Nr. 4? Erstes Matt Mittwoch, 25. Februar |95( 18|. Jahrgang Eriche'«' lüyl'ch.autzn Sonntag» und feiertags Beilagen Die JOuitrieiTt Gtetzenri ^amihenblätte) ßeimai >m 'Bilb "Dir Scholle Olonat* Bejugsprets; \ 2.20 ^eidismari» und 30 Rerchspiennrg tüi Träger- lohn and) bei Nichrer» Keinen emjelner'Jlummeni folgt höhere« (Bemalt Fernlorechanlchlüfie «nterSammelnummer2251 Snldinh rih vrahmach- eichten flnjetger Eiesten. potsichrckkonio grafflDTi am Main 11686 Gktzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vnttf vnv Verlag: vrühl'fche Untverfilülr-Vllch- mto Stetnörnderet L £anae In Stetzen. Schrtftkltung uns Sefchäftrttelle: Zchnl'tratze r. annaqme oon Snjetaen für die Tagesnummer bis zum Jlad) mittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen uon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Beichspfennig, für Re» hlameanjeigen von 70 u nc Breite 35 Neichspjenni^ Playoorfchnft 20 . mehr. Chefredakteur Dr Fnedr Wich Lange. DerantwoNlich für Politik Dr Fr Wich Lange, für Feuilleton Dr H.THnnot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchem und für den Anzeigenteil Max Filter, ffimtlid) m (Biehen. Wird Indien einlenken? Bon E Melden Die Londoner „Rundtifchkonferenz" ist vorüber. Ihre Beschlüsse sind bekannt: Umwandlung Indiens in einen Bundesstaat, der auch die Fürstcnstaatcn umfassen soll; die Schaffung eines Zentralparlaments mit Ober- und Hinterhaus; Ausdehnung des politischen Wahlrechts von den jetzigen 2 Prozent auf 10 Prozent der indischen Gesamtbevölkerung. Bei alledem aber Vorbehalt der militärischen, finanziellen und außenpolitischen Oberhoheit für England. Der künftige indische Bundesstaat soll in ein Bundesverhältnis zu England treten — aber der endgültige Dominialstatus wird ihm vorderhand erst versprochen. Der Schauplatz der anglo-indischen Entwicklung wird nunmehr nach Indien selbst verlegt. Selbst der sich leicht entflammende Lloyd George, der in einem von der United-Preh verbreiteten Artikel die Londoner Konferenz als eine „in der Geschichte des britischen Reiches, ja sogar in der Geschichte der gesamten Menschheit (!) bedeutsame Konferenz" schon hinstellt, muh doch am Schlüsse feinet Ausführui ge.i zugeben, daß „vorläufig ein provisoriicher Erfolg erzielt wurde". Denn der Kamps zwischen den gemäßigten und den extremistischen Elementen, zwischen Hin! us und Mohammedanern, zwischen den politischen Führern müsse nun auf indischem Boden selbst ausgesochten werden. Wie wurden nun die Beschlüsse oder, richtiger. Entwürfe der Londoner Rundtischkonferenz in der Öffentlichkeit Indiens empfangen? Cs liegt hierzu bereits eine stattliche Anzahl von Aeuhe- rungen und Symptomen vor, bie einer näheren Analyse wohl wert fWiD. Unleugbar kann England auf indischem Boden sich vor allem auf die indischen Fürsten als treue Bundesgenossen verlassen. Es ist eine völlig verkehrte und irre- leitende Darstellung der vorhandenen Sachlage, inenn Churchill neuerdings erklärte, die indischen Fürsten hätten nur deshalb ihren Beitritt zum künftigen Bundesstaat Indien proklamiert, weil sie die englische Herrschaft in Indien wanken fühlen — gleichsam wie Ratten, die das sinkende Schiff verlassen. 3n Wahrheit ist die stillschweigende oder ausdrückliche Voraussetzu.ng dieses Beitritts — die Fortdauer der britischen Oberherrschaft, ohne die die Fürsten sich restlos dem ganzen übrigen Indien aus- geiiefert sehen. Allein Die Fürstenstaaten umfassen nur einen Teil, wenn auch einen beträchtlichen Teil der Gesam.bevölkerung Indiens: 72 von 320 Millionen. Ihre Untertanen sind unmündige Objekte der Herrschaft, während es in dem gewaltigen Kessel außerhalb dieser Staaten auch heute, nach der Konferenz, brodelt und locht. Roch waren die englandtreuen Delegierten, Der Maharadscha von Bikaner, der seinerzeit den Versailler Traktat mitunterzeichnet und nun auch zum Erfolg der Londoner Ko -le enz tüchtig beigetragen, ferner die gewaltigen Redner Srinivasa S a ft r i und Dahadur Sapru, der bekannte indische Politiker I a y a k a r, der Führer der Mohammedaner Muhammed S h a f f i, um nur die Hauptpersonen zu nennen, dem Schilfe nicht entstiegen, das sie Der Heimat entgegen» brachte, als sie bereits vermittels des Radio eine Taktik begannen, deren offenbares Ziel die Ber- söhnlichmachung radikal antienglis^-er Elemente ist. Dor allem beglückwünschten sie in einem demonstrativen Telegramm den Vizekönig au seinem „staatsmännischen Entschluß", Gandbi und andere Mitglieder d.s Allindischen Kongr sses a s dem Gefängnis zu entlassen, was hoffentlich Da$u beitragen werde, „die nationalistischen Führer in denselben versöhnlichen Geist gegenüber den Beschlüssen der Konferenz zu stimmen, in dem sie gefaßt wurden". OTbcr sie sind noch einen weiteren Schritt gegangen und haben versucht, in die Aktion des Arbeitsausschusses des Allindischen Kongresses selbst einzugreifen. Ramentlich unter Dem Einfluß der obenerwähnten Iaykar, Sastri unD Sapru hat Der Ausschuß seinen am 21. 3a- nuar gefaßten Beschluß, Die Politik des bürgerlichen Ungehorsams gegen CnglanD fortzusehen, zwar nicht widerrufen, aber doch dessen Verlautbarung hintangehalten. Wie wenig nachhaltig dieser Einfluß war, ersieht man jedoch aus der Tatsache, daß schon zehn Tage später, am 31. 3anuar dieses IaHres. der Kongreß zu Allahabad, eben um die öffentliche Meinung Indiens nicht länger im Unklaren zu lassen, folgende vier „Friedensbedingungen" verlautbarte: 1. Allgemeine Amnestie für politische Gesangene: 2. Erlaubnis zu friedlichem Postenstehen vor den Geschäften, die auswärtiges Tuch und Garn verkaufen: 3. Erlaubnis, das Salzgesetz zu brechen; 4. Zurücknahme aller Repressionsmah- n ahmen. Diese Beschlüsse» die solange in Geltung bleiben sollen, bis die Konferenz zu Bombay etwas anderes verfügt, ist ein kurioses Gemisch aus Diplomatie und politischem Radikalismus. Daß man von den englischen Behörden eine „Erlaubnis" zu antienglischen Handlungen fordert, mag ein Rest der von Gandhi gepredigten Methode der Gewaltlosigkeit darstellen. Aber wie kann eine englische Behörde eine Derartige Erlaubnis erteilen? In Der effektiven Unmöglichkeit zumindest des Punkt, s 2 der „Fr ede: sbedingungen" liegt vielleicht eben ihr verstecktes Ziel. Denn im übrigen wird in den betreffenden Beschlüssen aus- drücllich gesagt, daß der Boykott auswärtiger (D. h. in etftcr Linie englischer) Waren ein ordentliches Recht Der Bürger, eine vitale Notwendigkeit für Die Dolksmassen unD ein bleibender Zug Dec nationalen Aktivität sei. Schiele legi dem Reichstag sein Agrarprogramm vor. Oer Reichsbebauungsplan. - Oie Ermächtigung lür Zollmaßnahmen zum Schutz der deutschen Beredelungswirtschafi. Deutscher Reichstag. Berlin, 24. Febr. (DDZ.) Reichstags- präfiDcnl Löbe er > fnet Die Reichstagssihung um 15 Uhr Die Deutschnationalen und R a - tiona.sozialisten sind auch Der heutigen Sitzung ferngeblieben. Der Derforgungsetat wird bewilligt, ebenso Der Etat des Rechn ungs- ho es und des Reichsspar.ommissars. Ein kommunistisch. r Antrag, die Ruhegehälter für 28 253 Offiziere der alten Wehrmacht im Betrage von 112,65 Millionen Mark zu ftrei-* chen, erner Die Ehienzulagen für Inhaoer militärischer Orden und Ehrenzeichen in Höhe von 393 000 Mark eben'als zu streichen und Die für Renten aller Art ausgeseh.en Beträge Dem» entsprechend zu erhöhen, wurde abgelehnt. Zur ersten Beratung kommt dann der fom- munistische Antrag auf Besteuerung der Vermögen, Dividenden, AussichtsratStantiemen und Einkommen über 53000 Mark (M i 11 ion ä r - ft euer). Abg. Dr. Hertz (Soz.) erklärt sich für Ausschußoeratung. Abg Stöcker (Komm.) führt aus, die Sozialdemokraten zeigen Damit, daß sie aus Rücksichtnahme auf die Brüning- regierung die Annahme gar nicht wollen. Die Ausschußüberweifung wird unter L-rm Der Kommunisten besch.ofien. — Rumnehr wird Die Beratung des Haushaltes für Ernährung und LanDwirtfchaft fortgesetzt. Treichsemäh-ungsmini er Schiele gibt eine staatspolitische Begründung der Agrarpolitik. Die Agrarpolitik Oer Reichsregierung stelle ein System organisch miteinander verbundener Maßnahmen dar, das im Rahmen der allgemeinen Wirtschafts-, Finanz-, Sozial- unD Außenpolitik alle Möglichkeiten zur schnellen unD dauernden Ueberwindung Der Agrarkrise auszuschöpfen bestrebt fei. Mit Der Hilfe für Die Landwirtschaft gehe die Belebung des Binnenmarktes Hand in Hand. Erst unlängst sei im Enquete-Au.schuß festgestellt worden, daß regelmäßig etwa 80 bis 90 Prozent der deutfchenProduktionim 3 n- lanDe abgefeht werden. Die Hauptschlachten in dem Wiederaufbau un,crer Wir.schall würden daher bei allem schuldigen Respekt vor dem Außenhandel auf dem Binnenmarkt geschlagen werden. Mit einer zielbewuhten Din- nenmarktpolitik schas,e sich Deutschland auch das notwendige Rüstzeug für die außenpolitischen Entscheidungen. Durch Stärkung der landwirtschaftlichen Kaufkraft werde weiter Der Landflucht Einhalt geboten. Die Bedrohung unserer Ernährungsgrundlagen sei im Osten gleichbedeutend mit dem Stillstand der Wirtschaft überhaupt. Die großenOp,er für die Osthilfe würden sich nur lohnen, wenn die allgemeine Agrarpolitik Die Rentabilitätsgrundlage für die Landwirtfchall des Ostens schaffe. Er habe bereits im vorigen Jahre die Parole der Einschränkung des Koggenanbaue aus gegeben. Das vorläufige Ergebnis fei erfreulich und berechtige dazu, auf diesem Wege roeiler- zugehen. Deshalb fei im ersten Kapitel des Programms der Keichsregierung als Ziel der Keichsbestellungsplan vorgesehen, die weitere Einschränkung des Roggen- und kjaseranbaucs und die Verwendung der freigewordenen Flachen zur Ausdehnung des Weizen-, Gerste-, Feldfutler- und hülfenfruchtbaues sowie die Ausdehnung der Grünlandwirlschast. Dieses Zic. kann in erster Linie nur durch stärkste Anspannung der Selbsthilfe- k r ä f t e erreicht werden. Irgendwelche Zwangsmittel lehnt die Reichsregierung in dieser Frage ab. Hand in Hand mit Der Umstellung muß Die Umgestaltung unD Fö r derung Der Absahverhältnisse gehen Zur Beendigung des Rationalisierungswerkes der Genossenschaften koird die Reichsregierung die erforderlichen weiteren Mittel bereitstellen. Aus dem Gebiete der Zuckerwirtschast werden mit Hilfe des Reiches neue Wege gegangen wer- den, um die überschüssigen Zuckermengen auf möglichst rationellem Wege Der Derfütterung in Den Sutter beDarfSgebieten zugängig au machen. Für Die Milchwirtschaft sind weitere Maßnahmen zur Förderung des Absatzes vorgesehen, vor allem die Herausnahme der Pasteurisierung von Milch aus Der Umsatzsteuer und die Förderung des Absatzes von inländischem Kasein. Das dritte Kapitel des Agrarprogramms behandelt die Frage der Beeinflussung des Verbrauches. Vorübergehend wird in Notfällen vor gewissen Zwangsmaßnahmen nicht zurück- gefd)redt werden können. So sollen besonders für Kasein, Flachs und Zichorie Erleichterungen für Den Absatz Der InlanDproDuktion geschaffen werden. Zur Förderung 2lbsatzes der Erzeugnisse Der heimischen For st wirtschaft wird sichergestellt werDen, Daß bei allen Bauten mit Hilfe öffentlicher Mittel nur heimisches Holz verwendet werden Darf. Die Reichsregierung beabsichtigt, auch Den Fragenkomplex Des Bro tgesehes rwchmals einer eingehenden Prüfung au unterziehen. Sie hat zum Studium Der auf diesem Gebiet besonders fortschrittlichen Gesetzgebung Dänemarks eine Sachverstän- digen-Kommisfion nach Dänemark entsandt. Rach ihrer Rückkehr soll ein Plan für den stärkeren Roggenverzehr ausgearbeitet werden. Alle diese Maßnahmen Der Selbsthilfe unD Staatshilfe können aber nur zum Ziele führen, wenn sie ergänzt werden durch einen ausreichenden und zugleich elastischen Schuh des Binnenmarktes. Das bisher für den Getreidebau gehandhabte Prinzip deS Errnäch- tigungszollsystems hat sich voll bewährt, so daß die Regierung seine. Beibehaltung beschlossen hat. Angesichts der Lage der Weltwirtschaft Höll es die Reichsregierung aber auch für notwendig, den möglichen Entwicklungen auf dem Weltmarkt mit größerer Schnelligkeit folgen zu können, als es möglich ist, wenn bei jeder Frage der Gefehgebungsapparat in vewegung gefeßk werden muh. Die Reichsregierung hat deshalb befchloffen, vom Reichstag für das gesamte Zoll- gebiet freie Hand zu erbitten. Line solche generelle Ermächtigung wird dem Reichskabinett natürlich vor allem auch die Möglichkeit geben, auf den Gebieten der bäuerlichen vercdetungs- wlrischast und der Forstwirtschaft einzugrcifen, um Katastrophen abzuwenden. Schließlich befaßt sich das Agrarvrogramm noch mit Maßnahmen zur Ueberwindung der s a i s o n rn ä ß i g e n Gefahren. Die sich aus Dem Zusammendrängen des Angebotes in dec Zeit unmittelbar nach der Ernte ergeben. Dir Die Flollenverständlgung in Paris erreicht. Henderson fährt nach .Rom weiter. — Günstige Aussichten für eine Einigung mit Italien. London, 24. Febr. (Reuter. Funkspruch.)' heute abend sind Außenminister Henderson und der Erste Lord der Admiralität Alexander oon Paris nach Rom abgereist, um dort d i e Alottenbesprechungen fortzusehen. lieber das zwischen Brianb und hendcrjon zustande gekommene grundsätzliche Einverständnis in der Seeabrüstungsfragc, zu dem die italienische Regierung noch ihre Zustimmung geben muh, äußerl der offiziöse Petit Parisi e n, es habe sich darum gehandelt, einen A b - st and zwischen den italienischen und den französischen Rüstungen zu finden, der England zusriedenstelle und der Italien annehmbar fein würde. Dieser Abstand fei festgelegt in einer weife, die die Bedürfnisse der Verteidigung Frankreichs sicherstelle. Die französischerseits gemachten Zugeständnisse hinsichtlich der Unterseeboote würden durch eine Erhöhung der Tonnagegrenzedersranzösischenklei- nen Kreuzer ausgeglichen. Die politische Seite der Verständigung fei ebenso bedeutungsvoll wie ihre technische Seite. Die französisch-britische Zusammenarbeit, die in den letzten Monaten viel enger und lebhafter geworden sei, habe sich gestern und vorgestern wieder einmal bestätigt. Die Verständigung sei nicht nur mit einer für diplomatische Verhandlungen geltenden Raschheit erzielt worden, sondern die englischen Unterhändler hätten auch eine großzügige Auffassung gegenüber den großen internationalen Problemen bewiesen, die ihrem Urteil Ehre mache. Als Henderson gestern nachmittag die Botschafi verlieh, um den Zug nach Rom zu erreichen, strahlte fein Gesicht vor Freude. Aus die Frage, ob er zufrieden sei, erwiderte er: „3a, und ich hoffe, ich werde bei meiner Rückkehr noch zufriedener fein". Alles hängt jetzt oon der ilalienifchen Regierung ab, denn wenn Italien die franzi-fifch-brilifche Vereinbarung nicht billigt, wird sie ein toter Buchstabe fein. Aber die britischen Minister rechnen anscheinend darauf, dah Italien nicht beifelteftehen und die Umwandlung des Londoner Dreimä ch te oerlrages in einen Fünfmächtevertrag nicht verhindern wird. Es herrscht der Eindruck vor, daß sich der Optimismus der Minister auf Rachrichlcn aus Rom gründet. Der Pariser Korrespondent der Times betont nochmals, dah in Paris keine starre und unabänderliche Vereinbarung geschlossen worden ist, der gegenüber Italien nur die Wahl zwischen Annahme oder Ablehnung hat. Ebensowenig komme es in Frage, dah im Falle einer ablehnenden Ent- scheidung die französische Regierung den Londoner Vertrag unterzeichnen werde, ohne auf eine Vereinbarung mit Italien zu warten. Der Pariser Korrespondent der Morningpost meldet: Frankreich hat sich damit einverstanden erklärt, anstatt einer lleberlegenheit von 240 000 Tonnen gegenüber Italien nur eine solche von 1 5 7000 Tonnen zu fordern. Aber dieses Opfer von 83 000 Tonnen fei vielmehr quantitativ als qualitativ, da es durch die Aufgabe veralteter Fahrzeuge erreicht wird. Auch auf dem Gebiete der Unterseeboote ist das französische Zugeständnis mehr scheinbar als wirklich, denn während die französische Oefsent- lichkeit in den U-Boolen ein verhältnismähig billiges Küstenoerteidigungsmittel erblickt, höre ich oon mahgebender Seile, dah die technischen Sachverständigen anderer Meinung sind. Große U-Boote von ungefähr 1500 Tonnen find nur in den dunklen Gewässern des Nordens verwendbar, während sie in der klaren See des Südens von der Luft aus leicht entdeckt werden können. Ebenso, Daß Die Ungefjorfam£aftion bis auf weiteres fortzuführen ist. Eine besondere Bedeutung in dem indischen Kampfe und namentlich für Die Stellungnahme gegenüber Der Rundtifchkonferenz komm! aber Dem zuletzt genannten Punkte zu: Den fort- DauctnDcn britischen Repressalien Richt nur Der Kongreß oon Allahabad unterstreicht ihn; auch ein von namhaften Persönlichkeiten -- Dar intcr sogar einem Teilnehmer Der Rundtischkons renz selbst — unterzllchneter Protest ist kürzlich auch aus Madras an Macdonald, an Den Staaissekretär für Indien, Wedgwood Denn, .und an den Vizelönig Lord Irving telegraphiert worden. Die Behandlung der Kongreßmitglieder durch Die britischen Behörden wird hier als ..allzustreng, ungerecht und ungeeignet, jene Ruhe zu schaffen, die angesichts Der großen Probleme. Denen Das LanD gegenübersteht, notwendig ist", gebranDmartt. UnD — last not least — auch Das Verhalte n Gandhis selbst ist sehr bemerkenswert. Roch vor wenigen Tagen wurde in der eng» lichen Presse berichtet, dah der Mahatma nach seiner Freilassung aus Dem Gefängnis „ernstlich unwohl" und seine Stellungnahme unsicher sei. Das jüngste von Gandhi gegebene Interview zur Lage läßt aber an Klarheit kaum etwas zu wünschen übrig. Er bezeichnet alle Gerüchte über eine Spaltung im Arbeitsausschuß des Kongresses als absurd; er betont, daß Die Ungefjor» samaktion n i cht zurückgenommen oder auch nut abgeschwächt werden kann, bevor ein Friede oder ein Was en stillstand (das von Gandhi gebrauchte Wort „truce“ bedeutet beides), abgeschlossen ist; Die Vorbereitung eines solchen sei aber eine eindringende und allseitige Untersuchung Der Polizeiaktion in Indien. „Ich kann nicht einsehen", fo schließt Gandhi, „wie es möglich sein sollte, zu verhandeln, wenn Die Luft Stunde für Stunde vergiftet wird". Diese Worte, Die einen wichtigen Hinweis auf die Fortdauer der Atmosphäre der Feindseligkeit enthalten, werden auch durch sonstige Informationen bestätigt. Erst vor einigen Tagen hat der Dizekönig die Repressalien, Die er gegen Anarchisten in Birma ungeordnet, durch eine besondere Verordnung auch auf das benachbatde Bengalen ausgedehnt. Aber was kann nicht alles unter „Anarchismus" verstanden werden? Erst kürzlich fanden ferner wieder Verhaftungen in Rangoon statt, wobei unter Den Verhafteten auch zwei Schullehrer sich befinden. UnD erst dieser Tage endete Die Freilassung deS Bürgermeisters von Caleutta, Chandra Dose, Damit, daß Der Strahenumzug, Der ihm zu Ehren veranstaltet wurde, von Der Polizei auseinander gejagt wurde, wobei es Tote unD Verwundete gab und Dose selbst mißhandelt und abermals eingelocht wurde! 5);r eng.i che Augenzeuge dieser Ereignisse fügt seinem Berichte (im „Manchester Guardian") hinzu: „Die Polizei ging nicht gewaltsamer vor, als in ähnlichen Fällen in England" unD: „Wie sollte sie anders mit der Unordnung fertig werden?" Diese Worte werfen ein Schlaglicht auf die Situation in Indien und auf Den verzauberten Kreis, in Dem sich Die britische Politik doch geraDe angesichts Der Beschlüsse Der Rundtisch- konscrenz beiinDet. Die Verwirklichung dieser Be- schlüsfe setzt eine friedliche Atmosphäre voraus. Dies hat auch Die indische Delegation, die soeben, von London zurückkehreird. in Bombay eintraf, ausdrücklich betont. Allein alles, was oben geschildert wurde, dürfte doch klar ergeben, daß Die politische Luft in Indien auch jetzt noch weit von Friedlichkeit entfernt ist unD, sinngemäß, das Einlenken Indiens vorderhand nicht eine Realität, sondern erst ein großes Problem dacsteltt, das von Der Londoner Konferenz nicht gelöst, sondern erst gestellt ist. Rcichsregierung ßat dieses VesetzgebungSwerk in engster Zusammenarbeit mit den maßgebenden Vertretern der Landwirtschaft ausgearbeitet uno in der Erwartung beschlossen, daß nunmehr auch gerade von genossenschaftlicher Seite noch mehr a.s bisher getan wird, um die Selbsthilfe auszudehnen. In der Frage der Zinsl^iste u wird die Reichsregierung zusammen mit dem Reichsver- band der Deutschen Landwirtschastlichen Ge- nossenschaften und mit einem zur Nachprüfung der Zinsspanne eingesetzten Ausschuß sofort die crfortarliu/cn Verhandlungen cin.eitcn. Agrarpolitik sei heute in erster Linie ein Gebot staatspo.itischer Verantwortlichkeit gegenüber der Zukunst des Volkes. Deshalb toerce die Reichs- regicrung auch unbeirrt von falsch verstandenen Konsurncntenwünschen und parteipolitisch überspitztem Agrarradilalismus entschtcs en in sachlicher Arbeit dasjenige tun, was zum Wiederaufbau der deutschen Wirtschast und Landwirtschaft notwendig ist. Der Minister widerspricht dem Vorwurf, daß die Agrarpolitik die Lebenshaltung in unerträglicher Meise verteilte. 3m Januar 1931 lag der Agrarindex bei 107, der Jndustrielndex bei 142, der Lebenshaltungsindex bei 140 und der Lohnindex der gelernten Arbeiter bei 168. Daraus ergebe sich eindeutig, daß die Landwirtschast in der Preissenkung allen anderen Wirtschaftszweigen weit voraus sei. Darüber hinaus sei man mit Erfolg bemüht gewesen, die Spanne zwischen Erzeuger- unb Verbraucherpreisen für Agrarerzeugnisse zu verringern, um auch die Konsumenten in den Genuß der ungewöhnlich niedrigen Erzeugerpreise gelangen zu lassen. Der Minister weist darauf hin, daß auch dieses Gesetz selbstverständlich keine Zauberformeln in seinem Schoße berge, daß es aber die entscheidenden Probleme an den Wurzeln packe und bis an die Grenze dessen gehe, was zur Zeit gesetzgeberisch auf agrarpotttt- schem Gehiet überhaupt möglich sei. Im Einvernehmen mit der Grünen Front habe er sein Amt als Ernährungsminister übernommen, und in voller Einmütigkeit seien die Grundlagen für das neue Agrarprogramm geschaffen worden. Ich weiß, so erklärte der Minister, daß viele meiner Berufsgenossen unter dem furchtbaren Druck unmittelbarster Bedrohung ihrer Existenzen dem Staate voller Mißtrauen und meiner eigenen Politik voller Unmut und Argwohn gegenüberstehen. Ich verstehe die schwarzen Fahnen der Verzweislung und Empörung als schwere Krankheitssymptone der um das Leben ringenden Landwirtschaft. Mögen manche Kreise für die Agrarpolitik der Regierung nicht mehr das notwendige Verständnis aufbringen, ich halte trotzdem fest an meiner 21 uf gäbe als verantwortungsbewußter Reichsminister für die deutsche Landwirtschaft. Ich werde meinen Platz solange behaupten, als ich der Ueberzeugung bin, hier nm b e ft e n der deutschen Landwirtschaft und unserem Vaterlande zu dienen. Die Ministerrede findet am Schluß den Beifall der Mittelparteien. Abgeordnete des Landvolks und des Bayerischen Bauernbundes beglückwünschen den Minister Schiele. Oie Aussprache. Abg. Tempel (Soz.): Wir stimmen mit dem Minister nicht voll überein in seiner Einschätzung der wirtschaftlichen Gesamtstruktur, aber auch wir wissen, daß die Landwirtschaft einer der wesentlichsten Sektoren der Wirtschaft ist und daß jede Einschränkung dieses Sektors sich vergiftend und zersetzend auswirken muß auch auf das Ganze der Wirtschast. Darum ist die Sozialdemokratie bereit zur positiven Förderung der Agrarwirtschaft im wohlverstandenen Interesse der Arbeiterschaft. Zugunsten der Landwirtschaft ist die Verbraucherschaft heute mit Zöllen doppelt so stark belastet wie vor dem Kriege. 3,5 bis 4 Milliarden werden jährlich an direkten und indirekten Subventionen für die Landwirtschaft aufgebracht. Die Steuerleistung der Landwirtschaft wird immer geringer. Die Aufwendungen der Volksgesamlheit für die Landwirtschaft betragen das fünf- bis sechsfache dessen, was die Landwirtschast für die Gesamtheit aufbringt. Wir sagen das nicht im Tone des Vorwurfes, denn wir halten aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen die Förderung der Landwirtschaft für notwendig. Wir müssen aber von den Landwirten mehr Anerkennung für die Tatsache verlangen, daß seit 1 00 Iahren niemals s oviel für die deutsche Landwirtschaft gc- t a n worden ist, wie vom jetzigen Landwirtschaftsminister und von seinem Vorgänger. Aicht einverstanden sind wir mit den Plänen des Ernährungsministeriums, die unseren Außenhandel in Gefahr bringen. Wir brauchen eine Verbilligung der Futtermittel und eine Verbesserung der Ab - satzorganisation in der Landwirtschaft. Wir müssen auch bei den Agrarprodukten dahin kommen: deutsche Ware, beste Ware. Der Weg zwischen Erzeuger und Verbraucher muß abgekürzt werden. 3d) bin zu der Erklärung ermächtigt: wenn landwirtschaftliche Organisationen sich bereiterklären, Butler in gleicher Qualität und gleicher Aufmachung ständig in großen Wengen unseren Genossenschaften anzubieten, dann wird diese Butter abgenommen werden, denn auch unsere Genossenschaften ziehen selbstverständlich deutsche Ware und deutsche Butter der Auslandsware vor. (Beifall.) wir haben mit größter Energie in der Arbeiterschaft die Erkenntnis verbreitet, daß sie sich mit der deutschen Landwirtschaft verbunden fühlen muß. Cs stände besser um die Landwirtschaft, wenn die Führer der landwirtschaftlichen Berufsorgani- sationen auf das gleiche Ziel nur einen Bruchteil der Energie verwandt hätten, mit der sie uns und den neuen Staat bekämpft haben. (Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Blum-Krefeld (Zentr.): Wie der Regierung. so bringt das Zentrum auch dem Land- wir scha Ln.i ist r Schie.e vollesVertrauen entgegen. Wir würdigen den Eifer und die zähe Energie, mit der er das Hilfswerk für die Landwirtschaft durchführt. Während die deutschen Agrar- und Gartenbauprodukte schwer verkäuflich sind, sehen wir in den Auslagen der Fein- kostgeschäfle die Kapitalflucht durch die Küche. Tlnsere Futtermittel müssen wir im eigenen Lande erzeugen. Die dänischen und holländischen Frischeier werden sich nicht so leicht verdrängen lassen, aber das deutsche Ei sollte die aus Rußland, Aegypten und China importierten Eier verdrängen, die durch den langen Transport natürlich auch in ihrer Qualität leiden. In der Milchwirtschaft muß durch Ausbau des Genossenschaftswesens und durch engere Verbindung mit den Konsumentenvereinigungen der Absatz verbessert werden. Die Grundlage dafür haben wir jetzt in dem neuen Milchgeseh. Die geistige Erweckung des Bauernstandes muß durch Ausbau der Bauern schulen geschehen. Der deutsche Bauer muß zum Regenerator des deutschen Volkslebens werden. Abg. Dr. Schlitten bau er (DDP.): Die deutsche Volkswirtschost muß die richtige Diagonale ziehen zwischen Industrie und Landwirtschaft. 80 bis 85 Prozent der deutschen Industrieerzeugnisse sind vor dem Kriege nicht im Export, sondern auf dem Binnenmarkt verbraucht worden. Der Hauptkonsument war vor dem Kriege der deutsche Dauer. Heute hat die deutsche Industrie erst recht ein Interesse daran, wieder über einen kaufkräftigen Bauernstand als Abnehmer zu verfügen. Die Minderung der drückenden Z i n s l a st e n ist entscheidend für die Lage der Landwirtschaft. Die Landwirtschaft muß heute für ihre Schulden um 30 Prozent höhere Zinsen gegenüber früher zahlen und das von Preisen, die unter dem Dvrkriegsniveau liegen. Abg. Meyer- Hannover (D.-Han.) fordert vor allem eine kräftige Siedel ungspol- t i k. Der Redner bedauert, daß gerade Vertreter des Ostens wie unartige Kinder den Reichstag verlassen hätten, statt mitzuwirken bei der Beratung dieser für den Osten besonders wichtigen Fragen. Ein Verwendungszwang für deutsches Holz fei berechtigt, schleppe man doch selbst im Harz russische Hölzer für Hotelbauten die Berge hinaus. Was sagt die presse? Berlin, 25. Febr. (TU.) Zu der programmatischen Rede des Reichsernährungsministers nehmen eine Reihe Berliner Blätter ausführlich Stellung. Die „Germani a" (Z.) hebt als besonders bedeutungsvoll hervor, daß Schiele ausdrücklich betont habe, daß die Reichsregierung nur insoweit von einer Ermächtigung zum Schutz der Landwirtschaft Gebrauch machen wolle, als es mit den G e - fnmtintereffen der deutschen Volkswirtschaft in Einklang gebracht werden könne. Eine solche Sicherung fei um so notwendiger, als durch einen einseitigen Gebrauch der neuen Ermächtigungen nur zu leicht eine erhebliche Gefährdung unserer wirtschaftlichen Auslandiitteressen, die unsere Jndusirie- krise verschärfen müsse, herbeigeführt werden könne. — Die „D c u tf d) e Tageszeitung" (Landvolkpartei) ist der Auffassung, daß die Vorlage nur die Basis und Möglichkeit, iwd) nicht die letzte Entscheidung und Wirklichkeit schasse. Ohne Zweifel bedeute es einen großen Erfolg der zähen Arbeit und klugen Taktik des Reichsernährungsministers^ daß er diese Vorlage im Kabinett zur Annahme ge- brod)t habe. Der zuversichtliche Grundton seiner Rede deute darauf hin, daß er nach dieser grundsätz- ließen Entscheidung im Kabinett die Durchführung der einzelnen Maßnahmen nicht mehr für bc^nbers schwierig halte. Aber alles hänge von der Art ab, wie die Ermächtigung tatsächlich gehandhabt werde. Die Notlage der Landwirtschaft erfordere rasche und wirklich durchgreifende Maßnahmen. — Der „L o - k a l ° A n z." (Hugenberg) ist der Meinung, daß von der von Schiele ursprünglich verlangten Zollermäch- tigung für den Minister nur eine sehr bedingte Ermächtigung für das Kabinett übriggeblieben fei, eine Ermächtigung, die bis auf weiteres auf dem Papier stehenbleibe. — Die „Deutsche Zeitung" (deutschnatl.) bezeichnet die Agrarvorlage als eine Sammlung von Unverbindlichkeiten, die bisher unerfüllt gebliebenen Versprechungen seien in Gestalt von Ermächtigungen wiedergekehrt, von denen heute noch kein Mensch wisse, ob und wie sie wirksam würden. In der »Vos fischen Zeitung" (Ullstein) weift der Reichstagsabgcordnete Dr. Reinhold darauf hin, daß die Einigung über das Agrar- programm in den wichtigsten Punkten keine Einigung, sondern eine Vertagung bedeute. Rur, wenn die Fragen der Rückwirkung cluf die Handelspolitik und die Preisentwicklung im Innern befriedigend gelost seien, erscheine überhaupt die Möglichkeit gegeben, daß die Regierung von einer Ermächtigung Gebrauch machen könne. Wenn die Regierung unter diesen Voraussetzungen die erbetenen Ermächtigungen anzuwenden bereit sei, werde sie die Unterstützung der Staatspartei haben, wenn sie dagegen die großen Linien der bisherigen Handelspolitik abbiegen wolle, werde sie niemals auf die Gefolgschaft der Staatspartei rechnen können. — Der „Vorwärts" (soz.) bezeichnet den Abschnitt des Schiele-Programms als den bedenklichsten, in dem die Regierung ermächtigt werden soll, gleitende Zölle, die bis Zer nur für Getreide bestanden, für alle agrarischen Produkte einzuführen. Damit wäre eine Durchbrechung unseres gesamten Handelsverlragssystems verbunden. Me Mdermg des Wohnungsbaus in Seifen. Aus dem Finanzausschuß des Landtags. Darmstadt, 24. Febr. (WHP.) 3m Finanzausschuß wurde von der Regierung mitgeteilt, daß die für den Wohnungsbau 1931 Aur Verfügung gestellten 5 Millionen Mark in Zukunft durch eine zentrale Landesstelle unabhängig vom örtlichen Aufkommen zur Deckung des dringendsten Bedarfs verteilt werden. Cs sollen au c Unterbringung minderbemitt etter und be dürftiger Volksschichten Reu- wohstungen mit einer Wohnfläche von 32 bis 45 Quadratmeter zu einem Mietpreis von 20 bis 40 Mark erstellt werden. Für die Verzinsung und Tilgung der früher aufgenommenen Wohnungsbauanleihen werden die zur Verfügung stehenden 5 Millionen völlig ausgcbraucht. Aus den Rückflüssen und den Zinsen der früheren Darlehen stehen 1,5 Millionen für den Reubau zur Verfügung. Rach Abzug der bevorrechtigten 'Beträge für Instandsehungsdarlehen, Zusahdar- lehen für Kriegsbeschädigte, Kinderreiche, Tuberkulöse und landwirtsa-aftliche' Siedlungen verbleibt nod) 1 Million, die f ü r Bau darlehen an den Bauherrn oder für Zinszuschüsse zu verwenden sind. In Hessen dürfen die Gesamtherstellungskosten pro Wohnung 7500 Mark nicht übersteigen. Zur Erstellung tragbarer Mieten ist ein Baudarlehen von 3300 Mark je Wohnung erforderlich, so daß unter dieser Voraussetzung 300 Wohnungen im Iahre 1931 beließen werden können. Wirtschaftsminister K o r e l l erklärte auf eine Anfrage nach dem Ergebnis seiner Verhandlungen mit den Danken und Sparkassen, daß ein Vorgehen der Hess Ischen Institute zur Zins- ermäßigung wenig Erfolg verspreche, wenn nicht auch die hessen-nassauischen Geldinstitute ihre Zinsfüße senkten. Die geforderte Sen'- kung der Bauarbeitertarife könne nur von Berlin aus erfolgen und habe zur Voraussetzung die Senkung der wichtigsten Lebensmittel- Preise, bei denen heute die Derdienstspanne zwischen Produzent und Konsument immer noch zu hoch sei. Finanzminister Kirnberger erklärt, daß entsprechend der Dezembernotverordnung nur die Hälfte des im Rj. 1930 für den Wohnungsbau bestimmten Betrages zur Steuersenkung verwendet werden müsse. Das sei in Hessen geschehen. Die Grundsteuer wurde um 6 Prozent, Die Gewerbesteuer um 12 Prozent gesenkt. Eine entsprechende Verordnung über die Senkung dieser Steuer in den Gemeinden ergehe in den nächsten Tagen. Auf volksparteiliche Anfrage wird von der Regierung erklärt, daß die Höherbesteuerung bei der Sondergebäude st eueer nach dem De- zcmbergesetz nicht unbeträchtlich sei, und nach den bisherigen Erfahrungen ersuche die Regierung um die Ermächtigung, eintretende Härten jetzt schon beseitigen zu können. Von den etwa 200 000 Gebäuden Hessens kämen etwa 10 000 für die Höher- besteuerung in Frage. Die Landgemeinden blieben davon fast völlig verschont. In den Städten seien die Verhältnisse sehr verschiebe^. Rad) vorläufigen Schätzungen kämen z. B. in Mainz 80 Prozent, in Offenbach etwa 60 Prozent, Darmstadt etwa 40 Prozent, im Bezirk Worms 22 Prozent, im Bezirk Gießen 16 Prozent, Bingen 4 Prozent, im Bezirk Bad-Nauheim dagegen fast keines der gesamten Gebäude für die Höyerbesteuerung in Frage. Bei Kapitel 15, Ruhegehalte und Sozialfürsorge (80 941 Mark Einnahmen, 18 263 210 Mark Ausgaben), kritisiert der Land- bundvcrtreter die neue Steigerung deS Pensionsetats und fordert eine Erhöhung der Altersgrenze. D'.e Regierung begründet die Pensionssteigerung durch die Vermehrung der Staatsbeamten, insbesondere durch die Verstaatlichung der Polizei, außerdem übersteige der Iahres- zugang an Pensionären den Abgang sehr erheblich, weil sich die Lebensdauer der Bevölkerung stark verlängert habe. Eine Erhöhung der Altersgrenze von 65 auf 68 Iahre würde auf die Dauer eine Einsparung von 500 0 0 0 Mark bringen. Hitlers Absage an Hindenburg. Der Auszug der Nationalsozialisten aus dem Reichstag. München, 25. Febr. (TU.) Aus Anlaß des 11. Jahrestages der Gründung der NSDAP, fand im Bürgerbräukeller eine Kundgebung statt, in der Adolf Hitler entschieden bestritt, daß der Auszug der Rechtsopposition aus dem Reichstag gegen seinen Willen erfolgt sei. „Es geschieht nichts, ohne daß ich es weiß ober billige, noch mehr: Es geschieht nichts, ohne daß ich es wünsche. Wir werden jedes Mittel ergreifen, um das gegenwärtige Regime zu beseitigen." Die Na- tionalsozialisten würden fid) and) durch den Brief des Reichspräsidenten von Hindenburg in ihrer Taktik nicht irres ü h - r e n lassen. Hindenburg sei wohl ein Schlachtenlenker gewesen, aber er sei kein politischer Lenker, sondern er werde selbst gelenkt. Wenn der Reichs- präfibent hoffe, daß eine nationale Opposition seine Politik rette, so erklärten bie Nationalsozialisten, baß sie b i e f e r Brief eisigka11 lasse. Sie gingen in ben Reichstag in bem Augenblick wleber hinein, in dem es ihnen für das deutsche Volk zweckmäßig erscheine. Die im Reichstag verbliebenen bürger- lichen Parteien machten zwei Drittel Ihrer Politik mit ben Marxisten, sie sollten aud) bas letzte Drittel mit ihnen machen. Man rechne scheinbar nicht mit ber Zähigkeit und grenzenlosen Verbissenheit ber Nationalsozialisten, bie heute schon ihres endgültigen Sieges gewiß seien. Klabunds „DreiköstgS"-Gedicht. Brauns Antwort an das Zentrum. Berlin, 25. Febr. (ERB.) Aus das Schreiben des Vorsitzenden der preußischen Zentrums- fraftion, Abg. Dr. Heß, an den preußischen Ministerpräsidenten Dr. Braun wegen eines Hohngedichtes auf den Dreikönigstag hat Ministerpräsident Dr. Braun folgendes Antwortschreiben gesandt: „Sehr verehrter Herr Doktor! Bei Durchsicht der bei mir infolge meines Urlaubs aufgehäuften Korrespondenz finde ich auch Ihren Brief vom 8. v. M. Ich kann Ihnen nur mitteilen, daß ich in der Verurteilung des geradezu unflätigen Klabundschen Gedichtes über die „Heiligen Drei Könige" mit Ihnen völlig überein stimme und nur auf das tiefste bedauern kann, daß dieser quasi dichterische Erguß in einer von der Sozialdemokratischen Partei heran sgegebenen Zeitschrift abgedruckt worden ist. Ich glaube Ihnen versichern zu können, daß von dem Vorstand der Sozialdemokratischen Partei alles geschehen ist, um eine Wiederholung eines derart ärgerlichen Vorkommnisses zu vermeiden Denn bereits vor Eingang Ihres Briefes ist durch Schreiben vom 5. Ianuar d. I. der Redaktion von „Volk und Zeit" durch den Parteivorstand mit aller Deutlichkeit klargemacht worden, daß derartige, Andersdenkende auf das schwerste verletzende literarische Unarten unterbleiben müssen. Damit darf ich die Angelegenheit wohl als erledigt ansehen." Antrag auf Zulassung des Remarque-Films abgelehnt. Berlin, 24. Febr. (DDZ.) Jrn Haushalts- a u s f d) u ß des Reichstages standen am Dienstag auch die tommunistischen Anträge über den Re- marqueftlm zur Entscheidung. Der erste Antrag ver- langt einfach die Aufhebung des Filmver- b o t e s, während ein Eventualantrag die Reichsregierung ersucht, darauf hinzuwirken, baß das Verbot aufgehoben wirdi In ber Aussprache erklärte Frau Abg. Bohm-Schuch (Soz.), bie Sozial- bemotraten mürben nicht für bie Anträge ft i m men, ba es sich um ein höchstrichter- l i ch e s Urteil handele und ein Eingreifen des Ministers gesetzlich nicht zulässig sei. Abg. torg« l c r (Korn.) widersprach dieser Auffassung und ver- wies auf die Handhabung beim Potemkin-Film. ber auch zunächst zugelassen unb später auf ben Druck einiger Regierungen hin verboten würbe. Die kommunistischen Anträge auf Aufhebung bes Film-Verbotes würben gegen bie Stimmen ber Kommunisten abgelehnt. Oer neue Kurs in Südtirol. Bozen, 24. Febr. (TU.) Am 20. Februar, dem Todestag Andreas Hofers und seines Kampfgenossen Peter Mayer, ist es seit langen Iahren Brauch, an dein neben der Bozener Pfarrkirche befindlichen Grgtzpenkmal des letzteren einen Kranz aufzuhängen, der freilich, seitdem die Italiener am Ruder sind, jedesmal entfernt wurde. Als aber zum diesjährigen Gedächtnistag um 2,30 Llhr früh junge Bozener den Kranz mit der weiß-roten Schleife am Grabdenkmal anbringen wollten, fielen Schüsse aus dem benachbarten Feuerweh r l o k a 1, in dem sich Agenten der Staatspolizei aufgestellt hatten. Die Bozener mußten flüchten, wurden jedoch verfolgt. Dabei tarn einer von ihnen, Iosef Rizzi, zu Fall und wurde verhaftet. Kurz darauf wurden noch zwei weitere Beteiligte festgenommen. Die drei Bozener befinden sich noch in Hast. Kunst unb Wissenschaft. 100-3afjr-$eier ber Berliner Universitätsbibliothek. Mit einem feierlichen Festakt beging in ber Alten Aula ber Universität bie Universitätsbibliothek ihr 100jähriges Bestehen. Der Rektor ber Universität, Geheimer Konsiftorialrat Prof. Dr. D e i ß m a n n , überbrachte bie Glückwünsche und ben Dank ber Universität unb des Senats an ben Direktor ber Bibliothek unb feinen Mitarbeiterftab. Ministerial- bireftor Prof. Dr. Richter sprach für ben verhinderten Minister, ber Generalbirektor ber Staatsbibliothek, Geheimer Regierungsrat Prof. Dr. Krüß, im Auftrage bes Kollegiums ber Staatsbibliothek unb als Vorfitzenber des Beirates für Bibliotheksangelegenheiten. Die Festrebe hielt ber Direktor ber Universitätsbibliothek, Dr. Hoecker, ber einen historischen Rücllstick über bie Entstehung unb Entwicklung ber UnivGrsitätbibliothek gab. Der Ständige Literatur- unb Kunstausschuß des Völkerbundes. Der Präsident des Ausschusses für geistige Zu- fammenarbeit des Völkerbundes, Gilbert Murray, gibt bie cnbgültlge Zusammensetzung bes von ber ietzten Völkerbundsversammlung eingesetzten Staubigen Literatur- unb Kunstausschusses bekannt. Dem Ausschuß gehören u. a. an: Der ehemalige Direktor bes Internationalen Institutes für geistige Zusammenarbeit, Julien Luchaire (Frankreich), Thomas Mann (D e u t f d) l a n b), Fräulein Helen Wacaresco (Rumänien) unb Professor be Reynolb (Schweiz). Pariser Kirchentagung. Seit bem 18. Februar tagt in Paris ber Vollzugsausschuß bes Oekumenischen R a - t c s für praktisches Christentum (Stockholmer Bewegung) unter bem Vorsitz bes schwedischen Erzbischofs Soederblom. Als deutsche Delegierte nehmen an ben Verhanblungen teil: Dekan Ihmels, Lanbesbischof von Sachsen, Dekan H o s e m a n n, Oberfonfiftorialrat, Direktor bes Deutschen Evangelischen Kirchenbunbesamtes in Berlin, Professor Titins - Berlin, Professor Di- b e 11 u s • Heibelberg, Pfarrer Stange, Reichs- roart ber evangelischen SungmännerDcrbänbe Deutsch- lanbs in Kassel unb Pfarrer Dr. rer. pol. Schön- selb, beutscher Vertreter im 9nternationalea Sozialwissenschaftlichen Institut in Gens. Aus aller Welt Die Beisetzung der Opfer in Eschweiler. In Eschweiler fanb in ber großen, schwarz drapierten Schützenhalle bie Trauerfeier für die 32 Opfer ber'Eschweiler Bergwerkskata- strovhe statt. Generalbirektor Westermann gab im Namen bes Eschweiler Bergwerksvereins bas Versprechen ab, alles Menschenmögliche zu tun, um von ben Hinterbliebenen bie schwerste Not abzu- tuenben. Nachbem bann Vertreter ber Gewerkschaften unb bes Betriebsrates ben Toten letzte Grüße nachgerufen hatten, sprach Ministerialbirektor Dr. ©tiefer vom Reichsarbeitsministerium im Namen bes Reichspräfibenten unb ber Reichsregierung ben Angehörigen bie wärmste Anteilnahme aus. Zum Schluß hielten noch Weihbisckof Dr. S t r a e t e r für bie katholische Kirche unb Konsiftorialrat Schrö - ber im Namen bes protestantischen Konsistoriums Ansprachen. Dann würben bie Särge unter ungeheuerer Beteiligung ber Bevölkerung, Geistlichkeit, Schulen unb Vereine, zum Friebhof gebracht. Dort kam es nach ben Einsegnungsfeierlichkeiten unb Ansprachen ber Geistlichkeit zu einem Zwischenfall. Ein Vertreter ber Revolutionären Gewerkschaftsopposition hielt an ben Gräbern eine Rebe, b1e sehr scharfe Wenbungen enthielt. Von ben anwesenben Polizeibeamten würbe er jeboch am Weiterreben verhinbert unb schließlich genötigt, den Friebhof zu verlassen. Dann sprach an ben Gräbern ber Opfer ein zweiter kommunistischer Redner in ähnlicher herausfordernder Weise. Auch diesem wurde das Weitersprechen von Polizeibe- amten untersagt. Da bie Menge mit Pfeifen und Pfui!-Rufen zu einer ©egentunbgebung schritt, würbe berFriebhofvonberPolizei geräumt. Die Kommunisten marschierten hierauf unter Vorantragung einer roten Fahne zum Marktplätze in Nothberg, wo sie eine Sunbgebung veranstalteten. Nach kurzer Zeit löste sich bann bie Menge auf. Schwere politische Zusammenstöße in Göttingen. Rachdem bereits am 23. Februar abends ein Stahlhelmangehöriger unb ein Rationalsozialist von Kommunisten überfallen und schwer verletzt worden waren, dauerten die Sim ruhen auch den ganzen Dienstag über an. Die Kommunisten versuchten das Parteibureau der Rationalsozialisten zu stürmen. Die Polizei mußte wiederholt mit dem Gummiknüppel einschreiten. Gegen 16 Ußr kam cs zu einer Schlägerei auf der Rikolai-Straße, wobei von dem Deutsche Siedlungsarbeit in Ostasrika Wenn Ihre Vie Wetterlage. sturmijtnei nordwcjl dann geben Sie sie bitte spätesten* Im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags In der oeschÄftsstelle auf ' Eine öffentliche An Mahnung zur Zahlung von Wohnungsmiete und Schulgeld be- findet sich im heutigen Anzeigenteil. Interesfen- tcn seien besonders daraus aufmerksam gemacht. • • Neubesetzung der Schlachthvf- d i r e k t i o n. Die Stellung des Schlachthof- direktors und Leiters des Siebener Vieh- und Schlachthofes ist zur Wiederbeschung im heutigen Anzeigenteil ausgeschrieben Tierärzte seien be- sonoers darauf hingewiesen. • • Stadttheater-Abonnement. Die Einlösung des sechsten Abschnittes des Stadt- theater-Abonnements für Dienstag-, Mittwoch- und Freitag-Abonnement hat demnächst zu erfolgen. Näheres im gestrigen Anzeigenteil. • * Renten . Auszahlung. Die Auszahlung der Militärrenten jür März findet, wie uns vom Postamt mitgeteilt wird, am 27. Februar, der Unsoll. und Invalidenrenten am 28. Februar statt. Schweine-Zwischenzählung am 2. März. Das KrciSamt Diesten teilt im AmtS- vertündigungsblatt vom 24. Februar mit, dah am 2. März wieder eine Schweine - Zwischen» zählung stattsindet. Mit dieser Zählung ist ein« Ermittlung der nicht beschaupflich'igen Haus- schlachtungcn in der Zeit vom l. Dezember 1930 biS 26. Februar 1931 verbunden. — Ausbruch der Maul-und Klaurn- f e u ch e. Zn Rodheim v. d. H. (Kreis Friedberg) und in Gelnhaar (Kreis Büdingen) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. •• Grotzcr ZigarettendiebstahL 3n der Nacht zum Dienstag drangen Einbrecher in das Lager der Zasconsa-(Zigaretten-)Hpeditions» gesellschast in der Dämmstrahc ein. Die unerwünschten nächtlichen Besucher kletterten über die Llmfasfungsmauer und dann über eine Leiter zum ersten Swekwerk empor, wo sie sich durch Eindrücken eines Fensters Zugang zu dem 2n- Qwoixenios. ontnti ®naib beatm. ® woimg. ® cemn «Regea » Sthnte & Oraupeln. □ Ktbtl K Gfe/itter.(§)wind$tilie.*O-‘ eitnter Ost Tiessigcr Südsüdwest in der Freitags- oder In der Samstagsnummer des GleBener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame SatzausstattunO werben soll ncren deS LagergebaudeS verschafften. AuS den Vorräten stah.en sie etwa 11 000 Zigaretten der Marken Ova. Salem-Auslese. Atikah-Auslese, lllmenricd und Mercedes. Wohin das Diebesgut verschleppt wurde, steht bisher noch nicht sest. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. (Strafkammer Gießen. * Dietzen, 24. Febr. Ein Schuhmacher und Händler aus einem Landort war zu 80Mark Geld st rase verurteilt worden, weil er vor der Konkurseröffnung verschiedene Gläubiger in unzulässiger Weise sichergestellt hatte (8241 Konkursordnung). Die Straskammcr hielt es heute für erforderlich, noch verschiedene Ermittlungen vornehmen zu lassen und vertagte deshalb die Sache. Ein Kraftwagenführer war am 18. Aug v. 3. gegen 18 Ahr die Ostanlage nach der Bürgermeisterei zu gesahren. Plötzlich sah er — nach seinen Angaben — ein kleines Mädchen, das vorher auf dem Bürgersteig gelaufen war, vor seinem Wagen. Wie cs da.)in gekommen war. will er nicht bemerkt haben. Trotz Bremsen- wurde es überfahren und getötet. Das Schöffengericht hatte in dem Verhalten des Angeklagten eine Fahrlässigkeit in der Ausübung seines De- russ gesehen und ihn an Stelle eines Monats Gefängnis zu 200 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Strafkammer bestätigte das Urteil. afrika nach ben\ Kriege. Seine Darlegungen waren aufgebaut auf den Feststellungen gelegentlich einer grasten Rundreise, die er im Jahre 1929 durch Ostafrika gemacht hat. Von der einstigen, glänzend blühenden deutschen Arbeit in unserem alten ostafrikanischen Besitz, der zweimal größer ist als Deutschland, ist heute leider nur noch wenig vorhanden. Den größten Teil der ehemaligen deutschen Besitzungen haben sich die Engländer angeeignet, daneben ist es der Inder, der feine wirtschaftliche Geltung und seinen Einfluß im öffentlichen Wirken in der Kolonie ganz erheblich gestärkt hat. Dadurch ist die Lage der Deutschen heute natürlich eine ganz andere und wesentlich schwierigere als früher, trotzdem sind aber seit 1925 26, von wo ab den Deut- scheu wieder Landerwerb gestattet wurde, sehr er frculidje Ergebnisse der deutschen Siedlungsarbeit- zu verzeichnen, und daraus ergeben sich verheißungsvolle Ansätze zu weiterem Aufbau der deutschen Kolonialwirtschaft. In gewissen Landesteilen sind schon geschlos- jene deutsche Siedlungen vorhanden, das deutsche Schulwesen als bedeutsamer kultureller Faktor ist wieder sehr gut entwickelt, das Verhältnis zu den Eingeborenen ist gut, und die Arbeitsmöglichkeiten sind trotz der schweren Zeit, immer noch aussichts- voll. Angesichts dieser Verhältnisse empfahl der Redner dringend eine starke, aktive fiofonialpolltif und die weitere Ansiedlung deutscher Landwirte, Handwerker und Kaufleute in Ostafrika, wo für tüchtige, vorwärtsstrcbende Männer noch Raum genug vorhanden sei. Eine wirksame Unterstützung dieser Werbung für rege deutsche Kolonial arbeit brachte der Vortragende noch durch die Vorführung zahlreicher guter Lichtbilder von deutschen Siedlungen und Pflanzungen in den verschiedenen ostasrikani- schen Landesteilen, die eindrucksvoll Zeugnis ablegten von der starken, ausbauenden Straft des deutschen Fleißes und Willens zum Wieder- emportommen in unserer alten Kolonie. Der sehr interessante Vortrag, sür den Frau Prosestor Kuhn dem Redner namenS der Versammlung herzlich dankte, kann als ein starker AktivpostenfürdieKolonialfreund- schaft in unserer Stadt bezeichnet werden. Die noch junge Gießener Abteilung des Kolonial- Frauenbundes kann es sich als schöne« Verdienst anrechnen, durch diesen Abend daS koloniale 3nbereffc in unserer Bürgerschaft kräftig belebt zu haben. Oie Piene fliegen mit dem Wmde. Pie oeiden Stationen Menenden Zarten geben die Temperatur an Pie Lm>en veromfen One mit qickKco} auf Mrtresnivtau umgerecnneie» Luftdruck Wettervoraussage. Die Nandstörungen des im Norden vorüberziehenden Tiefdruckgebietes haben den hohen Druck im nördlichen Deutschland bereits abgeschwächt. Dort hat milde ozeanische Luft die Temperaturen über Null gehalten und ferner trübes Wetter mib Niederschlägen verursacht. Hingegen stehenMittel- und Süddeutschland noch im Zeichen hohen Druckes, welcher weiter zu Frost führte. In München zeigte heute morgen das Thermometer wieder — 9 Grad an. Die Nandstörungen werden sich weiter südwärts durchsetzen und auch in unserem Bezirk nächtliche Milderung biS um den Gefrierpunkt und etwas darüber bringen. Weiter führt die ozeanische Luft neben Eintrübung auch Nie- deickchläge mit sich, die auf den Bergen alS Schnee niedergehen. Aussichten für Donnerstag: Meist wollig und bedeckt, nachts milder, zeitweise Niederschläge, in höheren Lagen als Schnee, südwestliche Winde. Ganz merkwürdig mögen dem Laien althergebrachte Sähe klingen wie: »Eisern Vieh stirbt nicht", dah die wiederkehrende Erneuerung des lebenden Zubehörs eine« Gutes kennzeichnet, oder wie „öer Tote ernt den Lebendigen', womit der unmittelbare NechtS- und Pslichtenübergang gemeint ist: vergangenen Anschauungen entsprungen ist die Negcl: „Das Kind folgt der ärgeren Hand", waS auf die ungünstige Rechtslage der Eprötzlinge aus .standeswidriger" Mißheirat ab- zielt. Recht zu haben ist iedermann zu gönnen, der sich im Streit seiner Haut zu wehren hat, aber stets Recht haben zu wollen und niemals Milde, niemals Nachgiebigkeit gegen einen Widersacher walten zu lassen, bringt in den Verdacht, ein: „Prozeßhansel", ein rechthaberischer Mensch zu fein. Wie man hierüber auch denken mag, die Wechselfälle eines Prozesses sind unberechenbar, so wenig Wert auch auf das Sprichwort gelegt werden soll, daß das Recht eine wächserne Nase habe. Dem geneigten Leser sei von Herzen gewünscht, daß er stets bann Recht bekommt, wenn er Recht hat. 2- Pornotizen. — Tageskalc n dersür Mittwoch. Stadttheater: „Der Misanthrop', 20 bis 22.30 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Liebeswalzer". -- Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr. unter der Spielleitung Walter Bäuerles die von ihm inszenierte Molidre-Dearbeitung ..Der Misanthrop". — Freitag. 27., 20 Uhr, Wiederholung der erfolgreichen Aufführung „Volpone", eine lieblose Komödie von Ben Ionsen in der Bearbeitung von Stefan Zweig: Spielleitung Peter Fassot. — Sonntag. 1. März, 15 il&r, geschloßene Vorstellung, „Nachtasyl" von Gorki. 18.30 Uhr, als Fremoenvorstcllung unter der Spielleitung des Intendanten das Schauspiel „Marius ahoi!' von Marcel Pagnol. — Am Donnerstag. b.März, 19.15 Uhr. im Mittwoch-Abonnement einmaliges Gastspiel des Darmstädter Landes- thcaters mit der Mozartvper „Die Hochzeit des Figaro": Opcrnpreise. — Vom Konzertverein wird unS mit» geteilt, daß Herr IustuS F.Laun infolge Erkrankung verhindert ist, die Tenorpartie im „Messias" zu fingen und daß an seiner Stelle Herr August Jordan aus Frankfurt verpflichtet worden ist. Kommunisten geschossen wurde. Eine Person erlitt schwere Verletzungen. Eine von den Nationalsozialisten in einen Saal einberufene 03er- fammlung verlief ruhig, jedoch wurden im An- fchftih hieran obmarschrerende Nationalsozialisten von Kommunisten beschossen. Als in später Nachtstunde die Polizei aus der Geismarer Landstraße einen etwa 150 Mann starken kommunistischen Zug auslösen wollte, wurde sie ebenfalls beschossen. Die Polizei räumte die Gegend von den Demonstranten. Grohherzog Friedrich August von Oldenburg f. Oldenburg, 24. Febr. (TL1.) Der letzte regierende ©roßberjog von Oldenburg, Friedrich August, ist am Dienstagvormittag gestorben. Der Erzherzog war 1852 als Sohn des GrohherzogS Peter geboren. Nach militärischer Ausbildung in der preußischen Armee wandte er sein 3n- teresse vor allem schiffsbautechnischen Fragen zu. Für die Konstruktion einer neuartigen Schiffsschraube wurde er von den Technischen Hochschulen in Danzig und Hannover zum Dr. ing h. c. promoviert. Seinem Vater folgte er 1900 in der Regierung des Drohherzogtums Oldenburg nach. Auch als Regent betätigte er fein lebhaftes Interesse für die Entwicklung der deutschen Seeschiffahrt. Do war er u. a. Vorsitzender des Deutschen Schulschiff-Vereins. 3n erster Ehe war cr mit der Prinzessin Elisabeth, einer Tochter des Prinzen Friedrich Karl von Preußen, verheiratet. Die einzige Tochter dieser Ehe ■ ist die ehemalige Prinzessin Eitel Friedrich von Preußen. Aus feiner zweiten Ehe mit der Herzogin Elisabeth von Mecklenburg-Schwerin entsprossen zwei Töchter und ein Sohn. ' Jrau Geheimrat F. A. Krupp f. Frau Geheimrat F. A. Krupp ist am Dienstagnachmittag im 77. Lebensjahr plötzlich gestorben. Margarete Krupp, geborene Freiin v. Ende, wurde in Breslau als Tochter des Polizeipräsidenten Karl Ludwig August Freiherr von Ende geboren. 1882 tourte sie die Gattin Friedrich Alfred Krupps. Wegen ihrer Großherzigkeit und ihrer Verdienste um die Stadt Essen — erinnert sei nur an die zahlreichen Stiftungen sür die Werksangehörigen und ihre Familien — wurde ihr 1912 der 2 h r e n b ü r g e r b r i e f der Stadt Essen überreicht. Sie hat ihren Gatten, der 1902 gestorben ist, um säst 30 Jahre überlebt Muller und Zwillingskinder durch Gas gelölel. 3n Harburg-Wilhelmsburg wurde die 23jährige Ehefrau Nuthmann mit ihren zweijährigen Zwillingskindern von dem heimkehrenden Ehemann in der Wohnung mit Gas vergiftet, tot aufgefunden, toäbrenb ein drittes Kind der Eyeleute, ein vierjähriger Junge, noch schwache Lebenszeichen von sich gab. Der Zunge wurde in ein Krankenhaus geschasst und konnte am Leben erhalten werden. Nach den polizeilichen Feststellungen hatten sich die Frau und die beiden Kinder in der Küche aufgehalten. Dabei hatte eines der Kinder auf dem Küchentisch gespielt und heimlich den von dort erreichbaren Gashahn geöffnet. Da die Frau keinen Geruchssinn hat und schwerhörig ist, ist ihr das Entweichen des Gases nicht ausgefallen. Immer noch Lawinengefahr in Tirol. Im ganzen Tiroler Alpengebiet gehen ständig neue Lawinen nieder, doch sind Menschenleben nicht mehr zu beklagen gewesen. Die Schneemengen haben jedoch große Verwüstungenaufden Eisenbahnstrecken angerichlet. Der Verkehr auf der Strecke Linz —Franzens feste mußte vollständig eingestellt werden, da eine sieben Meter hohe Lawine in der Nähe der österreichisch-italienischen Grenze den Bahnkörper vollständig verschüttet hatte. Auch aus Südtirol liegen Nachrichten über starke Schneefälle und Schneeverwehungen vor. Die Voruntersuchung gegen den Dersicherungsbetrüqer Tetzner. Nach mehr als einjähriger Voruntersuchung konnte dem Kaufmann Kurt Tetzner aus Leipzig und seiner Frau wegen je eines Verbrechens, des versuchten und des vollendeten Mordes, sowie eines Vergehens des versuchten Versicherungsbetruges bzw. der Beihilfe hierzu, die umfangreiche Anklageschrift zugeftellt werden Zur Hauptverhandlung am 23. März vordem Schwurgericht Regensburg find 21 Zeugen wnb fünf medizinische Sachverständige geladen. Nach der Anklage soll Tetzner, der sich bei mehreren Versicherungsgesellschaften für insgesamt 1 45 000 Mark versichern ließ, in der Nähe von Ettershausen bei Regensburg am 26. No- veinber 1929 einen noch unbekannten Handwerksburschen mit seinem Wagen verbrannt haben. Nach der Tat floh Tetzner nach Paris, während die von ihm eingcweihte Ehefrau ihren Mann als tot bei den Verficherungsgefell- schäften meldete. Schöne weiße Zähne: Chlorodont Recht", ganz zu schweigen von dem seltsam klingenden und doch so gedankentiesen Faust-Worte: „Was du ererbt von deinen Vätern hast, Erwirb es, um es zu besitzen." Er mutet dem Hörer juristische Llngeheuerlichkci- ten zu und verdient trotzdem ernstliche Beachtung. 3n der täglichen Rede tauchen auf Schritt und Tritt Ausdrücke aus dem Rechtsleben auf: der Dolksredner, der Schriftsteller, der ZeitungSleser beherrscht sie und macht sie sich zu eigen. Man macht sich zum Anwalt einer guten Sache, man plädiert sür sie, man wird ihr Fürsprecher, tritt für sie in die Schranken und sucht ein günstiges Urteil über sie zu erlangen, ilnb wer herüber zu Gericht sitzen soll, der darf sein Ohr nichr einseitig einer Partei leihen, denn „Sines ManneS Rede Ist keines Mannes Rede, Man soll sie billig Horen alle Heede." Wer einen anderen verteidigt, wird nur selber noch dessen eingedenk sein, daß die altdeutsche Gerichtsstätte („Lhie" oder „Thing" genannt) mit den darüber rauschenden Zweigen einer ehrwürdigen Linde das Stammwort für die von ihm im wirklichen oder im figürlichen Sinne ausgeübte Tätigkeit bildet. Wenn man jemanden beschwört, etwas zu tun ober zu unterlassen, so ist der Zusammenhang mit dem Prozeßverfahren ebenso unverkennbar wie bei der Redensart, daß man für eine Behauptung feine Hand ms Feuer legen wolle. Mit den ehemaligen Gottesurteilen, auf die man bildlich noch heute zurückgreift, stand die Feme in enget Beziehung. Die Erinnerung an sie ist lebendiger als je zuvor, und wer sich als verfemt betrachten muh, dem fällt es schwer, gegen die Dolksstimmen auszukommen. Der Begriff des Prozesses ist von den verschiedensten ^russzweigen aus dem Rechtsverkehr übernommen. Vorgänge des Wirtschaftslebens wie die Aufsaugung von Kleinbetrieben, medizinische Beobachtungen am gesunden und kranken Körper, wichtige naturwissenschaftliche Beobachtungen in der Entwicklung des Tier-, des Pslanzen-, des Mineralreiches, Wandlungen und Uebcrgänge im Lehrfach, in der Industrie, der Technik und anderwärts werden als ..Prozesse" anschaulich bezeichnet. Dah ein mageret Vergleich besser sei als ein fetter Prozeß, hören wir alle Tage von kundiger Seite, auch aus Anwaltskreisen. Die Reihe der Rechtssprichwörter ist schier endlos: nur einige davon mögen herausgegrisfen werden. Sie treffen in ihrer knappen Fassung oft den Nagel auf den Kopf, daß der Hehler so gut ist wie der Stehler, scheint dem einfachen Manne sehr begreiflich, auch wenn die Gtrafbor- schristen etwas anders lauten. Mit Rechten und Pflichten stimmt eS gut überein, wenn uns gesagt wird, dah jeder, der den guten Tropfen genießen will auch den bösen mit hinnebmen muh. 3m Handel und Wandel gilt die herbe Wahrheit, daß man den Beutel auftun muß, wenn man seine Augen nickt aufgetan hat, und dah man seinen Glauben da suchen soll, wo man ihn gelassen hat. Die sorgsame Treue im Rechtsverkehr klingt uns entgegen, denn „Hand muß Hand wehren", aber „Borgen macht Sorgen" und „der Abwesende muß manchmal Haare lassen". Nur sehr bedingungsweise gilt die Regel: „Not kennt kein Gebot", während wir es leider oft genug erfahren, „bafj Gelegenheit Diebe macht", aber auch dah „unrecht Gut nicht gedeiht" und dah „Lügen kurze Füße" Habern Aus Der Provituiofbaupfftaöi Gießen, den 25. Februar 1931. Das Hecht im Vo'lsmunde. Das Rechtsbewußtsein deS deutschen Volkes kommt in der mannigsachsten Weise zum Ausdruck, öS zeigt sich in Sprichwörtern und landläufigen Redensarten, in Dergleichen und Bildern, bei denen oft die übertragene Bedeutung den ursprünglichen Sinn verdrängt hat. Es liegt eine Rückkehr zum natürlichen Empfinden darin, wenn wir aus der Verfassung des Reiches entnehmen, daß alle Gewalt und alles Recht vom Volke aus- geht, in dessen Namen die Gerichte ihr Urteil er- lassen, und wie ein Fels im brandenden Meere des Parteienstreits und der Tagesmeinungen steht der Satz: „Recht muß doch Recht bleiben." Nur aus einer galligen Mißstimmung heraus ist der Vers zu crTlärcn: „Es erben sich Gesetz und Rechte Wie eine ew'ge Krankheit fort." Wir lernen es schon früh, dah Gerechtigkeit ein Volk erhöht, und frische jugendliche Kehlen singen es mit den ergrauten alten Herren zusammen, dah unserem Vaterlande, „geliebt durch Redlichkeit und Recht", eine neue Blüte ersehnt werde Nicht ganz im Einklang mit den Einrichtungen der Ersetzung und Verjährung steht der Spruch: „Tausend Jahre Unrecht machen noch kein 3ahr Die Abteilung Giehen des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft veranstaltete am Montagabend im großen Saale des Studentenhauses einen ausfchluhreichen Vortrag über die deutsche Siedlungsarbeit im heutigen Ost afrika. Welch grobem 3ntereffe das Thema begegnete, war aus dem auher- ordentlich starken Besuch — der Saal war voll besetzt, trotz mehrerer Veranstaltungen am gleichen Abend — ersichtlich. Die Vorsitzende der Gießener Abteilung, Frau Pros. Kuhn, leitete den Abend ein mit einem kurzen Bericht über das Werden und Wirken des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesell- schalt, dessen Ziel die tatkräftige Förderung des Deutschtums in unseren ehemaligen Kolonien ist und der in dieser Arbeit schon sehr ansehnliche Leistungen vollbracht hat. Zutreffend betonte die Rednerin, daß es Ausgabe jeder deutschen Frau fei, diese Arbeit zur Förderung des Deutschtums tatkräftig zu unterstützen, damit für die deutschen Siedler in den Kolonial ländern noch mcchr als bisher getragen werden könne. Der Redner des Abends, Ministerialrat Dr. Mickcl (Berlin), ein alter und begeisterter Afrikaner, sprach sodann in mitreißender Weise über die deutsche Äolonialarbeit in Afrika einst und jetzt, ins- besondere über die deutsche Siedlungsarbeit in Oft- afrika unter der Mandatsoerwaltung der Engländer. Zunächst gab der Vortragende in großen Strichen ein Bild des deutschen kolonialen Wirkens bis zum Kriegsausbruch, das gekennzeichnet war durch eine glänzende Aufwärtsentwicklung des deutschen Kolo- nialbcsitzes unter der sorgsamen und weitausschauen- den Verwaltung durch die deutschen Kolonialbehörden. Er ließ dabei erkennen, mit weich' großer Be- geifterung die Pioniere Deutschlands sich ihrer hohen zlufgabc in den Kolonialländern widmeten, mit welchem feinfühligen Verständnis sie den Eingeborenen begegneten und dadurch erreichten, daß der Deutsche von der schwarzen Bevölkerung allgemein hochgeachtet wurde und sich ein festes Treuverhältnis her- ausbildete, das ja dann während des Krieges in Ostasrika aller Welt deutlich sichtbar wurde. Durch diese Tatsachen wird die Lüge von der „deutschen Unfähigkeit zur Kolonialarbeit" am besten widerlegt, und wir können daraus, wie auch aus der ent- schädigungslofen Wegnahme unseres Kolonialbesitzes durch die Weltkriegsieger die Forderung an den Völkerbund ableiten, Deutschland mit der Verwaltung kolonialen Lefitzes zu betrauen. Sodann berichtete der Redner cin^cfjcnb über den Wiederbeginn der deutschen Stolomalarbeit in Ost- inoö Oslo Mambo. Koruna llrL Statt jeder besonderen Anzeige. Tel Bellersheim, den 24 Februar 1931. 1425 D im 44. Lebensjahre von uns. «aiserstrahe 72 1436 D Lang-Göns, den 24 Februar 1931. 1446 D 1448 D Garagen | Stellenangebote 11 t Ul [1426D 1429 D Die Stelle des Schlachlhosdirettors und l F 2a 2b 3a 10,15 fm Inhalt. Las 6. 7. Los Stellengesuche Los 8. Los 9. 1420V FernSprecher 3659 1209 D Der Iagdvorsteher. Wisker. | Mietgesuche | Zimmer mti MocUnclenenueu nef Schr. Angeb. um. OiO88a. d. (Steü. SlnA. Die Beerdigung findet Freitag, den 27 Februar, nachmittags 1 Uhi, in Vadenrod (Kreis Alsfeld) statt. Ortenberg, den 24 Februar 1931. Die Beerdigung findet Freitag, den 27. Februar, nachmittags um 3% Uhr statt Bum foiortinen Einum iucde ich einen redeoew nd ausgeschriebenen Fichtenderbstangen 3. Klasse sind 1000 Stück aus vorjähriger Ernte im Distrikt Läunsbach. Den Käufern wird empfohlen, das Holz vor der Versteigerung zu besichtigen, da spätere Einwendungen hinsichtlich Qualität und Menge nicht mehr berücksichtigt werden können. Schotten, den 25. Februar 1931. Hessisches Forstamt Schotten. Donnerstag, den 26. Februar 1931, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen", Reuenweg Rr. 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: vier Vertikos, vier Büfetts, einen Sessel, drei Nähmaschinen, einen Kassenschrank, einen Bücherschrank, vier Chaiselongpes, sechs Sofas, drei Schreibtische, ein Grammophon, eine Standuhr, drei Tische, 17 Stühle, zwei Diwans, zwei Schreibmaschinen, eine Ladeneinrichtung, einen Spiegel, zwei Regulatoren, einen Kleiderschrank, zwei Klaviere, eine Vitrine, einen Horch - Personenwagen, einen Gasherd, einen Eisschrank, zwei Kredenzen. 1438D Voraussichtlich bestimmt: ein Wirtschaftsbüsett, zwei Waren- schränke, einen Gtäserschrank, einen Badeofen mit Wanne, eine Schuhpresse, einen Einspännerwagen. Bestimmt: ein Büfett, einen Kassenschrank, einen Chassis von Opel-Wagen, vier Räder mit Bereifung zu obigem Chassis. (Letzterer an Ort und Stelle, Ort wird im Versteigert/ngslokal bekanntgegeben.) Dem Gerichtsvollzieher in Gießen Steinstraße 13 — Telephon 4101 In tiefer Trauer: Gustav Herbst, Lehrer Gustav Herbst Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unsrer unvergeß liehen Mutter. Schwiegermutter, Gfobmutter und Fante, insbesondere tür die trostreichen Worte des Herrn Plarreis sowie die Anteilnahme des Heb- ammen-Vereins sagen wir unseren nerzi. Dank Im Namen der Hinterbliebenen: Geschwister Herbert. Gießen, den 24. Februar 1931 Bekanntmachung. Der Bebauungsplan der Stadt Gießen über das Gebiet zwischen Freiligrath-, Uhland-, Friedrich- und .Franisurter Straße, Am Riegelpfad und Aulweg ist durch Verfügung des Herrn Ministers des Innern vom 23. Januar 1931 zu Nr. M. d. I. 16 235 genehmigt worden. 1253C Der Plan liegt während den üblichen Dienststunden am Städtischen Hochbauamt, Afterweg 9, zur Einsicht offen. Gießen, den 19. Februar 1931. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Hamm. Eltern schickt Eure Kinder erst auf die Handelsschule. Ihr bereitet ihnen einen erfolgreichen Lebensweg. Lasset sie unsere bewährten Anstalten ab 14. April besuchen. Prospekte kostenlos durch die Direktion der Vogtschen Handelsschiilea Glessen und Herborn Garten 500 qm. Nähe M -T> V.-Svoripl. m.Cbft, Beeren u. Zubehör, Av vervacht yiabcreS Schiffenaerger Weg 2JI, 11 bis 15 Uhr. 1,1095 Gestein abend entschlief sanft mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Bauoberinspektor Wilhelm Karl Jeckel im 72. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Kätchen Jeckel, geb. Bellinger. oeffemliche Mhmmg. Folgende Rückstände werden hiermit gemahnt: 1375C 1. Wohnungsmiete aus städtischen Häusern für Januar 1931, einsch.ießlich 1. bis 3. Rate Anteil an den Straßen- reinigunqs- und Müllabfuhrgebühren für Rj. 1930. 2. Schulgeld für die Hessische Studien- Gloiifleii 24 Fabre alt, i on Be- rui Schlosser, nrmm allen Reparaturen, längere Zeit f. Gro • fit na flefn()r.,nn Besitz d. Führerscheine 1. 2, 3b such, Stella. zuverlälüge Perlonen gleich welch. Berufes Bez. - Versaodsiellen tu jed. Cit, bet hob. Verdienst (14.1V üeulslye Mln-Ges. vllvGooesvkrgM 530 Am 23 Februar entschlief unser Bruder und Onkel Herr Karl Hahn Heute morgen um 10 Uhr ging meine liebe, herzensgute Frau, meine treusorgrnde Mutter, unsere unvergeßliche Tochter und Schwester, Schwiegertochter und Schwägerin Frau Una Herbst, Seb. Kreuder Keil ntaii Ad-- * Ii4 l«n „ibertr« MM"" Maders s für den o für die u andere fj sonstige g len immer, werden m einem Gebieten o Jür'Oleu« Schon aus los« Krc fiitir# Del N in Labora zwar gelur allzu gr°' glückte, mt ten elektnl zu schmeh bringen. ■ lose Kraft ter gegan grundlege sich diese Die Drah erzeugte hatten Vf trören bi' Euergim« unserer 1 wir zur' zen und! krö tiger ergaben vielleicht allem ix Sender sich nick Gäbe e Kirnte s holen tt jeder ar Hnpsänx Das to Wellen ffiftigwi hundert 1 sendet un tigkeit. Di nigsacher nicht nöti lassen toi bei Bert len trete toetlenge Duherde ähnlich i saminent toersen. auch aus borgmn suche hie Dr. DH Meter lc len ausg> ein zweit cmiiing u in Wärt Sielii V Das ne artige Ei Maschinen! des Dany hat, hak neues Dl die viels Maschine Dohren, und Eta «eschichtli ^apsersch kompllzie^ nts alle, nur den . bekannt. ?ber sind schon feit Mr und M.un 19 Menten ^geschn K?>ani Mrnbav ^assenhe Lisinas, aleues b ?^hban! «end na b'-Tech d< ^'nd im N'entand leinen P ?nschine °ainals ' L"ierli< Ndeihy w in Glien -n. Schrilii I Freitag (nicht beete) Angebote um. 0101)91 an den Gieß. An». tDUWIHWe. anstalt für Januar 1931. Die Zahlung kann noch bis einschließlich .. 5 März 1931 ohne Kosten erfolgen. Nach ------- . . . . Ablauf dieser Frist werden die Beträge im , Fleischbeschau einschließlich der bakteriologischen Fleischuntersuchung sowie im Vieh- und Schlachthofbetrieb besitzen. Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Lichtbild und Gehaltsansprüchen sind bis zum 1. April einzureichen. Zur persönlichen Vorstellung wird beson. ders aufgefordert. 1253C Gießen, den 23. Februar 1931. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Hamm. Leiters des Städtischen Vieh- und Schlachthofs ist zu besetzen. Die Anstellung erfolgt zunächst aus Privatdienstoertrag gegen dreimonatige Kündigung. Nach zufriedenstellender einjähriger Probedienstzeit erfolgt Anstellung als Beamter der Stadt. Die Ausübung von Privatpraxis ist nicht gestattet. Als Bewerber kommen Tierärzte in Betracht, welche die Approbation als Tierarzt innerhalb des deutschen Reichsgebietes erlangt haben und Erfahrung auf allen Gebieten der Schlachtvieh- und Am Montagabend 7 Uhr verschied sanft unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel Herr Ludwig Volkmann VI. im 86. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie August Römer L Familie Karl Römer II. Los 5. 45 Stück trockene Fichtenstämme, 13 bis 19 cm Durchmesser, mit Lungenveischleimung harmäck. Hullen VufttöbienrataiTb. Meucb= bullen, 95i ondjlaltaiairb, Allbma etc. behebt and linder' selbst in veralteten Fällen der schleimlösende Oellheim's Brust- u. Lungeniec Breis Mt. 1,85. Zn haben m den Apo» tbefen benimmt: Pelikanavotbeke vrie Ken. Kreu.vlatr 2._______________ 2674j 1 |/nb LL MM ffl BÄ von bester Quali ■ W all ■ MM flt und größter W M VW II V Ergiebigkeit zu billigstem Preis C.Rübsamen, Gießen AklillMW sucht für Gießen und Umgebung Vertreter und stille Vermittler für alle Dersicherungsbranchen Offerten an: Robert Gerling & (Eie., S.m. b.H., Raffel im 64 Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hermann Hahn. 4 -Znnm.-Wobna. befdilaanabmeircL viähe Nordanlage, v. 1.4.31 au oerm Instandsetzung k. muss, übemomm. werden Schnitt. Angeb unt. 01091 an d. GK. Anz. 2 Zimmer und.Küche tn gutem Hanse, befchlagliah- mefr.,fof. a.iub.Vc.ue A vertu. Schr Ang u. 01102 an d. Gß AnA. Metzgerei mit Wobnun,, geg. Inveniarnber- nabme los. au ocir». Lcbrtitl. A"ieb unt. 01089 a. d. Gieß. Anz. Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzelgert Geburtsanzeigen bei Brühl. SchulstraBe 7 Dleßenrse iuttöe Dame IN blauem Hut lind Kleid welche am 23. Febr. 1 mit dem Sune Mienen - Geln- battsen (OJiei.cn ab 16.32 Uhrl fubi u. tu Ltch aussfi g. wird von Herrn, der geg.- über fan, falls ebtb. Annäbernna nefteyt., um Anschrift geb. u. 01084 an d. Gy. An». MM AM ent.oocit. Abzngeb. geg. Belobn. bi „ M cülllmonn.riiverffr.411 Vereine üeoeilio»] HöOiooerct gebraucht, au tauicit ges. Schrillt. Ang. tu 01051 an ü. Gn. Ana. T e öchltcn Prei e Anble ich für getragene 81120 Herren kleider. L. RoNCiizwelK Gießen, Sei ersw 58. Karie genügt. [Verschiedenes | Menicht bei. Deutsch, Franz^ Engl.rLatein eit. Vn- AeallebTeitn. Vh >o- logtn.Nachh. garant. er olgretch! la Refe- reinen! Mäh. L-retS. Schrillt Angeb. unt. 01094 a. d.Gteh.Anz. Letzle vllWtzvklskeigerW. <______ Am Dienstag, dem 3.2När; 1931, vor-! auch mit HeiAnng mittags 10 Ahr, wird im Gasthaus „Zur vermieten. [" Krone ' in Schotten folgendes Nutzholz aus 1 Btt » llr. 1<» L den Förstereien Schotten — Nord und Süd — Eichelsachsen, Burkhards, Breun- I Suche tür meine Tochter, .0 Sabre alt, evang., auf 15. Avrtl 19:1 in einem qnt.Gesehliti- banse tcllimg, wo ne sich '. Geschäft n.Hausb. betät kann. Belltzt Stenn niffv tm vauoh u bat ö. van» delefchttle bet E? w. tventg auf Geb als auf gute Bebandlung gesehen. Am liebuen Aannhenanitblu Lchrilll Angeb unt. 1414D an den Gteß. I jluACtger erbeten Arbeitsvergebung. Für die Wohnungsbauten in der Schottstraße sollen folgende Arbeiten vergeben werden: 1375C Innere verputz- und Anslreicherarbellen. Angebote auf Vordruck sind bis zum Mittwoch, dem 4. Mär; 1931 vormittags 10 Uhr bei uns einzureichen. Gießen, den 25. Februar 1931. Städtisches Hochbauamt: Qrauert. Iagd-Berpachtung. Mittwoch, den 18. März, nachmittags um 3 Uhr, soll in der Gastwirtschaft des Heinrich Stelzenbach, die zirka 1100 Morgen große Gemeinde-Feldjagd auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Das Jagdrevier grenzt zum großen Teil an Wald, hat infolgedessen guten Rehabschuß und ist in einer Viertelstunde von Bahnhof Allen- borf a. d Lda. und Londorf zu erreichen. Nordeck, den 19. Februar 1931. MW für Lebensmittelgeschäft wird gesucht. Sa rtttl. Angeb. unt. 01104 an d. Gtz. AnA KW tüchtige, selb änbtae Arbeiterin loort aef. Schr ftl. Ang b uut. 011 3 an den Gie. AnAriaer erbeten. Suche junge Fiayod-iilche sürPutzen der Laden» räume. 0H01 Marktstraße 30. (besucht nacv der Schweiz lücht., ioltd Mädchen das im Hausb 'lt u Küche verfett ist An- inngsgeb 50-55 Mk Meld ng mit Zeugnisse u an [1433D Frau Krcutcr. Wilbelmstra e 21. Gei. für ktnoerl Eb>- vaar tüdnineo ebrL Mädchen mit nut. Zeugnissen, womöglich Aunt 1 ob 15. Marz. 01100 Frau (SifevtuS Violikeilrane 'Jlx. 4 Qunn. faub-, gesund. Maschen •' 4 Tau gesucht. s.„ 6 Süll. Goelll flr.31 rische Seefische rische Räucherfische rische Marinaden rischer Fleischsalat Herinafalat, Mavonuaisc usw. empfiehlt S. G. ^Selnhenn 428 v Balinbofstraße 61 Telephon 3866 Kolonialwaren mit 5% Edeka-Rabatt. Verwaltungsweg eingezogen. Gießen, den 25. Februar 1931. ___________Stadtkasse Gießen.___________ Bekanntmachung. Der Voranschlag für Rj. 1931 liegt ab 26. d. M. eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll erhoben werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 1427D Weickartshain, den 24. Februar 1931. Bürgermeisterei Weickartshain. _____________________Ho ck._____________________ Ruhholzverkauf. Durch Schriftgebot sollen im 3ntereffen- lenwalde zu Leidenhofen folgende Hölzer verkauft werden: 1419D Los 1. 60 Stück Fichtenstämme Klasse lb mit 15,39 fm Inhalt. M.Mel mit lO Jabr.LnAeum- bilduna und 1 Jahr Höb Handelsschule, sucht per 15. Avril ob. l.Diat Ansangs- steliung aut Urnuf, Büro od tonittfl. Berte u Schr. An r. u. 01086 an^d. Gn. Anz,. ^orkäufs Lin groner bst- u. Gemüsegarten nm NahrungSbergz. verkauf.SchrAng u. 01105 a d. Gien. Anz. Auto- Gelegenhettütauf -PS.-Opel-Limousine neuwertig t. pretsw. Opel. Gießen Franks. Str. 52—56, Tel 2847 [1443D Wagen auch für Lferde etn- gerlch et au verkauf. Steinbach. Hauptstr. 46. | Kiutoesuciie | Alle Soiien fTauben u.llür.KleidersGhpank gefuchi. Bo.elbauf, Wolkengasse. 101097 Bäckerei Ai» kaufen od An vach- ien geil,cht. Schrtiil. Angebo.e unt. 01099 g d ollen.Anzeiger. Schnellwaoge für Kolonialwaren- geschält An kaufen gelacht. Schrilil. Angebote linier 01092 a. d. Wien. AnAeiger erb. Nr. 4? Zweites Blatt Mittwoch, 25. S-bruar IQ51 Gietzener Anzeiger ((Seneral-Anzeiger für Gberheffen) Aus Natur und Technik. Technische Rundschau. Äon Dr. Kronz K Hier. Seit man begonnen hat, sick> eingehender mit den elektrischen We.len zu b^schäftig.n. ist immer wieder die Frage aufgetaucht, oo es nicht möglich sein würde, größere Kräfte mit ihrer Hilfe zu übertragen. Versuche setzten ein, die durch die Entwicklung der drahtlosen Telegraphie und Te- lephvnie gleichzeitig gefördert und beh'.ndert wurden. Eine Förderung erfuhren sie durch die Verbesserung der drahtlosen Einrichtungen. Eine Behinderung dadurch, daß man das Wellen- gebict aufteilte. Eine Anzahl von Wellen wurde für den Flugverkehr bereitgestellt. Eine andere für die überseeische Telegraphie. Wieder eine andere für den Rundfunk, eine weitere für sonstige Zwecke. Da zwischen den einzelnen Wellen immer bestimmte Abstände-aufrechterhalten werden müssen, damit keine gegenseitigen Sto- rungen eintreten, leiden wir heute bereits unter einem Wellenmangel. Er macht sich auf allen Gebieten der drahtlosen Übertragung geltend. Für Reues aber findet sich kein Platz mehr. Schon aus diesem Grund erschien die drahtlose Kraftübertragung eine wenig aussichtsreiche Sache. Bei Versuchen in kleinem Maßstab, die in Laboratorien durchgesührt wurden, war es zwar gelungen, geringere Energiemen en auf nicht allzu große Entfernungen zu übertragen. Cs glückte, mit Hilfe der an einer Stelle ausgesandten elektrischen Energie an einer anderen Metalle zu schmelzen und sonstige Wirkungen hervorzubringen. Damit war bewiesen, daß eine drahtlose Kraftübertragung mög ich ist. W^re es weiter gegangen, wie man es heute von technischen grundlegenden Erfolgen gewohnt ist, so hätte sich diese Angelegenheit rasch entwickeln müssen. Die Drähte, die immer noch die im Kraftwerk erzeugte elektrische Energie über Land leiten, hätten verschwinden müssen. An ihrer Stelle wären die elektrischen Wellen zum Träger der Energiemengen geworden, die wir zum Antrieb unserer Maschinen, unserer Slrasze.ibahnen, die wir zur Beleuchtung sowie zum elektrischen Heizen und Kochen und zu vielerlei sonstigen Zweck:n benötigen. Aber abgesehen von Wellenmangel ergaben sich noch verschiedene Schwierigkeiten, die vielleicht von der Weiterarbeit abschr ck'en. Vor allem verbreiten sich die elektrischen Wellen vom Sender aus nach allen Richtungen. Sie lassen sich nicht einem einzelnen Abnehmer zusührcn. Gäbe es eine elektrische Kraftübertragung, so könnte sich jeder soviel aus dem Aether herausholen wie er braucht. Genau so wie sich auch jeder am Rundsunk beteiligen kann, der einen Empfänger besitzt. Das war die Sachlage, solange man mit langen Wellen arbeitete. Der Rundfunk hat die Beschäftigung mit kurzen Wellen, mit Wellen unter hundert Meter Länge sehr gefördert. Kurzwellensender und Kurzwellenempsänger traten m Tätigkeit. Die kurzen Wellen verhalten sich in mannigfacher Hinsicht anders als die langen. EL ist nicht nötig, bei ihnen so große Zwischenräume zu lassen wie bei den höheren We.l nlangen. Auch bei Verwindung nahe aneinand-rlieg ndcr Wellen treten keine Störungen auf. Auf dem Kurzwellengebiet gibt es also noch Platz genug. Außerdem lassen Vc sich richten. Sie laufen sich, ähnlich dem Lichtbü )el eines Scheinwerfers. zu- sammenrafscn und in eine bestimmte Richtung werfen. Damit lag es nah«, zu prüfen, ob auch auf kurzen Wellen eine Kraftübertragung vorgenommen werden kann. Eingehende Versuche hierüber wurden von dem Radiotechniker Dr. Whitney durchgesührt. Von einem drei Meter langen Sendedraht wurden kurze Wellen ausgestrahlt. In einiger Entfernung wurde ein zweiter Draht ausgespannt, der die Wellen auning und die mit ihnen übertragene Energie in Warme umsetzte. Es gelang. Würste zu Die Revolution im Maschinenbau Don Oipl..Zng. Dr. A Hamm. Das neunzehnte Jahrhundert, das die großartige Entwicklung des Dampf- und Elektromaschinenbaues sah, das man das Jahrhundert des Dampfes oder auch der Elektrizität genannt hat, hat es nicht vermocht: ein grundlegend neues Bearbeitungsvcrfahren zu scha fen. Alle die vielfachen BcarbcitungLmethoden, die im Maschinenbau angewendet wurden, das Drehen, Bohren, Hobeln, ebenso wie das Pressen, Ziehen und Stanzen sind uralt, teilweise bis in vorgeschichtliche Zeit zurüclreichend. Ist doch die Töpferscheibe, aus der letzten Endes auch die komplizierteste Drehbank sich herleitet, ein Erzeugnis allerältester menschlicher Kultur, vielleicht nur den Höhlenbewohnern der Eiszeit noch nicht bekannt. Alle anderen Bearbeitungsmaschinen aber sind, wenn auch noch nicht so lange, doch schon seit Jahrhunderten bekannt, nur immer mehr und mehr verbessert und verfeinert worden, bis im !9. Jahrhundert dann die unendlich komplizierten automatischen Maschinen entstanden, die geschickter und klüger als irgendeine menschliche Hand Erzeugnisse einer bis dahin im Maschinenbau nicht bekannten Präzision und zugleich Massenherstellung schufen. Reu war allem die Fräsmaschine, obwohl auch sie nichts grundlegend Reues darstellt, kann man sie doch leicht aus Drehbank oder Hobelmaschine herleiten. Aber die Vervollkommnung der Fabrikate und die Bedürfnisse schneller Herstellung verlangten dringend nach neuen Verfahren, die ihnen indessen die Technik nicht zu geben vermochte. Erst dem neuen Jahrhundert, in dem wir leben, gelang die Erfüllung dieses Sehnens. Als das Kind im Jahre 1905 zur Welt kam, ahnte freilich niemand, weder unter seinen Vätern noch unter seinen Paten, wie sehr es einstens die Welt des Maschinenbaues auf den Kopf stellen würde, damals schien es nur ein mehr oder weniger kümmerliches Aushilfeverfahren zu sein. Es war das autogene Schneiden, das Schneiden (und auch Schweißen) mit der Gasflamme, von dem hier die Rede ist. Acetylen und Sauerstof,. die sich begierig vereinigen, ergeben die Flamme, die in ihrer ungeheuren Hitze das widerstandsfähigste Eisen verzehrt. . die dicken Stahlplatten durchtrennt, als wären es Pappendeckel, die von kochen, ein Ei hart zu sieden. Aepfel zu Erraten, Wasser ins Sieden zu bringen, Kuchen zu backen. Die elektrische Krailübertragung auf kurzer Welle und, was sehr wichtig ist, mit Hilfe sehr einfacher Einrichtungen war also gelungen. Selbstverständlich wäre es verfehlt, wollte man nun sofort ein Zeitalter ohne Drahtleitungen Vorhersagen. Aber jedenfalls ist es von Wichtigkeit, daß ein neuer Weg gezeigt wurde, auf dem vielleicht einmal ein Erfolg erzielt werden kann. Zahlreiche Einwände lassen sich noch machen. Die übertragene Energie war klein, die Entfermmg war gering. Auch in die gerichtete Welle können sich noch Unbefugte einschalten und vieles andere mehr. Aber immerhin ist ein Anfang gemacht, ist ein neuer Anstoß gegeben, sich mit der hochwichtigen Frag« der drahtlosen Kraftübertragung weiterhin zu beschädigen. Die Aufgabe der Technik besteht von jeher einzig und allein darin, Schwierigkeiten zu überwinden. Sie wird vielleicht auch die hier noch bestehenden Hindernisse zu besiegen verstehen. • Die Verwendung von Röntgenstrahlen in der Technik beschränkte sich bisher in der Hauptsache darauf, daß man gewisfe Maschinenteile, insbesondere stark beanspruchte, also Wellen, Lager und eine Reihe weiterer, durchleuchtete. Dadurch wurden Fehler und schadhafte Stellen entdeckt, die später zu unliebsamen Zwischenfällen hätten führen können. Unliebsame Zwischenfälle treten aber nicht nur an den genannten Teilen auf. Soll eine Anlage gut arbeiten, so muß eben alles in Ordnung fein. Darum hat man in einem jüngst errichteten großen Kraftwerk geradezu alles und jedes der Prüfung mit Rontgenstrahen uni rworfcn. Richt nur die Wellen, sondern auch die Rohrleitungen, die Dichtungen, alle Löt- und Schweißstellen, sogar die Schrauben. Tatsächlich gelang es. an einzelnen Teilen Fehler auszufinden, die sonst nicht erkennbar gewesen wären. Hätte man nur die gewöhnlichen Prüfungen vorgenommen, so wären diese Teile cingeExiut und benützt worden. Unfälle wären dadurch nicht entstanden. Aber immerhin BetrieEyeftörungcn und Kosten für Reparaturen. Infolge der so sorgsältig durchgeführten Durchleuchtung jedes «nze.nen Teils ho,ft man das Werk viele Jahre ohne diese Reparaturen in Betrieb halten zu können. Die beim Auw entstehenden Auspuffgase entweichen in die Luft. Die Warme, die sie mit sich führen, stellt unauSgenitzte Energie dar. Freilich wird sie häufig zum Heizen deS Wagens verwendet. Aber das kommt nur während einiger Monate in Betracht. Daß sie noch zu weiteren Zwecken verwertbar ist. Erweist eine Kocheinrichtung. die sehr bequem mitzuführen ist. Eie besteht aus zwei Zylindern, die derart mit dem Auspuff in Verbindung stehen, dah dessen Hitze möglichst vollständig auf fie übertragen wird. Ins Innere der Zylinder kommt das. was man kochen will. Rach verhältnismäßig kurzer Zeit kann aus ihnen das Teewafser oder die Mahlzeit entnommen werden. Oie fliegende Eiste. Warum fliegt sie rückwärts? Don Wi-helm Äuchmann. Kürzlich wurde auf dem Berliner Flughafen in Tempelhof ein eigenartiges Flugzeugmuster zum erstenmal der Oefsentllchkeit vorgesührt, daS sich grün' sählich von allen bisher üblichen Bauarten un.erscheidet. Cs handelt sich um die „Ente", eine Schöpfung der Focke-Wulf- Flugzeugbau-AD. in Bremen. Die Entstehungsgeschichte reicht bis in die Kinderzeit des Motorflugzeuges zurück, sind es doch schon 22 Jahre her. daß den Brüdern Focke ein Deutsches Reichspatent erteilt wurde, in dem die Grundgedanken des Entenslugzeuges niedergelegt sind. Bereits im Jahre 1939 ma )te eine Ente ihre ersten schüchternen Flugversuche. Wie so freien Erfindern fehlte ihnen aE>er das nötige Geld zu weiteren Versuchen, und sie toanbien sich dem Bau anderer Flugzeuge zu. Der alte Gedawe an die Ente war aber nicht beg aben, und so entstand vor e n gen Jahren ein neues Flugzeug dieser Art. Rach einer Anzahl von hervorragenden Flügen, durch die die Brauchbarkeit der Grundge- scheinbar rückwärts, mit dem Schwanz voran! Es sehlt ihr nämlich der lange Rumpf hinter den Trageflächen, dafür hat sie aber einen weit vor- gestreckten Hals, in dem der Führersitz und der Fluggastraum untergebracht sind. Am Kopfende sitzt noch eine kleinere Tragefläche mit angebautem Höhensteuer. Das Seitensteuer ist kurz hinter den Haupttrageflächen angebracht. Das Flugbild hat tatsächlich große Aehnlichkeit mit dem einer Ente. danken voll erwiesen wurde, ver- die Zulassungsnummer D 1950 trägt, wurde von dem bekannten Welthöchstleistungsflieger Cornelius Edzard eingeflogen und nach Berlin gebracht. Wie kommt nun das Entenflugzeug zu seinem (Hamen und wodurch enterscheidet es sich von den bisher üblichen Flugzeugen? Wenn man die Ente in der Luft sieht, so glaubt man zunächst an ein tollkühnes Stück eines Kunstfliegers: Sie fliegt Die Ente im Fluge. Sie fliegt in unserem Bilde von links nach rechts! Worin liegen nun die Vorzüge dieser eigenartigen 'Bauart? Zum Verstänonis ist es nottoen- big, sich Über die Grundlagen des Fliegens klar au werden. Der Auftrieb bei einem Flugzeug kommt bekanntlich dadurch zustande, dah seine Trag flächen mit ei er geringen Aufwär sneigung sehr schnell durch die Lust gezogen werden. Dadurch entsteht unter den Trageflächen ein Ueber- druck, der das ganze Flugzeug zu heben sucht, es al.o e tg gen der Schwerirafi schw.bend erhält. Der Druck unter den Trageflächen reicht jedoch hierzu allein nicht aus, es ist vielmehr noch ein Unterdrück auf der Oberseite der Trageflächen erforderlich. Ein solcher Unterdrück entsteht bei unglückte es, und der verdienstvolle Mitarbeiter Fockes, Georg Wulf, fand dabei den Tod. Troy oieses schweren Schlages schritt man zum Dau einer neuen Ente, denn die Gründe für den Absturz waren nicht in der Bauart an sich zu suchen. Das neue Flugzeug, das bereits die Abnahmeprüfung bestanden hat und einer Schere zerschnitten werden. Unter hohem Druck dem Brenner zugeführt, werden die Gase hier zur schneidenförmigen Flamme vereinigt, die mit getoalfger Geschwindigkeit dem Rohre entströmt. Auch andere Gase kann man verwenden. Wwserstof,- oder Leuchtgas. von denen namentlich dieses am bequemsten überall zur Verfügung steht, aber das geeignetste ist eben doch das A.etylen. Aber noch war nicht zu erkennen. toa£_ da heranwuchs, solange man sich damit begnügte, den Brenner mit der Hand zu führen. Auch die geschickteste Hand bringt in raschem Zuge noch keinen einwandfrei geraden Strich zuwege, geschweige denn bei dem langsamen Vorschreiten, wie es sich beim flammensprühenden Durchschneiden von Stahlplatten ergibt. So konnte das autogene Schneiden nur zu den rohesten Arbeiten dienen, dem Ab'chneiden von Teilen eines Trägers. einer Edenbahnsch ene oder dergleichen, wo es. wie man zu sagen pflegt, auf ein Zimmermanns haar nicht ankommt. Das wurde erst anders. als es gelang, den Brenner mit Maschinen statt mit der Hand zu führen. Und die Maschinen. die dazu konstruiert wurden, hatten Eigenschaften. die bis dahin der Welt noch nicht bekannt waren. Sie ersetzen das menschliche Gehirn, da sie nach Zeichnungen arbeiten konnten! Nachdem cs gelungen war. den Brenner gleichförmig und erschütterungsfrei zu führen, konnte man daran denken, ihn an der Zeichnung, die den zu fertigenden Gegenstand darstellte. entlangzusühren, ihn fo das benötigte Teil gleich aus der Stahlplatte auäfchneiden lassend. Der Brenner sitzt an einem Hebelwerl. von dem ein Teil, der eine Führung*, rolle enthalt, an einer aus biegsamem Stah.band hergestellten Schablone entlanggleitet, die den Umriß des herzustellenden Gegenstandes darstellt. Gibt man dem Hebelwerk die Gestalt des bekannten Storchschnabels, so kommt man dahin, beliebige Verkleinerungen und Vergrößerungen ausführen zu können, so daß man z. V. nach einem kleinen Modell die größten Schnitte fertigen kann. Dann ist es ja nur noch ein kleiner Schritt weiter, und man führ: die Reibrolle oder den Führungsstift auf der Zeichnung selbst entlang, jeglich« Zwischenstufe ausschaltend. Die größte Vereinfachung, die im Maschinenbau denkbar ist. ' Mit der Zeit ist auch der Brenner selbst zu einem so vollkommenen Apparat geworden, daß die erzielten Schnitte immer glatter und ebener wurden, so daß zuletzt irgendeine Rachbearbeitung nicht mehr notig war. Wurde aber erst die Fräsmaschine oder die Hobelbank überflüssig, lieferte der Schneidbrenner fertige Maschinenteile, dann war der Maschinenbau auf den Kopf gestellt, dann war eine Methode gegeben, unmittelbar aus dem Rohstoff, der gegossenen oder geschmiedeten Stahlplatle. Fertigfabrikate herzustellen. Dabei mußte sich eine Arbeitsersparnis ergeben, die le bst die verwickeltsten, automatisch arbeitenden Maschinen in den Schatten stellte. Und dies Ziel wurde erreicht. Durch einfache Zu'aheinrichtungen zum normalen Brenner und durch Vervollkommnung der Düsen wurden die Schnitte völlig glatt, die Rachbearbeitung konnte unterbleiben. Im Elektromaschinenbau werden sog. Fingerdruckplatten verwendet, S.ahlplatten von einem bis einigen Meter Durchmesser, die am Rande Hunderte von Fingern von weniger als einem Zentimeter Breite tragen, mit denen sie die dünnen Bleche des umlaufenden Teiles zusammenhalten. Diese Finger müssen ganz genau mit den entsprechend ausgeschnittenen Blechen zu'ammenpassen. also exakt gearbeitet sein. Begreiflicherweise macht diese genaue Einzelbearbeitung große Kosten. Mit der vervollkommneten Gasflamme konnten alle die Hunderte von Fingern in wenigen Stunden mit voller Genauigkeit aus der Platte herausgeschnitten werden. Ein Lokomotivbarrenrahmen ist ein großes und dabei kompliziertes Ding. Er besteht aus 80 Millimeter dickem Stahl, ist etwa 12 Meter lang und stellt ein Gitterwerk dar, das die Lokomotive tragen soll. Die dazu benötigten Teile werden aus der vollen Stahlplatte herausgenommen, indem man ihrem Umriß entlang Loch an Loch bohrt, so lange, bis das mittlere Stück herausfällt. Dann kommt die Hobelmaschine und die menschliche Hand mit der Feile, beide glätten zusammen den rauhen Jnnenrand der Bohrung. Begreiflicherweise dauert diele Arbeit viele Tage. Die Gasflamme nahm der Hand wie der Hobelmaschine die Arbeit ab, fie stellte aus der Stahl- platte von 8 Zentimeter Dicke das Gitterwerk in nicht mehr als fünf Stunden her. Rachbearbeitung war nid)‘ nötig, weil der Schnitt vollkommen glatt ausf cl. Ern anderes Beispiel sind die vom Schifibau in großen Mengen gebrauchten Mastbaumringe. Sie dienen dazu, die einzelnen „Schüsse" der Mastbäume mitein» der raschen Vorwärtsbewegung der Trageflächen tatsächlich dadurch, daß die durchschnittene Luft den keilförmigen Raum über den Trageflächen nicht sofort ausfüllen kann, dauert es doch nur etwa 1 to Sekunde, bis das Flugzeug um ein« Flügel breite vorgerückt ist. BI an sollte nun meinen, daß der Austrieb immer großer werde, je steiler man die Trageslächen gegen die Bewegungsrichtung stellt. Dies ist jedoch nicht der Fall. Ucberf(breitet der Anstellwinkel ein bestimmtes Maß. so bilden sich im Raum über den Trageflächen Wirbel, die daS Auftreten des erfordert idxn Unterdrucks verhindern. Die Folge davon ist. daß daS Flugzeug durchsackt oder über einen Flügel abrutscht, denn das Abreißen der Ueber dem Flügel entsteht ein luftverdünnter Raum, da die Luftschichten gewissermaßen gebebnt werden. Die - Lustverdünnung ist aber nicht so stark, dah von hinten her Luft in diesen Raum emftrömcn kann. Strömung, wie sich der Fachmann ausdrückt, tritt auf der einen Seite meist eher ein als auf der anderen. Bei den Schwanzflugzeugen, bei denen sich daS Höhensteuer an dem als langem Hebelarm wirkenden Schwanzende befindet, ist nun ein solches , Ueberziehen" sehr leicht möglich. Die gefährlichen Auswirkungen kann man allerdings durch die Anordnung von Düsenspaltflügeln vor den Trageflächen vermeiden. Bei diesen tritt bei größeren Anstellwinkeln ein Luftstrom in den Unterdrück- raum über den Trageflä -en ein, so daß die Wirbelbildung und ein Aoreißen der Strömung vermieden werden und das Flugzeug steuerfähig bleibt. Besser ist «S natürlich, wenn ein Ueberziehen deS Flugzeugs gänzlich unmöglich gemacht wird, beim durch die beim Ueberziehen auf tretenbo Geschwindigkeitsverminderung infolge des größe- Wird der Flügel zu steil gestellt, so strömt von hinten her Luft über den Flügel, so daß der vorher dort herrschende Unterdrück vernichtet wird. ren Lustwiderstandes bleibt die Gefahr eines Absturzes immer noch bestehen. So kam denn Focke dazu, vor die eigentlich« Tragfläche noch eine Hillstragfläche zu legen, und dieser gab er einen größeren Anstellwinkel als den Hauptslügeln. Wenn man nun bei Vr Ente zu stark Höhensteuer gibt, so kann sich daS Flugzeug doch nicht zu steil stellen, denn jaim reiht die Strömung an der vorderen Tragefläche ab und der Kopf senkt sich ganz selbsttätig so lange, bis wieder ein Gleichgewichtszustand hergestellt ist. Zu einem Abreitzen der Strömung an den flacher geneigten Hauptflügeln und zu einem Durchsacken kann es daher überhaupt nicht kommen. Das Cntcnflugzeug hat aber noch andere wertvolle Eigenschaften. Auf dem Boden rollt es auf drei Rädern, von denen eines weit vorn liegt. Der Schwerpunkt befindet sich kurz vor denHaupt- trageflächen. Durch diese Anordnung ist beim Landen ein Ueberschlagen nach vom vollkommen ausgeschlossen, und es ist möglich, die Räder ganz ander zu verbinden, zugleich tragen sie außen eine Reih« Homer zum Befeftigen von Tauen und Blöcken. Ein solcher Ring wurde bisher aus 250 Millime.er dickem S ahl geschmiedet, nach dem Schmieden kam das Bohren. Drehen und Hobeln an die Reihe, wobei grabe die Hörner besondere Schwierigkeiten machten. Insgesamt wurden dazu etwa 150 Arbeitsstunden gebraucht. Jetzt schneidet man den (Ring aus einer 250 Millimeter starken Etahlplatte in 75 Minuten fix und fertig aus. Des einen Freud ist des anderen Leid. Die großen Fortschritte im autogenen Schneiden und Schweißen haben nicht allen Beteiligten reine Freude gebracht. Die Gießereien sind weniger davon begeistert, sie haben dadurch große Kunden verloren. Die Gehäuse großer Drehstromerzeuger wurden bisher stets gesoffen, und es waren gewaltige Aufträge für bte Gießereien. Aber Guß ist immer eine unsichere Sache, erst dauert es lange, bis das Modell fertig geworden ist. dann kommt der Abguß, und am Ende liegt noch ein Gußfehler vor, der Abguß muß verworfen, ein zweiter angefertigt werden. So kam man darauf, die Gehäuse aus sauber geschnittenen und geschweißten Siahlplatlen anzufertigen. und sie wurden dadurch soweit Derbifcigt und zugleich verbessert, daß dies Verfahren sich heute allgemein eingesührt hat. Ein anderer großer Kunde der Gießereien waren die Fabriken von Dreh- bärlcn. Hobel- und Bohrmaschinen, Pressen usw. der sog. Werkzeugmaschinen, oder, wie man eben» fogut sagen könnte, Maschinenwerkzeuge. Sie hatten alle gußeiserne Gestelle, die als große und schwierig herzustellend« Gußstücke lohnend« Arbeit brachten. Einmal brach wohl bei einer Presse das Gestell, wie das zuweilen vorkommt, es war nicht Zeit, den langwierigen Weg der Herstellung eines neuen Gußgestelles zu gehen, weil die Arbeit drängte und keine Crsahpress« vorhanden war. So kam man auf den Gedanken, die gußeiserne Presse aus Stahlblech gewissermaßen zu imitieren, man schnitt Platten sauber in der Form der gußeisernen Wände und schweißte sie autogen zusammen, in drei bis viier Tagen war die Presse wieder arbeitsbereit. Von der Instandsetzung zum Reubau ist kein sehr weiter Weg. eine Verbesserung war dabei auch erzielbar. kurzum, den Gießereien war ein zweiter großer Kunde verloren gegangen. — „Dem einen sin Uhl is dem annem fin Nachtigall." scharf zu bremsen. Damit läßt sich der Auslauf außerordentlich verringern, und man kann mit der Ente auf kleinstem Raum landen. Da das Flugzeug keinen Sporn hat wie die anderen Flugzeuge, die damit das Landefeld aufreißen, so verringern sich die Unterhaltungskosten für die Flugplätze bei Verwendung von Enten beträchtlich. Die D 1960 hat zwei Motoren, die zu beiden Seiten des Rumpfes unter den Äugeln hängen. Der Wirkungsgrad der Luftschrauben wird auf riese Weise kaum geschmälert, denn der sonst störende Rumpf und das Leitwerk mit dem Höhensteuer liegen ja vorn. Mit einer Gesamtmotorenstärke von 200 Pferdestärken erreicht das kneue Flugzeug eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometer; die Landegeschwindigkeit beträgt dagegen nur etwas über 80 Kilometer in der Stunde. Die neue Ente hat die in sie gesetzten Erwartungen voll erfüllt, ja zum Teil übertroffen. Sie befindet sich jetzt bei der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt, wo sie aus Herz und Vieren geprüft werden soll. Eindrucksvoller deutscher Schwimmersieg. Der Kölner B u d i g (rechts) siegte im Berliner Wellenbad Lunapark über den finnischen Meister- schwimmer Reingoldt (links) im 10v-Meter- Brustschwimmen mit 1:15,2 Minuten. Das internationale Berliner Schmimmfest wurde ein großer sportlicher Erfolg für die Veranstalter. Bei den Herren mußte der Finne Reingoldt am ersten Tage im Brustschwimmen über 100 Meter durch Budig (Köln) eine Niederlage einstecken,^trotz- dem schuf er mit 1:16 einen Landesrekord. Am Sonntag revanchierte er sich über 200 Meter Brust und schlug die deutsche Elite mit 2:49 überlegen. — Bei den Damen wurde die Jnternationalität durch die Pariser „Möven" gewahrt. In der 3X100-Meter- Kraulstaffel siegte die Pariser Staffel in 4:03,8 überlegen vor Nixe Charlottenburg, dagegen langte es in der Lagenstaffel nur zum vierten Platz. 3n den Einzelwettbewerben wurden die Gäste ebenfalls geschlagen, lieber 100 Meter Rücken siegte Frl. Strubel in 1:29 6 vor den beiden Französinnen Salgado und Blondeau, von denen sich erstere dann im 100-Meter-Kraulschwimmen mit 1:19,2 durch einen leichten Sieg entschädigte. Der Wintersport am Sonntag. Obwohl die Wintersportsaison ihren Höhepunkt bereits überschritten hat, herrschte am Sonntag allenthalben reger Betrieb und nur ganz wenige Ausfälle waren zu verzeichnen. Von bedeutenden Veranstaltungen mußten in der Schweiz die in Mürren bereits einma^ verschobenen FIS.-Absahrtsr:nnen w?gen Lawinengefahr abgesagt werden. Ton den zahlreichen Skispringen in Deutschland wurde wieder eine Reihe von Ausländern gewonnen. Sn Io - hanngeorgenstadt zeigte sich aus der Hanrs-He'nz-Schanze der Rorweger Knud Kob- berstad einmal mehr seinen Konkurrenten überlegen und siegte mit der Rote 204,3 vor Vöttrich und Kluge, die beide mit 55 Meter die weitesten Sprünge ausführten. — Das Länderskispringen in Ruhla auf der Heinrich-Thiel-Schanze sah den Innsbrucker Ios. Gumpold bei mittleren Sprüngen mit der Rote 337,5 erfolgreich und den Titel eines norddeutschen Skimeisters holte sich in Freienwalde der Norweger Niels Abel mit Note 471,3 vor dem bekannten Wald- läuser Kaßler. — Die Schlesische Ski-Stafsel- meisterschaft in Bad Landeck fiel in 2:30:19 an den vom Start führenden Skiclub Reinerz. — Im Ausland ist der E i n s i e d e l e r - S p r i n - gertag in der Schweiz hervorzuheben, der Sigmund Ruud mit Note 227,4 einen neuen Sieg über seinen Landsmann Kielland einbrachte. — Im Eissport standen die Weltmeisterschaften im SchneNaufen in H e l s i n g f o r s im Vordergrund. — Die kanadische Eishockeymannschaft schlug in Davos die Reserven des dortigen EHE. 10:1 und der LTC. Prag zeigte sich auf der neuen Kunsteisbahn in Prag dem SC. Pöhleinsdorf 7:0 überlegen. — Die deutsche Gisse g e l m e i st e r s ch a f t der 25 Quadratmeter- Klasse auf dem Dammschen See bei Stettin fiel der Windstille zum Opfer und soll in den nächsten Tagen nachgeholt werden. Dobrennen wurden in Oberhof um die Thüringer Meisterschaft im Zweierbob ausgefahren. Der Dob „Pezel" mit den Erfurtern Schäfer-Lippach siegte in der nur mäßigen Zeit von 3:57,4 für beide Fahrten. Sigmund Ruud springt 81 Meter. Auf der neuen Bolgenschanze in Davos wurde am Dienstag ein internationales Skispringen durchgeführt. Dabei erreichte der bekannte Norweger Sigmund Ruud außer Konkurrenz mit einem gestandenen Sprung von 81 Meter einen neuen inoffiziellen Weltrekord. Fußballklub 1926 Großen-Buseck JC. 26 Grohen vuseck (Liga) — vsv. Aßlar 4:6 (1:5). Die Aßlarer Spieler gewannen das Spiel verdient, obwohl Großen-Buseck den Sieg nicht leicht aus der Hand gab. Grohen-Vusecks junge Mannschaft versteht es immer noch nicht, das Spiel mit taktischer Hebcrlegung durchzuführen. Zu einem Fußballspiel gehört nun einmal unbedingtes Verständnis aller Spieler, Eigennützigkeiten und eigenes Handeln müssen wegfallen. In technischer Beziehung hatte Großen-Buseck Vorteile, dagegen konnten die körperlich besser entwickelten Spieler der Gästemannschoft auf dem etwas aufgeweichten Platze standhafter sein. Wenn auch die beiden Punkte verloren gegangen sind, so ist es doch kein Verlust; denn die Busecker Elf spielt zum erstenmal in der Bezirksklasse II, und wenn im ersten Jahre der Beteiligung in einer höheren Spielklasse Erfolge schwer zu erringen sind, so werden dieselben in späterer Zeit und bei besserer körperlicher Entwicklung von selbst kommen. , Die 1. Iugendmannfchaft des DfR. Lich mutzte sich der gleichen Mannschaft des FC. 26 Grotzen- Bufeck mit 1: 2 beugen. Sportverein 1928 Garbenteich. Garbenlelch I — wieseck I 6:3 (3:0). Garbenteich hatte sich Wieseck zu einem Gesell- schaftsspiel verpflichtet. Nach dem Anstoß ging Garbenteich nach kaum 10 Minuten in Führung und konnte überlegen bis zur Halbzeit auf 3:0 erhöhen. Nach der Halbzeit ging Wieseck härter ins Spiel und konnte auch ebenfalls drei Tore buchen, denen aber auch Garbenteich wiederum drei weitere Tore entgegenzufetzen vermochte und so das Endresultat auf 6:3 stellte. Schiri Spuck-Butzbach war dem Spiel ein gerechter Leiter. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Nieder-Weisel I — Leihgestern. I 5:9. Am Sonntag weilte die erste Mannschaft der Spv. Leihgestern zu einem Gesellschaftsspiel in Nicder-Weisel. Nieder-Weisel stellte eine flinke Mannschaft in den Kampf und konnte schon nach einigen Minuten in Führung gehen. Es gelang Leihgestern, auszugleichen und die Führung zu übernehmen. Trotzdem gestaltete sich das Halbzeitergebnis 5:4 für Nieder-Weisel. Nach dem Wechsel findet sich Leihgestern mehr zusammen, lief zu seiner altgewohnten Form auf, so daß sich Nieder-Weisels Tormann noch fünfmal geschlagen bekennen muhte und das Endresultat 9:5 fütf Leihgestern lautet. Stuck ohne Lizenz. Die Oberste Nationale Sportbehörde hat beschlossen, dem Autorennfahrer Hanns Stuck die Lizenz zu entziehen. Stuck hat infolge Startgeldforderungen für Winterfahrt Garmisch-Partenkirchen und anderer Vorkommnisse gegen das Sportreglement verstoßen. Zu bemerken ist außerdem, daß Stuck unberechtigt den Adelstitel führte. Kurze Sportnotizen. S t ü b e ck e - S ch.« n k hatten bei einem Radrennen in Marseille einen Achtungserfolg zu verzeichnen. In einem Dreistundenrennen belegten sie eine Runde hinter den siegreichen Franzosen Marcillac-Blanchonctt (138,64 Kilometer 23 Punkte) den zweiten^Plah. Das Hockehübungsspiel der beiden deutschen Auswahlmannschasten ist nunmehr auf kommenden Sonntag nach Hannover neu angeseht. Zarm Querfeldeinlauf der Nationen, der am 28. März in Dublin durch- gefuhrt wird, wurden vom Engälchen Athletik- Verband auch deutsche Leichtathleten eingeladen. Gründung der „Akademischen Megergruppe" Gießen. Gestern abend sanden sich im Hörsaal 53 der Universität eine Reihe von Studenten ein, um leilzu- haben an der Gründungsoersammlung einer Akademischen Fliegergruppe. Das Amt für Leibesübungen an der Universität hatte die Initiative ergriffen und zur Gründungsversammlung eingeladen. Zu dieser Versammlung erschien auch Gewerberat Köhler und bewies dadurch sein Interesse. Später sand sich auch der Mentor der hiesigen Iungfliegergruppe, Geheimrat König, ein. Professor Dr. Lehman n vom Mineralogischen Institut eröffnete die Versammlung, hieß die Teilnehmer herzlich willkommen und begrüßte besonders Herrn Geheimrat König und Gewerberat Köhler. In kurzen Ausführungen gab er sodann einen Rückblick auf die Geschichte der Fliegerei, erinnerte an die ersten Ballonfahrten, sprach über die Entwicklung zum Motorflug und wandte sich dann dem Thema „Segelflug" zu, das nun in Zukunft auch die Studenten der hiesigen Universität beschäftigen soll. Der Redner sprach von den Voraussetzungen, die der Segelflieger mitbringen muß, Mut, Selbstzucht, Geistesgegenwart, Beobachtungsgabe und rief den angehenden Segelfliegern ein herzliches „Glück ab".zu. Im Anschluß daran sprach Dr. M ö ck e l m a n n über die Organisation dieser „Akaslieg" Die Segelfliegerei der Studenten soll in der gleichen Weise, wie alle anderen Sportzweige, im Rahmen des Amtes für Leibesübungen gepflegt werden. Von der Wahl eines Vorstandes, eines Schriftführers oder eines Kassierers könne man also absehen. Die Arbeit der Akaslieg sei im übrigen als ein enges Zusammengehen mit der hiesigen Iungfliegergruppe gedacht. Die Voraussetzungen für die Entwicklung der Akademischen Fliegergruppe seien dadurch als besonders günstig zu betrachten, denn die dort gesammelten Erfahrungen im Bau von Flugzeugen, im Fliegen selbst bedeuteten ein Plus auch für die Akafliea. Ein weiterer günstiger Faktor sei das Interesse, das vom Reichsoerkehrsministerium gerade den Akademischen Fliegergruppen entgegengebracht wird; es sei zu hoffen, daß der Gruppe von dieser Seite auch einige Unterstützung zuteil werde. Er forderte deshalb die Anwesenden auf, sich in die aufliegende Liste einzutragen und dafür zu sorgen, daß der Gedanke in den Kreisen der Studenten weitergetragen werde, - damit recht viele Freunde für die Segelfliegerei gewonnen werden. Geheimrat König betonte, es gelte, die Segelfliegerei weiter vorwärts zu bringen. In diesem Sinne betrachte man beim Lustfahrtverein diese Neugrün- duna nicht als eine Konkurrenz, sondern als eine Kräftigung d e r Bewegung. Er gab der Hoffnung auf ein ersprießliches Zusammenarbeiten Ausdruck. Schließlich hielt noch der Führer der hiesigen Iungsegelfliegergruppe stud. med. Schmidt einen kurzen Vortrag über die Arbeit und über die Erfolge der Segelfliegergruppe des Vereins für Luftfahrt. Er wies befonders darauf hin, daß es notwendig fei, sich als Segelflieger auch mit dem Bau von Flugzeugen zu beschäftigen, da nur dadurch der Kontakt zum Flugzeug selbst gcfd)affen werden könne und der Segelflieger bann mit dem Flugzeug viel sorgfältiger und verantwortungsbewußter umgehe, als es vielleicht sonst der Fall sei. Im Lichtbild zeigte er sodann die erste Flugmaschine der Gruppe, den „Zögling", auf dem nun nahezu 2000 Starts gemacht wurden. Er er» klärte kurz die Eigenschaften dieses Hängegleiters, zeigte die Maschine im Fluge und berichtete von seinen Erfahrungen. Auch das zweite Flugzeug der Gruppe, den „Prüfling", lernten die Zuhörer kennen. Der Redner wußte auch von diesem Flugzeug Interessantes zu erzählen und gab damit einen Einblick in das Leben und Treiben, und in die Art der Arbeit, die bei der Iungsegelfliegergruppe geleistet wird. Dr. M ö ck e l m a n n wies noch auf eine im Mai abzuhaltende Zusammenkunft hin, in der über die praktische Tätigkeit der Akademischen Fliegergruppe und über die Form der Zusammenarbeit mit der Iungsegelfliegergruppe gesprochen werden soll. Man hofft, daß es bereits in diesem Sommer möglich sein wird, auf den Plan zu treten und gemeinsam auf dem Gelände an der Derq- schenke oder bei Aßlar Flugversuche zu machen. D c günstigen Voraussetzungen, unter denen die Akademische Fliegergruppe wird bestehen können, läßt erhoffen, daß sich zu den Mitgliedern, die sich an diesem Abend in die Liste eingetragen haben, noch recht viele andere Studenten einfinden werden, um den schönen Sport auszuüben. Der Mm der das Lachen verlernt hat. Vornan von Gert Rochbery. Copyright hx Martin Feuchtwa- gor Stalle (©aale, 16 Fortsetzung Nachdruck verboten Sie hatte sich in all dem Wirrwarr der Zeit ihre blanken, blauen, gütigen Augen bewahrt, war tapfer auch in das gänzlich veränderte Leben hineingeschritten um ihres Kindes willen. Annemarie war zwanzig Iahre alt, doch sie wirkte nicht älter als höchstens siebzehn. Ihre schmale, kleine Gestalt war so graziös, dah ihr die Leute auf der Straße nachsahen, wenn sie von ihrem Kursus nach Hause kam oder früh ging. Das schmale ovale Gesicht war von blonden, ganz lichten Locken umgeben, und die Deil- chenaugen blitzten froh in die Welt. Annemarie vermißte den Vater schmerzlich, trotzdem sie noch ein kleines Kind war, als er damals ins Feld gezogen toar. Und Mutter erzählte es ihr oft, wie er so fröhlich gerufen hatte „Heul nicht, Annerl, i komm' do wieder. Was bist für a erbärmliche Soldatenfrau, Annerl?" Da hatte die Mutter gelacht, und er hatte fröhlich gesagt: „Na also! I seh' doch nicht ein, warum i dich soll zum Abschied traurig sehen, wo du mir immer fo fröhlich in mein Leben hineingelacht hast." Und die OlluttM hatte gelacht, gelacht und fröhlich gewinkt, bis afcr Vater um die Ecke verschwunden war und sie nichts merjr von ihm sahen. Da hatte die Mama laut aufgeschluchzt und war ins Zimmer gegangen. Und ihre trüben Ahnungen trogen sie nicht. Der geliebte Mann fiel! Aber er blieb unvergessen. Doch es hieß, den Kampf mit dem Leben tapfer aufnehmen. Und so fertigte die Baronin Wends- brück feine, kunstvolle Handarbeiten an. Der Chef des großen Modehauses schätzte diese Arbeiten und bezahlte sie auch gut. Dabei hatte Frau von Wendsbrück noch zwei Zimmer an einen Schauspieler des Burgtheaters abgegeben, und so ging es eigentlich friedlich zu im Leben der zwei Damen. Annemarie sollte nicht länger bei den seinen Handarbeiten helfen. Die Mutter fürchtete der Tochter Gesundheit: das viele Sitzen war nicht gut. Sie mußte täglich an die Lust. Möglichst einige Stunden. Und dazwischen machte sie den kausmännischen Kursus mit. Frau von Wendsbrück verschwieg ihrer Tochter ängstlich, wie elend sie sich selbst manchmal fühlte. Das Herz war krank geworden damals, als sie wußte, daß der geliebte Mann niemals wiederkam. Und nun machte ihr dieses dumme, kranke Herz immer mehr zu schassen. Und dabei wuchs die Sorge um die Tochter. Was sollte werden, wenn sie, die Mutter, einmal schnell von binnen mußte? Sie besaßen nur noch einige ganz entfernte Verwandte, die sich aber nie um die beiden verlassenen Frauen gekümmert hatten. Trotzdem es ihnen noch sehr gut ging, diesen Verwandten! Ieht plötzlich an sie herantreten, das mochte Frau von Wendsbrück nicht. Annemarie hätte sicherlich keine gute Ausnahme bei ihnen gesunden und wäre dann wahrscheinlich immer die lästige Verwandte gewesen. Dieses Los wäre schrecklich, dann schon lieber mochte sie auf eigenen Füßen stehen. Trotz ihrer Iugend und fast kindlichen Figur war Annemarie ein ernstes, zuverlässiges Mädchen. Es drohten nur gar so viele Gefahren, wenn so ein junges, schönes Menschenkind allein auf der Welt stand In dieses stille Grübeln hinein kam eines Tages ein Brief aus Amerika! Aus Reuyork! Und er kam von Hanni Behrends, der 3u- gendfreundin, die drüben mit einem reichen Manne verheiratet war. Sie hatten sich in all den Iahren einige Male geschrieben, aber es war immer seltener geworden. Und nun kam letzt der Bries. Die Freundin schrieb viel, wollte vieles wissen, fragte an, ob sie ihr nicht eine junge Gesellschafterin besorgen könnte. Sie sei so viel allein. Ihrs zwei Söhne lebten das Leben unbekümmerter, froher Söhne eines reichen Vaters, und ihr Mann, ja, der habe eben Geschäfte und immer wieder Geschäfte. Manchmal fei er wochenlang verreist. Zwischen den Zeilen leuchtete es deutlich hervor, wie die Che der reichen Frau aussah, und ein tiefes Mitleid erfaßte Frau von Wendsbrück. Und auch ein leises, behutsames Freuen. Wenn ihr einmal etwas §ustieß, dann konnte Annemarie nach Neuyork fahren! Das war eine Aussicht, die gut und beruhigend war. Hanni war immer solch gutes, weichherziges Geschöpf gewesen. Sie hatte keine Töchter und würde Annemarie eine Mutter sein. Und Frau von Wendsbrück hatte selbst wieder mehr Lebenshoffnung durch diese beruhigende Gewißheit. Die heimliche Sorge in den letzten Wochen hatte sie auf gerieben und das Herzleiden nur noch schlimmer gemacht. Eine Gesellschafterin! Ia, wen sollte sie der Freundin schicken? Sie lebten so sehr zurückgezogen, kannten kaum jemand. Und jetzt gab sie doch Annemarie nicht von sich! Nein, auf keinen Fall! Denn bann würde ja das Leben mit einem Schlage grau und trostlos um sie sein, wenn Annemarie nicht fröhlich inS Zimmer trat mit ihrem zärtlichen: „Guten Tag, mein Mutterl! Na, war ich nicht schnell zurück? Und Hunger hab' ich, ganz fchlim- men Hunger. Wart', ich deck' g'schwind den Tisch." Und bann war das Zimmer voll Sonne. In Gedanken versunken sah Frau Annerl da und sah auf die Straße hinunter. So überhörte sie ganz, daß Annemarie ins Zimmer trat. Sie fah erfreut auf, und Annemarie legte die Arme um den Hals der Mutter: „'n Tag, Mutterl. Heut' hab' ich die beste Arbeit abgegeben, sagte der Direktor, und er meinte, ich werd' bald genug eine Stelle bekommen." „Das ist gut, Kind. Es ist immer gut, wenn man etwas gelernt hat im Leben. Und ich bin sehr froh, daß du auch so perfekt in Englisch und Französisch bist. Denke mal, hier schreibt mir meine Freundin Hanni aus Neuyork Sie möchte gern eine Gesellschafterin haben. Wir sollen ihr eine besorgen. Ich weih aber wirklich nicht, wen wir ihr da schicken sollten, denn natürlid) rechnet sie doch damit, daß wir die junge Dame genau kennen, die wir ihr zusenden würden." „Ia, da wissen, wir wohl niemand. Es gibt ja sehr viele nette Mädels mit im Kursus, und einige fprachen auch schon davon, daß sie gern ins Ausland gingen: als Vorleserin, Gesellschafterin oder dergleichen, und daß sie bann sehr gern auf eine Stelle in irgendeinem lichtlosen Bureau verzichteten. Aber ich weih wohl, bah sie das gesagt haben, bah es hübsche, liebe Mädels sind, aber sonst kenn' ich sie nicht, und wenn sich dann irgendwelche Untugenden Herausstellen an ihnen, bann haben wir die Verantwortung. Nicht. Mutterl?" „Ia, fo ist es wohl, meine Annemarie. Es ist schwer, einen Menschen so zu kennen, dah man ihn mit ruhigem Gewissen auss beste empfehlen kann." „Ia, da werden wir wohl darauf verzichten müssen, deiner Freundin jemand zu schicken." Die Mutter dachte ein Weilchen nach, dann sagte sie: „Annemarie, hör mir einmal recht gut zu. Ia? Nun, es könnte doch sein, dah du eines Tages ganx allein auf der Welt wärest, ich meine, dah ich dir genommen würde. Sei ruhig, es ist doch nur eine kleine Aussprache, mit der ich feststellen will, ob du dich auch so tapfer benehmen würdest wie ich, als mir Papa genommen wurde. Also, würbest bu bann sofort zu meiner Freundin nach Neuyork reifen? Sie würde sehr lieb mit dir fein, mein Kind. Sie würde dir eine gute Stelle in ihrem schönen, reichen Hause geben. Und ich könnte dann in Zukunft immer beruhigt sein, weil ich genau wüßte, was nach meinem Tode mit dir geschieht, könnte mir schon jetzt alles aus- malen." Ein paar große Tränen liefen über das feine, schmale Gesicht de« Mädchens. Ein paar Ikyte Locken fielen widerspenstig auf die Stirn und wurden energisch zurückgestrichen, ebenso wie Annemarie jetzt energisch die Tränen abwischte. „Ich will den lieben Herrgott bitten, daß ec dich noch recht lange bei mir läßt, Mutterl; aber wenn er es anders beschlossen haben sollte, dann will ich zu Frau Hanni Behrends Nach Neuyork gehen." „Du bist mein gutes, vernünftiges Mädel. Und nun wollen wir nicht mehr über diese Angelegenheit sprechen, doch wir Wolleri sie immer als etwas ganz Feststehendes betrachten. Und nun komm, es gibt dein Leibgericht: gefüllte Omeletten, und für dich ist dann auch rroch ein gebratenes Täubchen da. Das ißt du doch fo gern; und ich hab' es dir extra aufgehoben." — In den nächsten Monaten war alles wieder fo, wie es immer gewesen war. Frau Annerl hatte an die Freundin geschrieben und daraus umgehend einen sehr herzlichen Brief erhalten. Frau Behrends schrieb, daß ihr das natürlich das Liebste sei, wenn sie die Tock)ter der Freundin bei fich haben könnte, doch ebenso gut verstehe sie es, dah eine Mutter ihr Kind nicht ohne Zwang von sich liehe. Was sie da, von ihrem Herzen schriebe, das mache ihr schwere Sorgen. Ob sie denn noch gar nichts für ihre Gesundheit, getan hätte? Sie möge doch unter allen Umstünden den beiliegenden Scheck benutzen und nach Dad-Ranheim oder in ein ähnliches Bad gehen. Sie solle ruhig von ihrem, Hannis, Uebersluh etwas für sich tun, sie gäbe es doch gern. Und wenn es ihr eine Beruhigung sei, so wolle sie ihr schon jetzt mitteilen, daß Annemarie niemals verlassen sein würde. Frau von Wendsbrück faltete die schmalen Hände. Do war nun wenigstens diese Sorge, die sie manchmal nicht hatte schla en lassen, von ihr genommen. Hanni würde Annemarie sofort zu sich holen. Und bann kam die Freude über den Scheck. Sie dur'te diese Summe unbedenklich annehmen, durfte die Freundin nicht durch Zurückweisung kränken. Bad-Nauheim! Das Bad für Herzkranke! Schon lange und dringend hatte der Arzt es ihr immer wieder geraten. Nun würde es sein können. Nun würden sie endlich einmal eine Sommerreise haben. Annemarie tat die Erholung recht not. Sie sah auch immer bläh und schmal aus. Und üjr Mieter, der ein sehr freundlicher, verständiger Mann war, der hatte lächelnd gesagt: ..Von mir aus verreibens doch, Frau v. Wendsbrück. Ich Helf mir famos allein aus die paar Wochen." (Fortsetzung folgt) loch auf eine im Mi hin, in Ser über die tlfdjen gliegergruppo mmemirtieil mit ter )tn werden M. in diesem Sommer n tzlan zu treten ,e!anbe an der ? y ersuche zu machen.' unter denen die Wo bestehen können, V litgüebem, die sich ngetragen haben, noo einfinben werden, un Achen. tonnen werden es Selle, die Segel. N diesem Sinne , ? d'ese Neugriin 51 tonbetn als eine JUM K gab der 5 vU|ammtnatbtit»n »er tw Wjtn 7- Schmidt einen und über die 6r- 65 Vereins für Lufl- hin, dah n nol- eger auch mll dem u beschäfllgen, zum Flugzeug selbst 1(r Segelflieger dann tiger und ucranlroor- 15 vielleicht fonfl der et sodann die erste 1 „Zögling", auf dem 'acht wurden. Er er* tiefes .tjängegleiter*, ie und berichtete von > zweite Flugzeug der iten die Huhörer fern von diesem Flugzeug nd gab damit einen reiben, und in die Art jfegelfliegergruppe ge- 1,18:$ lü, len;, Sta*. iBsS NS •ijeti. Hob. I1'«- »'» „kt d-idi» Us der T?nr ss 'auf die Stirn uni strichen, ebenso m ne Tränen abv'M> rrgott bitten, dah er r läht, Mutterl: aber [cn haben sollte, dann LmdsMNeuyork Mtiges Mdel.W L diese Ingel^. tlen sie immer als ei »*1rS‘o5 nn auch noch em IF auljtjota cn uat c“ . stau Annen ZHZ ras ste ^ gatgen. * 9 ftlunbbe'b und nach cd Ö -Bab gehe^ iieleftjj a e\Se' l°,Drt ' OinncmatK , s»n Sche^ 'n5e^Wd®cl,urj t durch <)U de! y der n. ^ch einmal^ e FZ M Preußen. Kreis Wetzlar. Wetzlar, 23. Febr. Die Generalversammlung der Kreislandbundgenossen- s ch a f t in der „Allen Post" war sehr zahlreich besucht. Den Geschäftsbericht und die Iahresrech- nung für dos abgelaufene Geschäftsjahr erstattete Hauptgeschäftsführer Dornberger. Danach ist der Mitgliederbestand von 469 auf 493 gestiegen. Der Gesamtumsatz betrug im Berichtsjahre 4,5 Millionen, gegenüber dem Dorjahre eine Steigerung von 15 Prozent. Der reine Umsatz an Waren ven insgesamt 129 300 Zentnern ist gegenüber dem Doriohre um 11 Prozent gestiegen. Der Reingewinn betrug 449 677 Mk.; er wurde hauptsächlich dem Reserve-, Rücklage- und Sic^r- hritssonds zugeführt. Dem Dorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Der Dorsihende Georg Allenröder wurde einstimmig wiedergewählt. Auch die aus dem Aufsichtsrot ausscheidenden vier Mitglieder wurden, bis auf Heep, Altenberg, der mit Rücksicht auf seinen Beruf das Amt niedergelegt hatte, wiedcrgewählt. An die Stelle des Genannten trat Landwirt Heinrich Loh, Steindorf. Geschäftsführer Steinbach hielt dann einen Dortrag über das genossenschaftliche Warengeschäft. Die Ausführungen des Vortragenden wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. In der Aussprache wurde besonders auf die großen Dorteile der neüeinge- führten Sparuhren hingewiesen. 0 Krofdorf, 24. Febr. Die seltene Möglichkeit für den Richtjäger, Rotwild in freier Wilk(bahn au beobachten, war in letzter Zeit im Krofdorfer Forst gegeben, wo beim Forsthaus Waldbaus ein Winterfulterplah eingerichtet worden war. den das Wild gern annahm. Fast täglich kam gegen Abend, manchmal noch bei Hellem Tageslicht, ein Rudel, oft bis 20 Stück, angewechselt, hauptsächlich weiblichd Tiere, aber auch einige Geweihte darunter. Man muhte staunen über die Dertrauthcit des sonst so scheuen Wildes in Menschennähe. Zahlreiche Bewohner der näheren und weiteren Llmgebung haben trotz des tiefen Schnees den weiten Weg nicht gescheut, sich das seltene Schauspiel anzu- schen. <> Riederkleen, 24. Febr. Bei einer Treibjagd auf Schwarzwild wurde im hiesigen Gemeindcwold von Bürgermeister W i s» s e l (Griedel) und Förster Schweitzer (Rieder- kleen) je ein Schwarzkittel zur Strecke gebracht. Kreis Biedenkopf. WSR. Biedenkopf, 24. Febr. Am Samstag brachte sich der Kreisausschuß - Inspektor Prentzel vom Landratsamt Biedenkopf mit einem Jagdgewehr einen Schuh in den Kopf bei, der ihn schwer verletzte.» Nachdem sich die Polizei gewaltsam Eingang in die verschlossene Wohnung verschosst hatte, wurde der Schwerverletzte in die Marburger Klinik über- gcsührt, wo er noch wenigen Stunden starb. Der Selbstmord des Beamten soll mit den kürzlich bet der Kreiskvmmunalkasse aufgedeckten Derfehlungen in Zusammenhang stehen. T Waldgirmes, 24. Febr. Das Kirchspiel Waldgirmes-Raunheim feierte am Sonntag das 25jährige Bestehen der Krankenschwesterstation. Dis 1. Januar 1926 von einer Schwester allein betreut, hat von dieser Zeit an jede Gemeinde für sich eine Schwester. Der ersten Schwester Katharina Drescher von hier, welche beinahe 20 Jahre den schweren Dienst versehen hatte, wurde von beiden Gemeinden je ein Kranz am Grabe niederaelegt. 972 Sterbefälle sind in dieser Zeit in beiden Gemeinden geschehen. In dem Hauptgottesdienst am Dormittag in Raunheim und am Rachmittog in Waldgirmes hielt der Direktor des Paulinen- Stiftes Wiesbaden, Pfarrer E i ch h 0 f f, die Festpredigt. Am Abend fand ein Lichtbildervortrag über die Einrichtungen des Stiftes und seine Zweigniederlassungen in den: Weimerschen Saale stall. Die reichliche Kollekte in allen Drranstal- tungen floh dein Paulinenstifs zu. Daten für Donnerstag, 26 Februar Sonnenaufgang 6.54 Uhr, Sonnenuntergang 17.33 Uhr. — Mondaufgang 9.55 Uhr, Monduntergang 2.50 Uhr. 1802: der französische Dichter Victor Hugo in Besan^on geboren; — 1815: Napoleon I. verläßt Elba; — 1871: Unterzeichnung des Präliminarfriedens zu Versailles. Wirffchast. Holzversteigerungs-Termine. Donnerstag. 26. Februar. Versteigerer: Oberförsterei Brondoberndorf, Forsterer Cleeberg Dersteigerungsort: „Deut- fches Haus" in Cleeberg; 10 Uhr. 5 Millionen Arbeitslose im Reiche. Berlin, 24. Febr. (WTB.) Die den Verlauf der Arbeitslosigkeit kennzeichnenden Zahlen, die im Vorjahr Ende Februar ihren Höchststand erreicht haben, sind nach dem Bericht der Reichsanstalt in der ersten Hälfte dieses Monats in einer weil flacheren Kurve gestiegen, als in den vorangegangenen Winter- monaten. Dies gilt sowohl für den 'Ausschnitt aus dem Arbeitsmarkt, der durch die Statistik der Unterstützungseinrichtungen ersaht wird, wie für den Arbeitsmarkt im ganzen. Die Belastung der Arbeitslosenversicherung, die im vorigen Berichtsabjchnitt noch um rund 155 000 Hauptunterstützungsempfänger zugenommen hatte, ist bis zum 15. Februar nur noch um rund 48 000 auf rund 1 60 2 000 (gegen 2 318 000 im Vorjahre) gediegen. In der Strifenfürforgc wurden am gleichen Stichtage rund 861 000 Hauptunterstützungsempfänger gegenüber 811000 am 31. Januar gezählt. Äon den verfügbaren Arbeitsuchenden, die am 15. Februar bei den Arbeitsämtern eingetragen waren, waren rund 4 991 000 an diesem Stichtage arbeitslos. Das Ansteigen dieser Zahl um rund 106 000 gegenüber dem 31. Januar fällt au in größeren Teil den Saisonaußenberufen zur Last. Die Belastung der Arbeitslosenversicherung entwickelte sich in den einzelnen Landesarbeitsamtsbe zirken nicht gleichmäßig. Stärker als im Durchschnitt der 13 Landesarbeitsämter war die Zunahme in den Bezirken Südwestdeutschland, Schlesien, Pommern, Nordmark, Niedersachsen und Sachsen, geringer in Ostpreußen, Brandenburg, Rheinland und Bayern. Die Unterscheidung zwischen saisonmäßigen und konjunkturellen Einflüssen auf den Arbeitsmarkt ist auch für den vergangenen Berichtsabschnitt außerordentlich schwer. Im ganzen hielt der Rückgang der Beschäftigung an. Rindermarkt in (Hießen. Auf dem gestrigen Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt in Gießen standen 964 Stück Großvieh und 183 Stück Kälber zum 23ertauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe, 1. Qualität 500 bis 600 Mark, 2. Qualität 350 bis 500, 3. Qualität 200 bis 350; Schlachtkühe 150 bis 350; Rinder, Z- bis zjährig, 100 bis 220; bis 2jährig 200 bis 300; tragend 300 bis 500 Mark; Kälber das Pfd. Lebendgewicht 45 bis 55 Pf. Ausgesuchte Tiere erbrachten Preise über Notiz. Marktverkauf: mittelmäßig, Markt geräumt. * * Kurzarbeit bei der I. - G. - Farbenindustrie A G., F f m. Nachdem bei den Werken der J.-G.-Farbenindustrie AG. im Groß-Frankfurter Wirtschaftsgebiet bisher schon zur Vermeidung notwendiger Entlassungen in gewissem Umfange Kurzarbeit durchgeführt wurde, soll diese Maßnahme nunmehr weiter ausgedehnt werden, um auch weitere Arbeiter neu einstellen zu können. * Zurückgenom mene Kündigungen. Bei der jetzt zum Konzern der Vereinigten Stahlwerke gehörenden AG. für Hüttenbetrieb in Mei- derich war im Januar beim Stillegungskommissar die Entlassung von 800 Arbeitern vorsorglich beantragt worden. Diese Entlassungen werden jedoch in dem beabsichtigten Umfange nicht zur Durchführung kommen. Die Zahl der Entlassenen wird nur 60 Mann betragen. Frankfurter Börse. Franks urt a. M, 25. Febr. Tendenz: still. Rachdcm bereits im heutigen Vormittagsverkehr die Sllmmung trotz des sehr festen Reuyork ruhig war, eröffnete die amtliche Börse bei wieder sehr geringem Geschäft in stiller Haltung. Obwohl der Liquidationstag glatt überwunden wurde und der Reichsbankausweis für die drille Fcbruarwoche eine weitere Entlastung brachte, verhielt sich die Kulisse sehr reserviert, da anderseits die Finanzlage der Stadt Berlin, neue Entlassungen im Ruhrbergbau und das weitere, wenn auch langsame Ansteigen der Arbeitslosrn- ziffern retardierend wirkten. Dagegen wurde die innerpolitische Lage mehr beachtet. Die Kursentwicklung war nicht ganz einheitlich. Am Elckllomarkt ergaben sich Kursbesserungen bis 1,5 Prozent, da sür diesen Markt angeblich von Schweizer Seite einiges Kausinteresse bestanden haben soll. Am Chemiemarkt lagen Rebenwrrte, wie Metallgesellschast und Rütgerswerke, 1,5 Prozent fester, während Farben leicht zur Schwäch: neigten. Don Bauwerten waren Woyß & Freytag 2,5 Prozent schwächer. Am Schissahrtsmarkt lag Rorddeutscher Lloyd 0,25 Prozent niedriger Fester lagen Deutsche Linoleum und Aku, die 2 Prozent fester eröffneten. Am Bankenmarkt ergaben sich Kursrückgänge bis 1 Prozent. Otavi- Minen lagen auf die weitere 'Befestigung des Kupferpreises 0,50 Mark gebessert. An den übrigen Märkten herrschte infolge der Order- losigkeit Geschäfts stille. Am Rentenmarkt lagen deutsche Anleihen und von Ausländern Türken um den Bruchteil eines Prozentes befestigt. Pfandbriefe waren im allgemeinen ruhig, aber Liq. i.ationsrfar.dbriese weiter freundlicher. Im Derlause ging vom Farbenmarkt, an dem scheinbar infolge der Ungewißheit über die Dividendenaussichten von eingeweihten Kreisen größere Verkäufe vorgenommen wurden, eine stärkere Unsicherheit aus. I.-G.-Farben waren um 2 Prozent schwächer, während die übrigen Werte nicht größer abgeschwächt waren. Elektro- wcrte recht widerstanl^sähig. MetaUgesellschast setzten ihre Aufwärtsbewegung weiter fort, da sich Materialmangel einstellte. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 Prozent unverändert leicht. Am Devisenmarkt lag Schweiz weiterhin schwach. Man nannte Rlark gegen Dollar 4,2030, gegen Pfund 20,4375, London gegen Kabel 4,8590, gegen Paris 123,99, gegen Mailand 92,81, gegen Madrid 45,65, gegen Schweiz 25,22, gegen Holland 12,1113. Berliner Börse. Berlin, 25. Febr. Der heutige Markt stellte sich hart im Gegensatz zur Auslandbörse. War man vormittags und vorbörslich im Einklang mit Reuyork allgemein noch recht zuversichtlich gestimmt, so waren die ersten offiziellen Kurse nur noch gut behauptet. Die Umfatjtätigfcit war m c i ft gering, da die Spekulation infolge einer Reihe ungünstiger Momente stark zur Zurückhaltung mahnte. Sie verwies auf das weitere Ansteigen der Arbeitslosenzifsern, auf verschiedene Bankinsolvenzen, zu denen noch die Zahlungseinstellung der seit einigen Jahren bestehenden Banmrma Carsch & Co. gekommen ist, auch die ungünstige finanzielle Lage der Stadt Berlin, die noch eine dreifache Kopfsteuer und lOOprozent. Biersteuererhöhung zur Folge haben könnte. Stärkeren Ausschlag Halle nut AG. für Derkehrswesen, die mit Minus-Minus-Zeichen erschienen und später 4,6 Prozent niedriger zur Rotiz kamen, da sich die Verluste durch die Inbustriebank Held & Franke als größer heraus- stellten, als man ursprünglich annehmen mußte, so daß die Bank mit einem Dividendeausfall für 1930 rechnet. Schuber k Salzer, Feldmühle Polyphon, Svenska und Schuckert lagen in Erwartung einer unveränderten Dividende gefragt und beeinflußten die übrigen Elektrowerte (Siemens, Licht L Kraft und C'ade u'w.) günstig. Der Reichsbankausweis für die dritte Februar- Woche (die Entlastung beträgt 70 Millionen und die Deckungen um 3 Prozent gebessert) wurde von der Börse kaum beachtet. Anleihen freundlicher. Bon Ausländerin erschienen Mexikaner mit Plus- Plus-Zeichen und waren bis 1 Prozent gebessert. Pfandbriese ruhig. Reichsschuldbuchsorderungen etwas abbröckelnd. Am Geldmarkt zog Tages- geld auf 4,5 bis 6,5 Prozent an, die übrigen Sätze unverändert. Im Verlaufe wirkten sich die anfangs schon erwähnten Momente stark aus. Auch machten die Ausführungen des Herrn von Siemens auf 6er heutigen Hauptversammlung seiner Gesellschaft keinen besonders guten Eindruck. Die Kurse brodelten 1 bis 2 Prozent ab. Metallgesellschaft machte eine Ausnahme und konnte um ein weiteres Prozent an» ziehen. Für Hammersen, die mit Minus-Minus- Zeichen erschienen waren, kam bisher noch kein Kurs zustande. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 25. Febr. Es wurden notiert: Weizen 297,50 bis 298,50; Roggen 185 bis 187,50; Sommergerste für Brauzwecke 210; Hafer, inländischer 150 bis 162,50; Weizenmehl, südd., Spez. 0 43 bis 44; Roggenmehl 26,75 bis 27,75; Weizenkleie 9,75; Roggenkleie 9,75 bis 10 Mark. Tendenz: fest. Srieffaften der Redaktion E. Gießen. Fragen Sie beim „Film-Kurier", Berlin W 35, Blumeshof 3, an. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ein Wunsch an die Allgemeine Ortslrankenkasse Giehen-Stadt. Bei der Bürgersteuer-Berechnung wird die gesamte Monatsvergütimg der Sachbezüge (volle freie Station, einschl. Wohnung, Heizung und Beleuchtung) für weibliche Hausangestellte. Lehrlinge, Lehrmädchen mit monatlich 25 Marl berechnet. Dagegen wird bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse Giehen-Stadt für Kost und Wohnung ohne Llnterschied der Gcfchlechter und Berufe täglich 1,70 Mark gerechnet, das sind im Monat 51 Mark. Abgesehen davon, daß der von der Krankenkasse angesetzte Betrag von 1,70 Mark für genannte Deru c erheblich zu hoch sein dürfte und überhaupt kein Unterschied zwischen den einzelnen Dersicherten gemacht wird, berührt es zum mindesten eigenartig, daß in derseBen Stadt die Bewertung der Sachbezüge in so ausfallend verschiedenen Höhen angenommen wird. Es wäre zu wünschen, daß die Ortskrankenkasse die ungemeinen Zeitumstände berücksichtigte und einmal eine Nachprüfung jener Sätze Vornahme. K. Gewinnauszug 5. Klass» 36. Preußisch-Süddeulsche (262. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gesallen, und zwar je einer auf die Lose glricder Nummer in den beiden Abteilungen 1 und II 13. Ziehungslag 23. Februar 1931 3n der heutigen Vormittagsziebung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinn» ju 10000 Dl. 171979 10 e»tmnnr iu 6000 SB. 112532 121006 123980 207957 387555 16 Ottolnne m 3000 M. 22956 83066 145168 163891 290841 298183 372415 395297 68 »«tninne ,u 2000 -N. 5712 6971 12756 27990 28043 60473 61268 68624 89562 94741 102276 127545 135749 157827 183298 217778 227668 233600 238341 263027 264124 282916 305970 310449 314780 338764 372454 377335 384*57 100 «»»Inn» ju 1000 an. 13046 25182 34182 35038 45322 47273 48735 54838 58590 70725 70852 76243 91356 99718 101032 117430 128972 130698 133799 146233 150877 155719 156891 168938 178152 197841 205963 210538 234232 262845 273212 280374 294482 296077 297263 306598 309067 313834 318131 319688 336358 343888 345139 347621 371393 373543 378783 379393 381026 399086 194 ®»etnn» ju 500 UL 5867 14465 22105 29235 36114 39224 50920 51891 54265 57974 60166 70351 71795 72812 72814 76283 78295 78670 79618 83549 86739 88265 91442 92604 93543 97614 99550 126954 129908 140048 142336 142451 142498 151100 163299 164148 171171 172946 173866 184732 181823 203485 205799 208214 206482 212195 214031 223383 235584 238921 239270 240312 253226 254463 254987 259232 259608 261539 265162 286848 267261 268058 277846 278623 284338 287436 288322 293523 294076 297802 306685 308440 309855 321209 323732 325581 326760 327860 329421 329932 332611 351941 353299 355268 356872 357344 365058 366583 368877 369923 371029 71768 376396 382152 386501 393839 399664 3n der heutigen Nachmitlagszichung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 •«»Innt ju 50000 M. 82629 8 <»»e>inne ja 10000 QU. 14818 92283 287873 288889 6 «»»Inne «u 5000 M. 1110 249221 266510 6 *»Dlnnt,u 3000 M. 1 36226 202847 295055 36 ®»»inr» >u 2000 M. 15466 18628 22030 1220°4 135206 137579 138006 150527 159108 169376 236108 240487 242786 270166 300871 307730 332993 338903 82 ®»tninn» ju 1000 OL 4198 4972 8808 11090 33253 37103 74635 89296 93049 93516 95168 95454 103014 113780 140029 157656 159372 165687 177425 229107 238086 244733 250782 262533 269821 278130 285756 293778 299547 312339 325850 348236 358616 359175 361733 363191 373224 386496 386502 397777 397887 124 eeminne ju 600 SB. 6928 44948 47707 50237 51085 63942 65872 76842 77520 90601 100418 104808 106133 122498 150661 161292 167776 169009 180251 182056 186468 190505 191900 194499 196947 207003 210430 216293 217146 221150 222130 222558 235644 259020 265840 265971 266576 267305 274119 281482 282464 283582 284691 288211 289778 298460 301737 307734 312390 314611 318690 3.',6688 337397 339026 346274 368998 371668 3/7013 383111 383885 384487 394958 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 2 Gewi ne zu je 50 ) 000 2 zu je 300 OjO, 4 zu ie 75 0(0, 2 zu je 50 000 22 zu je 25 000, 92 zu je 10000 246 zu je 5000. 560 zu je 3000, 1700 zu je 2000 3306 zu je 1000, 5270 zu je 600. 15950 zu ie 400 M. Kurszettel -er Berliner und Frantturier Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 o. H. • .tranlrun a. Serim _________________________________________________________________________________________________________________________________1 .trannun a. Dl. Berlin «Schluß»! 1-Uhe- lurd । rtur» Gchluß- fur< Ansang» «ur# «e-chiuß« fur4 1-ilhr« Kur» Schluß« für» Ansa, g« flur» Datum 24.2. | 25.2. 24.2. 25.2. Datum 24.2. 25.2. 24.2. 25.2. 8% Srutldw Reichsametde von 1027 ........ 7% SculW Reichlanleibe 84,75 98,4 53 5,25 90 51 52 101 92,75 89,3 100,5 96,5 24,75 19,8 16,8 16,7 4,1 4,1 9,2 14.7 | | S| SHIM II 1 1 1 1 1 I I___1 1 1 1 £ 1___1 85 98,6 53 5,25 90 51,6 100,5 96,5 24,25 2,4 20 16,75 17 4,2 4,15 4,2 9,3 14.8 7.5 's's i ££ 11 1111 £i i i i i i I I t i i i i tmmbutfl.iflTnfrtto Palei ... 7 Hamburg-Lübam Dampsschlll. 8 Hama Dampsichill.....10 -Rorbbcutldiet Llonb.....8 Sllnemeine TeutickeCrebNanll. io Barmer Bankverein ... 10 Berliner Hanbel*aelell|asi - 12 Commerz- unb Privat-Bank. 11 Tarmnübier unb Slationalbank 12 TeuNcke Bank unb Ttsconw iSelelllchafl, ... 10 DrrSbner Bant......10 «eick'banl........12 Ä.S.S.. ..........6 Bergmann.........9 Liek». Llrlerungsgelellsckaü. 10 lildit unb Kraft......10 feilen & VuMeaume . . . 7y, ^eleUjckafi für Eiektrilche Uniernebmungen .... lu Homburger LleUrizilLt».WetIe lü iibvlniidw EiekirUilLt .... 9 Sdik’ihcbe isietntjlidt. . . . io » 1934 . . ■ 7% ftranll Pov.-Banl »olbufe unfünDbar b!» 1932 <%% «belnhrtw Hvv -Ban! Stqu. Voiepic........ 6% Pr. L'anbtivfanbbttefanttalt Plondbnele »1. i» Pr ranbcivionsbriffanfiaU. Ronim^CbL 9i. eo...... 7% l!r. ranbeeriaiiDbrtrfanflalt, Planvbrteie Si KI ..... fl.G.ty obfl. ivortrieg»-Obligationen. rüdiablbar 1932 4% Cefteneutilldie Oolbrente . 4,20% Ocsierrelchllch» Gllbrnrntt 4% Ccilftreidjlidj» SindetUlchc Rente 4% Ungartlcke Oolbrente .... 4% llnflariidie Ctaaterente v. 1910 4H% be#fli. von 1913 <% Unoartiche ffronenrente 1% lürtiidif Zollaweibe von 1911 4% Tartlich.' BatzdabbabN'An! Lerte 1 ilanslelder Bergbau.....7 Cbfridilci. liuentNbad .... 6 Cbcridiltl. fiofemede.....’< BbSnU Bergbau . . . . «deinlscke Braunkohle» . . 10 Rbdnflabl ........6 Riebeck ......7.2 6% Rumänische eerehib. Rente von 1903 RumLnUche vereint». Rente <% Rumänische verelnb. Renle 7,5 — .fronnur a. ih. 25trhn Banknoten Schluß-l für« | 1-Ubr« R| r# Sch.uß» fur# | lilnsanq» flur« Serlin, 24 .rebruor Gelb Bries Bmen:antl-l>e Roten e . . 4,193 4,213 Belgische Woien . . ... 53,43 58,67 Datum 24.2. 25.2. 24.2. 25.2 Lauiiche Noten . . . 112,18 112.62 Lng'llch-' Roten ... 20,392 20.472 Beretnigre Stahlwerte . Otavl Minen ... . '16'/ . 57,75 — 57,25 57,75 Rranjüiildx Noten . . . 16,448 16.508 34,5 35,25 34.75 35,25 Hollünbiich' Roten . . . 168,36 169.04 «aliwerte Blcher4Ieben . . . 10 129 128 120,75 Jialienllcke Roten.... 22,06 22,14 Kaliwerke öefterenrin . . . 10 135,5 — 134,5 Rorwegi'ch» Noien . . . 112,20 112.64 Kaltwerte Saljbttfurtb . . . 15 200 — 200 198,75 Deutsch-LeNerretch, 1 100 Schilling 58.95 59,19 Rumamich -.'loten . . . 2.483 2,503 3. ®. Narben Inbulkrte . 137,75 137,25 136 Lliwebisch Noten . . . 112.33 112,77 . . 12 137,25 Schweizer Noten .... 80,91 81,23 Tvnomii Nobel .... . . . 6 — — Spanilchr Nolen .... 44,83 45,01 EckeibeanslaU..... . . . 9 125 — — r-chechogowallickk Roten. 12.41 12.47 Solblckmibt ..... 38 —— 37,75 — Unaorliche Roten 73,11 73,41 «ülgerewerte..... . . . 6 49 50,13 48.65 40,75 MetallaeleMckaft. . . . . . . 8 76,5 78 75,5 79 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. ZU. •BbUU’p Hol,mann . . . 78,5 79 79,75 24. Februar 25. Februar Zementwerk SelbeIberg ll em entwert KarMadl. . rSayh & rtrtotng • • • . . 10 . . 10 76,5 90 42,4 42,5 1 1 1 ArntUche Rotterung «rlb ! artet Amtliche Roilerung Seid »rief Amst.-Ro«. 168,58 168,92 168.58 168,92 Schul idei» Paßenhoser . . . 15 — — 172.9 172 «o n. AireS Brss. rintto 1,378 58,59 1,382 58,71 1.380 58,57 1.384 58.69 CfttDfrte ...... 148 — Cbriüiania. 112,41 112,63 112,42 112.64 Bfu........ Lemberg....... Zellstoss Dalbbo! . . . Zellswsl Sichastenburg . . . 14 . 13'/. . . 12 63 70 I 1 12 62,75 94,75 70,75 70 64 96,5 70 Äopenbagen Giodbolm - L>cl ingforS. Italien. . 112,40 112,47 10,577 21,995 112,62 112.59 10,597 21,035 112,44 112,51 10,577 21,995 112,66 112,73 10,597 22.035 Cbartottenburger Sailer • e • 8 — — London. . . 20,416 20,456 20,421 20.461 Teiiauer ®cä . . — 115,5 116,25 yieunort . ■ 4,202 4,210 4,2025 4.2105 Talmler Mowren . . . . . . 0 23,5 — 23,5 23,9 Paris. . . . 16,465 16,505 16,465 16,505 Teuticke Linoleum . . Maschinenbau Ä.-S. . . ... 6 98 100 98 ICO z Schweiz .. Sva t:u. . 80,97 44.91 81,13 44.99 80,945 44.59 81,105 44,67 Rai. flutomebu . . . Lrrnklein & Koppel . . Leonharb Hey ...» . . . 0 . . . 6 . . 10 112 111 47 110,9 47,75 — Japan .. . -Hio de Jan. Wien in D-- 2,082 0,363 2,086 0,365 2,079 0,361 2,083 0,363 Soeneka ■ > • 260 — 258,5 262 C eft. ebfltft 59.04 59,16 59.055 59,175 Prag . 12,449 12.469 12.49 12,69 Äranftunrr Malchineo . ... 4 11,5 — 12 Belirad . . 7.395 7,409 7.390 7,404 Sriyner ...... ... 6 34 — 34 — 9>doaD:ft . . 73.29 73,43 73.27 73.41 HeollgenÜaebt . . . . . . . c — — — — todt allen 3,044 3,050 3.044 3,050 Iungbans...... . . . 6 — — — — Lissabon 18,84 18,88 18.84 18.88 Lechwerte....... ... 8 — — — — Tan«g . . Sonft atm. 81,65 81.81 81.65 81.81 Mainlrottwerte HLchS a.M.. . 8 — — — — 1,784 1,789 1,784 1,789 vtiag ...... . . 10 — — — — Ätden 5,445 5.455 5.445 5,455 Sebr. Roeber..... . . IC — — — Lanaoa 4,201 4.209 4.201 4,203 Leigt S Haeltner . . . . . . £ — ■ ■ ■ — — Uru u av - 2.927 2.923 2.937 2,943 Süd beut, che Zucker . . . . 10 — — 121,75 — Tatro - . 20,93 20,97 20,94, 20,97 Oberheffen. Oie postverkrastung im östlichen Teile des Kreises Gießen. Wir teerten um die Veröffentlichung ter nachstehenden Zuschrift gebeten. D.Red. Nachdem schon seit einiger Zeit eine Kraftpost „Giehen - Lan d". die im Osten unseres Kreises gelegenen Ortschaften bis nach Saasen und Harbach befährt, sollen nun auch für tee übrigen Dörfer zwei Krafiteagenverbindungen her- göste.lt werten, die von Lich bzw. von Gründer g ausgehen werten. Die Sicher ßmte wird, den Projekten nach, zuerst die Dörfer des oberen Wettertales versorgen, um dann über Ober-Dessingen—Nonnenrvth die links der D)et- fet gelegenen Gemeinten zu erreichen und schlreß- lich nach einem Dogen, ter über Dirklar Mu- schenheim fährt, wieder nach Lich zurückzukehren. Die Grünberger Linie geht, nach den Planen, über Mücke—Groh-Eichen—Dobenhausen— Altenh i.—Laubach-Ruppertsburg— Wetterfeld —Röthges—Queckborn-Lauter nach Grünberg zurück. Soweit stehen im großen die beiten Linien fest. Es ist nur noch nicht entschieden, zu welcher ter beiten Linien die Gemeinden Mün- ster und Ettingshausen geschlagen werten sollen. Eine gewisse Agitation, die- an sich ganz verständlich ist, weil sie im wirtschaftlichen Interesse ter Stadt Lich liegt, bestrebt sich, den Anschluß an die Lich er Linie zu erreichen Wenn man jedoch auf das Derkehrsinteresse der Gemeinten selber sieht, wird man bald zu einer anderen Auslassung neigen. Mit der Stadt Lich haben die Gemeinden Münster und Eftingshausen schon eine brauchbare Verbindung durch die Eisenbahn, die täglich einmal fährt und durch den für die ausgefallenen Züge eingerichteten Auto- Omnibus, ter zweimal Passagiere nach Lich bringt. Anders aber steht es mit dem Verkehr nach Laubach. Während wir mit den Städten Lich und Grünberg durch Dahn und Auto schon verbunden sind, fehlt jede Verbindung mit unserem Rachbarstädtchen Laubach, wohin gerade von Münster ein lebhafterer Verkehr geht. Gerade die Laubacher Geschäfte werden in hohem Maße von den Käufern aus der Gemeinde Münster besucht. Dazu ist Laubach der Sitz des Amtsgerichtes, dem die Gemeinden Münster uirö Ettingshausen angeschlossen sind. Wie oft ist doch schon — zumal bei ungünstiger Witterung — beklagt worden, daß man keine Fahrverbrndung mit Laubach hat! Da die Kraftpost immerhin 3 bis 4 Personen befördern kann, so wäre durch Anschluß der beiten Gemeinden an die Grün- berget Linie einem immer wieder zutage tre- tenden Mangel abgeholfen. Man könnte zum Mindesten eine Wegestrecke die Kra'tpost benutzen, und es ist, da die Post ja zweimal am Tage in die einzelnen Ortschaften kommt, auch ganz leicht einzurichten, daß man für die Hin- und Rückfahrt Gelegenheit bekommt, und daß genügen!) Zeit zur Besorgung aller Geschäfte übrig bleibt. Dazu kommt noch für die Post selber der Vorteil, daß eine Stich ahrt von über drei Kilometer einfacher Weg, also in Wirklichkeck sechs Kilometer zweimal täglich erspart wird, die das Postauto zurücklegen mußte, wenn es von Lich aus die Orte Münster und Ettingshausen befahren sollte. Kämen diese aber zu ter Linie Grünberg, so könnte das Licher Postauto direkt von Rieter-Dessingen über Ober-Dessingen nach Rönnenvoth seinen Weg nehmen. Da — wie erwähnt — schon eine befriedigende Verbindung nach Lich besteht, ist den wirtschaftlichen Interessen dieser Stadt auch kein Abbruch getan, für die Orte Ettingshausen und Münster bedeutet aber der Anschlriß an die ßinie Grünberg unbedingt einen Vorteil. Landkreis Gießen. LJ Grohen-Linden, 24. Febr. Im überfüllten Saale des Gastwirts Schaum fand am Sonntagabend ein P reisf ri sieren der Friseur-Innung Giehen-Land statt. Rach einer Begrüßungsansprache des Obermeisters Ludwig K r a u s k o p f (Großen-Linden), bei der er besonders den ersten Obermeister des Landesverbandes Hessen und Rassau Götz (Gießen) und den Fachlehrer T r ä n k n e r (Gießen) begrüßte, übernahm ter 2. Obermeister Vollmann (Heuchelheim) die Leitung der Ver- anstaltung. Bei dem folgenden Wettbewerb a) im Bubikopfschneiden (Zeitdauer 40 Minuten), b) für Wasserwellen (Zeitdauer 90 Minuten), wirkten als Preisrichter Koch und Schwind (Gießen) und F. Henkelmann (Butzbach). I Die ersten fünf Preisträger von zehn Bewerbern im Dubikopsschneiden warn: 1. H. Brück I (Hungen), 2. R. Seepe (Grünbcrg), 3. H. Scheid (Wieseck), 4. A. Fuchs (Lollar), 5. L. Krauskopf (Großen-Linden); von acht Bewerbern in Wasserwellen: 1. W. Wahl (Gießen), 2. W. Götz (Gießen), 3. L. Krauskopf (Großen- Linden), 4. A. Roscher (Wetzlar), 5. 21. Fuchs (Lollar). In beiten Wettbewerben zusammen wurde von L. Krauskopf (Grohen-Linten) die höchste Punktzahl erreicht, wofür er besonders ausgezeichnet wurde. Rach ter Preisverteilung übermittelte Obermeister Götz die Grüße des Landesverbandes und würdigte die Veranstaltung, die die erste ihrer Art in Großen- Linden war. Tanz und gesellige Unterhaltung bildeten den Abschluß des in allen Teilen gelungenen Abends. y<5taufenberg,24. Febr. An der Provinzialstraße, die von Lollar nach Sichertshausen führt, und die hinter Kirchberg nach der Tiefenbach zu mit Obstbäumen bepflanzt ist, wurde vor kurzem von ruchloser Hand einer ganzen Reihe frisch ge- pflanzter Bäumchen die Krone abgebrochen. Die sogleich eingeleiteten polizeilichen Nachforschungen haben bis jetzt scheinbar noch zu keinem sicheren Resultat geführt. Hoffentlich gelingt es, die rohen Täter ausfindig zu machen. " Lumda, 25. Febr. Der Eisenbahubedieir- stete Heinrich Schepp kann morgen, Donnerstag, auf eine 25jährige Tätigkeit im Dien st e der Reichsbahn zurückblicken. gck. Großen-Buseck, 24. Febr. Diese Woche finden in der hiesigen Volkshochschule zwei Vorträge statt. Am Mittwochabend setzt Dr. M a l e ch seine Ausführungen über „Frauenfragen", die in ihrem ersten Teil starkem Interesse begegneten, fort. Am Donnerstag spricht Prof. Dr. S e s s o u s vom Landwirtschaftlichen Institut in Gießen über: „Die Bedeutung der landwirtschaftlichen Kontrollstationen für den genossenschaftlichen Handel". s. H u n g e n , 23. Febr. Am Freitag fand im hiesigen Stadtwald eine große Brenn Holzversteigerung statt. Buchenscheitholz kam anfangs auf 15 Mark je Raummeter, später auf 11 bis 13 Mark, Buchenknüppel erzielten 8 bis 9 Mark, Stockholz 5 bis 6 Mark je Raummeter. Buchenreiser mürben mit 4 Mark für je fünf Meter bezahlt. Es sollen noch zwei Holzversteigerungen in diesem Winter abgehalten werden. Kreis Friedberg. <£ Bad-Nauheim, 24. Febr. Aus Anlaß des 25 Jahrestages der Einweihung der Dankeskirche findet am 21.Juni hier ein großes Dekanats» Kirchengesangvereinsfest statt. Der Vorbereitung der Veranstaltung diente dieser Tage eine Besprechung der Vorsitzenden und Dirigenten der Kirchenchöre von Bad-Nauheim, Friedberg und Butzbach. Kreis Schotten. • Schotten, 24. Febr. Arn 20. Februar beging das Ehrenmitglied des hiesigen Turn-und Gesangvereins von 18 7 3, zugleich dessen ältester Sänger Karl Becker I. seinen 70.Geburtstag. In ter Singstunde wurde dessen durch den 1. Vorsitzenden K. Ze schky besonders gedacht. Im „Frankfurter Hof" fand sodann eine kleine Rachfeier statt. Kreis Alsfeld. L Rieder-Ohmen, 23. Febr. Für unsere seit Dezember vorigen Iahres v e r w a i st e Pforr stelle hat sich trotz zweimaliger Ausschreibung keinBewerber gemeldet. Bei dem derzeitigen Mangel an Geistlichen wird die Stelle wahrscheinlich erst im Herbst besetzt werten können, nachdem die Kandidaten in Friedberg ab* gegangen sind. Allerdings ist die Arbeit eines Geistlichen hier keine leichte, denn zu dem Kirchspiel gehören noch die Orte Atzenhain, Bernsfeld und Wettsaasen. — Maulbach, 23. Febr. In ter"® eneral» Versammlung des hiesigen Kriegervereins wurde nach ter Begrüßung durch den Vorsitzenden zunächst ter im abgelaufenen Iahre verstorbenen Mitglieder, ter Kameraden Schnell, und Schneider, gedacht. Sodann gab der Vorsitzende einen Äeterblick über Entstehung und Entwicklung des Vereins und über das Vereinsjahr 1930. Von den Mitbegründern des Vereins leben heute noch 12 in Maulbach. Unter diesen befinden sich drei Altveteranen, Iohannes Becker III., Iohannes Lauer und Ludwig Werner. Die Mitglieterzahl betrug am 1. Ia- nuar d. I. 98 einschließlich ter Mitglieder ter Iu- geudabteilung Iohannes Braunroth H. gehörte dem Vorstand nunmehr 25 Iahre an. Aus eine 25jährige Mitgliedschaft können außerdem 27 Mitglieder zurückblicken. An Veranstaltungen sanden zwei Prcisscheibenschießen und ein Theaterabend statt. Beim Dezirksmeisterschaftsschießen tonnten im Bezirk 3 Kamerad Karl Ruppert als Altschühe und Karl Stumpf als Iung- schühe die Meisterschaft erwerben. Samstag, den 28. Februar 1931. abends 8.15 Uhr. Im groüen Hör* saal der UnlversLät. Vortrag von Fran Ministerialrat Dr. Bäumer Familie and Berni im Franenlehen Eintritt 50 Pf. 1430 D Gäste, auch Herren, willkommen Allgemeiner Deutscher Frauenverein und Blehener Lehrerinnenverein Großes Preis Schießen Gießen, Gasthof zurStadt Lich Ausgeschossen werd. ‘20Preise.Gesamtwert über 300 Mk. 124öD 1. Preis: Lebendes Schwein, 2 Ztr. schwer. Es ladet höflichst ein August Gisse'. ZumVentilche Morg. Donnerstag Metzel- suppe 0108/ Ab 9 Uhr Wellfleisch mit Kraut Giefeener Konzertverein (Neuntes Konzert) Donnerstag, 26 Februar 1931,19.30 Uhr in der Stadtkirche Der Messias Oratorium von G F. Händel Leitung Dr. Stefan Temesvary Austührende: Der akädem. Gesangverein, der Giefsener Orchester verein. Solisten. Ria Ginster (Sopran), Ruth Kisch-Arndt (Alt). A. Jordan (Tenor), Hans Schweiger (Baß), Job. Nebeling (Orgel) Am Flügel Mimi Bode. 1287 D* Eintrittekarten: RM. 4.-, 3,- und 2.- bei Ernst Challier (Fernruf 2671) und abends an der Kasse Studentenkarten RM. I,- nur im Vorverkauf bei Herrn Sekretär Ritter, und im Neuen Studentenhaus gegen Ausweis. Die letzte Rate de« Abonnemente let einzulösen. Ich habe mich bei dem Landgericht Gießen als Rechtsanwalt niedergelassen und übe meine Praxis gemeinsam mit meinem Vater, Herrn Rechtsanwalt und Notar Dr. jur. Kurt Spohr, in Gießen, Neuen Bäue 25, aus. Joachim Spohr Rechtsanwalt. Mitgebrachte kleinere farbige Wäschestücke werden ohne weitere Kosten gern vorgewaschen. Im Interesse unserer Kundinnen finden vom 26. Febr. bis 4. März 1931 einschl. Modehaus Nowack Seltersw. 81 praktische Persil-Waschvorführungen statt. — Unseren Kundinnen ist durch diese Vorführungen Gelegenheit gegeben, sich mit dem sachgemäßen Waschen u. Trocknen farbiger Wäschestücke aus Wolle, Kunstseide und Seide vertraut zu machen. — Ein Besuch dürfte aus diesem Grunde bestimmt lohnen. Lichtspielhaus Gießen Des großen Erfolges wegen besuchen zu wollen, da abends großer Andrang. 1367 c Mmiholz Anmachholz Gartenpfosten Leithölzer und Latten bill. abAUfleben [3?5D Wüter Te.ephon 2313. Schellfische Kabeljau o. S. Pid. 38.1 Uletpsd.50pf. GrüneSerlnge 3Pfd. 75§. I MMM Li«biBBtr.66,Bn13685. SIMM Rollen-Lager fiit alle AuloS und Maschmen liefert [1M8d Fr.Weinem Autozubehör | Licher Straße 15.1 und um auch den Mmde bemittelten. Kleinrentnern und Erwerbslosen Gelegenheit zu geben, diese entzück., köstl.Tonfilm-Operette Liebeswalzer mit dem süßesten Mädel der Welt Lilian Harvey und Willy Fritsch zu sehen, veranstalten wir am Mittwoch, 25., und Donnerstag, 26. Februar 2 große Volkstage zu anz bii.igen Preisen: 3. PL 0.40. 2. Platz 0.60,1. Pia z 0.80, Rang und S.-Balkon 1.-, Mittelloge 1.50 RM. Im Beiprogramm: Die neue Micky-Maus und Die neueste Ufa-Tonwoche Anfangszeiten: 4, 6, 8.30 Uhr. Wir bit.en, nach Möglichkeit die Nachmittagsvo-stellungen Wir sind besond. billig- Gummischürzen XU.oOu.l.lOd.bt. Drogerie Viinte. holl Kreuzplatz 10 Schlafzimmer- Sonder-Angebot Stürfger Spiegel schrank (bzw. Innenspiegel), 2 Bettstellen, 1 Waschkommode, 2 Nachtschränke, 2 Stühle und Handtuchhalter; mit Marmor- bzw Glasplatten aut Waschtisch und Nachtschränken Echt Eiche..............M. 375- Echt Eiche mit Nußbaum . M. 595 - Echt Eiche mit Zebrano... M. 680- Echt Birke, poliert.... M 850- Möbeihaus Rud. Leisler/ Gießen Neuenweg 23 Gegr. 1886 Telephon 3573 1432 D Bel MmWm hilft das Naturprodukt WgMUMI in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern, bestimmt zu haben: Reformbaus Scholz, Kreuzplatz 5; 1428v Kräuterhaus Jung, Schulstraße 5; Drogerie W. Kilbioger Nacht, Seltersweg 79a. Kurznelchnmenes liefert 1490D Damp^gewerl Lollar B. Nubn, A. («. Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarter» Hei Brühl. Schulstrafle 1 HoeweeiOH Reparaturen von liBbM schnell und billig. Auf Wunsch Abholung. 1442,) Siogar Nähmaschinen 1 tienjesehscliaft Gießen, NaMplalz 22 Telephon 2004 Eigene Werkstatt© Hühneraugen Warzen.Hornbollen befeltiflt restlos nudj in den hartnäckigst Fällen todsicher nut. Gar. mnerh.ö—6Tg. Hühneraugen-Rapid Grbäitl nur Löwen- Drogerie W. Kilbinger Macht., Seltersweg 69. dSU Betten 'Stahl u.Holx) Polat-, Stahl- rnatr-.Klnderb^Chatael.. an Jeden. Telliablg. Katal. fr. 8taenm6beUabrik SohUh. Obst- und Gartenbau-Verein Wir fordern unsere Mitglieder auf. sich an der beute abend 8 Uhr im Horiaal des Landlv. Instituts. Se -ckenbera- braße 17, uatlsind. '^evsammlung zwecks Schädlingsbekämpfung au beteiligen. 1447t) Der Vorstand. Postkeller Mlttwoc i,den 4.Httrz. abds.8 Uhr: Großer Preis Skat Wertvolle Preise. — Anmeldungen hierzu bis zum 3. März im Postkeiler. UHD Es ladet freundlichst ein: Der Wirt. Philosophenwald Morgens Schweinskopf mit Kraut Abends von 6 Uhr ab Metzelsuppe Morgen Donnerstag SffläCM lest Einfamilienhaus an einer Bahnstation ganz in der Näbe Wiegens, bestehend aus 7 Zimmern, Küche und Mansarde, günstig ganz oder geteilt zu vermieten. Schriftliche Angebote unter 01098 an den Gießener Anzeiger. 0U tinf Ill.48' „’S; K, ,<>'« Merdinai InAobur [iß alter Mlü leinestvegs in« seinen geruk Erinnerung Buiwcsgeno machte? Er worrcn ist von Sachsen- 1861 in 20icr ungarischen 1 jährigen M künftige poli 1 Bulgarien, de wieder besteh dem Almnd Gcneralgvuve können. Fast schafl des jui ten und bet slatvisten, im sand er kei hielt sich trc im Sattel,- e diploitiatische fächern auf < ongemesteneni eine Politik Wer erst 189 land. Damit anderen Gros deutschem Gei Aach ersol semdliche Se unabhängigen darenivürde । repräsentative wnen er sich Durch die Ta errang Dulga irand vor den riveiten Cßalfa ernten Mhen gntt und A A^den nut s »i«kt I uch beinahe a in d! ,h^en vere sÄ* 5*.C Wck nicht ßP LP? ®neNi &e”t 'M J d ( ÄS des tzÄeni