ttr.224 Erster Matt 181. Jahrgang Freitag, 25. September 1951 Erich« >n> loglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Vie Illustrierte tSiehener Familienblätter Heimat tm Bild Die Scholl« Monai» vkjugrprel»: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspsennig für TrSgev lohn, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüsse anterSammelnummer2251. Anschrift |ür Drahtnach- richten Mnjeiger Gieße». Polftbedfenlo: Stanffurtom Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'sche UniverfitätL-vuch' und Steinöruderei R. Lange In Sieben. Schriftlettung und Seschäftrftelle: Zchllllttatze 7. Nnnahme von Injtlati für die Tagesnummer ois zum Nachmittag vorher Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mttj Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig: für Re» Klameanzeigen von 70 nun Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20' , mehr. ThefredaKteur Dr. Fnedr. Wilh. Gange, verantwortlich für Politik» Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.Tbynot, für den übrigen leil Ernst Dlumfchein und für den Anzeigenteil Ma? Filter, sämtlich in Giehen. ___ 1 .9 ‘ Wie Straßburg das erste Mal „befreit" wurde. Don unserem 8.-Berichterstatter. (Dachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Strahburg, September 1931. Ö6 ist vielleicht mehr als nur ein merkwürdiger Zufall, daß der erste französische Ministerbesuch in Deutschland, dem gewih viele Deutsche bei der heutigen Machtverteilung in Europa mit gröhter Besorgnis entgcgensehen, fast auf den Tag genau ein Dierteljahrtaufend nach einem Ereignis der gesamtdeutschen und elsässischen Geschichte erfolgt, das das gleiche Mistverhältnis in der Stärke der deutschen und der französischen Dation aufdeckte wie es auch heute herrscht. 3n der Dacht von 27. zum 28. September 1681 erschien mitten im Frieden ein starkes Aufgebot franzöfifcher Truppen vor den Wällen der nur schwach verteidigten alten deutschen Stad.republik Strahburg und erzwang unter dem Dorwand bestehender Rechte die Anerkennung Ludwigs XIV. als ihres „souveränen Herrn und Beschützers". Am 30. September zogen nachmittags die ersten Truppen de- Königs in die Stadt ein. Der Dhcinübergang, den Strast- bura auch nach dem Westfälischen Frieden — der große Teile des Elsah' unter die Pariser Herrschaft gebracht hatte — immer wieder den Franzosen vcrschlost. den Kaiserlichen Truppen aber offenhielt, war kampflos an Frankreich gekommen ; das Schicksal des alten deutschen Glsast war besiegelt. Für die Seele des elsässischen Dolkes ist die Zerreistung der natürlichen Bindungen mit der deutschen Ration im Dcrlauf der Generationen von schlimmstem Dachieil geworden: Die Derwirrung der Begriffe Daterland, Heimat, DolkStum, Dation ist auch durch die neue deutsche „Reichsland'-Evoche (1871—1918) nicht geheilt worden. Die heutige Spaltung in (leidenschaftliche oder laue) Der- teidiyer des Heimatgedankens und Derwelschte ist dte Auswirkung einer kulturellen und politischen Fremdherrschaft. Der Raub Strastburgs (ein anderes Wort ist für den völlig widerrechtlichen Dorgang nicht am Platze) vor 250 (Zähren war für die damalige Well so eindrucksvoll, weil sie die Wehrlosigkeit des Heiligen Römischen Reiches, dieses „Monstrums", und auf der anderen Seite die Stost- kraft des französischen Staates sinnfällig machte. Ludwig XIV. war klug genug, den Bogen nicht zu Überspannen und Macht noch weiter auszudehnen, wie man c3 rechts des Rheins und den Strom hinunter bis nach Köln (!) damals befürchtete. Auch feine Slsast-Politik selbst war .klüger als die der dritten Republik seit 1918. Er liest der Stadt Strastburg noch lange Zeit den Schein der verbrieften Freiheit. Die vermeintliche „Republik" (unter dem „Schuh" des französischen Königs) durfte auch weiterhin in Paris Anon Gesandten beibehalten: nach wenigen Jahren wurde der Posten allerdings mit einem Vertrauensmann Louvois' besetzt, deS französischen „Eroberers" Strastburgs! Für die unwandelbare Geradlinigkeit der französischen Austenpolitik, besonders nach der deutschen Seite hin, ist höchst bezeichnend, dah die Geschehnisse des Herbstes 1681 nur die Verwirklichung einer Absicht waren, die seit vielen Jahren in Paris gehegt worden war. Paris hat ja von jeher die Behauptung vertreten, dah das Elsast widerrechtlich beim Reich sei. da die französischen Könige Rechtsnachfolger Karls des Grosten seien. So aussichtslos dieser Rechtstitel auch jahrhundertelang schien, als Strastburg und das Elsast die deutschesten und reichstreuesten von allen deutschen Städten und Gauen waren, so erlosch in Frankreich doch nie der Wille, d i e Rheingrenze zu erstreben. Als Heinrich II. als Verbündeter deutscher protestantischer Stände 1552 mit ihrer Zustimmung die lothringischen Bistümer Metz, Toul und Verdun „in Pfand nehmen" konnte, versuchte er sofort einen V o r st o st nach Stroh- burg: er scheiterte aber an dem Misttrauen der Stadt, die mit Eifer an dem vergeblichen Versuch des Kaisers teilnahm, die besetzten drei Bistümer zurückzugewinnen. Die folgenden Jahrzehnte sind gekennzeichnet durch diplomatische Pflege einer höflichen Freundschaft mit Paris, die man in diesen Zeiten der Religionsstreitigkeiten als Rückhalt begrühte, ohne aber je einen Zweifel an der unbedingten Treue zum Reich aufkommen zu lassen. älm 1600 tritt man am französischen Hof erstmals dem Gedanken näher, Strahburg zum „Gehorsam" zu zwingen. Die schrecklichen Zeiten des Dreissigjährigen Krieges liehen Frankreich im Elsah Fuh fassen. Die Freie Stadt Strahburg sieht sich aber vor: sie lästt im dritten Jahr- zehnt des 17. Jahrhunderts ergänzende Festungs- bauten ausführen. 1648 bestätigt der Friede von Münster und Osnabrück die Franzosen im Besitz des im Laufe der Kriegswirren besetzten elsässischen Gebietes: abgetreten wird jedoch nur der österreichische Haus besitz (der Eundgau im Ober- elfah vor allem) und gewisse kaiserliche Hoheitsrechte über die zehn kleinen Reichsstädte. Die französische Dation sieht darin nur den Ausgangspunkt für weitere Eroberungen. Die seltsam verschachtelten Hoheits- und Lehnsrechte jener Zeit boten eine Handhabe, deren sich Frankreich mit einer Rücksichtslosigkeit und Verschlagenheit bediente, die in unserer Zeit ein Gegenstück an den Versuchen hat, noch nach dem Waffen- stillstand und sogar nach dem Versailler Frieden Rheinpfalz. Rheinland und Saargebiet durch Abtrennung vom Reich doch noch zur französischen Macht- und Kulturzone zu machen. Strah- Frankreich lehnt eine Rüstungspause ab. Eine scharfe Aussprache im Genfer Abrüstungsausschuß. — Frankreich bekennt endlich Farbe. Keinerlei Aussicht mehr für einen Rüstungswaffenstillstand. Massigli lehnt den italienischen Vorschlag ab. Genf, 24. Sept. (TU.) Der Dcrtreter Frankreichs im Abrüstungsausschuß dös Völkerbundes, Mas- jigli, gab am Donnerstag den Standpunkt seiner Regierung zu dem italienischen Vorschlag auf s o - fertigen Abschluß eines Rüstungs- w a f f e n st i I l st a n d e s bis zum Abschluß der Abrüstungskonferenz bekannt. Die französische Regierung lehnt diesen Vorschlag, wie allgemein erwartet wurde, rundweg ab. Sie fordert, die Verhandlungen über diesen Vorschlag auf d i e kommende Abrüstungskonferenz zu verschieben. Massigst führte zur Begründung sei- nes Standpunktes aus, er wolle zwar an die Ehrlichkeit und Objektivität des italienischen Vorschlages glauben, er müsse sich aber fragen, ob dieser Vorschlag dem angcftreblcn Ziel entspreche und nützlich sei. Zwischen verschiedenen Ländern seien bereits seit einigen Monaten höchst delikate Verhandlungen imGange, die auffallenderwcise die gleiche Frage berührten, die jetzt durch den ita- lienstchen Vorschlag eine plötzliche Lösung finden sollte. Ls müsse aufs Allerschärfste abgelehnt werden, dah die jetzt in der ganzen West herrschende Nervosität auf den gegenwärtigen Stand der Rüstungen einiger Länder zurückzuführen sei. Diese Rervosität sei vielmehr auf Dinge zurückzuführen, die die unmittelbaren politischen Interessen der Völker berührten. Sie stünden in keinerlei Zusammenhang mit einem Wettrüsten, das es heute überhaupt nicht gebe. Die von dem italienischen Vorschlag angestrebte Erleichterung für die Haushalte würde nicht eintreten, da die Militärhaushalle bereits bis Juni 1 9 3 2 f c ft gelegt seien und ferner ein Stillstand der Rüstungen in vielen Ländern zu einer Verschärfung der Arbeitslosigkeit führen würde. Massigst suchte dann den Beweis zu führen, daß ein Waffenstillstand zur Zeit sowohl auf dem Gebiete der Land, als auch der See- und Luftrüstungen nicht in Frage kommen könne. Auf dem Ge- biete der Flottenrüftungen kämen die veralteten Flotten gegenüber den jungen Flotten in Nachteil, und dadurch würde das derzeitige Flottengleich- gewicht gestört worden. Auf dem Gebiete der Luft- rüftungen könnten die Mächte auch während der Dauer des Waffenstillstandes ihre Kleinflugzeuge durch Großflugzeuge ersetzen. Auf dem Gebiete der Canörüftungen feien die Haushalte bereits bis 1932 feftgelegt. Massigst schlug bann vor, den Antrag der japanischen Regierung auf Ueberroeifung des italienischen Vorschlags an die Abrüstungskonferenz anwneljmen. Die Regie- rungen müßten noch vor Eröffnung der Abrüstungskonferenz ihren Standpunkt bekanntgeben, jo daß die Abrüstungskonferenz mit der Aussprache über den Waffenftillftandsoorschlag eröffnet werden könnte. Sin tödlicher Schlag gegen dm Abrüstuncsgedanken. Die Rede Massiylis ist in weitesten Kreisen des Abrüftungsausschufies alseintödlicherSchlag gegen Öen Abrüstungsgedanken empfunden worden. Massigst hak in der schroffsten yorm jeden Rüftungsstillstand abgelebt und hierbei, rote allgemein bemerkt wurde, die Durchführung der Abrüstung von der vorhergehenden Lösung der politifchen Probleme abhängig gemacht. Massigst spielte in seiner Rede auch auf den bekannten französischen Vorschlag eines politischen Waffen ft ill ft anbes zwi. schen Deutfchlanb u nb Frankreich an und rückte dabei den Gedanken der Erfüllung der politischen Forderungen Frankreichs als Voraussetzung für die Abrüstung wieder in den Vordergrund. Die Rede Massiglis muß daher als eine ernste Belastung der kommenden Verhandlungen auf der Abrüstungskonferenz aufgefaht werden. Sie Jdjafft nunmehr eindeutige Klarheit darüber, welche Politik Frankreich in der Abrüstungsfrage betreibt. Ein neuer Vorschlags aliens. (Sm letzter Appell an die Machte Die Ablehnung des italienischen Vorschlages durch Massigli führte im Abrüstungsausschuß zu einer großen Aussprache, in der die Vertreter der südslawischen, rumänischen und tschechoslowakischen Regierung sich dem Standpunkt Frankreichs an- schlossen und nachdrücklichst den italienischen Vorschlag ablehnten. Der schwedische Außen- m i n i ft c r wies darauf hin, daß der italienische Vorschlag feine Aussicht mehr auf Annahme habe und schlug vor, einen Appell an alle R e - gierungen zu richten, bis zur Abrüstungskonfe- rcnz sich jeöer Erhöhung ihrer Rüstungen zu enthalten. Der Vertreter der kanadischen Regierung wies darauf hin, daß, wenn nicht einmal eine Einigung über den Rüftungsstillstand zu erliefen fei, wie bann eine Einigung über bie allgemeine Herabsetzung ber Rüstungen zu erzielen fei. Der italienische General M a r I n l stellte einen neuen Italienischen Vorschlag zur Verhandlung, nach dem die Dötfcrbunbsoerfammlung einen feierlichen Appell an alle diejenigen wachte richtet, die die Grundsätze der Gerechtigkeit und bcs Friedens durchzusühren bereit sind, um aus diese weise eine öffentliche Meinung zu schassen, die auf die Abrüstungskonferenz in der Richtung praktischer Ergebnisse einwirken könnte. Ferner sollen allen Regierungen solgende allgemeine Richtlinien eines Rüsiungswassenstlllstandes durch den Rat übermittett werden: Jede Regierung verpflichtet sich, die bereits bewilligten Ausgaben für die Canbrüflungen bis zum Abschluß des Waffenstillstandes nicht zu erhöhen, ferner keine neuen Sdjlffsbaulen vorzunehmen und den Bau neuer Militärflugzeuge ein- 3 u ff eilen. Der Rüstungswaifenftlllftand soll für die Dauer eines Jahres, beginnend vom l.Rovember 1931, abgeschlossen werden. Der Rat soll die Regierungen ersuchen, dem Generalsekretär des Völkerbundes bis zum 15. Oktobe» Mitteilung zu machen, ob sie entschlossen sind, den Rüflungs- wassenstillftand auf Grund dieser Bedingungen anzunehmen. Rach längerer Aussprache wurde beschlossen, einen engeren R e d a k t I o n s a u s s ch u ß einzusehen, dem sämtliche europäischen Großmächte, ferner die Schweiz, die Vereinigten Staaten, Japan, Südafrika und Lhile angehören und der bis zur Jrel- tagssitzung entweder einen einheitlichen Beschluß oder einen Mehrheit»- und Minderheitsbericht aus- arbeiten soll. , Am Mittwoch soll die neue Notverordnung erscheinen. _ Oaö Kabinett berät Probleme der Hauszinssteuer, der Kleinsiedlung und Arbeitolosensürsorge. Berlin, 24. Sept. (ERB.) wie wir erfahren, hat das Reichskabinett die eigentlichen Kabinettsberatungen über das Wirtschaftsprogramm begonnen, die durch die Ehefbefprechungen vorbereitet worden sind. Es hat sich vor allem darum gehandelt, das Problem der Hauszins st euer zu klären, das immer noch die schwierigste Frage im Rahmen des Wirtschaftsprogramms darftellt. wie man in unterrichteten Kreisen vermutet, werden die Beratungen wohl schließlich darauf hinauslaufen, daß die beiden Lösungsmöglichkeiten, über die man bisher gesprochen Hut, zusammengelegt werden und zwar in der Form, daß eine Senkung und ein all- mählicher Abbau der Hauszinssteuer eintritt und dah außerdem für den Reff eine ablösende Kapitalisierung vorgesehen wird. Line Frage, die so schnell wie möglich entschieden werden soll, ist die Kleinsiedlung, für die die Zeit vor dem Eintritt starker Fröste noch aus- genuht werden muh. In politischen Kreisen rechnet man damit, dah dem Reichsminister Trevirann s heute die Vollmachten des Sied- lungskommissars übertragen werden. Im Lause der nächsten Woche sollen dann bereits die Ausführungsbestimmungen erscheinen, durch die den Städten die für die Ingangsetzung des Werkes erforderlichen Anweisungen gegeben werden, wie wir hören, haben sich bereits viele tausende Arbeitslose um solche Kleinsiedlerstellen beworben. Die Probleme der Arbeitslosigkeit kommen außer- dem noch In den Beratungen über die Zusammenlegung von Krisen- und woht- fahrtssürsorge zur Geltung. Darüber hinaus hat das Kabinett noch eine Reihe weiterer Fragen zu behandeln. Dazu gehört z. B. die Notverordnung über die Sondergerichte, die inzwischen ira Reichsjustizministerium ausgearbeitet worden ist.' Line grohe Roll spielen die Fragen, die mit der Finanzlage von Reich, Ländern und Gemeinden Zusammenhängen. Dazu gehört in erster Linie die Beförberungsfpcrre für öle Beamten, die Herabsetzung der höchstpen- f i o n e n und schliehlich die Verschiebung des Etatsjahres vom 1. April auf. den 1. Juli. Endlich ist noch daran zu erinnern, dah Vertreter der Sozialdemokraten in der letzten Zeit verschiedentlich mit dem Kanzler und den Ressorts über die Beseitigung der schlimm st en Härten früherer Rotverordnungen verhandelt haben. Es ist anzunehmen, daß diese Fragen in der neuen Rotverordnung ebenfalls realisiert werden. In politischen Kreisen rechnet man damit, dah die Beratung all dieser Probleme auch noch den Freitag in Anspruch nehmen wird, während des Be- burgs Lage zwischen einem annerionslustigen Frankreich und einem schwächlichen, entschlußunfähigen Deutschland wurde immer.verzweiselter. 3m 3uni 1679 muhte cs einen königlichen „Residenten" zulasten. 1680 — nach dem Dhmwcgcr Frieden — verfügte eine der in der Geschichte berüchtigten französischen „R s u n i * onskamm e r n", daß Strahburg als Besitzer gewisses elsässischer Orte, die unter die Souveränität des Königs gehörten, ihm einenTreu- e i d zu schwören hätte. Die auf ihre alte Selbstverwaltung stolzen Bürger schlossen sich mit anderen deutschen Reichsständen zusammen, zur Verteidigung ihrer Ansprüche gegenüber den willkürlichen Entscheidungen der Breisacher Reuni- onskammer. Verhandlungen sollten im Sommer 1681 in Frankfurt a. M. stattfinden, — nicht in Strahburg. weil Paris ihm nicht „eine Art von diplomatischer Llnverlehlichkeit" zubilligen wollte! Zu Beginn des Jahres war de la Grange, der französische Intendant im Elsah, bereits informiert worden, dah Strahburg bis Ende 1681 zum „Gehorsam" gebracht werden würde. Wie unter dem Schuh der gröhten Heimlichkeit den Sommer über durch Louvois militärisch alles vorbereitet wurde, um die so lang ersehnte Feste zu Fall zu bringen, ist aus neueren französischen Publikationen zu entnehmen. Als alles bereit war, griff Frankreich zu und pflückte die reife Frucht. Der Widerhall, den Strahburgs Fall im Reich fand, war den national stolzen Franzosen sicherlich unbegreiflich und verächtlich. Die deutsche Ration bot ein llägliches Schauspiel der Zerfahrenheit: voller Untertoürfiglcit Überboten sich angesehene Geschlechter mit Beglückwünschungen des erfolgreichen französischen Räubers. Die französische Ration, die sich heute so sehr über Verletzung feierlicher Verträge, über das Wort vom „Fetzen Papier" zu entrüsten weih, hat niemals die Llngeheuerlichkeit dieses Strah- burger Llnternehmens als ehrenrührig empfunden. Auch in der neuesten Schilderung der Vorgänge wird nicht die mindeste Rechtfertigung versucht. Es heiht lediglich, dah es „unvermeidbar" gewesen sei, dah das französische Königtum diese Republik Strahburg „ernten (re- ceuilhr) muhte", deren Neutralität — wie der französische Historiker Legrelle erklärt — „zwischen zwei Rassen, die seit langem und für lange Zeit feindlich sind", eine Chimäre gewesen sei. Wie eine weltgeschichtliche Wiedergutmachung mutet es an. daß auf den Tag 189 Jahre später, wiederum an einem 30. September (1870) die deutschen Truppen des Generals Werder in Straßburg einmarschierten, nachdem es die Schrecken einer mehrwöchigen Belagerung und Beschießung über sich hatte ergehen lassen müssen. Es ist von tiefer Tragik, dah die alte deutsche Stadt von deutschen Truppen solche Leiden erdulden muhte. Die Schuld daran trug, geschichtlich gesehen, Ludwig XIV., der mit dem Elsaß und Strahburg ältestes deutsches Kultur- land vom Reiche losgerissen und unter fremde Herrschaft gezwungen hatte. Hindenburg empfängt Laval und Briand. Berlin, 24. Sept. (TU.) Der französische Ministerpräsident Laval und der Auhenminister Briand haben den Wunsch ausgesprochen, anläßlich ihres Berliner Besuches vom Reichspräsidenten von Hindenburg empfangen zu werden. Der Reichspräsident wird diesemWunsche entsprechen, doch steht noch nicht sest, wann dieser Empfang ftattfinöen wird. In Aussicht genommen ist bisher der Montag kommender Woche. Wie der »Lok.-Anz." aus Paris meldet, wandte man sich auf die Rachricht, dah die französische« Staatsmänner einen Empfang bei Hindenburg freudig begrüßen würden, noch bevor die Weldu g von v. Hindenburgs Zusage cintraf, an den Quai d Orsay um Auskunft, ob dieser Empfang irgendwelche Folgen für die Liste der als .Kriegsverbrecher" bezeichneten Deutschen haben werde, da sich hierauf auch der Harne Hindenburg s befinde und damit Hindenburg, dem die französischen Staatsmänner einen Besuch abstatten wollen, immer noch als „Feind" bezeichnet werde. Daraufhin wurde vorn Quai d'Orsay die Auskunft gegeben, daß Frankreich an dem Bestehen der Liste nicht mehr interessiert fei und daß diese Liste als annulliert gelten könne. fuchs ber französischen Minister in Berlin würben die Ressorts bann bie Aufgabe hoben, bie Einzelheiten zu formulieren, so bah bie zusammenfassenbe Notverordnung bann bis spätestens Mitt- woch nächster Woche erscheinen könnte. Nie Volkspartei und das Kabinett Brüning. Das Organ des Reichskanzlers antwortet Dingeldey. Berlin, 24. Sept. (£U.) Zu den Ausführungen des volksparteilichen Parteiführers Sin« geldey in Hamburg schreibt die „Germania" u. a.: Die Ausführungen des Führers der Deutschen Dolkspartei sind dazu angetan, erhebliche Verwunderung zu erregen, und zwar um so mehr, als der Regierung der Vorwurf gemacht wird, sie habe nichts getan. Wenn Dingeldey etwa auf die angestrengten Mahnahmen der Reichsregierung i n d e r s ch w e- ren Iulikrise exemplifizieren sollte, dann dürfte die Meinung der Volkspartei sachlich nicht haltbar sein, eine Meinung, die uns wirklich sehr stark von parteitaktischen Gesichtspunkten diktiert zu sein scheint. Wenn wir aber die letzte Zeit im Auge haben, dann wird Herr Dingel- deh uns darin nicht Anrecht geben, dah die Reichsregierung ihre kommenden Beschlüsse für den Winter in keiner Weise überstürzen darf, sondern die Pflicht hat, diese sehr weitgehenden Mahnahmen unbedingt mit der notwendigen Sorgfalt zu überlegen. Wir dürfen Dingeldey versichern, dah es der Regierung durchaus nicht an dem entschlossenen Willen zur Führung mangelt, auf den das Volk Anspruch hat. Cs freut uns nur, dah von dieser Seite her dieser Anspruch so deutlich unterstrichen wird. Wenn aber schon jetzt Mahnahmen im Hinblick auf die englische Krise verlangt werden, so dürfen wir darauf verweisen, dah die Regierung erst handeln kann, wenn sich solche Auswirkungen auf dem deutschen Markt zeigen. Ganz unverständlich ist uns der Hinweis darauf, die Regierung habe sich durch besondere Rücksichten auf sozialdemokratische Wünsche leiten lassen. Die Dankenaufsicht war angesichts der Vorgänge vom Juli eine sachliche Rotwendigkeit und die Rotverordnung über die Aktien- r e f o r m und die Aufsichtsräte sollte doch im gesamten deutschen Volke den weitesten Widerhall finden. Wir sind der Meinung, dah es sich bei allen diesen Fragen auch um eine Angelegenheit der Sauberkeit und der öffentlichen Moral handelt. Wenn Dingeldey die Ankündigung einer Verordnung über die Einsetzung auherordentlicher Gerichte gegen Mißwirtschaft und Terrorakte besonders nennt, um Beeinflussungen zu wittern, so weisen wir darauf hin, dah noch neulich sogar die Rational- s o z i a l i st e n von der Regierung ein entschiedenes Einschreiten gegen die sich immer mehr häufenden Terrorakte verlangt haben, und dah es aus sachlichen Gründen um den inneren deutschen Frieden und um die Aeberstehung dieses schweren Winters a l l e r h ö ch st e Zeit ist, dem Terror und der Mißwirtschaft schärfsten Kampf anzusagen. Wenn Dingeldey, wie er sagt, „alle Möglichkeiten durch unmittelbare Verhandlungen" erschöpfen will, so haben wir kein Recht, ihm dabei in den Arm zu fallen. Hitler spricht in Hamburg. Jamburg, 25. Sept. (TU.) Die NSDAP, hielt in Hamburg drei große Wahlversammlungen ab, die sämtlich stark überfüllt waren. In allen sprach Adolf Hitler. Er führte u. a. aus: Gehe die Ent- wicklung f° weiter, so werde man bald erleben, daß die meisten Staaten sich ein eigenes Wirtschaftsleben aufbauten. Dazu würden in erster Linie Länder wie Frankreich, England und Rußland imstande sein. Dieser Aufbau werde Deutschland aber am schwersten treffen müssen, weil innerhalb seiner Grenzen 65 Millionen zusammengepfercht seien, die sich nicht selbst ernäh- Hier werden Ziegelsteine ausgepackt... ... lmd Schwindler nach viertausend Jahren entlarvt. Don Hans Brückner. Der Mann im weißen Kittel nimmt Hammer, Zange und Stemmeisen und öffnet vorsichtig die Kiste. Die Ware war schon avisiert. Briefe aus Damaskus und Bagdad liegen auf dem Schreibtisch. Der Mann weiß also, was für Schätze in der Sendung verborgen sind und kann doch seine Reugierde kaum bezwingen. Er möchte die neuen Sachen schon sehen. Endlich hat er den Deckel offen, der ganze Inhalt liegt greifbar vor ihm. Er holt zwanzig und etliche Dlechkasten heraus und stellt sie auf den Tisch. Wie er sie alle herau^geholt hat, kann man sich die Seltenh.iten ansehen. „Die Schätze des Morgenlandes", sagt der Mann feierlich, und behutsam öffnet er den obersten Kasten. Ich bin gespannt, was jetzt zum Vorschein kommen toirb.„ Vermutlich werden es Kostbarkeiten morgenländischer Fürsten sein. Schätze aus „Tausend und einer Rächt". Ganz bestimmt sind darunter Perlen, Diademe, Edelsteine, Armspangen, geschliffene und ungeschliffene Brillanten, merkwürdige sagenhafte Juwelen, die zu sehen nur wenigen vergönnt ist. Zuerst sehe ich nur eine Menge Watte, in die die Schätze des Orients genau so eingewickelt smd wie feine Sachen im Laden eines abendländischen Juweliers. Jetzt greift der Mann in den Kasten, die weih-grauen Wattewolken verziehen sich, und der Schatz liegt da. Der Schah? Ich bin etwas ernüchtert. Es sind keine Diamanten, keine kostbaren Perlen, nicht einmal gol- dene Diademe und Armreifen. Ganz einfache Backsteinbrocken, so dreckig wie nur denkbar. Der Mann nimmt diese Brocken wie zartes chinesisches Porzellan heraus, legt sie nebeneinander auf den Tisch und sagt mit entzücktem Lächeln: „Wunderschön!". Er packt die anderen Kasten aus, einen nach dem andern, überall die gleichen schmutzigen Ziegelsteinfragmente mit Erde verschmiert. Dabei immer das Attribut „Wunderschön!". Mit geheimem Schauer nehme ich selbst einige von diesen Brocken in die Hand, sehe sie mir an, lege sie wieder zurück. „Am Gottes Willen!", sagt der Mann, „Sie haben total verkehrt zurückgelegt, wer soll denn die Fortsetzung finden wenn man die Ode an Jstar oder Marduk zu lesen begonnen hat?" Ich sehe den Mann Amerika und der Konflikt nm die Mandschurei. Oie Vereinigten Staaten drängen Japan für Beilegung des Konflikts. Washington, 25. Sept. (Reuter. WTB. Funkspruch.) In einer von Staatssekretär <5 tim» s o n an China und Iapan gesandten Rote heißt es: Die Regierung und das Volk der Vereinigten Staaten haben die Ereignisse der letzten Tage in der Mandschurei mit Bedauern und groher Sorge zur Kenntnis genommen. Angesichts des aufrichtigen Wunsches des amerikanischen Volkes, dah die Prinzipien und Methoden des Friedens in internationalen Beziehungen gelten sollen, und angesichts des Vorhandenseins von Verträgen, die zum Teil von den Vereinigten Staaten von Amerika unterzeichnet sind, und deren Bestimmungen die Erledigung von Streitigkeiten ohne Gewaltanwendung regeln sollen, fühlt sich die amerikanische Regierung befugt, der chinesischen und japanischen Regierung ihre Hoffnung zum Ausdruck zu bringen, dah sie ihre Streitkräfte veranlassen werden, von weiteren Feindseligkeiten Ab st and zu nehmen, und dah sie ihre Streitkräfte so verteilen werden, dah die Erfordernisse des Völkerrechts und internationaler Vereinbarungen erfüllt werden, und dah sie Handlungen unterlassen, die das Zustandekommen einer gütlichen Beilegung gefährden könnten. Im Staatsdepartement wurde heute erklärt, man betrachte die Sage nicht schlimmer als in den letzten Jahren und hoffe, baß es ben Bemühungen bes Völkerbundes gelingen werde, daß Japan und China das Kriegsbeil begraben. Selbst von einem Kriegsbeil könne man eigentlich nicht sprechen, und insofern unterscheide sich die Situation von dem chinesisch-russischen Konflikt im Sommer 1929. Damals marschierten chinesische und russische Truppen in Gebiete, in die sie nicht einmarschieren durften, und deswegen sah sich Amerika zu einem direkten Eingreifen veranlaßt. Diesmal handele es sich, soweit es sich angesichts der einander widersprechenden Darstellungen übersehen lasse, um Zusammenstöße von Truppen in einem Gebiet, wo beide Regierungen berechtigt seien, bewaffnete Kräfte zu unterhalten. Eine endgültige Stellungnahme sei daher unmöglich. Inzwischen hoffe man auf eine baldige Beilegung des Konflikts durch direkte Verständigung. In einer an das japanische Ministerium des Aeuheren gerichtete Denkschrift erklärt Stim- son, die Vereinigten Staaten wünschten keinesfalls, sich in die Angelegenheiten Japans einzumischen, aber die gegenwärtige Lage rufe bei den anderen Mächten schwere Besorgnisse rechtlicher und anderer Ratur hervor. Er rate daher Japan, die Angelegenheit rasch bei- 8 ule g en und nicht weiter Gewalt anzuwenden. „Baltimore Sun" erfährt hierzu, dah der japanische Botschafter Stimson erklärt habe, e i n Eingreifen anderer Mächte würde die Beilegung des Konflikts nur erschweren, da die öffentliche Meinung Japans darin einen Prestigeverlust befürchten könnte. Das japanische Kabinett bitte daher, daß die fremden Mächte ihre Intervention auf freundliches Drängen zur Beendigung des Vormarsches beschränken möchten. Im Staatsdepartement lehnte man auch eine Aeuherung über russische Schritte in dieser Angelegenheit ab: jedoch wird aus Schanghai gemeldet, dah die Sowjetregierung als erste fremdeMacht Iapan zur Einstellung des Vormarsches aufgefordert habe. Wie stellt sich Japan? T o k i.o, 24. Sept. (TA.) Das japanische Kabinett befaßte sich am Mittwoch in mehrstündiger Sitzung mit der Frage, wie lange die japanischen Truppen in der Mandschurei verbleiben sollen. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. Die gut unterrichtete Zeitung „Tokio nitschi-nitschi" schreibt, der „Geheime Rat" habe sich gegen die Abberufung der japanischen Truppen ausgesprochen und erklärt, daß China er st die japanischen Forderungen erfüllen mühte. Der „Geheime Rat" besteht aus 26 Staatsmännern, die vom Kaiser berufen werden. Er hat nur beratende Stimme, wird aber bei allen wichtigen Entscheidungen befragt. Der Korrespondent des Petit Parisien in Shanghai berichtet, dah die vier einflußreichsten japanischen Minister gestern beschlossen hätten: Erstens, daß Iapan seine Stellungnahme im mandschurischen Konflikt in einem Manifest auseinandersehen werde: zweitens, wenn die Lage in Charbin sich verschärfen würde, würden die japanischen Einwohner nach Tschangtschun geschafft werden, jedoch werde Iapan d i e ost chinesische Eisenbahn nicht besetzen: drittens die Japaner würden, sobald die Ordnung wiederhergestellt werde, Kirin räumen. Mit dieser Räumung soll bereits begonnen worden sein. Der japanische Armeerat teilt mit, daß der Operationsplan in der Mandschurei durchgeführt sei. Es sei beabsichtigt, den status quo aufrechtzuerhalten. Die diplomatischen Verhandlungen und die Benachrichtigung der Mächte werden dem Außenminister überlassen. Rach Charbin sind keine japanischen Truppen entsandt worden. r c n können. Für Deutschland gibt es nach Ansicht Hitlers zwei Möglichkeiten: Entweder wir brechen die Tore im Osten und schaffen uns einen neuen Binnenmarkt, ober wir versuchen, unserem Handel im Export nach Westen hin Freiheit zu geben. Das sei aber nur zu erreichen durch bie nationalen Kräfte der ganzen Nation. Setze ber Reichskanzler aber stattdessen Sozialbemo- kratie, Zentrum, Demokratie und Pazifismus ein, so sei bamit nichts mehr zu retten. Wenn Deutschland heute unterliege, so verliere ein König von Preußen nicht seine Krone, sonbern Millionen von Menschen ihr tägliches Br et Die Anhänger bes heutigen Systems kennten nur einen Gebanken: Schutz der Republik. Aber heute fei nicht ein System, sondern ein ganzes Volk in G e - fahr. Wenn heute auch andere Staaten zusammen- brechen, so werde Deutschland einen Vorteil davon nicht haben, denn die ausländischen Staaten würden Zollschutzmauern errichten, wozu Deutschland aber nicht in der Lage sei. Hitler erklärte sodann, daß es für Deutschland nur zwei Möglichkeiten gebe, entweder es werde kommunistisch, dann werde eine Katastrophe hereinbrechen, die Deutschland nicht so überstehen dürfte wie Rußland, oder aber ber Nagroß an: „Wie bitte? Eine Fortsetzung? Die Fortsetzung einer Ode?" „Gewiß", nickt er beschäftigt, „Sie können mir hier die schönsten Hymnen unlesbar machen." Jetzt fange ich an, gar nichts mehr zu verstehen. „Ratürlich, natürlich!", sage ich, „die schönste Hymne". Dann schweige ich eine Weile. Der Mann packt ruhig der Reihe nach weiter aus. Der große Tisch ist schon fast ganz bedeckt. Anter den vielen Brocken gibt es auch ganze Ziegelchen, handgroß. Wie ich sie mir näher betrachte, sehen sie fast aus, wie Dominosteinchen aus gebranntem Lehm. „Ist das vielleicht etwas zum Spielen, Herr Professor?" Der Mann guckt über die Dritten- gläser und nickt. „Ja, ja, ein Geduldspiel. Es dauert manchmal jahrelang, mein Lieber, bis ich sie alle zusammen habe. Aber dann macht es viel Spaß. Stellen Sie sich vor, das letztemal habe ich nach einer Arbeit von vier Monaten die Quittung und Gegenquittung des Herrn Risar-radan gefunden. Die Gegenquittung war genau um 630 Schekel höher. Was der Kerl für ein Schwindler war. Ich könnte ihm heute noch einen Prozeß wegen gemeinen Betrugs auf den Hals hetzen." Jetzt leuchtete es mir endlich ein: „Ah, das sind ja die berühmten Keilschrifttäselchen!" „Was denn sonst?" sagt der Gelehrte und ordnet geschäftig weiter. Er nimmt die Lupe, beugt sich über den Tisch und brummt etwas,, was ich nicht verstehen kann. Ich habe das Gefühl, daß er jetzt sumerisch gebrummt hat oder im schlimmsten Fall sanskritisch. Er schüttelt den Kopf und meint: „Schade, dah die noch so dreckig sind. Ich bin gespannt, was dieser Text hier sagt." „Könnte man den Dreck nicht abkrahen?" frage ich. Er schlägt die Hände zusammen: „Anglücksmensch! Das müßte mir noch passieren!" Er ruft seinen Assistenten herein. „Herr Doktor, lassen Sie das Bad ansetzen!" Ich betrachte seine Hände und kann seinen Beschluß eigentlich verstehen. Der Doktor kommt bald mit einem anderen zurück. Vorsichtig nimmt man die Brocken vom Tisch und legt sie in eine Glaswanne. Ein merkwürdiger Geruch liegt in der Lust. „Was ist das für eine Flüssigkeit, die so merkwürdig riecht?" „Gar nichts", winkt der Professor ab, „diese fünftausend Jahre riechen so." Ich fühle die Weihe des historischen Augenblicks. Dor meinen Augen werden Quittungen, Wechsel, Gedichte... und Schwindeleien der assyrischen und babylonischen Dichter, Kaufleute und Betrüger gebadet. Allmählich löst sich der Schmutz von den Steinbrocken. Wie sie aus dem Bade kommen, sehen sie so richtig jugendfrisch aus. Niemand würde ihnen ihr Alter ansehen. „Run", sagt der Gelehrte, — der eigentlich Professor Dr. Brittner, Leiter des Laboratoriums der S t a a tlich en M use e n tionalsozialismus setze sich durch und verschaffe Deutschland wieder Weltgeltung. Hugenberg wird interviewt. Deutschnationa e Kritik an Brüning. Hamburg, 24. Sept. (TA.) Ein Mitarbeiter der „Hamburger Rachrichten" hatte eine Unterredung mit Dr. Hugenberg, der folgende Fragen und Antworten entnommen seien: Frage: „Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit der nationalen Opposition beim Wiederzusammentritt des Reichstages?" Antwort: „Wir haben Ende August mit den Rationalsozialisten vereinbart, daß wir gemeinsam wieder im Reichstage erscheinen werden, natürlich unter dem Vorbehalt, ihn wieder zu verlassen, wenn es uns richtig erscheint. Ans ist an einer Cinzelverän- derung im Kabinett nichts gelegen, da wir das ganze Kabinett für r ü ck t r i 11 s r e i f halten. Gegenüber Bedenken, ob nicht Spannungen in der nationalen Opposition zu erwarten seien, habe ich die Auffassung, dah ein einheit- zu Berlin ist — „müssen die Täfelchen entsalzt werden." Man legt sie in numerierte Gläser, wo sie auf Zinkplatten lustig herumschwimmen. Da liegen sie einige Zeit, bis sie neutral werden. Die Ziegel verlieren den zersetzenden Salzgehalt, nur die Tenien der Spottdichter bleiben gesalzen genug. Aber dieses Salz ist auch mit den radikalsten chemischen Mitteln nicht zu entfernen. Da die Entsalzung einige Wochen dauert, muh ich mir die weitere Arbeit an den schon entsalzten Stücken an» sehen. Die Bruchstücke werden in mühevoller Arbeit aneinandergciügt und dann mit einem besonderen Klebstoff zusammengeleimt. Man zeigt mir einige fertige Ta lein. „Die können Sie schon lesen, die sind fast vollständig", sagt Professor Dcittner. Ich finde sie unvollständig, ich kann sie nämlich nicht lesen. Angeblich sollen sie sehr interessant fein. „Herr Raouch-nasipal, (wenn ich mich gut erinnere) der Sohn des Dagan-banipal, hat laut diesem Schriftstück sein Haus und seinen Weinberg seinem geehrten Rachbarn Siva-nirari, dem Sohn des Mertisch-uth, für 460 SiBerschekel verkauft. Den Kauf haben die schriftkundigen Priester des großmäch testen Königs Aschur-nasirapal, gepriesen sei sein Rame, aufgesetzt und öaiür den gerichtlichen Betrag von 24 Schekel entrichtet erhalten." And so weiter. Wechsel, Quittungen, Verträge, Gebete, Hymnen, Gedichte, Gesichtssraginente, und noch einmal Kontrakte und Wechsel. Quittungen von Kausleuien und großen Herren, bi: Anno 1003 oder 2000 vor Christus ihre Geschäfte machten und vor Richtern und Priestern beeideten. Bisher sind schon einige Tausend solcher Tafeln zusammengestellt, entziffert und in der Fachpresse sogar veröffentlicht worden. Reue werden weiter ausgegraben und hier im Sanatorium der antiken Dokumente gesunden sie nach einer Reihe von Wiederbelebungsversuchen soweit, dah sie zum Erzählen gebracht werden können. Eine gewaltige Zeit der menschlichen Kultur erwacht in diesen chemischen Bädern, in den Gläsern, unter dem Klebstoff und durch die Geduldsarbeit der Gelehrten. Reben den Dokumenten des Alltags finden sich hier oft auch Schriftstücke von großem historischem Wert. Verordnungen und Rotverordnungen des antiken Morgenlandes werden hier entziffert. Wenn man so die Geschäftsunterlagen des kleinen Mannes und die rekonstruierten Dokumente der Herrscher nebeneinander ft eil t, ist damit gleichzeitig auch ein Stück Vergangenheit rekonstruiert worden, und die Menschen von heute können erfahren, wie anders und wie ähnlich ihr Los von dem Los jener ist, von denen die Jahrtausende nur diese zum Sprechen gebrachten Ziegelsteine übriggelassen haben. liches Vorgehen der nationalen Opposition gegen die Regierung gewährleistet ist. Frage: „Worin liegen Ihrer Meinung nach die Irrtümer der jetzigen Politik?" Antwort: „Viele Deutsche waren, als Brüning die Regierung übernahm, der Meinung, er fei der Anfang einer neuen politischen Entwicklung. Brüning war aber nicht der Anfang einer neuen, sondern das Ende der alten Entwicklung, der Schluß- Punkt jener Linie nämlich, die immer wieder die Verständigung mit Frankreich suchte und im Innern nicht den Mut fand, einen Trennungsstrich zum Marxismus zu ziehen. Erfüllungspolitik und Zusammenarbeiten mit" dem Marxismus sind auch für die Aera Brüning das entscheidende Moment. Ich bin der Aeberzeugung, daß die Zukunft anderen Ideen gehören wird." Frage: „Was halten Sie von dem Gedanken der Zollunion?" Antwort: „Ich erkläre heute noch, daß eine Zollunion zwischen Deutschland und Oesterreich eine alte deutschnationale Forderung ist, die wir begrüßen, auch wenn sie von unseren innerpolitischen Gegnern aufgegtifTerrtoitb. Ich bin der Meinung, daß sich der große völkerverschlingende Schlund in Genf nicht verschlossen hätte, wenn Herr Curtius allein in den Abgrund gesprungen wäre. Ich bin vielmehr der Ansicht, daß Herr Curtius nur der Exponent eines Systems war, und daß das ganze System versagt hat. Mit anderen Worten: Das ganze Kabinett Brüning hätte mitspringen müssen, möglicherweise hätte dann die Welt aufgehorcht. Denn Herr Brüning hat immer wieder betont, daß er sich ganz persönlich dem Gedanken der Zollunion verpflichtet fühle." Frage: „Was halten Sie von einer autar- kischen Politik für Deutschland?" Antwort: „Ich möchte diese Frage zunächst einmal mit Bezug auf die Landwirtschaft 'beantworten. Deutschland kann seinen Osten und weite Teile seines Westens nicht veröden lassen. Die übrige Welt muß darauf verzichten, mit ihrer Ausfuhr landwirtschaftlicher Produkte die deutsche Landwirtschaft zu beherrschen. Es liegt im Interesse der Welt, daß Deutschland auf dem Gebiete der Landwirtschaft eine autarkische Politik führt. Ich halte sie zudem für vollkommen möglich und durchführbar." Absplitterung bei der SPD. Radikale Abgeordnete gründen eine „Sozialistische Arbeiterpartei". Berlin, 24. Sept. (TU.) Der Sozialdemokratische Parteiausschuß hat in einem Beschluß fest» gestellt, daß die Mitarbeit an der „Freien Verlags gesellschaft" unvereinbar sei mit der Parteizugehörigkeit. In dieser Verlagsgesellschaft erscheint „Die Fackel", bie bisher das Organ ber neun sich abfonbernben Abgeordneten war. Wie bas „Berliner Tageblatt", bas bekanntlich zur SPD. gute Beziehungen unterhält, aus guter Quelle erfährt, werben von diesen neun Ab- aeorbneten acht erklären, daß sie sich dem Parteibeschluß nicht unterwerfen, sondern weiter an der „Facke 1" mitarbei- t e n werben. Das sind die Abg. Seydewitz, Rosenfeld, Ströbel, Ziegler, Portune, Oettinghaus und Siemssen. Die Oppositionsgruppe der SPD. Seydewitz- Rosenfeld hat eine Erklärung abgegeben, in der gesagt wird, daß die Behauptungen, mit denen der Parteiausschuß den Beschluß gegen sonderagitatorische Bestrebungen der Opposition begründet, in keiner Weise zutreffen. Nicht um die Partei zu spalten, seien die „Roten Bücher" und „Die Fackel" ins Leben gerufen, sondern mit dem Recht der Meinungsfreiheit. Wenn schon die Gründung und die Mitarbeit an einer kritischen Wochenschrift genüge, mit dem Ausschluß bedroht zu werden, so deute das auf den beginn eines Gesinnungsterrors und einer Meinungsdiktatur hin, dem entgegetgutreten parteigenössische Pflicht sei. An alle, die mit uns einig sind, so heißt es in der Erklärung weiter, daß Schulen auf Bädern im hohen Norden. Der Gedanke, Schulen auf Rädern nach dem hohen Rorden zu senden, ist zuerst vor einigen Iahren von den kanadischen Behörden aufgegriffen worden und hat sich überall da als segensreich erwiesen, wo der nur vorübergehende Aufenthalt von einzelnen Trapper-, Eisenbahnarbeiter, und Holzfällerfamilien, oder die geringe Anzahl der bildungsbedürftigen Kinder die Gründung einer ständigen Schule nicht lohnend erscheinen laßt. Die Cisenbahnverwaltung, die sich zuerst diesen Plänen der Regierung gegenüber zweifelnd verhielt, ließ sich überzeugen, und dann baute sowohl die Kanadische Rational- wie die Kanadische Pa.ific- Dahn einen Schulzug, dessen Ausstattung die Schulbehörden übernahmen, die auch den Lehrer besolden. Der Erfolg übertraf aller Erwartungen. Aus den zwei Schulzügen sind inzwischen sechs geworden, die im Sommer und Winter in Tätigkeit sind. Am den Schulbesuch braucht man sich keine Sorge zu machen. Aus der ganzen Umgebung strömen die Kinder des hohen RordenS herbei, wenn ein Schulzug in ihrer Räche auftaucht, und kein Anwetter kann sie vom täglichen Besuch abhalten. Mit brennendem Eifer sind sie bei der Arbeit und lernen oft in wenigen Wochen, was andere Schuler sich in ebenso vielen Iahren aneignen. Meist bleibt die Schule nur einige Tage an einem Platz: der Lehrer läßt den Kindern Aufgaben zurück, und kehrt bann, nachdem er an anderen Stellen Anterricht erteilt hat, wieder zurück. Der Tag der Ankunft des Zuges wird freudig begrüßt, fein Scheiden ist ein Trauertag. Auch für die Erwachsenen sorgt die Schule, indem sie ausländischen Einwanderern die Grundbegriffe des Lesens. Schreibens und Rechnens beibringt. Für alt und jung bedeutet der Schulzug in dieser Einsamkeit die Berührung mit der Welt da draußen, eine Befreiung vom dumpfen Dahinleben in An- wissenheit. Durch die Erweckung der gebundenen Kräfte wächst in ihnen das Bewußtsein, daß sie als Pioniere der Kultur auf weit vorgeschobenen Posten stehen. Sochschulnachncbten. Amtlich wird die Ernennung Ms o. Professors Dr. Walther Löhlein in Jena nut Wirkung vom 1. April 1932 zum o. Professor ber Augenheilkunde und Direktor ber Augenklinik an ber Universität Freiburg i. B. als Nachfolger bes verstorbenen Geh. Hofrats Professor Axenfelb bestätigt. Löhlein war seinerzeit Schüler und Assistent von A. Do siu» in Gießen. ohne öu2 I1 unö iTou-Mg-she.'N. wickSe-P-lM (Cangen) und D> V für die 6c Darmstadt, Mitteilung der ,,-u nete Glaser ausschusses, in der bekanntgegeben » neben Haden: „ly Helsen der R sührung der was die uns nahi ab. Jedenfalls km lich gemacht werbt Meine pol Die Tagung des scheu Zentrum Darmstadt vorverd Landespatteitag ai großen Kundgebur Reichsinnenminist Die Reichste Landvolks ! den Dutterz einem Umfange < lnilcherzeuMöen 3n einem Wettet* voll, durch Kenn scher Agtarv Erzeugnisse der 1 ©cmüfe» und D verfall zu schütze Sn der Der l versammlun Antrag aus Q] stratsgehält in Zukunft erha st e r ein Jahre ’ n )t nie e a von monatlich L ster erhalten 221 wanösentschäöigui Erat sollen 160 burgermeiste viodträte im W Mark besold ÄUk Krach mit bet < , Eine stark besu Dürgerl ^rfen Maßna k.^ehung J« hohen etrc Jung der Derwa ?.ylachthojs Llchtstreii, m Sbcn Die Der Uung des g U/achthosd k Vaf a 'öre von t;r, 7 - ». »ereilt traut, fest das Laib?" ÜB’ RöffaniAi^' ^en basto Men bes , W-ch-n Z :;Ä! deck,'w eine 6p, Vehr J? *n der SlolS1.einen über hi» »schritte j^nner suchte !ie bA/dim n'c n!laben f*anne bann '"he dez Knien c er »rsuh?Kugg,t "erließt als > ZbZ' Ä,^ L' 4fcs*J S3äg * ®tb0*! S.He'neM Steine (ir 2' ”J ift, -uLne rohe ?fe te mitfutiil *|£ "«A°L ALlmmet tsitStt t Ä-to E mift“ aulai* WUnb?- »^^chsl ein. "le-nen ÖH«, unö ia"«t ' Achten, nullet Lodukte die tU W E- ||fflt , ^sichland auf "nrautarkisch, .ne zudem für vdll. uhrbor." ideltzPD. e gründen eine eiterpanei". Der Gojiolbtnwfr» einem IBe/dM fest- Lander „Freien in oereinbar fei rifltell 2n bittet lie öadel*, bie biet)« beruhen Abgeordneten geblalt“, bas betannt* ungen unterljäü, aus von biefen neun Lv. daß (le sich dem t unterwerfen, 5 a j e I* m i t a r b e i- !bg. Seydcwih, Äo|en- int, Ddiingbaus uni t SPD. Set)bra\^ xg abgegeben, in bet uptungen, mit denen efchluh neuen (onbtr- er Opposition begrün- i. Nicht um die Partei in Bücher* und „Die (andern mit dem reiheit. Wenn (chon rbeit an einer trih|d)en dem 2lus|d)lu6 >ute das auf den Bt- ungsterror» und dem entgegeßMtt- 2ln alle, die mir uns grflärung weiteres n hohen Mden. die Zeit gekommen ist, die Grundlagen für die Verwirklichung de» Sozialismu» zu legen und daß demgemäß die Politik der Partei orientiert fein muß, richten wir die Mahnung, sich ohne Furcht zu ihrer Ueberzeuguna zu bekennen und uns bei dem schweren Werk zu helfen, das wir unternommen haben in dem einzigen Gedanken, den Weg zu ebnen für die Befreiung der unterdrückten und ausgebeuteten Rlaffe des Proletariats. Wie „Berlin am Morgen" dazu erfahrt, hat die Oppositionsgruppe in einer Reichskonferenz beschlossen, nicht vor den Porteiausschußbeichlussen zu kapitulieren. Der von einigen Mitgliedern der Opposi- tionsgruppe gemachte Vorschlag, Anschluß an die Kommunistische Partei zu suchen, wurde von der Mehrheit a b g e l e h n t und beschloß (en. eine neue Partei unter Dem Namen „Sozialist i s ch e Arbeiterpartei" zu bilden. Don den oben genannten Abgeordneten stammen Strobel und Seydewin au» dem Wahlkreis Chemnitz- Zwickau, Rosenfeld und Siemssen find Abgeord- ncie Thüringens, Ziegler vertritt Breslau, Fortune Frankfurt a. M. und vettinghaus W e st f a l e n - S ü d. Oie Kandidaten der Nationalsozialisten in Hrffen. D a r m ft a b t 24. Sept. Die Nationolfoeialiftische Deutsche Arbeiterpartei in Hessen hat für die Landtagswahlen eine vorläufige Kandidaten- liste ausgestellt. An deren Spitze (lebt der neue (Bau- luter aus Baden, Lenz (Darmstadt). Dann folgen der Landtagsabgeordnete Professor Vr. Werner (Butzbach), der stellvertretende Gauleiter W a is u n g (Darmstadt), der Gauprovagandaletter Tiefz (Darmstadt), Lehrer Kloster mann (Alsfeld), Schriftleiter Dr. Schwalbe (Darmstadt), Dr. Daum (Oppenheim), Gutsbesitzer Dr. Wagner, Dr med. Schilling, Bürgermeister Ritter (Gau-Algesheim), Dr. Schäfer (Offenbach) Landwirt Seipel ^Fauerbach bei Friedberg), Jockel (Langen) und Diel (Gau-Obernheim). Oer Landbund für die Heffen-Aoiverordnung? Darmstadt, 24. Sept. (DSN.) Nach einer Mitteilung der „MVZ " soll der Canbbunbabgeorb- netc Glaser in der letzten Sitzung des Aeltcsten- ausschusses, in der die Notverordnung der Regierung bekanntgegeben wurde, solgende Erklärung abgegeben haben: „Wir sind zur Mitarbeit bereit und helfen der Regierung bei b e r Durchführung der Notverordnung. Don dem, was die uns nahestehende Presse bringt, rucken wir ab. Jedenfalls tonnen wir nicht dafür verantwort, lich gemacht werden." Kleine politische Nachrichten. Die Tagung des Landesausschusses der Hessischen Zentrumspartei ist aus Montag nach Darmstadt vorverlegt worden. Dagegen wurde der Landesparteitag auf den 18. Oktober vertagt. In der großen Kundgebung in der Mainzer Stadthalle wird Reichsinnenminister Dr. Wirth sprechen. • Die ReichSlag-sraktion bcS Deutschen Landvolk- hat die ReichSregierung ersucht, den Dutterzoll hüt sofortiger Wirkung in einem Umfange zu erhöhen, der der Lage der milcherzeugenden Landwirtschaft Rechnung trägt In einem weiteren Anträge ersucht daS Land- Volk, durch Kenntlichmachung ausländischer Agrarprodukte beim Verkäufer die (Irzrugnisse der bäuerlichen Wirtschaft bes Obst-, Ccmüfc- und Weinbaues vor werterem PreiS- t>:r'all zu schützen. 3n der Berliner Stadtverordnetenversammlung wu de ein deutschnationaler Antrag aus Abänderung der Magi- si ratsgehälter onfcncmmcn. Danach so len in , ’n fünf t erhalten: Der O b c r b ü r g e r m c i - st er ein Jahr, e'alt von 27 000 Mark dazu eine i i )t ru e e a sä ige Aufwand e tschäoigung von monatlicp ROJ Mark: die Du rgerm elfte r erhallen 22 000 Mark und 3000 Mark Aufwandsentschädigung. Die 6 t a b t r ä t e im Ma- ciftrat sollen 16 000 Mark und die Bezirks- bürgermetfter die gleiche Summe erhalten. 6 t a o t t ä t e im Bezirk sollen mit 8400 bis 12 6C0 Mark besoldet werden. z Äm dem ft »urck vor üntgti Morden aulgcgn tailba als (egcnsni- ergehende AuIenIhaU »■»»iS 2 geringe lieb zuerst diesen P M» b»U '.Ä i<:- v» fianaMo)« r* »j. * , die aucb^^n. Md rjta* ÄÄ Mio vreien Ag, fjule nur eiEr. ,, K den Kinder" n, nachdem " Zuges »»« 1 Ach ein Ädife.rj die rchnens edung der s f.t iSrtÄ*** 'Aus aller Well Krach mit bet Etadtvertoaltung in Andernach. Eine stark besuchte Prote st Versammlung der Bürgerschaft wandte sich gegen die scharfen Maßnahmen der Verwaltung in der Einziehung der Steuern, ferner gegen die hohen Strompreise und gegen die Haltung der Verwaltung In der Angelegenheit deS S ch l a ch t h o s S. Man drohte erneut mit dem Lichtstrcil, wenn die Preise ckicht herabgesetzt werden. Die Versammlung forderte w.j.er Auslösung des Vertrags mit dem neuen Echlachlhofdirektor. Die Flcischerinnung stc.lte. falls ihre Forderungen nicht erfüllt werden, die Aufgabe fämtticher Mehgereibetriebe als gewerbliche Unternehmungen und Gründung von Filialen der Kölner Groß- schlächtereien in Aussicht. Lin vereilclter Sprengstoffanschlag. Die Aachener Staatsanwaltschaft gibt erst fetzt bekannt, bah in ber Nacht zum 19. September a u f bas Lanbhaus eines Fabrikanten in Büsbach bei Stolberg (Rhlb.) ein Spreng- ftoffanfchIag versucht worben sei. Die Täter haben bas Vorhaben nicht ausführen können unb find geflohen. Im Graben bes Zufahrtweges zum Anwesen des Fabrikanten fanb man ein schwarz angestrichenes Kästchen aus Holz, aus dem zu beiben Seiten einstarkesEisenrohr ragte, bas m i t Spreng ft off gefüllt war. Ferner fanb man eine Blechsäge, Hwei Zündschnuren unb ein Reagenz- glas, bas eine Sprengkapsel enthielt. Außerdem entdeckte man in ber Nähe ein bolchartiges Seitengewehr unb einen gelabcnen Trommelreoolver. Ein Stolberger Schmuggler hatte in ber fraglichen Nacht mit Waren bepackt bie deutsch bektzische Grenze überschritten, unb fuhr auf seinem Fahrrad über bie Lanbstraße Zweifall.Stolberg, als er zwei Männer bemerkte, bie er für Zollbeamte hielt. Er suchte Schutz im nahen Walbbickicht, von wo aus er bie beiben Männer beobachtete, bie ebenfalls beloben schienen. In einiger Entfernung tauchten sodann Passanten auf, worauf bie beiben sich in ber Nähe bes Schmugglers versteckten. Der Schmugg ler erfuhr nunmehr von bem geplanten Sprengftoff- anschlag unb als bie beiben Männer bas Versteck verließen, benachrichtigte er bie Polizei. Unverzüglich würbe bie Gegenb durchsucht, man fanb bie Sprengkörper. Die Untersuchung ergab, baß sie fachmän - nisch montiert waren unb bei einer Entlobung eine fürchterliche Wirkung gehabt hätten. Aus ber Provinziathaupifiabt. Dießen, den 2S. September 1931. C6fTt>erforflung der Erwerbslosen. 3m Anschluß an unseren Artikel .Wohin mit dem großen Obstüberfluß?" in unserer Ausgabe vom Mittwoch wird unS ein beachtenswerter Vorschlag zur Weitergabe an die zuständigen Stellen unterbreitet, den wir wegen semer Vorteile nach zwei Seitenh in zur ernstlichen Erwägung und raschen Verwirklichung empfehlen. Der Mangel an Obst in den Familien der Sr- werbSlofen steht ebenso fest und ist genau so empfindlich, wie der Mangel an ArbertSkräften bei zahlreichen Landwirten in diesen Wochen der drängendsten Srnteakbeiten. Beiden Seilen könnte ein wertvoller Dienst erwiesen werden, wenn Erwerbslose zur Bergung der gro- ßen Obsternte herangezogen wurden, die für ihre Arbeitsleistung einen entsprechenden Anteil an der geborgenen Obsternte erhalten könnten. Die Familien dieser Leute hätten den Vorteil, bah sie auch mit P f l ü ck o b st versorgt würden und nicht nur mit Schüttel- oder Fallobst fürlieb nehmen müßten, eine Annehmlichkeit in der Versorgung, die zweifellos besondere Wertschätzung verdient. Auf der anderen Seite hätten die Landwirte die Möglichkeit, mit Hilfe der Erwerbslosen da- Psluckobst beizeiten in einwandsreierWeisebergenzu können, ohne daß andere Arbeitskräfte des bäuerlichen Betriebe- von den übrigen landwirtschaftlichen Arbeiten weggenommen werden und ohne die Vergütung für die HilfSarbeit von Erwerbslosen in Geld leisten zu muffen, da- ja heutzutage bei der Landwirtschaft leider ebenfalls ein sehr rarer Artikel geworden ist. Für den Landmann ist noch von besonderer Wichttgkeit der Vorteil der er- heblichenWertstelgerung bei^flüd» o b st e s, wenn dieses bei der Ernte li> sorgsamer Weife von den Zweigen gepflückt und pfleglich beim Sammeln und bei der Lagerung behandelt wird. Dadurch gewinnt das Ob st schon in sich an Wert, der sich dann auch im Handel durch entsprechende Erhöhung des PreifcS ausdrücken wird. Die Regelung dieser GrntehilsS- arbeit auf der Grundlage der Vergütung in Aaturallen durch Festsetzung eines gewissen Ob st ernte-A nteilS hätte aber auch den Vorzug, daß bei großzügiger Anschauung der Dinge und der Verhältnisse seitens der Arbeitsamtsbehörde wohl keine Schwierigkeiten hinsichtlich der Barleistung in der Erwerbslofen- unterstühung entstünden. Die bei der Obsternte als Hilfskräfte tätigen Erwerbslosen hätten ja bei dieser Regelung keine doppelte Geldein- nähme, und die Menge des beim Obstpflücken von den Leuten anteilmäßig erworbenen Obstes könnte wohl ohne Schwierigkeiten als eine Aus- nahmeerfcheinung angesehen werden, die man in dieser Rotzeit nicht mit dem sonst erforderlichen strengen Maßstab zu werten braucht. Wenn mit dieser Regelung bei der Obsternte gute Erfahrungen gemacht werden, wäre eine gleichartige Vereinbarung wohl auch für die Kartoffelernte zum Ruhen beider Teile und im Interesse der Kostenminderung bei den Fürsorgekassen empfehlenswert. Es wäre erfreulich, wenn auf diese Weise durch eine Vereinbarung zwischen dem Arbeitsamt Gießen und den Ortsbauerschasten unter Derrn ttelung der Bürgermeistereien recht schnell ein Ergebnis zustande käme, dessen Auswirkung den Interessen beider Teile gerecht werden und durch die auch wieder etwas mehr Verstehen zwischen Stadt und Land herbeigesührt werden könnte. Wer in der Frage der Rutzbar- machung des gewaltigen Obstüberslusses kurz entschlossen und mit dem Willen zu positiver Leistung handelt, darf der vollen 3ur mmung der Oesfcntlichkeit in Stadt und Land sicher sein. Christlich-sozialer Volksdienst. In einer Versammlung der Ortsgruppe Dießen deJ E h r i st l i ch - s o z i a l e n B o l k s d i e n st e s sprach am Mittwochabend im (Safe Leib der ReichstJgsabgeordnete Bausch, Stuttgart, über das Thema „3m Kampf um Deutschlands Zukunft'. Der Redner legte zuerst das Wesen des Christlich-sozialen Volkvdienstes und dessen Verhältnis zu anderen Parteien dar. 'Der Dolks- bienft fet eine religiöse evangelische Bewegung, die den Weg der Rachfolge Jesu auch im öffentlichen Leben gehen wolle. Man dürfe nicht das allgemein menschliche Leben vom politischen Leben trennen. Gottes Gebote müßten auch in der Politik Geltung heben. Dieser Forderung breiten Boden zu schaffen, sei die Aufgabe des Volks- diensteS. Leider seien die bürgerlichen Parteien in ihrer Gesamtheit nicht christlich zu nennen: das Bürgertum habe vielmehr dem christentums- le ndlichen Marxismus die Entwicllungsmöglich- Ieiten verschafft Der Dolksdienst wolle sich als Bewegung sreihalten von _ den Einflüssen der Parteien, und er wolle dafür eintreten, daß das Christentum feine freie Stellung behalte. In der Wahl und dem Eintritt der.14 Abgeordneten des Bollsdienstes in den Deutschen Reichstag habe sich eine geistige Umftellung breiter Dolks- fchichten in ihrem Verhältnis zum Staate doku- ment ett. Cs habe sich das Bewußtsein durch- gerungen, daß dem Staate nur durch christliche Wahrhaftigielt geholfen werden könne. In seinen weiteren Ausführungen sprach der Redner über bie Stellung deS Volksdienstes zum Kabinett Brüning. Der Volksdienst bejahe das Kabinett Brüning auS drei verschiedenen Gründen: Brünings Persönlichkeit sei die Gewähr dafür, daß seine Handlungen aus christlichen Bindungen heraus bestimmt seien. Brünings staatsmännische Qualitäten seien hoch einzuschäyen, er sei — so habe der bcu‘^nationale Ianufchauer gesagt — der Beste seit Bismarck: seine sittliche unb moralische äleberlegenheit über die Parteimänner habe sich in der mutigen Tat der Aufrichtung der Staatsautorltät gegenüber der Parteiwirtschaft bewiesen. Der außenpolitische Grund für die Bejahung der Regierung Brüning fei die praktische Umwertung der Erkennln s, daß die Klarheit der .nnenpollttschen Verhältnisse die Voraussetzung für eine großzügige Außenpolitik sei. Er habe die Sanierung angestrebt, er wolle Ordnung im Reich und in den Ländern, um bann mit freien Händen den Voungplan angreifen zu können. Tatsächlich lasse sich feststellen, daß der Voungplan in seinen Grundfesten erschüttert sei. Brüning habe mutig unpopuläre, dabei aber tocit- chauende Politik getrieben. Das Kabinett selbst habe allerdings nicht die ungeteilte Zustimmung Jes Dolksdienstes. Dem Kabinett Brüning gegenüber fasse der Christlich-soziale Volksdienst seine Forderungen in folgender Form zusammen: De- rücksichttgung der Ansprüche der KriegSbeschädigten, Abbau der hohen Pensionen, Schaffung von Siedlungen für die Arbeiter. Sinfluhnahme aus die Wirtschaftspolitik. Behauptung der Staatsautorität gegenüber dem Großkapital ufw Rach- bem ber Rebner noch einige spezielle Vorgänge ber Außenpolitik (Zollunion, Hoover-Morato- rium, Ausgabe deS Goldstandards in England) behandelt hatte, betonte er, daß der Christlich-- oziale Volksdienst den Weg einer sachlichen, verantwortung-bewußten Arbeit im Dienstes des Vaterlandes gehen werde unb ein großes, offene- Bekenntnis zur evangelischen Gemeinschaft gegen baS Antichristentum anstrcbe. Der Vortrag würbe sehr beifällig ausgenommen. Taten für Fre tag, 25 September Sonnenaufgang. 6.15 älhr, Sonnenuntergang: 1818 Llhr. — Wonbausgang: 18 06 Uhr, Wonb- untergang: 422 Uhr. 1555: Abschluß de- Augsburger Religion-» frieden-. — 1849: der Komponist Johann Strauß Der Aeltere in Wien gestorben. Vornotizen. — Tage-kalender für Freitag. Rabikaldemokratifche Partei: 20-30 Uhr. Turnhalle, Steinstraße. Oeffentliche Äunbgcbung. — Coss Edel: Handgewcbeausstellung von Schloß Westerburg bes BDI. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „3m Westen nichts Reue-". — Astoria- Lichtspiele: „Auf Leben unb Tob" und „Der Karawanenführer von Oklahoma". — GemeinbetagberPetrusgemelnbe. Man schreibt uns. Am Sonntag von 14 30 älhr ab beabsichtigt die evangelische Petrusgemeinde, ihre Glieder zu einem Gemeindetag auf der Liebigühöhe zu versammeln. Der Verein für Christliche Musik wirb bie Veranstaltung eröffnen und im Verlaus des Rachmittags verschiedene Musikstücke zum Vortrag bringen. Die Mitglieder der beiden Iugendvereinigungen, sowie bie Kinder der Kinderklrche werden die Zusammenkunft durch verschiedene Aufführungen und Volkstänze beleben. Der Frauenchor der Petrusgemeinde und ein Knabenchor werden mehrere Lieder vortragen. außerdem sind Ansprachen und gemeinsame Lieder vorgesehen. Die Kinder haben Gelegenheit, bet schönem Wetter im Freien zu spielen. Der Rachmittag soll den Gemeindegliedern die Möglichkeit geben, in froher Geselligkeit beisammen zu sein und soll sie zugleich Hinweisen auf die Rotwendigkeit festen Zusammenhalts in der Gemeinde. Es ist jedermann herzlich willkommen. (Siehe heutige Anzeige.) ** Mittwoch-Abend! AuS dem Stadt- thcaterbureau wird uns geschrieben: DaS wird ein Begriff freudigster Erwartung für alle Theaterfreunde rings um Gießen werden. Denn das Abonnement im Stadttheater Gießen für diesen Tag wird das Abonnement ber Menschen werben, benen bie Theaterkunst trotz, ober sollen wir nicht besser sagen, gcrabe in der schweren Zeit noch Wert und Wille ist. Die Vorstellungen werden am Mittwoch stets bereits um 19,30 Uhr, eventuell sogar schon um 19 Uhr, beginnen, um allen die Möglichkeit zu geben, die letzten Züge zu erreichen. •• Verhandlungen über den neuen Angestelltentarif. Gestern fanden hier zwischen den Vertretern des Arbeitgeberverbandes für Lahngau und Oberbeff en und den Vertretern der Angestelltenverbände Verhandlungen über den neuen Angestellten-Gehaltstarif ab 1. Oktober statt. Von den Vertretern deS Arbeitgeberverbandes wurde unter Hinweis auf die schwierige Wirtschaftslage gefordert, mit Wirkung ab 1. Oktober bie Gehaltssätze, die am 1. Mat 1925 in Kraft waren, wieder in Geltung zu setzen. Diese Regelung würde eine Gehaltsfenkung von 10 bis 15 Prozent, je nach den verschiedenen Gruppierungen, bedeuten. Die Vertreter der Angestelltenverbände erklärten, daß sie über diesen Vorschlag zunächst mit ihren Verbandsmitgliedern sprechen müßten. Die Verhandlungen wurden darauf vertagt, eine neue Sitzung wurde für den 2. Oktober vorgesehen. •• D i e Luthergemelnde feierte, wie man uns heute berichtet, am vorigen Sonntag im .Philofophenwald" zum ersten Male feit ihrem Bestehen einen Gemeindetag. Der Saal war übervolb Professor Dr. H e p d i n g begrüßte im Ramen des Kirchenvorstandes. Professor D. Dr. Schumann sprach in zündender Ansprache davon, daß uns Kirche und Gotte-Haus Heimat werden müsse. In Frau Maria R e b e I i n g lernte man eine Sopranistin kennen, deren liebliche Stimme zusammen mit einem inhaltreichen Vortrag recht erfreuen konnte. Der junge Kirchenchor der Luthergemeinde fang einige Volkslieder und ein geistliches Lied von Dach mit gutem Gelingen. Der kleine Posaunenchor blies flotte urö getragene Weisen. Heilwig R o l o f f trug mit innigem Empfinden ein vaterländisches Gedicht vor. Ein lleines Theaterstück, recht frisch von der Mädchenvereinigung gespielt, durste nicht fehlen. Gine vom rührigen Frauenverein veranstaltete gewinnbringende Verlosung und eine Brezelverteilung machte alt und jung Vergnügen. Gemeinsame Lieder ertönten dazwischen. Jeder freute sich des guten Gelingens. •• Schwesternschaft des 3ungöeut* schon Ordens. Am Dienstag hielt, wie man uns berichtet, die Schwesternschaft Gießen des Iungdeutschen Ordens einen von vielen Gästen besucyten Schwesternabend ab, zu dem auch die Großballeistatthalterin M e ch o l d (Fulda) an- tocienö war. Rach der Erledigung oes geschäftlichen Teiles erfolgte die feierliche Reuaufnahme von sieben Schwestern und Zungschwesterm Sodann legte Schwester M e ch o l d die Entwicklung der Iungdeutschen Frauenbewegung dar. Das jungdeutsche Frauentum habe einen neuen Typ der Frau geschaffen durch die Weseirsverschmel- zung, zwischen der rein intellektuellen Frau und der .Rur-Hausfrau" zur Staatsbürgerin. Der organische Volksstaat, wie die jungdeutsche Bewegung ihn erstrebe, werde der Frau einen wefenAst fraulich umriffenen Aufgabenbereich geben, organisch deshalb, weil die Arbeit der Frau und Staatsbürgerin die notwendige Ergänzung und Fortführung der Arbeit des Mannes, des Staatsbürgers, darstelle. Das organische Zusammenspiel dieser gleichgearteten Kräfte sei in kleinster Zelle die Familie. 3n diesem kleinsten Kreise setzten bereits die kulturellen Ausgaben der Frau ein, wie z. D. in der Ausgestaltung von Familienfesten, in Der Wandlung der Geselligkeit vom Oberflächenhaften nach dem Gemeinschasts- erlebnis hin. Als die vornehmste Aufgabe der jungdeutschen Schwesternschaften erachtete die Rednerin die tatkräftige Llnterstützung der Winterhilfe. In der vielseitigen Aussprache ergab sich, daß die Iunadeutsche Schwesternschaft der Winterhilfe geschlossen zur Verfügung stehe. — Schulperfonalle. Ernannt wurde der Lehrer Arthur Mahn zu Michelau (KreiS Büdingen) »um Lehrer an der Volksschule zu Rinderbügen (KreiS Büdingen) mit Wirkung vom Tag« deS Dienstantritte» an. •• Freie Lehrerstelle Erledigt ist eine Lehrerste'le für einen evangelischen L.hrer an der Volksschule zu Allendorf a. d. Lahn. Dir Dienstwohnung ist noch nicht frei. " Welttrerschutztag am 4. Oktober 1931- Sin Tag Im Jahre soll Dem Tier geweiht fein. Die- ist der einmütige Wille der Tierschutzvereine der ganzen Welt. Den 4. Oktober bat man alS Welttierfchuytag gewählt, denn dieser Tag ist der Todestag von ZranziSkuS von Assisi, eine- ManneS. der alS einer der größten Tierfreunde aller Zeiten und Völker bekannt tft Der Tierfchutzverein für Hessen wird an dir Kirchen und Schulen herantreten mit der Ditte, am Welttierschutztage deS Tiere- in geeigneter Weise zu gedenken. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden '21 rtitel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Cine zeitgemäße Notverordnung. AIS Vater dreier Kinder, die eine auswärtig« Schule besuchen und dazu Monatskarten auf der Eisenbahn lösen müssen, beabsichtige ich an die Direktion der Schule und an die E i f e n b a b n - Verwaltung so'gende.Rotverordnung" zu erlassen: .Infolge der Kürzung der Deamtengehälter sehe ich mich genötigt, Schulgeld bzw. Fahrgeld meiner Kinder um den Prozentsatz zu kürzen, um den mein Gehalt gekürzt worden ist. Außerdem werde ich die Deträge jeweils am 3. des ersten, am 6. deS folgenden, am 9. de- dritten Monat» und fo fort zaylen. Ich werde die tcftamcntarlfdje Bestimmung treffen, daß nach meinem Tode, nach welchem meine Hinterbliebenen .postnume ando meinen letzten Monatsgehalt bekommen, dicfe die letzte Rate des Schul» bzw. Fahrgeldes erstatten. Auf diese Weise wird weder der Schule, noch der Eisenbahn .auf die Dauer meines Dienstverhält- nifseS" etwas verloren gehen. RA. • eine Frage an die Tariskommisfion der Reichsbahn. Mit Wirkung vom 10. September 1931 ist der Ausnahmetarif der für die Einfuhr von Bananen über Hamburg, Bremen, Bremerhaven-Weser- münde nach west- und südwestdeulschen Stationen gilt, neu herausgegeben worden. Der bisher geltende Tarif vom 1. Juli 1929 wird gleichzeitig aufgehoben. Durch die ReuauLgabe tr.tt eine Ermäßigung ein, die im Durchschnitt 8 bi- 12 Prozent, in Einzelfällen (süddeutschen Stationen) bis zu 30 Prozent beträgt W o bleibt bie Frachtermäßigung sürdeutscheS Obst? Deutsches Obst liegt auf der Straße und der Taris wird ausgerechnet für Bananen ermäßigt Man könnte glauben, die Tarifkommiffion fei an einer Importgefellschaft für Bananen beteiligt. Wilhelm Veite, Lich. Vie Wetterlage. hoora.m1 12.' I Dsnrmtdg, d- Sephmbtr 1 tierrr^f ynr o seien \ \ 4» vr QwoiKtnioi. o neuer vortio. ® orvtdil •”e«ea »Schnee ä Graupeln e neMi K Gewitter Wt iirnter Ost ^5 naijige' tudiuowcsi 'S Murmtjcner lorpvei« Oie Pfeile fliegen mi dem Winde Pie oei den Stationen itentnden la» •en geoen die Temperatur an Oie Linien verpitwee Orte eil giex*c< auf neeresmveav umoerrmneie» Luftdruck Wettervoraussage. DaS Barometer ist über den britischen Inseln wieder ziemlich angestiegen, wodurch sich die Lustdruckgegensähe etwas verschärft haben. Dabei ist eine Warmluftwelle nach dem Kanal gelangt, die an der holländisch-belgischen Küste unb über England ein Rieberschlagsselb erzeugt hat. La die Winde über Deutschland mehr nach Westen hin zurückg^dreht haben, ist anzunehmen, daß unser Bezirl von dem Regengebiet gestreift wird. Jedoch dürste dadurch nur eine vorübergehende Beeinflussung des WetterS stattfinden, zumal der hohe Druck wieder Besserung in Aussicht stellt. Vorhersage für Samstag: Stellenweise Frühnebel, sonst wechselnd bewölkt unb aufheiternd, Temperaturen etwas mehr ausgeglichen, nach vereinzelten Niederschlagen wieder meist ttocken. Vorhersage für Sonntag: Teils heiter, teils wolkig, nacyts wieder etwas kälter, meist ttocken. Lufttemperaturen am 24. September: mittags 10,9 Grad Celsius, abends 5,6 Grad: am 25. September: morgens 6,8 Grad. Maximum 10,9 Grad, Minimum. 4,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. September: abends 11,6 Grad: am 25. September: morgens 8,4 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 8)4 Stunden. Welche Hausfrau wäscht am besten? Ganz entschieden die Hausfrau, die reine Seife verwendet, statt durch Waschmittä mit (Harfen Zusätzen ihre wertvolle Wäsche vorzeitig zu vernuyten. Doppelt gut wäscht di« Hausfrau, bte Naumann's weiße Kernseife verwendet. Mit dieser vollkommen reinen, milden und hoch- schäumenden Seife schont sie ihre Wäsche unb erleichtert sich Wascharbeit und Hausputz. Gemeindetag der evangel. Petrus - Gemeinde Sonntag,den 27.September, nach mittags von 2% Uhr ab, auf der „Liebigshöhe" Darbietungen des Vereins für christliche Musik l| Vermietungen | Deichlagn.-tr. schöne 2-Zimmer Wohn, in rub.Vage au verm. Schrift!. Sinnet), um. 05498 an d. Gß. Anz. Lahresfest Oes Oöetötff. Misslorisverelvs für Bafel am 27. u. 28. September in Langsdorf Sonntag, 27. Sevt.. 15 Uhr: Missionsfest Pfarrer Mahr-Gießen und Missionar Maurer-China. 20 Uhr: Missionsabend, Ansprachen: Missionar Maurer, Laut, Schmoll. Moniag, 28. Sept.., 9'/, Uhr: Jabresver- sammluua im Rathanse. 1. Andacht: Pfarrer Gußmann-Ober- Obmen. -'.Jahresbericht. Z.Rechnungö- nblaae. 4. Vortrag von Miss. Maurer: „Die Begegnung der M ssion mit dem KdmmuniSmuS ttt China". Es labet herAlich ein: Der ev. Kirchenvorstand Langsdorf. Heute morgen 10 Uhr entschlief nach kurzem schweren Leiden mein Heber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Groß- vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Johannes Hankel Strafeenwart i. R. im Alter von 76 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau EHsabethe Hankel, geb. Volk nebst Angehörigen. Großen-Llnden, den 24. September 1931. Die Beerdigung findet Samstag, den 26. Sept., nachm. 3% Uhr statt. 05507 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes sage ich allen im Namen der Hinterbliebenen aufrichtigsten Dank. Frau Julianna Carle, geb. Klinge. Gießen, den 25. September 1931. 6320 D Schöne, sonnige 4-Zimmer- Wohnung mit ZemralheiAung, per 15. Cft. ob. spät. au verm. Mtetber.- Schetn erford. [0Mi6 Brandvlat? 1. L Zimmer IN. Küchenbenutzung im guten Hause zum 1. Oktober zu verm. Schrift!. Ang. unter 05508 a. d. («teR. AnA. | Mietgesuche | Ruhige »vamlUe sucht 2-3-Zimmer- Wohnung Schrift!. Angeb. unt. 05500 a.d. Eien. AnA. Aelt. Frl. tagsüber beschäftigt, sucht kl. Wohnung lNgn!.Hause,25-30M. Schristl. Angeb. unt. 05503 a. d. GieR. Anz. Aufführungen der Jugendvereine u. der Kinder Gesänge des Frauenchors u. eines Knabencbors Ansprachen und gemeinsame Lieder. Dr. Heyntann, Psarrer. Der Oberbeff. Missionsverein s. Basel. Guß mann. Dekan. 6322U Zu zahlreichem Besuch lädt ein: 6325 D _______Der Kirchenvorstand. ÜfhraüdienM! Haiti geschenkt für Herbst und Winter Nene elegante Herren-Ulster mit und ohne Ringsgurt, von -/<20.— an, in geschmackvollen Farben. Gabardin- Mäntel in blau und farbig, von 40.— an. Trencheoat- Uläntel von Ji 26.— an. Schwarze Paletot» mit und ohne S.imtkragen, auch Gehpaletots, von --«30.- an. Lodenmäntel von 16.— an. Gummimäntel von 12 — an. Ulster für Barschen von 18.— an. Ulster für Knaben von 16.— an. Nene eleg. Herren-Anzüge, ein- nnd zweireihig, in geschmackvollen Farben, von cje '22.— an. Spertanztige, vierteilie1. in allen Größen u. Preislagen. Frack- n. Smoking-Anzüge von ~*55.— an. Anzüge für Burschen von 17.— an. Feldgraue Joppen von JC 20.— an. Loden-Joppen von <.JC 9.— an. 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Die rückständigen Beiträge zur Kranken-, Invaliden- und Erwerbslosenversicherung für den Monat August 1931 können noch bis zum 1. Oktober 1931 ohne Kosten bezahlt werden. 6321V Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung und evtl. Beitreibung. Die Einzahlung kann täglich außer Samstags von 8 bis 1 Uhr bei unserer Kasse oder auf unser Postscheckkonto Amt Frankfurt a. M. Nr. 10833 erfolgen. Gießen, den 24. September 1931. ___________Hinkler, Rechner.___________ Zwangsversteigerung 48^31 Am Donnerstag, dem 17. Dezember 1931, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 106, das im Grundbuche von Gießen dem Friedrich kahle in Gießen zugeschriebene Grundstück Wetzlarer Weg 11 Flur 6 Nr. 105 4/10 -- 379 qm hofrelle, geschätzt 36 982 RM., versteigert. 6326V Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 22. September 1931. I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen _______Leo, Ortsgerichtsvorsteher._______ Obstversteigerung. Montag, den 28. September l. 3., vormittags gegen 10 L Uhr, wird im Anschluß an die fiskalische Obstversteigerung das Obst aus den von Rabenauschen Gärten in der Gemarkung Alten-Buseck versteigert. 6324O Zusammenkunft im Krämersgarten. Londorf, den 22. September 1931. Freiherr von Nordeck _________zur Nabenausche Rentei.________ Obstversteigerung. Montag, den 28. September 1931, vormittags 10 Uhr anfangend, versteigert die Gemeinde Harbach das ihr gehörende Obst, bestehend aus Aepfeln und Birnen. Zusammenkunft ist bei der Bürgermeisterei. Harbach, den 24. September 1931. Hessische Bürgermeisterei Harbach. _____________Schomber._______6330V Obstversteigerung. Montag, den 28. September, vormittags von 8 Uhr an, wird das Obst der Gemeinde Krofdorf-Gleiberg meistbietend versteigert. Anfang an der Kinzenbacher Straße an der Rodheimer Grenze. Das Obst an der Krofdorf-Gießener Straße kommt nachmittags ungefähr von 3 Uhr ab zum Verkauf. Verkauf an auswärtige Bieter gegen bar. Krofdorf, den 24. September 1931. Der Gemeindevorsteher. 6335V 5-gimmer- Wohnung mit Bad zu miet. aef. Preisangeb. an Dr. Ctto Gans, Studienrai. I Stellenangebote! Wrfc(innßn) Aum Besuche von Hotels Restaurants, Krankenhäusern CafHs u. Privaten f. lukrativen Artikel, welcher groß gekauft und daaernd nachbestellt wird. fot. nei. Schnitt. Angeb. unt. 05511 a. d. Gieß. Anz. Euler Verdienst durch Vertrieb emer Neuheit iGebrauchs- gegenstandl. 05512 Näh.Dammstr.42p. Tüchtige Schneiderin sowie 1 bis 2 Lehrmädchen u. Dauienschneiderei soi. ges. Schr. Angeb. ii.(>5499 a d.Gß.Anz. Junges mit guten Koch- und Näbkenntnissen iudjt alsbald Stdllung. Gest.Zuschr.erb unt. 62631 * a. d. Gß. Anz. Verkäufe | Äoto-Gelegenheiti 4/20 PS Opel-Limousine Voriübrungöwagen, sehr preiswert. MMA Ovcl, Gießen Frankfurter Str. 52. 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Unter freudiger Anteil- nafcme der Bevölkerung fand heute die Vermählung der jüngsten Tochter des gür- ften und der Fürstin Reinhard zu SolmS- Ho henfolmS-Lich. der Prinzeffin Tiarie Qtnna, mit dem Burggraf und Graf Christoph zu Dohna-Schlobitten, dem jüngsten Sohn deS verstorbenen Fürsten zu Doh- na-Echlobitten und feiner Gemahlin Marie Mathilde. geb. Prinzeffin zu Solms-HohensolmS- Lich, statt. Die Feier wurde wegen der ernsten 3eitDcrbältniffe im engsten Familienkreis gehalten. Sin für gestern abend angefehter Fackclzug mit folgendem Ständchen feitenS der Gemeinde und ihrer Dereine unterblieb auf Wunfch des Fürstenhauses auS denselben Gründen. Acute mittag wurde die standesamtliche Trauung durch Bürgermeister Geil vollzogen. 3m Anschluß daran nahm StiftSpfarrer D r a u d t in der festlich geschmückten El -Marienstiftskirche die Trauung vor. Die kirchliche Feier war von dem Gesang der Gemeinde und einem prachtvoll zu Gehör gebrachten Chor deS Frauenchor- unter Leitung von Frl Jäger stimmungsvoll umrahmt. Vach'der kirchlichen Trauung zog der HochzeitS- zug unter Vorantritt der Brautführer und -füh- rerinnen zu Fuß durch die mit Fahnen reich geschmückte Kirchgasse und Unterstadt am Rathaus und Denkmal vorbei nach dem Schloß, in dem die Gäste nach der GratulationScour zur Tafel geladen waren. Unter den Gästen bemerkte man u. a. Fürst und Fürstin zu Dohna-Schlobitten. Fürst und Fürstin zu Benthcim-Steinfurt, die Grasen Hubertus zu Castell-Rüdenhausen und Ludwig-Christian zu Etolberg-Wcmigerode, die Gräfinnen Clementinezu Castell-Rüdenhausen und Helene zu Stolberg-Wernigerode, Prinz Ludwig von Helfen, Prinzessin Viktoria-Cäcilie von Helfen, Prinzeffin Marie-Luise zu Solms-Braun- felS, die Grafen Georg und Wilhelm zu Eolms- Laubach mit Gemahlinnen. DaS junge Paar wird feinen Wohnsitz in Ostpreußen nehmen. Ein Bädertag Hessen — Hessen-Nassau. Der Rotruf der Heilbäder. • * Bad-Vauheim.24. Sept. (Eigenbericht.) Siner von Wiesbaden auägegangenen Anregung folgend, fand heute hier eine gemeinsame Besprechung der Kurintercsicnten, Aerzte, Kaufleute und Hoteliers der beiden großen Heilbäder statt, inn die beide Bäder gemeinsam berührenden Fragen zu erörtern und zu der katastrophalen Rotlage Stellung zu nehmen. Vach Besichtigung verschiedener Einrichtungen deS BadeS unter Führung von Kuroirekkor v. Boehm er fand im Kerckhoff-Znstitut die gemeinsame Sitzung statt, in der von Stadtrat D l ü kl l i d) von der Wiesbadener Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Stur- und Fremdenverkehrs ein Referat über „® i e dringendsten Gegenwartsforderungen der Kurorte" erstattet wurde. Der Referent begründete eingehend die Wichtigkeit gerade der deutschen Heilbäder für unsere gesamte Volkswirtschaft, insbesondere für den durch den Besuch von Ausländern erzielten und gar nicht hoch genug einzuschähenden stillen Export. Einstimmige Annahme fand eine von den Bürgern Wiesbadens und Dad-Vauheims an die Reichs- regierung gerichtete Entschließung folgenden Wortlauts: „Die Reichsregierung wird dringend gebeten, die alles erdrosselnden und zerstörenden Steuern, in Sonderheit die Hauszins- st c u e r, bzw. hessische Sonder st euer, mit möglichst sofortiger Wirkung zu senken. Zum mindesten bitten wir, daß bis zur endgültigen Lösung die gewerblichen Betriebe und Arbeitsstätten von der HauSzinssteuer befreit werden Wir bitten die Reichsregierung, mit Rücksicht auf die geradezu trostlose Lage der vom Fremdenverkehr lebenden Kur- und Badeorte sofortige Maßnahmen zu treffen, um die vom Kurbetrieb abhängigen Existenzen vor dem völligen Zufammenbruch zu bewahren. Wir bitten deshalb dringend, in irgendeiner Weife Kredithilfe zu verschaffen. Wir bitten die Reichsregierung, in bezug auf Stundung fälliger Steuern um weitherzigste Auslegung der derzeitigen harten De- ftimmungen. Wir fordern dies, da in den meisten Fällen die Steuern überhaupt nur noch von der Substanz gezahlt werden können. Wir hoffen, daß unser Votrus an die deutsche Reichsregie- tung nicht vergeblich ist. Es gilt der Rettung unserer deutschen Heilbäder " Als weiteres (Ergebnis der Zusammenkunft ist die Gründung eines heffifch-hesfen-nafsaui- f d) c n Bädertags zu berichten, der zwecks Wahrung gemeinfamer Interessen sich zu einem mitteldeutschen Bädertag auszubauen gedenkt. Die Wiesbadener Gäste begaben sich auf der Rückreise mit Vertretern des hiesigen Verkehrsoereins nach Bad Homburg, um dort Besprechungen wegen Eintritts Homburgs in den neuen Bädertag auszunehmen. Landkreis Gictzen. 00 Klein-Linden, 24. Sept. Die $ e r ft eine r u n g des Ob ft cs an der Provinzialstraße Klein-Linden—Dutenhofen wurde gestern vorgenom- men. Es tarnen der Zenter Wirtschastsäpfel auf 1 bis 2 Mart, Tafeläpfel 2 bis 6 Mart. Auf der Straße nach Lützellinden, wo die Versteigerung heute vor- genommen wurde, tarn der Zentner Birnen auf 1 bis 2 Mart. Auf der Straße nach Großen-Linden, wo die Versteigerung anschließend stattfand, tonnte man den Zentner Rheinische Bohnöpfel schon für 80 Pf. bis 1,50 Mart erstehen. Bessere Dualitäten, wie Boskop und Goldparmäne, tarnen auf 2 bis 5 Mart pro Zentner am Daum. D Großen-Linden, 24. Sept. Der Kreisverband Gießen der Evangelisch-kirchlichen Frauen ve reine in Hessen hält am kommenden Sonntag in unserer Gemeinde seine Herb st Versammlung ab. Der Gottesdienst beginnt um 14 Uhr, die Vachversammlung um 15.30 Uhr. Pfarrer Schneider (Vieder-Ram- stadt) wird über „Frauenturnen und Votzeit" sprechen. Kreis Alsfeld. el. Merlau, 23. Sept. Bei der Sänger- t a g u n g des Ohm-Lahntalsängerbpn- des wurde beschlossen, daß das Dundesfest verbunden mit Wertungssingen im nächsten 3ahr in Merlau stattfinden soll. Falls sich die Wirtschaftslage weiterhin sehr verschlechtern sollte, findet nur ein Wertungssingen statt. — Die bei der hiesigen Bachregulierung beschäftigten Arbeiter mußteu infolge Mangels an Geld zur Fortführung der Arbeiten leider alle e n 11 a s - s e n werden. Kirche und Schule. Landkreis Gießen. )( Langsdorf, 24. Sept. Das Jahres- f e st des Oberhessischen Vereins für Basel findet am Sonntag und Montag in unserer Gemeinde statt. Als Redner für die Gottesdienste am Sonntagvor- und -nachmittag und für den Gemeindeabend wurden Pfarrer Mahr, Gießen: Missionare Laut, Maurer und Schmoll gewonnen. 3n der Jahresversammlung am Montagvormittag wird Missionar Maurer über die Frage sprechen: „Sind wir dem Ansturm Das bißchen Erde. Vornan von Richard Elowronnek. Copyright by I. Engelhorns Nachf., Stuttgart 41 Fortsetzung. Nachdruck verboten 3n Moltzahn war Zohlenmarkt. Alles, was Pferdezucht trieb im weiten Umkreise, hatte sich in dem kleinen Städtchen ein Stelldichein gegeben. Schwärzliches Gewimmel drängte in den engen Gassen, das Städtchen hatte seinen großen Tag. Aus dem weiten Marktplätze standen die jährigen Füllen in langen Reihen, die Händler, die von weither gekommen waren, aus dem Lauenburgifchen. Pvmmerschen und aus der Mark, gingen prüfend auf und ab. liehen sich hier eines der jungen Tiere vorsühren, dort ein andres. Landwirte waren es meistens, die sich mit der weiteren Aufzucht befaßten, um die Dreijährigen dann an die Heeresverwaltung zu verkaufen oder — in besonderen Dlücksfällen — an die Landesgestüte. Der Fohlenhandel war ein Lotteriegeschäft. Auf ein paar Dutzend Rieten gab eS einen ordentlichen Treffer, und auch die erfahrensten Käufer konnten sich täuschen. Aus einem stolzen Jährling wurde zuweilen ein Krümper, während ein Unscheinbarer sich manchmal zu einem fehlerlosen Etaatsgaul entwickelte. Die Herren aber, die ihn gezogen hatten, freuten sich neidlos über den Gewinn, denn das Geschäft der Züchter und Händler war streng geschieden. Beim nächsten Mal zahlte es sich wieder aus. Das Gestüt, aus dem ein ausnahmsweise hervorragender Jährling hervorgegangen war. verkaufte den ganzen Aufwuchs zu höherem Preise ... Und an das Geschäft schloß sich ein sportliches Vergnügen. Der ..Molyahner Reiterverein" hielt auf dem Stadtanger einen Wettbewerb ab im Springen und Reiten. Ein paar bescheidene Preise wurden verteilt, die sich meistens die Herren von den Fricdeberger Dragonern holten. Wenn das Vergnügen zu Ende war, löste die Wagenburg rings um den Anger sich auf, die Damen fuhren nach Hause, die Herren aber blieben zurück der geschäftlichen Abschlüsse wegen, die nach altem Brauch im ..Strelitzer Hof" geregelt wurden. Herr Christian Sbtebeer. der Besitzer, aber war auf der Höhe, denn der Fohlenmarkt war einer seiner großen Erntetage. Der Schweiß lief ihm in hellen Strömen über das feiste Gesicht, unermüdlich jedoch wanderten seine Aeuglein von Tisch zu Tisch, jeder seiner Gäste kam zu seinem Recht. Später, wenn die würdigen alten Herren fortgefahren waren und die Karten auf dem Tische lagen, konnte er sich erholen. Dann brauchte er nur auszupassen. daß unten im Keller der Cham- Pager aus dem richtigen Fache geholt wurde. Aus dem deutschen. Vach dem französischen hatten die jungen Herren nur unnötigerweise am nächsten Tage dicke Köpse ... Als Fuhbel seine vier Rappen an das Ende Der Wagenburg lenkte in kunstvoller Fahrt, war der „Concours hippique", wie die bescheidene Veranstaltung ungefähr mit demselben Rechte genannt wurde, mit dem Herrn Eötebeer seinen Schaumwein „Pommery goüt americain“ taufte, schon im vollen Gange. Ein Herr im bunten Dreß und zwei Friedeberger Dragoner versuchten sich mit ihren wenig trainierten Gäulen im Hochsprung. Die Richter — unter ihnen ein hoch- gewachsener alter Herr mit schwarzem Schnurrbarte — standen auf einer erhöhten Tribüne mit Votizbüchern in der Hand, die Damen, in lichten Toiletten, hatten sich in den Wagen aufgerichtet. Vach jedem gelungenen Sprunge klatschten fie in die Hände oder winkten begeistert mit ihren farbigen Sonnenschirmen ... Als sein Wagen in die Reihe rückte, lachte Malte kurz auf. Er hatte es gut getroffen. Vcben ihm hielt ein eleganter Sandschneider mit zwei rassigen ungarischen Muckern. Der Kutscher stand vor den unruhigen Gäulen, hielt sie fest im Zügel, die Dame im Wagen war von einem großen, mit Spitzen besetzten Sonnenschirm halb verdeckt. Beim Anfahren des neuen Besuchers jedoch wandte sie unwillkürlich den mit blonden Flechten beschwerten Kopf, ein leichtes Erschrecken glitt über ihr Gesicht. Aber es dauerte nur einen kurzen Augenblick. Gleich danach streckte sie die Hand über den Wagenschlag: ..Aber nein. Herr Graf, wie ich mich freue" ... Und zugleich legte sie den breiten Sonnenschirm auf die andre Seite, damit sie vom Rücken her gegen zudringliche Blicke gedeckt war. Malte stieg schwerfällig aus feiner alten Kalesche: ..Ebenfalls, gnädigste Frau. Und ich bitte sehr um Entschuldigung, falls ich Eie störe ... ich vermutete. Eie hier zu treffen, und weil wir uns so lange nicht gesehen haben, ja. da wollte ich ein paar kurze Fragen an Eie richten" .. Das Weitere verstand Peter Rägelein nicht, die Unterhaltung zwischen den beiden wurde von da an flüsternd geführt. Er sah nur, wie die großen blauen Augen da drüben sich langsam mit Tränen füllten, zwei rote Lippen sich verächtlich schürzten und der lange Graf Römnitz den Kopf tiefer finken lieh. Er tat ihm leid, der arme Kerl, aber zugleich fing er an zu begreifen, daß dieses holdselige Frauenbild einem Manne wohl die Sinne verwirren konnte und das Herz dazu. Wie ein zierliches Porzellanfigürchen stand sie da, wie ein Unschuldsengelchen im weihen Kleid. Rur Maleraugcn sahen schärfer ... Da war um den sanft geschwungenen Mund ein Zug. der an das lasterhafte, wissende Lächeln der Frauenbildnisse erinnerte aus dem alten Florenz ... Der Wettkampf auf dem grünen Rasen war der chriftusfeindlichen Mächte in China gewachsen?". Kreis Lchotlen. 8 Gonterskirchen, 22. Sept. Der Zweigverein E o l m S der Gustav - Adolf - Stiftung hielt am Sonntag fein ZahreSfest in unserer Gemeinde ab. in der seit etwa 40 3abren fein Gustav-Adolf-Fest stattgefunden hatte. Vormittags predigte P'arrer Trapp «Ulrichstein, im Festgottesdienst und hob hervor, wie lebensnotwendig das große Hilfswerk des Gustav- Adolf-Vereins an den evangelischen Gemeinden in der Zerstreuung, besonders im Ausland, sei. Die Vachversammlung wurde im Walde am Jägerhaus abgehalten: auch auS den Vachbargemeinden kamen Teilnehmer, so die kirchlichen Zugendgruppen von Laubach und 5rcicnfecn und der Posaunenchor von Einartshausen. Vach einer Eröffnungsansprache von Professor Dr. Weimar (Darmstadt), sprach Pfarrer Trapp über die Lage der evangelischen Kirche Oesterreichs in Vergangenheit und Gegenwart und über die umfassenden Ausgaben, die dem Gustav-Adols-Ver- ein dort und in der übrigen Diaspora erwachsen. Psarrer Weimar (Gonterskirchen) rief in einem Schlußwort zu tatkräftiger Unterstützung des Gustav-Adolf-VereinS auf. Ein Gemeinde- abend in Einartshaufen, bei dem Professor Dr. Weimar über Gustav Adolfs Lebenswerk sprach, beschloß den Festtag. Der Deutsche Söngerbundestag in Mainz abgesagt. DTR Mainz, 24. Sept. Nach einer beim Hessischen Sängerbund eingetroffenen Mitteilung ist der Deutsche Sängerbunbeslag. der am 3. und 4. Oktober in Mainz ftattfinben sollte, abgesagt und auf unbestimmte Zeit vertagt worden. — Der diesjähirge Sängerbnnbtttaa des Hessischen Sängerbundes findet dagegen bc- stimmt am 24. und 25. Oktober in Aschaffenburg statt. Gin Fernlastzug in Flammen. 60 Fässer Schwefel gehen in die Luft. WSV. Fulda, 24. Sept. 3n der vergangenen Rächt riß einem Fernlastzug, der mit 6 0 Fässern Schwefel beladen war. auf der steil abfallenden Straße bei Marbach das Getriebe Der Chauffeur, der die Gefahr erkannte, fprang rechtzeitig ab, während der Beifahrer des F.mlast- zuges versuchte, den Wagen noch weiter zu steuern. Fünfzig Meter weiter mußte aber auch er sein Leben durchAbspringenretten. Der Fernlastzug raste weiter, bis er eine Böschung hinab- stürzte. Der mit 4 0 0 Liter Brennst off gefüllte Benzintank explodierte und im Ru stand der ganze Wagen mit der feuergefährlichen Ladung in Flammen. Die 60 Fäfser Schwefel gingen einzeln in die Luft. G.Ji.-fport Deutschlands Elf gegen Dänemark. Rach langem Zögern hat sich der Spielausfchuh des DFB. jetzt endlich entschlossen, die Mannschaft für den Fuhballkampf am Sonntag gegen Dänemark in Hannover bekanntzugcben. Folgende Spieler wurden berücksichtigt: Tor: Kreh (Rot- weiß Frankfurt): Verteidiger: Schür h und Stubb (Eintracht Frankfurt): Läufer: Grämlich (Eintracht Frankfurt), Leinberger (Spvg. Fürth), Knöpf le (FSV. Frankfurt): Sturm: Tiebulfki, Czepan, Kuzorra (sämtlich Schalke 04), R. Hoffmann (Dresdener SC.), Kopie rsski (Fortuna Düsseldorf): Ersah: Schmidt (Eintracht Frankfurt, Tor): Risse (Hamburger SV, Verteidiger): Janes (Fortuna Düsseldorf, Läufer): Köhler (Fortuna Düsseldorf) und W o l p e r s (Arminia Hannover, Sturm). Schiedsrichter ist der Oesterreicher M i e h. Die Gerätemeisterschasten des Mittel« rheinkreises der DT. Sieben Teilnehmer aus dem (Bau Hessen. Zu einem turnerischen Großereignis werden sich nächsten Sonntag die 5. Mittelrheinischen Meister- schastskampse im Geräteturnen gestalten. Mit rund 150 Teilnehmern ist die Beschickung der Kämpfe eine weit bessere als in den vergangenen Jahren. Der Kampf findet diesmal ohne irgendwelche Nebenoeranstaltungen statt. Es sind auch keine Wettkämpfe für Turnerinnen ausgeschrieben, sondern lediglich Einzelmeisterschaften für Reck, Barren, Pferd (breit) und Ringe: weiter kommt als neu hin- zu Pferdspringen. Der zu turnende Dreikampf enthält neben einer Pflichtübung und einer Kürübung des Zehnkampses erstmals eine erst am Tage des Wettkampfes befanntgegebene Pflichtübung. Unter den gemeldeten Teilnehmern befinden sich hervorragende Könner, fo der Frankfurter Georg Pfeiffer, die Gebrüder Haßler (Bornheim), die Mainzer Kretz, Genß und Kümmel. Wenn eine Vorschau von „amtlicher" Stelle an den Teilnehmern aus unserem Heimatgau Hessen glaubte oorübergehen zu können, so ist das ein „Versehen", daß durch die Ergebnisie des Wettkampses bestimmt berichtigt werden dürfte. Denn unter den sieben Hessenturnern (Reuter und Schick (Gießen), 6 i n n ro e 11 und Eckhardt (Bad Nauheim), Si n g m a n n (Alsfeld), Fink und Ahrens (Mar- bürg) die an den Kämpfen teilnehmen, befinden sich ganz oorzügliche^iräfte. die in der langen Namenliste genannter Vorschau nicht nur nicht vergessen werden durften, sondern mit an erster Stelle hätten genannt werden müssen. In Gießen sieht man dem Ausgang des mittelrheinischen Meisterturnens mit besonderem Interesse entgegen. Denn die meisten Teilnehmer an dem am 4. Oktober in der Volkshalle stattfindenden hessischen Provinzialkampf stehen in der Reihe der Wettkämpfer, und die am Sonntag von ihnen in Darmstadt erzielten Ergebnisie lassen auf den Ausgang des Gießener Kampfes ziemlich sichere Schlüffe ziehen. Leichtathletik der Gp.'Dg. 1900. Vereinsmeisterschaften am kommenden Sonntag. Zum Abschluß der Bahnsaison bringt die Spiel- Vereinigung 1900 am kommenden Sonntagvormittag ihre Vereinsmeisterschasten zum AuStrag. Sie umfassen fast alle leichtathletischen Disziplinen und sehen die Aktiven und Jugendlichen der Leichtathletik, sowie die Mitglieder der grauen- Abteilung am Start. Bei der Ausgeglichenheit des Materials ist mit spannenden Kämpfen und wohl auch ansprechenden Leistungen zu rechnen. Wie üblich, werden sich die Jugendlichen deS Zahrganges 1913, die in der kommenden Saison in die aktive Klasse aufrücken, diesmal schon in dieser betätigen. Ein gesteigerte- Znteresse wird unter diesen Umständen dem ausgeschriebenen Sprinterdreikampf (50, 100, 200 Meter) entgegensehen, in dem W. Müller, Koch II, Felsing und Weil aufeinandertreffen. Auch darf man zu Ende, der Herr von Bredow von den Friede- berger Dragonern hatte auf einem langbeinigen Schinder dank seiner überlegenen Reitkunst die Konkurrenz im Hochsprung gewonnen. Richtendenwollendes Beifallklatschen erscholl aus der Wagenburg, während der Sieger zu der Tribüne schritt, um aus den Händen des Herrn Erb- landmarschalls den Preis zu empfangen ... Malte Ikletterte wieder auf seinen Sitz zurück, sprach halblaut zwischen zusammengebissenen Zähnen: „Für alles hat sie eine passende Ausrede. Und, hol' mich Der Teufel, ich kann nicht anders, ich muß ihr glauben ... Zch weih nicht, soll ich jetzt dem Förster Schwarz das Genick abdrehen oder mir selbst? ... Frieden hat sie gestern abend gestiftet in einer befreundeten Ofsiziers- familie! Morgen wird fie mir alles erklären, auch das andre, weshalb sie geschwiegen hat ... na ist gut!“ ... Er sprach mehr zu sich selbst, als zu dem andern, sah mit schwimmenden Augen starr geradeaus. Um die Tribüne der Preisrichter entstand eine Bewegung, ein Reitknecht in Hohenrömnitzer Livree drängte feinen abgetriebenen Gaul durch die Menge, rief seinem Herrn eine Meldung zu. Der Erblandmarschall stand erst eine Weile regungslos. Dann stürzten ihm die Freudentränen aus den Augen, er nahm den Hut ab und faltete die Hände zu inbrünstigem Gebet ... Malte hatte nicht hingesehen, der kleine Maler zupfte ihn am Aerrnel. „Eie, Gräflein, was ist das für ein kornischer alter Herr, der da drüben zwischen allen fremden Leuten betet?" „Das ist mein Onkel Christoph. Der steht mit dem lieben Gott in einem ganz besondern Verhältnis. bespricht sich mit ihm über jeden Quark". Durch die schwarzgedrängte Menschenmenge lief es wie eine Welle, eilte von Wagen zu Wagen: in der Hohenrömnitz war Der langersehnte Erbe zur Welt gekommen ... Auf der Richtertribüne riß ein Herr den Hut vom Kopfe, rief mit hallender Stimme über den Platz: „Unser allverehrter Herr Erblandmarschall, Seine Exzellenz Graf Römnitz, hat soeben eine höchst freudige Rachricht erhalten. Seine erlauchte Frau Gemahlin hat ihn vor einer Stunde mit einem Sohne beschenkt! Wir alle hier freuen uns mit dem glücklichen Eltempaar, wünschen seinem Epröhling von Herzen alles Gute und blühendes Gedeihen ... der zukünftige Erbe der Hohenrömnttz: Hurra, Hurra, Hurra" ... Die Menge hatte den Ruf auf genommen, brausend rollte das dreimalige Hurra über den Platz. Hüte und Tücher wurden geschwenkt, der Herr Erblandmarschall schüttelte dem Redner die Hand und verneigte sich gerührt nach allen Seiten. Malte hatte regungslos zugehört, jetzt sagte er heiser: „Also es ist aus! ... Kein Geld, kein Gut, keine Ehre mehr ... nur zu einer Abschiedspulle reich'.'s noch. Kommen Sie, Kleiner, aber nicht mit so ’nem betrübten Gesicht! Die Leute hier brauchen eS uns doch nicht anzusehen, wie sehr wir verschrnettert sind"--- 3m Strelitzer Hof war es noch leer, Herr Eötebeer hatte auf dem Fest Platze zu tun, unangefochten gelangten fie in eine von dem breiten Ofen halb verdeckte Ecke. Der Kellner brachte die bestellte Flasche Sekt, schenkte ein ... „Ra prost. Peterchen", sagte Malte, leerte sein Glas auf einen Zug „Also es ist aus, ganz aus ... morgen geht eS auf die weite Reife! ... Zch hatte es ja nicht anders erwartet, aber ganz im hintersten Winkel da innen steckte noch immer ein bißchen Hoffnung ... vielleicht ... aber ja, sagen Sie mal, wie wir vorhin fortgingen, hab’ ich mich da wohl von Frau Eteinfeld verabschiedet?" „Zch weih es wirklich nicht“ ... „Ra, ist ja auch egal! ... Und jetzt werden wir langsam austrinken, nach Hause fahren. Aber nur nicht trösten, bitte! Das kann ich nicht vertragen" ... Der kleine Maler sah schweigend in sein GlaS. Er hatte gar nicht den Versuch gemacht, irgendein Trostwort zu sprechen Wie es in dem andern aussehen mochte, konnte er sich denken. Und ebenso konnte er sich denken, wie danach wohl das Ende sein würde ... Billige Redensarten waren da nutzlos, und um als Kellner drüben in Amerika sein Leben zu fristen, dazu war der Graf Malte Römnitz denn doch wohl ^u stolz ... Don der Tür her erklang Cäbellltrren, zwei Herren traten in die geräumige Gaststube, und weil fie sich allein glaubten, unterhielten sie sich ganz laut. Malte erkannte sie an der Stimme, es war der Herr von Lewenih auf Tü- schow und der Panschenhagener Rachgeborene, der Oberleutnant von Bredow von den Friedeberger Dragonern ... „Kellner, zwei Glas Helles“, rief der Herr von Lewenitz durch das Lokal, „ich hab' einen Durst zum Umfallen!" Und zu seinem (Begleiter gewandt, sprach er weiter: „Eie haben heute mal wieder einen Torkel entwickelt, Bredow — drei erste Preise, ist kolossal! ... Ein Trost nur, daß wir Zhnen das nachher im Makao wieder ab- knöppen werden! Wer so viel Glück in Der Liebe hat wie Sie“ ... Der griebeberger Dragoner strich sich Den spärlichen Schnurrbart. „Ra ja, es ist schon Doll! Eie ist wieder da. Vor drei Wochen hatte ich ihr den Laufpaß gegeben . Die Geschichte wurde mir nämlich ein bißchen sengerich, in Ansehung des Mannes. Die kleine Kröte war manchmal verdammt unvorsichtig. Aber gestern abenb hat sie mich beruyigk: hei bett nix to feggen! Wir trafen uns nämlich halbwegs grieDeberg und Alten-Krakow“ ... (Fortfetzung folgt) OiezweitehessischeNotveror-nung. Bestimmungen zur Sicherung der Gemeindehaushalie. — Weitgehende Eingriffe in das Selbstverwaltungsrecht. Darmstadt, 25. Sept. (Wolff.) Innenminister L e u f ch n e r gab der Presse den Inhalt der neuen Notverordnung zur Sicherung der Haushalte der Gemeinden, Gemeindeverbände und sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts vom 25. September 1931 bekannt. Danach übernimmt die neue Notverordnung die für das Land Hessen bereits angeordneten Sparmaßnahmen auch für die Gemeinden und Gemeindeverbände (Provinzen, Kreise, Zweckverbände). Die Gemeindcbe- amten und Bürgermeister erfahren dieselben Gehaltskürzungen wie die Staatsbeamten. Desgleichen enthält die Notverordnung auch die einjährige A u f r ü ck u n A s s p e r r e für die Gemeindebeamten. Die Bürgermeister sind ermächtigt, an die Gemeinden in derselben Weise wie das Land die Bezüge an die Beamten und Angestellten p o st - numerando auszuzahlen. Die Notverordnung übernimmt ferner die Bestimmungen über die Anrechnungen sämtlicher Nebenbezüge für Gemeindebeamte und Ruhcgehaltsempfänger. Die Kürzungsbestimmungen erstrecken sich auch auf die Ange st eilten mit Ausnahme der Be- triebsongestellten, deren Bezüge in einem Tarifvertrag mit den Angestelltenoertretern der Betriebe geregelt werden. Die Aufsichtsbehörden (auch Kreisämter) erhalten die Berechtigung und Verpflichtung, alle Maßnahmen zum Ausgleich der Haushalte der Gemeinden und Gcmeinde- verbände zu treffen. Wenn diese weitgehenden Eingriffe in die Selbstverwaltung erfolgen, so geschieht dies, wie Minister Leuschner ausdrücklich betonte, auf Grund der Forderungen durch die Rcichsnot- verordnung vom 5. Juli 1931. 3 n den Städten m i t mehr als 8000 Einwohnern erhalten jedoch auch die Bürgermeister die Ermächtigung zur Vornahme aller Sparmaßnahmen, die sich auch auf die Einführung der Biet- und Bürger- sleuer sowie der G e t r ä n k e st e u e r erstrecken. Rach dem neuen Rechtszusland kann der Bürgermeister diese Maßnahme ohne Beschluß des Gemeinderat^ oder des S t a d t r a t s treffen, personalverlräge können zur Durchführung der Sparmaßnahmen mit halbmonatiger Frist von den kreisämlern und Bürgermeistern gekündigt werden, soweit es sich nicht um Tarifverträge handelt. Diese Vorschrift gilt auch für bie gemischtwirtschaslichen Unternehmungen von überwiegend kommunalem Einfluß. Der zweite Abschnitt der Notverordnung enthält die Angleichungsoorschriften. Nach der Reichsnotoerordnung dürfen die Bezüge der Beamten und Ange st eilten von Gemeinden, Gemeindeverbänden und sonstigen Körperschaften nicht günstiger geregelt sein als diejenigen der Staatsbeamten. Die Notverordnung bringt für Hessen zur Durchführung dieser Borschrift notwendige Bestimmungen mit der Maßgabe, daß sie auch auf Bürgermeister und Beigeordnete Anwendung finden. Der Minister des Innern wird ermächtigt, Richtlinien über bie Höhe der D i e n st b e z ü g e aufzustellen. Diese in Vorbereitung befindlichen Richtlinien sollen sich zunächst auf die Dienstbezüge der Bürgermeister und Beigeordneten erstrecken. Im wesentlichen wird sich auch Hessen dem Vorgehen der anderen Länder anschließen. Die Angleichung, die bi s z u m 1. N o - vember durchgeführt werden muß, erfolgt durch die Aufsichtsbehörden. In größeren Städten ist zunächst auch der Bürgermeister zuständig^ der über das Ergebnis der Prüfung binnen einem Monat dem Kreisamt zu berichten hat. Der Minister sprach dabei die Erwartung aus, daß ein Eingreifen der Aufsichtsbehörden dann wohl nicht mehr notwendig sein dürfte. Sofern Gehaltsfestsetzungen von den Aufsichtsbehörden vorgenommen werden, kann dagegen das Landesschiedsgericht bei dem Per- waltungsgerichtshof das im Gemeindebeamtengesetz geschaffen wurde, angerufen werden. Die Entscheidung des Landesschiedsgerichts ist endgültig. Im Falle von Besoldungsstreitig- feiten, die beim Inkrafttreten der Notverordnung bei dem Schiedsgericht ober Verwaltungsgericht anhängig find, geht die Entscheidung auf die Kreisämter über, die bei der allgemeinen Nachprüfung auch die streitigen Gehälter festsetzen. Abgesehen von den allgemeinen Gehaltskürzungen sollen durch die Angleichung die Dienstbezüge der Gemeindebeamtcn usw. nicht um mehr als 10 Prozent gesenkt werden. Ergibt sich lrohbem ein größerer Prozentsatz, so soll zur Beseitigung von Härten der über zehn Prozent hmausgehenbe Betrag auf einen zweijährigen Zeitraum (bis längstens 1. November 1933) verteilt werben. Die Vorschriften über bie Angleichung ber in ben Ge- meinben gezahlten Dienstbezüge an bas Laub gelten auch für Provinzen, kreise, Zweckoer- bänbe, bie öffentlichen Sparkaisen, bie öffentlich- rechtlichen Vertretungen (hanbelskammer, hanb- werkskammer usw.) sowie die sonstigen Körperschaften bes öffentlichen Rechts. Die Kirchen finb ausgeschlossen, werden sich aber aus ber eigenen Not ben Angleichungen anschliehen. auf die über 1500. 800, 400, 200 und 100 Meter gehende Deutsche Staffel gespannt sein. Handball im Labn Oünsberg-Gau Sb. Garbenteich l — Sv. Staufenberg l 9:3 (4:1). Trotzdem Garbenteich mit nur zehn Mann antrat, konnte es durch besseres Zusammenspiel einen sicheren Sieg erzielen. Sb. Wieseck l — Sb. Dorlar I 4:3 (1:3). Die erste Hälfte sah die Gäste als die bessere Mannschaft zu drei Erfolgen kommen, denen Wie- seck nur ein Tor entgegenzusetzen vermochte. Rach X der Pause vermochte der Gastgeber nicht nur den Dorsprung aufzuholen, sondern sogar noch den Sieg für sich zu buchen. Sb. Albach l — Sb. Hausen I 8:4 (4:2). Beide Mannschaften stellten sich dem Spielleiter in komplexer Aufhellung. Zu Anfang desS-ieles war der Gast überlegen und vermochte nach kurzer Zeit in Führung zu gehen. Allmählich fand sich Albach besser und riß seinerseits die Führung an sich. Mit 4:2 werden die Seiten gewechselt. Aach dem Wechsel hielt die Tleber^egenheit Albachs weiter an und errang einen hohen Sieg. Sb. Burkhardsfelden I — Sb. Steinbach 1 9:1 (5:1). 3n der fünften Minute errang Burkhardsfelden sein erstes Tor, der Ausgleich fiel unmittelbar darauf. 3m weiteren Verlaufe erzielte dann der Gastgeber bis zum Wechsel noch vier Tore. Das Endresultat entspricht nicht ganz den gezeigten Leistungen, da Steinbach bestimmt keine acht Tore schlechter war. Arbeiter Turn- uni) Sportbvnd Die Vorrunde der Kreisklassenserie geht ihrem Ende entgegen. Der vorletzte Sonntag sieht Gießen in seinem letzten Spiele Erbstadt auf dem Trieb gegenüberstehen. Die Gäste verfügen über eine durchschlagskräftige Elf und die Gießener werden alles hergeben müssen, wenn der Sieg in Gießen bleiben soll. Heuchelheim I hat Wieseck I zum Gegner. Die Einheimischen dürften, zumal sie den Vorteil des eigenen Platzes für sich haben, den Gästen eine sichere Niederlage vermitteln. In der Herbstrunde der Bezirksklassen hat Wieseck II die erste Mannschaft von Daubringen zu Gast und sollte sicherer Sieger bleiben. Gießens II muß nach Burkhardsfelden und wird dort auf einen gleichwertigen Gegner treffen. Großen-Busecks I. muß nach Marburg. Auch hier werden zwei gleichwertige Gegner um bie Punkte ringen. Naunheim II bat Kinzenbach I zum Gegner unb sollte Sieger bleiben. Rodheims erste Mannschaft weilt in Oberndorf und wird sehr aus sich herausgehen müssen, wenn die Punkte gerettet werden sollen. Außerdem spielen: Sichertshausen I — Londorf, Nüddingshausen I — Allertshausen, Odenhausen I — Grünberg, Saasen I — Hausen I, Nieder-Ohmen — Beuern I in Nieder-Ohmen, Annerod I — Gießen III, Grünberg II — Watzenborn II, Allendorf (Lahn) I — Gleiberg, Launsbach I — Frankenbach, Klein-Linden I — Waldgirmes I, Wißmar I — Vetzberg I, Heuchelheim II — Hungen II, Harbach I — Großen-Linden II und Großen-Buseck II — Lang-Göns I. In der Jugendklasse spielen: Naunheim — Krodorf, Gießen — Wieseck II, Großen-Linden — Wißmar, Heuchelheim — Rodheim, Wieseck I — Hausen, Nieder-Ohmen — Hachborn, Fronhausen — Lollar. Handball. In der Serie der Hanl baller wird am kommenden Sonntag Gießen I Herborn I auf dem Trieb zum t'Vnncr haben. Hier sollten die Einheimischen als Sieger zu erwarten sein. Wieleck I ist in Krofdorf zu Gast und wird dort auf einen hartnäckigen Gegner treffen. Wirtschaft. Oer neue Reichsbank-Ausweis. Berlin, 25. Sept. (WTB. Funkspruch.) Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 2 3. September hat sich in der dritten Septemberwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 93,8 Millionen auf 3247,6 Millionen Reichsmark e r h ö h t. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 125,9 Millionen auf 2994,7 Millionen Reichsmark zugenommen, die Lombardbestände um 22,6 Millionen auf 141,2 und die Neichsschatzwechsel um 9,6 Millionen auf 8,6 Millionen Reichsmark abgenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 79,4 Millionen Reichsmark in die Kassen ber Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichs- banfnoten um 75,7 Millionen auf 4173,9 Millionen Reichsmark, derjenige an Rentenbankfcheinen um 3,7 auf 408,7 Millionen Reichsmark verringert. Unter Berücksichtigung, daß in der Berichtswoche Rentenbankscheine in Höhe von 0,1 Millionen Reichsmark getilgt worden sind, haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 18,8 Millionen Reichsmark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 540,3 Millionen Reichsmark eine Zunahme um 146,9 Millionen Reichsmark. Die Bestände an Gold und d e ck u n as- fähigen Devisen haben sich um 56,0 Mil- lionen auf 1672,2 Millionen Reichsmark verringert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 2,3 Millionen auf 1374,4 Millionen Reichsmark zugenommen und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 58,3 Millionen auf 297,8 Millionen Reichsmark abgenommen. Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 40,1 Prozent gegen 40,7 Prozent in der Vorwoche. Unbegründete Znflationsgerüchte. Berlin, 24. Sept. (WTB.) Nach Zeilungsmel- bungen stand bie heutige Berliner probuk- t e n b ö r f e im ZeichLN einer auherorbentlichen Nervosität, bie hervorgerufen würbe burch Gerüchte über bie Möglichkeit ober Unmöglichkeit einer 3 n- f(ation. Diese Gerüchte, bie zweifellos nur lanciert würben, um ben Markt stark zu beunruhigen, entbehren jeglicher B ' grünbung. Frühere Erklärungen ber Reichsregierung unb ber Reichsbank lassen klar unb beutlidj erkennen, bah bie mit bem Schuhe ber beutschen Währung beauftragten Stellen unter keinen Umftänben eine erneute 3 n f l a t i o n zulassen werben. * Schiedsspruch für den Eisenstein- b e r g b a u. In der ßohnftrcitigteit im Eisensteinbergbau des Lahn-Dill-Gebietes und in Oberhessen wurde unter dem Vorsitz des staatlichen Schlichters Dr. Kollath ein Schiedsspruch mit den Stimmen der Arbeitnehmer gegen die der Arbeitgeber gefällt, der eine 5,25-v. H.-Lohnherabsetzung vorsieht. * Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei. Wie WTB.-Han- delsdienst zum Aordwolle-Konkurs erfährt, ist die für die Gründung des neuen Unternehmens erforderliche 3nbentur der umfangreichen Warenläger mengen- und wertmäßig fertiggestellt. Es werden nunmehr auf Grund der Unterlagen die abschließenden Verhandlungen wegen des Projekts stattfinden, nach welchem durch Zusammenschluß von 4 oder 5 zum Aordwolle-Konzern gehörigen Spinnereibetrieben die in Aussicht genommene neue Gesellschaft gegründet werden soll. Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 302. Bon H. Keidanski, Berlin. 8 6 5 3 2 7 4 b Z h 8 7 6 5 4 3 Weiß. Schwarz. d e Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt. Weiß 9 Steine: Kb8; Dal; Lc8, 14; Sh7; Bb3, c2, c5, H2. Schwarz 6 Steine: Ke4; Lf7; Sg7; Be5, g5, h4. Eine sehr feine Aufgabe! 23. Sd2-e4 23. Dd7-c6 24. Kg2-gl 24. Sc5xe4 25. d3xe4 Aach 25. DXe4, DXe4 26. TXe4 (26. Dxe4, Te—c8 usw.) 26.....Tb3 usw. wäre ba8 weiße Endspiel noch hoffnungsloser. 25... . 25. Tb8-b3 26. Tbl-dl 26. Te8-c8 27. Lb2—cl und Schwarz gewann wie folgt: 27.....Dc6xc4. 28. De2-h5 29. Lei -d2 30. Tdl-cl 31. TclxcS 32. Tel -cl 33. Tel—dl 34. f2 — f4 35. Dh5-f3 36. Df3xf4 37. Tdl-fl 38. Tfl-cl 39. Ld2xcl 40. Lcl-b2 41. Df4 - cl 28. Dc4-e6 29. Tb3xa3 30. Ta3-a2 31. De6xc8 32 Ta2-c2 33 a5 —a4 34 g7-g6 35. e5xf4 36. a4-a3 37. De8 - e(L_ 38 Tc2xcl + 39. a3-a2 40. De6-b3 41. d4-d3 Aufgegeben. Der Führer der schwarzen Steine hat die Partie klar und zielbewußt zu Ende geführt. * Lösung des Problems Ar. 299. Don Frhr. b. Holzhausen. 1. Lc3-b4l, Kd4. 2, c4, Kxc4. 3. De4 matt 2.....Ke3. 3. Lc5 matt. 1.....Ke3. 2. Lc5+, Ke4. 3. c4 matt. 1. ...» Kd5. 2. c3, Ke6 oder Kc6 oder Kc4. 3. Lb3 oder De4 matt 1. ..., Kf5. 2. c3+, Ke6. 3. Lb3 matt Partie Nr. 225 Aötis Eröffnung. Die nachstehende Partie wurde im Trebitsch- Surnier zu Wien 1931 gespielt. Weih: I. Lvkbenc. Schwarz: E. König. 1. c2-c4 1. e7-e6 2. Sgl-f3 - 2. Sg8-f6 3. g2-g3 3. d7-d5 4. b2-b3 4. Lf8-e7 5. Lei -b2 5. 0-0 6. Lfl-g2 Zu dieser doppelseitigen Fianchettierung pflegte der perftorbene Kieler Meister Metger immer zu sagen: „Er zündet die beiden Laternen an!“ 6. . .. 6. c7-c5 7. 0-0 Verfrüht, Weih sollte hier auf d5 lauschen und die Einschnürung auf d4 nicht zulassen. 7. . . . 7. d4-d4 8. e2-e3 8. Sb8-c6 Der vorgeschobene Bauer erweist sich auf die Dauer trotz aller Sprengungsversuche, als genügend öeefbar. 9. e3xd4 9. c5xd4 10. Tfl-el 10. Tf8-e8 11. a2-a3 11 a7-a5 12. d2-d3 12. Le7-f8 13. Sf3-e5 13. Sc6xe5 14. TelxeS 14. Ta8-b8! Ein sehr feiner Turm-Zug, der die Oeffnung der b-Cinie mit Vorteil anstrebt. 15. Sbl-d2 15. Sf6-d7 16. Te5-el 16. e6-e5 17. Sd2-f3 17. b7-b5 18. Ddl-e2 18. b5xc4 19. b3xc4 19. Lc8-b7 20. Tal-bt 20. Sd7-c5 21. Sf3-d2 21. Lb7xg2 22. Kglxg2 22. Dd8-d7 Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch. Die hilfsbereiten Elemente. Ein Forschungsreisender traf im Urwald einen alten Farmer, der zufrieden auf einem Baumstumpf saß unb X3i>mmi taute. „Na, wie geht's?" fragte freundlich der Reisende. „Gut", sagte ber Farmer, „ich wollte einige Bäume fällen, ba kam ein Sturm unb ersparte mir die Arbeit." „Da haben Sie ja Glück gehabt." „Jawohl. Später, währenb des Gewitters, zündete ber Blitz das trockene Reisig an, das ich verbrennen wollte." „Das ist ja merkwürdig. Und jetzt?" „Jetzt warte ich auf ein Erdbeben, das mir die Kartoffeln aus der Erde holt." (Lust. Bl.) verpaßte Gelegenheit. Wieder einmal waren ein paar Photoreporter in bie Jannings-Villa am Wolfgangfee eingebrungen, um sich das Motiv des angelnden Filmschauspielers nur ja nicht entgehen zu lassen. Der „Liebling der Götter" saß auf dem Balkon, bie Angelrute in ber Hanb, unb beobachtete gespannt einen großmächtigen Fisch, der den ausge- roorfenen Regenwurm minutenlang umkreiste, um schließlich dennoch unverrichteter Dinge auszukneifen. „Dummes Vieh!" schimpfte der enttäuschte Emil, „geschieht dir schon recht: hättst dich fangen lassen, wärst jetzt photographiert worden!" Zirkus. Die Löwenbändigerin läßt sich von einem riesigen Löwen ein Stück Zucker aus dem Mund nehmen. „Das kann ich auch", rief ein junger Mann aus ber ersten Reihe. „Das bezweifle ich aber stark", erwidert die Tierbändigerin. „Doch!" ruft der Jüngling. „Genau so gut wie der Löwe!" (Lust. Bl.) Oie Auswirkungen der Pfund-Baisse. London, 24. Sept. (WTB.) Die Auf- w ä r t s b e w e g u n g der Kurse, die mit der gestrigen Wiedereröffnung der Londoner Börse begann, setzte sich heute weiter fort. Bei lebhaftem Geschäftsverkehr zeigte sich wiederum starkeAachfragefürÄndustrieaktien, da die Wertminderung des englischen Pfundes zu einer „Flucht in die Sachwerte" geführt hat. Die gleiche Tendenz zeigte sich übrigens nicht nur auf den Aktienmärkten, sondern auch auf den Warenbörsen, wo man durchweg erhebliche Preisbefestigungen feststellen konnte. Interessant ist die Tatsache, daß man nicht nur die Währungen, welche bisher in einem festen Verhältnis zum englischen Pfund gestanden haben, von diesen Bindungen g e l ö st hat, wie in Danzig und Brasilien, sondern daß man bei einer ganzen Reihe von Warenmärkten die Aotierungen von der Pfundwährung auf den Dollar umgestellt hat, zu dessen Stabilität man jetzt größeres Vertrauen hat. Die englischen Warenmärkte haben sich der Entwertung des Pfundes bereits angepaßt, indem die Preise Steigerungen um 10 b i s 15 Prozent erfuhren. Das englische Pfund ging heute weiter im Kurse zurück, wodurch ein Disagio von insgesamt 20 Prozent erreicht wurde. Die Unklarheit über die Haltung, welche die nordischen Staaten gegenüber dem Goldstandard einnehmen werden, hatten auch bei den nordischen Devisen eine rückläufige Bewegung zur Folge. Die italienische Lira, die in den letzten Tagen durch den Pfundsturz stärker in Mitleidenschaft gezogen worden war, konnte sich dagegen heute wieder erholen. Als eine ebenfalls sehr interessante Folgeerscheinung der Pfund Sterling- Baisse ist hervorzuheben, daß in der Türkei der Beschluß gefaßt wurde, die Devisennotierungen nicht mehr in Sterling, sondern auf dem französischen Franc vorzunehmen. Berliner Börse. B er l i n, 25. Sept. (WTB. .Funkspruch.) Die Ueberraschuna des heutigen Frühverkeyrs war die Schalterfchlietzung ber altangesehenen Bankfirma Schönberger & C o. Es können daraufhin die festen Kurse des gestrigen Nachmittagsverkehrs ni ch t aufrechterhalten werben, boch war Zuverlässiges über bie Tenbenz noch nicht zu erfahren. Das Pfund fetzte feine Abwärtsbewegung fort. Man nannte am Devisenmarkt Pfund gegen Kabel 3,60. Wiedereröffnung der schweizerischen Börsen. Zürich, 24. Sept. An der Züricher D v r s e ist von heute ab der Handel in sämtlichen Aktien und Obligationen per Kasse wieder freigegeben. Ebenso ist der Terminhandel bis Ende September gestattet. Eine gleiche Regelung ist für die Baseler Börse ab heute getroffen worden. WeiiereOiskonierhöhunginSchweden. S t o ck h o l m, 24. Sept. (WTB.) Die schwedische Reichsbank hat mit Wirkung vom 25. September den Diskontsatz, der erst am 21. d. M. um 1 Prozent heraufgesetzt worden war, um ein weiteres Prozent auf 6 Prozent erhöht. Bantnoten. Berlin, 24. «September | Geld grlet „ Amerikanische Belgische Not Dänische Note Englische Not Französische 9" Holländische 9 Italienische M Norwegische 9 Dentsch-Leste Rumänische 9 Schwedische 9 Schweizer No Spanische No Ungarische No Devi Noten....... en......... n......... n . . ....... oten........ 4,20 4,22 58,50 58,74 99,70 100,10 16,64 16,70 16,56 16,62 169,71 170,39 21,56 21,64 99,70 100,10 58,98 59,22 2,48 2,50 111,73 112,17 81 ,99 82,31 36,78 36,92 72,75 73,15 srankfurl a. 2H. oten........ oten........ reich, » 100 Schilling oten........ oten........ ten ....... enmarff Berlin — 24. «September 25. «September Amtliche Jlollerung Amtliche Notierung (»CIO Bries Geld Sriei Helsingsor» . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo... . Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Neuyorl . . Brüssel. . . Italien. . . Part» . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig . . . Japan . . . Rio de Ian.. Jugoslawien. Liliabos . . 10,59 59,12 12,475 73,29 3,054 170,08 99,10 99,00 111.99 16,68 0,973 4,209 58,63 21,48 16,58 82,17 37,21 81,92 2,073 0,229 7,453 16,48 10,61 59,24 12,495 73,43 3,060 170,42 100,10 100,10 112,21 16,72 0,977 4,217 58,75 21,52 16,62 82,33 37,29 82,08 2,077 0,231 7,467 16,52 10,59 59,12 12,475 73,28 3,054 170,03 99,90 94,90 111,99 15,23 0,983 4,209 58,63 21,68 16,63 82,17 37,06 81,92 2,073 0,204 7,13 16,63 10,61 59,24 12,495 73,42 3,060 170,37 100,10 95,10 112,21 15,27 0,987 4,217 58,75 21,72 16,67 82,33 37,14 82,08 2,077 0,206 7,27 16,68 ■c6 :t4 () 4 13 A 12 -b3 d3 &**■ tou6t au snbe b3 c8 ;nn * folgt; e6 13 2 L 2 1299. len. 3 nSS malt- ' \ Ke4. ^httKcöoier "iKf5. 2, c3+t Wt. itbdHonittf), lenk. m Urwald einen nem Saumftiimpf 'lid) der 3iei|enbt sllte einige Baume ersparte mir die Gewitters, jün« an, das ich oer- ii r eben, dar mit MU) Eil Photoreporter In litt einaebrunaen, Filmjchauspielerr O ö> O IÄ Q C E 3 E <✓> lÄ N i— Ä* #5 r*> K ° T B -LS ZO-L- s es a Ze? ÄST?® A e », C 3 t! B B 1 8 3 r B §. = -tt.L I C Bc7 B E E B 3 CX-C Ott E — k. tt 3 E ^#3FSg 3 i: 2 S = = $8=4 ««9^2- e ®2 5 8 €eX 13-6.^= B E E = •€* 3 £ 53 £ ZgKisZ £©sg ^q5 3058 Kg A 5ng A c.EoKH E B gL X 5a €2*2 B-e. £ a:§i c a i SEro AC?^ c 2€g IG 6)53 «s? .XS5 e 3to € £ ES l-E SR- Ä *6* E E D A B E S4 E N •E® cf?« 2 H o «» B tt Q c b-@ •e 2$. •g- E c S o c SR •e N *jS 8 B Z^-s to c? c-B E O B 3 ,c--~ o -— u. S?*BES eööwS Z SR B E E - ID E •e e B E •e E et ii «e E E N ID B -e A E •e S •e S® S L oä §4 e 2 E. t»S e € 2S c. B Si E = 2 = °LL -G- 3-£ L SR 3 .5 PQ 6) c e 2 *“ c cS gef ss k- 4? o ._ A A Sa = *»®2 Bo ==■*5 St-g8 6? sX "5 2^- c cO-E- -Bg» — O 3 —> 2 5?^ ° ZZ st: SR c 2 e. eS *61 51 ° ■€• gg 'S •« z£5 A 8 * 2 » /5 3 S5i» QÖ — 6S<* A c E -o — 3 ■e- ° Ettfl c e t c oJwCe t- — _ .c- «i B5 er- w C ä. l- Ag = «-"6- a p.5 |£B B •8 |*£S@ 2 ° >- C E B^. ° c — *=^1 0g« '2« . £ ?-^^Ek°ZK ESg-§S^fl, JO — -s- -O c = o e o = °Q p f$Eo = fc * 2 LZ-- "“ES. E L Er#- gtory, | -e u.«’ «> u. * c 2S§Z^- C £ " 5 E r* oK k. c Z §sr - •I E T e _ cz _ r- ~ r- — 3H| = B g^x3 XSSd»» .•c53^! fhsS = ■■- — bn J; ~ 2£ ö 6-^ ”$±SS -3 "" a £■ xd _ y* y g^e P E- «3» E ° E E^L^ -*52=§ •X ? 2t ö ■ti" 8*6" c = =-e M c <- .. 1S5 2 1,1 c cs-es. ^5pä = •°‘ 5-Z 2 X E°i = C#>^B4 £ c iö °-E w *r q O E CX'^ E ° C - o 3 k- ^ttÄiDH 2«LZSe E B p s|»- = es25 »g§a-= d - ~ Ä ;Q 6» = fl ^ - £ c c ° — $s 2 -E o -— . a S u., a rx ! c l- = 5 : SS g o e 2^ZS)S4 tt c 8 =H s=e:s$e »»•g « <« c C 7: xd - c -^ - o 3 c •*: . 2^-SE_=hu ER±5g B-55£3 N B E E SR B ID B E E": 'S B 'S E B E o D k. B A^ o> 00 auf btm Salten, > btobadjftlt gt< bet btn ausge- z umhtlfit, um n-e aurMri)en. eniiMie (Emil, )id) fangen taffen, i!° W. jVeizensten h von einem rit« aus dem Mund junger Mann auf erwidert die Tier» genau so gut mit (ßuftSL) der ZLricher indel in Mlichen Kaffe wieder her Ternnnhamei Dörfe ab heute 4.» 5B.1t 100,10 16,10 16,ti 110.» 21-64 100,10 1Z ti 1,92 73,Ü 0, UL 1,56 ,70 64 56 71 ,56 ,10 .98 .48 ,13 1,99 6,18 2,15 tanffflj. IM 59,2 12-475 73Z 3,0^ 'LS 5,90 Itlfl 15. n,?83 4,20« 50,Z fl.g ,6-d 81-*? 31-06 Bbf! 2.0g 'A ii.« gin<*4®* »ssis * s 7^/ Stnr'l** E.—fcr 5S.;i 1 170-8 10C.10 ’p Ä i:S 16.67 82.« 37-1* kZ fl 16,61 S <5 3 C ■E E E c Z c E^ c?«e- •e to^i- E •e* c-e Eh = € 5^*53 3 S? E B=_g? = | •=" T — .5 B E o tf< .= 2-: Q k, "C £8R EL- E 5 E (5 SR •r> ■6" e 5 ID §E CA Ä O 3 if A 1 € .3 -2 _ @ 5 ‘S. — o «^sr E M § f-? .etS Eltz (D -G" £ E aE> -. 8 e- TB - ES SS b c-e^ S|jj6 cSdOÄ (D 2 E SSu* L ic--: S^S .25 c u A * PQ^* ? e 5 ö SS8 8 <9^5= E * -SZ^3 HK g 8*2 € 5 -b c (D SE '-> c c = A § S ■e" «r — ~ -d B 8 Z /5 K 3 c 4 ;e — k?ie ia >- >3 B 6 — 'S -3? Q rf=- ZD e -e €E ID E , e 4° g2 o c e « 5iH c — O 3 . EL D§ C -k. ., c -- “ A s. ■k. K , . L- ~ O« ES =§ a = i — . S » 3 : k,.— a; ih E.oS 2 o y - ^t£) o e o -5 . s .«.=6? = -° s - r £ - * L E •e. ~-2 = =§£id o— a.-— ex, c C-siU)25$3« L-- oaa=£ ^^elD S “ c 8 s Q >- H er. <- •fc XD G 3 4 3 so ■o 53 g E (D B s;e% Q XI - JD 3 . a c c P _T - CS a Pr a *e 3 E E o o S -3 8 — X3 <3 d g E~ Eg 4 a XD , 55 E*° 3_ £ :XD .O !S - = oc B 3 e, o = 2 •e -e = a C ee E " K X3 — (DjSJ Ck 3 Ä ke k- -L « »3^ 2? o c " k, 53 « E ff U 3 <£ k. -e *E XD O 5=: 5 c C 3X2(D E 3 c cs-o ß7|3 Iß t M 5^®Ssf Z Bg s» p e> 2 ^jq a £■ 3 «3 XD :3 Z -XD •2 2 c £b: - k. ■ L—- == g § I § o •— 2 — e» = ^E 8 3- L3 ® ff 3Z 8 ID SR o 5 •I ,3 3 k. K3 8 4'^ o - ■8 c 3 A = S 3 C, E - o •°XD " XD 3 3 k- BZ 2 o 3 — DO 3 V C E:3 3 "— O 3 ~ A§ k. c 2 = Ä 2. EL ~(5 et □ «*: = el*ke5 c e- J3- o 3 - 2t- = l- ** CX XD '- — cs «g •es -^J77XD- C~- 3 « = 3 k-XD^, 3 C7 ZD c c 4^5 o: . . ,^= = o (4)2 E 13 o -=(£) 2 dE 3 L Bs 3 :2 e 3 — ZD L c ZE 3 3 O XD ti R a e A XD C 3 V 3 5 i o 'm £> x> c o « Q ■e o s 3 O k. Ifl MS 2.g 8 8 S2. §8 @5 (5 3 >8 a 3 = -®ü CD re — 3 KUlil 1,1 D er 8-aS e re 5 E? 3 ro" .'S a 2* gS cd er cd o *’ ft * m q a-s- 2.c© CD Ä, 6) °ca ro re" xs 5^ D — -> E 3 3 X> ono 3 zsr a rs 5?_s- :tS A 3 D ro v> CD - fcA» ' 3 8- öL . 8 g 3 ©.■a gag^ss 8Z-Z 3 3 2- f&Üs a3 e ;sd 3-=^a-S° a® SZ^Z 5®63 O Q E cd" D tsa 8 • öö S3>re rs 3 LS re Sertra 3 8 8 A 8 3J v> S 8 ©r -■ re *re «3 3 8 i-g. © --» T-te- »ig 2-o-a © E a*“T D E | = | « 18 E« «a«? ® -» e a © -> S‘ 3 Ü5cy. D D "El V 3 ' .= ° a® — CD O 2 O' r-t 3 O •• 3 3 ° ’ O " 2 cp H2.d P" 2.a - 3 8 E ~ ö- 3 er' ©> : o $ a_.2_ 2 D 5 Za E re = 3 re B _. 2.*o 3 _ a—CD BCP % D 3 CD . s 8 o a' 3 ‘re D CD ro g 3 3 re S {§ 81 d ä 61ro B" 3 3Z E: - . "B* 3 . 3 D >- y j8 s o er 3 a D 3. re 3a3 --2 w a-G er’o' ** 3-M S-S^a^ 2-^5 2. V A- o (J)-3"2 615- -tsa v> ©a-ö §.3® .^3 Z 5 (5 ©-610 3-8-S2 Z-3 a ° 8 3 CD 3 -©■ a 8 a?3f3 8cd D 3 g cd ST er d er-a o 2. 2. 01 a- 8-2 »5 a'i'ffiScp -8-3 61 •S1. =ü 8 a B a 8 3 3 SÄ BZ» E a 3 3 3 S 8 3. 2 a 3 <«•* 3 © °a: mR» 3 I » 1 a 3 er 3 ©;3 —.' ' D n CSF re er •** 2. — ercr Öö §■1 » re Ä> 'D 3 3 " 3 61 CD. Q = Z ®D 3 fo-«-S» oglHo CD D Cf?3 ’S* 3 E öT8*»“ gS<-7 B^f» D: 8 ~ w 810 8 ti = 3? 5 E D "-ft Co re 8 ft© 3 3 82.Ä_.3 3. 2,3 g 8tS°S r = $V :-a3 5 H «oc -(j) 2 <-»—.$5« ro 2 e = <-r Q o 3 - L B-I ä a s^, ^ty r O a r. 3 -o5’g<. er Cf? g-" Po M«3 ----iS O-K - ö?'a‘3*gr.. Ä? ®D-tzZ.^Z--S- !a#3 o-D sd. a---Z2 3 3 3- c ? »8 8 a 2. 3 Z2. O:-E 3 8 8 3 3 «> -- 8- ö» ö e> 2. 5- 3- S' D 3 " 3 2> 2 3 2. S a o a c ~ x$t* Z 3 8 (5 3. CD 8 ä aB ööf ?. a(S .61 ÖD t3 «Mo ,^8 “ CD 3 (5 8 613 Ö2.S =as ®a 2 2.® (5 -1 d 8 SB 8 8 8 3© E= 3 B o" aa 3 B’B-ae £S = (S83 E 8 3 3 ©r 3' 61 a cp » iSSS 3 %• 8 ~ a§. 3 -61 II. t= 61 a 3 3 a D üT -8* re re o ^3 8 D © 3 öen 83 2.3 a- aB3a-o 2 3 a re" ' '2.8 3a §82 "re§8 a© 11 ig ®s- aff- eyo* o 3 8- ''■Ö s ä 3 D ®3 ^8 , D: a«3. ;2 8 §a 5aS-«' gg-re 5 a™ ” ; 3-(53 — 288 a - 84p .3 3 3 E ^$-=r - ct« ro 3.^0 3- re -Wer 2. 5" ft- 2 -5>ro re °a 3 8 s -5 0 “oi'tg (5 3 re 3 3 .38g M er 3 ©- 3 (5P-t3 । B-öE-a 2b"«3 _ 2.^3 8 re 3 «73 o 3 rgS rgSis- ’S* 5 8-2. 61o 8-Z re 3 -n g , 3 §CD O J (5 6ia ® «8 ’S* 8 BP 8 8 re er re re S.jl.-tfpori der Wihmarer für sie selbst zum Verhängnis, indem Mainzlar mit leichter Muhe den Dali I der IDibmarcr für sie selbst indem Mainzlar mit leichter ArKiofl itnh bfli die Banknoten. Wirtschaft Oie deutschen Börsen noch geschloffen Buntes Allerlei derartige Leistung bereits den 125. 10.61 59.26 12.495 73.43 3.060 170,32 112.11 112.11 112,21 17.62 0,982 4,217 58.75 22.52 16.62 82,28 36,84 82,08 2,080 0.251 7.467 18.22 10.59 59.12 12.475 73.29 3.054 170.08 99.10 99.00 111,99 16.68 0.973 4.209 58.63 21.48 16.58 82.17 37.21 81,92 2,073 0,229 7,453 16,48 10.61 59.24 12.495 73.43 3.060 170.42 100.10 100.10 112.21 16.72 0,977 4.217 58.75 21.52 16.62 82.33 37,29 82,08 2,077 0.231 7.467 16,52 ErleichierungenderOevisenverordnung Berlin, 23. L«pt. (ERD.) Der Reichswirt- schastsminister hat angeordnet, daß eine Genehmigung nach der Devisenverordnung nicht ersorder- lich ist zur Ausführung laufender Rentenzahlungen an Berechtigte im Auslande, die von den Drägern der deutschen Unfall-, Invaliden- und Angestelltenversicherung, sowie der knappschast- lichen Pensionsversicherung auf Grund derBer- sicherungsge'etze oder besonderer Staatsverträge zu leisten sind. Eine $rau spnngi aus 4 400 Meter Höhe ab. Bon den außerordentlichen Leistungen der deutschen Fliegerin und Fallschirmpilotin Frau Dr. Lola Schröter-Dorescou, die die Welthöchstleistung • Das Ernte - Ergebnis in Hessen- Nassau und Hessen. Infolge des schlechten Der Frankfurter Skuller Paul- Oberrad wurde vom Mailänder RE. zu einem Eincrrenncn im Rahmen der Mailänder Regatta am 11. Oktober eingcladen. erhielt und kurz vor Schluß das verdiente Siegestor erzielte. 3m allgemeinen spielte Watnzlar etwas überlegen, konnte jedoch infolge der guten Derteidigung der Wihmarer ein höhere« Resultat nicht erreichen. Arbeiter Tuni- und Sportbund. Handball. Gießen 1 — Krofdorf 1 6:5. 10.59 59.14 12.475 73.29 3.054 169.98 111.89 111.89 111,99 17.58 0.978 4.209 58.63 22.48 16.58 82.12 36.76 81,92 2.076 0,249 7,453 18,18 Die Mannschaften übernahmen abwechselnd Führung Gegen Schluß wurde das Spiel schärfer. Ein Dreizehnmeterball brachte den Platzbesitzern einen glücklichen Sieg. -lort . titrn.... l’rafl . . . Budapest . . fcofU . . . Holland . . Lola.... flüDenbaace. elodboltn . London. . . Buenos SllreS Neuyokt . - Brülle! . . . Stallen . . . -Carl« . . . Gdirotij . . Spanien . . Tanjig. . . Japan . . . Wtv de (ton.. Jugoslawien. Llllabon . . gen 1 bis 2 Mark höhere Preise als gestern bewilligt! die Umsatztätigkeit blieb aber gering. Am Lieferungsmarkte waren die Septcmbersichten auf Deckungen um eine Mark le estigt, während spätere Lieferung lediglich gut behauptet blieb. Weizenmehl war etwas besser gefragt, ohne daß sich aber höhere Forderungen durchsetzen ließen! Roggenmehl ist in Provinzfabrikaten knapp offeriert und 0,25 Mark teurer, der Absatz bleibt befriedigend. frankfurter Lchlachtvichmarkt. F r a n l f u r t, a M , 24. Sept. Austrieb: 22 Rinder, 704 Kälber 300 Schafe, 704 Schweine. Es wurden notiert Kälber beste Mast- und Saugkälber 48 bis 52 Mk. mittlere Mast- und Saugkälber 43 bis 47, geringe Kälber 35 bi- 42. — Schafe- Mastlämmcr und jüngere Mast- hämmcl (Weidemast) 34 bis 38. (Stallmaft) 25 bis 33- — Schweine Fcttschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 52 bis 56. vollsleischtge Schweine von etwa 200 bis 240 Pfund 52 bis 56, von etwa 160 bis 200 Pfund 50 bi« 55, fleischige Schweine von etwa 120 bi« 160 Pfund 45 bi« 51 Mk Marktverlauf Kälber und Schafe schleppend, geräumt Schweine schleppend. Ucbcr- wechsel und 51 Zwischenlandungen dte größte Punktzahl. Rurmi in (Stuttgart Die Stuttgarter Kicker« haben für ihr internationale« Sportfest am kommenden Sonntags die endgültige Zulage von Paavo Rurmi zur Teilnahme erhalten. Rurmi bestreitet ein 5000-Meter- Laufen und fein Hauptgegner wird wieder der Turner Syring (Dittenberg) fein, zu dem kich noch der Darmstädter S ch i l g e n und die Stuttgarter Langstreckenläufer Gebrüder Helder, Bertsch, Rath und K e 11 n c r gesellen werden. lieber 400 Meter treffen der deutsche Meister Mehner (Frankfurt a. M ), und der Rastatter R e hh zusammen. Kurze (Sportnotizen. Zum DFB. -DorbereitungSkur« in Hannover zum Länderspiel gegen Dänemark waren bis zum Mittwoch nur acht Spieler ein- getroffen. Paovo Rurmi, der finnische Weltrekordler, gewann am Mittwoch in Breslau ein 5003-Meter- Borgabelaufen überlegen in 15:08.8 Min. wleseck I — Bruchenbrücken I 10:1. Bereits bei Halbzeit lautete das Ergebnis 5:1. Den Wicseckern war der Sieg nicht zu nehmen. Deutscher Zuverlässigkeitsflug 1931. Der Deutsche Zuverlässigkeitsflug 1931 würbe nach drei Tagesetappen von 44 von 50 gestarteten Teilnehmern beendet. Die durch Startverbot der Luftpolizei zurückliegenden 20 Flieger konnten auf einer neuen Etappe ihre fehlenden Bedingungen nachholen, so daß nunmehr insgesamt 16 Maschinen mit lOOprozentiger Regelmäßigkeit auf allen Etappen für die Verteilung der vom DLD. ausgesetzten Entschädigungen über insgesamt 40 000 Mark in Frage kommen. Die endgültige Verteilung erfolgt erst nach Uebervrüiung der Unterlagen Ende der Woche. Den Sonderpreis des Reichs- verkehrSministers. ein dreisitziges Sportflugzeug, erhielt eine Klemm-Maschine de« Badisch-Pfälzischen Dereins für Luftfahrt in Mannheim unter Führung des bekannten Sportklieaers Dcb'eep Die Mannheimer erre'chten m t 17ma igem D satzu gS- Rundfunkproqramm. Samstag. 26. September. 7.00: Frühkonzert auf Schallplatten. 12.05t Schallplattenkonzert. 15.15 bis 16.00: Stunde der Jugend. 17.05: Rachmittagskonzert. 18 40: »Der akademische Rachwuchs", Gespräch zwischen Dr. Fritz Reumark, Dr. Alexander Rohmann und Dr. Paul Laven. 19.15: Spanischer Sprachunterricht. 19.45: Rürnberger Kammerquartett für Zither- mufiL 20.30: Don Köln: Lustiger Abend. Zur gemeinsamenZusammenarbeit bildeten der Deutsche Fechter-Bund und die Deutsche Turnerschaft einen ..Deutschen Fechter- Ausschuß'. dem je drei Mitglieder der beiden Verbände angehören. Die Thüringer Bobfahrer forderten auf ihrer Jahresversammlung, in Anbetracht der deutschen Rollage von der Entsendung einerWann- schäft zu den Olympischen Winterspielen abzusehen. Wetters haben sich die Ernte-Ergebnisse gegenüber den ersten Schätzungen im August erheb.ich verringert. In Hessen - Rassau ist nach den Septemberschäyungen mit folgenden Erträgen zu rechnen: Winterroggen 232 000 Tonnen (Hektarertrag 16/7 Doppelzentnerl. Winterw izen 152 003 (20 3), Wintergerste 17 000 (19), Sommergerste 30 000 (17,2), Hafer 289 000 (19,2). Für Hessen lauten die entsprechenden Ziffern: Roggen 76 000 Tonnen (15,2 Doppelzentner), Weizen 69 000 (21,5), Sommergerste 107 000 (22 5). und Hafer 96 000 (19 6). Sommerroggen und Sommerweizen werden bei uns nur in ganz geringem Umfang angebaut und sind deshalb nicht berücksichtigt worden. Verlassenheit hat, als ob man sich in einem Nichts befände, wenn man auch noch so sehr auf seinen zuverlässigen Fallschirm bauen kann. In den entscheidenden Sekunden vom Absprung bis zum Aui- gchen des Schirmes bangt man doch um fein Leben. Unvergeßlich ist ihr, wie sie erzählte, der erste Absprung, den sie bei ihrem ersten Fluge ausführte. Sie hatte zwei Tage auf Flugwetter warten muffen und war reichlich nervös geworden. Auf ihren da- maligen Begleiter ist sie heute noch nicht gut zu sprechen, weil er sie wegstieß, statt sie aus eignem Entschluß wegspringen zu lassen: sie kam daher auch zu zeitig vom Flugzeuge weg und landete in einer Kalkgrube, mehr als einen Kilometer vom Flugplatz entfernt. In der 20 Meter tiefen Grube stellten die Arbeiter schleunigst die laufenden Maschinen ab, um sie aufzufangen. Sie rutschte ziemlich rasch den Eteilhang herunter, nacktem sie sich noch Sekunden Kunst und Wissenschaft, wertvolle Römerfunde im Taunuskastell Zugmantel. In dem zum Arbeitsgebiet der Saalburg gehörenden Römerkastell Zugmantel konnten dank der Unterstützung eines reichen Deutschamerikaners umfangreiche Grabungen, speziell aus dem südlichen Abschnitt der bürgerlichen Niederlassen, vorge- nommen werden. Es war eine Eigentümlichkeit der alten Bewohner, daß sie ihre Häuser fast alle unter- kellerten. Gerade in diesen unterirdischen Anlagen haben sich die Funde besonders gut und zahlreich erhalten. Biele der ganz aus Holzfachwerk oder Bohlen konstruierten Häuser sind bei einer Belagerung im Brand zusammengcsturzt und haben den ganzen Inhalt unter den verbrannten Trümmern begraben und dadurch konserviert. Andere sind rechtzeitig geräumt worden und enthalten nur spärliche Reste. Besonders inhaltreich waren auch die Brunnen, deren einer ein ganzes Kettenhemd enthielt. Auf der Sohle eines anderen Brunnens fand man sehr gut erhaltene Geräte und Werkzeuge. Nebenbei wurden im Schutt massenhaft Gefäße aller Art und Mun- zen gefunden. Im Lause der letzten Jahre wurden 485 Kellergruben und Brunnen freigelegt, die das Bild eines römischen ßagerborfes an der Reichs- grenze veranschaulichen. Die Börsen in Skandinavien und den O st st a a t e n bleiben — mit Ausnahme der Prager Börse — vorläufig weiter gesperrt, in der Schweiz wurde der Derkehr. wenn auch mit verschiedenen Einschränkungen, wieder ausgenommen. Berliner Börse. Berlin, 24. Sept. (WTB. Funkspruch ) Ziemlich überraschend hat man sich in der gestrigen Dörsenvorstandssitzung nach langen Besprechungen nun doch dahingcyend geeinigt, den Effekten- hanbei an den deutschen Börsen in dieser Woche nicht mehr aufzunehmen. Man beurteilt diese Maßnahme heute vormittag in den Bankbureaus sehr unterschiedlich, muß sich mit ihr aber schließlich abfinden, und tut dies etwas leichter, da ein Fr ei verkehr als solcher von Bureau zu Bureau nicht v e r b o t e n ist. In diesem Freiverkehr kamen zwar heute Geschäfte noch nicht zustande, die Tendenz wurde aber im Einklang mit den Auslandbörsen fester taxiert. Am Devisenmarkt hörte man London gegen Pari« 104,25; London gegen Mailand 79; London gegen Spanien 45.75; London gegen Schweiz 21; London gegen Kabel 4,0850. Berliner Produttcnmarkt. Berlin, 23. Sept. Obgleich eine gewisse Unsicherheit weiterhin unverkennbar blieb, zeigte der Produktenmarkt heute im allgemeinen eine gut stetige Veranlagung. Das Inlandangebot von Brotgetreide war keineswegs reichlich, bei einiger Rachfroge der Mühlen und Händler wurden im Promptgeschäft für Weizen etwa eine, für Rog- lang an einer Wurzel hatte festhalten können. Hinter ihr schleifte das Ungeheuer von Schirm, aber Schirm und Pilotin blieben unverletzt. Bei den Arbeitern entstand nach dem ersten Schreck ein großes Hallo: ,/Das ist ja gar kein Junge, das ist ja ein Mädchen, das da vom Himmel tommt". riefen sie und schleppten sie im Triumph auf den Schultern aus der Grube. Don ihren weiteren Flügen erzählt sie manche heitere Erlebnisse. In einer sächsischen Stadt landete sie mitten in der Zuschauerschar; ihr Schirm fiel zusammen, und als sie ihn langsam, vorsichtig wegzog, brachen die Umstehenden in ein schallendes Gelächter aus — der Schirm hatte ein Liebespaar zugedeckt, das die Situation zu einem herzhaften Kuß ausnützte, aber doch nicht schnell aenug, um nicht noch entdeckt zu werden. Es gab aber auch genug kritische Zwischenfälle. Einmal endete die Landung mit einer wüsten Schleiffahrt, aus der sie ein beherzter Polizeiofsizier rettete, ein anderes Mal an einer nicht ausgeschalte- ten Hochspannungsleitung, ein drittes Mal zwischen drei Flugzeuge, an denen sie leicht die Knochen zerschlagen konnte, einmal sauste sie zwischen Stacheldrahtzäune in die Schrebergärten. Ihre Hohen« absprünge mit dem Fallschirm, von denen sie nun schon verschiedene ausgeführt hat, macht sie nicht aus Sensationslust, sondern aus wirklichem Interesse. Bereits im Herbst 1929 war sie aus 2600 Meter Höhe abgesprungen und hatte damit die Welthöchstleistung für Frauen auf diesem Gebiet. In planmäßiger Steigerung ihrer Leistungen hatte sie sich bereits seit etwa Jahresfrist angenommen, aus etwa 4000 Meter Höhe abzuspringen. Nach sorgfältiger Vorbereitung führte sie den Absprung aus ihrem eigenen Flugzeug, das von dem Chefpiloten Paul Rothe geführt wurde, bei Leipzig aus. Das Wetter war günstig, bei 4000 Meter erreichten sie $aU6oofregoffa in Limburg Dlehener Paddler erfolgreich. Die Paddlergilde Gießen beteiligte sich am Sonntag an der ersten Faltbootregatta der Limburger Paddlervereinigung 1928. Die Regatta war ein voller Erfolg für Den veranstaltenden Verein. Schon die Meldungen waren wider Erwarten äußerst zahlreich eingegangen: Vereine au« Limburg, Diez, Gießen, F.ank.urt a. M., Marburg und Wetzlar batten 71 Meldungen mit 108 Paddlern bei acht Rennen abgegeben. Wenn auch einige Meldungen in letzter Stunde wieder zurückgezogen wurden, mußten doch am Sonntagvormittag 14 Borrennen auSgesahren werden. Die Organisation der Regatta klappte, besonders dank der Mitwirkung der Limburger Ruderer, auf da« Beste. Zwischen den eiiueln.n Rennen w' r.en Kente.Übungen und Wasfcrschilausen vorgeführt. Am erfolgreichsten war der Postsportv Frankfurt a. M., der vier Rennen gewinnen konnte; einen Sieg brachte der gastgebende Verein an sich, während die Siege in den drei übrigen Rennen an die Paddlergtlde Gießen fielen. Gießen gewann den Herren-Siner durch Joachim Kaphingst. den Alter-Herren-Einer (1. Erich Lohr, 2. Wilhelm Rir) und die 4x4C0-Meter-Stafsel gegen Dietz und Limburg. Der gemischte Zweier (Elle Lohr—Max Lehmann) fuhren nach den Frankfurter Kanonen die beste Zeit des Tage-, trafen aber schon im Borrennen mit diesen zusammen und wurden um eine halbe BootSlänge überholt. so daß sie für da« Hauptrennen ausschieden. Fechten im Turngau Hessen (OT ). In Butzbach fand am Sonntag eine Anfängerprüfung statt, der sich sechs Fechterinnen und sieben Fechter mit im Durchschnitt giekn Leistungen unterzogen. Sämtliche Prüflinge bestanden und konnten in die Iungmannenklasse eingereiht werden. E« sind: Fechterinnen, Florett: Emmy Herling, Tv. 1846 Gießen; Margrit Gerendasi. Tv. 1846 Gießen; Christel Gröninger, Tv. 1860 Dad-Rau- heim, Liesel Moser, Tv. Wetzlar; Ilse Munch, Tv. Wetzlar; Helene Herget, To. Wetzlar. Fechter, Florett: Friedel Henning, Mtv.Die- ßen; Hermann Arzbächcr, Tv. 1846 Gießen; Heinrich Keutticr, T. u. Epv. Marburg, Walter Rumpf, T. u. Vpv. Butzbach. Kurt Kimpel, T. u. Spv. Butzbach; Säbel: Theo Baubcl, Tv. 1846 Gießen; Georg Matt, Tv. Wetzlar. Der Prüfung schloß sich ein Lehrgang an, an dem außer den Prüflingen weitere 20 Fechter und Fechterinnen teilnahmen. Die Leitung der Veranstaltung lag in Händen von Gaufechtwart Kühn (Friedberg). Als Kampfrichter war u. a. tätig Walter Gerhardt, Tv. 1846 Gießen. Dollsturnen im Gau Hessen (OT ) Ein Canbgemclnbc-lBelltampf. Hm da« Volksturncn auf dem flachen Lande mehr zu fördern, haben vier Landvereine de« Gaue« Helfen (Rieder-Mörlen, Steinfurth, Griedel und Rieder-Weisel) vereinbart, einen volkstümlichen Vereinskampf auszutragen. Dazu wurde von den teilnehmenden Vereinen ein Wimpel beschafft, der dem jeweiligen Sieger bi« zur nächsten Austragung des Kampfes überlassen bleibt. Die Austragung erfolgt zweimal im Jahre, und Atoar im Frühjahr beim Anturnen und im Herbst beim Abturnen. Der Wettkampf, der die Genehmigung der Gau- leitung erhalten hat, fand erstmals am vergangenen Sonntag in Rieder-Mörlen statt. Sieger wurde der Platzverein vor T. u. Spv. Griedel, Tv. Rieder-Weisel und Tv Steinfurth. — Der Siebenkampf bestand aus 100-Meter-Lauf, Kugel- stoßen. Lpeerwurs, Stabhochsprung, Weitsprung, 4xl00-Meter-Stassel und 3000-Meter-Lauf. Von Einzelleistungen seien erwähnt: Stabhoch: Som- merlad, Tv. Rieder-Mörlen. 3.20 Meter; Loder, T. u. Spv. Griedel. 3,10 Meter; Kugelstoßen: Müller. T. u. Spv. Griedel, 10,85 Meter; 100 Meter: Reuter, Tv. Rieder-Weisel; Bender, T. u. Spv. Griedel, 12 Sek.; Speerwurf: Dender, T. u. Spv. Griedel, 44,65 Meter. Handball im Gau Hessen (O T.) Io. Großen-tinden I — I. u. Sp Vuhbach II 10:4. Die Drohen-Lindener befchlosfen die Vorrunde mjt einem hohen Sieg. Bei der Pause führten sie bereits mit 5:2. Rach der Halbzeit gingen die Einheimischen nicht mehr recht au« sich heraus, das Spiel wurde dadurch ausgeglichener und beide Mannschaften erzielten noch je 2 Tore. — Die 2 Mannschaft hatte nicht weniger als acht Iugendspieler in ihren Reihen, trotzdem gelang es ihr, die 1. Mannschaft von Hörnsheim mit 10:3 zu schlagen To. Allendorf (Lahn) 1 — Tv. Metzlar II 2:0 (1:0). Zwei wertvolle Punkte konnten die Allendörfer am Sonntag in Wetzlar erringen, die ihnen jetzt den zweiten Tabellenplatz Im 1. Spielbezirk eingebracht haben. Es gelang, die als besonders spielstark bekannten Wetzlarer Turner mit dem obiges Ergebnis sicher zu schlagen. — Die Iugend- mannschaf ten von Allendors und Münchholzhausen lieferten sich ein gleichwertiges Treffen, das die glücklichere Mannschaft von Münchholzhausen mit 2:3 Toren als Sieger sah. To. Lang-Göns 1 — Io. Dornholzhausen I 3:2 (0:1). Die beiden Mannschaften standen sich am Sonntag in Dornholzhausen in einem Freundschaftsspiel gegenüber Die Mannschaft des Platzbesitzers fand sich zuerst und konnte die Führung an sich reißen. Erst gegen Ende der Halbzeit kam Lang-Göns auf, konnte jedoch den Ausgleich nicht erzielen. Durch einen schnellen Angriff kam dagegen Dornholzhausen zum zweiten Tor. Run ging Lang-Göns mächtig aus.sich heraus. Bald war der Ausgleich hergestellt' und kurz daraus fiel der Führungs- und Siegestresfer. Tv. Lang-Göns 11 — To. Dornholzhausen II 3:2 (1:1). Aus einem gleichwertigen Kamps gingen die Lang-Gönser als knapper Sieger hervor. — Tv. Lang-Göns (Schüler) — Tv. Dornholzhausen (Schüler) 0:2 (0:1). Handball im Latin-Oünsberg-Gau Mainzlar II — Wißmar II Ick) (0.-0). Am Sonntagnachmittag trafen sich beide Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel in Mainzlar. Die erste Halbzeit verlief torlos. Rach der Halbzeit entspann sich jedoch ein äußerst scharfer Kampf. Ein am Mainzlarer Tor für Wißmar gegebener Freiwurf wurde durch falsche Vorgabe für Frauen auf ihrem Gebiete vollbracht hat, erzählt Curt Döring in „Scherls Magazin". Er ha! sie in ihrem Heim in Chemnitz besucht, wo sie im Hauptberuf als deutsche Hausfrau ihres Amtes waltet. Die kühne Frau, deren zierliche Erscheinung man igen gar nicht zu trauen würde, hat ______ .... ___ Fallschirmabsprung hinter sich; sie besitzt heute ein eigenes Flugzeug und ist die erste Privatfliegerin Deutschlands, die ihre Maschine auch eigenhändig wäscht und pflegt Sie gibt ganz offen zu, daß man beim Fallschirmabsprung, wenn man an den paar Stückchen Stoff und den wenigen Leinen im Luftmeer baumelt, doch ein Gefühl großer 3n der gestrigen berliner Besprechung der deutschen Börsenvorstände wurde beschlossen, den B ö r - senverkeh* in dieser Woche noch nicht wieder aufzunehmen. 3n der Zusammenkunft der Börsenvorstände wurden die für und gegen die baldige Wiederherstellung der amtlichen IDerl- papiernotizcn sprechenden Gründe eingehend gewürdigt. Lin bestimmter Tag konnte hierfür noch nicht festgelegt werden. Ls ergab sich aber Einmütigkeit darüber, daß nach Klärung der jetzigen Lage — wenn möglich in der näch sten Woche - die Wiedereröffnung alsbald erfolgen soll. Ls wurde dem Berliner Börsenvorstand übertragen, hierüber nach Fühlungnahme mit den übrigen Bör- senvorständen zu beschließen. Die Kotierungen an der Metallbörse werden Donnerstag, 24. September, wieder aufgenommen. Frankfurter Börsenstimmungsbild. Franksurt a. M., 23. Sept. Aus den Unter- Haltungen in den Kreisen der Dörsenbesucher konnte man heute den Eindruck gewinnen, daß die Kurse am Aktienmarkt eine weiter steigende Tendenz aufweisen. Man glaubt nunmehr damit rechnen zu dürfen, daß kein Grund dafür vorliege, die Börse weiter geschlossen zu haben und daß der Derkehr morgen wieder eröffnet werden dürfte. Die Kurse, die man schätzungsweise zu hören bekam, lagen gegenüber dem gestrigen bereits erhöhten Riveau 3 bis 5 Prozent hoher. Das Pfandbriefangebot soll dagegen anhalten, da man anscheinend diese Werte abzustoßen beabsichtigt, um sie gegen gute Aktien einzutauschen. Richt ohne Wirkung blieb die feste Tendenz der heutigen Londoner Wiedereröffnungsbörse; aud)_ die zuversichtliche Stimmung der Pariser Börse verfehlte ihren Eindruck nicht- Am Geldmarkt wurde TageSgeld auf 7,5 Prozent gegen gestern 7 Prozent festgesetzt. Oie internationalen Börsen. Die Eröffnung der Londoner Börse, der man mit größter Spannung entgegengeß hen hatte, brachte keinerlei unerwartete Ereignisse. Wie vorauszusehen war, mußten sich die britischen Staatspapiere Kursabschläge gefallen lassen, doch konnte man bereits im Verlaufe des ersten Dörfentages bei diesen Werten verschiedentlich Erholungen beobachten. Der Aktienmarkt setzte sofort mit festeren Kurien ein, vor allem die Aktien der Schwerindustrie-Unternehmungen. Ein Umtausch von festverzinslichen Papieren in solche mit variablem Ertrage konnte in größerem Umfange nirgends beobachtet werden. Durch den glatten Verlauf der Börse wurde die Zuversicht allgemein weiter gestärkt. An den Börsen in Paris und in Reuyork waren gleichfalls keine außergewöhnlichen Erscheinungen zu bemerken. Es erwies sich als taktisch richtig, den Börsenverkehr an diesen beiden Plätzen ohne Unterbrechung aufrechtzuhalten. Eine Schließung Wallstreets oder der Pariser Borke hätte ohne Frage die Situation nur verschärf und zu größerer Beunruhigung Anlaß gegeben. Wie verlautet, sollen zwischen Paris und Reuyork Verhandlungen gepflogen worden fein, um das Börsengeschäft streng zu überwachen. Rach der vorgestrigen Unregelmäßigkeit wurden gestern aus Reuyork unter dem Eindruck des reibungslosen Londoner Börfenbeginnes kehr feste Eröffnungsnotierungen gemeldet, auch Paris zeigte bei lebhaftem Geschäft ein weiteres Ansteigen der Kurse. 23. September ümihd't Jlotierung i 8ritl 24 September timilltf't Xotitrung Selb rMe« I'frlln 23 Scvirmber Seid Seles “ 4.20 4.22 58.50 58.74 111.6; 112,12 -ngMMe Ncl.'n . ........ 17.53 17.61 16,56 16.62 t'ollänbildrt Role»........ I69.fi 170.29 Otalicnild'r Roien...... . 20.51 20.59 Rorwegffche Roien........ 111.68 112.12 trurldi-Lcflfnrld), 4 1OO 6d}(lll»o 59.00 59.24 SiumanilLr Nolcn........ 2.48 2.50 Lckwebffcke Roien........ iH.73 112.17 81 .94 82.26 36,33 36.47 ÜnganlLe Roien ........ 72.85 73.15 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. 2H. erl*'! >> bedeutend. 5655’ Erbs 2 Teller 6317 D Krturs-Äiisverkaui Wegen Aufgabe des Ladengeschäftes Neuenweg auf in Gelee y« Pfd. 7. Gibt es eine Ewigkeit? 6297 D 6293 D zum Erin. stig gewayirrn oianroen darf Jetzt noch gehalten Restposten und 6314 A Einige Beispiele Uebergangsmantel, jetzt 9,50 Knabenmantel jetzt 4,50 Eilen Sie, es wird Unvergleichliches gebot Ein Besuch öffnet Ihre Augen für Preise, die Sie nicht für möglich Handweberei Schloß Westerburg des Bundes Deutscher Jugendvereine E. V. 1 Uhr und 3 bis 8 Uhr EINTRITT FREI! über schwan kommer der zu streiten, können uni rang, noi* gedient. ans L' der k zters "faßt flifälen berung c steht (ei, ob Handelt, roch hat ung. Gela» spricht im 93ert Was 6 Erde. Der .'nig an n Höheres, und innerlich irrauscht r Edda weil n zehnte, im Str> nicht » gerade Bolter Richt' Bis» pun Mein’S* l)gnkX'le Einzelstücke werden buchstäblich verschleudert. acht, wenn -•r Maske über folgende Themen: 4. Wo ist das Paradies? 5. Wird Christas wiederkommen? 6. Gehen wir einem Weltgericht entgegen? Auch die allerbesten Anzüge, Mäntel, Windjacken, Hosen usw. bleiben nicht verschont. Im Saal des „Cafe Ebel", Burggraben, vom Freitag, dem 25. September bis Mittwoch, den 30. September 1931, täglich von 10 bis Don unsi Nachdruck, auch 30-50°/o Rabatt Handarbeiten Füllungen Monogramme oufall, öah der ( in 8-*®% der heutigen Lter Jesorglm Taa genau ein - ßgh der gela' sichle erfolgt, d« in der Störte de 1(6en Mion aufdi In der Nacht v erschien mitten im gebot franzo Mllen der nur ' ichen Stad.republ > unter dem tßMtoc ertennung Cubtoij Herrn und Deschu nachmittags die 1 die Stadt ein. £ bürg auch nach di grvhe Teile des schäft gebracht ha zofen verschloß, i offenhielt, war ft men; das Schi fchcn Elsaß t Seele öes elsässisch der natürlichen 3ir tion im Verlauf d slern Nachteil gewv griffe Naterland, auch durch die ner (1871-1918) nich Spaltung in (lei leidiger des Hei ist die Auswirlui schen Fremöherrsci Der Raub Strc für den völlig teil Platze- vor 250 < Welt so eindruck-o Um ftnirns1, und aus kraft des sranM Ludwig XIV. wo zu Überspannen auszudehnen, wie den Strom fjinw befürchtete. Auch .klüger als die i Er lieh der St- Wollwaren Trikotagen AUSNAHM E-AN GEBOT nur bis Samstag, den 26. September Zu den Haupterzeugnissen der Zsd-opauer Mo- torenwerke I. S. Rasmussen AG. gehört der 1000- ecm-Vierzylinderwagen, der zu den interessantesten und besten Fabrikaten der deutschen Automobilindustrie gehört. Die vier Typen, zwei- und viersitzigcs Kabriolet. Jnnensteuer-Limousine und Luxus-Ka- briolet erfreuen sich steigender Beliebtheit. Jeder DKW^änöIer erteilt bereitwilligst Auskunft. (6300V Hehler Wäschegeruch! Biele Hausfrauen klagen darüber, selbst wenn sie im Freien trMnsn konnten, daß ihre Wäsche einen unangenehmen Geruch habe. Dieser ist durchweg nur darauf zurückzuführen, daß nach dem Waschen nicht richtig gespült wird. Zum ersten Spülen verwende man warmes Wasser, dann kalt spülen, bis das Wasser vollkommen klar ist. Am besten wird gleich dem ersten warmen Spülwasser ein Paket Seifix zugesetzt. 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Dann ging der Schirm auf. Der Ruck war gewaltig, ihr Körper erhielt einen starken Stoß. Run kam etwas Merkwürdiges, durch Windströmungen waren die Leinen nach links herumgedreht und drehten sich nach rechts herum wieder auf. Sie wurde wie ein Kreisel herumgcwirbelt; bis etwa 3000 Meter pendelte der Schirm gewaltig hin und her, dann wurde die Luft ruhiger. Während der ersten 1000 Meter des Gleitens war sie durch die Beobachtungen sehr abgelenkt, von da an interessierte sie die Erdorientierung wieder. Bei jeder Drehung sah sie die Stadt klar im Sonnenschein hinter ihrer Fallrichtung liegen. Dicht vor Delitzsch kam fre glatt am Rande eines Saatfeldes auf. Sie hatte 4400 Meter Gesamthöhe erreicht. Der Fall hatte 18 Minuten gedauert. Handschristen-Kunosa. Man hat kürzlich wieder dringend gefordert, daß der handschriftliche Nachlaß hervorragender Personen der Willkür entzogen werde, der er durch die Erbfolge anheim fällt. Kostbare Manuskripte geraten bisweilen in den Besitz von Personen, die sich der Verantwortung der Allgemeinheit gegenüber, die sie damit übernehmen, nicht bewußt sind: so sind schon wertvollste Geistesschätze auf diese Weise der Ver- Lichtspielhaus/Bahnhof str. und Goethe-Bund Giehen W Äerl rHni?Uugew Bibelstunden daselbst vom 29. September bis 2. Oktober, nachmittags 315 Uhr. Eintrittfrei! Jedermann istherzl. eingeladen! Keine Kollekte! Christliche Versammlung Giehen. -flnl DrThompson’s Schwan- öeifmpulver im roten Paßek nurSSPfg Seit über 50 Jahr en ist es wegen seiner unübertroffenen Qualität für alle Wasch-und Reinigungs-Arbeiten bewährt. Nüßen Sie die Vorteile, die Schwan-Pulver Ihnen bietet' Tafelreis vollkörnig Strickerei- u. Reparatur-Arbeiten werden nach wie vor ausgeführt mußte, vergrub er einen Teil seiner Schriften in die Erde, um möglichst viel von seiner 40jährigen Arbeit zu retten, und er erhielt diese vergrabenen Papiere später von Freunden zugestellt. Sogar verspeist wurden manche Manuskripte. Ein skandinavischer Schriftsteller, der ein ketzerisches Werk verfaßt hatte, wurde vor die Wahl gestellt, entweder seinen Nacken unter das Beil des Henkers zu beugen oder seine Schrift zu verzehren, und er wählte das Letztere. Aehnliche Fälle werden auch sonst berichtet. Auch von Tieren sind manchmal wichtige Manuskripte aufgefressen worden. Amerikas Freiheiisstaiue Hai ein Doppelkinn. Wer die Fahrt über den Ozean nach Neuyork gemacht hat, entsinnt sich des denkwürdigen Augenblicks, da die Freiheitsstatue Amerikas langsam an der Küste aus den Fluten auftaucht. Fünfundoierzig Jahre alt ist inzwischen die auf luftigem Gemäuer stehende Dame geworden, und daher darf es nicht wundernehmen, wenn sie nachgerade einige Schönheitspflege nötig hat. Im Tageslicht bemerkt man das kaum. Aber wenn nachts die Scheinwerfer ihr grelles Licht auf die Statue werfen, dann sieht es ganz so aus, als zeige das Gesicht die gefürchteten Krähenfüße und sogar ein Doppelkinn. Wie das gekommen ist, erklären die Architekten Neuyorks sehr genau. Im Laufe der Zeit hat sich viel Staub und Ruß im Gesicht der Statue festgesetzt, der bei starker Beleuchtung bereits Schatten wirft. Mit Recht fordern die Amerikaner eine jugendliche Freiheitsgöttin, und so hat man neuerdings die Mittel dazu bewilligt, um eine umfassende „Schönheitsoperation" durchzuführen, mit der in Kürze begonnen werden Heringssalat y«pfd. , Fleischsalat y< Pfd. Fleischsülze y. pfd. Schweinskopf Lffentlichung entzogen worden oder sogar verloren gegangen. Doch auch bei Lebzeiten hat schon so mancher Schriftsteller das Verschwinden von Handschriften beklagen müssen. Dabei sollen die Manuskripte, die in den Papierkörben von Redaktionen ihr Ende finden, weil kein Rückporto beigelegt ist oder der Einsender seine Adresse nicht angegeben hat, nicht berücksichtigt werden. Auch sonst verschwindet so manches Schriftstück auf Nimmerwiedersehen. Der Dichter Klabund schreibt einmal, daß er auf seinen vielen Wanderfahrten einen großen Teil von dem, was er gedichtet, verloren habe. Von anderen derartigen schmerzlichen Verlusten erzählt Felix Burkhardt in der Leipziger „I l tust r i r t en Zeitun g". Ein Manuskript Nietz- sches, das der Dichterphilosoph vor seinem geistigen Zusammenbruch in Turin beendet haben soll, ist später nicht mehr aufgefunden worden, als man eingehende Nachforschungen nach den Papieren anstellte, die von ihm an verschiedenen Stellen zurückgelassen worden waren. Die wertvolle Marisfelder Chronik des Humanisten Cyriakus Span- genberg kam als Torso auf die Nachwelt. Erst im Jahre 1911 wurden Handschriften dieses Werkes im Wiener Staatsarchiv aufgefunden, die eine Vervollständigung gestatteten. Ein seltsames Schicksal hatte das Epos „Eneid" des mittelalterlichen Dichters Heinrich v. V e l d e k e. Wie er selbst in einer Nachschrift erzählt, hatte er die Handschrift der Gräfin von Kleve geliehen: diese gab sie einer Hofdame, der sie gestohlen wurde, und erst 9 Jahre später erhielt der Dichter sein Manuskript durch den Landgrafen von Thüringen zurück. Friedrich Ludwig Jahn hat sein Werk „Das deutsche Volkstum", dessen Handschrift er in den Wirren der Kriegsjahre verlor, aus dem Gedächtnis noch einmal niedergeschrieben. Als Comenius 1656 aus Lissa fliehen Mchmsse des 5 lidiung einer Abft ren m Nris geh N?.ieher die i düerrechtli suchen Königer des Grobe»' s* °°ch ^(rahburg und i Lchstreu^nvo Di?l7 ?aren' l° ■ r!Ue- die Alic K«nch ii. oli6 M- Gtdnie i- 5Tage Kehraus W im Ausverkauf und dann Schluß! W Eingang Wetzsteingasse 1. Wer war Christas? 2. Warum war Christas hier? 3. Welches ist die wichtigste Wahl im Leben? Kokosfett Moenol...... .......Pfd. Kokosfett Pfd.-Tafel Margarine Pfd. 67, Kochen Sie MAGGI5 Suppen Sie sparen Arbeit, Zeit und Geld Kirchliche 7lad>rid)fcn. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 26., und Sonntag, 27. September: Laubhüttenfest. Samstag: Vorabend 6 Uhr, morgens 8.30; Predigt: nachmittags 4. — Sonntag, Vorabend 7; morgens 8.30; abends 6.20 und 7 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst am Samstag, 26., und Sonntag, 27. September: Hüttenfest. 1. Tag: Vorabend 5.45 Uhr; vormittags 8; Predigt; nachmittags 4. — 2. Tag: Vorabend 7; vormittags 8; nachmittags 4; Festesaus- gaUh— Wochengottesdienst: morgens 6.30; abends tSchluh des redaktionellen Teils.) nur Sonntag, den 27. September, 11.15 Uhr vormittags HalMlin-Veraaslatag Ein Expeditions-Tonfilm der Ufa Kultur-Abteilung von Colin Roß Achtung Australien! Achtung Asien! Das Doppelgesicht des Ostens. Achtung Australien! Achtung Asien! bringt für jeden etwas. — Der Sensationshungrige, der Wissens- durstige. der Naturfreund, der Weltpolitiker, der Filmfreund, selbst das Kind, jeder kommt auf seine Kosten, der mit Colin Roß die abenteuerliche Forschungsfahrt durch Australien, China, Indien, die Südsee und Neuseeland reist. In überreicher Fülle entrollt der Film die fremde, ferne Welt der anderen Erdhälfte in ihren uralten Gesichten und überraschend neuen Formen. Australiens vorsintflutliche Tiere und Pflanzen, Steinzeitmenschen in Neu-Guinea u. vom Bismarck-Archipel, der indische Freiheitsaoostel Gandhi und die Probleme des modernen China erstehen in Bild und Ton, in herrlichen, unerhört interessanten Aufnahmen. ich am Acht Jahre gleiches •lt er das urplötzlich r . >en zwar, was n* Am Donnerstag, ?4. Septbr., abends um 81/? 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