181. Jahrgang Dienstag, 27. Januar (931 Nr 22 Erstes Statt Drtftf utifc ütrlog: vrühl'sche UniversitStr-vuch. und Stetnörnderei 8. Lanze In Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulttraße 7. Ein Wechsel auf die Zukunst teis-Abbau gaiu Indien die größte d Begeisterung hervor- progra'nm: |U London, 26. Ian. (LU. Funkspruch.) Die Bekanntgabe von der bevorstehenden Freilassung Gandhis und der übrigen Kongreßmitglieder hat in Aufregung un in Bade-Einritogwi Kohle -Oas- Htktr bei Rudolf Rüdiger Walltorstraße 35 Ministerialdirektor v. Sichart tvarnte vor einer Staffelung, weil damit die in der Desol- dungsordnung geschaffenen Relationen verschoben würden. Man komme dabei zu Heber- schneidungen, die dazu führen, daß der höher gestellte Beamte weniger bezieht als der geringer gestellte. Mit der Staffelung werde auch die einzige rechtliche Stühe des ganzen Gehaltsabzuges weggezogen, denn der Gehaltsabzug sei allein mit der Preissenkungsaktion begründet. Vermeiden müsse man alles, was darauf hinausläuft, die Intelligenz aus der Beamtenschaft herauzubringen. 2lbg. Reinhardt (Rats.) beantragte eine Rendcrung des Antrages Breitscheid dahin, daß die Stafselungssähe 2,5 Prozent, 4 Prozent, 6 Prozent und bei Gehältern über 18 000 Mk. 20 Prozent betragen. Abg. Dr. Gcrvke (Lv.) hielt den Antrag Dreitscheid schon deshalb für undurchführbar, weil er einen großen ungedeckten Fehlbetrag lasse. Der Antrag Reinhardt sei aus den gleichen Gründen unannehmbar. — Auf Anregung des Ministers wurde der Antrag einem Llnterausschuh überwiesen. Annahme von Anzeigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspsennig, Plahvorschrift 20“.,, mehr. Chefredakteur. Dr. Fnedr Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Sandh s TriilMphM aus dem Gefängnis. Freudentaumel in ganz Indien. — Festlicher Empfang des Mahatma in Bombay Die Gehaltskürzung der Veamten vor dem Haushalisansschuß Ein sozialdemokratischer Antrag auf Staffelung wird von der Regierung wegen des zu erwartenden Minderertrags abgelehnt. 6rid)t mt füglich,außer Sonntags und Feiertag» Beilagen: Dte Illustrierte Bietzen« Famlltenblätter Heimat im Bild Di» Scholle Monals-Vezugsvrets: 2.20 Reichsmark und 30 Relchspfenmg für Trägev lohn, auch bet Nichterscheinen einzelnerNummern Infolge höherer Gewalt. Hernfvrechanschlüffe anter5ammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: 8ra*lfurt am Main 11686 erzielt worden ist. Sie schreibt: Polen werde es diesmal doch nicht wagen, gegen den ausgesprochenen Willen des Völkerbundes und den besonderen Appell Hendersons die Verpflichtungen, die ihm in dieser Tagung auferlegt worden sind, zu mißachten. Einer Aenderung des Systems in Ostoberschlesien werde sich Polen um so weniger entziehen können, als es auf Grund der ukrainischen Beschwerden im Mai neue Bloßstellungen in Genf zu erwarten habe. Berlin, 26. Jon. (DDZ.) Der Haushalts- ausschuß des Reichstags beschäftigte sich unter dem Vorsitz des Abg. Heimann (Svz.) mit dem Antrag Dr. Breitscheid (Soz.) aus Staffelung der in der Rotverordnung vom 1. Dezember 1930 vorgeschriebenen Beamten- gehaltskürzung. Während nach der Rot- Verordnung vom 1. Februar d. I. ab für alle Beamten gleichmäßig eine Gehaltssenkung von 6 Prozent eintreten soll, will der Antrag Breitscheid die Kürzung st a f s e l n aus 4 Prozent bei einem Iahresgehalt bis 3000 Mk., aus 5 Prozent bei Gehältern von 3000 bis 4000 Mk., auf 6 Prozent bei Gehältern von 4000 bis 5000 Mark, auf 8 Prozent bei Gehältern von 5000 bis 8000 Mk. und auf 10 Prozent bei Gehältern über 8000 Mk. Abg. Dr. Bölter (Soz.) begründet den Antrag. Die Staffelung sei aus sozialen Erwägungen heraus zu fordern. Bei Annahme des Antrages Breitscheid werde der finanzielle Ertrag der Gehaltskürzung sich kaum verändere Die Staffelung würde erreichen, daß etwa 9 Millionen unten weniger und oben mehr gewonnen werden. Abg. Aufhäuser (Soz.) begründet den Artikel 2 des Antrages Breitscheid. Darin wird verlangt, daß diejenigen Behördenange- st eilten, die arbeitslosenversicherungspflichtig sind, nicht in derselben Weise wie die Beamten den Gehaltsabzug erleiden. Abg. Groß (Zentr.) bezweifelte, daß bei Durchführung dieses Antrages Breitscheid die vom Finanzministerium errechneten Beträge herauskommen würden. Eine sozial gerechte Staffelung. ließe sich vielleicht auf anderem Wege erreichen. Man könnte z. D. 1200 Mk. im Jahre bom Abzug freilassen und den überschießenden Betrag mit 8 Prozent belasten. Vielleicht könnte auch das Wohnungsgeld beim Abzug außerhalb der Berechnung bleiben. Rerchsfinanzminister Dr. Dietrich führte aus, der Versuch einer Staffelung des Gehaltsabzuges sei daran gescheitert, daß dabei der notwendige finanzielle Ertrag nicht herausgekommen wäre, da die Mehrzahl der Beamten, besonders bei Post und Eisenbahn, sich in den unteren und mittleren Besoldungsgruppen befinden. Die gleichen Bedenken sprechen auch gegen die Vorschläge des Abg Groß. Bei Annahme des Antrages Breitscheid würde sich der aus dem Gehaltsabzug für Reich, Post und Reichsbahn errechnete Ertrag von 207 Mill, um 45,5 Mill, vermindern. Dazu würde noch bei den Ländern und Gemeinden eine weitere Verminderung um etwa 5 5 Millionen treten. Würde man eine Staffelung herbeiführen, so werde man nicht unter den Satz von 6 Prozent herunter- gchen können. Die Arbeiter würden es nicht verstehen, daß sie sich einen 6prozentigen Lohnabzug gefallen lassen müssen und die Beamten, die doch eine gesicherte Stellung haben, jetzt nachträglich in ihren Abzügen entlüftet würden. Die Regierung ist zu einer gründlichen Prüfung dieser Fragen bereit, aber sie bittet, keine Beschlüsse zu fassen, durch die der ganze jetzt überwundene Kampf wieder neu a u f g e r o 111 wird. Auch die italienische Regierung hat eine einheitliche Gehaltskürzung um 12 Prozent durchgeführt. Hinsichtlich der Versorgungsanwärter muß die Regierung daran festhalten, daß ihre Unterbringung verbessert werden muß. Es sollen aber die jetzt bei den Ler- sicherungsbehörden beschäftigten Angestellten nicht verdrängt werden, sondern es handele sich nur um freiwerdende Stellen. Wir halten es selbstverständlich für nicht angängig, daß den Singe ft eilten in gemischtwirtschaftlichen Betrieben ein doppelter Gehaltsabzug gemacht wird. Die Loyalität verlangt, daß bei einem etwaigen tarifgen, die Mindestforderungen gewesen seien, fei nichHeine einzige voll erfüllt worden. Der Bericht des Völkerbundsrates, der aus parteipolitischen Rücksichten von gewisser Seite als großer Sieg herausgestellt werde, sei in keiner Weise geeignet, das Mißtrauen auch nur im geringsten zu beseitigen. Die „O b e r s ch l e s i s ch e V o l ks st i m me" in Beuthen, das Organ der ob erschien scheu Zentrumspartei, begrüßt das Ergebnis von Gens als einen vorläufigen deutschen Erfolg gegenüber Polen. Als wesentlich bezeichnet das Blatt die Feststellung der offiziellen Verurteilung Polens wegen Verletzung der Genfer Konvention und die Betonung der Rotwendigkeit eines Syftemwechsels in Ostoberschle- fien. Bloße Versprechungen der polnischen Regierung seien nun nicht mehr genügend. Polen stehe künftig unter dem st arten Druck und der Kontrolle des Völkerbundes. Es sei klar, daß der geforderte System- Wechsel erst dann gesichert erscheine, wenn der böse Geist Ostoberschlesiens verschwinde. Das Endurteil über den Erfolg der Bemühungen Dr. Curtius' könne erst gefällt werden, wenn die praktischen Früchte der Beschlüsse des Völkerbundsrats sichtbar würden. — Die „Ostdeutsche Morgenpost" stellt in der Beurteilung des Genfer Ergebnisses mit Befriedigung fest, daß ein großer Fortschritt Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen •*** •SS®* mäßigen Abzug der Reichsabzug angerechnet wird. Die Regierung ist bereit, sich an der Erörterung der durch den Antrag angeschnittenen Fragen in einem Spezialausschuß zu beteiligen. Abg. Morath (DV.) meinte, die Antragsteller müßten eigentlich von der Weilerverfolgung ihres Antrages Abstand nehmen, nachdem ihre Voraussetzung, daß am finanziellen Ertrag nichts geändert wird, durch den Minister als falsch nachgewiesen worden fei. Der Redner erwartet vom Minister eine Darstellung der finanziellen Wirkung des Vorschlages Groß, wonach 1200 Mk. von dem Gehaltsabzug freigelassen werden sollen. Dabei würden die unteren Besoldungsgruppen eine wesentliche Erleichterung erfahren, ohne eine entsprechende - Mehrbelastung der höheren Besoldungsgruppen. Abg. Dr. G o 11 h e i n e r (Dnt.) verwies auf die ablehnende Haltung, die seine Freunde schon im Plenum zu dem Gehaltsabzug der Rotverordnung eingenommen hätten. Die Deutschnationale Volkspartei lehne auch den Antrag Breitscheid ab, der große Gruppen der Beamtenschaft noch über die 6 Prozent hinaus belasten wolle. Das Wirtschaftsniveau der höheren Beamten stehe heute 25 Prozent unter dem der Vorkriegszeit. gerufen. Riesige Mens djenmengen strömen in Bombay au dem Diktoriabahnhof in dem Glauben, daß Gandhi jeden Augenblick ankommen könne. Obwohl die Eisenbahnoehörden Anschläge veröffentlicht haben, daß über den Zeitpunkt feiner Ankunft nichts bekannt sei, dauert der Zustrom der Menge stetig an. Auf der Börse hat der Beschluß der Regierung sofort einen Ilmschwung zum Besseren bewirkt. Alle wichtigen Papiere zogen um 20 v.H. an. Die Entlassung Gandhis aus dem Gefängnis fand in aller Stille statt. Ein Automobil stand bereit, das ihn nach der kleinen Eisenbahnstation C hi n- c a w a d brachte. Dort wurde der Postzug nach Puna angehalten, um Gandhi aufzunehmen. Gandhi befand sich in der Beg leitung von Frau R a i d u. Gandhi wurde auf der Fahrt von Puna nach Bombay auf den Bahnhöfen, die sein Cisenbahnzug berührte, von Tausenden begrüßt, die ihm nach indischer Sitte die gefalteten Hände entgegenstreckten Auf dem Viktoriabahnhof in Bombay, wo der Zug mit beträchtlicher Verspätung eintraf, hatte sich eine ungeheure Vo l ksmenge ein» gefunden, die den Gefeierten bei seinem Erscheinen mit dem Ruf „Lang lebe Gandhi!" emp° fing. Mit Mühe erreichten Gandhi und Frau Raidu das wartende Automobil. Schnell hatte sich ein F e st z u g gebildet, der sich im Schnek- kenternpo nach dem modernen indischen Viertel der Stadt begab. Alle paar Minuten machte das Automobil halt, um der Menge Gelegenheit zu geben, den Mahatma mit Blumengewinden zu schmücken. Während seines Aufenthaltes in Bombay wird Gandhi im Hause eines indischen Kaufmannes wohnen, doch verlautet, daß er mit anderen ebenfalls gestern frei- gelassenen Mitgliedern des Arbeitsausschusses des Rationalkongresses ohne Säumen nach Allahabad' reifen werde, wo der alte Ratiotrauen in die Loyalität der polnischen Regierung bewiesen, indem er darauf verzichtete, die Abberufung Graczynskis als ausdrückliche Forderung zu formulieren. Der Kattowitzer sozialistische „Volkswille" meint, wm erstenmal habe sich der Rat entschlossen, die Dingebeim rechten Ramenzu nennen. Die Zusammenarbeit zwischen Mehrheit und Minderheit in Ostoberfchlesien werde erst dann möglich sein, wenn die Warschauer Regierung G r a - czhnski beseitigt habe. Der „O b e r s ch l e s i s ch e Wanderer" in Glei- witz schreibt: Dr. Curtius hat wirksame Garantien für die künftige Innehaltung der Minderheitenschutzbestimmungen zu schassen versucht. Wir Oberschle- sier sind freilich schon zu oft enttäuscht worden, als daß wir an den völligen Umschwung in i der polnischen Minderheitenpolitik glauben könnten, f Die „O b e r s ch l e s. Tageszeitung" in Oppeln vergleicht die vier deutschen Forderungen mit dem Wortlaut des Genfer Berichts und kommt zu dem Schluß, daß Polen nicht die Mißbilligung ausgesprochen und daß der Systemwechsel nicht garantiert worden fei. Das Blatt stützt diese Auffassung auch auf das französische, polnische und russische Echo. Polen empfinde die Genfer Kritik gar nicht als eine Brandmarkung vor der ganzen Welt. Die „Oppelner Nachrichten" sehen in dem Genfer Kompromiß einen regelrechten deutschen Mißerfolg. Don den vier deutschen Forderun- ^tzlar. ' 15« J? « »1 s,e äs Mk. je Hück, -1 ig5.undö. Februarl93i acher Geldlotterie m- Bedea de» tritt er Mu«»» GiwlaMXWM«^ 5000 0000 2000 a Mk. .kelmann^ i«zU 1 italienischen Truppen erfolgte in zwei Kolonnen und dauerte etwa 24 Tage. Am 19. Januar stellte sich der Gegner, der über etwa 400 Mann verfügte, zum Gefecht, wurde aber nach drei Stunden zurück- geworfen. Aus italienischer Seite griffen Panzerautos und Flugzeuge mit Erfolg in das Gefecht ein. Die Aufständischen find in' Richtung auf Aegypten geflohen und wurden von italieni- sckien Kamelreitern über 200 Kilometer weit verfolgt. Nach der Einnahme des Fezzan ist die Eroberung der Kusra der wichtigste Erfolg Italiens in Lydien. Die Kusra hatte bis zum Jahre 1879 kein Europäer betreten. Der erste war damals der deutsche Forscher Gerhard Rohlss, nur wenige andere Forscher sind seither den Spuren Rohlss gefolgt. Die Kusra, die Italien zugesprochen war, war aber bisher nur auf der Karte italienisch, da die italienischen Kolonialtruppen von einigen Patrouillen- und Bombenslügen abgesehen, noch nicht soweit vorgestoßen waren. Eine italienische Militännission für Bulgarien. London, 26. Ian. (WTB.) Der diplomatische Korrespondent des „Dailn Telegraph" erklärt, die bulgarische Regierung haoe an i ie italienische Regierung das Ersuchen gestellt, daß eine italienische Militärmission die Ausbildung der bulgarischen Armer überwache. Italien habe sich Im letzten Augenblick ist es nun doch noch gelungen, eine Verständigung im Völkerbundsrat über die deutsche Minderheitsbeschwerde mit deutscher und polnischer Zustimmung zustande z: bringen. Erfreulich ist sie nicht. Man kann ih -war nachrühmen, daß der deutsche Standpunkt sich ziemlich weit durchgeseht hat, der Rat hat die Konventionsverlehungen durch nalistenführer Pandit Mvtital Rehru schwerkrank darniederliegt. Zu den hcrvorragenden Kongrehführern, die von dem Freilassungsbefehl berührt werden, gehören Pandit Iawaharlal Rehru, der bei Beginn des Feldzuges des Angehorsams Präsident des Al kindischen Kongresses war und diese Stellung noch heute innehat, ferner ValIabhai Patel, der den Steuerstreik im Bezirk Bombay organisiert hatte, Frau Raidu , die Vorkämpferin der Frauen- rechte in Indien, und <5en Gupta, der während seiner Gefangenschaft zum fünften Male zum Bürgermeister von Kalkutta gewählt wurde, aber sein Amt in der vorgeschriebenen Zeit nicht an treten konnte. Frau Raidu war im Mai 1930 zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die drei genannten Kongreß führ er befinden sich zum zweiten oder dritten Male in Gefangenschaft. Gandhis Absichten. Puna, 26. Ian. (WTB.) Gandhi erklärte in einem Interview mit dem Vertreter der Agentur Reuter, daß er sich nicht über die Lage äußern wolle, ehe er sich mit seinen Freunden und mit den Delegierten der Londoner Indienkonserenz nach ihrer Rückkehr besprochen habe. Gandhi betonte, es sei zu wünschen, daß alle politischen Gefangenen sofort in Freiheit gesetzt würden. „3d) habe das Gefängnis verlassen in einer durchaus vorurteilslosen C^istesverfassung und ohne jegliche Empfindung. Ich bin bereit, alle Seiten der Lage von jedem Gesichtspunlte aus zu prüfen und d i e Erklärung des britischen Premierministers mit den anderen Kongreßdelegierten zu erörtern.“ Für die unmittelbare Zukunft, so bemerkte Gandhi auf Befragen, habe er keine Pläne gemach t und keine Politik entworfen. Wie lange er in Bombay bleiben werde, könne er noch nicht sagen. Auf die Frage, ob er glücklich über seine Entlassung sei, erwiderte der Mahatma: „Das weiß ich nicht." Befragt, ob er damit rechne, bald wieder ins Gefängnis gebracht zu werden, lächelte er und sagte: „Vielleicht — man kann niemals wissen." P o l e n s c st g e st e l 11. Er hat Polen einen offiziellen Rüffel erteilt, und Polen Hot sich verpflichten müssen Aenderungen im System der Te- handlung der deutschen Minderheiten durchzuführen, über die es im Mai zu berichten hat. Man merkt deutlich die Hand der Juristen, die hier zuletzt die Feder geführt hat. Denn die Formulierungen sind auslegungsfähig. Wenn die deutsche Interpretation sich durchsetzt, dann müßte Polen wohl aus der diplomatischen Riederlage, die es sich zweifellos in Genf geholt hat, auch die praktischen Folgerungen ziehen und nicht nur Herrn Graczynsti abbauen, nicht nur die Aufständischenorganisaiionen entweder auflösen oder so umorganisieren lassen, daß eine Bedrohung der Deutschen von ihnen nicht mehr ausgehen kann. Rein, die ganze polnische Poli- t i k müßte sich von Grund auf ändern, so daß künftighin die deutsche Minderheit alle Sicherheiten für ein menschenwürdiges Dasein hätte. And • das ist ja schließlich d i e Hauptsache. Denn dem Außenminister konnte es nicht so sehr auf einen Prestigeerfolg ankommen, sondern nur darauf, den Deutschen zu helfen. Ob das wirtlich erreicht ist, kann erst die Zukunft erweisen. Wir haben ja mit den Polen mancherlei bittere Erfahrungen gemacht. And wenn hie deutsche Oefientlichkeit skeptisch ist, so wird sich darüber niemand wundern dürfen. Was wir bekommen haben, ist bestenfalls ein Wechsel, der im Mai diskontiert werden soll, wir haben also die moralische Plattform gewonnen, um, falls Polen auch diesmal wieder versagen sollte, den ganzen Fall zusammen mit den ukrainischen Beschwerden dann noch ein« m a I aufzurollen und die Aussprache nachzu- holen, auf die Dr. Curtius jetzt verzichtet hat. Er war in der Zwickmühle, daß er vor der Gefahr stand, entweder ohne irgendwelches Ergebnis eine Vertagung zu erreichen oder Vieser Entschließung zuzustimmen. Er hat die Zustimmung für das kleinere Hebel gehalten, vielleicht hat er recht gehabt. Denn wenn eine Entschließung des Rats durch unser Veto unmöglich gewesen wäre, hätten die Polen Gelegenheit gehabt, noch bis zum Mai auf den Deutschen in Oberschlesien herumzuknien. Das Veto wäre also eine G e st e gewesen, die politisch vielleicht gut aussah, aber sachlich den Deutschen nicht half. Dafür hat Dr. Curtius auf die Vernehmung Calonders, und auf den internationalen Antersuchungsausschuß verzichtet, er hat also auch von sich sehr erhebliche Zugeständnisse gemacht, und wir fürchten fast, daß die amtliche Auslegung, die aus den Abmachungen einen großen Erfolg herausliest, in der deutschen Oeffentlichkeit nur geringes Verständnis finden wird. Was sagt Oberschlesien znm Ergebnis von Gens? (Geteilte Meinung. G le iw i h, 26. Ian. (TA.l Die deutsche Min- derheitenprelle in Ostoberschlesien und ein Teil der westoberschlesischen Zeitungen kamr erst am Montagmitlag zu dem Ergebnis der Genfer Ratstagung Stellung nehmen. Der „Oberschlesische Kurier" in Königshütte erklärt, der einzige Wert der Entscheidung bestehe darin, daß die polnische Regierung noch vor der Maitagung darüber Bericht zu erstatten habe, welche Schritte unternommen worden seien, um das herrschende System von Grund auf -u ändern. Die deutsche Minderheit könne mit der Genfer Formel zunächst zufrieden sein. — Die „Kattowiher Zeitung" schreibt, was den Geist der Entschließung und die Deutlichkeit der Sprache betreffe, so sei die Entscheidung Oie Oase Kusra von italienischen Truppen besetzt. R o m, 26. Ian (TU.) Die italienischen Äolonial- truppen haben nach heftigen Kämpfen die Oase Kusra, den wichtig st en Stützpunkt der Senoussi, besetzt und am 24.Januar die italienische Flagge in Et Tag gehißt. Die Kufra umfaßt ein Gebiet von etwa 55 000 Quadratkilometer. Ihr Mittelpunkt ist etwa 800 Kilometer südlich der Lydischen Küste gelegen. Bei dem Gefecht mit den Aufständischen haben die Italiener zwei Leutnants und zwei Askaris verloren, 16 Askaris sind verwundet worden. Der Gegner hat auf dem Schlachtfeld 100 Tote, dreizehn Gefangene, 100 Gewehre und zahlreiche Munition zurückgelafjen. Der Vormarsch der geeignet, das erschütterte Vertrauen der Min- l verheilen zum Völkerbund wiederherzustellen. Der Rat habe ein großes Maß von Ver- -BUND 8 Uhr pünktlich, Neue Aull ibend nzoldt m Werken haben bli in zwei Plllzu Gutscheines Wr. t aus ce« . melierte Platzkarten in de inülglliiir Karten zn L"1 '!>■ n Ausweis im UniverM'* gelirter Werke !. 9(ntdfl erdet. | Verkäufe frisch etngetronen: n.SchelHischo.K. ä Pfund 35 'Bf. [0195 Feige.Sonncnstr.t» | Kautqesuche | Junge, remr. franz. Dogge zu kauf, gesucht. Schr. Angebote mit PretZ i u.0480 an d Gn. 8lii». Gebr. piano geg. Kaste a. kauf. ges. Schrutl. Angeb. mit. 0483 an d. Gieß. Anz. „ 2. „ 3. Lärche 2. bis 4. Laden in bester Geschäftslage Gießens, auch als Zigarrengeschäst >ehr geeignet, sofort au vermieten. Schr. Angebote unter 04 )2 an den Gien An;. | Mietgesuche Suche lür somit 2-3-Zinnner-Wobnun Mietlierechtiflunas- schemvorh.Schr.An- geb. u.0481 g. d. G. A. 2 Zimmer und Küche oder Notwokmg. gef. Hartmann, 0494 Tdeblgatr. 861. Äufobesitzek können ihre Wa^e« biUigst unterstellen. Groß-Garage am Aulwcg Grone, flcfitlonene 2Laschpläve. Wagenpflege. Tel. 424<». 17110) Gutes K avier A. btll.Leihpr. a. othl Ludwlflitr 40 I,, L, Wer beteiligt eich m. 1000038t an einem '.» cudnu? 3-Zimm -Wounumr. Schriftt. An geb. unt. 04,8 an d. Gien. Ain-. Schöne sci.w. Kate in gute Hände ak>An b- Mg nichtl-e'S-« unter bet CßotnuäU i« nicht rar eine d gleichzeitig bestimm RunbM auszuklüren, uno tarische Bedeutung ( einige Korrekturen Ser Kriegsschuldsors läuternden Prolog,li hebt, wurde der 2.0: vlhung der Filmstru Mivärtigen Amte, nahmen, zur 2orsu freigegeben un seinen Laus durch di DaS, was der Fu gewiltcrlchwcr der Dalkankrise na brütete. War doch nerivn von Dvsni Oesterrcich-Kngarn LmgSlust" in ge burger Kreisen all« Minister Jswols serbischen Ges willige gegen bcn wurden. Log z. 3. Michael €1 als Freiwillige ein. Ministers bildete ge des Dumapräsidenti serbisches Kom fltW wurde. 3n de Anastasia und M spönnen, die schliehl ten. Der Auhenmini der Deschung der sammenkunst mit 2 ber sich für getäufd matischen und in 5j leidigungen gc Aehrenthal, l Aast in Petersbun Derkehr mit dem ' abbrach. Der erst stenberg, der nachmt ter in Madrid, sah Stveiten Staatssekret russischen Dotschastei M zum Duel M^hronsolge^! Der Zerg -bon ZrieSrich 6, U„5mm5euer des 2?a ?on Dort Said, jg pS prallen auf \ treffen dieD 50RtnS^eii s&S tej4ite^ den L.^^'ten ^'lenöen r,to. *ki auf LSD l^auefcn9 $i,aniKi?cllü£ ^Qn9obäuL •mn,e(. * vaL dick?7 *n ©arf, ?Quetn (rfSNen ?Ou9ainhin- die 2'lischenÄ^ D^ ^werb- Uh 'nd ?9QÜnen Lbleret Atz W una außer „He,,. "tP.ek«-6'2 arten r am 4.A-. ^J^^räcb*- SN 131- <6 iS««86' 3 5 9 5 1 nt 18- ge. 5D lw litt imcn eige« 575D • am Be« MS ltags« ; cer« Lecker iL lböl, frff- Ufrn ©ebr. piano iw. Safte* fautflcf. £d)ttiil.«iwb. um, Man ö.WieMim. dünne, xtinx. han^. Dogge Aulauf.flehtdit.edir, Üiifleboie mit i*tei$ । u.OMonb Wr-Hu.a. 2.RL, t. H, Kl-, B/Mtli» auterbalicn uitaul geludn.'Sihr.änncb. mu Pms unb vc 'i- jnbali imt. >48u cn den Mer, fln*. cxb. Hiihnerauien WanenHornb neu I beiehmi reiiloboiuQ | m den battnädmii. \ .fällen löblich" »>". , tifnr.innerb. HU INW-W erbäHL nur.^ Drogerie W. Mbln er Nacht.. Sellerswega- g^KÖT*8® iluMüniitln«eW* Llxai'.lrnmll.''Ume« leaenüeiicn.Ü)eiudi» 5nnNt»S£ ! Hingen. Ueberroad» . und ermmlun < I s«-"S tiSSS® Sl»i. flcrält, I , i.fH Srultier, muslvlhiei! S«*»^S55 ^»iilicnaniE l ,niauefrnu.$ ?n'iej. uni. 7O9T1.. an eine'" S'.W? «nrttb-i”11 s*hJEE -'4 S?-4 SÄ-JÄ3 ÄulobeU SS 7-^ Mfff* JgFiiss. »l* GiiTäiterefl Neil nj* »um ' ütbt. obtx (nairr ln*pei*lK <6tlhL In'.tbi't <9»e,e. Wnjgtft eibtt. I Verkäufe J driitpeinflenotjen: LMkkil äien zu lassen, dos die Welt in Flammen, Blut und Elend stürzte, und dessen Folgen noch auf allen lasten, die die Katastrophe überlebt hoben. Der Richard-Oswald-Film will uns ohne Beschönigungen und ohne überflüssige Sensation zeigen, wie sich das Schicksal in den Kabinetten Aujammenbraute. Die Staatsmänner jener Tage leben vor uns auf, und wir sehen, wie politische Jntriguem Irrtümer und verbrecherischer Leichtsinn den Sieg übet die Vernunft und den guten Willen davon tragen. 2lm Beginne tönt der verhängnisvolle Schuh der Verschwörer in Sarajewo, der das österreichisch-ungarische Thronfolgerpaar tötet. Die Bluttat ruft unbeschreibliche Erregung hervor und das Kriegsgespenst schreckt die Kabinette aus ihrer trügerischen Ruhe. Run sehen wir in künstlerisch zusammengestellten Bildern, die sich auf historisch begründeten Tatsachen aufbauen, ein weltgeschichtliches Geschehen, das uns erschüttert, w i r sehen, wie der Weltkrieg entstand und wir erkennen, dah nicht Deutschland die Schuld am Weltdrama 1914 trug, noch tragen konnte. Trotzdem der Film sich streng an die Ergebnisse der Kriegssorschung hält, war er anfänglich wegen der Verzeichnung einiger Szenen vom Auswärtigen Amt beanstandet und infolgedessen von der Filmprüsstelle zur öffentlichen Vorführung nicht freigegeben worden. Das Verbot war unter der Voraussetzung erfolgt, dah dieser Film ja nicht nur eine künstlerische Schöpfung, sondern gleichzeitig bestimmt sei, die breite Öffentlichkeit des In- und Auslandes über die Kriegsursachen aufzuklären, und dah ihm deshalb eine dokumentarische Bedeutung zuzusprechen sei. Nachdem nun einige Korrekturen vorgenommen und nachdem der Kriegsschuldforscher Dr. Fischer einen erläuternden Prolog spricht bevor sich der Vorhang hebt, wurde der Tonfilm 1914 in einer erneuten Sitzung der Filmprüfstelle, an der Vertreter des Auswärtigen Amtes und Sachverständige teil- nahmen, zur Vorführung auch für Jugendliche freigegeben und wird nun binnen kurzem seinen Lauf durch die Welt nehmen. Das, was der Film nicht zeigen kann, ist d i e gewitters chw^re Atmosphäre, die feit der Dalkankrise namentlich über Ruhland brütete. War dach schon 1908, nach der Annexion von Bosnien und Herzegowina durch Oesterreich-Ungarn die Kriegsstimmung, ja die „Kriegslast" in gewissen einfluhreichen Petersburger Kreisen allgemein. Der damalige Auhen- minister Iswols ky lieh es zu, dah in der serbischen Gesandtschaft Kriegsfreiwillige gegen Oesterreich angeworben wurden. Sogar Reichsratsmitglieder, wie z. B. Michael Etachowitsch, schreiben sich als Freiwillige ein. Die Gemahlin des Außen- ministers bildete gemeinsam mit der Gemahlin des Dumapräsidenten Chomjakow ein prose r b i s ch e s Komitee, in dem zum Kriege gehetzt wurde. In den Salons der Grohfürstinnen Anastasia und Miliha wurden Intriguen gesponnen, die schließlich auch den Zaren umgarnten. Der Auhenminister Iswolsky, der in Duchlau, der Besitzung des Grasen Derchtold, eine Zusammenkunft mit Aehrenthal gehabt hatte, und der sich für getäuscht hielt, erging sich in diplomatischen und in Hofkreisen in so schweren Beleidigungen gegen die Person des Grasen Aehrenthal, dah die österreichische Botschaft in Petersburg den diplomatischen direkten Verkehr mit dem russischen Außenministerium ab brach. Der erste Botschaftsrat Prinz Für- ftenberg, der nachmalige österreichische Botschafter in Madrid, sah sich sogar gezwungen, den zweiten Staatssekretär Iswolskys, den späteren russischen Botschafter in Konstantinopel, Tscha- rykow, zum Duell z u fordern. Der serbische Thronfolger (damals noch Prinz Georg) kam nach Petersburg, um die Unterstützung Rußlands gegen Oesterreich-Ungarn zu erlangen. Er wurde von der Kricgspartei (unter Großfürst Rikolai Rikolajewitsch) mit Jubel empfangen, aber der Zar erteilte ihm eine kalte Dusche, er konnte nur mit der Versicherung heimkehren, dah Rußland ein warmes Herz für Serbien habe und daß man über den serbischen Interessen wachen werde. Als Ordensauszeichnung wurde ihm nur der Stanislaus- Orden erster Klasse, d. h. nur ein besserer Deamtenorden, erteilt. H-s begann damals auch die Zeit, wo d ie Abordnungen österreichischer Slawen nach Petersburg zu pilgern begannen, trotz der Mißstimmung der österreichisch-ungarischen Botschaft im Außenministerium empfangen und wie es schien, in ihren damals sicher landesverräterischen Absichten mit Rat und Geld gefördert wurden. Der Dumaabgeordnete Gras Bo brinsky schürte unter den Ruthenen, der russische Gesandte in Belgrad zeigte sich den großserbischen Plänen auf Kosten Oesterreichs nur zu geneigt und dürste wohl auch über die Pläne der „Schwarzen Hand" unterrichtet gewesen sein. Oesterreich sah sich in seinen Fundamenten bedroht. Im offiziösen Wiener Fremdenblatt erschien ein vom Ballhaus-Plah inspirierter Artikel unter der Überschrift „Hände weg von unserer Tür", gleichzeitig machte der Botschafter von seinem Vorrecht Gebrauch, über den Kopf des Außenministers hinweg beim Zaren persönlich vorstellig zu werden. Die russische Presse, voran die „Rowoje Wremja", tobte. Bald richtete sich die Hetze weniger gegen Oesterreich-Ungarn als gegen Deutschland. Die deutsche Botschaft versuchte in der Öffentlichkeit Sympathie zu erwerben, sie hatte aber darin recht wenig Geschick und machte sich, ohne es zu beabsichtigen, einflußreiche Feinde. Zu einem großen Empfang an des Kaisers Geburtstag waren z. B. hervorragende russische Journalisten, Professoren usw. eingeladen. Bei der offiziellen Cour wurde ihnen aber bedeutet, dah sie erst später den Saal betreten dürften, da sie ja nicht hoffähig seien, inzwischen aber stände ihnen das Büfett zur Verfügung. Die Folge war, dah die Herren sofort die Botschaft verliehen, da sie nicht gewohnt seien, als Gäste zweiter Klasse behandelt zu werden. Es kamen noch andere Mißstimmungen gesellschaftlicher Art hinzu. 3m Salon eines russischen Aristokraten hatte der englische Botschaftsrat in einer privaten Gesellschaft einer Dame gegenüber nicht beleidigend. aber doch abfällig-über Kaiser Wilhelm gesprochen. Die Aeuherung war vom Bayerischen Gesandten Grafen Moy gehört worden, der sie dem Botschafter Grafen Pourtales meldete. Run wurde eine Staatsaktion daraus gemacht. Das Auswärtige Amt forderte die Abberufung des englischen Botschaftsrats, die auch... aber mit Beförderung, erfolgte. Die russische Gesellschaft nahm diesen Vorfall sehr übel auf. Das sind natürlich Kleinigkeiten, aber bei der russischen Psychologie haben gerade Kleinigkeiten und Radelstiche politische Bedeutung. Diese Kleinigkeiten dürfen aber nicht die Tatsache verdunkeln, dah der deutsche Botschafter Graf Pourtales sich stets ernstlich bemühte, die finsteren Wolken, die sich am politischen Horizonte zusammenballten, durch seine Unterhaltungen mit Sassonow zu zerstreuen. Seiner Intervention ist es zu verdanken, dah d i e Dalkankrise befriedigend beigelegt wurde. 1911 und 1912 durfte man glauben, dah es dem Botschafter, namentlich nach dem Besuche Kaiser Wilhelms beim Zaren in den finnländischen Wassern gelungen war, einen Stimmungsumschwung in den leitenden Kreisen Ruhlands herbeizuführen. Und Zar Rikolaus 11. sprach Graf Pourtales bei verschiedenen Gelegenheiten seine Anerkennung aus. Aber im Außenministerium an der Sängerbrücke 0er Bergmann der Gee. Von Friedrich Schnack z. Z. Madagaskar. 3m Feuer des Rachmittags funkelt der Hafen von Port Said. Die Strahlen der ägyptischen Sonne prallen auf die heißen Metallteile der Schiffe, treffen die Decks und überblenden weithin die Spiegelfläche des Hafenwassers. 3m Schatten des Schiffsrumpfs, der seine für die Weiterreise im Indischen Ozean nötige Kohlenladung in seinem weiten Bauch eingeschlungen hat, kreuzen die Toote der Hafenmatroien und der Kaufleute aus Port Said. Arabische Männer rudern Berge grüner Melonen heran, deren Fleisch so köstlich mundet: die Gärtner kommen mit ihren Gemüsen, Bananen, Mandarinen: Spezereihändler eröffnen in ihren Booten Kramläden voller Süßigkeiten, Krokant, türkischen Honig und Rahat Loukhum, die Haremsnäscherei, die nirgends so gut schmeckt wie in Konstantinopel, Paris und Berlin, Teppich- Händler entbreiten mit einladender Geste unter den Augen der an der Reeling lehnenden, nach Abessinien, Ostafrika, Madagaskar und Mauritius reisenden Fahrgästen ihre gewebten Schätze. Geschrei auf allen Seiten. Krane rasseln, Ketten klirren, tausend Säcke, Ballen, Kisten werden in die Laderäume hinabgeschwungen. Signale schrillen, Motorboote kommen gehetzt, ihre Kiele pflügen die grünblaue Flut: die Wellen schwappen und schaukeln: im Vordergrund des heftig bewegten Bildes zeichnet sich die grellübergossene Hafenstadt in den afrikanischen Himmel. Die Palmenstraße blitzt: die Mangobäume in Gärten und Anlagen sind dunkel und dichtbelaubt: die Flammenbäume, die purpur- blühenden Mimosen lodern prächtig: über die Mauern schlagen die Ranken der dunkelvioletten Dougainvilliasträucher: geheimnisvolles Leben durchlärmt die Stadt der Seidenhändler, der Juweliere, der Zigarettenläden, der japanischen, orientalischen und indischen Importeure, die das Kunstgewerbe vieler seltsamer Länder in ihren Magazinen aufgehäuft haben. Arabien, China, Aegvpten, Afrika, Europa, Indien, Kleinaiien haben sich in dieser heißen, farbigen und anreizenden Stadt etngefunben, und alle die braunen, weihen, gelben, dunkeln, schwarzen Menschen leben vom Schiffsverkehr der Welt, der seine Linien durch das blaue, heitere Mittelmeer zieht, und durch den Suezkanal, das Rote Meer und den Indischen Ozean hinaus und herein. Auch der ärmste Teufel nährt sich hier vom Meer, den Schiffen, Lasten und Plackereien, und wenn es von nichts anderem wäre, als von ein wenig Abfall der schwimmenden Hotels, die hier ankern, ehe sie Weiterreisen. 3m Gedränge der Frucht- und Spezereibvote, den Stickereien auf Seide mit Moscheen und Palmen, den Decken voller Göttesgestalten von Goldfäden, den starren Sphinxen und braunen Söhnen Äthiopiens, von kunstvoller Hand auf blauen und wüstengelben Grund geschlagen, zwischen den Kähnen der roten Teppiche und Fez?, den großen Seidentüchern mit langen Fransen in allen Farben, bestimmt für schöne, schlanke Frauen, liegt ein unansehnliches schmutziges Boot, das nichts anzubieten hat, in dem kein Kunstgewerbe prangt. Seine Ladung ist naß und schwarz, und doch mag sie an Wert manches Seidentuch aufwiegen — es sind schmutziger Kohlengries und wassertriefende Kohlen- brocken, teures Heizmaterial in Port Said. Ein Mann in Fetzen beugt sich stehend über die Spitze des Bootes, seine Hand faßt vorsichtig ein durchnäßtes. in die Tiefe hängendes Tau. Fühlend hält er es, dem leisesten Zucken von untenher nach- gebenö. Fischt er? Ein jäher Ruck reißt an seiner Hand, er stemmt sich gegen den Zug, zwei Sekunden vergehen, plötzlich schnellt aus der Tiefe ein dunkler Körper empor, cm Halbneger. Sein krausgelockter, schwarzer Schädel durchstößt den Wasserspiegel. Prustend wie ein Seehund speit er Wasser. Ein Taucher, breitschulterig und mit Muskeln bepackt. Heber seine bloße Brust rinnt das verunreinigte Haferwasser. Mächtig arbeiten die Lungen. Der Bootsgefährte zieht nun das Seil herauf: an ihm hängt ein Reh, aus Draht geflochten: er zieht es ins Boot. Es ist gefüllt mit Kohle. Dio nassen Brocken kollern über die Bänke. Verlorene Schiffskohle ist es, beim Bekohlen der Dampfer von den Leichtem abgerutscht und zugrund gegangen. Aber der Taucher, der Bergmann der See, holt sie wieder herauf. Eine schwere Arbeit, doch ein guter Einfall. Die schwarzen Brocken bringen Geld in Port Said, der Stadt ohne Brennholz und Kohle. Der Taucher, noch immer am Bug des Bootes hängend, füllt erneut feine Lungen mit Lust, sich für die Tiefe rüstend. Das leere Reh flirrt über Bord und versinkt. An der rechten Hand, unterhalb des Knöchels, trägt der Reger eine schmale Eisenkette, wie ein Armband. Daran hängt eine dauerten die 3ntrigucn an. 3 swolsky schürte auch in Paris. Französische Generalstäbler trafen inkognito aber auch amtlich in Petersburg ein und die ..Rowoje Wremja" fuhr in ihrer Deutschenhehe fort. Sie hatte die Großfürsten und die Kriegspartei hinter sich. Wiederholt wurde Pourtales wegen der Haltung der russischen Presse, die die Atmosphäre vergiftete, vorstellig. Er wurde aber mit höflichen Worten abgespeist. Die politische Atmosphäre verdichtete sich immer mehr. Bekannt ist die verhängnisvolle Rolle, die Iswolsky als Botschafter in Paris spielte. Der Tonfilm 1914 kann sie uns nur aus den Gesprächen des französischen Botschafters Paleologue ahnen lassen. Frankreich gewährte Rußland eine große Anleihe nur unter der Bedingung des Ausbaues der ft rate«* gischen Bahnen in Pole n. um eine Mobilisation gegen Deutschland zu beschleunigen. Am 12. März 1914 erschien in der Petersburger Dör- senzeitung ein Artikel des Äricgsminiftere Such o m l i n o w in dem es hieß: ..Rußland will zwar den Frieden, ist aber zum Kriege bereit!" In Frankreich hatte man von diesem Artikel vor feinem Erscheinen in Petersburg Kenntnis. Der russische Mobilisationsbefehl, der dem Zaren abgerungen wurde, gab das Signal zum Weltkrieg. Die Katastrophe brach über die Menschheit herein, es war keiner da. der sie abwenden konnte. Das Schicksal nahm seinen Laus! Die rote Gefahr. Amerika und das russische Problem. — Zwiespältige Gefühle in USA. Von unserem A. G. A.-Berichterstaiier. Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Reuyork, Januar 1931. Wer heute eine der großen amerikanischen Zeitungen zur Hand nimmt oder eine seriöse Zeitschrift aufschlägt, kann mit ziemlicher Sicherheit darauf rechnen, dah ihm von irgendeiner Seite ein ähnlich wieder dieser Aufsatz betitelter Artikel über das fünfjährige Arbeits- Programm der Sowjets ins Aizge springt. Wenn nicht, so flattert doch zumindest ein Entchen auf: heute ist's eine Meuterei der „R oten Arme e", morgen das Gerücht von der Ermordung Stalins, ein andermal ist Litwinow mit knapper Rot der Kugel des Attentäters entronnen. Dazu kommt ein Interview ums andere wie etwa das mit dem Reuyorker Kongreßabgeord- neten Hamilton Fish, der an der Spitze eines mit der „Untersuchung" kommunistischer Propaganda in den Vereinigten Staaten befaßten Kon- greßausschusses steht und entdeckt haben will, daß d i e Zahl der Kommunisten in den Vereinigten Staaten seit 1925, „als dem Iustizamte die Macht genommen wurde, gegen die revolutionäre Tätigkeit der Roten vorzugehen" — d. h. feit Aushebung der im Kriege eingeführten berüchtigten Spionagegesehe — auf eine halbe Million angewochsrn i st. Staatssekretär Stimson läßt mitteilen, daß die Washingtoner Regierung Rußland noch heute ebenso wie zu Zeiten seines Amtsvorgängers Hughes als ein „wirtschaftliches Vacuum" betrachte und an Anerkennung des derzeitigen dortigen Regimes erst dann denke, wenn Moskau sich zur Entschädigung der Amerikaner für ihr in der Revolution konfisziertes Eigentum bereit erklärt. Vizepräsident Matthew Woll von der Amerikanischen Arbeiter- Föderation — dem Großverbande der amerikanischen Gewerkschaften — braucht sich nicht ganz so diplomatisch auszudrücken, wie Herr Stimson, und erklärt front und frei, dem „russischen Regime hafte etwas an, was es den Vereinigten Staaten zur Unmöglichkeit mache, mit ihm die sonst zwischen Rationen üblichen freundschaftlichen Beziehungen zu unterhalten". Das Schatzamt erläßt Verordnungen zur Auslegung des neuen Zollgesetzes. die trotz aller regierungsseitigen Dementis auf nichts anderes abzielen als ein Einfuhrverbot auf russische Erzeugnisse. Der Importeur hat den Rachweis zu erbringen, daß die Einfuhrgüter oder die dazu verwandten Rohstoffe nicht — auch nicht teilweise — durch Sträflings- oder Zwangsarbeit gewonnen oder hergestellt wurden. Die Entscheidung darüber, ob die Ware absolut stubenrein ist, liegt bei den diversen Zollkommissaren. Von diesen hochmögenden Beamten hängt es ab, ob eine Schiffsladung Bauholz, Manganerz usw. aus Rußland in einem amerikanischen Hafen gelöscht werden kann oder nicht. Und dieser Rachweis muß auf Antrag irgendeines gänzlich Unbeteiligten erbracht werden, er braucht nur runde Metallscheibe, handgroß, sein Grabgerät. Er hat es, dank der Armbandkette, immer zur Hand. Er blickt noch einmal auf mit seinem wilden Regergesicht und geht unter. Den Glanz des Hafens über sich zurücklassend, die Toote mit ihren farbigen Teppichen und Stoffen, das verworrene Geschrei und die flimmernde Stadt unter dem Himmel, schnellt er sich mit fischhafter Eile hinunter in sein Kohlenbergwerk unter der See. Wasserumspült, von Fischen umhuscht, vergeht in seinem Gedächtnis das Leben oben in der Meeresluft wie eine Fata Morgana. Dumpf strebt und tastet er nach der Dunkelheit und Schwätze, die sich ausbreitet. Kohlen! Kohlen! denkt er. Der ungeheure Druck des Wassers lastet auf ihm wie das Gewicht eines gläsernen Hauses. In einer Tiefe von acht bis zwölf Meter stemmt er die Füße in den Schlick und Sand des Bodens, indes er das Leitseil um seine Knie schlingt und die Lippen zusammenpreht. Gleich einem erfolgreichen Aladin taucht er ein in den Garten der Tiefe, dessen Grund schwarz, hart und fruchtbar ist: Kohlen! Kohlen. Voll rasender Hast haut er die Cisenscheibe in den lagernden Abfall und Schutt, gräbt, packt, schmeißt, wühlt und wälzt ins Reh, was ihm an Hartem unter die Finger kommt, aberntend so das überflutete Kohlenseld. Schnell! Schon braust das Blut, saust das Wasser, dröhnt über ihm der fliehende Schotten des Schiffskiels. Trüb und aschig quillt der aufgerührte Schlamm des Mce- resackers um sein Gesicht, als hätte ein Tintenfisch sich entleert. Der nackte Gräber und Bergmann erkennt nicht mehr, was er olles zusammenrofst. Ist es die kostbare Schiffskohle oder nur wertlose Schlacke, die man oben sogleich wieder ins Wasser wirst, wenn sein Reh angelommen ist. Das Wasser preßt ihn mit stählerner Wucht. Rasch! Rasch! Fast zwei Minuten ist er wohl schon bei der Arbeit. Er kann nicht mehr. Mit letzter Kraft zerrt er am Leitseil und schnellt sich ab. Er steigt, gewinnt Höhe, schluckt Wasser. Durch den grünen, salzigen Schwall fährt er an seinem Förderseil empor und wasserspeiend hinein in die blaue Flamme des Lichts, das über der See tanzt, hinein in das Geschrei der Seidenhändler und in das Kettenrasseln der Weltschiffe, und seine schwarze Ernte folgt ihm nach, gute, feste Schiffskohle aus England, das sich in seiner Vorstellung schwarz malt und speckig, wie ein riesiges Kohlenbergwerk für die Dampfer auf allen sieben Meeren.,» Protest zu erheben oder eine Vermutung zu äußern. Gegen die Zulassung von Einfuhrgut aus anderen Ländern als Rußland auf Grund derselben Befürchtung — nämlich, daß es sich um Zwangs« oder Sträslingsorbeit handle — ist bisher kein Einwand erhoben worden. Diese Panik ist zum größten Teil auf die zahlreichen in letzter Zeit in der amerikanischen Presse veröffentlichten eingehenden Berichte über die bisher von den Sowjets in der Durchführung des Moskauer „Fünfjähre - Plans" gemachten Fortschritte zurückzuführen. An erster Stelle stehen die „Rcw Pork Times" und die gleichfalls hier erscheinende „Cvening Post". Das letztgenannte Blatt ist beim achtzehnten einer Dior» undzwonzig Artikel umfassenden Serie seines Berliner Berichterstatters Hubert R. Knickerbocker angelangt, der in dieser Schriftfolge seine auf zwei Monate langen Reisen durch Rußland gemachten Beobachtungen niederlegt. Ob der Gesamttitel, den die Serie trägt, „The Red Menace“ (Die rote Gefahr), auf den Korrespondenten selbst oder auf die Einstellung der hiesigen Redaktion zurückzuführen ist. sei dahingestellt: aber der vorurteilslose Leser wird zugeben, dah Herr Knickerbocker die Errungenschaften der Russen ebenso unterstreicht wie ihre Fehlschläge, die über das Programm hinausgehenden Fortschritte ebenso wie die Rückstände, daß er die Möglichkeit der Durchführung dieses gigantischen Planes wenigstens in seinen bedeutungsvollsten Phasen keineswegs pessimistisch betrachtet, und daß sein nicht selten zum Durchbruch kommender Enthusiasmus von der Mehrheit der an der Verwirklichung des Planes arbeiteirden tausend und mehr amerikanischen Ingenieure geteilt wird. 3n der Reuyorker „Times" ist es Edwin L. James, der Leiter der europäischen Bureaus dieser größten aller amerikanischen Tageszeitungen, der mit einer Artikelserie von auhengewöhn- lichem Interesse auftoartet. Auch er gibt, wenn auch nicht ganz ohne Widerstreben, zu, daß tm Osten Europas ein Werk im Gange ift, das der Aufmerksamkeit der ganzen übrigen Welt wert ist. „Es ist durchaus wahr", schreibt James, „daß Rußland eines in weiter Ferne liegenden Tages imstande sein wird, auf industriellem Gebiete mit den Vereinigten Staaten z u konkurrieren. Auf dem der Landwirtschaft zeigt es schon heute, daß es dazu imstande ist. Und das Problem wird nicht etwa damit gelost, daß man den Zusammenbruch des Kreml-Regimes im nächsten Jahre prophezeit." Walter Dura n t y, der ständige Moskauer Korrespondent derselben Zeitung, schickt regelmäßig Berichte über den „ Fünfjahre-Plan", denen man auch kaum nachsagen könnte, dah sie von Pessimismus angekränkelt wären. Was allerdings, nebenbei bemerkt, die Redaktion dieses Blattes keineswegs davon abhält, in ihren Leitartikeln den unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch der Planes vorauszusagen.. „es fällt schwer, sich vor- 34 Millionen Telephone in der Wett- Eine englische Zeitung bringt eine Weltstatistik der Telephone, deren Zahlen auf einer Aufnahme vom Ende Dezember 1929 beruhen. Danach betrug am 31. Dezember 1929 die Zahl der Telephone rund 34 400 000, fast 1,75 Millionen mehr als 1928. Die meisten Telephone besitzen die Vereinigten Staaten von Rordamerika. nämlich 16,9 auf 100 Einwohner. Danach folgt Kanada mit 14,4, Dänemark mit 9.4, Schweden mit 8,3, Rorwegen mit 6.6, die Schweiz mit 6,5. Deutschland mit 5, England mit 4,2, die Riederlande mit 3.7, Finnland mit 3,4, Oesterreich mit 3,2, Belgien mit 3,2, Frankreich mit 2,6 und Argentinien mit 2,4 auf 100 Einwohner. Die telephonreichste Stadt der Welt ist Reuyork mit 1811410: während die verhältnismäßig meisten Telephone auf der Erde San Franzisko besitzt, wo von 100 Einwohnern 34 Telephone haben. Der bedauernswerte Einbrecher. Ein Einbrecher namens Gustave Beaunevielle, der dieser Tage vor einem Pariser Gericht wegen versuchter Beraubung und Körperverletzung zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, hatte das Pech gehabt, sich ein sehr ungeeignetes ..Opfer" auszumachen. Die Ueberfallene, Frau G. Tronicher, gab als Zeugin eine ausführliche Schilderung des Vorfalls. Sie schlief ruhig und friedlich in ihrem Zimmer in einem Hotel in der Rächt des 18. Dezembers, als sie von dem Angeklagten aufgeweckt wurde, der sagte: „Geld her!" Sie sprang sofort aus dem Bett und griff den Einbrecher an. Gustave versetzte ihr einen heftigen Schlag und machte ernsthafte Anstrengungen, sie zu erwürgen, aber sie hinderte ihn daran, indem sie ihm ein großes Stück Fleisch aus dem Arm biß. Dann ging sie zum Angriff über, und zwar mit solcher Gewalt, daß der „schwere Junge" bald völlig außer Gefecht gesetzt war. Die streitbare Dome ließ ihn bewußtes liegen und holte einige Polizisten herbei, die ihn forttrugen. Die Verletzungen der Dame waren nicht so ernsthafter Ratur. als daß sie ihre Berufstätigkeit hätte aussetzen müssen: sie tritt nämlich als Ringkämpferin in einem Zirkus auf, -ustellen, daß eine industrielle Rekorderzeugung im Schatten der Todesstrafe möglich ist." 2tun, die in den russischen Industriemittelpunkten tätigen amerikanischen Ingenieure, mit denen Herr Knickerbocker zusammentraf, scheinen diesen „Schatten" wenig zu fürchten. Präsident Hoover ist natürlich daran gelegen, einen Handelskonflikt mit den Sowjets zu vermeiden und keine Störung der für das amerikanisch« Geschäft so günstigen wirtschaftlichen De- Ziehungen zu Rußland aufkommen zu lassen. Daß ihre Erhaltung der Muhe wert ist, dafür dürften schon die letzten vorliegenden Ziffern über den gegenseitigen Handel genügend Beweis liefern: vom Oktober 1929 bis März 1930 haben die Vereinigten Staaten für 64 000 000 Dollar Exportgüter nach Rußland verschickt, die Einfuhr von dort belief sich auf rund 10 000 000 Dollar. 2lber Herr Hoover kann kaum hoffen, daß Rußland auf die Dauer derselbe gute Kunde bleibt, wenn seine Regierung der russischen Einfuhr alle möglichen Hindernisse in den Weg legt. Dabei sind einigen Amerikanern die gegen Moskau errichteten Schranken noch lange nicht hoch genug. Sie bestehen auf gänzlichem Verbot jeder Einfuhr, unter Heranziehung des so bequemen Sttäflings- und Zwangsarbeits-Paragraphen. Sie bedienen sich jedes nur erdenklichen Qlrgumc ts zur Anrufung des Durchschnit s-Amerikaners, seines Geldbeutels, seiner Moral, seiner Ideen von Familie und seines Patriotismus. Die Leute, denen das Wort Sowjet und alles, was damit zusammenhängt, dasselbe ist wie das rote Tuch dem Stier, verlangen Schuh nicht nur gegen das „Dumping" russischer Waren und Werkstoffe, die von ihnen gedachte Schuhmauer muh auch hoch genug sein, um jede russische „Propaganda" fernzuhalten. Sie verlangen tatsächlich, daß das ganze russische Problem durch Gesetze aus der Welt — wenigstens der amerikanischen — geschafft werde. Was allerdings kaum zu machen ist. Ob Rußland mit seinen ungeheuren Plänen Erfolg hat oder nicht, hängt von den Russen ab, nicht von Gesehen, die der amerikanische Kongreß für Amerika erlassen mag. Wenn die Sache fehl- schlägt, darf Washington kaum behaupten, daß es hu dem Fiasko beigetragen habe, dennA m e r i k a leiht den Russen Ingenieure, Maschinen und alles, was sie brauchen. Gelingt sie, dann wird Amerika, genau so wie die ganze übrige Welt, sich einem wirklichen russischen Problem gegenubersehen, dos mit Einfuhrverboten nicht abgetan werden kann. Denn die Sowjet-Republiken werden vermöge ihres Handelsmonopols sich auf den Weltmärkten a l s Konkurrenten — nicht nur in Rohstoffen, auf die sich die russisch« Ausfuhr vorläufig zu beschränken hat, sondern auch in Fertigwaren— einstellen, mit denen das kapitalistische System der alten und neuen Welt nicht mehr in Wettbewerb zu treten imstande sein wird. Das ist das russische Problem in der Rußschale. Embargos lösen es nicht. So ergibt sich das merkwürdige Bild, daß die Vereinigten Staaten von Amerika einerseits und offiziell das russische Sowjetreich als nichtexistent überhaupt leugnen, mit ihm keine Beziehungen unterhalten und seine Waren auf das schärfste verfolgen. Auf der anderen Seite aber treiben diesel^n Vereinigten Staaten inoffiziell aber ganz öffenllich einen schwunghaften Han- d e l mit den Sowjetrussen, denen sic nach besten Kräften zum Gelingen des Experimentes des Fünfjahre-Plans helfen. Ob man meint, daß zuerst Europa und nicht Amerika die Folgen eines aus innerer Konsolidierung erwachsenden neuen sowjetrussischen Expansionsdranges zu spüren bekommen werde? Vielleicht irrt man sich ' darin Auch Amerika liegt nicht außer der Welt. Auch Amerika kann es nicht gleichgültig fein, was in Europa geschieht. 9Jl.-'fpOTt Spielvereinigung 1900 Gießen. Spielvereinigung 1900 (Liga) — JC. Frohnhausen (Liga) 4:0. Den Gästen war wenig Aussicht gegeben, den Plah als Sieger zu verlassen. Allgemein erwartete man die 1900er in Front, wenn auch nicht mit diesem verhältnismäßig hohen Ergebnis.^ Die Frohnhausener wehrten sich tapfer und hätten zumindestens das Ehrentor verdient. Der Sieg der Hiesigen war in der erreichten Höhe aber auch nicht unberechttgt, als die 1900er in Spielaufbau und besonders in der Zusammenarbeit zwischen Läuferreihe und Sturm Vorzügliches leistete, während daneben die Verteidigung immer reichlich und gefährlich weit aufrückte. Das war um so gefährlicher, als die Gäste verschiedene rasche Durchbrüche lieferten. Die Frohnhausener bedienten während der ersten Halbzeit ihre Flügel besonders stark und erhofften dadurch einigen Erfolg. Die Gießener Verteidigung war jedoch in guter Form und brachte des Gegners Aktionen immer wieder zum Stehen. Bieberaus abwechslungsreich und forsch setzte der Kampf ein, 1900 hotte Anstoß, rückte sofort vor das Gästetor und gab dem Torwart Arbeit, aber noch in der gleichen Minute lagen die Gäste vor dem Tor der Hiesigen und — warfen daneben. Während der ersten zehn Minuten zeigten beide Mannschaften eine blendende Form, die Spielhandlung brachte manchen spannenden Augenblick. der die Zuschauer in Atem hielt, aber leider flaute das so nach und nach ab und verlor sich in einein reiflich unproduktiven Feldspiel. Erst in der 20. Minute fiel der erste und einzige Treffer der ersten Halbzeit für 1900, der durch Adelberger vortrefflich placiert in der linken oberen Ecke landete. Die Gäste schufen auch verschiedentlich vor dem Tore des Plahbesitzcrs kritische Situationen, ließen aber doch die nötige Energie im Torschuß vermissen und vermochten anderseits die Verteidigung nicht zu überwinden. In der zweiten Halbzeit nahm, nachdem die Gießener sofort nach dem Anstoß einen zweiten Treffer erzielten, das Spiel an Schäle zu, ohne indessen auszuarten Die 1900er liehen noch manche sehr günsttge Gelegenheit, das Ergebnis noch höher zu gestalten, au8 und konnten erst kurz vor Schluß, während der letzten acht Minuten, noch zweimal den Tormann überwinden. Gießen mußte vorübergehend mit nur zehn Mann spielen, die Gäste konnten aber in dem Zci raum von 15 Minuten auch daraus keinen Vorteil ziehen. Der Schiedsrichter, Geisel (Alsfeld), hatte das Spiel jederzeit in der Hand und wirkte zu beiderseitiger Zufriedenheit. Spieloereinigung 1900 IV — Leihgestern 1 1:5 (1:2). Am Sonntag weilte die erste Mannschaft der Spielvereinigung Leihgestern zum fälligen Verbandsspiel in Gießen. Leihgestern spielte in der ersten Halbzeit gegen den Wind, konnte aber trotzdem überlegen spielen und dies in zwei Toren zum Ausdruck bringen, denen Gießen «in Tor entgegensetzen konnte. Nach der Halbzeit schuf Leihgestern mit weiteren drei Toren einen größeren Vorsprung, dem die Gießener nichts entgegenzusetzen hatten. Juaendwiele. 1900 1. Jugend — Fechenheim 03 1. Jugend 0:0. Leider tat der am Rachmittag einsetzende starke Regen dem Spiel großen Abbruch. Den trotzdem erschienenen etwa 100 Zuschauern wurde aber auf dem nassen, schlüpfrigen Boden ein wider Erwarten schönes und flottes Spiel vorgeführt. In mancher Beziehung waren die Gäste technisch überlegen, doch dies glich 1900 durch riesigen Eifer aus. In einem meist verteilten Feldspiel sah man aber auch recht schöne Angriffe, die aber nicht zu Erfolgen führten. Hier zeichnete sich besonders GießenS Torhüter aus, der in blendender Manier manch tätlichere Sache meisterte. Mit dem Schlußpfiff trennten sich die Mannschaften bei dem gerechten Resultat von 0:0. Die 3. Jugend stand im Pflichtspiel der 2. Jugend des VfD.-Gießen gegenüber und gewann nach teilweise überlegenem Spiel 4:0. Auf beiden Seiten konnten mehr Tore gemacht werden. Leicht war der Sieg nicht, denn der Gegner setzte sich mit aller Energie zur Wehr und trug manchen gefährlichen Angriff vor das Tor der Blau- weißen. Aber durch Pech und die Unentschlossenheit der Stürmer blieb das verdiente Ehrentor aus. Die Schüler holten in Garbenteich das vor 14 Tagen ausgefallene Pflichtspiel nach. Da sie nur mit 9 Mann die Reise machten, hatten sie wenig Aussicht auf Erfolg. Sie verloren das Spiel knapp 3:2. BfB.-Gießen. Daß der Wetzlarer Sportverein trotz seines bisherigen verhältnismäßig schlechten Abschneidens in den Verbandsspielen immer noch ein schwer zu schlagender Gegner ist, muhte die VfB.-Liga durch eine 0:2-Riederlage erfahren. Sie hatte den Gastgeber anscheinend weit unterschätzt, dessen unerwartet gutes und vor allen Dingen forsches Spiel allgemein überraschte. Die VfB.er dagegen enttäuschten sehr. Von ihrem in den letzten Spielen gezeigten Können und ihrem Kampfgeist sah man diesmal nur wenig. Trotz alledem war das Treffen nicht uninteressant, da die in rascher Folge wechselnden Angriffe eine Menge spannender Kampfmomente ergaben. Richt lange vor der Pause erzielte Wetzlar sein Führungstor. Die zweite Spielhälfte schien torlos zu verlaufen, als es den Einheimischen wenige Minuten vor Schluß dann doch noch gelang, das Resultat auf 2:0 zu erhöhen. Das Iugendlokaltreffen auf dem Waldfport- plah, Spielvereinigung 1900 Al — VfB. Al, konnten die 1900er mit 3:2 für sich entscheiden. Der VfB. mußte leider infolge plötzlicher Erkrankung eines Spielers das Treffen nur mit zehn Mann antreten und war außerdem gezwungen, für zwei im Abiturientenexamen stehende Spieler Ersatz einzustellen. Während der ersten Halbzeit war das Spiel verteilt und sah beide Parteien abwechselnd im Angriff. Während Spielvereinigung zweimal erfolgreich sein konnte, war es VfB. nur einmal. Rach dem Wechsel machte sich die zahlenmäßige älnterlegenheit der VfB.er stärker bemerkbar, so daß sie größtenteils in die Defensive zurückgedrängt wurden. Trotzdem vermochte die Spielvereinigung nur noch ein Tor zu erzielen, dem die Plahelf noch ein Gegentor entgegensetzen konnte. Das Spiel wurde beiderseits ruhig und fair durchgeführt. Die 3. Mannschaft des VfB. konnte das fällige Derbandsspiel gegen Garbenteich in Garbenteich mit 5:2 für sich entscheiden. * 1 Die Arbeit derZuaend-Iußbaü-Abtetlung der Ep elvereiniguna 1900 Die Spielvereinigung 1900 hielt vor einigen Tagen ihre Generalversammlung ab, in der u. a. auch ein Rückblick über die Arbeit der Jugend- Fuhballabteilung (Leiter Herr 03dnbran) gegeben wurde. Reben interessanten allgemeinen Ausführungen, die insbesondere das Verhältnis der erwachsenen Sportler zum Iugendsportler behandelten und manche recht wertvolle Anregungen gaben, brachte dieser Bericht auch einige Ziffern, die die große Aktivität der 2u- gendabteilungen des Vereins unter Beweis stellten. Aus einer Aufstellung seien nur folgende Ziffern entnommen: Die vier Jugend-Fußballmannschaften des Vereins (1., 2., 3. Jugend und eine Schülermannschast) lieferten im vergangenen Der- einsjahre insgesamt 105 Spiel«, davon waren 44 Pflicht- und 61 Gesellschaftsspiele. 46 wurden auf eigenem und 59 auf fremden Plätzen auS- getragen. Gewonnen wurden 55, unentschieden endeten 15, und verloren wurden 35 Spiele. Mit einem Torverhältnis von 219:121 stellten die Jugendlichen ansprechende Leistungen unter Beweis. Diese 105 Spiel« sind durchschnittlich von 55 Spielern an 42 Sonntagen bestritten worden. Daraus geht deutlich hervor, daß an die Jugend verhältnismäßig hohe Anforderungen gestellt wurden, denen sie sich aber sicherlich nicht ungern unterzogen hat. Einzelne Spieler haben sich kein Spiel ihrer Mannschaft entgehen lassen. So hat z. B. Lippert 40 Spiele hinter sich, Blum 34, Hart und Sauer je 33, Schmidt und Wenzel je 32, Reining und Bend« je 30 Spiele. Die Gegner der 1900er Jugend rekrutterten sich in der Hauptsache aus Mannschaften der 'Vereine ans den Bezirken Gießen, Wetzlar, Marburg, Butzbach, Friedberg, Weilburg und Grün- berg. Einzelne Spiel« wurden ausgetragen gegen Leverkusen-Köln, Groß-Auheim, FSV. Frankfurt, Siegen, Weidenau und Wiesbaden. Dem Verein dürfte es sicherlich nicht leicht gewesen sein, feinm Jugendlichen das Feld einer: so reichen Betätigung auch immer in finanzieller Hinsicht zu eröffnen. Es bedurfte hierzu zweifellos auch immer einiger QKännTt,-4>ie sich rückhaltlos in den Dienst der Sache stellten. Der Sportverein aber, der in diesem Maße die Jugendlichen zu körperlicher Betätigung heranzuziehen und zu halten vermag, wird seinen, wahren Zweck, Ertüchtigung derIugend, vollauf gerecht. Man kann mit dem Leiter der Jugend-Fuhballabteilung sagen, daß der Verein auf seine Jugend, und die Jugend auf ihrs Erfolge stolz sein kann. Hirschfeld wieder in Relordform. ■ MM Hirschseld - Allenstem, der vorzügliche deutsche Kugelstohmeister, zeigte sich beim großen Hallen» sportfest in Frankfurt nach seiner Verletzung wieder gänzlich hergestellt, warf die Kugel über 15,55 m und erreichte damit fast Rekordnähe. Die kleine Motette. Vornan von Paul Hain 29 Fortsetzung Nachdruck verboten Wördehosf unterbrach sie gelassen. „Du kannst dir alles erlauben, Rorma — und du tust cs ja auch. Ich jedenfalls verbiete dir nichts mehr. Aber wollen wir diese unerquickliche Auseinandersetzung abbrechen? Du siehst doch, daß du mich — mit deinem Privatausflug heute nicht aus der Fassung gebracht hastl Run behalte du sie bitte auch!" Rorma wollte eine heftige Erwiderung geben, aber Wördehosf winkte Dr. Römer und Bar- nowsky zu, die etwas aus der Steinbrüstung der kleinen Brücke unweit vom „Braunen Hirsch" saßen, während er mit Rorma ein Stück weg- wärts aus- und abgegangen war. Barnowskh schoß heran, während Römer langsamer hinterher ging. „Wir wollen noch ein bißchen durch die Stadt spazieren — einverstanden? Morgen heißt es packen. Lind ich möchte mir diesen und jenen Winkel doch noch einmal ansehen —" „Wie Sie wünschen, Herr Wördehosf." Rorma schritt voran. Lind cs war selbstverständlich, daß Barnowsky nun nicht mehr von ihrer Seite wich — — Am übernächsten Tage, in aller Frühe, wurde Professor Kinna im Auto nach dem Bahnhof gebracht. Er war in der letzten Zeit etwas munterer geworden und vermochte einige Worte zu sprechen. Olber seine Augen blickten noch immer trübe und matt Ricolette, Frau Marthe und Wördehoffwaren bei ihm. Die Schwester war schon zum Bahnhof vorausgegangen, um das Verladen des reichhaltigen Gepäcä zu beaufsichtigen. Dann war Kinna im Kupee untergebracht. Wördehosf verabschiedet« sich herzlich. „Wir sehen uns gesund wieder, Herr Professor! Wir wollen doch den Frühling auf dem Schloß feiern —" Kinna nickte leicht, und ein Widerschein von dem gütigen Lächeln, das in guten Tagen immer sein Gesicht verklärt hatte, huschte um seinen Mund. „Sie werden — Ricolette ein guter Freund bleiben, Wördehosf", murmelte er mit schwacher Stimme. Rur mühsam kamen ihm die Worte. Wördehofs reichte ihm die Hand. Lind mit fester Stimme sagte er: „Ich hoffe, ihr einmal noch mehr sein zu können, Professor —" Raunheim liefe, Spiel. Die Müsen wuchtiger t gleich (ein, Uhren! 5taor versagt blieb --- -- tühr i i refSftr* I ■ i WM- Wirtschaft den Oie älteste hessische Zeuersprihe Banknoten. frranfruti a. M. Berlin Datum 27.1. 117.25 117,25 66,5 59.25 1,45 3,13 47 43,5 87 69,5 69 159 50,75 57 29 13 30,5 29 73 1-Uhr- flurn 119,5 121.5 184 53 30 118 126.5 184 32 40.4 65 6 0 e 8 117,25 127 31.5 41 68 WSR. spritze Worms, 18.5 92.75 Jahre 1813 in den Dienst des Feuerlöschwesens gestellt und jetzt in den Ruhestand verseht wurde, kommt ins Wormser Museum. Die Lieber» führung der Spritze, wohl der ältesten von Hessen, war ein denkwürdiger Akt. Sie wurde von der modernen Motorspritze der Städtischen Feuerwehr Worms überführt. So lieh sich das Einst lund Jetzt im Feuerlöschwesen feststellen. 51,25 143,5 59.9 Ein- Mk. Mt. Ml. 42,5 54.9 71.5 69 56.5 159 52 61 58 29.5 36.75 60,75 50 144.5 60.25 70,25 1.25 21,8 17.25 1,3 3,3 Bereinigte Stahlwerke . Olavi Minen..... Kaliwerke AsckerSIeben . Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Lalzdetsurth . kommt ins Museum. Worms, 26. Jan. Die Feuer» der Gemeinde Horchheim bei die in dem geschichtlich denkwürdigen 118,13 . 57.75 32,5 41.13 | 68,75 3,4 8,75 13.25i 6,75 . NUNg für 1 929 schließt wie folgt ab: nahmen 38 776,59 Mk. Ausgaben 40 120,03 Die Sonderrechnung beläuft sich auf 956,09 Einnahmereste 248,90 Mk. Vorschub 1043,44 Maingau. . . 5 . . 6 . . 8 . . 8 . . 0 - 6'/, . 10 \ *. 7 . . 7 . . 7 54.5 70,25 55,13 154.5 50.5 59.75 56,13 28 35 60,65 50 141.5 59.75 2,55 1,5 3. ®. irarden-Industrie . . Tnnamtl Nobel..... Eckeibeanstalt ..... (Aoldlchmidl ..... Rütger-werte Metallgelelllckast 1,35 21,7 Bubt nie...... Deut Icke Erdöl . . . Gik-net Steinkohle • « ®d!rnlud)enet . • • Harvcncr...... Hoel-t, 8lien. .... Hile Bergbau .... Älbttnerroecle .... Söln-Neucilcn.... Mannctmunn-NS-rn> Monetelder Bergbau . Obcrfdtlrt. Chenbcbarf Cbctfdilel. floUreede. Phönir Bergbau. . . Siltctnifch: Braunkohlea Nbeinüahl..... Rie-eck Mont« . . . 1.35 3,45 3,3 3,4 8,7 1 13,4 6,85 WSR. Wiesbaden, 26. Jan. Lieber . Zusammenschluß der Elektrizitäts <% Cefterretdjtfdie Qolbrente . 4,80% Oefterretchtlche SÜbetren'e 4% Letierreickilcke Eiiiheuliche Rente 4% Ungarische Golbrente .... 4% Ungcrrilche SlaatZrentc v. 1910 «3696 be«gi. von 1913 . . 4% Ungarische Ätonentente . . 4% lüNllche ßollanieibe von 1911 4% Türkische Bogdadbahn-Aul Eerie I........ 4% betgl. Gerte II 5% Rumänische vereinh. Rente von 1903 Rumänische Verein-. Rente von 1913 4% Rumänische Verein-. Rente ■ Holzversteigerungs - Termine. Mittwoch, 28. Januar. Versteigerer: Stadt Gießen. Dersteigerungsort: Zusammenkunft 12. Schneise, am Krummen Wegi 9.30 LIHr. Versteigerer: Bürgermeisterei Frankcnbach. Dersteigerungsort: Gemeindesaal zu Frankenbach. 10 Lihr. Versteigerer: Forstamt Eichelsdors. Dersteige- rungsort: Döllsche Gastwirtschaft zu Lilfa. 10 Lihr. Versteigerer: Gemeinde Salzböden. Vcrsteige- rungsort: Gastwirtschaft Weisbrod, Salzböden. 14 Lihr. Versteigerer: Bürgermeisterei Laubach. Dersteigerungsort: Gasthaus „Zur Traube", 2au- bqch, 10.15 Lihr. Versteigerer: Bürgermeisterei Langsdorf. Dersteigerungsort: Im Gemeindewald Langsdorf, Zusammenkunft am Aonnenröther Weg ^Waldein- gang). 9.30 Lihr. Stützungsaktion für den Frankfurter Die markt? Frankfurt a. Kl., 26. Jan. Hier fand eine aus Süddcutschland stark besuchte Viehhändler v e r s a in m l u n g statt, die sich mit den Frankfurter Marktverhältnisfen befaßte, die als unhaltbar bezeichnet wurden: Vor allem wurde von bayerischen Händlern verlangt, daß von der Regierung eine Stützungsaktion in die Wege geleitet würde, da die Preise ständig zurückgingen und trotzdem starker Lieberstand bleibe. Es wurde beschlossen, eine Kommission von vier Mitgliedern nach Berlin zu entsenden, die dem Reichsernährungsminister die durch die Karte Absatz- mindcrung eingetretene Rotlage des Vieh- handels und des Frankfurter Marktes darlcgcn soll. Der Reichsernährungsminister soll gebeten werden, eine Stützungsaktion in die Wege zu leiten, wie dies bereits bei anderen süddeutschen Dichmärkten geschehen sei. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H.. Lombardzinsfuß 6 o.H. Rtanffurtei Malchweo Grttzner...... Heyligenstaedt . . . Hungerns..... Sedtrocdc...... Dhilivv Holzmanu . . Zementwerk Heidelberg Zementwerk KarlNadl. Danb & ftieoiag . . erzeug ung von WiesbadenundMainz wird mitgeteilt: Die Erzeugungsanlagen für Elektrizität der Städte Mainz und Wiesbaden sind l1 2 Jahrzehnte durch ein Kabel miteinander verbunden, um sich im Störungssalle aushelfen zu können. Bon dieser Möglichkeit ist seither nur wenig Gebrauch gemacht worden, da größere Störungen den beiden Städten erspart blieben. Schon seit längerer Zeit haben jedoch die Direktionen der beiden Werke miteinander die Frage erwogen, ob nicht die seither getrennte Stromerzeugung durch einen gemeinschaftlichen Betrieb rationeller gestaltet werden könnte. Diese Prüfungen seitens der Direktionen und der zuständigen Dezernenten haben au einem befriedigenden Ergebnis geführt, so daß bestimmte Vertrags- Vorschläge ausgearbeitet werden konnten. In einer am 24. Januar 1931 in Mainz stattgefundenen Besprechung, in der sich die Oberbürgermeister der beiden Städte, sowie die Dezernenten und Direktoren zusammenfanden, wurden diese Vorschläge einer eingehenden Beratung unterzogen, wobei man zu einer völligen Liebereinstimmung gelangte. Es wurde vereinbart, die Vorschläge den zuständigen Stellen bzw. Körperschaften zur endgültigen Entscheidung vorzulegen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch über dis Gasversorgungsangelegenheit en der beiden Städte gesprochen. Diese Besprechungen hatten indes nur informatorischen Charakter. Preußen. Kreis Wetzlar. xp Odenhausen (Lahn), 26. Jan. Die Versteigerung deS Brennholzes aus dem hiesigen Gemeindewald ergab folgende Preise: Duchenscheit 8 bis 12 Md, Knüppel 7 bis 1- Mk., Reiser 1 bis 2 Mk. pro Raummeter. A> Dutenhofen, 24. Jan. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung wurde u. a. beschlossen, die für den Wasserleitung s b a u erforderlichen gußeisernen Muffenröhren durch die Gemeinde zu bezahlen und die bisher dem Llnternehmer geleisteten Beträge als Abschlagszahlungen zu werten. Mit der Bezahlung gehen die Rohre in das Eigentum der Gemeinde über. Ein in Flur 21 liegendes, für den Dau deS Wasserleitungs-Hochbehälters erforderliches Grundstück des Ahbacher Geistlichen Stifts in Größe von 12 Ar will die Gemeinde durch Tausch einer gleichgroßen Fläche in Flur 19 erwerben. Die entstehenden Kosten trägt die Gemeinde. O Dornholzhausen. 24. Jan. Die Drennholzversteigerung unserer Gemeinde erbrachte folgende Preise je 2 Rm.: Duchenscheitholz 28 bis 31 Mk., Buchenknüppel 22 bis 26, Eichenknüppel 18 bis 20, Kiefernknüppel 8 bis 10; je 50 Stück Buchenwellen 12 bis 15. Eichenwellen 10 bis 12, gemischte Wellen 8 bis 9, Durchforstungswellen 6 bis 8; Fichton- ftangen 3. Kl. 6 bis 7, 4. und 5. Kl. 2 bis 3, 6. Kl. 1 bis 2 Mk. — Die Gemeinderech- Abgabcneigung bemerkbar, und die Kurse gaben erneut bis zu 1 o. H. nach. Sehr schwach lagen Ilie, die 8 v. H. verloren. Der Handel des Ultimo- Februars war ebenfalls sehr gering, und kursmähig war das Geschäft ganz unverändert. I.-G.-Farben notierten per Ultimo Januar und Februar etwa unter 16,75 o. H. (Brief). 21 m Geldmarkt war Tages gelb mit 4 v. H. gesucht. Geld über dem Ultimo etwas leichter (6,25 bis 7,5 v. H). Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2074, gegen Pfund 20,4275, London gegen Nabel 4,8553, gegen Paris 123,8950, gegen Mailand 92,75, gegen Spanien 47,40, gegen Schweiz 25,0940, gegen Holland 12,0750. Berliner Börse. Berlin, 27. Jan. Wie nicht anders zu erwarten war, bewegte sich das Geschäft zum heutigen Liquidationstage in engsten Grenzen. Das Publikum hatte keine Veranlassung, noch vor dem Ultimo Engagements einzugehcn. Auch die Börse hatte im großen und ganzen ihre Prolongationen erledigt. Weder der gestrige feste Schluß der Reuyorker Börse, noch die gestrige Rede des Reichskanzlers Dr. Brüning und des amerikanischen Botschafters S a ck e t t konnte die Börse günstig beeinflussen. Di« ersten Kurse 1 zeigten daher ziemlich unregelmäßige Tendenz. Schifsahrtsaktien und Eleltropapicrc waren etwas gebessert. Die übrigen Märkte dagegen lagen 2 Prozent niedriger. Von Spezialwerten, wie I Reichsbank, Metallgesellschaft, Polyphon, Julius Berger, Ilse Bergbau. Rheinische Braunkohlen. Westeregeln und Schlesisches Gas verloren je 4 Prozent. Anleihen lagen knapp behauptet. Ausländer ruhig. Lissaboner Dtadtanleihe etwas schwächer taxiert. Pfandbriefe unentwickelt. Reichsschuldbuchscrderungcn mit Va Prozent nachgebend. Der Geldmarkt Lag unverändert. TagcS- geld 4 bis» 6 Prozent, ganz vereinzelt 33 * Prozent. Rach den ersten Kursen blieb das Geschäft weiter sehr klein. Die Kurse schwankten nach oben und unten. Ilse Bergbau verloren weitere 2 Prozent. Svenska gaben den größten Teil ihres anfänglichen Gewinnes von 21/» Prozent wieder her. Die anfangs zur Schwäche neigenden Reichsschuldbuchforderungen erfuhren im Börsenverlauf eine leichte Befestigung. * Zuckerfabrik Rheingau AG.. Worms. Die Generalversammlung der Gesellschaft genehmigte den Abschluß für das Geschäftsjahr 1929/30 und beschloß die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent (im Vorjahr 9 Prozent). Der Betriebsüberschuß hat sich von 400 481 Mk. auf 333 758 Mk. ermäßigt. Rach 163 001 (161 664) Mark Abschreibungen verbleibt einschließlich des Vortrages von 20 213 Mk. ein Reingewinn von 190 970 (302 003) Mk. * Preußens Petroleum-Produktion. In Preußen wurden im vergangenen Jahre insgesamt 169 592 Tonnen Petroleum produziert. Das ist gegen das Jahr 1929 ein Mehr von nahezu 67 000 Tonnen. Die preußische Pe- troleum-Erzeugung verteilt sich auf die drei in Frage kommenden Bezirke wie folgt: Hänigsen- Obershagen-Rienhagen 83 772 Tonnen, Wietze- Steinförde 61077 Tonnen und Eddesse-Oelheim- Oberg 24 743 Tonnen. "Mehlpreiserhöhung. Die Süddeutsche Mühlenvereinigung hat den Preis für Weizenmehl Spezial 0 um 0,25 Mark auf 42,75 Mark pro Doppelzentner ab Mühlenstation erhöht. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 27. Jan. Tendenz: still und uneinheitlich. Die heutige Börse eröffnete in sehr stiller Haltung. Nachdem es vorbörslich eher etwas freundlicher war, machte sich zu Beginn Der offiziellen Börse im Zusammenhang mit dem heutigen Liquidationstage 2Ibgabeneigung bemerkbar. Das An- gebot war jedoch nicht stark und wurde meist von den interessierten Stellen ausgenommen, so daß Kursverluste von größerem 2lusmaß vermieden wurden. Die U m satz t ö t i g k e i t war gleich Null. Die Kursgestaltung war nicht ganz einheitlich. Chade- aftien gewannen 1,50 Mark, wahrend I.-G.-Farben nicht behauptet blieben. Der Elektromarkt hatte überwiegend Kursbesserungen bis zu 1 v. $). Nur Licht & Kraft und Gesfürel setzten etwas niedriger ein. Am Montanmarkt kamen nur Nheinstahl mit 0,75 v.H. höher zur Notiz. Von Kaliwerten lagen Salzdetfurth 2 v. H. fester, dagegen büßten Aschersleben etwa 1 v. H. ein. Bis zu 1 o. H. niedriger lagen ferner noch Zellstoff und Bankaktien. Am Bauunternehmungsmarkt konnten sich Holzmann 1 o. H. bessern. An den übrigen Markten herrschte infolge der Oider- lofigteit und der starken Zurückhaltung der Spekulation große Geschäfts stille. Deutsche Anleihen blieben nur knapp behauptet. Bon Ausländern eröfneten Anatolier eher etwas freundlicher. Pfandbriefe ruhig. Im Verlaufe machte sich w e i t e r Aus aller Welt. Raubüberfall auf einen Zug. In Ploesty haben Banditen einen Liebersall auf den Persone nzug Bukarest-Ga' latz in dem Augenblick versucht, als der Zug den Bahnhof verließ. Eie hatten sich offenbar als Passagiere aus den ganzen Zug verteilt und einen überraschenden Lieberfall auf die Fahrgäste geplant. Es gelang jedoch, durch Ziehen der Rotbremse Alarm zu schlagen, als bereits fünf Banditen mit vorgehaltenem Revolver in ein Abteil eingedrungen waren. Polizei war sofort zur Stelle und konnte unverzüglich die Verseilung der Banditen aufnehmen, von denen zwei festgenommen wurden. Lisenbahnkalasirophe bei Gdingen. Am Montag gegen 7 Lihr fuhr in der Rähe des Dohnhoses Gdingen ein Guterzug auf einen Persvnenzug auf. Mehrere Wagen des Persvnenzuges wurden zertrümmert. Hierbei wurden sechs Personen getötet und 20 verletzt. Die Ermittlungen haben bisher ergeben, daß der Lokomotivführer Zielinski ohne Erlaubnis mit der Maschine rangierte. Ihn dürfte daher auch die volle Verantwortung für das verhängnisvolle Llnglück treffen. Wie der Lokomotivführer bei seiner Vernehmung erklärte, habe er bin aus Richtung Reu- stadt kommenden Personenzug infolge des in der Rähe der Llnfallstelle stehenden Wärterhauses nicht sehen können. Als er den Personenzug erblickte, fei es bereits z u spät gewesen und er habe keine Möglichkeit gehabt, die Maschine rückwärts laufen zu lassen. Beinahe lebendig begraben. Ein ungewöhnlicher Fall von Scheintod Hut sich am Bodensee ereignet. All« Vorbereitungen zum Begräbnis waren schon getroffen, als der Scheintote, ein 23jähriger junger Mann, im letzten Augenblick noch den Sarg zertrümmern und somit feinem Schicksal entrinnen konnte. Er hatte zwar die Besprechungen zu seinem eigenen Begräbnis mitanhören, aber keinen Laut von sich geben ober sich überhaupt rühren können. Die eigentümliche Erscheinung ist nach Feststellung ber Aerzte auf einen Starrkrampf zurückzuführen. G»ult6eti Latzenhosec ... 15 Cfuoerte.........12 Lku...........lt Vembera 1« Rellfioff Kaldbol .... 18’/, Selh'toff 91f*affenbutfl ... 12 (Sbarlottcnburgcr 23affet ... 8 Lellauer 0*a3..... . . 9 Daimler Motoren ...... 0 Seurtdie Linoleum ...... Malckinendan 9L-@. ..... 0 Rat. Automobil . ...... 0 Crcnftein & Koppel 6 Leonhard Tietz ...... 10 Event ko . • . Schluß- hin | 26.1. 53.4 30,5 120 129 184,5 c^chiuß- lur* 26.1. 53,5 120 126,5 182 ®iainttaftorde Höchst a. M.. .8 Miag...........10 Gebe. Roeder 10 Böig! S Haeftver......0 Süddeutsche Zucker .... 10 Handball im Gau Hessen sO T.) Iv. Großen-Buseck I — Mlo. Gießen I 4:2 (2ft). Am vergangenen Sonntag kam auf dem MTB.» Platze bei ziemlich schlechten Bodenverhältnissen ein Handball-FreundschastSspiel zwischen der ersten Mannschaft des Turnvereins Großen-Buseck und der gleichen des hiesigen Männerturnvereins zum AuStrag. Die Gäste traten nstt ihrer stark verjüngten, aber sehr flinken und spieleifrigen ersten Mannschaft auf den Plan. demgegenüber mußten die Einheimischen das Spiel mit mehrfachem Ersah bestreiten. Während in der Bu- secker Mannschaft wohl kaum ein schwacher Punkt vorhanden war, wollte es bei den Gastgebern nicht so recht klappen: besonder- der Sturm konnte sich nur selten zu einheitlichen Aktionen zusammen- finben. In ber ersten Viertelstunde drücken die MTB.er ziemlich stark, können jedoch zu keinem Erfolg kommen. Obwohl die Gäste nur wenig in die Gießener Spielhälfte kommen, können sie dennoch durch einen Straswurs den ersten Treffer buchen. Verschiedene Strafwürfe gegen das Du- secker Tor werden verworfen. Kurz darauf verwandeln die Gäste ihren zweiten Strafwurf zum zweiten Tor. Bis zur Halbzeit wird das Spiel nun verteilter und auch die MTD.er können nach kurzem Kombinationsspiel das erstemal erfolgreich sein. Auch in der zweiten Halbzeit ist daS Spiel ziemlich verteilt. Rachdem die Dusecker ihren 5. Straswurs zum dritten Tor verwandelt haben, holen die MTV.er wieder ein Tör auf. Die Gastgeber drängen letzt stark, um noch den Ausgleich zu erzwingen, doch bleibt dieser versagt: kurz vor dem Schlußpfiff erhalten die Gäste noch ein Tor zugesprochen. So endete das ziemlich eintönige Spiel mit einem knappen, jedoch dem Spielverlauf nach nicht ganz verdienten Siege der Gäste. Arbeiter Turn- und (Sporfbunfr. IDlefetf I — Gießen I 1:3. 2lm Sonntag standen sich diese Mannschaften auf dem Wiefecker Sportplätze im Freundschaftsspiel gegenüber. Wieseck zeigte sich zuerst etwas im Vorteil, doch allmählich wurde das Spiel ausgeglichener. Gießen konnte nach gerqurner Zeit durch einen hohen Ball in Führung gehen. Auf und ab wogte das Spiel, öfters hing der Ausgleich in der Luft, den erst ein Elfrncterball brachte. Rach Seitenwechsel kamen beide Tore öfters in gefährliche Bedrängnis. Aber erst spät gelang es den Gästen, eine Flanke aufs Tor der Einheimischen zu ziehen, die vom Hüter ins eigene Tor gelenkt wurde. Nun ging Wieseck sehr aus sich heraus, aber ohne Erfolg. Dagegen konnte Gießen in der Schlußminute noch einmal erfolgreich fein. Vorher standen sich Wieseck dritte Jugend und Wißmar Jugend im Freundschaftsspiel gegenüber, das unentschieden 0:0 endete. Gießen Ib — Lich I 3:1. Gießen war seinem Partner technisch überlegen und konnte den eigenen Platz als Sieger verlassen. Radheim I — Heuchelheim I 1:1. Bereits nach kurzer Zeit gelang es den Gästen aus Heuchelheim in Führung zu gehen. Dann sah man bis zur Halbzeit verteiltes Feldspiel. Kurz nach Seitenwechsel glich Nodheim aus. Heuchelheim hat nun nichts mehr zu bestellen. Angriff auf Angriff rollte vor das Tor der Gäste, aber der Tormann verhütete eine sichere Niederlage seiner Mannschaft. ®rofoen-Cinben I — Wißmar I 5:1. Die Gäste aus Wißmar, die unvollständig antraten, hatten ün Spiel nur wenig zu bestellen. Bereits bei Halbzeit lag Großen-Linden mit 4:0 Toren in Führung. Nach Seitenwechsel ließen die Einheimischen merklich nach. Nur noch einmal gelang es ihnen erfolgreich zu sein. Kurz vor Schluß erzielten dann die Gäste ihr Ehrentor. (Brünberg I — wieseck Ib 1:2. Wieseck war mit seiner Ib- und seiner Jugend- Mannschaft in Grünberg zu Gast. Beide Mannschaften traten nur unvollständig an. Das Spiel der ersten Mannschaften wurde flott durchgeführt. Trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit hielten die Gäste das Spiel vollständig offen und konnten bei Schluß mit obigem Resultat als Sieger den Platz verlassen. Auch im Spiel der Iugendrnannschaften waren die Gäste den Einheimischen stets überlegen. Wieseck konnte mit 3:0 Toren bas Feld als Sieger verlassen. Raunheim Ib — Kinzenbach I 2:0. In Naunheim lieferten sich beide Mannschaften ein flottes Spiel. Die Einheimischen, die in ihren Angriffen wuchtiger waren, konnten zweimal erfolgreich sein, während den Gästen das verdiente Ehrentor versagt blieb. WSR. Frankfurt a. M., 26. Jan. Wie wir erfahren, schließt das Sparprogramm der Stadt Frankfurt am 1. April die Entlassung von 200 Junglehrern in sich. Lim Einsparungen im Schuletat zu machen, sollen die Klassenzahl.'n verringert, d. h. die Klassenfrequenz auf 50 Schüler erhöht werden. Gleichzeitig ist geplant, die Stundenzahl der einzelnen Lehrer heraufzusehen. Wiesbaden-Mainzer Elektrizitäts-Zu.ammenschluß. SInfa g- Rurd 27-1. .eeankwn a. Serini «frrantlun a di. Berlin Echluß- tur< 1-Uhr- flure Schluß- furd Anianq- flurd Sch.uß- fure ^-Ubr- fl re (Schluß- hird Ansang- Rure T*ahim 28.1. 27.1. 26.1. 27.1. Oatum 26.1. 27.1. 261.' 27.1. 6% Teutldie Reich«ntieihe oamvura-Ämertla Palet . . . / 57 — 57.5 58.25 von 1927 ......... 7% Teullche Relchranleitze 85 _ 85 — Hainburg-Gübom Dampgchig Hon,a ZampffditM..... . 8 10 _ 123 97 121 97.75 von 1929 .......... 98,5 — 98,75 — 9?orbbeutldier Llouv .... . 8 57,75 — 58.13 58,65 Seutfdie Anl.-Ablöl.-Schuld mü Allnemeine Deu ticke Crebitanlt. 10 97,25 — 97,65 97.5 Ruilol.-Rcditen....... — 51,3 51,25 51,2 Börmer Bmtlveretn .... 10 101 100,25 101 100.75 Ärtfll. ohne »uolof.-Rcdite . . 4,9 5,025 4,9 Berliner Handeisgekllsckalt . 12 116 116 116.5 6% Heil. Soiflliont von 1929 liommerv unb Lrtoot-Lank . 11 108.75 108.5 108,75 108.5 (rüdenbel-£>el, 18,14 34 A Eine besondere Gelegenheit: Pelzmäntel Es Ä aus Stuttgart Wilh. E. M. Lange, G.m.b.H, HamhnrO. Pfund 85 Pfund ■ 60 und 70 A> Bücklinge «Norweger), Pfd. 35 englische, Piund 65 A genommen 0487 Institut für Leibesübungen der Universität Gießen. Grüne Heringe. 3 Pfund.. 70-- Frische Fischfilets Streichquartette: Brahms op.67 in B-Dur, Haydn op. 3 Nr. 5 in F-Dur, Schubert op. 161 in 6-Dur Eintrittskarten: RM. 4.-, 3 — und 2.— bei Ernst Challier (Fernruf 2671) und abends an der Kasse. Studentenkarten RM. 1.— nur im Vorverkauf bei Herrn Sekretär Ritter und im neuen Studentenhaus gegen Ausweis. 698D Ganz-'Untenidit Am Montag, dem 2. Februar 1931, beginnt ein Dr. MOckelmann (DSV-Ski-Lehrer) am Donnerstag, 29. Januar, abends 8.15 Uhr, Im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Ludwigstraße, Ecke Goethestraße. Eintrittspreis: 50 Pf.; für Studenten, Schüler und Mitglieder des Ski-Klubs 30 Pf. an der Kasse am Saaleingang. Vorverkauf bei Firma Kühne, Seltersweg. Zum Schluß einige Lichtbilder aus dem winterlichen Vogelsberg. Nach dem Vortrag: Cafö Astoria. Achtung! Wiederverkäufer! Süße spanische Orangen, feinschalige rotfarbige. Früchte, 50 Pfund Mk. 8.—, IOO Pfund Mk. 15.50. Große Zitronen IOO Stück Mk. 3.50, Origiualkiste, 300 Stück, Mk. 9.—. II. OSTER, Offenbach am Main, Mozartstraße 17, Telephon 81790. 7o6D Wilhelm Will, Univ.-Turn- und Tanzlehrer Löberstraße 12 Privatunterricht täglich I Bei Blutarmut,Nervenschwäche und deren Folgeerscheinungen: Ferromaron Flaschen zu Mk. 2.35 u. 3.00 Fabrik) Enßelapothekc. In allen Apotheken zu haben. Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen bei Brühl, Schulstraße Geburtsanzeigen Donnerstag, den 29. Januar 1931 abends 8 Uhr ein. Herr Dr-Lehmann vom Aerztevereinsbund Berlin spricht über das Thema: Was die Hausfrau über angebliche Gifte, giftfreie Heilweisen und sogenannte Ernährungs-Reformen wissen muß. DerVortrag mit Lichtbildern findet im Physiologischen Institut, Friedrichstraße 24, statt. Unkosten beitrag 20 Pf, Maskengarderobe- Verleibgeschäll ßröfete Auswahl In Oberhessen Von den billigsten bis zu den elegant. Kostümen bei Karabach, Frische Sprotten, Pfund ...85 a Blumenkohl irischer italienisch. Kopf 40-60 4 UMtatnM Babnbosstr.27 Fcruspr.3631 aoionloimoren ■ Wolost _____ <31 A Die Schule des Ski-Laufs Haushwnlmliiiii Lichtbildervortrag desUniv.-Tum-u.Sportlehrers i&jt zu Ski-Klub Gießen im DSV. 0482 neuer Jamitursus issi f'sot 1931 GefL Anmeldungen werden Jederzeit entgegen- rt.nnmm.n X* 0479 FrischeIische für Mittwoch. Donnerstag u. Freitag ff. großen Schellfisch o. K. Pfund- ........ ...45 -Z tm Ausschnitt, Pfund..... 50 ) Pa.Kabcljau und Seelachs o. K. Pfund..................40 A im Ausschnitt, Pfund.....45») Goldbarsch, Pfund.........45 A Bratfische, Pfund ........25 A> ff. Norviee-Schellfische m. K. / Eine wirkliche ( Gelegenheit bietet unsere \ Oummi-Scbüne Verkauf: Arbeitsschürze 1.10 Mk. Zierschürze 0.50 Mk. < Drogerie Winlerhoti > Kreuzplatz 10 173A Gießener Konzertverein Erklärung! Sonntag, den 1. Februar 1931, 17 Uhr, Universitäts-Aula t ® Die Verteilung unserer Waren (Marga- SIEBENTES KONZERT Irine, Kaffee usw.) nimmt in Zukunft Das i Herr Wilhelm Enz, Schlohtoeih Wanrllinn AnarfaH W-Jägernicbtmebr,ür h| iTilllBlilll" I H I I Die Rabattkarten behalten vor wie ■ ■ W11 M 13 11 M WJr M TR I «RI R l nach ihre Gültigkeit und sind unver W ' käuflich und nicht übertragbar. 0493 Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerk, samkeiten sagen wlr hiermit unseren herzlichsten Dank. Karl Mehner und Frau Ottilie, geb. Gottwald. Gießen, den 27. Januar 1931. 04N Handarbeitsschule Landmann, söwe 7 Ab 1. Februar findet ein Nachmittagskursus für Damen In Weben und StoHmalen statt. Anmeldungen vorher erbeten. 0490 Gießen • Telephon 2060 Elegante Maßanfertigung im eigenen Atelier Unsere Preise sind trotz höchster Leistung den wirtschaftlichen Verhältnissen angepaßt Vorsaisonpreise: M.135.- 148.- 158.- 168.- 558 A BRINKMANN I autorisierter Telefunkendienst SSO -------- Aelteste Fachfirma 273 a Größte Erfahrung ^.23-D e/cu o *- E o* = 5 I Eg. £o*l(=Üf 0*3 3 = --ZS- 3.« D B = § ÖE 8 - - Z 8 61o c s «-E5 ö -3 S- □Po 5? VZ. j*ä-a L3 2 2.ÖBS iS "ro" 8 3 2-g. 3 5a-c' 3 2. ■3 LS- 5 S.0 eS 8 * 8 O ^r, D o D « e ^-t r*- *— 2 Q s § S9S öd «a 3* S er 8 ■3-2 3 iS 2 0 6) 5 o @ 8,3 MA. 6 2.8 Efe g3--s«5«e u o ~ 'i ”■ n r‘ 2° S 2.-» 3 3 B A< 2.2 «^ 3- p 33 b « -, 3 =■2 c?3- -1 & 2 8 iS 6)3 ~E 3 3-2 H D 3 S 3g SS = 8 u=> cT I? 2. 3 3 PlöDS. to~ A» 8 ® ”< J£ A«~ C?er 2. S'ö. 2 3-02. n SdflEC cy <-j-t _ 2 HU jS,ci Gl iS Öl' 3* » 8 £2 8 = 3- 3 g. « " fe' 8 3 ZS-A C re iS; s.os g Höd 8= c1 *5.S3 3? s "8 ** iS 3 3 45- er' 22 33 h" tiea 3 3 3 «61 Äffl- 8 cy"2 0 3 s 'S Ul 3* 3-2. c *3*

“■ «o- - K 2 ^a 3 «• Bt A 3 8 8 '» Z- e> 2. I 6)~ Ä2 .3-5 — Bo □9 S.5 3 S ^—3 sS-8 3 H 3 o -a 8 e 8 Ä o —. "3 ■HZ, “t ” s «s s er s 5° 3 8 D l» C 2 g 3- to"öD2- 2 E -cs 5 u> ffZa = l|or Kko - — "* I « 03 83 s re I» *t s5>o 3. rb ^U2 =1 8 = §5 8 5^Ö « = 3' 8 cT re 5 Cfl 5?" ■H2. ■3 = s •© o 3S2. 232- "8'8 fr= 3 :^= • 2. 5 <2.^ 3 * co 8 = 3 cr—.3 o A2 _ o -7- -1 —- er 21 3 S2 =2^3^. = ^ re P .2 ' — r-t o Ög ~-ra 3 « 3-25 3 »is ■3 3 ö ZZZZ6)3 - Z 3 «S-2 ?§el La S-2 s =■. 3 612 o —“ £5 3.° 3 w S 5>5 8 2 öS •=§f tSA- 2 — M «-“«^3 ff)2 er/gie 3«3 S Hfl ZM_Z- L--3- ^^"p 3 OP = 2> 2. - ^2 an s s —2.^8 o = c° »5 3 2, S-3-2.2 3 B Ölg* P> az s- s '’S 1 C 3 $V flfl|,d),Btf 5"“* 5ü1’B 9fielK>9tn:rtl . S*Ai Ä.fe’CS feäÄ »p=:. 23- —. re gsi^« S s e «• H-tio-3er '*>■ 3 O -t S " e>cs 3. --cs -—7 s. 15 =ö)- 3 33 ? Z 6)öo= 548" 3 ~ o"®= 2 3p 2 3»^ «x- = _ SS’S =,5 = 3 2 e< 3 2. L>a ©2 ssg 2 c gr35 öl Z äaä’ff S 22 8^3 g* S:= 8 „ 2 ' 0 J**' a S* s «.§ ® 3 E: Q:»£ cs 2- TZ ?Mh 0 re O 3 «8\ 3 2',a*ä-£§A2 s; or 3 3. Sr re* o §3Sg Z8ZM3VZ c:3 L « ^ §* crA „TT'5 3a„ 2. er H 2." LS 3- O: — fS ° 3 3 2 a3 - öga® faB| 2 5"^ 3 ssvZ-a-s---^ 3 toy--° s 3 §rs2- re -t -I ör, tß.O 2 EC o ■ §5 ®c Ö?SöS- 2 - 2 2 .= lAngserklörung die Cßc 'Budgets, des Wirtsch md die llnterstühung dei Alande Anzeichen für t ?irtschaftskrifezu »e>ch gerade jetzt se sin. Dei den Abwehrmaf ^Zchutz der frar Bi i1 Iwj? f ®u nennen, i E Elchen dem Landwi. Alt« und den städtisck ^durse^D e Regierung wch am Schluß die Spe -rund sichert den Sp Gierung zu. v Die jnlerpi |kSS$ |uÄuHfwa pimele buSi «° ta&t; b?mu,iiftif(ben ÄV •% S6le Politik 3Unfl fei *L.bec nati ie bie Ä!ett9' Au. Nichten. §r , LMfi* WP ?8liltiat!61« $etan^ wjj * «on3e s)Ja2H’22 s. o a i 3§Ä“S Ähs 2-ZA§ 2 Säe 2 ~7 f—• r—f “5 **• EX «' — § 2. 5 C-- n 2 2: E 12 3 -cs E "’S'H® 2.g333 g 3^8 D D'- 3" 33 3 8 söi 3 8 ?■ 8 8 ÖZ 3 8 8 O 8 ÖD 8 2 ö)®1 « ö): 3 8 8 3 D 8 8 A' 8 61 o" A «• 8 - u> 8 = 2 61—. p o.' 3 aa. ey( — s - ■ 3 $=:■* S’sj.e e S5 a:-T«3‘ issar. = a S 1 ft £E- Ee •L v/ E - 2s E -G'c e •E =4f = E -r> ft ro e Z S - e e B o ar. H 3 o c 2 ft 6 Z«A g? 5? 5 E ;c rr -S « =■ o >- o ^•g = - «ft ftS öl ->N oü) = o E" -C E to o~ D E E 3 X» E' E N E - E = == E ft© 3 E E = - 3 o 1M cr/zK cT e "6" - ifi? °'e (fr: mÄ j ^b.n, ’k ?'Apnl 1931 J Darm iadl, $er, >l 1931. N.'n Groß-Feldo ^en» Ziehung;' ■äaj** E 3 :g H §5 = M O e‘8S Uschlag. el)niQr lg3] zu liegen **4^t e £ E S-E es. "—* •~Ä;i S = =^=iö csa-'a - -ftlD = ,-.—c?.E ft. ft. N N N A A 19 -Ä £ -9o^- = g>EÄ|"SftS. E"@ = = — =,« E •e-K51 c = 2 e •7 a/ t- ® o -e o —- c SZZ7EH .3 2e-^ £§^2 5 "MP 3 n ft € 9 ■e. e <« (9 ID «* B £ c e o ■£> C <9 E o e o Kind keine frohe Jugend o 3 43 O = Q e ID m iD c ft ■e e o (9 19 E T> 0 ■EP - S) H E E s-e-3 2-N r? 5 2 c a •i> 19 3 c. H e> E Ü) 53 c N- e§ 3 5? c e E © S e c © Bs 2 3 -> .— E -5T &■=>. «e = € A“. . H =®Ae §© A ■6-3 = s«S €xE. ■=A N- Hs c ft =.=5 o £ ;=e A E :&« ft 3 E £ *' ®O = ^(9 <0 ' -3 o E 33? 2 «. 2 1 = A m _ L© ea <- ® IT® E~ 3 O in Sffl' t: ftE» -ZftL- 3 = 2 ft"® L •c-E^S e-E3 s., =4f D 2 5> = 3N(-7-Z 25^=t 2 Q —5 =.19 3 e. E ~ S.-Ä N- €ß 19 » € 3 c «> A •e eS c? c -e L> c*^ -E .==/= 5? o iji Ti SS E2 r? -e. 5i £.?*- o ■n g? = 19 o o 3 © <3? 3 •z> D L = Q C C 19 = e E •n E E = E = •€- t# 3*e E © ist nur für eine Spanne E C(f) =*E an einem stürmischen ■n E £19 Q 3 © A (9 E 19 40 = 4D t£> •o «0 ■ti Q L 2 2 E 19 « E r? E?c £e c tt) in Ä 43- e? c c ixe? o H I Ti a — c m *0 e 2. •SE u. E EE r? „ ~ E. Eo 19 E 2 a ? = L © E1 c^> EH OT19 -Q = ■e-E durchgespielt: die Puppenbiihne auf de^ en; sie rüsteten sich zum Weiterziehen. o: a .19 g? E c ft ft 3 = E" X in ■3 40' = a A.-3-0 Ä® 2-E g*EJ2 2. 2-253--»' c? •n E «S? = C^ES^ EC7=-^ ? E^ = .3- o 3- E' = CQ. = E^.. ®E E E = -^ 9 L2 „ 3.40 in 3 o 2es 4. X = H g? E C7 E©^ 3 m— .,, L- XD ■n 3 C . r?r 5 5® ^© £ 0 E 3 •5 — 19 -^e , c? 5 A ist«*.' Et □ A> 12 iE?8 ÄeZ-E e =a ’E J2E = ^.2.o^ 3 - -(9 = a ^5 s 2 53 .= 35 E <3 5 •°Eq: C E SA o-ä- "E 5 jL§.Eo E o c? 8 m " in m in i> jo coö£2.c = ft - c E — S U3 ■£ • g? = g Hf ?<9 = C >0 o /D C o ca —-•c' 2 H Hf E 03 £ ■n ft. o 1» S pß — = 2^ 2 £ £ c1^ g? Q ->ft- '"&. 3 '3 = .SE "g> E 5 = --E J£ E c«> 03 2 E D EEE^ E 3 = s E Eft o <9®^ ’o^g =eB (9 5£EI®E E-O =oS2 r~> o U — ft — o E O ~ 40 § ÄS = 2 03ft ~© 19 E N-' m :5® ft- O «5 cg? o>o 2! E E«-0: !O Ä .5 2 E 42 ft 5_ * E— C E . Sgj 5 ZA Fft = 553 _:O ’S Jfio E 0-0 m 5E = §Ei ■^ = ® 3<§5E; ■ ft ■c',e ~5Ec 53® ,e C “ »Z oÄ© O ®EEft 3ft E 3 ’S o ft ft-53 03®® HZ® eac — a 03 E — 3 c -- c in 0 ft o EZ O a in •— o *“ 3 “E in" E 's-° ;«-§ «ZHI 5,(9 E--£'öft ^ = WMiß .AZZSGZ £ o 3 ^= , ® £ o ä- . ft „ = £ E E in 5 = E 53 42 cEo •5 o“ E =£) E e*3O m ft Oft Eft®. E ft O = rj e c £ E_-Z - E3 ZZ 2 t:-®“ ft « —40 s,s'®5=g5 'LZ ’? 's 03.2, c m c 2 -A"^ « £.rA ®A(9 55 pft ES C7 2 t9 = ß.E, 3 ft "E 05 = EH 2 e ft m Ua 0 — 0 G-Z§KZ ft — ® 3 r- o g ft 0 E 8 ft 'S® 42-42 x ' SS c( ■=eB - =K ft 4=- '"- o 5=“E A 2 A E • - oft. m ft £.*§ ® ■oL=k5= §.EZE ft® E-g?^ O--55 - 3 =.®-A O5'L>43 42 : 0 Oft 42 3^ ^8 5 ° ft «n - ft 42 M ^^EftHEE H® 4- c « S® ft . g? s es —Eo*= U. 40 C«-PS E oft Hs. 8 *2 E = '9 'S ■» O53* E§ 0 Eo55 So ~c?ft 2 2- ® E ° s- 30 50 — 45- o -4* E 42 ft. 5 5-d°ÄS? --E E -= I o E O 3 -ft Ä O 2 •!• £ ?ES £ «s^ä‘2 a? o - o®(9 - .-®5? EÄ M: ft 8 gg 42 E