Nr. 252 Erstes Blatt 181 Jahrgang Mittwoch, 28. Mtoder 1931 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitütr-Vuch- und Zteindruckerei B. Lange in Glehen. Lchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20 \ mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot,' für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Erschein« laglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienbläller Heimat im Bild Die Scholle. Monats-Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt, üernfprechanschlüfie unterSammeInummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main N68S. GroßerWahlsieg derAationalen^egiemng inEngland Von den bis heute früh gewählten 288 Abgeordneten unterstützen 263 das Kabinett Macdonald. — Die Konservativen gewannen über hundert Sitze. — 362 Wahlergebnisse stehen noch aus. Das Wahlergebnis bis heute früh London, 28.Otf. (BJIB.) Rach den bis 5 Uhr morgens vorliegenden Ergebnissen der Wahlen zum englischen Unterhaus sind gewählt worden: Rationale Arbeiterpartei (Gruppe Macdonald) 4 konservative 222 Arbeiterpartei (Gruppe Henderson) 23 Splitterparteien 2 Liberale aller Richtungen (davon Gruppe Simon 14) 37 288 Die konservativen haben bisher 101 Sitze gewonnen und feinen verloren. Die Arbeiterpartei (Gruppe Henderson) hat bisher feinen Sih gewonnen und 111 Sitze verloren. Die L i - beraten aller Richtungen haben bisher 13 Sitze gewonnen und zwei verloren. Ihr bisheriger Gesamtgewinn beträgt 11 Sitze. Don den bisher gewählten Abgeordneten unterstützen 263 die Politik der gegen- wärtigrü nationalen Regierung. Bisher sind a ch t Frauen gewählt, die sämtlich der konservativen Partei angehören. Die Wahlnacht in London. Trotz dichten Nebels riesige Beteiligung. 2 o n b d n, 27. Oft. (SH.) Am Wahltag herrschte in London dichter Rebel, der den Verkehr in den Vormittagsstunden ganz außerordentlich behinderte. Gegen Mittag waren die Straßen in so fieses Dunkel gehüllt, daß sogar die Re» belsackeln angezündet werden muhten. Durch die ungünstigen Wahlverhältnisse waren auch die Wahlkraftwagen, die Schlepperdienste leisten sollten, stark behindert, so daß in den Parteibu;>7.uL bereits mit einem Rückgang der Wahlbeteiligung gerechnet wurde. Späterhin verstärkte sich aber der Zustrom zu den Wahllokalen. Aus einzelnen Teilen Londons, besonders aus dem Osten, werden Rekordbeteiligungen gemeldet, teilweise 85 v. 5)., eine für England ungewöhnlich hohe Zahl. Auch in Glasgow und in anderen iIndustriegegenden des Rordens, war die Deteiligung sehr gut. Die W a h l w e t t e n bei Lloyd stiegen weiter zugunsten der Rationalregierung. Zu irgendwelchen Ruhestörungen ist es bis in den Abendstunden nirgends gekommen. Ein großer Teil derer, die bereits sehr früh ihre Stimme abgaben, waren Frauen. Hunderte von Kraftwagen, bgren Scheinwerfer im braunen Rebel leuchteten, brachten Wähler an die Wahlurne. Ein Wahlagent in Ehapham, wo der Rebel besonders dicht war, kam auf den guten Gedanken, Leute mit Glocken zur Führung der Wähler auf die Straße zu senden. „Folgt der Glocke", riefen die Männer und führten die Wahllustigen zu der Urne. Ungeachtet der schlechten Zeiten haben es sich die Londoner nicht nehmen lassen, alter Gewohnheit gemäß die Wahlnacht m ö g - lichst vergnügt zu verbringen. Aus der Provinz sind viele Tausends nach der Hauptstadt geströmt. Hotels und Restaurants erfreuten sich glänzenden Zuspruchs. Während des Tanzes und während des Essens werden die Wahlergebnisse bekanntgegeben, die je nach der Parteieinstellung mit lauter Freude oder mit Hohn ausgenommen werden. Die Zeitungen geben sich alle Mühe, die Ergebnisse einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen. An den belebten Punkten der Stadt werden die V^ahlergebnisse auf der Leinwand gezeigt. Eine Zeitung des Lord Rothemere hat das Publikum in die Albert- Halle eingeladen. Annähernd 8000 Menschen sind dort versammelt und erfreuen sich an Darbietungen aller Art, die jeweilig der Bekanntgabe der Wahlergebnisse folgen. Das Wahlverfahren. Um tzbvUnlerhauSsitze kämpfen LV Parteien London, 27. Oft. (TU.) Insgesamt waren 615 Abgeordnete (je einer auf 70000) zu wählen, und zwar in allgemeiner, gleicher, geheimer, direkter Wahl von allen über 21 Jahre alten Männer und Frauen. Schon vor Beginn der Wahl, als gewählt zu betrachten waren insgesamt 68 Llbgeordnete, da in den betreffenden Wahlkreisen nur je ein Kandidat aufgestellt Horden war. Diese 68 Abgeordnete verteilen sich auf die einzelnen Parteien wie folgt: 49 Konservative, 7 liberale Rationalisten, 6 nationale Liberale und 6 Arbeiterparteiler, das sind 62 Männer der Rationalregierung und 6 Oppositionelle. Das englische Wahlsystem, grundverschieden von dem deutschen Wahlsystem, kennt nur Einzelwahlkreise. Es stammt aus jener Zeit, da es in England nur zwei große Parteien gab. Derjenige Kandidat, der die absolute Mehrheit erhielt, galt als gewählt. Obwohl durch das Hinzutreten der Arbeiterpartei, die in den Jahren nach dem Kriege in England einen großen Aufschwung nahm, sich die Voraussetzungen für dieses Wahlsystem grundsätzlich änderten, wurde an dem Verfahren nichts geändert. Die innerpolitischen Verhältnisse in England haben sich seit dem Sommer nun aber so geändert, daß bei den Wahlen am Dienstag nicht weniger als zehn Parteien auftraten, nämlich die offizielle Arbeiterpartei, die Unabhängige Arbeiterpartei, die Kommunisten, die Rationale Arbeiterpartei (Macdonald), die Konservative Partei, die Rationalen Liberalen (Samuel), die Liberalen Rationalisten (Simon), die Unabhängigen Liberalen (Lloyd George), die Unabhängigen Kandidaten und die Reue Partei. Da eine Verteilung der Reststimmen nicht in Frage kommt, kann es vorkommen, daß in einem Wahlkreis, in dem die Kandidaten dreier Parteien ausgezählt wurden, von denen der erste 4000, und die beiden anderen je 3000 Stimmen erhielten, derjenige Kandidat als gewählt zu betrachten ist, der die 4000 Stimmen erhielt, obwohl insgesamt 6000 Gegenstimmen abgegeben worden sind. » Unter den Stimmberechtigten, die heute ihre Stimme abgaben, befanden sich nicht weniger als fünf hundertjährige Frauen. Die Verehrung, deren sich Macdonald erfreut, geht aus der Tatsache hervor, daß ihm aus allen Teilen des Landes über hundert Kraftwagen z u - gesandt worden sind, um ihn in seinem Wahlkreis Seaham Harbour zu unterstützen. Schwere Niederlage der Arbeiterpartei. Auch Henderson nicht wiedergewählt. Einzelergebniffe. Die meisten Minister des ehemaligen LabourkabinettS geschlagen. Im Wahlkreis Burnley hat die Arbeiterpartei eine außerordentlich schwere Niederlage erlitten. Der Führer der Partei, Arthur Henderson, ist von dem konservativen Kandidaten, Admiral Campbell, mit einer Mehrheit von 9029 Stimmen geschlagen worden. Bei der letzten Wahl hatte Henderson eine Mehrheit von 7954 Stimmen erhalten. Admiral Campbell ist der Schöpfer der sogenannten „U-Boot- Fallen", der sogenannten Qu-Boote. Die Liberalen hatten ihren Stanbibaten zurückgenommen, um Campbell zu unterstützen. Am einbrucksvollsten ist bas Ergebnis in den brei Wahlkreisen von Salford, die im Jahre 1929 den Konservativen von der Arbeiterpartei abgenommen worden waren und jetzt wieder sämtlich zu den Konservativen zurück- gekehrt sind. Die drei Wahlbezirke haben heute Baldwin, den Führer der Konservativen, gewählt. Der Arbeiterparteiler B e n t i 11 e t wurde in Nord-Salford mit sehr großer Mehrheit geschla - g e n. In Süd-Salford betrug bei den letzten Wahlen die Mehrheit der Arbeiterpartei 3254, die Konservativen erhielten heute eine Mehrheit von 6838. Im Wahlkreise Leicester-West unterlag der vormalige Minister in der Arbeiterregierung Pethik- Lawrence dem liberalen Kandidaten, der eine Mehrheit von 13 903 Stimmen erhielt, während bei der letzten Wahl der Arbeiteroertreter eine Mehrheit von 11944 Stimmen erhalten hatte. — Im Wahlkreis Keighley (Porkshire) unterlag der vormalige Minister der Arbeiterregierung Lees Smith dem konservativen Kandidaten, dessen Mehrheit 5887 Stimmen betrug, verglichen mit einer Arbeitermehrheit von 6507 Stimmen bei der letzten Wahl. — Im Wahlkreis Birmingham-Edgbaston wurde der Gesundheitsminister Neville Chamberlain, ein Mitglied des gegenwärtigen Kabinetts, mit einer Mehrheit von 27 928 Stimmen wieder- gewählt. Bei der letzten Wahl hatte er eine Mehrheit von 14 760 Stimmen. — Der Wahlkreis Shorebitsh würbe der Arbeiterpartei von den Simon- liberalen abgenommen. Der bekannte Arbeiterführer T h u r 11 e wurde mit einer Mehrheit von 4608 Stimmen geschlagen. — Im Wahlkreis Camberwell-Orth wurde der vormalige Minister der Arbeiterregierung Ammon von dem Konservativen mit einer Mehrheit von 765 Stimmen geschlagen. — Der Konservative Austen Chamberlain, Erster Lord der Admiralität im gegenwärtigen Kabinett Macdonald, wurde in Birmingham wiedergewählt. Während er bei den letzten Wahlen mit einer Majorität von 43 Stimmen siegte, erhielt er diesmal eine Mehrheit von 11 941 Stimmen. Don bekannten Persönlichkeiten sind ferner wiedergewählt worden der vormalige konservative Staatssekretär für die Kolonien A m e r y, der Kolonialminister Thomas, der der nationalen Arbeiterpartei angehört, und dec Präsident des Handelsamtes C u n l i f f e Lister. Der Sohn des früheren Premierministers Baldwin, Oliver Baldwin (Arbeiterpartei) wurde in Rochester von einem Konservativen geschlagen. Der frühere Minister Miß Ellen W i l k i n s o n, Kandidatin der Arbeiterpartei in Middlesexboro, wurde von den Liberalen geschlagen. Ihre Mehrheit von 399 Stimmen bei der letzten Wahl verwandelte sich in eine Minorität von 6329 Stimmen. Der ehemalige Erste Lord der Admiralität in der Arbeiterregierung, Alexander ist mit einer Mehrheit von 6500 Stimmen von dem konservativen Kandidaten geschlagen worden. Ferner wurde der vormalige Pensionsminister in der Arbeiterregierung F. O. Roberts von dem konservativen Kandidaten geschlagen. Dagegen wurde der vormalige Arbeiterminister Parkinson wiedergewählt, doch sank seine Mehrheit von 9258 Stimmen auf 1018. Die Mehrheit des konservativen Staatssekretärs für Indien, Sir Samuel Hoare, stieg von 8835 auf 18 289 Stimmen. Der Kriminalschriftsteller und Lloyd George- Liberale Edgar Wallace unterlag dem konservativen Kandidaten. Der Arbeiterführer C1 y - n e s, vormaliger Minister des Innern in der Arbeiterregierung, wurde geschlagen. Weitere vier ehemalige Minister der Arbeiterpartei sind mit zum Teil erheblichen Mehrheiten der Gegenkandidaten geschlagen worden, und zwar der frühere Kriegsminister Tom Shaw, der vormalige Wohlfahrtsminister A. Green Wood, Transportminister Morrison und B.T urner. Der Führer der Reuen Partei, Sir Oswald Mosley, ist im Wahlkampf unterlegen. Lady Aster wurde wiedergewählt. Der Staatssekretär des Inneren, Sir Herbert Samuel, wurde in Lancashire mit 18 923 Stimmen wiedergewählt; der konservative Kandidat erhielt 14 636 Stimmen und der Arbeiterkandidat 5184 Stimmen. Diesem Wahlergebnis war mit besonderer Spannung entgegengesehen worden, weil die örtliche konservative Parteiorganisation hier einen Gegenkandidaten gegen einen Vertreter der nationalen Regierung aufgestellt hatte, weil sie ihn im Verdacht hatte, ein überzeugter Freihändler zu sein. Erste Wahlbeirachtuugeu. Die „Times" zum Wahlausgang. „Der Sieg des Demokraten über den Demagogen". London, 28. Oktober. (WTB. Funkspruch.) „Times" spricht in ihrem Leitartikel von einem überwältigenden Sieg der nationalen Regierung, der bereits gesichert sei, und fährt fort: Die bisherigen Ergebnisse sind um so bemerkenswerter, als von den betreffenden Wahlkreisen mehr als 13 0 sozialistisch waren und von diesen mehr als 75 bei den letzten Wahlen noch sozialistische Mehrheiten von über 5000 aufgewiesen hatten. Das Blatt nennt das bisherige Wahlergebnis einen Sieg des Demokra - t e n über den Demagogen, und sagt, für eine Nation, die gegen die Arbeitslosigkeit kämpft, die durch Einschränkungen in der Lebenshaltung gereizt wird und die von einer schweren Steuerlast bedrückt ist, bedeutet es eine schwere Probe, den Verwirrungskünsten des Demagogen zu entgehen. Diese Probe hat aber, wie es scheint, die britische Demokratie bestanden. Die britische Regierung wird vor allem die Kaufkraft des Sterlings! zu erhalten haben, was keine unüberwindlichen I Schwierigkeiten bieten sollte, wenn das Budget aus- | geglichen und die Handelsbilanz geändert wird. In außenpolitischen Fragen, wie der Abrü- stuna, der Sicherheit und der Vertragsrevision, wird die Regierung ihre bisherige Politik'der Befriedung und Versöhnung nicht a b z u ö n d e r n haben. In wirtschaftlicher Beziehung wird nach wie vor auf allseitige Herab setz u n g der Tarife gedrungen werden, aber die Methoden, um dieses Ziel zu erreichen, werden geändert werden müssen. Die Politik, die b r i t i s ch e n Märkte anderen Ländern weit offen zu halten, sogar solchen Ländern, die den britischen Handel von ihren Märkten ansschlisßen, ist teilweise für die Haltung der Schiitz- zolländer verantwortlich. Der Freihandel wird a u f g e g e b e n werden, und soweit wie möglich werden wir grundsätzlich nur von unsere n Kunden kaufen. Extreme Maßnahmen, die den Rest der Welt schädigen, werden auf britischer Seite vermieden werden, denn man weiß in England, daß die eigene Wohlfahrt und die allgemeine Wohlfahrt ziemlich verbunden find. Pariser Echo. Paris, 28. Oft. (WTB. Funkspruch.) Zu dem Ergebnis der englischen Wahlen schreibt Malin: „Dieser eklatante Sieg des Regierungsblocks, der den Willen des englischen Volkes bestätigt, gegen die Politik der Unordnung und der Verschwendung, der Saumseligkeit und der Untätigkeit anzukämp- fen, ist von Anfang an in den w i ch t i g st e n Arbeiterzentren, wo die Sozialisten mit einem leichten Erfolg rechneten, zu Tage getreten. Diese Wahl werde eine ungeheure Rückwirkung in der ganzen Welt und namentlich in den Ländern haben, in denen die berühmten demagogischen „Experimente" das Wirtschaftselend verschärft und in den Arbeiterreihen schreckliche Leiden geschaffen haben. Zur Sicherung eines ruhigen Wahlkampfes in Hessen. DieNegierung fordert schärfste Bekämpfung radikaler Ausschreitungen. WSR. Darmstadt, 27. Oft. Der hessische Innenminister hat in einem Ausschreiben an die Kreisämter und Polizeiämter erneut Anweisung zur energischen Dekämpfun gberanti- christlichen und antisemitischen Ausschreitungen gegeben. Darin heißt es u. a.r Seit einiger Zeit mehren sich die Anzeichen dafür, daß die radikalen politischen Parteien und Organisationen versuchen, die infolge der Wirtschaftsund Finanzfrise gespannte Stimmung durch planmäßige Beunruhigung der Bevölkerung zu verschärfen und die Bemühungen der Reichs-- und Länderregierungen zur Lieber- e Windung der bestehenden Schwierigkeiten zu stören. Reben der täglichen Hetze in Wort und Schrift sind schwere politische Ausschreitungen gegen Andersdenkende und sogar verbrecherische Anschläge verübt worden, die in ihrer politischen Bedeutung höchste Beachtung verdienen. Selbst die friedliche religiöse Betätigung ist wiederholt gefährdet und gestört worden. Hierher gehört auch die aufs schärfste zu verurteilende antisemitische Verhetzung. Es muß jede Voraussetzung getroffen werden, daß die gesetzmäßige religiöse oder weltanschauliche Betätigung jedes Staatsbürgers unbedingt gewährleistet ist. Die Llebung religiöser oder konfessioneller Lleberzeugungen im Rahmen der christlichen Kirchen wie der jüdischen Religion, namentlich an Sonn- und Feiertagen, muh in jeder möglichen Weise geschützt werden. Die hessische Regierung ist entschlossen, während des bevorstehenden Landtagswahlkampfes den inneren Frieden mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln aufrechtzuerhalten. Zwischenschiedsspruch für Reichsbahnarbeiter. Berlin, 27. Oft. (WTB.) In den Schlichtungsverhandlungen beim Lohnstreit zwischen Reichsbahnverwaltung und Reichsbahnarbeitern ist heute ein Zwischenschiedsspruch gefällt worden. Der Zwischenschiedsspruch ve rlänger t denbestehendenTarifvertrag mit dem Vorbehalt der Wiederaufnahme der Verhandlungen, nachdem eine Entscheidung gefällt ift in dem zur Zeit schwebenden L o h n st r e i t zwischen Reich und Reichsarbeitern sowie Reichs- Post und Reichspostarbeitern. Erst dann soll eine endgültige Vereinbarung oder ein endgültiger Schiedsspruch herbeigeführt werden. Der Schiedsspruch stützt sich darauf, daß die Rotverordnungen dem Sinne nach selbst davon ausgehen, daß die Lohnregelungen der anderen öffentlichen Behörden vorweg erledigt und die Regelung bei der Reichsbahn erst zeitlich anschließend getroffen werden soll. Wie von der Deutschen Reichsbahngesellschaft mitgeteilt wird, hat sie auf Grund der Rotverordnungen vom Juni und Oftobet die Ermächtigung erhalten, ebenso wie Gemeinden, Reichsverwaltungen und Postverwaltung, eine Lohnfürzung für Arbeiter um 4,5 v. H. vorzunehmen. Von dieser Ermächtigung hat die Reichsbahn Ende Oktober Gebrauch gemacht. Die geplante Lohnherabsetzung würde der Reichsbahn eine Summe von 37 Millionen Mark jährlich ersparen Rach der finanziellen Lage der Reichsbahn müßte eine noch größere Ersparnis durch Lohnherabsetzung eintreten. Falls die geplante Lohnherabsetzung jetzt nicht erfolgt, ist die Reichsbahn genötigt, Ersparnisse auf anderem Gebiete also d u r ch v e r m i n d e r t e B e s ch a s f u n g e n eintreten zu lassen. Die Harzburger Koalition. E s Jen, 27. Oft. (ERB.) 3n einer Kundgebung ber Essener Rationalsozialistischen Partei tarn ber braunschweigische Minister Klagges auch auf d«e Tagung ber Rechtsopposition in Bad ur® sprechen. Viele nationalsozialistische Anhänger seien wegen ber Koalition kopfscheu geworden. Es habe sich dabei aber nur um eine reine Zweckgemein - chch leidcnscpasUZ^^u:-. RepublifanismuS bekannte. DieLteberfüllungderakademischenBerufe Der Reichsoerbanb der Deutschen Industrie, die Bereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e. B., der Verein Deutscher Chemiker iznd der Bund angestellter Akademiker technisch-naturwissenschait- licher Berufe e. D. weisen in einem Aufruf auf die Gefahren hin, die ein weiteres uneingeschränktes Anschwellen der Masse der Studierenden an den deutschen Universitäten und Hochschulen in den nächsten Jahren bringen muß. Die Zahl der stellungslosen Akademiker aller Fakultäten für das Jahr 1934 werde heute schon auf 130Ö00 geschätzt. 3n dem Ausruf heißt es u. a.: Ganz besonders groß ist die Zahl derer, die sich dem technischen und naturwissenschaftlichen Studium widmen. Die Erfahrung in der Praxis lehrt nun, daß ein sehr großer Prozentsatz der sich um Stellungen in der Industrie und im Gewerbe bemühenden technischen Akademiker von Hochschulen und Unioersi- täten den Beruf nicht aus angeborener Begabung für die Technik und die wissenschaft- Iiche Forschung erwählt hat, sondern weil sie glauben, auf Grund des bestehenden Examens leichter eine Einkommensmöglich k e 11 z u finden. Diese Akademiker sind vielfach bereit, trotz des langjährigen Studiums und der Höhe der Ausbildungskosten sich mit nichtakademischen Stellungen zufrieden zu geben, auch wenn sie zunächst keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Diese Tatsache beweist, daß heute sehr viele Absolventen der höheren Schulen das Studium nur aus Verlegenheit und ohne ernft- hafte Ueberlegung ergreifen. Gegenüber der einseitigen Ueberschätzung der Ausbildung auf der höheren Schule muß zur Stärkung des Anreize» für diese Berufe Aufklärung darüber geschaffen werden, daß ein ausschlaggebende» volkswirtschaftliches Interesse [ür die Erhaltung und Fortentwicklung der gegenwärtigen Ausbildung in den handwerklichen und gewerblichen Berufen oorliegt. Schuld an der jetzigen Entwicklung ist nicht zuletzt das Be- rcchtigungswefen. In dieser starken Ucber- l'chäyung der geistigen Ausbildung muß baldigst eine Wandlung eintreten. Sonst kommen wir nicht zu einer Gesundung der Behältnisse auf dem akademischen Arbeitsmarkt. Der Aufstieg und das Studium der zu akademischer Aus- bildung wirklich Befähigten muh zum Nutzen der Wissenschaft und der Volkswirtschaft für d i e Zukunft sichergestellt werden. Dies kann nur dann geschehen, wenn für Berufe und Tätigkeiten, die weder ein Abiturientenexamen noch ein akademisches Studium erfordern, a u ch i n der Praxis kein Nachweis für eine derartige Vorbildung verlangt wird, diese Berufe vielmehr tatsächlich allen denen zugänglich gemacht werden, die keine abgeschlossene höhere Schulbildung besitzen. Die Verbände treten daher mit Nachdruck dafür ein, daß für diese Tätigkeiten nicht die Berechtigung zum höheren Studium ge- fordert wird. Sie finden sich dabei weitgehend in Uebereinftimmung mit den Bestrebungen des Reichs- Ministeriums des Innern, das seinerseits durch die Vereinbarung mit den Landesregierungen über die mittlere Reife einen neuen gleichlaufenden Weg gewiesen hat. Laval verläßt Amerika. Das Ergebnis von Washington: „Wir wissen, wo wir stehen." Frankreich sucht die Verständigung mit Deutschland. Reuyork. 27. Okt. (TU.) Der französische Ministerpräsident Laval ist kurz nach Mitternacht (nach 6.00 Uhr früh MEZ.) mit der „3sle de France" aus Reuyork nach Frankreich abgereist. Auf einem Abschlußbankett. das die französische Handelskammer in Reuyork zu seinen Ehren veranstaltete, erklärte der Ministerpräsident zu seinen Unterhaltungen mit Hoover : „B o n nun an wissen wir, w o wir stehen, was wir wollen, was wir erwarten können und was von uns erwartet werden kann." Das Ergebnis der Unterhaltungen werde zweifellos eine engere Zusammenarbeit zwischen den Bereinigten Staaten und Frankreich sein, um „unsere Kultur gegen die Gefahren, denen sie ausgesetzt ist, zu schützen." Laval vermied es, auf Einzelheiten der Washingtoner Besprechungen einzugchen. Er unterstrich lediglich, daß die Bemühungen nicht umsonst gewesen seien. „3ndem wir nach den hauptsächlichsten Mitteln für die Wiederherstellung der Wirtschaftsstabilität und des Vertrauen s suchten, haben wir unsere Pflicht internationaler Solidarität erfüllt. 3ndem ich hier die Politik internationaler Zusammenarbeit fortsetzte, für die mein und Bri- ands Besuch in Berlin eine wichtige Etappe darstellte, bin ich mit bewußt, der Friedenssache gedient zu haben, ohne die wesentlichen 3nter- essen Frankreichs zu opfern." An Bord der ,.3sle de France" gab Laval kurz vor feiner Abreise einem amerikanischen Pressevertreter folgende Erklärung: „3ch werde dem Parlament über alles Rechenschaft ablegen; ich werde sodann meine Ministerkollegen um ihre Ansicht über einen Plan für eine vollständige französisch-deutsche Annäherung befragen. Das Allernotwendigste ist, das Vertrauen wiederherzustellen, das seinerseits nur auf der Basis einer wirtschaftlichen Verständigung beruhen kann. 3ch habe dem Präsidenten Hoover und dem Senator Borah erklärt — und ich glaube, sie davon überzeugt au haben—, daß Frankreich, wenn es sich selbst überlassen bleibt, die erwartete Annäherung zu- standebringen (de terminer) kann." Laval soll den Präsidenten Hoover und Borah ein« geladen haben, nach Frankreich zu kommen, aber diese wüßten noch nicht, ob sie diese Einladung annehmen könnten, obgleich sie sie günstig aufgenommen hätten. Der offenherzige Borah. Polen auf den Futz getreten. Washington, 27. Okt. (TU.) Die politische Sensation in Washington ist ein scharfer Zusammenstoß zwischen dem hiesigen polnischen Gesandten Filip owicz und dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Senates Borah. Borah hatte mit dem poln'scben Gesandten bei dem Abschiedsempfang f ü r L a v a l am Sonntagabend in den Räumen der französischen Botschaft eine Aussprache über seine Aeußerungen über den Weichselkorridor. Diese Unterhaltung trug einen rein privaten und vertraulichen Charakter. Der polnische Gesandte hielt cs jedoch für nötig, entgegen den Abmachungen eine offizielle Verlautbarung über die Unterhaltung herauszugeben, in der gesagt wird, daß Borahs Kenntnisse der mitteleuropäischen Zustände durchaus mangel- hast seien. Senator Borah war über diesen unerwarteten Ausfall de- polnischen Diplomaten höchst überrascht, da der Gesandte die Vertraulichkeit gebrochen hatte. Er sah sich infolgedessen veranlaßt, den Angriff des polnischen Gesandten in einer öffentlichen Erklärung zu beantworten. Borah sagt in seiner Verlautbarung, er habe erwartet, daß die Unterhaltung privater Ratur bleiben würde. Er sei daher sehr überrascht gewesen, als 3ournalisten ihn von der amtlichen Verlautbarung der polnischen Gesandtschaft unterrichteten. Er, Borah, habe keinerlei Absicht gehabt, über die Unterhaltung mit Herrn Filipowicz etwas zu sagen. Er bedauere, daß das Gedächtnis des Gesandten hinsichtlich dieser Unterhaltung fehlerhaft zu fein scheine. Zeugen bet Besprechung Borahs mit Filipowicz erzählen, der polnische Gesandte habe in bet Unterhaltung behauptet, baß bas Gebiet bes Danziger Korribors zu 80 v. H. von Polen bewohnt sei. Borah habe bem polnischen Gesanbten barauf ertoibert, baß ber Korri- bor in absehbarer Zeit zu 100 v. H. von Polen bewohnt sein würbe, wenn bie polnische Regierung ihre gegenwärtige En t b e u t sch u n g s p o l i t i k weiter »erfolge. Der Zwischenfall zwischen Borah unb Filipowicz erregt in politischen Kreisen das größte Aufsehen, ba bisher noch kein diplomatischer Vertreter des Auslanbes bem Vorsitzenden des Senatsausschusses für auswärtige Angelegenheiten „mangelhafte Kenntnisse" ber politischen Verhältnisse vorgeworfen hat. Die Weiterentwicklung der Reparationsfrage. Tie Auffassunq des Auswärtigen Amtes. Berlin, 27.Oft. (OB.) (Ein Berliner Abend- blatt will wissen, daß ein deutscher Schritt in der Reparationsfrage bevorstehe, und zwar werde erwogen, die (Einberufung de» beratenden Sonderausschusses der BIZ. zu beantragen. Das ist bekanntlich der Im Qoungplan selbst vorgeschriebene Weg. Die wir oonunterridjte- t e r Seite erfahren, kann von einem solchen Schritt vorläufig gar nicht die Rede sein. Natürlich beschäftigt man sich bei den zuständigen Stellen der wilhelm- ftraße sehr lebhaft mit dem Ausgang der Washingtoner Besprechungen, aber vorläufig Ist noch gar nicht abzusehen, wie die Reparation»srage vorwärts getrieben wird. Das Washingtoner (Eommuniqu^ regt eine Initiative der europäischen Machte an, also keineswegs ein (Einzelvorgehen Deutschlands. Zunächst muß man doch auch einmal abwarten, bis Laval wieder in Paris eingetrosfcn ist. und dann wird in diplomatischen Verhandlungen, vor allem zwischen Berlin und Paris, da» weitere Vorgehen geklärt werden müssen, wahrscheinlicher als die Ankündigung eines deutschen Schrittes klingt vielleicht schon die amerikanische Meldung, daß Laval die Initiative zur (Einberufung einer Konferenz ergreifen werde, mehr aber noch neigt man in Berlin der Auffassung zu, daß es schließlich entsprechend der Formulierung des Washingtoner Lommuniquss zu einer gemeinsamen Aktion kommen wird. Rach Auffassung unterrichteter Stellen ist es aber am richtigsten, zunächst einmal die Rückkehr Lavals und die sich daran anschließenden diplomatischen Besprechun- gen abzuwanen. wa» vorher über diese Dinge gesagt wird, ist nur al» Kombination zu werten. Als ersten politischen Redakteur hatte Sonnemann Georg Friedrich Kolb berufen, der noch dem PaulSkirchen • Parlament angehört hatte. Während des amerikanischen Sczessionskricge- war die Zeitung nahezu da- einzige größere deutsche Blatt, welches für die Erhaltung der amerikanischen Union eintrat Auch finanziell wurden die Vereinigten Staaten von Frankfurt unterstützt. Beim Einmarsch der Preußen in Frankfurt a. M- 3uli 1866, wurde das Zcitungs- gebäude beseht und die Zeitung unterdrückt. Um ihr Zorterscheinen zu ermöglichen, siedelten Redaktion und Verlag nach Stuttgart über. Rach langen Verhandlungen mit den preußischen Behörden wurde es ermöglicht, Rovembcr 1866 die Zeitung wieder nach Zranksurt zurückzuverlegen. wo sie nunmehr als „Franksurter Zeitung" erschien. 25 Jahre Berliner Handelshochschule. Die Berliner Handel-Hochschule beging mit einem Festakt ihr 25jähr gc- Bestehen. Gleichzeitig fand bie Rektorat-Übergabe an Professor Bonn statt. Rach beffen Ansprache über „Wirtschaftsgestaltung unb Hoch- fchulzicle", in der er die schwierige Lage der akademischen 3ugend infolge der Dirlschastskrise behandelte, dankte Handelsminister Schreiber der 3ndustrie- und Handelskammer, der eigentlichen Trägerin der Handelshochschule. Obre Opferwilligkeit habe dem Staat erhebliche Au-- gaben erspart. Obrem Präsidenten Franz von Mcndelsschn wurde die Goldene Staatsmedaille für Verdienste um Wirtschaft und Forschung verlieben. Zu Ehrendoktoren wurden ernannt. Pros. Dr. 6 o m b a r t, Pros. Hellaucr . Frankfurt a. M.. Prof. Dr. H e y m a n n - Berlin. Geheimrat K a ft l vom RcichSverband der Deutschen Ondustric, der bekannte Kunftmäzen Oames S i - mon. Staatssekretär a. 'S). OSkar Meyer, Staatsministcr a. D. Leip art. Präsident des ReichSwirtschaftSrate-, Sven Hedin und der amerikanische Botschafter in Berlin, C ad et L Eine Lhervskerdurg bei Hannover entdeckt. Der erste Direktor des Hannoverschen Provinzial» museums, Dr. Jacob - F r i e fe n, Hal auf dem Gehrdener Berg bei Hannover durch Grabungen eine Cheruskerburg aus der Zeit um Christi fest- gestellt. Der Halbkreis, um die einstige Kuppe de» Gehrdener Berges hat eine Länge von ungefähr 150 Meter unb eine Breite von etwa 100 Meter. Dieser Wall mit sehr tiefem Graben war schon seit langem bekannt, war aber bi» jetzt noch niemals wissenschaftlich untersucht worden. Bei einer Probe- grabung wurden Gesäßscherben gesunden, die so charakteristisch sind, daß sich die Anlage nur ander Zeit von 15 vor dis 15 nach Christi Geburt datieren läßt. Cs ist anzunehmen, daß aus dieser Burg ein Teil der Cherusker in die Varusschlacht gezogen ist, doch wäre es Der- sthll, die Varusschlacht und den Gehrdener Berg in direkten Zusammenhang zu bringen. (Eine umfangreiche Schwarzbrennerei ausgedeckt. Eine Schwarzbrennerei, wie sie bisher wohl im Rheinland kaum bestanden hat, ist von der Zollverwaltung in LeuteSdorf (KrciS Reu- wied) auSgehoben worden. Die Ausmaße der Produktion sind bi- jetzt überhaupt noch nicht zu übersehen. Man rechnet aber damit, daß i m Laufe der letzten fünf Sabre einige taufend Fuder schwarzgebrannt worden sind. Da ein Eisenbahnwagen etwa sechS Fuder saßt, so ist anzunchmen, daß aus dieser Schwarzbrennerei ganze Eisenbabnzüge unversteuerten Branntweines hervorgegangen sind. Die Höhe der hinterzogenen Steuerlummen wird sich aus einige IW 000 Mark belaufen. Die Aufdeckung dieser Schwarzbrenneret wird wahrscheinlich einen aufsehenerregenden Steuerhintcrzichungsprozcß zur Folge haben. Hitzewelle In Rumänien. Die ganz ungewöhnliche Temperatur von 31 Grad Wärme ist in Bukarest gemessen worden. DaS Land ist von einer Hitzewelle überflutet, die selbst für einen verspäteten Altweibersommer außerordentlich selten ist. Beraubung eine» Hausverwalter». Aus einen Berliner Hausverwalter wurde ein Raubüberfall verübt. Der Verwalter der Dam- bergschen Erben, die einen Rcubaublock i n Weihe n s c c , nahe der Rennbahn, besitzen, batte im Laufe des Vormittags 3000 Mark Miete eingezogen und sortierte das Geld in seinem Bureau. Plötzlich wurde die Tür ausgerissen und zwei jüngere Burschen stürmten herein. Sic bedrohten den Verwalter mit Pistolen und raubten von dem auSgezähltcn Gelde 3000 Mark. Mit der ‘Beute flüchteten sie auf die Straße, wo ihre Fabrravcr standen. Sie sind trotz Verfolgung entkommen. Musfottni al» Dramatiker. Das Deutsche Nationaltheater in Weimar hat das Recht der alleinigen deutschen Uraufführung für das Drama „E a m p o di Maggio" von Benito Mussolini erworben. Das Werk trägt im Deutschen den Titel .Hundert Tage" und behandelt die für Napoleon I. entscheidende Episode von der Flucht au» Elba bi» zum Tage von Waterloo. Es erregte im Vorjahre Aufsehen, als man hörte, daß der Staatsmann Mussolini auch als Dramatiker tätig sei. Idee und brama- turaischer Plan stammen ausschließlich von Ihm, während er die dramatische Formung gemeinsam mit dem italienischen Schriftsteller (9. Forzano durchführte. Das Werk, das drei Akte mit acht Bildern umfaßt, ist bisher nur in Rom unb Budapest herausgekommen. Die deutsche Uraufführung wirb im Januar kommenben Jahres stattfinden unb Zwischen der Londoner unb ber Pariser Uraufführung liegen. Die Inszenierung wirb vom Generalinten- bauten Dr. Ulbrid) besorgt werben. Oie Wetterlage. Morr Oktober nve Elba bis zum i Dorjahre Auf- atsmann Musso- Idee und drama« eßlich von ihm, iung gemeinsam A. Forzono fe mit aty Äii- unb Bubapeft lssührung wird inben und M' t üraussührung n Teneralinten- >en. l. Handwerkertagung in Gießen. Oie Vertreter des oberhessischen Handwerks fordern einen anderen Vorsitzenden der Handwerkskammer. tnibetfi O '•st %• r'St ’J bet /Kreis Aeu, der nicht m "t. im re einige tannt toor. . etwa sechz 1 °us dieser °ahnzüge "es hervor, jntmogenen ^000 Mark Wtennetei <«’ 0,11 und Gießen benachteiligt worden. Der Redner rügte ferner, daß Nohl gelegentlich einer Beratung in Frankfurt über die hessische Landtagswahl die erbetene Unterstützung des Landesverbandes des Handwerks und Gewerbes zur Kandidatenbestimmung innerhalb der bürgerlichen Parteien nicht zugesagt habe unter der Begründung, er müsse Rücksicht darauf nehmen, daß im Landesverband auch Sozialdemokraten und Kommunisten seien. Dabei sei aber, so betonte der Redner unter starkem Beifall der Versammlung, noch nie etwas von den Sozialdemokraten oder gar von den Kommunisten für das Handwerk getan worden. Er (Redner) könne in all den angeführten Fällen das Verhalten Nohls als Handwerkerführer nicht verstehen und nicht billigen. Direktor Schüttler - Darmstadt verteidigte Nohls Stellungnahme in der Frage der Kandidatenbestimmung mit dem Hinweis auf das Vorhandensein aller politischen Ansichten im Verband; Nohls Lieferungen nach Lich erklärte er damit, daß Nohl Spezialfirma für die in Lich benötigte Anlage sei, während die übrigen Arbeiten von Licher Handwerksmeistern ausgeführt worden seien; zur Volksbank-Angelegenheit betonte er, daß man Nohl bisher nichts Ehrenrühriges habe nachweisen können, Nohl auch noch nicht vor den Staatsanwalt oorgeladen worden sei und sich deshalb Zurückhaltung empfehle. Becker ° Gießen und Heß- Friedberg unterstützten diese Darlegungen, ebenso ein weiterer auswärtiger Redner. Lenth - Alsfeld, Lenz- Gießen, Döll - Laubach, Blum- Gießen und eine Reihe weiterer auswärtiger Redner schlossen sich dem Standpunkt des Obermeisters Loeber- Gießen an, zumal dieser noch hervorhob, er habe persönlich gar nichts gegen Nohl, er sei auch kein Konkurrent von ihm, sondern vertrete nur rein sachlich Handwerkerintercssen; was er von Lich berichtet habe, beruhe auf Mitteilungen aus berufenem Munde, ebenso stehe fest, daß das sehr leistungsfähige Gießener Jnstallateurgewerbe durch Nohls Konkurrenz bei Klinikbauten ausgeschaltet worden sei, obwohl es fachlich gleichwertig sei mit Nohls Firma. Dr. Bünnings teilte mit, daß Nohl den Vorsitz im Landesverband des Hand- werks und Gewerbes niedergelegt habe. Auf eine Anfrage aus der Versammlung, warum er nicht auch auf den V o r s i tz d e r H a n d- werkskammer verzichtete, erklärte Direktor Schüttler, Nohl habe dieses Amt ebenfalls niederlegen wollen, der Gesamtvorstand der Kammer und die Regieru ng hätten ihn aber gebeten, da ihm nichts Ehrenrühriges nachgesagt werden könne, dieses.A m t z u behalten, da er auch heute noch ihr volles Vertrauen habe. Becker- Gießen unterstrich diese Feststellung. Im weiteren Verlaufe der Aussprache wurde noch wiederholt unter Zustimmung der Versammlung zum Ausdruck gebracht, daß große Kreise des Handwerks kein Vertrauen mehr zu Nohl hätten, und dieser als stark umstrittene Persönlichkeit den Vor« s i tz der Kammer niederlegen solle. Als den Willen der großen Mehrheit der Versammlung stellte Dr. Bünnings (Gießen) schließ- lich fest, daß die Vertreter Oberhessens im Vorstand der Handwerkskammer Nohl erklären sollten, er besitze das Vertrauen des oberhessischen Handwerks nicht mehr und möchte deshalb sein A m t niederlegen. Hinsichtlich desDerfahrensaufkünftigen Handwerkertagungen wurde dann der gestern schon mitgeteilte Beschluß gefaßt. Schließlich wurden noch verschiedene Wirtschafte und Steuer- & wei-erM 10,11 qnletn unh IW« froftfrei. W? MN Knw n^erÖ hin. .. ffied)lelnh N»: tfS« falurtn^Ol10, ^55*» direktor Dr. Baur und musikalische Darbietungen des Kammerorchesters der Volkshochschule vor. Interessenten seien auf die heutige Anzeige verwiesen. ** Großes Militär-Streichkonzert. Nachdem sich das Konzert, das vor einiger Zeit in der Dolkshalle stattfand, zu einem großen Erfolg für die Kapelle des Bataillons gestaltete, fand auch das Konzert in den Räumen der Liebigshöhe am Sonntagnachmittag reichen Zuspruch. Das Militärstreichkonzert unter der Leitung des Obermusikmeisters Krauße erbrachte den Beweis dafür, daß das Orchester nicht nur gute Blechmusik zu machen versteht, sondern auch als Streichorchester Vorzügliches leistet. Die Musiker sanden unter diesen Umständen ein ebenso aufmerksames wie dankbares Publikum. Nach dem einleitenden schneidigen Marsch der 116er brachte das Programm eine stilvolle, allerdings weniger bekannte Ouvertüre von Schubert, eine originelle „Schwäbische Rapsodie", in devverschiedene Volkslieder erklangen und dann Szenen aus Jacques Offenbachs unsterblichen „Hoffmanns Erzählungen". Die lebendige Ouvertüre zur Oper „Wilhelm Dell" (Rossini), die immer wieder gerne gehört wird, und „Marsch und Chor aus der Zauberflöte" (Mozart), beide Darbietungen in ganz vorzüglicher Wiedergabe, fanden stärksten Beifall. Sehr ansprechend wurde auch die Einleitung des 3. Aktes zur Oper „Die Meistersinger von Nürnberg" zu Gehör gebracht. Walzermusik und ein Marsch beschlossen das unterhaltsame Programm. Die Kapelle mußte sich zu einigen Beigaben entschließen. Erwähnenswert ist, daß in einzelnen Musikstücken die solistischen Partien in überraschend sicherer Weise von den einzelnen Musikern wiedergegeb"n wurden und vom Publikum mit besonderer Aufmerksamkeit ausgenommen wurden. Das Konzert Dürfte der Kapelle manchen neuen Freund gewonnen haben. Heimat-Vereinigung „Schiffender g". Die Familienzusammenkunft der Heimat- Vereinigung „Schiffenberg" am Sonntag auf dem Unter dem Vorsitz von Gewerbeschulrat Dr. Bünnings (Gießen) fand — wie gestern schon kurz berichtet — am Montag in Gießen eine Vers amm lung des oberhessischen Handwerks und Gewerbe s statt. Aus allen Teilen der Provinz waren die Vorsitzenden und Delegierten der Innungen und Ortsgewerbevereine in sehr großer Zahl erschienen. Zweck der Verhandlung war eine Aussprache über die Bensheimer Tagung des Landesverbandes des hessischen Handwerks und Gewerbes, die vor einigen Wochen stattfand und im Verlaufe erregter Auseinandersetzungen gesprengt wurde, ferner eine Erörterung der Ursachen für die in Bensheim 8Utagegetretene Mißstimmung und Beschlußfassung über Mittel und Wege zur künftigen Verhütung derartiger Vorkommnisse. Die dreistündige Aussprache brachte die Meinungsäußerung so vieler Redner, daß im Rahmen dieses Berichtes nur die Grundzüge der' Erörterung aufgezeigt werden können. Der Vorsitzende Dr. Bünnings, Gießen; Zeschky, Schotten; Handwerkskammerdirektor Schüttler, Darmstadt; Däckerobermeister Loeber, Gießen; Bauunternehmer Becker, Gießen; Otter 6 ein, Lauterbach; Heß, Friedberg. und eine Reihe weiterer Redner vertraten den Standpunkt, daß man nur durch streng sachliche Behandlung der Handwerkerfragen zum Besten des Handwerks wirken könne. Von diesem Standpunkt aus hielten sich die meisten Redner für verpflichtet, mit Freimut gewisse Ereignisse der jüngsten Zeit kritisch zu beleuchten, damit durch rückhaltlose Meinungsäußerung an Stelle des bisherigen Mißfallens der kraftvolle Wille zur Schaffung besserer Verhältnisse im hessischen Handwerk treten könne. Handwerlslammerdireltor Schüttler, Darmstadt, führte der Versammlung an Hand einer chronologischen Aufzählung vor Augen, wie vielseitig und zahlreich die Einrichtungen in Hessen sind, die vom Landesverband des hessischen Handwerks und Gewerbes in Gemeinschaft mit der Handwerkskammer — beide verbunden durch Personalunion im Dorsihendenamt — im Lause der Zeit geschaffen wurden. Er forderte, daß die Handwerkertagungen nicht zum Tummelplatz von Radauelementen gemacht werden, die das Handwerk in der Öffentlichkeit nur herabsehen. Ferner ersuchte er um vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Kammer und dem Landesverband, da nur auf dieser Grundlage gedeihlich für das Handwerk gearbeitet werden könne. Däckerobermeister Loeber - Gießen sprach sein volles Vertrauen zu Direktor Schüttler aus, der in seiner jahrelangen Tätigkeit viel dankenswerte Arbeit für das Handwerk geleistet habe. So sehr er zu Direktor Schüttler Vertrauen habe, so stark sei es aber gegenüber dem Hand- werkskammervorsihenden Nohl im Zusammenhang mit den Vorgängen bei der Darmstädter Volksbank und wegen unangebrachter Konkurrenz Nohls gegenüber Handwerkskollegen in auswärtigen Orten erschüttert. Obermeister Loeber beanstandete u. a. unter lebhafter Zustimmung der Versammlung, daß die Darmstädter Volksbank, deren Aufsichtsratsvorsihender Nohl bis vor kurzem war, während dessen Amtszeit für das Warenhaus Wronker einen Kredit von 100 000 Mark eröffnet habe. Weiter warf er Nohl vor, bei der Vergebung von Arbeiten außerhalb Darmstadts sich nicht die kollegiale Rücksichtnahme auferlegt zu haben, die für den Vorsitzenden der Handwerkskammer selbstverständlich sein müsse; dadurch seien z. B. Berufskollegen von Nohl im Installateurgewerbe von Lich Aus Der provinzialbauptstadt Gießen, den 28. Oktober 1931. Goll man bei offenem Fenster schlafen? Die Frage, ob man bei offenem Fenstet schlafen soll, läßt sich allgemeingültig nicht beantworten. Wer nicht ganz gesund ist, wird besondere Vorsicht walten lassen müssen. Für den Gesunden indessen ist das Schlafen bei offenem Fenster erwünscht, aber «s sind dabei eine Anzahl von Vorsichtsmaßregeln zu beachten. Zunächst ist für das Schlafen bei offenem Fenster die Außentemperatur maßgebend. ; Liegt sie unter null Grad, so wird man mit dem i Offenhalten der Fenster während der Nacht vorsichtig sein müssen. Unser Körper braucht während der Nachtzeit zur Vorbereitung auf den kommenden Tag unbedingt reine frische Luft, und es ist wissenschaftlich erwiesen, daß wir beim Schlafen mehr Sauerstoff einatmen und mehr Kohlensäure aus- j scheiden, als in wachem Zustande. Findet keine genügende Lufterneuerung während der Nachtzeit statt, |o wird die Luft sauerstoffarm, d. h. schlecht. Es gesellen sich ihr die natürlichen Ausdünstungen des Körpers hinzu, und man ist bei fehlender Lufterneuerung gezwungen, diese schlechte Luft immer wieder einzuatmen. Im Sommer empfiehlt es sich daher, stets bei offenem Fenster zu schlafen. Im Herbst und im Winter wird es zweckmäßig sein, vor dem Zubettgehen eine gründliche Lüftung des Schlaf- raumes vorzunehmen und mindestens einen Fensterspalt bei nicht zu großer Kälte offenzuhalten. Das läßt sich gefahrlos durch Zwischenlegen eines Stückchens Holz oder Korks erreichen. Dabei darf das Bett nie direkt am Fenster stehen. Noch besser ist es, wenn möglich, im Nebenraum ein Fenster offenzuhalten. Auch ist es ratsam, durch Vorziehen einer Gardine eindringenden Staub abzuhalten. Das offene Fenster bietet während der Nachtzeit einen Gefahrenschutz gegenüber ausströmendem Gas, |el es Leuchtgas, das man aus dem Schlafzimmer stets fecnhalten sollte, seien es Abgase eines schlecht schließenden Ofens. Alles in allem läßt sich sagen, daß der Gesunde nach diesem Rezept möglichst bei offenem Fenster, «uch im Herbst und Winter schlafen soll. Wer krank ist oder zu Katarrhen, rheumatischen Beschwerden üsw. neigt, sei vorsichtig und frage im Zweifelsfalle feinen Arzt. WSN. Konzert des Arbeiter-Gesangvereins „Eintracht.^ In der musikalischen Abendfeier, die der Arbeiter- 6esangoerein „Eintracht" Gießen am vergangenen Sonntag in der Stadtkirche veranstaltete, kamen mit einigen Ausnahmen auch Werke zu Gehör, die ihrem Gehalt nach weltlichen Charakter trugen. Die Veranstaltung muß als ein Versuch gewertet werden, weltliche Musik im Rahmen eines Kirchen- konzerts zur gleichen Wirkung zu bringen, wie im Konzertsaal. Schaltet man bei der Frage nach dem Lrsolg des Experiments irgendwelche andere Bedenken aus, so muß man bei objektiver Beurteilung zu der Aussassung gelangen, daß sich nur wenig rveltliche Musik zur Aufführung bei einer Deran- slaltung in der Kirche verwenden läßt. Die inneren Bindungen zwischen Klang und Raum sind doch zu stark, als daß sich ein weltliches Stück getragenen Charakters ohne weiteres in einem Kirchenkonzert verwenden ließe. Insbesondere denken wir hierbei □;i den Chor aus dem Freischütz und die beiden Schubert-Lieder. Der Klaviersatz Schuberts läßt sich jedenfalls nur unter gewissen Voraussetzungen auf die Orgel übertragen, zumal in ihm das textunter- nialende Element deutlich hervortritt. Der Chor des Vereins steht auf sehr guter Aus- bildunasstuse. Er bewies in Beethovens „Ehre (Lottes" und „Hymne an die Nacht", sowie in dem Chor aus „Freischütz" und dem Kuhlauschen „lieber allen Wipfeln ist Ruh" sehr gutes technisches und ’ flimmliches Können. In der weltlichen Kantate Mozarts stand er auf besonderer Höhe, und diese Leistung verdient in erster Linie anerkannt zu werden. Die Aussprache und die Einsätze sind deutlich unb bestimmt. Die Probenarbeit unter dem be- lwährten Leiter Herrn H. Meyer (Wieseck) hat sich gelohnt. Herr Meyer hat die Chöre mit viel Gründlichkeit unb gutem Verständnis einstudiert unb kann mit bem Erfolg bes Abenbs durchaus zufrieden fein. Zwischen den Chören sang Frau Berty Jentzen- Schreiber die beiden Schubert-Lieder „An die Musik" und „Du bist die Ruh". Mit einem Mezzo- i s'opran von bedeutendem Umfang und Klangvolumen h vermittelte sie die beiden Lieder und besonders die Solopartie der Mozart-Kantate sehr eindrucksvoll. Herr Stadtorganist H. Simon, der die Chöre auf der Orgel sicher und prägnant (treffende Re- Mrierung) begleitete, war vor allem der von ihm | zjum Eingang gespielten L-Dur-Fantasie für Orgel von I. Seb. Bach ein stilvoller Interpret. Am Klavier begleitete Frau Elfriede Fischer eins der besten Schubert-Lieder unb bie Mozart- Kantate anstelle des Orchesters. Sie paßte sich ausgezeichnet an unb faßte die Begleitung ber Kantate durchaus orchestral auf (von ber Orgel aufs beste unterstützt), woburch sie dem Chor eine gute Stütze gab. F. B. Bornotizeu. — Tageskalender für Mittwoch. Stabt- tijeater Gießen: „Sturm im Wasserglas", 19.30 bis wegen 22 Uhr. — Oberhessischer Kunstverein: Ausstellung „Alte unb neue Graphik", 15 bis 17 Uhr, Turmhaus am Brandplatz. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der keu.sche Josef". — Eine öffentliche Kundgebung ber Leutschen Volkspartei findet am nächsten Sonntag, 20 Uhr, im Cafö Leib statt. Der Parteiführer Dingeldey wird in dieser Versammlung | predjen. — Siehe heutige Anzeige. * '* Gehaltskürzungen bei der Hef- ßischen Landeskirche. Die Hessische Landeskirche hat die Gehaltskürzungen der hessischen Regierung für ihre Bean^en auch auf die Deam- ttn und Geistlichen der Hessischen Landeskirche ausgedehnt und außerdem die Postnumerando- Zahlung eingeführt. 6M.1.-U-J0 Gurgle ohne Glo» und Weiser — gurgle trocken werben soll des dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der Geschäftsstelle aut Aus dem Amtsverkündigunasblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 73 vom 23. Oktober enthält: Straßensperren. — Die Ausstellung von Wandergewerbescheinen. — Gewerbelcgitimationskarten. — Die Erhebung einer Biersteuer in der Gemeinde Reinhardshain. — Schülerbüchcreien. — Dienstnachrichten. Landgerichtsrat Strack stattfand, wurde ein Meineidsfall verhandelt. Angeklagt waren Frdr. Rühl und Heinrich Schneider aus Frankenbach. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Iustizrat Weidemann. Als Verteidiger fungierten die Rechtsanwälte Rosenthal und Rohn. Die Anklage war die Folge eines Alimentationsprozesses, in dem die eidlichen Aussagen der beiden Angeklagten im Gegensatz standen zu den Bekundungen der anderen Prozeßpartei. Das Amtsgericht F. wies die Alimentationsklage ab und übergab die Akten wegen Meineidsverdachts der Staatsanwaltschaft Gießen. In der heutigen Hauptverhandlung blieben die beiden Angeklagten bei ihren früheren Behauptungen. Es fand eine längere Beweisaufnahme statt; auch die Gerichtspersonen, vor denen sich der Alimentationsprozeß abspielte, wurden als Zeugen vernommen. Der Staatsanwalt führte aus, er persönlich sei zwar von der Schuld der Angeklagten überzeugt, er müsse aber zugeben, daß bei den bestehenden Widersprüchen und den unsicheren Aussagen der Belastungszeugen ein ausreichend schlüssiger Beweis nicht geführt fei, er stelle deshalb die Entscheidung ins Ermessen des Gerichts. Die Verteidiger traten in längeren Ausführungen für Freisprechung der Angeklagten ein. Das Urteil des Schwurgerichts lautete auf Freisprechung mangels ausreichenden Beweises. Schwurgericht Gießen. Gießen, 27. Oft. In der letzten Sitzung Schwurgerichts, die unter dem Vorsitz von Schiffenberg war so zahlreich besucht, daß der „Heimat"-Saal bis zum letzten Platz besetzt war. Gemeinschaftliche Gesänge, heitere Spiele, humoristische Vorträge bewährter Mitglieder, Preis- tanz (alte deutsche Tänze) ließen die Stunden nur allzu rasch entschwinden. Besondere Verdienste um das schöne Gelingen der Veranstaltung erwarben sich das Instrumental-Quartett Bender und die Iungmannschaft des Gesangvereins „Germania" Watzenborn-Steinberg. Eine Glanzleistung auf der Violine war der Vortrag des „Kanarienvogel" durch Herrn Bender, Schüler des Mainzer Konservatoriums. Alles in allem: Eine echte und rechte Heimatveranstaltung, die allen Teilnehmern in angenehmer Erinnerung bleiben wird. Katholische Kundgebung in Frankfurt. WDR. Frankfurt a. M., 26. Oft. Der Dolfsverein für das katholis che Deutschland und die übrigen katholischen Vereinigungen Frankfurts veranstalteten am Sonntagnachmittag im Saalbau eine überaus stark besuchte Katholiken-Versammlung. Der Generaldirektor des katholischen Volksvereins, Prälat van der Velden (M.-Gladbach) sprach über das Thema „Wir Katholiken und das Gebot der Stunde". Stadtpfarrer Dr. Herr begrüßte zuvor in einer kurzen Ansprache die große Versammlung. In geistreichen, teils religiösen, teils weltlichen Ausführungen zeichnete der Redner ein Bild der Nöte der Zeit, die die christliche Weltordnung aus ihren Angeln zu heben drohen. Er beklagte die von Rußland ausgehende Gottlosenbewegung, die den Irrtum begehe, einen Trennungsstrich zu setzen zwischen Leben und Religion. Aber auch außerhalb dieser Bewegung sei beklagenswert, daß heute aus dem Antlitz der Kultur so wenig Christentum entgegenschaue. Außerdem befaßte er sich mit der Ehe-Enzyklika des Papstes. Auch bezüglich der Wirtschaft müsse man umlernen, wenn man einen gesunden Wirtschaftsbau haben wolle; insbesondere seien ein wirklicher Gemeinschaftsgeist und eine Verständigungspolitik notwendig. Er forderte, der politischen Verwilderung entgegenzutreten und die Erziehung der Jugend nicht im Geiste einer Partei, sondern im Geiste des Dolkswohls zu be- Wenn Ihre Empfehlungsanzeige in der Freitags- oder in der Samstagsnummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung treiben. Nach einem Bekenntnis zu Brüning, der, wie alle Katholiken, im Bewußtsein der Verantwortung für das Volk nur dem Staate dienen wolle, schloß Prälat van der Velden feine Ausführungen mit einem Aufruf an alle Katholiken, durch Mitarbeit im Dolksverein die Reihen zur Einheit zu schließen. Aber . bestimmt mehr davon! ywupitn wc ®Wthjitat DI W,m müfitr ”ö do irflenl ^2 elektrisi ■Wer fdjulb: Ü-."«rgehi r°n einer - w°hl ötts'ge, ».«•4 irt‘ nicht n nu; lur die «m QUf ‘ÄS "Uä?** Lr? "k^nuia fn< 5-5 LÄ * E i-tt S» ^>er Ä‘S 6.Ä' St Ll Sofllt er * noch -3 ss% s*2 rtenio ultc «uW-‘- zu unuE Lasten. fit W Dlfltr« !nu6< hcrunttonuntn, neuez-'l! Po» kann -d gtlcheden. d,c unMM brnttnbtn tosten ruw-; lauf wenigs Nicht au-, leih' hdjtn Sruiwtn • wäriig in ««« LÄL straft von W baß wir aber u heoumilicken un Wir dejchollern fit, wo dar ani mit dem SA311 vtrkehrs nicht n sondern außen I ober bereits ® feiten. Der gegenmr aursichtlich lanS« b< hinten ade festigt. Q$ des die durch je e Achsen sinen Son der Mill der unten ein iii federnd ar in der straßei etwa; gesenkt den, do ander -itllungrandei E.inrichiur Stellt mit M Loge der Stel fubrtin Strafe. d"'er Äufzeich °uf der detres ekleidetvon allen beneidet 6527 A Herr Moritz Goldschmidt im 59. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. -Kratz Lich.Vilbel. den 27. Oktober 1931. Zu haben in allen Apotheken. 6467 V Die Beerdigung findet Donnerstag, den 29. Oktober, nachmittags um 3 Uhr. in Lieh statt 7216 D Sonntag, den 1. November, abends S Uhr: Parteiführer 7223 D Eintritt 30 Pfennig Deutsche Volkspartei, Ortsgr. Gießen statt. 7209 D 3563 V Winterkur für Gebrauch. Fleeche RM. 4.60. Prospekt koetenloe. 5756 V Drogerie 0. Winterhoff, Gießen, Kreuzplatz 9/10 Montagabend verschied plötzlich und unerwartet mein innigst- gellebter Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel <». Wagner, Bud< öeitr. 9, empfiehlt Htb tm oeiee Krautschneiden. Literatur mit ärztlichen Gutachten, klinischen Bericht, n und Probe-Tabletten koetenloe durch: Radiosclerin-Gesellschalt m. b. H_ Berlin SW 88 38. EPEF EP SP EPEP EPEPEP Geschäftsdrucksachen Rechnungen Brlelblätter Briefumschlag» Postkarten Geschäftskarten bei Brübl, BchuletraBe 1 uc. 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Morgen treten sie in die Öffentlichkeit als großer Qinheits-Qreis-Verkauf. Keine alltägliche Angelegenheit, denn es wird viel, ja Unglaubliches geboten. Wer wurdfe das nicht ausnutzen? ilichtspielhaus-ßießeni Heute wieder ein Film, bei dem man aus dem Lachen nicht mehr herauskommtl Felix Bressart Harry Liedtke, Elga Brink, Ossi Oswalda, Henry Bender in dem Tonfilmschwank Der keusche Josef Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen. 7178V Am 29. September 1931 bei der Firma Th. Speyer zu wiefeck: Die Firma ist er- loschen. Am 13. Oktober 1931: a) bei der Firma Baruch Slraufe Tlachf. in Glefeen: Die Firma ift erloschen, b) Bei der Firma Georg wenzeslaus Hoffmann & Co. in Klein-Linden: Der Sitz der Firma ist nach Giefeen verlegt. Am 15. Oktober 1931: a) bei der Firma S. Hammerschlag in Treis a. d. Lda..- Die Firma ist erloschen, b) Bei der Firma Gebrüder Windecker in Giefeen: Die Firma ist erloschen. Am 20. Oktober 1931: a) bei der Firma 3. 3ttmann in Giefeen: Die Firma ist erloschen. b) Bei der Firma Ferdinand well zu Giefeen: Die Firma ist erloschen, c) Bei der Firma Rheinische Wachgesellschaft Frank & Co. in Giefeen: Heinrich Frank ist mit Wirkung vom 1. Oktober 1931 aus V olkshochschule Eröffnungsfeier: Samstag, 31. Elt., 20 Uhr, Grober Hörsaal der Universität. 1. Wilbelm Raabe. Borlrag mit Rezitation auSgewäbUei Stucke von Eberffudiendtrektor Dr. Baur. 2. Musikalische Darbietungen des Kammerorchester- der Volkshochschule unter Leitung von Musiklebrrr Franz Bauer jun. KURSVERZEICHNIS Montags: Schiller als Philosoph. Prof. KinkcL Englisch für Anfänger. Gg. Graf. Chorsingen im gemischten Chor: Pflege des Volksliedes Vorbesprechung: Montag, 2. Roo. Studienrat Kraus,. Dienstags: MenschheitSvrobleme um da- Leben vor bei Geburt. Dr. med. Malech. Romantik. Ihr Wesen und ihre Erscheinungsform ru Munk. Dichtung und Malerei. H. Seichter. Atemschulung, Körverbildung. (Grabenstr. 11, Hin1erb3 Maria Kübel, Hans Steinbach. Englisch für Fortgeschrittene. 2 Abteilungen. Vorbesprechung: Dienstag, 3. Rov. Stud.-Aff. Christ, Gg. Graf. Dlittwochs: Staatsvbllosophische und ethische Probleme der Gegenwart. Prof. Messer. Goethe. Eberstudiendirektor Dr. Baur. französisch für Aklsänger. Gg. Graf. Zeichnen. Kunstmaler Fries. Kammerorchei'ter. Uebungsabende in der Eberrealschulr^ Musiklebrer Franz Bauer tun. Donnerstags: Lebensnahe Psvchologie. Dr. Schüebe. Die elektrischen Mafeeinbeiten. (Realgymnasium.) Dn veubcl. GcsangsknrS I.Teil: Atemtechnik und Tonbildung. Frau Minna Wolff. Freitags: (Oefunb und leistungsfähig! Dr. inod. Malech. Französisch für Fortgeschrittene. Gg. Graf. Ab Freitag, 20. Nov.: Die Krise des Kapitalismus. Dn Gumbel. Beginn: ab Montag, 2. November, jeweils 20 Hbr. Kursräume (wo nichts anderes vermerkt > Universität. Rabere- am Schwarzen Brett, II. Stock links. 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Oktober 1931 bei der Firma £. kann in Giefeen. An Stelle des am 2. April 1923 verstorbenen Gesellschafters Isaak Kann ist dessen Witwe. Lina geb. Weil zu Giefeen. als weiterer persönlich haftender Geiellschaster in die offene Han. delsgesellschaft cingetreten. Giefeen. den 23. Oktober 1931. Hessisches Amtsgericht. Donnerstag, den 29. Oktober 1931, nachmittag» 2 Uhr. versteigere ich im „Cöroen“, Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: ' 7232D eine Radioanlage mit Lautsprecher, drei elektrische Kühlschränke, eine elektrische Haarschneidemaschine, eine elektrifche Ständerlampe, zwei Klaviere, ein Wirt> schaftsbüfett. einen Gläserschrank, ein Glasschränkchen einen Badeofen mit Wanne, einen Wäscheschrank, eine Wanduhr. einen (kisschrank, einen Gasherd mit Bratofen, eine Nähmaschine, eine Kord- mobelflarnitur, eine elektrische Handbohr. maschine, einen Herrenzimmertisch, einen Damenmantel (neu), Sofas, Büfetts, Kredenzen, Tische und Stühle, Chaiselongues, Vertikos, einen Ausziehtisch mit sechs Stühlen, Diwans. Regulatoren, einen Cinspännerwagen, zwei Schweine, Kleiderschränke. Schreibtische. Dem, Gerichtsvollzieher in Giefeen Steinftrafee 13 — Telephon 4101 ZcMdaychrilt. Licht- bllbcr u.bgl.1 schnellste piriitfuif. 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MÄuebnrg 16,Tel.3612 BelanntmaDuag In dem Konkurse über das Vermögen der offenen Handelsgesellschaft von Piünchoio'schen Unw.-Trrickcrei Etto Kindt in Gießen soll eine Ab- imlagsvertcilunger- folgen, und zwar in Höhe von 15% der bis iebt seitgestell- ten Forderungen. Tas Verzeichnis der zu berücksichtigenden Ansprüche ift auf der Geschäftsstelle Hess. Amts- Serichts Giefeen zur inncht ausgelegt. Giefeen, den 27.Oktober 1931. 7221 D L.Altboff. Konkursverwalter. Tüchtige Schneiderin enwftehlt sich i. Klei- der-u.Weifezeugnäh. aufe.d.Hauie.Pr.3.^ Sckir. Ang. u. 06280 and.Giefe.Anzeiger. Mdchen nickit zu jung, s. die Hausarbeit vorm. gesucht.Derselben ist Gelegenheit gebot., fid) nachm. i.Räben auszubilden. Sckir Angebote u. 06282 an den Giefe. Anz. |8tellengesuche| Süddeutsche 18 Fabre alt sucht Stellung NN Haushalt. Ang. unter Wifemar Olr. Wcvlar) H. 176. Miur-Woho. mit Bad u. Etagen- heiz, in d. Schubert- siraße 10 sofort oder später zu verin.«;,,D Sicher Strane 8 v. Freie 3-4-Zim John. m.Zentralh.,Bade- einricht, usw. in der Friedrichstr. sofort zu vermiet. Schristl. Angebote u. 6845D and.ltziefe.Anzeiger. Denken Sie an Stoffe, denken Sie an L. Bernard Nr. 252 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Mittwoch, 28. Oktober 1931 Aus Natur und Technik. Straßen bauen! Don Dr. Franz Ritder. Sollte es der Zufall wollen, daß uns irgendwo noch eine der jetzt so selten gewordenen alten Postkutschen begegnet, so würden wir den Kopf schütteln und uns fragen, ob ein derartiges überholtes Verkehrsmittel heutzutage überhaupt noch möglich ist. Dabei bedenken wir nicht, daß sich an dem Postverkehr von heute nur das Fahrzeug geändert hat. Die Straße ist die gleiche geblieben wie einst. Sie paßt ebenso wenig mehr zu unserem Verkehr wie die alte Kutsche. Sie ist zu schmal, ist für die gegenwärtig in Betracht kommenden Geschwindigkeiten zu unübersichtlich, hat zu viele Kurven, und ihre Oberfläche ist zu leicht für die auf ihr bewegten Lasten. Deshalb verbraucht sie sich zu rasch, bedarf sie zu vieler (krneuerungsarbeiten. Die bittere Pille muß geschluckt werden. Wir werden nicht darum hcrumkommen, die alten Straßen durch neue zu ersetzen. Das kann aber nur sehr langsam und allmählich geschehen, verfügt doch kein Staat in der Welt über die ungeheuren,' in ihrer Größe gar nicht auszu- dcnkenden Summen, die ein neues Straßennetz kosten würde. Sie wären auf einmal oder im Verlauf weniger Jahre auch nirgends aufzubringen. — Nicht aus technischen, sondern aus rein wirtschaftlichen Gründen befinden wir uns deshalb gegenwärtig in einem Uebergangszustand. Er ist dadurch gekennzeichnet, daß wir hier und dort einmal eine neue, vollkommen geradlinig verlaufende Autostraße von verhältnismäßig großer Breite bauen, daß wir aber im übrigen an unseren alten Straßen Herumflicken und ausbessern, solange es eben geht. Wir beschottern sie neu, wir teeren sic, verbreitern sie, wo das angeht, auch etwas und gehen bereits mit dem Gedanken um, sie im Interesse des Autoverkehrs nicht mehr durch die Ortschaften hindurch, sondern außen herum zu führen. Dabei stoßen wir aber bereits wieder auf wirtschaftliche Schwierigkeiten. Der gegenwärtige Uebergangszustand dürste voraussichtlich lange währen und wird nur allmählich dem dereinstigen Dauerzustand mit seinem Netz guter Autostraßen weichen. Diesem U,..stanb trägt die Technik gegenwärtig Rechnung. Sie richtet sich auf den Uebergangszustand ein, baut Maschinen und arbeitet Verfahren aus, von denen viele verschwinden werden müssen, sobald die Uebergangszeit vorüber ist. Während dieser Uebergangszeit machen vor allem die Schlaglöcher den Kraftfahrern viel zu schaffen. Vielen, die über eine mit solchen Schlaglöchern reichlich versehene Straße fuhren, mögen die „Stöß und Schleudern" des Hamlet-Monologs eingefallen sein. Die Ausbesserung derartiger Schlaglöcher macht deshalb manchmal Schwierigkeiten, weil sie nicht immer leicht zu erkennen sind. Die Straße kann eben aussehen und doch so nachgiebig sein, daß der mit größerer Geschwindigkeit darüber fahrende Wagen einen Stoß erhält. Das Loch kann sich auch unter einer nachgiebigen Straßendecke verbergen. Deshalb wurde eine besondere Einrichtung geschaffen, die die Schlaglöcher aufsucht und sie kennzeichnet. Ein Auto fährt mit mäßiger Geschwindigkeit über die zu untersuchende Straße dahin. An ihm ist hinten oder seitwärts ein leichtes Gestell befestigt. Es besteht aus zwei Paar Fahrradrädern, die durch je eine Achse verbunden sind. Die beiden Achsen sitzen an den Enden einer langen Stange. Von der Mitte dieser Stange geht ein Stab herab, der unten ein kleines Rädchen trägt. Das Rädchen ist federnd angeordnet, so daß es bei Erhöhungen in der Straßendecke etwas gehoben, bei Vertiefungen etwas gesenkt wird. Wo sich also Unebenheiten finden, da ändert das Rädchen seine Stellung. Jede Stellungsänderung wird auf mechanischem Wege auf eine Einrichtung übertrag-n, durch die die schlechte Stelle mit Farbe bespritzt wird. Außerdem wird die Lage der Stelle noch besonders aus einem mitgeführten Straßenplan ausgezeichnet, so daß man aus dieser Aufzeichnung erkennen kann, wieviele Stellen auf der betreffenden Straße auszubessern sind und Volt und Ampere. Spannung und Stromstärke. Don Karl Ammon. Nachdruck verboten. Nicht wahr, sehr verehrter Leser, wenn jemand behaupten wollte, der Eiffelturm sei 300 Liter hoch, der Erzähler habe im letzten Monat 25 Kilogramm Elektrizität verbraucht und 360 Kilometer Wasser bezahlen müssen, so würde wohl jeder Zuhörer merken, daß da irgend etwas nicht stimmt. Nur bei Angaben über elektrische Meßgrößen darf man sich solcher Fehler schuldig machen, ohne daß es jemand merkt, ja, es vergeht kein Tag, an dem wir nicht irgendwo von einer „Stromstärke" von 220 000 Volt lesen, obwohl dies gerade so töricht ist, wie eine Wegstrecke von 17 Grad Celsius. Man mißt eben die Stromstärke nicht nach Volt, sondern nach Alnpere; während man nun den Herrn Ampöre, nach dem das Maß für die Stromstärke benannt ist, mit einem Akzent auf dem vorletzten e sckreibt, wird das Maß Ampere nach dem deutschen Gesetz über die Maße und Gewichte ohne Akzent geschrieben. Auch dagegen wird vielfach verstoßen. Richtig muß die Angabe heißen: Die Leitung steht unter einer Spannung von 220 000 Volt, denn nach Volt mißt man die Spannung, nicht die Stromstärke. Man ließt auch sehr oft, in der Leitung „flössen" 220 000 Volt; das ist aber auch nicht richtig: die Spannung fließt nicht, c7 e ist ein Zustand, und zwar genau der entsprechende wie der Druck in einer Wasserleitung. Es würden sicher viele Mißverständnisse vermieden, wenn man statt von der elektrischen Spannung von elektrischem Druck spräche, wie dies in vielen anderen Sprachen geschieht. Welche Stromstärke in einer Leitung fließt, das kann man nie genau wissen, wenn man nicht vor einem Meßgerät steht. Während nämlich die Leitung vom Kraftwerk unter eine bestimmte Spannung gesetzt und immer auf dieser Spannung erhalten wird, wird die Stromstärke nicht vom Kraftwerk sondern von den Verbrauchern bestimmt: Je mehr Lampen und je stärkere Lampen, je mehr Motoren und je stärkere Motoren sie einschalten, desto größer wird die Stromstärke. Es ist also genau wie beim Wasser: das Wasserwerk hält die Leitung unter einem bestimmten Druck, der gewöhnlich durch die Höhe des Wasserturmes gegeben ist. Wenn aber alle Ver- wo sie sich befinden. Man wird da mit den Ausbesserungen beginnen, wo die meisten derartigen Stellen liegen, wo es sich also am schlechtesten fährt. Wollte man die gefundenen Schlaglöcher einfach mit Schotter oder sonstigen Baustoffen ausfllllen und darüber die Decke erneuern, so würde man nicht immer zu den gewünschten Ergebnissen kommen. Rührt nämlich die Senkung der Straßendecke von einem zu nachgiebigen Untergrund her, so ist es nötig, diesen zu festigen. Das ist nicht immer eine einfache Sache. Um dem Untergrund besser beizukommen und damit das Uebel gründlich aus der Welt zu schaffen, wurde ebenfalls eine eigene Einrichtung gebaut. Sie besteht aus einer Pumpe, die von einem Benzinmotor angetrieben wird. Beide find auf einem Wagen aufgestellt, der in der Nähe der auszubessernden Stelle hält. Von der Pumpe führt ein weiter Schlauch bis an das Schlagloch. Er endigt in einem Mundstück, das unter die Straßendecke gebracht und bis zur richtigen Tiefe eiiv gebohrt wird. Die Pumpe pumpt Zement unter die Decke, hebt diese und schafft unter ihr einen festen Untergrund. Durch häufiges Aufreißen wird die Straße nicht besser. Wo unter ihr Wasserleitungen liegen, können besondere Gefahren für ihre Beschaffenheit entstehen. Bei Schäden muß, um sie zu finden, oft ziemlich weit aufgerissen werden. Außerdem werden Schäden und fehlerhafte Stellen oft zu spät bemerkt, um so mehr, da die Rohre bis zu einer gewissen Tiefe in die Erde verlegt werden müssen, um fie gegen Frostgefahr zu schützen und im Sommer das Wasser kühlzuhalten. Entsteht irgendwo ein kleiner Sprung oder Riß, aus dem das Wasser heraussickert, so wird dieses zunächst von der Umgebung, also von den tieferliegenden Erdschichten aufgesogen. Es kann geraume Zeit vergehen, ehe die Sache entdeckt wird. Um die Rohrleitung ständig beobachten und derartige Stellen leicht auffinden zu können, wurde eine besondere Abhorcheinrichtung durchgebildet. Sie besteht aus zwei durch einen Bügel verbundenen Kopfhörern, ähnlich den Doppelkopfhörern, wie man sie im Fernsprechwesen und beim Rundfunk benutzt. Von ihnen aus führen zwei lange Rohre weg, die verstellt werden können, so daß ihre unteren Enden auf dem Boden aufliegen. An jedem dieser beiden Enden befindet sich eine für Geräusche sehr empfindliche Schalldose. Zur Untersuchung der Leitung wird der Bügel über den Kopf genommen, die beiden Schalldosen werden auf den Boden aufgestellt. Aus diese Weise tastet man mit ihnen die ganze Leitung ab. Jede undichte Stelle gibt sich durch eine Aenderung des Tons in den Hörern zu erkennen. braucher ihre Wasserhähne geschlossen haben dann ist die gesamte Wasserleitung stromlos; es ist zwar Wasser darin, und das Wasser steht unter einem bestimmten Druck, aber das Wasser steht still, denn es kann ja nirgends aussließen. Die Stromstärke ist also gleich Null. Die Stromstärke hängt von zwei Dingen ab, nämlich erstens von dem Druck, elektrisch also von der Spannung, unter dem die Leitung steht, und zweitens vom Widerstand der Geräte, die der Verbraucher anschließt. Ist der Druck unter sonst gleichen Verhältnissen doppelt so hoch, so ist auch d.e Strorsttark doppelt so groß. Durch einen Hahn von bestimmter Weite fließt z.B. bei doppeltem Druck auch die doppelte Stromstärke aus. Man kann die Stromstärke bei gleichbleibendem Druck aber auch dadurch verdoppeln, daß man den Hahn doppelt so weit aufdreht, so daß das Wasser in ihm also nur den halben Wide^ stand findet. Die doppelte Stromstärke fließt auch dann, wenn man statt eines Hahnes einen Zweiten von gleichem Querschnitt öffnet; verfahrt man fo mit zehn Hähnen, so steigt die Stromstärke ohne Zutun des Wasserwerks auf die Zehnfache Große am Das Wasserwerk muß infolgedessen auch die zehn ache Stromstärke pumpen, weil sonst der Wasserspiegel im Wasserturm und damit der Wasserdruck sinken würde. Damit würde dann auch die Stromstärke kleiner. . . , Genau ebenso ist es bei der Elektrizität: Vir be- zahlen dem Elektrizitätswerk nicht den verbrauchten Strom, wie man gewöhnlich sagt, denn mir oer» brauchen überhaupt keinen Strom: Wir haben la zwei Leitungen zum Werk: durch die eine fließt uns die Stromstärke zu, deren Große durch die imNetz herrschende Spannung und durch den Widerstand der in unserer Wohnung angeschlossenen Gerate bestimmt ist Dieselbe Stromstärke fließt aber: durch^den zweiten Draht wieder zum Werk Zurück WirHaven also in der Tat keinen Strom verbraucht: trotzdem müssen wir bezahlen, mit Recht bezahlen, denn das Werk muß nunmehr die Spannung der Strommenge die wir in unseren Geräten um 220 oder 110 Volt gesenkt haben, wieder auf den ursprünglichen Betrag ausspannen. Je höher die Spannung im Netz fein muß, und je mehr Elektrizität wir entspannt haben, desto größer ist die Leistung, die das Werk aufbringen muh. Diese Leistung mißt man nach Watt gleich Volt mal Ampere. Da aber beim Messen nach Watt zu große Zahlen herauskommen, so rechnet Telephon von Reis. Links der Sender, rechts der Empfänger. Schwingungen umsetzen, diese auf Drähten fort’ leiten und sie an einem anderen Ort wieder in Schallschwingungen verwandeln könne. Er hatte also zweifellos den Grundgedanken des Fernsprechers richtig erfaßt. Als Sender baute er einen kleinen Kasten, der an der einen Seitenwand einen Sprech- trirkt»,- trnn • im Tiprfpf mar i" einem runden Aus- Wer hat den Fernsprecher erfunden? 2Rei$/ Bell, Gray, Siemens oder Edison? Don Max Fischer. Nachdruck verboten! Auf die Frage, wer eigentlich das Telephon erfunden hat, hört man die verschiedensten Antworten. Bald wird der Deutsche Philipp Reis, bald Graham Bell oder Elisha Gray, bald Werner Siemens ober Thomas Alva Edison als Erfinder des Fernsprechers gepriesen. Wer war es nun wirklich? Ueber diese Frage einmal zu sprechen, ist gerade jetzt die richtige Zeit, denn jetzt sind es 70 Jahre, seit Philipp Reis am 26. Oktober 1861 im Physikalischen Verein in Frankfurt am Main einen Aufsehen erregenden Vortrag über fein „Telephon" gehalten hat. Philipp Reis ist am 7. Januar 1834 als Sohn eines Bäckermeisters in Gelnhausen geboren. Schon in der Schule zeigte er lebhaftes Interesse für Mathematik und Naturwissenschaften, konnte jedoch, früh verwaist, die Mittel zum Studium nicht aufbringen. Als Lehrling in einem Farbengeschäft bildete er sich selbst weiter und konnte mit 24 Jahren auch ohne Hochschulstudium die Stelle eines Lehrers an der Garnierschen Privatschule in Friedrichsdorf bei Homburg vor der Höhe annehmen, wo er am 14. Januar 1874 an einer Lungenentzündung starb. Philipp Reis kam durch das Studium der Vorgänge im menschlichen Ohr auf den Gedanken, ob man nicht die Tonschwingungen in elektrische schnitt eine Haut aus tierischer Blase ausgespannt, auf der ein Blechstreifen lag. Diesen berührte eine von einem Winkel getragene Kontaktschraube. Ueber den Kontakt floß der Strom einer Batterie. Als Empfänger benutzte Reis eine im Jahre 1837 von Page ersonnene Einrichtung, indem er eine Stricknadel in eine Spule steckte. Die Nadel gab die vom Sender aufgenommenen Töne wieder. Wenn man nämlich durch den Sprechtrichter des Senders Töne in den Kasten hineinließ, so geriet die Haut im Deckel in Schwingungen und schloß und unterbrach so abwchselnd den Kontakt und damit den Strom. Auf dies Weise konnte man zunächst nur einfache Töne übermitteln, etwa solche nach Art eines Summertones, wie wir ihn bei den Selbstanschlußfernsprechern als Frei- ober Besetztzeichen zu hören gewöhnt sinb. Durch sorgfältige Einstellung bes Kontaktes konnte es Reis aber erreichen, baß man auch Gesang, ja sogar Sprache übermitteln konnte. Aber bie Sache war boch noch sehr unvollkommen, benn ber Senber, ber nach unseren heutigen Begriffen ein Mikrophon war, auf bas man erst sehr viel später in vollkommenerer Form zurückkam, war eben boch noch sehr mangelhaft. Auch ber Empfänger gab bie Sprache nur sehr leise roieber und mußte beshald auf einen Resonanzkasten aufgebaut werden; er war immerhin geeignet, alle vorkommenden Schwingungen wiederzugeben, während der Empfänger nur ganz bestimmte Schwingungen aufnehmen konnte. Man konnte deshalb auf diesem Wege nicht weiterkommen. Nun liefen am 14. Februar 1876 beim Patentamt ber Vereinigten Staaten mit nur zwei Stunben Abstand zwei Erfindungen ein, nämlich eine von Alexander Graham Bell aus Salem bei Boston in Massachusetts und bie zweite von Elisha Gray aus Chikaao. Bei Bell beruhten Senber und Empfänger auf demselben Grundgedanken. Bei beiden befand sich nämlich vor einem Elektromagneten eine schwingende Platte ohne Kontakt: beim Sender wurde durch das Schwingen der Platte beim Dagegensprechen der zunächst noch durch eine Batterie erzeugte Magnetismus des Magneten verändert. Diese Aenderungen riefen in der Spule Stromschwankungen hervor, bie dann den Magnetismus im Empfängermagneten veränderten und damit die barüberliegenbe Platte in Schallfchwingungen versetzten. Sehr bald kam Graham Bell dann auf den man gewöhnlich nach Kilowatt, b. h. nach 1000 Watt. Brennt man also z. B. 10 Glühlampen zu 40 Watt, so beträgt ber Energieverbrauch 400 Watt ober 0,4 Kilowatt, bas macht in 2% Stunben 1000 Watt- ftunben ober gleich 1 Kilowattstunbe. Die Stromstärke beträgt' beim Brennen einer Lampe von 40 Watt nicht ganz 0,2 Ampere, beim Brennen von 10 Lampen also etwas weniger als 2 Ampere. Man muß sich immer merken, baß man nach Volt den Druck mißt, unter dem die Elektrizität in einer Leitung steht, bann wirb man nie versucht sein, Stromstärke und Spannung. Ampere unb Volt, zu verwechseln. Amerikanische Rieseribrücken. Der Stoßseufzer „Amerika, bu hast es besser", ist ost wieberholt worben, seit Goethe ihn zuerst aus- gestoßen hat. Auch ber Brückenbauingenieur hat alle Ursache, es zu tun, wenn er an bie riesenhaften Aufgaben bentt, bie bort seiner harren. Die Breite ber amerikanischen Ströme, benen nur bie allergrößten europäischen gleichkommen, verlangt ganz ungewöhnliche Maßnahmen. So ist kürzlich zwischen Detroit unb ber kanabischen Nachbarstabt Winbsor über ben Detroitfluh eine Hängebrücke gebaut worben, beren mittlerer aufgehängter Teil bie stattliche Länge von 600 Meter hat. Er wirb freilich noch weit übertroffen werben von einer im Bau befinb- lichen Hängebrücke über ben Hubson-River bei Neu- york, beren aufgehängter Teil fast hoppelt so lang fein wirb, nämlich 1100 Meter. Einstweilen aber ist bie Detroit-Brücke bie größte Hängebrücke ber Welt. Sie bietet auch sonst interessante Züge genug. Eine Anlage, die ihresgleichen in der Welt kaum hat, ist die Zollsperre auf der amerikanischen Seite. 2 6 Reihen Automobile können dort zu gleicher Zeit abgefertigt werden. Der Schmuggel ist bekannt lich an ben Grenzen ber Vereinigten Staaten riesengroß, namentlich ber ber begehrtesten Ware: Alkohol. So ein Auto bietet natürlich allerhanb Möglichkeiten bes Versteckens in unb unter bem Wagen. Um nun bie letztgenannten Verstecke schnell ausfinbig zu machen, müssen bie Autos auf eine Spiegelscheibe auffahren unb werben zu gleicher Zeit von unten her beleuchtet, so baß die Zöllner, ohne sich bücken zu müssen, bie ganze Unterseite bes Wagens über sehen können. Bei bem Bau biefer Brücke hat sich übrigens ein Vorfall abgespielt, ber leicht hätte dra- Gebanken, statt der Elektromagnete Stabmagnete aus Stahl, also Dauermagnete zu verwenden, die Werner Siemens durch Hufeilenmagnete ersetzte. Die Batterie wurde dadurch überflüssig, Sender unb Empfänger würben gleich. Damit war ber Fernhörer erfunben, ber an Einfachheit nicht zu übertreffen war unb tatsächlich bis heute zwar kleiner geworben, aber grunbfätzlich unoeränbert geblieben ist unb wohl auch noch auf lange Zeit hinaus so bleiben wirb. Freilich konnte bie Sprache ujw. auf biese Weise nur sehr leise übermittelt werden, benn sie konnte ja nur sehr viel schwächer ankommen, als sie in ben Telephon von Bell aus bem Jahre 1876. Links ber Senber, rechts ber Empfänger. Empfänger hineingesprochen würbe, ba natürlich bie Umroanblung bes Schalles in elektrische Schwingun gen, bie Förtleitung unb bie Zurückverwanblung in Schallschwingungen mit Verlusten verknüpft ist. Darin trat erst eine Besserung ein, als Davib Eb- roarb Hughes bas Kohlemikrophon erfunben unb Ebison gezeigt hatte, baß es zweckmäßig ist, bie burch bas Mikrophon erzeugten Schwankungen eines Batteriestromes burch einen kleinen Aufspanner, zwei Spulen auf einem Eisenkern, auf eine höhere Spannung zu bringen. Nun lieferte ja nicht mehr bie Energie ber in ben Senber gelangenben Schallschwingungen bie Kraft für ben Empfänger, biese stammte vielmehr aus ber Batterie, mit ber bas Mikrophon gespeist würbe. Damit konnte ber Empfänger sogar lauter sprechen, als man in ben Senber hineinsprach. Heutzutage, wo wir bie Sprech- ströme außerbem im Verstärker verstärken, ist uns biese Erscheinung ja ganz geläufig; manche Funkhörer werben sich z. B. baran erinnern, wie sie vor einiger Zeit bie an sich kaum hörbaren Herztöne eines Mäuschens wie Maschinengewehrfeuer im Lautsprecher hörten. Damit gewann ber Fernsprecher bie heutige Gestalt, soweit sie grunbsätzlicher Art ist. Tausenbe von Verbesserungen und Erfindungen mußten allerdings noch hinzukommen, bis er zum Selbstanfchlußfern- sprecher wurde. Zweifellos war Philipp Reis der erste, ber Töne auf elektrischem Wege über Drahtleitungen übermittelt hat. Aber es kann boch zweifelhaft sein, ob man ihn mit Recht als eigentlichen Ersinber bes Fernsprechers bezeichnen kann. Die Sache liegt hier burchaus nicht so klar wie etwa bei der Glühlampe, als deren Erfinder auch jetzt wieder in den Nachrufen Edison in fast allen deutschen Zeitungen genannt worden ist: Die Glühlampe hat ganz zweifelsfrei schon 25 Jahre vorher der Deutsche Heinrich Göbel erfunden und öffentlich gezeigt, worüber Fernhörer von Bell mit Dauermagneten. eine rechtsgültige amerikanische Gerichtsentscheidung oorliegt. Die Göbelsche Glühlampe war ebenso vollkommen wie bie erste Ebisonsche. Sie hätte sich auch zweifellos burchgesetzt, wenn Werner Siemens bamals schon bie Dynamomaschine erfunben gehabt hätte; so aber mußte bie Göbelsche Erfin- bung ber Glühlampe trotz ihrer Vollkommenheit baran scheitern, baß ber zu ihrem Brennen erfor- matisch werben können. Bei solchen Hängebrücken ist es üblich, bie riesigen Tragkabel nicht fertig zu beziehen, fonbern an Ort unb Stelle zu spinnen. Dazu war biesmal eine neue Drahtsorte verwenbet worben, ein sog. hitzebehanbelter Stahl, ber aus Englanb bezogen würbe. Er sollte neben seiner Billigkeit ben Vorteil einer um 30 Prozent höheren Festigkeit haben. Als bereits etwa 25 Prozent ber Eisenkonstruktion bes aufgehängten Brückenteiles ftanben, fanb man an ben Verankerungsstellen einzelne gebrochene Drähte. Die Bauleitung orbnete an, sofort bie Eisenkonstruktion bes aufgehängten Teiles unb bie Kabel an beiben Brücken abzunehmen, ein Abbau, ber in ber Geschichte bes Brückenbaues wohl einzig basteht. Alle Versteifungsträger unb Querträger würben abmontiert. Die Kabel würben mit bem Schneibbrenner in kurze Längen zerschnitten unb an ihrer Stelle solche aus bem altbewährten, kalt gezogenen Draht gesponnen. Dieser Umbau kostete bie Bausirmen nicht weniger als 1,2 Millionen Dollar, ein Betrag, ber trotz ber gewaltigen Sau- lumme von 20 Millionen Dollar emp- finblid) ins Gewicht fiel. Eine anbere Brücke von ebenfalls riesigen Ausmaßen ist über bie innere Bucht von San Franzisko im Bau. Sie soll an bie Stelle einer bisher ben Verkehr zwischen zwei Bahnstrecken vermitteln- ben Fähre treten unb hat eine Gesamtlänge von 1700 Meter. Besonbers interessant baran ist bie Art ber Aufstellung. San Franzisko ist bekanntlich ein geologisches Bruchgebiet, bas furchtbare Erbbeben von 1906, bei bem fast bie ganze Stabt zerstört würbe, hat bas beutlich gezeigt. Deshalb mußte bie Brücke vollkommen erbbebensicher gebaut werben. Zu bem Zwecke würbe ein Blechzylinber von 25 Meter Durchmesser überall ba versenkt, wo ein Brückenpfeiler gebaut werben sollte. Daburch entsteht gewissermaßen eine künstliche Insel, auf ber im Trockenen weiter gearbeitet unb insbefonberc bie Herstellung unb bas Abbinben bes Betons genau überwacht werben kann. Da ber felsige Untergrund erst in 30 bis 40 Meter Tiefe erreicht wirb, bie Fahrbahn aber minbeftens 20 bis 30 Meter über bem Wasserspiegel liegt, haben biese künstlichen Inseln bie Höhe mittlerer Kirchtürme. Der mittlere Teil ber Brücke muß übrigens hochklappbar sein, ba er über die Fahrrinne für Seeschiffe führt. Dipl.-Ing. Dr. H berNche Strom nicht in wirtschaftlicher Weise er- 21m öJ.-fport W ifit Gnn cchl ui Auf Kaff * Grunde chtet, um hier ein Lehrspiel vorzu- I tbtn sie sich größte Mühe, diesen | iühren und gaben erkannt werden. Die 2.. 3. und 4. Mannschaft blieben- abermals siegreich und bewiesen damit erneut ihre derzeitige gute Form. Die Ligareserve spielte gegen Ehringshausen Ligareserve 4:1 (3:1). 3n dieser nicht gerade erbaulichen Begegnung gaben die (Siebener fast größtenteils den Ton an. Den Gästen gelang eS nur selten, über die Spielfeld- mitte vorzustoßen. Die Hiesigen leisteten sich zunächst ein Eigentor, tarnen aber bann selbst zu vier Treffern. Die 3. (Lehr-> Mannschaft blieb trotz aller Befürchtungen in Bieder-Weisel siegreich. Die Blauweißen Junioren lieferten unter der guten Leitung von Schiri S p u r t (Butzbach) ein sehr gutes Spiel. Der knappe Sieg über die vorzügliche 1 Elf Bieder-Weisels war durchaus verdient. Mit diesem Spiel wurde die 1. Serie der BerbandSspiele 1931 32 beendet. 1900 Dritte blieb in sieben Spielen mit 14:6 Toren mit 13 Punkten ungeschlagener Tabellenführer. Auch die 4. Mannschaft beendete am Sonntag im Spiel gegen Steinbachs 2. Elf die Dorrunde mit eii em 2:1-Siege. der gegen die verstärkte Gäste-E.i b.i dem heftigen Wind schwerer erkämvft werden muhte, al- man eS vorher erwartete. Mit diesem Liege führt auch 19003 4. Gif in ihrer Gruppe in sechs Spielen ungeschlagen mit 26:8 ' Toren und erzielte 12 Punkte 3. und 4. Mannschaft 1900- haben fast sämtliche Rückspiele in Diehen au-zutraaen. Zeigen diese Mannschaften dabei auch weiterhin den seither gezeigten Sieges- willen, so dürften in ihnen zwei Gruppenmeifter feststehen. Holzheim. 27. Olt. Dieser Tage veranstaltete die hiesige Jagdgesellschaft eine Wald- t r e i b i a g ö . an der auch auswärtige Säger teilnahmen. Da- Ergebnis war: 2 Rehe. 24 Reich zu stehen. Bach dem Generalapvell bewegte sich ein Zug von etwa 8030 Stahlhelmern durch die Straßen der Stadt Mainz. Auf dem Guten- bergplatz nahmen die Spitzen de- Stahlhelm- den Dorbeimarsch ab. Äundessängei-tag des Hessischen Sängerbundes. war der Altar festlich geschmückt, Schuljugend und Wännerchor verschönten die Frier durch gesangliche Darbietungen Eine Fülle von Blumenspenden zeugten von der Beliebtheit, deren sich der Jubilar in seiner Gemeinde erfreut Jugendsviele. 1900 1. Jugend — Eintracht Frankfurt A 2. Jugend 2:1 (2:1). Die Gäste auS Süddeutschland wurden au- dem Oberheffen. <7'oßfeuer in Oberwöllstadt. WSB. Aschaffenburg. 25. Ott. Ä1 an s lenste hiui 'U,S3 Telef mit AutoSk jagte. Erst kurz vor Schluß, nachdem Glitsch und auch ein Wetzlarer Spieler den Platz verlassen mußten (Glitsch mußte auf Grund einer reichlich harten Entscheidung des Schiedsrichters das erste Mal seit seiner langen Spieltätigkeit diese Strafe über sich ergehen lassen), fiel der Ausgleich, der jcder der beiden Mannschaften einen Punkt bedeutete. Die 1900er hatten auf Grund ihrer stetigen technischen Ueberlegenheit im Feidspiel das Treffen für sich entscheiden müssen. Die Entscheidungen des Schiedsrichters aus Alsfeld konnten nicht immer an- zeugt werden konnte. Bei der Reistoen Erfindung liegt die «ache wesentlich anders: .Reis wollte wohl einen uernfpre- cher erfinden, aber jein Fernsprecher war viel zu unvollkommen, als daß er in der von Reis qe> schaf'enen Form hätte Verwendung finden können. Erst die Erfindung Graham Bells Hai den Fernhörer in die heutige zweckmäßige und verwendbare Form gebracht, und wenn auch der Sender von Reis eigentlich schon ein Mikrophon war — frei- hd) ein sehr unvollkommenes —, so mußte doch Hughes erst noch das Kohlemikrophon erfinden, damit durch Zusammenstellung eines Mikrophons und eines Fernhörers die Leistungen des Fern'pre- chcrs auf die heutige Höhe gehoben werden konnten. Merkwürdig aber bleibt es doch, daß Philipp Reis eigentlich schon als Sender ein Mikrophon und als Empfänger einen Fernhörer verwendet hat. wie man das auch heute noch tut. während man, dann nach der Erfindung von Bell zunächst als Sender und Empfänger Fernhörer verwendete, also einen Rückschritt machte. Insofern war also Reis seiner Zeit zweifellos voraus, ohne es freilich zu ahnen, denn er wäre wahrscheinlich auch den Weg Bells gegangen, wenn er ihn gefunden hätte. Hätte er eine bessere physikalische Ausbildung gehabt, und wäre er nicht nur 4>> Zähre alt geworden, so hatte er diesen Weg vielleicht selbst^ noch gefunden, co aber konnten ihm andere den Liegespreis, nach dem er gegriffen und den er fast schon in der Hand hatte, kurz vor dem Ziel entwinden. Trotzdem aber werden wir Deutsche Philipp Reis als den Mann ehren, der zwar nicht den Fernsprecher in seiner heutigen Gestalt erfunden, aber vorausschauend als erster einen Weg zur Verwirklichung eines Fernsprechers erkannt und seinen Gedanken in einem freilich noch mangelhaften Ausführungsbeispiel in die Wirklich- feit umgewondelt hat. ML p* '$d * Ä ESS ^T**9tiD Glashütten. 27. Olt. In der zweiten Bovemberwoche hält die Krei-fürsorge- f ch w e st e r von Schotten für die Gemeinden Ober-Cai#, Glashütten und Steinberg einen Säuglings- undKinderpflegekurfuS ab. Der Unterricht. der unentgeltlich erteilt wird, soll sich über drei Bachmittage erstrecken Mreie Lauterbach • Ilbeshausen. 26.0lt. Unter Ortsgcist- lieber, Herr Pfarrer Baumann teerte gestern fein 40 Dienstfubiläuin. an de. d g. meinbe lebhaften Anteil nahm Zu n Gott> enste unglücklich und wenig erfolgreich durchgeführten Verbandsserie hinnehmen mußte. Die Liga des VfB. trat in der angekündigten Aufstellung an, jedoch ohne Bärenfänger. der^ ersetzt werden mußte. VfB. hatte einen schwarzen Tag in dem Maße, als Fulda einen guten Tag hatte und glänzend aufgelegt war. VfB. konnte feinem Gegner nie ernstlich gefährlich werden, es wurde auch während des ganzen Spiels kaum eine Torchance herausgearbeitet, wohingegen „Germania" vom Spielbeginn ab sich mächtig ins Zeug legte. Dieser hohe Spieloerlust gibt auch im,Hinblick auf die seither verlorenen Spiele sehr zu denken. Es scheint da nicht nur mangelnder Eifer und fehlende Spielsicherheit der Spieler oorzuliegen, sondern man ist versucht zu behaupten, daß bei Austlellung der Mannschaft Taktik und ein bedingter Wille zur Verjüngung der Mannschaft fehlen. — Der Sturm der Fuldaer wird von deren Trainer, einem ehemaligen süddeutschen Ligaspieler, geführt. Bereits nach lö Minuten Spieldauer stand die Partie 0:5 für Fulda, der Zweck also, Gießen $u überrumpeln, war damit erreicht. VfB- zeigte in allen Mannschaftsteilen schlechte Leistungen. Durch andauernde Umstellungen veranlaßt war die Mannschaft nur mehr noch ein Schatten von dem. was sie ist. Bis zur Pause konnte VfB. die Tordifferenz halten, in der zweiten Halbzeit mußten jedoo) vier weitere Tore bingenommen werden Auf dem Daldsportplatz trugen VfB. (Cigarcferoe) gegen SpD Wetzlar (Ligareserve) das fällige Ser- bandsspiel aus Wetzlar, bis jetzt unbesiegt, konnte die beiden Punkte auch diesmal erringen, allerdings nicht ganz verdient. VfB- war technisch besser, durch hartes und schnelles Spiel vermochte sich Wetzlar jedoch vor dem Tore besser durchzusetzen. Das Spiel endete 2:1 für Wetzlar Die dritte Mannschaft des AsB. konnte gegen Sie- , ber I zwei wertvolle Punkte erringen. Das Resultat I von 3:1 ist sehr achtbar, denn Bieber ist ziemlich Zweck zu erfüllen. Das Spiel war von Anfang bis Ende interessant, zeigte manch schöne Momente und wurde mustergültig falt durchgeführt, ohne den Charakter als Kampfspiel dadurch ein- zubühen. So konnte man mit dem Erfolg dieses Spieles vollauf zufrieden fein, nicht nur in moralischer Beziehung, sondern auch in spielerischer Hinsicht, denn 1900 konnte wider Erwarten das Spiel mit 2:1 gewinnen. Man kann nur wünschen, daß alle Iugendspiele so durchgeführt werden möchten. Bach dem Anstoß kommt der Gast durch flüssige Kombination mehrmals gut vor daS 1903er Tor, die Verteidigung war noch reichlich nervös und unsicher, so daß der Tormann als Letzter öfters rettend eingreifen muß. Trotz geänderter Ausstellung fand sich 1900 schnell zurecht. Blitzschnell trugen die kleineren 1930er auch manchen Angriff vor, nach vorbildlichem Zusammenspiel folgt unerwartet ein Schuh des rechten Läufers, unhaltbar für den Tormann, doch leider sprang der Ball vom Seitenpfosten zurück ins Feld. Dann war Eintracht wieder durch, die Derteidigung brachte den Ball nicht fort, ein feiner Schuh, — ein Tor für den Gast. Derduht sehen sich die' Tlauweihen an. Aber unverzagt geht es weiter und bald war der Ausgleich da. Die 1900er gaben nun der Gästeverteidigung viel zu tun. Zwei schöne Torchancen werden aber ausgelassen. Plötzlich legte der Halblinke dem Mittelstürmer sauber vor. und schon hieh es 2:1 für 1933. Die Gäste drückten nun mächtig und zogen alle Register, ohne Erfolg. Bach Dem Wechsel sah man verteilte- Feldspiel. Beide Mannschaften hatten des öfteren Torchancen, doch keiner der Torhüter gab dem anderen etwas nach und so wurde jeder weitere Erfolg vereitelt. Das Halbzeitergebnis war gleichzeitig das Schluhergebnis. DfB.-Gießen. BjB. (Liga) — Germania Fulda (Liga) 0:9 (0:5). Fulda war schon immer heißer Boden für auswärtige Fußballer. Die Niederlage der VfBer am vergangenen Sonntag gegen „Germania" Fulda kommt in tiefer Höhe trotzdem sehr überraschend. Es ist die höchste und auch gleichzeitig die blamabelste Niederlage, die der VfB. in der bis jetzt so Thag, M-iii ln“Sl MM StttfllfnrM V2.fr s-1 fo t in rfr 1 Nh rrtnytt * rrjfiitr, Sc! -v. nur Dn <_.r T< 5^!^selII4ast S.-^mrcrtei lluftzlätig! \5tcn Zs Tatst b;r imfjie etenia riL’. Tie Siir ji lut gittäi i i ar.'.;r: seslv : ! \al f$ 1 S.ß. ab. Mafien (Stahlhelm-Kundgebung in Mainz. Mainz. 25. Oft. Zum erstenmal hielt der Stahlhelm in Mainz eine rheinhcssische Kundgebung ab. Zu der Kundgebung waren etwa 2000 Stahlhelmer von auswärts erschienen. Am Samstagabend kamen die Abordnungen der benachbarten Gauoerbände in Mainz an. Dor dem Hauptbahnhof nahmen sie Aufstellung, um den Bundeskanzler Wagner auS Berlin zu erwarten. Bach einem Dorbeimarsch der Frontaufstellung am Hauptbahnhof fand in der Etadthalle eine große Kundgebung statt. Der KreiS- und Ortsgruppcn'ührer Staatsanwalt Dr. Wolf eröffnete die Kundgebung mit einer Begrüßungsansprache. in der er darauf hinwies, daß besonders in Rheinhessen der Stahlhelm trotz des langen Derbots durch die Besatzung auherordent- lich gewachsen sei. Der Gauführer von Rheinhessen. Hauptmann a. D. Lochner. sowie der Landesfuhrer von Hessen, von B e u s v i 11 e . hielten ebenfalls Ansprachen. Beufville betonte, daß im Stahlhelm sich die Treue des deutschen Dolkes verkörpere. Er erinnerte an die Treue der rheinischen Bevölkerung während des. Abwchrkampfes gegen den Separatismus, dessen Hauptziel es nach seiner Meinung gewesen sei, mit den Franzosen erneut eine Mainlinic aufzurichten. Dom unbesetzten Gebiet her hätte in erster Linie der Stahlhelm einer selchen Trennung Widerstand geleistet. Sodann hielt Bundeskanzler Wagner, Berlin, Samstag und Sonntag hielt der Hessische Sängerbund hier seinen 8. Bundessängertag ab. Der Gesamtbundesvorstand beriet am Samstag die vorliegenden Arbeiten, sämtliche Beschlüsse wurden einmütig gefaßt. Der Sängertag am Sonntag wurde eingeleitet mit klangvollen Ehörcn des Maintal-Sängerbundes unter Tundeschorweifter Ltudienrat Weigand. Bundesvorsitzender Ministerialrat Dr. 6 i e g e r t begrüßte die Teilnehmer, insbesondere Bürgermeister G r ä f und den Dorsitzenden der Aschaftenbur- ger Sängerschaft. Rechtsanwalt Macke. Bach tocitereii Begrüßungsansprachen wurde in die Tagesordnung eingetreten. Geschäfts- und Kassenbericht wurden einstimmig genehmigt und beschlossen. daß eine Aenderung nicht eintreten foll. Dem Geschäftsführer und dem Bundesschatzmeister wurde das Vertrauen ausgesprochen. Die Frage der Vertretungen bleibt wie seither geregelt. Als Tagungsort 1932 wurde Dad-Bauheim bestimmt. In einer Entschließung zum Deutschen oärgerbunbe6feft wird gefordert, daß das Fest mit Rücksicht auf die Bot der Zeit a u f zwei 5,a g e beschränkt wird. Der Festbeitrag soft herabgesetzt und Tageskarten ausgegeben werden. Bei der Dorftandswahl wurden die seitherigen Mitglieder bestätigt. An Stelle des Prorinzialvorsiyenden Gcngnagel, Grünberg, der als Vorsitzender des Lahntalbundes im geschäftsführenden Ausschuß bleibt, tritt Ludwig Wendler. Bad-Bauheim. Wegen Arbeitsüberlastung schied der zweite Provinzvertreter K u ntj e , Mainz, aus, an feine Stelle tritt Lehrer Weber. Oppenheim. Die neugebildeten Gaue entsenden für das neue Geschäftsjahr ihre Vorsitzenden in den Bundesvorstand. Taten für Mittwoch, 28. Oktober 1916: der Fliegerhauptmann Oswald Bölcke an der Westfront gestorben: — 1918: Gründung der Ische- chisch-slowakischen Republik: — 1929: Altreichskanzler Fürst Bernhard von Bülow in Rom gestorben. spielstark. MD bestritt das Spiel nach einer viertel stunde nur mit 10 Mann. Jugendipirlc. BjB. 1. Jgd. — BiK Cid) L Jgd. 3:2 (0:1). Die 1. Jugend trat in Lich zum Freundschaftsspiel an und bewies auch hierbei ihre gute Form. Die spielstarken Gastgeber führten bis zur Pause 1.0. In der zweiten Spielhälfte brilliene VfBs Rachwuchs und drei Tore fielen in schöner Manier. DfR. holte ein Tor auf. Die beiden Schulennann- scha'len konnten ihre Spiele auf dem Waldsport- plag ebenfalls siegreich beenden. Die 1. Schüler gewannen gegen die körperlich viel stärkeren 1. Schüler Steinbachs 2:1 und die 2. Schüler gegen die 2. Schüler des To. Wieseck gar 4:1. Handball der Sp.-Ag. 1900. 1900 I — To. 1846 Gießen I 3:8 (0:5). Wenn man auch von vornherein in der Turner- mannschaft den Sieger erblicken mußte, so leisteten die 1900er doch weniger Widerstand wie erwartet. In der zweiten Halbzeit kam die Mannschaft allerdings wieder bester in Schwung, da die Gaste jedoch bereits bei Seitenwechsel mit 5:0 Toren in Führung logen, war naturgemäß um eine Niederlage man mehr herumzukommen. Bei den Epieloereinigungs- leuten wurden so ziemlich in ollen Reihen Fehler gemocht. Auffallend schwach war die Läuferreihe^ der Sturm spielte reichlich zerfahren. Die Außen fielen fast ganz aus. Der Turnverein hatte das stackste Plus im vmnensturm, auf dessen variationsreiches Spiel '00er Deckung immer wieder herrinfiel: auf den übrigen Posten wurde jedoch auch solide Arbeit geleistet. Das Treffen verlief jederzeit fair. Io. Münchholzhausen 1 — 1900 II 9:4 (5:2). Die 1900er hatten sich schon jeder Siegeschance begeben, als sie nur mit zehn Mann in Münchholzhausen erschienen. Das Spiel wurde von dem Gastgeber recht bart durchgeführt, ohne daß ber Schiedsrichter eingriff. Vom Schwimmen im Heffengau OT. Bei der 19. Gauvorfchwimmerstunde am Sonntag zu Gießen hatte Gauschwirnrnwart Franz Sauer, Gießen, den Wettkampf mit Kampfrichterausbildung in den Mittelpunkt seiner Lehrarbeit gestellt Einführende Belehrung und Aussprache über die neue Ausgabe der Wettkampfbestimmungen der DT-, insbesondere die Schwimm- und Wasserballspielordnung hielt die Teilnehmer aus den Lchwimmabteilungen der Turnvereine Alsfeld, Butzbach, Echzell. Friedberg. Gießen, Hungen, Laubach. Lich. Marburg, Schlitz. Treis a. d. Lda. und Wetzlar in den Dor- mittagSstunden am Bercklungstisch zusammen. 3n der Schwimmhalle des Städtischen Volksbades wurde nachmittag- eine schwimmerische Wettkampfveranstaltung aufgebaut und zu bestimmungsgerechter Abwicklung gebracht unter eingehender Besprechung aller schwimmtechnischen, wertungsgerechten und tabellarischen öuuclbeiten der verschiedenen Schwimmarten und Sprunge. Die Prüfung für daS Turn- und Sportabzeichen (Turner 300 Meter in 9 Minuten. Turnerinnen 200 Meter in 7 Minuten) bestanden in guter Zeit die Turner Heinrich Weigel, Karl Volz und Wilhelm Eifer vom Tv. Lich. Heinrich Amend vom Tv- Treis a. d. Lda . und die Turnerinnen Susfi Oppenheimer und Elise Saab vom Tv. Hungen, während drei Bewerber die Bedingungen nicht erfüllen konnten. ÜfrbeifcnSunt’ und ^portbunö Gießen I - Kleber-Jlorflabt I 2:2 Auf dem Trieb lieferten sich biese beiben Gegner ein scharfes Spiel. Die Gäste konnten in ber 10. Minute durch «ttasstoh in Führung gehen. Gienen wurde dann im Angriff besser, der Hüter der G-ste verhinderte ober jeden Erfolg. Ein Elfmeter bradte den Gästen das zweite Tor. Bei diesem Ergebnis blieb es die Halbzeit. Rach dem Wechsel Dr die Gießen etwas mehr, kam bald zum ersten Treffer, ein Elfmeterball wurde aber verschosten. Kurz vor Schluß erzielte Gießen den Ausgleichsttesfer. IDlefetf I — Schwalheim I 7:1. Schwalheim war in Wieseck zu Gast. Mit Spannung verfolgten viele Zuschauer Vas Treffen Man sah ein flottes Spiel. Wieseck lag im Angriff, ließ einige Torchancen aus, ging schließlich aber doch in Führung. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Kurz vor Halbzeit stellt Wieseck das Resultat auf 2:1. Rach dem Wechsel stellte Schwalheim ohne sichtbaren Erfolg um, während Wieseck nach wenigen Minuten ein drittes und ein viertes Tor erzieUe. Roch einmal gingen die Gäste hart aus sich heraus, konnten aber nicht verhindern, daß Wieseck noch drei weitere Tore buchen konnte. Vorher stan- den sich Wieseck 1. Jugend und Heuchelheim 2. Mannschaft im Freundschaftsspiel gegenüber. Jöteltcf konnte die mit nur 10 Mann spielenden Gaste 2:1 schlagen. Marburg I — Burkhardsfelden I 3:0. Burkhardsfelden war mit nur 10 Mann In Marburg zu Gast. 3m Spiel waren die Platzbesitzer überlegen, konnten aber den Hüter ber Gäste nur dreimal überwinden. Hachborn ! — Diefeck II 2:2. Wieseck war in Hachborn zu Gast. 3n einem flotten Spiele übernahm Wieseck die Führung. Aber bald fiel der Ausgleich. Wieseck übernahm jedoch wieder die Führung. Ein Elfmeterball brachte bann den Platzbesitzern das Unentschieden. Der Schiedsrichter entsprach nicht den Erwartungen. Baunheim II — Rodheim I 2:3. Auf beiden Seiten wurden zunächst die sichersten Chancen ausgelassen. Rodheim, vom Gluck begünstigt, konnte das Ergebnis auf 2:3 stellen. Die Einheimischen vermochten die gegebenen Elfmeter nicht zu verwerten und zogen so das kürzere Ende. Odenhausen I — Grünberg 2:0. Rach einem ausgeglichenen Spiele ging Oden« häufen durch einen Elfmeterball in Führung. Rach der Pause drückten die Grünberger, kamen jedoch zu keinem Erfolge, während die Einheimischen auf 2.-0 erhöhten. Hungen I — Ceun I 3:2. Leun war in Hungen zu Gast, lag im Spiel von Anfang an im Angriff, konnte jedoch keinen zählbaren Erfolg buchen. Hungen ging sogar zuerst in Führung und hielt den Vorsprung vis Halbzeit. Rach dem Wechsel war Hungen überlegen, doch gelang es Leun den Ausgleich und sogar die Führung an sich zu reißen. Hungen glich aber wieder aus und vermochte auch noch das Siegestor zu erzielen. Handball. Bruchenbrücken — wirf eck 3:2. Wieseck war mit nur 10 Mann in Bruchenbrücken zu Gast. In einem flotten Spiele konnte Wieseck bald die Führung übernehmen. Bruchenbrücken legt dann ein überaus hartes Spiel vor und errang > Den Sieg. 1-1 Citi man Kurie ber f j'dienJwii icntigtr äbe - ■ fonnit. Ä w brr engff - 'inbtn end) a - 'uz ftndmd : ■ nsttiüd* s 1 M Hu- ,Jitm müs seine Festansprache. Er schilderte Ziel und Zweck des Stahlhelms, der in erster Linie eine nationale Staatspolitik verfolge. Der Stahlhelm wolle überparteilich sein und alle Kreise des deutschen Volkes erfassen. Sein Kampf gelte den zersetzenden Bestrebungen, vor allen Dingen dem Bolschewismus. Den Abschluß der Kundgebung bildete • Oberwöllstadt, 28. Okt. Heute morgen I eine Ansprache des zweiten hessischen Landes- gegen 6 Uhr wurde die Feuerwehr unseres Dorfes fuhrers W e r s e. Am Sonntagvormittag fand auf und der benachbarten Orte alarmiert, da in den Dem früheren 6^rbto) ®roßet ©andern Scheunen der Landwirte Beitb unb Müller ne ral a p p e 11 des Stahlhelms ftalt. ®ttoa 8030 neuer ausgebrochen mar. Die drei beieinander- Stahlhelmer waren versammelt. Der Landesfuh- ftVhenben Neunen wurden rasch von d e n rer von B e u f v r 11 e nahm die Parade ab und F ?am m e vergriffen, die reiche Jlahrung sanden, richtete danach an Me Stahlhelmer die Aufforde- da die eine Scheune mit Fruchi, die beiden andern rung, in diesen schweren Zetten treu zu Volk und mit Stroh und Heu gefüllt waren. Die Feuerwehren von Ober, und Riederwollstadt, von Bruchenbrücken und Friedberg griffen energisch ein, ohne jedoch allzuviel retten zu können. Die auswärtigen dcuer- wehren rückten gegen 9 Uhr bereits wieder ab Das in den Scheunen unb Ställen untergebrachte Vieh . konnte gerettet ferner auch die landwirt- , . . , schaftlichen Maschinen in Sicherheit gebracht werden. GpielvefeMlgUNg 1900 <5lCPCn. ö f&"4' "ÄD'e UtM' 6C5 "°° <-'-°> - <^°> *:*■ .... - Ein «piel des Mißvergnügens! Der Kampf, der ^.anvirctv (tncßcn. am Sonntag auf dem Sportplatz am Trieb zwischen g. Klein-Linden, 27. Okt. Der Gemeinde- den Mannschaften der Spieloereinigung 1900 und des r a t stimmte in seiner jüngsten Sitzung dem Antrag Sportvereins Wetzlar ausgetragen wurde, war ein der Reichsbahn auf Uebernahme der teilweisen Räu- Schulbeispiel dafür, wie ein Fußballspiel nicht aus. mungspsuchl des offenen Grabens am nördlichen getragen werden soll. Richt zuletzt war da allerdings Dammfuh der Strecke Gießen—Köln durch die Ge- auch dem Schiedsrichter ein gerüttelt Maß an Schuld meinbe zu. Die Rechnung für das Rj. 1928 wurde beizumeffen, der bereits nach den ersten unfreund- Dorgetragen unb vom Gemeinderat genehmigt. Der sichen Erscheinungen energischer hätte durchgreifen Gemeinderat besch.oh weiter, daß vom 19. October müssen. Die 1900er gaben sich anfänglich viel Mühe, ab den bei der Gemeinde beschäftigten Arbeitern der das Spiel in erträglichen Grenzen zu booten, der Tariflohn für Gcmeindearbeiier bezahlt wird, eon- Gegner pflegte jedoch eine reichlich harte Spielweise, derzulagen sollen vergütet werden. Der bisherige gegen die sich die 1900er mit ihrem mehr auf Technik Lohn lag etwas über dem Tarif. Die Instandsetzung zugeschnittenen Spiel nicht behaupten konnten. Rach- des Brandwegs soll in eigener Regie vorgenommcn dem anfänglich das Spiel noch ziemlich gleich verteilt werden. Die Pflasterarbeiten will man durch Pslcv war, trat nach einiger Zeit die Ueberlegenheit der ficrmeiftcr Kreiling (Heuchelheim) aussühren Blauweihen zutage, der die Gäste ihre Körperkraft lasten, wahrend die Lieferung der Pflastersteine der entgegensetzten. Das Spiel sah die Wetzlarer zwar Firma Schmidt & Mandler (Heuchelheim) das erstemal ersolareich, die 1900er trugen jedoch übertragen wurde. einen Angriff nach dem anderen vor, ohne sich jedoch !;egen die massivere Verteidigung des Gegners durch- etzen zu können. Manche günstige Gelegenheit wurde tabei ausgelassen, mancher Ball ging über oder neben das Tor, in anderen Fällen vermochte der Hasen'und 2 Füchse. ' I Tormann zu retten, so daß bei Halbzeit die Seiten y o mit 1:0 für Wetzlar gewechselt wurden. Wahrend ber MrCtd SrtlOtten. zweiten Halbzeit nahm das Spiel erheblich schärfere * E ichelsbors, 26.Okt. Hier verstarb im Formen an, verschiedene Spieler mußten etliche Alter von 84 Jahren der ehemalige Gemeinde- Male heftig zu Boden, blieben doch jeweils aus schafe r Heinrich Link I. lieber 50 Jahre stand ihren Posten. Es gab Freistoße über jreifto&e, die er im Dienste unseres Dorfes und war eine aUge- das Spiel stark beeinträchtigten. Henrich sich eine mein geschönte Persönlichkeit. Mit ihm ist der letzte Gelegenheit zum Ausgleich ungenutzt vorubergehen Kriegsteilnehmer von 1870 71 aus unserem Dorfe indem er einen Elfmeterball gegen bie Querlatte dahingegangen — Die Einweihung unseres ‘~~1- rc-r‘ ***** '"M" "" ' Kriegerdenkmals findet voraussichtlich am 8. November statt. Das von dem Frankfurter Künstler Fohrenbruch nach Planen des Hochbauamtes Büdingen (Zweigstelle «chatten) geschaffene Ehrenmal für die 214 Kriegsteilnehmer, von denen \3;2 (0:1) H« j ff* «L Äj?Qnn* ' *&*■ •rttren 1 =*-" IUI», ‘ . W> et Segen die 1900. 3;8 (Oj). i"?? ?ur*ien ?y° leistelcn > ®e erworlei ^""Ichch aller. vnini?ul)ru^ ^erläge niqt &niW P™ Seh!,r ^'erreche, der ;e^6en fielen 35 stärkste $|U5 Deiches Spiel Ä auf den IU3e «rbeit ge- to. )er. n w Mnch^. e ton btm M. ®°6 der Schiede ffengou DT. ■mmerftunbe -•--'oar.rjMtt DeMamps mit LckrlpMkt seiner 2cichrung und gl^e der Detp insbesondere die tbnung hielt die Abteilungen der SchK Fried- Lich. Aarburg, ilu in den Tor« i zusammen. In chcn Tollsoadej nmerische Seit« und zu bestim« rächt unter ein« )vimmtechnischen, chen Einzelheiten n und bprünge. ib Sportabzeichen len, Turnerinnen standen in guter gel, Karl 2vlz d. Lch, Heinrich d. Lda., und die im er und Elise ihrend drei 3t- erfüllen konnten. portbunö 1M12-.2. >\t beiden Gegner mnitn in der 10. ing gehen, ©itfecn er Wer bei O in Elfmeter bradie ei diesem Ergebnis .m Wechsel breite -um ersten Tresser, .richossen. Strtj rot Sgleichstreffer. im I 7:1. g Saft Nit Span- das Treffen. N°n ,q im Angriff, m ießlich aber doch J ncht lange auf l™ ®ieied das Je ’ stellte ochvolhenn ihr-nd Atzt noch jnb ein vierter Sj ■»stf N* S**85 Str. SM ,fin Wr U t"??>n einem iterta118°%^ jitben. 2«r w Hirtunßcn. sicherst? btgun- b. potnZ Die EiN' s**«* SS* 4brt l !'0. 10 Mnn in n die Platzbesitzer kV» * m 13: spiel gf laft MJline» überles?'-MN- li4 ‘‘.isu1«'1 W”11 ii.... ,S.xS Wirtschaft. 212 Millionen RM. Heichsbahnanleihe Berlin, 27. Okt. (DT B.) Das Ergebnis der steuerfreien Reichsbahnanleihe nach dem Stande vom Aoend des 27. Oktober beträgt 212 Millionen Mark. ^eichsbahnausiräge an die Lokomotivindustrie. Wie WTB.-Handelsdienst erfahrt, sind von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft in vertraas- maßiger Abwickelung des mit dem Lokomotiv- verband abgefchlosfenen dreijährigen Lieferungsvertrages 1O0 Schnellzugs- und Tenderlokomotiven für das Rechnungsjahr 1 932 in Auftrag gegeben worden. Cs handelt sich dabei um die Durchführung des im April d. I. oufgestel.t n Beschaf, ungsprogramms der Reichsbahn. Das Objekt stellt einen Wert von 15.8 Mill. Mk. dar. Außer der Firma Henschel & Sohn AG., Kassel, au die 23 Lokomotiven entfallen, sind der Firma Bor ig GmbH., Berlin-Tegel, 19, der Firma Friedlich Krupp AI., Essen, 16, der Berliner Maschinenbau AI. vorm. L. Schwarh- kopsf, Berlin, 12 Schnellzugs- und Tenderlokomotiven, der F. Schichau GmbH., Elbing, 12 Ten- dcrlokemot v^n, der Lokomotivfabr k 3u.ig GmbH., Iungenthal bei Siegen, 3 Tenderlokomotiven, der Lokomotivfabrik Krauß L Co., 3. A. Maffei AG. München, 8, und der Maschinenfabrik Eßlingen AG., Ehlingen, 2 Lokomotiven in Auftrag gegeben worden. * * Staatsanwaltschaft und Kahen- el len bogen. Die Staatsanwaltschaft I in Berlin hat bei dem neuen Borstand von Schultheis-Patzenhofer 3nsormationen eingeholt, um etwaige Verfehlungen, die im Zusammenhang mit der Angelegenheit Kahenellen« bogen usw. stehen, aufzuklären. Reue Oelfunde. Die Berwaltung des Bürbach - Konzerns in Magdeburg teilt dem WTB.-Handelsdienst mit: Auf dem Kaliwerk Bolkenroda sind in letzter Zeit neue, sehr gute Oelfunde gemacht worden. Die Crdölprodukkion ist dadurch bei starker Drosselung aller Sonden auf 500 Kubikmeter täglich angestiegen. Die deutschen Börsen. Geschästsstille in Frankfurt. Frankfurt a. M., 27. Okt. 3m heutigen telephonischen Verkehr zwischen den Banken herrschte fast vollkommene Geschäfts- f: i l l e. Man verfolgt die weitere Entwicklung ier internationalen Finanzlage für die kommen- len Monate mit großer Zurückhaltung. Da auch sonstige Anregungen nicht Vorlagen und die gestrigen Auslandbörsen überwiegend in schwächerer Haltung schlossen, nannte man durchweg 1,5 bis 2 v. H. niedrigere Kurse. Stärkeres Angebot beobachtete man am Marktgebiet der Montanwerte, Do Harpener, Gelseniir^en und Rheinstahl ve° sonders unter Druck standen. Auch einige Bankaktien, wie DD-Bank, Danatbank und Berliner Handelsgesellschaft, waren vermehrt offeriert. Von Spitzenwerten büßten 3G.° Farben, Siemens, AEG. und Schuckert 1,5 bis 2,5 v. H. ein. Die Amsatztätigkeit bewegte sich in den denkbar eng ft en Grenzen. Am Markt b;r fest verzins! ichenWerte herrschte ebenfalls größere Geschäfts- slille. Die Stimmung neigte auch hier weiterhin zur Schwäche, wobei achtprozentige Serien mehr ar.geboten wurden. Liquidationspfandbriese und andere festverzinsliche Papiere nannte man bis zu 1 v. H. schwächer. Bon 3ndustrieobligatio- nen schwächten sich Farbenindustrie um rund 2 v. H. ab. Fragen der Berliner Börse. B e r I i n , 28. Okt. (WTB. Funkspruch.) Der matte Schluß der gestrigen Neuyorkcr Börse hatte im heutigen Effektenfreiverkehr nicht den ungünstigen Einfluß. den man vormittags noch befürchtete. Die & u r f e der Hauptwerte lagen überraschendwiderstandsfähig, zum Teil sogar nuf gestriger Abendbasis, die bereits Erholungen auf- weisen konnte. Mit Interesse verfolgte man den Ausgang der englischen Wa h l e n. da dieser unter Umständen auch auf die deutsche Wirtschaft nicht ohne Einfluß bleiben dürste. In den effektiven Zahlen tarn das eigentliche Kräfteverhältnis der Parteien nicht richtig zum Ausdruck. Der Sieg der Konservativen mühte aber unbedingt die Abkehr oo m Freihandel zur Folge haben. Auch die zukünftige Entwicklung des Pfundkurses resp. die Stabilisierungsbasis werde durch den Wahlausgang wieder recht ungewiß. Die andere, noch wichtigere Z5?9e des heutigen Tages war die Stellung des VJJd) aftsbeirates zu den beabsichtigten -Vorschlägen der Neichsregierung. Wird eine zwangsweise Senkung des Reichs- bankdiskontes und eine Zwangskonver- tierung der Zinssätze erfolgen? Wird man einen weiteren 2 0 - v. H.-A b b a u öer Preise durchdrücken? Wie werden diese Preise mit den Löhn en in Einklang gebracht werben können usw.? Auch die sonstigen Anhaltspunkte, die heute Vorlagen (AEG. und Dessauer Gas), wurden ziemlich skeptisch aufgenommen. Trotzdem waren die Aktien dieser Gesellschaften im Einklang mit der Allgemein- tendenz auf letzterer Basis eher gesucht. Am Pfand- bricfmarkt konnten sich die gestrigen Kurse gut behaupten: die Umsatztätigkeit war jedoch nicht sehr groß. Ueber die Aussichten einer baldigen Börseneröffnung (verschiedentlich rechnete man gestern schon mit Anfang November) ist auch heute nichts Neues zu sagen. Die Schwierigkeiten, die bisher für den Standpunkt der Reichsbank maßgebend waren, besonders hinsichtlich des Verhinderns von Ausland- Verkäufen in deutschen Effekten, scheinen immer noch nicht behoben zu sein, obwohl Verhandlungen diesbezüglicher Art schon seit einiger Zeit gepflogen werden. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 28. Okt. Es wurden notiert: Weizen 230 Mark, Roggen 217,50, Sommergerste für Brauzwecke 175 bis 180, Hafer (inländischer) 162,50 bis 170, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0, mit Austauschware) 36,25 bis 37, Sondermahlung 34,25 35, Weizenmehl (niederrheinisches, mit Austauschware) 36,25 bis 36,75, Sondermahlung 34,25 bis 34,75, Roagenmehl 30,25 bis 31,50. Weizenkleie 8,75 bis 8,90, Roggenkleie 9 bis 9,25 Mark. — Tendenz: fester. ♦ In unserer gestrigen Ausgabe wurde die W e i - zennotierung mit 258,50 unrichtig an- ^geben. Die Ziffer mußte richtig lauten: 228,50 * fiarfoffelpreisnoficrungen. Der Preis für Speisekartoffeln wird zur Zeit mit 2,80 bis 3 Mark pro Zentner notiert. Die Nachfrage ist sehr rege. Die gestrigen Auslandbörsen. Die Tendenz der Londoner Börse war gestern im Verlaufe fest, doch wurde das Geschäft zum Schluß in Erwartung des Wahlresultates ruhig, und die Kursgestaltung uneinheitlich. Die Pariser Börse war sehr unregelmäßig, nach vorübergehender Befestigung war die Tendenz zum Schluß wieder unsicher, und die Kurse lagen nicht einheitlich. An der Amsterdamer Börse waren die Llmsähe gering, doch brodelten die Kurse meist ab. Deutsche Werte lagen ebenfalls überwiegend gedrückt. Die Wiener Börse, die gestern zum ersten Male wieder eröffnet wurde, war sehr ruhig und im großen und ga. zen wenig verändert. Die Reuyorker Börse war unregelmäßig, doch konnte man die Grundstimmung als freundlicher bezeichnen. Reichsmark allgemein fester. An den internationalen Devisenmärkten war das Geschäft in verschiedenen Devisen lebhafter. Das Pfund hat sich international weiter verschlechtert, wozu in der Haupt- fache die Ungewißheit über den Ausgang der Wahlen beitrug. Der Dollar lag allgemein sehr schwach, besonders in Amsterdam war er mit 246,55 angeboten; gegen Dollar ging das Pfund auf 3,871 zurück, wobei aber noch besonders die Schwäche des Dollars zu berücksichtigen ist. In Amsterdam war das Pfund stark angeboten und ging bei lebhaftem Umsatz auf 9,62 zurück, die Nieder!. Bank gab Pfundwechsel ab. In London selbst war der holl. Gulden mit 9,59 noch stärker befestigt. Gegen Zürich ging das Pfund auf 19,86$ zurück, gegen Paris auf 98,68, gegen Mailand auf 75g. Die Reichsmark, in der ebenfalls größere Umsätze zu verzeichnen waren, lag all - gemein fefter, so zog sie in Zürich auf 119,40 an, in Amsterdam auf 57.77$, in Stockholm auf 104$. in London auf 16,57$ und in Neuyork auf 23,44. Madrid hat sich international etwas erholen können, dagegen tendiert Stockholm wieder ausgesprochen schwach. Paris war etwas leichter, ebenfalls Brüssel. Deutsche Papiere in Amsterdam. Die deutschen Reichsschuldbuchfor- derungen und die anderen deutschen festverzinslichen Werte an der Amsterdamer Börse tendierten schwächer. Von den Reichsschuldbuchforderungen notierte die 1933er Fälligkeit gleich 701 4, die 1936er — gleich 51V4, 1940er — gleich 441/«. 1941er — gleich 417 3, 1943er — gleich 40, 1944er — gleich 391 ... 1947er — und 1948er — gleich 38’A>. 7prozentige Preußische Centralbodenkredit-Pfandbriefe notierten 63, 7prozentige Preußische Pfandbriesbank- Pfandbricfe ebenfalls 63, 7prozentige Deutsche Kalisyndi^at-Obligationen 61,25, 6prozentige 3G - Farben Obligationen 68, 7prozentige RWS- Obligationcn 63, 6prozentige Siemens & Halske 80 und 6,5prozentige Wintershall-Obligaticnen 47. Deoiienmartl Berlin — Frankfurt a. Bl. Banknoten. 27 .Df ober 28 eftober Amtliche Dotierung Amtliche Notierung Gelb Brie' Welt» Briet Hellingsorl . 8.59 8.61 8.59 8,61 «dien 58,94 59.06 58.94 59,06 Vrag . . . 12.47 12,49 12,47 12,49 Budapeü . . 73.28 73,42 73.28 73,42 (Sofia . . 3.072 3,078 3,072 3,078 yollanh . . 170,73 171,07 170,73 171,07 £ilo . . . 92.31 92,49 92.31 92.49 fiovenhageti. 92,91 93,09 92,91 93,09 Gtodbolm 96.15 96.35 95,65 95,85 London. . . 16.43 16.47 16.44 16.48 Buenos Aires 0.983 0,987 0.983 0.987 Neuvoil 4.209 4.217 4.209 4.217 örüffel . 58.84 58,96 58,84 58.96 Italien. . . 21,83 21,87 21,78 21,82 'Laris . . . 16.60 16,64 16,59 16,63 Sckweiz . . 82,52 82,68 82,50 82,56 Spanien 37.36 37,44 37,36 37,44 Danzig . . 83.22 83,38 83,27 83.43 Japan . . 2.058 2,062 2,058 2,062 Rio Oe jmt.. Iugoflawieu. 0.259 0.261 0,259 0.261 7,473 7,487 7,473 7,487 ÖifiaboD 14.99 15,01 14,99 15,01 Berlin, 27.0'ober fflelb Bries jlmeritanndie Noten....... 4,20 4,22 Belgifche Noten ........ 58,68 58.92 Dänifche Noten ........ 92,71 93,09 Engiijche Noten......... 16,39 16,45 ^ranzöfifche Noten........ 16.59 16.65 Holländische Noten........ 170.36 171.04 Italieniicke Noten........ 21,81 21,89 Norwegifche Noten ....... 92.11 42.49 Seutid),Leiteneid), 1 lOO Schilling 58.68 58,92 Numänijche Noten........ 2.52 2.54 Echwedifche Noten........ 95.96 96.34 Schweizer Noten......... 82.34 82,66 Spanische Sloten......... 37,22 37.38 Ungarische Noten........ 72,75 73,15 Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) h. 3- in Bl. Wir empfehlen Ihnen, sich mit einem Facharzt in Verbindung zu setzen. Große Strafkammer Gießen. * Gießen. 27. Okt. Eine Makler aus Friedberg und seine Frau verfolgten Berufung gegen ein Urteil des Bezirksschöffengerichts Gießen, durch das der Ehemann wegen Betrugs Unterschlagung und schwerer Urkundenfälschung zu einer Gesamtgefängnisstrafe von einem 3ahr vier Monaten, die Frau wegen Betrugs und Unterschlagung zu acht Monaten und zwei Wochen Gefängn's verurteilt worden waren. Die Berufung des Mannes wurde zurückgewiesen, die Frau wurde unter Aufhebung des ersten Urteils freigesprochen. Auch heute wurde wieder festgestellt, daß der Angeklagte wie seinerzeit berichtet, sein Gastwirtsanwesen unter der Vorspiegelung, die Wirtschaft bestehe schon seit 1920 und das mitverkaufte Wirtschaftsinventar einschließlich eines Klaviers sei sein Eigentum, verkauft und den Käufer um die beträchtliche Anzahlung betrogen hatte: dieses Verfahren hatte er bann mit Erfolg wiederholt. Ferner hat er, wie auch heute erwiesen wurde, einen der Betrogenen durch eine von ihm gefälschte Urkunde getäuscht. Bei der Höhe des Schadens bestand trotz der unbedeutenden Vorstrafe kein Anlaß, die Strafe zu ermäßigen. Dagegen wurde die Frau freigesprochen, da sich ihre Behauptung, sie sei an den betrügerischen Handlungen ihres Mannes nicht beteiligt gewesen, nicht widerlegen ließ. Kirche und Schule. )( Lich, 27. Okt. 3n der schön geschmückten Kirche feierte am Sonntag unsere Gemeinde das Erntedankfest. Das Gotteshaus war in beiden Gottesdiensten voll besetzt. Außer dem Posaunen- chor, der in dankbarer Weise mitwirkte, fang zum erstenmal unter Leitung von Lehrer Stein der Kirchengesangverein und fand die volle Anerkennung der Gemeinde. 3m Vormittagsgottesdienst predigte Stiftsdechant Kahn, im Rach- mittagsgottesdienst Pfarrer i. R. Henkel- mann (früher Breitenbach). Die Kinder feierten im besonderen Gottesdienst und brachten ein schönes Ernte-Festspiel zur Ausführung. Die Festkollekte ergab 85 Mark. 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Thaga Kaffee Parana-mischnng Pfd. 2.00 Brasll-Sischang „ 2.20 Santos-fflischnng ,, 2.40 Konsum-DUscbang ,, 2.80 Perl-ll-Mischang „ 3.20 Hotel-Dlischang „ 3.60 Gaatemala-ÜIarag. ,, 3.90 Perl-13-DIaragoG. „ 4.40 IQeaiko-Miscbung „ 4.60 Wr 1 Pfd. Kakao und 1 IW mit Nickeldeckel... Wenn Menschen auseinandergehn Vornan von 3- Gchnewer-Ioerfil. vrheberrechtsschutz Verlag O. Meister, Werdau. 23. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Ihre Finger krallten sich in das Tuch feines Nockes. Er fühlte, wie ihre fürchterliche Erregung sich feinem Körper mitteilte und er muhte die Äugen senken, um die ihren nicht mehr zu sehen, die in glanzloser Starre an ihm hingen. .Guido! Die Raja —“ »Hat mir das Kind geboren. Run belügt sie mich und sucht mich glauben zu machen, ich sei nicht der Rater.' Rosmaries blonder Kopf lag hilflos gegen seine Rrust. Rrn Zucken ihrer Schultern merkte er, daß sie weinte. Er sprach kein Wort mehr und regte sich nicht. Rach einer Weile tasteten ihre Finger über ihn hin. Ihre Lippen schmeichelten über seine Hände. .Armer Guido!" Es dauerte Minuten, bis er zu sprechen vermochte. .Wollen wir nun frühstücken?" Sie erhob sich langsam, trat von ihm weg und begann den Tisch zu decken. So oft ihr Blick dem seinen begegnete, war es eine stumme, aber beredte Zwiesprache. Rosmarie vergast das eigene Leid und dachte nur mehr an das seine. Sie brauchte ihr Glück nur wieder an sich zu nehmen, wenn es zurückkam. Er aber streckte vergebens die Hände nach dem seinen aus. e Die schenkte ihm aus der Güte ihres Frauen- herzens im Ueberschwang. 11 nb er nahm es wie etwas unendlich Kostbares. Am Abend fuhr er nach Venedig zurück. »Bestehst du noch auf deinem Vorhaben, Rosmarie?" Deine Augen flehten sie an. »Es hat sich nichts geänöert“, erwiderte sie beinahe, schroff. »Gut! — Dann Ende 3uni in Sorrent." ,3ch danke dir." »Gib mir dein Wort, dah du nichts unternehmen wirst, bevor wir uns nochmals gesprochen haben." Sie legte ohne Zögern ihre Rechte in die seine. »ES tut mir leid. Guido, dah du nun noch eine Dorge mehr zu tragen hast." Din mattes Lächeln glitt über sein Gesicht. Sie winkte ihm noch zu. bis das Boot, das ihn nach Venedig trug, nur noch als kleiner Punkt auf den Wellen tanzte. Die junge Frau bist die Zähne in das Spihen- taschentuch und hielt mit Gewalt die Tränen ' zurück. Die ganze Rächt fand sie keinen Schlaf. Erst gegen Morgen schlummerte sie etwas ein. Drei Wochen später fuhr sie nach Sorrent. Am 20. 3uni meldete der Telegraph die Rückkehr des Forschers Bela Szengeryi aus den Regionen des Polareises. Die gesamten Teilnehmer der Expedition waren wohlbehalten auf norwegischem Boden eingetroffen und beschlossen, nach kurzer Rast die Reise nach der Heimat fort» zusehen. Szengeryi. von einem Rausch der Wiedersehensfreude ergriffen, schickte sofort ein Telegramm nach Wien, nach zwei Stunden wieder eines und am Abend das dritte. Racheinander platzten sie der Aga innerhalb vierundzwanzig Stunden ins Haus. Die kleiye Stadt in der groben Felsenwildnis dünkte Della wie ein Gefängnis. Run er am Ziel war. gab es kein Halten mehr für ihn. Török seufzte. Szengeryi fieberte vor Ungeduld und erstand eine Unmenge von Dingen, mit denen er Rosmarie eine Freude zu bereiten glaubte. 3n Kristiania hoffte er Rachricht von ihr zu finden. Ein volles 3ahr hatte er sein Blut gemeistert, aber nun schäumte es übet von sehnsüchtig-unbändigem Verlangen. Kristiania brachte eine Enttäuschung. Kein Dries. kein Telegramm, kein Kartengruh! Török tröstete: »Sie hat es zu spät erfahren. 3n Stockholm liegt sicher Rachricht von ihr." Szengerhis erster Gang, als man dort ankam. war zum Hauptpostamt. Unter dem Stapel von Briefen, die ihm der Beamte reichte, rih er das Kuvert heraus, bas ihre Schriftzüge trug. Drei einzige Worte standen auf einem großen Bogen: »Verzeih mir! — Rosmarie." Das Blut schoh ihm so stark nach den Schläfen, daß er die Lider schließen muhte, um nicht hinauszujubeln. was er dachte: Eie hat eingesehen, wie sehr sie im Unrecht war. Darum diese Bitte. — »Oh, du geliebtes Weib! Wenn du wüßtest, wie tief ich dich im Herzen trage!" Ohne sich und Török Ruhe zu gönnen, reifte er Tag und Rächt und nur noch ein Gedanke erfüllte ihn: Heim zu ihr! 3n Berlin zwang ihn die Einladung der deutschen Regierung, vierund^wanzig Stunden Aufenthalt zu machen. Er erledigte seine Besuche in rasendem Tempo und begriff nicht: Warum empfing man ihn überall mit so ernsten Gesichtern? Was bargen die Menschen für ein Geheimnis hinter ihren Stirnen, wenn sie mit ihm sprachen? Warum wurden seine Hände so schmerzhaft gedrückt und sein Ohr mit so behutsam gewählten Worten überschüttet? Trug er das Sehnen nach seinem Weibe so offen zur Schau. Er kam abgehetzt und übermüdet in das Hotel, fand einen Stapel Post und Zeitungen auf dem Tisch des Empfangs raum es und warf sich erschöpft auf das bequeme Sofa. Der Lärm, der von der Straße heraufschallte, störte ihn. Er erhob sich und stieß die Riegel der Fenster in die Oefen. Dann streckte er sich wieder auf dem Diwan aus. Nichts als das Rascheln der Blätter unterbrach die Stille. Dann ein Aufschrei! Sv schrill, so voll Entsetzen wie das Brüllen eines niedergemetzelten Tieres. Török kam aus einem Rebenraume herbei- gesprungen. Er fand den Schwiegersohn über eine illustrierte Zeitung geneigt, um deren Titelblatt er die Finger gekrallt hielt. .Bela!" Die zitternden Hände Töröks suchten Szen- geryis Körper hochzuheben. Es mißlang. Der Professor zerrte das Blatt unter Delas Arm hervor, starrte darauf und glitt ohne einen Laut in den Stuhl hinter sich. Rosmarie, die blonden Zöpfe über die Schulter gelegt, sah ihm auf dem Titelbilde lächelnd entgegen. Darunter die wenigen Zeilen der Erklärung: .Aus Sorrent kommt die Rachricht, dah die junge, bildschöne Frau des bekannten Forschers Bela Szengeryi seit mehr als vier Tagen vermißt wird. Man vermutet stark, daß sie einem Unglücksfall zum Opfer fiel. Andere neigen zu der Ansicht, dah sie in einem Anfall von Schwermut selbst den Tod gesucht haben könnte. Sie litt unsagbar unter der Trennung von ihrem Gatten, der sich auf einer Polarfahrt befindet. Mit ihr ist auch der Geiger Guido Horvath, dessen Ruhm die ganze Welt erfüllt, verschwunden und man rechnet mit der Möglichkeit, dah er die Unglückliche zu retten versuchte und selbst dabei den Tod fand. Schiffer behaupten, sie hätten deren Leichen im Meere treiben sehen." »Bela!" Ein Wimmern aus übermenschlicher Rot und Verzweiflung war die Antwort. »Belo, es ist -ja nicht möglichI" Török glitten die silbrigen Haarsträhnen in die Stirne. Das konnte sie ihrem Vater antun! Das! Szengeryi drückte die Fäuste gegen die Brust und hielt sie dann vor den Mund gepreßt, dah ihm kein Ton mehr entschlüpfen konnte. Die Arme über den Tisch geworfen, bohrten sich seine Finger in das gefühllose Holz. — Tot.' — Ausgelöscht das Leben, das ihm mehr als das seine galt! Stumm der Mund, auf dessen Flüster- Worte er in seinen Träumen gelauscht hatte! Mochten die Blätter sie auch als vermißt gelten lassen, er, nur er wußte, daß sie, in Schwermut verfallen, freiwillig gegangen war! Freiwillig, aus Sehnsucht, weil sie die Trennung von ihm nicht mehr zu ertragen vermochte. So hatte sie ihn geliebt! So über alle Maßen! Rosmarie! Und der andere hatte mit ihr gehen dürfens Der andere! An dessen Brust sie sich vielleicht ausgeweint hatte, an dessen Herz sie in ihre» Verlassenheit Heimat und Zuflucht fand. Török fand kein Wort des Trostes für den Schwiegersohn. Seine Seele wurde zwischen dem Schmer., um die Tochter und dem Mitleid mit dem verzweifelten Gatten hin und her gerissen. Als Szengeryi nach zwei Stunden noch immer ohne Regung sah. zwang er mit ernsten Worten dessen Gesicht empor. ..Wir wollen noch Sorrent fahren, Dela. und selbst Rachforschungen anstel- len. Vielleicht hat man sie auch schon gefunden. Dann nehmen wir sie beim nach Wien. Oder in die Puhta! Dah sie bei mir ist — und bei dir, Dela!" Es kam keine Antwort. Török blieb es überlassen, zu packen, die Zug- Verbindungen herauszuschreiben und die kürzeste Route zu suchen, auf der sie nach Sorrent gelangen konnten. Darüber gingen Wochen hin. Trotz aller De- mühung war nichts über die beiden zu erkunden gewesen. Dar allen Trostes war Szengeryi mit seinem Schwiegervater nach Wien zurückgekehrt. Aga muhte sich erst besinnen, ob er es war. 3toet tiefe Rinnen standen von der Rase nach den Mundwinkeln zu eingegraben, und die Augen lagen in tiefbeschatteten Höhlen. Die Stimme klang barsch und schwieg oft Stunden, nicht selten auch tagelang. Ss war eine Seltenheit, wenn ew das Wort an sie richtete. Oesterreich überhäufte den Forscher mit Ehren. Die Akademie trug ihm einen Lehrstuhl an. Ss regnete Einladungen und Aufforderungen zu Vorträgen. Es schien, als wolle man ihn au» diese Weise das tragische (beschick seiner jungen Gattin vergessen machen. Zuweilen kam Török von der Steppe herein und sah noch ihm, rih ihn für Stunden aus »einem 'Brüten, um bann, wenn er wieder abreifte, das Dild eines vollkommen niedergeschmetterten Menschen mit sich zu nehmen. Wenn Szengeryi vor seinen Hörem sprach, war es die alte flammende Degeisterung, die ihn erfüllte und die die andern mit sich riß. Sobald er aber über die Schwelle seine- Heimes trat, fiel die Trostlosigkeit wie mit Keulenhieben übet ihn herein. Um all den Flitter seiner Würden. Titel, Ehre, hatte er das Leben seines Weibes hingeworfen. Rosmarie? 3hr Dild, das Dild, das die Zeitungen damals gebracht hatten, stand jetzt auf seinem Arbeitstisch Alle anderen Photos hatten gefehlt, und Aga konnte nicht umhin und muhte gestehen, was die junge Frau damit gemacht hatte. (Fortsetzung folgt.) mit Ottermurmelkragen Mk. 49. Äusserst preiswerte Mäntel; Damen-Mantel, reinwoll. Velour-Diagonal, ganz auf K'seide 07^0 gefüttert, mit modernem Pelzkragen.....Mk. £ I Damen-Mantel, gute, reinwollene Qualität, eleg.Verarbeitung, QQ H mit Skunksopossum-Kragen............Mk. UUe Frauen-Mantel, QT aus prima Marengostoffen, ohne Pelzkr., Mk. UUe" Damen-Mantel, aus feinem schw. Drape, auf Crepe Maroc. RO gefüttert, mit gr. Skunksopossumkragen, Mk. UU 6 J. Pfeffer, Marktplatz Nachmittags-Kleid, aus Flamenga, prima Qualität, reine Wolle mit 1 K'seide, neuart. zweifarb.abgetönt.Kragen, Mk. IU Neuestes Wollkleid, aus prima Afgalaine mit aparter Weste und moderner Rocklinie...................Mk. 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