Nr. 297 Erster Blaff 18t Zahraanq Samstag, 19. Dezember 1931 Eriche in« loglich.ouhei Sonntags und Feiertag». Beilagen: Die Illustrierte ©iefcener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugsprets: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Richter- Schemen emzelnerNummern infolge höherer Gewalt. §ernfnrechanfchlüsfe anterSamme(nummer2251 Anlchrijt für Drahtnachrichten Anzeiger Stehen pofifchecktonto: fironlftirt~m Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnt> verloa: vrLhl'sche Univerfitäis-Vuch- und Steinöruderei B. Lange in Gießen. Schriftleitnng und Geschäftrftelle: ZchnlNraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis jur l mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Re- klameanzeigen von 70 > m Breite 35 Reichspsennig, Platzoorschrist 20u , mehr. Chefredakteure Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyrioi, für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Biegen. Ringen um Erkenntnis. Nur wenige Tage trennen uns noch vom Weihnachtsfest, aber eine richtige Feierstimmung, die in früheren Fahren - wenigstens mährend der letzten Dezem-erwochen geherrscht hat, will diesmal noch nicht aufkommen. Die Auswirkungen der vierten Notverordnung greifen tief in die Haushaltsführung einer jeden deutschen Familie ein, und wenn man es auch begrüßen muß, daß endlich durch die Bekanntgabe der Notverordnung gespannte Erwartung fester Gewißheit gewichen ist, so hat sie - doch zu den alten, uns vor wenigen Wochen noch unerträglich dünkenden Lasten neue Opfer gefordert, die wir nur dann auf uns nehmen können, wenn wir damit das Ziel der Befreiung aus dem Schuldturm, in den uns die Kriegstribute gebannt haben und festhalten, endlich erreichen. Die Notverordnung mit ihren rigorosen Maßnahmen hat innen und außen ihren Eindruck nicht verfehlt. Trotz starken inneren Widerstrebens gegen viele ihrer wichtigsten Bestimmungen haben weder die Sozialdemokratie noch die Parteigruppen der gemäßigten Rechten sich dazu entschließen können, ihre bisher gegenüber dem Kabinett Brüning geübte Tolerierungspolitik aufzugeben. So ist es, obwohl die Deutsche Volks- partei ihrem neuen Kurse, der sie schon bei der Herbsttagung des Reichstags in die Opposition zum Kanzler geführt hatte, treugeblieben ist, zu keiner Einberufung des Reichstags gekommen. Der Regierung ist also Zeit gelassen, die Notverordnung im einzelnen durchzuführen und zu sehen, ob ihre Auswirkungen den Erwartungen entsprechen, die der Kanzler an sie knüpft. Das eine kann jedenfalls heute schon als ein nicht zu unterschätzender Erfolg gebucht werden: der Eindruck im Auslande ist der, daß Deutschland seine ganxe Kraft anspannt und seine allerletzten wirtschaftlichen und moralischen Reserven einsetzt, um aus Eigenem über den Berg zu kommen, wenn man ihm durch Beseitigung der unsinnigen Tribute den Hals frei gibt, daß jedoch, sollte dieser letzte gigantische Versuch Deutschlands an der Sturheit seiner Gläubiger, insbesondere an der Unvernunft und dem schlechten Willen Frankreichs scheitern, die mit Naturnotwendigkeit sich daraus entwickelnden wirtschaftlichen und politischen Folgen neben den Reparationsforderun- gen auch jede Art von privaten Schuldansprüchen illusorisch machen müßten. Die Verhandlungen, die in diesen Tagen im amerikanischen Kongreß über die nachträgliche Billigung des Hoovermoratoriums begonnen haben, zeigten in erschreckendem Maße, wie weit große Teile des amerikanischen Volkes noch ent- sernt sind von der Erkenntnis der großen politischen und wirtlchaftlichen Zusammenhänge und der trotz aller Drohungen doch unlöslichen Verflechtung Amerikas mit den europäischen Dingen. Man kann dem Präsidenten Hoover und seinem Kabinett nicht ganz den Vorwurf ersparen, für eine rechtzeitige und ausreichende Aufklärung-der amerikanischen Oeffent- lichkeit nicht genügend gesorgt zu haben. Namentlich im Westen und Süden, fern von Neuyork und Washington, den Zentren von Politik und Finanz, scheint man sich der durchaus irrigen Vorstellung hinzugeben, als ob es zur Wiedererlangung der vielgepriesenen und lebhaft betrauerten „prosperity" genüge, sich von allen üblen Händeln dieser Welt auf sich selbst zurückzuziehen, sich mit hohen Zollmauern zu umgeben und das streitsüchtige Europa sich irt seinem eigenen Fett schmoren zu lassen. Es wurde hier schon vor einigen Tagen auegefüfjrt, daß seit dem Sünbenfaltz den die Vereinigten Staaten mit ihrem Eintritt in den Weltkrieg begangen hatten, diese Dinge auch für den selbstbewußtesten Pankee nicht mehr ganz so einfach liegen. Aber wenn jetzt vor dem Kongreß Hoover und seine Mitarbeiter ver- suchen, die Zusammenhänge ihrem Parlament und dem Lande klarzumachen, so kommt das reichlich spät, außerdem ist es psychologisch gerade kein glück- llches Zusammentreffen, wenn man dem Kongreß mit einem Riesenbukett neuer Steuern aufwartet, wie es Mellon getan hat, um das erschreckende Defizit im Staatshaushalt zu decken, und gleichzeitig den Volksvertretern die Billigung für einen Zahlungsaufschub der ausländischen Schuldner abfordert, wobei im Hintergründe die Furcht lauert, ohne erhebliche Abstriche eines Tages überhaupt nichts mehr zurückzuerhalten. Daß der Präsident in den entscheidenden Junitagen wenigstens formell den Kongreß überging, indem er auf eine außerordentliche Session verzichtete und die Verantwortung für das Schuldenfeierjahr auf seine Kappe nahm, war schon damals Grund zu schwerer Verstimmung in den Kreisen des Parlaments, die Hoover nicht zu Rate gezogen hatte. Inzwischen hat sich auch innenpolitisch durch die wachsende wirtschaftliche Depression und die Arbeitslosigkeit, der das Kabinett einigermaßen hilflos gege^übersteht, ein solches Maß von Verärgerung und -.tißmut angesammelt, daß bei dieser Taktik schwere Nackenschläge für den Präsidenten nicht ausbleiben konnten. Und er hat es nur der überforschen Attacke des Herrn Mac Fadden zu verdanken, daß die an sich starke Opposition gegen das Hoooermoratorium auch in der eigenen Partei des Präsidenten nicht voll wirksam wurde, weil sich mit den maßlosen Anschuldigungen und Verdächtigungen Mac Faddens gegen die Bankwelt von Neuyork und das Staatsoberhaupt niemand ibenti- sizieren wollte, gleichgültig ob Demokrat ober Republikaner, gleichgültig ob Anhänger ober Gegner der Politik bes Präsidenten. Zweifellos unter dem Eindruck dieser unerfreulichen, bis zum äußersten Zugespitzten Debatte, — offenbar auch für amerika- nilche Verhältnisse ein Novum — konnte Hoovers Pferd die ersten Hindernisse, Finanzausschuß und Repräsentantenhaus, mühelos im ersten Anlauf nehmen und es besteht begründete Aussicht dafür, daß Hoover das ganze Rennen ohne weitere ernste Anstände gewinnen wird Zahlungseinstellung hei Borsig in Berlin-Tegel. Berlin, 18. Dez. (TU.) Die A. B o r f i g G. m. b. fj. Tegel teil« mit: wir haben uns gezwungen gesehen, mit dem heutigen Tage unsere Zahlungen e i n z u st e l l e n. Die Gründe liegen in der verhängnisvollen Verschlechterung der Wirtschaftslage im 3 n - und Auslande, die besonders feit Juli den Auftragseingang fo stark beeinflußt hat, daß es unmöglich war, den Auftragseingang und die Unkosten in einem tragbaren Verhältnis zu erhalten, verstärkt wurden die Schwierigkeiten durch Verluste bei einer Tochtergesellschaft. Um das Unternehmen wieder aus eine gesunde Grundlage zu stellen und damit die Vernichtung großer Werte zu vermeiden, die in nahezu lOOjähriger technischer Entwicklung und Erfahrung und in dem Weltruf des Unternehmens begründet liegen, sehen wir uns gezwungen, eine Sanierung durch Einleitung des Vergleichsverfahrens anzustreben, nachdem die versuche, eine Gesundung ohne Anrufung der Gläubiger herbeizuführen, nicht den gewünschten Erfolg hatten. Die erforderlichen Schritte sind eingeleitet. Das Werk ist für die derzeitige Lage bei einem Auftragsbestände von zirka 12 Millionen Mark und einer Belegschaftsstärke von 3 7 0 0 köpfen noch verhältnismäßig gut beschäftigt. Ergänzend erfahren wir hierzu: Die Zahlungen eingestellt hat ausschließlich die A. B o r f i g G. m. b. h., Tegel, die ein Einlagekapital von 10 Millionen RM. hat. 3m vorigen 3ahre ist die Lokomotivfabrikation von der A Borfig G.m.b.h. abgetrennt worden. Bei der Tochtergesellschaft B o r s i g h a 11, Vereinigung deutscher Pumpenfabriken, sind sehr beträchtliche v e r l u st e entstanden, die wesentlich großer als das Einlagekapital sind, und durch die die 21. Borfig G m b H in Anspruch genommen worden ist. Die Schwierigkeiten resultieren auch aus dem Währungswirrwarr in verschiedenen Ländern, denn Borfig Hal im letzten 3ahr etwa 80 v. h. des Umsatzes in das Ausland geliefert, wovon naturgemäß ein Teil i n ausländischer Währung bezahlt wurde. So lagen Auslandsaufträge vor aus Ungarn (Stickstoff- anlage für Budapest), 3ndicn (Del Lrack-Anlagen), Aegypten (Stauwerke von Assuan) und andere. Hauptbankengläubiger ist die DD-Banf, im geringeren Umfange sind ferner u. a. die Dresdner Bank, die Reichs-Kreditgesellschaft und die Berliner Stadtbank beteiligt. Die Bankschulden sind größer als die Warenschulden. Sicherungen für diese Bankschulden sind vorhanden durch Hypothekeneintragungen, für Grundstücke und durch die Anlagen in Tegel. Bei den össentlichen Geldern, die der A. Borfig G.m.b.h. gewählt worden sind, handelt es sich um Reichsvorschüsse auf Warenlieferungen in höhe von 1,2 Mill. RM. Eine Sanierung hängt fast ausschließlich von der Frage ab, ob das Werk weitergeführt werden kann.vas Werk ist nach der technisch-wirtschaftlichen Seite von maßgebenden Stellen eingehend untersucht worden mit dem Ergebnis, daß seine Existenzberechtigung unbedingt anerkannt wurde. Der gegenwärtige Auftragsbestand würde für eine Beschäftigung bis in den Februar bzw. Mär; hineinreichen. Die Verwaltung hofft, daß das Werk nicht ftillgelegt zu werden braucht. LL. Oben: Die Stammsabrik der Borsigs im Jahre 1837 am Oranienburger Tor in Berlin. — Oben llnks: August Borfig, der Begründer der Werke. — Oben rechts: Ernst von Borfig, der heutig« Chef und Mitinhaber des Unternehmens. — Unten: Blick auf die heutigen Anlagen der Borfigwerke in Berlin-Tegel — Unten links: Conrad von Borfig, der Mitinhaber der Werke und Bruder Ernst von Borsigs. Aber das darf darüber nicht Hinwegtäuschen, daß Mac Fadden, wenn er auch in den heiligen Hallen des Kongreßgedäudes von Washington wütete wie ein Elefant im Porzellanladen, nur einer in gewissen Kreisen sehr verbreiteten Meinung allerdings äußerst schroff und drastisch Ausdruck gegeben hat, wenn er behauptete, daß der Präsident mit Wallstreet unter einer Decke stecke und das Schuldenmoratorium nur deshalb unter Verletzung seines Amtseides erlassen habe, um durch Beseitigung her Kriegsschulden die von Wallstreet in Deutschland angelegten Pri- oatkapitalien zu retten auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers, der nun zur Deckung des Ausfalls der ausländischen Schuldenrückzahlungen mit neuen Steuern beglückt werde. Gewiß ebenso törichte wie populäre Gedankengänge, die, wenn sie die künftige Einstellung Amerikas zum Reparations- und Schuldenproblem beeinflussen würden, gefährlich werden müßten. Um jo wichtiger sind Mellons Hinweise auf die katastrophalen Folgen eines Ausfalls des europäischen Marktes für die amerikanische Export- wirtschaft, wenn neben Deutschland und Mitteleuropa nun auch das Britische Reich, die nordischen Länder, ja auch Japan und Südamerika sich notgedrungen der amerikanischen Einfuhr versagen müßten. Mellon hat weiter dargelegt, daß Englands Aufgabe des Goldstandards auch auf das Schuldenabkommen mit Amerika nicht ohne Einfluß bleiben könne und schon von dieser Seite hei zwangsläufig das Gesamtproblem der internationalen Verschuldung. das das Hoover-Moratorium im Juni auf* gerollt habe, weitergetrieben werde. England muß an Amerika in Golddollars zahlen, während es, mit Ausnahme von Deutschland, von seinen Schuldnern Papierpfunde erhält. Das bedeutete schon Anfang Dezember eine Erhöhung der britischen Schuld an Amerika um 47 v. H., eine Revision des Palfour- Abkommens vom 1. August 1922, das Englands Schuldenzahlung regelt, ist also nicht zu umgehen. Während England bisher von seinen Schuldnern die gleiche Summe einforderte, die es an Amerika zu zahlen hatte, wünscht es nun umgekehrt nicht mehr an Amerika zu zahlen, als es von seinen Schuldnern eintreiben kann. Wie sich eine solche Regelung, die vorerst kaum in den gröbsten Umrissen zu erkennen ist, auf die deutschen Peparatio- nen und die Haltung Frankreichs auswirken würde, wo man jeder Sondervereinbarung der angelfächsi- schen Mächte mit dem größten Argwohn begegnet, läßt sich heute noch gar nicht übersehen. Von ausschlaggebender Bedeutung ist aber für uns sicherlich, daß die amerikanische Oeffentlichkeit mehr als bislang den engen Zusammenhang zwischen dem wirtschaftlichen Zusammenbruch des Auslandes und der Krise in den Vereinigten Staaten selber erfaßt und den amerikanischen Staatsmännern freie Hand läßt, nach dieser Erkenntnis zu handeln, statt eine Politik der Isolierung zu erzwingen, die mit dem Ruin der Weltwirtschaft auch die eigene Krisis aufs äußerste verschärfen müßte Amerika kann sich heute nicht mehr ohne gigantische Verluste aus dem europäischen Geschäft zurückziehen, dazu ist es zu spät, es ist unlösbar mit der Weltdepression verbunden und kommt ohne die Zusammenarbeit mit Europa aus ihr nicht mehr heraus. Der beste Beweis, daß zumindest die Regierung von Washington diese enge Verbindung nicht leugnet, sind ja die Verhandlungen des Beratenden Sonderausschusses bei der BIZ. in Basel unter Teilnahme eines amerikanischen Banksachverständigen. Hier steht das Ausmaß der deutschen Zahlungsfähigkeit zur Debatte und Amerikas Interesse daran liegt auf der Hand, denn die Reparationen, die Deutschland unter dem Regime des Dawesabkommens und des '2)oungp(ans geleistet hat und deren Löwenanteil die Franzosen eingesteckt haben, hat bas Reich aus privaten Anleihen gezahlt, die neben England vor allem auch Amerika finanziert hat. Während also Frankreich tatsächlich bares Geld erhielt, haben sich Engländer und Amerikaner nicht nur den auf sie entfallenden Reparationsanteil selber bezahlt, sondern sie haben auch obendrein durch ihre Anleihen überhaupt erst dafür gesorgt, daß Frankreich zu seinem Gelde kam. So hängen private Verschuldung und Tributleistung innig zusammen, auch wenn die Franzosen diesen Zusammenhang abstreiten und auf dem Vorrang der Reparationen auf Grund des Poungplans vor den privaten deutschen Auslandskrediten beharren. Mit dieser scharfen Kontroverse begannen bereits die Verhandlungen des Ausschusses und nichts deutet darauf hin, daß sich die französische Regierung, die ihren Baseler Delegierten natürlich fest an der Strippe hält, inzwischen unter der Last beweiskräftigen Materials zu einer anderen Auffassung durchgerungen hätte. Der Ausschuß hat die erste Woche damit verbracht, durch Anhören von deutschen Sachverständigen sich ein umfassendes Bild von der Finanz- und Wirtschaftslage zu machen und diese so gewonnene Bestandsaufnahme bann in kleineren Unterausschüssen nach Einzelfragen zu güebern. Nun gilt es, sie aus. zuwerten unb in einem Bericht die Grunblage für bie Beratungen ber vorgesehenen Regierungskonferenz zu schaffen. Aber es hat leiber fast ben Anschein, als ob bie Sachverstänbigen mit bieser Endformel nicht recht zu Rande kommen würden und es am liebsten den Regierungen selber überlassen möchten, die Schlußfolgerungen . aus dem ihnen geordnet unterbreiteten Material zu ' ziehen. Selbstverständlich könnte auch der französische Delegierte, will er nicht seinen Ruf als wirtschaftlicher Sachverständiger aufs Spiel setzen, so wenig wie seine Kollegen sich der Logik der Tatsachen verschließen, die die deutschen Sachverständigen vor den Mitgliedern des Ausschusses lückenlos aufgebaut haben und deren schlagendste die letzte Notverordnung gewesen sein dürfte. Aber die Anweisungen der Pariser Regierung verbieten ihm, über die unbedingten Jahreszahlungen des Poung- Plans auch nur zu sprechen. Frankreich verficht starr seine Auffassung, baß es sich lediglich um eine augenblickliche, durch bie Wirtschaftskrisis verursachte Zahlungsunfähigkeit Deutschlands handle (wobei der französischen Maxime zuliebe Ursache und Wirkung umgekehrt werden) und daß infolgedessen, da die tatsächliche Zahlungsfähigkeit Deutschlands jetzt gar nicht festgestellt werden könne, man lediglich ein Provisorium, eine Zwischenlösung für die Dauer der Wirtschaftsdepression unter grundsätzlicher Aufrechterhaltung des Poungplans und der französischen Ansprüche daraus feststellen dürfe. Es kann heute schon als ausgeschlossen gelten, daß der Beratende Sonderausschuß sich in seinem Bericht an die Regierungen dieser französischen These beugen wird, aber leider kann man auch kaum erwarten, daß die Sachverständigen nun klipp und klar Deutschlands Zahlungsunfähigkeit feftfteUen und für bewiesen erachten, daß der wirtschaftliche Unsinn der Reparationen daran die Hauptschuld trage, ohne deren Beseitigung an eine Behebung der Weltwirt- schastskrisis nicht zu denken sei So wird das deutsche Volk auch in diesem Jahre wieder unter den Lichterbaum, das Symbol der Hoffnung, treten mit dem beklemmenden Gefühl, daß die Weihnachtsbotschaft vom Frieden auf Erden noch immer Verheißung bleibt, aber auch in dem Bewußtsein, mit letzter Kraft für die großen Entsck-eidungen gerüstet zu sein, die jetzt kommen müssen, wenn nicht Unvernunft unb Starrheit, Selbstsucht unb Mißtrauen diese gequälte Welt in Finsternis unb Chaos stoßen sollen. Hält Oie Entwicklung der Borsigwerke - ein Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte Wenig günstige Aussichten in Basel Oer Sonderausschuß wird vermutlich zu keinen radikalen Vorschlägen kommen. stand darstelle. Das Soovermoratorium vom Repräsentantenhaus angenommen. Washington, 18. Dn- (ÖIB. Funkspruch.) Das Repräseotonleahau» nahm bas hoo- Dermoralorlum ra M 3 1 7 gegen 100 Stimmen mit dem vom Finanzausschuß angenommenen Zusatz, der sich gegen Streichung oder Herabsetzung der Kriegsschulden richtet, an. Der ^imes"-Korrespondenl In Washington will erfahren Haden, Daß Staatssekretär S t i m s o n gestern vor dem Finanzausschuß des Repräsentantenhauses einevertraulichcErktärungübcr die Aussichten in Zentraleuropa abgegeben habe, die er als höchst beunruhigend bezeichnet hätte. Ernste Ereignlsie könnten unter Umständen in den allernächsten lagen erwartet werden. Präsident Hoover hol gestern einigen witglie- dcrn des Finanzausschusses des Repräsentanten- Hauses bei einem Frühstück verschiedenes mitgeteilt, was aber nicht bekanntgeworden ist, da die Teilnehmer zum Stillschweigen verpflichtet wurden. Es heißt ober, daß der Präsident die Weltlage in den düstersten Farben gemalt und bemerkt habe, die vereinigten Staaten könnten sich den Schwierigkeiten der Weltlage nicht entziehen. Oie Regierungsfrage in Hessen. die RrrUP. da» zwaliiiün-sitspräch mit dem Zentrum für beendet > Aus aller Well. Starker Rückgang des Fremdenverkehrs. 3m dritten Vierteljahr 1931 zeigt der Fremden» verkehr in Deutfch'and gegenüber der gleichen Dor» jahrezeit einen Rückgang um rund ein Viertel (24,7 v.-). Die Beteiligung der Aus« länder am Fremdenverkehr Ift in noch stärkerem Maste — fast u m 3 0 v. h gesunken, darunter die Zahl der Reisenden aus den Bereinigten Staaten um 41,4 p f). Diese Feststellungen beziehen sich auf 12 der mächtigsten Frernkenverkehrsorte Deutschlands. Mit Rücksicht auf die besondere wirtschaftliche Bedeutung des Fremdenverkehrs ffür die deuttche Zahlungsbilanz u|ro) sollen die Erhebungen fünfte In wesentlich erweitertem Umfange durchgeführr werden Keine Nachricht von Elli veinhorn Elli Beinhorn, die zur Fortsetzung ihres Fluge« nach Oslosien von Bagdad abgeflogen war. wird vermißt Seit ihrem Abflug sind keias Rachrichten von ihr eingegangen. Der Lhikagoer Verbrecherkönig Diamond ermordet. Jack Diamond ist in seinem Landhaus« während eines Belage» erschossen worden. da- anläßlich seine- Freispruch- in einem Entsührungsprozcß stattsand. Plötzlich erschienen zwei Unbekannte im Zimmer und eröffneten das Feucr aus Diamond au- Maschinenpistolen. Diamond erhielt viele Treffer in den Stopf, in- Genick und In den ganzen Stör per D i e T ü t« t entkamen unerkannt in einem Kraftwagen. Die Polizei. Me erst am Freitag früh benachrich- tttgt wurde, nahm sofort die Untersuchung auf und verhörte zunächst Frau Diamond, eine früher« Revuetänzerin, die an dem Delage teilgenommen halte, sowie die übrigen Döste. e>ie Polizei und der Arzt, der den Tod sestgestellt £atte, erhielten gleich nach der Mordtat mysteriöse Telephon- anrufc. Jack Diamond war ein berüchtigter amerikanischer Älkoholschmuggler und neben 2TI Sa* pone der bekannteste Derbrecherkö- nig der Lhikagoer Unterwelt. Auf ihn Eine enbgütiige Lösung sek auf der Konferenz nicht zu erwarten, man werde sich vielmehr auf ein Provisorium für d i e Dauer der Krise n z e i t beschränken. Einige AdendbläUer stellen ' " ' "'"erpoung. Kommt eine Preissenkung bei der Reichspost? Um die Verwendung der Notverordnung-» Ersparnisse. Berlin. 18.Dez. (MTB.) Der Arbeit«, ausschust de- V e r w a l t u n g S r a t S der Reich-post beschäftigte sich mit den auch bei der NeichSpost auf Grund der Vierten Notverordnung zu erwartenden finanziellen Einsparungen. Die Frage, ob die NeichSpost diese Grfpamifie ebenso wie die entsprecheni.cn Summen früherer Notverordnungen an dasNeichab- zu fuhren hat oder ob sie die Ersparnisse der Vierten Notverordnung für ihre Zwecke verwenden kann, ist von ausschlaggebender Bedeutung dafür, ob und inwieweit die Neich«- post in der Lage ift, Debührenherabset- z ungen vorzunehmen. Der Arbe t au schuft hat sich h ernach auf den Standpunkt gestellt, daft die durch Die neuen Lohn- und Gehaltskürzungen bei der NeichSpost ersparten Mittel der NeichS- post verbleiben müssen und demnach über den bereit- jetzt von der NeichSpost dem Neich zur Verfügung gestellten 3ah:e«b.trag von rund 240 Millionen Mark hinaus eine weitere Ablieferung im Hinblick auf die finanzielle Lage der NeichSpost und auf dringende Belange der Wirtschaft nicht stattfinden Darf. Der Ar- beitsausfchuft be'chloft ferner, daft die ® fvarnifse vor allem zurCrmäbigungderGebühren in dem allgemeinen, auch von der Wietscha.t verlangten Nahmen, ferner zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit der NeichSpost und zur Vermeidung sozialer Härten im ArbeitSVerhä'.tniS der Be chä tiglen verwendet werden sollen. Dieser Vefchluh deS ArbeitSau-schusfeS muh zunächst der Vollsitzung deS VerwaltunaSrateS unterbreitet werden, die voraussichtlich Anlang Januar -usammentreten wird. Wenn der Ver- waltung-rat den Beschlüssen beitritt, so hat no Kohlenhändler ist alsdann in feiner Preisftellung frei. V 5-lDe- ' es wW Sr°° Atz 3-y® l 8114D und ein weiterer Rückgang des Preisniveaus auch unter der Herrschaft des Preiskommissars 149524 214228 152221 270233 125869 127880 137157 179053 186510 194641 146611 283863 322420 110820 214733 175732 220951 281667 175797 238970 321202 141848 255447 310715 6000 3000 2000 1000 199155 187364 3472 63034 191663 Süddeutschen (264. Preußischen) Staats-Lotterie findet am 13. und 14. Januar 1932 statt. Drucke des aus in den gesenkt hat 10 Gewinne »u 2000 W. 317101 340844 22 Gewinn, ,u 1000 M. 184415 199865 228968 343514 36 Gewinne zu 800 M. jetzt zweifellos gekommen, da die Kaufmannschaft unter dem scharfen Wettbewerbs schon von sich meisten Artikeln die Preise erheblich einem Glauben, der durch alles Dunkel sich Licht rettet. Das Mietkündigungsrecht nach der neuen Notverordnung. 1252 2763 15189 102898 236286 284064 330962 179 1091 12621 43996 Eewlnnauszug 3. Klasse 38. Preußisch-Süddeutsche (264. Preuß.) Staats-Lotterie Das bereitete und bereite Herz sei das Ziel! Solches S'.ch-vorbereiten höherer Ordnung kommt unserer Kraft zugute, das Leben zu meistern und in allem Leid dennoch im Tiefsten in der Freude zu bleiben! Wir bereiten uns schließlich ja bei allem zu uns selber hin und unserer Liebe und Der Goldene Sonntag ist noch einmal eine gute Gelegenheit für alte Mitbürger, die unter den heutigen Verhältnissen noch kaufkräftig sind, an ihrem Teile wirksam beizutragen zur Bekämpfung der Wirtschaftsnot und der Arbeitslosigkeit. Erfahrungsgemäß ist das Weihnachtsgeschäft ein starker Faktor in der Kalkulation jedes Kaufmanns, der in dieser Zeit die Nachteile langer geschäftsstiller Wochen wenigstens einigermaßen wettzumachen hofft. Mit dem Kaufmann sehen aber auch seine Angestellten und Arbeiter, die Warenlieferanten und deren Mitarbeiter, nicht zuletzt auch die Kommune und der Staat große Hoffnungen auf den wirtschaftlichen Ertrag dieser Wochen und Tage vor dem Feste, weil sie sich bewußt sind, daß die Kauftätigkeit zur Weihnachtszeit einen starken Impuls für das gesamte Wirtschaftsleben darstellt. Wer wirtschaftlich imstande ist, mit seiner Kraft diese Hoffnungen zu erfüllen, darf nicht zögern mit der Tat', wer sich aber trotz wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit nicht, oder nur unzulänglich zum Kaufen entschließt, muß sich den Vorwurf machen, daß er seinen AnteU zur Wiederbelebung der Wirtschaft und damit zur Förderung des allgemeinen Wohls versagt hat. Niemand wird behaupten können, er habe keinen Bedarf zu decken. Es handelt sich ja bei den diesjährigen Weihnachtskäufen meist nicht nur um die Beschaffung von Geschenkartikeln, sondern die Sachlage ist doch so, daß im Laufe der letzten Monate und Wochen manche Anschaffung zurückgestellt worden ist in der Hoffnung, später billiger einkaufen zu können. Der Zeitpunkt zum preiswerten Einkauf ist kaum mehr zu erwarten sein wird. Weitere Zurückhaltung in den Anschaffungen ist also zwecklos und nur geeignet, die von allen Seiten dringend gewünschte Belebung der allgemeinen Geschäftstätigkeit zum Schaden des Ganzen und damit zum Nachteil des einzelnen noch weiter hinauszuzögern. Man entschließe sich jetzt zur Vornahme seiner Einkäufe, und man wird durch die spätere Preisgestaltung sicherlich keine Enttäuschung erfahren. So notwendig die unverzügliche Vornahme der Käufe ist, so dringend ist es aber auch, frühzeitig seine Besorgungen in den Geschäften vorzunehmen. Der Goldene Sonntag ist dazu sehr geeignet. Die Geschäftswelt hat weitgehende Vorkehrungen getroffen, um die Kundschaft sorgfältig und mit reichhaltiger Auswahl bedienen zu können. Morgen sowohl wie auch an den beiden folgenden Tagen wird es den Geschäftsinhabern und ihren Angestellten möglich sein, die Kunden weit besser beraten und bedienen zu können, als es erfahrungsgemäß, trotz besten Willens, erst am Heiligen Abend möglich sein kann. Starker Andrang am letzten Tage vor dem Feste ist für jeden Käufer ein Nachteil, da dann die Auswahl unter den Warenbeständen nicht mit der Ruhe und Sorgfalt geschehen kann, die vorhanden sind, wenn Verkäufer und Käufer sich einige Tage vorher am Ladentisch gegenüberstehen. Man denke auch daran, daß man dem Geschäftsinhaber und seinen Angestellten di« Weihnachtsvorfreude durch übermäßig starke Inanspruchnahme am Heiligen Abend nicht verkümmern sollte. Frühzeitiger Einkauf, am besten in den stilleren Vormittagsstunden oder am frühen Nachmittag, nicht erst am Heiligen Abend „fünf Minuten vor Fünf", erspart dem Käufer, den Firmeninhabern und dem Geschäftspersonal manchen Verdruß, erhöht dagegen die Freude am Kaufen! 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 2 Gewinns zu 100000 M. 265653 2 Gewinn» zu 10000 M. 354360 4 Gewinn« zu 5000 2k. 23481 175294 flache. Lieferung oder # werden, find i Kohleneimeb mfspreife nicht enlen, sv fallen »aitellverträgen 'Met ist alsdann Aus der Promn^talbauptftaöi Gießen, den 19.Dezember 1931. Oie Kunst der Vorbereitung. Von Neinhold Braun. Wer die Adventszeit recht zu erleben weiß, der erkennt, je älter er wird, daß sie kaum wie eine andere für das Inwendige eine gute Lehr- und Lernzeit ist, so recht zum Bedenken, was uns zu einer heitertiefen Lebenskunst noch fehlt. Adventszeit ist Vorbereitungszeit auf ein Wunderbares. Ia, gehört die Kunst des Sich-recht- vorbereitens nicht überhaupt zum reifwerden? Ist das bereitete Herz nicht der Werdegrund alles Glückes, aller schönen Lebendigkeit? Wieviele Vorbereitungen werden im Leben getroffen, die viel Zeit, Kraft und auch zuweilen ein gutes Stück Geld kosten: aber — das Herz ist nicht dabei. Es wird so viel vorbereitet in der Welt: aber alles bleibt im Zwecklichen, Dekorativen stecken, am Stofflichen, am Rahmen haften. Die Vorbereitungen werden oft allzu sehr an das Tägliche, Zeitliche, an Personen und Titel geknüpft. Sie tragen manchmal sogar im Privatleben einen beinahe amtlichen Charakter, verlaufen im Gleishaften, Unoriginellen, Unschöpferischen. Man bereitet zu dreiviertel mit dem Verstände vor. Man ist auf das Aeuhere aus und nicht auf das Inwendige, nicht auf den Menschen als solchen. Man trifst allerlei Vorbereitungen und vergißt, daß in ihnen schon die Wurzel des kommenden Erlebnisses liegt, daß sie von diesem bereits ein Teil sind, daß eine heimliche Anziehungskraft in ihnen ruht, Licht und manch Gutes heranzüziehen für das Kommende. Man denke doch an die Vorbereitungen einer Mutter, wenn ihr Kind heimkommt aus der Welt! Oder daran, wie eine werdende Mutter, wenn sie eine von der echten und tiefen Art ist, was ihr ist, sich dem Kindlein gleichsam entgegenbereitet! Wird solches Tun nicht schon zu einer Lebenshilfe für das noch im Dunkel ruhende Kinblein? Legt eine solche Frau nicht in alles, was sie sinnt und fühlt, ihr ganzes Herz, sonnt sie nicht über das kleinste Werk das Schönste ihrer Liebe? Wie gehen Mutterdenken und Mut- terbedachtsamkeit Hand in Hand! Wie schwingt die Melodie der Treue durch all und jedes, und die Vorfreude trägt einen Glanz, wie ihn die wilde Welt nimmer kennt. Also ist's auch immer noch bei der Mutter, wenn ihr Kind heimkommen will. Da erlebt sie sich selbst in ihrer ganzen Menschentiefe, erlebt aber auch zugleich in' der Vorfreude das Herz ihres Kindes, umhüllt es, wenn es noch fern ist, mit Liebe und Wärme und allerlei stillen Gebetsgedanken. Ein Zauber ists um solches Schwin- gen von Seele zu Seele. Richt gilt ihre Muttertat einer Person, und kehrte selbst ein T'.tel- und Würdenträger Beim, sondern ihrem Kinde, seinem Herzen, dem Menschen, den sie geboren. Diese lieben, uns allen so vertrauten Bilder wollen wir in ihrer Gleichniskraft unter das Adventlicht stellen, wenn wir unser Herz bereit machen für das Kind der Höhe, für das Mysterium der Weihnacht, wollen endlich davon abkommen, die äußeren Vorbereitungen auf das Fest als die wichtigsten zu nehmen, die gerade unseren Frauen so viel Kraft kosten, sondern wollen uns aus dem Trubel der Welt ein paar Stunden echter Advents-Heimeligkeit retten, um unferm Besten, unserer Seele, zu leben, dem Glanz des Inwendigen in allem Denken und Fühlen, wie es uns von selber zuströmt, wenn wir nur den Willen zur wahren Aüventlichkeit haben. Vorstellung zu ermäßigten Preisen das Lustspiel: „Marguerite : 3" von Fritz Schwiefert. Beginn: 18.30 Uhr: Ende 21 Ahr. — Dienstag, 22. Dez., 19.30 Ahr als 12. Vorstellung im Dienstag- Abonnement erste Wiederholung des Weihnachtsmärchens: „Die Wunderlampe" von Werner Schmidt, das in Anwesenheit des Verfassers mit großem Erfolg erstaufgeführt wurde: anschließend das Ballett „Die Puppenfee" von Gaul und Haß- reiter, Musik von Bayer, ebenfalls eine Neueinstudierung in völlig neuer Inszenierung. — Mittwoch, 23. Dezember bleibt das Theater geschlossen. — Freitag, 2H. Dezember, 1. Wcihnachts- feiertag^ als Fremdenvorstellung außer Abonnement, Erstaufführung der Traumdichtung „Han- neles Himmelfahrt" von G. Hauptmann. Spielleitung Peter Fassott. Ermäßigte Preise! Beginn: 19.30 Ahr; Ende: 21.30 älhr. — Samstag, 26. Dezember, 2. Weihnachtstag, findet 15.45 Ahr die nächste Wiederholung der beiden Märchen. Veranstaltungen „Die Wunderlampe" und „Die Puppenfee" statt zu ermäßigten Preisen als Fremdenvorstellung und außer Abonnement. Ende gegen 18.15 älhr. — Sonntag, 27. Dezember. 14.30 älhr geschlossene Vorstellung: „Die Wunderlampe" und „Die Puppenfee". Ende gegen 17 älhr; 18.30 Ahr findet außer Abonnement als Werbe-Vor- stellung die letzte Ausführung unseres bisherigen Spielplanschlagers „Frauen haben das gern...!" statt. Diese Schwankoperette von Arnold und Dach, Rideamus und Kollo wird zu kleinen Operettenpreisen gegeben. Ende der Veranstaltung 20.45 älhr. 59910 61252 63565 90592 95842 99079 127114 187624 194061 264326 274118 327056 332738 353905 54 Gewinne >u 500 -M. 36163 87985 101867 124654 4 Gewinne ju 2 Gewinne »u 8 Gewinne ja 388309 2 Gewinne ju 22 Gewinne »u 157241 173636 292642 384591 158681 170167 213598 246533 287831 289098 292352 298780 374506 398326 W. M. M. M. 46 Gew nne »u 800 M. 5145 14373 27782 31225. 34538 55384 69147 83893 90709 109802 158570I 170772 210827 211204 237103 255496 374597: 375801 388969 390807 391889 395835 398779, 54 Gewinne ,u 500 M. 5025 21706 28809 37784 57386 62096 90032 105823 123735 127416 135177 WTB. Nach der neuen Notverordnung haben Mieter von Wohn- und Geschäftsräumen das Recht, 3n der heutigen Nachmitlagszichung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 6 Gewinne ju 3000 M. 53784 174679 271254 ----- 56068 110045 130971 Arbeitsbeschaffung durch Weihnachtskause Kaufen Hilst Not lindern! - Frühzeitig einkaufen schafft Zufriedenheit! liiionsgespräch beenbft? „hefferhamuier* r ASD2P. im ichtung „Zur Po- ; Das Zentim al des Wichen ,ebnis liegt nun alsozialisii- üt jede christlich' n diskutabel sein rum mit 2er- 'ie Anwort des gestellt, uns Ha* ihanblungs« m glaubte dabei mticnalfosialifti' u tonnen. Sie verantwortliche Wem ®mbe riuna dieses i Evener Zeit on der Ä« nehmen. geboten. Dtz » i ausgeschlk' i zur Echnld M' nwortung gelM auch wenn M volljährigen M kivnsparleien. M 2 betrachtet, lan, ft« Ä c Lösung der Vas bMistn ^ gen, d'.e W * politischen leimäh'.gen . not) allem einr und das ZenlrM linetW-V ann ntufi '6 z Dlk n'ch> "2 mtoorfung " Mchskvnr, S€n,un9 fWen filcin, "kohle, Preff. 'lanntmachung ^ohleneinzeb 1932 neue fr Die neu Senhng der He linder lta6tn und 'en enthalten, t gegenüber h» Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich Hobe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II ss? h5ubriHa »erben verwacht elspich - Gießen 12 \CP , Größte Ausstellung . Reparaturen, Komplette Anlagen ** Der Postdienst am „Goldenen Sonnta g". Im Schalterdienst der Reichspost ist am morgigen Goldenen Sonntag für die Zeit von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uyr Paketannahme vorgesehen. Die Bricfkastenentleerung und die Orts- Briefzustellung wird wie an Sonntagen gehandhabt. Die Ortsgeldzustellung fällt aus. Die Paketzustellung für das Land fällt auch aus, während sie für die Stadt einmal am Vormittag durchgeführt wird. ** Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei gewöhnlichen Preisen geöffnet. ** Der nächste Rindvieh- (Nutzvieh.) Markt findet am Dienstag, 22. Dezember, der nächste Schweinemarkt am Mittwoch, 6. Januar 1932, statt. ** Verbilligtes Frischfleisch für (fr- werbslose und Hilfsbedürftige. Wie das Wohlfahrtsamt mitteilt, haben die Gießener Metzger- meister und der Konsumverein in anerkennenswerter Meise beschlossen, sämtlichen Erwerbslosen und Hilfsbedürftigen auf Frischfleisch (Rind- und Schweinefleisch) einen Nachlaß von 6 Rpf. pro Pfund zu gewähren. Auf Wurst- und Dauerwaren wird kein Nachlaß gewährt. Anspruch auf Preisnachlaß besteht nur für die Fleischmenge, über die Reichsbezugs- scheine für Frischfleisch ausgegeben werden. ** Die Alice - Schule beginnt am 14. Januar mit einem neuen Kochkurs. Näheres, tnsbefon- dere über die Anmeldung, ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich. wurden In den letzten Iahren mehrere Mordanschläge verübt, wobei er zum Teil schwer verwundet wurde. Ein deutscher Grohwildjäger von einem Löwen gelötet. Der deutsche Großwud.äger Dr. Mar Keller wurde bei dem Besuch eines Massay-Stammes In Ostafrika von einem Löwen angefallen und getötet. Der Liiwe war außerordentlich gefährlich, weil er früher schon durch einen Mas- say schwer verletzt worden war. Die Eingeborenen hatten sich des Tieres bemächtigen wollen, um in sein Diut bei der Mannbarkeits.'eier des Stammes nach alter Sitte ihre Speere einzutauchen. 3m Auto verbrannt. An der Staatsstraße Meerane—Zwickau wurde heute früh ein brennendes Auto im Straßengraben gesunden, das sich Überschlagen hatte. In dem Auto befand sich eine verkohlte Leiche. Der Wagen gehört der Filiale Daim- ler-Denz in Zwickau. Der verunglückte Auto- führer soll der Leiter der Filiale sein. Nebel in England. Seit dem frühen Morgen lagert dichter Nebel über England. Er hatte eine Reihe von U n - g l ü d 5 f ä (I en und große Verzögerungen im Nah- und Fernverkehr zur Folge. Selbst die Expreß- 3 ü g e aus Schottland liefen mit beträchtlichen Verspätungen ein. Die Flugzeuge vom Kontinent konnten zum großen Teil nicht bis Croydon gelangen und mußten an der Küste niedergehen. Bei Gloucester kam ein Motorradfahrer im Nebel ums Leben. Bei einem Zusammenstoß zweierOmnibusseinder Nähe von Doncaster wurden sieben Personen verletzt. Auf der Themse stießen einige Schiffe zusammen, ohne daß jedoch besonderer Schaden angerichtet wurde. Bei Dagen- Ham, östlich von London, fuhr ein Personenzug auf einen Gütorzug auf. Ein Reifender und ein Bremser wurden getötet, 30 Personen verletzt. ©womenlos <9 nute,. » naiD oedetM. ® wolkig.Deoem eftegee. * Schnee ttCrauoem «Nebel KGewi|Vr.(g)Wind$tille. -Q-. seht •eichte« Oti j? na$$iqe> Südsüdwest Q stürmische lordwest Oie »teuf fliegen mit dem wmoc Die beiden Stationen dienenden Zahlen geben die Temperatui an. Die umen verbinden Orte mit gleiche* *uf mecresniveau umgerechneten tuftdrure Wettervoraussage. Die im Norden vorüberziehende Warmluft hat der Hochdruckgebiet an seiner Nordseite etwas abgebaut, der Kern verlagerte sich mittlerweile nach dem Festlande, so daß er sich jetzt über Nordfrankreich, Mit» teb und Süddeutschland erstreckt. Im Bereich des Kerngebietes sind die tiefsten Temperaturen vorzufinden, die in der vergangenen Nacht in unserem Bezirk bis 12 Grad unter Null zurückgingen. Nord- deutsckland dagegen, das von maritimer Warmluft überflutet wird, hat Temperaturen mit etwas unter Null und an der Küste sogar etwas darüber. Der Einfluß der Warmluft mit feiner Bewölkung dürfte noch weiter südwärts Vordringen, so daß auch bei uns der starke Nachtfrost zurückgeht. Aussichten für Sonntag: Wolkig mit Aufheiterung, vereinzelt etwas Schnee, noch Frost, jedoch nachts und am Tage wieder Milderung. Aussichten für Montag: Teils wolkig, teils aufheiternd, leichter Nachtfrost wahrscheinlich. Lufttemperaturen. Am 18 Dezember: mittags — 1,5, abends —8,0 Grad Celsius. Am 19. Dezember: morgens —5,9 Grad Celsius. Maximum — 1,2, Minimum —9 Grad. Sonnenscheindauer 6% Std. einen über den 31. März 1932 hinaus laufenden Mietvertrag vorzeitig zu diesem Termin zu kündigen. Der Mieter kann aber nicht kündigen, wenn er sich mit dem Vermieter im Jahre 1931 auf eine Ermäßigung des Mietzinses um mindestens 20 o. H. geeinigt hat, oder noch einigt. Von verschiedenen Seiten ist gewünscht worden, dem Hauseigentümer zu ermöglichen, die Kündigung schon durch das bloße Angebot einer 20prozentigen Ermäßigung abzuwen- den. Das Reichskabinett hat die Angelegenheit erneut erörtert, jedoch von der angeregten Maßnahme abgesehen. Gictzcrrer Wochenmarktpreise. • Gießen, 19. Dez. Es kosteten auf dem heutigen Wcchenmarkt: Kochbutter Pfund von 1,10 Mark an; Butter 1,20 bis 1,30; Matte 25 bis 35; Wirsing 7 bis 8; Weißkraut 5 bis 6; Rot- krauii 7 bis 8; gelbe Rüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10; Spinat 15 bis 20; UnterKohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 10 bis 12; Rosenkohl 15 bis 20; Feldsalat 80 bis 1,00; Tomaten 50 bis 60; Zwiebeln 10 bis 12; Meerrettich 35 bis 70; Schwarzwurzeln 25 bis 35; Kartoffeln 4; Aepfel 8 bis 10; Dirnen 8 bis 10; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; Enten 80 bis 1,00; junge Hähne 80 bis 90; Suppenhühner 70 bis 80; Gänse 70 bis 80; Nüsse 35 bis 40; Käse (10 Stück) 60 bis 1,40; Tauben Stück 50 bis 60; Eier 14 bis 15; Blumenkohl 20 bis 60; Endivien 8 bis 10; Ober-Kohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15: Sellerie 10 bis 40; Kartoffeln Zentner 3,00 bis 3,50; Weißkraut 3,00 bis 3,50; Wirsing 4,00 bis 5,00; Rotkraut 4,00 bis 5,00 Mark. Bornotizcn. — Tageskalender für Samstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Panik in Chikago". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Im weißen Räßl". — Tageskalender für Sonntag. Stadttheater Gießen: „Marguerite : 3", 18.30 bis 21 Uhr. — Oberhessischer Kunstverein: Künstlerhilfe, Turmhaus am Brandplatz, 11 bis 13 Uhr. — Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener: Weihnachtsfeier, „Frankfurter Hof", 16 Uhr ftir Kinder,. 20 Uhr für Erwachsene. — Oberhessische Gesellschaft für Natur. und Heilkunde: 11 Uhr, Oberhessisches Museum, Brandplatz, Sonderführung von Dr. Richter. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Panik in Chikago". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „3m weißen Rößl". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen als Fremden- gelt, imdeavttkchrr. Ul’» Jt* ‘.'ÄS Jun«'n S'sraM' SSflS -»Ls msange ~la eoruna*1 -------Uai. rc Thorsriavj 5\ii: '40 San Maytn. Ißö! -2 Wien, ® < -10 Oslo Klagent. ^5 TI ~Klni k-. 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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innlgstgeliebten. herzensguten Mann, guten, treusorgenden Vater. Schwiegervater. Grofivater. Bruder. Schwager unseren und Onkel Martin Heinrich Röhrig, Zimmermeister am Donnerstagmittag um 2.30Uhr im Alter von 68jahren in dem Kurkrankenhaus zu Bad-Wilduogen, wo er Heilung suchte, in die Ewigkeit abzuruten. Die trauernden Hinterbliebenen; Elisabethe Röhrig Wwe . geb. Tbeib und 9 Enkelkinder Familie Georg Röhrig und Frau, eeb Döh er Familie Wilhelm Röhrig und Frau, geb Döring Familie Georg Hermann Müller und Frau. geb. Röhrig Heinrich Röhrig Familie August Stühler und Frau. geb. Röhrig. |m 48. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen- Heinrich Schwalb, Maurerpolier Tochter Anna Familie Wilhelm Lauer, Gastwirt Gießen, den 17. Dezember 1931. 8738 D Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir hierdurch allen Beteiligten innigsten Dank Heinrich Schupp Familie Heinrich Reh Familie Georg Schupp tadio- ‘.'"tuhnn, Vereine UM 'Parate übrenbcn Kg. e erhalten Sie Runüsunkhs. k Sögel tUnAvktz Vi öor b« yirom WWns ■ Ua. itüniitinlHedu?., ngeiteiLtieiudje, Hüde. Äcobach. ocn. Uebenundjg, 1 Äiniliinnaea iSro-iirciiflbtotT, 1,1 nll Crten en. trlebtoi Detektiv- ■ean-iiAuskiuiiel .K.Gerz.Bad-Kaa- M.Evitr. 17.,S3 nilicn-Drucksachen ’lobungsanzelgen rmählungsanzeigen burtsanzeigen BrChl, Scbu'straüe 7 Gkflngcliatm Ä Gehens i)t Abnehmer fät la irM 'aemeier riviiteu.@ei6ärt. iriftl. Ang. unt. 443 n. d. G. A. ftür lÄtiluMmfl nviiebil!ick (07525 Adolf sticber, ckotti'trahe 33 V ipitlorte geniigl. mm® bet Weüungen sonntag, allbr inrndallc. Lj ft IHM) von 1486, Ciefitn Dhratafl. 21. $«- ibends, 7.!- M Dunllli?'npÄii d.Turnballel-Lteb lirahel die («« Stettin , SckülerabteilM L fÄtt Wir lade- Wk 0 TerBorfla^: .•«SÄ TSKt EM-'-" Vocben'v'A.T^ 191 60»« •* g6.« W-ffltaZ ly 4 oorl>^Bi ziKyL ' l» fahrlsunterftünung. Ein anderer kampiert mit Familie im Asyl und in Wartesälen. Diese Reihe ist bis ins Unendliche zu verlängern. Die H.ljsorganisationen können nichts wesentliches tun. Denn die Mittel, die der Staat bewilligt, sind mehr al» gering. , ., Wie diese Menschen, trotz der entsetzlichen Not, glauben und kämpfen! Wie sie immer wieder die Ncsignation überwinden, wie sie arbeiten, schossen, ihre Mission erfüllen wollen! Da lebt jetzt ein hoch« begabter junger Dramatiker mit seiner Frau und Kindern in einer Laube, in einer Laube, die keine Fenster, geschweige denn einen Ofen hat und schreibt ...ein Lu st spiel. C» sind die besten Kräfte, die sich dem Elend immer noch nicht unterworfen haben, die sich nicht irre dadurch machen lassen, daß man sie al» Außenseiter, al» Luru»geschüpfe betrachtet und vom Leben ausschließt. Aber auch diese besten Kräfte sind bi» auf den Rest verauegabt. Selbst Schriststellern, die In der Oesfentttchkeit „ersten^ Namen haben, ist e» sehr selten möglich, von den Einnahmen au» ihren Büchern In geordneten Verhältnissen zu leben. Sie können es nicht, wenn sie frei und unabhängig bleiben wollen. Ordnen sie sich einer Tendenz, einer Partei unter, so ist «» leichter. Einer „populären" Idee dienen, an- statt neue ju erzeuge*. — da* ist der Weg - um "TO harte, schonungslose Worte, die ich hier äußere — die Dmge müssen aber einmal deutlich gesagt werden Dir stehen vor der Frage, ob wir die deutsche Literatur einfach abbrechen wollen. Aendert sich nid)B an der Haltung der OefsenEich« ^Abcr Das {Boilern liegt tiefer. Wir stehen auf allen Lebensgebieten vor der Frage, ob wir die freie geistige Persönlichkeit überhaupt aucschalten wollen Ob wir überall anstelle des schöpferischen Menschen die Organisation, ob wir anstelle der Führung die Mittelmäßigkeit setzen wollen. Wir sind auf dem besten Wege dazu. „ Wer jedoch erlebt, wie ungeheuer stark immer noch die schöpferischen Kräfte in unfe. rem Volke sind, kann nicht glauben, daß die Oessentlichkeit Ihren ungeheuren Irrtum in ihrer Einstellung gegenüber dem Geistigen nicht doch noch ‘tauben. In Dachstuben und Kellern dämmert, bd Wasser und Brot, eine Generation junger, aktiver Schriftsteller dahin. Trostlo» liegt die Zukunft vor ihnen. Keine Verzweiflung kann ihren Kampf beenden, — die Tuberkulose tut es. ILnb in der- selben Weise vegetieren aus allen anderen Geistesgebieten die schöpferischen, unabhängigen Menschen. Ein Verleger- läßt einen bekannten Romanautor zu sich kommen und erklärt: „Schreiben Sie mir einen Roman über diese» ober jenes Thema, mit diesen Pointen und jenem Schluß Da» wird die Leute Interessieren." — „Da» kann ich nicht", ruft der Dichter, „ich habe meine eigenen schöpferischen Ideen." Achselzuckend entlaßt ihn der Verleger: „Dann können Sie sich mit Ihrem Manuskript die Wände tapezieren. Dichtung und Kunst um ihrer selbst wil- len .. all da» ist Curu» geworden, unerlaubt und überflüssig. Und ift es in Wirtschaft und Politik anders? Wo gelingt es der schöpferischen Persönlich, (eit, sich über die organisierte Mittelmäßigkeit hin- "^eutsck/an^^hat im Laufe der Jahrhunderte Mte Zeiten Immer wieder durch die Führung e Kraft neuer geistiger Ideen und Menschen überwunden. Niemals aber war da» geistige Gut de» Deutschtum» ähnlich bedroht wie jetzt. 9ie29inWel931/32imWWn Eigentlich sollte man über Selbstverständlichkeiten keine Worte verlieren, und daß in Winternot sich Winterhilfe regt, ist ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit, ilnb doch ist es wiederum in der gegenwärtigen Zeit, da vielfach eigene Not deS andern Not in den Hintergrund drängt, keine Selbstverständlichkeit, wenn ein solch großes Werk, wie da« der Winterhilfe, so erfolgreich durchgeführt werden kann! Oder ist e« wirklich eine Selbstverständlichkeit, wenn in unserem kreise Gießen rund 1400 Zentner Kartoffeln von den Landwirten geschenkt werden, um Rot zu lindern und Hunger zu stillen? Diese Zahl und die sehr große Zahl all der anderen Lebensmittel, die gegeben wurden, ist eigentlich nicht das Ueberwältigende an der Winterhilfe, sondern daß der Gedanke, der von dem StiftSpsarrer Draudt. Cid), dem Vorsitzenden des KreiSauSschusseS „Winterhilfe", in seinem Aufruf an die Gemeinden weitergegeben wurde: „GcineinsameRoterfordertge- m e i n f a m e £> i l f c 1" zur Wirklichkeit wurde, da« macht die Größe der Winterhilfe im Kreise Gießen au«! Unsere Gemeinden erkannten die Rot und sie bildeten eine gemeinsame Front gegen diese Rot. Eine gemeinsame Front war c« ja auch gewesen, die sich die Durchführung der WinterhiUe zur Aufgabe gemacht hatte. Denn wie Im vorigen Jahre, so hatten sich auch diesmal d'.e freien Wohifahrt-ver- bände, Innere Rkission, Taritasverband, Israelitische Wohlfahrtspflege. Rote« Kreuz, Ar- beiterwoßlfabrt und Lhristltche Arbelterhilfe, zu- sammengeschlofsen, um in gemeinsamem Aufruf die Gewissen für die Rot de« Bruders zu wecken und um die Gaben der Rächstenliebe dem De- dürstigen zuzuführen. Für unsere Provinz Ober- Hessen war die Leitung der ganzen Hilfeaktion Der Inneren Mission übertragen, die durch ihre Evangelischen Kreiswohl- f a b r t « b l e n ft c mit Hilfe der anderen Ter- bände die Sammlung organisierte. Im Kreise Dießen war unter dem Vorsitz von StistSpfarrer Draudt, Lich, der .Kreisaus- schuß Winterhilfe 1931/32“ zusammengetreten, ein Aufruf zur Hilfeleistung wurde allen Gemeinden de« Kreise«, sowie allen Ortsvertretern der genannten Verbände zugesandt. Die Sammlung, zu der aufgerufen wurde, erstreckte sich zunächst einmal darauf, durch Sammellisten sestzustellen, wieviel Zentner Kartoffeln, Obst, Gemüse und andere Lebensmittel dem Ausschuß zur Verfügung stünden. Darüber Klarheit zu erhalten, war die erste Aufgabe, denn zugleich mit ihren Vorräten sollten die Gemeinden auch ihre Rot anmelden, damit ein Ausgleich geschaffen werden konnte. Denn ein« sollte vor allem vermieden werden: die Ansammlung größerer Mengen von Lebensmitteln auf einem Platz und die damit verbundene Gefahr des Verderbs. Unb da« darf mit Genugtuung sestgestellt werden: e» Ist gelungen, alle gesammelten Cebenemillet ohne Umwege den Bedürftigen schnell zukommen zu lassen! Die Gemeinden, die in unserem Kreise einen grüße- ren Bedarf an Lebensrnitteln, besonder» an Kartoffeln anmclbeten, waren Gießen, Vieleck, Lollar Watzenborn-Steinberg und Hausen. Alle Wünsche und Bedürfnisse konnten befriedigt werden bzw. werden erfüllt E» dürste allgemein interessieren, in welchem Maße fljf) die einzelnen Gemeinden unsere» Kreise» an der eammiung beteiligten. Darum sei In folgen- dem eine ZusainmcnstcUung der bisher durchgeführten Naturaliensammlung gegeben: (Die Zahlen bedeuten Zentner: K. ■ Kartoffeln, M. - Mehl, G Gemüse. 0. = Obst, H. ° Hülsenfrüchte, Fl. = Fleischwaren, F. - Jett.) Albach: 10 K.. 9 G., 8 O., 0,07 H. Allendorj an der Lahn: 15 K., 5 G., 18 O., 0,04 H, 0,03 II., 0,15 F Mendorf an der Lumda: 13 K, 0,40 TL, 0 (B, 10 H , 0,18 ÖL 0,07 Ö Allertshausen: 15 K, 3 G. 3 0 Alten 2useck: 25 K , 0,26 TL, 15 G , 20 O , 1,16 H , 0,08 Fl., 0,10 F. Annerod: 13 K , 0,10 TL, 44 S, 15 v., 0,66 H., 0 11 Fl. 0,13 F. Bellersheim: 39 K., 8 G, S O, 0,03 H, 0,02 Fl., 0,02 F. Beltershain: 8 K.. 6 G., 3 O. Bersrod: 17 K., 8 G., 7 O., 0,48 H. Bettenhausen: 13 K., 7 G. Beuern: 30 K., 3 M., 15 ®., 19 O., 1 H, 0,46 QL, 0,20 F. Burkhardsfelden: 4 K„ 4 G., 3 O., 0,90 H., 0,02 F. Climbach: 10 K., 2 G., 10 O., 0,01 H, 0,02 Fl., 0,02 F., 5 Liter Del. Dorf Gill: 17 K., 10 2 O., 0,05 H. Eberstadt: 15 K., 0,05 M 5 G., 3 O., 0,05 Fl. Ettingshausen: 33 K., 21 G., 14 D. Garbenteich. 25 K., 0,65 TL, 7 G., 5 O., J H , 0,20 Fl., 0,14 F. Geilshausen: 28 K., 17 G., 11 O. Göbelnrod: 7 K., 2 G., 5 O., 0,24 H., 0,01 Fl., 0,06 F. Gro^en Buseckö 33 K., 2 M., 27 ®., 26 O., 2 H., ®roßervö(nben: 50 K., 0,35 M., 18 G, 20 O., 0.43 H., 0,37 Fl., 0,62 F. Gruningen: 28 K. 9 G., 5 0. Harbach: 4 5 G., 1 O-, 0,18 H. Hattenrod: 25 K., 10 G., 12 O., 1 H. Hausen: 6 K., 5 G., 2 O. Heuchelheim: 21 K., 0,25 M., 21 G., 19 O., 0,24 H., 0,0.3 Fl. 0,22 F. Holzhelm: 88 K., 0,74 M., 7 G., 15 O., 0,18 H. Hungen: 24 K., 18 O., 12 H. Inheiden: 9 K., 0,29 M., 8 G., 7 O., 0,62 H., 0,05 Fl., 0,07 F. Kcsseibach: 9 K., 0,25 TL, 1,65 G., 7 O., 0,53 H., 0,08 F. Klein-Linden: 16 K., 0,25 M., 11 G., 9 O., 0,20 H.. 0,23 Fl., 0,40 F. Langd: 20 K., 0,07 TL, 9 ©., 4 O., 0,73 H. Lang-Göns: 70 K., 1 M., 20 ©., 30 D. Langsdorf: 28 K., 0,08 M., 7 ©., 6 O., 0,19 H., 0,03 Fl., 0.13 F. Lauter: 3$ K., 6 TL, 8 V , 15 O., 0,78 H., 0,03 Fl., Lcchg!sLrn: 34 K., 0,25 TL, 6 ®., 11 O, 1,22 H, 0,11 Fl., 0.04 ft , Lich: 30 K, 0,65 TL, 14 G., 20 O., 1 H., 2 F. Lindenstruth: 18 ft, 10 G. 7 O. a a Londorf. 23 K , 0,25 M., 2 Ä., 10 O., 0,20 H., 0,20 F. Lumda: 12 K , 0,10 M., 5 G., 8 O., 0,25 H., 0,02 Fl., 0,07 F. Mainzlar: 6 K., 0,04 TL, 3 G., 4 O., 0,52 H., 0,11 Fl., 0,05 F. E ... , Münster: 16 K., 0,20 M^. 6 ©., 11 O., 0,24 H. Muschenheim: 20 K.. 3 G., 1 O., 0,16 H. Nieder-Bessinaen: 19 K. 4 D., 5 £>., 0,06 H. Ronnenroty: 27 K-, 0,05 M., 16 G., 7 O., 0,44 H, 0,02 FL 0,02 F. Obbornhofen: 25 K, 7 G., 3 D., 0,06 H. Ober-Dessingen: 25 «., 8 G., 10 O., 0,51 H. Ober-Hargern: 48 $1 9 G Odenhausen: 15 K, 0 G., 6 O. Oppenrod: 7 Ä , 0,05 M., 5 G., 6 O-, 0^7 H. Quecköorn: . 6 K., 0,25 M 9 G., 23 O., 1 H., 0,07 y. Rabertshausen: 9 St., 8 G, 6 O. Reinhardahain: 3 St, 4 G, 2 O. Reiskirchen: 23 K-, 2 Tl 17 G., 16 O., 0^4 H. Rodheim: 8 K , 1 G., 5 O , 0,16 H. Rödgen: 9 St, 5 G., 7 O., 0,14 H. 0,02 FL, 0,06 F. Röthges: 7 K, 4 G, 5 O-, 0^5 H. Rudolngshausen: 22 St, 1 G., 1 O. Ruttershausen: 2 K, 4 D.. 2 O. Saasen: 17 St., 0,16 TL, 10 S, 1 O., 0,34 H, 0,14 FL, 0,65 F Ä Staufenberg: 17 «, 6 G., 4 O., 0,44 H-, Oßl FL Steinbach 13 SL. 15 G., 10 D., 1 H., 0,17 F. Steinheim: 17 K, 0,10 M , 3 G, 1 O., 0,61 H., 0,01 F. Stockhausen: nach Offenbach geliefert. Trais Horloff: 9 St, 0,10 TL, 3 G., 1 O , 0,61 H., 0,01 F. - Trotze: 2 K., 2 G^ 2 O-, 0,06 H , 0,08 Fl. Utphe: 46 ST 3 G., 1 O.. 0.12 H. Watzenborn-vtelnberg: 37 K-, 10 M., 9 G, 15 O., 2 H., 5^ FL, 23 R. Weickartshain: 10 K , 2 6,3 0. W.itershain: 24 K., 0,10 M , 10 G., 6 O. Wmnerod: 0,50 K, 2 G . 2 O. Neben dieser Lcbensmittelsammlung läuft noch eine Geldlammluna. über die zu späterer Zell zu berichten fein wird. Da sie erst in wenigen Gemeinden burdigeführt ist. DI e wurden die Gaben verwendet? 6» Ist selbstverständlich, daß der Stadt Gießen der Hauptantetl an dieser Sammlung zukommen mußte, wenn sie irgendwie die große Not lindern wollte. So wurden und werden die meisten Sammellisten der Stadl Gießen übermittelt, die sich bann selbst die Lebensmittel holle, um sie sofort am nächsten Tage ;u verletlen. Mit Dank feien hier die fleißigen Helfer der Stadt als vorbildliche Beifoleie genannt: Reichswehr, Brauerei Ihring-Melcylor, Brauerei Denntnghoff, unb vor allem wirkten in selbstloser Weise Mitglieder des Iungdeutschen Orden» und der Technischen Tot* Hilfe mit. Nachdem jede Gemeinde einen Teil der Lebensmittel zur Linderung eigener Not behalten hatte, konnte der Ueberschuß an Die schon genannten Gemeinden abaesührt werden, außerdem war e» möglich, einen Waggon mit Kartoffeln, Gemüse und Obst nach O s f e n b a ch senden zu können und einen ebensolchen nach Dem Mädchentzcim „Glauburg" In Nieder-Erlenbach. In einigen Gemeinden konnten die Lcbensmittel noch nicht abgeholt werden, teil» waren die Listen zu spat eingegangen, teils war noch keine Möglichkeit des Abholens gegeben. Während die Naturalsammlung zunächst für die eigene Gemeinde bestimmt war, muß die (Belbfammlung zunächst restlos an den Kreisausschuß „Winker- Hilfe 1 9 3 1 3 2 Gießen-Land" abgesührt werden, Konto bei der Bezirksfparkasse Gießen. Natürlich können und sollen von den Gemeinden An* träge gestellt werden, um Telle der gesammelten Summe wieder zu erholten, aber In erster Linie soll gerade In der Geldsammlung der Gedanke greifbar Gestalt gewinnen, daß trotz eigner Not uns Die Not des Nächsten nahegeht und wir helfen: Alle für Einen! In einzelnen Gemeinden des Kreise» hat man Die Anregung des Evangelischen Kreiswohlfatzrtsdienste» oerwirkttchl und ist zu einer Nachbarhilfe ce- schritten, die recht gut« Früchte zeitigt. So ift A. B. in Lich in vielen Häusern ein MiUagstisch für bedürftige Kinder und Erwachsene eingerichtet, ferner wurde ein warme» SHulsrühsluck (Mttch und Brötchen) für etwa 50 Kinder eingerichtet. Auch in anderen Orten de» Streife» ift man zu diesen Hilfeleistungen geschritten. Wird in unserem Kreis« und Im ganzen Land« di« Winterhilfe mit Ernst unb Liebe durchaefutzrt werden, donn wird sie unbedingt ein Segen in dieser Elend •ein, dann wird sie vor mancher Verzweiflung jäten können, bann wird sie lindem, Hellen unb leuchten können. Freilich bebarj es dazu ©J.-fport DfB.-Gießen. VfB. Gießen (Ciga) — JE. Ocker»hausen (Clga). Die Grünweißen sind am morgigen Sonntag toicocr au^toär;d. U;ne Verbane,vi^.e.vcr^st.a)- turfl ruft he nach OckerLhausen. Von irgerD- welcher enl!che:dender Bedeutung ist das Spiel nicht, denn d.e Gastgeber können cbeniowenig wie die Gäste der Gefahr des Abstiegs enrgegengehen. Pos.t.onsverbesscrungen In der Tabelle wollen, hauvrsächlich an deren Ende, nicht altzuviel bedeuten. Wesentlicher ist aber rüt die Glechcner das Erfordernis, nach einer Reihe von Riederlagen wieder einmal einen Lieg nach Hause zu bringen. Leider scheint aber der Rlannicha't heute mehr denn je das hierzu nötig« Selbstvertrauen zu fehlen, das Rlannschafrsgefübi. d'.e Verbundenheit untereinander, auf Grund der allein Erfolge ,u erringen sind. DaS ist um so bedauerlicher, als ole Mannschaft doch übet einige Könner verfügt, deren Technik ein Rüstzeug des Erfolge« se.n könnte, wenn — ja, wenn man sich mit dem Rcbenmann, mit dem Hintermann oder mit dem Spieler vor sich, besser verstünde. Solange In dieser Hinsicht nicht ernstha'te Anstrenaungen zum Vcsieren gemacht werden, kann man der Mannschaft auch gegen Ockershausen keinen Sieg prophezeien. D.e Gastgeber der VsV.er haben in der letzten Zeit bestimmt nichts Außergewöhnliches gezeigt. Trotzdem darf man fle auf ihrem eigenen Platz nicht unterschätzen. Wenn Ockershausen gegen Vorussia Fulda das noch sehr ehrenvoll Ergebnis von 4:1 halten konnte, dann bedeutet das für di« Hiesigen einen Wink zur Vorsicht und Aur Achtung vor dem Gegner. Das Spiel ist vielleicht die einzige Siegeschance, die den VsD.ern in der Reihe der noch ausstehenden Verbandsspiele gegeben ist und — diese Ehance sollt« ausgenüht werden. Der Ausgang deS Kampfes ist offen. Mit einem Siege sollte man aber rechnen können, wenn die Mannschaft die Leistungen aus dem Spiel gegen Kurhessen Kassel zeigt, Leistungen, die genügen sollten, diesen Gegner, wenn auch mit knappem Ergebnis, so dcch die Punkte abzunehmen. Die Ligareserve ist svielsrei. Die 3. Mannschaft hat die 1. Mannschaft des DsR. Lich zu Gast und damit einen schwer zu nehmenden Gegner vor der Klinge. Trotzdem sollte es den Hiesigen nicht unmöglich sein, einen S'eg zu erringen. Die 2. Jugend hat im Gesellschaftsspiel die 1. Jugend von Nauborn In Nauborn zum Gegner. Der Ausgang des Treffens Ist offen. Gpielvei-einigung 1900 Gießen. Für die verbandsspielfreie Liyamannschast einen Gegner zu gewinnen, ist nicht möglich gewesen. Dio in Frage kommenden Mannschaften waren ander- wellig verpflichtet. Die Liga ist also spielfrei. Die Ligareferoe ist auch nicht beschästigt, da die Mannschaft Des VfB. Aßlar abgesagt hat unb den Blau- weißen kampflos die Punkte überläßt. Ein schweres Spiel hat die Lehrmannschast vor sich. Die erste Mannschaft von Dutenhofen, der Bc* werber, der in der Tabelle an zweiter Stell« mit vier Punkten hinter den Blauweißen liegt, Ist der Gegner. Da» Vorspiel endete nur knapp 2:1 für 1900. Die Gäste, die am Sonntagoormittag auf dem Trieb zu Gast sind, werden alles aufbieten, um ihre Position zu verstärken. E» wird von Seiten der Blauwclßen aller Anstrengungen bedürfen, wenn sie der draufgängerischen Mannschaft von Dutenhofen den Sieg abringen wollen. Auf Sieg zu spielen Ist oberste» Gebot. Die vierte Mannschaft hat eine nicht weniger leichte Aufgabe vor sich. Die zweite Mannschaft der Spieloereinigung Leihgestern ist der Gegner Im Verbandsspiel. Die einheimischen 1900er sind aus einen Sieg au» diesem Spiel angewiesen, wenn sie sich Die Meisterschaft ihrer Klaff« holen wollen. DI« Mannschaft, etwas umgestellt, wird etwa» mehr Durchschlagskraft beweisen müssen al» bisher. Die fünfte Mannschaft tritt In Lollar gegen die dortige dritte Mannschaft an. Dagen Dfplete. Am kommenden Sonntag bestreitet di« Jugend ihre letzten Spiele vor der Winterfperre, die bil In Den Monat Februar Dauert. Die 1. Jugend empfängt diejenige au» Nieder« (Birme» zum Eesellschaftsruckspiel. Der Gast stellt «ine wucht ge, gut eingespielte Mannschaft, di« im Vorspiel nur knapp mit 3:2 geschlagen werden konnte Für 1900 heißt «», bedeutend oesier« Lei- stungen al» am legten Sonntag zu zeigen. Di« 2. Jugend steht vor einer schweren Ausgabe Ihr Gegner, die 1. Jugend der Germanen au» Marburg, wird durch seine größer« Spielerfahrung und jein besierc» technisches Können wohl im Vorteil sein. Immerhin sollte man mit einem ehrenvollen Ab» schneiden rechnen dürfen. Die 3. Jugend bat im Pflichtspiel gegen Die 2. IugenD de» SB. Wetzlar nicht viel au bestellen, zumal sie noch mit Ersatz nach Wetzlar fahrt. Die 1. to d) ü I e r erleb aen In Dieseck gegen die dortigen 1. S ch ü I e r ein Gesellsch^ftsrück- spiel. Beide Mannschaften sind fast gleich spielstark. öportücrem 1928 (Sfrarbcnieitb. Am morgigen Sonntag weilt Die 1. Mannschaft deS Sportverein« Garbenteich -um fälligen Der- bandsspiel al« Gast bei Der 1. Mannschaft De« Sportvereins Steinbach. Der Gastgeber Ist zwar Tabellenletzter, aber auf hem eigenen Platz schwer zu schlagen. Die Mannschaft aus Darbenteich sicht deshalb vor keiner leichten Ausgabe. Die IugenD DeS Sportvereins hat Die 1. IugenD von Klein-Linden zu Gast. Die Klein-Lindener sind sehr eifrig, sie werden aber In Garbenteich einen ebenbürtigen Gegner vorfinden. Sportabteilung des Turnvereins Lollar Arn Sonntag ist in Lollar Großkampftag. Dia 1. Fußballmannschaft empfängt d.e 1. Mannschaft des JE. .Teutonia" Wa^eichorn-Steinberg. Die Gäste aus Steinberg sind in der Gauklasse de« Ve« zirkes Gießen—Wetzlar ungeschlagen an der Spitze. Lollar steht an zweiter Stelle und wird sich sehr um den Sieg bemühen. Di« Mannschaft ist zur Zeit fchr gut in Form und wird den Gästen au« Wayenborn-Stcinberg Linen ebenbürtigen Gegner aogeben. Da- Vorspiel in Steinberg endete mit einem knapven Sieg (2:1) der Teutonen. — Vormittag« spielt d'.e neugegründete 3. Mannschaft gegen die 5. Mannschaft der Spielvereinigung 1900. Der Ausgang de« Spieles ist offen. 5>ie 2. Handballmannschaft muß -um Derbandssptel nach Allertshausen und wird eine Riederlage abzuvenden kaum tmstand« sein. Eishockey-Gesellschaftsspiel Giehen - FEE. Frankfurt. Leider kann man für alle Eislaufveranstallungen nur ein ungewisse» Versprechen ihrer Durchfuhr» barkeit machen So darf hier nur von einem oorau»- sichtlichen Spiel zwischen Den Mannschaften de» Frankfurter Eisfportclub» und des Gießener Ei»- Vereins gesprochen werden. Leider hatten Dl« Gießener Aum ersten Blitzturnier auf dem RelDberg wegen Ausfall» zweier Spieler oblagen müssen. So acht Die Mannschaft ohne |tDe Uebung, al» Den Trockenübungen In Der Halle, in da» Spiel. Schon im vergangenen Winter standen sich beide Mann- schäften gegenüber. Gießen verlor mit 5.0 j. den fplelerfahrenen Gegner. E» wird sich am Sonntag zeigen, ob inzwischen au» dem ersten Spiel etwas gelernt wurde. Handball im VsB. Dl« neugegründetc Handballmannschaft bestreitet am morgigen Sonntag da« zweite Sp'.el und hat sich hierfür einen schwereren Gegner vorgenommen, als es der Gegner De« Vorsonntag« war. Die 1. Handballmannschaft des Tv. Garbenteich, Die allerdings mit Drei Mann Ersatz antreten wird, dürfte die junge Mannschaft auf eine schwere Probe stellen, und die VsV.er werden, wenn sie «in ehrenvolle« Ergebni« erzielet wollen, alle Kräfte und all« Geschicklichkeit auf* bieten müssen. de» ganzen Einsatzes und de» lebendigen willen» zum Opfern, bedarf e» der Erkenntni»: „Winternd erfordert Winterhilfe! Gemeinsame 7lot erfordert gemeinsame Hilfe!" Groß ist Die Not, groß fei Die Hilfe! Die freien Wohlfahrlsverbänd« Hessen» und ihr» Vertreter im Kreise Gießen haben sich gern In den Dienst Der Winterhilfe gestellt und wollen Darin zur Zeit eine ihrer vornehmsten Aufgaben sehen. 614 können aber dieser Aufgabe nur Dann einigermaßen gerecht werden, wenn Die Einwohnerschaft unsere» Kreise» sich «bensall» — wie e» seither erfreulicherweise geschehen — weiterhin hinein (teilt In Di«|e» begonnene 2D«r( tätiger Nächstenliebe und N ä ch st en- hl l f e ! Daß wir Den Willen haben, der Not za begegnen, ist Da» unerbittliche Gebot Der 6tunD«! Rundfunkprogramm. Don y K Haus' L^n-er SlrNÜ 1 Mtt UNv > Adorno- i» Lonßen t* M < r*. HE TJO: Frü l3.CO:Ton. 1193: etun: lonsNt- Vortrag-,» Hi II.oc o’ Oben’ im siutbty Lerarotzl tcchaw btjd 3t! Lett.: Derli ,'tn (N Loh! 3n der 3«l urieUcr 'Hoi, en |fl »oan|a| L'noch V' ilaiif Lj ipen* F oit bli benteich. Mannschaft ! fälligen 2er. lonntodff w EJS* M ^rvMih tfcwn ereinsLollak vhkainpftag. Di, >e l. Mannschaft Steinberg. Die iauklaffe deS 2e» Klagen an der Stelle und lvird Dir Mannschaft I und wird den fl einen tbenbüt* erspiel in Stein, i Sieg (2;1) der die neugegrün- Mannlchast der igang des Spie* llmannfchast lllntS-ausen und m laum imstande iel (Ziehen - rf. msveranftaltungen ihrer Durchfuhr' von einem voraus« Nannschaften d«ß >es Gießener Lis- -r halten bl, @lf luf dem fteldderg -lagen müssen. Eo Utbunß, als den bas SpitL SQon Id) btibe URann- mit 6:0 acyen am Sonn. oern echen Spiel Zefellf es 6 'mH Siber ift zwar 514 lchwer Wk Die ; von cbendlgcn BUW evntnie: Mitt- ßemdnldtne t w* -S'S'S s jjrJg *Äeii mit «1^ ^rA •<» ä w. Mannschaft W# zweite Spiel m eren Gegner tw ■ de- Dorsonntazr I -e- Tv. Sarden' Wann Ersah an e Dannfchaft ai ) die ÄD.er wev SkaebniS erzieh ArschirNchkc't auf« granun- it»ber. jj, t-feg i: ^0^UQHääcfl' Ä SS* SO Vbi-K %*s LS aalerie, Hans Carossa. 23.10 bis 24.00: Unter- paltungskonzcrt. Dienstag. 22. Dezember. 7.20: Frühkonzert. 12.05: Schallplattenkonzert. 13.00: Don Köln: Unterhaltungskonzert. 15.20 bis 15.50: Haussrauen-Dachmittag. 17.05: Wiesbaden: Konzert. — 2n der Pause: „Tericht über die Arbeit der Dol'kshilfe im Bereich des Südwestdeutschen Rundfunks". Don Dr. Alfons Pa- quet und Polizei-Oberst a. D. Schröder. 18.00: CasS Da:cr: Unterhaltungskonzert. 18/5: „Musikalische Aphorismen". Don Dr. Wiesengrund- Adorno. 19.05: ..Lebt Winnetou noch?" Dortrag von Franz Hirtler. 19.25: Kleiner Wegweiser durch Weihnachtsbücher. 19.45: Unbekannte Lieder, von Chr. F. D. Schubart. 20.25: Deutsche Humoristen, Hans Reimann. 20.50: Derthold und Binchen, Weihnachtsstückchen aus der Rokokozeit von Erich Fischer. 21.10: Orchestcrkonzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. Mittwoch, 23. Dezember. 7.20: Frühkonzert. 12.05: Schallplattenkonzert. 13.00: Don Köln: Unterhaltungskonzert. 15.15 bis 16.00: Stunde der Jugend. 16.00: Unterhaltungskonzert. 17.05: Wiesbaden: Konzert. 18.45: Dortrag. 19.45: „Musikalische Grundbegriffe. Einführung in ihr Wesen und ihre Bedeutung", von HanS Rosbaud. 20.15: Weihnachtsvorfreuden. Eine bunte Stunde. 20.45: Grosse Festhalle Karlsruhe: Weihnachts-Singen der Singschule der Badischen Hochschule. 21.15: Haydn-Kammermusik. Preußen. Kreis Wetzlar. cf Odenhausen, 16.Dez. Der Sportplatz im Flurbezirk „In der alten Lahn" vedaif einer Vergrößerung. Die Gemeindevertretung hat deshalb beschlossen, ein angrenzendes Wiesengcund- stück der Graf von Schwerinschen Gutsverwaltung Friedelhausen in der Größe von 28 2Ir auf dem Wege des Tausches zu erwerben. Die neuerworbene Fläche gehört zur Gemarkung Staufenberg, so daß der Sportplatz jetzt zum Teil in Preußen und zum Teil in Hessen liegt. Zalschmünzerbande aus dem Weihnachtsmarki. WSR. Dillenburg, 18. D:z. Auf d:m DU- lenburcer Weihnachtsm rit ko..n e die Polizei eine Falschmünzcrbanbe fe st nehmen. Mit Dorliebe suchte die Bande vläote auf, in denen Märkte abgehalten wurden und arbeitete mit Erfolg in Hrrborn, Hachmöurg, Limburg, und Wetzlar. Bei den Derhafteten handelt es sich um eine Frauensperson aus Lüdenscheid, sowie die Händler Anton Pohl und Fritz Wilhelm, beide aus Dortmund. Ein vierter, der Händler Heinrich D i e t h, ebenfalls aus Dortmund, flüchtete. Bei ihrer Festnahme trugen die Drr- hafteten noch falsche 5- u;ö 2 Mari-Stücke, sowie 50°Pfennig-Stücke bei sich. Taten für Sonntag, 20 D ;crnber. 1795: der Geschichtsforscher Leopold von Ranke In Wiehe geboren; — 1921: der Generaloberst Hans Hartwig von Beseler in Neubabelsberg bet Potsdam gestorben. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 88 vom 18. Dezember enthält: Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. — Das Reinigen der Straßen in den Landgemeinden. — Ortssatzung über die Erhebung einer Dergnügungsstcuer in der Gemeinde Großcn-Buseck und Reiskirchen. — Dienstliche Versammlungen der Fleischbeschauer. — Dienstnachrichten. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) iwohnungsangelegenheit. 1. Der Vermieter durfte ohne Ihr Wissen und Ihre Erlaubnis die noch von Ihnen gemieteten Raume nicht beziehen. Er erfcheint als ungerechtfertigt bereichert. Mangels anderweitcr Vereinoarung können Sie deshalb die Zahlung des entsprechenden Mietz.nsanteils verweigern. — 2. Vor oder bei der Uebernahme einer Wohnung ist die Klingelleitung vom Vermieter (Hauseigentümer) ordnungsmäßig, und zwar auf seine Kosten, instand setzen zu lassen. kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 20. Dezember. 4. Advent. StadMrche. 9.30 Uhr: Pfr. Mahr; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde; Pfr. Mahr; 17: Pfr. Becker; zugleich Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Markusgemeinde. — Iohanneskirche. 9.30: Pfr. Lic. Waas; Beichte und hl. Abendmahl für die Petrus» gemeinde; 11.15: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer; 17: Pfr. Ausfeld; 20: Bidel- besvrechung im Iohannessaal; Pfr. Ausfeld. — 6a- pelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 11: Kin- derkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. — Ellfabelh-Klelnklnderfchule. 11.30: Kinderkirche für die Pctrusgemeinde; Pfr. Lic. Ußaas. — 3m Saale der neuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Jo- hannesgemeinde; Pfr. Ausfeld. — Klein-Linden. 10: Hauptgottesdienst; 15: Kinderschulseier; 18: Kinder- gottesdicnstfeier. — Vieleck. 9.45; 11: Kinderkirche. — AlteN'vuseck. 10 und 13: Gottesdienst; 16: Weihnachtsfeier in der Kleinkinderschule. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 13.30: Mainzlar. — Hausen-Garbenkelch. 10: Garbenteich; 13: Hausen. — Watzenborn- Steinberg. 13.15: Hauptgottesdienst. — Grlln.ngen. 10: Hauptgottesdicr.ft; 11: Kinderkirche. — Lich. 10: Stiftspfarrer Draudt; 12.45: Kindergottesdienst; 16: Weihnachtsfeier der Kleinkinderschule. kalholische Gemeinden. Samstag, den 19. Dezember. Gießen. 16 30 und 19 Uhr: 5 eichte. Sonntag, den 20. Dezember. 4. Adventssonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jünglinge; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.„J: Christenlehre und Andacht. — Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14 30: Vortrag und Andacht. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — äUdda. 8.30: Hochamt m t Predigt. — Schotten. 10.30: i ochamt mit Predigt. Mittwoch, den 23. Dezember. Hungen. 7.50 Uhr: Messe. Sonntage dienst b.9(crÄfp n.Atvothelen am 20.1 '.31 Frl. Dr. Gürtler. Dr. Steinreich. (Snnelnuotl e.e. Zahnarzt: Dr. Fischer. > Der neue Wandhalter für Persil, Ata und iMi kommt als Weihnachtsüberraschung für die Hausfrau wie gerufen. Die Packungen fallen nicht mehr um, der Inhalt wird nicht mehr feuchst und das Schönste: ein Griff — und man yat das Gewünschte. Ueber dem Spülstein angebracht, wirkt der Wandhalter sehr schmuck. 6609V Mit dem Essen soll man aufhören, wenn es am besten mundet, doch Weihnachten wird diese bewährte Regel wohl am häufigsten übertreten. Die Folgen sind Verdauungsstörungen, Magenbeschwerden, und das sehr unangenehme Sodbrennen. Ein Teelöffel Bullrich-Salz oder 1—2 Tabletten bringen sofortige Erleichterung. 8728V Haus-Joppen mollig, warm 21.00, 19.50. 14.50,10.50 Bekanntmachung. Betr.: Vertrieb von Wohlfahrtsbriefmar- ken 1931 zu Gunsten der Deutschen Nothilfe durch das Städtische Wohlfahrtsamt Gießen. In der Zeit vom 1. November 1931 bis 15. Januar 1932 findet zur Linderung materieller Notstände im ganzen Reichsgebiet ein wohlfahrtebriefmarkenverkauf statt, dessen Erträge „unseren Müttern und unke- rer Jugend" zugute kommen werden. Die postalische Gültigkeit der Wohlfahrtsbrief» märten nach dem In- und Auslande erlischt erst am 30. Juni 1932. 7240V Es werden ausgegeben: eine 8-Pf.«Marke (Zwinger in Dresden) zum Verkaufspreise von 12 Pf., eine 15-Pf.-Marke (Rathaus in Breslau) zum Verkaufspreise von 20 Pf., eine 25-Pf.-Marke (Heidelberger Schloß), Querformat, zum Verkaufspreise von 35 PL eine 50-Pf.-Marke (Lübecker Holstentor) zum Verkaufspreise von 90 Pf., ferner eine amtliche Wohlfahrtspostkarke in künstlerischer Ausführung (Radierung) mit eingedruckter 8-Pf.-Wohlfahrtsbriefmarke zum Verkaufspreise von 12 Pf. Außerdem gelangen Nlarkenyeftchen, enthaltens zehn 8Pf.-Marken und vier 15-Pf.-Marken, zur Ausgabe, die zum Preise von 2,— RM. verkauft werden. Für die Gießener Rothilte erfolgt der Vertrieb der Wohlfahrtsbriefmarken durch das Städtische Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 2 Erdgeschoß, Zimmer Nr. 9. Sie sind dort erhältlich während der Dauer der Dienststunden, und zwar von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18X- Uhr, Samstags nur vormittags. Rur von den bei dem Städtischen Wohlfahrtsamt bezogenen Wohlfahrtsbriefmarken und -karten fließen 80 v. h. des Reinertrags (Wohlfahrtsauffchlag) der Gießener Rothilfe zu. Cs ergeht daher die besondere Bitte an alle Gießener Einwohner, ihren Bedarf an Wohlfahrtsbriefmarken in erster Linie bei dem Städtischen Wohlfahrtsamt zu entnehmen. Dadurch trägt jeder Bürger auch zur Linderung der örtlichen Not bei. Gießen, den 27. Oktober 1931. Für die Gießener Nothilfe: Bürgermeisterei Gießen (Wohlfahrtsamt). Einladung zur Lrgänzungswahl des Vorstandes der Israelitischen Religionsgeme'.noe Gießen. Es wird zur Kenntnis der Interessenten gebracht, daß in Gemäßheit der Bestimmungen der Wahlordnung für die Wahl des Vorstandes der Israelitischen Religionsgemeinde Gießen vom 4. August 1871 infolge Ablaufs der Wahlzeit des Mitgliedes Herrn Rechtsanwalt Eugen Rothenberger, und infolge ier aus Gesundheitsrücksichten erfolgten Amtsniederlegung des Mitgliedes Herrn Kaufmann Louis Marcus eine Ergänzunyswahl notwendig geworden ist, und daß diese Wahl Sonntag, den 27. Dezember 1931 im Sitzungssaal des Gemeindehauses in der Lonystraße, dahier, stattfinden soll. Alle nach 8 2 und 6 der Wahlordnung Stimmberechngten werden zu dieser Wahl mit dem Bemerken eingeladen, daß die Abstimmung in den Stunden von 10 bis 13 Uhr stattsindet. Zum Wahltommissar wurde Herr Fa- britant Moritz Sternberg ernannt. Gießen, den 18 Dezember 1931. Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde Gießen. 8749D I. D.: Meyerfeld. Bäcker-Innung Gießen m3D Für die Weihnachtsbäckerei ist in den Geschäften unserer Mitglieder la Weizenmehl zur Herstellung von Kuchen und Gebäck zu den billigsten Preisen zu haben. Mehlkauf ist Vertrauenssache! Wer bei seinem Bäckermeister den Mehleinkauf vornimmt, kann sicher sein, daß er beste Qualität erhält und auch in der Preisgestaltung zufriedenstellend bedient wird. Deshalb; Zur guten Weihnachtsbäckerei Mehlkauf beim Bäckermeister! Bekanntmachung. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 15. Dezember 1931 den Bebauungsplan für das Gebiet fiinfer den Schlehgärten nördlich der Rodyeimer Straße sowie die dazugehörige Ortsbausatzung genehmigt. Der Plan und die Ortsbausatzung liegen in der Zeit vom 22. Dezember 1931 bis zum 10. Januar 1932 bei dem Städtischen choch- bauamt, Asterweg 9, während der üblichen Dienststunden offen. Einsprüche sind während dieser Zeit bei Vermeidung des Ausschlusses bei dem Städtischen Hochbauamt schriftlich oder zu Protokoll vorzubringen. Gießen, den 18. Dezember 1931. Bürgermeisterei Gießen. (8796C I. V.: Dr. Hamm. Bekanntmachung. Dienstag, den 22. Dezember 1931, findet Rindvieh- (Ruhvieh-) Markt statt; sämt. liches Vieh wird gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. Auflriebszeit am Markttage von 8>4 bis 9% Uhr vormittags. Der nächste Schweinemarkt findet ant 6. Januar 1932 statt. 8745C Gießen den 19. Dezember 1931. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Dr. Rosenberg. Früher Marktstraße jetzt Seltersweg 17 Eigene Schneiderei e Aenderungen sofort und kostenlos 879=1 A 6)os Raus da* Sonder Rabatt Smokinganzüge / Weiße Westen / Krawatten / Sportanzüge Knickerbocker / Elefantenhaut-Mäntel / Loden- und Gummimäntel / Trenchcoats / Lederhauben / Lederjacke / Lederhosen / Arbeite- und Berufskleidung / Knaben-Bekleidung - - und ganz besonder» In unserer heutigen Zeit; Vertrauen zwischen Ihnen, dem Verbraucher, der auf vorteilhaften Einkauf bedacht sein muß und meinem zuverlässigen Fachgeschäft das Ihnen für Ihr Geld höchsten Gegenwert bietet Ulster euer Ulster-Paletots In den Heuptpreislagen: 28,- 37,- 48,- 56,- 68,- u. h. 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Dieser Nachlaß gilt jedoch nur für die Fleischmenge, die auf Grund Reichsbezugsscheins entnommen wird, und nur für in Gießen wohnhafte Bezugsberechtigte. 8778D Es wird noch besonders darauf hingewiesen, daß andere Ware als frisches Rind- und Schweinefleisch auf die Reichsbezugsscheine nicht entnommen werden darf. Ebenso findet der durch das hiesige Metzgergewerbe bewilligte Preisnach-aß auf andere Waren, wie z. B. Wurst- und Dauerwaren, keine Anwendung. Weiter ist strengstens zu beachten, daß die einzelnen Wochenabschnitte der Reichsbezugsscheine nur für die auf jedem Abschnitt angegebene Zeitspanne Gültigkeit haben. Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer dürfen die Abschnitte nicht mehr in Zahlung genommen werden, da ihre Vergütung ausdrücklich untersagt Ist. Gießen, den 18. Dezember 1931. Bürgermeisterei (Wohlfahrtsamt). Dr. Seid. Zagdverpachtung. Montag, den 4. Januar 1932, vormittags 11 Uhr. kommt die Gemeindejagd der Gemarkung Lauterbach auf weitere 6 Jahre öffentlich meistbietend lin Rathausfaale zur Verpachtung. 8750V Die Verpachtung erfolgt in 3 Bezirken. Der Jagdbezirk Nr. 1 enthält etwa 351 ha Feld und etwa 70 ha Wald; der Jagdbezirk Nr. 2 enthält etwa 262 ha Feld; der Jagdbezirk Nr. 3 enthält etwa 293 ha Feld und etwa 51 ha Wald. Die Bedingungen sowie die nähere Beschreibung der Jagdbezirke liegen ab 21. Dezemberl931 zur Einsicht der Interessenten bei uns offen. Lauterbach, den 19. Dezember 1931. Hessische Bürgermeisterei. Walz. ....._ Holzversteigerung. Mittwoch den 23. d. 21L, sollen int Distrikt Heimbuch, Spieß und Stangenwald versteigert werden: 8779D 450 Fichten-Derbstangen 1. und 2. Klasse, 600 Fichten-Derbstangen 3. Klasse, 550 Fichtenstangen 4. Klasse, sowie 140 rm Buchen- und Kiefern-Scheit und «Knüppel, 350 rm Buchen-Stammreiser 2. Durchforstung in ganzer Länge, 650 rm Etchen-Stammreiser 2. Durchforstung in ganzer Länge. Zusammenkunft vormittags 9% Uhr auf der Marburger Straße an der Landesgrenze. Friedelhausen. am 17. Dezember 1931. Freih. v. Rabenau'sch.» Revier Friedelhausen. Schneider. Musikauf jedem Weihnachts- Q Nachlaß 87S8A Was der Gießen sNordanlage 33), den 20. Dezember 1931. ihren ihr ihren ihren ihr ihren ihre ihr vorm. Gg. Spies IGMD ihr ihre An den Festtagen mittags und abends ausgesuchte Speisenfolgen. Tischbestellungen erbeten! 8731 D Unser weltberühmtes Spezialbier I6AHREN 87 40 V Neuen Bäue 3 07433 8782 < Denken Sie praktisch I49UD iteieri Ufa-Ton-Woche, Ton-Lustspiel schenken Sie Stoffe Skl< •chledenen Modelle L. Bernard breiter und -Ausrüstungen zei- 30. 50. 75. fttr Erwachse*« 50. 75. 100 PL 0 BAHlllt Frisdä gewagt Zum Schutze gegen Nachahmungen beachte man die nachstehend abgebildete, auf jedem Fasse und jeder Flasche angebrachte Schutzmarke! kommt von Anfang Dezember ab nach außerhalb*Bayern zum Versand. Der Ausschank in den aufeerbayerischen Städten beginnt an Weihnachten. 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Hierzu sind unsere Kameraden nebst Angehörig, sowie die uns noch fernstehenden Kameraden herzlichst eingeladen. Der Vorstand. Im .71 Ittel punkt die gchelmnl*- y olle teewtnlt de* Chicagoer Blindenführer* AI Capone Lichtspielhaus» Gießen Montag, tl. Dezember, 8.30 Uhr nachm. Großes Weihnachtsmärchen Tabakpfeifen echte Bruyere-Pfeifen ä 50. W). 80. 100 Pf new. Vauen. Dr. Peri. Oldenkott. Steels Pfeifen. Gesteck- u. lange Pfeifen. Ersatzteile. Reparatur Gutgepflegte Tabake Zißairen GeschenkDackunfien in all. Preislagen Langjähriger Tabakfachmann Größtes Pfeifen-Spezialgeachäft am Platze Zifiarrenhaüs E. Renier (form. Bndaclier) \eucn Bäue 11 «ieBcn Neuen Bttoe l 1 Lichtspielhaus • Gießen Heute und morgen Sonntag: Olga Tschechowa Hans Rehmann im Kriminal-Tonfilm nach dem Roman von Robert Heymann PanikmChicago Der Veuendbunb will Ahnen bet der Wabl eines Lebens- Qcinbrtcn helfen u. für sie Indien unter feinen Taufenden o. Berdindungen tu Handel, .inöuftne, Renten, fünften u. fonhig. 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