Ur. 273 Erstes Via« M. Jahrgang Samstag, 21. November 1931 tr|d)ttni >a glich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte kießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monats-Bezugspreis: !.2O Reichsmark und 30 ^eichspsennig für Träger- bhn, auch bei Richter« steinen einzelnerRummern rtfolge höherer Gewalt. zernfprechanschlüste ntterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnach- sichten: Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: frantfurt am Main 11686. Sicheim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrüßl'sche UniverfitS1§-vuch- und Lteindruckerel H. Lange in Gletzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulsttaße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot, für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Krieg im Frieden. Ms der Völkerbundsrat im Oktober auseinander- «jing, ohne damals in dem chinesisch-japanischen um die Mandschurei etwas ausgerichtet iit)ab:n, womit er seiner Aufgabe als Friedenssiif- 1er unter den Völkern der Erde gerecht geworden vüre, gab er der Erwartung Ausdruck, daß Lapan die Wochen bis zur nächsten Ratstagung irr Räumung der von seinen Truppen besetzten eüdmandschurei benutzen werde und China an» terseits hinreichende Maßnahmen treffen werde, im Leben und Eigentum der japanischen Be- rohner der Mandschurei sicherzustellen. Am lß.Rovember ist nun der Völkerbundsrat diesmal ir Parks wieder zusammengetreten, um für die Beilegung des mandschurischen Konflikts die ausg.eichende Formel zu finden, die nach Möglichkeit niemandem weh tun sollte und nicht zuletzt dem Tölkerbund erlaubte, sich aus einer für ihn denk- for heiklen Situation ohne Schädigung seines ohnehin schon ramponierten moralischen Ansehens rurückzuziehen. Aber das Duell im Fernen Osten Pt inzwischen das Gesicht eines schweren Wasfen- omges angenommen und die beiden Paukanten haben nichts getan, dem älnparteiischen seine tenig beneidenswerte Rolle zu erleichtern. Japan Hst weder die geringsten Anstalten getroffen, Itinc Truppen aus der besetzten Zone abzutrans- tDCtieren, noch hat China Schritte unternommen, teil Schutz der Japaner in der Mandschurei scherzustellen, wozu es beiläufig auch, wie die Japaner vermutlich mit Recht behaupten, bei tem völligen Durcheinander im Lande selber und tem tatsächlichen Fehlen einer starken Zentral- grwalt gar nicht in der Lage wäre. Aber nicht nur das. Während im berühmten älhrensaal des Auswärtigen Amtes am Pariser Quai d'Orsay hie Delegierten der Ratsmächte unter Briands Torsitz die Köpfe zusammenstecken, ist die Man» kchurei Kriegsschauplatz geworden, rollen die Truppentransporte ins Land hinein, donnern die beschütze am Ronnifluß, krachen die Bomben : japanischer Fliegergeschwader längs der ost- ■ chinesischen Dahn, läßt der chinesische General Ma Meine Schwadronen Attacke reiten, aber der japa- irische Oberkommandierende General Honjo wirft '.hie Chinesen im Gegenstoß zurück und zwingt sie nur Flucht. Japanische Truppen überschreiten bei Dgantschi die Ostbahn und besetzen T s i t s i k a r, Itn wichtigen Mittelpunkt von Wirtschaft und Lvkehr im Amurbogen, an der Kreuzung der klcecke Wladiwostok—Mandschuria mit der süd- Nandschurischen. Bahnlinie, die von Port Arthur über Mukden und Taonan nach Rorden führt. ?891* inion kochten: Brot und Arbeit. China suchte und 1ml) in diesem nördlichen Randgebiet, das dem seid) der Mitte einst um die Mitte des 17. Jahr- o 0'vil, M 10 6'«"'“" füißefr I «... Äi I.*»**k .thin«.«* I J6 , ,lf!0dir I | J3** vä hrend der letzten Jahrzehnte in der Man- ÜHurei gleich schwerwiegende Besitztitel erwor- kn Kann China darauf Hinweisen, daß die Mandschurei der Bevölkerung nach heute ganz überwiegend chinesisch ist, so wird Japan dagegen Kl lrnd machen können, daß die Mandschurei nur nk der japanischen Kulturarbeit und des dort h vielen Millionen Jen investierten japanischen ta^itals erschlossen worden ist. Aber wesentlicher kr Beurteilung des akuten Streitfalls als das «bvägen der beiderseitigen Rechtsansprüche ist ke unumstößliche Tatsache, daß beide Länder, (fjina sowohl wie Japan, aus den hier eben noch tnnal kurz zusammengefaßten nationalpolitrschen hrunden die Mandschurei brauchen, wenn sie sch nicht ihre Zukunft als die ostasiatischen Groh- »ächte für alle Zeiten verbauen wollen. *w:5 i Eine blutige Schlacht ist geschlagen. Japan hat nid)t zugewartet, ob bei dem Pariser Völker- ihurdspalaver vielleicht eine seinen Wünschen gün- fige Lösrmg herauskommt, es hat an das Recht tes Stärkeren appelliert und sich mit Wafsen- rgeioalt in den Besitz dessen gesetzt, was die Regierang von Tokio erstrebte, als sie, von Militär imi> Volksstimmung zum Handeln getrieben, einen sich gleichgültigen Zwischenfall zum Anlaß «uhin, um die mandschurische Frage auszurollen, yin einem kenntnisreichen und sachlich gut fun- ticütcn Aufsatz von Dr. Max Pohle wurden hier cn vergangenen Samstag die weit in die Gerichte Ostasiens reichenden Hintergründe des Problems der Mandschurei aufgezeigt. Es wurde ♦erläutert, daß wirkliche Lebensbedürfnisse sowohl tzhina wie Japan zwangen, ihre Hand auf die Mandschurei zu legen, die einst menschenleer und cid) an Bodenschätzen, beiden das zu werden .terfprach, was sie daheim ihrer immens wachsten Bevölkerung nicht mehr zu bieten ver- kochten: Brot und Arbeit. China suchte und IllffTg Uli sink» in diesem nördlichen Randgebiet, das dem I Inf Hl 1111 Seid? der Mitte einst um die Mitte des 17. Jayr- |f|U| Vie bMerts die Kaiserdhnastie der Mandschu auf- 1 ■■ Übungen hatte, das große zusammenhängende kiedlungsgebiet für seinenBevölkerungsüberschuß, । ten. es in den eigenen Grenzen nicht mehr ernäh- cn konnte. Japan hatte wohl den gleichenWunsch, Verka^ rußte sich aber, da seine Rasse den anders- rrteten Anforderungen von Boden und Klima sich ... rt(4prRamschware gewachsen zeigte, mit der industriewirt- g Partie*00 gastlichen Erschließung des von der Ratur reich aisgestatteten Landes begnügen. Die Finanzierung von Bergbau, Industrie, Handel und Der- lifyi durch Japan ließ zwar in der Mandschurei über den fast 25 Millionen chinesischen Bauern, Üe dort seßhaft wurden, nur eine dünne japa- nsche Oberschicht von einigen Hunderttausend stlniernehr^ern, Ingenieuren und Vorarbeitern, Händlern, Aerzten u. a. entstehen, aber dieses 'llirjenw.rk der zapani'chen Wirt chaft s ,u. wenig ;itenä indirekt mehr noch als die großen japa- Ti|c;en ülnternehmungen im eigentlichen China .tem heimischen Arbeitsmarkt die Entlastung, der v0.9an um so dringender bedarf, als sich die bereinigten Staaten, Südamerika und Australien rgen die japanische Einwanderung sperren. So Hben beide Mächte, China sowohl wie Japan, - Oer deutsche Antrag in Basel. Das Memorandum an die BZZ. stellt Deutschlands Zahlungsunfähigkeit fest und fordert unverzügliche Prüfung des Zahlungsproblems in seiner Gesamtheit auch unter Berücksichtigung der privaten Verschuldung Deutschlands. Basel, 20.Tlov. (2BIB.) Die Dank fü r den Internationalen Zahlungsausgleich gibt bekannt, daß sie am Freitagnachmiltag durch den deutschen Generalkonsul in Basel ein Memorandum der deutschen Regierung vom 19.11. erhalten hat, in dem die deutsche Regierung die Bank aussorderl, den in dem neuen plan vorgesehenen Beratenden Sonderausschuß einzuberufen. Unmittelbar nach Eingang des Memorandums wurden an alle 13er- waltungsralsmitglieder der Bank Telegramme gesandt, in denen aus Grund des Art. 45 der Satzungen um die Ermächtigung ersucht wird, den Beratenden Sonderausschuß einzuberufen. Außerdem sind der Reichsbankpräsident sowie die Gouverneure der Bank von Frankreich, der Bank von England, der belgischen Rationalbank, der Bank von Italien, der Bank von Japan und der Federal Reservebank von Reuyork aufgefordert worden, in Uebereinstim- mung mit Ziffer 128 des Reuen planes Mitglieder für den Ausschuß zu ernennen. In dem deutschen Memorandum heißt es über Ursache und Zweck des Antrages u. a.: Bereits Anfang Juni d. I. war die deutsche Regierung zu der Ueberzeugung gelangt, daß sie trotz stärkster Herabsetzung der staatlichen Ausgaben und wiederholter Erhöhung der Steuerlasten außerstande ein werde, die Zahlung der Annuitäten des Neuen Planes f o r t z u s e tz e n. Die wirtschaftliche und finanzielle Lage Deutschlands war schon damals auf das ernsteste bedroht. Die deutsche Regierung hatte sich deshalb entschlossen, die notwendigen Schlußfolgerungen aus dieser Lage zu ziehen. Diesem Entschluß folgte am 21. Juni die Erklärung des Herrn Präsidenten der Bereinigten Staaten von Amerika, die einen einjährigen Aufschub aller Zahlungen auf Schulden der Regierungen, Reparationen und Wiederaufbauschulden vorschlug. Die Hoffnung, daß dieser Vorschlag eine entscheidende Wendung in der Weltkrise herbeiführen werde, hat sich nicht verwirklicht. Die britische Regierung ergriff daher im Juli die Initiative zur Einberufung der Londoner Konferenz. Aus den Empfehlungen der Konferenz ergab sich die V e r l ä n g e r u n g des der Reichsbank gewährten Rediskontkredites, das sogenannte Baseler Stillhalteabkommen und der Bericht des von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich eingesetzten Baseler Sachoer st ändigenausschusses. So wichtig alle diese Maßnahmen waren, um eine schnelle Erleichterung zu schaffen, so waren sie doch ihrem ganzen Charakter nach nur vorbereitender Natur. Die Londoner Konferenz selbst hat in ihrer Schlußerklärung festgestellt, daß die empfohlenen Maßnahmen nur ein erster Schritt seien, und daß sie die Grundlage für eine Aktion von weiterreichender Bedeutung bilden sollten. In den seither vergangenen Monaten hat sich die wirtschaftliche und finanzielle Lage Deutschlands aufs äußerste zugespitzt. Auch in anderen Ländern hat der Druck der Krise zu den ernstesten Erscheinung geführt. Die Welt ist sich in steigendem Maße klar geworden über den inneren Zusammenhang der verschiedenen durch die Lage aufgeworfenen finanziellen Teilprobleme und über die Notwendigkeit, sie alsbald in ihrer Gesamtheit in Angriff zu nehmen. Bei den Ueber- lcgungen, in welcher Form diese Aufgabe am besten zu behandeln sei, ist letzthin der Gedanke in den Vordergrund getreten, z u n ä ch st d e n B e r a t e n » den Sonderausschuß einzuberufen. Da nach dem System des Neuen Planes die Einberufung des Beratenden Sonderausschusses von einem Anträge der deutschen Regierung abhängt, hat sich die deutsche Regierung zu diesem Anträge entschlossen, damit ihrerseits alles geschieht, was den Weg zu umfassenden gemeinsamen Maßnahmen der Regierungen eröffnen kann. Rach dem Reuen plan ist für diesen Antrag die Erklärung der deutschen Regierung erforderlich, daß „sie im guten Glauben zu dem Schluß gekommen ist, daß die Währung und das Wirtschaftsleben Deutschlands durch den teilweisen oder vollständigen Transfer des aufschiebbaren Teiles der Annuitäten ernstlich in Gefahr gebracht werden könnten". Indem die deutsche Regierung diese Erklärung abgibt, muß sie zum Ausdruck bringen, daß eine solche Erklärung der gegenwärtigen Sachlage nicht gerecht wird. Seit der Aufstellung des Reuen planes ist die wirtschaftliche und finanzielle Lage in der Welt, insbesondere in Deutschland, durch eine Krise ohnegleichen von Grund auf geändert worden. Da der Reue plan dem Beratenden Sonderausschuß die Aufgabe zuweist, die Lage unter allen Gesichtspunklen zu prüfen, muh der Ausschuß das Problem in seiner Gesamtheit und unter Berücksichtigung aller seiner Faktoren prüfen und hierbei insbesondere berücksichtigen, daß die Frage der privaten Verschuldung Deutschlands rechtzeitig vor Ende Februar nächsten Jahres neu geregelt fein muh, und zwar durch eine Vereinbarung, die zwischen ausländischen Gläubigern und deutschen Schuldnern zu treffen ist. Da die gegenwärtigen Verhältnisse die g r ö h t e Beschleunigung der zu treffenden Mahnahmen erfordern, schlägt die deutsche Regierung vor, dah der Beratende Sonderausschuh unverzüg- l i ch Zusammentritt, und dah er seine Arbeiten so schnell als möglich erledigt, damit schon in nächster Zeit eine Konferenz derjenigen Regierungen stattfinden kann, die für die alsdann zu fassenden I Entschlüsse zuständig sind. Was sagt das Ausland? Unfreundliches Echo in Paris. Prejsestnninen fordern Protest und schärfste Aufmerksamkeit im Sondcpausschutz. Paris, 21.Rov. (WTD. Funkspruch.) Zu dem deutschen Memorandum erklärt „Echo de Paris": Die Reichsregierung hat wohl ein- gewilligt, die Formel des Voungplanes zu ge- rauchcn, um die Revision der Reparationslasten zu erhalten, aber sie hat zugleich Sorge getragen, zu bemerken — und das sei der wesentlichste Punkt des Memorandums —, dah die Formeln nicht angemessen seien und es sich unter den gegenwärtigen älmständen um etwas ganz anderes als die Herabsetzung der Reparationslasten handele. Das Blatt deutet an, daß für Deutschland praktisch die Reparationen zu existieren aufgehört Hütten. — „Excelsior" schreibt: Das deutsche Memorandum kann beim besten Willen nicht als ein Anzeichen für eine befriedigende Annäherung der französischen und deutschen These in der Frage der Reparationen und kurzfristigen Kredite angesehen werden. Es wird Aufgabe der französischen Delegierten sein, die Debatte nicht über den Rahmen des Boungplanes hinausgehen zu lassen und nicht zu gestatten, daß zwischen der Regelung der ungeschützten Annuität und der Liquidierung der eingefrorenen Kredite eine Verbindung hergestellt wird. Diese Aufgabe ist äußerst delikat, denn man muh befürchten, dah der französische Delegierte sich im beratenden Sachverständ-genaueschuh in der Minderheit befinden wird. — „Figaro" schreibt: Die Reichsregierung halte im Grund genommen unverändert ihre These von der Revision der Zahlungsfähigkeit und der Gesamt- liquidierung der Reparationen und kurzfristigen Kredite aufrecht. Man wundere sich, dah die französische Regierung dieses Dokument ohne Protest habe hinnehmen können. Man habe zwar Wert darauf gelegt, festzustellen, dah es sich um ein Dokument einseitigen Charakters handele. Aber ein Sprichwort sagt bereits: Wer nichts erklärt, stimmt zu. Befriedigung in England. „Da^CndederRcParationcn iftflefommen“ London, 21. 9100. (WTB. Funkspruch.) Daily Expreß sagt, Deutschlands Aktion läuft auf eine Erklärung der Zahlungsunfähigkeit hinaus. Es wirft ein sonderbares Licht auf die Ereignisse, daß Deutschland diesen Schritt gerade in dem Augenblick unternommen hat, wo seine Ausfuhr nicht nur seine Einfuhr bei weitem übersteigt, sondern auch größer ist als die aller anderen Länder. Dies ist gewöhnlich ein Index des Wohlstandes, wenn die Bedingungen normal wären. Sie sind es aber nicht. Es war der deutsche finanzielle Zusammenbruch, der die Geldkrise beschleunigte, die nunmehr die ganze Welt erfaßt hat. Trotz Hooverfeierjahrs und Stillhalteabkommen befinden sich die deutschen Geld-, Tribut- und Devisenmärkte in einem Zustande der Demoralisation. Es ist in jedermanns Interesse, daß eine Verständigung erreicht wird und daß Deutschland davor bewahrt wird, der finanzielle Seuchenherd des Kontinents zu werden. England hat keinen Vorteil von den Reparationszahlungen gehabt. Im Gegenteil, die Zahlungen in Form ausgeführter Waren wie Kohle und Fertigwaren, haben die englische Ausfuhr ernstlich geschädigt. Hohe Tarife in Amerika und anderswo haben es Deutschland unmöglich gemacht, in der einzig möglichen Weise zu zahlen, nämlich in Waren. Es ist klar, daß das Ende der Reparationen gekommen ist. Es ist möglich, daß Frankreich auf irgendeiner Formel für spätere Zahlungen besteht und daß die Maschinerie für die Zahlungen intakt gehalten wird. Aber wenig Zweifel besteht darüber, daß im R e i n e r g e b n i s-n i ch t s gezahlt werden wird. Amerikas Vertretung im Sonderausschuß. Reuyork, 20. Rov. (WTB.) Der Gouverneur der ReuyorkerBundes-Reserve-BarckHar- r i f o n gab bekannt, daß er auf Grund eines Ersuchens der DIZ. den Vorsitzenden des Direktorenrats der Case Porneroy and Co., Walter W. Stewart, zum amerikanischen Mitglied des Beratenden Sonderausschusses ernannt habe. Stewart wird am 28. Rovember nach Basel abreisen. Er wird in Dankkreisen als einer der De - f ä h i g st e n für die ihm übertragene Aufgabe bezeichnet. Er gehört keiner besonderen Dankgruppe oder politischen Gruppe an und gilt als vollkommen unabhängig. Er hat an allen wichtigen Wirtschaftskonferenzen der letzten Jahre teilgenommen. Stewart war früher Leiter der Abteilung für Wirtschaftsforschung der Reuyorker Reserve-Dank, sowie Mitglied des Stabs der Dank of England, in welcher Eigenschaft er ganz Europa bereiste. Case Pomery and Co. Jnc. sind am Anlagemarkt tätig. So sieht sich der D ö l k e r b u n d s r a t in Paris vor einer Aufgabe, die mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nicht zu lösen ist. Er kann bestenfalls einen Gegensatz, der hier zwischen vitalen Interessen zweier großer Völker ohne Raum klafft, für den Augenblick zu über- kleistern versuchen. Aber auch dazu scheint schon die günstige Stunde verpaßt, denn Japan, sich seiner militärischen äleberlegenheit bewußt und bereit, auch aus einem Gegensatz zum Völkerbund gegebenenfalls alle Konsequenzen zu ziehen, hat, ohne dah es die diplomatischen Beziehungen zu China abgebrochen oder gar seinen Delegierten vom Pariser Ratstisch zurückgezogen hätte, die Kanonen sprechen lassen und sich bereits in den Besitz dessen gesetzt, was es erstrebte. Krieg im Frieden, ein seltsamer Zwitterzustand, der alles offen läßt, nur das eine allerdings kaum, daß nämlich Japan gutwillig das besetzte Gebiet wieder räumt, ohne sehr handgreifliche Garantien, besser Faustpfänder, dafür zu haben, daß cs seine Interessen in der Mandschurei besser als bisher zu wahren vermag. China, dem seine innere Schwäche und militärische Ohnmacht verbietet, sich auf einen Waffengang mit den japanischen Rachbarn ernstlich einzulassen, tritt in Genf und Paris als Kläger auf. Es fordert auf Grund der Völkerbundsakte und des Kellogg- Pakts die Wiederherstellung des Status quo, bevor in Verhandlungen unter Vermittlung des Völkerbundes die zwischen Japan und China schwebenden Streitfragen geklärt werden. Japan hingegen verweigert die Räumung des von seinen Truppen besetzten Gebiets, bevor es nicht „ausreichende Garantien" für die Wiederinkraftsetzung der von China angeblich gebrochenen Verträge erhalten hat. Es lehnt auch jede Vermittlung ab, ist aber zu direkten Verhandlungen mit der chinesischen Regierung bereit. So stand die Angelegenheit schon vor der Besetzung Tfitsikars durch die Japaner und es hat vorerst nicht den. Anschein, als ob man in Tokio aus Rücksicht auf den Völkerbund oder die öffentliche Meinung Europas sich zu einem Entgegenkommen entschließen könnte, das durch die Herbeiführung eines Kompromisses den Dölkerbundsrat aus einer täglich peinlicher empfundenen Sackgasse befreien würde. Eine mit einer genau umrissenen Aufgabe betrauten Tlntersuchungskommission des Völkerbundes will man offenbar zugestehen, da die Japaner offenbar dessen sicher sind, daß diese Kommission an Ort und Stelle Feststellungen machen muh, die ihrer Sache günstig sind. Auch gewönnen sie dadurch hinreichend Zeit, sich in der Mandschurei so zu installieren, dah sie später auch einem ihnen unbequemen Spruch des Völkerbundes trotzen können. Aber China genügt das nicht. Noch in Genf berief es sich auf die Artikel 11 und 12 des Völkerbundsstatuts, die besagen, daß „jede Bedrohung mit Krieg ... eine Angelegenheit des ganzen Bundes ist und dieser die zum wirksamen Schutz des Völker- friedens geeigneten Maßnahmen zu ergreifen hat", daß ferner die Bundesmitglieder sich verpflichten, „eine zwischen ihnen entstehende Streitfrage, die zu einem Bruche führen könnte ... der Prüfung durch den Rat zu unterbreiten" und „in keinem Falle vor 2lblauf von drei Monaten nach dem Bericht des Rates zum Kriege zu schreiten". Da dieser Schritt Japan indessen nicht an der Besetzung des strittigen Gebiets gehindert hat (die Zulässigkeit von Re- pressalien während des Verfahrens ist in der Auslegung der Völkerbundssatzung streitig), so verlangt China jetzt in Genf eine Entscheidung des Rats auf Grund des Artikels 15, der im Falle die Vermittlung des Rats vesagt, die Annahme eines Berichts mit Vorschlägen zur Lösung der Streitfrage ohne Zustimmung der Parteien vorsieht und bei einer bann einstimmigen Annahme des Berichts, den Bunbesmitgliebern einen Angriff auf den Staat, der sich dem Bericht unterworfen hat, unterlagt. In dem konkreten Fall Japan-China also würde China, wenn der Ratsbericht ihm günstig wäre und mit Ausnahme Japans einstimmig Annahme fände, gegen einen javanischen Angriff gesichert sein, vor- ausgesetzt daß Japan seiner Pflicht als Mitglied des Dölkerbunds nachkommen würde. Das Völkerbunds- ftatut sagt nun allerdings nichts darüber, wie sich der in Berichtsoerfahren des Rats obsiegende Teil ich Recht verschaffen soll anders als durch Waffengewalt. wozu in unserem Falle China außerstande ein dürfte. Der Völkerbund hat dazu kein Machtmittel in der Hand, denn die in Artikel 16 des Statuts vorgesehene Bundesexekution käme ja nur in Frage, wenn der im Prozeßverfahren unterlegene Teil, hier also Japan, zu den Waffen greift. Da Japan durch die Besetzung des strittigen Objekts nun aber schon dem Ausgang des Prozesses vor dem Völkerbundsrat vorgegrisfen hat und es ihm weiter unbenommen ist, sich gegen den etwaigen Angriff des siegreichen Pro^eßgegners zu wehren, jo müßte sich die Unmöglichkeit Herausstellen, den Bericht des Völkerbundsrats durchzusetzen, wenn nicht eine bislang unbeteiligte Macht ober Mächtegruppe sich zum Einschreiten entschlösse. Das liefe indessen, da hierzu vermutlich machtpolitische Erwägungen den Anlaß geben würden, auf eine in der Vorkriegspolitik mit Recht so beliebte „bewaffnete Intervention" alten Stils hinaus, die mit der Rechtssprechung des Völkerbundes und mit den in seinen Statuten vorgesehenen Maßnahmen zur Verhütung eines Krieges nichts mehr gemein hätte. Werden so einmal an einem konkreten und höchst- aktuellen Beispiel die Möglichkeiten, die der Völkerbund zur Schlichtung von internationalen Streitigkeiten hochpolitischen Ranges zur Verfügung hat, bis zum letzten durchexerziert, so ergibt sich, wie schnell der Völkerbundsrat am Ende seines Lateins ist, wenn es sich auch nur bei einer der streitenden Parteien um eine Großmacht handelt und Interessen auf dem Spiel stehen, die wie hier bei China und Japan beide Staaten im Mark ihrer nationalen Existenz berühren. Und das volle Bewußtsein dieser Tatsache hat natürlich auch bewirkt, daß der Dölker- bimbsrat in Genf und nun in Paris sich emsig müht, durch seine Vermittlung den Streit gütlich beizulegen ober Verhandlungen der Parteien herbeizuführen, ehe er gezwungen wirb durch Erstattung eines förmlichen Berichts in aller Öffentlichkeit Farbe zu bekennen, ohne hinreichende Möglichkeit zu haben, eine ihrer Kraft bewußte Großmacht wie Japan zur Anerkenntnis seiner Vorschläge zu zwingen. wenn ihm nicht die politische Situation zu Hilfe kommt. Diese prekäre Lage yat dem Rat ja auch schon den schlauen Gedanken eingegeben, unter Berufung auf den Kelloggpakt die Vereinigten Staaten, die bekanntlich nicht Mitglied des Völkerbundes find, zur Teilnahme an der Vermittlungs- aktion aufzufordern. Amerika hat die Einladung an- ■genommen, obwohl Japan aus feiner Abneigung gegen das Hinzuziehen des großen Rivalen am Pazifik kein Hehl machte und sogar formell der Ein- ladung an die Regierung von Washington widersprach. So hat der Völkerbund bei Amerika wenigstens Deckung, wenn seine Mission, wofür sehr viel zu sprechen scheint, erfolglos bleiben müßte ober nach einem mühsam zustanbe gebrachten, zwar das Gesicht wahrenden, aber die Beteiligten unbefriedigend lassenden Kompromiß im Sande verlaufen würde. Doch der Konflikt um die Mandschurei ist nicht nur ein Prüfstein für das Funktionieren der Organisation des Völkerbundes, er hat auch eine eminent weltpolitische Seite und sie dürste hinter den Kulissen der Pariser Ratstagung ein gewichtiges Wort mitzusprechen haben. Der Staat, der neben Japan und China an jeder Machtverschiedung im Fernen Osten bas größte Interesse hat, ist bie Sowjetunion. Japan hat Moskau auch bereits zur Neutralität in bem lapanifch-chinesischen Konflikt aufgefordert, denn es weiß, daß es dann mit einem wirtlichen Krieg rechnen muß, wenn Rußland in den Konflikt eingreift. Aber dazu dürfte solange kaum eine Befürchtung bestehen, wie Japan sich auf fein eigentliches Interessengebiet in der Mandschurei beschränkt, das ungefähr den Raum östlich des Nonnifluffes und der schon weiter oben genannten Bahn Port Arthur-Mukden-Taonan umspannt. Eine kritische Frage ist natürlich die ostchinesische Bahn Wladiwostok—Charbin—Angantschi in japanischem Besitz, weil Javan damit den Russen, die zu ihrem pazifischen Hasen Wladiwostok jedoch eine eigene Bahn über Tschita—Chaborowsk besitzen, immerhin unbequem werden könnte. Aber ohne zwingenden Grund wird die Sowjetunion, in schwerem Kampf um ihren wirtschaftlichen Aufbau und ungeklärten Dezieyunaen zu allen Weltmächten, hier nicht vom Leder zieyen. Und Japan, dessen Interessen am Nonnifluß ihre natürliche Grenze gesunden haben, wird Hug genug fein, diesen Anlaß für ein Eingreifen der Russen nicht zu geben. In Paris scheinen sich nun zwei weitere Gruppen herauszukristallisie- rcn. Die beiden angelsächsischen Mächte England und die Bereinigten Staaten sind offenbar bestrebt, ohne sich indessen zu weit vorzuwagen, auf Japan einen gewissen Druck auszuüben, weil sie von einer Zurückdrängung der Chinesen aus der Mandschurei Rückwirkungen auf ihre eigenen sehr um- fangreichen wirtschaftlichen Interessen in China befürchten. Sie befinden sich jedoch insofern in einem inneren Zwiespalt, als beide von einem Fcstlegen starker japanischer Kräfte in der Mandschurei und einem gewissen Gegensatz zu Rußland eine Erleid)- terung verspüren könnten. Japans starker in den natürlichen Verhältnissen begründeter Expansionstrieb wirb von den amerikanischen Philippinen, von Hinterindien und Australien nach Westen abgelenkt. Frankreich, das an sich an der machtpolitischen Entwicklung in Dftaficn weniger interessiert ist, obwohl es in Jndochina den Druck der brot- und arbeitsuchenden mongolischen Volker ebenfalls spürt, scheint Japans Widerstreben gegen die Einmischung des Völkerbundes nicht ungern zu sehen. Man sagt, daß gewisse Kreise des Quai d'Orsay mit der um das Prestige des Völkerbundes besorgten Politik Briands nicht ganz einverstanden seien. Ihnen käme ein stärkeres Engagement der beiden angelsächsischen Mächte in Dftaficn so kurz vor dem Zusammentritt der gefürchteten Abrüstungskonferenz nicht ungele- gen, weil sie davon von dem Druck befreit werben konnten, dem sie namentlich von Washington sich ausgesetzt sehen. So spielen in die Pariser Der- Handlungen des Dolkerbundsrats die verschiedensten Erwägungen hinein, die es gewiß machen, daß der Rat, wenn er doch noch zu einer offenen Stellung- nähme gezwungen werden wird, den Ausweg über eine wohl ausgewogene politische Formel finden wird. Deutschland, in dessen öffentlicher Mei- nung sich ungeachtet aller törichten Fehler der Vor- kriegspolitik schon wieder hier und da Stimmen geh tend machen, die einem energischen Auftreten in Genf und Paris das Wort reden, Deutschland hat nicht das geringste Interesse wieder die Rolle des Hans Dampf in allen Gasten zu spielen und sich in diesem chinesisch-japanischen Konflikt ohne Not i mit, daß chinesische Panzerwag. in die vorderste Reihe bugsieren zu lasten. Deutsch- bahuzone bei Tschuntschau Dorrü land hat in Ostasien lediglich wirtschaftliche Inter-' ist ein japanischer Sanitäts > len in die Eisenvorrücken. 3n Mukden essen, es unterhält mit beiden beteiligten Mächten gute politische Beziehungen, die es nicht durch eine ist ein japanischer Sanitätszug eingetroffen, der von zahlreichen klagenden und weinenden Japanerinnen erwartet wurde. Der Zug führte 19 Gefallene und über 80 Verwundete mit sich. Die japanischen Verluste in den jüngsten Kämpfen belaufen sich aus 89 Tote und 155 Verwundete. Oie Vertreter der Landwirtschaft verlassen den Wirtschastsbeirat. Beschwerde über die vorweggenommene Sonderregelung für den Osten. Initiative der Regierung und einheitliches Gesamtprogramm wird vermißt. Höchstpensionen und penswnMzunMesetz Debatte im Haushaltsausschuß des Reichstags. unvorsichtige Stellungnahme aufs Spiel fetzen darf. Es kann mit gutem Gewissen die Rettung des Völ- kerbunds, der aus diesem Konflikt kaum ohne einige neue Schrammen herauskommen wirt), den andern überlasten. DieLage auf dem mandschurischen Kriegsschauplatz. London. 20. Rov. (WTB.) Die Streitkräfte des Generals Ma befinden sich nach Räumung deS Gebietes von Tsitsikar in vollem Rück- zugaufLeschan. einer 100 Kilometer entfernt liegenden Station an einer Zweiglinie der chinesischen Ostbahn. Der Rückzug wird von General Vuan gedeckt, dessen Truppen gestern ftüb noch in der Rähe von Tsitsikar Widerstand leisteten. Die Japaner beabsichtigen, auch die Stadt Tschuntschau. den letzten Stützpunkt in der Mandschurei, der noch in den Händen der Chinesen ist. qu besetzen. China trifft große Vorbereitungen für einen Gegenangriff gegen die Japaner. In Tahuschan und Ryaoyang sollen Panzerwagen bereitgestellt worden sein. 5n Pe- ling und Mulden stehen Lokomotiven und Züge bereit, um die chinesischen Truvpen befördern zu können. Das japanische Krregsministerium teilt Der javanische Kriegsminister teilte in einer Kabinetts,itzung u. a. mit, General Maischangschen Hube sich anscheinend 40 Kilometer nordöstlich von Tsitsikar zurückgezogen. Die japanischen Truppen würden in wenigen Tagen abberufen werden. Cr glaube nicht, daß Sowjetruh- land irgendeine Aktion unternehmen würde, oa die ostchinesische Dahn weder beschädigt, noch gefährdet fei. Oer Ausweg für den Rat. Entsendung einer Unterfuchungolommisfion nach der Mandschurei Paris, 20. Rov. (WTB.) Dotfchafter Roshi- zawa stattete dem französischen Außenminister einen Besuch ab, bei dem er die japanische Ansicht über den Gedanken einer Unter- suchungSkommifsion entwickelte. Im Anschluß hieran traten die Rat-mitglieder ohne die Delegierten der beiden Parteien zu einer Besprechung zusammen. Man batte den Eindruck, alS ob sämtliche anwesenden Ratsmitglieder für diese Kommission seien, doch wurden Beschlüsse nicht gefaßt. Staatssekretär vonDülow Die Äeichsregferung erwidert. Zum Inhalt des Briefe- wird in einer Auslassung der Reichsregierung betont, daß er von völlig falschen Voraussetzungen auS- geht. Wenn über mangelnde Initiative Der Reichsregierung in den Verhandlungen des WirtschastsbeirateS geklagt wird, so hat die ReichSrcgierung dauernd mit Rachdruck betont, daß ihre verfassungsmäßige Zuständigkeit, in eigener Entschließung einWirtfchaftS- prvgramm aufzustellen, durch die Arbeiten deS Wirtschaftsbeirates in keiner Weise berührt werden sollte, und daß eS sich daher in der Aussprache des WirtschastsbeirateS nur darum handele, d i e Auffassungen der maßgebendenWirtschaftskrelse festzustellen. 3m übrigen wird zugegeben, daß die neue Rot- Verordnung über die Äeugestaltung der deutschen Osthilfe durchaus einen Teil des gesamten Wirtschaftsprogramms der Reichsregierung darstellt. Insofern hätte es auch die Reichsregierung gern gesehen, wenn diese Maßnahmen zusammen mit den für die nächste Zeit in Aussicht genommenen weiteren wirtschaftspolitischen Maßnahmen hätten getroffen werden können. Da im vorliegenden Falle aber entscheidende Fragen der bevorstehenden Frühjahrsbestellung und damit die Sicherung der Ernährung deS deutschen Volkes auf dem Spiele standen, hatte die Heichsregierung geglaubt, den Reichspräsidenten schon vor endgültiger Feststellung des übrigen Wirtschaftsprogramms diese Maßnahmen zum Erlaß einer gesonderten Rotverordnung Vorschlägen zu sollen. Ein solcher Schritt der Reichsregierung war gerade von den berufenen Ver tre tern der Landwirtschaft deS deutschen Osten - mit sofortiger Wirkung verlangt worden. Die Haltung der drei landwirtschaftlichen Vertreter des Wirtschaftsbeirates erscheint daher nur um so unverständlicher, zumal ihnen vor Erlaß dieser Rotverordnung deren Inhalt mitgeteilt und von ihnen übereinstimmend gebilligt worden war. Schließlich wird amtlich noch betont, daß von einer „Sprengung" deS WirtschastsbeirateS durch das Fernbleiben der drei landwirtschaftlichen Vertreter natürlich in keiner Weife die Rede sei. Die wertvollen Arbeiten der Ausschüsse seien gerade gestern zu Ende geführt worden, und es handelt sich jetzt lediglich noch darum, in einer abschließenden Sitzung der beiden Ausschüsse das Ergebnis in Leit- sähenfestzustellen. die nach Abzug der Kürzungen noch eine Pension über 12 000 Alk. beziehen; mehr alS 14 300 Mk. betrage die Pension nicht. Abg. M o r a t h (D. Vp.) erklärte sich damit einverstanden, daß der Regierungsentwurf eines Pensionskürzungsgesetzes zur Grundlage der Beratung im Haur-Halisausschuß gemacht werde und daß dann die Entscheidung im Plenum gesucht werde. Der Redner wandte sich dann gegen die Hetze bezüglich der sogenannten Doppelverdiener. Das hohe Gut des Rechts dürfe in einem Kulturstaat nicht durch billige, populäre Maßnahmen zerstört werden. Abg. Laverrenz (Dn.) erklärt sich mit dem Vorschlag einverstanden. Der Redner warnte davor, die Beamten und Pensionäre völlig zur Verzweiflung zu treiben. Recht müsse Recht Abg. Hartwig (Chr.-Soz.) erklärte, über dem Beamtenrecht stehe das Wohl der Gemeinschaft. Das mühten alle Staatsbürger ertragen lernen, und hiervon konnten auch die höheren Beamten und hohen Pensionäre keine Ausnahme verlangen. In dieser Rotzeit müsse jeder sein Opfer bringen. Abg. Roßmann (Soz.) wandte sich gegen die Ansicht, daß die finanziellen Auswirkungen einer allgemeinen Pensionskürzung n-cht wesentlich seien. Es handele sich doch nicht nur um Reichsbeamte, sondern um alle Beamten, auch die Angehörigen der Reichspost und der Reichsbahn. Abg. Ersinn (Zentr.) war der Ansicht, daß auch im Interesse der Beamten mit den Auswüchsen der Pens onsgesetzgcbung aufgeräumt werden müsse, damit endlich die Beamten aus der vergifteten Atmosphäre herauskommen. Berlin, 20.Rov. (CRB.) Wie wir erfahren, haben die drei landwirtschaftlichen Vertreter im Reichswirtschaftsbei- r a t dem Reichskanzler in einem Schreiben mitgeteilt, daß sie au- dem Beirat aus- scheiden. Es handelt sich dabei um den Präsidenten des Deutschen Landwirtschaftsrates Dr. Brandes, den Präsidenten der Brandenburgischen Landwirtschaftskammer v. Oppen und den Gutsbesitzer Dr. H o l t m e i e r, der den Bauernvereinen nahesteht. In dem Schreiben an den Reichskanzler wird u. a. erklärt. Leider müssen wir heute nach mehrwöchigen Verhandlungen feststellen, daß wir von einer Klärung der Grund- Probleme noch weit entfernt sind, nicht zuletzt deshalb, weil die Reichsregierung es nach unserer Lieberzeugung an der erforderlichen Initiative in den Verhandlungen deS Wirt- fchaftsbeirates hat fehlen lassen. Aberdiefe Feststellung hätte uns allein nicht veranlassen können, von einer weiteren Mitarbeit in dem Wirtschaftsbeirat abzusehen, wenn nicht durch den Erlaß der neuen Rotverordnung über die Osthilfe eine ganz neue Situation geschaffen worden wäre, die wir nicht hinzunehmen vermögen. Es wäre u. E. Pflicht der Rei^sregierung e.ewesen, in 11 beiein- ftimmung mit dem Wir s caftdberat das g famte P^o.zramm der Wir schäftl- u Z> Fi anzsa ie.ung einheitlich zu beschließen, anstatt eine einzelne Maßnahme vorher herauszugreifen. Wir können solche Methoden durch unsere weitere Mitarbeit im Wirtschaftsbeirat nicht mit unserer Verantwortung decken, da kein Dauer in West- oder Süddeutschland es verstehen würde, daß die z. T. rücksichtslose Eintreibung der von ihm aufzubringenden Lasten f ortgebt, zu ftei- gcnden Zwangsversteigerungen führt, während gleichzeitig ein genereller Schutz für den Osten ausgesprochen wird. Solange bei der Reichsregierung ein Gesamt- programmnicht erkennbar ist, solange an der Methode der Einzelmaßnahmen festgehalten wird, solange die wichtigsten und sofort durchführbaren Maßnahmen — wir erinnern nur an den Dutterzoll und die Drosselung entbehrlicher Einfuhren durch entsprechende Devisenbewir schastung — immerwiederhinausgeschoben werden, vermögen wir uns auch von den Arbeiten des Wirtschaftsbeirates Linen durchschlagenden Erfolg zu versprechen. Wir werden deshalb den Arbeiten fernbleiben, bis sich die Regierung zu einer Ölen- berung dieser Methoden und zur Aufstellung eines klaren Programms zwecks Durchführung der zur Rettung der gesamten Landwirtschaft erforderlichen Maßnahmen entschließt. Derlin, 20. Rov. (DDZ.) Der Haushalts- ausschuh des Reichstags begann die Beratung der Anträge zur Pensionskürzung sowie über die Festsetzung einer Höchstpension und in Verbindung damit die ^Beratung des Regierungsentwurfes über Pensionskürzung, der allerdings durch Rot- verordnung inzwischen z. T. erledigt und überholt ist. Die Deutschnationalen waren durch den Abg. Laverrenz vertreten. Reichssinanzminister Dietrich erklärte: Selbstverständlich sei es der Reichsregierung erwünscht, wenn durch einen verfassungsmäßig zustandegekommenen Beschlußdes Reichstages alle Schwierigkeiten, die auf diesem Gebiet bestehen, ausgeräumt werden könnten, was auch die begrüßenswerte Folge hätte, daß der ungeheuerlichen Agitation, die draußen im Lande unter vollkommen verzerrter Darstellung der Verhältnisse betrieben werde, der Boden entzogen würde. Gelinge es nicht, durch einen mit Zweidrittelmehrheit gefaßten Beschluß des Reichstage-, die Frage der hohen Pensionen und der Doppelverdiener zu regeln, dann müßte es bei der Regelung der Rotverordnung bleiben mit allen ihren Bedenken und Gefahren. Heute, nach einer zweimaligen Kürzung, bezögen nur noch 579 Personen eine Pension von mehr als 12 000 Mk. Die allermeisten dieser Pensionen lägen aber zwischen 12 030 und 14 000 OHL Diese 579 Pensionen resultierten aus der alten und der neuen Wehrmacht, der Reichspost, der Reichsbahn und sämtlichen Reichsbehörden. Die ganz krassen Fälle seien restlos ausgeräumt, z. T. dadurch, daß die betreifcnöen Pensionäre freiwillig auf einen erheblichen Teil der Pension verzichtet haben. Von der alten Wehrmacht seien nach dem Stand vom 1. Juli 1932 noch 108 kommandierende Generale bzw. Admirale vorhanden, or« inistcr rupren. Die Organisationen hatten bei der Ar- I »w,«kKmu ttÄ s:WÄtti s SsSwa SÄÄfito “,« kahenellenbogen bleibt außer hast. ilrlgcn Dauer. Dir Anläßlich der 700. Wiederkehr deS Todestages der Heiligen Elisabeth wollte in Dri?en sowohl der 3. Orden der Kapuziner alS auch eint Kongregation ein E l isa be t h-Spiel aus- fubren. Die Organisationen hatten bei der Dc- fc stand ihm so fest, toi 6tW, er fand diese ! Der japanische Vertreter in Paris hat die Weisung erhalten, jeden Dorschlaa eines Waffen, ft i 11 ft a n b e s in Der Mandschurei abzulehnen, da ein solcher nur gemacht werden kannte, wenn eii K r i e g s ; u st a n d bestünde. Ferner würde er es den Chinesen ermöglichen, Streitkräfte von mehr als 200 000 Mann gegen 15 000 Japaner zusammen»» Ziehen und Japan verhindern sich gegrt Soldaten- und Räuberhorden zu ver- leidigen. Ordnungserlaffe in Preußen. stärkste Einschränkung brr Rede« urb Brr« sammlungöfrrißeit. - Waffrnvrrbot für Jugendliche. ait>D- (DDD. Amtlich.) Der Preu, ßcsche Minister des Innern hat einen RunderlaH und zwei Polizeiverordnungen zur Sicherung vot Ruhe und Ordnung herauSgegeberr, in denen tf u. a. heißt: Die bisherige Handhabung der Der» sammlungspolizei hat eS noch nicht verhindert können, daß in besorgniserregender Weise in de, Versammlungen der radikalen Parteien und Organisationen zu Gewalttaten auf gef dert oder an gereift wird. Der Min ersucht daher die Polizeibehörden: unter An. egungstrengstenMaßstabeS Versamnv langen, in denen — wenn auch nur In verschleierter Form — zu Gewalttätigkeiten aufgefordert oder angereizt wird, sofort auszu. losen. Versammlungen, bei denen, inSbesonder, nach derPerson deSRednerS. die Besorg, nrs solcher Vorstöße besteht, vorbeugend z, verbieten oder jedenfalls nur unter Aus- sHl"st solcher Redner zuzulassen. Die ent- acltliche oder unentgeltliche Abgabe vo, Waffen an Personen unter 20 Jahren ist verboten. In der Zeit von 17 bis 7 Uhr sind Ge- lande- und Ordnungsübungen und Vorbereitungen dazu sowie alle Märsche in geschlossener Ordnung unter freiem Himmel ver- boten- Ausgenommen von dem Verbot des § * find behördlich angeordnete Veranstaltungen und Märsche (AuSslüge) von Personen Im " L" £ a I *c r‘ Polizciverordnung tritt nach Maus von sechs Monaten außer Kraft tW ^i-h-n.' Totenst ist- A K*-' fr’r 5^. Äsche F’Tru&t seine ' Ringsumher AsS- iWS- mit dem *££*«*£« ‘ Y/'rti v«nn sie an h Srwagm CvS immer wieder n ! tin Sunstgnff £ £L- Don. der des L foHo wird well E5X zu wissen, I ‘ s.chmen. Der, StA.n vergangenes $»:141ügungcn und ß 'r^vird diesen Ertoi «i 5 lagen, daß sie le j-Ni-idhalicn- Ss ist i „Windung, von all> >cK1 M -rrz sich klar vVMtfem Dolkstr ^drNnMalt 2Iin CjjJirfkjiJn Empfindi! n Mya binauskom , r Mi Hinschelde' r' jjd rok ungemein bi i'.rkm kl Alleinsein, |?rf 5dt «gangen ist. ■ I r i tm von den ! 11 _• jafjir durch den u I: j. wenn diese 'S i k J unö noch so künstl' t : im die Dewihheit f : J ein ewiges, un -iöe Tevistheit verleih dis« Seto'chheii erlange «ir-.ent, besonders Orirft des Apostels fcatn in seinen Höhen kcnnt, er touhte von 5 e--L mühevollen Tagei ritt Sorgen durchtoacf t: touhte auch von dei - -iuer. .Dir lieben, alle Din foit für uns. wer m b ll uns scheiden von fwch. daß weder Snj ta mag von der L'e ist unferm Herrn. ;?rt5e ?'mmt ganz « " ««sagt hat, er selbs ^:nlctgrunö einer seinen letzten L g. bervor. Aon sich ZK "oa seinen 3ür Jin, euch die Städ V Jesus zum ^?Lt.des bebe l “ 0^9 ihn auch j bat die Frag« deS Wasfenstillsta«de» neuerlich aufgeworsen. SS wird jetzt von der lichkeit gesprochen, daß der VölkerbundSrat a« Montaa oder Dienstag zur Annahme einer Entschließung gelangen werde, die die gegenwärtigen Verhandlungen zum Abschluß bangen und alS Hauptpunkt die Sntsenduna einer älntersuchungSkornmission juJ Gegenstand haben werde. Aus aller Well. Der Reichskanzler spricht morgen im Rundfunk. Reichskanzler Dr. Brüning wird am Sonntag um 20 Uhr im Berliner Rundfunk über d l e Winterhilfe sprechen. Die Ansprache wird auch auf den Frankfurter Sender übertragen. Elisabeth-Feiern in Sübfirol verboten. kahenellenbogen bleibt außer hast. Die Strafkammer II des Berliner Landgerichtes I hat die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen den Beschluß des Untersuchungsrichters Katzenellenbogen gegen eine Sicher- heitsleiftung von 1 00000 Mark von der Untersuchungshaftzu verschonen, zuruckgewiesen. Sie ist aus Grund einer von dem Angeschuldigten und seiner Ehefrau am 19. x M- abgegebenen eides st ältlichen Versicherung und eingehenden Darstellung der Verteidigung der Ueberzeugung. daß der Angeschuldigte zur Zeit über irgendwelches nennenswerte Vermögen im In- ober Auslande nicht verfugen kann, und daß daher die Sicherheitsleistuno von 100 000 RM. in Verbindung mit der Ablieferung des Passes und der K o n t r o l le seines Berliner Aufenthaltes ausreicht, den an fit bestehenden Fluchtverdacht zu beseitigen. Lergwerkskatastrophe In England. In bem in der Nähe von Doncaster, Grafschaft Tork, gelegenen Bentley Kohlenbergw-rl ereignete sich ein schweres Explosionsungluck. 11 Bergleute wurden getötet und 40 verletzt Um Mitternacht stand bie Grube in Flammen. Ein englisches 19000-Ionnen-Molorschiff durch Jeu« zerstört. Aus dem im Trockendock von D-lsast liegende» 19 000 Tonnen großen LuffuSmotorschifI .Bermuda" brach Feuer auS. Ilm Mlttcma« stand daS ganze Schifs in Fiammen. Die gesamt» Feuerwehr von B:lfast nahm an den Li fdbartxit.l teil, die durch ständig aufeinanderfolgende Eß» plosionen se^r erschwert wurden. Um 2 Uhr begann daS Schiff sich allmählich zu neigen. D» .Dermuda" hat ihre erste Fahrt 1928 unternoarmen. Während der Saison war sie für den Vev» kchr -wischen Reuyork und BermukmS bestimm^ während sie in der übrigen Zeit deS Jahres Weltreisen unternahm. Am 17. Juni d. I. war sie bereit» im Hafen von Hamilton iBermudaS) durtz ein große» Feuer schwer beschädigt worden un> nach vorläufiger Reparatur nach Belfast zurüs- gekchrt. Da» Schiff ist vollkommen zerstört, btc Schaden übersteigt eine Million Pfund Sterling Explosion eines Gasolln-Iankschisses. In San Francisco explodierte da» a« Pier liegende Gasolin-Tankfchiif .Charlie Wo»» son" aus unbekannter Ursache. Soweit bisher fei» steht, sind wenigstens fünf Personen getf- t e t und zehn verletzt worden. Man befürcht^ aber, daß sich im Maschinenraum noch weitere Opfer befinden. Organisierter TNenschenraub In Ehlkago. Dago Lawrence Mangano, ein Unterfuhr<1 Al C a p o n t s, der als dessen mutmaßlicher No> folger galt, ist mit fünf Gefährten in Chikoc« von der Polizei verhaftet worben unter der $<* schulbigung, Leiter einer Organisation zu fein, bie sich damit beschäftigte, wohlhaben l« Leute zu entführen, um ein Lösegelb y erpreßen. Nach Angaben ber Polizei waren in den letzten zwölf Monaten minbestens 100 Fäll« derartigen Menschenraubes zu verzeichnen. ^Ntile ßröfoi kdl.’e’rS6,"'101'®"»' ^oeinhauf-n »■ i Väif'f°ben ^rde! rbracht K ?0,kn für PWr' d!. Totensonntag. ZO. Mwembtr w 5 Mk.), erde tu 7 ler Mi. morgen Im Runbfonl. Montag, den 23. November. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. dn Ende nehmen. Wer. der alt geworden ist. nöchte sein vergangenes Leben mit allen seinen bchicksalsfügungen und Enttäuschungen noch ein- teren Ziel der südöstliche Teil der Stadt sei. Die " ' " i allgemeinen Rotkraut 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 Spinat 12 bis 15, älnterkohlrabt 5 Grünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 15 Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 40 Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kürbis 5 bis 6. Kartoffeln 4 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk.), Aepfel 8 bis 10 (pro Zentner 4 bis 7 Mk.), Birnen 8 bis 10, Dörrobst 30 bis 35, Rüsse 35 bis 40, Hon.g 40 bis 50, Enten 80 bis 100. Gänse 70 bis 80. jg- Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 90 Pfenn.g p.o Psd.; Tauben 50 bis (.0, Eier 13 bis 14, Blumenkohl 20 bis 60, Endivien 8 bis 10, Oberkohlrabi 8 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Salat 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15 Pf. pro Stück. Auch ohne Mundstück, rund und dick gaben Herkommen, wenn der Kaufmann keine Steuern mehr bezahlen kann! Lind nur dann bleibt die öffentliche Berwal- tung zahlungsfähig, wenn Steuern eingehen, die vom Kaufmann natürlich erst vorher verdient werden müssen! Cs schädigt sich also jeder selbst, wenn er nicht dafür sorgt, daß am Platze gekauft wird, und daß das Geld am Platze bleibt. Cs ist für die Ortsentwicklung, wie für Wohlfahrt und Gedeihen der Einzelhandelsgeschäfte notig, dah sie von den Käufern unterstützt werden, denn die Einzelhandelsgeschäfte tragen eine große Steuerlast. Angesichts der wachsenden Arbeitslosigkeit gilt es mehr denn je. die wirtschaftlichen Kräfte für die Heimat einzusehen. Daran müssen aUe Käufer und Käuferinnen jetzt denken und nicht ihr Geld in Kauf- und Warenhäuser fremder Siädte tragen. Wer also am Platze kauft, nützt sich selbst am meisten. Trichinen in Rau-wild. Am 19. Rovember wurden im Schlachthof Gie- •uf Mreresmvrau umoererhnetr» Luftdruck «VN"lN" HU 0. Dr. W. Klein. . . „ . Christus hat der Seele alles gegeben, wonach (edvch nicht erteilt mit k sie verlangt, Gemeinschaft mit Gott, Freiheit von me TheLlcrauffichning ii kchuld und Sühne, ein unverrückbares Lebens- i>e unzulässig sei. Äzicl, er gurt der Seele auch die Gewißheit einer cn hleibl auhet fiaft kwigen Dauer. ^Wir wissen aber, dah denen, die . m r o ©olt lieben, alle Dinge zum besten dienen, oft Serhner vanDgernttt: @Dft für uns, wer mag wider uns sein? Wer e her ciaatsüniDül.1 uns scheiden von der Liebe Gottes? Ich bin chinh des MehuchungM- gcn)^ weder Tod noch Leben... uns schei- Uegen eine feiger ben mag von der Liebe Gottes, die in Christo n 11)0000 Warr do: gefu unserm Herrn." Diese gewaltige Gedan- ashaft ju Pfr|qi)nen4 tz^^ihe stimmt ganz mit dem überein, was 3c» Eie ist auf ®runb einer nor. ju8 ^sagt hat, er selbst ist nur zu verstehen auf nt 'einer Ehcjrau am w. bem Hintergrund einer jenseitigen Welt. Beson- :s,ältlichen Der 1 ich! bers in seinen letzten Lebenslagen tritt das deut- ,n Darstellung der Deck» b- - - c- i bütz der Angeschuldigle st Asches nennensmeni ober Auslände nicht °« 3 hoher bie lerbinbung mit der Abl [feit: .Halte das Bild der Würdigen fest! Wie leuchtende Sterne teilte sie aus die Ratur durch den unendlichen Raum." Der Ursprung dieses Distichons ist nicht angegeben, es rührt von Goethe her und findet sich h her Sammlung „Bier Jahreszeiten", die edle, l»eisheitsvolle, dichterisch verklärte Worte enthält. Offenbar haben die, die dem Gelehrten den Grab- sein gesetzt haben, nicht das Bedürfnis gehabt, sch auf eine andere als eine rein natürliche, ncnschliche Art mit dem Gedanken an den Tod lbzufinden. Die Zahl derer, die so denken, ist groh. 6ie stellen, wenn sie an ihr Sterben erinnert werten. allgemeine Erwägungen an. 3edes Leben, |) sagen sie, schöpft sich einmal aus. die Welt bare undenkbar, wenn nicht die Alten sterben und he Jungen in das Leben nachdrängen würden, üur durch den Wechsel der Geschlechter auf (Seien wird immer wieder neues Leben erzeugt, auch Her wird ein Wort Goethes herangezogen: .Der Job ist ein Kunstgriff der Ratur, viel Leben zu heu . LhlkaS"' Unl‘.rfii£ Bestimmt gibt es für 3 V3 Pfennig eine ganze I Reihe guter Zigaretten. Sie aber wollen ^>41 ■ I ■ doch für Ihr Geld den höchsten Gegen- I I I I wert .... und die neue 5 O l O ? - Al BI Fragen Sie mal den, der raucht! ** Oberhessischer Kun st verein. Man schreibt uns: Morgen zeigen in der Ausstellung im Turmhaus am Brandplatz „Drei Frauen der Gegen- wart" zum letztenmal ihre Arbeiten dem Gießener Rirdllicbc JlotbricbfCtt. Publikum. Annähernd 300 Kunstfreunde und 200 Ä .... , . Se iler und Schülerinnen zum Teil sogar von aus- I Evangelische Gemeinden, wärts, haben die Ausstellung bisher besichtigt, und Sonntag, 22. November. 25. Sonntag nach Trinitatis, wohl alle haben mit großer Freude die Arbeiten der I Totensonntag. drei Künstlerinnen gesehen Da in der nächsten Woche Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Mahr: 11: Kinderkirche ^^e"eltungen für die Ausstellung Künstler- für die Matthäusgemeinde; Pfr. Mahr; 17: Pfr. HUfe für 20 bis 100 RM beginnen muffen kann Packer. - Iohanneskirche. 9.30: Pfr. Bcchtolsheimer; eine Verlängerung der letz.gen Ausstellung nicht in 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde Pfr. Bech- Frage kommen Es sei deshalb auf diese etzte Mag- tolsheimer: 17: Liturgischer Gottesdienst; Pfr. Aus- lichke.t des Besuches am morg.gen Sonntag von 11 felb; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal; Pfr. b'2 13 Uhr nochmals besonders hlngew.esen. Müller. - Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: P r. .. . usc en un d d e r H c r d« n tu r rn ßen3; n: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. stnd am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei gc- Lenz. - Elisabeth-Kleinkinderschule. 9.45: Pfr.Ue. n x : t. zm *, ,«k, X Waas; 11: Kinderkirche für die Petrusgemelnde; Pfr. - Der nächste R i n d v i e h . (N u tz o i e h-) Lic. Waas; 18: Pfr. Lic. Waas. - Jm Saale der p * ^"^"tag, 24. November, der 1 - - ■ - — ■ Mittwoch, 9. Dezember, les unb Der .chMS ausreicht, Den an f- taty zu befeiti8erL ^slraphe I» - non Maft«, ii der Westanlage zu Gießen besagt, daß hier im Lahre 1829 der Literarhistoriker Karl Hillebrand geboren ist. Dieser Mann hat 1884 seine lihte Ruhestätte zu Florenz gefunden; auf dem stiedhos der Evangelischen, „dem Cimitero degli jllori“, ruht seine Asche neben dem Grabe seiner fattin. Ringsumher Grabsteine aus weißem ilarmor, Pinien und Zypressen, die diesem süd- slndischen Gottesacker einen eigentümlichen Cha- oller geben. Auf Hillebrands Grabstein ist zu erhalten, wurde abgelebt, obwohl mehr als 40 Schüler, etwa 60 andere Reisende und nur 40 Angehörige der beiden Firmen, die bisher die Kosten der Aufrechterhaltung der Hallestelle getragen haben, -u den täglichen Benützern gehören. Die Reichsbahn würde sich die Allgemeinheit zu Dank verpflichten, wenn sie einen Weg fände, die Haltestelle für ihre zahlreichen berufstätigen Benützer zu erhalten. Kaust am platze! Es ist ein Irrtum, wenn manche Leserinnen glauben, in der Großstadt kaufen zu müssen! Sie bedenken dabei zunächst nicht, daß sie ihre Einkäufe durch die Fahrtkosten schon wesentlich verteuern. Cs ist eine sie selbst schädigende Finanzpolitik, welche die Käuferinnen betreiben, wenn sie zur Großstadt fahren, ohne dabei zu bedenken, dah die Kaufleute dort große Mieten, Gehälter und Spesen aller Art zu tragen haben. Am kleineren Platze, wo die meisten Kaufleute ihren eignen Grund und Boden haben, sind sie imstande, billiger zu kalkulieren, und viele Beispiele könnten dafür angeführt werden, daß man außerhalb teurer kauft. Alle Geschäftsleute kleinerer Plätze sind bemüht, die neuesten Waren heranzuschaffen, die besten Qualitäten zu bringen. Der Kaufman hat ein großes Interesse daran, seine Stammkunden reell zu bedienen, da sie für ihn ein Kapital bilden. Er hat immer die gleichen Kunden, und er wird sich hüten, sie schlecht und teuer zu be» i dienen. Wer nicht am Platze kauft, schädigt sich selbst, Owolkenlos, oneuer, onaro oe-ietkL® wolkig, • erweckt «Regew w Schnee a Graupeln, e MeDti R Gewitter,(§)wind$tille.«O seh» echte« Ost nassige« Südsüdwest q stürmischer «tordwesl Oie »teile fliegen mit dem winde Die oeidcn Stationen stenenden Zett» "Ä 752. Ä II Ülus her provinzialhauptffadt. lnSen It Gießen, den 21. Rovember 1931. Totensonntag. n9«!ß ntleni, * Sine Gedenktafel am Gasthaus „zum Rebsto^ -- ‘ -.......... rende sind der Gießener Orche st erverein unter der Stabführung von Dr. Stefan T e m e s - vary und Dr. Johannes Hobo hm (Klavier) als Solist. Als Programm ist vorgesehen: 1. I. S. Dach: Ouvertüre, Air und Gavotte aus der ersten Suite in V-Dur. 2. Mozart: Klavierkonzert O-Moll (Köchel 466). 3. Beethoven: 3. Symphonie (Eroica). Dr. H o b o h m ist uns kein Unbekannter mehr, nachdem er vor 3 Jahren schon einmal mit größtem Erfolg als Solist in einem Symphoniekonzert mitgewirkt hat. Cr ist ferner unseren Musikfreunden als Cembalopartner aus dem Döbereinertrio bekannt und in bester Erinnerung. Das sorgsam vorbereitete Programm verspricht einen erlesenen Genuß. Alles Rähere in den Anzeigen. — Der Goethe-Bund eröffnet, wie man uns schreibt, die Reihe seiner dieswinterlichen Dichterabende mit einer Borlesung der. Dichterin I n a S e i d e l aus ihren Werken. Ina Seidel gehört zu den reichsten und reifsten Begabungen unter den schaffenden Frauen der Gegenwart. Ihr neuestes, vor kurzem erschienenes Werk „Das Wunschkind", aus dem sie vorlesen wird, ist ein hohes Lied auf die Frau und Mutter. (Siehe gestrige Anzeige.) Gießener Wochenmarktpreise. 'Gießen, 21-Rov. Heutige Wochenmarktpreise: Butter 120 bis 130 Pf. (Kochvutter von 100 Pf. an), Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis 5 Mk.), Weißkraut 5 bis 6 (pro Zentner 2 bis 2,50 Mk.), fr*» 'Erlasse rußen. "9 berSifbe..... faben." Dem, der des Lebens Unbestand kennen- {ctemt hat, so wird weiter gefolgert, ist es eine Zeruhigung, zu wissen, daß einmal alle Leiden Aussichten für Sonntag: Fortdauer des stellenweise nebligen, tagsüber leicht wolkigen Wetters mit Aufheiterung, trocken, nachts Temperaturen etwas unter Null. Lufttemperaturen am 20. November: mittags 3,6 Grad Celsius, abends — 0,6 Grad; am 21. November: morgens —2^2 Grad. Maximum 3,8 Grad, Minimum — 2,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. November: abends 1,3 Grad; am 21. November: morgens 1,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 5 Stünden. Oie Detterlage. c... . , - . Vitamine sind Lebensspender. Ohne genügende einwandfreie sorgfältige Arbeit cm großes Der- Mengen von Vitaminen im Futter kann kein Tier dienst um die Erstellung des Musterbetriebes er- gedeihen. Schon der geringste Mangel führt zu ’zibonnemenr emmaimes cyuiiiucci , worben haben. 3m Anschluß an die Ansprachen Knochenerkrankungen und Wachstumsstillstand beim Thoma-Bühne mit der Aufführung des Volksstückes wurde die ganze Anlage in Dettneb gesetzt und Jungvieh, zu Lcistungsrückgängen und Knochen- Kalteiseraeist" von Max Mohr. Die Gäste, die be- die Gaste konnten wahrend eines Rundganges weiche bei Alttieren. Der im Futter bestehende Vita- reits im Vorjahre mit sehr großem Erfolge „Magda- den Betrieb in allen Einzelheiten wahrend der minmangel ist am sichersten durch Verabreichung lena" zur Aufführung brachten, begegnen auch bei Arbeit kennen lernen. einer guten Lebertran-Emulsion zu beheben. Die diesem Gastspiel wieder einem sehr lebhaften Inter- Vieh-Lebertran-Emulsion „Osteosan" der bekannten -------। *Jttctfprhni*nnAfnA<* I Firma IN. Drockmann Chem. ^abr. m b. h., Leipzig- Eutr., wird aus dem vitaminreichsten Dorschlebertran Halts und noch so künstlerisch geformt sind. Hier hilft nur die Gewißheit, daß es über den Tod hinaus ein ewiges, unzerstörbares Leben gibt. Diese Gewißheit verleiht nur der Glaube. Wer ü n i n g toiib am 6onnk; tiefe Gewißheit erlangen will, der lese das Reue ‘ ,i Testament, besonders die Evangelien und die :r.. Tie Üniptafy wirb auf Triefe des Apostels Paulus. Paulus hat das :r\*-x übertragen. Leben in seinen Höhen und in seinen Tiefen ge- in Sübtirol nerbofen {annt» cr wußte von Krankheit, Verfolgung, Ar- V \ Mt, mühevollen Tagen und von Rächten, die er 2..i\rfcpr des Todesiaxü unter Sorgen durchwacht hatte, zu berichten. Qlbcr 9 in Snjenb er wußte auch von der Liebe Gottes zu künden, : .^ü>llziner als auch ä. |jc stand ihm so fest, wie die Tatsache des eigenen lisabcth-Spiel ti ßei.ns, er fand diese Liebe vornehmlich in der lionen hatten bei der 1 hcrson und in dem Werke Christi. hierzu nachgesucht. $i Christus hat der Seele alles gegeben, wonach Wie man hört, soll Ende dieses Jahres die H a l t e- feile Erdkauterweg an der Strecke Sie- Illky ! rjiungiud. I je N —Gelnhausen gegenüber dem Werk ®än= crpiei oerliff getötet Ji? mcn. Diese Haltestelle wurde vor etwa zwei Jahren au| 'ISI Ä Höll7°än'P7z' Palü«. I kbenso wurden von den beiden erstgenannten Firmen Seltersweg: „Tarzan der Tiger' und „Die seltsame wende des A ^des Heßrscher Aosahgenassen- ',-r-n D'lsasi lieget monatlichen Kosten für die Hallestellenwärter auf- Vergangenheit der ^hea Carter Wildlicken milckwi?^aftlickm ^mtralinlllluts I v-n '■ «fnrf4i „druckt Außerdem trua die ^irma Bänninaer die — Aus dem Stadttheaterbureau wird vordlldlichen mllchwirticyalllicyen ke Seele das Hinscheiden eines hoffnungsvollen mcn von dem Verbots lindes ein, ungemein bitter ist für den Hinter- l9»rbnete DmmKMnsa Ml ebenen das Alleinsein, wenn der Ehegatte aus 2'1 von Personen in kc Welt gegangen ist. Hier helfen nicht Worte, : PvlizeidervckiM tritt die etwa das von den leuchtenden Sternen, die Monaten außer.traft Ratur durch den unendlichen Raum aus» ---- feilt, auch wenn diese Worte noch so tiefen In- enbod von -en Luiusmo big aufcÄi2^^ oect vurdck. neigCIL Di i n1ImQi l?rti1928 unters Inste j.Zrdenv Saison var ü« > ^ftimti »mber 1931 gekündigt 3tf und N ehrzahl der Benutzer der Haltestelle seien brigcnNib3w°rftej feine Angehörigen der anliegenden V 1* ^urlüut^) 2 er te, sondern in der Hauptsache Reisende, Hamilton E^rdenkren Ziel der füböftüu,. .... ;Lt yirJ Haltestelle diene also mehr dem öffentlichen Interesse, sc . -’i. vollkoinMN y kg Gießener Bahnhofs bei der Ankunft der Vor- nUiagszüge. •*S®£4 _______ esse. Dperettenpreife. Die Abonnenten des Dienstag- I ^ScttCtVüröUdfÄQC. und Freitag-Abonnements zahlen ermäßigte Operet- Mit der etwas südlichen Verlagerung des Hoch- tenpreise druckes drehen auch die Winde über Sudosten nach — Vom Konzertverein wird uns ge- Süden zu. Dabei gehen nachts die Temperaturen schrieben: Als drittes Konzert findet am Don- vielfach unter Null zurück. Eine Umgestaltung der ncrstag, 26. Rovember, 20 Uhr pünktlich, ein Wetterlage findet vorerst nicht statt, denn der Hoch- Symphoniekonzert im Stadttheater statt. Aussüh- j druckeinfluß hält weiterhin stand. 6en in der gesamten Körpermuskulatur eines Fuchses lebende Trichinen festgestellt. Der Fuchs war am 16. Rovember von Tierarzt Dr. Erb in der Gemarkung Rödgen bei Gießen , . . . - ... ^,uu=, 1U. *,|4. x.,v. «uux — ^uu« uec geschossen und auf Ersuchen der Schlachthof-Direk- M a r k t findet am Dienstag 24. November der \ nmm ficippe, 11; Kindergottesdienst für die Jo- tion dem Schlachthof Gießen zur Untersuchung nächste Schweinemarkt am Mittwoch 9. Dezember, hannesgemeinde; Pfr. Ausfeld. - filein-Cinben. 10: auf Trichinen überwiesen worden. Dieser De- statt. Näheres in der heutigen Bekanntmachung. Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst, 14: Ge- fund beweist wiederum das Vorhandensein Feuermelder-Verlegung. Infolge fallenengedenkfeier. — Heuchelheim. 10: Pfarrassistent von verstreuten T r i ch i n e n n e st e r n in eines Neubaues muß der Feuermelder an der Ecke Seemann (Gießen). - Mefeck. 9.45; Frauenchor; Ober Hess en und die Rotwendigkert einer all- Settersweg und Teuselslustgartchen nach dem Hause Dpfer für die Deutsche Krieqsgräberfürsorge- 11- gemein durchgeführten Trichinenschau. Settersweg 31 verlegt werden. Siehe heutige Be- K,nderkirche. — Atten-Vuseck. 10 und 13: Gottes^ Es muß bei dieser Gelegenheit davor gewarnt kanntmachung. . dienst. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: Feier der werden, den Kern von Füchsen und auch ande- Reubau der Molkerei Grieb Konfirmanden am Gefallenendenkmal; 11.15: Feier rem Raubwild roh an Schweine, Hunde und Arn Donnerstagvormittag fand in Anwe,enheit des hl. Abendmahls für die Jugend von Daubringen; Katzen zu verfüttern, da durch den Genuß des der VorstandsmitglEer. der hiesigen Frauen« 14. Gedächtnisfeier auf den Friedhöfen von Lollar rohen, trichinenhaltigen Fleisches die Krankheit ergamfahonen, im Deismn zahlreicher Vertreter unb Mainzlar. - Hausen-Garbenteich. 10.45: Gar- auf die betreffenden Tiere übertragen wird. Auch der Deh.rden und der Fachverbmide die benteid); Mitwirkung des Gesangvereins Viktoria; Ratten können sich an oberflächlich verscharrten Einweihung und 51 e b e r g a b e des ^.45: Hausen , Mitwirkung des Frauenchors — Kadavern infizieren und ihrerseits die Krankheit ReubaueL der Molkerei Gr i eb statt. Herr Wcchenborn-Steinberg. 13.30: Hauptgottesdienst; auf die Haustiere übertrageii^ Grieb begrüßte die Gaste und dankte vor 1430. geier Qm Denkmal; Kirchenchor; Opfer für Ilm die Ausbreitung der Trichinenkrankheit un- allem dem Ministerium für Arbeit und Wirt- I Kriegsgräberfürsorge — Grüninaen 10- hauvtaot- ter dem Raubwild der hiesigen Gegend festzustel- schäft für die der Firma zuteil gewordene Unter- tesdienst; 11: Feie? am Denkmal- Mitwirkung des len, wird um Einsendung der Kadaver oder auch stuhung. In weiteren Ausführungen gab er einen Gesangvereins; Kollekte. — Cid). 9.30: Stiftsde^chant nur der Zungen von geschossenem oder verendetem lleberbhd über die Entwicklung der Molkerei Kahn; Mitwirkung der Gesangvereine Cäcilia und Raubwild an den Schlachthof Gießen gebeten. Rothscher Männerchor und des Kirchenchors: Kollekte; lid> hervor. Von sich sagt er": .Ich gehe zum I Bornotizcn. I wünschte die Gebrüder Grieb zu der neuzeitlichen wir^n^d^lö^rÄne^ 1^45®$“^«^^ 4• Kater“, von seinen Jüngern und Freunden: »Ich —TageskalenderfürSamstag. Stadt- Molkerei und betonte, die hohe Bedeutung die Stiftsp^arrer Draudt;' Mitwirkung de^s Gesangvereins gehe hin, euch die Städte zu bereiten". theater Gießen: „Sturm im Wasserglas", 20.15 bis 65ra.de einer Molkerei für die Volksgesundheit Cäcilia und des Kirchengesangvereins- Kollekte. Wer sich Jesus zum Führer erwählt hat, wem 22.30 Uhr (Volksvorstellung). — Lichtspielhaus, eines Gemeinwesens zukomme. Oberbaurat T h a - fiafbolifdie Gemeinden a das Licht des Lebens geworden ist, der ge» Bahnhofstraße: „Försterchristi". - Astor,a-L.chtpiele, er als Spezialarchitekt der Hess Lamdwirtschafts- katholische Gemeinden nuuu« i"** y*- - , Pinnt durch ihn auch Hoffnung an den Gräbern Settersweg: „Tarzan der Tiger" und „Die seltsame kämm er und oberster Leiter dieses Baues erklärte mh tki Sontrol' pipkpn iinb Bude im Einblick auf den eiae- Vergangenheit der Thea Carter". I an Hand von Grundrissen die gesamte Anlage. I Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. ......i Ts-nf, n w ' SS3 _ “anestalenber für Sonntag. Stadt. Sodann sprach noch Prof. Dr. Lichtenberger Sonntag, ben 22. üioDember. 26. und letzter Sonntag ‘ ; ‘ . • ztx c <• ' theater Gießen- Voruntersuchung" 18.30 bis 21 (Kiel) über die Errichtung der Molkerei, über die nach Pfingsten. Hattestelle Erdkaulerweg m Gefahr. Uhr — Oberhess'i eher Kunstverein: Ausstellung „Drei Bedeutung, die speziell dem Betrieb der Ge- Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion -- --- - - -- - - । «rauen der Gegenwart" Turmhaus am Brandplatz, brüöer Grieb zukomme, der als Musterbetrieb der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre- 11 bis 13 Uhr — Physiologisches Institut, Friedrich- ein Vorbild für andere künftig zu errichtende digt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und straße 24- Dcffentlidicr Vortrag von Professor Dr. Molkereien gelten könne. Herr Direktor Reuter Andacht. — <5chzell. 11: Hochamt mit Predigt. — " I B Ü r ker - Die Funktionen des Nervensnst ms", (Dresden) als Vertreter der Vereinigung siädtl- Grunberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. W Ä“" wurde oor 1L30 UH^LIchNpie^ 8*^^1115 L L 1 '"0er -wellirieg , jd, u.ou u. . » f | erfennung auö Anschl eßend überbrachte der Vor- Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. - Schotten. 10.30: ' Hochamt mit Predigt. orflay (in ii 2 O 5 ) hai ß A Oanicäyen. 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Nach dem von der Oberpostdirektion Darmstadt festaestellten Ertrags. crgebnts der Kraftposten Butzbach—Hochel- heim und Butzbach—Zicgenberg war in dem abge- lausenen Vierteljahr Juli September ein wesentlicher Fehlbetrag zu verzeichnen, fo daß von den beteiligten Gemeinden (Hochweisel Münster, Langenhain, Niederkleen, Dornholzhamen, Pohl- Göns, Kirch.Göns und Butzbach) die Zahlung der garantierten Zuschüsse beansprucht werden mußte. KreiS Büdingen. Rtdda, 20. Rov. Dieser Tage wurde die Haushaltunasschule an der Landwirtschaftlichen Schule zu Aioda eröffnet. An dem fünfmonatigen Lehrgang nehmen 20 Schülerinnen aus den Kreisen Büdingen, Schotten und Gießen teil. In der neuzeitlich eingerichteten Küche erlernen die «Schülerinnen, in Gruppen eingeteilt, da- Kochen. Es stehen hierfür Zwei Kohlenherde und ein elektrischer Herd zur Verfügung. Auch sonst wird von der Elektrizität Im Haushalte weitgehend Gebrauch gemacht. Die Küchenmubel sind einfach und praktisch und passen sich dem Raum gut an. In einem freundlichen, hellen Speiserauni nehmen die Schülerinnen da- selbst zubereitete Mit._gessen ein. Er dient gleichzeitig als Räh- rauin und enthält zwei neue Nähmaschinen. Als Arbeitsraum steht ferner ein großer Saal mit einem großen Zuschneide- und Bügeltisch zur Verfügung. Hier wird auch gleichzeitig Unterricht erteilt. Neben der praktischen Ausbildung in den verschiedenen Zweigen des Haushaltes erhalten die Schülerinnen noch Unterricht in landwirischast- lia,e.i uno allgemeinb ldende.i Füchrrn. Die Anstalt ist zur Zeit die einzige dieser Art in Oberhessen. Der gute Besuch zeigt, daß das Bedürfnis dafür vorhanden ist. Gerade in der heutigen Zeit muß auch die Landwirtäfrau beruflich ausgebildet sein, um den veränderten Ansprüchen gewachsen zu sein. Kreis Alsfeld. ►* 211 8 f e 1 b, 20. Noo. Die hiesige Gewerbeschule eröffnete ihren diesjährigen Winterunter- richt unter Leitung des neuen Rektors Müller. Die Schule wirb von 35 Vollschülern besucht, die Schulcrzahl im vergangenen Jahre betrug 69. Der wiirfgang ist auf die wirtschaftlichen schlechten Ver- Haltnisse zurückzuführen. Die Landwirtschaft- l i ch e Schule eröffnete ihren diesjährigen Winter- lchigang mit einer SchülerZahl von 36 gegenüber 3$ Im vorigen Jahre. In Anbetracht der Zettocr- hältnisse ist der Besuch als gut zu bezeichnen. ll. Merlau. 18.Nov. Wie überall, so wird auch hier in diesem Jahr weniger Holz geschlagen al-sonst. Zum größten Teil wird nu r B r e n n- holZ geschlagen. .Mit dieser Arbeit werden in der Hauptsache nur Wohlfahrt-erwerbslose beauftragt »Suler-dorf. 18. Nov. Zum Rech- n e r der Gemeinde Eulersdorf wurde durch De- meinderatsbeschluß ab 1. November 1931 Johs. ®erbig bestimmt und amtlich verpflichtet. ch N ie d « r - G e m ü n d e n. 19. Dez. Der Bezirk 2 des -^DundeS Oberhessischer Geflü- SelSÜchter" hielt am Sonntag bet dem De- ZirkSvorsitzenden, Otto Soedle r(Rieder^Demün- bcn). eine außerordentliche Hauptversamm- l u n g ab. Auf der Tagesordnung stand neben allgemeinen Fragen als wichtigster Punkt die Vorbereitung der DezirkSauSstel- lung vom 8. bis 10. Januar 1932 in Homberg. Endtermin für Anmeldung der Tiere ist der 30. Dezember Man hofft, dah etwa 300 Rummem ausgestellt werden. Der hiesige V:rein wird sich allein mit mehr als 60 Nummern beteiligen. Der Bezirk erhält vom Verband Oberhessen für AuS- Sahlung von Leistungspreisen 60 Mark. Damit werden nicht wie seither vier, sondern sechs Leistungspreise vergeben. Jeder Bezirk-Verein be- AaNt für Auszahlung von Leistungspreisen 5 Mk Dme Preise werden au-nahmSweise nur dieses üabr w W i ß m a r, 19. Nov. Für den Sonntagabend hatte der Arbeitergesangverein .Eintracht" zu einem 2leöerabenb eingeladen, der sehr aut besucht war Der Chor brachte einige größere Chorwerke und Volkslieder zum Vortrag, auch fein gemischter Chor und da- Dvppelguartett kamen zur Geltung. DaS hiesige Mandolinen- Orchester bereicherte mit flotten musikalischen Darbietungen da- Programm des Abend-. Die Veranstaltung nahm einen sehr befriedigenden Der- laus. — Del einem Fuftballspiel wurde am vergangenen Sonntag ein hiesiger jugendlicher ?p.!eJct ?acf verletzt, so daß er In be- denllichem Zustand der Klinik zu ©ieften zugeführt werden mußte. E- wurden innere Verletzungen festaestellt. — Die Gemeindevertretung beschloß In ihrer letzten Sitzung daft mit den Holzf ällung-a r bel t en am 23.November begonnen werden soll. ES haben sich 222 Holzfäller gemeldet, die gruppenweise au-zelost wer» den und dann abwechselnd 14 Tage arbeiten. Auch die 2öhne wurden festgelegt, die durchschnittlich 40 Pfennig unter den vor.ährigen liegen. Da die Gemeinde nicht In der 2age ist, die Löhne auszuzahlen, werden sie den Holzhauern auf ihre Gemeindeverpflichtungen gutgeschrieben. Dagegen wurde, einem Antrag entsprechend, beschlossen, dah jed-m Holzhauer am Schluß einer Arbeitsperiode 5 Mark für Instandhaltung der Werkzeuge auSgezahlt werden. > Wißmar, 20. Rov. In der Dacht Zum Donnerstag wurde wieder in daS Kolonial- Warengeschäft von Loui- Kreutz eingebrochen. Ein Fenster de-Ladens wurde e.biochen, Wechselgeld und der Kassenschlüsscl fielen dem Dieb in die Hände. Die Polizei ist ihm au' der Svur. 'Salzböden, 19. Rov. Die in unserer Gemeinde durchgeführte Sammlung der OrtS- bauernschast zum Besten dec Winter- no t Hilfe erbrachte 25 Zentner Kartoffeln. 4 Zentner Gemüse, 3 Zentner Roggen und Welzen, sowie 3 Zentner Aepsel. 1 Lützellinden, 20. Nov. Für die Winter- n o t h i l f e wurden In unserer Gemeinde 49 Zentner Startoffeln, 17 Zentner Gemüse und 8 Zentner Obst gefammeli und der Stadt Wetzlar zur Verfügung gestellt. O Groß-Rechtenbach, 18. Rov. In oct gestrigen Sitzung de» Demelnderat» wurde über die Vergebung der diesjährigen H o l z s ä l - lung-arbelten verhandelt. Der Demelnderat übertrug die Arbeiten dem Wenigstnehmenden, Landwirt und Zimmermann Friedrich Marff. — Sinern Antrag der Grundstück-Pächter auf Ermäßigung de- Pachtgeld«-, da- zum Teil per Morgen über 100 Mk. betrug, wurde ftattgegeben. Die Ermäßigung soll betragen bei Land, da- über 3 Mk. kostet, je Ar 30 Prozent, bei Land über 2 Mk. je Ar 20 Prozent, und bet Land über 1,50 Mk. je Ar 10 Prozent. — Schließlich wurde noch über den Ausbau einiger Straften und die Verbreiterung der Rhein- feljenftrafie verhandelt. Die ÄteltflraftenbauDer- Wallung will diese Arbeiten mit Wohlsabnser- toerbSlosen auSführen, wenn die Gemeinde die kostenlose -Lieferung der Steine auS d m Eemcinde- sleinbruch übernimmt und deren Anfuhr kostenlos besorgen läßt. Der Gemeinderat erklärte sich damit einverstanden. O Hochelheim, 18.Rov. Die KrelSver- bindung Wetzlar der Evangelischen Jungmännerbünhe hielt am Sonntag im piefigen evangelischen Verein-Hau- eine Bezirk S k o n f e r e n z ab, die unter der Leitung dcS KretSpräseS Pfarrer Koch stand und gut besucht war. Stadtmissionar Heimchen (Weh'ar) hielt da- einleitende biblische Referat. 3n einer lebhaften Aussprache wurde betont, daß die Heranbildung von jüngeren Mitgliedern zu Mitarbeitern, in Sonntag-schule, Verein und Gemeinschaft dringend notwendig und zu fördern sei. KrciS Bicvcnkopf. -L WaldgirmeS, 20. Rov. Da- Umte- (lungSverfahren in unserer Gemarkung geht einem Ende entgegen. In den letzten Wochen «nd an 7000 Obftbäume geschäht worden. Der Wert wurde nicht allzu hoch anacseht. Wer mehr Bäume bekommt, als er früher hatte, gewann dadurch, am meisten die Gemeinde, der durch die erweiterten Wege und Gräben etwa 500 Bäume Zufallen. In den Wiesen und Feldern sind in den letzten Wochen von den neuen Besitzern viele Me» lioration-arbelten geleistet worden. Raine und Hügel werden entfernt, Gräben -u-eworsen, Drainagen angelegt. Die Wiesengrünoe haben schon etn bessere- Aussehen. Leider fallen durch die Entfernung von Hecken und Sträuchern viele natürliche Brutstätten der Vögel der Umgestaltung zum Opfer, Maingau. WSN. F r a n k f u r t a. M., 20. Noo. Die Strlml- nalpolizei kam In diesen Tagen einer Diebesbande auf die Spur, die in dem Hause Sandstraße 64 ihr Standquartier hatte. Es wurde beobachtet, daß In diesem Nacht für Nacht junge Leute, schwer bepackt mit Rucksäcken, auf Fahr- rädern ankamen und Im Hause verschwanden. In der ^.94t zum Bußtag griff die Polizei zu. E« gelang, fünf Mann fe st zunehmen, ein sechste. Mit- glied der Bande enttarn, wurde aber bald darauf auch festgenommen. Den Dieben wurde die Arbeit dadurch erleichtert, daß der Hausmeister die Bande bei der Rückkehr von ihren Diebesfahrten In das Haus ließ, in dem der Bandenführer, der Melker L u h n wohnte. Festgenommen wurden neben L u h n der Schreiner Otto Büttner, der Backer Franz Klinger, der Friseur Valentin Zöller, der Hausmcistcr Bros! und der Arbeiter Josef Da- niel. Welche Diebstähle auf da» Konto der Bande zu buchen sind, konnte bisher noch nicht scstgestellt werden. Die Ermittlungen sind im Gange. Vundfuntproqramm. Sonntag, 22. November. 7 (Don Bremen): Bremer Hafenkonzert. 8.15: Morgenfeier der Melhodistengemelnde I FranNurt am Main. 10.50: .Die Ausgabe de- Theater-", Gespräch zwischen Kurl Hirschfeld und Dr. Wichel. 11.30 (Don Leipzig): Relch-seTrdung. Kantate. 12: Totensonntag-Konzert. 14: Stunde de- Landes. 15: Stunde der Jugend. Der hrilige Balthasar. Hörspiel für die Jugend. 16 (Von Karlsruhe): Konzert. 16.30 (Don Freiburg): Rachmittag-kon- Zert. 18: Philosophie in Frankfurt: .Heacl und Hölderlin in Frankfurt", Vortrag von Dr. Carl Gebhardt. 18.25: Totenklagc um dnen gefallenen Frcund, von Walter Fleff. 18.45: .Da» Buch der guten Werke", Einführung und Leseproben von Dr. Bernhard Diebold. 19 30: Klavierkonzert. 20 (Don Berlin): Ansprache von Reichskanzler Dr. Brüning zum Hilsswerk .Wir wollen helfen". 20.20: Aller Mutter Sohn. Hörspiel nach einer wahren Begebenheit. 21: Todesnot — Tode-trost, eine Folge von Sololiedern von Z-eLpoeila-Ge- sänaen. 21: Srnste deutsch« Volkslieder, ein ZylluS mchrstimmiger Gelänge von Johannes BrahmS. 21.30: Zum Gedächtnis Heinrich von Kleist-: ^Kleist- letzte SluTrden", Briefe, Dokumente, Amt-Protokolle. Montag, 23. November. 720: Frühkonzerl. 12.05: Schallpla11enkonzert. 1520: .Die Stellung der griechischen und römischen Frau" Vortrag von Prozessor Margarete Bieber, am Archäologischen Institut Gießen. 17.05: Rachrnittag-konzert des Rundfunkorchester- 18 40: .Der Autor und sein Regisseur", ein Zwiegespräch zwischen Intendant Dr. Rols Prasch, Gießen, unb Sigmund Grafs, Magdeburg. 19.05: Englisch« Sprachunterricht 19 45: örtne Viertelstunde Lyrik: OSkar Loerke. 20.05 (Groß« Saal des Saalbau«- E Universität statt. 7944 D al Sekretär Ritter und im neuen Studentenhaus. 7859 D 7929 A Bahnhof - Gaststätten II Klasse Mk. 1 40 — irn Mk. 1.70 - Im Mk 300 — im III. Klasse 79J8D 06849 Erzeugnisse von Bruckner & Stark, Nürnberg niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiin Abonnement Abonnement Abonnement Abonnement Besichtigen Sie bitte meine Sonder-Ausstellung heute und morgen nur Bahnhofstraße Nummer 31 g L Mark 1.00 Kraftbrühe Princeß Rinderro ilade mit Salat Nußtorte o. 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Rovembcr. 7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12.05: Schallplattenkonzert. 15.23 bis 15.50: Hausfrauen- Rachmittag. 17.05: Vachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.40: »Vom deutschen Sport", Dortrag von Dr. Hans Geisow. 19.05 (Von Freiburg): .Der Versailler Vertrag und der Geist des Völkerrechts", 2. Vortrag von Geh. Rat Dr. van Cal- ker. 19.45: Operettenkonzert des Philharmonischen Familien-Drucksachen Vermählung sanzelgen bei Brühl. Schulstraße Geburtsanzeigen Der Aufsichtsrat I.A.: Luh leuchtete Wellenskala mühelos Stationen aus ganz tüeejiA und Speisesaal: Der gute Mittagstisch Heute, Samstag, 19.30 Uhr: Lnhtbilbervorlrag von Missionöinspektor Achenbach: Tb°m° „was geht in «ntzland vor" EintrittSvrogramme in der Buchhandlung der Pilgermission zu haben. Sonntag, vormittags 11 Uhr: Dortrag von Pastor Huhn Sonntag, nachmittags 3 Ubr: Vortrag von Reichsjugenbwart Lüst Sonntag, abends R Uhr: Lichtbilbervortrag von Professor Dr. Olpp Sämtliche Borträge finden in der Neuen Aula der I? •\v> Lesmona-Solo. Die ständig steigende Nachfrage nach dieser Sorte beweist, daß mit der neuen Solo auch dem verwöhnten Raucher für wenig Geld eine erstklassige Zigarette geboten wird. Ein Versuch wird jeden davon überzeugen. 7542V Mk. 1 00 Mk. 1.30 Mk. 1.60 Mk. 2 80 Die kluge Hausfrau weih daß Behagen, Fröhlichkeit und Wohlergehen der Familie von ihrer eigen.Gesundheit, Geistesfrische u.Spannkraft abhängen. Von der ermüdenden, zermürbenden Hausarbeit erholen Sie sich darum gern bei der Radio- Konzert-Uebertragung im Mark 1.20 Kraftbrühe Princeß Geflügel'agout mi- Pilzen Nußtorte o. Kompott 068M spräch zwischen Professor Dr. Spann und Generaldirektor Dr. Schechner, Wien. 19.45: Zum 50. Geburtstag von Stefan Zweig, Episode vom Genfer See, gelesen von Peter Ihle. 23.15 (Großer Saal des Saalbaues, Frankfurt a. M.): Bunter Abend. Berliner Krühbörse. Berlin 21. Noo. (WTB. Funkspruch.) Zum Wochensch'utz lag auch der heutige Vormittagsverkehr sehr ruhig und abwartend. Kurie wurden zwar noch nicht genannt, stimmungsmäßig war es aber im Einklang mit den Auslanobörsen und den Rückgängen an den Warenmärkten eher schwächer. Am Devisenmarkt taxierte man Pfund gegen Aparte Neuheiten in Dekorationen Mangelwäsche besser u.billiger als Hauswäsche, Pfd.304, Mindestquantum 20 Pfd. Mit Mangelwäsche eingelieferte Stärkewasche: Kragen 104, Oberhemd 35 4. — Kontrollierte, schonende Behandlung. Erstklassige Referenzen. 7917 a Großwäscherei Edelweiss Gießen / Telephon 3487 Annahmestellen in allen Stadtteilen und benachbarten Orten. Versand nach auswärts. gau. M., Mo. Dlt Ärlml« Tagen einer Dieb es« e in dem Hause Sand' r Halle. Ei wurde beob- I für Acht W W [udfQden, auf Fahr- nife verschwanden. 3n der hmen.m leihst" M'l wurde aber ball, daraus Dieben wurde die W iandensührer, Melker itr Lrbeiler 3olV0 sind Im Tange. | Sonder-Vorführungl Morgen,Toten-Sonntag vormittags 11.15 Uhr: DSV fogranini. sggfe ^'chskld q ^ntale. 12- V KuK.,lAMIar, Der a. re l^AaA^ Aegcl und E Zr.Lacl : Mirag ^ gefallenen MHZ Saal d- Ä Ferkel aus weltbekannten Zfichtgebieten lWestfalen-Hannover) lief. dir. a. Pnv. jede gew. Stückzahl. Tiere sind seuckenfr., breitbuckl., langgestreckt m. Schlapvohr., beste Zuckt- und Montiere, oft. fretblelb. 6- 8wöck.5- 6 Jt 8-lOroöch. 6- 8 Jt 10-12roöm.8-10 Jt 12-15wock. 10-14 pro Stück ab Station. Garantie sür vrima Tiere, beste Fresser, sow. gesunde Ank. nock 10 Lage n. Empfang. Bei Nicktgef. verfüge anderweitig, daher leinerlei Risiko s. Käufer. Fracht u. Verv. billigst. Tausende Danlsdir. u. Nachbestellungen. 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Deutschlands rascher Anstieg NM Mobilmachung Der schnelle Aufmarsch unserer Truppen Unaulhaltsamer Siegesmarsch auf Parisi Deutsche Soldaten überall siegreich I Hindenburg geniale Kriegsführung Oypreußen» Befreier Sieger von Tannenberg Im Beiprogramm zeigen wir den HindenßuiyffiCm Hlr.donburg all junger Offizier bei Cravelotie, seaumont, Sedan Generalslauföahn und Ruhestand Weltkrieg und erneuter Ruhestand HlMurg als ReicMMeni Die Begels erung des Volkes Er besucht die deutschen Städte Hindenburg In seinem Arbeitszimmer Der Empfang des Diplomatischen Korps Der greise Feidmarschall Flottenparad« Herbitmanttver Tannenberg-Denkmal Die Jugend hat ZutrittI Karten-Vorverkauf: Lichtspielhaus h Spezial -Geschäft für Teppiche und Gardinen LNMousbund „Licht im Osien". Gesellschaft für Erd- u.Völkerkunde Verein für Luftfahrt e.V. Dienstag, den 24. November 1931, abends 8.15 Uhr, in der Neuen Universitätsaula: Lichthildervortrag Hauptmann a. D. W. Bruns, Berlins Mit dem Graf Zeppelin in die Arktis Eintritt: Mitglieder beider Vereine frei, Nichtmitglieder 75 Pf., Studenten, Schüler und Militär 40 Pf. Kartenvorverkauf bei Dr. Töpelmann, Südanlage 4, und Abendkasse. 7906 o Der Reinertrag wird für die Winternothilfe verwandt Orchesters. 21: DaS große Kind Balzac, Hörspiel in neun Bildern. 22.40 (Von Mannheim): Konzert der Dläservereinigung des Mannheimer Rationaltheaters. 23.30 bis 24: Tanzmusik. Mittwoch, 25. November. 7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.20 bis 10.50: -Kameraden in der Fabrik", Hörbild von Paul Laven. 12.05: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 16: Stunde der Jugend. 17.05 (Von Pforzheim): Rachmittagskonzert des Symphonie-Theaterorchesters Pforzheim. 18.35: „Kann die Kunst im Leben ausgehen?", Vortrag von Dr. Ad. Dehne, Berlin. 19: „Der ständische und der demokratische Staatsgedanke in Politik und Wirtschaft", Ge- IÄ WiwÄ eÄüeI fi»T?-C^Cn- !lten btt ,tli* J.—Ml »nb ä(|! LLLl-- 'le und 8 W nJer "''inbet“',3" shsÄ em iüknio^T n&€tQl wüte* Wnt. - Ausbau einiger Weiterung der Räin« «in die Gemeinde die auib:m Eerneinde. Henio« Eat erklärte sich da, llov. 5ie Areisder« Evangelischen hielt am Sonntag hn reinShau« eine 3C« e unter der Leitung dcS > stand und gut besucht wchen (De-'ar) Hielt Meral In einer leb- »etonl dast die Heran- gliedern zu Mitardei- irein und Gemeinschast i fördern sei. drvW. 20. Avv. Da« Umle» unserer ©emathina geht 3n den letzten Dochen geschäht worden. Der och angesetzt. Mer mehr Her chatte, gewann da- -meinte, der durch die oben etwa 500 Bäume md Feldern sind in den am Desihern viele Me- t worden. Laine und toben zurewvrsen, Diai- :esengründe haben schon Leider fallen durch die nd Sträuchern viele na» Sögel der Umgestaltung Für die uns aus Anlaß unserer silbernen Hochzeit erw.esenen Aufmerksamkeiten banken wir herzlichst Wilhelm keusch und Frau Gießen (Dammstraße 45), den 15. November 1931 06842 Landwirtschaftlicher Konsumverein e. G. m. b. H. Wieseck Generalversammlnnf Zamstag, d.28.November, abends 8' 2Uhr b.Gastwirt HeinrichVölzel Tagesordnung: Geschäftsbericht Revisionsbericht, Ergänzungswah zum Vorstand und Aufsichtsrat, Verbandsangelegenheit., V erschiedenes. Gießener Konzertverein Donnerstag, 26. November 1931, 20 Uhr, im Stadttheater: Symphonie-Konzert Leitung: Dr. Stefan Temesvary Der Gießener Orchester-Verein Solist: Dr. Job. Hobohm (Klavier) Bach, J. S., Ouvertüre, Air und Gavotte aus der 1. Suite in D-Dur — Mozart, Klavierkonzert D-MoU (Kochel 466)— Beethoven. Dritte Symphonie (Eroica) Der Sechstem • Konzertflügel ist aus dem Pianomagazin R. Schönau Eintrittskarten: 2, 3 u. 4 RM. bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten gege~ Ausweis bei Herrn Caf6-Restaurant BÜROERHOFj Plockstraße 5 Angenehmes Familienlokal = und Speisehaus Reichhaltige Mittags- u. Abendkarte | Spezialitäten für Samstag u.Sonntag | 1. Bürgerhof-Filet 2. 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Er hat nämlich in einem Gebüsch, etwa zweihundert Meter vom Tatort entfernt, den Spazierstock des Toten gefunden. Der hat den Spitzbuben offenbar gefallen, und sie haben ihn ein Stück weit mitgenommen. Dann aber ist ihnen der auffallende Stock doch wohl etwas heiß vorgekommen und sie haben ihn sorgfältig im Gebüsch versteckt, so gut, daß ein Mensch ihn nie gefunden hätte. Aber der Hund hat ihn herausgeschnüffelt." „Und was nützte Ihnen der Stock?" „Sehr viel, um nicht zu sagen alles. Denn an der Elfenbeinkrücke hatte einer der Herren Täter zwei prachtvolle Fingerabdrücke zurückgelassen. Um 11 Uhr hatten wir den Stock, um 12.30 Uhr wußten wir, wer der Junge war und wo er verkehrte, und um 16 Uhr habe ich ihn in einer kleiner Kneipe in der Münzstraße verhaftet. Der war platt, kann ich Ihnen sagen! Er versuchte gar nicht erst zu leugnen, sondern starrte mich bloß Dumm an unD sagte: „Wie habt Ihr Det nu wieder rausjekriegt!" ****** _. 6.H- 14«e ,iPiig-£u Was ich Draußen auf Dem Uebungsplatz an Leistungen Der Polizeihunde zu sehen bekam, ließ die kritische Zurückhaltung meines Führers einigermaßen unbegründet erscheinen. Die Gehorsamsübungen, Die Sprungleistungen, Die Dressur auf Den Mann flößte schon allen Respekt ein. Aber die Spür- lcistuna der Hündin Carmen war geradezu erstaunlich. Vier Stunden zuvor war durch einen Beamten eine Spur gelegt worden, das heißt der Mann hatte einen etwa zwei Kilometer langen Zickzackweg, der durch Wald, Heide, Wiese, Sumpf, Landstraße führte, zurückgelegt und dabei in größeren Abständen Holzstücke, Knöpfe, Papierfetzen und dergleichen fallen lassen. Diese Route, die wir von unserem Standpunkt aus verfolgen konnten und die zur Kontrolle auch in eine Kartenskizze eingetragen war, sollte der Hund nun aufspüren. Ohne Hast, mit einer fast hypnotisch anmutenden Konzentration, folgte das Tier der Fährte, blieb mitunter stehen, lief zurück und prüfte mit der Nase von neuem. Durch einen Zufall war unser Auto gerade auf die Spur zu stehen gekommen. Der Hund stutzte; unten hindurch konnte er nicht, und so entschloß er sich nach einigem hin und her den Wagen zu umkreisen und fand auf Der anderen Seite die Spur sehr bald wieder. Jeden Der von Dem Fährtenleger hingeworfenen GegenstänDe apportierte Das schöne Tier unD ließ sich erstaunlichcrweise von Der richtigen, vier StunDen alten Fährte nie daDurch abbringen, daß Der Urheber der Spur seine eigene Fährte später, in unserer Gegenwart, wiederholt gekreuzt hatte. Inspektor Schellenbaum, Der meine Begeisterung wohl merkte, meinte Dazu: „Gewiß, die Hündin arbeitet ausgezeichnet. Aber in der Praxis, wenn Die Spuren noch älter sind und dutzende mal von anderen gekreuzt wurden,'sieht die Sache doch anders aus. — Uebrigens ist der größte Teil der Hunde gerade dienstlich unterwegs, und zwar, wie Oie Getreideernte in Hessen. Nach der Ernteschätzung des hessischen Landesstatistischen Amts ergab sich in Hessen im Jahre 1931 eine Weizenernte von knapp 68 000 Tonnen Winterweizen, gegen 61 300 Tonnen im Vorjahre. Der durchschnittliche Ernteertrag pro Hektar war nur geringfügig höher als im Vorjahr, dagegen hat sich die Weizenanbaufläche um rund 7 Prozent ausgedehnt. Die Ernte an Winter- r o g g e n belief sich auf 80 000 Tonnen (105 200 Tonnen). Die Roggenanbaufläche ist fast um ein Sechstel zurückgegangen, auch der durchschnittliche Ertrag pro Hektar ist von 17,3 auf 16,0 Doppelzentner gesunken. Die Sommergerstenernte ist mengenmäßig besser ausgefallen, nämlich 108 700 Tonnen gegenüber 87 000 Tonnen im Vorjahre. Hier war die Anbaufläche um mehr als ein Zehntel gestiegen, ebenso der durchschnittliche Ertrag pro Hektar. Die Haferernte mit 92 000 Tonnen liegt etwa 4 Prozent höher als im Vorjahr, wo sie rund 88 000 Tonnen betragen hatte; auch die Anbauflache hatte sich um das gleiche Ausmaß ausgedehnt; der Ernteertrag pro Hektar war nahezu unverändert. Erstmals wurde auch eine Schätzung der Qualität d e r Sörnerfrud)t ernte mit Hilfe der Landwirtschaftsämter durchgeführt. Danach waren von der Ernte an Winterweizen 21 Prozent qualitativ gut, 35 Prozent mittel und 44 Prozent gering, bei Winterroggen 46 Prozent gut, 34 Prozent mittel und 20 Prozent gering, bei Sommergerste je 34 Prozent gut und mittel, 32 Prozent gering, bei Hafer 12 Prozent gut, 30 Prozent mittel und 58 Prozent gering. Qualitativ ist sonach die Hafer- und auch die Weizenernte in Hessen schlecht ausgefallen. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Der Frankfurter Getreidernarkt verzeichnete infolge Des Preußischen Buß- und Bettages in dieser Woche nur einmal Markt. Nachdem schon Die Vorwoche im Anschluß an Die starken Steigerungen eine merkliche Beunruhigung gebracht hatte, erfolgte in diesem Berichtsabschnitt ein fühlbarer Rückschlag. Das Preisniveau hat allgemein eine Ermäßigung erfahren, da die Käufer weitgehendste Zurückhaltung an den Tag legten. Man wartet die weitere Entwicklung der Lage ab, um so mehr, als auch die überseeischen Märkte durch ihre uneinheitliche Bewegung keine Anregung zu bieten vermochten. Das Angebot ist zwar nicht stärker geworden, doch tritt es bei t, gute halt-ft M Meter 0.31,V.W guteStrapa-ft firt ...per Meter UXO rar gute be- ft flfl 0.88,0.78. 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Er glaubte, sie habe längst vergessen — und nun mit einem Male — es erschreckte ihn. Hatte sie ihm doch nicht so uneingeschränkt gehört, wie er geglaubt? War da in ihrem 3nnern doch ein Platz, der ihm verschlossen geblieben? Leidenschaftlich liebte er diese Frau noch wie an dem Tage, da er sie xum ersten Male gesehen! Unö unentbehrlich war sie ihm! Er stand an der Schwelle des Alters, und sie war eine $rau, prangend in reifer Sommerschönheit, berechtigt, noch viel vom Leben zu fordern — und noch viel geben könnend! Von ihr gehen zu müssen, war ihm ein unausdenkbarer Schmerz — alles war sie ihm — sie war ihm Erfüllung geworden, was er vom Leben verlangt hatte. — Er saß noch wach, nachdem sie schon langst ihr Lager aufgesucht. Er konnte sich noch nicht entschließen, sich niederzulegen. Das Herz war so unruhig. 3n schweren, unregelmäßigen Schlagen hämmerte es gegen die Rippen, daß er m einem plötzlichen Schwindel sich zurucklegte und die Augen schloß. . Die Schwäche war wieder überwunden. Er erhob sich, machte einige Schritte. Wie still es doch um ihn war, so totenstill, daß er das Ticken seiner Taschenuhr vernahm. Da faßte ihn eine unbezwingliche Sehnsucht, sie zu sehen. Leise ging er in ihr Schlcmimm^, das dem seinen gegenüberlag. Sie hörte ihn nicht in ihrem tiefen Schlummer; in ruhigen, gleichmäßigen Atemzügen hob und senkte sich ihre Brust unter dem weißen Nachtkleid. Lange blickte er auf das schone schlafende Frauenbild in dem breiten weihen Bett — und er konnte es sich nicht versagen — er neigte Kch. und mit einem leisen Kuß streifte er ihre Wange. Sie erwachte, blinzelte ein wenig und richtete sich dann auf. „Du —?" Ein leises Lächeln flog über ihr Gesicht; es war ja nicht zum ersten Male, daß sie auf diese Weise von ihm geweckt wurde. „3a, meine Angela! Es verlangt mich, dich ^Er Letzte sich an den Rand ihres Bettes und hielt ihre Hand in der seinen; belebend strömte ihre Wärme zu ihm hinüber. Die rotverhängte Lampe goß em mildes Licht in den trauten Raum. 3m rosigen Schein.sah die Frau merkwürdig jung aus mit den zwei dicken Zöpfen, die über ihrer Brust lagen. 6,Män,=l gelben deshalb le Montag beging Preisenl t#1 ich eben höre, in einem Falle mit Erfolg. Heute morgen zwischen 6 und 7 Uhr hat eine Polizeistreife im GrunewalD eine Frau aufgefunben, nicht tot, aber bewußtlos; anscheinend betäubt. Hut, HanD- tasche, Schirm, Handschuhe fehlten, so daß man zunächst an einen Raubüberfall glaubte. Wir haben Dann Durch einen StöberhunD Das Waldstück ab- revieren lassen, und Das brave Tier hat Die Sache aufgeklärt. Es hat Die Handtasche, Schirm, Hut, Handschuhe, ja sogar die Puderhose der Dame weit verstreut in zweihundert bis vierhundert Meter Entfernung vom Fundort der Bewußtlosen aufgespürt — und außerdem noch ein leeres Glasröhrchen, das Veronal enthalten hatte. Wir haben es also nicht mit einem Raubüberfall, sondern mit einem Selbstmordversuch zu tun." „Wenn den Herrn Det so interessiert, Denn möchte ick vielleicht auch an Den Teppichdiebstahl in Schmargendorf erinnern", mischt sich hier der dicke, untersetzte Wachtmeister, Der Die Hunde betreut, in unsere Unterhaltung. „Det war nämlich auch hier unsere Carmen, die die Sache damals geschmissen hat. Da hatten se im zweiten Stock in einem besseren Hause, wo die Leute verreist waren, alle Teppiche, Vorhänge, Felle und sone Klamotten ausjeräumt. Im Treppenhaus waren se mit dem Kram die Wand langjeftreift, die Hündin nahm Witterung und führte uns am hellichten Tage quer über Die Straße, Dann so'n ollen Bauzaun entlang, bis in einen Schrebergarten. Da verbellte sie Dann vor soner BretterbuDe, die verschlossen war und einem Regierungsrat aus Dem Kultusministerium gehörte, Der aber auch verreist war. Wir wollten Den Quatsch erst gar nicht glauben, aber weil bloß so'n einfaches Vorhängeschloß Dran war, machten wir auf — unD wahrhaftig, Da lag Die ganze Sore*! Die Jungens haben wir natürlich nid) gekriegt, Die hatten von Dem Theater Wind bekommen unD mucksten sich nicht. Aber das Zeug hatten wir doch wieder^Ohne Den HunD wären wir ja nie Darauf gekommen, ausgerechnet in Der Laube vom Herrn Regierungsrat nach dem Kram zu suchen!" * gestohlenes Gut; Diebesbeute. Wir entnehmen Den folgenden Abschnitt Dem . bei Dieck & Co. in Stuttgart erschienenen interessanten Buch „M ord und Totschlag. Polizei greift ein!" von Dr. jur. Curt Elwenspoek, Das, auf Aktenmaterial gestützt, Den Kampf Der moDernen Kriminalpolizei gegen Das Verbrechertum schilDert. Was es mit Der kriminalistischen Leistung Der HunDe auf sich hat, Das zu erfahren, reizte mich sehr, unD ich Dachte schon gar nicht mehr an Die Exhumierung Des Taglöhners Kunze, als ich nach endlosen Irrwanderungen durch das ungeheure Backsteinlabyrinth des Beniner Polizeipräsidiums am Alexander- platz endlich an die Tür meines Inspektors Schellenbaum klopfte. Aber er empfing mich gleich mit Den Worten: „Wissen Sie, was aus Der Geschichte mit Dem exhumierten Kunze gemorDen ist? Nichts ist Draus gemorDen! — Na, machen Sie nicht gleich 'n Gesicht, als ob Sie mir fonDolieren wollen! Wir Kriminalisten sind es gewöhnt, neunzig Prozent aller Arbeit umsonst zu machen, bis wir mal was erwischen .. . Aber wir wollten ja zu unseren Hunden hiilausfahren! Das Auto steht unten." Unterwegs im Wagen bekomme ich ein kleines und stehr anregendes Privatissimum über den Polizeihund zu hören. „Wissen Sie, unsere ganze kriminalistische Arbeit wird ja so sehr erschwert durch die gottverdammte Kitschromantik, Die man immer noch in unseren Beruf hineinsieht. Die Leute erwarten immer lauter Sherlock-Holmes-Stückchen von uns unD vergessen ganz. Daß wir immer hübsch systematisch und manchmal ' sogar bSreaukratisch vorgehen müssen. Die Sucherei nach Indizien, Zeugen und Zusammenhängen ist meistens eine höchst mechanische und verflucht langweilige Geschichte; Gewissenhaftigkeit ist Dabei viel wichtiger als Die sogenannte Genialität. Aber, um auf unsere Hunde zu kommen, was Die Leute da alles für Wunder glauben, Das geht schon auf keine Kuhhaut! In jeDem PolizeihunD sieht Das Publikum jo ein Wundertier ä la Rin-tin-tin. Leider gibt es solche Hundegenies nur im Film. Natürlich ist ein guter Polizeihund ein ausgezeichnetes Hilfsmittel, vor allem als Begleithund, also gewissermaßen als Schutzwaffe. Auch mit den Such- und Stöberhunden haben wir vielfach gute Erfolge gehabt, nur muß man Da sehr vorsichtig sein. Ein Hund ist keine Maschine, sondern ein Lebewesen, das von Launen und Stimmungen abhängt, Das gute und schlechte Tage hat. Eines können Sie sich gleich merken: Wenn Sie irgendwo lesen, daß ein Polizeihund an Kleidungsstücken oder dergleichen Witterung genommen und Dann schnurstracks Den Täter gesucht, gefunDen und verbellt hat, Dann ist Das beinahe in allen Fallen ein aufgelegter Schwindel. Aber in unübersichtlichem Ge- lande z.B. im Walde, kann ein StöberhunD, Der gut „reoiert", D. h. Die GegenD absucht, wertvolle Dienste leisten. Unsere HünDin Carmen, Die Sie nachher sehen roerDen, hat uns :m vorigen Jahre ermöglicht, einen Raubüberfall binnen echzehn StunDert aufzuklären unD Den Täter zu verhaften. „Das müssen Sie mir mal erzählen." „Zwei von unseren mittelschweren Jungens, die wir so stänDig im Auge haben, hatten rausgefriegt, daß ein Viehhändler namens Stein in Berlin em großes Geschäft gemacht hatte unD etwas über 9000 Mark in Der Tasche trug. Der Mann wohnt Draußen in Hönow unD ist an Dem AbenD wohl etwas angetrunken gewesen. Die beiDen Kerls hatten ihm auf Der Landstraße aufgelauert, ihm eins über Den Wessen Md Mich? Roman von $r. Lehne. (Urb-berschuh durch C. Ackermann. Romanzentrale Stuttgart.) 9. Fortsetzung. Nachdruck verboten. 3a Sascha, ich spüre sie — und denke an meine Eltern'! Es sind wohl bald fünfundzwanzig ^>ahre^ daß ich sie nicht gesehen! — Ob sie noch ^en Vielleicht sind sie längst gestvrbmr mit der Sehn sucht nach mir im Herzen? Schmerzlich Merke diese Frage von ihren Lippen. * . „Hast du sie vermißt? — an meiner Seite Der mifxt 9“ Sie stand ein wenig vorgebeugt die Hand an die Stirn gelegt; es war, als lausche sie auf Stimmen, die sich in ihrem 3nnern eroDoen als rauschten verschüttete Brunnen wieder auf. ^e^hob^den Kopf und blickte geradeaus, als suche sie etwas — „das kann man nicht vergleichen - es ist ganz etwas anderes^ was da in einem schlummert, dann mit einem Male iah erwacht und sich nicht wieder einschlcpern laßt. Es war etwas an ihr, das ihn beunruhigte Angela, hast du vergessen?" mahnend klang seine Stimme, „wir Ratten doch zu unserem Leitmotiv den Hebbelschen Gedanken eryoben alles abzuschütteln, was uns tn unserer Entwicklung ^Sieh doch auf mich - hab' ich nicht auch einen Bruder? Nicht Heimat? Und dennoch habe ich alle Brücken hinter mir abgebrochen! Em leder Mensch hat das Recht sein Leben so zu leben wie er es einrichten will, unbeschwert von Ruck sichten auf andere! Deine Eltern hatten dich nicht verstanden, hatten dich in die Tretmühle des Alltags zwingen wolle- . Was wäre aus dir geworden, hättest du dich ihnen gefugt? Das, was du jetzt als Mensch bist, sicherlich nicht! Die größte Pflicht ist die gegen sich selbst! Vielleicht wärest du in Alltagssorgen verblüht — oder in einem Alltagsglück ein zufriedenes kleines Weib- chen mit vielen Kindern." „ — und dadurch viel reicher als fetzt —. Hatte sie es nur gedacht oder laut gesagt? Sie Bubte es wahrhaftig nicht, ob fie dem. was in dem knappen Zeitraum einer Sekunde ihr nur flüchtig, kaum ,u Ende gedacht, durch den Sinn geglitten, auch Ausdruck gegeben! Seine Augen starrten sie so erschrocken an. Er begriff Die tfrau nicht recht — der Ausdruck ihres Gesichts war so eigen, ihm verschlossen! Wollte sie ihm noch entgleiten — im letzten Augenblick, da er fie nötiger als je brauchte? Denn er fühlte, feine Sage waren gezählt. Das Herz wollte nicht mehr so recht mittun, wenn er sich auch tapfer beherrschte Dorwoche) etwa der normalen Beschickung. Dach ruhigem Geschäft verblieb nur geringer Lieberstand Die Preisbesserungen betrugen 1 bis 2 Mark, wobei Ochsen u-ü Färsen mehr Beachtung fanden. Am Kälbermarkt zogen die Preise um 3 bi- 4 Mark an. Da- Geschäft war lebhaft, so daß der Auftrieb glatt geräumt wurde. Die Beschickung de- Schweinemarkte - war mit 6016 Stück zwar etwa- gröber, doch stellten sich trotzdem Prei-erholungen um 2 Mark ein. Am Hauptmarkt gaben die Preise zunächst noch etwa- nach, doch war am Rebenmarkt die Beschickung sehr gering, so dah nach regem Geschäst au-- verkauft und die erwähnte Erholung erzielt wurde. Der S ch a f m a r k t zeigte trotz verminderter Zufuhr noch keine Besserung: nach ruhigem Handel gaben die Preise abermals um 1 Mark nach. 3m einzemen notierten pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 33 bis 36, a2) 29 bis 32, bl) 25 bi- 23. Dullen a) 28 bi« 31, b) 23 bi- 27. Kühe a) 25 bis 27, b) 21 bl- 24. c) 15 bis 20. Färsen a) 32 biS 35. b) 28 bi« 31. c, 23 biS 27. Kälber b) 43 bis 46. c) 38 bis 42. d) 3Z bis 37. Schafe a) 23 bi« 26. b) 19 bi« 22. c) 15 bis 18. Schweine b) 46 bis 48. c) 46 bis 48, d) 44 bis 47, e) 40 bi« 44, g) 35 bi« 40. • Der Eisenerzbergbau im Oktober. Ueber die Loge de» Eisenerzbergbaues im Oktober wird berichtet: Im Eisenerzbergbau haben sich För- derung und Absatz nicht gehoben. Im Sieger- länder Gebiet sehen sich infolge Absatzmangels mehrere Gruben gezwungen Vorkehrungen zu treffen den Betrieb für einige Monate stillzulegen. Im Lahn-Dillgebiet einschließlich Ober- Hessen ist eine weitere Verschlechterung bis auf einen Tiefpunkt eingetreten. Eine Reihe von Gruben Hot ihren geringen Absatz ganz oder zum Teil ver- loren. Der Krach der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz. gewesen sei, die Geschäfte bei der Expansion seiner Bank völlig zu übersehen. Vorwürfe gegen den Abg. Ladendorff. Im Zusammenhang mit diesem Bankkrach wird auch der Name des Abgeordneten Karl Laden- d o r f f genannt, der Führer der Landtagsfraktion der Wirtschaftspartei im Preußischen Landtag und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bank ist. Dem Nachrichtenbureau des DDZ. wird in zuständigen politischen Kreisen erklärt, daß die Wirt- schaftspartei keinerlei geschäftliche Beziehungen zur Bank für Handel und Grundbesitz unterhalten habe und daher als solche durch den Zusammen- bruch nicht berührt werde. Die Bank sei ein reines Prioatunlernehmen. Eine Aeußerung des Aussichts- ratsoorsitzenden Ladendorff soll erst in einigen Tagen erfolgen. Bekannt wird einstweilen nur. daß der Abg. Ladendorff den Vorwurf der Bilanz- fälschung mit der Bemerkung zurückweise, daß seit Aufstellung der Bilanz, allerdings als Folge der oll- Gemeinen Geldnot, die Liegenschaften, die die Sicher- eit der Bank für Handel und Grundbesitz darstellen, im Werte zurückgegangen seien. Zwei fusionierte Banken mitgeriffen. WTB. Berlin. 20. Nov. Zwei Banken, die mit der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz AG. in Verbindung stehen, haben ebenso wie diese ihre Schalter geschlossen. Es handelt sich dabei um die Barmer Kreditbank AG.. W u p - pertal- Barmen, die heute vormittag, und um die Gewerbcbank AG. Trier, eine eingetragene Zweigniederlassung der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz AG., die gestern nachmittag ihre Schalter geschlossen haben. Nicht in Mitleidenschaft gezogen. Berlin, 20. Rov. (ERB.) Zum Zusammenbruch der Berliner Dank für Handel und Grundbesitz AG. haben verschiedene Institute Erklärungen über ihre Beziehungen zu der zusammengebrochenen Bank abgegeben. Der Deutsche Genossenschaftsverband teilt mit, daß weder die Berliner Bank für Handel und Grundbesitz, noch der Deutsche Verband für Hausbesihergenos- senschast ihm je als Mitglieder angehört hätten. Das Berliner Pfandbriefamt erklärt, daß seine in üblichem Ausmaß gehaltenen Engagements bei der Bank vollkommen gedeckt seien. Das in seinem Besitz befindliche Aktienpaket der Bank von 100 000 Mt. ist in der Bilanz seit Jahren auf 1 Mk. abgeschrieben. Die Forderung der Mitteldeutschen Bodenkreditan st alt Greiz-Berlin in Höhe von 1,3 Millionen Mk. wird als weit überdeckt angesehen. Die Derwal- tung des Hovad-Bersicherungskon- zerns teilt mit, daß seine Geschäfte durch den Zusammenbruch der Bank nicht beeinträchtigt werden: für seine Bankguthaben sind durch Hinterlegung von Goldpsandbriefen erhebliche Sicherheiten gestellt worden. Der Berliner Htzpo- thekenbankverein und die „Roland", Gemeinnützige Wohnungsbau- und Derwaltungs- G. m. b. H stehen zu der falliten Bank in keinerlei geldlichen Beziehungen. Die Deutsche Realkreditbank AG., Dessau teilt mit, daß sie von der Insolvenz der Bank für Handel und Grundbesitz in keiner Weise betroffen sei, eine gleiche Erklärung gibt die Bank f ü r Handel undGrundbesih inMagdeburg ab. Der Zentralverband Deutscher Haus- und Grundbe- sihervereine, Berlin, teilt mit, daß er und seine Bankinstitute, nämlich die Deutsche Hauptbank für Hypothekenschuh AG. und die Kreditbank Deutscher Haus- und Grundbesitzer AG. an der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz weder finanziell, noch rechtlich beteiligt sind und daher von der Schal- terschließung dieses Institutes nicht betroffen werden. öireffor Seiffert geflüchtet. Das Dorstandsmitglied der Dank für Han» del und Grundbesitz in Berlin, die.überraschend ihre Zahlungen einstellte, der 43jaorige Direktor Seif f er t, ist geflüchtet. Wohin sich Seiffert, der einen Revolver bei sich hat, gewandt hat, ist zur Zeit noch nicht bekannt. Seiffert soll vor seinem Verschwinden bei einer Berliner Filiale der Deutschen Dank einen Scheck auf 1 50000 Mark vorgelegt und da« Geld gleich an sich genommen haben. Die Staatsanwaltschaft beauftrag e die Kriminalpolizei sofort mit der Rachprüfung dieser Angabe. Sollte die Rachricht zutreffen, so dürfte ein Selbstmord Seifferts höchst unwahrscheinlich sein.Wahrscheinlicher wäre bann, daß er nach der Tschechoslowakei geflüchtet ist. Die Staatsanwaltschaft hat gegen Seiffert Haftbefehl und einen Steckbrief erlassen. Oer Umfang des Unternehmens. Die Berliner Dank für Handel und Grundbesitz unterhält in Berlin 23 Zweigstellen, außerdem hat sie noch mehrere Filialen tm Rheinland. Es heißt, daß im ganzen 36 000 Einleger an ihr interessiert sind, die in erster Linie dem gewerblichen Mittelstand angehören. Die Bank Ist 1923 kurz nach der Inflation auf genosfenschaftlicher Grundlage gegründet worben mit bem Zweck, Krebite für den Grunbbesih zu beschaffen. Die Dank hat sich sehr schnell entwickelt, waS sich auch in brr Dilanzsumme zeigt, die von 4,9 auf über 90 Mill. Mk. gestiegen ist. Das Aktienkapital von 2 Mill. Mk. ist dagegen nicht erhöht worden, abgesehen von einer Verstärkung ber Dasis burch 1 Mill. M'. Reserven, die im Laufe ber Iahre angefammcl. würben. Wie Seiffert wirtschaftete. Heber die Zustände bei der Dank für Handel und Grundbesitz wird von eingewelhter Seite folgende Darstellung gegeben: Seiffert habe es, gestützt auf die in feinen Händen befindliche Aktienmehrheit, verstanden, sich in den Generalversammlungen jedesmal einen A u f s i ch t s r a t zu wählen, der i h m e i n w i l - liges Werkzeug und ber gar nicht in ber Lage gewesen sei, bie gesetzlichen Kontrollfunktionen zu erfüllen Der Kunbenkreis ber Dank habe sich in den Iahrcn 1924 bis 1927 Haupt- sächlich beswegen so stark vergrößert, weil sie wesentlich höhere Zinsen als andere Dankinstitute zah.te, weshalb auch die Z l n s p o l i t i k Seifferts häufig Gegenstand lebhafter Kritik seitens ber Reichsbank und ber beutschen Großbanken gewesen sei. Schon vor Iahren habe die Geschäftsführung der Dank Anlaß zu Angriffen von feiten örtlicher Hausdesitzervereine gegeben, als nähere Einzelheiten über bie Finanzierung der zufammengebrochenen gemeinnützigen Sied- lungs- und Kriegerheim-Aktiengesellschaft bekanntgeworden seien. Diele Hausbesitzer hatten e« damals beanstandet, daß ihre Depositengelder zur Finanzierung eines derartigen Unternehmens benutzt worden seien. Seisfert und seine Bank seien aber aus diesem Geschäft nicht nur mit einem blauen Auge, sondern sogar noch durch einige glückliche Umstände mit einem Gewinn davongekommen. Bald darauf habe bie Bank für Handel und Grundbesitz die Meh.heit der R a t i o n a I - g i l m-AG. erworben, die sie einige Iahre später an die jetzigen Inhaber Warner Brothers abgestoßen habe Das seien aber nur ewige von den Geschäften gewesen, die diese Dank getätigt habe, obwohl sie völlig abseits von ihrem eigentlichen Geschäftszweck lagen. In eingeweihten Kreisen hatte man Seiffert schon lange den Zusammenbruch seines Hnternchmcns prophezeit, weil er gar nicht mehr in der Lage Befestigung in Frankfurt. Frankfurt a. M., 20. Rov. Der heutige telefonische Efsektenfreiverkehr stand vormittag- weiter unter bem Einbruck ber Insolvenz der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz, die bereits im gestrigen Rachmittag-oerkehr eine merkliche Abschwächung gebracht hatte. ES erfolgten noch kleine Abgaben der Spekulation, bie. das Kursniveau erneut um etwa 1 Prozent drückten. Gegen Mittag setzte sich jedoch wieder eine Befestigung durch, da die zuerst befürchteten Exe- kutionsverkäufe nicht eintraten. Im Gegenteil, es lagen wieder kleine KauforderS vor, so daß in Verbindung mit Deckungen und Rückkäufen der Spekulation für die führenden Werte, wie I .-G - Farben, Siemens u. a. Kursbesserungen biS zu 2 Prozent zu verzeichnen waren. Die übrigen Papiere blieben vernachlässigt und lagen kaum verändert. Rur Farbenbonds zogen erneut um etwa 1 Prozent an. DaS Geschäft war im allgemeinen ziemlich klein, da eine gewisse Zurückhaltung und Unsicherheit unverkennbar war. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZR. 20 3?0Ptmb.-r 21.7kovrmdee Amilich, Xotltrung 25ne' »milldx AoNenmg »«Id »rie* yrllkigfor» . feien . . 8,21 53.94 8.23 59.06 8.21 58.94 8.23 59.06 Prag . . 12.468 12.488 12.463 12 488 vuvaoeN . . 73.28 73.4'/ 73.28 73.42 Sofia 3.057 3.063 3.057 3.063 Holland . . 169.13 169,47 169.08 169.42 C«lo . . 85,66 85.84 84.91 85 09 Rcprnbagee. 85,66 d5.84 84.91 85 09 Gtodbolm 85.91 86,09 84 91 85.09 London . . 15,83 15.87 15.74 15-78 Burno« flirrt 1.073 1,077 1.068 1 072 Änmad 4.209 4.217 4.209 4.217 8ru|lel . 58.44 58.56 58.42 58.54 Italien . . • 21.71 21.75 21.68 21.72 Pari« . . . 16.49 16,53 16.48 16.52 gdirortj . . 81,87 82.03 81 82 81.98 Suanten 35.96 36.09 35.76 35.84 Tonjlg . . 81.92 82.08 81.97 82.13 Japan Rio Df Ian.. 2,068 2.072 2.068 2.072 0.264 0.266 0.264 0.266 Juaoslawie». ßtiiaboo . . 7.463 7.473 7.453 7.467 14,39 14.41 14.44 14.46 Banknoten. Berlin, 20 Jtoptmbtr Melk» »rief flmriltantid't Vloien . . . 4.20 4.22 t8elflildif Nölen..... 58.33 58.57 Tänifdif Noidn..... 85 48 85.82 (tnolifcte 9?oi 15.79 15.85 Atflnjö|i|(hf'Jtolen . . . . cholländllckf Noif» .... 16.48 168.76 16,54 169.44 IiallrnlIUif 91oten ... 21 69 21.77 NorwegllUif Sioien . . . . . . - 85.48 85.82 Deuridi-Cefirncldi, • 100 LLÜIlaa 58.68 58 92 Rumäniidit Nolrn .... 2.48 2.50 €d)roeDi|d)f 9?otm . . . . 85.73 86.07 Schweizer Nelen..... 81.69 82.01 Spanltche Stolen..... 35.78 35.92 Ungarische Dolen . . . — —— Rcichsbankdlskonl 8 v. h., Lombarbzlnsfuß 10 o. h (Singefonbf. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden '211titel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eine Anregung an bie Stadtverwaltung. Roch hat ber Winter kaum richtig begonnen, und schon drängen sich an den Türen der Einwohner Scharen von hungernden und frierenden Menschen, Männer jeden Alters, unter ihnen so viele nette, anständige Leute, bie nur bie unverschuldete Rot auf biefen Weg geführt hat. Run ist immer bie Frage: .Was tun?“ Man gibt ihnen gern etwas Wärmendes, wenn man es hat, Kaffee, Milch, Suppe, aber man hat keinen Raum, wohin man sie führen kann, man hat doch meist nur eine warme Stube, in der sich das ganze Familienleben abspielt. Hm kein Mißverständnis auflom- men zu lassen: man unterscheibet wohl zwischen biefen Menschen unb den Gewohnheltsbeitlem, bie mit bem Stabtbilb seit Iahren vertraut finb, ben Weibern mit den Zottelmähnen, bie einem von mal zu mal von mehr Kinbern erzählen unb den übelauSsehenden Individuen, die meterweit nach Schnaps duften, denen gibt man längst nichts mehr. Aber wohin mit den andern, ben schlecht getlelbeten unb Frierenben? Gibt es nicht leere Fabrik- ober Geschäftsräume, bie man Heizen könnte, aus benen Wärme st üben zu machen finb, wie anbere Stabte sie haben? Die Stabt könnte boch Marken ausgeben, bie man kaufen kann unb bie biefen warmen Aufenthalt ermöglichen? Marken, gegen bie man bort vielleicht eine Tasse Milch, ober sonst etwas Warmes verabreichen lassen kann, Marken, bie vor allen Dingen biefen armen Menschen ein paar Stunben Aufenthaltsberechtigu n g in warmem Raume geben. Ich glaube, man kann auch hier sagen: wo ein Wille ist, da ist auch ein Wc^. Spiclplan Der Frankfurter Theater. Opernhaus- Sonntag, 22. Rovember, 17 bis nach 21.30 Hhr: „Parsifal“. - Montag, 23., 15 30 bis nach 17.30: „Don Pasquale'': 20 bis 23: „Im weißen Rößl". — Dienstag, 24.. 19.30 bis gegen 23: „Boris Godunow". — Mittwoch, 25, 19-30 bis 2230: „Don Iuan". — Donnerstag, 26., 20 bis 22.45: „Der fliegende Holländer". — Freitag, 27., 20 bis 23: „Im weißen Rößl". — Sam-tag, 28.. 20 bis nach 22-30: „Madame Butterfly*. — Schauspielhaus. Sonntag, 22. Rrvember, 15 bis nach 1715 Hhr: ..Strafgesetz". — Sonntag. 22., Dicn.tag. 24 . Mittwoch. 25-, jeweils von 20 bis nach 22-30: „Der Streit um den Sergeanten Grischa". — Montag. 23, Freitag, 27.. Sonntag. 29.. jeweils von 20 b.S nach 22.15 „Bobby weint. Bobby lacht". — Donnerstag. 26., 20 bi« gegen 23: „Der Kaufmann von Venedig". — Samstag, 28-, 20 bis 22, Sonntag. 29., 16 bi« 18: „Emil und die Detektive". Büchertisch. — Hans Joachim Moser: Tie Epochen der Musikgeschichte. Im Uebcrblid. Mit vielen Nolendeispielen. Großoktao 202 Sellen. In Gansteinen 7 RM., Düttenumschlag 5 RM. Verlag der I. G. Cotlaschen Buchhandlung Nachs. Stuttgart unb Berlin. (345.) — Der Verfasser führt in diesem Buch den Versuch durch, das bicherige beschick der abendländischen Musik vom Altertum nie zur Jetztzeit ,^u erzählen, so wie er heute ihren Ablauf in den Hauptumrifsen sieht" Uederblickc zu geben, setzt stets zu einer souveränen Beherrschung des Stofflichen eine besondere Fähigkeit zum Durchdringen, Klären und Erkennen der großen Entwicklungszusammenhänge voraus. Für solch eine zusam- mensassende Arbeit konnte zur Zelt kaum eine geeignetere Persönlichkeit unter den deutschen Musikwissenschaftlern das Wort ergreifen als Profesior Moser, der ja schon mit seiner dreibändigen „Geschichte der deutschen Musik" Zeugnis für reiche» Wissen unb selbständiges Urteilen abgelegt hat. Die Darstellung folgt weder vorgesetzten Tendenzen, die etwa dem Stoss Gewalt antun würden, noch sieht Moser die Wandlungen des tonkünstlerischen Schaffens als eine möglichst gesonderte Eigenentwicklung an, sondern er betont ihre innige Verbundenhell mit dem Hauptstrom des jeweiligen geistigen Lebens und folgt darum absichtlich (wie er besonder» hervorhebt) den bisher üblichen altbekannten Epochen- bezeichnungen aus der Kunst-und Literaturgeschichte. Dabei will er der Gefahr gequälter Analogien entgehen, die häufig nur auf Aeuherlichkeiten und Ein- zelheiten zeitstilistischer Haltung hinzielen, denn nach seiner Meinung trifft der „Stil nur immer da» Mittelmaß, die Allzuoielen". Ihm liegt vielmehr daran, bie Äußerungen unb künstlerischen Auswirkungen einer Zeit auf die hinter ihr stehende, einigermaßen gleichartig zu denkende Menschheit zu beziehen: so füllt er die übernommenen stilistischen Begriffe mit greifbarer Realität, zieht die Grenzen zwischen den einzelnen Perioden unb lehrt die Ucbergänge er- kennen. UeberaU deckt er bie treibenden Grundkräfte im Pendelschlag der Entwicklung auf, scheidet streng Zeit- unb Nationalstil unb gewinnt jedem Zeitalter interessante Perspektiven ab. Ständig bemüht er sich, zu einem klaren Urteil über bie jeweilige Zelllag« heranzuführen, ohne dabei in den Fehler formelhafter Abstempelung zu verfallen: da, wo e» auf Grund des vorliegenden Materials sich nicht ermög- lichen läßt, zu einer letzten Erkenntnis vorzudringen, rollt er bie zur Diskussion stehenden Probleme auf, führt zu ihren Wurzeln hin unb wirb so zum An- reger für weiteres Nachdenken unb Klären. Moser faßt seine Ausgabe nicht als eine nüchterne Darbietung bes Stofflichen, jonbern in intuitiver geistiger Schau entwirren sich ihm bie Zusammenhänge oft mit überraschenber Selbstverständlichkeit. Beson- bers bie überaus starke Kraft ber Bildhaftigkeit feiner Sprache vermag oft blitzlichtartig bie Situation zu erhellen, ja, 6eim ersten Lesen mag man vielleicht von ber Kühnheit feiner Ausdruck, weise, bie selbst vor Ausbrücken ber Volkssprache nicht zu- ruckschreckt, betroffen fein; bei weiterer Lc iure wird man um so stärker über bie Treffsicherheit bc» Ausdrucks mit feiner ursprünglichen Unabgegrifftn hell erstaunt sein. Es wäre vielleicht ungerecht, einige Kapitel besonders heroorzuheben: jedoch, was er über romanische Zeit, Gotik unb Renaissance zu sagen weiß, ist so geistvoll, feffelnb, embrlngliA ur.b überaus geeignet, bas Interesse für biefe Zeiträume, deren genauere Kenntnis bisher meist nur engeren Fachkreisen vorbehalten war, bei allen Gebildeten wach werben zu lasten, sofern sie Sinn für historische öebanfengänge haben. Zahlreich« Notenbei- [piek, bie insbefonbere für bie ältere Zelt überaus Treffenbes unb manches bisher nur schwer Zugänglich« bieten, wollen mithclsen beim Erkennen ber Wcsenseigentümlichkeiten ber Entwicklungen unb ihrer Zusammenhänge. — Und wenn bem nachdenklichen Musikfreund mit bem Buche ein Umblick ermöglicht wurde, um all bie lebendige Summe alter unb neuer Musik, bie ihm in Konzert, Oper unb im Hause entgegentritt, gruppenhaft sinngemäß einzuorbnen, so jähe ber Verfasser bie Bestimmung bes Buche» voll- auf erfüllt: bann wäre es bie Musikgeschichte für jebermann, bie ihm vorschwebt, unb bie bas Buch zweifellos auch jebem Gebildeten ju fein vermag. • Dr. H. (Schluß be» redaktionellen Zell».) „Maßnehmen beim Maschen" Ja, Maßnehmen ist auch beim Waschen angebracht. Denn wenn es heißt: „Auf drei Eimer Wasser geht immer ein Persilpaket, ist cs doch wichtig zu wisten, wieviel Eimer Wasser ber Kcstel faßt, wenn er gut zur Hälfte gefüllt ist. Man steht sich immer gut, wenn man genau nach Vorschrift verfährt.6609V WWW gut gepflegt hält doppelt fo lange! Waschen Sie Ihre Wollsachen mit dem unvergleichlichen Persil, denn gerade für Wolle eignet sich Persil wundervoll. (Man rechnet einen gehäuften Eßlöffel Persil auf je 2 Liter kaltes Wasser.) Ohne jedes Reiben entzieht das kalte Persilbad der Wollfaser Schmutz und Flecke und läßt sic wieder farbenfroh, frischduftend und tadellos sauber erstehen! Persil « Persil arX® W* Qiagen: 5d)oOe- rZSW (Bei a'c rtK»*an,d|Iä- $ - *mtlnU>nTn