ÄS mA? ***&£ «m’sT ''«« Ä« S,’‘ Ä-^ W-: ÄS“ hinter der Guinvz der.Schön-, ftW’ottH «MaoderWiw ^Aarki. '"'Nititnäiö, ' Oktober M. tBM am 1 XXXVfil, in da '^XVIII bfljeM XVIII, das V 10 Grabstüike M °5 Ümbrnbutq, g : Lkaße. *nbnftnbetfn T XXVIII, am alle, tplah, iö 2 Sedet glui XXX zwilchen Srojbotjtt üßmaret Leg. HX, am alten LH XXIX, daselbst. 18. Ltober 1931. icntunft 64t Saiirt m III und XVin.m lenknnstavderM lodil". ll ni und xvm, ra 54,am$tofefioteite4 29. £ tobet 1931. lenkmift 64t Lchoü> n, in bet Schwatz- xiselbst, XVII, an btt W INnteMtMyl, XXVII, daselbst. ü> «gegen 10 Wei, r XXI, an bet Nw XXII, am FE m XXI, am W iarburget Straße, ur XXII, an bet ab AW- i. £ Habet 193L ierci Gießen, »oienbeig. _ imachung. giftet W ier 1931 bei her Iffien, ieftcn folgenbes,^ ra dcr Gustav dg iftober 1931. niachung'. Ottobet 193.1-L liht ooeminus. arft W- a® ii&‘ Oktober 193L ifterei W* ^ofenbeO^- UÄ? ÄS , Oktober 1931* unmhollAV^ Im Smflbur^ । rt, J /jj| ihenli^A« —Redi*111™ laChB*1 ßriefa11^^ na*’ Hr. 250 Erster Natt 181. Zahrgmrg Montag, 26. Oktober Er|chernt täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte viehensr Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monatr-Bezugrpretr: 2.20 Reichsmark und A) Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern mfolge höherer Gewalt. zernsprechanschlüfle anterSammelnummer225l. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. poftschelNonto: Zrankfnrt am Main 11686. GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruü und Verlag: vrühNsche Univerfilätr-vUch- uild Ztein-rmkerel B. Lange in Stehen. §chriftlettung und Geschaftrsteüe: Zchutstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20u , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot, für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Bietzen. Der italienische Besuch in Berlin. Lire Ankunst Grandis. herzlicher Empfang durch den Reichslanzrer Derlin, 25. Ott (SU.) Der italienische Außen- Minister Dino Grandi ist am Sonntagsrüh i n Berlin eingetroffen, um den Besuch der dieutschen Minister in Rom zu erwidern. Die Lnkunst auf dem Anhalter Bahnhof verzögerte sich durch Maschinenwechsel bis 9.37 Tlhr. Auf iNem Bahnsteig hatten sich zum Empfang einge- »nden Reichskanzler Brüning mit dem Staats- jefretär von Bülow und Ministerialdirektor 6 öpke vom Auswärtigen Amt, dem Chef des Protokolls, Graf Lattenbach, dem deutschen Botschafter in Rom, von Schubert und Gattin ■nb anderen Herren des Auswärtigen Amtes. Der italienische Botschafter, ürfini D a r on i, mit dem gesamten Personal der Botschaft und hervorragende Persönlichkeiten der italienrfchen Kolonie. Reichskanzler Brüning empftng den rtaiie- Lischen Außenminister bei Verlassen des Wagens riid begrüßte ihn und seine Gemahlin sowie die Herren seiner Begleitung herzlich. Bei der Begrüßung überreichte der Reichskanzler Frau Nrandi einen großen Strauß roter Rok-nr. Der Lahnsteig war polizeilich abgesperrt nur Presseoertreter und Photographen hatten Zutritt. Auch trtr Polizeipräsident Grzesinski und Vizepolizei- »räsident Weiß waren erschienen. 3m Fürsten- jimmer des Anhalter Bahnhofes fand eine Dor- itellung der beiderseitigen Begleitungen statt Da- fai sprach Minister Grandi einige Degrühungs- Qoorte im Rundfunk. 3n der engen Straße zloifchen Bahnhof und Dahnpostamt wurden die Ferren von der italienischen Kolonie begrüßt. Es ertönten laube Ruse: „Grandi Dvvival". Sin weißgekleidetes Mädchen überreichte Frau Grandi einen Blumenstrauß. Kurz vor 10 ^lhr trafen die Gäste im Hotel Esplanade ein, i»as mit den italienischen und deutschen Farben x (schmückt war. Der Reichskanzler geleitete den italienischen Außenminister in das Foyer des Hotels und begab sich bereits nach wenigen ITiinuten zur Reichskanzlei zurück. Mitglieder der italienischen Kolonie brachten Hochrufe auf Grandi mus, worauf sich der Minister am Fenster zeigte itnö seine Landsleute mit dem Faschistengruß und mit Winken begrüßte. Die erste Besprechung. Kurz vor 11 Uhr begab sich Grandi zusammen mt dem italienischen Botschafter in Kraftwagen pr Reichskanzlei, um dem Reichskanzler einen Besuch zu machen. Wie wir erfahren, ist es tobei bereits zur er ft en politischen U n - terhaltung zwischen dem Reichskanzler und Krandi gekommen. Grandi hat in einer dreioiertel- Dündigen Unterredung mit dem Kanzler die einzel- «en politischen Probleme besprochen. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Dr. von B ü l o w Sub zu Ehren der italienischen Gäste ein Frühstück n Hotel Won, an dem u. a. der italienische Botschafter und Frau, sowie von deutscher Seite der fäerr Reichskanzler, Staatssekretär Meißner und Frau, Botschafter v. Schubert und Frau, Staats- ktretär Pünder und Frau, Staatssekretär z. D. Freiherr v. Rheinbaben und Frau und leitende Beamte des Auswärtigen Amtes sowie Persönlichkeiten aus der Berliner Gesellschaft teilnahmen. An Festessen zu Ehren Grandis. LerNeichslanzier trinkt auf vertrauensvolle Zuiammenarbcli Berlin, 25.Oft. (WTB.) Reichskanzler Dr. Brüning gab zu Ehren des italienischen Außenministers und seiner Begleitung ein Abendessen, zu dem die Mitglieder des Reichskabinetts, der Doyen des diplomatischen Korps, der italienische Botschaftirr, der Präsident des Reichstags, Vertreter des Aeichsrats sowie einige Mitglieder des Reichstags und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und fresse geladen waren. Während des Essens brachte Reichskanzler Dr. Brüning folgenden Trinkspruch aus: »Herr Mi- «ister! 3m Flamen der Reichsregierung heiße ich Lw. Exzellenz in der Reichshauptstadt herzlich willkommen und bitte Sie, unseren Willkommens- zruß auch 3hrer Exzellenz Frau Grandi übermitteln zu wollen. Wenn ich an die unvergeßlichen Tage denke, die ich in der ewigen Stadt inmitten ter wundervollen Denkmäler einer Geschichte von Lahrtausenden erleben durfte, muh ich furchten, Laß dem Gaste aus Rom unsere Reichshaupt- fsiadt vielleicht nüchtern erscheinen wird. Doch wird die Größe und der Ern st des Arbeitswillens, der hinter dieser nüchternen Fassade Berlins steht, gerade bei dem Mitglied einer Regierung auf volle Würdigung rechnen dürfen, die unter der bewährten Leitung ihres Führers ihre Kraft in besonderem Maße der Modernisierung von Handel, Wirtschaft und Der- Ichr Italiens widmet und dabei so bewundernswerte Erfolge erzielt hat. So hoffe ich, wird der Aufenthalt in unserer Hauptstadt 3hnen, Herr Minister, weitere Beweise dafür liefern, daß wir Deutsche unser letztes daran setzen, die Rot der Zeit durch zähe Arbeit zu überwinden, wobei wir uns wohl bewußt sind, daß das Ziel nur durch vertrauensvolles Zu- s nnmenwirken aller Völker erreicht werden kann. Das deutsche Volk fühlt sich allen denen innerlich verbunden, die gewillt sind, vergangenen Hader ruhen zu lassen und ihre ganze Grandi (X) imrb bei feiner Ankunft von der Menge begrüßt. Kraft den Aufgaben der Gegenwart, den Forderungen der Zukunft zu widmen. Mit ehrlicher Bewunderung sehen wir das mit jugendlicher Energie aufstrebende italienische Volk zur freien Entfaltung seiner reichen Kräfte fortschreiten, wir sehen, daß auch t>ort derselbe unbeugsame Lebenswille herrscht, wie bei uns, und daß auch dort das Heil der Menschheit in der lebendigen Fortentwicklung gesucht wird. Das läßt uns Deutsche hoffen, jenseits der Alpen volles Verständnis zu finden für unseren Kampf gegen die wirtschaftliche Rot und für unser Streben nach Freiheit und Gleichberechtigung. 3n dieser Hoffnung erhebe ich mein Glas auf das Wohl S. M des Königs von 3 ta - lien, auf das Wohl Seiner Exzellenz des Herrn Chefs der italienischen Regierung, auf das Wohl Ew. Exzellenz und auf die Zukunft des italienischen Volkes." Grandis Trinksprnch. Der italienische Außenminister Grandi erwiderte mit folgendem Trinkspruch: „Herr Reichskanzler! Ew-Exzellenz danke ich aufrichtig auch im Rainen meiner Frau für den fo herzlichen Empfang, der uns in der Reichshauptstadt bereitet worden ist. Als der Chef der italienischen Regierung mir den willkommenen Auftrag erteilte, Ew-Exzellenz und der Reichshauptstadt diesen Besuch abzustatten und die freundschaftlichen Unterrcöungcn, die wir in Rom hatten, fortzusehen, hat er dem besonderen Wunsche Ausdruck gegeben, daß ich 3hnen seinen herzlichsten Gruß überbringe und 3hnen bestätige, daß er hofft, es möge sich bald eine günstige Gelegenheit bieten, um der liebenswürdigen Einladung Ew. Exzellenz zu folgen und um persönlich die Unterredungen fortzusehen. Seien Sie versichert, Herr Reichskanzler, daß man auch bei uns den entsagungsvollen Opfermut, die männlichen Tugenden und den Arbeitseifer des deutschen Volkes bewundert, wie wir auch die weise und erleuchtete Arbeit in ihrem ganzen Werte erkennen, die Ew. Exzellenz zum Besten 3hres Volkes leisten. Deutschland begibt sich jetzt daran, seine Energien zu stählen, um die Schwierigkeiten, Die per Augenblick bietet, möglichst zu überwinden. 3talien hat stets genau verstanden, wie Deutschland einen unverzichtbaren Faktor unserer Kultur darstellt. Wir alle haben die Gewißheit, daß 3hr großes Volk nach Ueberwindung der gegenwärtigen Schwierigkeiten mit erneuter Kraft und voller Vertrauen seinen Weg einer sicheren Zukunft entgegen fortsehen wird. Das Leben der Völker wird heute noch durch die Folgen der vergangenen Kämpfe erschüttert und gestört. Durch harte Erfahrungen belehrt, fühlen alle Staaten mehr als je die schwere Verantwortung, die auf ihnen ruht und die Pflicht, loyal und wirksam zusammenzuar- beiten, nicht nur um die ausgestandenen Leiden zu heilen, sondern auch um den Völkern Glück und Wohlergehen wiederzugeben, nach denen sie alle eifrigst streben. Frei von jedem Vorurteil ist das italienische Volk davon überzeugt, daß die Grundlagen eines friedlichen und fruchtbringenden internationalen Zusammenwirkens in der Gerechtigkeit. ie &et91ei4>freit b« Rechte^, im gegenseitigen Vertrauen und Verständnis für die wechselseitigen Rotwendigkeiten und in einer harmonischen Entwicklung der lebenswichtigen Kräfte und 3ntereffen eines jeden einzelnen zu finden sind. Das italienische Volk streckt daher allen denjenigen in freundschaftlichem Geist die Hand entgegen, die von den gleichen Gefühlen beseelt in Eintracht daran arbeiten wollen, um diese hohen Ziele zu txrtDttfftdfett. Indem ich die aufrichtigsten Wünsche für baldige und glückbringende Ergebnisse dieses großen gemeinsamen Werkes zum Ausdruck bringe, erhebe ich mein Glas und trinke auf das Wohl des Herrn Reichspräsidenten Feldrnar» schalls von Hindenburg, auf das Wohl Ew. Exzellenz und auf das Wohlergehen des deutschen Volkes!" Ein bescheidenes Ergebnis. Das amtliche Cormmmique über die Besprechungen von Washington. Washington. 24. Ott. (WTB.) Ministerpräsident Laval hatte Samstag von 11 bis 13 Uhr eine Konferenz mit Präsident Hoover, Staatssekretär St i m s o n und Unterstaatssekretär Mills. Hierauf fand ein Frühstück statt, an dem Mellon teilnahm. Laval übersiedelte sodann in Stimsons Privatvilla, wo er weiter Besprechungen abhielt. Abends empfing er Borah und Stimson, Sonntag fanden erneut Unterredungen mit Hoover und Stimson statt. Dabei wurde folgendes gemeinsame Communiquö vereinbart: Die traditionelle Freundschaft zwischen den vereinigten Staaten und Frankreich, das Fehlen jeden Streitpunktes zwischen unseren beiden Regierungen, die Erinnerung an zahlreiche Fälle der Zusammenarbeit für den Weltfrieden, darunter in letzter Zeit die Annahme des ftellogg-Vriand- Paktes, machen es möglich und opportun für die Vertreter unserer Regierungen, jede Seite der zahlreichen Probleme zu erforschen, an denen wir beiderseits interessiert sind, wir haben dabei einen wirklichen Fortschritt erzielt, wir erörtern die wirtschaftliche Lage in der Welt, die Probleme der bevorstehenden Konferenz für die Beschränkung und Herabsetzung der Rüstungen, die Wirkung der Depression auf die Schulden Zahlungen, die Stabilisierung der internationalen Währungen und andere finanzielle und wirtschaftliche Themen. Eine informelle und herzliche Aussprache hat dazu gedient, die Jlatur der Probleme mit größerer Genauigkeit zu umreifjen. Es ist nicht unsere Absicht gewesen, bindende Verpflichtungen einzugehen, sondern eher durch die Entwicklung der Tatbestandes jede der beiden Länder instand zu setzen, wirksamer auf seinem eigenen Gebiet zu arbeiten. Es ist unsere gemeinsame Absicht, daß die Konferenz für die Rüstungsbeschrän- k u n g ihre wirkliche Ausgabe tatsächlich erfüllen wird, die in der Organisation einer festen Grundlage für dauernden Frieden besteht. hinsichtlich der zwischen den Regierungen bestehenden Verpflichtungen erkennen wir an, daß vor Ablauf des hoover-woralorinms irgend e i n Abkommen darüber notwendig sein dürste, durch das die Periode geschäftlicher Depression überbrückt wird, über dessen Einzelheiten und Bedingungen jedoch die beiden Regierungen alle Vorbehalte machen. Die Initiative hierfür solle baldigst von den europäischen Mächten ergriffen werden, die im Rahmen der vor dem 1. Juli 1931 bestehenden Abkommen hauptsächlich daran beteiligt sind. Mit besonderem Elser prüften wir die Mittel für die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Stabilität und des vertrauens. Insbesondere sind wir überzeugt von der Wichtigkeit der G e l b ft a b i l i t ä I als eines wesentlichen Faktors bei der Wiederherstellung normalen wirtschaftlichen Lebens der Welt, wobei die Aufrechterhaltung des Goldstandards in Frankreich und in den vereinigten Staaten einen großen Einfluß ausüben wird. Es ist unsere Absicht, die Prüfung der Methoden zur Aufrechterhaltung der Stabilität in den internationalen Währungen fortznsetzen. wenn es auch in der kürzens uns zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich gewesen ist, Programme aufzustellen, so sind wir doch zu dem Ergebnis gekommen, daß wir die Jla- tur dieser finanziellen und wirtschaftlichen Probleme in demselben Lichte sehen und daß diese Verständigung unsererseits dazu dienen sollte, den weg für eine Hilfsreiche Aktion durch unsere beiden Regierungen zu bahnen. Die Besprechung mit Bvrah. Keine Annäherung in der Sicherheilssrage. Washington, 25. Oft. (WTB.) Senator Borah und Senator Reed haben mit Laval in einer einstündigen Unterhaltung die Frage des polnischen Korridors und der A b r ü * stung erörtert. Man ist jedoch zu keiner Einigung gelangt, da Laval erklärt hat, die Politik seiner Regierung verlange genügende Sicherheiten für den Frieden in Europa als Vorbedingung für eine Diskussion der erwähnten Fragen. Dorah und Reed haben erklärt, hierauf nicht eingehen zu können, da Amerikas traditionelle Politik ein Eingehen auf Bedingungen zur Garantierung des Status quo oder des Friedens in Europa verbiete. Dorah sagte u. a.: Bei der gegenwärtl- gen Einstellung des amerikanischen Volkes kommt Der Beitritt der Bereinigten Staaten zu keiner Art Sicherheitspakt in Frage. Mn- fet Land muhte das immer wieder ohne Mm» schweife betonen und Frankreich würde ein grv- Senator B o r o h. ßes Mnrecht gegeben, wollte es das Gegenteil glauben machen. Mebcr die Reparationen kann ich nur wiederholen, was ich schon ausgeführt habe, nämlich, dah Deutschland den direkten angerichteten Schaden bezahlen muh. Es fehlen uns ober genaue Angaben und deshalb beabsichtige ich, Laval zu empfehlen, festzustellen, ob die bisher bezahlten Summen ausreichen, um seine Ausgaben für den Wiederaufbau der Kampfgebiete völlig zu decken. Wenn nein, bann muh Deutschland natürlich seine Zahlungen fortsetzen. Borahs Rede hat in Paris peinlich berührt. Paris, 25. OtL (TM ) Die Erklärungen Senator Bohras gegenüber den französischen Pressevertretern haben in Paris Meberraschung und Bestürzung ausgelöst. Der .Petit Pa- riHen“ spricht von einem Schachzug Hoovers, Hoover habe durch die Hinzuziehung Bohras zu den Besprechungen dem französischen Ministerpräsidenten ein Bild von den eigenen Schwierigkeiten geben wollen, denen er im Senat gegenüberstehe. Ein solches Dorgehen sei um fc unannehmbarer, als Laval streng unter .Verschluß" gehalten wurde und nicht einmal auf dem Laufeichen darüber gewesen fei, was um ihn herum vorgehe Mnter diesen Mmständen müsse man sich ernstlich fragen, ob es sich nicht um ein Einschüchterungsmanö- ver handele. Alles in allem stelle die Erklärung Bohras einen ärgerlichen Zwischenfall dar, der große Zweifel an dem Ausgang der Besprechungen aufkommen lassen müsse. — .Petit Journal" weist ebenfalls auf die großen Schwierigkeiten hin, die einer Annäherung der beiberfeitigen Standpunkte auf f a st allen Gebieten ent- gegenstehen. 3n Kreisen, die Hoover nahestänben, hebe man immer toieber hervor, baß eine Zusammenarbeit mit irgendeinem europäischen Lande unnütz sei, solange der augenblickliche Status quo in Europa nicht grundlegend geändert werde. Man gehe sogar soweit, die Mn- Nachgiebigkeit Frankreichs in bet Frage bes Versailler Vertrages für b i e amerikanische Krise verantwortlich zu machen. Bei den Ausführungen Dorahs müsse man besonders berücksichtigen, daß et und seine Anhänger fast täglich mit Hoover zusammenkämen und daher einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf ihn ausübten. Das Echo in Krankreich. Frankreich hat seine Handlungsfreiheit behalten. Paris, 26. Oft. (WTB. Funkspruch.) Das Com- muniqu6 über die Unterredung Hoovers mit Laval wird noch nicht allgemein besprochen. Soweit Kommentare oorliegen, sind sie außerordentlich zurückhaltend, verschiedene Blätter erklären sogar unumwunden, daß das Ergebnis der Be- sprechungen recht bescheiden gewesen ist. Agentur Havas sieht einen ersten Fortschritt, weil als Aufgabe der Abrüstungskonferenz die Organisation einer soliden und dauerhaften Grundlage für den Frieden bezeichnet werde und weil die Reparationsfrage nunmehr mit der Kriegs- schuldenfrage verbunden und erklärt werde, daß Frankreich vor einer neuen Initiative, die seine Handlungsfreiheit auf dem Oe- biete der Reparationen einschränken könnte, b e • wahrt bleibe. Die offiziöse Telegraphenagentur betont, daß dies vielleicht das konkrete Ergeb- n i s der Reise fei. Der Chefredakteur des „fDlatin“, der die Reife mitgemacht hat, sagt: Wenigstens in einem wichtigen Punkte haben wir erreicht, daß Amerika seine Haltung der unserigen a n g e p a ß t hat. Es bedeutet schon viel, in einem Punkte recht zu behalten, und das gestattet die Hoffnung, daß man eines Tages auch in den anderen Fragen recht bekommen wird. »Journal" (nationalistisch) bezeichnet ben Wortlaut bcs Kommuniques als absichtlich farblos gehalten. Alle Worte seien genau abgewogen unb sagten vielleicht mehr, als sie zu sagen erscheinen. Laval habe zwar trotz seiner zwei Mnterrcbungcn mit Senator Dorah sich nicht zu seiner Ansicht bekehren können und es sei deshalb eine politische Zusammenarbeit unter ben gegenwärtigen Mmftänben unmöglich. Die französische Delegation werbe aber Washington genau so wie Berlin verlassen, nämlich unter Wahrung ber Aktionsfreiheit Frankreichs. — .A v enir" (nationalistisch) sagt: Man Darf nicht betrübt sein, wenn bieser Besuch große praktische Ergebnisse nicht gehabt hat. Hoover hat ja seine Besprechungen boch noch nicht abgeschlossen. Es hat s i ch n i ch t s geänbert. Das ist sehr schön, unb bas wirb uns nur 400 000 Franken kosten. Wir kennen anbere Reisen, bie kostspieliger waren. .Quotibicn“ (radikalsoz.) ruft aus: .Ist denn Laval in London, Berlin unb Washington gewesen etwa nur um des Pompes der Empfänge und des leeren Geräusches der Reden? Worte, nichts als Worte!!" — 3m .Populaire" erklärt der Führer ber französischen Sozialisten Leon Blum: Der Würfel ist gefallen. Die Washingtoner Reise bringt eine neue Snttäu- s ch u na. 3n allen wesentlichen Punkten gehen biefe Besprechungen mit einem Mißerfolg aus. Man erlebt ein »R e i n“ auf jede Reuregelung ber Schulben unb Reparationen, ein .Rein" auch auf bie Abrüstung. Mnter biefen Mmftänben ist bie Abrüstungskonferenz zum Februar nächsten Jahres von vornherein zum Mißerfolg verbammt. Die nationalistische Coty-Presse erklärt, daß das Ergebnis der Washingtoner Besprechungen gleich Rull ist. „Ami du Peuple" führt aus, der Leiter her französischen Regierung habe eine überflüssige Reise gemacht: er habe seine Zeit damit verloren, eine systematisch verschlossene Tür, die von einem Cerberus, der sich B o r a h nennt, bewacht wird, öffnen zu wollen. — „Figaro" äußert, die Chefs der Regierungen hätten Lösungen und Der- pflichtungen auf später vertagt. Eine Der- ständigung sei nicht erzielt worden. Man erlebe wieder das dem französischen Parlament so eng ans Herz gewachsene Dertagungssystem Jliuifolini fordert erneut Revision der Verträge. Der wahre Friede ruht nur aus Gleichberechtigung und Gerechtigkeit. R ca pcl, 25. Olt. (TM.) Zur Feier des Mar» I sches auf Rom ist Mussolini in Reapcl eingetroffen. Eine Ehrensalve von 19 Schüssen der Kriegsflotte kündigte bie Ankunft bes Duce an. Danz Reapel war auf ben Beinen, um ihn begeistert in Empfang zu nehmen. 3m Regierungspalast wurde Mussolini vom Kardinalerz- m|d)of_ erwartet. Rach einem kurzen Empsang öcc höchsten Würdenträger begab sich Mussolini in der Mniform eines Ehrenkorporals der Miliz zum großen Rapport der faschistischen Bundesdirektorien. Mussolini hielt eine Ansprache, in der er u. a. daraus hinwies, daß der Verzicht auf ausländische Darlehen 3talien in eine bevorzugte Steilung gebracht habe. Es sei au der Zeit, daß die Dauer der Parteizugehörigkeit nicht mehr als Vorrecht betrachtet werde. Eine vieljährige Parteizugehörigkeit könne die bctrcffcnbcn wohl mit Stolz erfüllen, bod) dürfe dieser Gesichtspunkt weder die Ausnahme neuer Kräfte in die Reihen der Partei verhindern, noch ein ausreichender Grund für Revisionen der gegenwärtigen Parteimitglieder lein. 3n Zukunst würden nut noch diejenigen Mitglieder ausgeschlossen werden, die aus politischen oder moralischen Gründen sich des vchwarzhemdes unwürdig erweisen sollten. vor einer nach vielen Zehntaufenden zählenden Volksmenge hielt Mussolini Dann eine zweite Rede, in der er zu den außenpolitischen Fragen Stellung nahm. Schon vor neun Jahren, so sagte er, hat das faschistische Italien In London das Problem der Reparationen und Kriegsschulden in Öen Grundgedanken ausgeworfen, die heute an der Tagesordnung sind. Wir fragen uns: Sollen wirklich 60 furchtbare lange Jahre über die Welt liehen, bevor unter das tragische Verrechnungsbuch des Soll und Haben das Wort „Schluß- gefetzt wird? Es ist ein bdjulbbudj, aufgebaut auf den Blulopfcrn von 10 Millionen Zfien- fdjen, die nicht mehr das Licht der Sonne er- blitfen. Und kann man sagen, dah unter den Völkern Gleichberechtigung herrfchl, wenn der eine Teil bis zu den Zähnen bewaffnet dasteht und der andere zur Webrlofigkeit verurteilt ist? (Stürmifche Zustimmung.) wie kann man von dem europäischen Wiederaufbau fprechen, wenn nicht einige Bcftimmunqen gewisser Jriebensöerträge abgeänber I werden, die ganze Völker an den Abgrund Des materiellen Zusammenbruchs und der moralischen Verzweiflung gebracht haben. (Reue längere Beifallsrufe.) wieviel Zeit soll noch vergehen, bis man sich davon überzeugen wird, daß in dem wirtschaftlichen Apparat der Gegenwart etwas se st gefahren, wenn nicht zerbrochen ist? 3n diesen Fragen liegen die genauen Direktiven, mit denen man dem wahren Frieden dient, der sich von dem Gedanken der Gerechtigkeit nicht trennen läßt. Sonst ist er ein von Rache und Furcht diktiertes Protokoll. (Lebhafter und lange wiederholter Beifall.) Der Mißerfolg des Völkerbunds. Vertagung des Mandfchurci ztonfliktd bie Mitte November Genf, 24. Olt. ,WTB.) Der Völkerbunbsrat hat feine Verhandlungen über den Konflikt in der Mandschurei vorläufig abgeschlossen und s i ch aus den 16. Rovembec vertagt, um dann erneut zu der Lage Stellung zu nehmen. Es ist dem Völkerbundsrat nicht gelungen, einen Beschluß im Sinne der bekannten Entschließung des Rate- herbeizuführen. Der japanische Vertreter hat bei der namentlichen Abstimmung gegen die Entschließung deS Rates gestlmmt und sie dadurch, da zu ihrer Annahme Einstimmigkeit erforderlich war. zu Fall gebracht. Die Entschließung sah bekanntlich für 3apan die Verpflichtung vor. biS zur nächsten Tagung am 16 Rovemoer seine Truppen vollständig aus der Mandschurei in die Sifenbahnzone zurückzuziehen, jur die Ratsentschließung stimmten sämtliche anderen RatSmitglieder. Die japanischen Gegenvorschläge wurden gegen die Stimme 3apans von den anderen Ratsmitgliedern ab* 0 e lehnt. Der Vertreter der Vereinigten Staaten hat an der Abstimmung nicht teil- genommen, da Die Vereinigten Staaten nicht Mit- gned des Völkerbundes sind. Der Vertreter 3apanS erklärte, 3apan habe nicht die Absicht, mit Ehina Krieg zu führen. Es bestehe auch keinerlei Kriegsgefahr. 3apan habe auch kei- xr 0 6 c n fl 6 0 b’'41c n in der Mandschurei. S« werde seine Truppen zu- cückziehen, wenn es die Meberyugung gewonnen habe, daß das Leben und das Eigentum der japanischen Staatsangehörigen in den betreffenden Gebieten gesichert seien. Die Entschließung des Rates erfülle nicht die 'Bedingungen, die 3apan in dieser Hinsicht stellen müsse. Japan ist verstimmt. Wird es aus dem Völkerbund austreken? London, 24. Oft. (WTB.) Reuter meldet aus Tokio, die bärtigen amtlichen stellen seien über die Haltung des Bölkerbundes enttäuscht und verstimmt. Es werde kein Hehl daraus gemacht, daß man entschlossen fei, die Frage eines Austrittes aus dem Völkerbunde ernstlich zu erwägen. Man erklärt, der Völkerbund fei seinen Idealen untreu geworden, indem er nicht auf der Heiligkeit der Verträge bestanden habe. Die grundlegende Streitfrage sei die der Vertrags- rechte Japans. Diese Frage sei umgangen worden. Japan sei in -sorge, weil der chinesische Außen- Minister Dr. Wang forderte, Japan solle die südmandschurische Eisenbahn sowie das Liautung- Gebiet einschließlich Port Arthur und Dairen z u • rückgeben, wogegen China gestatten würde, daß Japaner ungehindert in China wohnen unb reifen Dürften. China will nämlich den aus dem Jahre 1915 stammenden Vertrag nicht anerkennen, es macht geltend dah er „unter Zwang- zustande gekommen sei. Japan bestehe aber Darauf, Daß auch Der Vertrag aus Dem Jahre 1915 anerkannt roerDe, Die Heiligkeit von Verträgen unD Die Sicherheit des Friedens bildeten Die Grundlage Des Völ- ferbunDes. Wenn Daher Der Völkerbund der Sicherheit des Friedens wegen Chinas Standpunkt unterstützt, fo müsse er auch in Uebereinftimmung mit Dem GrunDsatz Der Heiligkeit von Verträgen Japans StanDpunkt anerkennen. Wahlen in Der Schweiz. Bern, 25. Oft. (WTB.) Rach heftiger Propa- ganDa Der Parteien fanden Die Wahlen für Die Gesamterneuerung des schweizerischen Nationalrates statt. Der Nationalrat ist die Kammer Des Parlaments, Die durch direkte Dolkswahl bestellt ist. Er zähste bisher 198 Mitglieder, nunmehr jedoch durch Erhöhung der Wahlziffer nur noch 187. Die zweite Kammer, Der Ständerat, zählt 44 Mitglieder als Vertreter der Kantone Das bisherige Verhältnis ber Parteien im Nationalrat war folgendes: Bürgerliche Parteien insgesamt 73,8 d. Sy, Sozialdemokraten plus 2, Kommunisten 26,2 d. Sy In Basel haben sowohl Die Kommunisten, als auch Die Rechtsparteien viel Stimmen verloren, während die Parteien der bürgerlichen Mitte und bie Sozialdemokratie ihre Stimmen vermehrten. Die Sitz- Verteilung bleibt dieselbe, wie im alten Nationalrat. Sieben Mandate, davon vier bürgerliche, zwei sozialdemokratische unb ein kommunistisches. Weitere Ergebnisse liegen aus den kleinen Kantonen der Mittelschweiz vor. Acht Kantone weisen die gleiche Parteienvertretung wie bisher auf. In Schaffhausen ist entgegen den allgemeinen Erwartungen der bisherige kommunistische Kandidat wiederdewählt worden. Die zur Stunde über die Ständeratswahlen vorliegenden Ergebnisse zeigen gegenüber der alten Besetzung auch keinerlei Veränderung. In Basel wurde wiederum ein freisinniger Kandidat mit 3000 Stimmen Mehrheit vor dem sozialdemokratischen Kandidaten gewählt. Kommunalwahlen in Anhalt. Starte sozialdemokratische Verluste. Dessau, 25. Oft. (WTB.) Am Sonntag fanden In Anhalt die durch Landtagsbeschluß um ein 3ahr verzögerten Wahlen zu den Stadtverordnetenversammlungen und Kreistagen statt. Die Wahlbeteiligung war im ganzen Lande äußerst rege. Sie betrug schätzungsweise durchschnittlich 90 v. H. der Wahlberechtigten. Die Wahlen verliefen im allgemeinen ruhig. Die Srgebnisie der Wahlen, die kurz vor Mitternacht aus allen Kreisen und Gemeinden Vorlagen, werden gekennzeichnet durch die Tatsache, daß in sämtlichen Kreisstädten bürgerliche Mehrhei- t e n zustandegekommen sind. 3n Dessau, wo die Demokraten bisher den AuSschlag gegeben haben, ist die bisherige Mehrheit, die von Sozialdemokraten Kommunisten und Demokraten gebildet wurde, gebrochen. Bemerkenswert ist, daß gegenüber der Reichstagswahl 1930 d i e Sozialdemokraten durchweg starke Verlust e erlitten haben. Prozentual noch stärker hat die S t a a t s p a r t e i an Stimmen eingebüßt, die in den Kreistagen überhaupt nicht mehr und von den 5 Kreisstädten nur noch in Köthen vertreten ist Gegenüber der ReichStagSwahl haben bie Kommunisten mit Ausnahme von Dessau überall um 1000 Stimmen und darüber z u genommen. Die stärksten Verluste erlitten die Sozialdemokraten im Kreis und Stadt Dessau (13 bisher 14). Die Rationalsozialiften, die zum erstenmal mit eigenen Listen auftraten, haben ihren Erfolg zum größten Teil auf Ko st en der bürgerlichenParteien errungen (in Dessau 15 gegen 0). So haben die Deutschnationalen, die bisher in Dessau mit 5 Sitzen vertreten waren, keinen Sih mehr erhalten. Die Dolkspartei ist von 6 auf 2 Eitze zurückgegangen. Aehnlich sieht es im übrigen Lande aus. Ein großer Teil der bürgerlichen Stimmen ging durch Zersplitterung verloren. So hatten die Parteien und Gruppen der bürgerlichen Rechten in Dessau allein sieben selbständige Liften ausgestellt. Die Staatspartei in Hessen. WSR. Frankfurt a. M.. 24. Oft. Auf der Landesausschuhsihung der Deutschen Staatspartei in Frankfurt a. M. Dementierte der Abg Schreiber im Verlaufe eines politischen Referats ausdrücklich die in die Presse gelangte Rachricht über seine Haltung zur hessischen Regierung. Schreiber erklärte, daß er sich in seiner Landtagsrede eindeutig zu all den Maßnahmen der hessischen Regierung bekannt habe, die während der Teilnahme der Demokratischen Partei an dieser Regierung getroffen wurden. Auch die Staatspartei habe nicht die Absicht, da- zu verleugnen wo« in elfjähriger Zusammenarbeit mit den übrigen Koalitionsparteien mit dem Einverständnis der Demokratischen Partei geschehen ist. Die Staats- Partei habe jedoch zur jetzigenRegierung deshalb kein Vertrauen, weil sie ent. gegen den Vorschlägen deS Abgeordneten Schrei- berzu einerdurchareisendenVerwal- tungSreform im letzten 3ahre jede 3ni- tiative vermissen ließ. Seine Haltung in diesem Punkte fei nicht neu, vielmehr habe er sich schon seit vielen Monaten immer wieder zu dieser Auftassung bekannt. Aus aller Wett. Reichskonfereuz bes Reichsbundcs Der Kriegsbeschädigte«. Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Krieg-» teilnehmer und Kriegerhinterbliebenen hattte cm ReichSkonferenz einberufen, um zu der gegenwäv» tigen Lage der deutschen Kriegsopfer Stellung z» nehmen. Vundesvorsivender Roa betonte, dah da- Gesetz für die Kriegsbeschädigten im letzte» 3ahre hauptsächlich von Der mit den Parlamente» stet- im Kampfe befindlichen Dureaukratic in eine» Trümmerhaufen verwandelt worden sei. Mnter De» Rotverordnungen seien Sperrfristen in das Reichs» Versorgungsgesetz eingesetzt und die entgegenstche» den gesetzlichen Bestimmungen aufgehoben worde». Die zweite Rotverordnung hatte zum Ziel, eine» 3ahresbetrag von 113 Millionen Mark beim Kriegsopferetat einzusparen. Anstatt nur allgemeine Rentenkürzungen in gerechter Zuteilung durchzuführen, et'olgte eine Mmänbcrung der fog, Ortszulagen. Dadurch habe man eine seh» unterschiedliche und verschiedene Ortsklassen b* sonders hart treffende Rentcnkürzung geschaffen Auch in dieser Rotverordnung habe eS dieBurecn». fratie verstanden, Rechtsansprüche in Kanna» spräche umzuwandeln, so insbeiondere bei der Hei^ bebanblung Zwar sei es möglich gewesen, einigt Aenderungen der Rotverordnung zu erreichet, aber die Auswirkungen für Die arbeitslose» Kriegsbeschädigten und für Die im öffentliche» Dienst Stehenden seien außerordentlich bart. Die Zusatzrentcngewährung müsse grundsätzlich in andere Formen gebracht werden. — Em Vertreter deS Reichsarbeitsministerium- versicherte, daß alle- getan werde, um Die auch von Der Regierung als untragbar erkannten starken öitw schränkungen auf dem Gebiete de- Versorgungswesens wieder zu beseitigen. Von einer weitere, Belastung Der Kriegsopfer Dürfe jeDenfalls keim Rede sein. — 3n Der Aussprache brachten Die jabu reich au- Dem Reich erschienenen Vertreter zum Au-Druck, daß da- Reich unbewußt ein sehr gefährliches Spiel mit der Krieasbeschadigtenvev» lorgung treibe. Mnter den Kriegsbeschädigte» herrsche Erbitterung über die ungerechte Behandlung durch eine verständnislose Bureaukratie, Man habe das Gefühl, daß ein wütender Rechew- stift über den lebendigen Menschen Hinwegstreich«. Es liege zweifellos im Interesse des Staates diese berechtigte Mißstimmung unter Den Kriegs» beschäDigten balD zu beseitigen. U-Bool-Zufammenskoß Im Finnischen Meerbusen. Im Finnischen Meerbusen ereignete sich 35 See» meilen westlich von ßeningraD eine schwere Katastrophe. Ein Dort mdnöoricrcnDes russisches Unterseeboot tauchte zur Wasseroberfläche auf und kollidierte mit dem gerade Die Stelle pak fierenDen Deutschen Dampfer „(9 r a t i a". Der mit Holzfracht von LeningraD abgefahren war 2a» russische Unterseeboot ist sofort aesunken. Auch der deutsche Dampfer hat ein schweres Leck erhalten und ist nach Leningrad umgekehrt. Du ganze Besatzung Des U-Bootes ist gerettet Witterungsumschwung im Schwarzwald. Das EnDe Der abgelaufenen Woche hat auf Dem SchwarzwalD unD in Den Tälern einen starken Witte, rungsumschwung gebracht. Föhnwetter hatte Die Temperaturen in Den Tälern bis zu 18 Grab unD auf Den Höhen bis zu 12 Grab über Null an- steigen lassen. In ber Nacht zum Sonntag sankDie Temperatur unter Den Nullpunkt Der | starke Regen, etwa 70 Millimeter, ging In Dieser < Nacht in Eisregen über um bei weiter sinkenden Temperaturen sich in Schnee zu verwandeln, so Dah Die für Diese Jahreszeit abnormenSchnee- h ö h en von 15 an für Die Hochlage unD 10 an für bie tieferen Lagen erreicht werben. Bauern verhindern eine Zwangsvollstreckung. In Diekshoern bei Brunsbüttel (Holstein) sollte bei einem Hofbesitzer beschlagnahmtes Korn ab geholt werden. Die Aktion wurde von einem größeren Aufgebot von Landjägern gesichert. Als die Arbeiter b-r mit der Abholung beauftragte» inrma erschienen, rotteten sich ungefähr hundeck Lanbleute zusammen, um die Beschlagnahme bes Korns zu verhindern oärfe, bie bereits gefüllt waren wurden angeschnitten. Da die Landjäger ber Menge ber Demonstranten gegenüber machtlos waren, mußte bie Zwangsvollstreckung eingestellt werben Zwei Kinder durch die Fensterscheiben aus dem dritten Stock gestürzt. In Breslau stürzten bie vier unb zwei Jahre alten Kinder bes Zuschlägers Rother während ihre (Eltern zur Arbeit gegangen waren, vom dritte» Stock auf bie Straße. Sie blieben mit schwe- renDerletzungenbewußtlosliegenIm Krankenhaus würbe bei beiben ®ehirnerfd)ütterun| unb innere unb äußere Verletzungen feftgcftclh M» hofft, sie am Leben zu erhalten Die Kleinen batte» ausberFensterbankgespielt, wahrend die ältere Schwester Hausarbeiten verrichtete Anastasia Tschaikowskn in einer deutschen Kuranstalt. Die viel umstrittene angebliche Zarentochter Anastasia Tschaikowsky, die nach ihrem Aufenthalt in Amerika seit August vorige» 3ahreS für verschwunden galt, befindet sich nu» in der Kuranstalt 3 lten bei Hannover. 3h» Paß, von dem Deutschen Generalkonsul in Heu* York ausgestellt, lautet auf Den Ramen An« AnDerson unD bestätigt eine halbjährige Aufenthaltserlaubnis zu Besuchszwecken in Deutschland, Frl Anderson wurde begleitet von einer Finn- länDerin, Die sich als Krankenschwester ausgad und Frl. Anderson etwa ein halbe- 3ahr lang in einer Privatirrenanstalt bei Reuyork gepflegt baden wollte. Frl. Anderson, die bei der Ankunft einen sehr verschüchterten Eindruck machte, erklärte, sie sei Frau Tschaikowsky, geborene Großfürstin Anastasia Rikolajewna Romanow- 21 ul ihren Erzählungen, die sie mit zahlreichen vorläufig von der Direktion der Anstalt in Obhut genommenen Dokumenten belegen kann, geht hervor, daß sie Im letzten 3ahr In den Vereinigte» Staaten gegen ihren Willen in einer Privatirrenanstalt und zuvor ein Vierteljahr in eine» Privathaus von aller Welt abgeschlossen gehalten wurde Die Anstaltsleitung selbst enthält sich jedes Mrteils über die 3Dentität der Persönlichkeit ihre- Gaste-, teilt aber mit. daß di« Dame mit den Rerven sehr herunter sei. Zwei Todesopfer eines Einsfurzunglücks. 3n Allmend-Hosen (Amt Donaueschingen) stürzte beim Legen von Gebälk für Den Rauba» eine- in Diesem Jahre abgebrannten Gasthauses eine Giebelwand ein. Von Den Zimrnev» leuten. Die auf Dem Reubau arbeiteten, bemerkte nur ein Lehrling Da« Wanken De- Giebel« und konnte rechtzeitig beiseite springen. Zwei Zimmev» leute wurden unter Den Schu t t massen begraben unD konnten nur al« Leichen geborge» werden. Der Lehrling erlitt erhebliche Verletzu»» gn. LZrZ Ion k , lu"g in “’Änfofe lc 3iel °nen Qf5 £&£& fttu”’*"3 L°rti“*« i V«L sftS ,öle arbeitslos L2. "^entljchei; jÄw Jn «net wei.eq ^ ledensolls teil ^brachten die zch evubt ein sehr ü eädiatenvev 'eschadigta ^gerechte Deha^ >vle Dureaukatie UDUtenber Aeche» rr!Ie des Staates, ^unter den Äriegi» a'ichen Mmbvsev. ■eignete sich 35 S» eine schwere Kat, enhes russischer Wrobeqtödje aus erabe die Stelle pas> Tralia', der mit iesahren mar. Dar fort oefunten. i ein schweres Ced rab umgekehrt. Dir :es ist gerettet. Schwarzwald. Woche hat auf dem einen starken Witte. ihnwetter hatte die ' ju 18 Grad und auf ) über Null an. Sonntag fan I die tiullpunlt, Set er, ging In dieser i weiter sinkenden zu oenoanbeln, so ormenSchnee- zochlage und 10 an netben. angrvollslrettung. ittel Holstein) M gnahmies Korn )n wurde von eines jägern gesichert. Ai cholung beaustraglo h ungefähr Hunde Beschlagnahme bt icke, die bereits » tten. Da die Land istranten gegenubel Zwangsvollstreduitt erschciben avi bee stürzt. . vier unb Zwei W Nother wahrend ch« waren, oom bnto eben mit sch°>' btlosliegen.'!' SebirnerschuUeM pielt, während» oenid)tete. deutschen gebliche ? m» M S neraltonlul m £ eden m jj" olkY-geW 2-« Ä iJgjä« in den Privat' n in .E in em» BletÄ len « lt cnl? KS- brannten W *? beme^ orbt,U&y ff'Slsä Aus der Provinzialhaupistadt. Gießen, den 26. Oktober 1931. Wenn es der Fremde sagt. Cs herrscht bei uns vielfach und leider schon seit alten Zeiten die Hebung, daß ein Wort dann eine stärkere Wirkung hat, wenn es ein Fremder spricht. "Nicht feiten nimmt man von Fremden lieber die falschen Urteile als Wahrheiten hin, statt vom Nachbarn die Wahrheit gelten zu lassen. Aber manchmal kann auch der Fremde ein sehr zutreffendes Urteil besitzen, und wenn es dann richtige Wirkung hat, warum soll man es dann nicht gelten lassen? 3m Grunde ist es ein wenig beschämend, wenn dieser Tage in einem Dortrage in Zürich, also im deutschsprachigen Nuslande, der Nedner sagen konnte: „Lassen wir es den Berlinern, wenn sie ein „Prosit Neujahr!" wünschenI Wir sagen auf gut deutsch: C guets neues Char! Wir brauchen keine lateinischen, französischen oder englischen Sprachbrocken, sondern wir drücken es echt und wahr auf gut deutsch aus, was wir zu sagen haben. Wir brauchen kein direkt und momentan, keine Produktion und erst recht keinen Produktionsprozeß, denn unsere Sprache ist reich genug, um das alles treffender und schöner auszusprechen. Wenn ein Gottfried Keller sagte: Wir achten jedes Land, aber unser Land lieben wir, so sagen wir: Wir achten jede Sprache, aber unsere Muttersprache lieben wir." Der Ausländer also spricht sich gegen die Vernachlässigung der deutschen Sprache im deutschen Mutterlande aus. Und das Schlimme daran ist, daß er recht hat. Nicht so sehr die Sprache des einfachen Mannes ist es, die mit fremden Brocken gespickt ist: der spricht sich meist klipp und klar und rein deutsch aus, ja, er ist im Gebrauch der Sprache, in der Formung von eigenwilligen Worten sehr oft Überaus geschickt. Nein, gerade die Sprache des Mannes, der oft sehr stolz ist auf seine Bildung, ist mit einer Menge von entbehrlichem Flitterkram behängt. Wenn man einem von ihnen sagen würde, er halte sich nicht rein, so würde das wohl eine schlimme Auseinandersetzung vor dem Kadi ergeben. Aber seine Sprache nicht reinzuhalten, erscheint ihm nicht nur als Sünde, sondern er ist vielleicht stolz darauf, daß er einen solchen Wortreichtum besitzt. Daß es ein zweifelhafter Stolz ist, darüber entsteht wohl kein Streit. Aber die verschluderte Sprache findet sich in neuerer Zeit auch in andern Kreisen. Zwei Vorträge wurden letzter Tage in allernächster Nähe gehalten. Sie wandten sich an einen Kreis von Menschen, die in verstreuten Siedlungen leben und deren Umgang sich vor allem auf Feld und Flur, auf Haus und Hof beschränkt. Ein Fremdwörterbuch hat keiner von ihnen jemals in der Hand gehalten. And doch hagelte es in den Vorträgen Fremdwörter, es hieß nicht schlicht: Wir wollen Arbeit!,sondern man sprach davon, daß man wieder in den Produktionsprozeß eingegliedert zu werden wünscht. Man redete von Organisation und Nationalisierung, von Deflation und Sanierung und all dem Kram, unter dem sich wohl die meisten Hörer recht wenig vorstellten. Gewiß ist es nicht nötig und auch nicht zweckmäßig, wie ein Beckmesser solche Dinge zu beurteilen. Dennoch ist es möglich, sich einige Gedanken darüber zu machen, daß sich im doppelsprachigen Auslande starke Anwälte für die Reinheit der deutschen Sprache finden. Sie fehlen gewiß auch nicht im Reich der Deutschen selbst, und sie finden auch noch viel Arbeit vor. Wenn aber sie einmal überflüssig würden, wenn sich in dieser Beziehung eine Arbeitslosigkeit einstellte, dagegen wären gewiß keine Einwendungen zu erheben. —r. Oie Mitnahme von Reichsmark- Zahlungsmitteln ins Ausland. 3m Publikum ist die Ansicht verbreitet, daß die Mitnahme von Reichsmarkzahlungsmitteln ins Ausland ohne weiteres gestattet ist und daß sich die Devisenverordnung und die verschärften Vorschriften der sechsten Durchführungsverordnung nur auf Vorschriften ausländischer Währung erstrecken. Diese Ansicht ist irrig. Die zugelassene Freigrenze von 200 Reichsmark umfaßt Zahlungsmittel jeder Art. d. h. die Mitnahme oder Ausfuhr von Beträgen, deren Wert über 2 0 0 Reichsmark hinausgeht, bedarf der oor- h»erigen Genehmigung der zuständigen De- oifenbewirtschaflungssielle. Um Unannehmlichkeiten, Beschlagnahme des Geldes an der Grenze und Unterbrechungen der Reisen zu vermeiden, sei hierauf besonders hingewiesen. Bornotizen. — TageskalenderfürMontag: Kaufmännischer Verein, Ortsaewerbeverein, 20 Hhr, Neue Aula, Vortrag über „Wie kommt eine Opernaufsührung zustande? Ein Blick hinter die Kulissen". — Deutsche Dolkspartei, 20.30 Uhr, Mitglieder-Versammlung, „Hindenburg". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Bomben auf Monte Carlo". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen. Dienstag, zum letztenmal Calderons Spiel „Das große Welttheater" nach Hof- mannsthal unter der Spielleitung von Peter Fassott (4. Vorstellung im Dienstag-Abonnement), 20 bis 22 Uhr. — Siehe heutige Anzeige. — Die Hausfrauenberatung Gießen veranstaltet Donnerstag, 29. Oktober, im Caf6 Leib einen Lichtbildervortrag über das Thema: „Der Fußboden und seine sachgemäße Pflege". Mit der Veranstaltung wird eine Ausstellung einschlägiger Artikel verbunden sein. Den Hausfrauen ist Gelegenheit gegeben, die besten Methoden der Fußbodenpflege kcnnenzulernen. r äheres in der heutigen Anzeige. — Waschvorführungen bei I. B. Häu - s e r. Am morgigen Dienstag findet im Laden der Firma I- B. Häuser eine Waschvorsührung statt. Der Waschmeister der Miele-Werke wird den Hausfrauen das neueste Modell der ,,Miele"°Elektro» Wafchrnafchine varsühren. Die Veranstaltung sei der Beachtung unserer Hausfrauen empfohlen. Näheres in der heutigen Anzeige. ** Wer i st zu Kinderspeisungen noch bereit? Beidem Alice-Frauenverein sind noch zahlreiche Kinder angemeldet worden, denen ein freier Mittagstisch während der Notzeit des Winters dringend nötig ist. Eine ganze Anzahl Familien haben sich für diesen Teil der Gießener Winternothilfe bereits gemeldet, es fehlen aber noch Familien zur Speisung der immer noch verbleibenden hilfsbedürftigen Kinder. Wer hilft da? Anmeldungen nimmt Frau Sanitätsrat Dr. Schliephake, Goethestrahe 44, Telefon 3470, gerne entgegen. Fund ln der Werkstatt. Auf Benachrichtigung an die Staatsanwaltschaft wurden von der Landes- kriminalpolizeistelle in Gießen Ermittelungen an- gestellt, durch welche die Vermutung der Falschmünzerei in Hungen bestätigt wurde. Nach den bisherigen Feststellungen hat der eine der früheren Geschäftsinhaber, der sich zur Zeit aus Wanderschaft befindet und in Sachsen weilen soll, in Gemeinschaft mit einem Filialleiter aus Hungen, der geständig •* Straßensperrung. Die Wegeübersüh. tzUng an der Badenburg über die Bahnstrecke Gießen—Kassel ist, wie aus einer Bekanntmachung im Amtsverkündigungsblatt heroorgeht, für die Dauer von sechs Wochen für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. ** Falschmünzerei in Hungen? Der heutige Polizeibericht meldet: Im vorigen Jahre Gießener Winternothilse 1931/32 Helft den Notleidenden! Zede Gabe ist willkommen! Sachspenden an das Stöbt. Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 2, Zimmer 9, erbeten,- auf Wunsch erfolgt Abholung. Telephon 2858. Geldspenden nehmen auch die Äanlen und Sparkassen entgegen,- ferner sind Einzahlungen auf das Winternothilfe-Konto Nr. 3372 bei der Äezirkssparlasse Gießen möglich. eröffneten zwei junge Leute in Hungen eine Spenglerei, die anfangs gut ging, später aber nachließ, so daß die Geschäftsinhaber in Schwierigkeiten gerieten und den Betrieb schließlich verkauften. Als der neue Besitzer im Sommer d. I. die Werkstatt aufräumte, fand er darin eine Form zur Herstellung von Fünfmarkstücken, und als im Verlaufe des September in Hungen ein falsches Fünfmark' stück im Verkehr auftauchte und behördlich eingeAO- gen wurde, erstattete der neue Firmeninhaber bei der Gendarmerie in Hungen Anzeige über seinen ist, und sich zur Zeit auf freiem Fuße befindet, die Form für die falschen Fünfmartstücke hergestellt. Bis jetzt steht aber noch nicht fest, ob auch falsches Geld gemacht wurde, ebenso ist bisher noch nicht geklärt, ob oder inwieweit der andere der früheren Geschäftsinhaber, der sich zur Zeit in Grünberg aufhält, mit der Affäre seines früheren Kompagnons etwas zu tun hat. Die polizeilichen Ermittlungen werden fortgesetzt. weitere Lokalnachrlchten lm zweiten Blatt. Regreßklage gegen den Zavag- Anfsichisratsvorsihenden Hoff. Frankfurt a. M., 24. Okt. (WSN.) Gegen den früheren Aufsicbtsratsvorsitzenden der Favag, Hoff, ist von einem deutschen Aktionär Regreßklage vor der 12. Zivilkammer des hiesigen Landgerichts erhoben worden. Die Klage stützt sich darauf, daß Hoff der Vorwurf gemacht wird, daß er nicht nur fahrlässig, sondern auch vorsätzlich zum Nachteil der Aktionäre gehandelt habe. Wettervoraussage. Durch die Zufuhr polarer Kaltluftmassen hat sich das Hochdruckgebiet über den britischen Inseln gekräftigt und dehnt sich weiter östlich nach dem Fest- lanoe hin aus. Die Störungsreste füllen sich dabei immer mehr auf, so daß durch sie außer vorübergehender Haufenwolkenbildung eine Wetterbeeinflussung nicht mehr zu befürchten ist. Vielmehr wird sich der hohe Druck auch bei uns geltend machen und vielfach heiteres und trockenes Wetter veranlassen. Da immer noch Kaltluft zuströmt und in klarer Nacht ungehinderte Ausstrahlung vor sich geht, wird sich der Nachtfrost etwas verschärfen. Vorhersage für Dienstag: Nachtfrost, vielfach aufheiternd, vorübergehend auch bewölkt, trocken. Vorhersage für Mittwoch: Stellenwert Frühnebel, weiterhin Nachtfrost. Lufttemperaturen am 25. Oktober: mittags 7,4 Grad Celsius, abends 0,4 Grad: am 26. Oktoberr morgens 0,6 Grad. Maximum 7,4 Grad, Minimum 0,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 25. Oktober: abends 6,2 Grad: am 26. Oktober: morgens 3,6 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 2/4 Stunden. Oie Wetterlage. Aöcrdeen- 6 Vai. Wt- Paris ’l rtambfl. d- 8Uhr Jlordo äJ ■ yruna Qtfointnlos.0 neuer o nan> oeoecei wolkig. • ceeecti ♦ Schnee a Graupein e Neoei K Gewnter.@wmdMiiic.-O* X* leichter Ost massiger Südsüdwest \ stürmischer Mordwert Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeioen Stationen stehenden l* len geben die Temperatur an. Oie timen verbinden Orte mit gteichcrt tuf Meeresniveau umoereenneten Luftdruck r r Diese Darstellung zeigt deutlich du filtrierende Wirkung der Feuchtigkeit im Mundende einer Atikah ohne Mundstück. Der Tabak ist dunkler geworden als bei der Mundstück-Cigarette, bei der das Mundstück das Eindringen der Feuchtigkeit verhindert. Von der Wasserpfeife zur Cigarette ohne Mundstück Die Wasserpfeife nimmt der Abendländer als eine Tatsache hin, die mit dem Gepräge des Orients — wie er es sich vorstellt — bis zur Selbstverständlichkeit verbunden ist. Die wenigsten Abendländer wissen jedoch, welche eigentliche Bewandtnis es mit ihr hat. Der Orientale ist Kenner und Liebhaber guten Tabaks. Aber auch der beste Tabak enthält bittere Stoffe, die sein Aroma beeinträchtigen. In der Wasserpfeife wird der Tabakrauch durch das Wasser geleitet, das den größten Teil dieser Stoffe absorbiert, aber die milden aromatischen Stoffe unbeeinträchtigt durchläßt. Deshalb raucht der Orientale nur Cigaretten ohne Mundstück, die dem gleichen Prinzip wie die Wasserpfeife unterliegen. In das Mundende dringt Feuchtigkeit ein und macht es zu einem Filter, der die scharfen, bitteren Stoffe im Rauch zum großen Teil absorbiert. Der Rauch, der io den Mund gelangt, ist angenehm kühl, mild und aromatisch. Das erklärt, weshalb nicht nur der Orientale, sondern überhaupt die weitaus größte Mehrzahl der Raucher in aller Welt ohne Mundstück raucht. In Deutschland ist Atikah die meistge- rauchte Cigarette ohne Mundstück. Nicht nur weil sie kein Mundstück hat, sondern auch weil sie aus einer besonders feinen, aromatischen Mischung türkischer Tabake hergestellt wird. ATIKA AUSLESE-CIGARETTEN Selbstverständlich OHNE MUNDSTÜCK Wenn Menschen ausrinandeegehn Vornan von J. Schneider.Foerfil. llrheberrechtsschutz Verlag O. Mei st er, Werdau. 21. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Er fuhr auf, sah Ianos' warnenden Mick und den angstvoll weit geöffneten des Knaben und Atoang sich Aur Ruhe. „Du hast das schon einmal behauptet, Raja. Aber das Gesicht des Kindes straft dich Lügen! Es ist das meine. Kein Richter würde dir glauben, wenn du anders sagtest." „Guido!" „Kein Mensch kann darüber hinweg, zu bejahen, daß wir uns ähnlich sehen, lind wie ähnlich! Gib mir das Kind!" Die vergrub das Gesicht am Hals des Kleinen, der mit einem Lächeln zu Horvath emporsah. „Rur jetzt kein Erinnern", schrie es in ihm. 3n dieser Minute mutzte alles ousgeschaltet werden, was der Vergangenheit angehörte. „Gib mir das Kindl Oder werde meine Frau, dann kannst du es immer haben." Die starrte halb geöffneten Mundes zu ihm auf. „Deine Frau?" „3a/ „Trotz allem?" „Trotz allem." „Und mein Vater?" „Latz deinen Vater aus dem Dpiel." „3ch kann nicht." Die vergrub das Antlitz in den Händen und schluchzte so unbeherrscht auf, dah der Knabe eilig von ihr weg zu Horvath flüchtete, der ihn rasch auf den Arm hob und geduldig wartete, bis sie sich beruhigt hatte. „Deine Liebe, Raja", er suchte vergeblich den Dpott in feinem Ton fernzuhalten, „ich rasch Der» lodert! Ein Steppenfrühling! Richts weiter! Sie fei über alle Matzen, wolltest du mich einmal glauben machen! Aber das war gelogen." „Guido!" Sie klammerte ihre Hände um seine Knie. „Quäl sie nicht so zwecklos", mahnte der Hirte. „Macht ein Ende zusammen — so oder so!" „Willst du also, dah alles zu Ende ist, Raja?" Er fühlte, wie ihre Finger ihn umklammerten und festhielten. „Uebermorgen reise ich. Kannst du mir bis morgen abend Bescheid sagen? Du hast nichts zu fürchten. Wenn du mir den Fungen überläßt, wirst du immer von uns beiden hören. 3mmer, Raja. Wenn du meine Frau werden willst, schaffe ich uns irgendwo ein Heim. Lehnst du beides ab, bin ich tot für dich und das Kind. 3ch werde nie wieder nach der Steppe kommen. Rie wieder! Auch nicht, wenn du mich rufen solltest. Für den Kleinen will ich dann eine größere Summe auf einer Dank Hinterleger:, die du nach ‘Belieben verwenden kannst. Wenn er groß ist, magst du ihm sagen, wer fein Vater ist, du kannst auch einen andern nennen. Vielleicht führen seine und meine Wege im Leben wieder einmal zusammen, wenn deine und meine sich längst getrennt haben." „Guido!" Er hatte sich von ihren Händen freigemacht, ließ sich von dem Knaben küssen und stellte chn dann zu Doden. „Gute Rächt! 3anos, vielleicht bist du so lieb und begleitest Raja ein Stück nach der Tanja hin, oder du gibst ihr einen der Hunde mit. Es dunkelt schon." Sein helles Beinkleid und das weiße Hemd leuchtete noch eine Strecke Weges, dann verschwand er hinter einem Acker. Zwei Tage später fuhr er ab. Ohne Frau! ohne Kind! Raja hatte es nicht über sich gebracht, sich von dem Knaben zu trennen und sich auch nicht entschließen können, aus den; Hause des Vaters zu flöchten. Als der Mann ihrer Liebe über die Steppe nach der Station ritt, stand sie mit dem Kinde weit draußen an einem der Raine und hielt es ihm entgegen. Er warf dem Kleinen eine Kußhand zu. Für sie selbst aber hatte er keinen Blick gehabt, für sie, die ihm den Knaben geboren hatte und zugrunde ging an der Maßlosigkeit ihrer Liebe. 3anos fand sie in Weinkrämpfen auf dem Doden kauern, das Gesicht in die schwarzen Schollen gedrückt. Als sie es hob, sah der Alte, daß sie vom Leid gezeichnet war. vom Leid, für das es kein Wort und nimmermehr ein Ende gab. Den Herbst und die ersten Wintermonate verbrachte Rosmarie in Wien. Als die Bälle begannen, auf die sie sich mit der 3ugenö ihrer zwanzig 3ahre und der Würde ihres jungen Frauentums so sehr gefreut hatte, ging sie auf Reisen. „Allein?" hatte Aga gesagt und keinen Ton mehr laut werden lassen, als Rosmarie fragte, ob sie besser täte, sich von jemand begleiten zu lassen. Gott, dieser Szengeryi! Wenn der wüßte, waS aus Rosmarie geworden ist. Kamen Briefe von ihm, blieben sie meist tagelang ungeöffnet auf dem Schreibtisch liegen, um dann flüchtig gelesen und nicht weiter mehr beachtet zu werden. Rur selten wurde einer erwidert. Unb dann waren es dünne Hüllen, die nur wenige Zeilen enthielten, während die seinen nie unter sechzehn Seiten zählten und gespickten Brieftaschen glichen. Er bat so dringend um ein Bild. Das seine sei vergilbt und unkenntlich geworden unter seinen Küssen. Rosmarie zuckte die Achseln: „3ch habe feinS.“ „Es gibt so viele Lichtbildner in Wien", erinnerte Aga und ließ ihr Lachen schon im ersten Laut ersterben, denn Rosmarie trat an Szengerhis Schreibtisch, nahm dort ihr Bild, das in einem kostbaren Rahmen stand, heraus und riß es in zwei Teile, die sie in die Glut des Kamins warf. „Rosmarie!" Die Alte starrte entsetzt nach der Flamme, die gierig aufzüngelte. „Wenn es fehlt, wenn er nach Haufe kommt!" „Es wird manches fehlen, wenn er zurückkehrt." Mit einem Kopfschütteln ging Aga aus dem Zimmer. Rosmarie überkam eine fiebernde Hast, alle Schubladen und AlbumS zu durchsuchen. ob nicht irgendwo ein Bild von ihr steckte. Wo sich ein solches fand, nahm fie es heraus und warf es in die Glut zu den anderen. Sin ganzes Dutzend verschiedenster Ausnahmen war schon dahin gewandert. Zum Schlüsse fand sich kein einziges mehr, so sehr fie auch Umschau hielt. bn einem tiefen Stuhl vor dem Kachelofen des Eßzimmers fitzend, träumte fie vor sich hin und hielt einen Brief des Gatten im Schoße. 3mmer wieder lasen ihre Augen die eine Stelle: „Meine Sage sind ein einziges Sehnen — meine Rächte ein einziges Begehren nach dir!" Sie legte den Kopf zurück und lächelte. „Wenn er zurückkommt —" Tags daraus reifte sie ab. Aga sollte immer Rachricht von ihr haben, versprach fie. „Unö die Briefe von deinem Mann?" fragte die Alte und hielt die jungen zitternden Hände fest. „Die schickst du mir nach." Rosmarie sah Agas Aufatmen und strich ihr über die Wangen, „xüfj mich nochmals, du Gute! 3ch muß mich nicht sorgen um dich? Rein ? Don dem Gehalte Delas nimmst du monatlich, was du für dich und für sonstige Ausgaben brauchst. Das andere deponierst du alles auf seinen Barnen, nicht auf den meinen, Aga. Du hast mich doch verstanden?" Aga nickte. Ach Gott, wie das Sprechen für den Augenblick doch über die Maßen schwer war! „Was ich benötige, habe ich von meinem Vermögen abgehoben", sprach Rosmarie weiter. „Warum willst du nichts vom Gelde deines Mannes?" Run schossen der Alten Tränen über die Wangen. „Du wußt das verstehen", beruhigte die junge Frau. „Er wird sehr froh fein, wenn sein Gehalt zurückgelegt ist. Menschen, die berühmt werden und rasch emporsteigen wollen, müssen Kapital in der Hand haben. Rur deswegen, Aga. Begreifst du auch?" Die Alte nickte. Sie war doch gut, ihre Rosmarie I Zwei Stunden später stand sie allein in der großen Wohnung und wurde ein Gefühl unsäglicher Verlassenheit nicht los, das sich wie ein unbestimmtes Ahnen von etwas Gräßlichem, das sich ereignen würde, in ihre Seele einbohrte. Sie träumte nacht- von Eisbären und wilden Männern, die Törok^ und Szengeryi zerfleischten und fand erst nach Tagen ihr Gleichgewicht wieder, als sowohl von Barben als auch von Süden her, wo Rosmarie jetzt weilte, gute Bachricht eintraf. Horvath hatte einen Abend in Venedig konzertiert und rekelte sich am andern Morgen schlaftrunken auf dem unbequemen Killen zurecht. Gr hatte gestern abend dem Boy zehn Lire in die Hand gedrückt, damit er ihm ein anderes Kissen verschaffe. Der 3unge hatte das ganze Hotel auf die Füße gestellt und war bis in die letzte Dachluke geklettert, aber der Wunsch des deutschen Künstlers war nicht erfüllbar. „Etwas Weicheres gibt es in ganz Venedig nicht", berichtete er mitleidig. Es war eine Tortur für Horvath gewesen, darauf zu liegen. Seine Koffer waren nicht rechtzeitig eingetroffen. Heute würde er hoffentlich auf feinen eigenen Kiffen schlafen können. Auf ein diskretes Klopfen gab er keine Antwort und drehte sich wieder nach der anderen Seite. Was follte er jetzt schon? Er sah nach der Ufor auf dem Bachttisch. Halb zehn! Wenn jemand etwa- von ihm wünschte, dann konnte er warten. Eine Hand drückte auf die Klinke. „Fatal!" Er hatte nicht versperrt. Bur gut, daß der kleine Salon dazwischen lag, so konnte er wenigstens aus den Laken kommen, ohne gesehen zu werden. „Bitte, Signora!" horte er eine Stimme sprechen. „Vergessen Sie nicht Herrn Horvath zu bestätigen, daß Sie nicht gemeldet sein wollten. 3ch möcbte für keinen Fall die Ungnade Signor Horvaths auf mich laden." Eine Erwiderung unterblieb. Bur die Säte draußen klappte inS Schloß, und ein leiser Schritt glitt über den Teppich. Guido sprang aus dem Bett und schlüpfte in fein Beinkleid. „Signora", hatte der Etagenkell- net gesagt. Zum Teufe! auch! Was hatte eine Frau vormittags halb zehn Ubr in feinem Zimmer zu suchen? Er drehte nervös an den Hähnen des eingebauten Waschtisches und lieh warmes und kalte- Wasser über die Hände strömen. Ein prallgefüllter Schwamm fuhr über Gesicht und Hals. Duft von Lawendelwasser stieg aus Dosen und Flacons. „Signora!" Er fluchte innerlich. „Die Frauen von heute find ohne jede Moral!" Das Raffinement der Perlenvorhänge, die dio Türe zum Salon ersetzten, gestattete ein flüchtiges Spähen. Drauhen im Lederftuhl, der an den Diplomatenschreibtisch gerückt war, faß eine Dame und blätterte in dem Stapel von Briefen und Zeitungen, der dort aufgetürmt lag. Er vermochte nichts von ihr zu sehen als eine tadellose Rücken- linie und den leicht geneigten Kopf. (Fortsetzung folgt.) Man will zufrieden sein mit der Bedienung, man will Auswahl, niedrige Preise fimlÄlX fHößfitl und beste Qualität. Deshalb: kaufen Sie Ihre Möbel KHllllIl K||I|T1 [l|H[ 7i80d nur im Möbelhaus IIIIUUII Ullllll stein*t*6e” nachmittags 2 Uhr, statt. 7184 u Erinnerung! X»d‘mÄ‘ nachmittags 2—7 Uhr, finden in meinem Laden zwei hochinteressante 7ü59a W asch-V orführimgen der statt. Auch Sie sind höflichst eingeladen. J. B. Häuser, Gießen Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, plötzlich und unerwartet am Freitagabend unser innigst- geliebtes Zwillingskind Rolf di en Im Alter von 1 Jahr 4 Monaten zu sich zu nehmen. In tiefstem Schmerz: Familie Fritz loh nebst Angehörigen. Gießen (Gnauthstr. 22). den 23. Oktober 1931. Die Beerdigung findet Dienstag, den 27. Oktober, MM. gen. nute Sicherheit von Privatbank» zu leiben gesucht. Schr. Angebote unt.06243 an den Gieß. Anz. MM. erste Hnpothek, auf la Geschäfts!), bis 31. Dez. v. Selbst- neber gesucht. Srbr. Angeb. unt. 7166D an den Gieß. Anz. [Stellenangebote 3cbcr kann durch d. Perkauf meiner Artikel nute (Sinn. erz.BachGinarb.s. Anst.mögl.Ausk.k. sprich Pötters, W.»Barmen nnV Metallwarf., Goebenstr. Verkäufe Äulo-Celegenheitskaiif fabrikneue 1,1 Vtr.« Opel-Limousine wett unt. Preis CTT8A Qvei, Gießen Frankfurter Str. 52. | Empfehlungen) 3 nm Tolensonnlag offeriere Douglasiichten, Kranz- und Deckreiser inWell.srei Gießen. Bestellungen unter 06244 a. d.Gß. Anz. Konsumverein Gießen und §■ Umgegend e.G.m.b.H. Die Ordentliche Vertreterversammlung H == findet Sonntag. 1. November 1931, vorm. 9 Uhr. im = ==== Gcwerkschattshaus, Gießen, Schanzenstr. 18. statt Tagesordnung: = - 1- Geschäftsbericht. Vorlage der Bilanz. Entlastung E =■ dcr Gesamtverwaltung t. d. Geschäftsjahr 1930 31 = z=___ 2. Beschlußfass über die Verwendung der Erübrigung = i-----■ 3. Ersatzwahl für Vorstand und Aufsichtsrat E - Beratung elngelaufener Anträge = — - Anträge, die zur Beratung kommen sollen, müssen | = bis spätestens 27. Oktober 1931 im Büro. Schanzen- = ■ »trabe 16. eingereicht sein (§ 33. Absatz 3. derVerelns- = —- Satzungen) H ■ Aus demVorstand scheidet aus.- Jakob Moutarde Aus dem Aufsichtsrat scheiden aus. Friedrich Vetters. Heinrich Schneider. Georg Fischer = ------- Ausscheidenden sind wieder wählbar = 1 ; Der Aufsichtsrat. I. A.: Vetters Silberkondor Oeffentliche Lichlbilderveranstaltiiiig über Feuerland der Kultur-GroBfilm der Hausfrauenberatung im Caft Leib, Donnerstag, den 19. Oktober, 8 Uhr: Der Moden und seine sachgemälie Fliege Vortrag von Frau M. Händel, Dresden läuft in W.- Steinberg: Dienstag, den 27. Okt Lieh: Mittwoch, den 28. Oktober Ober-Bessingen : Donnerstag, 29. Okt Eberstadt: Freitag, den 30. Oktober Großen-Llnden: Samstag, den 31. Okt. Londorf: Montag, den 2. November Grünberg : Dienstag, den 3. November Großen-Buseck: Mittwoch, den 4. Nov. Beginn: 8% Uhr 06230 Eintritt 30 PI., Erwerbslose 20 Pf. Dienstag, den 27. Oktober 931,nachmittags 2 Llhr,so11en im „Löwen", Neuenweg 28, dahier, zwangsweise geg. sofortige Barzahlung versteigert werden: Bücherschränke. Büfetts. Hüte, Mühen, Hemden, Schreibtische, eine !ßulfani|icr- anlage, ein Personenwagen, eine Schnell, presse, eine Tiegeldruckpresse, eine Ra- dioanlage, drei Fremdenzimmer, Eis- schränke, eine Schnellwaage, ein Pferd, Teppiche, ein Schrank, eine Peddigrohr- gar ni tu r, Schreibmaschinen, Schreib tische, Schaufenster und Ladeneinrich. tungen, ein Klavier, ein Sekretär, ein Spiegelschrank, Warenschränke, Gläser- tücher, Sessel, eine Kredenz, Sofas, eine Standuhr, ein Kleinkraftrad, eine goldene Uhr mit Kette, eine Ausputz maschine, eine Rofomaschine. diverse Fla schen Likör, Handschuhe. 7176D Wilhelm Hebbel Gerichtsvollzieher in Gießen Wilhelmstraße 6II — Telephon 4039 Eine Tasse feiner Emmericher Sonntags-Kaffee wundervoll, kräftig duftend, zum billigen Ausnahmepreis 1 Pfd. Mk. 2.80 EmtlierMS 7174 A Ausstellung einschlägiger Giebener Finnen Verteilung von Gratisproben, Verlosung 7173d Eintrittspreis 20 Pf. Karten im Vorverkauf bei den Firmen: Hochstätter, Brandplatz; Tapetenhaus Kreiling, Bahnhofstraße; HeydA Sohn, Seltersweg; Drog. Winter hoff. Kreuzpl.; Drog.NolL Bahnhofstr; Drog. Kilblnger. Seltersweg, u. an der Abendkasse. etzt 1.00 Früher Früher Früher Früher S.-Balkon u. Rang 1.75 Früher Mittelloge 2.50........ Eintrittspreise: III. Platz 0.90............. II. Platz 1 20............. I. Platz 1.50............. Preise der Abonnements: III. Platz (12 Karten) 7.00 II. Platz (12 Karten) 10.00 I. Platz (12 Karten) 13.00, S.-Balkon und Rang (12 Karten) 15.00. S.-Mittelloge (12 Kart.) 20.00 0.75 1.00 1.30 1.50 Achtung! Jedem Gießener soll es in den heutigen wirtschaftlich schweren Zeit möglich sein, das allseits beliebte Lichtspielhaus in der Bahnhofstraße zu besuchen, deshalb: "s: Preisermäßigung etzt etzt etzt etzt Lichtspielhaus-Gießen Noch 3 Tage! Heute, Dienstag und Mittwoch Ein Bombenerfolgl Hans Albers Anna Sten Heinz Rü'hmann in Bomben auf Monte Carlo Bombenbesetzung I — Bombenschlageri Bombenstimmung I Drei. Wlnterufl ^jmul !•/ r Bei der Arbeit «chOlri fiummisdiürze Ihre Kleider. Große Tf&wwnG J&tw, T Die billige und lehr gute Pholo-Plalte 1 , Dtid 65X9 65 Pf . Dttd. 9X12 Mk Vereine DeutscheVolkspartei Mitgliederversammlung Montag, d. 26. Cft. abend» 8*, Ubr im <*otel .Hindenburg". 71S3o Redner: Generalsekretär Welkow, Tannstadt. Ter Vorstand. iiiiiiuiiiiiniiuiiiniiiiiiiiii Stadttheater Gießen. Tiendtag, 27. CM. von 20 btS 22 Ubr 4. Dlrnstao-HO.-Brff. Gewöhnliche Preise .>uin kuren |talI Bas grolle Welttheater Nach Ealderon vor, Hugo von Hob monnstbol. (neD MWNllMWWM Kr. 250 Zweites Blatt Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Montag, 26. Gttober (951 III——1—■ I ■ ■— ■ ■ ■ ■——— 1—■— ■ ■ ■■ M— England im Aufbruch. Oer Wahlkampf. — Freie Hand für Macdonald. — Oer Glaube an sich selbst. Zurück zur Arbeit. Don unserem D. B. Londoner Korrespondenten. London, 22. Oktober 1931. Der englische Wahlkampf ist in vollem Gange. Die Dationalregierung hat sich ein ganzes Hauptquartier geschaffen, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Flugzeuge, Autos stehen zur Verfügung — und besonders der Ministerpräsi- dent Ramsay M a c d o n a l d entwickelt sich immer mehr zum fliegenden Schotten; er besitzt geradezu eine Leidenschaft für die Fliegerei. Am liebsten flöge er von seinem Hause in der Downing- street 10 nach dem Parlament, obwohl es nur fünf Minuten Weges sind. Der behäbige V a l d - w i n fliegt weniger gern. Selbstverständlich spielt auch der Rundfunk eine Rolle; mehrmals in der Woche halten die Parteiführer große Ansprachen an dgs Volk und versuchen für ihren Standpunkt zu werben. Aber nicht immer geht die Sache so, wie man sich's denkt. Lloyd George hat auch gesprochen und ist dabei mit beiden Füßen und Händen ins Fettnäpfchen geraten. Der Bruch im liberalen Lager erscheint endgültig zu sein. England befindet sich wieder auf dem Wege zum Zwei-Parteien-System. Seine Anwendung bereitet freilich noch mancherlei Schwierigkeiten. Da sind die Rationalkonservativen, die Rationalliberalen, die Rationalarbeiter und da sind die Alt-Liberalen unter Lloyd George und die Labourparth in alter Ausgabe .Es ist wirklich ein rechtes Durcheinander. Ratürlich ist es da nicht ganz einfach, denAus- gleich zwischen den verschiedenen parteipolitischen Interessen zu finden. Aber in den allermeisten Fällen ist es der Rationalregierung gelungen, einen Ausgleich zu finden. Der parteipolitische Opfersinn der einzelnen an der Rationalregierung beteiligten Gruppen ist vorbildlich. Ganz sichere Kandidaten haben vielfach zugunsten ihrer früheren politischen Gegner verzichtet. Rur in wenigen Wahlkreisen kommt es zu einem Chaos. Die innere Einigkeit im „nationalen Lager' entspricht aber nicht ganz der äußeren. Die wilden Leute im Schuhzollager haben schon jetzt manches Porzellan zerschlagen. Sie kämpsen mit allen Mitteln für den Schutzzoll, obwohl es als ausgemacht galt, daß der Sinn des Wahlkampfes nur freie Hand für die Regierung sein konnte, weder Schutzzoll noch sonst ein Pro- grammpunlt, sondern eben — freie Hand. Das wird nun freilich keinerlei böse Wirkungen auf das Endergebnis ausüben. Wenn die Rationalregierung Macdonalds den Wahlkampf gewinnt, womit jedermann rechnet, dann werden diese kleinen Schönheitsfehler beseitigt werden, immerhin aber schafft dieses aus der Reihe tanzen innerhalb der Rechten einiges böses Blut. Denn es ist ganz gewiß und bleibt ganz gewiß, daß den Engländern mit einem Schuhzollprogramm in der landesüblichen Ausgabe n i ch t g e d i e n t ist. Zunächst muß doch die Rückwirkung der Währungs- Wertung abgewartet werden, ehe man sich zu weitergehenden Maßnahmen großen Stils entschließt. Die Pfundentwertung, von der hier übrigens kein Konsument etwas verspürt, wirkt doch zunächst stärker und schneller, als jeder Tarif das vermöchte. Auch lassen sich solche Dinge nicht in der offenen Feldschlacht des Wahlkampfes behandeln, sondern höchstens im Rate erfahrener Männer. . Die Vörse ist hoffnungsvoll. Das Geschäft m Wahlmehrheiten hat sogar schon Rückwirkungen aus die allgemeine Stimmung. Reulich stieg die Rotiz für Regierungsmehrheit von 180 auf 186, und mit dieser Rotiz ist auch die Frage beantwortet, wie dieser Wahlkampf ausgehen wird. Wenn sie mit einer Regierungsmehrheit von etwa 186 Sitzen rechnet, so müßte die Rationalregierung mit annähernd 400 Abgeordneten aus den Wahlen zurückkehren. Das wäre natürlich ein großer Erfolg. Aber man soll bei einem englischen Wahlkampfe nicht prophezeihen. Das englische Wahlverfahren ist nur scheinbar einfach, in Wahrheit enthält es Chancen wie eine Lotterie. Immerhin, die Rationalregierung sollte mit einer ausreichenden Mehrheit zurückkehren. Auf der anderen Seite der Stufenleiter der Wahlmöglichkeiten aber liegt eine vernichtende Riederlage der Sozialisten. Die Arbeiterpartei verhält sich nämlich recht unklug. Gleichviel wie der Wahlkampf ausgeht, man nimmt es ihr sehr übel, daß die meisten Sprecher der Rationalregierung, die aus ihrer Reihe stammen, bei Arbeiterverfammlungen niedergebrüllt worden sind: so ist es dem Premierminister Macdonald, so ist es Thomas gegangen. So etwas verträgt man in England nur schlecht; das widerspricht den Begriffen der politischen Gerechtigkeit. Auch sachlich steht Henderson und die Seinen auf schwachen Füßen. Snowden hat sie neulich sehr böse bloß- gestellt, als er mitteilte, daß seine ehemaligen Parteifreunde, die heute gegen die Schuhzollparole sind, in Kabinettsberatungen dafür eingetreten seien. Doch müssen alle diese Fragen als nebensächlich betrachtet werden, sofern man die Gesamtbedeutung dieses Wahlkampfes ins Auge faßt. Rachdem man sich einmal für ihn entschieden hat, kann er sehr wohl zum Wendepunkt der Rachkriegsgeschichte Englands werden. Selbst wenn es den Arbeitern gelänge, eine Mehrheit zu erringen, was nicht wahrscheinlich ist, so wäre auch ein solcher Ausgang der Entscheidung nur ein Auftakt zur Umkehr. Was unter dieser Umkehr zu verstehen ist, das ist zweifellos nicht nur der Schuhzollgedanre. Der ist nur ein freilich wesentlicher Teil des Programms. Aber gleichzeitig steckt darin die Abkehr vom Kontinent, steckt darin eine Kampfansage an Frankreich, das Bekenntnis zu sich selbst, das Bekenntnis zum Glauben an die eigene Zukunft. England will wieder für sich arbeiten. Es will nicht mehr ein Staat aus Rentiers sein. Dies Land befindet sich in der Lage eines alten Geschäftsmannes, der von seinen Zinsen lebt und den die Sorge um seine Zukunft plötzlich aus der Behaglichkeit des besonnten Lebensabends in neue Betriebsamkeit aufschreckt und der dabei entdeckt, daß auch noch junge Kräfte mit ihm zusammen arbeiten wollen. Die Frage ist nicht, ob man diesen Entschluß faßt, sondern ob er nicht zu spät gefaßt worden ist. Aber darüber zu spintisieren, ist müßig. Es ist immerhin ein eindrucksvoller Vorgang, wenn man sieht, mit welcher Entschlossenheit, mit wel- cher Hingabe und mit welcher Disziplin sich dieses Volk hier zusammengerafft hat und mit welch unerschütterlicher Ruhe man an die Arbeit geht. Gefahr weckt den Engländer auf! So schläfrig sein allgemeiner Zustand erscheint, jetzt begegnen wir wieder den großen Eigenschaften, die ihm die Welt erobert haben. Sie treten natürlich in ziviler Bekleidung und ganz unheroisch auf, aber sie sind sehr wohl bemerkbar und deutlich, und ihre Erkenntnis ist es denn auch, die den Führern, mögen sie gu> nfr^r schlecht sein, wieder Mut und Vertrauen gibt. Denn es gibt nun einmal für den Engländer kein größeres Vergnügen auf dem Gebiete der Politik, als Engländer richtig zu führen. Unö wenn wir Deutsche an die großen Zeiten unserer eigenen Geschichte denken, so werden wir begreifen, daß in diesen Engländern ein gut Stück Preußentum steckt, das sich auch einmal wirklich führen ließ. Daten für Montag, 26. Oktober Sonnenaufgang 7.07 Uhr, Sonnenuntergang 17.11 Ahr. — Mondaufgang 16.56 Ahr, Monduntergang 6.51 Ahr. Gießener Konzertverein. I. Konzert: Busch — Serkin. Die jetzt zu Beginn der Konzertsaison allerorts aufgeworfene Frage, ob in der heutigen schweren Zeit bei der Zermürbung der Einzelnen durch bie wirtschaftlichen Schwierigkeiten ein Bedürfnis nach guten Konzerten vorhanden sei, erhielt die eindeutigste Antwort durch den überaus guten Besuch des B u s ch - S e r k i n - Abends. Es schien so, als suche jeder einmal eine Stätte, wo er alles das, was ihn bedrückt, vor den Toren zurücklassen kann, um so, unbeschwert durch die Widrigkeiten des Alltäglichen, sein eigenes Ich wiederzu'inden und nach solchem Ruhe- und Erholungspuntt des Innern neu erfrischt dem Leben gegenüberzusteheir. Da war es angesichts der Programmauswahl das einzig Richtige, Regers S-Moll-So- n a t e (op. 122) an die Spitze zu sehen. Das Problematische bei Reger mit seinem starken Drängen, seinem Ringen um Klarheit, muß es uns heute nicht besonders lebensnah sein? Mag Regers Stil uns zunächst etwas schwer erfaßbar erschemen, so nimmt er uns doch bald gefangen durch die starke Kraft des Impulses und die strenge Logik seines harmonisch-melodischen Geschehens, das sich nicht wie bei den Klassikern mit ihrer durch die Harmonik stark gegliederten Melodik nicht nur auf die Hauptdreiklänge stützt, sondern den harmonischen Amkreis überaus --rweitert durch die Hineinbeziehung entferntere: Klänge, die aber dem logischen Gesamtkomplex, etwa in der Art von An- erkennungen, Ausblicken und Rebengedanken eingeordnet werden. So wird diese harmonische Vielfältigkeit bei ihm nicht Selbstzweck oder gar nur effektvolles Wirkungsmittel wie bei vielen seiner Zeitgenossen, sondern sie wird beherrscht und dem Ganzen organisch eingegliedert durch das Crkennenlassen der inneren Bezogenheit. Regers Form wird man darum ebenfalls nicht nach denselben Gesichtspunkten beurteilen können wie bei der Klassik, wo wir meist die Klarheit im Einordnen des Thematischen von vornherein erkennen können. Bei Reger entwickelt sich der Aufbau aus immer wieder neuen Ansätzen, Die zwar anfangs von einander getrennt erschemen, aber int Verlaufe ihrer Entwicklung zu einer organischen, homogenen Struktur geläutert, ein- geschmolzen werden. Das ließ sich klar an dem ersten Sah der Sonate mit seiner hohen Leidenschaftlichkeit, inneren Durchwühltheit und Erregtheit ersehen. Das Vivace geisterte spukhaft, jedoch nicht ohne lyrische Ansätze. Im Adagio gibt er der Kanta- bilität breiten Raum, die melodische Linie strömt in Abgeklärtheit und Inbrunst; fein Ausklang in der Terzlage mochte als ein Symbol neu gewonnener Kraft, wieder erwachten Lebensgefühls gelten, und das aufgelichtete Hauptthema des Finales (Allegretto espressivo) wurde zu einem Ausgangspunkt von immer wieder neuen thematischen Exkursionen. BeethovensSonate in 0 - Dur, op. 30, Rr. 3 , gehört zu den weniger problematischen Werken des Meisters, sie will mehr der Freude am Zusammenspiel der beiden Instrumente dienen. Der erste Sah ein sprühendes Allegro; der zweite (Tempo di Menuette) atmet Beschaulichkeit und fesselt sowohl durch die vornehme Ein- gängigfeit des Themas als auch durch seine reizvolle rhythmische Variierung. Das Schluß-Rondo läßt das leichtbeschwingte Grundthema durch die kontrastierenden Zwischensätze ständig in anderem Lichte erscheinen. Die Fantasie o p. 1 5 9 von Schubert hat wie so manches andere Werk seines Schöpfers nicht die Zustimmung der zeitgenössischen Kritik gefunden. Als sie der Geiger Joses S l a w i k zum erstenmal im Januar 1828 gelegentlich eines Konzertes im Landständischen Saale in Wien spielte, stellte man fest, daß es mit seiner Dauer die Zeit überschreite, die der Wiener derartigen Genüssen zu widmen pflege. Ein Teil der Konzertbesucher verlieh damals den Saal, bevor das Werk zu Ende geführt worden war. Heber eine Aufführung, die ein paar Wochen später stattfand, äußert sich eine Leipziger Pressestimme dahin, daß sich Schubert in diesem Werk vollständig vergaloppiert habe. Zwar ist die Fantasie in großen Ausmaßen angelegt, aber man wird nach heutigem Musikempfinden wohl kaum Längen in ihr entdecken können. Die Einleitung eröffnet in ihren Tremolo- Akkorden eine schicksalserfüllte Welt. Ein Allegretto in A-Moll mit zahlreichen Feinheiten in der Themenverwebung der konzertierenden Instrumente führt über eine dramatisch gesteigerte Koda zu einer Variationenreihe, der Schuberts Lied »Sei mir gegrüßt“ zugrunde liegt. Rach der 1757: der Staatsmann Friedrich Freiherr vom und zum Stein in Rassau geboren. 1800: Graf Helmuth von Moltke in Parchim geboren. 1828: der Landwirt Albrecht Thaer in Möglin gestorben. 1929: der Dichter Arno Holz in Berlin gestorben. Aus der prvvinzialhaupistovl. Gießen, den 26. Oktober 1931. Abg. Or. Oberfohren über die deutschnationale Politik. In der vollbesetzten Turnhalle am Oswalds- garten sprach am Samstagabend in einer offent- lichen Wählerversammlung ber 5>e u t f d) nationalen Bolkspartei der Vorsitzende der deutschnationalen Reichstagssraktion Abg. Dr. Oberfohren über die deutschnationale Politik. Der Redner polemisierte zunächst gegen den Christlich-sozialen Volksdienst und gegen die Wirtschaftspartei wegen deren Abstimmung im Reichstage über das Mißtrauensvotum gegen das Kabinett Brüning. Hierauf erklärte er u. a. weiter, die Regierung Brüning habe die unbedingt notwendige Fähigkeit zum Vorausschauen der Entwicklung nie gezeigt. A. a. sei die Regierung überrascht worden von dem Ausbruch der Bankenkrise im Juli. Die Deutschnationalen hätten es nie an Warnungen und Ermahnungen fehlen lassen, die aber nicht beachtet worden seien. Die jetzige Ausdehnung der Krise sei nicht eine Weltkrise, sondern eine deutsche Krise durch den Mangel an Vorausschau der Träger des heutigen Systems. Jetzt arbeite die Regierung mit Rotverordnungen, die sämtlich verfassungswidrig feien da für sie die Voraussetzungen des Artikels 48 Abs. 2 der Reichsverfassung (unmittelbare Störung und Bedrohung der öffentlichen Ruhe und Ordnung) fehlten. Der Regierung Brüning machte der Redner weiter zum Vorwurf, daß sie die Häufung kurzfristiger Kredite geduldet, selbst sogar kurzfristige Kredite von Frankreich angenommen habe, ohne die damit verbundene politische Gefahr zu erkennen und die wirtschaftlichen Erschütterungen bei der plötzlichen Zurückziehung dieser Kredite vorauszusehen. Der Redner forderte Wiederherstellung des Vertrauens zu unserer Währung und zur Wirtschaft, er sprach sich ferner mit Entschiedenheit gegen die Fortsetzung der Deflation aus, durch die unsere Wirtschaft erwürgt werde, lehnte aber auch mit allem Rachdruck eine Inflation ab, die er als Verbrechen am Volke bezeichnete; in diesem Zusammenhänge betonte er, daß die Rationale Opposition auf ihrer Tagung in Harzburg ebenfalls keiner ei Inflation gefordert habe. Dann kritisierte er die Steuerpolitik der Regierung. Der deutschnationalen Fraktion sei es als Verdienst anzurechnen, daß sie die Politik der fortgesetzten sinnlosen Steuererhöhungen nicht mitgemacht habe. Gr lehnte diese Steuerpolitik, deren Ertrag nur in ein Faß ohne Boden fließe, entschieden ab, da sie an die Wurzeln unserer Substanz greife und die wichtigste Arsache für das ungeheure Ansteigen der Arbeitslosigkeit und die Minderung des Lebensstandards der Bevölkerung sei. Eine grundlegende Reform dieser Steuerpolitik sei dringend zu fordern, ebenso dringlich zur wirtschaftlichen Gesundung sei die Aufhebung der Zwangsbewirtschaftung der Arbeit durch Ausschaltung aller Faktoren, die zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer stünden. Weiter übte der Redner scharfe Kritik an der „Schröpfung" der Beamten, bemängelte das fehlende psychologische Verständnis der Rotverordnungspolitik gegenüber der seit anderthalb Jahren gründlich veränderten Volksstimmung und wies dabei auf das starke Anwachsen der nationalen Bewegung hin. Auf dem Gebiete der Außenpolitik machte der Redner dem Kabinett Brüning ebenfalls mangelnde Voraussicht der Entwicklung der Dinge zum Vorwurf, weiter rügte er, daß der Reichskanzler durch seine Rundfunkrede, in der er sich zur Verständigung mit Frankreich bereit erklärte, die im Sommer bevorstehende Isolierung Frankreichs in der Weltmeinung verhindert habe. Ebenso wie Dr. Frick sei auch er (Redner) zur Verständigung mit vierten Variation meldet sich wieder das Einleitungsthema mit seinen Tremoloakkorden als leitender Grundgedanke; es wächst in starker Aufwallung; dann aber übernimmt ein krafterfülltes Thema die Führung im Finale, ein wirksamer Gegensatz zu der lyrischen Ausbreitung in den Variationen. Mit einer großen Steigerung bricht es plötzlich ab, eine Reminiszenz des Variativns- themas läßt noch einmal zurückblicken und mit wild anstürmender Gewalt bricht die glanzvoll gesteigerte Koda hervor. Wie sich die beiden Künstler für die drei in sich so unterschiedlichen Werke einsetzten, ist über jedes Lob erhaben. Man weiß nicht, was man an jedem der beiden zuerst bewundern soll, die souveräne Beherrschung des Instrumentalen oder die unbeschreibliche Fähigkeit, wie sie das im Notenbilde Niedergelegte zum unmittelbaren elementaren Erlebnis werden ließen, das jeden in seinen Bann schlug und mit sich fortriß. Jeder der drei gespielten Meister wurde mit der ihm zukommenden Eigenheit erfaßt: bei Neger eine dem Feinsten nachgehende Sensibilität, bei Beethoven die abgeklärte Art der Artikulierung, bei Schubert das Aufgehen in der Größe des Lyrischen, wo stellenweise der Klavierpartner im Nachschaffen der allerfeinsten Regung den Geiger noch zu übertreffen schien. Eindrücke, die in ihrer Eigenart und Größe sich jedem- fest einhämmerten, denen gegenüber jedes berichtende Wort verblaßt. Der Widerhall bei den Hörern war derartig stark, daß sich die beiden Künstler entgegen ihrem sonstigen Brauch dennoch zu einer weiteren Gabe bereit sanden. Sie antworteten nicht mit einem virtuosen Glanzstück, sondern ließen die Variationen aus Beethovens D-Dur-Sonate in voller Weise erleben. Dr. H. Kleist-Preis 1931. Berlin, 24. Ott. (WTB.) Der diesjährige Vertrauensmann der Kleist -Stistung, Carl Zuck» mayer, hat den Kleist-Preis für das Jahr 1931 zu gleichen Hälften an Oedoen v. Horvath für seine dramatischen Dichtungen und an Erik Reger für seinen Roman „Die Union der festen Hand" zuerkannt. Von Oedoen von Horvath, dem in Bayern ausgewachsenen, deutsch-ungarischen Schriftsteller Frankreich bereit, aber nur unter der Voraussetzung vollständiger moralischer, wehr- und machtpolitischer Gleichberechtigung. Der Redner bemängelte sodann den Empfang Lavals und Driands durch den Reichspräsidenten, dessen Rame sich noch auf der „Kriegsverbrecherliste“ Frankreichs befinde. Er betonte weiter, die Deutschnationalen seien für eine intensive Realpolitik unter Aufrechterhaltung der Ehre, Freiheit und Gleichberechtigung Deutschlands, sie seien aber gegen jede Politik, die auf der Grundlage des Internationalismus beruhe. Zum Schlüsse forderte er auf, die Politik der Deutschnationalen Volkspartei, die den Sieg des nationalen Gedankens bringen werde, auch bei den Landtagswahlen in Hessen zu unterstützen. Die Rede wurde oft von Beifall unterbrochen und am Schlüsse mit langanhaltender lebhafter Zustimmung unterstrichen. Eine Aussprache wurde von der Versammlung nicht beliebt. „Silberkondor über Feuerland." Das Kreisschulamt Gießen läßt dieser Tage in den Orten Watzenborn-Steinberg, Lich, Ober-Bessingen, Eberstadt, Großen-Linden, Londorf, Grünberg und Großen-Buseck den rühmlichst bekannten Film des Tsingtau-Fliegers Gunther Plüschow, „Silberkondor über Feuerland", zur Vorführung bringen. Der Film, der wie in vielen anderen deutschen Städten auch in Gießen bereits gezeigt wurde und überall großen Beifall fand, vermittelt ein einziges großes Erlebnis der Landschaft. Der Flieger Plüschow, der auf einem kleinen Segelkutter und mit einem leichten Segelflugzeug die Reise nach dem südlichsten Amerika, nach dem Kap Horn, nach Feuerland antrat, filmte mit großer Ausdauer und mit viel Verständnis, gleichzeitig aber mit einer beispiellosen Kühnheit jenes „Land der Wolken und Winde", das gebirgige zerklüftete Feuerland vorn schwanken Flugzeug aus und brachte ein Werk zustande, das ihm die Dankbarkeit vieler Freunde des Kulturfilms einbrachte. Reben den Bildern von der grandiosen Dergwelt des Feuerlandes bringt der Film auch Bilder von dem Leben in Argentinien und Brasilien, von Land und Leuten in Südame- rrifa, von den riesigen Plantagen und den großen Viehherden, er bringt Ausschnitte aus der Romanze aussterbender wilder Indianerstämme, jedenfalls aber Unterhaltendes und Belehrendes in einer Form, wie sie glücklicher nicht gedacht werden kann. Der Film ist durch den steten Wechsel der mannigfachen Offenbarungen im Bild stets anregend und nie ermüdend. Die Eltern, die ihren Kindern die Gelegenheit bieten können, diesen Film zu sehen, sollten nicht versäumen, den Kindern dieses Erlebnis, das der Film zu vermitteln vermag, zu ermöglichen. Die Eintrittspreise sind sehr niedrig gehalten, so daß selbst Kinder, deren Eltern erwerbslos sinb, der Besuch möglich fein sollte. Der Film ist für Kinder wie für Erwachsene gleich interessant. Räheres, besonders über den Zeitpunkt der Aufführungen in den verschiedenen Orten, ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. * ** Evangelisch-kirchliche P e r s o n a 1 i e. Pfarrer Heinrich W o 1 f zu Ranstadt wurde auf fein Nachsuchen durch die Kirchenregierung mit Wirkung ab 1. November in den Ruhestanv versetzt. ** Allerlei Diebstähle. Der Polizeibericht meldet: Ende September wurden aus einem am Bahnübergang Watzenborn - Steinberg gelegenen Bienenhaus mittels Einbruchs etwa 75 bis 80 Pfd. Bienenhonig entwendet. Der Honig war in Büchsen (Bonbonbüchsen) aufbewahrt. Geschäftsleute oder sonstige Personen, die Honig aufgekauft haben, werden im eigensten Interesse ersucht, bei der Kriminalabteilung, Zimmer 24, vorzusprechen. — In einer im Leihgesterner Weg gelegenen Autogarage wurden von einem Personenkraftwagen Ersatzteile, wie Magnet, Scheinwerfer, Lichtmaschine usw. abmon- tiert und entwendet. — Am 14. Oktober wurden vor dem Volksbad von einem abgestellten Fahrrad eine elektrische Boschlaterne und am 22. Oktober ein Boschdynamo entwendet. Personen, die über den Verbleib der gestohlenen Sachen Auskunft geben können, oder sonstige Beobachtungen gemacht haben, die zur Ermittlung der Täter führen werden, wollen ihre Wahrnehmungen der Kriminalpolizei Mitteilen. wird demnächst im Deutschen Theater, Berlin, dasStück „Geschichten aus dem Wiener Wald" uraufgeführt. Als Roman ist von ihm „Der ewige Spießer" bekannt. Erik Reger heißt eigentlich Hermann Tannenberger. Er ist der Verfasser des Kruppromans „Union der festen Hand". Zeitschriften. — „Der Erdbal l." Illustrierte Monatsschrift für das Gebiet der Länder- und Völkerkunde, herausgegeben von Leo Frobenius, 5. Jahrgang. Heft 8, 9, 10. Preis vierteljährlich 3 Mk., Einzelheft 1,25 Mk. Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde. — „Der Erdball" ist unter Frobenius' Leitung nicht nur eine sehr interessante Zeitschrift geworden, sondern hat auch durch den neuen Herausgeber eine gewisse systematische Zielrichtung erhalten. Die Hefte 8 und 9 sind den anthropologischen Grundproblemen und der Rassenfrage gewidmet. Aufsätze wie „Prof. Dr. Weidenreich, Die Variabilität des Menschen als Grundproblem physisch-anthropologischer Forschung", „Dr. Gieseler, Tatsächliches und Umstrittenes über den fossilen Menschen“, „Die Rassenfrage" von Dr. Sailer, „Don der Vererbung beim Menschen" von Prof. Just geben über diese Themen eine Orientierung, wie sie uns bisher noch nicht geboten worden ist. Das Oktoberheft schneidet ein neues Gebiet an: „Schiffahrt und Schiffbau". Frobenius leitet das Heft mit einer geistreichen Abhandlung über die Anfänge der Schifffahrt ein. Die Aufsätze „Brüning, Balkenflöße an der Ostküste von Peru", „Dr. Anhe, Wasserfahrzeuge in der peruanischen Kunst", „Heine-Gel- oern, Ausleger und Doppelboote im inneren Hinterindien" und „Prof. Hambruch, Schiffahrt in der Südsee“ eröffnen dem Leser einen hochinteressanten Einblick in diese in weiten Kreisen meist unbekannte Wissenschaft. Aber auch sonst bringen diese Hefte eine bunte Fülle wertvoller Beiträge. Ein Aufsatz von Prof. Lommel „Parathustra" wird jeden Theologen wie auch den Philosophen und Historiker fesseln. Reues über die Kanaken, namentlich ihre Tänze, über die Tobas, über die Wertschätzung der Frau unter den ostafrikanischen Völkern, über die Rgada zeigen, wie reichhaltig | und vielseitig die Zeitschrift ist. Wirtschaft. Der Geschäftsgang bei I.-S.-Farben. Frankfurt a. M., 24. Oft. (WTB.) lieber do» 3. Quartal des Geschäs tsjahreS der IG. .Farbenindustrie 21®. ist folgende» mitzuteilen- Der Umsatz in Farbstoffen und Für- bereihilfSprodukten weist gegenüber dem vorau». gegangenen Quartal feinen wesentlichen Unterschied auf. Gewisse Rückgänge, die für verschiedene europäische Lerkaufsländer zu verzeichnen sind, finden ihren Ausgleich in einem zum Teil saison- mäßig bedingten Anziehen des Ueberseegeschäfts. In Düngemitteln ist der AuSlandabsah gegenüber dem gleichen Zeitraum des Dorjahres gestieaen, im Inland ist dagegen infolge der schwierigen Kre- ditlage der Landwirtschaft der Absah hinter dem des Vorjahre- zurückgeblieben. Das ßeunaberuin findet weiterhin steigende Beachtung in den Abnehmerkreisen. Chemikalien und Lösungsmittel zeigen feine Veränderung der bisher noch verhält» nismähig be'r edigenden Geschäftslage. Photogra- phika, vor allem Rohsilme, waren wie üblich, saisonmähig belebt. In Kunstseide hatte das Be- fanntwerden der im Vorquartalsbericht erwähn- ten Verständigung auf dem Gebiet der Viskoseseide zunächst die Abrufe verstärkt. Seit August wirkt aber auch hier die Wirtschaftskrise nachteilig. Vistrasaser, ebenso wie Riechstoffe konnten wie bisher gehalten werden. Dos Geschäft in Pharmazeu- tika und Pflanzenschuhmitteln nahm in den meisten Ländern weiterhin einen stetigen Verlauf. Bei ihrem großen Exportgeschäft ist die Gesellschaft durch die Entwertung deS englischen Pfundes und der skandinav schen Währungen ebenfalls betroffen Die sonstigen Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftskrise lassen sich in ihren ungünstigen Folgen noch nicht übersehen. • Stillegung einer Grube der Bereinigten Stahlwerke. Wegen Absatzschwierigkeiten wird am 1. November die Erzgrube „Eisen- zecher Zug" im Kreis Siegen, die von den Bereinigten Stahlwerken betrieoen wird, stillgelegt. Es kommen rund 700 Bergleute zur Entlassung. DerReichsbankausweis vom 23.Oktober Besserung der Aoiendectung. Berlin, 26. Oft. (WTB. Funkspruch.) Rach dem Ausweis der Reichsbank vorn 23. Oktober hat sich in der dritten Oktoberwoche die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks. Lombards und Effekten um 232,3 Millionen auf 3903,2 Millionen Mark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 159,8 Millionen auf 3666,9 Millionen Mark die Lombardbestände um 69,6 Millionen auf 133,3 Millionen Mark und die Reich-schahwechsel um 2,9 Millionen auf 93 030 Mark abgenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 159,1 Millionen Mark in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf von Reichsbanknoten um 153,9 Millionen auf 4372,8 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 5,2 Millionen auf 410,6 Millionen Mark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 16,8 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 484,6 Millionen eine Abnahme um 66,9 Millionen Mark. — Die Bestände an Gold und d e ck u n g S s ä h i g e n Devisen haben sich um 6,6 Millionen auf 1287,5 Millionen Mark vermindert. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 11,4 Millionen Mark auf 1144,6 Millionen Mark abgenommen, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 4,8 Millionen auf 142,9 Millionen Mark zugenommen. Die Deckung der Roten durch Gold und deckungSfähige Devisen beträgt 29,4 Prozent gegen 28,6 Prozent in der Vorwoche. Oie Auslandbörsen sehr ruhig. Die Londoner Börse war am Samstag sehr ruhig, es herrschte allgemeine Reigung, da» Ergebnis der am Dienstag stattfindenven Wahlen abwtoarten. Die Kursveränderungen waren nur unbedeutend. Auch die Amsterdamer Börse war zum Wochenschluh sehr ruhig und kaum verändert. Dawes- und Vounganleihe zogen 2 v. H. an. Im Wiener Freiverkehr gingen die Kurse auf vereinzelte Gewinnmitnahmen zurück. Am heutigen Montag wird die Börse wieder eröffnet. Die ReuhorkerDörse eröffnete am Samstag in stetiger Haltung, die Kursgestaltung war infolge von Gewinnmitnahmen nicht einheitlich. . Die Devisenmärkte An den internationalen Devisenmärkten war das Geschäft am Samstag sehr ruhig, größere Veränderungen waren im allgemeinen nicht feftAuftcUen. Das englische Pfund, daS mit 3,92 gegen den Dollar eröffnete, schwächte sich im Laufe des Vormittags wieder etwa- ab und ging auf 3,91*/» bis 3,91?/, zurück. In Zürich lag das Pfund mit 20 zwar fester, doch war es in Amsterdam mit 9,67 schwächer — der Gulden stellte sich in London mit 9,64y, bis 9,66i ’2 sogar noch fester, als die rechnerische Parität über Amsterdam ergibt — in Paris war das Pfund mit 99,50 kaum verändert. Der Dollar lag ebenfalls eher etwas leichter. Während er in Paris und Zürich knapp behauptet war, ging er in Amsterdam auf 246,85 zurück. Die Devise Budapest wurde am Samstag nach 16tägiger Unterbrechung in London wieder gehandelt, der Kurs stellte sich auf 25,25, nachdem er am 8. Oktober bei einem Stande des Pfunde- von 3,84 gegen den Dollar mit 32 genannt wurde. Die Reichsmark hat sich an den verschiedenen Devisenplähen kaum verändert, in London blieb sie mit 17 ziemlich stabil, in Amsterdam lag sie mit 57,45 etwas fester, in Zürich behauptete sie sich auf 118,50, in Paris hörte man einen ReichS- markkurs von 5,90 nach Freitag 5,91. Dieser Kur- entspricht genau der Londoner Parität. In Reu- York stellte sich die Reichsmark auf 23,30 gegen 23,35 am Freitag. Schwach lag wieder die Devise Athen, die sich gegen das Pfund auf 3,20 abschwächte. Die nord- und südamerikanischen Devisen waren vollkommen unverändert. Oie deutschen Börsen. 3m Zeichen der Unsicherheit. Berlin. 26. Ott. (WTB. Funkspruch.) Im heutigen Freiverkehr zum Wochenbeginn drückte sich die Enttäuschung über den wenig befriedigenden Aus- gong der Neuyorker Besprechungen zwischen Laval und Hoover in schwächeren Kursen aus. Man steht nunmehr der nächsten Zukunft ziemlich skeptisch gegenüber, denn man kann sich noch keinen Begriff davon machen, wie die Regelung nach Ablauf des S^eierjahres für Deutschland besonders aussehen wird. ie europäischen Mächte müssen nunmehr wieder die Initiative non sich aus ergreifen, wobei Schwierig- teilen eintreten könnten, die noch nicht zu übersehen seien. Auch der Besuch Grandis wird nach der Neu- porker Enttäuschung ebenfalls reserviert beurteilt, da inan immer mehr einsicht, daß solche offiziellen Besuche im Grunde recht fruchtlos sind, und die Bcr- Handlungen über die internationalen Krisenprobleine nicht wesentlich vorwärts bringen. Außerdem stand bie Schultheisangelegenheit weiter im Borbergrunbe der Diskussionen, unb es wurde als besonders um anaenehm empfunden, daß jetzt vor der Arbeitsaufnahme des Wirtschaftsbeirats Direktor Reinhart von der Commerz- und Privat-Bank ebenfalls in diese Affäre hineingezogen wird. Ein etwas erfreulicheres Moment, aber ziemlich eindruckslos, war der heutige Reichsbankausweis, nach dem in der dritten Oktober- woche eine Berringerung der Kapitalanlage um 232 Millionen eingetreten ist. Bei Rückflüssen an Noten in Höhe von 159 Millionen und bei einer Abnahme bcr Gold, und Devisenbestände um nur noch 6,6 Millionen konnte sich bie Notenbeckung auf 29,4 gegen 28,6 v.H bessern. Auf ben einzelnen Markt gebieten hielten sich bie Kursrückgänge aber ziemlich einheitlich im Rahmen von 1 bis 2 o. H. Die vor- herrschende schwächere Stimmung kam jebenfalls mehr In ber Zurückhaltung bes Geschäfts als in ben Kursen zum Ausdruck. Auch ber Markt ber fest verzinslichen Werte lag heute sehr ruhig, zeigte jedoch unter leichten Schwankungen behauptete Tendenz. Aus Wien wird gemeldet, daß die Maßnahmen gegen bie Schillingausfuhr unb ben unbefugten Verkehr mit auslänbischen Zahlungsmitteln eine weitere Verlchär. fung erfahren haben. Die österreichische Regierung habe bie Grenzstellen angewiesen, gegebenenfalls bei Auslanbreisenben Leibesvisitationen vorzunehmen Banknoten. Seelin. 24 Ct »ter Mmcrttaulftt Üotea . . velaüch« Steten . ....... Tdnlid* Roten ........ ttnglUdx Rol.-n ........ Aranjtiffld)# Roten........ bolld*ttf<6e Roten........ Htallenildx Roten...... ftoemegtldie Holen . . Teutldj-Ceneneldl, i !00 «chllUng •lumdniltSe Roten........ €dwfMidif Roten........ €dw-ntt Roten......... Hpanilche Roten...... . . . Uoqarilchr Roten...... ®elD 4 20 58.78 92.51 16.42 16.60 170 41 21.91 92.41 58.68 2.53 4.22 55.07 93 29 16.48 16.66 171.09 21.99 92.79 58.92 2.55 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL 24 Cf obtr 26 Cfieber Amtlich, Rvtlernnq Amiliche Xeiltruna Meld Seiet Geld Seiel £dfingfotl . 8.54 8.56 8,59 8.61 58.94 59.06 58,94 59.06 Prag . . . 12,47 12.49 12,44 12,49 Budapest . . 73.28 73.42 73.28 73.42 Sofia . . . 3.072 3,078 3.072 3.078 Holland . . 170.78 171,12 170.78 171,12 Delo . . 92.61 92.79 92.61 92.79 Ropcnbagee. 93.11 93,29 93.01 93.19 Stockholm 97.90 98.10 97.15 97.35 Von Bon . . . Burnoi Aires 16.46 16.50 16.49 18.53 0.978 0.982 0.978 0,982 9?eunod 4.209 4.217 4.209 4.217 Brülle! . . 58,94 59.06 58.94 59,06 Italien. . . Pari, . . . 21,83 21.87 21.83 21.87 16.61 16.65 16.61 16.65 Schweiz . . 82.52 82.68 82.52 82.68 Spanien 37.66 37,74 37,66 37.74 Danzig - 83.22 83.38 83.22 83.38 Japan 2.058 2.068 2.058 2.062 Rio de Ian.. 0.255 0,257 0.255 0.257 Iuaoflawie». KthaboB 7.473 7.487 7.473 7.487 14.99 15.01 14.99 15,01 Aranksurtcr Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. TI., 26. Okt. Auftrieb: 1466 Rinder (309 Ochsen, 177 Bullen, 493 Kühe, 426 Färsen), 596 Kälber, 183 Schaff 5063 Schweine. Es würben notiert: Rinber: Ochsen: vollsleischige, ausge- mästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 36 bis 39 Mark, (ältere) 32 bis 35, sonstige vollsleischige (Jüngere) 27 bis 31; Bullen: jüngere, vollfleischige, hoch- ften Schlachtwerts 28 bis 32, sonstige vollsleischige ober ausgemästete 24 bis 27; Kühe: jüngere, voll- fleischige. höchsten Schlachtwerts 28 bis 31, sonstige vollsleischige ober ausgemästete 24 bis 27, fleischige 18 bis 23; Färsen (Kalbinnen, Iungrinber): voll- fleischige, höchsten Schlachtwcrts 35 bis 39, vollfleischige 32 bis 34, fleischige 27 bis 31; Kälber: beste Mast- unb Saugkälber 43 bis 48 mittlere Mast- und Saugkälber 39 bis 42, geringe Kälber 33 bis 38; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthammel (Wcidemast) 30 bis 33, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel unb gutgenährte Schafe 25 bis 29; Schweine: vollsleischige von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 46 bis 50, von etwa 200 bis 240 Pfund 45 bis 49, von etwa 160 bis 200 Pfund 40 bis 47 fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund 35 bis 43 Mark.^— Marktverlauf: Rinder schleppend, Ucbcrftanb, Kälber unb Schafe ruhig, ausvcrkauft, Schweine mittelmäßig, geräumt. frankfurter Getreidebörse. Fra n_f f u r t a. TL, 26. Okt. An ber ©etreibebörfe roar bie Stimmung zu Beginn ber neuen Woche zwar ruhig aber stetig. Das Angebot hielt sich in mäßigen Grenzen unb war für bie schwache Mühlennachfrage vollkommen ausreichend. Obwohl vom Ausland feste Tendenz gemeldet wurde, übte man allgemein stärkste Passivität Die Preise für Brotgetreide lagen gegen die Borwoche ziemlich behauptet. Recht feste Tendenz dagegen hatte ber Futtermittesmarkt 6. Inders Kleie wobei bie plötzliche falte Witterung unb das knappe Angebot infolge des geringen Mühlenanfalls bis zu 0,50 Mark höhere Preise bezahlt wurden. Auch Futtergetreide unb ölhaltige Futterartikel hatten feste Marktlage, sowohl in prompter als auch in späterer Ware. Das Mehlgcschäft verlies weiterhin schleppend. Roggenmehl war etwas besser beachtet. Es wurden notiert: Weizen 258.50; Roggen 215 biS 216; Sommergerste für Brauzwecke 175 bis 177,50; Hafer, inländischer 162,50 bis 170; Wei- »enmehl. südd Epez. 0 mit Austauschweizen 36 vis 36,75, dasselbe, Vondermahlung 31 bis 34,15; Weizenmehl, Niederrhein., mit Austauschweizen 36 biS 35,50. dasselbe, Sondermahlung 34 bis 31,75; Roggenmehl 30,25 bis 31; Weizenkleie 8,60 bis 8,75; Roggenklcie 8.75 bis 9.00; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 31 bis 37. Linsen, je nach Qualität für vpeisezwecke 25 bis 53; Heu, südo., gut, gesund, trocken 5,00; Weizen- und Rog- genftroh. drahtgepreßt 3 25 bis 3,50; Weizen- unb Roggenstroh, gebündelt 3,25 bis 3.50; Treber, gc- trocknet 12 Mark. Tendenz: stetig. Oberbeffen. Landkreis Gießen. )l Lich, 24. Oft Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurde die sterbliche Hülle des an einem Herzschlag verstorbenen Arztes Dr. Fritz Schaad auf dem hiesigen Friedhof beigeseht. Rach einem Ehorlied des Roitzschen Männerchors. au dessen Gründern Dr. Schaad zählte, und nach der Grabrede des Pfarrers, Dtiftsdechanten Kahn, wurden mit Rachrufen zahlreiche Kränze am Grab niedergelegt, so u. a. vom Kriegerverein, der Schuhengesellschaft, dem Geflügelzuchtverein und vom Turnverein. Für den Provinzialverein der Aerzte sprach Dr. med. Roth (Lich), für den Altherren-Verband der Gießener Verbindung „Adelphia" Qberstudiendirektor a. D. K i f s i n g.er (Darmstadt). Die aktive Verbindung gab durch ihren Vertreter ihrem Alten Herrn Band und Mühe mit ins Grab. Mit einem Schluhchor sand die Trauerfeier ihr Ende. Preußen. Kreis Wetzlar. # A tz b a ch, 24. Oft. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung stand der Bau der Kleinkinderschule wieder zur Beratung. Rachdem nunmehr der zwischen Zivilgemeinde und Kirchengemeinde abgeschlossene Dertrag genehmigt ist, soll mit dem Bau sofort begonnen wer den, damit der Rohbau in diesem Herbst noch fernggcftcHt wird. In dem vorerwähnten Vertrage ist vereinbart, daß die Kirchengemeinde das Baugrundstück stellt und die Zivilgemeinde Gebäude und Umzäunung errichtet. Die Baukosten einschließlich Verzinsung und Tilgung von Anleihen, die Nnterhaltungs- kosten des Gebäudes, Versicherung. Steuern, trägt die Zivilgemeinde, die Kirchengemeinde unter Mitwirkung des Kindergarten-Vereins kommt für den laufenden Betrieb des Kindergarten-, insbesondere für die Besoldung der Kindergärtnerin, auf. Die Kirchengemeinde ist verpflichtet, den Kindergarten dauernd zu betreiben. — Die Vertretung nahm ferner Kenntnis von einem Schreiben des Bürgermeisters, daß wegen starker Belastung der Gemeinde durch die Krisen- und Wohlfahrtsfürsorgekosten daS Geld für die diesjährige Holzfällung im Gemeindewald kaum aufzubringen fein dürfte. Die Vertretung will die Werbungskosten dadurch senken. daß Fichten- und Kiesern-Rutzholz nicht geschlagen wird. Erweitertes (Schöffengericht Gießen. * Gießen, ben 23. Okt. Ein Arbeiter, dem von einer Margarinefirma bie Verteilung ihrer Mar- ?iarine für einen bestimmten Bezirk gegen einen eiten Wochenlohn übertragen war. hatte ben Ge- |d)äftsbebingungen zuwibergehanbett. Wahrenb bie Firma sich verpflichtet hatte, bie ben einzelnen Äun- ben ausgehänbigten Sportarten, nachdem biese mit ben beim Einkauf von Margarine gleichzeitig ausgehänbigten Sparmarken oollgeklebt waren, burch Zahlung eines bestimmten Geldbetrags einzulösen, hatte ber Angeklagte einige Sparkarten mit Marken geklebt, bie er verbotswidrig ben ihm von ber Firma gelieferten Markende st and entnommen hatte. Außerdem unterschrieb er unbefugt Sparkarten mit Namen von Kunden, ohne deren Wissen und Willen, die er unter Verschwel- S dieses Umstandes an bie Firma gab, um ben ifungsbetrag ausgezahlt zu erhalten. Das Gericht erblickte in dem Verhalten bes Angeklagten eine schwere Urkundenfälschung in Tateinheit mit versuchtem Betrug unb verurteilte ihn unterZubilligung milbernber umftänbe zu 1 M o - na t Gefängnis. SJi.-tfporf Zußball ber Gießener Mannschaften. Die Fußballspiele des gestrigen Sonntags brachten verschiedene Ueberraschungen. Auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 aus dem Trieb standen sich die Ligamannschaften der Epielvereinigung 1900 und des Sportvereins Wetzlar im Verbandsspiel gegenüber. Das Treffen endete unentschieden 1:1. (Halbzeit 1:0 für Wetzlar.» Der Kampf wurde wenig schön geführt, die Wetzlarer trugen eine harte Rote in das Spiel, die im Verlauf des Kampfes zu wenig erfreulichen Intermezzis führte. Dor diesem Spiel trugen die ersten 3u- gendmannschasten von 1900 und Eintracht (Frankfurt) ein Privatspiel aus, das mit einem überraschenden, wenn auch knappen Sieg der Gießener endete Rach einem vorbildlich geführten Kampf blieben die 1900er mit 2:1 in Front. Die zweite aktive Mannschaft gewann gegen Ehringshausen ll 4:1, die Lehrmannschaft konnte gegen die erste Mannschaft von Rieder-Weisel auf des Gegners Platz ebenfalls mit 2:1 den Siege.r stellen, das Spiel der 4. Mannschaft gegen Steinbachs Zweite endete mit einem Ergebnis von 2:1 für die (Siebener. Das Handballspiel, das Lokal- derbh zwischen der 1. Handballmannschaft der Epielvereinigung und der 1. Elf des Turnvereins 1846 verloren die Blauweißen erwartungsgemäß mit 3:8. Die Liga des VfB. bereitete ihren Anhängern eine herbe Enttäuschung. Die Grünweißen mußten eine blamable Riederlage einstecken, die man niemals erwartet hätte. Germania Fulda, der Gegner, der sich in ausgezeichneter Form befand, konterte die Grünweißen mit nicht weniger denn 10:0 Toren nieder. — Die Ligareserve mußte eine unverdiente Riederlage von 2:1 Toren gegen die zweite Mannschaft des Sportvereins 'Wetzlar hinnehmen. Die 1. Jugend blieb gegen die 1. Jugend des DfR. in Lich mit 3:2 siegreich; die 1. Schüler gewannen gegen die 1. Schüler von Steinbach 2:1 und die 2. Schüler konnten gegen die 2 Schüler von Tum- und Sportverein Wieseck auch einen Sieg (4:1) landen. Hußball in Hessen-Hannover. Die insgesamt acht Spiele des Sonntags brachten wieder einige Ueberraschungen, von denen vor allem die 3: 1-Riederlage Sport gegen Göttingen 05 zu erwähnen ist. Gleichfalls unerwartet kommt das magere Unentschieden von Hermania gegen Tura Kassel (1:1); auch damit, daß Groß- Allmerode die Ep. Dg. Göttingen mit nicht weni- ?cr als 3: 0 schlagen konnte, hatte man allgemein aum gerechnet. Hessen Hersfeld konnte nur einen knappen 2:1-Sieg gegen Rortheim landen, wo- flegen Spielverein Kassel mit verstärkter Mann- chaft gegen Einbeck hoch mit 5: 1 gewann. In der Südgruppe standen nur drei Spiele auf dem Programm, von denen der haushohe 10:0-Sieg Der Fuldaer Germanen über den VfB. Gießen am meisten überrascht. In der Rordgruppe führt jetzt SE. 05 Göttingen mit 29:9 Toren und 14:2 Punkten vor Hermania Kassel mit 12:4 Punkten, ein Spiel im Rückstände folgt an dritter Stelle Sport Kassel mit 11:3 Punkten. In der Südgruppe liegt Borussia Fulda mit 12:2 Punkten vorn, gefolgt von Germania Marburg mit 11:3 und dem Bezirk-meister SE. 03 Kassel mit 10: 4 Punkten. punfffämpfe in ber Gruppe Main. Eintracht beendigt die erste Serie ungeschlagen. Die Eintracht Frankfurt hat bie erste Serie ber Berbanbefpiele ungeschlagen beenben können Sie führt heute vor dem Tabellennächsten, Rot-Weiß Frankfurt, mit drei Punkten Vorsprung und es ist kaum anzunehmen, daß bem Mainmeister bieser Vorsprung noch streitig gemacht werden kann. Der l:0-(l.-0-)öieg ber Eintracht über Nieberrad war Zwar recht glücklich, ber Meister hat aber immerhin an biesem Tage seine Tabellenposition verbessern können, benn einer seiner schärfsten Rivalen, ber FSts Frankfurt, fiel burch eine 1 2^0:l-)Nieberlage in Bieber weiter zurück. Die Bornheimer müssen sich nun sehr dabei halten, wenn sie wenigstens den imriten Bfnh machen wollen. Vorläufig yält Rot- Weiß diesen Platz, die Bockenheimer behaupteten ihn durch einen schönen 4:0-(l:0-)Sieg über Griesheim. Westdeutscher Zußballsieg. Ostholland mit 5:0 (0:0) geschlagen. Trotz der glatten Niederlage, bie Westdeutschlands Fuschallelf am Sonntag zuvor in Breslau gegen Südostbeutschland bezogen hatte, fanben sich am Sonntag auf bem Platze bes Düsselborfer SE. 99 zum trabitioneUen Freundschastssoiel Westdeutschland gegen Ostholland 18 000 Zuschauer ein. Die Massen hatten die Freude, bie wesentlich umgestellte westdeutsche Elf in guter Form zu sehen und einen hohen 5:0-(0T-)Sieg zu erleben. Die technisch überlegenen, viel besser zusammenspielenben Westdeutschen waren schon in ber ersten Halbzeit onangc- benb, jeboch verlief biese Spielphase torlv Nach ber Pause erlahmte jeboch der Widerstand d t Holländer unb in ber elften Minute fiel auch bei erste Treffer. Kobierski (Düsseldorf) legte eine Vo läge von Hochgesang (Düsseldorf) vor unb Euler (Äl. •) brückte ben Ball ein. Bier Minuten später schotz Euler nach guter Bebienung burch Hochgesang den zweiten Treffer. In der 25. Minute erzielte Kobierski nach Vorlage von Euler bas dritte Tor. Abermals zehn Minuten später lenkte der westdeutsche linke Läufer Franke (Aachen) den Ball zwischen die Pfosten. Kurz vor Schluß fiel noch ein fünfter Treffer. In der westdeutschen Elf war Hochgesang als Mittelstürmer der beste Mann. Nach ihm ist ber Halbrechte (Euler zu nennen. Die Läuferreihe Franke- Münzenberg-Ianes genügte ben Ansprüchen, bie Verteidigung Schröber-Busch batte nicht allzuviel Arbeit, sie zeigte aber vor ber Pause einige Schwä- chen. — In ber holländischen Elf gefiel vor allem die stabile Verteibiaung. Langenus - Belgien war ein ganz ausgezeichneter Schiebsrichter. Gerate-Weiikämpfe im Gau Heften. 3n Bad-Nauheim. Der Geräte-Wettkampf To. 1860 Bad - Nau - heim gegen bie lurngemeinbe Hanau unb ben Turn- unb Fechtklub Fulba enbete mit einem überlegenen Sieg ber Bab-Nauheimer Turner. Mit 718 Punkten vor Tgbe. Hanau mit 667 Punkten und T. u. Fechtklub Fulda mit 626 Punkten konnten sie den Kampf für sich entscheiden. 3n Großen-Linden endete der Gerätewettkampf zwischen den Turnvereinen Großen-Linden, Heuchelheim und Krofdorf mit einem Sieg ber Gastgeber. Mit 749 Punkten blieben sie vor Krofdorf mit 707 Punkten unb vor Heuchelheim mit 696 Punkten siegreich Der Kampf verlief sehr spannend. Die erste Begegnung, die vo» einiger Zeit in Heuchelheim stattfdnd, hatte auch Großen-Linden für sich entschieden. Kurze <5portm>ti$en. Möller unb Samall bestreiten entidjieben, daß zwischen ihnen bei der deutschen und bei der Weltmeisterschaft der Steher irgendwelche finanziellen Abmachungen getroffen worden seien, bie auf den Ausgang ber Kämpfe Einfluß gehabt batte*. Die >,Enthüllungen" eine« westdeutschen Blattes seien haltloses Geschwätz. Im Kunftturnerkampf siegte di« TG. Eintracht Frankfurt gegen die lurngemeinbe Eßlingen mit 540,5 Punkten gegen 526,5 Punkte. D- Esch e l b a ch, P o 1. M a n n h e i m, stellte mit 13,08 Meter einen neuen beutschen Rekord im Gewichtwerfen auf. München 1860 wurde mit 3290 Pfund Deutscher Meister im Mannschafts-Gewichtsheben vor dem Titeloerteibioer Siegfried Esten, der es nur auf 3145 Pfund brachte. Dabei mußten die Münchener noch mit Ersatz für den Olympiasieger Straßberger antreten. Hollands Olympisches Komitee hat jetzt seinen übereilten Beschluß, nicht an den Olympischen Spielen in Los Angeles teilzunehmen, rückgängig gemacht. 452 «6 00 E E B L (9 (9 e e :2_ 3 e EL) 51E = E AL 3 58 S) K.-5 6719 e b 3 p .— ,8 u. ir c «g-o> -3 E E •e E 3 E£ 5 T §£ = ZLi «Sa E £5 5° — E o 'S Ä m L) L E B 8 ■6" m m(9 3S g 6* es h» -Q CS3> 'S« M M E 5? -OE □ OCEIO'0'1'© E€.. 919 s *ti O “o’-g' AZ E C ■6'5 (9 :o 3 3 = 3KKÄL) L«SN zbSv £1919®: «ft SAS? ;E? GO >3 SP 19 ä — 3 »C-Q R s «ft 21 19 L> c. tz> A 3 CO 5(9 5- L 2 E E GQ 19 S) : 8 S) ----- -i: B K)e sH § E = b E m 8 c GQm 19 8 E E E-t» 3 a B«£-gg) 2 <3) E Mig E AA§ 3^19 c? 5C?AS A=SC?C? ^K- ö Q (9 H 3 ö) E * = K.S A g A e ■o-g B 2 L<9 5! E 8 m S t5 o ^"v-# Q h£ A S) e S=^ be2a 3 3 = 5 3 2-. to3 ^EZ e(9 sA E E •A E es 5 (9 E «L- 5 E a u 5^5 °(9 E-b 2E « E ä z 3.8'6' A Z^A A 55 5 E 3 -6'5; 24 A 5 o «(9 3 = 3 £ 14.12 3-5 55 c .: 5 = 5^ SB« E E 5 3 55 »? kSZ-E 5A G B E.b® 5« 3 ti Q 3 .3 3 5 B5.MH9 5 A ä 3 LnL B A 3 f gi %=2 Z4-O 3 Z = a «n E 5 ^B=S A ia 5 5 5p 5 3 5 H 4 Z 5 5 m 19 £ M 5 3<9 5 5 ©5 EL -Q E § 2Ä 3 E M 2 5 E 5; A " 19 22>° e Z E ® 3 44 5 5® W3 § 8 ff.. 2 E 3 = N E 3 8 '9 E 4ai: 3 3 GO” 2 A^ — 5— LE.ift 2 « M E 3 e Q 4 Eäa 5 a e 55 5 ° E :O 8 = »82§9 -5 5 M «ft ” 25 E 5 ZA 2D '5 3 5 3 61$) 3—35 3 g M cq. bEüp 8 5® 3 ö E 2 E tO E E a m 8 ‘5 E = =3 s E 5 -.4 = 5 E G? E E 3 ©5 3 GO Z2- 3.8 2, 5 E A (-5 3 Ä E eimer beha »sieg über B L E 5 <0 ■3 55 E „ A 5 § E 5 3.E 5*6 S 3 /= -3 - C'= --N 3’5 5 Z o «f? LA 5 u. 5- (9 3 i 5 Rfl .LS? K 3 »allsieg. geWageu. >e Weslbeutschlands in Breslau gegen , fanden sich am ifielborfer TT. 99 spiel ÜBWd)- schauer ein. Die entlid) leben AL <9-5 = !4| 3’3 E 2 6 19 Q o E " 3 M L.3L A 0 E = 5 E ■3-5 öS £Ä “9 ®O1 ^§5 = -.-3-5« A § 5l=i 3 cö- c 3 4 3 (9 5I=) = 5 55 S _ A «ä Z^-SZ EZA" c ES B M A5" 2 33 .6 'S .8 : g S e E(9 tx (9^ —' 3 E" -6 5 a a 'S 4 M C LZ ZNL3 5.E 55 AÖOO 5§ 55 !3 ä o 35 c 2 E o-® E3S ~ c Ea *5>=> g E ZW(9 E E S 05 8 & E .|2 E £ E 3 = A L E 58 51»= 05 ~5Ä5 :3 O 85-E5 o-25- to®HS .8 E - 2 Ac?AA E M 5?(9 e k 2: ^KZ-s 5 s ^5® 'S g® 5— = 5 Äu-«§ Q e _ g4^s c" -^A^EZ 3 S .819 5 «ft S? ~ — ^5 3 2 .819 5 4-4^9- a:—” a a e 5; ’.B « 5m 6 (9 «« 8 8 Em c t >0 8 M 0 m 2- 'ft E dem b darnjj xtt ?§Ä lichT°.>g Greins £kt >*J*Ä ibt j(. ^index, W Äft nicht ge. (9A:A6 ^§2 Haidzeit "vnanhe- i)aie torit Bach verstand d X chvi-- jiti auch bei erste egte eine Bo tage und Euler (SU.-1) nuten später schad rch hochgeiang den re erzielte Kobiersli tue Tor. Wemals ■ westdeutsche link Ball zwischen die noch ein funjier ar hochgesanl, als Bach ihm >st der Löuserreihe yranrc- n Ansprüchen, die alte nicht allzuviel Jaufe einige 64»J F[f gesiel vor allem us-Belgiens srichter- 6au6* W 8 ad - Bau ' ftanau und den Lit-iW« r Turner. M- 18 cR7 Punkten Punkten konnten Pe MAS *%4 »7, C!l " 5 c 1 =58"=s 3 0 2 Ö-J - E o 5- is5® -3-x. E 5 §s= = .!=■§ 5®" . 5 . ■gt: f§ S.E= iO’"' >- .— E 55 3 M cs B ■“ fc ^2E 3 2 |^| Ü.Ecü ’4= | _ M »•» 3 g 2 'm *Q EEe‘g2 8 c B X5-2'6'45-°.'E'm 8 fSgip g--E E19@S m Eg = 2ESi^(9'E g-;E «=•' E a .eSe 5 «« M o >g® J 5 3 K UA CT> K5A. E c w s _^es 3 cu » e: o E 5^5 O o Ju o itr u“5 x E — 5 E*5__ - _ is^s» 9 A fl3 O 2 o5J£)S LD(9 a m C E’e'SX — s = ^Sg°S Was • bS ScQsR- »•= ?b!" ■3 3 ° o p *ssä 5 M .5 «ft 3 4=5: Ift '*— 8 . M 5J_-8 g B5U b5o u5oö Z M 5 c 5 ,O|5UV 28- q'qGO 9 8 B , O«v- Z.8ZAL4Z.I.8 AA : :lflö g ^’9 5-ES E \Ä*** Punkte- stellte mit 5§ - :Q jq- «ft 55 §11 * Oc 5§ § ;2Bc 8 — 0 . —. — 3 in xs- T3 Epou. o O E - 8 q-82.- » Q k-i ö C O ER 'm ä 3,<3 3 3 = S'ä"S| = ZZZZstzZ e «SJd e 055 8. 5 o.S gl9 . J15 3 3 ®* g go ■8- M E ’p E —-- C C c Isis? mo Hl«”6 S’i Ä*ii ea_| ^-^'3 'S o)q LZZZ^^_ E m E £5 8,5 n^r3 O 3 8 I «s 1" a« m5(S-o «O M t- "g M X3 :3 m o=5 . " -s — M — E 3 ESE ■E25 A^ "■CE •—- — rf=- QM EM A® 55 E So MQO MO m E 3 >3 uLo 5»«th«5a sa ^>-0; 3 = E eB- o 564^L5K: 4(9L^='2^M 8 M ~ ----- ipK .5m hF i;a‘ ex>5 — - “SW id=4h e et * °«5-8 3 e _, 8^. m E . 5—5 5 'n m 5.5'—"5-5 x 3 LA 3^(9(9^ 8 55 DA C7 :>? b 8 - - =5 * 5°C7 Z§8 M to 2 8 B ti einen 2 E E = A E E 8 B E P a 0 B B E E 8 E 8 55 E «ft c B «ft 3 8 «<9 *n r- _ o® O 2 E E E «b 35' es-' - Eu 6) B Z % 8 8 s s 8 - Ci) 3 5 H A 1* 3 AS H o 3 5^3 8 - 3 8 cs c •t> E: CT _ k» »5 3D ** 3-'S 1 c-a ^3 er.—- o —■— _ o 3- — - cz s a-7 c = ?3>3 :1; - ® 3 E> er "- -1 3 e r™ = *1 6) ” *• ea •— C.:" S E 2. es “Sä 2ZU s 1 3 O K 6)~ o — CT er 3 er *5 - 3 & 2__r-5 3-O" G Zmk 3-3- ® D ff o •—'re "» 3 3‘? 23-6)5- re o.E 9 =■— 2.1?’ d o e 3- O 3 2. =-O:-Z 3 3 H„ tiii O,t8 5 ” ■-S I 1 n t-rV o «-2.0- o SZ-- = 5 2^8 O-tiSo-3 1. r* x so— c-a — 3 3 3 -«o. 2 ZLer^E 3 ^zf3 er -S= = re -.3 Z-H-6)3» o=l* q 3 3 £. 2 5.|h 3 c 2. re ®! 3 3 1 23 -.5 3 c 2. er 3 2 3_ = 6) (B «? Äs’1 1 — E — 3- 3 re -’S -1 ^ — S'* “ -G * - o a =-— i = _§ —« -3" 5 "5* -S A-2.Z- g-zä ~ 1 m°ZZff« >8=^3 ° — s re U 2 2 — s 2 2. 3 3 '33 '—" "- ö 8 8 B 8 8 8 5g 8 3 2. 3 E an 3 er 3 l» 5" 3 E O* 3 3 er re E 3 5" 3 3 3 er S 3 D G3 D 3 3 8 3 3 "El £*S. 5 = 3 er o 5- 11 »3 3 a*” El E TT ~' 5 re er — ts = 2.6) 1__3 O: 3* ? 3 q 35' -I« « 2 re 2. 3 — 8 re er re 5ö E H "5-8 O . O 3 -1 3 — -C ” » 8 3 3 er E re 3 5§ 3. ' ■SS “z 5 s- er-* £ 3 8 g 3 =- H- 5 2' 62re »re u> 3 E 3 arS 3?Z 8 Ws X® F ög re 3 I 3 LL> 3 2 = o _. CT — re 5 8 er 2 3 s CP E:»tS «33 -i 2.E: 3 O 5 L«i O: 3. 8 :tf Hs- P=E* ■ -Ö s ■er 3 3 — 3 2.CP 3 er F2 E 3 sg er 8 SB» -GL-Z- . ° _ 8^3. IZ . 3L C 3 er re' S' „BO 2.» 3 3* er — 3 ZL C’E; 3:' 3 A» er er s -=j 3 3 3 3 <3- — c er re 3 - SZZ <3" — ■t*“3 «ffv '»'iE — 3 8* 2 s: er - ’ re 52 ° 2 8 — <»££ — o-G q 2.5, o ?rtt 'ä'G-sr =,=*• ?33 JZ--ZL 2 3 —• 3 0 0'—^ cs —2 L»Z» T G ” 3 2.« Z8Z = 3.3. ZzH 3 3 3 ■ 5 ■ Of fi g’Sä® El? S.sti|5 'D 3C-S-2. or ’** ö§ 3 6) "'3 2 2.3- 0 "3" ~ 2 er 3 “3 er Z- *» _.E <3- T; »2.= /- c q '6)2 - »3»-.5‘ Eo* = 3 er o Ge-° e er i ff- 2.V-Z G^nElo 8Z'_ ,5 •c.'o S-3 2 l^oZ - -, F 3 — "3 _ .- i» er r» E E?=M 5 E w”S. 2 G 3 *» 3 rfsa? 3.’ äS" s U3 1- 8 X —» S L«E | _ —X‘ °:—,SD 3 S O* 3 f» o E 'n —x» 5"3 S*®1 F f"3 3 6)3 -9- g aS"b ?§3 3 o o — 3 0 o _ O* ors cf. ». 2-3 ’n y T^aisSS 3 i'ö&3 £S«?& >§gk... - S O »-1 3 0,5 f 3 o*Sis5'tS eSxz^SS3-^- ** 0 S g er X >r' fa«as.i!§ ~ A — 5--A q er 6< S' 3 ». 3 ir> 3 E 3 •JO e r £S3 L- O: L 18 ?3 3 s — EG'» T? 3 JT K8ä — O Are . _ q 3 3 3 q D: ” E o 3 — - Q » o» re o «* 3 2 3 3 5'A 2. E gq»3 3 L e= »-E Eni 2 2 ZK5.Z e B re’ 2- 3 s 8 8 3 5 6) » »■* 'n C •n o A3 B " 5"e ^E 9.3 @25 — re = Z 2.3. s2 2^ c, — re er -69 , B S- 3 _.»E er— a , 0 tfWJr. re e® 5 ., Gl re a 0 El —GA B. — .e5E3S-re^?5:z sW’ES w 5.G -3- 3 q •» re 3 3-L"I--c . a — K-. — — Q u> 2 8 5 5' S"»'» g ■ • ZS' 3 3 er er •» q G er A G __ 5—. a 2.J2. ~ 3 — Je 2.3 =??=•? X=E3§3 ^»„q H.3 ZS o?- 2 8 s o •S» 3 G 3 ö er« — —■ re .3, CS 5 5 gE re • :n er Cc^. ”$5)5 re« 3’ rg-?sf ti ’ re 61-3-XZ «l-a^l-^-36363 3E3Y583E?» er" g _ q er—re o C G t=Gre * O 3 ~ 3 3 O: -cre.- 6)2. 3 _ 3 C“ ® 5 re re rv §iZ E 2 er 3 3 E 8 8 B z 3 3- B E 8 B w? sB» *3S- •0-3 B _ S re— o; er 3 re re 3 er re = 3 = er er _®re = BO 3 3 •GB3 Er u> 8 8 = B 3 — — ” cogAi 3 3 = 5 3 s « A 2. * O 3 E-E tS 2AEE Z• le t« IN 15? 5 5 A2 z Ze 3 - GB. • öl ff » a- •= 3 3 " ® K8 3 2 — 2-= ä 5 ZS B ~ Q; ?=5 e = B I ÄS E re re _« er 0 5 EG El3“ re ö _ 5 ' äBs 3 Z — fi ö ?SZ-S- S =- n ,_c AS n re. Iff3- 8 ZZ-L S.TS?d9? Ä Hn das ;l( flWfltl* 1 «r-Jrtrtl“."!* n w änranfl. y***2 • ij D :ö Qtoerbetre Ni gemein Unternehm' Nitqliedes. Lui den bt gewcrdelchem^ -Sudieite dte werden. Photogropk und dbgefteoip abgdöft und Ji oorgdtgt werd« ffiir mache« qcwerbeschetne abgegeben und ftempek und Wandergewerbe Sie wollen hinauf bcfonbei nidjl mehr am 5 ;m.I)oII werdet Khcr; wedlos. Pie Anträgt Jcrwulor? balt ichein Nachsuche eher Bildwerke Aamensuntersch dem Berzeichnis Dill ein W' mit sich führen, de- Ortes als Schein beantra Bei der An ^um Ablauf di nvrsiandes für geftellte Besch Vandergewerb Wandergew Besitze eines 3 nnh ne des neu ur.yulutzen Vc treibenden feit cdjeine vorge! her Anträge 1 Falls war Drjember 193 ersten Seile c Hat der ! 2hrer (Hemeir tichkeit mißbrc 9-ichloffen erfi WoHnort- fefi: ichein erteilt n £it Scania ’u vollziehen, ftellung oermic unterbleiben, es ^orMchmtzn. I •‘■ani q *m h I 4 a r i n i. . ’t r* i H‘*a A ■:»Ofhnn»nfl. ?unaum«ieBl re?’™ b ?rt den, Aeichspi J’inmen. Ar 9"ung h« itali ■ U0?' und !|ber hlS -ln da I frrt;^^ ^n6ig ■JäL?- ®ci Ausflug eri,il|g lei, «nbe, n«d nrti)trc^, durde >•25 M'L K '•Ä AW