's beraten gungsver. rben und ch auf die Kennt« achmann sich mit der lnNld- Ml. -nntz. j -6 ge. 'n dem «in den öilch, und lm gelegt ’,on au&en bet e>n En« 1 12.05; c Suqeti), Weti. Ifonä Pa- er. 20.30; Hemam ?/? >.50 8001V duhren riklager b. Gießen ember jng r be- ia en Dnid lind Verlag: vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Steinöruderei R. Lange in Gietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. Osthilfedebatte im Haushaltsausschuß 6. DieIrage derRegienmgsbildung in Seffen r Die Interessen der in ihrem Bestand bedrohten landwirtschaftlichen Genossenschaften sind bei den aus der Tlolverordnung sich ergebenden Verfahren weitgehend zu berücksichtigen. Dazu gehört insbesondere ihre Einschaltung beim Vergleichsverfahren und ihre Aufnahme in die Reihe der Institute, deren Rechte ohne ihre Zustimmung nicht gekürzt werden dürfen. Haussuchungen beinationalsozialistischenFühreminHeffen Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. IHonat$:Bejugspret$: 2.20 Reichsmarli und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Richter- Heinen einzelnerRummern olge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüsse anterSammelnummer‘2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehrn. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Mainz, 25. Rov. Der „M ainzer QI n 5 ei» ger“ schreibt: Die in Mainz gegründete Orts» gruppe der neuen sozialistischen Qlrbei- ter Partei (SQIPD.) hat die Vermittlung zwischen der - Sozialdemokratischen Partei und der Kommunistischen Partei Hessens betreffs Bildung einer antifaschistischen und antikapitalistischen Einheitsfront im Hessischen Landtag und darüber hin» aus bei kommenden Parlamentswahlen übernommen, soll aber, wie wir vernehmen, bei den Kommuni st en auf kalteSchulternge- st 0 st e n sein. Die Kommunisten sollen den Sozialdemokraten deutlich zu verstehen gegeben haben, daß sie solange nicht an ein Zusammenwirken mit den Sozialdemokraten denken, als diese in Preu- sten mit „kapitalistischen" Parteien in der Regierung sitzen und ihre Reichstagssraktion die Toleranz der Reichsregierung Brüning nicht aufgebe. Besonders untragbar sei für die hessische kommunistische Landtagsfraktion das Verbleiben des sozialdemokratischen hessischen Innenministers Leuschner in der Regierung, evtl, auch als sog. Geschäftsminister. Die Kommunisten würden als eine ihrer ersten parlamentarischen Handlungen im Hessischen Landtage gegen Leuschner ein Mißtrauensvotum beantragen. ebenso, wie weiter verlautet, die Rationalsozialisten. Da die Rationalsozialisten u. Kommunisten im neuen Hessischen Landtage über die Hälfte aller Stimmen verfügen, kann über das Schicksal eines Mißtrauensvotums gegen die sozialdemokratischen Minister, besonders gegen den Innenminister, kein Zweifel sein. Das f>at auch Darmstadt, 25. Roo. (121.) Auf Veranlassung des Oberreichsanwalts fanden am Mittwoch in ganz Hessen haussuchun- gen bei nationalsozialistischen Führern statt, so insbesondere in der hessischen Gau- geschästsstelle im Braunen Hause in D arm- ff a b t, ferner in den Wohnungen des Stabssührers Hauptmann a. D. w a s s u n g (Darmstadt), des Gerichtsassessors Dr. B e st, Amtsanwalt in Alzey, bei dem Landwirt Dr. Wagner. Roxheimer Hof bei Bürstadt, bei Kapitänleutnant a.D. von Davidson in Darmstadt. Die Haussuchungen erfolgten wegen des dringenden verdachtes der Vorbereitungzumhochverratinder Leitung der RSDAp. Gau Hessen. 21m 16.30 Uhr erschienen vor dem „Braunen Haus" in Darmstadt etwa 40Kriminatbeamte, zum Teil von auswärts. Sie umstellten das Erich-Iost-Haus und riegelten es nach allen Seifen ab, worauf dann eine eingehende Untersuchung aller Behältnisse im ganzen Hause vorgenommen wurde, von n a t i 0 - nalsozialisiifcher Seite wird erklärt, daß der Polizei auch nicht die geringste Bestätigung für den geäußerten verdacht in die Hände gefallen sei. Beschlagnahmungen seien nicht erfolgt, und man vermute, daß der Hintergrund der Aktion aufeineDenunziationzurückzuführen sei. Die Rationalsozialiften duldeten innerhalb ihrer Führung keinerlei hochverräterische Bestrebungen. Lieber die Vorgeschichte der überraschenden Qlktion der Polizei erfährt das Bureau des Vereins deutscher Zeitungsverleger aus Berlin folgende Einzelheiten: Das preußische und das hessische Innenmini st erium haben dem Oberreichsanwalt ein Dokument und Beweisangaben über seine Echtheit zugeleitet, das von führenden Kreisen der Rationolsozia- listischen Partei in Hessen aufgestellt worden sein soll. Rach den Mitteilungen wird die Entstehungsgeschichte des Dokuments dahin erläutert, daß Mitte September eine, geheime Besprechung auf dem Boxheimer Hof bei Lampertheim stattgefunden habe, an der die nationalsozialisti- schen Führer und jetzigen hessischen Landtagsabgeordneten Hauptmann a. *5). Wassung, Ge- richtsassessor Dr. Best, der Gaufachberater für Landwirtschaft Dr. Wagner, der Wirtschafts- rcferent Schäfer, Kapitänleutnant a. D. v. D a- v i d s 0 n und der Privatsekretär des Gauleiters von Hessen, S t a v i n 0 g a , teilgenommen hätten. Es sei ermittelt, daß, wie vergleichende Schriftproben ergaben, der Gerichtsassessor Dr. Best das Dokument aufgesetzt habe. Gegen Best dürfte Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher, preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20",, mehr. Chefredakteur: Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot, für den übrigen Teil Ernst Vlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Berlin, 25. Rov. (VDZ.) Im Haushalts- ausschuß des Reichstages wurde die Qlussprache über die Osthilfe fortgesetzt. Abg. von Bismarck (Dnl.) trat Asußerun- gen der Linkspresse entgegen, daß die Osthilfe nur dem überwiegend verschuldeten Großgrundbesitz zugute komme. Der ebenso gefährdete Kleingrundbesih habe bisher mehr aus der Osthilfe erhalten. Die Kritik der Deutschnationalen richte sich gegen die Qlusschaltung der Selbstverwaltung bei der Landwirtschaft und gegen die Qlusschaltung der Gläubiger beim Llmschuldungsverfahren. Reichsminister Schlange-Schöningen versprach, den Persünalapparat der Osthilfe derart durchzuklären, daß nur noch solche Persönlichkeiten im QImte bleiben dürfen, die auch tatsächlich voll beschäftigt sind. Eine falsche Sparsamkeit wäre jedoch nicht von volkswirtschaftlichem Ruhen. Je schneller die Osthilfe abgewickelt werden könne, desto segensreicher sei es für die gesamte Wirtschaft des Ostens. Seiner QInsicht nach werde der Zustand der Kreditnot im deutschen Osten solange bestehen, als politisch keine klaren Verhält n i s.s e geschaffen seien. Er versuche, eine Linie zu finden, die auch die Interessen des Handels, des Gewerbes, der Industrie und des Bankwesens wahrt. Er freue sich, aus seinen Besprechungen mit den Interessentenvertretern ersehen zu können, daß sich langsam ein Verständnis auch in diesen Kreisen für die Bestimmungen der Rotverordnuna anbahne, indem diese Interessenschichten immer klarer sehen, daß ihnen keinesfalls noch ein zusätzlicher Schaden geschehen sei. Wenn behauptet werde, daß dem Chef der Osthilfe ein Recht auf entschädigungslose Enteignung in grenzenloser Weise gegeben sei, so stimme das nicht. Die Mitwirkung weiter Gläubigerkreise werde in den Qlussührungsbestimmungen festgelegt wer- ben. Zur Kritik gegen die Rotverordnung erklärte der Minister: Erst heiße es: Die Regierung müsse endlich einmal zu Taten kommen, und nun, wo die Regierung mit einem festen Entschluß handelt, da kommen dieselben Leute und behaupten, man hätte s 0 n i ch t h a n- deln dürfen. Der Minister betonte aber auch, daß er aus Kreisen der Landwirtschaft eine große Qlnzahl von Qleußerungen der Freude erhalten habe, die die Maßnahmen der Reichsregierung begrüßen. Die Osthilfe wird durchgeführt werden in Verbindung mit allen Selbstverwaltungskörperschaften der Landwirtschaft. Immer mehr macht sich ein großer Drang geltend, die Hilfsaktion auf andere Landesteile zu erweitern. Der Minister habe erst kürzlich Deputationen aus Schleswig-Holstein und aus Hessen empfangen. Dieser stürmische Andrang zu den Maßnahmen der Rotverordnung Passe schlecht zu der kritischen Qlufnahme, die die Rotverordnung in den eigenen Landkreisen hier und da gefunden hat. Qlbg. Moldenhauer (DVP.) erklärte, das Bedenkliche liege in der immer von neuem erhobenen Forderung der Qlusdehnung der Hilfsmaßnahmen. Es handle sich dabei nicht nur um eine Ausdehnung auf andere Länder, sondern auch auf andere Wirtschaftszweige. Daß der Minister sich einer schematischenHerabsehungdesZins- sahes widersetzt habe, sei zu begrüßen. Die Deutsche Volkspartei lehne einen derartigen Vorschlag ebenso entschieden ab wie Anregungen, zur Zinsverbilligung eine neue Kapitalertrags- st e u er einzuführen. Abg. Graf Westarp (KVp.) gab zu, daß der Kredit der Landwirtschaft im Osten durch die Maßnahmen der Rotverordnung einen gewissen Schaden erleide. Aber es sei doch zweifellos ein viel größerer Schaden zu erwarten durch die Fülle der Zusammenbrüche, die ohne die Rotverordnung erfolgt wären. Ein schutzloser Zusammenbruch der Landwirtschaft im Osten hätte alles mit sich gerissen. Andererseits sei nicht zu verkennen, daß den Gläubigern ein Rechtsschutz garantiert werden müsse. Der Redner schlug vor, eventuell die Genossenschaften der Gläubiger einzuschalten. Die Hauptsache sei, daß die Regierung ihre Aufgabe erkannt habe, den Osten vor dem Einbruch des Polentums und vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch zu r .'wahren. Abg. Beck- Oppeln (Ztr.) verbreitete sich dann über die Sorgen, die in Kreisen der Genossenschaften jetzt durch die Gefährdung der nachfolgenden Hypotheken entstanden seien. In diesem Zusammenhänge anerkannte der Redner die Tätigkeit der Landstelle in Oberschlesien, die sehr gute Arbeit geleistet habe. Angenommen wurde eine Entschließung des Abg. Dr. Stolper (StP.), worin die Reichsregierung ersucht wird, bei der Durchführung der Rotverordnung folgende Grundsätze durchzusühren: 1. Die Geltung der Rotverordnung ist mH dem 30. Oktober 1932 zu beenden. 2. Für die Entscheidungen über Sicherungsund Entschuldungsanträge ist beim R e i ch s k 0 m m i s s a r für die Osthilfe eine Berusungsstelle zu errichten 3. Ls ist sicherzustellen, daß Pfand- und Sicherungsrechte nach Ablauf der Rotverord- nung automatisch wieder auslebeu. 4. Das Verhältnis zwischen Privat - und Betriebsvermögen der Antragsteller im Sicherungs- bzw. Lntschuldungsoersahren ist rechtlich klarzustellen. 5. § 8b der Rotverordnung ist so durchzuführen, daß dieverwertung verpfändeter oder zur Sicherung übereigneter Gegenstände nur zu verhindern ist, wo das ohneLrschütte- rung der Vertrags- und Rechtssicherheit möglich ist. der lehige hessische Innenminister Leuschner die Amtssuspension zu erwirken versuchen. Das Dokument sei benannt als „Entwurf der ersten Bekanntmachung unserer Führung nach dem Wegfall der seitherigen ober st en Staatsbehörden und nach Lieberwindung der Kommune in einem für einheitliche Verwaltung geeigneten Gebiet." Der Entwurf enthalte dann einen Befehl an die gesamte Bevölkerung, wonach die Bevölkerung jeder Anordnung der SA. usw-, gleich von welchem Dienstgrade erteilt, sofort Folge z u l e i st e n habe. „Widerstand", so sage der Befehl, „wird grundsätzlich mit dem Tode bestraft". Weiter sehe der Befehl die Ablieferung jeder Schußwaffe binnen 2 4 Stunden vor. Wer dann noch im Besitz einer Schußwaffe betroffen wurde, solle ohne Verfahren auf der Stelle erschossen werden. Die Todesstrafe werde auch angedroht den Beamten, Angestellten und Arbeitern öffentlicher Behörden, die ihren Dienst nicht weiterführen, sowie denjenigen, die die zu erlassenden Rotverordnungen verletzen. Das Dokument enthalte dann weiter Richtlinien für die ersten Rotverordnungen, wonach alle Lebe n s m i t t e l an die Führung oder deren Beauftragte auf Anforderung ohne Entgelt ab« zuliefern seien und jeder Verkauf von Lebens- Mitteln verboten werde. Verstöße hiergegen sollten mit Einziehung des gesamten Vermögens, eventuell auch mit Todesstrafe geahndet werden. Die Durchführung der Dolksernährung solle nach dem Dokument durch Kollektivspeisung und auf Grund von Lebensmittelkarten erfolgen, auf die Lebensmittel ohne Bezahlung geliefert werden sollen. Ein besonderer Verordnungsentwurf des Dokuments „zur Sicherung des gegenwärtigen Eigentums st andes" spreche aus, daß die Führung „zur Rettung des Lebens der Bevölkerung" gezwungen sei, über den gesamten Ertrag des Dolksvermögens und das Vermögen des einzelnen Volksgenossen zu verfügen. »Es gibt", so sage das Dokument an dieser Stelle weiter, „bis zu anderweitiger Regelung kein Privateinkommen mehr". Dafür werde der gegenwärtige Vermögens st and gesichert durch Verbot von Zwangsvollstreckungen, Hemmung von Verjährungsansprüchen, Aufhebung des Zinsenlaufes für Geldforderungen und den Mietzins usw. Ein besonderer Verordnungsentwurf behandele die nationale Ar b e i t s d i e n st p f l i ch t, die jeden „Deutschen männlichen und weiblichen Geschlechts" vom 16. Lebensjahr betreffe, soweit er nicht bei Behörden dient oder der SA. bzw. Landesheer angehört. Das Dokument sei von dem hessischen Landtagsabgeordneten Dr. Schäfer dazu beigetragen, daß die am Samstag in Frankfurt abgehaltene Landeskonferenz der hessischen sozialdemokratischen Spitzenorgan.sation jede Initiative der sozialdemokratischen Landtagsfraktion bezüglich der Regierungsbildung in Hessen abgelehnt habe. In eingeweihten Kreisen rechnet man allen Ernstes jetzt schon mit der b a ld i g e n Wiederauflösung des Landtags und Reuwahlen im Ianuarr oder Februar. Auch auf nationalsozialistischer Seite hält man die Möglichkeit einer Landtagsauflösung und baldigen Reuwahl nicht für ausgeschlossen. Im Gegensatz zu dieser Information lassen Aeußerungen in Zentrumskreisen darauf schließen, daß sich ein Zusammengehen des Zentrums mit den Rationalsozialisten anzubahnen scheint. Das Zentrum beharrt auf seinem Standpunkt, daß es Sache der stärksten Fraktion sei, die Verhandlungen zu eröffnen und Vor schlüge zu machen. Das Zentrum werde, so hört man, diese Vorschläge ruhig und sachlich prüfen und dann seine Stellungnahme bekanntgeben. Es sei ge- willt, seine Schlüsselstellung weder zu mißbrauchen, noch ungenützt zu lassen. Damit wird also die nationalsozialistische Fraktion als die stärkste aufgefordert, die Verhandlungen zu eröffnen. Wie aus Darmstadt berichtet wird, sollen Verlautbarungen in diesem Sinne in der hessischen Zentrumspresse nicht ohne Fühlung mit der Parteileitung und auch nicht ohne Fühlung mit hohen kirchlichen Instanzen erfolgt fein. dem Polizeipräsiden ten in Frankfurt a. M. überreicht worden, weil dieser Abgeordnete, der inzwischen mit der RSDAP. in Differenzen geraten sei, in ihm illegale Bestrebungen erblicke, die er mit seinem Gewissen nicht habe vereinbaren können. Die Illegalität werde erblickt in der einleitenden Bemerkung „Rach dem Wegfall der seitherigen obersten Staatsbehörden und nach Lieberwindung der Kommune". Das „Darmstädter T a g b l a t t" schreibt zu diesen von der preußischen Regierung aus verbreiteten Enthüllungen: „Ob es sich bei den ganzen Vorgängen tatsächlich um eine Vorbereitung hochverräterischer Unternehmen gehandelt hat, oder ob es sich auf Seiten der hessischen und der preußischen Regierung lediglich um eine »große Aktion" mit re,ch t durchsichtigen politischen Zielen handelt, läßt sich zur Stunde noch nicht übersehen. Man wird zunächst abwarten müssen, inwieweit das Ergebnis der Haussuchungen derartige Maßnahmen rechtfertigt. Auch hinsichtlich des geheimnisvollen Manifestes möchten wir zunächst den Rach- weis der Echtheit abwarten.“ Line Darstellung der Regierung über das Ergebnis der SaussuHungen. D a r m ff a b t, 26. Roo. (2BIB. Funkspruch.) Amtlich wirb mitgeteilt: Die gestern nachmittag bei oerschiebenen fütjrenben Persönlichkeiten ber Nationalsozialistischen Partei, Gau Hessen, burchgeführ- ten Haussuchungen, bie sich auf bie Rachprüfung ber in bem Besitz bes Oberreichsanwalts gelangten Rotverorbnungen ber illegalen nationalsozialistischen Regierung unb anbere Schriftstücke erstreckten, haben in vollem Umfange zum Erfolg geführt. Die Echtheit ber Dokumente steht nunmehr ebenso außer allem Zweifel, wie bie Tatsache ihrer Abfassung burch Ge- richtsassessor Dr. Best unb Komplicen. 3m Gegensatz zu biefer amtlichen Melbung behauptet bie rechtseingestellte hessische Lanbes- zeitung, baß bie gestrigen Haussuchungen vollkommen ergebnislos verlaufen seien. Die Reichsparieiteiiung der NSDAP. m ü n ch e n, 26. Rov. (2VTB. Drahtmelbung.) Ivie uns bie Pressestelle ber Reichsparteilei t un g b e r R S D A P. zu ber Angelegenheit ber gestrigen im „Braunen Haus" in Darmsiabt vorgenommenen Haussuchung mitteilt, hanbelt es sich, wenn wirklich belaffenbes Material gefunben worben fff. jebenfaUs um Fälschungen, mit benen b i e Partei nichts z u tun habe, unb von benen sie keine Kenntnis gehabt hat, bie sie aber auch für ausgeschlossen halte. (Eine eingehenbe Stet- lungnafjme ber Parteileitung sei erst möglich, wenn hier selbst bie bis jetzt noch fehlenben Unterlagen vor- liegen. Diese Stellungnahme ber Parteileitung sei noch im Laufe bes heutigen Vormittags zu erwarten. Der Oberreichsanwalt zu den Vorfällen in Hessen. Der Tatbestand des Hock! Verrats noch ganz ungeklärt. Leipzig, 26. Roo. (TU. Drahtmelbung.) Der Oberreichsanwalt Dr. Werner gibt bem Vertreter ber Telegraphenunion über feine Beziehung zu ben Datmffäbfer Vorfällen folgenbe Deutung: „Das Vorgehen ber Darmftäbfer Polizei ist nicht auf meine Beranlaff ung h i n geschehen, wie bie Polizei zur Kenntnis bes Verbachts ffraf- barer hanblungen gelangt, ist hier noch nicht bekannt, wie ich auch über bas (Ergebnis ber bisherigen Ermittlungstätigkeit in Darmsiabt noch "ichf unterrichtet bin. Ich hatte gestern eine Unterrebung mit bem preußischen Innenminister in Berlin, bie auf (Einlabung bes Ministers hin erfolgte unb bei ber mir bas Schriftstück oorgelegt würbe, in bem bet Versuch bes Hochverrats erblickt wirb. Dieses Schriftstück fall von Best herrühren. Dazu gab ich ben Rat, als Beweismittel wenigstens bie Schreibmaschine bes Best zu beschlagnahmen, mit ber bas Schriftstück hergestellt worben fein sott. Das wirb inzwischen geschehen fein. Ich empfahl ferner bem preußischen Minister, seine Absicht, b i e presse in großem Ausmaße zu unterrichten, zunächst nicht auszuführen, weil bie Untersuchung empfinbfich gestört werben könnte, wenn wirklich ber Tatbesfanb bes Hochverrats vorläge. Ob bas ber Fall ist, muß noch geklärt werben. Soweit bas Schriftstück Bests als Stühe zur Feststellung bes Tatbeftanbes in Betracht kommt, han- bele es sich boch offenbar um Maßnahmen, die sich gegen eine auf Grunb ber jetzt geltenben Verfassung im Amte noch bef Inblidje Regierung nicht richten. Vielmehr ist, vorausgesetzt, bäh eine solche legale verfassungsmäßige Regierung gestürzt unb burch bie Herrschaft ber „Kommune" ersetzt fei, biefe ungesetzliche „kommune Herrschaft" fobann abgelöst burd) bie Rationalsozialisien unb erst bann füllen bie Maßnahmen zur wieberherstellung von Orb- nung, Sicherheit unb Recht in Kraft gesetzt unb burchgesührt werden. , — -- -- ______ Hr.ZZZ Erstes Blatt 18s. Jahrgang Donnerstag, 2b. November 1931 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Ob die weitere Untersuchung der Angelegenheit eineu anderen Tatbestand ergibt, bleibt abzuworten. Zur Zeit wird der Verufsreserent Dr. Schäfer im Reichsgericht vernommen. Lr ist aus nicht bekannte weise von Darmstadt nach Frankfurt a. 2TL gebracht und dem dortigen Polizeipräsidenten übergeben worden, der für Vorfälle in Darmstadt keineswegs zuständig ist. Dieser Frankfurter Polizeipräsident hat dann Dr. Schä'er nach Berlin ins preo- hische Innenministerium bringen las- s e n und von dort aus ist mir Meldung über die Vorfälle in Darmstadt gemacht worden. Ich kann nicht la Aussicht stellen, daß über das Ergebnis der Vernehmung Schäfers von mir Auskunft gegeben werden kann." Zentrum und NGOAP. Krick im „Völkischen Beobachter " München, 25. Nov. (XU.) 3n einem im „Völkischen Beobachter" erschienenen mit „Wie lang« noch" überschriebenen Artikel schreibt Dr. Frick u. a.: Die Nationalsozialisten würden neue außenpolitische Verpflichtungen der Regierung Brüning — als für f ie nicht rechtsverbindlich — nicht anerkennen. Bisher habe das Zentrum noch nicht zu erkennen gegeben, das) es zu einer ehrlichen Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten bereit sei. DaS Zentrum verlange von den Nationalsozialisten grundsätzliche Aen- derung ihrer Ueberzeugung, wenn sie für das Zentrum koalitionsfähig werden wollten. Daraus könne das Zentrum lange warten. Nicht an den Nationalsozialisten sei es, sich zu ändern, sondern am Zentrum. Es sei jetzt fünf Minuten vor Zwölf. Es sei noch Zeit, daß sich das Zentrum eines Besseren besinne. 3n einigen Wochen und Monaten sei es zu spät. Dann werde die Geschichte über die „Schwarzen wie über di« roten Marxisten" zur Tagesordnung übergehen. 37 v.H der abgegebenen Stimmen buchten die Nationalsozialisten bereits für sich. Sie würden auch die zur absoluten Mehrheit fehlenden 14 v. H. noch schaffen. Die Reichs- präsidentcnwahl spätestens im April und die preußische Landtagswahl spätestens im Mai 1932 mühten die endgültig« Entscheidung bringen. Der Langnamverein gegen Wirischastspiraten. Ta - Uuternehmcrtum fordert schärfstes Turchqrcifen. Berlin, 26. Nov. (END.) 3n der Hauptaus- schuhsitzung des Langna m Vereins in Münster ging der Vorsitzende, Generaldirektor Dr. Springorum, aus die Auswüchse ein, die in letzter Zeit bei der Leitung einiger gröberer Wirischaftsgebilde sichtbar geworden sind. Dr. Springorum nannte es ein billiges Vergnügen, diese sogenannten Skandale ohne weiteres dem privaten Unternehmertum als solchem anzuhängen. Es wäre ein Leichtes, auf die wahrlich nicht geringen Korruptionserscheinungen in der staatlichen oder kommunalen Wirtschaftsführung hinzuweisen. So aber kämen wir nicht weiter und kämen wir vor allem nicht zu der intakten Wirtschaftsmoral. Wir verlangen vielmehr mit allem Nachdruck, so sagte Dr. Springorum, dah mit aller Schärfe desGeseheS gegen diejenigen vorgegangen wird, die d a S Blld des ehrbaren Kaufmanns besudeln und ihre Unternehmerausgabe lediglich in ihrer persönlichen privaten Bereicherung, für die ihnen jedes Recht recht war, erblickt haben. Wo ein echter Unternehmerwagemut zu Schwierigkeit n geführt hat, ift kein Raum fürVerunglimpfungen. Wohingcgm ftalt dieses schöpscr s^,en Wagemutes ein schmutziges Spekulantentum sich breitmacht, kann nach unserer Ausfassung im Interesse der Wirtschaft und des Unternehmertums nicht scharf genug durchgegriffen werden. Deutschland und die Abrüstungskonferenz 1932. Eine Kundgebung des Arveitoauü chufjeS deutscher Verbände. Berlin. 25. Nov. (WTD.) Der ArbcitsauS- schuh deutscher Verbände veransta t:te im Plenarsaal deS Reichstags eine Kundgebung über das Thema: ^Deutschland und die Abrüs.ungslo .ferenz 1932". Gouverneur z. D. Dr. Schnee M. d. R. (DDP.), der Präsident des Arbeitsausschusses deutscher Verbände wies auf den Rechtsanspruch Deutschlands hin, dah die anderen Nationen die von ihnen übernommene vertragsmühige Verpflichtung ihrerseits g.cicyfalls abzuru^.cn, e r । ü 11 c n. Auch daS Schlutzprotokoll von Locarno erkenne feierlich an, dah diese Friedensleistung Deutschlands die allgemeine Abrüstung beschleunigen müsse. Die kommende Abrüstungskonferenz müsse diesem deutschen Rechtsanspruch Genüge tun. Die heutige Kundgebung soll die Stellungnahme des deutschen Volks, daS nicht gewillt fei, auf die Dauer den Zustand einseitiger Abrüstung zu ertragen, zum Ausdruck bringen. Ueber den deutschen Anspruch aus allgemeine Abrüstung und die Bedrohung der Sicherheit Deutschlands, das jedem Angriff ohne die Möglichkeit einer Verteidigung auSgeseht sei, sprachen noch für die NSDAP. Generalleutnant a. D. R i t t e r v o n E p p . für die WirtschaftS- Dartci der ReichStagSab geordnete Sachsen- berg, für die Deutschnationa « Volkslartei der Fregattenkapitän a. D. Scheibe, der besonders die seepolitifche Bedeutung der Abrüstungsfrage erörterte ferner für daS Zentrum ReichstagS- obgeordneler Dr. D o ck e l, für die Konservative Volkspartei Graf von Westarp, für die Bayerische Volkspartei RcichStagsabgeordneter Graf vonQuadt - 3fny, für daS Deutsch« Landvolk ReichStagSabgeordneter Dr. Gereke und für die Deutsche Staatspartei ReichSlazSabg. Ernst ß e m m e r. Die Versammlung nahm eine Entschließ hung an. die u. a. besagt: 1. Der Versailler Vertrag legt nicht nur Deutschland die inzwischen voll erfüllte Pflicht zur Entwaffnung auf, sondern gewährt i&m auch einen Rechtsanspruch auf b ie wirkliche Abrüstung feiner Vertragspartner; beides ift voneinander abhängig. Ser Völkerbundsrat hat neue Hoffnung. Einigung auf eine Friedensformel. - Wird Japan seine Truppen in die Eisenbahnzone zurückziehen? Paris. 25. Nov. (WTD.) Der heutige Tag ist im Völkerbund als kritisch bezeichnet worden. Die Auffassungen der beiden Parteien stehen einander scharf gegenüber. DaS heute nachmittag überreichte chinesische Memorandum bewegt sich auf der bekannten Grundlage: Die Chinesen haben grundsätzlich gegen die Ernennung einer Untersuchungskommission nichts einzuwenden, stellen aber alS Bedingung die Einstellung der Feindseligketten, die sofort beginnende und innerhalb zweier Wochen durchzuführende Räumung und dte Ueberwachung der Zurücknahme der japanischen Truppen durch Neutrale. 3n den der chinesischen Delegation nahestehenden Kreisen wird der letzte Punkt als der wichtigste des ganzen Schriftstücks bezeichnet. Ferner kommen die Chinesen in ihrem Schriftsatz auch auf die Frage der Anerkennung der Verträge (Kellogg-Pakt, Antikriegspakt, Dölkerbundspakt. Washingtoner Neunmächteabkommen) zu sprechen. Sie vertreten den Standpunkt, daß in einer vom Dölkerbundsrat anzunehmenden Entschließung aus diese Verträge hingewiesen werden müsse. Die Ratsmitglieder traten um 17 Uhr zu einer einstündigen geheimen Sitzung bei B r i a n d zusammen. Hieraus trat der Dölkerbundsrat, ohne die beiden Parteien, zu einer Sitzung zusammen. 3m Anschluß an die Sitzung wurde ein Communiquö ausgegeben, in dem es heißt: „In der Hoffnung, zu einer einstimmig gemäß Artikel 11 de» Völkerbundspaktes auch von beiden Parteien anzunehmenden Entschließung zu gelangen, ist der Entwurf einer Regelung ausgearbeitet worden, der d i e Zurückziehung der japanischen Truppen in dieLisenbahnzone und die Ernennung einer internationalen Kommission getrennt behandelt. Die Grundlinien dieses Entwurfs, der beiden Parteien mitgeteilt worden ist, find folgende Erinnerung an die Entschließung vom 30. September, durch die beide Parteien sich feierlichst gebunden erklären. Velde Regierungen werden infolgedessen ausgefordert, alle Maßnahmen ;u treffen, die notwendig sind, um die Ausführung dieser Entschließung sicherzu st eilen derart, daß die Zurücknahme der japanischen Truppen in die Lisenbahnzone schnellstmöglich erfolgen kann, da der Völkerbundsrat dieser Zurücknahme größte Bedeutung beimihk. Velde Parteien verpflichten sich, den Oberslkom- mandierenden ihrer Streitkräfte strikten Befehl zu erteilen, s I ch jeder Initiative zu enthalt e n , die neue Zwischenfälle heraufbeschwören und weitere Verluste an Menschenleben herbei- sühren könnte, ferner die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um jede Verschärfung der Lage zu verhindern. Geplant Ist die Schaffung einer K o m m I f s I o n, die an Ort und Stelle die Lage prüfen und dem Rat über alle Amstände Bericht erstatten soll, die geeignet sind, den Frieden zwischen beiden Ländern zu bedrohen. China und Japan würden durch je einen Beisitzer in dieser Kommission vertreten sein. Die Bildung sowie die Arbeiten der Kommission würden anderverpflichlnng.diejapa. «Ischen Truppen In die Lisenbahnzone zurückzuziehen, nicht» ändern." Morgen nachmittag treten die Ratsmitglieder ohne die beiden Parteien zu einer weiteren nichtöffentlichen Sitzung zusammen, und man hosst, die Verhandlungen soweit fördern zu können, daß am F r e i t a g n a ch m i t t a g die Schlußsitzung der Ratstagung abgehalten werden kann. „Petit Parisien" will am Quai d Orsay erfahren haben, daß die japanische Antwort auf den gestern veröffentlichten Entschiehungsentwurs des Dölkerbundsrats günstig laute. Die 3a- paner machten jedoch einen Vorbehalt: sie verlangten eine Zusahbestimmung zu dem Entwurf, der beide Regierungen auffordere, ihre Ober- kommandierenden anzuweifen, alles zu vermeiden, was die Lage verschärfen könnte. Die japanische Regierung wünscht protokolliert zu haben, dah als solche Handlungen nicht diejenigen angesehen werden, die unerläßlich seien, um die berechtigte Verteidigung und den Polizeidienst sicherzustellen. Vs ist auch eine chinesische Anregung auf Schaffung einer neutralen Zone inTschin tschau erörtert worden, in der sranzösische, italienische und englische Truppen den Schutz übernehmen sollen. Amerika billigt die Ratsentschließung. Auch Washington ist optimistisch. Paris, 25. Nov. (WTD.) General DaweS hat der Presse folgende Mitteilung zugehen lassen: Die amerikanische Regierung billigt den allgemeinen Entwurf der Regelung des chinesisch-japanischen Konfliktes, wie er in der Dölkcrbunvsentschließung enthalten ist. Die Regierung hat China und Japan von dieser Dilligung in Kenntnis gesetzt und darauf gedrungen, daß beide Staaten dem Plan zustimmen. 3n Washington weist man die aus Europa kommenden Vorwürfe zurück, daß Amerika durch seine schwankende Haltung für die Un - n a ch g i e b i g k e i t 3apans verantwortlich sei. Es wird betont, daß die Regierung sowohl direkt mit Japan verhandelt habe, wie die Bemühungen des Völkerbundes nachdrücklichst unterstütze. Europäische Meldungen, daß Amerika mit Rücksicht auf den baldigen Zusammentritt des Dundeskongresses sich aus den Verhandlungen über die Mandschurei zurückziehen wolle, seien völlig grundlos. Japan könne zur Beruhigung der Lage viel beitragen, wenn es die Zusicherung gebe, daß es im Benehmen mit der neutralen Kommission seine Truppen allmäh - l i ch zurüc! ziehen werde. Die völlige Zurückziehung zur Eiscnbahnzone werde sich, wie jedermann jetzt zugcbe, zur Zeit nicht durchführen lassen, da Dann in einigen Orten anarchistische Zustände zu befürchten seien. Jedenfalls sei die Lage durchaus nicht hoffnungs- l o s, und es bestehe daher keine Veranlassung, die Frage eventueller Sanktionen zu diskutieren. in Oer Tschechoslowakei. Blutige Zusammenstöße mit Gendarmerie im schlesischen Zndustriebezirk. 6 Tote und viele Verletzte. — Eine parlamentarische Llntersuchungskommission. Prag, 25. Nov. (MTV.) IDie amtlich gemeldet wird, stellte heute die kommunistische Arbe.terschast im Freiwaldauer Bezirk (Schlesien) die Arbeit ein, um einen von den Kommunisten vorbereiteten Hungermarsch auf Freiwaldau durchzuführen. Nachdem der etwa 1000 Mann starke Zug in Sehdors durch Gendarmerie a u »- einanöetgetrieben worden war, wurden die Demonstranten, die nach Freiwaldau weiterziehcn wollten, bei Niederlindewiese von Gendarmerie angehalten. Die Arbeiter wandten sich jetzt mit Massen, Stöcken, Steinen und Liscn- ffangen gegen die Beamten. Der Gendarmer'.eober- leutnant Jirkowskl erhielt zwei hiebe ins Gesicht und gab nun den Befehl z u m Schießen. Durch die Salve wurden sechs Personen getötet, eine schwer und zehn bi» zwölf leicht verletzt. Zwei Gendarmen wurden verletzt. Der Vorfall wird aus da» eingehendste untersucht. Mie weiter amtlich gemeldet wird, machte die 15 Mann zählende Gendarmerie von der Schuhwasse gegen die ungefähr 800 Personen starke angteifenöe Menge erst Gebrauch, al» nach Verwundung de» Gendarmeriekommandanten, Oberleutnant Zir.owski, elf von Steinen und Stöcken getroffene Gendarmen in höchster Bedrängnis waren, und die Menge sich bereit» auf öle Gendarmen stürzte und ihnen Pfeffer und Salz in Die Augen z u st reuen begann. Unter den fech» Todesopfern befinden sich auch zwei Frauen, wie festgestellt wurde, war von den verletzten und toten Demonstranten nur eine Person beschästi- gungtlo». von den 15 Gendarmen, die der an- greifenben Volksmenge gegenüberftanben, wurden zwei, und zwar der genannte Oberleutnant und ein Fähnrich, schwer verletzt. 3n den Abendstunden herrschte in der Gegend vollkommene Ruhe. L» wurde sestgestellt, daß der kommunistische Senator Langer in einer öffentlichen Versammlung in Wagstadt die Versammlungsteilnehmer zu Hungermärschen ausgesoedert hatte. Nach privaten, bisher unbestätigten Meldungen sollen bei den Zusammenstößen nenn Personen ihr Leben eingebüßt haben. Lärmszenen im Prager Abgeordnetenhaus. Prag, 25.Nov. kWTD) 3m Abgeordnetenhaus kam es wegen der Vorfälle in Nicderlinde- wiefe zu heftigen Austritten zwischen den deutschen Sozialdemokraten und den Kommunisten, die stürmisch und unter allgemeinem Lärmen verlangten, der Innenminister solle Bericht über die erwähnten Ereignisse erstatten Der Redner in der Budgetdebatte konnte wegen des anhaltenden Lärms bloß einige Worte sprechen. Die Kommunisten verlangten durch ununterbrochenes Rufen, i'aß der Redner die Tribüne verlasse. Der Vor i ende unterb.ach chl e lich unter großem Lärm die Sitzung. Das Haus nahm nach etwa einstündiger Pause die Sitzung wieder auf. Nachdem der kommunistische Abgeordnete Gottwald namenS seiner Fraktion des Vorgehen der Gendarmerie gegen die Arbeiter, die sich nur gegen eine Lohnherabsetzung gewehrt hätten, verurteilt batte, gab Innenminister Slavik in Anwe'enheit des Ministerpräsidenten und zahlreicher Mitglieder der Regierung eine eingehende Darstellung der Ereignisse, die sich mit dem amtlichen Bericht deckt. Der Minister ersuchte die Mitglieder des Abge- ordnctenhau'es, bei der Untersuchung zugegen zu sein, die sofort durchg.'führt werden würde. Kern Schuldiger werde der Strafe entgehen. Die Kommunisten begleiteten den Minister mit lärmenden Kundgebungen und Zwischenrufen. Der kommunistische Abgeordnete Dallo wurde wegen einer beleidigenden Aeußerung gegen den Minister für fünf Sitzungen ausgeschlossen. Er mußte durch die Parlamentswache aus dem Saale geführt werden. D r kommunistische Antrag cu' Crö inung der Debatte über die Erklärung des Ministers wurde unter großem Lärm der Kommunisten abgelehnt. Die MehrheitSparteien befcbloffen, einen par- lamentarifchen Untersuchungsausschuß nach Freiwaldau zu entsenden. Da daS dortige Gebiet rein deutsch ist, wurde neben einem '.schechischenNational oziclisten auch e nM t» glied des Deutschen Bundes der Landwirte und ein deutscher Sozialdemokrat entsandt. 2. Der für di« Abrüstungskonferenz in Genf auSgearbeitet« Konventionsentwurf ist unzureichend, weil die vorgesehenen budgetären 'Begrenzungen ter Herste.lung immer Tur4):barercr kriegerischen Vernichtungswerkzeuge keinen Riegel vorschieben. Er ist unannehmbar, wenn er die bisherige Ungleichheit aufrechterhält. Eine vchle Abrüstung muh zur vollständigen Abschaffung gerade der zum Ueber all und Angriff auf die anderen Völker bestimmten und verleitenden Waffenarien führen. 3. Nur die Befolgung solcher Grundsätze durch die Regierungen vermag den Anspruch deS deutschen Volk- auf gleiche Sicherheit und Achtung unter den Völkern und den Anspruch aller Völker auf Sicherung deS Weltfriedens zu gewährleisten. Aus oller Welt. Die Sflartfaffäre dramatisiert. DaS Stadttheater Wiesbaden wird am 29. d. M. ein Stück von Rudolf Roberts, .W a S weiß Korinnek?" zur Uraufführung bringen. Da in diesem Stück die Gebrüder S k l a r e k eine gewisse Rolle spielen, hat der RechtSbeistand von Mar Sklarck von der Intendantur deS Stadt- theaters die Einstellung der Proben für das Stück verlangt. Sollte dem Einspruch nicht Rechnung getragen werden, so würde eine richterliche Verfügung erwirkt. DaS Stadttheater hat den Protest unbeachtet gelassen. Der Mord in Buggoro. Die weiteren Feststellungen in der Todessache der Frau von HennigS in Buggow bei Anklam haben ergeben, daß der Fingerabdruck auf dem Kolben des Gewehrs einwandfrei von dem feftgenommenen Förster Dl inz - l e r stammt. Der bei der Abzugsvorrichtung deS Jagdgewehrs vorwendete Zwirn scheint von dem bei der Haussuchung vorgefundenen Zwim- knäuel herzurühren. Dlinzler leugnet, die Waffe selbst eingebaut zu haben. Er will sie vielmehr an einen Unbekannten im Oktober vorigen Jahres verkauft baben. Diese Angabe wird aber nicht geglaubt. Glückt die Ojeanüberquerung im Faltboot? Bekanntlich hat der deutsche Kapitän Fritz Engler in einem aus einer Rosenheimer Werft stammenden Faltboot versucht, in 70 Tagen den Atlantik zu überqueren. Engler hat am 14. Oktober von Oporto auS die Ueber- sahrt angetreten. Nach einem auS Neuyork finget roffenen Funkspruch der Korrespondenz ,.3nS" hat das Schiss ..Almeda Star" auf dem Ozean nunmehr den Deutschen in seinem Faltboot angetroffen. Engler befand sich zur Zeit der Begegnung mit dem Schiss auf 26 Grad Nord und 20.35 Grad West. Demnach hatte sich Engler westlich der Kanarischen Inseln befunden. Fünf Todesopfer einer Benzlnexplosion in Marschau. In der Warschauer Dorstadt Wola entstand infolge der Explosion eines Benzinbehälters in der Privat- wohnung eines Droschkenchauffeurs ein große» Feuer. Bier erwachsene Personen und ein Kind sind verbrannt, drei Kinder trugen schwere Brandwunden davon. Line Stadtkasie um 85 000 Mark betrogen. In Ludwigslust (Mecklenburg) machte Bürgermeister Dr. Dehn dem Rat die überraschende Mitteilung, daß bei der Stadtkasse Veruntreuungen über 85000 Mark aufgedeckt worden seien. Die Gelder sind fast ausnahmslos beim Konto .Mi e tzinS sie uer- unterschlagen worden. ES hantelt sich vermutlich um Veruntreuungen eines Beamten, der sich vor einiger Zeit wegen von ihm begangener Unregelmäßigkeiten durch Selbstmord der Bestrafung entzogen hat. Einsturzunglück in Neapel. In Neapel stürzten zwei Stockwerke eines großen Hauses ein. In dem sich u. a. ein Privatkindergarten befand Vier Kinder fanden den Tod. Fünf Personen wurden schwer, und eine größere Anzahl leicht verletzt. Während der Bergungsarbeiten erfolgte ein zweiter Einsturz, durch den einige Feuerwehrleute verlebt wurd.n Ai der Uaglücks- ftätte traf alsbald der Kronprinz ein. Man vermutet, daß der Einsturz durch die heftigen Regengüsse der letzten Tage herbeigesuhrt worden ist. Oie Wetterlage Wien " ©WOtieciOi Ont'ltt OMFO 9 «Ollig • »Sehnt» a OreePfln ■ NtMl K Qr-lirr/yw -cibn» «Q. KfW <*■<*• Qu y "»11-««- Svdioewcii S \:ure»the« •!»"» mtflcn eilt dte w.nat o-t eoorn iuKach Sltetedtn z«> l *■* nrtrtieivtiv uaj»rr>tari>> i»ndreft Wettervoraussage. Die Allantik'.örung, deren Kern seither näher an Island lag. hat ihn jetzt mehr südlich nach den britischen Unfein bin ver «hoben. Infolgedessen strömt weiter Warmluft nach dem Festland vor, was im Temperaturanstieg zum Ausdruck kommt. So lagen in unserem Bezirk die Morgentemperaturen ungefähr 2 bis 3 Grad höher, als vor 24 Stunden. Da der Störungseinfluß noch weiter zur Entfaltung gelangt, so wird im Bereich ozeanischer Lust wechselhasleS Wetter vorherrschen und eS werden noch Niederschläge auf treten. Aussichten für Freitag: Wild, neblig und wolkig, zeitweise Niederschlage. AuSsichlenfürSamSlaa: WechselhasleS Wetter mit vorübergehender Aufheiterung, Rückgang der Temperaturen, noch vereinzelte Niederschläge. Lufttemperaturen am 25. November: mittag» 8,2 Grad Celsius, abends 7 Grad; am 26. November: moraens 7,3 Grad Maximum 8,4 Grad. Minimum 7,2 Grad — Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 25. November: abends 6,2 Grad; am 26. November: morgens 5,2 Grad Celsius. — Niederschläge 0,8 nun. Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 26.November 1931. Wurmkrankheiien bei Kindern. Von Dr. med. Martin Goih. Wer einmal beobachten konnte, welchen Heißhun- 8er ein Erwachsener, der einen Bandwurm beher- ergt, entwickelt, der kann sich leicht eine Vorstellung machen, wie groß die Nahrungsansprüche eines solchen ungebetenen Gastes sind. Wenn man dazu noch berücksichtigt, welche Schädigungen der Organismus erleidet, und wenn man in Betracht zieht, daß diese Schädigungen für die Entwicklung des kindlichen, im Wachstum begriffenen Körpers notwendigerweise um ein Vielfaches störender wirken, dann wird man nicht leicht die Gefahren unterschätzen, die dem Kinde von derlei tierischen Schmarotzern bereitet werden können. Nun gehören glücklicherweise die Bandwürmer bei Kindern nicht gerade zu häufigen Erkrankungen. Harmloser, aber dafür öfter sind andere Wurmarten. Da wäre an erster Stelle der Spulwurm zu nennen. Er ähnelt dem Regenwurm und ist etwa 30 bis 40 Zentimeter lang (das Männchen ist kleiner: 25 Zentimeter). Er bewohnt den Dünndarm, von wo aus er gelegentlich in den Magen gelangen und dann zur Nase oder zum Munde her- auskriechen kann Wenn man sich in diesem Zusammenhänge so ausdrücken darf, so hat er wenigstens oft den einen Vorteil, daß er nur in einem Exemplar vorhanden ist. Wenn also ein solcher Wurm abgeht, sollte man eine Abtreibungskur nur dann einleiten, wenn sich Eier im Stuhle finden. Diese Feststellung trifft mit Sicherheit nur der Arzt. Solange der Wurm nicht in die Außenwelt gelangt, ruft er manchmal keine ausgesprochenen Erscheinungen hervor. In den meisten Fällen aber klagen die Kinder über Jucken in der Nase; Durchfälle und Erbrechen treten auf. Geradezu gefährlich kann der Spulwurm werden, wenn er sich, was gar nicht so selten ist, in den Ausführungsgang der Gallenblase verirrt und hier eine schwere Entzündung mit Gelbsucht hervorruft. Und wenn einmal mehrere Würmer sich im Darm zusammenballen, so bilden sie ein Hindernis für die Darmpassage und verursachen auf diese Weise einen bedrohlichen Darmverschluß. Wenn die Anwesenheit von Spülwürmern festgestellt ist, lasse man sich vom Arzt sofort ein Wurmmittel auf- schreiben. Man kann die Abtreibungskur dadurch erleichtern, daß man dem Wurme den Aufenthalt im Darm ungemütlich macht, indem man Nahrungsmittel zuführt, die er nicht ab Leckerbissen empfindet. Das sind vor allem: rohe Möhren, Kürbiskerne, grüner Salat mit Zitronensaft, frisches Gemüse, Obst und besonders Gurken. Dagegen bevorzugt er Kuchen und Fleisch. Wir wollen noch erwähnen, daß die Spulwurmeier wohl meist durch schlechtes Trinkwasser, oder nicht genügend gereinigtes Gemüse in den menschlichen Darm gelangen. Fast noch häufiger als de»- Spulwurm kommt bei Kindern der Maden wurm oder Pfriemen- schwänz vor. Er sieht aus wie ein kleiner, bis zu 1 Zentimeter langer, weißlicher Faden und bewohnt den Dickdarm, vor allem dessen unteres Ende: den Mastdarm. Seine Eier kommen auf ähnliche Weise in den menschlichen Körper, wie die des Spulwurmes. Nachts kriechen die Weibchen aus dem After heraus, um dort ihre Eier abzulegen. So entsteht an dieser Stelle ein lästiger Juckreiz, der die Kinder zum Kratzen veranlaßt. Die auf diese Weise mit Wurmeiern behafteten Finger des Kindes werden natürlich gelegentlich zum Munde geführt, so daß ein Kreislauf der Wurmentwicklung beginnen kann. Bei der Behandlung ist dieser Vorgang nicht außer acht zu lassen. Die Feststellung der Maden- wurmer ist leicht, weil die weißlichen Fäden sich lebhaft bewegen, bei Beobachtung des Stuhls kaum zu übersehen sind. Was die Behandlung anbetrifft, so ist mit Wurmmitteln allein nicht auszukommen. Um die Würmer mit Sicherheit aus dem unteren Darmabschnitt zu entfernen, sind Einläufe nötig. 2lls Volksmittel sind vor allem Knoblauchklistiere beliebt. Die Aftergegend muß mit einer vom Arzt verordneten Salbe eingerieben werden, um die Eiablage unmöglich zu machen. Die Selbstinfektion wird verhütet, wenn abends nach dem Einlauf, dem Einreiben der Salbe und Zuführung des Wurmmittels die Fingernägel gründlich gereinigt werden und zur Nacht ein eng anschließendes Badehöschen angezogen wird, so daß das Kind im Schlafe auf feinen Fall kratzen kann. Die Hofe muß jedesmal vor dem Anziehen gekocht und getrotfnet fein. Es sind also eine ganze Reihe von Maßnahmen nötig, um die lästigen Bewohner wirklich loszuwerden. Außer dem Spulwurm und Madenwurm kommen, zum Glück seltener, die verschiedenen Arten von Bandwürmern bei Kindern vor, die zum Teil gefährliche Schädigungen Hervorrufen können (schwerste Blutarmut usw.). Es ist allgemein bekannt, daß im Stuhle von Bandwurmkranken losgelöste Wurmglieder nachweisbar sind und daß der Wurm erst als beseitigt gelten kann, wenn der stecknadelsgroße Kopf abgegangen ist. Da alle wirksamen Bandwurmmittel dann und wann unangenehme Nebenwirkungen haben und die Kur überhaupt angreifend ist, so soll sie a u f j e d e n Fall nur unter ft r e n g ft e r Kontrolle des Arztes und mit Berücksichtigung des Kräfte- zustandes des Kindes oorgenommen werden. Die Bandwürmer bedürfen zu ihrer Entwicklung meist eines sog. Zwischenwirtes: bei einer Art ist dieser das Schwein, bei anderen der Hecht, ober der Lachs. Hieraus wird es verständlich, daß die Uebertragung auf den Menschen zum Beispiel durch den Genuß von rohem oder nicht genügend zube- reitetem Fleisch, zumal vom Schwein, oder auch von Hecht- oder Lachsfleisch, das mangelhaft gekocht oder gebraten ist, geschehen kann. Die Beschwerden, welche die Bandwürmer machen, sind recht unbestimmt. Jedenfalls sollten ge- legentliche Leibschmerzen, Unregelmäßigkeiten des Stuhlgangs, plötzliches Erbrechen aufmerksam machen. Ueberhaupt sollen die Eltern nicht vergessen, an Wurmkrankheiten bei ihren Kindern zu denken, wenn ihnen eine sonst nicht gewohnte Abgeschlagenheit und nervöse Stimmung auffällt. Noch verdächtiger sind anfallsweise auftretender Heißhunger, der mit Appetitlosigkeit wechselt, und schließlich Bettnässen, migräneartige Kopfschmerzen und blasse Hautfarbe mit den bekannten blauen Rändern um den Augen. Gießener Wochenmaritpreisc. * Gießen, 26. Nov. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Kochbutter von 1 Mark an: Butter 120 bis 1,30; Matte 25 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 1,40; Wirsing 7 bis 8; Weißkraut 5 bis 6; Rotkraut 7 bis 8; gelbe Rüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10; Spinat 12 bis 15; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 10 bis 12; Rosenkohl 15 bis 20; Feldsalat 80 bis 100; Tomaten 40 bis 50; Zwiebeln 10 bis 12; Meerrettich 30 bis 70; Schwarzwurzeln 25 bis 35; Kürbis 5 bis 6; Kartoffeln 4; Aepfel 8 bis 10; Dirnen 8bis 10; Dörrobst 30 bis 35; Enten 80 bis 100; Honig 40 bis 50; junge Hähne 80 bis 90; Suppenhühner 70 bis 90; Gänse 70 bis 80; Düsse 35 bis 40; das Stück: Tauben 50 bis 60; Eier 13 bis 14; Blumenkohl 20 bis 60; Salat 8 bis 10; Endivien 8 bis 10; Ober-Kohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 40 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3 bis 3,50; Aepfel 4 bis 7; Weißkraut 3 bis 3,50; Wirsing 4 bis 5; Rotkraut 4 bis 5 Mark. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Gießener Konzert-Berein: 20 Uhr, Stadttheater, Symphonie-Konzert. — Cafe Leib: 16 und 20 Uhr, Werbeveranstaltung für Union-Briketts. — Licht- Gießener Mntemothjlse 1931/32 Helft den Notleidenden! Zede Gabe ist willkommen! Sachspenden an das Stöbt. Wohlfahrtsamt Gartenstraße 2, Zimmer 9, erbeten; auf Wunsch erfolgt Abholung. Telephon 2858. Geldspenden nehmen auch die Sanken und Sparkassen entgegen,- ferner sind Einzahlungen aut das Winternothilfe-Konto Nr. 3372 bei der Sezirkssparkasse Gießen möglich. spielhaus Bahnhofstraße: „Der Kongreß tanzt". — Astoria-Lichtspiele: „Im Schatten von Paris". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Freitag, 27. November, als 9. Vorstellung im Freitag-Abonnement erste Wiederholung des Lustspiels: „Marguerite: 3" von Fritz Schwiefert. In der hübschen Inszenierung Karl H e y s e r s läßt das Stück feine mannigfachen Vorzüge sehen. Es ist ein erfreulicher Theaterabend. Beginn 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. — Der Deutsch-Oe st erreichische Alpenverein, Sektion Oberhessen, veranstaltet am Samstag, 28. November, 20.30 Uhr, im Singsaal des Realgymnasiums einen Lichtbilder-Bor- tragsabend. Regierungsrat Dr.Gretschmann (Darmstadt) wird über die Dolomitenwelt sprechen. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. • ** Derkehrsverein und Reichsbahnverwaltung. Zwischen dem Vorstand des Verkehrs- und Verschönerungsvereins und der Reichs- bahnverwaltuna ist jetzt eine enge Verbindung dadurch hergestellt worden, daß Reichsbahnoberrat Wilke in den geschäftsführenden Vorstand des Verkehrs- und Verschcnerungsvereins eingetreten ist, feine Stellvertretung in diesem Gremium der Oberbahnhofsvorsteher Heinzelmann hat, und dem Ausschuß (erweiterter Vorstand) des Verkehrs- und Verschönerungsvereins der Reichsbahninspektor K l i f s m ü l l e r angehört. Durch diese enge Verbindung zwischen den beiden für die Gießener Derkehrswerbung maßgeblichen Stellen ist nunmehr die Möglichkeit geschaffen worden, die Arbeit auf dem Gebiete des Reichsbahnverkehrswesens noch fruchtbarer als bisher zum Ruhen beider Teile zu gestalten. ** Don der Matthäusgemeinde. Die Kirchengemeindevertrelung der Matthäusgemeinde nahm gestern abend in einer Sitzung den Jahresbericht des Gemeindepfarrers Mahr entgegen und genehmigte sodann den Voranschlag der Matthäus-Gemeinde für die Jahre 1932/34. Ferner wurde als neues Mitglied der Provinzialverwal- tungs-Oberinspektor Schüllermann gewählt und als weiterer Vertreter der Matthäusgemeinde im evangelischen Gesamtkirchenvorstand der Berufsschullehrer W e h r h e i m bestimmt. ** Justizpersonalie. Der Kanzleigehilfe Karl Schwalb beim Amtsgericht Gießen wurde unter Berufung in das Deamtenverhältnis mit Wirkung ab 1. Dezember zum Kanzlisten ernannt ** Abendandacht für Studenten. Am morgigen Freitag pünktlich um 20 Uhr, findet in der Kapelle auf dem Alten Friedhof wieder eine Andacht für die Studenten statt. Die Andacht hält der mit der Studentenseelsorge an der Landesuniversität beauftragte Privatdozent der Theologie Lic. Brunner. "Weihnachtsausstellung derHaus- frauenberatung. Man schreibt uns: Es sei wiederholt auf die große Weihnachtsausstellung hingewiesen, die von der Hausfrauenberatung vom 28. November bis 6. Dezember veranstaltet wird. Aus der Fülle des Gebotenen ist die Warenschau einer Anzahl Gießener Firmen hervorzuheben, die das Beste und Interessanteste ihrer diesjährigen Weihnachtsangebote zur Schau stellen und zum Verkauf anbieten. Die Hausfrauenberatung hat eine Sonderabteilung schöner un& praktischer Arbeiten ausgestellt. Ferner finden täglich um 16 und um 18 Uhr Kochlehrkurse mit wechselndem Programm statt. Man darf auch kosten, was da Gutes bereitet wird. Abends werden Abendessen ausgegeben, damit auch die Eheherren für ihr Interesse an der Ausstellung belohnt werden. Eine Anrichte zeigt gute Wendplatten, denen die Rezepte und die Kostenberechnung beigefügt sind. Eine Kaffeestube lädt zum Ausruhen bei einer billigen Tasse Kaffee und selbstgebackenem Kuchen ein. Auch die Kinder sollen ihr Vergnügen haben. Dafür sorgt ein Kasperle, das täglich zwischen 15 und 18 Uhr spielt. Man beachte die Anzeigen. ** Allerlei D i e b ft ä f) l e. Der Polizeibericht meldet: Gestohlen wurden eine silberne Uhr mit Bierzipfel gez. G. S. und Widmung „Ernst und Hugo ihrem lieben Gustav zur Erinnerung an die Pen- nälerzeit" aus einem Auto ein Rucksack mit Lebensrnitteln, Kinderschuhen und Haushaltungsgegenstän- den, aus dem Schlachthaus ein halbes Schwein und auf dem Ludwigsplatz und vor dem Volksbad je eine elektrische Boschlaterne. Personen die sachdien- liche Angaben zur Ermittlung der Täter machen können, werden gebeten, die Kriminalpolizei zu verständigen. NkllkRBu^EUkNREN neueRBW^iigWiren \ neueRBURg wsigflRftrgnj 5 PFENNIG 6 PFENNIG in M axoul-M ischung Das neue Zeichen Echtheits-Zeichen. von jetzt an die Packungen um sererMarken OVERSTOLZ und RAVEN KLAU mit dem hierabgebildeten,für uns geschützten Um dem Raucher die Garantie JW' zu geben,dass er bei unserer Firma eine„echte MAXOULr Mischung erhält,versehen wir Die Packungen unserer 8 und 10 Pf. Zigaretten LÖwenbrück und Gülden ring haben wir nicht besonders gekennzeichnet,denn es versteht sich ja von selbst, dass wir für so hochwertige Marken kostbare Maxoul-Tabake verarbeiten, Echtheits- 9 Tage! Hauswirtschaftliche Weihnachtsausstellung im Palast-Lichtspielhaus, Kirchenplatz 9 7983 U Grofee Gratis -Verlosung Am Freitag, dem 27. November 1931 ein neues Spiel um Liebe und Magen: Hinterher Proben von Susis Kochkunst! In jeder Vorführung die grobe Gratisverlosung 8036 D Jedermann ist herzlichst eingeladen! Kinder unter 16 Jahren haben keinen Zutritt! 1)02 V Der Union-Briketts vertreibende Handel Gießen, den 25. November 1931. und eingeführte Gäste frei. 0022 U Gießen, den 25. November 1931. RO-MD Kennen Sie Crepe Carmen? MH r eingang; Tcufelslustßärtchen. 1 34 U RM. 06916 1045 A Herremimmer. Speisezimmer, Schlafzimmer, IM* SSSSSSL ü .achmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr in Gießen im Cafd Leib (WalltorStraße) keit de* Cripe Marocain. — Wir haben < < tarnen immer in viel.Farben am l^aiter.— Dazu kostet Cripe Carmen nur per m Cripe Carmen ist ein wundervoll weichfließender kunstaeid. Stoff für elegante Kleider. Blu*en, Wäsche u*w.. in einer Breite v. fast Kl) cm. Cripe Carmen hat den geschmeidigen Griff v. Cripe Georgen»'. aber die Dichte und Haltbar Personen: Die schlaue Susi . 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Die Beerdigung findet am Freitag,dem 27.Nov.,nachm. 2 Uhr, vom Sterbehause Wetzlarer Straße24 aus statt 8029 D In tiefer Trauer: Die Hinterbliebenen. Danksagung. Für die wohltuende, große Anteilnahme an dem schweren Verlust meiner lieben Frau danken wir alle herzlich. Karl Bechtoldt nebst Angehörigen. Am Totensonntag wurde meine gute Mutter Luise Rademaker Wwe. geb. Ottmann von Ihrem Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Lucie Rademaker. Eintritt >>5usi und der Hagestolz« 10X3 Zentner Union-Briketts und 10X2 Zentner Union-Briketts frei ins Haus geliefert! Heute früh verschied nach kurzem schweren Leiden unser innigstgeliebter treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel Herr Georg Fischer im Alter von 71 Jahren. LAD EX mit 2 irenft., allerb. Lage, tu vermieten. 2mriftl.Anacb.unt. 06934 n.d. GH. Ain. 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Lieh, den 26 November 1931, Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 3 Uhr In Lieh statt. Wir suchen 20 Aushilfen für die Abteilungen: Kleiderstoffe / Seide Baumwollwaren Damenkonfektion Putz W äsche Trikotagen / Herrenartikel Damen oder Metren, die in lebhaften Häusern tätig gewesen sind, wollen sich Freitag vormittag. in der Zeit von 9 — 11 Uhr, vorstellen. Personal- Donnerstag, 2b. November 1951 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Nr. 217 Zweites Blatt StaaiMrgerliche MmgMgung ÖS Am Samstag, 28. November, werden wir im Feuilleton mit der Veröffentlichung einer neuen Artikelserie Abenteuer einer Forschungsreisenden. „Auf meinen Reisen in fernen Gegenden haben eine Anzahl von Männern versucht, mich zu töten, und zwar auf die verschiedenste Weise: mit Messern und Aexten, mit Gewehren und Stöcken, mit ihren bloßen Händen, mit Gift und durch „Zauber": und zwar aus den verschiedensten Gründen: Dauer also jetzt? Statt ein ganzes Jahr nicht nur umsonst, sondern mit sehr erheblichen Verlusten zu schuften, läßt er jetzt den größten Teil seines Landes brach liegen und baut nur das an, was er im nächsten Jahre für sich allein benötigt, ein Verfahren, das ihm infolge der entsprechenden Verringerung der Selbstkosten nur noch einen Verlust von 7,50 Mark einbringt! Die Folgen für das Land? Da der Staat von 85 Prozent seiner Dürger kein Vargeld bekommen kann, das er dringender denn je braucht, zwingt er sie, den Ertrag ihrer Arbeit, die Ernte, zu einem Spottpreis loszuschlagen und forciert zwecks Devisenbeschaffung den Export dieser Ernte in einer Art, die für das nächste Jahr allerlei Lieberraschungen erwarten läßt. Angespornt durch die neueingesührte „Exportprämie" von 10 000 Lei pro Waggon, die auf dem Papier dem Dauern, in der Praxis aber dem Händler, bei dem der Dauer ständig in der Kreide steckt, zugute kommt, wird das Getreide in einem Ausmaße auf den Markt geworfen, daß zur Zeit bereits 6200 Waggons von jenen Vorräten verkauft sind, die für den Inland- ko n s u m des nächsten Jahres bestimmt sind. Der so entstehende Ausfall an Vorräten wird im Jahre 1932 nun noch um den Minderertrag der diesjährigen verringerten Herbstbestellung vergrößert, so daß Rumänien als ausgesprochenes Agrarland, das bisher fast die Hälfte seiner Ernten nach Deutschland ausführte, gezwungen sein wird, 1932 Getreide für den eigenen Dedarf wieder e in z u f üh renil die Kaufkraft, besonders in Europa und Deutsch- land, so sehr geschwächt wäre. Der deutschen Landwirtschaft sei nur dann zu helfen wenn sie sich umstelle zur landwirtschaftlichen Edelproduktion und den Roggenanbau einschränke. Eine wertere Forderung sei die Standardisierung. Die Llm- stellung der Landwirtschaft könne nur langsam vor sich gehen, und es bedürfe dazu großer Opfer des ganzen Volkes. Der verschuldeten Landwirtschaft müsse eine Stillhalteaktion zu Sine kommen, damit sie wieder auf eigene Fuße zu stehen komme. Die Landwirtschaft könne nicht ewig durch Subventionen aufrechterhalfen werden, sondern müsse sich durch die Llmstellung auf rentablere Wirtschaft selbst erhalten. (Beifall.) Sodann referierte Privatdozent Dr. F. R e u - mark (Frankfurt a. M.) über „Stillhalteve.rlängerung und Reparationsreform". Der Redner beschäftigte sich zunächst mit dem Problem des Transfers, kam auf das Wesen und die Höhe der deutschen Auslandverschuldung zu sprechen und erklärte in chronologischer Folge wie sie zustande gekommen sei und sich insbesondere aus den Reparationszahlungen durch Anleiheaufnahmen ergeben habe. Dei der Betrachtung der privaten Verschuldung betonte er, daß Anleihen auf- (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) ; Bukarest, November 1931. Lim jedermann den Wahnsinn der 3eit, in der wir leben, einmal in leicht verständlicher Form ad oculos zu demonstrieren, erlaube ich mir, meine Leser und Leserinnen auf dem Papier zu einer Autoreise nach irgendeiner rumänischen Provinz — meinetwegen nach Moldau, nach Bessarabien oder der Dobrudscha ergebenst einzuladen, um dort irgendeinen jener unglückseligen Männer, die das zweifelhafte Vergnügen haben, sich heute als „Gutsbesitzer in Rumänien" durchs Leben schlagen zu müssen, einen Besuch zu machen. Das was wir dort von einem Fachmann über die wirklichen Zustände im „Schlaraffen- lande" Südosteuropas zu hören bekommen werden, wird hundertmal lehrreicher sein als das tiefschürfendste Expose, das die Männer in Genf von Zeit zu Zeit am grünen Tisch über die „Wirtschaftskrise und die Möglichkeit ihrer Behebung" terminmähig, aber nutzlos zu verzapfen pflegen... Alsdann: Zunächst Benzin in den Tank und los! Wir nehmen selbstverständlich das gute rumänische, frisch vom Faß für 25 Pfennig den Liter, wovon der Staat 23 für sich einkassiert, während der arme, aber sauber gekleidete Erzeuger sich mit deren 2 — in Worten: zwei — begnügen muß. Warum? — das weiß im Heimatlande des Benzins kein Mensch, das ist in Rumänien so und verwunderlich bleibt nur, warum die Raffinerien unter diesen Llmständen ihre Duden nicht schon lange zugemacht haben.--- 300 Kilometer Fahrt auf scheußlichen Straßen! Kein Wunder: — — das Budget des Staates ist soeben von 38 auf 25 Milliarden Lei herabgesetzt worden, weshalb sämtliche Reuanlagen, Reparaturen und Investitionen^ jeder Art bis aus weiteres unterbleiben sollen. 25 Milliarden Lei sind übrigens rund 600 Millionen Mark — für „Groß-Rumänien" wenig, wenn man bedenkt, daß der Etat der Stadt Berlin genau so hoch war. damals, als Herr Böß die Metropole herrlichen Zeiten entgegenzuführen gedachte ... Auch mit den anderen, meist traurigen, teils tragikomischen Beobachtungen und Erlebnissen Lieser Fahrt fassen wir uns kurz und platzen dafür- gleich mitten in den besagten „B o j a r e n"- Sih hinein. Erster Eindruck: altes Familiengut, wundervolle Inneneinrichtung, herrliche antike Teppiche, schweres Silber, unzählige Räume — alles großzügig und weitläufig angelegt, ... kurzum genau so, wie man sich eben einen „Bo- jarensih" oder ein Rittergut in Ostpreußen oder dem Baltikum vorzustellen pflegt. Was man sich jedoch nicht vorstellen kann, das sind d i e ä u ß e - ren Lim stände, unter denen heute diese, nach unseren Begriffen sehr wohlhabenden Leutchen, im fruchtbarsten Agrarlande Südosteuropas zu leben gezwungen sind. Rein äußerlich gesehen fehlt ihnen in der Tat nichts: zwar hat der Staat anläßlich der Agrarreform den größten Teil Les Landes fortgenommen und die ehemaligen Besitzer mit Staatsbons zu 2000 Lei (50 Marl) pro Hektar entschädigt, aber diese Papiere sind mittlerweile um die Hälfte gefallen und kein Mensch will sie mehr in Zahlung nehmen. Immerhin, von dem reichlich bemessenen Dest-Grund- besitz könnte oder müßte auch heute noch die zahlreichste Familie sorgenlos, heiter und froh wie ein hoch- und festbesoldeter, pensionsberechtigter Staatsbeamter der deutschen Vorkriegszeit leben können, ohne auf irgendetwas Verzicht zu leisten, was das Leben lebenswert macht. Dem ist aber leider nicht so: diese äußerlich reichen Manschen besitzen in phantastischer Fülle zwar alles, was der inneren Rotdurft des Leibes und des Magens dient — ihnen fehlt jedoch restlos das, was der Städter — und sei er der Aermsten einer — immerhin noch ab und zu einmal zu sehen bekommt ... nämlich Geld, das harte, bare oder knisternde Geld. Zur Zeit funktioniert allerdings die rumänische Landwirtschaft noch mit Ach und Krach, aber nur, weil sie zu Methoden zurückgekehrt ist, die mal vor der Sintflut modern waren. Ein Beispiel aus Tausenden: Der Gutsbesitzer braucht irgend ein paar Bretter, um einen Stall neu zu decken. Da er die paar Pfennige dazu nicht hat, bezahlt er den Holzhändler mit einigen Sack Mais aus seiner Rekordernte, und da er selbstverständlich auch seine Handwerker-Landarbeiter, die bei zehnstündiger Arbeitszeit täglich 50 Pfennig bekommen, am Schluß der Woche nicht bar entlohnen kann, so bezahlt er sie eben mit den Brettern und Rägeln, die übrig geblieben sind! Lind diese Arbeiter sind heilsroh, überhaupt etwas Positives zu erhalten, sie sind noch froher, wenn der Gutsbesitzer einmal in der glücklichen Lage sein sollte, vom Wochenlohn, der drei Mark beträgt, 25 Pfennig in Hartgeld bar anzuzahlen! Zustände wie bei den alten Sumerern? Gewiß! Aber woher soll der Agrarier Bargeld nehmen? Er hat z. B. wundervolle, unter ihrer Last zusammenbrechende Kirschbäume im Garten und bekommt für das gepflückte Kilo 2,5 Pfennig. Eine einfache Berechnung ergibt aber, daß der Pflückelohn teurer kommt als die Früchte, also läßt er die Kirschen hängen und verfaulen und ißt den Rest selber. Mit den anderen Obstsorten ist es genau so, und das Wenige, was durch zwanzig Zwischenhändler schließlich in die Stadt kommt, ist mitlerweile genau zwanzigmal teurer und damit für die breite Masse unerschwinglich geworden. Lind mit dem Getreide, dem eigentlichen Rückhalt und Rückgrat der rumänischen Landwirtschaft, sieht es heute noch schlimmer aus. Diese einst so reichen Bojaren haben von jeher sehr großzügig „gewirtschaftet" und stecken infolgedessen heute, genau wie der simple Bauer, seit Jahren bis an den Hals in Schulden. Diese Schulden sind nun aber infolge der ständig fallenden Grundstijckspreise, rückständiger Steuern und der immer wieder gestundeten, aber exorbitant hohen Dankzinsen — bis 40 Prozent des Leihkapitals!! — ins Phantastische angewach- son und man hat berechnet, daß auf jedem Hektar 32 000 Lei oder 800 Mark Schulden jeder Art liegen. Das bedeutet — gemessen an den Grund- stückspreisen — daß kein rumänischer Landwirt heute mehr Herr auf seiner Scholle ist! Run braucht aber der Staat, um seinen inneren und vor allem seinen äußeren Verpflichtungen nachkommen zu können, zur Zeit dringend Geld, und da Rumänien zu 85 Prozent aus Landwirten besteht, muß er sich im wesentlichen an diese Leute halten, die — siehe oben! dieses Geld nicht haben! Infolgedessen bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Steuern in natura einzutreiben, wobei für je 250 Mark Außenstände ein Waggon Weizen oder 10 000 Kilogramm Getreide in Rechnung gesetzt werden, ein Betrag, den auch der Bauer vom Aufkäufer bekommt, der also den Zentner Weizen mit 1 Mark 25 Pfennig ersteht. Run wird jeder ohne weiteres zugeben müssen, daß man 125 Reichs- Pfennigen keinen Zentner Weizen erzeugen kann, weil der Bauer unbedingt „zusehen" muh. Das tut er auch in Rumänien: an der Ernte jedes ' Hektars verliert er nicht weniger als 45 Mark. IWie er darüber hinaus von diesem Defizit sein Leben, seine restlichen Steuern und Bankzinsen bezahlen soll, ist ein Kunststück. Was macht der Zeitschriften. — „Hessenlan d." Monatsschrift für Landes- und Volkskunde, Kunst und Literatur Hessens, in Verbindung mit Fachberatern herausgegeben von Dr. C. H i h e r o t h. Verlag R. G. Elwert in Marburg (Lahn). Das neue Heft bringt u. a. den Vortrag, den Professor Walter Kürschner, Marburg, in verschiedenen Städten über die Leiden Hessens im 30iährigen Krieg, besonders im „Kroatenjahr" 1637 gehalten hat. Er weist nach, daß, wenn man auch von der bisher geltenden Anschauung über die Greuel im 30jährigen Kriege manche starke Abstriche machen muß, doch die Leiden Hessens so furchtbar gewesen sind, daß alle unsere Kriegs- und Rachkriegsleiden in der Heimat nicht damit verglichen werden können. Eschwege, Allen- dorf und andere Orte sind z. B. damals fast völlig vom Erdboden vernichtet worden. Sinngemäß schließt sich an diesen Vortrag ein Bericht von Bürgermeister a. D. Grün über zwei Episoden aus dem Dreißigjährigen Krieg an, die sich in Kirchhain abgespielt haben. In Oberhessen wird weitere Kreise die Beschreibung einer Superintcnden- tenwahl im Jahre 1789 interessieren. Ausführliche Berichte von Zweigvereinen des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, in denen viel geschichtliche Einzelheiten enthalten sind, bilden den Abschluß. Daraus ergibt sich folgende groteske Tatsache: Lim seiner momentanen Kassenschwierigkeiten Herr zu werden, die aus der blutigen Arniut seiner Bauern resultieren, wirft der Staat die Rekordernte dieses Jahres zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt. Damit ist weder dem Dauern noch dem Staate gedient, der im nächsten Jahre — falls bis dahin die Welt nicht endgültig aus Len Fugen gegangen sein sollte — mit teuren Devisen, teures Getreide zurückkaufen muh. Geholfen ist also niemandem, nicht einmal dem Händler, der zwar grohe Zwischengewinne einsteckt, der aber einen erheblichen Teil seines Verdienstes über Rächt wieder eingebüht hat, weil die langfristigen Lieferungsverträge--auf englische Pfund lauten und es diesem Pfunde bekanntlich zur Zeit gar nicht gut geht. Also was bleibt? Es bleibt als einzigster positiver Wert spottbillig erzeugtes Getreide, das jetzt auf Schleppern, Dampfern und in Waggons in der Welt herumreist, Getreide, das fast nichts kostet und das in solchen Mengen vorhanden ist, daß man damit nicht nur ein halbes Dutzend hungernder chinesischer Provinzen, sondern ganz Europa satt niachen könnte. Aber dieses Europa hungert weiter und muh weiter hungern, weil — risum teneatis amici! billiges Brot in überreichlichem Mähe voryanven ist! Wer begreift diesen Wahnsinn? Ich nicht! Lind der Hungernde wohl erst recht nicht ... Linier starker Beteiligung der Bürgermeister i und Lehrer des Kreises Giehen fand gestern vormittag im Cafe Leib, veranstaltet von der Reichs- ! zentrale für Heimatdienst, eine staatsbürgerliche Dildungstagung statt. Provinzial- direktor Graes eröffnete die Tagung und wies auf die Bedeutung der zur Behandlung stehenden Themen hin. Als erster Redner sprach Syndikus Dr. Ehlers-Frankfurt a.M. über das Thema „Die Rot der Landwirtschaft, eine Schicksalsfrage des deutschen Volkes". Er führte u. a. aus: Die Rot der deutschen Landwirtschaft sei keine spezifisch deutsche Rot. Im Ausland sei die Rot zum Teil noch gröher, als bei uns. Auch seien nicht alle deutschen Landstriche gleich schwer betroffen. Die Krise sei schon vor dem Kriege latent vorhanden gewesen, während des Krieges seien die Böden ausgelaugt worden, da die Düngemittel fehlten und schlechte Ernten nach dem Kriege waren die Folgen. LInter großen Kosten habe der Boden wieder angereichert werden müssen. Heute sei die Landwirtschaft tief verschuldet, die Steuer- und die Soziallasten drückten schwer. Die Soziallasten seien aber eine Rotwendigkeit, da das Schicksal der Erwerbslosen für den Bestand des Staates von ausschlaggebender Bedeutung sei. Zur Zeit trage man sich mit den Gedanken der Lohnsenkungen. Dadurch werde die deutsche Landwirtschaft in eine immer schwierigere Lage gebracht, da sie ja gezwungen- sei, den gröhten Teil ihrer Produkte in dem wenig kaufkräftigen Inland abzusehen. Außerdem stehe der Landwirt noch unter dem Drucke der Einfuhr. 2m Getreidebau sei Deutschland nicht konkurrenzfähig, und es könne Getreide billiger beziehen, als selbst bauen. Es wäre deshalb zu erwägen, ob sich die deutsche Landwirtschaft nicht mehr der Edelproduktion zuwenden solle. In weiteren Ausführungen wandte sich der Redner dann dem Problem von Ein- und Ausfuhr, der innerdeutschen Getreidepolitik, der Zollpolitik, der Darlegung des Verhältnisses zwischen Wcltmarktangebot und Weltmarkt-Getreidepreis zu. Allenthalben sei aus der Welt Lleberproduk- tion, die aber nicht zu sein brauchte, wenn nicht Geheimnisse des Zell-Lebens. Zur Berleihunq des Nobelpreises an £tto Warburg Durch die kürzlich erfolgte Verlobung des Ro- belpreises für Medizin an Otto Warburg ist zugleich die weitreichende Bedeutung eines Wissenschaftszweiges gewürdigt worden, demdas Wirken des von Warburg geleiteten Kaiser^lSit- Helm-Jnstituts für Zellphysiologie gewidmet ist. Warburg ist weiteren Kreisen un Zusammenhang mit bestimmten Krebsforschungen bekannt geworden, doch greifen seine Arbeiten weit über tnele hinaus. Sie gelten viel zentraleren biologisch- physiologischen Problemen; Ne befaßten sich von Anfang an vor allem mit der Rolle der Fermente in der lebenden Substanz. Fermente sind äußerst komplizierte Verbindungen die in sehr kleinen Mengen auch schon dura) ihre bloße Gegenwart den Ablauf chemischer Vorgänge in Zellen und Geweben gewährleisten. Obwohl ihre Erforschung sehr schwierig ist, gelang es Warburg, die Ratur gerade jenes Ferments zu ergründen, von dem mit Recht gesagt wurde, daß es die organische Welt regiert. Alles, was in der lebendigen Substanz geschieht, wird allem Lurch die von der Atmung gelieferten Kräfte ermöglicht. Warburg bestimmte Len Aufb au des Atmungsferments und schuf damit eine neue Grundlage für die Erforschung der physikalischen Chemie der ^tmung. Die hierdurch vermittelten Kenntnisse üoer diesen e ementaren Lebensvorgang sollten sich nach verschiedenen Richtungen hin fruchtbar auswirken. Warburg fand, daß Las Atmungsserment dem Grundstoff des roten Blutfarbstoffes, Hämin, nahesteht und m ihm das Eisen im aktiven Zustand eine besondere Rolle svielt. Dieses Ergebnis trug dazu bei, den Aufbau des roten Hämins imBlut der Tiere und des grünen Hämins im Chlorophyll der Pflan- zen zu ergründen, bzw. das Hämin synchetlsch darzustellen. (Arbeiten des voriahngen Nobelpreisträgers Hans F i scher München.) Warburgs Forschungen klärten auchdle Llnterschiede im Atmungstypus der Zellen. Manche Zellen aktivieren nicht genügend Sauerstoff und decken ihren Energiebedarf durch Vergärung von Korperzucker^ Glykogen, zu Milchsäure. Diese Vergärung ist auch die Energiequelle bei der Muskelarbeit m der Phase der Zusammenziehung. Hier mündet das Problem der Zellatmung m das Krebsproblem ein. Die Krebszelle ist eine Zelle mit Atmungsstörung; Warburg sagt unheimlichen Attentaten zu entziehen. Während einer Reise durch das Hinterland der Guinea- Küste, auf der ich Götzenbilder und Fetisch-Masken sammelte, hatte einer meiner Träger ein Amulett, das man mir nicht verkaufen wollte, gestohlen. Dieses gestohlene Zauberding brachte mir überall Llnglück. Ein Llnwetter zerstörte mein Zelt, und in derselben Rächt kam ein Leopard dicht an unser Lagerfeuer. Eine Giftschlange züngelte aus dem trockenen Laub hervor, als ich mich setzen wollte. Ich fühlte mich furchtbar krank, und mir ging es erst besser, als wir den Talisman zurückgebracht hatten; ich hörte hier, daß der Medizinmann einen Zauber auf mich gelegt hatte, durch den mein Tod vor dem nächsten Vollmond eintreten sollte. Als ich in den Sümpfen von Französisch-Guinea allein vom Fischen in mein Lager zurückging, warf sich mir plötzlich eine seltsame Erscheinung vor die Füße, und als ich erschrocken zurückwich, sprang der Mensch auf und suchte mich in den Llrwald zu schleppen. Rur mit größter Anstrengung befreite ich mich und erfuhr später, daß es ein entflohener Sträfling war, der in der Wildnis als Einsiedler lebte . . .“ aus Liebe und aus Haß, um Geldes und um der Rahrung willen, aus Eifersucht und aus Aberglauben." So beginnt die englische Forschungsreisende Lady Dorothy Mills eine Plauderei, in der sie auf diese gefährlichen Erlebnisse zurück- blickt. „Von diesen verschiedenen Mordversuchen hat mir der kalte Stahl den unangenehmsten Eindruck hinterlassen. Dor nicht langer Zeit fand ich mich in einem maurischen Cafe zu Biskra in der Gesellschaft von einigen jungen Arabern und Mischlingen, die augenscheinlich zu viel getrunken hatten. Einer dieser Kerle trat mit einem frechen Lachen vor mich hin und suchte mich zu küssen, indem er mich fest in seine Arme schloß. Ohne zu bedenken, wie unklug ich handelte, gab ich chm einen starken Schlag auf die Rase, so daß das Blut herausspritzte. Linker braunen Mor schen blitzt das Messer oft schneller auf, als man denkt, und so war es auch hier: der kalte Stahl fuhr wenige Zoll an meinem Hals vorbei. Glücklicherweise hatte ich die Geistesgegenwart, mich nicht zu bewegen. Diese ruhige Haltung wurde durch ein fröhliches Gelächter der Burschen belohnt; die Hand, die das Messer erhoben hatte, fiel schlaff zurück und mein Gegner verkroch sich, von den andern verhöhnt, in eine Ecke des Cafes. Richt lange danach wurde ich in einem Gäßchen von Tunis von einem unheimlichen Gesellen, der es augenscheinlich auf meine Handtasche abgesehen hatte, angegriffen, aber ein kräftiger Stoß vor den Magen setzte ihn rasch außer Gefecht. Schwieriger als gegen solche offenen Angriffe kann man sich im afrikanischen Llrwald gegen die geheimnisvollen Maßnahmen der Medizinmänner schützen. Der schwarze Zauberer ist nicht nur ein hervorragender Giftmischer, sondern er übt auch auf das abergläubische Volk durch Suggestion eine furchtbare Fernwirkung aus. Ein afrikanischer Medizinmann wollte mich im Riger-Gebiet nur deswegen vergiften, weil er auf mich eifersüchtig war. Ich hatte mit Hilfe von etwas Riechsalz einen jungen Eingeborenen von einer nicht vorhandenen Krankheit befreit, die in einem Fluch bestand, den der Zauberer des Ortes auf ihn geworfen. Der Mann wäre wahrscheinlich durch diesen Zauber gestorben; aber ich erweckte in ihm den Glauben, daß mein Zauber größer fei. Der Medizinmann hatte es auf seine Frau und sein Geld abgesehen. Als der Mann gesund wurde, legte er es darauf an, mich zu vergiften. Ich fand nicht nur vergiftete Amulette über meinem Zelt und an meiner Lagerstätte, sondern auch Gift in meiner Rahrung, ja in meinem Tabak, und ich war nur froh, möglichst rasch das Dorf zu verlassen und mich Liesen Besuch beim rumänischen Bojaren. Ein Kapitel Getreidepolitik aus Rumänien. Von unserem H. I'.-Berichterstatter. Unterwegs beginnen, in welcher der Dichter ALBERT H. RAUSCH eine Anzahl von amüsanten und nachdenklichen Erlebnissen auf seinen Reisen in aller Welt niedergelegt hat von ihr, Laß wir von keiner Zelle soviel wissen: wie von der Krebszelle. Sie hat eine kürzere Lebensdauer als normale Zellen, sie ist Schädigungen gegenüber weniger widerstandsfähig als andere; eben deswegen reagiert sie mit stärkerem Wachstum und mit einem bösartigen Drang zur Vermehrung, was ihr durch ihre Anspruchslosigkeit der Rahrung gegenüber und durch ihre Fähigkeit, Lurch Zuckervergärung Energien zu gewinnen, möglich wird. Die Kenntnisse von den Bedingungen des Krebswachstums in den Dienst der Krebsbekämpfung zu stellen, ist bisher leider noch nicht gelungen und bleibt eine der dringlichsten Aufgaben der praktischen Medizin, der Warburgs biologische Arbeiten überaus wertvolle Bausteine geliefert haben. Seine zellphysiologischen Forschungen wären zumindest zu einem Teil nicht möglich gewesen ohne die Verfeinerung der Verfahren der Gewebezuch- tung, wie sie Rhoda Erdmann, A. Fischer, H. Laser u. a. betreiben. So konnten z. V. wichtige Vergleiche zwischen Len embryonalen und bösartigen Krebszellen angestellt, auch Lie Strahlenempfindlichkeit der in Glas gezüchteten Krebszellen geprüft werden usw. Die Zellforschung hat Wechselbeziehungen zwischen den normalen und anormalen Lebenserscheinungen in der Zelle aufgedeckt und darüber hinaus ganz neue Tatbestände sichergestellt, beispielsweise die Strahlennatur teilungsanregender Faktoren (mitogenetische Strahlen nach A.Gurwitsch, neueste Lleber- prüfungen von Fr. Dessauer). Die Forschungen zur Zellstimulation (M. P o p o f f und W. Gleis berg) wollen Möglichkeiten künstlicher Hemmung und Beschleunigung zellphysiologischer Abläufe ergründen und die von T. P e t e r f i durchgebildete Mikrochirurgie erlaubt das Studium der Lebenserscheinungen bei verletzten Zellen. , _ Lieber die deutschen zellphysiologischen Forschungen der letzten Zeit geben u. a. auch die Jahresberichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und die Berichte der Rotgemeinschast der Deutschen Wissenschaft weiteren Aufschluß. zu nehmen nicht immer falsch sein müsse, falsch sei eS aber unbedingt, kurzfristige Kredite langfristig zu investieren Diese langfristige Festlegung in Verbindung mit der großen Zinsenlast habe das Dilemma geschaffen. Die übertriebene Rationalisierung habe sich als ein Fehlschlag erwiesen. Die Kreditkrise habe nach dem Zusammenbruch der Oesterreichifchcn Kreditanstalt und der Danatbank ihre Fortsetzung in England und Amerika gefunden und das gesamte Kreditwesen erschüttert. Diese Entwicklung habe der Welt die Augen geöffnet und den Gedanken der AeparationSreform als einzig wirkliche Lösung in den Vordergrund gerückt. Dos Stillhalteabkommen führe, wenn es im Februar nicht verlängert werde, zum Mora- rium. dos neue Krisen im Gefolge haben müsse. Deshalb sei die Inangriffnahme der Reparationsreform ein dringendes Erfordernis. 3m nächsten Jahre könnten keine Reparationen bezahlt werden, wenn nicht Wirtschaft und öffentlicher Haushalt zum völligen Zusammenbruch kommen sollten Die Steuerschraube weiter anzuziehen, sei eine Hn- möglichkeit. eine neue große Anleihe bessere die Lage nicht, und die Schaffung einer Dinnen- wäyrung sei das gefährlichste Experiment, das man sich denken könne. Eine definitive Regelung der Reparationssrage. mindestens aber deren wesentliche Reduzierung auf ein erträgliches Mas), sei die nächste Voraussetzung für eine Gesundung der Weltwirtschaft. Die weitere Entwicklung werde dem.endgültigen" Voung-Plan wibersp echen, und eines Tages werde die vorletzte Regelung der Reduzierung der endgültigen Regelung, der vollständigen Streichung der Reparationen Weichen müssen. (Starker Beifall.) Der dritte Referent, Prof. Dr. B e r g ft r 2 h e r. Frankfurt a. M., sprach über Frankreichs politische Probleme. Er umrih nach einem kurzen geschichtlichen Rückblick auf die Entwicklung Frankreich- die Mentalität des französischen Bauern, dessen Haltung für die Ration in allen Dingen ausschlaggebend sei. 3m Grunde konservativ, politisch links, seiner Wesensart nach mißtrauisch gegen alles Fremde, sehr sparsam und stets erfüllt vom Wunsche zur Ruhe, bedeute der französische Bauer den stärksten Träger der französischen Politik. 3n weiteren Ausführungen schilderte der Redner das Verhältnis der Parteien zueinander, zum Staat und zur Kirche, des Staates zur Kirche und das besondere Verhältnis, in dem die Bevölkerung der Kirche gegenübersteht. Er wies auf große grundsätzliche Unterschiede zwischen deutscher und französischer Industrie hin und betonte, daß aus Grund der Gegensätze eine Wirtschaftsverständigung zwischen Deutschland und Frankreich immer seine Grenzen habe. Anschließend führte der Vortragende aus, daß die französische Bevölkerung zum großen Teil friedliebend sei und deshalb die ganze Politik auf »Sicherheit" einstelle. Frankreich wünsche im eigenen Interesse einen Spannungsausgleich zu Deutschland, weil dies für Frankreichs Sicherheit die beste Gewähr sei. Die Bereinigung des Verhältnisses zwischen Frankreich und Deutschland sei eine Forderung der nächsten Zukunft, der es in sorgfältiger Arbeit und in der Vermeidung aller Dinge, die die Entwicklung zur Einigung stören könnten, gerecht zu werden gelte. S.Jl.-ifporf 10 Lektionen Fußball. Von Otto Nerz. VIII'). Tic Verteidigung. 3q, wenn die Verteidiger nicht wären, dann wäre wirklich Holland noch viel häufiger in Rot — in jedem Spiel gäbe es zehnmal so viel Tore. Der Verteidiger muß schnell fein, weil er in der Zone höchster Gefahr arbeitet und ein Zögern Verhängnis bringen kann. Er muh aber auch kräftig sein, weil er sonst nicht imstande ist, den Gegner aufzuhalten. Und da beides sich selten in überdurchschnittlichem Maß zusammenfindet, so ist der gute Durchschnitt immer noch das Beste. Bei Wettspielen kommen Rechts- 6einet auf den rechten, Linksbeiner auf den linken Posten — beim Training umgekehrt. Wenn der Ball in Tornähe kommt — bloß weg mit dem Ding! Wenn gar keine andere Möglichkeit da ist, soll der Verteidiger den Ball sogar ins Aus stoßen: ein gegnerischer Einwurf ist immerhin besser als gleich ein Tor. 3m übrigen aber schießt er den Ball weit, weit weg — nicht sinnlos, nicht bis zu den Verteidigern des Gegners, sondern ruhig und sicher zum eigenen Sturm. Der Dopvclstoß — Sprung und Stoß in der Luft mit demselben Bein, mit dem man abgcsprungen ist — soll immer eine Ausnahme bleiben, weil er technisch recht schwierig ist und darum auch meist verpatzt wird: also Spannstoß, und wohlgcmerkt: zum Sturm, nur selten zu den Läufern. Wird der Ball vom Verteidiger erst an den Läufer abgegeben, dann dauert es wieder eine Weile, bis das Spiel auf die andere Fcldhälfte hinübcrgetragen werden kann, das Spieltempo wird langsamer. Mannschaft und Publikum auf die Dauer unlustig. •) Vergleiche die Rummern 165, 170, 178, 185, 199. 223 und 260 des „Gießener Anzeigers". Wie man es anfängt, den Ball vom Gegner wegzuholen, hängt von diesem ab. Ein Dribbling des anderen hält der Verteidiger durch Rempeln auf: Rempeln Schulter gegen Schulter ist erlaubt, aber Hände und Ellenbogen müssen aus dem Spiel bleiben. Kommt der andere wuchtig angesaust, dann gilt es, sich ihm ebenso wuchtig entgegenwerfen — nur Mut, jeder Sekundenbruchteil kann das Spiel entscheiden! Kommen gleich zwei daher, dann fängt man den Ball am besten während des Zuspielens der beiden ab. Das alles sind natürlich keine ewigen Regeln, es hängt alles von der Lage des Spiels, von der Hebung und vielen anderen Faktoren ab. Ein eiserner Grundsatz ist aber, daß der Verteidiger nicht dribbeln soll. Gewiß, es mag sein, daß er unter ganz besonderen Umständen ein wenig mit dem Ball laufen muß, aber grundsätzlich verstößt jeder Lauf gegen seine Aufgabe: weg das Leder! Meist ist der Tormann stark auf die gute Arbeit der Verteidigung angewiesen: ein harter Schuß von vorn aus kurzer Entfernung ist vom besten Torwart nicht zu halten — wenn nicht der Verteidiger eingreift, den feindlichen Schützen rempelt oder wenigstens irritiert und zugleich sich so zwischen Tor und Gegner wirft, daß wenigstens ein Teil des Tors für den Schuß gesperrt ist und der Tormann sich auf den anderen Teil beschränken kann. 3st der Torwächter aus dem Tor gelaufen, um einem Angriff zuvorzukommen, dann muß einer der Verteidiger im gleichen Moment im Tor stehen und einen etwaigen Schuß wegköpfen oder wegstohen. 3m allgemeinen soll der Verteidiger aber nicht zu dicht am Tor Aufstellung nehmen, weil er sonst häu'ig dem Torwächter die Sicht versperrt. Man darf nur nicht glauben, daß jeder Verteidiger auf seiner Seite seine Pflicht zu tun und sich um die andere Seite, um Sturm und Läufer nicht zu kümmern hat. Rein, mit dem Einzelspiel sind die Aufgaben des Verteidigers nicht erschöpft. Ein Verteidiger muh immer dem anderen einen Rückhalt geben: sie dürfen also nie auf gleicher Höh« stehen! Wenn der Gegner getrost den weiter vorn stehenden Verteidiger überspielt — da steht der zweite? Der Verteidiger vorn kann immer noch eine gewisse Angriffsarbeit leisten, indem er sich den Ball holt und nach geeigneten Stellen stößt der Verteidiger hinten ist Reserve. Der erste Verteidiger kann sich also mit seinem Flügelläufer in die Aufgabe teilen, einen Durchbruch des entsprechenden gegnerischen Flügelsturms zu verhindern. Er beobachtet den vor ihm arbeitenden Läufer und dirigiert ihn durch Zurufe nach der Seite, nach vorn oder zum Abgeben des Balls. Dem vorne stehenden Verteidiger fällt schließlich die Aufgabe zu, den Anschluß der Verteidigung an den vor- oder zurückgehenden Mittelläufer herzustellen. Ganz besondere Aufgaben stellt die Arbeit im Tor. 3hr soll deshalb ein besonderes Kapitel gewidmet werden. 3ur Olympiade 1932. 3m kommenden 3ahre sollen bekanntlich in verschiedenen Teilen des Reiches log. „Olympiafeste" des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen stattfinden, deren Ertrag dem Olympiafonds zufliehen soll. Das erste derartige Fest wird am 4. 3uni im Deutschen Stadion zu Berlin abgehalten. Sein Programm wird Leichtathletik und Schwimmen sowie Fußball u. a. umfassen. An» schliehend sollen dann ähnliche Feste im ganzen Reich veranstaltet werden. — Der bekannte Doppelzweier des WSV. Godesberg (Gebrüder Areny) ist nicht ohne Aussichten, zu den Olympischen Spielen entsandt zu werden. — Thunberg und Bloomguist werden nun trotz des finnischen Protestes gegen den Massenstart bei den Olympischen Winterspielen doch in Lake Placid anwesend sein. Internationales Schwimmfest in Heidelberg. Das 2. Internationale Schwimmen von Nikar Heidelberg am kommenden Sonntag hat eine sehr gute Besetzung gefunden. Der internationale Charakter der Veranstaltung wird durch die Teilnahme einiger elsässischer und Schweizer Schwimmer gewahrt. Im ganzen liegen ungefähr 100 Meldungen vor, die zum größten Teil aus Süddeutschland flammen, aber auch Südwestdeutschland und Westdeutschland sind dabei vertreten. Llm das OSB.-Dermögen. In der am Dienstag in München abgehaltenen Versammlung der Gläubiger des Bankhauses Rüderer & Lang, München, bei dem bekanntlich die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik ihr gesamtes Vermögen deponiert hatte, wurde über die Lage und Aussichten der Gläubiger Bericht erstattet. Rach dem Vergleichsvorschlag sollet^ Forderungen bis 100 Mark, die sich auf 753 Gläubiger verteilen, voll und bevor- zugt befriedigt werden. Die Versammlung beschloß, das Vergleichsverfahren gegen das Bankhaus und das Ehepaar Lang als Gesellschafter gerichtlich betätigen zu lassen. Der frühere Vorsitzende der DSB., F. P. Lang, leistete den Offenbarungseid. lieber die evtl, herauskommende Quote wurden Angaben nicht gemacht. Kurze Sportnotizen. HngarnsDevifenzentrale hat sich geweigert, Devisen an die Sportverbände zur Fahrt nach Los Angeles abzugeben. Die Teilnahme der beiden Finnen Thunberg und Blomquist bei den olympischen Eisschnelläufen in Lake Placid steht jetzt endgültig fest. Rach einer zweimaligen Verlegung wird nunmehr die Deutsche Wasserball-Meisterschaft endgültig am 13. Dezember in Berlin ftatt- finden. Llm den Preisabbau. Vom Landesverband des Hellllchen Einzelhandels wird unS geschrieben. Die in einem Teil der Tagespreise wicderge- gcbcnc Meldung, daß die Reichsregierung beabsichtige. im Dege der Rotverordnung eine weitere Senkung der Warenpreise durch Senkung der Zinssätze und Aufhebung von Kartell- und Markenartikelbindungen herbeizuführen, bat in weiten'Kreilen der Derbraucherschaft Unruhe ber- vorgerufen und zu c ncr empfindlichen Kau Zurückhaltung ge'ührt Demgegenüber teilt die Haupt- geme n'chaft des Deutschen Einzelhandel» nach Fühlungnahme mit den zuständigen Stellen mit, daß diele Meldung auf freier Kombination beruht und alle Meldungen ähnlicher Art mit größter Dorkicht aufzunehmen seien. Es kann auch tatsächlich wohl kaum ernsthaft in Frage kommen, daß Regierung und Wirtschaftsbeirat, dessen einer Unterausschuß sich mit den Preis- und Kostenfragen beschäftigte, die Dekretierung einer mechanischen und schematischen Senkung aller Warenpreise planten. Die Möglichkeiten »u sinnvollen staatlichen Eingriffen in die Preisbildung beschränken sich vielmehr auf die BJeiligunq von Hemmungen die der freien Auswirkung der natürlichen Marktgefetze im Wege stehen. Wo diese Hemmungen liegen, hat erst in diesen Tagen der Schlichter im Lohnkampf der Berliner Metallindustrie klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, indem er vor allen weiteren Maßnahmen nachdrücklichst Senkung der Mieten, der Tarife für Ga-, Wasser, Elektrizität und Verkehr und Verringerung der Steuern und Sozialbeiträge forderte. Wenn darüber binau» bei den maßgeblichen Regierungsstellen vielleicht noch der Gedanke erwogen wird, bei den Kartellen und Preisbindungen Rachschau zu halten, so ist diese Ausgabe gegenüber der Forderung, daß endlich einmal Staat und Gemeinden vorausgehen sollen, doch nur sekundärer Ratur. Generelle Maßnahmen gegenüber den letzten Zweigen des Produktionsprozesse- unb der Warenverteilung wären sinnlos, solange man nicht dem Hebel an die Wurzel greift und den ungeheuren Hnkosten, die auf Produktion und Waren Verteilung lasten, zuleibe gebt. 3n wobl allen Zweigen deS Einzelhandel- hat allein schon die scharfe Konkurrenz und die gesamte wirtschaftliche Lage dafür gesorgt, daß die Preise bi- auf das äußerst erträgliche R^pß — vielfach auch noch darüber hinaus — herabgesetzt worden sind. Wer ehrlich sein will unb nicht blinden Auge- durch die Welt geht, muß dies wissen Weiterer Preisabbau ist er ft möglich, wenn die oben erwähnten Vorbedingungen erfüllt sind. Daß die- nicht von heute auf morgen geschehen kann, dürste klar fein. Hnd es ist deshalb mehr als verfrüht, im gegenwärtigen Moment der Erwägungen bereit» von zu erwarteirden Tatsachen zu sprechen und auf eine vage Hoffnung hin Kauf Zurückhaltung zu üben. Man schädigt dadurch nicht nur den Einzelhandel und sich selbst, sondern man schädigt die gesamte Wirtschaft, die für solche KonjunktionS- ftorungen heute empfindlicher ist denn je. Wer Kaufzurückhaltung in umfangreicherem Maße übt. als durch seine wirtschaftliche Lage bedingt ist, hat es mit auf dem Gewissen, wenn die Arbeitslosigkeit immer größere Dimensionen annimmt Mit „Graf Zeppelin" in der Arktis. 3n der Aula der Hniversität hielt am Dienstagabend im Rahmen einer Veranstaltung der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde und des Gießener Dereins für Luftfahrt Major a. D. Bruns, Berlin, einen Lichtbildervortrag über die Arktisfahrt deS „Graf Zeppelin". Zunächst sprach der Redner über Sinn und Zweck dieser Fahrt, die für die Wissenschaft von ungeheurem Rutzen gewesen fei. Die Polarforschung sei für uns alle, für die Volkswirtschaft, für die Wirtschaft, wie für die Wissenschaft und für den Wessen Kndbin ich? Vornan von Fr. Lehne. (Urheberschutz durch C. Ack.rmann, Rcmanzentrale Stuttgart.) 13 Fortsetzung Nachdruck verboten Seine im Grunde vielleicht nicht ernstgemeinten Einwände halsen nicht! Er mußte schreiben, daß man dem Besuche noch heute abend entgegen- I Keine halbe Stunde war vergangen, als der Diener des Hotels ine Antwort holte. Hnd dann kamen nock) zwanzig Minuten — zwanzig Minuten, die den alten Leuten endlos schienen — Wie im Frost schlugen die Zähne der alten Tarne zusammen: eine Aufregung durchbebte sie, daß ]ic nicht imstande war, die Arbeit in der Hand zu halten. Dem Pfarrer war ähnlich zu- niute. Hm seine Aufregung niederzukä.npfen, ging er im Zimmer auf und ab. Seine Gedanken jagten. Sollte er etwas sagen? Was? Ach, jedes Wort wäre unnütz gewesen! Was sollten Dorwürfe, Klagen, Mahnungen nach so langer Zeit? Da gab es nur ein wortloses Verzeihen ohne Fragen — oder Hnversönlichkeit, ein .Riemals!" — ein Derschließen des Vaterhauses! Diese Lösung aber hatte er selbst unmöglich gemacht dadurch, daß er den Brief beantwortet und geschrieben, man erwarte den Besuch —! Wäre es nicht begreiflich gewesen, Jur Me Bemühungen zu danken, doch habe man kein Interesse mehr" — ? Da wäre es geblieben, wie e» seit mehr als zwanzig Jahren war — Rein, doch nicht! Es war die Frau da mit den suchenden, fragenden Augen, die Frau, die das Kind unter dem Herzen getragen und mit Schmerzen geboren, und ine konnte das, was ein Teil von ihr war, nicht vergessen! Hnd dann würden die vorwurfsvollen Blicke schließlich lebendig, würden sich zu Worten formen - und er hätte sie um die Stunde betrogen, auf die sie mehr als zwanzig Jahre inbrünstig gewartet! Mutterliebe ist ja grenzenlos im Dulden und Ertragen und Beleihen — Rein, et muhte mit Rücksicht auf die treue Lebensgenossin alles unterdrücken: was sich in berechtigtem Groll während eines Menschenalter- in ihm gesammelt — muhte nur Verzeihung sein! Hnd wenn er sich ganz ehrlich prüfte — fieberte et nicht genau so der Heimkehrenden entgegen? Als plötzlich die Glocke anschlug in leisem, saft schüchternem Klang, fuhren beide zusammen und blickten sich erschrocken in die Augen. Die Frau tat einen seufzenden Atemzog. Hilflos sank sie zurück. „Gehe du!" sagte sie tonlos zum Gatten Sie zwang die versagenden Glieder zum Gehorsam, straffte die gebeugte Gestalt und lauschte angespannt auf die Stimme da draußen. Auf oie Schritte, die sich ihrer Tür näherten. Hnd bann wurde diese Tür geöffnet. — Eine hohe, von einem langen Trauerschleier umwallte, schwarzgekleidete Frauengestalt stand auf der Schwelle: unter dem Witwenhut mit dem schmalen, weißen Streifen am Rand schimmerte goldblondes Haar. Die weißhaarige Frau neigte sich ein wenig vor, und mit dürstendem Blick nahm sie das Bild der Eintretenden in sich auf. Beider Augenpaare ruhten ineinander — ach, was sagten sie sich! Bange Minuten — Die Qual und Sehnsucht langer 3ahre lag darin! .Mutter!" Mit einem schluchzenden Laut sank die Gekommene vor ihr nieder, das Gesicht in ihre Kleiderfalten drückend. Die alte Frau legte ihre Hände auf die Schulter der Knieenden »Mein Kind!" kam eS in unbeschreiblichem Tone von ihren Lippen Erschüttert stand der Pfarrer da, die eben erlebten Minuten in sich verarbeitend Wie er der Totgeglaubten die Tür geöffnet, wie sie vor ihm gestanden mit blassem Gesicht, wie sie sich über seine Hand gebeugt — ach. Hnbeschreibliches ging da in ihm vor — keines hatte ein Wort sprechen können! Die Spannung der alten Frau löste sich in einem heißen Weinen. Hnd man lieh sie weinen, daß sie zur Ruhe kam. »Daheim —" Mit nassen Augen blickte die Heimgekehrte um sich. Ach. sie kannte die traulichen einfachen Möbel alle wieder — — es war sogar noch dasselbe, jetzt vielfach au-aebesserte RipSsofa mit der geschweiften Holzlehne. Hnd mit einem Male begriff sie nicht, daß sie die lieben Menschen und das traute schlichte Heim hatte verlassen und vergessen können — vergessen? Ach nein! 3m innersten Herzensgründe hatte stets die Sehnsucht geschlummert — nun fühlte sie wieder die Heimat, fühlte Friede und Geborgensein. Sie griff nach der Hand deS Vater», drückte inbrünstig die Lippen darauf, nahm die Hand der Mutter — »Ihr Lieben, Lieben —“ voller Erregung bebte ihre tieftönenbe Stimme. Hnd keiner konnte etwa» sagen, etwa» fragen — sie war wieder da, sie stand wieder vor ihnen, die längst xu den Toten Gezählte, oh, gab es denn so viel Glück? Alle» war vergessen — und man genoß die I unerhörte Seligkeit dieser Stunde! Angela sah auf dem alten Sofa zwischen den beiden lieben Menschen, deren Hände haltend. Sie hatte Hut und Mantel abgelegt; da- schlichte schwarze Kleid zeigte nur in Stoff und Schnitt seinen Wert. Der Ringsinger der rechten Hand war mit zwei glatten Goldreifen geschmückt: das Auge Der Mutter hatte es längst bemerkt. »Du bist Witwe?" fragte fie schüchtern. Witwe war die Tochter, unb sie hatte nicht einmal gewußt, daß sie Frau gewesen! »Seit einigen Wochen! Unb als ich meinen Mann begraben, machte ich mich auf, euch zu suchen!" war bie Antwort. »Ach, mein Kinb!" Welche Qual, welche Vorwürfe — welche Liebe lag in biesem Wort! Angela senkte tief ben Kopf, in beffen blondem Haar das Licht der Lampe goldene Reflexe auf- leuchten ließ. Wie schwer war es doch, einen Anfang zu finden! Es war ja alles so unwahrscheinlich — wie sollte sie erklären, was doch nicht zu erklären war — daß ein Kind die geliebten Eltern so einfach aus feinem Leben hatte streichen können. »Wo warst du —? Hnd warum hörten wir nie — ?" Wie ein Aufschrei klang diese Frage —. »Alt und krank sind wir darüber geworden, wie ein 3ahr nach dem anderen schlich--doch du kamst nie mehr--" »Ach, Mutter — jetzt verstehe ich selbst daS alles nicht mehr! Wie soll ich euch erklären, was mir selbst jetzt unerklärbar ist —" Angela legte bie Hand über die Augen; in schweren Atemzügen hob sich ihre Brust. »Wenn du nicht sprechen willst, wir bringen nicht in bich!" »Ich habe nicht- zu verbergen Vater —" Plötz- lich stockte fie. Richt- zu verbergen? Oh. wenn bie Eltern das wüßten, sie würden eS nicht geglaubt haben, unb wenn sie alle» verzeihen konnten — die» eijie konnte kein Mensch verleihen! Sie blickte auf ihren Ehering, drehte an ihm. .Ich war ja nicht hier, nicht in Europa, habe viele Jahre mit meinem Manne in Asien gelebt — in Indien, auf Sumatra, in Japan.— auch Aegypten kenne ich —I Ihr wolltet eS damals auf keinen Fall zugeben daß ich zur Bühne ging, hatte es dennoch getan, war beliebt und gefeiert! Hnd dann lernte ich meinen Mann kennen! Er war aus vornehmer Familie, lebte nur für seine künstlerischen Interessen! Er hat mir unendlich viel gegeben; aber wie er sich gänzlich, ohne innere und äußere Gründe, ohne irgendwelche Zwistigkeiten, von feiner Famile getrennt hatte, verlangte er das gleiche von mir —" Angela wagte bei diesen Worten die Eltern nicht anzusehen, deren gute, liebe, vergrämte Gelichter — da- Herz drehte sich ihr um, wenn sie zurückdachte, was sie ihnen angetan — »Ihr zürnt mir doch!" fuhr sie leise fort, »ich war jung. unbedacht, so leben-hungrig, da» Leben lockte, und er war vollständig Herr über mich! Blindlings folgte ich ihm in allem, wie er bestimmte! Ich hatte keinen freien Willen mehr! Ich batte mich künstlich in einen Groll gegen euch hinein- gerebet, weil ihr mir auf meine Bitte so schroff geantwortet und mein sofortige- Heimkommen verlangt hattet! Hnd die Bühne bedeutete für mich das Leben! Als Künstlerin wuch- ich durch ihn! Selten gab eS wohl einen geistvolleren, begabteren Menschen als ihn; doch er war leidend; fein Herz war krank und seine Rerven Eine große Ruhelosigkeit peinigte ihn und die trieb ihn fort — aus Europa! Wir waren In Aegypten; dann viele Jahre in Indien — ich sagte e» bereits! Hnd als wir endlich, bald an der Schwelle des Alters, zurückkehrten nach Europa, ließen wir uns in der Schweiz nieder! Ich trat wieder auf der Bühne auf; man feierte mich sehr! Rach drei Jahren, die wir dort, sehr befriedigt von meinen Erfolgen, verlebt hatten packte ihn schon wieder die alte Unruhe — totr kehrten nach Deutschland zurück! Wie mir zumute war, nach so langen Jahren wieder deutschen Boden unter den Füßen zu haben - da wurde mit Macht die Vergangenheit lebendig! Don meinen Gefühlen durfte ich nicht sprechen — eS hätte ihn unglücklich gemacht! Aber ich brauchte Arbeit, die mich ganz in Anspruch nahm, weil ich mich nicht an meine Gedanken verlieren durste. In München sollte ich al- .Iphigenie" gastieren — mein Rame war ja so bekannt geworden — vorher hatte ich die .Sappho" und die »Lady Milford" gespielt — man war begeistert, legte mir einen mehrjährigen Kontrakt vor — unb in ber Rächt nach meiner .Iphigenie" starb mein Mann plötzlich — am Herzschlag. Dor mehreren Wochen war eS. Dann fing ich an, nach euch zu suchen! Mancherlei Gemeinden hattest du gehabt, lieber Vater, bi- ich euch hier fand In eurem Ruhesitz —" Schweigend hatten bie alten Leute bem Bericht der Tochter gelauscht — war da- ihr Leben gewesen. dieser mehr al- knappe Bericht? Wa» verichwieg sie? Der Pfarrer blickte forschend in da» schöne blasse, rätselhafte Gesicht der Tochter. »Warst du wenigsten- glücklich, mein Kind?" fragte er. . WaS meinte er mit den Worten »wenigstens glücklich"? Hatte er mehr au- ihrer Erzählung gehört, al- fie gesagt? .3a, Vater, ich war glücklich — sehr glücklich an der Seite eines so klugen gütigen und vornehmen Mannes! Und er ist durch mich ebenso glücklich geworden! Ties und schmerzlich betrauere ich seinen Tod." Groß und voll erwiderte sie den Blick de» Vaters, und er mußte ihr glauben. .War deine Ehe mit Kindern gesegnet, Angela?" (Forsetzung folgt.) DorEinsührungderneuenZölleinEngland ielhan« ederge, i bis 80 Pf., und Fleischwurst 90 Pf. Für Saug letzten leb. der 042 öS» nvrE hüt« 60» Aal'1 ® M so 4.40; Sabbatausgang morgens 7; abends 8 Mk. bis 12 Treibjagd ereignete sich ein Unfall. Ein älterer Schütze hatte das Pech, den hiesigen über vom Landwirt her war, lehungen leichterer auch von bei des 5.20. — Wochengotlesdienst: 4 Uhr. ferkel von sechs Wochen werden 6 bis bezahlt, für solche von 6 bis 8 Wochen 8 Mark. Staates ist, sind wieder einige Hundert Fische eingesetzt worden, so daß bei der nächsten Räumung des Teiches, die in zwei Fahren stattfindet, wieder auf eine ansehnliche Beute zu hoffen ist. seeboot „Nautilius". Der Vortrag land haften Beifall. Riesige Warenmengen, die noch in den letzten Tagen vor Einführung der neuen Zölle angekommen sind, lagern auf den Quais des Londoner Hafens. Louis S ch n e i d m ül l e r, der Trei- anzuschiehen. Während die Beran den Beinen und der einen Hand Natur sind, wurde der Verunglückte einem Schrotkorn in der Nähe des Auges getroffen. Ein anderer Schütze, der die Gefahr noch rechtzeitig erkannte, konnte sich dadurch retten, daß er sich schnell zu Boden warf. Hch. Sonneborn und K. Leib bestimmt. Die Aufsichtsbehörde hat die Wahl bestätigt. Oie Zahluuasfrist für Aufwertungshypoiheken. Die Verordnung des Reichspräsidenten die Zahlungsfrist in Aufwertungssachen Kreis Schotten. k. Wohnfeld, 26. Rov. Auf der Worms und Frankfurt ausgewiesen und erwarb später eine Druckerei in Darmstadt, die ihm den Unterhalt bis zu seinem frühen Tode gewährte. 1877 schloß der unentwegte Kämpfer für Recht und Gerechtigkeit die Augen für immer. Die Versammlung spendete dem Vortragenden, der durch seine heimatkundlichen Forschungen sich schon große Verdienste erworben, dankbaren Beifall, der von dem Obmann gebührend unterstrichen wurde. Die Wahl des Kreisobmannes wurde bis zum Frühjahr zurückgestellt. Die Geschäfte sollen durch den seitherigen Vorstand bis zu diesem Zeitpunkt weitergeführt werden. Zum Schlüsse der Tagung verabschiedete sich der seitherige Vorsitzende, Lehrer Müller, der nach Michelstadt i. O. versetzt ist, von der Versammlung. Lehrer Häusel (Gedern) und Lehrer Blei (Schotten) würdigten die Verdienste des Scheidenden und dankten ihm besonders für das entschlossene Eintreten für die Interessen der Landlehrerschaft. und 5.20 Uhr. Israelitische Religionsgesellschafl. Sabbatfeier den 28. November. Freitag abend 4.05 Uhr; Samstag vormittag 8.30; nachmittags ‘ "" ~ " 10. November 1931 gibt den Schuldnern aufgewerteter Hypotheken die Möglichkeit, Sen Antrag auf Bewilligung einer Zahlungsfrist auch dann zu stellen, wenn sie die ursprüngliche Antragsfrist versäumt haben, oder wenn ein früher gestellter Zahlungsfristantrag zurückgewiesen oder zurückgenommen ist. Die Nachholung und Erneuerung des Zahlungsfrist- antrages muß aber bis zum Ablauf des 3 0. November erfolgen. Anträge, die nach diesem Tage bei der zuständigen Aufwertungsstelle eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden. Aufwertungsstelle ist das Amtsgericht. Landkreis Gießen. d A l t e n - B u s e ck, 25. Nov. Am Sonntag veranstaltete der hiesige Geflügelzuchtverein im Saale „Zur Waldlust" eine lokale Geflügelschau. Es waren 83 Nummern Hühner, Pluten und Tauben ausgestellt. Als Preisrichter war Herr S o e d l e r aus Burg-Gemünden tätig. Zahlreiche Preise konnten zur Verteilung gelangen, darunter sechs Ehrenpreise. Preisträger waren. Schwarze Italiener: Ehrenpreis und 1. Preis L. Döpp; 2. Preis L. Schwalb. Rebhuhnfarbige Italiener, Ehrenpreis H. Meisel; 1. und 2. Preis L. Wagner. Schwarze Rheinländer : Ehrenpreis, 1. und 2. Preis Lehrer Ranft; 1.Preis Fr. Müller. Brahma: 2. Preis A. Rau. Rhode- länder: 2. Preis L. Wagner. Schwarze Wyan- dottes: Ehrenpreis, 1. und 2. Preis L. Schwalb. Weiße Leghorn: 1. Preis A. Dapper. Millefleurs: 2. Preis Fr. Müller. Bantam: 2. Preis A. Dapper. Puten (Bronze): Ehrenpreis, 1. und 2. Preis L. Döpp. Puten (weiß): 2. Preis W. Denner. Tauben. Mohnköpfe: 2. Preis A. Rau. Forellen: Ehrenpreis, 1. und 2. Preis L. Wagner. Der Gesamtleistungspreis wurde L. S ch w a l b zuerkannt. Die Ausstellung war von hiesigen und auswärtigen Interessenten sehr gut besucht, die mit Lob und Anerkennung über das ausgestellte Material nicht zurückhielten. * Klein-Linden, 25. Nov. Die Sudan- Pionier-Mission in Wiesbaden lieh am Montagabend durch Missionar Müller im Saale der Kleinkinderschule einen Vortrag über das Dekehrungswerk an den Mohammedanern im Nilgebiet halten. Missionar Müller schilderte das Wesen des Islam und die Schwierigkeiten, die sich den Missionaren bei der Arbeit entgegenstellen. Eine Reihe vortrefflicher Lichtbilder ergänzten die Ausführungen des Redners, dem Pfarrer Bremmer den Dank der Versammlung aussprach. T Aus der nördlichen Wetterau, 24. Nov. Die Preise für Schlachtschweine bewegen sich gegenwärtig je nach Qualität zwischen 40 und 45 Pf. für das Pfund Lebendgewicht. Diesen Preisen entspricht ein Schlachtgewicht von 50 bis 56 Pf. Die Preise für Fleisch - undWur st waren sind in den letzten Tagen weiter gefallen, Kuhfleisch (Mastfleisch) wird von den Metzger" mit 50 Pf. pro Pfund verkauft, Rindfleisch gilt 70 b s 72 Pf., Schweinefleisch 70 bis 90 Pf., Leber- und Blutwurst 60 Preufcen. Kreis Wetzlar. # Krofdorf, 24. Nov. In den Gemeinden des Amtsbezirks Atzbach und Launsbach hat die Per- fönen st andsaufnahme folgendes Ergebnis gehabt: Atzbach 1095, Dorlar 881, Dutenhofen 1518, Garbenheim 1177, Kinzenbach 825, Krofdorf 2040, Gleiberg 423, Vetzberg 491, Launsbach 873, Oden- Haufen 512, Salzböden 492 und Wißmar 1905 Einwohner. Die Gesamtzahl der Einwohner der beiden Amtsbezirke beträgt 12 232. Gegenüber dem Vorjahre bedeutet das eine Zunahme von 152 Personen. # Launsbach, 24. Nov. Dte hiesige Dränage-Genossenschaft befaßte sich in der Generalversammlung mit der Wahl des Vorstandes, dessen bisherige Amtszeit abgelaufen war. Der Genossenschaftsvorsteher Friedrich Klinke! und sein Stellvertreter Karl Pfeiffer wurden, letzter zugleich als Beisitzer, wiedergewählt. Wieder- bzw. neugewählt wurden als Beisitzer K. D e ch t h o l d (66), K. D echthold (71), und H. Forbach; als deren Stellvertreter: H. Müller, O. Pfaff, K. Pfaff und K. B e ch t h o l d (37); als Mitglied Der Schaukommission: A. Psaff und W. Rolshau- s e n ; für das Schiedsgericht PH. Pfaff und PH. Hahn; als deren Stellvertreter W. B echthold und H. Leib. Die Wahl gilt für fünf Fahre und ist von der Aufsichtsbehörde bestätigt. <5 Wißmar, 24. Nov. Die hiesige Dränage- Genossenschaft hat in ihrer Generalver- sammluna auf weitere fünf Jahre die Vorstandswahl getätigt. Genossenschaftsvorsteher Ludwig Ufer und ein Teil der übrigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt Die Wahl hatte insgesamt folgendes Ergebnis: stellvertretender Ge- nosfenschastsvorsteher wurde H. Bittendorf, Beisitzer Georg Drommershausen, H Kraft, H. S p e i e r und H. B i t t e n d o r f, als deren Stellvertreter wurden gewählt L. Leib, H. Wagner, W. Ufer und A. Stroh. Zu Mitgliedern der Schaukommission wurden A. Stroh, (3g. ©peter und zu Mitgliedern des Schiedsgerichts w. im Dien-« Atung der i unb des .a'ior a.5), ittrag über Zunächst und 3®^ ift von UN- larsoischung >aft, für bic und für den Mhch b .Dirt- . sich mit lg>e, -je ^tischen >e Aög. nsfen in W aus freien sähe im gen, hat 'hnkmnpf deutlich len bei- ng der nasser, Der» »zial« laus bei icht noch Urteilen M ist ang, dah >envvr- er Datur. a lehten und der lnge man : und den ktion und 3n wohl Dein schon wirtschaft- se bis auf auch noch falb. Der iges durch ret Preis- erwähnten l nicht von t klar sein, im gegen- - Mts von und auf altung zu en Einzel- hädigt die tzunktions- n je. Der Maße übt, bedingt ist, ie Arbeite- : annimmt. einzelnen Menschen von gleich hoher Bedeutung, die schon daraus ersichtlich werde, wenn man überlege, welch große Vorteile eine Wettervorhersage, die für einen längeren Zeitabschnitt zuverlässig sei, im Gefolge habe. Noch wüßten wir von der Arktis und ihren meteorologischen Verhältnissen sehr wenig, es fehle noch an den Möglichkeiten einer längeren Beobachtung; notwendig sei die Einrichtung ständiger Radio- stationen, die meteorologische Vorgänge sofort übermitteln und außerdem geologische Forschungen durchführen könnten. Die Fnternationale Gesellschaft für Arktisforschung (Aeroarktik) habe es sich unter dem Vorsitz von Dr. Hugo Eckener zur Aufgabe gemacht, dieser Arbeit zu dienen. Die Zeppelinfahrt habe die Forschungsarbeit um ein wesentliches Stück vorwärtsgetrieben und reiche wissenschaftliche Ausbeute ergeben. 2n feinen weiteren Ausführungen sprach der Vortragende an Hand von Lichtbildern über die Organisation der Arktisfahrt des Zeppelin, über die Harmonie, die während der Fahrt unter allen Beteiligten herrschte usw. Er berührte das Kapitel der Finanzierung der Fahrt, deren Kosten zur Hälfte aus dem Porto für Briefe und Karten, die von den Philatelisten aufgegeben worden seien, bestritten werden konnten. Namhafte deutsche Firmen hätten wissenschaftliche Hilfsgeräte, Film- material und Photoapparate zur Verfügung gestellt, so daß die Expedition in jeder Hinsicht auf das beste ausgerüstet gewesen sei. Besonders hob der Redner den Wert neuartiger photographischer Apparate hervor, deren Aufnahmen hochwertiges Alnterlagematerial für genaue Landkarten lieferten. Interessant waren auch die Aufschlüsse, die der Redner über die Durchführung der Luftdruck-, Feuchtigkeits- und Temperatur- Messungen mit den Moltschanosfschen Apparaten geben konnte. Zahlreiche photographische Aufnahmen ließen die Zuhörer die Ausrüstung des Luftschiffes und die wissenschaftlichen Hilfsmittel kennenlernen, sie erhielten Einblick in das Leben an Bord und wurden an Hand zahlreicher schöner Ausnahmen mit der Landschaft der Arktis und ihren mannigfaltigen Schönheiten bekannt gemacht. Nicht weniger interessant waren die kritischen Ausführungen über die Expedition Nobiles und die des Amerikaners Wilkins mit seinem Unter- 9 eine >cnlun9 [c[1 uni) M in JX her- zurück- >pt- P nach len mit, "beruht Mitt Deutsche Sau- und Siedtungssemeinschast. WSN. Darmstadt, 24.Nov. Eine außerordentliche Generalversammlung der Deutschen Bau- und Siedlungsge- meinschaft fand am vorigen Sonntag hier statt. Es waren 106 Delegierte erschienen. Die Dormittagsverhandlungen drehten sich um A e n - derungen im Vorstand und Aufsichtsrat. Bekanntlich war der Vorsitzende der DBS., Philipp, seines Amtes enthoben worden. Bei der Abstimmung stimmten 74 Delegierte gegen, 26 für den Vorsitzenden Philipp, 3 enthielten sich der Stimme. Damit war die Amtsenthebung von den Delegierten sanktioniert. Bei der folgenden Dorstandswahl wurde Bachmann, Dillenburg, mit 87 Stimmen zum neuen Dorsitzenden gewählt. Weiter lag ein Mih- trauenSantrag gegen drei Aufsichtsratsmitglieder vor, und zwar gegen Dillschneider, Saargebiet; Kehler, Freiburg, und Fulh, Neuß. Das Mißtrauen wurde mit Stimmenmehrheit ausgesprochen, worauf die drei genannten Aufsichtsratsmitglieder ihre Qlemter niederlegten. An ihre Stelle wurden in den Aufsichtsrat gewählt Kalles (Baden), Landwehr (Saargebiet), Walther (Hessen I) und Mertens (Rheinland). In der Nachmittagssihung wurde folgende Entschließung angenommen: „Die außerordentliche Generalversammlung der DBS. erhebt gegen die ungerechtfertigte 2prozen- tige Besteuerung der Spareinzah- lungen der Bausparkassen schärfsten Protest. Wir halten die Erhebung dieser Steuer nicht nur für ungerechtfertigt, sondern auch für ein Vergehen an der deutschen Wirtschaft, der diese Spargroschen voll und ganz zur Verfügung gestellt werden. Wir fordern von der Reichsregierung, daß sie diese einseitige Besteuerung der Dauspargelder so rasch wie möglich abschafft, da sie nur geeignet ist, den Sparwillen weiter Kreise des Volkes zu hemmen. Die Vertreter der Aufsichtsbehörde werden dringend gebeten, diese Bitte an allen zuständigen Stellen nachdrücklich zu unterstützen." Die beiden weiteren Punkte der Tagesordnung — Aenderung der Bestimmungen über die Zeitzahl (Wartezeit für Darlehen) und allgemeine Geschäftsbedingungen — wurden nach kurzer Debatte nach den Vorschlägen des Vorstandes genehmigt. Zum Schluß entwickelte sich noch eine lebhafte Debatte darüber, wie die Ausgaben für die Verwaltung gedeckt werden sollen. Nach einer Reihe von Vorschlägen wurde folgender Antrag des Landesverbandes Pfalz mit großer Mehrheit angenommen: „Mit Rücksicht auf die Ablehnung des Vorschlags des Vorstandes und des Aufsichtsrats beläßt die außerordentliche Generalversammlung das Beitrittsgeld bei 10 Mk. Vorstand und Aufsichtsrat finden aus den vorliegenden Anträgen bis zur nächsten Sitzung einen Weg zur Deckung der Steuern und ilnfoften.“ Der Verletzte befindet sich auf dem Wege Besserung. Kreis Alsfeld. II. Lehnheim, 25. Nov. Fn den nahe unserem Ort gelegenen Teich, der Eigentum Oberbeffen. Rudolf Senhf, ein Gchotiener 48er. Schotten, 25. Nov. Unter dem Vorsitz des Obmanns des Kreislehrervereins Schotten, Lehrer Müller (Kölzenhain), fand eine Tagung der Lehrer des Kreises im Gasthaus zur „Krone" statt. Nach einleitenden Worten gedachte der Vorsitzende der im letzten Fahre verstorbenen Mitglieder R e u ß (Freienseen) und K i tz (Ulrichstein). Lehrer Würz (Eichelsdorf) sprach sodann über „Rudolf Fendt, ein Schottener 48er“. Der Vortragende entwarf ein fesselndes Bild aus dem Leben und Wirken dieses hervorragend begabten, unerschrockenen und begeisterungsfähigen Kämpfers in einer gärenden Zeit. Fm Fahre 1823 als Sohn eines Schönfärbers in Schotten geboren, organisierte er als Theologiestudent den Auszug der Studenten von Gießen nach Staufenberg, wandte sich der Politik zu und gewann durch seine zündenden Ansprachen nicht nur die Bevölkerung des Vogelsbergs, sondern ganz Oberhessens für seine freiheitlichen Gedanken. Sein politisches Wirken, sowie ein paar unbedachte Worte, die ihm als Gotteslästerung gedeutet wurden, versperrten ihm den Weg zur Kanzel. Er wandte sich der Rechtswissenschaft zu, mußte 1848 ins Ausland flücb^n kehrte nach 18 Monaten zurück und wurde verhaftet. Das Gericht in Darmstadt sprach ihn zwar oo.r der Anklage des Hoch- und Landesverrats frei, verurteilte ihn aber wegen Beleidigung des hessischen Ministers zu sechs Monaten Gefängnis. Dem politischen Agitator und Freischärler war die Türe zu einer staatlichen Anstellung verschlossen. Er wandte sich den verschiedensten kaufmännischen Beschäftigungen zu, wurde wegen politischer Betätigung aus «eben lockte, ,ich! Aind- ■ bcftimmte! :! Ich ha"e euch hinein* se so schM heimkommcn «deutete für chS ich durch volleren, oe- war leidend, lernen, nd die trieb sagte es w jer Schwelle liehen wa wieder auf :i Aach drn von meinen ,'LSS & Vergangen' ganz m meine Ml M n Haine war gespielt Mb'' * Rundfunkprogramm. Freitag, 27. November. 7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12.05: Schallplattenkonzert. 15.20: „Fn welcher weiterführenden Schule soll ich mein Kind anmelden?" Ratschläge von Mittelschullehrer W. Klöppel und Studiendirektor Dr. Schramm. 17.05: Don Wiesbaden: Konzert des Städt. Kurorchesters. 18.40: „Die biologischen Doraussehungen der Berufswahl". Derufskundlicher Vortrag von Obermedizinalrat Dr. Pauli. 19.05: „Die Erziehung des Kindes zur geistigen Gesundheit". 19.35: Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. 19.45: „Musikalische Grundbegriffe". Fhr Wesen und ihre Bedeutung, Vortrag von Hans Rosbaud. 20.15: Manon, Oper in vier Akten. Musik von 2. Masse- net. 22.00: Deutsche Humoristen. Otto 2ulius Dierbaum. 22.45 bis 23.30: Tanzmusik. Sneffaften der Reöoffion. Heimstätten. Das betreffende Unternehmen ist uns nicht bekannt. Fr. K., Ruttershausen. Heber das in 2hrer Zuschrift genannte Thema werden wir demnächst einen aufklärenden Artikel veröffentlichen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Freitag, den 27. November. Kapelle auf dem Alten Friedhof. 20 Uhr, pünktlich: Abendandacht für Studenten; Prioatdozent Lic. Brunner. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 28. November. Borabend: 4,30 Uhr, morgens 9 Uhr; abends 4.40 TN 005V^ \V^.--- Wirtschaft Ztst gibt9 ia« Banknoten. Reichsbankdiskoni 8 o. h.. Lombardzins uh 10 o ft. 6 Pulver oder 12 Ob'a en-Packung RM. 1.10. wenden Sie lieh an 06935 1-Pfund-Dose e. Ö. m. b. H. 6019 A 8M1C III« Ein Pechtag I.u*tpicl in 2 Akten. Jeden Husten beseitigt Bexalit! CITROVANILLE ’/, Pfund O.23 ’/. Pfund 0L V, Pfund 054 Pfund 0.32 Pfund 050 Pfund 0.18 Pfund 0.22 Pfund 052 Pfund 056 Pfund 0.14 r Ein Versuch überzeugt Sie von dessen Güte Ski-Bekleidung für Herren, Damen, Kinder sportgerecht — preiswert */» Pfund 0.19 ’/j Pfund 050 */» Pfund 050 SCHMERZBEKÄMPFUNG ZUVERLÄSSIG UND RASCH ■ El KOPFSCHMERZ - HlGQANt NtUBALGltM UND ZAHNSCHMERZ II. Wild-West«Bummler Eine Komödie mit „Fat nnd Falt GEG-Teigwaren Schnittnadeln lee ee < tfiroUnt fr«L Kapital-Anlage von bleibendem und wachwendem Wert! **D Practitiolle Zeppelin-LuftposlSaniniluno .Briefe und Karten', 250 verschiedene Stücke, darunter seltenste Sachen von Brasilien. 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August b.3. i h rung üb er fluffig i 1Kleber