Nr. 48 Erstes Blatt 18t. Jahrgang Dienstag, 28. April 1931 Lrlch« tnt küglich, außer Sonntags und Feiertag» Beilagen: vte Illustriert« Viehener FamilienblStter fjetmat tm Bild Die Scholle Monats.Sezugsvretr: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägev lohn, auch bei Richter» lchemen «inzelnerNummern infolge höhere, Gewalt, zernforechanichlüffe anterSammeInummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten anjetger Sieben. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vniS und Verlag: vrühl'sche UniversitülL-vuch- und Stetn&rnderti S. Lange ta Gießen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für t mm höhe für Anzeigen von 27 mrn Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re» klameanzeigen von 70 mne Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°, , mehr. Chefredakteur. Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dc H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Die Goldklausel. Einer der gefährlichsten Irrtümer, die den deutschen Sachverständigen bei der Beratung des $oung= plans unterlaufen sind, ist seiner Wirkung nach der Verzicht auf die Goldklausel, die im Dawesplan enthalten war, die aber dann im Woung* plan vollkommen unter den Tisch gefallen ist. Sie war beim Dawesvlan so gefaßt, daß bei A e n d e ° rungen der Kaufkraft des Goldes um mehr als zehn Prozent die Reparationsverpflichtungen Deutschlands nach oben oder nach unten entsprechend geändert werden sollen. Der deutschen Regierung ist damals sehr nahegelegt worden, auf diesen unter Umständen wichtigen Ausgleichsfaktor nicht zu verzichten, sie hat aber die Warnung überhört und muß dafür heute die Kosten zahlen. Man wird ihr trotzdem daraus keinen allzu großen Vorwurf machen dürfen, denn schließlich konnte eine solche Klausel sich ebenso gut für wie gegen uns auswirken. Und wenn auch damals die amerikanischen Sachverständigen die lieber* zcugung vertraten, daß die Schwankungen der Kaufkraft.vorüber seien, daß also der Goldkurs sich gewissermaßen st a b i l i s i e r t habe, so mag doch im Unterbewußtsein auf deutscher Seite die Hoffnung mitgespielt haben, daß die allgemeine Tendenz der Goldentwertung, sich fortsetzen und dadurch eine Verringerung unserer Reparationsleistungen herbeiführen würde. . Tatsächlich ist ja gerade das Gegenteil eingetreten, wenn es auch schwer ist, einen allgemein gültigen Maßstab zu finden, für die Steigerung der Kaufkraft des Goldes in den letzten zwei Jahren, so läßt sich doch, wenn man die Indizes verschiedener Länder zugrundelegt, ein Durchschnittssatz von mindestens 20 Prozent errechnen. Das würde heißen, daß also heute das Gold um ein Fünftel mehr Wert hat als zur Zeit des Abschlusses des Voung- planes, daß daher die Herabminderung unserer Za^ungen gegenüber den: Dawesplan durch den höheren Wert des Goldes zum größten Teil wieder ausgeglichen ist. Die Franzosen wenden zwar dagegen ein, daß die Entwertung der Rohstoffe größer sei als die des Fertigfabrikats, daß also Deutschland mit seiner Deredelungsindustrie aus dieser DiFerenz noch ein Geschäft mache, aber diese Rechnung hat ein sehr großes Loch, hauptsächlich deshalb, weil die Milliardenschulden, die wir seit der Stabilisierung ausgenommen haben, bestehen geblieben sind, ihr Kapital also doch auch inzwischen gestiegen ist und die hohe Verzinsung, die gerade Deutschland besonders schwer drückt, die Schwierigkeiten unserer till- gemeinen Lage nur erhöht. Jedenfalls kann darüber eigentlich kein Zweifel bestehen, daß die Unterzeichnung des Voung- plans nicht nur von den deutschen Unterhändlern unter der falschen Voraussetzung eines gleichbleibenden Goldwertes erfolgt ist, und daß Deutschland als der eigentliche Leidtragende dieses Irrtums das Recht haben müßte, aus einer solchen geldwirtschaftlichen Verschiebung die Folgerungen zu ziehen, indem es den ganzen Voungvertrag wegen Irrtums an - ficht. Leider gibt es nur keine Instanz, vor der eine derartige Klage anhängig gemacht werden könnte, aber wir halten es für selbstverständlich, daß die deutsche Regierung bei der Beratung über die vorhandenen Revisionsmöglichkeiten diesen Gesichtspunkt besonders im Auge behält, und ihn in den Vordergrund schiebt, um daraus die Rotwendigkeit einer grundsätzlichen Um- stimmung der ganzen Kriegsentschädigung ab- zuleiten. Um den Flottenpakt. Englands Ablehnung hat in Paris überrascht. Daris, 27. April. (TU.) Die Pariser Blätter zeigen sich über die englische Antwort auf die französischen Flottenvorschläge sehr unangenehm überrascht. Aus den verschiedenen Stellungnahmen geht mit aller Deutlichkeit hervor, daß man französischerseits niemals erwartet hatte, daß die englische Regierung eine derartig ablehnende Haltung einnehmen könne. Man ist überzeugt, daß die englischen Gegenvorschläge nichts weiter bedeuten als das energische Fe st halten der englischen Admiralität an ihrem bisherigen Standpunkt. Außerdem befürchtet man, daß auch Italien an seinen Forderungen festhalten wird, da die Regierung Mussolinis absichtlich die Antwort Englands abgewartet habe, bevor sie selbst Stellung zur französischen Rote nimmt. Das „Journal" nimmt seine Zuflucht zum deutsch-österreichischen Zollabkommen und unterstreicht, daß eine franzosisch- italienisch-englische Verständigung die Bildung eines entgegengesetzten Blocks verhindern würde. Gegenüber drei Großmächten, die gewillt seien, den europäischen Status aufrecht zu erhalten, würde allen anderen Mächten nur noch die Möglichkeit übrig bleiben, die Mittel zu suchen, die verschiedenen wirtschaftlichen Interessen einander anzugleichen. — Der „Petit Pari- sien" drückt sein Erstaunen darüber aus, daß die englische Regierung in ablehnender Weise auf die französischen Vorschläge geantwortet habe, obgleich sie einen so großen Teil der Verantwortung an dem Gelingen der Verhandlungen trage und betont, Italien bleibe entweder ein Freund Frankreichs oder aber es gehe offen i n s Läger der Deutschen über. Im ersten Fall brauche es nur die französische Forderung auf MchkeineEntscheidunMerdenVullerzoll Widerstand des Reichsarbeiisniinisters. — Fortsetzung derRefforibesprechungen. Berlin, 27.April. (ERB.) Zwischen den Res- forte, die an der Erhöhung des Butlerzolles interessiert sind, haben heute vormittag die vorgesehenen Besprechungen begonnen, durch die die morgige 6a- binettssihuna vorbereitet werden soll. Beteiligt sind daran außer dem Reichsernährungsministerium auch das wirtschafte- und das Arbeitsministerium sowie das Auswärtige Amt. Ob es gelingen wird, bis morgen bereits zu einer Klärung zu gelangen, ist zweifelhaft, und man rechnet deshalb in politischen Kreisen auch kaum damit, daß in dieser 6a- binettssihung bereits eine Entscheidung fällt. Bekanntlich hat dieses Problem das Kabinett bereits vor einigen Wochen beschäftigt. Die Lösung wurde damals verschoben, da sich kein Kompromiß finden lieh, mit dem sich der Reichsarbeitsminister einverstanden erklären konnte. Lr vertritt den Standpunkt, daß eine Zollpolitik, die Preiserhöhungen nach sich zieht, mit der Politik der Lohnsenkung unvereinbar ist. Das dürfte er auch in der Samstagsihung des Kabinetts zum Ausdruck gebracht haben und darauf geht wohl die Meldung eines Berliner Monlagsblaltes zurück, daß Dr. Slegerwald mil feinem Rücktritt gedroht habe, falls die Zollforderungen des Reichsernäh- rungsminislers vom Kabinett beschlossen würden. Zu dieser Demission dürfte es aber nach der Auffassung gut unterrichteter politischer Kreise unter keinen Umständen kommen. Vielmehr rechnet man damit, dah entweder in Verbindung mit einer Senkung des Weizen -und Gerstenzol- I e s ein Ausgleich gefunden wird, dem auch der Ar- beitsminisler seine Zustimmung gibt oder dah das Problem des Butterzolles jetzt noch nicht zur Entscheidung gebracht, also verschoben wird. 3n Kreisen, die dem Reichsernährungsminister Schiele nahestehen, wird erklärt, dah er ebenso wie alle landwirtschaftlichen Organisationen es für untragbar Halle, dah der Butlerzoll vollkommen abgelehnt wird. Bei dem hohen Anteil, den die Milchwirtschaft an jedem bäuerlichen Betriebe hat, müsse selbstverständlich unter allen Umständen verhindert werden. dah Milch- und Bullerpreis unter bje J r i e - densparilät finken. Zu solchen Befürchtungen liege durchaus Grund vor, wenn das Kabinett nicht entsprechende Mahnahmen treffe. Man ist der Auffassung, dah das Problem des Butlerzolles nach der Haltung, die die anderen Ressorts und namentlich der Reichsarbeitsmini sl er eingenommen haben, eine Frage von politischer Bedeutung geworden ist, dah aber ein Ueberblick sich frühestens dann gewinnen läßt, wenn die Verhandlungen der Ressorts ergeben haben, ob ein Kompromiß nötig ist oder nicht. Die letzte Entscheidung wird dann beim Kabinett und beim Kanzler liegen. Zwischenregelung für den Weizenzoll. Berlin, 27. April. (TU.) Wie die „Telegra- Phen-Univn" von unterrichteter Seite erfährt, haben die Vorlagen des Reichsemährungsmini- sters zur Ausführung des zollpolitischen Ermächtigungsgesetzes eine Erweiterung durch eine Vorlage für den Weizenzoll erfahren. Der augenblicklich geltende Zoll wirkt praktisch annähernd p r o h i b i t i v. Rach Maßgabe der Versorgungslage erscheint aber schon zur Vermeidung übermäßiger Preiserhöhungen, die der Landwirtschaft doch nicht mehr zugutekommen, die Einfuhr von annähernd 500000 Tonnen bis zur neuen Ernte erforderlich. Rachdem vom Reichsernährungsmini- ster die in der Öffentlichkeit erörterten Vorschläge, eine Monvpolfirma mit der Einfuhr zu betrauen, oder den Zoll allgemein herabzusehen, a b gelehnt worden sind, weil der erste Vorschlag staatsmonopolistische Tendmzen fördern und der zweite zu gewaltigen Voreinfuhren führen müßte, ist eine Regelung im Kontingentswege gefunden worden. Die dezentralisierte Durchführung dieser Regelung ist dem seit Jahrzehnten in England üblichen Verfahren der internen Dienstanweisungen an die Zollämter zur Begrenzung der Einfuhr auf ein bestimmtes Maß ähnlich und bietet nach Ansicht des Reichsernährungsmini- steriums genügenden Schuh gegen Ueberschreitungen des sowohl für die Landwirtschaft wie aber auch im Interesse der Verbraucher angemessenen Kontingentes. Oer Mittelstand als Oamm gegen den Bolschewismus. Oer Reichsfinanzminister fordert daher steuerpolitische Schonung der mittleren und kleinen Wirtschastsunternehmungen. Berlin, 27. April. (TU.) In einer Massenversammlung des Kartells sämtlicher Großberliner Fachoerbände und Innungen sprach Reichsfinanzminister Dietrich im Clou. Er kam dabei auch auf das Kapitel Kapitalismus und Bolschewismus zu sprechen und führte aus: Man Darf nicht glauben, nachdem der Bolschewismus sich folange in Rußland behauptet hat, daß eines Tages an seine Stelle der westeuropäische Kapitalismus in Reinkultur wieder treten werde. Aber dieser westeuropäische Kapitalismus kann sich gegen den Bolschewismus nicht dadurch halten, daß er ft ä n • big größere Kapitalkonzentrationen schafft, sondern nur dann, wenn neben dem Großkapital eine breite Mitte mittlerer und kleinerer Existenzen gehalten und wieder geschaffen wird, welche, gestützt auf ein mehr oder weniger beträchtliches Vermögen, ausschlaggebender Faktor im Kampfe gegen die Bolschewisie- rung ist. Aus diesem Gedanken heraus muß die Forderung erhoben werden, daß der Mittel- st and und sein Besitz st euerlich geschont wird. Dazu ist der erste Schritt getan, indem Vermögen bis zu 20 000 Mark von der Vermögenssteuer frei gestellt worden find. In der Linie dieser Politik ergibt sich die weitere Forderung, daß die Staats - und Gemeindewirtschaft eingeschränkt wird. Der Redner legte an Hand von Zahlen dar, daß die öffentlichen Ausgaben in Deutschland' in der Vorkriegszeit etwa 7 Milliarden betragen haben und jetzt 18. . In dem Mehraufwand von 11 Milliarden befinden sich 4 Milliarden innere und äußere Kriegslasten, 1,6 Milliarden Aufwand für den Wohnungsbau, 1,4 Milliarden Mehraufwand für das Bilbungswefen, 1 Milliarde Mehraufwand für Straßenbau und Förderung der Wirtschaft, 1,4 Milliarden Zuschüsse zur sozialen Versicherung und Mehraufwand für die Armenfürsorge. Der Rest verteilt sich auf alle möglichen Dinge. Wenn man für England die gleiche Ent- Wicklung verfolgt, so findet man, daß die englischen Staats- und Gemeindeausgaben auf das Viereinhalbfache gestiegen sind. Davon sind allerdings abzuziehen die Zinsen der inneren Kriegsschuld mit 7 Milliarden, die nicht wie bei uns durch die Inflation ausgetilgt sind. Ohne diese 7 Milliarden ist der englische Staats- und Gemeindeaufwand von 5 auf 15 Milliarden gestiegen. Die Notwendigkeit des Sparens kann durch nichts stärker belebt werden, als durch diese Zahlen. Diese Sparsamkeit ist eingeleitet Das Reich hat an seinem eigenen Etat nach Abzug der Kriegslasten und der Ueberroeifungen an die Länder mehr als 10 v. $). gespart, und eben sind wir im Begriff, eine neue Aktion auf diesem Gebiet durchzuführen. Wir hoffen daß dieses Beispiel in den Ländern und den Gemeinden Nachahmung findet. Von der Lösung dieser großen Probleme der K a p i t a l b i l b u n q . der Steuerentlastung, der Einschränkung der öffentlichen Wirtschaft hängt Wohl und Wehe des Bürgertums ab, und die inneren Streitigkeiten, die das Bürgertum zerrissen, in Parteien aufgelöst und so machtlos gemacht haben, stellen untergeordnetes Gezänk um Dinge zweiter und dritter Ordnung bar. Daraus muß das Bürgertum die Konsequenzen ziehen. Ich will nicht verhehlen, daß alle meine Darlegungen gesehen werden müssen im Zusammenhang mit der großen Frage „Wie wird sich das Reparationsproblem lösen?". Wenn die deutsche Kapitalbildung nicht ausreicht, neben der Zahlung der Reparationen den Bedarf des Inlandes zu decken, dann ist die erste Voraussetzung zu einer wirklichen Genesung die Neuordnung der Reparationsleistungen. Beginn der Reubauten im Jahre 1934 anzuerken» nen oder aber sich damit einverstanden zu erklären, daß das Abkommen vorläufig nur bis zum Jahre 1934 laufe. 3m anderen Fall sei es aber schwer, die Frage überhaupt noch weiter zu behandeln. — Der nationalistische „Figaro. der bisher das Abkommen am schärfsten verurteilte, erklärt sich plötzlich damit einverstanden, unterstreicht dabei aber, daß auf keinen Fall auch nur ein Jota daran geändert werden dürfte. Der Augenblick sei nicht gekommen, die französische Sicherheit bloßzustellen. Oer Königsberger Konsul soll in Paris Bericht erstatten. B e r l i n, 28. April. (TU.) Der französische Konsul in Königsberg, Pierre Fanget, der an dem Spionagezwischenfall bei der Königsberger Artilleriekaserne beteiligt war, ist nach einer Meldung Berliner Blätter in großer Eile aus Königsberg abgereift, da er zur beschleunigten Berichter st attung nach Paris berufen worden ist. Att-Englands Ende. England hat eine Revolution hinter sich, nicht politischer, aber gesellschaftlicher Art. Das Unterhaus hat vor einigen Tagen, zunächst in zweiter Lesung, ein Gesetz angenommen, wodurch den örtlichen Polizeibehörden gestattet wird, Kino- Vorführungen auch am Sonntage zu- ?ulassen. Das ist für uns eine Selbstverständlichei t, für England aber eine Umwälzung aller bisherigen Begriffe; denn der Engländer feiert den Sonntag auch heute noch nach puritanischem Vorbild, alle Arbeit ruht, die Eisenbahnen haben ihren Verkehr auf ein Minimum zusammengestrichen, die Theater sind geschlossen, Spiele sind verpönt. Man geht in die Kirche und liest beschauliche Bücher. Etwas von dem „Cant", mit dem der Engländer sjch aus den Widersprüchen zwischen Tradition und Meinung heraushilft, ist natürlich auch dabei. Tatsäch- Lich wird schon seit zwanzig Jahren abends auch in London Kino gespielt; aber eigentlich zu Unrecht. Und es ist denn nun eine alte Jungfer gekommen, die herausgefunden hat, daß auch heute noch gesetzlich, und zwar auf Grund eines Gesetzes aus dem Jahre 1780 derartige Vergnügungen verboten sind, nicht nur das, jeder Verstoß wird mit einer Geldstrafe bedroht, die! dem Anzeigenden zufällt. Besagte Dame hat also Anzeige erstattet und dadurch den Stein ins Rotten gebracht. Es blieb nichts anderes übrig, als eine Gesetzesvorlage, wonach die Polizeibehörden Kinoverstellungen auch am Sonntag gestatten sollen. Das würde, merkwürdig genug, eine Verschlechterung des gegenwärtigen Zustands bedeuten, denn außerhalb Londons wird vermutlich die Polizei von ihrem Rechte keinen Gebrauch machen, also die jetzt stillschweigend erlaubten Vorstellungen verbieten, aber mit der Durchführung einer solchen Ausnahme ist doch das Prinzip des englischen Sonntags erschüttert. Das haben alle gefühlt, deswegen ging der Kampf durch die Parteien hindurch. Arbeitspartei, Kon- servaftve und Liberale stimmten durcheinander, und wenn schließlich eine Mehrheit von 48 Stimmen zustandekam, so auch das nur 'durch ganz seltsame Art: es gibt ein Gesetz aus dem Jahre 1625, wonach jeder Engländer verklagt werden kann, wenn er Sonntags den Kirchenbesuch versäumt. Einer Reihe von Abgeordneten, die am Sonntag vor der Abstimmung beobachtet worden waren, drohte eine solche Klage, deswegen haben sie schließlich für die Vorlage gestimmt und die Sonntagsheiligung durchbrechen helfen. Welche weittragende Bedeutung daS haben wird, läßt sich nur ahnen: Alt-Englands Gebräuche haben bisher die angelsächsische Welt beherrscht. Und wenn nun England sich zum „kontinentalen Sonntag" bekehrt, dann wird der ganze angelsächsische Kulturkreis diesem Beispiel folgen; eine Tradition, die noch das Erbe Cromwells war, wird zu Grabe getragen. polen dementiert. Angeblich kein Einmarsch in Danzig gefordert. Warschau, 27. April. (TU.) Das maßgebende Regierungsblatt, die „Gazeta P o l f k a", erklärt am Montag am Schluß einer etwas kleinlauten Kritik zur letzten Rebe bes Danziger Senatspräsi- benten Dr. Ziehm, es fei „zu ber Feststellung er- mächtigt, baß bie polnische Regierung keinerlei F o r b e r u n g roeber an den Ärafen Gravina, noch an eine anbere Abreffe gestellt hätte, polnische Truppen aus bas Gebiet ber Freien Stabt Danzig zu entsenbe n." Wenn sich ber Senatspräsibent, so sagt bas Blatt ferner, bie Entscheidung bes Völkerbunbsrates vom 22. Juni 1921 ins Gedächtnis rufe, so sei bas ein Beweis bafür, baß er doch Gewissensbisse habe. Aber roeber bie polnische Regierung, noch ber polnische Vertreter in Danzig hätten vom Hohen Kommissar bes Völker- bunbes bie Zulassung von polnischer Polizei, polnischen Truppen ober irgendwelchen Behörben auf dem Gebiete ber Freien Stabt für ben Fall unge* nügenben Schutzes von Leben unb Gut ber pol- Nischen Bürger in Danzig burch bie Danziger Polizei geforbert. Danzig und Gdingen. Polen ist verpflichtet, den Danziger Hafen zu benutzen. Der Streit ber beiben Konkurrenten Danzig und Gdingen ist in ein neues, sehr interessantes Stadium getreten. Eine Völkerbunbskommifsion hat ausdrücklich festgestellt, daß Polen auf Grund eines Abkommens vom Jahre 1921 bindend verpflichtet fei, uneingeschränkten Gebrauch vom Danziger Hafen zu machen, gleichgültig, ob es auch andere Häfen an der Ostseeküste besitze. Danach müßten also die Polen ihren gesamten Ein- und Ausfuhroerkehr über Dan- 3 i g leiten. Sie hatten seinerzeit Anspruch auf Danzig erhoben, weil sie für ihren Handel einen Zugang zur Meere brauchten, ihr Anspruch ist ihnen hundertprozentig erfüllt worden, wenn auch Danzig selbst zum Freistaat erklärt wurde. Trotzdem haben die Polen den Konkurrenzhafen Gdingen gebaut, der auf das modernste eingerichtet worden ist und der einen erheblichen Teil bes Handels an sich gezogen hat, ber früher in Danzig seßhaft war. Jnfolgebesien ist es mit bem Danziger Hafenverkehr unb ber Danziger Wirtschaft immer weiter zurückgegangen, so baß sich schließlich bie Danziger veranlaßt sahen, öffentliche Klage zu erheben. Es fragt sich aber nun, ob bie Polen sich an bas Dölkerbunbsgutachten halten unb ihren SnowdensBorailschlag vordem Mechaus London, 27. April. (WTB-> Der britische Schatzkanzler Snowden gab heute im Unterhause eine Darstellung der Finanzlage des Landes. Er erklärte: Der Haushaltsvoranschlag sieht eine weitgehende Umwandlung der Schuld oor. Das letzte Rechnungsjahr schließt zwar mit einem Fehlbetrag ab, wenn man aber bedenkt, daß die Gesamtsumme der Ausgaben einen Betrag von 66 835 161 Pfund Sterling für die Schuldentilgung schafft, so wird man erkennen, daß das Reinergebnis des Jahres in einem Ueberschuß zur Deckung der Schuld in Höhe von 4350000 Pfund Sterling besteht. Es würde mich überraschen, wenn man mir sagte, daß es noch ein zweites Land gibt, das — so hoch auch seine Tarife sein mögen — in dieser Zeit der Weltflaute so gute Ergebnisse aufweisen kann. Im Laufe des Jahres werden Maßnahmen zur Deckung eines beträchtlichen Teiles des Defizits des vergangenen Jahres in Höhe von 23 276 000 Pfund Sterling getroffen werden. Die Deckung wird aus den ordentlichen Einnahmen erfolgen. Die Einnahmen des Jahres 1931/82 werden auf Grund der Schätzungen 766 Millionen Pfund Sterling betrogen, die Ausgaben 803 366 000 Pfund Sterling. Für 37 366 000 Pfund Sterling muß noch eine Deckung gefunden werden. Unter Bezugnahme auf die von der Opposition oorgefchlagenen Zölle betonte der Schatzkanzler, daß er sich niemals zur Einführung von Finanzzöllen bereit finden würde. Er werde das Defizit aus einmaligen Einnahmen decken. Mit der BIZ. fei ein Abkommen getroffen worden, auf Grund dessen er in der Lage sei, 20 Millionen von dem Garantiefonds von 33 Millionen Dollars, der in Reuyork liege, nach England zu transferieren. Das gegenwärtig in Kraft befindliche Steuereintreibungssystem, wonach die Einkommensteuer- betrüge in zwei gleichen Raten zu entrichten sind, würde durch ein neues System ersetzt werden, wonach drei Viertel des Betrages bereits am 1. Januar des folgenden Jahres fällig werden, während die zweite Teilzahlung im Juli des folgenden Jahres zu entrichten ist. Die Steuer auf Benzin werde von vier auf sechs Pence mit Wirkung ab morgen erhöht werden, was für dieses Jahr eine Mehreinnahme von 7,5 Millionen bedeute. Auf Grund der neuen Einnahmequellen würde das veranschlagte Defizit gedeckt und noch ein Ueberschuß von 134 000 Pfund Sterling erzielt werden können. Snowden kündigte eine neue Besteuerung des Grundbesitzes an, und zwar in Höhe von einem Penny per Pfund Sterling des Kapitalwerts. Dadurch werde der skandalöse Zustand aus der Welt geschafft, daß private Grundstücksbesitzer Buhen aus dem Wertzuwachs der Grundstücke zögen, der dem Llnternehinungsgeist und dem Fleiß des Volkes allein zu danken sei. Snowden erklärte weiter, daß zur Deckung des 14,5 Millionen .betragenden Defizits aus dem Jahre 1929/30 der Dienst für die fundierten Schulden im vergangenen Jahre um fünf Millionen und für die Jahre 1931/32 und 1933/34 um je 4,5 Millionen erhöht worden sei. Seit diese Entscheidung getroffen worden sei, habe man fünf Millionen Pfund aus der deutschen Mobilisierung s- a n l e i h e erhalten. 3m vergangenen Jahre seien insgesamt 360 Millionen für den Schuldendienst aufgebracht worden, jedoch habe man infolge der niedrigeren Zinssätze 11,5 Millionen eingespart. Nachdem Snowden geendet hatte, erhob sich sofort Neville Chamberlain, um im Namen der Konservativen Opposition Snowden seine Anerkennung für seinen Mut, seine Aufrichtigkeit und seine hervorragenden parlamentarischen Fähigkeiten zum Ausdruck zu bringen. Die konservative Opposition sei aufrichtig froh, ihn nach seiner Krankheit wieder im Hause zu sehen, und hoffe, daß die Anstrengung, die er so glänzend überstanden habe, keine üblen Folgen für seine Gesundheit haben werde. Was das Budget anbetrefse, so hätte es schlimmer ausfallen können. Einige Teile desselben würden jedoch von den Konservativen auf das schärf st e bekämpft werden. — Hierauf gratulierte Lloyd George dem Schahkanzler zu seinen mutigen und erfreulichen Leistungen. Einen Vorschlag habe er mit besonderer Freude gehört: Die Gr und- besihwertsteuer. Die allgemeine Aussprache wurde sodann auf morgen vertagt. ©bingencr Hafen wieder zumachen werden. Damit ist wohl doch nicht zu rechnen, sie werden sich nicht einmal die Mühe geben, wenigstens einen Teil des Ein. und Ausfuhroerkehrs weiterhin wie bisher über Danzig zu leiten. Deutsche Möglichkeiten. Dr. Schacht empfiehlt Verständigung mit Poincare. Brüssel, 27.April. (TU.) Ein Sonderbericht- erstatter des Antwerpener „Neptun", der zur Zeit Deutschland bereist, veröffentlicht eine Unterredung mit dem früheren Reichsbank- v r ä s i d e n t e n D r. Schacht. Auf die Frage des belgischen Korrespondenten, wovon eine Heilung der deutschen Verhältnisse zu erwarten sei, bemerkte Dr. Schacht, daß nur eine gleichzeitige Aktion nach innen und' außen eine Wendung zum Besseren bringen könne. Rach innen durch Abschaffung der übertriebenen Soziallasten und nach außen durch eine neue internationale Uebereinfunft, die den Reparationszahlungen endgültig e i n E n d e machen müsse. Zur Frage der d e u t s ch- französischen Verständigung erklärte Dr. Schacht, die Einigung sei möglich, aber es wäre lächerlich, sie durch eine Verständigung unter Sozial- demokraten erreichen zu wollen. Sie werde nur gesichert sein, wenn eine Verständigung der Rechtskreise beider Länder ermöglicht werde. Er fürchte Briand und glaube, daßnureineZu- sammenarbeit mit Poincarö Deutschland Garantien gewähren könne. Briand spreche gut, aber er handle nicht seinen Reden entsprechend. Sein Plan einer europäischen Föderation laufe einfach darauf hinaus, die französische Hegemonie zu verankern. Zum Schluß erklärte Schacht, seiner Ansicht nach würde Brüning in Kürze mit der So- zialdernokratie brechen müssen, um Die Verbindung nach rechts wieder aufzunehmen. Vom Volksbegehren zum Volksentscheid. Im Juni Entscheidung des Landtags. Berlin, 27. April. (TU.) Nachdem das Dol ksbegehren Erfolg gehabt hat, muß nach den Bestimmungen der Verfassung der Preußische Landtag darüber entscheiden, ob er der Forderung des Volksbegehrens zustimmt. Wann diese Entscheidung gefällt werden wird, steht noch nicht fest. Man rechnet mit der Möglichkeit, die Abstimmung über diese Frage in dem Sitzungsabschnitt im 3uni vornehmen zu können, zu dem der Landtag voraussichtlich zusammentreten wird, um den Kirchenvertrag zu verabschieden. Zunächst muß bekanntlich das Abstimmungsergebnis vom Stahlhelm dem Staatsmini st crium mitgeteilt werden. Das Staatsministerium übersendet die Feststellungen dem Landeswahlleiter zur Nachprüfung. Sobald die Nachprüfung erfolgt ist, ist nach den Bestimmungen der Verfassung binnen vier Wochen dem Landtag eine Vorlage zu machen, die die Forderung des Volksbegehrens zum Gegenstand hat. Lehnt der Landtag dieselbe ab, so ist der Weg für den Volksentscheid frei. Mehr als die Hälfte der gesetzlichen Mitgliederzahl des Landtages muß für die Vorlage stimmen, um den Volksentscheid entbehrlich zu machen. Da der Landtag 450 Mitglieder hat, müßten also wenigstens 226 Abgeordnete für die Auflösung stimmen. Die Annahme, daß von den hinter dem Volksbegehren stehenden Parteien noch ein besonderer Antrag auf Auflösung eingebracht werden würde, findet keine Bestätigung. . Oie Neichstagsfraktion der NGOAp. tagt in München. Hindenburg wird zum Rücktritt ausgefordert. München, 28. April. (TU.) Am Montag färb unter dem Vorsitz von Dr. Frick eine Sitzung b;r vollzählig versammelten Reichstagsfraktioa der NSDAP, statt. Dr. Frick berichtete über b'e Tätigkeit der nationalen Opposition seit dem Auszug 5J15 dem Reichstag und über Thüringen. Ado f j Htner sprach Dr. Frick den Dank der Bewegurg für feine Tätigkeit aus. Das Ergebnis des bürgerlichen Verrats sei, daß die Bewegung in Thüringen erst recht vorwärts schreite. Eine Neuwahl werke mit einer Zerschlagung des Bürgertums als Schützt, rin des Marxismus enden. Wenn Bismarck frütjit gesagt habe, der Liberalismus sei die Vorstufe btr Sozialdemokratie, so könne man heute feststellen, im heutigen politischen Bürgertum liege bereits dcr Bolschewismus beschlossen. Die Fraktion beschloß dann eine Erklärung, in der es u. a. heißt: „Der Verfälschungsfeldzug gegen die NSDAP, hat nad^ Erlaß der Notverordnungen des Herrn Reichspräsidenten Formen angenommen, die jebir Beschreibung spotten. Nachdem der Reichstag au - einanbergegangen ist, wirb ber nationalsozialistisä e Reichstagsabgeordnete geradezu als Freiwild ber Gerichte bes Systems betrachtet. Die Freiheit ber Geister unb ber Meinung wird in rigorosester Weise geknebelt unb gefesselt. Die in München versammelte Reichstagsfraktion erhebt gegen diese unerhörten Verfassungsbrüche vor der ganzen deutschen Öffentlichkeit einstimmig unb feierlich Einspruch. Sie versichert unb gelobt, nicht zu ruhcn unb zu rasten, bis biesem Terror-Regiment burch Urteil des Volkes legal ern Ebbe gemacht wird. Sie ermahnt den Herrn Reichspräsidenten im Namen von Millionen unterdrückten und terrorisierten Deutschen, entsprechend seiner Pflicht die Grundrechte ber Verfassung gegen bie Gesetzesbrüche ber parlamentarischen Mehrheitskoalition zu verteidigen ober aber, wenn er das nicht kann, oder will, zurückzutre- t e n und den Schutz seiner ehemaligen Wähler einem neuzubestimmenden nationalen Reichspräsidenten zu überlassen." Dr. Goebbels wird dem Gericht zwangsweise vorgeführt. Berlin, 27. April. (CNB.) Da mehrere Termine vor dem Schöffengericht Charlot- tenburg gegen Dr. Goebbels dadurch vereitelt worden sind, daß der Angeklagte nicht erschien, sollte er mit Zustimmung des Reichstages zur heutigen Verhandlung wegen Beleidigung zahl- reicher Persönlichkeiten zwangsweise vor- aeführt werden. Das Amtsgericht Charlotten- burg erhielt jedoch am frühen Morgen von dem Privatsekretär Dr. Goebbels, Schimmelmann, die telephonische Mitteilung, daß Dr. Goebbels a l s Fraktionsvorsitzender der NSDAP. an einer Führertagung teilnehmen müßte und deshalb vor Gericht nicht erscheinen könnte. Sein Aufenthalt sei unbekannt. Staatsanwaltschaftsrat Stenig beantragte, Schimmelmann eilig zu laden und eidlich über den Aufenthalt von Dr. Goebbels zu vernehmen. Das Gericht wartete drei Stunden auf bas Erscheinen bes Zeugen und erfuhr bann, daß auch Schimmel- m a n n von ber Polizei nicht ermittelt worden ist. Er hatte sich gegen 10 Uhr aus seiner Wohnung entfernt. Auf Antrag von Rechtsanwalt Dr. N. Kantorowicz beschloß bas Gericht, bie Ver- hanblung am Mittwoch fortzusetzen und bie Maßnahme gegen Dr. Goebbels burchzuführen. Dr. Goebbels würbe am Montag um 22 Uhr, als er beim Abendessen in einem Münchener Hotel saß, von ber Polizei verhaftet. Goebbels, ber schon im Besitz einer Schlafwagenkarte war, fuhr um 11 Uhr in Begleitung von Polizeibeamten nach Berlin. Der Reichsarbeitsmini st er ging auf die vorgetragenen Sorgen und Wünsche in ausführlicher Nede ein. Er liehe sich durch eine überspitzte Kritik nicht auf eine unsoziale Linie ab- drängen. Die allgemeine Wirtschafts- und Fi- nanznvt dränge allerdings dahin, daß, um Schlimmeres zu verhüten, Crsparnisseüber- a II dort vorgenommen werden müßten, wo sie vertretbar seien. Die knappschaftliche Versicherung werde durch geeignete Maßnahmen Hilfe zunächst für ein 3ahr finden. Lieber die Invalidenversicherung lägen bestimmte Pläne noch nicht vor. Was die Arbeitslosenversicherung beträfe, so könne er dem Gutachten der Kommission nicht vorgreisen. Er gebe den Arbeitern die Versicherung, daß er in der Sozialversicherung, im Tarif- und Schlichtungswesen das zu halten suche, was bei der heutigen Finanz- und Wirtschaftsnot überhaupt gehaltert werden könne. Oer Parteitag der Wirtschastspartei. Drewitz zum Parteivorsitzenden wiedcrgewähli. Hannover, 27. April. (TU.) Der Parteitag der Wirtschastspartei setzte am Montagnachmittag seine vertraulichen Beratungen fort. Die Verhandlung nahm einen sehr erregten Verlauf. Kurz nach 18 Uhr wurde bas Ergebnis ber Wahl bes ersten Vorsitzenden bekannt. Der bisherige Parteiführer Drewitz ist mit 731 von 1001 Stimmen wie - bergewählt worben. 258 Stimmzettel lauteten gegen Drewitz, 12 Vertreter enthielten sich ber Stimme. Ein Gegenkanbibat war von ber Opposition nicht ausgestellt worden. Die Wiederwahl Drewitz' wurde von der Mehrheit mit starkem Bei fall ausgenommen. Die Aussprache über den Fall Drewitz-Colvsser ist zu Ende geführt. Der Parteivorsitzende Drewitz hat bie von Colosser gegen ihn erhobenen Vorwürfe in vollem Umfang als unwahr bezeichnet. Er erwartet von dem von ber Staatsanwaltschaft eingeleiteten Ermittlungsverfahren seine volle Rechtfertigung unb sieht keinen Grund, dem Verlangen ber Opposition nachzugeben, bis zur Bereinigung ber Sache sein A m t n i e b e r 3 u l e g e n. Neben ber Opposition sprachen u. a. Kaiser- Sachsen unb Horneffer-Gie- ßen. Auch die Dppofitionsrebner lehnten es ab, sich mit Colosser zu identifizieren unb sich besten Angriffe gegen Drewitz zu eigen zu machen. Sie hielten es aber für wünschenswert, daß Drewitz bis zu seiner völligen Rechtfertigung bas Amt als Parteivorsitzender nicht ausübe. Dagegen haben die Mandatsträger ber Partei sowohl im Reichstag wie in ben Lanbtagen sich aus die Seite des Parteivarsitzenden gestellt. Ihre hervorragendsten Vertreter wie Bredt, Mollath unb Labenborff hoben ihr uneingeschränktes Vertrauen zu Drewitz zum Ausdruck gebracht. Die Opposition hat ihre Hoffnung, eine größere Gefolgschaft hinter sich zu bringen, nicht verwirklichen können. Oie Zukunft der Gozialversicherung. Die Gewerkschaften beim Reichsarbcitsminister. Berlin, 27. April. (TU.) Arn Montag trugen die drei Spitzenverbände der Arbeitergewerkschaften dem Reichs- arbeitsminister ihre Sorge um die Arbeiter- versicherung vor. Sie führten aus, daß die Arbeiter stark beunruhigt seien wegen der ständigen Angriffe auf die Sozialversicherung, wo doch allgemein bekannt sein müsse, daß die Renten meist nicht zum Lebensnotwendigsten reichten und die Sozialrentner im Hinblick auf die allgemeine Verarmung auch von ihren Verwandten nicht mehr die Zuwendungen von ehedem erhielten. Die organisierten Arbeiter seien sich des Ernstes der politischen und wirtschaftlichen Lage bewußt, sie könnten aber nicht ruhig zusehen, daß ihre Sorgen im Verhältnis zur Lage anderer Devölkerungs- schichten als weniger wichtig angesehen und behandelt würden. Auch der Arbeitsminister möge den ungerechtfertigten Angriffen verstärkt entgegentreten. Aus aller Welt. Opfer der Wissenschaft. Der betaimte Wiener Röntgenologe Professor Guido Holz knecht hat sich einer Amputation seiner rechten Hand uüterziehen müssen. Infolge eines sogenannten Röntgenkrebses, den sich Professor Holzknecht bei seinen Arbeiten zugezogen hat, mußten bei ihm in den letzten Jahren wiederholt an der Hand Operationen vorgenommen werden, so daß der. Forscher seit etwa drei Jahren nur noch Rudimente der Finger an seiner Hand besaß. Jetzt gestaltete sich sein Zustand wieder so bedrohlich, daß auch der Stumpf noch entfernt werden mußte. Das Befinden des Patienten ist verhältnismäßig wohl. Es wird nun eine besondere Prothese angefertigt werden, die es dem Röntgenologen ermöglichen wird, seine wissenschaftlichen Arbeiten trotz der Amputation der Hand fortsehen zu können. Ozeanflieger Ahrenberg zur Hilfeleistung nach Grönland. Wie „Svenska Dagblabet" erfährt, wirb voraus sichtlich der schwedische Ozeanflieger Hauptmann Ahrenberg in den nächsten Tagen nach Grönlar.d starten, um dem Meteorologen ber englischen Expedition H. G. W a 11 i n s Hilfe zu bringen. Watkins war 200 Kilometer weit von der Grönländischen Küste entfernt zur lleberminterung zurück- gelassen worden. Man befindet sich in großer Sorge um das Leben dieses Gelehrten, weil alle Versuche, ihm Proviant zu bringen, bisher rn ißglück- t e n. Die Watkins-Expedition hat die Aufgabe, die Möglichkeiten einer direkten Flugverbindung zwischen England unb Mittel- f a n a b a festzustellen, ber am kürzesten über Grönland führen würde. Man rechnet mit ber Möglichkeit, daß Ahrenberg auch mit der Wegener- Expedition auf Grönland in Verbindung kommt. Ein Dürer-KuPserstich gestohlen. In der Nacht zum 28. April ist aus dem Leipziger Museum am Augustusplatz der Origi- nal-Dürer-Kupferstich „Ritter, Tod und Teufel" gestohlen worden. Von dem Täter fehlt his- yer jede Spur. Schwere Bluttat in Ostpreußen. Schwere Bluttaten wurden in Groh-Strengeln bei Angerburg in Ostpreußen verübt. Dort hatte der Besitzer Wicht im Jahre 1925 das Grundstück des Besitzers Sch ul zig gekauft. Aus dem Berkaus entstanden verschiedene Prozesse, die Schulzig verlor. Am Montagvormittag fuhr der Bruder des früheren Besitzers Schulzig, der 29- jährige Artur Schulzig, mit seinem Fahrrad nach Groß-Strengeln. In der Wohnung des Besitzers Wicht kam es zu einem heftigenWort- wechsel, in dessen Verlauf Artur Schulzig einen Revolver zog und auf Wicht unb seine Frau feuerte. Wicht brach, von vier Schüssen schwer getroffen, zusammen, während Frau Wicht so schwere Verletzungen erlitt, dah sie sofort starb. Der Mörder begab sich auf das Feld, wo er bei seiner Ankunft den Bruder des Besitzers Wicht hatte eggen sehen. Auch diesen tötete Schulzig auf der Stelle durch mehrere Revolverschüsse. Sodann ergriff er sein Fahrrad und flüchtete. Durch die Schüsse waren jedoch die Pferde des Besitzers Wicht scheu geworden und gingen durch. Sie rasten hinter dem Mörder her, überholten ihn und rissen ihn mit seinem Fahrrad zu Boden. Schulzig wurde eine ganze Strecke weit von den Pferden mitgeschleift, erlitt aber nur eine ungefährliche Verletzung am Hinterkopf. Er fuhr sosann mit seinem Fahrrad nach Angerburg, wo er sich auf der Polizei- steile verbinden lassen woTte. Dort wurde er verhaftet. Sühne für eine Bluttat. Dor dem Schwurgericht Koblenz hatte sich der Fuhrmann Dilly aus Kreuznach wegen vorsätzlicher Tötung seines Stiefsohnes Peter zu verantworten. Die Vernehmung des Angeklagten ergab ein trauriges Familienbild. Dilly war in der Nacht zum 2.März in angetrunkenem Zu stände nach Hause gekommen und fing mit seiner Frau einen Streit an, in dessen Verlauf er auf die Frau einschlug. Der Stiefsohn wollte seiner Mutter zu Hilfe kommen; dabei kam es zu einem Handgemenge und Vater und Stiefsohn wälzten sich auf der Erde. Plötzlich stieß der unten liegende Vater dem Stiefsohn ein Messer in die Brust. Trotzdem der Stich den sofortigen Tod des Sohnes herbeiführte, schlug der Vater noch weiter auf den Erstochenen ein, faßte ihn an den Deinen, schleifte ihn über den Korridor und w arf ~idie Treppe hinab. Der Angeklagte, der angab, bei der Tat sinnlos betrunken gewesen zu fein, wurde zu sieben Jahren Zuchthaus ud zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. Verhaftung eines internationalen Hochstaplers. In Wiesbaden konnte ein internationaler Hochstapler ber als schwebifcher Fabrikbirektor Tor- hier auftrat, burch bie Kriminalpolizei festgenommen werben. Auch in Wiesbaben hat er große Scheck- betrügereien versucht, was ihm aber infolge ber Aufmerksamkeit ber Bankangestellten nicht gelang. In seinem Besitz hatte er bei seiner Festnahme drei falsche Ausweise, mehrere Bündel Schweizer Franken, bei denen aber nur ber ober ft e Schein echt, bie anberen wertlos waren, unb mehrere tjunbert Banknotenbünbelstceifen mit bem Ausbruck einer Schweizer Bank, bie gar nicht existiert. Torbier, ber angibt, in Wirklichkeit Peter von Makarow zu heißen, unb ein ehemaliger russischer Rittmeister zu sein, ist, wie inzwischen festgestellt worben ist, schon in Wien, Triest unb im Haag wegen Betrugs unb Paßfälschung vorbestraft. Polizei-Razzia beim „Jmmerkeu“-3ubiläumßfeft Am Montagabend veranstaltete ber Berliner Ringverein „Immertreu" im Saalbau Friebrichshain fein lOjähriges Stiftungsfest, zu bem etwa 3000 Personen erschienen waren. Mit Rücksicht auf bie zahlreichen Zusammenstöße, bie sich in letzter Zeit zwischen den Mitgliedern der Ringvereine zutrugen, ließ der Polizeipräsident G r z e s i n s k i gegen Mitternacht durch 150 Polizei- und Kriminalbeamte in dem prachtvoll geschmückten Saal eine Razzia durchführen. Jeder der Anwesenden mußte sich ausweisen. Wie verlautet, wurde eine große Zahl steckbrieflich Gesuchter festgenommen. Großfeuer in der Wiener Technischen Hochschule. In der Technischen Hochschule ist ein Großfeuer ausgebrochen, das wahrscheinlich auf Lieber- Heizung zurückzuführen ist, es war im alten Trackt ausgebrochen und wurde erst um 10 Llhr entdeckt, nachdem es wahrscheinlich schon längere Zeit gewütet hatte. Dcr Dachstuhl geriet in einem Ausmaß von 200 Quadratmeter in Brand. Das Liebergreifen des Feuers auf den neuen Trackt konnte von der Feuerwehr verhindert werden. Verbrannt sind Altmaterial, alte Möbel und Hefte, die auf dem Dachboden aufgelagert waren. Nach halbstündigen Bemühungen der Feuerwehr war die Gefahr beseitigt. Die Wetterlage. je .5 >to< ADtrdeei ; Still] ZI rinM' « Men I o d o -------Rost SsIourXT 40 3T Vermont 6» 3. W Jfel namba O iStydlSfjorq- Q$io 6 IT4; OwoiKenios. O neuer. 3 naib bedeut. 3 woikiq. • beutext *Reflttx * Schnee G Graupeln, s Hebel K Gewittfr,(g)Wind$iille.«o-. sehr lichter Ost -nissiger Südsüdwest <5 $turmis, nen. rückzahlbar 1932 ■ ■ • — — — — 4% Oesterretchtlche ®oldrrme . . 23 _ 23,13 4,30% Oclterreichiiche Silberrente 4% Oelterreichtiche Einheitliche 2,25 — 2,4 — Rente — —— — — 4% Ungarische Goldrenle . . . . 13,9 — 19 — 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 16,5 — — 47i% be«nl. von 1913 — — 16,4 — 4% Ungarische Kronenrente _ — — 4% Dänische Zollanleihe von 1911 ,,1 4 4,2 4,1 4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie 1..... 4,1 4 — 4,2 4% deSal. Serie ii....... 4,1 4 _ 4,15 6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ... . 8,35 - 4K% Rumänische vereinh. Rente 15,2 6,8 15,1 6,75 1% Rumänische vereinh. Reute 6,8 6,75 - Hrankiuri a. JJi. Berlin Schluß«! 1«Uhr« Schluß« Ansang« rur i \ flur« tut» flurj Datum 27.4. 28 4 27.4- 28 4 Hamburg-Amerika Baker . . 71 61 60,75 60,9 61 Hamburg-Südam. Dampfschiff 8 — — 114 113 Hansa Tampsschiss .... 10 — — 84 84,4 Norddeutscher Llohd .... 8; 61,5 —— 61,5 61,5 Allgemeine Deutsche Eredttansk. 10 — — — Barmer Bankverein . . . 10 — •— w — Berliner HandelSgeiellschast 12 — — 121,5 121,25 Commerz, und Brtvat-Bank. 11 117,75 117,75 117,25 117,75 Darmstädter und Nationalbank 12 135,5 — 135,13 135,5 Deutsche Bank und Dkconro-GeseUschast, . . . 10 105,5 — 105,5 105,25 10 109 9 106 95 105 5 105 5 Reichsbank........ 12 166 16L25 165,25 167 AEG. . ......... 8 106 107 106,13 107 Bergmann........ . 9 — — 93 Elektr. Lieleeungrgeselllchast. 10 123 — 124 121 Licht und Kraft...... 10 123 —— 124 123,25 ffcilen & Guilleaume . . . 77. 87 — 86 86,25 Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen .... 10 125 126,5 125,65 125,25 Hamburger ElektrizitätS-Werke 10 — — — —— Rheinische Elektrizität . . . . 9 120 — 120 — Schleiische Elektrizität. . . . 10 — —• —- — Schuckert LEo. ...... 11 138 140 138 140,25 Siemens S Halske..... 16 171 172,5 171 172 Troneradio........ . 8 — — — - — i'abmeyer L Co....... 10 130 — 130 — Buderus......... . 6 54 52,5 53,5 53 Deutsche Erdöl...... . 6 3,5 74,25 73,13 73,5 Eilener Steinkohle . • • • • . 8 — — — — Gelsenkirchener...... . 8 78 78 78 78,5 Harvcncr • .••••• . 0 08,5 — 69 68,25 Hoesch Eisen. ....... ey, — —— 64,25 —— Ilse Bergbau ....... 10 182 — 184,5 184,5 . 7 67,5 67 66,75 67,5 70,5 71 Mannelmunn-RShre» ... . 7 75 — 75,5 76,75 Dlansseider Bergbau .... . 7 36,5 — 35,5 36,5 Obcrschlcs. Eisenbedars . . . . b — — — — . '< _ __ 77,13 78,5 $bßnlr Bergbau ..... 6V, 60,5 _ 60,75 60,75 Rheinische Braunkohle» • . 10 — 171 173 Nheinstahl........ . 6 78,5 78,5 79,25 Riebeck Montau...... 7,2 — — — — Sranhurt o. 2)1. Berlin Schluß« l fürs 1«ithr» Kursl Schlußkur» Anfang« Kur- Datum 27.4. 28.4. 27.4. 28.4 Bereinigte Stahlwerke . ... 56 — 55 55,5 Olavt Minen .... 16'/, 31 — 29,75 30 Kaliwerke Aschersleben ... 10 149 148,5 148,25 149 Kaliwerke Westeregeln ... 10 152,5 — 153 152,25 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15 232 235 234,5 236,5 I. ®. siorben-InduIirie ... 12 146,5 148,5 146,25 148,5 Dvnamit Nobel.......6 — — — ScheideanllaU........9 135 136,5 — —— 48 __ 48 _ 53,65 _ 54,25 54,5 Metällgelellichask.......8 72 — 72,5 ißfjlllpp Halzmann . . . ..." 7 100,5 101,5 101,65 ZementwerkHeidelberg . . 10 80 Cementwerk Karlstadt. ... 10 — — 37,5 37,75 38 - Schultheis Patzenhofer ... 15 166,5 168,75 — — ■ ■ Äku .........1k £5,5 86,5 85,4 86,25 Bemberg...... 14 97 — 97,9 98,25 flellftoff Waldhos .... 18'/. 99 99 99,25 99,75 fiellftolf Aschassenburg ... 12 80,5 79,75 80 — (Sbatlottenburget Wasser ... 8 — — — — Dessauer fflae . ...... 9 —- — 132,13 132,5 Daimler Motoren . ..... 0 32 — 32 32 Deutsche Linoleum ...... 91,5 — 90,5 91,5 Maschinenbau A.-G. . • • • • O — — — — Rat. Automobil . ...... 0 — — — —— Orenttein & Koppel.....6 — — 50,25 52,25 Leonhard Tietz ...... 10 114 — 113,25 — Svenska...... • • . . 243 — 243 248 Frankfurter Maschine» .... 4 16 _ 39 Hevligenstaedt ....... o —— •— —— — Iunghans..........6 — — —• _ _ _ - — Mainkrattwerke HSchsi a.M.. . 8 71,5 — — —- Miag..........10 — — — Eebr. Roeder.......1( —— Doigt § Haesfner - - —— Süddeutsche Zucker .... 10 127,75 — 129 — Banknoten. Berlin, 27.April Gelb Brief Amerikanische Noten - . 4,18 4,20 Belgische Noten. ... 58,08 58,32 Dänische Noten .... 111,93 112,37 Englische Noten .... MM» 20,35 20,43 französische Noten . . . MM» 16,365 16.425 Holländische Noten ... 168,23 168,91 Italienische Noten.... 21,99 22,07 Norwegische Noten . . . 111,93 112,37 Deutsch-Oesterreich, * 100 Schilling 58,83 59.07 Rumänische Noten . . . 2,477 2,494 Schwedische Noten ... 112,08 112,52 Schweizer Noten .... 80,61 80.93 Spanische Noten .... ■ . . 41,92 42,08 Tschechoslowakische Roten. 12,385 12,445 Ungarische Noten . . 72.91 73,21 Deoifenmarkl Berlin — Frankfurt c. M. 27 April 28 April Amtliche Notierung Amtliche Notierung (Selb Brie Gelb Brief 91mft.« '.Rott. 168,59 168,93 168,58 168,92 Buen. AireS 1,318 1,322 1,321 1,325 Brss.-Antw. 58,355 58,475 58,365 58.485 Cbriftianta. 112,26 112,48 112,29 112,51 Kopenhagen 112,22 112,44 112,29 112,51 Stockholm • 112,39 112,61 112,40 112.62 HeiiiitatorS. 10,556 10,576 10,555 10,575 Italien. . . 21,965 22,005 21,97 22,01 öonvon. . . 20,392 20,432 20,399 20.439 Neunork . • 4,1945 4,2025 4,1940 4,2020 Paris. . » . 16,395 16,435 80,96 16,386 16,426 Schweiz »• 80,80 80,765 80,925 ©Paulen • • 42,14 42,22- 43,11 43,19 Japan . . • 2,073 2,077 0,312 2,073 2,077 Nio be Ian. 0,310 0,212 0,314 Wien in D-» 59,14 £?cft- abacft 59,02 59,14 59,02 Prag - - . 12,424 12,444 12.42 12,44 Äelgrab . . 7,378 7,393 7,380 7,394 Duimvest. . 73,105 3,040 73,245 73,125 73,265 Bulgarien. 3,046 3,040 3,046 L'iffabon . 18,83 18,87 18,86 18,90 Danzig. . . Konstuntt» 81,54 81.70 81,57 81.73 1,784 1,789 1,784 1,799 Lthen. . 5,437 5,447 5,439 5,449 (Lanaba 4,192 4,200 4,191 4,199 Uruuiiao. « 2,697 2,703 2,777 2,783 Catro . . 20,91 20,95 20,92 20,96 rt 'S S! s 10.575 22,01 20 439 M 16,426 «925 43,19 &7J 0,314 59-1.4 0,44 7 394 73,265 3,046 18,5 81.73 79» 5'*S 4,155 dz 20,96 »Mit jf,r , 0,1 dM <(fron1mortung.) isborstänöe. „Gießener K- ^rrue 6efr„ ver- Mnm - Zustim. - ?ah bit Olot der Oie Ausgaben nach ipmen zu brichrän« ’ie Aereinsbritiäge, 1 dielen eine nicht emer Prüfung auf ■ Zu mancher Mit- H aus freundlicher lich im Sinne von guten Jahren, je- gehend möglich lvar ir auch von manchen und inzwischen der wrdcn. So erhebt gverein hier von M. und läßt sich t, das er im Jahre ittshreis bezahlen'. Gingefandts möge ,ng an die Vereins' zu prüfen, was sie er zu halten, t. Wen. ^6riferp(*n Mft. (Mb. Drahtmeldg.) is noch nicht geklärter ivfabrik Zahl- gdeburg-Vst eine ifeuer jur Jolge hotte, ifion in der Ab.lei- nSislpatronen eihmäufen. Die und zwar handelt er leben Arbeiterinnen, zwei, leichter verleht Ut verletzten befindet Abteilung. 3m ersten befürchtete man eine ckensszenev p'e- ab. Die Gefahr einer ts scheint indessen be- istmi'AuME iche der SlMonJ. i bisherigen en»»«; He Ursache überhaupt &JefL An. nur g^en sich Ot- r u ^en aus. Ä KL kn/E. ^'erdurch Htvach^diem. ^Preise, ^vchenrnarkt das AM KL ft6'20 «»8; f 50 - das Vundi 15 bis 20 Pf. Seid '--* 1--28^L— Oberheffen. Kreistag des Kreises Alsfeld. * Alsfeld, 27.April. Der Kreistag des Kreises Alsfeld hielt heute hier unter dem Vorsitz des Kreisdirektors Dr. Stammler feine ordentliche Sitzung ab, in deren Mittelpunkt die Beratung des Haushalts für das Rechnungsjahr 1931 stand. .. m , Zu Beginn der Sitzung wurde die Rechnung von 19 29 genehmigt, die einen Barüberschub von 39 615,53 Mark aufweist. Sodann nahm der Kreistag den Berwaltungsbericht von 1929 -zur Kenntnis. r., . ... Hierauf beschäftigte man sich m längerer Aus- spräche mit dem Haushaltsvoranschlag für bas Rechnungsjahr 193 1 der in Einnahme und Ausgabe mit je 332 212,58 Mark abschließt. An Kreisumlagen kommen 134OOO Mark zur Erhebung. Im Verlaufe der Etatsberatung stellte die Fraktion des Landbundes eine Reihe von Anträgen auf Streichungen an verschiedenen Kapiteln, besonders am Etat des Kreiswoylfahrtsamts. Sämt- siche Anträge wurden durch eine Mehrheit mit Hilfe der nationalsozialistischen Abgeordneten a b gelehnt. Schließlich wurde der Voranschlag einstimmig genehmigt. Bei der Neufestsetzung der Tagegelder und der Reisekosten der Kreistags- und Kreisausschuß- Mitglieder wurde nach längerer Aussprache ein- stimmig beschlossen, die la ge gelber um 50 v. H. herabzusetzen und für solche Mitglieder, die Festbesoldete sind, vollständig zu streichen. Oberhessische Viehversicherungsanstali. Die Oberhessische Viehversicherungs- Anstalt, Sitz Gießen, hielt am Sonntag im Hotel „Hopfeld" in Gießen ihre Hauptversamm- lang unter dem Vorsitz von Direktor Dr. van Bentheim- Gießen ab. Der Vorsitzende erstattete den Jahresbericht, dem zu entnehmen ist, daß sich die Versicherungs-Anstalt gut fortentwickelt hat. Der Mitgliederbestand ist von 2814 am 1. Januar 1930 auf 3260 am 1. Januar 1931 angeftiegen. Gleichzeitig ist im gleichen Zeitraum die Zahl der versicherten Pferde von 3859 Stück auf 4730 Stück und die der Rinder von 934 Stück auf 1385 Stück angewachsen. Das Versicherung-Kapital ist von 2 963 150 Mk. für Pferde und 448 535 Mk. für Rin- der mit insgesamt 3 411685 Mk. am 1. Januar 1930 auf 4 522 675 Mk. für Pferde und 659 520 Mk. für Rinder auf insgesamt 5 182195 Mk. am 1. Januar 1931 angewachsen. Die Prämieneinnahme betrug am 1. Januar 1930 = 163 429,25 Mk. und am 1. Januar 1931 = 181706,70 Mark. An Entschädigungen wurden ausbezahlt 1929 für 252 Schadensfälle 124 973,75 Mk. und 1930 für 288 Schadensfälle 145 228,75 Mk.: das ergibt einen Durchschnitts-Ent- schädigunaswert von 571 Mark für Pferde und 361 Mk. für Rinder. Das abschließende Jahr erbrachte einen Gewinn vyn etwa 12 000 Mark. Der Vorsitzende sprach weiter über die Versicherungen im allgemeinen, und hob hervor, daß doppelte Versicherungen nicht zulässig lind. Bücherrevisor Jäger-Gießen trug den Rechnungsbericht vor, der ein Bild von der gesunden Finanzlage der Anstalt aab. Die Einnahmen und Ausgaben betrugen 45 017,32 Mk., der Gewinn 12 176,03 Mk., das Vermögen 29 131,75 Mark. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Die satzungsgemäß ausscheidenden Ausschußmit- glieber Wilhelm Faber- Kirchgöns, Bürgermeister 6 o u r i e r°Melbach,*Paul Hoffman n-Hof Güll, Ludwig Hofmann V.-Lollar und Bürgermeister Hoppe- Nonnenroth wurden einstimmig wieder- gewählt. Als Mitglieder des Schiedsgerichtes wurden Richard Fischer- Kaichen, Gg. H. M. H a s e I.» Gr.-Umstadt, Ludwig Jhring - Lich und Karl Uhr- Gießen wiedergewählt, während für den ausscheidenden Vorsitzenden Rechtsanwalt R a m g^e- Nidda der Rechtsanwalt und Notar Schneider- Gießen zum Vorsitzenden gewählt wurde. • Als weiterer Punkt der Tagesordnung fand die Festlegung des Kündigungstermines auf den 15. No- vember ebenfalls einstimmige Annahme. Landwirt Knorz-Pohl-Göns sprach dem Direk- tor und der Verwaltung der Anstalt Dank und Anerkennung aus. In der anschließenden Aussprache wurden einige technische Fragen behandelt. Landkreis Gießen. X SB i e f e cf 28. April. Unsere ä 11 c ft e Mitbürgerin, Frau Marie Hof, wird am 29. April 8 7 Jahre alt. Die hochbetagte Frau ist geistig noch sehr regsam. * Reiskirchen, 28.April. Der frühere Viehhändler Samuel Rosenberg, der älteste Einwohner unseres Ortes, kann morgen in geistiger und körperlicher Frische seinen 8 7.G e b u r t s= t a g begehen. z Saasen, 28. April. Johannes Münch IV., einer der ältesten Bewehrter von Saasen, feiert am 29. d. M. in größter körperlicher und geistiger Frische seinen 8 6. Geburtstag. Der älteste Mann unserer Gegend ist Johannes Schmidts, zu Beltershain: er feiert am 19. Mai seinen 9 7. Geburtstag. Der Atveitälteste Bewohner des Kirchspieles Wirberg ist der am 12. Oktober 1840 zu Beltershain geborene Johannes Hartman n zu Hakbach. Er ist nod) von großer geistiger Frische, wenn auch sein Körper unter Altersschwäche zu leiden hat. Der Sohn des alten Herrn Schmidt zu Beltershain steht bereits im 7 3.Lebensjahre. o Lich, 28. April. Seinen 80. Geburtstag feiert heute der Schuhmachermeister Ph. Oh- Wald, Ehrenmitglied des hiesigen Turnvereins, an dessen Leitung er früher viele Jahre erfolgreich beteiligt war. Kreis Friedberg. Bad-Aauheim, 27. April. Die Ortsgruppe Gießen des DeutschenDauschul- b u n d e s und Mitglieder des Technischen Vereins weilten am Samstagnachmittag in unserer Stadt. Unter sachkundiger Führung wurden die technischen Betriebe des Bades und das Kerckhoff-Jnstitut besichtigt. Anschließend vereinigten sich die Gießener Gäste im Kreise hiesiger und Friedberger Berufskollegen noch zu einem gemütlichen Beisammensein, in dessen Verlauf der oberhessische Heimatdichter Georg Heß (Leihgestern) durch Proben seiner Mundartdichtungen allseits erfreute. Preußen. 360000 Mark Fehlbetrag im Wetzlarer Kreis-Boranschlag für 1931. f We hlar, 27. April. Die Haushaltskommission des Wetzlarer Kreistages hat mit den Vorberatungen zum Kreishaus- Haltsvoranschlag für 1931 begonnen. Die erste Sitzung diente der Information der Kommissionsmitglieder, in der nächsten Sitzung soll über die Maßnahmen zur Deckung des Fehlbetrages im Kreishaushalt eingehend beraten werden. Infolge der hohen Wohlfahrtslasten ist im Kreishaushalt für 1931 ein Fehlbetrag von 3600Ö0 M k. zu decken. Da infolge der Notverordnung der Reichsregierung eine Erhöhung der Kreisumlage nicht möglich ist, wird die Deckung des Fehlbetrages außerordentlich schwierig sein. Inwieweit durch Abstriche an den verschiedensten Kapiteln eine Minderung des Defizits zu erzielen ist, wird erst in den kommenden Beratungen ersichtlich werden. Kreis Wetzlar. I Großrechtenbach, 27.April. In der jüngsten Amtsversammlung wurde im Anschluß an einen Vortrag von Ingenieur Knie! (Arbeitsgemeinschaft zur Ueberwachung elektrischer Anlagen auf dem Lande in der Rheinprovinz) beschlossen, den Gemeindevertretungen nahezulegen, die Revisionen elektrischer Anlagen durchzuführen. Zu der Befol- dungsordnung für die Amtsbeamten wurde eine Ergänzung beschlossen. Die A m t s r e ch n u n g für das Rechnungsjahr 1929 wurde geprüft und in Einnahmen mit 76 984,27 Mark, Ausgaben 77 071,02 Mark, Vorschuß 86,75 Mark, Reste 66,75 Mark und in der Sonderrechnung mit 593,68 Mark festgestellt. Die Etatsüberschreitungen wurden genehmigt. Der Amtshaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1931 wurde in Einnahme und Ausgabe auf 102 700 Mk. festgesetzt. Die Entschädigung der Amtsverordneten für die Teilnahme an den Amtsoersammlungen wurde auf einen aus der Mitte der Versammlung heraus gestellten Antrag von 5 auf 4 Mark je Sitzungstag herabgesetzt. Dillkreis. * S) erb orn, 26.April. Die Landeskirchenregierung hat als Nachfolger des verstorbenen Professors Lic. Sachsse den Pfarrer Lic. Wilhelm Neuser in Siegen zum erstenPfarrerinHerborn und zweiten Professor am Evangelisch-Theologischen Lan- desseminar ernannt. Professor Neuser wird sein neues Amt am 1. Juli antreten. Hauptversammlung des Hessischen Evangelischen Pfarrvereins. )( Frankfurt a. M., 25. April. Hier sand im „Kronenhof" die auS ganz Hessen gut besuchte Hauptversammlung des Hessischen Evangelischen Pfarrvereins statt. Die Versammlung wurde nach Schriftverlesung und Gebet durch Pfarrer Decker (Gießen) vom Vorsitzenden Dekan i. R. D. J audt iFriedberg) eröffnet. Der Jahresbericht bot ein Bild eifrigster Arbeit im Dienste der Kirche und des Pfarrerstandes. Aach Vortrag des Rechnungsberichtes durch Dekan i. R. Röschen und des Tätigkeitsberichtes des Schriftleiters des „Hessischen Kirchenblattes" wurde Pfarrer Knodt (Offenbach) an Stelle deS bisherigen Schriftleiters Pfarrer D. . Fritsch (Ruppertsburg) zum Schriftleiter gewählt. Als äußeres -Zeichen der Anerkennung für die hervorragenden Verdienste, die sich Pfarrer D. Fritsch als Schriftleiter in 38l > jähriger Tätigkeit um den Verein erworben hat, überreichte ihm der Vorsitzende ein Bild und ernannte ihn auf einstimmigen Beschluß der Hauptversammlung zum Ehrenmitglied mit beratender Stimme im Vorstand. Aach der Mittagspause wurden die Verhandlungen fortgesetzt. Der Vorsitzende konnte außer Oberkirchenrat D. Wagner, der schon am Vormittag der Versammlung beiwohnte, noch Prälat O.Dr.Dr. Diehl, Präsident Dr. Dahlem ,Oberkirchenrat Dr. D ü ch l e r, Frh. v. Hehl, Landeskirchenrat v. Wa i h und Kirchenrat T r o m - mersh ausen (Frankfurt) begrüßen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand der Vortrag des Prälaten D. Dr. Dr. Diehl über das Thema: „Einigungsbestrebungen der Mar- bu rger Konferenz und deren gegenwärtiger Stand". In interessanten Ausführungen gab der Vortragende Auskunft über die Bestrebungen, die Landeskirchen von Frankfurt, Hessen-Darmstadt, Hessen-Aassau, Hessen- Kassel und Waldeck zu einer großhessischen Kirche zusammenzuschließen. Er erörterte die verschiedenen Pläne, die zur Erreichung dieses Zieles führen sollen, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß diese Vereinigung bald Wirklichkeit werden möchte. Die Ausführungen lösten eine lebhafte Aussprache aus. Am Schlüsse der Tagung wurden rroch verschiedene Entschließungen angenommen, deren eine sich mit derVerlegungdesDarmstädter Pädagogischen Instituts nach Mainz befaßt und folgenden Wortlaut hat: „Der Entschließung der evangelischen Landeskirchenregie- tung und der Proteste der evangelischen und anderen Körperschaften des Landes gegen die Aufhebung des Pädagogischen Institutes zu Darmstadt und dessen Zusammenlegung mit dem Institut in Mainz schließt sich der Hessische Evangelische Pfarr- verein vollauf an. Ohne sich gegen den Fortbestand des Mainzer Jrrstitutes als eine Zweigstelle der Hochschule zu Darmstadt zu wenden, spricht der Pfarrverein die Erwartung aus, daß das Darmstädter Institut unverändert in Darmstadt belassen wird. Er fordert überdies, daß die unter dem derzeitigen Zustand besonders benachteiligte, für Schule, Kirche und Gesamtkultur so wichtige Provinz Oberhessen baldigst in Gießen ein Pädagogisches Institut in Verbindung mit der ilnfocrfität erhält." 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