Samstag, 24. Januar Nr 20 Erstes Statt M. Jahrgang SS um von diesem sicheren Wicderaufbaufundament an die Wicderausbauarbcit heranzugchen. Je mcljr cs gelinge, daß alle Berufsgruppen unter Hintansetzung ihrer Sonderinteressen sich aus einer gemeinsamen großen Linie zusammensinden, um so besser rönne der Vormarsch zum wirtschaftlichen Wiederaufbau angetretcn werden, und der wirtschaftliche Wiederaufbau werde dann den Weg zu aktiverer Außenpolitik und zu wirtschaftlich produktiver Arbeit und finanzieller Entlastung der Wirtschaft frei machen. Die Veranstaltung war ein lebendiges Spiegelbild der gegenwärtigen Wirtschaftslage und der in_ den Kreisen der Unternehmerschaft herrschenden Stimmung. Die Gereiztheit, die sich in den Reden und mehr noch in den Zwischenrufen mit deutlicher Spitze gegen die Reichsregierung und den Reichskanzler Luft machte, legte sich jedoch während der Rede des Kanzlers mehr und mehr, der sehr temperamentvoll und frei sprach und bald volle Auf» merksamkeit gewann. Zum Schluß erntete der Reichskanzler außerordentlichen Beifall. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 nun Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°, mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen Der polnische Außenminister Z a l e l k i, dem es — ■ । vor dem Dölkerbundsrat Freundschaft in Paris und noch weniger in London von diesen Extratouren des polnischen Der- bünde'.cn im Augenblick nicht übermäßig entzückt ist und daß man die 2Ninderheitcnbeschwerce vor dem Dölkerbundsrat als unbrquem empfindet. Er wird ihm auch einige Verhaltungsmaßregeln mit aus den Weg gegeben habm, um die peinliche Angelegenheit möglichst schnell der öffentlichen Diskus ion zu entreißen und in einer Kommission verschwinden zu laisen. Zaleski wird dieses Rezept anscheinend brauchbar gefunden haben. Anders ist es kaum erklärlich, wie er in seiner vorher bereits formulierten Erklärung vor dem Rat ohne aus die Rede des deutschen Außenministers einzn» gehcn, auf allen Theaterdonner und Entrüstungssturm verzichtete, mit einigen Wenn und Aber einen großen Teil der ausgeführten Vorfälle zugab. auch einräumte, daß gewisse Destimmungen der Minderheitenverträge verletzt worden seien und schließlich Genugtuung und Schadenser atz zu- sagte. Dabei liefen dem Polen allerdings einige üble Entgleisungen unter, deren gröbste, die Gleichstellung des polnischen Ausständischenver- bands und seines Ehrenvorsitzenden Graczynski mit dem deutschen Stahlhelm und seinem Ehrenmitglied dem Reichspräsidenten von Hindenburg, Dr. Curtius in seiner erheblich schärferen 2tef>lil sofort als durchaus ungehörig und in der Sache völlig verfehlt gebührend anprangerte und mit Empörung zurückwies, daß die in seinem Verantwortungsgefühl und Gecechtigkeitslinn verehrungswürdige Gestalt Hindenburgs mit einem 2n- dividuum wie Graczyniki in einem Atemzuge genannt werde, wie er es sich überhaupt verbat, das Staatsoberhaupt in die Debatte zu ziehen. Es ist erfreulich, toenn auch eigentlich selbstver- G en f, 23. Jan. (IU.) Der Völkerbunds, r a k hat in seiner Geheimsihung am Freitag nach mehrstündigen Beratungen beschlossen, die Welt- abrüftungskonferen; 3 um 2. Fei) ruar 1 932 nach Genf einzuberufen. Der Rat hat sich ferner auf den Standpunkt gestellt, daß der Rat und nicht die Abrüst ungskoufe- ren; selb st die Wahl des Präsidenten vorzunehmen hat. Die endgültige Dahl des Präsidenten ist auf die Ratstagung im Mai verschoben worden. Der Völkerbundsrat beauftragte ferner den Berich t e r st a t l e r für die Abrüstungsfragen im Völkerbund, den Spanier Ouinones de Leon, gemeinsam mit dem Generalsekrelarial die gesamten technischen Vorbereitungen für die Einberufung der Konferenz zu leiten. Zu den Vorbereitungen gehört auch die Klärung der aus der Vorbereitenden Abrüstungskonferenz noch unentschiedenen Fragen, darunter die Anträge über die VffenlegungderRü st ungen der sämtlichen Mächte. Die deutsche Abordnung hat schließlich dem Termin vom 2. Februar gleichfalls zu ge- st i m m t. Der Beschluß wird in der Samstagsihung des Rakes in ösfentlicher Sitzung verhandelt und angenommen werden. Der hierfür einzubringende Bericht von Quinones de Leon bildet zugleich die Grundlage für die Einberufung und vorberei- tung der Konferenz. Auf deutscher Seile wird jedoch entscheidender wert darauf gelegt, daß der in diesem Bericht enthaltene Abkommensentwurf der Vorbereitenden Abrüstungskonferenz n i ch l a l s di e alleinige Grundlage der Konferenz- Verhandlungen angefehen wird, da die deutsche Regierung diesen Entwurf abgelehnt und gefordert hat, daß die Abrüstungskonferenz an keine vom Völkerbundsral vorher ausgcarbeitele Grundlage gebunden ist. Dek» viel erörterte Vorschlag, einen engeren Ausschuß mit dem tschechoslowakischen Außenminister Benesch an der Spitze zur politischen Vorbereitung der Konseren; cinzusetzen. ist im Völkerbundsrat auf starken deutschen Wider- st a n d g c st 0 ß e n u n d a b g e l e h n t worden. Dec Zweck dieses Vorschlages war, die Wahl Bc- neschs zum Präsidenten der Ab- rüftungskonseren; sicherzustellen. Der auch vom Rat anerkannte deutsche Standpunkt ist der, daß eine politische Vorbereitung in keiner weise notwendig ist. Vielmehr können die Hauptfragen des ziffernmäßigen Rüstungsstandes der einzelnen Länder sowie des militärischen Systems e r st in der Konferenz selb st behandelt werden. Denkbar wäre lediglich, daß in den direkten diplomatischen Vorverhandlungen einzelne grundsätzliche Fra- gen, darunter auch die der ausgebildeten Reserven, eingehend erörtert und versucht werden wird, eine Aebereinstimmung wenigstens zwischen einzelnen Gruppen von Mächten hierüber zu erzielen. Die Richt Mitgliedsstaaten des Völkerbundes, vor allem die amerikanische, die sowjetrussische und die türkische Regierung, werden ersucht werden, ihre Zustimmung zu der im Mai statt- sindenden Wahl des Präsidenten der Konserenz zu geben. Ls bestehl übereinstimmend der Eindruck, daß die von französischer Seite bis in die letzten Stunden mit allen Mitteln betriebene sofortige Wahl des tschechoslowakischen Außenministers Benesch an der Haltung des deutschen und italienischen Außenministers gescheitert ist. Die Schwierigkeiten sind jedoch nur vertagt, nicht überwunden. Auf der Maitagung werden sie in aller Breite erneut ausgerollt werden. itersporl MI Ehemnih, 23. Ian. (WTD.s Der verband sächsischer Industrieller veranstaltete eine außerordentliche Hauptversammlung unter dem Motto: »Sachsen braucht Ar - beit", zu der sich neben den Mitgliedern des Verbandes auch zahlreiche Gäste aus dem Reich, u. a. R e i ch s k a n z l e r D r. V r ü n i n g und der sächsische Ministerpräsident Schieck eingejunden hatten. Ministerialdirektor Dr. Klien (sächsisches Wirtschaf tsministeriuml wies zunächst darauf hin, daß Sach en 13 Prozent der Industriebevölkerung des Reiches habe, allo 350 Prozent mehr, als seine Fläche erwarten lasse, und daß 3 9 Pr 0 z. der sächsischen Industriearbeiter- schäft zur Zeit arbeitslos seien. Als Hauptursachen der Wirtschaftsnot bezeichnete er u. a. die Erschwerung der Ausfuhr, die Sachsen mit seiner Ferligindustrie besonders schwer treffe, die hohen Frachten und die ungün- stige Kreditlage. Das Reich müife der sächsischen Wirtschaft in einem ihrer Bedeutung entsprechenden Umfange Aufträge zu ließen lassen. Die Ausgleichsstelle der Länder sollte in das gesamte Dergebungswe en des Reiches organisatorisch eingegliedert werden. In der Handelsvertragspolitik verlangt er ebenfalls eine stärkere Beachtung der sächsischen Interessen. Reichskanzler Or. Brüning gestatteten Aufständischenverband unter Führung seines Ehrenvorsitzenden, des Woiwoden von Schlesien Graczynski alles nur Erdenkliche zur Einschüchterung und völligen Unterdrückung des Deutschtums getan hatten. Dr. Curtius schloß daraus auf die wohlüberlegte Absicht der polnischen Regierung, jetzt in einem ihr günstig dünken- den Augenblick eine entscheidende politische Schwächung des deutschen Volkstums herbeizusuh- ren zu dem an dieser Stelle naturgemäß nicht weiter erörterten Zweck, bei der drohenden Debatte über eine Revision der Grenzen und des deutsch-polnischen Verhältnisses ü^rhaupt auf den rapiden Rückgang des deutschen Clements m den von Deutschland losgerissenerl Gebieten: und„au eine »Versöhnung" der restlichen deutschen Min- Drr Mkerbimdsrai beschließt die Lmbewsung der WettnWngslonserenz zum 2.3cbniarl932 0er Präsident wird vom Bölkerbundsrat auf seiner Maitagung bestimmt werden. ging dann in seinen oft von lebhaften Beifallskundgebungen unterbrochenen Ausführungen von der Weltwirtschaftskrise aus und stellte fest, daß alle Regierungen, gleichgültig in welchem Lande, mit Ausnahme vielleicht eines einzigen (Frankreich) in außerordentliche Schwierigkeiten gemeinsam mit der Wirtschaft ihres Landes geraten feien. Das Wort Weltwirtschaftskrise soll keine Entschuldigung für die Fehler der Vergangenheit bedeuten; aber ganz isoliert von der Tatsache ihres Bestehens könne man an die Fragen der Politik und der Wirtschaft nicht Herangehen. Er erinnerte an Ausführungen Mussolinis, der im Dezember davon gesprochen Hape, daß alle Wiederaufbauarbeit in Italien plötzlich durch den Einschlag der Welt-, Wirtschaftskrise erschüttert worden sei. Diese Erschütterungen, die von den Vereinigten Staaten ausgegangen seien, haben, wie Mussolini ausführte, denselben Eftekt nach der wirtschaftlichen und psychologischen Seite wie seinerzeit der Tod Rapoleons gehabt. t Es gebe fein Land in der Welt, so fuhr Dr. Brüning fort, das s 0 viele Fehler vergangener Jahre auf einmal wiedergutzumachen habe wie Deutschland. In der Forderung einer Herabsetzung der Tri- b u t l a st e n sei sich das ganze deutsche Volk einig. Aber es wäre falsch, wenn man alles Heil von der unbedingt notwendigen Minderung der Tributlasten erwarten wolle. In dem Tempo, m dem cs gelinge, die wirtschaftlichen und finanziellen Sanierungsbestrebungen zum Erfolge zu führen, könnten wir auch außenpolitisch wieder freie r, aktiver und erfolgreich auftreten. Die Selbstk 0 sten der Industrie mühten weiter gesenkt werden, damit Die deutsche Wirtschast unter allen Umständen rechtzeitig den Anschluß an den Weltmarkt erhalte. Als ein Unglück bezeichnete der Reichskanzler die Tatsache, daß der selbständige Unternehmer in den letzten Jahren immer mehr hinter den großen Konzernen zurückgetreten sei Auch andere größere Länder feien zweifellos :m Tempo und Ausmaß der Rationalisierung der Landwirtschaft und Industrie den Be- derheit mit dem polnischen Staate Hinweisen zu können Dabei hat der Minister geschickt dem zu erwartenden Vorwurf die Spitze abgebrochen, als ob Deutschland sich in eine innerpolnische Angele- gcnheit einzumifchen strebe, da ]a die Minderheiten nicht anders behandelt worden feiert als die ebenfalls zur Diktatur Pilsudskis in Opposition stehenden polnischen Parteien (siehe Brest°Li° towsk> Curtius kam auch dem Einwand zuvor, daß der systematische Unterdrückungs^ldzug gegen die Deutschen in Oberschlesien, Posen und .Pommerellen lediglich eine Reaktion sei auf Die auf Revision der Ostgrenze gerichtete Bewegung im Reich. Er bekannte freimütig, wie das deutsche Volk über die Ostfrage denke, aber Jo einig wie es sich über die politischen Ziele selbst fei, so einig fei es sich auch darüber, diese nicht mit anderen als vertraglichen Mitteln zu erreichen. Em Ansang. Ein großer Tag in Genf. Das will im allgemeinen nicht allzuviel besagen, wir haben uns in Deutschland daran gewöhnt, allzu wort- und phrasenreiche Berichte leicht entflammter Völker- bundsjournalisten mit zurückhaltender Skepsis aufzunehmen. Und wir taten recht daran, denn allzu oft hat der Ausgang denen recht gegeben, die kühl und beherrscht abwarteten, was von dcm laut aufprasselnden rhetorischen Feuerwerk zurückblieb, wenn der Dunst sich verzogen und die Genfer Akteure mit dem auf die Bühne treten mußten, was sie hinter den Kulissen zusammen- gebraut hatten. Cs wird gut fein, es auch diesmal nicht anders zu halten, wo im Völkerbundsrat eine Angelegenheit zur Sprache gebracht ist, die uns in besonderem Maße Herzenssache ist. Ge- Oer Weg aus der Krisis. Reichskanzler Or. Brüning spricht vor den sächsischen Industriellen nausgehen. Nivea* nz zu hinterlassen, rstandsfähig gegen lern Schlafengehen ■reuden können Sie dig Ihre Haul sfcj ■selzen können1 S« die Eucenl enlhalL „RN 0.50 a. 0.80 stündlich, daß, soweit wie wir sahen, die deutsche Presse wie ein Mann bei diesem Protest gegen polnische Anmaßung hinter Euriius stand. Sache des Völkerbundsrats ist es nun. nicht nur Polens Bereitwilligkeit zu den Akten zu nehmen, Genugtuung und Entschädigung zu leisten, sondern, wie der deutsche Außenminister mit Recht nachdrücklichst betont hat. neben der Feststellung von schweren Verletzungen der Minderheitenverträge und der Genfer Konvention über Oberschleiien, Sicherheiten dafür zu schaffen, daß Polen sich nicht seiner Verpflichtung zur Schadenser'ayleistung und Bestrafung der Beamten entzieht und schließlich — und das ist die Hauptsache — ausreichende Garantien sestzülegen, die ähnliche Vorkommnisse in Zukunft unmög.ich machen. Das ist für den Völkerbundsrat, der in seiner Mehrheit trotz des Eindrucks des An- klagemoteriais doch zweifellos Polen nicht weh tun möchte, eine heikle Sache. Deshalb auch die Bemühungen, die Fortsetzung der Diskussion hinter die Bühne zu legen. Hinter verschlossenen Türen glaubt man anscheinend eher zu einem Arrangement zu kommen. Aber die Ratsmltglle- der sollten sich gesagt sein lassen, daß es der V ö l k e r b u n d s e l b st i st . der mit der Minder- heitenbe'chwerde für Deutschland zur Debatte steht und daß die Konsequenzen unabsehbar fern könnten, wenn der Völkerbund in dieser ihm durch seine Satzung zur eigensten Pflicht gemachten Angelegenheit versagen wurde, ebenso versagen toürbe, wie er bislang in der Frage der Abrüstung und bei der Bekämpfung der Welt- wirtschaftskrifis versagt hat. Sein Kredit ist nicht mehr so unerschütterlich, daß er noch Diete Enttäuschungen vertragen könnte. Das deutsch« tötn. Mlat. I er, ffi^^nreifer kV I JnMer «7an9) 5 k nuPpil R L8 b,s 9 JdjI kÄ'V »rti b’51 I. GifrJI k 9- San. ’utui! bet • betein6 lr11 'n un,| tonbe ein^JS6cn motl an^un£n fc’M ^Eroh.Me?K^-l! e,netQ>e,| ar bchanklk die M.I tung einer Molkerei J AuptgeschästsWc-I •r Kreisbauernschaft Detz. I raussehungen einer &.| ^'^^w'rtschaftsrat Jr. wn die 'Meter dm Mlung. An die Molkerei ^ieOüehoMlme, h. Mudersbach, . ObttM. Aienlirche- Itaöten, Königsberg, M. mt iitigeIamtl95imiU.| urden örtliche lvertrauens- schlichlich ein Arbeiti- tlebigung bet 'Lvrarbeit.-. \ Vicdeilkops. 20. CJan. Am Samslagabi.j chaft Panz die Teuere > 5 Mönnergesangve, )ende Rückert begrütztk 1 Ifang des ldeschästsberiljv ■ erfolgte Die fiofienpnift: Sah der Berein einen -7. t hat, der zur I verwaudl werden soll. ?nr täglich,autzer Sonntags and Feiertag» Beilagen: Dir Illustrierte Metzen« Familienblätt« Heimat im Bild Die Scholle monati»Bc$ug$prel$: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Richter- fchemen einzelnerRummern infolge höher« Gewalt. 8ern|prtd)anfd)lfifle anterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger -letzen. Postscheckkonto: Kra»Nuttam Main 11686. erw äWeD: *isd,ou« 1 " „Quantui”5 b6' größeren Uu (13C mäblßuDg f deutsch (stern ^dcoDLe gelietef A aQ^tätS U DtLt pommer ErflSLidtlV 'OberhJ Doll sollte aber nicht vergessen, daß, wie Cur- tius' Plädoyer nur ein Anfang war, Hinte« dem die eigentliche Arbeit erst folgen muhte, die ganze Minderhcitenbeschwerde in Genf nur ein Dorpostengefecht ist, auch nur ein Anfang, über dessen, wie wir hoffen und wünschen, glücklichem Gelingen wir nicht das weitergesteckte, größere Ziel aus dem Auge verlieren wollen: unsere Grenze im Osten, ohne deren Revision wir ein sterbendes Volk sind. Noch kein Beschluß über die Minderheitenbeschwerde. Schwierige Verhandlungen über den Ratsberick t. Genf, 23. Jan. (DTR.) Die Arbeiten des japanischen Berichterstatters Zoshisawa über den Bericht zu den deutschen Beschwerden dauerten den ganzen Tag an und waren kurz vor Mitternacht noch nicht beendet. Man glaubt, daß der Berichterstatter seine Bemühungen auch am Samstagvormittag noch fortsehen wird. lieber die Formulierungen des Berichtes und über die Ergebnisse, die bisher erzielt worden sind, sind die verschiedensten Gerüchte im Umlauf. Alle diesbezüglichen Meldungen müssen deshalb mit größter Vorsicht ausgenommen werden. Bis jetzt scheint lediglich festzoslehen, daß der polnische Außenminister dazu gebracht werden wird, in dem Bericht anzuerkennen, daß Verstöße gegen die Artikel 75 und 83 der Genfer Konvention vorgekommen sind, und daß der Rat darüber seine Mißbilligung aussprlcht. Der polnische Außenminister soll sich auch weiter bereitgefundea haben, dem Rate in der Mailagung zu berichten, was zur Vermeidung solcher Vorfälle inzwischen unternommen worden ist. Schließlich wolle er keine Einwendungen erheben, wenn der Rat verlange, daß die polnische Regierung die Zusage geben müsse, auf „private Organisationen" — Zaleski betrachtet den Aufständischenverband als solche Organisation — einzuwirken, daß sie sich solcher Handlungen, wie sie den Aufständischen zur Last gelegt werden, enthalten. Was den vierten Punkt der deutschen Forderung betreffend die Garantie für die Zukunft angehl, so wird zwar der Rücktritt des Woiwoden Graczynski nicht direkt angeführt, jedoch erklärt, daß die Untersuchung über die Vorgänge und die schuldigen Beamten nicht vor denhöch- ften Stellen halt machen würde. Wie der Vertreter der Telegraphen-Union von maßgebender Seile erfährt, ist ein am Freitagabend der deutschen Abordnung übermittelter Entwurf für den Bericht des völkerbundsrales von deutscher Seite ab gelehnt worden, da er den deutschen Forderungen in den Hauptpunkten in keiner Weise Rechnung trug. In diesem Entwurf war es der polnischen Regierung überlassen, ohne jede Kontrolle die notwendigen Maßnahmen zu treffen, von anderer Seite verlautet, daß die polnische Vertretung selbst den die deutschen Forderungen nicht entscheidend berücksichtigenden Punkten des Berichtes neue Schwierigkeiten entgegensetzt. Es muß also doch noch mit sehr hartnäckigen und länger dauernden Verhandlungen gerechnet werden. Die Beschießung des Dampfers „Vaden" vor dem Seeamt. 3m großen Schwurgerichtssaal des Hamburger Strafjustizgebäu^s trat das Seeamt zur Behand- tung des Falles „Baden" zusammen. DenBor- sih führt Direktor Dr. Schoen, als Beisitzer sind . drei Kapitäne und ein Kaufmann anwesend: als Reichskommissar ist Vizeadmiral a. D. von Uslar .zugegen, als Schiehsachverständiger Korvetten- ^kapitän Kienast von der Marineleitung Berlin. ■, Zu den Vorgängen im Hafen von Rio de Janeiro am 24.Oktober 1930, während der letzten Revolution in Brasilien, äußert sich zunächst Kapitän Rollin. Mit Rücksicht auf die durch die Tlnruhen geschaffene ungewöhnliche Lage habe er sich zu dem üblichen Passierschein der Hasenpolizei nocheinen besonderenPas- sierschein erbeten, um alle Schwierigkeiten zu vermeiden. Der Schein besagte, daß keine Bedenkengegen die Ausfahrt der „Baden" beständen. Den Vermerk, sich mit dem Kommandanten des zu passierenden Forts in Verbindung zu sehen, hat Rollin übersehen. Das Schiff hatte alle üblichen Flaggen gesetzt. Eine Meile vor dem Fort Santa Cruz wurde Signal gegeben, um die Aufmerksamkeit auf die „Baden" zu lenken. Der Dampfer war bereits zehn Minuten am Fort vorbei, als man einen Schutz hörte. Es folgte eine zweite Detonation, und während man von oer Schiffsbrücke das Fort beobachtete, folgte der dritte Einschlag, der die schweren Brrwüstungen auf dem Hinterschiff anrichtete. Diesen Schuh hatte das Fort Vivia abgegeben. Man hätte das Schiff auch anders zum Stoppen bringen kennen, des scharfen Schusses hätte es nicht bedurft. Kapitän Rollin war stets der Meinung, daß die Schüsse gar nicht der „Baden" galten. Der Erste Offizier Camm ann, der nach dem Kapitän gehört wird, hatte von der Ausstellung des Sonderpasses gehört und dämm ebenfalls an keinerlei Gefahr gedacht. Das Signal vom Fort hat er für ein nationales Signal gehalten, das der „Baden" nicht gelten konnte. Der deutsche Bordarzt erklärte, daß er bei der Behandlung der Verletzten von seinem portugiesischen Kollegen imStichgelassen worden sei. Der spanische Arzt habe sich krank gemeldet; vom Hafenkapitän in Rio sei dem Bordarzt kein Kollege zur Verfügung gestellt worden. Nach Anhörung des Schießsachverständiaen und längeren Ausführungen des Reichskommissars, die sich im wesentlichen mit dem nachfolgenden Spruch decken, verkündete das Seeamt seinen Spruch. Der Spruch besagt, daß der traurige Vorfall zunächst durch die Besatzung des Forts Santa Cruz verschuldet worden sei, deren nicht verständliches Signal erst die Möglichkeit zu dem schlecht gezielten Warnungsschuß des Forts Vigia schuf, durch den dann 31 Menschen getötet und 39 verwundet wurden. Neben den Besatzungen der beiden brasilianischen Forts trage Kapitän Rollin von der „Baden" insofern einen Teil der Schuld, als er den Passus in seinem Noch kein neues Kabinett in Frankreich. Bemühungen um eine Konzentration. — Wird Briand die Regierung bilden? Paris, 23.Jan. (WTB.) Allgemein wird angenommen, daß vor morgen der Präsident nicht diejenige Persönlichkeit berufen wird, der er die Kabinettsbildung zu übertragen gedenkt. In den Wandelgängen des Parlaments herrscht die Erregung, die eine Ministerkrise sonst im Gefolge zu haben pflegt. Es scheint, als ob man einen neuen Konzentrations ° Versuch unternehmen möchte. Man erklärt nämlich, daß die parlamentarische Lage einen derartigen Versuch notwendig macht; denn man müsse unverzüglich das Budget und auch den Wirtschaftsreformplan zur Verabschiedung bringen. Außerdem sei die Annahme der Kolonialanleihe ein dringendes Bedürfnis. Von Anhängern des linken Flügels der Mittelparteien wird ausdrücklich hervorgehoben, daß die Betrauung Steegs ja auch keinen anderen Zweck gehabt habe, als den normalen Verlauf des Parlamentslebens sicherzustellen. Aus allen diesen Gründen sei es notwendig, daß die verschiedenen Fraktionen der Mitte ihre persönlichen Ansichten zurückstelltcn, und sich, wenn möglich, mit den Radikalen zu einer gemeinsamen Anstrengung vereinigen. Es ergeht also aus den Reihen der Fraktion Loucheur, die gestern zum Sturze des Kabinetts dadurch beigetragen hat, daß acht Mitglieder sich enthielten und vier an der Abstimmung nicht teilnahmen, da sie abwesend waren, der Ruf nach einem erneuten Versuch republikanischer Konzentration, die von den Radikalen bis zu der Maginot-Gruppe gehen soll. Senator Victor Berard erklärte beim Verlassen des Elysöes, er sehe nur zwei Möglichkeiten, entweder Aussöhnung der Parteien oder Auflösung der Kammer. Paul-Boncour erklärte beim Verlassen des Elysöes, er habe den Präsidenten der Republik auf außenpolitische Erwägungen aufmerksam gemacht. Eigentlich müßten die außenpolitischen Probleme die Bildung der Regierung bestimmen; denn einzig und allein über diese Probleme gebe es in der Kammer eine feste Mehrheit, und trotzdem gelinge es nicht, eine Regierung 311 bilden, die diesen Gedanken zum Ausdruck brachte, weil persönliche und parteipolitische Intrigen es verhinderten. Man müsse unter diesen Umständen das Land selb ft auffordern, sich auszusprechen. Die Agentur Havas will erfahren haben, daß man heute abend in politischen Kreisen allgemein Briand als den geeignetsten Politiker für die ^lebernahme der Kabinettsbildung ansieht, da er infolge seiner Autorität und seiner Erfahrung die Schwierigkeiten der gegenwärtigen politischen Lage am besten meistern könnte. „Matin" schreibt aber, es sei zweifelhaft, ob Briand an- Ausfahrtsschein, welcher ihn anwies, sich mit Santa Cruz in Verbindung zu setzen, übersah. Mit Rücksicht auf die unruhige Lage hätte er ohnhin besser getan, schon sogleich nach dem unverständlichen Santa-Cruz-Signal zu stoppen. Die nach dem Vorfall von der Schiffsleitung und dem Bordarzt veranlaßten Maßnahmen erkennt das Seeamt als ordnungsgemäß an. Verbotene Reichsgründungsfeiern. Scharfe Mißbilligung des Verbots durch den Minister. Berlin, 23. 3an. (WTB.) 3n Frankfurt u.O. hatte die Regierung die von einer Rektorenkonferenz beschlossenen Reichsgründungsfeiern in den Volksschulen verboten und bereits in Gang befindliche Feiern abbrechen lassen. Wie amtlich mit» geteilt wird, hat die Untersuchung der Vorgänge ergeben, daß die Regierung in der Tat e i n Verbot der Schulfeiern sowohl schriftlich wie telephonisch ausgesprochen hat. Der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung hat daraufhin am 23. d. M. in einem an die Regierung in Frankfurt a. O. gerichteten Erlaß das Verhalten der Regierung auf das schärfste mißbilligt und im übrigen zusammen mit dem Minister des Innern das Erforderliche veranlaßt. Dabei war gleichzeitig entscheidend, daß der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung als selbstverständlich vorausgesetzt hatte, daß des Reichsgründungstages auch ohne besondere Anordnung gedacht würde. Die „Germania" erfährt, daß der für den Zwischenfall verantwortliche Beamte, der Leiter der Schulabteilung des Regierungspräsidiums in Frankfurt a. O., versetzt werden wird. Frick über die nationalsozialistischen Ziele K ä s s e l, 23. 3an. (TLl.) Am Donnerstagabend sprach der thüringische Staatsminister Dr. Frick in Kassel. Er führte u. a. aus: „Wir Rationalsozialisten, die wir grundsätzliche Anhänger det Diktatur sind, wollen diese Verfassung dazu benutzen, um die Diktatur Brüning zu stürzen, weil sie nicht zum Besten des deutschen Volkes ausgeübt wird, sondern ^diglich, um weiter Erfüllungspolitik zu treiben." Der Redner polemisierte scharf gegen den Reichsinnenminister Wirth und den Prälaten Kaas. Wenn man glaube, heute noch mit den Rationalsozialisten eine Regierung bilden zu können, so irre man sich. Rach dem 14. September hätten sich die Rationalsozialisten noch mit den beiden Ministerien des Inneren und der Reichswehr begnügt. Heute seien sie dazu nicht mehr bereit, sondern heute laute ihre Forderung, daß dasDolkbe- fragt werden muß, wie eine neue Regierung aussehen soll. Die RSDAP. verlange daher Auflösung des Reichstages und des Preußischen Landtages. Die Finanzen könnten erst gesunden, wenn die deutsche Wirtschaft von den Tributen befreit wäre. Er habe kürzlich Gelegenheit gehabt, vor Industriellen des Ruhrgebietes über den Rationalsozialismus zu sprechen. Man habe ihn da nach dem Wirtschaftsprogramm der Rationalsozialisten gefragt. Hierzu sei zu sagen, daß den Rationalsozialisten die großen Richtlinien genügten, die sie in den bekannten 25 Punkten festgelegt hätten. Eine engeAmgren- zung sei angesichts deS ständigen Wechsels der Wirtschaftserfvrdernisse nicht möglich. Die nehme. Er habe als Außenminister eine un- gehenre Aufgabe zu erfüllen, für die er seinen Ramen eingesetzt habe und die ihm am Quai d'Orsay und in Genf festhalte. Diese Aufgaben unter den gegenwärtigen Llmständen noch mit der arbeitsreichen Aufgabe der Ministerpräsidentschaft zu vereinigen, verlange Rachdenken und rechtfertige ein Zögern. Sollte Briand sich weigern, diese Aufgabe zu übernehmen, so scheine zunächst Senator Pierre Laval in Frage zu kommen. Die Bestrebungen der Mittelparteien würden jedoch auf Widerstand stoßen in dem Augenblick, in dem man an die Zusammensetzung des Kabinetts denkt. Louis M a - r i n habe bereits gestern in einer Erklärung an Pressevertreter die Radikalen provoziert, seltsamerweise solle sich die Fraktion Maginot mit der Fraktion Marin solidarisch erklärt haben. 3n diesem Falle wäre die Lage klar: das Ver- ständigungskabinett, von dem man spreche, würde also von denRadikalen bis einschließlich zu den Linksrepublikanern gehen und eine Mehrheit von 40 bis 50 Stimmen haben, wenn man mit den stets zu erwartenden Absplitterungen rechnet. Auch bei dieser Kombinat tion*gebe es ein Aber, und dieses Aber heiße: Tardieu. Oie Kandidatur Briands. Keine Unterbrechung oer Arbeiten in Genf. Genf, 23. 3an. (TA.) Briand beabsichtigt, am Samstagnachmittag nach Paris zurück» zukehren, auch wenn die Tagung des Volker- bundsrates bis dahin noch nicht abgeschlossen ist. Der Außenminister soll vom Präsidenten der Republik in der Freitagnacht sogleich nach dem Sturze des Kabinetts telephonisch ersucht worden sein, nach Paris zurüazukehren, Hut jedoch dieses mit dem Hinweis auf die schwebenden Verhandlungen über die deutsche Beschwerde in der Oberschlesienfraae abgelehnt. Wie in gut- unterrichteten Kreisen jedoch verlautet, soll an maßgebender französischer Stelle der Wunsch bestehen, Briand die Kabinettsbildung zu übertragen. Briand soll dies ablehnen, aber das Portefeuille des Außenministers beibehalten wollen. Briand soll erklärt haben, er hoffe, daß bis zu seiner Abreise die Hauptpunkte der jetzigen Ratstagung erledigt werden können. Durch seine Abreise würden im übrigen die Genfer Arbeiten nicht beeinflußt. Für den Rest der Tagung würde M a s s i g l i, der Direktor der Völkerbundsabteilung im französischen Außenministerium, seine Vertretung im Rate übernehmen. deutsche Wirtschaft sei heute abhängig von der deutschen Politik. Tributlasten und Zinsen betrögen den Volksgenossen um den Ertrag seiner Arbeit. Adolf Hitler hat aus Anlaß der einjährigen Ministertätigkeit von Staatsminister Dr. Frick in Weimar folgendes Telegramm an den Minister gerichtet: „Aus Anlaß Ihrer nunmehr ein 3ahr währenden Ministerschaft drücke ich Ihnen namens der nationalsozialistischen Bewegung meinen tiefgefühlten Dank für Ihre Arbeit in der Vergangenheit, mein unbedingtes Vertrauen zu Ihrem Werk in der Zukunft aus." Aus aller Welt. Der Reichspräsident Protektor der internationalen Automobilausstellung Berlin 1931. Der Reichspräsident hat dem Reichsverband der Automvbilindustrie, dem Veranstalter der internationalen Automobil- ausstellung Berlin 1931, mitteilen lassen, daß er das Protektorat über die Ausstellung am Kaiserdamm übernommen habe.- Der Reichsverband der Automobllindustrie bemerkt dazu: Es ist das e r st e Mal während seiner Amtstätigkeit, daß der Herr Reichspräsident das Protektorat über eine intern atio - nal« Ausstellung übernimmt. Diese Tatsache erhellt die große Bedeutung, die man in Regierungskreisen dem Kraftfahrwesen als einem der entwicklungsfähigsten Zweige unserer Wirtschaft beimißt. Krastfahrzeugindustrie und Handel glauben daraus den Willen der Regierung erkennen zu können, dem deutschen Krastfahr- wesen als einem in volkswirtschaftlicher und sozialer Hinsicht besonders wichtigen Zweige der Gesamtwirtschaft künftig mehr als bisher Förderung und Unterstützung zuteil werden zu lassen. Ellh Beinhorn im Sandsturm nach Rio d'Oro. Die Afrika-Fliegerin Ellh Beinhorn geriet auf der Flugetappe Iu b h—C i s n e r o s in einen sur die dortige Gegend typischen Sandsturm, dem sie nur durch Umfliegen auf das Meer hinaus entgehen konnte. Sie konnte vorher nichts über ihren Verbleib melden, da die Küstenstationen teilweise durch die Stürme der letzten Tage gestört waren. Elly Beinhorn, die am Donnerstag um 9.30 Uhr von Cap Iuby ab-- geflogen war, ist ohne Zwischenfall in Rio dOro gelandet. Wieder drei Lawinenopfer. Ein bedauernswertes Unglück ereilte am Dö'nnere- tag sechs junge Leute in den französischen Alpen bei Saint Jean de Maurienne Auf einem schmalen Felsweg wurden sie von einer Schneelawine überrascht, die alle sechs unter sich begrub. Drei von ihnen gelang es, sich selbst zu befreien. Die übrigen drei liegen unter einer derartigen Masse Schnee, daß es den sofort herbeigeeilten Hilfsmannschaften nicht möglich war, bis zu ihnen vorzudringen. Es besteht keine Hoffnung mehr, die Opfer lebend zu retten. Zwei Skifahrer in Tirol von einer Lawine verschüttet. Zwei an einem Skikurs in Kühtai teilnehmende Herren, Oberregierungsrat Anders aus Wuppertal und ein Ingenieur Kaspar aus Prag, bestiegen, obwohl sie davor gewarnt worden waren, den Dirschkogel. Beim Ueberfahren eines Grates löste sich eine Lawine und verschüttete beide Skifahrer. Dis Donnerstagabend war es noch nicht gelungen, die Verunglückten zu bergen. Erdbeben auf Java. Oluf Mittel-Java tn der Rahe der Residenz Teghal und de- Vulkan- Slamet wurde ein schweres Erdbeben verspürt. Bereits am Donnerstagabend wurde mitgeteilt, daß achtzehn Personen ums Leben gekommen sind. Hunderte von Wohnungen der Eingeborenen finb schwer beschädigt oder vollständig zertrümmert. Der Schaden wird auf 100 000 Gulden geschäht. Sämtliche Verbindungen sind unterbrochen. Auch in der Rächt zum Freitag wurde ein neues Erdbeben verspürt. Die ganze Luft war von starken Schwefeldämpfen erfüllt. Feuer in einem rheinischen Kinderheim. Im katholischen Kinderheim St. Michael in W u p° perthal brach aus noch unbekannten Gründen im Dachstuhl Feuer aus, das bei dem herrschenden Sturm sich bald über das ganze Dachgeschoß ausdehnte. Da das Feuer rechtzeitig entdeckt wurde, konnten alle 200 Kinder im Alter von 2 bis 14 Jahren gerettet iverden. Dem Eingreifen der gesamten Elberfelder Feuerwehr gelang es, den Brand auf das Obergeschoß des Hauses zu beschränken, das vollkommen zerstört wurde. Der Schaden ist beträchtlich. Der Prozeß gegen den Goldmacher Tausend. Im Prozeß gegen den Goldmacher Tausend wurde der Präsident des Verwaltungsrates der Deutschen Rentenbank, Geheimrat von Lentze, gehört. Er bekundete, daß nach einem Besuch des Fabrikanten Mannesmann dieser später mit Tausend zu ihm gekommen sei, um ihn für das Verfahren zu interessieren. Es wurde ihm dabei ein Goldklumpen etwa in der Größe eines Enteneies gezeigt, der aber eine anbex^e Struktur aufwies als reines Gold. Er, Geheimrat Lentze, habe sich aber ablehnend verhalten, da für ihn als Präsidenten des Verwaltungsrates der Deutschen Rentenbank eine private Beteiligung nicht in Frage tarn. Als weitere Zeugen wurden der Fabrikant Peter aus Köln, sein Stiefvater W a t r i n - Köln, Fabrikant Fritz v. Winkler- Dresden und Fabrikant Eicken- Hamburg, die sich durch die ihnen vorgeführten gelungenen Versuche zu Geldeinlagen in die Gesellschaft 164 haten bestimmen lassen, vernommen. Sie erklärten ausnahmlos, daß die Versuche einwandfrei waren. Einige dieser Zeugen wohnten dann noch späteren Versuchen Tausends bei, die immer glänzendere Erfolge hatten. So berichtet Watrin über einen Versuch Mitte des Jahres 1928, wobei aus 3 Kilogramm Material 750 Gramm Gold ausgeschmol- 3 e n wurden. Der Zeuge Peters erklärte u. a., daß er feine persönliche Einlage von insgesamt 80 000 Mark im vaterländischen Interesse her- gegeben habe und auf die Wiedererstattung verzichte. Er zeigte auch einige kleine Goldkügelchen vor, die er von Tausend als Andenken bekommen habe. Schiffskalaslrophe auf dem Schwarzen Meer. Auf dem Schwarzen Meer ist ein Passagier- und Frachtdampfer im Sturm gesunken. 18 Fahrgäste und 36 Mann Besatzung sind ertrunken. Richt weniger als 17 Fischer- bvvte werden vermißt. Zur Hilfeleistung der in Seenot befindlichen Fifchdampfer sind sowjet-russische Kriegsschiffe ausgelaufen. Oie Weiierlaae ©wolkenlos. O netter O nato Bedeckt ® wolkig. • Bedeckt »Regelt * Schnee c» Graupeln ■ Neoei "K tewitter.(§)Wind$tiiie. «O> sehr (elchter Osi _p massiger Südsüdwest Q stürmischer Hordwes» bie Pfeile fliegen mit dem Winde Oie oeioen Stationen stenenden zsh» len gehen die Temperatur an. Pie Linien verbinden Orte mit gleichen* auf MeeresmVeau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Mit der südöstlichen Bewegung der Nordmeer- störung hat sich ihr Einfluß bereits über ganz Deutschland ausgedehnt. Dabei haben besonders im Bereich der Warmluft die Temperaturen ihre Werte so erhöht, daß sie heute morgen nur noch im nordöstlichen Teile des Reiches etwas unter Null lagen. Der Nachschub milderer ozeanischer Luft dauert an, wenn auch mit dem Drehen der Winde nach Westen zu eine Auffrischung eintritt. Die Wetterlage bleibt vorerst unbeständig, wobei zeitweise die Luftbewegung zunimmt. Die Niederschläge, welche in Form von Schauern auftreten, dürften nur leichterer Art fein/ Aussichten für Sonntag: Veränderliches Wetter, wechselnd bewölkt mit leichten Regenschauern und vorübergehendem Aufheitern, mild, aber im ganzen etwas frischer, zeitweise lebhafte westliche Winde. Aussichten für Montag: Mehr aufheiterndes, aber noch wolkiges Wetter bei Aus- klaren, Temperaturen nachts unter Rull. Lufttemperaturen am 23. Januar: mittags 7,4 Grad Celsius, abends 6,8 Grad: am 24. Januar: morgens 6,7 Grad. Maximum 8,9 Grad, Minimum 3,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. Januar: abends 0,6 Grad; am 24. Januar: morgens 1 Grad Celsius. — Niederschläge 1,3 mm. — Sonnenscheindauer 1% Stunden. Amtliche Allntersportnachrlchten. Vogelsberg, Hoherodskops: Klar, — 1 Grad, 10 cm Schnee, verharscht, nur im Wald Sportmöglichkeiten. Schwarzwald: Schneeregen, — 1 Grad^ 90 cm Schnee, Ski und Rodeln gut. Alben, Garmisch-Partenkirchen: Bewölkt —3 Grad. 19 cm Schnee, gekörnt; Ski und Rodeln gut T."»Wen fflSup. >CL?*en i”Ä: 'L N SfrSSB L> .’S„«Ä Bejud) Zz'/.h°rt. (fr ÄÄt s."i& Jnberj.Cf nten. fr ßu £ltuttur ' ^^eimrot aJ/ verhalten, ba CT "8'rates b r $S > ;il'9ung nL Mn -LZH *wi lDLL et/rs e ers erklärte u, a., bat> von insgesamt 80000 ./ Wiedererstattung Ü"?°?ügelchen" 5 ^denken bekommen m 5chmiM mett ta ist ein Magirv. »St1!. fle'unttn. In -oesahung sich er» v als 1? Fischer» 'Xx^uc Hllseleistung F'schdampser sind solo» ausgelaufen. fcrlaae. Io ww W6 rt5l OOCtl ft NM» /O 7WW °'SJ f '«’«Ä -L-.---Ä argen nur n et^lr 5Äwrff?n' rÄ&B SS.A-” .... Lerander« ÄS flSäTow*1* nis*Ä t^UT'uar'2l^tta85 7,4 3. Januar, w ganuar; Grad. (S^ininw® um 8,9*$^ rren 'n 10 3anUar: * sp,B°lhE jti«, * . i T Waldarr Beteiligung hielt e i n seine Jahres Schließt die alten Truhen auf! ilcdergebt eure überschüssige Wäsche unb fileibung zur Jertuenbung für Sebfirftige ber Etäbttschen Aoihllse 1930. Hohensolms bestätigt. Mrcie Biedenkopf f Walda i rrnes, 21. Ian. Unter zahlreicher Beteiligung hielt am Samstag der Turnverein seine Iahrcsschluhversammlung ab. ®£r sihende Wilhelm Becker erstattete den Jahresbericht, nach dem der Verein im letzten Iahre wieder gute Fortschritte gemacht hat. 58 Preise, darunter vier erste, drei zweite, fünf dritte, mut» den eingebracht Nach dem Bericht des ersten TurnwartcS Wilhelm Ferber waren die Turnstunden sehr gut besucht. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Hochzeit im großherzoglichen Hause. WSN. Darmstadt, 23. Ian. 2m Neuen Palais fand heute vormittag die st a n desamtliche Trauung des Erbprinzen Georg Donatus von Hessen, des ältesten Sohnes des Grobherzogspaares, mit der P r i n - zessin Cäcilie von Griechenland statt. Die Hochzeit ist aus 'Montag, 2. Februar, festgesetzt. Prinz Georg Donatus ist 24 2ahre alt. kurzen einleitenden Vortrag. Der Film zeigt» in universeller Weise das Leben und Treiben der Bewohner der Insel Vias bei Sumatra und da« Wirten der Mission. Zum Schluß gab der Film Aufklärung über den Stand der rheinischen Mif- fion, über ihre finanzielle Lage und über Ihre Zukunstsarbeit. Ortspiarrer Lindenborn schloh mit Worten deS Dankes den mtereffanten Abend. 4 Hohensolms, 23. Jan. Der Landrat von Wetzlar hat die tm November v. I. erfolgte • Wahl des Oberstleutnants a. D. von Lohberg. Wetzlar, zum Bürgermeister des Amtes Schöne weiße Zähne: Chlorodont MM Winterabende brauchen nicht langweilig zu I sein, wenn man ein gutes Buch zu lesen der- I steht. M. Georg Becker 70 Jahre alt. Am morgigen Sonntag, 25. Ianuar, kann der I in weiten Kreisen unserer Stadt und der Provinz Oberhessen bekannte und geschätzte _/>au" I Unternehmer Georg Decker in voller Frische I seinen 2 0.Geburtstag begehen An dem Jubilar sind trotz seiner regen Tätigkeit die Iahre so gut vorübergegangen, daß man ihm die sieben I Jahrzehnte seines Lebens nicht im geringsten ansieht. Neben seiner geschäftlichen Tätigkit widmete sich Herr Becker in umfassender Weise dem ehrenamtlichen Dienste für die Allgemeinheit. Seck 20 Jahren ist er Mitglied des Kirchenvorstandes der Johanncsgemeinde und seit 1919 auch Mitglied des Kirchenvorstandes der Gesamtgemeinde, zugleich ausführendes weltliches Mitglied des Ge- samlkirchenvorstandcs. Bei den Beratungen von Bausachen der Kirchengemeinde hat der Jubilar der evangelischen Kirche in Gießen manche wertvolle Dienste geleistet. Seit 1923 bis in die Gegenwart gehört er drr Gießener Stadtverordnetenversammlung bzw. dem Stadtrat an. In den verschiedensten Deputationen und Ausschüssen, wie auch im Plenum des Stadt- parlamcnts hat Herr Becker die Arbeit zum Wohle der Dürgergesamtheit in reger Weise gefördert. Seit 1 Februar 1926, als die Handwerkskam- mernebenstclle in^Giehen eingerichtet wurde hat er den Vorsitz in dieser Handwerkskorperschast inne. Seit einer Neihe von Jahren ist er ferner stellvertretender Vorsitzender der Hessischen Handwerkskammer Darmstadt. Das hessische Handwerk insbesondere die Handwerksbcrufe in Gießen und Oberhessen, konnten sich stets der tatkräftigen Wahrnehmung ihrer Interessen durch den Jubi- lar erfreuen, der sich auf diesem Gebiete wie auch in vielfacher anderer Hinsicht große Verdienste um das Gemeinwohl erworben hat. Taten für Sonntafl, 25» Januar. Sonnenaufgang: 7.49 Uhr, Sonnenuntergang: 16.36 Uhr. — Mondaufgang: 10.15 Uhr, Mond- untergang: —. 1759: der Dichter Robert Burns in Allowah geboren. - 1776: der Schriftsteller Joseph von Görres in Koblenz geboren. Kirche und Schule. Dorskilchcntagnng. Alsfeld, 17. Ian. Unter guter Beteiligung fand hier die 7. Dorskirchentagung der Vereinigung der Dorfkirchenfreunde für das nördliche Oberhessen statt. Unter den Gästen war auch Superintendent Oberkirchenrat IX Wagner, Dicken, erschienen. Den Hauptpunkt der Tagung bildete das Thema ..Die Bedeutung dev Siedlungssragen für Pfarrer und Lehrer' . AI« erster Redner behandelte dieses Thema der Leiter der Volkshochschule Loßhausen, Pfarrer Fritsch, der insbesondere die Nolwendigkett einer Ost-Westsiedlung, als ein Erfordernis auf bevölkerungspolitischem, auf nativnalpolitischemi und wirtschaftlichem Gebiete bezeichnete. An den Vortrag schloß sich eine rege Aussprache. AL zweiter Redner sprach Dr. Schultz vom Evangelischen Siedlungsdienst in Bielefeld über ..S.cd-- hing“ in sehr interessanten Ausführungen, cis sei Aufgabe aller gebildeten Kreise, Aufklärung über die Verhältnisse des Ostens in das ganze deutsche Volk zu tragen. Fragen der Siedlung, als deren wichtigste er bezeichnete, geeignete Menschen. Land und Geld. Von den drei wichtigsten Faktoren fehle es heute weniger an Geld und Land als an geeigneten Menschen 2n erster Linie komme hier der Bauernsohn in Frage. Siedlung fei heute eine Aufgabe des ganzen Volkes im Hinblick auf das systematische Vorrücken in Polen und im Osten und der dadurch Deutschland drohenden Gefahren. Büchertisch. — Ala Zeitungs-Katalog 1931. Der Zeitungs-Katalog der Ala Anzeigen-Aktiengesell- schaft für 1931 gibt in gewohnter sorgfältiger Bearbeitung Kenntnis von den im »ergangenen Jahre zahlreich erfolgten Neuerscheinungen. Umgängen und Veränderungen auf dem Gebiete des Zeitungswesens des In- und Auslandes. Das gediegen ausgestattete, sachkundig bearbeitete und trotz des reichen Inhalts handliche Werk tft, wie die früheren Ausgaben, ein zuverlässiger und unentbehrlicher Ratgeber, der jedem Interessenten bei feinen Werbemaßnahmen gute Dienste leisten wird. 2m Geleitwort zu ihrem Kataloge sagt ie Ala: „Nach wie vor steht im Mittelpunkte aller Werbeplanungen unb -Maßnahmen die Anze i g e n Werbung. Die unbegrenzte Neichwcite dieses Werbemittels, seine Anpassungsfähigkeit, die Mannigfaltigkeit seiner individuellen Gestal- tung und die außerordentliche Intensität der von ihm ausgehenden Willensbeeinflusfung sichert der Anzeige überragende Bedeutung unter den iibn- gen Werbemitteln." Treffender kann der hohe Wert der Zeitungsanzeige nicht ausgesprochen werden. Die neue Ausgabe des Kcckaloges wird der Ala zu ihren alten zahlreiche neue Freunde werben. (674) Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag. 25. Januar. 3. Sonntag nach Epiphanias. bauten Dr. Prasch. -Kulturfilm.,2 ungen s". Man schreibt uns: Die Gießener Aufführung des Kulturfilms „Jungens" am morgigen Sonntagvormittag un Lichtspielhaus Bahnhofstraße wird von dem Horst Gießen des Deutschen Pfadfinderbundes veranstaltet. Es ist diesem gelungen, für den Degleit- Dortrag den Dundesführer des Nerother Bundes Robert Oelbermann, zu gewinnen, den Führer der Wandergruppe, die auf ihrer Fahrt durch Griechenland den Film aufgenommen hat. — Matthäusgemeinde und Basler Mission. Man schreibt uns: Am morgigen Sonntag. 25.2kinuar, 20 Uhr, veranstalten die Basler Mission und die Männer- und ö'rauen- vereinigung der Matthäusgemeinde in der Stadi- kirche eine große Filmvorführung von 17i Stunden Dauer. Der Film führt nach Borneo. Er zeigt malaiische Landschaft und das Leben der Bevölkerung auf Pfahlbauten und ganz auf dem Walser (schwimmende Weristättenl und führt dann in den Urwald mit feinen unwegsamen Gebirgen, reißenden Strömen, feiner scheuen llrbcpölterung, den Dasaks mit ihrem eigenartigen Leben unb düsteren Glauben. Die Bilder erläutert der bekannte und tüchtige Redner. Misswnsprediger Lauck, Frankfurt. Ein zahlreicher Besuch wird erwartet (siehe Anzeige von gestern). — Dparerbund und Volksrecht- P art ei. Man schreibt uns: Die Ortsgruppe Gießen des Hypothekengläubiger- und Sparer- Schuhvorbandes (Sparerbund) und der Volts- recht-Partei veranstalten am Montag, 26 Januar im Saale des Katholischen Veremshauses einen öffentlichen Vortragsabend, in weichem der Hauptmann a. D. im englischen Genera.stab. Magister phil. der Universität London, Vr- Dian Str anders . sowie der bekannte Vorkämpfer für die deutschen Volksrechte. 2ustizrat Drink Berlin, über die für Deutschland so verhängnisvollen Lügen von Kriegsschuld und innerer Entschuldung sprechen werden. Näheres in der gestrigen Anzeige. •• Evangelischer Landeskirchentag. Wie wir erfahren, wird der Evangelische Landeskirchentag voraussichtlich am 27. April zu einer mehrtägigen Sitzung in Darmstadt zusammen- treten. •• Die Museen und ber Heidenturm sink) am Sonntag zwischen 11 unb 13 Uhr bei gewöhnlichen Preisen geöffnet Die Raume ftnb 9°täbtische Drennholzversteige- rung. Bei ber gestrigen Drennholzversteigerung aas den Waldungen der Stadt Gießen wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Duchen- Taten für Montag, 26. Januar. Sonnenaufgang: 7.48 Uhr, Sonnenuntergang: 16.38 Uhr. — Mondaufgang: 1026 Uhr, Mond- , Untergang: 0.01 Uhr. 1781: der Dichter Ludwig Achim v. Arnim in Berlin geboren. — 1860: die Sängerin Wilhelmine Schröder-Devrient in Koburg gestorben. — 1920: der Maler Fritz August v. Kaulbach in München gestorben. (Äictzcncr Wochcnmarktprcisc. Es kosteten auf dem heutigen Wochemnarkt: Butter 130 bis 140 Pf. (Kochbutter von HO Pf. an), Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 15 bis 25 (pro Zentner 10 bis 12 Mt), Weißkraut 10 bis 15 (pro Zentner 7 bis 8 Mt), Rotkraut 15 bis 20 (pro Zentner 9 bis 10 Mt), Kartoffeln 3,5 bis 4 lpro Ztr. 2,50 bis 3 Mt), gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 35 bis 40, Unterkohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 35 bis 40, Feldsalat 120 bis 150, Endivien 80 bis 90, Tomaten 70 bis 80, Meerrettich 30 bis 60, Zwiebeln 8 bis 10, Schwarzwurzeln 30 bis 50, Aepfel 30 bis 45. Dirnen 20 bis 40. Dörrobst 30 bis 35. Russe 50 bis 60, Honig 40 bis 50, junge Hähne 90 bis 120, Suppenhühner 90 bis 120 pro Pfund; Eier 13 bis 14. Salat 25 bis 30, Blumenkohl 40 bis 100, Oberkohlrabi 8 bi« 10, । Rettich 10 bis 15, Sellerie lOi bis 50, I Lauch 5 bis 15, Tauben 70 Pfennig pro Stück. Bornotizen. — Tageskalender für Samstag: Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei: Seffent- liche Versammlung, Redner: Reichstagsabgeordneter Gottfried Feder, 20.15 Uhr, Turnhalle Os- waldsgarten. — Gießener Theater - Vereinigung: Winterfest mit Aufführung „Der Jugend Schuld gesühnt", Katholisches Vereinshaus, 19 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Dle drei von der Tankstelle". — Astoria-Lichtjpiele: „Blockade". — Tageskalender für Sonntag: Stadt- I theater: „Goldmarie und Pechmarie" 14.45 bis 17.15 Uhr; „Dey Kaiser von Amerika18.30 bis 21.30 Uhr. — Basler Missionsvereinigung und Mat- I thäusgemeinde: Kulturfilm „An den Urwaldftrömen Borneos", 20 Uhr, Stadtkirche. — Heirnatvereini- I gung Schiffenberg: Familienzusammenkunft auf dem Schiffenberg, 15 Uhr. — Verein für Sterbeunter- I stützung: Generalversammlung, 15 Uhr, Postkeller. I — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Jungens", 11 Uhr I und „Die drei von der Tankstelle". — zlftona« I Lichtspiele: „Blockade". — Aus dem Stadttheaterbureau I wird uns geschrieben: Morgen, Sonntag, 14.45 Uhr auf vielseitigen Wunsch letztmalige Wiederholung des diesjährigen Weihnachtsmärchen I „Goldmarie und Pechmarie" von Aloys Prasch, mit Musik, Gesang und Tänzen, bei ganz kleinen Preisen (30 Pf. bis 1.50 TRI.); 18-30 Uhr | zum letzten Male die Komödie „Der Kaiser von Amerika" von Dernard Shaw. — Dienstag. 27. 2anuar. 19.30 Uhr. Erstaufführung des Lustspiels „Leinen aus Irland", unter Spielleitung von Dr. Ritter; die Rolle des Schlesinger spielt Herr Druck. — Mittwoch. 28. Januar. 19.30 Uhr. erste Wiederholung der Satire „Leinen aus Irland". — Freitag bleibt das Theater wegen der Vorbereitungen zu „Marius ahoi!' geschloffen. — Samstag, 31. Januar, 20 Uhr, Erstaufführung der Komödie „Marius ahoi!" von Marcel Pagnol, dem Autor des auch in Gießen gespielten Bühnenwerkes „Das große ABC ; aus technischen Gründen findet die E r ft a u I - sührungam Samstag statt, und zwar als 17. Vorstellung des F r e i ta g s - A b vn- I nemen ts unter der Spielleitung des Inten- preuhen. Kreis Wetzlar. LV Krofdorf, 24.Jan. Heute kann unser Mitbürger Philipp Schmidt in körperlicher und geistiger Frische im Kreise von 3 Kindern, 11 Enkeln und 1 Urenkel seinen 8 0. Geburtstag be- gehen. — Bei Arbeiten an dem Erweiterungsbau ber Wasserleitung in den Wiesen am Launsbacher Wald trug sich ein U n g l ü ck s f a l l dadurch zu, daß dem im tiefen Graben arbeitenden Heinrich Schmidt von hier eine schwere Bohle aus einer Höhe von 3 bis 4 Meter in die Seite fiel. Mitglieder der hiesigen Arbeiter-Samariterkolonne verbrachten den Verunglückten in seine Wohnung. Welcher Art die inneren Verletzungen sind, konnte noch nicht genau festgestellt werden. xy Odenhausen (Lah n), 21. Jan. Am Sonntag wurde in der hiesigen Kirche der von der Film stelle Bethel hergeftellte Film „Sieg des Evangeliums im Lande der Kopfjäger" vorgeführt. Missionar L i e ck hielt einen •• Deutschnationaler Handlungs- gehilfen-Verband. Wan berichtet uns: Die hiesige Ortsgruppe des DHV. veranstaltete in ihrem Heim einen sehr gut besuchten Heimate abend, in dessen Mittelpunkt, umrahmt von einigen Rezitationen und Liedern, ein Lichtbildervortrag über Städte und Ritterburgen des Lahntals stand. Die überaus guten Aufnahmen, die vom Vortragenden selbst, Herrn Kraus. Gießen, stammten, fanden großen Beifall. Durch feine Ausführungen verstand er es, die Besucher eine prächtige Wanderung durch die schöne Heimat erleben zu lassen. Dem Vortragenden wurde herzlicher Dank zuteil. ** Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbeverein. Am Donerstagabend veranstalteten der Kaufmännische Verein und der Ortsge- werbeverein in der Neuen Aula der Universität ihren vierten Vortragsabend. Man hatte Herrn Kurt Lublinski (Berlin) au einem Lichtbilder- vortrag über seine Fahrt im Auto durch das Auto» land Amerika verpflichtet. Den zahlreich erschienenen Zuhörern schilderte der Redner in packenden Worten die Erlebnisse und Eindrücke der Fahrt. Er, und seine Frau als Begleiterin, begannen die 14 000 Kilometer lange Reise in Neuyork in einem eigens hierfür erstandenen gebrauchten Zweisitzer. Die erste Etappe führte durch verschiedene Staaten von Nordamerika nach San Franzisko. Während dieser Fahrt lernte der Redner die Einstellung des Amerikaners zum Auto kennen. Jeder, so führte der Vortragende aus, der es einigermaßen könne, sei im Besitz eines Kraftwagens, der für alle Zwecke gebraucht werde. Die Straßen seien deshalb vollständig für den Autoverkehr hergestellt, der in seinem Ausmaße einen überwältigenden Eindruck aiff jeden Fremden machen müsse. So habe sich denn auch der Amerikaner dem für ihn fo lebenswichtigen Verkehrsmittel ergeben. Tankstellen, Reparaturwerkstätten, Garagen, kurzum alles, was der Autofahrer benötige, eien selbst in den weniger bewohnten Gegenden vorhanden. Als zweite Etappe und den Schluß der Fahrt habe er sich die Ueberwindung der Strecke San Franzisko—Neu-Orleans am Golf von Mexiko zur Aufgabe gemacht. Auch in diesem Teil gestaltete sich die Fahrt ebenso interessant wie vorher und unversehrt, zugleich um schöne Erinnerungen reicher, nahm die Fahrt ihr Ende. Eine große Zahl guter Lichtbilder unterstützte die Ausführungen des Redners. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Ans der Provinuafbaupfftoöt Gießen, den 24. Januar 1931. - Das gute Buch. Wir wollen Sport treiben oder turnen, wir wollen für einen gefunden Körper sorgen, aber auch unser Geist braucht Nahrung. And diese Nahrung gibt ihm das Buch, aber nur das Buch, das auch einen Inhalt hat. Viele haben keinen. Wir Deutschen sind das Volk des Buches. Trotz -'(er Not werden noch Dücher geschrieben und ge- ust. Das ist ein gutes Zeichen. Denn gute Bücher ö Schätze, die uns niemand nehmen kann und e reichlich Zinsen bringen, vor allem jetzt an :.i Winterabenden. Gewiß gibt es Leute, die nie ein Buch lesen und doch ganz tüchtige, zufriedene Menschen sind. Oder wer will-den Bastler schelten, der in seinem stillen Stübchen seiner Liebhaberei nachgeht? Für ihn ist diese Arbeit dieselbe Erholung. wie für andere das Lesen eines schönen Buches. Für den Landwirt bleibt nur der Winter zum Lesen. Die^ Arbeit im Freien hat aufgehört, er muß nun im warmen Zimmer sitzen. Auch die Frauen, die im Sommer vor lauter Gartenarbeit nicht zum Buch greifen konnten, haben nun Zeit. Wenn man so am Abend ganz still in feiner Ecke sitzen kann, das Buch vor sich, die Kinder sind alle im Bett, übt das nicht den größten Sauber aus? Wir lassen uns vom Dichter führen, müssen manchmal weit wandern, vergessen die Welt um uns und sind glücklich. Doch auch das Lesen muh man verstehen. Wer I ein Buch nur xum Durchblättern vor sich legt, I einmal hier und da ein paar Seiten überfliegt, der kommt nicht zum Genuß des Lesens. Dor allem müssen wir uns Zeit nehmen. Gute Bücher sind spröde, genau wie echte Freunde. Sie fo-umen uns nicht gleich entgegen. Wir müssen sie erobern, mit I großer Geduld und viel Liebe. Wir mailen den Willen haben, einen Schah zu heben, genau wie im Märchen. Wer nicht den Glauben mitbringt, der wird ausgeschlossen von allem Zauber. Wir I müssen jedem Buche ganz unvoreingenommen begegnen. Erst bei näherer Bekanntschaft werden wir sehen, ob es uns ein Freund sein kann, oder nicht. Da formt sich aus den vielen, Dielen Buchstaben eine Gestalt nach der andern, wirkliches Leien quillt uns entgegen. Es wird uns erzählt von andern Ländern unb Völkern, von alten I Geschlechtern, die längst vermodert sind, von । Driesen und Tagebüchern unserer Vorfahren und vom Leben und Wirken unserer großen Dichter, Staatsmänner und Denker. Schön ist das, wenn so lautlos die Gegenwart versinkt und wir teilnehmen an fremdem Leben, an vergangenen Schicksalen. Die echten Dichter sind doch rechte Zauberer. Mit den Gedichten ist eS ebenso. Wer liest heute noch Verse? Aber nimm dir an einem Winterabend doch wieder einmal ein Gedichtbändchen zur Hand, und wenn es nur eine Auswahl in dem Lesebuch deines Kindes ist. Lies dir die Strophen laut vor! Gar viele Schönheiten werden dir zum Dewuhtsein kommen. Gar manches, was wir als Kinder übersahen. Wirkt nun doppelt mächtig auf uns ein. Aber man lese die Gedichte laut, um den Wohlklang unserer deutschen Sprache voll und ganz zu genießen. Ich bin sicher, wie jedes gute Gedicht für den Dichter ein Erlebnis war, so wird es auch dir eins werden. Wir halten Zwiesprache mit fremden Mensen, die uns aber bald wertraut werden, wir sehen andere Lebensverhältnisse, nehmen teil an Men- schenschicksalen. werden ergriffen, trauern und freuen uns mit den andern. scheiter per Raummeter 13,50 Mk.. Dirken- scheiter 9.80, Fichtenscheiter 8,20. Lärchenscheiter 7,00. Buchenknüppel 10.20, Eichen knüppel 6,60, Dirlenknüvpel 6.40. Fichtenknüppel 4.60. Duchen- stöcke 8,20; Buchenreisig 2. Kl. 100 Wellen 26.00. Duchenreisig 3. Kl 22.00, Eichenreisia 2. Kl. 20,00. Elchenreisig 3. Kl. 16.00; Ficblenderb- ftangen 1. Kl. per Stück 2.10. Zichtenderbstangen 2. Kl. 1.60. Fichtenderbstangen 3. ÄL 0.90 Mk. •• Die Dezirkssparlass e Gießen veröfsentlicht in unserer heutigen Ausgabe eine Bekanntmachung, nach welcher sie mit Wirkung vom 1. Januar d. I. ab die bei ihr bestehenden j AufwcrtungSsparguthaben mit 5 Proz. verzinst. I während der gesetzliche Zinssatz nur 3 Proz. be- | trägt. Weiter gibt die Dezirksfparkasse bekannt, daß ihre Aufwertungssparguthaben nunmehr nut 21.6 Proz. des Gvldmarkwertes aufgewertet werden. Die Neu-Umrechnung erfolgt in den nächsten Monaten. Der erhöhte Aufwertungsfah findet auch auf bereits ausgezahlte Sparguthaben Anwendung. •• Schüleranmeldungen an den ho - herenLehran st alten. Auf die im heutigen Anzeigenteil enthaltene Bekanntmachung der Direktionen des hiesigen Gymnasiums, Realgymnasiums, der Oberrealfchule und der Studienanstalt über den Termin der Anmeldung der im kommenden Schuljahr neu auszunehmenden Schüler und Schülerinnen feien die Eltern besonders aufmerksam gemacht. •• FreieSchulstelle. Für eine evangelische Lehrerin ist an der Volksschule zu Großen>- 2 u s e ck eine Schulstelle freigeworden "Dutterdieb stahl. In der letzten Nacht wurde in der Molkerei Grieb in der Neustadt ein Einbruch verübt. Der Einfbrecher nahm etwa 30 Pfund Butter in Halbpfundpackungen mit sich. Die pvlizeilichen Nachforschungen sind im Gange. Stadlkicche. 9.30 Uhr: Missionsprediger Lduck; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde, Pfarrer Mahr; 17: Pfarrer Becker. — Johanneskirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannes» gemeinde, Pfarrer Ausfeld; 17: Pfarrer Bechtols» Heimer; 20: Bibelbesprechung im Johanncsiaal, Pfarrer Lic. Waas. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9 30: Pfarrer Lenz; 11: Kinderkirche für die Luther» gemeinde, Pfarrer Lenz. — Elifabeth-Kteinkinder- fchule. 9.45: Pfarrer Lic. Waas; 11: Kindcrkirche für die Petrusgemeinde, Pfarrer Lic. Waas. — Neue Aula. 11.15: Universitätsgottesdienst, Predigt: Professor D. Bornkamm. — kiein-cinden. 10t Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — wiefeck. 9.45; 11: Kinderkirche; 14: Alten Buseck; 15.30; Trohe. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 1.30: Lollar. — Hausen-Garbenleich. 10: Garbenteich; 13: Hausen. . — Watzenborn-Steinberg. 10.30: Hauptaottesdienst. — eich. 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kinder» gottesdienst; 14: Stiftspfarrer Draudt. Katholische Gemeinden. Samstag, den 24. Januar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.. Sonntag, 25. Januar. 3. Sonntag nach Epiphanie. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Andacht. — Lch.ell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Cid). 7 30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und An- . dacht. — Collar. 8.45: Messe mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 26. Januar. Caubach. 7.30 Uhr: Hl. Messe f. d- Verstorbenen. Mittwoch, den 28. Januar. Hungen. 7.15 Uhr: Messe f. d. Verstorbenen. Sonntagsdienst d.Nerzte u.Avotdctcli am 251.3L ,>rau Dr. Rothenberger. Dr. Geyer. Htrschavotheke •latmant: Dr Mev. ’D die sicherge- Zür Gienen und Umgegend wird die 172D Trebltfch. Industrie Vertreter unter A. 20650 (65tV) an den Gieß. Anz. (638V Unterstützung tüchtige [582D So..n stellt werden müssen. Es besteht nur dann Interesse, wenn auskömmliche Existenz «keine utop. Ford.) in einwandfreiem Unternehmen geboten werden kann. Schrift!. Angebote unter 0407 an den Gießeher Anzeiger erbeten. führende PräziffonSwaageukabrik sucht für den Vertrieb ihrer auto matifchen Schncllwaagcn gegen ho^e Provision und wetigehende Verkaufs- von führendem Werk der Schnell- waagen-lnduetrie gesucht. Kaufleute mit technischen Kenntnissen oder kaufmännisch erfahrene Ingenieure mit besten Beziehungen zur Industrie wollen sofort ausführliche SamskagM. SV, llijr Cafä Amend |Stellengesuche| eudje tut meinen Angebote einwenden Stadttheater e onntag. 25. 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Ost- xmt> CBkft» seine Spitze ge - d ie Sowjet- bcstehenden Der- Ist der Kapitalismus und mit ihm der Individualismus überlebt oder kann er noch immer beanspruchen, der beste Weg zum materiellen und kulturellen Aufstieg der Menschheit zu sein? Denn darüber muh Klarheit herrschen. Man muh sich entscheiden, wohin die Fahrt gehen soll und wissen, was die Menschheit bei ihr riskiert. Der Kapitalismus hat, nachdem die Dande wirtschaftlicher wie geistiger Bindung gesprengt waren, im letzten Jahrhundert die ganze moderne Welt geschaffen, drüben über dem Ozean, eine neue weihe We l t von 150 Millionen Menschen aufgebaut, in Europa die Bevölkerung verdoppelt und zugleich ihre Lebenshaltung auf den zwei- bis vierfachen Stand gehoben. Alle, aber auch alle uns heute selbstverständlichen Grundlagen des modernen Lebens 'empfing die Menschheit aus der Hand großer Individuen, die sich selbst und ihr Vermögen für eine Aufgabe einsehten. In organischem Wachstum, durch Erfolg und Mißerfolg automatisch reguliert, baute sich das kunstvolle Uhrwerk der Weltwirtschaft auf. Die Politiker haben es im August 1914 und in den Friedensverträgen zertrümmert. Dicht mehr nach ökonomischen, sondern nach politischenGe- setzen wurden Produktion, Güteraustausch und Geldwirtschaft entwickelt. Die Reparationen schufen einen Zahlungsverkehr, der nicht Kräfteaustausch, sondern Krankheitserreger ist, Blutandrang in der einen, Blutleere in der anderen Wirtschaft erzeugend. mein gehalten. Das heißt vor einen Unterschied zwischen den grenzen nicht. Zunächst: der Vertrag richtet weiß man nicht. Es scheint, daß Rumänien feine besondere Reizung hatte, auf eine so weitgefaßte Verpflichtung einzugehen, insonderheit wegen der Verschärfung den Löffeln und zeigt: „wehen Sie, Herr Kollege, hier sieht man es am besten und sichersten. Wenn sich die Ohren leicht einreißen lassen, ist es ein junges Tier, im Gegenfall ein altes." „ilnö wenn der Hase nxm gar keine Löffel mehr bat“, fragt ein junger Teilnehmer des Lehrganges. gen Deutschland und union zugleich. Er will die , träge auirechterhalten, ist also eine Garantie gegen jede Revision der polnischen Grenzen wie der rumänischen (Bessarabien!). Cs wird durch den besonderen polnisch rumänischen Schieds- und Vergleichsvertrag von 24. März 1929 ergänzt, der im März 1930 in Kraft getreten ist Er garantiert im geschickten Anschluß an Artikel 10 des Dölkerbundspaktes und die Sanktionsbestimmungen des Völkerbundes die Grenzen beider Staaten schlechthin ohne Einschränkung, auch gegen Richtmitgl.eder des Völkerbundes. Ob dieser Grundsatz freilich in den Militärkonven- t i o ix e tx auch durchgeführt ist, die vorgesehen find, dieser Merkantilismus heute in Europa nicht vollständig möglich ist. Dieselben Länder find trotz aller Absperrung voneinander und trotz alles Bemühens, sich wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu halten, auf Gedeih und Verderb mit anderen verbunden, alle Länder liegen — jetzt merkt man es schon bei Frankreich und selbst Dänemark — im selb en Spital krank und deshalb muh eine internationale Zusammenarbeit zustande kommen, wenn nicht Europa in einer großen Wirischastslatastrophe verllnk-n soll. Daher die Forderung dieses Holländers — der ja als Vertreter gerade feines Landes weniger in der einen oder anderen Richtung durchaus der Beziehungen zwilchen Deutschland und Polen. Rumänien wollte offenbar die Bindungen von 1£25 für d'.c kölnische Westgrenze nicht wieder ein- gehen. Die Verhandlungen zogen sich in die Länge. Polen hals nach, indem es vorgab. daß Rußland in Warschau einen Reu» tralitätsvertrag angeboten habe Diese angebliche Tatsache, an der kein Wort toapr tft, wurde durch ein Mitglied des rumänischen Außenministeriums in eine rumänische Zeitung lanciert. Rußland wie Polen dementierten, der warnte wurde entlassen, aber diese „Ente" hat den Abschluß im Sinne Polens erreicht, und hat seins Wünsche befriedigt. Für ein solches russische-Angebot in Warschau fehlt bei der heutigen Lage zwilchen Rußland und Polen jede Vorbedingung. Man kann sich denken, wie die Moskauer Presse diesen Reuabschluß behandelt, nämlich als einen weiteren Beitrag zur Herstellung der bekannten „Antisowj et front". Aber es ist in diesem Zusammenhang ganz interessant, daß (und) ^ner Meldung aus Konstantinopel' Rumänien die Türkei gebeten habe, sie möchte sich um einen russisch- rumänischen ZreundschastS- und Richtangriffspakt bemühen. . . Das verwundert ebensowenig, wie im Westen die Erörterung in Belgien über eine evtl. Kündigung der belgisch-französisch en Militärkonvention von 1920. Weder in Belgien noch in Rumänien fühlt man sich in einer Abhängigkeit von Frankreich ganz wohl, die, da eben Polen automatisch im Geschäft darin ist, so unbedingt ist und so weit geht, daß die beiden Länder. Belgien wie Rumänien. Bedenken tragen, sich dem ganz zu verschreiben. DaS sind interessante Vorgänge: einmal diese Bündnis-Er- neuerung, die schon durch sich im Widerspruch zu dem Völkerbundsgedanken steht, und dann diese Ruaneen und Diskussionen in Belgien und Rumänien, die zeigen, daß das Leben, die Dynamik der Staatenbeziehungen, eben doch weiter geht —- über eine Statik der Beziehungen hinaus, di« Frankreich und mit ihm Polen unter allen Umständen und mit aller Starrheit festzuhalten sich bemühen! ristisch zu stützen: sie lieh die erforderliche Ausgeprägtheit des Klanges vermissen. Das Siegfried-Idyll war in seiner Durchführung von besonderer Weihe getragen. In seinen einzelnen Episoden wie auch in der Gegen- Vereinigung der Themen erklang es in der Klarheit die durch die Symbolgebundenheit der einzelnen Themen geboten erscheint. Dem vorgeschriebenen Zeitmaß „Ruhig bewegt" wäre stellenweise eine leichte Belebung dienlich gewesen. Es erübrigt sich wohl, die besonderen Vorzüge des Orchesters zu betonen, da sie schon genugsam bekannt sind. Das erste Horn war ein vorzüglicher Träger des Thematischen, die Blechgruppe zeigte besondere. Fähigkeit in klangschöner Wstufung des Dynamischen: den Holzbläsern war Weichheit und Modulationsfähigkeit eigen. Dr. H. Ein Hüse zwischen zwölf Messern. Von Hans Brückner. Spicken als Pflichtfach. Auf dem Tisch liegt ein Hase. Er nimmt sich auf dem blitzblanken Wachstuch wie auf einem Seziertisch aus. Rings herum liegt em Dutzend scharf geschliffener Messer mit der Schneide dem Hasen zugekehrt. Wenn das arme Tier nun erwachte und davonlaufen wollte! Aber wer hat in dieser Zeit Lust zu erwachen, nachdem er sowieso schon eine ganze Anzahl Schrotkugeln im Bauch hat? Uebrigenä wäre das auch gar nicht legal von dem Hasen, denn er dient hier nicht gewöhnlichen Zwecken: er ist ein Lehrmittel. Ein Dutzend junger Leute betritt letzt das Zimmer. zieht weihe Kittel an und setzt sich an den Tisch. Jeder hat ein Brett vor sich, und auf diesem Brett liegt das blinkende Messer. Einer geht jetzt zur Lasel und schreibt: Wie erkennen wir das Alter des Hasen? Run entflammt die Debatte. Der junge Mann mit der großen Hornbrille, der ganz hinten gesessen hat, meint: „Man sieht es schon dem Fell an. Ein junger Hase hat junges Fell und ein alter Hase hat altes Fell." Der Lehrer winkt überlegen ab: „Das ist kein Beweis" Ein Langer erhebt sich jetzt, ergreift den Griff feines Messers, sticht heftig in das vor ihm liegende Brett und sagt: „Das kann man erst beim Zerlegen feststellen." „Schon weit frühes, sagt der Mann, der auf dem Katheder sitzt. • „Man fühlt es am Bauch und an den Schenkeln", sagt ein anderer. „Beim jungen Hasen sind diese Teile zart, beim alten dagegen fest." /Das geht schon eher, aber jetzt werde ich es Alles lacht. Ungefähr nach einer Viertelstunde ist der erste Teil der Debatte: Das Alter des Hasen, bcenbet. Run folgt der zweite Punkt der Unterrichtsstunde. Der junge Mann mit der schönen Handschrift geht zur Tafel und schreibt mit Rundschriflbuchstaben. damit es jeder lesen kann: Wie zieht der Fachmann ab? Rach einer kurzen Aussprache muß die Sache sofort praktisch m Angriff genommen werden, denn cs ergeben sich große Meinungsverschiedenheiten. Der eine will radikal den Kopf abschneiden und das Fell stückweise herunterziehew Er wird aus- gelacht. „Woran soll man denn dann sehen, Herr Kollege", fragt der Lehrer, „daß es ein Hase war? Das Publikum könnte doch sagen, es sei eine Katze." Man dreht die Tafel auf die unbeschriebene Seite, hängt den Hasen mit den Hinterpsoten daran und stellt einen Eimer darunter. Der Lehrer schärft zwei Messer aneinander. Er packt das Schwänzchen und macht einen blitzschnellen Schnitt den ganzen Bauch entlang bis zur Kehle. Die jungen Leute im weißen Kittel stellen sich um ihn herum. Zwei Assistenten sind behilflich. Man zieht die Läufe auseinander und beginnt die Demonstration, wie das Fell richtig über die Ohren gezogen wird. Der Lehrer ist in der Tat ein Virtuose seines Faches. Er braucht nur wenige Schnitte, und das Fell ist ohne die kleinste Beschädigung in einem einzigen Stück abgezogen. Sogar die Lössel hängen daran. „Das richtige Abziehen, meine Herren, ist schon aus wirtschaftlichen Gründen sehr wichtig, denn dann ist das Fell noch au verwerten. Wenn Sie täglich 100 solcher Felle haben, so können Sie das schon im Preis berücksichtigen, und wenn Sie auch nur einige Pfennige billiger sind als die andern, so schlagen Eie schon Ihre Konkur- Wie aus diesen Worten zu entnehmen ist, hat sich diese Demonstration nicht etwa in der Tierärztlichen Hochschule abgespielt, sondern während eines Abendkurses, den Feinkosthändler sür ihren Rachwuchs veranstalten. Die jungen Leute, die ihre Kunden mit .chmackhasten Waren, mit Näschereien und Leckerbissen versehen sollen, müf- Partei ist, — mindestens eine Art wirtschaftlichen Waffenstillstandes abzu- schließen, eine gewisse Stabilität in handelspolitischer Beziehung herzustellen als Grundlage weiterer Unterhandlungen. Seine Aus ührungen machten mit Recht einen großen Eindruck. Rur ist mit der Schluhseststellung noch zu wenig gefordert und gesagt. Hier wies in der Debatte wieder der jugoslawische Handelsminister auf die neuen Ideen der Handelspolitik hin, denen auch der deutsche Außenminister sich zustimmend gegenüberstellte. Und nun die Abrüstung! Der deutsche Außenminister hat unseren Standpunkt programmatisch Umrissen. Er hat keinen Zweifel daran gelassen, daß der Entwurf der Abru- stungskonvention, wie er aus Der Vorbereitenden Abrüstungskonferenz hervorgegangen ist. für Deutschland nicht annehmbar ist. Die Landabrüstung ist in ihm der wesentlichen Elemente entkleidet, die zu wirklicher Abrüstung gehören. Das Rüstungsschema stabilisiert den heutigen Rüstungsstand. Der Entwurf verbindet damit eine erneute Festlegung jenes einseitigen Ent- waffnungszustandes, der Deutschland vertragsmäßig auferlegt ist. Diesen Entwurs lehnt Deutschland ab. Damit nahm Deutschland jetzt in Genf den einzig möglichen und richtigen Standpunkt. Selbstverständlich arbeitet es an der Abrüstung mit, für deren Notwendigkeit sowohl Henderson wie Driand auch nachdrück.iche Worte finden. Die letzte Entscheidung in dieser großen Frage, der Lebensfrage des Völkerbundes zu- gleich, fällt erst auf der Abrüstungskonferenz selbst. Termin und Person des Vorsitzenden sind, während diese Zellen geschrieben werden noch nicht bestimmt. Denn dazwischen und darüber ist die deutsch-polnische Diskus ion geschoben toorben — die Disposition des Tages ist sehr schlecht. Liegt diefe mangelhafte Vorbereitung an der Abwesenheit des Generalsekretärs Drummond, der in Südamerika ist? Und warum lassen sich die Minister, besonders die Hauptbeteiligten, eine derartig unzureichende Geschäftsanordnung gefallen? Es ist nicht nötig, noch einmal die Einstellungen Englands und Frankreichs zur Ab.üstuxms rage zu beleuchten. Die Minister beider Länder ließen kernen Zweifel daran, daß auch ihnen der Ernst der Lage klar ist. Auch Frankreich kann und wird es nicht gleichgültig fein, daß an feinem Widerspruch und dem Widerspruch seiner Trabanten diese Frage vollständig gescheitert ist. Wieviel man dabei gleichwohl für Frankreichs sogenannte Sicherheit und Rüstung retten will, ist bekannt. Für England gilt über alle allgemeinen Ausführungen hinaus, an deren Aufrichtigkeit wir gar nicht zweifeln wollen, daß es sich von Frankreich abhängig fühlt, daß selbst eine Latour- Regierung entschlossen ist, in Abrüstungssragen sich Frankreich zu fügen, wenn dafür England Vorteile gewährt werden. Diese liegen heute weniger in bestimmten |inten der klanglichen Verlorenheit. Impulsive Lebendigkeit im Scherzo ließ aber auch den retardierenden Momenten ihr volles Recht zukommen: öa$ -ixio cr'chloß seine besonderen naturhaften Reize, cs erschien wirklichkeitsnäher als in der früheren Aufführung. Den Eingang zum Finale lieh er zu monumentaler Gröhe des Kopfthemas herauswachsen. Die zweite Gruppe wurde in ihren w.xhselnden Situationen ausgebreitet: um so unerbittlicher erschien die Schluhgruppe. Mit einem glänzenden Aufbau der Coda führte er das Finale zu klanglicher Große. Wagners Ouvertüre zum „Fliegenden Holländer" war erfüllt mit Dramatik, die in der Gegensätzlichkeit des Thematischen wurzelte' sie erhob sich unter der Führung von Dr. Temesvary zu starken, dämonischen Akzenten. Der Schluß verklang in visionärer Verklarung. Der Harfe fällt es zu, die Schluhstimmung charakte- Die nächste Tagung dieser Europa-Konferenz wird wahrscheinlich im Mai stattsinden. Jetzt in Genf hat der Vorsitzende zahlreicher Völkerbundskonferenzen für die Wirtschaft, der Holländer Coli jn, einen Rückblick gegeben^ oer niederschmetternd ist. Die Richtung der Wirtschaftsbeziehungen und der sie zum Teil bestimmenden Wirtschaftspolitik geht heute überall gegeneinander und droht in einen Wirtschaftskrieg aller gegen a He zu führen. Die düstere Schilderung des Hollanders von der gegenwärtigen handelspolitischen Lage war durchaus nicht übertrieben. Der gewaltige Gegensatz, daß die großen und die kleineren Staaten, namentlich die neu entstandenen, nach wirtschaftlicher Selbständigkeit, nach nationaler Wirtschaft, wie man sagt, streben, zeigt sich mit aller Deutlichkeit. Man spricht darum von einer Wiederbelebung des alten Merkantilismus. Sinn, Berechtigung und Kraft dieser Tendenz sind gar nicht zu verkennen, sie fließen aus dem Begriff des nationalen Staates. Die Stärke des Gegensatzes beruht barm, daß Wie könnten sie sonst Bescheid wissen, wie ein Huhn, ein Fasan, ein Hase, ein Fisch zerlegt, zerkleinert, angerichtet und gut verkauft wird, wie könnten sie ihre Kunden überzeugen, wenn sie selbst nicht wüßten, wie sich in all diesen Geheimnissen zurechtfinden? Run müssen die Schüler die Theorie und d,e Praxis des Zubereitens der Deinen Hasen erlernen. Wozu manche Hausfrau Jahre braucht, das wird hier in einigen Stunden erlernt, beim e- gibt ja vortreffliche Lehrbücher. In biefein Büchern find die einzelnen Phasen der Zubereitung durch Abbildungen erläutert. Aber das genügt noch nicht. Man muß alles in der Wirklichkeit mitmachen. Diese jungen Leute sind feino Lehrlinge mehr. Es gibt unter ihnen sogar einige Geschäftsinhaber, die alle Rezepte und Kunstgriffe der kalten Küche, wie das Zubereiten von Mayonnaise, Heringssalat, Saucen, Kartoffelsalat, Krabbenmayonnaise, Italienischem Salat. Schwedenplatte und Kalter Platte praktisch erlernen wollen. Sie opfern gern ihre freie Zeit dafür. Rach Ladenschluß nehmen sie schnell den weihen Kittel unter den Arm und rennen in di« Lehrkurse, wo sie drei bis vier Stunden an der Vervollkommnung ihrer Kenntnisse arbeiten. Oft fogar mit knurrendem Magen. Man sieht es ihnen direkt an, wenn der Lehrer nach dem Zerlegen des Hasen die Speckstücke zerschneidet unb erklärt, daß die feinen Spickfäden nicht zu dick und nicht zu dünn fein dürfen: das Wasser läuft ihnen im Munde zusammen. Rach einer Deinen Erläuterung des Lehrers werden die Stück des Hasen verteilt. Jeder muß nun beweisen, daß ec spicken kann. Ein Wettlauf seht ein. Man nimmt die Spicknadel zur Hand und legt die Stoppuhc auf den Tisch. Wichtig ist die Schnelligkeit, Genauigkeit, saubere Arbeit. Cs ist das eine jener Schulen, in denen die Schüler als Lohn (oder al- Strafe) ihrs Schularbeiten aufessen dürfen. Die zubereiteten Teile werden nämlich in der Küche des Instituts gebraten und wehe dem, der schlampig war und die Spickfäden nicht fachlich angebracht hat. Der beste Schüler, der die Schenkel so kunstgerecht spickte, sitzt bereits da hinten] und ißt. Das Fett rinnt ihm aus den Mundwinkeln und die übrigen sehen neidisch zu. Der Lange aber, der so lange herumprobierte und so viel Speck vergeudete, hat ein verbranntes Rücken^ stück, das übel riecht und genau so schmeckt. Er muh sich ein Stück von seinem Kollegen pumpen, damit er endlich auch in dem letzten und wichtigsten Punkt, nämlich wie man den Hasen ißt, Be- paneuropa und dieAbrüsiung Außenpolitische Umschau. Don Or. Otto Hoehsch, o. ö. Pros, der Geschichte an der Universität Berlin. Eine Tagung von außerordentlicher Wichtigkeit rollt jetzt in Genf ab, die wesentlichsten Probleme des Völkerbundes: Abrüstung, Wirt- schaftszusammenarbeit, Minderheiten,rage, stehen zu einer sich immer mehr spannenden Diskussion. Trotz der Zusammenarbeit mit dem Italiener in der Paneuropafrage, steht der putsche Außenminister dabei völlig allein, hat er nach allen Seiten einen schweren Kampf zu kämpfen und gleichzeitig die verschiedensten bedeutsamen Probleme auch m ihrer Wirkung auf- einander im Kopf zu haben. OHan bereift es darum einfach nicht, wenn in einer solchen Lage in der Heimat nicht Gegensätze um Personen und Sachen zurückgestellt werden und die Stellung dcs deutschen Vertreters in Genf, wie es dieser Tage wieder geschah, durch Gerüchte und Intrigen von neuem erschüttert werden soll. Wie man auch zum Völkerbund stehe, es ist eine große Staatenkonferenz, hinter der nicht, wie vor 100 Jahren bei ähnlichen Konferenzen, die Fürsten stehen, sondern durch die parlamentarischen Außenminister die Vö l- I e r selbst miteinander ringen. Die erste Frage der Eu r o p a - K o in m i s- sion ist entschieden, nachdem im Gegeneinander von Briand und Curtius der französische (Politische) Gesichtspunkt und der deutsch- (wirtschaftliche) Gesichtspunkt für eine europäische Zusammenarbeit mit aller Schärfe und Gegensätzlichkeit zum Ausdruck gebracht war. Man hat beschlossen, auch Rußland und die Türkei zur nächsten Tagung der Europa-Konferenz einzuladen, zur Teilnahme an den Arbeiten über Wirtschaftsfragen. Die Vorbehalte einer Reihe von Staaten dagegen besagen nicht allzu viel, mehr die absichtliche Unklarheit: sollen habet Rußland und die Türkei nur auf die Wirtschaftsfragen beschränkt und von der Erörterung politischer Fragen, die ja an vielen Stellen berührt werden, ausgeschlossen sein? Hier liegen noch mancherlei Schwierigkeiten, natürlich auch Ausgaben sür die deutsche Politik. Diese hat jetzt selber gesehen, wie richtig immer unser Gesichtspunkt war, daß es die Aufgabe Deutschlands sei, zwischen Rußland und Gens die Brücke zu bilden. Wir hoffen, daß die deutsche Position gegenüber Rußland jetzt stark genug sei, um nun auch Rußland (bet her Türkei ist es wohl selbstverständlich) zur An - nähme dieser Einladung zu veranlassen. Hoffentlich wird sich dabei nicht manches Der- säumnis in den deutsch-russischen Beziehungen rächen, die die letzten Jahre gebracht haben. Dündnisbeziehungen und Dündniserör- tcrungen, hie in sich im grundsätzlichen Widerspruch zu dem Dölkerbundsgedanken stehen. Auszugehen ist von der Tatsache, daß am 15. Jan. zwischen Polen und Rumänien der, wir können ruhig sagen, Bündnisvertrag erneuert wurde, da her Vertrag von 26. März 1926 abgelaufen war. Der neue Vertrag ist auf fünf Jahre abgeschlossen und wirb ohne Künhigung auf weitere fünf Jahre verlängert. Der Tert soll nach her Ratifikation d-m Völkerbunds e re a ia. z r Registrierung übergeben werden und ist ganz allge- ' " * * ' “* allem: er macht Krise des Kapitalismus? Von Hans von Raumer, ehem. Reichsminisier. hauptet werden. Hinter Deutschlands Produktion muh daher stets die Beseelung durch höchstes technisches und höchstes wissenschaftliches Können stehen. Ständig muh das Genie, die Einzellei- stung, der kaufmännische Pionier und Organisator der deutschen Arbeit den Vorsprung sichern. Kann ein Deutschland, das nur durch intensivste Ausnutzung des Weltmarktes seine Bevölkerung zu erhalten vermag, und das für diese Aufgabe der höchsten individuellen Leistungen benötigt, zum Kollektivismus übergehen? Seine geistigen und seelischen Auswirkungen werden von den wenigsten durchdacht. Die meisten sind sich nicht bewußt, daß jeder Kollektivismus, mögen seine Ausgangspunkte auch noch so verschieden sein, im Bolschewismus enden muh. Die Leistungen des deutschen Kapitalismus nach dem Kriege haben dem gesamten Auslande Bewunderung abgezwungen. Der Produktionsapparat ist technisch und organisatorisch wieder auf die Höhe gebracht, der Weltmarkt wieder erobert, die Reallöhne über Friedenshöhe gesteigert. And dies alles unter dem andauernden Störungsfeuer einer marristisch orientierten Gesetzgebung unter dem Druck unsinniger Steuerlasten. unbeweglicher Löhne, teuersten Geldes, zerstörter Anhenhandelsorganisationen, geraubter Patente, übelwollendster Auhenpolitik. Roch heute liegen Produktion, Ausfuhr- und Lohnsummen über dem Stande von 1926. Dah diese Leistungen in Deutschland selbst nicht anerkannt wurden und der Kritik am kapitalistischen System nicht entgegenwirkten, liegt daran, dah die Kriegsfolgen, vor allem die Verheerungen der Inflation, die Zerstörung der Vermögen fast der ganzen alten deutschen Kulturschicht nicht dem Kriege, sondern dem kapitalistischen System zur Last gelegt wurden, und dah, während so die bürgerliche Grundlage des Kapitalismus schwand, die Erringung der politischen Macht durch die marxistisch geschulten Massen zugleich deren Kampf um Kollektivismus und wirtschaftliche Macht entfesselte. Die Zerstörung des Grundsatzes der Anantastbarkeit des Privateigentums durch England hat zugleich in der ganzen Welt das Vertrauen in die Sicherheit der kapitalistischen Ordnung ins Wanken gebracht. Keines der kollektivistischen Systeme vermag irgendeine Leistung aufzuweisen. Jedes Volk hat sich so schnell als möglich von der beamteten Kriegswirtschaft befreit. Die heutige Reformarbeit in Deutschland besteht in dem Versuch, die Fehler der antikapitalistischen Politik der letzten 12 Jahre zu beseitigen. Der Bolschewismus zeigt bisher als Erfolg nur ein hungerndes und entbehrendes Volk, darüber hinaus die Austilgung jeder Freiheit, Aufhebung der Freizügigkeit, Arbeitszwang. Sollte es wirklich das Ziel der Menschheit sein, daß es allen gleich schlecht geht? Sollte das Ziel sein der Termitenstaat, dessen Ahrwerk seit Jahrtausenden in immer gleichem Kreislauf ewig statisch abläuft? Rein, für uns Deutsche jedenfalls heißt immer noch Mensch sein ein Kämpfer sein, heißt Leben Dynamik. Richts ist verfehlter, als aus der heutigen Wirt- schastskrisis folgern zu wollen, dah die kapitalistische Wirtschaft nicht mehr die Gewähr für den Ausstieg der Menschheit biete. Was wir erleben, ist eine Krise, erwachsen nicht aus der Knappheit, sondern aus der Aeberfülle der Produktion, aus einem so stürmischen Fortschritt der Technik, dah die Menschheit sich ihm nicht anzupassen vermochte. Aus einer Kapitalspolitik, die vergessen hat, dah in einer immer enger sich verflechtenden Weltwirtschaft das Geld nur wirtschaftliche, nicht aber politische Wege gehen darf. Die unaufschiebbare Aufgabe ist, all diese Quellen des Reichtums zu ordnen, die verschiedenen Faktoren der Wirtschaft wieder zum Zusammenwirken zu bringen. - And die Gerechtigkeit des kapitalistischen Systems? Ist etwa der Bolschewismus gerecht? Gerechtigkeit kann in der Welt erst kommen, wenn oie ökonomische Frage gelöst und damit l die materielle Rot beseitigt ist. Macht das kapitalistische System, von Technik und Wissenschaft 7 stürmisch vorgetricben, in Zukunft die gleichen Fortschritte wie in den letzten Jahrzehnten, so • wird, das ist auch die Meinung des bekannten englischen Volkswirtschaftslehrers Keynes, die ökonomische Frage im Laufe der nächsten 100 Jahre gelöst sein. Die Menschheit wird die Fahrt zu diesem Ziel allerdings nur dann ohne schwere Havarien zurücklegen können, wenn die heutige Krisis den Politikern ihre Perantwortungen zum Dewuhtsein bringt: Import Export, Waren- und Kapitalaustausch, Vermeidung der Arbeitslosigkeit durch internationale Anpassung der Arbeitszeit an die veränderte Technik, die in immer höherem Mähe die menschliche Arbeit durch die Maschine ersehen wird. Rie sah die Menschheit das gelobte Land des Endes ökonomischer Rot näher vor sich liegen als htzute. Sie sollte nicht verzweifeln, toemt der Weg auch einmal durch die Wüste einerschwerenKrisis führt. Sie sollte sich klar sein, dah in unserer übervölkerten Welt jede Flucht nach rückwärts den Unter g q n g von Millionen von Mensch e n bedeutet. Der Menschheit bleibt nichts übrig, als im Vertrauen auf ihre moralischen Kräfte, auf ihr Arbeitskönnen und auf die schöpferische Kraft ihrer großen Männer aus den Röten dieser Zeit die Flucht nach vorwärts zu ergreifen. Der seelischen Kämpfe, die die Welt durchwühlen, wird sie Herr werden, wenn es ihr gelingt, den Mechanismus der Arbeit mit dem Geiste der Brüderlichkeit zu erfüllen. Spictplarr der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 25. Jan., 15 bis 18 "hr, Die Fledermaus. 19.30 bis 22.30 Ahr: Der Bettelstudent. Montag, 26., 19 bis gegen 22.30 Ahr: Viktoria und ihr Husar. Dienstag, 2?., 19.30 oi3 gegen 22.30 Ahr: Zur Feier von Mozarts 175. Geburtstag: Figaros Ho^zeit. -Mittwoch, 28., 19.30 bis nach 22 Ahr: Ballettabend. Donnerstag, 29. Jan., 19 bis gegen 22.30 Ahr: Viktoria und ihr Husar. Freitag, 30., 19.30 bis 22 Ahr: Tiefland. Samstag, 31., 18 bis nach 22.30 Ahr: Lohengrin. Schauspielhaus. Sonntag. 25. Januar 16 bis gegen 18 Ahr: Sturm im Wasserglas. 20 bis gegen 22.30 Ahr: Grand Hotel. Montag, 26., 20 bis gegen 22 Ahr: Mississippi. Dienstag, 27.' 20 bis gegen 22.30 Ahr: Grand Hotel. Mittwoch. 28., 20 bis gegen 23 Ahr: Zum erstenmal: Phaea. Donnerstag. 29., 20 bis nach 22.30 Ahr: Viel Lärm um nichts. Freitag. 30., 2) bis gegen 22 Ahr: Sturm im Wasserglas. Samstag 31., 20 bis gegen 23 Ahr: Phaea. E UM ' . - A 4 I Der weltberühmte Clown Grock (mit bürgerlichem Namen Dr. Adrian Wettach) hat jetzt einen Film gedreht, in dem er selbst die Hauptrolle spielt und in dem er das Leben eines Clowns schildert. Dr. Wettach soll sein ganzes beträchtliches Vermögen, das er sich im Lause der Jahre erspart hat, in den Film gesteckt haben. Das Bild zeigt Grock in seiner lustigen <5jene mit der Miniaturgeige. Oberheffen Bad-Nauheimer Derkehrsbilanz 1930 <£ Bad-Nauheim, 23. Jan. Die Zahlen, die jetzt von der Bad- und Kurverwaltung über die Saison 1 930 vorgelegt werden, zeigen ein noch recht gutes Saisonergebnis, gemessen an der ungünstigen Wirtschaftslage. Bad-Nauheim hatte 1930 insgesamt 38 8 1 5 G ä st e (in 1929: 41 855), davon 31 632 eigentliche Kurgäste (6,77 Proz. weniger als im Vorjahre) und 7183 Passanten (9,35 Proz. weniger). Die Zahl der Ausländer, die 6587 betrug, verringerte sich gegen 1929 (6915) nur um 4,74 Proz. Die chöchstzahl der Auslandsbesucher stellten die Vereinigten Staaten mit 1489 (1688 im Vorjahre), Holland mit 807 (880), England mit 637 (548), die Schweiz mit 525 (464), Polen mit 391 (368), Schweden mit 322 (355) Gästen usw. Recht zufriedenstellend ist das Saisonergebnis auch, wenn man es im Spiegel der Uebernachtungsziffern betrachtet Bad-Nauheirn hatte in 1930 insgesamt 935 161 Uebemachtungen gegen 994 327 im Vorjahre. Auf einen Kurgast kommen im Durchschnitt 29 Uebemachtungen, auf einen Passanten 2,33 Anwesenheitstage. Mit diesen Zahlen marschiert das hessische Staatsbad ziemlich an der Spitze der deutschen Kurorte (Wiesbaden hatte bei 152 431 Gästen 1080 683 Uebemachtungen, das sind nur rund 6,5 Anwesenheitstage pro Gast). Die Zahl der abgegebenen Bäder betrug 426 237 im Jahre 1Ö30, gegenüber 450 015 im Vorjahre Oberhessischer Sängerbund. LJ Großen-Linden, 22.Jan. Der Ober» hessische Sängerbund, Mitglied des Hessischen und Deutschen Sängerbundes, hielt hier im Vereinslokal des Gesangvereins „Harmonie" seine Frühjahrs-Generalversammlung ab. Die sehr gut besuchte Tagung leitete der Vorsitzende Anton Müller (Lang-Göns). Aus dem Geschäftsbericht war rege Aufbauarbeit zu erkennen. Nach der Rechnungsablage, wobei sich ein Kassenüberschuß ergab, wurde dem Rechner Entlastung erteilt. Einige Vereine der näheren Umgebung, die dem Bunde noch fernstehen, waren zu dieser Versammlung eingeladen. Sie sind gewillt, dem Bunde beizutreten. Ein Antrag auf Aenderung des Namens in Sängerbund „Hü11enberg" fand starken Anklang. Zu einer Beschlußfassung kam es jedoch nicht, der Antrag wurde bis zur nächsten Generalversammlung zurückgestellt, lieber den Bundes- licbertag 19 31 'fand eine längere Aussprache statt; er findet am 28. Juni in Großen-Linden statt. Jeder Verein singt einen Pflichtchor und einen Chor nach freier Wahl Die weitere Ausgestaltung des Bundesliedertages wurde dem Gesangverein „Harmonie", Großen-Linden, übertragen. Der Vor- stand, der durch drei Beisitzer ergänzt wurde, setzt sich nunmehr wie folgt zusammen: Vorsitzender: Anton Muller (Lang - Göns), Rechner': Karl Jung (Leihgestern), Schriftführer: Ludwig Größer (Großen-Linden), Beisitzer: Wilhelm Seipp (Leihgestern), Friedrich W a l b (Steinbach), Otto Wächtershäuser (Butzbach). Als Tagungsort für die nächste Generalversammlung wurde Kirch- Göns bestimmt. Der Bundesvorsitzende dankte in seinem Schlußwort dem Gesangverein „Harmonie", Großen-Linden, für die sehr gut vorgetragenen Chöre. Landkreis (Hies;cn. g. Klein-Linden. 23. Jan. In der jüngsten Gemeindcratssihung wurde beschlossen, mit Rücksicht darauf, daß der Gemeinde nach Beendigung des Baues der Wasserleitung und Kanalisation voraussichtlich wieder eine größere Zahl Erwerbslose zur Last fallen, die Rusführung der Arbeiten für die Abfang- k a n ä l e erst nach Beendigung des eigentlichen Baues der Wasserleitung vorzunehmen, damit den Erwerbslosen wieder Arbeitsgelegenheit geboten ist. Das Kulturbauamt Gießen wird mit sämtlichen erforderlichen Borarbeiten bis zur Arbeitsvergebung beauftragt. Bezüglich der Ausführung der Hausinstallationen und Kanalisationsarbeiten beschließt der Gemeinderat, öffentlich bekanntzugeben, daß die Preise für die Ausführung dieser Arbeiten auf dem Bürgermeisterei-Bureau eingesehen werden können. Die Wasserbezugsordnung und Kanalsahung soll in Druck gegeben und den Hausbesitzern zum Selbstkostenpreis abgegeben werden. Weiter wurde die Einführung von Wassermessern beschlossen. Gemeinderatsmitglied Klein hatte den Antrag gestellt, daß sämtliche Rebengebühren der Gemeindebeamten 1 der Gemeindekasse zufließen sollen. Der Gemeinderat hat den Antrag abgelehnt, da es sich nur uth ganz geringe Beträge bandelt. Bei der Beschäftigung von ausgesteuerten Erwerbslosen soll in Zukunft folgendes berücksichtigt werden: Die Beschäftigung der Ausgesteuerten im allgemeinen erfolgt nur nach Prüfung der Bedürftigkeit. Die auszuführenden Arbeiten werden durch die ertoeiterte Finanzkommission vor- geschlagen. Rur bei Ausführung von Arbeiten, die keinen Aufschub zulassen, können ohne das Vorliegen der Bedürftigkeit Ausgesteuerte beschäftigt werden. In nichtö fentlicher Sitzung wurde noch über ein llnterstühungsgesuch eines hiesigen Gewerbetreibenden verhandelt. CO Klein-Linden, 22. Jan. Am Mittwochabend sprach Pfarrer B e ck e r^(Gießen) in der hiesigen Kirche über das Thema „Hinter den Gefunanismauern". Er schilderte seine Erfahrungen als ehemaliger Seelsorger an einer Strafanstalt und forderte auf, mitzuhelfen, den Gefangenen nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis mit Rat und Tat beizustehen. Der Erlös des Abends kommt der Fürsorge für entlassene Strafgefangene zugute. * Holzheim, 24. Jan. Der Kaninchen- und Geflügelzuchtverein Holzheim hielt am Samstag und Sonntag fein« 7. lokaleAus- stellung bei Gastwirt Georg S a m e s ab. Die Schau war mit gutem Material beschickt. Durch den Preisrichter M o o g k (Echzell) wurden auf schwarze Rheinländer-Züchter Ernst Jung und auf weih, Hess. Kröpfer-Züchter Heinrich Müller jr., je ein Bundes-Ehrenpreis vergeben. Außerdem wurden 18 Sg. 1. Ehrenpreise an folgende Züchter und Rassen vergeben: Hühner: weiße Wyandottes Heinrich Zeih: Rhodeländer Wilhelm Görlach; Barnevelder Friedrich Will: Dominikaner Wilhelm Zeih IX. und Wilhelm Müller II.; rebhuhnfarbige Italiener Wilhelm Röhrig: schwarze Italiener Heinrich Alles: silber- halsige Italiener Karl Schneider II.; schwarz- scheckige Italiener Otto Arch;' schwarze Rheinländer Ernst Jung: weiße Leghorn Karl Buß; Lakenselder Karl Schneider I.; schwarze Wyan- dottes-Zwerg Heinrich Klotz; federfüßige, porzelanfarbige Zwerge Wilhelm Zeih IX. Tauben: Lato re Wilhelm Zeih IX.; Brief tanben Ernst Reih und Max Bamberger. Kaninchen: Blaue Wiener Heinrich Zeih: Deutsche Riesenschecke Otto Klee, außerdem wurden für Kaninchen noch zwei erste Preise und für Geflügel 25 Sieger 1. Preise vergeben. Die Anzahl der zur Schau gebrachten Tiere betrug 12 Kaninchen und 155 Stück Geflügel. Der Verein kann auf die während der kurzen Zeit seines Bestehens errungenen Erfolge mit Recht stolz sein. 00 Göbelnrod, 23. Jan. Arn Samstag fand die Generalversammlung des Radfahrervereins „Heber Berg und T a l" statt. Der erste Vorsitzende, Hch. I ä g d r, erstattete den Jahresbericht. Als Beweis der regen Tätigkeit des Vereins wies er auf die feit Bestehen des Vereins errungenen Preise hin. Die Rechnung wurde mit einem Ueberschuß von 102 Mart abgeschlossen. Die Vorftandswahl brachte die einstimmige Wiederwahl des bisherigen Vorstandes. Das diesjährige (9 a u = rennen, das die Bezeichnung „Rund um Göbelnrod" erhält, wurde dem hiesigen Verein zur Durchführung übertragen und soll am 26. April stattfinden. ! Langd, 21. Jan. In einer gut besuchten Versammlung sprach Kommissionär Oehles, Frankfurt a. M.. über Zweck und Bedeutung der Viehverwertungsgenossenschaften. Im Anschluß an den Vortrag wurde eine örtliche Viehver- wertungsgenossenschaft gegründet, der sofort eine Anzahl von Landwirten beitrat. LJ Rodheim a. d. Horloff, 23. Jan. Obstbauinspektor E n k l e r, Gießen, hielt hier einen lehrreichen Vortrag über „Obstbau". Besondere Aufmerksamkeit widmete er den Obstschädlingen und deren Bekämpfung. An Hand von äußerst klaren Lichtbildern ging er weiterhin auf die „Sortenfrage" ein. Den mit großem Interesse aufgenommenen Ausführungen folgte eine rege Aussprache, deren Ergebnis die Gründung eines Obstbauvereins, dem sofort etwa 20 Mitglieder beitraten, war. In diesem Jahre soll bereits eine systematische Schädlingsbekämpfung durchgeführt werden. — Weiter wurde hier eine Viehverwertungsgenossenschaft, die den gemeinsamen Absatz von Schlachttieren durchführen will, gegründet. — Die in diesem Jahre nicht sehr umfangreichen Holzhauerarbeiten wurden beendet. Es wurden von 24 Holzhauern etwa 470 Festmeter Brenn- und Nutzholz geschlagen. Kreis Friedberg. * Friedberg, 22. Jan. Die „Deutsche Jugendkraft", Bezirk Wetterau, hielt am Sonntag im Pfarrhaus-Sälchen ihre Generalversammlung ab. Rach der Begrüßung durch den neuen Dezirksprüses, Kaplan Degen, trat man in die Tagesordnung ein. Der stellvertretende Dezirksleiter G r i m nt e l (Ockstadt-, Spielleiter Otnat (Friedberg), Leicht- athletikwart Langsdorf (Rockenberg) und Kassenwart Grimmel (Ockstadt) erstatteten die Jahresberichte, aus denen hervorging, daß zwar im vergangenen Jahre ansehnliche Erfolge errungen worden seien, daß es aber doch gelte, in den einzelnen. Abteilungen nach wie vor energisch weiterzuarbeiten. Im Anschluß daran wurde die Reuwahl des Vorstandes vorgenommen, die folgendes Ergebnis zeitigte: Dezirksleiter wurde Dr. phiJ. Dehn, Spielleiter O t - nak (Friedberg), Leichlathletikwart Langsdorf (Rockenberg), Kassenwart Grimmel (Ockstadt), Schriftführer Kaplan Pfeiffer (Rockenberg). Mit der Ausarbeitung eines Planes für den Gausporttag, der am 26. Juli in Friedberg stattfinden soll, wurde Spielleiter Otnat beauftragt. Kreis Büdingen. M?“ Ridda, 20. Jan. Der hiesige Bezirks- lehrerverein trat am Samstag zum ersten-- mal im neuen Jahre zusammen. Obmann Ganß (Ober-Widdersheim) gab einen Rückblick auf die Dereinsarbeit im abgelaufenen Jahr. Es Wurden 10 Konferenzen abgehalten, in denen insgesamt 9 Vorträge geboten und zur Besprechung gestellt waren. Die durchschnittliche Beteiligungsziffer betrug 80 Prozent. Lehrer Messer- s ch m i d t (Heldenbergen) referierte bann über den „Rechenunterricht in der Grundschule". Er führte dabei einen von ihm entworfenen Rechenapparat vor, der geeignet ist, schwache Schüler zu fördern und die Arbeit des Lehrers zu erleichtern. I R i d d a, 23. Jan. Die zu einem Zweck- verband zusammengeschlossenen Gemeinden Nidda und Ulfa betreiben zwei Autobuslinien, eine zwischen Nidda und Ulfa, die zweite von Nidda ausgehend über Wallernhausen, Fauerbach, Schwickartshausen, Ober-Lais und Michelnau nach Nidda zurück. Die an letzterer Linie liegenden Gemeinden sind dem Zweckverband noch nicht angeschlossen, sondern haben sich bishe^u einer Zuschußgarantie verpflichtet. Es sind nun Verhandlungen mit der Po st Verwaltung zwecks Ueber- nahme der Linien angebahnt worden, und es steht zu erwarten, daß die Post die Linien übernehmen wird. Die an den Linien liegenden Gemeinden haben den lebhaften Wunsch, das Verkehrsmittel, das sich in jahrelangem Betrieb bewährt hat, auch über die gegenwärtigen schweren Zeiten hinaus ev- halten zu sehen. ! © e 11 e n a u, 23. Jan. In der diesjährigen Mitgliederversammlung des Orts- gewerbevereins Echzell hielt nach kurzes Begrüßung durch Schreinermeister O st h e i m des Vorsitzende der Handwerkskammer-Rebenstell i Friedberg, W. Heß, eine kurze Ansprache und überreichte dem Spenglermeister Müller den Ehrenmeisterbrief. In gründlichem Vortrag berichtete dann Dr. Reif über „Ziele und Au> gaben der Handwerkskammer". Eine eingehende Diskussion, in der die Abhaltung von. ©eselleir- Prüfungen durch Ortsgewerbevercine und Innungen, die gewerbliche Fortbildungsschule, die Bedeutung der Buchführung für das Gewerbe, dio Kosten der Gesellen- und Meisterprüfung, der Preisabbau usw., zur Sprache kamen, schloß sich dem Vortrag an. Kreis Schotten. ■+• Schotten, 21.Jan. Bei den neuenJagd-> Verpachtungen ist überall ein Rachgeben der seitherigen Pachtpreise zu beobachten. Das Sinken der Wildpreise in Verbindung! mit der Ungunst der Wirtschaftslage geben die Veranlassung. In Burkhards fiel der jährliche Pachtpreis von etwa 1700 Mark auf 400 Mark, was für die Gemeindekasse eine spürbare Einbuße bedeutet. Ober-Schmitten erzielte eine jährliche Pacht von 156 Mark. Dieser Betrag entspricht etwa dem 40prozentigen Vorkriegspreis. V Gedern, 21. Jan. Aus Veranlassung des Kreisamts Schotten sand hier eine Versammlung von Feuerwehrkommandanten des Bezirks Gedern statt, in der Oberingenieur Kalweit vom UeberlanbtoerE in Friedberg einen instruktiven Vortrag über dis Behandlung von elektrischen Leitungen bei Bränden hielt. An den Vortrag, der den Feuerwehr- kommandanten aufschlußreiche Lehren gab, schloß sich eine rege Aussprache an. Im Anschluß an die Versammlung wurden von Regierungscat Schwan vom Kreisamt Schotten den Feuerwehrleuten Karl Franz IV., Leopold Voehl und Johannes Ries die Diplome und Ehrenzeichen der hessischen Regierung für 25jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr Gedern überreicht. Die gleiche Auszeichnung erhielten kürzlich die Feuerwehrleute Friedrich Hof I. und Wilhelm Junker II. — Der hiesige Turnverein (DT.) veranstaltete am Sonntag unter Leitung seines Vorsitzenden, Reichsbahnassistent Ehr. S t ö y r, einen Anterhaltungsabend, der bei Theaterspiel und weiteren Darbietungen einen allseitig befriedigenden Verlauf nahm. Für dis wohlgelungene Theateraufführung wurde den, Spielleiter Lehrer H ä u s e l in gebührender Weise gedankt. I Gedern, 23. Jan. In der jüngften Sitzung des Gemcinderats wies Bürgermeister Müller auf die finanzielle Rotlage hin. Der Haushalt der Stadt wäre balanciert worden, wenn nicht die großen Lasten für Wohlfahrtserwerbslose und die Anteile an der Krisenunterstühung seitens des Reiches auf die Gemeinden abgewälzt worden wären. Gedern zahlt zur Zeit monatlich für dies Zwecke etwa 1200 bis 1300 Mark aus. Der käu>- liche Erwerb der beiden Drandteiche (Psarrweiher und Erlenweiher) wurde abgelehnt, da nach Ansicht der Behörde die Wasserleitung bei Ausbruch eines Brandes genügt. Außerdem fand eine Reihe kleinerer Anträge Erledigung. Kreis Alsfeld. -er. Homberg, 23. Jan. Der Gesangverein „Frauen lob" feiert am 5. Juli das Fest feines 75jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß wurden in der Hauptversammlung die Ausschüsse zur Vorbereitung des Festes gebildet. — Ein hiesiger Landwirt kaufte im 3u?.i vergangenen Jahres ein Ferkel, das beim Schlachten nach halbjähriger Mast das respektable Gewicht von 275 Pfund (Schlachtgewicht) aufwies. mr. Grebenau, 21. Jan. Zu der ersten Holzoer st eigerung des hiesigen Forstamts hatten sich zahlreiche Kaufliebhaber eingefunden. Trotzdem blieben die Gebote unter denen des Vorjahres. Die für das Rutzholz erzielten Preise müssen sogar als recht gering bezeichnet werden. Für das Brennholz wurden im wesentlichen die für dieses Jahr gültigen Tarifsätze erreicht. Man bezahlte für Buchenscheiter 9 bis 11 Mark, Buchenknüppel 7 bis 8 Mk., Kiefernknüp- pel 5 bis 7 Mk. — Bei den in diesen Tagen vom hiesigen Forstamt veranstalteten Polizeijagden aus Schwarzwild konnten drei Tiere zur Strecke gebracht werden. Es befand sich darunter ein starker Keiler, der aufgebrochen noch 184 Pfund wog. Forstassessor Simon aus Lauterbach legte ihn auf die Schwarte. Die beiden anderen Schwarzkittel wurden von H. S ch m i d t (Grebenau) und Gg. 01 aumann (Reimenrod) geschossen. SJlxfpoEt Rundfunkprogramm Publikum und Fußballspieler Welt zu schaffen sein, wohl aber wäre er Realschule LauhaWEm /mopxi» / Mmi- irsLL ms-'sä™"‘ä WIrud MIklNW K GikW Das blaue Dand BRINKMANN autorisierter Telefunkendienst Größte Erfahrung Aelteste Fachfirma 273 a Gebrauchtes 0378 ■ RM,145,- OHNE ROHREN ZU HABEN NUR IN FACHGESCHÄFTEN zu ein die FÖP ALLE SPANNUNGEN GLEICH »c WECHSELST ROM Nur eo können 8'e Ihre Zeltungeenzelgen durch zeitgemäße, gepflegte Werbe- e straff Im Text Einprägsam in der Form für alle klaffen werden am Montag, dem 9. Februar 1931, von 9.30-13 Uhr, im Amtszimmer der Direktion entgegengenommen. gerech'enTeurteilung der sportlichen Leistungen * auf beiden Seiten. Zu einer gerechten Beurteilung der Leistungen mühten gerade jene Zuschauer, die ihrer Meinung am sinnfälligsten Ausdruck geben, um so eher imstande sein, als man oft den Eindruck hat, dah die "Betreffenden alle Regeln des DFB. samt Ausführungsbestimmung und Auslegung aus dem ff. beherrschten. (Obwohl diese Tatsache nicht hindert, dah sic sich fünf Minuten später untereinander über ein „Abseits" nicht klar werden können.) , , Des weiteren hat es den Anschein, als waren sich die meisten der Zwischenrufer gar nicht iiber die mögliche verwirrende Wirkung ihrer Bemerkungen im klaren. Der Spieler ist ja nicht nur einem Zwischenruf ausgesetzt, sondern seyr vielen, und, nach dem bekannten und nur all zu richtigen Sprichwort „Biel Köpf, viel Sinn" oder Trumpf Ass Motorrad 500 ccm. Garantie für beste Leistung, für 350 Ml. zu verkaufen. Erich Carl6, Lollar. Dorzulegen sind Geburtsschein, Impfschein und Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule. Außer den Grundschülern, die nach dreijährigem Besuch übertreten wollen, haben alle mit vierjähriger Grundschulzelt, die n cht die Note 1 oder 2 mitbringen, eine Prüfung in Deutsch und Rechnen zu bestehen. Diese Prüfung wird am Montag, dem 23. März 10 llhr in Laubach abaehalten. 645 D Direktion der Kess. Realschule mildern. Dem Publikum, bem Zuschauer ist dazu ebenso einfaches wie wirksames Mittel an Hand gegeben, den Nachteil (wenn man das Wort Aebelstand als zu hart vermeiden will) der einseitigen Beeinflussung der einen Mannschaft im günstigen oder ungünstigen Sinne ab- zuschwächen. Und zwar in der Dir Anmeldungen für das neue Schuljahr werden Mittwoch, den 4. Februar 1931, vormittags von 9 bis i Uhr im Direktorzimmer der betreffenden Anstatt ent- gegengenommen. Hierbei sind Geburtsschein, letzter Impfschein und Abgangszeugnis vorzulegen. Für die Ausnahme in die Sexta ist der vierjährige erfolg- reiche Besuch der Grundschule erforderlich, doch können besonders leistungsfähige Schulkinder mit Genehmigung der Schulaufsichtsbehörde auch schon nach dreijährigem Grund- schulbesuch ausgenommen werden. 646 d Altendorf. Angelberger. Dr. Roller. Dr. Kalbfleisch. unten den Radio-Empfängern hält MENDE 38 Durch seine fabelhaften Leistungen und seine ubennagende Qualität ist Monde 38 als Drei- röhnen-Net3empfänger> ein Weltenfolg geworden DAS GERAT IST BESONDERS TRENNSCHARF. IST FREI VON NETZ- OERXUSCHEN UND BESITZT DAS VDE PRÜFZEICHEN Den wahne Eunopoempfänger* Schon mittels Behelfsantenne wenden eine erstaunliche Anzahl Sender empfangen Wirk»am In der Farbe drucksachen gut unterstützen. Nur eo berät und beliefert S'e zu günetlgen Preleen die BrOhl'eche Druckerei, Oleßen, Sch ul strafte 7( Anruf Nr. ttSI Wer als Besucher eines FuhballspieleS gezwungen ist, den Spielverlauf in der im Rahmen des Subjekts möglichen Objektivität verfolgen zu müssen, kann im allgemeinen und im besonderen sehr interessante Beobachtungen machen. Er kann insbesondere dann zu interessanten Beobachtungen und Schlüssen kommen, wenn er seine Aufmerksamkeit auf das Publikum unter sich und auf Las Berhältnis des Publikums, der. Fußball- anhänger, zu dem Spieler, der sich im Spielfeld bewegt, richtet. Diese Beobachtungen sind ebenso vielfältig, als aufschluhreich. Es ist nicht zu verkennen, dah das Publikum stets ein mitbestimmender Fakwr für den Kampf- Verlauf- sein wird. Der Zuschauer hat sich noch stets als ein Teil des Ganzen gefühlt, der nicht übersehen werden kann. Die Menge der Zuschauer ist geradezu zum Mitspieler geworden, der allerdings die effektive sportliche Leistung nur in sehr seltenen Fällen zu steigern vermochte. Vielmehr beschränkte und beschränkt sich die Leistungssteigerung immer nur auf die eine Partei, während die andere dadurch immer im gegenteiligen Sinne beeindruckt wurde. Denn: schlicht ich ist auch der Fußballspieler, und sei er auch ein Prominenter, ein Mensch, der sich starken äußeren Einflüssen nicht völlig zu entgehen vermag. Dieser Amstand wird ja niemals aus der Spielvereinigung 1900 Gießen. Die Einheimischen erwarten am kommenden Sonntag die Ligamannschaft von Sp. und Sp. Oranicn" 1914 Frohnhausen an der Dill in Gießen zum Meisterschaftsrückspiel. Bekanntlich muhten die Oranier auch das Vorspiel in Gießen austragen, da der Verein zur damaligen Zeit mit einer Plahsperre belegt war, was Frohnhausen verpflichtete, fast alle Spiele auf des Gegners Platz auszutrogen. , ...... re.t Die Gäste besitzen eine sehr spieltuchtige Elf. Sie unterlag wohl im Vorspiel mit 3:1 Toren, zwang aber die Blauweihen durch ihr ansprechendes Spiel zur Herausgabe allen Könnens. Der Platzvorteil und das zur Zeit gute Spiel der 1900er wird wohl auch am Sonntag hinreichend sein, erneut einen knappen Sieg der Hiesigen sicherzustellen. Dazu gehört aber auch dieses Mal ein energischer Siegeswillen und nie erlahmender Eifer Keineswegs dürfen es sich die 1900er erlauben, den Gegner in seinen Leistungen auf Grund des Tabellenplatzes zu unterschätzen: denn die Ausgeglichenheit der Spielstärke ist in diesem (Zähre in der 1. Dezirksklasse-Gruppe Lahn größer wie je. Das Eviel steht unter der Leitung des Schiedsrichters Geisel, Alsfeld. Die vierte Mannschaft hat vormittags auf dem Platz an der Liebigshöhe Leihgesterns erste Elf zum Verbandsspiel zu Gast. Beide Mannschaften sind Anwärter auf die Gruppenmeisterschaft. Das beiderseitige Können dürfte sich die Waage halten, so daß der Ausgang vollständig offen ist. BfB.-Gießen. Die Ligamannschaft ist am kommenden Sonntag verbandslpielfrei und benutzt die Gelegenheit, eine Rückspielverpflichtung beim Sportverein Wetzlar einzulösen. Das Vorspiel verlor die ersah- geschwächte DsB.-Elf nach mäßigen Leistungen mit 2:3. Ob cs ihr gelingt, das Resultat zu korrigieren, ist fraglich, da sie unter Umständen wieder nut Ersatz antreten muß und außerdem Sportverein Wetzlar auf eigenem Platz ein schwer zu schlagender Gegner ist. Der Papierform nach sollte man Gießen wohl schon einen Sieg zutrauen können, da es am vergangenen Sonntag den Tabellenzweiten der Dezirksklasse, FB. Wallau, mit 5:3 schlagen konnte, während Wetzlar noch an zweitletzter Stelle der Tabelle steht. Der Ausgang des Treffens ist jedoch völlig offen. Während die Ligareserve ohne Gegner ist, hat sich die dritte Mannschaft der zweiten Garbenteichs auf dortigem Platz zum Kampf um die von Dr. Oskar Götz, Berlin 18.45: „Die Kunsü- schähe", Vortrag von Schulrat Rösler, Hermannstadt. 19.15: „Lawinenentstehung, Lawinmgefahr und Lawinentod", Vortrag von Prof. Dr. W- Paulcke. 21.15: Der Dummkopf. Lustspiel. 19.45 (auf den Deutschlandsender): Zum 175. Geburtstage Mozarts. 22.50: Unterhaltungsmusik. Mittwoch, 28. Januar. 7.15: Frühkonzert. 10.20: Am Schreibtisch des Dichters (Rudolf G. Dinding und Alfons Pa- quet). 12. Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Klavierstücke. 17: Rachmittagskon- zcrt des Orchesters des Westd. Rundfunks. 18.15: „Probleme des kollektiven Bausparens", Vortrag von Landesrat Dr. Poppe, Kassel. 18.45: Espcrantounterricht. 19.15: „Schule und ^unst- übung", Pädagogischer Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Psleiderer. 19 45: Aeltere Tanzmusik. 20.30: Literarische Veranstaltung: Multatuu (dem Dichter Eduard Douwes Detter). 21.15: Konzert des ungarischen Streichquartetts, Budapest. Donnerstag. 29. Januar. 7.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 13.05: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.20: Stunde der Äugend. 16.2^: Rachmittagskonzert. 18.10: -Seitfragen. 18 35: Eine Viertelstunde Deutsch. 18.50: „Was geben wir aus? — Vergleichszahlen des Staatshaushaltes", Vortrag von Professor Dr. Dessauer. Frankfurt a.M. 19.20: Französischer Sprachunterricht. 19.45: Jazz aus zwei Flügeln. 20.30: Wer nicht liebt Wein, Weib und. Gesang .. •! Schallplattenplauderei. 21.30: Symphoniekonzert des Philharmonischen Orchesters, Stuttgart. 23.15: | Tanzmusik. Punkte zu stellen. Die Leistungen Der DfDer waren in letzter Zeit sehr schwankend, so daß sich ihr Abschneiden nur schwer Voraussagen läßt. Zugendlokattrefsen auf dem Waldsporlplah. Auf dem Waldsportplah stehen sich im fälligen Pflichtspiel die A 1-(Zugendmannschaften der Spielvereinigung und des VfB. gegenüber. Die beiden Gegner lieferten sich schon stets spannende Kämpfe, die in den letzten (Zähren meist mit einem Sieg der 1900er endeten. Ob es den DfDern diesmal möglich sein wird, das Treffen für sich zu entscheiden, kann nicht vorausgelagt werden. Fußballklub 1926 Großen-Buseck. IC. Großen-Buseck I — Ehringshausen I. Da infolge des spielunsähigen Platzes das Ver» bandsspiel Großen-Buseck (Liga) — Aßlar am legten Sonntag nach kurzer Spieldauer abgepfissen werden muhte, steigt ' am nächsten Sonntag das Tressen Großen-Buseck — Ehrinashauscn. Der Spiel- und Sportverein Ehringshausen (Kreis Wetzlar) entsendet eine äußerst spielstarke Ligamannschaft, die in Ballbehandlung und technischem Können große Fortschritte erzielt hat. Die Spieler der Gastemannschast verstehen den Gelegenheiten das richtige Lersländnis entgegenzubringen und auch im gegebenen Moment zu schießen. Großen-Buseck wird Mühe haben, sich ritterlich zu schlagen, ob es zu einem Sieg auf eigenem Platz ausreichen wird, liegt an der Verfassung der Spieler, ganz unmöglich scheint cs nicht. Handball im Gau Hessen (O.T.) Mtv. Gießen I — Iv. Grohen-Vuseck I. Am Sonntag kommt auf dem Sportplätze des Männerturnvereins am Schiffenberger Weg ein Handball-Freundschaftsspiel zwischen der ersten Mannschaft des Turnvereins Großen-Buseck und der gleichen des hiesigen Männerturnvereins zum Austrag. Beide Mannschaften standen in den letzten Aerbandsspielen jeweils in ihrer Gruppe hinter den beiden Gruppenmeistern (Turnverein Bad-Nauheim und Turnverein Wetzlar-Niedergirmes) an zweiter Stelle. Die Männerturner haben zwar den Nachteil, daß sie eine achtwöchige Ruhepause hinter sich haben, doch dürfte dieser Nachteil durch die Vorteile des eigenen Platzes aufgehoben sein. Die Gäste haben durch ihre meist hohen Siege in der letzten Zeit gezeigt, dah sie — durch junge Kräfte ver- stärkt —, sehr an Spielstarke zugenommen haben. Der Ausgang des Spieles, das wohl mit einem knappen Ergebnis enden wird, steht also noch vollkommen offen. Sonntag, 25. Januar. 7: Hafenkonzert. 8.15: Morgenfeier, veranstaltet von der Evgl. Landeskirche Frankfurt a.M. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.15: „Als Arbeiter in LISA.", Vortrag'von Karl Moeller. 10.45: Caicn- mufif. 11.30: „Gedanken über das Senden", Vortrag von Br. Alfons Paquet. 12: Mittagskonzert auf Schallplatten. 14: Stunde des Landes. 15 (Füssen i. Allgäu): (Internationales Cishockeyspiel, SC. Rießersee — Orford Canadians. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30 (von München): Vesperkonzert. 18: „Grenzprobleme der saarländischen Kunst: Die Volkskunst", Vortrag von Museumsdirektor H. Keuth, Saarbrücken. 18.25: Weltanschauung und Bildung", Vortrag von Dr. Ernst Michel. 18.50 (von Köln): Eine Stunde Kurzweil. 19.40 (Breslau): Platz 13 .... Reche 13, Hörspiel. 20.30: Blasmusik des Philharmonischen Bläser-Orchesters, Stuttgart. 21.30: Deutsche Meister. 23.20: Tanzmusik. Montag. 26. Januar. 7.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 16.30: Rachmittagskonzert des Rundfunlorchv- sters. 18.15: „Die armen Indianer von Peru', Vortrag von Erna Pinner. 18.40: „Baisse m Diamanten", Vortrag von Paul Edmund Hahn. 19.10: Englischer Sprachunterricht. 19.35: Achtes Montagskonzert des Frankfurter Orchestervereins. 21.10: Der Renommist. Ein heiteres Stück Rokoko. 22.20: Tanzuntcrricht. 22.50: Tanzmusik. Dienstag. 27. Januar. 7.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 13.05: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.20: Haussrauen-Rach- mittag. 16.30: Konzert des Rundfunkorchesters und Konzert der zwei Gitarren-Virtuosen Ma- | karow. 18.15: „Die Arbeit am Theater", Vortrag 3nteiÜÄül* i rnnrhen WCiiN Nicht ssW Hörde Ms-eiu Sw** e" ^uptversammlung s-te «Äs s' Jan. 3“ gJrpjU i recht 0C*19. jptfent* ht gült'aALer S b's.U r -Zlichens^I„sxrnknu^ .Diele Köche verderben den Drei", lann die Wirkung selbst auf den innerlich sichersten Sportler nicht ausbleiben. Der Zuschauer erwirbt sich durch die Entrichtung des Eintrittspreises wohl einige Rechte. Diese Rechte dürfen nicht so verstanden werden, daß sich der Zuschauer -um Akteur aufschwingen kann. Als ein Exzeß muß es bettachtct werden, wenn sich eine Gruppe von Vereinskameraden einer der beiden kämpfenden Mannschaften dazu berufen suhlt, im Sprechchor womöglich, die eigene Mannschaft systematisch anzuseuern. Wenn auch die Mitglieder des bauenden Vereins gewissermaßen Hausrecht genießen, so kann dieses Vorgehen doch als ilnfairntfo der Gastmannschaft gegenüber empfunden unt» ausgelegt werden, und dies ist nur schwer zu entschuldigen. Durch den Zuschauer wird oft, man kann daS häufig beobachten, eine schlechte Leistung eines einzelnen Spielers im Echo des Publikums noch viel schlechter als sie je gewesen, genau so wie eine an sich nur „gute Leistung" durch den Beifall der vielen psychisch zur .Glanzleistung" wird. Wie sind nun die Auswirkungen auf das I Mannschaftsganze? Es liegt klar auf der Hand, daß eine Maniischaft, die sich von der Stimulanz aus dem Publikum abhängig macht, von Riederlage zu Riederlage gedrängt wird, wenn sie nicht im Zeichen günstiger Faktoren kämpsen kann, oder im günstigen, aber selteneren Fall von Sieg zu Sieg schreitet. (Zn diesem Zusammenhang spielt naturgemäß der „Platzvorteil" eine große Rolle, der in der allgemeinen Auslegung immer mehr „Publikums"vorteil als „Plah"vorteil bedeutet. Unter dem Gesichtswinkel der exakten Betrachtung dürfte aber der Platzvorteil niemals die große Rolle spielen, die ihm tatsächlich zu eigen geworden ist. Die Mannschaft sollte stets bestrebt fein, sich von diesem „Hemmschuh" frei zu machen, und im De r t r a u en a u f bie eigene sportliche Leistung sich über den „Platzvorteil" an sich hinwegzusetzen: zudem man diesem Dorteil eine primäre Bedeutung in teinem Falle beimessen soll. Eine andere Rolle spielen daneben natürlich die Plahverhält- wird Immer gröber, wenn Sie ein schlechtsitzendes und lästiges Bruchband tragen Durch solche Bänder verschlimmert sich das Leiden und kann zur Todesursache werden (Es entsteht Brucheinklemmung, die operiert werden muß und den lod zur folge haben kann.) Fragen Sie Ihren Arzt Hat dieser eine Bandage ver ordnet dann muß es in Ihrem Interesse liegen, sich meine Äußerst beaueme. unverwüstliche Spezial-Bandage aniertigen zu lassen. Durch Tag- und Nachttragen meiner Bandagen haben sich nachweislich Bruchleidende selbst Wcrkmstr. A. B. schreibt u. a.: .Mein schwerer Leistenbruch ist geheilt ich bin wieder in meinem 66. Lebensjahre ein ganzer und glücklicher Mensch I” Landwirt Fr. St schreibt u. a. -. .Ich sehe mich genötigt, Ihnen nach 2 fahren meinen innigen Dank auszusprechen . . wurde Ich ganz befreit von meinem Leiden " Bandagen ton RM. 15.— an. Für Bruch- und Vorfall-Leidende kostenlos zu sprechen in: Gie&en, 28. Januar, von 2—6 Uhr, Im Bahnhofshotel „Lenz : Nidda, 29. Januar, von 8-11 Uhr, im Hotel zur Traube; Marburg, 29. Januar, von 8—1 Uhr, im Hotel Waldedter Hof; Alefeld/Oberh. 31. Januar, von 2 bis 5 Uhr, im Hotel Deutsches Haus. 617 V Außerdem Leibbinden unübertrofL Ausführung K. Rülfing, Spezialbandagist, Köln, Blchard-Wafiner-StT. 16. Nisse, wie schlechter Boden, zu kurzes Spielfeld nsw., die ja wohl geeignet sind, die LeisttingS- sähigkeit einer Mannschaft zu drücken. Mancher Fußballspieler, hauptsächlich der lungere, wird oft geneigt sein, dann, wenn er sich selbst eines Fehlers bewußt ist. der ihm im Laufe der Spielhandlung unterläuft, das Urteil eines ZwischenruferS als Kritik in sich aulzu- nchmen. Aber nichts ist gefährlicher als diese«. (Zn solchen Augenblicken müßte sich der betreffende Spieler stets vor Augen halten: der Zwisck^n- rufer, wenn er als Spieler im una der sch,, 6* tt- I ' unb Ulia h0bu5* l ieM*' .letzterer 2. verband 2 '«en ich bisher !? n,d)l 8 Ä ! hinaus eo» Echem Tortrag S 5 -Iele und Au. mcr. Eine eingehend, Haltung von ©cfeltet Sf“™ und 3rmun, nldungSschule, die Des für das Gewerbe, dis > Meisterhrüsung, der -ache kamen, schloß siH »otten. 2ei den neuen Jagd- 'rralleinAachgeben chipreise zu beobaL- lldpreise in Verbindung Wirtschaftslage geben die khards fiel der jähr- oa 1700 Mark auf 420 eindekasse eine spürbare c-Schmitten erziclie- !56 Mark. Dieser Dclraz zentigen Dorkriegsprei.'. Oluf Veranlassung des hier eine Dcrsamm« jrlommandantea n statt, in der Obcr- M Äeberlandwert 'n .den Dvrtrag über b;e >en Leitungen bei Drän- I ag, der den Feuerwehr- I eiche Lehren gab, schlvsj I ie an. 3m Anschluß an | >en von (Regierungen I it Schotten den Feuer- I z IV., Leopold Doehl j ie Diplome und, Ehren- I Legierung für jährig I ieuerlvehr Aedern über« g chnung erhielten küylich )rich Hof I. und Wiler hiesige Turnver- am Sonntag unter Sei* Aeichsbnhnassistent Ehr. altungsabend, der. bei ■en Darbietungen, einen Verlauf nahm. Für die Tüchtige Schneiderin nimmt noch Kunden an In und außer dem Haufe Arbeitet au den billigsten Preisen. Schrittl. Angeboie unter 0409 an den Gießener Anzeiger erbeten. Preisabbau Z Baus-Standuhren kauft man am besten da, wo sie hergestellt werden. Schwenningen, die größte Uhrenstadt der weit, bietet Ihnen Gelegenheit, direkt vom Herstellungsort zu kaufen. Wir gewähren Ihnen: Mehrjährige schrifd. Garantie. Lieferung: Franko Haus. 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W sei "ch noch Liegen, »a °Ä de, «ich, u," i° ;y* «K, LA sr-- L--E qclcgl«»®" her kommt _ sahrungsgmo talbahn 7 1 hosz^Fub bei derE 2ei Pro>em in den 3ahr des Eleitnr' Äeustadt- sen Verehr samten Tah' Das den nicht davon bezirken wo die Fahmo- Ersahrung l und Arbeit, zu diesen 3' hier der Sy MMLT- buch md a turrenz der früheren D Dez — öi mit dem L wigspiah i den Mu1 haben aus Omnibusli Die Ain' den Spatz nungcn ei durch dies, die Dage Lie Aei d e r L i n und sonst:, richtig unt lid); das < nuhung de zninzer, a dem wird fahrt zu t Das di betrisst, 1 kehrsrüc! auf eine kein Der Ziffern mit runi Ai-iS Ki»«'1’ Wd sunS ° chlub a Januar petoffe11 «larung Lrekt'a um Sie' uns d>e Zhre Vermählung geben bekannt Oipl.'Ing. Wilhelm Netto Tilli Netto, geb. Omgeldey Äerlin NW 52 Gießen Thomasiusstraße 10 Stephanstraße 19 24. Januar 1931 ............... 0'97 GesaoOverein „Harmonie GemüflieWt“ Samstag, 31. 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Fortsetzung. nie von Vorma gebe g, sollte sie leid, Sie aus haben, mein — zu schreiben? And warum — hatte er gegenüber dem Jahre 1930 mit rund 1,8 Mill. Die Fahrgeldeinnahme betrug im Jahre 1913 rund 126000 Mark, im Jahre 1930 rund 271 000 Mk. Diese Tatsache läßt auch den eifrigen Verfechtern des lO-Pf.-Tariss zu denken geben, auf die im übrigen noch später eingegangen werden soll. Tie Allgemeinheit sieht bekanntlich eine S a - rifermähigung als Allheilmittel der Wirtschaftlichkeit an. Der Fachmann weih, dah bei den heutigen Verhältnissen eine Tarifermähigung d e spielerin, Rornra Aelson —", stieh Vicolette plötzlich heftig hervor. „Ich weih es jetzt! Och habe Sie nie auf der Bühne spielen sehen — aber ich kenne Ihre Art nun. And — ich danke Ihnen nicht dafür. Gehen Sie! Gehen Sie!" Vorma machte ein indigniertes Gesicht. Dieser zierlichen Mädchen, das aller allem Luxus so fern stand — vielleicht weichen?" wirtschaftliche Lage eines Strahenbahnunterneh- mens niemals verbessert. Die Möglichkeit einer Gesundung sehen wir nur in der Senkung der Betriebsausgaben. Diese können in Gie- hen nicht unerheblich gesenkt werden durch die Maßnahmen, welche seit dem 1. Januar 1931 durchgesührt sind. Die Ersparnisse werden sich nach unseren Berechnungen auf jährlich 40 000 Mark belaufen. Cs wurde auch von hier aus versucht, durch Sie war eine von denen', die immer triebhaft bereit sind, das Schicksal nach ihrem Willen zu korrigieren. Aber dennoch: Diese Worte, die Vorma zuletzt gesprochen hatte, dröhnten und zerrten an ihrer Seele. „Er sucht nur nach Inspirationen. Vichts weiter." Herrgott — sollten denn alle seine heihen Liebesworte gelogen sein? Vur Mittel zum Zweck gewesen sein? Wollte er sie in ihrem ersten Liebesrausch nur beobachten, um dann darüber Die L. V. V. erhalten von ihrem Wiener I Mitarbeiter folgcnben Bericht, den wir 1 als Kuriosum unseren Leiem mitteilen verbilligte Fahrpreise die Frequenz der Strahenbahn zu heben. Dies sollte geschehen durch Verausgabung der Fahrlcheinheftchen 6 Stück zu SO ¥f., so dah sich hierbei die Fuhrt auf 13 Pf hellte. Wir haben nun die Beobachtung^ machen müssen, dah hierdurch eine Zunahme der Frequenz nicht stattgesunden hat. sondern 6er Verlaus der Einzelfahrscheine auf über d.e Hälfte zu rückging, dagegen der Verkehr mit Heft-Fahrscheinen erheblich zunahm. Hierdurch entstand ein erheblicher Einnahmeausfall, welcher dazu beitrug. die wirt- schastlich'n Verhältnisse noch ungünstiger zu gestalten. Ein Fehlbetrag war bisher immer zu verzeichnen und wird auch zu verzeichnen bleiben, solange nicht ein Ausbau der Bahn bzw. der S t r e rf e n l ä n g e erfolgt und damit der Fahrbedars des Publikums erhöht wird. Da eine Steigerung der Einnahmen nicht mög> lich war und auch der Einheits-Fahrpreis von 20 Ps. keine Erhöhung mehr vertrug, muhten Wege gefunden werden, um eine Senkung der Betriebsausgaben herbeizuführe» Die Ersparnisse d.e durch den Wegsatt der Früh- und Spätwagen erzielt werden, sinh verhältnismäßig gering, und es ist zu erwarten, dah im Sommerfahrplan, während Leisen Gültigkeit die Benutzung dieser Wagen tm gröher zu sein pflegt, diese Wagen wieder in Betrieb gesetzt werden. Dagegen ist aber im Sommer mit einer Wiederaufnahme des Verkehr, durch die Bahnhosstrahe wohl kaum zu rechnen, da im allgemeinen der eine vo n Marktplatz zum Bahnhof oder umgekehrt fahrende Wagen für die Aufnahme der Fahrgäste genügt. Dah die Stillegung der Linie Marktplatz Dahnhosstrahe — Bahnhof wirtschaftlich berechtigt ist, geht daraus hervor, dah vom 1. bis 20. Januar die V n kehrseinnahme nicht zurückgegangen, sondern eine kleine Mehrein- empsiehlt sich, diese ..Vorher- Madame Leila nach einem den tatsächlich einge- Ereignissen zu vermöchten. Cs sagen" der Jahr m i t tretenen gleichen. „Ich sagte schon, es tut mir einem Traum aufgeschreckt zu „ Fräulein. Aber machen Sie dafür — den heimlich Geliebten verantwortlich, nicht mich ,3a, er ist ganz entzückt von der Ausnahme, die er hier gefunden hat. Aber — wo ist er denn eigentlich —?" Vicolette antwortete mit plötzlicher Ruhe: „Er ist schon vor bald einer Stunde toegge- gangen. _ .$ wollte ihn hier überraschen. Er duldete es nämlich sonst nicht, dah tch ihn hier oben abholte. Run ja der Zustand Ihres Herrn Vaters —" . . . Olicolettc faltete die Hände fest ineinander. Was war das alles? Hubert — lieber Hubert! ... , „Sie blicken ja so verstört, liebes Kind . Jagte Vorma mit gutgespielter Mütterlichkeit. „Fuhlen Sie sich nicht ganz wohl?" Da erhob sich Vicolette mit einem Ruck. „Ihr Mann wird sicher aus Sie warten, gnädige Frau." Vornia zog die Augenbrauen hoch. O — er ift das Warten gewohnt, der gute Hubert. Ich will hoffen, dah Ihnen mein Besuch nicht unangenehm war, Fräulein Äinna — _ Vicolette stand aufrecht, den Kopf zuruckge- worfen da und begegnete dem lauernden Blick der Schauspielerin stolz. Gnädige Frau — Sw wußten, warum Sie kamen! Warum fragten Sie nicht, gleich nach Ihrem Gatten, sondern nach mir? Vomra lächelte spöttisch. „Sie sind doch die Schlohherrin — „Ah so!" „Ich befürchte, Fräulein Kinna — ich habe wie aus einem törichten Traum aufgescheucht. Ohne Llbsicht — natürlich. Es wundert mich selbst, das) mein Mann es für nötig hielt, seine Gattin zu verleugnen —“ Vicolette blickte unwillkürlich auf Vormas rechte Hand, an der einige Brillantringe Funken sprühten. Der Ehereisen fehlte. Vorma trug ihn schon nicht seit der Zeit, da Wördehofs seinerseits sich noch immer innerlich dagegen wehrte, ihn abzulegen, wiewohl er schon lange nicht mehr das Symbol einer engen ehelichen Gemeinschaft war. „Sie tun es ja selbst, gnädige Frau", sagte Vicolette mit geprehter Stimme. Vorma merkte sofort, was Vicolette meinte. Ich bin Schauspielerin, mein Fräulein — Künstlerin — der Ring macht's nicht allem — „Ich denke, Ihr Gatte ift auch Künstler?. ’ Vun ja — der Ring allein macht s ja auch nicht, sagte ich. Aber es ist Zeit, dah ich gehe —" „Ja — Sie sind eine vortreffliche Schau- leidenschaftliche Ausbruch — er bestätigte ja nur wieder, was sie bereits seit langem dachte. Hubert und Vicolette — es war da eine enge innere Verbindung. And gerade diesem kleinen Grohartigkeit, OieZukunfispoliiik der Hellseherin Weissagungen der Madame Tersren Leila. sprachen? 3a — stimmte da nicht eins zum andern? Er war ein Lügner! Er war nicht frei! Er hatte mit Absicht gelogen! Vicolette erstickte den Schrei, der ihr in der Kehle sah, in den Kissen. Heber ihr stürzte ein Himmel zusammen, den Liebe und glückliche Zulunstshofsnung golden erbaut hatten. And es blieb nichts anderes übrig als ein armseliges Menschenkind, das trostlos in die Decken schluchzte und nur hilflos stammeln konnte: „Gott — gib mir meine Seligkeit wieder! Hilf mir und tue ein Wunder!" - Als Vorma Velson über den Platz Dorrn Schlohportal dem Pfad entgegenschritt, der nach unten führte, kam gerade Dr. Windthorst herauf. Er stutzte, da er die Schauspielerin erkannte, und zog gemessen den Hut. Sie grühte freundlich. „Ich suchte meinen Mann — aber er ist schon fort.“ „VH - so „Sie wollen zum Professor?' „Ja — Visitenzeit. Vun — auf Wiedersehen, Gnädigste, ich hab's eilig —" Ja — er war mit einemmal sehr unruhig. Vorma Velson hier oben! In Abwesenheit Wördchofss! Da hatten fie beide seit einer Woche wacker Posten vor Vicolette gestanden — und nun! Vun war diese Komödiantin also doch ins Schloß gekommen! Dr. Windthorst brummte etwas vor sich hin, was keine Schmeichelei für Vorma war Von Vicolette war nichts zu sehen, obwohl sie eben sonst immer in der Vorhalle wartete. Vur Frau Marthe tauchte auf. „Wo ist Fräulein Vicv „Keine Ahnung. Sie hatte eben Besuch gehabt — und als die Dame fortging — war auch unter Fräulein verschwunden. Ich muh mal in ihrem Zimmer nachsehen." „Ja — tun Sie das, Marthe. Ich werde inzwischen zum Professor gehen —" Eine Viertelstunde verweilte er dort und besprach einiges mit der Pflegerin. Dann trieb es ihn aus dem Krankenzimmer. Er muhte wissen, was hier oben vor feiner Ankunft geschehen war — muhte mit Vicolette reden. Dah sie so schnell Oie Betriebseinschränkung - beiderGießenerGtraßenbahn Am die Frage der Betriebsam st el- I u n g bei derStrahenbahn.im Anschluß an unseren Artikel in Vr. 8 vom 10. Januar und an die in Vr. 14 vom 17. Ian. veröffentlichten Zuschriften, einer weiteren Klärung zuzuführen, haben wir uns an die Direktion der Straßenbahn mit der Bitte um Stellungnahme gewandt. Daraufhin sind uns die nachstehenden Zeilen zugegangcn. D. Red. Seit Beginn dieses Jahres sind bei der Gießener Straßenbahn Einsch räntungen des Betriebes vorgenommen worden, die im Wegfall von Früh- und Spätwagen, sowie in der Stillegung der Linie Marktplatz - Bahnhofstraße Bahnhof bestehen. Zu diesen Einschränkungen ist man gekommen, weil auf die Dauer der Luxus zweier parallellaufender Linien vom Bahnhof zum Marktplatz nicht verantwortet werden konnte. Wenn diese Parallelführung bereits in normalen Zeiten als Eingehen auf lokale Wünsche beim Bau der Bahn bestanden hat, so konnte angesichts des steigenden Fehlbetrages im Haushalt der Straßenbahn an diesem Zu st and jetzt nicht mehr vorübergegangen werden. Eine Fceguenz der ftilt- gelegten Linie etwa von der Rodheimer Straße her kommt auch nicht in Frage, denn erfahrungsgemäß spielt sich der Verkehr Biebertalbahn — Bahnhof — Stadt und Hauptbahn- Hos zu-Fuß ab; eine Benutzung der Straßenbahn bei der jetzigen Liniensührung ist nicht vorhanden. Bei Projektierung der elektrischen- Straßenbahn in den Jahren 1907 08 wurde von der Direktion des Elektrizitätswerkes eine Linie Markt — Veustadt - 5) ardtallee vorgesehen, die diesen Verkehr erfaßt und zur Rentabilität der gesamten Bahn beigetragen hätte. Was den Frühverkehr betrifft, so kann nicht davon die Rede sein, daß den in den Außen- bewirten wohnenden Angestellten und Arbeitern die Fahrmöglichkeit genommen sei. Wir haben d.e Erfahrung gemacht, daß gerade von Angestellten und Arbeitern die Benutzung der ^Straßenbahn zu diesen Zeiten äußerst gering ist, während sich hier der Hauptverkehr durch die Omnibusse abspielt. Besonders die Omnibusse Wieseck, Steinbach und Annerod sind hierbei als scharfe Konkurrenz der Straßenbahn aufzufassen, denn die früheren Benutzer der Straßenbahn ab Wiesecker Weg — Siechenanstalt - Volkshalle fahren jetzt mit dem Omnibus bis zum Walltvr bzw. Lud- wigsplah und gehen von da zu Fuß. Wir schätzen den Verlust jährlich auf einige Tausend Mark und haben auf diese Konkurrenz bei Errichtung der Omnibuslinien ernstlich hingewiesen. Die Anwirtschaftlichkeit der Spätwagen bet den Spätzügen nach 22 Ahr kann durch Aufzeichnungen einwandfrei nachgewiesen werden. Eben durch diese Auszeichnungen wurden wir veranlaßt, die Wagen aus dem Verkehr zurückzuziehen. Die Aeußerung, daß durch die Stillegung d e r L i n i e D a h n h o f st r a ß e die Materialien und sonstigen Anlagen nicht mehr sachgemäß und richtig unterhalten würden, erscheint unverständlich; das Gegenteil ist der Fall, denn dte Abnutzung der totliegenden Gleise ist naturgemäß geringer, als die der befahrenen Strecken. Außer- dem wird die Bahnhofstraße als Zu- und Abfahrt zu den übrigen Linien benutzt. Was die Erhöhung des Fehlbetrages betrifft, so ist diese nicht mehr auf einen Verkehrsrückgang gegen früher zurückzusühren, mutcrn auf eine Steigerung der Ausgaben. Daß kein Verkehrsrückgang eingetreten ist, bewerfen Die Ziffern der beförderten Personen im Jahre 1913 mlt rund 1,3 Millionen bei einem lO-Pf.-Tarif, Zur Zeit der Rückgabe des größten Teils von Südtirol und im Zusammenhänge damit wird also Oesterreich, und zwar auf durchaus unblutigem Wege, förmlich über Rocht, eine Ditcatur bctominen. Die Person des künftigen Diktators wird noch eine Zeitlang fraglich fein, denn zunächst werden gewisse Kreise versuchen. '5>r. S eipel als Diktator aufzustellen. Dr. Seipel aber, der von seiner gegenwärtigen Krankheit genesen wird, wird noch im Laufe dieses Jahres auf einer Re.se sterben. Die Klärung wird erst gegen Ende dieses Jahres erfolgen und ihr Resultat wird lein, daß Dr. Schober als Diktator die Lenkung der Geschicke Oesterreichs in seine Hand nehmen wird. And er wird der Diktator Oesterreichs bis an sein Lebensende. das vielleicht erst in 25 Jahren eintreten wird, bleiben. Tie Zukunft Oesterreichs schaut vollkommen beruhigend aus. Oesterreich wird noch sehr viel leisten, und zwar keineswegs bloß in dem Sinne, daß es noch ungezählte Operetten exportiert. Roch im Lause dieses Jahres wird Wien aus dem Gebiete der Kosmetik selbst Amerika überflügeln, und zwar durch die Erfindungen eines ganz jungen Arztes, der ohne Operation wahre Wunder auf diesem Gebiete wirken wird. Deutschland wird gleichfalls noch während dieses Jahres einen Diktator bekommen. Aber was in Oesterreich glatt und ruhig verlaufen wird, das wird in Deutschland viel Blut k o st e n. Der erste Diktator Deutschlands wird Dr. Luther sein. Er wird vier Jahre lang regieren und dann durch einen Anfall sterben. Auch sonst werden die nächsten Monate bedeutende politische Amwälzungen in Europa bringen. In Frankreich werden der Tod zweier prominenter Politiker, zwei große Luftkatastrophen und eine Erdbebenkatastrophe eine kleine Revolte Hervorrufen, die sich indes hauptsächlich um finanzielle Interessen drehen wird. In England wird der Tod Macdonalds, der in diesem Jahre erfolgt, große, ehrliche Trauer Hervorrufen, Stteils werden das Land erschüttern, die Arbeitslosigkeit, die in Deutschland und Oesterreich noch in diesem Jahre infolge der erwähnten Amwälzungen durch Interessennahme ausländischen Kapitals verschwinden wird, wird England noch lange zu schaffen geben. Italien wird sich, wie schon erwähnt, durch Savoyen vergrößern, Mussolini wird weiter herrschen, er wird noch einige unbedeutendere schmutzige Zustände in Italien vollständig beseitigen, auf fein Leben werden noch drei Anschläge, davon zwei in diesem Jahre, verübt werden, aber alle drei Anschläge werden fehlgehen und dann wird man ihn in Ruhe lassen. Auf dem Balkan gibt es, aber erst in zwei Jahren, einen kleinen Krieg, der jedoch nicht sehr gefährlich sein wird." verschwunden war, bewies, daß Vorma Velsons Besuch keine gute Wirkung gehabt haben konnte. Frau Marthe kam ihm etwas verstört entgegen. „Herr Doktor Vicolette hat sich in ihrem Zimmer eingeschlossen. Sie öffnet nicht auf mein Klopfen — aber ich horte sie schluchzen. Was mag da nur passiert sein?" Er konnte es sich denken. Wütend brummte er: „Ich werde einmal selbst nachsehen, Marthe. Könnte uns gerade noch fehlen, zwei Kranke wegzutransportieren! Bitte — ich gehe schon allein." Er stapste davon, durch die einzelnen Zimmer. Frau Marthe faltete die Hände über dem rundlichen Leib. „Wer mag nur diese feine Dame gewesen fein?" murmelte sie. „Die hat Schuld, daß unsere Vico weint —“ Kopfschüttelnd ging sie wieder auf den Hof, um da und im Garten noch allerlei nachzusehen. Dr. Windthorst klopfte an Vicolettes Tür. „Fräulein Vico! — Ich dins, Doktor Windthorst! Bitte, machen Sie mal gleich auf - Vicolette richtete sich aus den Kissen hoch. Der Doktor! Ah — trenn sie ihm doch ihr Herz ausfchütten könnte! Er war ja auch mit Hubert gut Freund. Aber nein — niemand durste von der Schmach wissen, die ihr angetan worden war. ., Fräulein Vico bin ich nicht Ihr guter Freund und Berater gewesen? Oeffnen Sie doch." „Ich — ich kann nicht - " „Hören Sie einmal, Vico — ich weiß bereits mehr als Sie glauben. Seien Sie nicht töricht. Ich sah — Vorma Velson das Schloß verlassen. Ich ahne, was Sie — erfahren haben! Aber — verlieren Sie nicht den Glauben, kleine Vico — den Glauben an bas große Wunder —" Vicolette horchte auf. Ihr Herz schlug plötzlich zum Zerspringen. Dr. Windthorst sprach ja, als wüßte er wirklich, was geschehen war! Wie war denn das möglich? And diese Worte: „Verlieren Sie nicht den Glauben an das große Wunder!" — Hatte sie nicht vorhin selbst gefleht dem großen, göttlichen Rätsel entgegen. Laß ein Wunder geschehen? Sie erhob 'ich vom Bett, glättete Kissen und Decken. Kühlte ihre Augen. Dann öffnete fie. Dr. Windthorst trat über die Schwelle und schloß die Tür schnell wieder hinter sich. Anendliche Güte war in seinem Gesicht, da er Vicolette ansah. Die stand vor ihm und starrte ihn an — hilflos — ratlos — und dennoch gläubig im Herzen. „Doktor!" Er breitete die Arme aus und sie drängte das Gesicht vertrauend an seine Brust. (Fortsetzung folgt.) Die kleine Mcotette Vornan von Paul Hain Vicolette riß den Arm hoch. Der Finger wies zur Tür. Ihre Lippen zuckten krampfhaft. Sie wollte sprechen — schreien — Hinaus! Hinaus!" — aber die Lippen versagten ihr den Dienst. Vur ihr Gesicht hakte einen maßlos empörten Ausdruck. Künstler haben nun eben ihre Besonderheiten. Besonders — was Gefühle anbetrifft. Hubert sucht nur nach Inspirationen — nichts weiter. Glauben Sie es! Ich kenne ihn besser als Sie. And so werden Sie vielleicht doch dem Zufall danken können, der mich noch hier herauf- geführt hat —" , r ... Da gewann Vicolette die Gewalt über ihre Be- toeaungen, ihre Sprache wieder. Ihr Arm sank herab — aber sie schritt zur Tür und öffnete sie weit. „Gehen Sie —", sagte sie falt. Vorma schritt an ihr vorbei. „3ch wünsche Ihrem Herrn Vater baldige Erholung — und kommen auch Sie gesund und froh aus der Schweiz zurück." Ein kleines, hoheitsvolles Vicken — dann ging sie über den Hof, dem Portal zu. And eine Welle feinen verwirrenden Parfüms schwebte hinter ihr her. Vicolette lieh die Tür wieder zurückfallen. Was — war — geschehen? Ihr Mund zuckte. Schlaff hingen ihre Arme fjerab. Dann aber wandte sie sich plötzlich um und jagte wie gehetzt die Zimmerflucht entlang, bis fie ihr eigenes Zimmer erreichte. Sie riß die Türe auf. Verriegelte sie hinter sich und fiel über das Bett — wie willenlos — den Kopf in die Kissen wühlend. Sinnlos — sinnlos! And das Herz schlug ihr bis zum Halse. Tränen rannen ihr plötzlich über die Wangen. Anaufhaltsam. 'Aber sie lösten die Starrheit in ihr und gaben ihre Gedanken frei. Deutlich klangen alle Worte Vorma Velsons in ihr nach. Sie wußte — sie fühlte es — diele Frau hatte fie quälen wollen: Sie und - Hubert! nähme zu verzeichnen ist. And nun ein Wort zu den Marburger Verhältnissen: Es ist selbstverständlich/ daß bei Einführung eines 10-Ps.-Einheitstarifes, wie in Marburg, die Zahl der beförderten Personen wesentlich steigen würde. Am aber die bisherige Einnahme, die ja an sich noch nicht ausreicht, um eine Wirtschaftlichkeit des Betriebes herbeizuführen, wieder zu erreichen, muß die Zahl der beförderten Personen auf das Doppelte anwachsen, d. h. in Gießen müßte die Frequenz von 1,8 auf 3,6 Millionen gesteigert werden; dabei blieb der Zuschuß aber immer noch derselbe. Hinzu kommt, daß die Betriebslänge b?r Gießener Straßenbahn größer ist als die von Marburg und weiter die Ausgaben in Marburg wesentlich geringer sind. Marburg hat nur eine Linie mit einer Betriebslänge von etwa 3,5 Kilometer und es verkehren dort bei 10-Minutenver- kehr vier höchstens fünf Wagen. Auch Marburg hat früher versucht, eine zweite Linie zu betreiben: diese wurde jedoch nach ganz kurzer Zeit wieder stillgelegt, da sie einen verhältnismäh g großen Zuschuß erforderte. Es ist bei Marburg ! ferner zu berücksichtigen, daß im Sommer ei nkb- | Has ter Fremdenverkehr dort herrscht, den Gießen I nicht aufweift. Z. D. erfordert das Wagenführer- und Werkstattpersonal in Gießen eine jährliche Mehrausgabe von rund 14 000 Mark gegenüber Marburg. Wie vorstehend bereits gesagt, befinden sich in Marburg vier bis fünf Wagen in Betrieb, während in Gießen normal 13 Wagen im Verkehr sind und in den Sommermonaten, bei Festlichkeiten usw. der gesamte Wagenpark mit 22 Trieb- und sechs Anhängewagen. Der größere bereitzuhaltende Wagenpark und die Betriebslänqe von 6,54 Kilometer gegenüber Marburg von 3,5 Kilometer erfordern naturgemäß einen größeren Zinsen- und Anterhaltungsdienst. Tie Anschaffung der neuen Triebwagen vor zwei Jahren war aus Sicherheitsgründen erfor- Mme. Terfren Leila, die berühmte Hellseherin, ist, von Außenminister Dr. Schober und dem Innenminister Winkler berufen, für wenige Tage aus Paris nach Wien gekommen. Mme. Leila ist dieselbe Dame, die seinerzeit mehrere Monate vor Beginn des Frankensturzes die kommende Inflation vorausgesaqi und auch richtig angegeben haben soll, zu welchem Zeitpunkt der Kurswert des französischen Franken stabilisiert werden würde. Die Politiker, die sie nach Wien berufen haben, scheinen jedenfalls ihre Sehergabe sehr ernst zu nehmen, denn Donnerstag vormittag ist Dr. Schober gemeinsam mit einem prominenten, vorübergehend in Wien weilenden französischen Diplomaten stundenlang bei Mme. Leila gewesen, und am Vachmittag ist Dr. Schober abermals zu einer längeren Unter- rebung in Begleitung des Innenministers Winkler bei ihr erschienen. Mme. Terfren Leila ist eine auffallend schöne, noch junge Frau von junonischer Gestalt. Vom Halsausschnitt ihres stilisiert indischen langen Gewandes blinkt der große Stern der Ehrenlegion, der ihr für ihre Prophezeiungen in der Franken-Angelegenheit verliehen wurde. Der weiße indische Turban erzeugt eher den Eindruck pariserischer Eleganz als den indischer Cxottk. „Oesterreich wird noch in diesem Jahre", erklärte Mme. Leila auf eine dahingehende Frage mit voller Entschiedenheit, einen Diktator bekommen. Zuvor gibt es noch einen kleinen Krach mit Deutschland. Italien nämlich wird so um die Mitte des Jahres in einen Konflikt mit Frankreich geraten und sich hierbei um Savoyen vergröfxern. Im Zusammenhänge damit wird Oesterreich, das sich vollkommen neutral verhalten wird, für seine Veuttalität auf Grund eines Vertrages, den Mussolini mit England schließen wird, und gegen die Erklärung, sich nicht an Deutschland anzuschließen, den größten Teil von Südtirol zu- rückerhakten. Deutschland wird zwar zunächst auf der Anschlußforderung bestehen wollen, wird sich aber schließlich fügen müssen. Denn Mussolini wird dahintergekommen sein, daß Deutschland, und zwar die rechtsstehenden Kreise Deutschlands, mit Rußland einen Pakt geschlossen hat, einen offenen Waffenerzeugungspakt, demzufolge Deutschland die allerneue» st en kriegerischen Erfindungen unentgeltlich Rußland geliefert hat, damit Rußland ihm die Waffen vorbercitc. nte, gani InemWert » 2.90, 2.35, la«3 *l!2en l plockstra®e 12 IARD »lockstraße 16 h.westfäl A AA 1.58. 1.35, 0.98 en Farben, q a« I,jetztp.m Mivv Waschsamt- 2.4 5 rt,70cmbr., - »a 0, jetzt p.m vi4V □deu-Kleider, Gesell- usw., 70, 90u.H0 cm ■k im Preis ermäßigt Zur WM äame und Sträad>er empfehle ZäS** o« u=dS.lr* «nenhiu. richHahn ,p Teiepboo 3403 gss** amte Qualitäten, stelle ich Preis uf Ma "e Wie neu väsche 6 Handlung MiEdelweifl llePhon3181 »*.s*..... 8nd nach«Mmrt, öerlich. da die vorhandenen Wagen nicht ausreich- ten. um die dringenden Revisionen regelmäßig durchzuführen. denn in den Sommermonaten mußten sämtliche Wagen in Betrieb genommen werden. Reservewagen waren überhaupt nicht mehr vorhanden, und wir empfehlen denjenigen, welche sich für diese Frage interessieren, sich in den Wa- gcndepots der Straßenbahnen in anderen Städten umzusehen, was dort für Reservematerial als notwendig angesehen wird. Auch konnte der Verkehr bei größeren Festlichkeiten, z. D. auf dem Trieb, durch die vorhandenen Wagen nicht annähernd bewältigt werden. Alm den Verkehr auf dem Endpunkt Vvlkshalle besser zu gestalten, wurde am Endpunkt eine Gleisschleife angelegt, denn das Hin- und Herfahren der Wagen am Endpunkt, wie es vordem notwendig war, war für das Publikum direkt lebensgefährlich und der Verkehr war derartig behindert, daß hierdurch ein einigermaßen regelmäßiger Betrieb auf den übrigen Strecken nicht eingeholt werden konnte. Alebrigens findet man Gleisschleifen auch fast in allen anderen Städten, da, wo es sich um größeren stohweihen Verkehr handelt. Eine schnellere Abfertigung an dem Endpunkt Dolkshalle ist um so mehr notwendig, da eine Verspritung bei dem eingleisigen Betrieb in der Stadt nicht eingeholt werden kann. Da in beiden Städten, Gießen und Marburg, der Strom der Straßenbahn vom Städtischen Elektrizitätswerk geliefert wird, ist es an sich für den Stadtsäckel gleich, zu welchem Preis die Berechnung des Stromes erfolgt. Wenn also, wie vielleicht in Marburg — es liegt natürlich im Belieben der betreffenden Verwaltung, wie sie es für richtig hält — ein sehr niedriger Sah für den Strompreis verrechnet wird, vielleicht aus dem Grunde, eine gewisse Rentabilität für das Dahn- unternehmen zu errechnen, so ist damit nicht gesagt. daß dieser Preis von 7 Pf. angemessen und ohne Verluste für das Elektrizitätswerk sei. Daß mit dem Satz von 7 Pf. das Elektrizitätswerk nicht bestehen könnte, erklärt sich schon aus t>:m Almstand, daß z. B. eine große Straßenbahn in der Rähe Gießens mit "iner Iahresabnahme von etwa 20 Millionen KWa einen Preis von 12 Pf. für die KWa berechnet erhält, während in Marburg bei einer jährlichen Entnahme des Vido Teils der obengenannten Entnahme nur 7 Pf. berechnet werden. Verfährt man bei der Berechnung des Strompreises kaufmännisch — und man soll auch hier, wo zwei Betriebe, Elektrizitätswerk und Straßenbahn, in gewissem Zusammenhang stehen, klar sehen, wie weit jedes Alnternehmen für sich wirtschaftlich arbeitet —, fo kommt man unter Berücksichtigung der erforderlichen Verzinsung und Abschreibung für die aufgcwandten technischen Anlagen zu einem Preis, der bei der Höhe der Abnahme der Gießener Straßenbahn mit 17 Pf. pro KWa wohl als richtig verantwortet werden kann. Tas Rcchenexcmpel an sich ist ganz einfach. Die Alebernahme des Marburger Straßenbahn-Fahrpreises für Gießen würde eine Ersparnis von jährlich 55 000 Mk. ergeben und damit den Fehlbetrag in einen Aleberschuh verwandeln. Daß dieses Rechenexempel eine Täuschung ist, dies darzulegcn, ist der Zweck der vorstehenden Zeilen. Es hat keinen Zweck, darauf loszuwirtschaften und sich selbst Sand in die Augen zu streuen. Rur klare Alebersicht der gesamten Verhältnisse kann auch hier allein auf den Weg zur Gesundung führen. Wirtschaft. Holzversteigerungs - Termine. Montag, 26. Januar. Versteigerer: Fürstliche Obcrförsterei Lich. Versteigerungsort: Konzebühl und Graudorn, nach Zusammenkunft am Waldeingang, Straße Lich— Gießen (Teich). 9.30 Alhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Bersrod. Der- steigerungsort: im hiesigen Gemeindewald. Zusammenkunft im Ort. 9.30 Alhr. Versteigerer: Graf zu Solnis-Laubachsches Forstamt Laubach. Versteigerungsort: Gasthaus zur Traube, Laubach. 10.15 Alhr. Versteigerer: Fürst zu Solms-Braunfelssches Forstrevier, Hungen. Dersteigerungsort: Distrikt Tiergarten, Zusammenkunft auf der Straße Hungen—Schotten, am Pfannekucherrweg. 10 Alhr. Versteigerer: Bürgermeisterei Leihgestern. Dersteigerungsort: Wirtschaft „Zur Krone", Leihgestern. 13 Alhr. 4% Millionen Arbeitslose. Nach dem Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung wurden Mitte Januar aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung rund 2 396 000, ans der Krisenfürsorge rund 739 000 Arbeitslose unterstützt. Gegenüber dem vorigen Stichtag bedeutet das eine Zunahme um rund 230 000 bzw. rund 62 000. Unter den am 15. Januar bei den Arbeitsämtern verfügbaren Arbeitsuchenden befanden sich — nach Abzug der noch in Stellung oder in Notstandsarbeit Befindlichen — rund 4 765 000 Arbeitslose. Zu ihnen gehören außer den Unterstützungsempfängern noch die von der öffentlichen Fürsorge Betreuten (Wohlfahrtserwerbslose), ferner zahlreiche Arbeitslose, die am Stichtage die Wartezeit für die . Arbeitslosenunterstützung 'durchzumachen hatten, oder die auf Grund der starken Fluktuation des l Marktes sich im Uebergang zwischen verschiedenen, zum Teil kurzfristigen Beschäftigungen befanden. * Die Witterung machte in weitem Umfange die Einstellung der Außenarbeiten notwendig. Dem ' entspricht der starke Zugang an Arbeitsuchenden aus dem Baugewerbe und aus den mit ihm zusammenhängenden Berufsgruppen und Rohstoffindustrien, sowie die zunehmende Arbeitslosigkeit in der Landwirtschaft der Bezirke Schlesien, Brandenburg, Hessen und Sachsen. Wochenbericht vom Sranffurfer Effektenmarkt. Nachdem zum Schluß des letzten Berichtsab- schnittes eine leichte Erholung eingetreten war, lag der nächste Börsentag wieder außerordentlich schwach, und es stellten sich wieder Rekord- t i e f st ä n d e ein. Es wurden erneut Exekutionen und Positionslösungen vorgenommen. Daneben schritt die Spekulation und das Publikum zu wahren Angstverkäufen. Auch das Ausland trat stark als Abgebcr auf. Reben der anhaltend schwachen Reuyorker Börse verstimmten vor allem die Auslassungen Dr. Dietrichs hinsichtlich der Reubesihanleihe. Auch den Tagen von Genf sah die Börse wegen der völlig ungewissen Auswirkungen der dortigen Debatten gespannt entgegen. Die Börse erwartete von der Genfer Tagung keine Förderung des internationalen Schulden- und des deutschen Reparationsproblems. Dabei läßt die Gestaltung her Finanzlage mit dem Riesendefizit von einer runden Milliarde Mark wohl kaum noch einen Zweifel daran, daß eine Erfüllungspolitik auf lange Sicht gemäß dem Voungplan zu einer Katastrophe für die Reichsfinanzen führen müsse. Innenpolitisch ist die Lage nach wie vor gespannt und daneben noch mit den vielseitigen Tarifschwierigkeiten belastet. Bei dieser unerfreulichen Entwicklung hielt es schwer, Interesse für die Börse zu erwecken. Später machte sich eine leichte Beruhigung bemerkbar, da vor allem die starken Verkäufe in Farbenaktien, die wahrscheinlich aus dem Besitz des verstorbenen englischen Großindustriellen Lord Melchets stammten, aufgehört haben. Ferner machten Gerüchte über eine deutsch-französische Kredittransaktion einen guten Eindruck. Konkrete Angaben über eine solche Transaktion sind aber bei den zuständigen Stellen bisher nicht erhältlich gewesen. Auch die inzwischen erledigte Polendebatte in Genf fand einen xelativ günstigen Widerhall, da man hierin die Hauptschwierigkeiten befürchtet hatte. Auch von den neueren Ausführungen des Reichsfinanzministers betreffend der Reubesihanleihe ging eine Anregung aus, da er die mit der Anleihe zusammenhängenden Fragen in einer Sachverständigenkonferenz klären lassen wolle. Die Spekulation schritt besonders im Hinblick auf den Alltimo zu verstärkten Käufen, so daß sich gegen den letzten Stichtag auf fast allen Märkten Besserungen von 3 bis zu 8 Prozent ergaben. Mehr gebessert lagen Chade und Svenska, die 15 bzw. 10 Mk. gewannen. Don Anleihen lagen Reubesitz um 1,25 Prozent erholt. Pfandbriefe waren unwesentlich verändert. Der Geldmarkt zeigte die ganze Woche hindurch eine leichte Derfassung. Am Devisenmarkt konnte sich die Mark nach ihrer starken Abschwächung wieder kräftig erholen. Die Grohinsolvenz einer italienischen Finanzgesellschaft ließ den Wochenschluh wieder etwas schwächer verkehren. Wochenbericht vom frankfurter produktenmarkt. Die Haltung des Frankfurter Produktenmarktes war derjenigen während der Vorwoche einigermaßen entgegengesetzt und besonders am Anfang der Woche als gedrückt zu bezeichnen. Später konnte sich jedoch im Einklang mit den gebesserten übrigen deutschen Produktenbörsen eine etwas freundlichere Stimmung durchsetzen, doch war die allgemeine Tendenz weiter sehr ruhig. Die Zu^ rückhaltung der Händler war allseits sehr groß, und die Almsatztätigkeit dementsprechend. Rach einer Statistik des Deutschen Landwirtschaftsrats haben die Vorräte an Getreide zwar beträchtlich abgenommen, doch ist eine allgemeine Verknappung nicht zu befürchten. Rach der Erholung am Getreideweltmarkt ist jetzt wieder eine gewisse Abschwächung zu verzeichnen. Das schwache Weizenmehl geschäft drückte naturgemäß stärker auf den Weizenmarkt, als dieser zwar nicht drängend, aber von Tag zu Tag billiger angeboten wurde und auch Alntergebot« meist Annahme fanden. Erst gegen Ende der Woche wurde das Angebot zurückhaltender und das führte sofort zu einer kleinen Besserung, über deren Dauer sich allerdings vorerst nichts sagen läßt. Die Besserung betrug 2 Mk. für. die Tonne. Das Geschäft in Auslandweizen blieb weiter unbedeutend. Am Roggen markt war das Angebot wesentlich geringer, unb der Markt zeigte in sich eine ziemlich feste Grundtendenz, was jedoch im Preise kaum zum Ausdruck kam, doch wurden im freien Markt teilweise bis 2 Mk. höhere Forderungen bewilligt. Am Hafer markt ergaben sich bereits gegen Ende der vergangenen Woche auf das Gerücht über einge evtl. Einführung von Einsuhrschein- Kontingenten leichte Preissteigerungen, die sich auch noch zu Beginn dieser Woche fortsehten, so daß ein erneuter Gewinn von 3,50 Mk. für die Tonne zu verzeichnen ist. Das Angebot wurde daraufhin etwas stärker, und der Markt zeigte wieder eine sehr ruhige Tendenz. Brau- und Industrie g e r st e hatte stetige Preistendenz bei kleinem Geschäft. Der Bedarf der Brauereien wird zwar als noch nicht voll gedeckt angesehen, diese hielten jedoch zurück, weil sie das Diergeschäst abwarten. R o g g e n m e h l hatte bei unveränderten Forderungen einiges Geschäft. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen in Mark (für Getreide je Tonne, für alles übrige je Doppelzentner): Weizen 275 bis 276, Roggen 177,50 bis 178,50, Gerste 215 bis 220, Hafer 160 bis 165, Weizenmehl (südd.) 41,50 bis 42,50, Weizenmehl (niederrhein.) 41,25 bis 42,25, Roggenmehl 26,25 bis 27,25, Weizenkleie 9,50, Roggenkleie 9 bis 9,25. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Bei im allgemeinen nicht sehr umfangreichem Geschäft ergaben sich auf dem Frankfurter» Schlachtviehmarkt überwiegerrd weitere Rückgänge, die jedoch kein größeres Ausmaß erreichten, da die Zufuhren in dieser Woche wesentlich geringer waren. Es dürften jedoch in den nächsten Wochen wieder größere Auftriebe zu erwarten sein, da der Viehbestand immer noch sehr stark ist. Der Auftrieb auf dem Rinder markt war erheblich geringer, genügte jedoch vollkommen dem durch die schlechten Wirtschastsverhältnisse stark verminderten Bedarf. Das Geschäft verlief sehr ruhig. Der Abtrieb nach auswärts betrug etwa 50 Prozent. Die Preise lagen bei Kühen 1 Mk. höher, dagegen bei Färsen 1 Mk. niedriger. Ochsen und Bullen blieben unverändert. Auch der Schweinemarkt war wesentlich schwächer beschickt. Bei ruhigem Handel verblieb ziemlich Aleberstand. Die Preise zeigten Rückgänge von 1 bis 2 Mk. Kälber und Schafe hatten ebenfalls sehr ruhiges Geschäft. Die Märkte wurden jedoch ausverkauft. Hier waren die Preisrückgänge etwas stärker, und zwar betrugen sie bei Kälbern 1 bis 3 Mk. und bei Schafen 1 bis 4 Mk. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1351 Rindern, darunter befanden sich 298 Ochsen, 105 Bullen, 440 Kühe und 360 Färsen, ferner aus 1136 Kälbern, 471 Schafen und 5702 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 415 Rinder, 250 Kälber, 200 Schafe und 1275 Schweine weniger am Markt. Bezahlt wurde prd Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 48 bis 51, a2) 43 bis 47, bl) 40 bis 42, Bullen a) 47 bis 50, b) 43 bis 46, Kühe a) 40 bis 43, b) 36 bis 39, c) 32 biS 35, d) 25 bis 31« Färsen a) 48 bis 51, b) 43 bis 47, c) 40 bis 42; Kälber b) 63 bis 67, c) 58 bis 62, d) 50 bis 57’ Schafe al) 42 bis 46, b) 34 bis 41. Schweine? b) 54 bis 56, c) 55 bis 58, d) 55 bis 58, e) 53 bis 57. ' * • Veränderung des Pr ivatdis - k o n t s. Der Privatdislont wurde für kurze Sicht um 0,13 Prozent auf 4,75 Prozent erhöht, der für lange Sicht blieb unverändert auf 4,75 Proz. • Bon der Frankfurter Börse. Bom 2. Februar ab werden die 4,75prozentigen Li- quioations-Kommunal-Schuldverschrecbungen der Hessischen Landes-Hypothekenbank Darmstadt ausschließlich Ratenschein Rr. 1 an der Frankfurter Börse gehandelt und notiert. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 24. Jan. Tendenz: still, aber fester. Auch zum Wochenschluß eröffnete die Börse weiter in festerer Haltung, nachdem bereits im Vor- mittagsoerkehr hohe Kurse genannt worden waren. Eine Anregung ging vor allem von der festen Aus- landbörse aus. Das Geschäft war im allgemeinen klein. Gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich K u r s b e s s e r u n g e n vo.n 1 bis 2 v. H. Etwas lebhaftere Gejchäftstätigkeit machte sich am Elektromarkt bemerkbar. AEG., Schuckert und Siemens gewannen 1,5 bis 2 v. H. Chadeaktien lagen 5,5 v. H. höher. Am Chemiemarkt zögen J.-G.-Farben und Rütgerswerke je 1 v. H. an. -tialuperte zeigten Besserungen von 2 bis 3 v. H. Am Montanmarkt setzten Rheinstahl, Phönix und Buderus 1 v. H. niedriger ein. Kunstseideaktien lagen um 1 v. H. freundlicher. Arn Bankenmarkt machte sich die Nachfrage nach neuen Reichsbankanteilen bemerkbar, die 4 v. H. fester lagen. Die übrigen Bankwerte blieben behauptet. Etwas schwächer erschienen Wayß & Frey, tag mit minus 1 v. H. niedriger. Im übrigen herrschte G e s ch ä f t sst i l l e. Bon deutschen Anleihen eröffneten Altbesitz 1 o. H. niedriger, während Neubefitz behauptet blieben. Auslandwerte vernachlässigt. Die sich nach den ersten Kursen ergebenden Abweichungen konnten sich zum Schluß wieder bessern und das Anfangsniveau wieder erreichen. Das Geschäft blieb gering' Der Geldmarkt lag weiter leicht und der Satz unverändert. Am Devisenmarkt ergaben sich bemerkenswerte Veränderungen. Man normte Mark gegen Dollar 4,2073, gegen Pfunde 20,4237, London gegen Kabel 4,8545? gegen Paris 123,88, gegen Mailand 92,73, gegen Schweiz 25,0950, gegen Holland 12,0675. Berliner Börse. Berlin, 24. Jan. Im Einklang mit der freundlichen Tendenz der Auslandbörse, insbesondere mit dem durchweg festeren Verlauf der gestrigen Neu- yorker Börse, zeigte schon die heuti-e Vormittagsbörse ein ausgesprochenes freundliches Aus. sehen. Die mit größter Hartnäckigkeit sich erhaltenden Gerüchte über deutsche Anleiheverhandlungen mit Frankreich, die auch von einem schon vormittags erscheinenden Berliner Blatt in großer Aufmachung besprochen wurden, stimulierten, obwohl von zuständiger Seite mit größter Deutlichkeit darauf hingewiesen wird, daß. hier zwei völlig getrennte Angelegenheiten durcheinandergeworfen werden, und daß zur Zeit keine langfristigen Anleiheoerhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich gepflogen werden. Einer Börseneinführung deutscher Effekten würde, abgesehen von anderen Voraussetzungen. auch die hohe französische Steuer im Wege stehen. Ein anderes Berliner Mittagsblatt weift im übrigen auf diese Tatsache hin. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs war das Geschäft bei Berücksichtigung des Samstagbeginns und der augenblicklichen Beschaffenheit der Börse als relatiu lebhaft anzusehen. Die eingetroffenen Kauforders stellten zwar überwiegend Deckungen des In- und Auslandes dar, genügten aber, um die Wirkung der auf 4,75 Millionen angestiegenen Arbeitslosenziffer und die Meldungen von der schwachen Veranlagung des Eisenexportmarktes und von Stillegungen beim Stahloerein in den Hintergrund treten zu lassen. Da außerdem noch zahlreiche Baisseengagements zu bestehen schienen, war die Stimmung recht beträchtlich, und die Sätze gingen über 3 o. H. nicht hinaus. Wicking-Zement zogen bei kleinern Umsatz auf 4,5 an, Reichsbankaktien 4 v. H. fester. Rheinische Braunkohlen 5 v. H. höher, Salzdetfurth 4.5 v. H., Chadeaktien 5,5 v. H. fester. Mit Plus-Plus-Zeichen er- schienen Mansfeld und Deutsche Linoleum. Anleihen fester, Ausländer ruhig, Pfandbriefe und Reichs- schuldbuchforderunqen unverändert. Im Verlauf lag die Tendenz durchaus freundlicher, und die Sätze konnten sich weiter befestigen bis zu 1 v. H. Später kam es vereinzelt, und zwar besonders bei den anfänglich stark gesteigerten Papieren, zu kleinen Wochenendglattstellungen. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Schluß- lurd 1-Uhr. Kurs Schluß» tunt Slnfang» fiure Datum 23.1. 24.1 23.1. 24.1. 6% Deutsche Relchsanlethe 85 Von 19'-7 ....... . — - 1% Deutsche Reichsanleihe von 1929 .......... 98,5 98,9 _ Deutsche Anl.-AblSs.° Schuld mit Auslos.-Rechlen ....... 51,5 5 52 5 51,5 4,925 51,8 5 DeSgl. ohne Auslos^Rechte . . 8% Hess. 3oll?fiaat von 1929 krOckzohlb. 102%)...... Oberhcllcn Provinz. Anleihe mit 88,25 — 88,75 — Sustol^Rechten...... Deutsche Komm. GammelabL 48 — — — Anleihe Serie 1....... 48 48,1 __ 8% fitanlf. Hnv-Bank Goldpse XIII unfünbbar 618 1934 . ° . 7% Franks. Hvp.-Bank Goldpse 99,75 — — — unfOnbbar bi; 1932 ..... 92,25 _ 4%% Rheinische Hvp.-Bank Liqu. Goldpse......... 87,45 8% Pr. SanbcSpfmtbbriefanftoU, 'Pjanbbriele fli 1 9 ..... 100 100 8% Pr LandeSpiandbriesanstalt, Komm.-Lbl. R. 20...... 7% Pr. LandeSpiandbriesanstalt, 97 ■ — 97 — Pfandbriefe N. 21 ..... A E G. abg. @ouneg$-DblfgaÜo> 97 — 97 — 4% Oesterretchische Goldrente . . 26 25,9 25 q 4,20% Ocsterreichischc Eilberrenle —— __ 2,13 2.1 4% Oeslerreichische Einheitliche 'Rente ......... 1,25 21.75 _ 1,35 ZI ,8 4% Ungarische Goldrente .... — 21,9 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 17,25 — 4'/z% vesgl von 1913 . . . . 18 —_ 18,5 1,35 4% Ungarische Kronenrente . . - 1,35 — 1,35 d% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahu-Anl. «,4 — Serie I........... 3,4 3,4 — — 3,35 4% desgl. Serie II....... __ 5% Rumänische verelnh. Rente von 1908 ......... 4%% Rumänische vereint,. Rente 8,75 — — von 1913 .......... 13.1 6,75 - . -LT 13,2 6,75 13,25 6,8 4% Rumänische vereknh. Rente . — Jranffun a. JJI. Berlin Gchiuß» furd | l'Uyr» Ä-r< Schluß- für« Anfang« Hur« Datum 24.1. 23.1, 24.1. Hamburg-Amerika 'Batet . . . 7 — — - 58 59 Hamburg-Siidam. Dampsschtss . 8 — — 138,13 137,25 Hansa Dampfschiff..... 10 — -— 101 102 Norddeutscher Lloyd .... . 8 58,9 — - 58,75 59,75 Allgemeine DeutscheCreditansk. 10 97,5 — 97,5 97,75 Barmer Bankverein .... 10 100,5 101 100,5 101 Berliner Handelsgesellschaft . 12 116 — 116,75 116 Commerz- und Privat-Bmik. 11 109,5 109,75 109,25 109,75 Darmstädter und Wattonalbanl 12 142 141 141,5 Deutsche Dank und Diöeonto.Gesellschaft, . . . 10 109 — 108.5 109 Dresdner Bank...... 10 1(19 109,5 108,5 109.5 Retchsbanl........ 12 237 230 A.E.G........... . 8 91,5 92 90,75 91,5 Bergmann........ . 0 —> — 93 94 Elektr. Lieserungsgesellschast. 10 95.5 —— 96 —— Licht uno Kca,t...... 10 98,75 99 97 99,25 gelten & Gutlleaume . . . 7y, 72 — 71,5 72,5 Geseltschast sür Elektrische Unternehmungen .... 10 94 — 93,13 94 Hamburger ElektrtzitatS-Werke 10 - 102,5 102,13 tJibcinlldK Elektrizität . . . . 9 — -— 96 — Schleshche Elektrizität. . . . 10 — — 99,75 102 Schuckert LEo....... 11 101,5 102,75 100,5 103 Siemens L HalSls ..... 16 150,5 152,5 149 151,25 Trankradio........ . 8 —— 121,25 —— Labmeyer & Go....... 10 98 — 98 — Buderus..... • • • . 5 42,25 43,5 41,5 43,5 Deutsche Erdöl ...... . b — — 54,75 57 tfijrner . lurs Anfang- Kurs Datum 23.1. 24.1. 23.1. 24.1. Bereinigte Stahlwerke . 54 — 54,25 54,5 Ltavi Minen..... 16'/, — — 31 31 Kaliwerke Aschersleben . . Hl 125 128 123,5 128 Kaliwerke Westeregeln . • . 10 133 135 131,5 134 Kaliwerke Salzdetsurth . • . 15 187,5 190,5 186,5 191 I. G. Farben-Industrie. . 12 120,25 121,25 119 120,75 Dvnamit Nobel .... . . 6 — — 58 58,4 Scheideanstalt..... . . 9 128 128,5 Goldschmidt ..... . . 5 33,5 — 33,5 33,5 Rütgerswerke ..... . . 6 41,75 42,75 42,25 43 Metallgeselllchast. . . . . . 8 66,5 66,75 66,5 67 Philipp Hohmann . . . Zementwerk Heidelberg Gcmentroert Karlstadt. . 70 - 69,25 _ . 10 . 10 - - _ — Wayb & Freytag . . . . . 8 38,5 37 37,25 — Schultheis Patzenhoser . . 15 — _ 147,5 149,5 Lstwerke....... . 12 — — 127 128,5 Aku......... . 18 49 — 48,25 50,25 Bemberg....... . 14 46 43,75 45,5 46.65 Zellstoss Waldhos . . . e 18V, — • —— 1'6,5 88.5 Zellstoss Aschassenbury . Charlottenburger Walter e . 12 61 _ 60,5 61,75 ■ . . 8 - - 77 78.25 Dessauer Ga«..... . . 9 — — 97 98,9 Daimler Motoren . . . . . 0 19,5 — 19,13 19,5 Deutsche Linoleum . . 84,25 90,13 81,5 90 Maschinenbau A.-G. . • e e . 0 —— —— 27,75 28,5 Rat. Automobil . . . . • . 0 — — — — Crenfteln & Koppel . . . . 6 -— —— 39,5 41 Leonhard Tietz .... . 10 95 — 96,13 97,5 Svenska....... — 245,5 248. Frankfurter Maschinen . - . . 4 — — 14 — Gritzner....... . . 6 30 — 31 — Heyligenstaedt . . . . . . 0 — — — Junghans....... Lech werke....... . . 6 27,25 — 27 —— . . 8 73,5 — — —— Mainkraftwerke Höchst a. M . . 8 — — —— Miag......... . 10 —- 56,75 28,5 Gebr. Roeder..... . IC 75 e— Voigt & Haessner . . . . . 9 — — Süddeutsche Zucker . . • . 10 114 — 115 - Banknoten. Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. 2H. Berlin, 23. Januar Geld Brief Amerikanische Noten ...... 4,198 4,218 Belgische Noten. ....... 58,35 58,59 Dänische Noten ........ 112,13 112,57 Englische Noten ........ 20,39 20,47 Französische Noten ....... 16,445 16,505 Holländische Noten ....... 168,86 169,54 Italienische Noten........ 22,01 22.09 Norwegische Noten....... 112,03 112,47 Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling 58,96 59,20 Rumänische Noten....... 2,475 2,495 Schwedische Noten....... 112,23 112,67 Schweizer Noten ........ 81,29 81 .61 Spanische Noten...... . 43,66 43,84 Tschechoslowakische Noten..... 12.40 12,46 Ungarische Noten ..... 73,17 73,47 23.3anuar 4. Januar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Brief Slmft.» Nott. 169,11 169,45 169,09 169,43 Buen. AireZ 1.275 1,279 1.275 1.279 Brsi.-Antw- 58.59 58,71 58.59 58,71 Ehristiania. 112,32 112,54 112,32 112,54 Kopenhagen 112,31 112.53 112,31 112,53 Stockholm - 112,52 112,74 112.49 112,71 Hclsingfors. Italien. - - 10,58 10,60 10,477 10,497 22,01 22,05 22,01 22.05 London. . . 20,405 20,445 20.405 20.445 Ncuhork .. 4,204 4,212 4.2035 4.2115 Parts.... 16,469 16,509 16,45 16,51 Schweiz .. 81,32 81,48 81,32 81,74 Spanten. . 43,76 43,84 44,01 44.09 Japan . . . ?Hfo de Jan. 2,080 2,084 2,079 2.083 0,368 0,370 0,370 0.372 Wien in D-- Ceft. adgest 59,095 59,215 59,095 59,215 Prag .... 12,441 12,461 12,44 12.46 Belzrad . . 7,428 7.442 7,425 7,439 Budapest. . 73,37 73,51 73,37 73,51 Buü,arten . 3,047 3,051 3,047 3,053 Lissabon . 18,85 18,89 18,82 18,86 Danzig. . . 81,59 81.75 81.58 81,74 Konst-.utin. 1.784 1,789 1.784 1,789 Athen. . . 5,45 5.55 5,445 5,455 Canada 1.195 4,203 4,194 4,202 Uru uaU. . 2,727 2,733 2.727 2.733 Cairo . - - 20,92 20.96 . 20,92 20,96 *2 big 3» 3 S 4?,'c ? ^31 ■».« beg q. 1 tr^k. '*6-*?. ?■ *r ' ,a**b bin. 3« Beginn des offi> , Geschöst bei Berücksichtig iS und der augenblicklichen ; als relativ lebhast Irenen Äausorders stellten :ungcn des In» und Aus- er, um die Wirkung der am" jenen Arbeitslosenzifser und schwachen Veranlagung des d von Stillegungen beim ergründ treten zu lassen. Da ie Baisseengagements zu be- Stimmung recht beträchtlich, über 3 o.h. nidjt hinaus. >i kleinem llmsas, auf 4,3 an, . fester, Rheinische Braun- i(AÖetfurtf) 4,5 v . Ehadc- Mit Plus-Plus-Feichen er» Jeutiche Linoleum. Anleihen Psandbriese und W ;,,,änb.rl.3mS*f fttunW. «"»*-3 (tiacn bis zu 1 v. h. eopaier zwar besonders bei den an- rfen Papieren, ZU Heinen n. ffllng lin i. lanuti 58,35 112J3 20,39 IS,445 168,86 22,01 112,03 58.9« 2,17’ 112,§ n-fl 13,0 1L« 73,17 "16933 1,27 58, 1I2-» II Ä ?2ll5 16-51 81.74 <4,09 2,083 0,372 59.2'5. |2,4b ,439 3,5' 3,053 18,86 81.74 1,789 455 4,202 2.733 V. 96 58,59 112.57 20.17 16-^ iS,34 22,09 712.47 59.20 2.495 112.67 81.61 43.84 12,46 73,47 öoel^, 19.45 1,27 58.71 12,54 12-53 12,74 SiS «4 43,84 2,084 0,370 59,215 12,461 442 ,51 051 s ! ?-7Z 20.96 169,09 1,275 58,59 112.32 112- 112.49 10.477 22.01 20 405 4.2035 16,45 88.3? 44,01 2.079 0,378 55.095 1A Ä 18, Öl-5* 78» 5,445 4,19» 2,727 20,92 ■53»*S Seid _j. — iknolen. st Geschichten aus aller Welt Jahre 1792 als Gefangener Wieseck, den 24. Januar 193L 623 n 665 D um Annerod, den 24 Januar 1931. 618 V 6621 Berlin-Mariendorf, Die Beerdigung findet Dienstag, den 61 D Indla Gnauthstra&e S / Telephon 3169 ton*3toi Grafen Bei den autorisiertTelefunken-Verkaufstellen Ing. Heinrich Brinkmann Gießen, Mainz, Diez/L., Darmstadt, 23. Januar 1931. Rnsrh-Diensl - Varta-Dienst mit Ober- und Unterauslauf und Entleerung direkt in den back. Unbegrenzte Lebensdauer! Pflüge aller Art Pianos oder Harmoniums werden eiftfl. u. vreiSw. gestimmt n. repariert durch Erwin Zollinger Klaoteriechntker u. gevr. Stimmer. Lerkauk von neuen u.gedr. PtanoS. ** Glichen, Selters- wen l>9. Tel. 3616. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Im Namen aller Hinterbliebenen: Familie Georg Pauli Inbemieur- Schule MtscmnenoauEiertro- tecnrit.HocD-u. TltfDiO, Toninausirit si,4,Kw.lftrpltnt frtL 27. Januar 193L in Berlin statt. 0458 Danksagung Fürdie zahlreichen Beweise aufrlchtigerTeilnahme beim Ableben unseres lieben, unvergeßlichen Herrn Leopold Löwenstein sagen wir unseren herzlichsten Dank. „ . Ganz besonders danken wir allen unseren Nachbarn für ihre liebevolle Hilfe, dem Gesang- und Turnverein für ihre letztenGrüßeu. Kranzspenden. Frau Berta Löwenstein und Kinder. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Christine Nonnenbroich, geb Spohr Gießen. Köln, Essen-Steele, Wilhelmsdorf! Württbg.l, SaulgaulWürttbgA den 23. Januar 193L Dem Wunsche des lieben Verstorbenen entsprechend erfolgt die Beisetzung in aller Stille in Saulgau in Württbg. am Sonntag, 25. Januar. Das Seclenamt findet am Dienstag, dem 27. Januar, 6V, Uhr vormittags, in der hiesigen kath. Pfarrkirche statt. 648D Bahnhofstraße 56 A. Ruhl jr., Plockstraße 12 Minute Proescher, geb. Köser Wilhelm-Eugen Proescher Elise Proescher, geb. Rausch Studienrat Heinrich Proescher u. trau Alma, geb. Rapps Studienrat Ludwig Kehr u. Frau Lisa, geb. Proescher Anna Koeser. geb. Haggenmüller Professor Dr. Eugen Köser u. Frau Else, geb. Küchler. behrlichen Rasierapparat. «Sonst Halle er nichts auf Erden. Dies alles verstaute er allerdings in seinem Privatflugzeug und verliest die Stiefmutter Erde. Hm wenigstens das Flugzeug vor der behördlichen Beschlagnahme zu retten! Bun zittern die Gläubiger doppelt, denn die Maschine war nicht versichert! Die Luftpolizei von Oslo nahm die Verfolgung des säumigen Zahler« bercitwilligst auf — wie sie den Mann und feinen Flugapparat im Namen des Gesetzes zur Rückkehr bringen will, ist allerdings etwas rätselhaft da man gar nicht weist, wo er setzt ist. DerKilometerKönifi mit 12 monatiger Vollgarantie kommt Kaulen Sie noch keine Auto-Reiten mit neuesten Körperformen sowie sämtliche Ersatzteile mit dem bekannten Sack - Gütezeichen. Gg. Schieferstein Fcrnspr. 317 Lieh Fernspr. 317 6'36 0 der beste der 3 - Röhren • Klasse. Der neuerfundene SeJektionswähler gibt unbeeinträchtigten Fernempfang ohne Ober- Strahlung durch andere Sender. PREIS einschl. Lautsprecher und Röhren RM 198- Primn Spelle- u. Salat- Wein W. Hankel Jicueit 'önuc 7.'"D Tclevdon 2612 Daubrlngcn, den 23. Januar 1931. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. Januar nachmittags 2'/, Uhr statt des lRevolutionsiribuna 1s diese Zelle bewohnt hatte. In dem Briefe bittet er seinen Zellen- nachsolger, die hier deponierten Schmuckfachen und das Geld an feine in Paris lebende Schwester auszuliefcrn. Aus den noch erhaltenen Akten der damaligen Zeit konnte einwandfrei fcstgestellt werden, dast Dr. Sorten wenige Lage nach dem Datum seines Brieses guillotiniert worden ist. Dicht besser erging es dreien seiner Zcllennachfvlger. und erst einem kertermüden Taschendieb des zwanzigsten Jahrhunderts blieb es Vorbehalten, fein Vermächtnis ans Tageslicht zu ziehen. — Tic belagerte Redaktion. (web) Sofia. Eine eigenartige und, wenn man -dH, friedliche Belagerung Hot sich die Redaktion des größten bulgarischen Zeitungsverlages gefallen lassen müssen. Allwöchentlich kommen am Freitag die Dauern der Umgegend nach Sosia. um den Markt zu beschicken: von buntgeftidten Soden und Schürzen, über Gemüse und Eier, kann man alles Erdenkliche kausen, sogar Grvhvieh wird angeboten und eingehandelt, lind so kaufte der Dauer Stantscho ein Düffelpaar auf dem Markt in Sofia. Er hatte aber Pech, denn auf dem Heimweg erschraken die beiden Düffel, des Groststadtlärms ungewohnt, ob einer vorüberrasselnden Strahen- bahn (man must die klappernden, quietschenden und unaufhörlich klingelnden Strastenbahnen Sofias kennen) und rissen aus. Den gehörnten Kops gelenkt, den Schwanz hoch in der Luft, so durchrasten die schwarzen Tiere die belebten Strasten, Panik um sich verbreitend. Aller Verkehr stoppte, Polizisten warnten durch Schredschüsse das Publikum. „Freie Dahn dem Düffel!" So tonnte der eine der schwarzen Gesellen ungehindert durch zahlreiche Strasten galoppieren, im „Vorbeigehen' den Magen eines fliegenden Strumpfhand.crs umstülpen, auch die Auslage eines Grünzeug Händlers mustte daran glauben, und schließlich ging der tolle Stier gegen den rot gestrichenen I Laden eines Metzgers an. Er fühlte wohl so etwas wie Todfeindschaft mit dem Metzger, der den Angriff auch sofort mit ein paar Revolver- Ibtiietel Maschinenfabrik Fulda GA Vamada, Arbeiter der Rjyschen Weberei in Tokio, wurde eines denkwürdigen 2-ages abgebaut Er sahte den Entschlutz. gegen diese Ungerechtigkeit zu demonstrieren, und zwar womöglich aus eine so neuartige Weise, dast ganz Tokio aushorchen würde. Er füllte einen groben Sack mit für mehrere Wochen ausreichenden Lebensmitteln und kletterte mit Affenaefchicklichkeit auf den höchsten Schornstein der Weberei.. Da säst er nun wortwörtlich auf der -Hohe der Situation und wartete fast unbeweglich aus das Signal seiner Kameraden von unten, das gegeben werden sollte, wenn die Firma seine Bereitschaft erklärte, den Demonstranten gegen feine eigene Arbeitslosigkeit wieder einzustellen. Die Erinnerung an die französische Revolution. — Paris. Das Gerichtsgefängnis in Qlngouleme (Departement Charente) ist ein ehrwürdiger, noch aus der ersten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts stammender Dau. Dementsprechend besitzt es auch ziemlich veraltete Sicherungseinrichtungen, deren Beseitigung einem schweren Jungen von heute nicht allzuviel Mühe macht, und Ausbrüche von Gefangenen sind daher in Angoulcme an der Ta- ^^Kürzlich^wurde jedoch im Dunkel der Docht der 24jährige Taschendieb Eusöbe- A., ein Insasse de- Gefängnisses, von einem Aufseher dabei erwischt, wie er sich gerade on einem aus seinem Bettuch geknüpften Ctrid aus seinem Zellenfenster tn die Freiheit herablassen wollte. Er wurde wieder binafeft gemacht und man begab sich m feine 3clk unHefauftellcn, aut welche Art und Weise er die Gitter seines Fensters losgebrochen bzw. durchgefeitt habe. Auf den ersten Dlid sah man, hast er einfach das das Fenster umgebende Mauerwerk losgebrocheii und so auf bequemste Art auch das Gitter ausgehoben hatte. Als man nun an ihm eine Leibesvisitation unternahm, um zu sehen, ob er nicht Werkzeuge zu einem erneuten Ausbruchsversuch bei sich führe, fanden die Beamten zu ihrer Lleberraschung in seiner Tasche eine Schmudschatulle, gefüllt mit verschiedenen AiNgen, einer wertvollen Halskette, zwanzig goldenen Louisdors mit dem Bildnis Ludwigs des Sechzehnten, und einem vergilbten Brief. Befragt, wie er zu diesen eigenartigen Wert- vbjekten komme, gab A. an, er habe sie in einer künstlich im Mauerwerk angelegten Höhlung gefunden, als er die Steine rings um das Fenster ausgebrochen habe. Der in der Schatulle liegende Dries lasse ihn vermuten, dast ein Häftling der im Jahre 1792 in dieser Zelle gelebt habe, der Verfertiger dieser geheimen Höhlung gewesen sein müsse. 3n der Tat stellte sich beim Studium dieses Schreibens heraus, dast ein gewisser Doktor Dar- Firma wollte vorerst nicht und Vamada verblieb volle achtzig Stunden auf seinem Kaminvorposten. ohne sich durch Qualm. Hitze. Regen oder sonstige Degleitumstande im entferntesten stören zu lassen. Gleich einem Buddha sah er unbeirrbar in feiner nicht sonderlich bequemen Loge und erreichte in der Tat die Wiedereinstellung. Der Kommandant der Feuerwehr bat persönlich die 'Direktion, Gnade für Recht ergeben zu lassen, denn die Poli-ot lehnte jegliche Aktion gegen den Demonstranten ab mit der Begründung, von einer Storung der öffentlichen Strahenordnung sei keine Aede. (Sine .Luftpolizei" scheint es in Japan demnach nicht zu geben!) Auch die Feuerwehr erklärte sich für unzuständig und ücriaugtwur Dic„Lu|t- jagd" ein Sonderhonorar, dessen Hohe mehrere Monatsgehälter des Luftakrobaten uberfheg. Unter diesen Ilmständen gab die ^abrikdircktion nach: man gab Vamada ein Signal, und Der Schornsteinheld konnte die ohne Verschulden nie« dergelegtc Arbeit wieder aufnehmen. Ob er bereit» Filmangebote bekommen hat. gehl auS Den Tokioer Zeitungen leider nicht hervor... Der Lchuldner flüchtet in die Wolken! (s) Oslo. Der norwegische Bürger Hellosen, seines Zeichens Ingenieur, ist außer allem Zweifel der erste Schuldner dieser Erde, der vor seinen Gläubigern einfach in die Wolken flüchtete. C-c lebte in letzter Zeit in fehr schlechten materiellen Verhältnissen, wurde von den um ihr Gew zitternden Kaufleuten bedrängt und mit P'andung bedroht. Da padte er feine sieben wachen. Seinen Sonntagsanzug, feine Aktenmappe, feine »Empfänger und Lautsprecher in Einem« Die Radio-Einheit spart Raum und Geld< sie ist technisch vollkommen. für die Gleichstrom'Lichtleitung Ist der neue TELEFUNKEN 33 0,1 »Empföngar und toultprecher In Einem« Heute morgen um 11 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem mit Geduld ertragenem Leiden mein innlgstgellebter Mann, mein guter Vater Karl Hofmann im blühenden Alter von 34 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Sophie Hofmann geb. Walther und Kind sowie alle Angehörigen. 50% Platz- o. Kraft- ErNparniN erzielen Sie mit unseren Elektro1 rlemenloMen Uolzbearbeiiungs1 Maschinen schüssen quittierte, die der gewalttge Düffel aber nur mit unwilligem Achselzucken abtat^Immerhin zog er sich zurüd, überquerte die öirafje unb rannte in den Hof des ..Hiro-PcrlageS". Ein beherzter Mann warf daS Hottor zu. Olim tobte der Stier im Hofe — bekannte der Aeibe nach jede Eingangstür. hinter die sich angstvoll die „Verteidiger" stemmten.,Das Mnglüd wollte es. dah zur gleichen Zeit die Aachmittagsausgabe die Druderci verlieh. Aun konnten die tungsstapel nicht aus dem Hof heraus, dieweil man von den Aedäktionsstuben zornerfültt sehen muhte, wie im gegenüberliegenden Gebäude der Konkurrenzzeitung die Aachmittagsausgabe schon hinausgeschidt wurde. ..Geschästsbehinderung durch einen tollen Stier, der wie ein Llngewitter unentwegt alles, was im Hofe nicht niet- unö nagelfest war, zertrampelte. Aach einer ‘21X110 kam Polizei angerüdt, durfte aber wegen Gefährdung von Menschenleben nicht schuhen. Wie anderswo, ist auch in Sofia die Feuerwehr Mädchen für alles. Sic muhte zum Entsatz der belagerten Zeitungsburg gerufen werden und griff den Stier aus angemessener Entfernung mit einem armdicken Wasserstrahl an. was auf das rasende Aind entschieden beruhigend wirkte. Und dann gelang es dem Herrn Feuerwehrrom- mandanten — einem ehemaligen russischen Ka- valler'.eofsizicr — ganz persönlich, den, Bussel ein Lasso um die Hörner zu werfen und ihn zu fesseln. Die Delagerung war zu Ende. Yamadas ^rötest. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme sowie für die zahlreichen Kranzspenden bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernd. Hinterbliebenen: Frau Marie Kreiling Wwe., geb. Keller nebst allen Angehörigen. Wieseck, den 22. Januar 1931. Statt jeder besonderen Anzeige. Dem Herrn bat es gefallen, heute nacht meinen^ “eben treusorgenden Vater, unseren herzensguten Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Apotheker Wilhelm Proescher im 48. Lebensjahre In die ewige Heimat abzurufen. Instandsetzung sämtlicher Elektro-Anlagen an Kraftfahrzeugen Ruhl & Fetter 2230 Gießen, Schanzenftr.3 1 «»ja LohnenderErwerb bei geringem Anfangs- Kapital durch Einrichtung einer u»22 iftticfceiei Kostenlose Unter- richis-Kurse! Keine Rundstrickmaschine! Näheres durch: PaulWilh. Schröder Gießen Frankfurterstr. 115 TGott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, unseren herzensguten Vater, Schwiegervater und Großvater Herrn Michael Nonnenbroich EisenbahnsekretÄr LR. im Alter von 72 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Erstarb wohlvorbereitet durch den Empfang der hl. Sterbesakramente an den Folgen einer Lungenentzündung nach einer schweren Operation. Unübertroffen sind noch immer Original Sack Drillmaschinen 5ch nell* Transporte 0. Pflüger Ztzr altes 10452 Lexikon nehme ich mit 60 bis 60 RM. tn Zahlung. I». Grimm. fileOo. HoonMra.Be 6. Geschäfts-Drucksachen Briefbiatter Briefumschläge — — Postkarten bei Brühl, Schulstraße 7 <-e-c^fteK.rte» Auskünstetn7stechtc-, Ltraf-.Fainil.-Ange- lenenoetten, Gesuche. Bert rüge. Beobachtungen. Ueberwachg und Ermittlungen vreiSw^ streng dtskr. u- an all. Orten ert. u. erledigt Detektiv- Bureau-u.Amknnttei Inh.K.Gerz.Bad-Nan- heim. Knrslr. 17.__ IWenn alles verjagt, daun hilft Trainerö Augenwaiser daS sich fett 120 Zah. als Kräftigungsmittel für schwache Augen glanzd. bewährt hat. Alleinverkauf für Gte ;en. Drogerie Wlnterhoff Kreuzplatz 10 l6*A rkurzgefchnttteneS lomacbholz liefert e 1490D Dampisagewerk Lollar l B. 'Jlubn, 2U-G. ä Reste aller Art kauft man am billigsten in ___ FERBERS , Reste-Geschäft Gießen, Mäusburg 4 56A la-Klasse N, N, lb-Klasse N, 2a-Klasse N, 2b-Klasse 28 N, und 3a= 14 630V sichtigt werden. N, lb-Klasse 19 N, 2a-Klassc 147 N, 2b-Klasse 108 N, 3a-Klassc 26 N, 3b- und 8 2. Klasse 42 609D steigert: 3. Klasse 39 19 20 8 4 14 7 1 39 1931 versteigert: 629V 655V 24,7 rm. sollen versteigert werden: 639C 4b 1 Kiefern Fichtem Wellen Buchenreisig Güteklasse F. Fichten Abschnitte (Güteklasse N) Kiefern: 2b-Klasse Vorsteher ein,zureichen. 657V der an 2 Rinde gemessen und Uhr 10 Schneider. 659 D fm rm rm Wellen Buchenreisig Wellen Eichenreisig rm rm rm rm rm rm rm rm 78,0 51,0 16,1 Zuschlagserteilung erfolgt am 4. Februar 1931 durch schriftliche Mitteilung. Groß-Altenstädten, den 23. Januar 1931. Der Gemeindevorsteher. Schäfer. Buchenscheiter 1. Kl. Buchenscheiter 2. Kl. Eichenscheiter 1. Kl. Buchenkniippcl Eichenknüppel wegen 639C unter- 1500 100 Buchenscheiter 1. Kl. Eichen-, Kiefern- und Fichtenscheiter 1. und 2. Kl. Buchenkniippcl Eichenknüppel Fichten-, Birken- und Aspen- tnüppel 2b 7 3a 6 3b 2 Eiche: Fichte: Darmstadt, den 24. Januar 1931. Staatliche Lrennstoff-Veschaffungsstelle Darmstadt, Mathildenplatz 20. Zusammenkunft: Licher Straße, an der 13. Schneise. B. Mittwoch, den 28. Januar 1931, 9% Uhr beginnend, aus den Abteilungen 48, 49, 50a und 51a des Stadtwaldes, Försterei Nutzholzversteigerung. Dienstag, den 27.0.711., vormittags IVA Uhr, kommt aus verschiedenen Distrikten der Gemeinde Geilshausen nachstehendes Nußholz zur Versteigerung. Zusammenkunft in Distrikt Ziegenberg. Fichtenstämme. Das Haus Weßsteingasse 13 soll Baufälligkeit abgebrochen werden. Angebotsunterlagen sind bei der zeichneten Dienststelle erhältlich. Abgabetermin für die Angebote: Geilshausen' den 22. Januar 1931. Hessische Bürgermeisterei Geilshausen. Wagner. 30 11 8 3 geringe Verzinsung bis 11. November gestundet werden. Gießen, den 22. Januar 1931. Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Rosenberg. 58,9 10,0 1,25 m lang). Zusammenkunft: Licher Straße, 12. Schneise. Gießen, den 23. Januar 1931. Der Oberbürgermeister. I. L.: Dr. Rosenberg. = 78,91 fm St. Fichtenlangholz, = 43,20 fm St. Fichtenlangholz, - 30,43 fm St. Fichtcnlangholz, 3b-Klasse = 26,21 fm in 7 Losen; St. Kiefernlangholz, = 8,51 fm St. Kiefernlangholz, = 93,53 fm St. Kiefernlangholz, - 96,44 fm St. Kicfernlangholz, = 28,21 fm öt. Kiefernlangholz, 4a-Klasse - 9,40 fm 0,71 fm 12,15 „ 40,89 „ 33,97 „ 27,11 „ 4,65 „ 4,52 „ Donnerstag, den 29. Januar 1931 vormittags 11 Uhr. Gießen, den 24. Januar 1931. Städtisches Hochbauamt: Gravert. forstungs-Wellen 140 Fichtenstangen 1. Kl. 200 Fichtenstangcn 2. KI. 230 Fichtenstangen 3. Kl. Zusammenkunft vormittags Kiefernstämme. Klasse 2a 3 Stück, 1,75 fm Stück = 0,37 fm „ = 1,41 „ „ --- 1,71 „ „ = 0,89 „ „ = 1,85 „ Fischerei-Verpachtung. Freitag, den 30. Januar 1931, vormittags 10% Uhr, soll die Fischerei in der Lumda und den angrenzenden Gewässern der Gemeinde in 2 Bezirken auf 6 Jahre, auf hiesigem Rathaus, öffentlich meistbietend verpachtet werden. I. Bezirk: Von der Lumdabrücke an der Climbacher Straße bis an die Gemarkungsgrenze Treis/Lda. II. Bezirk: Von der vorgenannten Brücke bis an die Gemarkungsgrenze Londorf. Bedingungen können in den Geschästs- stunden der hiesigen Bürgermeisterei eingesehen werden. Eichenabschnitte, N, 2., 3. u. 4. Klasse = 16,00 fm Buchenabschnitte, N, 3. und 4. Klasse 6,59 fm Fichtenstämme, N, la-Kl. = 13,37 fm Fichtenstämme, N, lb-Kl. = 2,38 fm Fichtenstamm, N, 2a-Klasse = 0,86 fm Fichtenderbstangen 1. Klasse Fichtenderbstangen 2. Klasse Fichtenderbstangen 3. Klasse rm Eichen- und 5 rm Buchen-Nutz- scheit rm Buchenscheit, 240 rm Eichenscheit, 40 rm Buchen- und Eichenknüppel, 3700 Buchen und Eichen-Welken und 50 rm Stockholz. Holzversteigerung. Donnerstag, den 29. Januar 1931, werden aus den Waldungen der Stadt Allendorf a. d. Lda. (Försterei II) aus dem Forstort Steinwald, Abtlg. 2 u. 4, nachstehende Holzsortimente an Ort und Stelle versteigert: 79 7 1 83 73 25 7 lb- 2a- 2b- 3a- 4a- 4 Stück, 39 „ 65 „ 33 „ 18 „ 2 „ 1,99 fm 1,37 ,, 3,13 „ 7,17 „ 2,47 „ 1,19 „ werden: 352 St. Fichtenlangholz, - 61,71 fm 226 St. Fichtenlangholz, 4,60 5,07 2,50 437 Fichtenderbstangen 1. Klasse 211 Fichtenderbstangen 2. Klasse 272 Fichtenderbstangen 3. Klasse 62 Fichtcnreisstangen 4. Klasse in verschiedenen Losen. Das Nadelholz ist entrindet, das Laubholz und die Stangen sind nicht entrindet. Das Nadelholz und das Eichenstammholz sind ohne Rinde gemessen. 639C Es werden gegebenenfalls auch schriftliche Angebote, die bis zum 31. Januar 1931, 12 Uhr, bei mir cingegangcn sind, berücksichtigt. Die holzgeldschuldigketten können gegen Nutzholzverkauf der Gemeinde Groß-Altenstädten. Alt-Eichenstämme, Kl. 3—8, ca. 167 fm, Eichen-Grubenholz, Kl. 1—4, ca. 26 fm aus 1929, Fichten- und Lärchen-Stämme Kl. la bis 2b, ca. 46 fm, Küferholz (Nußscheit, 2. Kl.), ca. 4 fm. Nähere Auskunft über Lose, Klassen und Zahlungsbedingungen erteilt der Förster Pohroßkn in Groß-Altenstädten, Telephon Ne. 12, Amt Hohensolms. Die einzelnen Lose bewegen sich zwischen 6 bis 12 fm. Angebote sind bis 31. Januar 1931, 17 Uhr, an den unterzeichneten Gemeinde- Nutzholzversteigerung. In den Waldungen der Gemeinde Beuern, Distrikte Appelspek, Mark, Klee Klasse la „ 1b „ 2a „ 2b „ 3a „ 3b Rödgen: 106,4 21,3 30,4 32,3 16,9 1335 -Versteigerungen der Mstlichen Oberförstern Lich. Wontag, 26. Januar, werden im konze- bühl und Graudorn versteigert: 569V a) Brennholz rm: Scheiter: Buche 105, Eiche 5, Weich- und Nadelholz 6; Knüppel: Buche 130, Eiche 25, Fichte 2; Stöcke: Buche 34; Wellen Reiser: Buche 3320, Eiche 2450, Weichholz 300. — Die Forstwellen sitzen zum großen Teil an der Straße Lich—Gießen. b) Ruhholz fm: Stämme: Buche (5. und 6. Kl.) 6,24, Elsbeere (4. Kl.) 0,63, Eiche (2. Kl.) 1,21; Birke (2. Kl.) 0,18, Ahorn (2. Kl.) 0,15, Hainbuche (1. Kl.) 2,45, Fichte (3a- bis 4b-Kl.) 15,33; Sluck Deichseln (Hainbuche und Esche) 7; Derbstangen: Esche 8, Fichte 88; Reisstangen: Fichte (Spalierholz) 250; Bohnenstangen 210; rm Ruhholz: Eiche (Wagner- und Pfostenholz, 2,15 m lang) 31; Spalierholz: Fichte (1,55 m lang) 20. Zusammenkunft: 9.30 Uhr Straße Lich— Gießen, Waldeingang (Teich). 1 „ 6. „ 3,22 „ Derbstangen: Fichte 1. u. 2. Kl. 54 Stück. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Kreisstraße Beuern—Allertshausen, am Waldeingang. Beuern, den 22. Januar 1931. Hessische Bürgermeisterei Beuerh. Lin d enstrut h. Leihgestern, den 22. Januar 1931. Bürgermeisterei. Brennholz- und Giangenversteigerung. Dienstag, den 27. Januar, findet im Cleeberger Warkwald folgende Brennholz- und Fichtenstangenversteigerung statt: 230 rm Buchenscheit und -knüppel 11 000 Buchen-Welken, meistens laDurch- Nutzholzversteigerung der Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen am Montag, dem 2. Februar 1931, 10'. Ahr beginnend, in der Gastwirtschaft „Zur Liebigshöhe" in Gießen versteigert Bekanntmachung. Für die Lieferung des kohlen-, koks- und Brikektbedarfs an die staatlichen Behörden, Betriebe und Anstalten für das Jahr 1931/32 (Heizperiode) werden hiermit die Kohlenlieferanten zur Abgabe von Preis- und Lieferangeboten aufgefordert. Die für die einzelnen Dienststellen und Orte erforderlichen Mengen, sowie die Lieferbedingungen sind nach Einzahlung von 2 RM. je Ort (höchstens 5 RM. für mehrere Orte) für Auslagen und Gebühren an unser Postscheckkonto Nr. 63 435 beim Postscheckamt Frankfurt a. M. bis spätestens 31. Januar 1931 schriftlich bei uns anzufordern, wobei anzugeben ist, für welche Orte die Unterlagen gewünscht werden. Rach dem 31. Januar 1931 eingehende Anforderungen können nicht mehr berück- Dienstag, 27. Januar, wird in den Di strikten Weilbach, Rlönchwald, Riedwald folgendes Ruhhoi; versteigert: fm Schnittholz: Eiche (4. und 5. Kl.) 4,45, Buche (3. und 4. Kl.) 6,38, Kiefer (3. Kl.) 1,55, Elsbeere (3. Kl.) 0,49; Wagnerholz: Eiche (2. und 3. Kl.) 4,93, Hainbuche (1. Kl.) 0,49, Esche 0,35, Linde 0,15; Stück Stangen: Esche 39, Fichte (1. bis 4. Kl.), langschaf- tige Weißbinderstangen usw. zirka 500, Bohnenstangen 900, Pferchpfähle: Buche 110; fm Lauholz: Fichte (la- bis 3a-, zumeist 2a-Kl.) 37,81; rm Ruhscheil: Eiche (Wagner- und Pfostenholz, 2,15 m lang) 294, Elsbeere 0,6; Reisknüppel: Esche (Wagnerholz) 1,5; Fichte (Spalierholz, 1,55 m lang) 27,9. Zusammenkunft: 10 Uhr Blindclochwiesc (Albach-Hattenrod). I. Nutzholz. Stämme Güteklasse N. 5. Klasse 1 Stück — St. Eichenstammholz, N, 4. Klosse = 15,00 fm St. Eichenstammholz ,N, 5. und 6. Klasse = 5,24 fm St. Eichenstammholz, A, 3., 4. und 5. Klasse = 10,78 fm in 3 Losen; Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Nutz- und Brennholzes sind blau unterstrichen, vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen, da nachträgliche Beanstandungen nicht berücksichtigt werden. Nähere Auskunft durch Herrn Förster Schlag zu Weickartshain. Laubach, -22. Januar 1931. Hess. Forstamt Laubach. wird auf Kosten der Gemeinde entrindet. Angebote sind, nach Klassen getrennt, ver- scholssen, mit Aufschrift versehen, bis zum obigen Termin bei hiesiger Bürgermeisterei cinzureichen. Angebote mit zusammen- gezogenen Klassen oder Vorbehalten und Bemerkungen versehen, bleiben unberücksichtigt. Es wird empfohlen, das Holz vorher zu besichtigen, da spätere Reklamationen nicht angenommen werden. Tie Vcrkaufs- bedingungen können auf hiesiger Bürgermeisterei eingesehen werden und werden beim Termin nochmals bekanntgegeben. Aklendorfa. d. Lda., den23.Jan. 1931. Hess. Bürgermeisterei Mendorf a.d.Lda. irisch und Entenpfuhl kommt Donnerstag, den 29. d. 2H., folgendes Nutzholz zum Ausgebot: 640D in 5 Losen; St. Eichenstammholz, N, -- 15,88 fm St. Eichenstammholz, N, = 24,82 fm Brenn- und Nutzholzversteigerung im Gemeindewald Langsdorf. In den Distrikten Weckmannsscheuer, Kläftcrschlag und Rudels werden nach vorheriger Zusammenkunft am Waldeingang des Nonnenrüther Weges am Mittwoch, dem 28. Januar 1931, vormittags 9% Ahr. Nutz- und Brennholzversteigerung Freitag, den 30. Januar, wird in der Willschen wirtschaft zu Treis a. d. Lda. von 9 Uhr an, aus dem Staatswald der Försterei Treis versteigert. 621D Ruhholz. Stammholz. Eiche, A, 6. Kl. 1 Stück = 0,85 fm, N, 4. Kl. 3 St. - 3,04 fm, N, 5. Kl. 1 St. = 1,66 fm, N, 2. Kl. 6 St. - 2,49 fm, N, 1. Kl. 2 St. - 0,44 fm. Luche. N, 4. Kl. 3 St. = 3,04 fm, Lärche. N, 2b Kl. 1 St. - 0,37 fm. Weymouthskiefer. N, 3a-Kl. 1 St. 1,13 fm, Fichte, A, 4b-Kl. 1 St. = 1,63 fm, A, 5. Kl. 2 St. = 3,83 fm. Derbstangen, Fichte 1. Kl. 17 St., 2. Kl. 6 Et., 3. Kl. 12 St., Reisstangen 4. Kl. 10 St. Rulzscheiter 2. Kl. Eiche 4 rm (3 rm 2,5 m lang, 1 rm 1,25 m L, gesp.), Weymouthskiefer 2 rm (2,50 m lang, rund). Lrennholz. Scheiter, rm, 1. Kl. 166 Buche, 20 Eiche, 21 Kiefer, 10 Weymouthskiefer, 7 Fichte 2. Kl.; Knüppel, rm, 90 Buche, 41 Eiche, 146 Kiefer, 16 Weymouthskiefer, 24 Fichte, Reisig 1. Kl., rm, 3 Kiefer, Reisig, 2. Kl., rm, 80 Buche, 80 Eiche, 3. Kl. 192 Buche, 36 Eiche, 60 Kiefer. Das Nutzholz wird zuerst versteigert. Brennholz mit blau unterstrichenen Nummern kommt nicht zur Versteigerung. Auskunft erteilt Herr Förster Bing zu Treis a. d. Lda., auch über das zu versteigernde Nutzholz, sowie das Forstamt, bei dem Nummerverzeichnisse des Nutzholzes erhältlich sind. Gießen, den 20. Januar 1931. Hessisches Forstamt Gießen. Nutz- und Brennholzversteigerung Freitag, den 30. Januar d. 3., vormittags 10 Uhr, werden im Saale des Gastwirts Hock zu Weickartshain versteigert: 1. Nutzholz, Stämme, Gütekl. N, Eiche: Kl. 2 1 St., 0,59 fm, Kl. 3 6 St., 3.48 fm; Buche: Kl. 4 2 St., 1,81 fm; Fichte: Kl. 1a 15 St., 2,94 fm, Kl. 1b 36 St., 12,42 fm, Kl. 2a 12 St., 6,09 fm, Kl. 2b 5 St., 5,47 fm; Gütekl. F, Kl. 2a 1 St., 0,46 fm; Derbstangen, Fichte: 1. Kl. 28 St., 2. Kl. 32 St., 3. Kl. 10 St.; Nutzscheitholz, Eiche: 2. Kl. 6,6 rm; Birke 2. Kl. 4 rm. 2. Brennholz, Scheiter, Buche: 87,4 rm 1. Kl., 5,1 rm 2. Kl.; Eiche: 12,9 rm 1. Kl., Kiefer: 2 rm 1. Kl.; Fichte. 30,2 rm 2. Kl.; Knüppelholz, Buche: 26,9 rm; Eiche: 50,7 rm; Esche 0,7 rm; Birke 2,5 rm; Erle Inn; Aspe 2,1 rm; Kiefer 1,6rm; Fichte 14 rm; Reiserholz 3. Kl., Buche 94 rm; Eiche 52 rm; Birke 5 rm; Stockholz, Buche Nutz- und Brennholzversteigerung Montag, den 26. Januar 1931, nachmittags 1 Uhr, wird in der Wirtschaft „Zur Krone", dahier, nachstehendes Holz aus den Distrikten Lach und Finkenholz vcr- Holzsubmisston. Freitag, den 30. Januar 1931, anschließend an die Fischereioerpachtung, sollen aus den Waldungen der Stadt Allendors/Lda. (Försterei II), Forstort Lehmgrube, Rabenauer Straße, Läus- koppel und Kaulsköppel nachstehende Holzsortimente im Submissionswegc vergeben werden: Langholz (Güteklasse N). A. Montag, den 26. Januar 1931, 914 Uhr beginnend, aus den Abteilungen 91a, 6 92 und 94 des Stadtwaldes, Försterei , hochwart: Holzversteigerungsn der Gemeinde Laubach. 1. Mittwoch, den 28. Januar, vormittags 10.15 Uhr, im Gasthaus „Zur Traube" zu Laubach aus den Distrikten Senges 4 und 5, Höll 9b, Gaulskopf 10, Buchwald 19c, 19b und 7 rm Scheiter: Buche 53, Eiche, rund 1, gespalten 5, Hainb. 2, Birke 3, Kiefern 4, Fichte 57 rund, 7 gespalten. Knüppel: Buche 334, Hainbuche 3, Eiche 1. Kl. 80, 2. Kl. 41, Kiefern 31, Fichte 74. Knüppelreisig: Buche 9, Eiche 1. Reisig: Buche 9. Stöcke: Buche 136, Fichte 12. Beim Buchenscheitholz 1. Kl. und Buchenreisig kommen nur die blau unterstrichenen Nummern zum Ausgebot. Auskunft erteilt Förster Grünnig, Freienseen. 647V 2. Freitag, den 6. Februar, vormittags 10.15 Ahr, im „Schühenhof" Nutz- und Brennholz aus den Distrikten Wann 10a und 10c, Rother-Stahl 7, 8 und 15b, Alte Ziegolhütte 1b, Einfürste 5. Derbstangen: Luche 3 Stück, Fichte 3. Kl. 110 St., Reisstangen 4. Kl. 552 St., 5. Kl. 760 St., 6. Kl. 660 St., 7. Kl. 1190 Stück. Buche-Ruhscheit 2 rm. Scheiter, rm, 1. Kl. 496, Fichte 2. Kl. 4, rund, Knüppel, 1. Kl., Buche 307, Eiche 13, Fichte 4, Lärche 23. Reiserholz 2. Kl. (Schichthaufen), Buche 118, 3. Kl. Astreiser 7. Stöcke, Buche 80. Blau unterstrichene Nummern werden nicht versteigert. Auskunft erteilt Förster 9teus, Laubach. Laubach, den 23. Januar 1931, Hessische Bürgermeisterei. H ö g y. Nutz- und Brennholzversteigerung im Licher Stadtwalde. In den Distrikten Ettingsheuserkopf, Lindenseif, Kronau und Sauloch werden nach vorheriger Zusammenkunft am Ausgang des Kleinheuserbergs an der Pro- vinzialstraße nach Nieder-Bessingen am Donnerstag, dem 29. Januar d. 3.» vormittags 10 Uhr, versteigert: 656V Scheiter, rm: Buchen 80, Kiefern 18, Fichte 16. Knüppel,, rm: Buchen 50, Eiche 32, Weichholz 15, Kiefern 9, Fichte 26. Reisig, Wellen: Buchen 1300, Eichen 1600. Stöcke, rm: Buchen 18, Fichten 24, Kiefern 30. Von den Buchen- und Eichenreisig sind 2200 Stück prima Forstwellen. Ruhreisknüppel, rm: Fichten 8 (3 m u. 1,55 m lang). Rcisstangen: Fichten 275 Stück. Die Reisstangen stammen aus vorjähriger Ernte. Dieselben sind geschält und eignen sich vorzüglich zu Wagnerholz, Obstbaumstüßen und Spalicrholz. Desgleichen die Nußrcisknüppel. Günstige Zahlungsbedingungen. Lich, den 22. Januar 1931. Hess. Bürgermeisterei Lich. Geil. Derbstangen: Eiche (Deichsel) 27 Stück 1., 2., 3. Kl. Ruhscheit: Eiche (rund) 18 rm (1,25 und 2,20 m lang). Stämme: Kiefern: 1 Stück 2b-Kl., 0,99 fm „ 3 „ 3a- „ 2,95 „ Stämme (Langholz und Abschnitte): Fichte: 42 Stück 3a-Kl., 68,20 fm 22,2 rm Buchen- und Eichenstöcke 100 Fichten-Bohnenstangen (7. Kl.) Zusammenkunft: 12. Schneise, am krummen Weg. C. Freitag, den 30. 3anuar 1931, 9% Ahr beginnend, aus Abt. 90a des Stadtwaldes, Försterei hochwart: 23,0 rm Buchenscheiter 1. Kl. 103,0 rm Eichenscheiter 1. und 2. Kl. 8,4 rm Buchenknüppel 46,0 rm Eichenknüppel 380 Wellen Buchenreisig 2,0 rm Eichen-Nutzrundscheiter (1,25m lang) 1,0 rm Eichen-Nußscheiter (gespalten, Nutzfcheit: Fichte 2. Kl. rund 2,50 m lang = 6 rm Nntzknüppel: Fichte 3 m lang = 20,5 rm II. Brennholz. Scheit: Buche = 264,5 rm, Eiche — 2 rm, Fichte — 12,5 rm Knüppel : Buche = 147 rm, Eiche — 10,8 rm, Kiefer = 1,5 rm, Fichte — 7 rm Reisig: Buche — 194 rm, Fichte = 5 rm . Stöcke: Buche = 45,5 rm, Fichte = 1 rm Tie Zusammenkunft ist vormittags 10,30 Uhr auf dec Heerstraße (Allendorf— Climbach) am Allertshäuser Weg. drenOolzversteigerungen der Stabt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen Vergebung von Abbrucharbeiten Stämme, Güteklasse N: Buche: 1 Stück 5. Kl., 1,81 fm Eiche: *7 „ 1. „ 1,08 „ „ 29 „ 2. „ 9,98 „ „ 14 „ 3. „ 9,54 „ „ 1 „ 4. „ 0,66 „ „ 4 „ 5. „ 4,80 ., Jagd-Verpachtung. Samstag, den 31. JanuLr 1931, nachmittags 4 Hthr, soll in der ottHr Schule, dahier, die' 3ogd der Gemeinde Daubringen. bestehend in zirka 79 Hektar Wald und 258 Hektar Feld, auf neun Jahre weiterverpachtet werden. Die Bedingungen werden vor der Verpachtung bekanntgegeben. Daubringen, den 20. Januar 1931. Hessische Bürgermeisterei. Preis. 622V unterhalb Weiperfelden, am Eingang des Markwaldes. 631V Cleeberg, den 21. Januar 1931. Der Bürgermeister: Höhn. 3a* „ 3b* „ Fichten: 2b- „ 3a* „ Das Holz ist mit Brennholz. Scheiter rm: Buche 302, Hainbuche 5, Eiche 14, Kirschbaum 3. Knüppel rra: Buche 165, Hainbuche 67, Eiche 173, Nadelholz 14,1. Knüppelreisig rm; Eiche und Buche 44,7. Reisig rm: Buche 80, Hainbuche 69, Eiche 117. Stöcke rm; Buche, Hainbuche u. Eiche 21. Ruhholz. Stämme: Esche 1. und 2. Kl. 4 Stück = 0,61 fm; Birke 2. und 3.Kl. 2 St. = 1 fm; Lärche 2a- und 2b-Kl. 4 St. = 1,8/ fm. Derbstangen: Esche 1., 2. und 3. Kl. 11 St.; Fichte 1. Kl. 43 St., 2. Kl. 64 St.; 3.Kl. 49 St.; Bohnenstangen 7.Kl. 1152 St.; Fichtennuhreisig 19 rm. Ruhscheiter und Ruhknüppel: Eiche, Hainbuche und Buche (2,2 und 1,25 m lang) 18 rm. Günstige Zahlungsbedingungen. Langsdorf, den 22. Januar 1931. Hessische Bürgermeisterei Langsdorf. K n e i p p. 3b- „ 67,71 4a- „ 24,93 4b- „ 19,85 5. „ 2,25 ^Birke.BrBDnessel|aÄS:f Grundstoffe der Natur™ Rezepten das echte Birkenwasser „Maiengold“ für blondes Haar, */4 Ltr. RM. L- und echtes Brennesselhaarwasser für fettiges Haar, 1/i Ltr. RM. 0.75 gewonnen wird. Fein parfümiert. Haarausfall, Schuppen u. lästig. Kopfjucken verschwinden. Keine teure Verpackg.! Flaschen mitbringen! 7391 v Zu haben: Universitäts-Apotheke z. goldenen Engel, Marktplatz. 2a-Klasse 61 Stück — 25,51 fm 2b- 45 = 27,55 3a* 6 = 5,41 1b* 12 ff = 2,78 ff 2a- 27 = 13,26 2b* 35 = 35,60 3a* 28 = 40,51 ff 3b- ff 10 ff = 19,83 ,, lb-Klasse 1 Stück — 0,25 2a- „ 7 „ --- 3,48 2b* „ 22 „ = 17,26 3a« „ 18 „ =21,39 3b- „ 13 „ = 22,52 4a* „ 6 „ = 14,23 4b« „ 2 „ = 5,76