Nr. §5 Erster Matt 181. Jahrgang Montag, 23. Zebruar 1931 6r|d)emi täghcty,außer Bonntags und Feiertag» Beilagen Die 3Du|trrerte _ Gießener FamütenblLtter Heimat >m Bill» Die Scholle monatS'BejugsDrets: 2.20 Reichsmark und 30 Retchspfenntg für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen emzelnerNummern infolge höherer Gewalt. $ernlo?ed)anld»lfif|e enterSammelnummer2251 Lnfchrtfl für Drahtnachrichten anjetger •ießen. poßfcheittonro: $ta»ttnrt am Main 11686. Neheim Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vnicf und Verlag: vrühl'fche Untverstiüir-Vuch- und Stetnörncferel S. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschästritelle: SchiMraße 7. annagme von anjeigeti für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mar Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Reklameanzeigen von 70u re Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20", mehr. Thefredakteur Dr Frudr Wilh. Lange. Deranttoortlich für Politik Dr Fr Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil Max Filter, fämtlid) in (Biehen Ein politischer Propagandasonntag im Reich. Oie NSDAP. Hitler spricht über den Ideengehalt dcs Nationalsozialismus. Braunschweig, 22.Fcbr. (TU.) Auf dem Parteitag des Gaues Siid-Hannooer-Braunschweig der NSDAP, sprach Hitlcram Sonntag über den Ideengehalt des Nationalsozialismus Biele sagten von der nationalsozialistischen Idee könne man nicht leben, die Wirklichkeit sei hart, und es sei in ihr kein Platz für ideelles Handeln. Der Gegner aber erringe mit feinem Realismus quch keine Erfolge. Er habe das Volk bewußt von Idealen entfernt, ohne ihm dafür Reales zu geben. Statt des versprochenen Paradieses sei die Hölle gekommen. Daher gehe durch das Volk eine große Unsicherheit und Nervosität und selbst die Vertreter der marxistischen Idee seien unsicher. Das Proletariat, steige nicht auf, wie ihm verheißen worden sei, sondern es sinke mit den anderen Ständen immer tiefer. Die Nationalsozialisten träten für den Idealismus ein, weil der höchste Idealismus zugleich der größte Realismus fei. Die Ursache der Nervosität im Volke sei eben, daß die Menschen materiell und ideell unbefriedigt seien. Infolge dieser Unsicherheit verstünden sich die Menschen gegenseitig nicht mehr. Das Volk beginne zu fühlen, daß es s o nicht mehr weitergehe. Millionen seien einem ungewissen Schicksal auögeliefert. 40 000 000 Deutsche besäßen das Wahlrecht, wieviele von ihnen wüßten aber wirklich, was notwendig sei Die jetzige politische Leitung habe aber ein Interesse daran, die Dinge zu komplizieren, damit das Volk den einfachen und klaren Weg nicht fehe. Das deutsche Volk verlange einen bestimmten Lebensstandard und einen Anteil an den Kulturgütern, der dem entspreche, was es der Welt an Kultur schenke. Unsere Bodcnfläche könne uns nicht das zum Leben geben, was wir brauchten. Die Verkaufsmöglichkeiten in der Welt seien so gesunken, daß auch Deutschland seine Erzeugnisse nicht absetzen könne. Das Proletariat hungere dort am meisten, wo cs regiere. Jeder deutsche Nationalist könne jedem Wationaliften eines anderen Landes die Hand reichen, solange dieser nicht Deutschland schädigen wolle Im Kampf um das Leben müsse ein Volk geschlossen seine Kraft als Nation einsetzen. Aber das Feld sei nicht nur zu bestellen, sondern auch zu schützen und wehe dem Volk, das vergesse, daß Pflug und Schwertaus ein und de ms e l b c n 3)1 c t a 11 fei. Nicht im Schwert allein liege die soldatische Kraft, denn über allem schwebe der Geist Die Nationalsozialisten seien die Kreuzritter einer Idee, die uralt sei und die Menschen immer beherrscht habe. Je schwerer aber der Kampf fei, um so größer wurden Sieg und Lohn werden. Die Deutsche Volkspartei. Diugeldey spricht über die drängenden Arbeiten des Kabinetts Brüning. Braunschweig, 23. Febr. sTÄ.) Auf dem Wahlkreisvertretertag der Deutschen Volkspartci für Süd-Hannovcr°Braunschweig sprach dec volkspartciliche Parteiführer Abg Dingel- d e Y über die politische Lage. Die Bot erfordere es, Hanbanzulcgcn und die Verantwortung zu tragen. Man müsse dabei auf populäre -Der- sammlungserfolge und Massendemonstrationen verzichten, um die bitteren Rotmaßnahmciu die jeden einzelnen zwängen, von seinem Lebens- standard herabzugchen, durchzusühren. Diese Maßnahmen müßten in ein cm noch Di c l schnelleren Tempo a l s bisher durchgeführt werden. Reichskanzler Dr. Brüning habe den Beweis erbracht, daß er in einer Abkehr von sozialistischen Ideen bereit sei, diese Maßnahmen durchzuführen. Die Deutsche Volkspartei habe zum Reichskanzler das Vertrauen, daß der We h r e t a t nicht angetastet werde. Einsparungen seien möglich, ohne die Rechte der De amt en zu kürzen durch Beschneidung der Mittel, die heute noch in teilweise recht erheblicher Weise allen Verwaltungsinstan- zen zur Verfügung ständen. 3n der Landwirtschaft müsse die Preishöhe der Erzeugnisse in Einklang mit den Produktionskosten gebracht werden. Im Osten sei die Rettung der Landwirtschaft von besonderer Wichtigkeit Die Landwirtschaft müsse aber auch an die Selbsthilfe denken. Die Arbeitslosigkeit sei zu bekämpfen durch freie Vereinbarung zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern. ferner müßten die Betriebe sehen, ob sie unter Verkürzung der Arbeitszeit verbunden mit wirtschaftlich gerechtfertigten Lohnen und Gehältern, neue Arbeitskräfte einstellen konnten. Eine Reuregelung der T r i_b u t f r a g e n sei nicht möglich ohne innere Sanierung der Finanzen. Ferner gelte cs, die c t e t - lung des Reichspräsidenten und die Stellung des Reichsfinanzministers zu stärken. Das jetzige W a h l a l t e r müsse hinaus- gesetzt werden. Das Zentrum. Wirth fordert prattische Mitarbeit am Rettungswerk. Breslau, 22. Febr. (WTD.) Die Zentrumspartei veranstaltete eine Kundgebung, auf der ReichsinnenminiKer Dr. Wirth sprach. Unsere finanzielle Lage sei schwer, aber nicht so, daß heute von einer Katastrophe gesprochen werden könne. Mit ihrem Auszug aus dem Reichstage entziehe sich die Rechte der Mitarbeit und der Verantwortung. Das Zentrum habe in allen Kämpfen niemals die Sorge um den Staat aus den Augen gelassen. 3n der Ost- fr a g e sei die Grenze für die mögliche Hilfe gegeben durch die finanzielle Leistungsfähigkeit. Bei der HUse für die Landwirtschaft müßten die Interessen von Produzenten und Konsumenten ausgeglichen werden. Man könne auch nicht die gesamte Handelspolitik in Frage stellen. Ein Vergleich etwa der Gelreidepreise in Deutschland und auf dem Weltmarkt zeige, was für die Landwirtschaft bereits getan worden sei. Dr. Wirth wies auf d i e Welle des Radikalismus hin, die durch das Volk gehe. Der Kapitalismus in seiner heutigen Form sei Gegenstand der Krise. Aber angesichts der augenblicklichen Probleme — Arbeitslosigkeit usw. — sei nicht zu wählen zwischen Kommunismus und liberalem Individualismus, sondern es gelte, praktisch Hand an zu legen, um dem Volk das Leben zu sichern. Mit Schlagworten sei unserer Lage nicht beizukommen. Die seit dem 14. September Deutschland entzogenen zwei Milliarden Auslandgelder würden nicht unter der Devise „Brechung der Zinsknechtschaft" zurückkehren, sondern nur bei einer vernünftigen Wirtschaftspolitik Vertrauen zu der Arbeit der Regierung sei notwendig. Das Erbe einer neuen Katastrophe würde nicht der Rationalsozialismus. sondern der Kommunismus antreten. Daher hätten gerade die bürgerlichen Kreise allen Anlaß, der Regierung wohlwollend gegenüberzustehen. Das große Erbe, das wir übernommen haben, sei die deutsche Einheit, das große nationale Ziel, die Freiheit des deutschen Vaterlandes. Rur auf einer kräftigen staatlichen Autorität, einer Willensbildung aus dem Volk heraus könne die Kraft zur Lieber« Windung der Rot kommen. Das Reichsbanner. Hörsing über die neugebildcte Schutz- sormation. B e r l i n, 22. Febr. (ERB.) Das Reichsbanner veranstaltete aus Anlaß des 7. Gründungstages der Organisation eine Kundgebung. Die neugebildete Schuhformation (Schufo) marschierte zum erstenmal in der Oessenllichkeit auf. Der Lustgarten war, da mit Störungsversuchen gerechnet werden mußte, schon gegen 14 Llhr von der Polizei ab geriegelt worden. Der erste Vorsitzende des Reichsbanners, Oberpräsident a. D. H ö r s i n g, teilte in einer Ansprache mit, daß bereits 160 000 Mitglieder im Lause der letzten Monate aus den Reihen des Reichsbanners herausgezogen und einer besonderen Ausbildung für die sogenannten Schutz- formationen unterworfen worden seien. Es handele sich nicht um Soldatenspiekerei, sondern um eine Rotwehr- und Abwehrhandlung. Ein Bürgerkriegerfolg der innenpolitischen Gegner sei von heute ab unmöglich. Das Reichsbanner stehe bereit, jedem Rus der legalen Staatsgewalt zu folgen als Helfer der legalen Machtmittel des Staates. Seit Monaten werde er gedrängt, dem Reichsbanner auch ein politisches Programm zu geben. Rach wie vor lehne er dies strikt ab. Das Reichsbanner könne seine besondere Aufgabe nur erfüllen, wenn es die überparteiliche Schuhorganisation der Republik und der Demokratie bleibe. Der Rega- tion der extremistischen Parteien werde das Reichsbanner die Front des Positiven entgegenstellen. Ein Kriegsplan zur Riederringung der Arbeitslosigkeit müsse das Programm werden. Hörsing richtete dann an alle verantwortungsbewußten Republikaner die Ditte: Organisiert die geistige Erneuerung der Republik. Gebt uns konstruktive Ziele. Das ist die Forderung des Dundes. Deim Aufmarsch zu der Demonstration im Lustgarten sowie nach deren Deendigung versuchten an verschiedenen Stellen kommuni st ische Störtrupps von 20 bis 150 Mann unter Absingung der Internationale gegen den Lustgarten vorzustoßen. Die Polizei sah sich genötigt, in der Umgebung des Lustgartens mehrfach Abriegelungen vorzunehmen und mit dem Gummiknüppel vorzugehen. politische Zusammenstöhe in Braunschweig. D r a u n s ch w e i g , 22. Febr. (WTD.) Aus Anlaß ibres Gautages für Sü dhanno ver-Draun- schweig, veranstalteten die Rationalsozia- listen am Samstagabend einen Fackelzug. Für andere Verbände bestand Llmzugsver- b o b Dei dem Umzug durch die Stadt kam cs mehrfach zu Zusammenstößen mit poli- tis chen Gegnern, es gab auf beiden Seiten Verletzte. In der Innenstadt herrschte bis in die Rachtftundcn Unruhe. Ansammlungen wurden von der Polizei zerstreut. Im Lause der Rächt kam es zu weiteren Zwischenfällen. In einer Gastwirtschaft in der Aähe des Hauptbahnhofes sollen Leute versucht haben, Möbelstücke zu zertrümmern und die Wirtin zu miß- handcln. Am Landestheater und an der Garnisonkirche waren von unbekannten Tätern, vermutlich Kommunisten, rote Fahnen aufgezogen worden. Wegen verbotenen Waffentragens wurden vier Teilnehmer an den Ausschreitungen verhaftet, zwei von ihnen hatten geladene Pistolen bei sich. Schwere kommunistische Ausschreitungen in Wolfenbüttel. Wolfenbüttel, 22. Febr. (WTD.) Trotz des Verbotes politischer Demonstrationen hatten sich etwa 1000 Kommuni ft en aus Hannover, Lehrte, Peine und anderen Orten hier eingefunden. Die Polizei, verstärkt durch Landjägerbeamte, versuchte, die auf Lastkraftwagen Ankommenden abzudrängen. Dabei wurde sie mit Steinen beworfen, wodurch ein Beamter verletzt wurde. Die Polizei ging darauf mit Gummiknüppeln und.dcm Gewehrkolben vor, wobei acht Personen Verletzungen erlitten. Eine Abteilung von zwölf Polizcibcamten war von den Kommunisten cingeschlossen worden. Zwecks ihrer Befreiung war ein Truppenkommando in einiger Entfernung vom Schauplatz bereitgestellt worden, das aber nicht in Tätigkeit zu treten brauchte, da die Kommunisten die das Anrücken bemerft hatten, alsbald die Flucht ergriffen. Eine Anzahl Demonstranten wurde fcst- genommen. Set Reich-Präsiden» fordert praltische Marbcil. Oie Oeutschnationalen und die Ostgesehe. Berlin, 21.Febr. (WTB.) Der deutschna. tionafe R e i ch s t a g s a b geo r d ne I e Wege (Ludwigsdorf) hat an den Herrn Reichsprä- identen ein in einem Teil der Presse veröffentlichtes Schreiben gerichtet, in dem er u. a. an den Herrn Reichspräsidenten die dringende Bitte richtet, dafür Sorge zu tragen, daß ungesäumt etwas Durchgreifendes für die Landwirt- chaft, insbesondere des Ostens, ge- chehen möge. Der Herr Reichspräsident hat hierauf dem Abgeordneten Wege folgende Antwort erteilt: Sehr geehrter Herr Abgeordneter? von Ihrem Schreiben vorn 18. Februar habe ich mit vollem Verständnis für die im Landvolk der Grenzmark herrschende sorgenvolle und ernste Stimmung Kenntnis genommen. Ich versolge die Lage der deutschen Landwirtschaft mit besonderem Inter- esse und begleite alle brauchbaren Bot- chläge zur Besserung der Rot namentlich im Osten mit tätiger Mitarbeit. Durch die in den letzten lagen vom Reichskabinett verabschiedeten Gesetzentwürfe soll dem Osten und durch weitere vor der Verabschiedung stehende Maßnahmen der deutschen Landwirtschaft insgesamt eine durchgreifende und alsbaldige Hilfe gebracht werden. An meiner Mitwirkung hierbei hat es bisher nicht gefehlt und wird es auch künftig nicht fehlen. Leider muh ich aber zur Zeil Ihre und Ihrer Jraftionsfol- legen praktische Mitarbeit bei der Gesetzgebung des Reiches vermissen. Ich muh daher ihren Appell an mich»damit erwidern, dah ich an Sie und Ihre Parteifreunde den dringenden Ruf richte, bei den bevorstehenden, für die deutsche Landwirtschaft lebensroid)tigeii gesetzgeberischen Arbeiten nicht abseits zu stehen, sondern tatkräftig m i t; u h e l f e n. Mit freundlichen (Brüfjen! (gez.) von Hindenburg. OaS ReichSkab.neit berät die Agrarvorlage. Berlin, 21. Febr. (ERB.) Reichskanzler Dr. Brüning ist von einer leichten Unpäßlichkeit wiederhergestellt. Unter seinem Vorsitz fand die vorgesehene Kabinettssihung statt, an der auch der inzwischen nach Berlin zurückgekehrte Reichsbankpräsident Dr. L u t h c r teilnehmen konnte. Im Vordergründe der Erörterung standen vor allem die genossenschaftlichen Probleme, die mit den, Reichsvcrband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften in der Reichskanzlei ausführlich burchgcsprochen waren. Für Anfang der Woche ist eine eingehende Aussprache der zuständigen Stellen mit dem Ziele der Zinsverbilligung in Aussicht genommen. Die agrarpolitischen Beratungen des Reichskabinetts werden Montagvormittag fort- | gesetzt. Die Schüsse auf den König von Albanien. Augenzeugenbericht über das Attentat. Die Borgänge vor ver Wiener Lper. Wien, 21. Febr. (WTD.) Der albanische Legationsrat Pascal Saraci, der der Suite des Königs Zogu zugeteilt ist, machte einem Mitarbeiter der „Reuen Freien. Presse" über das Attentat folgende Mitteilung: Als der König nach der Vorstellung in der Oper mit seinem Adjutan- König Achmed Zogu von Albanien. - ten, Major Topollaj, und Hof Minister Ciba f) o to a das unmittelbar vor dem Seitenausgang stehende Auto bestieg, begab ich mich mit dem Abgeordneten Abduraman und Leibart Dr. D a s ch o zu bem zweiten Wagen. Ich hatte den Wagen noch nicht erreicht, als ich zwei Schüsse hörte. Ich lief sofort zurück und beim dritten Aufleuchten zog ich meinen Revolver und schoß zweimal in die Richtung, aus der der Feuerschein kam. Zur selben Zeit fielen auch aus dem Auto des Königs Schüsse, die von Hofminister Libahowa abgegeben worden waren. Dald darauf sah ich zwei Individuen mit Revolvern in den Händen nach der anderen Seite hin f l ü ch t en. Ich wandte mich um, um zu sehen, ob der König noch im Wagen sei und bemerkte, wie Major Topollaj dem Könige beim Aussteigen helfen wollte. In demselben Augenblick sank der Major tot zusammen. Die Schüsse, die dem König gegolten hatten, hat Major Topollaj dadurch, daß er sich vor den König stellte, aufgefangen und dabei fein Leben eingebüht. Der König wandte sich nun um und ging mit ruhigen Schritten mit dem Minister Libahowa in das Operngebäude zurück, wo Libahowa erst entdeckte, daß er selb st verwundet sei. Als ich sah, dah der König heil sei, wollte ich den Schauplatz des Attentats verlassen, fiel aber dabei zu Boden. In dem Augenblick, als ich mich erhob, stürzten Passanten und Polizisten mit gezogenen Revolvern auf mich zu, da sie,mich zweifellos für einen der Attentäter hielten. Aus der Menge wurde gerufen, man möge mich lynchen, und ich habe es nur der zahlenmäßig starken Wache zu verdanken, dah ich nicht zu Schaden kam. Man brachte mich zur Polizei, wo ich mich nach einer Viertelstunde, nachdem ich mich legitimiert hatte, entfernen konnte, Nce Attentäter. Ausweisung der albanischen Emigrantcu. Wien, 21. Febr. (WTB.) Noch im Laufe der Nacht wurden mehrere albanische Emigranten verhaftet und in ihren Wohnungen Haussuchungen vorgenommen. Die beiden verhafteten Täter, frühere albanische Offiziere, erklären, daß sie nur aus politischen Gründen gehandelt hätten. Der eine der Täter, Gjelossi, behauptet, daß er das Attentat ohne Einvernehmen mit anderen Personen begangen habe. Der andere Täter, Aziz Kami, erklärte, daß er gemeinsam mit Gjelossi bereits Tage vorher beschlossen hatte, ein Attentat auf den König auszuüben. Im Besitze Aziz Komis wurde ein Trommelreoolver gefunden, dessen sieben Patronen sämtlich abgeschossen sind, bei Gjelossi eine Mauserpistole, aus der zwei Schüsse abgegeben worden sind. Die Untersuchungen ergaben wichtige Verdachtsmomente für die Mitschuld des albanischen Kaufmann^ QuiazimMullety. Mullety mußte zugeben, daß er in unmittelbarer Nähe des Tatortes weilte. In dem Schönborn-Park, den Mullety passiert haben mußte, wurde ein geladener Revolver gefunden. Der Journalist AngielinSuma erscheint ebenfalls verdächtig. Suma hat Gjelossi wiederholt, und zwar erst gestern einen größeren Geldbetrag üoergeben. Mullety und Suma wurden gleich- falls dem Strafgericht eingeliefert. Die gesamte Kolonie der albanischen Emigranten wird aus Oesterreich ausgewiesen, da sie das der Polizei gegebene Versprechen, nichts gegen König Zogu zu unternehmen, nicht gehalten hat. Die Staatspartei fordert Abbau der Zentralbehörden in Hessen. Frankfurt a. M„ 22. Februar. (255)1) Der Landesvorstand Hessens bet Deutschen Staatspariei beschäftigte sich nach einem Referat des Abgeordneten Schreiber mit dem hessischen Slaatsvoranfchlag für 1931. Ls wurde nachfolgende Entschließung einstimmig angenommen: „Die durch den vorgeleg- tcn Etat geschaffenen schweren Belastungen, wie sic sich namentlich in der Auferlegung erhöhter Steuern und in der Kürzung der Beamtengehälter darstellen, sind nur dann erträglich, wenn gleichzeitig eine durchgreifende Bcr- waltungsreform, insbesondere auch durch Verminderung und Abbau der 2Ninist e r i e n beschlossen und durchgesührt wird, wird dies nicht erreicht, so sind nach Ansicht des Landesvorstandes die Voraussetzungen nicht mehr gegeben, unter welchen die Staats- partei die Mitverantwortung für die Regierung tragen kann. Der Landesvorstand ist weiter der Ansicht, dah es eine Verkennung der grundlegenden politischen Rotwendigkeiten ist, wenn die Inangriffnahme und Durchführung der Reichsreform weiter verzögert wird. Der Landesvorstand fordert daher, für die Reichsreform tatkräftig einzutrctcn und dafür zu sorgen, dah diese Frage nicht mehr aus der politischen Debatte verschwindet." Industrie und Arbeiislosenproblem. Berlin, 21. Febr. (CNB.) Der Hauptausschuß des Reichsverbandes der Deutschen Industrie beschäftigte sich mit der Arbeitslosenfrage. Nach einem Referat des Reichsarbcitsministers Stcgerwald wurde in eingeheirüer Aussprache ein gesetzlicher Zwang zur Verkürzung der Ar- b e itsze it einmütig ab gelehnt. Zur Begründung dieses Standpunktes wurde ausgeführt, dah eine schematische und generelle Verkürzung der Arbeitszeit kein genügendes Mittel zur Verringerung der Arbeitslosigkeit sei, eine derartige Maßnahme im Gegenteil in ihren Folgen die Arbeitslosigkeit aus Gründen, die der Oeffentlichkeit wiederholt dargelegt seien, nur vergrößern würde. Oie Oemottstraiion mit der Schreckschußpistole. Berlin, 21. Febr. (CNB.) Der Rentner Schmitt, der am Freitag mit einer Schreck- schußpistole geschossen hatte, ist von der Ab- teilung IA des Polizeipräsidiums auf freien Fuß gesetzt worden. Schmitt wieS darauf hin. daß ihn nur d i e furchtbare Not. in der er und seine Altersgefährten leben, zu dieser lärmenden Demonstration veranlaßt hätte. Er habe keineswegs die Absicht gehabt, ein Attentat zu verüben oder einem Menschen nahezu- treten. Die Polizei sah bei dein hohen Alter Schmitts und bei seiner verzweifelten Vermögenslage von der Verhängung eines Strafmandates« ab und entlieh den alten Mann, der nunmehr in seine Heimat zurückkehren will, lediglich mit einer Verwarnung. Kleine politische Nachrichten. Der Reichstag erledigte am Samstag die zweite Beratung des K r i e g s l a ft e n e t a t s , des Etats der R e i ch s f ch u l d, des Versorgungsetats und des Etats des R e ch n u n g s h o f s und des Reichssparkommiffars. Für Montag ist die zweite Beratung des Haushalts für Ernäh- • rung und Landwirtschaft auf die Tagesordnung gefetzt worden. Der nationalsozialistische Parlamentsdienst bezeich- * net die Behauptung, daß der bisherige Landvolkab- gcordncte Dr Wendthausen sich der NSDAP. r angeschlossen habe, als falsch In der nationalsozialistischen Korrespondenz wird weiter erklärt, die Abg. Dr. Wendthausen, v. Sybel und Sieber bildeten nach wie vor eine selbständige bäuerliche Gruppe. Der Eigentümer von Forms Hotel in Oppeln hat zu den Meldungen von einem be- - vorstehenden Verkauf des Hotel san Polen die Erklärung abgegeben, dah ein solcher Verkauf n i ch t in Frage käme. Er bestätigte aber, daß inan sich von polnischer Seite zweimal an ihn gewandt habe, um ihn zu einem Verkauf des Gruirdstücks bzw. zu einem Tausch zu " veranlassen. Das polnische Generalkonsulat in Beuthen hat ebenfalls ein Dementi verbreitet, wonach die Nachrichten über Verkaufsverhandlungen mit dem Polenbund bzw. dem Generalkonsulat nicht den Tatsachen entsprächen. Der Einwanderungsausschuh des amerikanischen Nepräsentantenhauses nahm einen Antrag auf Abänderung des Einwanderungsgesetzes an, durch die künftig nicht nur Anarchisten, sondern auch Kommuni st en von der Einwanderung ausgeschlossen werden sollen. Kunst und Wissenschaft. Hellie Melba s. Sidney (Australien), 23. Febr. (WTB. Funkspruch.) Die berühmte australische Sängerin Äil - l i e Melba ist heute g e st o r b en. — Nellie Helene Mitchell — dies ist der eigentliche Name der Künstlerin — wurde am 19. Mai 1861 in Burn- ham bei Melbourne in Australien geboren. Ihr Vater war Schotte, die Mutter spanischer Abkunft. Schon mit sechs Fahren wirkte sie in einem Kirchenkonzert mit. wobei ihre schöne Stimme auffiel, in ihren Mädchenjahren errang sie ihre ersten Erfolge. Die Ernennung ihres Vaters zum australischen Kommissär für die Weltausstellung in Paris führte sie 1886 dorthin, wo sie bei Frau Mathilde Marche sie die Nollen studierte, in denen sie bald berühmt werden sollte. Mit ihrem ersten Vühnenauftreten 1887 als „Gilda" in „Nigoletto" in Brüssel war dies mit einem Schlag der Fall. Ihrer Vaterstadt Melbourne zu Ehren nahm sie damals den Namen Melba an. Seitdem sang sie mit immer steigendem Erfolg diesseits und jenseits des Ozeans alle großen Nollen älterer und neuerer Opern, sowie zahlreiche Liederkompositionen. Ihre größten Triumphe feierte sie wohl, als sie 1903 nach Australien zurückkehrte. 2leben vielen anderen Ehrungen ist Frau Melba seit 1918 Inhaberin des Kommandeurkreuzes des Ordens vorn Britischen Reich und hat vom eng- lischen König die höchste an Künstlerinnen zu vergebende Auszeichnung, den Titel „Dame" Der- liehen bekommen. Im Jahre 1924 entsagte sie ihrer Sängerlaufbahn und kehrte nach Australien Z2TodesopserdekSwbeMastrophejiiLschweiIer Oer erste Bericht des LlnfallausschuffeS. Vermutlich folgen einer Kohlenstaub-Explosion. Aussichten für Dienstag: Leicht wolkig oder dunstig, sonst vielfach klar und heiter, trocken, nachts Frost, tagsüber Temperaturen über Null. Aussichten für Mittwoch: Wenig Aende- rung der Wetterlage. Oie Wetterlage. E s ch w e i l e r, 21. Febr. (WTB.) Die Opfer von Eschweiler Reserve sind nunmehr alle geborgen. Da von den vier Schwerverletzten inzwischen zwei gestorben sind, sind jetzt insgesamt 32 Tote zu beklagen. Zehn Bergleute sind gasvergiftet. Unter den Toten befindet sich ein R e v i e r v o r st e h e r, die anderen sind Bergknappen, größtenteils unter 30 Jahre alt. 23 der in dem Grubengebäude liegenden Toten konnten festgestellt werden. Die Sanitätsmannschaften des Eschweiler Bergwertsvereins betteten am späten Nachmittag die Leichen der Verunglückten in schlichte schwarze Särge, sodann wurden die Leichen mit Lastwagen zu dem bei der Grube gelegenen Betriebsratszimmer gebracht, wo ihre Aufbahrung erfolgte. Unter den Toten befinden sich zwei junge .Bergleute, die die Katastrophe in Alsdorf erlebt hatten und dort gerettet worden waren. Der U n f a l l a u s s ch u ß der Grubensicherheitskommission Bonn, der die von der Explosion betroffenen Abteilungen der Grube „Esch- weiter Reserve" befahren hat, veröffentlicht e i n e r st e s C o m m u n rq u e über seine Feststellungen. Danach ist das Unglück im wesentlichen auf eine Kohlenstaubexplosion zurückzuführen. Die Mitwirkung von Schlagwettern bedarf noch weiterer Prüfung Der Hauptherd liegt im Flöz Großkohl auf der 600-Meter-Sohle. Es besteht die Vermutung, daß die Explosion durch Spreng- st o f f e eingeleitet worden ist. Maschinen ober die beiden einzigen Benzinsicherheltslampen, die im Revier geführt wurden, und zwar vom Steiger und vom Schießmeister, kommen für die Auslösung der Explosion als Ursache wahrscheinlich ni ch t in Frage. Ein weiteres Communique wird nach nochmaliger Befahrung der Grube herausgegeben. 37 Bergknappen haben sich, als die Katastrophe eintrat, zurückgezogen und auf Anordnung des Steigers die künstliche Wetterführung weggerissen. Dann schlossen sie zwei Schläuche ä n d i e P r e ß l u f t f l a s ch e n an und ließen Preßluft ins Revier. Dadurch wurden die Nachschwaben aus bem Revier gedrängt, und nur so konnten diese 37 Mann gerettet werden. Zehn andere Leute hatten sich durch den Weiter- schacht geflüchtet. Sie kamen mit leichten Gasvergiftungen davon und fanden Aufnahme im Krankenhaus. Die übrigen sind durch den Förderschacht zutage gebracht worden. Auf der Grube Reserve waren 30 bis 35 P f e r b e unter Tage. Von diesen ist eine größere Anzahl der Explosion zum Opfer gefallen. Oas Beileid des Reichspräsidenten. "Berlin, 21. Febr. (WTV.) D:r Herr Reichspräsident hat an den Landrat des Landkreises Aachen anläßlich des Grubenunglücks auf Grube Eschweiler Reserve folgenlos Telegramm gerichtet: „Mit tiefer Anteilnahme erfahre ich die Nachricht von dem Unglück auf Grube Eschweiler Reserve, das erneut das Aachener Revier mit Kummer und Trauer erfüllt. Ich bitte Sie, den schwergeprüften Hinterbliebenen der verunglückten Bergleute meine herzliche Anteilnahme, den Verletzten meine besten Wünsche für baldige Genesung zu übermitteln. gez.: v. H i n d e n b u r g, Reichspräsident." Oj Har ,O Lorn (anr.f \ -0 ' c 'len J - Tfwi Biren itrdten— 66 la , Mitglied des Reichstages, in gut zweistündiger Rede über die Ziele der Äational- sozialisten sprach. Er berichtete zunächst über das Anwachsen der Rationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, polemisierte gegen die sozialdemokratische Vormachtstellung in Preußen, insbesondere auf dem Gebiete des Polizeiwesens und der inneren Verwaltung, feierte dann die nationalsozialistischen Demonstrationen gegen den Film „Im Westen nichts Reues" und betonte, die Rationalsvzialisten erstrebten nicht parlamentarische Vorteile, sondern die Macht im Staate. Die nationalsozialistische Fraktion werde auch wieder in den Reichstag zu ruck lehren, wann sie aber komme, liege allein bei ihr, und dann werde sie nicht allein, sondern mit dem Volke zusamnren kommen. Zur Beratung des Wehretals werde sie nicht in den Reichstag gehen, da möge die Deutsche Dollsvartei sehen, wie sie allein mit den Sozialdemokraten fertig werde. Im übrigen betonte er, daß die RSDAP. nicht an einen Putsch denke, sie werde vollkommen legal vorgehen und auf dem Wege der Demokratie in Legalität zur Macht im Reiche kommen. Er polemisierte dann gegen die bürgerlichen Parteien, hinter denen das Volk nicht mehr stehe und die jetzt abzutreten hätten. Die RSDAP. erblicke die Rettung des Volkes nicht in dem „verfaulenden Parlament', sondern nur noch durch das Volk selbst. Er forderte die Auflösung des Reichstages und Reuwahlcm, bei denen sich nur zwei Fronten gegenWerstehen würden: dir internationalen unb die nationale Opposition, die Mitte habe nichts mehr zu bestellen, sie werde dabei verschwiirden. Zum Schlüsse forderte er zur Unterstützung der Rationalsvzialisten aus. Starker Beifall der Besucher dankte dem Redner. Die Versammlung verlief ebenfalls ohne jeden Zwischenfall. Bornotizcn. — Tageskalender für Montag. Handels- und Gewerbebank: ordentliche Generalversammlung, 20 Uhr im Hotel-Restaurant „Hindenburg". — Goethe-Bund: 4. Dichterabend: Edwin Erich D w i n g e r liest aus eigenen Werken, 20 Uhr in der Neuen Aula. — Frauenbund der Deutschen Koloniat- gescllschaft: Vortrag mit Lichtbildern von Ministerial- rat Dr. M i ck e l (Berlin) über „Deutsche Siedlungs- arbeit im heutigen Ostafrika", 20.15 Uhr im großen Saale des Studentenhauses, Leihgesterner Weg. — Aliceschule: Handarbeiten-ceminar-Ausstel- lung Senckenbergstraße, Ecke Landgraf-Philipp-Platz, von 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr. — Deutsche Jugendherbergen: Hauptversammlung, 20 Uhr im Singsaal der Oberrealschule, danach Lichtbildcrvor- trag. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Liebeswalzer". — Aus dem Stadttheaterbureau toiirb uns geschrieben: Morgen. Dienstag, 20 Mr, „Das öffentliche Aergernis", Schwank von Franz Arnold. Spielleitung Heinrich Hub, Besetzung wie bei der Erstausführung. — Mittwoch, 25. Februar. 20 Uhr, „Der Misanthrop', Schauspiel von Müliöre, nach der Bearbeitung und Szeneneinrichtung von Walter Bäuerle. — 2n Vorbereitung „Rachtasyl" von Maxim Gorki. — Am Donnerstag. 5. März, einmaliges Gastspiel des Opernenscmbles des Darmstädter Landestheaters in Gießen. Zur Ausführung gelangt aus Anlaß des 175. Geburtstages Mozarts die komische Oper ..Die Hochzeit des Flgarv". Die Vorstellung findet imMittwvch-Abonne- ment statt. Opernpreise. — Iungdeutscher Orb en. Auf den am morgigen Dienstag, 20 Mr, im Cafe Leib stattfindenden Vortrag von Dr. Alfred Kue rrnann sei noch einmal hingewiesen. Die Bruderschaft des Iungdeutschen Ordens und die Ortsgruppe der Volksnationalen Reichsvereinigung erwarten bte am staatsbürgerlichen Leben interessierten Frauen und Wärmer aus allen Kreisen der Bevölkerung zu dieser Versammlung. Rach dem Vortrag ist ;edem Gelegenheit gegeben, in sachlicher Weise seine Ansicht vorzubringen. (Siehe Heutige Anzeige.) Ein Vogelsberg-Film. Die Hessische Lichtbildstelle Darmstadt veranstaltet zur Zeit für die vberhessischen Schulen Lehrfilm-Dorführun- gen, bei denen auch ein Vogelsberg-Film gezeigt wird. Der Film, der von Krcisfchulrctt Lorentz, Lauterbach, dem Leiter der genannten Lichtbildstelle selbst geschaffen wurde, läßt Landschaft, Volkstum und Volkskunde des Dogelsberges in prächtigen Bildern erleben. Er zeigt u. a. Aufnahmen vom Wintersport im Vogelsberg, von den aussterbenden Berufen der Gebirgsbevölkerung, sowie ausgezeichnete Bilder aus bem Schlitzerland mit seinen kulturhistorisch interessanten Trachten, Dolksbräuchen und Spinnstuben. Cs ist ein Heimatfilm im besten Sinne des Wortes. *» Handarbeits-Alls st ellung desSein i n a r s der Alice-Schule. In den Räumen der städtischen Gemäldesammlung im Neuen Schloß, Senckenbergstraße/Ecke Landgraf-Philipp-Platz, veranstaltet das Alice-Schul-Seminac seit gestern wieder eine Handarbeits-Ausstellung, in der das Rönnen der Schülerinnen an Hand von vielfältigen und außerordentlich zahlreichen Erzeugnissen der Handfertigkeit eindrucksvoll dokumentiert wird. Die sehr interessante Schau wurde gestern der Oeffentlichkeit übergeben, bis zum kommenden Freitag einschl. ist sie dem Publikum zugänglich. Die Seminarleiterin, Frl. Schmidt, die sich um die Ausbildung der jungen Mädchen auf dem Gebiete der Handarbeitsfertigkeit schon seit Jahren sehr verdient gemacht hat, gab gestern nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden des Alice-Schulvereins, Stadtschulrat i. R. Professor Dr. Alles, einen fesselnden Ueberblick über die bemerkenswerte Ausstellung. Mit Recht konnte sie dabei hervorheben, in welch' vielseitiger Weise der Handarbeitsunterrricht im Alice-Schul- Seminar vor sich geht und — wie die Ausstellungsgegenstände beweisen — welche guten Früchte diese Unterrichtung der jungen Mädchen zeitigt. Die Ausstellung, von deren Inhalt bereits in unserer Samstag-Ausgabe die wesentlichsten Eigenschaften hervorgehoben wurden, verdient auch diesmal wieder das besondere Interesse der Damen, aber-auch den Va- tern der jungen Mädchen durfte zu raten fein, dieser Schau einige Zeit zur Besichtigung zu widmen. Den Schülerinnen und ihrer Leiterin Frl. Schmidt stellt diese Ausstellung wiederum das beste Zeugnis aus, auf das sie mit wohlbegründetem Recht Anspruch erheben können. " D. H. C. Gießen. Einige Überaus genußreiche Stunden bot am Freitagabend Amtsgerichtsrar Gros von hier den Mitgliedern des D. H. C.Gießcn durch den hochinteressanten Vortrag: »Aus Gießens allen Straßen und Gassen." Bei einem geistigen Rundgang durch die Altstadt erzählte der Vortragende von dem Straßenbild früherer Zeiten, von den Stadttoren, den Schanzen und Bastionen der Fcstungszeit, vom Lauf des ehemaligen Stadtbaches und des Schoorgra- bens, von verschwundenen Häusern und Baracken, von der „Kracheburg", vom Loose Riemen usw. Auch von verschiedenen Originalen, an denen unsere Vaterstadt früher so reich war, vom Bürgermeister Vogt, vom Kirchenrat Engel, von Chr. Busch, dem seinerzeit ältesten Studenten Deutschlands, u. a. m„ ebenso von bedeutenden' Männern, die Gießens Ramen einen Weltruf verschafften, wie Liebig. Weigand. Heyer unb Diez konnte man hören. Dazwischen eingestreute Aneldvten, die einen sonnigen Humor atmeten^ erhöhten die Freude der zahlreichen Zuhörer. Der ganze Vortrag verriet die warme Heimatliebe, die ixm Redner eigen ist, sowie die „Lust zum Fabulieren". Das bekundet sich auch in dem von ihm herausgegebenen Schriftchen „Hesscwind", aus dem später ein Vereinsmitglie!» einige köstliche Proben zum Besten gab. Lebhafter. wohlverdienter Beifall lohnte am Schluffe den geschätzten Redner. Auch der als Gast anwesende Lokalpoet Louis Frech brachte einige beifällig aufgenommene Proben seiner schönen Muse zu Gehörs während zwei V. H. C.-Brüder noch einige Schnurren zum 'Vesten gaben, die ebenfalls zur Derfchönerung des wohlgelungenen Abends beitrugen. ** E i n nachahmenswerter Beschluß. Einer Anregung von Schulrat H a s f i n g e r folgend, beschloß der Bürgergesangverein 1863 Besinn- gcn-Darmstadt, mit dem aktiven Chor unb den unterstützenden Mitgliedern, sowie deren Familien allmonatlich eine Sängerwanderung zu veranstalten. Bei diesen Wanderungen soll besonders den Erwerbslosen und deren Familien Gelegenheit gegeben werden, im Sängerkreise einige anregende Stunden verbringen zu können. Der Zweck dieser Wanderungen ist zunächst, den Teilnehmern die engere Heimat in ihrer Schönheit zu zeigen. Dann sollen aber auch überall da, wo die Wanderer hinkommen, selbst im kleinsten Orte öffentliche Liedervorträge veranstaltet werden, um so bas deutsche Lied wieder stärker ins Volk hineinzutragen. *• Einwanderung in Kanada. Sie Hamburg-Amerika-Linie, Hamburg, und der Rorddeutsche Lloyd, Bremen, teilen mit, baß die zur Zeit in Kraft befindlichen Kanadischen Ein- reif cbcfl immungen in der Form gemildert worden sind, bah nunmehr auch für junge Mädchen, die zu ihrem in Kanada anfäffigen Bräutigam reifen wollen, eine besondere Einreiseerlaubnis auf Antrag des Bräutigams ausgestellt wird. Bestimmend für die Erteilung der Einreiseerlaubnis ist jedoch die Voraussetzung, daß der (Bräutigam eine Kaution von 250 Z bei der kanadischen Einwan- derungsbehörde hinterlegt. Rach der vollzogenen Eheschließung, die innerhalb 4 Wochen nach der Landung erfolgt sein muh. wird die hinterlegt« Summe wieder an den Einzahler zurückgegeben. Rähere Auskünfte erteilen Lloyd unb Hapag unb die Vertreter der beiden Schiffahrtsgesellschaften. Strafkammer Gießen. ♦ Gießen, 20. Febr. Durch das Amtsgericht Grünberg war ein Gastwirt wegen Beleidigung des thüringischen Ministers Dr. Frick zu einer Geldstrafe von 50 Mk., evtl. 5 Tagen Gefängnis, verurteilt worden. Zum Zwecke seiner Freisprechung verfolgte er gegen dieses Urteil Berufung unter der Behauptung, er habe seinerzeit nur gesagt, Dr. Frick habe feinen auf die Verfassung geleisteten Beamteneid gebrochen, indem er sich als Putschist aufgespielt habe. Dagegen wurde aber jetzt festgestellt, daß der An» geklagte in Wirklichkeit erklärt hatte. Dr. Frick habe vor zwei Jahren einen Meineid geleistet. Das Gericht hielt den Angeklagten der üblen Rachrede für schuldig und verwarf kvstenfällig die Berufung. Men Sie M MM in»« WWW Nur eigenhändiger und vollständiger Eintrag in die Haus- und Firmenlisten schützt vor den peinlichen Nachteilen mangelhafter Aufnahme in dem wichtigen Nachschlagewerk oder vor gänzlicher Ausschaltung. Die Sicherheit richtiger Einträge in die Listen kann von den Hausbesitzern oder ihren Stellvertretern wesentlich gefördert werden durch die Überwachung ordnungsmäßigen Umlaufs der Listen. Überprüfung der Einträge. sowie rechtzeitige Bereitstellung zur Abholung. Wem die Hausliste nicht vorgelegt wurde, oder wer die Firmenliste nicht erhalten hat, wolle seine Rechte wahren durch Meldung beim Adretzbuchverlag, Schulslraße Nr. 7, oder durch Anruf mit Fernsprecher Nr. 2251 Was ist 3 dee - Kaffee? Idee» Staffcc ist ein reiner Bohnenkaffee, hocharomatisch, sehr ergiebig! Durch das Veredelungs- Verfahren, nach dem der Idee-Kaffee hergeftellt wird, ist die Wirkung des I b e e - Kaffees eine andere als bei naturechtem Kaffee. Das bestätigen Taufende von Konsumenten, die nach Kaffee sonst Beschwerden haben._________________________________1095V Die Hessische Waschinenbauschule Offenbach a. 2H. eröffnet ihr neues Schuljahr am 8. April 1931. Die Schule wird vom Staat Hessen unb der Stabt Offen- bad) gemeinsam betrieben und untersteht staatlicher Leitung. Ihr Sitz in der größten Industriestadt Hessens, deren Maschinenindustrie alle Gebiete der Maschinenbranche betreibt, leistet Gewahr für eine ganz auf die Praxis eingestellte Unterrichtshand' habung.____________________________________1169V Die Firma Henschel Le Sohn AG. in Kassel stellt auf der Berliner Automobilausstellung eine Reihe bemerkenswerter Neuheiten aus, u. a. einen 250 PS starken 12-Zylinder-Henfchel-Motor, eingebaut in ein großes Dreiachs-Fahrgeftell mit Spezial-Hochgang- Getriebe, einen Schienen Omnibus mit 100-PS 0-Zy° linder-Henschel-Motor und Schwingachsen, ein Henschel-Fahrgestell mit Rumpler-Vorderrad Antrieb (Lizenz Rumpler) 100-PS-6.Zi)linder-Henschel Motor mit Schwingachsen vorn unb hinten, einen Henschel- Diesel-Motor (Lizenz Arco) sowie ein Henschel-Lastwagen-Fahrgestell unb einen Henschel-Lastwagen mit 85-P5-6-Zylinder Henschel-Motor, Cauglust-Vierrad- bremse und Riesen-Luftbereifung. In den interessierten Streifen werden die Henschel-Fahrzeuge stärkste Beachtung finden. ■W82V Tin auswärts wohnender Schlosser hatte tn Bad-Rauhe im in mehreren Wirtschalen Automaten ausgestellt, die von außen den Anschein von reinen Warenautomaten hatten, während sie in erster Linie Spielautomaten waren. Rach Einwurf eine- Zehnipfennigstücks gab der Auto - mar nicht nur eine Rolle Pfefferminz heraus, sondern eS wurden im Innern noch drei mit Figuren bemalte Walzen in Bewegung gesetzt. Je nach der Endstellung dieser Figuren zueinander warf der Automat auch noch Spielmarken in verschiedener Zahl aus. mit denen alsdann nach Belieben weiter gespielt tverden konnte. Die Spielleidenschast wurde dadurch angeregt, daß die gewonnenen Spielmarken inko'ern einen tatsächlichen Vcrmögenswert barstclllen, als sie von bem betretenden Wirt bei Begleichung der Zech- schulden in Zahlung genommen wurden. 'Das Berufungsgericht erblickte ebenso wie das Amtsgericht Bad-Rauheim hierin ein verbotenes Glücksspiel unb verwarf kostenfällig die Berufung des Angeklagten, ber in erster Instanz, weil er durch das Ausstellen der Automaten auch die Einrichtungen hierzu bereitgestellt hatte, zu einer Geldstrafe von 100 Mk.. cotL 20 Tage Gefängnis, verurteilt worden war. unb bestätigte ferner bic angeordnete Einziehung der Automaten und der darin befiirdlichen Gelder. Sprechstunden der Ncvaktion. 11.30 bis 12.33 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag gefchloffcn MAKEDON PERFEKT L ZIGARETTEN . I a o \1 i I H EINHEJTS PACKUNG 60« MODERNSTE BETRIEBSANLAGEN V11S7 Mir u OHNt MUNDsruc« Generalvertretung: Meyer-Höckell, Frankfurt am Main, Staufenstraße 2, TeL 73884 MIT U.OHN6 MUHOSTUC1 UGAimEHtABm MAKE DON G M. 8. H, MAINZ A.1K jeder Zwischenhandel ausgeschaltet ist, 100% seines i Kaufpreises an Waren. Es ist selbstverständlich, daß wir jede technische Neuerung, die sich bei der Zigarettenfabrikation bewährt, unverzüglich einführen. So gewährleisten z. B. unsere Maschinen neuester Art eine Fabrikation, die das Eindringen jeden Fremdkörpers vollständig unmöglich macht. Die Raucher unserer PERFEKT erhalten also eine reine Zigarette. Außerdem bieten wir aber noch einen weiteren Vorteil: Die Her- ’ Stellung unserer Zigarette, von der Aussaat des Tabaks | bis zum Fertigprodukt, liegt ausschließlich in unseren Händen. Der Raucher unserer Marken erhält also, weil MAKEDON EINHEITS PACKUNG lungfleutscher Orden - VolEsnationale Reichsvereinidnnd spricht in n* llfrnil Kliormenn öffentl.Versammlung ÄÄ III II 11 111 । I lllllllll am Dienstag, dem 24. Februar 1931, abends 8 Uhr, im Cafö Leib D ■ BMIM VU 11UV1 111U3M1 Unkostenbeitrag 50 Pf. - Erwerbslose gegen Ausweis 30 Pf. - Freie Aussprache 1360 D im 81. Lebensjahr. Krefeld (Westwall 174), Düsseldorf, den 23. Februar 1931 01055 01054 Willy Becker Die trauernden Hinterbliebenen Gießen, Gustavsburg, Mainz, den 23. Februar 1931, Plainfield, Dunellen, NJ. USA., den 23. Februar 1931, 1593 V 01059 Empfehlungen] 13290 Lieh, den 21. Februar 1931 13850 Gießen, den 21. Februar 1931 010L Für Die Trauerfeier mit anschließender Einäscherung findet am Dienstag, 24. Februar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Familien-Drucksachen Verlobungsanzeig bei Brühl, Schulstraße fiflhurtsantelgej). Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Becker. Frau Anna Gaub, geb. Ohlenschläger und Tochter. /Husten Sie? > 'Wlnterhofis extraftark Eucalypt-Menthol- Bonbons befreien Sie davon I ^Orofi. WinterhoHJ ^^Kreuzpl. 10 Samstagfrüh entschlief sanft unsere liejoe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unser hoffnungsvoller lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe UWMI1M 5 Zimmer. Küche, gr. Obstgarten, bezrehb., für 1-000 Mk. Ganz tm J-reten, 10 Min. v. el. Siratzenbabn. d.vrer, Osfaalsge R. Am 21. Februar früh entschlief sanft nach kurzem Krankenlager unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Bruder und Onkel Die Beerdigung findet in aller Stille auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt Gießen (Ludwigstraße 35), Göttingen, Großen-Buseck, den 23. Februar 1931. Stadttheater Ticnstaa,24.F-ebr. von 20 bis 22'/, Uhr 2O.Mnsllig-M.-rrsl. Gewöhnliche Preise Das öfleollicliß Aergeinis. Schwank tn 3 Akten von Franz Arnold. Für die vielen wohltuenden Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Heimgang unserer beiden teuren Entschlafenen sagen auf diesem Wege mit stillem Händedruck herzlichsten Dank Karl Gg. Schmitt Familie Frees Familie Schmitt Familie Wach. Gießen, den 20. Februar 1931. Gießen (Roonstraße 30), den 21. Februar 1931. __1357 D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir innigsten Dank. Familie Ludwig Rinn Familie Gg. Friedr. Rinn. Heuchelheim, den 21. Februar 1931. am 10. Februar an seinem 18. Geburtstag nach kurzer, schwerer Krankheit sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 24. Februar, nachm. 3% Uhr, auf dem Neuen Frledhot statt. | Kaufgesuche | «WM gebraucht, zu kaufen ges. Schristl. Ana. u. 010;)l an d. Gü. Anz. Danksagung. Ftk die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege herzlichen Dank. Frau Kath. Becker und Kinder. Gießen (Rodheimer Str. 40), den 21. Februar 1931. 01037 Herr Caspar Müller Ritter des Hess. Philippsordens mit Schwertern u.a. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen LouiseTreserWwe. Statt jeder besonderen Anzeige. Am 20. Februar ging unsere liebe Mutter Frau Wilhelm Behrens Wwe. Marie, geb. Bauer im Alter von 72 Jahren von uns. In tiefer Trauer: Otto Behrens und Frau Margarete, geb. Klemm Dr. Reinhard Heynen u. Frau Emmi, geb. Behrens Rolf-Dieter Behrens. In tiefer Trauer: ~ *- Thekla Eberth, geb. Müller Meta Müller Dr. med. Friedrich Eberth Henny Vombach. Danksagung. Die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie die zahlreichen Blumenspenden beim Heimgang unserer lieben Frau Elisabethe Kröck verpflichten uns zu herzlichem Danke an alle, die uns ihre so wohltuende Anteilnahme bekundet haben. Familie Karl Dönges Familie Ludwig Rinn. Heuchelheim, Frankfurt a. M., Gießen, den 19. Februar 1931. Danksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme beim Heimgange unsrer lieben Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Lina Petri sagt herzlichsten Dank. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme sowie die reichen Blumenspenden bei dem Heimgange unseres uns so jäh entrissenen unvergeßlichen Gatten und Vaters Herrn Peter Gaub sprechen wir auf diesem Wege, da es uns nicht möglich ist, allen einzeln zu danken, unsern innigsten Dank aus. Besonders danken wir den Angestellten, den verehrlichen Vereinen und Abordnungen für die ehrenden Nachrufe und Kranzniederlegungen sowie allen, die dem Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen haben. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir unseren herzlichsten Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Draudt für die trostreichen Worte, Schwester Gretchen für die liebevolle Pflege und den Vereinen für die erwiesene Ehre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Ohlemutz. Todesanzeige. Gestern früh 6 Uhr entschlief nach langen, schweren, mit großer Geduld ertragenen Leidert mein lieber Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Karl Hartmann im 33. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Hartmann, geb. Pfaff, nebst Angehörigen. Lollar, den 23. Februar 1931. Die Beerdigung findet Dienstag, den 24. Februar, nachm. 4 Uhr, statt. ___________________________1395 0 Heuen «Hanauer Quarz-V.) aus Prtoathand w. StromumsteUung f. 100 Alk. belriebssert. abzugeben. [01048 Obertng. Wilhelm, WieSbadeuBb., Rbeiublickstr. 23. Frau Lina Herbert Wwe., leb. Schaab Hebamme i. R. im Alter von 83 Jahren. ' Verlause einige SoeWmim nutzbauui votiert, besteh, aus 1 Büfett. 1G0 cm groß. 1 Streb. 1 Ausziehtisch «halboval >, 4 Polsterstühle zum SpottvreiS von •100 01055 Jo*. C ollls y, KavlanSaasse 18. MMEMsl bill.Ladenmiete, Umstande halber abzua. Näheres 0977 i. Seer, Oatisligi 29, Schwarze Mäntel Mniiiark Kleider/Stelle jlllwulai Auswahlberoltwilligft Telephon 3048 X Darmpfl Die 21n 13. Januar in §1 m,e di *8on 8 Sieh ein 0« l.dah amt 2. unn Ma in wu 3. bei Hält Die 51' (id)cn 3.W ^ra^bnei Seit.: Aus ®ru An die Unter i feuerlöjchor die Grund! l. April 19 nehmenden Verfügung fehlen Ihn muherang» mular zur Klein in 6 Wir er 1931. Gieher Belr.: 6 An öi 1 Am: Verbund pflichligki 28. Sebru über den ju erhalte Die Le stadl über! Die Ai meister, S von Staat Die ni Landesstn reien, die Papiere st an da; a Auf t oufgedrulj znführen und die Z machen, di Strohe ur besiher u|r Aerwechslu Anfrage Amt in De vperpt „D'e gestern,■ Ausstellung h WWe Arl «München) un tun9en von 5 mndscho^j^ ^nik und e ?e L'nienfi K geschickt NPeHinen . Ä a-U3; dock Ru Aw"e"swert. Zeinen in ^en breiten 'mmt ein" s S ®r.p W SBSft* tettl Nr. 45 Zweiter Blatt siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Tberhessen) lNontag. 23. gebruar |93t Zeitungsschau. Der bekannte Freikorpsführer Kapitän Ehrhardt übt in einem Artikel in der Deutschen Allgemeinen Zeitung scharfe Kritik an dem Auszug der nationalen Opposition aus dem Reichstag. Er schreibt u. a.: Durch eine Kette falscher Entscheidungen, fehlerhafter Lagebeurteilungcn, demagogischer Berrannt- heitcn hat die nationale Opposition sich selbst von der Mitbestimmung der deutschen Geschicke auf lange Zeit hinaus ausgeschlossen, hat sie in beispiellos kurzsichtiger Weise Selbstmord verübt. Es hat keinen Zweck, durch kraftmeierische Gesten sich an dieser bitteren Tatsache vorbeizudrucken. Der Reichstag ist keineswegs „zerschlagen", wie cs ein offizieller Aufruf der Opposition behauptet. Der Auszug der Opposition wird auf alle Fälle mit einer Blamage, d. h. mit der Rückkehr der Opposition ins Parlament enden. Es ist eine leere Drohung, wenn der nationalsozialistische Qlbge- ordnete Frank 11 den Bürgerkrieg an die Wand malt. Die Wehrmacht des Reiches und die Polizeimacht des größten Staates Preußen sind fest in der Hand der gesehlichen Gewalten. Mit der Erzeugung von Putschpsychosen Iaht sich allenfalls e« Propagandaersolg erzielen, im Iahre 1931 aber keine ernsthafte Politik mehr machen." — Wesen^ und Aufgabe einer nationalen Opposition stehen unverrückbar fest. Wird der Staat von international-marxistischen Parteien regiert so darf die nationale Opposition nur ein Ziel verfolgen: Bekämpfung und Sturz dieser antinationalen Regierung und Uebernahme der Regierungsgewalt. Trifft die nationale Opposition jedoch auf eine Regierung, in welcher an und für sich einwandfreie, wenn auch in anderer Parteischattierung nationale Minister den Ausschlag geben, so ist es Pflicht der Opposition, innenpolitisch das Abgleiten dieser Regierung nach links zu verhindern, außenpolitisch der Regierung das Rückgrat zu stärken, damit sie im Ramen eines kraftvollen Boltes verhandeln kann. Der innerpolitischo Weg besteht entweder in einer scharfen aber sachlichen Kritik, die niemals die Brücken zu einer gemeinsamen Erneuerungsarbeit gegen Links abbricht, oder im Eintritt in die Regierung, um etappenweise die nationalen Ziele zu erreichen. Ob die nationale Opposition dabei an eine legale ilebernafjine der Alleinmacht für späterhin denkt, ist einstweilen belanglos. Ter außenpolitische Weg besteht selbst bei schärfster Kritik der innerpvlitischen Regierungsmaßregeln in einem planmäßigen, in Gemeinschaft und im Einverständnis mit der Regierung durchgeführten Spiel, um den Forderungen der Regierung beit nötigen Bolksnachdruck zu verleihen. Der französische Außenminister Briand ist ein Meister dieses Spiels und es wäre undenkbar in Frankreich, daß ein Abgeordneter der zweitgrößten Partei den ungeheuerlichen Sah in die Welt hinausschleudern könnte: „Die Regierung ist nur noch das Vollzugsorgan für die feindlichen Unterdrücker- und Ausbeutermächte." Die seitherige nationale Opposition hat weder das notwendige Maß des Derantwor- lungsbewußtseins aufgebracht noch wesentliche praktische Erfolge erzielt. Der Dew:is hierfür ist leicht zu erbringen: Als die Regierung Brüning ihre Tätigkeit als Mindcrhcitsregierung begann, zwang sie die Sozialdemokratie nur dadurch zur Annahme von Gesehen, indem sie durchblicken ließ: „Geht es nicht mit Links, so geht es mit Rechts!" Die Sozialdemokratie wurde zusehends einflußloser. Als dann am 14. September dank der aufrüttelnden nationalen Propaganda der Nationalsozialisten mehr als acht Millionen Wähler sich für die nationalen Oppositionsparteien entschieden, war der Weg für die Reichsrcgicrung frei, durch Hine'mnahme der seitherigen Opposition sich eine starke, dauernde und unabhängige Grundlage zu schaffen. Es ist kein Geheimnis, daß die Regierung Brüning sich mehrfach bemühte, Deutschna.ivnale undRa- tionalsozialisten zum Eintritt in die Reichsregierung zu betoegen. Die Rationalsozialisten hatten zuvor feierlichst erklärt, daß sie keine revolutionäre, sondern eine verfassungsmäßige und parlamentarische Partei seien, die allein auf legalem Wege nach der Macht strebe. 3n Thüringen und Braunschweig beschritten sie ■ ■■ i« । . । । ii —— ------- Oderhessischer Kunftverein. Die gestern, am Sonntagvormittag, eröffnete neue Ausstellung im Oderhessischen Stunftocrein umfaßt graphische Arbeiten von Hermann Mayrhofer (München) und Oelgemälde, Aquarelle und Radierungen von Josef Steib in Düsseldorf. * Mayrhofers Lithographien behandeln überwiegend landschaftliche Motive und zeichnen sich durch saubere Technik und eine zarte, manchmal filigranartig wirkende Linienführung, ferner durch oft beträchtliche, stets geschickt vorgenommene Aussparungen, weite Perspektiven und gelegentlich miniaturhaftcs Format aus: doch ist auf allen Blättern eine gewisse bildmäßige Rundung und Geschlossenheit der Objekte bemerkenswert Wir nennen als Beispiel etwa: „Am englischen Garten", „Oberwiesenfeld II", „Pleinting" und „Bei Dachau". Seltener tauchen figürliche Motive auf, wie die lachenden und streitenden Clowns, die lachende Frau oder der ganz impressiv behairdclte Rückenakt. Richt alltäglich erscheinen in dieser Technik etliche Stilleben (mit liegender Flasche: Granatäpfel; Rosen) — man vermißt hier die Farbe, welche einige getönte Lithos wohltuend belebt und deren gepflegte Behandlung auch in den beiden einzigen Aquarellen (Vorort- l'traße; Knoblauchstilleben) zu rühmen ist. * Den breitesten Raum in der neuen Ausstellung nimmt eine Kollektion von Oelgernälden, Aquarellen und Graphiken des in Düsseldorf lebenden Josef Steib ein, sie gibt einen gut orientierenden lieber- dlick über die vielseitige Produktion dieses Künstlers. Die Radierungen wirken gelegentlich etwas hart im Strich; das „Selbstportrat: Sublimierung einer Depression" mutet thematisch wie ein Nachklang vom Expressionismus an, dem Steib im übrigen ziemlich ferngestanden zu haben scheint. Die Aquarelle von der Eifel und vom Niederrhein erscheinen im Gesamtton stellenweise ein wenig verwaschen, was wohl nicht ausschließlich auf die atmosphärischen Eigentümlichkeiten der hier wiederge- qcbencn Landschaftsausschnitte zurückzuführen ist. Ruhiger und gesammelter gibt sich daneben etwa das zehr einfache ländliche Thema „Alter Stall". den Weg, den ihnen Brüning zeigte. Hier gaben sie sich mit dem Erreichbaren zusrieden. 3m Reich jedoch stellten sie Anfangs orberun- gen. die jede Regierung ablehncn muß.e, wollte sie sich nicht selbst aufgeben. Statt der gebotenen zwei Ministersitze, von denen aus sich in aller Ruhe die legale Machtverbreiterung hätte betreiben lassen, forderte man die bedingungslose Auslieferung der Reichswehr. Anstatt in fachlicher Arbeit das nach rechts neigende Zentrum zu überzeugen, daß es sich in nationalem und religiösem Interesse mehr lohnt, in Preußen ebenfalls mit rechts, als mit dem Marxismus zu regieren, forderte man kurzsichtig die sofortige Koalitions ösung in Pr.ußen. Als dann die Derhandlungen fich hinzogen, erfolgten plötzlich die hemmungslosen nationalsozialistischen Kampfansagen an ‘Brüning und die Reichswehr, die diktatorische Forderung auf Alleinherr fchaf t, die gröblichsten Schmähungen der amtierenden Reichs- miniftcr. Dies alles von einer Partei, deren Fraktion immerhin erst die Hälfte der rein marxistischen Fraktionen zählt. Wenn heute Hitler der Ansicht ist, daß er im nächsten Reichstag 200, im übernächsten 300 Abgeordnete seiner Partei aufmarschieren lassen und erst dann die Regierung übernehmen werde, so weicht er der Verantwortung aus. Das Ergebnis dieser Taktik liegt vor: Die Sozialdemokratie in Preußen, die durch die Septemberwahlen völlig überrascht worden war, fand Zeit zum Gegenschlag. Zum Sturz der sozialdemokratischen Parieiherrschaft in Preußen ohne Mithilfe der nationalen Opposition aber ist die Reichsregierung zu schwach. Außerdem sind die Gegenwartsaufgaben so dringend — Stabilisierung des Reichshaushaltes, Eröffnung der außenpolitischen Verhandlungen, lleber- windung der Arbeitslofennot —, daß die Reichs- vegierung. um überhaupt arbeitsfähig zu sein, sich zwangsläufig in die Abhängigkeit von der Sozialdemokratie begeben mußte. Da jedoch die großen entscheidenden Revisionsverhandlungen seitens des Auslandes nur mit einer Reichsregierung erfolgreich zu Ende geführt werden können, die sich nach rechts verbreitet hat, so erreicht die Gesamtausschaltung der nationalen Opposition allenfalls eine Verlängerung der deutschen Versklavung. Länger als ein Jahrzehnt hat die nationale Opposition gef ordert: Regierungsbete'ligung, eine unabhängige und starke Reichsregierung, Kampf gegen verantwortungslose Demokratie uni) Partei Willkür. 11 n b jetzt, wo eine Reichsregierung, an deren nationaler Grundeinstellung fein Zweifel erlaubt ist, e s unternimmt, die nachweislich früher von der nationalen Opposition beim Reichstag eingebrachten Forderungen zu erfüllen, bietet diese Opposition das peinliche Schauspiel, sich als Gralshüter der Weimarer Versagung und der parlamentarischen Demokratie aufzuspielen. Die Geschichte wird dereinst dieses Satierspiel geißeln und es als einen nicht wieder gutzumachenden Fehler brand- marfen, daß die Führer zweier Parteien, die von 8 Millionen den Auftrag erhielten, für eine Verstärkung der nationalen Front zu sorgen, die dazu bereite Reichsregierung in die Arme der Sozialdemokratie trieben. Anstatt mit der Regierung Brüning-Dietrich die Kräfte des gemeinsamen Emeuerungswillens zum Wohle von Staat und Volk zu betätigen, werden Regierung und nationale Opposition künftig ihre Kräfte widereinander zerreiben. Der nationalen Opposition ist die Parteizum Selbst zweck geworden. Der lacbenDc Dritte ist die internationale Sozialdemokratie. Die Ration hat Grund zum Trauern! Zwei neue poflaufoünien in Oberhessen. Zu unserem Bericht im „Gießener Anzeiger" Nr. 44 vorn vorigen Samstag über die Einrichtung neuer Postautolinien in Ober- Hessen ersah.cn wir weiter, daß die Oberpoft- direltion Darmstadt noch Uebernahme des Autooer- kchrs „Butzbach und Umgegend" zwei neue Kraftpostlinien einzurichten beabsichtigt und zwar: a) auf der Strecke Butzbach — Niederkleen — Hochelheim unter Bei ührung der Orte Pohlgöns, Kirchgöns, Ebersgöns, Oberlleen (gleichzeitig Haltestelle für Kleeberg), Niederkleen und Dornholzhausen; b) auf der Stxecke Butzbach- Ziegen berg unter Berührung der Orte Niederweisel, Ostheim, Hochweisel, Münster, Fauerbach und Langenhain. Als betricbslcitendes Postamt ist Butzbach' vorgesehen. Die Fahrplanentwürfe sind den beteiligten Gemeinden zur Stellungnahme bereits zugegangen. Die Einrichtung der Linien geschieht, vorbehaltlich der Genehmigung durch das Rcichs- postministerium, unter folgenden Bedingungen: 1. die beteiligten Gemeinden haben vom 1. April 1931 ab eine Mindesteinnahme von 75 Pfennig je gefahrenen Kilometer bis zum Höchstbetrage von 8000 Mark jährlich zu gewährleisten. 2. Der zum Ausgleich einer etwaigen Mindereinnahme zu zahlende Zuschuß wird vierteljährlich auf Grund des Betriebsergebnisses durch die Oberpostdirektion Darmstadt ermittelt. Ueberschüsse eines Vierteljahres werden gegen Fehlbeträge anderer Vierteljahre desselben Betriebsjahres aufgerechnet. Der endgültige Ausgleich wird am Schlüsse des Rechnungsjahres, das mit dem Betriebsjahr (1. April bis 31. März) zusammenfällt, vorgenommen. Ein Ausgleich von Ueberschüsfen und Fehlbeträgen verschiedener Rechnungsjahre findet nicht statt. 3. In bezug auf die Verkehrszeiten der Äraftpoft wird den Wünschen der Gemeinden, soweit es mit den Bedürfnissen des Postdienstbetriebes vereinbar ist, entsprochen werden. Die endgültige Festsetzung des.Fahrplanes und der Fahrpreise ist Sache der Obcrpostdire't'on. 4. Die Vereinbarung soll zunächst bis zum 31. März 1935 und dann stillschweigend mit einer beiden Teilen zustehenden Kündigungsfrist von drei Monaten weitergelten. Die Kündigung seitens der Gemeinden kann nur mit Zustimmung aller an den Kraftpostlinien beteiligten Gemeinden erfolgen. Sollte sich das Ergebnis der Kraftpost bereits vor dem 1. April Der entscheidende Eindruck geht von den teilweise großangelegten Oelbildern aus, die vorwiegend figürliche und landschaftliche Vorwürfe (besonders aus dem rheinischen Industriegebiet) behandeln, daneben gibt es einige Stilleben. Charakteristisch erscheint für diese Arbeiten ein klarer Realismus der Gestaltung und eine schwerflüssige, gedrungene, manchmal ganz pastose Farbgebung, die nur fetten einmal — „Industrie bei Mülheim" — zu einem phantastisch aufgewühlten Furioso der Palette gesteigert wird, sympathisch und ganz persönlich berühren die mit viel Liebe, kräftig und lebendig gemalten Fami- lienbildnisse „Mein Vater" und „Mein Junge". Eine ähnliche, gesunde Gedrungenheit des im Rhythmus der Arbeit bewegten menschl.chen Körpers erweisen die Bilder des Sensendenglers und der Spinatsäerin. Lockerer und impressiver geben sich hierneben etwa die „Drei Frauen am Rhein", ferner die sehr sicher gesehenen .Hühner" und auch gewisse Partien des großen Familienbildes mit den Kindern. Diel schwerer und wuchtiger wirkt wiederum das an gewisse Arbeiten des späten Corinth erinnernde Stilleben mit rosa und gelben Tulpen. Bemerkenswert ist endlich eine unkonventionell gemalte und farbig entschieden kontrapunktierte. „Kreuzigung", die, wie wir hören, später noch in die Kollektion einbezogen werden soll. —Y— Erinnerungen aus der Kindheit. In der Ostpreußischen Sozialen Frauenschule hat man das Thema „Kindheitserinnerungen an Bild, Gedicht und Buch" behandelt und dabei interessante Beobachtungen gemacht, wie Frieda Magnus-Unzer im Buchhändler-Börsenblatt mitteilt. Bei den Erinnerungen an Bilder stehen die Engel in erster Reihe, und zwar haben sie meist als Schutzengel sehr zur Beruhigung des Kindes beigetragen. Außerdem wurden an Bildern. die aus der Kindheit her in steter Erinnerung geblieben sind, angeführt: springende Löwen, der Tod als Gerippe, Dürers „Ritter, Tod und Teufel", dann verschiedene Bilder aus der Bibel, solche von Ludwig Richter. Landschafts- szenen, Docklins Toteninsel und der Hubertus- Hirsch. Den .Zinsgroschen" von Tizian konnte 1935 als völlig unwirtschaftlich Herausstellen, so wird die Oberpostdirektion mit den Gemeinden wegen Aenderung, oder vorzeitiger Aufhebung des Betriebes in Verbindung treten. Bis zur Eröffnung der Linien durch die Postverwaltung werden die Strecken durch den Autoverkehr Butzbach und Umgegend vorläufig wciterbefahren. Oberbeffen. Landkreis Gictzen. r. Lang-Gons, 22. Febr. Im hiesigen Kriegerverein hielt Heer B o n h a r t, der Dezirksleiter der Kriegerkameradschaft „Hassia" für Oberhessen, am Samstag einen Vortrag. Rach einleitenden Worten über den Zweck und die Aufgabe der Kricgervereine behandelte er Land und Leute in Mazedonien. Der Redner, der dort in den Iahren 1917/18 als Kompanieführer den Krieg erlebte, verstand es — unter Darbietung sehr klarer Lichtbilder von eigenen Aufnahmen — die Zuhörer in fesselnder und anschaulicher Weise hinzuführen in ein Land, dessen Kultur doch noch sehr zurückliegt. Der Vorsitzende, Kamerad Stern, dankte mit warmen Worten. Beuern. 21. Febr. Der hiesige Evangelische Frauenverein besZ oß seine dies- winterliche Tätigkeit mit einem Familienabend, zu dem auch die Männer eingeladen waren. Herr Pfarrer Schmitt legte in einer längeren Ansprache die Ziele und Bestrebungen der evangelischen Frauenvereine dar. Einige von Frau Pfarrer Schmitt eingeübte »Hans-Sachs- Stücke", ausgeführt von jüngeren Mitgliedern des Kirchenchores, fanden reichen Deisall. Der gemeinsame Gesang einiger schöner Lieder bereicherte noch die Feier. Kreis Schotten. T Schotten, 22. Febr. Die Reisenden, die am Freitagfrüh das Postauto von Ulrichstein nach Schotten benutzten, hatten mehrmals das Vergnügen, ihr Auto aus dem Schnee auszugraben um we'.terf ähren zu können. Reun- mal war es steckengeblieben. Da die Gemeinde Feldkrücken an dem ihr zur Freihaltung zufallen- eine der Antwortenden als Kind nicht ansehen, ohne zu weinen, weil sie glaubte, der Pharisäer wolle „dem Herrn Jesus etwas tun“. An Derschen, die aus der Kindheit haften blieben, werden besonders lehrhafte Reime ausgeführt, fo solche, die von der Langschläferei, vom Raschen oder vom Abknicken der Daun-äste heilten. Häufig erwähnt werden Reime aus dem „Struwelpeter", aus Speckkers Fabeln, aus den Kinderbüchern von Robert Reinick und Wilhelm Busch. Die Kinder haben auch schon Gedichte von den größeren Geschwistern aufgeschnappt, die ihnen unvergeßlich blieben, so etwa „O lieb, solang du lieben kannst", „Droben stehet die Kapelle", „Das Schloß am Meer" von Uhland, den „Fischer" von Goethe, die „Auswanderer" von Freiligrath oder „Die Sonne bringt es an den Tag". Eigenartig sind die Phantasiegebllde, die Gedichte erregen können. So erzeugte der Vers „Sei uns mit Iubelschalle, Christkindlein, heut gegrüßt" in der Phantasie das Bild eines leuchtenden Kindes in einer Zwiebelschale, und mit dem Begriff „rost-rot" verband sich ein sehr rot getöntes Pferd in einem Bilderbuch. Das Bild ist zuerst von Märchen- und Geschichtenbüchern nicht zu trennen; dann aber treten die Märchen und Sagen auch als selbständige Erinnerungen he vor, am häufigsten natürlich die Grimmschen Märchen, aber auch sehr oft die Märchen aus „Tausend und einer Rächt". Vielleicht hat das orientalische Fremdartige gerade für das nordische Mädchen besondere Anziehung. Die heimische Sagenwelt bleibt den Kindern aus ihrer frühen Iugendzeit im Gedächtnis, dagegen waren die Erinnerungen an die antiken Göttersagen stark verblaßt. Robinson unb Onkel Tom. auch Till Eulenspiegel sind gute Bekannte tret Kindheit, die im späteren Leben nicht vergessen werden. Auch den Iungrnädchenbüchern bewahrt man eine zärtliche Erinnerung, wenngleich sie mit etwas Beschämung erwähnt werden. Reben diesen Büchern wurden die Antwortenden in ihrer Entwicklung beeinflußt durch Erinnerungen an Werke von Theodor Storm, Wildenbruch, Frehtag, Dahn, Hauff, Rosegger, C. F. Meyer und manchen andern. den Teil der Straße im Oberwald feine Arbeiter gestellt hatte, blieb den Reisenden feine andere Wahl, als sich dieser .erwärmenden" Tätigkeit mit Eifer hinzugeben, um — wenn auch mit Verspätung — doch anS Ziel zu kommen. # Glashütten, 21. Febr. Im Dasaltwerk von Hermann trug fich heute vormittag ein schwerer llnglücksfall zu. Ein mit Steinen beladener Rollwagen kippte um. Während einer der Mitfahrenden sich retten konnte, ging dem anderen, dem jugendlichen Arbeiter Karl Maurer, der Wagen über das rechte Bein, das zweimal gebrochen wurde. Dr. Lucius in Hirzenhain leistete die erste Hilfe und ordnete die Ucberfübrung deS Verunglückten in die Chirurgische Klinik nach Gießen an. Krciö Büdingen. △ Michelnau, 21. Febr. Seinen 90.Geburtstag beging in körperlicher Frische unser Mitbürger Christian Zimmermann. Er ist einer der wenigen, noch lebenden Teilnehmer des Feldzuges von 1866. Kreis Alsfeld. cf. Merlau, 21. Febr. Bei der Rutzholz- versteigerung des Forstamts Rieder-Ohmen, die hier stattfand, wurden folgende Preise erzielt: ein Festmcter Kiefem-Schnittholz 40 bis 48 Mf., Kicsern-Langholz 28 bis 35 Mk., Lärchen-Lang- holz 25 bis 40 Mk., Eichenstämme 2. und 3. Älaje 25 bis 30 Mk., 4. Klasse 30 bis 40 Mk., 5. Klasse 40 bis 65 Mk., Ahorn 20 bis 30 Mk. • Bleidenrod, 21. Febr. Landwirtschaftsrat Direktor Dr. Becker vom LandwirtschastSamt in Alsfeld hielt hier einen gut besuchten Vortrag über Düngungsfragen und Sortenwahl beim Saatgut. Der Redner zeigte u. a. in aufschlußreichen Darlegungen, welche Sorten von Feldfrüchten sich für unsere Gegend am besten Aum Anbau eignen. Bürgermeister Schultheiß sprach dem Redner im Ramen der zahlreichen Besucher Dank für den lehrreichen Vortrag aus. I Ober-Oleen, 20. Febr. Die Anlage einer Kirchenheizung ist hier Wirklichkeit geworden. ilnfere Kirche besitzt jetzt eine nach dem System der AEG. von der Firma Hermann Haardt (Lauterbach) ausgeführte Fußbank- Heizung mit Rohrheizkörpern, sowie je einem kleinen Strahlofen für den Organistenplatz und die Sakristei. Durch diese Anlage ist es möglich gewesen, unseren an sich schwer heizbaren Kirchen- raum einigermaßen anzuwärmen und vor allein den Füßen der Kirchenbesucher einen warmen Platz zu geben. Da diese elektrische Heizung dem Auge kaum sichtbar angebracht ist, wurde eine Verunstaltung der schönen alten Dorskirche, wie sie bei der viel umständlicheren Ofenheizung mit langen Ofenröhren und Kaminen öfters vor- kommt, glücklicherweise vermieden. Zu den Kosten sind aus freiwilligen Gaben der Gemeindeglieder in den letzten beiden Iahren rund taufend Mark zusammengekommen. Don der gleichen Firma wurde nun auch die bisher noch fehlende elektrische Beleuchtung in unserer Kirche angebracht. Die Gemeinde verdankt diese einer hochherzigen Stiftung der Familie Decher- W i l b e r in Rewark-Rewjersey (Amerika). Die acht Kinder dieser Familie wollten damit das Andenken ihres in Ober-Gleen geborenen und in Amerika 1929 verstorbenen Vaters, Daniel Decher, ehren. 5V? Mi lionen Mk. Defizit im Offenbacher Etat. WSR. Offenbach, 21. Febr. Der Offenbacher Etat für 1931, der jetzt zur Vorlage gelangt, schließt mit einem Defizit von 5,5 Millionen Mark ab, gegen ein Defizit von drei Millionen im Iahre 1930. Der Oberbürgermeister begründet die hohe Abschluhzifser mit der hohen Leistung für das Wohlfahrtsamt, die 8,5 Millionen Mark beträgt Dieser Betrag übersteigt die gesamten Steuereinnahmen der Stadt. Wie der Oberbürgermeister weiter erklärt, haben bereits der frühere Reichs, inanzminister Moldenhauer und auch der jetzige Reichssinanzminister Dietrich die Rotlage der Stadt Offenbach anerkannt. Zur Beschaffung von Deckungsmitleln werden neue Steuern (Getränke-, Bier- und Bür- g er (teuer) beantragt. Sochschulnachrichten. Professor Dr. Franz Gutmann an der Universität Breslau hat den an ihn ergangenen Rus auf den Lehrstuhl der wirtschaftlichen Staatswissenschasien an der UniDerfität Göttingen als Rachfolger von Geheimrat K. 01* denberg angenommen. — Der an der Technischen Hochschule in Karlsruhe neuAuerrichtende Lehrstuhl für theoretische Physik ist Dem v. Professor Dr. Richard Decker an Der Technischen Hochschule in Ch ar lottenburg angeboten worden. Der durch die Emeritierung des Geheimen Ra- • tes Dr. Karl von Göbel an der Universität München erledigte Lehrstuhl der Botanik ist dem o. Professor Dr. Fritz von W e 11 st e i n an der Universität Göttingen angeboten worden. — Zur Wiederbesehung der Zweiten ordentlichen Professur für Mechanik an der Technischen Hochschule in München ist ein Ruf an den Ordinarius Dr.-Ing. Karl Federhofer an der Technischen Hochschule in Graz ergangen. Wie amtlich bestätigt wird, ist das Ordinariat für römisches Recht, bürgerliches Recht und Wirt- schaftsrecht an der Universität Tübingen dem o. Professor Dr. Hans Kreller in Mün- st er i. W übertragen worden. Dr. Kreller tritt an Stelle von Staatsrat Prof. Dr. Max von; Rümelin. — Der durch das Ableben von Prof. W. Zangemeister an der Universität Königsberg erledigte Lehrstuhl dec Geburtshilfe und Gynäkologie ist dem Professor Dr. August Mayer in Tübingen angeboten worden. Der ordentliche Profesior der Ohrenheilkunde an der Grazer Universität Dr. Hmrs Zange ist auf den Lehrstuhl für Ohren-, Rasen- und Kehlkopfhellkunde an Der Universität Iencr berufen worden. — Professor Dr. Hans Wink* l e r, Direktor des Botanischen Gartens in Hamburg, hat den an ihn ergangenen Ruf nach München als Rachfolger von Geheimrat St v. Ooebel auf das Ordinariat für Botanik an der Universität München abgelehnt. mit 8:1 (3:1) und benötig! jetzt aus dem am kam. wenden Sonntag in Frankfurt stattfindenden Rückspiel nur ein Unentschieden, um Kreismeister zu werden. Weltmeisterschaft im Eisschnelläufen. Blomquist über 5000 Meter erfolgreich. Die Eisschnellauf-Meisterschaften wurden am Sonntag in Helsingfors mit dem 5000-Meter-Lauf fortgesetzt. Sieger wurde der Finne Blomquist in 8:58,6 Minuten vor Stenbek-Norwegen, Clas Thunberg belegt erst den vierten Platz. München kampflos bayrischerEishockey- meister. Der Bayerische Eissport-Verband hat auf einer in München stattgefundencn Sitzung den Titel eines Bayerischen Eishockeymeisters dem Münchener Eislaufverein zugesprochen. Die Münchener sollten noch ein Entscheidungsspiel mit dem SC. Riessersee austragen, doch haben letztere wegen anderweitiger Verpflichtungen auf dieses Treffen verzichtet, so daß die Münchener kampflos zum Meistertitel kamen. Thunberg Eisschnellauf-Weltmeister. 2lm gestrigen Sonntag wurde die Eisschnellauf» Weltmeisterschaft in Helsingfors beendet. Sieger wurde erwartungsgemäß der Finne Clas Thun-- berg, der in den beiden letzten Konkurrenten, dem 1500 und 10 000-Meter-Lauf erfolgreich blieb. Zweiter im Gesamtergebnis wurde der Norweger Evensen. IZS-Kennen in Mürren. Bei den F3S.-Meisterscha'ten in Murren wurde am Samstag der Offene Abfahrtslauf ausgetra^ gen. Der 3nnsbrucker Lantschner gewann ihn in 4:49 vor Mackintosh (England) und Paumgarten (Oesterreich). Der beste Deutsche in diesem Nennen war Däuber, der in 5:46,2 den neunten Platz belegte. Bei den Damen blieb auch in dieser Konkurrenz Mitz Mackinnon siegreich. Am Sonntagmorgen dauerte das starke Schneetreiben in Mürren fort, und der den AbfahrtS- und Slalomlauf der F2S.-Nennen durchsührende englische Ski-Vervand sah sich wegen der groben Lawinengefahr gezwungen, den zweiten Teil des Abfahrtslaufes, der am Sonntagmvrgen zur Durchführung kommen sollte, ausfallen zu lassen. Dcr Herren-Slalomlauf ist für Montagvormittag vorgesehen, wird jedoch, wenn die schlechte Witterung anhält,' abgesagt werden. Amerika beim Schneider-Pokal. Amerikanischen Meldungen zufolge wollen sich die Vereinigten Staaten in diesem Jahre am Schneider-Pokalwettbewerb beteiligen/ Ein Spezialflugzeug, das der Steuerung des gekannten Rekordfliegers Lt. Williams anvertraut n^Tben soll, befindet sich bereits im Bau. Offiziell ist jedoch bisher noch keine Meldung aus USA. eingelaufen. Stuttgarter Hallenfporssefl. Or. pelher und Körnig erneut in Krönt. Wie seine Vorgänger war auch das 5. Stuttgarter Hallensportfest ein voller Erfolg. Die sportlichen Leistungen blieben zwar bei den Spitzenkönnern hinter denen der Vorjahre zurück, ließen aber einen bei weitem besseren Durchschnitt erkennen. Die Massenbeteiligung aus den beiden großen Landesverbänden, dem SFuLD. und der DT. wirkten zweifellos sehr demonstrativ für die Sache der Leichtathletik. 9000 Zuschauer verfolgten die zum Teil sehr spannenden Kämpfe mit lebhaftem 3nteresse. Der Sprinterdreikampf brachte eine erneute Begegnung des DSV.- und DT.-Meisters Körnig, Charlotten- burg, und Lammers, Oldenburg, mit 2 o - na th, Bochum. Die besten Turner und Sportlersprinter Württembergs sekundierten in diesem spannendsten aller Kämpfe. 2n den drei Läufen fielen sehr knappe Entscheidungen zwischen Körnig und 2onath. Lammers blieb mit stets erheblichem Vorsprung Dritter vor der Stuttgarter Meute. 2m 3000-Meter-Lauf siegte B o l tz e, Hannover, sehr eindrucksvoll, während sich Dr. Peltzer erwartungsgemäß den von ihm bestrittenen 1000-Meter-Lauf nicht nehmen^ ließ. Auch sonst gab es eine Reihe spannender Kämpfe und schöner Leistungen, wie die nachstehenden Ergebnisse besagen: Hochsprung: 1. Huber, Wünsfeld; 2. Schnabel, Stuttgarter Kickers; 3. Brodbeck, VfB. Stuttgart; 4. Flister, Kickers Stuttgart; 4. Donneder, Negensburg, alle 1,75 Meter, durch Los entschieden! 4X400 - Meter - Staffel: 1. Kickers Stuttgart, 3:47,5; 2. VfB. Stuttgart, 3:52,2; 3. VfR. Heilbronn, 3:54,1. Sprinter-Zweikampf für Frauen: 1. Weigele, VfB. Stuttgart, 12 Punkte; 2. Hau?, Eintracht Frankfurt a. M., 10 Punkte. Sprinter-Dreikampf für Herren: 1. Lauf (50 Meter): 1. Körnig, 5,7; 2. 2onath 5,8: 3. Lammers 6,0. 2. Lauf (60 Meter): 1. 2onath 6.6; 2. Körnig 6,6; 3. Lammers 6.8. 3. Lauf (60 Meter): 1. Körnig 6,6; 2. 2oiiath 6,6; 3. Lammers 7,0 Sekunden. Gesamt: 1. Körnig; 2. 2onath; 3. Lammers. 1000-Meter-Lauf: 1. Dr. Peltzer, Stettin, 2:37; 2. Wichmann, Charlottenburg, 2:39,6; 3. Paul, Kickers Stuttgart, 2: 42,6. 3000-Meter-Lauf: 1. Bolhe, Hannover, 9:06,7; 2. Helber I., Reichsbahn SD. Stuttgart, 9:09; 3. Helber II., Stuttgart, 9:14,7. Kugelstoßen: 1. Schnüffele, Cannstatt, 13,64 Meter; 2. Huber, Wünsdorf, 12,94 Nieter. 60 Meter, offen für Herren: 1. Nier- mann, Eintracht Frankfurt a. M., 7,1; 2. Stahl, Pforzheim, 7,3. 60 Meter Hürden: 1. Welscher, Eintracht Frankfurt a. M., 8,4; 2. Scheck, Kickers Stuttgart, 8,6; 3. Barth, Kickers Stuttgart, 8,7. 4X1 00-Meter-Damenstaffel: 1. 1860 München, 57,2; 2. Pol. SD. Stuttgart, 58,2; 3. Phönix Karlsruhe, 60,8. 2 5X1-Rund en-Staffel: 1. Kickers A« Mannschaft 8:47,2; 2. VfB. Stuttgart 8:55,6; 3. Turnerbund Stuttgart (nicht gez.). Berliner Schwimmwettkämpfe. Bei dem gestrigen Internationalen Schwimmfest im Berliner Wellenbad war das zahlreich erschienene Publikum auf die Begegnung B u - dig (Köln) mit Rheingoldt (Finnland) gespannt, das mit einem knappen Siege des Kölners in 1:15,2 Minuten endete. Einen Ausländersieg gab es in der 3X100-Meter-Crawlstaffel der Damen, die vom SV. Les Mouettes in 4:03,8 vor „Nixe" (Charlottenburg) gewonnen wurde. 3m 100-Meter-Crawlschwimmeu schlug der Kölner Haas erneut den deutschen Meister Derichs in 1:02,3; im 100-Meter- Dückenschwimmen endeten Deutsch (Breslau) und Schumburg (Magdeburg) in totem Rennen. Das Wasserballspiel zwischen Hellas (Magdeburg) und Weißensee96 endete mit einem leichten 5:0-Erfolg von Hellas. Neuer O.T.-Gchwimmrekord. Einen neuen DT.° Schwimmrekord in der 4x50- Meter-Bruststaffel stellte im Berliner Pvststadion S.Upor/ Fort! Es ist diel zu traurig, als daß ihr euch I lich seltsam unsympathisch wär und von Minute c auf stellen müßt, als gäbe es etwas Freu- zu Minute verhaßter wurde. das der den Nachdruck verboten 14 Fortletzung am her. hier aufstellen müßt, als gäbe es etwas Freu- diges zu bewundern. Der arme Herr Graf! Und der junge „Herr Graf ist in dieser Nacht abgereistI Nun weih' er noch nicht einmal, daß sein Vater „Man kann jetzt nichts sagen, man muh Eintreffen der Beamten abwarten", sagte Arzt und putzte seine Brille. Nun blieb die Abreise des jungen Grafen auf jeden Fall verdächtig! Warum folgerte sie mit so klarem Gedanken die Gefahr, die für den Mann bestand, den sie liebte? Die ganze wilde Leidenschaftlichkeit des Zigeunerkindes kam zum Ausbruch, gipfelte in dem Beschluß: „Er soll keiner anderen gehören! So mag er lieber dem Verderben ausgeliefert sein!" * * * Kora schlich durch das Schloß. Schlich in Ahnensaal, wo zwischen eisernen Rittern, die an den Seiten links und rechts auf erhöhten Sockeln anderen Morgen durchs Haus. Die Dienerschaft rannte kopflos hin und . „3m Schlafzimmer des Herrn Grafen", sagte $er Mann der das Larhen verlernt hat. Vornan von Gerl Höchberg. Copyright by Martin Feuchtwa ger, Halle «Saale> tot ist." „Abgereist?" Mit gesenkten Köpfen schlichen die Leute in verschiedenen Richtungen davon. Der alte 3anasch aber fuhr wie der Teufel, um den Arzt zu holen. — „Graf Kentner ist durch Gift gestorben. Morphium! Ob ein Versehen, Selbstmord oder gar — Mord vorliegt, wird die Behörde feststellen", sagte Doktor Riefner zu den beiden Getreuen des Kentnerhofes. „Durch Gift?" Dem Kammerdiener zitterten die Knie so, daß er sich setzen mußte, während der Haushofmeister mit dem Kopfe nickte, als bestätige er sich selbst eine unsagbar traurige Tatsache, von der er längst Kenntnis hatte. Die dunklen Augen der Gräsin waren halb geschlossen, als sie in ihrem Zimmer den kurzen Bericht des Arztes anhörte. „Und — was ist 3hre Meinung, Herr Doktor? Glauben Sie vielleicht auch an einen gewaltsamen Tod? Einen freiwilligen Tod?" fragte sie nach einer Pause. „Freiwillig? Nein! Der Herr Graf ist das Opfer eines anderen geworden." „Weshalb — folgern Sie das?" „3ch kann vorerst nicht darüber sprechen, Frau Gräfin. 3ch muh meine erste Mitteilung der Behörde machen!" sagte er fest, und seine kalten Augen musterten feindselig das. dunkle, schöne Gesicht, das von herrlichen, blauschwarzen Locken umrahmt wurde. „Wieso? 3ch bin die Herrin in Kentnerhof, und Die werden mir in erster Linie sagen, was Sie wissen." „Nein! 3ch wurde mich damit eines groben Verstoßes schuldig machen." Sie sah ihn aus halb geschlossenen Augen an, zuckte mit den Schultern. Dann meinte sie gleichgültig: „Möglich, dah ich das nicht verstehe." Dann besann sie sich, dah dieser Ton in diesem Augenblick nicht angebracht sei, und sagte: „Wann ist — mein armer Mann gestorben?" „Gegen ein Uhr nachts." Ein Zittern befiel sie. Kurz nach ein Tlhr hatte der Haushofmeister sie aus den Zimmern des jungen Grafen kommen sehen. Er würde also bezeugen, dah sie um diese Zeit noch wach gewesen war. „Und nun ist der junge Gras so plötzlich mitten in der Nacht abgereist. Wie hängt das nut zusammen?" fragte sie, hielt das Tuch gegen die Augen und blickte darunter hervor, ängstlich forschend in das Gesicht des Arztes, das ihr plöh- der Haushofmeister. älnd sie rannten alle dorthin. 3n der geöffneten Tür stand die Gräfin mit bleichem, entstelltem Gesicht und zeigte nach rückwärts. „Der Herr Graf ist tot!" Der Kammerdiener und der Haushofmeister gingen fjinein. Aber sie konnten nur bestätigen, dah der Herr Graf tot sei. „Er hat die ganze Zeit so ruhig geschlafen. Wie kann es nur fein?" klagte der alte Kammerdiener, und die Tränen liefen ihm über die Wangen. „Ein Schlaganfall", murmelte der Haushofmeister und sah in das stille, weiße Gesicht des Toten. Er konnte keine Schmerzen gehabt haben, denn dieses Gesicht war so friedlich, fast heiter, wie es im Leben nie gewesen. „Wir müssen den jungen Herrn Grafen benachrichtigen", sagte der Kammerdiener. „Der Herr Graf ist diese Nacht abgereist", sagte der Haushofmeister tonlos. Sein Blick haftete plötzlich stier an dem weißen Deutel, der neben dem Wasserglase lag. ©eine Hände zitterten. „Den Arzt, Deierlein! Zuerst den Arzt! 3ch bleibe hier und rühre mich nicht mehr von der Stelle, bis der Arzt hier ist." Kopfschüttelnd lief der Kammerdiener davon. Die Dienerschaft ftanZ) noch vollzählig an der weit geöffneten Tür des Vorzimmers. Die Gräfin war in ihre Zimmer gegangen. 3eht hörte sie aufmerksam zu, was die kleine Französin, ihre Zofe, flüsternd berichtete. Der Haushofmeister schickte die Leute wieder an ihre Arbeit. * * * Laut und gellend ertönte die Klingel standen, die lebensgroßen Gemälde der Kentners hingen. Dort, dort hing das Bildnis der ersten Frau ihres Mannes. Neben ihr — Graf Karl in der kleidsamen Uniform seines Regiments. Auf Wunsch des alten Grasen war dieses Dlld voriges 3ahr in Wien von Professor Altenhuber gemalt und hier von fachkundigen Händen befestigt worden. Kora blickte in das junge, schöne Männergesicht. 3hre Augen bohrten sich förmlich an dem schön- geschnittenen Munde fest. „Wenn du mich ein einziges Mal geküht hättest, dann wäre ich nicht zur Mörderin geworden. 3ch wollte frei fein, glaubte, wenn ich frei bin, dann gäbe es einen Weg zu dir", sagte sie vor sich hin. 3hr flackernder Blick irrte weiter, blieb am Bilde der Mutter des jungen Grafen haften. Langsam ging Kora hin, ganz dicht; dann blieb sie stehen. „Warum bist du gestorben? Dann wäre alles anders. Er hätte mich nicht heiraten können, ich hätte nie einen Ekel bis zur Besinnungslosigkeit vor diesem alten Manne empfinden müssen, und euer Sohn hätte in seiner Not ruhig nach Hause kommen können, denn er mußte ja fort, weil der alte Mann auf ihn eifersüchtig war. 3ch weiß doch alles, weiß doch, warum er nicht bleiben bur.te, mein liebster Mensch auf Erden", sagte Kora leise, flüsternd, voll Angst und Hatz. Unten auf dem Schlohhofe wurde Räderrollen hörbar. Die Hände der jungen Frau krampften sich ineinander. „Sie kommen — die Häscher kommen! Gilt es mir oder gilt es Karl?" Die ineinandergeschlungenen Hände hoben sich zu dem sympathischen Frauenbildnis empor. „Warum konnte er mich nicht lieben, dein Sohn? Warum bist du fortgegangen? Du bist schuld, nur du, du, du!" Kora schrie es dem Bilde entgegen, hielt entsetzt inne. Das Bild neigte sich auf sie zu. „3ch...!" Das schwere Dlld lag am Boden, war aus der Höhe mit aller Wucht auf die Unglückliche herabgesaust, hatte sie unter sich begraben. * * * „3n erster Linie muß die Gräfin verhört werden. Sie allein wußte von der heimlichen Abreise ihres Stiefsohnes", sagte der noch junge, sehr pflichteifrige Beamte zu seinen Begleitern. Fußball in Hessen-Hannover. Stz. 03 Meister der Gruppe Nord. Der Sport-Club 03 Kassel bestätigte gestern in dem Kampf mit seinem gefährlichsten Widersacher seine bereits feststehende Meisterschaft in der Gruppe Nord. Mit 5:2 wurden die K u r h e s s e n geschlagen. Der von den Kurhessen gegen die Wertung des Einbecker Spieles eingelegte Einspruch wurde vom Bezirksvorstand abgelehnt. 3n einem lediglich für oie Placierung am Ende der Tabelle interessierenden Treffen schlug der F C. G r o n e überraschend die Göttinger Spiel-Vereinigung mit 3:0 Treffern klar. 3n der Sudgruppe schlugen die Fuldaer Borussen die Kasseler Hermanen mit 4:2 (3:1) sicher. Die Borussen haben nunmehr nur noch ein Spiel gegen Ockershausen auszutragen. Gewinnen sie auch diesen Kamps, dann rücken sie punktgleich zu dem führenden. Sport Kassel auf und ein Entscheidungskampf mühte in diesem Falle den Meister ermitteln. Oie süddeutschen Fußball-Endspiele. Runde der Meister. Der gestrige Sonntag brachte in den süddeutschen Fußball-Endspielen in der Meisterrunde wieder einmal zwei Spielausfälle. Die Begegnung in Worms zwischen Wormatta und Union Döckingen wurde bereits am Samstag abgesagt, während man im Frankfurter Stadion immerhin zwischen Eintracht Frankfurt a. M. und Bayern München zehn Minuten lang ein Spiel sah, das jedoch mehr einem Wasserball-, denn einem Fußballspiel glich. 3n unverständlicher Weise hatte es die Leitung des Frankfurter Stadions, in dem an diesem Tage ein Doppelspiel steigen sollte, versäumt, rechtzeitig das Spielfeld von der Schneedecke, die bald zu einer riesigen Wasserpfühe aufgetaut war, zu beseitigen. Einen äußerst knappen Sieg errang die Sp. Vg Fürth in Karlsruhe gegen den Karlsruher FV. mit 1:0. FK. Pirmasens bezog auch gegen SV. Waldhof in Waldhof wieder eine Niederlage, und zwar mit 5:1 (2:0). Oie Trostrunde Südost. Unveränderter Stand. In der Trostrunde S ü d o st gab es am Sonntag nur drei Spiele, da das Treffen zwischen Kickers Stuttgart und Schwaben Augsburg bereits am Vor- fonntage stattfand. In der Tabelle gab es keine Aenderung, da die führenden Mannschaften ihre sonntäglichen Spiele gewannen. Pforzheim gewann gegen Rastatt 3:1 und behält damit weiter die Führung, ist allerdings relativ bereits von München 1 860, die gegen Phönix Karlsruhe 9:0 gewannen, überflügelt. Der 1. FC. Nürnberg siegte gegen den VfR. Fürth 5:1. Oie Trostrunde Nordwe k. Isenburgs Vorsprung vergröhert. In der Trostrundengruppe N o r d w e st sicherte sich der VfL. Neu-Isenburg am Sonntag einen klaren 6:0-Sicg gegen Ida r. Er vergrößerte damit seinen Vorsprung, da seine schärfsten Rivalen, Phönix Ludwigshafen und Rotweiß Frankfurt, in Ludwigshafen 0:0 spielten und damit beide einen Punkt verloren. Phönix Ludwigshafen wurde dabei am dritten Platze vom FV. Saarbrücken eingeholt, der gegen Union Niederradin Frankfurt 4:1 fugte Hinter Saarbrücken placierte sich der SV. Wiesbaden, der mit 3:0 Neckarau besiegte. Kußball-Länderkampf in Mailand. Italien sch ägt Oesterreich 2:1. Endlich kann 3talien nach zehn vergeblichen Versuchen auch einen Sieg gegen die österreichische Länderelf buchen. Das Spiel ging gestern in Mailand vor 50 000 Zuschauern vor sich und sah zum größten Teil die 3taliener überlegen. Nur in der ersten Viertelstunde dominierten die Wiener, die auch durch Horvath in Führung gingen. Noch vor dcr Pause erzwang 3talien durch Meazza den Ausgleich. Der Siegestreffer fiel in der 14. Minute nach dem Wechsel durch Orsi. Derselbe Spieler hatte dann in den Schluß- Minuten das Pech, einen Elfmeter dem Torwart in die Hände zu schießen. Das Spiel stand unter der guten Leitung von Ruoff (Schweiz). Zußball-Siädtekampf Berlin—Dresden 2:5 (1:1). Vor 25 000 Zuschauern lieferten sich die Städte- Mannschaften von Berlin und Dresden bei unmöglichen Platzverhältnissen am gestrigen Sonntag einen Fußballkampf, den Dresden als die technisch bessere Mannschaft verdient mit 5:2 Toren für sich entschied. Endspiel nm den OZB.-pokal am 19. April. Das Schlußspiel um den Pokal des Deutschen Fußball-Bundes zwischen den Repräsentativmannschaften von Süd- und Mitteldeutschland findet nun endgültig am 19. April in Dresden auf dem Platze des Dresdener Sportklubs statt. Die Nachrichten von einem Einspruch Süddeut^chlands gegen diesen Termin entbehren jeder Grundlage. Süddeutsche Handball-Meisterschastsspiele. . Darmstadt 93 schlägt Trier. München gewinnt gegen Fürth 4:2. Im ersten Rückrundenspiel der Abteilung W e st siegte der Tabellenführer SV. Darmstadt 1898 gegen Westmark Trier in Trier mit 4:2 (3:1). Darmstadt war zwar technisch überlegen, mußte aber sein ganzes Können aufbieten, um aus Trier die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Triers Führungstreffer setzten die Darmstädter bis zur Pause drei Tore entgegen, und nach einem zweiten Trierer Torerfolg folgte Darmstadts vierter und letzter Treffer. — Das zweite Spiel der Abteilung West zwischen Polizei Darmstadt und Mainz 05 fiel wegen dienstlicher Verhinderung der Polizisten aus. In Abteilung Ost, in der sich nach Zurückziehung von Stuttgart und Freiburg nur noch München 1860 und Spieloereinigung Fürth um den Sieg bewerben, kam in München das Vorspiel zwischen diesen beiden Mannschaften zum Austrag. Das Treffen endete mit dem über» raschenden Siege der Münchener mit 4:2 (3:2), die zweimal die Fürther Führung ausglichen und dann noch zwei Treffer erhielten. Turnerhandball im Mitielrhe nkreis. Herrnsheim Tabellenführer in Abteilung I. In Herrnsheim siegte der dortige Turnverein in feinem zweiten Spiele um die Abteilungsmeisterschaft gegen den To. Koblenz-Mühlheim mit 3:0 (2:0) und führt damit in der Tabelle. Sfabtfpotfoerein Ffm. vor der Damenmeisterschaft. Im Vorspiel um die mittelrheinische Handballmeisterschaft der Damen siegte der Stadtsport - verein Frankfurt über den To. Mainz-Kastel Der Haushofmeister stand neben ihm. Er war bereits verhört. ä „Bitten Sie die Gräfin hierher. Dcr Haushofmeister ging eilig davon. Mit neugierigem, frechem Gesichtchen blickte ihm die kleine Französin entgegen. „Was ist?" „Benachrichtige die Frau Gräsin. Sie wirb zum Verhör gebeten." Das hübsche Ding machte erstaunte Augen. „Aber ich denke doch, sie ist längst dort? Sie ist doch nicht hier?" Der Haushofmeister wich zurück. „Nicht hier?" „Aber nein! Wenn ich eS doch Tage. Mein Himmel, welch ein Wirrwarr!" Aus ihren grünen Augen sprühte die helle Lust an all den Sensationen. „Die Frau Gräfin ist wirklich nicht hier?" fragte er noch einmal. 3eht wurde es dem Mädel zu viel. „3ch bitte, selber nachzusehen", sagte sie und öffnete die Tür. And der Haushofmeister ging wirklich hinein. Nicht da! Tatsächlich! Was war das nun wieder? „ . , Eilig ging er zu den Herren zuruck und meldete es. , r „ Frau Gräfin gingen um diese Zeit manchmal in den Park. Darf ich sie suchen lassen? „Aber bitte. Natürlich! Nur ein bißchen schnell, mein Lieber." Der junge Beamte trat ungeduldig von einem Fuß auf den anderen. Er war höchst ungehalten über diese Verzögerung. Solche Verzögerungen kannte man doch. Da hing manchmal die halbe Sache davon ab, und man hatte bann unnütz mehr Arbeit. , . , . Der Haushofmeister eilte davon, und seine Frackenden wehten hinter ihm her. Der Arzt, der bisher nur geantwortet, wenn man ihn gefragt hatte, trat jetzt näher. „Ich glaube zu wissen, wer das Morphium in "das Glas schüttete." Alle Kopfe wandten sich ruckarttg zu ihm hin. „Sprechen Sie doch. 3ebe Minute ist kostbar", drängte der Beamte. „3ch fand dieses Armband hier neben dem Bett auf dem Teppich. Es könnte ebensogut verloren worden sein, als die Gräfin nach ihrem schlafenden Manne sah. Aber in der goldenen Fassung der Rubinen befindet sich eine 3dee Morphium! Lind das Armband lag hier! — Hier! Das Morphium kann also von dritter Seite nicht darauf geschüttet worden sein, als das Armband bereits am Boden lag, sondern die Mörderin hatte es noch am Arm, als das Verbrechen geschah. Sie ist dann in der Hast hängengeblieben, denn das feine, goldene Kettchen, das den Verschluß bildete, ist zerrissen. (Fortsetzung folgt.) He' 6i( äntWf< MSt2C -* w •Sir, * ® i e 3 n öreife. Di berechnete 0i Heichsamts vwche (114,5 Indexziffern stosse 105,9 (- 0,7 v. $ waren 106,4 tigwaren 135 ' Franks (c. ©. m. b. H. Qeitiäftsbmd 1930 konnten f festlichen Sä des Vorjahr« Höhe von M zeigt, dah bi mens auch in wohl mit CRüi lei geschästliä angestrcbt ti rechnung jcii Mari, von d losten im I gewinn von: gefölagen, t Dorjahre aus dem gesetzliche 2050 auf / Preus Handlung) der Weufeifd das Jahr 19c gegen 4,81 1 Linseinnahme u (1.3), Gc unb Wertpap schließlich des 0.31 (0,11) ui dmden insge 3« herS bende, W'% sen unüjH eines 0Iün,b r(n MM ö f einer Pi-früh i( in nige der 6 ein Sturm L s-"! emse 'eiliqu'd. 1 nage nach de 00 000 Mark b Jie Kredite, d< W wir»-, cusreichend ge) mögen jur 3ei sofortiger Nea iahen. Lurch d ti die Bank al en. Zur Zeit hoben bei der scn.AmMont- | «Aeneralversam stattsinden. tt'Mcn »y.-.e 8utiof., WMnloat ru* 102%) lndbL8og,B,-lefl ’&d SSjft * 1 23.2. 21.2 Schluß« An,a g- lur , Kurs -ch.uß- t-Uhr- lurs , Kur bis 58, notiert. Wirtschaft Ohne Gewähr Nachdruck ottboten 19. Februar 1931 10. Ziehungstag 8260 14290 23263 87573 72291 75813 81548 89472 99734 1 76 •«toinnt zu 3806 6429 88219 91750 100161 100668 101272 110532 von un- 20. Februar 1931 11. Ziehungstag 195383 Berlin «elf Bries Datum 21.2. 23.2. 64,5 66,5 138,9 10| 105,75 ! Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 106 78,75 41,25 112.5 68,65 69,5 55,5 121,25. 81 . Nicbcck Montau 63.9 129,65 112,5 122,25 179.9 106,25 24.25 97.5 168238 236737 274584 338327 373467 13381 22158 32611 37484 82302 85568 105,9 106,13 123,25 181,25 64,25 130,75 66,75 123 181,5 125 11,5 33 47,13 113 252 175,25 71.75 62.5 96 35,5 131.5 138 203,5 47,75 113,5 255 113511 167621 217128 276976 313770 345843 379819 128997 148040 164163 176288 190933 215729 248020 263752 316973 342215 382120 127122 167935 237297 285933 328689 346207 380326 149563 235491 265265 328815 369518 392957 129776 150589 161514 191615 205813 229121 245963 271453 310014 344471 360380 397433 144338 174286 239263 289793 335419 349866 392349 500 WJI. 135272 161820 165604 178309 203227 228190 263577 272102 322302 350339 399509 140444 151238 163179 191676 210393 .230085 245373 280238 320203 348472 384973 10101 72743 140433 329471 152757 183352 244128 291637 336296 359207 397672 169985 237820 300728 346093 375149 163449 188443 196416 219178 234484 249187 294525 325105 352639 390214 143909 193176 327228 110283 165684 199783 274333 808482 345661 377620 119259 138840 162937 174993 189258 213016 241972 262639 315230 33 5 34 377237 250722 310103 350379 378272 122 108 134,5 106,13 106.13 249,25 102.5 115 118 117.4 81,75 110,65 34.75 131,5 139.5 203.5 62073 140987 211771 252119 317553 350915 392688 25626 574' 0 68768 97792 118879 149751 159477 190195 197912 227237 244710 270415 306162 339243 356-37 396301 134102 149109 165344 178700 195581 223303 250569 267302 321178 348998 389538 136548 161983 166464 179313 205961 228495 266221 288639 326483 350476 162293 188158 191872 216563 234198 248853 282097 325'00 351261 367282 239418 307754 347179 375772 156261 189202 197531 225734 236917 266413 2965,85 334257 354558 392869 123,5 107.5 134 122.75 108 134.5 106 106 251.25 102.5 115,75 118.9 175.25 151,5 71 62.5 94.25 70 115 24,65 100,5 88813 161813 340729 76.5 72 167.5 57 67,75 36 75,75 71 50,65 76 10 12 ] . 8 . 9 10 10 7 V, 138258 162685 168172 182593 207235 236010 259871 298859 330314 367866 Brtetntflte Stahl werte . Otavi Minen . . . Kaliwerke «Ittitrlleben . Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke SalldeUurth . 105250 158451 195252 268993 292560 341265 374330 8 66.4 1 10 — I 10 -I 18 121 111 108.25 168 57,25 68 36,4 74 55.9 Momtraltwerte fcödjtt a. M. Mlag. ...... • Bebr. Roeder ...... «otgl L Haesfner .... Elrddeukiche Zucker . . . amft.-'Hott. ühi-n.-flirc: vrft.Lntw. Ghrifrtania. Koven Hagen Stockholm . Helkingsors. Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 600 000, 2 Gewi' ne zu je 50 >000 2 zu je 300 U O, 4 zu ie 75 000, 4 zu je 50 000 22 zu je 25 000, 110 zu je 10 000 812 zu je 5000. 640 zu je 30-0, 1974 zu je 2000, 8b7ö zu je 1000, 6214 zu je 500, 18984 zu je 400 Gdiultbcis Pcqenhoter . Lstwerke....... SUu ....... Bemberg....... ZeNstoss Waldbos . . . Zellstoli Alckasienburg . (Sfeatlottenburgcr SLaiier Destauer flai . . . Daimler Motoren . . . Dcuricke Linoleum . . Maschinenbau 2L-9. • • Rat. Automobil . . . Lrensteln L Koppel . . Leonhard Tie» . • • • Evenska ..... Argentiniens Fuhb allmeiftc r La Plata konnte in Leipzig gegen eine Kombination Fortuna/DfB. nur 0:0 spielen. oder ausgemästete 40 bls 43: Kühe: jüngere, vollsleischige. höchsten Lchlachtwerts 37 bi» 40, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 33 bis 36, fleischige 28 bis 32, gering genährte 24 bis 27. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollflet- schige, ausgemästete, höchsten SchlachtwertS 46 bis 49, vollsleischige 42 bis 45. fleischige 38 bis 41. Kälber. Beste Mast- und Sauokalber 122,25 I 48,5 67,4 76 70,5 63,5 167,5 56,65 69,25 67,75 35,65 74^5 56 156 , erzielt. Verwaltungsausgaben erforderten 5,4 (1929: 5,3 nach Abzug eines zurückgeftellt gewesenen Betrages rückständiger Steuern in Höhe von rund 1 Mill. OHf.), Geschäftsspesen 0,18 (0,16), abgeschrieben wurden 0,30 (0,37) Mill. Mk. Aus dem Reingewinn werden wieder 2 Mill. Mk. an die Generalstaatsfasse abgeführt. Weitere 4 Mill. Mf. (2 Mill. Mk.) werden dem Grundkapital, 0,5 (dito) den Reserven überwiesen, so daß auf neue Rechnung 0,36 (0,31) Mill. Mark vorgetragen werden. Das Grundkapital erhöht sich dadurch auf 21 Mill. Mark, der Reservefonds auf 8 Mill. Mk., so dah die gesamten eigenen Mittel jetzt 29 Mill. Mk. betragen. Die liquiden Posten auf der Aktivseite haben zugenommen, während die Debitoren in lausender Rechnung eine Verringerung erfahren haben. Der Liquiditätsfaktor berechnet sich auf 63 gegen 56 Prozent am 31. Dezember 1929. * Wintershall AG., Kassel. Der Aufsichts- rat der Gesellschaft stimmte dem Vorschläge des Vorstandes zu, der für den 8. Mär; nach Maffei einberufenen Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 8 v.H. (im Vorjahre 12 v. H.) vor- tcuridie Boni unö Dtseonto-Gelelllchatl, . . . Dresdner Ban!...... Reichsbanl........ fl.6.®. . ........ Bergmann........ Llektr. LielernngkgeleMchaft. Licht uno Kraft...... Hellen L Guilleaume . . . HeieUlchaU für Eiektrifche I. S. Harden-Invustrte. Dunamil Nobel . . . . EchetbranstaU..... (Soldichmidt . . • e e Rüigerowerke..... Metallgeiellichafk. . . . Gkwinnauszug 5. Klaffe 36. Preuhllch-LLddeutsche (262. Preuß.) Staats-LoNerie 2 ®etelnne in 10000 M. 10 ®«B>tnn» iu 6000 SB. 258320 279623 18 Ottolnne ju 3000 M. 269950 307201 313449 54 ' «toinn« iu 2000 M. I Wettkämpfe. nationalen 6i)Wünm« ld Var daS zahlreich die (Begegnung 2u« oldt (Jrim-'anb) gc« -Pen Siege des Söl- rte. Emen Ausländer- oSMeter-Crawlstasicl . Les Mouettes irfottenburg) getoon« etcr^ratolfötDimmiix mait bat tmtfdw 1,3; im lOO-THt'xt- Lruifch (Wau) •butfl) in totem (Ren- el zwischen Hellas ce96 endete mit einem illaS. urimmreforh. unrekord in der 4)<5O« n -Berliner Pvststadioii schliehlich des Gewinnvortrages von Mill. Mk. (0,84) ergibt sich ein äleberschuh 3 045 599 Mk. (4 593 724). sl< en ö ort .. Paris. . • . Gditoeil e . Süa 'ü« . . ETapaii . . . 4iko de ^an. Wien in D - £eft abgeft. Snioapzft. . Söul arten Lissabon DanUg .. Sonst ntta. Htben. tanaoa Um nach. . Tatro . . - 23226 23709 26301 26498 29780 39577 42856 45170 70959 78430 Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichabankdisfont 5 v $)., Lombardzmsfuh 6 v.H - neben ihm. Sr toar hierher? FchNm-chm en. GMirSievirvzm- e erstaunte 2ugm. ie ist längst dort? Uniemehtnungcu .... 10 Hamburger ElcltrtzitätEerke 10 tid. milche Llektrizilöt .... 9 112,75 123 180 124 i 48,5 66,5 । ».SS: yiele' Cannstatt, ^dors, 12,94 Meter Herren: 1. CBier- a M., 7,1; 2. Stahl, .Welscher, Eintracht a. Kickers Stuttgart art, 8,7. ^staffel: 1. M W. Stuttgart, 58,2; fei: 1. Kickers A< 5. Stuttgart 8:55,6; licht gez.). Bei letzteren verstimmten Gerüchte von gescheiterten Verkaufsverhandlungen der Heilner- Pakete. Don Montanwerken lagen Eisen- und Stahlpapiere meist gut behauptet, Gelsenkirchen 1,25 Prozent schwächer, während Kohlenwerte infolge des rückgängigen Kohlenabsahes stark vernachlässigt waren. Am Kalimarft lagen Salzdetfurth 1 Prozent schwächer. Dauunternehmun- gen und Schiffahrtswerte nur wenig verändert. Am Danfenmarkte eröffneten Berliner Handelsgesellschaft 2 5 Prozent hoher. D.-Banken gut behauptet, Barmer Bank und Commerzbank bis 93754 109790 128481 123643 139214 144081 146375 170048 177141 188940 221834 233415 260439 268707 280846 315074 319790 338771 347128 357828 374182 380331 381384 118 »ftolnn« ,o 1000 M. 1609 4192 6786 9761 12421 24684 47183 57282 69093 60914 68053 71546 12 134 j Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 23. Febr. Tendenz: sicher. Die Börse eröffnete die neue Woche im allgemeinen in ruhiger Haltung. Rach einem etwas freundlicheren Vormittagsverkehr wurde die Tendenz im Verlaufe unsicher. Ansangs stimulierten die festere Auslandbörse, der ruhige Verlauf der gestrigen Demonstrationen und die günstigere Beurteilung der innerpolitischen Lage. Gleich nach den ersten Kursen wurde es wieder schwächer, da der Rückgang der Linoleum-Aktien verstimmte. Tie Spekulation, die etwas gekauft hatte, schritt später wieder zu Glattstellungen. Die ersten Kurse zeigten keine einheitliche Entwicklung. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G.-Farben 0,5 Prozent niedriger, dagegen fetzten Metallgesellschaft ihre Aufwärtsbewegung um 1,5 Prozent fort, ©leftromerte sehr unregelmäßig. Siemens und Schuckert lagen bis 1,25 Prozent hoher, A. E. G. und Gesfürel bis 1,5 Prozent schwächer. Turch größere Kursrückgänge fielen Karstadt (minus 3,75 Prozent) und Deutsche Linoleum, die zunächst mit Mmus-Minus-^eichen erschienen, mit einem 3,5prozentigen Verlust auf. 3n der heutigen NachmiUagsziehung wurden Gewinne über 40t) M. gezogen 2 ®e»lnne >u 76000 «B. 236157 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 4UU 2)1. gezogen 4 ö-etetune m 10000 M. 304852 362826 14 V«wmn« ,u 6000 M. 56941 76250 102984 118207 158013 320375 375088 14 Ote.nnt tu 3000 M. 84853 98629 124145 165232 179378 288145 327634 62 ee-intte ,o 2000 M. 24461 37596 68529 76505 79477 88312 100397 115549 117987 118033 1250.8 131919 140502 146077 152547 171620 184148 193909 203487 228421 230103 233532 275419 .-,159.75 70,75 I 71,75 343217 359026 367394 102 ari>inn«|u 1000 M. 6230 16852 28966 36452 38709 40995 41824 48055 48246 58593 61001 ---- 68327 79289 79513 87071 134479 139206 ------ ------ ------ >»•-»>> 202492 Ih (Eng'^aim :Der bestL m 8,6 »•«F.S; 38.5 49,75 76 I 59 bis 62, mittlere Mast- und Saugkälber 55 geringe Kälber 48 biS 54. Schafe nicht _______t. Schweine. Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 52 bis 54. vollfleifchige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 52 bis 54. von etwa 200 bis 240 Pfund 53 bis 55. von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 53 bis 55, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 50 bis 53. Mar k t - verlauf : Rinder und Färsen lleberstand; Kälber und Schafe rege, geräumt; Schweine mittelmäßig. Später Lieberstand. Buorrui......- Seurtdje Grbol . . . ©(euer Steinkohle . • ■ ©cllenfitdienet . • • ■ Harvcner • • • • ■ Hocich Sütn. Iije Bergbau .... Klöcknerwerke . . . . . 86ln-9ieucffcii. - - - ManveLmuan-RöbrnJ Lianrielber Bergbau. Cberidjlci. Chenbcöatf Cbctfdilel. ftoteroede. »Bergbau die Otaunlo feien Auf |cbe gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II oamvurg-smerika Patei . . . 1\ hamburg-Südam.Dauwnann. v Hania Tampfufeffl • 101 •JlcrbbeutKhet Lloyd Allgemeine $euti(feeötrbltanfL Banner Bankverein Berliner Handeisgeiellilfeasl Commerz- und Privar-Bank. TarmstLbler und «aiionalban! ATD. De rlin mit 2:M,1 auf und ver- [Offerte den bisherigen Rekord der TG. Mühlhausen um 9'n, Sekunden. Dafferballspieie im Gau Jrankfuri. 3n Darmstadt kamen gestern in der Gau- Wasserballrunde zwei Treffen zum Austrag, in btnen sich beide Male Darmstädter Mannschaften aeaen Frankfurter Teams durchsetzen konirten. iZungdeutschland Darmstadt fertigte den FV. Frankfurt mit 20:1 (10:1) ab. während Rotweih Darmstadt gegen Delphin Frankfurt 4:1 (3:1) siegreich blieb. Kurze Sporinotizen. Der Hamburger SV. gewann in Mainz dis Spiel zum Besten des Stresemann-Denkmals ygen Mainz 05 überlegen mit 5:1. Zahlungseinstellung der Höchster Vereinsbank. Frankfurt a. M.«H ö ch st, 21. Febr. (WSN.) Die V e r e i n s b a n k Höchst e. G. m. b. X)., die in S uchst und Umgebung etwa 1800 Genossenschaftsmitglieder, meist Handwerker und Kleingewerbetrei- 1-mde, zählt, hat heute die Schalter geichlos- n und ihre Zahlungen eingestellt. Diese i-tahnahine der Ba"k ist auf die Veröffentlichung eines Frankfurter S«nsationsblättchens zurückzufüh- ] (n, wonach die Bank durch nicht genügend gesicherte Kredit hergeb ung riesige Verluste erlitten habe. In einer heute früh veröffentlichten Erklärung der Bank bciht es u. a., die Bank schließe ihre Schalter, weil sie infolge der Zeitungsverössentlichung befürchte, daß ein Sturm der Genossenschaftsmitglieder auf bie Bank einsetze. Weiter wird erklärt, die Bank fei liquid. Der Verlust durch Kredühergabe bc» tcage nach den bisherigen Feststellungen rund 400 000 Mark bei einer Reserve von 1 Mill. Mark. Die Kredite, deren Höhe auf rund 750 000 Mark geschätzt wird, seien größtenteils durch Grundstücke ausreichend gesichert; allerdings seien diese Sicherungen zur $eit schwer realisierbar und wurden bei sofortiger Realisation weitere Verluste zur Folge heben. Durch die Veröffentlichung der Zeitungsnotiz sei die Bank allerdings in eine schwere Krise geraten. Zur Zeit ist ein Reoisionsbeamter aus Wies- boben bei der Bank tätig, um die Bücher zu prüfen. Am Montag soll in Höchst eine außerordentliche 'Generalversammlung der Genossenschaftsmitglieder Itattfinben. Die Turner Mannschaften der Bezirke Rheinland und Westfalen tragen am 9. März in der Essener Tennishalle ihren zweiten Repräsentativkampf aus. In der ersten Begegnung siegten die Vertreter Westfalens mit 8:1 Punkten. *Die2n'oe?zifferderGrohhandels- »r e i f e. Die auf den Stichtag des 18. Februar berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 114,0 gegenüber der Vorwoche (114,5) um 0,4 v. H. zurückgegangen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten für Agrarstoffe 105,9 (— 0,8 v. H.). Kolonialwaren 99,5 (—0 7 v.' H), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 106,4 (— 0,2 v. H.). und industrielle Fertigwaren 139,7 (— 0,2 v. H ). • Frankfurter Genossenschaftsbank (e. G. m. b. H ), Frankfurt a. M. Rach dem Geschäftsbericht der Gesellschaft über das 2ahr 1630 konnten sich die Bilanzziffern trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten ungefähr auf der Höhe kxs Vorjahres halten. Der Gesamtumsatz in Höhe von 607 (im Vorjahre 700) Millionen Mark zeigt, dah die Geschäftstätigkeit des Unternehmen« auch im Jahre 1930 äußerst rege war. obwohl mit Rücksicht auf die Wirtschaftskrise keinerlei geschäftliche Ausdehnung von der Verwaltung angeftrebt wurde. Die Gewinn- und Derlust- rechnung zeigt einen Bruttogewinn von 1 672 000 Mark, von dem nach Abzug der Zinsen und Unkosten im Betrage von 1 427 000 Mk. ein Reingewinn von 245 000 Mk. verbleibt. Es wird vor- gcschlagen, die Dividende von 10 Prozent im Vorjahre auf 8 Prozent herabzusetzen, 46 000Mk. dem gesetzlichen Reservefonds zu überweisen und 2050 Mk. auf neue Rechnung zu übertragen. • Preußische Staatsbank (© ec- ban ung). Die Gewinn- und Derlustrechnung der Preußischen Staatsbank (Seehandlung) für das Jahr 1930 weist einen Reingewinn von 6,86 gegen 4,81 Millionen Mark im Vorjahre aus. Zinseinnahmen betrugen 11,1 (9,1), Provisionen 11 (1.3), Gewinn aus Gemeinschaftsgeschästen und Wertpapieren 0,14 (0.02) Mill. Mark. Einschließlich des Gewinnvortrages aus 1929 von 331 (0,11) und einigen V-rwaltungseinnahmen Wurden insgesamt 12,8 Mill. Mk. Einnahmen zuschlagen. • Schubert L Salzer, AG., CH e m - n i tz. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft schlägt der für den 21. März einzuberufenden GV. die Verteilung einer Dividende von 12 Prozent vor (i. V. 16 Prozent). Der Betriebsüberschuß ging im abgelaufenen Geschäftsjahre von 14,51 Mill. ML. i. V. au: 7,71 Mill. Mk. zurück. Die Geschäfts- unkofften verminderten sich auf 1,99 Mill. Mk. (4,15), Steuern erforderten 2,79 Mill. Mk. (4,48) und soziale Abgaben 0,49 Mill. Mk. (1,10). Abgeschrieben wurden^ 0,27 Mill. Mk. (1,02). Ein- h zurück. ,a M fik»*»** wirklich nicht r ging Was oxir av .i mth mtl* Herren manchmal "*X*1 ni to halft je 6a»o". l'"‘ 6t,‘ ' . ... ihm b'J sK.rL°? ’sfäi njf*1 393917 198 ®'Mnn» «u 600 OT. 8867 17091 21442 21834 ---- 31396 35289 38330 45796 49071 60274 68501 69349 60638 64024 64069 66854 72888 76460 87004 87052 93100 95746 106135 109510 113103 118111 1'8179 ----- ------ 142995 143441 147497 PfeiUpv Hohmann . . . gement»en Heidelberg Gementroerf KaUkadt. . rLavt & Rteotao - - . Äs 60mUa9mi)r? .°uss°ll??^,zur “«lierMl ■tote il- Cfin c" e nac nui.. 1 Prozent niedriger. An den übrigen Aktienmärkten herrschte Geschäftslosigkeit, wie überhaupt das Geschäft sehr gering war. Am Rentenmarkt waren Deutsche Anleihen stark vernach- läffigt. Don fremden Werten bestand nach Rumänen. Türken und ferner nach Portugiesen verstärkte Rachfrage. 3m weiteren Verlauf wurde die Tendenz etwas freundlicher Die Spekulation schritt im Hinblick auf den morgigen Liquidations' tag zu einigen Rückkäufen. Die Erholungen gegen den Anfang betrugen bis zu 1 Prozent. Das Geschäft war jedoch nach wie vor klein. Tagesgeld weiter erleichtert (4 Prozent). Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,207250, gegen Pfund 20.4365, London gegen Kabel 4,8580, gegen Paris 123,94, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 46,50. gegen Schweiz 25,20, gegen Amsterdam 12,1051. Berliner Börse. Berlin. 23. Febr. Die neue Woche eröffnete bei ruhigem Geschäft in freundlicher Haltung. Außer dem ruhigen Verlauf der gestrigen Demonstrationen regte vor allem die Festigkeit der Auslandbörse an. Es waren einige Kauforders eingetroffen, die zu überwiegenden, wenn auch kleinen K u r s b e s s e r u n g e n führten. 3m allgemeinen war die Umsatztätigkeit aber gering, und nur am Farben- und Eiemensmarkte gingen die gehandelten Beträge über 100 Millionen hinaus. Etwas stärker gebessert waren Rheinische Braunkohlen, Siemens. Svenska und Reichsbankanteile. Stärker gedrückt lagen Hirsch-Kupfer und Chadeaktien. Vollkommen aus dem Rahmen fielen Schubert & Salzer, für die die gestrigen Ab- schlußziffern an regten. Sie erschienen zunächst mit Plus-Plus-Zeichen und gewannen dann zur ersten Rotiz 6 v.H. Stärkere Beachtung fand der Antrag bet Verwaltung zur Erwerbung eines Paketes c g:ner Aktien. DerSta3lve.ei .Sgeichäfts- bericht löste am Montanmarkt stärkste Zurückhaltung aus, ebenso litten Kaliwerte unter dem niedrigen Dividendevorschlag bei Wintershall AG. Rur, da-Z morgen Liquidationstag ist und vielleicht noch hier und da Stückemangel besteht, ließ die Spekulation sich am Geschäft beteiligen. Anleihen bröckelten ab, von Ausländern tendierten Türken eher fester, während Anatolier etwas stärker nachgaben. Der Geldmarkt lag trotz des herannahenden Ultimos borläufig immer noch unverändert leicht, Tagesgeld 4 bis 6 v. H. Monatsgeld von 6 bis 7,5 v. H. und Warenwechsel von etwa 5,25 v. H. 3m Verlaufe neigte die Tendenz allgemein zur Schwäche. Eine gewisse Verstimmung ging vom Markte der Linoleum- Aktien aus, die vorübergehrnd 3,75 v.H. gegen Anfang verloren. Es t>crlautete am Markte gerüchtweise, daß die Verkaufsverhandlungen für das Heilner-Paket plötzlich gescheitert seien, auch wurden die Dividendeaussichten wieder unsicherer beurteilt. Später beteiligte sich die Arbitrage etwas mehr am Geschäft, und besonders für Spezialwerte (Farben, Siemens und Reichsbank) stellte sich Kaufinteresse ein. Das Anfangsniveau war gegen 12,45 Uhr noch nicht überall wieder erreicht, die Stimmung war eher wieder gesunken. Frankfurter Gctreideberfc. F r a n k f u r t a. M., 23. Febr. Der Franfturter Produktenmarkt eröffnete die neue Woche in sehr fester Haltung. Das Angebot in Drotgetreidriu und die leichte Velebung des Mehlgeschäftes führten zu einigen Preiserhöhungen, besonders Weizen lag sehr fest. Roggen wurde mitgezogen. Haser und Gerste blieben weiter verna-chläsiigk. Die Mehlofferten waren bis zu 50 Pfennig erhöht. Fest lagen außerdem von Futtermitteln Roggen- kleie. Die rimsatztätigkeit war jedoch im allgemeinen nicht groß. Es wurden notiert: Weizen 292,40 bis 282,94, Roggen 185, Braugerste 210 bis 212,50, inländischer Haser 157,50 bis 162,50, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 42.50 bis 43 50, Roggenmehl 26,50 bis 27,50, Weizenkleie 9 75 bis 9,90, Roggenkleie 9.50 bis 9,75, Erbsen 25 bis 31, Linsen 28 bis 65, Heu 6 bis 6,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 2.90, gebündelt 2,75 bis 2.80, Treber, getrocknet, 9,75 dis 10 Mark. Tendenz: fest. Frankfurter Schlachtvichmarkt. Preise am Frankfurter Viehmarkt (nicht Stallpreise). Fra n k f u r t a. M., 23. Febr. Auftrieb: Rinder 1344 Stück, darunter 328 Ochsen, 105 Dullen, 496 Kühe, 391 Färsen; Kälber 621; Schafe 65; Schweine 5143. (269 Litauer.) Rinder. Ochsen: vollfleifchige, ausgemästete, höchsten Schlach!w:rts: jüngere 46 bis 48, ältere 41 bis 45, sonstige vollfleischige jüngere 36 bis 40; Bullen: jüngere, vollfleifchige, höchsten Schlachtwerts 44 bis 47. sonstige vollfleifchige Banknoten. Ve'1Ini21 .Zei-nias Bmrnlanl'tfif Koten ..... SelfltfdM- Roten ...... Sanüdie Roten ....... ttiifl üdir Roten ....... fttan$o ilche Roten ...... HoNancijch-- Roten ...... Roten........ Siorrocfli'cbf Roten....... Seuticfe'Ccftrrreld), » 100 6d)Ulfng Biumünhd)' Roten....... Schwedt,^- Roten....... €. Rcifeten • - • 53 — 53,13 53,13 tfifll. ebne «uilot..3lc% Pr. LanderptmrdbriesanKaU. Planddricie R.'» •% Pr VanDter'an sbdcfanttali. ftontm.-Cbl. 81. 20..... % Br. Canbe.i ’anibritfanftalt, Planbdnete R kl 88,75 -_ — — 100,5 —— 100,5 — _ — 96,5 — 96,5 — t.Q.li» abfl. Sounegl-Cbllßatio. aen. rüdAablbai 1932 . . . . — i% Ocsterretchlltfee Goivrente . . 24,55 —- — i,20% Otitetrcid)l|rfcf Sllberrentr 2,5 - 2,5 i% Ocllerreickl'Le Einheitliche Rente — —— — •% Unoarillfee Goidrente . . . . 19,75 — 20 1 —- i% Ungarische StaatSrente v. 1910 16,8 — — — iy,% bHfll. von 1913 i% Unoariiche Krvnenrcnle • — 17,2 —— —— — —— i% tQrtifdie Zollanleihe von 1911 4 — 4 4 (% tüdtidjc vagdadbabll-rilll Sfrifl . . 3,9 4 4,05 4 '% de«-l. Serie 11 . .... - s% «umäniitfie verelnh. Rente von 1903 ... ßi% RumLnUchr verrrnfe. Rente von 1913......... i% Rnmänilche vercinh. Rente 3,9 4 3,95 4,1 — , — 9 — 14,35 - 14,7 14,9 7,4 7,4 7,5 : 2,5 4.194 4.214 58.38 58,62 112,03 112,52 20.385 20,465 16,45 16,51 168,49 169,17 22,01 22,09 112,12 112,56 58,88 59,12 2,483 2,503 112,28 112,72 81.00 81,32 43,91 44,09 12,41 12,47 73,15 73,45 ■ - ! 58 — 16'/.' 35.5 — 10, 132,5 — 10 138 . 151 203 202 * ^1 139,25 138,9 . . 6 — — . . o 123 — . - b 39,25 — . . G 49.25 49,75 - - t 75,5 77 78,4 78.51 . 1" 76,25 — 1 . 10 — — 1 . . 8 43,5 43 . 15 — — . 12 —— — . 18 72.25 —— . 14 62 —— 13'/. 94 — . 12 70 — . . 8 — — — — . . 0 24,25 — . e . 100,5 97 . . 0 —— . . 0 — — . . 6 —— —— . 1C 111 —— 2p3 — 21 Februar 23.Febmar Amtlich« Dotierung «rem । Seiet Amtlich« Rotlcrung Geld Sri«! 168.04 168,98 168,63 168,97 1.378 1,382 1.380 1.384 58.565 58,685 58,58 58,70 112.38 112,60 112,40 112,62 112,37 112,59 112,39 112,61 112.48 112.70 112.49 112.71 10.577 10,597 10,577 10,597 21.99 22,03 22,00 22,04 20.413 20,453 20,415 20,455 4.2045 4.2125 4.2035 4,2115 16.473 16,513 16.468 16,508 81,05 81,21 81,01 81,17 44.11 44.19 42.74 42,82 2,030 2,084 2,082 2,086 0,361 0,363 0,363 0,365 59.06 59,18 59,045 59,165 12,453 12.473 12,453 12,473 7,100 7.414 7,400 7,414 73,33 73.47 73.30 73,44 3.0-46 3.052 3,044 3,050 13,84 18.88 18,84 18,88 81.65 81.81 81,65 81,81 1,734 1,789 1,784 1,789 5,445 5,455 5,445 5,455 4.193 4.206 4,202 4,210 2.917 2,923 2.917 2,923 20,92 20,96 20,93 20.97 ihn zu sehen, ihn zu besitzen. 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Sie wurde zänkisch, prozeßsüchtig und hatte häufig mit ihrer Tochter und anderen Leuten Streif. Am Sonntagnachmittag «cf!; .E3Se - tu E - lieleMMW Billige Klassiker 1 A(x jeder Band nur. Mk 1 eT:kJ 2 i t Se en X ,w E LZ 8 Tüchtiger, arbeitsfreudiger und zuverlässiger Kaufmann findet gute Existenz Warm und billig kaufen Sie jetzt Damenschlafanzüge in Flanell.......ab Damennachthemden Orbenlllch. ehrliches WWW per 1. März aesucht Liediattrane 33. Junges, auineweckl ehrlich. Mädchen für geschäftliche Besorgungen tänl. vor- mtliaas gesucht. 1899 Franks. Str. 9, v. 14—l7iährig., sehr kinberttebeö f,M,v Mdchen zu 4jähr. Jung. gef. ivrou Dr. Wolf, Walllinffrasre 48. Braves, sauberes Mädchen f. norm z.I.März gef. ^»k.7 Steinstr. 14 1. Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der ßrühl’schen Druckerei | Mietgesuche | tcdjöuc 6-3imin.=lB0ting. in guier Lage, zum 1. Mat gef. Schrinl. Angebote unt. 13371) an den Gien. Anz. Rudlgcr Student sucht für 1. März einfaches möbl. 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