Nr. 21 (Elftes Blatt 181. Jahrgang Montag, 26. Januar 1931 Erich» ini lügUch.lnltza Sonntags und Feiertag» Beilagen Die Illustriert, V letzen« FamilienblLttei Heimat im Bild Die Scholle ölonat$»8e$ugspreti: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfenntg für Träger, lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Zernsvrechanschttisse flnterSammelmimmer2251. Anschrift für Drahtnachrichten. Snjetger «setzen. Postscheckkonto: $ta*ffurtam Main 11686. GichcnerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühNsche UniverfilSIr vuch« und Stetaörnderet H. Lange in Sietzen. Schristleitung und Seschäftrstelle: Zchulftratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für le- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20“/, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.TKyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Dietzen Die Einigung über den Aalsbeschluß im RinderheitenkonW. polen zum Gystemwechsel gegenüber der deutschen Minderheit aufgefordert. — Der Rat erwartet im Mai Bericht. Unzulängliche Garantien für die Zukunst. Genf, 24. Ian. (BJIB.) Der Völkerbunds- r al Hai In feiner heutigen Rachnittlagssihung die deutsche Beschwerde über die Terrorakte in Polnisch-Oberschlesien, Pofen u tkö Pommerellen mit der Annahme des den Ratsmitgliedern vorgelegten Berichts abgeschlossen. Die Erledigung nahm nur kurze Zett in Anspruch, eine Aussprache erfolgte nicht mehr. Der Bericht besteht aus vier Teilen. Der erste Teil gibt zusammensassenb den Inhalt der drei deutschen Boten an den Völkerbund wieder, nach denen ein Bruch der Bestimmungen des Genfer Minderheitenabkommens, sowie der Bestimmun- mungcn des Schuhvertrages der polnischen Minderheiten vorliegt. Danach sei die deutsche Minderheit durch verschiedene Mittel an der freien Ausübung deS Wahlrechtes gehindert worden. Im zweiten Teil werden ausführlich die anormalen Bedingungen dargestellt, unter denen sich die polnischen Wahlen im November 1930 für die deutsche Minderheit vollzogen hätten, ferner die unmittelbaren Verstöße, die von feiten der Behörden gegen das Wahlrecht der deutschen Minderheit vorge- nommen worden seien. Diese anormalen Bedingungen und die Verstöße der Behörden hätten tatsächlich eine Verminderung der parlamentarischen Vertretung der deutschen Minderheit herbeigeführt. Die polnische Regierung habe nicht be st ritten, daß sich Zwischenfälle hätten ereignen können; sie weise jedoch darauf hin, daß die Wahlorganisation besondere Instanzen rechtlichen Charakters vorsehe, um alle Verantwortlichkeiten in der Ausübung des Wahlrechtes festzustellen. Aach Ansicht des Berichterstatters werde der Aat richtig handeln, wenn er eS im Augenblick vermeide, sich über die materielle Seite der ihm vorgclegtcn Informationen auszusprechen, sondern die p o l i t i s ch e S e i t e dieser Frage allein als von ausschlaggebender Bedeutung betrachte. Der dritte Teil des Berichts spricht von den unmittelbar gegen die Person oder das E'.gentum der Angehörigen der deutschen Minderheit in Polen gerichteten Anschläge und weist auch auf die Beschwerden des Deutschen Volksbundes in Oberschlesien hin. Wörtlich heißt es dann in dem Bericht: Niemand Hai bestritten, dah Vorfälle dieser Art sich abgespielt haben, und dah diese Vorfälle von einer Schwere und einem Ausmahe gewesen find, die den hinreichend gerechtferiigien Schluß erlauben, dah in zahlreichen Fällen die Art. 75 und 83 der Genfer Konvention verletzt worden sind. Die polnische Regierung hat unverzüglich hierüber eine Llntersuchung veranlaßt. Dies sind die ersten Feststellungen, die der Rat vornehmen muhte. Wie schon der Vertreter Deutschlands in seiner Rede vor dem Rat ausgeführt hat, ist das entscheidende Moment in dieser Angelegenheit das Verhalten der polnischen Behörden. Hier ist eine Unterscheidung anzuwenden zwischen den unmittelbaren Verantwortlichkeiten und der mittelbaren Verantwortlichkeit für die den Rat beschäftigenden Vorfälle. Die polnische Regierung hat uns dahin informiert, dah alle in der Petition des Volksbundes erwähnten Fälle Gegenstand genauer älntersuchungen gewesen sind. Infolge dieser älntersuchungen seien 125 Fälle den Gerichten überwiesen worden. In 23 F.llen habe der Staatsanwal. ös^entliche An.l.g: erhoben, und hiervon seien wieder bereits in ze^n Fällen Urteile der zuständigen Gerichte ergangen. Gegen 17 Beamte seien Disziplinarverfahren eingeleitet und neun von ihnen sei eine Rüge erteilt worden. In 83 Fällen von geringerer Bedeutung sei die älntersuchung noch nicht abgeschlossen: in 41 Fällen hätten die Behörden das Verfahren aus verschiedenen Gründen eingestellt. Der völkerbundsrat nimmt von diesen Maß- nahmcn der polnischen Regierung Kenntnis. Andererseits Hal der Rat den Wunsch, vor seiner nächsten Sitzung von der polnischen Regierung eine vollständige und genaue Darstellung der Ergebnisse zu erhalteu, die die hinsichtlich der verschiedenen Fälle angcordneten Untersuchungen, ebenso wie die infolge dieser Untersuchungen eingeleiteten Sanktionv- und Lntschädigungsmahnahmen gehabt haben. Die eigentliche Stellungnahme des Völkerbundsrats enthält der entscheidende Teil 4 des Berichts, in dem es heißt: Ich möchte zunächst die große Bedeutung unterstreichen, dah in Gebieten, wie der Woiwodschaft Schlesien, alles vermieden wird, was direkt oder indirekt die Gemüter erregen oder die Leidenschaften aufreizen könnte. Es versteht sich von selbst, dah sich hieraus für die Behörden besonders schwerwiegende Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen ergeben, die ihrerseits eine gewissenhafte Beachtung der Minderheitenrechte und ein weitgehendes Verständnis erfordern. Es dürfte besonders notwendig fein, dah keine Behörde, welche sie auch fei — und je höher die Behörde gestellt ist, um so gebieterischer ist diese Verpflichtung — sich dem Verdacht aussetzen darf, sich an politischen Streitigkeiten zu beteiligen, besonders wenn diese einen die Minderheit berührenden Charakter tragen. Andererseits ergibt sich aus den Dokumenten, die dem Rat unterbreitet wurden, und aus den Debatten, die in diesen letzten Tagen stattgesunden haben, der Eindruck, daß der sog. „Aufständischenverband" von einem Geiste beseelt ist, der sicherlich nicht geeignet ist, die Annäherung zwischen zwei Elementen einer Bevölkerung zu erleichtern, deren friedliches Rebencinanderteben eine Vorbedingung der politischen Konsolidierung in diesem Teile Europas darstellt. Es liegt auf der Hand, dah in den Gebieten mit einer gemischten Bevölkerung, wie in Oberschlesien, keine Vereinigung mit ausgesprochen nationalistischer Tendenz in dem Sinn privilegiert sein dürfte, dah die» den Interessen einer Minderheit Abbruch tun kann. Um dieses Ziel zu er- G e n f, 24. Jan. (Täl.) Der vom Völkerbunds- rat angenommene Bericht über die Vorfälle in Oberschlesien wird in den beteiligten Winder- heitenkreisen formal als eine tragbare □Regelung angesehen, jedoch hängt die entscheidende Beurteilung der Stellungnahme des RateS davon ab, wieweit die polnische Regierung die ihr auferlegten Verpflichtungen durchführt und der Rat auf feiner Maitagung die Durchführung dieser Beschlüsse kontrolliert. Der Bericht weist allerdings nur in verklausulierter Sprache auf den Woiwoden GraczYnski hin, indem er erklärt, dah gerade die höchsten Behörden sich strengste Zurückhaltung in allen politischen Kämpfen auserlegen mühten. Der Aufständischenverband wird dagegen als solcher ausdrücklich erwähnt und seine Tätigkeit scharf verurteilt. Weiter fordert der Do- richt Beseitigung der Beziehungen zwischen dem Aufständischenverband und den Behörden. Auch hierüber muh die polnische Regierung im Mai Bericht erstatten. Man erwartet, dah Polen hierbei Mitteilung von einer Aenderung in der Stellung des Woiwoden von Oberschlesien machen wird. Die sofortige Absetzung des Woiwoden ist von deutscher Seite nicht verlangt worden, da eine solche Forderung zweifellos unter Hinweis auf die mangelnde Zuständigkeit des Rates zum Eingreifen in innenpolitische Rechte eines Landes abgeleynt worden wäre. Die deutsche Abordnung stand anfänglich vor der Wahl, entweder eine Erweiterung des älntersuchungsverfahrens über die Vorgänge in Oberschlesien durch Anhörung Calonders und Einsetzung eines internationalen Untersuchungsausschusses zu fordern oder eine sofortige und grundsätzliche Stel- lungnahmedesRates herbeizuführen. Die Abordnung hat sich dafür entschieden, von dem Antrag auf Einsetzung eines Ausschusses a b - zusehen, da der Ausgang einer solchen Untersuchung zweifelhaft gewesen wäre. Die Abordnung hat vielmehr entscheidenden Wert darauf gelegt, dah der Rat bereits auf dieser Berlin, 25. San. (TU.) Zu dem Ergebnis der Genfer Oberschlesicnverhandlungen nehmen vorläufig nur wenige Berliner Blätter ausführlich Stellung, die übrigen bringen aber ihre Ausfassung in Genfer Berichten und in den Ueberschriften zum Ausdruck. Die ,.G e r m a n i a" (Zentrum) hebt hervor, daß die Schwäche des Berichts ohne Zweifel darin liege, daß er die Durchführung der Sühne und der Wiedergutmachung für die geschehenen Uebeltaten in die Hände Polens lege und damit die Loyalität der polnischen Behörden voraussetz c. Das Blatt bedauert es aufrichtig, daß es nicht möglich gewesen sei, greifbarere und eindeutigere Ergebnisse, vor ollem bezüglich der Garantierung der Zukunft der Minderheitenrechte zu erreichen, meint aber, daß ein hundertprozentiger Erfolg angesichts der Lage der Dinge kaum zu erreichen gewesen sei. — Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" (Dolks- partei) hebt hervor, daß die Schlußfolgerungen aus der durch den Rat festgestellten Derletzung der 23er- träae durch Polen unklarundunzureichend seien. Die selbstverständliche Niederlage Polens dürfe man nicht gleichsetzen mit einem deutschen Erfolg, reichen, und mangel» eine» anderen Mittels dürfte deshalb ein Interesse daran bestehen, dah die polnische Regierung die notwendigen Maßnahmen trifft, um die besonderen Bande aufzulösen, die zwischen den Behörden und derartigen Vereinigungen bestehen können, welche eine politische Aktivität entfalten, wie sie soeben beschrieben ist. Es ist in jedem Falle unerläßlich, daß man bei der deutschen Minderheit der Wojwodschaft Schlesien wieder ein Gefühl des Vertrauens erweckt, das unglücklicherweise tief erschüttert zu sein scheint und ohne daß sich zwischen Minderheit und Staat nicht die Zusammenarbeit Herstellen läßt, die die Verträge und die Resolutionen der Völkerbundsversammlungen und des Völkerbunds- rots als eine gebieterische Pflicht sowohl für den Staat, wie auch für die betreffende Minderheit hin- gestellt haben. Der Rat wird bestimmt zu gegebener Zeit vor seiner nächsten Session von den Entschei- düngen, die die polnische Regierung zu treffen für richtig gesunden haben wird, Kenntnis zu nehmen wünschen. Tagung zu einer allgemeinen Stellungnahme und Verurteilung der polnischen Regierung kam. Aus die Vernehmung Calonders ist unter diesen Tlmständen verzichtet worden. Die Entscheidung des Rats stellt somit im Sinn« der gesamten deutschen Minderheitenpolitik nur «ine erste Etappe dar. Auf der Maitagung bietet sich von neuem die Möglichkeit, die Interessen der deutschen Minderheit in Oberschlesien wahrzunehmen. Die Verlesung des Berichtes hat allgemein einen nachhaltigen Eindruck hervorgerufen, da zweifellos aus ihr eindeutig der außerordentliche Ernst der Lage in Oberschlesien, die Verletzung der Minderyeitenverträge und die Schuld der polnischen Regierung hervorgehen. Dieser Eindruck wurde weiter verstärkt durch die Erklärung Hendersons, die auf eine Rücksprache mit dem deutschen Außenminister zurückgeht. Cur- tius hat entscheidenden Wert darauf gelegt, daß 6er Präsident des Rates seinerseits zudem Bericht Stellung nimmt, um den Eindruck zu vermeiden, als ob es sich lediglich um eine deutsch-polnische Angelegenheit handele. Henderson stellte dann ausdrücklich fest, daß es sich nicht um eine deutsch-polnische Angelegenheit, sondern um eine internationale und Völkerbundsfr a ge von schwerwiegendster Bedeutung handele. In der Erklärung Hendersons, dah der heutige Bericht den Anfang einer neuen Regelung des Minderheitenschutzes darstellen müsse, sieht man den Hinweis auf die unvermeidliche Revision des gesamten Minderheitenverfahrens vor dem Rat. Auf deutscher Seite wird der Bericht des Rats als eine befriedigende, wenn auch keineswegs voll befriedigende Regelung angesehen. Der Bericht gibt jedenfalls den deutschen Minderheiten in Oberschlesien eine sofortige Genugtuung. Die 'Verhandlungen vor dem Völkerbundsrat über die Lage der deutschen Minderheit in Ober'chlesien haben nunmehr vor der gesamten I Weltöf entlichkeit auf das schärfste die unhaltbaren Folgen der Grenzregelung im Osten nachgewiesen. der mit anderen, als Genfer Maßstäben zu messen sei. — Die „Berliner B ö r s e n z e i t u n g" (kons.) sogt, die Kundgebung des Völkerbundes fei das aller m i n b e ft e, was das deutsche Volk und die deutsche Minderheit in Polen zu verlangen hätten. Die Hauptsache stehe noch aus: Die Frage sei noch unbeantwortet, ob das moralische Gewicht des Völkerbundes und seines Urteils stark genug sein werde, um Polen zu veranlassen, alle Konsequenzen aus dem Urteil zu ziehen und die Methode zu ändern. — Die „Deutsche Tageszeitung" (Landbund) weist darauf hin, daß die Frage der Garantien der schwächste Punkt in der Entscheidung des Rates sei, gegenüber einem Staat wie Polen genügten diese Garantien nicht. — Der „L o k a 1 - A n z e i g e r (Hugenberg) schreibt, die Empfehlungen des Dölkerbundsrots an Polen seien Papier. Was Polen mit diesem Papier anfangen werde, könne man sich schon ungefähr oorstellen: Ein Schaugericht, das noch mächtig viel aussehe, das aber nicht für den Konsum bestimmt sei. — Die „Deutsche Zeitung" (deutschnatt.) schreibt, Deutschland habe sich mit Hoffnungen auf die polnische Vertragsfreudigkeit abspeisen lasten. Rur eine erste Etappe. Oie Auffassung der deutschen Delegation. — Eine Erklärung des Ratöpräsidenien Das Scho von Sens in der Berliner Presse. Das Mindeste, was Deutschland verlangen durste. — Wo bleiben die Garantien für die Zukunst? von der uns schon so unendlich viele Enttäuschungen beschert worden seien. Der „B ö r s e n - C o u r i e r" (dem.) bezeichnet es als einen Erfolg gegenüber den bisherigen Erfahrungen mit dem Völkerbund, daß Polen ernstlich verwarnt worden sei und daß der Rat eine befristete und vollständige Rechenschaftslegung über die zur Beseitigung der bestehenden Schaden zu treffenden Maßnahmen von einem Mitglied des Völkerbunde» gefordert habe. — Auch das „Berliner Tageblatt" (dem.) bezeichnet die Einigung als einen Erfolg und meint, die deutschen Ansprüche seien in allen wesentlichen Punkten durchgesetzt. — Der „Vorwärts" (soz.) sieht in der Entscheidung ebenfalls einen deutschen Erfolg. Daß Polen im Mai vor den kritischen Augen der Welt abermals Rechenschaft ablegen müsse, sei für Deutschland eine wirksame Garantie, daß der Genfer Beschluß kein« platonische Geste bleiben werde. — Die „Vossi - s ch e Zeitung" (Staatsp.) vertritt die Auffassung, daß sich das Ergebnis von Genf, bei objektiver Ab« roägung zwischen dem, was erreicht und was nicht gelungen fei, durchaus sehen lassen könne. Zum erstenmal habe der Rat in der Frage des Schutze» der Minderheiten zweifelsfrei zugunsten der Be« drückten entschieden. Oer erste Eindruck in Ostoberschlesien. K a t t v w i h. 24. Jan. (TU.) In Kreisen beC deutschen Minderheit in Ostoberschlesien sieht man bas Erg bn.s der Ratstagung, soweit es bisher hier bekanntgewvrden ist, als nicht befriedigend an, wenn auch eine endgültige Stellungnahme erst nach Vorliegen näherer Einzelheiten erfolgen kann. Man mißt hier vor allen Dingen der Tatsache Bedeutung bei, daß sich der Völker- bunbörat im Mai erneut mit der oberschlesi- schen Frage beschäftigen und die Durchführung der von Polen zu ergreifenden Maßnahmen nachprüfen wird. Das bedeute eine Art Rückversicherung, und in dieser Beziehung unterscheide sich die jetzige Regelung grundsätzlich von früheren Völkerbundsbeschlüsscn über oberschlesische Fragen, die gewöhnlich im Sande verlaufen seien. Man betont jedoch andererseits, baß nunmehr sehr viel von dem Geiste abhängen werde, in dem die polnische Regierung die ihr auferlegten und nicht genau präzisierten Maßnahmen durchsühren werde. Mit Bestimmtheit erwartet man die Abberufung des Woiwoden Grazynski, auch wenn Polen nicht ausdrücklich dazu verpflichtet worden ist. Wenn auf Grund der Genfer Verhandlungen nunmehr durch einen Systemwechsel die Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben der Rationalitäten in Ostoberschlesien geschaffen würden, so würde das niemand mehr begrüßen, als die Angehörigen der deutschen Minderheit, die stets ihren guten Willen in dieser Beziehung bewiesen und sich als loyale Staatsbürger gezeigt haben. Befriedigung in Polen. „Ein voller Lieg": Keine Untcrfud ung, keincA ilüsungdesAufständischenverbands Warschau, 25. Jan. (TU.) „Der Bericht des Völkerbundes ein voller Sieg Polens!", so schreibt die polnische Presse zum Genfer Ergebnis. Das maßgebendste Regierungsblatt. die „Gazeta Pollka", findet sogar, daß der Bericht sich völlig mit dem polnischen Standpunkt decke. Wit besonderer Befriedigung hebt die polnische Presse allgemein hervor, dah in dem Ratsbericht weder von einem Sonderausschuß noch von einer Auflösung des Aufständischenverbandes in Oberschlesien die Rede sei. Die „Gazeta Polska" erklärt folgendes: „Wie vorauszusehen war, hat der deutsche politische Angriff, der unter dem Vorwand der Minderheitenfrage gegen Polen geführt wurde, einen völligen Mißerfolg erlitten. — Das Schwesterblatt „Kurjer Poranny" bezeichnet die Rede des Reichsaußenministers Curtius als daS Plädoyer eines Staatsanwalts in einem großen Strafprozeß mit politischem Charakter. — Der „Krakauer Illustrierte Kurier", der in diesem Kreise nicht fehlen darf, sieht sich veranlaßt, festzustellen, daß die deutschen Versuche, in Genf ein polenfeindliches Gewitter zu entfachen, erfolglos geblieben seien. — Die Oppositionsblätter beschränken sich zunächst lediglich darauf, die Genfer Beschlüsse kommentarlos wiederzugeben. Auch Paris ist zufrieden. Keine Verurteilung *X ölens. Paris, 25.3an. (TU.) Das Genfer Ergebnis in der Oberschlesienfrage wird nur von einem Teil bet Blätter kommentiert. Der „Matin" und das „Echo de Paris" gehn ihrer Befriedigung über bas Kompromiß Ausdruck. „So ist die Tätigkeit einiger örtlicher polnischer Behörden gemißbilligt worden", schreibt der „Ma« tin", „aber die polnische Regierung ist nicht verurteilt worden, wie die deutschen Rationalisten erwartet hatten. Es findet auch keine internationale Untersuchung statt und der polnische Staat selbst wird die Durchführung bei Abstimmungen des Völkerbundsrates überwachen/ Pcrtinax erklärt im „Echo de Paris", daß der Bericht des Völkerbundsrates nahezu den ursprünglichen Zugeständnissen des polnischen Außenministers entspreche, Zugeständnisse, die Zaleski schon am ersten Tage dem Präsidenten der Gemischten Kommission, (Salon* der, unterbreitet habe, der jedoch mehr verlangt habe. Diese Tatsache höbe weder die Autorität noch das Prestige dieses internationalen Beamten. „Wir wußten schon seit geraumer Zeit", fügt Pertinax hinzu, „daß seine politische Einstellung und sein Takt nicht unfehlbar sind". Cine letzte Abrüstungsdebatte. Or. Curtius protestiert gegen den Abkommensenlwurf, den Henderson und Briand zur Grundlage der Abrüstungskonferenz machen wollen. Genf, 24. Ian. (WTB.) Der britische Außenminister Henderson sprach in der heutigen öffentlichen Sitzung des Völkerbundsrats zunächst dem Vorsitzenden der Vorbereitenden Abrüstungskommission, Loudon, seinen Dank für die Bearbeitung der schwierigen Aufgabe aus. Er hege die Ueberzeugung, daß alle Regierungen glücklich seien zu wissen, daß die Abrüstungskonferenz endlich Zustandekommen werde. Das Jahr, das noch bis zum Beginn der Abrüstungskonferenz zur Verfügung stehe, müsse zur Vorbereitung benutzt werden. Er selbst habe schon mit der Arbeit begonnen. Der Konoeutionsentwurf sei ein Rahmen, alles hänge von den Ziffern ab, die die Regierungen hineinsetzen würden. Der deutsche Außenminister Dr. C u r t i u s betonte, daß der vorliegende Konoentionsentwurf für die Herabsetzung und Beschränkung der Rüstungen, den der Vorbereitende Abrüstungsausschuß ausgearbeitet hat, keine rechtliche Verpflichtung darstelle. Die Ausführungen des britischen Außenministers könnten den Eindruck erwecken, daß dieser Konventionsentwurf die Verhandlungsbasis darstelle, und daß die Konferenz lediglich die Aufgabe habe, in diesen Entwurf Ziffern einzuarbeiten. Demgegenüber erklärte Dr. Curtius in sehr entschiedener Weise, daß die deutsche Regierung ihn ab gelehnt habe. Es sei falsch, anzunehmen, daß die Abrüstungskonferenz lediglich die Aufgabe habe, Ziffern festzusetzen. Der französische Außenminister Briand betonte dagegen, daß die Arbeiten des Abrüstungsansschusses ern st genommen werden müßten, und daß es nicht angehe, die Ergebnisse fünfjähriger Arbeit als vollkommen wertlos zu bezeichnen. Cs bleibe selbstverständlich den Staaten, die den Konventionsentwurf abgelehnt hätten, unbenommen, ihre Vorbehalte auf der Konferenz erneut vorzubringen. Wenn man sich aber auf den Standpunkt stelle, daß die Konferenz ohne Berücksichtigung der Arbeiten des Vorbereitenden Ausschusses vollkommen von neuem anfangen müsse, so bedeute das, daß die Konferenz von vornherein zum Scheitern v e r u r t e i l t sei. Dr. Curtius entgegnete, auch die deutsche Regierung wünsche nichts sehnlicheres, als eine rasche Durchführung der Abrüstung. Er wolle nicht behaupten, daß alle Fragen auf der Konferenz wieder ausgenommen werden müßten. Cs sei vielleicht möglich, eine Reihe dieser noch offenen Fragen bei der Vorbereitung der Konferenz in den Verhandlungen von Regierung zu Regierung zu klären, er bleibe aber bei seiner Auffassung, daß dieser Konventionsentwurf, den die deutsche Regierung lediglich zur Kenntnis genommen habe, keinerlei rechtliche Verpflichtungen enthalte. * Die Erklärungen des französischen Außenministers haben von neuem deutlich gezeigt, daß die alliierten Großmächte fest entschlossen sind, den von Deutschland abgelehnten und völlig untragbaren, vom Abrüstungsausschuß ausgearbeiteten Abkommensentwurf als die Grundlage der Arbeiten der künftigen Abrüstungskonferenz zu erklären und dieses Abkommen anzunehmen. Die deutsche Regierung hat bereits in den Verhandlungen des Vorbereitenden Ausschusses erklärt, daß der Abkommensentwurf nur eine Täuschung der öffentlichen Meinung sei und nicht die Abrüstung, sondern eine Aufrüstung bedeute. Dr. Curtius hatte in seiner ersten Erklärung festgestellt, daß Deutschland unter keinen Umständen den Abkommensentwurf des Abrüstungsausschusses als eine rechtlich bindende Grundlage anerkennt. Es ist aber zu bedauern, daß der deutsche Außenminister in seiner zweiten Erklärung diesen Standpunkt abgeschwächt hat. Es wäre seine Aufgabe gewesen, in seiner zweiten Erklärung erneut festzustellen, daß die Verantwortung für die Lösung des Abrüstungsproblems bei denjenigen Regierungen liegt, die durch Annahme des vorliegenden Abkommens-Entwurfs, sich den ihnen auferlegten internationalen Verpflichtungen zur Abrüstung entziehen wollen. LandesparteUagderJeuffchenVoWparieiinSeffen Bad-Rauheim, 25. 3an. (WTB.) Dem Landesparteitag der Deutschen Dollspartei in Hessen gingen Tagungen des Kommunalpolitischen Landesausschusses, der Reichsgemeinschaft junger Dolksparteiler in Hessen, der Ausschüsse für Beamte, Landwirtschaft, Mittelstand, Angestellte, Äugend, des Kulturausschusses und des Landes-Frauenausschusses voraus. Sehr stark besucht war die Sitzung der Landesgruppe der Reichsgemeinschaft junger Dolksparteiler. Hier sprach deren Vorsitzender Rechtsanwalt Dr. Mattern (Darmstadt) über das Thema „Die RjD. in der gegenwärtigen Politik". Die RjV. sehe in der Gestaltung unseres Staalslebens durch durch die Verfassung von Weimar keine Lösung, die der Eigenart des deutschen Volkes entspreche. Sie fordert weitgehende Erweiterung der Rechte des Reichspräsidenten und Deschrän- kung des Aufgabenlreises des Parlaments. 2m Kommunalpvlitischen Landesausschuh sprach Landtagsabgeorneter Dr. R i e p v t h zum Thema „Der Staatskommissar — das Ende der Selbstverwaltung". 3n einer Entschließung wurde gesagt: Die Aufgabe des Staatskommissars hätte zunächst die sein müssen, die Ausgabenseite der zu sanierenden Gemeinde zu prüfen und dort Abstriche zu machen. Erst wenn das geschehen sei, dürfe man an «ine Cinnahmeerhöhung Herangehen. Es müsse leider festgestellt werden, daß die Staatskom- miffare in vielen Fällen umgekehrt verfahren seien, und daß durch ihre Steuerdiktate Die Maßnahmen der Reichsregierung, die auf Entlastung der Steuerzahler abzielten, sabotiert wurden. Sonntagvormittag wurde im großen Saal des Sprudelhotels der eigentliche Landesparteitag vom stellvertretenden Landesvorsitzenden Scholz (M. d. L.) mit Begrüßungsworten eröffnet. Nach Neuwahl des Landesausschusses erklärte der Parteiführer Reichstags- abgeordneter Dingeldey, Dr. Curtius habe sich in Genf wacker und schneidig geschlagen. Die Erklärung der polnischen Regierung, daß sie alles tun werde, um Abhilfe zu schaffen und die Verantwortlichen zur Verantwortung zu ziehen, könne von uns aber nicht mit innerem Glauben angenommen werden. Die Geschichte des polnischen Staates sei ein Beweis dafür, daß derartige Erklärungen im umgekehrten Verhältnis zu dem Willen ständen, ihn durchzuführen. Er fei deshalb der Meinung, daß die Abberufung der obersten polnischen verantwortlichen Beamten in Oberschlesien und eine unparteiische Untersuchung durch neutrale Beauftragte des Völkerbundes die einzig mögliche Sühne gewesen sei. Wenn unser Außenminister dies nicht habe durchsetzen können, so sei das ein Beweis dafür, welches Maß von Gleichgültigkeit und Uebelwollen bis heute in einer einheitlichen Front den Lebensforderungen des deutschen Volkes gegenüberstände. Dingeldey beschäftigte sich bann mit der natio - nalsozlolistischen Bewegung. Man müsse sich darüber klar fein, daß diese Bewegung, nachdem sie eine Millionenbewegung, nachdem sie die zweitstärkste Partei des Deutschen Reichstages geworden fei, ihren Wert vor der Geschichte des deutschen Volkes nur beweisen könne durch staatsmännische Leistungen, nicht aber durch agitatorische Anträge und laute Massenversammlungen. Die nationalsozialistische Bewegung möge sich nicht darüber täuschen, daß das deutsche Volk in seiner überwältigenden Mehrheit die Diktatur jedes Radikalismus unter allen Umständen ablehne. Er habe den Eindruck, daß wir im innerstaallichen Leben Deutschlands einem Wendepunkt entgegengehen. Das Parlament verdiene das Schicksal, das ihm bereitet worden fei. Die Parteien hätten den Beweis nicht erbracht, daß sie in außerordentlichen Zeiten, wo nur unpopuläre Maßnahmen ergriffen werden könnten, den Mut haben, sich für diese einzusetzen. Der Parlamentarismus in Deutschland sei von den Parteien selbst dadurch in einen schweren Entartungszustand hineingebracht worden, daß sie einen uferlosen Wettlauf um d i e Gunst der großen Masse hemmungslos Jahre hindurch getrieben hätten. Es sei das stärkste Verdienst des Reichskanzlers Dr. Brüning, daß er mit der ihm innewohnenden Zähigkeit den Weg weitergegangen fei, der vor allem Volk das Mißverhältnis zwischen Allmacht des Parlaments und Verantwortungsbewußtsein des Parlaments habe deutlich erscheinen lassen. Wir müßten uns von dem System des staats- sozialischen Wohlfahrtsstaates wieder frei machen. Dies bedeute eine Verzicht- Iciftung von allen Schichten des Volkes auf Forderungen, die sie sich während des letzten Jahrzehnts angewühnt hätten an den Staat zu stellen. 'Alles, was die Reichsregierung auf diesem Gebiete tue, werde sich als unpopulär erweisen. Die dazu erforderliche Autorität werde aber nicht gestärkt, wenn in der Regierung Männer säßen, die, wie Dr. Wirth, glaubten, ber nationalsozialistischen Bewegung durch polizeiliche /Schikanen entgegentreten zu können, die von altersher sich nur als das beste Mittel zur Erreichung des Gegenteils erwiesen hätten. Dingeldey verteidigte zum Schluß die Forderung der Deutschen Dolkspartei auf E r s p a r n i s s e von weiteren 300 Millionen M k. im Reichs- haushalt. Wenn in einigen Monaten wiederum ein starkes Defizit vor uns läge, würde das den Zusammenbruch aller Vertrauensgrundlagen sowohl im Inland wie im Ausland bedeuten. Der Parlamentarismus in- feiner überspitzten Form müsse eingeschränkt werden zugunsten einer ftärferen Herausarbeitung der präsidialen Stelle und der ihr verantwortlichen Reichsregierung. Neben das Parlament müsse zur Klärung seiner Beschlüsse eine Erste Kammer gefetzt werden, zusammengesetzt aus Vertrauensmännern der organisierten Berufsstände und aus den vom persönlichen Vertrauen des Reichspräsidenten Berufenen. Das Wahlalter müsse auf die Stufe heraufgesetzt werden, die eine politische Reife vor- aussetzt. Die ganze Atmosphäre könne entgiftet werden, wenn die Reichsregierung sich entschließe, gegen alle Widerstände starke Schritte vorwärts zur Durchsetzung einer Reichsreform zu tun. Der Vorsitzende der Landiagsfrakiion Oberstudiendirekior Dr. Keller sprach über »Wohin haben uns zwölf 3 ahre Weimarer Koalition in Hessen gebracht?" Er rechtfertigte zunächst die oppositionelle Haltung der Deutschen Volkspartei in Hessen als politische Rotwendigkeit und stellte fest, daß es der Weimarer Koalition nicht gelungen sei, das hesstschr Volk vor schwersten, fast un- Lasten zu schützen, so daß der Zustand Hessens heute ernster sei als der anderer Kutscher Länder. Im einzelnen wandte sich der Redner gegendieAusblähungdesVer- waltungsapparates, gegen die alle Demokratie hohnspvech-ende Verlängerung der Landtagssession und gegen das Sanie- rungsprogramm der Regierung. Auch die Steuerdikratur der Staatskommissare sand eindeutige Ablehnung. Lieber die am Dienstag beginnenden Haushaltsberatungen des Hessischen Landtags könne sich die Opposition heute nvch kein klares Bild machen, da ihr b i s h e r k e i n e S Y?'lagen zugegangen seien, was ein neues Destpiel für eine gewisse Richtachtung der oppositionellen Parteien in Hessen sei. Anter Hinweis auf die bevorstehenden Reuwahlen in Hessen erklärte der Redner, daß die Deutsche Volkspartei mit den besten Hoffnungen in den Wahlkampf eintreten könne. — Rach kurzer Aussprache wurde die öffentliche Sitzung des Parteitages gegen 14 Ahr geschlossen. 3m Anschluß daran erfolgte die Reuwahl des Landesvorstandes. Zum e r st e n Vorsitzenden wurde an Stelle des Reichstagsabgeordneten Dr. Dingeldey Landtagsabge- ordneter Bürgermeister Dr. R i e p o t h (Schlitz) gewählt. Oie Reg erungskrisis in Frankreich. Laval mit der Kabinettsbildung betraut. Paris, 24. 3an. (ERB.) Der Präsident der Republik hat Außenminister Briand auf das dringendste ersucht, die Kabinettsbildung zu übernehmen. Briand hat abgelehnt, weil er sich vollkommen der Außenpolitik zu widmen gedenkt. Briand hat aber zweifelsohne dem Präsidenten der Republik empfohlen, die Kabinettsbildung Senator Laval zu übertragen. Laval ist gewissermaßen ein Schüler Briands. Er hat, politisch betrachtet, die gleiche Entwickelung durchgemacht wie Briand. Auch er kommt vom Sozialismus und hat sich von ihm abgewandt. Laval ist aber trotzdem Demokrat, und man kann wohl sagen, ein überzeugter Anhänger der Laienpolitik. Rach seiner Rückkehr aus Gens hat Briand bereits das Außenministerium übernommen und T a r d i e u und M a g i n v t sollen sich bereiterklärt haben, in das Kabmelll einzutreteii. Die offene Frage bleibt, ob sich di« Radikalen an dem Kabinett beteiligen werden, wenn ohne fraktionsmähige Bindung ein gemäßigtes Mitglied der Maringruppe ausgenommen wird. Die Radikalen könnten, um die Schwierigkeiten zu umgehen, auch ihrerseits einige Mitglieder ermächtigen, in das Kabinett einzu- treten, ohne die Gesamtpartei zu binden. Wenn die Radikalen nein sagen, dann wird sich Senator Laval zu entscheiden haben, ob er ohne sie überhaupt ein Kabinett bllden wird. Gandhi ist freigelaffen. Delhi, 25. 3an. (WTB.) Der D'.zekönig Hai die bedingungslose Freilass ung Gandhis und der anderen Mitglieder des Arbeitsausschusses des Allindischen Kongresses angeordnet. Gleichzeitig hat er die Aechtung dieses Ausschusses als ungesetzliche Körperschaft aufgehoben. Die Freilassung Gandhis ist eine unmittelbare Auswirkung des Abschlusses der Londoner R o un d-T a bl e-K v n fe renz, die englische Regierung zu einer Kursänderung in 3ndien veranlaßt hat. Gandhi wurde am 5.Mai v.3. als Führer im Kampf gegen dasSalzmonopol, der den Auftakt zum allgemeinen Freiheitskampf bilden sollte, verhaftet. Es bleibt abzuwarten, ob er an seinen Politik des passiven Widerstandes festhält oder an den kommenden Verhandlungen -über die Reu- regelung der Stellung 3ndiens innerhalb des Britischen Reiches teilnimmt. Reichskanzler Brüning fordert Solidarität der Wirtschaft. Eine große Rede zum inner- und außenpolitischen Kurs der Reichsregierung. Köln, 25.3an. (WTB.) Das Dezirkskartell der christlichen Gewerkschaften Köln veranstaltete in der Großen Messehalle in Köln-Deutz eine Kundgebung, auf der Reichskanzler Dr. Brüning über die politischen und wirtschaftlichen Aufgaben des deutschen Volkes und seiner Arbeiterschaft u. a. etwa folgendes ausführte: Wenn man, wie ich, in den vergangenen drei Wochen in Ost- und Mitteldeutschland und jetzt in Westdeutschland herumkommt, dann hört man überall scharfe Kritik und man stößt auf eine Resignation, die bis an den Rand der Verzweiflung geht. Wir haben zunächst nichts anderes machen können, als nur immer wiederneueDämme aufzurichten, neue Mittel zu ersinnen, die uns vor der Katastrophe bewahren. Wir wären pslichtrergessen und verloren, wenn wir, wie es früher geschehen ist, dem Volke sagen würden: Wir machen jetzt ein 3ahr Gesetze, und dann wird es in drei Monaten besser. Auch lehne ich es ab. irgendein Versprechen zu machen, von dem ich nicht si.lb» -des Meine ieden zu dm. unö ihmc von die )t vorbere^^s für chehw5te das an in ^.^lechteften nicht d-e' ^mmt das Gefährlichste mlich daß immer mehr miMch arbeiten voiim, ’n können. Sollten in che Uebcrlegungm bin- cait, <ÜS müsse zuerst s ßme gar nicht schaden, nach einem solchen Chaos Dodm lie/ie -, sollte sich ag vcrschassen, so wird die am auch die Staatsüber solchen Theo- rnfter Drlsall.) Dir lassen ?r dem Mäntelchen natio- dir haben krine Angst,vor [eumtmngen; wir sind Weg bei foliben Zielpunkt der Reise hatte sich die 3ugn* btt Berg Athos mit seinen Klöstern, die WönchS- repuvlik Hagian Orvs in Griechenland gewählt» die von ihnen auf den Zilmstreiseii g»n>uM\ wurde, nachdenr es bisher keiner Filmgesellschaft gelang, die Genehmigung zum Filmen zu erlangen. Den fröhlichen Wanderern war es außerdem beschieden, die Akropolis zu At^en zu sehe>^ bei den Hirten des Bilion zu weilen amt» b« den Fischern von Trikei einige vage zu blcibei^ ihre Gebräuche kennenzulernen und mit ihn« auf das Meer hinauszufahren. Der Film war zugleich ein Werk der Landschaft, die in Bilder« festgehalten war, wie sie der 'Berufsoperateur kaum besser erfassen konnte. Das Lagerleben, bat die Iungens hielten, bot vielerlei Gelegenheit, dem Humor Raum zu lassen. Der Eindruck des ganzen wurde verliest durch einen kurzen Vortrag des Führers der Gruppe, Robert O loerm a n n. Eine besondere Note erhielt diese Kultursiluv- Vorstellung noch durch den Gesang einiger schöner Wanderlieder. Die IungenS derPsadsink?er gruppe Gießen maetten sich darum i>erdient und ernteten herzlichen Beisall, besonders für ein griechisches Sseltreiberlied, das sehr gut zum Vortrag getan b durch Krankheit verhindert, das für den 1. Februar angesagte Konzert abzuhalten. Sie hat sich einer großen Operation unterziehen müssen und ist für die nächsten Monate nicht in_ der Lage, zu konzertieren. Sie hat Aber ausdrücklich gebeten, das Konzert nicht als abgesagt, sondern nur als aufgeschoben zu betrachten, und es kann nach dem Stande der bisherigen Verhandlungen angenommen werden, daß das Konzert im November d. 2. stattfinden wird. SS war bei der Kurze der zur Verfügung stehenden Zeit bis zum nächsten AbonnementSkonzert schwer, einen vorläufigen Ersatz zu finden, und zwar einen Ersatz, von dem anzunehmen war, daß fein Kommen allen Freunden und Gönnern der Kon-ertveranstallun- gen eine Freude sein würde. DaS ist hoffentlich dadurch gelungen, daß das hier so gern gehörte, vortreffliche Wendlingquartett aus Stuttgart sich bereiterklärt hat, in die Bresche zu springen. Es wird am Sonntag. 1. Februar, an Stelle von Edith Lorands Violinkonzert ein Quartettabend stattfinden. DaS Programm liegt noch nicht ganz fest, wird aber umgehend mitgetedt werden können. Bezirken eine Anzahl der tm Frühjahr in das Inland gekommenen und der Ruckkehrpflicht unterworfenen polnischen Landarbeiter nach beendeter Saisonarbeit bestimmungswidrig auf der Arbeitsstelle verblieben ist, wurde Vorsorge getroffen, daß auch diese der Rückkehrpslicht unterliegenden Landarbeiter spätestens nach beendeter diesjähriger Saisonarbeit restlos in ihre Heimat zurückkehren. Die Zahl der fonstigen vorschriftswidrig beschäftigten ausländischen Landarbeiter ist noch immer verhältnismäßig groß. Es wird in Zukunft ganz besonders daraus geachtet, daß unter keinen ilmftänben mehr ausländische Arbeiter beschäftigt werden, als vom LandeS- arbeitsamt zugelassen worden sind. Unerlaubt zugewanderte ausländische Landarbeiter werden nach ihrer Ermittlung umgehend aus dem Lande geschaßt. Gegen Arbeitgeber, die solche Arbeiter beschäftigen oder sonst in irgendeiner Weise die Bestimmungen über die Beschäftigung ausländischer Ganöarbeitec außer acht lassen, wird un- nachsichtlich eingeschritten. Wirtschaftspolitische Forderungen der Nationa sozialisten. In der überfüllten Turnhalle am Oswaldsgar- ten sprach am Samstagabend auf Veranlagung der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP, der nationalsozialistische ReichstagZabg. Gottfried Feder über wirtschaftspolitische Forderungen der Nationalsozialisten. Der Redner polemisierte zunächst gegen den Aussatz des ehemaligen Reichsministers von Raumer „Krise des Kapitalismus?" in der Samstagaus- gäbe unseres Blattes und lehnte dabei Herrn von Räumers Standpunkt in allen Teilen ab. Sodann beschäftigte er sich mit der deutschen Außenhandelspolitik. wobei er sich mit Entschiedenheit gegen die hohe Einfuhrzisfer, insbesondere veranlaßt durch die Einfuhr von Lebensmitteln, die auch auf der deutschen Scholle gebaut werden könnten, aus"'—a V Wenn die H'llfte der bisherigen jähr- Iid.cn Geb nsmittele n'uhr von etwa vier Milllar- de.. ...all zur Unterstützung der Gandwirtschaft verwandt werde, könne in einigen Jahren das deutsche Volk völlig aus der eigenen Scholle ernährt werden. Hierauf besprach der Redner eingehend die deutsche Verschuldung an das Ausland, die er auf 71,5 Milliarden Mark bezifferte. Er nahm hierbei nachdrücklich Stellung gegen_ die Zinsknechtschaft des deutschen Dolles gegenüber der internationalen Hochfinanz. Deutschland müsse jährlich an Zinsen zahlen: rund 2,5 Milliarden für die wirtschaftliche Verschuldung an das Ausland, 2 Milliard. Vounezahlungen, 2 Milliar- I den für Mieten an ausländische Hausbesitzer, die in der Inflationszeit rund 400 030 Häuser in Deutschland für ein Spot geld erworben hätten, I eine weitere hohe Summe, die aber zahlenmäßig •• (Er ft er Frühlingsbote. Heute morgen wurde uns dec erste Bote des kommenden Früh- I finge in die Redaktion gebracht. Herr Hch. Knoch (Gießen), Sonnenstraße, hatte einen Schmetterling gefunden, der reichlich frühzeitig die schützende Hülle verlassen hatte. Das Leben des vorwitzigen Schmetterlings dürfte wohl nur von kurzer Dauer sein. *• Gastspiel Paul Wegeners im (Siebener Stadttheater. Aus dem Stadttheater- bureau wird uns geschrieben: Infolge des großen Erfolges des vorjährigen Wegener-Gastspieles hat die Intendanz sich entschlossen, den großen Eharak- tersd-auspieler Paul Wegener mit seinem Berliner Ensemble zu einem einmaligen Gastspiel auch in dieser Spielzeit zu verpflichten. Wegener.wird mit seinem Ensemble am Montag, 2. Februar, das Trauerspiel: „Maria Magdalene" von Friedrich Hebbel zur Aufführung bringen. Die Intendanz macht darauf aufmerksam, daß bei diesem Gastspiel die Zehner-Karten in Zahlung genommen werden. ** Vortrag über die Kriegsschuld- lüge. Der heutige Vortrag über die Kriegsschuld- lüge in der Versammlung des Sparerbundes und der Volksrechtpartei (siehe Tageskalender) fei zu I allseitigem regen Besuche empfohlen, damit dem Vortragenden aus England bekundet wird, daß unser I Volk dieser wichtigen Frage in der Tat große Auf- I merksamkeit widmet. DrandinzweiBaubuden. Heute gegen 3.30 älhr wurde die Feuerwehr nach dem Dau der Orthopädischen Klinik gerufen, da dort zwei Baubuden in Flammen standen. Eine der beiden Buden brannte vollständig aus, die andere konnte zum großen Teil erhalten werden. Die Feuerwehr ging mit dem Wasser, das sie selbst mitgebracht hatte, dem Feuer zu Leibe und hatte die Gefahr bald beseitigt, so daß sie gegen 5.50 Ufjr wieder abrüden konnte. Der Schaden ist, dem Wert einer solchen Bude entsprechend, nicht allzu groß. — Wie uns hierzu von der Kriminalpolizei noch mitgeteilt wird, handelte es sich bei Liefern Brande um eine Brandstiftung, der offenbar ein Einbruch vorausgegangen ist. Man I vermutet einen Racheakt. Die Polizei hat zwei Beamte und einen Polizeihund zwecks Ermittlungen zur Brandstelle entfanbt. Was aus den Hütten gestohlen worden ist, steht bisher nicht fest. •• Deutschnationaler Handlungs- gehilfen-Verband. Man berichtet uns: Die diesjährige Iahreshauptversammlung der hiesigen Ortsgruppe des DHV. hatte einen außerordentlich guten Besuch aufzuweisen. Der vom Vorstand erstattete Iahresbericht zeigte trotz der äugen- blicktichen Notzeit eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung auf allen Gebieten der Verbandsarbeit. Der Mitgliederbestand konnte im verflossenen Iahre um rund 10 Prozent gesteigert werden. Das Anfang August 1930 neuerrichtete Heim hat viel Belebung in alle .Gliederungen der Ortsgruppe gebracht und toirtt sich besonders auf dem Gebiete der Allgemein- und der Berufsbildung günstig aus. Die Berichte der Vorstandsmitglied der, sowie der Vorsitzenden der einzelnen Abteilungen gaben hierüber ein anschauliches Bild. Eine gute Entwicklung zeigt die Iugendgruppe und die Gruppe der fahrenden Gesellen im DHV., die im vergangenen Iahr ihr eigenes Gandheim ! im Salzböoetal einweihen konnte. An Nebenabteilungen bestehen innerhalb der Ortsgruppe der Bund reisender Kaufleute im DHV., der Männerchor Deutscher Sang im DHV., die Schachgilde, Keglerabteilung, Musikergilde und die Laienspielschar. Sozial- und gewerkschaftspolittsch hat sich die Ortsgruppe lebhaft betätigt, die Finanzen sind gesund. Als Vertrauensmann der Ortsgruppe wurde Schwarz für den eine Wiederwahl ablehnenden bisherigen Vertrauensmann Schaub gewählt. Der Vorstand wurde zum großen Teil aus den bisherigen Vorstandsmitgliedern neugebildet, jedoch durch die Hinzuwahl mehrerer Iunggehilfen erheblich verjüngt. Der bisherige Vertrauensmann Schaub wurde als Beisitzer einstimmig in den Vorstand gewählt. Der von der Gaugeschäftsstelle anwesende Herr Klein (Frankfurt) konnte in seinem Schlußwort der Ortsgruppe und ihrer bisherigen Leitung die gute Arbeit bestätigen und den Dank der (Sau- leitung aussprechen. Nachdem Geschäftsführer Schroeder noch einen Bericht über die tarifliche Lage in Gießen gegeben hatte, fand die Versammlung ihr Ende. •* „Iungens." Im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße ging am Sonntagvormittag ein herz» i erfrischender Film über die Leinwand. Im Bilde war die Reise einer Gruppe von Pfadfindern i durch Griechenland festgehalten. Don der Abfahrt aus der Heimat bis zum Abschied von den Bergen der griechischen Klöster zog an den Zuschauern das frisch-fröhliche Treiben der Gruppe I vorüber, die nach echter Pfandfinderart ausgezogen war, um ein fremdes Land kennenzulernen und zugleich eine Kulturmissivn zu erfüllen. Al- Wieder einen Rückfall. Dielfach wird dem Nervösen vorgeworfen, daß es ihm an dem nötigen Willen fehle. Er brauche | ja nur zu wollen und die Energie aufzubringen, । dann könne er auch gesund werden. Wenn die Nervosität der Deckmantel für ein Ziel ist, das sich der Nervöse gesteckt hat, und das er auf geradem Wege nicht erreichen kann, so kann er nicht gleichzeitig gesund sein wollen. Man darf den Nervösen nicht als willensschwaches Wesen bezeichnen, denn im Mittelpunkt der Nervosität steht die seelische Zerrissenheit, dem äußerlichen 2a steht ein viel stärkeres Nein entgegen. Der Wille kann erst dann wieder Erfolg haben, wenn im Leben des Nervösen ein neues Ziel geschaffen ist, auf das er seine Kraft konzentrieren kann. Es gilt also, ihn von dem ganzen Gebiet seiner seelischen Zerrissenheit abzulenken, was aber große Geduld erfordert. Verschärfte RückkehFpflichi für ausländische Landarbeiter. Die Bestimmungen über die Rückkehrpflicht ausländischer Landarbeiter sind neu geregelt worden. Anträgen auf Befreiung ausländischer Landarbeiter von der Rück- kehrpflicht wird künftig nur noch in besonderen Ausnahmefällen (z. D. schwere Erkrankung) statt- gegeben werden. 5)ie_ Entscheidung liegt der zuständigen Polizeibehörde ob. 2n Zweiselssällen sind die Anträge dem Ministerium des Innern zur Entscheidung vorzulegen. Da in einzelnen preutzeu. Kreis Wetzlar. > Wiß mar, 24. Ian. Die IubiläumS» Ausstellung des hiesigen Geflügelzuchtvereins war gut besucht. Das Preisgericht unter dem Dörsih von Otto Södler, Nieder-Ge- münden, hatte die Bewertung vvrgenommen: p3un- desjubiläumspreis W. Klar, Wißmar (auf Andalusier): Bundcsehrenpreis W. Hofmann, Lollar (Rhodeländer), und K. Forbach. Wißmar (Plymouth): Derbandszuschlagpr. is A Lhnker, Lollar (Rheinländer): Dereinswanderpreis W. Klar. Wißmar (Andalusier). 22 Ehrenpreise: Ehr. Steiß, Gleiberg (Lachshühner): Aug. .Seibert, Wieseck (Minorka): Alb. Bechthold, -Launsbach (Rhodeländer): Th. Reeh, Wißmar (Italiener): K. Forbach, Wißmar (Plymouth): W. Schmidt, Wieseck (Dlheinländer): Gottl. Möck, Wißmar (Reichshühner): L. Sommer, Gießen (Orloff, rotbunt); K. Zimmermann, Lollar (Thür. Flügeltau- ben); K. Erb, Wieseck (Holl. Weißtauben): W. Müller, Krofdorf (Leghorn, weiß): O. Dellen, Lang-Göns (Barnevelder): Fr. Mandler, Wißmar (Brakes, gold); H. Mülich, Lollar (Italiener): K. Erb, Wieseck /Italiener): W. MooS, Krofdorf (Bronze-Puten): Mustergeflügelhof Funk, Gießen (Brahma): Iakob Schlier, Dorlar (deutsche Möven): Alb. Fuchs, Lollar (Italiener)^ Heinr. Müller, Ruttershausen (Sternheimer Ba- detten): W. Moos, Krofdorf (Goldfasan): W. Schmidt, Wieseck (deutsche silberhalsige Zwerge). Dazu kamen noch 35 „Sehr gut". 41 „Gut 2" und 17 „Gut 3" zur Derteilung. Das 2 5jährige Bestehen des Dereins wurde am Sonntagnachmittag geleiert. Bei dieser Gelegenheit wurden die noch lebenden Gründer Heinrich Abe^ Ludwig Best fern, Heinrich .Bittendorf, Georg Fleck und Heinrich ©freier besonders geehrt. Kreis Biedenkopf. TRodheima. d.D ober, 23. Ian. Der Ausschuß für Iugendfrflege der Orte Rod- Heim a. d. Bieber, Fellingshausen und Bieber tagte gestern abend im Saale des hiesigen Rathauses, um Maßnahmen zur Betreuung der erwerbslosen Iugend zu beraten. Gleichzeitig waren solche Personen zu der Sitzung ein» । geladen, die nicht unmittelbar im Dienste bet Jugendpflege stehen, welche aber bei dem in Frage stehenden Werke als Referenten herangezogen werden sollen. Es wurde beschlossen, die Einrichtung in Verbindung mit dem Arbeitsamt Wetzlar zu schaffen, damit den Bestimmungen entsprochen werde, welche das Arbeitsamt stellt, um die Jugendlichen von der Pflicht der Meldung bei der allgemeinen Meldestelle zu befreien. Aus diesem Grunde soll der Direktor des Arbeitsamtes zur nächsten Sitzung eingeladen werden. Dieser Besprechung ging Ende voriger Woche eine Besprechung mit dein Kreisjugend» amt T iedenkopf in Gladenbach voraus, dio aber oo' kommen ergebnislos verlief. Die gestrigen Verhandlungen lassen dagegen auf eine baldige positive Lösung der Frage schließen, falls durch das Arbeitsamt nicht unverhergesehene Schwierigkeiten hineingetragen werden. T Waldgirmes, 24. Ian. Bei der hiesig Brennholzverfteigerung wurden bezahlt! I für einen Raummeter Duchenscheit 11 bis 13 Mk., | Knüppel und Eichenscheitrr 6 bis 8 Mk., 8 Meter I Duchenastreiser 10 bis 13 Ml. Zum Schutz gegen fö fhka$üridu/iwvp und Erkaltung ' W noch nicht ermittelt sei, für Dividende an ausländische Beteiligung in unserer Industrie. Der Arbe Uct r.ig der schaffenden deutschen Kräfte werde auf diese Weise von der internattonalen Hochfinanz mühelos errafft, und dagegen müsse sich das deutsche Volk entschieden wehren. Der ungeheure Steuerdruck und die riesigen Schuldenzinsen seien lediglich auf die Herrschaft des Hochkapitalismus zurückzuführen. Erst wenn das Geld wieder zum Diener der Wirtschaft gemacht werde, könnten wir auf ein Wiederaufblühen unserer Wirtschaft rechnen. Nachdem der Redner betont hatte, daß b.i allen Airleihen der Kapitalismus seinen Gewinn mache, die schassenden Klassen aber allein zu zahlen hätten in der Form von direkten und indirekten Steuern, erklärte er, der Nationalsozialismus habe vor allem für die deutschen Arbeiter zu sorgen; in deren Interesse fordere er Senkung der Mieten, damit auf diesem Wege die Finanzkreise des Groß-Hausbesitzes nicht länger mühelos Gewinne einstecken könnten, weiter nahm er unter dem gleichen Gesichtspunkt Stellung gegen die hohe steuerliche Belastung, insbesondere gegen die indirekte Besteuerung. Um eine grundsätzliche Aenderung unserer Wirtschaftspolitik zur Befreiung von der Zinsknechtschaft herbeizuführen, müsse das gesamte Geldwesen in die Hand des Staates zurückgesührt und die Reichsbank, die jetzt ein Privatinstitut sei, verstaatlicht werden; wie das Cisenbahnverkehrswesen, sei auch der Geld- verlehr ledig.ich unter sozialen Gesichtspunkten nach den Erfordernissen des Gemeinwohls zu gestatten. Zur Durchführung großer öffentlicher Aufgaben müßien für eine verhältnismäßig kurze Liebe rgangsze.t S'.aatskassen-Gutscheine aus- gegeien werden, mit deren Hilfe die Wirtschaft angefurbect werden könne; als Sicherheit für I diese Notmaßnahme müsse der Wert der damit geschaf enen Werke gelten. Wetter sei die Errichtung sozialer Dau- und Wirtschaftsbanken zur Finainzierung von Wohnungsbauten und zur Losung der Arbeitslosenfrage notwendig. Schließlich forderte derRedncrVerstaatlichung der Elekl-rizitätsversorgung und die Wiederaufro> lung der Aufwertungsfrage. Am Schlüsse seiner Darlegungen setzte sich der Redner für die Verwirklichung des allein auf sachkundige Autorität gestützten Führertums auch auf wirtschaftlichem Gebiete ein. , „ .. r , Im Anschluß an den mit lebhaften Derfalr angenommenen Vortrag fand eine kurze Aussprache statt, die nur dadurch beeinträchtigt wurde, daß der Diskussionsredner Privatdvzent Dr. May er infolge Ausgleitens von der Bühne in den «Saat- raum stürzte und infolge körperlichen Schadens dann seine Einwände gegen einige Punkte des Referenten vorzeitig abbrechen mußte. Abg. Seher antwortete auf die streng sachlichen Beanstandungen Dr. Mayers in gleicher ruhiger Sachlichkeit. Bornotizen. — Lageskalender für Montag. Ortsgruppe Gießen des Hypothekenglöubiger- und Sparer-Schutzverbandes und der Doiksrecyt-Par- tei: Oeffentliche Versammlung, 20,15 Llhr, Kath. Dereinshaus, Redner: Divian Str anders: Kriegsschuldlüge, Versailler Diktat, Frankreichs politische Ziele". Iustizrat Drink (Berlin): Enfchuldungslüge, Dawesplan. Voung-Diktat . I -Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Regr- mentsvererne: Vortrag von Prof. S t r an de r s, 20 15 Llhr, Kath. Dereiirshaus. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die drei von der Tankstelle". — Astoria-Lichtspiele: „Der Mann aus Rerada und „Der schwarze Domino". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, 19.30 Uhr, Erstaufführung des Lustspiels „Leinen aus Irland" von I Kamare. Die Spielleitung dieses Lustspiels hat Dr. Ritter. Die Rolle des Schlesinger spielt Herr Bruck. . . . — Jom Konzertverein wird uns ge- I schrieben: Wie schon im Programm vom 2. Sym- | phoniekonzert bekanntgegeben wurde, ist Edith L o- rit , deutschen Dolle auferlegt au ertragen. Verständigung — Der Goethe-Bund hat, wie uns geschrieben wird, für den dritten Dich.erabcnd dieses Winters den jungen Dichter Ernst Penzoldt zu einet Vorlesung aus eigenen Werken eingcla- den. Der Dichter wird aus seinem Roman „Die ^k>rtugalesische Schlacht", der den Grundstock seines Dühnenwerkes bilbet, sowie aus seiner „Po- wenzbande" vorlesen. We>m der Gvethe-Bund mit I zeigenteil, dieser Veranstaltung einen langgehegten Wunsch, in der Reihe seiner allwinterlichen Dichterabende KoMMÜNd0Vechse1 auch einmal jüngere, weniger bekannte, aber höchst . . .__zä wertvolle Dichter den Gießener Literalurfreunden DCl ÖCF jJlUrvUrgCF (yOFtltfOH. vorzustellen, zum ersten Male erfüllt, wird es eine W«SN Marburg, 25. Jan. Der bisherige Kon> Pflicht aller Kreise unseres Kunst- und Geistes- manbeUr bcs hiesigen Ausbiidungsbataillons 3nf-* lebens sein, durch allseitiges Interesse dem Bund , 15 Maior Ältvater-Mackensen, ist hierfür zu danken. (Siehe heutige Anzeige ) mit Wirkung ab 1. Februar in den Stab des Grup- — Lichtspielhaus Bah nhofstra he. ^mmandosl (Berlin) versetzt worden unter Der Film „Drei von der Tankstelle der bereits gleichzeitiger Ernennung zum Leiter des Lchrganaes ein zweitesmal verlängert wurde, läuft unwiderruf- ; r Leibesübungen in Wünsdorf. An seine hiesig* sich heute zum letzten Male. ^Stelle tritt Major Sommer, bisher im Stabe im blühenden Alter von 32 Jahren. Gießen (Schiffenberger Weg 30), Wieseck und Frankfurt a. M, den 25. Januar 1931. G31D 6890 0469 Dienstag, -en 27. Januar 047] 130 Fichtenreisstangen 5. Kl. 35 Fichtenreisstangen 7. Kl. 675D 536 D fm 4. Kl., Vereine Feinste SeeOsclie Hod Filets = 1,69 fm = 0,10 fm düii hiesiger Groß« Handlung zu Ostern geiuch!. Schrtstl. Angebots unter 6//D an den Gtenener Anz. erb. Schwarze Mäntel Schwarze Kleider Schwarze Kleider-Stoffe Schwarze Seiden-Stoffe fm 2. Kl., fm 4. Kl., M 0 d e h aus N 0 W 3 C k ■geg*® 894 Auswahlen (Tel. 3048) werden bereitwilligst zugesandt ------- - 635A Die Trauerfeier findet Dienstag, den 27. Januar, nachmittags 3 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt 5920 Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 28. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof (Ehrenfriedhof) statt. Fichtenderbstangen 2. Kl. = 36,66 fm Fichtenderbstangen 3. Kl. - 40,77 fm Fichtenreisstangen 4. Kl = 13,00 fm Holzversteigerung. Donnerstag, 29. Januar, werden aus den Freiherrn von Nordeck zur Rabenauschen Forstorten Ober- und Nieder-Seilbach an Orr und Stelle versteigert: 6680 Fichtenstämme.- 5 Stck. = 0,80 fm Kl. la, 4 Stck. 1,12 fm Kl. 1b, 7 Stck. = 3,72 fm Kl. 2a 3 Stck. = 2,93 fm Kl. 2d; Eiche-Ab- schnilte: 27 Stck. = 1,82 fm Kl. 1, 6 Stck. = 0,48 fm Kl. 2; Derbstangen: Eiche 6 Stck. 1- Kl., Fichte 38 Stck. 2. Kl.; Nuhscheifer: Eiche 30 rm; Nuhreisig: Fichte 160 rm; Brennholz rm: Scheiter: Buche 17, Eiche 57; Knüppel: Buche 12, Eiche 420, Fichte 5; Reisig: Buche 44, Eiche 375. — Zusammenkunft vormittags 10 Uhr in der Rabenauschen Ober-Seilbach. Londorf, den 24. Januar 1931. Hessisches Forstamt Rabenau. Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen bei Brühl, Schulstraße Geburtsanzeigen In tiefer Trauer: Frau Johanna Hahn, geb. Schwerdtfeger Clemens Schwerdtfeger. Gießen (Riegelpfad 32II), Fulda, Ludwigshafen (Rhein), 25. Jan. 1931. V 691 D Mittwoch,28.Ian., abcnos 8'/, Ubr Hindenburg. Wicht. Besprechung, iiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Stadttheater Dienstag,27. Jan. von i9'/rbls 22' 2Uhr ib.Sleosklig-AV.-Vrsk. (Gewöhnliche Breise Zum ersten Male: Lelakli aus Jrionö Ein Lustspiel aus d. alten Oesterreich v. Stephan Kamare. UlilUJIlllUiUllliHlllllUllUB Danksagung. Für die bei dem Tode und der Krankheit unseier lieben Schwester, Tante und Grobtante bewiesene Anteilnahme sowie tür die Blumenspenden testaite ich mir hiermit auch im Namen aller Hinterbliebenen herzlichsten Dank auszusprechen. Frau Marie Friedlein, geb. Frank. Gießen, den 26. Januar 1931. Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihie A H AH und Bbr. Bbr. von dem Ableben ihres lieben A. H. Willi Pröscher Apotheker (aktiv 1908 — 1910) geziemend in Kenntnis zu setzen. Gießen, den 26. Januar 1931. Die sind. Relormverb. Adelpiiia Im V.D.B. L A. d. C : Alfred Strack XXX _______________________684 D Tod es-An zeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief am Sonntag vormittag, 11 Uhr, sanft nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein treuer, innigstgeliebter Sohn, unser hebet, herzensguter Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Mit tiefer, herzlicher Trauer verkünden wir derTurnerwelt den Tod unseres allv. rehrten Ehrenmitgliedes und 2. Vorsitzenden unseres Vereins WillyÄilmenröder der am 23. Januar unerwartet schnell verstarb. Der I amil.-Anne» leaenoetten, Gesuche, Verträge. Beobach» tungen. Ueberwachg. und Ermittlungen preiSrv^ streng btefr. u. an all. Orten ert, u. erledigt Detektiv- Borean-n.Anaknnltei Inh.K.Gerz.Bait-rJan- helm. Knrstr. 17. 39 Wohnung 3Ztmmer,Küche und Zubehör, soiori oder sväiest zum 1. L ärz 1931 au vermieten MielberechtigungS» schein eriotderlich. Lcbrtiil. Angeb. unt (I43irtm d. Gieß. SlnA» WoQnung <4 Räume» zu üerm» Zu erfrag, in d. Ee« schäs'sst. ö Gß. Anz, Prtffllotol 50 qm, eötl.2x50 qn^ nahe K th. Vereins» haus. f.Praxis. Büro, Verkauf. Verein,. Ausschank od. deral. sofort au vermieten. Schriftl. Anir. unter 6780 an d. Gieß An^ 2 möblierte Zimmer iWohn- u. SchlasAim» wer» sowie 1 möbliertes Zimm .beide evtl, m. KüchenbentitzunK beit. Lage, anDanien preiswert au verm. RaberesSergatr.ru vornntiags. ('4:45 | Mietgesuche | Suche 3-4-Zimmer-Woh unj nur Neubau. Säir. 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Januar, nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause Wilhelmstraße 8 aus statt. 682 D Kaffeemaschine, einen Diwan, zwei Kre-1 352 denzen, eine Partie Damenhosen und 611 -rücke, ein Märklin-Modell mit clektri- 1359 Vergleichsverfahren. lieber das Vermögen des Bauunternehmers 3oh. Otto Schneider. Älleininhaber der Firma Birkenstock & Schneider, Bau- geschafl in Gießen, ist am 23. Januar 1931, nachmittags 4 Uhr, das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet worden. Der Volkswirt Dr. Ruckelshausen in (Sie- fjen, Goelhestratze 3, ist zur Vertrauensperson ernannt. Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvorschlag ist auf Donnerstag, den 19. Februar 1931 vormittags 8% Uhr vor dem Hessischen Amtsgericht in Gießen, Zimmer Nr. 201, anberaumt. Der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens nebst seinen Anlagen ist auf der Geschäftsstelle zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Gießen, den 23. Januar 1931. Die Geschäftsstelle des Amtsgerichts. Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Der- Brennholzversteigerung im Gemeindewald Annerod Donnerstag den 29. Januar 1931, Zusammenkunft: 9% Uhr vormittags Grun- berger Straße bei Abteilung 16, Abz. Nr. 200. Es werden versteigert: 683D Scheit rm: Kiefer 76, Fichte 36. Knüppel rm: Kiefer 35, Fichte 67. Reiser 3. fit: Fichte 1640 Wellen. Stocke rm: Kiefer 2, Fichte 27. Annerod, den 25. Januar 1931. Hessische Bürgermeisterei. Horn. Laden nut Wohu.ing ges. Scbrifil. Anqeb. unt 0475 an d Wien. Anz. SucheZinimer nut Vennon. Schr. Anaeb. mit Vreican« nabe unter <88D an den Gien. AnA. erb. | Stellenangebote | Gießen, den 17. Januar 1931. _________Hessisches Amtsgericht._________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Israelitischen Religionsgemeinde Gießen für das Rechnungsjahr 1931 liegt zur Einsicht der Beteiligten acht Tage lang auf dem Bureau des Unterzeichneten, Alicenftraße 4, offen. Nur während dieser Frist können Einwendungen gegen die Richtigkeit des Voranschlags erhoben werden. 673D Gießen, den 26. Januar 1931. Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde Gießen. Louis Marcus. schein Motor, eine Dampfmaschine, eine | 650 Ladentheke, vier Warenschränke, eine Geige, ein Sofa, einen Vervielfältigungsapparat, zwei Schreibmaschinen,! 65,3 rm Fichtennutzreisig. 13 Flaschen Sekt, einen Glosaufsatz, , Zusammenkunft im Distrikt Sandkaute, einen Kleiderschrank, einen Ausziehtisch, am Kreuzpunkt Jäger- und Hangschneise. ÄC‘. »uch°r,chr°nk- -in Großen-Lmd-n. den 24. Jnnunr 1931. Harmonium, 15 Meter Stoff, einen Dtxt- - Wagen zwei Schreibtische, einen Pflüg, I Hessische Bürgermeisterei. einen Krupper, einen Vorderwagen für ________________Lang,_______________ Binder, eine Schuhmacher-Nähmaschine, # w- « n { einen Aktenrollschrank, ein Schrank- NUYY0lzVerstelgerUNg. 2 . M°n.°g, den 2.Jebruar 1931. kommen eine komplette Radioanlage (Telefunken) im R.eder.lVejseler 200,6 3ur ^erf,e,9£* mit Lautsprecher. 672D run9> fi7Rn » .. , I stamme: Hebbel, Buche: 4,74 fm 3. Kl., 8,79 Gerichtsvollzieher in Gießen fm 5. SL . D-mmstrntz- 241-Telephon 4039 ^53 'ta 3. Äl ^lsA ZagS-Verpachiung. »■?.£. L »ra ° S('; Jteitag, den 30. Januar 1931, vormittags Esche: 1,59 fm 1. Kl., 0,56 fm 2. Kl. 10^ Uhr, soll die Mark- und Gemeinde- Fichte: 27,75 fm 1a-Kl., 35,64 fm lb-Kl., jagb zu Bellersheim öffentlich meistbietend 11,39 fm 2a-Kl., 1,38 fm 2b-Kl. in zwei Jagdbezirken auf neun Jahre wei- Kiefer: 0,34 fm 2a-Kl., 1,29 fm 2b-Kl., terverpachtet werden. Jagdbezirk 1 umfaßt 4,04 fm 3a-Kl., 0,33 fm 3b-Kl., 1,11 fm Zirka 125 Hektar Wald, Jagdbezirk 2 700 4a-Kl., 0,52 fm 4b-Kl. Hektar Feld und 75 Hektar Wald. 533D Lärche: 0,55 fm la-Kl., 2,40 fm lb-Kl., Bellersheim, den 16. Januar 1931. 2,69 fm 2a-Kl., 0,86 fm 2b-Kl Hessische Bürgermeisterei Bellersheim. Nuhscheil: Eiche: 21 rm l.Kl. Müller. | Zusammenkunft vormittags 9 Uhr am Jägerhaus Waidmann bei Butzbach. Bemerkt wird, daß ein Teil des Nadelholzes von 1 Uhr mittags, während der Mittagspause, auf dem Butzbacher Forsthaus verkauft wird. Nähere Auskunft durch Förster Becker in Hausen bei Butzbach. Nieder-Weisel, den 24. Januar 1931. Hessische Bürgermeisterei. Winter. 171 X gehen Sie immer, wenn Sie Ihre Kleidungsstücke des öfteren bügeln, dämpfen und auffrischen lassen Per Anzug (im Abonnement nur Mark -Äi" nur Mark 1.50) Abholen und Zusenden kostenlos Amerik. Exprefe-Dampf-Bügel-Anstalt „Wie-Neu“ Inh.: E. Kömpel, Schneider .Wolkengasse 23 Telephon 2503 / Alle einschlägig Arbeiten werden schnell und billig ausgeführt . (93 A u vl V S « XgS ~e-- 3 3 . - —ü 5 E M itiil " a eg -§ZZA to Z Z4 = JE-^:g JD C <*• 4^2 -LZL4 t# oB g £ = It5. =.r ?J8' g Hl -i 3 U) L.(9 o E e BZZ ö§ ° L tc S o 3< M KZ ä N nbe jnec e'ss.' Stellenangebote © ---in LL- C/ ge 2 o c - Jq 4, E Ls E m •5-2 ®§*8*i C® * <3 ^LL °to c E@=© c£g EN e S TD = 2 = £&' 2^ Jo e 2 E S A 'A ^-E A § "Z^ZZ^D S S-H E^V^ -2^-5- 5 >- N 2K 4 ^B -ü S. £ S.x E & Vereine a RZ" KZ AZ C. - E = 6? °£« M Z-ZFG- »ZU 2 3.5 S§ Z e । - Ze £ 3.3 O ZZZKSZZ ;93t 1 le §5 ö e o ö efoen, Der. i| her = =e I LZ-E = 2 ”2 E<£ = ®Z<9 ° Z | 25 ZZ Q L o K e s a □ e - y 4* e Ser- lschafl r Ab. auf- 8890 D :O G Z sZHsß ’s Je sdcn , i|d)en ' id) an MV StLla, i,72 fm He-Ab- 6 Stil. 6 Sick. Wer: 50 rm; , Eiche ichle 5; nmen.- >enau- ZZZlS :=.2 LZ E 8? <3> S o <3) sS°a - - —— t^g*® e-4 •X--2 = ® =. d> «o es e •— bs|! E B* = = i Ke. Rech- rDe- ureau offen. i Ein« - Bor. 673D «£* - N ce -i x:'3 5 ■if i L o s •*$« s gs he Z8l SU c MZ 4> _— 2L§ c = s «“ E^A u XSa 2(9 o Z^- «i®-« #”Ä Iw 3gS = t$>53 iS 3 5 ng. 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G g 2 =- s. d -qs 2- “ c cJ? 3o_t-3P3c_. 5Ö>^^2.3 or: S-3^g^^3 G P: o - o ’S. r. 5. s;3 3 3 ■läts I " "G o, o - o 3 2 g o *-•',2 ©taT =,ro -,0 2 = g 3ÄA2 o £5^3 O O- C_ q- os G-tcr o 5 ° 9 « 2 o 3cr—,cr -i S 3 2 2-32 3 U Ul 3 ~ 5-sZ ® 3 3 D in <-t o 8 D 3 72 in 3 3® 5« Lg §2~S _ ®§3§^o 3 d 3 2 3 23 * = o *3 r» 3» ä§3 Z^3ff^ss§L lfsfeBaS&’ ■t s 2X32 oo^-G 3 so - _ Ul öS* Ö38 E8a n H __ rr _. n —«a 2 3cfl Do O i— P 5. er in r q -=2 ÖD^ p er _2 Qö™ ?Gie 8 3 3 -' Fl GZ. 3=.E" ZSLZ . c» ° 8 8V-3 ä: P a 3 tift SZ.2 O Ag m 9 ÖD §‘äÄ« «CD S'; ZD 8er en 3 3 9 3 3 ro er ’ <2 3- 3 (51 8 3 3 8 o 9 3 S'^p §33 (51 3 Q: U> Z 13 s 3JS. G 5 61t=f 3d w o 3 C<| B s:. .3 q?' CD ÖD er 5’32 2. o 3 5 = 25S G 3^= c £• . o ä e S-f- s3Z ÖD2 ' 220 Ü9 (p A3 ft ZS 3' kS o ^rt J Z sjf gs3 &&3O« s-Sto ^xssfjlS.Ö: 8- s g' 3 p ft«~ - “§3«O 5 P ti G 3,3 0 7 L.-^3 = D^c: B. äs,^3 ti3 H 0 Ab . «S-2. ,eq ö?o*£‘o? J2 ** 2 - p 0:0 3 G er .‘ggiöi; -0 • ,2 3d 8^3, 3 «i s 3 t3r! er d; Sp-/ 2 3 - 0*3* *"’ 3- q, o o 2 5 er*§« 2 q ft. 2 2". ^Fortsetzung folgQ '' RSS1«» I ^<2ni'ön'e^ Bf • feS’1'!'!® MS AKS .if'"- i ; si r,fti' ?u82 MonnWLr «Dieter; <•- MM JR Brechen' ET. 80 feier; ■‘äs*; Ä3- S ZL. M S* U) 17.-16; • W ZA M Aus der H'Ndenb^ ... s;e Deutschen if ick die 5ttQ^ »bildet von ten vn°v lierhad), Siegel, W Norwegischer Me Ägrud. , bayrisch er-Skime Hl Müller (Daynsch'3 Sic Deutsche Spor ,yf) die Sisseren-n, mit 2 ’ufttalicnteife teigelegt Mische Verband die Migt hat. , Sie vestdeutschen /mM ich aus einer TaP W S-estnfihen de O damit gegen die ner )rc8 LerbandeS. Kunst und - Professor D. Dr. Jriif- daget Warburg, 25. 3an. tu systematischen Theolog wl, D. Dr.)) e i n r i c ürog von dem Hartford i -Mort (Tonn.) zu tt ' den Vereinigten Staaten ien. Professor Frick wist iiichzei'tig versuchen, eine ’jnfien der Marburger Ni nz ins Leben zu rufen. Gießener jt Aus dringlichen Grün! Gericht in einer ouste x sls Hilfsjugendschö r«nf und Verwaltung! 'l, beide von Gießen, t .Jwi Lehrlingen wurde fcr19? unb 1930 t Wahle begangen zu ha G Wagten jede Teil 5 Straftaten leugnete i Äto!cfen decken Diebstahls in it 2®“!talen H* einem von E , Ab. btc w. 'r wlgten. N> Mi** $ Wtittt. °U* l<,08 'Ä'6“6»' ®>Ä bia^ ®tort, Ä%gjkr ?a^ 'egann grfpg r srifi 'ter ihm M SS 11 keinen SekmU Gaffel kämpften di. ^ich gc^Y !nm, Zuschauer riß S'^-N Qn sich° M^Pl« den SieaZr Ä^s fr?JnWm ®n- r wendige 10X® "feiner Sefamlheit, |0 irontfurter challenlpon. [9 roar. Erfreulich war «mental alle am Start Wen ließen erkennen, lt über Sräfte verfügt, ° Zukunft der deutschen tn kaffen brauchte, — Konnfchaften, die ussetzungen fkkntenntnis elnde Routine auf btt trainingsmöglichketh p die Teilnahme an die- -erste Gegner als einen vorwärts •> Hinsicht von Nutzen lerinntn und Sportler och viel zu arbeiten gilt ) diesen Tag das Ler-. 5 den erzielten einzelnen Stärkung erfahren hat, misse.' : 1. Körnig, 5L. Thar- Lammers, Oldenburg, , 12 P. - 1. Lauf, t.1,2. Lammers, Biuii- uf, 50 Meter: 1. Lam- 3. ^onatt). - 3. Laus, mmers, i Meter zurück: ; 1. Dr. Peltzer, Stettin, n SC. Charlotlenburg, M-l 4. Paul, Stuttflar- fiürben: l. Welscher, t; 2, Prieß, To. Kreuz. H ihren Kopf assen, blanken Äiroer» an Gründ ihrer v«k >d Ehrfurcht unb ä“, raunte er innig- n!en!" g wieder mit DM den sie da MW -führt hätte- Sr «*”Ä Zse Angelegenheit «- ün Stillen und gab hi- äugen mit tar S’ÄÄ. k M ** W fl I* i* “ L"° . _ dM 6U »°4 " j Diese । M A Kck lm SB- verbitte nach, 2 Meter zurück: 3. Zohlen IGSV. Frankfurt. — 800 Meter, offen: 1. Abel, Neckarau, 2,09 Min., 2. Mai), Homburger Id. 2:10,8 Min., 3. «nocckcl, SC. 80 Frankfurt. — 50 Meter für iZraucn.'l. Hcuix, Eintracht Frankfurt, 7,1 Sek.; 2 Siebert, IG. Frankfurt, 7,2 Sek.-, 3. Fuchs, Ig. Sachsenhausen. — 10X50-Meter-Pendel: staffel für Jugendliche: 1. 1000 Gießen, 1:03,8 Min.: 2. SC 80; 3. Bar Kochbo, Frankfurt. — 30 0 0 Meter: 1. Helber II., Stuttgart, 9:13,9 Min.; 2. Halber I., Stuttgart, 9:26 Min.; 3. Ha- irisch SD. 98 Darmstadt. — 4X2-Runden- ilaffcL 1. SC. 80 Frankfurt; 2. IG. 1. Mannschaft; 3. IG. 2. Mannschaft. — 50 Meter, affen: 1. Rüb, Pol. Würzburg, 6,3 Sek.; 2. Kocher, vorwärts Frankfurt; 3. Müller, BfB Gießen. — »X50-Meter f ü r Frauen: 1. Eintracht Aranksurt, 34,8 Sek.; 2. IG. ^-Mannschaft; 3. IG. 8-Mannschast. — Kugelstoßen: 1. Hirschseld, ’lllenftein, 15,55 Meter; 2. Schneide^ Rüsselsheim, 14 29 Meter; 3. Brechenmacher, München, 14,08 Meter; 4. Berg, SC. 80, 13.39 Meter; 5. Rüb, Dürzburg, 13,13 Meter, 6. Söllinger, Darmstadt, *13,11 Meter. — 5 X 5 0 . M e t c r - P e n d e l: 1 SC. 80 Frankfurt, 28,4 Sek.; 2. BSC. 99, Offen- bad); 3. Eintracht 2. Mannschaft. — 3X 1000» Meter: 1. Eintracht Frankfurt, 8.31 Min.; 2. Darmstadt 98; 3. 1900 Gießen. - 10X2-Run° den: 1. Tuiskonia Frankfurt, 7:08,1; 2. Bechmann, Schüler; 3. To. Vorwärts Frankfurt. — Spiele: Faustball: Post, SV. Frankfurt (DSB.) — IG. Frankfurt (DI.) 17:16; Handball: Eintracht (DSB.) — Pol. SV. Frankfurt (DI.) 3:2 (0:0); 3SV. Frankfurt (DSB.) — To. Niederrad (DI.) 4:1 (0:0). Kurze Sportnotizen. Auf der Hindenburgschanze in Oberhof ^zielte Karl Wagner, Ober-Gchönau, einen gestandenen Sprung von 62 Meter. • Für die Deutschlandrundfahrt 1931 ft jetzt die deutsche Vertretung komplett, sie wird gebildet von den Straßenscchrern Vufe, Stöpel, Thierbach, Siegel, Metze und Geyer. Vorweg ischer Weist er im EiSschnellau- *en wurde Sten deck vor dem Titelverteidiger Dal- langrud. Bayrischer Skimeister wurde wieder Oustl Müller (Bayrisch-Zell). * Die Deutsche Sportbehörde teilt mit, )aß die Differenzen mit Dr. Peltzer wegen seiner 2ustralienreise beigelegt worden sind, da der australische Verband die Darstellungen Pelhrrs bestätigt hat. Die westdeutschen Grohvereine bekannten sich auf einer Tagung in Düsseldorf zu den Dresdener Spesenfähen des Bundes, wandten sich also damit gegen die neuen Spesenbastimmungen ihres Verbandes. Kunst und Wissenschaft. Professor D. Dr. Frick-Marburg nach Amerika eingeladen. Marburg, 25. Ian. (WSN.) Der Professor der systematischen Theologie an der hiesigen Universität, D. Dr. Heinrich Frick, hat rine Ein- lodung von dem Hartford Theological Seminary in Hartford ((Sonn.) zu theologischen Vorlesungen in den Vereinigten Staaten erhalten und angenommen. Professor Frick will bei seiner Amerikareise gleichzeitig versuchen, eine Arbeitsgemeinschaft zugunsten der Marburger Religionskundlichen Sammlung ins Leben zu rufen. Gießener Jugendgericht. AuS dringlichen Gründen verhandelte das 3u- aendgericht in einer außerordentlichen Sitzung, an der als Hilfsjugendschössen Lehrer Heinrich Frank und Derwaltungsbeamter Wilhelm R i e- bei, beide von Gießen, teilnahmen. Zwei Lehrlingen wurde zur Last gelegt, in den Jahren 1929 und 1930 zu Gießen verschiedene Diebstähle begangen zu haben. Während der ein« der Angeklagten jede Teilnahme an den verschiedenen Straftaten leugnete und ihm auch eine solche nicht nachgewicsen werden konnte, wurde der andere des Diebstahls in zwei Fällen für schuldig befunden und in eine Gefängnisstrafe verurteilt. Die Straftaten standen zum Teil im Zusammenhang mit einem von Erwachsenen begangenen, bereits früher zur Aburteilung gelangten Bandendiebstahl. Wirffchast. Holzversteigerungs - Termine. Dienstag, 27. Januar. Versteigerer: Fürstliche Oberförsterei Lich. Ver- steigerungsort: Meilbach, Mönchswald, Riedwald. Zusammenkunft: Blindclochwiese, 10 Uhr. Versteigerer: Forstamt Schiffenberg. Versteigerungsort: Wirtschaft des Georg Sommer VI. zu Watzenborn. 9.50 Uhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Ruvpertsburg. Ver- fteigerungsort: Im Saale Otto Wagner L, Gastwirtschaft zum Bahnhof Ruppertsburg. 10.30 Uhr. Versteigerer: Gras zu Solms-Laubachsches Forst- amt Laubach. Versteigerungsort: Gasthaus „Zur Traube". 10.15 Uhr. Versteigerer: Gemeinde Krofdorf. Versteigerungs- ort: Gastwirtschaft Moos in Krofdorf. 10 Uhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Cleeberg. Dersteige- rungsort: Cleeberger Markwald. Zusammenkunft unterhalb Weiperfelden am Eingang des Mark» waldes. 10 Uhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Geilshausen. Versteigerungsort: Zusammenkunft im Distrikt Ziegenberg. 11,30 Uhr. Rund 300000 Arbeitssuchende in Hessen und Hessen-Nassau. Heber die Arbeitsmarktlag ein Hessen und Hessen-Vassau berichtet das Landcsarbeitsamt Hessen in Frankfurt a. M.: Vom l.bis 15.3anuar 1931 stieg die Zahl der Arbeitsuchenden um weitere 25 557 auf rund 300000 an. Diese wesentliche Verschärfung der Arbeitsmarktlage wurde nur zum Teil durch das Frostwetter, das zur vorübergehenden Einstellung säst aller Außenarbeiten zwang, verursacht. Größere Zugänge kamen auch aus der F o r st w i r t s ch a f t (Bau- und sonstige Arbeiter, die nach Beendigung des Holzeinschlags wieder am Arbeitsmarkt erschienen), sowie aus der Tabakinöustrie infolge völliger^ oder teilweiser Betriebsstillegung wegen der Tabakzollerhöhung. Die Zahl der arbeitsuchenden Tabakarbeiter und - arbeiterin- ncn stieg um mehr als das Doppelte (rund 4600) aus 818 2. Die übrigen Derufsgruppen gaben auch noch weitere Arbeitskräfte, zum Teil in größerer Zahl, frei. Arbeitslosenunterstützung erhielten am 15. Januar 141 438, Krisenunter- stühung 42 742 Hauptunterstühungsempfänger. Zusammen wurden also 184 180 Personen (ohne Angehörigen) unterstützt, gegen 165 774 am 31. Dezember 1930 und 147 216 am 15. Januar 1929. Außerdem unterstützte die Reichsanftalt Ende Dezember 1930 insgesamt 7796 Kurzarbeiter, die drei Tage und weniger wöchentlich arbeiten, gegen 7235 Ende November. Börsenzulassung für 500 Millionen Reichsbahnzertifikate. Die Reiä)sbank hat am Samstag den Antrag gestellt auf Zulassung von 500 Millionen Goldmark Zertifikaten der 7 p r o genügen Vorzugsaktien der Deutschen Reichsbahngesellschaft. Diese 500 Millionen Goldmark sollen gleich den bereits an der Börse eingeführten Zertifikaten, mit denen sie übereinftim- men, für lieferbar erklärt werden. Es handelt sich bei dieser Börseneinführung um die Vorzugsaktien der Serie I, die bisher in vollem Umfange im Eigentum des Reiches war. Gemäß dem Haushaltsplan für 1930 und dem Voranschlag für 1931 soll ein erheblicher Teil dieser 500 Millionen vom Reiche veräußert werden. Das ist bereits in großem Umfange gelungen, unb zwar sind die Zertifikate von der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte und von Lebensversicherungsgesellschaften zu dauernder Kapitalanlage erworben worden. Eine etwaige weitere Abgabe des noch nicht veräußerten Teiles wird gleichfalls nur für die Zwecke dauernder Kapitalanlage erfolgen. * Die Indexziffer der Großhandels- p r e if e. Die auf den Stichtag des 21. Januar berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 114,9 gegenüber der Vorwoche (115,6) um 0,6 v. H. gefallen. Von den Hauptgrup- pen ist die Indexziffer für Agrarstoffe auf 106,4 (107) oder um 0,6 v. H. zurückgegangen. Die Inderziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist auf 107 (107,9) ober um 0,8 v. H. unb biejenige für industrielle Fertigwaren auf 141,2 (142,1) oder um 0,6 v. H. gesunken. r Beantragte Stillegung der Hütte Ruhrorl-Meiderich. Von der Verwaltung der zu den Vereinigten Stahlwerken gehörenden Hütte Ruhrort-Meiderich wurde beim zuständigen Demobilmachungskommifsar Stillegung des ganzen Werkes wegen Auftragsmangels beantragt. Don dieser Maßnahme würden rund 6000 Arbeiter und 1000 Angestellte betroffen werden. Die Hütte, die noch zu Anfang dieses Jahres eine Belegschaft von etwa 17 000 Mann hatte, mußte bereits vorher einzelne Betriebsabteilungen ftiUegcn unb die dort tätigen Leute entlassen. Berliner Börse. Berlin, 26.3an. Aach freundlichem vorbörslichen Verkehr wurde cs zunächst etwas schwächer, unb die ersten offiziellen Aotierungcn lagen meist unter dem Samstagschluhkurs. Der Verlust betrug 0,5 bis vereinzelt 2 Prozent, nur einige Spezialwertc verloren darüber hinaus bis zu 3,5 Prozent. Einen günstigen Eindruck machte die gestrige Rede des Reichskanzlers Dr. Brüning. Der Reichsbankausweis der dritten 3a- nuarwoche brachte eine normale Entlastung (Wechsel, Schecks usw. minus 59 Millionen. Roten minus etwa 217 Millionen). Doch wies man auf die Abnahme der Devisenbestände um 72,5 Millionen hin. Die Deckung hat sich jedoch auf 59,8 bzw. 65 Prozent gebessert. Obwohl das Genfer Resultat befriedigte, war man über verschiedene Momente, so über die Zahlungseinstellung der Reinickendorfer Bank und den schwachen Schluß der Reuyorker Samstagbörse, verstimmt. Lieber den Jahresabschluß der Reichskreditgesellschaft wurde noch lebhaft diskutiert. Die älmsähe zu den ersten Kursen hielten sich im Rahmen von 12 bis 14 Millionen und waren in estrigen Werten etwas größer. Schultheiß, Siemens, 3lse, Salzdetfurth, Rhein. Braunkohlen waren bis 3,5 Prozent niedriger, während Julius Berger bei kleiner Aachfrage 4,5 Prozent fester lagen und Deutsche Linoleum trotz des Dementis 3,75 Prozent anzogen. Sehr schwach lagen wieder Schiffahrtswerte, von denen Hamburg Süd bei Minus- Minus-Rotiz 8 Prozent und Hansa bei Minus- Minus-Rotiz 5 Prozent verloren. Bemerkenswert War das weitere Anziehen der Reubesitzanleihe auf 5Vs und im Verlaufe auf 5,20 Prozent. Ausländer behaupteten sich im allgemeinen. Mexikaner lagen etwa 0,5 Prozent fester, dagegen Lissaboner schwach. Geldsah unverändert. Pfandbriefmarkt noch unentwickelt. 3m Verlause gingen die Kurse bei weiteren Abgaben der Spekulation erneut bis 2 Prozent zurück. Bergmann wurden verspätet 3L5 und Schlesische Gas 2,5 Prozent niedriger notiert. Hapag und Lloyd verloren weitere 1,5 Prozent. Die Meldung eines Mittagblattes über die Ankunft Deterdings und eventuell Verhandlungen mit der deutschen Regierung über eine Anleihe von 150 Millionen Dollar wurde skepttsch aufgenommen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M.. 26. 3an. Tendenz: etwas schwächer. Die Börse eröffnete die neue Woche in etwas schwächerer Haltung, nachdem der Vormittagsverkehr noch etwas freundlicher lag. Trotz der außenpolitischen Entspannung und der überwiegend festeren Auslandbörse war die Spekulation eher geneigt zu Verkäufen, da zum ällttmv kaum noch Stückemangel befürchtet wird und auch von der Vörsenkuickrschaft keine neuen Kaufaufträge Vorgelegen haben. Der günstige Reichsbankaus- wcis der dritten 3anuarwoche hatte la.tm irgendwelchen Einfluß, da der bevorstehende Reichstags- beginn etwas zur Zurückhaltung mahnte. Daneben wirkte das weitere Ansteigen der Arbeitslosenziffer noch nach. Das Geschäft war sehr klein, und zu den ersten Kursen übertrogen meist Abschwächungen, die teilweise etwas größere Ausmaße annahmen. Während Deutsch Linoleum erneut um 4,5 Proz. anziehen konnten, ergaben sich bei Siemens und Kaliwerte Kursverluste bis 4 Prvz. Schwächer eröffneten außerdem noch 3.- G.-Farben, AEG., Gesfürel. Schuckert, Montan- und Schifsahrtsaktien. Der Rückgang betrug 1 bis 1,5 Proz. Von Aebenwerten lagen Wayß & Freitag, 3unghans und am Chemiemarkt Chade bis 1,5 Proz. freundlicher. Bankaktien eröffneten gut behauptet. Reue Reichsbankanteile zogen tret‘er an. An den übrigen Märkten herrschte große Geschäftsstille. Am Anleihemarkt lagen Altbesttz gut behauptet. Von Ausländern konnten sich Türken und Mexikaner leicht erhöhen. Pfandbriefe ruhig unb ziemlich unverändert. ~n Go. ist das Angebot weiter knapp. Rach den ersten Kursen und auch im Verlause gaben die Kurse auf weitere Glattsteslangen der Kulisse und neue Verkäufe von außen her weiter nach. Der Kursabschlag betrug 1 Proz. Arn Geldmarkt blieb der Satz für Tagesgeld mit 3,5 Proz. unverändert Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 22,76, gegen Pfund 20.4265. London gegen Kabel 4.8545. gegen Paris 123,88. gegen Mailand 92,72. gegen Madrid 46,30, gegen Schweiz 25,0975, gegen Holland 12,0675. Frankfurter Lchlachtvichmarkt. Frankfurt a. M., 26. 3an. Auftrieb 1272 Rinder darunter 240 Ochsen, 116 Bullen. 499 Kühe, 398 Färsen, ferner 534 Kälber, 86 Schafe. 5616 Schweine (445 Litauer). ES wurden notiert: Rinder: Ochsen vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 46 bis 50 Mk.. (ältere) 42 bis 45. sonstige voll- sleischige (jüngere) 38 bis 41; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 45 bis 50, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 40biS44; Kühe: jüngere, vollfleischige. höchsten Schlacht- Werts 39 biö 41, sonstige vollfleischige oder aus- gemäftete 35 bis 33, fleischige 30 bis 34, gering genährte 25 bis 29; Färsen (Kalbinnen, 3ung- rinder): vollfleischige. auSgemästete, höchsten Schlachtwerts 47 bis 51. vollfleischige 43 bis 46. fleischige 40 bis 42. — Kälber: beste Mastrind Saugkälber 60 bis 65, mittlere Mast- und Saugkälber 57 bis 59, geringe Kälber 50 bis 56. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 50 bis 53, vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 50 bis 53, von etwa 160 bis 240 Pfund 51 bis 54. fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 50 bis 52 Mk. — Marktverlauf: Rinder ruhig, äleberftand. Schweine schleppend. Kälber und Schafe schleppend, geräumt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 26. 3an. Tendenz: ruhig. Der Frankfurter Prvduitenma .kt eröffnete die neue Woche in festerer Haltung, da das Angebot in Brotgetreide ziemlich gering war. Die ilntlar- heiten bezüglich der künftigen Vermahlungsguote haben bei den Händlern eine schärfere Zurückhaltung verursacht. Roggen lag fester. Der Preis für Weizenmehl wurde heute wieder um 0,25 auf 42,75 pro Doppelzentner heraufgeseht. Das Geschäft war weiterhin recht klein. Roggen ruhig, Hafer leicht gedrückt. Gerste ruhig und schwächer. Futtermittel bei kleinem Geschäft etwas anziehend. Es wurden notiert: Weizen 282,80; Roggen ISO bis 182,50; Sommergerste für Brauzwecke 210 b.s 215; Hafer, inländischer 160 bis 165; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 42 bis 43; Roggenmehl 26,50 bis 27,50; Weizenkleie 9,75; Roggenkleie 9,25; Erbsen 25 dis 31; Linsen 25 bis 60; Heu. süddeutsches 6 bis 6,50; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht 3,25 bis 3,50; Weizen- und Roggenstroh 3 bis 3,25; Treber, getrocknet 10 bis 10,25. Frankfurter Eicrmarkt. Frankfurt a. M., 24. Jan. Bei sehr ruhigem Geschäft neigen die Preise weiter zur Schwäche. Es notierten in Ps. per Stück ab loco Frankfurt a. M.: bulgar. 11, rumän. 10, holländ. 10 bis 12,5, bclg.- fland. 12, bayer. 11,5, deutsche Landeier 10 bis 14. Berliner Produktcnmarkt. Berlin. 24. 3cm. Die Rachfrage für Inland- weizen hat seit gestern nachmittag einen kräftigen Antrieb erhalten, und an der Küste sind noch gestern größere Umsätze zu steigenden Preisen erfolgt. Heute bestand Kauflust zu etwa 2 Mark höheren Preisen. Das 3nlandangebot ist ziemlich knapp, die Forderungen sind teilweise beträchtlich erhöht. Am Lieferungsmarkte vermochte sich die Befestigung nur allmählich auszuwirken. Die Anfangsnotierungen lagen 1 bis 1,25 Mark über den gestrigen Schluhpreisen. Am Roggenmarkte hat sich die Situation wenig verändert. Das heraus- kommende Offertenmaterial findet zu gestrigen Preisen Untertunft, wobei gute Qualitäten bevorzugt teerten. Weizenmehl ist etwas besser beachtet und in den Forderungen um 25 Pfennig erhöht. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samslag nachmittag geschloffen. An;eii,enaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle 3u richten. Für unverlangt eingesandte IN a n u s k r i p t e ohne beigesügles Rückporto wird keine Gewähr übernommen. - Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 o. H. ;vranfiun a. jji. | -Berlin Schluß- tur< 1-Uhr- Rur« Schluß! Iur4 | Anfang» Hur< Dolurn 24.1. । 25.1. 24.1. 25.1. Vk trutlche sretchtam-1-e Bon 1947 ......... 85 85 ttutldie NelchSanleH- BOB .............. 98,4 _ 93,75 tttlfdie «nI.-W>löI..Schuld mii thHlol.'Oicdilen....... 51,8 — 51,65 51,5 t^I. ohne »luelol.-Redite . . 4,9 5,1 5 5,13 HHeti. SolUimat von 1929 Mdiobib. 102%) . . . . . Cinbclkn Provinz - An!eche mt 8uilni..$rd)ten...... 88,75 89 _ 48 — kui|d>r Komm. Sammelabl. Inlcihc Serie 1...... 48,5 _ 48,5 _ •% sträng. Hop.-Banl Svldpsr XJII untünbbai bti 1994 . . • X ftiantl. Hvv^BanI Soldpfr untünBbar 6U 1932 ..... 93,75 — — _ 92 —- — — i|die «olbtenle . . — — 25,9 - Ocslerretchilchr SUberrenlr ■w — 2,1 Ccütneldjtfdx Einheitliche 1,35 f? Ungarische «olbrrnte . . . . — — 21.9 __ 'Allngmiiche Staatkrente v. 1910 17,25 — 17,4 —— delgl. von 1913..... ** Ungarische Rtonenrente . . • — —— — 1,35 — 1.35 1,3 *% klinische Zollanleide von 1911 3,3 3,4 3,4 •% Ifitilldx Vogdadbahn-Alll 3,3 3,4 3,3 <% bergt, eine II....... 3/3 — 3,4 »iimSntlche vereint». Rente »on 1903....... . . | - RumLnische verelnh. Rente do» 1918.......... 13,25 13,4 12,3 ** >imnünische vereinh. Rente . 6,75 6,8 6,8 Hramturt a. 211. »erlln «Schluß-< httfj | 1-Ubr« fl re Schluß-1 furt I Slnfany fturtf Datum 24.1. 25.1. 24.1. i 25.1. r>amvucg.21mcnla 'Batet . ■ < 59,5 59,25 60 60.13 Hümburq-Südam. Tampsschiss 8 — — 136 —— Hama Dampsichiss..... 10 —— —— 101 Nordbeuticher Lloyd .... 8 60 59,25 60,9 59.4 Allgemeine Xcuti<6eGrtbüanfL 10 97,13 — 97.75 97,75 Barmer Banlverem .... 10 101, 101,25 101 101.25 Berliner HandeUgeieUichasi . 12 117 — 117,5 — Commerz, unb Privat bank . 11 1'0 109,75 110,25 109,75 Darmstübt?r und Narionalbanl 13 141,5 — 141,75 141 Teutsche Bank und Tirconto-aleleUichall, . . . 10 109,25 — 110,25 109 Dresdner Bank...... 10 109,5 109,5 110,25 109,75 «eichlbam........ 12 230 — 232,25 233 •a.G.«........... 8 1,75 90,75 92,5 90,5 Bergmann........ — — 94,25 — chletlr. LieseningSgeselllchasl. 10 96 — 98,5 99.5 Licht uitb fltafi...... 10 98 — 98,5 98.25 zelten & OuUltaume . . . < Ji 73 72,25 72,25 iSdcllldjatt lür Wellrilche Nnternehmungen .... 10 93,5 93 94 93,5 Hamburger EieUrijitärS-Werle 10 — — 103 102,5 ch'beinijche Gicttryült . . . . 9 97 — 99 —— Schieiiiche Eielrchitäl. . . . 10 — — 104,5 102 cdiudett & Co....... 11 103,5 102 103,5 101.9 Riemen» S Halrle..... 16 151,5 148,25 151,75 149 Itautiaolo ........ . 8 — —— 120.5 121,25 i-aL-ntfoet & Co....... 10 102 — 102 — Buderu»....... • . 5 44,5 — 43,5 43,25 Deutsche Erdbl . ..... . 6 57 57,75 57 diener Steinkohle ..... . e — —- — Crlienkircheaer .••••• . 8 72 73,75 72,25 Aatucner - ■ ..••••• Hoesch Eiscn........ . ( 6K 69 _ 70.5 58,25 57,9 Ilse Bergbau ....... 10 164 162,5 170 fllödnerwcde..... • . 51,25 52,5 52,5 fiöln.Meucllen..... • . 62 61,75 ®lanne>mann*Söf)Teil . . . . 59,76 58 59.75 58,75 Manrseldcr Bergbau .... — 31,75 31 Lberschles. Eiienbcdarf . . . . —— 37 38 Lberschlel. ilolciwerle. . . . — — 62 62 Bböni; Bergbau...... 52,5 — 52,75 51,25 Sbeittfldic Braunkohle« . . lt 148 —- 149,25 147 Siheinsuchl........ 63 62 62,25 62.5 Siiebeck Montan ...... 7,2 1 — 73 — firantfurt a. M. Verstn vechluß» für« 1-Uhr- STurt Schluß-1 für« | Hnfaag- flur« Datum 24 i 25.1 24.1. 25.1. Bereinigte Stahlwerke . 54.5 — 55,25j 54,75 Otavi Minen..... — 31 31 Kaliwerke Ascher-Ieben . . . 10 128 . 124 126.75 134 125,5 Kaliwerke Westeregeln . e . 10 134.75 | —— 132.5 Saliwerke Salädetsurth . • - 15 192 I 189,5 191,5 189 g. ®. Warben.Industrie . - - 12 121 ! 120 121,4 121 Dynamit Nobel . . . . fi — — 59,5 59,65 U 128,25 1 129,75 — —— Moldschmidt ..... . b 33,5 — 33,5 — Rütgerkwerke..... . 6 42 — 42,65 43 Metallgeiellschast. . . . • • . 8 66,75 68,75 — DhiliVV Hohmann . . . 1 70,5 70 70 Zementwerk Heidelberg • « 10 66 — Zementwerk Karlstadt. . e • 10 — —— Banfe & Rtcntag . . . . 8 38,25 38,5 38 Echulibeir Pahenhoser . 15 — _ 149.5 146 Lstwerkr....... 12 —— 130 — Mu......... 18 49.25 — 49,5 49,5 Bemberg....... 14 46,5 — 44.65 45 Zellsto's Waldbos . . . . 18'/. 87,5 — 88,5 88 62,75 ZeUstos« Aschassenbura . (Sbatlottenbutget Wasser • • 62 e e . 8 — —- 78.5 78 Dessauer ffla?..... . 9 — — 102,75 102,75 Daimler Motoren . . • e e . 0 19 —— 19.5 19 Teutsche Linoleum . . e e e - 91,5 96 92,25 96 Maschinenbau Ä.-<3. • • • e . o — — 29,25 29.5 Not. Automobil . . . e e . 0 — — — Lrenstein & Koppel . . e • . 6 —— — 40,25 77 Leonbard Tietz . . • • 10 95 —— 98.5 99 Svensla....... 251 — 251 255 frankfurter Moschiuea . « . . 4 14 14 ! — Grttzner....... e e . f 30,5 30,13 •— HcyliAenstaedk . • . • . 0 28 73,5 29 73 28 29,75 Lechwerke....... . 8 Mainkratlwerke Höchst o. M.. . r — —— —— —— Miag......... 10 — 56,5 — (8ebr. Roeder..... 10 — — '—• Voigt L Haesfner . . . e e . ? •— —— Süddeutsche Zucker . . • . 10 - 118 — Banknoten. Berlin, 24.Januar Gelb 3rief 8Imen!anlld)e Noten...... 4,196 4.216 Belgische Roten ....... 58,35 58.59 Tannche Noten ....... 112,08 112.52 Gnn'ildie Noten ........ 20,41 20,49 ssranzchstche Noten ....... 16,448 16,508 Holländische Roten....... 163,91 169.59 ntalientsche Noten........ 22,01 22,09 Norwegische Noten....... 112,03 112,47 Teutich-Oester-eich, 4 100 Schilling 58.98 59,22 Rumäniiche Noten....... 2.48 2.50 Schwedische Noten....... 112,35 112.79 Schweizer Noten........ 81,25 81 ,57 Spanische Roten........ 43,78 43,96 rtcheckwiiowalische Noten..... 12,40 12,46 llngariiche Noten 73,17 73,47 Devi enmarfl Berlin — Frankfurt a. 2H. 24-Zanuat <5.Januar Amtliche Notierung Sield ) 2 ries Amtliche Geld Notierung »rief dlmst.-Rott. ivuen-Aire- Vrss.-Antw. ttbriftiania. .Ropenbaflen Stockbolm - Hellingfors. Italien. . . London. . . Ncuvork .. Baris. . . . Schwei; .. Spanien. . Japan . . . Bio de Ian. Wien in D-- C eft abgeft Prag . . . . Belgrad . . Luoap-si. . Bulgarien. l'iffabon . . Tanüa - . . Sonft-aitin. Athen. . Lanada . 11 ru uay. Cairo .. 169,09 1,275 58,59 112,32 112,31 112,49 10,477 22,01 20,405 4,2035 16,45 81,32 44,01 2,079 0,370 59,095 12.44 7,425 73,37 3,047 18,82 81,58 1,784 5,445 4,194 2.727 20.92 169.43 1.279 58,71 112,54 112,53 112,71 10,497 22.05 20,445 4,2115 16,51 81,74 44,09 2,083 0,372 59,215 12,46 7,439 73,51 3,053 18,86 81,74 1,789 5.455 4-202 2.733 20.96 169.09 1,277 58,53 112,32 112,33 112,48 10,577 22,005 20,406 4,2035 16,469 81,31 44,03 2,079 0,371 59,09 12,441 7,425 73,37 3.048 18,81 81,53 1.784 5.45 4.194 2.727 20.92 169,43 1,281 58,70 112,54 112,55 112,70 10,597 22,045 20,446 4,2115 16.509 81,47 44,11 2,083 0,37p" XÄ.2I j 12,461 7,439 • 73.51 1 3.054 / 18.85 \ 81.74 • 1.789 5.55 4.209 2.733 20.96 5% Rückvergütung Durch günstig. Einkauf ist es mir gelungen, eine grüß. Anzahl von hereinzubekommen und gebe solche zu Spottpreisen ab. Großer Preis-Abbau Statt Karten! 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Der Vortragende verstand es sehr gut, seinen Zuhörern den Charakter dieses Landes nahezubringen und fand für seine fesselnden Schilderungen herzlichen Beifall. Eine Reihe von Lichtbildern veranschaulichte das gesprochene Wort. in bester Lage Gießens, auch geeignet als Filiallager f. Grobhandlungen, mit umfangreichen Büro- und Lagerräumen, Eine entzückende Film-Komödie mit Harry Liedtke Vera Schmitterlöw — Hans Junkermann - ErnstVerebes - Herrn. Picha Steinbach (»Zur Krone*) 24. Januar 1931 Schlafzimmer, 676 0 Schlafzimmer, voll gesperrt, 4CK ML Eiche geritzt, dreitüriger Kleiderschrank mit schw.Ausführg., prachtvoll.Zimmer 1*1 IV Morgen Dienstag Premiere in Bade-Einrichtungen Kohle — Gas — Elektr. bei Rudolf Rödiger Walltorstraße 35 405 a 0iUa» hauSzinSsteuersrei, 8 Zimmer, 2 Mani^ Bad. 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Aus diesem Grunde wurde die Hecke beseitigt und dafür ein De t 0n geländ e r errichtet, das freie Sicht gewährt und ängstlichen Gemütern keine Furcht einjagt. Kreis Schotten. V Gedern, 24. Jan. Dem seit 35 Jahren im Gemeinderat zu Gedern tätigen staatlichen älntererheber Konrad Verlach wurde durch die Gemeindevertretung im festlich geschmückten Saal des Rathauses eine eindrucksvolle Ehrung zuteil. Der Jubilar feierte am gleichen Tage auch seinen 70. Geburtstag. Bürgermeister Müller gedachte in einer eindrucksvollen Ansprache der großen und vielseitigen Verdienste des Jubilars, der seine Arbeitskraft stets in den Dienst der Gemeinde gestellt hat. Der betagte Mann war außerdem Vorstandsmitglied und Kontrolleur bei der Gederner Gewerbebank. In seinem Hauptberuf führte er die Sektion Gedern der Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Kreis Schotten. Von 1919 bis 1925 war Konrad Gerlach auch Mitglied des Kreisausschusses. Im Vereinsleben trat er ebenfalls hervor; war lange Zeit erster Vorsitzender des Krie- Oberhessen. Landkreis Gießen. ' Klein-Linden, 24. Jan. Hier fand der erste diesjährige Bruderabend des Jungdeutschen Ordens statt. Es konnten neun neue Jungnovizen ausgenommen werden. Die Arbeit der nächsten Monate wurde besprochen. * Leihgestern, 24. Jan. Ein Bruderabend vereinte in Leihgestern die Brüder des Jung- deutschen Ordens. Eine Reuaufnahme konnte vorgenommen werden. v Londorf, 25. Jan. Der Arbeiter-Ge» s angverein „Union“ hielt am Samstagabend im Saale von Louis Lich sein Winter- vergnügen ab, dessen Programm den augenblicklichen Zeitverhältnissen entsprach. Reben dem Gesang mehrerer Chöre und Volkslieder, deren Vortrag von guter Schulung zeugte, wurden ein Theaterstück, ein Duett für Sopran und Alt, sowie zwei humoristische Duette gegeben. Die Darbietungen fanden starken Beifall. Tanz beschloß die Veranstaltung. 0 Holzheim, 24. Jan. Aus der kirch - l i che n Statistik des verflossenen Jahres sei folgendes erwähnt: die Gottesdienste wurden besucht von 45 561 Personen (39 823 Erwachsene, 5738 Kinder), das sind durchschnittlich pro Woche 765 Erwachsene und 110 Kinder, also 74,05 Proz. der Einwohner = 98,73 Proz. der Erwachsenen. Beim Abendmahl sind es 182,14 Proz. der Erwachsenen. Wie groß hier trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage die Opferfreudigkeit ist, erhellt aus folgenden Zahlen. Es wurden gegeben für den Gustav-Adolf-Verein 100 Mk.; Missionsverein 2683 Mk.; Innere Mission 876 Mk.; Kollekten 544 Mk.; Arme 1096 Mk.; kirchliche Zwecke 417 Mk.; Dibelverein 75 Mk., zusammen 6585 Mk. Q Dorf-Gill, 24. Jan. Im Jahre 1930 wurden in unserer 437 evangelische Einwohner zählenden Gemeinde getauft: 3 Kinder, beerdigt Aus dem Amtsverkündigungsblaii. • Das Amtsverkündigungsblal Rr. 5 vvm 23. Januar enthält: Die neue Fassurj des Brotgesetzes. — Kriegergräberfürsorge 1932, — Die Führung der Sprungregister. — Die E:« Hebung einer Biersteuer in der Gemeinde Holtheim und Münster. Erkenn 0elb’ mit Scha,e Li Udull bisher 0.24, Jetzt Pfund Bon alteingesessener Fabrik für Baby - und Kinderarlikel wird tüchtig, u. fleißiger Vertreter Im Beiprogramm: Ufa-TOIl-WOChe Tonlustspiel Qnhmal? re’n amerikanisch uLniHalZ bisher 0.74, jetzt Pfd. I incon gut kochend Lllluull bisher 0.24, jetzt Pfund ^SCHADE & I FnJLLGRABE Astoria-Lichtspiele Ab heute Montag gerverems und gehörte dem Borstand des Tur « Vereins an. Von der Gemeindevertretung tourt** ihm ein schönes Geschenk zuteil. Preußen. . Kreis Wetzlar. ch Dutenhofen, 24. Jan. Im „Jagdschlöße chen" hielt der neue Missionsdirektor von bet 1 Rheinischen Mission, Fr. Keppler, einen Vor« trag über die augenblickliche Lage der Rheinischen Mission, die unter den neunundzwanzii deutschen evangelischen Missionsgesellschaften bi» größte ist. Das Interesse für die Mission zeigr> sich in dem starken Besuch von Aeltesten, Pfau rem, Lehrern und anderen Missionsfreunder. Der Redner fand mit seinen Ausführungen über die Arbeit der Mission in Asien und Afrist ungeteilte Aufmerksamkeit. Groß-Rechtenbach. 24. Jan. Die G ct meinderechnung für das Rechnungsjahr 1929 wurde durch den Gemeinderat ahgenommq. und wie folgt festgestellt: Einnahme 68 819,64 Ml, Ausgabe 73 837,36 Mk., Vorschuß 5017,72 Mtz einziehbare Einnahmereste 1576,85 Mk., Sonden rechnung 1375,42 Mk. Die Etatsüberschreitungai ' wurden genehmigt. ~ Hochelheim, 24. Jan. Bei der hiesige Brennholzversteigerung wurden fo-l gende Durchschnittspreise erzielt: je 2 Rm. Du chenscheitholz 28 Mk., DuchenLüPPel 21, Eicher« knüppel 10, Fichtenknüppel 7; Duchenwellen 12 Mark je 50 Stück; Ficktenstangen 1. Kl. 1,2), 2. Kl. 0,75, 3. Kl. 0,45 Mk. je Stück. Bohnen bisher 0.24, jetzt Pfund s&r 2.20 $ großen Erfolg her, oeffentlichkeil nur < wird. Was sagt Mm Ergek zu verkaufen. 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Februarl93l Eisenacher Geldlotterie xum Beeten de« Th Bring er Moeeume Eiienich 3385 Gewinne zusammen Mark beteil 'M 5)er . äum P I "ischen.öl< ■ »rSS: Hb,e künftig $Urt 1 l|lltnn’una n MK? 1 3a*S Qurf>toorbe' -Ooq 2. Der schwarze Domino 25000 10000 I 2000 Lose a 1 Mk. •er»endet auch unter Nachn. 20 Pfg. meh A. Dinkelmann, Worms Postneheekkonto 16194 FrankLaJB. In vielen zu hab. bei: Zigarrenhaus E. Reuter (fr. Buchacker), außerdem bei: R. Andreae, Jos Chambrö, Horm. Kuhl, 8. Loeb Ed. Richter, Wilhelm Semmler. W. Stephan, Willy Weber. 58iv N Lichtspielhaus Gießen g Auf lOOOfachen Wunsch nochmals prolongiert! y Heute Montag unwiderruflich zum letztenmal! 43. Vorstellung Die Tonfilm-Operette die alle Rekorde schlägt: Die Drei von derTankstelle Verkäufe Ein ÄZurl erlitt. Ferkel vrtma Fress-, gibt ob Air.s I C. Vogt I«, Lieh. Verkaufe modernes Etagenhaus Nähe Bahnhof, sehr bill^ eine Herrschaft!. ü-Zimm.-Wohn. kann bezogen werden. Schrift!. Angeb. uni. 0467 an d. Gieß. Anz. 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