bna n dichten. “feil,eBanf L?§Ä ':^ä ÄJ&'S H euiedj-^, H«. "s ber SA ud,,tt- durch Ä?Er,o!gi. fiöÄ cv ^kdaktjon. bis 17 W Samstag 181. Jahrgang Freitag, 21. März (931 Nr. 73 Erstes Blatt VniS und Verlag: vrühl'fche Univerfitüls-Vuch- und Stctnörudcrci 8. Lange in Giehen. Schnstleitung und Geschäftsstelle: §chul«ttaße 7. Oie Zollermachiigung schen Zollplanes eine weitere Mitteilung an die deutsche und die österreichische Regierung zu senden gedenkt. 3n dieser Mit- lcilung werde erklärt werden, daß der Völkerbund s r a t für die Erörterungen von Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Genfer Protokoll vom Jahre 1922 ; uständig sei und dah aus Grund des Art. 11 der völkerbundssahung jedes Mitglied des Vvlkerbund^rales in der Lage sei, die Aufmerksamkeit des Rates auf den deutsch-österreichischen Plan zu lenken, mit der Begründung, dah er die internationalen Interessen zu gefährden drohe. des Reichstags steht die dritte Beratung Zoller mächtigungsgesches. Der tifcl 3 dieses Gesetzes, der die Regierung Ausgleich des Mißverhältnisses zwischen Index der landwirtschaftlichen Erzeugnisse den übrigen Indices verpflichtet, soll nach neuen Kompromißantrag des Zentrums, rung unverzüglich durch geeignete Maßnahmen einschliehlich der Herabsetzung von Zollsätzen auf die Preisgestaltung so einzuwirken, dah die Inderziffer auf oder unter den Index 133 sinkt. Abg. Hoernle (Komm.) bekämpft die Vor- läge, die nur geeignet sei. die Lebensmittelpreise weiter in die Höhe zu treiben. Trotz der gestrigen Erklärungen des Ernährungsministers hätten verschiedene Berliner Brotfabriken heute den Brot- preiS erhöht. schliehung einstimmig angenommen, in der der Landesausschuh die entschiedene Haltung der Landtagssraklion in der Abwehr nationalsozialistischer Anwürfe, die die Aufhebung der Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten billigt. Nach Annahme dieser Entschliehung erklärte Dr. Wihrnann, dah es für die Deutsche Dolkspartci keine andere Möglichkeit gebe, als durch die Zustimmung zu den eingebrachten Mihtrauensanträgen gegen die nationalsozialistischen Regierungsmitglieder die Nationalsozialisten aus der Regierung in Thüringen aus- zuschaltcn. Der thüringische Gauleiter und Fraktionssührer der Nationalsozialisten, E a u rk e l, erließ einen Aufruf an die nationalen Parteien und an die nationale Wählerschaft. Sauckel erklärt, dah es ihnt vollständig ferngelegen habe, die an der Prag, 2H.März. (TL1.) Außenminister Bene sch gab im Auß>.nausichuß des Abgeordnetenhauses die mit Spannung erwartete Erklärung über die Stellung der tschechoslowakischen Regierung zu den deutsch-österreichischen Zollverhandlungen ab. Er sagte u. a., der Abschluß des deutsch-österreichischen Vertrages habe in ganz Europa große Erregung und Sensation hervor- . gerufen. Die Tschechoslowakei sei ihrer Sache sicher und auf alle verschiedenenMög- lichkeiten gefaßt. Mit der in den deutsch- österreichischen Plänen g kennzeichneten politischen k und wirtschaftlichen Gestaltung Mitteleuropas . könne die Tschechoslowakei nur dann zufrieden Benesch über die deutsch-österreichische Zollunion. Prag als Mittelpunkt des Widerstandes gegen das Zollabkommen. — Oie tschechische Angst vor dem Anschluß und der wirtschaftlichen Isolierung. In Berliner politischen Kreisen wird mit Genug tuung begrüßt, daß der Reichskanzler in seiner Unterredung mit dem englischen Botschafter die Möglichkeit politischer Diskussionen über das Zollabkommen von vornherein abgeschnitten und betont hat, daß die Verhandlungen selbstverständlich w eite r g i n g e n. Ein Antrag auf Auslegung des Protokolls von 1922 berührt lediglichOe st erreich, nicht jedoch Deutschland. Deutschland würde damit in den Ratsverhandlungen nicht als interessierte Macht gelten und im Völkerbundsrat als ständige Ratsmacht mit zu entscheiden haben. Da der Völkerbundsrat saßungsoemäß als rein politisches Exekutivorgan nicht die Befugnis hat, eine rechtlich bindend? "Auslegung internationaler Verträge und Abmachungen vorzunehmcn. so kann in diesem Falle lediglich die Einholung eines Rcchtsgutachtens des Internationalen HaagerGerichtshofes in Frage kommen, für das ein einstimmiger Beschluß des Völkerbundsrates notwendig ist. Die in den letzten Jahren stark umstrittene Frage, ob die Einholung eines Rechtsgutachtcns auf Grund eines einstimmigen oder mehrstimmigen Beschlusses des Völ- kerbundsratcs zu erfolgen hat, ist bisher noch nicht erledigt worden, so daß die allgemein grundsätzlich geltende E i n st i m m i g k e i t aller Ratsbeschlüsse auch in diesem Fall gilt. Es wäre dies der erste Fall, daß der Völkerbundsrat mit der Auslegung eines internationalen Vertrages befaßt wird. Ein derartiges Verfahren würde jedoch nach der Art der Arbeiten des Internationalen Haager Gerichtshofes geraume Zeit in Anspruch nehmen, da vor dem Ende des Sommers kaum das Rechtsgutachten des Haager Gerichtshofes vorliegen würde, so daß die endgültige Entscheidung des Völkerbunds- rates in dieser Frage erstaufderSeptember- t a g u n g fallen könnte. E n Dämpfer für Paris. Ruhigere Beurteilung in der Times. London, 27. März. (WTB. Funkspruch.) Die ,.T i m c s" schreibt bei Erörterung der Besprechungen zwischen London und Paris über Hendersons Anregung, es handele sich um ein offenbares Mißverständnis. Hendersons Anregung auf Prüfung der österreichisch-deutschen Vereinbarung durch den Völkerbundsrat habe die legale, nicht die politische und wirtschaftliche Seite der Sache betroffen, während Dr. Brünings Antwort sich hauptsächlich auf die letzteren bezog. Da der Reichskanzler aber hinzugefügt habe, die deutsche und die österreichische Regierung hätten keinen Grund, eine Prüfung der juristischen Seile zu scheuen, wenn andere Regierungen dies wünschten, dürfe man mit einiger (.uver icht Hof,en, daß er Hendersons Anregung akzeptieren werde. Der Pariser Korrespondent der „Times" 'chreibt: Im Ton der französischen Presse ist ein 6cmcr.enbtoerter Wechsel eingetreten. Blätter, die sich noch vor zwei Tagen in den häßlichsten Ausdrücken gegenüber dem österreichisch-deutschen Plan ergingen, sind jetzt ganz bescheiden geworden und beeilen sich, Hendersons Aktion als eine eindrucksvolle Erneuerung der französisch-britischen Zusammenarbeit zu bezeichnen. Der Grund für diesen Wechsel ist, daß die französische Presse und sogar 'er Quai d'Orsay, nachdem sie den kaltblütigen Rat Hendersons angehört haben, sich jetzt ein» zestehen müssen, daß ihre ersten Schlußfolgerun- ',cn sich wohl mehr durch Schnelligkeit als durch ücbcrtegung auszeichneten. Es st wahrscheinlich, daß die deutschen und die sterreichischen älnterhändler sich sorgfältig nnerhalb der Grenzen gehalten Haien, die vom Buchstaben des Gesetzes bezeichnet sind. Der Etat ist absolut abhängigvonderEnt- wickelung der Wirtschaft. Steuern und Zölle sind in einem Maße konjunkturempfindlich wie kaum zuvor. So ist das Problem tatsächlich ein wirtschaftliches, und alles hängt davon ab, wie die Wirtschaft sich gestaltet und wie weit dadurch die Arbeitslosen aufgesaugt werden. Für die Gestaltung der inneren Wirtschaft ist neben der Kapitalbildung entscheidend das Vertrauen in die Aufrechterhaltung der staatlichen Ordnung. Es wird wohl jetzt niemand mehr daran zweifeln, dah die Reichsregung und die Länderregierungen, nachdem wir durch den fürchterlichen Winter gekommen sind, jede Gewähr dafür bieten. Vertrauen aber bedingt Belebung, und was dies wiederum bedeutet, sieht man, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Verbesserung in der Vermögenslage der wertpapierbesihenden Bevölkerung allein dadurch eingetreten ist, daß die festverzinslichen Papiere und Aktien eine bedeutende Kursverbessserung erzielt haben. Noch wichtiger aber ist die Belebung deswegen, weil mit ihr sofort eine Anzahl Reichseinnahmen sich bessern, vor allem die beiden Konsumsteuern, Tabak und Bier, die mit der Zeit nahezu 2 Milliarden Mark erbringen sollen, so dann aber die äl m s a h st eue r und die Lohnsteuer, die beide im gleichen Schritt mit dem Gange der Wirtschaft gehen. Zu der Besserung im Innern muß aber auch eine Belebung des Außenhandels treten, lln'o hier sieht es leider, nachdem das Genfer Zollabkommen gescheitert ist, nicht besonders vertrauenerweckend aus. Obwohl man sich bei dem Neuen Plan völlig darüber im klaren war, daß Deutschland nur in Ordnung kommen und nur dann Repar a ti onen zah- teil könne, wenn man ihm eine Ausweitung seines Außenh andels ermöglicht, habe niemand von unseren Vertragsgegnern dazu bisher irgendwelche Anstalten getroffen. Im Gegenteil befinden wir uns in einer umgekehrten Entwickelung, die sofern sie anhalten sollte — allerdings zu großen Besorgnissen und Folgerungen Veranlassung geben sollte. Der Reichstag geht in die Sommerferien. Annahme des Zollermächtignngs- und des Osthilfegesehes. — Vertagung des Reichstages bis zum 13. Oktober. Oie Koaliiionsknsis in Thüringen. Ter Konflikt zwischen Bolkspartei und Nationalsozialisten. Weimar, 26.März. (CNB.) Der Landes ausschuß der DeutschenVolkspartei Thüringens trat hier zusammen, um zu der politischen Lage in Thüringen Stellung zu nehmen. Nach einem Bericht des Fraktionsvorsihenden, 2Ibg. Dr. Witzmann, über die jüngste Entwickelung in der thüringischen Politik wurde eine Ent- Die Verabschiedung des Reichsetats. Reichsfinanzminister Dietrich über die weiteren Aufgaben der Reichsregierung. Erich«in« idgl'ch,autza Sonntags and feiertags Beilagen Dte Jllustrterlr vießenei Familienblättei 5«imal tm Bild Die Scholle Monats Bezugspreis: 2.20 Reichsmark and 30 Retchspfennlg für Träge» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelne'. Nummern tnfolgt höhere, Gewalt. Hernsprechanlchlüfte anterSammelnummer2251 Anlchrift für Drahtnachrichten Anzeiger Stehe», pollschelkkonto: $ra«*lf»rt am Main 11686 Berlin, 26. März. Auf der Tagesordnung des Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mne Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20",, mehr. Chefredakteur. Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Ar- zum bem und dem der Deutschen Bolkspartei. der Christlich-Sozialen und der Bayrischen Volkspartei im letzten Absatz lauten: „Steigt im Gegensatz zu dieser allgemeinen grundsätzlichen Preispolitik die vom Statistischen Rcichsamt ermittelte R e i ch s i n d e r z i f f e r für Ernährung über 13 3 und bleibt sie vier Monate aus diesem Stand, so hat die ReichsregieGießenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Berlin, 26. März. (WTB.) Reichsfinanzminister Dietrich äußerte sich vor Vertretern der Presse über die Bedeutung der Verabschiedung des Reichshaushaltes durch den Reichstag. Der Minister wies darauf hin, daß in der Erledigung des Etats vor dem 1. April, also vor Beginn des neuen Etatsjahres, ein großer Fortschritt zu sehen sei. Die Mehrheiten bei der Abstimmung waren so, daß sie auch dann ausgereicht hätten, wenn die Rechtsopposition im Hause gewesen wäre. Bei der Beratung habe sich das neue Verfahren, nach dem Ausgaben nur beschlossen werden können, wenn gleichzeitig für Deckung gesorgt wird — wegen dessen Einführung die Rechtsopposition aus dem Reichstage ausgezogen ist —, durchaus bewährt, wenn auch einige kleine Unfälle zu verzeichnen gewesen wären. Mit der ordnungsmäßigen Verabschiedung des Etats ist ein weiterer Schritt zur Wiederherstellung des Vertrauens getan, um die wir seit der Unglückswahl vom 14. September kämpfen. Dah der Reichstag sich entschlossen hat, der Regierung die Ermächtigung zu geben, unbeschränkt zu sparen, wenn die Ausgaben zwangsläufig steigen oder die Einnahmen weiter sinken sollten, ist nicht nur ein Vertrauensbeweis, sondern ein A k t größterEntschlußkraft des Parlamentes. Wie gestern richtig bemerkt wurde, liegt in der Ermächtigung zwar nur die Möglichkeit, Abstriche an den gesetzlich und vertragsmäßig nicht gebundenen Ausgaben zu machen, doch verbietet die Bestimmung nicht, daß die Regierung im Wege des Gesetzes oder der Notverordnung, wenn deren Voraussetzung gegeben fein würde, auch in jene Ausgaben eingreift. Der Minister kam bann auf die Erhöhung der Einkommensteuer zu sprechen, von der er hofft, daß der Reichsrat sie nicht guthei- h e n werde. Die Erhöhung der Tantiemen st euer bezeichnet er als eine Maßnahme, die auf die Dauer nicht zu Einnahmesteigerungen. sondern zu Einnahmeaussällcn führen würde. Die große Frage ist, so führte der Minister weiter aus, wie sich das neue Iahr entwickeln wird. Thüringer Koalition beteiligten Mitglieder der Volkspartei anzugreifen oder zu beleidigen. Gr habe ihnen gegenüber deshalb auch nichts zurückzunehmen. Nach wie vor seien die Nationalsozialisten bereit, sich an den interfraktionellen Verhandlungstisch zu setzen, so ungeheuerlich ihm auch die Angriffe der Volkspartei gegen Staatsminister Frick erschienen. Weiter wendet sich der Aufruf an den Landbund, die Wirtschastspartei und dieDeutsch- nationalcn und warnt diese vor Handlangerdiensten zur Bildung einer von der Sozialdemokratie geduldeten Minderheitsregierung, da dies den nationalen Aufbau Thüringens der Willkür von Links aus! efere. Der Ausruf schliess: Man werde, falls dieser letzte Warnungsruf ungehört verhalle, in Thüringen und im ganzen Reich zu einem grundsätzlichen und bis zum Letzten gehenden Oppvsitionskcimpf übergehen. Abg. Hepp lLv.) befürwortet den Schutzzoll, der ein unentbehrliches Schutzmittel für die Landwirtschaft sei und gleichzeitig auch alle erforderlichen inneren LImstellungsmahnahmen bedinge. Das starre Zollsystem werde den jeweils sich verändernden Situationen nicht mehr gerecht, an feine Stelle trete die elastisch wirksame Zoll- ermächtigung, die nunmehr auf alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse, insbesondere die der baue r I ieben Derede - lungswirtschaft, ausgedehnt werden solle. Leider habe die Regierungsvorlage im Laufe der Ausschußvcrhandlungen Verschlechterungen erfahren. Das Gesetz, wie es nunmehr zur Verabschiedung gelange, habe das Landvolk in mancher Beziehung enttäuscht, Anderseits müsse festgestellt werden, daß durch aktivste Anteilnahme und durch den dauernden Einfluß des Landvolks schwere Schäden für die Landwirtschaft vermieden worden seien. Iene Parteien, die die Vertretung agrarischer Belange in so starkem Maße auf ihr Parteiprogramm geschrieben hätten. hätten durch ihre politische Enthaltung eine entscheidende Stunde im Sinne der Wahrung der Lebensrechte des Landvolkes auch diesmal wieder ungenutzt gelassen. Das Landvolk werde dem Gesetz z u st i m m e n. Abg. Freybe (WP.) meint, bei der hohen Vorbelastung könne die deutsche Wirtschaft ohne He»«"““ Käfere* Dr. Ben e sch der Außenminister der Tschechoslowakei. (Nach einer französischen Karikatur.) Henderson plant einen neuen Schritt. Tas Zollabkomu.cn soll vor den Völkerbundsrat Paris, 27. Mär;. (WTB. Funkspruch). Die Agentur haoas veröffentlicht folgende offiziöse Auslassung: 3in Verlaufe der Unterredung, die Slaats- iefrclär Henderson und Außenminister v ri- and heute vormittag miteinander halten, haben die Staatsmänner sich über die w e i l e r en Schritte dcr diplomatischen Aktion betreffend den Plan einer »Iterreichisch-deulschen Zollunion ausgesprochen. Die negative Haltung der deutschen Regie r u n g hat die offiziellen französischen und eng liichen Kreise nicht überrascht. Die Verhandlungen werden übrigens zwischen den interessierten Regierungen auf dem gewöhnlichen diplomatischen Hege fortgesetzt werden. 3m übrigen ist man davon überzeugt, daß Berlin und Wien das grundsätzliche zwischen ihnen geschlossene Abkommen nicht vor der nach st en völkerbundslagung in Kraft sehen werden, auf der das Problem sicher zur Sprachekommen wird, da es ja nur des Antrags einer einzigen Macht bedarf, um es auf b i e Tagesordnung zu bringen. Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" will erfahren haben, daß die britische Regierung in der Frage des deulsch-öflerreichi- M-WWkli Beste u- billig- ihrer Art , fein, wenn der Plan im gesamteuropäi- Kscheu Rahmen durchgcsührt werde und so gedacht fei, daß er den Belangen aller intcr- eff. rten Staaten entspreche. Eine beschränkte Konstruktion, wie die hier vorliegwürde ober weder dem politischen, noch dem wirtschaft- £ lichen Interesse der Tschechoslowakei entsprechen und auch die Lebensinteressen des Staates empfindlich berühren. Eine solche Konstruktion könnte aber auch die Inter- cssen anderer Staaten schwer treffen und fo neue, dem Frieden sehr gefährliche । Schwierigkeiten in Mi 11eleuropa bringen. Dabei tauche auch mittelbar die Po- - lilische Frage des Anschlusses auf. Der Standpunkt der Tschechoslowak.i zu dieser Frage | fei bekannt. Schon aus diesem Grunde könnte die Tschechoslowakei diese Pläne nicht an« nehmen. Denesch berichtete über die Unterredung zwilchen Briand und Henderson und zeigte sich sehr 'ibefriebigt darüber, daß die ganze Angelegenheit dem Völkerbund vorgelegt werden soll, des'en Entscheidung die Tschechoslowakei mit voller Beruhigung entgegensehen könne und der sie sich gern unterordnen werde. Schließlich wies Benesch mit Genugtuung daraus hin, I, daß alle Besprechungen über das Zollabkommen zwischen den Staatsmännern der Tschechoslowakei einer fei td und Deutschland und Oesterreich andererseits in durchaus freundschaftlichem Geiste . geführt wurden und dah die guten Beziehungen , der genannten Staaten untereinander durch den Vorfall nicht litten. Ml einen gewissen Protektionismus nidjt auskom- men. Der Tendenz der Vorlage könne die Wirb- schaftspartei zustimmen, aber nicht dem Artikel 3 über den Dcrbraucherschuh. Die Handelsspanne habe sich in der letzten Zeit schon wesentlich gesenkt. Die Vorwürfe gegen den Zwischenhandel würden verstummen, wenn einmal objektiv die Fülle der steuerlichen und sonstigen La - st e n festgestellt würde, die auf dem Kleinhandel und Gewerbe ruht. Abg. Herbert (BDP.) begrüFt die Vorlage, weil sie auch der bäuerlichen Verede'.ungswirt- schaft den dringendst notwendigen Schutz bringen könne. Der gewaltige Unterschied zwischen Erzeuger- und Verbraucherpreisen müsse ausgeglichen werden. Abg. Dr. Drees (Ztr.) tritt für den Kom» promißontrag zum Artikel 3 der Vorlage ein. Der Verbraucherschutz sei auch aus psychologischen Gründen notwendig, ohne das; dadurch der Schutz der Produzenten zu leiden brauche. Die Schluhabstimmung ergibt die Annahme des Zollermächtigungsgesetzes mit 285 gegen 82 Stimmen der Wirtschaftspartei und der Kommunisten. Das Osthilfegesetz. Cs folgen die Abstimmungen zum O st h i l f e - gesetz, Siedlungs- und Industriebankgesetz, die nach Ablehnung kommunistischer Aenderungs- anträge in dritter Beratung mit 309 gegen 65 kommunistische Stimmen angenommen werden. Auf Antrag des Steuerausschusses wird dann nach kurzer Aussprache eine Entschließung angenommen, in der die Regierung ersucht wird, die durch die bei der Durchführung der Tabak st euer für das Tabakgewerbe im weiteren Sinne vorgesehenen Entschädigungen fick ergebenden Härten zu prüfen und auszugleichen. Oie Vertagung. Nach Erledigung von Petitionen ist d i e T a g e s- ordnung erschöpft. Präsident Lobe unterbreitet dein Reichstag den Vorschlag des Aeltesten- rates, e Vertagung bis zum 13.Oktober zu beschließen. Abg. T o r g l es (Kom.) erklärt, diese lange Vertagung bedeute die völlige Ausschaltung des Reichstages und die Bankrotterklärung des parlamentarischen Systems. Der Redner beantragt, die nächste Sitzung am 14. April abzuhalten und auf die Tagesordnung zu setzen die Reichsratseinsprüche gegen Gefrierfleischkontingent, die Bestimmung des 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag und die Aufhebung des §218. Abg. Esser (Zentr.), der von den Kommunisten mit Lärm empfangen wird, lehnt den kommunistischen Antrag ab. Der Reichstag habe in diesen letzten Wochen ein gewaltiges Maß von Arbeit geleistet. Wenn er setzt eine längere Pause eintreten läßt, so geschehe cs, um das parlamentarisch-demokratische System zu retten. (Lärm bei den Kommunisten.) Präsident Lobe weist darauf hin, daß auch in der Sommerpause d i e Reichstagsarbeit nicht ruht, sondern daß die Ausschüsse noch viele Arbeit zu leisten haben. Die Mehrheit sei überdies jederzeit in der Lage, auch vor dem festgesetzten Termin die Einberufung des Reichstages zu erreichen. Der kommunistische Antrag wird gegen die Antragsteller abgelehnt und die'vom Aeltestenrat var- geschlaaene Vertagung bis zum 13.Oktober beschlossen. Abg. Dr. Kahl (D. Vp.) richtet dann als ältestes Mitglied des Hauses herzliche Dankesworte an den R e i ch s t a g s p r ä s i d e n t e n Löhe, der die erfolgreiche parlamentarische Arbeit der letzten Monate durch seine vorbildliche, pflichttreue Leitung der Verhandlungen erst ermöglicl;t habe. (Lebhafter Beifall.) Reichstagspräsident Lobe dehnt diesen Dank aus die übrigen Mitglieder des Vorstandes aus und schließt dann die letzte Sitzung vor der Sommerpause. Gegen die Erhöhung des Einkommensteuerzuschlags. Preußen wird nir den Einspruch des Reichsrais stimmen B e r l i n, 27. März. (ERB.) Wie die „Germania" erfährt, hat das preußische Staatsministerium beschlossen, die preußischen Stimmen im Reichsrat für den Einspruch gegen die Verdoppelung des Einkommensteuer- zu schlag es für Einkommen über 20 000 Mark abgeben zu lassen. Es kann nunmehr mit Sicherheit erwartet werden, daß der Einspruch eine Mehrheit findet und dementsprechend die Ver» doppelung des Zuschlages nicht Gesetz werden wird. Gegen die Verdoppelung der sogenannten Tantieme st e u c r werde die preußische Regierung nicht Einspruch erheben. Infolgedessen sei es hier zum mindesten sehr fraglich, ob ein Einspruch des Reichsrats zustande kommen wird. Oie Beisetzung Hermann Müllers. Oie Trauerfeier. Berlin, 26. März. (WTB.) Das äußere Bild der Beichshauptstadt steht heute im Zeichen der Beisetzung des ehemaligen Reichskanzlers Hermann Müller. Auf allen öffentlichen Gebäuden sind die schwarz-rot-goldenen und die schwarz-weißen Fahnen halbstock gesetzt. Vom Brandenburger Tor wehen fünf riesige schwarze Fahnen. Auch zahlreiche Privathäuser zeigen Fahnen auf halbmast. Schon lange, bevor die Trauerfeier begann, hatten sich auf den Straßen, durch die der Trauerzug führt, namentlich am Delltz-Alliance-Plah und in der Lindenstraße, große Zuschauermengen eingefunden, die dem Toten die letzte Ehre erweisen wollen. Auf dem Ehrenhof des Parteigebäudes ist der Sarg in einem Meer von Blumen aufgestellt. Zahlreiche Freunde Hermann Müllers, atle führenden Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei und eine Reihe führender Sozialisten des Auslandes haben sich eingefunden. Rach den feierlichen Klängen der Prometheus- Ouvertüre trat Otto Wels an den Sarg, um als Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands dem toten Freunde einen letzten Gruß zu widmen. Er habe den Glauben an die Freiheit gehabt, und nur dieser Glaube befähigte ihn, die gewaltige Arbeit der letzten Monate noch zu leisten, während ihm der Tod schon die Hand aus die Schulter gelegt hatte. Hermann Müller schied von uns in einer Zeit, in der wir ihn am notwendigsten brauchen. Er war ein Mann mit einem Kämpferherzen, wie es nur wenige gegeben hat. Hermann Müller hat in den letzten zwölf Zähren fast immer nur dort gestanden, wo es Verantwortung zu tragen gab. Das kann nur ein Mann, der weih, wofür er kämpft. Er war ein Idealist und ein Optimist. Er selbst trat hinter der Aufgabe zurück. Licht und lauter blieb immer fein persönlicher Schild. Sturm und Rot drückten ihm das Steuer nur fester in die Hand. Ein treuer Ekkehard, kämpfte er für die hehren Ideale der neuen Menschheit. Otto Wels schloß: „Wir haben die Kraft und die Begeisterung, fein Werk fort» zusehen. Die Zeit fordert Männer voll Klugheit und mit Verantwortungsbewuhtsein. Der Freund ist von uns gegangen, der Kämpfer ohne Furcht und Tadel, der Kampfgefährte bleibt uns, solange der Geist seiner Persönlichkeit in uns lebt And das soll immer sein." Rach teilnehmenden Worten des früheren belgischen Außenministers Emil Dandervelde, des Vertreters der Internationale, und dem Trauermarsch aus der Götterdämmerung, wurde der Sarg zum Leichenwagen getragen. Unter den Klängen der Trauermusik setzte sich der Zug in Bewegung. Dem Wagen folgten die Ange- hörigen des Verstorbenen, seine politischen Freunde, eine Abteiluirg Reichsbanner, und die zwanzig Berliner Kreise der Sozialdemokratischen Partei. Vor der Reichskanzlei. Gegen 18 Uhr näherte sich der Trauerzug der Reichskanzlei. Zu beiden Seiten der Wilhelm- straße hatte eine dichte Menschenmenge Aufstellung genommen, um dem toten Staatsmann den letzten Gruß zu entbieten. Im Vorgarten des Reichskanz- lerhaufes hatten sich inzwischen das Diplomatische Korps, Reichskanzler Dr. Brüning mit sämtlichen Mitgliedern der Reichsregierung, Staatssekretär Dr. Meißner, die preußische Ctaatsregierung, die Vertreter der Länder, die Abgeordneten des Reichstags, die Beamtenschafl der Reichskanzlei unter Führung von Staatssekretär Dr. Pünder und zahlreiche Vertreter der Reichs-, Staats- und städtischen Behörden eingefunden. An der Reichskanzlei, der einstmaligen Wirkungsstätte Hermann Müllers, hielt der Trauerzug für wenige Minuten. Reichskanzler Dr. Brüning trat an den Sarg heran und legte mit folgenden Worten einen Kranz nieder: „3m Namen der Reichsregierung lege ich diesen Kran; an der Bahre Hermann Müllers an der Ställe nieder, an welcher er zum Besten von Reich und Volk selbstlos und treu gewirkt hat. Dieser letzte Gruß gilt dem Mann, dessen hinscheiden unser Volk tief und schmerzlich betrauert, dessen Andenken es aber in Dankbarkeit in Ehren halten wird." Sodann legten Staatssekretär Dr. Meißner im Namen des Reichspräsidenten und Staatssekretär Dr. W e i s m a n n namens des Reichsrats einen Kranz am Sarge nieder. Nun fetzte sich der Zug langsam wieder in Bewegung. In den Zug ordneten sich ein das Diplomatische Korps, die Reichsregierung und die übrigen Versammelten, ferner unter Führung des Staatssekretärs Dr. von Bülow die Direktoren des Auswärtigen Amtes und eine Vertretung der gesamten Beamtenschaft des Auswärtigen Amtes. Während der Vorbeifahrt des Leichenwagens vor dem Palais des Reichspräsidenten trat der Herr Reichspräsident auf die Freitreppe, um dem Toten feinen letzten Gruß zu entbieten. Vor dem Reichstag. Auf der großen Freitreppe des Reichstagsgebäudes hatten zahlreiche Abgeordnete aller Fraktionen Aufstellung genommen. Am Fuß der Freitreppe und auf ihren Stufen standen Kopf an Kopf die Mitglieder der sozialdemokratischen Parteivereine mit ihren Fahnen. Reichstagspräsident L ö b e, der mit Reichskanzler Dr. Brüning und den beiden Vizepräsidenten des Reichstags und dem Staatssekretär Dr. Meißner, sowie Mitgliedern des Reichskabinetts und des diplomatischen Korps auf der Freitreppe erschienen war, sprach dann: Auf seiner letzten Fahrt bringt der Deutsche Reichstag seinem verstorbenen Mitglieds an der Stätte seines Wirkens den schmerzlichen Abschiedsgruß. Dich, Hermann Müller, grüßen die Freunde, die mit dir gestritten, und danken dir für die starke Hilfe, die du ihnen im Kampfe gegeben. Dir danken die Mitarbeiter aus den verschiedenen Lagern, die deinen Rat und deine Tätigkeit schätzten, weil sie wußten, daß sie dem Dienste der Allgemeinheit gewidmet waren. Dir danken die Achtbaren unter den Gegnern, mit denen du die Klinge gekreuzt, weil sie nicht daran zweifelten, daß Redlichkeit und Ehrlichkeit der Leitstern deines Wirkens waren. Von dem Tage an, da du als junger Mann zum erstenmal dieses Haus betratest, über all die Iahre, in denen dis Arbeit dich in ihm vergrub — oft vom frühen Morgen bis zum späten Abend — bis zu dem Augenblick, wo du die letzte Kraft hingegeben, war das Wohl des Volkes dein einziges Ziel. Mögen kommende Zeiten deine Mühen um das deutsche Volk lohnen und deinem Ramen, wo er auch genannt wird, Gerechtigkeit widerfahren lassen. Oie Einäscherung. Der Abschied, den die Bevölkerung des nördlichen Berlins, durch das sich der Trauerzug nach dem Krematorium zog, von ihrem Parteifreunde nahm, hinterließ bei allen Beteiligten einen tiefen Eindruck. Zehntausende standen hinter dem Ehrenspalier des Reichsbanners, und besonders in der Nähe des Krematoriums harrte die Bevölkerung Kopf an Kopf. Hunderte umflorte Gau- und Bezirksfahnen senkten sich vor dem Sarge. Auf dem Friedhöfe bildete eine Ehrenkompanie mit brennenden Fackeln Spalier. Das Krematorium war mit einem großen Reichsadler geschmückt. Nach einem Adagio von Co- relli widmete Reichstagsabgeordneter Dr. Breit- scheid dem toten Freunde herzliche Worte des Abschieds. Unter den Klängen eines Adagios von Mozart glitt der Sarg in die Tiefe begleitet von dumpfem Trommelwirbel des Reichsbanners. Vertagung des Hessischen Landtags. Oie Kinderzulagen. WHP. Darmstadt, 26. März. Der Landtag beriet Anträge der Koalitionsparteien, Kin- derzulagen für Kinder vom 16. bis 21. Lebensjahre in Höhe der Reichssähe wieder zu gewähren, die im Vorjahre gestrichen worden waren. Im Ausschuß hat die Regierung beantragt, den Beamten ab 1. Februar 1931 für jedes eheliche Kind bis zum vollendeten 16. Iahre einen Kinderzuschlag von monatlich 20 Mark zu gewähren. Wenn seither höhere Beträge gezahlt wurden, 6leibt cs dabei. Abg. Dr. Leuchtgens (Lbd.): Wir fordern im Interesse der Gesunderhaltung unserer Finanzen, daß der Landtag seinen vorjährigen Beschluß, der einige hunderttausend Mark erspart, aufrechterhält und nicht dem Propagandabedürfnis einzelner Abgeordneter nachgibt. Abg. Dr. Keller (DV.) erklärt, die DVP. stehe konsequent auf dem Standpunkt, daß Hessen seine Beamten nicht schlechter stellt als das Reich und die übrigen Länder. Diesem Standpunkt hat sich die Regierung im Ausschuß im wesentlichen angeschlossen. Abg. Hammann (Komm.) lehnt den Koalitionsantrag ab. Die KPD. stimmt dem Zusatzantrag Sturmfels (Soz.) zu, Zuschläge nur an Beamte mit einem Gehalt b i s zu 50 0 0 Mark zu gewähren. Abg. Axt (VRP.) fordert, der Landtag müsse das vorjährige Anrecht wieder gutmachen. Abg. H e i n st a d t (Z.) seht sich für die Ausschußbeschlüsse ein, da zur Zeil aus finanziellen Gründen der volksparteiliche Antrag undurchführbar sei. Abg. Reiber (Stp.) weist die Vorwürfe des Landbundes zurück, die Personalausgaben seien ins Unerträgliche gestiegen. Die Staffelung der Deamtenbezüge ist auf der Grundlage aufgebaut worden, daß erst der verheiratete Beamte mit zwei Kindern den vollen Gegenwert seiner Arbeit erhält. Die Kinderzuschläge sind also ein Teil des berechtigten Gehalts. Das Plenum stimmt den Ausschuhanträgen unter Ablehnung der Airträge der Deutschen Dolkspartei und des Abg. Sturmfels zu. Ohne wesentliche Debatte verabschiedet das Haus mehrere Vorlagen und Anträge, wie Feier des Reformativnsfestes in Hessen (wozu die Regierung eine zusagende Antwort erteilte). Strafverfahren gegen Abgeordnete. Zwei Anträge der Staatsanwaltschaft auf Durchführung von Ermittlungsverfahren gegen den Abg. Dr. Werner (RS.) wegen Beleidigung der Reichsfarben und gegen den Abg. Stef f an (S.) wegen einer angeblichen Erpressung an einer Geschäftsfrau in Frankfurt a. M. werden im Falle Werner abgelehnt, im FalleStessangenehmigt. Ein dritter staatsanwaltschaftlicher Antrag auf Strafverfolgung des Abg. Stesfan (S.) wegen Aufreizung und ©efangenenbefreiung löst eine lebhafte Debatte aus. Der Ausschuß hat die Strafverfolgung mit 7:4 Stimmen abgelehnt. Das Plenum lehnt die Strafverfolgung mit 25 Stimmen der Kommunisten, Sozialdemokraten, Demokraten und mehrerer Zentrumsabgeordneten: gegen 23 Stimmen ebenfalls ab. Gegen die Kommunisten wird der nationalsozialistische Antrag auf Maßnahmen gegen die Verschandelung der Landschaft durch Plakate usw. angenommen. Abg. Späth und Abg. W e s p (beide Zentr.) verteidigen ihre Anträge, Doppelverdiener durch arbeitslose Arbeiter und Angestellte zu ersetzen und entsprechende Maßnahmen bei der Reichsregie, rung zu beantragen. Abg. Roß (Soz.) erklärt, der Antrag renne offene Türen ein. Der Antrag wird für erledigt erklärt. Um die Abgeordnetendiäten. Der Präsident beantragt Herabsetzung der Aufwandsentschädigung der Abgeordneten entsprechend der Beamtengehaltskürzung auf 140, 190 und 235 Mark je nach Wohnort und für Ausschußfitzungen an plenarfreien Tagen auf 9 dzw. 11 Mark, womit Hessen den niedrigsten Satz aller vergleichbaren Parlamente behalten würde. Anträge des Abg. Werner (Rats.) fordern 5 0 - pr ozentige Kürzung de r^ZWi t e n. Den gleichen Antrag stellen die Abg. Böhm und Heräus (Dntl.) mit dem Zusatz auf Entzug der Freifahrtart c. Die Anträge finden nur die Stimmen der Antragsteller. Auch der Landbundantrag, die Diäten um 20 Prozent zu kürzen, wird abgelehnt. Darauf zieht Abg. Kaul (Soz.) die Unterschrift unter dem Antrag des Landtagspräsi- benten zurück, womit die Vorlage gefallen ist. Der Redner wirft dem Landbund vor, durch seinen Agitationsantrag die ganze Frage über den Haufen geworfen zu haben. Die Abg. Glaser und Dr. Leuchtgens (Lbd.) weisen diesen Vorwurf zurück. Die Koalition treibe hier doppeltes Spiel. Abg. Reiber (Dem.) erklärt, daß dem Landbund die Schuld an dem Scheitern des Sparantrages des Präsidenten trotz aller gegenteiliger Beteuerungen treffe. Es bleibt bei den bisherigen Sätzen. Gegen denverbeanch ausiändlscherWaren Anschließend begründen die deutschnationalen Abgeordneten Frau Heräus und Böhm ihren Antrag, Maßnahmen zur Einschränkung des Verbrauches ausländischer Waren zu ergreifen und auch auf die Reichsregierung entsprechend einzuwirken. Minister Korell erklärte dazu, daß er mit der Tendenz, insbesondere auf Schuh der landwirtschaftlichen Veredelungs- Produkte durchaus einverstanden sei. Es wäre jedoch besser gewesen, wenn die Deutschnationalen im Reichstag Verschlechterungen der landwirtschaftlichen Zölle durch ihre Rückkehr zu den Abstimmungen vermieden hätten. Die hessische Regierung werde nach wie vor für die Aufklärung des Publikums über die Güte der heimischen Erzeugnisse und deren gesteigerten Konsum im Interesse der heimischen Produzenten fortsahren. Gegen 16 Uhr vertagt s i ch der Landtag auf den 14. April. An diesem Tage sollen die E t a t - Beratungen beginnen. in (9 M 6onnto8 Kreisfeuerloehr-2n!pekt Wnbc erstattete soda jasefchästsiahr aus! Derbonö zur Zeit 19 dein angeboren. 3m w>'41»» ”3 fünf Sitzungen des M statt. 3m Anschluß an bie vvrgeschlagenen v mgt. Der bisherige Kreis und Provinz tt entwickelte sich eine reg vielen Orten im 6inr ungenügenden Aäumliä gen. Auherdem tourtx auch bei Theaterauff Sälen wenig in bezug wird. Der Vertreter Aussicht, dah dements griffen werden, inSfce1 stalter von der Poliz '«AH \o.W Mlck . Jebei 0tn,Cflbfd) > Aus! KeirW »Ä so "Ilog M imSor^Ahmcn ' Wshaues . Qn stch a>s ÄÄrS# ben Ae Haushalts GH wurde. M achen ftorp lä?Sk L®9en W Bom^ Ä?f>ta Spiel äVfibtm 2anbbunb em Des GparanUaqes des ■"» *« Btkunungtn lauäiünoifijerSüren ?s deutschnationalen raus und 2öhm ihren ,n Sur Einschrän. ches ausländischer nd auch auf die Aeichs- rlnzutnirken. ^ärte dazu, daß er mit 'drre aus Schuh bet ien Detedelungs« nverstanden sei. Es wäre mn die Drutschnationalen gerungen bet landwirt- hre Rückkehr zu den Ab- en hätten. Die hessische wie vor für die Aus- lum s über die Güte der und deren gesteigerten :t heimischen Produzenten' lgt sich der Landtag auf m Tage sollen die Etat« in. Der Voranschlag der Evangelischen Kirchengem?inde für 1931. Die Gesamt-Kirchengemeindevertretung der Evangelischen Gemeinde Gießen hielt gestern abend im Markussaal ihre diesjährige ordentliche Tagung ab. Nachdem der Dor sitzende, Pfarrer Bechtolsheimer, den Bericht über das Gcmeindeleben im Jahre 1930 erstattet hatte, wandte man sich der Beratung des Voranschlags für 1931 zu. Der Haushaltsplan wurde nach längerer 'Aussprache, bei der auch wichtige Fragen des kirchlichen Gemeindelebens besprochen wurden, im ersten Teil auf 115 304,54 Mark je in Einnahme und Ausgabe, im zweiten Teil auf 15 477,36 Mark festgestellt (im Etatsjahr 1930 schloß der Teil I des Haushalts mit 134 477,31 Mark, der Teil II mit 28 979,13 Mark ab). Die Ermäßigung im Voranschlag 1931 wurde durch weitgehende Sparmaßnahmen an allen Positionen des Haushaltes ermöglicht, wobei auch eine Reihe von Wünschen, die an sich als durchaus berechtigt von der Versammlung anerkannt wurden, bis zur Wiederkehr günstigerer Verhältnisse zurückgestellt wer- den mußten. Die Lokalkirchensteuer wurde für das neue Haushaltsjahr auf 95 079 Mark, gegen 124 869 Mark im Vorjahre, veranschlagt. Von weiten Kreisen der evangelischen Kirchengemeinde wird wohl mit Genugtuung begrüßt werden, daß die Ge- sanUkirchcngemeindcvertretung mit Rücksicht auf die schwierigen Zeitverhältnisse einem Mehrheitsbeschluß des Gesamtkirchenvorstandes zust.mmte, nach welchem der Prozentsatz der Lokalkirchen- steuer von 6,5 auf 6 Prozent ermäßigt wurde. Diese Herabsetzung des Steuersatzes, die man anderen öffentlichen Körperschaften als gutes Beispiel dringend zur Nachahmung empfehlen kann, wurde mit 58 gegen 26 Stimmen gutgcheißen. Kreisfeuerwehr-Verbandstag in (Ziehen. Am Sonntag fand im „Thüringer Hof" in Gießen der 11. Verbandstag der Freiwilligen Feuerwehren im Kreise Gießen statt. Von 18 Feuerwehren waren 36 Vertreter erschienen. Der Vorsitzende, DranD- inspektor Wenzel, Gießen, begrüßte die Teilnehmer, besonders den Vertreter des Kreisamtes, Stadt-Branddirektor Braubach und den Kreisfeuerwehr-Inspcktor Dickore. Der Vorsitzende erstattete sodann den Bericht über das 10. Geschäftsjahr, aus dem hervorging, daß dem Verband zur Zeit 19 Wehren mit 1870 Mitgliedern angehörcn. 3m Geschäftsjahr fanden ein Frühjahrs- und ein Herbst-Verbandstag, sowie fünf Sitzungen des geschäftsführenden Ausschusses statt. 3m Anschluß an den 3ahresbericht wurden die vorgefchlogenen Satzungsänderungen genehmigt. Der bisherige Beitrag der Wehren an Kreis und Provinz wird beibehalten. Sodann entwickelte sich eine rege Aussprache über die in vielen Orten im Sinne des Feuerschutzes sehr ungenügenden Räumlichkeiten frei Filmvorführungen. Außerdem wurde darauf hingewiesen, daß auch bei Theateraufführungen in überfüllten Sälen wenig in bezug auf Feuersicherheit getan wird. Der Vertreter des Kreisamtes stellte in Aussicht, daß dementsprechende Maßnahmen ergriffen werden, insbesondere sckllen die Veranstalter von der Polizei angehalten werden, für ausreichenden Feuerschutz zu sorgen. Der nächste Kreisfeuerwehrtag soll am 12. 3uli in Lang-Göns stattfinden, da an diesem Tage die dortige Wehr das 50. Stiftungsfest feiert. 1932 soll der Kreis- scucrwehrtcg in Gros.en-Buseck abgehalten werden. Taten für Samstag. 28. März. 1483: der Maler Raffael Santi in Urbino geboren. — 1749: der Mathematiker und Astronom P. S. Graf Laplace geboren. — 1916: der Publizist und Verleger Georg Hirth in Tegernsee gestorben. Bornotizen. — Tageskalender für Freitag. Stadttheater: „Feurio!", 20 bis 22.30 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Einbrecher". — Astoria Licht- spiele: „Der Klub der Besessenen" und „Rivalen der Berge". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, Wiederholung des Lustspiels „Feurio!" von Bernhard Blume unter der Spielleitung von Peter Fassott. — Sonntag, den 29. März, 14 Uhr, zum letztenmal als geschlossene Vorstellung für die Gewerkschaften das Schauspiel „Rose Bernd" von Gerhart Hauptmann; 18.30 Uhr als Fremdenvorstellung ebenfalls zum letztenmal die lieblose Komödie „Volpone" von Ben Jonson in der Bearbeitung von Stefan Zweig unter der Spielleitung von Peter Fassott; kleine Preise. In Vorbereitung als Uraufführung von Arthur Schnitzler: „Im Sfiel der Sommerlüfte" am Samstag, 4. April, im Freitagabonnemcnt. — Die Gießener Hochschulgefellschaft veranstaltet am morgigen Samstag, 20.30 Uhr, im Saale des neuen Sludentenhauses einen Vortragsabend. Professor Dr. Mombert spricht über das Thema „Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise". Im Anschluß an den Vortrag soll eine Aussprache stattfinden. (Siehe Anzeige vom Montag.) ** Fremdenvorstellung int Stadt- theater. Man schreibt uns: Das Programm der sonntäglichen Fremdenvorstellungen sieht für Sonntag, 29. März, die Aufführung von Ben Jansons liebloser Komödie „Volpone" in der Bearbeitung von Stefan Zweig unter der Spielleitung von Peter Fassott vor. Die Intendanz macht darauf aufmerksam, daß diese Fremdenvorstellung die letzte Aufführung der Komödie „Volpone" ist. Beginn der Vorstellung 18.30 Uhr, Ende 21 Uhr. — Von 14 bis 17 Uhr wird in einer geschlossenen Vorstellung für die Gewerk- schäften zum letztenmal Gerhart Hauptmanns „Rose Bernd" aufgeführt. •• Preußisch-Süddeutsche Staats- lotterie. Rachdem die letzte Klasse der 36. (262.) Lotterie beendet ist. läßt sich feststellen, daß alle Befürchtungen, die an die Wiedereinführung des Vorkriegspreises geknüpft wurden — wie man uns schreibt — nicht eingetroffen sind; die Lose sind fast restlos verkauft worden. Dies mag als Beweis dienen, wie sehr das Publikum sich bewußt ist, daß durch die verdreifachte Vermehrung der Mitlelgewinne das Spiel wesentlich lohnender geworden ist. Wenn man von den Einsahgewinnen absieht, so sind diesmal in unfern Bezirk, im Vergleich zu den früheren Lotterien, eine mindestens dreifache Anzahl mittlerer Gewinne gefallen, daneben auch einige größere Gewinne. Das hat außerordentlich belebend gewirkt, so daß die Rachfrage nach Losen für die am 20. und 21. April beginnende 1. Klasse der 37. (263.) Lotterie sehr groß ist. (Siehe heutige Anzeige.) " Allgemeiner Deutscher Frauenverein, Ortsgruppe Gießen. Am Montagabend sprach in dec Gießener Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen JrauenvereinS Professor Dr. Mombert über „Das Sparen in seiner volkswirtschaftlichen Bedeutung". Er ging davon aus, daß im allgemeinen die Beträge, die gespart werden, nicht dem Verbrauch entzogen uxtjcn. Denn auch diejenigen, die mit den ersparten Mitteln von Banken und Sparkassen Kredit erhielten, würden ihn dazu verwenden, um Waren zu kaufen. Rur wenn man die ersparten Mittel in der Schublade aufhebe. dann entziehe man sie dem Verbrauch, und damit entstünden ungünstige Wirkungen auf das Wirtschaftsleben. Das gleiche könne auch Vorkommen, wenn als Folge von Kapitalfehlleitungen die ersparten Beträge von den Kreditnehmern nicht nutzbar gemacht werden könnten. Hier könne dann das Svaren ähnlich wirken, wie die Kapitalflucht. Der Vortragende zeigte Dann, welche Bedeutung das Sparen für die Konkurrenzfähigkeit der deutschen 3ndustrie auf Dem Weltmärkte hat und wie durch das Sparen schließlich auch der Arbeitsmarkt günstig beeinflußt werden muh. Denn von dem Umfang dessen, was wir sparen, hänge es auch ab, ob unsere 3n- dustr.e eine technisch ebenso vollkommene Ausrüstung wie fremde Länder haben könne, und ob der Zinsfuß bei uns mit der Zeit von dem unerträglich hohen Stand, den er heute habe, langsam herabgedrückt werde. Welche Bedeutung die Höhe des Zinsfußes für den Vang des Wirtschaftslebens und für die Lage auf Dem Arbeitsmarkt habe, liege auf der Hand. Denn von dem Angebot an ersparten Beträgen und der Höhe des Zinsfußes hänge es ab, ob in einem Lande viel oder wenig gebaut werde und ob Dem Reich. Den Ländern und Gemeinden Die nötigen Mittel am Kapitalmarkt zur Verfügung stünden, um öffentliche Arbeiten durchführen zu lassen. Die Vorsitzende dankte dem Redner herzlich für seine klaren und belehrenden Ausführungen. *♦ Funkprobeschreiben des Deutschen Stenographenbundes. Die Deutsche Welle hat auch in diesem 3ahre Dem Deutschen Slenograpbenbund, der Die Einheitskurzschrift vertritt, den Deutschlandsender für ein Funkprobeschreiben zur Verfügung gestellt. Das Probeschreiben, das mit einer Ausnahme von sämtlichen deutschen Sendern übernommen wurde, fand am 26. Februar statt. Es wurden zwei Diktate von je fünf Minuten Dauer geboten, das erste in der Geschwindigkeit von 150, das zweite von 200 Silben je Minute. Die Beteiligung war äußerst rege, denn beim Deutschen Stenographenbund gingen 2737 Arbeiten ein, von denen 2507 in (Sin* heitskurzschrist geschrieben waren. Die Zahl Der Arbeiten in 150 Silben beträgt 2328 (davon in Einheitskurzschrift 2136), in 200 Silben 409 (davon in Einheitskurzschrist 371). Die starke Steigerung in Der Beteiligung Der Einheitskurzschriftler erhellt daraus, daß beim letzten Funkprobeschrei- ben 610 Arbeiten in Cinheitslurzschrist eingelkfert wurden, während es diesmal 2507 sind; die Zahl der Teilnehmer hat sich also mehr als vervierfacht. Die Wetterlage l$lo Abcrdtti __Jan rajtl o W| xM Ä KiagtnlX 0*totmios.O neue» Q naiB oeaec«L » vorxig. • otdtctt •Keotu * Sehnte & traupem e Kton K 6 rwii ter.© windstille. xtv leichter Ost massiger Südsüdwest ’S stvrmischei «o'dwest Bit Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeigen Stationen stenenotn iahten gehen die Temperatur an. Pie Urnen vcrOindeo Orte mit gleichet* euf neeresmVeau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Noch immer liegt Das Hochdruckgebiet, bas in seinem Kern etwas zusammengeschrumpft ist, über Zentraleuropa. Im Bereiche seiner abfintenben Luftmassen bürste also bas meist heitere und trocken« Welter anhalten. Die Temperaturen werben weiterhin ber Ein. und Ausstrahlung unterworfen und gehen nachts noch unter den Gefrierpunkt zurück. Aussichten für Samstag: Meist heiter und trocken, tagsüber wann, nachts leichter Frost. Aussichten für Sonntag: Noch kein« wesentliche Aenderung. Lufttemperaturen am 26. März: mittags 8,4 Grad Celsius, abends 0,5 Grad; am 27. März: morgens — 2,2 Grad. Maximum 9,6 Grad, Minimum —4,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. März: abends 10 Grad; am 27. März: morgens 2,1 Krad. — ^onnenscheindauer 10^« Stunden. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.33 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen (Schluß des redaktionellen Teils.) „Der Frühling fordert besonders sorgfältige Hautpflege mit Nivea-Creme und Nivea-Oel." Es handelt sich hier um zwei hervorragende Erzeugnisse, die sich nicht nur durch ihre Güte und Wirksamkeit, sondern auch durch Ausgiebigkeit und günstigen Preis aus- zeichnen. 388V h steigt in unfern Herzen J Hot nur zu uns tomm.n, im ins Elternhaus'. J)icr J unb liebevolle Ausnahme, [lauten, sobald sie das eiste i brauchten sie feinen Later um Rat ju fragen, Zu spät im erkannt. daß wir untere Kinder besten müssen. Das nicht! nen Wege gehen, aber nicht ig der Eltern Mückw „en. n daß Ellern unb Kinder iten haben. Das eine aber ijfen und in treuester-arge Kater unb Mutter in allen sördern wallen. tt*ng (ton |o, d°b?ns. ,b"-ä ■ «funirnl ™ hie -*l n» Mfnun’ÄÄ : wußten unh «« "■ « ' m Sinter SÄ** wir noch nnrcnl ^’Wn mü1nwiri; «•Sß*** frohen Jje Arbeit. es beg'nnt JLn wir den ,'hCit allein. O£IJ < r Men Im Leben ne » ojt !ahre b'ie Freude ne Landes- «uches bleiR M J it trcU tut * LSS'L feig5 >e nah" gäf f. $ EINHEIT? 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Nach kurzem schweren Leiden entschlief heute nacht4Uhr unser inntgst gellebteS Söhnchen, ^wllltngsbrüdercben, Brüderchen undEnkelchen Hänschen im Alter von 2^Jahren. JnUeierTrauer: Familtt<5onravWilb.Ranrt Beuern, den 26. März 1931. Die Beerdigung findet Sams- tag,den28 3 31.nachm.2Uhr statt. __________________________________2237 I) Haben Sie offene Füße? Schmerxen? Jacken? Stechen? Brennen? bann gebrauchen Sie die tausendfach bewährte Unlversal-Hellsalbe „Genterin". Wirkung überraschend. Preis 1.50 u. 2.75. Depot in Gießen in allen Apoth. Haupt Niederlage: Engelapoth, Gießen, 230V Gießen (Marktplatz 7), Hamm, Dortmund, den 26. März 1931. Hochkerrschafll. ona Wohnung 7 Zimmer u. Zubeh^ 1. Etage, Hetzg., beste Lage, sofort zu verm. J. Baer, Oatanlage 29 Gestern abend entschlief plötzlich und unerwartet infolge eines Herzschlages mein fieber Mann, unser guter Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Bekanntmachung. Der Voranschlag der Feldgemarkung Oberffeinberg für das Rj. 1931 liegt von Montag, den 30. März 1931, ab eine Woche auf dem Geschäftszimmer der Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg zur Einsicht der Interessenten und evtl. Erhebung Rindleder 1S8»D v. 3.75 Mk. an bei Heinrich Sack Markt Straße 19/21. SFahrbeamten-Verein', Gießen. Samstag, 20 Ubr Versammlung in d. Stadt Wetzlar Um zahlreiches Erscheinen bittet 22ieD der Vorstand. MW kauft zu den höchsten Tagespreisen [on™ Baer, Nordanl. 1, am OSwaldSgarten. MIM Ul. Montag,30.März, 8'/. Ubr pünktlich, in der TnrnbaUe d. Pestalozzischule Leichtathletik- Vollversammlung Wegen der Wichtigkeit der TageSordn. ist das Erschein, aller Abteilungs milglted. (auch d. Jugendlich., dringend erforderlich Gebrauchte FaMlialle zuskaufenges. 2217D Angebote an Haus Schwarz, Giesten. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Elise Schmitz, geb. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Frau Elisabethe RinnWw. sagen wir herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Kinder-Strümpfe Gr. 1 S0H 70 Si Gr. 1 Gr. 1 LOH £7ln die Eltern! Nowack Gieben/Seltersweg 81 3Creu.zpla.tz 9 2017 A Prämien werden: 2219D zu Gewinne zu zu zu 224 zu. Lotterie-Einnehmer in Gießen Legler Neuen l äne 11 Walltorstratie 63 Südanlafio 5 AI 2031 A balomon Schulstraße 4 ZU ZU zu zu zu zu zu zu 548 1080 3120 6400 20.00 durch Baumwolle, kräftige Strapazier Qualität jede wedere Größe 5 Pf mehr. Echt Mako, feinfädig, sehr haltbar...... jede weitere Größe 10 Pf. mehr. Seldenflor, elegant und dauerhaft...... jede weitere Größe 10 Pf. mehr. Nur moderne Farbtöne. Knie-Strümpfe f. Knaben u. Mädchen in allen Größen u. groß. 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März 193( Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Nr. 73 Zweites Blatt Deutschland - Oesterreich und die Tschechoslowakei Von unserem V-Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Prag, Ende März 1931. Do» ganz wenigen Jahren noch war für die Tschechoslowakei oder richtiger: für die tschechische Politik das Wort Mitteleuropa ein rotes lud); man fand keine andere Auslegung dafür, als Pangermanismus, deutsche Expansion. Es waren einmal alle Tschechen, die meinten, so wie vor dem Kriege müßte die Politik bedingungslos der Wirtschaft vor- angestcllt werden. Aber es war noch gar nicht so viel Wasser die Moldau hinuntergeslossen, als es sich für die Einsichtigen im tschechischen Lager erwies, daß vom Ausland hochgepäppelte Rüstungsindustrien allein ein Land nicht ernähren und eine Handelsbilanz nicht aktiv gestalten können. Daß es natürlich auch weiterhin Tschechen geben wird, die unter Beiseitelassung aller Vernunft und klaren Ueberlegung sich gegen jede Aenderung der nach 1918 geschasfenen Zustände und gegen jede Abbröckelung vom gegenwärtigen System stellen werden, braucht nicht weiter tragisch genommen zu werden. Die Stimme der wirtschaftlichen Einsicht ist nicht mehr zu unterdrücken. Die gegenseitigen Handelsbezichun- gen Deutschlands und der Tschechoslowakei zeigen in den letzten fünf Jahren folgen« des Bild: Einfuhr Ausfuhr aus der Tschechoslowakei Mill.Mk. Mill. Mk. 1925 525,2 454,7 1926 386,8 422,6 1927 568,5 522,5 1928 538,3 647,2 1929 480,3 • 557,6 Das sind weitaus die größten tschechoslowakischen Ein. und Ausfuhrzahlen. In weitem Abstand gliedert sich als zweites Land Oesterreich an; dann folgen d i e Nachfolgestaaten des alten Oesterreich-Ungarn; bann erst in nochmaligem, weitem Abstand Polen und irgendwo, ganz zuletzt, Frankreich. Auch die intensivste Freundschaft konnte das nicht ändern. Man hat die Zahlen, die die Tschechoslowakei so eindeutig auf das Reich hin- weisen, zu „korrigieren" versucht: die Handelsver- tragsverhandlungen sinnlos hinausgeschoben, unter rein politischen Gesicytspunkten einen Zollkrieg mit Ungarn vom Zaun gebrochen, einen besonderen Polenfreund als Gesandten nach Warschau geschickt. Aber alle künstlichen Maßnahmen zur Verschiebung der Außenhandelsziffern haben nichts gefruchtet. Im wesentlichen hat sich nichts am Bild der Handelsbilanz geändert. Höchstens innerstaatlich ließen sich die Verschiebungen erreichen, etwa so, daß man durch die Zollfehde mit Ungarn der sudetendeutschen Textilindustrie etwas am Zeuge flickte. Mitten in den Versuchen, den tschechoslowakischen Handelsverkehr nach politischen Freundschaften zu lenken, wurde Prag vom deutsch- österreichischen Zollabkommen über- r a s ch t, nachdem erst vor wenigen Wochen der Wirtschaftssachverständige der eigentlich im Lande regierenden Partei, der tschechischen Agrarier, den Teufel an die Wand gemalt und vor den ..Gefahren" eines deutsch-österreichischen Wirtschaftsabkommens gewarnt hatte. Frankreich mit seinem paneuropäischen Plan Driands setzte mit Störungsseuer ein, und cs war selbstverständlich, das; die Tschechoslowakei da nicht beiseite stand. Man fühlt in Prag, daß die nach obigen Angaben schon früher nicht vorhandene wirtschaftliche Entschlußfreiheit des tschechischen Staates durch eine deutsch-österreichische Zollunion noch weiter verengert wird, und daß Prag nun zwangsweise vor eine Entscheidung gestellt ist, der man doch so gern weiter aus dem Wege gegangen wäre, wie man ihr bis jetzt entgegen den Gesehen der wirtschaftlichen Vernunft aus dem Wege gegangen ist. Als Gründe des Protestes müssen die Friedensdiktate von 1919 und das Genfer Protokoll von 1922 herhalten. Und weil die „Gründe" auf so schwachen Füßen stehen, ist so etwas wie eine „Siegcrpsychose" von 1918 wieder ausgebrochen, in der man sich nicht an Recht und rechtliche Grundlagen, sondern nur an die möglichen Auswirkungen hält. Da schreiben die sonst sehr gemäßigten „Lidoyc no- viny“, die der Burg nicht fernstehen: „Die Bedeutung einer solchen Verbindung kann sich nicht rein wirtschaftlich auswirlen, selbst, wenn es die deutschen Anreger nur so wollten. Deutschland muß, einfach durch seine Existenz, das Heber- gewicht und schließlich die Alleinherrschaft erreichen. Wohl ist die Teilnahme Deutschlands an einer mitteleuropäischen Verbindung unumgänglich notwendig (beider, leider!), läßt sich aber nur nach vorheriger Einigung mitFrank- reich verwirklichen." 3m Fehlen Frankreichs also liegt die tschechische Angst begründet. Darum die merkwürdige Aklrvität bed Außenministers Dr. Benesch und seine ganz neuartige Argumentation von der Unmöglichkeit eines Zollunionvertrages zwischen Staaten verschiedener Machtordnung. Benesch führt halb Europa als Bundesgenossen der Tschechoslowakei im Kampf gegen die deutsch- österre chische Zollunion an. Wird er dies« Kampftruppen auch dann noch hinter sich sehen, wenn Deutschland und Oesterreich festbleibcn? Und Be- neschs Spekulation auf den Wiener „Umfall" ist doch recht voreilig, wie die prompten Wiener Antworten beweisen. Immerhin muh man doch sagen, daß die grundsätzliche Gewöhnung der Tschechen an den Gedanken Mitteleuropa auch dann schon ein Fortschritt ist, wenn man sagt: nur mit Frankreich! Mitteleuropa ist für Prag kein rotes Tuch mehr und Deutschlands Teilnahme „unumgänglich". Dor wenigen Jahren noch sagte man, der Anschluß bedeute Krieg und meinte: Mitteleuropa mit Deutschland bedeutet Krieg. Heute unterhält man sich in Prag schon über ein Mitteleuropa! Tatsächlich ist die Kleine Entente ihrer kleinen Wirtschaftsentente keine hinreichende Gewähr für ein Gedeihen der Tschechoslowakei. Die nüchternen Zahlen der Handelsbilanz haben gewirkt! Die Erkenntnis ist früher gekommen, als mm; es eigentlich annehmcn konnte. Deswegen ist cs auch nicht zu optimistisch, wenn man für eine nicht allzu ferne Zeit die weitere Erkenntnis in Prag voraussagt: Mitteleuropa mit Deutschland und unter Führung Deutschlands. , Das aus Paris diktierte „Riemals! , das heute noch der Tschechoslowakei diese natürliche Entwicklung versperrt, ist längst nicht mehr die Meinung aller Tschechen. Was will die Tschechoslowakei auch schließlich tun? Weder nach Berlin hin, durch die Lausitz, noch nach dem Westen, etwa an ein französisches Saargebiet, noch nach dem Süden, durch das Burgenland zu Südslawien, ließen oder lassen sich Korridore schaffen, wovon alle tschechischen Politiker, auch so real denkende wie Masaryk, einmal träumten. Mit der alleuropäischen Bedeutung der Tschechen, die Benesch durch den Völkerbund gern geschaffen hätte, ist es nichts. Den großen Strich durch diese kühne Rechnung hat die Struktur des Staates s e l b st getan. Der Tschechoslowakei gegenüber erhöht sich durch das Zollabkommen die österreichische industrielle Leistungsfähigkeit. Den österreichischen Markt wird angesichts der fallenden Zölle das Deutsche Reich bald der Tschechoslowakei weggenommen haben. _ Auch die Deutschland gegenüber durch keine Zölle behinderte österreichische 3ndustrie kann ohne viel Kraftanstren- gung die tschechoslowakischen Firmen vom reichs- deutschen Markt verdrängen. Wien war, weil cs bekanntlich mit der kleinen Wirtschaftsentente direkt nicht ging, der bedeutendste Umschlagsplatz für tschechoslowakische Waren nach dem Balkan. Wird das in Zukunst so bleiben? Zum erstenmal eigentlich sicht sich jetzt die Tschechoslowakei einer Zwangslage gegenüber, wie fic Deutschland und Deutsch-Oesterreich in den Jahren nach dem Kriege so oft erlebt haben. Die handelspolitische 3 f o - licrung der Tschechoslowakei, die von einsichtigen Tschechen so bitter beklagt wird, wird drückender. Es hat sich als gänzlich verfehlt erwiesen, die wirtschaftlichen Methoden des Frciheitskamp- fcs auf die Eigenstaatlichkeit zu übertragen. Ratürlich besteht die Gefahr, daß die reine Politik, die immer noch in der Tschechoslowakei sinnlos schaltet, sich sagt: wir bleiben draußen, weil zuerst die sudetendeutsche 3 n • dustrie draufzahlen wird. Die Rechnung wird sich bald als verfehlt erweisen: einmal wird auch di e tschechische Substanz angegriffen. Früher wohl, als man heute noch denken mag. Don dieser Einsicht bis zum entscheidenden Schritt, mag er zum Schaden der Tschechen solange auf sich warten lassen, wie er will, ist es nicht weit. Deutschland und Oesterreich werden die Zeit überstehen, bis sie den Tschechen sagen können: „Spät kommt ihr, doch ihr kommt!" Kreistag in Wetzlar. # Wetzlar, 26. März. 3n der heutigen Krcistagssihung wurde zunächst der an die Stelle des verstorbenen Mitgliedes des Kreistages Heinrich Droh tretende Abg. Landwirt Bechtold, Launsbach, in fein Amt cingeführt und verpflichtet. Die Hauptverhandlungen galten dem -Bau zweier Umgehungsstraßen (bci_ Rauborn und Diskirchen), deren Bau nach längerer Beratung beschlossen wurde. Die Llmgehungs- straße bei Bistirchcn ist von dem Landesarbeitsamt Hessen als Rotstandsarbeit anerkannt worden. Die Kosten, die 174 000 ML betragen, werden aufgebracht durch einen Zuschuß des Landesarbeitsamtes von 17 700 ML, ein Darlehen der Gesellschaft für öffentliche Arbeiten zu Berlin von 41 100 ML (zu 5 Prozent auf zwanzig 3ahre) und ein Darlehen (Landesanteil) der Regierung in Koblenz von 41 150 ML (zu 5 Prozent auf zwanzig 3ahre). 70 000 ML werden vom Kreis aufgebracht und der Sttatzenbau- anleihe entnommen. Die Umgehungsstraße bei Rauborn erfordert einen Kostenaufwand von 66 000 ML Die Provinz hat eine Beihilfe von 30 000 ML zugesagt, der Rest soll ebenfalls der Strahenbauanleihe entnommen werden. Mit den Arbeiten soll in aller Kürze begonnen werden. Der Kreistag stimmte ferner dem Abschluß eines Dertrages mit der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. über die Inanspruchnahme von bahneigenem Gelände für die gradlinige Durchführung der Kreisstratze Wetzlar—Gießen zu. Dieser Dertrag soll die Möglichkeit schaffen, die größten Gefahrenstellen der Straße durch Bereitstellung des der Reichsbahn gehörenden Geländes zu beseitigen. Der Oefamtausbau der Straße, der mit 70 000 ML berechnet ist, soll vorerst nicht erfolgen, da hierfür die Mittel fehlen. Sodann wurde die 3agdsteuerordnung des Kreises, die am 1. April abläuft, neu bc- fchlossen; ferner ein Nachtrag zur Erhebung der Wertzuwachs st euer. Einstimmig wurde noch folgende Entschließung angenommen: „Pressenachrichten zufolge sind von dem auf den Regierungsbezirk! Koblenz bei der Derteilung der Westgrenz- fvndsmittel im 3ahre 1930 entfallenen Gesamtbeträge von 1 890 000 ML vorweg einzelne große Projekte bedacht worden. So sollen für die Koblenzer Moselbrücke 100 000 Mk. und mehrere 100 000 ML für Gruppcnwasserwerke in der Eifel und auf dem Hunsrück aus der Westhilfe bestimmt gewesen sein. Für die Einzelprojekte der übrigen Gemeinden blieb danach nur ein geringer Betrag zur Verfügung. Die Folge davon war, daß der weitaus größte Teil der gestellten Anträge keine Bcrücksichligung gesunden hat. Der Kreistag des Kreises Wetzlar sieht in dieser Art der Derteilung der Wcsthilfcmittel eine ungerechte Benachteiligung ber.cni*cn Gemeinden, die ihre dringend notwendigen Projekte, wie Wasserleitungsbauten, Wegcbautcn usw. aus eigener Kraft nicht ausführen können. Der Kreistag des Kreises 'Wetzlar bittet deshalb den Herrn Regierungspräsidenten und den Herrn Minister bei der künftigen Verteilung der Westhilfemittel vor allem die notwendigen Projekte der kleinen Gemeinden ausreichend zu bedenken. Sollten auch bei den kommenden Verteilungen große Projekte, wie Brückenbau, bedacht werden müssen, so wird gebeten. diese Beträge der Gesamtmasse der Gelder zu entnehmen und die bann verkleinerten Mittel auf die einzelnen Regierungsbezirke zu verteilen. Auf diese Weise wird vermieden, daß einem Regierungsbezirk, in dem z. D. eine Brücke liegt, die für einen viel größeren Bezirk von allgemeiner Bedeutung ist. der gesamte, für diese Brücke zu bewilligende Zuschuß auf seinen Anteil an der Westhilfe angerechnet wird." Lleberfall auf eine Bankfiliale Zwei AngcstclUc gcfcjsclt. — Lchicßcrci bei der Verfolgung. WSR. F r a n l f u r t a. M.. 26. März. Heute, kurz vor 12 Uhr. sind wie in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe schon kurz g. .el- bet — zwei Beamte dcr Filiale der Deutschen Effekten- und Wechselbank in der Mainzer Landstraße von den Arbeitern Hch. Stephan aus Ried und Fritz Glock aus Höchst in dem Gcschäftslolal der Bank überfallen worden. Die beiden Burschen, die schon erheblich vorbestraft sind, suchten sich zur Ausführung ihrer Tat eine Zeit aus, zu der nur die beiden Beamten in der Filiale anwesend waren. Rach Wildwestmanier hatten sie sich eine schwarze Larve vor das Gesicht gebunden, und nachdem sie die Türen verschlossen hatten, ertönte das übliche „Hände hoch! ' Die beiden Danlbeamten, ein 45 3ahre alter Kassierer und ein 22jähriger Bankangestellter, wurden regelrecht gefesselt und durch einen Knebel am Hilferufen verhindert. Matt legte sie nebeneinander auf den Boden, nahm ihnen die Kassenschlüssel ab und wollte nun den Kassenschrank berauben. Die verschlossene Tür wurde aacr den Räubern zum Verhängnis. Ein im gleichen Hause wohnender Zigarrenhändler wollte eine Einzahlung bei der Dank machen und fand zu seiner Dcrwunderung die Tür verschlossen. Das erregte seinen Verdacht. Durch die Scheibe dcr Eingangstür sah er. wie sich ein Mann, der nicht zum Personal der Bankfiliale gehörte, vor dem Kassenschrank zu schassen machte. Er lief sofort auf die Straße, um Hilfe zu holen. Inzwischen hatten aber die Verbrecher gemerkt, daß sie entdeckt worden waren, und nun ergriffen sie eiligst die Flucht, ohne den beabsichtigten Raub ausgeführt zu haben. Durch ein enges Fenster zwängten sie sich auf den Hof und von da rannten sic durch die Hafenstrahe nach dem Eilgüterbahnhof. Hier liefen sie, fortgesetzt auf ihre Verfolger schießend, von einem Hindernis zum andern, bis sie sich schließlich in der Halle des Cilgüterbahnhofs verfingen. Der Kampf war aber dort noch nicht zu Ende. Gütcrbodenarbeiter. die die Verbrecher überwältigen wollten, wurden mit Revolver- s ch ü s sc n empfangen. Ein Lademeister erhielt einen Beinschuß und ein Ladeschaffner einen Schuß durch die Schulter und einen Schlag auf den Kopf. Beide Beamte mußten in das Krankenhaus gebracht werden. Auch ein Güterbodenarbeiter wurde leicht am Kops verletzt. Endlich konnten die verwegenen Burschen überwältigt werden, nachdem der eine von ihnen, der 22- jährige Arbeiter Fritz G l o ck, durch einenPolizei- Mimen hinter der Theke. Eine Umfrage bet bekannten „Künstlern im Nebenberuf". Don Dr. Alexander von Andreewsty. Künstler sind in unserer Zeit meist keine lebensfremden Idealisten mehr. Um dies zu beweisen, braucht man nicht auf Amerika Hinzuwelsen, dessen Filmstars zeigen, wie man Künstler und erfolg- reicher Geschäftsmann gleichzeitig fein kann. Sie haben nicht nur ihre eigenen Filmgesellschaften; die Kinohelden und auch die Bühnenkünstler der Vereinigten Staaten sind vielfach an industriellen Unternehmungen beteiligt, und manche besitzen sogar Hotelbetriebe. Noch vor einigen Jahrzehnten hotte man sich bei uns keinen großen Schauspieler oder Sänger denken können, der nebenbei Kaufmann gewesen wäre. Zuweilen kam es freilich auch früher vor, daß ein Bühnenkünstler einen Nebenberuf halte. Der unvergeßliche Heldentenor der Bayreuther und Münchener Festspiele, Dr. Alfred von Bary, bewährte sich, wenn er nicht auf der Opernbühne stand, als recht erfolgreicher Nervenarzt in München. Sein Leben endete tragisch. Dr. Bary erbluv bete konnte weder auf der Bühne auftreten noch praktizieren und starb, von allen früheren Freunden vergessen, vor einigen Jahren als einsamer Mann. Der Nebenberuf, in den sich viele modernen Kunst- ler retten, um in schwierigen Zeilen einen Rückhalt zu haben, konnte ihn vor einem elenden Alter nicht bewahren. Auch Dr. B r i e s c m e i st e r, der berühmte „Loge" der Bayreuther Festspiele, war un Nebenberuf Halsarzt, ebenso wie Dr. Ian Nada- lo witsch, der seinerzeit rechr volkstümliche erste Tenor der Komischen Oper in Berlin unter der Direktion von Hans Gregor. Er ist von der Bühne geschieden und hat als künstlerischer und me- dizinischer Fachmann seinen Kollegen von der Oper, die ja oft an Heiserkeit leiden, besonders gut helfen können. Sah man es früher als erstaunliche Ausnahme an, wenn ein Bühnenkünstler einen Nebenberuf ergriff, so muß man heute feftfteUen, daß die Zahl der Schauspieler und Sänger, die mehrere Berufe ausüben, ziemlich groß geworden ift Dabei ist nicht an Männer gedacht, die wie der schon erwähnte Direktor der Berliner Komischen Oper und spätere Leiter der Wiener Hofoper, Hans Gregor, sich ganz von der Kunst zurückgezogen haben. Gregor ging vor einer Reihe von Jahren als Farmer nach Amerika. Auch ein anderer großer Künstler, Rudolf Rittner, ist nicht typisch für die hier besprochene Zeiterscheinung. Rittner, der im Deutschen Theater unter Brahms zu den ganz genialen Schauspielern gerechnet wurde, zog sich plötzlich von der Bühne zurück und ließ sich als Bauer in Weißbach bei Iauernigg im deutschen Teil der Tschechoslowakei nieder, dort, wo seine Väter den Acker bearbeitet haben. Lange galt er als verschollen, nur gelegentlich kehrte er in den letzten Jahren zu einem Gast- spiel zurück, und vor wenigen Monaten konnte man seine große schauspielerische Kraft im Tonfilm bewundern. Aber während dieser bedeutende Künstler in erster Linie Bauer sein will, obwohl er weit besser und mit unvergleichlich höherem Einkommen als begehrter Darsteller leben könnte, sind viele andere Bühnenkünstler nicht aus Neigung, sondern unter dem Druck der Verhältnisse ihrem ursprünglichen Beruf wenigstens teilweise untreu geworden. Besonders häufig betätigen sich Schauspieler, die einen Nebenberuf suchen, als Gastwirte. „In unserer Zeit", sagt Harry B e n d e r, der bekannte Berliner Komiker, der jetzt nicht mehr auftritt und em Lokal im Berliner Westen besitzt, „in unserer schlechten Zeit müssen auch wir Schauspieler damit rechnen, daß wir plötzlich ohne Engagement und ohne Mittel dastehen. Bei dem System der Rollenvertrage, das heute üblich ist, kommt es oft vor, daß sogar prominente Kräfte viele Monate ohne Beschäftigung Herumlaufen. Wer von uns Künstlern hinter der Theke steht, weiß wenigstens, wovon er leben kann. Käthe Erlholz, die Gattin Rudolf Nelsons, besitzt gleichfalls ein Lokal und freut sich, wenn sie Abend für Abend dem Publikum ein liebenswürdiges Gesicht zeigen kann. „Das Publikum hat schon immer", so erzählt Käthe Erlholz, „mit befdnberer Neugier versucht, Bühnenkünstler abgeschminkt zu sehen. Es bereitet ihnen Vergnügen, von einem Schauspieler, den es nur von der Bühne her kennt, im Gasthaus bedient zu werden. Der Name eines volkstümlichen Schauspielers auf dem Reftaurations- schild ist die beste Reklame und zieht das Publikum auch in schlechten Zeiten an." Eins der besuchtesten Berliner Kunstlerlokale gehört dem früheren Münchener Theaterintendanten Victor Schwann eke, der auch heute noch an Berliner Bühnen oft als Charakterschauspleler aus- tritt. „Die Not der Künstler", meint Schwanneke, ,,ift im allgemeinen viel großer, als das Publikum glaubt. War der Künstler früher durch einen mehr- iährigen Vertrag an eine Bühne fest gebunden, io ift er heute von der Konjunktur des Theatermarktes abhängig. Das Einkommen ift Glückssache. Spielt man in einem Stück, das Erfolg hat, so kann man viele Monate hintereinander auf Beschäftigung rechnen. Aber dann kommen andere Monate, in denen sich keine passende Rolle findet, und wer dann keinen Nebenberuf hat, gerät in große Not. Ein sehr bekannter Berliner Schauspieler, der auch im Film einen guten Namen hat, ist wochenlang stempeln gegangen. Um vor solchen Dingen geschützt zu sein, suchen sich viele Schauspieler eine Nebenbeschäftigung." Es gibt auch eine ganze Anzahl von Bühnenkünstlern, die sich von ihren Ersparnissen ein Kino gekauft haben. Vor einigen Jahren wurde eine Sängerin der Berliner Staatsoper während der Vorstellung plötzlich von einem Unwohlsein befallen, und sie glaubte, dieser Uebelteit nicht anders Herr werden zu können, als indem sie eine halbe Flasche Weinbrand austrank. Diese Kur bekam ihr schlecht. Sie fiel auf der Bühne um und mußte ihren Vertrag mit der Staatsoper lösen. Inzwischen ift sie wieder nüchtern geworden. Die Sängerin geht jetzt auf Gastspielreisen, und wenn sie in Berlin ift, leitet fic im Norden der Reichshauptftadt zwei Kinotheater, die sie von ihren Ersparnissen gekauft hat. Die frühere Soubrette der Berliner Staatsoper, Else Knepel, die gleichfalls Gastspiele im Reich gibt, ist auch Kinobesitzerin. ^cr alte Julius L i - ban, der bekannte Buffotenor der Berliner Staatsoper, den man nun schon lange nicht mehr gehört hat, hat sich ebenfalls durch ein Kino eine neue Existenz geschaffen. Es ift ja naheliegend für einen Schauspieler, dcr nicht mehr künstlerisch tätig ist, wenigstens geschäftlich bei einem verwandten Gewerbe zu bleiben, und wenn man nicht mehr bei der Herstellung der Filme mitwirft, so kann man sie wenigstens aufführen. Doch kommt es auch vor, daß ein Künstler einen Beruf ergreift, der weder mit der Bühne noch mit dem Film das Geringste zu tun hat. In einem kleinen Schokoladenladen im Berliner Westen steht hinter dem Ladentisch die bildschöne Alexandra Sorina, die in dem Jannings- Film „Peter der Große", im Conrad - Veidt - Film „Orlacs Hände" und im Rasputin-Film weibliche Hauptrollen gefpielt hat. „Ich bin seit einem Jahr ohne Engagement", erklärte mir die reizende Künstlerin. „Das Publikum will nämlich im Film immer neue Gesichter sehen. Was soll ich in der Zwischenzeit anfangen? Die recht hohen Honorare, die ich bei jedem Auftreten erhalte, verbrauche ich für Garderobe und andere Anschaffungen. Ein wenig habe ich mir gespart, und für dieses Geld habe ich nun das Schokoladengeschäft getauft; in den beiden Hinterzimmern wohnt meine Mutter und besorgt die Wirtschaft, ich stehe hier, verkaufe Schokolade, setze täglich 50 Mark um und warte auf einen Regisseur, der zufällig vorbeigeht und sich an mich erinnert." Der Tenor der Berliner Staatsoper Jaro D w o r s k y , der bei dem Abbau der Stargagen die Staatliche Opernbühne verlassen hat und nun Gastspiele im Reich gibt, betätigt sich nebenbei als Zahnarzt. „Auch auf der Opernbühne hat sich das neue System der kurzfristigen Verträge durchgesetzt", erklärt Dworsky. „Früher lautete der kürzeste Vertrag gewöhnlich auf fünf Jahre, heute will sich die Oper nicht länger als auf ein Jahr binden. Ich habe als Zahnarzt eine ganz gute Praxis, vor allem die jungen Damen lassen sich gern von einem Opernsänger die Zähne plombieren." Auch Kammersänger Oskar Boltz, gleichfalls von der Berliner Staatsoper, ift im Nebenberuf Zahnarzt und außerdem Manager. Er vermittelt Engagements deutscher Künstler nach Amerika. Der Wagnertenor Paul Hansen hat sich ein Antiquitätengeschäft eingerichtet, und erweist sich als tüchtiger Kaufmann im Nebenberuf. Von dem vielseitigen Dr. Kurt Singer kann man kaum sagen, welcher Beruf fein Hauptberuf ift. Er ist Dirigent, Nervenarzt, Musikschriftsteller und stellvertretender Intendant der Städtischen Oper in Charlottenburg. Das letztgenannte Amt füllt augenblicklich wohl seine ganze Zeit aus. Es gibt in Berlin schließlich auch Schauspieler, die im Nebenberuf ein Tapetengeschäst haben, Versicherungsagent sind oder Unterricht erteilen. Eine Ehordame der Berliner Oper besitzt eine Wäscherei im Norden der Stadt, eine Kollegin geht als Maniküre von Haus zu Haus. Ein Cha rafterbarfteller eines großen Berliner Theaters, der ganz gut verdient, interessiert sich für Schneiderei und hat vor kurzem ein Modeatelier eingerichtet. Ein anderer Künstler verkauft die Wäsche, die seine Frau, eine Sängerin, zu Hause näht. Sie alle find Doppelverdiener — aber Doppelverdiener aus Not. öothfcbutnochncbfea Der mit dem Titel eines ordentlichen Professors bekleidete ao. Professor für Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte an der Grazer Universität, emerit.Direttor des steiermärkischen Landesarchivs, Hofrat Dr. Anton Mell, ist zum ordentlichen Professor für österreichische Geschichte an der genannten Universität als Nachfolger des Hofrats R. F. Kaiydl ernannt ryorden. Der durch das Ableben von Pros. Wilhelm Di- belius an der Universität Berlin erledigte Lehrstuhl der englischen Philologie ist dem Ordinarius Dr. Bernhard Fehr an der Universität Zürich angeboten worden. Berufungen nach Halle, Wien und Leipzig hat der Gelehrte abgelehnt. Beamten einen Deinschuß erhalten hatte. Inzwischen waren die beiden überfallenen Bankbeamten von ihren Fesseln befreit worden, die von dem Erlebten so in Erregung verseht waren, dah sie kaum einige Worte hervorbringen konnten Die beiden Räuber wurden zum Polizeipräsidium gebracht, und nach einem vorläufigen kurzen Verhör wurde der Verletzte im Gefängniskrankenhaus, sein Komplice im Polizeigefängnis untergebracht. Oderheffen Oer Voranschlag des Kreises Lauterbach f. r 1931. Der Kreistag des Kreises Lauterbach wird sich in seiner ordentlichen Tagung am 2. Apr.l mit dem Kreis-Doranschlag für 1931 beschäftigen. Der Voranschlag schließt je in Einnahme und Ausgabe mit der Gesamtsumme von 289 869 Mark (im Vorjahre 280 592 Marl) ab. Davon entfallen auf die Detriebs- rechnung in Einnahme und Ausgabe je 255 158 Mark (im Vorjahre 253 247 Mark), auf die Dermögensrechnung 34 711 Mark (im Vorjahre 27 345 Mark). Die Kreisumlagen sind, wie im Dorlahre, wieder in der Höhe von 82 000 Marc vorgesehen. Dei der Aufstellung des neuen Haushaltsplanes sind die Ausgaben soweit wie nur irgend möglich noch gesenkt worden. Diese Tendenz wurde namentlich bei den sachlichen Ausgaben verfolgt, bei denen mit Rücksicht auf die Preissenkungsbestrebungen eine rund lOprozentige Kürzung vorgenommen wurde. Auch die Ausgaben für wohltätige und gemeinnützige Zwecke, soweit sie nicht auf gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtungen beruhen, wurden um 10 Prozent ermäßigt. Rach dem Verwaltungsbericht für 1929 hat das Rechnungsjahr 1 929 folgendes Ab - schlußergebnis gebracht: Einnahmen 255 258,87 Mark, Ausgaben 220 547,33 Mark, mithin verbleibt ein Rest von 34 711,44 Mark. Rach dem Schulden - und Vermögensverzeichnis befindet sich der Kreis Lauterbach in der erfreulichen Lage, keine Schulden zu haben, auf der anderen Seite aber ein Vermögen an Kapitalien a) in Gestalt von ausgeliehenen Daudarlehen und Fonds der verschiedensten Art in Höhe von 84 387 Mark, und b) an Immobilien in Höhe von 63 600 Mark zu besitzen. Ueber die vorhandenen Mobilien besteht ein Inventar, es ist aber davon abgesehen worden, den Kapitalwert dieses Desihes ziffernmäßig anzugeben. Gememderat in Lich. s) Lich, 26. März. In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Derotung eines Nachtrags zum Waldwirtschaftsplan 1931. Zur Beschäftigung von Wohlfahrtserwerbslosen ist der Stadt ein zinsverbilligtes Darlehen von 15 000 Mark gewährt worden, das zusammen mit weiter zur Verfügung gestellten Mitteln zur Chaussierung von Feld- und Waldwegen verwendet werden soll. Das Forstamt Lich hat nach einer Ortsbesichtigung mit dem Gemeinderat einen Rachtragswirtschaslsplan für Waldchaussierungen ausgestellt. Die Vorlage fand einstimmige Annahme. Die Vergebung der städtischen Taglohnfahrten im Rj. 1931 an Karl Rathes zum Preise von 1,28 Mark pro Stunde für ein doppelspänniges Fuhrwerk und 1,05 Mark pro . Stunde für ein Cinspännerfuhrwerk wurde genehmigt. Ferner gab der Bürgermeister bekannt, daß die Stadt Lich um Bewilligung eines Zuschusses in Höhe von 100 Mark zur Erwerbung eines 1 Modells für ein Reeb-Denkmal, das ? evtl, in späterer Zeit ausgeführt und hier zur Aufstellung kommen soll, angegangen worden sei. Der Gemeinderat konnte sich zu einer Bewilligung städtischer Mittel nicht entschließen. Auf Antrag des Obst- und Gartenbauvereins Lich wurde beschlossen, zur Schädlingsbekämpfung im Obstbau eine systematische Bespritzung aller Ob st bäume in dem gesamten Gebiet nördlich der Stadt zwischen Badeanstalt und dem Wasserreservoir, begrenzt durch das Hohlwäsfer- chen, unter Aufsicht eines Feldschühen durchzuführen und die Kosten von den beteiligten Obstbaum- besihern durch die Stadt zu erheben. Sängergau Vogelsberg-Süd. Büdingen, 25. März. Unter dem Vorsitz von Lehrer W. Linner (Bleichenbach) tagte im „Fürstenhof" der Gauvorstand des Sängergaues Vogelsberg-Süd, um die Richtlinien für das am 10. Mai in Büdingen stattfindende W e r t u n g s s in ge n festzulegen. Wertungsrichter sind die Herren Blaß (Gießen) und Samper (Darmstadt). Als Pflichtchöre werden neben dem Wahlchor „Mein Deutschland", von Mangold, und „Ci, du feiner Reiter", von Willms, abwechselnd von den Gauvereinen gesungen. Am Rachmittag findet eine öffentliche Kundgeb ungfürdasdeut- s ch e Lied statt, bei der vier Massenchöre des Gaues, sowie Kinderchöre der oberen Volksschulklassen zum Vortrag kommen werden. Bezir.shandwerkertag in Büdingen. !! B ü d i n g e n, 24. März. Der Bezirkshandwerk e r t a g des Bezirksvereins Büdingen und Nidda, der anläßlich der Reichshandwerkswoche im Hotel „Zum Fürstenhof" in Büdingen stattfand, nahm einen eindrucksvollen Verlauf. Nachdem man in der Gewerbeschule die Ausstellung handwerklicher Erzeugnisse besichtigt hatte, nahm die Tagung ihren Fortgang. Der Vorsitzende des Bezirksverbandes, Echuhmachermeister Zahn, wies auf die Bedeutung des Tages hin. Nach ihm sprach Kreisdirektor Dr. G a ß n e r. Der Redner behandelte u. a. die außerordentlichen Schwierigkeiten der Geldbeschaffung im Handwerk und gab sehr beachtliche Anregungen und Aufschlüsse, um dieser Schwierigkeiten Herr zu werden. Dr. Reif von der Handwerkskammer-Nebenstelle Friedberg sprach sodann über die Erwartungen und Erfolge der veranstalteten Reichshandwerkswoche. Die anwesenden Handwerker ermahnte der Redner zum engen Zusammenschluß und empfahl besonders, erhöhtes Augenmerk auf die Ausbildung und Fortbildung des Handwerksnachwuchses zu lenken. Gewerbelehrer R e i b e r t hielt einen Lichtbil- dervortrag über das Thema „Der deutsche Handwerker in der Vergangenheit". Die hochinteressanten Darbietungen fanden verdienten Beifall. Der Gesangverein „Liederkranz" unter Mitwirkung von Herrn W. Ap p e l (Tenor) umrahmte die Feier durch mehrere ausgezeichnete Chöre und Soli. t’aiUHtc e Hetzen. z Rödgen, 25. März. In seinem zweiten Vortrag im hiesigen Leseverein behandelte Lehrer I u n g, Großen-Buseck, die Menschen der Urzeit, und zeigte die Entwicklungsstufen in Waffen und Werkzeugen und im Wohnungsbau. Besonders ging er auf die Gräberfunde in der engeren Heimat ein. Die aus den vier Vortr.ägen der Herren Dr. Michel und I u n g gewonnenen Kenntnisse sollen durch einen Besuch der Gießener Museen noch vertieft werden. 8 Alten-Buseck, 25. März. Am Montag beschloß der hiesige Frauenmissionsver- e i n seine diesjährige Tätigkeit mit einem Familienabend. Unsere Krankenschwester gedachte in einer Begrüßungsansprache besonders des früheren Leiters des Vereins, unseres verstorbenen Pfarrers Hartmann. Die jüngeren Mitglieder brachten einige gut dargestellte Theaterstücke zur Aufführung, die einen tiefen Eindruck hinterließen. Bei Kaffee und Kuchen verbrachten die Gäste und Mitglieder einige schöne Stunden geselligen Beisammenseins. Kreuzweg der Lebe. Roman von Paul Grabein Urheberrechtsschuh: Romandienst „Digo", Berlin W 30. H. Fortsetzung. Nachdruck verboten. 9. Kapitel. „Run hab' ich aber, weiß Gott, genug von dem Stumpfsinn!" Aergerlich warf Drenck das Buch vor sich auf den Schreibtisch, in dem er die letzten Minuten überhaupt nur noch gähnend und seufzend gelesen hatte. 5rau Ursula blickte bekümmert zu ihm hinüber von ihrem Platz am Fenster, der auf erhöhter Estrade mit seinem zierlichen venezianischen Sessel und Nähtischchen eine anmutende Frauenoase in dem mit schweren, dunklen Renaissancemöbeln gefüllten Herrenzimmer des Gutshauses bildete. Sie hatte schon die ganze letzte Zeit verstohlen und sorgenvoll zu dem Gatten hinübergeblickt, der da über einem landwirtschaftlichen Lehrbuch saß. Mit großem Eifer war er an das Studium des Werls herangegangen, wollte er doch als ne..er Pächter des Ritterguts möglichst bald selber recht viel vom Betrieb verstehen, um seinem Inspektor, auf den er sich jetzt ganz verlassen müßte, die Zügel aus der Hand nehmen zu können. Aber das Feuer erlosch bald. Die ungewohnte Arbeit des Studierens lieh ihn bald ermüden, und jetzt — nach kaum einer halben Stunde — war seine Geduld erschöpft. „Du mußt dir auch nicht zuviel im Anfang zu- muten, Fred", tröstete Ursula, von geheimer Sorge geängstigt, dah nun auch dieser Versuch, ihn zu beschäftigen, wieder fehlschlagen sollte. „Sieh mal, cs ist ja doch ganz was Reues und Fremdes, an das du dich erst gewöhnen mußt. Leg ruhig also das Buch ein paar Minuten aus der Hand — wir plaudern so lange — und dann fängst du mit frischer Kraft und Lust wieder an." „Den kondensierten Stumpfsinn? Ree, danke ergebenst! Lieber die Daumen drehen — das ist noch 'ne hochgradig geistreiche Beschäftigung dagegen, sag' ich dir." „Aber, Fred, wirf doch nicht gleich die Flinte ins Korn!" bat Ursula. „Hab doch ein bißchen Geduld! Man gewinnt ja vielen Dingen erst bei näherer Bekanntschaft Interesse ab. Und außerdem — du erklärtest es doch selbst für so nötig, daß du dich recht bald mit der Landwirtschaft vertraut machst." „Gewiß, aber daS kann man auch — und tausendmal besser — ohne Bücher. Die Praxis, das ist die beste Lehrmeisterin. Aber da« ist ja eben die Niedertracht, daß ich da nicht so kann, wie ich will. Da arbeitet nun zum Beispiel heute draußen meine neue Dreschmaschine auf d»m Felde, und ich muh hier in der Stube hocken, bloß weil draußen der Wind ’n bißchen über die Stoppeln pustet. Soll man da nicht aus der Haut fahren?" Erregt schlug Drenck mit beiden Fäusten auf den Tisch. Frau Ursula blickte unwillkürlich hinaus in den Garten, wo gerade ein heftiger Wirbelstoh des Heraststurmes die gelben Blätter in tollem Tanz umherjagte. „Aber sieh doch nur, Fred. Es stürmt ja direkt, und dazu noch diese naßkalte, rauhe Lust heute!" „Ach, es ist ja nicht bloh heute. Heute ist's der Sturm, aber morgen sonst irgendwas anderes! Immer heiht's nur: .Das darfst du nicht! Denk an dich — schone dich!' — Richts, nichts kann man! Kein Reiten, kein Iagen, kein Rauchen, kein Trinken — nichts, nichts! Wenn ich das bloß vorher hätte ahnen können!" In tiefster, stummer Pein sprang Frau Ursula auf. Da war sie wieder, jene graue Hoffnungslosigkeit, die sich lähmend wie ein Alp auf sie beide zu legen drohte. Rein, nein! Rur das nicht erst aufkommen lassen. Und in ihrer Angst lief sie zu dem Gatten hin. umfing feine Schultern und schmiegte sich schmeichelnd flehend an ihn. „Freddy, nicht doch so! Du bist wirklich ein bißchen ungerecht." Er wollte heftig aufbegehren, aber sie siel ihm eilends ins Wort: „Gewiß, ich weiß ja am besten, wie schwer du zu entbehren hast, mein Armer, Liebster! Gerad' all das, was früher deine ganze Freude war. Aber es wird sich ja alles noch bessern. „Glaubst du's?" Höhnisch lachte Drenck auf. „Ra, Gott erhalte dir deine Vertrauensseligkeit! Mir ist sie allmählich gründlich abhanden gekommen, nachdem auch das Vierteljahr im Sanatorium nicht für einen Deut was genützt hat." Ursula mußte ihm eigentlich im tiefsten Innern ja recht geben; aber sie wollte es sich selbst und ihm nicht eingestehen. Mit dem Trieb der Selbst- erhaltung klammerte sie sich an die wohlfeilen landläufigen Vertröstungen der Aerzte auf die Zukunft; sie betörte sich selbst mit der Hoffnung, daß mit der Zeit sich Fred doch noch wesentlich mehr kräftigen würde. So waren es denn nicht bloß leere Worte, die sie ihm nun geängstigt gab: „Du mußt eben Geduld haben, mein lieber, einziger Freddy! Sieh mal, cs sind ja noch nicht drei Vierteljahr feit deiner Erkrankung her; und eine so schwere Attacke des Körpers wie die deinige braucht natürlich Iahr und Tag, um wieder ganz ausgeheilt zu werden." „Die Litanei der Aerzte! — Hängt mir nachgerade auch schon zum Hals heraus. Und mit dem Leim fangt ihr mich nicht mehr. Gib dir gck. roßen - Buseck, 24. März. Die hiesige Volksschule hatte die Gemeinde zur Teilnahme an einem von ihr borbereiteten Heimatabend eingeladen. Rach Worten der Begrüßung wies Rektor I n d e r t h a l auf den Zweck der Veranstaltung hin und hob die ideellen Werte hervor, die die Heimat dem Menschen biete. Von den Schülern und Schülerinnen der Ober- t(affe mit viel Begeisterung vorgetragene Heimatlieder und -gedichte fanden den wohlverdienten Beifall der, wie bei solchen Gelegenheiten immer, zahlreich Erschienenen. Dankbar aufgenommen wurden auch die hübsch in den Rahmen sich einfügenden Darbietungen des. Posaunenchors, der sich uneigennützig in den Dienst des Abends gestellt hatte und sich erneut Sympathien erwarb. Am Schluß des ersten Teils hielt Lehrer Jung einen mit viel Fleiß zufammengestellten Vortrag über die Geschichte des Busecker Tals. Seine interessanten Ausführungen begegneten allgemeinem Interesse. Rach einer Pause übergab Rektor Inderthal den Siegern und Siegerinnen die bei den letztjährigen Rcichsjugendwett- lämpfen errungenen Ehrenurkunden des Reichsund des Staatspräsidenten. Die für diesen Teil unter dem Motto „Das malerische Lahntal" vorgesehenen Lichtbilder konnten infolge Versagens des Lichtbildwerfers nicht geboten werden. Mit Worten des Dankes an die Ausführenden, die Mitglieder des Schulvorstandes und den Gastwirt Brück, der den Saal unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte, schloß der Leiter die Veranstaltung mit einem Hoch auf das Busecker Tal und das deutsche Vaterland, worauf die Anwesenden das Deutschlandlied fangen. • Londorf, 25. März. Am vorigen Sonntag hielt der Ortsgewerbe-Verein „Rabenau" in Londorf eine gutbesuchte Kundgebung anläßlich der Reichshandwerkswoche ab. Es waren etwa 70 Handwerksmeister erschienen. Rach einleitenden Worten des ersten Vorsitzenden, Herrn Schmiedeknecht, in denen er die Versammlung begrüßte und kurz auf die Bedeutung der Handwerkswoche hinwies, hielt Herr Usinger einen Vortrag über „Kultur und Handwerk". Er wies an Hand der Geschichte nach, daß das Handwerk, einer der wichtigsten Kulturträger des deutschen Volkes, dazu berufen ist, am Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft tatkräftig mitzuarbeiten. Darauf sprach der Vertreter der berufsständigen Fürsorgeeinrichtungen des Handwerks, Herr S ch e w e , über die Rotwendigkeit des Zusammenschlusses des gesamten Handwerks. Er stellte das Verhältnis des Handwerks zur heutigen Staatswirtschaft klar. Den Rednern zeigte der lebhafte Beifall, dah ihre Vorträge bei der Versammlung Anklang gefunden hatten. Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes schloß die wohlgelungene Versammlung, die zeigte, dah das Handwerk und Gewerbe in der Rabenau sich seiner wirtschaftlichen Stellung voll bewuht ist. Q Holzheim, 24. März. Die hiesige Schule veranstaltete in den Nachmittagsstunden des Sonntags erstmalig eine Ausstellung der Handarbeiten und der Erzeugnisse der Kochkunst. Auf langen Tischreihen des großen Rathaussaales lagen all die Dinge, die die Mädchen vom dritten bis achten Schuljahr unter Anleitung der Handarbeitslehrerin E Strack (Gießen) im Laufe des Jahres gearbeitet haben. Allgemein war mgn überrascht über die Erzeugnisse der Back- und Kochkunst, die an Schönheit und Appetitlichkeit nichts zu wünschen übrig ließen. Auch die schriftlichen Arbeiten der Fortbildungs- schülerinnen aus dem wissenschaftlichen Unterricht fanden viel Beachtung. — L i ch, 25. März. Die hiesige Volksschule veranstaltete am Sonntagnachmittag im Sitzungssaal des Rathauses eine Ausstellung von Handarbeiten, Zeichnungen und sonstigen Arbeiten, die die Schüler im laufenden Schuljahr in den verschiedensten Unterrichtsstunden angefertigt hatten. Die schöne Ausstellung wurde von 284 Erwachsenen und 360 Schulkindern besucht. keine Mühe — du kannst mir die nackte Wahrheit doch nicht mehr bemänteln: Mein Dasein ist verpfuscht für immer! Es gibt nichts mehr, was mir helfen kann." Wie ein Stich drangen ilrfula die Worte ins Herz. „Fred, denk doch an mich!" Leise, zitternd flehte sie es, aus ihrer tödlichen Angst heraus. Ihr fiel die Stunde ein, da er im Frühjahr, voll neuer Hoffnungen, um sie geworben hatte; wo er ihr gesagt hatte, daß ihr Besitz seinem Leben einen neuen Inhalt und Zweck geben würde. Run sollte auch dies Hoffen getrogen haben? Mein Gott, dann war ja ihr ganzes, großes Opfer umsonst gewesen. Drenck fühlte die Angst, die sie erbeben machte, und der Egoismus des Kranken, der allmählich immer mehr Besitz von ihm ergriffen hatte, machte da wieder der Güte und ritterlichen Gesinnung Raum, die ursprünglich seinem Wesen eigen waren. „Verzeih!" bat er reuevoll und zog sein junges Weib an sich. „Ich tat dir wehe. Aber ich wollte es nicht, bei Gott! Im Gegenteil, Ursel, du weißt nicht, wie leid du mir tust, wie manchmal ich mir die bittersten Vorwürfe mache, daß ich mein Leben an das deine gefettet habe. Aber ich habe das ja damals nicht ahnen können." „Schweig doch — schweig!" Sie verschloß ihm den Mund mit den Lippen. Sie war ja in diesem Augenblick schon glücklich, daß sie nur wieder ein herzliches Wort von ihm horte, Und klug nutzte sie den Umschlag seiner Stimmung aus. Sie hatte im Lause ihrer kurzen Che, mehr Krankenpflegerin als Gattin, es bald gelernt, um seinetwillen eine Heiterkeit zu Heucheln, die ihr nicht von Herzen kam; so wußte sie ihn denn auch jetzt unter Schmeicheln und Scherzen zu dem bequemen englischen Klubsessel nahe bei ihrem Fensterplatz zu bringen, wo er sich's, halb liegend, bequem machen mußte, während sie sich neben ihm auf der breiten Lehne niederließ und ihm aus einem Buch einen neuen Roman vorzulesen begann. Das war noch so eines der wenigen Hilfsmittel, das Fred wenigstens für eine Weile über feine trübseligen Anwandlungen und die Langeweile hinweghalf. Freilich, allzulange hielt auch das nicht vor, und Frau Ursula war daher nicht minder erfreut als ihr Gatte, als plötzlich durch die tiefe Stille des Hauses das laute Hupen eines Autos draußen vorm Portal scholl und alsbald das Hausmädchen mit dem Präsentierteller erschien, auf dem sie der gnädigen Frau zwei Visitenkarten hinreichte. Besuch — wahrhaftig! — Also ein Ereignis ersten Ranges in ihrer ländlichen Abgeschiedenheit. Eilig griff Urfula nach den Karten: v. Recknih, Oberleutnant a. D.» Chefpilot der Lufthansa." )( L i ch, 25. März. Die beiden Frauenkränze, die Freundinnen junger Mädchen und der Mädchenkranz, veranstalteten im (Semeinbefaal einen gc* kranz, veranstalteten im Gemeindesaal einen gemein- Tarnen Vortragsabend, der der Bahnhofsmission gewidmet war. Frl. Knabenschuh von der Bahnhofsmission in Frankfurt a. M. zeigte den zahlreich erschienenen Zuhörerinnen zunächst die geschichtliche Entwicklung dieser segensreichen Arbeit, um dann aus dem Schah ihrer reichen Erfahrung manch erschütterndes Bild aus dieser Arbeit zu bieten, das die Rotwendigkeil der Bahnhofsmission begründete. Die bc.öen Geistlichen sprachen das Begrühungs- und Schlußwort. Zum Besten der Bahnhofsmission wurde eine Kollekte erhoben, die 14 Mk. ergab. Neuer Krawall in Mainz. WSR. Mainz, 26. März. Gestern gegen 12 Uhr zog ein größerer Trupp Kommunisten singend den Bebelring entlang. Dort, wo zur Zeit Kanalaraeiten vorgenvmmen werden, kam es zwischen den Arbeitern und Kommunisten zu Auseinandersetzungen. Die Kanal- ar be i t e r , die der Rationalsoziacistischen Partei und dem Stahlhelm angehören sollen, wurden von den Kommunisten mit Steinen bombardiert und muhten-flAhten. Das Rotrufkommando wurde herbeigerufen und machte dem Bombardement ein Ende. Verschiedene Kommunisten kamen zur Anzeige. In der vergangenen Rächt sah man ununterbrochen das Rot - rufkommando durch die Straßen der Stadt patrouillieren. An allen Straßenkreuzungen, hauptsächlich in der Altstadt, am Höfchen und Theaterplatz sah man herumschwärmende Stahlhelmleute in Uniform, Kommunisten und Rationalsozialisten, eigentümlicherweise fast alle mit Bergstöcken bewaffnet, die sich gegenseitig verfolgten. Polizeibeamte bewachten in Doppelposten die Straßenecken und instruierten das umherfahrende Ueberfallkommando. Wo eine Schlägerei sich zu entwickeln drohte, war das Rotrufkommando sofort zur Stelle und säuberte die Straßen. 12 Zähre Zuchthaus für die Badenheimer Bluttat. WSR. Mainz, 26. März. Rach mehrtägig«! Verhandlung vor dem Schwurgericht zu Mainz wurde heute der Draubursche Gustav Arzberger zu 12 3 obren Zuchthaus verurteilt. Der Angeklagte hatte den Sohn seiner Dienstherrin, den Studenten Heinrich H a u b, wie damals berichtet, vor einigen Monaten im Keller des Brauhauses Haub zu Bodenheim erschossen. Der Staatsanwalt schilderte in großen Zügen die Tat, ging auf das anfänglich gute Verhältnis des Angeklagten zu seiner Dienstherrschaft ein, das sich infolge der Neigung des Angeklagten zum Alkohol aber ständig verschlechterte. Er wiederholte alle verdächtigen Aeußerungen des Angeklagten im Laufe der letzten Monate vor der Tat und beantragte gegen ihn die Todes strafe wegen Mordes und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Der Verteidiger legte dar, daß von einer vorbereiteten Tat keine Rede sein könne. Der Angeklagte sei lediglich über die Grenz? der Rotwehr hinausgegangen und könne höchstens wegen fahrlässiger Tötung bestraft werden. Der Angeklagte hatte das letzte Wort und bat, die Strafe so zu bestimmen, wie es da« Gericht für angemessen halte. Rach l^/.stündiger Beratung erging folgendes Urteil: Der Angeklagte wird wegen Totschlages zu 12 3 ab reit Zuchthaus verurteilt. Außerdem erkennt das GeriHt wegen Vergebens gegen das Gesetz über Schußwaffen auf zwei Monate Gefängnis. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden Arzberger mit Rücksicht auf die tragische Verwicklung der Tat und auf seine bisherige Unbestraftheit nicht aberkannt. „Was, Recknitz?" 3n yelier, frohester Heber- raschung entriß ihr Drenck die Karte. „Aber das ist ja" — und mit einer Lebendigkeit, die sie gar nicht mehr an ihm kannte, stürzte er hinaus auf die Diele, um freudestrahlend den lieben Gast zu empfangen. „Recknih — mein alter 3unge! Also wirklich?* 3mmer wieder schüttelte er mit krampfhaftem Druck die Hände des einstigen Kameraden, der da wahrhaftig vor ihm stand. „Qlber, nun sag doch, wie kommst du in aller Welt denn hierher?" ..Höchst einfach!" lachte der andere. „3ch bin mit der Leitung des Flugplatzes in Dresden beauftragt. Da bin ich rasch mal zu dir rüber* gekommen." „Und ich habe keine Ahnung davon? Wie lange denn schon?" „Ra, an zehn Tage." „Und da läßt du dich heut erst sehen?" Drenck hatte inzwischen seinen Arm in den des Freundes geschoben und führte ihn durch den Salon nach seinem Zimmer. „Du hast doch gewiß längst gehört, daß ich hier auf meiner Klitsche sitze?" „Natürlich! QUer war mir beim besten Willen nicht eher möglich" — Recknih ließ den Arm des Freundes plötzlich fahren und verneigte sich; er stand Fran Ursula gegenüber. „Hier hast du meinen guten, alten Recknitz in natura, von dem ich dir so viel erzählt habe", stellte Drenck vor. „Er ist nach Dresden verseht. Was sagst du dazu? 3st das nicht großartig?" Ursula reichte in herzlicher Freude dem Freunde ihres Gatten die Hand, die dieser mit respektvoller Verneigung küßte. „3ch freue mich aufrichtig, Herr von Recknitz. Etwas Lieberes hätte sich mein Mann ja gar nicht wünschen können. Hoffentlich bleiben Sie uns nur recht lange erhalten?" „Ich rechne mindestens mit einem Iahr, meine gnädigste Frau." „Na, das genügt fürs erste!" Der alte, frohe Ton klang wieder an Freds Stimme. „So weit denke ich noch gar nicht. — Aber nun leg doch endlich ab, mein Kerlchen — gib her, so! — Und nun seh dich und — Ursel, nicht wahr, du sorgst für einen kleinen WiUkommentrunk?" „Aber bitte, gnädigste Frau, sich wirklich nicht inkommodieren zu wollen" — warf Recknitz, zur Hausfrau sich wendend, ein, doch Ursula war schon de>11 Mädchen nachgeeilt, um für eine kleine Erfrischung des Gastes nach der Fahrt von der Stadt hierher zu sorgen. Mit dem Auge des Kenners blickte Recknitz der anmutigen, noch so entzückend mädchenhaften Gestalt der hinaushuschenden jungen Frau nach, während er sich behaglich in dem weichen Daunenpolster des anderen Klubsessels räkelte. ^Fortsetzung folgt.) NORD-WEST SCHUHE bäÄ Shtl o^ibon S&S Ä CS« , ' ?ie be,d>v. der ^sKr 1 ergab. N Mainz. 5*si?Ä" "ihn Äf’“'- -ZK -ML Äfeöec StM m fc^^nnenöe itzr s srÄflS ynanbo. W° U toQt das Jr und läuterte 'uchthaus imer Bluttat. ^ach mehrtägiger Gericht zu Linz ehe Gustav Arzber- uchthaus verurteilt. } vohn seiner Dienst« mich Haub, wie da. u Monaten im Met n ,?.??^"deim er- u schilderte in grvhen i das ansänglich gute sten zu seiner Dimst- folge der Hcigimg des il aber ständig ver- >lte alle berechtigen sagten im Lause der it md beantragte gegen »egen Mordes und Ab- • :n Ehrenrechte aus Le- r legte dar, daß von feine Rede sein ßnnc, ich über die Grenze der l und fönne höqslcns g bestraft werden. Der tc Wort und bat, die ne cs das Gericht für ^iMndiger Deratnng Der AngeNagte wi:d i2 Jahren Zucht- M erkennt das Geriet das Gesetz über Schuh- Gefängnis. Die Bürger- i Arzberger mit Süd» tmicflimg der Tat und bestrasM nicht ab- heller, frohester Ueto‘ end die Äartc. »Wer ner Lebendigkeit, die sie annte, bestrahlend den liem ■ Junge! Also tM? e er mit kramp haftm instigen Kameraden, der std. -2lber nun ag aller Welt denn e der K e?Ss ’STeiÄn* s, creunM tW 51 en S»* glffi «tfÄ8Srs* iTrAts r „ ^Qhr, meine I etfic!“ Ä‘Ift E“ *"«■5/»# ’?*lu CÄSs 4',y”N',S' Mp--" SJl.-'fpott Sport-Zilm-Äorführung der Spielvereinigung 1900. Rus Anlaß des Iugendopfertages findet am 29. März um 11 Uhr im Lichtspielhaus eine große Sportfilm-Dorführung statt. Die D ranstaltung dient der Jugenderziehung und Ertüchtigung und soll bezwecken, weiten Kreisen unserer Jugend die Vorzüge und Schönheiten unseres Sportes vor Augen zu fuhren. Darüber hinaus dürfte diese Werbeveranstaltung der Jugend Anleitung und Anregung zur vernunftgemäßen Betreibung der Leibesübungen bieten und ihr die Vorteile und Reize von Iugendwanderungen vermitteln. Die Eltern sollen durch diese Filme damit vertraut gemacht werden, was ihre Kinder überhaupt in den Sportvereinen lernen und treiben und denjenigen, die dem Sport bisher nicht recht zugencigt waren, die noch abseits stehen, soll gezeigt werden, welche Fülle von Sportarten es gibt, wie unsere Jugend, klein und groß, mit Lust und Liebe an ihrem Sport hangt, und wie durch ihn der Körper gesund und stark erhalten wird. . _ . Für den Zweck, die Freude am Wandern zu fördern, sind die beiden Filme in Tag der 3uficny* und .RHeinis ches Jugend» treffen in Aiddegen", die herrliche Land» schaftsaufnahmen vom Rhein bringen, bestimmt. Der Film .Deutsche Leichtathletikmei- ^e r sch asten 1930“ gibt ein anschauliches Lild über die hervorragenden Leistungen der letzten Meisterschaften. Wir s hen d e gesamte d-utfche Elite am Start. „König Fußball" führt uns die technischen Feinheiten des Fußballspiels vor Augen und gibt uns Ausschnitte aus den großen Fußballtämpfen der letzten Jahre wieder. Von Stulfauth bis Richard Hofmann sind hier alle Helden des grünen Rasens zu sehen. Der Reinertrag der Veranstaltung kommt unserer Jugend zugute. (Siehe Anzeige.) Bittar-Städtespiel Gießen-Kassel. Der 1. Gießener Billardklub veranstaltet am kommenden Samstag und Sonntag wieder ein Städte-Wettspicl und tritt dem Kasseler Billardklub gegenüber. Der Kampf wird von je sechs- Spielern bestritten, die insgesamt 18 Partien austragcn. Auf das Abschneiden der Gießener Mannschaft, die in ihren bisherigen Kämpfen eine ansprechende Form an den Tag gelegt hat, darf man gespannt sein. Handball im Gau Hessen (O.T.) Tv. Großen-Linden I gegen Polizei-Sportverein Butzbach I I Rach wochenlanger Pause trägt die 1. Mannschaft des Turnvereins Großen-Linden wieder einmal ein Freundschaftsspiel auf eigenem Platze aus. Als Gegner hat sie sich die 2. Elf des Butzbacher Polizei-Sportvereins verpflichtet. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Tv. Treis — Tv. Romrod. Die erste Elf des Turnvereins Treis empfangt am Sonntag die erste Mannschaft des Turnvereins Romrod. Romrod steht ungeschlagen als Meister an der Spitze des 3 und 4. Bezirks und wird dem Gast- gcber einen achtbaren Gegner abgeben. Wer als Sieger aus diesem Stampfe hervorgeht, steht der G-iumeisterschast einen wesentlichen Schritt näher. Vorher treffen sich die zweiten Mannschaften der beiden Vereine. oanöbab im Labn Oünsbera-Gau 3m Lahn-Dünsberg-Gau finden am Sonntag die letzten Verbandsspiele statt. Es stehen sich folgende Mannschaften gegenüber: 1. Bezirk Ätzbad) — Wiß- mar; 2. Bezirk Allendorf II — Ruttershausen; Staufenberg I — Ruttershausen; 3. Bezirk Hausen — Wieseck. Atzbach und Ruttershausen sollten knapp in Front zu erwarten sein, während die beiden letzten Spiele als offen zu bezeichnen sind Tv. Garbenteich — Polizei Butzbach. Arn Sonntag ist die 1. Mannschaft des Turnvereins Garbenlcich vor eine schwere Ausgabe gestellt. Sie empfängt die gleiche Mannschaft der Sch..tzpolizei Butzbach zun Gcsellschaftsrückspieu Die Polizisten haben bis ang an den Dcrbands- spielcn des Mainbezirks teilgenommen und sich auch dieses Jahr einen P.atz in der Spitzengruppe gesichert. Erreichen die Turner ihre vorsonntägliche Form, sollte man bestimmt mit einem ehrenvollen Abschneiden rechnen können. V. f. K Lich. Aus Anlaß des Jugendhelm-Opfertages des WSD. findet am nächsten Sonntag auf dem Sicher Platz ein Fußballspiel zwischen Sternbach, Steinberg (komb.) und ^urbenteid), Leihgestern (komb.) statt. Der Ausgang des Spieles ist völlig offen Z.C. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg. hermannstein I — Watzenborn-Steinberg 1 6:243:1.) Am Sonntag weilten die beiden aktiven Mannschaften zu Gesellschaftsspielen in Hermannstein bei Wetzlar. Die erste Elf, die ihre Läuferreihe ersetzen muhte, wurde nach schönem, spannendem Kampfe mit 6:2 Toren geschlagen. Ein Sieg der Platzbesitzer war verdient, aber in diesem Falle doch zu hoch ausgefallen. hermannstein II — Watzenborn-Steinberg II 1:1 (0:1). Die zweite Mannschaft überraschte ihre An- Hänger nach der angenehmen Seite durch ein Unentschieden (1:1). Beide Spiele gingen äuh rst fair zu Ende und hatten einen gerechten Leiter. Arbeiter Turn und (Sporfbunö Am Sonntag findet in Annerod der Frühjahr s w a l d lau f statt. 3m Anschluß an den Waldlauf soll ein Hand- und ein Fußballwerbespiel stattfinden. Keine parteipolitischeBindung der OT.! Eine Erklärung. Der Vorstand der Deutschen Turnerschaft hat in feiner Sitzung vom 21. Februar 1931 jede parteipolitische Bindung in der Satzung des Verbandes abgelehnt. Der 8 2 der Satzung der Deutschen Turnerschaft lautet: „Ihr Zweck ist die Förderung des deutschen Turnens als eines Mittels zur körperlichen und sittlichen Kräftigung sowie die Pflege deutschen Dolksbewußt- seins und vaterländischer Gesinnung. Alle politischen Parteibestrebungen sind ausgeschlossen.“ Gegen etwa beabsichttgte Aenderungen dieses entscheidenden Paragraphen wendet sich der Vorstand der DT. mit folgendem einstimmigen Beschluß: „Der Vorstand der DT. verfolgt mit 2Iuf- merkfamkeit die Bestrebungen, die innerhalb der DT. in den letzten Monaten hervorgetreten find und den Zweck haben, den 8 2 der Satzung der DT. zu ändern. Der Vorstand hat volles Verständnis dafür, daß weuc Kreise in der DT. aufs schwerste innerlich leiden unter der politischen Ohnmacht unseres Vaterlandes. Wir können aber in einer Acnderung des seit langen 3ahrzehnicn bestehenden 8 2 unserer Satzung kein Mittel für eine Besserung dieser politischen Zustände erblicken. Der Vorstand erklärt daher einstimmig: Der 8 2 unserer Satzung muß unerschütterliche Grundlage für die DT. bleiben. — Rach wie vor bleibt es Grundsatz der DT., sich nicht um Parteipolitik zu kümmern. Wir bitten alle unsere Mitglieder, davon überzeugt zu sein, daß die Leitung der DT. ihre große Ausgabe der Pflege deutschen Dolks» bewuhtseins und vaterländischer Gesinnung, unbeirrt von den Gegensätzen der Parteien, getreu ihrer bisherigen lleberlicferung und dem Geiste ihrer Gründer, erfüllen wird.“ Vorbereitungen zum Gauturnen des H ffenturngaues. Die Marburger Turnerschast, die auf dem kürzlichen Gauturntag in Gießen das Gauwettturnen des Gaues Hessen übernommen hat. hielt dieser Tage ihre erste vorbereitende Sitzung ab. in der die verschiedenen Ausschüsse gebildet wurden. Als Vorsitzenden des Hauptausschusses wählte man Etuoienrat Dr. Stier. Bei dem Wetturnen, für das ein Sonntag im 3uli in Aussicht genommen ist, soll diesmal, dem Emst der Jetztzeit entsprechend, von einem Volksfest Abstand genommen werden. Man will lediglich die Wettiämpfe durch ühren, für die das prächtig gelegene ilniDcrfitäLftaöion — bei ungünstigem Wetter die verschiedenen Turnhallen — zur Der- Oer Spor: Der letzte Märzsonntag steht ganz im Zeichen der Rasensportler. Im Fußball werden die Meisterschaftskämpfe im ganzen Reiche fortgesetzt. Der Endkampf um die mitteldeutsche Meisterschaft führt den Titelverteidiger Dredner SC. und Preußen Langensalza zusammen. 3n Berlin treten zum zweiten Gang um die Meisterschaft der Abteilung A Hertha/BSC. und Viktoria an; die Dop- pelrunde um die Brandenburgische Meisterschaft sieht den Berliner SD. 92 mit dem Polizei-SV. Stettin im Kampf. 3n der süddeutschen Me ster- runde ist die Begegnung zwischen der Spielvgg. Fürth mit der Frankfurter Eintracht hervorzuheben. 3n Westdeutschland treten die Endkämpse durch den 3ugend-Opfertag etwas in den Hintergrund. Rorddeutlchland ermittelt in seiner zweiten k. o.-Runde die vier letzten Cndspiel- teilnehmer. Don entscheidender Bedeutung kann in Südostdeutschland das oberschlesische Derby zwischen Preußen Zaborze und Beuthen 09 sein. Im Handball stehen die Meisterschaftsspiele bei Turnern und Sportlern kurz vor ihrem Abschluß. Den ersten Cntscheidungskampf um den Brandenburgischen Titel liefern sich auf dem Tiergarten-Sportplatz der Polizei-SD. Berlin und der 1. Spandauer Polizei-Handball-Club. Die Leichtathletik steht am Sonntag ganz im Zeichen der zahlreichen Waldläufe in allen Gauen des Reiches. Die Brandenburgischen Turner veranstalten in Spandau ihre diesjährige Waldlaufmeisterfügung stehen. Die am vorhergehenden Wend stattfindenden Meisterschaftskämpfe an den Geräten werden in das Schlohparktheater verlegt. Kurze Sportnotizen. Bei den Dcrbands-Waldlaufmei- ster schäften des Südwestdeutschen Turnpcr- bandes in Schneppenhausen bei Darmstadt brachte es der Gaumeister G r ö l z. Staufenberg, zu einem schönen zweiten Platz hinter dem Bundesmeister Siegel. Mörfelden. Sein Dereinskamerad D e 11 c, Staufenberg, placierte sich an 5. Stelle. Allzn Amerikanisches zur Olympiade 1932. Mit großem Gepränge wurde in Los Angeles Miß Peggy Sjomin on zur „Königin der Olympischen Spiele 1932" gekrönt. Sie hat die Aufgabe, die Gäste zu begrüßen. J im Reiche. schäft. Zu erwähnen sind weiterhin noch die Kunstturnwettlämpfe in München und Aachen. 3m Hockey sei neben den Berliner Derbands- spielen und den Gesellschaftsspielen in den anderen Verbänden noch auf den Damenländerkampf Westdeutschland gegen Holland in Krefeld hingewiesen. Großkampftage im Schwimmen find die zweitägigen Wettkämpfe des Magdeburger SD. von 189b, die eine glänzende Besetzung gefunden haben. Fast die gesamte erste deutsche Schwimmklasse erscheint am Start. In ^rig werden am Sonntag die Europa- me stcrschaf en im Ringen b endet. Die besten Stönm... oon vierzehn Rationen streiten um die Titel in sieben Gewichtsklassen auf der Matte. Deutschland ist mit einer starken Kampfstadel vertreten, von der ein gutes Abschneiden erwartet wird. 3m Radsport wird am Sonntag das Pariser Sechstagerennen beendet. Weltmeister Erich Möller nimmt an den Steherrennen in Marseille teil und der Krefelder Damerow geht in Rancy an den Ablauf. 3m Rennsport läutet am Sonntag in Mülheim-Duisburg und Straußberg die Startglocke zu den ersten Rennen der neuen Saison. Tagungen hallen am Wochenende der Hauptausschuh der Deutschen Tutstter chaft in Charlotten- burg und der Ausschuß des Deutschen Ruder- Derbandes in Ludwigsburg (Oberfranken) ab. und bis zum 10. Jahre dürfen Sie für die zarte u. empfindliche Haut Ihres Kindes nur die milde NIVEA KINDERSEIFE verwenden. 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Imheuser am Marktplatz 2ZUJA___________________________________________________ Bekanntmachung. Der Voranschlag für Rj. 1931 liegt vom 29. d. 2N. ab eine Woche auf dem Amts^ zimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit vorgebracht werden. 2215D Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Znheiden, den 25. März 1931. Bürgermeisterei Inheiden. ___________________R e i l;.____________2215D Rutzholzversteigcrung am Mittwoch, dem 1. April 1931, von vormittags 10 Uhr ab, im Saale des Gemeindehauses zu Frankenbach: Aichtenstamme. 319,35 fm von Klasse la bis 4b. Eichenstämme. 45,23 fm von Klasse 1 bis 4. Stangen. 472 Stück von Klasse 1 bis 3. 55 rm Eichennutzscheit. 2214D 17 rm Radelholznugscheit. Der Bürgermeister: Bernhardt. Eichene Jius%iefttiscftc in rund, oval u. viereckig alle Größen vorrätig Eichene, Leder- und Rohrstühle Fluigarderoben Dielen- Garnituren Sessel u. Chaiselongues in bester Verarbeitung! 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März 1931. 3.21. des Hessischen Amtsgerichts Gießen. Leo, Ortsgerichtsoorsteher. Das tonische Kräftigungsmittel lur Körper. Nerven und Herz ist Kalophat-Wein Flasche Mk 4 50. Fabrik.- Engelnpotheke In allen Apotheken zu haben. NORD-WEST Zur Ausfdniw""dkun, Kh8. 24. Dg6, Tf6. 25. Dh5-|-, Th6 26. Dxh6 matt. 23. c4-c5 23. Sb6-c8 Wenn 23.....dxc dann 24. Db3+, c4. 25. Dh3, Kf7. 26. Dh5-f-, Ke7. 27. Dg5-r usw. 24. Dc2-b3-(- 24. d6-d5 25. Lf5-e6-;- 25. Kg8-h7 26. Db3-h3+ 26. Kh7-g6 27. Le6xd5 27. Scb-d4 28. Dh3-g44- 28. Kg6-h6 Aus 28. . . ., Kf6 hält Weiß durch 29. Txd4, exd4. 30. Lxd4-;- Kc7. 31. Dxg7-f- die Dame erobert. 29. Lalxd4 30. Dg4-h4-;- 31. Tdlxd4 32. Ld5-c44- 33. Dh4-h5-> 34. Tfl-dl 35. Dh5-g4 36. Tdlxd4 37. Td4-d6-P 38. Lc4-d3 39. Ld3xb5 40 Lb5-c4-P 41. Td6-d8-f- 42. TdSxhS 43. Dg4-h5-P 44. Dh5 —f7-,- 29. c5xd4 30. Kh6-g6 31. Sc8-e7 32. Kg6-f7 33. Kf7-f6 34. Tf8-h8 35. Td8xd4 36. Dc7 - e5 37. KI6-H 38. b7-b> 39. g7 — g5 40. Kf7-f8 41. Kf8-g7 42. Kg7xhS 43. Kh8-g7 44. Kg7-h8 45. De6- usw. 45. Df7-f84- und Schwarz gab aus, da jetzt 46. oder 44. ..KU6 Ld3-p usw. entscheidek. Lösung des Problems Nr. 285. Don T. Sargeaunt. 1. Tg4-g7! usw. Aus der Lchachwclt. 3m Wettkampf Dr. Tartalover gegen Sultan Khan auf dem Semmering gina Sultan Kqan als knapper Sieger hervor. Don den 1- Partien gewann er vier, verlor drei und machte fünf remis. Das Schlutzergebnis des Schachturniers zu Göteborg war folgendes: Die drei ersten Preise fielen an Flohr (Prag) sowie die beiden jungen schwedischen Meister Stoltz und Lundin mit je fünf Punkten, den vierten Preis gewann Sta Tberg (Schweden) mit 3' . Zählern , es folgen:Bcrndtson und Paulson -s-3,Hämisch + 2l/j und Alexanderson + 1 Zähler. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStisch. Das vornehme Restaurant. Personen: der einzige Gast, die Kellnerin. Im Nebenzimmer der Wirt an der Kasse. Die Kellnerin bringt dem Gast die Rechnung; er sieht sie durch, ohne zu zahlen. Der Gast: „Sie haben einen Schilling zu viel ausgeschrieben." Die Kellnerin (verschämt): „Well, Sir, entschuldigen, der Wirt hat mit mir um zehn Schilling gewettet. Sie würden cs nicht merken." Der Gast: „Bringen Sie ihm die Rechnung zurück; ich will etwas draufschreiben." Er schreibt es auf die Rückseite, faltet die Rechnung zusammen. Sic geht damit zum Wirt an die Kasse. Der Wirt und die Kellnerin entfalten das Papier, stecken die Kopse zusammen und lesen. Es ist ein Süettangebot! Aus der Rückseite steht: „Ich wette fünf Pfund, daß ich nicht mehr da bin, wenn die Kellnerin zurückkommt." Edle Rache. Ein deutscher Dichter hatte das seltene Glück, von einem Berliner Theater ausgcsührt zu werden. Sein Werk allerdings hatte das weniger große Glück, von dem Regisseur, wie üblich, umgedichtet zu werden. Nach der Premiere überreichte der von dem guten Ausgang dennoch beglückte Autor dem Regisseur ein Buch seines Dramas mit der Widmung: „Meinem Berliner Spielleiter zur freundlichen Erinnerung an den Urtext!" Kunst und Wissenschaft. Opern-Uraufsührung in Darmstadt. Generalintendant Ebert, der auch den Belangen der hessischen Tonseher besondere Aufmerksamkeit schenkt, hat, wie man uns mitteilt, die Uraufführung der Oper „D a l c r i o" des Darmstädter Komponisten H. S i m o n für den 25. April ins Auge gefaßt. Wie erinnerlich, erregte der junge Simon auf der Iubiläumstagung des Reichsverbandes deutscher Tonkünstler und Mu- siklehrcr mit feiner Symphonie in Ls-Dur das größte Aufsehen. Kurszettel -er Berliner und Franksurier Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Neichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H. jranttun a. I Berlin Bantnoten. Berlin. 28.Mär; Selb" "SFieT Jranlrun a. DI. Berlin (Schluß-, hird | l«Uhr- Äurt Schluß« furt Stnfang. fiurt Datum 26.3. 27.3. 26.3. 27.3. 6% Deutsche ReichSanleihe von 1927 ......... 84,75 — 85,1 — 7% Deutsche Reichlanleihe Von 1929 ........ - Deutsche vlnl..Ablös.-SchuId mii Auelot.-Rcchlen ...... 99,75 — 99,8 — 57,75 57,75 57,4 57,6 Dekat- ohne Anslos.-Rechte . . 6,3 — 6,2 6,25 6% Hel!. Sollificat voa 1929 (rtdAOtjIb. 102%) . 93,5 — 93,25 — Cberbcllcn Provinz - Anleihe mit aufllol.-SRcdileu ■ • - - - • 55 — — — Deutsche ftomm. GammeleoL Anleihe Serie 1 . - - - 8% stranks. Pop.-Dank Soldpse XIII unkündbar 613 1934 . . . 7% fitanlL HvP.-Bank Soldpie unkündbar bis 1932 - . - - 56 —- 56 — 100,75 — — — 95,5 — — — 4y,% Rdeinische Hvv.-Bank 92,45 _ — — 6% Pr. LandcSpsandbriesanKalt. Psandbriese R. lS ..... 6% Pr Landelpsandbriefanltat. Komm.-cbl.R. 20...... 7% Br. Lande-tplandbriesanktat, 'Elanbbricfe 81.21 ..... 100,5 _ 100,5 —— — 96,5 96,5 — A E.G. abg. BortrregS-Obligatio. nen. rüchablbar 1932 . • — — — — 4% Oeftorrelchllche (Solbtcntc . . 24 _ 24,2 23,9 4,20% L österreichische Siiberrente 2,65 — 2,6 — 4% OeVerreichilche Einheitliche Rente • - _ — 4% Ungarische Goldrente . . . . 19.5 —- 19,6 — 4% Ungarische GtaatSanlc v. 1910 17 — 16.9 19,9 4K% 6K>fll.6on 1913 — — —- — 4% Unoartsche Ären mente . . . —— — —— — 4% Türkische ZoUanIeihe von 1911 4,25 — 4,3 <% Türkische Bagdadbahn-Anl. Serie I..... - • 4,3 — 4,3 t% deSgl. Serie N . . ..... - 4,5 — 4,3 — 6% RumLuische verewh. Rente — — 9,65 — a Dampsschiss .... 10 — —— 95 5 99 Norddeutscher Llovd .... 8 72,75 73,25 73,5 73 Allgemeine TeutscheCreditanst. io' — —- — — Barmer Bankverein . . . 10 —» — — Berliner Handeldgesellschasl . 12 124 —— 124 124,75 Commerz- und Privat-Bank . 11 113 113 112.9 112,9 Tarn,Nadier und Nationalbank 12 145,5 146,5 145,5 145,5 Deutsche Bank und Tisconto.Gesellschaft, . . . 10 111 — 110,75 110,71 Dresdner Bank...... 10 111 — 110.75 110,75 Reichsbank........ 12 — — 261 — ül.E.S......... 8 107,75 109 108,13 109,4 Bergmann........ . 9 105 — 104.5 102-5 Elektt. LieserungtgeseUjchasl. 10 129 — 130,13 131 Licht und Hiaft...... 10 124 124,75 124,25 125,25 Fellen & ©uüleaume . . . Gesellschaft sür Elektrische -«y, 92,5 — 92,13 91,5 129 126,25 128,5 Unlemehmungen .... 10 126.5 Pamburger Elektrizitätv-Werle 10 - — — — Sibclnische Elektrizität . . . Schlesische Elektrizität. . . . . 9 — —— 118 120 10 — — — — Schocken SEo. ...... 11 134,75 136.5 134,5 136.25 Siemens L HaUke..... 16 179 181.5 178,75 182.5 Tranrradio ........ v ab nie Der L Eo....... . 8 — — 10 126 — 126,5 126 Buderus......... . 5 56.5 56,75 56,25 55.75 Deutsche Erdöl...... . 6 71 — 70,65 70,4 • 8 — — — — Gelsenkirchener...... Harpener ....... Hoejch Eisen. . ...... . 8 . 0 eK 84 75 I 1 1 84.25 74.5 73 85.25 75.5 73.9 Atse Bergbau..... . Llöchienverke ...... 10 . 7 181 71,75 — - 182.5 72 183 72«5 LSIn-Reueslen..... • . 7 — — 80.5 81 Marmesmann-Röhre» • • • . 7 80,75 82,5 81,25 83 *Ran3,eJtet Bergbau .... . 7 — 37 38,75 Oberschles. Eiienbedars . . . . i> — —— — — 1 Oberschles. KoUwerke. . . . . < — —— 78,4 78.75 I PhSnir Bergbau...... Rbetnische Braunkohle» • . Rbeinkkahl ....... 6% 10 . 6 61,5 83 63,5 85 61,75 189.9 83,13 64 189 9 84 1 RirLeck Start« ...... 7,2 — — 86 1 — Schluß« l-Uhr« Schluß-j Ansang- turs .flurd kur- | Rur# Datum 26.3. 27.3. 26.3. * 27.3. Bereinige Stahlwerte . 16'/, 58 — 58 60 Olavi Minen .... —— 32.13 31.5 Kaliwerke Aschersleben . . 10 158.5 — 159 159 Kaliwerke Westeregeln . . . 10 164.75 -— 166.5 167.5 Kaliwerke Salzdetfurth . . . 15 250 250,5 250 250 9. ®. FarbenInvustrte. . . 121 145 146 145,25 146 Dvnamil Nobel .... . . . 6 — — —— 1 — . . . 9 132.5 133,25 — 1 — Goldschmidt..... . . . 5 48.5 48 48,75 48.65 Rülgerswerte..... . . . C 55 54,75 54,75 55 Metallgelellichast. . r . . . . 8 75 75 74,5 I — Philipp Hol;mann . . . . . . 7 93 92,5 1 92.25 Zementwerk Heidelberg . . 10 77.5 — 1 — Gementroert Karlstadt. . . . 10 87 —— Wavv & sfreptag . . . . . . 8 38,5 — 39 Schultheis Paßenhofer . . . 15 — — 171,65 174,75 — —— — —— S!u......... . . 18 79 —— 78,5 73.5 Bemberg....... . . 14 88,75 — 87 85,25 Zellltoss Waldhos . . . . 18'/. 99 — 98 93,75 fleUftofl Qlidiaffenburq . • • 12 80,5 — 79,25 — Charlottenburger Wasser . . . 8 —— — — —— Dessauer Mas . . . . . . 9 — — 138.9 139,4 Daimler Motoren . . . . . . 0 33,5 32 32.9 33 Deutsche Linoleum . . e • e • 97,5 97,25 98 98,75 Maschinenbau A.-G. . . . . . 0 — — — —— . . . 0 — — — Ctenfteta & Koppel . . ... 6 —— — 55 55 . . 10 125.5 —- 124 — Evenska • • • • 271,5 — 273,5 273 frankfurter Maschltleii . • • • < 14,75 1 — — - Gnyner....... ... 6 42 — — — Heyliaenllaedt . . . . . . . 0 — — —• IunghanL....... ... 6 •— — — Lechwerte....... . . . l — — — Mainkraftwerte Höchst a. St. . 71 — — Mag......... . . IC — — — - Gebr. Roeder . . . . . . . 1( — — — — Botgt & Haeffner . . . e e e $ — küddcutsche Zucker . . . . IC 123 123,25 1 - Amertkaniiche Roten...... Belgische Roten ....... Dänische Roten ....... Englische Roten ...... gtanjuliidie Roten....... Holländische Roten....... Iialienische Roten........ Norwegische Noten....... Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten....... Schwedische Noten....... Schweiler Noten........ Spanische Noten........ Tschechoslowakische Noten..... Ungarische Noten .... Devifenrnarkl Berlin 4.183 58,13 11.83 0,322 6.422 67,71 22,06 11,83 58,79 2,48 12.03 80.47 45.36 2.385 72,87 ‘rantfur 4.203 58,37 112,27 20,402 16.482 168,39 22.14 112.27 59.03 2,50 112,47 80.79 45,54 12,445 73,17 a. rn. 26.Marz 27. Mär, ltlmtliche Notierung (»elo Bries Amtliche Notierung Geld | 23riet Amst.«Nott. BukN-AircS Brss.-Antw. Cbristiania • «openbag.n Ciockdolm . Helüngfors. Italien . . . London. . . NetWork . • Paris . » . Schwei; .. Spanien • . Japan . . . 4t io de Jan. Wien in D-- Ceft abgcft Prag . . Belirad . Budapest. vulcaticn Lissabon Danzig. . Konst-MM. Athen. . Tana da 11 rn trag. Tatro . > 168.06 1,460 58.335 112,14 112,12 112,25 10,547 21,955 20,364 4.1915 16,393 80.63 44,91 2,070 0,306 53,935 12.422 7.363 73.06 3,036 18,82 81,48 1,784 5,435 4,188 3,012 20,89 168.40 1,464 58,455 112,36 112,34 - 112,47 10,567 21,995 20.104 4,1995 16,433 80.79 44.99 2,074 0,308 59,055 12.442 7.377 73,20 3,042 18,86 81,64 1,789 5,455 4,196 3.018 20,93 168.05 1,456 58.325 112,13 112,13 112,27 10.546 21,96 20,365 4.1915 16.39 80.655 45.40 2,070 0,319 58.92 12,42 7,365 73.04 3.036 18,82 81.48 1.784 5,432 4,188 3.967 20,89 168.39 1.460 58.445 112.35 112.35 112.49 10.566 22,00 20.405 4,1995 16.43 80.815 45.50 2,074 0,321 59,04 12.44 7,379 73.18 3,042 18.86 81.64 1,789 5,442 4,196 3,973 20,93 12.50, 10.90, 8.95 färben Groß-Einkauf für 27 eigene Geschäfte Höchstleistung durch Modefarbige Dam.-Spangenschuhe schicke Modelle in den neuen Frühjahrs- Damen-Lack-Spangenschuhe verschiedene moderne Ausführungen 12.50, 9.50, 8.95, 0.95, Aparte inodefarbige Pumps geschmackvolle Kombinationen 16.50, 12.50, 10.90, Zweifarbige moderne Spangenschuhe Größe 31-35 6.95, 27-30 El eg. 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Die Entwirklinig d Bahnen eingeschlagei gierungsbeteiligung scheinend gar nicht Das radikale Progi spannten Forderung auf Lösung der einte zialdemokraten in Pi Partei des Kanzlers Mühte Schlüsielstell w'sles preisgeben un m zu einem erfolg "eduld auf, oiellcic grade besonders (türi Koalition mit Zentr bürgerlichen Parteie und bei den Deutfr anders gewesen sein Zentrums von der mcht abwarten, fon 6a5 Zentrum zu q, “at. lieber die Aeri Ä etfot9tc Fühl' bezeichnen darf ~ h I!?c^)mandersek runaV'Eichkeit a 2. kaum belgetro S t“ dem Zentr » "Od> °erbr pl«, unter Slusm Kse. in die L Z M September j!aldemokroten2° s derrad's SZL vHÄZ sä?: ttäre. ^tUn95pri "'an namentlich^ "nie fe,n nMN /a?niena£i?U5^ii '">d Goiinix zutsch x°n kinemTVör bPr^cn rQben'. < LS Programm;1 Qn der 1 Samstag, 28. März (951 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Nr. 74 Drittes Blatt Arbeiiserschließung im Lahngebiei. Rach den jüngsten Festellungen des Landes- Arbeitsamtes Hessen waren in der ersten Hälfte des Mär- in Hessen und Hessen-Aassau rund 308 800 Arbeitsuchende vorhanden. Davon entfallen auf den Bezirk des Arbeitsamtes Gießen, der — mit Ausnahme der Gegend von Vilbel und von Schlitz — die ganze Provinz Oberhessen umfaßt. 17 110 Erwerbslose, auf den Bezirk des Arbeitsamtes Wetzlar, der bis in die Gegend von Limburg reicht. 7390 Personen, auf das Gebiet des Arbeitsamtes Limburg, dos sich bis in die Gegend von Koblenz erstreckt, 17 126 Beschäftigungslose. Der durchschnittliche monatliche Geldaufwand, der zur Unterstützung der Erwerbslosen in der Reichs-Anstalt in der letzten Zeit geleistet werden muhte, beläuft sich auf rund 80 Mt. für jeden Erwerbslosen. Hiernach kann man sich die Höhe der monatlichen Summen leicht errechnen. Das sind Zahlen, die jedermann sehr ernstlich zu denken geben müssen. Ganz besonders werden olle diejenigen, die in irgendeiner Weise Wege zur Beseitigung oder Milderung des, in diesen Zohlen zum Ausdruck kommenden Rotstan- ides glauben weisen zu können, sich die Wucht dieser Zahlensprache einprägen müssen. Dazu rechnen wir nicht nur die beamteten Vertreter der Behörden,^ sondern auch die Abgeordneten und Mitglieder von öffentlichen Körperschaften, z. D. Kreistagsabgeordnete. Mitglieder des Oberhessischen Provinzialtags oder des Kommunal- bzw. Provinziallandtags in den preußischen Bezirken des Lahntales. Aber auch die kommunalen Körperschaften, denen ja die Fürsorge für die ausgesteuerten Erwerbslosen obliegt, können— schon im Hinblick auf die Belastung der städtischen Finanzen — nicht ohne ernste Sorge den vorstehenden Zohlen gegenüberstehen. Cs kann natürlich keinen Augenblick zweifelhaft fein, daß den bedauernswerten Volksgenossen, die jetzt wider ihren Willen aus dem Arbeitsprozeß ausgeschaltet sind, die Unter ft Übung der Volks- gesamtheit zuteil werden muh. Dabei handelt es sich nicht allein um die materielle Seite, sondern auch darum, daß den zur Untätigkeit gezwungenen Leuten in möglichst weitgehendem Mähe ein moralischer Halt gegeben wird. Wenn man sich die bisherige Entwicklung der Dinge auf dem Gebiete der Crwerbslosenfürsorge vor Augen hält, wird man nicht leugnen können, dah hier noch vieles unbefriedigend ist, sowohl vom Standpunkt der Volksgesamtheit aus, wie auch unter dem Gesichtswinkel des wohlverstandenen Interesses jedes erwerbslosen Mannes. Volkswirtschaftlich gesehen ist die gegenwärtige Form der Unterstützungen unproduktiv, der einzelne Erwerbslose aber muh mit berechtigter Bitterkeit und z. T. mit niederdrückender Hoffnungslosigkeit das Gefühl haben, im Schaffensprozeh seines Volkes überflüssig zu fein und dabei mit feiner Familie wirtschaftlich immer tiefer zu sinken. Aus dieser Sachlage ergibt sich für die Bürgergesamtheit und ihre Wortführer die Verpflichtung, nach Wegen zu suchen, die eine volkswirtschaftlich und auch persönlich befriedigende Aeuregelung der Dinge — wenn auch nur im Bereiche unseres Wirtschaftsbezirkes — ermöglichen. Bei Ueberlegungen dieser Art dürften in unserem Bezirk zwei grohe Aufgaben wohl in erster Linie ernsteste Beachtung verdienen. Wir denken hier zunächst an das seit vielen Jahren durch Wort und Schrift propagierte und teilweise auch schon verwirklichte Projekt der Lahnkanali- sierung, sowie an eine mit weiter Zielsetzung in Angriff zu nehmende Landstrahen-Her- st e l l u n g. Zuzugeben ist von vornherein, dah grundsätzlich und bei normalen Verhältnissen sowohl die Lahnkanalisierung, wie auch die Durchführung eines grohzügigen Strahenbaupro- gramms nicht ziu den Aufgaben gehören, für die sich die Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung und Arbeitsvermittelung einsehen mühte. Aber ungewöhnliche, ja anormale Verhältnisse wie die gegenwärtigen lassen ungewöhnliche Maßnahmen überall da angebracht, ja sogar notwendig erscheinen, wo es im Ergebnis darauf ankommt, gleichzeitig mit der Schaffung des Werkes auch dem Daseinszweck der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung und Arbeitsvermittlung gerecht zu werden. Unter diesem Gesichtspunkt muß man eine Verbindung der i r t f <6 a f tdinier e f f e n im Lahnbezirk mit dem Arbeitsbefchafsungsinte resse der Reichsanstalt betrachten, und wenn man von hier ausgeht, dürste der Weg zur Befriedigung beider Interessen wohl nicht mit unüberwindlichen Schwierigkeiten verbaut fein. . Wie die Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung und Arbeitsvermittelung die Fortführung deS Mittellandkanals und die Schaffung der Edertalsperre dadurch förderte, dah sie beide Werke als Rotstandsarbeiten ansah und mit Zuschüssen ausstattete, so dürfte wohl auch die Durchführung der Lahnkanali- sierung auf der Strecke von Gießen bis Limburg von der Reichsanstalt als Rötst andsarbeit betrachtet und mit ansehnlichen Zuschüssen unterstützt werden können. Die Grundförderung wird bekanntlich seit längerer Zeit vom Landesarbeitsamt in der Regel als verlorener Zuschuß in Höhe von 3 Mark für ■ den Tag und Arbeiter gegeben. Die verstärkte Förderung kann bis zum Fünffachen des Grund- sörderungsbetrages gehen, insgesamt kommen also für Tag und Arbeiter im Höchstfälle 18 Mark in Betracht. Die 15 Mark der verstärkten Förderung finö 4—bprozentige Darlehen, rückzahlbar in 15 bis 20 Jahren. Die Provinz Ober- Hessen und die Regierungsbezirke Wiesbaden und Koblenz als staatliche Haupt- intereffeuten müßten sich natürlich zur Verwirklichung dieses Projekts ebenfalls tn irgendeiner Form gemeinsam betätigen. Welche hohe Bedeutung die Schiffbarmachung der Lahn von Giehen ab bis zum Rhein für das gesamte Wirtschaftsleben im Lahngebiet hat, ist aus der bisherigen dankenswerten Arbeit des Fulda- Lahn-Kanalvereind bekannt. In diesem Zusammenhänge sei besonders hervorgehoben, daß die Schaffung billiger Frachtwege von der Lahn über den Rhein zum Ruhrgebiet vor allem auch für die Erzbergwerke im Lahnbezirk von größter Wichtigkeit, ja von ausschlaggebender Bedeutung für einen wirtschaftlich gedeihlichen Betrieb dieser Unternehmungen überhaupt ist. Wiederholt ist vom 'Bergbau des Lahngebiets darauf hingewiesen Was geht an der Adria vor? Von unserem römischen ^-Korrespondenten. Rom, Ende März. In das fast österliche Friedensgeläute, das nach dem verheißungsvollen römischen Flotte n p a k t über dem italienisch-französischen Mittelmeer anhub und die Psalmisten der Pax Romana ebenso mächtig wie verwegen in die Saiten greifen lieh, ist plötzlich ein schriller Mißklang gekommen. Die römische Presse läutet Sturm. Man liest von einer feindseligen Handlung, die sich Jugoslawien, der Schützling Frankreichs, zuschulden kommen ließ, ja, von einer offenen Kriegshandlung, die hinzunehmen das faschistische Italien nicht gewillt sei. Was ist geschehen? Der Italienerhah am anderen Ufer des Marc nostro explodierte. Seit auch der Freundschaftsvertrag, den der junge Staat Mussolinis in schönem Optimismus über die natürlichen Gegensätze hinweg mit dem Erben der Doppelmonarchie geschlossen hatte, verblaßte und verfiel, seit dem Einsturz der seinerzeit mit so lyrischem Schwung eingeweihten „Brücke über die Adria" legen sich Serben und Kroaten — in dieser Hinsicht merkwürdig einig — keinerlei Zwang mehr auf. Eie boykottieren die italienischen Waren, sie „arbeiten" durch ihre politischen Geheimbünde gegen die feldgrünen Zöllner, das heißt: nach ortsüblicher Weise mit Dolch und Revolver, sie Hetzen die Jugend auf und es vergeht kein Tag, an dem nicht italienfeindliche Demonstrationen stattfinden. Das faschistische Italien hat ihnen seinerseits mit einigen Hinrichtungen die ersehnten „Märtyrer" geliefert und früher schon den Begriff der Irredenta. Die histo- rifche Entwicklung geht auf ihren eigenen Spuren rückwärts, nur mit getauschten Rollen: jetzt reklamieren die Serben und Erben T r i e st, G ö r z und Fiume, wie es vorher die Italiener taten. Aus dem unglücklichen Grenzland scheint eine Art Elsaß werden zu wollen, wie sich denn allmählich überall die Früchte der Kriegsverträge zeigen, die in Versailles und seinen Filialen geschlossen wurden. Wir haben jetzt zwanzig Reibungsflächen gegen drei vor 1914. Rach dem großen Kriege, der bekanntlich nur deswegen bis ans bittere Ende durchgeführt werden mußte, weil es „der letzte" fein sollte, verbriefte man diese mittelalterliche Vermehrung als den „Triumph des Rechts und der Gerechtigkeit". Zwei der Sieger, die Anrainer an der Adria, können sich leider über die Auslegung der klangvollen Etikette nicht einig werden, und man muß gestehen, daß sowohl die natürlichen Verhältnisse wie die diplomatisch geschaffenen, vor allem der Schild Frankreichs, der über Belgrad glänzt, den Verstimmungen Vorschub leisten. Rach römischer Auffassung wäre alles in schönster Ordnung, wenn sich auch Jugoslawien mit dem Status quo zufrieden geben würde, wie es Italien tut. Drüben aber spricht man von unhaltbaren Grenzen. Wir haben an der Adria also ein Parallelverhältnis zum Rhein und zur Weichsel, und in Belgrad glaubt man sich gerade Rom gegenüber darauf berufen zu können, daß ja Mussolini selber der R e v i s i o n der Verträge seine Stimme leihe. Es ist raffiniert, die Sache so zu drehen, aber schließlich nicht mehr als politisch. Unb die Serben gehen sogar noch einen Schritt weiter, indem sie in ihrem „Defreiungs- feldzug für die uncrlöften Brüder" auch die deutschen Südtiroler einbeziehen, ohne zu fragen, ob diese auch wollen. Auf diese Weise soll auf jeden Fall die italienische Erregung auch gegen Oesterreich und Deutschland gelenkt werden. Ein solches Schachbrett verlangt allerdings diplomatische Meister und es fragt sich sehr, ob die Revolver die nötige Geduld für das Spiel aufbringen werden. In den letzten Tagen haben sich jedenfalls die Dinge auf eine bedenkliche Weise zugespitzt. Italien glaubt nicht nur auf außenpolitischem, sondern auch auf handelspolitischem und religiösem Gebiete Grund zur Klage zu haben, eine Klage, die kaum vor das Genfer Gericht gebracht werden wird. Der Konflikt riecht eher nach den Ka- noncnfd)üffcn von Korfu. Rach einer Reihe heftiger Zeitungsattacken gegen die ilnterbiianj im Handelsverkehr zwischen den beiden Staaten kam man in Rom zu der Ueberzeugung, daß die Milliardenziffer, mit der Italien ms Hintertreffen geraten sei, kommerziell nicht begründet, sondern von Serbien politisch geschaffen worden sei. Während einerseits der italienische Markt mit Produkten überschwemmt werde, die Serbien einfacher und zweckmäßiger in andere Kanäle leiten könne, werde ihm andrerseits bei der Einfuhr in Jugoslawien systematisch Tür und Tor verschlossen. Die größten Handels- und Industrieverbände Italiens haben daraushin in einer einheitlichen Entschließung von der Regierung sofortige und scharfe Maßnahmen gefordert, um diesem politischen Skandal ein Ende zu machen. Roch während der Beratungen führte Jugoslawien neuen Gesprächsstoff in Massen nach Italien aus. Die Rachrichten über die Vorbereitung und die Durchführung des „politischen Kreuzzuges" durch den Episkopat des Rachbarn überstürzten sich. 3m ganzen Lande sollen die Geistlichen von der Kanzel herab irre» dentistische Hetzreden gehalten und die Fahne des Aufruhrs vorangetragen haben. Richt nur bildlich genommen, nein, die umflorten Fahnen von Triest, Görz und Fiume wurden in feierlicher Prozession herumgeführt. In allen großen Städten wurden die Glocken geläutet wie vor einem Kriege, und als Monsignore Bauer einen Hirtenbrief gegen Italien verlas und verlesen ließ, da war es sogar die große Glocke der Kathedrale — ob in Zagreb, Lubljana oder Maribor. ist nicht ganz klar und dem Italiener, der mit den neuen Städtenamen nichts anzufangen weiß, auch ganz gleich — die nur bei außergewöhnlichen Gelegenheiten gezogen werden darf, die die Gläubigen im allgemeinen und die Italienfeinde im besonderen zum Hochamt rief. S o steht cd in den römischen Leitungen mit einem Aufwand von Einzelheiten, der auch besonnenen Leuten das Blut ins Gehirn treiben könnte. Wir haben, so steht es ferner geschrieben, dieser Entweihung der Kirchen und einer Religion, die zum Frieden unter den Menschen auffordern soll, bisher mit christlicher Ruhe zugesehen, nun aber i st unsere Geduld zu Ende. Möge Gott verhüten, daß sie reiße.. In einem Leitartikel schreibt der Popolo di Roma vier oder fünfmal, daß Jugoslawien eine vollendet feindselige Haltung, einen ausgesprochenen Kriegsakt (atto di guerra) begangen habe, den Italien nicht verdient habe und den es daher auch nicht ungesühnt lassen könne. Für die italienischen Zeitungen besteht keine Vorzensur, nur wird ihnen, wenn sie etwas Falsches oder Unzweckmäßiges sagen, von oben die Meinung gesagt. Man dürste also darauf gespannt sein, ob Qlluffolini den atto di guerra billigen ober eine solche Kennzeichnung abschwächen lassen werde. Rein, am nächsten Tage wiederholte das der Regierung besonders nahestehende Blatt kurz und scharf und bestimmt die Formulierung: eine Kriegshandlung. In Sperrdruck. Was wird nun kommen? In den diplomatischen Kreisen gab es eine anregende Unterhaltung, in die gerade zur rechten Zeit der ungarische Außenminister K a r o l y hineinreiste. Schließlich ist ja auch Ungarn an Fiume interessiert, mehr noch aber an Rom. Und Grandi? Seine Koffer standen schon für Paris bereit. Er wollte nur noch die internationale Landwirtschaftskonferenz in dieser Woche eröffnen, dann unverzüglich Briand in die Arme eilen — wie die Boulevardblätter in Paris mit einem spitzbübischen Seitenblick auf das „isolierte Deutschland" jubelten. Jetzt 4st plötzlich die „endgültige ftalienisch-franzö- sische Aussöhnung" keine so dringliche Angelegenheit mehr. Der Knabe an der Adria fängt an, fürchterlich zu werden. Und Paris selber ließ verlautbaren, Grandi habe seinen Besuch abgesagt. worden, daß die hohen Frachten des Schienenwegs die Erze aus den Gruben an der Lahn gegenüber dem schwedischen Eisenerz konkurrenz- unfähig machen, da gegenwärtig das schwedische Erz trotz des weiteren Transportweges im Ruhrindustriegebiet gegenüber den Lahnerzen erheblich im Vorteil ist. Wenn der billigere Wasserweg über die Lahn nach der Ruhr geschaffen ist, dürfte für die Grubenbetriebe im Lahnbecken wieder eine bessere Zeit anbrechen, und auch der preußische und der hessische Staat konnten dann ihre Subventionen ersparen, mit denen sie dem Erzbergbau im Lahngebiet zu Hilfe kommen mußten. Von einer kräftigen Wiederbelebung des Bergbaues in unserem Wirtschafts- bezirk wird aber auch eine Besserung für die heimische Holzindustrie zu erwarten sein, da bekanntlich in den Bergwerken große Mengen von Grubenholz benötigt werden, für die in erster Linie die Wälder des Vogelsbergs und die preußischen Forsten an der Lahn als Lieferquellen in Betracht kommen. Aus dieser kurzen Zusammenstellung der leitenden Gesichtspunkte ist wohl zur Genüge ersichtlich. daß die Verwirklichung der Lahn- lanalificrung in diesen wirftchaftlichen Rotzeiten nicht nur reiche Arbeitsmöglichkeiten für große Arbeilerfcharen bedeutet, sondern auch Auftriebswirkungen für wichtige Wirtschaftszweige unserer engeren Heimat in sich schließt. Zwar ist die finanzielle Seite dieses großen Profits keine leichte Sache, aber zu den Unmöglichkeiten durfte ihre Erledigung auch unter den gegenwärtigen Verhältnissen wohl nicht gehören, wenn die Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung und Arbeitsvermittelung sich finanziell mit engagiert, die beteiligten Provinzbehörden und Provinz- parlamente unter Würdigung aller Gesichtspunkte mit Rachdruck für die baldmöglichste Inangriffnahme des Projekts cintrctcn, die beteiligten Staaten, Hessen und Preußen, ihr Interesse nicht nur platonisch bekunden, sondern in finanzieller Art ausreichend zur Tat werden lassen und auch die Anleihe-Genehmigungsstelle in Berlin mit weitherziger Einstellung dieser Aufgabe gegenübertritt. Man darf allerdings nicht an irgendwelchen Zwirnsfäden zum Stolpern kommen und auch nicht im Instanzenweg stecken bleiben, sondern muß mit frischer Tatkraft and Werk gehen, um endlich in unserem Wirtschaftdgebiet Hunderte von Arbeitslosen wieder in den Schaffensprozeß einzuschalten und dabei zugleich wirtschaftliche Entfaftungsmöglichkeiten auf viele Jahre hinaus zu erschließen. Ansehnliche Beschäftigungsmöglichkeiten für zahlreiche Arbeitskräfte können auch von der Inangriffnahme eines weitreichenden Straßenbauprogramms erwartet werden. Mit Bedauern mußte man im vorigen Jahre in der Provinz Oberhessen auf die tatkräftige Fortführung der Straßenbauarbeiten der letzten Jahre verzichten, weil diese Aufgabe von der Provinz nicht finanziert werden konnte. Die Provinzialverwaltung. wie auch der Provinzialtag haben sich nur schweren Herzens zu diesem bedauerlichen Entschluß durchgekungen, aber bet der damaligen Sachlage blieb ihnen keine andere Möglichkeit. Daß die Aussichten für die Finanzierung eines einigermaßen ansehnlichen Straßenbauprogramms aus eigenen Mitteln der Provinz, oder aus bemerkenswerten Mitteln der Kraftfahrzeugsteuer — von der ein ganz erklecklicher Posten alljährlich für den Zinsen- und Tilgungsdienst für frühere Straßenbauanleihen erforderlich ist — mittlerweile günstiger geworden sind, kann angesichts der ganzen Wirtschaftslage wohl kaum angenommen werden. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, wird man sich ohne finanzielle Anregung von außen her auch für das neue Etatjahr auf ein sehr bescheidenes Ausmaß von Straßenbauten gefaßt machen müssen. Bei dieser Sachlage wäre von einer finanziellen Förderung für Straßenbauzwecke von der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung und Arbei tsvermittlung unzweifelhaft eine starke wirtschaftliche 'Belebung zu erwarten. Allerdings ist dazu erforderlich, daß die Reichsanstalt auch diese Arbeiten als Rötst andsmaß nähme anerkennt. Auch in diesem Falle ist das Interesse der Reichsanstalt, die Erwerbslosen wieder in den Arbeitsgang hineinzubringen, durchaus zu vereinbaren mit dem Interesse der Oeffentlichkeit an der Schaffung guter Der- kehrsstraßen. Don einer regeren Straßenbau» tätigfeit kann man aber auch eine umfangreichere Beethoven-preiS 1931 für HanS pfihner. Generalmusikdirektor Profefsor Dr. Hans P f i tz n e r, der Schöpfer von „Palestrina", „Der arme Heinrich", „Chriftelflcin" u. a., erhielt den Bcethovcn-Prcis für 1931 in Höhe von 10 000 Mark. Beschäftigung in den oberbeffifeßen Basaltwerken erwarten, durch die in weite Kreise der Provinzbevölkerung neue wirtschaftliche Kraft gelangen wird. Da bei stärkerer Produktion auf diesem Gebiete auch erhöhter Bedarf an Arbeitsmaterial der verschiedensten Qlrt eintreten wird, ist natürlich für weitere Wirtschaftszweige ebenfalls dia Möglichkeit zu vermehrter Beschäftigung gegeben. Man sieht, daß auf diesem Wege mancherlei aussichtsreiche Perspektiven für unser Wirtschaftsleben sich eröffnen. Weite Kreise der Bevölkerung würden es begrüßen, wenn durch Zusammenwirken der Reichsanstalt und der Provinz Ober- Hessen zu verstärktem Straßenbau neue wirtschaftliche Kraftquellen erschlossen würden. Vuhvach - Provinz Oberheffm. Zu dem Bericht im „Gießener Anzeiger" vom 5. März über einen Prozeß der Stadt Butzbach gegen die Provinz Oberhessen wegen Aufhebung eines Schiedsspruchs über den Elektrizitätspreis wird und heute von der Provinzialdirektion Oberhessen in Gießen folgendes Schreiben übermittelt: „Die Tatsache, daß das Urteil des Landgerichts Gießen wegen Aufhebung eines Schiedsspruchs zwischen der Stadt Butzbach und der Provinz Oberhessen in der Presse mit den verschiedensten Kommentaren erörtert worden ist, gibt uns Veranlassung, auf die Sache zurückzukommen, nachdem nunmehr die Begründung des Urteils vorliegt. Zunächst sei gegenüber anders lautenden Ausführungen in den verfchiedensten Zeitungen festgestellt, daß es sich hier um einen Spezialfall handelt und daß eine Anwendung der Entscheidung auf a n - dere Fälle nicht in Frage kommt. De» Sachverhalt ist kurz folgender: 2m Jahre 1917 war zwischen der Stadt Butzbach und der Provinz Oberhessen ein Strom- lieferungsverttag abgeschlossen worden. Im April 1924 tarn eine neue Preisvereinbarung zustande dahin, daß die Stadt Butzbach bei einer festliegenden Mindestabnahme die nach den jeweils gültigen Großabnehmertarifen des ileberlanb- werks festgesetzten Preise zahlen sollte. Dieser jeweilige Großabnehmertarif bildete in den folgenden Jahren die Grundlage für die Verrechnung. Als nach mehrfachen Senkungen der Preise im Jahre 1929 eine kleine Erhöhung eintreten mußte, weigerte die Stadt Butzbach die Zahlung mit der Begründung, die Vereinbarung vorn Jahre 1924 sei nicht bindend. Das daraufhin von der Provinz Oberhessen angerufene Ver- tragsschiedsgericht. das nach dem Verttage t m 1917 über Streitigkeiten aller Art bei ccc Vertragsausführung zu entscheiden hatte, verurteilte die Stadt Butzbach zur Zahlung. Dieser Schiedsspruch wurde von der Stadt Butzbach mit Klage bei dem Landgericht Gießen angefochten, das nunmehr, ohne eine Entscheidung in der Sache selbst zu treffen, den Schiedsspruch auf- gehoben hat. In seinen Gründen kommt das Gericht zu dem Ergebnis, daß nicht das 23er- tragsschiedsgericht, sondern ein auf Grund der Verordnung vom 1. Februar 1919 zu berufendes Schiedsgericht zuständig gewesen wäre. Im übrigen soll auf die Gründe hier nicht eingegangen werden. Berufung gegen das Urteil, das zahlreiche Angriffsflächen enthält, ist eingelegt. Aber selbst wenn das Oberlandesgericht oder das Reichsgericht entscheiden sollten, daß das 23erfahren vor dem Vertragsschiedsgericht unzulässig wäre, so ist damit noch nicht gesagt, daß das 23er* ordnu gö'chiedsgcricht. das da..n angegangen werden müßte, zu einer anderen sachlichen Entscheidung kommt als das Vertragsschiedsgericht. Taten für Montag, 30 März 1746: der spanische Maler Francisco de Goya geboren:— 1862: der Literaturhistoriker Wilhelm Bode geboren; — 1925: der Anthroposoph Rudolf Steiner in Dörnach gestorben. Lpictptan der frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 29. März. 15 bis 18 Uhr: „Die Fledermaus". 19.30 bis 22: „Das Land des Wchelns". — Montag, 30., 19 bis gegen 22.30: „Viktoria und ihr Husar". — Dienstag. 31.. 19.30 bis nach 22: „Schwanda, der Dudelsackpfeifer". — Mittwoch. 1. April. 19.30 bis gegen 22.30: „Hoffmanns Erzählungen". — Donnerstag, 2., 19.30 bis 22.30: „Don Juan". — Freitag, 3., 17 bis gegen 22: „Parsifal". — Samstag. 4.. 19.30 bis nach 22.30; „Die Macht des Schicksals". Schauspielhaus. Sonntag, 29. März, 16 bis gegen 18 Uhr: „Sturm im Wasserglas". 20 bis gegen 23.: „Elisabeth von England". — Montag. 30., 20 bis 22.30: „Rotation". — Dienstag. 31. März, bis Donnerstag. 2. 2lpril, jeweils von 20 bis gegen 23 Uhr: „Elisabeth von England". — Freitag. 3., 20 bis gegen 22; „Der Mann, den fein Gewissen trieb“. — Samstag, 4., 20 bis gegen 22.30; „Alt-Frankfurt". Wirtschaft. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. Deutlich bemerkt man seit wenigen Wochen wachsendes Vertrauen in die nähere Zukunft unserer Wirtschaft. Meist handelt es sich vorläufig um lediglich gefühlsmäßig begründete Vorstellungen, ober schon finden sich auch ein paar sachliche Anhaltspunkte. Regelmäßig steigt in diesen Monaten die Beschäftigung in den Industrien, die für den Eommerbedarf produzieren, und dann in den Auhcnberufen, die während der kalten Jahreszeit feiern mußten. Diese Bewegung teilt sich auch anderen Wirtschaftszweigen mit. Die bisher auffälligste Grundlage für die Ausbreitung des Optimismus war die Cryolung der Aktienkurse. Die Börse erhielt von den gemilderten Aussichten über die Dividenden bei den in der Vorwoche genannten Firmen wieder eine Anregung. Daneben beruhigte die innerpolitische Situation. Ferner verwies man auf die am Geldmarkt bemerkbare Erleichterung sowie das Zustandekommen des Zwischenkredites für die Stadt Berlin. Die Reden Geheimrat Duisbergs und des Reichskanzlers liehen ebenfalls eine zuversichtlichere Stimmung erkennen, und man war auch von den Abschlüssen der DD-Dank und Danatbank befriedigt. Das Geschäft bewegte sich im allgemeinen in sehr engen Grenzen, da zunächst der geringe Ordereingang und dann der bevorstehend Ultimo etwas entgegenwirkte. Die Erholungen und Abschwächungen lösten sich täglich ab. Stark abgedämpft wurde die Aufwärtsbewegung durch die Demarchen einiger Regierungen hinsichtlich der deutsch-österreichischen Zollunion. Eine stärkere Anregung erhielt aber das Kursniveau von der festen Haltung der Altbesih- anleihe und auch des fast ganzen Rentenmarktes einschl. des Pfandbriefmarktes, an dem besonders Städte-Auslosungsanleihen und Gold- und Goldkommunalpfandbriefe stark gefragt waren. An den Aktienmärkten waren besonders Elektro- und Kaliwerte mehr beachtet. Die Farbenaktien hatten unregelmäßige Kursbewegung. Die stärksten Kursbesserungen verzeichneten Kaliwcrte, von denen Salzdetfurth 28 Prozent, Aschersleben 14 Prozent und Westeregeln 18 Prozent anzogen. Von Elek- trizitätswcrten lagen Clektr. Lieferungen 5 Proz, Licht L Kraft 4, Schuckert und Bergmann um je 8 und Siemens 5 Prozent fester. J.-G.-Farben gewannen 4 Prozent. Größere Kursbesserungen hatten ferner noch Mannesmann (plus 6), Rhein. Braunkohlen (plus 7), Tietz^ (plus 8), Deutsche Linoleum (plus 5) und Klöckner werke (plus 6 Prozent), während das Gros der Papiere von 2 bis 4 Prozent höher lag. Am Rentenmarkt verzeichnete die Altbesihanleihe trotz ihrer wieder erfolgten Abschwächung noch ein Gewinn von 1,5 Prozent. Am Geldmarkt blieb der Sah für Tagesgeld fast in der galten Woche auf 3 Proz. Am Devisenmarkt bewahrte die Mark ihre feste Haltung. Wochenbericht vom Frankfurter Gchlachtviehmarkt. Die Marktlage war gegenüber der Vorwoche wieder wesentlich verändert. Während sich in der vergangenen Berichtswoche vereinzelt kleine Pceisbesserungen durchsetzen konnten, war das Preisniveau in dieser Woche teilweise erheblich ermäßigt. Die Depression am Schweincmartt übertrug sich auch aus die übrigen Märkte. Die Beschickung der Märkte war in Anbetracht der bevorstehenden Osterfeiertage, für die man mit stärkerer Konsumnachfrage gerechnet hatte, außer* - ordentlich stark. Einen Rekordauftrieb und Tiefstand der Preise verzeichnete wiederum der l Schweinemarkt. Der Auftrieb war mit 7150 Stück um rund 1200 Stück stärker als in der Dor- ' Woche. Das Geschäft war sehr schleppend, so daß , ein großer Lleberstand verblieb. Die Preise gaben indessen in allen Gewichtsklassen durchweg um 8 Mark pro Zentner nach, so daß ein Riveau erreicht wurde, daß noch nie vorgekommen sein dürfte. Eine Preisprognose des Instituts für Konjunkturforschung, die bezüglich der Schweine voraussagt, daß die Preise bei zunehmendem Angebot weiterhin sinken werden, wobei der fai- -sonmähige Einfluß bis zur Jahresmitte verschärfend auf den Preisdruck einwirken wird, läßt für die Landwirtschaft keine gute Zukunft hinsichtlich der Schweinezucht aufkommen. Auch bezüglich der Rinderpreise glaubt das Institut ein Nachlassen der Preise Voraussagen zu müssen. Dagegen stellt das Ergebnis der vom Preuh. Statistischen Landesamt vorgenommenen Schweinezwischenzählung vom 2. März fest, daß der Höhepunkt der Auswärtsentwickelung- der Schweinehaltung überschritten sei und sich, wenn auch langsam, eine Einschränkung bemerkbar macht. Der andere Markt, der in dieser Woche stärker gedrückt lag, ist der Kälbermarkt. Hier gingen die Preise durch den enormen Mehrauftrieb (2254 gegen 1642 in der Vorwoche) durchweg um 5 Mark per Zentner zurück. Am R i n derma r k t ergaben sich Preisnachlässe von 1 bis 3 Mark bei einem Auftrieb von 1606 (1428) Stück und ebenfalls sehr langsamem Geschäft mit größerem Lieberstand. Gut gehalten blieben dagegen die Preise am S ch a f m a r k t, an dem sich auch bei einem Auftrieb von 281 (298) Stück etwas regeres Geschäft entfalten konnte. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Al 44 bis 48, A2 39 bis 43, Bl 35 bis 38; Bullen A 42 bis 45, B 37 bis 41; Kühe A 36 bis 39, B 32 bis 35, C 27 bis 31, D 22 bis 26; Färsen A 44 bis 48, B 39 bis 43, C 35 bis 38. Kälber B 62 bis 66, C 56 bis 61, D 48 bis 55. Schafe Al 45 bis 48, B 38 bis 44. Schweine A 40 bis 45, B 40 bis 45, C 43 bis 47. D 42 bis 45, E 40 bis 43, F und G nicht notiert. * * Frankfurter Bank. In der gestrigen AR-Sihung der Frankfurter Bank wurde beschlossen, der GV. die Verteilung einer Dividende in der gleichen Höhe wie im Vorjahr (7 Prozent) vorzuschlagen. Die durch die Wirtschaftsverhältnisse bedingten Ausfälle an Gebühren konnten durch erhöhte Zinsgewinne ausgeglichen werden. Die GV. wird auf den 24. April einberufen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 28. März. Tendenz: fest. Trotz der überwiegend schwachen Auslandbörsen eröffnete die heutige Börse zum Wochenschluß in überwiegend fester Haltung. Die anhaltende Stabilität der deutschen Börsen regte das Publikum zu einigen Käufen an, zumal der Quartalsanfang einen gewissen Anreiz zum Kaufen bot. Da auch der Liquidationstag glatt überwunden wurde, nahm auch die berufsmäßige Spekulation einige Deckungen und Meinungskäufe vor. Die Ablehnung der Steuerbeschlüsse im Reichsrat wirkte dabei stimulierend, während anderseits von den Bilanzberichten der beiden Schiffahrtsgesellschaften Hapag und Lloyd keine Anregung ausging. Das Geschäft war für einen Samstag verhältnismäßig groß, wurde aber nach Erledigung der Kaufaufträge zu den ersten Kursen wieder ruhiger. Gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich überwiegend K u r s b e s s e r u n g e n bis 1,5 v. H. Sehr stark gefragt lagen am Kunftseidemarkt Aku, die 3,75 v. H. anzogen, und Bemberg, die etwa 3 v. H. gewannen. Der Chemiemarkt verzeichnet durchweg Kurserhöhungen von 0,5 bis 1,5 v. H., wobei Deutsche Erdöl und Rütgerswerke im Vordergründe standen. Von Elektropapieren eröffneten Felten 2d. H., die übrigen Werte 1 v. H. höher. Mehr beachtet waren außerdem Montanwerte, von denen Rheinftahl 2 v. H., Stahlverein 1,5 v. H. fester lagen. Sonst betrugen die Besserungen bis 1 v. H. Von Zellstoffwerten Waldhof 2,5 v. H. und Aschaffenburg 1 v. H. höher. Kursbesserungen bis 1 v. H. hatten außerdem Conti Gummi, Karstadt und Bankaktien. Schwächer lagen nur Deutsche Linoleum mit minus 1,75 v. H. Am Anleihemarkt ergaben sich für deutsche und ausländische Renten meist keine Kurserhöhungen. Der Pfandbriesmarkt lag ruhig, aber freundlich. Reichsschuldbuchforderungen in den späteren Fälligkeiten etwas fester. Im Verlaufe hielt die feste Tendenz, trotz des neuen Rückganges der Linoleumaktien, die erneut 1,5 v. H. einbüßten, an. Es fetzte sich immer mehr die Meinung durch, daß für Deutsche Linoleum höchstens 6 v. H. Dividende zur Ausschüttung gelangen werden. Von Kunstseidewerten Aku und Bemberg weitere 2 v. H. fester. Die übrigen Kurse lagen auf dem erhöhten Niveau gut behauptet. Die Stimmung war sehr zuversichtlich. Am Geldmarkt bestand im Hinblick auf den Zahltag mehr Nachfrage, so daß der Satz um 1 v. H. auf 4,5 v. H. erhöht wurde. Arn Devisenmarkt zeigte die Mark besonders gegen London feste Haltung. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1950, gegen Pfund 20,3840, London gegen Neuyork 4 8590, gegen Paris 124,2150, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 44,70 (lag auf die internationalen Stabilisierungsbeftrebungen fest), gegen Schweiz 25,2525, gegen Holland 12,1150. Berliner Börse. Berlin, 28. März. Im heutigen Vormittagsverkehr hatte man im Anschluß an das rückgängige Neu- ijori und unter dem Eindruck der für heute ober spätestens für Montag zu erwartenden Notverordnung gegen den politischen Radikalismus, die bei den extremen Parteien nicht ganz ohne Widerspruch hingenommen werden wird, mit einem schwachen Verlauf der Börse gerechnet. Kurz vor den ersten Kursen schlug die Stimmung aber wieder nach oben um, da bei den Banken kleine Kauforders des Auslandes und der Provinz Vorlagen, die zum Teil auf irreguläre Märkte stießen, da die Limitenennung noch nicht immer erfolgt war. Die verschiedenen Insolvenzmeldungen (Dorndorf, Industriebau Held & Franke) waren nur von unwesentlicher Bedeutung, die sonst günstigen Aussichten wieder gebesserter Kaliabsatz- ziffern im März, der Abschluß des Reichsbankkredits für die Arbeitslosenversicherung, die Möglichkeit eines französischen Kohlenstreiks und der Einspruch des Reichsrats gegen die Einkommen- und Tantiemesteuer drückten sich in den ersten Kursen aus. Der Report per Ultimo behauptete sich recht gut, und darüber hinaus konnten Kunstseideaktien, Waldhof, Polyphon, Svenska, Chade, Elektrische Lieferungen, Dessauer Gas und Schlesisches Gas auch noch gewinnen. Schwach lagen anfangs eigentlich nur AG. für Verkehrswesen im Zusammenhang mit dem Industriebau-Konkurs sowie Deutsche Linoleum auf anhaltende Dividendenbefürchtungen. Anleihen freundlich. Ausländer geschäftslos. Pfandbriefe und Reichs- fchuldbuchforderungen eher fester. Der Tagesgeldsatz zog weiter auf 5 bis 7 v. H. an und lag nur vereinzelt darunter, die übrigen Sätze unverändert. Im Verlaufe setzte sich auch die Aufwärtsbewegung d e r K n r s e weiter fort, ohne daß das Geschäft über den üblichen Samstagrahmen hinausging. Polyphon zogen erneut um 3 v. H. an. Ein neuer Verlust am Linoleummarkt drückte den Kurs für dieses Papier erneut auf 92 nach 95 v. H., was an den übrigen Märkten ebenfalls zu kleinen Realisationen führte, so daß im Verlaufe die erzielten Ge» roinne teilweise wieder verloren gingen. An der freundlichen Grundstimmung änderte sich aber auch im Verlaufe nichts. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion ben» Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Das Diersleuerdiklal für Dieseck. Die B ie r st e u e r ist für Wieseck lediglich eine Zwangsläufigkeit geworden, da der Oemeinberat im Dezember 1930 noch eine ErhöhungberReal- steuersätze beschlossen hatte, wodurch die Sätze diejenigen von 1929 überfteigen. Die Steuernotverordnung der Reichsregierung vom 2. Dezember 1930 besagt, daß alle Gemeinden, deren Realsteuersätze in 1931 höher sind als in 1929, zurEinführung der Bürger st euer und erhöhten Biersteuer verpflichtet sind. So kam es, daß trotz zweimaliger ablehnender Beschlußfassung des Gemeinderats für Wiefeck am 1. April die Biersteuer in Straft tritt. Die Bürgersteuer folgt nach, da für diese die gleichen Voraussetzungen gelten. Ein Gemeinderat-imitglied. Sprechstunden der NednLLron. 11-30 bi? 12.33 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen Anzei^enaufträge find lediglich an die Geschäftssleile zu richten. Für unverlangt eingesandle Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Rundfunkprogramm. Sonntag, 29. März. 7: von Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: aus dem Handwerkerhaus: Katholische Morgenfeier. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.30: „Strömungen in der europäischen Jugend" II. 11: „Besuch in Bethel" (Zuin 100. Geburtstag des Pastors Friedrich von Bodelschwingh), Vortrag von Lr. Walter Baum. 11.25: „Das heutige Mietsrecht nach der Reichspräsidentenverordnung vom 1. Dezember 1930“, Gespräch zwischen Regierungsrat Ritter und Rechtsanwalt Dr. Rhode. 12: Konzert auf Schallplatten. 14: Stunde des Landes. 15: Fried» rich-Stolze-Stunde von Robert Cunh. 16: Kurhaus Wiesbaden): Konzert des Städtischen Kurorchesters Wiesbaden. 17.45: Ricolaus von Kues, der Philosoph der späten Gotik. Hörbericht und Vortrag. 19.05: Großer Saal des Saalbaues, Frankfurt a. M.: Joh. Seb. Dach: Hohe Messe in FI-Moll. 20.30: Altfranzösische Christus-Legen- den aus dem 15., 16. und 17. Jahrhundert. 21.15: Orchester-Konzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 22.50: Zigeunermusik. Montag, 30. März. 7.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.50: „Wie sorge ich als Mutter für die Gesundheit meiner schulentlassenen Mädchen?", Vortrag von Stadtärztin Dr. Lotte Lande. 16.30: Rachmittagskonzert des Freiburger Konzertorchesters. 18.15: „Männerkleidung", Vortrag von Raoul Hausmann, Berlin. 18.45: „Was ist Ruhm?", Gespräch zwischen Dr. Günther Stern und Dolf Sternberger. 19.10: Englischer Sprachunterricht. 19.45: Unterhaltungskonzert. 20.45: Erlebte Geschichten, erzählt von Herbert Eulenberg. 21.15: Pitt, der Festredner, Hörspiel. 22.50: Tanzmusik. Dienstag, 31. Mörz. 7.15 bis 8.15: Frühkonzert des Runds unkau in- tetts. 12: Schallplattenkonzert. 13.05: von Köln: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.20 bis 15.50: Haussrauen-Rach* mittag. 16.30: Der Lindberghf lug, Worte von Bert Brecht, Musik von Kurt W^rr 17.30: Alte Tanzmusik. 18.15: „Amerika im S egel der französischen Literatur", Vortrag von -aettor I. Steh- ling. 18.45: „2 Jahre auf der Arbeitsuche in den Vereinigten Staaten", Vortrag von Josef Brenner. 19.15: Zum Geburtstag des Alt-Reichskanzlers: Bismarck, von Maximilian Harden. 19.45: Mandolinen-Konzert. 20.15: „Reuerungen auf dem Gebiet der Sozialversicherung seit 1928: Llnfall- Versicherung", Vortrag von Oberregierungsrat Dr. Kümmerten. 20.45: Gemischter Wintersalat, ein Hörspiel von Sportsleuten, Globetrottern und Verbrechern. 21.45: Kabarett auf Schallplatten. 23: Unterhaltungsmusik. 24: Interview mit Chcrr- lie Chaplin. Mittwoch, 1. April. 7.15 bis 8.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: aus Bremerhaven: Bord-Konzert. 18.15: „Verbrechen und Ladengeschäft", Vortrag von Otto Schwerin. 18.45: „Von Andree zu Robile", Vortrag von Dr. H. Lüdiger. 19.15: „Der landwirtschaftliche Arbeitsvertrag", Vortrag von Amtsgerichtsdirektor Dr. Kallce. 19.45: Cello-Konzert. 20.45: Karlsruhe: Die Maicnkönigin, Schäferspiel in einem Akt von Kalbeck. 21.35 bis 24: Bunter Abend. Donnerstag, 2. April. 7.15 bis 8.15: Frühkonzert des Rundsunk-Blä^ serquintetts. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.15: Zeitsragen. 18.45: Dr. Julius Curtius,. Vortrag von Wilhelm Arntz. 19.10: Französischer Sprachunterricht. 19.45: Das Zagreber Streichquartett, Kammermusik. 20.45: Sendung, ein Hörbild. 21.45: Marienkirche Statt-, gart: Orgel-Konzert. Anschließend: von Berlin: Parsisal, 3. Akt. Freitag, 3. April. 8: Johanniskirche Mainz: Orgelkonzert, Werks von Joh. Seb. Bach. 10: Peterskirche Frankfurt a. M.: Morgenfeier. 12: Konzert. 14: Stunde der Jugend. 15.30: „Joseph von Arimathia", eine Erzählung von Alfons Paquet. 16: Schallplattenkonzert: Der Messias (Händel) zweiter und dritter Teil. 18: Passiv Christo, Darstellung des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi. 19: Karsreitags-Weihestunde, Ansprache von Prof. Pfarrer Veit. 19.35: Großer Saal des Saalbaues Frankfurt a. M. Rach Leipzig: Franz Schubert: Messe in As-Dur. 20.30: Christus- legende von Selma Lagerlöf, gelesen von Ruth Reimer. 21: Stunde der Kammermusik. Samstag, 4. April. 7.15 bis 8.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Konzert des Städtischen Kurorchesters Wiesbaden. 17: von Hamburg-Hummelsbüttel: Länder-Hockey- spiel Deutschland—England. 17.40: Fortsetzung des Konzerts. 18.15: «Die griechische Invasion", Vortrag von Dacc. 18.45: Kassel: „Einführung zu Faust 1. und 2. Teil" von Oberregisseur Geis vom Staatlichen Theater Kassel. 19.10: Spanischer Sprachunterricht. 19.45: Mannheim: Konzert der Bläservereinigung des Mannheimer Rationaltheaterorchesters. 20.30: Zwei Märch nspiele von Manfred Kyber. 21.30: Bach-Konzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 23 bis 23.45; Schweizer Lyrik. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. H. Sranriun a. Dl. Berlin _____________J ftranltun a. M. Serlin .♦ranftun a. . Berlin Banknoten. Schluß« > furd | l«Uhr« Kurs Schluß« i Bnsang« furd । Kurs Schluß« | l«tlhr« kurS , Kure Schluß«; Ansag« kur» । Kurs Schluß« turd 1-ilhr« Kurs Schluß-s Ansanq« turs , Kurs _________Berlin. 27.Marz________ Amerikanische Noten...... Belgische Nolen ....... Dänische Noten ....... Englische Noten . ....... Französische Noten ....... Holländische Noten ....... gtalienische Noten........ Norwegische Roten....... Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten....... Schwedische Noten....... Schweizer Roten ....... Spanische Noten..... . . Tichechoslowakisck>e Noten..... Ungarilche Noten Devisenmarkt Berlin Geld 4,18 58, C3 111,63 20,33 16,40 167,71 22,06 111,83 58,79 2,48 112,00 80,48 45,06 12,385 72,91 - Frankfurt Bries 4,20 58,32 112,27 20,41 16,46 168,39 22,14 112,27 59,03 2,50 112,44 80,80 45,24 12,445 ’3,21 a. M. Datum 27.3. 28.3. 27.3. i 28 3 Dalum 27.3. 28.3 27.3. 28.3 Datum 27.3. 28.3 27.3 28.3 6% Deutsche Reichsantethe von 1927 7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 . ...... Deutlche Anl.-MIöl.-Schuld mit Aurlo,.-Rechten - • DeSgl. ohne Sluslol.-Rechte . 6% Hell. Bolkellnat von 1929 (rüd9 8% Pr LandeSpianobriesanstalt, Komm^Lbl. R. 20. 7% Pr ßanbesD'anObrielanftaU. Plandbricle 8t. tl V.E.G abg. BonriegS-Obllgatto- nen rückzahlbar 1932 4% Oesterretchilche Goldrente 4,20% Oclterreichiiche Silbenente 4% Oesterretchilche Einheitliche Rente 4% Ungarilche Golvrente . . . . 4% Ungarilche Staatsrente v. 1910 4Vi% vesgl. von 1913 4% Ungarische Kronenrente 4% Türlische Zollanlelhe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Ani Serie 1 4% bergt. Serie 11 6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 iyt% Rumänische vereinh. Rente von 1918 ......... 4% Rumänische vereinh. Rente . 99,75 57.9 6,25 93,5 55 56,25 101,5 95,5 92,65 100,5 96,5 23,9 2,5 19,5 19,9 4,2 4,2 15,9 7,8 £l 1 Kl MIHI II I 1 1 1 1 1 1 1 1 1 IS 1 1 84,9 100 57,7 6,325 93,25 56,3 100,5 96,5 24,1 2,55 16,9 4,35 4,25 4,3 9,6 15,8 7,8 | | t* | | | | | | | | | | || 111(11 ml 1 ”” Hamvurg-Ämerika Paket ... 7 Hamburg.SÜdam.Dampsschift. 8 Hama Damplichisf . 10 Norddeutscher Lloyd .... 8 Allgemeine Deutsche Eredikanst. 10 Barmer Bankverein ... 10 Berliner Hanvelsgelelllchaft 12 Commerz» und Privat-Bank . 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutlche Bank und Dtsconto-GeseUschaft,... 10 Dresdner Bank......10 Reichsbant 12 A.E.G 8 Bergmann.........9 Clektr LieserungSgelelllchast. 10 Licht und Krast . . .10 Reiten & Guilleaume 7% Geiellichasl für Elettriiche Unternehmungen .... io Hamburger Eieltrizitätü-Werke 10 Rheinische Elektrizität ... 0 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schmiert & (So......11 Siemens S Halske.....16 lransravio . . ....... 8 -bmeyer & Co....... 10 Buderus .••••.& Deutlche ErdSI . •••••• 6 Eliener Steinkohle •••••. 8 Geilenkirchener ■•••••< Harpener ..•••». 0 Hoeich Eilen .••••■ 6% fjife Bergbau ..•••. ,1< Klöcknerwerke ...... 7 Köln-Ncucsien ..... 7 ManneSmann-Röhrei» .... 7 Mansselder Bergbau .... 7 Oberlthlci. Eilenbedarf .... 6 1 Oberschlei. kokSwerke .... 7 1 Phünhr Bergbau ... 6% Rheinische Braunkohle« . . 10 Rhcinstahl ....... 6 1 Riebeck Montan ...... 7,2 73 74,5 125,5 113,75 147,5 111 111,5 111 133 126,75 92 130 138,25 184 127,5 57 6,5 76 74 34 38 3,5 190 86 73 74,75 114,5 147,5 111,75 111,75 111,5 134 127,5 94 131 138,75 185 . 58 74 84,75 190,5 88 72 123,75 98,75 74,25 125,65 113 146 111 111 110 103,25 133,25 126,5 92 129,5 120 137,4 183,65 127,5 57 72,65 85,75 75 74,25 184 73,5 81,25 83,25 36,75 80,25 64,25 189 85 84,75 72,5 74,75 126 114,5 147,25 111,5 111,4 111,25 103,25 137 127,4 93,75 130 137,75 185,5 58,75 74 86,25 75,5 74,9 184,5 75 82,25 85 36 82,75 65,25 191 88 Bereinigte Stahlwerke . ... Otavi Minen 16'/. Kaliwerke Aschersleben 10 Kaliwerke Westeregeln 10 Kaliwerke Salzdetfurth 15 g. G. ssarben.Invuftrte... 12 Dhnamii Nobel . ...... 6 EcheideanNalt. ....... 9 Goldschmidt . .......6 Rütgerswerke ........ 6 Metallgeselllchast.......8 Philipp Hotzmann......7 Zementwerk Heidelberg . . 10 Cementwerk Karlstadt. ... 10 Wavk & Rrentaa ... 8 Schultheis Payeuhofer . 15 Ostwerke ...... 12 Aku 18 Bemberg.........14 ZellNoss Waldhof . . 13'/. Zellswii eildiaffenbutq . . 12 Charlottenburger Waller ... 8 Delsauer fflaS .... 9 Daimler Motoren ..... 0 Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau A.»G. ..... 0 Nat. Automobil ..... C Orenstein & Koppel ..... 6 Leonhard Tietz . • • • • 10 Svenska ..... »frankfurter Maichme« ... 4 wrihner . .... 6 Heyllaenstaedt ....... 0 Iunghans 6 Lechwerke.........8 Matntrastwerke Höchst a. M. 8 Mtag 10 Gebt. Roeder ...... 10 Boigt & Haesfner ...... 9 Süddeutsche Zucker . • • . 10 62,5 160 167,5 250 147 134 48 '5,5 75 14,5 79 - 100 6,75 123 273 42 71 123 52 1 1 S 1 1 IS 1 Illi II S5288 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 cg arten Lissabon . Danzig Konst nrtn. iltden Lanaoa Uta nay . 1 Tatro 168,05 1,456 58,325 112,13 112,13 112,27 10,546 21,96 20,365 4,1915 16,39 80,655 45,40 2,070 0,319 58,92 12,42 7,365 73,04 3,036 18,82 81,48 1,784 5,432 4,188 3,967 20,89 168,39 1,460 58,445 112,35 112,35 112,49 10,566 22,00 20,405 4,1995 16,43 80,815 45,50 2,074 0,321 59,04 12,44 7,379 73,18 3,042 18,86 81,64 1,789 5,442 4,196 3,973 20,93 168,04 1,457 58,29 112,11 112,10 112,22 10,546 21,9b 20,361 4,1915 16,39 80,625 45,60 2,070 0,317 58,92 12,422 7,365 73,05 3,036 18,82 81,47 1,784 5,432 4,188 3,967 20,89 168,38 1.461 58,41 112,33 112,32 112,44 10,566 22,00 20,401 4,1995 16,43 80,785 45,70 2,074 0,319 59,04 12,442 7,379 73,19 3,042 18,86 81,63 1,789 5,442 4,196 3,973 20,93 6ebr.'n je sparsamer gehen muß, uff nur gute, Schilin Wir zeigen Ihne der neuesten K dem Preisabbau nie zuvor. Schiihhaus Meyer Gießen Bahnhof- Straße 30 M ur «and, er “'iustrie- u.H ***■185; e.sWW sJ' Zweij 'leb,ßMeÄZu® 20. 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Futterkalk-Nährselz- Mfschung M.Brykminn^Zw -A- Jo **** ßss tgsi ..S-,s flnÜrifi t“ ri*tepofll^S srflr|fürtflif11101 > w 0 ist richtig. ientlichenOr sieht W Untersuchungen i stellen, warum ' Zweck, denn Stac Gesühl, sondern die Ltaatsgcwat liege Ordnung zu munisten inj schon lange unter Kommunisten gc daß sie die Dcm- tatur einer ,dcu neue Dotverordn terscheidet sich vor ren Äeichspräsidc sofern, als du dem politrl ster übertra, 1923 die Gewalt nist« und in dci resleitung in sek stände übereignet, der Dvitriegszcit dcn militärischen währ dasür bot, walt nichtetw braucht wurde einstweilen alle Freiheiten ausge stand schafft, der pflegt iche 2 fchen Behörden < Für die Radikc Maulhelden auf kicheren DrahtziÄ iKTDrbnung chic dinge, der Deichs von der parteipol machen kann, daß teiliche Handh bürgt, bleibt ab, Sicherheit dafür $ und Mißgriffe ix Organe sofort im Wieder gutgcmach keinem Zweifel u für das Ao!k nicht durch das mng gedrosselt : darf. Ser Ha« Einschränkung und dcrAntün Berlin, 28.1 präliben( Has törunö des Ar« B e f ä m p f u n g '"."gen erlassen, °" dm Gebiete d. l'chilich der politisch °°" Punkten erw l der v< »ilentliche Pl *e,n sowie alle A 5*« »e’ f fr Ä'5 Ri ^7"'cht u MT'Sni5 nich [fkl N e.lnf Lb-E B°r(iU5|ehhnn^iög{ d-nen ujMh °"kgeK h°nk '"M S,au,M d°° VMftanS." ob’r l?9e" t Unser Geschäftsbericht für dasjahr 1930 ist erschienen. Er kann durch unser Archiv und unsere Niederlassungen auf mündliche oder schriftliche Anforderung kostenlos bezogen werden DEUTSCHE BANK UND DISCONTO-GESELLSCHAFT BERLIN 1490D liefert Dampisägewerk Lollar B. 11 b tt. A.-G. uiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiim Zwei nute svrung- fäblfle, veredelte MWMMlM von anerkannter Siammzucht, u.kwet 11 Wochen alte Eberferkel stehen z. Berkaus bet 2268D Heinrich Klös III. 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Einladung zu der am Sonnabend, den 18. April 1931, vormittags 11 Uhr, in unserem Gebäude Berlin, Behrenstraße 68—70, stattfindenden ordentlichen Generalversammlung. Tagesordnung: v 1. Erstattung des Geschäftsberichts für 1930. 2. Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz mit Gewinn- und Verlust- Rechnung für 1930 und die Gewinnverteilung. 3. Beschlußfassung über die Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafter und des Aufsichtsrats. "" 4. Aufsichtsratswahlen. Zur Stimmenabgabe sind diejenigen Kommanditisten berechtigt, welche ihre Aktien oder den von einem Notar oder von einer Effekten-Giro-Bank über die Aktien angestellten Hinterlegungsschein spätestens am 15. April d. J. bei einer der nachbezeichneten Stellen deponieren, und zwar: 1. bei unseren Hauptniederlassungen in Berlin (Behrenstraße 68—70), Bremen, Darmstadt; 2. bei unseren sämtlichen Filialen und Zweigniederlassungen; 3. in Wuppertal-Barmen bei dem Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer & Comp., Kommanditgesellschaft auf Aktien, „ Breslau bei dem Bankhause Eichborn & Co., 2236D „ Danzig bei der Danziger Bank für Handel und Gewerbe Aktiengesellschaft, „ Essen a. d. Ruhr bei dem Bankhause Gebrüder Hammerstein, bei dem Bankhause Simon Hirschland, „ Frankfurt a. M. bei der Deutschen Effekten- und Wechsel-Bank, bei dem Bankhause Otto Hirsch & Co., bei dem Bankhause Lincoln Menny Oppenheimer, bei dem Bankhause Jacob S. H. Stern, bei dem Bankhause Gebrüder Sulzbach, „ Hamburg bei dem Bankhause L. Behrens & Söhne, bei dem Bankhause Job. Berenberg, Goßler & Co., - bei dem Bankhause M. M. Warburg & Co., „ Hannover bei dem Bankhause Ephraim Meyer & Sohn, „ Karlsruhe bei dem Bankhause Veit L. Homburger, „ Köln bei dem Bankhause A. Levy, bei dem Bankhause Sal. Oppenheim jr. & Cie., „ Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Ansfalt, „ München bei dem Bankhause Merck, Finck & Co., „ Nürnberg bei dem Bankhause Anton Kohn, 4. in Amsterdam bei der Amsterdamschen Bank, bei der Internationalen Bank te Amsterdam, „ Wien bei der Mercurbank. Berlin, den 26. März 1931. Darmstädter und Nationalbank Kommanditgesellschaft auf Aktien Bodenheimer Goldschmidt Als für lange Zeit gut verzinsliche Kapitalanlage empfehlen wir 77, Goldkommunalobligationen Serie IX Ausgabekurs: 93*/2% freibleibend. Rückzahlungskurs: 1OO%. Für die Sicherstellung dieser Schuldverschreibungen haften 1. das gesamte Vermögen und die Rücklagen der Nassauischen Landesbank, 2. die unbeschränkte Garantie des Bezirksverbandes des Regierungsbezirks Wiesbaden, der mit seinem Vermögen und seiner Steuerkraft einschließlich der Steuerkraft aller Städte, Kreise und Landgemeinden des Regierungsbezirks für Verzinsung und Einlösung der Schuldverschreibungen haftet, 3. die Darlehen selbst, welche an Gemeinden und öffentliche Körperschaften im Regierungsbezirk Wiesbaden gegeben worden sind. Infolge des Fortfalls der Kapitalertragsteuer fließt der gesamte Zinsertrag dem Inhaber der Schuldverschreibungen ohne Abzug zu. Die Kündigung der Schuldverschreibungen ist frühestens zum 30. September 1937 möglich. Infolgedessen haben die Erwerber 6x/> Jahre lang eine hohe Nettoverzinsung. Die Schuldverschreibungen der Nassauischen Landesbank sind an der Berliner und Frankfurter Börse jederzeit veräußerlich und reichsbanklombardfähig. Sie sind zur Anlegung von Mündelgeld in ganz Deutschland zugelassen. Gleichzeitig empfehlen wir unsere bekannten 7%Gold-Pfandbriefe Ausgabe XII Ausgabekurs: 97% freibleibend Rückzahlungskurs: 100% gedeckt durch erststellige mündelsichere Goldhypotheken und mit den gleichen Garantien ausgestattet wie die Kommunalobligationen (siehe oben 1. und 2.). Die Pfandbriefe sind in Stücken von 5U0 und 1000 Goldmark erhältlich. Die Kommunalobligationen werden in Stücken von 100, 200, 500, 1000 u. 2000 Goldmark ausgegeben. Die Stücke sind sofort lieferbar und können durch sämtliche Banken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften, sowie durch alle Niederlassungen der Landesbank bezogen werden. 264 v Wiesbaden. Direktion der Nassauischen Landesbank. ................................................................................................................. 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