Gh Samstag, 28. Februar 1931 181. Jahrgang Ur. 50 Erstes vlatt = s »E *IQ Vrvck vnv Verlag: vrühl'fche Univerfitüls-Vuch- nnö Stcinörnderel R. Lange in Sieben. Schriftlettung und Seschäftrttelle: S^uIHraM 7. Gchieles Agrarvorlage im Reichsrat eingebracht SEX* ^ti = 3- & 3 - -es » L I i » ff. nett vielmehr in jedem einzelnen Falle sich um einen gerechten Ausgleich der Interessen bemühen wirb. Die eigentliche Agraroorlage des Ministers Schiele bringt in erster Linie den Borschlag eines Generalbebauungsplans, der ohne irgendwie in Formen der mit Recht ubclbeleumdeten Zwangsbe- wirtschaftung zurückzufallen, doch dafür sorgen soll, daß, soweit Klima und Bodenbeschaffenheit es zulassen, an Stelle des vermehrten Anbaus von Agrar- produkten, die ohnehin in Ucberfluß vorhanden sind, wie z. B. Roggen, Hafer und Kartoffeln, der Anbau von Erzeugnissen tritt, für die ein größerer Bedarf vorhanden ist, wie z. B. Weizen, Gerste, Hülsenfrüchte. Hand in Hand damit gehen muß eine Förderung des Absatzes durch eine Rationalisierung des Genossenschaftswesens und eine Beeinflussung des Verbrauchs. Fühlbare Lastenfen- k u n g auf dem Gebiete der Steuern und Sozial- abgaben und Zinsverbilligung sind notwendig, um die deutsche Landwirtschaft wieder rentabel zu gestalten. Der Minister hat erklärt, daß seine Borlage die entscheidenden Probleme bei der Wurzel anpacke und bis an die Grenze bes» s e n gebe, was z. Zt. gesetzgeberisch auf agrarpolitischem Gebiet überhaupt möglich fei. Er hat auch keinen Zweifel darüber gelassen, daß er von seinen Berufsgenossen angespannteste S e l b st h i l f e fordern müsse, wenn sein Werk gelingen soll. Sein Agrarprogramm, und namentlich die Ermächtigung zu erhöhtem Zollschutz, kann nur dazu dienen, der deutschen Landwirtschaft die Mittel zur Selbsthilfe an die Hand zu geben. Die erhöhten Zölle, die na- rrjp! tnt täglid),außer Sonntag» and Feiertag» Beilagen Vie Illustriert« Vtetzener Familien blätter Hermal >m Bild Die Scholle Ronalr-Bejugsoretr: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Seroalt Herasprechanschlllsse anterSammebiummer2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Ziehen. Postscheckkonto: 8ta»ffurt am Main 11688 »5s 2'3 5; 3 S 3 ©• ® 3 C »3 » 3 0 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mir Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrrst 20" „ mehr. Chefredakteur Dr Frredr. Wilh. Lange. Derantroortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Ma? Filler, sämtlich in Gießen. - n O—.ße raea- ü-e - » y ~ o « 5 » ZÜS 2 »9.5.6 § 8 25 be. s 2 o 3 2 ifih» “ "nE 2.61 © e/-il 7= E 'S «■n 3 ’s V 's s • 0^,2 Entschließung ber gestrigen Tagung des Abwehrkomitees der holländischen landwirtschaftlichen Organisation, in der betont wird, daß man es unter dem Gesichtspunkt des Selbsterhaltungstriebes für notwendig halte, sch o n jetzt bestimmte Maßnahmen ir»» Auge zu fassen, falls das Programm des Ministers Schiele unverändert durch den Reichstag angenommen werden sollte und daß man auch unverzüglich mit den landwirtschaftlichen Organisationen anderer Länder, nämlich Dänemark, Lettland unb Belgien, Fühlung nehmen müsse. Oer Hessische Landbund steht hinter Schiele. Darmstadt, 27.Februar. (WHP.) In einer Sitzung bes erweiterten Lanbesaus- chusses bes Hessischen lianbbunbes würbe ein» timmig beschlossen, Reichsminister Schiele für eine Tätigkeit im Interesse ber beutschen Lanbwirt- d)aft ben herzlichsten Bant unb oollftes Vertrauen auszusprechen. Gleichzeitig wirb der Minister gebeten, auf seinem schwierigen Posten im Interesse ber um ihr Dasein ringenben Lanbwirt- schäft auszuhalten. — Der Lanbesausschuß begrün- bete unter bem Namen D r. Kleinkurt-Stif- tung einen Fonbs zur Verfügung bes Lanb- bunbvorstanbes, aus bem für ben Fall befonberer Notlage ober bei UnglücfsfäUen im Lanbbund tätigen Personen Unterstützungen gewährt werben sollen. Mö ver Sie hessische Gesandtschast in Berlin So- Ans dem Wege zu einer Nviienverständignng Hendersons Verhandlungen in Jtom scheinen günstig zu verlaufen Herne Oie Wetterlage. t F Henderson und Briand zu Mussolini: „Du seist, gewähr' uns die Bitte, in unserm Bunde der Dritte! Z58 19 namtifl Ln * Einsturz bekannt. die Anzahl der Hausbewohner, die dem zum Opfer fielen, ist noch nichts Genaues Bisher find drei Schwerverletzte geborgen. iour 11 '«l|S Ein französisches Generalkonsulat in Innsbruck. Starkes Mißtrauen in Italien. Berlin. 27. Febr. (Xil.) Die Nachricht, wonach Frankreich jetzt in Innsbruck ein Generalkonsulat errichtet hat. hat in offiziellen römischen Kreisen Aufsehen erregt. Man fragt sich nicht ohne Grund, ob der französisch-tirolische Handel jetzt einen solchen Umfang angenommen habe, dah ein französisches Generalkonsulat in den Tiroler Bergen erforderlich sei. Die künftige Tätigkeit des Konsulats nahe der italienischen Grenze erhält noch eine ganz besondere Beleuchtung durch die Tatsache, dah zum Generalkonsul ein Herr Simeon ernannt wurde, der im Kriege nicht nur Chef des Nachrichtenwesens beim französischen Armee-Oberkommando gewesen ist, sondern sich auch besondere Verdienste um den Ausbau des „Sntemationalcn politischen Informationswesens der Armee", also auf dem Gebiete der Spionageorganisation, gemacht hat. überrascht wurde, als er eine Nachahmung polnischer Hundertzloty-Noten entwarf. Durch die Festnahme ist cs der Polizeibehörde gelungen, einer der berüchtigten Geldfälscher habhaft zu werden, der wegen Münzverbrechens und Fälschungen von Steuerbanderolen bereits eine mehrjährige Zuchthaus st rafe hat verbüßen müssen. Pfister steht auch im Verdacht, die Fälschungen der Hundertrentenmark-Scheine beitsbeschaffung, da 80 v. H. der angeforderten Summen für Löhne und Gehälter verwandt werden, die den Küstenstädten wie auch den inländischen Lieferanten zuugute kommen. Der Wehrhaushalt wird voraussichtlich Dienstag oder Mittwoch dem Hausholts- ausschuß des Neichstages zur Beratung vor- D a r m st a d t, 27. Febr. (WHP.) Der Finanz- ausschuh verabschiedete am Freitag die Kapitel des Ctaatspräsidiums. Der Landbund beantragte hierzu, ab l. April 1931 nur solche Stellen mit Staatsbeamten zu besehen, die zurAusübung dauernder Staatsaufgaben, insbesondere zur Erfüllung unbedingter H o h e i t s - rechte des Staates erforderlich sind; die Inhaber aller übrigen Dienststellen aber auf Grund eines Privatdienstvertrages zu beschäftigen. Eine Ausrückung in das Dearntenverhältnis infolge der Ableistung einer bestimmten Anzahl von Dienstjahren im Staatsdienst als Staatsdienstanwärter oder auf Privatdienstvertrag soll ab 1. April 1931 nicht mehr stattfinden. Nach längerer Debatte wurde der Antrag zurückgestellt. Eine lebhafte Debatte entspann sich weiter über einen Landbundantrag, der verschiedene Stellen im Staatspräsidium st r e i ch e n wollte, da eine Verminderung von Stellen auf dem bisherigen Wege der Inhaberbcwilligung zu keinem Erfolg in den Zentralstellen der Ministerien geführt habe. Die Negierung erklärt, eine Verminderung besetzter Stellen könne nur auf dem ein'geschlagenen Wege der Inhaberbewilligung durchgeführt werden. Der Streichungsantrag des Landbundes wird mit 9 gegen 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt, das Kapitel selbst mit 10 gegen 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen genehmigt. Beim Kapitel Vertretung beim Jteid) beantragt der Landbund, daß die Dienstbezeichnung „Gesandter" für den Vertreter des hessischen Staates beim Reich zu beseitigen und er dafür „Landesvertrcter und stimmführender stellvertretender Reichsratsbevollmächtigter" zu nennen sei. Weiter sollte die Dienstaufwandsentschädigung von 10 000 Mark auf 5000 Mark gesenkt werden. Von anderer Seite wurde darauf verwiesen, daß st r e i ch e r beschäftigt waren. Drei von ihnen stürzten aus einer Höhe von 16 Meter in die Tiefe. Während zwei von ihnen auf der Stelle den Tod erlitten, wurde der dritte in lebensgefährlichem Zustand in das Bergmannsheim in Bochum eingeliefert. Der vierte Arbeiter konnte sich bei dem Zusammenbruch des Gerüstes noch rechtzeitig festhalten- und kam mit dem Schrecken davon. Die tödlich Verunglückten sind verheiratet und hinterlassen mehrere Kinder. V Kamp' bedeutet Arbeiten schneller Organist Überall Geschäft wird es 2 der Schwierigkeit der Rettungsarbeiten hält man die „Ceres" nicht für verloren. Don verschiedenen Häfen des Schwarzen Meeres wird der Untergang einer großen Anzahl Küstenfahrzeuge und Segler gemeldet. Ein berüchtigter Geldfälscher in Berlin verhaftet. ~ Bei der Aushebung der Fälscherwerkstatt in der Friedrichstadt gelang es der Kriminalpolizei, den Steindrucker Richard P f i st e r zu verhaften, dec VlJON 2M4Zy|.( mit f die Mitarbeit Dr. Villingers gesichert hat. Dr. Dillinger ist auf dem Gebiete der Polarforschung kein Neuling. Es wird in Sportkreisen noch bekannt sein, "daß Dr. Villinger den Titel „D e u t s ch e r A k a de- mischer Skimeister" gewann und die deutschen Farben mehrfach bei internationalen winter- sportlichen Veranstaltungen mit Erfolg vertreten hat. Bekannt ist sein Name auch geworden als Alpinist und Mitarbeiter der wundervollen Skifilme (Wunder des Schneeschuhs usw.). Am goldenen Hochzeitstage des Kaiserpaares. Die zweite Frau des ehemaligen deutschen Kaisers, Prinzessin Irene, die sich zur Zeit in Deutschland aufhält, legte aus Anlaß des Goldenen Hochzeitstages des vormaligen Kaiserpaares einen Kranz am Sarkophag der verstorbenen Kaiserin Auguste Viktoria nieder. Ein italienischer General tödlich verunglückt. An der Eisenbahnstrecke Florenz — Drato wurde die Leiche des Generalleutnants der Miliz und ehemaligen Divisionskommandanten General Andreas G r a z i a n i aufgefunden. Man nimmt an, dah der 67jährige General das Opfereines Unfalles geworden ist, wahrscheinlich dadurch, dah sich eine Zugtür plötzlich öffnete. Der General befand sich auf der Fahrt von Rom nach Verona, wo sich seine Familie aufhält. General Graziani war einer der bedeutendsten Organisatoren des Widerstandes nach Caporetto und hat während des Krieges die tschechischen Legionen in Italien geschaffen. Sie Opfer der Stürme im Schwarzen Meer. Im Schwarzen Meer herrschen seit einigen Tagen katastrophale Stürme, denen mehrere Dampfer und zahlreiche Menschenleben zum Opfer fielen. Der britische Tankdampfer „Wielfield" strandete in der Nähe der türkischen Gewässer. Der britische Dampfer „Trevian", der die 808-Rufe des gestrandeten Schiffes auffing, versuchte, ihm zu Hilfe zu kommen, wurde aber während der Rettungsaktion selbst gegen eine Klippe geworfen. Beide Dampfer sind verloren. 14 Mann von der „Wielfield", die über Bord gespült worden sind, ertranken. Schließlich vermochte der norwegische Dampfer „Raina" zu Hilfe zu kommen und den Rest der Bemannung zu retten. Desgleichen strandete verdeutsche Dampfer „Ceres", der sich mit einer Getreideladung auf der Fahrt von Rußland nach Konstanza befand. Mehrere Schiffe sind zu seiner Rettung ausgefahren. Trotz verübt zu haben, die im Juni v. I. zuerst in Berlin auftauchten. Die Nachahmung war so gut gelungen, daß eine ganze Reihe Geschäftsleute betrogen wurde. Der Verdacht richtete sich schon damals gegen Pfister, doch konnten ihm die Fälschungen damals nicht nachgewiesen werden. Raub an einem Berliner Postschalter. Im Postamt N 54 in der Lothringer Straße wurde ein dreister Raub verübt. Kurz vor 7 Uhr befanden sich viele Kunden im Schalterraum, unter ihnen auch ein jüngerer Mann, der anscheinend eine Postanweisung aufgeben wollte. Als die Reihe an ihn kam, griff er plötzlich durch das Schalterfenster nach einem Stapel von Geldscheinen. Einige konnte er fassen und damit flüchten. Ein Postschaffner hatte den Raub beobachtet und eilte dem Räuber nach. Auf der Straße kam es zwischen beiden zu einem Ringkampf, in dessen Verlauf der Räuber den Beamten heftig in den Daumen biß. Vorübergehende überwältigten den Räuber. Den geraubten Geldbetrag, dessen Höhe noch nicht festgestellt ist, hatte er unterwegs fortgeworfen. Er konnte nicht mehr gefunden werden. Raubmord im v-Zug Ostende—Köln. Zum zweiten Male in kurzer Zeit wurde im Nachtexpreß Ostende—Köln ein Raubüberfall begangen. Als der Schnellzug Freitagmorgen gegen 3 Uhr in Herbestal einlief,--entdeckten kontrollierende Beamte in einem Abteil 2. Klasse Blutflecke und unter einer Dank einen Hammer, der ganz neu war und noch das Derkaufsetikett trug. Sofort wurden sämtliche Stationen benachrichtigt, und um 6 Uhr fanden Arbeiter bei der Station Varenne vor Lüttich die entstellte Leiche eines jungen Mannes. Ein Dein lag vom Zug abgefahren zwischen den Schienen. Bei dem Ermordeten, dem in der rohesten Weise der Schädel zertrümmert worden war, fand man weder Papiere noch Geld oder Wertsachen. Nur in einer Westentasche wurden einige Besuchskarten mit dem Namen Viktor Schwarz, Handelsvertreter in Budapest, ebenso - ein internationales Fahrscheinheft gefunden. Es wird angenommen, daß der Mörder unmittelbar nach dem Verbrechen den Zug verlassen hat. hauseinstur; bei Neapel. Ein eigenartiger Unglücksfall wird aus einer Ortschaft bei Neapel berichtet. Ein zweistöckiges Haus war über einer etwa 20 Meter hohen Erdhöhle erbaut worden. Das Grottengewölbe, das das Haus trug, stürzte mit dem gesamten Gebäude ein. lieber Q Wolkenlos. O neue- (> nai» oeaetKi, ® wolkig. ® oedeext. eltegen * Schnee a tjraupein e neoei K Gewitter.@Wind$tiiie.«O' sehr leichter Ost massiger Suasodwesi q stürmischer «ordwest Die Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeioen Stationen stenenden zahlen geben die Temperatur an. Pie Linien verbinden Orte mit gleichen» auf Meeresniveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Der rasch einsehende Barometerfall brachte einen Wirbel, dessen Kern sich heute morgen: über das westliche Deutschland erstreckt, zum Vorschub, der zur Zeit die Wetterlage beherrscht. Mit großer Schnelligkeit erreichte seine Warmluft unseren 'Bezirk und brachte unbeständiges Wetter mit Niederschlägen. Schon dringt aber an der Rückseite der Störung kältere Luft südwärts vor, die bei uns morgen wieder zu Temperatur- rückgängen führt. Dabei bleibt der Witterungscharakter unbeständig. Niederschläge gehen in Schauern, vielfach als Schnee, nieder. Aussichten für Sonntag: Unbeständiges, wechselwolkiges Wetter, kälter mit Regen oder Schneeschauern. Aussichten für Montag: Nachlassen der Schauer, bewölkt mit Aufheiterung, leichter Nachtfrost. Lufttemperaturen am 27. Februar: mittags 5,6 Grad Celsius, abends 12 Grad/am 28. Februar morgens 3,2 Grad. Maximum 8,4 Grad, Minimum 0,0 Grad. — Crdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 27. Februar abends 3,8 Grad, am 28. Februar morgens 1 Grad. — Niederschläge 3,8 Millimeter. — Sonnenscheindauer 21/’ Stunden. Amtliche Winlersporlnachrichlen. Vogelsberg: Hoherodskops: Nebel, 1 Grad, am Hang 35, im Walde 70 cm Pappschnee, keine Cportmöglichkeit. Herchenhainer Höhe: Regen, 0 Grad, 10 bis 15 cm Pappschnee, keine Sportmöglichkeit. Einsturzunglück. Aus der Zeche „M o n t Cents" in stürzte ein Gerüst zusammen, auf dem vier A n Aus aller Weli. Ein deutsches Mitglied der Dilkins-Expedilion. Außer dem bekannten Polarforscher Dr. H. D. Sverdrup wird noch ein zweiter Europäer an der von Kapitän W i l f i n s und dem Amerikaner Ellsworth in Aussicht genommenen trans- arktischen Unterseeboot-Expedition, die von Spitzbergen über den Nordpol nach Alaska führen soll, teilnehmen, und zwar ein Deutscher, der in Freiburg i. Br. ansässige Dr. Bernhard Villinger, der erst vor kurzem für den wissenschaftlichen Stab der Expedition gewonnen wurde. Die Expedition wird eine ihrer Hauptaufgaben in wissenschaftlichen Beobachtungen erblicken, z. B. über die Zusammensetzung des Polarwassers, Wasserströmungen, Messungen bezüglich des spezifischen Gewichts der Erdkruste, erdmagnetische Untersuchungen. Die Leitung dieses Teils der Expedition liegt in der Hand von Prof. Dr. Sverdrup, verglich jetzt liegen, selbst wenn bis dahin noch keine völlige Klärung über die endgültige Haltung der zialdemokraten erzielt sein sollte. bleibt nach wie vor, durch welche politischen Mittel die Verschiedenheit der gegenseitigen Standpunkte überbrückt werden kann. Aufmerksamkeit m Washington. Keine Initiative Amerikas in der Landabrüstung. N e u i) o r t, 27. Febr. (TU.) Hendersons Nomreise wird von den amerikanischen Regierungskreisen mit gespanntester Aufmerksamkeit verfolgt. Man würde in Amerika natürlich eine europäische Flot- tknverständiaung mit großer Freude begrüßen, da sie es den Amerikanern ersparen würde, die durch den französisch-italienischen Wettbewerb bedingte Aufrüstung der englischen Flotte paritätisch rnitzu- machen. Den aus einer Flottenvereinbarüng möglicherweise entstehenden Konsequenzen für das Problem der Landabrüstung wird dagegen ein weit geringeres Interesse entgegengebracht. Nur die „Herold Tribüne" meint, es sei gefährlich, über die Flottenverständigung ein Urteil zu fällen, ohne den genauen Gang der Verhandlung zu kennen und wirft die Frage auf, welche Zugeständnisse England den Franzosen gemacht haben könnte. Das Blatt ist der Ansicht, daß diese Frage die Vereinigten Staaten nicht allzusehr interessiere, da Washington die weise Politik der Nichteinmischung verfolge. Die Stellungnahme dieses der Negierung nahestehenden Blattes kann man als charakteristisch für die Einstellung der gesamten amerikanischen Oeffentlichkeit bezeichnen. Es wäre eine gefährliche Illusion, wenn man in Deutschland eine entscheidende Initiative Amerikas in der Landabrüstungsfrage erwarte. Die Washingtoner Regierung hat den beteiligten Mächten unmißverständlich zu verstehen gegeben, daß sie es st r i k t a b l e h n e, den Vorsitz auf der bevorstehenden Genfer Abrüstungskonferenz zu übernehmen. Das Staatsdepartement begründet diese Weigerung damit, daß die geographische Lage Amerikas und die im Vergleich zu europäischen Streitkräften geringfügigen amerikanischen Landstreitkräfte die Uebernahme einer führenden Rolle seitens 'Amerikas aus der Abrüstungskonferenz nicht rechtfertigen würde. es lautens Will fn'J J n A AN i|‘ MS»."' GedenktagD' Rom, 28. Febr. (TL1.) Am Freitagabend fand in der englischen Botschaft ein Essen statt, an dem auch Mussolini teilnahm. Zuvor hatte Mussolini eine Unterredung mit dem italienischen Außenminister und dem italienischen Marine-- minister, der große Bedeutung beigemessen wird. Mussolini hatte nach dem Essen in der englischen Botschaft ein langes Gespräch mit Henderson. Samstag werden Henderson und Alexander vom König empfangen. Anschließend wird noch eine Unterredung zwischen Henderson und Grandi stattfinden, während die Sachverständigen am Vormittag ihre gemeinsamen Arbeiten fortsehen. Die Abreise der englischen Minister und Sachverständigen wird wahrscheinlich am Samstag um 13.45 Uhr erfolgen. Ueber den Stand der Verhandlungen wird amtlich nach wie vor strengstes Stillschweigen bewahrt. In unterrichteten Kreisen will man aber wissen, daß die Meinungsverschiedenheiten in vielen Punkten im Lause des Freitags behoben werden konnten und Samstagvormittag eine Einigung zu erhoffen sei. Eine der Hauptschwierigkeiten bei der Umgrenzung der Bauprogramme soll die Bewertung der alten Flotteneinheiten und die Berechtigung ihres Ersatzes sein. Gerüchtweise verlautet, daß die Engländer beabsichtigen, wenigstens eine Verständigung zwischen Frankreich und Italien auf dem Gebiete der Flottenrüstung herbeizuführen, selbst wenn ein Anschluß der Lateinischen Mächte an das Londoner Flottenabkommen noch nicht erreicht werden könnte. Die heikle Frage der französisch-italienischen Flotte ngleichheit bzw. der von den einzelnen Ländern für ihre verschiedenen Bedürfnisse geforderten G e s a m t t o n n a g c dürfte vertagt worden sein. Italien, das im vergangenen Jahr rund 59 000 neuer Kriegstonnage vom Stapel gelassen hat, kann augenscheinlich eine zahlenmäßige Ueberlegenheit der französischen Flottentonnage zur Zeit verwinden und hat dafür die Möglichkeit, bis 1936 den Mussolinischen Grundsatz der w e i t e st - gehenden Abrüstungsbereitschaft, vorausgesetzt, daß sie von allen gleichmäßig befolgt wird, zu vertreten. Die große Frage M 0 Ponj Gottes § schen in d' Segen vde sie enslose Muschs fügten. 0» zu einem i See-e unH' schließt.tM. gegenwarttge ganflcnem. 1 sicher SeM dismus, bei eigenen Du zen zu bei gefallen an sicher Egon bereitet, bc ist. Aber fr loses, unnu jenseits von gc.be der i Sie macht zukunftslceri jum Zerstör seiner IHitn des Hasses Haders in einem Dies ihn in der1 müder 2ü alles ins '■ In soll Toten gel Dolles. 1 „Pqsswn" lens und Und wir i To,gie mad jener Le:! o,lles anbe; &ott gab i dqß toir ba unb Zutuns wir mit ihr Aufgabe de Zukunft in Duftere s Passion un wir das de zu Unheil Wir volle vor Gotte Licht slelli wollen bit in uns z: Erkenntnis hindurch m gedenken, ( unserer Legen wer nicht die ? *NDIE4 »ende ^me.^ __ General man den hessischen Vertreter in Berlin nicht anders behandeln dürfe wie den der anderen Länder, wenn man diesen nicht in eine schiefe Stellung bringen und das Land schädigen wolle, da die Berliner Bürokratie viel auf Äußerlichkeiten gebe. Gewünscht wurde, daß die Entsendung von Ministern nach Berlin eingeschränkt werde und nur für spezielle Angelegenheiten bewilligt werden dürfe. Staatspräsident Dr. Adelung erklärt u. a., die Vertretung beim Reich erfordert eine Ausgabe von rund 68 000 Mark. Die Vertretung in Berlin hat sich geradezu zu einer regelrechten B e - schaffungsstelle von Reichsaufträgen für das Land Hessen entwickelt. Innerhalb der letzten acht bis neun Monate sind durch unsere Berliner Vertretung der hessischen Industrie und dem Gewerbe Aufträge von mehreren Millionen Mark zugeführt worden, so von der Reichsbahn Aufträge an Waggons, Brückenbauten, Schotter, Schwellen, Weichen, Schrauben ufw., von der Reichspost Kraftwagen und anderes Fahr- material, Poftzustelltafchen, von der Heeres- und Marineverwaltung erhebliche Aufträge. Insbesondere war unsere Berliner Vertretung tätig für Lieferungsaufträge nach Rußland an die verschiedensten hessischen Firmen und für Kapitalbeschaffung und Auftragserteilung von kommunaler und privater Seite, Wenn man dabei beobachtet, wie deutsche Großstädte und preußische Provinzen ihre Vertretungen in Berlin verstärken, so ergibt sich daraus für Hessen die zwingende Notwendigkeit, seine Vertretung unter allen Umständen zu halten, um so mehr, als sie sich zu einer Auskunftei- und Vermittlungsstelle der hessischen industriellen, gewerblichen Handelskörperschaften entfaltet hat. — In der Abstimmung wird die Gesandtschaft unter Ablehnung aller übrigen Anträge mit 7 gegen 2 Stimmen bei 1 Enthaltung genehmigt. Dietrich über die neuen Kommnnalstenern. Ein Warnunqsiignal für die Gemeinden. Braunschweig. 28. Febr. (CNB.) Aus Anlaß der bevorstehenden braunschweigischen Kommunalwahlen wies in einer Wahlversammlung der Deutschen Staatspartei Reichsfinanzminister Dietrich darauf hin, dah sich das Finanzproblem immer mehr nach den Gemein- den zu verschiebe. Die Lage sei heute so, dah die Not des Reiches zwar groh sei, aber überwunden werden könne. Äe Sorgen der Gemeinden seien aber so groß geworden, dah man in einzelnen Fällen keinen Ausweg mehr wisse. Das Reich habe den Gemeinden die Bier steuer und die Bürgersteuer zur Verfügung gestellt nicht aus grundsätzlicher Anhängerschaft für diese Steuern, sondern um den Bürgern der Gemeinden, in denen sie eingeführt werden, zu sagen, dah der Kurs dort' Hn g e st e l l t werden müsse. Die Steuern sollten für sie ein Gefahrensignal ersterOrd- n u n g sein. Kein Finanzminister könne wollen, daß die Selbständigkeit der Gemeinden untergraben werde. Linser Schicksal werde davon abhängen, wieweit man die Kapitalbildung in Deutschland durchführen könne. Das sei aber eine Frage des Vertrauens. Das deutsche Volk müsse sich wieder auf sich selbst.besinnen, dann könne cs sich behaupten. Z5E I % er o. O o> 'br-f—/-A y ©Nun lassen Sie denselben Gegenstand plötzlich aufdieWoge fallen. Augenblicklich wird die V/oge bis zum doppelten Gewicht _ ©Nun lassen Sie denselben Gegenstand plölzlichaufdieWoge fallen. Augenblicklich wird die V/oge bis zum doppelten Gewicht i MA U Wut txrctoigcn, zu verblendeten Handlungen uns reizen, sondern unser Herz stark machen, das Gedächtnis der Toten in uns zu heiligen im Sinne des göttlichen Wortes, das am Volks- trauertag in ein ganz anderes Licht tritt mit seiner Mahnung: „Gedenket an die vorigen Tage, in Lenen Ohr, nachdem 2hr erleuchtet wäret, einen großen Kampf des Leidens erduldet hcckt, in denen Ihr selbst durch Schmach und Trübsal ein Schauspiel geworden seid, aber auch Gemeinschaft hattet mit denen, denen es also erging." (Hebr. 10, 32, 33.) Prof. Georg Bender-Frankfurt t- Gestern ist in Frankfurt a.M. an den Folgen eines zweiten Schlaganfalles der in weitesten Devölkerungskreisen bekannte Professor Georg Bender verstorben. Am 9. (November v. 2. konnte er seinen 70. Geburtstag begehen, an dem ihm, der damals schon nach einem Schlaganfall an das Krankenlager gefesselt war, zahlreiche herzliche Ehrungen für seine vielfachen Verdienste um die Allgemeinheit dargebracht wurden. Professor Bender, ein Mann, der mitzureisten und zu begeistern verstand, war jahrzehntelang in der Deutschen Turnerschaft an hervorragender Stelle tätig. Lange Jahre war er als Meister vom Stuhl der Freimaurerloge .Einigkeit" in Frankfurt a. M. eifrig bemüht um die Werke edler Menschlichkeit und stets sozialer Hilfsbereitschaft. Ferner war er Gründer des Frankfurter Zweigvereins des Vogelsberger Höhen-Clubs, der ihn vor einigen Wochen zum Ehrenvorsitzenden des Frankfurter Vereins ernannte, nachdem der Gesamt-VHE, ihn an seinem 70. Geburtstage durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet hatte. Als geborener Oberhesse — er war der Sohn eines Bürgermeisters von Hungen — hing er allezeit mit großer Liebe an seiner oberhessischen Heimat. Neben den vielfachen Mast nahmen zur Förderung Oberhcssens durch Begünstigung von Fremdenwanderungen usw. machte er sich besonders verdient durch die Gründung des nach ihm benannten Vater-Dender-Heims auf der Herchen- hainer Höhe, das eine der besten Jugendherbergen und Wanderergaststätten im Vogelsberg ift Dem Verewigten, dem in Anbetracht seines rastlosen gemeinnützigen Wirkens allezeit viel Liebe und Verehrung entgegen gebracht wurde, wird auch über das Grab hinaus für alle Zeiten ein ehrendes Gedenken bewahrt bleiben. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag: Allgemeiner Deutscher Frauenverein und Gießener Lehrerinnnenverein: Vortrag „Familie und Beruf im Frauenleben" von Frau Ministerialrat Dr. Gertrud Baeumer, 20,15 Uhr, Hörsaal der Universität. — Israelitischer Frauenverein: Vortrag von Frau Toni Borg, 17 Uhr, Gemeindehaus, Lony- straße. — ®. 9t. Generalversammlung, 20,15 Uhr, Bootshaus. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Afrika spricht". — Astoria-Lichtspiele: „Die große Lüge" und „Opfer des Harems". — Tageskalender für Sonn tag: Stadttheater: „Nachtasyl", 15 bis 17.30 Uhr, von 18.30 bis 21 Uhr „Marius ahoi!" — Deutscher Volkstrauertag 1931: „Gedenkfeier", Pünktlich 12 Uhr. Neue Aula der Universität. — Um 20 Uhr in der 3ohanneskirche „Musikalische Gedächtnisfeier ' zu Ehren unserer Gefallenen. — Veranstaltung zum Besten der Slädt. Winter- nothilse im Neuen Siudentcnhaus, 19.30 Uhr — Eisenbahn-Verein: Generalversammlung. 14.30 Uhr. Bayerischer Hof. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: KulturfilmveranstaAung. 11.15 Uhr Ab 16 Uhr: „Afrika spricht". — Astoria-Lichtspiele : „Die große Lüge" und „Opfer des Harems". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Sonntag, 15 Uhr geschlossene Vorstellung: „Nachtasyl" von Maxim Gorki unter der Spielleitung von Walter Bäuerle. Um 18.30 Uhr zum letztenmal das Schauspiel: ..Marius ahoi!" von Marcel Pagnol unter der Spielleitung des Intendanten. Dienstag, 3. März, 20 Uhr, „Der Misanthrop", Schauspiel, frei bearbeitet nach Moliere und für eine moderne Inszenierung eingerichtet von Walter Bäuerle,- Spielleitung Walter Bäuerle. — Donnerstag, 5. März, findet im Mittwochabonnement das Gastspiel des Darmstädter Landestheaters statt: uir Aufführung gelangt aus Anlah des Aus der Provinzialhaupistadt. Gießen, den 28. Februar 1931. Vollstraue tag. Es läuten die Glocken und wecken mich. Gedenktag der Toten! Ich grüße dich. In feuriger Glut strahlt der Morgenhimmel, So rot. wie die Ernte im Schlachtengetümmel. Gedenktag der Toten! In Andacht und Schmerzen Will ich dich feiern im tiefsten Herzen, Will knien vor euch Toten, ihr Tapfren. Ihr Lieben. Euch danken wir alles, was uns geblieben. Ihr gabt euer Leben für Heimat und Herd Unb fragtet nicht, ob des Opfers sie wert. Ihr stiegt in dar Dunkel, wir blieben im Licht. Als Dank ist Gedenken uns ewige Pflicht. D Deutschland! Vergiß deine Toten nicht! Die Glocken verstummen, die Röte erbleicht. Still liegt das Land, wie ein Beter geneigt Du Stille du Ehrfurcht! Heut führe du mich! Gedenktag der Toten! Ich grüße dich .. Walter König. Wenn Menschen gedenken >.. Gedanken zum Dolkskrauerlag. Von Pfarrer W. Seemann-Greßen Gottes Gabe ist die Erinnerung, uns Menschen in die Hand gegeben dast wir sie zum Segen oder zum Fluch gestalten. Hast kann sie auslösen. Alle niedrigen Instinkte m - der Menschenbrust aufrufen. Zu unseligen Taten erführen. Oder in machtlosem Grimm den Menschen zu einem tatenlos in die Vergangenheit zurück- - starrenden Geschöpf machen, der Got und der Menschheit flucht, der sich immer von neuen: tocigcrt, sein Schicksal hinzunehmen, der seine Seele und sein Herz all dem Geschehenen verschließ t und unfähig wird für die Ausgaben des gegenwärtigen Lebens. Er lebt nur in Vergangenem, vielleicht in einer Art widernamr- licher Selbstquälerei, in einem umgekehrten Sadismus, der seine Freude daran hat, in der eigenen Wunde zu wühlen und sich selbst Schmerzen zu bereiten. Vs ist das gerührte Wohl- gefallen an den eigenen Tränen, bei dem schwächlicher Egoismus häufig sich selbst einen Genuß bereitet, der gesunden Naturen unverständlich ist. Aber das ist kein Leben, sondern ein zwecklose«, unnützes, sich selbst auszehrendes Dasein jenseits von Gott und Menschheit. Die Gottes- ga.'x der Erinnerung wird ihm zum Fluche. Sie macht aus ihm einen rückwärtsgewandten, zukunftsleeren Menschen. Sie kann ihn sogar zum Zerstörer seiner eigenen Zukunft und der feiner Mitmenschen machen, indem sie die Lohe des Hasses und Grolles, den Glutbrand des Haders in der Erinnerung wachsen läßt zu einem Niesenbrand in der eigenen Brust und ihn in der seiner Mitmenschen schürt mit nimmermüder Lust, bis daraus Taten entstehen, die alles ins Verderben reißen. In solcher Weise wollen wir nicht unserer Loten gedenken, heute, am Trauertag unseres Dolles. Wir haben diesen Gedenktag in die „^ssi-on" gelegt, in die Stille, da wir des Leidens und Sterbens unseres Heilands gedenken. Unö wir wollen deshalb keine Passion aus diesem Ta,ge machen, indem wir das Wort im Sinne jener Leidenschaften gebrauchen, die uns für alles andere im Leben blind oder taub machen. Gvtt gab uns nicht die Gabe der Erinnerung, daß wir darüber die Aufgabe der Gegenwart und Zukunft vergessen, sondern vielmehr, daß wir mit ihrer Hilfe aus der Vergangenheit die Ausgabe der Gegenwart und die Wege in die Zukunft in rechter Weise bestimmen lernten. Düstere Leidenszeit liegt hinter uns. schwerste Passion umgibt uns. Wehe unserem Volke, wenn wir das vergaßen! Wehe aber auch, wenn sie uns zu Unheiligem und Gottlosigkeiten verführte! Wir wollen unsere Leidenszeit heiligen, d. h. sie vor Gottes Angesicht tragen, sie in sein ewiges Licht stellen, sie in diesem Lichte schauen. Wir wollen bitten, daß Gott sie uns verkläre, d. h. in uns zur letzten Klarheit führe, zur letzten Erkenntnis, weshalb und warum wir durch sie hindurch mußten. So wollen wir unserer Toten gedenken. So soll das Gedenken an sie uns in unserer Gegenwart, ja unserer Zukunft zum Segen werden. Dann wird der Dolkstrauertag nicht die Flamme des Hasses in ohnmächtiger Städtische Noth.tfe 1930 f und H. Eger wird die ge- jsfraft des Meisters erkennen «aus dem Eintritts^ tung wird zum _ Verwendung finden. Beide Veranstaltungen seien unseren Mitbürgern zum Besuche angelegentlich 175. Geburtstages Mozarts die komische Oper .Die Hochzeit des Figaro" (Inszenierung: Generalintendant Prof. Ebert): da die Nachfrage nach Karten sehr rege ist, bittet man, sich die Plätze möglichst bald zu sichern. Beginn 19,15 Uhr. — Freitag, 6. März, 20 Uhr, wird im Stadttheater Gießen zum erstenmal ein Werk des Russen Gorki zur Aufführung kommen, und zwar unter der Spielleitung Walter Bäuerles: „Vachtasyl". — Der Goethe-Bund veranstaltet, wie man uns mitteilt, am kommenden Montag einen Lichtbildervortrag des bekannten Arbeiter-Astronomen Bruno H. Bürgel über „Werden und Vergehen der Welten". Der Dorttag dürfte einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Es ist ein schätzenswertes Erlebnis, Bürgel am Dor- tragstisch kennengelernt zu haben, dies um so mehr, als Bruno H. Bürgel zum ersten Male nach Gießen kommt. Man wird dem Goethe- Bund durch allseitigen Besuch für die Dermitt- sten. Der erste Teil des Programmes enthält daher nur Chöre von Lendoai. Auch ein Streichtrio, gespielt von den Herren Musiklehrer Fr. Bauer, ch. Bayersdorf Auch auf dein Scherftein kommt es an! wattige Gestaltungskraft des Meisters erkennen lassen. Der zweite Teil bietet dann noch Chöre von W. Kienzl, E. Heuser und L. Thuille, sowie Violin- Dorträge von P. Graener, M. Reger und M. de Falla. Als Begleitung am Flügel wirkt Frau E. Fischer. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. hkcr, vor allem für die Radierungen und Aquarells bic teilweise bereits gerahmt sind, der Ankauf einer Arbeit durchaus in Erwägung gezogen werden könnte. Dies sei gerade mit Rücksicht auf die „Shinft in Not" den Besuchern der Ausstellung nochmals besonders nahcaelegt. * Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Preisen geöffnet. Die Räume sind geheizt. "Mit der Nettungsmedailleaus- gezeichnet. Durch Entschließung deS Ministers des Innern wurde den Herren Karl Iödt, Willi Cie bau unb Fritz Leschhvrn zu Gießen für die Rettung von Menschenleben vom Tode des Ertrinkens unter mutigem Einsatz deS eigenen Lebens die Rettungsmedaille verliehen. Kaufmann 2 ödt hat vor einigen Jahren auS der Lahn eine hiesige Ehefrau mit zwei Kindern vorn Tode des Ertrinkens gerettet: cand. ing. Liebau und der damalige Volontär Losch- horn retteten im Sommer 1928 je einen jungen Mann aus der Lahn vom Tode des Ertrinkens. $crr Iödt wurde schon vor Jahren durch öffentliche Anerkennung für seine mutige Tat ausgezeichnet: Herr Liebau hat insgesamt schon vier Menschen vom Tode deS Ertrinkens gerettet. " 40 Jahre beim Gießener Gericht. Iusttzoberwachtmeister Franz Andres in Gießen, geboren am 30. November 1866 in Rodern (Elsaß), ift am l.März d. 2. 40 Jahre bei dem Gericht in Gießen tätig. Ms geborener Elsässer diente er vom Jahre 1888 bis 1891 beim damaligen 116. Regiment in Gießen, kam dann vom l.März 1891 bis 3. November 1891 als Gerichts- l.März 1891 bis 3. November 1891 als Gerichtsdiener-Substitut beim Amtsgericht Gießen in Verwendung und wurde am 4. November 1891 als Hilfsdiener bzw. Kanzleidiener beim Landgericht und der Staatsanwaltschaft angestellt. Vom 24. 2anuar 1911 ab wurde er zum Kanzleidiener, jetzt 2ustizoberwachtmeister, beim Landgericht Gießen ernannt. Herr Franz Andres, eine am Gericht und bei seinen Vorgesetzten sehr beliebte und auch im weiteren Umkreise von Gießen bekannte Persönlichkeit, hat in den verflossenen 40 2ahren seinen Dienst in großer Aufopferung, Gewissenhaftigkeit und Lauterkeit versehen. Er wird im 2ahre 1932 in den wohlverdienten Rühestand treten. " Angestellten - Jubiläum. Am 2.März kann Herr Kasper Kaiser auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Bahnhofs buch Handlung Vaternahm zurückblicken. Wahrend Herr Kaiser in den ersten 2ahren in den Filialen Friedberg und Bad-Nauheim beschäftigt war, leitet er seit 1.2anuar 1919 die hiesige Bahn- hossbuchhandlung. " 502ahreMöbelfabrikKarlHahn. Am 1. März 1931 kann die Firma Möbelfabrik Karl Hahn in Gießen auf 50 2ahre ihres Bestehens zurückblicken. Am 1. März 1881 übernahm der Seniorchef, der Schreinermelster und Bauunternehmer Karl Hahn, die damals in der Südanlage betriebene Schreinerei von Karl Seipp. Er verlegte später daS Geschäft nach Der Katharinengasse, wo vorwiegend Dauschrei- nerei betrieben wurde. Die dortigen Räume erwiesen sich bald zu klein, und Ende der achtziger Jahre des vorigen 2ahrhunderts erwarb deshalb Herr Hahn ein größeres Gelände in der Stephansmark, wo er in den dortigen Wiesen die ersten Häuser der Löbersttaße baute. Er siedelte dann mit seinem Betrieb nach Lober- stvaße 17 über, wo sich das Geschäft heute noch befindet. Das Unternehmen entwickelte sich durch die unermüdliche Tätigkeit des 2nhabers gut, und er brachte es zu hohem Ansehen. 2m 2ahre 1919 übernahm fein Sohn, Willi Hahn, ba« Geschäft. Er vergrößerte und erweiterte den Betrieb durch Neubauten zu einer Möbelfabrik und Möbelhandlung, die heute im Gießener Geschäftsleben mit an erster Stelle der Branche steht. " Der „B und Königin Luise" hielt am Samstag, wie man uns berichtet, eine Werbeversammlung in der „Stadt Lich" ab, die wieder über alles Erwarten gut besucht war. Dio Landesführerin von Hessen, Frau v. Ulrich, Kassel brachte in interessanten Ausführungen die Ziele und Zwecke des Bundes zu Gehör. Die Besucher hatten einen genußreichen Abend, und der Bund konnte befriedigt über neue Mitglieder die erste Werbe-Versammlung beschließen. empfohlen. ** Zum B e st e n der städtischen Winte r- nothilfe veranstaltet, woraus noch einmal besonders hingewiesen sei, das Fröbel-Seminar Gießen am morgigen Sonntagabend im neuen Studentenheim, ßeihgefterner Weg, eine Darbietung, in der Ernstes, Heiteres und Buntes aus dem Gebiete der Körperbewegung und des Tanzes geboten werden wird. Mitwirkende sind Maria Kübel, Hans E. Steinbach, Sofie Bepler, Schülerinnen des Fröbel-Seminars und einige Herren des Gießener Orchesteroereins. Da die Veran- Haltung am Volkstrauertag stattfindet, wird im Laufe der Vortragsfolge der Gefallenen gedacht werden. Angesichts des guten Zweckes der Veranstaltung fei der Besuch besonders empfohlen. ** Oberhof sischer Sun ft verein. Man schreibt uns: Die Besucher der Ausstellung des Oberhessischen Kunstvereins im Turmhaus am Brandplatz seien besonders darauf hingewiesen, daß die Preise für die ausgestellten Arbeiten durchaus im Rahmen einer Ankaussmöglichkeit liegen. Besonders die Arbeiten Mayrhofers, Handdrucks, die nur in etwa 10 Exemplaren vom Künstler selbst hergestellt werden, sind mit Preisen von durchschnittlich 20 bis 30 Mark ausgezeichnet worden. Auch für die Arbeiten des Malers Steib hat der Künstler dem ausstellenden Verein, wie es üblich ist, gewisse Freiheit in der Preisfestsetzung gelassen, so daß auch tung dieses vielversprechenden Abends zu danken haben. (Sidhe heutige Anzeige.) — Der Bauersche Gesangverein gibt am Sonntag, 8. März, 16 Uhr, ein Konzert in der Aula der Universität, in dem ausschließlich Werke neuzeitlicher Komponisten zu Gehör gebracht werden. Unter den zeitgenössischen Komponisten, die im heißen Bemühen neue Formen und Kianymöglich, teilen für den Männergesang suchen, ist wohl E. Lendoai einer der bedeutendsten und fruchtbar» ** Die Gefallenen-Gedenkfeier am morgigen Volkstrauertag beginnt, worauf wir noch einmal besonders Hinweisen möchten, pünktlich um 12 Uhr in der Neuen Aula der Universität. Der Zutritt zu der Veranstaltung ist für jedermann unentgeltlich. Am Sonntagabend findet in der Io- hanneskirche eine musikalische Gedächtnisfeier zu Ehren unserer gefallenen Krieger statt. Der Erlös ......qclb (50 Pf.) zu dieser Veranstal- Besten der Kriegsgräberfürsorge ~ iftaltungen seien ADAM OPEL KG. ERZEUGNIS DER 144A port Analyse. Name: - - Straße:----- AN DIE ADAM OPEL KG, RÜSSELSHEIM K M. 52, ABTEILUNG LASTWAGEN. Bitte senden Sie mir den aegehotenen Katalog und das Formular für die Tram« ousschlogen. Dies entspricht aer Wucht der Stöße, die ein Lastwagen während der Beladung und Fahrt auszuhalten hat. ©Mit Rücksicht darauf wurden die Blitz-Lostwogen noch dem Wucht-Prinzip konstruiert. - Dies ist dos Geheimnis ihrer außerordentlichen Zuverlässigkeit, Leistungsfäh i g ke i t und Wirtschaftlichkeit. Generalvertretung: M OTO R WAG E N - VE R KAU F S G E S E LLS C H A FT mit beschränkter Haftung ■ Spezial-Reparaturwerkstätte Reichhaltiges Ersatzteil-Lager, Groß-Tankstelle • GIESSEN, Frankfurter Str. 52—56, Fernsprecher 2847,48 Wohnort: Geschäftszweig z. ©Legen Sie einen Gegenstand vorsichtig auf eine Wage. Dann wird die Woge anzeigen, was der Gegenstand tatsächlich wiegt. Dies entsprichtdemGewicht.dasein voll- belodener Lastwagen trägt, wenn er stillsteht. jm Kampf ums Geschäft kann nur siegen, wer am besten gerüstet ist. Untätigkeit bedeutet Verlust. Handeln ist heute erstes Erfordernis zur Besserung der Lage. 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Uniform Dienstanzug, Mütze. - h- tetlungen. 15190 Dan KommnnSe. Oamen- Serei igtng 4881 bittet den Jahrgang 1880 um Zusammenkunft am 5. Mä z abends 8 Uhr im Caf6 Ebel. I524D irlillerie-toio Zusammenkunft der Damen Donnerstag, 5?1>särz abends 81/, Uhr pünktlich im Dote! Köblcr. Dienstag, 3. März 1931, abds. 8 Ubr, im kleinen Saal des kaih. Ver inshaufeSr Liebtgstrahe OeUentl. Licht* bildervorirag des Herrn Ganen- archiiektenSckwarz Gieäen, über „Stau- bengärten u. neuzeitliches riedi'ofs- anlaaen". ,WJD Es lädi dazu ent Der Kath. deutsche Frauenbund G eßru. Eintritt 20 Pfennig. Stadttheater Sonntag, 1. März, von 15 bis 17'/, Uhr (Gefchl. Vorstellung f. d. Gewerkschaitenf. «atbtaw», Szenen aus d. Liefe in 4 Aufzügen von Maxim Gorli. Deutsch o.Aug.Scholz So «tag, l.Marz, v. 18', b. geg. 21 Uhr Zum letzten Male! Zremden Vorstellung Auher Abonnement Ermähtgre Bretfe. lllotlü» 01)01! Schau)ptelin4Akien von Marcel Bagnol. Deutsch v.Br.Jrank. Ticnstag,3.März, von 20 bis 22'/, Uhr Zi.aienstflfl'M-Btft Gewöhnliche Bretfe Oer Misanthrop Schauspiel in 3 Aufzügen. Zret bearbeit, nach NioUöre u. für eine mod. Jnsz mer. einger.v W.Bäuerle Mittwoch, 4. Marz Geichlof fen! Donnerst.,5. März v. !9'/?b. gegL2' ?Uhr 21.Mtttt00ch-AV.vktt. Gastspiel o. Darmst. LandesiheaierS zum 1,5. Geburtstag Niozaris Die Hochzeit des Figaro Komische Cuer in 4 Akten von Lorenzo da Bonie, Musik von W. A. Mozan. (Cpeinpteiie). Freitag, 6. N.ärz, von 20 bis 22'.. Uhr öum ersten 9JI !e! 22. ^reuag-mn. Brft Gewöhnliche Bie se. AaehtaM Szenen aus b. Tiefe tn 4 Aufzügen von Maxim Gork«. Deuischv.Aug.Scholr Sonntag, 8. März, von 18 bis 21 Uhr Anher Abonnement JremdenvorsieUung Ermä 4gte Preise. Etnmal. Wiedei holg SLtncmvMS Schauspiel i. 4 Sitten >9 Bildern) iiyD von Car! Zuckmayer Samstag, 28. Zebruar 193t Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Hr. 50 Zweites Blatt Oie neuen Flottenverhandlungen. Außenpolitische Umschau. Don Or. Otto Hoehsch, o. ö. Pros, der Geschichte an der Universität Berlin. Die französllch-italienischen Flottenverhandlungen find nun zu Dreiecks-Verhandlungen geworden. Zwischen dem französischen und dem italienischen Standpunkt ist feit dem Londoner Flottenpakt keine Annäherung erzielt. Das bedeutet, daß beide Staaten ihre Rustungsfrecheit behielten und davon Gebrauch machen. Somit aber wird für England die Flottenbindung, die es in London mit den Vereinigten Staaten und Japan eingegangen ist, bedenklich. Natürlich, wenn Frankreich weiter rüstet, verschiebt das nicht nur seine Position gegen Italien, sondern auch gegen England, das sich im Flottenpakt für alle Einheiten für eine bestimmte, nicht überschreitbare Linie gebunden hat. So hat England sich hier eingeschaltet. In der zweiten Februarwoche fanden erneut Verhandlungen zwischen Frankreich und einem Mitgliede des' eng- schen Außenministeriums, Craigie, statt, die plötzlich durch einen Besuch des englischen Außen- Ministers Henderson und des ersten Lords der Admiralität, Alexander, in Paris am 23. und" 24. Februar nachdrücklich betont wurden. Der Zweck war, Frankreichs Beitritt zum Londoner Flottenpakt zu erzielen. Diesem Zweck hat man sich offenbar auf dem von Eraigie vorbereiteten Boden doch sehr genähert. Frankreich hat sich entschlossen, diese englische Verhandlung, die zugleich eine Vermittlung zwischen Frankreich undItalien ist, anzunehmen, weil doch auch ihm das Wettrüsten auf die Dauer unerträglich werden dürfte. So scheint Frankreich gewillt zu sein, dem Londoner Abkommen vom 22. April 1930 beizutreten, mit einer Gesamttonnage 60n 650000 Tonnen, was eine erhebliche Verringerung wäre gegenüber der Tonnenzahl, die Frankreich bisher für sich in Anspruch genommen hat. Zugleich würden dann Frankreich und Italien sich bis zum Ablauf des Londoner Paktes, d. h. bis 1936 verpachten, nicht mehr zu bauen, so daß es bei dem heutigen Vorsprung Frankreichs vor Italien bliebe. Ob Italien bereit ist, darauf einzugehen, ist noch nichi sicher. So gut wie sicher ist aber wohl, daß Frankreich nur bereit ist, auf die Einigung mit England einzugehen unter Herabsetzung feiner Ansprüche an die Gesamttonnenzahl. Man täuscht sich sicher nicht, wenn man darin eine wohlüberlegte Vorbereitung Frankreichs auf die allgemeine Abrüstungskonferenz von 1932 sieht. Die französische Presse spricht offen aus, daß Frankreich ein solches Zugeständnis an England in den Seeabrüstungen nur macht, einmal wenn es sicher ist, dah Italien seine Flotte nicht über die heutige Tonnenzahl hinaus vergrößert (das bei Italien durchzusetzen, liegt auch in Englands Interesse und dazu hätte auch England Italien gegenüber die nötige Kraft). Dann aber fordert Frankreich überhaupt Z u g e st ä n d n i s s e für diesen Anschluß an England in den Seerüstungcn. Indem cs England, das noch viel weniger ein Wettrüsten wünscht, von dem Alp einer gefährlichen französischen Konkurrenz befreit, will es sich in den Landrü st ungen dahin sichern, daß England sich für die Abrüstungskonferenz auf die französischen Gesichtspunkte und Forderungen gegen die auf Abrüstung Drängenden festlege — weitaus in erster Linie also gegen Deutschgeben. Sie muß weiter auf diesem Gebiete die Verbindung mit den Faktoren Herstellen, denen eine solche Entwicklung auf das englisch-französische Bündnis hin auch gegen den Strich geht. Das ist nicht nur Italien, sondern, was weit wichtiger ist, vor allem Amerika. Französisch-englische Verständigung über die Gold- verteilung und französisch-englische Derständiguna in der Rüstungsfrage — es ist doch kein Zufall, dah diese weittragenden Verhandlungen im Januar und Februar so unmittelbar aufeinander folgten, — sind Entwicklungen, die direkt gegen die amerikanischen Interessen gehen. Noch ist heute Amerika ohne Zweifel die politisch und wirtschaftlich stärkste Macht der dah eine solche Entwicklung ganz gewiß Deutschland nicht gleichgültig sein kann, weil sie, wenn sie Amerika tatsächlich Grenzen zieht, doch zu nichts anderem führt, als zur e r n e u t e n Stabilisierung des Versailler Vertrags und des Voungplans. nach Frankreichs Wunsch und mit Englands Hilfe? Vorerst keine Mainz—Wiesbadener Theaiergemeinschast. WSV. Mainz, 27. Febr. In der Sitzung der Theaterdeputation wurde berichtet, dah die anfänglich aussichtvollcn Verhandlungen über Ein Weckruf an alle Kaufkräftigen! EtwaSMillionenArbeitsloseninDeutschlandstehenfast 65 Millionen Verbraucher gegenüber, davon sind 30 Millionen arbeitstätig und beziehen Einkommen.Daraus ergibt sich auch heute noch eine gewaltige Kaufkraft. Mit dieser Kaufkraft muß ein wesentlicher Teil der Wirtschaftskrise überwunden werden I Sie kann überwunden werden, wenn alle erwerbstätigen Käufer ihre Zurückhaltung im Einkauf aufgeben —jene Scheu vor der Geldausgabe, die nicht gerechtfertigt ist — und wie früher an die regelmäßigen Anschaffungen für den eigenen Bedarf, sowie für Haushalt und Familie herantreten. Gekauft muß werden! Wer kauft, schafft AbsatzI Absatz, Umsatz, neue Herstellungsmöglichkeiten und damitVerdienst zu schaffen, ist nicht nur Pf licht,sondern Selbsterhaltung jedes einzelnen. Noch ist es nicht zu spät, darum Kunstgattungen (Oper, Operette und Schauspiel) im nächsten Spieljahr durchzuführen. Einer aus der Deputation erfolgten Anregung, die Verpachtung des Theaters auszuschrciben. wurde von der Mehrheit der Deputation nicht zugestimmt. Dagegen wurde eine llnterkommis- sivn gewählt, die prüfen soll, ob durch weitere Einsparung oder Umgestaltung der Spiclgattungcn der Zuschuh noch weiter herabgesetzt werden kann. * Aus der Proviozialdauptfiadt. Gießen, den 28. Februar 1931. Sozialer Kursus der evangelischen Vereine in Gießen. In Gießen fand der zweite Teil des von deu Evangelischen Arbeitervereinen Gießen und Butzbach, dem Evangelischen Bund und dem Wartburg- verein veranstalteten sozialen Kurses statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des hiesigen Evangelischen Arbeitervereins Henn. Kirchner sprach zunächst Verwaltungsamtmann Keitzer- Gießen über „Die öffentliche Wohlfahrtssürsorge und ihre Ergänzung durch die evangelischen Vereine". Er erläuterte die Beziehungen zwischen der gesetzlichen Fürsorge und der Tätigkeit der privaten Vereine, zeigte die Unterschiede in der sozialen Fürsorge zwischen früherem und jetzigem Recht und betonte hierbei besonders die Pflicht der öffentlichen Verbände, mit der privaten Wohlfahrtspflege in engste Zusammenarbeit zu treten. Er beschäftigte sich sodann mit dem Aufbau der amtlichen Fürsorgeeinrichtungen und umriß zugleich den Aufgaben- kreis und die praktische Arbeit der öffentlichen Fürsorge. Weiter behandelte der Redner die Mitarbeit der privaten Fürsorgeorganisationen und Einzel- versonen, deren aufopfernder Tätigkeit er besondere Anerkennung zollte. Das zweite Referat hielt Direktor Mcnken- Kinzendach über „Wirtschaftslage und Arbeitslosen- frage". Der Redner gab vor allem einen Ueberblick über Ursache und Entwicklung der derzeitigen Wirtschaftskrise. Weiter behandelte er die Frage: „Inwieweit ist die Wirtschaftskrise eine Folge der Rationalisierung?" und vertrat dabei die Auffassung, daß die Rationalisierung nicht die Meinschuld trage, daß vielmehr die technischen Umwälzungen der letz- ten Jahrzehnte wesentlich schuld an den derzeitigen Wirtschaftsverhältnissen seien. Nach der Etabilisie- rung hätte die Wirtschaft rationalisieren müssen, sonst wäre die Krise viel größer geworden. Deutsch- land fei durch die überschnelle Rationalisierung Amerikas zu diesen Maßnahmen gezwungen worden. Der derzeitige Abbau der Löhne wäre vermieden worden, wenn die Tarifpolitik nicht gegen die Gesetze der Wirtschaft verstoßen hätte. Die Lohn- und Preispolitik der Syndikate und Konzerne wirke schädigend auf die Preissenkung der wirtschaftlichen Rohstoffe und Erzeugnisse. Der Redner sprach dann über die Tributlasten, sowie «ihre Auswirkung aus das Wirtschaftsleben und hält eine Revision für dringend erforderlich. Er ging schließlich noch mif die von verschiedenen Seiten gemachten Vorschläge zur Verringerung des Arbeitslosenheeres ein. Cr halte, so führte er aus, die versuchsweise in einzelnen Betrieben eingeführte 5-Tage-Woche für geeignet, eine Minderung der Arbeitslosigkeit herbei- zuführen. Anderseits vertrete er die Auffassung, dah eine Besserung der Wirtschaft durch weitere Senkung der Selbstkosten, die mit entsprechender Mehrarbeit ohne höhere Bezahlung möglich wäre, ein- treten könne. Die beiden Referate gaben Veranlassung zu eingehender Aussprache. Die Teilnehmer leisteten durch eine Sammlung für die Winternothilfe nachahmenswerte praktische soziale Arbeit. schafft neue Arbeit durch Einkauf und berücksichtigt die ortsansässigen Geschäftei eine Arbeitsgemeinschaft der Thea- terinWiesbadenundMainzfür dieses Jahr zu keinem Ergebnis geführt haben, weil die Gencralintendanz der preußischen Staatstheater ihre früher gemachten Vorschläge aufgab. nachdem die Stadt Wiesbaden sich entschlossen hatte, für ihre Theater weitere Opfer zu bringen. Der Voranschlag des Mainzer Stadttheaters, der wesentliche Einsparungen gegen frühere Jahre vorsieht. schließt mit einem Zuschuß von 46 1 473 M k. ab. Die städtische Verwaltung hält es für mög'ich. mit diesem Zuschuß den Spielbetrieb in allen drei Tonfilm: „Afrika spricht!" Der Deutsche C. G. Schillings, der vor etwa einem Dierteljahrhundert als erster nach Afrika ging, um das Grohwlld des schwarzen Erdteils nicht nur zu jagen, sondern es auf freier Wildbahn, in der endlosen Steppe, in den Sümpfen, an Seen und Flüssen, bei Tag und bei Vacht zu belauschen und zu photographieren, — er hat sich wohl nichts davon träumen lassen, was wenige Jahrzehnte später einer unerhört verfeinerten Technik gelingen würde: eine bewegte und tönende Lochschulnachrichten. Der Abteilungsleiter bei der Deutschen Werft in Hamburg, Oberingenieur Kucharski, ist zum ordentlichen Professor in der Fakultät für Maschinenwesen der Technischen Hochschule in Berlin berufen worden. Kucharski hat den Vuf angenommen und bereits seine Ernennung erhalten. — Der durch das Ableben des ordentlichen Professors, Geh. Vegieruungsrates Dr. August Heisenberg an der Tlniversität München erledigte Lchrstuhl der mittel- und neugriechischen Philologie ist dem Staatsoberbibliothekar an der Münchener älniversitätsbiblio- chek, Privatdozenten Dr. Franz Dölger angeboten worden. Dildersolge aus dem reichen und wilden Lande, aus dem großen und noch immer — aller Aasjä- gcrci zum Troy — unerschöpften Tierparadies auf die Leinwand zu zaubern. Die Grenzen des Erdballs schrumpfen ein, die Kontinente rücken zusammen —: Afrika spricht zu uns, schaut uns an aus Tier- und Menschenaugen mit einer oft faszinierenden und erregenden Wirklichkeits- nähe: das ist die erstaunliche Leistung dieses außerordentlich schönen Films, den die Colorado- Afrika-Cxpedition unter Führung von Paul L. Hoefler (Mitarbeiter: Harald Austin) nach monatelangen, entbehrungsreichen und erlebnisschweren Märschen quer durch das innerste Afrika heimgebracht hat. (Filmbearbeitung: Walter A. Futter: deutfche Bearbeitung: Egon Gol- tzen und Dr. Peter Paul Brauer.) Aus der Fülle des hier gesammelten Materials, das landschaftlich, völkerkundlich und zoologisch gleicherweise bedeutsam ist, kann hier nur einiges angedeutet werden; doch muß betont werden, dah dieser Va- turfitm nichts von der seiner Gattung oft eigenen, lehrhaften Leblosigkeit an sich hat. Alles wirkt unmittelbar, anschaulich, aus nahem Erlebnis geboren, nichts erscheint absichtlich oder gestellt. Man begleitet die Expedition an Hand einer Teilkarte etappenweise auf dem Marsch und steht sozusagen daneben, wenn der Operateur, unermüdlich .geduldig und kaltblüttg kurbelnd. Bild an Bild reiht. Vor allem die Tierphotographien, oft aus unheimlicher Vähe ausgenommen, entzücken das Auge: Elefanten, Giraffen, Gnus, das feltene weiße Rhinozeros, die graziösen und unendlich scheuen Impallah-Antilopen, deren fabelhafte Sprungleistungen man in herrlichen Zeitlupenaufnahmen beobachten kann. Eine ganz rare Gießener Konzertverein. IX. Konzert: „Ter Messias" von Händel. Für eine eindrucksvolle Auswirkung des Hän- delschen „Ott esfias" ist der Anteil des Chores ein besonders wichtiger Faktor. Der Akademische Gesangverein hatte unter der Führung von Uni» versitätsmusikdircktor Dr. Temesvary das Werk sehr gründlich studiert; besondere Sorgfalt war der plastischen Ausprägung und dem klaren Ausbau der fast immer polyphonen Satze gc- widmei worden, wie es besonders an der Doppelfuge „Durch seine Wunden...“ und dem Schluß „Amen" zu erkennen war. Die Durchführung des „Halleluja" war ein erhabener Höhepunkt, wenngleich hier wie auch an anderen Stellen Mom- sizierungen des Tempos angesichts der Gewichtigkeit des Textes angebracht gewesen wären, (z. D. im Unisono: „Denn Gott der Herr regieret"). ' Der Gießener Orchestervercin unterstützte die Wirkung der Chöre und sührte auch die Begleitung der Arien recht ausdrucksvoll öurd>. Die Möglichkeit zu dynamischen Abstufungen hätte an einzelnen Stellen mehr ausgenüyt werden können; die Trompete war für den klanglichen Rahmen verschiedentlich zu stark. Mimi Dock (Klavier) und Hans Rebeling (Orgel) gaben dem Ganzen klangliche Stütze. Ria Gin ft e r (Sopran) benutzte in zu ausgiebiger Weise das zu Gebote stehende Piano; sie nahm damit den Hörer zwar gefangen, schwächte aber damit auf die Dauer den Eindruck ihrer seinen musikalischen Durchgestaltung und Hver seelenvollen, innigen Erfassung ab. Ruth land. Man sieht, wie sehr wir recht hatten, als wir die Bedeutung des Londoner Flottenpaktes seinerzeit sehr hoch einschähten. Er wirkt durch sich weiter, weil es ein Lebensinteresse Englands ist. ihn vorwärtszutreiben. Darüber geht England klar und bewußt immer stärker von der Abrüstungslinie im allgemeinen ab. die jahrelang sein Vertreter Lord Robert Cecil in Gens eingehalten hat. Das führt zu einer Gefährdung der Abrüstungskonferenz von vornherein, führt zu- einer Annäherung England-Frankreich, die fast schon einem Bündnis gleichkommt. Das führt dann, — worauf die italienische Presse bereits hindeutet und was wir unbedingt durchdenken müssen, — auf einen Weg ab vom Locarnopakt, jedenfalls von feinem Geiste. Die deutsche Politik kann gar nicht aufmerksam, scharf und früh genug diese Vorgänge verfolgen. Sie kann nicht direkt in sie eingreifen — das ist ja selbstverständlich —, aber das bedingt nicht, daß sie deshalb ganz passiv fein mühte. Ihre Stellungnahme zu den oben angedeuteten Folgerungen muh sie zu erkennen Welt. Es hat durch eigene Schuld viele Gelegenheiten vorbeigehen lassen, bei denen cs im Dienste seines eigenen Interesses dem europäischen Frieden vorwärts geholfen hätte. Heben sich ober Umriffc einer so wcitgreifenden Verständigung zwischen England und Frankreich ab. die gerade ein Labour-Kabinett durchführt, dah fich damit von Chamberlains Haltung schon überhaupt nicht mehr unterscheidet, so werden damit zugleich auch Grenzen gesetzt, die dem übermächtigen nordamerikanischen Welteinfluß gezogen werden. Ist es nötig, mit einem Blick auf die Rcparationsfrage noch zu begründen. Kisch-Arndt (2Ilt) mit ihrem sonoren, pastosen Alt vermochte besonders durch ihre hin- gebende Versenkung und Durchgeisttgung mit der 2lrie „Er ward verschmähet" innerlich zu packen, zu ergreifen, zu erschüttern. Für Lic. I. Laun war August Jordan (Tenor) in letzter Stunde eingesprungen. Hätte man sich im Eröffnungsarioso noch mehr lyrische Ausbreitung wünschen mögen, so zeigte sich in den Rezitativen seine dem Heldischen zustrebende Stimme mit dramatischer Kraft. Die Koloraturen artikulierte er sehr ausgeprägt; die Zornesarie erfüllte er mit szenischer Ursprünglichkeit. Hans Schweiger (Bah. Wien) zeigte in der Tiefe mehr sttmmliche Fähigkeiten als in der Höhe; seinem Organ fehlt noch die letzte plastische Klangprägung. Bei ihm wie auch bei August Jordan fiel die edle Tongabe wie auch die vornehme Art zu fingen wohltuend ins Gewicht. Der überaus starke Besuch der Aufführung bewies das allgemeine Verlangen nach innerer Erbauung aus den Schätzen unserer geistlichen Musik. Dr. n. * Der Kulturverband Hessen und Hessen-Nassau (Landesverband der Gesellschaft für Volksbildung) hält am 15. März in Bad Nauheim seine Frühjahrstagung ab. Der Vorsitzende der Gesellschaft für Volksbildung, Dr. P a ch n i ck e (Berlin), wird einen Vortrag über das Thema „Deutsche Bildung — deutsche Zukunft" halten, ferner wird der Leiter der Abteilung für Vortrags wesen in der Gesellschaft für Volksbildung, Dr. Henning (Berlin), über „Vortragswesen und Wirtschaftsnot referieren. Im übrigen soll über die Arbeit des Kulturverbandes in Hessen und Hessen- Nassau beraten werden. * Zuchtvieh-Versteigerung. Die erste Zuchtviehversteigerung des Landwirtschaftskam- mer-Ausschusses für Oberhessen in diesem Jahre findet in Butzbach am 19. M ä r z gelegentlich des Butzbacher Faselmarktes statt. Trotzdem der Anmeldetermin noch nicht abgelaufen ist, sind bereits 30 Bullen des hessischen Fleckviehs, worunter sich wieder eine Anzahl Leistungsbullen befinden, ferner 15 Edelfchweineber und 14 Land- schweineber gemeldet. Aufnähmeferie hält den Plünderungszug eines riesigen Heuschreckenschwarmes fest, der weite und breite Strecken völlig kahl gefressenen Landes hinter sich zurückläßt. Von zauberhafter Schönheit find die Bilder vom neuentdeckten Eubalasso-See, dem einsamen Paradies ungezählter Flamingoschwärme. Höchst interessant die Aufnahmen vom zwerghaften Dolksstamm der Pygmäen, von den ilbangifrauen mit den „Entenschnäbeln" und von dem edelgewachsenen ostafrikanischen Iägervolk des Massai. Grandioser Höhepunkt und Abschluß des Expeditionssilms: die wahrhaft dramatischen und erregenden Szenen von der Löwenjagd am Tanganjika ider leider ein Menschenleben zum Opfer fiel). Wir entsinnen uns nicht, zuvor ähnliche Ausnahmen — deren Zustandekommen teil- weise unerklärlich ist — gesehen zu haben. — Der Film läuft feit gestern im Lichtfpielhaus; niemand versäume, sich ihn anzusehen. —r— Wirtschaft. Abermalige Mehlpreiserhöhung. Die Süddeutsche Mühlenvereinigung hat den Preis für Weizenmehl Spezial 0 abermals um 0.25 Mark auf 44,25 Mark per 100 Kilo herauf- gesetzt. Dies ist die dritte Erhöhung innerhalb einer Woche, und zwar um rund 1 Mark. Die Folgen haben sich bereits an der Mittwocksproduktenbörse in Gestalt eines verminderten Mehlabsahcs bemerkbar gemacht. Wochenbericht vom frankfurter Effektenmarkt. Auch in dem heute zu behandelnden Berichtsabschnitt war deutlich zu erkennen, das) die an der Börse freundliche Stimmung nicht nur eine Reaktion auf die vorherige Abschwächung war, sondern auf einem langsam wie derkehren- den Bertrauen zur deutschen Wirtschaft basierte. Am Kassamarkte und für Renten konnte man Anlagekäufe des In- und Auslandes beobachten. War auch der Umfang noch relativ gering, so genügte er doch, um der Tendenz eine Stühe zu geben. Die Börse befindet sich allerdings in einem Liebergangsstadium. Sicher ist aber, daß die Unruhe, die den Börsenverkehr monatelang beherrschte, aus den Effektenmärkten geschwunden ist, und daß der Pessimismus, der zu der Unterbewertung deutscher Aktien geführt hatte, kaum mehr wiederkehren wird. Der internationale Kredit regt an. Die Ausführungen Loucheurs über die Notwendigkeit einer deutschfranzösischen wirtschastlichen Zusammenarbeit fand Interesse und Beachtung. Eine stärkere Zurückhaltung war jedoch unverkennbar, zumal die Acußerungen des Konjunkturinstituts über den Effektenmarkt zur Zurückhaltung gemahnt haben. Der Grundton war indessen weiter fest. Daneben erhält sich die Meinung an der Börse, daß die internationale Konjunktur nicht mehr weiter absinke, und das bildete ein Gegengewicht gegen die unentwegt trüben Rachrichten aus der innerdeutschen Industrie. Die Aufmärsche der politischen Organisationen verschiedener Richtung trugen auch weiterhin zur Zurückhaltung bei. Die Börse hatte jedoch, trotz dSr belastenden Fragen des Geld- und Kapitalmarktes, eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, und das Kursniveau blieb behauptet. Auch der Ultimo vollzog sich glatt, es wurde beachtet, daß die Schiebung ohne die besonderen Erscheinungen von Ende Ianuar vonstatten ging. Gegenüber den belastenden Aeußerungen des französischen Kriegsministers Maginot in der Kammer blieb die Börse nicht unempfindlich, zeigte aber Stabilität. Im Vertrauen auf eine allmähliche Besserung der Weltkonjunktur konnte sich die Börse einen gewissen Optimismus bewahren. Hier die bemerkenswertesten Kursveränderungen- Elektro- und Chemieaktien meist bis 3 Prozent schwächer, ausgenommen Schuckert, für die sich Gerüchte einer unveränderten Dividende erhielten und Siemens, die je bis 4 Prozent höher lagen. Montan und Kali von 2 bis 4 Prozent niedriger, ebenso Kunstseide- und Warenhauswerte und Deutsche Linoleum. Sehr fest Svenska (plus 11 Mark und Metallgesellschaft (plus 6 Prozent). Sehr schwach AG. für Verkehr (minus 10 Prozent). Anleihen ruhig. Liquidationspfandbriefe meist fester. Geld relativ leicht. Am Devisenmarkt zeigte die Mark noch keine nennenswerte Erholung. Wochenbericht vom Frankfurter produktenmarkt. Der Frankfurter Markt verlief zunächst ruhig. Die neuen agrarpolitischen Vorschläge des Reichsernährungsministers hatten bisher kaum t Einfluß, da sie, soweit Getreide in Frage kommt, in der Hauptsache nur in einer Verlängerung * der bisherigen Maßnahmen bestehen. Später , konnte sich eine allgemeine feste Tendenz durchsetzen, da die Mühlen größere Nachfrage nach Inlandgetreide bekundeten. Der Weizenmarkt verzeichnete in dieser Woche eine kräftige Aufwärtsbewegung. Die Mühlen schritten zu größeren Käufen. Im Zusammenhang mit dem knappen Angebot konnten sich die Preise um 13,50 Mark per Tonne befestigen. Roggen wurde von der Bewegung des Weizenmarktes mitgezogen, doch wurden auch einige Abschlüsse getätigt. Das Angebot in süddeutschem Roggen fehlte fast gänzlich, so daß unsere Roggenmehlmühlen aus Norddeutschland bezogen. Die Notiz stellte sich gegen die Vorwoche um 5 Mark per Tonne höher. Hafer wurde vom Konsum nur vorsichtig und in besseren Qualitäten ausgenommen. Für Gerste waren die Preise nominell zunächst unverändert, schwächten sich aber gegen Ende der Woche etwas ab. Das Geschäft war in Braugersten sehr schwach. Trotzdem die Mühlen immer noch zu den vorwöchigen Preisen ihr Mehl offerierten, war das Geschäft hierin in dieser Woche zunächst nicht lebhafter geworden. Die Konsumnachfrage war aber immerhin etwas größer und die Preise zeigten kleine Erholungen. Zum Wochenschluß nahmen die Mühlen eine Preiserhöhung um 0,50 Mark per Doppelzentner vor, und trotz der weiter festey Veranlagung des Rohproduktes konnte sich der Absatz nicht heben, da anscheinend die vorgenommene Preiserhöhung entgegenwirkte. Roggen mehl konnte ebenfalls im Preise anziehen. Von Futtermitteln Roggenkleie fest, dagegen Weizenkleie im Preise nachgiebig. — Kartoffeln stetig bei leicht erhöhten Preisen. Es notierten: Weizen 297,50 bis 298,50 Mark, Roggen 185 bis 187,50, Gerste 210, Hafer 160 bis 162,50, Weizenmehl südd. 43 bis 44, Niederrhein. 42,75 bis 43,75, Roggenmehl 26,75 bis 27,75, Weizenkleie 9,75, Roggenkleie 9,75 bis 10, Kartoffeln per Zentner 2,40 bis 2,45 Mark. Wochenbericht vom frankfurter Gchlachtviebmarkt. Auf dem Frankfurter Schlachtviehmarkt setzten sich die Preisnachlässe weiter fort, da die Konsumnachfrage keine Besserung erfahren hatte. Auch waren die Auftriebe zum Teil wieder recht groß, so daß Aeberstänoe auf fast allen Märkten verblieben. Indessen hat das neue allgemeine Agrorprogramm keinen Einfluß auf die Märkte gehabt. Der Schweinemarkt hatte trotz der immer noch starken Beschickung (6059 gegen 6216 in der Vorwoche) stetige Preislage, während der Absatz allerdings sehr schleppend war. Es dürfte interessieren, tote sich die Preisgestaltung für Schweine am hiesigen Markt vollzieht. Einen großen Einfluß auf die Schweine- Preise in Deutschland haben in erster Linie die Schlachtviehmärkte in Hamburg und Berlin, die als bestimmend für einen gewissen Schweinegrundpreis bezeichnet werden können. Für Frankfurt kommt außer der allgemeinen deutschen Preisbildung der Mehr- oder Minderauftrieb von Tieren zu jeweiligem Markt als ausschlaggebender Faktor hinzu. Enten weiteren, vielleicht den bedeutendsten Einfluß hat die Tatsache, daß die Regierung eine Exportprämie von 18 Pfennig je Pfund Schweinefleisch zuschießen läßt. Begründet wird das mit der Not der Landwirtschaft. Der Ausländer kauft dadurch deutsches Schweinefleisch infolge dieser Reichsexportzuschüsse von 18 Pfennig per Pfund wesentlich billiger als der Reichsdeutsche. Am Rindermarkt ergaben sich trotz verminderten Auftriebs (1437 gegen 1601) überwiegend Preisrückgänge von 1 bis 2 Mark, wovon besonders wieder Ochsen und Bullen betroffen wurden. Auch am Kälber- und Schaf- markt setzte sich der Preisnachlaß fort. Kälber gaben bis 2 Mark und Schafe, besonders in den unteren Gewichtsklassen, von 1 bis 3 Mark nach. Bei sehr ruhigem Handel wurden die Märkte jedoch geräumt. Der Auftrieb für Kälber betrug 1416 gegen 1355, für Schafe 287 gegen 415 in der Vorwoche. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Al 46 bis 48, A2 41 bis 45, Bl 36 bis 40; Bullen A 44 bis 47, B 40 bis 43: Kühe A 37 bis 40, B 33 bis 36, C 28 bis 32, D 24 bis 27; Färsen A 46 bis 49, B 42 bis 45, C 38 bis 41. Kälber B 58 bis 62, C 53 bis 57, l) 48 bis 52. Schafe Al 42 bis 46, B 34 bis 41. Schweine A 52 bis 54, B 52 bis 54, C 53 bis 55, D 53 bis 55, E 50 bis 53, F und G nicht notiert. * Produktionseinschränkung inöer Baumwollspinnerei. Die Vereinigung der Deutschen Baumwollsvinnereien beschloß, die Produktion von Mitte März ab allgemein einzuschränken. Diese Maßnahme gilt einstweilen auf etwa sechs Wochen im Ausmaß bis zu 25 Prozent, je nach dem gegenwärtigen Beschäftigungsgrad. Der Beschluß, dem fast alle Mitglieder der Spinnerei-Organisationen zustimmen, wurde infolge der großen Absatzschwierigkeiten notwendig. Er erstreckt sich auf das ganze Reich. Nur ganz seine Garne, ZweizylinderSpinnereien und für das Ausland bestimmte Garne werden von dieser Mahnnhme nicht betroffen. • Die Landeskreditkasse zu Kassel legt 5 Millionen Mark 7prozentige Goldhypothekenpfandbriefe Reihe 13 zum Kurse von 96 Prozent in der Zeit vom 1. bis 15. März zur Zeichnung auf. Die Papiere sind bei der Landeskreditkasse selbst, sämtlichen Landesrentereien. und Sparkassen im Regierungsbezirk Kassel, sowie bei den aus der heutigen Anzeige ersichtlichen Banken und Bankhäusern zu haben. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 28. Febr. Tendenz: fester. Ein Angebot der Sofina.Gruppe zur Sanierung der Berliner Finanzen löste an der Wochenschlußbörse feste Stiminung aus. Die Kreditbereitschaft dieser Gesellschaft wurde günstig aufgenommen, da man aus dieser Maßnahme ein gewisses Bertrauen des Auslandes zu Deutschland erblickt. Dabei machte der etwas optimistische Monatsbericht der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft einen guten Eindruck. Da jedoch von außen her keine Aufträge Vorlagen, bewegte sich das Geschäft wiederum nur innerhalb der Spekulation, die trotz der schwachen gestrigen Neuyorker Börse zu neuen Deckungen und Meinungskäufen schritt, wovon besonders der Elektro- markt profitierte. Im Bordergrunde standen Gesfürel mit plus 3 v. S). und Siemens mit plus 3,25 o. H. AEG. lagen unter Berücksichtigung des Dividendenabzuges 1,5 v. S). und Licht & Kraft 1,5 o. H. fester. Einen größeren Kursgewinn hatten nach dem gestrigen Rückschlag außerdem Kali Salzdetfurth, die 4 v. j). höher eröffneten. Recht fest lagen ferner auf die fejte Veranlagung an der Amsterdamer Börse Aku mit plus 2,5 v. $). Bon Montanwerten Mannesmann 1,25 v. S). freundlicher. Am Bauunterneh- mungsmarft ergaben sich Kursgewinne bis 1 v. H. Bon den sonst per Termin gehandelten Werten gewannen J.-G.-Farben und Deutsche Linoleum je 1,5 v. $)., Rütgerswerke 0,75 v. H. Bankaktien meist nur behauptet. Commerzbank 0,75 v. H. höher. Bayrische Hypothekenbank 2 v. H. schwächer. Anleihen bei geringem Geschäft gut gehalten. Am Pfandbriefmarkt blieben Liguidationspfandbriefe weiter gesucht und bis 0,5 v. H. gebessert. Reichsschuldbuchforderungen fester. Rach den ersten Kursen wurde das Geschäft etwas ruhiger, da auch im weiteren Börsenverlauf keine Kaufaufträge des Publikums eingetroffen waren. Die Tendenz blieb weiter fest, und die Kurse, besonders Elektrowerte, lagen meist nochmals um 1 v. H. höher. Am Geldmarkt hielt die starke Nachfrage nach Tagesgeld an, so daß der Satz um ein volles Prozent, auf 6 v. Sy, erhöht wurde. Am Devisenmarkt war das Geschäft, wie meist an Samstagen, sehr ruhig, und es ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2070, gegen Pfund 20,4365, London gegen Kabel 4,8580, gegen Paris 123,95, gegen Madrid 46,25, gegen Mailand 92,81, gegen Schweiz 25,2350, gegen Holland 12,11. Berliner Börse. Berlin, 28. Febr. Zum Wochenschluß schien im heutigen Vormittagsverkehr die Tendenz im Einklang mit Neuyork und der Annahme der Veteranen- Bill zur Schwäche neigen zu wollen, aber schon die ersten offiziellen Kurse zeigten eine weitere W i d erst a n d s f ä h i g k e i t. Die Wirtschaftsberichte der Großbanken, ebenso wie das neue Finanzprojekt der Sofina-Gesfürel-Gruppe, regte an. Da kein Material herauskam, sah sich die Spekulation zu Wochenschlußdeckungen veranlaßt. Man sprach von Tauschoperationen Kali gegen Elektrowerte, für welche die jetzt Dorgenommenen Dividendenabschläge (heute AEG.) eine Chance boten. Auch von der heutigen Rede des Reichsarbeitsministers Dr. S t c g e r w a l d , der vor dem Reichshaushaltsausschuß des Reichstages bemerkenswerte Ausführungen zu dem Problem der Arbeitszeit, des Schlichtungs- und Tarifwesens, der Subventionen für die Industrie usw. machte, ging eine gewisse Anregung aus. Die ersten Kurse zeigten 1- bis 2 v. H.-Besserungen Bei Gesfürel, Siemens, J.-G.-Farben gingen die Gewinne sogar noch darüber hinaus. Schubert & Salzer, Zellstoff Waldhof und Wiking lagen etwas stärker gedrückt. Im allgemeinen war die Umsatztätigkeit nicht groß. Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. Pfandbriefe freundlich. Reichsschuldbuchforderungen 0,5 v. H. fester. Geld heute über Ultimo auf zwei Tage mit 7 bis 9 v. H. genannt, die übrigen Sätze unverändert. Im Verlaufe wurde es allgemein lebhaft und fester. Der feste Farbenkurs regte an, aber auch die Auslandarbitragekäufe und besonders Elektropapiere hatten unter Führung von Gesfürel einen großen Markt. Das bereits erwähnte 600-Millionen-Angebot an die Stadt Berlin stimulierte naturgemäß für die vom Heimes-Konzern gehandelten Elektropapiere, aber auch in Kunftfeidewerten wurden größere Deckungen vorgenommen, denn auch hier traten Erholungen von 2 bzw. 4 v. H. ein. Am Montanmarkt fielen Mannesmann und Rheinstahl durch feste Haltung auf. Spiclplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 1. März, 15 bis gegen 17.30 Ahr: Der Troubadour. 19.30 bis nach 22 Ahr: Die Boheme. Montag, 2.. 19.30 bis 22 Ahr: Tiefland. Dienstag, 3., 19 bis 22.15 Ahr: Figaros Hochzeit. Mittwoch, 4-, 19.30 bis 21.15 Ahr: IV. Opernhaus-Konzert. Donnerstag, 5., 19.30 bis gegen 22.30 Ahr: Die verkaufte Braut. Freitag, 6.. 19.30 bis gegen 22.30 Ahr: Simone Doccanegra. Samstag, 7., 19.30 bis nach 22 Ahr: Die Boheme. Schauspielhaus. Sonntag, 1. März, 15 bis 17.45 Ahr: Wilhelm TeA. 20 bis gegen 22 Ahr: Der Mann, den sein Gewissen trieb. Montag, 2., 20 bis gegen 23 Ahr: Phaea. Dienstag, 3., 20 bis gegen 22 Ahr: Elavigo. Mittwoch, 4., 20 bis gegen 23 Ahr: Phaea. Donnerstag, 5., Elavigo. Freitag, 6., 20 bis gegen 22.30 Ahr: Grand Hotel. Samstag, 7., 20 bis gegen 22.30 Ahr: Rotation. Preußen. Kreis Wetzlar. * — 3 Dutenhofen, 26. Febr. In der letzten Sitzung der hiesigen Gemeindevertretung wurden die Verträge über die Verlegung der Wasserleitungsrohre in der Provinzialstratze durchgesprochen und genehmigt. Die Vertretung beschloß ferner, daß alle diejenigen Installateure, die bei dem jetzt in Gang befindlichen Bau der Wasserleitung Hausanschlüsse ausführen wollen, die Genehmigung dazu durch einen Antrag unter Beifügung ihrer Befähigungszeugnisse nachzusuchen haben. Der Beschluß über die B a u - kvsten für einen Erweiterungbau der Kleinkinderschule wurde dahin ergänzt, daß die Gemeinde nach wie vor bereit ist, 4000 Mark zur Verfügung zu stellen. Da aber als Staatsbeihilfe anstatt der erbetenen 4000 Mark nur 2000 Mark genehmigt worden sind, bleiben neben Kreisbeihilfe und Gemeindezuschuh noch 2000 Mark aufzubringen. Die Vertretung bleibt auf dem Standpunkt, daß es der Gemeinde zur Zeit unmöglich ist, diese 2000 Mark Restkosten zu übernehmen. ^Dornholzhausen, 27. Febr. In einer Dorstandssihung des Kreisverbandes der Iung- mädchenvereine wurde beschlossen, das diesjährige K r e i s f e st in unserer Gemeinde abzuhalten. Es soll in Form eines Gautreffens stattfinden. Kreis Biedenkopf. T Waldgirmes, 27. Febr. Die Generalversammlung des Raiffeisenoereins war sehr stark besucht. Nach der Begrüßung widmete der Vor- sißende dem verstorbenen Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Jakob Schäfer IV. und dem langjährigen Vereinsrechner Andreas Schmitt ehrende Nachrufe. Lehrer Schrupp gab die vom Vorstand ausgestellte Bilanz bekannt und erläuterte die einzelnen Posten. Die Bilanz wies einen Umsatz von 230 000 Mark auf, die Spareinlagen hatten sich um 24 000 Mark vermehrt und die Höhe von 106 000 Mark erreicht. Der Umsatz in laufender Rechnung betrug 43 000 Mark, im Warenverkehr 13 000 Mark. Nachdem den alten Mitgliedern 600 Mark Aufwertung an Geschäftsanteilen gutgeschrieben worden waren, wurde der Reingewinn mit 1103 Mark dem Reservefonds überwiesen. Die Bilanz wurde ohne Aussprache genehmigt und dem Vorstand Entlastung erteilt. In den Vorstand wurde Ludwig Stamm III. wiedergewählt. In den Aufsichtsrat trat Wilhelm Ludwig B e st ein. Rechner wurde der seitherige Bürgermeister. Daten für Sonntag, 1 März 1268: Markgraf Dietrich von Landsberg beurkundet die Leipziger Messe; — der Kunsthistoriker Wilhelm von Bode in Berlin gestorben, Daten für Montag, 2. März 1481: Franz von Sickingen auf der Ebernburg (Pfalz) geboren; 1689: das Heidelberger Schloß durch Mslac gesprengt; — 1824: der Komponist Franz Smetana in Leitomischl geboren; — 1829: der amerikanische Staatsmann Karl Schurz in Liblar geboren. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bit 12.33 Ahr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen. Banknoten. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt 4,215 58,69 112,57 20,457 16,505 168,99 22,15 112,59 59,15 2,497 112,74 81,13 44,14 12,465 73,35 a. 211. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o.H., Lombardzinsfuß 6 v.H. 4,195 58,45 112,13 20,377 16,445 168,31 22,07 112,15 58,91 2,477 112,30 80,81 43,96 12.405 73,05 Berlin, 27. Februar Slmedtanflrfje Roten ...... Belgische Noten ...... Dänische Noten ....... Englische Noten . ....... svranzüsische Noten ....... Holländische Roten ....... Italienische Noten........ Norwegische Noten....... Deutsch-Oesterreich, it 100 Schilling Rumänische Noten....... Schwedische Noten....... Schweizer Noten...... . Spanische Noten........ Tschechoslowakische Noten..... Ungarische Noten ..... Zrankfun a. Di. Serlin 1 Jranffurl a. M. Serlin Frankfurt a. M. Serlin Schluß« für« W Rurd Schluß«! «nsang» furd । Äurd Gchluß» lurd 1-llhr- fturd Schluß, für» Ansang- flurd Schluss t-tlhr- hird | Kord Schluß« hird Anfang- Kurd Datum 27.2 28.2. 27.2. 28.2. Datum 27.2. 28.2. 27.2. 28.2. Datum 27.2. 28-2. 27.2. 28.2 0% Deutsche Rctchranleihe von 1927 .......... 7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 .......... Deutsche Slnl.-Ablös.-Schuld mit Auölos.-Rrchteu....... DeSgl. ohne Auslos.-Rcchte . . . 6% Hess. Dolttslaat von 1929 trückzahlb. 102%)...... Oberhessen Provinz • Anleihe mit AiiSlos.-Rechten....... Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1...... 6% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. XIII unkündbar 61$ 1934 . . . 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1932 ..... " «üchlich früh. "" 11 ' ■ Die Mittel, deren sich die Schmuggler bedienen, sind ost der groteskesten Art, da aber die Behörde sehr oft dahinter kommt, müssen sie gewissermaßen über Rächt wieder durch andere und noch raffiniertere erseht werden. Einer der unglaublichsten Fälle wird in dem Bericht ausführlich geschildert. Das Mitglied einer Bande, die eine größere Anzahl fertiger Schmuckstücke nach Holland hinüberschmuggeln wollte, begab sich nachts in die, Rähe eines holländischen Grenzpostens und schoß sich dort mit der Pistole das — linke Ohr ab. Auf den Schuß hin eilten Beamte an die Tatstclle. wo der junge Mann, blutüberströmt, erklärte, aus Liebesschmerz einen Selbstmord beabsichtigt, leider aber schlecht getroffen zu haben. Da er dann mehrere Ohnmachtsanfälle erlitt, beschlossen die Beamten, ihn in das nahe Krankenhaus auf holländischem Gebiet zu bringen (der Vorfall hatte sich direkt auf der Grenze zugetragen). Ein „zufällig" des Weges kommender Zivilist glaubte sich zu erinnern, daß nur ein einige hundert Meter entfernt wohnender deutscher Landwirt eine alte Tragbahre im Hause habe. Der Mann wurde „aus dem Bett geholt", und stellte auch, scheinbar unwillig über die nächtliche Störung, die Tragbahre zum Transport des Verwundeten zur Verfügung, den er auch bis zum holländischen Krankenhaus begleitete. Unterwegs fiel jedoch einem holländischen Beamten auf, daß der Verwundete und der Bauer wiederholt miteinander tuschellen, kurz entschlossen lieh er den Transport halten und untersuchte die Tragbahre. In der einen Tragstange, die aus- gehöhlt war, fand man die Schmuckstücke. Das Geschäft hätte jedem der Schmuggler eine „Provision" von mindestens 2000 Mk. eingebracht. Für diesen Preis hatte sich der eine von ihnen sogar das Ohr abgeschossen. Nomco und der Knhmagen. (v. G.) Rom. Romeo Franchi brauchte Geld. Zu Mantua war Markt. So band Romeo also zwei Kühe und drei Kälber an seinen Wagen und fuhr in die Stadt. Er hatte Glück: vier seiner Tiere fanden Abnehmer und bald knisterte ein erfreuliches Päckchen brauner Hunderter in des Pächters Tasche. Sorgfältig drehte er die kostbaren Scheine zu einer Rolle, umwickelte sie mit einer Schnur und tat sie in die Weste. Cs kam nun nicht mehr darauf an, die noch unverkaufte Kuh los- zuwerdcn. Romeo beschloß, heimzukehren. Wie er abwechselnd neben seinem ®aul und seinem Rind cinhermarschierte, wurde ihm allmählich warm. Er zog folglich die Weste aus und legte sie auf den Wagen. Schon ging es sich leichter, Romeo war vollauf zufrieden und verteilte in Gedanken die eingenommenen Lire auf verschiedene Anschaffungen. Doch o weh! Einige Kilometer vor seinem Höfchen vermißte er plötzlich seine Weste. Alles Suchen war vergebens — sic mußte hinausgefallen sein. Romeo bat einen Entgegenkommenden um sein Rad und eilte zurück, nach dem Kleidungsstück mit kostbarem Inhalt zu fahnden. — Don der Weste war nichts zu sehen. Enttäuscht kehrte der geprüfte Pächter zu seinem Karren zurück. Hätte er die Kühe und Kälber nie verkauft! Ein geringer Trost, daß die alte Graue ihm geblieben war. Wie er aber seine brave „mucca" betrachtete, sah er ein Stück der vielgesuchten Weste aus den Kauwerkzeugen der Kuh hervorragen und sich im Rhythmus des Wiederkauens drehen. Schnell entschlossen packte Romeo das Ende und zog. Die Kuh verdrehte die Augen, streckte das Maul vor und gab etwa ein Drittel des Kleidungsstückes wieder, jedoch — welche Enttäuschung — cs war die falsche Seite. Was tun? Romeo spannte sein Pferd aus und galoppierte zum nächsten Tierarzt um Rat. Der Viehdoktor fällte ein Todesurteil, um die kost- ministcr und dem Außenminister. Sie wollten m die Staatsratssihung, die gerade im „Prinz Jürgens Gaard" unter dem Vorsitz des Königs abgeholten wurde. Den Ministern blieb nichts anderes übrig, als durch einen Seitengang in das Palais und so zur Staatsratssihung zu gelangen. Die Minister beschwerten sich etwas ungehalten bei dem wachthabenden Adjutanten des Königs im Vorzimmer, der den Vorfall an sich bedauerte, aber erklärte, daß der Wachtposten, der Gardist Rr. 45, nur instruktionsgemäß gehandelt habe. Damit schien der Vorfall erledigt. Bis ein Gerücht wissen wollte, daß der König den tapferen Landesverteidiger „ohne Ansehen von Person" mit zwei Tagen Extra-Urlaub belohnt habe. Und da dieses Gerücht auch zu Ohren des Kriegsministers gedrungen ist, hat ihn sofort ein hiesiges Abendblatt interviewt. Und dabei hat der Minister erklärt, daß der Gardist nicht gewußt habe, wen er vor sich hatte, daß der Gardist wohl nur seinem Befehl gemäß gehandelt habe. Wer wenn es sich wirllich als wahr Herausstellen sollte, daß der Mann für feine Tat auch noch mit zwei Tagen Extra-Urlaub belohnt werde, dann bekomme die Sache einen ganz anderen Charakter für ihn, den Kriegsminister. Er hoffe sehr ernstlich, daß das Gerücht nur ein leeres Gerücht sei, denn anderenfalls müsse sowohl er als Kriegsminister wie auch sein Außen- minister-KoNege den Vorgang als eine direkte Demonstration gegen sie beide auffassen. Er, der Minister, werde sofort eine Untersuchung einleiten und nach dem Ausfall der Untersuchung dieser Angelegenheit Stellung nehmen. Was macht man da? Bis er als Anfänger den Ersatzreifen aufmontiert, vergeht mindestens eine Stunde. Von dem mutmaßlichen Zustande seines Festgewandes ganz abgesehen. Gr sieht sich hilfesuchend um. Erblickt einen „schofförähnlichen" Menschen in der Rähe. Winkt ihm. Dienstbereit eilt der Mann zu dem feinen Herrn: „Ew. Gnaden befehlen?" — „Sind Sie Fahrer?" — „Leider nein.“ Der Besmokingte läßt die Hoffnung sinken. Mit einem breiten Lächeln beendet aber der andere den Sah: „Aber Automonteur, gnädiger Herr!" Heureka, der Retter in der Rot! Im Ru prangt der Ersatzreifen auf dem linken Hinterrad. Der zufällig erschienene Arbeiter steckt ein dickes Trinkgeld ein, die Gesellschaft fährt in bester Stimmung ab. Der Monteur aber „arbeitet" noch am selben Abend eine geschlagene Stunde an anderen Wagen, die eigentümlicherweise während des Parkens vor dem Theater ebenfalls kleine Schäden erlitten hatten. Er zählt dann grinsend seine Pengös und ist mit dem Ergebnis zufrieden. Man muß eben die Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln bekämpfen. GehtS nicht anders, richtet man selbst die zu reparieren* den Schaden an! Herr Fuchs, der di« Budapester Autos so fix reparierte, hat sich auf diese Weise annähernd ein Jahr lang glänzend ernährt. Dis ein ungalanter Herrenfahrer Anstoß daran nahm, daß ihm der erfinderische Gauner so „auffallend zufällig" seine Dienste anbot ... Herr Fuchs gestand rund 400 Fälle ein. Und ist empört ob seiner Verhaftung. Wo er doch freiwillig auf die ArbeitSlvsenunter- stützung verzichtete! ... Rundfunkprogramm. Sonntag, l.lHär;. 7: Don Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Don Kassel: Morgenfeier. 10.30: „Warum sind die deutschen Städte in Rot?". Vortrag von Präsident Mulert vom Deutschen Städtetag. 11: Don München: Israel in Aegypten, Oratorium von Händel. 12: Plenarsitzungssaal des Reichstages: Gedenkfeier des Dolksbundes Deutsche Kriegs- gräbcrfürsorge. 13: Schallplattenkonzert. 14: Stunde des Landes 15: Stunde der Jugend. 16: Aus dem Uhlandbau in Mühlacker: Konzert des Männergesangvereins Mühlacker e. D. 18.10: Fcst- halle: Hallen-Sportfest der Arbeiter-Sportler. 18.30: Denkaufgaben aus dem Stegreif. 19.30: Karmeliterkirche Mainz: Gefallenen-Gedächtnis- feier. 20.30: Zum Dolkstrauertag Ansprache von Rudolf G. Dinding. 20.45: Dem Andenken der Gefallenen: Die Perser, Tragödie von Aischylos. 21.45: Stunde der Kammermusik. Montag, 2. Mär;. 7.15 bis 8.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: „Lotte Binder, eine mütterliche Führerin der Frauen ihres Volkes ", Dortrag von Dr. Rosa Kempf. 16.30: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.15: „Die gegenwärtig« wirtschaftliche Lage Frankreichs", Vortrag von Dr. Fritz Renmark. 18.40: Einführungsvortrag von Hermann Kesser zu seinem Werk „Rotation", das am 7. März im Schauspielhaus zur Uraufführung gelangt. 19.10: Englischer Sprachunterricht. 19.35: Großer Saal des Saalbaues Frankfurt a. M: 10. Montagskonzert des Frankfurter Orchestervereins. 21.20: Ludwig Fulda lieft aus eigenen Dichtungen. 22.20: Tanz-Unterricht. 22.50: Tanzmusik. Dienstag, 3. Mär;. 7.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Hausfrauen-Rachmittag. 16.30: Rachmit- tagskonzcrt. 18.10: „Arbeiten im Gemüsegarten", Vortrag von H. Mohr. 18.45: „Deutsche Pionierarbeit in der amerikanischen EiiUvanderersür- forge“, Vortrag vonG Mos/ack 19.15: Erich Kästner liest aus eigenen Werken. 19.45: Anekdoten. 20: Rosen aus Florida, Operette. 22: Walter- Riemann-Stunde. 22.50: Unterhaltungsmusik. Mittwoch, 4. Mär;. 7.15 bis 8.15; Frühkonzert. 10.20: „Deutsche Kinder in Südamerika", Vortrag von Professor Alfons Goldschmidt, Berlin. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Kurhaus Wiesbaden: Rachmi ttagskonzert des Städt. Kurorchesters. 18.15: „Ludwig Börne",Vor trag von Dr. Ludwig Mareuse. 18.45: „Städte in Plan und Luftaufnahme", Vortrag von Dr. Alexander Roh- mann. 19.15: „Meine neueste Expedition in den Hochgebirgen Asiens", Vortrag von Dr. Ph. C. Visser, Stockholm. 19.45: Die Instrumente des Orchesters, 18. Vortrag von Hans Rosbaud. 20.15: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 21: Ludwig Hardt lieft aus Börnes Werken. 21.30: Lieder von Claude Debussy. 22.15: Briefkasten. Donnerstag, 5. Mär;. 7.15: Frühkonzert. 9 bis 9.30: Don Breslau: Reportage aus einem Bergwerk. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Rachmittagskonzert, Operetten-Konzert desRund- funkorchesters. 18.10; (Kassel: Reportage aus der Rechtsauskunftsstelle des Gewerkschaftshauses. 18.30: Zeitfragen. 18.50: „Deutschland und Osteuropa", Dortrag von Ternard von Brentano. 19.20: Französischer Sprachunterricht. 19.45: Blas- konzert des Philharmonischen Dläserorchcsters Stuttgart. 20.45; Unheimlicher Abend. 22: Kom- positionsstunde. Freitag, 6. Mär;. 7.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkon»erL 15.20: „Acht Jahre Richtlinien für die Lchrplän« der vier oberen Schuljahre in Preußen", Dortrag von Regierungs- und Schulrat Klev. 15.50: „Die Turnstunde einst und jetzt". Gespräch zwischen Sportlehrer Heinrich Dippel, Sportlehrerin Zoh- len und Paul Laven. 16.30: Rachmittagskonzert. 17: Kurhaus Wiesbaden: Rachmittagskonzert des Städtischen Kurorchestcrs Wiesbaden. 18.10: Stunde de» DucheS. 18.35: Eine Diertelstunda Deutsch. 18.50. „Dorficht bei Preisausschreiben". Dortrag von Hans Reuert, Berlin. 19.20: Mannheim: Situationsberichte über den südrvestdeut- chen Landesproduktenmarkt. 19.30: „Rembrandt im Urteil der Mitwelt und Rachwelt", Vortrag von Prof. Dr. W. Wactzold, Generaldirektor der Staatl. Museen, Berlin. 20: Fcstsaal der Liederhalle: Sinfonie-Konzert. 22.50: Cafö Olgabau, Stuttgart: Unterhaltungsmusik. Samstag, 7. Mär;. 7.15: Frühkonzert. 10.20: „Ein Tag als deutscher Student unter amerikanischer Jugend", Vortrag von Dr. Kurt Lcvison. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jygend. 16.30; Rachmittagskonzert. 18.05: „Die russische Tonfilmexpedition bei den Juden in Dirobidjan ,Ost- asien)". Dortrag von Otto Heller. Berlin. 18.30: „Oberfdjlcficn", Dortrag von Clemens Taeslev anläßlich der zehnjährigen Wiederkehr des Abstimmungstages in Oberschlesien. 18.55: „Der Himmel im März und April — Wohin gebt untere Reife im Weltenraum?", Dortrag von Professor Edmund Sittig. 19.25: Spanischer Sprachunterricht. 19.45: Don Köln: Lustiger Abettd. 22.20: Tanzmusik. Gewinnauszug 6. -lasse 36. Preußisch-Süddeutsche (262. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewahr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar ft einer auf die Lofe gleicher Nummer In den beiden Abteilungen I und II 15. Ziehungstag 85. Februar 1931 In der heutigen Bormittagsziehung wurden Gewinne Über 400 M. gezogen 2 etmlnn« tu 26000 M. 70836 8 ®tn>inee tu 10000 HL 128301 163994 169982 365011 10 »ttoimtf tu 6000 HL 37888 260916 326972 366311 378811 22 Ottoinn* tu 3000 HL 42642 166956 181661 198899 206490 208571 271274 274526 314343 324900 353428 78 •»»inne zu 2000 HL 1494 6289 7656 10576 16076 60207 60721 62569 63239 66918 86478 86537 86620 113073 138524 141138 143712 156066 182081 192526 214660 218610 224754 243734 244880 261194 262331 268375 273223 293551 310602 340634 354017 367110 367410 358732 371967 378031 390713 114 »etolnne tu 1000 TO. 8728 9773 10092 15657 23292 37684 38088 38490 49213 61535 65808 83326 93099 98131 110924 117647 133207 137135 140183 145201 146127 148460 154030 165174 170534 173070 173204 175417 188262 196096 205777 214555 215876 227065 237313 241703 245413 250617 257222 257774 269950 265251 269279 275201 281420 290499 290978 308082 310629 327664 332078 360609 362672 372274 384763 389967 392804 212 »ttolnne in 500 legenveiten, Gesuche, Berträge, Beobachtungen. Ueberwachg. und Ermittlungen preisrv^ streng dtskr. u. an all. Orten ert. u. erledigt Detektiv- Bnrean-a.AneknDltei Inb.K.Gerz.Bad-Nan- heim, Knratr. 17. KurzgefchnmeneS MI10I2 Rückgra vmriimmung! ohne Berufsstörung. P. G. in B. schreibt:....meine Lockrer wieder au einem lebensfreudigen Menschenkind gemacht. H. C. in B.: Die seitliche Ber- krümmung ist ganz verschwunden, es gehr nur immer gut. Zck kann jeden Tag wieder arbeiten. Schwester S. in St.: ...Sie versichern, datz ohne Ihre Kunst ich mich nicht so wohl befände. E.K. in N.: ... bin tch sehr zufrieden, nur kann ich das Dopvelte eisen, wie zuvor. BrOhl'sche Druckerei Zimmer- und MÖBEL in guten 1217 A ca Qualitäten Zeitgemäße Preisei Bequeme Teilzahlung! Bei Barzahlung 10% Rabatt! orts in Empfang zu nehmen. Gießen, den 26. Februar 1931. Der Oberbürgermeister. 3. 23.: Dr. Rosenberg. 5 Lärche. Der Brennholzverkauf beginnt nicht vor Uhr; die blau gestrichenen Nummern werden nicht ousgevoten. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen, da nachträgliche Beanstandun gen nicht berücksichtigt werden. Nähere Auskunft erteilen die Herren Förster Landmann zu Nieder-Ohmen, Kniß zu Bernsfeld und Simon zu Elpenrod sowie die unterzeichnete Stelle. Grünberg, den 25. Februar 1931. hessisches Forstamt Nieder-Ohmen. Kücheneinrichtungen CDMQT D A I I waiitorstr.37 bieten Ihnen eine angenehme Wahl! » Fernruf 2108 Die Schafwelde der Gemeinde wieseck soll auf ein Jahr und die Sandgrube auf der Ursulum auf drei Jahre auf dem Sub- mifsionswege ao 1. April d.I. verpachtet werden. 1542D Die Offerten sind bis zum Montag, dem 2. Mär;, vormittags 10 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzurcichen, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können. Bei der Sandgrube ist auf gewachsenen Grund pro Kubikmeter einzureichen. Wieseck, den 26. Februar 1931. Hessische Bürgermeisterei Wieseck. S ch o m b e r. Die Brennholzversteigcrungen vom 3., 4., 6., 9., 11., 13., 16., 19. und 25. Februar 1931 (Nr. 10 bis 18) wurden genehmigt. Die Abfuhrscheine sind bis spätestens 10. Mär; d. 3. bei der Bürgermeisterei b;ro. dem Gemeindevorsteher des Wohn- — ' ' 1253C Nutz- und Brennholzversteigerung im Licher Stadtmalde. In den Distrikten Großheuserbcrg, Klein- Heuserberg und Ettingsheuserkopf werden am Montag, den 2. Mär; 1931, nach vorheriger Zusammenkunft am Waldeingang der Niedcr-Bcssinger Straße vormittag» 10 Uhr versteigert: 14950 Scheiter rm: Buche und Fichte 22 (Dürrholz). Knüppel rm: Buche 40, Hainbuche 44, Eiche 40, Fichte 23 (Dürrholz). Knüppelreisig rm: Buche 40, Eiche und Fichte 6 (Dürrholz). Das Brennholz in Distr. Großheuser- berg wird nicht oorgezeigt. Stämme: Kiefer 2 Stück, 1,54 km. Daran anschließend in Distr. Eichwald, Fichtenkopf und Zappenau — Treffpunkt nachmittags 1 Uhr am Kreuzungspunkt der Hattenröder Straße und Mittelschneise im Fichtenkopf: Scheiter rm: Buche 60, Fichte 25. Knüppel rm: Buche 4. Reisig, Wellen: Buche 140. Stöcke rm: Buche 20, Fichte 100, sowie einige Schläge Fichtenreisig aus Ab- trieb-Fichtenkopf. Stämme: Hainbuche 3 Stück 0,26 km, Buche 3 Stück 0,92 km, Fichte 3b-, 4a- und 4b-Kl. 31 km. Nutzscheit rm: Eiche 4. Nuhknüppel rm: Fichte 7. Das Brennholz in Distr. Zappenau wird zuleßt versteigert. Lich, den 25. Februar 1931. Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil. Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 1506D Am 16. Januar 1931: a) bei der Firma Karl Schmulboch in Lollar: Das Geschäft nebst Firma ist mit Wirkung vom 1. Januar 1931 auf den Karl Schmulboch, Kaufmann in Lollar, übergegangen. Der Karl Schmulboch Ehefrau Elisabethe geborene Ringel in Lollar ist Prokura erteilt, b) Bei der Firma her; & Co. in Gießen: Die dem Emil Dietz in Gießen erteilte Gesamtprokura ist erloschen: der seitherigen Gesamtprokuristin Moritz Herz Ehefrau Hannah geborene Meyer in Gießen ist nunmehr Einzelprokura erteilt. Am 23. Januar 1931 bei der Firma ftlln- gelhösfer & Dilges in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 26. Januar 1931 bei der Firma Jakob Lilienfeld in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 27. Januar 1931 bei der Firma Apotheker Fried. Pascoe, pharmazeutische Präparate, in Gießen: Das Geschät nebst Firma ist infolge Erbgangs aus den Fritz Pascoe, Kaufmann in Gießen, übergegangen. Am 29. Januar 1931 bei der Firma Gebr. Schwan in Gießen: Die Firma wird ge- löscht, da das unter der Firma früher betriebene Geschäft bei der im Jahre 1924 erfolgten Gründung der „Weingroßhandlung Gebr. Schwan, Aktiengesellschaft" in diese aufgegangen ist, und nach Auflösung dieser Aktiengesellschaft das Geschäft von dem Kaufmann Ernst Niemann unter der Firma „Weingroßhandlung Gebrüder Schwan" als Einzelkaufmann weitergeführt wird. Am 6. Februar 1931 bei der Firma Henriette Lehmann in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 17. Februar 1931: a) bei der Firma von Münchow'sche llniversitälsdruckerei Otto Kindt in Gießen: Die Firma ist erloschen. b) Bei der Firma Verlag der hessischen Feuerwchrzeitung Otto Kindt Witwe in Gießen: Die Firma ist erloschen. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde eingetragen: Am 23. Februar 1931: a) bei der Firma Automobil - Verkaufsgesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen: Die Firma ist erloschen, b) Bei der Firma lllineral- gruben-GeseUschaft mit beschränkter Haftung in Gießen: Die Firma ist erloschen. Gießen, den 24. Februar 1931. Hessisches Amtsgericht. Letzte Nutz- und Brenntzolzversteigerung A. Donnerstag, 5. TUäri 1931, von vormittags 9.30 Ahr ab in der Ziegenhain- fchen Wirtschaft zu Nieder-Ohmen aus verschiedenen Forstorten der Förstereien Nieder-Ohmen, Elpenrod und Berns- feld: Stämme, Güteklasse N, km: Lichc 1. Kl. 10 Stück 1,93, 2. Kl. 50 Stück 18,14, 3. Kl. 11 Stück 8,13, 4. Kl. 5 Stück 4,84; Buche 3. Kl. 4 Stück 3,65, 4. Kl. 5 Stück 7,07, 5. Kl. 5 Stück 7,02; Esche 1. Kl. 3 Stück 0,43, 2. Kl. 15 Stück 4,72, 3. Kl. 1 Stück 0,71; Ahorn 2. Kl. 3 Stück 1,19, 3. Kl. 2 Stück 0,88; Kirschbaum 3. Kl. 3 Stück 1,80; Elsbeere 3. Kl. 1 Stück 0,34; Erle 3. Kl. 1 Stück 0.60; Fichte la-Kl. 41 Stück 6,79, lb-Kl. 108 Stück 34,43, 2a-Kl. 23 Stück 14,32, 2b-Kl. 10 Stück 11,1, 3a-Kl. 4 Stück 6,97, 3b-Kl. 3 Stück 5,86, 4a-Kl. 4 Stück 10,38, 4b-Kl. 4 Strick 14,98; Kiefer lb-Kl. 3 Stück 0,97, 2a-Kl. 18 Stück 8,60 2b-Kl. 15 Stück 12,36, 3a-Kl. 14 Stück 15,83 3b-Kl. 7 Stück 8,07, 4a-Kl. 2 Stück 3,33, 4b-Kl. 1 Stück 1,89, 5. Kl. 1 Stück 2,75; Weymouthskiefer 2b-Kl. 1 Stück 0,52; Lärche la-Kl. 1 Stück 0,12, lb-Kl. 6 Stück 1,64, 2a.SU. 5 Stück 2,49, 2b-Kl. 4 Stück 2,72, 3a-Kl. 2 Stück 2,16, 3b-Kl. 3 Stück 4,96; Derbstangen: Fichte l.Kl. 131 Stück, 2. Kl. 82 Stück, 3. Kl. 44 Stück; Nutzscheiter rra: Eiche 69 (49 rm 1,25 und 20 rm 2 m lang, sämtlich rund); Hainbuche 18 (2 m lang, rund); Ahorn 2 (1,25 m lang, rund): Lärche 2 (2,5 m lang, rund); Fichte 6,5 (4,5 rm 3 m unb 2 rm 2 m lang, rund); Nuhknüppelrm: Ahorn 1 (1,50mlang); Nutzreiser rm: 117 Fichte (Schicht- Haufen). 1488V Die Nummern des zum Verkauf gestellten Nutzholzes sind rot unterstrichen. Fichtenstammholz wird nur aus Försterei Bernsfeld mit 51 km und Elpenrod mit 53 km versteigert. B. Anschließend restliches Brennholz aus den Forstorten Haag 1 und Vorderster Köpfet 3a der Försterei Nieder-Ohmen. Scheiter rm: 10 Buche, 2 Eiche, 1 Kic- fer; Knüppel rm: 4 Buche, 1 Kiefer; Reiser rm: 8 Buche. Ferner Brennhol; aus verschiedenen Forstorten (mit Ausnahme von Lichter- wald 8 und Eisenkaute 8) der Försterei Bernsfeld. Scheiter rm: 13 Buche, 34 Eiche 4 Kiefer, 11 Lärche, 53 Fichte; Knüppel rm: 19 Buche, 3 Hainbuche, 21 Eiche, 1 Kiefer, 40 Fichte; Reifer 1.61. rm: 4 Eiche, 1 Lärche, 1 Fichte; Reiser 2. kl. rm: 14 Buche, Reiser 3. kl. rm: 11 Buche; Stöcke rm: 2 Buche, Nutzhotz-Gubmission. Das nachverzeichnete, mit Rinde ge- messene Nutzholz soll auf dem Wege der Submission verkauft werden. Angebote sind getrennt nach Klassen und Holzart ver- schlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Freitag, dem 6. wär; 1931, vormittags 11 Uhr, bei uns einzu- reichen, woselbst die Bedingungen, denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, eingesehen werden können. Das Holz ist vorher einzusehen, da spätere Reklamationen nicht angenommen werden. Auskunft erteilen die unterzeichnete Stelle und Förster Bomrnersheirn in Dillingen. 1529D Buche, Güteklasse A: 5. Kl. = 1,39 km. Buche, Güteklasse N: 3. Kl. = 0,86 km, 4. Kl. - 8,02 km, 5. Kl. = 8,25 km, 6. Kl. = 1.46 km. Hainbuche, Güteklasse N: 1. Kl. = 3,33 km, 2. Kl. = 20,87 km, 3. Kl. - 5,43 km. Eiche, Güteklasse N: 1. Kl. - 2,89 km, 2. Kl. = 28,06 km, 3. Kl. = 42,63 km, 4. Kl. = 13,22 km, 5. Kl. = 2,24 km Kiesern-Langhol;, Güteklasse N: lb-Kl. = 2,03 km, 2a«SU. = 3,14 km, 2b-Kl. = 5,48 km, 3a-Kl. = 1 km. Kiefem-Abschnitte, Güteklasse N: lb-Kl = 0,16 km, 2a-Kl. 2,97 km, 2b-Kl. = 1,41 km, 4a-Kl. = 0,82 km. Fichten-Langhol;, Güteklasse N: la-ftl. = 12,50 km, lb-Kl. = 62,15 km, 2a-SU. - 72,62 km, 2b-Kl. = 39,64 km, 3a.SU. = 14,08 km, 3b-Kl. -- 11,18 km. Fichten-Abschnitte, Güteklasse N: la-Kl. - 0,29 km, lb-Kl. = 0,68 km, 2a-Kl. - 1,03 im, 2b-Kl. = 0,74 km, 3a-Kl. = 0,63 km. Fichten-Langhol; (käserholz): la-Kl. = 1,34 km, lb-Kl. = 6,13 km, 2a-Kl. = 6,73 km. Hungen, den 26. Februar 1931. Bürgermeisterei Hungen: Fendt. Der Voranschlag der Gemeinde Leihgestern für Rj. 1931 liegt vom 2. Mär; L 3. eine Woche lang auf der unterzeichneten Stelle zur Einsicht der Interessenten offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu der die Ausmärker beizutragen haben. 1541V Leihgestern den 27. Februar 1931. Bürgermeisterei. Der hessische Justizminisler. Zu Nr. IM. 27615. Darmstadt, den 8. Oktober 1930. Belr.: Durchführung des Gesetzes über die Bereinigung der Grundbücher. Bekanntmachung. Die Gläubiger solcher Hypotheken, Grundschulden, Rentenschulden und Real- lasten, die nach dem Aufwertungsgesetz aufgewertet sind, deren Aufwertung im Grundbuch aber noch nicht eingetragen ist, haben den Antrag auf Eintragung der Auswertung des Rechts spätestens dis zum 31. Mär; 1931 bei dem zuständigen Grundbuchamt, von dem das Grundbuch für das belastete' Grundstück geführt wird, wird der Antrag nicht rechtzeitig gestellt, so erlischt da» ausgcwertete Recht am Grundstück und wird, soweit es noch im Grundbuch eingetragen ist, von Amts wegen gelöscht. 1548V Der bezeichnete Rechtsverlust bedroht insbesondere alle im Grundbuch eingetragenen noch auf (Papier-) Mark lautenden Rechte, die (weil keine Rückzahlung erfolgt war), ohne eine Anmeldung bei der Auf- wertungsstelle kraft Gesetzes aufgewertet sind, und ferner die Rechte, mögen sie ge- läscht ober noch eingetragen sein, für die (weil eine Rückzahlung bereits erfolgt war) zwar die Anmeldung des Anspruchs auf Aufwertung bei der Aufwertungsstelle er- folgt, aber kein Antrag an das Grund- buchamt auf Eintragung des Aufwer- lungsbetrags in das Grundbuch gestellt worden ist. In Vertretung: gez. Neuroth. Bekanntmachung. Vielfachen Wünschen folgend wird das Städtische Volksbad vom l.März d. I. ab an Sonntagen von 8% bis 13 Uhr ver- uchsweise geöffnet. Es werden Schwimmbäder, Wannenbäder und Brausebäder 1449V verabfolgt. Kassenschluß 12>5 Uhr. Sollten die Betriebsausgaben an Sonntagen höher sein wie die Einnahmen, dann wird der Sonntagsbetrieb wieder eingestellt. Gießen, den 24. Februar 1931. Städtisches Volksbab Gießen. <5 tebing. I. Das Vergleichsverfahren über das Vermögen des Wilhelm walz, Inhaber der Firma Wilhelm walz, Ccbertjanblung in Gießen, wird eingestellt, da der Schuldner den Antrag auf Eröffnung des Verfahrens zurückgenvinmen hat. Konkursverfahren. II. lieber das Vermögen des Kaufmanns Wilhelm Wal; in Gießen, Inhaber der Firma Wilhelm Wal;, Lederhandlung in Gießen, wird heute am 26. Februar 1931, vormittags 8.45 Uhr, das Konkursoerfah- ren eröffnet. Der Kaufmann Hermann Kirchner in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. 1507V Konkursforderungen sind bis zum 19. Mär; 1931 bei dem Gerichte anzu- melden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten ober bie Wahl eines anberen Verwalters sowie über bie Bestellung eines Gläubigerausschusses unb eintretenbenfalls über bie in § 132 ber Konkursorbnung bezeichneten Oegenftänbe unb zur Prüfung ber angemelbeten Forbe- rungen auf Donnerstag, ben 26. Mär; 1931 vormittag» 9 Uhr vor bem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 112, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben ober zur Konkursmasse etwas schulbig finb, wirb aufgegeben, nichts an ben Gemein- schuldner zu verabfolgen ober zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von bem Besitze ber Sache unb von ben Folgerungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 19. Mär; 1931 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht in Gießen. Vergleichsverfahren. lieber das Vermögen des Fabrikanten «arl Müller in Gießen, Schillerstraße 26, Inhabers der Firma Emil h. Müller, Holzwarenfabrik, daselbst, ist am 26. Februar 1931, nachmittags 5 Uhr, das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet worden. 1509V Der Volkswirt R. D. V. Dr. jur. k. E. Ruckeishausen in Gießen, Goelhestrahe 30, ist zur Vertrauensperson ernannt. Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvorschlag ist auf Donnerstag, den 19. Mär; 1931 10 Uhr vor dem Hessischen Amtsgericht in Gießen, Zimmer Nr. 204, anberaumt. Der Antrag auf (Eröffnung des Verfahrens nebst feinen Anlagen unb bas Ergebnis ber weiteren (Ermittlungen finb auf ber Geschäftsstelle zur Einsicht ber Beteiligten niebergelegt. Gießen, den 26. Februar 1931. Die Geschäftsstelle des Amtsgerichts. SrennWvttsteWüngen der Stadt Gießen. Bekanntmachung. Betr.: Prüfung für Geschäftsftenographen. Am Sonntag, dem 22. Mär; d. I., morgens 8.30 Uhr, findet im Sitzungssaal der Industrie- und Handelskammer Gießen, Lonystraße 7, eine Prüfung der Geschäfts- stenographen statt. Geschrieben wird nur in der Einhcitskurzschrist, und zwar in ben Abteilungen 150, 180, 200, 220 unb 240 Silben. Außerbem wirb eine Vorprüfung in der Geschwindigkeit von 120 Silben abgetanen. — Die Gebühren betragen 2 RM. für die Hauptprüfung und RM. für die Vorprüfung; sie sind mit ber Anmelbung (Angabe der Silbenzahl) zu entrichten, welche bis zum 14. Mär; 1931 bei bem Sekretariat zu erfolgen hat. W90D Wer bie Ucbertragung in Maschinenschrift Herstellen will, hat bie Maschine selbst zu stellen. Gießen, ben 28. Februar 1931. Inbustric. unb Hanbelskammer Gießen. gcz. L u b w i g R i n n, Vorsitzenber. Lagt) -Verpachtung. Samstag, ben 14. Mär; 1931, vormittags 11 Uhr, wirb bie Jagd der Gemeinde Ruppertsburg auf weitere neun Jahre in der Wirtschaft des Karl Schlörb I. verpachtet. Die Größe des Jagdbezirks umfaßt 2600 Morgen Feld und 1760 Morgen Wald. Bedingungen werben im Termin bekannt- gegeben. 1437D Ruppertsburg, ben 24. Februar 1931. Hessische Bürgermeisterei Ruppertsburg. Högy. Bekanntmachung. Die Lieferung bes für Fürsorgeempfänger bcs Wohlfahrtsamtes im Laufe des Rechnungsjahres 1931 (1. April 1931 bis 31. März 1932) erforderlichen Schuhwerks für Männer, Frauen, Knaben und Mädchen soll im Wege des öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden. 1533V Verschlossene Angebote auf Lieferung sind unter Beischluß von Mustern bis spätestens 14. Mär; 1931 bei bem Stäbtischen Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 9, einzureichen. Für bie Angebote finb zwei Umschläge zu verwenben, von denen der eine das Preisangebot mit der Bezeichnung des angebotenen Musters, während der andere die firmenmäßige Bezeichnung des Andietenden enthalten soll. Beide Umschläge finb nur mit einem Kenn wort zu bezeichnen. Der Umschlag, ber das Preisangebot enthält, ist weiter noch mit bem Vermerk „Preisangebot" zu vergehen. Die allgemeinen ßieferungsbebingungen können alsbalb in Empfang genommen werben. Auch stehen Musterexemplare bes zu liefernben Schuhwerks zur Ansicht zur Verfügung. Gießen, ben 27. Februar 1931. Der Oberbürgermeister (Wohlfahrtsamt). I. V.: Dr. Ham m. Nutzholzversteigeruug Donnerstag, den 5. Mär; d. I., soll in ben Walbungen ber Gemeinde Allen Vuseck das nachverzeichnete Nutzholz an Ort und Stelle versteigert werden: 1515V Eichen-Abschnitte: Güteklasse A und N, 1. bis 5. Klasse 176 Stück = 16,33 km, darunter eine Menge Gartenpfosten. Vuchcn-Abschnilte: Güteklasse A und N, 4. unb 5. Klasse 9 Stück = 7,72 fm. Kiefem-Abschnitte. Güteklasse A und N, 3a. bis 4a-Klasse 13 Stück - 11,01 fm. Fichten-Abschnitte: Güteklasse A und N, 3a. dis 4b-Klasse 3 Stück = 2,12 fm. Kiefern- und Fichten-Langhol;: la» bis 3b-Klasse 248 Stück - 60,12 fm. 18 rm Fichten-Nuhknüppel, 2 m lang. Eichen- und Fichten-Dcrbstangen sowie Fichten-Reisstangen in großen Mengen. Zusammenkunft: vormittags %% Uhr am Distrikt Wolfsacker. Alten-Buscck, den 26. Februar 1931. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Kreuävlalr 2. 2674 D Karl Beck vorn 8g. Spies Ludwig Straße 27. 14990 1499 D 13* Herl 90 50 50 nB38 f 322 Lack-Spangenschuhe, 2farbige und braune Spangenschuhe Preis. Konfirmandenschuhe schön und billig Vom 28. Februar bis 7. März 01158 C.Rübsamen, Gießen Fernsprecher 3659 1209 D Werbe-Woche bis einschließlich 7. März Lack-Spangenschuhe, schwarzes Wildleder mit Lackgarnitur Herren-Halbschuhe schwarz, braun, Lack, elegante Form Schwz. Lederspangenschuhe schöne bequeme Form Außerdem bieten wir einen Posten zurückgesetzter Geschirre zu bedeutend herabgesetzten Preisen an R., Hauptwachtmeister. ____________1028 V Grau- und Weiß-Stück von bester Qualität und größter Ergiebigkeit zu billigstem Preis Benzinlieferung jedes Qantum frei Haus Aral und Derop Lungenverschleimung harmäck. Husten Luftröhrenkalarrh, Keuchhusten, Btonchialkatarrh, Asthma etc. behebt und lindert selbst in veralteten Fälle« der schleimlösende Oellheim's Brust- u. 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Der 2 ärgerlich denn ai ein Paa beiter d Unb 6 Ob C beteum hüben? 3n l nichts Alanne er. bet allmäh! _ Fieö oerteEi Änd m der denn f( stch eint Näßet 0 einsar !?’ st, ^feher . Ober t N er P geliebt? Die । Md n sännet -3ch Kgele. chulbig festliche versäun Diese ».-3a? foji immer'1 । *Qmmenc r ®in n ■m3 Groß-Garage Frankfurter Straße Nr. 31 Ab l.März 4 einz. Boxen frei! Wagenwäschen bei billigster Berechnung Er streut alle Dünger einschließlich des leicht klebrig werdenden Super Phosphates, was bishZr nur mit hoch- preisigen Maschinen möglich war, und kostet nur RM. 170 für 2 m Streubreite ab Fabrik Lieb Eignet sich auch hervorragend für kleine Gaben als Kopfdüngung! Schieferstein Maschinenfab. LlCh(Oberhessen) ______________________________________361 D BILLIGER SERiEN-VERKAUFI HAIIS-STAHDUHREN direkt von der Spezial-Fabrik, ohne Zwischenhandel, jetzt schon von RM. 55.- an Über 20000 zufriedene Kunden. Tausende von Anerkennungsschreiben betr. Preis uno Qualität. Mehrjährige Garantie. 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Drei Faktoren, die die Männerwelt anzvgen wie die Leimrute die Fliegen. Warum muhte ihre Liebe ausgerechnet auf ihn fallen? Auf ihn, der nichts damit anzufangen wußte? War sie nicht zu bemitleiden, Zne schöne Ellinor? Seine Augen ruhten auf den vielen weihen Blumen im Zimmer. Am 1. Marz, dem Volkstrauertag, gedenkt ganz Deutschland der Opfer des Weltkrieges. Anser Mitarbeiter hatte Gelegenheit, sich an zuständiger Stelle des Auswärtigen Amtes, bei dem Legationsrat Dr. K r a s k e. darüber zu erkundigen, in welchem Zustand sich die Gräber der deutschen Soldaten befinden und waS für ihre Pflege getan wird. Fast anderthalb Jahrzehnte sind vergangen, seit der Donner der Geschütze östlich und westlich unserer Grenzen die Erde erzittern lieft. 3n den Schützengräben, in den Granattrichtern, im Stacheldraht, bei der Verteidigung und beim Sturmangriff verbluteten Deutschlands Jünglinge und Deutschtands gereiste Männer. Wir haben daS Entsetzen noch nicht vergessen, das die amtlichen Verlustlisten in jedes deutsche Haus.trugen. Kaum eine Familie, in der nicht der Vater, der Bender, der Sohn, der Gatte, der Bräutigam gefallen ist. Zwei Millionen Gräber in fremder Erde! Zwei Millionen Deutsche, die nicht wiedergekehrt sind! Don ihnen liegen 900 000 in Frankreich, zum groften Teil in Massen- sriedhöfen des ehemaligen Kampfgebietes. Aber auch in anderen Teilen Frankreichs, fern der Kampffront, hat man Deutsche zur letzten Ruhe gebettet. Denn nicht nur im Feuer des Stellungskrieges starben Deutschlands Söhne. Auch in der Kriegsgefangenschaft, auch als 3nternierte im Konzentrationslager gingen sie zugrunde. DaS deutsche Volk kann und wird seine Toten nicht vergessen. Aber der einzelne ist nicht in der Lage, sich um das Grab zu kümmern, in dem vielleicht fein Vater oder sein Bruder liegt. Deutschlands Krieger kämpften in Belgien und in Frankreich, in Litauen und m Polen, in Mazedonien und in Rumänien, in Palästina und in Mesopotamien. Die ®räber sind weit, und oft kann man nicht einmal mit Bestimmtheit sagen, wer an dieser, wer an jener Stelle ruht. So ist es notwendig, dah sich grohe Organisationen dieser Gräber annehmen und dafür Sorge tragen, daft sie in einem würdigen Zustand erhalten werden. Dieser Aufgabe widmen sich in einträchtiger Zusammenarbeit Behörden und private Vereinigungen. 3m Auswärtigen Amt untersteht die Fürsorge für die Kriegsgräber seit dem 3ahre 1926 dem Legativnsrat Dr. Kraske, der mit dem Dolksbund Deutsche Kriegsgrä- berfürsvrge c. 03. zusammenarbeitet. Die rechtliche Grundlage für diese Fürsorge bietet der Artikel 225 des Vertrages von 03erfaille8, durch den sich die vertragschliehenden Teile verpflichten, die Grabstätten der auf ihren Gebieten beerdigten Soldaten mit Achtung zu behandeln und auf eigene Kosten instand zu halten. Am besten hat wohl England für die Gräber gesorgt, in denen deutsche Soldaten liegen. Diele tausend Grabsteine wurden in Deutschland bestellt und in Großbritannien ausgestellt. Am wenigsten kann man dagegen über die Grabstätten inderSvw- j e t u n io n sagen. Die Sowjetunion gehört nicht zu den Mnterzeichnern des Versailler Vertrages und braucht sich daher auch um den erwähnten Artikel 225 nicht zu kümmern. 3n ihrem Gebiet liegen in der Hauptsache ©efangene ;n grabe r, die über das ganze Land verstreut sind, und deren Pflege durch die gewaltigen Entfernungen und die Abgelegenheit der Friedhöfe sehr erschwert ist. An manchen Orten, z. B. an der verdorben wird, und wenn — dann ist es Mn- sinn." Die Augen Ellinor Shetlands hingen mit Trauer an dem ehernen Gesicht. Hatte Charles Kcnt jemals eine Frau geliebt? Hatte er sie verlassen um eines 3rrtums willen, und bereute er nun ein Leben lang? Aber war diese Frau nicht trotz allem zu beneiden, weil ihr Kents Liebe gehört hatte? Die Stimme der schönen Frau klang leise, säst ein wenig verzagt: „Wie lange wird sich diese Reise hinziehen?" „Oh. man kann das ja nie vorher bestimmen. Ich schätze ungefähr auf sechs bis acht Wochen. Es kann aber ebensogut länger dauern. Vielleicht verbinde ich sogar einen Abstecher nach Kalifornien damit. 3ch komme saft nicht auf meine dortigen Besitzungen, und es ist ja doch ein Paradies, wie mir QHift Gladens immer wieder brieflich versichert, um mich wenigstens einmal hinzulocken. Das letztemal war ich vor zwei Iahren dort." Ellinor Shetland spielte mit dem Armband aus Platin und dunkelroten Rubinen, als sie sagte: „Verzeihung — warum unterhalten Sie dann diese großen Besitzungen? 3ch meine, wenn Sie doch nichts davon haben?" „Es sind dreihundert Menschen dort beschäftigt. Mnd es geht ihnen gut, sehr gut sogar. Dieses Bewußtsein ist auch etwas wert. Oder Der Blick der alten Dame ruhte halb stolz, halb ärgerlich auf ihm. Wie gern sie es gesehen hätte, wenn aus diesen beiden reifen, schönen Menschen ein Paar geworden wäre. Liber das schien jetzt weiter denn je in alle Femen gerückt. Mnd das war schade! Oh, so schade! Ob Charles Kent nicht doch später einmal bereuen würde, so lange einsam dahingelebt zu haben? 3n seinem undurchdringlichen Gesicht stand nichts von dem, was die Seele dieses seltsamen Mannes bewegte. Ruhig und höslich plauderte er, verbarg geschickt die Langeweile, die ihn allmählich befiel. Fieberhaft, jedes Wort abwägend, plauderte Ellinor. Mnd dabei saß ihr ein zitterndes Schluchzen in der Kehle. Was hätte sie darum gegeben, wenn seine grohe, schlanke, schöngeformte Hand sich einmal toarm und innig werbend um die ihre gelegt. Wor war Charles Kent eigentlich? Besah er denn kein Herz, dah er es fertig brachte, so einsam und liebeleer durchs Leben zu schreiten? Er, der Mann Mitte der Vierzig mit dem Aussehen eines Fünfunddreihigjährigen? Oder trauerte Charles Kent einer Frau nach, die er nicht hatte erreichen können und die er geliebt? Wie magisch angezogen blickte Ellinor Shetland noch immer auf die schöne kraftvolle Männerhand. „3ch reise in den nächsten vierzehn Tagen nach Texas. Es ist eine wichtige, unaufschiebbare Angelegenheit, und ich bitte schon jetzt um Entschuldigung, wenn ich diesmal die mir sehr liebe, festliche Veranstaltung an 3hrem Geburtstage versäume", sagte soeben Kent zu Mrs. 3oring. Diese zog die Augenbrauen hoch. „3a? Rette Meberraschung, lieber Kent! Wo Sie wissen, dah ich mich auf Ihren Besuch immer ganz besonders freue", sagte die alte Dame, und ihr Blick streifte Ellinor, die zusammengesunken dasah. Ein kleiner, warnender Etoft der alten Dame Netz Ellinor sich aufraffen. Liebenswürdig lächelnd sagte sie: „Man wird Sie vermissen, Mister Kent." „Kaum! Kein Mensch ist gesellschaftlich so wichtig, dah um ihn den anderen die Festfreude Sie nicht?" kühl abwägender Blick traf voll in den Ellinor bereute ihre Worte. Eie waren gewesen, höchst unklug, das sagte ihr Deutsche Gräber in fremder Erde Was amtliche und private Stellen für die deutschen Kriegergräber tun. Don Dr. Walther Hötting. Der Mnn der das Lachen verlernt hat. ZRoman von Gert Gothberg. Copyright by Martin Feuchtwa"ger. Halle (Saale) neu Blättern sind die wichtigsten Daten von 15 Millionen Menschen registriert. Ein Teil der Anfragen, die an diese Behörde gerichtet werden, wird an den „Dolksbund deutsche Kriegsgräber- sürsorge" weitergeleitet, andere Wünsche werden sofort auf ihre Durchführbarkit geprüft. Da gibt es Familienangehörige, die am Dolkstrauertag auf dem Grab ihres Toten einen Kranz niederlegen lassen wollen. Andere wieder wünschen ein Bild von dem Kriegergrab zu erhalten, und eine nicht geringe Anzahl von Personen erkundigt sich, ob und unter welchen Mmftänben es möglich ist, die Grabstätte selbst aufzusuchen. Im ganzen muh man sagen, dah die Tätigkeit des Auswärtigen Amtes bei der Pflege der Kriegergräber erfolgreich gewesen ist. ES ist nicht zu vermeiden, dah hin und wieder Mihstände auf- gedeckt werden, für deren Behebung gesorgt werden muß. Am schwierigsten liegen die Dinge wohl in Polen, wo rund 300 000 Deutsche bestattet sind. Zwar ist eS möglich gewesen, die deutschen Grabstätten mit wenigen Ausnahmen auch in den entlegensten Gegenden des Landes zu ermitteln Sic deutsche Wirtschaft unter dem Aoungplan Gibt es eine wirtschaftliche Lösung des ^oungplanes? Von Dr. Hjalmar Schacht, Reichsbankprasidenien a. D. Später, als eine glänzende Gesellschaft die Räume des Shetlandschen Palastes füllte, da trafen Ellinors Augen einmal tief und schmerzlich in die seinen, und der Eisenbahnkönig fühlte etwas wie Mitleid mit der schönen, enttäuschten Frau. Doch weiter fühlte er nichts. Während er bald hier, bald da in ein Gespräch verwickelt wurde — man riß sich direkt darum, ihn ein Weilchen zu beanspruchen —. waren seine Gedanken nur noch halb auf Shetlands Fest. Sic weilten bereits bei den Riefenprojekten, die er ausgearbeitet in langen, einsamen Rächten. Arbeit! Harte, geistige Arbeit! Sie entschädigte! Mnd wenn sie nicht entschädigte, bann lieh sie vergessen, machte zufrieden, beglückte! Wenn ihm der große Coup mit der Hollern- Iellio-Linie gelänge! Wenn ihm das gelänge? Wenn? Was hieß „Wenn"? Es muhte gelingen! Seit wann hatte Charles Kent auf Zufälle gewartet? Es muhte gelingen! Mnd es würde gelingen! Der Wille Charles Kents würde sich durchsetzen! Mnd sie würden klein werden vor diesem Willen! Eie, die jetzt großsprecherisch eine wohlorganisierte Hetzpropaganda gegen ihn eingeleitet hatten. Wie aus weiter, weiter Ferne drangen die Töne eines englischen Walzers an fein Ohr. Erinnerten sie nicht irgendwie an einen Wiener Walzer, der süh und lockend so oft im Prater oder bei Ianoff erklungen war? Der Prater? Ianoff? Fort mit euch, ihr gehört in die Vergangenheit, genau wie eine schöne, lachende Stadt an einem viel besungenen Strand in die Vergangenheit gehörte! Mebtig- geblicben ist Charles Kent, der einsam fein will und dessen Wille stark genug ist, sich seine Feinde untertan zu machen. Hoch aufgerichtet stand der Cisenbahnkönig da. Riemand erriet feine Gedanken. Aber um feinen Mund war das harte, unerbittliche Zucken, das vielleicht ein Lächeln war. * * * Ein blasses, schlankes Mädel stand ratlos an einen Mast gelehnt. Ringsum brandete um das junge Geschöpf das Leben Reuhorks. Immer wieder blickten die dunkelblauen Augen umher, der Blick verschwamm in Tränen. Mnd ein trostloses Verlassenheitsgefühl schüttelte das Mädchen. Mrs. Behrends war nicht gekommen! Mnd sie hatte es doch so fest in ihrem liebevollen Brief versprochen! Mnd sie, Annemarie von Wendsbrück, hatte doch ihre genaue Ankunft gemeldet. Der prachtvolle Llohddampfer, der sie so sicher und pflicht- bewuht durch Sturm und Gefahr über das weite, grüne Meer getragen, lag im Hasen Reuhorks, war pünktlich eingelaufen. (Fortsetzung folgt.) Hatte Ellinor ihm beweisen wollen, dah sie nur von ihm rote, flammende Rosen nahm? Vergebliche Hoffnung! Charles Kent wird einer Frau nie mehr dunkle, rote, glühende Rosen schenken. Die letzten erhielt vor ungefähr zwanzig Iahren die schöne, stille Marie von Worthh, Die so vornehm und durchgeistigt wirkte und die doch — die Geliebte eines Grasen Bonenbirchner gewesen war! Der Eisenbahnkönig strich sich über die Stirn. Fort mit diesen Gedanken an die einst so Heih- geliebte! Sie war es, die ihm das Frauengeschlecht ver- haht gemacht hatte. In die Gedanken Kents hinein klang Elli- nvrs Stimme: „Die anderen Gäste werden wohl bald erscheinen. Mrs. Ioring bleibt heute noch nach Schluß des Festes ein Stündchen zum Tee. Wenn Sie mir die Freude machten, Mister Kent, dann wühle ich wenigstens, dah Sie mir nichts übelgenommen haben." „Aber nein! Wie käme ich denn dazu! Ieder Mensch hat feine Meinung, er soll sie auch ruhig äußern dürfen", sagte er. „Ich muh schon sagen, dah ich bald einschlafe. Interessant war die Mnterhaltung weiter nicht bisher. Ich witterte die ganze Zeit Spitzfindigkeiten", sagte Mrs. Ioring unzufrieden und schüttelte ebenso unzufrieden den Kopf. „Wieso?" Kent blickte sie ruhig an. „Ra ja — zwischen zwei Menschen, die sich lange und gut genug kennen, gibt es bestimmt andere Themen, wenn sie nur wollen", ging Mrs. Ioring der Sachlage energisch zu Leibe. Ellinor blickte sie beschwörend, warnend zugleich an, doch die alte Dame war zu sehr verärgert. „Mister Kent, ich an Ihrer Stelle würde mich besinnen und wenigstens eine Familie gründen. Man weih dann wenigstens, für was man gelebt hat. Mnd Sie würden sicher zufriedener und ruhiger sein, wenn Sie sich eine Ehe zimmerten." Mrs. Ioring sagte sich, daß er jetzt nachdenklicher als sonst gestimmt war und dah sie das Eisen helft schmieden muhte. „Geben Sie sich keine Mühe, alte Freundin. Ich bleibe allein. Für einen Mann meines Schlages und mit meinen Erfahrungen kann es gar nichts Besseres geben, als allein zu bleiben." Da wuhte Ellinor, dah eben doch eine Frau die Schuld trug, dah Kent so hart und einsam geworden war. Ein tteses Weh war in ihr. Mrs. Ioring aber murmelte: „Hätte ich lieber geschwiegen! Mir scheint, mir scheint, als hätte ich die Sache nur noch mehr verfahren." Murmanküste, ist es nur möglich, den dort Bestatteten schlichte Denksteine zu sehen, da man wohl ihre Ramen, aber vielsach nicht die Lage der Gräber kennt. Der deutsche Konsul in Rowosi- birsk hat für einen würdigen Friedhof in Sibirien gesorgt. Aber in anderen Teilen Sibiriens, in versteckten Gegenden des Mrals und in vielen abgelegenen Gebieten des europäischen Rußlands ist es fast unmöglich, sich um die Gräber genügend zu kümmern. Alle entsprechenden Anlagen sind sehr teuer, und wenn man etwa Metallkreuze ausstellt oder einen Eisenzaun errichtet, so weiß man nicht, ob diese „Wertstücke" m wenigen Monaten gestohlen sein werden. Am aufmerksamsten verfolgt die Öffentlichkeit die Pflege der deutschen Gräber in Belgien und in Frankreich, wohin in jedem Iahr viele Deutsche fahren, um die letzten Ruhestätten ihrer Angehörigen zu besuchen. Viermal im Iahr reist im Auftrag des Auswärtigen Amtes Ministerialrat Franz für mehrere Wochen nach dem Westen, um sich dort über die Instandhaltung der Friedhöfe durch den Augenschein zu überzeugen. Die 3000 Kriegerfriedhöfe, die ursprünglich in Frankreich angelegt waren, sind inzwischen zu wenigen hundert zusammengelegt worden. Sämtliche Friedhöfe werden von dem sehr straff organisierten französischen Gräberdienst betreut. Wenn der deutsche Delegierte etwas auszusehen findet, so bringt er die Mängel im französischen Pensionsministerium zur Sprache und versucht, Abänderung zu schassen. Sehr schwer ist es, für die Instandhaltung der Gefangenengräber zu sorgen, die über das Land verstreut finb. Pflicht zur Erhaltung dieser Ruhestätten liegt den einzelnen Gemeinden ob, die sich sehr verschieden verhalten. Ist einmal eine arme Gemeinde wirklich nicht in der Lage, für die Einfassung einiger Gräber mit einer Steinmauer ober für die Bepflanzung zu sorgen, so greisen die deutschen Behörden ein und leisten einen kleinen Zuschuß. Im übrigen treten zuweilen Schwierigkeiten auf, die kaum glaubhaft sind. Am 23. September vorigen Iahres besuchte eine deutsche Kommission, zu der auch ein Friedhossarchitekt gehörte, den Ort Blaye in der Gironde, wo sie sich beschwerte, daß keine Kreuze auf den Gräbern standen. Der Bürgermeister von Blähe erklärte, baft die Holzkreuze mehrfach erneuert worben seien; aber sie würden in kurzen Abständen von den Termiten ausgesressen! Ieht will man eine ©teinanlage schaffen. Die Grabhügel werden mit Findlingssteinen eingefaßt und mit Eseu und Blumen bepflanzt. Endlos dehnen sich die Friedhöfe in Rvrd- f r a n k r e i ch. Bei der Hälfte der deutschen Soldaten, die dort begraben liegen, konnte man Ramen und Herkunft nicht mehr feststellen. Sie sind in den Verlustlisten als „vermißt" gemeldet, und ihre Angehörigen bewahrten sich noch Monate- und Iahrc nach der kurzen amtlichen Meldung eine leise Hoffnung, daß ihr Sohn, ihr Gatts oder Bruder in Gefangenschaft geraten sei und nach dem Krieg wieder heimkehren würde. 225 000 Deutsche liegen in Massengräbern. Wer wissen will, ob fein Verwandter in diesem ober in jenem Ort begraben ist, wendet sich an d a s „Ze n - tr a Inachweisamt für Kriegerverluste und Kriegergräber" in Spandau, wo die größte Kartothek der Welt über das Schicksal aller deutschen Soldaten Auskunft gibt, die am Weltkrieg teilgenommen haben. Auf 15 Millio- niffe Deutschlands werden heute viel ungünstiger beurteilt als vor 7 Jahren. Die sog. Bounganleihe stellt den katastrophalsten Mißerfolg dar, den wohl je eine Anleihe gehabt hat. Ader noch niemand ist da, der ausspricht, daß diese grundsätzliche Aende- rung der Vertrauensatmosphäre darauf zurückzu- fuhren ist, daß man im Haager Protokoll jene grundlegenden wirtschaftlichen Linien wieder verlassen hat, die das Daweskomitee mit so großem Erfolg inauguriert hatte und die das Poung- fomitec — freilich schon unter größten politischen Schwierigkeiten — festzuhalten schließlich doch er folgreich bemüht gewesen war. Die Einfügung der Sanktionsklausel in das Haager Protokoll warf die ganze wirtschaftliche Gedankenrichtung des Dawes, und Poungplanes wieder über den Haufen. Die rcparationspolitische Arbeit fast eines Jahrzehntes war mit einem leichtfertigen Federstrich zerstört. Wenn schon heute, ein Jahr nach Abschluß der Haager Konferenz, alle Welt von der Undurch- f ü h r b a r k c i t der Reparationsverpflichtungen überzeugt ist, so wird man aus dem Studium des Lösungsvorschlages der deutschen Gruppe in Paris ersehen, wie folgerichtig darin die ursprüngliche Linie zur Lösung bzw. Ucberwindunq des Repara- tionsproblemes eingehalten worden ist. Der deutsche Lösungsvorschlag akzeptierte grundsätzlich, daß Deutschland die sogenannten Reparationsansprüche bis zu einer vernünftigen Grenze der deutschen Leistungsfähigkeit erfüllen sollte. Für die Bemessung der deutschen Leistungsfähigkeit greift das Memorandum zurück auf die Grundsätze, die der amerikanische Staatssekretär Mellon seinerzeit für die Schuldenverhandlungen mit den Alliierten auf- gestellt hatte. Diese Grundsätze hotte Mellon dahin formuliert, daß das Einkommen und der Lebensstandard des Schuldnervolkes berücksichtigt werden müsse, und daß das Bestehen auf einem Abkommen, das die Zahlungsfähigkeit eines Landes übersteige, dieses Land berechtigen würde, jenes Abkommen zu verweigern. Was hier für die alliierten Schuldner gegenüber Amerika als geltende Rechtsgrundlage von Mellon offiziell formuliert und von der parlamentarischen Vertretung des amerikanischen Volkes gebilligt wurde, würde einer deutschen aktiven Reparationspolitik wirksame Handhabe bieten. Die Monatsschrift „Deutsche Rundschau" bringt eine interessante Aufsatzreihe über den Poungplan. Im Märzheft behandelte der ehe» malige Reichsbankpräsident Dr. Hjalmar Schacht die Frage „Gibt es eine wirtschaftliche Lösung des Pounoplanes?". Durch das Entgegenkommen des Berlages können wir noch vor Erscheinen des Heftes folgende Abschnitte aus den Ausführungen Dr. Schachts bringen. Alle Sachverständigen, die sich privat oder offiziell mit der Lösung des Reparationsproblems beschäftigt haben, also auch die Mitglieder des Dawes- und des Poungkomitees, sind stets von einer leitenden Grundidee ausgegangen: die Reparationen müssen von Deutschland erwirtschaftet und ohne Störung seiner sozialen Stru ktur sowie seiner Währung und Wirtschaft geleistet werden. Der große Erfolg, den, weltwirtschaftlich und weltpolitisch gesehen, der Londoner Pakt von 1924 brachte, lag in der Abkehr der Reparationspolitik von der bloßen Gewalt in die Sphäre der wirtschaftlichen Vernunft. Bis einschließlich der Ruhrinvasion hatten die Alliierten versucht, mit Gewalt aus Deutschland herauszupressen, was nur herauszupressen war. In der Ruhrinvasion überschlug sich dieses Prinzip und erlitt völligen Schiffbruch, freilich nicht, ohne die Welt bis dahin in dauernder Unruhe, Mißtrauen und Ungewißheit gehalten zu haben. Daß nach der Annahme des Dawesplanes durch den Londoner Pakt eine allgemeine Aera des Vertrauens wiederkehrte, daß insbesondere die deutschen Kreditverhältnisse von den ausländischen Banken und dem privaten Publikum wieder günstig angesehen wurden, war eine Folge der Tatsache, daß der Dawesplan das Prinzip oufstellte: Reparationen können und dürfen nur aus einem Ueberschuß der deutschen Arbeitsleistung ohne Gefährdung des deutschen Lebensstandards und ohne Gefährdung seiner Währung und seiner Wirtschaft geleistet werden. Es muß auch dem Laien auffällig sein, wie ganz anders die Atmosphäre nach der Annahme des Poungplanes durch das Haager Schlußprotokoll sich gestaltet hat. Don allgemeinem Vertrauen ist gar keine Rede mehr, die Kreditverhält- unb im Auge zu behalten. Eine wirksame Beteiligung der deutschen Regierung bei der Instandhaltung der Friedhöfe bat sich dagegen nicht ermöglichen lassen, da sich Polen aus den Standpunkt gestellt hat, baft die Gräberfürsorge nach dem Versailler Ter trag ausschließlich seine eigene Angelegenheit sei. Die deutschen Vertretungen in Polen müssen sich daraus beschranken, die bei Besichtigungen sestgestell- ten Mängel zur Kenntnis der polnischen Behörden zu bringen und diese um Abstellung 3U ersuchen. In Lettland, Litauen und Estland sind die Verhältnisse besser, und dort wird für die 50 000 Gräber deutscher Soldaten leidlich gesorgt. Das deutsche Volk hat, soweit das irgend möglich ist, für die Ruhestätten feiner toten Söhne würdig gesorgt. Wo Massensriedhöse angelegt wurden, auf denen viele tausend Opfer des Weltkrieges nebeneinander ruhen, werden diese schrecklichen Denkmäler des Weltbrandes so gepflegt, baft nic- manb sich zu fürchten braucht, das Grab seine- Angehörigen eines Tages zu besuchen. djltimung nen!ntfiab9tud)' *1. Hiibina etc. bt- ueralitttn Men ■ u.tunßtntee babtn m btn Ava- iUnmtbcU vir- 2674D Still- und Wiö-SN ff.SSF N, Gieße" Fernsprec1’®^,' IDUHREN tpezial-Fabrik, anbei, jetzt schon 55,-in edene Kunden. Inerkennunfl»- Tel» uno Quell- Garantie. An- lung. Verfing» tonlos meinen Katalog- U.bekannte Finni crn.HausstaBdnbren .N.(8cnwirzw.) ,d Zielenstnße» eine Kunden: Uhr sehr «gj Oberhessen. Kreis Friedberg. -^Bad-Nauheim, 26. Febr. In der Hauptver- sammlung der evangelischen Kirchenge- ineinde-Vertretung entwarf Pfarrer Knodt ein anschauliches Bild von dem kirchlichen Leben der Badestadt im abgelaufenen Jahre. Der Kirchenbesuch, der im Durchschnitt wöchentlich 892 Erwachsene und 172 Kinder aufweisen konnte, ilt gestiegen. Am Abendmahl nahmen insgesamt 1633 Gcmeindeglieder teil. Getauft wurden 86, konfirmiert 65 Kinder; getraut wurden 44 Paare, beerdigt 70 Personen. Der Voranschlag für 1931 mit 35 000 Matt in Einnahme und Ausgabe fand Genehmigung. Bei sparsamster Haushaltführung ist es gelungen, die örtlichen K i r ch e n st e u e r n mit 6 v.H. Zuschlag unter dem Ausschlag von 19 28 zu halten. I Steinfurth, 26. Febr. Unter der schlechten wirtschaftlichen Lage haben auch die hiesigen R o s c m z ü ch t e r schwer z u leiden, weil sich für ihre Rosen nur geringe Absatzmöglichkeit bietet, und die Rosenpflanzen im Preise so niedrig sind, daß von einer Rentabilität der Rosenzucht zur Zeit nicht die Rede sein kann. Der hiesige Gärtnerverein ist deshalb aus finanziellen Gründen aus dem Reichsoerband des deutschen Gartenbaues ausgetreten. Er bildet nun unter dem Vorsitz von Wilhelm Balzer eine Ortsgruppe, welche die Belange der Rosenzüchter wahrnehmen soll. Kreis Schotten. □ Laubach, 26. Febr. Der hiesige Krieger-- und Mil itärve rein hielt im „Schützenhof" einen Familienabend ab. Studienrat Vetter sprach zunächst über die Reichsgründung und hielt einen Lichtbildervortrog über das Leben Bismarcks. Lebhaster Beifall wurde dem Redner zuteil. — 3m „Solmfer Hof" fand die letzte städtische Brenn- und Rutzhvlzversteigerung statt. Es kosteten Buchenscheitholz über 11 Mark; Hainbuche 7 bis 8; Eichenscheit 6 bis 7; Fichte und Kiefer 5; Buchcnreiser 1. Klasse 1,25 bis 1,50; Buchcn- tnüppel 7 und Stockholz ebenfalls 7 Mark je ein Raummeter. — 3m Saale des „Schützenhofes" kamen sämtliche Gemeindewiesen auf sechs Jahre zur Verpachtung. Die Gebote lagen zwischen 18 und 22 Mark pro Morgen. Es wurde eine jährliche Einnahme von insgesamt 2307 Mark gegen 2080 Mark im Vorjahre erzielt. * Unter-Seibertenrod, 27. Febr. Hier kam das 1'Jahre alte Töchterchen des Landwirts Heinrich Horst VI. in der Küche einem Topf mit heißemWasserzu nahe, so daß der Topf umstürzte und die heiße Flüssigkeit sich über das Kind ergoß. Die bedauernswerte Kleine erlitt so schwere Brandwunden, daß sie nach eintägigem qualvollen Schmerzenslager v e r st a r b. Kirche und Schule. Dorstirckenvorstehertagung in Echzell. */• Echzell, 24. Febr. Hier wurde am Montag die zweiundzwanzigste der von Dekan Scriba (Ridda) ins Leben gerufenen Dorfkirchenvorstehertagungen abgehalten. Der Tagung ging, wie üblich, am Sonntag eine Vorfeier der Ortsgemeinde voran. 3m Gottesdienst predigte Professor Keller (Friedberg). QIm Abend sollte ein Gemeindeabend im größten Saale des Ortes stattfinden, jedoch war der Andrang so groß, daß die Feier in die Kirche verlegt werden mußte. Dabei wirkten mit die Ge- sangvereine Frohsinn und Liederkranz, der Musikverein, Zahnarzt Dr. S ch n a u 1 und Frau (Orgel und Violine) und Fräulein Toni Schuch (Gesang zur Orgel). 3m Mittelpunkt der Feier stand her Vortrag des Dekans Scriba über den Sonntag, in dem er über den Segen sprach, der in einer rechten Sonnt-agsfeicr für unser Volk liegt. 3n einer Rachversammlüng in dem noch immer dichtbesehten Saale führte dann noch der Turnverein, abwechselnd mit Vorträgen des Gesangvereins und des Musikvereins, Freiübungen, Keulenschwingen und eine Pyramide vor. Zu der K i r ch e n v o r st e h e r t a g u n g fanden sich nahezu 300 Vertreter von 41 Gemeinden der Wetterau und des Vogelsbergs ein. Dank ber Gastfreundschaft der Echzeller fanden alle bei hiesigen Familien Unterkunft. 3m Gottesdienst predigte der Superintendent Ober- kirchenrat D. Wagner von Gießen. Die Orgel spielte cand. theol. Dr. Steiger, die beiden genannten Gesangvereine und die oberste Schulklasse uqter Leitung des Lehrers Schuch trugen Gesänge und Lieder vor. Die große Kirche war bis auf den letzten Platz beseht; es mögen wohl 750 Besucher des Gottesdienstes gewesen sein. Um 14 Uhr fand die Dorfkirchenvorsteherversammlung statt, an der sich auch viele Einheimische beteiligten. Prof. Ger st en meier vom Friedberger Predigerseminar sprach über die Frage, wie die Bibel wieder zu dem Lebensbuch werden könne, das sie in früheren Zeiten war, und schloß mit den Worten: „Entweder lernen wir wieder mit der Bibel leben, oder wir gehen ohne die Bibel zugrunde". Auf den Vortrag folgte eine rege Aussprache. 3n seinem Schlußwort sprach Prof. Ger st en meier es als seine innerste und letzte Ueberzeugung aus, daß der Segen der Bibel sich nur dem Gehorsam und dem Gebet erschließe, und daß uns vielleicht eine Zeit bevorstehe, in der uns allein das aufrecht erhalte, was wir aus der Bibel in Kopf und Herz trügen. Kunst und Wissenschaft. Billige Bücher im Insel-Derlag. Ricarda Huch, „Der große Krieg"; Felix Timmer manns „Pallieter" und Stefan Zweigs „Amok" sind in Reuausgaben zu 2.50 Mk. erschienen. Von jeher ist der Insel- Verlag ein Bahnbrecher des billigen Buches gewesen. Es sei nur an die bis heute in üben zwölf Millionen Exemplaren verbreitete 3 nsel- Bücherei erinnert. Die vorliegenden drei Bände bilden den Anfang einer neuen, zwanglos erscheinenden Reihe bedeutender und erfolgreicher Bücher zeitgenössischer Dichter des Insel-Verlages. Die Bände erhielten, trotz des billigen Preises, eine hervorragende Ausstattung. Gießener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund von 1,10 Mk. an; Butter 1,20 bis 1,30; Matte 30 bis 35; Wirsing 25 bis 35; Weißkraut 12 bis 15; Rotkraut 15 bis 20; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15; Spinat 35 bis 40; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 45 bis 50; Feldsalat 1,00 bis 1,50; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 30 bis 40; Kartoffeln 3,5 bis 4; Mpf*i 30 bis 45; Birnen 20 bis 40; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 1,10; Suppenhühner 90 bis 1,10; Rüsse 60 bis 70; Käse (10 Stück) 60 bis 1,40; Tauben Stück 70 bis 80; Eier 11 bis 12; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 30 bis 35; Endivien 20 bis 50; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50; Kartoffeln Zenter 2,50 bis 3,00; Weißkraut 8,00 bis 10,00; Wirstng 20,00 bis 25,00; Rotkraut 10,00 bis 12,00 Mk. ■MS! gepflegt half doppelt ßlange! kaltes Wasser.) 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Reingewinn 1930........ 9449,61 40000,- 7825,25 63094.80 71812,83 298000,- 5000,- Kasse-Konto........... Reichsbankgiro-Konto... Postscheck-Konto....... Guthaben bei Banken... Wertpapiere............ Wechsel................ Kontokorrent-Schuldner. Bürgschafts-Schuldner (RJt 369486.06 Vorschüsse a. Solawechsel Grundstück Geschäftseinrichtung.... Die Genossenschaft hatte am Jahresschluß 1477 Mitglieder. Im Jahre 1930 traten 98 Mitglieder ein. — Durch Tod, Kündigung und Ausschluß schieden 91 Mitglieder aus. — Die Geschäftsguthaben vermehrten sich in der gleichen Zeit um 48803,81 Reichsmark. — Die Haftsummen erhöhten sich um 29000,— Reichsmark. Letztere betrugen am Jahresschluß 1751000,— Reichsmark. Gießen, den 25. Februar 1931. 1496 D Handels- und Gewerbebank e. G. m. b. H. - V” Landeskreditkasse zu Kassel Mündelsichere öffentlich-rechtliche Grundkreditanstalt unter Gewährleistung des Bezirksverbandes des Regierungsbezirks Kassel. Wir legen hiermit fiia.5000000.- 7% Goldhypotaekenpfandbrlete Reihe 13 der Landeskreditkasse zu Kassel zur öffentlichen Zeichnung auf. - Zeichnungspreis 96% - An der Zeichnung haben sich u. a. folgende Banken beteiligt Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft, Berlin Commerz- und Privat-Bank A. 6., Berlin Darmstädter und Nationalbank K.a. A., Berlin Dresdner Bank, Berlin. Die Zeichnungen werden in der Zeit vom 1. bis 15. März 1931 entgegengenommen durch die Landeskreditkasse zu Kassel selbst und durch obengenannte Banken sowie durch deren sämtliche Niederlassungen. Prospekte und Zeichnungsscheine sind bei allen genannten Stellen kostenlos erhältlich. Kassel, im Februar 1931. Direktion der Landeskreditkasse. ,1115 V__M Hühneraugen entstehen durch schlecht sitzende Schuhe Meine modernste messerlose Süda-Fufepflege ermöglicht es, empfindliche Hühneraugen vollständig schmerzlos zu behandeln. Sie können nach 8 bis 10 Minuten wieder flott laufen. 01210 Eberhard Bues ärztl. gepr. Fußspezialist, Gießen, Badeanstalt Bues Vogtsche Handelsschulen Gießen und Herborn Beginn des neuen Schuljahres: 14. April 1. Höhere Handelsschule f. Schüler nur mit Obersekundareife. Dauer: 2 Semester. 2. Handelsoberklasse für Schüler mit höh. Schulbildung. Dauer: 1 oder 2 Semester. 3. Zweijährige Handelsschule für Schüler mit Sjährigem Schulbesuch. Dauer 4 Semester. 4. Einjährige Handelsfachschule. 5. Einhalbjähr. Handelsfachschule. Die Schüler der Vogtschen Handelsschule sind vom Besuche der Fortbildungsschule befreit. 1441 a Auskünfte u. Prospekte kostenlos durch die Direktion, Gießen, Goethestraße 32 Technische Lehranstalten Offenbach a. M. Kunstgewerbeschule Höhere Bauschule Maschinenbauschule Semester-Beginn: 8. April 1931 Per rtaotlldie Direktor: Prof. Hugo Eberhardt 1169V sKnabeninstitut Lucius "Forethous bei Echzell,Oberhessen Ev. Erziehungsheim Sexta/Untersek. 0. Realsch. u. Realgym. Gründ!. Unterricht In kl. Klassen. Behebung v. 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