Nr. Yb Erstes Blatt M. Jahrgang Samstag, 25. April Ml Erich« ini lüglid),outzer Sonntags und Feiertag» Beilagen Die Illustriert« Vtetzener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle tnonat$‘Be$ngsDret$: 2.20 Reichsmark und 30 Retchspsennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. lserrifprechanfchliifse antetSQmmelnummer2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siebe». Postscheckkonto: 8rar M |o Vorsicht^ Flotte wurd! Umfang, mu Hilfe reorg geschähe do wurden m Hafen von ' bestellt. Dc erster Lime eines >tc slikts, m Spanien, oa fragen eine I eine Stellun behaupten. Don vornt konische ni! schem Jod spanischen promitticrt h reich, der T gierung ans! gegengearbei mmg des ( durch Fron Geistig und durch moral Peseta-Kurs ist. sind die reich verhas aus gesehen eine toeittrag zösischen sich seht von und den Dalk Auch für D nicht gleichgu! 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Wer eden von dort kommt, kann nur seine Bewunderung darüber aussprechrn. wie diszipliniert sich die italienische, das heißt die faschistische Presse dabei wiederum verhält. Nirgends ein Ausbruch von Erregung, trotz des unterirdischen Zitterns, das durch das ganze politisch gebildete Italien geht. Spanien unter dem Königtum AlfonsXIII. war für die italienische Politik ein Mittelmeerfaktor, von dem man sicher sein tonnte, daß er auf keinen Fall gegen Italien eingesetzt werden würde. Im Weltkrieg hatte der König, trotz der stärksten Bemühungen von Seiten der Entente, sein Land neutral gehalten: danach aber war seine Anlehnung an England, so vorsichtig sie auch geschah, unverkennbar. Die Flotte wurde, in mäßigem aber doch beachtlichem Simfang, mit englischer finanzi.llcr und technischer Hilfe reorganisiert und verstärkt, und Küstengeschütze von unerhörter Gröhe und Tragweite wurden in englischen Werken für den Kriegshafen- von Cartagena und andere Befestigungen bestellt. Was der König damit wollte, war in erster Linie Slnabhängigkeit im Falle eines italicnisch-französischenKvn- f l i k t s, und was England wollte, war ein Spanien, das im Stande war. in Mittelmeerfragen eine selbständige, praktisch gesprochen also eine Stellung im Sinne Englands, zu behaupten. Bon vornherein war klar, dah der republikanische S1 m sturz in Spanien auf französischem Boden vorbereitet worden ist. Alle spanischen Republikaner, die sich zu Hause kompromittiert hatten, fanden Unterkunft in Frankreich: der Dalutastützung, die die königliche Regierung anstrebte, wurde von Paris aus ent- gegengearbeitet, und sogar die sofortige Anerkennung des kommenden republikanischen Regimes durch Frankreich war im voraus verabredet. Geistig und materiell, durch politische Schulung, durch moralische Verpflichtungen und durch den Peseta-Kurs, der stark von Frankreich abhängig ist, sind die neuen spanischen Machthaber Frankreich verhaftet. Born französischen Standpunkt aus gesehen, bedeutet die spanische Republik eine weittragende Verstärkung des französischen Einflusses in Europa, der sich jetzt von Madrid bis nach Warschau, Prag und den Balkanhauptstädten erstreckt. Auch für Deutschland kann ein solcher Vorgang nicht gleichgültig sein: die eigentlich betroffenen Mächte aber sind Italien und England. Zunächst muh man sich dazu alle sonstigen Schwierigkeiten der englischen Lage vergegenwärtigen. England ist durch die Rücksichtslosigkeit seiner Dominien, durch die indische Bewegung, durch die amerikanische Wi tschafts onlurren^ durch die Arbeitslosigkeit, durch den unausweichlich getoor» 'denen Zwang zur Rationalisierung seiner Industrien und durch den Druck der ungünstigen Finanzlage seines außenpolitischen Bewegungsfreiheit stärker beraubt, als je zuvor. Am unmittelbarsten offenbart sich das in den dauernden, stets wiederkehrenden Beweisen seiner Abhängigkeit von Frankreich. Der Engländer ist politisch geschult genug, um sich nie anmerken zu lassen, dah er sie fühlt. Er fühlt sie aber tatsächlich, ausgenommen den äußersten rechten Flügel der Konservativen, die sogenannten „Die- hards", die gefühlsmäßig mit Frankreich durch dick und dünn gehen. Auch der frühere Außenminister Chamberlain, der ja einmal bekannt hat, er liebe Frankreich wie eine Braut, neigte nach dieser Seite. Unter diesen Umständen muß die natürliche Tendenz der englischen Politik dahin gehen, zunächst allmählich die übrigen Schwierigkeiten so Von SchinkenpaMen, Lederhosen und salomonischen Urteilen. Eine Anekdote von Karl Federn. Als die Schweineschlächter und Wurstmacher von Paris entdeckten, daß die Zuckerbäcker ihren Stunden mit Schinken belegte Brötchen verkauften, erhob die Zunft beim Polizeigericht Klage und erreichte Erlässe und Urteile, die es den Zuckerbäckern streng untersagten, anderes als Backwaren zu liefern. Man kann sich daber ihre Entrüstung vorstellen, als sie in Erfahrung orachten daß ein findiger Zuckerbäcker, Nicolas Noel, das Gesetz umging, indem er folgendes tat, wie es in der Eingabe des Advokaten Maitre Pageau, der die Charcutiers vertrat, beschrieben ist: „Er hat einen gekochten Schinken mit dünnem Teig umhüllt, ihn einen Augenblick backen lassen, und dann sein kleines Meisterstück angesehen und gesagt: ,Das ist eine Schinkenpastete, oder ich will kein Bäcker sein! Die Charcutiers sollen kommen!' Nun, sie sind gekommen, und zwar mit einem Polizeikommissar und einem Gerichtsvollzieher und man hat, was von den Pasteten übrig war, beschlagnahmt und in eine Büchse getan und versiegelt. Diese Büchse wurde auf die Polizei gebracht; die ganze Zunft der Charcutiers beteiligte sich an der Klage, während die der Zuckerbäcker für ihren Kollegen Noel eintrat. ,Es ist sichtlich eine Pastete', sagte Herr Noel. ,Es ist nichts als ein gekochter Schinken, der betrügerischerweise in Teig versteckt ist', erwiderten die Wurstmacher. Der Polizeirichter fällte folgendes Urteil: .Wenn das Ganze ein einziges Gemenge bildet, sei es, daß der Schinken gehackt und mit Teig oder anderen Materialien vermischt ist, sei es, daß Teig und Schinken so gebacken sind, daß sie untrennbar aneinander haften, dann ist es eine Pastete; wenn man, wie in vorliegendem Fall die dünne Teigkruste ablösen kann, ohne den Schinken zu verletzen, und der Schinken als wesentlicher Bestandteil übrig bleibt, dann ist es ein gebackener und mit Teig überzogener Schinken', und er verurteilte Herrn Noel zu zehn Livres Buße und 20 Livres Schadenersatz an die klagende Zunft, mir dem strengen Verbot, dergleichen Tücken zu wiederholen." Dies geschah zu Paris im Jahre 1747; aber wie denn die gleichen Spannungen und Lösungen auch immer wieder den gleichen Witz erzeugen, spielte sich zu Ende des 19. Jahrhunderts in Steiermark ein erbitterter Kampf zwischen den Zünften der Schneider und der Handschuhmacher um die Lederhose ab. Denn die Schneider sagten, daß Hosen Schneiderware sind, das ist feit einem Jahrtausend klar; daher Giehener Anzeiger lGeneral-Anzeiger für Gberhesfen) Samstag, 25. April 1931 weit wie möglich abzubauen, mit dem festgehaltenen Ziel, auch die Lage in Europa langsam wieder im englischen Sinne umzugestalten. Das aber könnte nur dadurch geschehen, daß auf dem Kontinent das jetzige absolute Siebergewicht Frankreichs durch ein gewisses Gleichgewicht der Kräfte erseht wird. Eben diese Idee ist es. die man a u ch i n Italien mit begreiflicher, im Gespräch weniger als in der Presse berneisterter Ungeduld verfolgt. Es ist falsch, zu glauben, daß es zwischen Frankreich und einem faschistischen Italien einen wirklichen Ausgleich geben könnte. Dazu sind die italienischen Bedürfnisse zu stark, und dazu ist Franreich zu unnachgiebig darauf eingestellt, auf nichts zu verzichten, was es heute besitzt. So etwas widerspräche auch dem französischen Charakter völlig. Was dem Italiener vorschwebt, ist eine Art Dreibund zwischen Italien, Deutschland und En gl and. und es fällt schwer, ihn davon zu überzeugen, dah weder die jetzige Lage Deutschlands noch die Englands den Beitritt zu einem solchen gegen Frankreich gerichteten System erlaubt. Nun ist durch den Umsturz in Spanien die Lage im westlichen Mittelmeer gründlich zum Schaden Italiens, aber ohne Frage auch zum Schaden Englands, verändert. Wird England die neue Situation ruhig hinnehmen? Daß die Franzosen nicht lange zögern werden, sie auszunutzen. ist sicher. In Spanien gibt es auch nach dem Abzug des Königs noch eine starke monarchistische Partei: die Aristokratie. dürften nur Schneider Lederhosen machen und verkaufen. Die Handschuhmacher hingegen führten aus: Die Schneider haben von jeher in Stoffen gearbeitet; mit Häuten und Leder haben, wenn es hart ist, Schuster und Sattler, wenn es weich ist, die Handschuhmacher zu tun. Daher machen und liefern wir Lederhosen, wie wir es in der grünen Steiermark von altersher getan. Jahrzehntelang zog sich der Kampf vor den Gewerbe- und Verwaltungsgerichten hin, beschäftigte zahllose Anwälte, Referenten und Schreiber und füllte Aktenschränke und Registraturen und kostete vor allem ein unendliches Geld, bis ein weiser Richter die salomonische Entscheidung fällte: „Soviel er nunmehr erkannt, liege der Unterschied zwischen Schneider- und Handschuhmacherarbeit, da beide zuschneiden und nähen, darin, daß bei den ersteren die Naht nach innen, bei den andern nach außen verlegt wird. Wenn daher bei einer Lederhose die Naht innen verläuft, so ist sie Schnelderarbeit, und wehe dem Handschubmacher, der eine solche Hose an seine Kunden verkauft. Ist aber die Naht außen, so ist es Handschuhmacherarbeit, und der Schneider, der solch eine Hose näht und liefert, verfällt in Strafe." Der Kampf war zu Ende und der Friede zwischen beiden Zünften hergestellt, wenn auch keine vollkommen zufrieden war. So sieht man, wie die menschliche Torheit immer wieder Weisheit und Witz gebiert. Herrscher im Luxus-Exil. Wenn König Alfons von Spanien freiwillig in die Verbannung gegangen ist, so dürfen wir uns sein Los nicht als sehr traurig vorstellen. Er verläßt Spanien als vielfacher Millionär, und man schätzt die Summen, die er bei englischen, amerikanischen und französischen Banken deponiert hat, auf Beträge zwischen 40 und 75 Millionen Mark. Außerdem hat er noch große Besitztümer in Spanien, die ihm natürlich zu freier Verfügung verbleiben, und so wird er auch als Exkönig noch zu den reichsten Personen der Welt gehören. Selbst ein enthronter Herrscher wie der frühere Zar von Bulgarien. Ferdinand, der wegen seiner „schlechten Vermögensverhält- nisse" sogar vom Deutschen Reich unterstützt wird, ist doch noch imstande, ein recht behagliches Leben zu führen. Don dem „Luxus-Exil", in dem viele früheren Herrscher sich recht wohl fühlen, werden in einem Londoner Sonntagsblatt interessante Mitteilungen gemacht. Das Vermögen des Exkönigs Manuel von Portugal wird auf 10 Millionen Mark geschätzt. Er wurde 1910 nach kurzer Herrschaft entthront und lebt jetzt die Kirche, ein großer Teil des Landvolks, die Frauen. Zu dieser Bedrohung von rechts werden sicher sehr bald auch Gefahren von ganz links, von der durch Moskau angefachten kommunistischen Bewegung her, kommen. Es gibt ein merkwürdiges Wort von Lenin: der nächste große Sieg der Weltrevolution, nächst Rußland, werde in Spanien erfolgen! Wollen sich also die Republikaner halten, so werden sie unter diesen Umständen auf eine Sinterstützung von außen angewiesen sein, und die einzige Macht, die sie ihnen gewähren kann und gewähren wird — ist Frankreich! Man braucht mit der Ausmalung des kommenden Verhältnisses zwischen der französischen und der spanischen Republik noch gar nicht so weit zu gehen, daß man Spanien im Verhältnis zu Frankreich als ein zukünftiges Pole n ansieht. Auch bei geringerer Abhängigkeit Spaniens ist es deutlich, daß zu dem vielen, im Nachkriegseuropa schon angehäuften Zündstoff ein neuer hinzugekommen ist. Es handelt sich gewissermaßen um eine Wiederholung der Kombination des spanischen Erbfolgekriegs. Damals trat Europa, unter der Führung Englands, in Waffen, um zu verhindern, daß Spanien untc^r einem Enkel Ludwigs XIV. ei ne f r a n z ö s l sch e Depe n d en z wurde. Der dynastische Weg kommt dazu nicht mehr in Frage, aber moderne Abhängigkeiten formen, wie das gegenwärtige Beispiel Spaniens zeigt, ebenso wirksam sein, wie „antiquierte" dynastische. in einem prächtigen Schloß in England, das nicht weniger als 20 Schlafzimmer und einen großen Festsaal enthält. Außerdem zahlt ihm die portugiesische Republik eine jährliche Rente von 160 000 Mark, so dah er alle seine Liebhabereien, Polospiel und Düchersammeln, Rennen und Jagden, reichlich befriedigen kann. Bei seiner Flucht nahm er von seiner Garderobe „nur“ 58 Koffer mit, aber später sind ihm mich alle möglichen Dinge, wie Möbel, Waffen, köstliche Weine und Stoffe aus seinen früheren Palästen in Lissabon in 417 großen Kisten nachgeschickt worden. Der Exkönig Georg von Griechenland rettete bei seiner Entthronung nur. ein Vermögen von 5 Millionen Mark; die Rente, die ihm die griechische Regierung anbot, wenn er endgültig entsagen würde, hat er abgelehnt: doch er lebt deshalb nicht schlecht. Auch der frühere Herrscher von Afghanistan, Amanulla, hat sich nicht zu beklagen, wenngleich er sich öfter als armer Mann hingestellt hat. Er lebt luxuriös in einer großen Villa in Italien. Als er auf seiner Triumphtour durch Europa reiste, brachte er 5 Millionen Goldstücke mit, die er — für alle Fälle — in europäischen Banken angelegt hatte: außerdem vergaß er bei seiner Flucht nicht die Kronjuwelen, deren Wert er auf 6 bis 10 Millionen Mark schätzte. Ein paar dieser Steine, die er in Rom zu Geld machte, brachten 400 000 Mk., andere dagegen, die in einer photographischen Kamera verborgen waren, wurden später von Schweizer Juwelieren als wertlos bezeichnet. Die Finanzlage des letzten Kalifen Abdul Medfchid bildet eine Rätsel. Er mußte 1924 mit seinem Harem die Türkei verlassen, und obwohl sein Gepäck ein ganzes Heer von Kraftwagen füllte, waren seine Iuwelen doch nur 120 000 Mk. wert. Seine „Bedürftigkeit" veranlaßte einen indischen Rabob, den Nizarn von Heiderabad. ihm eine lebenslängliche Pension von 72 000 Mk. auszusetzen. Aber auch schon vorher fehlte es diesem weißbärtigen Patriarchen, der sich immer noch Kalif nennt, nicht an Geld, und er verbringt in hohem Wohlstand seinen Lebensabend, bald in seinem Palast in Cimiez bei Nizza, bald in einer Zimmerflucht eines eleganten Schweizer Hotels. Sim das ungeheure Vermögen seines Vorgängers, des „blutigen" Abdul-Hamid, das auf 6 Milliarden Mark beziffert wird, führen seine Nachkommen verschiedene Prozesse. Ziemlich schlecht aber ging es einem anderen Exsultan der Türkei, Mohammed VI., der auf Pump in San Remo und Nizza lebte, und als er 1926 starb, nur Schulden hinterließ. Dagegen ist der frühere Mahara - glaubte im Schuhe des polnischen Königs jene Sicherheit der materiellen und kulturellen Entfaltung sichergestellt, die feierlich verbriefte Rechte gewährleisteten. Die maßgebenden Kreise Übersahen dabei hier, wie anderswo im Osten, w i e verhängnisvoll die Abkehr von der gemeinsamen ostdeutschen Ausgabe war. Sind es gab auch in Thorn um 1450 noch Männer, die an der großen Tradition des Kolonisationszeitalters festhielten. Sie versuchten 1456 den polenfreundlichen Rat zu stürzen und dem Ordensheer Zugang zur Stadt zu verschaffen. 65 Thorner Bürger bezahlten diesen Versuch mit ihrem Leben. Ihre öffentliche Hinrichtung auf dem Markte ist das erste Thorner Blutgericht ohne Gerichtsverfahren und Slrteilsspruch, das in das Gedächtnis des deutschen Volkes cingcg angen, ift. Der zweite Thorner Friedensschluß 1455 fügte die Stadt Thorn in das Polenreich ein. Die Hoffnungen von Rat und Schöppenbank verwirklichten sich zunächst. Der Wohlstand der Stadt wuchs. Das Stadtgebiet war erweitert worden. Durch das Privileg des Königs Kasimir war die „Thorner Niederlage" erneuert und somit der Handel des östlichen Hinterlandes der Stadt nutzbar gemacht worden. Die Verbindung mit der Hansa blieb noch bis in die zweite Hälfte des 16. Jahrhundert gewahrt. In der Thorner Jakobskirche hängt ein Bild des städtischen Straßenlebens aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Es zeigt jene Belebtheit, die von Ausstreben und Wohlstand zeugt. Zum Slnierschied von anderen deutschen Städtebildern erhält Thorn ein besonderes Gepräge durch die fremdartigen Trachten und Typen, den Zuzug aus dem Osten. Mit Stolz nimmt das Thorner Bürgertum des auch geistig sehr belebten ausgehenden 15. Jahrhunderts Nikolaus Copernikus als großen Sohn der deutschen Stadt für sich in Anspruch. Seine Mutter stammte aus einem alteingesessenen Thprner Patriziergeschlecht, toäfjrenD der Vater erst kurz vorher eingewandert war. Die deutsche Nationalität des Vaters von Copernikus ist von den Polen oft bestritten worden. Wenn sie durch eine Tatsache unzweideutig bewiesen wird, so durch seine Zugehörigkeit zur Schöppenbank. Rat und Schöppenbank, die städtischen Körperschaften, das ganze angesehene Bürgertum war und blieb auch in polnischer Zeit deutsch und wahrte mit alftr Sorgfalt die Reinheit des Dollstums. So ist ein Fall bezeugt, wo ein Handwerksmeister in Thorn einen Lehrling deutscher Zunge abwies, weil seine in der Slmgegenö lebenden Eltern „verpolscht" seien. Die Beweise sorgfältiger Auswahl und gewissenhafter Prüfung sind vielfach urkundlich belegt. Im 16. und 17. Jahrhundert war Thorn in das Schicksal des niedergehenden, zerrissenen Polenreichs eingeschlossen. Trotzdem blieb die geistige Regsamkeit der Stadt erhalten. In den beiden Kirchengemeinden St. Marien und St. Johann wurde schon 1530 evangelischer Gottesdienst abgehalten, und die Gegenreformation führte in Thorn zu schweren Erschütterungen. Das zweite Thorner Blutgericht, das 1724 an dem Bürgermeister Rösner, dem Vizebürgermeister Zernecke und zehn anderen, unschuldigen, angesehenen Bürgern als Sühne für einen Sleberfalt des schwer gereizten Volkes auf das Jesuitenkollegium vollstreckt wurde, ließ die Deutschen, diesmal Preußen und Oesterreich, wieder einmal auf die deutsche Stadt im Osten aufmerksam werden. Das deutsche Empfinden in Thorn war so unvermindert stark, das zahlenmäßige und geistige Siebergewicht der Deutschen so unvermindert, daß die Besitznahme durch Preußen in der zweiten polnischen Teilung als Befreiung angesehen wurde. Der Rat der Stadt Thorn hatte das Bedürfnis, diese immer bestehende Zugehörigkeit zur deutschen Kultur auch durch ein öffentliches Zeugnis zu bekunden. Er bat die preußische Regierung, den Huldigungseid nicht mit den polnischen Städten zusammen leisten zu müssen, da Thorns Huldigung einen ganz anderen Charakter trage. Sind dschah von Indore, Seine Hoheit Tukaji Rao III., der 1926 abdankte, weil er in einem Prozeß wegen Entführung der Tänzerin Mumpaz Begum verwickelt war, ein schwerreicher Mann, der etwa 100 Millionen Mark sein eigen nennt und seiner jungen Frau, der Amerikanerin Nancy Miller, eine jährliche Rente von 1 200 000 Mark aussehen konnte. Auch der dicke E x - schah von Persien, Achmed, der das luftige Leben in Paris der Rückkehr nach seinem angestammten Reich vorzog, besaß 20 Millionen Mark auf einer französischen Bank und eine Menge Juwelen. Aber seine Verschwendung und seine kolossalen Verluste in Monte Carlo brachten es mit sich, dah er schließlich nur noch so wenig berafj, daß er ein Parfümgeschäft in Paris eröffnete. Als er im vergangenen Jahr in Päris mit 32 Jahren starb, hatte er nichts mehr. Das Riesenvermögen, das der letzte Kaiser von Oesterreich, Karl, in die Verbannung rettete, ist ebenfalls rasch zufammengeschmolzen. Er nahm die österreichischen Kronjuwelen mit, deren Wert auf 200 Millionen Mark geschäht wurde, darunter ein Halsband mit Perlen so groß wie Kirschen, den berühmten Florentiner Diamant von der Größe einer Pflaume, den ..Stern des Ostens", die Ohrringe Maria Theresias usw. Aber viele von diesen Schätzen wurden zu Geld gemacht bei seinen fruchtlosen Versuchen, das ungarische Königreich wiederzuerlangen, andere wurden verschleudert, noch andere verloren an Wert, wie der große rosa Diamant, der sich verfärbte, und so hat sich die Kaiserin Zita jetzt genötigt gesehen, das einzige ihr verbliebene Schloß in ein Hotel umzuwandeln. In sehr dürftigen Verhältnissen lebt der 24jährige frühere Kaiser von China, denn die Republik hat ihm nichts von den Millionen ausgezahlt, die man ihm versprochen hatte: er lebt in Tientsin in einem bescheidenen Haus und trägt bei Empfängen falsche Edelsteine. Als er 1922 „das schönste Mädchen des Himmlischen Reiches" nach zwölf Photographien zu seiner Gattin erwählte, mußte er ein Jahr warten, bevor er sie heiraten konnte. Hochschulnacbrichten. In der medizinischen Fakultät der Slniversität Heidelberg.ist der a. o. Professor Dr. Karl Beck zum ordentlichen Professor der Ohrenheilkunde und Direktor der Klinik für Rasen-, Ohren- und Kehlkopfkranke als Nachfolger von Geheimrat Kümmel ernannt worden. Das deutsche Thom. Siebenhundertjahrfeier der Königin der Weichsel. Den deutschen Bürgern der Stadt Thorn ist es nicht vergönnt, das Fest des siebenhundert Jahre langen Bestehens ihrer Vaterstadt innerhalb Thorns Mauern zu begehen. Sind wenn die Polen, die heuttgen Herren von Thorn, in rauschenden Festlichkeiten ihren Triumph über den Besitz dieser schönen und ehrwürdigen Stadt bekunden, so wird von dem Geiste, Der die Stadt gründete, und ihr Schicksal durch die Jahrhunderte hindurch befHmmte, nichts in die Erscheinung treten. Denn der Geist dieser Stadt ist zielbewußter deutscher Bürge rg ei ft, und die Geschichte von Thorn gehört untrennbar hinein in die Großtat ostdeutscher Kolonisation. Die deutschen Städte im Reiche werden sich in diesem Jahre die Gelegenheit nicht nehmen lassen, der verlorenen Schwester, die einst d i e Königin der Weichsel hieß, zu gedenken. Die Siebenhundertjahrfeier von Thorn wird über den Kreis der zunächst an ihr Beteiligten, der vertriebenen Bürger aus dem letzten Jahrzehnt, als allgemeine deutsche Ehrenpflicht empfunden werden. Der zielbewußte Wagemut der Gründung, der kaufmännische Weitblick während der weiteren Entwicklung, der starke Wille zu deutscher Kultur und deutschem Geistesleben in Zeiten der Blüte, ein zähes Festhalten am Deutschtum als an der Quelle der Kraft und damit gepaart gelegentlich verhängnisvolle politische Eigen- brödelei, alle diese Züge der Thorner Stadtgeschichte sind so charakteristtsch für die Geschichte des Deutschtums im osteuropäischen Raum, daß beim Rennen der Stadt Thom überall im deutschen Volke bestimmte lebendige Vorstellungen aufklingen, während die Vergangenheit vieler anderer deutscher Städte kaum über die eigene Stadtmauer hinaus bekannt ist. Als Konrad von Masovien den deutschen Ritterorden zur Hilfe für sein von den heidnischen Litauern und Preußen schwer bedrängtes Land aufrief, lieh sich der Hochmeister Hermann von Salza als Entgelt dafür das Kulmer Land und die noch zu erobernden Lande vertraglich zusichem. So gewann er den Osten für das Deutschtum. 1226 sicherte sich der Orden die Slnabhängigkeit von dem polnischen Fürsten, indem er das Land von Kaiser Friedrich II. als Reichslehen nahm. Der letzte Schritt zur völligen Freiheit des Handelns war die Siebergabe an den Papst, der es nunmehr unter Ausschluß fremder Oberherrlichkeit als „Lehen des heiligen Petrus" dem Orden zurückverlieh. Im Rahmen dieser zielsicheren, weitschauenden Anfänge vollzog sich 1231 die Gründung der Stadt Thorn, die Sicherung ÖreWeichselübergangs. Die neue Stadt wurde eine Heimstätte deutscher Dürgerkultur, an der ebenso wie an dem ganzen Kolonisationswerk des Ostens alle deutschen Stämme ihren Anteil batten. Die vorwärtsdrängende, insttnktfichere Stimmung dieser Anfangszeiten ist von Gustav Frehtag, der selbst ein Sohn des Ostens war, dem deutschen Volke unserer Tage übermittelt worden. Er läßt einen Bruder vom deutschen Hause in der neu* •gegründeten Stadt sagen: „Wir Brüder deuten nicht und grübeln nicht, wir schaffen schweigsam und warten überall unseres Amtes. Hier im Lande säen wir deutsche Saat.“ Diese deutsche Saat ging in den kommenden Jahrhunderten auf. 1233 wurde der Stadt kulmi- sches Recht verliehen, im 14. Jahrhundert wurde sie Mitglied der Hans a. Handel und Wandel in der Stadt regte sich nach deutschem Lebensgeseh, ebenso wie das äußere Stadtbild im Schmuck der roten Backsteine deutsch war. Daran änderte auch der Abfall vom deutschen Orden und der Anschluß der Stadt an Polen im 15. Jahrhundert nichts. Dieser Wechsel war eine rein politische Entscheidung und hat mit einer Hinwendung zum Polen tum nichts zu tun. Es ist ein typisches deutsches Beispiel Der Kirchturmspolitik. Die Stadt Thom hatte mit Dem Niedergang des deutschen Ordens, mit dem Erstarken des polnischen Nachbarn, mit dem Aufblühen der Schwesterstadt Danzig schwere Krisenzeiten durchgemacht. Der Rat der Stadt so durfte Thorn mit Danzig zusammen dem preußischen Könige huldigen. Das 19. Iahrhuirdert brachte der Stadt Thorn neuen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Wie in früheren Jahrhunderten waren nur die untersten Schichten der Bevölkerung polnisch, das erwerbende und besitzende Bürgertum zu 96 Prozent deutsch. Bach wie vor hielt Thorn die Wacht als deutsches Bollwerk an der Weichsel. Das deutsche Erbe der Brüder vom deutschen Hause ist durch die Ereignisse einer bewegten Wochenbericht vom Frankfurter (Schlachtviehmarkt. Die Preisentwicklung am Frankfurter Schlachi- viehmarkt war in der laufenden Woche ziemlich unregelmäßig. Das Geschäft bewegte sich weiterhin in engen Grenzen, da die Kaufkraft des Konsums keineswegs zugenommen hat. Die Beschickung der Märkte war zum Teil wieder merklich größer, so vor allem für Schweine, die mit 6392 Stück über 600 mehr als in der Borwoche am Markte waren. Indessen konnte sich trotzdem eine Besserung der Preise um 4 Mk. ergeben. Inwieweit die vorgesehenen Zollerhöhungen für Schweine und Schweinefleisch einen Einfluß haben werden, läßt sich bisher noch nicht übersehen und wird auch wenig Zweck haben, solange die Beschickung der Märkte nicht wesentlich eingeschränkt wird, denn hiervon hängt in erster Linie die Preisgestaltung an den Märkten ab. Am Rindermarkt war bet Auftrieb mit 1432 gegen die Dorwoche vollkommen unverändert. Rach ruhigem Handel verblieb wieder ^leberstand. Das angetriebene Dieh war von mittlerer Qualität. Etwa 50 Prozent wurden wieder in die umliegenden Dersorgungsgebiete ausgeführt. Die Preise für Ochsen, Kühe und Färsen blieben gut gehalten, dagegen büßten Bullen 2 Mk. ein. Am Kälbermarkt betrug der Auftrieb 1655 (gegen 1321 in der Vorwoche) Stück. Das Geschäft bewegte sich in engen Grenzen, der Markt konnte geräumt werden. Die Preise gaben indessen um 3 Mk. per Zentner nach. Am S ch a f m a r k t war das Geschäft bei einem Auftrieb von 194 (186) Stück nur unbedeutend. Auch hier gingen die Preise um 3 Mk. zurück. Es notierten pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 45 bi* 49, a2) 40 bis 44. bl) 36 bis 39; Bullen a) 40 bis 43, b) 35 bis 39; Kühe a) 37 bis 40, b) 32 bis 36, c) 27 bis 31; d) 23 bis 26; Färsen a) 45 bis 49, b) 40 bis 44, c) 36 bis 39; Kälber b) 62 bis 65, c) 56 bis 61, d) 45 bis 55; Schafe al) 43 bis 46, b) 34 bis 42; Schweine b) 44 bis 47, c) 45 bis 48, d) 45 bis 48, e) 43 bis 46. Wochenbericht vom frankfurter Produktenmarkt. Die Stimmung am Frankfurter Produktenmarkt war zu Beginn der neuen Woche durchaus fest. Das Heine Inlandangebot bewirkte anfangs der Woche ein erneutes Anziehen der Preise, wobei sich das Geschäft jedoch weiterhin in den engsten Grenzen hielt. 2m weiteren Verlauf ging von dem Wiederzusammentritt des Reichskabinetts, wo il a. vor allem neue Zollfragen und der Brotpreis geregelt werden sollen, starke Unsicherheit aus. Die Händlerschaft hielt sich auffällig vom Geschäft zurück. Der Weizenmarlt lag fest, doch blieben die Umsätze sehr klein, weil die Mühlen, trotz fortgesetzter Steigerung der Berliner Kurse nur kleines Mehlgeschäft hatten und im Einkauf zurückhaltend waren. Der Konsum hofft aus eine Ermäßigung des Zolles für Auslandweizen und kaust in Mehl nur das allernotwendigste. Man förderte für hessen-nassauischen Weizen per Tonne 307,50 Mark. Am Roggenmarkt hielt die Rachfrage bei weiter sehr knappem Angebot an, so daß die Preise ncuhmals um 3,50 Mark per Tonne heraufgesetzt tourten. Der Preis für Roggen, Durchschnittsqualität 70 bis 71 Kilogramm, stellte sich auf 217 bis 220 Mark per Tonne. Am Futtermittelmarkt bestand stärkeres Interesse für Hafer, der im Zusammenhang mit dem knappen Angebot und dex gebesserten Weltmarktlage erneut um 7,50 Mark per Tonpe anzog. Auch für Kleie machte sich gute Rachfrage bemerkbar, so daß die Preise für Weizenkleie 0,25 Mk. und für Roggenkleie um 0,50 Mk. fester notierten. Hafer stellte sich auf 212,50 bis 215 und wechselvollen Geschichte treulich bewahrt worden. Und wenn von 1920 an im neuen Polen der schär, sie Wojewode, den die Regierung zur Derfügung hatte, alles deutsche Leben unterdrückte, so vernichtete er damit alle bodenständige eigene Kultur der Stadt. Unvergänglich zeugen jedoch die Steine für die deutsche Dergangenheit, und die vertriebenen Thorner Bürger halten die Erinnerung für das ganze deutsche Dolk am Leben. Mark die Tonne. Weizenkleie auf 12,50 und Roggenkleie auf 13,25 bis 13,50 je 100 Kilo. Die Preise für Rauhfuttermittel lagen durchweg bis zu 1 Mark höher. Dan Hülsenfrüchten lagen Erbsen auf die geplanten Zollerhöhungen mit 30 bis 34 Mark je 100 Kilo um 5 Mark fester, ohne besonderes Geschäft. Kartoffeln erfuhren eine weitere Erhöhung der Preise. Es kostete der Zentner Induftriekartoffeln hiesiger Gegend 4,30 bis 4,40 Mark. Am Gerstenmarkt war Brauware nur sehr wenig gefragt und notierte per Tonne 240 bis 250, Industriegerste je nach Qualität per Zentner 23 bis 24 Mark. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 25. April. Tendenz: still. Die Börse eröffnete zum Wochenschluß in stiller Haltung. Die Spekulation bekundete wegen des bevorstehenden Ultimos keine Unternehmungslust, zumal auch von außenstehender Seite keine Aufträge vorgelegen haben. Da es auf den Märkten an Anregungen fehlte, vollzogen sich die Umsätze in den denkbar engsten Grenzen, und gegenüber der gestrigen Abendbörse neigten die wenigen Kurse, die zunächst zur Rotiz gelangten, meist nach unten. Infolgedessen blieb die Börse sehr widerstandsfähig^ zumal auch kein besonderes Angebot Vorgelegen hat. Rach den ersten Kursen stagnierte das Geschäft fast vollkommen und die Kurse bröckelten überwiegend etwas weiter ab. Am Chemiemarkt setzten I.-G.-Farben 0,75 Proz. niedriger ein. Don Elektroaktien gaben AGG. ein Prozent nach, während Siemens behauptet blieben. Kunstseidepapiere begegneten anfänglich etwas regerem Interesse, doch blieben die Kurse nur knapp gehalten. Am Montanmarkt fielen Rheinische Braunkohlen mit einem 4prozentigen Derlust auf, auch Mannesmann lagen 1,13 Proz. schwächer. Bankwerte blieben behauptet. An den übrigen-Märkten herrschte Geschäftsstille. Anleihen stark vernachlässigt und anfangs ohne jede Umsätze. Pfandbriefe ruhig und fast ohne jede Deränderung. Auch im weiteren Verläufe neigten die Kurse, infolge der herrschenden Order- losigkeit, weiter zur Schwäche, doch gingen die Rückgänge nicht über 1 Proz. hinaus. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,75 Proz. unverändert, obwohl die Lage eine weitere Erleichterung erfahren hat. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1990, gegen Pfund 20,4125, Lon-. Don gegen Reuyork 4,8510, gegen Paris 124,3250, gegen Mailand 92,85, gegen Madrid 48,40, gegen Schweiz 25,2325, gegen Holland 12,0990. Berliner Börse. Berlin, 25. April. Die heutige Samstagsbörse litt zu Beginn wieder stark unter der herrschenden Orderlvsigkeit. Die Kursgestaltung war wieder stark vom Zufall abhängig, da von außen her so gut wie gar keine Orders Vorlagen, und die Kulisse unter dem Eindruck der gemeldeten Maklerinsolvenz in Reuyork, die aber für Deutschland direkt kaum Einfluß haben dürfte, starke Zurückhaltung übte. Die ersten Kurse zeigten eher Abschwächungen, doch hielten sich diese meist im Rahmen von -1 Proz. Darüber hinaus verloren die sog. Heinen Kaliwerke, Aschersleben und Westeregeln 2 bis 3,5 Proz., auch Svenska gaben in Reaktion auf die Dorangegangene Steigerung 3 Mark nach. Andererseits gewannen Conti Gummi auf günstige Dividendenfchätzungen (es soll nur eine Iproz. Reduktion zu erwarten sein), 2 Prvz. Schief Gas, unter Berücksichtigung des erneuten Dividendenabschlages, noch 2,5 Proz. schwächer. Am Farben- und Clektromarkt war das Geschäft sehr ruhig. Am Elektromarkt neigten die Kurse, mit Ausnahme von Siemens, eher zur Schwäche. Anleihen gingen leicht zurück. Ausländer waren im allgemeinen behauptet. Rur Mexikaner erschienen mit Minus-Minus-Zeichen, und die 4prozentigen büßten 0,5 Prozent ein. Pfandbriefe ruhig. Reichsschuldbuchforderungen leicht befestigt. Am Geldmarkt trat vor dem Ultimo schon eine leichte Versteifung ein. Tagesgeld stellte sich auf 4,25 bis 6,25 Proz. und tourte vereinzelt nur noch mit 4 Proz. genannt, Monatsgeld mit 5,25 bis 6,75 Proz. und Warenwechsel mit etwa 5 Proz. unverändert. Der Verlauf war weiter sehr ruhig, aber nicht ganz einheitlich, trotzdem war eine innere Widerstandsfähigkeit unverkennbar. Svenska verloren im Verlaufe 2,25 Mark, wobei sicherlich die schwache argentinische Währung ausschlaggebend war. Verspätet kamen Rhein. Braunkohlen mit 3,75 Prozent zur Rotiz, überhaupt neigten die Kurse gegen 12.45 Uhr unter dem Druck der Geschäftslosigkeit eher etwas zur Schwäche. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 26. April, 15 bis 18 Uhr: Viktoria und ihr Husar. 19.30 bis 22.30 Uhr: Der Dettelstudent. Montag, 27. April, 18.30 bis gegen 23 Uhr: Tristan und Isolde. Dienstag, 28. April, 19.30 bis gegen 22.30 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Mittwoch, 29. April, 20 bis 22.30 Uhr: Die Boheme. Donnerstag, 30. April, 20 bis 22.15 Uhr: Wozzeck. Freitag, 1. Mai, 20 bis 22.30 Uhr. Das Land des Lächelns. Samstag, 2. Mai, 20 bis 22.45 Uhr: Cavalleria rufticana. Hierauf: Der Bajazzo. , Schauspielhaus. Sonntag, 26. April, 20 bis gegen 23 Uhr: Wie werde ich reich und glücklich. Montag, 27. April, 20 bis gegen 22.30 Uhr: Alt-Frankfurt. Dienstag, 28. April, 20 bis gegen 22.30 Uhr: Alt-Frankfurt. Mittwoch, 29. April, 20 bis gegen 22 Uhr: Ernst (Dun- burh). Donnerstag, 30. April, 20.30 bis gegen 23 Uhr: Rotation. Freitag, 1. Mai, 20 bis gegen 23 Uhr: Elisabeth von Erg and. Samstag, 2. Mai, 20 bis gegen 23 Uhr: Der Hauptmann von Köpenick. — Roland Tenschert: Mozart. (Musiker-Biographien 1. Band.) Reclams Universal- Bibliothek Rr. 1120/21. Geheftet 80 Pf., gebunden 1,20 Mk. (30) — Auf Grund der neuesten Forschungsergebnisse entwirft Dr. Roland Tenschert, Archivar am Mozarteum in Salzburg, das Bild vom Leben und Schaffen Mozarts, wie es der Auffassung unserer Zeit entspricht. Die Darstellung ist konzentriert und leicht faßlich; historisch nicht einwandfreier Anekdotenkram wird ferngehalten. Der Künstler und sein Werk werden, soweit sie in ihrer Zeit wurzeln, aus dieser erklärt, darüber hinaus wird ihre überzeitliche Bedeutung zu erfassen gesucht. — Panropa, Roman von Georg Güntsche (Gilde-Verlag G. m. b. $)., Köln. Gebunden 5,50 Mk.). — (621) — Der Roman im Tempo mit 2000 PS. Die Maßstäbe dieses Zukunftsromans sind fast verwirrend-unheimlich. Panropa, ein Wort, das soviel bedeutet wie Mittelmeersenkung, Saharabewässerung, Absperrung von Gibraltar, Suez, Dardanellen. Rollen der Züge zum Mittelmeer. Heere der Arbeit marschieren auf. Die große Schlacht der Industrie. Arbeitslose, Bettler und andere Alltagserscheinungen sind verschwunden. Aufgeschluckt alles von dem Riesenprojekt, das sich hinter dem Wörtchen Panropa verbirgt. Und dennoch: die Menschen sind dieselben geblieben mit ihren Wünschen und Gefühlen, in ihrem Haß und ihrer Liebe. Aber gerade das gibt dem Roman seinen besonderen Reiz. Man lieft diesen Roman mit ungeheurer Spannung. - Autokraten und Demokraten von Friedrich Märker. Charakterologische Bildnisse. Mit 65 Abbildungen. Leinen 6,80 Mark. Eugen Rentsch Verlag, Erlenbach-Zürich. (58) — Mehr' als fünf Dutzend Bildnisse sind in diesem Band zusammengestellt. Mit einer Studie' über Goethe und Schilker führt Märker zunächst , an die Probleme der Charakterlefekunde h?ran. Dann gibt er Bildnisse von Kleist, Goya, Eichendorff, Ma- rees, Andersen, Tolstoi und Dostojewski; er arbeitet hier besonders den Gegensatz heraus zwischen dem sonderlingshaften, in die Welt seiner eigenen Brust gefangenen Menschen und dem der Außenwelt zugewandten. Der Leitgedanke des folgenden (Studien über Rapoleon, Friedrich den Großen, Bismarck, von Stein, Ebert, Hindenburg und Ludendorff umfassenden) Teiles ist, festzustellen, welche Kopfformen und Eigenschaften für den Menschen, der sich gewaltsam durchsetzt, für den Eroberer, und welche für den Menschen, der fein Leben sichert, indem er sich anpaht, charakteristisch sind. In den folgenden Aufsätzen Gießener Wochenmarktprcise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Kochbutter von 1,10 Mark an; Butter 130 bis 140; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 20 bis 35; Weißkraut 15 bis 20; Rotkraut 25 bis 30; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15; Spinat 25 bis 30; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Feldsalat 100 bis 120; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 35 bis 40; Rhabarber 30 bis 35; Kartoffeln 5 bis 6; Aepfel 40 bis 50; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 110; Suppenhühner 90 bis 110; Rüsfe 60 bis 70; das Stück Tauben 70 bis 80; Eier 7 bis 8; Blumenkohl 40 bis 70; Salat 20 bis 30; Salatgurken 50 bis 80; neue Ober- Kohlrabi 25 bis 30; Lauch 5 bis 15; Sellerie 10 bis 50; das Bund: neue Rettich 25 bis 30; Radieschen 15 bis 20 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 4 bis 5; Weißkraut 10 bis 12. Letzte Nachrichten. Seiber verläßt die demokratische Zrattion. Darmstadt, 25. April. (WTB. Drahtmeldung.) Der Landtagsabgeordnete Reiber, der seitherige F r a k t i o n s v o r f i h en d-e^ d e r demokratisch - staatsparteilichen Fraktion hat mit Rücksicht auf die Vorgänge bei Beratung und Abstimmung über die pädagogischen Institute soeben seinen Austritt aus der Fraktion vollzogen. Er hat nicht die Absicht, einer anderen Mitgliedervercinigung des Hessischen Landtags beizutreten. Da die Fraktion, die Reiber verläßt, durch das Ausscheiden ihres Fraktionsvorsihenden die Fraktionsstärke verliert, büßt sie durch diesen Schritt ihre Sitze im Aeltestenrat und in den Ausschüssen ein. wird das Thema variiert bei den Unternehmern Rockefeller, Ford und Dallin, und bei den Diplomaten Machiavelli, Metternich, Richelieu und Stresemann. — Typen von Friedrich Märker. Grundlagen der Charakterkunde. Mit 95 Abbildungen. Steif broschiert 5,40 Mark. Eugen Rentsch Verlag, Erlenbach-Zürich. (59) — Alle Materie ist Symbol geistiger Kräfte, das war der Grupd- gedanke in Märkers früheren Büchern, auf dieser Erkenntnis beruht auch seine neue Arbeit. Man bringt der Charakterlesekunde viel Mißtrauen entgegen wie einem Menschen, der oft versagt hat; Märker unterscheidet scharf zwischen Grundkräften und abgeleiteten, bzw. zusammengesetzten Eigenschaften und Begabungen. Von diei Grundkräften (Lebenserhaltungstrieb, Ahnung, Bewußtsein) ausgehend, baut er den Charakter, Stufe um Stufe, auf. Sein Buch bringt anregende Gedanken über mannigfaltige Probleme, — über’ den Gegensatz von Mann und Frau,, über den Charakter der Deutschen, das Wesen dös Helden und des Vorsichtigen, über Witz und Ironie, den Gefühls- und den Verstandesmenschen, den Ahnungs-, Willens- und den Emp- findungsmenschen... — Ärringer -Rasch -Karlin: Der weibliche Körper und seine’ Beeinflussung durch Mode u'nd Sport. 190 Seiten 8° mit 192 Illustrationen auf Kunstdrucktafeln. Geb. 6 Mk. Verlag für Kultur und Menschenkunde G. m. b H, Berlin-Le’pzig. (63.) — Das Buch hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Schönheitsnorm aufzustellen, die mancher falschen Anschauung, aber ganz besonders den Schönheitskonkurrenzen den Garaus machen dürfte. Der erste Teil beantwortet die Frage: Wann ist ein Körper unbedingt schön zu nennen? Das Auge kann hier allein nicht bestimmen. Die Formen des Körpers unterliegen gewissen einheitlichen Maßen, die beim normalgebauten, schönen Menschen immer zutreffen. Der zweite Teil zeigt an vielen Bildern die Körperkultur, die das junge Mädchen Pflegen fall, damit es bis in die reiferen Jahre feine Schönheit bewahrt. Der dritte Teil zeigte uns die weiblichen Schönheitsideale sämtlicher Völker der Erde. Welch gewaltige Gegensätze in den Anschauungen der Völker liegen, zeigt uns der Zug der Mädchen und Frauen, Der uns in etwa 200 Illustrationen begegnet. Das Buch erschien in 7., wesentlich veränderter und verbesserter Auflage. Wirtschaft. Neues für den Büchertisch. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H.. Lombardzinsfuß 6 o. H. Banknoten. Berlin, 24.April Geld | grlef 5rannurt a. 2)1. Berlin Schluß« l hir4 | t-Uhr- K»r- Schluß« furt Anfang- Nur- Datum 24.4 25.4 24.4 25.4. 8% Deutsche ReichSanieche non 1927 ....... 84,75 _ 84,75 —- 7% Deutsche Reichkanleihe • von 1929 ......... 100,1 100,65 _ teutlrfie SIn^Ablö,.-Schuld mit Sluoloi.-Rechien ..... 58,1 — 58,5 58,3 Seefll. ohne Au-loi.-Rechte . . 6,35 — 6,3 6,25 8% Hell. Solleiiaat von 1929 (rüdtahlb. 102%)...... 96,25 — 96,5 — Oberhrslcn Provinz • Anleihe mH eiutioL-fo'f’diien...... 57 _ Kcutidif Komm. SammelabL Anleihe Serie 1 .... 57 — 57,4 — 8% .fitanff. Hnv.-Bant Soldvle XJII unfünobar bis 1934 . . . 101,25 _ — 7% fiiflnlf Huv-Bank Soldvle unfünobat bis 1932 95,75 — _ _ *Yt% tKbcinlidie Hvv.-Banl 2iqu. Solbpse....... 87* Pr. Lande-Vfandbriesanval». Vlandbriese St. >8 67o Pr eanbcei’fcmobrlefanftalt, Komm^Ldi. R. 20...... 92,4 100,5 — 100 5 _ _ __ ?% l’t. (!anbfv0anbbtitfcmftalt, Pfanbbrtcle R N .... 96,5 _ 96,5 O.(i.® obg. Aonriegr-Obttgatto- neu. tüttiablbar 1932 ... - — 4% Oesterreich Ische ®olbrente . . _ — 23,4 4,20% Oclterreichtiche Silberrente 2,4 — _ 47o Oelterrelchliche Einheitliche Rente _ _ 47o Ungarische Soldrente . . . . 18,9 — 19,5 .— 47° Ungarische Staat-rente v. 1910 16,4 — 16,5 16,75 4’/i7o deegl. von 1913 — —— 16,6 t% Ungarische Kronenrente — — — 47O TOrllicke Zottanleibe von 1911 4,25 —— 4,25 — 4% Dürkiiche Bagvadbahn-Anl Serie I 4,25 _ 4,3 _ <70 beefll. Serie II 4,25 — — 4,3 5% Rumänische vereint,. Rente von 1903 — 8,4 _ ty,7o Rumänische vereint, Rente von 1913 ......... 15,15 _ 15,4 4% Rumänische vereint,. Rente 6,85 — 6,85 6,8 Frankfurt a. )M. Berlin Schluß» l-ilhr« Schluß-s Anfang- lur- Kur- lur- | Kur- Dalum 24.4 25.4. 24.4 25 4. Hamburg-Amerika Palet ... 7 64,75 — 63,65 63,13 Hamburg-Südam. Dampfschiff - 8 — — 116 — Hama Dampfschiff .... 10 — — 88,5 — Norddeutscher Llovd.....8 64,5 68,5 64,75 64,13 Allgemeine Deutsche Ereditansi. 10 — — Barmer Bankverein ... 10 — — — — Berliner Handelsgesellschaft 12 123,5 — 123 123 Commerz- und Privat-Banl . 11 118 118,25 118,25 118.4 Darmstädter und Nakionalbanl 12 Deutsche Boni und 137,5 — 137,25 137 DiSconto-GeseUschaft, ... 10 107,13 106,65 107,25 107 Dresdner Bank......10 107,25 — 107 107 Reichebanl........12 166,5 166 167,5 — AEG . .........8 110 109,25 110 109,5 Bergmann.........9 — — 90,4 — Elektr. Lieferungrgefellschast. 10 125 — 123,5 —— Licht und Kraft ...... 10 126.5 — 126,75 125 Reiten & Guilleaume . . . ?y, Gesellichast für Elektrische 88 — 88,5 87,25 Unternehmungen .... 10 Hamburger ElektrizitätS-Werke 10 Rbeinische Elektrizität .... 9 128 —— 128,9 127 — — — — 121 — 121 — Sckleiiiche Elektrizität. ... 10 — — — — Schütten « Co. .....11 144 — 144,4 143,5 Siemens & Halske.....16 177,5 177,5 177,13 177,5 Iianetaolo..... 8 — — •— — 131 55 __ 130,5 55,25 — Buderus . . . ..»•••• J _ — Deutiche Erdkl ....... 8 -6,5 75,75 75,5 75,65 Eiiener Steinkohle......8 —— — — — Gelsenkirchener ....... 8 81 -- 81 80,75 Harpener - .••••• • ® 72 — 70,5 —— öoeich Eilen. . ..«••• 6% — — 67,5 — Ilse Bergbau . ...... 10 186 — 186,4 — ttlödnctroetle ’ - .••••• '0,5 — 70,75 70,25 Küln-Neuessen . ..... 7 — — 73,5 — ManneSmunn-RSbreN .... 7 79 78,13 79,4 78,13 Dlansfelder Bergbau .... 7 37 — .7,75 — Obcrlcltlci Ghenbebarf . • . . — — — 1 Oberschlei Kotswerke . • . . — 79,5 79,13 | Phönix Bergbau . . . . 8% ■2,5 — 62,5 62,75 | Rheinische Braunkohle» . . IC 179 176,5 180,75 — I Rheinstahl ........ 84 — 83,5 83,25 I ttlebed SRontaa ...... 7,5 — — — Franlturt a. Dl. Berlin Schluß« lur- 1-Uhr- Kur- Schluß- kurs Anfang- Kur- Dalum 24.4 25 4 24.4 25.4 Bereinigte Stahlwerke . e, . . 57,5 —— 57,5 57,5 Otavl Minen ... . 1 6*1. 31,5 — — 31,25 Kaliwerke Aschersleben . ■ . 10 157 — 157,75 155,5 Kaliwerke Westeregeln . . . 10 161 — 161,5 158 Kaliwerke Salzdetfurth . • • 15 240,5 — 242 241,75 I. G. fiarben-Industrie. * • 12 151 150,25 150,5 150,25 Dynamit Nobel .... e e . 6 —— — —- — . 9 136,5 — — — . 6 50.5 — 50,25 — RütgerSwerke ..... * e . 6 56,25 — 56,25 56,25 Metallgeiellichaft. . . . . 8 73 73 73,25 — Philivv Holz mann . . . . 7 102,5 102 101,75 Zementwerk Heidelberg • • 10 81 38,7sj •— Cementwerk Karlstadt. . • e 10 —— —1 " Waoß & fiieotao • . • . 8 38 37,25 — Schultheis Patzenhofer . • e 15 — — 173,13 173,13 Ostwerie ...... 12 — — —— — vlku ....... - . 18 89,75 89,25 89.5 89,25 Bemberg....... 14 102 101,75 102,75 101,75 Zellstoss Wflldhos . . . . 18'/, 103,75 —— 100,25 102,25 Zellltoll Aschaffenburg . • . 12 83,25 — 84 — Charlottenburger Walser e • . 8 — — —- — . 9 — — 136,9 136,5 Daimler Motoren . . . e c . 0 32,75 — 32,65 32,5 Deutsche Linoleum . . e • • . 9?, 5 — 91,75 92 . 0 — — — — Rat. Automobil . . • e ■ . 0 — — — — Oienftcin & Koppel . . « * . 6 — — 51,5 — 10 118 — 117,4 — Svenska . . . • 250 — 253 250 firankfuner Malchin« . M * . 4 16,25 — 17 — Gritzner ..... e e . f 39,5 — 39,5 —— . O — — — — fiunflban» ..... . 6 — — — — Leckwerke....... . t — — — — Mainkraftwerke Höchst a. M.. . 8 71 — — —— Mtag ..... 10 •— — — Gebt. Roeder..... e • 10 — — — — Voigt L Haesfner . . . . l — — —— — Süddeutsche Zucker . . • • 10 128,5 — 128,5 — ilmerikaniiche Noten...... 4,179 4,199 Belgische Noten 58,08 58,32 Danttcke Noten ....... 111.88 112.32 Lttgliiche Noten ...... 20,352 20,432 zranzülticke Noten ....... 16,38 16.44 Holländische Noten ....... 168,16 168,34 Italienische Noten........ 21,99 22,01 Norwegische Noten....... 111.85 112,29 Deutlch-Oelterreich, i 100 Schilling 58,83 59,07 Rumäntldie Noten....... 2,477 2,497 schwedische Noten....... 112,08 112,52 Schweizer Noten........ 80,66 80,9! Spanische Noten........ 42,00 42,16 Ttchechoilowaklsche Noten..... 2,385 12.445 llngarilcke Noten .... 72,95 73.25 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Bl. 24 April 25.April Amtliche Notierung Amtliche Notierung CWb Äriel Gelb Briei Am».-Rott. 168.53 168.87 168,59 168,93 Buen.-Airei 1.364 1,368 1,343 1,347 Brss.'Antw 58,32 58,44 58,325 58,445 Kbriftiania 112,25 112,47 112,25 112,47 Kopenhagen 112,25 112,47 112,25 112,47 Stockholm . 112,37 112,59 112,37 112,59 Helsingfors. 10,554 10,574 10,556 10,578 Italien. . 21,97 22,01 20,423 21.97 22,01 London. . 20,393 20,391 20,431 Reuvork . 4,1945 4,2025 4,195 4,203 Paris. . . 16,393 16,433 16,397 16,437 Schweiz • 80,795 80,955 80,80 80,96 Svanterl • 42,36 42,44 42,11 42.19 Japan . . 2,073 2,077 2,073 2,077 Rio de Jan 0,311 0,313 0,311 0,313 Wien In D- £?eft. abgest 58,975 58,995 59,00 59,12 Prag . • 12,421 12,441 12,422 12,442 Beiirad . 7,379 7,393 7,379 7,393 Buoup.'» • 73,13 73,27 73,13 3,040 73,27 Bui arien 3,040 3,046 3.046 Lissabon 18,84 18,83 18,83 18,87 Danzig. . 81,54 81.70 81,53 81.69 Konst ntm 1,784 1,789 1,784 5.44 1,799 Athen 5,437 5,447 5,45 Lanaoa 4,192 4,200 4,192 4,200 Uru uav ■ 2,767 2,773 2,737 2,743 Tatro • . 20,91 20,95 20,91 20,95 Geschichten aus aller Welt. Zopf oder Patz. (H. H.) W ie n. In China ist der Zopf abgeschafft, in den europäischen Varietes aber ist der Zopf noch immer die große Attraktion. ilnö in Wien brach der offene Konflikt zwischen den bezopften und unbezopften Chinesen aus. Das kam so: in einem Wiener Variete gastiert gegenwärtig eine chinesische Truppe, deren Mitglieder die sogenannte Schleifenfahrt vorführen, jene /gruselige Glanznummer, in der der Artist, mit dem Popfe an einer kleinen Rolle hängend, an einem Drahtseil von der Zikuswppel in die Arena herunter- fährt. Das Unglück wollte es, daß der chinesische Gesandte dieses Varietö besuchte und zu seiner größten Entrüstung feststellen muhte, das; seine Landsleute vom Zirkus nicht nur den verpönten Zopf noch immer tragen, sondern überdies Kunststückchen damit aufführen. Der Gesandte, der in dieser Zopfakrobatik eine Entweihung der chinesischen Ration erblickte, forderte sofort von seiner Regierung Geaenmahnaymen. Die unbezopfte Regierung in China geriet ebenfalls in Erregung und verfügte postwendend, daß keinem bezopften Chinesen im Auslande der Reisepaß erneuert werden darf. And als zwei der chinesischen 'Artisten bald darauf in ihrer Gesandtschaft ihrer Pässe wegen erschienen, setzte man ihnen die Pistole an die Brust: Geld oder Leben! Zopf oder Paß! Die beiden verblüfften Chinaleute suchten bei der Internationalen Artistenorganisation Hilfe. Darauf erwiderte der chinesische Gesandte, daß er entschlossen sei, nötigenfalls die Hilfe der österreichischen Polizei in Anspruch zu nehmen, um die Zopfkunststücke seiner Landsleute zu verhindern. Die Zukunft der gelben Artisten hängt nun buchstäblich an einem Haar. Schneidet man ihnen den Zopf ab, so schneidet man ihnen ihren Lebensfaden durch. Wie soll cjn unbezopfter Chinese die Schleifenbahn fahren? And wenn sie erst keinen Zopf mehr haben, was nützt ihnen dann ihr Pah? Schwer, furchtbar schwer ist es, Chinese zu sein und an keinem Zopf hängen zu können. Ein Kntz kostet 25 Heller. (v) Buda p e st. Marischka Kovacs, rassiges kleines Ungarmädchen in Fünfkirchen, lernte eines denkwürdigen Tages auf dem Heimwege vom Bureau, in dem sie als Schreibmaschinenfräulein ihr karges Brot verdiente, einen Soldaten kennen. Der Krieger war zwar „weder Hauptmann, noch sonst ein großes Tier", dafür aber wenigstens kein ganz einfacher Honväd- musketier, sondern ein wackerer Feldwebel. Marischka und der „Herr Kompaniemutter" verstanden sich schnell und hatten sich nach einigen Wochen In «-Her Form verlobt. Nach der bevorstehenden Be- Rjrberung zum Stabsfeldwebel sollte die Hochzeit J\igen. Es kam anders. Die Beförderung stieg wohl *1 wgrammäßig, die Eheschließung blieb jedoch aus. ' .'ach dreijähriger Brautzeit konnte die schwer enttäuschte Marischka resigniert das Liedchen anftim- men: „Verlassen, verlassen, verlassen bin ich" Als resolute Magyarin dachte sie aber nicht daran, sich in ihr Schicksal zu fügen, sondern strengte kurz entschlossen einen ulkigen Prozeß gegen ihren verflossenen Bräutigam an. Er soll Schadenersatz zahlen für die während der Verlobung „getätigten" Küsse. Man muß schon sagen, daß Marischka einen Kuß nicht allzu teuer berechnet. Fünfundzwanzig Heller sind dafür wirklich eine Kleinigkeit! Immerhin standen die Brautleute begreiflicherweise auf dem Standpunkt, daß Stüffen keine Sünd', sondern vielmehr eine oft zu übende Angelegenheit fei, und so hat sich die Chose gewissermaßen zusammengeläppert. Marischka gibt an, mit ihrem Feldwebel in den drei Jahren schätzungsweise 400 000 Mal in „Lippenberührung" geraten zu sein. 400 000 X 25 = 10 000 000 Heller gleich hunderttausend Pengö! Derartige Summen bekommen die Unteroffiziere der Nationalarmee noch nicht einmal im Traume zu sehen, geschweige denn in Wirklichkeit. Marischka besteht aber auf ihre Forderung und meint, noch preiswerter könne sie den Kußhandel nicht machen: eine Preissenkung/ würde eine allgemeine Kuß- baisse im Magyarenlande Hervorrufen und ihren persönlichen Wert herabfetzen. Der Stabsfeldwebel wird demnach daran glauben müssen, daß Küsse auch im Dutzend nicht billiger seien als im „Kleinhandel". Es dürfte ihm nichts anderes übrig bleiben, als den Wechsel der im Stich gelassenen Braut doch noch vor dem Standesbeamten einzulösen.. Banditen in Bulgarien. (web) Sofia. Der bulgarischen Polizei ist es nach einer langen Reihe von Mißerfolgen wieder einmal gelungen, einer der gefährlichsten Räuberbanden unschädlich zu machen, die seit Jahren die weitere Umgebung Sofias unsicher machen. Es handelt sich vornehmlich um den gebirgigen Bezirk von Orchanie, 40 Kilometer nordöstlich von Sofia gelegen, der den organisierten Räuberbanden stets Schlupfwinkel bietet. Ein Bandenchef war auch Kamen Diloff, der mit seinen Mannen entlegene Gehöfte ausplünderte und mit Vorliebe an Markttagen die Gefährte der Dauern um den Markterlös erleichterte. In vielen Dutzend Fällen wurden auch die Automobile der regelmäßigen Postlinien angehalten' und den Reisenden Geld, Schmucksachen und Kleider abgenommen, so daß es in der letzten Zeit zur Regel wurde, bei derartigen Autofahrten außer Bankschecks nur ein paar Lewa Kleingeld mit sich zu führen. Es ist auch nur selten vorgekommen, daß die Reisenden sich zur Wehr setzten, und wenn schon ein Beherzter, anstatt seine Börse zu ziehen, nach der Pistole greifen wollte, so wurde er bestimmt von den Mitreisenden daran gehindert ... lieber ein paar Stunden halbausgezogen am Straßenrand sitzen, als eine Kugel durch den Kopf bekommen, denn die Straßenräuber des Balkans verstehen keinen Spatz! Run hat Diloff mit seiner Bande nach einem Feuergefecht mit der Polizei die Waffen strecken müssen. Der Bandit hatte, wie es hier üblich ist, ein weitverzweigtes Retz von Helfershelfern, die chm Quartier und Verpflegung gaben und ihn auch über die Streifzüge der Polizei unterrichteten. Ohne diese Helfer kann keine Balkanbande bestehen: ein kleiner Beuteanteil ist der Lohn für die geleisteten Dienste. Im Weigerungsfälle oder bei Verrat fliegt der rote Hahn aufs Dach. Diloffs Verhängnis war übrigens ein Weib. Vor einem Jahr verbrachte er mehrere Wochen in einem einsamen Bauernhof, und anstatt feinem Helfer, dem Dauern Gergofs. dankbar zu sein, begann er ein Liebesverhältnis mit der Bäuerin. Diese lieh sich es wohl gefallen, mißtraute aber ihrem Manne, der, von Eifersucht geplagt, mehrfach drohte, den Danditen Diloff der Polizei zu verraten. Diloff. der ohnedies schon ein paar Morde auf dem Gewissen hatte, beschloß, sich des Dauern Gergofs zu entledigen. Zusammen mit der ungetreuen Ehefrau und zwei Banden- mitgliebcrn überfiel Diloff den Dauern, tötete ihn und ließ ihn vor dein Hause vergraben. Darauf zog die Dande, der sich die Däuerin als „Räuberbraut" angeschlossen hatte, ins Gebirge, wo sie vor allen Rachstelllungen sicher war uM in unablässigen Streifzügen die Ortschaften und Straßen unsicher machte. Es tut aber nicht gut, wenn sich unter einer Handvoll wilder Männer ein Wckb befindet. Dald brach Eifersucht aus: Diloff mußte seine „Braut" gegen seine Untergebenen verteidigen und einer von denen fand Gelegenheit, auszurücken und Verrat zu üben. Diloffs Lager wurde von Polizei und Miliz eingekeilt und der Räuberhäuptling samt der Braut und den Genossen werden demnächst die Anklagebank schmücken., FußballanderkampsDeutschland-Holland > Mt 6 £ Links: Kreß, der deutsche Tormann. — Rechts: R. Hofmann, der deutsche Spielführer. Kreß spielt In Frankfurt und Amsterdam. Die Frage, ob der Frankfurter Kreßim Fußball- tampf yegen Holland das deutsche Tor hüten wird, ohne seinen Verein, der ein wichtiges Trostrunden- spiel am Sonntag auszutragen hat, zu schädigen, wurde dadurch gelöst, daß dieses Treffen zwischen Rot-Weiß Frankfurt und Phönix Ludwigshafen auf den Samstag vorverlegt wurde. Kreß wird nach diesem Spiel im Schlafwagen nach Amsterdam fahren und so auch der deutschen Nationalmannschaft rechtzeitig zur Verfügung stehen. Spielvereinigung 1900 Gießen. Spog. 1900 (Liga) — Sportverein 06 Alsfeld. In Alsfeld verloren die Blauweißen >$nit 4:0. Das Spiel, das seinerzeit, Mitte März, auf dem Platz der morgigen Gäste stattfand, stand unter einem ungünstigen Stern. Die 1900er traten mH nur neun Mann an, hielten sich aber tapfer, ohne jedoch die Aiederlage verhindern zu können. Für das Gastspiel der Alsfelder auf dem Platz an der Liebigshöhe liegen ? ie Verhältnisse grundsätzlich anders. Es wird nicyt schwierig sein, eine Mannschaft auf die Deine zu bringen, die imstande ist, Revanche zu üben für die Riederlage vor sechs Wochen. Wenn die Gießener seinerzeit mit Ersah und nur neun Mann ein ehrenvolles Ergebnis zu erzielen vermochten, sollte eine komplette Aufstellung einen sicheren Sieg unter allen Umständen erringen. Die Alsfelder stellen eine körperlich sehr widerstandsfähige, stabile Mannschaft, die durch vermehrten Eifer das mangelnde Kombinationsvermögen zu ersetzen bemüht sein werden. §ie Verteidigung der Gäste ist ein starkes Bollwerk, die beiden Außenläufer sind flink, der Mittelstürmer Stern ein gefährlicher Gegner. Die 1900 werden also gut tun, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Mannschaft tritt voraussichtlich in _ folgender Aufstellung an: Sack: Seiler, Jäckel: Henrich, Lippert, Glitsch, Schlarp, Günther, Heilmann, Schmidt, Best. Die drei Innenstürmer sind aus der ersten IrHendmannschaft und werden zu beweisen haben, ob sie ligareif sind. Die Ligareserve spielt in Leihgestern und hat dort einen energischen Gegner. Äe dritte Mannschaft hat die erste Mannschaft des noch jungen Infektion durch Hajen (-s-r) Oslo. Vor ungefähr einem Jahr stellte der norwegische Arzt Dr. Thjötta eine Seuche fest, die unter dem Rainen Tularemi seitdem bekannt geworden ist. Man nahm damals an, daß diese Deuche nicht stark verbreitet sei. Inzwischen hat man sich jedoch vom Gegenteil überzeugen müssen. Dr. Thjötta hat nämlich inzwischen fünfzig Fälle einwandfrei sestgestellt und behauptet, daß diese Zahl ständig im Wachsen sei. Die meisten Fälle sind durch Ansteckung von Hasen verursacht. und die Kranken sind Jäger, Hausmädchen, Köchinnen und Wildbrethändler. Besonders bemerkenswert sei, daß diese neue Krankheit einen völlig epidemischen Umfang annehmen kann. Unter anderem hat man dies bei mehreren neu- errichteten Polarfuchsfarmen festgestellt. Auf einer einzigen Farm erkrankten nicht weniger als fünfundzwanzig Wärter. Sie hatten die Füchse mit Hasen gefüttert, die abgewogen worden waren, nachdem man die Eingeweide entfernt hatte. Wie ansteckend diese Krankheit ist. zeigen zwei Fälle. Gin Mann im Hallingtal fand einen toten Hasen, nahm ihn auf und warf ihn boom wieder fort. Dieser Mann bekam nach Verlauf von fünf Tagen die ersten Krankheitsshmptome. Ein anderer Mann trug einen abgezogenen Hasen nur 200 Meter lang. Der tote Hase war in Papier verpackt. Tags darauf erkrankte der Mann. Seine Drüsen unter den Armhöhlen und Ellbogen waren angeschwollen. An der linken Hand sah man primäre Wunden. Die Infektion wirkt sogar durch heile und unbeschädigte Haut, was übrigens für die Aerzte kein neues Phänomen ist, da man sowohl durch willkürliche wie unwillkürliche Experimente dies in Verbindung mit Tularemi bei Menschen.festgestellt hat. Vereins von Hassenhausen zum. Gegner. Die dritte Mannschaft verlor, ersatzgeschwächt im Vorspiel, auf des Gegners Platz mit 4:2. Auf dem Sportplatz auf der Liebigshöhe dürften die Gäste gegen die komplette dritte Mannschaft um eine Riederlage nicht herumkommcn. Die Spielvereinigung 1900 stellt außerdem ihre vier Iugendmannschaften ins Feld. Die erste Jugend spielt auf eigenem Platz gegen Alsfelds erste Jugend, hat mit den Gästen eine spielstarke Mannschaft vor sich und darf den Gegner keineswegs unterschätzen, wenn nicht die erste Niederlage fällig fein soll. Die dritte Jugend tritt gegen Garbenteichs neu ausgestellte erste Jugend an. Der Kampf ist offen. Die komplette Mannschaft sollte gewinnen können. Die zweite Jugend und die Schülermannschaft spielen gegen die DIK. Lollar I bzw. Schüler. v. f. D VfB. Cigarcferoe — FC. Daubringcn. Rach den Ergebnissen, die die Sonderrunde um die Meisterschaft der ersten Gauklasse zeitigte, sollte man annehmen dürfen, daß die Hiesigen den Gegner aus Saulnringen nicht allzuviel zu Wort kommen lassen werden. Wenn auch die 1900er im Spiel gegen Daubringen eine wesentlich bessere Form zeigten als gegen den Qofalrioalen, und dabei das Spiel gegen Daubringen mit 2:1 gewinnen konnten, so dürften die Leute vom Waldsportplatz noch immer die weitaus bessere Mannschaft stellen. Der Sieg müßte um so mehr im Bereich der Selbstverständlichkeit liegen, als doch die VfBer über eine technische Fertigkeit verfügen, an der selbst ein sehr körperliches Spiel ziemlich wirkungslos abprallen dürfte. Mit einem Sieg der Daubringer wäre der Erfolg und der Zweck der Sonderrunde illusorisch gemacht, anderseits ist der Ausgang der Sonderrunde praktisch von nicht allzu hoher Bedeutung, da ja die Reservemannschaften nicht aufsteigen können, den Daubringem aber der Aufstieg in die zweite Dezirksklasse sicher ist. Trotz allem dürfte ein interessantes Spiel zustande kommen, das auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 zum Austrag gelangen wird. Die erste und zweite Iugendmannschaft des VfB. fahren nach Lich und sollten als Sieger zurückkehren. Die übrigen Mannschaften sind spielfrei. Fußballklub 1926 Großen-Buseck Die 1. Mannschaft des FC. 1926 Großen-Buseck steht morgen der gleichen Mannschaft des FC. Teutonia Watzenborn-Steinberg gegenüber. Die Teutonen konnten in der letzten Verbandsrunde sehr gut gefallen; denn sie bewiesen einen gesunden Kern und viel Hingabe. Die letzten Siege über Spielvereinigung Leihgestern und über die als besonders tatkräftig bekannte Mannschaft des Sportvereins Hermannstein lassen die Els als gefährlichen Gegner erkennen. Allerdings verfügt auch die Mannschaft des FC. 26 Großen-Buseck über viel Durchschlagskraft, die um so höher zu werten ist, als damit Geschlossenheit der Mannschaft, einheitliche Durchbildung und eminente Schnelligkeit verbunden ist. Dem Ausgang des Spieles sieht man allenthalben mit großem Interesse entgegen. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Am Sonntag empfängt die 1. Mannschaft der Spielvereinigung Leihgestern die Ligareserve der Spielvereinigung 1900 Gießen zu einem Freundschaftsspiel. Die Gäste, die einer höheren Spielklasse angehören, sind als eine nicht zu unterschätzende Mannschaft bekannt und spielen einen technisch guten Fußball. Leihgestern wird alles aufbieten müssen, wenn ein ehrenvolls Resultat erzielt werden soll. Vorher werden sich Leihgestern 1. Jugend und 1900 Gießen 2. Jugend ein Gesellschaftsspiel liefern. $. Sp. V. 1026 Steinbach. Am Sonntag hat Steinbachs 1. Mannschaft die gleiche vom Spv. Ettingshausen zu Gast. Das Vor- S.jf.Jporl Ipicl in Ettingshausen konnte Steinbach mit 8:1 für sich entscheiden. Trotzdem ist der Ausgang des Treffens offen, da Steinbach nicht in kompletter Aufstellung antreten wird. Die 2. Mannschaft hat Ettingshausens 2. Mannschaft zu Gast und wird sich sehr anftrengen müssen, um ein zufriedenstellendes Resultat zu erzielen. Oandba» her Sp.-Vg. 1900. Arn Sonntag weilen die beiden aktiven Mannschaften der Spielvereinigung 1900 auswärts. Die 1. Elf tritt in Heuchelheim gegen den dortigen Turnverein an, die zweite Mannschaft wird von der ersten des Tv. Treis (Lumda) empfangen. Der Spielausgang in Heuchelheim wird von der Mannschaftsaufstellung abhängen, bzw. wie sich der reichlich notwendige Ersah einfügt. In Treis steht zu erwarten, daß die zweite Garnitur auch diesmal die Farben gut vertritt. Handball im Sau Hessen (O.T ) Tb. 1846 — Tv. Steinbach. Die 2. Mannschaft trägt am kommenden Sonntag auf dem Universitätsplatz ein Freundschaftsspiel gegen die 1. Mannschaft des Tv. Steinbach aus. Die Spielstärke der Gäste ist zu wenig bekannt, um eine Voraussage treten zu können. Zechten im Turngau Heffen (OT.). Für die im Juli inBadHomburg ftattfinben- den Kreismeisterschaften des Mittelrheinkreises im Fechten hält die 3. Gaugruppe (Gau Hessen) am kommenden Sonntag in Bad-Nauheim ihr Ausscheidungsfechten ab. Es gilt aus etwa 40 Bewerbern, die sich zusammen für Florett und Säbel gemeldet haben, die sechs Besten jeder Waffe für die Teilnahme an den Kreismeisterschaften feftzuftellen. Arbeiter-Turn- und Sportbund In den Serienspielen des Sonntags wird das interessanteste Treffen die Begegnung von Naunheim I und Gießen I in Naunheim fein. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Heuchelheim I ist in Lollar zu Gast. Den Gästen ist eil, Plus zuzuschreiben. Auch im Spiel Watzenborn I und Wetzlar I in Watzenborn dürsten die Gäste die besseren fein. In der 2. Klasse stehen sich Hachborn I und Daubringen 1 in Hachborn gegenüber. Gießen II und Burkhardsfelden I spielen auf dem Trieb. Die Einheimischen dürften einen schweren Stand haben. Kinzenbach I hat Naunheim II zu Gast und Großen» Linden I — Leuns I. Allertshausen I weilt in Rüd- dingshausen, Grünbertzs I. in Londorf. Odenhaufens I. empfängt Treis I. und Marburgs II. hat Sichertshausen I. zu Galt. Außerdem spielen: Nieder-Ohmen I — Grimberg II, Hausen I — Beuern I, Watzenborn II gegen Annerod I, Saasen I — Lich I, Allendors I gegen Gleiberg I, Klein-Linden I — Launsbach I, Waldgirmes I — Wetzlar II, jeweils auf dem Platz des zuerst genannten Vereins. In der Jugendklasse stehen sich Wieseck II — Gießen I, Fellingshausen — Wißmar, Rodheim gegen Großen-Linden, Rödgen — Hachborn, Hausen gegen Wieseck I, Staufenberg — Fronhaufen, ebenfalls auf dem Platze des zuerst genannten Vereins gegenüber. * Der Freie Turn- und Sportverein Wieseck unternimmt mit feiner 1. und 2. Fußballelf, seiner Handballmannschaft, den Turnern und Turnerinnen eine Werbefahrt nach Nieder- Florstadt. Kurze Sportnotizen. Matti Järoinen, der finnische Speerwurf- Weltrekordmann, wurde von seinem Verband wegen angeblichen Verstoßes gegen die 2lmateurbeftimmun- gen vom 15. Mai bis 15. Juli disqualifiziert. Der Aachener SV. 06 veranstaltet am 3. Mai ein verbandsoffenes Iubiläums-Schwimm- fest, zu dem neben der westdeutschen Spitzenklasse auch Hellas Magdeburg mit seiner großen Staffel gemeldet hat. Zwei Wasserballspiele zwischen Aachen 06 und Krefeld 09, sowie zwischen Poseidon Köln und Rheydt 03 bilden den Abschluß der Veranstaltung. Rundfunkprogramm. Sonntag, 26. April. 7 (Don Hamburg): Hafenkonzert. 8.15: Morgenfeier der Fdeireligiösen Gemeinde Frankfurt a. M. 9.30: Stunde des Chorgescrngs. 10 (Festhalle): Internationale Hundeausstellung. 10.30: Die junge Generation. 11: Einführung in Richard Wagners „Rheingold", Vortrag von Hans Rosbaud. 12: Schallplattenkonzert. 14: Stunde des Landes. 15.10 (Olympia-Stadion, Amsterdam): Fußball-Länderspiel Deutschland—Holland, Sprecher: Dr. D. Ernst. 16.50 (Donaueschingen): Dlas- konzert. 17.40: dlnterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 18.20: „Der Deutsche im Ausland". 19.30: Das Rheingold, Vorabend des Bühnenfestsviels „Der Ring des Ribelungen" von Richard Wagner. 22.20 bis 24: Tanzmusik. Montag. 27. April. 7.15 bis 8.15: Frühkonzert. 11.50: Schallplattenkonzert. 15.20 bis 15.50: „Mutige Schulanfänger, eine Herzensfreude der Mutter'^ — Vortrag von Dr. Erika Meder-Schmidt, Münster i. T. 16.30: Äachmittagskonzert. 18.15: „Ich packe meine Bibliothek aus, Vortrag von Dr. Walter Benjamin. 18.40: „Fremder Besuch in Frankfurt", Dreigespräche zwischen Hans Tasiemka, Pem und Dr. Paul Laven.' 19.10: Englischer Sprachunterricht. 19.35: Stunde der Kammermusik, Veranstaltung des Frankfurter Orchestervereins. 20.20: Edmund-Gysler-Abend. 21.35: Im Fluge um die Welt, Asien, 1. Abend. 22.40 bis 24: Tanzmusik. 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Sodann äu Desrernden dariibec Magistrat noch kein er erklärt es als n 111M nreU •' fein v Für die anläßlich meiner Geschäftseröffnun g so zahlreich übermittelten Glückwünsche danke ich hiermit herzlichst ■ * f Grö®, , »M 0.80 • W11 Größe 2 RM 1.50 >^■1 | G-öO« 5 RM 2.6$ Alleinige Hersteller; T H O M P S O N - WE R K E 6. m. b. H„ DÜSSELDORF d teefit \y gibt Ihnen unser neues „i? Edel-Bohner-Wachs in Weih und Gelb den schönsten Hochglanz. — Dazu ist das Wachs noch billiger wie alle gleichwertigen Fabrikate. Vi-kg'Dose kostet nur 1.50 Mk. V^kg-Dose kostet nur 0.80 Mk. - *&&&£ r)ivüFs NasL MHi Vornan von llr-eber/Rechtsch, 3- Sortierung. 3um zweitenmal ™ Augen auf. ' Mich und dieL ^ttn.ich hier dur ^N'gstens bloss bi. Ksr Sä J»1" befc ^«.Sj-rück. Moft, Liu.N(fcr NCfi'R ba|- derlu -Er wj,. 7 und --, > 6S ‘" “ inrei»er V" in denkbar größter Auswahl erstaunlich billig!! Zur Fußpflege «cm Alleinverkauf nur: 2910A 2174 A unerläßlich sind genau passende -Schuhe fertig nach Maß. 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Diese Abstinenz der Fraktionen hat ihren Grund in der allgemein mit starkem Bedauern vermerkten Tatsache, daß der neue S)c shalt mit einem u n g e - deckten Fehlbetrag von über 300 000 Mark abschließt, und bei dieser Sachlage es sich von selbst verbot, weitergehende Wünsche bei der Verabschiedung des Voranschlags mit zur Entscheidung zu stellen. Die im Verlaufe der heutigen Sitzung eingereichten Anträge werden zunächst den Finanzausschuß beschästigen, so daß das Plenum erst in seiner nächsten Sitzung zu diesen Forderungen Stellung zu nehmen haben wird. Die Beratung des Voranschlages, die diesmal in einer Generalaussprache ohne Ein^elberatung vor sich ging, verlief glatt und in einer dem Ernste der Zeit angemessenen Weise. Eine Reihe von Wünschen der verschiedensten Redner — natürlich mit Ausnahme der reinen Agitationsforderungen — muß als berechtigt bezeichnet werden, wobei jedoch heute noch dahingestellt bleiben muß, wann die Zeit zur Erfüllung dieser Forderungen gekommen ist. Der Voranschlag wurde schließlich gegen das Votum des rechten und des linken Radikalismus en bloc angenommen, die einzig richtige Entscheidung, der jedermann zustimmen kann, dem es um eine geordnete und ruhige Führung unserer Kommunalgeschäfte geht. Erfreulicherweise ist durch diese Zustimmung zum Voranschlag das Wiederaufleben einer Staatskommissar- Herrschaft, die am 31. März ihr Ende erreicht hatte, verhindert worden. Sitzungsbericht. Anwesend: Oberbürgermeister Dr. Keller, Bürgermeister Dr. S e i b, die Beigeordneten Dr. Hamm und Iustizrat Dr. Rosenberg, sowie 36 Stadtratsmitglieder. Im Kuhörerraum sind nur einige Personen anwesend. Auf der Tagesordnung steht -er städtische Voranschlag für das JRj. 1931. Auf Antrag des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Mitte, Stadtratsmitgl. Horn, beschließt das Haus einstimmig, in eine Generaldebatte .einzutreten, von der Einzelberatung aber abzusehen und dann sofort en bloc über den Voranschlag abzustimmen. Giadiraismiiglied Mann (Soz.) bezeichet den Voranschlag für 1931 als ein Ergebnis der Notzeit, und weist zunächst besonders auf die außerordentlich starke Drosselung der Ausgaben hin. Er gibt der Befürchtung Ausdruck, daß an einzelnen Titeln zu viel gestrichen worden sei, z,B. beim Wohlfahrtsamt, und bezeichnet es als fraglich, ob mit den jetzigen Ansätzen auszukommen sei. Weiter bezeichnet er es als bedauerlich, daß trotz dieser Abstriche und der gesteigerten Einnahmen ein ungedeckter Fehlbetrag nicht verhindert werden konnte. Sodann äußert er der Stadtverwaltung sein Befremden darüber, daß von der Veränderung im Magistrat noch keine Mitteilung gemacht worden sei; er erklärt es als notwendig, daß die Stadtverwal- Das «Schicksal spricht das letzte Wort Roman von I. Schneider-Foerstl. Hrheber-Rechtschuh durch Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. 3. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Zum zweitenmal riß der Graf an diesem Abend die Augen auf. „Run sei mir aber still, Viktor- chen! Ich und die Stadt! Da lachen ja die Kälber! Wenn ich hier durch den Park gehr, sehen mich wenigstens bloß die Bäume und die haben das Wundern schon verlernt, lind der Lex — na, den schert's nicht, wenn ich mal einen Triangel im Aermel habe. Am andern Morgen ist er dann wieder zugestopft. Aber bei euch drinnen!' Er verschluckte sich, mußte kräftig husten, drückte die Serwiette auf den Mund und setzte dann wieder zu sprechen an. „Mit meinem Frack wichst der Lex die Döden blank, das heißt, soweit sie noch blank gewichst werden können, lind aus dem Smoking, da hab ich mir mal ein Stück Aermel herausgebrannt. Mit einer groben Lodenjoppe kann man sich ja bei euch nicht sehen lassen!" „Du wirkst auch in der Lodenjoppe gut, Vater." „Sieh einer an! Schmeicheln kannst du auch! Das hab ich gar nicht gewußt. Aber sag selber, das gäb einen Dombenspaß: Der Hauptmann Graf Lippstädt in Galauniform und sein Vater im abgetragenen Iagdanzug. Zum Schreien wär das, Holle. Teufel! Lex!" Er pfiff durch die halbgeöffnete Tür, und als sich unten eine Stimme meldete, rief er im Kommandoton hinab: „Die Fische wollen schwimmen! Bring Wein! Eine Flasche? Zwei?" wandte er sich an Viktor. Ter schüttelte den Kopf. „Ich habe kein Bedürfnis nach Wein!" „Also zwei!" befahl der Alte und kam wieder an den Tisch zurück. „Komisch! Was? Sonst haben wir nichts zu knacken und zu beißen! Aber Traubensaft, der ist da!" lind als Viktor ihn fragend ansah, lachte er verschmitzt vor sich hin. „Da ist so vor sechs Wochen, es können auch ihrer sieben sein, ein Weinpantscher bei mir gewesen und wollte absolut die beiden alten Vasen haben, die oben in der Rumpelkammer stehen. Vielleicht entsinnst du dich! Ich hab hundert Flaschen besten alten Weißen verlangt und hundert Roten, auch vom besten — und der Rarr hat zugesagt." „Er wird gewußt haben, warum!" Der alte Lippstädt bekam einen Lachanfall. „Ich hab' gehört, er soll fünftausend Mark für den Plunder gelöst haben." lind als der Sohn keine Miene verzog, sagte er: „Ranu?" tung diese Veränderung, die doch nicht mehr geheim sei, bekannt gebe. Es ehre die Verwaltung nicht, wenn sie über diesen Vorgang nichts sage, während der andere Beamte, der keineswegs unehrlich gehandelt habe, sondern seinem Vorgesetzten nur gefällig habe sein wollen, bestraft worden sei, und zwar in Höhe eines Monatsgehalts, oder mit 100 Mark. Wenn die Verwaltung nichts sage, werde seine Fraktion es an anderer Stelle zum Ausdruck bringen. Der Redner weist sodann auf den beträchtlichen Einnahmeausfall aus dem Waldbesitz infolge des verringerten Holzeinschlags wegen der stark gefallenen Holzpreise hin, erwähnt hierauf den gesteigerten Erlös aus den städtischen Häusern, der dem Wohnungsbaukonto zugeführt werde, und bedauert, daß keine Mittel im Voranschlag enthalten sind, um dem Baumarkt Aufträge zuzuführen. Im Verhältnis zu anderen Städten stehe unsere Stadt immer noch günstig da. Sodann preist der Redner die von den Sozialdemokraten vertretenen Wirtschaftsgrundsätze, bei deren Befolgung seit 1918 es uns heute besser gehen würde. Hierauf bespricht der Redner kritisch den Zuschuß von 10 000 Mark an die Volkshalle, fordert Aufschluß über die Rentabilität des Einhorn, erklärt sein Einverständnis mit dem Zuschuß von 50 000 Mark an das Stadttheater, billigt den Streckenzuschuß für den Flugbetrieb im Gießener Flughafen (dieser Zuschuß werde keineswegs für den Wirtschaftsbetrieb gegeben), erinnert an die alte Forderung der Schulgeldfreiheit, der Totenbestattung auf kommunale Kosten und fordert weiter Verbesserung der Badegelegenheit, insbesondere im Freibad. Er rügt ferner, daß an unseren Volksschulen nicht alle nach der Meßzahl des Ministeriums erforderlichen Lehrerstellen besetzt sind und gibt dem Wunsche Ausdruck, die neue Schule in den Eichgärten möglichst bald, spätestens aber so fertigzustellen, daß sie ab Ostern nächsten Jahres benutzt werden kann; in diesem Zusammenhänge regt er an, zu prüfen, ob in diesem neuen Schulhaus einige Säle für die Kinder des ersten Jahrganges nicht jetzt schon zum Unterricht bereitgestellt werden könnten. Er weist dann darauf hin, daß nach dem Etat allein für den Kapitalzinsendienst rund 300 000 Mark jährlich aufzubringen find, bespricht die Elektrizitätspolitik des Stadtrats im Hinblick auf die gegenwärtigen Vorgänge Preag—Provinz, geht auf die Gasverforgungsfragen ein und legt der Verwaltung dringend nahe, zu prüfen, ob nicht in absehbarer Zeit ein neues Gaswerk errichtet werden müsse, da das jetzige dem erheblich gestiegenen Bedarf nicht mehr genügen könne — es fei nur für zwei Drittel dessen gebaut worden, was heute geliefert werden müsse — und auf die Gasfernversorgung keine Hoffnungen zu setzen seien. Zum Schluß äußert der Redner Zweifel darüber, daß die Reichssteuerüberweifungen in der erwarteten Höhe eingehen würden. Wenn seine Fraktion auch dem Voranschlag zust'mme, so bleibe doch ihre ablehnende Haltung gegenüber der Bürgersteuer und der Getränkesteuer unbedingt aufrechterhalten. Die Stadtverwaltung solle nichts unversucht lassen, um möglichst viel Aufträge für die Wirtschaft hcrauszu- bringen. Dringlich sei auch die Zentralisierung der heute arg verzettelten Verwaltungsräume. Stadiratsmitql Horn (Arbgem.d.M.) tveist zunächst auf das Expose des Oberbürgermeisters über den Voranschlag hin, das einen klaren Heberblick über die Sachlage gebe. Es sei richtig, wenn der Oberbürgermeister erkläre, daß der Abschluß des Voranschlags mit einem Fehlbetrag in erster Linie hervorgerufen wurde durch „Es hätte sich allerhand reparieren lassen mit diesen fünftausend Mark." „Kommst du mir so?" schalt der Alte. „Du hast den Humor verloren, Viktorchen! Schlaf dir die Grillen aus dem Kopf und die kleine Bloem auch. Willst noch einen Becher?" „Danke!" Die beiden Lippstädt rauchten ihre billigen Zigarren zu Ende, schwiegen und hingen ihren Gedanken nach. Trotz dieses wenig gesprächigen Zusammenseins wurde es Mitternacht, bis sich der junge Graf erhob. „Entschuldige, Vater, aber ich muh morgen früh wieder im Dienst sein. Schlaf recht wohl!" „Tu auch, mein Junge!" Der alte Graf hielt Sanz still, als der Sohn sich nun Über ihn neigte und mit den zersprungenen Lippen seine Stirne streifte. Lex trug das Licht voran. Elektrisches gab es nur in den Parterreräumen. Rach oben kam das ganze Jahr kein Mensch. Deshalb hatte der alte Lippstädt sich die Kosten gespart. Obwohl Lex die Fenster weit geöffnet hatte, war doch so etwas wie eine muffige Lust in dem Zimmer. Es war selten, daß der junge Graf zur Rächt bei seinem Vater blieb, lind sonst bekam Langenbach keine Besucher. Der Alte stellte den schweren Messingleuchter auf den Rachitisch, band den hohen, braungestrichenen Laden mit einer Schnur fest und sagte mit der Vertraulichkeit, die fünfzig Jahre Dienst erlauben: „Herr Graf sollten öfter nachsehen kommen." Viktor hatte sich auf dem verschossenen Polstersessel niedergelassen und empfand es wohltuend, daß der Alte ihm die Bänder seiner Halbschuhe löste. „Zu retten ist ja doch nichts mehr", sagte er in traurigem Ton. „Höchstens der alte Herr Graf selber!" Viktors müde Augen wurden urplötzlich hellwach. „Trinkt er?" „So lange was da ist, ja! Aber das ist es nicht. Ich teil es ihm schon ein. Eigentlich Sorge macht mir nur etwas anderes. Wenn jemand lacht und in der nächsten Minute ist er zum Sterben traurig, das ist das Rechte nicht mehr. Drum wär es gut und cs wär mir aucf> ein Trost, wenn Sie öfter nachsehen kämen, Herr Graf Viktor." Der nickte. „Geh jetzt zu Bett, Lex! Ich werde schon allein fertig!" Der Alte zögerte noch, dann wünschte er eine gute Rächt und klinkte die Türe hinter sich ein. Sein schlürfender Schritt war draußen zu vernehmen und verlor sich dann treppab. Viktor fühlte sich maßlos niedergeschlagen. Schwarz lag die Zukunft vor ihm. Von nirgendswoher kam auch nur der Strahl eines Lichtes, der die ungeheuerliche Steigerung der Wohlfahrtslasten. Zwei Ziffern wolle er als Beweis dafür herausgreifen: im Vorjahre Zuschuß zum Wohlfahrtsamt 869 000 Ml., dann eine Rachbewilligung, jetzt 1 344 000 Mk., mithin eine Steigerung um 475 000 Mk., im Jahre 1913 aber für den gleichen Dienst 71000 Mk. Daraus könne man ersehen, welche ungeheuerliche Belastung den Kommunen heute auferlegt werde. Der Redner lehnt hierauf die von Herrn Mann empfohlenen sozialistischen Wirtschastsgrundsähe ab, bei deren Anwendung es uns noch schlechter gehen werde, und bedauert, daß Herr Mann immer nur an die Arbeitnehmer, viel zu wenig aber auch an die zusammenbrechenden Miitelstandsexistenzen denke. Sodann erinnert der Redner an die Vorgänge vom Dezember vorigen Jahres, bei denen man schon einen Vorgeschmack für die jetzige Lage bekommen habe. Die Enttäuschung und Entrüstung über jene Ereignisse mit dem Auftreten des Staatskommissars sei heute noch stark in der Bürgerschaft, ein großes Maß von Vertrauen sei damals verlorengegangen. Cs sei damals nicht notwendig gewesen, den Staatskommissar in Gießen auftreten zu lassen, der bei den Steuerfestsetzungen über die Sähe der Verwaltung hinaus- gcgangen sei, aber niemals gesagt habe, wo Ersparnisse im Haushalt zu machen gewesen wären. Aufgabe des Staatskommissars wäre es gewesen, auch nach dieser Richtung hin Angaben zu machen. Ersparnisfe in der Verwaltung zu machen, sei dem Stadtrat selbst im Finanzausschuß, gemeinsam mit der Stadtverwaltung Vorbehalten geblieben. Durch die Annahme des Voranschlags wolle seine Fraktion verhindern, daß eine zweite Vorstellung des Staatskommissars stattfinde, denn diese Herren arbeiteten doch nur mit gebundener Marschroute und erfüllten nicht restlich die Aufgabe, die der Finanzausschuß bearbeitet habe, nämlich die erforderlichen Ersparnisse zu machen. Die Zeiten seien heute außerordentlich ernst. Wenn etwas zu diesem Dunkel der Gegenwart und der Zukunft beigetragen habe, so seien es die Maßnahmen der hessischen Regierung auf steuerlichem Gebiet gewesen. Die Regierung habe anscheinend gar kein Verständnis für die Rotlage der Steuerzahler aus dem Mittelstand. In allen Kreisen des Gewerbes und Handwerks herrsche eben eine ungeheuere Erregung über die Erhöhung der Sondergebäudesteuer. Er (Redner) erkläre sich ausdrücknch einverstanden mit dem Protest, den der Hessische Einzelhandel gestern gegen diese ungeheuerliche Steuererhöhung veröffentlicht habe. Der Gewerbetreibende, wie jeder private Geschäftsmann erfahre dadurch wieder eine ungerechte Belastung, die seinen Besitz und Geschäftswert vermindere. Viele würden diese stark erhöhte Steuer nicht tragen können, und der Wirtschaft werde dadurch unermeßlicher Schaden zugefügt. Auf diesem Wege dürfe es nicht weitergehen, wenn nicht der Staatsbürger und die Kommunen an den Rand des Abgrundes gebracht werden sollten. Zum Voranschlag übergehend bedauert der Redner die starke Begrenzung der Mittel. Er spricht sich für den Theaterzuschuß aus, fordert u. a. weitgehend st mögliche Straßenunterhaltungsarbeiten, und bringt dabei die schlechten Straßenverhältnisse in der Sonnenstraße zur Sprache, die dringend der Abstellung bedürften. Angesichts der Finanzlage fordere er keine neuen Projekte, aber die Straßen müßten in Ordnung gehalten werden, ebenso die Straßenbeleuchtung. Bei der Despre- diese Finsternis erhellte. Es wäre eine Gewissens- losigkeit ohnegleichen, Eve aus ihrer sorglosen Häuslichkeit heraus in diese verlotterten Heber* rcste einstiger Pracht zu führen. Bis das alles wieder intakt war, nannte sie keinen Pfennig Geld mehr ihr eigen. Langenbach wieder instand zu setzen, verschlang gut eine halbe Million, wenn nicht mehr. Der Wind hatte die Schnur gelockert, die den Laden h'-lt. Run klapperte dieser hin und her und auf und zu. Viktor trat an das Fenster und sah in das Dämmer, das den Junitag nicht zur Rächt werden lassen wollte. Die Iasminbüsche leuchteten als weiße Hügel und schickten einen Duft nach oben, der süßlich betäubend war. Wie nackte weiße Leiber standen die hellen Rinden der Dirken auf dem dunklen Grund des Rasens. Vom Teich herüber, der sich an die Oeko- nomiegebäude schloß, quakten die Frösche ihren unermüdlich eintönigen Refrain. Die Kindertage mit ihrem Spiel und all der Sorglosigkeit der Knabenjahre erwachten in Viktors Erinnern und lösten eine wehe Stimmung in ihm aus. Immer und immer wieder lockte Langenbach mit den Armen der Heimat. So oft er kam, war es verlotterter, verfallener, verwahrloster geworden. Aber immer wieder zog und hielt es ihn. Die Arme um das Fenster kreuz geschlungen, träumte er, wie es sein würde, wenn alles hier wiederum in altem Glanze erstünde, die lange Front der Fenster sich im Sonnenglanze spiegelte und auf dem Mittelturm die grünweißrote Fahne des Hauses sich im Sommerwinde blähte. Unter den alten Rotdornbäumen, die breite Auffahrt überdachten, kam die Frau seiner Liebe, im weißen Kleid und mit raschem Schritt und fliegenden Locken. „Eveline!" Ein leiser Ruf des Schreckens. Er hielt sich gerade noch am Blech des Simses fest, um nicht mit dem Fensterkreuz in die Tiefe zu stürzen. Es tauchte nicht, mit offenen Augen zu träumen. Der Vater hatte recht: Man sollte sich über alle Rot des Lebens hinwegschlafen, über die Sorgen und die Liebe und über alles, was man sonst tagsüber so ungeheuer wichtig nahm. Sein Rücken hing mm gegen die eine der großen Scheiben und nahm sich aus wie ein Fragezeichen. Eve würde gerne hier fein. Sie liebte, wie er, die Stille und den Frieden und die märchenhaft verschwiegene Ruhe, die Langenbach ausatmete. Sie würden sich keine Gäste laden. Rein! Rur sie, er und der Vater. Mit einem Male fror ihn. Eine dunkle Mauer, steil und unüberwindlich, reckte sich auf. Oftmals hatte er mit seinem Pferd beim Hindernisreiten den ersten Preis davongetragen. Aber dieser Querbalken, der sich da zwischen ihn und sein Glück schob, der war unüberwindlich. Ihn zu chung der kommunalen Steuern weist der Redner auf die bedauerliche, aber nicht zu vermeidende Beibehaltung der Cetränkesteucr hin, ferner erklärt er, daß die Deutsche Dolkspartei sich auch weiter für die Bürgersteuer einsetzen werde, weil sie eine gerechte Steuer sei. Aus dem Sinken der Einkommensteuer sei ersichtlich, in welchem Hm fange auch die Einkommen sich vermindert hätten. Aus den Gewerbetreibenden sei bald nichts mehr hrrauszuholcn. Der Redner gibt dann der Hoffnung Ausdruck, daß das neue Schulhaus bald fertiggestcllt werden könne, ebenso das Marktlaubengebäude. Zur Gaswerkfrage bemerkt er, daß hoffentlich bald ein neues Gaswerk gebaut werden könne, zur Elektrizitätspolitik gibt er der Ansicht Ausdruck, daß wir doch wohl noch jahrelang mit der Versorgung aus unserem eigenen Werk rechnen könnten. Der Redner legt dann Verwahrung dagegen ein, daß die hessische Regierung die Senkung der Real- und Gewerbesteuer nicht in dem von der Reichsregierung fest- aelcgten Ausmaß vorgenommen habe und erklärt, gegen diese ungerechte Maßnahme müsse mit aller Entschiedenheit Front gemacht werden. Zum Schlüsse betont der Redner gegenüber der sozialdemokratischen Kritik an der W.rt'chast, infolge der ungeheuerlichen steuerlichen Belastung sei die Wirtschaft eben nicht mehr so leistungsfähig wie früher, auch eine sozialistische Wirtschaftsgestaltung hätte die Verhä tnis e nicht bessern können. Die Arbeitsgemeinschaft der Mitte werde ben Voranschlag annehmen, sie bedauere außerordentlich, daß zum ersten Male ein Fehlbetrag vorliege, und sie protestiere gegen die ungeheuerliche steuerliche Belastung, die der hessische Staat jetzt wieder geschaffen habe. Giadtraismitglied Nicolaus (Wirtsch. Dgg.) gibt zunächst ebenfalls seinem Bedauern über den ungedeckten Fehlbetrag von 304 000 Mk. Ausdruck, durch den erneut die große Wirtschaftsnot dargelegt werde. Er weist bann auf die Steigerung der Wohlfahrtslasten um 475 000 Mark gegenüber dem Vorjahre hin und stellt Demgegenüber fest, daß durch die Beschlüsse des Finanzausschusses und der Stadtverwaltung Ersparnisse in der Belriebsrechnung in Höhe von 448 000 Mk. vorgenommen worden sind. Hieraus ergebe sich, daß der Fehlbetrag im Haushalt nur durch die erhöhten Wohlfahrtslasten entstanden sei. Bei diesen Mehrlasten handele es sich um die Erfüllung von gesetzlichen Verpflichtungen des Reiches und des Landes, durch die die Kommune in eine Zwangslage gekommen sei. Das Reich und der Staat hätten früher an den Lasten der Fürsorge mitgetragen, sie hätten die Kosten dann aber restlos auf die Kommunen abgewälzt. Bei der außerordentlich verschlechterten Wirtschaftslage und diesem Ausmaß der kommunalen Fürsorgelast sei heute die finanzielle Existenz vieler Kommunen bedroht. Die Senkung der Ausgaben in der Betriebsrechnung um 448 000 Mk. und die hundertprozentige Erhöhung der Bürgersteuer seien Beweis für die Anspannung aller Kräfte zur Erfüllung der kommunalen Pflichten. Da dennoch ein ungedeckter Fehlbetrag vorhanden fei, hätten Reich und Land die Verpflichtung, die erforderlichen Mittel zur Deckung dieses Defizits zur Verfügung zu stellen. Der Redner stellt dann fest, daß unter der wirtschaftlichen Rotlage nicht nur Arbeitnehmer, überspringen oder nur dagegen anzurennen — dazu gehörte mehr als nur Mut. Er hatte das Gefühl einer drückenden Schwüle. Er würde nicht schlafen können und Lex hätte sich die Mühe sparen können, ihm die Schuhe ab- tzunehmen. Er schlüpfte wieder hinein und knüpfte die Bänder lose ineinander. Als er die Treppe hinabstieg, tickte ein Wurm im Holz der Vertäfelung. Daß doch heute alles und jedes Ding ein Erinnern weckte! Als Kind schon hatte er den Holzwurm einmal gehört. Zwei Tage und zwei Rächte hatte er ununterbrochen geklopft und gehämmert. Das Gesinde war mit bleichen Gesichtern herum gegangen, hatte sich bekreuzt und gewahrsagt, das bedeute Sterben. Aber sie waren alle gesund gewesen auf dem Schloß. Rur Drüben auf Java, wo damals die Mutter weilte, war der Tod durchs Land gegangen und hatte auch sie geholt, sie und die kleine Schwester, die er kaum mehr im Gedächtnis hatte. Er schüttelte gewaltsam die wehe Stimmung ab. Wie sorglos man auf Langenbach war! Lex hatte nicht einmal das Hauptportal versperrt. Cs lohnte wohl der Mühe nicht. Was hätte einer auf Langenbach zu holen vermocht? Höchstwahrscheinlich nur Schulden. Merkwürdig, man hörte das Ticken des Wurmes bis herunter in die Halle. Der fraß sich nun satt an dem morschen Holze. Ging, streng genommen, nicht alles darauf aus. sich satt zu fressen, Mensch wie Kreatur? Häßlich war das und es löste in Viktor Hebelkeit aus und machte ihn zum Sterben traurig. Im Begriff, die Stufen nach dem Park hinabzugehen, sah er eine Gestalt zwischen den Laubengängen verschwinden. Hnwillkürlich strengte er die Augen an. Der Daker! Er konnte wahrschrin- lich auch nicht schlafen. Richts war so aufwühlend und löste derartig wehe Stimmung aus, wie eine solche Juninacht. Er wartete, bis die Schritte verklungen waren, und setzte langsam die Füße in Bewegung. Cs war schön von Lex, daß er wenigstens der Auffahrt so etwas wie ein feudales Gepräge gab. Der breite Weg war frei von Hnkraut und der Glimmer schillerte wie Silber zwischen dem Rosenquarz, auf den der Mond nun eine glasige Helle warf. Diktor glaubte zu wissen, wohin der Vater ging und schlug nun ebenfalls den Weg zum Mausoleum ein, in dem die Lippstädter dem Tage ihrer Auferstehung entgegenharrten. Das Ast- gehänge der Trauerweiden war so dicht, daß der weiße Steinbau erst sichtbar wurde, als er knapp davor stand. Aber das Licht der Juninacht schuf soviel Helle, daß er den Vater durch das Gezweig verschwinden sah. (Fortsetzung folgt.) sondern auch zahllose Existenzen des Mittelstandes schwer leiden. Seit der Inflation weise der Voranschlag zum ersten Male eine Senkung der Betriebsrechnung auf. Durch diese Senkung sei endlich eine Forderung seiner Fraktion erfüllt worden. Seine Fraktion fordere, daß auf dem Wege der Ausgabensenkung nicht Halt gemacht werde, denn noch lägen unsere Ausgaben von heute um 60 Prozent über den Aufgaben von 1926. Das Ziel müsse fein, durch den Abbau der Ausgaben zu einer Senkung der Steuern und dadurch zu einer Gesundung der Wirtschaft zu kommen. Nur auf diesem Wege könne die Not unserer Zeit behoben werden, nur so werde die Vernichtung von Existenzen verhütet und der Arbeitslosigkeit entgegengewirkt. Die bisherigen Spamrahnahmen mühten auf alle Gebiete ausgedehnt werden, auch wenn dadurch hier und da Harten nicht ganz zu vermeiden seien. Der Abbau in der Vermögensrechnung um rund 550 000 Mk., der sich bei den gegenwärtigen Verhältnissen nicht habe vermeiden lassen, werde leider Arbeitsmangel durch Verhinderung neuer Aufträge zur Folge haben. Der Redner wendet sich dann gegen die sozialdemokratischen Vorwürfe gegen die heutige Wirtschaftsordnung und betont, in den letzten 12 Jahren habe die Sozialdemokratie in Hessen und auch im Reich überwiegenden Einfluß gehabt, auch auf die Gestaltung der Wirtschaftspolitik, so dah die heutige Wirtschaftsnot zum grohen Teile ihr zur Last zu legen sei. Zur Gaswerkfrage sei zu bemerken, daß die Entscheidung über eine Neuregelung immer drängender herannahe; zum Abschluh mit der Hekoga über Ferngasversorgung sei die Stadt nicht gezwungen. Der Redner verlangt eine erneute eingehende Nachprüfung der bisherigen Berechnungen, damit die beste und billigste Gasversorgungsmöglichkeit festgestellt werde. Das Schulhaus in den Eichgärten müsse nun unbedingt fertiggestellt werden. Eine zentrale Vereinigung aller städtischen Aem- ter sei in absehbarer Zeit noch nicht möglich. Mit der Minderung des Zuschusses an das Theater und dessen Begrenzung auf 50 000 Mk. sei er einverstanden, ein Herabgleiten von dem bisherigen Niveau des Theaters sei auch jetzt nicht zu befürchten, ebensowenig eine Stillegung des Theaters. Der Redner fordert dann, im Wohlfahrtsetat von dem Betrag von 28 600 Mk. für Dadeaufenthalt von Äin&ern 18 600 Mk. abzuzweigen zur Verhütung der Exmittierung von Mietern, die infolge unverschuldeter Not ihre Miete nicht bezahlen können. Weiter verlangt er die Aufhebung des Wohnungsamtes, das heute überlebt sei. Bei den Strahenreinigungs- gebühren fordert er, dah die unbebauten sowie die landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Grundstücke außerhalb der bebauten Strahenflächx nicht in der gleichen Höhe zu den Kosten heran- gezogen werden wie die bebauten Grundstücke. Der Redner unterstreicht zum Schluß den ernsten Willen zur Sparsamkeit, der im Finanzausschuß geherrscht habe, und erklärt, daß dieser Wille weiter zur Tat werden müsse. Mit dieser Versicherung stimme seine Fraktion dem Voranschlag zu. Stadtratsmitgl. Lepper (Komm.) fordert Senkung der Gehälter aller städtischen Beamten auf ein Höchstmaß von 4800 Mark, Einführung der 40-Stundenwoche mit vollem Lohnausgleich in den städtischen Betrieben, 300 000 Mark für Verbesserung der Wegeverhältnisse und 3 Millionen Mark für das Wohlfahrtsamt. Vorschläge zur Deckung dieser Ausgaben macht er nicht. Gtabtratsmitgl. Loh (Natl. Soz.) lehnt die Bürgersteuer als unsozial ab und deswegen auch den ganzen Voranschlag. Oie weitere Aussprache. Stadtratsmitglied Fischer (Arbgem. d. M.) warnt vor allzu grohen Hoffnungen in der Gaswerkfrage, unterstreicht die Dringlichkeit der Besetzung aller Lehrerstellen an den hiesigen Volksschulen und betont hierbei u. a., daß von 69 Schulklassen der Volksschule 31 Klassen mit mehr als 50 Kindern vorhanden sind. Weiter empfiehlt er baldige Fertigstellung des Schulhauses in den Eichgärten, begrüßt mit Anerkennung für das Bauamt die vermehrte Schaffung von Spielplätzen in den Anlagen und bittet, nach dieser Richtung hin weiter zu arbeiten. Schließlich empfiehlt er, die Abfertigung der Erwerbslosen durch lebenserfahrene, taktvolle Beamte vornehmen 0u lassen, womit er aber keinen Vorwurf gegen irgend jemand auf Grund der bisherigen Tätigkeit machen will. Stadtratsmitglied Horn (Arbeitsgem. d. M.) gibt zwei Entschließungen bekannt, die dem Finanzausschuß zur Erledigung übergeben werden. In der einen wird gefordert, daß die Straßenreinigungsgebühren bei Grundstücken landwirtschaftlicher oder gärtnerischer Nutzung im äußeren Stadtgebiet, wo die Straßenreinigung noch nicht so umfassend ausgeübt wird, wie in anderen Straßen, generell auf % der üblichen Gebühren ermäßigt werden. In der zweiten Entschließung wird die Aufhebung der Wertzuwachssteuer gefordert, deren Ertrag nicht allzugroß ist, die sich bisher aber bei dem schlechten Grundstücksgeschäft als hemmend erwiesen hat. Weiter wird angeregt, dem Verkehrsverein für seine Arbeit einen weiteren Zuschuß aus den Mitteln der allgemeinen Verkehrswerbung zu gewähren. Stadtratsmitglied Mann (Soz.) polemisiert gegen die Kommunisten und weist dabei unter starker Zustimmung des Hauses verurteilend auf die kommunistische Industriespionage zugunsten Rußlands hin, durch die der deutsche Arbeiter nur geschädigt werde. Diesen Hinweis mit scharfer Verurteilung unterstreicht auch Stadtratsmitglied Horn (Arbgem. der Mitte) nachdrücklich, während Stadtratsmitglied L. Mayer (Arbgem. d. M.) sich für die Aufhebung der Wertzuwachsfteuer einsetzt, Stadtratsmitglied Nicolaus (WirtschVgg.) die bisherige Zuschußpolitik beim Wohnungsbau verteidigt, sowie Aufhebung der Wohnungszwangswirtschaft fordert, und schließlich Stadtratsmitglied L o e b e r (Arbgem. d. M.) auf die wirtschaftliche Bedrängnis mancher Inhaber von größeren Wohnungen yinweist, aber auch feststellt, daß es in der letzten Zeit in der Wohnungsfrage doch etwas besser geworden ist, und im übrigen scharf Stellung nimmt gegen die Grundsätze einer sozialistischen Wirtschaftsführung, die, wenn man sie bisher angewandt hätte, den Trümmerhaufen nur noch größer hätte werden lassen. Zum Schluß fordert er steuerliche Gerechtigkeit für den Mittelstand, insbesondere auch durch gebührende Besteuerung der Konsumvereine und sonstigen großen Genossenschaften. Hierauf wird in der A b st i m m u n g der Haushaltsvoranschlag en bloc angenommen. Dagegen stimmen nur der Kommunist Kästner — Lepper hatte vorher die Sitzung verlassen — und der Nationalsozialist Lotz. Anschließend wird der Voranschlag der Plock- schen Stiftung für 1931 mit 2248,79 Mark in Einnahme und Ausgabe angenommen, ferner zwei Arbeitsvergebungen genehmigt. Hierauf läßt Oberbürgermeister Dr. Keller das nachstehende Schreiben der Gastwirte an ihn verlesen: Frei Innung der Gastwirte von Gießen u. Umg. Gießen, 8. April 1931. Herrn Oberbürgermeister Dr. Keller Gießen. Herr Oberbürgermeister! In der letzten Sitzung vom 17. März d. I. wurde die Biersteuererhöhung und die Weitererhebung der Gemeindegetränkesteuer beschlossen. Sie äußerten in dieser Sitzung: „Wenn eine Mehrheit des Stadtrats die Getränkesteuer ablehne, so sei dies ihr Privatver- gnügen, denn dann würden andere Instanzen diese Steuer einführen. Die Getränkesteuer und die Biersteuer seien beide nicht die schlimmsten, sondern gewissermaßen freiwillige, do sich ihnen ja jedermann entziehen könne .. ufm." Dies auf gut Deutsch übersetzt lautet: „Meidet doch die Gaststätten, dann treffen euch die Steuern nicht." Unsere heutige Jahreshauptversammlung nimmt mit Entrüstung von dieser Aeußerung Kenntnis und verwahrt sich hiergegen auf das allerentfchiedenfte. Sie fordern gewissermaßen zum Boykott der Gaststätten auf, möchten aber andererseits recht viel Steuern für den Gemeindesäckel einnehmen. Man steht Kopf ob solcher Logik. Die trübe Geschäftslage, in der sich die Mehrzahl der Gießener Gaststätten befinden, ist Ihnen anscheinend nicht bekannt. Wir halten jedoch die Gießener Einwohnerschaft für so einsichtsvoll, daß sie den von Ihnen gegebenen Rat nicht beherzigt und durch fleißigen Besuch unserer Lokale uns, wie auch dem Stadtsäckel Rechnung tragen wird. Ihr Privatvergnügen dürste es nunmehr sein, uns gelegentlich auch einmal zu besuchen. In diesem Sinne begrüßen wir Sie schon im voraus auf das herzlichste. Mit aller Hochachtung! Freie Innung der Gastwirte von Gießen u. Umg. I. A.: gez. König, 1. Vorsitzender. Oberbürgermeister Dr. Keller bemerkt dazu, feit 24 Jahren erhalte er täglich Zuschriften aus allen Kreisen der Bevölkerung. Er müsse feststellen, daß ein in derartigem Tone gehaltenes Schreiben bis jetzt noch nicht an ihn gerichtet worden fei. Deshalb habe er das Schreiben hier im Wortlaut bekannt- gegeben. Das erste Geld des Vatikans. Die erste Serie der vatikanischen Münzen wurde in Rom zu Ostern in Umlauf gebracht. Die Münzen sind in Größe und Gewicht dem italienischen Geld angepaßt, mit dem sie in ganz Italien gleiches Recht genießen. Vessenmg aus dem oderhessischen Ardeiismack. Oer Bericht des Arbeitsamts Gießen für Monat März. Die Lage des oberbesfifchen Arbeitsmarktes hat zum erstenmal Jeit Beginn der winterlichen Arbeitslosigkeit eine Besserung erfahren. Diese ist hauptsächlich auf den Eintritt des gelinden Wetters zurückzuführen, wodurch die Außen- berufe in der Sage sind, ihre Arbeiten wieder aufzunehmen. Dem 'Arbeitsmarkt standen am Ende der Berichtszeit 15 3 7 3 Arbeitsuchende, gegenüber 17 170 des Vormonats und 9776 des Vorjahres, zur Verfügung. Im Laufe des Monats April senkte sich die Zahl der Arbeitsuchen- den auf 13 7 3 3. Aus den Mitteln der Reichsanstalt wurden 9081 männliche und 1110 weibliche, insgesamt 10191 Arbeitsuchende, gegenüber 11519 des Vormonats und 7643 des Vorjahres, unterstützt. Krisenunterstützung erhielten 2356 Personen, gegenüber 2181 des Vormonats und 302 des Vorjahres. Auch die Zahl der Unterstützungsempfänger ist im Laufe des Monats April zurückgegangen. Am 15 April zählten wir 8259 Arbeitslosenunterstützungsempfänger und 2072 Krisenunterstützungsempfänger. Im Monat März war ein Zugang von 2861 Arbeitsuchenden und ein Abgang von 3286 Personen zu verzeichnen. Vermittelt wurden 778 Arbeitsuchende. Von ihren früheren Arbeitgebern wurden 594 Arbeitskräfte zurückgerufen. Aus den einzelnen Berufsgruppen ist wie folgt zu berichten: Land- und Forstwirtschaft. In der Landwirtschaft hat die günstige Witterung belebend gewirkt. Die Betriebe haben Arbeitskräfte zurückgerufen. Hauptsächlich wurden jugendliche Kräfte und Dienstmädchen verlangt. Die Forstämter haben ebenfalls Einstellungen von Kulturarbeitern und -arbeiterinnen vorgenommen. Vereinzelt konnten Waldarbeiter zum Holzschälen untergebracht werden. Dem Arbeitsmarkt standen am Ende der Berichtszeit 482 Arbeitskräfte, gegenüber 688 des Vormonats und 329 des Vorjahres, zur Verfügung. Bergbau. Die Lage des oberhessischen Bergbaues hat in der Berichtszeit eine weitere Verschlechterung erfahren. Sollten die angekündigten Maßnahmen eines Grubenbetriebes zur Durchführung kommen, so würde eine große Belastung in dieser Berufsgruppe eintreten. Am Schlüsse der Berichtszeit standen dem Arbeitsmarkt 243 Bergleute, gegenüber 219 des Vormonats und 266 des Vorjahres, zur Verfügung. Industrie der Steine und Erden. Der Beschäftigungsgrad in der Industrie der Steine und Erden hat eine Besserung erfahren. Einige Basaltwerke haben ihren Betrieb nach Eingang neuer Aufträge wieder eröffnet. Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug am Ende der Berichtszeit 1646, gegenüber 1904 des Vormonats und 1150 des Vorjahres. Metallindustrie. Die Marktlage ist uneinheitlich. Der größte Teil der Betriebe klagt über Absatzmangel und hat demzufolge Kurzarbeit eingeführt. Nur wenige Betriebe haben in der Berichtszeit von uns Arbeitskräfte angefordert. Wir zählten 2546 Metallarbeiter, gegenüber 2519 des Vormonats und 942 des Vorjahres. Holzgewerbe. Die Sägewerksbetriebe Oberhesfens haben in der Derichtszeit einige Holzarbeiter zurückgerufen, jedoch stehen immer noch 948 Holzarbeiter dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, gegenüber 1119 des Vormonats und 527 des Vorjahres. Nahrungs- und Genußmittelgewerbe. Das Sinken der Arbeitsuchendenzahl in dieser Berufsgruppe ist hauptsächlich auf die Besserung der Lage in der Tabakindustrie zurückzuführen. Verschiedene Tabakfabriken haben in der Berichtszeit Tabakarbeiter- und -arbeiterinnen zurückgerufen. Verfügbar waren 1136, gegenüber 1364 des Vormonats und 130 des Vorjahres. Bekleidungsgewerbe. Die Marktlage hat in der Berichtszeit eine Besserung erfahren, die hauptsächlich auf den Beginn der Frühjahrssaison zurückzuführen ist, jedoch bleibt die Belebung gegenüber dem Vorjahre zurück. Geldknappheit spielt hier eine gewisse Rolle. Dem Arbeitsmarkt standen 339 Facharbeiter, gegenüber 449 des Vormonats und 233 des Vorjahres, zur Verfügung. Baugewerbe. Im Baugewerbe zeigten sich infolge des Witterungsumschlages bessere Beschäftigungsmöglichkeiten. Verschiedentlich wurden Arbeitskräfte zu Neubauarbeiten angefordert. Weiter konnten wir Bauarbeiter zu Ausbesserungsarbeiten, die allerdings kurzfristiger Natur sind, vermitteln. Wir zählten am Schlüsse der Berichtszeit 3255 Bauarbeiter, gegenüber 3804 des Vormonats und 2464 des Vorjahres. Gast, und Schankwirtschaftsgewerbe. Die Lage des Gastwirtsgewerbes, hauptsächlich in den Saisonbetrieben, hat keine Veränderung erfahren. Die Saisonbetriebe halten noch immer mit Einstellung von Arbeitskräften zurück, da sie erst die Entwickelung des Kurbetriebes abwarten. Verfügbar waren 136 Personen, gegenüber 144 des Vormonats und 84 des Vorjahres. verkehrsgewerbe. Die Marktlage ist auch im Berichtsmonat unverändert geblieben; mit einer Besserung wird vorerst nicht zu rechnen sein, da die Reichsbahn Neuem« stellungen von Zeitkräften nicht vorgesehen hat. Es standen 469 Arbeitsuchende zur Verfügung, gegenüber 469 des Vormonats und 328 des Vorjahres. Lohnarbeit wechselnder Art Der Beschäftigungsgrad hat eine leichte Besserung erfahren. Arbeitsuchende dieser Berufsgruppe konnten bei Feldbereinigungsarbeiten untergebracht werden. Weiter war es möglich, Bauhistsarbeiter zu Bauarbeiten zu vermitteln. Wir zählten 2637 Personen, gegenüber 2877 des Vormonats und 2569 des Vorjahres. Angestelltenberufe. Aus dem Stellenmarkt für Angestellte war im Berichtsmonat keine wesentliche Veränderung zu verzeichnen. Verfügbar waren 816 Stellensuchende. Oie Abteilung Berufsberatung wurde im Monat März von 158 Ratsuchenden (106 männlichen, 52 weiblichen) 425mal in Anspruch genommen, und zwar 166mal von Knaben und lOlmaf von Mädchen wiederholt. 24 männliche und 8 weib- liche kamen aus höheren Lehranstalten die übrigen aus Volksschulen. Unter den Ratsuchenden befanden sich 21 ältere (16 männliche, 5 weibliche), die gewöhnlich schon 2 Jahre schulentlassen sind und vor erneuter Berufswahl stehen, außerdem 6 Jugendfürsorgezöglinge. 14 Knaben und 4 Mädchen wurden einer Berufseignungsprüfung unterzogen, 9 Knaben einer speziellen ärztlichen Untersuchung. 5 Knaben und 2 Mädchen sind auf ihre voraussichtliche Berufseignung auf ausdrücklich-n Wunsch von Arbeitgebern besonders begutachtet worden. Die 106 männlichen Ratsuchenden äußerten 48, die 52 weiblichen 15 verschiedene Berufswünsche. Am häufigsten vertreten waren bei den Knaben wiederum die unbestimmten und die kaufmännischen Berufswünsche, bei den Mädclzen in erster Linie die kaufmännischen, dann die unbestimmten und der Berus der Schneiderin. Die große Zahl der Wiederbesucher ist vor allem auf die infolge der Wirtschaftskrise beschränkte Unterbringungsmöglichkeit in passende Lehrstellen und die dadurch erschwerte Berufsentscheidung zurückzuführen. Sehr viele sind Schüler höherer Lehranstalten, die trotz wiederholten Sitzenbleibens sich schwer für einen praktischen Beruf entscheiden tonnen und am liebsten noch länger ohne Aussicht auf Erfolg die Schulbank drücken möchten. Andere wieder, Abiturienten, können aus finanziellen Gründen nicht studieren und wissen nicht, wo unternommen. Zur Neuanmeldung kamen 49 offene Lehrstellen (40 für Knaben, 9 für Mädchen); 46 Schulabgänger (33 männliche, 13 weibliche) konnten in Lehrstellen untergebracht werden. In den Außenbezirkssprechstunden (Friedberg, Alsfeld, Lauterbach, Schotten und Büdingen) wurden 47 Ratsuchende (33 männliche. 14 weibliche) lOlmal beraten, 10 Knaben und 1 Mädchen in Lehrstellen vermittelt. (Schluß des redaktionellen Teils.) Kircblitbe Tlorbricbten Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 26. April. Jubilate. Stadlkirche. 8 Uhr: Pfr. Becker; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markusgemeinde; 9.30: Pfarrassistent Seemann; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde; Pfarrasfistent Seemann. — Iohanneskirche. 8: Pfr. Ausfeld; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Johannes- gemeinde; 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer; 20: Bibelbefprechung im Johannesfaal; Pfr. Lenz.— Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Becker; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Luthergemeinde; 11: Kinderkirche für die Luther- gemeinde; Pfr. Becker. — Elifabeth-Kleinkinder- schule. 9.45: Pfr. Die. Waas; 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Lic. Waas. — Saal der neuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld. — Klein-Linden. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Wieseck. 9 30: Beichte; 10; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls; 13.30: Feier der Aufnahme der Kleinsten in dis Schule (Cborschule). — Allen-Buseck. 10: 19: Beicht- gottesdienst, im Anschluß Feier des hl. Abendmahls. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: hl. Abendmahl für die Jugend von Lollar; 13.30: Lollar. — Hausen- Garbenleich. 10: Hausen; hl. Abendmahl; 13: Garbenteich. — Watzenborn-Steinberg 1315: Haupt» gottesdienst — Lich. 9.30 Stiftsdechant Kahn; Christenlehre für die männliche Jugend; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Draudt. katholische Gemeinden. Samstag, den 25 April. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 26. April. 3. Sonntag nach Ostern. Gießen. 6 30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen: 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre- digt; 11: Messe mit Predigt; 14: Christenlehre und Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg 9.45: Messe mit Predigt. — hungert 9 30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Lich 7.30: Hochamt mit Prediat; 20: Christenlehre und Andacht — Lollar. 8 45: Meße mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montaa den 27. April. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. Mittwoch den 29. April. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. 5on”tnn ■< «mit d. 2icrv >> °(”otbc^c” am 264 (L Dr W. Klein. Dr. Meyerbob Hirschavolbeke. 3 ibu-rxr Meß ’D Ein wichtiger Stützpunkt für alle Kraftfahrer. Heutzutage wissen die meisten Auto- und Motor- radbesitzer, daß die Leistungen ihrer Motoren von der Zuverlässigkeit und genauen Arbeitsweise der Zündung abhängen, und daß nur elektrisches Licht und Signal volle Fahrsicherheit und Bequemlichkeit verbürgen. 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Wir ersuchen daher diejenigen Inhaber von alten aufgewerteten Sparbüchern, welche von dem Anerbieten Gebrauch machen wollen, die alten Bücher zwecks Ueberschreibung auf bereits bestehende oder anzulegende neue Einlagebücher bei uns vorzulegen Um eine geregelte Abwicklung zu ermöglichen, werden wir für die einzelnen Orte Termine für die Vornahme der Ueberschreibung festsetzen und durch die Ortsschelle bekanntmachen lassen. rvLsv Bezirkssparkasse Grünberg. Absatz-HM Ferkel deS veredelten Landschweins aus dem berübmt.Minden RavensbergcrZucht- neblet, zur Mast und Zucht, die besten die es ntbt versende ich ohne Kaulzwang 2 Tage zur Ansicht. Bevor Ste ander- weiug kauien. verlangen Sie unverbind- ltch fofoti meine billigsten Preise. Landwirt Josef Beckhoff, Wester- wieye i. W. 343, Äez.Minden. ™ v Bekanntmachung. Die städtische Fuhrwerkswaage in der Frankfurter Straße wird wegen Neueichung vom IHontog, dem 27. April, bis einschließlich Samstag, dem 2.2Hai 1931, gesperrt. 2815C Gießen, den 23. April 1931. Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Hamm. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Climbach für Rj. 1931 liegt vom 28. April bis einschließlich 4. Mai 1931 auf unserem Bu- reau zur Einsicht der Interessenten und Erhebung von Einwendungen offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Climbach, den 24. April 1931. Bürgermeisterei Climbach. W i ß n e r. 2926V Großer Preisabschlag! Herren-Sohlen- und -Absätze ... .Mk. 4.50 Oamen-Sohlen- und -Absätze ... Mk. 3 20 Sohlen genäht oder geklebt 50 Pf. mehr 02471 SeilirichVlum,KirchelipI.8 Fernsprecher 8659 1209 D f/jilb Weiß-Stück Hwk MM 9 von bester Qu all- iBull* rät und probier W WWW WWW Ergiebigkeit zu billigstem Preis C.Rübsamen, Gießen Maschinenfabrik Fulda GA 50% Platz- o. 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Eine weitere Brennholzversteigerung findet in diesem Jahre nicht mehr statt. Gießen, den 24. April 1931. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Rosenberg. Marburg a. d. Lahn, den 24. April 193L Die Beerdigung findet auf dem Friedhof In Buchenau (Kr. Biedenkopf) am 27. April 1931, nachmittags 4 Uhr statt 2919 d garant federdicht, gestr. Inlett.l1 -.sehl. OberhettUntei beti 1 Kissen, mit 14 Pfd. grauen Federn,zus. 34.50 Mk. Dasselbe rot 2 Kiss., in.ltiPfd. hess. gr. Fed. 57 Mk. Bettfedern gr. p. Pfd. -.85, bess. 1.35 Mn graue Halb daunen 2.95, weiße Federn 4.00, graue Daun. 7.75 Mk. Metallbelten und Matratzen billig. Von 20Mk anfrachtfr.Taus. Daukschr. Muster. Katalog frei. Nicht- gefali. Geld zurück. Th. Kranefuß, Kassel 17 Bettenfabr. u. Vers. 6egr. 1895. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die reichen Kranz- und Blumenspenden bei dem Heimgang unserer lieben entschlafenen Tochter, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Inl. Theis und Fran nebst allen Angehörigen. Gießen, den 25. April 1931. Im Namen der Leidtragenden: Wilhelm Klein. Fichtenstöcke Fichtennutzknüppel 2. Kl. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teilnahme beim Heimgangemein er teuren.unvergeßlich en Gattin, insbesondre für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers am Grabe meiner Frau und für die liebevolle, autopferndePflege der Krankenschwester Trina, sowie für die reichen Kranz- und Blumenspendensageich herzlichen Dank. Heinrich Bauer Statt besonderer Anzeige. Nach einem arbeitsreichen Leben erlöste Gott der Herr unsere liebe Matter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Elise Klein, geb. Vogel von einem zuletzt schweren, aber in Geduld ertragenem Leiden In tiefer Trauer; Adolf Best und Söhne Ferner. Reparatur sämtlicher elektr. Apparate fachgemäß, preiswert, prompt D.Lenz, Asterweg 531 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen Frau Luise Euler sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Johannes Euler I. und alle Angehörigen. Btenn- n. MWlz-veislklmW Oer 51001 Wen Aus den Waldungen der Slabt Gießen sollen das restliche Brennholz und auch das restliche Wertholz am 2815C Dienstag, dem 28. April 1931, 9% Uhr in der Gastwirtschaft „Zur Liebigshähe" in Gießen versteigert werden: Wellen Buchenreisig 3. Kl. Oichtenderbstangen 4. Kl. ichtenbohnenstangen jflintoiiwii von 35 RM. an bis au 8 Liter Hudletst.sertigt anu.lieiertm. 5Jahren Garant.». 14 Tagen Probezeit 2728D Trauer“1?« ............. Auswahl bereitwillig Telephon 3048 Am 23. April entschlief nach langem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter Frau Katharine Best, geb. Wageobach im 49. Lebensjahre. öampMelt elektrischeS**#o ReparalinMIeile Fadiberatnnß and Inöenieurbesadi kostenfrei 2230 v Rodberg A.-6. Darmstadt tenholz, 3 m lang) Fichtennutzknüppel 3. Kl. (2 m lang) Eichennutzscheiter 2. Kl. 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Dezember 1930 zu Weickarts- Hain Vollmilch durch Entrahmen oder durch Hinzufügung von Magermilch ver- älscht und dieses verfälschte Lebensmittel zum Zwecke der Täuschung im Handel und Verkehr und ohne ausreichende Kennt- lichmachung an die Genossenschaft für Milchoersorgung nach Dffenbad) a. M. versandt und somit in den Verkehr gebracht hat. 2923D Hessisches Amtsgericht. Stekenausfchreibung. Für die Beaufsichtigung des städtischen Freibades während der Sommermonate wird ein energischer, schwimmkundiger Mann als Aufseher gesucht. 2815C Angebote mit Angaben über Lebenslauf und Lohnforderungen sind bis spätestens 2. Mai an die unterzeichnete Dienststelle zu richten. Gießen, den 24. April 1931. Städtisches Hochbauamt: Graoert. Bi Mavi Gevmev M Heuchelheim bei Gießen. VceiMiste und Zeugnisse grailS und fianfo. Alle ins Bumven'ach einschl. Revaraiuren unter billigster Berechnung. Stamme Kiefern. Los 11. Klasse 2a 1 Stück, 0,54 fm Das Holz ist mtt Rinde gemessen und entrindet. Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klassen in den Losen bis Donnerstag, den 30. d. 2TL, nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Dehnung der Angebote erfolgt. Mit der Einreichung unterwirft sich der Käufer den Verkaufsbeoingungen. die vor dem Termin bekanntgegeben werden. Das Holz ist vorher einzusehen, da spätere Reklamationen unberücksichtigt bleiben, und wird auf Verlangen von Förster Keil vorgezeigt. Beuern, am 23. April 1931. Hessische Bürgermeisterei. Linden st ruth. 10,4 rm Lärchennutzknüppel 2. Kl. (2,20 m lang) 7,3 rm Erlennutzscheiter (1,50 m lang). Das Holz lagert in verschiedenen Abtei- hingen der Förstereien Rödgen, Hochwart und Gießen. Es wird vorherige Besichtigung des Holzes empfohlen. Die Förster können auch bei der Versteigerung Auskunft über die Beschaffenheit des Holzes geben. Ferner soll das an der Hardt (frühere Radrennbahn) angefallene Nutz- und Brennholz am Dienstag, dem 28. April 1931 3 Ahr nachmittags an Ort und Stelle versteigert werden, und Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Beuern soll folgendes Nutzholz auf dem Wege schriftlichen Angebots verkauft werden: 2898D Güteklasse N. Langholz und Abschnitte. Stämme Fichten. 11111111111111111111111111111111111) Hühneraugen Warten Hornb illen beseitigt reitioS auch in den hartnäckigst. Bällen todsicher mtt. Gor. tniierh. 5—6Tg. Hühneraugen-Rapid ©tbältl. nur: Löwen- Drogerie W. Kilbinqer Nacht, Seltersweg 69. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiw Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl. Schulstrafie f Eichenknüppel Kiefernknüsipel Eschen. Birken- und Lärchenknüppel Fichtenknüppel Fichtenreisig 1. Kl. Radio- und 02384 Schwachstromanlagen Neuausführung und Reparatur 16,4 rm Buchenscheiter 1. und 2. Kl. 7,8 rm Eichenscheiter 1. und 2. Kl. 31,9 rm Kiefernscheiter 1. und 2. Kl. Fichtenscheiter 1. und 2. Kl. 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