sSfs Ä*’ *4^ b°ch 16;2. KL «7:1. ,Q9tn. Hj. srul « " -L w 'hte ^anWe k Ameling MS7V in. nd Pnbe-TeHttlen Botin SW »«IIS. ’L Nr. 3138«) >Wtai (mit lamML mirkt reines Radium- Itaüirkulfllion, weit s Driuaugstani und •ig.-Röhn Mk. HO, '0 Röhren Mk. 20.-. ’ neue An bes J* Wasser aufgelöst I« beigegeben. Die ‘ 9(ben bann M «webe heraus. Sie ^frisch Sie die 6069V jMmc an ben Sj** * * * 5 beabsichtig, 1'°" j ürofet 1e 1°9- „Olympisch, sSs Te etui«» B,ru" MM. BalnboWr*58 .Neu» *’ •hierein r Universitätsaula RT 69WD Rudolf trkin iKlariar) fld 1Ubertl79.Fantasie ianobaui Schön an. ust ChaUier. Jjanw Stau: bei Ernst CbaUiei , ,ind abzubolen d Schul6 ***•; Ibend „Pfarrer^' SerVj^ MMG >i< äP*” , öfO* :ung ie: hoher Blut- werden, Schlaf- rch Donnerstag, 22. Oktober 1931 181. Jahrgang Hr. 247 Erstes Statt GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Pntd und Verlag: vrühl'lche llniversilätr-vuch. und Sleinörudcrcl H. Lange in Sietzen. Schristleitung und Seschäst-ft-lle: Schulittaße r. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" ., mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Bietzen. Erscheint täglich,autzei Sonntags und Feiertag». Beilagen: Die Illustrierte Biehener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monats-Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Hernsorechanschliisse unterSammeInummer2251. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Sietzen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Die Einsetzung des Wirtschasisbeirais. Am kommenden Donnerstag erste Sitzung unter Dorsih des Reichspräsidenten. Am 29. Oktober soll der Wirtschaftsbeirat zusammentreten, nachdem inzwischen die durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber beauftragten Vertreter der Oeffentlichkeit mitgeteilt worden sind. Die wichtigen Aufgaben, die dem Wirtschaftsausschuß überwiesen sind, könnten an sich wohl dazu beitragen, die parteipolitischen Gegensätze zu entgiften, auch wenn die em? oder andere Partei dabei nicht ganz auf ihre Rechnung kommt. Der Wirtschaftsausschuß soll die Pläne ausarbeiten, von denen sich der Kanzler eine Tleberwindung der Wirtschaftskrise verspricht. Die Reichsregierung denkt offenbar daran, daß eine Auflockerung der Preise sich durch bestimmte Maßnahmen erzielen lasse, obschon die Preisbildung volkswirtschaftlich am Schluhdes Produktionsprozesses steht. Auch Kartellpreise sind schließlich die Preise des Endergebnisses des Produktionsprozesses, woraus ohne weiteres folgt, daß der Hebel zu einer wirklichen Preispolitik nur bei den Produktrons- k o st e n angeseht werden kann. . Wenn wir die Sofien der deutschen Prodution aus- qliedern so stoßen wir zunächst einmal auf tue öffentliche Last, die auch heute trotz der Einschrumpfung der Produktion noch.gerade so hoch ist wie in den Zeiten der sogenannten Hochkonjunktur. Es ist aber noch nicht die Rede davon gewesen diesen Teil der Produktionskosten zu senken, denn soweit in den einzelnen Notverordnungen Bestimmungen über die Finanzpolitik enthalten waren, kamen sie mehr oder weniger auf eine Umschich - tunq nicht aber auf eine Senkung hinaus. So entspricht der Abbau der Verwaltungskosten finanztechnisch nur dem Ausfall an Steuereinnahmen der durch die Einschrumpfung der Produktion bedingt ist, während die Steuerlast an sich also im ganzen unverändert bleibt. Es ist sicher damit zu rechnen, daß im Wirtschaftsbeirat die Reichs- regierung aufgefordert wird, durch eineji Umbau der Finanz- und Steuergesetzgebung eine Entlastung der Wirtschaft herbeizuführen, die sich unmittelbar auch im Preisfpiegel answirken- muß. ■Tiber die Verhandlungen des Wirtschasts- beiratS werden sich nach der Ankündigung des Reichskanzlers auch mit dem Tarifrecht beschäftigen, was sich nur so ausdeuten läßt, daß auch die Deichsregierung davon überzeugt ist, die Löhne und Gehälter beweglicher gestalten zu müssen. Hier ergeben sich Gegensätze, die sich nur schwer werden überbrücken lassen. Es geht ganz in Ordnung, daß die Gewerkschaften in den Wirtschaftsbeirat jene Führer entsandt haben die als die Träger der gewerkschaftlichen Lohnpolitik gelten. Run aber haben sich die Gewerkschaften aller Richtungen darauf sest- gelegt, unter keinen Umständen am Tarisrecht rütteln zu lassen. Das ist sicher auch dem Reichskanzler bekannt, gaiiz abgesehen davon, daß per Teil seiner Reichstagsrede, der sich mit den Ausgaben des Wirtschaftsbeirates beschäftigt, im Einvernehmen mit dem Reichsarbeitsminister überlegt und überprüft worden ist. Daß dem Reichskanzler lohnpolitische Maßnahmen unvermeidlich scheinen, das ist auch aus seiner Anspielung auf die zerschlagene Arbeitsgemeinschaft zu folgern. Reichsregierung und Wirtschaft sind sich also in der Sache einigermaßen nähergekommen, ob es gelingen wird, die Gewerkschaften zu sich herüberzuziehen, istz das große Problem. Hindenburgs Rus. Berlin, 21.Oft (MTV.) Amtlich. 3n dem bekannten Briefwechsel zwischen Reichspräsident und Reichskanzler vom 13. Oktober war die Schaffung eines wirtfchaftsbeirales vor- gesehen worden, der in eingehender Beratung zu einer Lösung lebenswichtiger Fragen hinsichtlich der Gestaltung der deutschen Wirtschaft s- und Sozialpolitik gelangen soll. Entsprechend den in dem Briefwechsel festgelegten Ausgaben dieses Wirtschaftsbeirates und der Art feiner Zusammen, fehung, hat der Herr Reichspräsident nunmehr aus Vorschlag der Reichsregierung folgende Persönlichkeiten zu Mitgliedern des Wirtschaftsbeirates ernannt: Geheimer Kommerzienrat Dr.-3ng. h. c. Ernst von Borsig, Fabrikbesitzer in Verlin-Tegel; Dr. Brandes, Präsident des Deutschen Landwirt- fchastsrales, Königsberg; Reichskanzler a.D. Geheimer Oberregierungsrat Dr. Cuno, Vorsitzender des Vorstandes der hc> ag, Hamburg; Gewerkschafts- fekretär Wilhelm Eggert, Berlin; Gewerk- fchaftsführer Peter Graßmann, Berlin; Maurer und Zimmermeister Robert Groß, Königsberg 1. Pr.; Kaufmann Dr. jur., Dr. ing. h.c.Ber n- fjarö Grund, Präsident der Handelskammer Breslau; Kaufmann Dr. jur. Albert Häckels- berget, Oeflingen in Baden; Papierfobrikant Georg haindl, Augsburg; Wagenbaumeister Wilhelm Hecker, Präsident der Handwerkskammer, Düsseldorf; Hofbesitzer Dr. holtmeier Lienen Kreis Tecklenburg-Westfalen; Gefchaftsfuh- rer des'Deutschen Gewerkschastsbundes Dr. Joseph Jahn, Berlin; Kaufmann Louis Körner, Berlin; Rittergutsbesitzer von Oppen, Präsident der Landwirtschaftskammer Brandenburg, Dannen- walde; Bernhard Otte, Vorsitzender des Ge- famtverbandcs der Lhriftlichen Gewerkschaften Deutschlands, Berlin; Direktor Dr. rer. pol. h. c. Pferdmenges, Köln; Bäckermeister Ernst Pslugmacher, Magdeburg; Direktor der Commerz- und Privatbank Friedrich Reinhart, Lharloltenburg; Max Rösfiger, Vorstandsmitglied des Gewerkschastsbundes der Angestellten, Berlin-Zehlendorf; Dr. jur. Schmitt, Generaldirektor der Allianz und Stuttgarter Verein AG., Berlin; Dr. jur. h. c. Hermann Schmitz, Vorstandsmitglied der J.-G.-Farbenindustrie AG., Berlin; Dr. jur. Dr. ing. h. c. Paul Silverberg, Industrieller, Köln; Otto Suhr, Vorstandsmitglied des Allgemeinen Freien Angestelltenbundes, Berlin; Generaldirektor Dr. ing. Dr. phil. h. c. Albert vöglet, Dortmund; Fabrikdirektor Willy ÖUtte, Dresden. wie sich aus der Zusammensetzung des wirl- schastsbeirales ergibt, ist daraus Bedacht genommen, möglichst alle Kreise der den schen volks- wirtschaft und alle Landesleile zu berücksichtigen. Line Erweiterung der Mitgliederzahl wurde die Aktionssähigkeit des Beirates gesährden. Industrie, Landwirtschaft, handel, Handwerk und Kleingewerbe, Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind durch Persönlichkeiten vertreten, die Gewähr dafür bieten, daß die großen gemeinsamen Interessen der gesamten Volkswirtschaft und auch die Interessen der einzelnen Berussstände und Wirtschaftsgebiete gleichwertig und mit gleichem Rachdruck vertreten werden. Der Herr Reichspräsident hat gleichzeitig mit der Ernennung die Mitglieder zu der ersten gemeinsamen Sitzung des wirtschastsbeirates und der Reichsregierung, an der auch Reichsbantpräsident Dr. Luther und Generaldirektor der Reichsbahn Dr. Dorpmüller teilnehmen werden, auf D on- nerstag, den 29. Oktober, 11 Uhr in fein Haus eingeladen. Diese Eröffnungssitzung wird unter dem Vorsitz des Herrn Reichspräsidenten stattsinden. * Dem Wirtschaftsbeirat der Reichsregierung kommt nach Auffassung amtlicher Kreise ganz besondere Bedeutung zu. Das geht schon aus der Tatsache hervor, daß der Reichspräsident nicht nur die Ernennungen selbst vollzogen hat, sondern auch die Einladung zu der ersten Sitzung selbst ergehen läßt, die unter seinem persönlichen Vorsitz stattfindet. An diesen Sitzungen wird natürlich auch das Reichskabinett selbst teilnehmen. Kabinettsberatungen unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten sind außerordentlich selten. Solche Beratungen, die etwa mit dem in Parallele zu stellen sind, was man früher als Kronrat bezeichnete, haben in den letzten Jahren nur einmal zu Beginn der Tätigkeit des ersten Kabinetts Brüning und davor im Zusammenhänge mit der Konferenz von ßoeueno stattgefunden. 3n unterrichteten Kreisen nimmt man an, daß der Kanzler mit einer sachlich gut fundier- ten Initiative in die Verhandlungen hineingehen und sie auch während der Dauer der Beratingen nicht aus der Hand geben will. An sich hätten sowohl der Reichspräsident als auch das Kabinett gewünscht, daß der Wirkschastsbeirat so k l e i n w i e m ö g li ch g e h a l t e n wird. Eine geringere Mitgliederzahl war aber schon deshalb nicht möglich, weil die Mannigfaltigkeit d e r P r o b l e m e , die auf eine Lösung drängen, die Heranziehung von Vertretern der v e r s ch i e - denen Wirtschaftszweige und Berufsstände notwendig machten. Der Ausgleich wird ja darin gefunden werden, daß man die praktische Arbeit gleich nach den ersten Sitzungen in besonderen Fachausschüssen verhandelt, die der Vollkonserenz entsprechende Vorschläge zu machen haben. In politischen und wirtschaftlichen Kreisen erwartet man, daß der Wirtschaftsbeirat dem Reichskabinett für die Lösung der großen wirtschaftlichen und sozialen Probleme die Unterstützung bringt, die die Interessen des deutschen Volkes erfordern. Die Autorität des Reichspräsidenten steht hinter diesen Verhandlungen, und man muß in ihr die beste Gewähr für einen Erfolg sehen, die es in Deutschland überhaupt gibt. Echo der presse. Berlin, 22. Ott. (SU.) Zu der Ernennung der Mitglieder des Wirtschaftsbeirates nehmen nur wenige Berliner Zeitungen Stellung. Die D A Z." sagt, die Auswahl gebe Gewähr dafür, das dasjenige, was in den Besprechungen zum Beschluß erhoben werde, auch den gebüh- renden Widerhall draußen im Land finde. — Der „Vorwärts" meint, daß so zahlreiche Mitglieder der „Rationalen Opposition" dem Beirat angehörten, sei staatspolitisch bedenklich und wenig verheißungsvoll. — Das „Berliner Tageblatt" bemängelt, daß man unter den ernannten Mitgliedern nicht einen in teressenmäßig nicht gebundenen Sachverständigen finde. — Der „T a g" schreibt, die überwältigende Mehrheit dieses aus Spihenvertretern „anerkannter" Organisationen entnommenen Gremiums stehe einer nationalwirtschaftlichen Lösung ablehnend gegenüber. Daraus ergebe sich schon, wie beschränkt die Wirkungsmöglichkeiten des Wirtschaftsbeirates sein würden. — Die „Germania" sagt, dieser Beirat werde seine Mission nur erfüllen können, wenn alle seine Mitglieder sich für das Ganze unserer Wirtschaft verantwortlich fühlen, ohne daß dadurch das besondere Vertrauensverhältnis zu den hinter ihnen stehenden großen Wirtschaftsgruppen beeinträchtigt zu werden brauche. Süddeutschland und die Reichsreform. Getzler fordert „Nefervatrechte" für die drei süddeutschen Länder. B e r l i n , 21. Oft. (TU.) Der Vorsitzende des Sun* des für eine Erneuerung des Reiches (Lutherbund), Reichsminister a.D. Dr. Geßler, hielt im Demokratischen Klub einen Vortrag über das Thema „Reichsreform", und zwar besonders vom süddeutschen Standpunkt aus. Ueber die bisher in der Oeffentlichkeit bekanntgcwordenen Entwürfe hinaus hält Geßler die Sicherung der Sonder st ellungSüddeutschlands durch „über- -3 er! in, 21. Oft. (ERD.) Reichsminister Treviranus behandelte in einem Rundfunkvortrag das Problem der Erwerbslosensiedlung, das in der letzten Rotverordnung niedergelegt worden ist. Der Minister sagte, daß beim Ansehen in diese städtischen Randsiedlungen in erster Linie langfristige E rwerbslose, kinderreiche Erwerbslose und solche bevorzugt werden sollen, die gewisse Erfahrungen in Schrebergärten yder in der Landwirtschaft gesammelt haben. Man denke im allgemeinen an die Zuteilung von Landflächen in Gröhe von einem Viertel- bis zwei Morgen. Für Landpachtzins und Hausmiete dürfe man von einem Erwerbslosen ober Kurzarbeiter nicht mehr als monatlich 15 Mark erwarten. Die Unterstützungen aus der Krisenfürsorge, der Wohlfahrtsfürsorge oder der Arbeitslosen- Versicherung sollen bis Ende nächsten Jahres in alter Höhe vorgesehen werden, um bis zum Beginn zusätzlicher Rahrung aus der eigenen Scholle eine gewisse Einlaufs - frist zu überwinden. Das Reich habe nicht die Absicht, jedem Siedler sofort ein fertiges Haus hinzustellen, sondern es wolle langsristig kündbare niedrig verzinsliche Darlehen in Höhe von etwa 1800 bis 2500 Mark geben. Für die Be° Reuyork, 21. Oft. (WTB.) -Associated Preß" bringt solgende eigene Meldung aus Washington über die Stellungnahme Washingtons zu den bevorstehenden Besprechungen mit Laval' Die amerikanische Regierung stellt sich als Th:ma zu den kemmenden Besprechungen zwischen Laval und Hoover die umfassende Berichtigungderverwlckelten Weltwirtschaftslage vor, einschließlicy einer eventuellen Schuldenrevision und einer einschneidenden Rü st ungsein schränk ung, allerdings ohne eine Garantie Amer i - kas für die politische Sicherheit Frankreichs. Sollte Laval tatsächlich einen derartigen Schritt Vorschlägen, so wird das hier eine Überraschung Hervorrufen. Hier ist pie Auffassung vorherrschend, daß das Problem der S ch u l d e n r e v i s i o n im Vordergründe der Besprechungen stehen muß. Von jeher haben die Vereinigten Staaten darauf gedrängt, daß die Zahlungsfähigkeit" bei der internationalen Schuldentragung als Maßstab zu gelten hat. Ferner haben die Vereinigten Staaten schon immer d i e ungeheuren Rüstungsaus- gaben als einen verschärfenden Faktor für die Weltdepression angesehen. Unter einem solchen wirtschaftlichen Gesichtswinkel wird auch das gesamte Rüstungsproblem von Hoover betrachtet werden. Da Frankreich große Summen f ü r s e i n e n R ü st u n g s e t a k v e r w e n d e t wird Hoover Laval von der unmittelbaren und gewaltigen Wirkung zu überzeugen versuchen, die ein derartiges Gebaren nach Ansicht Amerikas ausdieWeltzahlungsbilanz haben muß. , , Die Frage eines Sicherheitspaktes mit (Frankreich muß in eine ganz o i) t* c r e Kategorie eingereiht werden. 2n einigen Meldungen ist angedeutet worden, die französischen Staatsmänner trügen sich mit der Absicht, vorzuschlagen, daß die Vereinigten Staaten sich entweder verpflichteten, Frankreich im FaNe. eines Kne- verfassungsmäßige Sicherheiten" für erforderlich, und zwar auf Grund einer sorgfältigen historischen Untersuchung über die staatliche Entwicklung Süddeutschlands wo man sich seit Weimar in der Minderheit fühle.'Zn Bayern, Württemberg und B a - d e n habe die 120jährige Eigenstaatlichkeit e i n ganz b e ft i m m t e s staatliches Lebensgefühl erzeugt, das im Volke tief verankert fei und in der Abwehr jeder Zentralisierung sei man sich in den drei Staaten einig. Preußen finde sich mit der Statik ab in ber Erwartung, daß ihm die Dynamik günstig verlaufen werde, Bayern beharre aus der Statik, weil es die Dynamik als ungünstig fürchte. Die ganze Reichsreformfrage werde im übrigen zusehrvom partikularen Standpunkt und zu wenig vom gesamtdeutschen Standpunkt behandelt. Tatsächlich sei sie eine Existenzfrage des Germanentums in Europa. Von der Durchführung der Reichsreform mit Gewalt müsse dringend abgeraten werden. Höpker-Aschoffs Vorschlag habe im Süden ein sehr bedenkliches Echo ausgelöst. Wenn man aber zu einer Verständigung kommen wolle, müsse man es wagen, das Wort „R e s e r v a t r e ch t e" auszusprechen. schaffung von Land solle auf keinen Fall bares Geld ausgegeben werden. Man rechne auch mit eigenen Mitteln der Siedler mit Hilfe, durch Verwandte und mit fremden Geldern. Der Besitzer solle grundsätzlich die Kaufanwar' schäft nach etwa zweijähriger ordnungsmäß .er Bewirtschaftung erhalten, wobei eine Rente und Tilgung vorgesehen werde. Jeder Erwerbslose habe somit die Möglichkeit, für die Zukunft mit dem sicheren Erwerb seiner Stelle zu rechnen. Der Selbsthilfe und dem Erfindungsgeist der einzelnen Kolonisten solle möglichst weiter Spielraum gegeben werden. Dazu seien eine Aenderung der baupolizeilichen Bestimmungen und überhaupt die Abschaffung bureaukratischcr Hemmungen erforderlich. Leider habe man damit zu rechnen, daß die strukturelle Arbeitslosigkeit sämtlicher Kulturstaaten noch eine lange Zeit an dauern werde. Es solle kein Mittel unversucht bleiben, den seelisch niedergedrückten Erwerbslosen Zu helfen. Das berechtige zu dem Wagnis, in größter finanzieller Bedrängnis Millionen von Steuergeldern für das Problem der Heimsiedlung von Zchntausenden von Erwerbslosen zu verwenden. ges Hilfe zu leisten oder aber wenigstens im Falle einer Kriegsdrohung mit Frankreich in Beratungen einzutreten. Cs besteht jedoch keinerlei Absicht, sich in einen derartigenVor- schlag e i n z u l a s s e n. Die Vereinigten Staaten haben Konsultativverträge überden Fernen 0 st e n abgeschlossen, wo für sie Sonde r- i n t e r e s s e n bestehen. Die Beziehungen mit Europa haben sie von jeher in eine andere Klasse eingereiht, und sie beabsichtigen, dies auch weiterhin zu tun. Heute Laval in Reuyork gelandet. (Hrotzaniges EmPfanqSproaramm. Paris, 21. Ott. (TU. Funkspruch.) Die Ankunft der „Ile de France" in Reuyork ist für Donnerstagvormittag um 4 Llhr vorgesehen. Ministerpräsident Laval wird das Schiff um 8 Ahr verlassen. Der offizielle Empfang des französischen Ministerpräsidenten wird an Ausmaß alles bisher Dagewesene übersteigen. Im Rainen Hoovers wird Staatssekretär S t i m s o n den Ministerpräsidenten empfangen und ihn zunächst über den Broadway nach dem Reu Yorker Rathaus begleiten, wo die offizielle Begrüßung durch die Stadt Reuyork statt- sindet. Militärische Formationen werden vom Hafen bis zum Rathaus Spalier bilden, während etwa 400 Automobile den Ehrenzug abschließen. Am 11 Ahr erfolgt die Abfahrt nach Washington. Um 18 Uhr stattet Laval dem Präsidenten einen Besuch ab. Und um 20 Uhr sindet im Weißen Haus ein großes Essen statt. In den frühen Rachmittagstunden des Freitags beginnen bann die eigentlichen Besprechungen mit Präsident Hoover. Oer Go.dstrom aus Amerika. Paris, 21.Ott. (WTB.) Für diese Woche sind weitere Goldsendungen aus Amerika angekündigt. In Cherbourg wurden von der „Europa" 380 Gold» Die Kleinsiedlung von Erwerbslosen. Reichsminister Treviranus erläutert die Ziele der Reichsregierung. Amerika lehnt jede politische Garantie für Irankreich ab. Gchuldenrevision und Rüstungsbeschränkung sollen im Mittelpunkt der Besprechungen vou Washington stehen. T norywn-cr Wien Tour: 'Ä"vr-ge Gfct Sw«b^unfl«J /” ®ltbenet j Zustande fll ^Nä. b,14iXe 3fil tx*j Ek°ge Nfiifr > 1 »illr bie» 3e >>Ä: bs.'b tonL?nUte »tltui S der o && ^!T; H»r 4 ;J2® <**Ä**! rci Niehl des t<-:< "As'nken I»54 > “ li- keine * S#Ä5! :-;» ü "' JC Trdonleng ui) * Mt gni kHs «“ L SKHtiSkn Nr ^ll£r ö) -': *Ltn, über I tSÄ. fe L- -i lächerl'-t Lichtung di Miubenms-n die Mensch yfrbtn unbetuljt Si und °°s ne, m Sollen und ■ i*a. wohl auch redeuiend ootlon m s'e h^elndrn oa» ihnen Leid I Mt trübten, gei uni, denn bas ' rvbwr alit ®nt bc» ringend, deu land, «der wie |i hing scharten, wi cblouf aulgenom ihm auitinanberf lug, oder ob m hnnlt oder doch trnb wirksam wi fcingi kann nur ii |dn, und selbst jeit war die tim (bring E» bat sich I« i:tbt stärker im , iacht miljubestimi in tzewih gut so mt für die ®ei habe» lönnlt. Ts r,r Hinsicht wied auf sich und sein Zusammenhänge ^olkrganze aus bann dal man I dem Einst die 91 MeiiSa Vas ßanMa Inhalt tüt Ärbei didichnMg be Dehlar aus ’lt dm A "ertragen, sielte de- 2 Dahgebend für durch diele Aesl f ? rf e n a u f to < Mm Dege ei M A-jchsansta fMuptlidlt 6er ">chl zveileln la 'ung fa Lrbeits Tiehen statt, LMvaltung-orga 'en, ba bk Dehl bk schon b Üblich gröberen l «litt und rann. Die von m «tjQflmt 3nitl ^ssrn ist nur », Ml« glichst nahen ; ^kbanö-vl i. 2. und zwar fischen Gesamtregierung, er Provinzial- I 3. 4. Der mandschurische Konflikt. Chinesische (Acstcnwrdcrungcn in ttcnf fßenf, 21. Oft. (CNB.) Die Bemühungen des Dölkerbundsrates um eine Losung des japanisch- chinesischen Konfliktes haben eine bedeutungsvolle Wendung genommen Briand. der dem Nate prä. fibiert, hat sich nämlich entschlossen, eine öffentliche Sitzung des Rates für morgen in 'Aussicht iu nehmen, in der der Rot einen Beschluß fassen soll. Japan ist bereit, den Rat Briands anzunehmen und darauf zu verzichten, vor der Eröffnung von Berhandlungen eine ausdrückliche '21 n orte n n u n g seiner Rechte auf bie mandschurischen Eisenbahnen durch China zu verlangen. Borausjetzung dafür ist. daß China bereit ist, allgemein und grundsätzlich die Lerpflich- tungen anzuerkennen, die sich aus den Verträgen ergeben. Gelingt es Briand, China dazu zil veranlassen, dies anzunehmen, so glaubt man, daß damit ein großer Fortschritt erreicht und der Weg zu den Verhandlungen frei gemacht wäre. Der Vertreter Chinas. S z e, hat heule abend Briand sol- gende vier Forderungen überreicht: Bildung einer ständigen Schlichtunhs - und Schiedskommission für alle künftigen Streitigkeiten in der Mandschurei. Tiit* diesen Forderungen wird sich morgen das Erhöhung der rheinischen Provinzialumlage. Vom Provinzialaudschuß abpclchnt, vom Cbcrpräfihcntcii dekretiert Bildungsmaßnahmen für jugendliche Arbeitslose. Berlin, 21. Oft. (Sil.) Der ReichSarbeits- ininister hat an die obersten Sozialbehörden der Länder ein Schreiben gerichtet, das Richtlinien für die Bildungsmaßnahmen im Interesse jugendlicher Arbeitsloser enthält. Das Schwergewicht der Arbeit an den Jugendlichen wird danach bei den örtlichen Stellen liegen müssen, die In Zusammenarbeit mit den Gan- desarbeitsämtern einen möglichst großen Kreis von Jugendlichen ohne Zwang erfassen sollen. Berufliche Bildungs- mahnahmen werden im Mittelpunkt der Ber- anstaltungen stehen müssen. Bei den jugend- pslegnerischcn Maßnahmen wird es sich vor allem um solche der körperlichen Ertüchtigung und der allgemeinen Bildung handeln, wofür die unentgeltliche Bereitstellung von Surnhallen usw. und die freie Benutzung vorhandener Einrichtungen erforderlich erscheint. Die Finanzierung der Maßnahmen geschieht, soweit es sich um berufliche Bildungsmaßnahmen handelt, aus den Mitteln der Rcichsanstalt. Alm auch den Jugendlichen die Beteiligung zu ermöglichen, die nach den Bestimmungen an den Maßnahmen der Arbeitsämter nicht teilnchmen können, hat der Reichsarbeitsmintster dem Präsidenten der Reichsanstalt besondere Reichs- mittel in Höhe von zunächst 950 000 Mark zur Verfügung gestellt, weitere Reichsmittel hat der Reichsinnenminister angesorderl. Länder und Gemeinden werden aufgefordert, sich, wie im Borjahre, tunlichst an der Finanzierung zu bete i l i g e n. Komitee ber Großmächte beschäftigen. China erstrebt die Einigung. Verhandlungen zwischen Nanking und Kanton. London, 21.Olt. (Sil.) Marschall Dschi - angkaischek, der Präsident der Ranking-Re- gierung, hatte am Dienstag eine erste Be« Sofortige Räumung ber besetzten Gebiete durch Japan. Einsetzung einer neutralen Beobachter. f o m m i f f i o n. Angemessene Entschädigung. Pfarrer Eckert-Mannheim seines Amtes enthoben. Karlsruhe, 20. Olt. (CRD.) Die evangelische Kirchenregierung hat. zu dem il e b e r t r i 11 des Pfarrers E ck e r t (Mannheim) zur KPD. Stellung genommen und sich grundsätzlich dahin ausgesprochen daß es mit dem Amt eines im aktiven Dienst der Evangelischen Landeskirche stehenden Geistlichen nicht vereinbar sei, als agitatorisch tätiges Mitglied einer politischen Partei anzugehören die jeglicher Art von Religiosität, vor allem aoer dem Christentum und den es vertretenden Kirchen dein schärfsten Kampf a n g e s a g t hat und diesen Kampf in Wort und Sat rücksichtslos führt. Auf Grund dieser Stellungnahme der Kirchenregierung hat der Evangelische Oberlirchenrat gegen Psarrer Eckert das dien st gerichtlich «Verfahren mit dem Ziel der Entlassung aus dem Kirchendienste eingeleitet, ihn mit Rücksicht auf die bei weiterer amtlicher Betätigung mit Sicherheit zu erwartende Beunruhigung der weitesten Kreise des evangelischen Kirchenvolkcs mit f o - sortiger Wirkung seines Amtes enthoben und Den ihm für eine Reise nach Rußland erteilten ilrlaub zurückgezogen. barren im Werte von r u n d e i n e r h a l b e n M i l. liorde Franken gelöscht. Die „Aquitania wird mit 285 Goldbarren aus Amerika erwartet. Die beiden Paffagierbampfer „Presibent Roosevelt" und Deutschland" die nach Cherbourg unterwegs sind, haben in sge'samtöOO Goldbarren an Bord. Weitere Goldsendungen stehen in Aussicht. Rom, 21. Oft. (TU.) Unter ber Ueberschrift.Zusammenarbeit" hebt Gayda im „G i o r n a l e d Italia", dem Sprachrohr des Außenministe- riums, bie politische Bedeutung der Grandireise nach Berlin hervor. Seit dem deutschen Ministerbesuch in Rom verzeichne die politische Chronik drei neue Tatsachen, erstens den italienischen Vorschlag des R ü st u n g s Waffenstillstandes, zweitens den Beginn einer neuen Reihe politischer Unterredungen mit Amerika, bie bie ftänbig wachsende Zusammenarbeit zwischen den europäischen Großmächten und Amerika beweise, drittens die Verschärfung ber Krise, bie eine engere Zusammenarbeit ber Großmächte immer notroenbiger mache. Italien habe stets ben Standpunkt vertreten, daß die Regierungen vor allem diejenigen Fragen angreifen sollten, auf bie fie selbst einen unmittelbaren Einfluß hätten, wie bie Fragen der R ü st u n g e n, der Schulden und ber Reparationen. Es sei zwecklos, in Genf auf Umwegen und mit unzureichenden Mitteln Rezepte gegen die Uebel ber Stunde zu suchen, wenn man an ben grunblegenbcn finanziellen und wirtschaftlichen Fragen vorübergehe. Italien habe sich stets für gemeinsames Han- beln ber europäischen Mächte mit Unterstützung Amerikas und gegen Einzelunternehmungen ausgesprochen, die nur Teillösungen ergeben könnten. Grandis Berliner Besuch Italien und der deutsche Weg der Selbsthilfe. Italien habe Wert darauf gelegt, Deutschland in die Versammlung der Großmächte einzuschalten und Mussolini habe wiederholt festgestelll, daß Italien in Deutschland em wesentliches (Element der politischen und wirtschaftlichen Befriedung Europas sehe. Daher wünsche Italien ein gesundes, st arte s, aktives Deutschland, das in eine Lage versetzt wird, bie ihm bie volle und bauernde Ausübung seiner politischen Verantwortung gewährleistet. .Wir stellen heute mit Genugtuung fest", erklärt Gahda, »daß Deutschland immer stärker seine inneren Kräfte zeigt. Die Heber- zeugung Mussolinis, daß Deutschland miteige- n e n Mitteln die Schwierigkeiten der Stunde überwinden könne, durch Anwendung eines harten, aber männlichen Gesetzes, das daS faschistische Italien für seinen Wiederaufbau befolgt hat, ist durch die Tatsache bestätigt. Das Verdienst daran haben die Vaterlandliebe weiter Kreise deS deutschen Volkes und die Regierungskunst deS Reichskanzlers Brüning, der mit umfassendem politischem Blick und klarer Erkenntnis der Ziele eine bewegliche politische Handlungsweise verbindet, die sich aller nationalen und internationalen Möglichkeiten und Schwierigkeiten bewußt ist." Matuschkas politische Vergangenheit. Ein Privatbeamter, Karl Matuschka, der in den gegenrevolutionären Zeiten Mitglied eines Ofsizierdetachements war. hat sich in Budapest gemeldet. Er war seinerzeit vor ein Militärgericht gestellt, jedoch freigesprochen worden. Die in einzelnen Blattern erschienene Mitteilung, daß der Dia Torbagyer Attentäter Silvester Matuschka einer geacn- revolutionären Offiziersorganisation angeyört hätte, beruht offenbar auf einer Verwechselung mit dem vorerwähnten Karl Matuschka. Silvester Matuschka hat sich niemals an einer gegenrevolutionären Bewegung beteiligt, dagegen werden immer mehr Daten überseineRolle während der kommunistischen Räte- Herrschaft bekannt. So war er als politischer Detektiv unter dem Terroristen Corvin Klein tätig und hatte fein Amtszimmer gemeinsam mit dem später gehenkten Terroristen Gabriel Schön im ParlamentSgebäude. Auch stand er in lebhaftem Verkehr mit dem Volkskommissar für Kriegswesen Bago, da er nicht nur als politischer, sondern auch als militärischer Rechercheur tätig war. Ss ist also einwandfrei festgestellt, daß Matuschka als Geheimagent der roten Polizei tätig war und daß er am Ende dieser Zeit sogar in Csantaver eine Räuberbande gegründet und geführt hatte. AIS die rote Herrschaft niedergeschlagen wurde, tauchte er plötzlich in VeSzprem auf, wo er fich zum Polizei st adthauptmann auf- schwingen wollte AlS man fich aber dort über fein Vorleben unterrichtete, verschwand er aus der Stadt Weiter wurde festgestellt, daß er sich auch bei einer Truppe der Gegenrevolutionäre gemeldet hatte, aber eben wegen feiner roten Umtriebe nicht ausgenommen wurde. Damit lcheinen die 5eHHeilungen, bafi Matuschka überhaupt nichts mit den Kommunisten \u tun gehabt habe, zusammenzubrechen. .Düsse Ib o rf, 21. Okt. (WTB.) Der P r o v i n - z i a l a u s s ch u n hat Stellung genommen zu bem Ersuchen de» Ministers, bie P r o v i n z i a l u m - läge für bas Rechnungsjahr 1931 um einen Bc- irag zu erhöhen, ber im absoluten Ergebnis 5 0 v. ch. b e s Auskommens ber Bürgerfteuer nach bem Lanbessatz in allen Gemeinden ber Provinz cleirfifommt. Oiefer Betrag, ber schätzungsweise acht Millionen RM. aufs Jahr betragen würbe, soll a n ,' ? Landesbank abgeführt werben, um bas .Heid) unb den ctaat von ben Verpflichtungen, bie |k für bie Landesbank burch bie Bereitstellung von ^chatzanweisunoen übernommen haben, roieber zu befreien, ier Provinzialausschuß hat baju einst i mm l g solgenbes beschlossen: Der Provinzial- ausschuß teilt durchaus bie Auffassung ber Staats- regierung, baß bie Streife unb Gemeinden der Provinz alles ihnen Mögliche tun müssen, um ihren Verpflichtungen ber Lanbesdank gegenüber zu er- Men. Dagegen kann ber Provinzialauoichuß eo uirtH billigen, wenn, anstatt daß der Staatskom- inisiar sich unmittelbar an bie Schuld- ""kreise der Landesbank hält, jetzt der Versuch unternommen werden soll, auf dem Wege über eine Erhöhung der Provinzialumlage allgemein in allen Streifen und Gemeinden, auch b e n । e n i g .• n bie keine Verpflichtungen a - a < n u b r der Landesdank haben, neue Steuern aus- • Die Vorgänge in Braunschweig. Berlin, 21. Okt. (EMD.) Wie wir vom Reichsinnenministerium erfahren, ist jetzt der vom ReichSinnenminister angeforderte Bericht der braunschweigischen Regierung über bie Vorgänge anläßlich der nationalsozialistischen Tagung im Reichsinnenministerium eingetros- f e n. Der Bericht deckt sich im wesentlichen mit den bereits mündlich vom brauschweigischen G e- sandten gemachten Mitteilungen und auch mit der Darstellung, die der G a r n i s o n ä 11 e st e von Braunschweig, Oberst Geher, dem Reichsinnenminister gegeben hat. Der „Völkische Beobachter" nimmt den Bericht des Garnisonältesten zum Anlaß, die Aufforderung an den Reichswehrminister zu richten, die Schuldigen, die die Vorfälle in der Oesfentlichkeit ausge- bauscht haben, zu packen. Der Minister habe gezeigt, daß er den äleberfällen in Braunschweig große Bedeutung beimefse. „Wir nehmen nicht an", so schreibt das Blatt, „daß diese Bedeutung in Hern Augenblick geringer wird, wo es sich herausstellt, daß die Verwundeten zum größten Selle Rationalsozialisten sind und die Marxisten die Angreifer waren." zuschreiben. Der Prooinzialausschuß bittet daher die Staatsregierung dringend, die Forderung einer Erhöhung der Proolnzurnlage nicht weiter 3u erheben, zumal schon die Zahlung ber heutigen Provln- zialurnlage bei ben Stabt- unb Landkreisen auf größte Schwierigkeiten stößt. Darauf erklärte der Vertreter des Oberpräsidenten, daß nun gemäß der Verordnung des Reichspräsidenten die Erhöhung ber Provinzialumlage vom Oberpräsiden- t e n f e ft gefegt wirb. fprechung mit verschiedenen Vertretern der Kanton-Regierung in Schanghai. Die Verhandlungen zwischen Ranking und Kanton drehen sich um eine Umbildung der chine- hcißt es, daß sich Dschiangkaischek ausschließlich den Heeresangelegenheiten widmen werde, während Huanmin die Präsidentschaft übernehmen solle, lieber die Besetzung des Außenministeriums durch Wu oder Eugen Sschen sei bisher noch keine Entscheidung gefallen. Jedenfalls würde eine derartige Umbildung der chinesischen Regierung bedeuten, daß die Kuomintang wieder alle Macht in sich vereinige. In Schanghai erwarteten etwa 20 000 Personen mit Fahnen und Musikkapellen in den Straßen die Vertreter von Kanton, die mit der Regierung von Ranking über die Einigung Chinas verhandeln wollen. Aus aller Welt. Die Beifefjung Edisons. Die sterblichen Ueberreste Edisons wurden am Mittwochnachmittag in der Familiengruft auf dem Friedhof vpn Orange (Rew Jersey) in aller Stille beigcseht. An der schlichten Feierlichkeit nahm in Vertretung des amerikanischen Präsidenten Frau Hoover teil, außerdem bemerkte man Henry Ford und zahlreiche weitere Freunde des Verstorbenen. Zu Ehren des Verstorbenen wurden am Mittwochabend um 10 Uhr im ganzen Land die Lichter für eine Minute gelöscht. Selbst die Fackel der Freiheitsstatue war während dieser Zeit in Dunkel gehüllt. Eine Büste Edisons im Deutschen Museum zu München. Das Deutsche Museum, dessen Ausschuh- Mitglied Edison war. hat im Ehrensaal der Elektrotechnik neben der Marmorbüste von Werner von Siemens auch diejenige von Edison aufgestellt, das letzte Bildwerk, das noch nach dem Leben geschaffen werden konnte. Es ist dem Deutschen Museum von den größten elektrotechnischen Vereinigungen Amerikas gestiftet worden. 17 Todesopfer des herner Grubenunglücks. Die Zahl der Todesopfer des Grubenunglücks auf der Zeche „Mon t Cenis" hat fich aus 17 erhöht. Rachdem noch am Dienstagabend drei verletzte Bergknappen gestorben waren, find in der Rächt zum Mittwoch zwei weitere Bergleute ihren schweren Verletzungen erlegen. Zur älnterstühung der Hinterbliebenen hat der Vorsitzende des Grubenvorstandes persönlich 10000 Mark zur Verfügung gestellt. Die Stadt Herne hat für jeden Toten und Verletzten den Betrag von 100 Mark bewilligt. Außerdem hat die K n a ppschaft in Bochum das Sterbegeld in Höhe von 200 bis 250 Mark zur Auszahlung gebracht und die Knappschafts-Kreditaenossenschaft einen Vorschub auf d i e äl n f al l r e n t e für den Monat Oktober an die Hinterbliebenen gezahlt, so daß diese fürs erste vor materieller Rotlage geschützt sind. Die Kosten der B e i f e tz u n g der Todesopfer übernimmt die Zechenverwaltung. Das neue DDE -HauS eingeweiht. Rach einer Bauzeit von rund fünf Vierteljahren fand anläßlich der Fertigstellung deS Hauses des Verbandes Deutscher Elektrotechniker ein Festakt statt, dem Vertreter der Reichs- und Staatsregierung, der Technischen Hochschule, der Technisch - Physikalischen Reichsanstalt, sowie Vertreter der berufsverwandten Verbände beiwohnten. Der Vorsitzende des DDE. dankte allen Mitarbeitern und gab dem Wunsche Ausdruck, daß das Haus stets eine Stätte der treuen und pflichtbewußten Arbeit im Dienste des ganzen Volkes fein möge. Rachdem Staatssekretär a. D Feyerabend die Glückwünsche der ReichS- und StaatSregierung überbracht hatte, hielt der Erbauer des VDE.-Hauses, Regierungsbaurat Dr.-Ing. e. h. H e r 11 e i n, einenLichtbildervor- trag über fein Werk und feine Baugeschichte. Eine Berliner Chirurgische Universitätsklinik wird geschlossen. Die vom Geheimen Medizinalrat Prof. Dr. Bier geleitete Erste Chirurgische Klinik der Berliner HntDcrfität wird im Verfolg der Sparmaßnahmen am 1. April geschloffen werden. Dem Personal mit sechsmonatiger Kündigungsfrist ist bereits gekündigt worden. Das übrige Personal wird die Kündigung zu den festgesetzten Terminen erhalten, so daß zahlreiche Aerzte, Schwestern und Wärter mit dem 31. März aus ihrem Dienstverhältnis entlassen werden. Die Chirurgische Klinik soll nach dem 1. April als Poliklinik weitergesührt werden. Die stationäre Behandlung soll Wegfällen. Ob Geheimrat Bier die Leitung der Poliklinik übernehmen wird, steht noch nicht fest. Lichtstreik in Andernach. Eine stürmisch verlaufene Protestoersammlung der Andernacher Bürgerschaft beschättigte sich mit bem seit Wochen von ben Metzgern burchgesuhrten Schlachthofboykott, dem Licht- und Strompreis und mit der Steuerfrage. Die Versammlung forderte Ruckgängigmachuna des. mit bem neuen Schlachthofdirektor abgeschlagenen Vertrages und stellte sich rückhaltlos hinter bie Maßnahmen ber Metzger Weiter stellte die Der- sammlung fest, baß bie Ferngasversorgung M i 11 e l r h e i n (Thüringergas) die Forderung, ben hohen Gasoreis von 45 Pf. zu ermäßigen, völlig ignoriert. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, legt bie gesamte Bevölkerung alle ®e- schäfte unb Lokale des Stadtgebietes von Donnerstag, ben 15. Oktober bis einschließlich Samstag, den 17. Oktober, völlig b u n l e 1. Diese Maßnahme soll periodisch wiederholt werden. Bleibt bie Gasfernversorgung weiter auf ihrem Standpunkt, bann sollen Lichtmaschinen In bie Häuser eingebaut werden, um ben Strom selbst zu erzeugen. Die Stadtverwaltung I wird beauftragt, zu versuchen, auf Grund ber Notverordnung ben mit der Thüringer Gasgesellschaft abgeschlossenen Vertrag zu annullieren. Ottawa—Mexiko in knapp 13 Stunden. Der amerikanische Flieger Major D o o 1 i 111 e startete früh 4.30 älhr in Ottawa (Äanaba) und traf nach einer Zwischenlandung in Washington um 1715 Mfcr in der Stadt Mexiko ein. Die zurnckgelegte Strecke beträgt 4000 Kilometer. Schneesturm im Erzgebirge. Seit Dienstagabend tobt im Erzgebirge ein schwerer. Schneesturm, der in der vergangenen Nacht von einem starken Gewitter begleitet war. Der Schnee liegt durchschnittlich 10 bis 14 cm hoch. Auf der Straße von Grumbach nach Joehstadt behindern starke Schnecocrwehungen den Kraftwagen- verkehr. In den höheren Regionen in Oberwiesenthal unb im Kammgebiet hält ber Schneesturm mit unverminderter Stärke an. Auch Chemnitz hatte in ber Nacht Schneetreiben, das von Gewittern begleitet war. 11 000 Mark bei einer Bank geraubt In die Geschäftsstelle der Mecklenburgischen Genossenschaftsbank in Waren ^Mecklenburg) dran- gen Einbrecher ein, nachdem sie bie Türen mit einem Nachschlüssel geöffnet hatten. Sie brachen ben Geld- schrank kunstgerecht auf unb stahlen baraus ben Ge» famtinbalt in Höhe von 11 OOo Mark. Die Art be» Einbruches hat große Aehnlichkeit mit Einbrüchen in bie Lanbkrankenkasse Teterow, in bie Vanb- bunbhanbels-Gesellschaft Waren und in bie Spar- koste in C a a g c. Man vermutet, baß es sich in allen Fällen um die gleichen Täter handelt. Jüt 50 000 RM. Kleider gestohlen. Bei einer Berliner Konfektionsfirma wurde durch unerkannt entkommene Täter nachts ein großer Einbruchsbiebstahl verübt. Die Diebe stahlen etwa 600 Seiden- und Wollkleider sowie Selben- unb Wollstoffe im Gesamtwert von etwa 50 000 Mark. Höchstwahrscheinlich haben bie Einbrecher zum Fortschaffen ber gestohlenen Sachen ein Auto benutzt. Schwere Zuchthausstrafen für ungetreue Beamte. 3n dem Prozeß wegen Veruntreuungen beim Reichsamt für Landesaufnahme wurden wegen schweren AmtSverbrechenS verurteilt: der Derwaltungsamtmann WladiSlaw Wolff zu viereinhalb Jahren Zuchthaus, der Regierungsinspektor Arthur Bluhm zu drei Jahren Zuchthaus, die RegierungSobersekretäre Richard Baer und Alfred Wendt zu je zwei Jahren Zuchthaus. Die Haftbefehle wurden aufrechterhalten. ES handelte sich um die Unterschlagung von rund 350 000 Ma rk AmtSgeldern aus der Kasse deS ReichSamtS für Landesaufnahme. Autounglück einer Fußballmannschaft. Die in einem Lastkraftwagen auf der Heimfahrt befindliche Fußballmannschaft deS »SV. Jugendpflege" aus Eickelborn bei Essen erlitt zwischen Delbrück und Doke einen verhängnisvollen Unfall. Das Auto geriet in einen Straßengraben und begrub die dreißig Insassen unter sich. Der Torwart und ein anderer Spieler konnten nur noch a (S Leichen geborgen werden, währen fünf weitere Verletzte in bewußtlosem Zustande dem Del- brucker Krankenhaus zugeführt werden muhten. Bei zweien, die dovpelte Schädelbrüche erlitten haben, ist bet Zustono besorgniserregend, während bie Verletzungen der übrigen leichter Ratur sind. Tabakschmuggler. Kriminalbeamten auS Gelsenkirchen gelang eS. ein Schmugglerauto zu stellen und sieben Zentner feinsten holländischen Rauchtabak zu beschlagnahmen. Die Wageninsassen konnten fich auf holländisches Gebiet in Sicherheit bringen. Die Beschlagnahme erfolgte hart an der holländischen Grenze bei Schloß Terporten in der Rähe von Hassum. Die Wetterlage. O <3 reite, o«M eteer-t ® »erwig • e««*l • ’eje% # 3<*nee a tu^em a-iMi K X» ftKhter 011 P rniB'gr' ludletfwest ’S )l«,*ne Men« fliegt" «>, g,m wxie« o e wo«- 5f«i once f«ft- len gt6tr> d-e Temieretv' D-e li—ee tr-bMe» Orte mrank. einer der letzten großen Oesterreicher non uns gegangen, in dessen Werk aller Glanz und Reichtum einer lange versunkenen, heiteren und sorg° losen Zeit bezaubernd eingefangen und kommen« den Generationen bewahrt ist. —y— Eine Schildkröte mit zwei Köpfen. Das Kalb mit zwei Köpfen ist ein beliebtes Schaustück der Iahrmarktbuden, und auch bei anderen Tieren hat man hie und da solche Monstrositäten gefunden, besonders häufig unter Hühnern. Die siamesischen Zwillinge sind das klassische Beispiel einer solchen Doppelform in seiner höchsten Entwicklung. Gewöhnlich aber sind die tierischen Mißformen schon bei der Geburt tot oder sterben bald, und so ist die Auffindung einer lebenden Schildkröte mit zwei Köpfen eine ganz ungewöhnliche Erscheinung, die die amerikanischen Zoologen sehr beschäftigt. Wie im „Journal ot Heredity“ darüber berichtet wird, wurde diese Schildkröte von zwei Knaben gefunden, die auf Enchanted Zsland im Minnesota-See in der Bähe von Minneapolis spielten. Die Kinder brachten das seltsame Tier einem Angestellten, der cs an das zoologische Institut der ^Universität von Minnesota weiterleitete. Es ist eine gewöhnliche Schildkröte, deren Körper mit einer festen Schale bedeckt ist und außer einem leichten Höcker am Unterkörper keine Besonderheiten aufweist: sie hat vier gut entwickelte Beine und einen Schwanz. Oberhalb der Schale aber befinden sich zwei vollkommen ausgebildete Racken und Köpfe. Diese Köpfe sind voneinander unabhängig und nehmen getrennt Rahrung auf. Das junge Lier, das einer erfahrenen Pflegerin, der Leiterin des Raturhistorischen Museums der Universität, Grace W i l ey , anvertraut wurde, entwickelt sich in normaler Weise, nimmt an Gewicht zu, und man hofft, daß sich das Monstrum zu vollständiger Gröhe auswachsen wird. Zahlreiche Filmaufnahmen sind von der Schildkröte bei der Rahrungs- aufnahme und bei ihren sonstigen Handlungen gemacht worden. Auf den Röntgcnphotographien zeigt sich, daß jeder Hals die gewöhnliche Zahl von Wirbeln hat. Der letzte Halswirbel steht mit je einem Rückenwirbel in Verbindung, von denen die einzige Wirbelsäule ausgeht. ir unsere Werbung hhäuten, .2.30 .1.90 mehr isa“ Indet 1900 MISS er Echo" Dir. 6, eßener Etadtver« iche ist, daß eine Maße, durch fin* mehrere tausend ser Mitglied, die luböigftrope 4, iutlD ierein EL. ruppe Gießen *le Umgangsionnen MM ißen'ätij’keit lür schafuunterncbm. ozialgobieten. 56 nicht erforder DgeboteuntObW Inzeiger erbeten Gehalt b-,ablenwirWen, wenn Äe unlere Leo Tann, .Wnnnheitu. Stadu,l6ftl Mr ifXltr SSM ,MI. f»”" Sn ÄA Ms« Ul Nr. 247 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 22. Moder (951 Oie Reform im Kraftverkehr. Von Gottfried Reinhold Treviranuü, Veichsverkehrsminister. Richts ist schwerer, als in einer großen Frage die Beteiligten auf eine einfache Linie zu- sammenzubcingen. Diese Erfahrung machen wir auch bei der Regelung des Wettbewerbsproblems Kraftwagen gegen Reichsbahn. Unter großen Mühen war es dem Reichs- verkehrsministerium in jahrelangen Verhandlungen mit führenden Männern der deutschen Verkehrswirtschaft gelungen, eine solche einfache Linie zu finden. Abbau der oberen Tarif- klassen der Reichsbahn unter gleichzeitiger Festsetzung eines Kraftwagenfrachttarifs für den Fernverkehr, Beseitigung des verkehrspolitischen Irrgartens der K-Tarife, das waren in großen Zügen die Ziele, die erreicht werden mußten. Bisher litt die Wirtschaft unter den überhöhten Frachten für hochwertige Güter. Im Schatten dieser Tarifgestaltung hatte sich eine Verkehrs-Inflation auf der Landstraße entwickelt, die für den Zustand dieser Straßen und damit für die Steuerlast der Landwirtschaft je länger desto unerträglicher wirkte. Dabei wurde dieser Verkehr zu Frachtsätzen gefahren, die zwar im Augenblick für den einzelnen Ablader günstig erschienen, auf die Dauer aber eine schwere Beeinträchtigung nicht nur des Eisenbahnverkehrs, sondern der gesamten Automobilwirtschaft zur Folge haben mußten. Man muß bedauern, daß mit mehr als entgegenkommenden Kreditbedingungen eine so große Zahl von kleinen Existenzen dazu verleitet wurde, ihre letzten Ersparnisse und geborgte Gelder in Lastkraftwagen anzulegen und sich obendrein der Industrie in der scharfen Form des Wechselkredits im Abzahlungsgeschäft hoch zu verschulden. Die Zahl der nun in den Verkehr drängenden einzelnen Frachtführer war eine so hohe, daß für sie der Wettbewerb der Reichsbahn (K-Tarise) schon fast keine Rolle mehr spielte, da der gegenseitige Wettbewerb dieser Frachtführer, von den Spediteuren mit allen Künsten der freien Wirtschaft ausgenuht, längst dazu geführt hatte, daß die Einnahmen dieser Frachtführer selbst bei ununterbrochenem Fahren so niedrig wurden, daß mit Rot und Mühe die Verpflegung des meist selbst fahrenden Wagenbesihers und der infolge der Finanznot des Reichs durch Zölle verteuerte Brennstoff herausgewirtschaftet wurden. Schon die Bezahlung von Instandsetzungen wurde zum Problem. Die Llmstellung auf Luftreifen — eine berechtigte und dringende Forderung der Wegeunterhaltungspflichtigen und der Hausbesitzer — mußte von der Reichsregierung immer wieder länger befristet werden. An Abzahlung der Wechselschulden aus dem Kauf der Wagen war vollends nicht zu denken. Run werden aus Kreisen der Kraftverkehrswirtschaft Schilderungen in die Welt geschickt, als würde durch die am l.Rovember d. I. in Kraft tretende Neuregelung ein ganzes blühendes Gewerbe rücksichtslos erdrosselt. Wie liegen die Dinge in Wirklichkeit? Die schleichende Krise derer, die immer auf bessere Tage hassten und ihre Wechsel entsprechend prolongierten, wird nunmehr eine akute Krisis werden, denn zu den hohen Frachten wird die Wirtschaft nur zuverlässige, gut instandgehaltene Wagen beladen. Solche Krisis ist eine Reinigung s- k r i s i s. Auf einem Wirtschaftsgebiet, wo infolge von Lieberproduktion unübersehbare Kreditverflechtungen eingefroren waren, wird man gezwungen, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Die wahren Interessen der Automobil-Industrie haben die Großunternehmer des Kraftfahrgewerbes längst in weitschauender Weise erkannt. Sie liegen bei einem Tarif für den Lastkraftverkehr, der bei vernünftiger kaufmännischer Rechnung den vollen Selbstkosten des Gewerbes entspricht, damit wenigstens die gesunden Unternehmungen soviel verdienen, daß sie ihre Anlageschulden abzahlen können. Das ist eine einfache Frage: sie mußte zu Anfang mit einfachen Mitteln gelöst werden. Kompliziert werden in Deutschland alle Dinge noch früh genug. Ich halte es für richtig, daß der von meinem Amtsvorgänger erlassene erste Reichskraftwagentarif für Güter und Tiere eine ganz einfache Form hat. Man sehe sich doch die Kraftwagen auf der Landstraße an und überlege sich, ob es wirklich möglich wäre, diesem Fahrpersonal, das lediglich das Steuern aber nicht die Grundvoraussetzungen für eine Klassifizierung der Gütertarife, nämlich die erforderliche Warenkunde erlernt hat, die Handhabung eines Gütertarifs für mehrere Güterklassen anzuvertrauen. Es ist mein Ziel, den Reichskrastwagentarif etwa durch Schaffung einer zweiten Güterklasse so fortzubilden, daß seine möglichst reibungslose Anpassung an wirtschaftliche Rotwendigkeiten erreicht wird. Aber wir brauchen erst Erfahrungen in der Abgrenzung derjenigen Güter, die einer zweiten Güterklasse einverleibt werden können, und wir brauchen eine Entwicklung im Kraftverkehrsgewerbe, die die Handhabung eines solchen Tarifs durch geschultes Personal sicherstellt. Wir brauchen auch Erfahrungen in der Tarifkontrolle, die die Nachprüfung der richtigen Klassifizierung solcher Güter sicherstellt. Bei dem jetzigen Cinklassen-Tarif ist die Kontrolle einfach: sie kann verbunden werden mit den von den Polizeibehörden schon jetzt auf der Landstraße vorgenommenen Prüfungen auf die leider so häufigen Lieberladungen. Solche Kontrollen brauchen nur Stichproben zu sein. Das genügt angesichts der hohen Strafandrohungen. Im übrigen ist bekannt, daß die Wirtschaft die Innehaltung von Preisbindungen sehr geschickt selbst zu überwachen weih. Der erste Kraftwagengütertarif mußte verhältnismäßig hoch sein. Ein jeder von uns weiß, daß Tarifermähigungen in der Oeffentlich- keit leichter durchzusehen sind als nachträgliche Tariferhöhungen es sein würden, wenn man etwa bei der Festsetzung des Tarifs nach unten fehlgegriffen hätte. Also auch hier ist der zu Anfang allein mögliche Weg gefunden worden. Wenn die Forderung aufgestellt wird, es sollte dem Lastkraftwagen auch künftig auf weite Entfernungen die Beförderung von Massengütern gestattet werden, so muh im öffentlichen Interesse solchen Bestrebungen von vornherein entschieden entgegengetreten werden. Es wäre volkswirtschaftlich unverantwortlich, wenn weiterhin unsere Landstraßen mit Massengüterfrachten zerstört würden, für die der Kraftwagen nicht berufen ist, und die die Selbstkosten des Kraftwagens nicht decken, und wenn gleichzeitig das wertvollste Besitztum des deutschen Volkes, die Deutsche Reichsbahn, durch solchen ungesunden Wettbewerb der ihr nach gesunden volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten zustehenden Massenfrachten beraubt werden sollte. Diesen ungesunden Zustand endlich einzudämmen, ist von vornherein der Zweck der ganzen Verkehrsreform gewesen. An diesem Eckstein der künftigen deutschen Verkehrspolitik darf kein Verkehrsminister rütteln. Vereinfachen heißt nicht vergröbern. Als Llebertreibung muß ich es aber ansehen, wenn es jetzt so dargestellt wird, als sei die ganze Kraftverkehrswirtschaft durch die Rotverordnung in ihrem Lebensnerv getroffen. Ganz abgesehen davon, daß sie unter der bisherigen Elendskonkurrenz der Landstraßenfrachten genügend gelitten haben dürfte, sei darauf hingewiesen, daß der Lastkraftwagenverkehr aus weite Entfernungen nur einen Bruchteil des gesamten deutschen Kraftwagenverkehrs darstellt, und daß der gesamte Verkehr auf Entfernungen von weniger als 50 Kilometer von der Reuregelung unberührt bleibt. Hier, auf seinem natürlichen Detätigungsgebiet behält der Kraftwagen volle Freiheit. Möge es weitschauender wirtschaftlicher Initiative aller beteiligten Kreise einschließlich der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft gelingen, den Kraftwagen durch zweckmäßige Verwendung auf den Gebieten, auf denen er nützlich werden kann, nämlich im Haus-Haus-Verkehr auf kurzen Strecken und im Zubringen- und Abrolldienst in Zusammenarbeit mit der Eisenbahn günstig zu entwickeln. In unmittelbarer Nähe des Eiffelturmes explodierte in Paris eine Gasleitung. Sofort schossen meterhohe Stichflammen hoch, die von der Feuerwehr erst nach mühevoller Arbeit abgelöscht werden konnten. =• t : ®J. , V. ■> Iflü Oderheffen. Kommunalwahlen in Buhbach. pb. Butzbach, 21. Okt. Unsere Stadt wird bis zum Jahresschluß außer der Landtagswahl auch noch drei Kommunalwahlen vorzunehmen haben. Durch den Weggang unseres Bürgermeisters Dr. Jansen, der am 15. November aus der hiesigen Stadtverwaltung ausscheiden und das Amt eines ersten Bürgermeisters der Stadt Gronau (Westfalen) übernehmen wird, ist zunächst die Frage der Wiederbesetzung des Bürgermei- st e r p o st e n s zu lösen. Bis jetzt liegen dafür etwa 50 Bewerbungen vor, die Meldefrist für die Bürgermeisterkandidaten läuft am 25. Oktober ab. Ob die Bürgermeisterwahl noch von dem gegenwärtigen Stadtrat, dessen Mandat am 31. Dezember d. I. abläuft, vorgenommen wird, oder ob man die Entscheidung über diese wichtige Frage dem am 15. November neu zu wählenden Stadtrat überläßt, dessen Mandat am 1. Januar 1932 beginnt, ist bis jetzt noch nicht entschieden. Weiter ist am 15. November, zusammen mit der Landtagswahl, auch die Wahl des neuen Stadtrats vorzunehmen. -u dieser Wahl sind 3281 Bürger und Bürgerinnen stimmberechtigt. Zur Stadtratswahl liegen acht Wahlvorschläge vor, die wie folgt geordnet sind: Wahlvorschlag 9lr. 1 „Sozialdemokratische Partei Deutschlands": Wahlvorschlag Nr. 2 „Kommunistische Partei Deutschlands": Wahlvorschlag Nr. 3 „Zentrumspartei": Wahlvorschlag Nr. 4 „Mittelstandsliste, Handwerk und Gewerbe, Haus- und Grundbesitz": Wahlvorschlag Nr. 5 „Ueberparteiliche Gemeinschaftsliste": Wahlvorschlag Nr. 6 „Neutrale Liste": Wahlvorschlag Nr. 7 „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei" (Hitlerbewegung); Wahlvorschlag Nr. 8 „Bürgerliste". Ferner läuft am 18. Dezember die Amtszeit der jetzigen beiden Beigeordneten P l o ch und Wittig ab, für die dann ebenfalls Neuwahl erfolgen muß: für diese Wahl ist bis jetzt noch kein Termin festgesetzt worden, jedoch muß sie bis Ende dieses Jahres vollzogen sein. Beigeordneter P l o ch hat sich, wie man hört, für die Wiederwahl zur Verfügung gestellt. LanvkrclS (titeften 00 Klein-Linden, 20. Okt. Ein seltenes dreifaches Jubiläum kann in diesen Tagen der Oberweichenwärter Jakob Frey von hier begehen. Es sind dreißig Jahre her, daß Frey im Dienste der Eisenbahn steht, ferner gehört er dem hiesigen Turnverein dreißig Jahre ununterbrochen als Vorstandsmitglied an, ebenso viele Jahre sind es her, daß der Jubilar in den Stand der Ehe trat. + Grünberg, 21. Okt. Am Samstagabend hielt der Motorsport-Club Grünberg- Laubach. Ortsgruppe des Allgemeinen Deut* schen Automobil-Clubs „ADAC", im „Wilden Mann" seine Generalversammlung ab. Der Rechenschaftsbericht zeigte, daß die Mitglied derzahl sich auf 43 erhöht hat. Der Kassenbericht ergab bei 286,87 Mk. Einnahme und 76,79 Mk. Ausgabe einen Lieberschuß von 210,08 Mk., dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Im Berichtsjahre wurden 9 Clubfahrten unternommen, den meist beteiligten Fahrern Deich meyer (Grün- berg) und Stroh (Laubach) wurden Anerken- nvngspreise zugesprochen. Zur Reuwahl standen das seit einiger Zeit verwaiste Amt des ersten Vorsitzenden, sowie die satzungsgemäß für dieses Jahr ausfallenden Posten eines zweiten Vorsitzenden, Schriftführers und der Beisitzer. Die Wahlen durch Zuruf hatten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Deichmeyer (Grimberg), 2. Vorsitzender Hohmann jun. (Laubach). Schriftführer Appel (Lehnheim). Rechner Ra u* menn (Laubach), Beisitzer Schlörb (Walkmühle bei Lauter) und P a m l e r (Ettingshausen). Für das nächste Vereinsjahr wurden neben den Gauveranstaltungen verschiedene Fahrten fest- gelegt: u. a. ist auch eine Fuchsjagd geplant. Anfang Rovember soll ein Wintervergnügen in Laubach abgehalten werden. Hingewiesen wurde noch auf die Vorteile, welche die Mitglieder des Vereins durch dessen Anschluß an den ADAC, genießen. * Grünberg, 21. Okt. In diesen Tagen wurde im Bezirk II des Kreisrlnderzucht- Am Montag, 26. Oktober, werden wir in den Familienblättern mit dem Abdruck eines modernen Romans beginnen, der nach Gehalt und äußerem Umfang etwa neben Speyers Erzählung vom „Kampf der Tertia“ zu stellen wäre: Zwei wollen zum Theater von Hans-Caspar von Zobeltitz So heißt ein frisch und warmherzig geschriebener Roman von jungen Menschen unsererZeit, von ihrer Begeisterung fürs Theater und für die Schauspielerei, von ihrer unverdrossenen Arbeit und ihrer unromantischen Liebe. Arthur Schnitzler f. Wien. 21. Ott (TU.) Der bekannte öslerreichi- sche Dramatiker, Dr. Arthur Schnitzler, ist am Mittwoch im 69. Lebensjahre gestorben. Am Vormittag erlitt er auf einem Spaziergang eine Gehirnblutung und verschied nach mehrstündiger Bewußtlosigkeit. Im kommenden Frühjahr hätte Schnitzler seinen 70. Geburtstag feiern können: die deutschen und österreichischen Bühnen hatten schon zu einem großen Teil in das Programm ihrer jetzt begonnenen Spielzeit ein altes oder neues Stück des Wiener Meisters aufgenommen und vorbereitet als eine Ehrung des 70jahrigen. Nun wird es eine Totenfeier werden, und man wird mit den kommenden Aufführungen nicht nur einem Einzelnen, Dahingegangenen die letzte Ehre erweisen, sondern man wird das Gefühl haben, damit einer nun abgeschlossenen Epoche mit gesenkten Fahnen trauernd zu huldigen. In Arthur Schnitzler ist, nach Hofmannsthal, der letzte Repräsentant einer großen Vorkriegsliteratur in Oesterreich dahingegangcn, ein Meister des Wortes, der zarten und leisen Stimmungen, ... em Kenner der Menschenj chrer geheimen Sehnsüchte und ihrer begrabenen Wünsche, . - ein Meister alter, vornehmer Verskunst und des alten und vornehmen Bühnenspiels, das noch nichts wußte von dem Tageslärm und der knallenden Aktualität moderner Dramatik. Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien geboren als Sohn eines bedeutenden Mediziners an der dortigen Llniversität. Zum Patientenkreis des Vaters, Professor Dr. Johann Schnitzler, gehörten viele namhafte Sänger und Schauspieler. Der Sohn wurde ebenfalls Mediziner, promovierte 1885, unternahm Studienreisen nach London und Paris, wurde 1893 Assistent seines Vaters und trat später in militärärztliche Dienste, die er aber nach der Veröffentlichung einer seiner frühen Roi e len, „Leutn. nt Gustl", in der „Reuen Freien Presse" quittieren mußte. Er widmete sich dann ausschließlich der Literatur. Die Atmosphäre der Geistigkeit, die in Schnitzlers Vaterhaus herrschte, die enge Berührung mit der Gesellschaft der 80er und 90er Jahre, einer eigenartigen, spezifisch österreichischen Mischung von heterogenen Elementen, von Gelehrten, Großkaufleuten, Advokaten, Künstlern und Bankiers, der enge Kontakt mit den Größen der „ersten deutschen Bühne", des Burgtheaters, die in seines Bakers Hause aus- und eingingen, beeinflußten seine Entwicklung: dieses Iugendmilieu wurde für sein späteres Schaffen nicht weniger charakteristisch als sein ärztlicher Beruf. Der fast Siebzigjährige hat ein vielgestaltiges, reiches Lebenswerk hinterlassen. In seinen Dramen und Erzählungen sammelt sich die Welt jenes österreichischen Impressionismus, der fid) au$S dem europäischen Naturalismus hervorwachsend und ihn schnell überwindend und auflösend, zu einer heute schon fast vergessenen, zarten, persönlichen und ganz illusionistischen Kunst entwickelte. Wer sich an das „Spiel der Sommerlufte erinnert, das in der vorigen Spielzeit am Gießener Stadttheater seine Uraufführung erlebte, wird begreifen, wie sehr diese Kunst unserer Gegenwart schon entrückt und entfremdet war, wie hier der Weltkrieg eine mehr als zeitliche Grenzscheide bedeutete, wie hier die Stimme und das Lebensgefühl einer Generation uns ansprach, die von der unseren tief und grundsätzlich geschieden ist. In seinen späteren Erzählungen — wir denken etwa an „Fräulein Else", die manche von uns auch wohl in einer schönen Filmfassung erlebt haben, oder an die „Traumnovelle" von 1926 — hat Schnitzlers Schaffen am ehesten noch den Anschluß an die fortschreitende Entwicklung, an die neue Kunst und die neue Zeit erreicht. Wie in den früheren Dramen Hugo von Hofmannsthal — so hat in den späteren Erzählungen ein anderer berühmter Landsmann, Sigmund Freud, das Schaffen Schnitzlers berührt und befruchtet. Das erste Werk Schnitzlers, das Aufsehen erregte und sogleich als neu und programmatisch empfunden wurde, war der unter dem Ramen „Anatol" zusammengefaßte Einakterzyklus, der mit seinen Figuren, seiner graziösen Sprache und seiner spielerischen Form sogleich die ganze künstlerische Eigenart und den persönlichen Stil des jungen Dichters zum Ausdruck brachte. Hofmannsthal, der sich damals noch hinter dem Pseudonym „Loris" verbarg, hat ein rokoko- haftes Vorspiel dazu geschrieben, dessen Verse bald sehr berühmt geworden sind: einige davon hat man immer wieder angeführt, wenn es galt, das dichterische Wesen der „österreichischen Schule" in seiner ganzen spielerischen Leichtigkeit und seiner illusionistischen Haltung zu umschreiben: „Eine Laube statt der Bühne, Sommersonne statt der Lampen, Also spielen wir Theater, Spielen unsre eignen Stücke, Früh gereift und zart und traurig, Die Komödie unsrer Seele, Llnsres Fühlens heut und gestern, Böser Dinge hübsche Formel. Glatte Worte, bunte Bilder, Halbes, heimliches Empfinden, Agonien, Episoden ..." Aus dem gesammelt hinterlassenen Werk sei hier, ohne Anspruch auf Vollzähligkeit, noch einmal das Wichtigste, auf der Bühne am bekanntesten Gewordene zusammengefaßt: „Liebelei" (1895): „Freiwild" (1896); „Paracelsus", „Der grüne Kakadu" (1898); „Der Schleier der Beatrice" (1899); „Der einsame Weg" (1903); „Der junge Medardus", „Das weite Land" (1910); „Professor Bernhardt" (1912); „Komödie der Worte" (1917); „Der Gang zum Weiher" (1925). Von den erzählenden Schriften: „Ein Abschied" (1895); „Der blinde Geronimo" (1900); „Die griechische Tänzerin" (1902): „Das neue Lied" (1905); „Der Weg ins Freie", Schnitzlers einziger großer Roman (1908); „Casanovas Heimfahrt" (1918); „ Fräulein Else" (1924) und „Spiel im Morgengrauen" (1927). Wir haben heute nur wenige Dichter in Deutschland, deren Werk so unbedingt, entschieden und unverwechselbar als künstlerischer Ausdruck einer Landschaft, eines Volkstums, einer geistigen Gesellschaft gelten kann wie das Schaffen Schnitzlers für das Land seines Lebens. 3n ihm ist Devisenmarli Berlin — Frankfurt a. M. Wirtschaft Sanknoten. der Brüsseler Börse war fc- das Geschäft war umfangreicher r Freiverkehr war die Stimmung 4.20 58 84 93 51 16.6) 16.62 170.51 21.86 93.11 58 li 2.53 98.40 82.34 37.52 72.75 schwächer. Die Tendenz ster, und auch als gestern. 3 m Wiene war. 8s wurde ferner einwandfrei feftgcfteHt. das Görlach sich stets auf der rechten Seile der Fahrbahn bekunden hatte. Wahrscheinlich durch die entgegenkommenden Autos abgelenkt, hotte der Angeklagte seine Fahrbahn nicht so beobachtet, wie das seine Pflicht war. denn sonst hätte er ohne jeden Zweifel den Radfahrer früher sehen müssen und dann jenes Unglück vermeiden können. Biegen fahrlässiger Tötung erkannte das Gericht unter Würdigung der A^sonderheiten des Falles aus zwei Monate Gefängnis. tklfltldw Roitn......... Säntijf «Rotte......... Snflindx Sioi.-n......... iyr-miöltidw Roten........ -ollanctlcht Rotte........ .Iraltrnnit* Rotte........ Rorireghdw Rotte........ Stutltb-Cdirnridb • 100 ELlllleo fhimdnffdit Roten........ GdirveMfthe Rotte........ 6- w. Dirnen 8 bis . 19;. ?^^vöst 30 bis 35, Prcistclbeeren 25 bis 30. 40 b's 50. junge Hähne ° ^00- Suppenhühner 80 bis 100. Gänse 80 Tn, F.90' JS5™16 30 Pfennig das Pfund. Tauben 50 bis 60 Pf. daS Stück. Sier 12 bis 13 Blumenkohl 20 biS 60. Salat 10 bis 15 Salatgurken 20 bls 25. Endivien 10 biS 15. Ober-Kohl- raM 8 biS W. Lauch 5 bi6 10 Rettich 10 biS 15. hÄ™ Ltück. Radieschen 10 b^ Pf. das Bündel: Kartoffeln 2,50 bis 2 80 ?h!irR^ra§Cn1tnerk 4 b's 6. Weißkraut 3 bis 3.50, Wirsing 5, Rotkraut 6 Mk. der Zentner. freundlicher, es ergaben sich meist Kursbesserungen. Die Amsterdamer Börse war lustloS und überwiegend schwächer. Cs erfolgten für Rechnung einer in Schwierigkeiten geratenen Bankenbörsenfirma Zwangsliquidationen. Don den deutschen Werten waren Z.-G.-Farben gut behauptet. doch gab die Dounganleihe etwas nach. Don deutschen Reichsschuldbuchforderungen, die durchweg fester lagen, stellten sich 1933er Fälligkeiten auf 67,50, 35er auf 58, 41er auf 41. 42er auf 39,50 und 43er bis 48er auf 39. Die 40er Fälligkeit, die auf Exekutionen gestern sehr schwach lag. konnte sich von 29 auf 41,25 wieder erholen. An der Reuyorker Börse zeigte sich gestern ein ziemlich starker Rückschlag, besonders in Eisenbahnaktien. Es wurden umfangreiche Abgaben vorgenommen. An den internationalen Devisenmärkten war das englische Pfund ziemlich gut behauptet, gegen den Dollar stellte es sich auf 3,9575, in Amsterdam schloß es mit 9,75, in Paris mit 100,25 und in Zürich mit 20,17. Die Reichsmark konnte in Amsterdam leicht anziehen, während sie in Zürich etwas niedriger notierte. Der Dollar war in Amsterdam recht fest, er stellte sich auf 22,4675 und schloß etwas leichter mit 22,4650. Einmonatsdollar wurden mit 22,4572 notiert. 3n Reuyork konnte die Reichsmark auf 23,35 bis 23,30 anziehen, während die übrigen Devisen sich kaum veränderten. Der kanadische Dollar lag gestern weiter fester und gilt in Reu- York bis auf 89,50. Die Stimmung in der L 0 n d 0 n e r E i t y ist durchaus optimistisch. Deranlassung hierzu geben die Hoffnungen auf eine starke nationale Regierung. Allmählich greift die bessere Stimmung auch auf das Ausland über, wie man aus der Besserung des Pfundes erkennen kann. Wie weit offizielle französische Operationen, die in der letzten Zeit einen ziemlichen Umfang angenommen haben, ebenfalls zu der festeren Pfundtendenz beitragen, ist nicht ohne weiteres ersichtlich, doch sind zweifellos die französischen offiziellen Kreise bestrebt, die Spanne zwischen Franc und Pfund möglich st gering zu halten, um die ungünstigen Einflüsse der Pfundentwertung auf die französische Finanz und Wirtschaft abzuschwächen. Der Dollar steht weitsr unter Der- kaufsdruck, doch ist das anormale Disagio auf Termindollar verschwindend. Diskonterhöhung einer amerikanischen Bundesreservebank. N e u i) 0 r t, 20. Okt. (WTB.) Die Bundesreserve. bank von Dallas hat ihren Diskontsatz von 3 a u f 4 v. H. erhöht. Schöffengericht Gießen. * Gießen, 21. Okt. Ein Kaufmann aus einem benachbarten preußischen Ort begab sich am 27. Märg d. 3. gegen 20 Uhr mit feinem Kraftwagen auf Der Landstraße Gießen —Heuchelheim seiner Heimat zu. 3n der Rähe des Kilometersteins 2 fuhr er einen Radfahrer von hinten an. Dieser leS war der in Gießen und darüber hinaus bestens bekannte Lehrer i. R. Görlach , der bei einem Heuchelheimer Gesangverein dirigieren wollte), war infolge der schweren Verletzungen sofort tot. Der Kaufmann gab zu seiner Entlastung an, die Lichter zweier entgegenkommender Autos hätten ihn so geblendet, daß er einen Augenblick nichts gesehen habe: t>a sei das Unglück schon geschehen. Rach eingehenden Ermittlungen wurde er wegen sahrlässigerTötung ange lagt. 3n der heut men Hauptverhandlung gab er an, seine frühere Behauptung, er sei geblendet ge- Zeiischriften. — Der .Raturf 0 rscher" vereinigt mit „Qlatur und Technik". 3llustricrte Zeitschrift für das gesamte Gebiet der Raturwissenschaften. deS naturgeschichtlichen Unterrichts, des Raturschuhes und der Technik. Jahrgang 8, Heft 7. Preis vierteljährlich 2,50 Mk. Erscheint monatlich. (Hugo Bermuhler Derlag, Berlin-Lichterfelde.) — Die neue Schriftleitung dieser allbekannten naturwissenschaftlichen Zeitschrift will im Gegensatz zu dem früheren Herausgeber die wichtigen naturwissenschaftlichen Fragen in den Vordergrund "cllen. Die neue Rümmer zeigt die Deränderung in einer glücklichen Lösung. Sin Artikel von Dr. Weinert unterrichtet übet den neuesten Stand der Forschung vorn Ursprung des Menschen. Der Weg, der feit Darwin und Haeckel zurückgelegt ist, hat zu neuen Entdeckungen geführt, aber immer wieder zeigt sich, daß ein Menschenaffe der Urahn des Menschen ist. Prof. O. Baschin schüdert unS die wissenschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Grönlandforfchung. die durch die Wegener-Katastrophe in den letzten Monaten so tragisch in den Dordcrgrund trat. Hervorragende 3fiuftrationen erhöhen die Anschaulichkeit diekeS wertvollen Beiträge«. 3n glänzenden Bildern wird uns der Pilz .Erdstern" vorgeführt. Br. Hennig gibt unS über Gestaltung und Dorkornmen dieses Pilzes einen interessanten Bericht. Auch dem Dildwesen will der .Raturforscher" seine volle Aufmerksamkeit widmen. Der Dachs, der sich am Tage nur selten dem Menschen zeigt, ist hier in Atoei wohlgelungenen Bliylichtaufnahmen erfaßt. Auch eine Dogelspinne sieht man in guten Bildern. 3n dem Abschnitt . Forschungsergebnisse" lernen wir daS Reueste aus dem Gebiete der Raturwissenschaften in kurzen Absätzen kennen. Die Abteilung .Technik und Wirtschaft" bringt Aufsätze über Ultrakurzwellen im Dienste der Therapie und über moderne Technik in der Obst- und Traubenverwertung. Der .Ra- tursorscher" dient dem bildungshungrigen Dolkc, er ebnet die Bildung-Wege, die in GZahr sind, zerstört zu werden. langer.^ -'ttFpielcnnn- Ä- ft *V. dagegen ein- t «n Surnetin; ^ltlampsrrsahnil drjibnilii- Dns - X1. & ®' rinn« nut 1 kd die ersten 21 Tn Aidda irn 5« tirrinnen mit 31 3 lid) die Lieg kn. TUT. und 2 . an'angs ausgegli rrinnen in der < Vorsprung heran für sich ent Io. »ltseld I Aach den Zaust Dannschastcn deS DTP. Siesien im ib)andscrtlgkcit der flüchtigen, von Jäger- und Samm- erarbeit lebenden Buschmänner zujchreiben zu müs. scn, halten doch einige der ersten, das weite Land durchziehenden „Pioniere" solche kleine Leutchen in malender Weise angetroffen. Die fortschreitende Erschließung des Landes stieß allerorten auf Höhlen oder überhängende Felsen, die mit solchen Kunstwerken bedeckt waren. Diese Massenhastitzkeit ließ denn meist unter den An- siedlern die braac auskommen, ob wirklich die Buschmänner allein als Urheber der Niesenmengen in Be- Iraajt zu ziehen seien. Außerdem traten beim Nach- graben in den Bilderhöhlen auch Steinwerkzeuge zutage, sehr verwandt denen, die an französischen unb spanischen. Dilberplätzen regelmäßige Begleiter der Kunstwerke waren. .. ’®° erachtete ich es benn als eine unserer wich- iigften Aufgaben, in möglichst vielen unb möglichst meit voneinander gelegenen Gebieten die Felsbilder studieren und kopieren zu lassen. Es handelte sich um nichts Geringeres, als um die Schaffung einer futafrttanifcbtn Felsbildergalerie Meine Kameraden haben sich dieser Ausgabe mit nicht genug anzuer- kennender «orgsalt und Opferfreudigkeit hingegeben, ©ic toredlen nicht davor zurück, ganze Felswände in natürlicher Große abzumalen. So entstanden TOH1, ARhbie lU K1 ®et,r Cän9f und zweieinhalb Meter Hohe aufweisen Das Endergebnis dieser mühevollen Sammel- arbeit steht nun vor unseren Augen. Der Beschauer kann nun die verschiedenen Bildwerk .'era'. *..«nb miteinander betrachten unb sich an ber bu nigfaltigfeit einer bis bahin für bu breite -dm ber Gebildeten so gut wie unbekannten .unst i ys«-* -chweincu wesen, sei falsch: er habe das nur in seiner begreiflichen Au regung gesagt. Er habe die Fahrbahn sehr wohl übersehen, der Radfahrer sei plötzlich, etwa fünf Meter, vor seinem Auto aufgetaucht: er müsse unerwartet vom Bankett auf die Fahrbahn gekommen fein. Eine umfangreiche Beweisaufnahme (16 Zeugen und ein Sachverständiger wurden vernommen), ergab in Berbindung mit dem am Borabend erfolgten Augenschein, daß die beiden entgegenkommenden Autos abgeblendct hatten und daß der Angeklagte auch nicht geblendet gewesen wäre, wenn dies nicht der Fall Sranffurf etwas zuversichtlicher. Frankfurt a. M., 21. Okt. 3m Anschluß an die festen Meldungen von den gestrigen Ausland- botfen waren im heutigen Freiverkehr zwischen den Danken zunächst Kurssteigerungen um 2 b i s 3 v. H. zu beobachten. Die allgemeine Lage wurde etwas zuversichtlicher beurteilt, da nach dem Bericht des Reichsfinanzministeriums die Reichseinnahmen in der zweiten Oktoberwoche erheblich besser gewesen sind, als in der ersten Woche des laufenden Monats. Der Umfang des Geschäftes war wiederum nicht bedeutend. 3m Laufe des Dormittags vermochten sich die anfänglichen Kursgewinne jedoch nicht immer voll zu behaupten, da die geringe Unternehmungslust einen Druck aus das Kursniveau ausübte. Bemerkenswert ist jedoch die anhaltende Rachfrage für die Aktien der Deutschen Gold» und Silberscheideanstalt, deren Kurs erneut um etwa 3 v. H. anzog: dagegen blieben Metallgefellschaft, die in den letzten Tagen gleichfalls regere Beachtung auf sich gezogen hatten, heute vernachlässigt. Am Markte der festverzinslichen Werte bestand anhaltendes 3 n t c r e f f e für Liquidationspfandbriefe, die abermals etwa 1 bis 1,50 v. H. höher genannt wurden, während Goldpfandbriefe auf dem letzthin gebesserten Stand unverändert gesprochen wurden. Hausse in deutschen Werten. Berlin , 22. Okt. (WTB. Funkspruch.) Die f e |t e Haltung ber deutschen TI a r t an der gestrigen Neuyorker Börse regte den heutigen Freiverkehr an, nachdem gestern abend noch auf Grund plötzlich auftauchenden Materials in einigen Werten 1- bis 2prozentige Kursrückgänge eingetreten waren. Das Geschäft mar zwar auch heute nicht sehr lebhaft. Diese Kursverluste wurden aber im allgemeinen wieder ausgeglichen. Auch der R e n t e n m a r k t lag weiter angeregt. Man glaubt übrigens, daß die Hausseindeutschen Wertenanden Aus. landbörsen darauf zurückzuführen ifL daß die internationale Arbitrage schon wieder Mittel und Wege gefunden habe, um die teilweise recht erheblichen Kursdifferenzen zwischen dem Ausland und dem Berliner Markte auszunützen. Vielleicht hängt auch hiermit das in einzelnen Äerten immer wieder herauskommende Material zusammen. Nur bei Schultheis handelt es sich wohl um effektive Abgabeneigung, nachdem der Allgemeinheit jetzt immer neue Einzelheiten über die Situation bei diesem Kon. zern bekannt werden. Es ist bezeichnend für die Rechtlosigkeit des Aktionärs, wenn selbft der Aufsichtsrat als Gesamtheit erst vor wenigen Tagen über Aktien- transaktionen Kenntnis erhielt, die Jahre lang zu- rüdliegen und auf denen große Verluste ruhen. Wie ein hiesiges Mittagsblatt erfährt, wird in der morgigen Vollsitzung des Aufsichtsrats eine eindeutige Erklärung erfolgt, nach der das Unternehmen innerlich nach wie vor gesund ist. Ueber die genaue Höhe des zu tilgenden Verlustes wird einstweilen noch Stillschweigen bewahrt, die Derlustsumme scheine sich um etwa 20 Millionen Mark zu bewegen. Die Erörterungen über eine Börseneröff- n u n g werden in den interessierten Kreisen lebhaft forlgesetzt, haben aber bei der Vielseitigkeit ber zu behandelnden Probleme und bei den noch in verschie. bene- Hinsicht bestehenden Schwierigkeiten bisher zu keinem Resultat geführt. Auch bei der Berliner Börse wird sich die Eröffnung wahrscheinlich bis Montag verzögern. englischer Kriminalist, W. Teignmouth Shore, hat jetzt ein großes zweibändiges Werk ..Ber- brechcn und feine Entdeckung" herausgebracht, in dem er versucht, feinen Lesern eine richtige Darstellung von dem wirklichen Detektiv zu geben. „Der Detektiv, dem wir im Leben begegnen", schreibt er, „ist nur ein sehr entfernter Der- wandter des Detektivs der Kriminalgeschichten. Der Grund dafür mag sein, daß die Wirklichkeit immer nüchterner ist als die Dichtung, aber an der Tatsache läßt sich nichts ändern." Shore hat berühmte Polizeichefs der verschiedenen Länder gebeten, sich über die Eigenschaften und Fähigkeiten zu äußern, die einen guten Kriminalbeamten ausmachen. Diese stimmen alle darin überein, daß ber Detektiv nichts vom „Künstler" zu haben brauche, sondern daß man von ihm alle die Eigenschaften fordern müsse, die einen guten Beamten auszeichnen. So erklärte z. 2. der Polizeichef von San Francisco, Duncan Matheson: „Ein Detektiv ist ein einfacher Beamter, der ein gutes Urteil haben muß und dieses in derselben Weise anwendet, wie ein tüchtiger Geschäftsmann bei seinen alltäglichen Unternehmungen. Wo immer meine Kollegen erfolgreich und glücklich waren, da habe ich gefunden, daß sie dies strenger Pflichterfüllung und harter Arbeit verdankten. ES gibt keine andere Formel für den Erfolg." Auch andere Kenner vertreten die Ansicht. daß das Aufspüren von Derbrechen ein Geschäft ist so gut wie jedeS andere, und der kanadische Kriminalinspektor von Toronto, 3ohn Wilson Murray, spricht das ganz klar aus: ..Das Detektivgeschäft ist eine nüchterne und alltägliche Tätigkeit, gerade so wie die eines Rechtsanwaltes, eines Arztes oder eines Kaufmannes. Dieser Beruf hat wohl seine Eigenart, weil er sich mit dem Derbrechen beschäftigt, aber diese Eigenart ist nicht größer als etwa bei dem Beruf deS Arzte-, dem die Heilung der körperlichen Krankheiten ebenso obliegt wie dem Detektiv das Aufspüren und Heilen jener Krankheiten, die sich an dem Körper der Gesellschalt zeigen. Richt- Ungewöhnliches, nicht- Geheimnisvolles oder Unverständliche« liegt in diesem Geschäft. Richt- wird darin getan, nichts vollbracht, das nicht da- Ergebnis gewissenhafter lieber- legung, gefunden Derstandes. straffer Organisation und, wie bei allen Dingen, glücklicher Umstände wäre" Der englische Kriminalist Major Arthur Griffiths ist derselben Anficht ..Der beste Detektiv ist der. der am fleißigsten, am sorgsamsten und am ausdauerndsten ist Seine Arbeit bat nicht- mit Hellseherei ober fenfatio- ncllcn Entdeckungen zu tun, es ist die mühselige freuen. Jetzt, wo alles nebeneinander steht, wirb es auch jebem Beschauer ohne weiteres klar werben, baß wir es hier zum minbeften mit größeren Spannungen in ber Entwicklung unb mit reicher Vielseitigkeit ber Arten zu tun haben. Da sinb zunächst einmal zu unterscheiben: „Ein- gravierungen" unb „Malereien" Erstere beruhen auf einer ganz alten, hochentwickelten unb in zierlicher Technik arbeitenben Kunst, die sich fast ausschließlich mit der Darstellung einzelner Tiere beschäftigt. Viele Stücke sind bewunderungswürdig. Die Patina, Ne sie bedeckt (die Bilder sind stets nur in harten Steinen wie Basalt und Diorit eingemeißelt) be- weist, daß wir es mit Werken einer altsteinzeitlichen Kunst zu tun haben. Die Malereien vertreten augenscheinlich die verschiedensten Stilformen, gewissermaßen die Glieder einer langen Kette, an deren beiden Enden fast unvergleichbare Gegensätze klar hervvrtreten. Auf der einen Seite ganz polychrom behandelte Tiere, die in ber Technik an Kunstwerke wie bie von Altamira und des Magdalönien erinnern. Am anderen Ende eine zeichnerisch arbeitende Silhouettenkunst, die für bie Darstellung des Menschen einen winkeligen Keilstil gefunden hat, der an den altägyptischen erinnert, eine Freude an phantastischer Komposition, Wiedergabe von Bäumen, Bergen, Flüssen, Seen, ganzen Landschaften. Ein herber und doch hochentwickelter Stil. Ihn entdeckt und mit ihm unser Wissen von archaischer Kunstgeschichte nicht unroefentlto erweitert zu haben, erachte ich als eine der schönsten Arbeitsfrüchte der Expedition von 1928 bis 1930. gehtind tei9waren: Schniitnudei Fadennuae| Hö,nchen u ^'schnitim E'e,t8dennu E Q'hörncht F,e'sch- Ul P,,m« Och, Koch, «•'»«inotl Schweinef| ®ch*em.« um L,le'8=hwu, pa“,m«ch p,eßkopft । Warenabg Aul »n« w SitOuei Jit schlich gcschn Sonntag im Hcich> •dien Kal- unb ciüfetli' mit bcm dieser jdjonen ipt sich 16 Ikrtine un Mecke von nah« hatten. 3m ganjt ilebcnftafetlen gt tzllendach-Eschbc °.n, 'Jlorinf, tior Webern aus. cdjo ber etfttn ctafettr km alun Uritgi menge emgthinb ctüieuenroUen u meilter ber ctabl um 11 Uhr trajer Dichtungen ein. und der Parodeat meister högn dt pun ber Stadt Lc loritand des Pro M gtrübe Üauba btfie veronstaltiMj irrem Ausstieg oer meifter seine Anspt m^d>. gespielt von qr'Jy< der Londes mt'itfr a.D. Zchz Feiner tmude tj *u,r elöein Stafette fr mit dem A JMefien die Frc Ml sich in Vereins Gießen für Dogelsberger Dreh in Berbindung mit dem Landwirt chaftskarnmer- ausschuh eine Stallfchau mit Prämiierung abgehalten. Oetonomierat Dr. Wag- n e r - Gießen, Landwirt Karl Hirz I-Steinberg unb Direktor Trautmann -Grünberg waren al- Preisrichter tätig. AlS sehr wesentlich ist es anzusehen, daß bei den Stallschauen nur wirkliche Züchter zu ihrem Rechte kommen, während bei Ausstellungen und sonstigen Schauen auch leicht solche Tierhalter die ersten Preise erhalten können, die zufällig ein besonder- schönes Tier der Dogelsberger Rasse im Besitz haben, im übrigen aber keine Züchter sind. Bei den Stallschauen wurden besonders berücksichtigt: die Beschaffenheit, Raumverteilung und Durchlüftung de- Stalles, die im Stall vorhandenen FuUervorrichtun- gen, die Düngerbehandlung, die Einheitlichkeit der Zuchtrichtung und die Güte des Zucht- material-, der Gesundheits- und Ernährungszustand der Tiere, die Haut- und Stallpflege der Tiere und die Aufstellung des Jungviehs. Es waren wirNich mustergültige Ställe und Tiere zu sehen, mitunter aber auch solche, die Mängel aufwiefen. Zum Beispiel waren manche Stallungen zu dunkel, nur in wenigen Ställen waren Kälberboren vorhanden, in denen sich die jungen Tiere frei bewegen können: in manchen Ställen stand wohl schönes und ausgeglichenes Dieh, aber nur wenige Tiere waren angekört, so daß man auf ein geringes züchterisches Interesse schließen mußte: am ungünstigsten schnitten solche Ställe ab, in denen die Zuchtrichtung keine einheitliche war und sogar Kreuzungstiere von verschiedenstem Aussehen standen. Das Ergebnis der Prämiierung: Klasse II (Dieh- besitzer mit 10 bis 20 Tieren), 1. Preis: H. 03 eiten U.-Göbelnrod, 2. Preis: Wilh. Steih - Göbelnrod, Anerkennung: 3. Seipp-Lauter. Klasse 111 (Diehbesitzer mit 5 bis 9 Tieren), 1. Preis: A. Frank- Grünberg, 2. Preise: K. F. Gundrum - Reiskirchen, H Münster- Hattenrod, Gg. K. S ch e l d - Lindenstruth, K. Reih- Stockhausen, R. Schmidt- Weickartshain, Herrn, von E i f f - Grünberg, 3. Preise: W. Amend - Lindenstruth, P. Fatum- Lin- denstruth. H. Münch- Saasen, L. Berges- Göbelnrod, K. Schulz-Göbelnrod, K. Fuchs- Göbelnrod, H. W. Weber- Göbelnrod, Ehr. T r i n k a u s - Grünberg, K. Böß- Grünberg. K. Schmidt II.-Lauter, Anerkennungen: Ph. Graulich- Hattenrod und H. Sehrt- Linden- struth. Klasse IV (Diehbesitzer mit 1 bis 4 Tieren), 2. Preise: 3oh. Seipp- Reiskirchen, Seb. Schmidt- Reiskirchen, PH. Gräf- Reiskirchen. QL Schmaust» Lindenstruth. 3. Preise: H Schepp VII.-Saasen und H. Dörr-Göbelnrod. Als Endzweck dieser Deranstaltung erhofft man, dast durch die Preiszuerkennungen die züchterische Tätigkeit im Bezirk zu neuem Streben angespornt wird. Kreis Schotten. Y Gedern, 21. Okt. Der Gemeinderat beschlost in seiner jüngsten Sitzung u. a. die Markttermine für das 3 ahr 1 933, die wie folgt festgelegt wurden: 7. März, 11. April, 30. Mai ,Prämiierungsmarkt), 4. 3uli. 22. August, 5. September, 3. Oktober und 5. Dezember. 21 Cf ad !!°.rn. 3 8 0 0 3 9 4 3 3 2 < *eli: 76 Sinbtr "e. (Es wurden Wber 44 bis Uber 40 bis 43 Me: Mch .«Mfeenjaft) 28 Mark, mittlere 6 9ut flenäfjrtc °°ll lei,chiyc L«b°ndgewi-t O.Pfund 46 bis Mnd Lebcnd- ®eine van etwa bis 46 ’Dlarf. - 'S. ousDcrtaufi, Preise. itigen Dachen- Pf., Kochbutter ile «zehn Stück) Blraut 6 bis 7, i bis 10, Dvtc 0, Römischkohl Grünkohl 15, 510, Tomaten ettich 30 bis 60, 5 bis 6, Kar- . Dirnen 8 bis nn 25 bis 30, 0, junge Hähne 100, Gänse 80 g bas Pfund; Fier 12 bis 13. >is 15, Sclat- >, Ob&Jtoty» ich 10 bis 15, Radieschen 10 2,50 bis 2,80 6, DeWaut 1 der Zentner. 21m Sonntag r Josef 5rie- iläum feiern. )em Gebiete der n. 211s Begriin- ermehren ist er rden. treue Pflicht- t, die auch den at nachgebt und etektiv muh so ifl sein ivie ein r ber (Befragten des Detektivs i Nenschenver- vereinigt mit . Zeitschrift^ ssenschasten, W JL jaturschu-es :i 7 Preis vier- im W*»“ Ur« ,ALZ LE DalchinE ■ H.E ieses izenden .$L ^Äk°lnincn und 2luch «i«w SÄ' 5fr: euel hirien ® in /■*$ iDirl' chnik im moderne, nölte. Schweinemarkt in Schotten. < Schotten, 21. Oft. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 450 Schweine aufgetrieben. Bis sechs Wochen alte Tiere kosteten 6 bis 8 Mark, für sechs bis acht Wochen alte Ferkel wurden 8 bis 12 Mark und für acht bis zwölf Wochen alte Tiere 12 bis 16 Mark bezahlt. Einleger kosteten 26 bis 30 Mark. Der Handel war flott. Es verblieb nur geringer Ueberftand. Schweincmarkt in Friedberg. WEN. Frredb erg, 21. Oft. Der Auftrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 806 Jungtiere. Es wurden bezahlt für sechs Wochen alte Tiere 8 bis 10 Mark, für sechs bis acht Wochen alte Tiere 10 bis 15 Mark, für acht bis zwölf Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mark. Der Handel war recht lebhaft, doch verblieb etwas Ueberftand. Oberbürgermeisteiwahl in Offenbach. WSR. Offenbach, 21. Ott. 3n der heutigen Stadtratssihung ist der seitherige Oberbürgermeister Granzin auf zwölf Jahre wiedergewählt worden. Das Gehalt wird nach den von der hessischen Regierung zu erlassenden Richtlinien festgesetzt werden. Die kommunistische Opposition hatte als Kandidaten Erich Kohl- ra u s ch aus Suhl i. Th. vorgeschlagen, der zehn Stimmen erhielt. Drei Stimmen erhielt Oskar Müller (Frankfurt) und je eine Stimme Galm von der kommunistischen Opposition und Bürgermeister Weil; vier Zettel waren unbeschrieben. Ö.J.-fport Spielabieilung des MTV. Gießen. Rach langer Pause traten am Sonntag die Faustba-llspielerinnen des MTD. wieder einmal auf den Plan. Die ersten Mannschaften des Turnvereins 1846 und des Turnvereins Äidda waren verpflichtet. Die MTBerinnen hatten merklich an Spielstärke verloren, die Turnerinnen von 1846 wiesen dagegen eine wesentliche Formverbesserung auf, den Turnerinnen aus Ridda fehlt noch die Wettkampfersahrung. Die Spiele zeigten folgende Ergebnisse: Das erste Treffen — I. Tv. Ridda gegen I. MTB. Giehen — wurde von den MTB? erinnen mit 69:29 gewonnen. Das zweite Spiel sah die ersten Mannschaften des Tv. 1846 mit Tv. Ridda im Kampf und wurde von den Giehe- nerinnen mit 31:23 gewonnen. 3m Endspiel standen sich die Siegerinnen aus beiden ersten Spielen, MTB. und Tv. 1846 Gießen, gegenüber. Rach anfangs ausgeglichenem Spiel konnten die MTB- crinnen in der zweiten Halbzeit einige Punkte Borsprung herausarbeiten und mit 47:39 das Spiel für sich entscheiden. Tv. Alsfeld 1 — Mlv. Giehen I 4:7 (1:3). Rach den Faustballspielen standen sich die ersten Mannschaften des Turnvereins Alsfeld und des MTB. Giehen im Handball-Berbandsspiel gegenüber. Die MTDer konnten auch dieses Spiel für sich entscheiden. Die Gastgeber waren ihren Gegnern jederzeit überlegen. Die Gäste gingen etwa in der Mitte der ersten Halbzeit in Führung, bald fiel jedoch der Ausgleich. Ein gut geworfener Strafwurf brachte den MTBern einen zweiten Erfolg, dem auch kurz vor dem Halbzeitpfiff noch ein drittes Tor folgte. 3n der zweiten Halbzeit wurde die äleberlegenheit der Einheimischen fühlbarer. 3n regelmäßigen Abständen erzielten die Gießener noch vier Tore, denen die Alsfelder nur drei entgegensetzen konnten. Tv. Hochelheim 1. Jugend — 7Nlv. Giehen 1. Jugend 2:8 (2:4). Das Bcrbandsspiel der Jugendmannschaften endete mit einem sicheren 8:2->Sieg der Gießener Mannschaft. Die MTD.-3ugend steht damit auch an der Tabellenspitze. Turn-Ausschuß des Heffengaues OT. Die Ausbildungsarbeit des neuen Turnjahres wurde von Gauoberturnwart Will durch eine größere Tagung zu Gießen eingeleitet. Unter lebhafter Zustimmung wurden dem Vereinsturnwart Leib vom Tv. Krofdorf für seine 25jährige Führertätigkeit die Glückwünsche des Gaues ausgesprochen. Die Uebungsfdlge auf dem Turnboden ging über Ausschnitte aus der Beweaungsschule zu eingehender Behandlung der vier Gruppen allgemeiner Freiübungen für die kommenden Gauveranstaltungen, gab an Hand einer aktiven Riege des Männerturnvereins Gießen praktische Anleitung zur Zusammenstellung und Wertungsweise von Musterriegen, führte am Reck zur Felge mit ihren Abwandlungen und schloß mit einem Spiel (Prellball). Am Vorabend und nach den Lehrstunden am Sonntag erwuchsen aus der kritischen Besprechung der diesjährigen Wettkämpfe in den Bezirken und im Gau vielfache Anregungen. Die seither als Sternlauf nach Gießen Die Oimseldein-Slasette der vbechessischen Heiler. Die festlich geschmückte Stadt Laubach stand am Sonntag im Zeichen des Reitsports. Die oberhessischen Reil- und Fahrvereine hatten eine Querfeldein- Slafette mit dem Zielpunkt Laubach zu reiten. An dieser schönen sportlichen Veranstaltung beteiligten sich 16 Vereine und 35 Abteilungen, die eine Gesamtstrecke non nahezu 280 Kilometer zurückzulegen hatten. Im ganzen wurden sieben Haupt- und drei Rebenstasetten geritten, und zwar von Büdinaen, Erlenbach—Eschbach, Butzbach, Großen-Linden, Gießen, Nordeck, Gontershausen, Arnshain, Schlitz und Gedern aus. Schon einige Zeit vor dem Eintreffen der ersten Stafettenreiter hatte sich auf dem Platz vor dem alten Kriegerdenkmal eipe große Zuschauermenge eingefunden, um nicht die Uebergabe der Stafettenrollen und -botschaften an den Bürgermeister der Stadt Laubach zu versäumen. Pünktlich um 11 Uhr trafen die Patrouillengruppen aus allen 'Richtungen ein. Nach der Uebergabe der Stafetten und der Paradeaufstellung der Reiter entbot Bürgermeister Högl) den Erschienenen den Willkommensgruß der Stadt Laubach. Er dankte insbesondere dem Vorstand des Provinzialverbandes Oberhessen dafür, daß gerade Laubach zum Ziel der Querseldein-Sta- fette gewählt worden sei. Mit dem Wunsche, daß diese Veranstaltung der deutschen Reiterei zu weiterem Aufstieg verhelfen möge, schloß der Bürgermeister seine Ansprache. Nach einem flotten Reiterinarsch, gespielt von der Laubacher Musikkapelle begrüßte der Landesverbandsoorsitzende, Landesstallmeister a.D. Schörke (Darmstadt) die Reiter und gab seiner Freude über das gute Gelingen der ersten Ouerfeldein-Stafette in Helsen Ausdruck. Sodann schritt er mit dem Vorstand des Provinzialverbandes Oberhessen die Front der anwesenden Reiter ab, deren Zahl sich inzwischen durch das Nachrücken vieler Reitervereine sehr vermehrt hatte. Anschließend trat die Quartierkommission des Solms-Laubacher Reitervereins in Tätigkeit, deren mustergültige Quartierverteilung für die Unterbringung der Pferde allgemeine Anerkennung fand. In der Zwischenzeit konzertierte die gut geschulte Laubacher Musikkapelle am alten Kriegerdenkmal. Am frühen Nachmittag fanden sich sämtliche Reiter im Saale des Hotels „Schützenhof" zu einem Festakt ein, wobei Bürgermeister Högy Teilnehmer und Gäste nochmals begrüßte. Anschließend sprach der Geschäftsführer des Provinzialverbandes Oberhessen, Graf von Bredow (Altenburgs der Stadt Laubach und dem Reiteroerein Solms-Laubach den Dank für den freundlichen Empfang aus und wünschte der Veranstaltung einen weiteren guten Verlaus. Landesstallmeister a. D. Schörke übermittelte die Grüße des Landesverbandes Hessen und ermahnte, dem schönen Reitsport für alle Zeiten treu zu bleiben. Am Schluß des offiziellen Teils sprach Se. Erlaucht Gras Georg Friedrich z u Solms-Laubach für den Laubacher Reiterverein und dankte den maßgebenden Stellen für die Verlegung des. Stafettenrittes nach Laubach. Gegen 16 Uhr ritten die auswärtigen Reiter, nach Vereinen und Abteilungen geordnet, mit den Standarten- und Wimpelträgern an der Spitze in die Heimatorte zurück. Die Vorstände der oberhessischen Reitervereine blieben noch zu einer kurzen Verbandsvor- standssitzung zusammen. Freiherr Roeder von Diersburg (Londorf) gab einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit der oberhessischen Reitervereine im vergangenen Jahre und wies auf das Winterprogramm hin. Zum Schlüsse wurde als nächstjähriger Treffpunkt Gedern in Aussicht genommen. durchgeführte Will-Staffel soll als Staffel- i lauf d-e r sechs Gaubezirke am Nachmit - I tag des Gauturnsestes an die Spitze des Schauturnens eingegliedert werden, die Wertungsweise der Musterriegen drängte zu einer neuen, ausreichend durchgegliederten Grundlage, neben dem Zwölfkampf der Oberstufe empfiehlt sich die Ab- gliederung der Ehrensieger in eine Sonderklasse, die gauoffen insbesondere frühere erste Sieger in Wett- be jerb stellt, die Kampfrichterausbildung muß aus wirtschaftlichen Gründen mehr in die Bezirke und Vereine abwandern; gauoffene Vereinswettkämpfe sollen nur in besonderen Fällen genehmigt werden, und ein Terminkalender soll die Zeitsolge größerer Veranstaltungen innerhalb des Gaues und gegenüber anderen Verbänden aller Art reibungsloser gestalten helfen. Von turnerischen Wettkämpfen werden die Bezirke ihre Winter-Gerätewettkämpfe, deren Pflichtübungen dem Gau-Männerturnausschuß in Bearbeitung gegeben werden, bis zum 6. April durch- acführt Haden, die volkstümlichen Bezirksturnfeste sollen dis zum 15. Juni abgeschlossen fein, das Gau- wettschwimmen in Laubach fällt Ende Juli, das Gau-Frauenturnen in Marourg Ende August, während für das Gauturnfest in Verbindung mit Fechten und Spielen, sowie für das Gau-Volksturnen Ort und Zeit noch nicht bestimmt werden konnten. An vier Sonntagen im November findet zu Gießen ein Gau-Lehrgang für Turnwarte und Vor- turnet statt, und die Bezirksvorturnerstunden sind nach Zeit und Uebungsplan festgelegt. Gauspielwart Seibert (Wetzlar) erläuterte wichtige Bestimmungen aus den Verträgen der DT. mit anderen Verbänden und wandte sich gegen die Belastung mit Freundschaftsspielen während der Spielrunden. Aus dem Mitielrheiukreis der OT. Vor dem 35. kreislurnfesl. Ob das 35. mittelrheinische Kreisturnfest, das bekanntlich für 1932 Trier übertragen worden ist, durchgeführt wird, soll in einer gemeinsamen Sitzung des Kreisoorstandes mit den Vertretern der Stadt und der Turnerschaft Trier, die am 25. Oktober in der Moselstadt stattfindet, endgültig bestimmt wird. Man rechnet ziemlich sicher damit, daß sich Trier bereit erklärt. Deshalb fand vor kurzem in Frankfurt a. M. auch bereits eine Sitzung der Fachwarte des Mittelrheinkreises statt. Die Zusammenkunft diente im wesentlichen einer Aussprache über das nächstjährige Kreisturnfest, das im Falle der Zustimmung durch Trier in der Zeit vom 6. bis 8. August 1932 veranstaltet werden soll. Im Mittelpunkt sollen wieder die üblichen Mehrkämpfe der einzelnen Fachgebiete stehen. Als neu hinzugenommen werden ein Zehnkampf für Jugendliche, eine Bootsauffahrt aller Wasserfahrer des Mittelrheinkreises und eine Jugendfeierstunde der mittel- rheinischen Turnerjugend. Der abschließende Sonntag soll mit den üblichen großen Schauveranstaltungen ausgefüllt werden. Für die erfolgreiche Durchführung der großen Veranstaltung ist die Beachtung eines Beschlusses von Bedeutung, der kürzlich von der mittelrheinischen Turnpresse auf ihrer Koblenzer Tagung gefaßt wurde: „Im Vordergrund der Veranstaltungen 1932 muß das Kreisturnfest in Trier stehen, wenn dieses seine große Aufgabe erfüllen will, zu einer eindrucksvollen turnerischen und vaterländischen Kundgebung in der West'mark des Reiches zu werden. Die Kreisleitung muß im Interesse der Feststadt und im besonderen Interesse des turnerischen Gedankens mit allem Nachdruck darauf hinwirken, daß die Veranstaltungen im Kreis und in den Gauen auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Die wirtschaftliche Notlage zwingt dazu, daß die finanziellen Opfer, die den Vereinen durch die Beschickung der turnerischen Veranstaltungen erwachsen, im wesentlichen zugunsten des Kreisfestes gebracht werden." Turngau Labn-Oünsberg. Dorlar I — Ahbach I 1:3 (1:1). In Dorlar standen sich beide Mannschaften im Verbandsspiel gegenüber und lieferten sich ein spannendes, hartes, aber nicht unfaires Spiel. Atzbach ging in der 24. Minute in Führung. In der 29. Minute konnte Dorlar ungehindert ausgleichen. In der zweited Halbzeit machte sich eine leichte Ueberlegen« heit der Gäste bemerkbar. Sie konnten noch zwei Treffer für sich buchen. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. Wißmar II — Rodheim II 4:5. Am Sonntag trafen sich beide Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel in Wißmar. In der achten Minute fiel für die Gäste der Führungstreffer, dem auch kurz darauf ein zweites Tor folgte. Wißmar ging in der ersten Halbzeit leer aus. Erst nach der Pause kam Wißmar mehr zur Geltung. Das Spiel wurde spannender. Trotz aller Anstrengung mußten sich die Wißmarer aber knapp geschlagen bekennen. Launsbach I — Lollar I 5:4 (2:3). Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. In der ersten Halbzeit hatte Lollar etwas mehr vom Spiel, in der zweiten Halbzeit fand sich Launsbach besser zusammen und übernahm die Führung, die auch bis zum Schluß gehalten wurde. Kurze Sportuoiizeu. Die Deutsche Wasserball-Mei st er- schäft wird im Berliner Wellenbad Lunapark am 7. und 8. November mit Vor- und Rückspiel aus- getragen. * Für bie Olympia-Beteiligung Hollands hat der Niederländische Fußball-Bund dem Olympischen Komitee 10 000 Gulden zur Verfügung gestellt.___________________________________________________________ Gewinn auszug 1. Klasse 38. Preußisch-Süddeutsche (264. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar fe einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II______________ 1. Ziehungstag 21. Oktober 1931 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen 2 Gewinn, jn 1OOOOO M. 396259 2 Gewinne zu 50000 W. 87108 2 Gewinn, ,u 10000 Dl. 372596 2 Gewinn« > 0.28 „ Scnweinefleisch mit Beilage.......1 „ 0.80 „ Schweinefleisch zum Braten.......1 „ 0.90 „ Schweinefleisch, Kotelett..........1 „ 1-00 „ Kalbfleisch........................1 „ 0.85 „ Leber- und Blutwurst..............K „ 0.17 „ Fleischwurst.......................* „ 0.23 „ Hausmacher-Mettwurst.............% „ 0.32 „ P.eßkopf, la.......................« ,, 0.25 „ Warenabgabe nur an Mitglieder! Auf alle Waren 5 Prozent Rückvergütung Konsumverein Gießen lÖgxJ u. Umgeg. e. 6. m. b. H. __________________________________'"74 A Besonders preiswerte Seidenstoffe 480 6877 A NnUfäPk Gießen llUVVuUll Seltersweg 81 Crepe Carmen, ca.100cm breit Kunstseide, elegante weichtließende Qualität, für Kleider und B usen, enorm billig............. 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M e i st e r. Werdau. IS. Fortsetzung Nachdruck verboten. Szengeryi hatte eine Professur an der Hochschule erhalten und wußte sich und die geliebte Frau von aller Hot unbehelligt. Hur von der Klausel, die er unter seinen Lehrvertrag gesetzt hatte, erwähnte der junge Gatte nichts. Es war immer noch Zeit, mit Hosmarie darüber zu reden. Vorläufig war es besser, zu schweigen, um keinen Mißton in ihr junges Glück zu bringen. Hosmarie, die junge Frau, war nur für den geliebten Mann da, sorgte für alle seine Bequemlichkeit, erwartete feinen Kuh am Morgen und stand schon im Flur, wenn er aus seinen Vorlesungen kam. Sie interessierte sich für alles und jedes seiner Tätigkeit, begleitete ihn zu Gesellschaften, lieh sich umwerben und vergöttern, um dann, wenn sie allein mit ihm war, ihre gatue Weibeszärtlichkeit über ihn ausströmen zu lassen. Ihre Schönheit wurde von einer Art. daß er manchmal nicht mehr begriff, wie das alles ihm allein gehören konnte. Ihm ganz allein! Die Briefe, die von Wien nach der Steppe kamen, atmeten das Glück der beiden Menschen aus T'örök strich mit zärtlichen Fingern das knisternde Papier, das die Schriftzüge der Tochter trug, und lächelte, faltete die Hände über der Platte seines Schreibtisches und sah nach der Hichtung. in der Wien lag. wo fein Kind mit dem geliebten Manne wohnte. Wenn sie nur immer treu zusammenhielten, dann konnte nichts fehlen! Vier Wochen spater ritz ihn ein Telegramm aus der Ruhe feiner Arbeitsstube und liest ihn mit ungeschickten Fingern nach Aja klingeln. ..Ich must nach Wien. Jedenfalls nur für ganz kurze Zeit. Du kannst etwas Weniges packen, nicht zu viel. Wenn es geht, will ich den Abendschnellzug erreichen. Der Kutscher soll sofort einspannen." Während er sich umkleidete, studierte Aga das Telegramm, das auf dem Schreibtisch liegen geblieben war. Sie wurde nicht klug daraus. ..Erbitte Dein Kommen. Möglichst sofort. Hosmarie ist für keines meiner Worte mehr zugänglich. Bela." So. Da hatte man's nun. Diese entsetzlichen Männer! Da wäre es doch viel besser gewesen, sie wäre Horvaths Frau geworden. Mit Hosmarie konnte doch jeder auskommen. Töröks Hufen liest sie nach oben eilen, aber ihre Gedanken liefen mit. „Selsen Sie ihm den Kopf tüchtig ein, Herr Professor", stieß sie erregt hervor, während sie Taschentücher und Socken in den Kofser legte. ..Er ist ein Mann mit dreißig Jahren und benimmt sich wie ein störrischer Esel, der nach allen Leiten ausschlägt, wenn er bockt. Wenns ihm nicht pastt, soll er uns die Hosmarie wiedergeben. Ich sorg schon, dah sich das Kind die Augen nicht blind weint um ihn." ..Aga. du mustt nicht so viel reden", verwies Török. Erst must ich sehen, wo es fehlt. Dann wird sich das andere schon finden." ..Die Männer behalten immer recht", erklärte sie erbittert und warf die Türe kräftig hinter sich ins Schiost. In Wien ober, in dem reizenden Heim des jungen Paares, herrschte eine Schwüle, wie sie nur gefährlichen ilntoettern vorauszugehen pflegt. Hosmarie fast in der Ecke eines Gobelinsessels gelauert, und hinter ihr lehnte der Gatte, der über ihre Schultern herab nach ihren schmalen Händen griff. „Ich habe dich für viel vernünftiger gehalten, mein Liebes. Das muhtest du doch in Berechnung ziehen, als du meine Frau wurdest." Ihre Lippen wurden schmal. Hun fing er wieder von vorne an über das zu sprechen, was schon tausendmal seit dem Eintreffen der Morgenpost behandelt worden war. „Es ist doch eine Ehre für mich, wenn mir die Hegierung das Anerbieten stellt, eine Expedition nach dem Pol auszurüsten und ihr Leiter und Führer zu sein. Begreifst du denn nicht, was das für mich bedeutet?" Ihre Schultern hoben sich geringschätzig. Da sprach er weiter: „Ich werde zweimal so rasch in Stellung und Würden emporklettern als jeder andere meines Alters." Seine Kehle war ganz heiser. „Ist dir denn das nichts, Hosmarie?" „Es ist mir vollkommen gleichgültig", sagte sie kühl. „Mir nicht!" stieh er hervor. „Je rascher und sicherer ich meinen Weg mache, desto besser. Hast du denn gar kein Verlangen und sehest du denn wirklich keinen Stolz darein, die Frau eines berühmten Mannes zu sein?" „Darauf kann ich verzichten", kam es eisig. „Berühmt oder unberühmt, das ist mir völlig einerlei. Jedenfalls wäre das der letzte Grund gewesen, um dessentwillen ich dich geheiratet hätte." Er war am Ende feiner ileberrebungdtunft. Es war nichts mit ihr zu machen. Er muhte ihr Zeit lassen, sich in das Unabänderliche hineinzufinden. Dah er das Anerbieten der Hegierung akzeptieren würde, war selbstverständlich. Am anderen Morgen brachte er den Vertrag mit feiner Unterschrift persönlich zur Post und atmete auf, als er in den Kasten gefallen war. Hun war.mchts mehr daran zu ändern. Mit etwa- gemischten Gefühlen setzte er ferne Frau am Abend davon in Kenntnis. Er hatte einen Ausbruch der Verzweiflung erwartet, zum mindesten eine sehr erregte Szene, aber nichts von alledem geschah. Hur ein gefährliches Flimmern stand in Hosmaries Augen. .Wann wirst du reifen?" „Ich weih es noch nicht. Jedenfalls nicht vor Ende Mai." Er wollte sie an sich ziehen, aber sie wehrte mit beiden Händen feine Liebkosung ab. Das erregte ihn mehr, als die bittersten Vorwürfe es vermocht haben würden. .Du darfst nicht glauben, Hosmarie. dah ich so einfach über dich hinweggegangen bin. Es hat mich viele Mühe gekostet, alles so auszuklügeln, dah du nicht darunter leidest. Während ich im Horden bin, wirst du wieder zum Vater in die Steppe gehen, vorausgesetzt. dah er nicht mitkommt..Aber dann hast du ja noch die Aga." Sie sah mit kühlem Blick zu ihm auf. .Ich werde hierbleiben." .Hein!" Er schrie es förmlich heraus. .Doch! Du wirst hoffentlich nicht glauben, dah ich mich wie ein unmündiges Kind behandeln lasse, das man in die nächste Pension gibt, wenn es einem für eine Spanne Zeit lästig ist." .Aber Liebes! In eine Pension? Es ist doch die Heimat, nach der du sollst — die Heimat, Hosmarie, die du so über alles geliebt hast." .Ich liebe sie noch", kam es ruhig. .Aber nun. da ich einmal hier zuhause bin, bleibe ich auch." Das erstemal feit all den Monaten ihrer Che vergaß Szengeryi die Hückficht und grenzenlose Güte, die er sonst seinem jungen Weibe entgegen- zubringen pflegte. „Wenn ich sage: Du gehst in die Steppe zu deinem Vater, so ist das beschlossene Tatsache." Mit einem Huck machte sie ihre Hand aus der seinen frei. „Gut. Ich werde also den Sommer über nach Hause in die Tanja gehen. Du hast eigentlich recht. Ich bin» so lange nicht mehr dort gewesen und habe nicht mehr geritten — so geritten wie einst." Szengeryi gewahrte den lächelnd verträumten Blick, mit dem sie an ihm vorbei sah. „Du wirst alle deine Freunde Wiedersehen: Den Ianos, die Haja Bosanyi — Ein unbestimmter Glanz trat in ihre Augen. „Es ist gut von dir, Bela, dah du so für mich sorgst. Es wird wundervoll fein zu Hause in der Steppe." Er wollte sie um die Hüften nehmen und auf feinen Schoß ziehen, aber sie entschlüpfte ihm gewandt, ging nach dem Flügel und schlug die Tasten an: „Heute nacht, lieber Schatz, wenn die Sterne am Himmel stehn. Dann muh ich fort vom Heimatort." Szengeryis Körper begann zu zittern. .Hör auf! Alles andere kannst du spielen! DaS nicht!" Sie begann, ohne auf ihn zu hören, die zweite Strophe zu fingen. .Morgen früh, lieber Schatz, wenn die Mädchen zur Kjrche gehn. Zur Wessezeit, bin ich schon weit." Er sprang auf und riß ihr die Hände von den Taften. Sie klappte den Flügel zu und trat hinter den Stuhl, in den er sich wiederum geworfen hatte. .Weißt du noch damals? Horvath hat es so gern gezielt! Ach. es wird schön sein, zu Hause! Wunderschön! Gute Hacht, Bela!" Sie berührte mit einem flüchtigen Kuh seine Stirne und ging aus dem Zimmer. Er ballte die Fäuste auf der Brust Horvath! Der würde natürlich auch in der Steppe sein. Q-c und Hosmarie zusammen. Hur das nicht! Sie muhte bleiben Hier in Wien mußte sie bleiben. Er würde die Aga kommen lassen, die Aqa: Aufspringend, lief er nach der Tür und schlug sie mit lautem Krachen hinter sich inS Schloß. Als er in das Schlafzimmer trat, stand die junge Frau im weihen Hachtkleide vor dem Spiegel und flocht sich das Haar in zwei dicke, lange Zöpfe. „Also, Hosmarie. ich habe mir < nun doch anders überlegt. Es ist mir recht, wenn du bier- bleibst." Sie nickte gleichmütig. .Du kannst dir natürlich Gäste laben, wenn du dich einsam fühlen solltest." Wieder nur ein Hicken. .Hast du mich gehört, Hosmarie?" .Ja doch! Ich werde mir also Gäste laben" Sie lächelte und betupfte sich die Slime mit Kölnischem Wasser. Ihr Kopf hämmerte zum Zerspringen. „Sorg dich nur nicht, ich amüsier mich schon", stieh sie heraus und sah, wie sie ihn getroffen hatte. .Treib es nicht auf die Spitze!" warnte er. Er sah, wie sie Tränen verschluckte, und verließ fluchtartig den Haum. Gr machte sonst Sachen, die nicht mehr gut zu machen waren. Hosmarie hielt die ganze Hacht das Zimmer vor ihm versperrt. Der Professor traf mit dem HachmittagsfchneU- zug von Budapest her ein. Während er mit Szengeryi dessen Wohnung zufuhr, erzählte ihm oiefet die ganze mißliche Angelegenheit. „Bitte, rede mit ihr", schloß er erschöpft. „Was ich auch immer schze, mir gegenüber ist sie völlig unzugänglich. Wenn ich etwas leisten soll, muß ich zur Huhe kommen. Das kann ich aber nicht, so lange ich immer an sie denken und mich um sie sorgen muß." (Fortsetzung folgt.) Liebigshöhe Am Sonntag, dem 25. Oktober Grödes MiliMreithkonierl ausgetührt von dem gesamten Musikkorps des I. (Hess). Grenadier-Batl., Int.-Regt. 15 Leitung: Obermusikmeister Ernst Kraufae. Anfang 41/« Uhr. 06161 Eintritt 75 Pf. Oeffentliibe Versammlung Samstag, den 24. Oktober 1931, abends s Uhr spricht in der Turnhalle am Oswaldsgarten Reichstagsabgeordneier es?i 0 Ur. Oberfohren Vorsitzender der deusichnationalenReichstagssraktion, über Der Kamps her Deutschnationalen Unkosienbeitrag: 30 pf. Die Turnhalle isi geheizt. Deutschnationale Doltspartei / Ortsgruppe Gießen 1 Lichtspielhaus Straße 34 I HcMNleche Bildstelle Darmstadt (Leiter. Kreisschulrat Lorentz-Lauterbach) in Arbeitsgemeinschaft mit Ooethsbund in Stellen. Sonntag, 25. Oktober, 11.15 Uhr Vormittage 1. Kulturfilm Veranstaltung: I fine ffleise unter der I DHitternacfitssonne Ein Großfllm der Ufa, 2558 Meter, ein Film von Fels und Fjord, vom Lande der Laopen und dem Meer der Mitternachtssonne, Nordlands bilder, die die ganze Schönheit den tiefen Ernst und die Stille der Gebiete um den nördlichen Atlantik zeigen: Nördliches Schottland. Island. Norwegen. Spitzbergen, Grönland. ... on Oslo zum Nordkap. Mit dem Schlitten nach b innmarkeu. Das Leben der Nomaden und Lappen. Dir Heimat der Renntiere und der Polarvögel, '»elfe auf der Renntierjagd. Die Grenzen des Ei 8- tneerea. — Island mit seinen gewaltigen Wasser- railcn. C eysirvn und Schlammvulkanen. Die Eis- gletscher und Eiswüsten Grönlands. Die Eskimos. Robben- und Eisbftrenjagd. Wir varwelun aal dl« ■n»g«hlngl«ii Plakat« | Beifilme: 10 Minuten Mozart (Tonfilm mit Scherenschnitten von Lotte Reiniger.) DieSchweiz.dasfenierOherlandundselne Bahnen Jugendliche unter 14 Jahren und Schüler höherer Schulen zahlen ha be Preise. Un den voraussichtlich stattfindendeu a. d. Ätz. Anz. Meine diesjährige Ausstellung-Neuer Schmuck findet statt am 24. und 25. Oktober im Hotel Prinz Carl Geöftnet: Samstag von 15-19 Uhr; Sonntag von 11-18 Uhr. H. Küchel, Metallbildhauer Eintritt frei und unverbindlich. Seschättsdrucksachea Rechnungen Briefbiatter Briefumschläge Postkarten Oeschaffskarten bei Brühl. SchulstraO« f PW - 32 a Im Nu ist der dauerhafte Edelhochglanz da, denn tefwodir wird sofort nach dem hauchdünnen Aufträgen poliert. ferwoJu erzeugt keine Glätte. Die Gefahren des Ausrutschens sind also beseitigt. PtfWatJu desinfiziert, bindet den Staub und gibt erfrischenden Tannenduft, ist milde, es schont Hände, Lack und Farbe. Mif PemaJu bohnern, das macht / Freude. ' bohnert glänzend, macht nicht glatt* _______/ ö z WW'/W. Bekanntmachung. Betr.: StraßenbaHnoerkebr. Der versuchsweise eingelegte Frühwagen ab Volkshalle 6.12 Uhr wird wegen Un- Wirtschaftlichkeit ab 1. November d. I. ein. gestellt. 7062V Gießen, den 20. Oktober 1931. 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