Nr. 25 Erstes Blatt 181 Jahrgang Mittwoch, 28. Januar 1951 trld)e tni täglift),cmtz« Sonntage and Feiertag» Beilagen Die DDultriertt Lietzener Famrtienbläriei Heimat im Bill» Dt» Scholle monaiS'Beingspreti: 2.20 Reichsmark and 30 Rerchspfennlg für Trügev lohn, auch bet Richter- scheinen einzelner Nummern infolge höhere, Gewalt. §ern|vrechanlchlüste antet5ammelnummer225L Anschrift rüi Drahtnachrichten Injetger Stehen. postfchetttomo: Kra-fturtom Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vn>» -Md Verlag: vriihl'Iche Unlverütälr-Vuch- nnö Sttinönitfcrel H. fait« in Sietzen. rchriftleitung und Seschästkitelle: Schulitratze 7. Annahme von Anzeigen für die lagesnummet bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspscnnig; für Re» hlamcan3cigen von 70 mm Brette 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°,, mehr. Chefredakteur: Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot' für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in (Biegen. Oer neue Kurs in Indien. Das Ergebnis der Londoner Konferenz am /Runöen Tisch." - Oie Freilassung der Ralionaiistenführer. Oie indische Sphinx. Es verdient immer wieder Bewunderung, daß es die britische Staatskunst meisterhaft versteht, gerade in Gefahrz^ kn das Imperium aus dem Altwasser überlieferter Politik in den Wirbel der Erneuerung zu drängen. Macdonald macht davon keine Ausnahme, denn er hat nicht nur vor Jahr und Tag aus den Verhandlungen über die Seeabrüstung für England einen klaren Gewinn herausgeholt, er hat es in wahrhaft glänzender Weile verstanden, die Verhandlung um den Runden Tisch über das indische Problem zu einem für England günstigen Abschluß zu bringen. Don einem oieg zu reden, ist vielleicht zu viel. Es läßt sich heute noch nicht übersehen, wie die indischen Dölker das Ergebnis von London aufnehmen werden. Was seit dem 17. November 1930 am Runden Tisch verhandelt wurde, bedeutet nicht nur Schicksal für Indien, sondern auch für das allbritische Reich. Der Rund« Tisch ist hier bildlich zu verstehen, denn es sott damit ausgedrückt werden, daß die Derlreter Indiens mit den Vertretern Seiner britischen Majestät auf dem Fuße der Gleichberechtigung miteinander verkehrt haben. Das indische Problem ist in seiner unmittelbaren Zuspitzung auch ein Ergebnis des großen Krieges, das wie so viele andere dem englischen Sieger eine so schwere Enttäuschung bereitet hat. Hin die indischen Völker für ihre Treue während des großen Krieges zu belohnen, stellte ihnen Lloyd George feierlich in Aussicht, daß in absehbarer Zeit der Vasallenstaat Indien zum Range eines unabhängigen Dominions erhoben würde. Diese absehbare Zeit wurde später vom Dizekönig bis Ende 1929 befristet, was selbst die indischen Rationalisten ursprünglich sür annehmbar hielten. Auch Gandhi w.r der Heberzeugung, daß ohne eine Lleberaangszeit die schwierigen inneren Verhältnisse Indiens sich nicht Warden in einen Verfassungsstaat mit Selbstherrschaft überführen lassen. Als das Iahr 1929 sich dem Ende näherte, war für die Verwirklichung des Dominionstatus noch wenig getan, um so weniger, als die englische Regierung den Mißgriff begangen hatte, trotz der feierlichen Zusage eine Abordnung nach Indien zu schicken, die unter Führung des klugen Lord Simon die indischen Verhältnisse studieren, tatsächlich aber nur Zeit gewinnen sollte. In England hatte sich eine gewisse Ernüchterung durchgeseht, die genährt wurde durch die Vorgänge in der südafrikanischen Union und in Kanada. Da die Unabhängigkeitsbcwcgung in Indien immer stärker sich ausgebrcitet hatte, da insbesondere der Rationalkongreß immer stürmischer den Dominionstaat forderte, fürchtete England nicht ohne Grund, daß aus dem Dominion sehr bald ein freies und unabhängiges Indien werden würde. England kann viel verlieren, aber der Verlust Indiens würde sür das Imperium der Todesstoß bedeuten. Eine konservative Regierung wäre unter keinen Umständen bereit gewesen, Indien ein größeres Maß von Freiheit zu gewähren, als es dies in den zehn Iahren des Uebergongs zum Dominionstatus schon erreicht hatte. Aus dieser Zwickmühle einen Ausweg zu finden, blieb der L a b o u r - regierung Vorbehalten, deren fast unlösbare Aufgabe es war, Englands lebenswichtige Interessen in Indien zu schützen, gleichzeitig aber auch zu verhindern, daß die indischen Völker in offener Rebellion sich Freiheit und Unabhängigkeit erzwingen würden. Die englische Politik hat in einem Jahrhundert weise vorgearbeitet, d. h. ihren Grundsatz in der Behandlung fremder Völker, sie zu zertetten und zu verwirren, um sie dann um so sicherer zu beherrschen, sehr erfolgreich angewandt. In Indien konnten die Fürsten gegen die Masse der Bevölkerung ausgespielt werden, wie es auch In Indien möglich war. die religiösen Gegensätze zu starken Fronten auszubilden, die sich unversöhnlich gegen- überstanden. Es war der große Krieg, der England» einen Strich durch Die Rechnung machte. Wenn die Sieger während des ganzen Krieges mit dem Selbstbestimmungsrecht der Dölker hausieren gingen, so dursten sie sich hinterher nicht beklagen, wenn die wirklich unterdrückten Voller auch in den eigenen Koloriten aus dies Recht pochten. Als Ende 1929 Die inDi- fen Rationalisten unter Führung Gandhis die britische Regierung förmlich vor ein Entweder- Oder stellten, war auch für Macdonald Die Zeit gekommen, das größere Uebel durch ein kleineres zu verhindern. Gandhi wies schroff jede Einladung des Dizekönigs zurück, nachdem sein durch religiöse Kasteiungen gestählter Wille Den Ent- fchluß gefaßt hatte, dem indischen Volke das Signal zu einem gewaltlosen Freiheitskamps zu geben. Das war der berühmte Salzmarsch zum Meere im März 1930, Der wohl in Die Geschichte als Der Geburtstag eines freien und unabhängigen Indiens eingehen wird. Das wird heute und morgen noch nicht der Fall fein, Denn einstweilen wird Die englische Politik all ihre Künste und Kräfte spielen lassen, um das indische Problem zu meistern. Macdonald hat mit einem wahrhaft kühnen Griff die Lage zu retten versucht, als er Indien in der Schlußsitzung am Runden Tisch zwar den Dominionstatus versprach, aber für England gleichzeitig Rechte forderte, mit denen sich wohl auch die Konservativen zufriedengeben werden. Indien wird ein Parlament erhalten, Indien wird sich bedingt selb st regieren, aber das alles wird nicht so weit gehen, daß das englische Parlament ausgeschaltet wird. Was die Hauptsache ist, die englischen Truppen sollen einfttoeUcn noch in Indien bleiben, wobei der zeitliche Begriff Ermessenssache Der englischen Regierung ist. Es fragt sich, wie Die indischen Rationalisten diese Entscheidung in London aufnehmen werden, zumal Die Ereignisse Der letzten Monate Der indischen Freiheitsbewegung so starke innere Kräfte verliehen haben, daß noch mehr als britische Staatskunst dazu gehört, um Indien nicht in offenem Aufstand zu verlieren. Gandhi in Freiheit. Lchwerc Zusammenstöße in Bombay. Kein Verzicht aus den Boykott. London, 27. Ian. (WTB.) Heber die bereits gemeldete Freilassung Gandhis gibt Reuter in einer Meldung aus Puna folgende Darstellung: Die Freilassung Gandhis aus dem Beroda-Ge- fängnis, wo er nicht ganz neun Monate interniert war, wurde um 23 Uhr unter dramatischen Umständen vollzogen. Der QllonD war eben hinter Dem alten Kastell van Puna verschwunden, als sich das Gefängnistor öffnete und ein g r ohes Auto mit Gandhi und feinen Begleitern erschien und in schneller Fahrt davonrollte. Die schrillen Klänge von Polizeipfeifen verständigten die unterwegs befindlichen Polizeipatrouillen von der Freilassung des Rationalistenführers. Einige Leute unter Der kleinen Gruppe von Rationalisten, die geduldig: ausgeharrt hatten, versuchten hinter dem Auto herzulaufen, wurden aber von Polizisten daran verhindert. Gandhi trug bei feinem Eintreffen auf dem Bahnhof von Ehinchwad feine übliche Kleidung, ein Lendentuch, und hatte sich zum Schutz gegen die Rachtkälte in eine große Decke getoidelt. Auf dem Bahnhof wurde das umfangreiche Gepäck des Mahatma aus- geschichtet. Es umfaßte eine kleine Bibliothek, mehrere Spinnräder und zahlreiche Manuskripte von Uebersehungen, die Gandhi während seiner Gefangenschaft angefertigt hat, sowie Tausende von Briesen, Die ihm seine Bewunderer in allen Teilen Der Welt, besonders in den Bereinigten Staaten und Deutschland, ins Gefängnis gesandt hatten. Der Schnellzug nach Bombay wurde Gandhis wegen in Ehinchwad angehalten. Gandhi und die inzwischen ebenfalls eingetroffene Frau R a i d u uno vier Begleiter bestieg nein reserviertes Abteil 1. Klasse hinter der Lokomotive, und nach nur zwei Minuten Aufenthalt dampfte Der Zug in Richtung Bombay davon. In Bombay kam es auf Der Esplanade, wo sich eine gewaltige Menge eingefunden hatte, um Gandhi reden zu hören, zu schweren Zusammenstößen, bei Denen zahlreiche Personen verletzt wurden. 31 Berichte mußten in die Krankenhäuser gebracht werden, wo eine Frau ihren Verletzungen erlag. Die Rednertribüne, von der Gandhi sprechen sollte, war von dichten Menschenmassen umlagert, so daß Gandhi den Zugang versperrt sand und seine Absicht, eine Ansprache zu halten, aufgeben mußte. Er ist, von mehreren Führern der nationcuistischen Bewegung begleitet, nach Allahabad abgereist. In einer HnterreDung mit einem Pressevertreter erklärt« Gandhi, die Freilassung der indischen Führer werde nur Dann ihre volle Wirkung ausüben können, wenn all« wegen ,zivilen Hngehorsams" Derurteillen ebenfalls freigelafsen würden. Selbst, wenn Die Kreise Deä- Alli irdischen Kongresses glaubten, auf Grund der Erklärungen Macdonalds ihre Mitarbeit zum Derfafsungswert an bieten zu Dürfen, so toürDe man doch weder auf das Recht, Streikposten vor den Geschäften aufzustetten, noch auf dasjenige, für Die Millionen Hungernden Salz herzu stellen, verzichten können. Gesamtplan für die Landwirtschaft Besprechungen beim Reichskanzler über Neugestaltung des Agrarprogramms. Berlin, 27. Ian. (1BIB.) Reichskanzler Dr. Brüning empfing heute in der Reichskanzlei im Beisein der Reichsminister Schiele und Trevi- r a n u s den Grafen sialckreuth, den Präsidenten Brandes, die früheren Reichsernährungsminister Dr. Hermes und Dr. Fehr sowie den Professor Dr. Warmbo 1 d. 3n der eingehenden Aussprache wurde die Gesamtlage der deutschen Landwirtschaft durchgesprochen, vom Reichskanzler wurde in Uebereinstimmung mit den Vertretern der Landwirtschaft als Ziel der Aussprache bezeichnet, in gemeinsamer Arbeit zu einem Gesamtplan zu kommen, der der deutschen Landwirtschaft nicht nur vorübergehend Erleichterungen bringe, sondern auf lange Sicht die Grundlagen einer soliden Agrarwirtschaft schaffe. Die Verhandlungen find zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen, weil die Erörterungen Der allgemeinen Agrarprobleme noch nicht zu Ende geführt werden konnten. Der Reichskanzler Hot offensichtlich die Absicht, sich grundsätzlich mit dem ganzen Agrarproblem ouseinanderzusehen, um dann zu einer Klarheit darüber zu kommen, welche Teile des Agrarprogrammes Schieles alsbald durchgeführt werden müssen. Infolge dieser ausgiebigen Behandlung konnten bisher lediglich die Ackerbauprobleme erörtert werden, also die Fragen, die sich auf einen den Absahverhältnissen angemessenen Reichsbestellungsplan beziehen. Die aktuellen Fragen, für die von landwirtschaftlicher Seite seit langem eine Notverordnung gefordert wird, insbesondere die Fragen der Veredelungswirtschaft und Der Handelspolitik, dürften somit erst am Donnerstag behandelt werden. Dann sollen auch Die grunDsählichen Fragen Der Osthilfe durchgesprochen werden. Organischer Llmbau. Mehr Rücksicht auf den Absatz bei der Bestellung. Berlin, 28. Jan. (ERB.) Die Preisberichtsstelle beim Deutschen Landwirtschaftsrat veranstaltet mit Unterstützung des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom 27. bis 31. Januar 1931 in Berlin ihren ersten Absatzlehrgang. Dieser will die auf dem Gebiete der Absatzpolitik tätigen Stellen der Landwirtschaft anregen, künftig neben Der Beschaffung neuen Materials zur Beurteilung der Marktentwicklung in vermehrtem Umfange dafür Sorge zu trägem daß die landwirtschaftliche Praxis über die Marktzusammsnhänge so weit aufgeklärt wird, daß sie das bisher vorliegende Nachrichtenmaterial praktisch und erfolgreich anwenden kann. — Die mehr als 400 Teilnehmer des Lehrganges umfassen nicht nur die zuständigen Referenten der Landwirtschaftskammern und Leiter von Genossenschaften, die sich hauptamtlich mit diesen Fragen befassen müssen, sondern auch Landwirtschaftslehrer und Versuchsringleiter, sowie sonstige Strafte, die irgend wie in der Beratung der Landwirtschaft tätig sind. Der Lehrgang wurde gestern durch Regierungspräsident Dr. Kutscher eröffnet, hierauf erklärte Minister Schiele, daß die Absatzwissenschaft in die landwirtschaftliche Praxis umgesetzt werden müsse. Minister Schiele ging dann auf die Umstellungsbestrebun- gen der deutschen Landwirtschaft ein, ohne die eine Beseitigung der jetzigen Krise nicht möglich sei. Allerdings müsse hierbei ganz planmäßig vorgegangen werden, da nur ein o r g a nischer Umbau, der von den gegebenen Möglichkeiten ausgehe, Aussicht auf Erfolg habe. Der Minister wies darauf hin, daß wir etwa 700 000 hek - tar Roggen und 800 000 Hektar Hafer zu viel hätten, daß jedoch in Deutschland noch Raum sei für den Anbau von 500 000 Hektar Weizen und 500 000 Hektar © e r ft c. Auch Grünland und Futterrübenbau könnten noch eine Ausdehnung erfahren, nur müsse eine planmäßige Entwicklung angestrebt werden. Reichspost und Arbeiismarkt. Berlin , 27. Ian. (SH.) Wie von der Reichspost mitgeteilt wird, ist diese, abgesehen von Dem im Sommer 1930 vorgelegten zusätzlichen Arbeitsbeschaffungsprogramm in Höhe von 200 Millionen Mark auch in ihren eigenen Betrie ben bemüht geblieben, zur Besserung der Arbeitsmarktlage beizutragen. Durch Einschränkung sachlicher Ausgaben hat sie beispielsweise rund 2000 Telegraphenarbeiter, die der Derkehrs- lage entsprechend hätten entla sen werden müssen, bisher durchgehalten, ferner konnten durch verlangsamtes Tempo bei der Rationalisierung des Fernsprechbetriebes Hunderte von Helferinnen, sowie durch Zurückhaltung in der Einrichtung von Landpostkraftlinien, in der Be- schaf u g von Buch.mgsmcschincn im Postscheck, er- kehr u. Dgl, ebenfalls sehr viele Arbeitskräfte i n ihren Stellungen belassen werden. Der Weihnachts- und Reujahrsverkehr 1930/31 ist ferner so lebhaft gewesen, daß 5)ilf f rä f te a n genommen werden muhten. Di« zu diesen Zeiten sonst üblichen Heber stunden der Beamtenschaft sind abgestellt und die ersparten Beträge gleichfalls zur Einstellung von Lohnarbeitern verwandt worden. Die Deutsche Reichspost war dadurch in der Lage, rund 23 000 Erwerbslose, wenn auch zunächst nur vorübergehend, e i n z u st c l l e n. E.rd- lich wurde angeorDnet, daß der Erholungsurlaub für das Rechnungsjahr 1931 schon im Ianuar beginnen soll. Auch dadurch wird es möglich sein, einige tausend Arbeitskräfte zu beschäftigen. Oer Gparsamkeitsfeldzug in Engtand. Gegen die Ausgnbcnwirtschaft der öffentlichen Hand. London, 27.Ion. (TU.) Unter zahlreicher Beteiligung von Bankiers, Politikern und Geschäftsleuten aus Der City fand in Der großen halle Der City von London eine Versammlung statt, die den neuen Sporsamkeitsseldzug einleiten soll. Der konservative Sir Rodert h o r n e erklärte, daß ein großer Teil des nationalen Reichtums durch d i e Finanzpolitik des Staates und der Gemeinden verschleudert und stillgelegt sei. Da die Einzahlungen aus der Erbschaftssteuer wie eine lausende Einnahme behandelt würden, so v e r m i n d e r e sich hierdurch der Reichtum der Nation. Industrie und handel seien durch Besteuerung und soziale Verpflichtungen zu stark belastet. Die Aktiengesellschaften hätten in den letzten zwölf Iahren rund 12 Milliarden Mark aus ihren Reserven der Einkommen st euerbehörda opfern müssen. Stein Staat in der ganzen Welt könne diesen Zwang auf die Dauer tragen. Daher sei äußerste Sparsamkeit dringend notwendig. — Der Liberale Lord Grey sagte, daß alle Parteigegensätze vor den schweren Gefahren verschwinden müßten, die durch die rücksichtslose Ausgabenpolitik des Staates und der Stommunen heraufbeschworen seien. Oie Unterdrückung des Deutschtums in Böhmen. Protest gegen die Bolts äylung. Prag, 27.Ian. (WTB.) Wie das „Prager Tagblatt" meldet, haben Die deutschen Abgeordneten auf Grund von Meldungen, wonach i n drei mährischen Städten die deutsche Bevölkerung u-rter die Grenze von 20 Prozent ges uti k e n sei, Den Beschluß gefaßt. eine gemeinsame Aktion zu unternehmen, an der sich alle deutschen Parteien, gleichgültig ob sie sich in der Regierung oder in Der Opposition befinden, beteiligen sollen. Der christlich- soziale Abgeordnete Mayer-Harting (de« ehemalige Iustizminister) richtete eine Interpellation an die Gesamtregierung, ob sie bereit sei, die Vorgänge bei der Volkszählung und die gegen diese vorliegenden Be-< schwerden einer gewissenhaften strengen Prüfung zu unterziehen. Der deutsche christlich-soziale Abgeordnete Oehlingen interpelliert« den Minister für Rationalverteidigung wegen der Verlegung von 600 Mann Infanterie in die deutsche Stadt Srautenau am Vorabend der Volkszählung. In der Interpellation wird darauf hingewiesen, daß diese Maßnahme anscheinend nicht aus militärischen Rücksichten, sondern deshalb anbefohlew worden sei, damit der tschechoslowakische Prozentsatz auf mehr a ls 20 Prozent gesteigert werde. — Die halbamtlichen „Lidove Roviny" bringen die Rachricht, daß nach dem Ergebnis der letzten Volkszählung die deutsche Minderheit in "Brünn unter 20 Prozent gesunken sei. Das würde bedeuten, daß die Brünner Deutschen ihre Sprachenrechte verloren hätten und die Amtssprache in Brünn nur noch tschechisch fein würde. Während die Deutschen noch im Iahre 1910 in Brünn die Mehrheit bildeten, ist es den mit Staatsgeldernj ausgestatteten Tschechisicrungsvereinen in den letzten zehn Iahren gelungen, den Hundertsah der deutschen Bewohner durch Schaffung rein tschechischer Vororte und Außenbezirke so weit herabzudrücken, daß nun dis deutsche Sprache aus Der Oefsentlichkeit der Stadt Brünn überhaupt verschwinden wird. Oer Elsässer im Kabinett Laval. Straßburg, 27. Ian. f$H.) Dem neuert französischen Kabinett Laval gehört a l s H n t e r- staatssekretär der elsässisch« Abgeordnete Frey an, der in der Kammer Den Kreis Straßburg-Land vertritt. Frey war vor Dem Kriege Korrespondent eines bekannten deutschen Blattes und hat besonders im Fall Zabern in seinen Berichten di« innere Verbundenheit der Eingesessenen und Eingewanderten, betont. Rach dem Äriege ist er sofort in s französische Lager ü b e r g e g a n g e n. Er hat bei Den späteren Autonomistenversolgungen stets die Ausfassung der nationalistischen französischen Kreise verfochten. Die von ihm geleitete „Straßburger! ReueZeitung" ist eine gehässige Gegnerin der elsaß-lothringischen Heimatbewegung, wie sie auch stets gegen die Rhein- landräumung und gegen eine vorzeitige Regelung der Saarfrage gekämpft hat. Es ist für Frey bezeichnend. daß er keine Bedenken trug, mit Laval zusammenzuarbeiten, der 1926 den Kampf gegen die elsässifche Autonomistenbewegung mit Gewaltmaßnahmen eröffnete und sich erst vor kurzem wieder ausdrücklich zu dieser Hnterdrückungspott- til bekannt hat. Gießener Gtadtcheaier. Stephan Kamare: „Seinen aus Arland". „Ein Lustspiel in vier Akten aus dem alten Oesterreich, nennt es der Verfasser, schildert darin eine Episode aus Wien während der Vorkriegszeit und Iaht dabei indirekt wissen, dah Wien nicht nur aus Grinzing besteht, sondern daß es dort auch ein Handelsministerium gibt. Hnd statt dem ewigen Heurigen werden uns diesmal — Akten serviert. Diese Akten müssen allerdings erst gesucht werden, denn man kann von einem kleinen österreichischen Beamten nicht verlangen, dah er auf den Gedanken kommt, dah der mit der Erledigung des Falles betraute Herr Hofsekretär die Akten mit nach Hause genommen haben könnte, um ernsthaft zu arbeiten. Hm es vorweg zu nehmen, es handelt sich um die Akten der Carolina A.-G.» Wäsche en gros. Betrifft: „Veredelungsverkehr für Leinen aus Irland." Die Quintessenz ist dabei: Wenn die Carolina das irische Leinen nicht zollfrei einfüh- ren darf, dann lohnt das Geschäft nicht, und wenn es nicht irisches Leinen ist, dann verzichten die Brasilianer auf die Wäsche der Carolina. Danket Aber im Handelsministerium sitzt dieser Dr. Goll, der sich gegen die Zollfreiheit auSspricht, weil nach seiner Ausfassung dadurch die heimische Leinenindustrie lahmgelegt werde und die Bauern ihren Flachs auf den Hut stecken könnten. Daran ändert auch die Tochter des Grohindustriellen nichts, die die Widerstände auf loyalem Wege beseitigen möchte. Schließlich bleibt aber das glückliche Ende doch nicht aus. Dr. Goll bekommt seine Lilly und der Herr Generaldirektor sein Leinen aus Irland — zollfrei natürlich. Dos Lustspiel mit dem etwas eigenartigen Titel läßt vermuten, dah sich die Handlung etwas von dem Heblichen unterscheidet. Dein ist auch so. Auch dann noch, wenn das Ende die geheiligte Tradition wahrt. Das Lustspiel enthalt so allerlei, so eine leise Persiflage auf den österreichischen St. Bureaukratius. auherdem eine Menge humorvolle Einfälle und auch einige Fünkchen Ernst, die sich zu verschiedenen Augenblicken tatsächlich zum Wesentlichen aufschwingen. Da ist z. B. der sympathische Dr. Goll, der eine ernste Meinung von seinem Beruf hat und diese auch dem Geschäft seine- Schwiegervaters Oie Terrordittatur in Polen. Die ostgalizischen und Brest-L towsker Vorgänge vor dem Sejnu Warschau, 27. Ian. (WTB.) Gestern nach- mittag trat der Sejm zu einer Dauersitzung zusammen, die bis in die Morgenstunden des heutigen Tages währte. Auf der Tagesordnung stand die sogenannte Pazifizierung Ost - galiziens und die Affäre von Brest- Litowsk. Selbstverständlich wurden in beiden Fällen die oppositionellen Anträge abgelehnt. In der Frage der Pazifizierung wiederholten der Regierungsvertreter und der Berichterstatter die bekannten Gedankengänge, wonach diese Aktion notwendig gewesen wäre, um Schlimmeres zuverhüten. Demgegenüber stellten der ukrainische und der sozialistische Redner fest, dah schon ein Zehntel der im ukrainischen Antrag enthaltenen Vorwürfe genüge, um für ihn zu stimmen. Im Interesse des künftigen Zusammenlebens der beiden Rationen, so führte der Sozialist Dubois aus, selbst ein einmaliger Brester Häftling, mühten die Schuldigen bestraft werden. In der Brest-Litowsker Affäre hielt der bekannte nationaldemokratische Politiker Professor S t r o n s k i eine grohangelegte Anklagerede, wobei er neue Einzelheiten der unwürdigen Behandlung der oppositionellen Politiker brachte. Der Sozialist Riedzialkowski unterstrich gleichfalls den nationaldemokratischen Antrag zur Bestrafung der Schuldigen und gab hierbei eine Beschreibung der Mißhandlung eines Parteigenossen. Nach längerer Aussprache nahm gegen 3.30 Uhr Ministerpräsident Oberst S l a w e k das Wort. Er wies auf die Lage des Landes hin, das im vergangenen Jahre derSchauplatz einer staats- feindlichenAgitation gewesen sei, die einerseits dos Vertrauen zu Polen im Auslande zu untergraben und andererseits Wirren, die zu einem blutigen Konflikt führen konnten, hervorzurufen suchte. Brest als starke Reaktion seitens der Regierung sei das einzige Mittel gewesen, um dieses Treiben zu ersticken. Slawe! erklärte, daß er die Frage der Einkerkerung der ehemaligen Abgeordneten prüfe, und stellte fest, daß die Disziplin in Brest streng gewesen, die Gefängnisordnung aber in keiner Weise verletzt worden sei. Es sei keine Mißhandlung vorge- kommen. Die Opposition verleumde die Offiziere und sei bestrebt, Brest-Litowsk zu politisch-agitatorischen Zwecken auszunützen. Im Laufe der etwa siebenstündigen und oft sehr stürmischen Aussprache wurden von der Opposition einschließlich der Minderheiten, die grausamen undunmenschlichenMethoden von Brest- Litowsk, wie sie aus den persönlichen Aussätzen der betroffenen Abgeordneten bekanntgeworden sind, sowohl vom Standpunkt des polnischen staatlichen Interesses, als auch mit Rücksicht auf die menschliche christliche Moral mitdenschärfstcnWorten verurteilt. Die Vertreter des Regierungsblocks stellten die Angelegenheit als eine st a a t s p o l i ° tische Notwendigkeit hin und wiesen die Anklagen der Opposition mit auffallender Kaltblütigkeit und Zynismus als Verleumdung zurück. Frankreichs Angst vor der -rutschen Industrie. Falsche Folgerungen aus der Entwicklung des deutschen Außenhandels. Paris, 27. 2cm. (TH.) Einige Pariser Blätter, besonders das „Journal" und das „Oeuvre", zeigen sich über die deutsche Außenhandelsbilanz äufterst beunruhigt. Sie ver- suchen, ihre These zu bestärken, daß weder die - Repcrrationslast noch die Arbeitslosigkeit Deutschland in seiner Entwicklung gehindeü habe. Das „Iournal" schreibt u. a., daS Ergebnis müsse um so mehr unterstrichen werden, weil es in einem Augenblick bekannt wurde, in dem man deutscherseits immer wieder auf die Hnhaltbar- keit des Voungplans aufmerksam mache. Interessant sei die Feststellung, dah der deutsche Außenhandel dank der Sachlieferungen des Voungplanes England überflügelt habe und nunmehr an die erste Stelle nach Amerika gerückt sei. Die Wirtschaftslage in Deutschland sei außerordentlich gesund, obwohl die Industrie nicht vollständig ausge- nuht werde. Das Blatt fragt, welches die Macht Deutschlands wäre, wenn es seine Industrie voll beschäftigen würde. — Die gleiche Frage wirft auch das „Oeuvre" aus. ES verlangt die Einberufung einer internationalen Konferenz für die Einschränkung der Industrieerzeugung. Man dürfe nie vergessen, dah die Friedenserzeugnisse in vieler Hinsicht auch eine Kriegsgefahr in sich schlössen. Wenn Brüning in seiner letzten Rede daraus hingewiesen habe, daß die Ausstellung eines Zehnjahresplanes notwendig erscheine, so könne man hier von einer Industrialisierung mit aller Gewalt sprechen. Diese könne für Deuschland unter Hm» ständen sehr gefährlich werden. Große pwgrammrede Hngenbergs. Oie deutschnaiionalen Parolen für 1931. Berlin, 28.Jan. (111.) Bei der Reichsgrün- dungsfeier, die die Landesverbände von Berlin, Potsdam I und Potsdam II der Deutschnationalen Volkspartei am 27. Januar im Sportpalast zu Berlin veranstalteten, hielt Geheimrat Hugenberg eine Rede, in der er u. a. ausführte: Hinter dem bedeutungsvollen Jahre 1931 leuchtet wie ein klarer Fixstern ein Zielpunkt Spätestens im Frühjahr 1932 ist verfassungsmäßig ein neuer preu- ßischerLandtagzu wählen. Im Frühjahr 1932 ist auch ein neuer Reichspräsident zu wählen. Spätestens in diesen Wahlen muß sich aufs neue das deutsche Schicksal entscheiden. Das ist der Entscheidungskampf. Das ist unsere erste Parole für 1931. Aber ist es nötig, daß wir noch fünf Vierteljahr lang tiefer und tiefer in das Elend hineinmar- chicren? Wir verlangen, daß der veränderten Volkstimmung Rechnung getragen und daß der Preu- jifche Landtag aufgelöst und neu gewählt wird. Das ist unsere zweite Parole für 1931. Soll es wirklich Wahrheit werden, daß man im Interesse des Bundes Schwarzrot auch vor dem Aeußerften nicht zurückschrecken wird? Nämlich davor, spätestens im Frühiahr 1932 — wenn bei der Landtagswahl das Volk zugunsten der Rechten wird gesprochen haben, oder wenn man sich der Erkenntnis nicht mehr verschließen kann, daß es so kommen wird, — unter irgendeinem Vorwandte in Preußen verfassungswidrig am Ruder zu bleiben? Wäre das nicht die logische Fortentwicklung aus der heutigen Praxis der Ausschaltung des Reichstages? Wir rufen schon heute laut und öffentlich den von uns gewählten Reichspräsidenten an, der übers Jahr vor dem Ende seines Amtes steht: möge er auf der H u t sein, nicht in das Gegenteil von dem hineingezogen zu werden, was er will — in die geschichtliche Verantwortung für einen neuen Staatsstreich, für einen Staatsstreich in Preußen, dem die Reichswehr Gewehr bei Fuß gegenüber- steht wie 1918 das alte Heer der roten Matrosenrevolution! Wir sprechen offen aus, daß diese Gefahr über Deutschland liegt, denn oft ist rechtzeitige Wahrheit und Offenheit die einzige Medizin gegen kommendes Hnheil. das ein Volk in Bruderkrieg stürzt. Wir verlangen zum Beweise dessen, daß man so etwas nicht will, die Reuwahl des Preußischen Landtages in diesem Frühjahr! — Aber wir sind gefaßt darauf, dah um diese Forderung gekämpft werden muh. Ie länger man die Landtagswahl verschiebt, um so mehr steigt im Herzen des deutschen Volkes das Barometer auf Sturm. Sehen wir doch täglich, wie die preußische Schupo Reichsbannerleute zum Hilfsdienst rüstet. Die Inflation war das Ergebnis marxistischer Wahnsinnspolitik. Sie wirkte sich in unsinniger Vermehrung des Papiergeldes und in der Vernichtung seiner Kaufkraft aus. Heute kommt das Gespenst von der anderen Seite her. Man nennt es Deflation. Sie ist im Grunde noch schlimmer. Sie ist das Ergebnis des Bundes der Sozialdemokratie mit gewissen westlichen Geldmächten der Feindstaaten. Sie schnürt mit der unsichtbaren goldenen Schnur der Währung und einer internationalen Fesselung der heimischen Wirtschaft den Zahlungsmittelumlauf und den Blutstrom der Kredite ein. Eie vernichtet damit eine wirtschaftliche Existenz nach der anderen. Sie macht Millionen arbeitslos. Schließlich muß der Tod die Sündensaat der Menschen ernten. Deflation und Inflation ist im Endergebnis dasselbe: Cs ist Vernichtung jeder Wirtschaft und jedes Volkstums. Die Aufnahme ausländischer Anleihen — jetzt spricht man sogar von großen Anleihen bei unserem erbittertsten Feinde Frankreich — verschleiert nur diese Entwicklung. Fremde Anlei^n sind dazu bestimmt, jede unabhängige deutsche Außenpolitik unmöglich zu machen und in Deutschland ein System am Ruder zu halten, das uns immer tiefer in Abhängigkeit und Elend verstrickt. Der Sozialdemokratie ist ihr Versuch vom Frühjahr 1930 nicht gelungen, sich mit Hilfe des Zentrums und der Mitte im entscheidenden Augenblicke nach dem Muster von 1923 der Verantwortung zu en'ziehen. Vielmehr hak sie alle die Fronden und Lasten, die ihre Politik dem Volle auferlegt hat, in Form der Genehmigung der Rotverordnungen mitbewilligen müssen. Es gibt einen Weg, der unser Voll aus dem Elend herausführen kann. Zurück zu einem inländischen Umlaufmittel, das unserer Wirtschaft eine unabhängige Grundlage der Entwicklung gibt. Wir werden denen, die guten Willens sind, den gesetz- und vertragsmäßigen Ausweg auch aus solchen felbftgelegfen Schlingen zeigen — mögen die heute Verantwortlichen uns nur erst einmal ihren Platz einräumen! — Die wirtschaftspolitische Rettung unseres Dolles — das ist die dritte Parole für 1931. WHP. Darmstadt, 27. Ian. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtags begann mit der Beratung des Etats für das Iahr 1931, der im Druck noch nicht vorliegt. Auch den Abgeordneten find erst Bürstenabzüge einiger Kapitel vorgelegt. Zinanzmimster KimSerger erklärte: In den Ausgleichsetat 1931 seien alle Ziffern nach sorgfältigster Prüfung und mit größter Gewissenhaftigkeit eingestellt. Für den künftigen Rechnungsabschluß sei damit eine gewisse Sicherheit geboten, Voraussetzung bleibe allerdings, daß der Landtag k e i n e neuen Ausgaben ohne gleichzeitige Deckung bewillige. Die Höhe des Fehlbetrages 1930 lasse sich heute noch nicht übersehen. Aus den monatlichen Kassenausweisen könne auf einen Fehlbetrag nicht geschlossen werden. Die Sparvorschläge desReichskommissars habe die Regierung zum größten Teil d u r ch g e - führt. Die meisten zum Abbau vorgeschlagenen Beamtenstellen wurden auf den Inhaber gesetzt. Daraus ergebe sich, daß die Sparmaßnahmen sich hauptsächlich auf Kosten der Beamtenschaft auswirken. Abg. Widmann (Soz.) verwies auf die Spar- Vorschläge des Reichssparkommissars, denen er zustimme, soweit es sich um die Feststellungen handele, die hessische Regierung habe sich zu viel Aufgaben aufgeladen und der Beamtenapparat sei überseht. Auch der Anregmrg, zur zweijährigen Budgetperiode überzugehen, stehe er sympathisch gegenüber. — Der Finanzminister erklärte sich ebenfalls für die zweijährige Budgetgeltung. Oie Aussprache. Abg. Dr. Leuchtgens (Landbund) billigte der Regierung den guten Glauben zu, dah ihr Etat ausgeglichen sei. Er selbst glaube nicht daran. Insbesondere seien die Einnahmeschätzungen zu hoch. Die Einnahmen aus der Forstverwaltung würden bei den niedrigen Holzpreisen nicht eingehen. Wie schon seit Iahren, werde er mit seinen Prophezeiungen recht behalten. Abg. Dr. Keller (Vpt.) erklärte, seine Partei habe stets klar und unzweideutig gegen einzelne Maßregeln der Regierung Stellung ge° Hofprediger D. Do eh ring stellte die gfragt, ob sich wohl jemals in der Weltgeschichte einen unsterblicher blamiert habe als die Führer der Sozialdemokratie. Sie hetzten den Arbeiter tn den Hmsturz hinein, um ihn heute in Erwerbslosigkeit oder Kurzarbeit verelenden zu lassen. Arm in. Arm mit den Sozialdemokraten gehe das Zentrum. Sollte der flugc Brüning nicht wissen, wessen Schrittmacher er ist? Daß neben ihm sein Koalitionsgenosse Braun marschiert, der seine politischen Tendenzen deutlich genug in seinem bekannten Wort offenbart habe: Merxis nus und Bolschewismus unterscheiden sich nur im Tempo! deutsche Ration lasse das Reich Brünings samt feinen bolschewistischen Folgezuständen hinter sich und sehe dem dritten Reich, dem neuen! deutschen Kaisertum, entgegen. O e Gehaltskürzung -er Staats- angestellten. Berlin, 27. Ian. (ERB.) Wie der gewerkschaftliche Pressedienst mitteilt, ließ das Reichs- arbeitsminifterium erkennen, dah keine Aussicht besteht, daß der Schiedsspruch für die Reichs- und preußischen Staatsangestellten, der eine öprozentige Gehaltskürzung vorsieht, für verbindlich erklärt werden könnte. Die Organisationen stimmten daher trotz schwerer Bedenken einem Vorschlag des Reich^xbeitsmini- steriums zu, wonach laut Schiedsspruch für die Monate Februar und März eine öprozentige und ab 1. AprileineöprvzentigeGehalts- kürzung eintritt. Als Abgeltung für die Pflichtbeiträge zur Angestellten- und Erwecbslo'enver- versicherung erfahren die kürzungspsl.chiigen Bezüge noch eine Verringerung, so daß der Gehaltsabzug ab 1. April rund 5,7 Proz. beträgt. nonxmen, sowohl gegen die neuen Steuern, die im Dezember der Bevölkerung auf erlegt wurden, wie auch gegen bestimmte Einschränkungen. Objektiv aber müsse anerkannt werden, dah die Regierung sich in den beiden letzten Iahren grohe Mühe gegeben habe, wirkliche Einsparungen in der Verwaltung zu erreichen. Dafür sprächen die Deseisigung des Defizits und die Tatsache, dah es gelang, die aus früheren Fehlern sich automatisch ergebende Ausgaben st eigerung zu verhindern, denn sonst müßte jetzt mit einem Fehlbetrag von 18 Millionen gerechnet werden. Wenn er dies zugestehe, müsse er ebenso klar betonen, daß die Volkspartei die Maßnahmen für falsch erachte, mit denen dies Ergebnis erzwungen wurde. 2lbg. He inst ad t (Zentr.) sprach dem Finanzminister Dank für dem ausgeglichenen Etat auS. Diesem Staatsvoranschlag komme besondere Bedeutung zu, da er gemäß Rotverordnung der Reichsregierung als Grundlage für die kommenden Iah re diene. Abg. Dr. Best (Vrp.) kritisierte zahlreiche Einzelkapitel, insbesondere die Einnahmen aus der Justizverwaltung. Abg. Reiber (Dem.) gab der Freude Ausdruck, daß auch die Volkspartei heute der Regierung Anerkennung gezollt habe, nachdem doch gerade Abg. Dr. Keller am vergangenen Sonntag in Bad--Rauheim sehr scharfe Worte gegen die Weimarer Koalition gebraucht habe. Abg.Glaser (Ldbd.) kündigte an, der Landbund werde ein eigenes Sparprogramm vortegen. Lehnten die Regierungsparteien ab, dann müßten sie alle Folgen tragen, denn die Entwickelung drauhen verkünde schweren Sturm. Staatspräsident Or. A-etung: Die Bezüge b er Beamten sind vorn 1. Februar 1931 ab nach der Verordnung des Reichspräsidenten vom 1. Dezember 1930 um 6 Prozent zu kürzen. Auch die Bezüge der Minister sind im gleichen Ausmaß zu ermäßigen. wenn ihre kürzungspflichtigen Bezüge die Bezüge der höchstbezahlten Reichsbeamten, das sind Staatssekretäre usw., nicht übersteigen. Obwohl das Diensteinkommen der hessischen Minister wesentlich hinter den Bezügen der Staatssekretäre im Reich und in Preußen, deren Gehalt Veg im der Gatsderainngen im Finanzausschuß. in spe nicht opfert: da ist der Großiuustrielle l selbst, der wohl wünscht, daß sein Gesuch be- I fürtoortet werde, der aber schließlich doch enttäuscht ist, als es den Anschein hat, Dr. Goll könnte doch nachgegeben haben. Hnd schließlich seine Tochter Lilly — das ist auch ein ganzer Kerl. Der leichte Ton wird aber trotzdem auf der ganzen Linie gewahrt, dafür sorgt schon die Figur des Allerwelts-Geschäftemachers Schlesinger aus ofutari, der echte weanerische Baron Faltz und der tschechische Hosrat Wik, der gerne aus nationalem Eifer dem deutschen Hntemehmer das Geschäft versalzen möchte. Alle bereinigt eine ebenso geschickte wie humorvolle Dialogführung, eine logisch gesteigerte Handlung, die an keiner Stelle krampfhafte Zufälligkeiten walten zu lassen braucht, und schließlich eine gemütliche Grundstimmung. Man kann zu diesem Lustspiel mit gutem Gewissen „3a“ sagen, schon deshalb, weil ihm Spuren von Originalität zu eigen sind und weil der Zuschauer für ein paar Stunden dem Alltag entrückt wird. Was für das Lustspiel an sich gilt, das gilt mit einigen Einschränkungen auch für die Aufführung. Für die Regie zeichnete Dr. Ritter verantwortlich. Er wurde seiner Aufgabe gerecht. Das Stück ging flott über die Bühne. Die Ausführung hätte allerdings gewinnen können, toenn das Mundartliche etwas mehr berücksichtigt worden wäre, das man bei einem Stück aus der Wiener Atmosphäre nun einmal nicht missen möchte. Die Ausstattung (Karl Löffler) war wieder von erlesenem Geschmack. Die Darstellung lieh wenig zu wünschen übrig. Walter Bäuerle gab einen sicheren Kommerzialrat Brennstein von der alten Schule, leicht antiquiert; Lony Leutholf als Lilly stellte ihren ganzen Charrn in den Dienst der Sache und erwies sich ihrer dankbaren Rolle gewachsen, während es Eduard Wesener sichtlich schwer siel, das ernste Gesicht zu machen, das man für die Rolle des pflichttreuen Herrn Hofsekretär Dr. Goll erwartet hätte. Ivchen Hauer traf für den Baron Falk den richtigen Ton und gefiel durch seine unbekümmerte Art. Karl Druck als quecksilbriger Schlesinger tänzelte immer hart an der Grenze des Allzukomischen, errang aber damit einen Heiterkeitserfolg nach dem anderen. Die Rolle schien ihm auf den Leib geschrieben. 1 Ausgezeichnet Hrrnrich Hub als Hofrat Wll, Maria Koch als Frau von Gebhardt ganz Dame und Friedrich Zingel ein origineller Minister. In kleineren Rollen die Herren Fassott, Ritter, Schelcher, Rieren und Volck. Richt zu vergessen Linkmann als Amtsdiener Prihoda, der schon durch sein Erscheinen zum Lachen reizte. Das Publikum dankte bereits nach dem ersten Akt mit herzlichem anhaltendem Beifall, nicht weniger zum Schluß. n. Rekorde des Gammelfpleens. Ein „Steckenpferd“ ist ein ganz gutes Mittel, um sich über die Eintönigkeit des Alltags hinwegzutäuschen, und zu allen Zeiten ist das Sammeln eine beliebte derartige Ablenkung gewesen. Bei keinem Volk aber treibt dieser Sam- melwahn merkwürdigere Blüten als in England dem Lande des Spleens. Hier hat es stets die wunderlichsten Sammler gegeben, und sie sind auch heute noch nicht ausgestvrben. Der britische Romandichter Thomas Burke, der sich besonders gern mit solchen Sonderlingsnaturen beschäftigt und viele derartige Persönlichkeiten in seinem Leben kennengelernt hat, erzählt in einem Aufsatz von den beiden erstaunlichsten Vertretern des Sammelspleens, die ihm begegnet sind. Da lernte er einmal einen Herrn kennen, der ihn zu einem Besuch in seiner Wohnung einlud. „Er führte mich“, fo schreibt Burke „nach dem Hinterzimmer einer Hinterstraße und wies mit Stolz auf eine Riefenmenge von Schachteln und Kisten, die an den Wänden bis zur Decke hochgetürmt waren. Andere solche Kästen standen unter dem Tisch und waren unter dem Bett zu- sammengepreßt.“ „Ietzt werde ich Ihnen etwas zeigen", sagte der Mann triumphierend. Er ergriff eine der Schachteln, öffnete sie mit der Miene eines Zauberkünstlers und sagte: „Bitte, sehen Sie!“ Die Schachtel war bis oben hinauf angefüllt mit Schrauben, kleinen Bo'.zen usw. „Alle die Kisten und Kasten, die Sie hier sehen“, erklärte der Wann, „sind voll, alle gefüllt mit solchen Dingen." Er zog noch einige heraus, öffnete sie, überall Schrauben, Waschinentellchen und wieder Schrauben. „Wissen Sie, wo ich das alles gefunden habe? 3a, da werden Sie staunen, auf der Straße. 3edes dieser Schräubchen ist von mir auf der Straße aufgelesen worden. Seitdem die Kraftwagen aufgekommen sind, gehe ich Rächt für Rächt durch die Straßen, mit einer elektrischen Lampe, die ich auf den Boden richte. Meine Augen sind gut. meine Sinne geschärft, und so finde ich meine Schätze." Der Hnglückliche hatte sogar den 3nhalt seiner Sammlung gezählt und wußte die Menge, die hier zusammengebracht war, anzugeben; es waren 386 257 Stück oder so ähnlich. „Hnd was wollen Sie bloß damit anfangen?“ fragte ich. ..Mit ihnen anfangen?“ erwiderte er verächtlich. „Was hat wohl Morgan mit seinen Schnupftabaksdosen gemacht? Was fängt das Britische Museum mit seinen Marmorwerken an? Ich bin Sammler, mein Herr!" Eine andere Sammlung, die noch seltener war, wurde mir einmal von einem magern, unbedeutenden Herrn in mittleren 3ahren gezeigt, dessen Bekanntschaft ich bei einem Freunde machte. Der hungrige Ausdruck feines Blicks und die gierige Art seiner Bewegungen fiel mir auf. Ich besuchte ihn in einer sehr eleganten Wohnung, die er mit Geschmack ausgestattet und dann durch feinen Sammelwahn verunstaltet hatte. An den Wänden gab es kein Bild, sondern über dem Büfett war ein Holzplakat angebracht: „Verbotener Weg. Hnberechtigtes Betreten wird streng bestraft.' Heber dem Sofa befand sich ein Cmailleschild: „Plätze für 5 Personen"; darüber prangte ein Plakat: „Vor Taschendieben wird gewarnt!" Hnd überall aus den Ecken und von den Wänden grüßten solche Plakate und Anschläge jeder Art und jeden Inhalts. Da las man z. D.: „Richt hinauslehnen.“ „Vorsicht, bissiger Hund." „Aus- spucken verboten." „Das Betreten des Rasens ist untersagt." „Richt den Draht berühren, Todesgefahr!" usw. Alles, was da zu sehen war, hatte der Mann, wie er voller Stolz versicherte, mit eignen Händen — und mit einem Schraubenzieher — von öffentlichen Plätzen, aus Eisenbahnwagen, Omnibussen usw. gesammelt. Besonders stolz war er auf einen Anschlag: „Scheibe einschiagen, Glocke ziehen und auf die Feuerwehr warten." Er hatte nächtelang die' Feuermeldestelle beobachtet, die diese kostbare Inschrift zeigte, und einen sicheren Moment abgewartet, an dem er in den Besitz des seltenen Stücks gelangen konnte. Viele dieser erbeuteten Gegenstände hatten ihm Gefahren, ja sogar Strafen gebracht. Hm fo stolzer ist er auf die Sammlung, die er dem London-Museum hinterlassen wird." --- .eitl unH KÄ d'U Al 2-n ÄmüÄ stellte Ladu> Äntt-ErS ah Tausend b ?olrnw feine t hatte. erklärt W Äw* suche, die er von äa im Höchstmah ei' gebnid gehabt M Aonkurrenzunternch» schäft, die l'ch W von Mitteln jjr « und an der auch 2u sei spater zusommenge bei auch mit Goldcrpcr günstigen Ergebnisse fo sends in der Münze I Einfluß des Mc Frage, ob er noch an glaube, bemerkte ter überzeugt, daß Lausen We es auch für mo sM Gedanken weite' dihi eine Kilogramms) Auge gibt aus eine ar verständigen Prvsessoi er seit 1914 aus Nischen hochschu es ihm kotz, mehrjäh lungen fei, das nc Dorcramen zu fo Kunst uni d.nI)etÄoSJion me. S-M AM Professor D 3m Alter von 55 3a. I ter Anglist Der Berlins ! Mhrlm Sibelius. — 3 liner. Er habilitierte fid wurde 1903 Professor o und kam 1911 als Pi, und Kultur nach ham tauschte er diese Prose Bonn und gehört seit ; dem Lehrkörper der Al sstuf als Gelehrter Der! | seinem 1923 erschienene fonb" zu dem gründ! I 'm Lande selbst die Gr j iV Thealersk: | . 'M Stettiner Stadl der Erstausführung t>o j:®*e Telchichte vom € ' An Thealerstandal. I E der Musik wurd ÄZDllbcfct)ten 4a 1 Stuckes und befon ; 7.?kt zu lautem 1 £„ ,>!. flei9ettc- Trotz durt>e das Stück ,u S der Schlich in ter verloren. 3n* Ä» lMt' Wert Aus ag | gegangen lllnm ,nta l°gh tek di- ?$en- ö ' ^geqen Malis, Mn9 e andere dt'lAt Unfalls von !/toteÄJei un IN Führer-^"agen 1 I bereit- hi le ^nächst naib oeaetti ®*oi*ig. eoeaeat «Regelt * Schnee a Qraupem e «ebei K Cif Witter ©windstille. «Qt seh» leichter Ost y "lässiger Südsüdwest 'S stürmischer «ordwesl die Pfeile fliegen mit dem winde Oie beiden Stationen stenenoen zahlen geben die Temperatur an 07 an d. (Mich. 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MÄenliet lungsielters' Hauptmann ö Keneralstabs tuet Krtegö'^ engtan6«. “y feti von dek gr jlr.»ie deu ten S auhenpol'tO n Ölungen gegenüber AterOn zm rüftunfl falls müsse e)ei An dieser Forderung Franzosen ein kneger die Deutschen immer f Bei der Aprcchung t hob der Redner hervor, die Ereignisse 6er wenit Ausbruch des Weltkrieg die jahrzehntelange Pol Mßlanös, Belgiens Deutschland ins W f Liplmatischen Schriststm bundrnächte führte der 7 zeugend den Nachwei undmilitärischeni lands durch die Enten dem Ziele, zur geeigm Deutschland tzerzusallen habe Deutschland den ! dtrn wirtscha^tiiit land gegen Deuhchlant aus die Machenschaften zösierendcn englischen R und die betrügerische ss Ministers Grey gegc zurückzuführen. Dabei, Regierung das Bestreb deutslben Volke die fang seiner Marine c den. Die franjöfifdje u Dom Sommer 1914 hält Lehauptung, die Reut durch Deutschland verles Meinung in ihren Land' Deutschland ausgehetzt, u des gemeinen Mittels der sei Belgien niemo denn es habe schon lc seine militärischen Abnn England seine Ne gegeben. Wenn D< Belgien gegangen nx Verein ehemal. Kavalleristen Biesen o Bmfieonnfi Wirertüllen hiermit die trauriee Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres treuen Kameraden K. Döring in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Freitag, den 30. Januar, nachmittags 3 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. — Um Bisher lückenlos in führ. Stellung tätiger ronttD. lautem 33 Jahre alt, aus best. einwandfr. Verhältnissen, sucht Position als Geschättslübrer oder tätige Beteiligung mit zunächst RM. 10 000.—bis RM. 15 000.—, die sichergestellt werden müssen. Es besteht nur dann Interesse, wenn auskömmliche Existenz 'keine utop. Ford.) in einwandfreiem Unternehmen geboten werden kann. Scnriftl. 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Weltb.intriiihrgnb 15.3.31a.lWtud)L VfuieABerD-ii onmu llndj! 185 M üaul. Cfl.ioaiDiiaiicinbp anlir.R.BoebJe- Boh, Friedl»., HW; itr.4l,Feitf.4*’_nA bet >.rl 'S ißSS -KZ- rVßieirt \ 300 N, von ücumien»!^; sä^Ss Lastwagen oif-jt gönnen Jiit 14 Tao-tu Iriden ob- mieten neiudji «« w »«ssa** K-ö'-K >Ä $on6w u Nr. 23 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Ein Engländer über die Kriegsschuldlüge. Ein Vortrag in Gießen. Am QHoniagabenb veranstalteten die Ortsgruppen Gießen des Hypothetengläubiger- und Sparer-Schutzverbanbes (Sparerbund) unb der Voltsrechtpartei im Katholischen Dereinshaus eine öffentliche Versammlung, die einen außerordentlich starken Besuch aufzuweisen hatte. Aach kurzen Einführungsworten des Versammlungsleiters. Rentier Reiber befchäf.igie sich der Hauptmann a. O. des englischen Generalstabs Divian Gtranders in gut einstündiger, sehr temperamentvoller Rede mit der Kriegsschuldlüge und dem Versailler Diktat. Der Redner betonte einleitend die Rasseverbundenheit der Deutschen und Engländer, aus der er das Recht zu seinem Propagandafeldzug gegen die Lüge von der deutschen Schuld am Weltkriege hcrleite. Er erklärte, daß die Kriegsschuldlüge eine große Barriere zwischen Deutschland und England sei, an deren Beseitigung mitzuarbeiten ihm nicht etwa als Landesverrat ausgelegt werden könne. Der Redner wandte sich in diesem Zusammenhänge mit großer Schärfe gegen 1>ie deutschen Pazifisten, denen er wegen ihres außenpolitischen Verhaltens schwere Verfehlungen gegenüber den berechtigten deutschen Interessen zum Vorwurf machte. Zur Vermeidung künftiger Kriege forderte er die Abrüstung sämtlicher Mächte, andernfalls müsse Deutschland aufrüsten. An dieser Forderung sei fes.zuhalten, zumal die Franzosen ein kriegerisches Volk seien, während die Deutschen immer friedliebend gewesen wären. Bei der Besprechung der Kriegsschuldfrage hob der Redner hervor, daß man hierbei nicht nur die Ereignisse der wenigen Wochen unmittelbar vor Ausbruch des Weltkrieges betrachten dürfe, sondern die jahrzehntelange Politik Frankreichs, Englands, Rußlands, Belgiens und Serbiens gegenüber Deutschland ins Auae fassen müsse. An Hand von diplomatischen Schriftstücken der ehemaligen Feindbundmächte führte der Redner eingehend und überzeugend den Nachweis der diplomatischen und militärischen Einkreisung Deutsch, l a n d s durch die Entente und ihre Trabanten mit dem Ziele, zur geeigneten Zeit kriegerisch über Deutschland herzufallen. Trotz dieser Uebermacht habe Deutschland den Krieg nicht militärisch, sondern wirtschaftlich verloren. Daß England gegen Deutschland in den Krieg eintrat, sei auf die Machenschaften der „verbrecherischen, französierenden englischen Regierung des Sommers 1914" und die betrügerische Politik des englischen Außenministers Grey gegenüber dem englischen Volke zurückzuführen. Dabei sei für die damalige englische Regierung das Bestreben maßgebend gewesen, dem beutfrfjen Volke bie Kolonien und die Geltung seiner Marine auf den Weltmeeren zu rauben. Die französische und die englische Regierung vom Sommer 1914 hätten unter der scheinheiligen Behauptung, die Neutralität Belgiens sei durch Deutschland verletzt worden, die öffentliche Meinung in ihren Ländern und in der Welt gegen Deutschland aufgehetzt, und sie hätten sich dabei auch des gemeinen Mittels der Lüge bedient. In Wirklichkeit sei Belgien niemals neutral gewesen, denn es habe schon lange vor dem Kriege durch seine militärischen Abmachungen mit Frankreich und England seine Neutralität selbst aufgegeben. Wenn Deutschland 1914 nicht durch Belgien gegangen wäre, hätte Frankreich den Die kleine Mcolette. Vornan von Paul Hain 30 Fortsetzung Nachdruck verboten „Ah — siehst du. daß lch mich wehren kann?" sagte Rorma kalt. „Bedenke es — und füge dich!" 3a — so war es gewesen. Lind seitdem waren die vielen Wochen vergangen. Wördehosf fühlte seine Hände gebunden. Er konnte — er durfte nichts unternehmen. Was hatte es für Zweck. Rorma beobachten zu lassen! 3etzt — nein! Eine dumpfe Wut sammelt« sich in ihm. Lind aus dieser Wut heraus lehnte er jede neue Verhandlung mit Direktor Hollmann über die nunmehrige Aufführung seines Stückes schroff ab. »Mag das Manuskript gelb werden in Ihrem Archiv", hatte et geschrien, „ich gebe es nicht frei! Run nicht mehr!" Draußen fegte der Oktoberwind durch die Straßen und rüttelte an den Bäumen. Ein feiner Regen setzte ein, klirrte gegen die Fenster und trommelte auf das Pflaster. Wördehoff saß in feinem Zimmer. Es war um die Mittagszeit. Rorma war zur Probe. „Ich ertrag’ das hier nicht mehr", murmelte er. „Ich ertrag’ diese Luft in den Räumen nicht, in der immer etwas von Rormas Parfüm weht. Ich muß — ausziehen!" Ja — das war wieder dieser Gedanke: Ausziehen! Diese Räume verlassen! Irgendwo ein möbliertes Zimmer mieten! Sann merkte Rorma, daß er es ernst meinte. Dann m.rrtcn auch andere Leute etwas! Dann — vielleicht — wurde Rorma einmal sehr unvorsichtig! Wer konnte es wissen? Die Lebenslust ihres reifen, sinnlichen Frauentums konnte nicht enthaltsam sein. Aber — Ricvlette! Er vergaß Rormas Drohung nicht. Dennoch — es mußte etwas geschehen! Lind hatte Ricoleite nicht gesagt, daß sie treu zu ihm halten würde, auch in der Rot? Da fuhr unten ein Auto vor. Wördehoff stand am Fenster und — erkannte Direktor Holtmann, der aus dem Wagen stieg. Er lachte kurz auf. Ach ja, die Theatersaison schritt ja bereits rüstig t»or. Lind Holtmann muhte feine Premiere haben. Aber was ging ihn das an? Fünf Minuten später saß ihm Hollmann in seinem Zimmer gegenüber. »Wenn dec Berg nicht zu Mohammed kommt, muh Mohammed zum Berg kommen! Lieber Herr Wördehoff, nun wollen wir einmal in Ruhe über Die Sache sprechen. Schließlich sind wir doch erwachsene Menschen! Sie schreiben Ihre Stücke am Snbe auch nicht nur für den Zweck, bah sie irgendwo im Schreibtisch liegen, nicht wahr?" Marsch durch Belgien gegen Deutschland angetreten. Im Hinblick auf diese wahrheitsgetreue Sachlage for- derte der Redner zu nachdrücklichem Kampfe aller Deutschen gegen die Lüge von der deutschen Schuld am Kriege und g_cgen das Diktat von Versailles auf. Selbst Lloyd George, einer der Urheber des Diktates von Versailles, bekämpfe dieses Friedensdiktat heute entschieden. Für das deutsche Volk sei es in diesem Kampfe unbedingt nötig, daß es in einmütiger Abwehr sich s e l b st helfe, nur dann könne es auf Sympathie und vielleicht auch auf Unterstützung vom Auslande rechnen. Der Redner [teilte sodann den Grundsatz auf, daß Deutschland mit dem gleichen Recht, mit dem England für sich eine starke Flotte in Anspruch nehme, ein genügendes Heer beanspruchen könne, um damit sich schützen un2> seine Neutralität unter allen Umständen aufrechterhalten zu können. Er sprach sich in diesem Zusammenhänge für bie Wiederbewaffnung Deutschlanbs auf ber ®runblage ber allgemeinen Wehrpflicht aus. Sodann erörterte der Redner eingehend die Frage der Tributlasten und stellte dabei die wirtschaftliche Lage Deutschlands und Frankreichs einander gegenüber. Er kam nach eingehender Betrachtung des Problems zu dem Ergebnis, daß Deutschland nach seinen bisherigen Leistungen und nach der Vollendung des Wiederaufbaues der Kriegsgebiete in Frankreich seinen Kriegsgegnern überhaupt nichts mehr schulde, und er forderte seine Zuhörer müt Rachdruck auf, mit dafür zu sorgen, dah bie Tributzahlungen Deutschlanbs eingestellt würden. Er erinnerte dabei an das Vorgehen Ungarns, der Türkei und Oesterreichs, und gab der Meinung Ausdruck, daß die Ententemächte sich mit der Weigerung Deutschlands, weiterhin Tribute zu leisten, abfinden würden, sobald sie von den Deutschen ein entschiedenes und festes Rein zu hören bekämen. Das deutsche Volk müsse sich nur zu entschiedenem Widerstand aufra'fen und auch bereit fein zu entschlossenem politischen Handeln. (Langanhal- tenber, lebhafter Beifall.) Zusiizrat Brink, Berlin sprach als zweiter Redner des Abends über das Thema: Entschuldungslüge, Dawes- Plan, P o u n g d i k t a t". Er polemisierte in außerordentlich scharfer Weise gegen die Aufwer- tungsmaßnahmen und erhob dabei schwere Vorwürfe gegen die damaligen Reichskanzler Cuno und Luther. Bei dieser Kritik, in die er auch die Großindustrie mit einbezog, stellte er den damaligen Reichskanzler und jetzigen Reichsbankpräsidenten Luther besonders in den Mittelpunkt seiner Angriffe. Mit Rücksicht auf gesetzliche Vorschriften sehen wir von der Wiedergabe dieser Teile des Vortrages ab. Er machte allein die deutschen Regierungen für das Ausmaß der Tribute an die ehemaligen Feindbundmächte und für das heutige Elend der Kleinrentner verantwortlich. Scharf kritisierte er weiter die Politik der Sozialdemokratischen Partei, die bewußt auf die Zerstörung des Mittelstandsbesitzes hingearbeitet habe, in der gleichen Richtung bewegte sich auch seine Kritik an der Großindustrie. Zum Scyluß forderte der Redner die Wiederherstellung einer einwandfreien Rechtsordnung, durch die den Kleinrentnern Wiedergutmachung ihrer Schäden und Erfüllung ihrer berechtigten Ansprüche an den Staat Wördehoff sah zum Fenster hinaus, in den Regen. „Daß Sie sich immer wieder herbemühen — es ist rührend, Heer Hollmann." „Bitte — bleiben wir doch sachlich —“ Da fuhr Wördehoff hoch. „Herrgott — sachlich! Bleiben Sie doch sachlich, Wenns um Ihre Person geht, Hollmann! Um Ihr Lebensglück! Was kümmert mich denn das Stück? Richts — gar nichts! Ich fjabe andere Dinge im Kopf!" Hollmann war vollkommen überrascht. „Wie? Das Stück kümmert Sie nicht? Ja — Donnerwetter! — Warum sträuben Sie sich bann gegen einen neuen Vertrag. Eie sind ja köstlich!" „Weil ich — keine Veranlassung habe, Rorma jetzt noch entgegenzukommen!" stteß Wördehoff erregt hervor. „Ich weih — es liegt ihr was an dem Stück, sofern es nach ihrem Gusto um- gemodelt wirb. Und — mein Rame verbürgt ein hübsches Stück Geld an Tantiemen! Aber gerade darum —“ Er brach ab. Hollmann zog die Augenbrauen hoch. Sein rundes Gesicht hatte einen fatalen Ausdruck von Humor und Ironie. „Sagen Sie mal, Wördehoff. ist Ihr Verhältnis zu Ihrer Gattin wirklich immer noch so gespannt? Man hört ja so mancherlei munkeln, na, ich gebe nicht viel darauf. Künstlerehen sind immer anders zu nehmen als die rein bürgerlicher Art. Aber mir scheint, seitdem Sle beide von Ihrem Sommerurlaub zurück sind — ist bie Geschichte noch schlimmer geworben. — Rorma spricht ja nicht barüber. Sie hat — Ihre Beschäftigung. Aber — ich möchte nicht gerade indiskret sein — Ihre Aeußerungen von vorhin —" Wördehoff sagte ärgerlich: „Es stimmt schon! Der Rih ist nun endlich da! Damit Sie’s wissen: Ich will frei fein! Und Rorma aus einer boshaften Laune heraus — gibt mich nicht frei. Details brauchen Sie ja nicht zu wissen —" Hollmann riß Mund und Augen auf. „Wa—a—s? Soweit ist es schon?" „Allerdings! Und da sie mir nicht entgegen* kommt, ich frage Eie — warum soll ich großmütiger sein?" „Hm — hm —" „Das Stück, Hollmann — ist mir gleichgültig geworden! Ich bin darüber hinausgewachsen! Mag daraus werden was will! Ich werde vielleicht — keine Stücke mehr schreiben —" „Wördehoff — sind Sie verrückt?!" „Gott bewahre. Ich bin sozusagen nur in ein verkehrtes Zimmer geraten — durch meine Verblendung, durch meine Verbindung mit Rorma. Ich bin kein Komödienschreiber — ich bin Ro- auf Grund des Rechts und nicht der Wohllätig- teil gewährleistet werde. (Lebhafter Beifall.) Mit einem kurzen Schlußwort des Derfammlungs- leiters Reiber fand der Abend feinen Abschluß. Oderheffen. Gemeinderat in Grünberg. + Grünberg, 27. Ian. Der Gemeinde- r a t beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung u. a. mit der Frage der Durchführung von Rotstanbsarbeiten. Der Bürgermeister berichtete, bah er auf Orunb ber ihm erteilten Ermächtigung bem Unternehmer Kühn bie Herstellung eines Waldweges in einer Länge von 100 Meter zum Preise von 740 Mk. übertragen habe. Weiterhin sei für das vorgesehene Drechen von Steinen nur von bem Unternehmer Rahn ein Angebot eingegangen, für Pflastersteine 21 Mark, für Packsteine 3,50 Mk. unb für Klopfsteine 9,40 Mk. pro Kubikmeter. In einer münb- lichen Verhandlung hat der Unternehmer Bock folgende Preise gefordert: Pflastersteine 25 Mk., Packsteine 3,80 Mk. unb Klopfsteine 10 Mk. Aus verschiebenen Grünben wurde die Arbeit der Firma K. Bock übertragen und daran die Bo- bingungen geknüpft, bah bie babei zu beschästi- genben Arbeiter von der Stadt bestimmt werben unb ber an bie Arbeiter zu zahlende Minbest- lohnsatz nicht unter 5 Mk. für den Kubikmeter Klopfsteine liegen soll. Dem Antrag des Gemeinderats W. Schmidt, der bei der Besetzung der Ko.nmissionen eine bessere Berücksichtigung ber Dollsliste wünschte unb entsprechen!)« Vorschläge machte, wurde zu- geftimmt Sodann beschäftigte man sich mit der Frage der Einführung der Biersteuer. Aus den Ausführungen des Bürgermeisters ging hervor, dah der Gemeinderat sich in der Zwangslage befindet, auf diese Steuer zurückgreifen zu müssen, da andernfalls ab 1. April ihre zwangsweise Einführung durch die Behörde in ziemlich sicherer Aussicht steht, weil bie Realsteuersätze der Gemeinde weit über bem Landesdurchschnitt liegen, ferner ber Steueraussall gröberen Umfang annimmt als sonst, und endlich der Aufnahme von Anleihen von der Behörde nur bann ftattgegeben wird, wenn durch Ausschöpfung aller Steuerquellen die nötige Sicherheit geboten ist. Eine zwangsweise Einführung kann sogar Sätze in doppelter Höhe bringen, die dann eine Belastung von 10 Mk. pro Hektoliter betragen. Die Erhebung der Steuer ist leicht, da sie von bem Ein- bringet des Bieres (Brauerei) zu erfolgen hat. Bei den vorgesehenen Sähen von 3,75 bzw. 5 Mk. pro Hektoliter je nach Qualität des Bieres ist mit einem Aufkommen von etwa 3500 Mk. zu rechnen. Trotz mancherlei Bedenken, die in der Aussprache zum Ausdruck tarnen, wurde die Annahme der Ortssahung über bie Einführung ber Biersteuer beschlossen. Landkreis Gießen. * Hausen, 27. 3an. Unter Leitung des Vorsitzenden Lehrer Zöller fand die Generalversammlung des hiesigen Lesevereins statt. Eingehend wurde über den Ausbau des Lesevereins gesprochen, ber auch in Abhaltung von Vortragsabenden geistige Rahrung vermitteln will. Eine längere Aussprache rief die Frage der Deitragsleistung unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitslosen hervor. Die seitherigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewähtt. Mit besonderem Dank an den Rechner, an den Schriftführer Lehrer Ranft unb an den Dücherwart Karl Buchner schloß der Vorsihenbe bie Versammlung. mander! Der Zufall trieb mich zur Bühne! Dr. Römer hat schon recht: Mein Stück sollte eigentlich ein Roman fein. Es muh für theatralische Zwecke umgeänbert, wirksamer gefta'tet werden. Das würde Romer besser als ich besorgen können. Römer und — Rorma!" „3a — aber bann —“ Hollmann rieb sich im stillen die Hände. „Dann — warum wollen wir denn nun nicht einig werden?" „Herrgott — können Sie's denn nicht begreifen?“ „Hm, na ja, Sie wollen frei fein. Vielleicht wird Rorma gefügiger, wenn Sie ihr erst mal den Gefallen tun, das Stück zur beliebigen Ausführung freizugeben?" „Hat sich was!" rief Wördehosf spöttisch lachend aus. „3ch kenne Rorma besser als Sie! Also ich werde Ihnen etwas verraten, Hollmann —" Der sah ganz eingeduckt im Sessel und glotzte Wördehoff an, der sich aufgeregt vom Stuhl erhoben hatte und nun dicht vor Hollmann stand. »Ra „3ch — schenke Rorma das Stuck! Soll sie damit machen was sie will! Soll sie sich eine Reiherrolle Hineinbichten. 3ch unterschreibe jeden neuen Vertrag, hör n Sie? W:nn —" Hollmann hüpfte förmlich im Sessel auf und ab. Sein Gesicht war puterrot geworden. „Wenn? Wördehoff — wenn?" „Wenn ich mich damit loskausen kann!" brach es aus ihm hervor. „Richt einen Pfennig Tantieme verlange ich. Verstehen Sie? Ich lege sogar noch die Tantiemen aus meinen andern Stücken hinzu. Hören Sie? 3ch pfeife auf meinen Ruhm als Komödienschreiber I 3ch will nicht — teilt nicht mehr! So — da haben Sie meine Bedingungen!" „3a, haben Sie das berat Rorma nicht schon gesagt?" fragte Hollmann verblüfft. „Das sind doch akzeptable Vorschläge!" Wördehoff lachte auf. „Seh' ich Rorma überhaupt noch? Wir leben auf zwei Planeten! Obwohl wir noch in einer Wohnung hausen. Uebrigens — bi.se Vorsch äge sind mir erst in dieser Minute gekommen. Wahrscheinlich hat 3hre werte Anwes nheit bie aufgespeicherten Explosivkräfte in mir zur Entzün- bung gebracht. 3ch banke 3hnen also!" „Gott — sind Sie schneidenb! Wie ein Rasiermesser", lächelte Hollmann. „Also gut — ich werde mit 3hrer Frau sprechen. Wenn die Dinge so liegen —“ Wördehofs begann im Zimmer auf- unb abzuwandern. „Hm — nur nichts übers Knie brechen, Hollmann Vorsicht — Vorsicht!" Der nickte. „Versteh' schon." Mittwoch, 28 3amiar 1951 4 Rödaen, 27. Jan. Der M ä n n e r a e sa n g - verein Harmonie hielt am Samstagabend seine Jahres-Hauptversammlung ab. Rach kurzer Begrüßung gab der 1. Vorsitzende einen! Rückblick über das verflossene 3ahr. das als sehr erfolgreich betrachtet werden kann. Der Chor steht seit einigen 3ähren unter der bewährten Leitung des Dirigenten C h o u r t s von Gießern Der vom Rechner erstattete Kassenbericht zeigte ein günstiges Bild. Die seitherigen Vorstandsmitglieder wurden wiederaewählt, neu hinzugewählt wurde Hermann Diehl. Der Gesang einiger Lieder beschloß den Abend. Ba. G r o ß e n - B u s e ck, 27. Ian. Im Gottes- bienst am vorigen Sonntag nahm Pfarrer K a I b • fjenn von unterer Gemeinde Abschied. Sein vorgeschrittenes Alter hat ibn veranlaßt, sich um die mit einfacheren Verhältnissen verbundene Stelle in K i r d) • ® ö n s zu bewerben. Mit ihm verliert die Gemeinde einen äußerst pflichteifrigen, gewissenhaften Diener der Kird)e. Neben einigen anderen 'Neuerungen wurde während seiner Amtsführung die elektrische Kirchenbeleuchtung geschaffen und der Posaunenchor gegründet. Ein Nachfolger ist noch nicht bestimmt. Bis dahin wird die Stelle von Pfarrer Schmidt in Beuern mitoersehen. — An Stelle des seitherigen, nun in hohem Alter stehenden verdienslvollen Direktors des sog. „Alten Konsumvereins", Heinrich Meier, wurde in der Generalversammlung der frühere Lagerhalter des Vereins, Anton R e u s ch , gewählt. s. U t p h e , 25. 3an. Der Männergcsang- verein „Loreley" hielt in ber Wirtschaft von Wilh. R e u n v b e l seine Iahreshaupt- versammlung ab. Rach ber Begrüßung gab ber erste Vorsitzen!)«. Wilhelm Tag, einen Rückblick über bas abgelausene Dereinsjahr. Sodann erstattete ber Rechner Karl Sack den Kalsen* bericht, worauf ihm Entlastung erteilt wurde. Das Fest in Fauerbach soll besucht Werbern Ferner wurde einheitliche blaue Mütze bei Vereins- Veranstaltungen besch.'ossen. — Auch hier haben sich einige Landwirte der Viehverwertungsgenossenschaft angeschlvssen. Die meisten stehen jedoch dieser Angelegenheit zurückhaltend gegenüber, ba sie befürchten, ein solches System habe zu hohe Unkosten im Gefolge. Kreis Friedberg. x Friedb er g, 27.Ian. Im Hotel Trapp fand eine von Vertretern aus allen Teilen Hessens unb Hessen-Nassaus beschickte Kulturtagung des Iungdeutschen Ordens und der Volks- nationalen Reichs Vereinigung statt. Es wurden als aktuellste Fragen besonders Fragen der Schulreformen behandett und eine Entschließung für grundsätzliche Beibehaltung der bewährten christlichen Gemeinschaftsschule gefaßt. Parallel mit dieser Tagung war eine von Studenten aus Marburg, Gießen, Frankfurt a.M. und Darmstadt beschickte Versammlung jungdeutscher Studentengemeinschaften, die fid) hauptsächlich mit studentischen und mit Fragen der Hochschulreform befaßte. Referendar Becker (Gießen) sprach vor allen Teilnehmern über die notwendige Reichsreform unter besonderer Behandlung unseres rhein-mainischen Stammes- und Wirtschaftsgebietes, Studienrat Hesse (Erfurt) M. d. R. behandelte die Zusammenhänge von Wirtschafts, und Siedlungspolitik. Der Abend sah die Teilnehmer in fröhlicher Gemeinschaft beieinander. Kreis Schotten. )—( Ruppertsburg, 27.Ian. In den hiesigen Gemeindewaldungen fand die erste Holzoersteigerung statt, zu der sich viele Inter- effenten eingefunden hatten. Die Preise waren dementsprechend hoch. Es kosteten pro Raummeter: Buchenscheiter 11 bis 12 Mark, Buchenknüppel 7 bis 8 Mark, Buchenstöcke 5 Mark, Buchenreisig 2 bis 3 Mark. „Also gut — helfen Sie mir, Direktor. 3ch habe 3hnen klaren Wein eingeschenkt. Sie sinb nun im Bilde. Wenn Ihnen an der Aufführung des Stückes etwas liegt — handeln Sie für mich. Aber — nuxx, Sie kennen ja RorrnaS Launen — passen Eie einen günstigen Augenblick ab. Dann — könnte es gelingen. Gelb hat bei Rorma immer noch eine große Rolle gespielt. Lind viel Gelb eine noch größere!" Hollmann lachte diabolisch. „Einen günfügen Augenblick", murmelte er. „©ott gebe, daß ber bald eintritt." Damit reichte er Wördehoff bie Hand hin. „Topp! Ich versuch'-1 ES muh gehen! So vernarrt kann eine Rorma Relson boch nicht fein, daß sie diese Vorschläge nicht akzeptterte!" „Aber bitte, Hollmann — feien Sie keine Litfaßsäule —" „Wo denken Sie hin! 3ch verspreche Ihnen —" „Gut — gut —“ „Unb das andere Überlegen Eie sich hoffentlich noch, Wördehoff." „Welches andere?" „Run, daß Sie keine Stücke mehr schreiben wollen?" „Da ist nichts zu überlegen, Hollmann. Ich tue, was ich tun muß! Uebrigens — ich kann Ihnen auch das verraten. Ich ziehe hier in den nächsten Tagen aus. Meine Adresse werden Sie ja erfahren." Hollmann schüttelte resigniert den Kopf. „Muß das sein?" „Ich denke doch." „Das wird gaxu bestimmt bekannt werden —“ „Run ja — ich kanns nicht ändern. Es wirb ja sowieso schon allerlei gesprochen. Aber das anbre, Hollmann, meine Vorschläge — bie behalten Sie bitte für sich — unb für Rorma!" „Wirb treu befo'gt!“ „Dann hätten wir wohl alles besprochen." „Hm — jedenfalls ist mir persönlich ein bißchen leichter ums Herz, Wördehoff, das kann ich Ihnen ruhig sagen. Heute war doch wenigstens mal mit ihnen zu reden, während Sie sonst gänzlich unzugänglich waren. Jetzt habe ich ja nur mit Rorma zu tun — unb mit Frauen —", er lachte gemütlich auf, „werde ich immer leichter fertig als mit Männern." „Ich wünsche Ihnen unb mir guten Erfolg." Hollmann erhob sich etwas umständlich auS dem Sessel. „Wird schon — wird schon, Wördehoff! Keine Dange! War ganz gut, daß Sie mir Ihr Herz ausgeschüttet haben. Ich glaube, ich bin in solchen Dingen doch ein besserer Diplomat als Sie. Unb — im Vertrauen gesagt: Rormas erste Sche.duag wird das nicht bleiben! Sie ist ein zu selbständiger Charakter unb eine zu starke Künstlerin der Wirklichkeit!" (Fortsetzung folgt) Aus Natur und Technik. Besuch bei den Zunkleuien. - Das neue »Haus des Ruudsunks" in Berlin. $$$$& ■■ X--' W-. Oben: Die Außenfront des neuen Berliner Funkhauses: rechts: Staatssekretär Bredow, Reichsrundfunkkommissar, und Professor S ch u b o tz , der Leiter der Deutschen Welle. Unten: Dr. H a n s F l e s ch, der Intendant der Berliner Funkstunde-, rechts: der große Lichthof des neuen Hauses. Draußen, beinahe vor den Toren Berlins, in Wihleben, hat Professor Hans P o e l z i g einen Riesenbau errichtet. Wfe ein Bureauhaus wirkt die lange, gestreck e Fassade mit ihren blauschwarzen Ei enklinlern, wird nur wenig durch sorgsam abgetönte Fenstere nsafsun- gen lebhaft gemacht und reprä entiert so ganz und gar den Zweck: Ernste Arbeit. ®od) gibts bald eine Enttäuschung, wenn * man sich in diesem neuen Gebäude umsieht. Die Funkleute Haden es erdacht a s ihr Haus des Rundfunks, und. besessen von der Idee, die sie tagtäglich zum Ausdruck bringen müssen, durchglüht v"n ihrer Aufgabe unaushörlich Kunst, Wis° senschaft, Bildung und Unterhaltung in anmutiger Wechselfolge in den Aether zu jagen, ist das neue Haus vom Dach bis zum Fundament ganz auf Zweckmäßigkeit eingestellt Fe erlich und würdig wirkt der riesige Lichthof, der durch alle Stockwerke führt. Buchtern und grau aber sind die zahlreichen Korridore, Treppenaufgänge, Podeste, Arbeitszimmer And — das ist das zunächst Enttäuscl.ende an der Geschichte — nicht alles in diesem als „fertig" übergebenen Häufe ist in Wirklichkeit fertig Die Bauhandmerker, die hier beschäftigt werden, dürfen sich noch auf geraume Zeit als versorgt betrachten. Was interessiert im „Haus des Rundfunks" am meisten? Die zahlreichen Bureauräume und Schreibzimmer, denen muntere Stimmen auf die Gänge klingen, in die man zuweilen sogar durch die Glastüren einen raschen Blick werfen kann, streift der Rundfunkhörer doch nur mit einem verächtlichen Blick. Hier wohnen sicher die Dureaukraten, die uns unsere gezahlten Rundfunkgebühren peinlich nachrechnen. Rundfunkkommissar? Ein schöner Posten, der viel Verantwortung hat, weil er auch die Interessen der Reichspost wahren muß. Intendant? Dazu wollen wir lieber nichts sagen, wann ist schon einmal der Hörer des Berliner Senders mit seinem repräsentativsten Beamten zufrieden gewesen? Aber die Senderäume! Die interessieren den Hörer unbedingt, zumal er seit Jahr und Tag auf alle seine Klagen hin fast immer nur • die eine Antwort bekommen hat, wie unzulänglich die Sendeverhältnisse im alten Berliner Funk- t hause seien. Die neuen Räume werden doch r hoffentlich nicht enttäuschen! Am es vorweg zu nehmen: Der größte Sendesaal, dessen Grundriß eine konische Form aufweist, 40 Meter lang, in der Mitte 21,3 Meter breit und 12 Meter hoch ist, liegt noch im Rohbau da. Die Funkleute haben ihn nicht fertiggebaut. Sie führen dafür recht plausibel das Argument ins Feld, daß sie noch keine Erfahrungen für den Ausbau eines derartigen, unerhört großen Raumes hätten. An den anderen Sendesälen soll erprobt werden, wie der große Raum auszugestalten ist. Dennoch kann er schon — allerdings in ganz geringem Umfange — benutzt werden, dieser Raum gewährt einen gan^ eigenartig- feierlich klingenden Rachhall, der für die Sendung von Wichtigkeit sein kann, wenn einmal eine besondere Atmosphäre, vielleicht die einer Kirche, dem Hörer nahegebracht werden soll. Aber vorher begnügt man sich mit zwei kleineren Sälen. Sie sizrd fertig ausgestattet. Durch Betätigung einer verstellbaren Wandbekleidung in Holz und Celotex kann die je nach Art der Darbietung und nach Größe der Besetzung erforderliche Dämpfung erreicht werden. Die Funkleute haben sich bei der Ausgestaltung dieser Räume Absorptionswände und Reflexwände eingebaut. Hinter den Absorptionswänden liegen die Regiezimmer, in denen die Wiedergabe der Sendung nur durch Lautsprecher erfolgt und mittels zahlreicher Schallapparate noch reguliert, werden kann. So soll dem Hörer eine völlig einwandsreie Sendung gewährleistet werden. Von den Regiezimmern aus überblicken öje Spielleiter oder die Tonmeister die Vorgänge in den Sälen durch ein schallundurchlässiges Fenster, dessen Konstruktion nach eingehenden Prüfungen im Heinrich-Hertz-Institut festgelegt worden ist. Es darf den Funkleuten nachgesagt werden, daß sie nicht allzu üppig mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Gelds der Rundfunkhörer gewirtschaftet haben. Alle Räume sind einfach ausgestattet, jeder Luxus ist vermieden. Zwei Geschosse wird die Berliner Funkstunde für sich allein beanspruchen, ein Geschoß nimmt die Deutsche Welle ein, ein anderes benutzt die Reichsrundfunkgesellschaft für ihre zahlreichen Meß- und Versuchsräume. Interessant ist die Ausgestaltung des vierten Obergeschosses. Zwar — beim ersten Besuch bei den Funkleuten wird man nur auf die ersten noch groben Absteckungen aufmerksam. Hier soll ein Rundfunkmuseum entstehen, zu dem bereits jetzt, nach knapp acht Iabren Funkdienstes für die Oeffentlichkeit sehr reichhaltiges Material vorliegt. Die Entwicklung ist ja da so schnell galoppiert, daß das erste Mikrophon, der erste Sender, das erste Funkgrammophon, schon wieder Museumsreife haben. Auch der Detektor, einstmals beliebtes Anfangsgerät, wird hier, mit einer Katalognummer versehen, aufzufinden fein. And auch das Ausland hat bereits angekündigt, daß es interessante Stücke zu stiften bereit ist: Es wird eine Freude sein, dieses Museum bei seiner Fertigstellung zu besichtigen. Denn dieses Stück Entwicklung in unserer Epoche haben wir alle miterlebt, wir alle sind Sachkenner auf diesem Gebiete. Mancherlei nützliche Räume werden im Obergeschoß noch ausgebaut: Ein Restaurant, eine Kantine, die dazugehörigen Wirtschaftsräume. Interessant ist, daß hier oberk auch Hotelzimmer eingerichtet werden sollen, damit Gäste der Funkleute nicht erst in die Stadt zu fahren brauchen. Schließlich ist noch an einen Dachgarten gedacht. Aber der wird erst ausgebaut werden, wenn die Funkgesellschaften einmal gehörig Luft holen konnten. Cs sind immerhin fünf Millionen Mark in dieses schmucke und dabei doch so außerordentlich sachliche Haus des Rundfunks hineingebaut worden, die erst einmal wieder verschmerzt sein müssen. And das kann in diesen Zeiten schon etwas dauern... Wenn das Gold ausstirbt. Don Dr. Enul Carthaus. Schon vor mehr als fünfzig Jahren hat der Wiener Geologe Eduard Süß in feinem Buch „Die Zukunft des Goldes" unter Zugrundelegung von geologischen und bergmännischen Ergebnissen darauf hingewiesen, daß sie noch in der Erde ruhenden gewinnbaren Borräte von Edelmetall einer für die Weltwirtschaft verhängnisvollen, schnellen Erschöpfung entaegem gingen. Die Entdeckung der scheinbar unerschöpflichen Goldlager st ätten am Witwaters- rand in Transvaal, die durch den Goldbergbau von Südafrika, Amerika und Australien herbeigeführte ungeheuere Steigerung der jährlichen Weltproduktion von Gold, deren Wert von 97 500 000 Dollar im Jahre 1875 bis auf 470 026 000 Dollar im Jahre 1915 emporschnellte, schienen dem Verfasser des Buches unrecht zu geben. Auch wurden die warnenden Stimmen von Geologen und anderen Fachleuten, welche, wie der Schreiber dieser Zeilen, trotz der großartigen, zeitweiligen Erfolge des Goldbergbaues sich in gleichem Sinne äußerten, kaum beachtet Man suchte über die sichtliche Verarmung der Hauptgoldlagerstätten der Erde mit dem Hinweis hinwegzugehen, daß noch sehr viele und weite Gebiete der Erde nicht erforscht seien und diese womöglich so reiche Lagerstätten in sich schlößen, daß so leicht keine Goldnot in der Weltwirtschaft eintreten werde. Wie sehr der Erdboden überall, wo Menschen einige Zeit gewohnt haben, nach Gold abgesucht ist, zeigen schon die Worte, die der spanische Juwelier Ferrer 1495 an Kolumbus schrieb „Solange Eure Herrlichkeit nicht schwarze Menschen finden werden, können hoch- dieselbe keine Schätze an Gold erwarten." Endlich scheint dann auch die Illusion geschwunden zu sein, daß in Erdreaionen, in denen raum noch Menschen wohnen und faaffen können, noch ausschlaggebende Goldlagerstätten zu erwarten seien. Nachdrücklich wies deshalb der vom Wirtschaftskomitee des Völkerbundes eingesetzte Ausschuß zur Prüfung der mit der Verteilung des Goldes zusammenhängenden Fragen darauf hin, daß schon in den nächsten zehn Jahren und mehr noch in der ihnen folgenden Zeit mit einem beträchtlichen Sinken der Goldproduktion der Welt zu rechnen sei. Nach den auf statistische Angaben und bergmännische Feststellungen des Ausschusses gegründeten Schätzungen wird die jährliche Goldproduktion auf der Erde, welche im letzten Jahre einen Wert von 405 Millionen Dollar darstellte, aller Voraussicht nach 1935 auf 381 und 1940 schon auf 314 Millionen Dollar herabgesunken sein. Gold wäre mit modernen Hilfsmitteln aus dem Gebirge der Erde und aus dem Wasser des Meeres in weit größerer Menge zu gewinnen, doch kommt für die Geldwirtschaft der Welt nur das Gold in Betracht, das der Bergbau zum Preise von 2790 Mark für das Kilo, dem sogenannten Standardpreis, an den Weltmarkt abgeben kann. Gerade dadurch, daß sich Angebot und Nachfrage so sehr das Gleichgewicht halten, daß fein Preis im Handelsverkehr der Welt nahezu gleichbleibt, hat das Gold als Wertmesser für Arbeitsleistungen jeder Art und für jeglichen Besitz, der überhaupt käuflich ist, eine außerordentliche Bedeutung erlangt. Gold in gemünzter Form ist Geld im wahrsten Sinne des Wortes, daß überall als vollwertig angenommene Entgelt für Güter und Arbeit. Diese Rolle spielt es im großen auch in Barrenform mit garantiertem Gewicht, als Deckung für das von den Staaten in Umlauf gebrachte Papiergeld. Als Geld, als allgemein angenommener Wertmesser, kann das Edelmetall in der ganzen Welt aber nur dann dienen, wenn sein Preis in der internationalen Geldwirtschaft f e ft und unverrückbar ist. Um den Goldpreis als Standardpreis möglichst genau zu bestimmen, find alle Kulturstaaten, welche die Goldwährung eingeführt haben, und heute den Geldmarkt der Welt beherrschen, übereingekommen, für ihre Münzprägung, sowie ihre Banken den Preis für das Kilo Gold auf 2790 Mark festzufegen. Dis in das letzte Viertel des vorigen Jahrhunderts diente vornehmlich d a s S i l o e r in gemünzter Form als Wertmesser für Besitz und Arbeit in der Weltwirtschaft. Das ging aber nicht länger, als durch die Erfiirdung billiger Metalllegierungen, die fast alle die hervorragenden Eigenschaften des Silbers in sich vereinigten, und durch eine Aeberproduktion von ihm — sein Preis auf dem Weltmarkt derartig zurückging, daß, während 1870 noch 180 Mark für das Kilogramm gezahlt wurden, jetzt mehr als drei Kilogramm für dieselbe Summe käuflich sind. Die Aeber- produktion an Silber ist bei einer zwischen sechs und acht Millionen Kilogramm schwankenden Jahresproduktion dadurch entstanden, daß Silber bei der Verhütung von Blei. Kupfer- und anderen Erzen in immer größeren Mengen als Rebenprodukt gewonnen wird. Dabei ist das Verhältnis des Silbers zum Gold von 1:15,5, wie es die zur Stützung der alten Silberwährung in den romanischen Ländern 1865 ins Leben gerufene „Lateinische Münz.o vention" jahrelang sestzuhal- ten suchte, auf 1:36,6 herabgesunken. Im Anfang dieses Jahres aber stellte es sich wie 1:55,2. Die Weltwirtschaft muh, um nicht alle Sach- und Arbeitswerte heillos ins Schwanken geraten zu lassen, wie es in Deutschland während der Inflationszeit der Fall war, unbedingt an dem Standardpreis des Goldes f e st h a l t e n. Das wird ihr schon dadurch sehr erschwert, daß in der Rächtr.^gszeit d.e mit der Gewinnung des Goldes verbundenen A n k o st e n (Aibeitsl. hne, Maschinerien) um mehr als die H il.te gestiegen sind. Anderseits muß der Geldwirpchaft der Welt auch eine hinreichende Menge Gold zur Verfügung gestellt werden, um den vom interna.ionalen Handel und Verkehr gestellten Qlnfor erun en genügen zu können. Macht sich bereits jetzt, wo doch der Bergbau noch jährlich über eine halbe Million Kilogramm Gold an die Weltwirtschaft abgibt, ein gewisser Mangel fühlbar, wie sol es werden, wenn die jährliche Goldproduktion in den nächsten zehn Jahren nach den Feststellungen des Wirt- schastskomitees um 22,5 Prozent, also um mehr als ein Fünftel abnimmt ? Diese der Weltwirtschaft drohende Gefahr wird keinesfalls durch die Maßnahme behoben, daß von allem zur Verfügung stehenden Golde nur noch etwa ein Zehntel als Goldgeld in Am lauf ist. neun Zehntel aber als Grundlage der sogenannten Goldkemwährung in den Tresors der Staatsbanken liegen bleiben. In erster Linie ist die Abnahme der Goldproduktion der Welt auf den nachlassenden Goldbergbau am Witwatersrand in Die Erdnähe des Eros. Don Professor Dr. Küstermann. (Rachdruck verboten!) Cs gibt immer noch Leute — wie mir Zuschriften und Anfragen in der letzten Zeit zeigten, gar nicht einmal so wenige —, die sich vor einem Weltuntergang fürchten. Sie fragen, ob nicht doch einmal ein fremder Weltkörper mit der Erde, oder gar ein Fixstern mit der ganzen Sonnenwelt zusarnrnenstoßen könne, womit dann alles, Leid und Freud, auf der Erde ein Eni,2 hätte. Diese Leute unterschätzen ganz offenbar die ungeheure Gröhe des leeren Raumes, in dem sich die Weltkörper etwa wie ganz wenige, Stäubchen in einem ungeheuren Saal bewegen. Die Astronomen sind denn auch keineswegs ängstlich, sondern im Gegenteil hoch erfreut, wenn ein fremder Himmelskörper der Erde recht nahe kommt. Diese Freude ist auch voll berechtigt, wenn es auch freilich heutzutage nicht allzu oft Vorkommen mag, daß sich Menschen freuen, wenn sie recht viel Arbeit bekommene, diese wird für die Astronomen diesmal ganz bestitfttstt nicht aus- bleiben. Kurz gesagt: Roch niemals, seitdem überhaupt astronomische Beobachtungen auf der Erde gemacht werden, ist — abgesehen von dem hier ganz außer Betracht bleibenden Mond — ein anderer Himmelskörper in so großer Rähe beobachtet worden, wie dies Ende Januar mit dem kleinen Planeten Eros der Fall sein wird. Er kommt am Monatsletzten der Erde bis auf etwa 26 Millionen Kilometer nahe, sehr viel näher, als uns unsere großen Rachbarplaneten, die Venus und der Mars, kommen können» Das geschieht nur ausnahmsweise, weil die Dahn des Eros ganz ungewöhnlich stark von der eines- Kreises abweicht. Die Erde überholt ihn zwar bei ihrem Umlauf um die Sonne etwa alle zwei Jahre, aber wenn dies an Stellen geschieht, wo, die Erosbahn weit nach außen biegt, und also weit von der weiter innen liegenden, fast kreisförmigen Erdbahn entfernt ist, so bleibt der Abstand doch noch recht groß, und die Annäherung hat keine besondere Bedeutung. Auch diesmal kommt uns der Eros noch nicht so nahe, wie eS an sich möglich ist; denn seine größte Annäherung an die Erdbahn erfolgte Mitte des Monats, aber da war die Erde noch zu weit weg. so daß erst Ende Januar die geringste Enb-- fernung der beiden Himmelskörper erreicht wird. Die Bedeutung des Ereignisses liegt darin^ daß es eine besonders günstige Gelegenheit biete£ Entfernungen im Weltraum zu messen. Die Entfernungen in unserer Planetenwelt können alle verhältnismäßig leicht und genau angegeben werden, wenn man nur eine einzige von ihnen kennt; diese aber muh so bestimmt werden, dah man die Verschiebung miht, die der Stem auf dem Hintergrund des weit entfernten Fixstemhimmels erfährt, je nachdem, von welchem Punkt der Erde aus man ihn betrachtet. Am einen Vergleich zu gebrauchen: Im gewöhnlichen Leben können wir Entfernungen dadurch ab- schätzen, dah wir mit zwei Augen sehen. Die beiden Augen, mit denen wir nun den Eros betrachten, sind zwei weit von einander entfernte Sternwarten. Allerdings werden nicht nur zwei, sondern viel mehr Sternwarten an den Beobachtungen beteiligt sein, und das wird die Arbc.'t ganz gewaltig vermehren, aber auch die Genauigkeit des Ergebnisses steigern. Bisher waren die Entfernungen innerhalb unserer Planetenwelt bis auf etwa ein halbes Tausendstel ihrer Größte genau bekannt. Man kann wohl hoffen, dah diese Genauigkeit durch die diesjährigen Messungen überboten wird. Der Schätzung nach ist der Eros ein ganz kleines Weltkörperchen, dessen Durchmesser 20 bis 30 Kilometer betragen mag. Von ihm aus betrachtet erscheint die Erde ganz ähnlich, wie von uns aus die Venus, freilich zur Zeit der größten Erdnähe bedeutend größer, aber nicht viel Heller. In dem Zeitpunkte allerdings, wo sich alle irdischen Fernrohre auf den Eros richten, ist die Erde dort unsichtbar, weil sie gerade vor der Sonne steht, und als Abendstern verschwunden, als Morgenstern aber noch nicht sichtbar ist. Transvaal zurückzuführen. Sehr überrascht war man, als vor etwa zwanzig Jahren ein hervorragender Fachmann. Lionel Philipps, feststellte, daß die dortigen, für unerschöpflich gehaltenen Lagerstätten damals noch höchstens für 75 Milliarden. Bei sichtlichem Aermerwerden der Erze in> weniger als fünfzig Jahren erschöpft sein würden. Be isichtlichem Aermerwerden der Erde in der Tiefe ist der Bergbau jetzt schon zu einer Tiefe von 2500 Meter (!) vorgedrungen. Die Der einigten Staaten von Rordamerika treten zwar immer noch an zweiter Stelle als Goldlieferant für den Weltmarkt auf, doch ist ihre Produktion von 113 000 Kilogramm im Jahre 1913 auf 68 000 im letzten Jahre herabgesunken. Dagegen wurden in Kanada 1928 bei steigender Produktion 57 200 Kilo Gold gewonnen. A u st r a - licn, früher ein Goldland ersten Ranges, ist an der Weltproduktion jetzt nur noch mit etwa drei Prozent beteiligt. — Was M' Goldwäschen oder Ansammlungen von Gold im Shwemmlande (Alluvium) von Sibirien beuifft, worauf man große Hoffnungen setzt, |o erhalten diese nach dem Arteil amerikanischer Fachleute hochgeschätzt noch für fünfundzwanzig Milliarden Gold, die vielleicht hinreichen würden, den Goldbedarf der Welt fünfzehn Jahre lang zu decken. Bewähren wird sich nur zu bald, was Alexander von Humboldt vor hundert Jahren schrieb: „Menschen kommen und gehen, eine Generation: folgt der andern und die Zahl der Individuen vermehrt sich. 5torn und Reis und jede Art lebender Wesen, welche dem Menschen zur Rah- rung dienen, lassen sich ebenso in aufeinanderfolgenden Generationen nachzüchten und ihre Menge mehrt sich mit der Zunahme der Bedürfnisse des Menschen. Anders ist es. sobald wir die Grenze des Lebens überschreiten. Auf den: Goldfeldern ist es eine Ernt e ohne Rach- wuchs, die wtr einheimsen, und ihr Erde wirb kommen. Dann wird das Gold Wohl mach lange fortfahren, die Zierc' der Wohlhabenden zu sein, aber es wird aushören, das allgemeine Zahlungsmittel der Welt zu fein.“ NeijSort: Versteh kaute. Hr, 'Ä-SZ »Wcr„,t 2 < ®rfteig=««: k fieigenlngsort. 9 Iil!leigSr$C run«8”*: »Ä- S&S --£ AsMlußl für Sie ihr Seschaslsiahr Überschuh von 31m Mark 21 Ü-im , verschiedene Emna! gen, Zinsen usw.) 6 941094,59) ®t- einMehllch An (15619763,67) Wk stellten- und Arb (12016645,49).% ausgaben o 693510 Bergschäden, W Abschreibungen auf 6657 999,06 (5246 8: chen die Ausgaben Mark. Es ergibt s 4 450 656,12 Mk. g von 6905 228,14 M Verlust wird der E fahre mit 1919111, Verlust von 2 5315 neue Rechnung vor. Die Fried. Kru! Magdeburg erziel! einen Gewinn vo Mark. Die Fried. Srul in Kiel weist einen gegen 561 148,82 2 Die Mtiengesells Eisen- und Etahlin im abgelausenen E hing ihrer Mrtpa schränkt. Die Gesell jahr mit einem ®( » 127 «0,67 W Zu der beab Glektrizitäts! Mainz und M kannt, daß die ® jW unter bei Mainz.Wiesb Grundkapital von hgt ist. Durch hie man einstweilen jä. waren und diesen M bes Kraftwer Mhengesellschast w Unternehmen bleiben gleichmäßig mit 50 s»* Der Aktienii 797 I? fU-r?,e ®od) ff Wnuter 80,9 i Ofi' ®J*kppe verai - (1052)U 0nippe H M * "Ml r.h„ 1934 s^S*1****1 sZi)M. m ihm aus betrach.et M wie von uns aus Zeit der grohten Sr> aber nicht vwl Heller« ings, wo A alle irw Eros richten, ist mc nl ic gerade vor der ic”*InJr£ni» noch nicht luhtbar ist. , .^ß^überrascht 5^2$ öchstens tur « ■" ilt ^crUXÄfMein tDÜr* mctW MAnn au einer au ieht schon DOtÄnctiffl t^ea LL? S.Ä» M hievte f>°U die viel' I undert 3°h Oratio» icben. c. , Individuen ‘SS«-;** LS?; na*au?U,iKr •» ät&s? *r aw^ ;n, u ,11t«1 Wirtschaft. Holzversteigerungs - Termine. Donnerstag, 29. Januar. Versteigerer: Bürgermeisterei Großen-Linden. Dersteigerungsort: Zusammenkunft Distrikt Dand- kaute, am Krcuzungspunkt Jäger- und Hang- schneise. 10 LIHr. Versteigerer: Bürgermeisterei Annerod. Ver- steigerungsort: Zusammenkui^st Grünberger Straße bei Abteilung 16. Abx. 200. 9.30 LIHr. Versteigerer: Gemeinde Allendvrf a. d. Lda. Versteigerungsort: Forstort Steinwald,, Zusam- menlunst Heerstraße Allendvrf—Climbach, am Allertshäuser Weg. 10.30 Uhr. Versteigerer: Forstamt Eichelsdorf. Dersteige- rungsort: Mösersche Gastwirtschaft zu Eichels- dvrf. 10 Uhr Dersteigerer: Forstamt Rieber-Ohmen. Der- steigerungsort: Hörlesche Wirtschaft zu Merlau. 9.45 Llhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Beuern. Der- steigerungeort: Zusammenkunft Kreisstraße Beuern—Allertshausen, am Waldeingang. 10 Uhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Lich. Dersteige- rungsort: Licher Stadtwald, Zusammenkunft am Ausgang des Kleinheuserbergs, an der Provinzialstraße nach Aieder-Bessingen. 10 Uhr. Versteigerer. Forstamt Rabenau. Versteigerungsort: Zusammenkunft in der Rabenauschen Ob^-Seilbach. 10 Ähr. Oer Abschluß ber Zried. Krupp A.-G. für 1929/30. Die Fried. Krupp AG. in Essen schließt ihr Geschäftsjahr 1929 30 mit einem Betriebs- Überschuh von 31 843 787,85 Mk., gegen 38 160 399 Mark 21 Pf. im Vorjahr. Hinzu kommen noch verschiedene Einnahmen (Ertrag aus Beteiligungen, Zinsen usw.) in Höhe von 5 138 465,10 (i. CB. 6 941 094,59) Mk. Dagegen betragen die Steuern einschließlich Jndustriebclastung 16 466 438,71 (15 619 765,67) Mk.. die Ausgaben für Angestellten- und Arbciterversicherung 12 612 960,50 (12 016 645,49) Mk., die freiwilligen Wohlfahrts- ausgaben 5 695 510,80 (5 313 026,29) Mk., Zinsen, Bergschäden. Patentabgaben, Lizenzgühren, Abschreibungen auf Wertpaviere und dergleichen 6 657 999,06 (5 246 828,21) Mk. Insgesamt erreichen die Ausgaben 41 432 909,07 (38 196 265,66) Mark. Es ergibt sich also ein Verlust von 4 450 656,12 Mk. gegenüber einem Reingewinn von 6 905 228,14 Mk. im Vorjahr. Don diesem Verlust wird der Gewinnvortrag aus dem Vorjahre mit 1 919 111,87 Mk. abgefeljt, so daß ein Verlust von 2 531 544,25 Mk. verbleibt, der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Die Fried. Krupp Grüsonwerk AG. in Magdeburg erzielte im Geschäftsjahr 1929 30 einen Gewinn von 507 310,62 (i. V. 690 108,06) Mark. Die Fried. Krupp Germaniawerft AG. in Kiel weist einen Verlust aus von 43 145,16 Mk. gegen 561 148,82 Mk. im Vorjahr. Die Aktiengesellschaft für Unternehmungen der Eisen- und Stahlindustrie in Berlin hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Verwaltung ihrer Wertpapiere und Beteiligungen beschränkt. Die Gesellschaft schließt ihr Geschästs- jahr mit einem Gewinn von 1 015 574,22 Mk. gegen 127 470,67 Mk. im Vorjahr. Kraftwerk - Mainz - Wiesbaden. Zu der beabsichtigten gemeinsamen Elektrizitätsversorgung der Städte Mainz und Wiesbaden wird noch bekannt, daß die Gründung einer neuen Gesellschaft unter dem Ramen ^Kraf twerke Mainz-Wiesbaden A. - G." mit einem Grundkapital von etwa 3,5 Mill. Mk. beabsichtigt ist. Durch die gemeinsame Versorgung will man einstweilen jährlich etwa 400 000 Mk. ersparen und diesen Betrag bei steigender Leistung des Kraftwerkes noch erhöhen. Die neue Aktiengesellschaft wird ein rein kommunales Unternehmen bleiben, an dem die beiden Städte gleichmäßig mit 50 Prozent beteiligt sind. * * Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924'26 = 100) stellt sich für die Woche vom 19. bis 24. Januar auf 79,7 gegenüber 80,9 in der Vorwoche, und zwar in Der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 72,4 (73,5), Gruppe verarbeitende Industrie auf 69,1 (70.6) und Gruppe Handel und Verkehr auf 104,6 • 20-Millionen-Kredit der Preag an die Stadt Berlin. Wie WTB.-Han- delsdienst erfährt, hat die Preußische Elektrizi- täts-AG., Berlin (Preag) der Stadt Berlin einen Kredit von rund 20 Millionen Mark eingeräumt. Diese Kreditgewährung steht mit den Verhandlungen über die Beteiligung der Preag an den städtischen Gaswerken im Zusammenhang. * Die Tonindustrie des Dillkreises fast gänzlich stillgelegt. Unter den Einwirkungen der Wirtschaftskrise sind in der Ton- Industrie des Dillkreises von 60 Betrieben fast alle stillgelegt worden. Bei einigen noch im Betrieb befindlichen Werken hat man neuerdings anstelle der Duchenholzheizung die Gasheizung eingeführt. • Gute Verkaufserfolge der Adam- Opel - A. - G. Der Verkauf auf den Ausstellungsständen der Adam.Opel-A.-G. in Amsterdam läßt sich über Erwarten gut an. Allein am gestrigen Tage wurden 107 der neuen 1,8-ßitcr- Opel-Sechszylinderwagen und 12 Blitz-Lastwagen verkauft. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M, 28. Jan. Tendenz: schwächer. Die heutige Börse stand im Zeichen allgemeiner Zurückhaltung. Es fehlte .an Aufträgen von außenstehender Seite, und die Spekulation schritt trotz des glatt überstandenen Ultimos zu Realisationen. Auch kamen einige Verkaufsaufträge an den Markt. Es war eine schwache Tendenz zu bemerken. Auch der bevorstehende Reichstagsbeginn drückte auf die Stimmung. Ebenso machte der Abschluß bei Krupp einen ungünstigen Eindruck. Das Geschäft bewegte sich in engen Grenzen. Teilweise ergaben sich starke Kursrückgänge, so bei Westeregeln, die 1,5 Prozent verloren. J.-G.- Farben lagen 1,60 Prozent schwächer. Von Elektrowerten gaben AEG. und Siemens 1,5 Pro- xent nach. Sehr schwach eröffneten wiederum Ilse Betgbau, die 5 Prozent verloren. Auch die übrigen Märkte batten Kursverluste b i s 2 Prozent. Stark gedrückt lagen ferner Aku mit minus 3 Prozent und Conti Gummi mit minus 4,5 Prozent. Von Schiffahrtswerten lagen Hapag im Angebot 2 Prozent niedriger. Am Bankenmarkt fielen Danatbank mit einem Verlust von 2 Prozent auf. Im übrigen blieben diese Cßkrte kaum behauptet. Von variablen Werten setzten Verein für Chemische Industrie 1,5 Prozent schwächer ein. Die übrigen Märkte lagen völlig geschäftslos. Deutsche Anleihen uneinheitlich. Während Altbrsiy um 0,30 Prozent höher lagen, eröffneten Reubesih 0,25 Prozent niedriger. Auslandwerte geschäftslos. Im Verlaufe konnten sich die Kurse aus Intervention leicht erholen. Mehr gefragt war am Elektromarkt AEG. und Siemens in Erwartung der Dividen- denfestsehung. Die Besserung ging bis zu 1,25 Prozent. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 Prozent sehr leicht. Am Devisenmarkt lagen die Mark, Schweiz und Holland sehr schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2087, gegen Pfunde 20,4380, London gegen Kabel 4,8563, gegen Paris 123,89, gegen Mailand 92,75, gegen Spanien 47,12, gegen Schweiz 25,10, gegen Holland 12,0790. Berliner Börse. Berlin, 28. Jan. Rachdem es vorbörslich auf die Meldung eines Montagblattes, daß man in der heutigen AEG.-Bilanz wahrscheinlich doch mit einem 7prozentigen Dividendenvorfchlag werde rechnen können, relativ widerstandsfähig aussah, wurde die Tendenz des offiziellen Verkehrs allgemein schwächer. Hierfür waren verschiedene Gründe maßgebend. So gebot der bevorstehende Zahltag Zurückhaltung, da men noch nicht voll übersehen kann, ob teilweise erhebliche Differenzen entstehen werden, ferner verstimmte der Kruppabschluß, bei dessen Aufstellung politische Lieberlegungen mitgespielt haben sollen. Richts Rechtes anzufangen wußte man mit einer Rede Dr. Hugenbergs, der sich gestern im Rahmen seines Parteiprogramms für eine neue innerdeutsche Währung ausgesprochen hat, ohne allerdings zu erklären, wie diese einen erhofften Umschwung der schlechten Wirtschaftslage bringen konnte. Der auf den Kursen liegende Report des Ultimo Februar war verloren, und noch darüber hinaus gingen die Kurse teilweise bis 2 Prozent zurück. Besonders schwach lagen Aku und Hamburg Süd, während Allgemeine Lokalbahnen auf günstige Abschlußerwar- tungen, sowie Schlesisches Zink fester anziehen konnten. Das herauskommende Material, sowohl vom In-, als auch vom Auslände, zeigte beträchtlich großen Umfang und fand nur zögernd Aufnahme. Anleihen uneinheitlich. Don Ausländern konnten sich Oesterreichische Gilbertente, auf die günstige Entscheidung deS Obersten Gerichtshofes, befestigen. Pfandbriefe unverändert. ReichSschuld- buchforderungen gehalten. Der Geldsatz erfuhr keine Veränderung. Man nannte Blankogeld mit 5,75 bis 6,75 Prozent. Auch im Verlaufe gaben die Kurse weiter nach. Hamburg Süd kamen mit 4,75 Prozent niedriger zur Roliz. Eine auffallende Schwäche der Danatbank-Aktien versuchte man mit einer Rotiz in der „Frankfurter Zeitung" zu erklären, nach der dieses Institut bei Krediten, die der Stadt Berlin bewilligt Worden sind, stark beteiligt ist, deren Prolongation) im Lause der nächsten Monate aber auf Schwierigkeiten stoßen könnte. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M, 28. Jan. ES wurden notiert: Weizen 282,50 bis 282; Roggen 182,50 bis 185; Sommergerste für Brauzwecke 210 bi- 215; Hofer, inländischer, 160 biS 165; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 42 bis 43; Roggenmehl 26,50 bis 27,50; Weizenkleie 9.75; Roggenlleie 9,25. Tendenz: Brotgetreide fester, sonst stetig. SJt.-tfpont IechienimTurngauHessen(D.T.) Gauscchlcrtag. 3n Gießen fand cm Sonntag unter Leitung von Gausechtwart Kühn (Friedberg) und in Anwesenheit von Gauoberturnwart W. Will (Dießen) ein Gausechtertag der Fechter des Turngaues Hessen statt. Eingehend wurden die Termine der diesjährigen sechterischen Ausbildungs- und Wcti- kampfveranstaltungen beraten. An der Aussprache nahm sehr rege auch der Gauobertumwart teil. Der Tagung war vormittags in der Turnhalle des Tv. 1846 Gießen eine Anfängerprü- f u n g vorausgegangen. Die Beteiligung war etwas geringer als bei der gleichen Veranstaltung im vergangenen Herbst. Es war aber ein im Durchschnitt recht gut vorgebildeter Fechternachwuchs, der sich dem Kampfgericht stellte. Folgende Teilnehmer bestanden die Prüfung: Turner: C. Plaack, T. u. Spv. Marburg; Gg. Mait, Tv. Wetzlar; Karl Marth, Mtv. Gießen; Georg Haas. Tv. 1846 Gießen. Turnerinnen: Henni Ruth, Frau Türk, Frau Mulch vo:n Tv. Wetzlar; Else Briel und Telgine Panzer vom T. u. Spv. Marburg; Paula B ü r ck, Tv. Gießen. Tumeriagung im 2. Bezirk Gau Hessen (OT.) Am Sonntag hielten die Vorsitzenden der Turnvereine des 2. Bezirks im Gau Hessen (Gießen— Wetzlar-Grünberg) zu Gießen ihre Jahresversammlung. Der Bezirksvertreter, Uni- verlitäts-Dureaudirektor Wilh. Erle, gab einen kritischen ileberblid über die Verwaltungsausgaben der angeschlossenen Vereine, insbesondere ihre wirtschaftliche Lage, ihre geistig-sittliche Er- zichungsaufgobe und dos Verhältnis der Fachgruppen untereinander sowie zum Ganzen ihre» Vereins. Bezirksturnwart Paul Schüler (Wetzlar) berichtete über die turnerische Entwicklung der ihm anvertrauten 27 Vereine, die einen Bestand von 3898 Mitglieder aufweisen. Die Wettkämpfe an den Geräten und im DolkSturnen innerhalb des Bezirks erfreuen sich einer stetig wachsenden Teilnehmerzahl, und die Leistungen stehen, auch in den übergeordneten Verbänden, an beachtlichen Stellen; unter den größeren Landvereinen haben die Turnvereine Großen-Linden. Heuchelheim und Krofdorf hochwertige und gleichmäßig ausgebildete Mannschaften in einem öffentlichen Vereinswettkampf auf die Bühne gestellt und bei der Wilhelm- Will-Chrenstas- f e l stellte der Bezirk zugleich durch älebernahme der Schlußläufe aus den angrenzenden Gaubezirken rund 600 Läufer. Die Verhandlungen ergaben, daß als Abschluß der Ausbildungsarbeit in den Wintermonaten das Dezirks-Gerätewetturnen für den 15. März wieder nach Heuchelheim kommt, und das volkstümliche Dezirlsfest für den 14. Juni dem Tv. Aauborn zugesprochen wird. Ferner legt der 5. Bezirk (Friedberg-Butzbach) zwei Entschließungen vor, die nach eingehender Aussprache unterstützt werden, und zwar unter Anerkennung des sparsamen Haushaltes des Gaues Hessen ein Antrag auf Senkung der Verbands- Beiträge an den Mittelrheinkreis und die Deutsche Turnerschast, und ein Antrag auf Beibehaltung ber sahungsgemäßen konfessionellen und parteipolitischen Reutralität. Unter lebhafter Anerkennung seiner sachkundigen und gautreuen Amtsführung wird Wilhelm Erle durchZuruf toiebenim auf drei Jahre zum Bezirksvertreter gewählt. Rachmittags fanden sich zahlreiche Alters- turner, bereu Riegenältester bie Siebzig schon hinter sich halte, unter Leitung deS Bezirks- turnwartcs zu einer abwechs ungSreichen Uebungs- ftunbe in der Turnhalle an der Steinst raße zusammen. Hochschul-Skiwettkämpfe auf dem HoherodSkopf. Am Sonntag, 1. Februar, werden von der Universität Dießen bie trabttionellen Skiwettkämpfe zwischen den Hochschulen Darmstadt, Frankfurt, Gießen und Marburg auf dem Hohe- rodskopf veranstaltet. Folgende Konkurrenzen sind ausgeschrieben: L a n g 1 a u f für Studenten. Mannschaft-- und Einzellauf. 12 bis 15 Kilometer, jede Mannschaft besteht aus vier Läufern. Abfahrtsgeländelauf mit Hindernissen: Einzelkämpfe für Studenten, Studentinnen und Dozenten. Der Sprunglauf wird wegen der geringen Schneelage ausfallen müssen. Der Langlauf und der Damenabfahrtslauf wird für das Turn- und Sportabzeichen gewertet und ist außer .Konkurrenz für jedermann offen. Im Mannschoftslanglauf erhält die siegreiche Hochschulmannschaft den Wanderpreis der Gießener Medizinischen Fakultät. Handball im Lah n Oünsbera - Gau. To. Dorlar I — 1. kramp. 3nf.-Rg(. 15 Gießen I 2:10 (1:10). Bereits nach 15 Minuten lagen die Soldaten, die die Dorlarer Hintermannschaft völlig überrumpelten, mit 6 Toren in Führung. Mit weiteren vier Erfolgen der Gäste unb einem Erfolg des Platzvereins wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause änderte sich die Lage, Dorlar lag ständig im Angriff und erzielte ein zweites Tor. Bei diesem Stande mußte das Spiel des Regens wegen abgebrochen werden. Rodheim — Ahbach 2:9 (1:3). In Rodheim a. d. B. trafen fich diese beiden Mannschaften zum Verbandsrückspiel. Nodheim trat mit 10 Leuten an. In der ersten Halbzeit zeigte fich schon eine leichte Ueberlegenheit der Atzback)er und bald führten die Gäste mit 2:0. Rodheim ließ sich aber nicht entmutigen und erzielte bald darauf seinen ersten Treffer. Atzbach konnte noch einen Erfolg für sich buchen. 'Nach dem Wechsel wurde die Ueberlegenheit ber Gäste offensichtlicher, unb sie konnten noch sechsmal erfolgreich fein, während die Gastgeber ihre Durchbrüche nur noch einmal mit Erfolg krönen konnten. Tv. Londorf II — To. Lollar I 0:2 (0:1). Gleich zu Beginn entwickel sich ein flotter Kampf, der aber bald durch Lollars körperliches Spiel an Härte zunahm. Bis zur Pause konnte Lollar ein Tor vorlegen. Nach Seitenwechsel mußte der Schiedsrichter je einen Mann von beiden Parteien vom Platze verweisen. Kurz vor Schluß konnten die Gaste auf 2:0 erhöhen, während den Londorfern das verdiente Ehrentor versagt blieb. To. Garbenheim I — To. Waldgirmes I 1:0 (0:0). Während in der ersten Hälfte der Kampf von den Gästen leicht überlegen durchgeführt wurde, sah man bie zweite Hälfte bei ständiger Ueberlegenheit der Garbenheirner, die auch durch ein Tor den Sieg sicherstellen konnten. Weitere Ergebnisse: Io. Wieseck I — Id. Garbenteich I 0:1; Iv. Ruttershausen I — Iv. Londorf I 1:4; Iv. Garbenteich Jugend — Iv. Dorlar Jugend 2:0; Iv. Mendorf Jugend — Iv. Staufern berg Jugend 0:0. Kurze Gpoi-inoiizen. Fürbie FIS-Rennen vorn 13. bis 16. Februar in Oberhof hat in letzter Stunde noch Schweben nachgemelbet unb wirb mit insgesamt neun Läufern in die Ereignisse eingreifen. Auf der Bolgenschanze in Davos betätigte sich die Schweizer Extraklasse. Fritz Kaufmann. Grindelwald. zeigte drei gute Sprünge von 61, 64 und 62 Meter unb siegte mit ber 2kote 339 3 über Chiogna, Kielland, A. Badrutt und David Zogg. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Reichsbankdiskont 5 0.5)., Lombardzinsfuß 6 v.H. tframiun a. jji. Vanknoten. Datum 27.1. 28.1. 58 56 Hama TampHdnfr 10 108,25 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 88,25 ’ 86,75 10 2,55 I 2,85 6 1,5 8 17,4 149 1,5 8,6 57 I Sic hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. 96 93,5 1,55 21.8 17,25 13.4 6,85 30 10 18 io 12 11 58.4 97.5 100.5 115 108 138 50 । 142 I 2d)leil|d;e Clettrliitdi. ediudcrt & (So. . . , 3lernen« & HcüLke . . Iramraolo..... vahraeger & Co.. . . 108 108.25 229,5 107,75 136 1,5 3,2 3,2 3,2 151 ; 50 < 97 , — 145,5 144,25 70,5 , 69 ' 25,9 : 2,5 Larmcr Bankverein .... Berliner HanveleyelclllchaU . Commerz" und Brivar-Bank. Tarmslädl-er und Olationalbanf Deuriche Bank und Ttocvnw SelcUjchasi, . . . Dresdner Bant...... NeichSbaul........ vnmvurg.Ämerila Bakci ... 7 Hamburg-Lüdam. Damrslchijs. 8 C3a?iuy«. i-uvr- M'S I K rS 56 26; • . 6 . . 7 . 6H . 10 . . 6 • u 6¥> 10 13,25 6,8 13,2 6,8 Nvrdvcuticher Lloyd.....8 eillflcmeme $ciitfd>e6rcbltanft. 10 1,55 21,9 17 4 18,5 1,5 . 9 V- 11 16 4% Ceflerretdjtldie ®ol6rente . . 4,20% Lcsierreichtiche Etlberrenic 4% Oeslcrreichllche Einheiütche Rente.......... <% Ungarische Soldrenle .... 4% Ungarische EtaatSrente v. 1910 4H% besftt. von 1913 . . 4% Unoariiche Ätoncnrente . . . ■1% Türllsche Zollanleche von 1911 4% Dürtische Bagdadbahn-Anl Serie I........ . 4% dergl. Gerte U....... 5% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ......... Rumänische vereinh. Rente von 1913 .......... 4% Rumänisch« vereinh. Rente . 101 I 42,5 | 54 | Luserui...... Deutsche Erdöl . , . Eifertet Steinkohle . . Eclsenlirchencr . , . Oou'tncr . . . • • Hoesch Eisen. ...» 3-fc Versbau .... filötfiicrwcile .... Iköln-Ncuessci:.... Wann Ci m an n-81 öliten Man-selder Bergbau . CbcridtlcL GiicnbcMrf Lberschles. flofsmetfe. Phönix Bergbau. . . Rheinische Braunkohlen Rhein stahl • . . . Ate beit Montan . „ . ( -I 96 2-E.D............8 Bergmann.........& «tletir. Lieferung-Gesellschaft. 10 Licht unb fltaft......10 Sellen & ©uüleaume . . . 7". ckeseilschait für Belutsche Unternehmungen .... 10 Hamburger ©eftrijkfltMBerfe 10 »ibcinljche Giefin>ltäi .rrannun a. . . I Berlin Echluß- rurd i-Uhc. «Tur# Schluß- furrf Anfang» fiurd Datum 27.1. 28.1. 27.1. 28.1. 6% Deutsche Reichianieihe von 1927 ......... 7% Deutsche Reichsanleihe 85 84,9 — von 1929 .......... Leuische Akil.-Slblös.-Lchuld mii 98,4 - 99 — öluiloi.-Rechten....... 51,3 51.4 ).,1 51 3 Sejfil. ohne shuelos.-Nechle . . 6% pell, yolf’ilaal von 192« 4,85 4,6 4,9 4,6 V ..... 87,25 — — — 100 _ 100 8% $r Landesp MirbriesanstaU. Momm.-iZbl. 01. 20...... 7% Pr. Landeeo'andbrtesanstall, 97 — 97 — Psandbnese 01. 81 ..... 97 97 0.U.Q». abg. Lor,riegS»Obligatio. nen, nultablbar 1932 . . . . . 93,9 — - — Berlin Ifranirun a. M. Vertin Schluß» Iur4 An|ang» Kurs Schluß» lurd l'ichr» AuM Schluß» hir^ Ansa. g» Kur« 27-1. 28.1. Datum 27.1. 28.1. 27.I. 28.1. 57,65 56 iBerctntflte Stahlwerke .... 53,25 — 53 52 25 118.75 — Otavi Minen......16'/, 29.25 30 96,5 95 Kaliwerke Aschersleben ... 10 118 __ 116.5 58,13 — Laliwerke Westeregeln ... 10 125,5 124 125,25 125,25 97,25 100 — flaliroetle Salzdeisurth ... 15 182 - 182 176,5 115,25 107.5 114,5 107.75 n. G. Harben Jndustrte ... 12 Tynamit Nobel..... » 6 116,75 115,13 116,4 115 138,25 136 — 56,4 125 _ — 107,5 107,5 Goldschmidt ........ 5 32 — 32 32,25 107.75 108.25 RlikgerSwerke...... . « 40,5 — 40 39,25 230,5 230,5 Metallgelellichaft. ...... 8 65 65 67,5 88,25 87 Phllichp Hctzmann ...... 7 67,5 _ 67,5 90,25 87,5 Zementwerk Heidelberg . . 10 65 _ 97 95,5 Zementwerk fiailiiabt. ... 10 _ - 93,25 68,75 92.25 67 Oaytz L Freytag......8 37,5 - 36 91 89 Schultheis Jatzenhosrr ... 15 _ — 141 139 101,75 cstwerke.........12 —- — 122 96 _ «tu.......... 18 48 45 47,75 44,75 95.5 95 Lemberg.........11 44 45 43,25 98 97 65 ZeUstoss Saidhoj .... 13'. 85,5 — 84 82 145 114 5 Ze.lstosk Aschassenburg . . . 12 60 — 61 60 119,75 120 Lharlotienburger Wasser ... 8 — — 77 76,25 101,25 Teljauer Mai........y - — 97.5 97 Taimler Mowren ...... 0 18,5 — 19 18,25 42 40.75 Teursche Linoleum ...... 89,25 — 90,5 87,5 54,5 52,5 Maschinenbau 2L-0. ..... 0 — 27,25 Nat. Auwmobst ....... 0 — ___ _ 70,5 70 Lrenstetn L Koppel ..... e — — 39,29 —- 68 66,5 Leonhard Tietz ...... 10 96 — 95 — 56 54,75 Svens ka........... 250 — 249 248,25 154 150,25 50 50 srranksurter Maschineo . . . . 4 13 ■ 13 _ 60 59 Gritzner..........e Heostaeostaedt ....... 0 31,5 _ 31 56,25 55 — — — 26.25 26,5 flungtiaM..........6 29 — 28,75 29,25 34.5 — Lechwerke........... Oldnbaftwede Höchst a.M.. .8 72 _ 60,75 61 68 _ — _ 50 49 Mag...........10 ____ 59 143 141 ttebr. Moeder ....... 10 73 — 58,25 68,25 56,25 68,25 Kolat & Haeftner ...... 0 tziUckeutsche ßnda • ... 40 146 118 112,25 23e-1in, 27. Januar Geld änt? Amertkantiche Noten ...... Belgische Noten ....... Dänische Noten ..... . Englische Roten ........ Fre.n;i-,ilche Noten....... Hcllunüische Roten ....... ntallemlche Noten........ Norwegische Solen....... Deutsch-Lesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten....... Schwedische Noten....... Echweiier Noten........ Spanische Noten........ T'ärmhoslowakisckie Noten..... Ungarische Noten ..... 4,1975 58,41 112,05 20,383 16,44 168.91 22,01 112,05 59,02 2,475 112.20 81,29 42,96 12,41 73,25 4,2175 58,65 112,49 20,463 16,50 169,59 22,09 112,49 59,26 2,495 112,64 81,61 43,14 12,47 73,55 27-3anoar 28. Zmmar tklmtliche Notierung Amiliche Noilerunq »eio »ries Seid Sriri Amft.» Rott. 169,08 169,42 169,03 169.37 Äueii.,AireS 1,277 1.281 1,279 1,283 Bris-Antw. 58.57 58,69 58,60 58,72 Cbristianta. 112.33 112,55 112,37 112,59 .nopenhagen Stockholm . HelstnglorS. 112.36 112,58 112,40 112,62 112.47 112.69 112,50 112,72 10,577 10,597 10,578 10,598 Italien. . . 22,005 22,045 22,015 22,055 London. . . 20.407 20,447 20,416 20,456 Wcnnort .. 4.2035 4,2115 4,2045 4.2125 Paris . . . 16,468 16,508 16,475 16,515 Sckivei; .. 81,32 81,48 81,345 81,505 Spa i:n . . 43,21 43,29 43,33 43,41 Napan . . . Rio de Jan- 2,079 2,083 2,079 2", 083 0,355 0,357 0,355 0,357 26ien in D.- Ceft. abfleft 59,08 59,20 59,095 39,215 Prag . . . . Belrrad . . 12.44 12,46 12,444 12,464 7,421 7,435 7,422 7 436 Luoaprst. . 73,37 73,51 73,375 73,515 Bol arten 3,048 3,054 3,048 3,054 Lissabon . 18.82 18,86 18,82 18,86 Tavztg. . . 81,32 81.48 81.63 81,79 Konstantin. 1,784 1,789 1.734 1,789 Athen. . . 5.447 5,457 5,445 5,455 Canaoa . . 4,196 4,204 4,138 4,206 Uru uaQ. . 2,727 2,733 2,712 2,711 fcafro • e 20,92 20,86 20,93 80,17 Preußen. Kreis Wetzlar. Wißmar, 27. Ian. Der neugegrimbcte hiesige Kurzschriftverein konnte bereits unter Leitung des staatlich geprüften Lehrers K. Moosdorf, Gießen, mit einer Teilnehmerzahl von 20 Personen einen Anfängerlehrkur- sus beginnen. Am Samstag fand eine Generalversammlung statt, in Ider u. a. die Vorstandswahl vorgenommen wurde. Gewählt wurden: Herrn. D e ch t h o l d als I. Vorsitzender, Wllh. B e ck e r als 2. Vorsitzender, Albert Best als Schriftführer, Hch- Vittendors als 1. Kassierer, Albert Speier als 2. Kassierer, Emmy Schwalb als Beisitzerin und Otto Bittendorf als Vereins- Wart. Zugleich wurde der Anschluß des Vereins an den hiesigen Dolksbildungsverein beschlossen. Kreitz Biedenkopf. T Waldgirmes, 27. Jan. Hier trug sich der seltene Fall zu, daß die Hebamme Luise Schmidt Wwe. bei der Geburt ihres Urenkels noch rüstig m i t w i r k t e. Kirche und Schule. 6 Stumpertenrod, 24. 3otl Das Jahr 1930 war für die Orte unseres Kirchspiels, Stumpertenrod und Köddingen, ein Jahr des Aufstiegs in religiöser Beziehung. In beiden Dörfern mit zusammen 1009 Seelen wurden getauft 17 Kinder, beerdigt 11 fast durchweg hochbetagte Mitbürger, konfirmiert 6 Kinder, Trauungen fanden 9 statt. Die 63 Hauptgottesdienste des Jahres waren besucht von 9724 Männern, 10 712 Frauen und 2704 Kindern. An Gaben für christliche Liebestätigkeit wurde die sehr beachtliche Summe von 1855 Mark gespendet, die gegenüber dem Vorjahre um etwa 500 Mark gestiegen ist. Rechnet man dazu den Wert der 350 Zentner Lebensmittel, die im Herbst an das Diakonissenhaus Darmstadt und die soziale Fürsorge der Stadt Offenbach gespendet wurden, so ergibt das ein Kirchenopfer von rund 14 Mark pro Familie oder 2,75 Mark auf den Kopf unserer Einwohner. Bücheriisch. — Der nach neuesten Angaben zusammengestellte Zeitungskatalog 19 31 der Inva- lidendank-Annoncen-Expedition, Hauptgeschäftsstelle Berlin W 9, ist erschienen. In übersichtlicher Anordnung enthält der Katalog wieder sämtliche Tageszeitungen und Fachzeitschriften Deutschlands, sowie die wichtigsten TagesblätteS des europäischen Auslands. Auch dieser Zei- tungskatalog des Jnvalidendank bietet wieder dis neuartige, zweckmäßige Einrichtung, daß der m Katalogen bisher übliche Anzeigenanhang fortgelassen ist. Ein vom Verlag für sein Zeitungsorgan gewünschter erläuternder Zusahtext ist direkt unter dem Zeitungstitel angebracht. Aach Aussage von Fachleuten dürfte dieser neue Katalog» wieder ungeteilte Zustimmung finden und wird der Jnvalidendank-Annoncen-Expedition, welch» bereits auf eine 58jährige Geschäftstätigkeit zurückblickt. weiterhin neue Freunde zuführen. (20) Sprechstunden der Redaktion. 1130 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen Im r16 A fr Bettwäsche, Leibwäsche Gardinen, Steppdecken Bettücher Bettgarnituren Kopf- und Paradekissen Tischtücher und Servietten Gedecke Kaffeedecken Wäschestoffe aller Art, wie Leinen, Halbleinen, Damast, Haustuch, Linon usw. Weiße Leibwäsche Farbige kunstseidene Wäsche Gardinen, Steppdecken Handarbeiten aller Art Es ist hier besondere Gelegenheit geboten, den Bedarf an äußerst günstigzu decken I Weit unter Preis kommen zum Verkauf: Haus der andarbeitSeltersweg 73 -Inventur-Ausverkauf l F Oie glückliche Geburt unseres zweiten Töchterchens zeigen in großer Freude an Hauptmann Gebb und Frau Paula, geb. Pfeiffer Kassel, den 27. Januar 1931 Wilhelmshöher Allee 59^ - - - - 77 -717,1., Deutscher Rentnerbund Ortsgruppe Gießen Freitag, 30. Jan. 1931, nachm. 4 Uhr, im Kath. Vereinshaus (kleiner Saal): Mitgliederversammlung Vortrag des Herrn Dr. Kramer-Kassel: Wie kann heute ein Rentnergesetz gestaltet werden? 0510 Allseitiges Erscheinen erwünscht Der Vorstand. Gesangsschule Frau Dr. Meyer Wohltätigkeitskonzert zu Gunsten Gießener Sch westernst ationen unter gütiger Mitwirkung von Frau Franke-Zondervan, ehemalige Altistin der Nürnberger Oper. Donnerstag, den 29. Januar 1931 im großen Hörsaal der Universität. Abends 8 Uhr Arien, Lieder und Duette Eintrittskarten ä 1.— UM. bei Ernst Challier (Fernruf Nr. 2671) und abends an der Kasse. Studentenkarten bei Herrn Ritter. 231 E> llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Webunterricht am 2., 3., 5., und 6. Februar vormittags 9-12, oder nachmittags 3-6, oder abends 8-10 Uhr, Anmeldung sofort erbeten. Webwolle erheblich billiger Lot 12 - 16 - 18 Pf. C. Röhr & Co. Grobe Teppich-Schau! gebäude, Zimmer 8. 671D Am Saa’elnflaan? Bnehverkaat signierter Warte dea Dichter«. 2.50-3.50 m Mk. 95.00 Fernsprecher 4264 735 D Felle VeffMWWeSmWWogle 6. Vortrag 716 D Zur Uefeti 1490V 125 00 140.00 148.00 Noch nie so 1.70-2.40 m Mk. 51.00 Mk. 59.50 Mk. 65.00 jetzt von Mk. 48.00 an Läufer-Stoffe 2.00 — 3.00 m Mk. 74.10 Mk. 84.50 Mk. 89.00 Bucle-Teppiche: Mk. 66.50 Großer Posten Mk. 40.70 Oie Funktionen des Nervensystems am Sonntag, dem 1. §ebr. 1931, um lll/2 Uhr pünffl. im physiologischen Institut, Friedrichstraße 24 Professor Dr. Bürker. Dampisägewerk Lollar B. ’Jhibn. A.-(tt. 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Dichterabend Ernst Penzoldt liest aus eigenen Werken Eintrittskarten: Bundesmitglieder haben bis zu zwei Plätzen freien Eintritt auf Einlösung des Gutscheines Nr. 2 aus dem grauen Gutscheinheft eeue । numerierte Platzkarten in der HIaslkalienhandlung Challier. Nichtmitglieder Karten zu 15 Mk. Stndemenkarten zu 1 Mk. gegen Ausweis im Universitä s- AkW« groß. o.K.,Pfd.3S Pf. SkMs Sflülloo o. SL Ptd. 30 Pfg. F iel i Pfund 48 Pf. Slü.8nlvsleW Telephon 3685. iürdienfflusMisthe Feier am Freitag, dem 30. Januar, abends 8'/3 Uhr ptinktL, in der Kapelle an! d. Allen Friedhof Aasführende: Privatdozent Lic. J. F. Laun (Tenor) Johannes N e o e 1 i n g (Orgel) Das Musikwissenschaftliche Seminar der Universität (Leitung: Privatdozent Dr. Gerber). 7toD Eintritt frei. Masken- Kostüme In einfacher und eie» ganter Ausführung verleiht 0512 F. Gerstenhauer Wilbelmstraste 8 Masken- Kostüme Billige Preise 0503 Srednerstr. 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