Ur. 46 Erstes Matt M. Jahrgang Dienstag, 24. ßcbruar syZl Eriche naio oedecKt» woucig. • v"e"r> •RtOen» * Schnee graupeln e Hebei K Crv/ittcr.@wmdstiiic.O' sehr leichter Ost d massiger Südsüdwest Q stürmischer Mordwest Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeioen Stationen stenenden Z«h- (en geben die Temperatur an. Oie Limen verbmdco Orte mit gleichen» auf Mecresnweau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Unter dem Einfluß hohen Druckes ist in unserem Bezirk im Laufe des gestrigen Tages die Bewölkung zurückgegangen und die Sonnenstrahlung brachte Temperaturanstieg von 6 bis 8 Grad über Null. Während der klaren Nacht bewirkte die Ausstrahlung wieder Temperaturrückgang bis 5 Grad unter Null. Mittlerweile hat sich der hohe Druck weiter aufgebaut und zeiat Barometerstände von 770 mm. Infolgedessen bleibt, von einzelnen Nebel- oder Dunstbildungen abgesehen, das meist trockene und heitere Wetter bestehen. Nachts kommt cs weiter zu Frost und tagsüber zu Tauwetter. Aussichten für Mittwoch: Stellenweise neblig oder dunstig, sonst aufheiternd, trocken, Nachtfrost, taasüber Temperaturen über Null. Aussichten für Donnerstag: Wenig Aenderung der Wetterlage. Lufttemperaturen am 23. Februar: mittags 3,8 Grad Celsius, abends —0,5 Grad; am 24. Februar: morgens —4,4 Grad. Minimum —4,4 Grad. Maximum 4,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. Februar: abends 0,2 Grad, am 24. Februar: morgens 0 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 4Vi Stunden. MS W* befeind« vv" Svcrh rfe" Mdenes £ nur uni Lebensdauer jlalionsZc'i Achtes rtln*» 5 lid des KlageH mit bem A-i betonte, dav -eil in der «Höhen und J 3m ubn & um m AtMgunS tot Gemeind tigunfl ulv>) D lediglich KsOrtsbur, aut Grund ^esuhrd in* Feld. 3 kraus hm! spruch insosi erst nach w Mhnung a getreten fei wie auch J Steinberg l längeren 21 kam nach eu der Klage 1 teil mit dei aus Auiwei Die Klag ser und : Gemeinde ' chen W derter La entschieden Sefämf In der bauvereir Bekam l inge, dringend orterung. Obstbaum nahegebn stellten so Hessische j inirtfäaftli kundige Kl sügung. Oll Jammen besiher garten, in Organisati geboten. 1 beten, iid abend za! lichen Ir den. Am Baumbesi I * ? auf Ähi stent L»^U!' S?L°S> ^stei^ h?^ Ä !bt gtüc bch>L'Z-K- ftknite ^Da LaL° ^Mllttn MtrL'^ *yte 7"P°l« I ^^iertrummct, nschast. nbon. »E^per Don i‘S ‘en M'bitte I ^zelvstci.Fnebä I nach London. | l P'stor und her | ’cn zum erstenmal | »e>nen, ebenso Ma^ l>er, die bisher nur gehört wurde, und I 1 *m Roscnlavalier I erscht die deut. rNibelungen wird die deulsch- k Lippe die Brün-, ch Wagners Tri- I t Fledermau» ehen auf dem Pro. Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, ben 24. Februar 1931. KreiSauSfchuh-Sihung. Der Kreisausschuß des KreisesGie- tzcn beschäftigte sich am Samstag mit zwei Kälten im Verwaltungsstreitversahren. Den Dorsch führte Regierungsrat Dr. Braun. In beiden Fällen handelte cs sich um Ansprüche von Gemeindemitgliedern gegen Beschlüsse ihrer Gemeindevertretungen. Der Landwirt Wilh. Euler von W a h e n - born-St einberg erhob E nspruch gegen 2 cn Beschlich des Gemeinderats, der von ihm die Aufwertung des Einkaufsgeldes für das Ortsbürgerrecht forderte. Es handelte sich dabei um ein während der Inflationszeit erstandenes Ortsbürgerrecht, mit dessen Erwerb eine Reihe von Leistungen verbunden sind, die aber nur unter bestimmten Voraussetzungen auf Lebensdauer in Kraft treten. Da in der Inflationszeit für die Erwerbung des Ortsbürger- rechtes relativ sehr geringe Beträge bezahlt wur- den, hielt sich die Gemeinde für berechtigt, eine Auswertung zu verlangen. Der Rechtsvertreter des Klägers befaßte sich zunächst ausführlich mit dem Rechtscharakter des Einkaufsgeldes und betonte, daß nach dem Gesetz die Gemeinde jederzeit in der Lage gewesen wäre, die Sätze zu erhöhen und dadurch einen Ausgleich zu schaffen. Im übrigen handele es sich in diesem Falle nicht um eine Gegenleistung, sondern um eine Entschädigung für die zu erwartenden Leistungen der Gemeinde (Holzanteile. Streusammelberech- tigung usw.) Ein Gemcindemitglied erwerbe auch nicht lediglich auf Grund einer bezahlten Gebühr das Ortsbürgerrecht, sondern in der Hauptsache auf Grund seiner Persönlichkeit. Roch manches andere führte der Kläger durch seinen Vertreter ins Feld. Insbesondere wurde von dieser Seite daraus hingewiesen, daß ein Auswertungsanspruch insofern verwirkt fei, als die Gemeinde erst nach langen Jahren und ohne jede vorherige Mahnung an den Kläger um Aufwertung heran- getreten sei. Der Rechtsvertreter der Gemeinde, wie auch der Bürgermeister von Watzenborn- Steinberg legten ihren Standpunkt ebenfalls in längeren Ausführungen dar. Der Kreisausschuß kam nach eingehender Beratung zu dem Ergebnis, der Klage stattzugeben, und begründete das Urteil mit den, Bemerken, daß ein Rechtsanspruch auf Aufwertung tatsächlich verwirkt sei. Die Klage der Landwirte H. S a ck, I. B a l - s e r und K. Dern gegen den Beschluß der Gemeinde R ie de r - De s s i n g e n in der gleichen Angelegenheit, und bei nur wenig veränderter Sachlage wurde in der gleichen Weise entschieden. Bekämpfung der Obstbaumschädlinge. In der Versammlung des Obst- und Gartenbauvereins am vergangenen Sonntag kam die Bekämpfung der Obstbaumschäd- 1 i n g e , die wir in unserer Samstagnummer dringend empfohlen hatten, zur eingehenden Erörterung. Die Organisation der Bekämpfung der Obstbaumschädlinge ist mittlerweile chrer Lösung nahegebracht worden. In dankenswerter Weise stellten sowohl die Stadt Gießen, als auch die Hessische Hauptstelle für Pflanzenschutz am landwirtschaftlichen Inftitut der Universität sachkundige Kräfte für den guten Zweck zur Verfügung. Runmehr ist ein einheitlicher Zusammenschluß aller Obstbaum- b e s i h e r — auch der kleinste Haus- oder Pacht- garten, in dem ein Obstbaum steht, soll in die Organisation einbegriffen werden — dringend geboten. Die Baumbesiher werden deshalb gebeten. fid) morgen, Mittwoch, 25. d. M., abend zahlreich im Hörsaal des Landwirtschaftlichen Instituts, Senckenbergstrahe 17, einzufinden. Rur ein einheitliches Vorgehen der Baumbesitzer kann zum Ziele führen und die : Luigi Dalli f. r die Grenzen Auer, Mens-hasHer, nt ist, ist wahrend n Kulturinstitut in Mer von 53 Iah-' cm plötzlichen lode, bevorzugten Dantc- u den Umstehenden Sinbrüden gespro- es lebten '3c- nmelt t)al Seutfd)- ber lat bekannt-' Drache dcheMe ibtn rinMuWK »ch ein national» M verliert die rö- nntesten Persönlich Kosten auf das geringste Maß beschränken. (6. heutige Anzeige.) Taten für Mittwoch. 25 Februar Sonnenaufgang 6.56 Uhr. Sonnenuntergang 17.32 Uhr. — Mondausgang 9.23 Uhr. Monduntergang 1.3? Uhr. 1856: der Geschichtsforscher Karl Lamprecht in Jessen geboren; — 1911: der Maler Fritz von Uhde in München gestorben. Gictzcncr Wochcnmarktpreise. Es kosteten aus dem heutigen Wochenmarkt: Butter 120 bis 130 Pf. (Kochbutter von 110 Pf. an), Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 25 bis 35 (pro Zentner 20 bis 25 Mk). Weißkraut 12 bis 15 (pro Zentner 8 bis 10 Mk ), Rotkraut 15 bis 20 (pro Zentner 10 bis 12 Wk ), Kartoffeln 3,5 bis 4 (pro Ztr. 2,50 bis 3 Mk.). geibe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 12 bis 15, Spinat 35 bis 40, Unterkohlrabi, 5 bis 6, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 40 bis 50, Feldsalat 100 bis 150, Tomaten 70 bis 80, Zwiebeln 10 bis 12. Meerrettich 30 bis 60. Schwarzwurzeln 30 bis 40, Aepfel 30 bis 45, Birnen 20 bis 40, Dörrobst 30 bis 35, Rüsfe 50 bis 60. Honig 40 bis 50, junge Hähne 90 bis 110. Suppenhühner 90 bis 110 pro Pfund; Tauben 70 bis 60, Eier 11 bis 12, Blumenkohl 40 bis 70, Salat 25 bis 30, Endivien 20 bis 50. Oberkohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 50 Pfennig pro Stück. Bornotizen. — TagcskalcnderfürOienstag: Stadttheater Gießen: „Das öffentliche Aergernis", 20 dis 22.30 Uhr. — Mieteroeretn Gießen: Jahreshauptversammlung. 20 Uhr, im „Postteller". — Reichs- Partei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschafts- Partei): Mitgliederversammlung, 20.30 Uhr, im „Pfälzer Hof". — Iungdeutscher Orden — Volksnationale Reichsvereinigung: 20 Uhr, im Caf6 Leid öffentliche Versammlung. Redner: Dr. Alfred Kuer- in a n n. — Aliceschule: Handarbeiten-Seminar-Aus- stellung Senckenbergstraße, Ecke Landgraf-Philipp- Platz, von 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Liebeswalzer". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute. 20 Uhr, unser diesjähriger erfolgreicher Faschingsschwank „Das öffentliche Acr- gcrnis" von Franz Arnold unter der Spielleitung Heinrich Hubs. — Morgen, Mittwoch, 20 Uhr, Mo- liercs Schauspiel „Der Misanthrop" in der 'Bearbeitung und Inszenierung von Walter Bäuerle. — Freitag, 27. Februar, 20 Uhr, unter Spielleitung Peter Fassotts „Volpone", Bcn Jonsons lieblose Komödie, in der Bearbeitung von Stefan Zweig. — Die Abonnementsvorstellung am Mittwoch 4. März, wird auf Donnerstag, 5. März, verschoben Zur Aufführung gelangt als Gastspiel des Darmstädter Landestheaters Mozarts Meisteroper „Die Hochzeit des Figaro'. Beginn 19.15 Uhr. * *• Der neue Präsident des Ober- landesgerichts. Ernannt wurde der Landgerichtsdirektor bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg Adolf Müller in Darmstadt zum Präsidenten des Oberlandesgcrichts mit Wirkung vom 1. April 1931. ** Bon der Straft poftI inte Gießen — Hochelheim. Im Viertcstahr Oktober/Dezember 1930 haben auf der Kraftoostlinie Gießen—Hochelheim die Einnahmen die Ausgaben gedeckt, so daß die von den beteiligten Gemeinden gewährleistete Garantiesumme nicht in Anspruch genommen zu werden brauchte. ** Verkehrs st örung. Der Verkehr der elektrischen Straßenbahn (rote Linie) zwischen Lubwigs- platz und Haltestelle Moltkestraße erlitt gestern eine Unterbrechung. Vor dem Haufe Kaiserallee 2 machten sich durch hervorquellende Wassermengen die Folgen eines Wasserrohrbruches bemerkbar. Die Wiederherstellungsarbeiten wurden alsbald in 'Angriff geNimm Anteil an der Rot deines Mitmenschen! Städtische Nothilfe 1930 Maria Kübel und Hans C. Steinbach Ernstes, Heiteres und Buntes aus dem Gebiet der Körperbewegung und des Tanzes bringen wird. Den musikalischen Teil haben einige Herren vom Orchesterverein übernommen, am Flügel zur Begleitung der Tanze Sofie Bepler (Wetzlar). Im Hinblick auf den guten Zweck ist ein reger Besuch der Veranstaltung zu empfehlen. (Siehe ^fti5fteHung im Liebig-Museum. Die Ausstellung vonThüringcr Sehenswürdigkeiten im Liebig-Museum ist in Anbetracht des bisherigen starken Interesses für diese Schau bis 1. März verlängert worden. (Siehe heutige Anzeige.) *• ©eftörtes Idyll im Gartenhaus. Der 20 Jahre alte Melker Erich Liedtke aus Gladbeck und die 18 Jahre alte Emilie Iefchke von hier hatten sich in einem Gartenhäuschen an der Lahn häuslich eingerichtet, wobei ihre Einrichtungsgegenstände aus einer Reihe von Diebstählen herstammten. Beide hatten dabei das Pech, bei ihrer ungebetenen (Einquartierung in das Gartenhaus eines hiesigen Polizeiwachtmeisters zu geraten. Als der Besitzer des Häuschens gestern nachmittag dorthin kam, war er nicht wenig erstaunt, in seinem Eigentum unerwünschte Logiergäste vorzufinden, ebenso erstaunt war aber auch das Pärchen, als es sich so unverhofft erwischt sah und der fremde Mann sich noch dazu als Polizeibeamter entpuppte. Der Besitzer, der in Zivil war und einen handfesten Spazierstock bei sich führte, lud die beiden zum Gong nach der Polizei ein, sie folgten auch zunächst ganz brav und gehorsam, plötzlich aber zog Liedtke einen Dolch hervor und ging damit auf den Polizeibeamten los. Nur dem Umstand, daß dieser schnell mit seinem Spazierstock abwehren konnte, hat er es zu verdanken, daß der nach feiner Brust geführte Dolchstoß fein Ziel verfehlte und Mantel, Rock und Hemd am Arm zerfetzte, zum Glück aber keine Verletzung des Mannes zur Folge hatte. Nachdem auch das Mädchen noch einmal mit einem Messer auf den Polizeibeamten losgegangen war, ging das Pärchen in der Richtung nach Krofdorf zu flüchtig, wo es sich auf dem Bahnkörper der Strecke Lollar—Wetzlar in der Nähe von Wißmar zu verstecken suchte. Die mittlerweile benachrichtigte Gießener Kriminalpolizei erschien bald darauf mit mehreren Beamten, denen es nach kurzer Hetzjagd auf das flüchtende Pärchen, wobei auch einige Schreckschüsse abgegeben werden mußten, gelang, die beiden festzuneymen. Die Verhafteten trieben sich seit einiger Zeit woh- nommen und bis zum Abend beendet. Der Verkehr wurde durch Umfteigen an der Aufbruchstelle auf- rechterhalten. " Ehrung verdienter Sänger. Vom Hessischen Sängerbund wurden ausgezeichnet: Georg S ch n e i de r - Merlau (Sängervereini- gung) für 40jährige aktive Sangestätigkcit mit der silbernen Ehrennadel und mit dem Ehrenzeichen für Verdienste für 25jährige aktive Vor- standstätigkeit im gleichen Verein. Zu Ehren- chormeistern unter Verleihung der Ehrennadel .Shrenchormeister" wurden ernannt: Heinrich Groth- EHze.l (Konkor)ia-Drucher.b.ü^'en und Frohsinn-Echzell), und Georg Sarnes- Holz- Heim (Harmonie-Holzheim, Liederkranz-Eber- ftadt, Harmonie-Gambach und Germania-Ober- hörgern). . •• Zum Besten der städtischen Winter not Hilfe. Das Fröbel-Seminar Gießen wird am Sonntag, l.März, zum Besten der städtischen Winternothilfe im neuen Studentenheim, Leihgestern er Weg, einen Abend veranstalten, der unter Leitung und Mitwirkung von nnngslos hier herum und nächtigten in Scheunen, Gartenhäusern uiw. Nunmehr wurde ihnen Zwangt quartier im Polizeigesängnis angewiesen. Liedtke ist übrigens trotz seiner Jugend wegen Koroerver - leijung und Diebstahls bereits vorbestraft. 3n der Gartenhütte wurden folgende Sachen des Pärchens, die aus Diebstählen herrührten, vorgesunden: ein großer Spirituskocher, eine emaillierte 5-Liter Milchkanne, ein blauer Milchtopf, eine Tischdcck.- mit blauen Fransen und blau-weiß geblümt, eine weiße Kaffeedecke mit roten Blumen, ein gelb- geblümtes waschseidenes Kleid, eine braune od)laf» kotier mit dunkelbraunem Rand, zwei weiße Kopftücher mit schwarzen Punkten, ein lila-geblümter Bettbezug, ein Kopfkissen mit weißem Bezug, ein gelbes Sofakissen, eine Schuhbürste, 7 Gabeln und Kaffeelöffel aus Aluminium und 5 Mefser aus Alpacca-Silber. Liedtke hat heute vormittag bei feiner Vernehmung zugegeben, daß er eine große Anzahl Gartenhütten jenfeits der Lahn erbrochen bat. Geschädigte wollen sich sofort bei der Strimlnal- Polizei melden. Srieffoflen der Redaktion (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Sd)nftlcltung.) S. S. v. Zu 1: Eine Beantwortung Ihrer Anfrage kann ohne Kenntnis der Dauer Ihrer Mitgliedschaft nicht erfolgen. Nachß 205a der Rcichsvcrsicherungs- Ordnung erhalten Wochenhilfe auch die Ehefrauen u. a. solcher Versicherten, wenn: 1. sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben, 2. ihnen ein An- sprach auf Wochenhilfe nach 8 195a nicht zusteht und 3. die Versicherten in den letzten zwei Jahren vor der Niederkunft mindestens zehn Monate hindurch, im letzten Jahre vor der Niederkunft aber mindestens sechs Monate hindurch auf Grund der Reichsoer- fidjerungsorimung ober bei dem Reichsknapvschafts- verein gegen Krankheit versichert gewesen find. Wenden Sie sich an das für Ihren Bezirk zuständige Der- sicherungsamt für den Kreis Biedenkopf. — Zu 2: Adresse unbekannt. £. B. 6. Sie sind zum Eintritt in die betr. Innung verpflichtet, wenn das Innungsstatut, das Sie bet der Handwerkskammernebenstelle Gießen, Goethe- strahe 7, oder dem Kreisamt Gießen erhalten können, eine Ausnahme nicht zuläßt. Das Statut kann solche Gewerbetreibende von der Jnnungsmitgliedschaft befreien, welche der Regel nach weder Gesellen, noch Lehrlinge halten, § 100 f und § 100 Absatz 1 der Gewerbeordnung TB. B. 1. Das Rechtsverhältnis zwischen einer Genossenschaft und den Genossen richtet sich zunächst nach dem Statut. Ob Sie aus der Genossenschaft aus- geschieden sind, ist aus Ihrem Anträge nicht ersichtlich, zumal uns das Statut nicht vorgelegt wurde. Sie können das nachholen. Nach § 22 des Genossen- schaftsgesetzes darf das Gefchäftsguthaben eines Genossen erst dann ausgezahlt werden, wenn er aus^ geschieden ist. Die Aufkündigung findet nur zum Schluffe eines Geschäftsjahres statt, und zwar schriftlich drei Monate vorher, § 65 des Genossenschafts- gefefoes. — 2. Die Dividendenzahlung ist von den Beschlüssen der Generalversammlung abhängig. Sic hat mit der Rückzahlung des Geschäftsanteiles nichts zu tun. Letztere kann erst nach ordnungsmäßigem Ausscheiden eines Genossen verlangt werden, und zwar wenn die Genossenschaft in Verzug kommt, im Wege der gerichtlichen Klage. G. T. O. Naturheilkundiger und Homöopath ist nicht dasselbe. Homöopathie ist eine Spezialauffafsung der Medizin, Naturheilkundiger ist ein Mann, dec ohne Approbation sich mit der Behandlung von Kranken befaßt. Ein homöopathischer Arzt muß Medizin studieren. Für die Tätigkeit als Naturheilkundiger gibt es keine anerkannte Ausbildungsart 7N. L., Gießen. Ein Anspruch auf Rente bestelft nicht, da 'Beiträge zur Invaliden- ober zur Ange- stcllten-Versicherung nicht geleistet sind Falls Be- bürfligteit vorliegt, empfiehlt sich bie Einreichung eines Antrages beim stäbtischen Wohlfahrtsamt zwecks Unterstützung. enf ♦ \ *****L»m^ SÄ# gb'-bS «eil« gidk««* NEUE PREISE AB WERK: 4450.- 6250.- FR ANKFURT AM MAIN ADLER VORM. alter Preis RM neuer Preis RM alter Preis RM neuer Preis RM alter Preis neuer Preis alter Preis neuer Preis ADLER FAVORIT Spezial-Limousine ADLER FAVORIT . Luxus-Limousine -. ADLER STANDARD 8 Typ Hamburg Pnllman mit Aphon-Spargetriebe . . RM RM 7950.- ADLER STANDARD 6S 6-7 Sitzer Pullman-Limousine ....... RM 3*3ö6.- RM12250.- ADLER STANDARD 6 A 4-5 Sitzer. . Innensteuer-Limousine.......... Adler Qualität ist ein Begriff - weit über Deutschlands Grenzen hinaus. Die Adlerwagen sind ungewöhnlich solide gebaut: wer Adler kauft, weiß, was er für sein Geld bekommt! 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Trotz aller Aufrufe blieb er verschollen. bei sich trug, ge- Ueberfahrt reichen, sehen. Ge$amte"^mnbetragRM.12000 einschl.650 Geldgew. Lose bei den Staatl.Lotterie-Einnahmen und den bekannten Loseverkaufsstellen*Porto u.Liste 30Pfg. Maschinenfabrik, Fulda Unsere Maschinen Verließ sich auf sich selbst, Kraft. Das Geld, das er noch hörte ihm und würde zur Dann würde er ja weiter Vollzähliges Erscheinen ist dringend erwünscht Tagesordnung: Vortrag u. Zusammenschluß. Kauft Mainzer Pferde-und Geldlose HAUPTGEWINN 4 PFERDE Entgegen der ersten Absicht fuhr er dann Loch nach Berlin, traf zufällig mit Hans Ortberg zusammen. Der feierte Abschied im Klub, weil er anderntags die Fahrt nach der Türkei in seinem von ihm selbst konstruierten Flugzeug antrat. „Ich fahre allein", erklärte er auf eine diesbezügliche Frage gemütlich. „Was soll man denn erst noch ein anderes Leben aufs Spiel setzen statt bloß des eigenen? Ich habe nichts zu verlieren. Meine Eltern sind tot, die Verwandten kenne ich kaum, Geschwister besitze ich keine, Braut auch nicht, also geht's los! And kann enden, wie es will, mir egal. Ich werde mir schon Mühe geben, daß ich's schaffe. Meine Maschine ist meine Geliebte, meine Braut. Wir zwei gehören zueinander." Kentner schwieg und hörte zu. Sn ihm reifte ein Plan. Es bedurfte nur noch der Einwilligung Ortbergs. Graf Kentner wollte mit Ortberg die Fahrt durch die Luft unternehmen. Die neuesten Abendzeitungen wurden gebracht. Graf Kentner griff schon danach, als Ortberg sich zu ihm setzte. „Herrlich, dah wir uns getroffen haben im schönen Berlin. Freund Zufall ist nicht immer ein heimtückischer, sondern zuweilen ein sehr lieber Geselle. Meinen Sie nicht auch?" Graf Kentners schöne, kraftvolle Hand legte sich auf die etwas breite, ausgearbeitete, sehnige des deutschen Fliegers. „Ortberg, ich möchte Shr Passagier sein bei dem Probcflug nach der Türkei?" „Weiter nichts? Sch sagte doch, dah ich mein Genick lieber allein aufs Spiel sehe. Man hat da keine Verantwortung, wenn man schneller unten ist, als man eigentlich erst wollte", meinte Ortberg freundlich. „Sie werden mich mitnehmen, Ortberg! Sch habe nicht mehr zu verlieren als Sie." Graf Kentner war in jener Rächt abgereist. Weil er wuhte, wie sehr ihn die junge Frau seines Vaters liebte, wie der Vater selbst unter diesem Zusammensein litt. Er wuhte auch, wie furchtbar dem Vater die Demütigung war, als er ihm eingestehen muhte, dah er das Erbe der Mutter verspekuliert hatte. And da ging er! Ging mit leeren Händen aus Kentnerhof fort. Autogarage zu vermieten. Sehr. An frag, unter 1399 ü Schädlingsbekämpfung! Die Obstbaumbesiher Gießens versammeln sich am Mittwoch, dem 25 Februar, abends 8 Uhr im Hörfaal des Landwirtschaftlichen Instituts Ställe. Geräte. I i i Im- Brüte,er, 111 M "M Äiidicn. Beste Legerallen. Katalog u. Anleit. frei. Cefliiael- hof in Mergentheim K57. machen Sie leistungsfähig Fragen Sie bei Bedarf bei uns an Einzelunterricht in Klavier, Violine u. Viola. Vorgeschrittene Schüler (Streich- und Blasinstrumente), welche gesonnen sind, sich im Orchesterspiel gründlich auszubilden, können in die Orchesterschule eintreten. Anmeldungen täglich von 12—2 Uhr mittags und von Der Haushofmeister ging voran. Die hohe, wuchtige, mit schweren eisernen Bändern beschlagene Tür war nur angelehnt, und bleich vor Entsetzen sagte der Haushofmeister: „Man hört ganz deutlich ein Stöhnen." „Machen Sie Platz!" Der Beamte schritt in den Ahnensaal hinein, die anderen folgten. Das dämmernde Dunkel, von Sonnenstrahlen durchzogen, blendete erst, dann aber sahen es doch alle: eines der lebensgroßen Gemälde war herabgestürzt und hatte jemand unter sich begraben, denn eine menschliche Hand sah hervor, und das Stöhnen kam auch von dort. Ein kurzer Ruf, dann wurde das schwere Bild von den Männern aufgerichtet. And alle blickten entsetzt auf die Gräfin Kora. An der linken Kopfseite war eine gräßliche Wunde. Sn kurzen Abständen ertönte das schaurige Stöhnen, das aus einem todwunden Körper kam. Der Arzt murmelte leise: „Gottes-Gericht!" Dann kniete er neben der schwer verletzten Frau nieder. Sein Gesicht sank auf die Brust: leise sagte er zu den Männern, die erschüttert dabeistanden: „Ein Höherer hat das Gericht übernommen. Rur noch einige Minuten, dann hat diese irrende Seele die Ruhe gefunden. Sch kann ihr nicht mehr helfen." Riem and sprach. Sed er blickte in das Gesicht, das fast nichts Menschenähnliches mehr an sich hatte in seiner schaurigen Verstümmelung. Da hob sich plötzlich der arme Kopf, der Arzt stützte ihn, so gut er konnte, und die Anglückliche lispelte: „Sch allein habe es getan. Riemals hätte — Graf Karl die Hand zu so etwas geboten. Aber ich habe ihn geliebt, und das hat er nicht gewollt. Deswegen ist er gegangen, und sein Vater hat es ihm auch zu verstehen gegeben, daß es das beste wäre, wei—l er eifersüchtig auf den Sohn war, auf seinen schönen, stolzen Sohn. Sch wollte frei sein — aber — ich — ha—b—e doch er—kannt, als ich — es be—reits ge—tan hatte, dah ich seine Li—ebe nie be—sitzen wü—r—de. Sch ha—be ihn — a—ber ge—liebt. Rur — ihn." Zwischen hastigem Sprechen das kaum verständliche Gestammel. Dann ein wildes Aufbäumen, ein letztes Zucken — die schöne Zirkusreiterin war tot! Die Sensationen jagten sich. Die Rachbarn fonnten vor Aufregung nicht mehr schlafen. Kora ruhte auf dem kleinen Friedhof an der Mauer, einfom, noch im Grabe geschmäht. Die Verwandten der Kentnerschen Familie hatten ihr die Aufnahme in die Familiengruft verweigert, was alle Menschen begreiflich fanden. Zwanzig Sahre später! Was bargen diese zwanzig langen Sahre! Frieden, Kriegsgeschrei, Waffen, lächelnden Tod. Verderben über die Menschen, Trauer, Elend, zerbrochene Länder! And — reiche Menschen, die auch selbst rn dieser Lage des Lebens es verstanden hatteir, oben zu fein! Sn ihrer Wohnung, in der engen Straße in Wien, in dem Hause mit den Erkern und Bal» konen, lebte die Witwe des im Kriege gefallenen Majors Wendel von Wendsbrück. Das Annerl! Kaufen -IVür^eC und Sie werden frieden Sein ! Kennzeichen : CSerTlame MAGGI und die gefö-rotePackung. 28 verschiedene dorten. — 1 Würfet für 2 Tetter Die Herren sahen sich an, dann fragte der führende Beamte langsam: „Halten Sie die Gräfin für die Mörderin ihres Gatten, Herr Doktor?" Junges Mädchen fottbilbungSfdbulfrei für leichte Arbeit fo- fort gesucht. 01072 „Sa!“ „Dann — hätten Sie das aber doch sagen können. Die Gräfin ist nicht in Zimmern. Was ist einfacher, als daß sie Komplicen nachgercist ist?" Der Doktor blickte ihn erstaunt an, AuMärtmg HerrLudw.Hofmann.Gieben Kirchs raße 12, hat unsere Vertretung fürGießen und Umgebung übernommen. Wir bitten seine verehrl. Kundschaft, das ihm jahrelang bewiesene Vertrauen nach wie vor zu erhalten. Die gegen ihn von interessierter Seite ausgestreu ton Gerüc’ite vei folgen einen allzu durchsichtigen Zweck und ist dagegen bereits vorgegangen worden. Außer Herrn t ofmann ist niemand berechtigt, unsere Sparkarten einzulösen oder an sich zu nehmen. — Wir warnen ausdrücklich davor. Hochachtungsvoll »TAUNUS« Lebensmittel - Vortrlebsgeiellschalt ra.b.H. zvrnbebend: Sie bringen den jungen Grafen mit dieser unseligen Tat in Verbindung?" „Allerdings! Seine heimliche Abreise läßt diesen Schluß ohne weiteres zu." „Wer den jungen Grafen kennt, weih, dah er einer solchen Tat niemals fähig war", sagte der Arzt entschieden. Sie Herren lächelten. Dann sprachen sie noch leise miteinander: aber immer ungeduldiger sah der Führer 'auf die Tür. Endlich erschien der Haushofmeister und meldete in größter Bestürzung: „Frau Gräfin ist nirgends zu finden." „Es ist gut. Begleiten Sie uns. Kommen Sie, meine Herren." Sn diesem Augenblick kam eines der Mädchen den Gang heruntergelaufen. Mit schneeweihen Lippen berichtete sie, dah es im Ahnensaal spuke. „Man hört ganz deutlich ein Stöhnen", sagte sie noch. „Anfug!" meinte der junge Beamte kurz. „Wo ist der Ahnensaal?" Mainzer Pferde-und Geld ff Lotterie Am anderen Morgen stand der „Silberadler“ startbereit. Viele Menschen drängten sich auf dem Flugplatz zusammen. Riemand nahm von dem großen, breitschultrigen Herrn Rotiz, der in der Rähe des Flugzeugs stand. Sm letzten Augenblick nahm er mit im Flugzeug Platz, und die erstaunte Frage: „Sa, Ortberg hat doch einen Passagier an Bord?" ging unter in dem vielstimmigen Ruf: „Ortberg! Hoch Ortberg! Glück auf! Das ist ein Kerl!" Die Fahrt gelang! Sn Deutschland freute man sich riesig und war stolz auf Ortberg. Den Rainen des Passagiers verschwieg der ‘Sieger auch jetzt noch beharrlich, trotz aller Bitten der pflichteifrigen Reporter. Er hatte sein Wort gegeben, zu schweigen, und ein Hans Ortberg brach sein Wort nicht! Sn Skambul trennten sich die Herren. „Sch hab' mich nie neugierig in das Leben anderer Menschen hineingedrängt", sagte der deutsche Flieger. „Sie werden ja Shre Gründe haben, dah Sie so völlig untertauchen wollen. Aber ich würde mich freuen, wenn ich eines Tages doch wieder etwas von Shnen hören würde." „Sch wünsche Shnen alles Glück, Ortberg. Vielleicht sieht man sich einmal wieder." Roch ein paar herzliche Worte, ein fester Händedruck, und öann ging Graf Kentner allein seinen Weg. Er sah nicht die lausend Schönheiten des Orients, er Hörle nicht den Gesang des Bettlers, er sah nicht die schönen Augen hinter halb geöffnetem Schleier, er sah nicht das letzte Winken des deutschen Fliegers. Sn ihm war alles tot — gestorben. Srgendein Mensch ging einem neuen Leben entgegen. Srgendwo in der Welt gab e8- ein Ziel, wo dieser Weg enden würde. fragte er: „Shrem Komplicen? Wer ist das?' „Der junge Graf! Wir haben hier den des Grafen Bonenbirchner gefunden. Daraus geht hervor, dah der junge Graf in Wien seinen Abschied als Offizier nehmen muhte, weil er sich etwas zuschulden hatte kommen lassen. And nun ist es nicht schwer, zu folgern, was sich hier abspielte. Die Gräfin ist jung und schön. Der Kammerdiener hat gestanden, dah zwischen dem gräflichen Paare ein absonderliches Verhältnis bestanden hat. Dah zuweilen die Gräfin es sich deutlich merken lieh, wie unangenehm ihr die Zärtlichkeiten ihres Gatten waren. Das andere ergibt sich ganz von selbst." Die Herren nickten sich zu, und der Arzt fragte XKein. schw. Piellenninziee . Pfd, nur - .50 Mk. ist letzt gesünder! k Droö. Wiaterhofi Krcurplutr 10 J Hermann Weller Kapellmeister und Musiklehrer wohnt jetzt Kaiserallee Nr. 35 tot, die ge- Der Bann der das Lachen verlernt hat. Roman von Gert Gothberg. Copyright by Martin Feuchtwa ger. Halle jSaale) Ortberg kniff ein Auge zusammen und als ziele er auf die ausgestopfte Krähe, irgendwer einmal auf das Brett dort oben stellt hatte. Rach einer Weile meinte er: „Gut, fliegen Sie also mit." Ein fester, herzlicher Händedruck besiegelte Abmachung. — Sonntag# den I« Marz# 19*30 Uhr# im Neuen Studentenhaus, Leihgestemer Weg: t Veranstaltung zum Besten F der Stadt» Winternothilfe Austührende ------------------------------ Schülerinnen des Fröbel-Seminars Maria Kübel, Hans E. Steinbach Am Flügel; Solle Bep l er, Wetzlar Mitglieder des Orchestervereins Dentist sucht Wo. Schrift!. Anaeb. unt. 1400D an d. Gh. Anz. PWOL ber Ausgeber v. Stellen» angeboten ist tt, die ein» gegangen ^Sewerbungs- unterlagen (Zeugnisse, Zeugntsadschnft., Licht» bilder u-bgl.) schnellstens zurüHus. Ole «Stellung- suchenden sind dankbar für, wenn man ihre Bemühungen zur Sr« langunq em. geeigneten Tätigkeit aus diese Wei'e unterstützt und sind aus diese selbstverständliche pflicht auch angewiesen. 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April 193L * •’!# o - v m Li f'/ mit *et -Sä Cs gebe# u Bier alle" f crh:b.'ch auch der p " cr,joben, das Milchen $eg in folg«"- « cn* E »crige« 21 werben fa""- üd) biejtaa Nlivaltung 1 MederS M deutschen l Mreichen < -rLsektor Milt) gest hing hat 'n faltigsten zei lo 8)^ Derben M Dauer nur bieverän Als der ! etubteorbmi' toohner, seh Aer überti Länder mit und Sachser waltung m sähen von preußischen wesentlich u Derlin lute Wesen nad in Derbini einer teilte durch Ein: (Bürgern^ nur gerin lag, wem sammlung meinen OS Fahrwasse battierte, gliedern b amtliche | ß.allräte I.e 2fr. ll-iersuchm «L.adtvcrwa heitlicht d. rch den l gegongt ten in der von ihnen tiefergeher deren Gel welligen bürgermei gennber z ze.'nen De biet des i von Lands überftirr big, die Meisters bet Mut Gesamtverv Idd'ÄMl und 1 Zimmer mit ©cbretbiifcb u. evli. Telephon sofort gef. Aus führ l. (Silangeb. unt 14070 a. d. G. A. Dauerrnteier fudjt ver 1. März bessere möbliertes Zimmer evtl, sevar. 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Sebruar 193s Tießrner Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflenf Engelschor erinnert, preist den Bezwinger des Todes. Jetzt wendet sich Händel der Ausbreitung des Christentums zu: er schildert den Auszug der Glaubensboten, ihr Wirken mit Liebe und Sanftmut (Sopranarie), das Erwachsen ihres Werkes zur Kraft im Chor: .Ihr Schall geht aus". — Der Kampf des Christentums findet seinen musikalischen Aiedcrschsag in der Err^gcheit einer Daharie und im Spottchor der Heiden. — Der Sieg des Christentums wird musikalisch verklärt in einer Tenorarie, die den göttlichen Zorn charakteristisch zeichnet; er gipfelt in dem großen Halleluja, dessen anfänglichem Jubel die Herrlichkeit Gottes im Unisono des Chores gcgen- übergesteilt wird: „Denn Gott der Herr regieret allmächtig..." Bei dieser Stelle erhob sich in der ersten Londoner Aufsührung die gesamte Zuhörerschaft und mit ihnen der König von ihren Plätzen. Den Höhepunkt bezeichnet das Aufsteigen des Soprancs: „Herr, der Herren, der Götter Gott" bis an die Grenzen des Stimmumfangs. Ein Sah, der in seinem Aufbau und in seiner Auswirkung einzig in der gesamten Musikliteratur dasteht, in der sinnvollen Bereinigung von musikalischen Ausdruckswerlen des Göttlichen und des Menschlichen. Einen Blick auf den inneren Zustand Händels bei der Komposition des „Halleluja" lassen nach seiner eigenen Aeußerung die Worte des Apostels Paulus tun: „Ob ich im Leibe gewesen bin oder außer dem Leibe, als ich schrieb, ich weiß es nicht. Gott weih es." Mit dem „Halleluja" hätte Händel den Messias abschliehen können, aber das grundsätzliche Festhalten an der Dreiteiligkeit des Oratoriums ließ ihn noch den Schlußteil anfügen, der als Folgerung aus den Ereignissen der vorhergehenden Teile den Crlösungs- bzw. den Auser» stehungsgedanken in den Vordergrund der trachtung stellt. Auferstehungsgewißheit spricht aus der Sopranarie: „Ich weih, daß mein Erlöser lebt"; ein Gedanke, der in dem folgenden Chor bekräftigt wird. Besonders erwähnt sei die Baß- arie mit obligater Trompete: „So schallt die Posaun', und die Toten erstehn". Der Schluß- chor „Würdig ist das Lamm" erhebt sich in seinem Mittellah zu jubelnder Erregung; ein kunstvoll durch geführtes „Amen" gibt ihm den er- l habenen Ausklang. Dr. n. Selbstverwaltung und Groß-Berlin Don Erich Mehenthin, Korvettenkapitän a. O., M. b.pr. L schäft in seine Hände zu legen. Das entspräche der rheinischen Dürgermcisterverfafsung. Eine einsache llebertragung ist aber nicht möglich, weil auch die tüchtigste Persönlichkeit nur ein bestimmtes Höchstmaß von Arbeit leisten kann. Das Einkammersystem der Bürgern.eisterverfassung steht und fällt mit der Derhandlungsleitung durch den Bürgermeister in der Stadtverordnetenversammlung. Eine solche würde eine neue zeitrauoende Belastung bedeuten, während die Hauptausgabe gerade darin liegt, den künftigen Oberbürgermeister von Cinzelarbeit zu entlasten, damit er den Gesamtüberblick behalten kann. Man darf nicht vergessen, daß die größte S.adt mit Dürgermeisterverfassung Köln nur etwa ein Sechstel der Einwohnerzahl von Berlin hat. Läßt man die Stadtverordnetenversammlung nicht durch den Oberoürgermeister leiten, so wird eine zweite Kammer, die bisher Magist.at hieß 'und nach dem Eesehesvorsel)'.ag Bürger- meisterlollegium heißen soll, notwendig. Es erscheint mit richtig, daß diese nur aus wenigen Köpfen bestehen soll. Es ist mvtocicl- hast, daß der Oberbürgermeister von Ber.in als Einzelperson zu einer wirksamen Gesamtleitung I der Verwaltung nicht in der Lage ist. Deswegen müssen ihm ständige Dertreter an die Seite gestellt werden, die gegenüber der Sladtverord- netenversammlung in kollegialer Form die bisherigen Funktionen des Magistrats übernehmen, in der Berwaltungsexelutive aber nach Anweisung des Oberbürgermeisters und über den eigentlichen Sachbearbeitern stehend, tätig sind, ilm einseitige Spezialisten darf es sich dalei nicht handeln. Es würde neben dem Oberbürgermeister etwa je ein Bürgermeister sür das Finanzwesen, für Personalien, für technische Angelegenheiten notwendig sein. Cs läßt sich nicht leugnen, daß eine solche Regelung eine Cinflußverminderung für die bisherigen Stadträte bedeutet, soweit sie nicht im Bürgermeisterkollegium Aufnahme finden. Sie werden in Zukunft nicht mehr im Magistrat über die allgemeine Politik der Stadt mitentscheiden können, sondern lediglich die Leiter städtischer Verwaltung s- zweige sein und als solche nach den Anweisungen des Oberbürgermeisters zu arbeiten haben. Auch die ehrenamtlichen Stadträte würden in Berlin fortfallen. Das ist gut. Die Dezernatsverwaltung in einer derartigen Diesengemeinde erfordert viel Zeit, Sachkenntnis und Hingabe und eine so selbständige wirtschastliche Stellung, daß Persönlichkeiten, die allen diesen Ansprüchen genügen, nur in geringer Zahl vorhanden und bei der Art der Wahl der Stadträte durch die Parteien nur sehr schwer in diese Stellen hineinzubringen sind. Dem ehrenamtlichen Element wird die Möglichkeit zur Mitarbeit dadurch geschaffen werden, daß ähnlich den Provinzialausschüsfen der Provinziallandtage ein Stadtgemeindeausschuh oder Hauptausschuh von etwa 35 Mitgliedern gebildet werden soll, der unter Vorsitz des Oberbürgermeisters in nicht öffentlichen Sitzungen die Dinge der laufenden Verwaltung regelmäßig beraten wird. Der Stadtverordnetenversammlung mit ihren öffentlichen Sitzungen würden die Haushaltsberatungen und Dinge von erheblicher Bedeutung verbleiben. Da die Stadträte nach der neuen Regelung nicht mehr „politische Beamte", sondern reine Verwaltungsbeamte sein werden, wird es zweckmäßig sein, sie nicht mehr auf zwölf Jahre -u wählen, sondern ebenso wie die entsprechenden Prov'.nzialbeamten lebenslänglich zu bestellen. Die Ernennung könnte durch den Oberbürgermeister nach Anhörung der Stadtverord- netenber fammIung erfolgen. Ein entsprechender Antrag ist von der Deutschen Volkspartei ge- ftetlt Seine Annahme würde wesentlich dazu beitragen, fachlich geeignete Persönlichkeiten in Minister Severing hat im Preußischen Landtage erhärt, daß in abhoberer ^eit nicht mit der Vorlage des lange erwarteten allgemeinen e . b st Verwaltungs-Gesetzes gerechnet tt ..en könne Die Frage Bürgermeister- c. er Maaistratsversassung bleibt daher in der Schwebe. Um so größere Bedeutung gewinnt las „Selbstverwaltungs-Gesetz für die Hauptstadt Berlin". Denn wenn auch mit Recht darauf hingewiesen wird, daß in Berlin einzigartige Verhältnisse vorlägen, die in jedem Falke eine Sonderregelung erfordert hätten, so wäre es doch töricht, die Augen davor zu verschließen, daß ein gesetzgeberischer Vorgang von derartiger Bedeutung unter allen Umstanden die künftige Entwicklung ery.büch beeinflussen wird. Deswegen hat auch der preußische Staatsrat Einspruch dagegen erhoben, das Gesetz für Groß-Berlin der grundsätzlichen Regelung vorangehen zu lassen. Praktische Gründe machen es schwierig, diesem Wunsche zu folgen. Der Stlarekskandal hat auf das schlagendste gezeigt, daß Groß-Berlin in der bisherigen Art nicht weiter verwaltet werden kann. Aendert man nichts, so werden sich die staatlichen Eingriffe in die Berliner Verwaltung vervielfachen und schließlich zum Ende der Selb st Verwaltung in der größten deutschen Stadt führen. Schon wird von einflußreichen Stellen mit dem Gedanken einer Präfektoral-Verwaltung nach Pariser V->rbild gespielt. Die städtische Selbstverwaltung hat in Deutschland unter den mannigfaltigsten zeitlichen und örtlichen Bedingungen so Hervorragendes geleistet, daß sie erhalten werden muß. In Berlin wird dies auf die Dauer nur durch eine Anpassung an Die veränderten Verhältniss e gelingen. Als der Freiherr vom Stein 1808 die Studteordnung schuf, hatte Berlin 200 000 Einwohner, jetzt mehr als vier Millionen. Diese Ziffer übertrifft die Einwohnerzahl aller deutschen Länder mit Ausnahme von Preußen, Bayern und Sachsen. Trotzdem vollzieht sich die Verwaltung im wesentlichen noch nach den Grundsätzen von 1808, denn die Abänderung der preußischen Städteordnung 1853 war nur unwesentlich und die Gründung der Stadtgemeinde Berlin durch Gesetz vom 27. April 1920 ist ihrem Wesen nach lediglich eine riesige Eingemeindung in Verbindung mit einem schüchternen Versuch einer teilweisen Dezentralisation der Verwaltung durch Einrichtung von 22 Bezirken mit eigenen Bürgermeistern und Bezirksversammlungen, aber nur geringer Zuständigkeit. Die Gesamtleitung lag, wenn man von der Stadtverordnetenversammlung absieht, die infolge des neuen allgemeinen Wahlverfahrens immer mehr ins politische Fahrwasser geriet und zum Fenster hinaus de- baliierte, in den Händen eines aus 24 Mitgliedern bestehenden Magistrats, in dem hauptamtliche städtische Beamte und ehrenamtliche 6.abträte in gleicher Zahl vertreten waren. Die Arbeit des Landtagsausschusses „zur II i.rsuchung von Mißbräuchen in der Berliner S.adtverwaltung" hat gezeigt, daß die einheitliche Leitung der Gesamtverwaltung d. rch den Magistrat fastvölligverloren- gegangen war. Die einzelnen Stadträte zeigten in den Magistratssitzungen oft nur für die von ihnen persönlich verwalteten Aufgaben em tiefergehendes Interesse und stimmten auf anderen Gebieten meist den Vorschlägen des jeweiligen Fachdezernenten zu, so daß Oberbürgermeister und Kämmerer sich vergeblich gegenüber zu weitgehenden Forderungen der einzelnen Verwaltungszweige z. D. auf dem Gebiet des Schnellbahnbaus und der Erwerbung von Landgütern zur Wehr setzen. Sie wurden überstimmt. Es ist daher zweifellos notwendig. die Stellung des Oberbürgermeisters zu stärken und auf dem Gebiet der Exekutive die letzte Verantwortung für die Gesamtverwaltung gegenüber Staat und Bürger- die entsprechenden Stellen zu bringen und den geradezu widerwärtig gctooriXnen politischen Kuhhandel auf dem Rathause einschränken. Zur Zeit hat sich in Berlin der Zustand herausgebildet, daß, da die Dezirksstadträte von den politisch sehr verschiedenartig zusammengesetzten Bczirksversammlungen gewählt werden, die städtische Beamtenschaft in einigen Bezirken ganz sozialdemokratisch, in anderen ganz bürgerlich eingestellt ist. Der Wechsel aus einem Bezirk in den anderen oder in die Zentrale und umgekehrt ist fast unmöglich. Jnfolgede.sen leben sich die Bezirke immer mehr auseinander und die Zentrale vertiert die ständige Fühlung mit der Praxis des Außendienstes. Deswegen wäre es sehr zweckmäßig, eine einheitliche Groß-Berliner Beamtenschaft zu schaffen, deren Ernennung und Versetzung na^> A-yörung der Bczirksversammlungen durch den O*”rbür‘jer- meister zu erfolgen hätte. Wirtschaftliche Zusammenschlüsse. In einer sehr gut besuchten Versammlung der Ort.gruppe Gießen des Allgcm. Deutjäjen Frauen- Vereins iprad) Lr. h. c. Meesmann über „Wirtschaftliche Zusammenschlüsse". Der Vortragende ging von dem Begriffe des Wirisä-astens aus, das die Erzielung eines E r trags zum Zwecke habe, der über den Wert der verbrauchten Guter hinaus die Mittet zur Ernäh- | rung einer wachsenden Bevoltekung und zur Hebung des allgemeinen Wohlstandes zu liefern hat. Dieser Zweck lönne nur durch die Anspannung des Selbst- interesfes der Unternehmer und den Druck der persönlichen Verantwortung, der auf ihnen lastet, erreicht werden. Aus diesem Grunde sei die Privat wirhchast jedem anderen System des Wirtschaftens überlegen. Hieraus ertläre es sich auch, daß eine Sozialisierung der Wirtschaft, bei der an die Stelle des selbstverantwortlichen Unternehmers der an Jnstrultwnen und Instanzen gebundene Beamte tritt, das Ziel des Wirtschaftens nicht erreichen könne, daß staatliche und Gemeindebetriebe daher zum winschastlichen Mißerfolg verurteilt feien und deshalb nur da eine Berechtigung haben, wo nicht wirtschastliche, sondern andere Grunde, wie z. B. bei der Post und Eisenbahn, vorherrschend sind. Die alleinige Verantwortung des Unternehmers sei mit einer Beteiligung der Arbeiter und Angestellten an Leitung und Ertrag (sog. Wirtschaftsdemokratie) nicht vereinbar; diese hätten einen Rechtsanspruch gegen den Unternehmer auf den bedungenen Lohn ober Gehalt. Der Unternehmer habe keinen Anspruch auf Lohn, er müsse sich auch mit einem Verlust abfinden, und ehe die Frage, wie denn 2lrbciter und Angestellte am Verlust beteiligt werden sollen, nicht beantwortet sei, könne auch nicht von einer Beteiligung am Gewinn die Rede sein. Die heutige Privatwirtschaft als „kapitalistische Wirtschaftsordnung" zu bezeichnen, fei falsch. Bei uns herrsche die freie Wirtschaft. Eine Wirtschafts, arbnung hätten wir in gewissem Umfang in ber Kriegs- unb Nachkriegszeit gehabt — mit welchem Erfolg fei bekannt —; eine Wirtschaftsordnung wolle die Sozialdemokratie und der Bolschewismus (f. Rußland). Auch das Wort „kapitalistisch" als Kennzeichen der freien Wirtschaft sei falsch, weil die Verwendung großer Kapitalien nicht eine Eigentümlichkeit dieser, sondern jeder modernen Wirtschaft — auch einer sozialistischen — fei. Redner streifte dann kurz die verschiedenen Arten des Wirtschaftens, die Natural- unb Hauswirtfckast, bis Arbeit für ben Kunden unb für ben Markt unb führte u. a. aus, baß, wenn auch ber Zug zum Großbetrieb in ber neueren Zeit stark hervortrete, boch ber Klein- unb Mittelbetrieb nicht ersetzt werben könne: noch heute seien 91 v. H. aller Betriebe Klein- unb Mittelbetriebe unb beschäftigten bie Mehrzahl ber Arbeiter unb Anoestellten. Auch bie Zusammenschlüsse feien keine Besonberheit ber Großbetriebe, sic tarnen auch bei Kleinbetrieben, bem Einzelhanbel unb bem Hanbwerk vor. Ihre Notwenbigkeit sei bebingt burch bas gesteigerte Risiko unb bas Be- bürfnis, burch Kostenersparnis bie Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Daß bie Zusammenschlüffe, wie Kartelle, Synbikate unb Trusts Gefahren mit sich bringen, fei nicht zu bestreiten; deren Beseitigung sei aber in erster Linie Sache der beteiligten und betroffenen Wirtschaftskreise selbst. Allzu große Zusammenballungen trugen außerdem den Keim des Zerfalls in sich, da mit der Größe der Drganifation auch die Schwierigkeiten der Leitung wachsen und ein bureaukratischer Zug sich geltend mache, Nachteile, denen gegenüber der Einzelunternehmer den Vorzug größerer Beweglichkeit unb Anpassung^ fähigfeit besitze. Der Staat könne wohl in frästen Fällen einschreiten, müsie sich aber vor Eingriffen, burch bie leicht mehr geschähet als genutzt werbe, hüten. Zu solchen Eingriffen gehörten auch zu hohe Steuern unb SoziaUasten, foivie Lohnzwangstarise, wodurch bie Wirtschaft allmählich lahmgclegt werde. Dagegen habe ber Staat wohl bie Aufgabe, die allgemeine Richtung der Entwicklung sorgfältig zu beobachten und dafür zu sorgen, daß die Volkswirt schäft im Ganzen durch Vordrängung einseitiger Interessen, insbesondere vom Auclande her, nicht notleide. Eine solche Bevorzugung liege heute z. B. and) in der steuerlichen Behandlung der Äonfiini vereine vor. Freiheit unb Kampf in her Wirtschaft fei nach wie vor notwendig, kontrolliert unb g Ist burch eine auf bie Selbstänbigkeit unb gleichmc ge Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft bedachte Staatsverwaltung. Probleme der Ernährunqsresorm. (Ein Aussprache-Abend der fjausfrauenbetatung Gießen. Die Hausfrauenberatung Gießen veranstaltete einen Aussprache-Abend über die Fragen, die durch den Vortrag von Dr. SXex) ■ mann (Aerztevereinsbund Berlin) über Kurpfuschertum. giftfreie Heilweife und Ernährungsreform aufgeworfen worden waren. Als erster Diskussionsredner sprach Herr Scholz Er schränkte die Grenzen desBc- grissS Kurpfuschertum ein, die der vorerwähnte Referent so weit gesteckt habe, daß es scheine als falle die Raturheilkunbe mit m ihren Tcreich. Tie Raturheilkunbe fei aber eine reformatorische Bewegung, die sich im Lause von 80 Jahren die Anerkennung der Wisfercschaft erworben habe. , _ „, Sodann erklärte Dr. Malech. den Crnoh- rungssragen müsse besondere Bei eututm ^Gemessen werden, da es sich ergeben Pabe, baß oolls- wohl und Gesundheit untrennbar damit verbunden feien. Schwere Erkrankungen wie Slorbut. Beriberi bösartige Blütarmut, englische Ärantoeit der Kinder. Eicht, Krebs usw. seien in der Hauptsache auf Fehler in ber Ernährung und auf falsche De- Handlung der Rahrungsmittel zurückzuführen. Em wichtiger Bestandteil der Rahrnng sei das Etwetß. Bisher habe das Fleisch als beste Quelle der Eiweißnahrung gegelten, das pflanzliche Eiweiß, wie es Kartoffel, Getreide, Reis, frisches Gemüse enthalte, sei dem tierischen Eiweiß aber gleichwertig. Tie Menge des Eiweißes, d.s der Körper brauche, hänge ab von der übrigen Ernährung. Kohlehydrate (Stärke, Zucker) leien Eicreißsparer; eine. Kost, die Säuren liefert, fordere mehr Et- weih. Tas richtige Mittelmaß liege zwischen 50 und 60 Gramm Eiweiß pro Tag. Wichtig set die Vorbereitung der Rahrung Beim Mahlen des Getreidekorns gingen wesentliche Bestandteile in die Kleie über, der polierte Reis habe sie ebenfalls abgegeben, präparierter Zucker habe viele wertvolle Eigenschaften verloren. Um eine vollwertige Ernährung zu erzielen, brauchten wir ein gutes Brot, das die nötigen Kleiebestandteile enthält, außerdem Kartoffeln, Hafer, ©erfte»^^ unb schließlich Gemüse, Obst unb Salate. Man könne bei vegetarischer Kost voll leistungsfähig bleiben, zu warnen sei jedoch vor jeglichem Fanatismus. Zum Schluß warf der Redner ein kurzes Streiflicht auf die Gerson-Diät. Dr. Reumann-Spengel warnte ganz im Sinne Dr. Malechs vor Extremen. Der Mensch sei durch die Länge seines Verdauungskanals auf Mischkost angewiesen. Herr Röhl ist nicht der Ansicht seines Vorredners, daß die bisherige Ernährungsweise die richtige sei. Das Schlußwort war Dr. Siering, Berlin, als dem Vertreter Dr. Lehmanns, Vorbehalten. Mit allem Rachbruck wies der Redner u. a. auch auf die Wichtigkeit der Erziehung in Singen der Ernährung hin. Händels „Messias". Znr bevorstehenden Aufführung des Lietzener Honrcrlvcreins. Kein Werk Handels ist für weite Kreise To unbedingt mit feinem Ramen verknüpft tote ber „Messias"; für viele bedeutet er den alleinigen Inbegriff Händelschen Schaffens; ja. mit vollem Recht wird man diesem Werl in der Geistesgeschichte der Menschheit eine Vorzugsstellung einräumen müssen. Wenn auch von englischer Seite her. dem Lande, too der „Messias' entstand, neuerdings versucht wird, Händels Bedeutung zugunsten des Engländers Henry Purcell herabzusetzen, so wird das der Weltgeltung dieses Werkes nichts anhaben können, im Gegenteil, diejenigen, die sich in der Beurteilung musikalischer Werte von politischen Gesichtspunkten leiten lassen, sprechen sich damit selber ihr jlrteiL -Nach den Widerwärtigkeiten, die Handel in seinem Schaffen und Wirken durch die Engländer erfahren hatte, kam ihm eine Einladung des Dieekönigs von Irland durchaus gelegen; seinen dortigen Freunden hatte er zu einem Wohl- tätigkeitskonzert etwas -.oon feiner beften Mufti versprochen. Es war der Messias, den handel noch in England in der verhältnismäßig kurzen Zeit vom 22. August bis zum 14. September 1741 vollendet hatte. Am 13. April 1742 brach e man das Werk unter Händels Leitung m Dublin zur Aufführung; ein wichtiger Gedenktag in der deutschen Geistesgeschichte! Ein Jahr spater erklang das Werk in London. Die große Zeit: des „Messias" beginnt um 1750; von da ab führte Händel alljährlich mehrmals (im ganzen 34mal) das Werk zum Besten des Findlings-Hospitals aus. dem er durch Lieberlassen der Partitur und der Stimmen gewisse Eigentumsrechte auf das Werk einräumte unter dem Verzicht der Drucklegung zu feinen Lebzeiten. Händels letzte öffentliche Betätigung war die Teilnahme an einer Aufführung des „Messias" am 6. April 1759, am 14. April starb er. Deutschland lernte den „Messias" 1772 durch eine Privatauftührung in englischer Sprache in Hamburg kennen; Auf ührun- gen in deutscher Sprache folgten; seit den großen Händelfeiern in London zum hundertsten Geburtstage des Meisters kann man von einer Weltgeltung des „Messias" sprechen. Schon die textliche Anlage des Werkes vermochte ihm eine Sonderstellung zu gewährleisten. Händel selbst hat sich die einzelnen Teile zusammengestellt. unter beratender Beihilfe seines Freundes Jenner. Er ließ sich hierbei nur von sachlichen Erwägungen, nicht aber von Rücksichten auf Zuhörer und Tradition leiten. Zwar waren vor ihm schon Abschnitte aus dem Leben Jesu oratorienmäßig bearbeitet worden. Die zusam- menfaffenbe Darstellung des Lebens und Wirkens des Messias und der Geltung seines Werkes war ein ganz neues Moment im damaligen Oratorienschaften. Dabei setzte Händel die Bekanntschaft des Hörers mit den zugrundeliegenden Tatsachen voraus, ihm lag an einer religiösethischen Erfassung von Wert und Bedeutung des Weltheilandes, frei von jeder einengenben konfessionellen Stellungnahme. Für den hoheii Grad der Bewunderung, mit der allein der Text in der christlichen Well ausgenommen wurde, zeugt eine Veröfteilllichung von 50 Predigten über bie Bibelstellen des „Messias" aus dem Jahre 1780. Mit einer Ouvertüre, die man als die erste Szene des Werkes ansehen kann, indem sie die allgemeine Stimmung der Menschheit wiedergibt, ehe der Messias auf die Welt kam, leitet das Werk auf den Adventsgedanken hin. Em rezi- tativisch auslaufendes Arioso mit der daran anschließenden Arie verheißt, daß bie Zeit des Leibens vorüber sei: ein zusammenfassenber Chor kündet von der „Herrlichkeit Gottes, die nun geoffenbart werden" soll. Hier schon zeigt sich bie Bereinigung von weltlich-menschlichen und religiösen Rkotiven im Aufbau des Satzes, wie wir sie auch in den späteren Chören erkennen können. — Die Vorbedingung für ben Empfang des Messias ist Sinnesänderung, ist Buhe. Diesem Gedanken dient das Bahrezitativ mit seiner starken Aufwallung, die ihren Höhepunkt in dem Prestissimo der folgenden Arie findet zu bem Text: „Denn er entflammt wie des ßauterers Feuer". — Der Chor wird zum weiteren Träger des Läuterungsgcdcrnkens. Das Offenbarungswunder in ber Erscheinung bes Messias flingt purch in der Alt-Arie mit ihrer freudigen (Erregung über das Kommen in der Einleitung unb mit ihrem sich immer mehr steigernden inneren Jubel, der pom Chor aufgenommen wirb. — D'-e Bedeutung der Ankunft des Messias läßt ein Bahrezitativ erleben, das sich vom Dunkel ber I Rächt zum Licht steigert; die anschließende Arie I läßt das Dunkel, in dem das Volk bisher wandelte, in besonders starkem Gegensatz zu dem kommenden Licht treten, unvermittelt bricht der Zu bei im Chor aus: „Denn uns ist ein Kind geboren“, mit starken Akzenten die Herrlichkeit des Gekommenen preisend; ein Sah, an dem zu bewundern ist, wie die Vielheit des Gedanklichen in fo knapper Einfachheit und älrsprünglichkeit gemeistert wird. (Der grundlegende musikalische Gedanke ist aus einem italienischen Duett Händels abgeleitet.) — Eine Szene aus der Heiligen Rächt schildern bie kommenden Sähe; eine Sinfonia pastcrale läßt bie Weisen ber kalabresischen Hirten. der Pifserari, nachllingen, bie zu Weihnachten nach Rom kommen und dort ihre Weihnachtsweise aufspielen; eine Reminiszenz aus Hänbels Aufenthalt in Italien 1709. Endlich kommt der Sopran als Solostimme au seinem Recht: er kündet von bem Erscheinen ber Engel bei den Hirten in einem Rezitativ, bas burch bie Begleitung bilbhaft untermalt wird. Der Engelschor („Ehre sei Gott") versinnbildlicht die Gegensätzlichkeit von Himmel unb Erbe durch bie verschiedenen Stimmlagen; das Orchestemachspiel läßt die wundersame Erscheinung in klanglicher Entrückthell entschwinden. Jubel ertönt aus ber Sopranarie „Erwacht zu ßiebern ber Wonne", ein kurzes Rezitativ kündet von den Wundern des Heilands; eine weitere Arie schildert im Sicilianen-Rhythmus Jesus als den Guten Hirten. Den Textgedanken des Mittel- sahes läßt der Chor ausklingen. Die Passionsschilderung verzichtet auf die Darstellung der Cinzelvorgänge, sie führt mit einem Chor in der Gedrängtheit ber Schützschen Introitus-Sätze an das Kreuz; eine schmerzensreiche Altarie nimmt ber Chor mit ihrem Hauptgedanken auf; dieser findet seine Zusammenfassung in der Doppe'fuge: „Durch seine Wunden sind wir geheilt" und feinen Ausgang in einem Chorsatz, ber das Bild vom Guten Hirten anknüpft. Ein Rezitativ unb ein Spottchor des Volkes zeichiret bie Gegner Jesu. — In kurzen erschütternden Sätzen finden bie letzten Leibensstunden ihre muß- kalische Verklärung. Die Auferstehungstatsache klingt in einer Eopranarie nach, bie auf bie Er- löferarie des britten Teiles hinweist. Ein Triumphchor, ber in seinem Anfang an den Oberheffen. Landkreis Gießen. Z Lollar, 23. Febr. In der hiesigen Volks- Hochschule hielt UniversitätS-Garteninspektor R e h n e l t. Gießen. zwei Lichtbildewvrträge über „Ceylon" und „Das schöne Italien". Beide Dorträge waren gut besucht. Nunmehr soll der Veranstaltung von Kursen für Arbeitslose nähergctreten werden. — Dem hiesigen Turn- und Gesangverein wurde ein „Frauen- und gemischter Chor" arme- gliedert. Fräulein Herta Müller und Frl. Lina Schneider wurden in den Vorstand gewählt. v. Londorf. 23. Febr. Am Sonntag veranstaltete der Frauenverein Londorf- Kesselbach in der hiesigen Dvlkshalle einen Familienabend unter Mitwirkung des Kirchen- und Posaunenchors. Nachdem der Ortsgeistliche die zahlreichen Gäste begrüßt hatte, brachten Kirchenchor und Posaunenchor abwechselnd Lieder und Musikstücke schön zum Vortrag, worauf ein Lichtbildervortrag über „Christenverfol- gungen aus früherer Zeit" vorgeführt wurde. Ein gut gespieltes Theaterstück trug viel zur Verschönerung des Abends bei. Mit einigen Lieder- und Musikvorträgen, einem begeistert aufgenommenen Hoch auf das deutsche Vaterland und dem Gesang des Deutschlandliedes fand der offizielle Teil des anregend verlaufenen Abends sein Ende. * Albach, 21. Febr. Heute feierte im Kreise seiner Kinder, Enkel und Urenkel unser Polizeidiener KarlBalserl. seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar ist körperlich und geistig noch sehr aus der Höhe. * Leihgestern, 23. Febr. In der Arbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen unserer Gemeinde sprach der Leiter des Arbeitsamtes Gießen, Negierungsrat Dr. Du es, über „Arbeitslosengesehgebung". Inder Einleitung seines Vortrages zeigte der Vortragende die Ursachen der Arbeitslosigkeit und Maßnahmen, die zu einer Milderung und zu einem späteren Verschwinden derselben führen könnten. Der Vortrag führte den Hörern die wichtigsten Bestimmungen des Arbeitslosengesetzes vor. Zu ihrer Erläuterung und um zu zeigen, wie sich das Gesetz in der Praxis auswirkt, wurde eine große Anzahl von Entscheidungen des obersten Arbeitslosenschieosgerichts besprochen. Der Vortrag, der für die Hörer äußerst aktuell war, löste eine rege Aussprache aus, in deren Verlauf Negierungsrat Dr. Du es die zahlreichen Fragen beantwortete und durch Beispiele aus seiner reichen Erfahrung erklärte. Auch dieser Vortrag zeigte erneut, wie wertvoll diese Zusammenkünfte für jeden Teilnehmer sein können. 5. Utphe, 23. Febr. Der Viehversicherungsverein hielt im Rathaus seine Jahreshauptversammlung ab. Der 1. Vorsitzende, Beigeordneter Raab, erstattete den Ge- schäftsbericht. Es waren 46 Pferde und 380 Stück Rindvieh versichert. Aus dem Bericht des Rechners Friedrich Fi Ising er ging hervor, daß die Ein- nahmen 2221 Mark betrugen. Dje Ausgaben erreichten nahezu dieselbe Höhe, so daß ein geringer Ucbcrschuß verblieb. Die Rechnung wurde genehmigt. In den Vorstand wurden gewählt die Landwirte Wilhelm Sack, Robert Bornmann und Karl Meier als Taxatoren, ferner als Beisitzer Otto B e l tz e r, Karl Sack und Ludwig Jäckel. Kreis Sp otten. Schotten, 23. Febr. In stark besuchter, von Obmann Blei (Schotten) geleiteter Versammlung des hiesigen Bezirkslehrervereins sprach am Samstag Lehrer Stephan (Breungeshain) über „Die Seele des Landwindes". Der Vortragende stellte das Kind in den Arbeits- und Crziehungskrcis der Familie und beleuchtete die fördernden und hemmenden Wirkungen, die daraus zur Schule ausstrahlen. An der lebhaften Aussprache beteiligte sich besonders Schulrat H a s e n z a h l (Schotten), der ergänzend in längeren Ausführungen eine Parallele zwischen Großstadt- und Landkind zog. preuhen. Kreis Wetzlar. 3 Krofdorf, 21. Febr. Auf Beschluß der Ge- rneindevertretung von Krofdorf-Gleiberg sind mit Zustimmung der Forstbehörde im hiesigen Gemeindewald außer der allgemeinen Holzfällung noch 100 Raummeter Eichenbrennholz zur Abgabe an notleidende Familien geschlagen und verteilt worden. Der Preis beträgt je Raummeter Eichenscheiter 4,50 Mark, je Raummeter Eichenknüppel 3,50 Mark. T Lützellinden, 22. Febr. Seit einigen Tagen haben Naturfreunde die seltene Gelegenheit, im Wiesental nach der Waldschenke zu einen stattlichen Fischreiher zu beobachten. Man sieht ihn zuweilen längere Zeit unbeweglich, „wie eine Bildsäule" im Lückebach stehen, wo er den Fischen nachstellt. Da er ein scheuer Vogel Goethe-Bund. Vortragsabend Cdwm Erich Dwinger. Aus dem selbstbiographischen Abriß: Dwinger ist Schleswig-Holsteiner, in Kiel geboren, Lief mit 16 Jahren aus der Schule in den Krieg, wurde 1915 im Osten verwundet, kam nach Sibirien in Gefangenschaft, entfloh 1918, erlebte 1919,20 den Endiampf zwischen der Weißen und Roten Armee, wurde abermals gefangen, entfloh aufs neue, kam zurück nach Deutschland, ... genas, begann zu schreiben ... 1929 erschienen die Dücher, die ihn bekannt gemacht haben: „Die Armee hinter Slacheldraht"; „Zwischen Weiß und Rot". Dwinger spricht klar, artikuliert, eindringlich, dem dokumentarischen Stil seiner Aufzeichnungen angemessen. Er begann mit einem Rückblick auf die Zeit in Sibirien, die den Inhalt des ersten großen Tagebuches ausmacht und schloß diesen Rückblick mit einem leidenschaftlichen Bekenntnis zu Deutschland und zu einer besseren, befriedeten und menschlicheren Zukunft ab. Er las dann aus der Chronik „Zwischen Weiß und Rot", gab zuvor einen knappen, mit erschütternden Zahlen belegten Umriß dieser russischen Tragödie aus den Jahren 1919/20, die entsetzlich war in ihren Ausmaßen und dennoch bei uns nahezu unbekannt geblieben ist. Aus dem ersten Teil des Buches hörte man die mit einer zermürbenden Spannung geladene Szene mit dem roten Gefangenen, welchen die zurückgehenden Weißen in seinem Heimatdorf durch die Gegenüberstellung mit seiner ahnungslosen kleinen Tochter entlarven ... und dann die Episode von der vergeblichen Flucht, der Geist, läßt er die Menschen nicht naHe an sich herankommen. Kreis Biedenkopf. T Wald-Girmes, 21. Febr. Die Betreuung der arbeitslosen Jugend bis zu 21 Jahren hat hier feste Formen angenommen. Die jungen Leute werden an fünf Nachmittagen in je drei Stunden ohne die abendliche freiwillige Fortbildungsschule, unterrichtet. Eingeschlossen darin sind wöchentlich drei Stunden für Spiel, Wandern und turnerische Vorführungen. Unterrichtet wird in Arbeiterrecht, Versicherungswesen, Gewerbelehre, Staatsbürgerkunde, Land-, Obst- und Gartenbau, Heimatkunde und Kulturfragen. Die vier hiesigen Lehrer, Ingenieur Räuber von hier, die Leiter vom Turnverein und Fußballklub, sowie ein Vertreter vom Arbeitsamt Wetzlar haben sich unentgeltlich in den Dienst der guten Sache gestellt. In einem Werbeabend sollen die Eltern auf die Wichtigkeit der Angelegenheit hingewiesen werden. Maingau. WEN. Frankfurt a.M., 23. Febr. Nachdem am Sonntag bis in die späte Nacht hinein die Vernehmung der wenigen Zeugen durchgeführt woroen war, nahm die Kruninalpolizei die Tochter der Ermordeten, Anna Traut, in Gewahrsam. Diese Maßnahme bedeutet in diesem Falle noch nicht eine Festnahme: die Polizei will nur verhindern, daß Fräulein Traut sich mit verschiedenen Leuten bespricht, die möglicherweise in die Angelegenheit verwickelt sind. Die Ermordete lebte in sehr guten Verhältnissen. Das Haus war ihr Eigentum und sie besah noch viele Morgen Ackerland, das gut verpachtet war. Die Frau war eine eigenartige Person, die mit aller Welt Streit hatte und sich mit ihrer Tochter nicht verstand. Der Arzt, der die Leiche untersuchte, ist der Ansicht, daß die Tat in den Morgenstunden des Sonntags begangen wurde. Die Polizei schließt sich dieser Ansicht an und glaubt, daß Frau Traut erschlagen wurde, als sie noch im Bette lag. 12 ,46 !58 *31 167 IM kdculsche ietittlt Mhu« Derberen A>< Februar 1931 "glvurdniTwM, ogen 4 3 ’28954 169645 123487 179315 !? .S3448 142138 7 221867 225755 10 346411 365096 11128 1 3206 34661 363 99351 101078 ?? IW 187037 *1 182103 183246 07 240996 251344 M 296658 298994 58 339837 382459 M g(tld) .wj i ii SS ,a^nb ogen. ZK Die Aus,Ä' «ber^fc fe L-mL ZB 24219 25303 33828 481 0 49^3 50823 127 102214 107772 156169 185508 235827 272467 ' 293249 302592 342838 392522 2 Prämim au je 00 2wie800(LO, 22 4u le 25(00, . 612 iu |t MV. », 5910^^)0. 21. Februar 1931 ing würben ©twinne zogen 18 112439 135347 69588 74380 202307 078 77042 108149 906 320248 360280 ) 30712 36794 40764 4203 99853 111407 907223220 228809 126 315622 330155 13443 23655 26528 4103 94133 101007 7 198889 208741 m 240102 240551 913 272551 280833 AN 307333 311090 474 331432 336057 .««n 362017 363460 U R38 0 385995 '7 1671 17688 21828 qocqc 34942 39639 3 59718 67217 §ga iss Ws 1776 [t eneichten Jeta^Xn^6ab je entdemen-. ionLschule^' .^ote ,ricntlC! S? t>cicn ßterne- ^| ln |ic ^2üg waren. en. ... mv M) Wltf ule« ?jimref«J ,er»s )u “«riebrii L.WS S!$fi iiiben^ Wirtschast. * W a g g o n fa b r i k A G. i n R a st a t t. In der gestrigen Generalversammlung der Gesellschaft wurden sämtliche Anträge der Verwaltung einstimmig angenommen. Der im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Reingewinn von 212 230 RM. gelangt zum Vortrag auf neue Rechnung (i. 93. 64 140 RM.), so das; sich der Derlustvortrog von 188 456 RM. auf 76 226 RM. verringert. Frankfurter Börse. Frankfurt a. OIL. 24. Febr. Tendenz: ge» fchäfbSloS. Nach einem sehr ruhigen Dvrmittags- verkehr lag die Börse zum amtlichen Beginn geschästSlos. 3n Anbetracht Les heutigen CI- quidativnStages bekundete die Spekulation stärkste Zurückhaltung, zumal auch leine nennenswerten Anregungen und vor allem keine Aufträge vorgelegen haben. Aus der Wirtschaft lagen eher ungünstige Momente vor, so di« neuen Groh Insolvenzen in der Textilindustrie, die an sich mit der Börse nichts zu tun haben, aber als Symptom der allgemeinen Krisis beachtet wurden. Die innerpolitischen Verhältnisse liegen anderseits nur unwesentlich verändert. Dir ^Imsahtätigkeit bewegte sich in den engsten Grenzen, und Kursveränderungen zur ersten amtlichen Äotiz waren nur unwesentlich. Rennenswertes Steuagematerial kam dabei nicht heraus, und bestärkt hiervon, konnten die Kurse im weiteren Verlaufe auf kleinste Deckungen der Kulisse meist leicht anziehen. Am Elektromarlt blieb die Mehrzahl der Papiere meist knapp behauptet, nur Licht & Kraft setzten etwa 1 Prozent niedriger ein. Kursrückgänge bis zu 1,5 Prozent hatten Karstadt, Aschersleben, und am Kunst- Holzversteigerungs-Termine. Mittwoch. 25. Februar. Versteigerer: Bürgermeisterei Langsdorf. 23er steigerungoort: Zusammenkunft am Waldeingang der Drooinzialstraße Langsdorf—Rieder-Bessingen. 9.30 Uhr. Handels- und Gewerbebanl e. S. m. b. H., Gießen. Das Institut hielt gestern abend seine 7 2. ordentliche Generalversammlung ab. Rach kurzen Bcgrüßungswortcn des Aufsichtsratsoorsitzen- dcn Kommerzienrat Roll, der über die augenblickliche schwierige Wirtschaftslage sprach, erstattete Di- rektor Arnold den Geschäftsbericht für 1930, dessen wesentlichste Ziffern wir nachstehend wiedergeben. Der Abschluß war befriedigend. Es betrugen der Gesamtumsatz 119 225 261,90 RM., die Bilanzsumme 3 237 438,53, RM., die fremden Einlagen 2 298 545,89 RM., das eigene Vermögen cinschl. Reserven 837 402,98 RM., die Zahl der Konten 3169, der Mitglieder 1477. Die Zahl der Buchungsposten belief sich auf 165 915. Aus der Gliederung der gewährten Kredite von 2 050 310,39 RM. geht hervor, daß der Zahl nach fast 75 v. S). auf Kredite unter 3000 RM. entfallen. Im Wechseldiskontgeschäft wurden 15 027 Wechsel im Gesamtbetrag von 5 220 340,52 RM. diskontiert.. Das Gesamtgarantiekapital beziffert sich auf 2 588 402,98 RM. Die Liquidität der Bank ist günstig. Die greifbaren Mittel decken die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit 106 o.i)., die gesamten Verbindlichkeiten mit 37,6 o. 5). Aus dem Reingewinn, der sich nach vorsichtiger Bc- wertung der Aktiven auf 63 094,80 RM. beläuft, wurden 8 v. 5). Dividende zur Verteilung vorgeschlagen und genehmigt. Die 'Verwaltung hält es mit Rücksicht auf die Unsicherheit der Wirtschaftslage für ratsam, auf stärkere Zuweisung an die Reserven bedacht zu sein. Die allgemeine Senkung der Zinssätze, die gleichzeitig eine Verringerung der Verdienstspanne mit sieb brachte, rechtfertige eine Reduktion des Dividendensatzes, der immer noch über den Höchstsätzen für Spareinlagen liege. Der Dividendesatz von 8 v. S). sei vom Genossenschaftsoerband als Höchstsatz bezeichnet worden, der für das Jahr 1930 vertretbar sei. Die Reserven werden durch Zuwendung von 20 000 RM. auf 220 000 RM. gebracht. Im Kreditgeschäft hat sich die Bank mit Rück- ficht auf die unsicheren Verhältnisse Zurückhaltung auferlegt. Die Bautätigkeit, die im lausenden Jahre wahrscheinlich eine weitere starke Einschränkung erfahren wird, wurde durch Gewährung von Zwischen- krediten nach Möglichkeit gefördert. Die Vorschläge der Verwaltung wurden einstimmig angenommen. Die statutengemäß ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats wurden wiedergewählt. Zum Schluß hielt Direktor Mattern ein Referat über „Selbsthilfe in der genossenschaftlichen Geldwirtschaft"' und betonte, daß die heutigen Notzeiten sehr stark den Wirtschaftsverhältnisfen um die Mitte des vorigen Jahrhunderts ähnelten, als Schulze-Delitzsch die Lehre von der Notwendigkeit der Selbsthilfe verkündete. Er schilderte den Ausbau und die Entwicklung der genossenschaftlichen Selbst- hilfeorganisationen und ihre Bedeutung für die Geld- wirtschaft des Mittelstandes. Oie Stillegung der Hütte Ruhrort-Meidench. D u i s b u r g, 24. Febr. (WTB.) Am Schluß der gestrigen Stadtverordnetenversammlung, auf deren Tagesordnung als einziger Punkt die Still- lcgung der Hütte R u h r o r t - M e i d e r i ch stand, wurde nach ziemlich lebhafter Debatte, in deren Verlauf ein kommunistischer Stadtverordneter wegen beleidigender Ausdrücke von sechs Sitzungen ausgeschlossen wurde, ein kommunistischer Antrag, nach dem die von Oberbürgermeister Dr. I a r r e s „im Interesse der Vereinigten Stahlwerke A.-G." ausgegebenen Gelder zurückzuzahlen seien und der die Stellungnahme des Oberbürgermeisters zu der Angelegenheit der Hütte Ruhrort-Meiderich schärf- stens verurteilt, gegen die Stimmen der Kommunisten abgelehnt. Ein sozialdemokratischer Antrag, der dem Oberbürgermeister die Mißbilligung ausspricht, wurde jedoch mit den Stimmen der Antragsteller, der Kommunisten und einiger Splitter stimmen angenommen. feitxrmadt Aku. Am Ehemiemarkr blieben 2.-G.» Farven behauptet. MetaIgesellschaft 1 Prozent höher, von Dauunternehmungen Wayh & Freylag 1,5 Prozent fester, während Zement-Heidelberg auf den stark rüdaängigcn Zementabsay im Januar leicht gedrückt eröffneten. Am Schisfahrts- markt Hapag 0,75 Prozent niedriger. Bankenwerte bei kleinem Geschält kaum verändert. Barmer Bankverein blieben von den voraussichtlichen Dividendenrückgängcn unbeeinflußt. Die übrigen Marktgebiete lagen fast umsatzlos. Am Anleihemarkt bestand stärkeres Interesse für Anatolier und Türken, während deutsche Renten nur knapp behauptet blieben. Pfandbriefe ruhig und nur wenig verändert. Schuldbuchsorderungen behauptet. 3m weiteren Verlaufe hielt die Geschäfts stille an. Die Kursbesserungen betrugen nur Bruchteile nach beiden Seiten. Lediglich Aku lagen auf Verkauf aus Amsterdam etwa 1 Prozent gedrückt. Die Kurse, die schon per Ultimo März gehandelt wurden, wiesen ebenfalls nur geringe Veränderungen auf. Arn Geldmarkt war TageSgeld stärker angeboten, so daß der Satz auf 3,5 Prozent ermäßigt wurde. Geld über Ultimo 6 bis 7 Prozent. Am Devisenmarkt lag die Mark etwas fester. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2065, gegen Pfund 20,438, London gegen Kabel'4,8590. gegen Paris 123,97, gegen Mailand 92,81, gegenMadrid fest 45,24, gegen Schweiz 25 21, gegen Holland 12,11. Berliner Börse. Berlin, 24. Febr. Wie nicht anders zu erwarten war, bewegte sich heute am Liquidationstag die Ärnsahtätigkeit in sehr engen Grenzen. Das Publicum geht nur ungern vor dem Termin neue Engagements ein, da die Schiebung unnötige Stöße verursacht, die Spekulation wiederum will abwarten, ob noch Prämienware an den Markt kommt, und nur das Ausland war nach wie vor mit kleinen Käufen vertreten. An besonderen Anregungen fehlte es heute, zumal Aeuyort gestern Feiertag hatte, aber die übrigen Auslandbörsen fingen heute eher fester an, was mit Befriedigung zur Kenntnis genommen ward«. 3lse, Elektrische Lieserungen und Svensla, sowie Zellstoff, Karlsruher Maschinen erö fneten etwas fester, auch Reichsbankanteile waren mehr gefragt. Dagegen einige Papiere, so Schubert und Salzer. Dieking-Zement, Kunstseidewerte. Oberbedarf, Kali-Aschersleben, Schlesische Gas, Thüringer Gas und Allumu- latorcn etwas mehr, und sie waren bis zu 3,5 Prozent gedeckt. Es kam doch, wenn auch in bescheidenem Umfange, Wechselware heraus, ohne daß diese kursmähig die Tendenz beeinflußte. Anleihen gut behauptet. Ausländer geschästs- los. Mexikaner fester und teilweise plus-plus. Pfandbriefe ruhig, Reichsschuldbuchforderungen in späteren Fälligkeiten etwas schwächer. Geld weiter relativ leicht. Tagesgeld 4 bis 6 Prozent, vereinzelt 3.75 Prozent. Monatsgeld 6 bis 7,5 Prozent, Geld über Ultimo 6 bis 8 Prozent, Warenwechsel etwa 5,25 Prozent. 3m Verlaufe wurde die Tendenz allgemein schwächer. Einerseits tauchten Befürchtungen hinsichtlich der innerpolitischen Situation im Zusammenhang mit der Agrarvorlage, die angeblich ohne die Deutschnationalen nicht verabschiedet werden kann, auf. anderseits verstimmte vir Schwäche der Aktiengesellschaft für Verkehrswesen, die auf die erneuten SanierungSbestrebun- gen bei Industriebau Held und Franken mit Minus-Minus-Zeichen erschienen traten und mit 49,5 Prozent Geld nach 52,75 Prozent notiert wurden. Die Kurse bröckelten ziemlcch einheitlich bis zu 1 Prozent ab. Das Geschäft war im Verlaufe allerwärts still und bestand in der Hauptsache aus Deckung verspäteter Glattstellungen der Spekulation. Rheinische Braunkohlen. Reichsbank und Ehadeaktien machten eine Ausnahme und lagen etwa 1 Prozent fester. Soweit Termin gehandelt wurde, wurden die Umsätze natürlich schon für Ultimo März getätigt. Schöffengericht Wehlar. Ein arbeitsloser junger Bursche auS Wißmar hatte an mehreren Tagen die zur Kontrolle der Arbeitslofen erforderliche Meldung bei der Meldestelle in Krofdorf geschwänzt. Um für diese Tage die Arbeitslosenunterstützung nicht zu verlieren, setzte er in der Meldekarte die fehlenden Tage einfach ein, und zwar mit Hilfe eines nachgemachten Stempels. DaS erstemal hatte er Glück und erhielt den fehlenden Tag auS- bezahlt. Jedoch beim nächstenmal kam der Schwindel ans Licht, was nun zur Anklageerhebung wegen Betrugs in Tateinheit mit Urkundenfälschung führte. Der Angeklagte gab den Sachverhalt unumwunden zu. Er will sich der Tragweite seiner Handlungsweise nicht bewußt gewesen fein. Er erhielt zwei Monate Gefängnis. Gegen Erlegung einer Geldbuße von 10 Mark wurde ihm Bewährungsfrist bi« l.März 1934 bewilligt. 5tird>(id>e Jlocbriditen. Evangelische Gemeinden. Mittwoch, den 25. Februar. Johanneskirche. 2. Passionsandacht: Pfr. Bechtols- Heimer. Cid). 20 Uhr: Passionsandacht: Stistsdechant Kahn, katholische Gemeinden. Mittwoch den 25. Februar. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. (Schluß des redaktionellen Idle.) Sprechstunden der Redaktion. 1130 blf 12.39 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschloffen Anzelt,enaufträge sind lediglich an die Geschäft» st elle \u richten Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügte» Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Die Wissenschaft hat entschieden, die Allgemeinheit soll es erfahren, daß das wirksame Mittel gegen Schuppenbildung und Haarausfall der Schwefel ist. Die Weltfirma Schering bringt mit ihrem neuen Haarmittel „Papillantin" die sensationelle Schöpfung auf den Markt und erzielt eine überragende Wirkung auf dem Gebiet der Haarpflege. „Papillan- tin" ist mit Begeisterung von einem großen Kreis von Freunden aufgenommen worden. 739V Stoffe in Seide,Wolle,Wolle mitSeide.Samt 5% Barrabatt! H. Kaess Nachfolger Sparen Sie in 1931: Die 01076 Inh. 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Die Einlösung des sechsten Abschnitts der Abonnenments für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat an der Theaterkaffe, Io- hannesftraße 3, zu erfolgen, und zwar: Donnerstag, den 26. Februar, für die Freitags-Abonnenten, Montag, den 2. März, für die Dienstags-Abonnenten, Dienstag, den 3. März, für die Mittwochs-Abonnenten in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und von 16 bi» 18 Uhr. 1375C Nack Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 37210 Kasse des Stadttheaters Gießen erfolgt Uebcrfenbung der Abonnementskarten. Die zu zahlende sechste Rate beträgt für: Zu neuen, billigen Preisen, empfehlen wir für Konfirmation und Kommunion Holzsubmission Die Gemeinde Rüddingshausen beabsichtigt nachbenanntes Stammholz auf dem Wege des schriftlichen Angebots zu vcr- Wasch-Anstalt Sonnenlicht liefert Kragen 12 Pf.. Oberhemden 50 Pf., Arbeitshemden 35 Pf., Taschen- u. Handtücher 5 Pf.. Bett- und Tischtücher 20 Pf., Piümos 25 PL Pfundwäsche 25 Pf., wobei Glattwäsche schrank i er t. gelief. wird. Abhol. u. Zustellung frei. Annahmestellen: FrL Schwan, Hammslr. 4. Tel.-Bestell. 3725 E. Sieck Kaufmann Seitlich. FriedenMtr. 2. Telephon 4343. sm- UDO SsllMWeUM in Grünberg. Dienstag, den 3. März 1931, Uhr, im Gasthaus „Zum Rappen": 1. Scheiter im Forstort Zuhaag: Luche 392, Eiche 80, Kiefer 42, Fichte 42, in den Nrn. 1082 bis 1518, soweit mit ,.Dg." geschlagen. 2. Stämme: 155 fm Eiche 1. bis 5. Kl. aus samt!. 5 Staatsförstereien; 57 fm Buche 3. bis 7. Kl. (Atzenhain und Harbach); 2 Posten Esche (Schloßhof Grünberg); 62 km Fichte, und zwar: 35 fm der schwächeren Klassen in Koppe und 27 fm Staclhölzer 4b. bis 6. Kl. in Zuhaag; 3 fm Tanne 2s-Kl. (Reinhardshain: Waldlache); 62 fm (tiefer 3b- bis 6. Kl. (Atzenhain, Harbach: Zuhaag, Reinh.); 14 fm Lärche lb- bis 3b-Kl. (Atzenh., Harb., Saasen). Anschließend aus vorjähriger Ernte (Harbach): 120 fm Kiefer 2a= bis 5. Kl. und 21 rm Fichten-Nutzknüppcl. Beginn mit dem Scheitholzverkauf, Nutzholz etwa von 10 Uhr ab. Auskunft durch die ftaatl. Förster in Atzenhain, Göbelnrod, Lumda und Rein- 3 Stück la-Klasse, 0,55 fm 51 1b- „ 19,31 „ 136 2a- „ 94,19 „ 64 2b. „ 70,29 „ 26 3a. „ 39,27 „ 10 3b- „ 20,21 „ 2 4a- „ 5,39 „ 3 et 4b. „ 8,09 „ Ovomaltine stärkt Muskeln, Nerven und Gedanken Ovomaltine enthält Malz, Milch, Ei und Kakao u. die nötigen Nähnalze in konzentrierter und leicht- verdaulidier Form. Ihnen kommen. Und das kann es auch: durch Ovomaltine. Ovomaltine enthält zwar keine Sonne, aber sonnengeborene Kohlehydrate und Vitamine, keine Landarbeit, aber muskclauf- bauendes Eiweiss, keine Waldesstille, aber nervenstärkendes Lecithin. — Wer Ovomaltine täglich trinkt, gesüsst oder ungesüsst, wie er es gewohnt ist, dem können Grossstadthetzc und Gesdiäftssorgen nichts anhaben. Es ist, als ginge immer ein Stärkerer mit ihm, der ihm arbeiten und denken hilft. Originaldoienmii 250 g zu RM. 2,40 u 500g zu RM.4,45 in allen Apotheken und Drogerien. Aut dem Lande leben, von der Sonne geweckt werden, mit den Hühnern zu Bett gehen, eingespannt sein in den organischen Kreislauf von Säen, Wachsen und Ernten: Das wäre ein Zustand, in dem Sie vielleicht keine Ovomaltine brauchten. Aber da Sie nun einmal in der Stadt leben müssen, dieser Nervenmühle, von der wir doch nicht loskommen, — da Sie nicht auf dem gesunden Land wohnen und arbeiten können, muss das Land zu Ovomaltine Kostenlos erhalten Sie eine Probe, wenn Sie Ihre Adresse mitteiien an: Dr. A. Wander, G. m. b. H., Abt. C 79 Osthofen (Rheinhessen) Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H. Frannur, 0. jh. Aerlin Schluß« kurs 1-Uhr- R rt Schluß- kurs Anfang- Kurs Datum 23.2. 24.2. 23.2. 24.2. S% Deutsche Rcichsanleihe von 1927 ......... 84,75 — 85 — 7% Deutsckre Reichranlethe von 1929 ........... 98,4 —. 98,6 __ Scutfdie An1..Wlöl.-Lchuld mit Auslol.-Rcchtcn ...... 53,2 53 53 53,13 Desgl. ohne Auslos.-Rechte . . 5,3 —— 5,2 5,3 8% He». Bolk-Naal von 1929 (rürhabtb. 102%)...... 90 _ 90 — C verheilen Provinz - Anleihe ml' AuSlol.-Rechien...... 50,75 —— — — Deutsche Komm. Sammelabi. Anleihe Serie 1 .... 8% firantt. Hvp.-Bank Goldpse XIII unlünBbat bis 1934 . . . 7% fttanlf. Hvp.-Bank Goldpse unkündbar bl» 1932 .... 52 — 51,8 100,5 — — — 92,75 _ —— —— 4%% Rheinische Hvp.-Bank Liqu. Golopfe......... 6% Pr. Lanbesvlandbriesarrstalt, Psandbriese R. lv ..... 89,5 100,5 — 100,5 6% Pr t'anbeSfianDbriefanMt, itomm^Ebl. 81.20...... _ __ 7% Pr. Landccv'anvbriesanstaU, Planvbriclc 81. 81 ..... kl.E.G obg. BortNegS-Obligatio. ncn. rüchablbar 1932 .... 96,5 _ 96 — — — — d% Oesterretchische Goldrenle . . _ _ — 4,20% Ocstcrreichtjchc Silberrente 2,5 — 2,35 ■1% Oesterreichilche EinheiUlche Rente .......... —— _ _ 4% Ungarische Goldrente .... 19,75 — 20 — 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 16,8 — 16,9 — 4/1% Be8fil. non 1913 —— — — — i% Ungarische Kronenrente . . . — — — — 4% Türkische Zollanleibe von 1911 4 4,05 4,1 4 4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie i....... 4 —— — 4% deSgl. Serie l)....... 4 4,05 4,1 — 5% Rumänische veretnh. Rente von 1903 ..... . 9 10,597 21,035 20,456 4,210 16,505 81,13 44,99 2,086 0,365 59,16 12,469 7,409 73,43 3,050 18,88 81,81 1,789 5,455 4,209 2,923 20,97 •Jnh. Güstau 3erg an SPEZ/AL - 7VOLLGESCHAFT ,en-x/efeul, 01069 14170 Gießen (Roonstraße 2), Berlin, Darmstadt, den 22 Februar 1931. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 25 Februar, nachmittags 1% Uhr, aut dem Neuen Friedhof statt. Klein-Linden (Frankfurter Straße 1), Krefeld, Limburg, Mainzlar^ Gießen, den 23. Februar 1931. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 26 Februar, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. Statt besonderer Anzeige. Gott der Allmächtige hat unsere selbstlose, stets treusorgende Frau, Mutter und Schwester Marie Görlach, geb. Huber im Alter von 66 Jahren zu sich in die Ewigkeit heimgerufen. Lehrer Friedrich Görlach Lina Görlach Robert Görlach und Frau Marie, geb. Schmeißet Dieter Görlach Anna Fuchs. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenem Elfriede Größer, geb. Lennertz, und Kind. Nach Gottes ewigem Ratschluß wurde heute mittag 1.15 Uhr nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines einzigen Kindes, 4 Wochen nach dem Heimgänge meiner lieben Mutter Herr Otto Größer im Alter von 31 Jahren von uns genommen. Großen-Lindcn, den 24. Februar 1931. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 25. Februar,nachmittags 3.30 Uhr, vom Sterbehaus aus statt. 1413 D Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabethe Weber, geb. Pirr, Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Margarethe Reuß, geb. Reutzel Familie Karl Hardt Familie Alexander Reuß Familie Rudie Daab Tilly Reuß Hermann Reuß. Z. Z. Gießen (An der Hardt 1), den 21. Februar 1931. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 25. Februar, nachmittags 2.30 Uhr, in Gießen aut dem Neuen Friedhof statt. »1085 Heute entschlief mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Hermann Reuß, Lehrer im 66. Lebensjahr. Du warst so gut. du starbst so früh, Wer dich gekannt, vergibt dich nie. I leute früh 7 Uhr entschlief sanft nach langem schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden mein lieber, guter Sohn, mein lieber Bruder, unser lieber Enkel, Pate, Onkel und Cousin Herr Karl Reuter im blühenden Alter von 20 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anna Reuter, geb Erb Willi Reuter, Bruder nebst allen Angehörigen. Wieseck, den 24. Februar 1931. l4]gD Die Beerdigung findet Donnerstag, den 26. Februar, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehaus, Neuenweg 2, aus statt Gott dem Allmächtigen hat es ge'allen, am Montag, dem 23. Februar vormittags 5Uhr,meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Johannes Weher V., Obsthändler Veteran von 1870/71 nach kurzer Krankheit im 85. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Todesanzeige. Sonntagabend %8 Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Christoph Stephan VH. Schneidermeister im Alter von 87 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Stephan Familie Ludwig Stephan Familie Christoph tepban Familie Katherine Pfeiffer Wwe., geb. Stephan Familie Johannes Stephan. Großen-Buseck, Gießen, Darmstadt, Malverne (USA.), 23. Febr. 1931. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 25. Februar, nachm. 2 Uhr, in Großen-Buseck statt. 1397 d Bluthochdruck- Leidende und Verkalkte vermindern ihre Beschwerden durch die bewährte Knoblauch- Kar .Alliura venenum“ Verlangen Sie Berichte. 01077 Kräuterhaus luog,Schulstra&e f Elektrisch mech. FuhMe System „Siida“ Pforzheim bei L. Kratz • Gießen Institut für Kurbäder, Massage# _______Bestrahlungen, Diathermie. OIOM G Mittwoch, den 25. Februar 1931, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich dahier, Treuenweg 28, „Zum Löwenzwangsweise gegen Barzahlung: 1 Büfetts. Kredenzen, Kleiderschränke, Sofas, Chaiselongues, Schreibtische, Teppiche, Ausziehtische. Bertitos, Kommoden, Nähmaschinen,Schreibmaschinen, Rohrsessel, Grammophone, eine Bohrmaschine, eine Frisiertoilette mit Marmorrückwand und Waschbecken, eine Schuhmacher-Nähmaschine, zwei Laden- theken. sieben Schiffskoffer, fünf Puppenwagen. 25 Lederschulranzen, einen Oekonomiewagen. 1404D Ferner aus freier Hand: eine wenig gebrauchte Kruppsche Registrierkasse für Restaurationsbetrieb. Zunkev Gerichtsvollzieher in Gießen Wiefecker Weg 16 — Telephon 3383 Bei Blutarmut,Nervenschwäche und deren Folgeerscheinungen: Ferromaron Flaschen zu Mk. 2.15 u. 3.00 Fabrik Engelnpotheke In allen Apotheken zu haben