesetzt in die Prasis, da» Deutsche Reich vernichten würde. Die Partei habe von seiner Verurteilung durch ein Weimarer Gericht volle Kenntnis gehabt, denn er habe den verstorbenen Gauleiter Gemeinder schriftlich von den Vorgängen in Kenntnis gesetzt. Gin Aufruf des sozial- demokratischen palleioorstandeS. Berlin, 27. Nov. (CNB.) Der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands erläßt einen Ausruf, in dem erklärt wird, da» Programm der hessischen nationalsozialistischen Landtagsabgeord- neten für ihren illegalen Regierungsantritt stehe in schreiendem Widerspruch zu Den Legalitätsschwüren Adolf Hitler». Nach scharfen Angriffen gegen die NSDAP., der u. a. Doppelzüngigkeit, Heuchelei und Terror vorgeworfen wird, heißt e» in dem Aufruf weiter, Adolf Hiller habe dem Reichsinnenminlster Groener Material überreicht, aus dem hervoraehen soll, daß die Nationalsozialisten die Angegriffenen feien. Diesen Betrug werde die SPD. nicht gestatten. Bei ihr häufe sich das Material, das für die Blut- schuld der Nationalsozialisten erdrückende Beweise liefere. Zur Ergänzung diese» Material» forberl der Aufruf dazu auf, zweckdienliche Angaben möglichst in akkenmaßig belegter Darstellung der Terrorabwehrstelle beim sozialdemokratischen Parteivorstand zu übersenden. Der Ausruf oetont schUetztich, daß Dtt SPD. aber Terror, und Gesetzwidrigkeiten nicht nur abwehren, sondern zum Angriff gegen Den Nationalsozialismus übergeben werde. Der sozialpolitische Kurs. Sietd)6arbeüenunnler Sicgrrroalb über Loßnichuy und Loziatvrriichrru»g. Berlin, 27.Rov. iWTB) In einer Berliner Zentrumsversammlung begründete Reichs- atbeiteminiftcr Dr. Stegerwald folgend« drei Leitsätze. 1. Bon der Lohnseite her allein ist Die deutsche Wirtschaft bestimmt nicht xur Gesundung zu bringen. 2- Der staatliche L 0 h n s ch u tz kann während der größten Krisis eines Jahrhunderts den Arbeitern nicht verweigert werden, er muß aber verstärkt auf d i e Realitäten und das Leistungsvermögen einer kranken Wirtschaft Rücksicht nehmen. 3- Die gesetzliche Sozialversicherung kann mit den gegenwärtigen Leistungen, die während einer Scheinblüte festgesetzt worden und wofür die erwarteten Einnahmen ausgcblieben sind, nicht über die gewaltiae Krisis der Gegenwart und der nächsten Iayre hinübergerettet werden. Bon Arbeitgeberseite werde weitgehend restlose Beseitigung des staatlichen Lohnschutzes gefordert- Dies sei völlig unpolitisch, ja grotesk. Politische Unruhen großen Stils und ein Kleinkrieg in den einzelnen Betrieben wären Die verheerenden Folgen. Richt minder falsch sei die Auffassung, daß in einer kranken Wirtschaft die Lohnhöhe beliebig durch Schiedssprüche von Staats wegen bestimmt werden könne. Da» Primäre sei nicht Der SchieDsspruch, sondern Die Rentabilität der Betriebe, eine in sich ausgeglichene Gcsamtwirtschaft. Mit Schiedssprüchen und Derbindlichkeiterklärungen sei keine Rentabilität der Betriebe zu erzielen: auch könne bei Den großen Tarifverträgen Der Lohn weder nach den bestrentablen, noch nach dem am schlechtesten rentierenden Betriebe festgesetzt werden. Freilich sei ein gewisser Lohnschutz in den nächste» Jahren In Deutschland eine absolute Staatsnotwendigkeit. Eine Erhöhung der Beiträge zur Sozialversicherung sei gegenwärtig nicht mög- sich, ebensowenig wie die Erhöhung de» Reichszuschusses. Man müsse daher zu organisatorischer Vereinfachung und Verbilligung und zu vorübergehender Leistung»- t ü r a u n g schreiten, um die Unfallversicherung und die Invalidenversicherung zu retten. $ür Milderung der Bestimmungen bei Gieuerrüctständen. Berlin, 27. Nov lVDZ.) Die Zentrum», rakti 0 n verweist in einem Urantrag irn Preu- zijchen Landtag auf die Schwierigkeiten, die bei der charfen Wirtschaftskrise in zahlreichen Betrieben ür eine künftige Steuerzahlung bestehen. Aus Grund )er Notverordnung des Reichspräsidenten vom 6. 3uni 1931 werde die Nichteinhaltung der Steuerzahlungsfristen mit Zuschlägen belegt die allgemein als unerträglich hoch angesehen wurden und zu außergewöhnlichen Hör- ten führten. Selbst Verzögerungen bis zu wenigen Tagen würden durch die Auslegung hoher Zuschläge geahndet. In der rigorosen Anwendung dieser Vorschriften erblicke bas Zentrum eine durch nichts z u rechtfertigende lieber- spitzuna, deren finanzielle und besonders psychologische Auswirkungen auf die Steuerpflichtigen nicht z u verantworten sei. Der Antrag er- sucht um Milderung der Vorschriften. Neue Kämpfe in der Mandschurei und vor Tientsin. London, 27. Rov. ($11.) Die Unruhen in Tientsin nahmen am Freitag ihren Fortgang. Der Kamps begann, als chinesisch« Soldaten die japanische Konzeffion b c f 4 o fl< tl Rach chinesischen Behauptungen ist die ttmff- nung des Feuers auf Tumuu« chinesische. Soldaten in Zivilkleidern in der Rähe der japanischen Konzession zurückzuführen. Der japanische Oberbefehlshaber hat an Die Chinesen ein Ultimatum gerichtet, in Dem di« sofortige Einstellung aller Feindseligkeiten und Die Zurückziehung der chinesischen Truppen in eine Zone 10 Kilometer von Tientsin gefordert wurde. Um 7 Uhr morgens ist der Kampf wieher mit größter Heftigkeit entflammt Maschinengewehre und leichte Feldartillerie sollen Feuer auf die japanische Konzessionszon« gelegt haben. Die japanischen Truppen haben das Feuer mit Maschinengewehren und 75-mm-Geschützen erwidert. General H 0 n | 0 , der japanische Oberbefehl»» Haber In der Mandschurei, hat einen neuen Angriff auf Die chinesischen Stellungen ausgeführt. Obwohl in Tokio eine Absicht, sich in den Besitz von Tschingtschau zu setzen. Immer wieder verneint wird, so ist doch der Zweck de» neuen japanischen Angriff» offensichtlich kein anderer als die chinesischen Truppen bei Tschingtschau zu zerstreuen. An der Eisenbahn Peking — Mukden, 8 Kilometer westlich von Muk» den. stießen Japaner mit den chinesischen Streit- kraften zusammen. Nördlich von Tschingtschau kam es zu einem Zusammenstoß von japanischen und chinesischen Panzerzügen. Es heißt auch, daß zwei japanische ^luazeuggeschwader au» Mukden an Dem Kamps teilgenommen haben sollen. Die Ehinesen flüchteten fehr bald. Seit 5 Uhr morgen» sind wieder Züge mit Truppen aus Mukden in der Richtung nach Peking abgegangen. Panzerzüge ziehen diesen Truppentransporten voran. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Groener spricht am Sonntag. dem 29. Rovernber nachmittags 1833 llhr im Rundsunk über da» Thema ..Vom Glauben an Deutschland". Die Ansprache wird auf alle deutschen Sender übertragen. • 3m Preußischen Landtag wurde für den verstorbenen Sozialdemokraten Bartels mit 250 von insgesamt abgegebenen 359 Stimmen der Sozialdemokrat D t t t m a a ck, Stadtrat in Magdeburg. zum Landtag-Präsidenten gewählt und der deutschnationale Mihtrauensantrag gegen Kultu-minister Grimm« mit 219 Stimmen der Regierungsparteien gegen 173 der Opposition abgelehnt. In London sanden an mehreren Stellen 8 x • beitslofentunbgebungen statt, die leit- weise In Straßengefechte zwischen Polizisten und Arbeitslosen ausarteten. Vor den Arbeitsnachweisen dürfen keine Ansammlungen und Ansprachen mehr stattfinden. Polizisten unterbrachen sofort jeden Redner. Als einer der Agitatoren festgenommen wurde, griff die Menge die Sci^utzleute an und be- warf sie mit Flaschen und Backsieinen. Es entspann sich eine einstündige Straßenschlacht zwischen etwa 500 Arbeitslosen und Schutzleuten. 3n Budapest hat die Königliche Kurie als oberste Instanz den Bankier Weinreb, der von der Borinstanz von der Anklage der Valuta- s ch ä d i g u n g freigesprochen worden war, wegen Verbrechens des Mißbrauchs mit Zahlungsmitteln zu zwei Jahren drei Monaten Zuchthaus, 10 000 Pengö Geldstrafe. 5000 Pengö materieller Genugtuung und 10 Jahren Amtsverlust verurteilt. • In Kattowih forderte ein Kongreß der Betriebsräte sämtlicher Jndustriewerke fast einstimmig Anrufung des Generalstreiks als Protest gegen die Absicht der Arbeitgeber, 10 000 Arbeiter zu entlassen. Es wurde beschlossen, eine Delegation zum Wojwoben zu entsenden, der in der Angelegenheit der geplanten Massenentlassun- gen eingreifen soll. Aus Ser Provinz,alvouptstodr Gießen, den 28.November 1931. Advent. Die christliche Adoentsfeier knüpft an Erwartungen an, die sich in den letzten Jahrhunderten vor Christi Geburt geregt haben. Die Juden waren damals ein schwer gedrücktes und gedemütigtes Volk politisch standen sie unter der Gewalt fremder Mächte, sie litten auch seelisch Not. Der Eifer und die Innigkeit des Glaubens, wie er bei den Vorfahren sich geltend gemacht hatte, war dahin, schon begann die Abwanderung aus dem Lande der Väter, damit auch der Zerfall der alten Sitten, fremder Einfluß machte sich allenchalben geltend. Doch in einer kleinen Schar von Treuen lebte die Hoffnung auf eine zukünftige, bessere Zeit. Wie später die Deutschen hofften, daß der Kaiser Friedrich Barbarossa wiederkommen und das Volk zu einer machtvollen Einheit zusammenfassen werde, so stand die Hoffnung der Juden dar- aus, daß der König David aus seiner Asche auf- erstehen und die Juden zum Siege und zu neuer Blüte führen werde. In hinreißende, Form hat der Prophet Ezechiel dieser Hoffnung Ausdruck gegeben. „Einst kommt der Tag", so sagt er, „da die Juden, die im Wüstenlande ihr Leben verloren haben, wie- der aufwachen werden." Der Prophet schildert mit der Gewalt eines großen Dichters, wie ihn Gott im Geiste auf ein weites Feld führt, das voller Toten- gebeine liegt. Gott spricht zu ihm: Du Menschen- kind, meinest du auch, daß diese Gebeine wieder lebendig werden?" Der Prophet weissagt, daß das geschehen soll, „da rauschte es, und siehe, es regte sich, und die Gebeine kamen zusammen, ein jegliches zu seinem Gebein. Und ihrer war ein sehr großes Heer." Von diesem großen Heere wird dann gesagt: „Mein Knecht David soll ihr König und ihrer aller Hirte sein." Diese im Anfang politisch gearteten Erwartungen haben sich im Laufe der Jahrhunderte mehr und mehr in das Geistige gewandelt. Der Messias er- scheint als der Bringer des Friedens und der Gerechtigkeit, als der Verkündiger und Begründer des Gottesreiches auf Erden. An diese Erwartungen knüpft Jesus an, indem er sagt daß das, wonach die Väter sich gesehnt haben, in seiner Person und in feinem Werke erfüllt sei. Er ist der Bringer des Gottesreiches, er will die Mühseligen und Beladenen erquicken bei ihm sollen sie Ruhe finden für ihre Seelen. a)ie Christenheit weiß und glaubt, daß das keine leeren Versprechungen sind, sondern in Jesus geschichtlich erkennbare Wirklichkeit gefunden haben. Was fromme Seelen einst in der Vergangenheit erlebten, behält fort und fort Gegenmartsbedeutung. Das Heil, das Jesus der Welt gebracht, hat noch nicht seinen Abschluß gefunden, immer kommt es zu den Menschen und will sie mit Kraft und Trost erfüllen. Das tritt vor allem in den Liedern zutage, die die Christenheit in den äußerlich so dunklen Tagen vor Weihnachten singt. Die gehaltvollsten dieser Lieder sind im Dreißigjährigen Kriege entstanden, trotzdem liegt über ihnen ein stiller, schöner Glanz, da ist alles Freude und Lobpreisung des großen Gottes. Die Adoentslieder, die der neueren Zeit angehören, reichen an Gewalt und Kraft an diese alten Lieder nicht heran, aber sie sind auf den gleichen Ton ge- stimmt und von heiliger Weihe erfüllt. Alle diese Lieder entsprechen den Bibelabschnitten, an denen an den vier Adventssonntagen sich die Gläubigen erbauen. Am ersten Adventssonntage wird der Christenheit erzählt, wie Jesus, umgeben von dem palmentragenden Volke, in Jerusalem einzieht, der zweite Sonntag malt in einem Bilde, das an Wilhelm Kaulbach erinnert, das Kommen Jesu zum Weltgerichte, am dritten und vierten Adventssonntage kommt von der Wüste am Toten Meere her Johannes der Täufer geschritten, der ernste, wahr- heitsmutige und unbeugsame Vorläufer und Wegbereiter des Heilandes. Die Adventsbotschaft der christlichen Kirche wird immer Menschen finden die ihr sehnsuchtsvoll ent- gegengehen. Das gilt besonders von der Gegenwart, nach dem Worte Paul Gerhardts „in ihren tausend Plagen und großen Jammerslast". H. B. Gießener Wochenmarttpreise. * G i e h e n. 28. Nov H:utigeWo her Marktpreise: Butter 120 bis 1^.0 Pf. (-.ochbutt.r von 100 Vf. an), Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis 5 Mk.), Weißkraut 5 bis 6 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk.), Rotkraut 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis 5 Mk.), gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, llnterkohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 15 bis 20, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 40 bis 50, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Nüsse 35 bis 40, Kartoffeln 4 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk.), Aepfel 8 bis 10 (pro Zentner 4 bis 7 Mk.), Birnen 8 bis 10, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, Enten 80 bis 100, Gänse 70 bis 80, jg. Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80 Pf. pro Pfund: Tauben 50 bis 60, Eier 13 bis 14, Endivien 8 bis 10, Oberkohlrabi 8 bis 10, Blumenkohl 20 bis 60, Salat 8 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 10 bis 15, Lauch 5 bis 10 Pfennig pro Stück. Bornotizerr. — Tageskalender für Samstag: Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein, 20.30 älhr, Eingsaal des Realgymnasiums, Lichtbilder- Dorlrag „Die Dolomitenwelt". — Haussrauen- beratung. Palast-Lichtspielhaus, Kirchenplah, HauLwirtschaftliche Weihnachtsausstellung. — Turnverein von 1846, 20 ilt)r, Turnhalle, Stein- straße, Festabend. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Kongreß tanzt". — Astoria-Licht- spiele, Eeltersweg: „Im Schatten von Paris", „Wild-West-Bummler" und „Gin Pechtag". — Tageskalender für Sonntag: Stadttheater Gießen, „Der Mann des Schicksals" (1. Vorstellung des Kammerspielzyklus), 11.15 bis 12.45 Uhr: »Ist das nicht nett von Colette?", 18.30 bis 22.30 Uhr. — Oberhessischer Kunstverein, Künstlerhilfe, Turmhaus am Drand- plah, 11 bis 13 Uhr. — Kanarienzucht- und Dogclschuhvcrein, Kanarien-Ausstellung, Restau- rant Andres, Sonnenstrahe. — Matthäus-Gemeinde, 20 Uhr, Cafä Leib, Gemeinde-Abend. — Lukas-Gemeinde, 20 Uhr, Lukassaal, Familienabend. — Turnverein von 1846, 15 Uhr, Turnhalle, Steinstrahe, Mannschaftsgerätewettkampf: 20 Uhr, Familienzusammenkunft. — Kurzschrift- Verein von 1861, 8.30 Uhr, Kaufm. Vereinshaus, Jubiläums-Wettschreiben. — Kathol. Vereinshaus, 15 Uhr, Kasperle-Theater. — Hausfrauen- Beratung, Palast-Lichtspielhaus, Hauswirtschaftliche Weihnachts-Ausstellung. — Mtv.-Platz, 15 Uhr, Handball-Entscheidungsfpiel, Polizei Butzbach 1.—Mtv. 1. — Lichtspielhaus und Aftoria-Lichtspiele wie Samstag. — Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Morgen, Sonntag, 11.15 Uhr, erster Tag des Kammerspielzyklus. Als Vorfeier zu Bernard Shaws 75. Geburtstag gelangt unter der Spielleitung von Wolfgang K ü y n e Shaws Komödie: „Der Mann des Schicksals" erstmalig zur Aufführung. Einleitende Worte: Wolfgang Kühne. Die Rolle des Napoleon spielt Karl Bruck. Mitwirkende: Doering. Geiger, Janscheck. Die Veran- ftaltung ist zu kleinen Preisen! Mitglieder des Goethebundes, sowie der diesem angeschlössenen Verbände erhalten außerdem eine 20prozentige Preisermäßigung. Ende der Veranstaltung 12.45 Uhr. Abends als Fremdenoorstellung zu ermäßigten Operettenpreisen das musikalische Lustspiel: „Ist das nicht nett von Colette?" Spielleitung: Fassott, Moehl, Bäulke. Ende 20.30 Uhr. — Gemeindeabend der Matthäus- gemeinde. Am morgigen Sonntag, 20 Uhr, veranstaltet die Matthäusgemeinde im Casö Leib einen Gemeindeabend. Ansprachen, musikalische Darbietungen, Gesänge und Aufführungen werden den Abend füllen. Mitwirkende sind Frau Elfriede Fischer (Klavier), Fräulein Hanna Kellner (Alt), Musiklehrer Franz Bauer jun. (Violine und Viola), Herr Helmut Eger (Flöte) und die Spielschar „Lahnritter" der Matthäusgemeinde. Zur Aufführung gelangt das Lcgendenspiel „ Christ oferus". Näheres in der heutigen Anzeige. — Die „Deutsche Frauenkultur", Ortsgruppe Gießen, veranstaltet, wie alljährlich, am 1. und 2. Dezember im Billardsaal des Cafs Amend ihre Weihnachtsmesse. Diese Veranstaltung — eine Ausstellung deutscher Wertarbeit —, hat sich beim Publikum gut eingeführt. Es wird von hiesigen Geschäftsleuten das gezeigt, was beut- sche Handwerker und Kunsthandwerker auf ihren Gebieten an Qualitätsarbeiten erzeugen. Siehe heutige Anzeige. — Vorträge für Frauen. Am Dienstag, 1. Dezember, 15.30 und 19.30 Uhr finden im Caf6 Leib Vorträge statt, in denen an Hand von Lichtbildern das Thalysia-System vovgoführt wird. Näheres ist aus dem heutigen Anzeigentell ersichtlich. — Kasperle-Theater. Im Katholischen Beremshaus findet am morgigen Sonntag, 15 Mr, wieder Kasperle-Theater statt. Diesmal wird auch der Nikolaus da sein. Für alt und jung dürfte die Vorstellung wieder zwei frohe Stunden bringen. Der Erlös ist für die Armen bestimmt. Näheres in der gestrigen Anzeige. — Eine Rundfunkveranstaltung findet am morgigen Sonntag, 11 Uhr, im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, statt. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. * • • Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei ge- wohnlichen Preisen geöffnet. , ** Der Oberhessische Kunst verein bringt, wie man uns schreibt, als letzte diesjährige Ausstellung die „Künstlerhilfe für 20 bis 100 Mark", die am 29. November eröffnet wird und bis zum 20. Dezember läuft. Sie ist eine Jahresschau oberhessischer Kunst und gibt somit einen Ueberblick über deren Weiterentwicklung im letzten Jahr. Der Kunstverein hat deshalb auch nicht das Ziel verfolgt, eine quantitativ erschöpfende Zusammenstellung zu bringen, sondern hat Wert darauf gelegt, die Arbeiten zu zeigen, die eine gewisse Qualitätsgrenze — soweit sie sich natürlich int Rahmen des eingelieferten Materiales ergab — nicht unterschreiten, da er damit sowohl den Interessen der guten künstlerischen Begabungen, als auch den eigenen Aufgaben am besten gerecht zsu werden glaubt. Seine dadurch indirekt erzieherisch wirkende Tätigkeit — und das ist ja die Hauptaufgabe eines Kunstvereins — soll sowohl dem schaffenden Künstler, als auch dem Beschauer wertvoll werden. Letzterem gibt sie damit auch die Gewißheit, daß er schon für Beträge von 20 bis 100 Mark im Durchschnitt einem tüchtigen oberhessischen Künstler durch Erwerb einer Arbeit helfen kann. Deshalb wird hoffentlich auch diese Ausstellung einen gleich starken Besuch aufweisen, wie die vorhergegangene. " Der „Bienenkorb" zeigt int Rahmen der Weihnachtsausstellung der Gießener Haus- srauenberatung in einer besonderen Ausstellung im oberen Saal des „Einhorn" künstlerische Handarbeiten. Siehe heuttge Anzeige. •• Weihnachtsbescherung in der Kleinkinderbewahranstalt. In der Kleinkinderbewahranstalt soll auch in diesem Jahre den Kindern mit einer Weihnachtsbescherung eine Freude gemacht werden. In einer Bekanntmachung int heutigen Anzeigenteil wird gebeten, auch diesmal wieder durch freiwillige Spenden dazu beizutragen, daß die Bescherung möglich wird. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen. ** Eine Viehzählung findet auch in diesem Jahre wieder am 1. Dezember in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg statt. Näheres in der heutigen Bekanntmachung. ** Betriebshel^er-Kursus der Freiwilligen Sanitatskolonne. Die hiesige^ Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz hielt" am Donnerstagabend in ihrem Depot Sonnenstraße 2 die diesjährige Abschlußprüfung des Be- triebshelfer-Kurses in der ersten Hilfeleistung ab. An der Prüfung nahmen 78 Personen mit Erfolg teil. Der Kursus wurde von Regierungs-Medizinalrat Dr. Kortüm geleitet. Die Prüfung nahm Obermedizinalrat Dr. Zinfer vom Kreisgesund- heitsamt ab. Anwesend waren noch Gewerberat Dr. Meyer und Bergingenieur C r o n j ä g e r. Die Herren sprachen sich lobend über den Erfolg des Kursus aus. Oberheffen. Landkreis Gießen. • Heuchelheim, 28. Nov. Am morgigen Sonntag kann der Landwirt und Kirchenvorsteher Wilhelm N e i d e l V. sein 80. Lebensjahr vollenden. Der Jubilar erfreut sich ausgezeichneter Gesundheit und ist auch geistig noch sehr rührig. Er nimmt trotz seines hohen Alters an allen landwirtschaftlichen Arbeiten noch regen Anteil. sk. Reiskirchen, 27. Nov. Gestern abend sprach hier im Saale der Wirtschaft Gundrum Landwirtschastsassessor Dr. Böcher vom Land« wirtfchaftsamt in Grünberg. In zweistündigem Vortrage behandelte er das Thema „Verbesserungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft". Der Redner wandte sich eingangs mit Entschiedenheit gegen die immer mehr sich einbürgernde Sitte der Kalkulationswirtschaft, um dann auf dir Rentabilität der verschiedenen Erzeugungsgebiete überzugehen. Anschließend fand eine Aussprache über lan.wirtschaftliche Fragen statt. s. Utphe, 27. Nov. Dieser Tage feierte ein« unserer ältesten Einwohnerinnen, die Landwirtswitwe Katharine Böcher, ihren 8 4. Geburtstag. Sie hat 45 Jahre lang das 2Imt einer Handarbeitslehrerin an unserer Volksschule versehen. Die Greisin erfreut sich noch einer ungewöhnlichen geistigen Frische und körperlichen Rüstigkeit. Kreis Schotten. Ober-Schmitten, 27. Nov. Seinen 7 0. Geburtstag konnte am Mittwoch der Fabrikant Josef M o u f a n g begehen. Der Jubilar erfreut sich großer körperlicher Elastizität und geistiger Regsamkeit. Er erwarb mit seinem Drüber, der später aus dem Betrieb ausschied, im Jahre 1891 die Papierfabrik Ober-Schmitten. Alldem kleinen Anwesen wurde im Laufe der Jahrzehnte ein leistungsfähiger Fabrikbetrieb. x Rundfunkprogramm. Sonntag, 29. November. 7.00 Ähr: Von Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Philosophisch-theologische Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt a. M.: Katholische Morgenfeier. 10.00: Stunde des Chorgefangs. 11.00: Kanarien-Ausstellung der Vereinigten Frankfurter Kanarienzucht- und Dogelschutzvereine. 11.15: Einweihung der Kunsteisbahn auf dem Feldberg. Mikrophonbericht. 11.30: Von Leipzig: Reichs- sendung: Kantate zum 1. Advent. 12.00: Schallplattenkonzert. 13.00: „Die Frankfurter Winter- hilfe", Gespräch zwischen Wally Baumann und O. W. Studtmann. 14.00: Stunde der Jugend. 15.00: Stunde des Landes. 16.00: Freiburg un Breisgau: Änsere Heimat. Eine Folge örtlicher Äebertragungen zur Heimatkunde. 17.30: Karlsruhe: Mandolinenkonzert. 18.25: „Don einem alten Wirtshausschild", Erzählung von Regina Allmann, vorgelesen von der Dichterin — RilkeS. 18.55: Die Dämmerstunde. Dreißig unterhaltsame Minuten. 19.35: Gedenkstunde für die heilige Elisabeth. 20.30: Carmen. Oper in vier Auszügen. Montag, 30. November. «. Frühkonzert auf Schallplatten. 12.05: Schallplattenkonzert. 15.20: „Ein rheinischer Weberjunge erzähltImprovisationen von Paul Laven. 16.00: Unterhaltungskonzert. 17.05: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.40: -Die kritische Bedeutung des Schlichtungswesens", Vortrag von Dr. G. Döse, Heidelberg. 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Von (Berlin: „Bedeutung und Aufgaben der landwirtschaftlichen Siedlungen", Vortrag von Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald. 20.00: Unterhaltungskonzert des Frankfurter Lautenchores. 20.30: Entzaubertes Afrika. Ein Hörbild. 21.15: Frankfurter Komponisten. 22.40: Briefkasten. Wettervoraussage. Don Island erstreckt sich in südöstlicher Richtung über die britischen Inseln, Frankreich, Italien und dem Mittelländischen Meer eine Rinne tiefen Drucks, in der sich drei Störungskerne befinden, von denen derjenige über Frankreich noch wetterwirksam für UNS sein wird. Er wird die Witterung unbeständig gestalten und Niederschläge bringen. Dabei schwanken mit dem Wechseln zwischen warmer und kalter Luft entsprechend die Temperaturen. Da gleichzeitig von Südwesten her der Luftdruck ansteigt, dürfte wahrscheinlich, aber nur vorübergehend, mit Beginn der kommenden Woche eine leichte Besserung eintreten. Aussichten für Sonntag: Wechselnd wob kia, anfänglich milder, dann wieder kühler zeitweise Niederschläge. Aussichten für Montag: Vorübergehend etwas beständigeres Wetter, Nachlassen der Nieder- schlüge, teils wolkig, teils aufheiternd. Lufttemperaturen am 27. November: mittags 7,4 Grad Celsius, abends 5 Grad: am 28. November: morgens 4,1 Grad. Maximum 8,4 Grad, Minimum 3,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. November: abends 5,6 Grad: am 28. November: morgens 4 Grad Celsius. — Niederschläge 3,5 mm. __________(Schluß des redaktionellen Teils.) Die Wirkung der Togal-Tabletten bei Rheumatis- MUS, Gicht und Erkältungskrankheiten wurde nach einer Abhandlung in der medizinischen Fachzeit- -'tiMtf^ritte der Medizin" in einem Berliner Militarlazarett erprobt. Das Resultat erwies sich nach den uns gemachten Mitteilungen als überaus befriedigend, so daß die Behandlung obengenannter Krankhettserscheinungen mit den Togal-Tabletten durchaus empfehlenswert erscheint. 6974V Größte Ausstellung Reparaturen,Komplette Anlagen 8114 D JVene zeitgemäße Modelle konkurrenzlose Preise! Cabriolet, Limousine, Touren wagen oder Coupl, offen oder geschlossen, zwei- oder viersitzig — der Wagen für Sie wird von Opel gebaut! Zwei vieltausendfach bewährte Typen-16 verschiedene Modelle! Opel ermöglicht es Ihnen, genau den Wagen zu kaufen, der Ihren Wünschen und Zwecken entspricht Die niedrigen Preise und der gün- Finanzierung» Gesellschaft ermflg- •tige Zahlungsplan der Allgemeinen liehen Ihnen leicht die Anschaffung. OPEL. ADAM OPEL A.-G., RUSSE LS HEIM AM MAIN 1.2 Liter 4 Zyl. »> •> r-a R 4-Sitzer offen uk M Ms 1.8Liter6Zyl. Aqqa R 4-Sitzer offen WaFaFVM 1.2 Liter 4 Zyl. AAQ R Cabriolet 4-sitz. W -D M 1.8 Liter 6 Zyl. Cabriolet 4-sitz. <> ” ö EW M Preise ab Werk Rüsselsheim a MC Generalvertretung: MOTORWAGEN-VERKAUFSGESELLSCHAFT mit beschränkter Haftung • Spezial-Reparaturwerkstätte 8093 A Reichhaltiges Ersatzteil-Lager, Groß-Tankstelle • GIESSEN, Frankfurter Str. 52-56, Fernsprecher 2847/48 Linoleum Tauetenhaus Ferd. Nennstiel Gießen Sekretärin I evtl. a. itunbenroeif. 91 cu en wen 17,1.2t. evtl. a. itunbenroeif. uns gegangen. Telephon 3904 Neustadt 10 07012 mentaler 06866 Pianos Geschwister Reuter. Gießen, den 28. November 1931. 8135 D 8121 Dl 2 djri ALBERT nfiu ufro. au vermieten. <2rfiriftl. Ang. unt. MENDE 108 >"t- 2bmvv Laden । [Stellengesuche MENDE 108 SlenotiWü srrahe 18. an ben (Sietz. »nz eure a Plockstr. 14 Ruf Nr. 3636 Srfiönefl, möbliert Zimmer, Icu. Vhng., ui vermiet, |o*> Wetzfteiuftr. 11II r. Familie K. Stephan Wwe. Familie Gg. Weber. Großen-Buseck, den 28.November 1931. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer unvergeßlichen Mutter und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. < Gebe einen Wurf 9 Wochen alte oeaas Noitweiler m. la Stammb. ab. Karl Eise. Li», .iiegclgaffe 4. 4000 Mk. auf I. Hvvotbek zu Edr. Hehler. Vlarktvlatz 19,1 Gießen (Ludwigstraße 11). den 28. November 1931. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 3500 Ml. AblöfungSbyvotbek, an 1. Stelle, Brand- tnrc 17500 Mark, auf yiüblennrunb- stück gesucht. Schriftl. Ang. unt. (»6917 a. d. G. A. i* Gelegentieitskauf 8/40. PS Cöd-Ci- mounne, Modell 1930, sehr billig. Cvcl, Wichen, Tranks. 2tr.52.(«5M leihen gesucht. Schriftl. Ang. unt. 07009 a. d. <6. A. WeihnachlSbescherung der Kleinkinderbewahranffalf Wie früher, so bitten wir auch in diesem Jahre die Freunde und Wohltäter unserer Anstalt um Gaben zur Weihnachtsbescherung der uns anvertrauten Kinder, deren Väter zum weitaus gröhten Teile erwerbs los find. Zur Entgegennahme von Gaden sind berechtigt die Vorstandsmitglieder- Frau Giese. Ludwiastrohe 5, Frau Schwan. Wilhelmstrahe 41, Frau^chwieder, Moltke- traße 1, Frau Schulze, «ellersweg 1, Frau Störlko, ’Jlorbanlagc 45, Frau Walther. Neuen Baue 29, Fräulein Wolff, Am Nah rungsbcrg 63, Pfarrer Ausfeld, Südanlage Nr. 8. sowie die Schwestern der Kleinkinderbewahranstalt und der Unterzeichnete. Gießen, den 28. November 1931. Tür den Vorstand der Klelnklnderbewahr- anslalt: 8097 D Dechtolsheimer. Pfarrer. In tiefer Trauer: Adolf Börner Gretel Deibel, geb. Börner Adolf und Dina Börner und 2 Enkelkinder. •{•3iinnter»i‘Jobng. l'clrtil.-fr. an eiiuel- ne Tarne ob. tmberl. Ehevaarz. vrm. 2rtiMmasie t l p. Srbün tnübl. 3im» mrr in. Sdireibtifdi u. OciAoelcocnbcii für RM. 20, fof au vermieten. Wo? sagt d. Wclcbäft#ft. d c^ieK. Anz. sä««» Ein schone» große- Zimmee mÖbL au uenn. ich Citnnlnoc 17 L Gebr., zroeirädriger Milchkarren gesucht. Sckriftl. Ang. unt. 06949 a. d. G. A. [ Kaufgssuoha Kauarifflhähoe au kauf. gef. Scbr. Ang. m. Preis, u. 06994 a. d. G. A. burtswg. Einleitender^ vor- trag: Wolfg.Küdne. Sonntag. 29. Nov.. 1" , bi» 2'i': 11 br .VrcmbenDoriteU. fluber Abonnement Erin. C vCTCttenur. jflöosoitlnell oon Colette? Mufikal. Pufifoicl in 3 Akten oon Mar Bettuch. Mus.o.Willy Rosen. taeinnMntetneliinen sucht'Vertreter an allen größeren Plätzen. Abgebauten Angestellten ift gute Ber- bienfhnbflliditeit geboten. Schriftl. Ang. unter 06992 an den Gießener Anzeiger. Schönau jetzt Seltersweg 52 Meine Hebe Frau, unsere gute Mutter und Großmutter Frau Margarete Börner Ist nach langem Leiden im Alter von 62 Jahren für Immer von in Verbindung mit eine«" MENDE LouHpr»*#' l 46 oder l 54 die schönste Weihnachtsfreude Große ausländische ttVeNMlMttlWS-GkMWIl bat oer sofort ihre Jnlafio - (Senernlaoenlnt mit vorband. Bers.-Bestand für Wieben u. Umgebung zu besetzen. Wachleute od. Nichtsachlcute, die fidi dem Fnkasso tvidm. »voll, und bereit sind, das 'Neugeschäft zu fördern, finden Berücksichtig. Kaution von jun. 1000 RM. erforderlich. AnSf. Bewerb, unt. F. M. 1243 an Ala vnnfenftein & Bögler, Zrank» flirt am Main. euoV leeres Zimmer fei’. Eingang, fließ. Waller, febr billig a. oenn. Geeignet a. Wohn. s. Büro u. Praxis Oe»r« Möbliert. Zimmer mit Sentralbcu an 2 U. 4 Uhr. r Shcbrirßftr.55 n r werden Sie tagen, wenn Sii 06981 a. d. G. A. - i, c, bi ere 34-ZimmJehn. KlinikS-uBabnHofS- nähe fof. au verm. Sdir Ang u.68450 a. d.Giest Anzeiger. 3-Zimmer-Nohn mit Bad u. Etagen- beiz, in d Sehibert- ■ traße 11 sofort oder 1 vatcr ui ocrnt.emL) Vidier Straste 5 v. Reue abgeschlossene 2»3immrnuohu.. in. Studie u. Sveife- kämm., zirka 60 qm Wvbnll., ab 15. Dezember f. 2'. Mk. au verm. Vetzberg, Krofd. 2tr73JoeM« MehrLicht 5-6 mal hellereTiiok- heleweht.o.1 »Strom- erloarniS. 'Baht auf icb tSlühlamv. Welfe äbnliches, fcblerbait. aut RH. 1.50, . Sichtd. t. Schauienft. Georg Appel LelterSweg 56 |,^.v Fligel Baroioei« von wohlfeilen hin ersten Weltmarken A. W. Zahlungserleichterung. tu*A Frachter. Lieferg. Garantie. Niederlage: Bechstein Feurich Schiedmayer Thürmer u. a. m. Garfen im Süboitoiertel zu und)teil nefudit. Schriftl. Ang. unt. 07U13 a. d. G. A. 6e«tiol-Beilitw einer umwälzenden '.Neuheit: Fuhboden- eimvacho-Avvarat: rondift, bohnert, moDt. DRV. Nr. 508116. BerkaufSvreis RM. 6,50 (kein Svritzoerfabren) zu vergeben. (jfnormc Berdicnft- und 'Abfatz- Möglichkeit. Anleitung zum Verkauf wird nötigenfalls gegeben, ivür Auslieferungslager find nachweisbar RM. 3—400,— in bar erforderlich. Angebote an WarN'Fabrikation.Karloruhe.Kant' strafte 10.»oobV SöKelhniflfmine Alt kaufen gesucht. Lchttftl.Angcb.unt. 06930 a. d.<4n. Anz. 14 zweisitzige Schulbänke m. Klavvf. billig zu verkaufen. oeees Grabenftratze 11. Inch Sie müssen sparen! Reparaturen j. Art ühreareparataren Tranringe Rentcrke 6. Gümblein Inh. Kort Glmbiein Bruchstraße, 19 II. Kela Laden I Fg. verb Dame sucht Beschäft. als Schlafzimmer* Speisezimmer Herrenzimmer • Kücheneinrichtungen Möbel aller Art neu und gebraucht kaufen Sie billigst im Auktionshaus G. Koos »Gießen Gehduie ou* liolientoH. Ein knöpfobltimmung, und ill ob- iolu« frei von NeUqer6uic*«n ®ir begin c'ij}enreiht’ ,^r bfWkgA ff* fein, °°hl M ,r,n9ften unb fif" ^'ichs ? '^uben, ounfr bleiber ^len norf u: Lzen heute k ,7'r wollen d “”lfr dem $ 'schnei ^1 (1n,^n ^nic ntr Q”fltboi ’-Oetp, feinem r viel-» "ich, .Wq rm *r*L JL Ä; N iws"a (fr Ä? ^el Ä« S "Ich Stadttheater Glcßrn. Sonntag. 29. Nov.. 11.15 bt» 12.45 Uhr I. Tag d. Kammer- fvielzuklus Kleine Breife' Mitgl d. flloctbe- bundeS u. d. ange- fdiloficncn Berb. erhalten auf alle Plätze 20"^ Rab. Oer Mann besSchicksafs Borfeier zu Bernd. Schnauzer (Mischling), unge- fnißt, Name Troll, entlaufen. Geg. Belohnung abiuliefn. l‘rof.<*itt, (Sieben, VbbedtT. 23. qtoo» traft neue Fahrrad- Karbidlampe auf der Strafte cn-Rei-ktrchen nnrti Ermenrod gefunden Gcg. Jn- fe.atgeb abtufiolen Cvvenrod, Hauvt- gewürzte 'Mineralsalzmischung Fressen Fhre Schweine schlecht? Kommen sie nicht voran durck) vuften, Ausschlag (tyrinb), Knochensteif beit ? Suh ( hilft! Erfolg garant. in 5-8 Tag. Trog. H. Borne/ mann, Babnhof- ftr. 17; Germania' Trog., E. Seibel, Tranks.St.39. mrv Die dril ,vci E rntlcd-'dur mütetbar und un 9 Äcich-s vichtis um btNiitlam- ftrennu (jrPÖtn »t Man tjaftet und !?andc dar arftirung; der Jeichsk DominiN ficSfßt Jande dc Parlav' formet jeftminftcr. redet für ittlanb, no fotDtclo schv nger ist di da- Ter bedeutet. • Aber seine ein Derto Tölktbuni Vertrag, alte Ässr Irland uni brach! woi gekommen. Sie Äolo frei. Dazu für 3nb minionS wird, wenn lolen Zorw werden Ian der von re nLisch öurd der Iorgan volitischer 4 dringlich zur cigentlid dem Senser Natürlich bi LebenSgewo! lange, und i mit der die sächsischen C Aeue politi LebenSsragc Dominions für die 2l 6 ntn? 8üt britische btU eingesi 'm vrch'ndei flrofjtn net Dominion- ausbruch u scheinlich, t ^eich-teile vinheitsfro Und was ( elfe an den Iflen Iragc Kapitalanlage 3 xS'ZimmerHauö u. Manf., n. Univ., f. nur Mk.20000- u verkauf. i>ried,' Wert Mk. 48000,-. Näh. durch 06971 8chaamberger*Soha Vudwigstrahe 30. 1200 Quadratmet. ©fltlenoelänöe a. ö. Vabn, auch in klein. Stück., z. verkauf. Sd;r. Ang. u. 06982 a. d. G. A. Samstag abend 8.30 11 br InoeD ^qft Amend. Gewerbe- Verein Wichen. Montag,30.11.1931 Goetbeftr. 7,1. 2t., 20.30 Ubr Lichtbilder- Vortrag .,Schwelst.v. Stahl- konftttiktionen" • iooV Eintritt frei ? gehört und telbn bedien* hoben Eine SW'On no* de- anderen und dobei kot*e* de, MENDE 108 nur RM. 108.-o C Selbit in der Nahe eines Groß senden hoben Sie guten Fern empfang, denn dafür sorgt der eingebaute Selektionskreil. MENDE 108 ■st lieferbar für Gleich- und We ch seist rom.leidit bedien- Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir hierdurch allen Beteiligten innigsten Dank, Frau Emma Stephan Wwe.,geb. Weber Zielbewußte, intelligente Damen gebildeter Stande, die den cmftcn Willen baden, sich eine befriedigende D cm ebensten z zu gttinden oeero gesucht Tic vorircbme Tätigkeit verbürgt burdi ibre Eigenart volle ideelle u. vekumare Befriedtgung. Brancliekenntnille fmö nicht erforöerhd), da kostenlose Umarbeitung erfolgt, ürnergilcde. arbeitsfreudige Tarnen, nicht unter 25 Jabren, wollen full mit Ausweisvavieren verf. oorfteUcn Aiontag, d. 30. Nov., nartnn. o. 16 bis 1* Ubr im i»otel S ctiüu. Aield. b. Bott. Prospekte liefert Brühl, GioOen Vereine ^Rabio# Apparate alle fübrenben i>a- drikate erhalten Lie durch Nundfunkbs. Sons Sigel Seltcrsweg 77 im Hofe der ^inim Brüd. Schmidt 1 Ule Deitilos werden zu modern. Bücherschrank. biU. umaearbeitet. Sdiriftl. Ang. unt. 06960 a. d. G. A. Kl. Cai6 (auch Tagescafe) zu pachten evtl, kaufen gesucht. StHriftL Ang. unt. 06945 a. d. « A. Herdbuclibulle 16 Nionate alt, gut i. Svrung, z. verk. H.Zeitz.^ang-Gönö Vogelsberger 9etö6nth-mnö anf. Januar kalb., u. 1 Wurf Ferkel zu verk. Herm. Velten, 06988 Göbelnrod. MWIM WA. Tie beiden Herren, welche bei dem Zusammenstoß zwischen Auto und Nad- fahret an der Ecke Bleichstraste—Süd- anlage am Mittwoch, 25. November, nachmittags gegen 5 Ubr, zugegen waren, werden gebeten, ihre Adresse beim Polizeiamt, Brandvlatz, anzugeben, oim Süv den Lutzboden nur das gute UZehrosol! Es glanzt schöner und hält beficr! Alleinverkauf: Au an it Noll, Kreuz Trogeric, Babnbofstraste 53. 4s4OD Solides, kinderloses Ehepaar sucht möbliert. Zimmer mit Kiichenbeimtzg. teotl. Klavier). Schrift!. Ang. unt. 8085 V a. d. G. A. | Stellenangebote | Vertreter-Gesuch Branckek. Herren mit nachweislichen Erfolgen f. Bettr. v. Crio.« u. '21 b» saaten bei angem. Proo. gef. Off. unt. ou an Ann.-Eroed. Nudolf Zlochauski, Halle n. S., Wörtb- strafre 1^, erb. sovsV Energ., nut intell. Mitarbeiter weg. Ueberlaftimg per fof. f. dauernde selbständ. Tätigkeit geg. gutes Gelialt acnidit. Kurzgefastt. Angeb. unt. 06997 an den Gicst. Anz. oder halbe Tage. Langiäbrige Büro- u. Anwaltsvraris, perfekt in Steno- graobie u. Schreibmaschine, an selb- stand. Arbeit, gew. Sdiriftl. Ang. unt. 8131D a. d. G. A. \ Verkäufe | Erükl. Bogelsberg. Bulle i 16 Man., und ein Mutterkalb, bester Abftamin., z. verk. Karl Keblowskb, Nieder-Besfingen. Ein crittlaü. Sim» Reieegllser Z C Weihnachtsgeschenke von wirklichem Wert! 5 Tage *ur Pröbel Zahl# aufWunsch inbe- Äuemen Monatsraten! üelaoL Anerkennungen Beratung ulataloHMtm BQutlge Gelegenheiten ton ML 10 - ul Robert Geller & (liehen, em Bahnhof terkauhnlederl.il. Firmen Benioldi. leiu. Leih, Budi aodentlodi. tchOtx. ■ i. * [Verschiedenes | Nachhilfe in all. Schulfächern gibt Student, 4 F. Mehrer im Ausland. ?,u erst. i. d. Ge- schäftSst.d.G.A.0,88? moior 7,5 PS, m. irlieb- kraftscheche, Kurz- schlustlauf.380 660, bill. z. verk. oeesr A. Teuker, Inftall.- Gefch-, Steinbach. Kleiderschrank, 3tür., ein Tritt, für Wasche, neu, n.rob, L i. Färb, geftr. w., laQual.-Arb.,soott- bill. z. verk. 3dir. Ang.u.06959a.G.A. Erstklassiges Marken- Klavier Grotrian- Steinw., und 1 Schreibtisch billigst abzugeben. Sdiriftl. Ang. unt. 8099D a. d. G. A. geeignet zum Verkauf von Wetb- nariitvbnumeu, abzugeben t Ikudwigovlav 3. Sudie für sofort Laud- schmiede zu pachten, später, 'lauf nicht ausgeschlossen. Stbrirtl. Angebote u. 79880 an den Gieß. Anz. iooorm: von kleinem Land' mitt, ^fahe Gieß., gegen febr gute Sicherheit oen Sclb’f- geb. gei. Scvr Ang. u. 06960 a. d. G. A. 2 SkneviMl 1 Mädchenrad billig zu verkaufen. Fahrraddecken v. 1,959)1r. an. Wilb. Havvel, Fabttad - Revarat., osss» Aftenveg 3. Tadellose Schoeidernälimaschine Ringsch.,bill.abzug. 06986 Slsterweg 44. Ein weih emaill. Gvude m. Wasserschiff und rollb. Koblenk. ver fofort zu verkaufen. 3u erfr. i. d. Gefch.- Stelled.G.A. oes?; Kinder- u. Sportwagen bill. zu verkaufen, oeeei Weserstr. 1911 l. Gnt erhaltene Märklin-Baukäslen zu verkaufen. Scbr. ‘.’lngeb. unt. 8104D an den <6ief>. Anz. 1 Puvperr- schla-rimmev Küche, Bettdi., all. noch sehr schön, vreisw.z.verk. oeorg friUcbranbitr. 8,1. Herren- Pelzmantel wie neu, zu verk. . lu erfr. i. ö. Geich - Stelle d. G. A. oegti Reisedamen die Geld verdienen wollen, melden fidi Montag im Hotel Prinz Karl b. Van- desvettretcr des NT.N.______06)77 tvür meine lang- iäbr., flctfv [ goeeD Haushälterin suche trb iur Mitte Tcicinber in einem frauenlos. Haushalt ui), auch a. Kindern anderweit. Befdiaf- tigung Näheres Kaiserallee 45p. 2ud)c a. 15. TcAbr. gewandtes ' Mädchen da- kochen kann. Frau Tr. Nuvvert, Bad-.llaubeiut. Bismarckftraste 13. t^efudit, ivegcn Erkrankung d. visber . Airocrldil. erfahren. aaein- mädcheu am liebsten vom Lande. out* rtran Olrbrimrat Kruger,L öbcritv.22 । Laden und Werk« statt zu vermieten. I'Näheres [oegge Wetzsteinstr, litte. Stoße MW mit Lagerraum, Seltersweg 61, zu vermiet. 4käb. [tr.kD A. Becker, Kepltrat. 9 Zu vermieten: Sroei grobe Ställe u. ein kleiner Stall mit kleinem Boden, abgeschlossen. Hof. 06S5) Fritz Kehler, Neuenweg 33. Mietqesuche | Alleinst, ält. i>rau s. Simin, m.Küche ob. Kochgel. Schr. Ang. u. 07010 a. d. G. A. Gröhes und kleines Zimmer von aUein- flehend, ält. Tarne of. gef. Sehr. Ana. u. 06995 a. d. G. A. 5000 Mk. als I. Hvvotbek auf em neues Wobnbs. (Wert 10000 NM.) gesucht. Sckriftl. Ang. unt. 06967 a. d. G. A. Kind in liebevolle Pflege gegen monatl. oder einmal. Vergüt, af. Tipfretion Augefidi. Sdiriftl. Ang unt. 06956 a. d. G. A. iiiiiiiiniiiiiiiniiiiinnininn üÄrOame anfang 30 — hier fremd, i. gut. Pof., gebilb-, m. gutem, aufricht. Ebarakter, heiterem, frohem Wesen u. febr gut. Aeuheren — fudn Ansml. a. ?ramilie od. Tarne. Es kommen nur Menschen in ,>ragc m. obren- Haftern Ebarakter, HerzenSb. u. g. Umgangs'. Sdir. ring, n. 06954 a. d. erein" Jranffurt, „Ä1ub ber (befallen". SchießNub „Unter I a‘tona, „Deutsche Eiche" Dreien. Segelklud *^°nb in Hand" Potsdam, ^Deutsche Kraft" Berlin. Und zum Schluß, mit tosendem Beifall empfangen, der feiernde „Spar- und Kegelklub Rotschwänzchen" mit feinem neuen rot auf grün gestickten Banner, das in der Mitte einen silbernen Vogel mit korall- rotem Schwanz zeigt. „$)at sechshundert Mark gekostet, unser neues Banner, sechshundert Mark!" raunt eine dicke, fuchsrot gefärbte Dame hinter mir ihrem Nachbar zu. „Wir haben sogar pumpen müßen, weil doch seit Mai die Mieze unb bie dicke Minna hops gegangen finb, bie immer bet meiste angeschafft hatten. Das war'n Ausfall von vlerzehnhunbert Mark im Bier- teljahr — schlecht gerechnet!^ Jetzt geht mir em Licht auf! Ich packe den Arm meines Freundes: „Mensch, wo sind wir denn hier?" Er grinst. „Bei einer Tagung der mitteldeutschen Ringvereine — sprich: Verbrecherklubs! Aber laß dir nichts merken — es finb schwere Jungens darunter, die sind sehr empfindlich. Und paß auf dein Portemonnaie auf!" Nun beginnt der Tanz, und es geht ordentlich unb bürgerlich zu. Man plaudert auch mit diesem unb jenem, hört Witze und Anekdoten — und denkt sich fein teil, wenn einer von den Herren eine Geschichte anfängt: „Also, einmal fuhr ick mit Emil geschäftlich nach Hamburg ..." Und plötzlich gibt's ein Wiedersehn! Der Lange da mit dem grauen Schnurrbart, bas ist boch Herr Maier, der Teppichhändler, mit dem wir im Sommer in Helgo- land zusammen waren! „j)crr Maier, Herr Maier!" rufe ich ihm zu. Aber er reagiert nicht. Schließlich klopfe idb Ihm auf die Schulter, wir hatten ja damals manchen Skat miteinander gedroschen. „Grüß Gott, Herr Maier!" „Ick heeße Friedrich Wilhelm Poweleit", sagt Maier, indem er widerwillig aufsteht, „was wünschen Sie, mein Herr?" Aber bann geht über fein verwittertes Gesicht ein Leuchten des Erkennens, das freilich schnell einer hilflosen Verlegenheit Platz macht. „Ach — Sie sind bet Herr Doktor —?! Det is aber ne Freube! — Ja, Damals in Helgolanb, wissen Se, ba war ick inkognito, ba hieß ick Maier Na, reben wir nicht brüber trinken wir lieber einen!" Das geschieht ausgiebig, unb es bestätigt sich auch, baß mein Freunb Maier alias Poweleit mit Teppichen handelt, nur bie Art, wie er sie „einkauft", ist anders als ich mir oorgeftellt hatte Auch an den anderen Tischen beginnt jetzt Sekt, Wein unb Bier reichlich zu fließen unb aus dieser ober jener Ecke schrillt ein orbinäre» Frauenlachen auf, das gar nicht in ben bürgerlichen Rahmen paßt. Aber es verstummt sehr rasch — in einem Fall wirb es sogar durch eine schallende Ohrfeige abgeschnitten. Doch keiner nimmt davon Notiz. In einer anderen Ecke gibt es bedrohlichen Krach Aber im Handumdrehen sind ein paar stämmige Burschen zur Stelle, unb kräftige Fäuste befördern die Störenfriede mit einer Geschwindigkeit zur Tür hinaus, die auf langjährige Hebung schließen läßt Da« Fest geht weiter, unb ich habe mein Portemonnaie immer noch. Wir wollen jetzt von unserem Stammplatz an bie Tombola gehen, und die Frau meines Freundes greift nach ihrem Kreuzfuchs. ben sie hinter sich über bie Stuhllehne gehängt hat. „Den können Se ruhig hierlasien. Madam", meint beruhigend der Vorsitzende, „hier wirb nischt geklaut, hier passe ich auf!’ Aber sie nimmt ben Pelz doch lieber mit unb hält ihn im Gedränge an ber Tombola recht fest. Mein Freund hat richtig eine Büchse Schweineschnauze in Gelee gewonnen, stellt sie einen Moment vor sich auf den Tombolatisch, um seiner Gattin ben Pelz wieder fester um die Schuster zu legen und greift bann wieder nach (einem Gewinn — aber da ist der längst verschwunden. — Lachend erzählen wir bas Intermezzo dem Vorsitzenden. Der schüttelt mißbilligend den Kopf unb meint bann: ..Bedauere außerordentlich, meine Herren, aber teas soll man dagegen tun? — Macht der Gewöhn- Letzte Nachrichten. Zunickziehung der japanischen Truppen in das Eisend chnschutzgebiet. Tokio, 28. Nov. (IDIB. Fuolfpruch.f Der japanische Vormarsch auf Ifchinlfchou ist durch Regierungsbefehl aufgehallen worden. Vie japanischen Truppen werden hinter dem £ i a u f l u ß Ausstellung nehmen. General Hon jo soll beschtosien haben, die Truppen, die gegenwärtig westlich von Mukden stehen, Inda,Eisenbahn- schuhgblek zurückzuziehen. Sviclylan der frankfurter Theater. Opernhaus Sonntag. 29. Rovernber. fron 17.30 bi- gegen 22.45 Uhr: Dir Meistersinger von Rürnberg. Montag, 30. Rov., von 23 bi- 23 Ußr: 3m tpeißem Rößl. Dien-taa. 1. Dez., von 20 bi» gegen 22 30 Uhr: Falstaff Mittwoch. 2. Dez„ fron 20 bi» 23 Hßt: Im weißen Rößl. Donnerstag, 3. Dez., von 19.30 bis 22.45 Uhr: Doris Godunow. Freitag, 4. Dez., von 20 bi» 23 Uhr: 3m weißen Rößl. Sam-tag. 5. Dez., von 19.30 bi» nach 22.30 Uhr: Die Macht des Schicksal». Sonntag, 6. Dez., von 15 bi» 17.30 U&r: Peter- chen» Mondfahrt; von 20 bi» 23 Uhr: 3m weißen Rößl. Schauspielhaus Sonntag, 29 Rovernber, fron 16 bis 18 Uhr: Emil und die Detektive: fron 20 bis nach 22.15 Uhr: Bobby weint, Bobby lacht. Montag, 30. Rov.. von 20 bis gegen 23 Uhr: Der Kaufmann von Venedig. Dien-tag. 1. Dez, von 20 bi- nach 23 Uhr: Der Streit um den Sergeanten Grischa. Mittwoch, 2. Dez., von 20 bi» gegen 22 Uhr Der Liebestrank. Donnerstag. 3. Dez. fron 20 bi- nach 23 Uhr: Der Streit um den Sergeanten Grischa. Freitag. 4. Dez., fron 20 bis nach 22.15 Uhr: Bobby weint, Bobby lacht. Sam-tag. 5. Dez., fron 20 bis gegen 22 Uhr: Der Liebestrank. Sonntag, 6. Dez., fron 16 bi» 18 Uhr: Emil und die Detektive; fron 20 bi» nach 23 Uhr: Der Hauptmann fron Köpenick. Wirtschaft. Frankfurt-schwach. Frankfurt a. M., 27. Rov. Der heutige Freiverkehr zeigte abermal» schwache Tendenz, nachdem sich gestern abend leichte Kurserholungen eingestellt hatten. Die Abgabencigung aus Kundschaftskreisen, sowie der Spekulation hielt an. der so gut wie keine Aufnahmeneiguna gegen» überstand. Die Hauptursachen für die schwache Stimmung bildeten weiter die innerpolitischen Verhältnisie. sowie die gestrige Kammerrede Lavals. die hinsichtlich der Reparationssraae sehr ungünstig aufgenommen wurde. Auch die Meldungen von den Auslandsbörsen lauteten mit Ausnahme fron Reuyork, da» wegen Feiertag geschlossen war, abermal» niedriger. Da anderseits so gut wie keine Anregungen Vorlagen, ergaben sich bei den führenden Werten neuerliche Kursverluste um bi» zu 4 Prozent, besonder» für Siemen», Reichsbank und 3 -G-Farben Mit Ausnahme de» Bankenmarkte- lagen auch die übrigen Märkte um etwa 1 bi» 2 Prozent niedriger. Da- Geschäft war im ganzen ziemlich fle n Auch der Rentenmarkt verzeichnete für 8- prozentige Doldpfandbriefe weiter schwache Tendenz, wobei die Rückgänge bi» au 1,5 Prozent gingen. 8pro-entige Mitteldeutsche Boden büßten sogar 3 Prozent ein. Die Ausnahmelust war auch hier sehr gering. ReichSschuldbuchsorde- rungen gaben etwa 1 Prozent nach Von deutschen Anleihen lagen Altbesih nur wenig niedriger. Liquidation-Pfandbriefe blieben auch heute ziemlich gut gehalten und schwächten sich nur vereinzelt um bi» zu 0,5 Prozent ab. Industrie- Obligationen hatten uneinheitliche Tendenz, doch zeigten die Kurse nur unbedeutende Veränderungen. Am Geldmarkt hat sich die Lage in Anbetracht der Rähe deS Ultimos etwas versteift, so daß der Sah für TageSgeld um 0,5 Prozent auf 8 Prozent anzog VevisenmarN Berlin — Frankfurt a. 2TL 27 Weptrobrr #mll*6t . frankfurter Schlacht- und Viehhof. Frankfurt a. M., 27. Rov Die Direktion de» Frankfurter Schlacht- und Viehhofe» erläßt folgende Bekanntmachung: Der Hauptmarkt für Kälber und Schafe und der Rebenmarkt für Schweine, fototc der Fleischgroßmarkt. wird von Donnerstag, 31. Dezember, auf Mittwoch, 30. Dezember, verlegt. Die ^0(ffru4femfel931 in $tffen. 54.62 •2 $« iS.OS 16 52 16» 24 21.74 60.56 2 SO E? i? UM 35.47 ________yrrlin, 27 Jkttnt-tr_______ fltnentantKfit Wotts....... Crlflif»# SiotM ......... tdntldic Hotte......... Unglüdf Wol.-n......... AtoMöltltbt 'Rotte........ OoUAnBflAt Wotes........ .ItalteBbdw Witta........ Ronetfltl»# Rotte ....... Iturttft-CHtmrtA, * 100 CätntM Rumänrirbt Hotte........ CdwBilzbr Wette........ €tt'r»»QrT Wette......... toanffdx Weite......... UeeanftUr Wette . . . Geld : : 54.3» »2.24 15.03 16-46 166.56 21.66 10.24 2.41 12.44 11.34 39.13 Rach den soeben abgefchlosienen Ermittlungen de» Hessischen Lande-statistischen Amte» ist die die»jährige Hackfruchternte in Hessen mengengemäß günstiger au»ge» fallen al» der Durchschnitt de» letzten Iahr- >chnt» An Frühkartoffeln wurden 100000 onnon geerntet gegen 77 000 Tonnen im Vor- jähre, und zwar auf einer Anbaufläche von 6800 Hektar, während im Vorjahre nur 5400 Hektar mit Frühkartoffeln bestellt worden waren. Die Ernte an Spätkartoffeln belief sich auf 914 000 Tonnen gegenüber rund einer Million im Vorjahre. Obwohl auch die Anbaufläche für Spätkartoffeln sich von 53 500 auf 56 000 Setter erhöht hatte, bleibt doch die diesjährige Spätkartoffelernte hinter der vorjährigen um rund 8 Prozent zurück, weil der diesjährige durchschnittliche Ertrag pro Hektar mit 163 Doppelzentnern wesentlich unter dem vorjährigen liegt, wo er allerdings mit 186 Doppelzentnern l außergewöhnlich hoch war. Die Anbaufläche an I Zuckerrüben mutzte von 10 800 auf 7500 Hektar vermindert werden. Infolgedessen ist auch die Ernte von 400000 Tonnen auf 270 000 Tonnen zurückgegangen. Der Durchfchnittser- tran war mit 360 Doppelzentnern pro Hektar gegenüber 368 Doppelzentnern pro Hektar im Vor- lahre nur wenig verändert. Die Anbaufläche von Runkelrüben (Dickwurz) wurde von 32000 auf 33 000 Hektar erweitert: die Ernte stieg von 1,46 auf 1,56 Millionen Tonnen, während der Durchschnittsertrag pro Hektar sich nur geringfügig von 453 auf 468 Doppelzentner erhöhte. Das Pfund weiter abwärts. Gestern nachmittag neue Tiefkurse. An den internationalen Devisenmärkten setzte sich gestern vormittag die Abschwächung des Pfundes weiter fort, das Angebot war zum Teil recht beträchtlich. Gegen den Dollar schwächte sich das Pfund auf 3,5650 ab, erhöhte sich aber später wieder leicht auf 3,5725. Gegen den Gulden ging es auf 8,90 zurück, gegen Zürich auf 18,43 und gegen Paris auf 91,25, gegen die Reichsmark auf 15,06. Der Dollar war international gut behauptet, die Reichsmark war knapp gehalten, in Amsterdam stellte sie sich auf 59,0950, in Zürich auf 122,25. Der französische Frank, Madrid und Amsterdam waren völlig unverändert. Die Rorddevisen tendierten eher wieder schwächer, die südamerikanischen Devisen hielten sich, Wien war etwas leichter. Auch am Rachmittag hat sich das englische Pfund weiter abgeschwächt und neue Tiefkurse erreicht. Man nimmt in De- viscnkreisen an, datz Dlankoabgaben in Pfunden nicht vorgenommen worden sind, doch rechnet man mit einem weiteren Abgleiten des Kurses. Gegen den Dollar ging das Pfund auf 3,5250 zurück, gegen den Gulden auf 8,81, gegen Paris auf 90,13, gegen Zürich auf 18,18 und gegen Mailand auf 68,89. Die Reichsmark konnte sich international gut behaupten, in Amsterdam stellte sie sich auf 59,0250, in Zürich auf 122,20, in Reuyork auf 23,72. In London schwankte die Mark um 15,00, um sich dann am Spätnachmittag auf 14,89 zu befestigen. Die Rorddevisen lagen uneinheitlich, Oslo war stärker abgeschwächt, während Kopenhagen und Stockholm nur leichter zurückgingen. Der Dollar war wieder schwächer. S.Jl.-'SpOTt Spielvereinigung 1900 Gießen. Nachdem die Liga der Spielvereinigung am Sonntag vor dem Totensonntag die Mannschaft von Wetzlar-Niedergirmes mit einem allerdings wenig eindrucksvollen Sieg von knapp 2:1 aus der Pokalrunde drängte^ treten die Blauweißen nunmehr gegen die l.Mannschaft von Dillriburg ebenfalls zum Pokalspiel an. 2)05 Spiel ist entsprechend dem System entscheidend für die weitere Teilnahme an den Pokalspielen für die eine oder andere Mannschaft. Nachdem aber die Dillenburger von den 1900ern im Verbandsspiel eine Niederlage von 2:0 beziehen mußten, darf man erwarten, daß die Blau- weißen auch den bevorstehenden Kampf für sich entscheiden werden. Das damalige Spiel konnten sie fast durchweg feldüberlegen für sich gestalten, wenn auch die Dillevburger energischen Widerstand aufbrachten. Der Sieg, den man am Sonntag von den 1900ern erwartet, sollte, wenn auch nicht mit hohem Ergebnis, so doch sicher errungen werden. Me Dlauwetßen werden gut tun, sich die hohe Spielweise der Gäste nicht aufdrängen zu lassen und alle Energie darauf zu verwenden, die schlagkräftige Verteidigung zu überwinden, die der stärkste Wannschaftstäl der Dillenburger ist. Der Schiedsrichter Dusch (Butzbach) hat keine leichte Ausgabe vor sich. Auch die Ligcrreserve hat in der Ligareserve des Sportvereins Wetzlar einen schwer zu nehmenden Gegner. Die Gäste sind bisher noch ohne Punkt- Verlust. Die Gietzener treten aber diesmal in verstärkter Aufstellung an, so datz man erwarten darf, dcch die Wetzlarer diesmal um eine Riederlage nicht herumkommen. Die III., die Lehrmann- schaft, trägt ihr letztes Verbandsfpiel in Bieber aus und hat in der dortigen I. Mannschaft einen starken Gegner vor sich. Das Vorspiel endete 4.1 für 1900. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Die IV. Elf hat die II. Mannschaft von Daubringen zu Gast und wird die Punkte wohl für sich behalten. Das Vorspiel endete 7:4 für 1900. Die V. Mannschaft tritt im Freundschaftsspiel gegen die II. von Leihgestern an und wird eine Riederlage kaum abwenden können. Eine VI. Mannschaft spielt gegen die I. des VfB. Krofdorf und dürfte einen sicheren Sieg erringen. Die Mannschaft rekrutiert sich aus Studenten, die für Meisterschaftsspiele noch nicht spielberechtigt sind. Ihre Spielstärke entspricht der der IV. Mannschaft. Iugendfpiele. Fünf Mannschaften treten auf den Plan, und zwar: 1900 1. Iugend — VfB. Gießen 1. Iugend. Ein Lvkalderbh der Iugend, das auch schon seine Zugkraft hat, zumal beide Mannschaften einen technisch guten Fußball spielen und sich in letzter Zeit stets interessante und faire Spiele lieferten. Den letzten Kampf konnte VfB. auf eigenem Platz 3:1 gewinnen. Beide Mannschaften werden in stärkster Besetzung antreten. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Die 2. Iugend spielt gegen Kurhesfen Marburg 2. Das Vorspiel in Marburg endete 2:2. Da die Hiesigen ihre Elf inzwischen verstärken konnten, erwartet man sie als Sieger. — Die 3. Iugend hat VfB. 2. zum Gegner. Wenn 1900 ein einigermaßen gutes Resultat erzielen will, müssen sie sich auf jeden Fall mehr anstrengen wie im Vorspiel, das auf dem VfB -Platz 5:0 verloren ging. Die Schüler müffen zu Rückspielen nach auswärts und treten die 1. Schüler in Heuchelheim, die 2. in Garbenteich an. Beide Mannschaften gehen nicht aussichtslos in den Kamps. VfB-Gießen. Die Ligamannschaft des VfB. hat sich für Samstag und Sonntag etwas viel vorgenommen. Heute nachmittag findet ein Spiel gegen die Universitäts- mannschaft statt und morgen nachmittag tritt die Liga gegen die 1. Mannschaft des VfR. Butzbach an. Der Gegner des Sonnags stellt eine schnelle, wuchtig spielende und dabei ausdauernde Mannschaft, die bei aller Härte doch fair und einwandfrei zu spielen vermag, wie sie es im jüngsten Spiel gegen die Spielvereinigung 1900 bewiesen hat. Das Treffen konnten seinerzeit die 1900er nur knapp mit 5:4 für sich entscheiden. Die Butzbacher stellen also einen Gegner dar, mit dem zu rechnen ist. Trotzdem füllten die VfBer, die ja einige Zeit Pause hatten, imstande sein, dem Gegner einen Sieg abzutrotzen. Die Mannschaft tritt in folgender Aufstellung an: Balser: Kreß Henrichs; Lehrmund, Knaus, Leutheuser: Fehling, Bärenfänger, Bingel, Haupt, Schmidt. Dem Ausgang des Kampfes sieht man mit einiger Spannung entgegen. Das Spiel wird als Freundschaftsspiel ausgetragen. Die Ligareserve hat auf dem Waldsportplatz vor dem Spiel der Liga die 1. Mannschaft von Burgsolms zu Gast. Das Verbandsspiel sollte, wenn auch die Gäste durchaus nicht unterschätzt werden dürfen, die VfBer als Sieger sehen. Die 3. Mannschaft spielt ebenfalls auf eigenem Platz, und zwar gegen die 1. Mannschaft von Niederweisel. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Die 1. und 2. Jugend treten auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 gegen die Jugendlichen des Lokalrioalen an. $<£. ,,Teuionia"Wahenborn-Steinberg Am Sonntag fährt die 1. Mannschaft nach Stein- bach zum Verbandsfpiel gegen die dortige 1. Mannschaft. Der Gegner darf nicht unterschätzt werden. Steinbach ist Tabellenletzter und sollte dem Tabellenführer den Sieg nicht streitig machen können. Die 2. Mannschaft spielt auf eigenem Platze gegen die 2. Mannschaft der Sportabteilung des Tv. Lollar. Im Vorspiel mußten die Steinberger eine Niederlage hinnehmen, die jedoch in dem bevorstehenden Spiel, das mit verstärkter Aufstellung bestritten wird, wie- der wettgemacht werden sollte. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Für den morgigen Sonntag hat die 1. Mannschaft vor, zum fälligen Verbandsspiel nach Butzbach zu fahren. Es wird aller Anstrengung bedürfen, um gegen die dortige Elf erfolgreich bestehen zu können. Die 2. Mannschaft empfängt zu einem Freundschaftsspiel die 5. Mannschaft der Spielvereinigung 1900 Gießen. Vorher trägt die 1. Jugend ein Verbands- spiel gegen die 1. Jugend von Garbenteich aus. Sportverein 1928 Garbenteich. Am morgigen Sonntag empfängt die 1. Mannschaft von Garbenteich die gleiche der Fußballabteilung des Turnvereins Lollar. Die Gäste sind die Bewerber um die Meisterschaft ihrer Klasse, sie werden es aber nicht leicht haben, in Garbenteich Sieger zu bleiben, denn die Platzbesitzer sind zur Zeit sehr gut in Form. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Die 1. Schülermannschaft tritt auf eigenem Platze gegen die.1. Schülermannschaft der Spielvereinigung 1900 Gießen an. Handball im Gau Hessen (O. T.) Mio. Gießen — JJolijeifporfoerein Butzbach. Am morgigen Sonntag findet auf dem Mtv.-Platz am Sdjiffenberger Weg das entscheidende Spiel um die Gruppenmeisterschaft zwischen Mtv. und Polizeisportverein Butzbach statt. Das Treffen dürfte bei der Gleichwertigkeit der Mannschaften einen spannenden Kampfverlauf bringen. Die. Polizisten stellen eine körperlich sehr widerstandsfähige Mannschaft, die über viel Spielerfahrung verfugt und unter sich gut harmoniert. Die taktische Spielweise der Gäste wird die Platzbesitzer vor eine schwere Leistungsprobe stellen. Die Mtver treten in veränderter Aufstellung an und schicken folgende Mannschaft in das Treffen: Niedermayer: Nehren, Volkmann: Schor- kopf, Salz, Mager: Schüler, Rothermel, Seipp, Stremmel, Ploch. Die Mtver sollten durchaus nicht ohne Chancen fein. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Die 1. Mannschaft des Turnvereins von 1846 Gießen spielt am Sonntagoormittag auf dem Unoersitätssportplatz gegen eine Mannschaft bet Universität. Da die Studenten, wie der Sieg über den Deutschen Hochschulmeister Darmstadt beweist, zur Zeit über sehr gute Kräfte verfügen, müssen sich die 1846er anftrengen, um gut abzuschneiden. Die 2. Mannschaft steht vorher der ersten Mannschaft des To. Hörnsheim gegenüber. Eine Voraussage ist, da die Spielstärke der Gäste unbekannt ist, nicht möglich. Zum letzten Spiel der Verbandsrunde erwartet die 1.Mannschaft des Tv. Heuchelheim die erste Mannschaft des To. Alsfeld. Die Gäste stehen durch ihren Sieg im Vorspiel in Alsfeld in der Tabelle einen Punkt vor Heuchelheim und find nun entschlossen, diesen Vorsprung am Sonntag noch zu vergrößern. Aber auch die Einheimischen werden alles aufbieten, die erlittene Schlappe wieder wettzumachen, um dadurch gleichzeitig vom Tabellenende fortzukommen. Unter diesen Umständen dürfte sich ein spannender Kampf ergeben. Vor diesem Spiel tritt Heuchelheims 1. Jugend gegen Krofdorf an. Das für den kommenden Sonntag angesehte Verbandsfpiel in Grohen-Linden zwischen, der l.Mannfchaft des Tv.Großen-Linden und der 2. Elf des Polizeisportvereins Butzbach wurde abgeseht. Großen-Lindens 2. und die Dchü- lermannschaft tragen Freundschaftsspiele gegen die 1. und Schülermannschaft des Tv. Grüningen in Grüningen aus. Gauvoriurnstunde im Lahn-Oünsberg-Gau. Am kommenden Sonntag findet in Staufenberg die erste Gauvorturnstunde statt. Es sollen im Rahmen der Turnstunde die Hebungen für das Gaugerätewetturnen und für das Verbandsgerätewetturnen durchgenommen werden. Die Bezirke 1 und 2 sollen im Anschluß daran ihre Turnwarte wählen. Handball im Lahn-Oünsberg-Gau. Für den kommenden Sonntag ist wieder eine Reihe von Spielen vorgesehen, so daß auf vielen Spielfeldern wieder lebhafter Betrieb herrschen wird. In der G a u k l a s s e stehen sich die Mannschaften Wieseck — Garbenteich, Allendorf — Londorf und Dorlar — Staufenberg gegenüber. In der Dezirksklasse treten folgende Mannschaften an, und zwar im Bezirk 1: Launsbach — Rodheim, Kinzenbach — Wißmar und Garbenheim — Erda: im Dezirk 2: Rordeck — Allertshausen und Allendorf II — Londorf H; im Bezirk 3: Steinbach — Burkhardsfelden, Hausen II — Beuern und Albach II — Hausen 1. In der Jugendklasse stehen sich Launsbach — Rodheim, sowie Dorlar — Garbenteich gegenüber. Arbeiter-Turn- und Sportbund Am Sonntag empfängt Gießen I die I. Mannschaft von Dorheim. Die Gäste haben sich in her letzten Zeit vom Tabellenenbe bis zur Spitzengruppe emporgearbeitet. Im Vorspiel mußte sich Gießen mit 1:0 geschlagen bekennen. Im bevorstehenden Spiel bürste man ben Platzbesitzern aber ein Plus zusprechen. Heuchelheim I ist in Nieber-Florstabt zu Gast und wirb sich sehr anftrengen müssen, wenn eine Nieder- lage verhindert werden soll. In Naunheim ist Nieber-Wollstabt I zu Gast. Die Mannschaft aus bem 6. Bezirk wirb gegen bie sieggewohnten Platzbesitzer einen schweren.Staub haben. Vor biesem Spiel treffen sich Naunheim II und Großcn-Linden I im Freundschaftsspiel. Den Auftakt der Spiele bildet ein Treffen der Jugendmannschaften beider Vereine. Um die B e z i r k s m e i st e r.s ch a f t der 2. B e ° zirks klasse, die im Einrundensystem zwischen den fünf Gruppenmeistern Großen-Linden I, Wieseck II, Allendorf (Lahn) I, Londorf I und Saasen I durchgeführt wird, treffen sich am Sonntag in Saasen Saasen I und Wieseck II im ersten Spiel. In Allendorf (Lahn) stehen sich SlUenborf I und Londorf I als gleichwertige Mannschaften gegenüber. Um bie Bezirksmeisterschaft der I u - g end klasse zwischen Gießen Jugend und Wieseck Jugend findet das Vorspiel am Sonntag auf dem Platz zu Wieseck statt. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Großen-Bufeck I wird zum Freundschaftsspiele Wetzlar I zu Gast haben, und Wieseck 2. Jugend weilt zum Freundschaftsspiel in Beuern. Geräte-Wettkampf Launsbach -Wieseck. In Launsbach findet am Samstagabend ein Gerätewettkampf Launsbach gegen Wieseck statt. Jede Mannschaft besteht aus fünf Teilnehmern. Da beide Vereine über gute Kräfte verfügen, darf man auf den Ausgang des Wettkampfes gespannt sein. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 29. November. 1. Advent. Stadlkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker: Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde; 11.15: Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfr. Becker: 17: Pfr. Mahr. — Johanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld: Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde: 11.15: Kinderkirche für die Jo- hannesgemeinde: Pfr. Ausfeld. 17: Pfr. Bechtols- heimer: 20: Bibelbefprechung in der Johanneskirche: Pfr. Lenz. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz: 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde: Pfr. Lenz. — Elifabeth-Kleinkinderfchule. 9.45: Pfr. Lic. SÜßaas; Beichte und hl. Abendmahl für die Pc- trusgemeinbe. — Klein-Cinden. 10: Hauptgottes- bienft; 11: Sinbergottesbienft. ■— Wieseck. 10; 19.30; Opfer für armenische Waisen. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: Feier bes hl. Abenbmahls für die Jugend von Ruttershausen; 13.30: Lollar. — Hausen- Garbenteich. 10: Hausen; 13: Garbenteich. — Wahen- born-Steinberg. 13: Hauptgottesbienst, 14: Kinderkirche. — Grüningen. 9.30: Hauptgottesdienst; an- fchließend Beichte und Feier des hl. Abendmahls; Kollekte. — Cid). 9.30: Stiftsdechant Kahn; Posaunen, chor; Kollekte; 10.45: Andacht und hl. Abendmahl :m Gemeindesaal; 13: Kinbergottesbienst; 20: Stiftspfarrer Draudt; Posaunenchor; Kollekte. Katholische Gemeinden. Samstag, ben 28. November. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 29. November. 1. Adventsonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pre- digt; 17.30: Christenlehre und Andacht. — Grünbcrg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Cid). 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vor- trag und Andacht. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 30. November. Caubach. 7.30 Uhr: Messe._______________________ Sonntagsdienst d.Aerzte ».Apotheken am 29.11.31 Frl. Dr. Gürtler. Dr. Ploch. Engelapotheke. ___________Zahnarzt: Dr. Breuning._______" Bei Schmerzen in den Gelenken und Gliedern haben sich Togal-Tabletten hervorragend bewährt. Zahlreiche Dankschreiben über Togal bei veralteten Leiden, bei denen kein anderes Mittel half! Ein Versuch überzeugt! Fragen Sie Ihren Arzt. In allen Apotheken Mk. 1.40 . 4697 V 12.6 % Lith , 0.46 % Chln., 74.3 % Acid. acet, salic. Bl ohne jede Mühe. Silberhell strahlt sie vollkommen keimfrei. Zum Schutz der Gesundheit! stets mit Pflegen SiePfonnen und Töpfe, überhaupt alles Geschirr, stets mit flj) Sie sind viel schneller fertig, haben wenig Arbeit. Alles Geschirr ist stets tadellos sauber, hältlänger und besser. (Jj) ist ergiebig und sparsam. Ein Eßlöffel gibt 10 Liter wirksames Spülwasser und was können Sie darin alles spülen und reinigen! Das geht blitzschnell! Angebrannte, angetrocknete Speisereste, Fett und Schmutz beseitigt ©ohne jede Mühe. Silberhell strahlt Aluminium! Appetitlich frischund sauber glänzt Emaille! Und wie schmackhaft läßt sich in ©-gepflegten Töpfen kochen!© entfernt jeden Geruch aus den Gefäßen und macht ©Henkel s Aufwasch-, Spül- und Reinigungsmittel für Haus- und Küchengerät. Hergestellt in den Persilwerken. 1 1lo/ „ b Ein Besuch unseres Standes auf der „Hauswirtschaftlichen Ausstellung“ wird Ihnen in angenehmer Erinnerung bleiben kleinste Portemonnaie. Für das Kind Für den Herrn Für die Dante 1.75 1.45 0.95 1.85 1.95 0.95 1.50 1.75 1.45 1.95 1.50 2.75 1.95 0.75 2.95 3.90 1.25 3.90 1.50 1.95 2.90 2.95 0.95 0.95 3.75 Herren-Gamaschen Jedes Geschenk in elegantem Jiarton Seifersweg 27 GIESSEN Bahnhofstr. 14 8060 A Tanz- Unterricht Für die kommenden Feste cn»«iun Kleiderstoffe f>*'“ vom Fachmann Wilhelm Will, Univ.-Turn- und Tanzlehrer Seidenstoffe 06990 sowie sämtliche TEPPICHE Baumwollwaren 1563 V Winterkur für kaufen Sie nirgendwo vorteilhafter als in meinem Stoffspezialhaus! Unsere Restbestände in Alles, was Sie über große Auswahl, gute Qualitäten zu billigsten Tagespreisen hören, ist bei mir Selbstverständlichkeit u. meinem groben Kundenkreis seit Jahrzehnten bekannt. Neu aufgenommen: Reformschuhe das ebenbürtige Ersatzfabrikat in Größtes OTTO TAUBERT PrelswQrdlgkelt Güte PaBform Stoffspezialhaus giessen Seltersweg 70 • Ecke Westan lagt am Platze. Große Posten Reste liegen ständig 1. Aussuchen aus. II15A Ä4. - n HE R M AN NS & FROITZHEIM Leib- und Seelhosen „Normal" für Knaben, kräftige Qualität, mit langem Arm, langem Bein und lUlckenschluß, Größe 60 30 (für 2 bis 3 Jahre)........................ Jede weitere Größe 15 Pf. Steigerung. Hinder-Strümpfe reine Wolle, 1x1 gestrickt, kräftige Qualität, Marke ..Darling", prakt. Schulstrumpf m. Stopfgarn, schwarz, grau und modefarbig. Größe 1..... Jede weitere Größe 15 Pf. Steigerung. An einem Studenten- Tanzzirkel können noch einige Damen u. Herren teilnehmen! Gefl. Anmeldungerbeten. Privat-Unter richt jederzeit! Besichtigen Sie bitte unverbindlich mein großes Lager und überzeugen Sie sich von der Billigkeit und der Preiswürdigkeit meiner Ware» Bettvorlagen Läuferstoffe Verbinder Decken Felle Spexlalhaue tOr elegante orthopädische Fußbekleidung (Ut^bcrl^u) t Kinder-Ünterkielder künstliche Seide. maschenfest, moderne Farben, Größe 50 (für 2 bis 3 Jahre) ........................ Jede weitere Größe 15 Pf. Steigerung. SALON BUCHBERGER Gießen • Am Bahnhof • Fernspr. 4213 Herren-Nonn alhosen la wollgemischte Qualität, sehr warm, Bundweite 90 bis 102 cm.... Herren-Fulterhosen la Trikotdecke, m. warmem Futter, grau, Bundwelte 90 bis 102 cm..... Herren-Normal-Unterjacken la wollgf-mischte Qualität, m. langem Ann, sehr warm, Größe 4 bis 6 .... Herren-Einsatzhemden weiß, haltbarer Trikot, mit modernen waschechten Popeline-Einsätzen, In den Halsweiten 36 bis 42 ......... Weiße Oberhemden Popeline, durchgemustert, 95 1 00 cm lang. In den Halsweiten 34 bis 43... Farbige Oberhemden gute Popeline-Qualität, mit 1 Kragen, neueste Muster, 95 100 cm lang. In den Halsweiten 34 bis 41... Herren-Nachthemden la Kretonne, mit Kragen oder halsfrei, mit waschechten Besätzen. 120 cm lang. In den Halsweiten 38 bis 48.......................... Hosenträger la Gummiband, mit unzerreißbarer Chromledcrpalte................. Versand nach auswärts von Hk. 15.— an portofrei Verlangen Sie unseren Haupt katalog B Dämon-Strümpfe künstliche, felnfädige Seide, I.Wahl, Florsohle, moderne dunkle Farben, Größe 8 'i bis 10................. Damen-Strümpfe „Florsetor“ unsere Spezialmarke. kräft. Seidenflor, 4fache Fußverstärkung, d. vorzügl. Strapazierstrumpf Damen-Sehlüpfer feinste künstliche Seide, gute Qualität, in allen modernen Farben, Größe 42 bis 46.................. Damen-Schlüpfer prima künstl. Seidendecke, mit warmem Futter, moderne Farben, Größe 42 bis 46.................. Damen-Üntorkleider feinste künstliche Seide, maschenfest, In allen Farben sortiert, sowie schwarz, marine und weiß, Gr.42 b.16 Damen-Ünterklelder K’seidcndecke m. warmem Futter, in all. Extraw vorrätig, Gr. 42 bis 46 Damen-Taghemden la Hemdentuch, m. Stickerei und Stickereiträger .................. Damen-Nachlhemden la Kretonne, m. Klöppelspitze u. Einsatz, mit halbem Arm......... Damen-Barchent-Taghemden schwere Qual., m. eleg. Glanzstickerei, viereckig. Ausschnitt u. Achselschluß Damen-Barcheni-Nachthemden m. langem Arm, schwere Qualität, m. ~ Feston-Verarbeitg. u. Umlegekragen HMdchen-Schllpfer Kunstseidendecke m. warmem Futter. schwere Qualität (f. 1 — 154 JA» Größe 30........................ Jede weitere Größe lOPf. Steigerung. Farbige Selbstbinder schwere künstliche Seide, aparte Glanzstrclfcn, letzte Modeneuheiten Fertige lange Binder künstliche Seide, nur moderne Muster.......................... und niedrige Preise U- Sortlffiung. 5ergn S^eine A Öoffeni JJ" 6«e nicht r0 nt.uH: la Filztuch, mit Bandausstattung nnd Naht- 4 *7 C Verstärkung, grau und bclgo................. I • I U US# htm f[ifs . J-.no, ein n Klnder-Strickgamaecbei reine Wolle, fein gestrickt, m. Stopfgarn, „gut sitzend", weiß und modefarbig, Größe 1.............. Jede weitere Größe 15 Pf. Steigerung. Klndor-Strtmpfo echt ägypt. Mako, schwere Qualität, u. Sohle dreifach verstärkt, schwarz II CC und modefarbig. Größe 1.. U.UJ Jede weitere Größe 10Pf. Steigerung. i-ii cihebtn lit -ladioen ichrelde» 0(5 -ittirömftt JJ ä»finonjniini lilfr an d>e nfbmiflt" ® Su-nupung off «tränfeff«in» t. nne W « Nrn 1«^™ i./uff nuf^m L tu (fffttuff mit mir friiaprt erhoben -ttjch-finanzmmi! Lmötirigicrunge ind) nur ein litbrifltren richt auf die L Uten werden: i adeßU djen Mogl die betreffende 1 UtUnwifung dl rvtfbfßdlten rnül £Vr hessische 1 Rundschreiben < Lundpunkf des Hinninii der ii ju bringen uni «nliprechenden coilit eine Te «otdeüichen Sefc inisamt auf ®n der i)üU5balt( r unpr rjüglid 6tn Streisämtern b berftrebenben ( falls opponieren hößungburd] iryfutys diefec flettetn nachmiltc tat» folgenden b.-merlungen un J)er Jlnanj 6» werden fieren Reichs fierrn hessische, ormber 1931 t Lite (Semei wm Lptyn Rechnungsfo! der «idpted 7-die Stirn 1 Dezember nung,fahre, vom Hundei 3-Nr Bärgt l'Ul In höh Wer seine lieben liefflliehen Mill... Nervenkranke und Nervös-Erschöpft** Speilalharaastalt Bofhete Im Taaaas bei Frankfurt a. M. — Prospekte durch — San.-Rai Dr. M. Süiuize-Kahieps. s::r , Iltis-Reformschuhen besonders die Größen 35.36. 40, 41. 42. geben wir Infolge Liquidation d. Lieferfirma z. Preise von 830 pro Paar ab. wer sich auch selbst etwas unter dem Tannenbaum legen möchte, der hat s bei uns gut. Bei uns gibt’s die willkommenen Artikel und die Preise fürs KZ er nicht J -'vdcn geboiH^ •frau Len! x Ä’ ’aEu? ?Un9 i f dlao« i.. , wie j P« brau^ ^r itS I Reul] ?^en A, ’dV0«« sich kine S c-\-b cn u6erfd !'-^lch°n K i'i* jr- ... «8?. Nr. 279 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen)Samstag, 28. November Ml AeliesSteueMaiinGießeli Unter dem Drucke des Reichsfinanzministers und der entsprechenden Verfügungen des hessischen Innenministers wird in Gießen, laut heutiger Bekanntmachung, ein neues (Steuerbittat in Kraft gesetzt. Es handelt sich dabei um die Gemeinde- biersteuer und um die Gemeindegetränk e st e u e r, die mit Wirkung vom 1. Dezember 1931 erhöht werden, ferner um die Bürgersteuer, die man für das ganze Rechnungsjahr 1931 in der Höhe des Dreifachen des Landessatzes erheben will. Die Stadtverwaltung wies in einer Vorlage an den Finanzausschuß des Stadtrats auf ein Rundschreiben des hessischen Innenministers an die Kreisämter hin, in dem mitgeteilt wird, daß der Reichsfinanzminister Zuweisungen aus der R e i ch s- hilfe an die Gemeinden nur dann genehmigen werde, wenn die Voraussetzung der Ausnutzung der Gemeindebiersteuer, der Gemeindegetränkesteuer und der Bürgersteuer „in der erforderlichen Höhe" erfüllt fei. Dieser Tatbestand könne nach Lage der Dinge und in Anbetracht der voraussehbaren Entwicklung in diesem Winter nur dann anerkannt werden, wenn die Gemeindebiersteuer mit dem Doppelten der reichsrechtlichen Steuersätze, die Gemeindegetränkesteuer mit mindestens 10 vorn Hundert des Kleinhandelspreises und die Bürgersteuer mit mindestens dem Dreifachen des Lan- besfatzes erhoben werde. Erhebe — so führt der Reichsfinanzminister in einem Rundschreiben an die Landesregierungen weiter aus — eine Gemeinde auch nur eine dieser Steuern nicht, o^r mit niedrigeren Sätzen, so werde das als Verzicht auf die Beteiligung an der Reichshilfe angesehen werden: in solchen Fällen werde er von der gesetzlichen Möglichkeit Gebrauch machen und die aus die betreffende Gemeinde entfallenden Beträge bei Ueberweisung der zweiten und folgenden Rate zu- rückbehalten müssen. Der hessische Innenminister empfiehlt- in feinem Rundschreiben an die Kreisämter diesen Standpunkt des Reichsfinanzministers sofort zur Kenntnis der in Frage kommenden Gemeinden zu bringen und sie zu einer umgehenden entsprechenden Beschlußfassung zu veranlassen. Sollte eine Gemeinde sich weigern, den erforderlichen Beschluß zu fassen, so wäre vom Kreisamt auf Grund der Verordnung zur Sicherung der Haushalte von Gemeinden das Erforderliche unverzüglich zu veranlassen. Damit wird also den Kreisämtern zur Pflicht gemacht, daß sie einer widerstrebenden Stadtverwaltung und einem gleichfalls opponierenden Stadtrat die Steuerer- höhungdurch Diktataufzwingen können. Angesichts dieser Sachlage hat die Stadtverwaltung gestern nachmittag dem Finanzausschuß des Stadtrats folgenden Antrag mit erläuternden Schlußbemerkungen unterbreitet: „Der Finanzausschuß wolle beschließen: Es werden entsprechend der Verfügung des Herrn Reichsministers der Finanzen und des Herrn hessischen Ministers des Innern vom 17. 3Xo- vember 1931 erhoben: 1. die Gemeindebiersteuer mit Wirkung vom 1. Dezember 1931 ab bis zum Schlüsse des Rechnungsjahres 1931 in höhe des zweifachen der reichsrechtlichen Steuerfähe; 2. die Gemeindegetränke ft euer vom 1. Dezember 1931 ab bis zum Schluffe des Rechnungsjahres 1931 mit einem Steuersatz von 10 vom hundert des Kleinhandelspreises; 3. die Bürger ft euer für das Rechnungsjahr 1931 in höhe des Dreifachen des Landesfahes.' An Mehreinnahmen find aus dem Antrag zu erwarten: l.aus Erhöhung der Gemeindebier- fteuer für 4 Monate 25 000 RM. 2. aus Erhöhung der Gemeindegetränkesteuer für 4 Monate 7 000 RM. 3. aus Erhöhung der Bürgersteuer für das Rj. 1931 70 000 RM. zusammen: 102 000 RM. Den obigen Verfügungen des Herrn Reichsministers der Finanzen und des Herrn hessischen Ministers des Innern ist in den Städten Darmstadt, Mainz, Offenbach und Worms bereits entsprochen worden. Lediglich in Mainz ist über die Erhöhung der Getränkesteuer noch nicht entschieden. Es wird angefügt, daß in den preußischen Tlad)- barffäbten Marburg und Wetzlar die Anordnungen des Herrn Reichsministers der Finanzen bereits feit einiger Zeit erfüllt find, wobei die Stadt Wetzlar die Bürgerfteuer in höhe von 350 v. h. erhebt. Angesichts der Finanzlage der Stadl und des unausgeglichenen Voranschlags kann — ebensowenig wie in den vorgenannten Städten — ein Verzicht auf d i e Reichshilfe keinesfalls verantwortet werden. Aus diesem Grunde ist auch die Stadt Gießen gezwungen, das Ultimatum des Herrn Reichsministers der Finanzen notgedrungen anzunehmen." Wie nicht anders zu erwarten war, hat der Finanzausschuß des Stadtrates diese neue steuerliche Belastung e i n st i m m i g a b gelehnt. Maßgebend für seinen Entschluß war die Erwägung, daß in dieser überaus schwierigen Zeit neue Steuerlasten mit Zustimmung der Vertreter der Bürgerschaft unter keinen Umständen eingeführt werden können, weil die Steuerschraube ohnehin schon um ein Vielfaches überdreht und bei neuen Abzapfungen in das bekannte Faß ohne Boden eine Belebung der Wirtschaft völlig ausgeschlossen ist. Die Stadtverwaltung hat, wie wir wissen, Verständnis für diese Ansicht, die der Meinung der gesamten Steuerzahler entspricht, und sie Hat sich nach unserer Kenntnis der Dinge auch lange gesträubt, mit dieser erneuten Steuerforderung Herauszukommen. Auf der anderen Seite mußte sie aber als unausweichlichen Zwang den erheblichen Fehlbetrag im Haushalt — den man heute wohl nicht zu hoch auf 600 000 Mark beziffern kann — und die ultimative Forderung des Reichsfinanzministers ansehen und danach handeln, wenn sie nicht Gefahr laufen wollte, den Finanzzuschuß des Reiches (die sog. Reichshilfe für die von Erwerbslosigkeit besonders in Mitleidenschaft gezogenen Gemeinden) zu verlieren und damit die Finanzlage der Stadt nur noch schwieriger als bisher werden zu lassen. Unter dem Drucke dieses Zwanges mußte sie von sich aus die neuen Steuern in Kraft setzen, die Verantwortung hierfür aber geht zu Lasten derjenigen Stellen, die durch die Notverordnungsdiktatur das Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden nahezu völlig ausgeschaltet haben. Auf Grund der neuen 300-v. H.-Bürgersteuer, der Verdoppelung der Gemeindebiersteuer und der Gemeindegetränkesteuer in Höhe von 10 v. H. des Kleinhandelspreises kann die Stadtverwaltung die Summe von 102 000 Mark als Mehrertrag auf der Einnahmeseite des Stadthaushaltes verbuchen. Leider dürfte diese steuerliche Mehrbelastung für einen Teil unseres Gastwirtsgewerbes, aber auch für die Brauindustrie und die übrigen Unternehmungen des Getränkegewerbes schwerwiegende Folgen haben, die in einem weiteren Konsumrückgang, besonders unter den gegenwärtigen schwierigen Verhält- WeffenMdbinich? Roman von Fr. Lehne. (Urheberschutz durch C. Ackermann, Romanzentrale Stuttgart.) 15. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „Selbstverständlich wird es mir ein gam besonderes Vergnügen sein, Sie, Fräulein Ebba, unter meine schützenden Fittiche zu nehmen! 2m Speisewagen wird Ihnen die Zeit in meiner Gesellschaft hoffentlich sehr angenehm vergehen: denken Sie nicht auch?" Er suchte ihren Blick, und errötend sagte sie ganz leise: „ja, Herr Graf." „Run sehen Sie, dann sind wir uns ja einig!" Bei sich dachte er aber — „Speisewagen? Ausgeschlossen! Allein mit ihr, sie in den Arm genommen und sich mal satt geküßt!" Wann hatte er sie eigentlich zuletzt geküßt? Das war schon sehr lange her! Und er hatte eine so große Sehnsucht nach diesem süßen Mund. Aber heute ging er nicht, ehe er sich nicht Tribut von ihren Lippen geholt! „Frau Lenz, darf ich bitten, den Rucksack aus- zupacken? Ich glaube, für Herrn Lehrer hat unsere Matz zwei Flaschen Mosel gestiftet, die Sie auf die Gesundheit meines alten Herrn trinken wollen! Ob für Fräulein Ebba auch eine Ueberraschung dabei ist, weiß ich nicht: jeden- solls wird Mamsell ihren Liebling nicht vergessen haben, da sie für meine Schwester allerlei gell aden hat! Sie ist nicht gut gelaunt; ihr Rheuma plagt sie so sehr, sonst wäre sie selbst gekommen; sie braucht ein bißchen Jugend um sich, die sie aufheitert —“ Lehrer Lenz trug mit einem Wort der Entschuldigung gegen Hanno den ziemlich schweren Rucksack nach der Küche, um ihn dort mit seiner Frau auszuleeren. Auf diesen Augenblick hatte Hanno gewartet. Kaum hatte sich die Tür hinter den beiden geschlossen, als er auch schon aussprang, die zitternde Ebba an seine Brust riß, und sie mit einer Flut vxn Küssen überschüttete, ihres Widerstandes nicht achtend. .„Hast du schon einmal Durst gehabt, Liebste, f» einen rechten, brennenden Durst —? Solchen Durst habe ich nach dir!" flüsterte er in ihr Ohr, „unS weißt du, worauf ich mich unbändig freue? Aus die Reise nach Dresden mit dir — wir Ätrei, mein Schatz —“ Sie machte sich los, ängst- I ch nach der Tür blickend — nicht, Hanno, Iv nicht doch —!" „Du mußt auch wieder mal aufs Schloß kommen, kleine Ebba - ich werde einen Grund dazu fiiii'en —" .Rein, Hanno, nein!“ „Doch, ich will es! Was kannst du dagegen tun, wenn ich etwas will, Mädel! Dein Wille ist nur ein Strohhälmchen gegen den meinen!“ Mit lächelnder Ueberlegenheit sah er sie an. Sie hatte ihre Arbeit als Schuh gegen ihn wieder zur Hand genommen. Wie war er unvorsichtig! Jede Minute konnten die Eltern wieder eintreten! Das Herz Hopste ihr heftig, während er seelenruhig im Korbsessel Platz nahm und sie unausgesetzt beobachtete. Die Finger zitterten ihr, daß sie kaum die Radel halten konnte. „Bist ein entzückender süßer, kleiner Kerl, meine Ebba —!" Seine sehr scharfen Ohren hatten nahende Schritte gehört; in anderem Ton, in gleichgültigem Unterhaltungston, begann er — und weiter schrieb Inga, daß sie die Tage bis zu Ihrer Ankunft zählt — Sie fehlen ihr sehr; keine von ihren neuen Freundinnen könne ihr die Ebba ersetzen —“ Die nun wieder eingetretenen Lehrersleute bedankten sich vielmals für das Mitgebrachte und dafür, daß der Herr Gras sich selbst bemüht — „Die Mühe war nicht so groß, da ich sowieso im Dorfe zu tun habe — zu Ihrem Sohne muß ich auch noch gehen, ich möchte mit ihm einiges besprechen." — Man hatte zu Abend gegessen. Der Lehrer las, fein Pfeifchen schmauchend, die Zeitung, indessen Frau und Tochter sich weiter mit ihren Räharbeiten beschäftigten. Da klopfte es an das Fenster — „ich bin es, die Mählern, ich bringe den Zucker." — Christel Lenz öffnete die Haustür, die schon längst zu- geschlossen war, und ließ die Frau eintreten. „Sie brauchten den Zucker doch so nötig, Frau Lenz; heute nachmittag habe ich ihn bekommen und gleich für Sie abgewogen —“ „Es hätte ja Zeit gehabt bis morgen! Dielen Dank!" Die alte Frau war immer sehr aufmerksam und gefällig, wo sie nur konnte. Es schien der Frau Lenz immer, als wollte sie gutmachen, was ihre Enkelin damals vor zehn Jahren verschuldet. Doch das ließ sich nie vergessen, wenn sie auch einsah, daß die ein wenig beschränkte Frau nichts dafür konnte. Aber — daß s i e nicht hatte schweigen können — daher war ja das ganze Unheil gekommen! „An den Herrn Lehrer hätte ich eine Bitte —" Frau Mähler nahm aus ihrem Korb ein amtliches Schreiben — „vorn Steueramt! Ich werde aber nicht klug daraus — wenn der Herr Lehrer es mal durchlesen mochten —?" Gern erfüllte Christian Lenz ihr die Bitte und erklärte ihr das Rötige. Mit vielen Dankesworten stand Frau Mähler auf. Sie seufzte. „Die Lotte kam gestern auch wieder. Aus Dresden. Sie hatte dort eine so schöne Stelle als nissen für jede Familie und für jede Einzelperson, zutage treten werden. Ferner wird sich die schärfere Anspannung der Bürgersteuer bei manchen Familien in Einschränkungen auf anderen Gebieten der Haushaltswirtschaft äußern und in der Gesamtheit dieser Erscheinungen auch einen Nachteil für die ganze Geschäftswelt zutage fördern. Die Schattenseiten dieses neuen Steueraufbaues werden also, darüber ist sich auch die Stadtverwaltung durchaus im klaren, sehr stark sein. Wenn es bei dieser Sachlage, bei der das Kostgängertum der Kommunen am Tische des Reiches wieder einmal kraß in Erscheinung tritt, überhaupt eine Entschuldigung gibt, so ist es der Hinweis auf die Reichs- h i I f e , die nach der Einführung dieser drei Steuererhebungen nunmehr formell auch unserer Stadt gesichert ist. Hoffentlich erfüllen sich aber auch die finanziellen Hoffnungen auf das Reich, die man heute an die Auswirkung der Reichshilfe zugunsten unserer kommunalen Finanzen knüpft. Bei dieser Gelegenheit sei auch ein kurzes Wort zu der Frage des Standgeldes auf dem Viehmarktplatz gesagt. Die Vertreter des Viehhandels haben sich seit einigen Wochen bei der Stadtverwaltung wiederholt um eine Herabsetzung der Viehmarktgebühren bemüht. Nachdem sie anfangs das völlig verfehlte Mittel der Boykottan- drohung ins Treffen geführt hatten, damit aber keinen Erfolg erzielten, weil naturgemäß eine solche Frage unter dem Drucke eines Boykottplanes schon im Hinblick auf die weittragenden Konsequenzen für die gesamte städtische Finanzwirtschaft nicht entschieden werden kann, gilt seit dem 17. November, dem Tage der Verfügung der hessischen Regierung an die Kreisämter, auch für die Biebmarttgebübrenfrage der Standpunkt des Reichsfinanzministers, daß keine Kommune auf eine Einnahmequelle verzichten darf, wenn sie sich, nicht selbst von der Berücksichtigung bei der Reichshilse ausschließen will. Die „höhere Gewalt des Reichsfinanzministers" mit ihrem rücksichtslosen Druck auf die Gestaltung der kommunalen Haushaltsführung ist also auch bei dem Wunsche des Viehbandeis als unüberwindbares Hindernis aufgetreten und hat eine Regelung unterbunden, über die unter anderen Verhältnissen — selbstverständlich ohne Boykottan- brobung — wohl zu sprechen gewesen wäre und die sicherlich auch zu einem Einvernehmen geführt hätte. Man darf wohl annehmen, daß die maßgeblichen Führer des Biehbandels dieser Sachlage, einsichtsvoll gegenübertreten werden und die Verwirklichung ihrer Wünsche auf einen Zeitpunkt verschieben, an dem der Druck von Berlin nicht mehr so gewaltig ist, wie heute. Kaust deutsche Waren! Worüber jedermann ernstlich nachdenken sollte. — Stützt den heimischen Markt. Die Mahnworte von Frau Ilse Schmidt-Wissendorf in dem Art.kel „W internotundKolo- n i a I a r b e i t“ (Gießener Anzeiger vom 16. Ao- vember): „Die kolonial Interessierten müssen die Arbeit fortzusetzen, um dem Volk klarzumachen, daß es fein Lebensbedürfnis erfordert, daß es Kolonien hat", geben Veranlassung, einmal die Frage aufzuwerfen, ob der Mensch der Gegenwart überhaupt einen Begriff davon hat, wie eng jeder einzelne mit der Weltwirtschaft verknüpft ist. Hie und da werden in den Zeitungen Zahlen über die Einfuhr von Aahrungs- und Bedarfs-Artikeln mitgeteilt, es wird auch manchmal darauf hipgewiesen, daß dieses oder jenes entbehrt werden könne, aber die Nutzanwendung für den einzelnen wird vermißt. Wir können nur dann zu einer klaren Erkenntnis kommen, wenn wir unser eigenes Leben und Treiben einmal einer kritischen Betrachtung unterziehen. Erst dann wird uns die enge Verbundenheit mit der Weltwirtschaft klar, erst dann können wir erkennen, daß in vielen Dingen die Selbslerziehung eine wesentliche Befserung unserer Lage herbeiführen kann. Beginnen wir einmal mit unserem Tageserleben. Wenn uns der Wecker morgens weckt und wir uns ankleiden, müssen wir uns schon sagen, daß die Wolle oder Baumwolle, das Leinen, der Hanf, Flachs, die Seide, die Jute oder die sonstigen Gewebe ,die wir zu unserer Kleidung benötigen, nicht alle aus dem Inland stammen, daß zum mindesten ein erklecklicher Teil der Rohstoffe eingeführt werden muh. So müssen wir nach Abzug unserer Ausfuhr immer noch für 349 Millionen Mark Wolle, 426 Millionen Mark Baumwolle, 69 Millionen Mark Seide, 13 Millionen Mark Hanf, Flachs, Jute einführen, um den Bedarf unserer Bevölkerung zu decken. Die Ziffern geben den Stand vom Jahre 1930 wieder. An diesen Dingen wird nicht allzuviel gespart werden können, solange unsere heimische Landwirtschaft nicht mehr Wolle erzeugen kann, und wir für Baumwolle usw. keinen gleichwertigen Ersatz gefunden haben. Alle Versuche, die z. B. von den Kriegsamtstellen vom Jahre 1917 ab gemacht wurden, an Stelle von Baumwolle andere Gespinstarten zu sehen, sind restlos fehlgeschlagen. Nun kommen wir zur Reinigung des Menschen und zu all' den kosmetischen Mitteln, Seifen, Salben, Parfümerien usw. Der Schwamm, mit dem wir uns waschen, stammt hauptsächlich aus der Levante, der G ummisch wa mm aus überseeischen Rohprodukten, zur Herstellung der Seifen werden zum großen Teil ausländische Oele und Fette verwendet. Bei diesen Mitteln zur Körperpflege, wie auch bei Zahnbürsten, Haarbürsten und Kämmen können und sollen keine Einschränkungen eintreten, zumal diese auch ziffernmäßig gar nicht so sehr ins Gewicht fallen, worauf aber unbedingt Wert gelegt werden muß, ist, daß man stets deutsche Erzeugnisse verlangt. Ganz besonders gilt dies für die Parfümerien aller Art. Unsere deutschen Firmen sind auf diesem Gebiet so leistungsfähig, daß wir keinesfalls auf die Produkte französischer Firmen, z. B. der berüchtigten Firma C o t y , zu- rückgreifen müssen, deren Deutschfeindlichkeit weltbekannt ist. Auf diesem Gebiet sollten unsere Damen mehr National stolz entwickeln. Unseren Männern, die sich selbst rasieren, geben wir die Mahnung: kauft deutsche Apparate und deutsche klingen und Messer, denn auch auf diesem Gebiet steht unsere Industrie irr keiner Beziehung nach. Und nun setzen wir uns an den Frühstückstisch. Was wünschen die Herrschaften? Kaffee, Tee oder Kakao? Kaffee! In 1930 haben wir für 2 9 6 Millionen Mark eingeführt, hauptsächlich aus Brasilien, Guatemala, Salvador. Nun bat sich Kaffee bei uns als Volksgetränk derart eingebürgert, daß wir nur sehr schwer eine Wandlung eintreten lassen können. Wir trinken am Morgen, am Mittag, am Nachmittag und am Abend Kaffee und haben uns so daran gewöhnt, daß wir ibn Verkäuferin in einem Kolonialwarengeschäft; aber nirgends Hält sie aus — es ist ein Kreuz mit ihr!" „Sie haben ihr immer zuviel Willen gelassen, Frau Mähler! Das Mädchen ist Ihnen über den Kopf gewachsen; etwas Rechtes hat sie nie lernen wollen! Bei Ihnen ist sie doch am besten aufgehoben, ehe sie schließlich auf schlechte Wege kommt!" Ratürlich hatte es sich im Dorfe herumgesprochen, daß Ebba Lenz Komtesse Inga in Dresden besuchen würde. Lotte Mähler, die davon gehört, war voller Reid und Mißgunst. Sie war auch in Dresden gewesen, hatte aber gar nichts von der schonen Stadt gehabt, hatte nur arbeiten und sich plagen müssen — und Ebba Lenz sollte dort in Vergnügungen schwimmen —? Ah — wenn die Leute wüßten, was sie wußte! Roch hatte sie das Geheimnis gewahrt — solchen Trumpf gab man nicht vorschnell aus der Hand--jetzt aber war es so weit, sonst würde das Lehrertöchterchen gar zu übermütig! — Rach Dresden sollte Ebba nicht, dafür würde sie sorgen! — Der erste Schnee in diesem Jahr war gefallen. Ueberrascht sahen sich die Leute, die zum Sonntag länger geschlafen, das weiße Wunder an — in fleckenloser Reinheit deckte er die Wege, und es fielen noch immer die neckischen Schneesternchen in lustigem Wirbel. Langsam und umständlich rüstete man zum Kirchgänge. Mit feierlichem Klang schwangen sich die Glockenstimmen in die klare, kühle Luft. Ebba, die den Eltern vorausgeeilt, stand bei ihrem Bruder, um ihm, wie jeden Sonntag, „Guten Morgen" zu wünschen, ehe er zur Kirche ging. Wie männlich und gereift er in dem schwarzen Talar aussah — trotz seiner Jugend! Er schien heute Ebba anders als sonst, und wie eigen er sie ansah — was hatte er nur? Doch sie fragte ihn nicht, um ihn nicht aus seiner inneren Sammlung zu bringen. Er liebte es nicht, vor der Predigt durch weltliche Dinge abgelenkt zu werden! Es fiel ihr auf, daß er bei Tisch wenig aß — ja, daß er sich zum Essen zwang — und die Mutter hatte sich doch so viele Mühe gegeben! Zu ihren — Ebbas — Bedauern hatte sogar eine von den perlgrauen Hennen, die sie so liebte, ihr Leben lassen müssen! War er krank? Oder war etwas mit Inga? Quälte ihn seine Liebe zur Jugendgespielin? Sie fragte ihn, doch er umging eine Antwort. Doch dann, als die Eltern schliefen und Ebba in der Küche Kuchen aufschnitt und für den Kaffee sorgen wollte, sprach er — langsam, zögernd fiel die Frage von seinen blassen Lippen: „Ebba, wie stehst du eigentlich mit Hanno Reinshagen?" Sine dunkle Röte jagte bis unter die Haarwurzeln über ihr weißes Gesicht, und diese Röte war ihm Antwort genug, mehr als ihre im Grunde sehr überflüssige Gegenfrage — „ich mit Hanno Reinshagen? Wie meinst du das? Ich verstehe dich nicht." Ihre Hände zitterten aber merklich, als sie den Apfelkuchen auf den Teller ordnete. „Ich verstehe dich auch nicht, Ebba, daß du mit dem Grafen Reinshagen ein — Liebesverhältnis hast anfangen können!" sagte Christel traurig. Das Messer fiel ihr aus der Hand. Leichenblaß war sie geworden, und in jähem Schrecken starrten ihn ihre Blauaugen an. „Ein Liebesverhältnis — ich —? Wer sagt das? Olein!“ stammelte sie. „Ja, Ebba! Was sagst du hierzu?" Er nahm aus seiner Brieftasche einen Brief — „dies habe ich gestern bekommen! Obwohl ich nichts auf anonyme Briefe gebe — dennoch muh ich Klarheit von dir haben! Lies! Und wenn du mir ein ehrliches Rein sagen kannst, will ich keine Mühe und Kosten scheuen, um dem Schreiber nachzuforschen und ihn bestrafen zu lassen —" Vor Ebbas Augen tanzten die Buchstaben. Der Brief war mit einer schlechten Schreibmaschine geschrieben; man hatte demnach keinen Anhaltspunkt, aus den Schriftzügen den Absender zu ersehen. Der Poststempel war ein schwer leserlicher der Dahnpost, man wußte also auch nicht, aus welchem Ort dieses hinterlistige Schreiben kam! Und dennoch fühlte Ebba ganz genau: nur Lotte Mähler konnte es gewesen sein! Darum hatte sie sie heute vormittag in der Kirche so triumphierend gemustert. Hatte die Lotte ihr nachgespürt, sie doch einmal mit Hanno gesehen und daraus kühne Folgerungen gezogen? Rur wenige Zeilen waren es, und dennoch jede eine Bosheit — „Es würde Herrn Pfarrer gewiß interessieren, daß seine Schwester Ebba ein Liebesverhältnis mit dem Grafen Reinshagen habe, und man erlaube sich die Frage, ob dieses Liebesverhältnis nicht doch zu einer Verlobung führen würde. Für diesen Fall erlaube man sich, schon jetzt die herzlichsten Glückwünsche auszusprechen; denn keine sei durch Schönheit und Herkunft mehr berechtigt, Gräfin Reinshagen zu werden, als Fräulein Ebba Lenz!" Der junge Pfarrer hatte, während Ebba las, kein Auge von ihrem Gesicht gelassen, dessen wechselnde Röte und Blässe ihm ja genug sagten! Da sie schwieg und das Driefblatt immer noch in der Hand hielt, fragte er eindringlich, — „nun, Ebba —?" Sie schluchzte bitterlich auf und schlug in brennender Scham die Hände vor das Gesicht „Ebba Der traurige, vorwurfsvolle Ton in seiner Stimme traf sie tief. (Fortsetzung folgt.) ,icht gut entbehren, oder wenigsten» glauben, ihn licht missen zu können. Kakao! 71 Millionen Mk. johlten wir im Jahre 1930 an dos Ausland, na- nentlich an Drikisch-Westafrika. Brasilien und Por- rigiesisch Westafrika. Aus dieser eingefuhrten Menge verden auch Schokolade. Pralinen usw. hergestellt. Wenn wir uns vergegenwärtigen, daß wir von kg 600 Tonnen Rohkakao (1930) allein im Inland 15 500 Tonnen verbrauchten und damit Zahlen aus »er Vorkriegszeit vergleichen, dann müssen wir fest» teilen, daß wir z B in den Jahren 1881'1885 iur 2900 Tonnen. 1901 1905 22 300 Tonnen und 1913 51 500 Tonnen verbrauchten. Ließe sich hier richt eine gewisse Einsparung erzielen? Tee! Wer lee zum Frühstück bestellt, bedenke, daß wir in 19.30 für 20 Millionen Mark an das Ausland ent» richten mußten Wie wäre es, wenn man dazu überginge, mehr Milch zu trinken? Hun essen wir 05 tot, oder Brötchen, oder Zwieback zum Frühstück Hebet die Frage .Schwarzbrot oder Weißbrot" ist schon soviel ge» lchrieben worden, daß es sich in diesem Rahmen erübrigt, aus diese Frage nochmals näher einzu- zehen Hier sei nur die Mahnung an alle gerichtet: Eßt Schwarzbrot, es ist gesund und sein Verzehr liegt im Interesse unserer so schwer kämp- s en den candwirtschast. Erschreckend sind die Zahlen der Weizen- e i n s u h r 3m Jahre 1930 haben wir für 228 Millionen Mark einführen müssen, und es ift merkwürdig, daß im Gegensatz zu der Zeit vor dem Krieg heute die Marke „Mehl 00“, also die beste Sorte, am stärksten verlangt wird. Mancher leistet sich zum Frühstück ein E i Eier werden in jedem Haushalt zum Kochen und Backen und zum Schmackhaftmachen der Speisen verwendet Für 227 Millionen Mark Gier haben wir im Jahre 1930 eingeführt, und nur für 210 000 Mk Gier gingen aus dem 3nlanb über die Grenzen- Achtzehn überseeische Länder nehmen Anteil an dieser Ginsuhr, an der Spitze stehen die Olicberlanbe mit 69 Millionen Mark, ein ßanb, das bis vor wenigen Jahren noch Gier ein» führen mußte. Dann kommt Bulgarien mit 25,3 Millionen Mark, Rumänien mit 22,6 Millionen Mark, ja selbst China ist neuerbings in die Reihe der Gierlieferanten eingetreten mit 5,8 Millionen Mark. Italien, dessen Gier vielfach mit dem Schlagwort „Italienische Gier" als Sammelname und als etwas ganz Besondere- bezeichnet werden, lieferte 1930 für 9,03 Millionen Mark Gier nach Deutschland Dabei wachsen bei uns die Hühnerfarmen aus dem Boden, und alle haben auf das schwerste zu kämpsen: viele erliegen in diesem Kampfe, trotzdem ihre Grzeugnisse besser und frischer sind als die Gier, die aus weiter Ferne kommen. Gewiß hat jeder heute mit dem Pfennig zu rechnen, und ein bis zwei Pfennig je Ei aro Mehrkosten macht im Haushalt auf Den Monat und das Jahr gerechnet eine ganz nette Summe aus. Aber rechnet die Hausfrau — aus Höflichkeit soll der Ghemann nicht ausgenommen werden — in allen Fragen des täglichen Bedarfs immer mit dem Pfennig? (Kleidung, Stiefel, Wäsche, Bier, Wein, Zigarren, Zigaretten.) Hand aufs Herz, das geschieht nicht- Also seid auch bei den Giern nicht so knauserig, nehmt deutsche Gier. Ihr helft damit dem fchwer ringenden deutschen Dauer und Farmer — und bekommt etwas besseres. Wer hat sich schon einmal der Mühe unterzogen, zwanzig Gier zu 12 Pf. aus dem Auslano mit zwanzig Giern zu 14 Pf. aus einer deutschen Hühnerfarm zu wiegen? Versucht es: Gewicht, Qualität und Frische fallen zugunsten der letzteren auS! FQft VIELE MILLIONEN p£l/ESCH jföfÖflrtscheTO Werbeplakat für deutsche Waren, durch das die Käufer darauf hingewiesen werden, daß nur durch den Sauf einheimischer Waren die Arbeitslosigkeit gemindert werden kann. Also auch auf dem Gebiet der 61er mehr 7lationalgefüf)l! Run gibt's noch Butter, Marmelade oder Honig zum Frühstück. Seiber müssen wir noch für 376 Millionen Mark Butter einsühren, insgesamt aus 16 Ländern, unter denen Dänemark, die Riedevlande, Lettland und Schweden an der Spitze marschieren. Auch Schmalz nimmt mit 100 Millionen Mark eine führende Rolle ein. Die Bereinigten Staaten sind es, die uns allein für 81 Milllonen Mark Schmalz liefern. Marmelade und Honig werden nahezu ausschließlich in Deutschland hergestellt. Sollte sich jemand den Luxus leisten, zum Frühstück noch etwas Käse zu essen, so rufen wir diesem zu: „Iß deutschen Käse", denn wir muhten im Jayre 1930 für 86 Millionen Mark Käse aus dem AuÄand beziehen, weil viele der irrigen Auffassung sind, daß holländischer Käse (53 Millionen Mark) oder Schweizerkäse (12.9 Millionen Mark), Camembert, Gervais und Roquefort besser seien, als unsere heimischen Käsesorten. Wenn wir bann unsere Stiefel anziehen, so müssen wir uns klarmachen, bah auch zu beren Herstellung namhafte Menaen von Häuten und Fellen aus dem Ausland bezogen werden müf- sen, um unseren Jnlandbedari an Schuhwerk und allen anderen auS Leder berge (teilten Gebrauchsgegenständen zu decken. An Lamm-. Schaf-, Kalbsfellen und Rinoshäuten haben wir in 1930 für rund 170 Millionen Mark dem Ausland vergütet Davon ist allerdings ein großer Posten abzusetzen, der im Veredlungsverkehr verarbeitet und dann wieder ausgeführt wird. Immerhin bleibt noch eine namhafte Summe übrig, die uns j mahnen sollte, nur deutsche Fert ig- > sabrikate zu kaufen, um unsere lederverarbeitende Industrie zu schützen. Aus der Summe der Rahrungs- und Genuß- mittel seien nur zwei Beispiele hier angeführt. ES wurden eingeführt im Jahre 1930 für 195 Millionen Mark O b st, für 254 Millionen Mark Südfrüchte Geradezu erschreckende Summen! Ist es wirklich notwendig, daß wir jährlich für nahezu eine halbe Milliarde RM Aepsei, Apfelsinen, Bananen, Trauben, Zitronen usw. vom Ausland beziehen? Da wird entgegengehalten werden, wie gesund es ist, viel Obst zu essen, daß es sich hier um vitaminreiche Rahrung handelt, daß die sog. kalifornischen Aepsei besser, billiger und gepflegter seien, als unsere heimischen Sorten ufw. Gs muß leider zugegeben werden, dast unsere Obstzucht und Obstbehandlung noch sehr viel zu wünschen übrig lassen und daß die beteiligten Kreise noch viel zu tun haben werden, um hier Wandlung zu schaffen. Es soll ferner zugegeben werden, daß a. D. Bananen, namentlich für Kinder, ein gesundes Nahrungsmittel barstellen, wir Dürfen aber nicht vergessen, baß wir ein vollkommen verarmtes ßanb finb, bas sich einen solchen LuxuS nickt leisten kann unb bars. Die Ginfuhrzifsem biefer Warenkategorien weisen von Jahr zu Jahr fteigenbe Tenbenz auf. Wir führten z. B. im Jahre 1908, wo wir noch ein reiches, in georbneten Verhältnissen lebenbes unb gesunbes Volk waren, für noch nicht 100 Millionen Mark Obst und Südfrüchte ein. Geben solche Zahlen nicht zu denken? Müssen wir uns nicht sagen, daß wir in dieser Beziehung ganz unverantwortlich handeln? Man hört manchmal die Forderung auftauchen: „Die Einfuhr müßte verboten werden." Aber das ist nicht so einfach. 2)as kann mit Rücksicht auf Die Handelsdezieh«»- gen mit den in Frage kommenden Staaten nicht geschehen Warum auch immer nach Staat-Hilfe rufen? Hier muß Da» Verantwortungsgefühl De» einzelnen wachgerufen werden. Kauft doch nicht die 2U>feIfinen, Bananen unb Trauben, bann läßt die Einfuhr ganz von selbst nach! Wenn die Rachsraae ausvört, Seht da- Angebot von selbst zurück Hier sollten Item und Lehrer einmal den Beweis ihres erzieherischen Einslusses erbringen. Äauf t Deut- scheS Obst, auch wenn eS äußerlich nicht so ansprechend aiüfic&l. es ist aber ebenso gesund, wie das ausländische. Bisher haben wir uns in der Hauptsache an die Hausfrauen wenden müssen, die für den Ginlauf und die Zubereitung der Speisen Der- antwortlich sind Run kommt Ihr Männer Daran, Die Ihr für das Trinken und Rauchen die Verantwortung tragt- Ist es nötig, daß Ihr die Hauptschuld daran tragt, daß wir für 24 Mil- (tonen Mark Weine, für 5 Millionen Mark tschechische Biere und für 253 Millionen Mark Rohtabake einsühren müssen, wovon allein auf Zigarettentabake 131 Millionen Mark entfallen? Hnd nun noch ein Wort über unsere Kleidung Müssen wir englische Stosse, italienische Hüte, französische Mode tragen? Rein, da- müssen wir nicht, denn unsere Industrie und unsere Konsektion-geschäste sind so leistungsfähig, daß sie allen, auch Den verwöhntesten Ansprüchen gerecht werden können Dir haben e» nicht nolwenDig, Den Ausländer» nachzulaufen. Wir bilden so gerne nach Dem Ausland Wie verhält sich das Ausland zu dieser Frage? Aus England tönt uns in den letzten Monaten mit immer größerer Wirkungskraft der Ruf entgegen; „Kaust englische Waren!". Der Thronfolger selbst ist Führer und Mahner geworden. 3n Italien sucht Mussolini mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln die eigene Produktion des Landes zu heben und es immer freier unb felbftänbiger zu machen. Rur un- Deutschen mangelt anscheinend immer noch die Erkenntnis der Bedeutung diese- Ruse- für Volk, Staat und Finanzen. Grft wenn wir wieder Kolonien haben, erst dann können wir uns auch wieder den Luxus exotischer Genüsse leisten, jetzt aber heißt es: Kaust deutsche Waren! L.a (Schluß Des redaktionellen TeNsZ Stuhlverstopiung. Rach den an den Kliniken für innere Krantheiten gesammelten Erfahrungen ist das natürliche „Franz-Josef"» Bitterwasser ein äußerst wvhltuenbeSAbfubrmittel. In Apu.Vrog.erh. Seltersweg: Jedem Seltersweg Vassanten wird unwillkürlich bas Eckfenster der Firma Th- Köhler auffallen: „Nach Ihren Maßen Anzüge und Mäntel ,ui gleichen Preisen wie JcrtigllciDung" gibt Dem Fenster das aus Dem Nahmen der gewöhnlichen An» geböte herausragende besondere Gepräge. Wer gewöhnt ist, nur gute erstklassige Kleidung zu tragen, kann es auch weiterhin trog dieser geldknappen Zeiten. Das neue Derarbeitungssystem bas die übrigens neueste Errungenschaft auf dem Gebiete der Kleidertechnik darftelll. macht es möglich, bei Der» Wendung bester Maßstoffe, einen Anzug oder Mantel extra für jede Figur zu bauen. Und das Wichtigste, man braucht dazu kaum mehr als 100 RM auszu- geben. Es ist interessant, in dem Fenster zu beobachten, wie die Jnnenoerarbeitung gezeigt und über» sichtlich erklärt wird. 8137A Für jeden echten Deutschen ist Grimm I Volk ohne Raum das Weihnachtsbuch Preis seither Mk. 25 00 jetzt nur Mk. 8.50 in ungekürzt. Ausgabe auf 1352 S. I Zu haben: Goethe-Buchhandlung |H_______Neuen Baue 3_________8107l> Anordnung. Auf Grund des § 2 Absatz I der Der- orbnung zur Sicherung der Haushalte von Gemeinden, Gemeindeoerbänden und fon- stigenKorperschaftcn des öffentlichen Rechts vom 25. September 1931 in Verbindung mit Artikel 3 Absatz 2 des Ausführungs- geietzes zu dem Zweiten Abschnitt der Verordnung des Reichspräsidenten zur Behebung finanzieller, wirtschaftlicher und |o- zialer Notstände vom 11. Dezember 1930 wird verfügt, daß in der Stadt Gießen mit Wirkung vom 1. Dezember 1931 bis zum Ablauf Oes Rechnungsjahres 1931 die Ge- melnbeblfTpcuer in Hohe des Zweifachen der reichsgcsetzlichen Steuersätze zu erheben ift. Gießen, den 27. November 1931. giM c Bürgermeisterei Gießen. Dr. Keller. Anordnung. Aus Grund des § 2 Absatz I der Verordnung zur Sicherung der Haushalte von Gemeinden. Gemeindeverbänden und son- stigenKorpcrschasten des ossentlichen Rechts vom 25 September 1931 in Verbindung mit Artikel 3 Absatz 1 und 2 des Aussüh- rungsge|ches zu dem Zweiten Abschnitt der Verordnung des Reichspräsidenten zur Behebung finanzieller, wirtschaftlicher und sozialer Notstände vom 11. Dezember 1930 wird mit Genehmigung des Herrn Mini- fters des Innern verfügt, daß In der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1931 die Bürgctflcurt mit dem Dreifachen Landes- faß erhoben wird. 8125C Gießen, den 27. November 1931. Bürgermeisterei Gießen. Dr. Keller. Bekanntmachung. Der Haidiahresausweis über die Einnahmen und Ausgaben der Stadt Gießen für das 1 Halbiahr 1931 Rj ift vom 28. Ho- vcmber 1931 ab für acht Tage in den zur Veröffentlichung amtlicher Bekannimackun- gen bestimmten Aushangekasten zur allge meinen Kenntnis ausgehäng! 8123C Gießen, den 27. November 1931 Bürgermeisterei Gießen Dr. Keller. Anordnung. Auf Grund des § 2 Absatz I der Der- orbnung zur Sicherung der Haushalte von Gemeinden, Gemeindeoerbänden und son- stigenKörperschaften des öffentlichen Rechts vom 25. September 1931 wird mit Zustimmung der Landesregierung angeordnet, daß die in der Stadt Gießen einge- führte Getränkesteuer mit Wirkung vom 1 Dezember 1931 ab bis zum Schlüsse des Rechnungsjahres 1931 mit einem Steuer- fatz von 10 vom hundert des Kleinhandels» Preises zu erheben ift. 8124C Gießen, den 27. November 1931. Bürgermeisterei Gießen: Dr. Keller. Bekanntmachung. Arn 1. Dezember 1931 findet wie alljährlich, die Viehzählung in Den Gern. Gießen und Schiffenberg statt. Die Vieh- besitzer haben den Zählern die notwen- blaen Angaben bezüglich ihrer Viehbe- ftänbe bereitwilligst zu erteilen. Auf ble Bekanntmachung bes Kreisamts Gießen, angeschlagen in ben Aushängekasten ber Stabt Gießen, wirb desonbers hinge- wiesen. 8096C Gießen ben 19. November 1931. Bürgermeisterei Gießen. ______I. D.: Dr. Rosenberg.______ Bekanntmachung. Betr.: Ersatzwahlen zur Jnbuftrie- unb Honbelskammer Gießen. Bei ben am 26. November b. I. vorgenommenen Ersatzwahlen sinb bie nach- stehenben Herren zu Mitgliebern ber Industrie- unb Hanbelskammer Gießen gewählt worben. 8122D 1. für ben Wahlbezirk Giehen-Stadt: Brauereibesitzer Waldemar Denning- boff und Kaufmann Iakob TTlaternu», beide zu Gießen: 2. für den Wahlbezirk Llch-Hungen: Brauerelbircklor Hans Jhrlng in Lich. Es wird dies mit dem Anfügen bekannt- gemacht, daß die Wahlprotokolle nebst Anlagen für Den Wahlbezirk Gießen-Stadt vom 30. November bis 2. Dezember 1931, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 5 Uhr nachmittags, auf dem Bureau der Industrie- und Handelskammer Gießen (Lonystraße 7) und für den Wahlbezirk Lich-Hungen vom 30.November bis 2. Dezember 1931 auf der Bürgermeisterei zu Sich während ber üblichen Amtsstunden zur Einsicht ber Wahlberechtigten offenliegen Einwendungen gegen die Wahlen ober die Gewählten sind innerhalb dreier Tage bei ber unterzeichneten Kammer oorzubringen. Gießen, ben 27 November 1931. I Industrie und Handelskammer Gießen. Ludwig Rinn. Kapitalanlage Massives Geschäftshaus, gr. Laden mit 3 Eckauferntern- 3*5 3immer. Klicke, Stadtmitte. An;. 1l>—16000 NM., billig tu ocrk Bermittl. zrveckl ZdmftL «na. unt. 06996 a. d. W. A Bekanntmachung. Betr.: Vertrieb von Wohlfahrtsbriefmarken 1931 zu Gunsten ber Deutschen Nothilfe burch bas Stäbtische Wohlfahrtsamt Gießen. In ber Zett vom 1. November 1931 bis 15. Januar 1932 flnbet zur ßinberung materieller Notstänbe im ganzen Reichsgebiet ein wohtfahrlsbriefmarkenoerkauf statt, besten Erträge „unseren Müttern unb unserer Jugenb" zugute kommen werben. Die postalische Gültigkeit ber Wohlfahrtsbrief- marken nach bem In. unb Auslanbe erlischt erst am 30. Juni 1932. 7240D Es werben ausgegeben: eine 8-Pf -Marke (Zwinger in Dresben) zum Verkaufspreise von 12 Pf., eine lö-Pf.-Marke (Rathaus in Breslau) zum Verkaufspreise von 20 Pf., eine 25-Pf -Marke (Heibelberger Schloß), Querformat, zum Verkaufspreise von 35 PL eine 50-Pf -Marke lLübecker Holstentor) zum Verkaufspreise von 90 Pf., ferner eine amtliche wohstahrtsswstkarte in künstlerischer Ausführung (Rabierung) mit eingcbrucktcr 8-Pf. Woylsahrtsbriefmarke zum Verkaufspreise von 12 Pf. Außerbem gelangen Marken Heftchen, entbaltenb zehn 8 Pf.-Marken unb vier 15»Pf.-Marken zur Ausgabe, bie zum Preise von 2,— RM. verkauft werben. Für bie Gießener Nothilie erfolgt ber Vertrieb ber Wohlfahrtsbriefmarken burch das Städtische Wohlfahrtsamt, Garten- straße 2, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 9. Sie sind dort erhältlich während der Dauer der Dienftftunben, unb zwar von 8 bis 13 Uhr unb von 15 bis 18 & Uhr, Samstags nur vormittags. Nur von den bei dem Städtifchen Wohlfahrtsamt bezogenen wohlfahrtsbriefmar- kcn und -karten fliehen 80 v. f). des Reinertrags (wohlfahrlsauffchtag) der Gießener Nothilfe zu. Es ergebt Daher die besondere Bitte an alle Gießener Einwohner, ihren Bedarf an Wohlfahrtsbriefmarken in erster Linie bei dem Städtischen Wohlfahrtsamt zu entnehmen. Dadurch trägt jeder Bürger auch zur Linderung der örtlichen Not bei. Gießen, den 27. Oktober 1931. Für die Gießener Nothilfe: Bürgermeisterei Gießen (Wohlfahrtsamt). 'Ö£aWV1(£) VergiOScninfien Radierungs- Rasler In allen Oiftfcen ■■ Kai ■■ AuskünltetnNechio», Surai-.t>amiL-21nfle» leaenuenen. Gesuche. Beiträge. Beobachtungen Ueberwachg. und Ermtlitlingen prelSw^ streng diekr. u an all Orien er«, u erleöifli Defektiv- Bereaa-n.Aesknelle' ut€€HA!W€" itilgeredifen Teeporzellan It. Prospekt. r 'essr Um Ihnen deisen uhneiteren Erwerb re ermSalidien, »enden wir Ihnen einen in Verbindung mit Umhüllungen gültigen UJjuhnaddsGuisduüt I■ Teeverkauf »werte von tM 3. — vollkommen k o i I e * I o e. Senden Sie um nodi heute per Drv4- todie Ihre Adreiee. Gutschein und Prospekt gehen Ihnen dann «ofort rv. »Teekanne» G.m.b.H. Abt. Wertreklame Dreiden-A. 24 - Schließfach 10 Für unsere Jungens und alle technisch Interessierten: I Das neue Universum! iiiimiiiiiiiiiHmmiiiiiiiiiiiimiiniiiMiiiiiiiiiiiiiiiiii ■ jetzt nur Mk. 680 früher Mk.8Jo| Telephon 3904 Neustadt 10 >/ol.—.85 oalbe t?l. —B0 Germania-Drogerie Carl Seibel Fraoklorter Sir. 39 __________7520 0 O Saia, Bsrstr. 17. — Wisaenschatlhche Werk« Sondergebiet der ßrühlichen Drucker» zur Einsicht ausgchangt. Gießen, den 15. Oktober 1931. I. A des Hessischen Amtsgerichts Gießen: vorrätig in der Goethe - Buchhandlung Leo, Ortsgerichtsvorfteher. Neuen BAue 3 MD Haus; „un ii.««.19-5' HAUSSE d»-"° wertbesi Weihnach1 SSiSS 2ild ohne led. ™RM ZehaemlBeJi Wegaerieicht< wertbestlnd ^Ich. MsMi echrtlbenbrt. Quantil. Ausl Vtrlcir« tod>5<< Kitikv St. itSübi [leuffßf Ichwennlngen AlleantraBcSS <(L Ein Poeten in allen Grö Auktionsl tileften. N HÜTE HUT-RICHTI IM bester Qualität Miisat Slrai Femspr ^'®ne und gebre H Mn, Zai tej&Ä EU ^'Merkayl; Wl*< - 8r“hl'ic »Es wj| • Haben < • M. ’ ««' k.ii Hau, nQiSlen nicht ” feinen Jfc Da. äh&R ^rrin! ^n'° gesund, flache an die V b'e sür h2 £6Nen der. .2^7Le -dahULe a*> « Mit. . "“«»»nen Ottarf " *m»ä l»6on ÄS * Ä '« tragen? Nein, « Industrie und w leistungsfähig, testen Ansprüchen Huslänbern m Mari). Die iu ,N« Trage? 'enkhtenDvnatrn >ha t der Aus eri. «> - Der Thran. Mahner geworben, m mit allen ihm öu eigene Produl- ü es immer sreier Mr uns Deutschen die Erkenntnis M Dolk, Staat n wir wieder Ä o > linen wir uns auch Senüste leisten, jetzt (Baren!, LO. 'Pro leii».> Öen an den Kliniken melten Erfahrungen ef» Bitterwasser ein eI.InLp.u.viog.erh. meg^üfiünten wirb r Firma Th. Köhler Anzüge und Mäntel gtlnbung" gibt bem )er gewöhnlichen An- e Gepräge. Wer ze- Kleibung zu tragen, । dieser gelbtnappen ungssystem das die t auf dem Gebiete der ?s möglich, bei Lrr- Anzug ober ÜJlamel Unb bas 3ßid)tigfte, ils 100 W uuszu. m Fenster zu de°d- ng gezeigt unb^ gMienOinvevoo KüMlt" SEÄ 3ffS® ,»JUfW Er*erb n WW" 8uIK9 ■GMiin j. »06 rtl ... «lot B donn K*00 w »Chen 8rl,»!i«-; 6rielu','$ch*r ^^i6den fssr IJ’W1'8'5'1 ^‘-ndiune jchh^n «F 1 ß»ue 3 iJUjllri Haus-Joppen mollig, warm 21.00,19.50,14.50,10.50 HAUS-STANDUHREN Das beste und gleichzeitig wertbeständigs e Weihnachtsgeschenk Kaufen auch Sie solche nur direkt von der Spezial-Fabrik Im Schwarzwald ohne jed. Zwischenhandel , von RM. 55.- an Zeitgemäße Preise, größte Zah- lungserleichterung machen jedem diese wertbeständige Anschaffung möglch. Mehr als 25 000 Kunden bestätigen in Tausenden von Dankschreiben ihreZufrledenn, Itüber Qualität, Ausführung und Preis. Verlangen auch Sie sofort meinen neuesten Katalog Nr. 108 über Stand- u. Wanduhren! Achten Sie aber genau auf die bekannte Firma 8113 V El enffar Spezlal-Fab rik ■ LdUTTcr moderner Hausstanduhren Schwenningen a. N. / Schwarzwald Alleenstraße 33 und Zietenstraße 55 8H48D 815D Kein Laden Asterweg 44 - Tel. 3250 060« Ins Haus 7126 D Kohlenhandlung Gehr. Kahl Frankfurter Straße 159 • Tel. 2287 hts geht über meins aumarm Alleinverkauf: Otto Reitz, Gießen Neue und gebrauchte Klaviere empfiehlt zu günstigen Zahlungsbedingungen Georg Ebert, Klaviermacher Gießen. LudwLstr 5p, Teleph. 2403 Mand-Zement bester Qualität, unter Syndikatspreis mühsamen,Sielen Fernsprecher 3659. i2q9d „Es wird kalt!“ Haben Sie sich mit Brennstoffen genügend versehen? Jede gewünschte Sorte und Menge nur erstklassiger Ware liefert prompt und billigst Ein Posten Teppiche in allen Größen, billig abzugeben Auktionshaus G. Koos Gießen, Nenstadt 10. 07001 Ständige Ausstellung: Bahnhofskolonnaden. Wissenschaftliche Werke Sondergeoie. ooi BrühPschen Druckerei HÜTE-MÜTZEN KAUFEN SIE AM BESTEN BEI HUT-RICHTER-MARKTSTR.26 iiiiiiiiiiiiiiiiii IIIIIIIIIIII llhiililimiiiii iiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiii illillih'iil 111111111111111111 llllllllllh"".....Illllillllllllllll Das praktische Weihnachtsgeschenk! I Leibwäsche Damenhemd1.40,1.20,0.95 D.-Nachthemd. .2.80,2.40 EE Schlüpfer......1.65,1.50 = Rock...............4.40 Tischwäsche Tischtuch...........2.70 Serviette...........0.80 Gedeck mit 6 Serv. .6 50 Tischdecke.........2.20 Bettwäsche Küchenwäsche Kissenbezugt .45,0.99,0.88 Ueberschlagtuch ...6.00 Bettuch.............2.95 Bettbezug..........6.00 Geschirrtuch 80,40,29,15 Handtuch...1.00, 0.60, 0.29 Spültuch .........0.18 Staubtuch............0.30 । Schürzen Unterzeuge Frottierwaren Steppdecken in allen Arten von 12.50 an Kolter baumwollene von 2.50 an wollene ....von 10.50 an Sofakissen fertigen wir preiswert u. passend zu Jedem Bezug Federn,Kapok Inlett i0 ^Lben | Herrenwäsche Taschentücher Kleiderstoffe C. Röhr & Co. ...........hihi .......... ............... ....................im ............................................................. Ski-Bekleidung für Herren, Damen, Kinder sportgerecht — preiswert 79 ’ A Bekannt gute Qualitäten, Große Auswahl. Niedrige Preise. 8112 A Lieferung frei Haus. Möbelhaus Ernst Rau Gießen Telephon 2208 Walltorstr. 37 Etwa 20 schwarze Frauen-Mäntel Größe 46 - 54, ohne Pelz, aus bestem Ottomane, ganz gefüttert, lang, mit großer Hüftweite geschnitten, ver- kaufen wir zum Ausnahmepreis von.............RM. f ■“* Beachten Sie das Schaufenster, der Mantel ist ausgestellt! Gebr. Imheuser Sonderabteilung ,, Mäntel“ 811FA 1931 1906 25 Jahre Besichtigen Sie meine Jubiläumsausstellung Erich Beyer • Gießen • Bahnhofstraße Nr. 1 8087 D o Bahnhofstr. 58 Neuen BÄue 17 Hauswirtschaftiich.Weihnachtsausstellung im Einhorn 8103 A Lager. 6785 D CarlSchunck iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii 1^7^ Cuts KSäIm 8089 D llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Aus Uhren und Goldwaren io Proz. Zubiläumsrabatt! Asbest- Platten 1,2.8,4 und 5 mm, wieder nm entsprechen durch Auswertung langjähriger Erfahrungen den verwöhntesten Ansprüchen Alle Marken-Fabrlkate sofort lieferbar u> Komplett 4A Kf) 7739 D Mk. 1V.OV li «9 LS ■sß ff Meinen Stand ind.. Für die Ernährung des Kindes: Hafermark, Haferflocken, Hafermehl, Reismehl, Kindermehle, Milchzucker, stets frisch Drogerie Winterhoff, Kreuzplatz 10. 8069 A t. 51. Glieder hausen <£ €o Seltersweft 17,1. Etage Fernsprech-Anschluß 3941 RADIO-AN LAG ENIKleines Billard, ja! Die neue Klein-Torpedo- -f QO _ auch in kleln- Schreibmaschine für RM *70. sten Raten bei v.n BRINKMANN Kurzaeschmuenes liefen U90D Damptsägewerk Lollar V. Nubn. N. «r Tafel-Silber-Bestecke niedr. Preise. Mass. Silber u. schwerste lOOgSilberaufl. Mod.Must. 72teil.Oarnlt. m. rostfr. Kling, schon xn 115 Mk. 30jähr, schriftl. Gar. Ratenzahl. 1. Ratei Monat n. Lief. Preis!, kosten!. Musterzus. fr. u. unverb. Erstkl. Ref. C. D. Schaatt, Stahl- warenfbr., Solingen 64. Gegr.1871. •“"D NORA ULTRA-SELEKTIONSEMPFÄNGER W26S.-OJ?. FOPM SSO V MJtS.-aP. J-lltOHßCN VOM $30 VI 1 PM265.-.e Preis-Rätsel! An frohen und an bösen Tagen Zum Ersten, die Uhren am längsten schlagen; Das Zweite im gelobten Land Man als Jünger des Meisters fand; Das Dritte gewonnen aus Rebensaft Überall Freude und Wonne schafft. Diese drei Worte zusammen verbunden, Dann hast Du das Mittel gefunden. Das Dir — bist Du gesund oder krank — Nützen wird als Wundertrank. Über 100 Preise, darunter im Werte von Mk.25.—, 16.—,10.—,5.—. Bedingungen sind abzuholen und die Lösungen bis zum 10. Dez. 1931 abzugeben bei Medizinal-Drogerie Haus Hindenburg Inhaber Hermann Elges, Seltersweg 68A 6119 A C £ ^TUctfnuren, furSomen c^tridädeidnntj, strümp^. Hauswirtschaftliche 9 Tage! Weihnachtsausstellung ,933 „ im Palast-Lichtspielhaus, Kirchenplatz 9 Schau von Firmen aller Branchen und einer Sonderabteilung der Hausfrauen Täglicher Kochunterricht Billige Kaffeestube / Verlosung z Kasperle Eröffnung: Samstag, 28. November, 2 Uhr Eintritt 30 Pf. / Dauerkarten für Mitglieder der Hausfrauenberatung Mk. 1.— 1 Großer Verlobte Rundfunkabend Vch, den 23. November 1931. liier- Julius 3ung und Frau. Ätein»£inben, Im November1931. 0064 Eintritt frei I 8110V 8095 V 8101 D 07000 nur von Deutsche Jrauenkultur • Ortsgruppe Gießen Ausstellung Tägl. 4. K. 8.30 Ihr 8177 C Monntuc Anians 2. 4, G und 8.30 1 h Wohnung: Blsmarckstr.38 Elektro-Ingenleur. 07007 C.Röhr&Co Fe*iMhiie01oilm- vortrag am Lamvtaa, 28.Noo.,abends8' 9ac lei^