rt 4,tf9en 92 9r - 8f‘ ,V3' a^en SHtn 6t, !"°Mrkehrz >>, Praxi! efi*nunler' eJ'ö) als fle, S°nze tzjj . der neue ?0>) Der. r;179em56 rt d°h in! ■ Kursab- '/dene Wette ,Unb zunächst tonnten. unb Qf, 7"' von denen jMacher |Qq. ? ’ei25 ° len Momenten ü“ Vorgänge 'ken mit ihrem ?’»ungeklärte einen wenig rouskommende mer Rechnung en. die an den eben, ebenfalls ' Angebot nur i Reuyork ist, flUs blieb die *). und bei den ntivnsneigung. Gebots relativ t 3'v. jh.-Mexi, anbbrie|e ange< «. Geld in sich n 4 bis 6 n.j). ß- unverändert. Werhin hielt lumal auch dos i Kurse meldete. ehmarkt. Auftrieb: len, 318 Kühe, 3895 Schweine. : vollfleischige, s (jüngere) 45 sonstige voll» allen: junge«, H 40 bis 43. stete 35 bis 39; 1 chsten Schlacht« chige ober aus- bis 28; Färsen elschlge, ausgc- 5 bis 48, voll'. 36 bis 39. - flffier 58 bis 63, 52 big 57. flt- weine: voll- bis 300 Mnd etwa 200 bis 0 bis 200 >n etwa 120 bis arktverlaus: mb Schafe ruhig, nahezu ausver« iflich. fer Theaicr. 7. Mai, 19 bis - Donnerstag, e ■Jutterjlb“. - •uetF.-W D“ - Sonntag, äuser«. . od>, 22. M. J mb das 3yfr mnerstag, 28, 20 &■*“! 20 bis nach *>• 26> ,21 .18 384 ,383 8,38 2,02 2,03 >8.93 2,475 12,18 80, 41.37 12.41 73,02 ranlfu^. 1,28 58,46 112. 112.33 112-64. 10-53. 21-98 20-44 4,202 16,4 81. 40,24 2,076 0,281 59-069 Ä Ä 8,90 !!iil & 2,448 20,96 1,284 58.585 112-71 11 - 112-86 10.5« 22,02 20,48 4,21? 1k,4l 81.4» 40,32 2,0« 0483 59,185 11,471 7,427 73, 3,052 18.« 81-86 1.7» ,7L 4,207 2.»Z 21,00 58,45 112,62 20,464 16.443 18 1» 2,495 112,62 81,06 41,53 12,47 73,32 gI. em«1*1 ?! Ur. 121 Gutes Blatt 181. Jahrgang Mittwoch, 27. Mai 1951 Erschein! täghd), außer Sonntags and Feiertag» Beilagen Die Illustriert« ©teßener FamMenblLttei Heimat tm Bild Die Scholle Monats-Bezugrvreir: 2.20 Reichsmark und 30 */ieid)spfenntg für Träger« lohn, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Zerofprechanschlüfse enterSammelnummer2251 Anschrift für Drahtnachrichten : 3n$etger Gießet poWfd)e des Finanz- gebahrens in Deutschland kommen nach Ansicht von Finanzkreisen nicht in Frage. Bon wichtigem Einfluß sind ferner diePläne Montagne Normans, der eine Wiederbelebung der gesamten Kreditwirtschaft auf dem Wege über die BIZ. bzw. eines neuen Finanz- instituts betreiben will. Eine Kreditaktion für Deutschland würde stets eine internationale Angelegenheit unter Beteiligung Amerikas und Frankreichs fein müssen. Man glaubt in England, daß ein Reparationsmoratorium gemäß den Bestimmungen des Poungplanes den deutschen Finanzen tatsächlich keine Erleichterung bringen und den deutschen Kredit ungünstig beeinflussen müsse. Man hält vielmehr einen Ausweg über d i e internationalen F i - n a n z i n st i t u t e für den gangbareren und geschickteren, ohne jedoch irgendwelche Hoffnung erwecken zu wollen. Es besteht mit anderen Worten die Tendenz, das Reparationsproblem a u f d i e lange Bank z u schieben. Etwas anders ist die Lage, die sich aus dem deutschen Haushaltsfehlbetrag an sich ergibt. Die Konferenz von Chequers dient, abgesehen von internationalen Höflichkeitsbezeugungen, in erster Linie der Besprechung von Problemen, die beiden Staaten gemeinsam sind. Hierzu gehört u. a. auch der Einfluß der Arbeitslosigkeit auf die Finanzen des Staates und internationale Maßnahmen zur Behebung des Aebels der Arbeitslosigkeit. -Sollten sich im Laufe der Besprechungen Gesichtspunkte herausschälen, die greifbare Unterlagen für Reformen ergeben und damit die zukünftige Finanzlage Deutschlands in einem anderen Lichte erscheinen lassen, so würde eine Wendung ein- treten, die sich auf den intematiomalen Kreditmarkt auswirlen müßte. — Man ist sich völlig klar, daß unter den heutigen Verhältnissen Deutschland Kredite nur unter günstigen er etwas aus, was nicht möglich ist. Der Völkerbund ist nun einmal da, Deutschland ist Mitglied. die Dölkerbundsakte hat einen Artikel 11, Absatz 2, nach dem jedes Bundesmitglied „das freundschaftliche Recht hat, die Aufmerksamkeit der Bundesversammlung oder des Rates auf jeden Umstand zu lenken, der von Einfluß auf Die internationalen Beziehungen fein kann und daher den Frieden oder das gute Einvernehmen zwischen den Nationen, von dem der Friede abhängt, zu stören droht." Danach kann die politische Erörterung solcher Fragen in Genf tatsächlich nicht verhindert Werden, und Deutschlands Position ist international heute schon schwierig genug, als daß wir uns solche Schwierigkeiten noch besonders zu schaffen brauchten. Soviel zur Tätigkeit in Genf, womit wir durchaus nicht erschöpft haben, was wir kritisch zu der deutschen Völkerbundspolitik auch aus Anlaß dieser Frage und ihrer Behandlung zu sagen hätten. Aber das andere ist ja wichtiger: daß nun die Angelegenheit vor den Haager Ge- r i ch t s h 0 f kommt, zu dessen Unparteilichkeit die Welt mit Recht Vertrauen hat. Und ein weiteres ist wichtig und ernst: daß Oesterreich nach der Versicherung Dr. Schobers nun keine Verhandlungen mit Deutschland übet den Plan weiter führen wird, daß es aber selbstverständlich berechtigt ist, Verhandlungen nach anderer Richtung zu führen. Der Druck, der auf Oesterreich ausgeübt wird, ist nicht gering. Cs ist, wenn gegenüber einer solchen Bankkatastrophe wie der in Wien der Ausdruck erlaubt ist, ein ganz besonderes und von Deullch" land natürlich nicht verschuldetes Pech, daß der Zusammenbruch der Oesterreichischen Kreditanstalt dazu kam, daß für die Sanierung eine Ausgabe von Schahscheinen durch die österreichische Regierung nbtig wurde und daß somit Oefterreidj in Finanzverhandlungen mit dem bekannten Kontrvllkomitee und der BIZ. kommen mußte. Auf diesem Wege aber wird bestimmt keine Förderung der Zollunionspolitik zu erwarten sein, sondern natürlich das Gegenteil. Die 3i>ee eines regionalen Zusammenschlusses zwischen Deutschland und Oesterreich ist und bleibt richtig und gut, auch nach unserer Heber- zeugung formell durchaus berechtigt. Zweifelhafter war, ob d i e Art, wie sie angemeldet und veröffentlicht wurde, der internationalen Lage genügend Rechnung trug, ilnö kein Mensch kann verlangen, daß wir uns nun über diesen Ausgang in Genf freuen! Run ist in Genf auch allerlei geredet worden über die wirtschaftliche Europa Politik im ganzen. Italien hat angeregt, die gescheiterte Handelskonvention vom 24. März 1930 doch baldigst in Kraft zu sehen. Italien ist weiter mit einer theoretischen Auseinandersetzung aufgetreten über die Systeme europäischer Gefamtwirt- schaftspolitik, die dem französischen Projekt ziemlich nahe kam. Dieses selbst wurde nun endlich bekanntgegeben. Neues brachte es nicht, höchstens in der Art, wie nun Oesterreich gewissermaßen positiv behandelt wurde. Die negative Seite: Ablehnung der österreichisch-deutschen Zollunion wurde positiv ergänzt durch die Aufforderung, Oesterreich seine Lage zu erleichtern, und die Bereitwilligkeit, ihm finanziell zu helfen. Im übrigen ist das Wesentliche des französischen Plans: gemeinsame Berkaussorganisation für die Agrarländer mit Vorzugszöllen und weitere internationale Industriekartelle, außerdem eine Anstrengung für Anleihen, also eine bessere Kapitalverteilung, tim die sich das Finanzkomitee des Völkerbundes mit einem besonderen Bureau bemühen soll. Auch ist richtig gleich wieder die Idee einer europäischen Wirtschaftskonserenz für den Sommer aufgetaucht, die nun die ganze Sache ins Reine bringen soll. Schließlich hat Litwinow ausführlich gesprochen und eine internationale Konvention vorgeschlagen, nach der kein Land uKler dem Inlandpreise verkaufen dürfe. Also eine Art wirtschaftlicher Kellog- pakt, wobei der Gedanke schneller ein leuchtet als die Möglichkeit der Durchführung und namentlich seiner Kontrolle. Aber allmählich wird man nun dieser theoretischen Auseinandersetzungen satt. Was nützt es, wenn die Einsicht darüber sich ausspricht, daß man ohne Planwirtschaft für Europa und ohne wirtschaftliche Organisation der Prvduktton und des Absatzes und der Kapitalvertellung nicht weiterkomme, vielmehr hosfnungslos in den Zusammenbruch des Kapitalismus hineinsteuere und doch praktisch nicht vorwärts kommt. Ist man jetzt mit dem ganzen großen Apparat in Genf und all den schönen Reden auch nur einen Schritt vorwärts gekommen, der Hoffnung geben könnte, auf diese Weise würde ein Weg aus der Hat von heute gefunden? Bedingungen aufnehmen kann, und dah die Höhe einen Kredits auf die tatsächliche Leistungsfähigkeit Deutschlands abgestimmt sein muh. Hetze gegen Eckener. Konknrrenzfurcht der Pariser Aero Postale. Paris, 26. Mai. (TU.) Der in der französischen Kammer zu schweren Angriffen auf den Justizrnini- ster Flandin führende Zusammenbruch der französischen staatlich subventionierten Luftverkehrs« Gesellschaft Aero Postale bat viel Staub aufgewirbelt. Jetzt richtet der Präsident der Aero Postale, Bouillaux-Lafont im „Ami du Peuple" des Herrn Coiy einen besonders groß aufgemachten „offenen Brief" an Dr. Eckener, in dem er u. a. erklärt: „Sie sind nach dem Eintritt unserer Schwierigkeiten nach Frankreich gekommen, um hier die Ermäcytigung für die Schaffung eines Stützpunktes zu erlangen, der notwendig ist, um durch ihre Zeppeline Europa mit Nordamerika zu verbinden. Nach Ihren Erklärungen gegenüber der Presse sind Sie nahe daran, diese Ermächtigung zu erhalten. Wir hatten die Hoffnung, Ihnen z u o o r z u k o m m e n, als wir die Flugzeuglinie Paris — Neuyork über Lissabon und die Azoren und die Bermudainseln schaffen wollten. Zu diesem Zweck hatten wir Ihnen in Portugal das Luftfahrtmonopol oorwe g genommen , das uns die Schlüssel zum Atlantischen Ozean auslieferte." Weiter erörterte Bouillaux-Lafont, wo und wie die Interessen seiner Gesellschaft mit denen Dr. Ecke- ners außerdem zusammengestoßen seien, besonders in Argentinien. „So also", fährt der Verfasser fort, „hätten wir Ihnen die Weg« über den Nordatlantik wie über den Südatlantik versperrt und wir glaubten schon die Partie gewonnen zu haben, als der Boden unter unseren Füßen plötzlich nachgab. Durch politische Umtriebe, Rachsucht, Ehrgeiz und Eifersucht ist eine Katastrophe entstanden, die in weniaen Tagen die Aero Postale um die Frucht ihrer Leistungen gebracht hat." Er kommt dann zu der Schlußfo^erung, daß Deutschlands Zahlungserleich- terungen aus dem Poungplan dem Zeppelinbau zugute kommen und diesen in die Lage versetzten, dem ft:anzösischen Flugwesen Konkurrenz zu machen. (1!) „Trotz der Ihrem Volk eigentümlichen Hartnäckigkeit hoffe ich doch, daß es Ihnen noch nicht gelingen wird, Ihr Luftschiff auf französischem Boden unterzubringen, um die französischen Flugzeuge zu übertrumpfen. Rücktritt des polnischen Kabinetts. Oberst Prystor der vermutliche Nachfolger Slaveks. Warschau. 26. Mar. (WTD.) Die Wochen- lang im Umlauf gewesenen Gerüchte über bevor» stehende Regierungsn«udrldung und Amtsmüdig- fert des Ministerpräsidenten Oberst Slavek sind bisher trotz wiederholter Dementis und trotz ausdrücklicher Erklärungen der Regierungspresse, Marschall Pilsudski sei dagegen, doch wahr geworden. Der Ministerrat hat am Dienstagmittag den Rücktritt des Gesamtkabinetts beschlossen. Lim 20 Llhr ist Ministerpräsident Slawe! vom Staatspräsidenten Moszicki empfangen worden. Ministerpräsident Slavek überreichte ihm das Rücktrits- aesuch des Kabinetts. Staatspräsident Moszicki hat den Rücktritt der Regierung angenommen. _ . Der plötzlich erfolgte Rücktritt der Regierung des Obersten Slavek, die seit dem 4. Dezember vorigen Jahres im Amte war. hat hier nicht überrascht. Schon seit Wochen wußte man in eingeweihten Kreisen, dah sich Slavek mit De- missionsabfichten trüge, um wiederum die Leitung des Regierungsblockes imSejm zu übernehmen. Die schwierige finanzielle Lage des Staates sowie die Schwierigkeiten innerhalb des Kabinetts, in der Frage der Kürzung der Beamten- und Offiziersgehälter zu einer Einigung zu gelangen, haben zweifellos die Amts- müdigleit Slaveks gesteigert. Als vermutlicher Rachfolger Slaveks gilt der bisherige Handelsminister Oberst Prhstor. der ebenso wse der zurückgetretene Ministerpräsident zum Kreis« der engsten Vertrauten des Marschals Pilsudski zählt. Oberst Prystor, der in früheren Regierungen das Portefeuille für soziale Fürsorge inne hatte, hat nach dem Maiumsturz bei der Reu- organisierung der Armee dem Marschall Pil- sudstt Lrls Personalreferent des-Heeres hilfreich zur Seite gestanden Gießener Eiadttheater. Leo Lenz: „Ständchen bei Nacht". Es geht ein wenig durcheinander: die letzte Premiere in der Winterspielzeit, die merkwürdigerweise bis in die vorweggenommenen Hundstage hineinreicht, war zugleich der Auftakt und die erste Reuigkeit der Sommerspielzeit. Jede Sommerspielzeit, einmal für allemal, wird zweckmähigerweise mit einem bis zum Lleberdruh wiederholten Erfahrungsgrundsah eingeleitet: es ist nicht alles Gold, was glänzt: es ist nicht aMes ein Lustspiel, was sich so nennt: und die meisten „Lustspiele" bestehen, bei Licht besehen und allen schönen Hoffnungen zum Trotz, größtenteils, wenn nicht von vorn bis hinten, aus Schwank. * Diese absichtlich allgemein gehalten« Einteilung, die Mißverständnissen und Enttäuschungen vorbeugen möchte, darf sowohl generell für jede neue Saison als auch im besvndern für das jüngste Stück von Leo Lenz gelten, in drei Akten, das wir gestern kennen lernten. Es heißt „Ständchen bei Nacht"'. « Schon früher waren bei Lenz die Lleder- schriften meist besser als die Stücke selbst: auch hier: was hätte man unter diesem Titel für ein hübsches, stimmungsvolles, romantisches, vielleicht sogar ganz sachliches Lustspielchen vom Stapel lassen rönnen. Wieder mal eine Hoffnung weniger: was herauskam, war — zum wievielten Male seit grauen Tagen? — eine Verwechslungsgeschichte für die wärmere Jahreszeit. Ganz nett, ganz unterhall- sam, mit den uralten Situationswitzen, mit etlichen guten Bemerkungen, etlichen Anzüglichkeiten, et- nchen Gemeinplätzen. Gin hübscher Erfolg sogar. Bloh, leider, von Lustspiel keine Spur. Lustspiele sind immer noch selten. Luriius berichtet dem Reichskabinett. Oie inneren Reformen sollen vor Chequers beschlossen werden. Berlin, 26. Mai. (TU.) Am Mittwoch wird das Reichskabinett zu seiner ersten Sitzung nach Pfingsten zusammentteten, um den Bericht des Reichsauhenrninisters Dr. C u r t i u s über G en f entgegenzunehmen. Ob am Mittwoch auch noch die innerpolittschen Fragen in Angriff genommen werden, steht noch nicht fest. Sn unterrichteten Kreisen wird damit gerechnet, dah der Bericht des Außenministers über Genf eine längere Aussprache auslöst. Dem Reichspräsidenten wird Dr. Curtius frühestens Ende der Woche nach dessen Rückkehr aus dem Pfingsturlaub Bericht erstatten können. Reichskanzler Dr. Brüning hält, wie verlautet, nach wie vor daran fest, daß die innerpoltti- schenSanierungsmaßnahmenbiszur Abreise nach Chequers, die auf Mittwoch, den 3. Simi, abends anberaumt worden ist, vom Kabinett beschlossen werden müssen. Die Veröffentlichung der entsprechenden Notverordnung wird erst für die Zeit nach Chequers erwartet. Da die Reichstagssraktion der Zentrumspartei für den 14. Suni nach Hildesheim einberufen worden ist, wo Dr. Brüning ein längeres Referat zur politischen Lage erstatten wird, nimmt man an, daß die Veröffentlichung der Sanierungsnotverordnung ungefähr zu diesem Zeitpunkt erfolgt. Oer Kanzler empfängt die Beamten. Berlin, 27.Mai. (WTB.) Als Auftakt zu der großen Beamtenkundgebung, die heute abend im Sportpalast gegen jeden weiteren Gehaltsabbau stattfindet, gab der Pressechef des Deutschen Beamtenbundes Bürgermeister Heß« lein, gestern bei einer Pressebesprechung bekannt. daß Staatssekretär Dr. Pünder im Auftrage des Reichskanzlers auf einen Brief des Deutschen Be- amtenbundes geantwortet habe, daß der Reichskanzler wegen der Bedeutung der Angelegenheit bereit fei, die Beamtenspitzenorganisationen vor Fassung endgültiger K a b i n e t t s - B e . s ch l ll s s e z u e m p f a n g e n. Dieser Empfang, der Ende dieser Woche ermöglicht werden solle, solle dazu dienen, eine Aussprache mit den Vertretern der Beamtenschaft über eine weitere Gehaltskürzung oder eine Sonderbelastung der Beamtenschaft herbeizuführen. Eine Beschafiigungssteuer? Berlin, 27. Mai. (TL1.) Sm Rahmen der Erörterungen des Reichskabinetts über die Notverordnung steht, wie der „Lokal-Anzeiger" erfährt. jetzt die Frage einer sogenannten B«- schäftigungssteuer im Vordergrund, einer Sonder st euer auf das Einkommen aller derjenigen Personen, die sich in f e ster Stellung befinden. Als niedrigste Summe nimmt man vorläufig den Sah von 4 Prozent an, wobei di» Frage offen bleibt, in welcher Höhe ein« Staffelung nach oben erfolgen werde. Wenn diese Steuer verwirklicht werd«, dann werde voraussichtlich von einer neuen Kürzung der Beamtengehälter abgesehen werden, weil diese Beschäfttgungssteuer ja gleich- zeittg auch die Beamten erfassen würde, aber nicht den Charakter einer einseitigen Steuerbelastung der Beamten tragen würde. Sm übrigen ständen auch in dieser Frage die Pläne der Reichsregierung noch nicht endgültig fest. Tagungen und Kongresse Oer Oeussche Lehrerverein in jranffurf. Frankfurt a. TI., 25. Mai. (WSN.) Als erste öffentliche Veranstaltung der „Deutschen Lehrerversammlung Pfingsten 19 31 in Frankfurt a. M." fand — nach internen Ausschußberatun- gen am Sonntag und Montag — am Montagabend in der Paulskirche eine Abendseier statt. Nach Orgel- und Gesangsvorträgen hielt Prof. Dr. Giese (Frankfurt) die Festrede „Deutsche Einheit, deutsche Bildung". Eine fünfstimmige Motette und ein Bachsches Präludium und Fuge beschlossen di« eindrucksvolle, schlichte Feier. Die öffentliche Beratungen wurden am Dienstagvormittag mit der 3 9. Vertreterversammlung eröffnet. Nach Begrüßungsworten des ersten Vorsitzenden W o l f - Berlin wurde der Rechenschafts- und Tätigkeits- bericht erstattet. Der Bericht betont besonders die gewerkschaftliche Arbeit. Aufgabe und Prüfstein für den Verein werde sein, den Dolksschullehrern den Anteil am freien Geistesleben an der Schule ungeschmälert zukommen zu lassen, der ihnen zustehe. Als Tagungsort der nächsten Vertreterversammlung wurde Rostock gewählt. Dort wird auch 1933 die deutsche Lehreroersamlung stattfinden. Der kassen- mäßige Abschluß für das Geschäftsjahr 1930 ergab bei 777 000 Reichsmark Einnahmen und 773 000 Reichsmark Ausgaben einen Bestand von 4000 Reichsmark. Sn einer Entschließung zur Lehrerbildung heißt es u. a.: Der Deutsch« Lehrerverein hat wiederholt die einheitliche Regelung der Lehrerbildung durch ein Reichsgesetz verlangt: Vorbildung auf einer vollausgebauten höheren Schule und wissenschaftliche Ausbildung durch mindestens sechs Semester Studium auf einer Hochschule. Die Loslosung der Lehrerbildung von der Hochschule (Hessen) und die Herabsetzung der Studienzeit von drei auf zwei Sahre (Thüringen) hat alle Freunde der Lehrerbildung schmerzlich enttäuscht. Die Dertreterversammlung wendet sich mit Entschiedenheit gegen die in einer solchen Regelung zum Ausdruck kommenden rückschrittlichen Bestrebungen und fordert erneut eine reichsgesetzlich« Regelung der Lehrerbildung nach den Forderungen des Deutschen Lehrervererns. Anläßlich der Lehrertagung veranstaltet der Frankfurter Lehrerverein eine pädagogische Ausstellung, „Das Dildungswesen in Frankfurt a. M", die mit einer großen Lehrmittelschau verbunden ist. Neben der offiziellen Lehrerversammlung und der Pädagogischen Ausstellung fanden noch verschiedene Nebenveranstaltungen statt. Schließlich fanden Besichtigungen neuzeitlicher Frankfurter Siedlungen und Bauwerke unter sachkundiger Führung statt. — Sm Stadion hatten sich die sporttreibenden Lehrer zum Zweiten Deutschen Lehrer-Turn- und Sportfest eingefunden, das am Mittwoch seine Fortsetzung findet. Arn Abend trafen sich alle Teilnehmer im Palmengarten. pfingstiagung des Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins. Der Allgemeine Deutsche Lehrerinnenverein hielt eine diesjährige Pfingsttagung zum erstenmal seit einem Bestehen in S t u 11 g a r t ab. Zum erstenmal ehlte bei dieser 21. Generalversammlung des Vereins dessen Gründerin, HeleneLange, deren am Pfingstsonntagvormittag in einer besonderen Weihe- stunde gedacht wurde. Zum Begrüßungsabend am Pfingstmontag im Festsaal der Liederhalle hatten sich etwa2000Lehrerinnenausallendeut- schen Gauen eingefunden. Die erste öffentliche Versammlung fand am Abend des zweiten Pfingsttages in Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Behörden sowie von Frauen und Berufsorganisationen statt. Nach der Begrüßung durch die erste Vorsitzende des Vereins, Frau Oberschulrat Beckmann (Hamburg) und zahlreichen weiteren Begrüßungsansprachen hielt Frau Ministerialrat Dr. Bäumer (Berlin) einen Vortrag über das Thema „Die Erziehung der Mädchen au ihren Aufgaben als Frau und Staatsbürgerin . Oer Deutsche Geographentag in Danzig. Der Deutsche Geographentag, der in diesem Sahre auf sein 50jähriges Bestehen zurückblicken kann, hat seine 24. Tagung nach D a n - z i g einberufen und zum Verhandlungsgegenstand „Die Ostsee und ihre Küstenländer" gewählt. Die Subiläums-Tagung wurde vom Vorsitzenden Professor Friedrichsen (Breslau) eröffnet. Der ehemalige Danziger Kultussenator Dr. Strunk wandte sich gegen die von polnischer Seite gegen den Kongreß ausgestreuten Verdächtigungen und betont«, daß die wissenschaftliche Sorgfalt und das wissenschaftliche Ansehen der Deutschen Geogvaphentage die deutschen Geographen vor dem von polnischer Seite ausgesprochenen Verdacht tendenziöser politischer Machenschaften bewahre. Der Antwort, die der am Sonntag in Gdingen begonnene polnische Geograph e n t a g dieser deutschen Tagung, noch ehe sie stattgefunden, erteilen wolle, sehe der Deutsche Geographentag mit Ruhe entgegen. Dann begannen die wissenschaftlichen Vorträge, Prof. Dr. Braun (Greifswald) sprach über „Das Werden der Ostsee und das Problem der nacheiszeitlichen Niveauschwankungen und Küften- veränderungen". Der Direktor der Deutschen Seewarte Hamburg, Prof. Dr. D. Schulz (Hamburg) hielt einen Vortrag über „Die Ostsee als Meeresraum". Archivdirektor Dr. R e de (Danzig) sprach über „Die Ostsee in Vergangenheit und Gegenwart". Er wies u. a. darauf hin, daß die Ostsee den Charakter eines deutschen Meeres bis zum Weltkrieg« bewahrt habe. Heute seien wir an einem entscheidenden Wendepunkt angelangt. Der deutsche Küstensaum sei in viele Teile zerriffen. Durch die neuen Verhältnisse sei aber keine Ruhelage geschaffen. Mehr denn je werde die Ostsee nicht nur zum Schicksalsraum Deutschlands, sondern ganz Europas werden. Am Abend fand ein Empfang durch den Senat der Freien Stadt Danzig statt. Der stellvertretende Senatspräsident Dr. Wiercinski-Keiser hieß di« Gäste aus dem Reich willkommen. Er wi«s u. a. darauf hin, daß das an der Mündung der Weichsel gelegene Danzig der gegebene Hafen und die gegebene Handelsmetropole zumindesten für den seewärttgen Außenhandel Polens sei. Trotzdem hab« Polen durch den wachsenden A°u-s>b au des Hafens von Gdingen gegen Danzig den Generalangriff eröffnet. Reichstagung der reisenden Kaufleute. Mitte Mai hielten die im Verband reisender Kaufleute Deutschlands zusammengeschlossenen angestellten Reisenden, Handelsvertreter und Firmeninhaber von Snbuftrie und Eigenhandel, die selbst reisen oder reisen lassen, in Berlin ihre 45. Generalversammlung ab. Sm Mittelpunkt der Reichstagung stand die am 15. Mai unter starler Beteiligung von Der- ttetern der Reichs- und Landesbehörden, der Parlamente, sowie zahlreicher Wirtschafts- und Verkehrsverbände im ehemaligen Preußischen Herrenhause abgehaltene O e f f e n t l i ch e Kundgebung. Rach einer kurzen Begrüßungsrede des Verbandspräsidenten, Kommerzienrat Lipp (Nürnberg), sprach Derbandsdirektor Günther über Me besondere Wirtschaftsnot der reisenden Kaufleute. Eine Besserung der Verhältnisse sei nur möglich durch eine Senkung der Preis« auf dem Wege über eine Senkung der Selbstkosten, Selbstkosten-Senkung sei aber nach Lage der Dinge in der Hauptsache abhängig von einer beschleunigten Snangriffnahme der DerwaltungsreforrN mit dem Ziele weitestgehender Aufgaben- und Ausgabendrosselung, von einer, Reorganisatton der Sozialversicherung, einer Revision des erstarrten und unzeitgemäßen Schematismus im Tarifver- ttagswesen und schließlich von einer vernünfttgen Lösung des Reparationsproblems. Als Tagungsort der nächsten, fortan nur noch in Zwischenräumen von zwei Sahnen stattfindenden General- versammllmg wurde die Grenzland-Stadt Frankfurt a. d. O. besttmmt. Die Deutsche Bunsengesellschafl in Wien. Am Dienstag wurde als erster der drei Kongresse, die in der Woche nach Pfingsten in Wien tagen, in Anwesenheit des Bundespräsidenten M i k l a s, die Tagung der Deutschen Dunsen- gesellschaft eröffnet. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Dr.-Sng. h. c. Specketer, Vorstandsmitglied der SG.» Farbenindustrie, hob die ungeheure Bedeutung der Leichtmetalle für die Weiterentwicklung der Technik hervor und wies darauf hin, daß das Programm, welches Chemie und Metallurgie umfasse, die Tagung gleichzeitig für Chemie und Technik interellant mache. Bundespräsident Mik las erklärte in seiner Begrüßungsansprache unter anderem die Tagung als einen Beweis für den Austausch geistiger! Güter zwischen Oesterreich und dem Reich. Sie zeige den unzerstörbaren kulturellen Gemeinschaftswillen, der alle Angehörigen des großdeutschen Gesamtvolkes verbinde. pfingstiagung des Bundes deutscher Vibelkreise. Unter Beteiligung von zweitausend höheren Schülern aus allen Teilen Deutschlands hielt der Bund deutscher Bibelkreise zu Pfingsten in Greiz seine diesjährige Reichstagung ab. Neben dem üblichen Sport- und Lagerleben, das von prächtigem Wetter begünstigt war, diente die Tagung ernster geistiger Arbeit, die unter dem Thema stand „Sn der Gewalt des Heiligen". . pfingsttagung des Weinheimer SL. Der Weinheimer S. C., welcher die Corps an den Technischen Hochschulen und Bergakademien Deutschlands umfaßt, hielt Ständchen bei Nacht. Oder: der junge Mann mit den zwo Dräuten. Mit der echten und der falschen. (Lind zuletzt ist die verkehrte doch die richttg«: na, man kennt das ja.) Oder die beschwipst« Filmdiva im nächtlichen Tiergarten. Oder: die Zugverspätung und das Skandälchen im Generalanzeiger. Oder: die arm«, aber ehrliche Medizinstudentin mit der Regenversicherung und die alt« Dame aus Bremen mit der spitzen Zunge und dem goldenen Herzen. Oder —: aber vielleicht sehen Sie sich die ganz« Geschichte mal selber an. Sie wird unter V o llck s Direktion mit löblichem Eifer flott heruntergespielt. Wesener ist der bigamistische junge Mann in tausend Verlegenheiten und trainiert schon für die neue Hamburger Lustspielkarriöre. Elisabeth W i«l a n d e r ist bas liebe und Couragiert« junge Mädel, welches vom Himmel gefallen ist, einen großen Schwindel aufführt und zuletzt das große Los gewinnt. • Frau Schubert-Süngling, sehr nett, die Tante aus Bremen: es hört sich aber so an, als ob sie im Hannöverschen daheim wäre. Agathe Walther-Lederer, von einer neuen Seite, als besorgte und liebende Mutter. SIfe Sahn, die verheißungsvolle Filmdiva aus dem nächtlichen Tiergarten. • Zingel: jovialer alter General: Druck hat eine gute Sache als Dritterakt-Komiker: Vvlck: Landjäger: Fassott: Pastor Has«: Nieren: Diener. — e Das Haus war außerordentlich schlecht besucht: hoffentlich erweisen die kommenden Novitäten der neuen Spielzeit mehr Anziehungskraft. hth. Das Haar der Berenice. Don Professor Dr. Küsiermann. Nachdruck verboten! Für das Ansehen der alten Aegypterinnen ist es zu begrüßen, daß Frau Potiphar nicht die einzige geblieben ist, deren Name auf die Nachwelt kam; denn die allzu zärtliche Liebenswürdigkeit und die geringe Wahrheitsliebe dieser Dame haben von jeher einen sehr schlechten Eindruck gemacht. Um so erfreulicher ist es, daß von den beiden Königinnen Nophretete und Berenice, um mich dieses schönen Ausdrucks zu bedienen, „nichts Nachteiliges bekanntgeworden ist". Was Nophretete aniangt, so war sie allerdings bis vor kurzem der Mehrzahl der Zeitgenossen gänzlich gleichgültig: aber als wir auf einmal ihr Bild yerausrücken sollten, verliebte sich jeder pflichtschuldigst in die bildhübsche junge Königin. Von Berenice weiß ich nur das eine zu sagen, daß sie jedenfalls keinen Bubikopf trug; denn sonst hätte man sich schwerlich veranlaßt gesehen, das ziemlich langgestreckte, zwischen dem Bootes und dem Löwen liegende Sternbild ausgerechnet „Haar der Berenice" zu nennen. Helle Sterne sind dort freilich nicht zu sehen, und es wäre vielleicht von dem ganzen Sternbild nicht viel Wesen zu machen, wenn nicht neuerdings dort eine höchst merkwürdige Entdeckung gemacht worden wäre. Man hat dort nämlich auf einem Feld, das nicht viel größer als die Vollmondscheibe ist, nicht weniger als 249 kleine Nebel gezählt. An manchen Stellen des Sternhimmels sitzen diese merkwürdigen Gebilde allerdings noch dichter aufeinander; im Großen Bären z. B. gibt es eine Stelle, die nur etwa den 12. Teil der Vollmondfläche ausmacht und an hundert solcher Nebel zählt. Auf der anderen Seite des Haars der Berenice zieht sich der Nebelschwarm nach dem Sternbild der Jungfrau hin. Blicken wir nun auf eine Sternkarte, oder noch besser freilich auf den Sternhimmel selbst, so sehen wir, daß gerade diese Gegenden: Großer Bär, Haar der Berenice und Jungfrau verhältnismäßig sehr weit von der Milchstraße entfernt find. Andere Gr« scheinungen des Fixsternhirnmeis, z. B. das Auf- tauchen „neuer Sterne", spielen sich mit Vorliebe gerade in der Milchstraßengegend ab; so erschienen z. B. die bekanntesten neuen Sterne der letzten Zeit in den Sternbildern des Perseus, des Schwans und des Adlers, also in der Milchstraße. Das wird uns nicht weiter wunderbar vorkommen, wenn wir bedenken, daß die Milchstraße der Teil des Himmels ist, wo wir di« meisten Sterne hinter einander erblicken, weil sich dort die Sternwelt am tiefsten in die Welträume hineinerstreckt. Daß im Gegensatz hierzu die Nebel gerade abseits von der Milchstraße am häufigsten sind, ist allo immerhin auffallend. Nun ist allerdings „abjeits der Milchstraße" noch nicht gleichbedeutend mit „außerhalb der Milch- strahenwelt"; denn alle Sterne, die wir überhaupt mit bloßem Auge am Himmel sehen können, beispielsweise auch die des Großen Bären, des Haars der Berenice und der Jungfrau gehören alle zur Milchstraßenwelt; aber von den erwähnten, zum Teil winzig erscheinenden Nebeln hat man in der Tat nachgewiesen, daß sie nicht zur Milchstraßenwelt gehören, vielmehr viel, viel weiter entfernt find. Man nennt sie auch außergalaktisch, das heißt eben, außerhalb der Milchstraßenwelt stehend, nicht etwa nur außerhalb des sichtbaren Milchstraßenstreifens am Sternhimmel. Es ist sicher festgestellt, daß jedes dieser kleinen Nebelfleckchen eine Sternwelt ist, ähnlich unserer ganzen Milchstraße aus vielen Millionen von Einzelsternen, also Sonnen wie der unseren, bestehend. Der Andromedanebel ist ihr wichtigster Vertreter, der einzige, der mit bloßem Auge sichtbar ist. Daß etwa 100 000 bis 200 000 solcher Sternwelten bestehen, ist sicher; hingegen ist es sehr zweifelhaft, ob man bei Verwendung immer lichtstärkerer Fern- rohre und beim Vordringen in immer weiters Raumtiefen unbegrenzt neue Sternwelten entdecken wird; nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist dies nicht zu erwarten, so daß alles in der Welt, selbst die gewaltige Zahl riesiger, unvorstellbar? großer Sternwelten einmal ein Ende nimmt ast in Vien. ter der drei Äon« Minuten in Dien Lundespräsidenlen üeutichen 2un>en« rsitzende der @c« cter, Vorstands« rie, -ob b'x un« tmctdflc für öie hervor unb wie- i, veitzeL Lhemie Tagung gleichzeitig Rant mache. Junis in seiner 2c- trem die Tagung Austausch geistiges > dem Aeich. Sm lturellen Gemein- origen des groß« e. lscher BlWft. »itausenb hö- allen Teilen ^deutscher Ml- i seine diesMM m »SÄ »tigern »ü«6*' URa Hag a- bSf* rdK KZ ^"kommen. s> S h" ^ün. M der fle, ** H°nL, " hWtHgtn Äau des m ^Njig den * Meute. 4m- * Mito, tob tat. Sammlung ab ra9uM stand Mg von Der« >?rden, der Dar- ^rtschafts- und stuDegrühungS- Kommerzienrat verbandsdirestor ^rtschastznol der ung der Verhält« mtung der Preise iderSelbsilvften, h Lage der Dinge m einer beschleu- ^walkmgsrefom s Ausgaben- und '«Organisation der on des erstarrten ms im Tarisver« iner Dernünftigen s. Als Tagungs- xh m Zwischen- idenden General- Grenzland-Stadt in diesen Tagen auf der ihm gehörenden Wachen- burg bei Weinheim an der Bergstraße seine Tagung ab. Borträge von QL C. Günther, Mitherausgeber der Zeitschrift .Deutsches Q3olf8tuma, und Dipl.-Ing. Derlvff Saxon. Bln., über die vvlkSgeschichtlichen Grundlagen des Corpsgedan- kens und die Mitarbeit an der Erneuerung Deutschlands fanden starken WiderhalL der sich in grundlegenden Beschlüssen der Tagung bedeutungsvoll austvirkte. Aus aller Wett. piccards Stratosphärenflug. Am Mittwoch um 3.57 Uhr ist Professor Piccard gestartet. Um 2.30 Uhr war die Füllung des Ballons beendet. Ein dreifacher Polizei- kordon sperrte die Zugänge zur Fabrik ab. Nur wer mit einer Karte versehen war, konnte das Gelände betreten. Die Füllung des Ballons betrug wie beim ersten Flug 2200 cbm Wasserstoff bei einem Fas- snngsoermögen des Ballons von 14 000 cbm. Gegen 3 Uhr bereits kam mehr und mehr ein starker Ost. wind auf, so daß zu befürchten war, der Ballon könnte gegen das Fabrikgebäude schießen. Um 3.45 Uhr bestieg Piccard mit seinem Assistenten Kipfer die Gondel. Der Verschluß wurde zuaeschraubt und u m 3.57 Uhr ertönte das Kommando „ti o s!". Der Ballon wurde durch leichte Wind? in nordwestlicher Richtung aufwärts getragen. Schon in geringer Höhe drehte sich die Luftströmung und der Ballon wendete zunächst gegen Süden und dann gegen Osten. Rasch kam er in eine große Höhe und befand fidx um J4 Uhr in einer Schicht von Stratosphärenwolken fast senkrecht über Augsburg. Professor Piccard erwartet in großer 5)01)6 nordöstliche Winde vor^ufinden, so daß er voraussichtlich nach einem 5- bis ^kündigen Flug in der Gegend von Freiburg i. Br. und Basel landen dürfte. Bis 7.30 Uhr, also 3) Stunden nach dem Aufstieg, war Professor Piccards Ballon dem unbewaffneten Auge am leicht bewölkten Horizont noch deutlich s i.ch t b a r. Dann entschwand er den Blicken. Der Ballon hat seine Richtung von Südosten nach Süden geändert. Man schätzt die gegenwärtige Entfernung des Ballons vom Startplatz auf etwa 100 Kilometer und die Höhe auf 7000 bis 8000 Meter. Fährbootunglück auf der Deichsel. Stromabwärts von Krakau ereignete sich ein tragischer Unfall, dem elf Menschenleben zum Opfer fielen. Zwischen Mielen und Tarnobrzeg wird die Ueberfahrt über die Weichsel mit einer Fähre bewerkstelligt. Da der Andrang besonders groß war, nahm der Fährmcnm statt der vorgeschriebenen 25 Personen 32 mit. Als sich die Fähre einige Meter vom Ufer entfernt hatte, kenterte sie infolge der Ueberbelastung. Da die Weichsel an der Unglücksstelle besonders tief und das Ufer sehr steil ist, konnten elf Personen, meistens Arbeiter, nicht gerettet werden. Dis seht sind neun Leichen geborgen worden. Der Fährmann wurde festgenommen. Drei Schwestern ertrunken. 3m Obersee bei Glarus sind bei dem sogenannten Waag drei Schwestern, die 15, 16 und 17 Jahre alten Töchter des Feldhüters Melchior Landolt aus Näsels ertrunken. Die jüngste von ihnen hatte versucht, an «iner abschüssigen Stelle zu baden und war dabei in den Ses gerutscht. Die beiden anderen Schwestern wurden bei dem Dersuch, der Ertrinkenden Hilfe zu leisten, mit in die Tief« gezogen. Booteunglütf auf dem Chiemsee. Ein bedauerliches Bootsunglück, bei dem zwei Brüder den Tod fanden, ereignete sich am Pfingstmontag auf dem Chiemsee. Der 17jährige Hans Stark fuhr in einem Boot mit seinem achtjährigen Bruder Herbert etwa 40 m in den See hinaus. Plötzlich stürzte der Kleine aus dem Kahn. Als sein Bruder ihm zu Hilfe kommen wollte versanken beide vor den Augen der Mutter in den Wellen. Einer der Brüder wurde geborgen, doch blieben Versuche zur Wiederbelebung erfolglos. Die Leiche des anderen Bruders konnte noch nicht gefunden werden. 3m Strubel des Rheinfalls bei Schaffhausen ertrunken. Zwei junge Männer aus Zürich hatten mit Kameraden eine Faltbootfahrt vom Bodensee zum Rheinfall bei Schaffhausen unternommen. Beide kamen trotz Warnung mit ihrem Boot dem Rheinfall zu nahe, gerieten In den Strudel und ertranken. ifjeltnrr 5t. lciiix2 DT ifllren 2--- 11 v v' ClGARiTTEN Wir vertrauten auf die Urteilst ähigkeit desRaudiers Man prophezeite uns einen Mißerfolg, als wir vorSJahrenAtikah nur ohne Mundsliida auf den Markt brachten. Der Raucher ven lange Aufmachung: Talmigold, Stroh, Kork, buntes Papier! Wir aber Unterschichten den Raucher nicht. Wir wußten, daß man ihm nur eine wirklich gute Cigarette zu bieten braucht« deren Genuß nicht durch den Beigeschmack eines Mundstücks beeinträchtigt wird. Unser Vertrauen war berechtigt. Betrachten Sie unsere Umsatp kurve: Haben wir nicht mit unserer Einschätzung des Rauchers recht behalten? 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Juni 1931 bei dem Gerichte anzumelden. 3633D Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freilag, den 19. Juni 1931 vormittags 814 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 101, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemein- fchuldner zu verabfolgen ober zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von Jjen Forderungen, -für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen dem Konkursverwalter bis zum 10. Ium 1931 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht Gießen. Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 20. Mai 1931 bei der Firma Jaber 8- Schreiner, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in Gießen folgendes eingetragen: Die Firma ist erloschen. Gießen, den 21. Mai 1931. 3632D __________Hessisches Amtsgericht.__________ Bekanntmachung. Am Montag, dem 1., Dienstag, dem 2., und Mittwoch, dem 3. Juni 1931, jedesmal nachmittags von 1 Uhr an, werden im Hof des Anwesens Asterweg 27 eine große Anzahl teilweise sehr gut erhaltene, aus Nachlässen herrührende Gegenstände, wie Möbel, Kleidungsstücke, Küchengeräte und dergleichen mehr, öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert. 3438C Der Oberbürgermeister (Wohlfahrtsamt). Dr. S e i b. Nr. 121 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Mittwoch, 21. Mai 1951 Plauderei mit Marlene Dietrich. Don Or. Kurt London. Mit fachgerechten Interviews ist das so eine Sache: der Gefragte bemüht sich meistens, druckreif zu sprechen, und so liegt die Gefahr unna- türlicher Geschraubtheit nahe. Zumal bei Düh° nenleuten, die allzuleicht zur.Rolle" werden und den Interviewer sozusagen »zum Publikum machen. Der günstigste Fall für den wißbegierigen 3out- nalisten bleibt also eine rein private Atmosphäre. Da gibt es Unterhaltungen vom Mensch zu Mensch, Frage und Antwort sind nicht starr vorgeschrieben, sondern ergeben sich zwanglos wie etwa ein Plauderstündchen mit MarleneDiet- r i ch im Salon der Frau Betty Stern. Wir hocken wie die Schneider aus einer bequemen Touch: daS Gespräch dreht sich zunächst um private Dinge. .Ich bin sehr abgespannt", sagt sie. .Einen Abend Premiöre in Paris, den nächsten Abend in London und öamt wieder nach Berlin, ohne Aufenthalt, damit ich zur Zeit wieder bei Heidi fein konnte." Ein Lächeln verklärt ihr interessantes Gesicht: Heidede ist ihr sechsjähriges Töchterchen, ein ebenso bildhübsches wie kluges Mädel, der die Mutter ein Kinderkostümfest ausrichtete. „3d) habe es ihr doch versprochen, pünktlich zurück zu sein." Bei ihrem ersten Aufenthalt in Hollywood lieh sie das Kind zu Hause, aber die Funkentelegramme stoben nur so zwischen Marlene und Heidede. Diesmal aber fährt Heidi mit nach Amerika, denn eine sechsmonatige Trennung von dem über alles geliebten Kind will die Mutter vermeiden. Amerika, Hollywood: Stichworte für die Filmarbeit in den USA., von der sie, wie die meisten ihrer Kollegen, sehr begeistert ist. Sie sagt fast dieselben Worte wie Heinrich George ein paar Tage vorher: „Eigentlich kann man nur in Hollywood richtig filmen. Cs ist ein Filmparadies durch seine in jeder Hinsicht großzügigen Hilfsmittel. Dazu kommt, daß die Menschen überaus liebenswürdig sind und einem die Arbeit in jeder Weise zu erleichtern suchen." „Kein Wunder bei einer so berühmten Frau...“ „Sie irren sich. 3ch kam als unbekannte Gröhe nach Amerika. Man kannte dort keinen Film von mir. Erst nach „Marokko" kam der Erfolg für mich...“ .....und steigerte sich, wie ich hörte, nach 3hrem zweiten Film „Entehrt" noch sehr erheblich. George erzählte begeistert davon. Sie nickt sichtlich befriedigt, aber bescheidener als man sich bei dieser Frau vorstellen würde, die doch im Mittelpunkt des kunstinteressierten Publikums von Europa und Amerika steht und deren auherordentliche schauspielerisch« Leistungen noch viel von ihr erwarten lassen. Sie legt Gewicht darauf, zu wiederholen: „Das ainerikanische Publikum kannte mich vor „Marokko" nicht: der „Blaue Engel", der wochenlang am Broadway ausverkauft war, kam erst lange danach heraus." Ich hörte schon: in Reuhork ift man zur Zeit „von Kopf bis Fuh auf Liebe eingestellt"... Aber sagen Sie gnädige Frau: wie erklären Sie die Tatsache, dah Sie in den Staaten durch einen Film berühmt wurden, während Sie doch in Deutschland lange Zeit brauchten, bis Sie, eigentlich durch den „Blauen Engel", den heutigen Grad Ihrer Beliebtheit erreichten?" Marlene wird ein wenig bitter: „Sechs Iahre habe ich mich in Berlin vergeblich beinüht, eine wirklich geeignete Rolle unter einem Regisseur von Format zu erhalten. Aber den Filmdirektoren pahte bald mein Mund nicht, bald fanden sie meine Rase ungeeignet oder meine Augen zu hell. Man behandelte mich recht unfreundlich: da ist cs kein Wunder, wenn ich die Liebenswürdigkeit der Amerikaner doppelt angenehm empfand." Greta Garbos beste Rotte. Don Walter Hosenclever. Der bekannte amerikanische Kritiker Jim Tully Hal mit seiner Behauptung: „So dumm wie Greta Garbo gibt cs niemand in Hollywood" eine stür- mische Diskussion in der Welt entfesselt. Und da somit öffentlief) eine Meinung ausgesprochen wurde, gegen die sich die Betroffene nicht wehren kann, haben die wenigen, die sie näher kennen, die Pflicht, ebenso deutlich ihre Meinung zu sagen. Wenn Sie also, liebe Greta, im Garten Ihres verschwiegenen, von taktlosen Reportern belagerten Hauses meine Zeilen lesen, so nehmen Sie sie nicht als eine Apologie, über die Sie erhaben sind, sondern als schwachen Ausdruck des Dankes für Ihr Dasein. Der Reiz dieser einzigartigen, einmaligen Erscheinung, die von der Filmindustrie zum Weltruhm gestartet wurde, liegt in ihrer Persönlichkeit. Die Magie, Menschen zu fesseln und auf sie zu wirken, entspringt einer tieferen Quelle. Wenn die Kritiker in der Zurückgezogenheit und Unnahbarkeit dieser Frau einen Beweis gegen ihre Intelligenz erblickt, so wird hier aus der Rot eine Tugend. Denn in einem Land, das den Menschen nur nach seinem wöchentlichen Dollareinkommen taxiert, wo von nichts anderem als von Geld, Skandalen und Cocktails die Rede ist, wo selbst die Palmen und der Ozean zur Verdummung einer stumpfen Zuschauermasse engagiert sind, ist es ein Zeichen höchster Intelligenz, zu Hause zu bleiben, ein Buch zu lesen, und sei es ein Detektivroman, und die Tür vor der ausdringlichen Neugierde des amerikanischen Publi- kums zu verschließen. Nein wirklich, man muß ein paar Monate auf dem laufenden Band durch alle Etagen dieses geistigen Kunstdüngers gerollt fein, um die Hoffnungslosigkeit des Europäers dort zu verstehen. Und wenn ein paar Berliner Schauspieler ihren Stolz, den Jargon von Hollywood zu beherrschen, in Stimmungsberichten abreagieren, um ihren Kollegen auf dem Kurfürstendamm zu imponieren, so ist das kein Maßstab. Man lese bei Kisch und Duhamel nach. Dann weiß man Bescheid. Drei Tage und vier Nächte fuhr ich von Neuyork nach Los Angeles. Ich sah Sand, Kaugummi, Eiswasser und Tankstationen. An einem glühenden Juniabend kam ich an. Berthold Viertel holte mich ab, wir fuhren gleich zu seiner Villa am Meer, und nach drei Tagen und vier Nächten bekam ich zum erstettmal wieder anständig zu essen. Da war Aus der Wett des Films. Frau Dietrich spricht den Ql amen Iosef von Sternberg mit großer Verehrung aus, wohl nicht mit Anrecht, denn erst Sternbergs Regie- sührung ließ jene starke, spezielle Begabung in ihr ans Licht treten, die ihre Erfolge rechtfertigt. Wir sprechen über die Landsleute in Hollywood . „Leiden Sie drüben eigentlich auch an Heimweh?" „Wie die meisten. Ich muß nach einer gewissen Zeit immer wieder nach Deutschland, nach Berlin. Erstens weil ich cs liebe und zweitens, um nicht die Bodenständigkeit zu verlieren." Pause. Dann: „L u b i t.s ch hatte übrigens gar kerne Sehnsucht nach Deutschland. Das war em Gegenstand des Streites zwischen uns". — Wir sprechen von den neuen Filmen, von Chaplins „City Lights“, die sie begeisternd findet, von dem Mangel an geeigneten Stoffe- für sie. Wir bemerken gar nicht, daß unter neuen Gästen auch der Fridericus-Darsteller Otto Gebühr eingetreten ist, was einen Witzbold zu der Bemerkung veranlaßt, daß man nun den sex ap- peal mit dem rex appeal in einem Zimmer zusammen sehe. Schallendes Gelächter macht jebc weitere Anterhaltung unmöglich. Ein paar Tage später. Wir treffen uns, nun kurz vor der Abreise nach Hollywood, wieder. Abschiedswünsche, herzliche Erfolgswünsche, vorsichtige Frage: „Erlauben Sie mir, gnädige Frau, einiges aus unserem Gespräch zu veröffentlichen?" Sie lächelt: „Aber schreiben Sie klügere Sachen als ich sie Ihnen sagte." Das ist unmöglich. Denn erstens liegt keinerlei Grund hierfür vor und überdies, selbst vorausgesetzt, daß der Berichterstatter hierzu fähig wäre, würde er das angenehm liebenswürdige Bild dieser schonen und talentvollen Schauspielerin nicht intellektuell verfälschen wollen. Oie Film-Episode. Das wirksame Intermezzo des Spielfilms. — Von der „Frau im Mond" bis zum ^Liebeswalzer". Don L. von Seuffert. Die Episode ist sozusagen das Glanzlicht auf dem Filmgemälde. Das Tüpferl auf dem i. Der Schuß Sekt, der das Getränk zum Moussieren bringt! Scheinbar nebensächlich, vielleicht sogar überflüssig, erfüllt die Episode im Filmstück nichtsdestoweniger eine wichtige Aufgabe. Ohne direkt in den Gang der Handlung einbezogen zu sein, fügt sie dieser eine Fülle kleiner Einzelzüge bei, die in charakteristischer Weise die auftretenden Personen umreißen oder das Milieu lebendiger und farbiger erscheinen lassen. In der Episode kann sich die Fabulierlust des Dichters, des Regisseurs ausleben. Sie ist nicht an die strenge Konsequenz des Handlungs- Aus der provinzialhaupistavt. Gießen, den 27. Mai 1931. Oer erste Schnitt. Der Wiesenplan atmet unter den ersten Sonnenstrahlen. und ein feiner Dunst steigt wie ein spinnwebendünner Schleier über dem saftiggrünen Grund auf. Der Morgenwind weht einen süß-herben Hauch heran. 3n Myriaden von Tautropfen glitzert es, gleich edelsten Steinen. Löwenzahn und Butterblumen leuchten wie aus lauterem Gold dazwischen und wie frohes Kinderlachen sind weihe Dlütensterne eingestreut. Verschlafene Falter taumeln trunken von Blume zu Blume und in nimmermüdem Tirilieren singen sich Lerchen an ihren Liedern höher und höher in das satte Blau des Himmels hinein. Gin leises Summen schwingt wie der Nachhall einer fernen Melodie in der Luft. Auf einem schmalen Pfad kommt ein Mann mit schwerem Schritt daher. Die Furchen sind noch nicht ganz vernarbt, die dem Weg die Näder der Erntewagen im vergangenen Jahr einritzten. Er geht ohne Hast und in dem Wuchten seines Ganges liegen Hunderttausend« von Stichen und Schlägen, mit denen er um den Segen der Ackerkrume rang. Ein Stiel liegt ihm über der Schulter, den ein sehniger Arm hält. Kupferne Bräune umspannt ihn wie vergilbtes Pergament. Der Nock hängt an der Stange und fährt ihm im Gleichtakt, als sei er das Pendel einer Ahr und Schrittmesser, über den Rücken. Am Ende des dünnen Balkens steht ein stählernes Blatt zu Boden. Bei jedem Tritt spielt ein Strahl an ihm entlang. Fast wie Wetterleuchten, das Nahen von Anheil verkündet ... Am Rande der Wiese macht er Halt. Blickt eine Weile sinnend über den Plan. Das tut .er jedesmal, bevor er mit dem Mähen beginnt. Es ist ihm, als ob seine Lippen das Rückerinnern Der Straßenbau-Etat der Provinz Oberheffen. Wie der Gesamtvoranschlag der Provinz Oberhessen, über den wir in unserer Nummer 118 vom 22. Mai berichteten, so zeigt auch der im Rahmen dieses Gesamtvoranschlages enthaltene Sondervoranschlag für den Straßenbau in der Provinz Oberhessen im Rechnungsjahre 1931 eine außerordentlich angespannte Lage. 3m Gegensatz zu früheren 3ahren, in denen die Finanzierung größerer Neubauarbeiten an unserem oberhessischen Landstraßen- netz möglich war, weist der neue Voranschlag keinerlei Neubauprojekt von bemerkenswerter Gröhe, sondern nur einige Erneuerungen und im übrigen Llnterholtungsarbeiten auf. Die Ursache für diese Zwangslage ist natürlich in den derzeitigen außerordentlich ungünstigen Wirschaftsund Finanzverhältnissen zu erblicken. 3ngesamt schließt der Sondervoran- schlag der Straßenbauverwaltung bei einer Einnahme von 1 842 300 Mk. und einer Ausgabe von 3197 000 Mk. mit einem Zuschuß aus allgemeinen Mitteln in Höhe von 1 354 700 Mark ab. Die Verwaltungskosten belaufen sich auf 248 800 Mk., gegen 256 500 Mk. im Vorjahre. Auf der Einnahmeseite steht dieser Ausgabe nur ein Posten von 300 Mk., wie im Vorjahwe, gegenüber. Für die allgemeine Llnterhaltung der D - und 6 -Strah.en ist bei einer Einnahme von 377 000 Mk., gegen 378 000 Mk. im Vorjahre, eine Ausgabe von 632 200 Mk., gegen 642 100 Mk. im vorigen 3ahre. vorgesehen. Auf der Einnahmeseite ist der, bedeutsamste Posten der Staatsbeitrag in Höhe von 370 000 Mk., wie im Vorjahre. Die Ausgabenseite verzeichnet als wichtigsten Posten die Aufwendungen für Straßenwärterlöhne und soziale Beiträge in einer Gesamthöhe von 564 700 Mk., als nächster großer Posten sind 50 000 Mk. für Erfordernisse verschiedenster Art eingestellt, wovon allein auf die Schneeräumung ein Betrag von 17 000 Mk. kommt. Bei den 6-Strahen verzeichnet die Einnahmeseite als einzigen Posten einen Betrag von 140 000 Mk., wie im Vorjahre, als außerordentlichen Zuschuß aus den Betriebsüberschüssen des Lleberlandwerks zur besseren Unterhaltung der 6-Strahen. Die Ausgabenseite schließt mit einem Betrage von 758 000 Mk., gegen 758 400 Mk. im Vorjahre, ab. Davon kommen auf laufende Unter* * ** Haltungsarbeiten 397 000 Mk., für Walzdecken mit Oberflächenbehandlungen oder ähnlichen Decken auf einer Strecke von 9,9 Kilometer (in Betracht kommen die Straßen Rodheim—Petterweil, Lindheim—Düdelsheim, Rendel—Büdesheim) sind 165 000 Mk. veranschlagt, für besondere Herstellungen von Oberflächen (rund 98 Kilometer) ist ein Betrag von 175 000 Mk. in Ansatz gebracht, für den Zinsenvienst ftrtb 21 000 Mk. vorgesehen. Im Titel „v . S t r a ß e n" sind keine Einnahmen verzeichnet, dagegen stehen auf der Ausgabeseite 254 000 Mark, wie im Vorjahre, vermerkt. Davon entfallen auf laufende Unterhaltungsarbeiten 119 000 Mark, auf die Herstellung von Walzdecken, Bitumen-, Teer- oder ähnliche Decken in einer Länge von 6 km (in Betracht kommen die Straßen Vaitshain— Grebenhain, Brauerschwend — Reuters, Reuters — Neumaar, Hirzenhain—Lißberg) 120 000 Mark, auf den Zinsendienst 15 000 Mark. Im Titel „Besondere Herstellungen auf O-Straßen" wird bemerkt, daß aus Anleihemitteln im Rechnungsjahre 1931 außerordentliche Herstellungen nicht durchgeführt werden können. Bis Ende Rj. 1930 wurden an Kapitalien ausgenommen: kurzfristig 4 230 000 Mark, langfristig 1 130 000 Mk., zusammen also 5 360 000 Mark. Es wird beantragt, den Provinzialausschuß zu ermächtigen, wenn es die Verhältnisse auf dem Geldmarkt erlauben, eine langfristige Anleihe bis zu 4,2 Millionen Reichsmark netto aufzunehmen und aus ihrem Reinerlös die Tilgung der bis jetzt aufgenommenen kurzfrifti- gen Anleihen vorzunehmen. Aus Mitteln der Kraftfahrzeugsteuer sind, wie im Vorjahre, 1 200 000 Mk. in den Voranschlag eingestellt. Davon werden allein 800 000 Mark für Kapitaldienst, Verzinsung und Tilgung der Anleihen beansprucht. Für schwere Decken sind 8000 Mark eingestellt, für halbschwere Decken 167 000 Mark, für Oberflächenbehandlungen 222 500 Mark, für die Aufstellung von Warnungstafeln auf Durchgangsstraßen und auf l)-Straßen 2500 Mark. Der Titel „B a u m p f l a n z u n o e n" weist eine veranschlagte Einnahme von 55 000 Mark, gegen 63 000 Mark im Vorjahre, auf. Dagegen schließt die Ausgabenseite mit 34 060 Mark ab, gegen 40 000 Mark im Jahre vorher. Von den Ausgaben entfallen 25 200 Mark auf Baumwärterlöhne und soziale Fürsorge, 8800 Mark auf sachliche Kosten. Für den Neubau und Umbau von Provinz st raßen und Brücken sind 65000 Mark Einnahmen und 70 000 Mark Ausgaben vorgesehen. Don den Einnahmen kommen auf Staatszuschüsse 24 375 Mark auf Gemeindezuschüsse 3375 Mark, auf Anteile der Provinz, die durch Kapitalaufnahme gedeckt werden sollen, 37 250 Mark. Im Rahmen der Ausgaben sollen folgende Arbeiten beim Provinzial- tag zur Genehmigung beantragt werden: Verbreiterung der 6-Straßen Schotten—Rudingshain (erste Rate) 12 000 Mark; Umbau der südlichen Bahnunterführung bei Nieder-Wöllstadt (Kostenanteil) 29 000 Mark; Regulierung der Einmündung der Straße nach Lorbach in die l)-Straße Büdingen— Gelnhausen 4000 Mark; Kuroenverbreiterung Büdingen—Büches 5000 Mark; Neubauprojekt Frau- Rombach-Pfordt 15 000 Mark. Die Projekte kom- men nur dann zur Ausführung, wenn sie vom Minister des Inneren genehmigt find und der Staatszuschuß gesichert ist. Der Umbau bei Niederwöllstodt ist bereits genehmigt. Für Verzinsung und Tilgung der Anleihe sind 5000 Mark veranschlagt. Aus Kapitalrückempfang verzeichnet di« Einnahmeseite des Straßenbauetats schließlich noch einen Betrag von 5000 Mark, wie im Vorjahre. in Wort« fvrm«n müßten. Wie in btr Kirch« ist ihm. wenn di« Orgel in vollen Schlußakkord«n über di« Häupter der Andächtigen braust. Das scharfe Singen des wetzenden Steins sticht in die Morgenfrühe. Es ist hart. Ohne Herz. Ohne Nachhall. Unerbittlich ... Mit festem Griff packen die Hände di« Hölzer, und dann trennt der blanke Stahl schneidend und zischend eine handbreite Halmreihe nach der anderen von dem lebenspendenden Boden. Bündel um Bündel neigt sich in jähem Fall zur Seite, reiht sich an die vorige, die Mahd wird länger und strebt in schnurgerader Linie dem anderen End« des Stückes zu. Wieder weht der Stein die todbringende Waffe. Wieder wird, wie verhaltenes Stöhnen, das knackend« Drechen der Halme zur Begleitmusik jedes Schrittes und des taktmäßigen Ausholens der Arm«. Wie grinsender Hohn flimmert daS grell« Licht in dem weihgescheuerten Metall, das mit gierigem Züngeln seinen Weg mähen muh. So stirbt mit kraftvollen Hieben im Rhythmus der schneidenden Sensen, was eben noch saftstrotzend stand. Das ewige Stirb und Werd«! Der erste Schnitt ... Heu. 3ti£ Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch. Stadt- theater: „Die schöne Galathse", 20 bis 22 Uhr. Vorher „Brüderlein fein!". — Lichtspielhaus, Bahnhof- ■ ■ ’ M * ... .... * z An dem Annaberg bei Groß-Strehlitz (Oberschlesien) fanv am Zehnjahrestag der Erstürmung des Berges durch den oberschlesischen Selbschutz während des Polenaufstandes 1921 eine große Feier statt, bei der Generalleutnant von- Hoefer, der Führer der Selbstschutzoerbände, die Festansprache hielt. straße: ,^Schatten der Unterwelt*. — Astorta-Licht- spiele: „Polizei*. — Aus dem S tadttheaterbur eau wird uns geschrieben: Heute 20 Uhr letzte Vorstellung im Mittwochabonnement und Schluß der Winterspielzeit 1930/31 mit der Aufführung: »Di« schöne Galathee" (Suppö) und „Drüderlein fein!" (Fall) unter der Leitung Hub-Cujö in der Besetzung der Erstaufführung. Letzte Gelegenheit, Zehnerkarten und Schauspielgutscheine gegen Zahlung des entsprechenden Zuschlags einzulösen. — Morgen, Donnerstag, 16 Uhr, geschlossene Vorstellung für die Erwerbslosen mit der Aufführung des Schwankes: „Das öffentliche Aergernis"; Spielleitung Heinrich Hub. — Sonntag, 31. Mai, 18.30 Uhr, nächste Wiederholung des Lustspiels: „Ständchen bei Nacht" von Leo Lenz. Spielleitung Karl Volck. Abschiedsvorstellung für Äse 3ahn, Eduard Wesener, Friedrich Zingel. — Das „Lumpenparadies" (Benefizvorstellung der Mitglieder des Gießener Stadttheaters). Man schreibt uns: Da schon eine rege Nachfrage für Karten zu der Benefizvorstellung am Samstag, 30. Mai, eingesetzt hat, wird gebeten, sich um die Platzkarten rechtzeitig zu bemühen. Im Interesse der Gießener Geschäftswelt beginnt die Vorstellung ' nicht, wie gewöhnlich, um 20 Uhr, sondern um 20.30 Uhr. Der Schwank wird von Heinrich H u b in Szene gesetzt; der größte Teil des Ensembles ist in ihm beschäftigt. Alexander Engel, der mit Julius Hoist zusammen den Schwank geschrieben hat, ist ein bekannter Wiener Schwankautor, der bei der Uraufführung dieses Schwankes im Neuen Wiener Schauspielhause stürmisch gefeiert wurde. • ** Ernennungen in der Medizinal- Verwaltung. Ernannt wurden der Amtsarzt Medizinalrat Dr. med. Friedrich Koch in Worms Das SBLMaS spricht das UW tVovt Roman von I. Schneider-Foerstl. Urheb«r-Nechtschutz durch Verlag Oskar Meister, Werden t. Sa. 28. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Si« war noch nie auf Langenbach gewesen. So fiel es ihr auch nicht auf, daß Halle und Empfangszimmer mit unerhörter Pracht ausgestattet waren. Sie begriff nur, daß Alice Hetterfield, die seinerzeit das Gut besichtigt hatte, es gern in ihre Hände bekommen hätte. Aber es schien nichts aus dem Verkauf geworden zu sein. Kein Wunder. daß Lippstädt sich nicht von diesem Kleinod trennen wollte. Jeder andere hätte es ebensowenig getan. Die gelbe Seidenbespannung des Empfangszimmers, in das Lex sie geführt hatte, warf grelle Reflexe auf ihr ohnehin blutleeres Gesicht. Erschrocken wandte sie die Augen von dem hohen Spiegel ab und begegnete plötzlich den Augen des alten Grafen, der lautlos eingetreten war. „Sie kommen spät, mir zu kondolieren, Fräulein Bloem." Sie hörte verschwommen seine Worte und sah das Geld der Seide wie ein unendliches Weizenfeld um sich her schwanken. Gin Rauschen, das von weit her kam, toste, und eisigkalt brach die Luft über sie herein. Sie muhte eine Stühe suchen und griff mit tastenden Fingern nach der Lehne eines Stuhles. Den Kopf hebend, sah sie Lippstädt mit erloschenen Augen an. „Was ist mit — ihm?" „Sie wissen noch nicht, Fräulein Bloem?" „Nichts." Der alte Graf suchte noch immer in ihrem Gesicht. „Mein Sohn hat ausgelitten — er ist totl“ Und ohne auf den hellen Schrei zu achten, mit dem sie zurücktaumelte, sagte er: „Was nützt es noch, wenn Sie jetzt um ihn rufen. Und wenn Sie ihn aus der Erde scharren wollten, es wäre nicht möglich, denn ich weiß nicht einmal, wo er liegt." Ihr den Rücken zuwendend, schritt er nach dem Fenster. Mochte si« sehen, wie sie damit fertig wurde. Er hatte eS auch gemußt. Ohne den Blick zu wenden, fühlte er, daß sie ihm gefolgt war. Ihr Körper glitt an dem seinen nieder. „Wann, Graf Lippstädt?" „Vor Wochen schon!" Ihre Hände griffen nach den seinen und drückten sie gegen die Stirne. „Nun gehört er mir wieder. Ich will Miß Hetterfield auf den Knien bitten, daß sie mir sagt, wo man ihn hingebettet hat." „Sie weiß es so wenig wie alle anderen. Gr ist seit dem Ausbruch des Ophier verschollen." „Man muh nach ihm suchen!" „Es ist alles getan worden, Fräulein Bloem. Mehr als zweitausend Mann sind seit drei Wochen beschäftigt, ein« Spur von ihm zu finden. Es ist ihnen nicht geglückt." „Man muh weitersuchen. Auch mein Bruder ist seither verschollen. Können Sie mir sagen, wo ich Mih Hetterfield treffen kann?" „Sie ist bei mir!" „Del Ihnen!" Das Mädchengesicht war wieder bläh und entmutigt wie zuvor. „Ich weih, dah sie Viktor liebte, obwohl er mir gehört hat. Aber nun, da er — tot ist, kann sie unmöglich mehv neidisch auf mich fein. Ich will ihr einen Vorschlag machen: Findet sie ihn — so soll et ihr gehören. Finde ich ihn — so ist er mein! Glauben Sie, dah sie daraus eingeht?" „Fräulein Bloem", mahnte Lippstädt entwaffnet. „Ist es nicht durchaus ehrlich gehandelt, Graf? And wenn ich ihn auch nur als Toten in den Armen halten kann, es genügt mir. An meinem einundzwanzigsten Geburtstag bekomme ich 3ür- gensbach zugesprochen. Dorthin will ich dann gehen und ihn mit mir nehmen. Man kann auch einem Toten die Treue halten." „And von dem Lebenden haben Si« sich losgesagt!" Da nichts als ein Wimmern tarn, fuhr er fort: „Nur well Sie ihn nicht mehr im Waffenrock sahen? Von solch einer Kleinigkeit hing Ihre Liebe ab, Fräulein Bloem?" Das Lächeln um ihren Mund zeigte mehr Verzweiflung, als eine Flut von Tränen «s vermocht hätte. „Nur deshalb, Graf? Ach! Er war mir in jedem Rock der Inbegriff des Glücks. Aber als ich dann mit eigenen Augen sah, wie er Miß Hetterfield im Arme trug, ihre Hände küßte und den Kopf an ihre Knie gedrückt hielt ..." Das letzte erstickte in fassungslosem Schluchzen. „Sie verleumden einen Toten!" brauste Lippstädt auf. „Ich hätte es nicht sagen dürfen!" klagte si« sich an. „Vergessen Sie, daß ich ihn beschuldigt habe! Ich bitte Sie, vergessen Sie es, Graf Lippstädt!" Er hatte bereits auf die Klingel gedrückt. Evelin streckte abwehrend die Hand aus, als Alice eintrat. Ein kurzer Blick der Verständigung wurde zwischen ihr und dem Vater gewechselt, dann waren die beiden 'Mädchen allein. Ein breiter Streifen Sonne lag über dem großen Teppich und teilte ihn in zwei Hälften. Die Wände flimmerten in kupfernem Gold. Alices schwarzes Haar schillerte blau, als sie es mit rascher Bewegung in den Nacken legte. „Sie sind Viktors wegen gekommen?" Evelin muhte sich erst fassen. „Ich wußte von nichts", sagte sie leise. „Weswegen dann?" Wieder entstand eine Pause. „Mein jüngerer Bruder ist seit dem Ausbruch des Ophier verschollen. Ich bin gekommen, um Graf Lippstädt zu bitten, er möchte sich bei seinem Sohne verwenden, dah er mir behilflich ist, meinen Bruder aufzufinden. Meine Mutter ist am verzweifeln!" „Ich habe auch einen Toten zu beweinen, Fräulein Bloem", kam es abweisend. „Ich weih, was Ihnen mein Verlobter war, Miß Hetterfield: Der Inbegriff des Glückes, wie er es mit gewesen ist. Ich habe Ihnen seinerzeit den Lebenden überlassen, Mih Hetterfield. Seien Sie nun großmütig und überlassen Sie mir den Toten!" 3n Alices Gesicht stand eine zornige Abwehr. „War ich es, die Ihnen den Geliebten nahm? Haben Sie ihn nicht freiwillig weggeworfen an dem Tage, an dem er sich gezwungen sah, die Uniform auszuziehen? Meine Arme haben ihn nie umschlungen, mein Mund hat ..Sie schwieg erschrocken, als Evelin sie unterbrach: „Doch! Sie taten es, Mih Hetterfield. Haben Sie vergessen: Damals im Park, hat er Sie an sich gedrückt, Ihre Hände geküht und dann auf seinen Armen weggetragen. In jener Stund« zerbrach mein Glaube an ihn!" „Gott, Fräulein Bloem — Sie haben daS gesehen?" ,7Ich habe es gesehen, ja! Ich hatte erfahren, dah Langenbach verkauft werden sollte und lief zu Fuh hierher, um Viktor zu beschwören, er sollte es nicht tun und feinen Vater bewegen, noch so lange zu warten, bis ich volljährig bin. An diesem Tage hätte ich mein Vermögen ausbezahlt bekommen und es ihm zur Verfügung gestellt, um das Gut für ihn zu retten. Ich benützte eine kleine Pforte in der Nähe des Toten* tempels, um hereinzufchlüpfen. Da sah ich Sie kommen mit Viktor an Ihrer Seite. And ich sah alles andere!" Sie strich sich veratmend über die Stirne. „Ich war von Sinnen damals. Ich wußte nicht mehr, was ich tat. In meiner Verzweiflung schrieb ich jenen Brief an ihn, der meine Absage enthielt. Heute würde ich wortlos vergeben, auch wenn er mir ein zweitesmal die Treue bräche!" „Gr hat Ihnen die Treue nie gebrochen, Evelin!" Alice umschlang die Weinende mit festen Armen. „Es war ein ganz unseliger Irrtum." Mit hastenden Worten berichtete sie. „Laß mich du sagen", bat sie und zog Evelin zu sich auf das Sofa. „Er hat immer dir gehört. And wie dir der Lebendige zu eigen war, so soll dir auch den Besitz des Toten niemand schmälern. Sowie wir ihn gefunden haben, ist er dein!" „Ich danke Ihnen, Miß — Komtesse Lippstädt." Evelin war wirr im Kopf von dem Gehörten. „Ich will nach Sumatra fahren und nach ihm forschen. Ich habe Zett, und wenn eS Jahre dauern sollte, einmal muß ich doch an die Stelle kommen, wo er liegt.“ „Es ist alles verschüttet“, gab Alice zu bedenken. „Ich habe ihn ja auch verloren und mit ihm mein Vater und mein Großvater. Wenn ich damals nur geahnt hätte, wie sich alles verhält' Es wäre uns so viel Leid erspart geblieben.. Aber ich kann meinen Großvater nicht dafür tadeln, dah er mich die Wahrheit nicht früher wissen ließ. Gr peinigt sich mit Vorwürfen, daß er Viktor nach Sumatra schickte, aber er hatte es gut gemeint. Es hilft eben nichts, sich gegen das Geschick stemmen zu wollen. Es kommt alles, tote es kommen muß." Durch die offenen Fenster kam das Goden einer Amsel, die Sehnsucht nach dem Gefährten hatte. Gin Wagen rollte in scharfem Tempo über die Auffahrt und stoppte mit plötzlichem Ruck. Lex, der an dem großen Hauptportal stand, verneigte sich stumm, als Lutz Setterholm, den Hut lüftete. „Ist meine Schwester hier?" Sein Anzug war verstaubt, und an dem einen der gelben Lederhandschuhe Raffte ein breiter Riß. „Das gnädige Fräulein ist beim Herrn Grasen." Lutz' fielen die Schultern in der Minute ungeheuerster Entspannung unwillkürlich nach vorn. Lex hörte das erlöste Aufatmen, das sich seiner Kehle entrang. Welche Angst Lutz in sich getragen hatte, konnte er nicht ahnen. Niemand hatte zu sagen gewußt, wohin Evelin gegangen war. Ihr Wagen hatte in der Garage gefehlt. Er war eine halbe Stunde am Telephon gestanden und hatte Nachfrage bei allen befreundeten Familien gehalten. Nirgends war sie gewesen. Die Mutter horchte auf jedes Klingelzeichen, und Alla wußte nicht mehr, wo sie Trost und Deruhigungsworte hernehmen sollte. Seit Thom verschollen war, befand sie sich in einer ständigen Erregung und einer nicht zu bannenden Furcht, sie würde nach ihrem Jüngsten nun auch noch ihre beiden anderen Kinder verlieren. Tagtäglich passierte es, daß sie mitten in der Nacht in Cvelins Zimmer schlich, um zu sehen, ob sie noch da war. Zuweilen überraschte sie Lutz am Telephon mit der hilflosen Frage: „Wo bist du, Lutz?" And wenn sie dann seine Stimme hörte, brach sie in Weinen aus: „Ich hatte plötzlich solche Angst um dich!" Cs kam vor, daß er solches Mitleid mit ihr empfand, dah er es nicht fertigbrachte, des Abends nach der Fabrik hinauszufahren, so dah er in der Stadtwohnung der Mutter schlief. Auch sonst rief er des öfteren tagsüber an. Er war, was selbst Alla zugeben mußte, ein in jeder Weise zartfühlender, besorgter Sohn geworden. (Fortjetzung folgt.) unter Belassung seiner Amtsbezeichnung „Medizinal- rot" zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Schot- ten und der Anstaltsarzt Medizinalrat Dr. Fritz Hof. mann in Gießen unter Belassung seiner Amts- bezeichnung „Medizinalrat" zum Amtsarzt bei dem Kreisgesundheitsamt Worms, beide mit Wirkung vom 1. Juni 1931. ♦* Sommer-Spielzeit des Stadt- t h e a t e r s. Man schreibt uns: Die Intendanz macht nochmals darauf aufmerksam, daß in dieser Sommer, spielzeit ein starker Preisabbau bis zu 33,33 v. H. (bei den Sechserkarten) und bei den ermäßigten Tageskarten bis zu 25 d. 5), eingetreten ist. Die Sommerspielzeit dürste besonders interessant werden, da mit ersten Prominenten Verhandlungen wegen Gastspielen angeknüpft sind. Das Gießener Stadt- theater wird dadurch seinem Theaterpublikum ein richliges Großstadttheaterprogramm bieten. Fiik die heißen Tage ist das Theater ein besonders ange- nehmer Aufenthalt, da durch die neue Dentilations- anlage, die zu Ende der vorigen Spielzeit eingebaut wurde,' eine gute lemperaturregulierunq stattfinden •• Maienblasen. Bei dem Maienblasen am heutigen Mittwoch um 19 Uhr vom Turm der S t a d t k i r ch e werden folgende Stücke zu Geher gebracht: 1. Valet will ich dir geben: 2. Jägers Abschied vom Walde (Wer Hut dich du schöner Waldi, v. Mendelssohn-Dartholdh: 3. Das treue deutsche Herz, von Otto. *’ Die Schweinezwischenzählutig am 1. Juni betrifft eine Bekanntmachung der Stadtver- waltung im heutigen Anzeigenteil, auf die Interessenten besonders bingewiesen seien. — Versammlung der Gießener ® a r» te nd^ sitzer. Man berichtet uns: Am letzten Freitag fand im Hörsaal des Landwirtschaftlichen Instituts eine Versammlung der Gießener Gartenbesitzer statt, um die Frage der weiteren Schädlingsbekämpfung im Obstbau zu besprechen. Amtsgerichtsrat Gros begrüßte die Versammlung und gab einen Uebcrblick über die bisher geleistete Arbeit. Er erwähnte, daß bei der Wintersprihung sich 360 Gartenbesitzer beteiligt haben und daß etwa 6000 Bäume mit Kar- bolineum behandelt worden sind. Gewiß ein großer Erfolg für die neugeschaffene Organisation. Besonderer Dank gebühre der Stadt Gießen, sowie dem Feldschuhpersonal, ohne deren wirksame Mithilfe die ganze Aktion nicht Hütte durch- geführt werden können. Alle Anwesenden forderte er auf, nun nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben, sondern wieder mitzutun, wenn die Sommersprihe durchgeführt werden soll. Gelte c8 doch besonders gegen Schorf und Obstmade, die beiden gefürchtetsten Schädlinge unserer Obstbäume, mit aller Energie vorzugehen. Dr. A p - p e l, der Leiter der Hessischen Hauptstelle für Pflanzenschutz, wies in einem Referat auf die Bedeutung der Schädlingsbekämpfung im Obstbau hin. Er zeigte, welche Schädlinge die Äar- bolineumsprihung vernichtet hat und hob dann besonders die Wichtigkeit der Sommerspritze mit arsenhaltigen Mitteln hervor. Die Frage der Untorkulturen wurde besprochen, und die Befürchtungen der Bienenzüchter, bah ihre Dienen durch die Bekämpfungsarbeiten Rot leiden würden, wurden widerlegt, da ja in der Blüte nach Vorschriften des Deutschen Pslanzenschuhdienstes nicht gespritzt werden darf. Auch aus der Versammlung heraus wurde von mehreren Seiten die Sommersprihe befürwortet. Für die Arbeiten, die bald nach Pfingsten beginnen werden, haben sich bis jeht 140 Gartenbesitzer zur Teilnahme ongemeldet. Es wäre zu hoffen, daß sich noch der eine oder andere entschließen würde, wieder mitzumachen, denn nur bei gemeinsamer Schädlingsbekämpfung möglichst sämtlicher Obstzüchter ist zu erreichen, daß wir des grohen Heeres der Schädlinge im Obstbau Herr werden. D. ** Zimmermanns Zirkus-Schau. Der Zirkus unserer Jugendtage ist nicht tot. Dom Donnerstag finbeiv jeweils 20.15 Uhr, auf dem Oswalds- garten Klein-Zirkusvorstellungen statt unter freiem Himmel mit aufgespanntem Drahtseil und Schiffs- mast mit Darbietungen der Parterre-Akrobatik und fliegenden Menschen am Trapez, mit Balancierkunst und dem Schlangenmenschen. Klowns und der Herr Direktor, sie fehlen nicht und werden dazu beitragen, daß auch der Humor zu [einem Rechte kommt. Der kleine Zirkus, der einer Der wenigen ist, die heute noch auf Märkten und in kleinen Städten gastieren, durste tn manchem Besucher Jugenderinnerungen wachrufen, Grund genug, sich das Gastspiel dieser Variete. und Revue-Schau nicht entgehen zu lassen. (Siehe heutige Anzeige.) •• DieGewerkschaftDeutscherLoko- mvtivführer hält am nächsten Samstag und Sonntag im Cafe Leib zu Gießen ihre Tagung ab, an der die Mitglieder des Direktionsbrzirkes Frankfurt a. M. und einige Vertreter von Berlin teilnehmen werden. In Verbindung damit feiert die Ortsgruppe Gicßen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer am Samstagabend, ebenfalls im Daf6 Leib, ihr 35. Stiftungsfest, mit dem die Ehrung der Iubilare verbunden sein wird. (Siehe heutige Anzeige.). " Der Vertretertag der Gewerkschaft hessischer Gemeindebeamten findet am 31. Mai in Alzey statt. Von einer offiziellen Veranstaltung ist Abstand genommen worden. Auf der Tagesordnung stehen neben der Abnahme des Geschäfts- und Kassenberichts Referate über die Einführung einer Stellen- losenunterstühung für kommunale Angestellte. Besonderes Interesse wird die Behandlung des Versicherungsgesetzes für gemeindliche Beamte finden. •* Pionier-Treffen in Mainz-Ka st el. Man schreibt uns: Am 4., 5. und 6. Juli soll in der alten Pioniergarnison Main-Kastel ein kameradschaftlicher Wiedersehenstag stattfinden. Alte Kameraden werden gebeten, ihre Adresse umgehend an Karl Rapierala, Wiesbaden-Biebrich a. Rh., Mainzer Straße 25a, zu senden, mit der Angabe: Truppenteil, Kompanie und Jahrgang. Persönliche Einladungen, sowie Zusendung der Fragebogen sin- den nur an die Kameraden statt, deren Anschriften mitgeteilt werden. Klein« Strafkammer Gießen. Gießen, 22. Mai. Ein in vorgerückten Jahren stehender Kellner verfolgte Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Dad-Rauheim. durch das er wegen Körperverletzung, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und össentticher Beleidigung zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt worden war. Zweck der Berufung war Herabsetzung der Strafe. Eines Abends verlangte er in einer Wirtschaft Bier, das ihm. weil er auf der Trinkerliste stand, von der Büfettdame verweigert wurde. Als er versuchte, ein für einen andern Gast bestimmtes Glas auszutrinken, wurde er von der Büfettdame daran gehindert. Darauf schlug er ihr ins Gesicht. Dem herbeigeholten Gendarmen, der ihn auf die Wache brachte, -leistete er heftigen Widerstand, schlug ihm ins Gesicht und beschimpfte ihn mit gemeinen Ausdrücken. Rur mit Hilfe eines zufällig vorbeikommenden Arbeiters gelang «3. ihn zu überwältigen. Heute wollte er von nichts mehr wissen und suchte sich auf sinnlose Betrunkenheit hinauszureden. Es wurde aber iestgestellt, daß er nur angetrunken war. Die Berufung wurde zurückgewiesen. Das. Gericht bezeichnete es für erforderlich. die Sicherheitsbeamten in der rechtmäßigen Ausübung ihres Dienstes entsprechend zu schützen. Wirtschaft. • Verlosung bei der Hessischen Hypothekenbank. Bei der Verlosung dec Hessischen Hypothekenbank wurden zur Rückzahlung am 30. Juni 1931 auSgelost: 1. 4.5proz. Liqui- dationsgoldpfandlr.efe Reihe 1—24 alle Stücke, deren Rummern die Endzahlen 20, 43 und 68 tragen; 2. 4,5proz. Liquidationsgoldpsandbries- zertifikate Reihe 1—23 alle Stücke, deren Rummern die Endzahlen 4 und 5 tragen, Reihe 24 alle Stücke, deren Rummern die Endzahlen 1 und 5 tragen. Die Einlösung erfolgt ab 1. Juli 1931 in Darmstadt bei der Hessischen Landeshypothekenbank oder in Frankfurt a. M. bei der Rassauischen Landesbank. 'Bei der ersten Verlosung der Restanten vom 16. Mai 1930 wurden gezogen 4.5proz. Liquidationsgoldpfandbriese Reihe 1—23. a) von den Pfandbriefen zu 2000, 500 und 100 Goldmark alle Stücke, deren Rummern die Endzahl 10, 51, 53 und 62 tragen, b) von den Pfandbriefen zu 1000, 200 und 50 Goldmark alle Stücke, deren Rummern die Endzahl 10, 46, 51, 53 und 62 tragen, 3. 4,5proz. Goldpfandbriefzertifikate Reihe 1—23 alle Stücke, deren Rummern die Endzahl 0 und 1 tragen. Don diesen Stücken ist ein Teil bis jetzt noch nicht zur Einlösung vorgelegt worden. * Steigender Automobilexport. Die Adam Opel AG. in Rüsselsheim berichten, daß die deutsche Gesamtausfuhr an Automobilen im ersten Quartal 1931 um 10 v. H. höher sei, als in der entsprechenden Periode des Vorjahres. Der Opel-Anteil war von Januar bis Dezember 1930 am Gesamtexport 23,9 v. H., am Personenwagenerport 29,5 o. H. und am Lastwagenexport 13,4 v. H. Der Anteil Januar bis März war für die Opelfabrikate am Gesamtexport 50 v. H., am Personenwagenexport 53,6 und am Lastwagenexport 45,5 v. H. Der Anteil an der Personenwagenausfuhr ist etwa auf das 1,8- fache, der an der Lastwagenausfuhr fast auf das 3,5fache seiner vorjährigen Höhe gesteigert worden. Die absoluten Ausfuhrziffern seien noch stärker als die Verhältniszahlen gestiegen. Die Ausfuhr von Opelwagen in den ersten vier Monaten 1931 übersteigt bereits die des ganzen Kalenderjahres 1930 um rund 20 v. H. ♦ Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 = 100) stellt sich für die Woche vom 19. bis 23. Mai auf 80,7, gegenüber 83,5 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 73,4 (76,7), Gruppe verarbeitende Industrie auf 71,2 (74,1) und Gruppe Handel und Verkehr auf 103,8 (105,9). *CorneliusHeylAG., Worms. Aus dem einschließlich 245 476 Mark Gewinnvortrag 932 401 Mark betragenden Reinaewinn für 1929/30 wird die Cornelius Heyl AG. in Worms für die beiden letzten Jahre die statutenmäßige 6-v. H.-Dividende aus- schütten und auf die Stammaktien 4 v. H. (0 o. H.) Dividende verteilen. Der Rest von 164 401 Mark soll vorgetragen werden. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 27. Mai. Tendenz: etwas beruhigt. Rach den starken Rückschlägen im gestrigen Börsenverkehr zeigte der heutige Beginn ein etwas beruhigteres Aussehen, da die Kulisse auf dem erniedrigten Riveou kleine Rückdeckungrn vornahm und auch die Danken einige Käufe vorgenommen haben dürften. Diese leichte Erholung beruht in der Hauptsache auf börsentechnischer Grundlage. Einen gewissen Stimulus bereiteten der Reichsbankausweis für die dritte Maiwoche, der eine weitere Entlastung um rund 100 Millionen brachte, die leichte Befestigung der Reichsmark und die etwas gebesserte Reuyorker Börse. Anderseits blieben aber die bevorstehende Rotverordnung und die Zusammenkunft der Staatsmänner in Chequers ein unveränderliches Stimmungsmoment, und man beobachtete daher stärkere Zurückhaltung. Das Geschäft zu den ersten Rotierungen bewegte sich in sehr engen Grenzen, und schon kleinste Rachfrage genügte, um d-ie Kurse bis 1,5 Prozent zu erhöhen. So eröffneten I.-G.-Farben, AEG., Licht & Kraft, Schuckert und Mannesmann je 1,5 Prozent freundlicher, Aku, Salzdetfurth und Westeregeln bis zu 3 Prozent höher. Durchweg schwächer tagen dagegen Bankaktien, die bis zu 1,5 Prozent verloren, wobei von einigen Auslandsabgaben verlautete. Am Bauunternehmungsmarkt lagen Zement Heidelberg 3 Prozent schwächer, während Holzmann und Wayh & Freytag gut behauptet lagen. Dyckerhoff erschienen mit Minus- Minus-Zeichen. Don deutschen Anleihen gaben Altbesih fast 0,5 Prozent nach. Am Auslands- rentenmartt waren Mexikaner nach den gestrigen Abschwächungen etwas erholt. Am Pfandbriefmarkt bestand noch etwas Angebot, doch erfuhren die Kurse keine stärkeren Abschläge. Reichs- schuldbuchforderungen im Einklang mit dem Aktienmarkt etwas erholt. Im Derlaufe formte sich die Mehrzahl der Kurse etwas befestigen, da das Bleiben Briands als Außenminister befriedigte. Später bröckelten die Kurse etwas ab, da am Kassamarkt zu Geldbeschaffungszwecken für den Zahltag stärkeres Angebot vorgelegen haben soll. Spezialwerte lagen etwa 0,5 Prozent unter dem Anfangsniveau. Siemens kamen verspätet mit plus 3 Prozent zur Rotiz. Arn Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 Prozent leicht. Am Devisenmarkt lag die Mark gegen London etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,21, gegen Pfunde 20,4725, London gegen Reuyork 4,8637, gegen Paris 124,26, gegen Mailand 92,93, gegen Madrid 50,25, gegen Schweiz 25,1650, gegen Holland 12,0990. Berliner Börse. Berlin, 27. Mai. Rach überwundener Liquidation eröffnete die heutige Börse hauptsächlich aus positionstechnischen Gründen eher etwas freundlicher. Schon im Dormittagsverkehr hatten die leichten Erholungen gestern in Reuyork, die man mit Deckungen in Zusammenhang brachte, die auf Grund der angekündigten Zwangsmaßnahmen gegen die Baissespekulation vorgenommen wurden, und ein ziemlich günstig beurteilter Reichsbankausweis für die dritte Maiwoche eine etwas freundlichere Stimmung ausgelöst, und nur die immer noch ungeklärte Lage der Oesterreichischen Kreditanstalt waren ein Stimmungsmoment. Aus einigen Märkten kam dann zu Beginn der Börse immer noch Ware heraus, die aber, da bei der Spekulation Deckungsneigung bestand, ziemlich aufgenommen wurde. Bei der Beurteilung der Tendenz ist der in den Kursen enthaltene Report zu berücksichtigen. Auch dcrs Fehlen neuer Limite ließ die Kursgestaltung etwa- irregulär werden. Etwas stärker gebessert erschienen Allgemeine Lofol & Kraft, Demberg. Schultheiß, Kaliwerte, von denen Westeregeln sogar mit Plus-PluS-Zeichen erschienen. Chade, Lahmeyer und die meisten übrigen Llektrowerte, während Bayerische Hypothekenbank. Zellstoff Waldhof durch schwach: Haltung auffielen. Äontigummi lagen auf Dividendenabschlag kurSmähig etwa- leichter. Sine weitere Ermäßigung deS Kupferpreises auf 9.02'/$ Dollar wirkte sich in den Kupferwerten nicht starker aus. Anleihen ruhig. Altbesih lagen nachgebend, auch Ausländer zur Schwäche neigend. Ungarn Gold lagen 0,5 Prozent niedriger, Pfandbriefe ebenfalls eher angeboten, nur Reichsschuldbuchforderungen eine Kleinigkeit erholt. Im Einklang mit dem Aktienmarkt Geld zum Zahltag am 29. d. M. schon heute etwas steifer. Tagesgeld stallte sich auf 4.25 bis 6,25 Prozent, die übrigen Sätze unverändert. Im Derlaufe erfuhren die Kurse auf Deckungen 1- bis 2prozentige Besserungen. Besonders Karstadt. Kontigummi, Rhein. Braunkohlen und Salzdetfurth zeichneten sich durch Festigkeit au3. Daß Briand seine Demission als Außenminister zurückgezogen hat, war der Börse erst teilweise bekannt. Vichmarkt in Lich. D Lich. 26. Mai. Der heutige Pfingstmarkt brachte unserem Städtchen einen überaus reichen Verkehr. Zum V i e h m a r k t waren aufgetrieben 861 Ferkel und 156 Lämmer. Ziegen und Böcke. Bezahlt wurden für 6 Wochen alte Ferkel 12 bis 14 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte 16 bis 20 Mark, bis zu 10 Wochen alte 22 Mark und ältere 25 Mark durchschnittlich. Durch das Ueberangcbot verblieb geringer Ueberftanb. lieber den Verlauf der vorn Kreisziegenzuchtverein und dem Landwirtschaftskammerausschuß veranstalteten Ziegenschau werden wir noch berichten. Vichmarkt in Schotten * Schotten, 26. Mai. Auf dem heutigen P r ä • miierungsmartt standen etwa 450 Stück Rindvieh, 115 Pferde und 20 Ziegen zur Bewertung durch die Preisrichter zur Verfügung. Auf dem gleichzeitig stattfindenden Schweinemarkt waren etwa 850 Schweine zum Verkauf gestellt. Man bezahlte für Ferkel bis zu sechs Wochen alt 12 bis 15 Mark, sechs bis acht Wochen alt 15 bis 20 Mord acht bis dreizehn Wochen alt 20 bis 25 Mark, Läufer 30 Mark, Einleger 40 Mark je Stück. Frankfurter Eicrrnarkt. Frankfurt a. M., 23. Mai. Die letzten Tage vor Pfingsten brachten dem Eiergeschäft weiter eine leichte Belebung des Absatzes, der sich jedoch säst ausschließlich auf die billigen Sorten beschränkte. Die Preise zeigten verschiedentlich wieder leichte Rückgänge, so für Holländer, Dänen, Italiener und Russen. Deutsche Frischeier waren ziemlich gut gefragt: Es notierten in Pfennigen per Stück ab lo:o Frankfurt a. M.: Italiener 8 bis 83/4, Bulgaren bis 73/4, Jugoslawen 7 bis 7‘/t, Rumänen 63/t bis 7, Russen 6 bis 61/,. Holländer 7 bis 91/*, Dänen 7 bis 10, Belgier 8'/* bis 83/<: Bayern 7‘/2 bis V/it deutsche Frischeier 6'/z bis 91/,. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 27. Mai. Es wurden notiert: Weizen 300; Roggen 217,50; Hafer, inländischer, 210 bis 215; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 41 bis 42; Roggenmehl 29,75 bis 31,75; Weizenkleie 12,75; Roggenkleie 13,50. Tendenz: ruhig. Letzte Nachrichten. Briand zieht seine Demission zurück. p a r t e , 27. TTlai. (WT8. Drcchlmeldung.) Außenminister Briand hat im heutigen Ministerrat auf die dringenden Vorstellungen seiner Ministerkollegen seine Demission zurückgezogen. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.33 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen .Tür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 o. H. ^ranffurl a. Dl. Berlin «Schluß- fürs 1-tkhr- Rur4 «Schluß- fur4 Anfang. flur< Datum 26.5. 27.5. 26.5. 27.5. 6% Deutsche Reichsaweihe 84,25 _ 85,1 _ 7% Deutsche Reichtanleihe 99,5 99,1 Deutsche Ant.-AblSs.-Schuld mit 54,25 4,5 53,8 54,4 4,5 54 vetzgl. ohne Auölos.-Rechte . . 6% Hell, tiolllilnat von 1929 4,5 (rüandbrtefa»krall, tzomm^Lbl. Di. 20...... 7% Pr. Landeiplandbrtefanllatt, — — — — Pfandbriefe R.«...... 119.0. abg. Bortriegt-Obllgatio- 96,5 — — — nen. rüchjablbar 1932 ..... — — — — <% Ceflerretcbffdje Oolbrtnte . . 4,20% Lcstcrrctchifche SUbtrrrnft 4% Ccflcael4M4e Stnheültche Rente........... 4% UngatW ®oltrente .... 4% Ungarische StaatSrente V. 1910 4y,% bergt, von 1913..... 4% Ungarische Sronenrenke . . . 4% Dürlische Sollanleihe von 1911 4% Dürkllche Bagdadbahn-Anl Serie I........... 4% bergt. Serie ll....... 6% Rumänisch« vereinh. Reute von 1903 .......... Rumünlsch« vereinh. Rente von 1918 .......... 1% Rumänische vereinh. Rate • — — 20,9 20 2 — 2,05 — — — _ 17,4 — 17,4 17,9 15 —— - ■ — - — — — — — — — 3,3 — 3,4 — 3,4 _ — _ 3,4 — 3,4 3,3 — 7,65 7,5 14,25 — 14,4 14> 4 6,1 — 6,15 6 Hranksun a. J)i. | Berlin Schluß-, 1-tthr- kurS | flur# Echlvß- Iur4 Anfang. flur< Datum 26.5. 27.5. 26.5. 27.5. Hamdurg-Amertka Patel ... 7 Hamburg-Sbdom. Dampfschiff. 8 Hansa Damvfschifs.....10 Norddeutscher Llovd.....8 Allgemeine DeutscheLreditanK. 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelkgejellschafi . 12 Lommerz- und Privat-Bant . 11 Tarmslüdler und Rattonalbank 12 Deutsche Bank und DUconto^Sefelllchaft, ... 10 Dresdner Bank......10 Reichsbanl........12 -3.C.®............8 Bergmann.........9 Sicht. LleserungSgesellschaft. 10 Licht und fttafl......10 Feilen & Guilleaume ... 7% Gesellschast |üt Elektrische Unternehmungen .... 10 Hamburger Elektrizitäts-Derke 10 Rdeintsche Elektriiität .... 9 Schlesische ElektrijilLt. ... 10 crtiuden &1o.......u Swmen« L Halste.....16 rron4ravio.........e Labareyer S Eo.......10 vuderutz ........ 8 Deutsche Lrdbl ....... « Essener Steinkohle ...... 8 Geilenkirchener ....... 8 H«vcner..... O Hoesch Eisen........ 3ile Bergbau ....... 10 jllbcknerwerte ........ 7 LSIn-Ncuetsen ....... 7 Mannelmann-RShre» .... 7 vlansfelder Bergbau ..... 7 Oberschles. Liienbcdarf . ... 6 Oberschles. ttolrwerke.....7 Dhbnir Bergbau......8% Rbeiniiche Braunkohle» . . 10 Rbelnslabl...... 6 Niebeck viontai ...... 7.2 48 50 107 101,75 120 10t 101 86 96 96 70 90,5 91 108,5 136 100,5 58,5 64,5 48 147,5 50,13 62 30 45 136 62,25 * «> w 2 2 "*4 3 ““ ® — i ssfi i i 12 1 z i i 1 l 1 1 1 II äs iiiiiöiib. ä i a sä i i i i i i i 48 89.5 70,25 50,25 106,75 101,25 120,5 101 101 133,5 85,5 57 96,25 96,5 70 90 90 106,65 135,25 102,75 38,13 59 63,25 49 47 143,75 47 51 62,65 30,4 63 43 138,5 61,13 48.25 89.5 70 47 105,75 101,25 120 101 101 131,25 87,4 59 99,75 97,75 71 92 92 109 138 59,13 47,5 145 48,13 51,5 63,13 30 63 43 137,13 62,5 Frankfurt a. 3)1. Berlin Schluß- Iur< t^lhr- Schluß« kur« Anfang. flur< Datum 26.5. 27.5. 26-5. 27.5. VerrMtgre Stahlwerke..... Olavi Minen......16'/. 44 — 43,75 43,5 — 21,65 Kaliwerke Ascherileben ... 10 117 — 116 119 Rnliroedt Welteregeln ... 10 120 123 118 123,5 Kaliwerke Saljdetsurth ... 15 176,25 178 176,5 177,75 I. ®. Yorden-Industrie ... 12 Dvnamit Nobel.......< Scheide anstatt........ 9 Goldschmidt ...... . 6 Sütgtrtroerfe........6 MetallgelelllLaft.......8 Bhilivv Holzmann......7 Zementwerk Heidelberg . . 10 Gementroetf Karlstadt. ... 10 Vavb & ffrevtao......8 Schullbeit Patzenhofer ... 15 Cftroede.........12 8 tu...........18 Bemberg...... 14 Bellftoff valdhof .... 18'/. Kellftoss Aschaffenburg ... 12 Cbarlottenburger Sofia ... 8 Dessauer GaL........ 9 Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau .....0 Nal. Automobil ....... 0 CtenfUto & Koppel.....6 Leonbard Dietz ...... 10 Eveneka........... frankfurter Maschinen .... 4 Geigner........ . 6 Hevligeniiaedt .......v Iungyan»....... 6 Lechwerte..........8 Matnliastwertc Höchst a.®L . . 8 Miag...........10 Gebr. Roeder.......10 Botgt & Haeffner......9 Süddeutsche Zucker .... 10 128,5 129,75 127,25 129,13 118 118 — 38,25 —— 37,75 — 43,5 —— 44,75 45,75 60 — 59 — 69,5 69,65 69,5 70 57,5 53.65 — — — — 23,5 23,5 23 — 121,75 126,5 —— — 55,5 58 55 58,25 68 — 65,75 69 72,5 — 73 70,5 65 -— 66,5 ■ — — — — 103,75 87 22 — 22,75 23 59,5 — 59,25 6£ — ■■ •— — — — — 38 38,25 91 91 92 225 — 222,5 223,5 — — 12,5 — 29,5 — 28,9 — 1 ■ — 1 - — — — —- — — — — — 62 — — —— — -— — — — . — — — -____ — — — 114,5 — 115,5 — Bantnoten. Berlin. 26 Ma! «eld ZFkJ Bmenkonischc- Rote»...... 4,187 4,207 Belgische Roten. ....... 58,28 58,52 Dänische Noten ........ 112,30 112,74 Englische Noten........ 20,40 20.48 tzranzüstsche Noten....... 16,41 16.47 Holländische Noten ....... 168,54 169,22 Italienische Noten........ 21.99 22.07 Norwegische Noten....... 112.18 112,62 Deursch-Oefterreich, tz 100 Schilling 59.005 59,245 Rumänische Noten....... 2,475 2.495 Schwedische Noten....... 112,46 112,90 Schweizer Noten........ 81,08 81,40 Spanisä,« Noten........ 39.92 40.08 Dichechoiiowakische Noten..... 12,41 12,47 Ungarische Roten........ 73,10 ' 73,40 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 26. Mal 27. anal Amtliche Notierung Geld | 2rie? Amtliche Notierung Geld Bries «mit.. Rott. 168,88 169,22 169,08 169,42 Buen-StreS 1.280 1,284 1,271 1,215 Brg.-Antw 58.465 58,585 58,54 58,66 ttirifttania. 112,49 112,71 112,62 112,84 «openbagen 112,53 112,75 112,62 112,84 Ciockbolm . 112,64 112,86 112,75 112,97 HclftngkorS. 10,573 10,593 10,558 10,560 Italien . . . 21,98 22.02 22,02 22.06 London. . . 20,44 20,48 20,456 20.496 Renn ort .. 4,202 4,210 4,2065 4,2145 PorrS. . « . 16,431 16,471 16,459 16,499 Schwei, . . 81,24 81,40 81,29 81,45 Spanten. - 40.24 40,32 40,91 40.99 Japan . . . Rio de Jan. 2,076 0,281 2,080 0,283 2,079 0,281 2,083 0,283 Wien In 2) Ceft. abgeft 59,065 59,185 59,13 59,25 Idnab" ' " 12,451 12,471 12.462 12,482 7,413 7,427 7,423 7,437 Vadapest. . 73,25 73,39 73,31 73.45 Bulaarren . 3,046 3,052 3,051 3.057 Lissabon . . 18,90 18,94 18.90 18,94 Dan,ig. . . 81,70 81,86 81,795 31.955 Äonftantia. 1,784 1,789 1,784 1,789 Btben. . 5,747 5,757 5,451 5,461 Tana oa . . 4,199 4,207 4.204 4,212 Urn uao . 2.448 2,452 2.396 2,402 Latrv - - 20,96 21,00 20,975 21,015 Obephessische Gesellschaft für Rakur- und Heilkunde. Naturwissenschaftliche Abteilung. In der letzten Sitzung hielt Prof. Dr. Merker einen Dortrag über die Sichtbarkeit ultravioletten Lichtes. Ultraviolett ist ein dunkles, schwaches Licht und wird im Wettbewerb mit dem sichtbaren Licht von höheren Helligkeitswerten leicht unterdrückt. Man sieht deshalb im Tages- und Lampenlicht nichts vom Ultraviolett. Heute läßt sich aber nachweisen, daß der Mensch ultraviolettes Licht empfindet. Auch der Wasserfloh unterscheidet es von anderem Licht. Vermutlich find auch viele andere Tiere dazu imstande, doch der Nachweis gelingt nicht leicht. Von den Wirbeltieren wird bestimmt nicht das ganze ultraviolette Spektrum gesehen, weil alle Augenteile eine scharfe Absorption des Lichtes bei der Wellenlänge von rund 300 hji erkennen lassen. Durch objektive und subjektive Versuche ließ sich zeigen, daß einige mit Hilfe eines Filters leicht darstellbare Lichter aus dem Sonnenultravivlett (Wellenlänge 400—300 pjx) bis zur Netzhaut Vordringen und dort Eindrücke hervorriefen. Für gewöhnljch wird dieses Licht blauviolett gesehen. Bei Verstärkung des Lichtes wird der Eindruck hellblau, bei Verminderung blaugrau. Bei allen Versuchen im Ultraviolett ist mit dem Auftreten von Fluoreszenz zu rechnen. Tatsächlich leuchten alle farblosen Gewebe im Ultraviolett blauwciß auf.,An der Augenlinse wurde dies gezeigt. Dieses Leuchten im Auge ruft den subjektiv sehr seltsamen Lichtnebel hervor. An Schmetterlingen und Fischen kann man durch das Studium der Pigmentbewegungen im Auge nachweisen, daß Ultraviolett bis auf den Augengrund dringt. Durch einen Zweilichterversuch gelingt es, Daphnien derart zu beeinflussen, daß sie ihre Lage entsprechend der Rich- tung des ultravioletten Lichtes verändern. Diese Tiere können also ultraviolettes von anderm Licht dem Neizwerte nach sehr schnell unterscheiden. Eine lebhafte Diskussioy bewies das große Interesse der zahlreichen Versammlung an den Ausführungen und Darbietungen des Vortragenden. Oberheffen. Zubiläumsgaben für den BHC. n. Schotten, 26. Mai. Der Kreisausschuh des Kreises Schotten hat beschlossen, dem Gesamtverein des Vogelsberger Höhen-Clubs aus Anlaß seines 50jährigen Bestehens eine Iubiläumsgabe im Betrage von 2000 Mark zum Zwecke der Förderung der Heimatpflege und Jugendbewegung zu überreichen. Trotz der gespannten finanziellen Verhältnisse des Kreises entschloß sich der Kreisausschuß einstimmig zu dieser Spende, um damit dem VHC. seinen Dank für seine großen Verdienste, die er sich bisher auf dem Gebiete der Heimatpflege und der Jugendbewegung erworben hat, zum Ausdruck zu bringen. Auch die Stadt Frankfurt hat dem VHC. für das Vater-Dender-Heim auf der Herchenhainer Höhe erneut einen Betrag von 5 00 Mark zugewiesen, da das Heim gerade von der Frankfurter Jugend sehr stark besucht wird. Furchtbarer Flammentod einer Frau. V Illnhausen (Kreis Büdingen), 26. Mai. Arn ersten Pfingstfeiertag kehrten abends der Arbeiter und Landwirt Heinrich Schnell und seine Ehefrau mit dem Motorrad, von Herchenhain kommend, wieder in ihre Hofreite hierher zurück. Sie stellten ihr Motorrad in die mit Stroh und Heu gefüllte Scheuer. Kurze Zeit danach, etwa 22.30 Uhr, bemerkte die Ehefrau Marie Schnell Brandgeruch. Vorsichtshalber ging sie nochmals in die an das Wohnhaus angebaute Scheune, um nachzusehen, ob alles in Ordnung fei. Da schlugen ihr auch schon die hellen Flammen entgegen. Um noch das Motorrad zu retten, wagte sie sich zu weit vor. DaexplodiertederDenzintank und innerhalb weniger Sekunden brannte die Scheuer lichterloh. Der bedauernswerten Frau brannten die Kleider buchst üblich vom Leibe herunter. Hierdurch erlitt sie fürchterliche Brandwunden am ganzen Körper. Mit einem zufällig im Orte anwesenden Auto wurde die Bedauernswerte dem Gederner Krankenhause zugeführt, wo sie jedoch kurz nach der Einlieferung ihren qualvollen Verletzungen erlag. Sie hinterläßt zwei unmündige Kinder im Alter von 6 bzw. 8 Jahren. Der Ehemann zog sich bei den Nettungsarbeiten ebenfalls schwereDrandwundenan beiden Händen zu und mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Das Vieh konnte bis auf die Hühner gerettet werden. Dem sofortigen tatkräftigen Ein- greifen der Ortsfeuerwehr und derjenigen von Kirchbpacht, die den Brandherd mit drei Schlauchlinien bekämpften, ist es zu verdanken, daß das Wohnhaus unbeschädigt blieb. Kreis Lauterbach. * Bermutshain, 26. Mai. In Anwesenheit des Ministerialdirektors Prof. Dr. Röhler als Vertreter der Negierung, des Landtagspräsidenten Delp, des Landesvorsihenden des Landbundes Dr. v. Helmolt, des Kreisdirektors des Kreises Lauterbach Dr. Michel, des Landwirtschaftskammerpräsidenten Oekonomierat H e n- s c l und vieler anderer hervorragender Persönlichkeiten des politischen und wirtschaftlichen Lebens wurde hier der Landtogsabgeordnete und Altbürgermeister Friedrich I o st, der auf dem Frankfurter Bahnhof in tragischer Weise ums Leben kam, zu Grabe getragen. Neben den vielen auswärtigen Gästen gab die ganze Einwohnerschaft des Dorfes dem Verstorbenen das letzte Geleit. Nach einigen Gesangsvorträgen hielt Pfarrer Saal die Grabrede, in der er die aufopfernde Tätigkeit des Verstorbenen für seine Mitmenschen und für die hessische Bevölkerung beleuchtete. Diele Kranzniederlegungen und zahlreiche Nachrufe ließen erkennen, in welch' hohem Maße der Verewigte Hochachtung und Wertschätzung in seinem weiten Wirkungskreise genoß. Aus allen Reden war zu erkennen, daß sich der Verstorbene durch seinen lauteren Charakter, durch seine edle Gesinnung, durch Zuverlässigkeit und Pflichttreue, sowie durch verständnisvolle Einsicht viel Vertrauen erworben hatte. Landtagsabgeordneter Jost gehörte neben dem Landtag auch dem oberhessischen Provinzialtag, dem Kreistag und dem Kreisausschuß des Kreises Lauterbach, sowie vielen anderen Ausschüssen und Vertretungen an. Er hat sich maßgeblich für die Feldbereinigung eingesetzt und ein wesentliches Teil zur wirtschaftlichen Hebung des Vogels- 6 er ged beigetragen. Der Hessische Landbund hat in ihm außerdem einen eifrigen Förderer verloren. Spielvereinigung 1900 Gießen. Blitzturnier um den Pokal des Vereins ehern. Hess. Leibdragoner. Das Blitzturnier der Spielvereinigung hatte eine stattliche Anzahl Zuschauer auf den Sportplatz an die Liebigshöhe gelockt. Kurz vor drei Uhr nachmittags eröffnete die Kapelle des Reiterregiments 16 (Langensalza) die Veranstaltung. Sodann begannen die Spiele. Trotz der Kürze der Spielzeit (man hatte in Anbetracht der großen Hitze die Spieldauer jeweils nur auf 2 mal 10 Minuten festgesetzt) entwickelten sich heftige Kämpfe um den Sieg. Schon gleich im ersten Treffen kam es zu einer Sensation. Der Meister der zweiten Bezirksklasse Butzbach präsentierte sich in bester Verfassung und erzielte gegen 1900 Gießen ein Unentschieden 1:1. Wohl erzielten die Hiesigen bei andauernder Ueberlegenheit einen Treffer, den aber der Schiri aus unbekannten Gründen annullierte. Dann aber ging Butzbach auf Fehlschlag Zeilers durch prächtigen Fernschuß in Führung. 1900 verdoppelte nach der Pause die Anstrengungen, aber erst mit dem Schlußpfiff erzielte Schäfer (1900) den Ausgleichstreffer. Im zweiten Spiel trafen Wetzlar und Ockers- Hausen aufeinander. Ockershaufen enttäuschte gewaltig und stellte die schlechteste Mannschaft im Turnier. Äetzlar fiel es nicht allzu schwer mit 2:0 Sieger zu werden. Dann führte das Los 19 00 Gießen und Ockershausen zusammen. Obwohl sich Ockers- Hausen etwas mehr aufraffte, triumphierte das technisch überlegene Spiel der Blauweihen, die eigentlich ganz leicht 3:0 siegreich blieben. Einen spannenden, fast ausgeglichenen Kampf lieferten sich Wetzlar und Butzbach. Der Wetzlarer Torhüter bewahrte seine Elf vor einer Niederlage. Das Spiel endete 0:0. Nach kurzer Pause folgte das Spiel, das entscheidend wurde um den Gewinn des Pokals. 1900 Gießen — Sportverein Wetzlar 1:0. Ein zähes ausgeglichenes Ringen. Wetzlar mit größerer Wucht und Schnelligkeit. 1900 mit feinerer Ballbehandlung und besserem Stellungsspicl, jedoch reichlich nervös. Mitte der zweiten Spielhälfte fiel die Entscheidung. Ein famoser Strafstoß des Mittelläufers Katz wurde von Wilhelmi und Langsdorf fast gleichzeitig zum siegbringenden Presser verwandelt. Im letzten Spiel kämpften Butzbach und Ockers- Hausen um die Placierung. Butzbach siegte verdient 2:1. Bei zwei gewonnenen und einem unentschiedenen Spiel ging die Spielvereinigung 1900 mit 5 Punkten als Sieger aus dem Turnier hervor und errang damit den Pokal. VfR. Butzbach beschloß die Runde mit 4. Sportverein Wetzlar mit 3 und FV. Marburg- Öckershausen mit 0 Punkten. Siädteweiispiel Gießen — Pfungstadt 2:0. Die für den 2. Pfingstfeiertag vorgesehene Dop- pelveranstaltung auf dem 1900er-Sportplah fiel aus, da „Olympia" Lorsch absagte. Die beiden hiesigen Vereine traten deshalb dem erschienenen Gegner, der „Germania" Pfungstadt, mit einer kombinierten Mannschaft in folgender Aufstellung entgegen: Balser (VfB.): Zeiler (1900), Bingel (VfB.): Henrich (1900), Langsdorf (1900), Glitsch (1900); Leutheuser (VsD.), Haupt (VfB.), Wilhelms (1900), Feuster (VfB.), Lehrmund (VfB.). Die Einheimischen fanden sich überraschend schnell zusammen und waren leicht überlegen. Die Pfungstädter Hintermannschaft hatte alle Hände voll zu tun. Allmählich wurde das Spiel ausgeglichener. Pfungstadt drängte sogar gegen den Seitenwechsel heftig, insbesondere, da die Gießener durch Ausscheiden des Halblinken nur 10 Spieler im Feld hatten. Aber auch hier ließ sich das Schlußtrio nicht schlagen. Nach Wiederbeginn gingen die Hiesigen (die Mannschaft war wieder vollständig) mächtig aus sich heraus und hatten etwas mehr vom Feldspiel. In der zwanzigsten Minute schoß Wilhelmi den Führungstreffer für Gießen. Henrich erhöhte durch Verwandeln eines Handelfmeters auf 2:0. Die Gäste spielten daraufhin härter. Ein weiterer Elfmeter für Gießen ging an den Pfosten. Die Kombinierten hatten in Verteidigung und Läuferreihe den besten Mannschaftsteil. Ganz hervorragend war Bingel. Die Läufer ließen sich die schweren Spiele vom Vortag nicht anmerken. Nur die Stürmerleistung war schwach. Wilhelmi war der Beste im Quintett, Haupt ließ gegen Schluß etwas nach. Der 2:0-Sieg der kombinierten Gießener war verdient. Die zweite und vierte Mannschaft brachten aus Laubach hohe Niederlagen mit. Die 2. Elf verlor 7:0, die 4. Elf 5:1. Am 2. Pfingstfeiertag spielte die 4. Mannschaft in Waldgirmes und gewann überlegen 4:0. Pftngst-Fußball im Reiche. In Mitteldeutschland siegte Rot-Weiß- Frankfurt auch im dritten Spiel am Montag in Plauen über eine kombinierte Elf, S. u. BC./Kon- kordia Plauen, mit 2:1 (2:0). 4000 Zuschauer sahen Kreß bei der Arbeit, die ihm die besonders in der zweiten Hälfte ungestüm drängenden Vogtländer verschafften. — Eine empfindliche' Niederlage erlitt Südstern-Derlin in Koburg durch den dortigen VfB. mit 1:4 (1:2). Viktoria Frankfurt (Oder) wurde von Meißen 08 mit 4:2 geschlagen. Lebhafter Spielbetrieb war in Westdeutsch- l a n d zsu verzeichnen. Der DFC. Prag kam am Rhein zu zwei schönen Siegen. Die Deutschböhmen schlugen in Aachen eine kombinierte Elf von Alemannia Aachen/Mülheimer SV. 3:1 (1:1) und fertigten ihre Gegner auch am Montag in Mülheim überlegen mit 6:2 ab. Don den süddeutschen Mannschaften waren die Spielvg. Fürth über Borussia Rheine mit 8:2 und dem DfB. Bielefeld mit 6:2, und die Würzburger Kickers jedesmal mit 2:1 über Münster 08 und Hagen 72/Hüsten 09 erfolgreich. Recht würdig vertrat die Eintracht Frankfurt die deutschen Farben in der Schweiz. Der FC. Zürich wurde überlegen 5:2 (2:1) geschlagen. Der Freiburger FC. spielte mit dem FC. Biel 2:2, kam aber über dem FC. Solothurn mit 5:4 (5:2) zu einem Sieg. Union Böckingen gewann jedesmal mit 3:1 über Brühl St. Gallen und Blue Stars Zürich, während der FC. St. Gallen und Ulm 94 sich 2:2 trennten. Wiener Fußballsieg in Duisburg. Von dem großen Können der österreichischen Berufsspieler hat jetzt auch Westdeutschland sich überzeugen können. Die Wiener Städteelf konnte nach ihrem schönen Erfolg am Pfingstsamstag in Köln, am zweiten Feiertag vor 12 000 Zuschauern im Duisburger Stadion auch die Stadtmannschaft von Duisburg überlegen mit 6:2 (3:0) abfertigen. In einem glänzenden Kampfe übertrafen die Wiener Profis durch ihre glänzenden Leistungen noch die hochgespannten Erwartungen. Zungfliegerireffen auf der Wafferkuppe. Der Deutsche Luftfahrtverband e. D. Berlin hatte auch in diesem Jahre zu Pfingsten wieder seine Iungflieger zum Zweiten Deutschen Iung- fliegertreffen und Modellwettbewerb für Segel- slugzeugmodelle auf der Wasser kuppe zusammen- gerufen. Trotz der Röte der Zeit waren 470 Iungflieger aus allen Gegenden Deutschlands zu Fuß. per Rad, Motorrad oder Auto diesem Rufe gefolgt. Eingeleitet wurde das Iungfliegertveffen durch einen Fackelzug nach dem Fliegerdenkmal, wo eine Heldengedenkfeier stattfand. Der erste Vorsitzende des Deutschen Luftfahrtverbandes, Staatsminister a. D. Dominicus, hielt an die deutschen Iungflieger eine Gedenkrede, die in einem Hoch auf das deutsche Daterland ousklang. — Am Sonntagvormittag stellten sich die Iungflieger mit 227 Modellen dem Starter. Wenn auch der Wind von acht bis zehn Sekundenmetern zunächst wenig günstig erschien und den Modellbauern gerade am Austragungstage schwere Aufgaben beim Eintrimmen der Modelle stellte, wurden doch die Leistungen des vergangenen^Iahres erreicht. Die großen Modellbaukanonen, wie Winkler (Berlin), die Weißenfelser, die Mitteldeutschen, die Frankfurter usw., hatten Flugzeiten von vier bis fünf Minuten und Strecken bis zu 2000 Meter. Sieger wurden in Klasse A der Senioren Dill- mar (Schweinfurt) mit 1910 Meter, und Gentsch (Dresden) mit 1250 Meter. Letzterer erzielte auch die höchste Flugdauer mit drei Minuten 37 Sekunden. In Klasse D der Junioren siegten Heil- mann (Greiz) mit 700 Meter Strecke, und Schienen (Berlin) mit 2 Minuten 2 Sekunden Flugdauer. Am Montag führte das Forschungs-Institut bei Rhön-Rossitten-Gesellschaft, die auch in diesem Jahre Gastgeberin ist, ein Schleppsegelflugzeua mit Riedel am Steuer des Motorflugzeuges und dem Weltrekordmann G r o e n h o f f am Steuer des Segelflugzeuges vor. Des weiteren zeigte Groenhoff auch an zwei gelungenen Starts bad neue Geheimnis der Wasserkuppe, die schwanzlose Maschine Köhls, „Das fliegende Dreieck Lippischs". Das große Interesse der Behörden an dem Treffen bewies die Anwesenheit des Oberregierungsrates , Geher vom Reichsverkehrsministerium. Deutsche Reitersiege in Oesterreich. In dem Internationalen Reit- und Fahrturnier in Laxenburg bei Wien zeigte Deutschland ausgezeichnete Leistungen. Im Preise von „St. Georg" siegte Graf Hohenau (Deutschland) mit Nestor, im Ama, Zonenpreis sprang den Sieg Ella P o s ch i n g e r (Deutschland) in 1:09,4, in der großen Reiterprüfung der Herren besetzte Oberleutnant Holst (Deutsch- land) mit Landsknecht in 1:41,2 und mit Meerkatze in 1:46 die beiden ersten Plätze. Dritter war Oberleutnant V i e b i g (Deutschland) in 1:54,3. Am Sonntag waren die auswärtigen Teilnehmer Gäste des Bundeskanzlers. Medenspiele 1934_ Die Medenspiele 1931 begannen an den Pfingst- feiertagen mit den Vorrunden in Leipzig, Stuttgart und Duisburg. Für die Vorschlußrunde qualifizierten sich Rot-Weiß Berlin, Baden und Rheinland, wäh- rend der Sieger des Treffens, Danzig, gegen Ostpreußen noch gegen den Berliner Tennisverband um die vierte Vertreterstelle zu spielen hat. Die Vorschlußrunde gelangt am 12. und 13. September zum Austrag. Deutsche Saalsport-Meisterschasten her Concordia. Die neuen Meister. In Augsburg fanden am Pfingstsamstag und Sonntag die deutschen Saal-Radsportmeisterschaften der Concordia statt, die guten Sport brachten. Auch das Rahmenprogramm war gut. Den Löwenanteil der Meisterschaften sicherten sich die Augsburger, die besonders im Radball ihre Ueberlegenheit unter Beweis stellen konnten. Die Ergebnisse waren: Sechser-Schulreigen: 1. RV. Konkordia Ausgburg 11,059 Punkte, 2. Konkordia Pfersee 10,980, 3. RV. 1900 Krefeld 9,155; Sechser-Kunstreigen: 1. Konkordia Krefeld 27,498 P., 2. RV. Windthorst Augsburg 26,069, 3. RV. Adler Michelau, 4. Konkordia Ulm; Zweier-Kunstfahren mit zwei Maschinen: 1. RV. Windthorst Augsburg 21,152 P., 2. Konkordia Jsny 16,346, 3. Konkordia Schweinfurt 14,035; Zweier-Kunstfahren mit einer Maschine: 1. RV. 1900 Krefeld 20,958, 2. RV. Augs- bürg 12,376, 3. Adler Michelau 12,306; Zweier-Radball: 1. Konkordia Augsburg 10 P., 2. Konkordia Offenburg (Baden) 7, 3. Konkordia Steinwiesen 5, 4 RV. Schnecke Köln 2, 5. Torpedo Bottrop 0; Kunstfahren auf einer Maschine: 1. Konkordia Bamberg 13,752 P. im Alleingang. Kurze Gportnotizen. Einen deutschen Rudersieg gab es bei der Internationalen Pfingstregatta in Ostende. Der RV. Bayer Leverkusen gewann mit der Mannschaft Happ-Iurgen den Riemenzweier in 11:20 in ganz überlegener Manier vor RUN. Brüssel und, Efft. Gent, dagegen mußte sich der Godesberger Hasen- . deck im Endlauf des Einex-Wettbewerbs hinter den Belgiern Lafontaine und Mange mit dem dritten Platz begnügen. Eine sensationelle Niederlage mußte der deutsche Tenniscrack Dr. Landmann beim Bo- russia-Turnier am Montag in Berlin durch den jungen Lindenstädt einstecken, der 6:0, 6:1 gewann. Die Konstruktion des 1,1 Liter Opel Vierzylinder ist kein Experiment, sondern durch jahrelange Erfahrung zu ihrer heutigen Vollendung entwickelt. Jeder verkaufte Wagen steht unter dem Schutz der vorbildlich organisierten Opel- Händlerschaft. Fast an jedem Ort erhalten Sie Opel-Kundendienst! OPEL 1,1 LTR. 4 ZYLINDER - Hohe Qualität, niedrige Preise - große Leistung - geringe Kosten preise von RM 1990 bis RM 2700 fünffach bereift, ab Werk. Jeder Opel-Händler erklärt Ihnen den günstigen Zahlungsplan der Allgemeinen Finanzierung« Gesellschaft LASTWAGEN • FAHRRÄDER Opel baut dreimal so viel Automobile wie jede andere Fabrik in Deutschland! 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