imann und ein Raubs in roti er Nacht auf öf- Wegs kommende 7ter Droljunflen, eines Sold/es ^retten, \tro\t mbe Drrhand- m Mnytlagkn, et wurde weaen einer öfjenflitpen Ichah, unter An- I Jahren 0p Angeklagte mrde Bilkti gcteam er Kraft? irunfte ein teert» wenn sie in die agti daS Ober- allen ... )ing und freute tag, an dem er ang zu machen any: anmutige bilden bar. n Saligkli in Üeßen. L« ff $I-lun0ebt der Bedingung m von je 2.5 Mk. •A ng»u »t'te«- a rrkt........... '"“Im V »Ä ^"ifche 8 10 U0; »i ’S; ^nsche in. DES etnorben. Ditte teirll'chm eine ihrer Sau» k pikiert, da er Erlebnis!« 6eri4t«i«. öc’an9Cn-Ä Irden rstand m L«L K» ™i6tt Me S täglich, autzr, Boimtogs anb Feiertag* Beilagen. Dte 3nu|tnerti Giehener Famllienblütt« Heimat hn Bild Di« Scholle monats-Bejugsprels: 2.20 Reichsmark unb 30 -ieichspfennig für Träger» lohn, auch bei Richter» scheinen em) einer Vliunmern Infolge höherer Gewalt. zemtprechanlchtuße enterSammeüuunmer225L Lnfchrisi für Drahtnach- dd)ttn: Snjetger Gießen. Polfd>e unpolitisches Problem. Die Uebertoinbung der gemeinsamen Gefahr würde keinen Sieg für irgendeine Seite, sondern nur ben Grundsatz der internationalen Zusammenarbeit bedeuten. Die Ausgabe, die weitere Zurückziehung kurzfristiger Kredite aus Deutfchla-nd aufzuhalten und dann Deutschland bie nötigen Kapitalien yuu» führen, wird erleichtert durch ben Erfolg der energischen Maßnahmen der deutschen Regierung und durch ihren entschlossenen Willen, das eigene Haus so weit wie möglich selbst in Ordnung zu bringen. — 3m Finanzteil der .M orntng Post" heißt es: In der City herrschte gestern wenig Vertrauen darauf, daß auf der Siebenmächtekonferenz ein Plan aufgestellt werden wird, der für die deutsche Krise eine angemessene Erleichterung bringen werde. Auf jeden Fall aber war man der Ansicht, daß mindestens ein größeres Maß internationaler Zusammenarbeit zu st anbefommen werde. Hoovers neues Programm. Wiederherstellung des Vertrauens. - Scharfe Maßnahmen gegen die Kapital» flucht. - Erneuerung der kurzfristigen Kredite und ihre Umwandlung in langfristige Anleihen. Richt neue Anleihen, sondern Schuldenstreichung! Oie Revision der Reparationen und Kriegsschulden ist nach Meinung Neuyorker Bankkreise nicht zu umgehen. enden Suges Leute sich eilig und im Walde verschwanden. Eine Die Wetterlage. öer beinahe ebensoweit gegangen sei, wie der politische Moratoriumsplan der Franzosen, Macdonald und die britische Regierung aber hätten den Plan Hendersons entschieden mißbilligt. Trotzdem habe Henderson sich gestern noch immer vergeblich bemüht, einzelne Mitglieder der Konferenz für seinen Plan zu gewinnen. Frankreichs „Abrüstungs"- Programm Für Aufrechterhaltung des einseitigen Rüstungsstandes. — Frankreichs Sicherheit durch das deutsche Berufsheer bedroht. Bet'1/’ er««" j’itf. ** s Al '“•'»Je je« jis** et««"’, Whnahme zietzersüg Derli"' affff* « big.'Wa BArcn 35. <9 ScydiSfiortJ- 1b Ml Kim it0< 17 Xu Still] ~la (.pri jtosr —40- Nordoyatf/ - Sj- natfirf i3 oZ ll — Ingi Z3$d ein lagt -M Zur Gesichte^raunung In rung den Am Samstag Genossen- Aus den Or- Toten lvuibe unden. Preußen. Kreis Wetzlar. # Hohensolms, 21. Juli, wurde in Groß-Altenstedten eine Oer Zahlungsverkehr nach den Bankfeiertagen. einer neuen Verordnung der ReichSregie- über den Zahlungsverkehr nach Dankseiertagen, die am heutigen Berlin, 21. Juli. (WIB.) Um 3L Juli 1931 läuft He Jrlfl für die Abgabe der vermögender k l ä ru n g ab. Außerdem endet am 31. Juli die Frist, innerhalb der die Steuerpflichtigen 5 teuerem n e fl I r erlangen können, wenn sie sleuerpslich- Ilges vermögen, da, bisher der Besteuerung entzogen worden ist, der Steuerbehörde anzeigen. Wer eine solche Anzeige bi# zum 31. Juli er (lallet, wird wegen der früheren Verschweigung nicht bestraft und braucht für die nachträglich angegebenen Werje auch keine Nachzahlungen an rückständiger Vermögenssteuer, Ausbringungsumlage, Einkommenssteuer, Körperfchafls- f euer und Gewerbesteuer zu leisten. Daher nehme eber die Gelegenheit wahr und zeige das bisher verschwiegene vermögen alsbald dem Finonzamle an. Wer bis zum 31. Juli steuerpflichtige vermögen dem Finanzamt nicht anzeigt, fetzt sich schwerer Bestrafung (unter Umständen Zuchthaus) aus. Ferner wird darauf hingewiesen, daß derjenige, der mit seiner Steuer im Rückstand ist und le auch bi» 31. Juli nicht bezahlt hat, hohen Verzugszuschlägen unterliegt, die für jeden halben Atonal 5 Prozent betragen. Vie Finanzämter ind angewiesen worden, die Steuern nachdrücklichst beizutreiben. Selbstverständlich wird da, wo die so- ortige Einziehung eine außerordentliche härte bar- tellt, auch in Zukunft geftunbet werben. Lin allgemeines ITloratorium bestehl nicht. Soweit Banken unb Sparkassen gewissen Schutz Vorschriften unterliegen, berühren blefe Schuh- vorfchriften ble Zahlungen von Steuern nicht. Denn jedermann, der ein Guthaben bei einer Bank ober einer Sparkasse hat, kann durch Ueber- roeifung oder Scheck zahlen, sofern e» sich um Steueramnestie und Maßnahmen gegen Steuersäumige. Zöglingen bet deutschen gemeinnützigen Anstalten I Gobelins, außerordentlich reizvolle, schöne Hand- in der Schweiz (Kriegerkurhaus, Deutsche Heil- arbeiten für das elegante Zimmer, famose Hand« schastsmolkerei gegründet. len Hohensolms, Zrankenbach, Groß-Altenstedten, Erda, Altenkirchen, Königsberg, Rohbach, Ober- Adreßbuch der Giadi und des Kreises Gießen. Der Abschnitt III mit den Einträgen der Buchstaben A bis G in das alphabetische Einwohner- und Firmenverzeich- nis der Stadt Sichen liegt 2 Tage, vom Donnerstag, dem 23., bis einschließlich Freitag, den 24. Zull zu jedermanns Einsichtnahme in unserer Geschäftsstelle offen. Die zuständige Einwohnerschaft SießenS sowohl alS die beteiligten Behörden und öffentlichen Körperschaften usw. werden um Prüfung der Einträge auf Richtigkeit und Vollständigkeit hiermit gebeten. Für Fehler und Unrichtigkeiten kann keine Haftung übernommen werden. Oberhessischer Adreßbuchverlag Gießen Schulstraße 1 Eingang von der Kaplaneigaffe aus. aber auch zur Bräunung des ganzen Körpers bei Sonnen», büdern verwend« man die reizmildemde und tüblcnbe Creme' Leodor — fettfreiIn roter Packung; fetthaltig ht blauer Packung, Tube 60 Pf u. 1 Ml. William unierftützl durch Leodor-Edrt, seife Stück 50 Pf. Zu haben in allen ThlorodoM-Bertaufsftellen. n uns VS i ®U( wunderst dich, weil ich davon spreche, Stefan", sagte sie langsam, schwer, und sie konnte nicht hindern, daß ein Ton leidenschaftlichen Schmerzes durch ihre Stimme schwang. „Warum sollte ich schweigen, wenn ich dir vielleicht durch Worte helfen kann ,.. Ich weiß, daß du Eva Willer liebst ... ich möchte dich glücklich wissen. Stefan ... Er wollte ihr erregt entgegen, aber sie gebot ihm mit einer Handbewegung Schweigen. „Du muht mich zu Ende hören, Stefan! Ich bin dir nicht gram, weil es nun so gekommen ist- Wir haben es uns beide anders gedacht, mit bestem Willen bist du wieder zu mir gekommen, ich weiß das, Stefan! Aber wer kann Menschenherzen befehlen? ... Dir hat das Schicksal Eva Willer in den Weg geführt ... ich kann und will nicht mit einem sterbenden Gefühl vorlieb nehmen, das doch nur ein milleidiges Almosen wäre ..." „Hanna!" rief Helbing erschüttert und griff nach ihrer zuckenden Hand. „Wir wollen es uns nicht unnötig schwer machen, Stefan! Du weißt jetzt, daß der Weg- zu der anderen für dich frei ist! Das wollte ich dir sagen." „Lind du, Hanna?" fragte Helbing. Heißes Mitleid mit der blonden Frau, die klaglvs entsagte, rauschte in ihm empor. Sie stand auf und trat unter die Tür deS Balkons. Draußen lag das Meer im Sonnenschein; wie in einer stummen Frage blickte Hanna Moest in die Weite. „Ich kann dich nicht ganz verlieren, Stefan", sagte sie leise, ohne sich umzuwenden, „deine Gedanken sollen immer gerne bei mir sein ... deshalb will ich dir nicht im Wege stehen, wenn es dein Glück gilt ..." (Fortsetzung folgt.) Denken Sie an Stoffe, denken Sie an !♦ Bernard Praxis geschlossen bis 3. August Fr. Friedrich, Dentist 04183 3-Zimmer-Wohnung mit Bad u. Balkon, sowie allen Nebenräumen in fr. Lane, fof. ob. spät, zu veim. Schr. Ankraa. unter 04113 an b. Gtz. Anz. Svffche Seefische eingetroffen <£♦ G. Aleiuheun Babnbosstr.61 [4850D] Telephon3866 ^Vermietungen | Ö-Zimmer-Wohn. y. MoÄ. in bester Wohnlage, Zentralheizung, zu vermieten. Näh. dch. Architekt Nikolaus, An derJohanneskirche 5 2-Zimmßr-Wohn. mit Küche sofort zu öermteten. Zu erfr._ in der Geschäftsstelle bes Gieß. Anz. ,4,«, Beschlagnahmefreie 2 Zimmer Küche u. Zubehör zu verm. Wo? sagt die Geschst. des Gtz.Anz. 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Nur von Mittwoch, den 22., bis Samstag, 25. Juli 10 98 Gewerbeverein Giefeen Montag, den 27. Juli, 8 % Uhr, im Krausmüllersaal Goethestraße 7 Haupt-Versammlung Tagesordnung: 1 Jahresbericht über das ab gelaufene Vereinsjahr 2 . Vorlage der Rechnung 1930/31 Kynhaüffer-fechniksim Bad Frankenhausen, Kyffh. Prooramm anlocdern. Elektrotechnik, Maschinen-, Landmasch.-.Auto- u. Flugzeugbau, Flugbetrieb. Stahlbau, Eisen- waaserbau Für Kaufleute einsem. techn. Kurse. | Jst zerknüll t Jh re Krawatt ? Plus,derSpanner macht sie glatt! S'HADMÜLIGRABE ______5% Rückvergütung | Nr. 169 Zweites Blaff Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Mittwoch, 22. Juli 1931 AalhtM Söderbloms Werk. Don Generalsuperintendent D. Paul Blau, Posen. Der Tod des schwedischen Erzbischofs Nathan Söderblom wird in der gesamten christlichen Welt cis ein schwerer und schmerzlicher Verlust empfunden. War er doch wie kein Zweiter die Seele der ökumenischen Bewegung, die, in der Lriegszeit von ihm als Desiderium empfunden und ersonnen, in der Nachkriegszeit von Schweden aus die christliche Welt zu erobern begann. Als der Führer des kirchlichen Lebens eines vom Kriege verschont gebliebenen neutralen Landes hatte Söderblom wahrend des Weltkrieges die Möglichkeit, mit den Männern der Kirche aller, auch der verfeindeten, Völker Beziehungen zu unterhalten. Schon im Jahre 1917 erließ er einen Aufruf, in dem er fich bereit erklärte, „als Vermittler zu dienen, um durch den Krieg zerstörte oder gefährdete Beziehungen besonders in religiösen und kirchlichen ringen nufrechtzuerholten oder wiederherzustellen". Sein Ruf fand Echo, ober erst im Jahre 1925 konnte als Ergebnis langer Vorverhandlungen und Vorarbeiten das Stockholmer Konzil zusammentreten, um Soderbloms Gedanken in weiteren Kreisen zu verwirklichen. Bet den Zielen seines Lebens, bei seiner Arbeit und in seinem heiligen Werke handelt es sich vor allem um drei Momente. Was Nathan Söderblom anstrebte, war zunächst gegenseitiges Verstehen der christlichen Kirchen untereinander. In der lat führten nicht nur die großen getrennten Kirchenkorper der katholischen, orthodoxen und reformatorischen Kirchen jede ihr Sonderdasein ohne Berührung mit den anderen, selbst unter den auf dem Boden der ^Reformation stehenden Kirchen fehlte es an verbindenden Beziehungen und am einenden Verständnis. Nathan Söderblom war durch seine theologische Vergangenheit, vor allem durch seine erschöpfenden «tudien auf dem Gebiet der vergleichenden Religionsgeschichte — die übrigens hauptsächlich in die Zeit fielen, als er in Leipzig Professor für Kirchen- fl e f d) i rt) t e war — wie kaum ein zweiter geeignet und berufen zu einem solchen Werk der Einigkeit. Seine Verbindungen reichten auch zu den orten- talischen Kirchen, während Rom sich ablehnend verhielt und isolierte. Es ist Soderbloms eigenstes Verdienst, daß seit dem Stockholmer Konzil von 1925 Lutheraner und Reformierte, Anglikaner und Orthodoxe, Baptisten und Methodisten und wie die Denominationen alle heißen mögen, einander näher gerückt sind, daß Amerikaner und Europäer ihre Besonderheiten auf religiösem und kirchlichem Gebiet kennengelernt und dadurch gelernt haben, einander beffer zu würdigen als zuvor. Daß mit diesem in Stockholm angebahnten gegenseitigen Verstehen ein großer Schritt vorwärts getan worden ist, kann nicht geleugnet werden, aber doch ist mit diesem einen Schritt wenig erreicht. Söderbloms Gedanken reichten weiter: Es lag ihm daran, eine Arbeitsgemeinschaft zwischen den Kirchen zu schassen. Das Programm von Stockholm ist sehr wesentlich an sozialen Problemen orientiert. Während die ältere Bewegung, der „Weltbund für Freund- schaftsarbeit der Kirchen", sich bemüht, durch christliche Beeinflussung der öffentlichen Meinung und der die Völker führenden Kreise und Personen den Frieden auf Erden zu verwirklichen, während die Lausanner Bewegung for faith and ordre eine kirchliche Einheit auf dem Gebiet des Bekenntnisses und der Verfassung herbeizuführen bestrebt ist, hat Nathan Söderblom ein Zusammenarbeiten der gesamten Christenheit auf dem Gebiete der die Zeit beherrschenden, gestaltenden, verderbenden sozialen Frage im weitesten Sinne geplant. Es entspricht der Tendenz der Ideen und Pläne Söderbloms, daß das internationale soziale Institut in Genf die prat- tifche Arbeit der Stockholmer Konferenz fortführt. Dabei aber ist charakteristisch für den tiefsten Gehalt seines Werkes, daß nach Söderbloms Intentionen das Bestreben dahin geht, die soziale Frage nicht von allgemein wirtschaftlichen Voraussetzungen, noch viel weniger vom politischen Gesichtspunkt aus zu losen, sondern vom lutherisch verstandenen Evange- lium aus Denn diese Bewegung soll eine christliche, eine im besten Sinne evangelische sein. Freilich — und das ist das dritte Moment — liegt in Söderbloms Werk die Hoffnung, daß von einer Generalmusikdirektor Wilhelm Furtwängler. Das Festspielhaus in Bayreuth. Arturo Toscanini. solchen zentralen Zusammenarbeit aus auch Wirkungen auf mehr peripherische Gebiete ausaehen sollen, daß insbesondere durch gemeinsame Arbeit der christlichen Kirchen der ganzen Welt auch eine Annäherung der Völker gelingen werde. Der verstorbene Erzbischof hat nie ein Hehl daraus gemacht, daß er ein Vertreter des Völkerbundgedankens fei, aber er hat sich auch nicht gescheut, an der Politik des Völkerbundes — besonders in derMinderheitenfrage — scharfe Kritik zu üben. Eine feiner letzten Bemühungen galt dem Problem der ukrainischen Minderheiten! Sein Tod bedeutet eine unersetzliche Lücke. Es war eine besonders gnädige Fügung, daß gerade Scheden den Mann stellte, der in dieser Sache die kraftvolle Initiative ergriff. Keine Kirche war — nächst der Kirche im Mutterlande der Reformation, die zur Zeit wegen der politischen Lage Deutschlands hierzu außerstande ist — so berufen, die Führung zu übernehmen, wie gerade die Kirche des Landes Gustav Adolfs. Es ist zu befürchten, daß nach Söderbloms Tode die Angelsachsen an seine Stelle treten, aber weder die anglikanische Kirche Englands noch das Luthertum Amerikas können das ersetzen, was mit Söderblom verloren gegangen ist, denn Söderblom war der berufene Führer und die zu diesem Werk gegebene Führerpersönlichkeit. Immerhin, das Werk, das er begonnen hat, wird nicht sterben: cs ist schon zu tjef in das Bewußtsein des Weltprotestantismus eingewurzelt und hat auch die Kirchen des Orients mit ergriffen. Dos Gebet und der heiße Wunsch des edlen Toten, daß „Eine Herde und ein Hirt" werde, daß „sie alle eins seien", daß das Wort von der heiligen allgemeinen Kirche Wahrheit werde, entspricht zu sehr den Prinzipien des Evangeliums, als daß es verloren sein könnte. Dem Manne aber, der als ein erster zu diesem Werk des Friedens, des gegenseitigen Verstehens und der wahrhaft sozialen Arbeit aufgerufen hat und den die Welt mit Recht erst vor kurzem mit dem Frie- dens-Nobelpreis ausgezeichnet hat, dem Manne gebührt der Dank der Christenheit. Ehre feinem An- denken! Oer Kampf gegen die Kapitalflucht. von Professor Dr. Moldenhauer, ehem. Reichsfinanzminister, MdR. Schon in der vergangenen Woche hat die Reichsregierung versucht, den Abfluß von Devisen Die Reichsregierung hat den Kamps gegen die Kapitalflucht durch ihre Rotverordnungen vom 15. und vom 18. Juli tatkräftig ausgenommen. Der Grund für diese Maßnahmen liegt auf der Hand. Der Hilfe des Auslandes soll bieSelbst- Hilfe vorausgehen, zumal eS ungewiß ist, ob. in welchem Umfang und wann der Kredit vom Ausland zu erhalten ist. Die Schwierigkeiten der letzten Woche waren durch die starken Devisenabzüge entstanden, die wiederum mit Rücksicht auf die im Bankgeseh vorgesehene Dek- kungsgrcnze der Roten zu einer Verknappung der umlaufenden Zahlungsmittel führen mußten. Die Folge war die Einlegung der Dankseiertage und die noch heute geltenden Bestimmungen, die die Barauszahlungen sehr stark einschränken. Sollte wieder ein normaler Rotenumlauf stattsinden und Vertrauen zurückkehren, so muhte an den verschiedensten Seiten angepackt inerten. Eine der wichtigsten Maßnahmen war die, ein weiteres Abfliehen von Devisen, soweit nicht Auslandverpflichtungen Vorlagen, zu verhindern, im Gegenteil ein Rückströmen von Devisen zu fördern. Dazu kam, dah, wie verlautet, die Ausländer, insbesondere die Amerikaner, zu verstehen gegeben haben, dah sie nicht daran dächten, Kredite zu gewähren, die dann das deutsche Publikum dazu benutze, um Devisen zu kaufen und diese ins Ausland zu bringen, also durch Kapitalflucht den Zweck der Hilfe vereitele. Schließlich wird man auch dem deutschen Mitbürger viel schwerer zumuten können, daß er wieder Vertrauen zu Banken und Sparkassen faßt und seine überstürzt abgehobenen Gelter zurückbringt, wenn er sieht, daß die Kapitalflucht weiter andauert. zu hemmen. Durch die Einführung ter Bankseiertage und die bis Ente ter Woche reichenden Verbote war jeder Kauf von Devisen unmöglich gemacht. Selbstverständlich konnte das angesichts ter sehr engen Handelsbeziehungen, die uns mit den anderen Staaten verbinden, nur ein vorübergehender Zustand sein, wenn nicht allerernsteste Störungen ter Wirtschaft zu erwarten sein sollten. Hm bei Wiederaufnahme des Zahlungsverkehrs aber gerüstet zu sein, sah die Verordnung vom 15.3uli vor, dah in Zukunft ter ganze Devisenverkehr sich bei ter Reichsbank konzentriert, so dah es die Rcichsbank in der Hand hat, nur dorthin Devisen zu verkaufen, wo sie zu wirtschastlich berechtigten Zwecken benötigt werden. Den Devisen stehen in dieser Beziehung die ausländischen Zahlungsmittel gleich. Eine derartige Bestimmung, nach der der Devisenhantel bei der Reichsbank konzentriert wird, haben wir während der Inflation und eine Zeitlang danach gehabt. Man hat dann die Bestimmungen aufgehoben, weil sie selbstverständlich dem Außenhandel erhebliche Fesseln auferlegten, die in normalen Zeiten nicht notwendig sind und nur durch außergewöhnliche ilntftänte, wie sie jetzt vorliegen, gerechtfertigt erscheinen. Die Rotverordnung vom 18. Juli gegen die Kapital- und Steuerflucht geht über die Maßnahmen, die in die Zukunft wirken sollen, weit hinaus, indem sie den Versuch macht, das ins Ausland geflüchtete Kapital wieder ins Land zu bringen. Es ist sehr schwer, sich ein Bild über den wirklichen Umfang der Kapitalflucht zu machen, weil es schwer ist, ohne daß man genaue Kenntnisse der Einzelheiten hat, zu entscheiden. inwieweit Geld zu wirtschaftlichen Zwecken ins Ausland gewandert ist, inwieweit reine Kapitalflucht und Steuerhinterziehung vorliegen. Die Schätzungen gehen außerordentlich auseinander. Man nimmt aber an, daß bei den Devisenabzügen der letzten Monate die Kapitalsiuchl nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Das hat sowohl der Reichsfinanzmimster Dietrich in seiner Rundfunkrede erklärt, das wird auch in einem Aufsatz im Berliner Tageblatt auf Grund zuverlässiger Unterlagen behauptet, intern diele Beträge auf ein Achtel ter letzthin abgezogenen Devisen, also auf 250 Millionen Mart geschätzt werten. Das Kapital, das inS Ausland geflohen ist, wird aber nur zum geringen Teil tn Forderungen, also Bankguthaben, und in Zahlungsmitteln bereit liegen, sondern ist. soweit es sich um Vorgänge hantelt, die längere Zeit zurückliegen, voraussichtlich längst in andere Anlagen umgewandelt. Wir wissen, daß ein sehr erheblicher Teil in Grundbesitz angelegt worden ist, ein anderer in Wertpapieren. Beide Der- mögensanlagen sind nicht anzeigepflichtig, weil die Reichsbank derartige Werte auch nicht erwerben könnte oder ihr Erwerb ihr nichts nützen würde. Soweit die Besitzer dieser Kapitalien ebenfalls ins Ausland gegangen sind und ihren deutschen Besitz liquidiert haben, entziehen sie sich jetem Eingriff. Man darf demnach den Betrag. der wieder zurücftließt, nicht überschätzen. Aber immerhin handelt es fich um Summen, die für die Sanierung unseres Geldmarktes nicht unwesentlich sind. Aus der anderen Seite darf man sich nicht verhehlen, daß die neuen Bestimmungen auch ihre wirtschaftlichen Bedenken haben. Die Reichsbank entscheidet in Zukunft souverän, ob eine Anlage im Ausland Volkswirtscha s t - lich gerechtfertigt ist, d. h. sie prüft zunächst, ob überhaupt wirtschastlich« Grünte oder solch« ter Kapitalflucht und Steuerhinterziehung vorliegen. Kommt sie zu der Ueberzeugung, daß wirtschaftliche Gründe vorliegen, so wird sie unterscheiden müssen, ob eS rein privatwirtschaftliche der betreffenden Unternehmung oder solche sind, die auch vom Standpunkt der deutschen Volkswi t- schast aus berechtigt erscheinen. Damit ist eine sehr große Vollmacht in die Hand der Reichsbank gegeben. Sie kann Importe, die ihr volkswirtschaftlich nicht wünschenswert erscheinen, verhindern, sie kann Expansionsbestrebungen deutscher Unternehmungen entgegentreten, und zwar nicht dadurch, dah sie Kredite verweigert — von dieser Möglichkeit hat sie leider in all den vergangenen Jahren viel zu wenig Gebrauch gemacht — sondern daß sie die Beschaffung der Devisen ablehnt. Unzweifelhast liegt darin ein starker Hemmschuh für die wirtschaftliche Entwicklung. Große, in starkem Maße im Ausland arbeitende Gesellschaften werden vielleicht über diese Schwierigkeiten schon dadurch besser hinwegkommen, daß sie dauernd im Ausland Guthaben haben, auch dadurch, dah sie vielfach selbständige Unternehmungen im Ausland besitzen. Aber gerade der mittlere und kleine Industrielle und Kaufmann wird viel schwerer getroffen wer- ©er verkannte Wagner. Don ScneralmufifbireftDr Dr. Wilhelm Furtwängler. Furtwängler ist als Rachfolger Siegfried Wagners der musikalische Leiter der gestern begonnenen Festspiele von Bayreuth. Die Wagnerkrise ist in erster Linie eine Aufführungskrise. Man versteht die Werke Wagners heute nur sehr selten noch richtig wiederzugeben und hat auch in der breiten Def- fentlichkeit keine Vorstellung mehr, wie enorm sich im Lause der letzten 20 bis 30 Jahre di« Ausführungen verändert haben. Die ..Ausführungskrise" hat natürlich auch ihre Gründe, die indessen großenteils mit Händen au_ greifen sind. Es gibt augenblicklich wenig Dünger, die den Anforderungen Wagners gewachsen sind, wenig Dirigenten, di« das natürlich« Format für seine Werke besitzen (anerzogen kann das — leider — nicht werten). und verschwindend wenig Regisseure, die eine klare Vorstellung davon haben, worauf es im Wagnerschen Gesamtkunstwerk ankommt. Von einer Krise des Wagnerschen Werkes als solchem zu sprechen ist Unsinn, sofern man nicht überhaupt von einer Krise des Raturgefühls, von einer Krise jeder Art menscherfüllten Musikertums. oder besser ausgedrückt, von einer Krise alles dichterischen und tragischen Weltgefühls überhaupt sprechen will. Eine solche Krise gibt es gewiß: aber sie ist nur auf einen- Teil der gegenwärtigen Kulturmenschheit, im wesentlichen auf die allergrößten StÄtte beschränkt. Davon abgesehen, wird die Macht und Klarheit der Wagnerschen Tonsprache und. was ich hier ganz besonders betonen möchte, auch die HellfichtiAeit und Kraft des Dichters und Dramatikers Wagner für die heutige und für die kommende Generation stets dieselbe bleiben, wie sie eS für die vergangene war, vorausgesetzt. dah sie durch nur einigermaßen zulängliche Ausführungen interpretiert wird und — was ebenso wichtig — dem Willen zu konzentrierter und unverfälschter Aufnahme von feiten ter Zuhörer begegnet. Der heute so beliebte Vergleich zwischen Wagner und Verdi kennzeichnet die Situation recht gut. Was man auch über das Genie beiter sagen möge, fo liegt es auf ter Hand, daß Verdi nicht nur für Sänger und ausübende Künstler, sondern auch für das Publikum ter ungleich glattere, voraussehungs- lofere und bequemere von beiden Künstlern ist. Dies allein erklärt schon zum größten Teil die heutige Stellung Verdis zu Wagner in ten Augen der Oefsentlichkeit. Im übrigen darf nicht übersehen werten, dah die Wagner-Krise nicht so international ist. wie man in Deutschland glaubt. Sie ist vielmehr eine vorwiegend deutsche Erscheinung und hängt nicht wenig mit dem eigentümlichen In» tellÄtualisierungsprozeß zusammen, den die Deutschen gegenwärtig durchmachen und der sie vielfach veranlaht. mit dem Kopf immer llüger fein zu wollen, als sie mit dem Herzen sind, und ihren einfachen und klaren Empfindungen weniger zu trauen als allerlei konstruierten Theorien und Doktrinen. Erlebnis mit dem Tode. Don.Victor Auburtin. In der Tür des luxuriösen Geschäftes lagen die südlichen Orangen zum Verkauf aus. Kleine behende Mandarinen. Gelbe, dünnschalige Apfelsinen aus Valencia in Spanien. Unb die großen goldroten Kugeln, die von ter Insel Sizilien kommen. Ich trat hin und nahm die größte unter den Sizilianerinnen. Wie fest sie sich anfühlte: und wie herrllch schwer und kühl und runb sie die Hand füllte! So muh. meines Erachtens, ter Apfel ter Eris gewesen sein, der in den Saal der Götter geschleudert wurde unb um den dann der Trojanische Krieg ausgefochten worden ist. „Rehmen Sie doch lieber eine von ten dünnschaligen Apfelsinen!" sagte ter Delikatessenhändler. „Die sind zwar unscheinbarer, schmecken aber gerate so gut und sind um die Hälft« billiger." ..Aber ich will keine unscheinbaren Orangen“, Tagte ich. „Lieber Herr Meyer, eine Orange ist ja nicht dazu da. die Hälfte billiger zu fein, ilnö sie soll auch nicht besonders gut schmecken. Meistens schmecken die Orangen ja überhaupt nicht, sondern schön soll sie sein in ter grohen Kristallschale: das Gold im Eise!" Damit nahm ich die große Orange und traf von dem Tisch weg, um zu zahlen. Unb in diesem Augenblick ereignete sich die Katastrophe. Die schwere, eiserne Rollgarbine des Ladens hatte sich gelöst unb schlug mit einem furchtbaren Donner gerate bort ein. wo wir beite eben gestanden hatten, ter Herr Meyer und ich. und zerschmetterte ten Tisch, dah alle diese Orangen zerfetzt in die Höhe sprangen. Der Herr Meyer uni) ich. wir sahen uns an und waren still. Der Tob hatte nach uns gegriffen unb sich nur um eine Sekunte geirrt. Aber wäre es nicht vielleicht gut so gewesen? Dah ter Tob mich traf, währenb ich Worte ter Weisheit sprach Eine goldene Frucht in der Hand wäre ich durch das elfenbeinerne Tor des Schattenreiches geschritten: und Arm in Arm mit einem Delikatessenhändler wäre ich vor Gottes Richterstuhl getreten. Ganz abgesehen davon, dah ich allen meinen Freunden unb Bekannten Gelegenheit gegeben hätte, zu bemerken: „Ra natürlich! Wie gelebt, so geentet! Wo sollte er anders fierten als in i einem Delikatessen laden!" Gießener Gastspiel Berliner Bühnenkünstler. Selten war bas Theater in der vergangenen Spielzeit fo gut besucht, wie zur gestrigen 7. Som. merabonnements.Vorftellung. Aber das Ensemble Berliner Bühnenkünstler, das gestern abend im Stadttheater die Aufführung eines Lustspiels be» stritt, hatte sich in der Einschätzung des Gießener Publikums als „schwärzeste Provinz" stark getäuscht. Die Berliner Künstler mußten fich davon überzeugen, daß das Niveau unseres Stadttheaters doch etwas höher lag als jenes, dos die Mitglieder des Ensembles in Gießen anzutreffen vermuteten: »Helene kann doch nichts dafür!" lautete der Titel des Lustspiels, bas zur Aufführung gelangte. Der Titel steht Zwar in keinem rechten Zusammenhang zu bem Inhalt des Stückes, es erscheint jedoch nicht wesentlich, diese Harmonie un- bedingt zu fordern. Die Handlung läßt sich in wenigen Zeilen umreißen. Ein Don Juan erlebt in einem Hotelzimmer ein galantes Abenteuer — ausgerech- net mit der Frau des Freundes — das schließlich noch einem überraschenden Wiedersehen und nach mannigfachen Indiskretionen zu zwei frisch-fröhlichen Ehescheidungen führt. Schließlich tauschen Sie Freund« gegenseitig die Frauen und damit fand das Lust- Wiel kurz und bündig fein glückliches Ende. Das Ganze war nicht ungeschickt gemacht: der erste Akt gefiel gut, während der zweite und dritte Akt merk- sich abfielen und sich in nicht allzu glücklicher Situationskomik erschöpften. Zwischen bem ersten und Zweiten Akt wurde vom Star des Ensembles eine Tanz-Einlage geboten. Katta Sterna tanzte eine Walzerfantasie nach dem „Frühlingsttaum" von Strauß in sehr feiner Form und mit viel Geschick. Um die Aufführung des Lustspiels bemühten sich die Darsteller sichtlich, ohne jedoch bem Stücke zu einem großen Erfolg verhelfen zu können. Katta Sterna als Helene vermochte befonbers im ersten Akt gut zu gefallen. Fritz Oesterreicher als Achim von Hohenstein machte eine sympathische Figur. Fried Brand als Hintergangener Ehemann fühlte sich gut in den Rahmen ein. —r. den. Deshalb kann es sich auch hiev nur um eine Maßnahme in der Rotzeit handeln. Man wird aus den Erfahrungen der nächsten Wochen und Monate lernen und Schlüsse ziehen, inwieweit man auch nach Wiederherstellung normaler Geldmarktverhältnisse Bestimmungen aufrecht erhält. die der Kapitalflucht entgegentreten, ohne die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Ausland zu hindern. 3m ganzen genommen, wird man begreifen, daß die Regierung nach so vielen unpopulären Verordnungen sich dazu aufgerafft hat, die populäre gegen die Kapitalflucht zu erlassen. Man wird sogar bedauern, daß, als man die Devisenak^üge immer stärker werden sah und erkannte, daß in ihnen auch flüchtendes Kapital enthalten war, nicht schon früher eingegriffen hat. Aber man wird sich auch über die Bedingtheit dieser Maßnahmen klar sein müssen. Letzter Grund der Kapitalflucht liegt in der Kapitalfeindlichkeit eines Landes. -Unter dem Einfluß sozialistischer Ideen haben wir nicht nur nicht die Kapitalbildung gefördert und das für den Wiederaufbau so notwendige Kapital gepflegt, sondern gerade das Gegenteil getan. Dazu kommt die politische Umschichtung im deutschen Volk. Die starke Radikalisierung, die in den letzten Jahren eingetreten ist, zeigt eine immer stärker werdende antik apitali st ische Tendenz im deutschen Volk. Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn das Kapital, voran das ausländische, das Vertrauen zu Deutschland und zur deutschen Wirtschaft verliert und ab- wandert^ so weit es beweglich ist. Eine ernste, dauernde Bekämpfung der Kapitalflucht ist deshalb nur möglich, wenn man die Rotwendigkeit der Kapitalbildung für Deutschland begreift und auch entsprechend handelt. Oberheffen. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 21. 3uli. 3n seiner gestrigen Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Mandatsniederlegung des Gemeinderats Ludwig Loh (Sozialdemokrat). Rach allgemeiner Aussprache lehnte der Gemeinderat das Gesuch ab, da dienstliche Verhinderung nicht gegeben sei und Loh jederzeit von seiner Dienststelle befreit werden könne. — Die Verfassung s f e i e r soll in diesem Jahre in Anbetracht der wirtschaftlichen Verhältnisse in einfachem Rahmen gefeiert werden. Das vorgesehene 3u« gendfest fällt aus. — Bei der komm unalen Sondergebäude st euer sollen auf Gebäude, die in den letzten Jahren erhöhte Reparatur- die in den letzten Jahren erhöhte Reparaturoder Umbaukosten verursacht haben, Ermäßigungen bis zu i/8 eintreten. — Eine Vorlage des Kreisamts über erhöhte Sonder st euer für Anwesen, deren derzeitige Miete mehr als 5 v. H. des Friedenswertes ausmacht, und die Ermäßigungen hierzu beantragt Gemeinderat Laudon an den Finanzausschuß zu überweisen. — Die endgültigen Sähe für gemeindliche Steuern werden entsprechend dem Vorschläge des Kreisamts wie im 3ahre 1930 festgesetzt, und zwar die Grundsteuer von Gebäuden und Bauplätzen auf 35 Pfennig, die Grundsteuer vom land- und forstwirtschaftlich, oder gärtnerisch genutzten Gelände auf 75 Pf., die Gewerbesteuer vom Gewerbekapital auf 100 Pf., die Gewerbesteuer vom Gewerbeertrag aus 280 Pf. (je für 100 Mark Steuerwert). — Rach der Prüfung des Voranschlags durch das Kreisamt verbleibt noch ein ungedeckter Betrag von 1100 Mk., der Gemeinderat muß demnächst iibtr bzn Ausgleich beraten. — Die Reubildung der Steuerausschüsse ergibt folgende Wahl: ordentliches Mitglied Bürgermeister S ch o m be r, Ersahnntglieder Gemeinderat Heinrich Laudon, Gemeinderat Karl Keßler, Dchreinermeister Otto Möser. — Ueber eine Ortssahung betr. die Vergnügungssteuer, machte das Kreis- amt zwei Vorschläge. Der Gemeinderat beschloß, es der den seitherigen Sähen zu belassen. — Mit der Berechnung der Kosten der Haus- anschlwsse der Kanalisation hat sich der Gemeinderat schon in* vielen Sitzungen beschäftigt, doch wird der frühere Beschluß, nach dem pro Anschluß 53 Mark zu bezahlen sind, durch Mehrheitsbeschluß aufrechterhalten. ck. Heuchelheim, 21. 3uli. 3n der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1931 beraten. Der Voranschlag sieht eine Gesamtausgabe von 148 675 Mark vor. Die Einnahme aus dem Betrieb soll 96 775 Mark betragen, so daß noch ein Betrag von 51 900 Mark zu decken ist. Der Ausschlag auf die Grund- und Gewerbesteuer wird in der Höhe der vorjährigen Sätze abzüglich von 12 bzw. 6 Prozent Ermäßigung erhoben. 3n den Hauptposten sieht der Voranschlag folgende Einnahmen und Ausgaben vor: Aus dem Rechnungsrest verbleibt ein Betrag von 6980 Mark. Gebäude: Einnahme 3261 Mark, Ausgabe 713 Mark. Grundstücke: Einnahme 6917 Mark, Ausgabe 2701 Mark. Waldungen: Einnahme 1782 Mark, Ausgabe 1344 Mark. 3agd und Fischerei: Einnahme 809 Mark. Waag- und Eichanstalten: Einnahme 120 Mark, Ausgabe 2120 Mark. Hier sind 2000 Mark zur Anschaffung einer neuen Brückenwaage eingesetzt. Wasserversorgung: Einnahme 23 500 Mark, Ausggbe 23 050 Mark. Allgemeine Verwaltung: Einnahme 2222 Mark, Ausgabe 17 750 Mark. Öffentliche Sicherheit: Ausgabe 5335 Mark. Gesundheitspflege: Ausgabe 3912 Mark. Feuerlöschwesen: Einnahme 700 Mark. Ausgabe 3560 Mark. Armenpflege: Ausgabe 5069 Mark. Schulen: Einnahme 415 Mark, Ausgabe 9940 Mark. Evangelische Kirche: Ausgabe 2624 Mark. Friedhöfe: Einnahme 160 Mark. Ausgabe 950 Mark. Straßen: Einnahme 805 Mark, Ausgabe 8179 Mark. Kanäle: Einnahme 6500 Mark, Ausgabe 16 960 Mark. Landwirtschaftszwecke: Einnahme 800 Mark Ausgabe 9006 Mark. Ruhegehalt und soziale Fürsorge: Einnahme 5265 Mark, Ausgabe 17 971 Mark. Wohnungsfürsorge: Einnahme 2556 Mark, Ausgabe 2423 Mark) Steuern und Abgaben: Ausgabe 3000 Mark. Donder- steuec: Einnahme 7130 Mark. Anteil an Reichssteuer-Einnahme 19 436 Mark. Aus dem Reservefonds sind für unvorhergesehene Ausgaben 2065 Mark vorgesehen. K Alten-Duseck, 21. Juli. Die hiesige Sch u l e veranstaltete am Sonntag im Saale Ein- Häuser ihr diesjähriges Zugendfest, das sich eines außerordentlich starken Besuches erfreute. Rach einer Begrüßungsansprache des Lehrers Ranft wurden unter dessen Leitung einige mehrstimmige Lieder durch die Oberklasse gut zu Gehör gebracht. Sodann wurden humorvolle Gedichte und Bauernregeln in vberhessischer Mundart von der Klasse Dr.Meuer's geschickt vor- I getragen. 3m Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei von Lehrer Fey eingeübte Theaterstücke, an denen Kinder aller Klassen mitwirkten. Zur Aufführung kamen ein lustiger Einakter und das Märchenspiel „Schneewittchen". Die vorzügliche Darbietung wurde wirkungsvoll unterstützt durch die unter Leitung der Handarbeitslehrerin Frl. Griebel geschaffene Kostümierung der kleinen Spieler. Sämtliche Aufführungen fanden wohlverdienten Beifall. Am Schlüsse der Veranstaltung wies Bürgermeister Becker auf das gute Einvernehmen zwischen Schule und Elternhaus in unserer Gemeinde hin. g. K l e i n - L i n d e n , 20. 3uli. Der Gemein d e r a t beschloß in seiner jüngsten Sitzung, die 3n st allationsarbeiten in den gesamten Gemeindegebäuden nicht zu dem Dor- anschlagspreiÄ des Hessischen Hochbauamts, sondern zu den Angebotspreisen der Vereinigten Handwerksmeister von Klein- Linden ausführen zu lassen. Der Gesamt- kostenaufwand beläuft sich in diesem Falle auf 5586 Mark. Die durch den Dau der Wasserleitung und der Kanalisation bedingten Gossenpflasterungen sollen vorerst noch nicht vorgenommen werden. Die Verlegung der Wasserleitung und der Kanalisation in Privatstraßenteilen soll auf Grund mündlicher Erlaubniserteilungen der betreffenden Eigentümer auch ohne die Bewilligung einer Grunddienstbarkeit vorgenommen werden. Mit Rücksicht darauf, daß der jetzige Sportplatz der Gemeinde an der verkehrsreichen Frankfurter Straße und in der Rähe des Friedhofs liegt, beschloß der Gemeinderat, den Sportplatz nach der kleinen Pfing st weide zu verlegen. Wie im vergangenen 3ahre, soll auch in diesem Jahre eine Verfassungsfeier veranstaltet werden. * Lang-Göns, 21. Juli. Am Samstagabend hatte der Gesangverein „Frohsinn" zu Ehren seines Mitgliedes Henry D o p f aus Wausau Wisconsin (USA.), der zur Zeit mit Gattin und Tochter seine alte Heimat wieder einmal ausgesucht hat, eine Wiedersehensfeier veranstaltet, die in allen Teilen einen sehr schönen Verlauf nahm. Rach dem Begrüßungschor fand der erste Vorsitzende Faber herzliche Worte der Begrüßung und ernannte den Gast unter Verleihung einer entsprechenden Ehrenurkunde zum Ehrenmitglied. Herr B o p f dankte mit herzlichen Worten für die Ehrung. 3m weiteren Verlauf des Abends wechselten Trinksprüche, die auf das Wohl der USA. und des deutschen Vaterlandes ausllangen, mit den alten Volks- und Heimatweisen ab. Man war sehr erfreut darüber, daß Herr D o p f alle Lieder mit seiner prächtigen Tenorstimme mitsang. Beim Austausch alter Erinnerungen verflossen die Stunden in schönster Harmonie nur allzu schnell. Zu der am 29.3uli um 21.30 Uhr statt find enden Rückreise des Herrn B o p f wird der Verein „Frohsinn" ein Ständchen mit Fackelzug bringen und der Familie,das Abschiedsgeleit zum Bahnhof geben. I Aus dem südlichen Kreise Gießen, 20. Juli. Durch die starken Regenfälle der letzten Woche sind die Erntearbeiten zum Stillstand gekommen. Die Wintergerste ist wohl allgemein geschnitten. Der Roggen auf den leichten Böden wird in dieser Woche folgen. Auch die Sommergerste ist nahezu reif. Ein paar Tage Sonnenschein werden hier Wunder wirken. Der Ertrag von Gerste und Roggen ist — soweit man bis jetzt überschauen kann — äußerst gut. Leider hat sich die Frucht auf vielen Aeckern, infolge des ununterbrochenen Regens, umgelegt, und ein Schneiden mit der Maschine wird kaum möglich fein. Die Ernte der Frühkartoffeln ist in vollem Gange. Auch hier ist der Ertrag gut. Zur Zeit werden 4 bis 4,25 Mark für den Zentner bezahlt. Kreis Friedberg. • Dad-Rauheim, 21. 3uli. AuS Anlaß des Deutschen Liedertages, der inDad- Rauheim anderer Veranstaltungen wegen nicht am letzten 3unisonntag stcrttfinden konnte, wurde am vergangenen Sonntag auf der Kurhaus- terrasfe von mehreren Gesangvereinen ein Fr ei- ko nzert veranstaltet, an dem auch verschiedene auswärtige Vereine teilnahmen. So weilte an diesem Tage u. a. auch der Chor des Gesang- Mreins „Germania" Lang-Göns in Bad-Rauheim und brachte int Rahmen des Konzertes zwei Lieder zum Vortrag, die sehr beifällig ausgenommen wurden. Unter der Leitung von Chormeister H a n st e i n - Friedberg sang der Chor das Reumannsche Lied „Liebesklage", sowie „Die linden Lüfte sind erwacht" in der Bear- beitung von Tschirch, und bewies dabei nicht nur eine ausgezeichnete Schulung, sondern auch hervorragendes Stimmenmaterial. Weitere gesangliche Darbietungen gelangten durch das „1. Friedberger Doppelquartett" und durch die „Bad-Rauheimer Liedertafel" zum Vortrag. Die genannten Vereine, die sämtlich unter der Leitung von Chormeister Haustein stehen, fanden für ihre Gesangsvorträge ein sehr dankbares Publikum. Unter der Leitung seines Dirigenten Ewald L i b a u - Dad-Rauheim umrahmte der Musikverein Rieder-Weisel die wohlgelungene Veranstaltung mit instrumentalen Vorträgen. Kreis Büdingen. i. D v b e n h a u s e n I, 20. 3uli. 3n diesem 3ahre gibt es in den umliegenden Staats- waldungen sehr viele Himbeeren. Täglich werden die Deeren von den Sammlern gesucht und meist im benachbarten Ortenberg und Ridda zum Veickauf angeboten. Vielen ausgesteuerten Erwerbslosen ist dadurch eine kleine Verdienstmöglichkeit gegeben. Auch der De Hang der Brombeersträucher ist sehr reichlich. GJlyfport Männerturnverein Gießen. Die Turnerinnen in Frankfurt erfolgreich. Während ein Teil der Turner der MTV.- Leichtathletikabteilung bei den nationalen Wettkämpfen der Spielvereinigung 1900 mitwirkte und, wie schon in der Montag-Ausgabe berichtet, außer mehreren Siegen auch einige ehrenvolle Plätze belegen konnte, weilten vier Turnerinnen bei den treigoffenen volkstümlichen Wettkämpfen des Turnvereins „Vorwärts" Frankfurt-Dockenheim. Dei einer starken Konkurrenz von etwa 250 Teilnehmern konnten unsere Gießener Vertreterinnen insgesamt 7 Siege (hiervon 4 erste) mit nach Hause bringen und so vor allen Grohstadtvereinen in der Gesamtwertung den ersten Platz belegen. 3n erster Linie ist der 1. Sieg in der 4 X 100-Meter-Tumerinnen- staffel zu nennen, wo die MTV.erinnen einen schönen Wanderpreis erringen konnten; trotzdem die Mannschaft (Frl. Seiferth, Amend, Röhmig, Dickelhaupt) mit Ersatz antreten muhte, konnte sie nach hartem Kampf — wenn auch erst in den letzten Metern — den Sieg sicherstellen. Ferner schnitt Frl. E. Dickelhaupt wieder sehr gut ab, konnte sie doch zwei erste und einen dritten Sieg erringen. Da Hochsprung nicht ausgeschrieben war, bestritt sie den Weitsprung und wurde mit der ausgezeichneten Leistung von 4,96 Meter vor Frl. Schäfer, Frankfurt-Sachsenhausen, erste Siegerin. Außerdem wurde sie vor Frl. Brückner, Mainz — der vorjährigen Kreismeisterin — erste Siegerin im 100-Meter-Lauf und wurde 3. im Vierkampf. Frl. Seiferth schnitt ebenfalls gut ab; im Weitsprung (Unterstufe) wurde sie 1. und im Dreikampf 9. Siegerin. Frl. Röhmig erzielte von den 75-Meter-Vorläufen wohl die beste Zeit ihrer Klasse, wurde jedoch infolge Spätstart im Endlauf nur 2. Siegerin. Sehr gut schnitt auch die Faustball-Turnerin- nen-Mannschaft in der Aufstellung Frl. P. Hofmann, P. Bürck, L. Hofmann, R. Schwan, A. Dickelhaupt ab, die auf dem Sportplätze des 3®.- Sportvereins an den Gaugruppen-Meisterfchaften teilnahmen. 3m ersten Spiel trafen die MTV.erinnen auf TV. 1860 Frankfurt, den ehemaligen deutschen Meister, und konnten nach ausgeglichenem Spiel in der ersten Halbzeit (24:23 für Frankfurt) in der zweiten Halbzeit die Führung an sich reihen und mit 45:42 Punkten gewinnen. 3m zweiten Spiel trafen die Gießenerinnen auf die Mannschaft des 3.-G.°Sportvereins; bei diesem Tressen — das nur wenige Minuten nach dem Spiel gegen TV. 1860 Frankfurt a. M. ftatt- fand — machten sich noch die Anstrengungen deS Vorspieles bemerkbar, so daß Z.-G.-Sportverein bei Halbzeit 12 Punkte vorlag. 3n der zweiten Halbzeit lieferten die Männerturnerinnen ihren Gegnern ein vollkommen gleichwertiges Spiel, so daß diese keinen einzigen Punkt mehr herausho- len konnten. Endresultat 46:34 für Z.-G.°Sport- verein, das einzige für MTV. verlorene Spiel. Das nächste Spiel brachte die MTV.-Mann- schaft mit dem TV. Homburg zusammen. Obwohl sich beide Parteien in der ersten Halbzeit ein gleichwertiges Spiel lieferten, konnten die Gießenerinnen in der zweiten Spielhälfte den Ton angeben und mit 60:50 Punkten das Spiel für sich entscheiden. 3n der Gesamtwertung zeigte sich folgendes Dild: 3.-G.-Sportverein 6 Punkte, MTV. ©ie- ßen 4 Punkte, TV. 1860 Frankfurt 2 Punkte, TV. Homburg 0 Punkte. Durch die errungenen Siege ist die MTV.-Mannschaft nun berechtigt — außer dem 3.-G.-Sportverein Frankfurt —, an den im August stattfindenden Kreismeisterschaften teilzunehmen. Wasserball im Gau Hessen OT. Spiele der A-Klafse. 3n Gießen stellten sich dem Schiedsrichter Schaum (Gießener Schwimmverein) die Mannschaften des Tv. Wetzlar und Tv. 1846 Gießen I zum fälligen Vorspiel. Wenn auch das Wasser etwas kalt war, so wurde doch ein sehr schönes Spiel gezeigt. Große Deweglichkeit, Schußfreudigkeit und taktvolles Verhalten der Spieler gaben dem Spiel das Gepräge. Gießen ging sofort in Führung. Wetzlar gab sich redlich Mühe, der Sturm war aber nicht schuhsicher, so daß viele Bälle daneben gingen oder von dem tüchtigen Gießener Tormann gehalten wurden. Zufolge seiner schwimm- und wurftechnischen lieber- legenheit siegte Gießen verdient mit 7:3 Toren. Dei günstigen Wasserverhältnissen trafen sich im Sommerbad Dad-Rauheim die A-Mannschas- ten des Tv. Wetzlar und der Turngemeinde Friedberg. Deide Mannschaften waren gleichwertig. Das kam auch im Ergebnis von 1:1 Toren zum Ausdruck. Das zähe Ringen um den Sieg machte das Spiel zeitweise unbeweglich, jedoch ohne in Härte auszuarten. Schiedsrichter S ch w i n n (Tv. 46 Gießen) sorgte für reibungslose Durchführung. Schauschwimmen in Hungen. Veranstalter: Tv. 46 Gießen (Schwimmabteilung). Die Turnerschwimmer des Tv. 46 Giehen leisteten einer Einladung der Stadtverwaltung Hungen Folge und boten bei schönstem Wetter im Hungener Schwimmbecken Proben aus dem Gebiete der Schwimmkunst. Dor zahlreichen Zuschauern wickelte sich ein reichhaltiges und unterhaltsames Programm ab. Rach einer Begrüßungsansprache des Bürgermeisters Fendt, in der er die Hungener Bevölkerung auf die Bedeutung des Schwimmsports und den Zweck ihres Schwimmbades hinwies, begannen unter der bewährten Leitung des SchwimmwartS Sauer die Vorführungen. Stilschwimmen, Staffeln, Wettschwimmen, Kunst- und Massenspringen, Reigenschwimmen, Figurenlegen und Wasserspiele wurden von den Zuschauern mit grohem Beifall auf genommen. Mit großer Aufmerksamkeit wurden die Vorführungen aus dem Gebiete der Lebensrettung verfolgt. 3m Rahmen der Veranstaltung kam auch der Humor zu seinem Recht. Kanusieg der Vaddlergilde Gießen. Am vergangenen Sonntag fand in Frankfurt am Main eine verbandsoffene Kurzstrecken-Kanu- Regatta auf der 1000 Meter Langen Strecke Untermain-Brücke—Wilhelms-Brücke statt, aus- geführt von der Gemeinschaft Groß-Frankfurter Kanuvereine. Es wurden 18 Rennen durchgeführt, an denen Vereine aus Frankfurt a. M., Köln, Hanau, Maxau, Frankenthal, Reckarau u. a. mehr teilnahmen. Die Paddlergilde Gießen hatte einen Senioren»(Siner aemeldet und konnte durch ihren Rennmann 3. Kaphingst das Rennen siegreich durchführen. Kaphingst siegte in der zweitbesten Tageszeit von 4:24,5 gegen die Verteidiger des Waffersportverein Mxau und Kanu- club Rheinbrüder Karlsruhe. Der schärfste Gegner, Dirringer-Maxau, lag bei 400 Meter noch auf gleicher Höhe mit Kaphingst, dann war er aber dem ruhigen und ausdauernden gleichmäßigen Schlag von Kaphingst nicht mehr gewachsen, so daß Kaphingst den wertvollen Preis mit etwa zweieinhalb BootslSngen für Btt Paddlergilde Gießen gewinnen konnte. Gauschwimmen in Lauterbach. Das 8. Gauwettschwimmen des Gaues Hessen im Mittelrheinkreis findet am Sonntag, 26. 3uli, in Lauterbach statt. Es ist das erste Mal, daß die Schwimmerschaft des Hessengaues sich in der Geburtsstadt Adolf Spieß' zusammenfindet, denn Lauterbach ist neu gewonnenes Gebiet für das Turnerschwimmen, nachdem erst vor wenigen 3ahren das neuzeitlich eingerichtete, einzigartig schön gelegene Freischwimmbad durch die Stadt erbaut wurde. Seitdem hat der Schwimmsport durch die Schwimm-Abteilung des Turnvereins Lauterbach einen schnellen Aufschwung genommen, und die Lauterbacher treffen freudig alle Vorbereitungen, um der Veranstaltung vollen Erfolg zu sichern. 3n der gegenwärtigen Rotzeit gilt es nicht, glanzvolle Feste zu feiern, sondern die turnerische Arbeit zu vertiefen und Dienst an der Gemeinschaft zu tun. Arbeiier-Turn- und Sportbund. Bezlrkskinderlreffen In Staufenberg. 2lm vergangenen Sonntag fand in Staufenberg das Bezirkskindertreffen statt, an dem annähernd 700 Kinder teilnahmen. Am Vorrnittag wurden auf dem Sportplatz die sportlichen 'Wettkämpfe (Mannschaftskämpfe) durchgeführt, die bis zum Mittag reibungslos erledigt wurden. Rach einer Mittagspause fand man sich zu einem stattlichen Festzug zusammen, der sich unter dem Voran tritt des Bezirkstrommlerkorps durch die Straften Staufenbergs bewegte. Am Burgtor hielt der Bezirks-3ugendleiter Schneider eine Ansprache, in der er auf die Bedeutung des Tages hinwies. Zm" Anschluß daran sanden auf dem Sportplatz Massenfreiübungen der Kinder statt, die in ihrer exakten Durchführung ein- prächtiges Bild boten. 3m weiteren Verlauf des Rachmittags gelangten noch Völkerballspiele und Staffelläufe zum Austrag. Sing- und Reckspiele unterhielten die Kinder aufterdem auf das Beste. Leider wurde die Veranstaltung durch den hereinbrechenden Regen ungünstig beeinflußt. Die Ergebnisse der Wettkämpfe. Oberstufe (Knaben über 11 3ahre, Siebenkampf): 1. Watzenborn 256,63; 2. Wieseck 252,38; 3. Raunheim 245,15; 4. Lollar 244,95; 5. Vollbringen 243,15; 6. Kinzenbach 242,97; 7. Krofdorf 242,21; 8. Großen-Linden 232,23 Punkte. Unterstufe (Knaben unter 11 Zähren, Vierkampf): 1. Watzenborn 259,82; 2. Raunheim 255,69; 3. Gleiberg 251,12; 4. Lollar 235,12 ; 5. Großen- Linden 232,13 Punkte. Oberstufe (gemischte M., Siebenkampf): 1. Steinbach 199,18; 2. Odenhausen 196,75 Punkte. Unterstufe (gemischte M., Vierkampf): 1. Gambach 211,87; 2. Herborn 205,50; 3. Krofdorf 189,71 Punkte. Völkerball (Knaben): 1. Wieseck I., Wißmar; 2. Raunheim; 3. Lollar, WieseckII. und WieseckIII. Völkerball (Mädchen): 1. Lollar; 2. Wieseck; 3. Wißmar. 8X60 - Meter - Stafette (Mädchen): 1. Lollar, 1. Mannschaft, 1:26,9; 2. Staufenberg, 1. Mannschaft, 1:29,4; 3. Lollar, 2. Mannschaft, 1:29,6; 4. Wieseck, l.Mannschast, 1:30,8 Minuten. 10 X 60 - Meter - Stafette (Knaben): ßoKar 1:43,9; Kinzenbach 1:45,2; Wieseck 1:46; Heuchelheim 1:46,2; Watzenborn-Steinberg 1:46,3; Raunheim 1:47,3; Wißmar 1:47,3 Minuten. Oberstufe (Mädchen über 11 Zähren, Siebenkampf): 1. Lollar 244,27; 2. Wieseck 230,22 ; 3. Treis 223,40 ; 4. Staufenberg 215,97 Punkte. Unterstufe (Mädchen unter 11 Zahre, Vierkampf): 1. Wetzlar 222,53; 2. Klein-Linden 174,33; 3. Odenhausen 174,25; 4. Wieseck 158,76; 5. Gießen I — Vezicksmannschast II. Klasse 3:1. Auf dem Trieb stand am Samstagabend die 1. Mannschaft von Gießen einer Dezirksmannschaft der zweiten Klasse (Annerod, Großen-Duseck, Rödgen und Watzenborn) gegenüber. Zm Vorspiel siegten die Vereinigten 3:2. Diesmal kam es jedoch anders. Obwohl die Mannschaft einige schwächere Punkte aufwies, lieferte sie ein ansprechendes Spiel und konnte sogar in Führung gehen. Dann aber kam Gießen mehr und mehr auf und blieb bis zum Schluß des Spieles tonangebend. Großen-Linden I — Heuchelheim I 1:7. Deide Mannschaften, komplett, lieferten sich am Samstagabend ein faires Spiel. Heuchelheim formte bei Halbzeit bereits mit 2:0 führen. Rach Seitenwechsel erhöhten die Gäste auf 3:0. Schließlich vermochte Großen-Linden durch den Halbrechten das Ehrentor zu erzielen. Ein Elfmeter brachte Heuchelheim den vierten Treffer. Din- setzender Regen ließ das Spiel mehr und mehr abfallen, jedoch gelang es den Gästen, noch dreimal erfolgreich zu fein. Annerod I — Burkhardsfelden I 5:0. Deide Mannschaften traten komplett an und lieferten sich ein flottes Spiel. Die Durkhardsfelde- ner mußten sich allerdings der technisch besseren Mannschaft von Annerod beugen und eine Riederlage von 5:0 Toren hinnehmen. Saasen — Daubringen 7:0 (4:0). Mit nur 9 Spielern stellte sich Saubringen der kompletten Mannschaft von Saasen. Sie Platzbesitzer hatten zu jeder Zeit das Spiel in der Hand und Saubringen konnte nur durch gute Abwehr eine größere Niederlage verhindern. Deutsche Leichtathtetikmeisterschasten am 1. und 2. August. Die „Deutschen" Leichtathletikmeisterschaften der Turner und Sportler am 1. und 2. August haben Sin glänzendes Meldeergebnis gefunden. Insgesamt wurden aus beiden Lagern für die Männer- und Frauenmeisterschaften 658 Einzel- und 51 Staffelmeldungen abgegeben. Die DSD. stellt bei den Männern in Derlin 350 Teilnehmer und 26 Staffeln und bet den Frauen in Magdeburg 143 Damen und 12 Staffeln, das Aufgebot der DT. beträgt dagegen nur 118 Einzel- und 8 Staffelmeldungen für Derlin und 47 Cinzel- und 3 Staffelteilnehmer für Magdeburg. prenn doch disqualifiziert. Eine sechsmonatige Spielsperre wurde vom Deutschen Tennis-Bund gegen den deutschen Spitzenspieler Daniel Prenn verhängt. Man kam nach eingehenden Beratungen zu der Ansicht, daß Prenn, der in seinem Deleidigungsprozeß mit den Hammerwerken freigesprochen wurde, zweifellos mit der Schlägerfabrik Hammer um ein Honorar von 3000 Mark verhandelt und somit gegen die Amateurbestimmungen verstoßen hat. Der Ausgang des Privatprozesses war für den Deutschen Tennis-Bund gar nicht maßgebend. Prenns Disqualifikation hat bereits am 18. Zuli begonnen. Zeiifragen des Mittelstandes e I ldc"I5:0. »bleit an und uo technisch W* unö eine 8«^* rechten, unsozialen ÄuSna Handlung. Wenn Beamte auS den unteren Gruppen, die vorher schon kaum das Nötigste impfe. Are. Sieben. Fleseck 252,38; i®5; 5. Snubrtp. V nm Tratte. J Jahren, An. lamcheim 255,«; .12; 5. Drohen. Siebenkampf!: 1196,75 Punkte, Dierkampsf: I. 50; 3. Krofdorf Wi„ Dih. 'Siekdll. und chen); 1. Lollar, junt Leben hatten, nun auss neue über 300 Mk. jährlich verlieren, so ist das an sich schon eine große Härte. Wenn nun dieser untere Beamte sieht, daß die in der Oeffentlichkeit, in der Presse und in den Parteien so stark hervorgehobene und beanstandete Krisensteuer Gröhenmaße von jährlich 24 Mk., 32 Mk. ustv. hat, so muh er dos als eine übermäßige Belastung empfinden. Wenn ein Landwirt bis zu 6000 Mk. Jahreseinkommen von jedem Opfer, ausdrücklich noch von Einkommensteuer und Kirchensteuer, befreit ist, so wird ihm das der Beamte durchaus nicht mißgönnen. Denn er weiß, wie tief die Landwirtschaft drinsteckt, und er gönnt diesem lebenswichtigsten Stande alles Gute. Wer will es aber einem mittleren Beamten auf dem Lande mit dem gleichbohen Jahreseinkommen verdenken, wenn er einfach empört darüber ist, daß er mehr alS 1100 Mk. jährlich hergeben muh? wird. Die übliche Kalkulation im Einzelhandel erscheint daher auf die Dauer kaum mehr tragbar, und es ist interessant, festzustellen, daß alle früheren Beanstandungen der Handelsspanne zum Schweigen gekommen sind und jetzt zugegeben wird, dah nach den statistischen Erhebungen der allergröhte Teil der Handelsspanne tatsächlich fixe Unkosten sind. ES ist also heute nicht möglich, ein rosige- Bild des Einzelhandels zu entwerfen. da die Erschütterungen unserer Wirtschaft schwer auf dem Handel lasten. Um so mehr wird sich der Einzelhandel seiner volkswirtschaftlichen Berantwortung bewuht sein und seinen geschäftlichen Weg in Buhe und Besonnenheit gehen müssen! Welche Gedanken beherrschen, welche Gefühle bewegen den deutschen Beamten in diesen schicksalsschweren Tagen? Nun, das ist nicht schwer zu erkennen: Tie Beamtenschaft hat nie ihr Licht unter den Schesfel gestellt, sie hat stets offen und eindeutig Stellung genommen. Sie erkennt nur allzuklar die Lage deS Daterlandes, sie fühlt die Bot deS Volkes mit, und sie will aus allen Kräften helfen, diese Not zu überwinden oder doch fühlbar zu mildern. Tie Dramtenorganisationen sehen, wie di« Tinge liegen, sie wollen sich nicht nur mit ihren engsten Berufs- und StankvSfragen beschäftigen, sie wollen den Blick auss Ganze richten, sich viel mehr als seither mit grohen staatspolitischen und volkswirtschaftächen Fragen befassen, ihre Mitglieder herauSführen aus einer gewissen Enge und sie hinlenken auf die wahren, gewaltigen Kräfte, die in dieser aufwühlenden Zeit das Weltgeschehen bewegen. Sie haben erkannt, daß man Beamtenfragen nicht gleichsam im luftleeren Baum erörtern kann, daß Dramten- pvlitik nicht nur unlösbar verbunden, sondern ein wesentlicher Teil ist der gesamten inneren und sogar der großen äußeren Politik. Don diesem Standpunkte auS treten die Deam- tenverbände dafür ein, dah Ordnung in den Haushalten des Beiches, dec Länder und Gemeinden geschaffen wird, daß die soziale Gesetzgebung in ihrem Wesen bestehen bleibt, daß den Erwerbslosen geholfen wird, daß keine kleinliche Neid- und ^heelsuchtSpclitik getrieben und nicht nach dem bekannten 6t. Floriansstcmdpuntt gehandelt wird. Die Beamtenbünde find vielmehr für eine große, aber aufrichtige SchicksalSge- m e i n s ch a s t — und gerade auS diesem Grunde haben sie sich eingesetzt für ein großes, allgemeine- Dvlksopfer. Wir glauben sagen zu dürfen, dah die Beamten wie kaum ein anderer Stand Opferbereitlchaft bekundet und auch wirklich Opfer gebracht haben! Trotz der inzwischen noch finsterer gewordenen Drangsal können die Beamten nicht vergessen, was ihnen mit der zweiten Botverordnung — nach alledem, was im Beiche und namentlich in Hessen schon vorauSging — angetan wurde. Die Opfer an Geld, die immer wieder erneuten und erhöhten Abzüge schmerzen sehr, viel schmerzlicher aber brennt noch das Gefühl einer u n g e - Oie Gorgen der Angestellten Von Gauvorsieher Heinrich Auerbach, Frankfurt am Main. Tie Lebensgefahr, in der das deutsche Dolk durch die plötzliche Zuspitzung der wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Krise sich befindet, bringt es von selbst mit sich, daß die besonderen Böte der einzelnen Berufsstände in den Hintergrund treten, weil die Sorgen um das Gesamt- schicksal von Dolk und Staat selbstverständlich alles andere überragen. Es wäre töricht und verderblich wenn dies der einzelne Dolksgenosse oder Berufsstand aus Selbstsucht heraus nicht anerkennen wollte. Freilich kann das nicht heißen, dah man die innerwirtschaftlichen und sozialen Fragen .laufen lassen" soll, wie sie wollen, sondern es muß vielmehr auch auf diesen Gebieten schnellstens^ dos Botwendige getan werden damit die bedrängten Volksschichten und Berufsstände nicht versinken, sondern gestärkt werden und die Gesamtheit des Volkes widerstandsfähiger nach auhen gemacht wird. ♦ Tie Angestellten waren bereits durch die lang- anhaltende Wirtschaftskrise in besonderem Maße betroffen Tie große Unsicherheit ihrer Existenz und die starke Abhängigkeit von der Wirtichafts- konjxnxktur hat sich in letzter Zeit sehr scharf erwiesen Weitgehender Gehaltsobbau und Schmä- lerung ihrer sonstigen durch Privat- oder Tarifvertrag erworbenen Bechte und das ungeheure Anwachsen der Stellenlosigkeit (im Gebiet des Landesarbeitsamtes Hessen waren Ende Mai 26 887 arbeitsuchende kaufmännische, Bureau- und technische Angestellte verfügbar, davon 9028 weibliche) haben in unzähligen Familien geradezu verheerend gewirkt. Nun sind in den letzten Wochen weitere erhebliche Kündigungen ausgesprochen, und es ist wegen der, jetzt erfolgten Geld- Verteuerung und Kreditkürzung eine neue Entlassungswelle zu befürchten. Um diese Dezimie- rung der Angestelltenschicht und damit die Der- Oie Bankfeiertage und ihre rechtlichen Folgen. Von Rechtsanwalt il Notar Schneider, Gießen Die Verordnungen über Dankfeiertage, die Durchführungsverordnungen hierzu und die Der- ordnungen über die Wiederaufnahme des Zahlungsverkehrs nach den Dankseiertagen sind kaum erlassen, und schon zeigt eS sich, dah ihre praktische Anwendung, wie anders nicht zu erwarten war, eine Fülle von Zweifeln mit sich bringt, dah insbesondere, waS die Folgen der Dank- sperre für Zahlungs- und Lieferungsverbindlichkeiten anbelangt, vielfach Unklarheit besteht. Völlige Danksperre war bekanntlich für den 14. und 15. Juli angeordnet mit der Wirkung, dah für die Derechnung von Fristen und Terminen, für Willenserklärungen und Leistungen, die von einem von der Danksperre betroffenen Geldinstitut oder ihm gegenüber zu bewirken waren, dah aber auch im Sinne der Wechselordnung und des ScheckgeseheS die beiden vorgenannten Tage als staatlich anerkannte allgemeine Feiertage galten. Insoweit in gerichtlichen unZ> anderen Verfahren für die Zahlung von Gebühren, Auslagen oder Vorschüssen, oder für den Nachweis einer solchen Zahlung Fristen vorgesehen sind, an deren Ablauf sich Rechts- nachteile knüpfen, und insoweit der letzte Tag der Frist auf einen Dankfeiertag fiel, endete di« Frist nicht vor Ablauf einer Woche nach dem letzten Dankfeiertage. Wenn also z. D. bei einem von der Danksperre betroffenen Geldinstitut an einem der Dankfeiertage, als dem letzten Tage der Frist, ein Wechsel zu protestieren war, so konnte ohne Verlust des Wechselonspruchs gegen den Aussteller der Wechselprotest auch noch am Tage nach dem letzten Dankfeiertage erfolgen. Endete, um ein anderes Beispiel aruuführen, die Frist für den Nachweis der Zahlling der Prvzeßgebühr im gerichtlichen Derufungsversah- ren am 14. Juli, so kann ohne BechtSnachteil. ohne dah also die Berufung als unzulässig zu verwerfen wäre, die Zahlung deS Gerichtskostenvorschusses auch noch im Verlaufe einer Woche nach dem letzten Dankfeiertag, also biS zum 22. 3uli einschließlich erfolgen. E'ne Lockerung des Zahlungsverkehrs brachten bereits die beiden Verordnungen vom 15.3uli, die durch die dritte Verordnung über die Wiederaufnahme des Zahlungsverkehrs nach den Dankfeiertagen vom 18.3uli bereit- überholt sind. Die neueste Verordnung enthält Bestimmungen über Darauszahlungen, die ohne besondere Zweckbestimmung nicht über 5 Prozent des am 19. 3uli vorhandenen Guthabens, insgesamt nicht über 100 Mk. hinausgehen dürfen, sie sieht für bestimmte Fälle (Lohnzahlungen usw.) unbeschränkte Barauszahlung vor und regelt die Ueberweisun- gen u. a. dahin, daß zwischen allen von den Dankfeiertagen betroffenen Geldinstituten insgesamt bis zur Höhe der Hälfte des jeweiligen Guthaben- des Auftraggebers und höchstens bis insgesamt 2000 Mk. (seither 10 000 Mk), und zwar nur auf ein bereits bestehendes Konto eines Dritten, Ueberweisungen erfolgen dürfen. insoweit hiernach Auszahlungen und Ueberweisungen nicht erfolgen dürfen, gelten die Tage vom 20. bis 23.3uli als staatlich anerkannte allgemeine Feiertage in Sachen des Scheckgesetzes. Weitere Bestimmungen übet das Scheckrecht bjjjißt Axt,A r:0 M K,r I ?aubrinti wNun "e W dun7L- °>g 96s Ute Mutlö. tnberg. ^'aufenberg Mähern? wurden ZL ■ V L Glider statt, 'E, prächtige« ^^achmittag« Staffelüuse ele unterhielten wtbettoutbe sprechenden Re. Oer Einzelhandel in der Krise. Von Syndikus Dr. Mochner, Darmstadt. Der für die übergroße Mehrzahl der Kaufmannschaft überraschend erfolgte Zusammenbruch der Danatbank und die Kreditkrise, in der wir unS zur Zeit befinden, haben den Kaufmann vor die Notwendigkeit gestellt, schnell lebenswichtige DiSposittonen in seinem Geschäft vorzunehmen. Gerade der Simelhandel befindet sich infolge seiner besonderen Stellung der Kundschaft gegenüber in einer eigenartigen Situation: er muß die veränderten Verhältnisse der Kundschaft berücksichtigen und steht anderseits auch in seiner Funktion alS Abnehmer in einem gewissen Abhängig- keitsverhäitni- von den Dorlieferanten. ES ist daher in erster Linie nötig, sich darüber ftar zu werden, welcher Art die dei zeitige Krise ist: sie ist hervorgerufen durch starke Abziehungen deS kreditgebenden Auslandes und durch starke Darabhebungen des inländischen Publikum-, verursacht durch den Dankzusammenbruch. Die Folgen sind eine sich allmählich steigernde Kreditverknappung und Stockung im normalen Umlauf der Zahlungsmittel. Diesen beiden Folgeerscheinungen sucht man nun durch die starke Diskonterhöhung auf 10 Prozent nicht ohne Erfolg zu begegnen. -Bedeutet doch ein lOprozentiger ReichsbankdiS- tont effektiv Danlzinsen (einschließlich der Spesen) von 15 biS 18 Prozent p. a. Automatisch wird daher jeder Kreditnehmer möglichst bald zu einer Verringerung feiner Dankkredite gezwungen sein, während anderseits der jetzt bekanntgegebene hohe Zinsfuß für Einlagen sicherlich wieder einen größeren Teil des abgehobenen Veldes den Danken und Sparkassen xurücfbringen wird. Die Folge dieser Kreditbewegungen muß aber sein, dah man bestrebt sein wird, seine Waren flott zu verkaufen, üm die dringendsten Verpflichtungen abtragen zu können, mit anderen Worten, die vielfach gefürchtete Steigerung der Warenpreise oder Verknappung der Waren wird nicht eintreten. Diese Feststellung ist sehr wichtig, da in den letzten Tagen im Publikum, aber auch in Kaufmannskreisen die törichtesten Gerüchte im lauf waren. Wiederholt muß daher darauf hin- gewiesen werden, dah der Einzelhändler alles unterlassen muß, waS die Erregung de« Publikum- erneut vermehren könnte, insbesondere kann und darf c- eben keine Versuche einer Zurückhaltung oder Bationierung von Waren, oder unbegründete Preissteigerungen geben. Genau so verwerflich wäre es aber, im Augenblick das Publikum durch geschickte Benutzung von Schlagworten in der Reklame zu volkswirtschaftlich unnützen Käufen zu verleiten. Dah im Augenblick Darzahlung dringend notwendig erscheint, steht außer jeder Frage. 3eder Käufer, der über Darmittel verfügt, hat die volkswirtschaftliche Pflicht, in bar zu bezahlen und nicht etwa Kredit hx Anspruch zu nehmen. Einerseits wird aus berechtigten Gründen auch von den Lieferanten Barzahlung nach Möglichkeit verlangt, anderseits bedarf überhaupt die ganze Kreditgewährung im Hinblick auf die heutigen ZinS- verchältnxsse einer sorgfältigen Prüfung. Dei der heutigen Kalkulation können im normalen Geschäft «verkehr weder hohe Babatte, noch langfristige Kredite eingeräumt werden. Wenn auch wohl nicht damit gerechnet werden taxxn, daß die heutigen Dankzinsen von 15 bi« 18 Prozent lange tn Kraft bleiben, sondern bei einer Besserung unserer allgemeinen Kreditlage rasch wieder gesenkt werden, so muß doch jeder Kaufmann sich auf diese Tatsachen einstellen. Unter Hinweis auf die Zahlungssperre der Danken ist tn den letzten Tagen wiederholt von nichtkreditwürdigen Leuten versucht worden, in den Geschäften auf Kredit zu kaufen, obwohl sie gar keine Guthaben bei den Danken oder Sparkassen haben. Auf solche Versuche muh scharf geachtet werden und es ist durchaus begrüßenswert, dah durch die Notverordnung die bereits seit einigen Tagen von der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels geforderten sog. „betätigten Schecks" eingeführt worden sind. Die Danatbank ist bereits dazu übergegangen. Zweifelsohne wird durch diese Maßnahme die Verwertung vorhandener Guthaben ohne 3nanspruchnahme von Zahlungsmitteln in bedeutendem Umfange ermöglicht werden. Auch die Gefahr der Ausgabe nicht gedeckter Schecks wird hierdurch erheblich vermindert. Ein besonderes Wort muh noch zu den jetzt in Erscheinung getretenen Hamsterkäufen des PubfetumS gesagt werden. Alle die Dranchen, deren Clären als Sachwerte von langer Lebensdauer anzusprechen sind, haben in den letzten acht Tagen eine spürbare "Belebung des Geschäfts, zum großen Teil in bar. erfahren. Es sei hier insbesondere an Möbel, Klaviere, Ausstattungen, aber auch Konfektion unb Schuhe gedacht. An diesen Einkäufen müssen die Kunden der Sparkassen stark beteiligt gewesen sein, denn vor allem bei den Möbelgeschäften wurden Sparkassenbücher in großer Menge zur Sicherung der Zahlungen deponiert. So sehr den einzelnen Geschäften die unerwartete Konjunktur zu gönnen ist. ist sie doch anderseits nicht unbedenklich: die Bealisierung der Bezahlung stößt bei diesen Käufen jetzt auf sehr große Schwierigkeiten und dann ist auch eine solche Vorwegnahme einer im natürlichen Verlauf erst viel später zutage tretenden Kaufkraft volkswirtschaftlich ungesund. Zu befürchten ist ferner, daß diese Kauflust des Publikums in ganz kurzer Zeit in eine neue Kaufzurückhaltung umschlägt, die noch verschärft wird durch das saisonbedingte Nachlassen dos Geschäfts im Monat August. Durch diese Irregulären Erscheinungen soll man sich aber nicht allzusehr bei seinen Dispositionen für den Herbst» und Winter-Einkauf beeinflussen lassen. Es wäre grundverkehrt. sämtliche Vertreter jetzt wegzuschicken mit der Erklärung, daß man dieses 3ahr überhaupt nichts bestellen wolle. Auch der Fabritant muß sich mit seiner Fabrikation auf den voraussichtlichen Bedarf im Herbst und Winter einstellen. Bleiben die Bestellungen vollkommen aus, so ist für ihn die Dorausdisposition äußerst schwierig und wird in der Regel sehr vor- sichttg ausfollen. d. h. er wird zunächst möglichst wenig fabrizieren und feine Lagervorräte auf das notwendig erscheinende Mindestmaß beschränken. Sind aber die Dedarfsschätzungen zu niedrig ausgefallen, würde im Herbst ein Warenmangel entstehen, der speziell für den Einzelhandel recht unangenehme Folgen hätte. Don der meist preis- steigernden Wirkung einer Warenverknappung soll dabei sogar noch abgesehen werden. Mit welchem Umsatz kann aber der Einzelhandel im 3cchre 1931 rechnen? Hierzu wäre folnichtung wertvoller Wirtschaftskräfte zu verhindern, erscheint die sofortige Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber- und Angestelltenverbänden zwecks Vermeidung weiterer Entlassungen von Angestellten die vordringlichste Ausgabe zu sein. Hier kann sich die in den letzten Wochen so oft geforderte .Notge- meinschaft" zwischen Arbeitgebern unb Angestellten einmal praktisch auswirken. Das von mancher Seite in Anlehnung an den Hooverplan vorgeschlagene .Feierjahr" für die Lohn- unb Gehaltstarife, sowie Außerkraftsetzung be« Schlichtungswesens ober dessen wesentliche Einschränkung erscheint allerdings als die ungeeignetste Maßnahme. Sie würde eine weitere Schmälerung des Einkommens der Angestellten bedeuten. Dor dieser Entwicklung haben in letzter Zeit in zunehmendem Maße auch weitblickerxde Kreise be« Einzelhandels gewarnt, weil sich schon jetzt die Lohn- und Gehaltskürzungen höchst schädlich für den Einzelhandel erwiesen haben, beim durch die damit herbeigeführte Senkung der Mafsenkaufkraft hat ein wesentlicher Urnsatzrück- gffng gegenüber dem Vorjahre sich eingestellt. Mehrere in den letzten Wochen von Arbeitgeberseite ausgesprochene Kündigungen von Ange- stelltentartfen sind aus dieser Einsicht heraus erfreulicherweise wieder zurückgenommen worden Scheint allo diese Sorge eines weiteren GehaltS- abbaues bei den Angestellten gebannt, sv sind anderseits schwere Belastungen durch die Notverordnung der Reichsregierung vom 5. 3uni 1931 entstanden. Eie brachte in wesentlichen Teilen eine ganz erhebliche Schlechter- ftellung der Angestellten gegenüber anderen Volksschichten. Sv beträgt die Krisensteuer für qualifizierte AngestÄlte 50 bi« 200 Prozent mehr, als für die selbständigen Berufe mit gleichem kommen. Tiefe Sonderbelastung ist durch nicht« zu begründen und muh schnellsten« durch eine gleichmäßige Belastung aller Volksschichten verschwinden. Ebenso werden bei der Arbeitslosenversicherung die qualifizierten Arbeitnehmer durch Kürzung der Unterstützungssätze bi« 14 Prozent (ja in besonderen Fällen bi« zu 30 Prozent» trotz einer wesentlich höheren BeitragSzablung besonder« benachteiligt, gegenüber den übrigen Unterstützungsempfängern. Ferner werden durch Wegfall der Rück'ichtnabme auf Vorbildung ober frühere Tätigkeit bei der Zuteilung von Pflichtarbeit insbesondere die Angestellten schwer getrotfexx, wie nach den früheren Erfahrungen mit der ErwerbS- lofenfüdorge zu erwarten ist. Tiefe unverständ- lichen Bestimmungen bedürfen dringend der Abänderung Anderseits empfinden die Angestellten nach wie vor da« Nichtverbot der Doppelverdiener unb die xxoch immer nicht erfolgte Zulassung von Ersatzkassen in der Arbeitslosenversicherung al« sehr bedeutsame Lücken in der sozialen Notverordnung Würden diese nicht bestehen, dann wären die maßlosen Härten für die Angestellten von vornherein unmöglich gewesen Auch die große Sorae um die Srhalttmg ihrer Angestelltenversicherung drückt nach wie vor die Angestellten. Die forttoährenden Angriffe auf da« Deckung-kapital der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte haben lebhafte Beunruhigung in den Kreisen der Angestellten hervor- gerufen. Es handelt sich bei den 1,7 Milliarden Mark, über die heute die RfA. verfügt, ja nicht um ein freies Vermögen, das ^-beliebig eingesetzt werden kann sondern um verhältnismäßig sehr bescheidene Rücklagen für die mehr alS drei Millionen versicherten Angestellten, die seit vielen 3ahren für die Zeit ihrer Berufsunfähigkeit, für ihr Alter ober für ihre Hinterbliebenen unter aroßen Opfern angefammett wurden. Wollte man diese Rücklagen für allgemeine Zwecke entgegen dem Angestelltenverfick^runasgesetz verwenden dann müßten mit gleichem Recht auch die Rücklagen der privaten Versicherungsanstalten und die Einlagen bei den Sparkassen für allgemeine Zwecke nutzbar gemacht werden. Das aber würde alle« Vertrauen in die öffentliche Geldwirtschaft zerstören. Gerade jetzt, wo es gilt, die Vertrauens» basiS zu schützen, muß eS flar unb deutlich heißen: „Hände weg von solchen DersuchenI". Ebenso scharf muß das Verlangen der Träger der 3nvalidenver» fleberung, eine Summe von nicht weniger alS 500 Millionen Mark von der Angestellten Versicherung alS erneuten Au-gleich der Renten für Wanderversicherte zu erhalten, zurückgewiesen werden. Die ungünsttge finanzielle Lage der 3nvalidenversiche- rung darf nicht dazu führen, unbegründete Ansprüche an die noch gesunden Sozialversicherung«- träger xu stellen, toeil auch durch solche Forderungen Die DertrauenSbasi« in die Sozialversicherung erschüttert wird. Bekanntlich ist durch einen Reichstagsbeschluß im 3ahre 1927 eine endgültige Bereinigung dieser Ansprüche der 3nvalidenver- sicheruxxg durch Zahlung von 33 Millionen Mark seitens der RfA erfolgt. Die Angestellten sind nicht gewillt, weitergehende Ansprüche an die Invalidenversicherung zu erfüllen, weil diese weder sachlich, xxoch rechtlich begründet sind. 3ft so bas dumpfe, bohrende Gefühl erlittenen Unrechts in allen Dcamtenkreisen allgemein, so' sind besonder« drei Gruppen hervorzuheben, die ihre Belastung mit Recht als unerträglich empfinden. 3n einer Zeit, in der Deutschland au« einem kinderreichen ein bedenklich finber- arme« Land geworden ist, in der sich alle De- völkerungspolitiker Kopsweh machen über den Fortbestand unserer Nation, hat man e« fertig- gebracht. die Kinderzusich läge herabzusetzen. Die Sorgen be« geplagten Familienvater« und der vielleicht noch mehr geplagten Familienmutter, der man doch auch einmal eine Erholung gönxxsn dürfte, achtet man nicht. Man verletzt so die Reichsverfassung unb alle sozialen Grundsätze, die so laut gepredigt wurden. Unglaublich ist e«. wie man mit den krieg«- beschädigten Beamten verfährt. Wenn nicht genaue, von den Q3erforgung«ämtern geprüfte Berechnungen vorlägen, wonach solche Leute, die für Volk unb Vaterland ihre Gesundheit, ihre Glieder und Sinnesorgane geopfert haben. 1400, ja bis über 1900 Mk. im 3ahre, nur durch die 2. Notverordnung verlieren, man würde cs in der Tat nicht glauben. Und dieser Stoß richtet sich nur gegen Beamte! Man scheint auch allmählich einzusehen, was man da angerichtet hat, uxtb in den letzten Tagen la« man von geplanten Milderungen. Sind diese Härten alle schlimm, sehr schlimm, so ist das Verletzendste, was die Notverordnung brachte, wohl das Verfahren gegen die Deam - ten auf dem Lande. Kein Mensch wollte das glauben und Tein Mensch konnte es fallen, al« man es glauben muhte. Hätte man die Ortsklassen B, C und D bei der ungerechten Oxsts- Tlasseneixxteilung zu minderen Opfern her- angezvgen, sv hätte man da« verstanden, denn Tein Mensch auher einigen Berlinern glaubt noch an das Märchen vom billigeren Leben auf dem Lande! Aber nein, man gebt hier rücksichtslos über alles, was der gesunde Menschenverstand und soziales Mitgefühl fordern würde, hinweg, man wahrt bis xur letzten Minute, wo nichts mehr zu ändern ist, das Geheimnis und stellt Parteien, Deamten-Spihenorganisativnen und die gesamte Oeffentlichkeit vor eine vollendete Tatsache! Es wäre verfehlt, in einer fal- schen Richtung nach den Schuldigen zu suchen. Wer die Veraxxttvortung auch für diese Maßnahme trägt, daS liegt klar vor aller Augen. Die Oeffentlichkeit wird es verstehen, wenn die Beamtenschaft ihre Not klagt, sie wird einsehen, daß man ungerecht und unsozial gegen sie verfahren ist, unb sie wird ihre leidenschaftliche Forderung unterstützen, die dahin geht, daß alle die hier kurz geschilderten Härten beseitigt und die Notverordnung geändert werde! Die Beamtenschaft wünscht darüber hinaus, dah möglichst bald Schluß gemacht wird mit dem System der Notverordnungen überhaupt und dah man wieder zur verfassungsmäßig gewährleisteten, verantwortungsvollen Selbstbestimmung des Volkes zurückkehrt. Der aufrichtige Warnungsruf unserer MillioneU-Spihen- otganifation, des Deutschen Deamtenbuxxdes, ist wirkungslos verhallt, den treuesten Dienern und Verteidigern des Staates stöht man dauernd vor den Kopf. Sorgen wir alle dafür, dah nicht noch mehr Vertrauen verscherzt werde — unser Vaterland hat es nötig! e (Mädchens: I. 2. ötausenbng, !, 2. Mannschaft, 1:30,8 Winnen •tte (Jtiiaten. Wed 1.46, teinberg 1:46,3; Minuten obren, ßie'ot-' 130^2; 3. In» te. A Jahre. Din- fStnbm 174,35; >8,76; 5. lUlaflt 3:1. imdtagabcnb die kzirksinannlchaft hcn-Dusc^Ab'' r. 3m Wafer, märkischer, 163 bis 169 (fester): für je 100 Kilo: Weizenmehl 30,75 bis 37,25 (stetig): Roggenmehl 27,75 bis 30 (befestigt): Weizenkleie 13 bis 13,25 (fest): Roggenkleie 11,75 bis 12,25 (fest): Viktoriaerbsen 26 vis 31; Futtererbsen 19 bis 21: Ackerbohnen 19 bis 21; Wicken 24 bis 28; Lupinen, blaue, 18 bis 20; Lupinen, gelbe, 24 bis 29; Rapskuchen 9,30 bis 9,80; Leinkuchen 13,70 bis 14; Trocken- schnitzel 7,60 bis 7,80; Sojaschrot 13 bis 13,70; für je 50 Kilo: drahtgepreßtes Roggenstroh 0,50 bis 0,65, Weizenstrvh 0,40 bis 0,55, Haferstroh und Gerstenstroh 0,40 bis 0,55; gebundenes Rog- genlangstroh 0,70 bis 0,85. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a.M., 22.Juli. Der Umfang des Geschäfts am Frankfurter Produkteninarkt erlitt in Anbetracht der gegenwärtigen Kredit- fituatton eine immer merklichere Verringerung. Sowohl für Brotgetreide, als auch für Futtermittel konnten sich die Preise gut behaupten, da infolge der Witterungsverhällnisfe das Angebot in engen Grenzen blieb. Am Mehlmarkt bestand etwas Rachfrage, die Forderungen der Müller wurden um 0,50 Mk. heraufgeseht. Es wurden notiert: Weizen 290 bis 295 Mk. nom.. Roggen 240, Wintergerste (neue Ernte) 190 bis 192,50, Hofer (inl.) 200 bis 205 pro Tonne: Weizenmehl (südd-, Spezial 0) 41,25 bis 42, (niederrheinisches) 41,25 bis 41,75, Roggenmehl 33.75 bis 34,50, Weizenkleie 10,75, Roggenkleie 11,25 Mk. pro Doppelzentner. — Tendenz: abwartend. Oberheffen. Kreis Schotten. x Schotten, 20. Juli. Der Gemeinde- r a t beschloß in seiner jüngsten Sitzung, daß der Anordnung des Landesfinanzamts entsprechend der gemeindliche Steuerausschlag durch das Finanzamt vorgenommen wird; früher hat die Stadt stets den Steuerausschlag vorgenommen. Bei einer guten Unterbringung des Kreisgesundheitsamtes will der Gemeinderat mithelfen. Einige Feststellungen über evtl. Erwerb verschiedener in Betracht kommender Anwesen sollen zuvor getroffen werden. Die Einführung der Bier st euer 'lehnte der Gemeinderat wiederholt ab, er will das Gewerbe nicht mit weiteren Steuern belasten. -4- Ober-Schmitten, 20. Juli. Bei der Auffahrt zum Rennen „Rund um Schotten" kam es in der hiesigen Ortsdurchfahrt zu einer ganzen Anzahl von M o t o r r a d st ü r z e n, die zum Teil mit erheblichen Verletzungen der Fahrer verbunden waren. Um die rechte Straßenseite einzuhalten, sind die Fahrzeuge gezwungen, zweimal den Schienen st rang der Eisenbahn zu überqueren, der noch aus einfachen Schienen besteht, während der Zwischenraum vertieft ist. Heberqueren die Motorräder das Gleis im spitzen Winkel, so ist der Sturz unausbleiblich. Vielleicht veranlassen diese Unfälle die Reichsbahnverwaltung, in den Ortsdurchfahrten Doppelschienen einzubauen, was bei dem gesteigerten Verkehr schon längst 'eine Rotwendigkeit gewesen wäre. Cs liegt kein Grund vor, erst einen tödlichen Sturz abzuwarten. Ober-Schmitten, 21. Juli. Als gestern eine Mvtordraisine derReichsbohn die Ortsdurchfahrt passierte, gab sie ein Hupensignal. um einen in gleicher Richtung fahrenden Radfahrer zum Ausweichen zu veranlassen. Dieser bog, weil er ein Auto hinter sich vermutete, zum Schienengleis ab, so dqß sein Rad von der Draisine erfaßt wurde. Zum Glück wurde der Fahr« auf das Fahrgestell derDrai- sine geworfen, so daß er mit dem Schrecken davon kam. Das Fahrrad wurde stark beschädigt. * Eichelsdorf, 20. Juli. Die Arbeiten im Chore unfe r c r Kirche, die der Bekämpfung des in der Ostwand festgestellten 'Haus- schwamm es galten, sind beendet. Da die befallenen Stellen weit umfangreicher waren, als anfänglich angenommen wurde, mußte unter Leitung des Hochbauamts Schotten durch Maurermeister Friedrich Rau von hier der gesamte Boden des Chores unterkellert werden, um Licht und Sonnenwärme Zugang zu verschaffen, nachdem man dem Hausschwamm mit Chemikalien zu Leibe gerückt war. Ein Teil der Unterkellerung wurde vertieft untr als Kohlenkeller für die schon vor Jahren eingerichtete Heih- luftheizung ausgebaut. Die Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die bis dahin als Fußbodenbelag dienten, fanden auf der Innenseite der Kirchhofsmauer einen gegen Witterungsein, slüsse geschützten Platz und wurden durch Sandsteinplatten ersetzt. ch Burkhards, 21. Juli. Im Riddergründ, unweit unseres Dorfes, lag einst eine dem hl. Marcellinus geweihte Kapelle, deren noch deutlich sichtbare Reste zur Zeit ausgegra- 6en werden. Die Leitung der Arbeiten hat Kammerdirektor i. R. M ü l l e r , Darmstadt, ein durch seine heimatgeschichtlichen Arbeiten bekannter Forscher, übernommen. Ein von ihm am letzten Sonntag hier gehaltener heimatgeschichtlicher Bortrag war stark besucht und begegnete allseitigem Interesse. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Dr. R. in Gießen. Wenden Sie sich mit ihren Wünschen um Auskünfte an die zuständigen Sekretariate der beiden Universitäten. Letzte Nachrichten. Ein Fortschritt in London. Das ComnmniquL über die Bormittags- iitzung der Sieben Mächte. London, 22. Juli. (2DIB.) Die heutige Bc- . sprechung der Sieben Möchte wurde um 13 Uhr vertagt. Ls wurde über sie folgendes Kommunique herausgegeben: Die Internationale Konferenz hielt heute um 10 Uhr eine weitere Besprechung im Foreign Office ab, die sich weiter mit den Methoden befaßte, das vertrauen in die Stabilität der deutschen Finanzlage durch eine e i n - vernehmliche internationale Kooperation auf der Basis des vom Komitee der Ji- nanzminifter vorgelegten Planes wiederherzustellen. Ls wurde ein Fortschritt erzielt. Gewisse technische Fragen sind den Finanzministern überwiesen worden, welche darüber heute nachmittag beraten sollen, und der morgen vormittag abzuhal- tenden Hauptkonferenz Bericht erstatten werden. lSchluh des redaktionellen Teils.) Wer gut verdaut, hat mehr vom Lebens denn Sodbrennen, Magenbeschwcrden usw., welche fast immer ihre Ursache in dem Uebermaß an Magensäure haben, wirken außerordentlich störend im Berus und auf das Gemüt. Das Kaiser-Nalron ist milde im Geschmack und sehr bekömmlich, schafft Erleichterung, Linderung und Lebensfreude. Beim Einkauf achte man stets auf die gesetzlich geschätzte Marke Kaiser- Nalron und die grünen Packungen. 4473V Lotterie-Verlegung. Das thüringische Ministerium genehmigte die Verlegung der Ziehung der Eisenacher Geldlotterie vom 16. und 17. Juli auf 27. und 28. August. Die Ziehung mußte verlegt werden wegen der gegenwärtigen ungünstigen Geschäftslage. 4380V W. Spindler A.-G. SS! Färberei / Chem. Reinigung / Dampfwäscberei Preise bedeutend herabgesetzt! Wir haben bei Frau Elisabeth He6, fiieBen Bahnhofstraße 65, eine Annahmestelle errichtet 4844 V DonnerStagnachm. von 5•/, Uhr an gwiebel- kuchen Bäckerei Lange, Neustadt 37. 46931) Kur-gefchntttenes loeiiliolz liefert 1490V Dampisägewerk Lollar B. Nubn, A. G. Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 18. Juli 1931 bei der Firma Wilbelm Gail'sche Tonwerke, Aktiengesellschaft in Gießen, folgendes eingetragen: Das Vorstandsmitglied Karl Wenzel ist durch Tod ausgeschieden. 4858O Gießen, den 20. Juli 1931. __________Hessisches Amtsgericht.___________ Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen-Siadt. Die rückständigen Beiträge zur Kranken-, Invaliden- und Erwerbslosenversichc- rung für den Monat Juni 1931 können noch bis zum 29. Juli 1931 ohne Kosten bezahlt werden. 48470 Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung und evtl. Beitreibung. Die Einzahlung kann täglich außer Samstag von 8 bis 1 Uhr bei unserer Kasse ober auf unser Postscheckkonto, Amt Frankfurt a.M., Nr. 10 833, erfolgen. h i n £ I e r, Rechner. Achtung! Achtung! Ihrer svteaelblanken Fußböden heißt: wehvosol Nur echt in 1-Liter- und "r-Liter-Original- rannen betAugustNoll.Kreuz-Drogerie, Babnbofstratzc 53. 2142V Zum Vorstreichen empfehle: Leinölfirnis le, harzfrei. .-Liter 75 Pf. Futzbodeuölsarbc.........Pfund 50 Pf. Einmachgnrken, 100 Stück von 1.50 Mk. au, Salatgnrken, Einmachzwiebel, Tomaten, Heidelbeeren, Johannisbeeren usw. große Sendung eingeiroffen. Verkauf billigst am Donnerstag früh Brandplatz tarn Eingang zum Botanischen Garten) und im Laden Seltersweg 3. 04182 Kömev-Svosth 2674 ff Seefische «.Filets Heilbutt, Salm Fischhaus Cuxhaven Marktstrabe 23 Telefon 2417 Donnerstag, den 23. Juli 1931, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: zwei Bücherschränke, vier Sofas, einen Herd, fünf Chaiselongues, drei Gläser- schränke, ein Wirtschaftsbüfett, einen Badeofen mit Wanne, zwei Spiegel, zwei Diwans, einen Teppich, einen Kassenschrank, zwei Schreibmaschinen, drei Wanduhren, eine Nähmaschine, zwei Büfetts, eine Vitrine, zwei Horch-Personenwagen, einen Agawagen zwei Klaviere, einen Gasherd, einen Eisschrank, eine Kredenz, einen Kleiderschrank, Tische und Stühle, ein Bett, Kokos- und Roßhaar- besen, Kinderklappstühle, Holländer, Puppenwagen, Kinderspiele, Pferdchen, Fahr- und Waschleinen, Fruchtsäcke, Feldstühle. 48590 Dem Gerichtsvollzieher in Gießen Steinstraße 13 — Telephon 4101 Die Gemeinde wellerfeld beabsichtigt, einen abgängigen Simmentaler Bullen ohne Währschaft zu verkaufen. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum Samstag, dem 25. Juli I. I.» nachmittags 6 Uhr, bei der Bürgermeisterei einzu- reichen. 48480 Wetterfeld, den 20. Juli 1931. Hess. Bürgermeisterei Wetterfeld: K r auß. la, das konnte Onkel Mollig wohl behaupten. Hatte er doch erst vergangenes fahr seiner Frau eine Spindelpresse geschenkt und auch seiner Schwägerin Luise die andere Presse zum Anschrauben. Von beiden hörte er stets das gleiche Lob. Sie arbeiteten vorzüglich und waren ein paar tüchtige Helfer für die Küche geworden. Vielleicht war auch das sehr wichtig, daß beide Pressen von Häuser, Am OswaTdsgarten. waren. Die Zelt der Beerenfrüchte steht nun vor der Tür und auch Sie brauchen eine tüchtige Beerenpresse, um die schönen Früchte weiterzuverarbeiten. Denken Sie an Onkel Mollig und an seinen guten Kauf, wenn Sie sich eine Spindelpresse zulegen wollen. Kommen Sie auch zu uns und suchen Sie sich eine dieser Pressen bei uns aus. Was Sie für Systeme auch haben wollen, Häuser führt sie alle. Also Ihre Beeren presse wird von J. B. Häuser sein. 4Sfi’ A J. B. H AUSER, GIESSEN AM O S WAL DSC ARTEN