lontnoten. 6t» B.U 68.72 15.« 16.5' 168.66 21.67 87.62 58,68 2,49 63, r IIJ» 36.28 ?rit'___ 4.22 55.67 15.96 16,51 169.51 21.75 87.9 58,92 2 >51 88,Ti 82,21 364! <^eÄ*"kr' [Erl«|iefl„ch=>.-' 1.75. «fO“' e;--rS‘'“vslr ä sm es lern, in Luhvrl M Ä in Amsterdam auf 591. 'Sic Avrddedisen tcnbierte We sich nach vvruixrgchn :r ob, cbrnfM neigte 'S: Sobrib lag an allen inte lähm nichtiger. fie pfunb angehang!. 17.2ov. (211.) Der bän'fi ) morgen bem Solle! ing: Se'cZe Dotlegen, von be ig des Gesetzes bet ®.:i öoldeinlvsungfüi^ lebt gerechnet ab l.Sqa setz soll ben dänischen Li xn, ihre Aaslan-g-: e n umjulegen. “Beiter i6 r apitalstuchl vorgesehen. ;i ■ ommen einer enbgüIHfii’ r dänischen Krone -i 1 lu nd gleich. Da euchi )lm die gleichen Mahnen i mim gegenwärtig Mn eines d in bet WhrWiM oh.'comW*^ ,, 16 bi. « »■ 5* tag. " 1 1U Nchlew B|ft|fi SST* *6* ,e ''N Befif, . 9 Ium aligt. L* l.- 2 7 l trÄ ‘•ä-Sü anSftt; 'erforderlich^,?'^ S c";7n -ßetanttportlicf)1 :rnbi»i8\300'000 ®a xn? "^deistz bah er1 i£On9falt iur verhüte Wn angetoenbet bat! )uem°gi.che„^^ 9 besonderen Oiadjbrud 7! 3ct0tbnun9 schließ rr Zergehen gegen bie fr 1 lm 5chnellversahren !j2?tc«ierun0 an; Achen herangetreten, Mchi , ^uuch Einrichtung t t e n. die StrofMfc -u beschleunigen. en»8* M II Kr. 271 (Erftes Blatt 18f. Jahrgang Donnerstag, 19. November 1931 Erschetnl täglich, außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspsennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschlüffe anterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vntck und Verlag: vrühl'sche Universiläls-Vuch- und Zteindruckerel K. Lange in Giehen. Zchnftleitung und Geschäftsstelle: Zchulllraße ?. 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Ein Schattenkaisertum natürlich nur, das völlig unter japanischem Einfluß steht und ihm nicht nur die Rückendeckung gegen China, sondern auch gegen die Russen gibt, die mit ängstlicher Besorgnis die Entwicklung in der Mandschurei beobachten, aber sich vorläufig noch nicht stark genug zum Eingreifen fühlen. Der Plan ist jedenfalls geschickt, besonders durch die Wahl des in Aussicht genommenen neuen Kaisers. Dafür haben sich die Japaner den früheren Kaiser von China wieder aus der Versenkung geholt, der seit einer Reihe von Jahren völlig zurückgezogen von der Oeffentlichkeit in Tientsin von einer bescheidenen Rente lebte. Dieser junge Mann von siebenundzwanzig Jahren hat ein wechselreiches, man kann schon sagen, abenteuerliches Leben hinter sich. Mit drei Jahren schon wurde er Kaiser von China nach dem Tode der großen Kaiserin Tsuhsi, die kurz vor ihrem Sterben noch den von ihr abgesehten Kaiser Kuanghsy beseitigen lieh. Für den dreijährigen „Sohn des Himmels" — der als Prinz Puyi, als Kaiser Hsuantung hieß — führte sein Vater, Prinz C h u n, die Regierung, der im Juli 1901 als „Sühneprinz" den dem deutschen Kaiser nach dem Doxeraufstand die Entschuldigung der chinesischen Regierung für die Ermordung des deutschen Gesandten von Kettler aussprechen muhte. Viel Freude hat allerdings oer minderjährtge Kaiser an dem Drachenthron nicht gehabt. 1911 — er war eben acht Jahre alt geworden zwang ihn die Revolution zum Rücktritt. Immerhin blieb er noch als Exkaiser mit seinem Hofstaat in dem berühmten Pekinger Winterpalast wohnen, bis er, ein Spielball zwischen den ehrgeizigen Generälen, aus seinem Asyl vertrieben wurde. Der große Reformator Chinas TZü an- s h i k a i machte 1915 den vergeblichen Versuch, sich selbst zum Kaiser ausrufen zu lassen. Zwei Jahre später rückte General Chanchun in Peking ein und rief den früheren Kaiser wiederum zum Kaiser von China aus. Allerdings dauerte die Herrlichkeit nur wenig mehr als eine Woche, Chanchun mußte fliehen, und der Kaiser erhielt nur dadurch die Verzeihung der Republik, daß er behauptete, ihm wäre seine alte Würde wieder aufgezwungen worden. Wieder einige Jahre später verhaftete ihn der christliche General Feng und führte, ihn als Gefangenen ab, bis es ihm 1925 gelang, nach Tientsin zu fliehen, wo er seither in der japanischen Konzession lebte. Wahrscheinlich wird auch jetzt die Rolle, die er spielt, ihm aufgezwungen sein. Seine angebliche Flucht aus Tientsin sicht mehr nach einer gewalt- Rainen (Entführung durch die Japaner aus, die den Versuch machen wollen, den letzten Erben der Wandschudynastie den Stammsitz seines Hauses, von dem aus es vor Jahrhunderten zur Eroberung Chinas aufgebrochen war, wieder zu sichern. Aber wenn das Experiment gelingt, wird er nur solange Kaiser sein, wie er dem Willen der Japaner folgt... ♦ Die deutsche Außenhandelsbilanz zeigt auch im Oktober eine Vergrößerung des Ausfuhrüberschusses. und zwar liegt dieser mit 383 Mrll. Mark — ohne die 13 Mill. Mark Reparationslieferungen — um beinahe 20 Mill. Mark höher als im Vormonat. Die E i n f u h r ist wertmäßig von 443 Mill. Mark im September auf 483 Mtll. Mark und die A u s f u h r von 812 Mill. Mark aus 866 Millionen Mark gestiegen. Obwohl die Ausweitung des Außenhandelsvolumens im Oktober eine alljährlich wiederkehrende Erscheinung ist, bleibt doch bemerkenswert, daß auch in diesem Monat die Ausfuhr in weit größerem Umfange gewachsen ist als die Einfuhr. Man hatte doch allgemein erwartet, daß der Währungszerfall in England und den anderen Ländern auf den Weltmärkten stark preisdrückend und exporthemmend wirken werde. Diese Tendenz ist allerdings in der Oktoberbilanz des deutschen Außenhandels noch nicht offensichtlich geworden. Ihr mögen die englischen Zollerhöhungspläne entgegengewirkt haben, die den englischen Kaufmann veranlaßt haben, sich noch schnell mit ausländischen CB ar en einzudecken. Dadurch hat selbstredend auch die deutsche Ausfuhr stärker profitiert. Der Ausfuhrüberi Huß vom Januar bis Oktober beträgt 2358 Millionen Mark, wovon 347 Millionen Mark auf Sachlieferungen entfallen, für die bekanntlich kein Gegenwert in die deutsche Wirtschaft zurückfließt. Trotzdem ist der reine Ausfuhrüberschuß noch außerordentlich hoch, und man könnte sich über den Erfolg des deutschen Kaufmanns im Auslande freuen, wenn man nicht wüßte, daß die deutsche Wirtschaft am Außenhandelsgeschäft recht wenig verdient, m den meisten Fällen sogar zuseht und eben z u jedem Preis verkauft, um vorläufig wenigstens weiter existieren zu können. Daß die Absatzmöglichkeiten angesichts der Währungs- unsicherheit in verschiedenen Ländern, verbunden mit einer rigorosen Zollpolitik, immer geringer werden, braucht nicht betont zu werden. Wenn Deutschland seine Währung aufrecht erhalten und auch in Zukunft Exportüberschüsse erzielen toi 11, dann muß eine Senkung der Große Schlacht in der Mandschurei. Schwere Niederlage der Chinesen am Nonnifluß. — Die siegreichen Japaner besetzen die Giadi Tsitsikar. London, 18. Rov. (TU. Funkspruch.) Rach Meldungen aus Tokio hat die Schlacht zwischen den Japanern und den Truppen des Generals M a mit einem Siege der Japaner geendet. Die Japaner haben die Stadt Agantschi erobert und damit die chinesische O st bahn erreicht. Die chinesischen Truppen sollen sich in wilder Flucht auf Ifitfiiar zuriickziehen. Japanische Flugzeuge haben diese Stadt bombardiert. Rach dreistündigem schweren Ringen ist es den Japanern gelungen, die vorderen Gräben der Chinesen und die Stadt Tsitsikar zu besehen. Der Angriff soll in den frühen Morgenstunden von den Truppen des Generals Ma ausgegangen fein, die zunächst Fortschritte machten und den Japanern schwere Verluste beibrachten. Gegen Mittag (Ostzeit) trieben die Truppen Mas die Japaner n schwerem Kampfe zurück. Auch in Tokio herrschte zu dieser Zeit ernste Besorgnis. Man befürchtete dort eine schwere Riederlage der Japaner und warf dem General Ma Vertragsbruch vor. Besonders gefährlich für die japanischen Truppen war eine Sonderaktion der Chinesen bei T a s ch m u , bei der die Japaner durch die Zerstörung der Taonan-Supingkai-Lisenbahn und aller Telephon- und Telegraphenleitungen abgeschnitten waren. Rach diesem Anfangserfolg der Chinesen gingen die Japaner dann zu einer allgemeinen Gegenoffensive auf der Ronnilinie über. Sie schlugen einen Angriff von 2000 Mann chinesischer Kavallerie, der auf dem rechten Flügel erfolgte, erfolgreich zurück und gewannen hiermit die Oberhand. Die Stadt Tsitsikar wurde eingenommen. Die Chinesen befinden sich in voller Flucht und sind bereits 40 Kilometer weit zurückgetrieben worden. Bei dem japanischen Angriff spielte die Luftwaffe eine entscheidende Rolle. Die Flugzeuge stießen tief herab und sprengten die chinesische Kavallerie auseinander. General f) o n j o hat mitgeteilt, daherzumAngrifsgezwungen gewesen sei. um einem chinesischen Angriff zuvorzukornrnen. Die chinesische Riederlage sei vo 11 st ä n d i g. — Jn Tokio verlautet offiziell, daß mit der Riederlage der Chinesen das Hauptziel der Japaner, im Gebiet der Ronni-Brücke die Zusammenziehung der chinesischen Truppen zu verhindern, erreicht sei. Man hoffe daher, die japanischen Truppen in kürze- fter Zeit zurückziehen zu können. Der Angriff die beste Verteidigung. General Homos Lieg vor Tsitsikar. ß o n b o n, 19. Rov. (WTB. Funkspruch.) lieber die Riederlage der chinesischen Truppen in der Mandschurei berichtet der Sonderkorrespondent der Daily Mail" in Charbin: Die Japaner griffen um fünf Uhr früh mit 5000 Mann aller Waffengattungen — Infanterie, Kavallerie, Tanks, schweren Bombenflugzeugen usw. — an und durchbrachen die Front der C hin e - s e n, die auf dem Rückzüge hartnäckigen Widerstand leisteten. Ein Gegenangriff vor Agantschi verzögerte das japanische Vordringen. Der Ronnifluh ist zugefroren und Chinesen wie Japaner leiden schwer unter der Witterung. Kurz nach Sonnenaufgang eröffnete die japanische Artillerie das Feuer. Die Japaner standen einer fünffachen Tiebermacht gegenüber, waren aber in der Feldartillerie und der Luftwaffe dem Gegner überlegen, während die Chinesen über den Vorteil starker Kavalleriemassen verfügten. Die japanischen Militärbehörden erklärten, daß sie in keiner Weise die russischen Interessen beeinträchtigen werden, wenn es auch möglich sei, daß die Schwungkraft der japanischen Streitkräfte ritweilig bis über die Eisenbahnlinie i n a u s führe. Rach Mitteilung des japanischen Kriegsministeriums hatten die Chinesen am Dienstagnachmittag eine grohangelegte Offensive vorbereitet. Der gestrige japanische Angriff fei somit nur eine Verteidigung darauf gewesen. General H o n j o habe zwar Weisung gehabt, keine Offensive zu unternehmen, aber die chinesischen Angriffe vom Dienstag hätten ihm Gelegenheit geboten, zu zeigen, daß der Angriff die beste Verteidigung sei. Mit dem Auseinandersprengen der Streitkräfte des Generals Ma und der Besetzung von Tsitsikar sei die letzte organisierte Autorität in der Mandschurei, die Tschanahfueliang gegenüber loyal geblieben sei, verschwunden. Was sagt man nun in Paris ? England wünscht keine „Scheinlösung". hat wenig Aussicht, da Ehina direkte Verhandlungen ablehnt. Paris, 18. Rov. (WTB.) In der nichtöffentlichen Sitzung des Völkerbundsrates legte zunächst der japanische Vertreter Botschafter Joschisawa den Standpunkt seiner Regierung dar. Rachdem er den Sitzungssaal verlassen, gab der chinesische Vertreter Dr. Sze ein Expose über die Haltung Chinas. Die Ratsmitglieder traten dann ohne die beiden Parteien zu einer geschlossenen Sitzung zusammen. Der englische Außenminister Simon hielt eine Rede, in der er ziemlich deutlich zu verstehen gab, daß es besser wäre, dieTln Möglichkeit einer Lösung der überaus schwierigen mandschurischen Frage durch den Völkerbund offenzu- z u g e b e n, als sich mit Scheinlösungen nach der Art der bisherigen „Empfehlungen" zu begirügen. Derartige Scheinlösungen schadete ndemAn- sehen des Völkerbundes mehr, als jeder andere Beschluß. Simon soll darüber hinaus den Artikel 15 des Völkerbundspaktes erwähnt haben. Der Artikel 15 würde im Gegensatz zu Artikeln dem Dölkerbundsrat die Möglichkeit geben, vom Grundsatz der Einstimmigkeit abzuweich e n und die Stimmen der streitenden Parteien zu übergehen. Dann könne ein Autorin tätsspruch mit allen sich daraus ergebenden Folgen gefällt werden. Auch der Vertreter Deutschlands, Staatssekretär v. D ü l o w , soll sich den Ausführungen des englischen Außenministers insofern angeschlossen haben, als er Scheinlösungen ebenfalls als für das Ansehen des Völkerbundes untragbar bezeichnete. Eine andere Gruppe, in der F r a n k r e i ch die Führung haben dürfte, möchte es nicht zu einem unmittelbaren Eingreifen kommen lassen. D r i a n d in seiner Eigenschaft als Ratspräsident scheint eine Haltung - Ein japanischer Kompromißvorschlag einzunehmen, die mit dem französischen amtlichen Standpunkt nicht überein stimmt. Wie der „Temps" von maßgebender Seite erfahren haben will, hat die japanische Ratsabordnung ihrer Regierung einen Kompromißvorschlag unterbreitet, der als Hauptpunkt die Entsendung eines TI n t e r s u ch u n g s a u s s ch u s - sesdesVölkerbundes nachderMand- schurei und China vorsehen soll. Dieser Ausschuß solle prüfen, ob die chinesische Regierung in der Lage sei, die Ordnung und den Frieden an den Grenzen aufrecht zu erhalten und ob China die bestehenden Verträge a cht e. Der englische Außenminister, Sir John Simon, und der japanische Delegierte Mat- s u d a i r a haben mit dem amerikanischen Delegierten, General Dawes, verhandelt. — „Journal" will erfahren haben, daß sich bei diesen Verhandlungen die Möglichkeit einer L ö - s u n g des Konfl! ktes abgezeichnet habe. Engländer und Amerikaner hätten den japanischen Kompro- mitzvorschlag günstig ausgenommen und ihn noch spät abends Briand zurKenntnis gebracht. Japan würde zwar seine Forderung auf Bestätigung seiner sämtlichen Verträge mit China aufrechterhalten, sich jedoch zur Entsendung einer Veobachtungs- kommission nach der Mandschurei bereit erklären. Dagegen müßten sich die Chinesen zu direkten Verhandlungen mit To - k i o verpflichten, was die Chinesen allerdings noch gestern mit der strikten Erklärung ab - gelehnt haben, daß sie zu direkten Verhandlungen unter dem Druck der japanischen Besetzung in der Mandschurei auf keinen Fall bereit seien. Wanderung zum mandschurischen Kriegsschauplatz. Sonnentag in Tsitsikar. - Soldaten mit Zacher und Regenschirm. - Seltsames Familienleben. - Oer „langsame Tod". Tsitsikar, eine Provinzhauptstadt in der Mandschurei, das war bisher ein Ortsname, der uns nichts sagte. Irgendwo im Fernen Osten — was geht das uns an? Durch die kriegerischen Ereignisse der Mandschurei in der jüngsten Zeit wird der Leser auf dieses unbekannte Asien aufmerksam. Was für Menschen leben dort eigentlich? Frithjof Melzer, der Berliner Journalist, gibt mit seinem Buche „Malaria, Gold und Opium" die Antwort. Er hat mit der Hei- lungkiang-Expedition Walther S t ö tz n e r s vor drei Jahren die Mandschurei durchforscht und dabei Gebiete betreten, in denen vorher noch kein Europäer war. In Tsitsikar begann die Durchquerung des Landes — lassen wir uns von Melzer erzählen, wie es dort aussieht: Bis 1906, wenige Jahre vor der chinesischen Revolution, war die Mandschurei verbotenes Land. Da erließ die Kaiserin-Witwe die Freiheits-Edikte, die auch den Anstoß für die Zuwanderung chinesischer Bauern in die Mandschurei gaben. Damals zählte das Land, die drei östlichen Provinzen, wie die Chinesen sagen — sie sind zugleich die nördlichsten — Heilungkiang, Kirin und Mulden, knapp sechs Millionen Einwohner. Anfang 1928 schätzte man die Zahl auf über fünfundzwanzig Millionen; und von Jahr zu Jahr wächst die Be- Gestehungskosten eintreten, da eine Volkswirtschaft schließlich nur eine Zeit lang an den Außenhandelsgeschäften zusetzen kann, wenn sie sich nicht völlig ausverkaufen wird. Wie es um die deutsche Wirtschaft selbst bestellt ist, zeigen die täglichen Hiobsbotschaften. So kam der Sanierungsvorschlag des großen deutschen Uhrenkonzerns, der Gebrüder Junghans AG., für die Oeffentlichkeit völlig überraschend, zumal auch das Ausmaß der Maßnahmen — das Kapital wird von 20 auf 12 Millionen Mark herabgesetzt — recht tiefgreifend ist. Sollte auch hier neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung der starke Expansionsdrang sich als wenig nützlich erwiesen haben und jetzt Wertberichtigungen notwendig machen? Auch die Minimax AG. muß eine Sanierung 5:1 Vorschlägen, da es ihr nicht gelungen ist, die Unkosten gegenüber dem erheblichen Umsatzrückgang entsprechend schnell zu verringern. Von besonderer Bedeutung sind die ersten Abschüsse aus der Montanindustrie, da sie uns Aufschluß über die Entwicklung der Schwerindustrie überhaupt geben. Die Klöckner-Werke AG., die im Vorjahr noch sechs Prozent Dividende verteilen konnte, kommen gerade noch an einem größeren Verlust vorbei, dagegen schließt die Gute- hoffnungshütte, die großeMontanbetnebsge- sellschaft, mit einem Millionenverlust ab. Bei den demnächst noch herauskomiüenden Montanabschlüssen sind demnach große Gewinnergebnisse ebenfalls nicht zu erwarten, von Dioidendenaus- sichten kann also gar nicht gesprochen werden. In halb Europa ist Max Reinhardt herumgezogen mit dem jahrelangen vergeblichen Versuch, seine Che scheiden zu lassen. Jetzt scheint er endlich in Riga die gesetzlichen Voraussetzungen dafür gefunden zu haben. Tlnd fein Beispiel hat Schule gemacht. Rach lettländischem Recht kann nämlich jede in Lettland ansässige Person ohne Rücksicht auf die Staatsbürgerschaft die Ehescheidung beantragen, falls die Ehegatten mindestens drei Jahre voneinander getrennt gelebt haben. Bei dem Prozeß braucht nur der klagendeTeil vertreten zu sein, falls er den Wohnort feines Ehepartners als „unbekannt" bezeichnet, in welchem Falle nur eine Vorladung im lett- ländischen „Regierungsanzeiger" an den beklagten Partner gerichtet wird. Dieser Rcgierungsanzeiger gehört nun nicht gerade äu den weitverbreitetsten Zeitungen Europas, woourch also der beklagte Gatte kaum Kenntnis von der Vorladung erhält und so von dem Prozeß erst erfährt, wenn alles vorbei ist. Nach Max Reinhardt sind schon unzählige andere europäische Größen aus aller Herren Länder nach Riga gekommen, um sich hier scheiden zu lassen. Der Komponist Eugen d'Albert, der Schrist- I steiler Jakob Wassermann und andere mehr. Der Ruf Rigas ist sogar schon über den großen Teich gedrungen. Von Amerika ist aus der bekannten Milliardärsfamilie A st o r ein weibliches Mitglied gekommen und hat sich bereits in der östlichen Stadt niedergelassen, um hier den Schlußstrich unter ihre Ehe zu ziehen. Alle diese Ehemüden sind plötzlich und geheimnisvoll in dem Scheidungsparadies aufgetaucht und nach vollendeter Arbeit wieder abgezogen. Am schwersten hat es sich wohl Reinhardt gemacht, der sich in Riga häuslich niederließ, mit der lettischen Nationaloper und dem Rigaer deutschen Schauspiel Regieverträge abschloß, um dadurch den Eindruck der Ansässigkeit zu verstärken, nur — um geschieden zu werden. In Lettland ist man begreiflicherweise recht erbaut über die ungeahnten Möglichkeiten, den Verkehr und den Geldzustrom um ein Bedeutendes zu heben. Auch das Kunst- und Ge - fellschaftsleben der Stadt hat viel Anregung gewonnen: Reinhardt hat hier bereits eine überaus glanzvolle „Fledermaus"-Aufführung inszeniert, d'Albert will seinen östlichen Aufenthalt zur Konzeption einer Oper aus dem Leben der lettischen Fischer nutzen, Wassermann hat bereits mehrere literarische Vorträge gehalten. So haben die Lettländer mit dem Anfang der Saison in ihrem Scheidungsparadies mehr Glück als die schottische Schmiede von Gretna Green mit ihren Heiratslustigen. völkerung um weitere Millionen Die Südmand^ schurei ist bereits fast vollständig erschlossen, wenn sie auch immer noch Menschen aufnehmen kann. Sn etwas geringerem Mähe gilt daS auch für Äitin u<> den südlichen Teil von Heilungkiang. Roch fast völliges Wildnisgebiet, eben erst in der beginnenden Erschließung, ist der grobe nördliche Teil von Heilungkiang, das Gebiet -wischen der russischen Grenze am Amur und der Chinesischen Ostbahn, unser Forschungsgebiet. Allein im Frühjahr 1927 sind nach der Schätzung der Eisen- bahndirektion in Eharbin hier herauf eine Million Chinesen gekommen, im Frühjahr 1928 noch etliches mehr. DaS ist die mandschurische Völkerwanderung, die wir hier an Ort und Stelle erleben werden, eine Völkerwanderung, die wenigstens an Umfang weit über die historische Völkerwanderung deS ausgehenden Altertums hinaus- geht. Und ihre Bedeutung für Asien ist auch nicht so sehr viel geringer. Hat doch die Mandschurei geopolitisch etwa die gleiche Schlüsselstellung für Rordostasien wie Indien für Südasien! Sn diesen Jahren seit 1906 ist die Mandschurei. daS alte Reservat der MandschuS, zur chi ne« sischenKolonie geworden. Zu einer Kolonie, die ausgebeutet und zugleich kultiviert wird. Man kann sie nicht auf eine Stufe mit Kolonien europäischer Mächte stellen. Auch chinesische Kolonialpolitik hat ihr besonderes Gesicht. Aber eine Kolonie sieht immer anders aus als das Mutterland. Um so mehr bin ich gespannt darauf, wie chinesische Kolonialpolitik in ihren ersten Anfängen aussieht. Was an chinesischen Ansiedlern hereingeht in den Amurbogen, kommt über die Provinzhauptstadt Tsitsikar. Hier streifen sie das alte China ab und werden zu den Freibeutern der Wildnis, die der Vortrupp der Kolonisation sind. Die Stadt Lsitsikar zeugt bereits davon. Etöhner hat mich mit meinem Gepäck in zwei der kleinen vierräderigen russischen Pferdewagen gepackt, eine Art Phaeton, die auch im Strahenbild die anderen Fahrzeuge verdrängt haben. Rur am Vamen stehen noch ein paar von den alten chinesischen Wagen, zweiräderige, federlose Karren mit Mauleseln. Rickshas sind überhaupt nur ein Dutzend in der Stadt. Kolonialgesicht! Sn den Aeußeriich- feiten hat man von Rußland übernommen, was brauchbar erscheint, wenn es auch niemand einfallen wird, die russische Herkunft zuzugestehen. Da^u kommen noch einzelne Eingeborenenkarren, hochräderige Arden von dogcartähnlicher Bauart, und die rücksichtslos durch die engen belebten Strafen rasenden Autos der Provinzialverwaltung, rie den in der Luft herumschwirrenden Staub chier unerträglich machen. Dabei steht schon vor edem HauS eine Wassertonne, aus der die Hausbesitzer alle Stunde die Straße besprengen müssen. Aber wer kann gegen die Glut der mandschurischen Sonne an, die einem schon beim ruhigen Sitzen im Schatten den Schweiß aus allen Poren treibt? Die Russenwagen, die nur wenige Gent- kosten, werden von aller Welt benutzt: der Chinese hat auch an den kleinsten Gängen zu Fuß keinen Spaß. Besonders die Soldaten, die sich oft zu sechs im zweisitzigen Wagen von dem armseligen Schinder herumfahren lassen. Die Soldaten sind überhaupt ein Kapitel für sich! Mit dem Militär an der Ostbahn, daS von der Bahn ausgerüstet unö besoldet wird, sind sie nicht zu vergleichen, äleber- all laufen sie in Unmengen zu allen Tageszeiten herum, bald mehr, meistens wen ger ordentlich an* gezogen und, abgesehen von dem unvermeidlichen Fächer, mit irgendwelchem schönen Zierrat ausstaffiert, bei Regen auch mit Schirm. Die Uniformen sind vernachlässigt, die Fußbekleidung ist im allgemeinen der leichte chinesische Tuchschuh, darüber nach einem Stück Strumpf eine gelbe oder schwarze Miniaturwickelgamasche. Die Familie kommt vor dem Staat. DaS ist die Grundlage der chinesischen Kultur wie der chinesischen Politik. Hier ist der Ursprung der Entwicklung Chinas durch die Sahrtausende, zugleich die Erklärung auch für staatliche Organi- sationSmängel. Ein Beispiel dafür auS den letzten Wochen aus der Millionenstadt Honin: Der Mittelpunkt eines von Tausenden besuchten Tempelfestes war die Vollziehung der fürchterlichen Strafe an Gattenmördern. Eine Frau hatte mit ihrem Geliebten und ihrer Mutter den Mann ermordet und zerstückelt. Bei der Unantastbarkeit der ehelichen Treue durch die Frau war schon die Liebelei ein todeswürdiges Verbrechen. Dazu der Mord und dann noch die Zerstückelung, die die Heimkehr des Toten in die heimatlichen Gefilde unmöglich macht. Ist die Ahnenverehrung überall die Grundlage des religiösen Kultes, so kommt in der Mandschurei, dem Kolonialland, noch dazu, daß die Geschlossenheit der Ahnenreihe, gebunden an den Boden der ursprünglichen Heimat, durch die besondere Art der Beerdigung sichergestellt werden muh. Die Chinesen hier stammen ja aus allen Teilen Rord- und Süd- chinaS. Dorthin muß die Seele des Toten zurückkehren können. DaS kann sie nur, wenn die unverletzte Leiche nicht in den Boden kommt, sondern im Freien auSgesetzt wird. Die Art der Aussetzung ist verschieden, richtet sich auch nach dem Vermögen. Der Reiche nimmt einen großen schweren Sarg auS dicken, buntbemalten Bohlen, der auf den eigenen Acker gestellt, unter Umständen auch noch mit einer Dacksteinummauerung, mit einem kleinen Loch für die Seele, umgeben wird. Der Arme hat nur ein paar dünne Bretter, die leicht mit Erde beworfen werden. Oft wird er auch einfach auf — nkbt in — den Boden gelegt und darüber ein Heiner Hügel geschüttet. Was dann weiter damit wird, kümmert keinen. Da spült das Hoch- wasfer^ gelegentlich die Särge weg, da mögen me Wölfe die Hügel ausfcharren und die Kreuzottern sich in den verfallenen Särgen einnisten. 5>le einmal bestattete Leiche interessiert nicht mehr, wenn nur dem Ahnenkult Genüge getan wird. Dazu muß aber die Leiche unverletzt sein. Darum sind ja auch bei Hinrichtungen die Verwandten schnell dabei, ergreifen den eben ab- gebauenen Kopf und nähen ihn sofort wieder an den Rumpf Um so schlimmer daS Verbrechen der Gattenmörder, die dabei erwischt wurden wie sie die Leichenteile auS der Stadt herauSbrachten. um sie zu verscharren. Die Strafe Mr alle drei war natürlich der Tod. Die Che- ®ar äu „langfamem Tod" verdammt, der mit allmah ichem. zentlmcterweisen Abfchneiden der Crtrcmitäten und Glieder begann Ihre OHutter wurde erdrosselt, aber unter stunden- langem Würgen, so daß sie immer wieder Luft schnappen konnte. Und der Liebhaber wurde mit glühendem Eisen stückweise zerfleischt und ver- brannt. Morgen« begann das Temvelfest abends war eS zu Ende. DaS ist die Hechbaltuna der Fa- I milie die auch für die freie Republik China sakrosankt ist. Aus aller Well. Reichsschuhverband Deutscher Baujparer. 3n Heidewerg hielt der Reichsschutzoerband Deut« scher Bausparer e. 23. seine Generalversammlung ab. Zunächst erstattete der Geschäftsführer Lauter Bericht über die bisherige Tätigkeit des Derbandes. Der Reichsschutzoerband Deutscher Bausparer sieht seine Ausgabe — als Interessenvertretung der in ihm organisierten Bausparer — darin, die Bausparer in sämtlichen Bausparangelegenheiten zu beraten. Sein Kampf um die Reinigung des Bauspargedankens gilt allen Auswüchsen, die gerade in der letzten Zeit den Bauspargedanken überwuchern wollen. Er wird >hn auch trotz des Bausparkosjengesetzes in aller Scharfe fortsetzen. Die Dersammlung beschloß, die Regierung aufzufordern, rechtzeitig wirkungsvolle Vorkehrungen zum Schutze derjenigen Bausparer zu treffen, deren Kassen nicht vom Reichsaufsichtsamt die Genehmigung zur Weiterführung der ©efchäfte erhalten. — Rechtsanwalt Dr. Bauer-Mengelderg (Heidelberg) sprach über „Fußangeln im Bausparvertrag". Solche Fußangeln sind Bestimmungen über das Zuteilungs- system und die Möglichkeit ihrer Aenderung üoer Kündigung oder Abtretung des Bausparvertrages, Ermäßigung der Bausparsumme usw. Erst wenn wir ein Bausparrecht haben, ähnlich wie heute beim Der« sicherungswesen, ist hier eine Besserung zu erwarten. Kriegsopfer gedenken der Toten. Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Krie- gerhinterblicbenen veranstaltet am Totensonntag, nachmittags 2 Uhr, im Reichstag eine Gedächtnisfeier für die Toten des Weltkrieges. Die Gedenkrede "des Dundcsvorsitzenden P f ä n b n c r wird umrahmt von Rezitatiönen, Gesangsvorträgen und musikalischen DarbieMngen eines Doppelquartetts. Das Programm wird vom Rundfunksender Mühlacker übertragen. Der Herr Reichspräsident, die Mitglieder des Reichskabinetts und des Reichstages sind zu der Feier eingeladen. Schiffsunfall auf dem Rhein. Bei Et. Goarshausen ereignete sich auf dem Rhein ein schwerer Schyfszusammenstoh. Der Dchraubenschleppdampfer „Margaretha" brachte einen Schleppzug von vier Kähnen zu Tal und drehte wegen des dichten Rebels in der Rähe des Sicherheitshafens bei St. Goarshausen auf. Kurze Zeit darauf kam ein zweiter Schlep pzug ebenfalls zu Tal. Er wollte an der gleichen Stelle aufdrehen. Dabei stieß daS Schleppboot mit einem Lastkahn im Schlepp- -ug der „Margaretha" zusammen. Der Lastkahn wurde schwer beschädigt. Er hatte Färb- und Säure st offe aus den Höchster Farbwerken geladen. Glücklicherweise wurde kein Behälter der chemischen Stoffe beschädigt, so daß ernste Gefahren für die Orte St. Goarshausen und St. Goar vermieden wurden. Die Größe der Gefahr erhellt daraus, daß über 56 Tonnen Säurestoffe geladen waren. Ihr Freiwerden hätte die ernstesten Schäden für Leben und Gesundheit der Bevölkerung zur Folge gehabt. Lin Brautpaar auf dem Wege zur Kirche ertrunken. Auf dem Wege zur Trauung ist in Finnland ein Brautpaar in einem Fluh ertrunken. Der Kraftwagen, in dem sie zur Kirche fuhren, geriet auf der Fluhbrücke ins Schleudern und stürzte i n S W a s s e r. Der Wagenführer und eine neben ihm fitzende Person konnten sich im letzten Augenblick retten: das Brautpaar ging mit dem Wagen unter. Das Auto im Bach. Sin Mercedeswagen? der mit zwei Herren besetzt war, rannte im Brohltal auf der abschüssigen Straße unweit der Ronnsmühle die Böschung hinab und fiel in den tiefen Drohlbach. Der Wagen überschlug sich dabei unb bie Snfaffen kamen unter bas schwere Auto zu liegen. Der Führer bes Wagens war sofort tot. Sein Mitfahrer würbe lebensgefährlich verletzt. Erst eine halbe Stunde nach dem Unfall Oer Landtag tritt erst am 8. Dezember zusammen. Darmstadl, 18. Rov. (WSR.) Da der alte Landtag nach den Bestimmungen der Verfassung erst am 7. Dezember abläusl, tritt der neugewählte Landtag gemäß Artikel 22 am S. De- jember 1931 zusammen. Der alte Landtag wurde zwar am 13. November 1927 gewählt, sein Vorgänger dauerte aber bis zum 7. Dezember 1927, und deshalb hat die Wahldauer des Landtags 1927'31 erst mit dem Ablauf des genannten Tages begonnen. Polizeiferien in Hessen. Darmstadt, 18. Roo. (WSR.) Zur Erholung der während des Wahlkampfe» übermäßig in Anspruch genommenen hessischen Polizei und zur Beruhigung der Bevölkerung nach den wochenlangen erregten Parteikämpfen hat der Minister des Innern in Ergänzung de» Umzugsverbot» die firei»- und Polizeiämter angewiesen, daß in der Zett vom 18. November bi» 15. Dezember einschließlich die politische Versammlungstätigkeit vorübergehend elnzuschränken ist. E» sind alle öffentlichen politischen Versammlungen in geschlossenem Raum zu verbieten, ferner auch Mitgliederversammlungen, die lediglich al» Ersahvcrsammlungen zur Umgehung diese» Verbots abgebalten werden und eine» besonderen polizeilichen Schuhe» bedürfen. öer Schiedsspruch der Eisenbahnarbeiter. Die Gewerkschaft deutscher Eisenbahner, Gau jranffurt a. M., schreibt uns: Am 11. November in der Lohnstreitsache der Eisenbahnarbeiter ein Schiedsspruch gefällt worden, der die Löhne der 24jährigen Arbeiter in der Ort-klasse A in allen Lohngruppen um 41 o H. senkt. Die Reichsbahn« Hauptverwaltung bat diesen Schiedsspruch angenorn« men und gleichzeitig beim Reichsarbeitsministerium bic Verbindlichkeit serkläruna beantragt, die inzwischen erfolgt ist. Sn den Kreisen der betroffenen Eisenbahnarbelter bat dieser Schiedsspruch leidenschaftliche Proteste bei den Funktionären der Eisenbahner-Gewerkschaften ausgeluff. Besonder» empört sind die Arbeiter des Dlrektionsbezirk» Frankfurt a. Main, weil gerade hier trog aller bisher gebrachten Opfer an Feierschichten. die schon eine erhebliche Lohnduhe entdeckten Vorübergehende daS Im Dach liegende Auto und leisteten dem Schwer ersetzten Hilfe. Explosionsunglück an Bord eine» chinesischen Motorschiffe». An Bord des MotorschcffeS „Stu**, daS a u f dem Vangtfe Verwendung findet, hat sich eine Explosion ereignet, der 14 Menschenleben zum Opfer gefallen sind- Die Explosion geschah im Maschinenraum, wo vier Heizer und Maschinisten getötet wurden. Das Schiff, das 200 Fahrgäste an Bord hatte, fing sofort Feuer und in der darauf folgenden Panik sprangen zehn Chinesen über Bord und ertranken. Dem Kapitän gelang es trotz der hohen Flammen, die bald daganze Schiff ergriffen, fein Fahrzeug bei Tfchung- kiang auf Grund z u sehen und Fahrgäste und Besatzung au retten. Der Kapitän und mehrere Fahrgäste der 1. Klasse wurden von den Behö.den fest genommen und mehrere Stunden lang in Haft behalten. Kamps mit einer Einbrecherbande. Sn Barcelona versuchte die Polizei eine Verbrecherbande auszuheben, die sich in einet berüchtigten Bar verschanzt hatte. Da die Beamten mit Schüssen empfangen wurden, wurde das ileberfalltommanöo herbeigerufen. Es entspann sich eine über zwei Stunden dauernde Schießerei, in deren Verlauf fünf Personen getötet wurden, darunter ein Polizeioffizier, zwei Polizisten, eine Frau und einer der Verbrecher. Der Rest der Bande konnte über die Hausdächer entliehen. Da» Rittergut der Lahufen». Der Zusammenbruch des Nordwolle« Konzerns hat auch für das Ostprignitzer Rittergut F r e tz d o r f (Mark Brandenburg) schwere Folgen gehabt. Die Hauptritterschaftsdirektion als Hauptgläubigerin hat nunmehr über das G. C. La- hufen (Nordwolle, Bremen) gehörige Rittergut Fretz, darf die Zwangsoerwaltung angeordnet und gleichzeitig die Zwangsoer st eigeruna bean. antragt. Zum Zwangsoerwalter wurde Diplom- Landwirt Dr. Erich Meyer-Burow ernannt Das etwa 24 000 Morgen große Rittergut wird voraussichtlich im Frühjahr des nächsten Jahres zur Der- Steigerung kommen. „3m weißen Röhl" gefährdet den Bestand der Tschechischen Republik. Sm Kampfe der tschechischen Behörden gegen Erinnerungen an die deutsche Vergangenheit dürfte es der Polizei in Troppau gelungen sein, den Vogel abzuschiehen. Sie verhängte gegen den Schriftleiter Fischer von der Tageszeitung „Deutsche Post" eine fünftägige Arrcststrafe, um« gewandelt in eine Geldstrafe von 500 Kronen, weil Fischer bei einer Aufführung des Stückes „Sm weißen Röhl" im Troppauer Stadt- theater dem Darsteller des ehemaligen österreichischen Kaisers sehr lebhaft Bei- fall gespendet hat. Die Strafe wurde verhängt, obwohl §. nachwies, daß der Beifall lediglich dem Darsteller, der ein persönlick^r Freund von ihm ist gegolten hatte. Die tschechische Polizei ließ es aber bei der Verurteilung des Schriftleiters nicht bewenden. Sie verbot außerdem dem betreffenden Schauspieler, weiter in der Maske Kaiser Franz SosephS aufzutreten und untersagte den Gebrauch des Worte- ,M a j e ft ä t" auf der Bühne. Traktoren zum Festhalten de» Zeppelin. Bei dem Luftschiff „Graf Zeppelin" wurde auf dem Werftgelände ein Versuch angestellt, die großen Landetaue statt durch Haltemann- schaften durch Traktoren festhalten zu lassen. Der Versuch verlief befriedigend. Schneefall im Riefengebirge. Sm Riesengebirge hat kräftiger Schneefall eingesetzt. Die Schneelage im Gebirge beträgt über zehn Zentimeter. Auf dem Gebirge sind 6 Grad Kälte, im Tal noch 2 Grad Wärme. zur Folge hatten und die die Eisenbahnarbeiter im Interesse ihrer Kollegen gebracht haben, über 200 Kündigungen ausgesprochen wurden, für die Arbeitsgerichtsklagen zur Zeit am Arbeitsgericht Frankfurt schweben. Di« Gewerkschaft deutscher Eisenbahner hatte vom Reichsarbeitsminister die Ablehnung der Verbindlichkeit gefordert und diese Forderung ist, an nach- stehendem Beispiel erläutert, das einem amtlichen Abrechnungszettel entnommen wurde: Ein Werkhelfer eines Reichsbahnbetriebswerkes mit einem Kind hat im Monat Oktober 1931 ins- gesamt 181 Stunden gearbeitet. Lohn 112.22 Mk. Kinderzuschlag 5.43 „ Gesamtlohn 117.65 Mk. Abzüge: Beiträge a. Krankenkasse u. Arbeitslosenversicherung 8 68 Mk. Beiträge z. Abt. A 3.60 „ Beiträge z. Abt. B 2.80 „ Waisenhort 0.10 „ Summe der Abzüge 15.18 Mk. Nettolohn 102.47 Mk. ab Miete 26.00 „ verbleiben 76.47 Mk. zur Bestreitung der gesamten Lebenshaltung ein. schließlich Kleider usw, dabei handelt es sich hier um Löhne, die nicht etwa als die niedrigsten des Bezirks angesprochcn werden können, sondern die der mittleren Entlohnung entsprechen. Daß unter solchen Verhältnissen die (Erbitterung in den Kreisen der Eisenbahnarbeiter ständig wächst, wird dem verständlich fein, der sich in die Lag« eines Arbeiters mit dem genannten Lohn versetzen kann. Der Protest ist jedoch, wie die erfolgte Dee« bindlichkeitserklärunq beweist, erfolglos geblieben. Die Gewerkschaft fordert daher von der Reichsregie« rung energisch« Maßnahme zur Verbilligung der Lebensmittel und zwar durch Aushebung sämtlicher Preisbindungen im Wege der Notoerord- nung, Senkung der Preise für Lebensmittel und sonstige Bedarfsartikel, Senkung der Wohnungs- mieten, Senkung der kommunalen Verkehrstorife, sowie der Tarife für Wasser, Gas und Elektrizität. England wird ungeduldig. London, 18. Rov. (WTB.) Der Arbeiter- parieiler Wedgwood bat den Staatssekretär für auswärtig« Angelegenheiten um eine Mitteilung über di« Fortschritt« der französischdeutschen Verhandlungen bezüglich der Priorität bzw. der Rückzahlung der im Februar fälligen Kredite durch Deutschland gegenüber den später an Frankreich fälligen Reparationen. — älnterstaatssekretär Eden erwidert«, die gegenwärtigen Verhandlungen zwi- 'chen der franzv ischen und der deutschen Regierung biegen sich lediglichaufeineFrage de- Verfahrens. närn.iallVfl,Cn* ,fek'iS«,,lfrl«a .7, 101 flter »r Juei» " h »ff*1«« ?°"dschurn^. d'e DegL^ chen erziellen LA lei sich »II °"K M mfen Währung, KZSL üS3®ä MZ befürwortete, ba& ber JL** inkmatio. SV* Minister, o « Regierung habe fidi IIM ,m Serie von fön '/u-ch^gseiuL » " Gjportianbel ®le Frankreich, bas ae. '-Jju w zu kommen, ’J5un9 seiner Währung ''-eine,olcheu„° anderen Lolkern Epoche in der niemand n herabjuffficn, btlufftr «rft bie Mcht, bcn ^orttiuf^ia w nkonsttenz. ntroik üb« hcn MHI. X) 2>ei dm Drchand- ct DerfasfungrauSschuf« rtang der indischen Är- zegensähen zloiscken und Gandhi, der den ?r.§ontrolleüber unartigen Sc* )ischeParlament Kontrolle die Verteidige andere auch noch so iation erfolge, so könne Verantwortlich* Redemehrsein. Sine i der Inhalt und Degriss Inder muhten einsprin- i entstandene Spannung ch damit einverstanden, ■artige Ängelegenheiten ne für bw Hebet* sollten. »ehren ilsoziMm. leibt fcldMditz. । Auf Grund einer 2n» Vationalsozialchen, dir Krburg oderHarz "^HÄSturcvW Ernten ot^fet EZU SÄ;,® ÄfÄ t>eul'^n?nben sein der H-nmatM Iaffen, Richtung drE^,^ "en «ab. latschuh lchne er ^‘ÄeW iM A?r e seien alS i:4rfber^H SS*». ssK 1932 1 L Staaten \ 4<*f ■ Jciter i . unD «rufunS £?«<>?& Aus der Provinzialhauptstadt. (Meßen, den 19.November 1931. Aovemberstimmung. Langsam und zögernd löst sich in dieser Zeit der junge Laa von der dunklen Nacht. Die Sonne ist meist verschwunden. Rings liegt die Welt in Nebelschleiern, überhaucht von Schwermut und Trauer. Lind wenn wir den Tag bald nach der Mittagszeit grüßen, versinkt er schon wieder, Dämmerung hüllt alles ein, der Abend ist schon da. Erinnerungen tauchen in diesen Tagen noch einmal in uns auf. Der Sommer, lachende Fluren und wogende Kornfelder, darüber Lerchengesang uni) leuchtende Sonne erstehen in unserem Geiste. Die letzten bunten Blätter des Waldes sind vom Herbststurm weggefegt worden, nun steht er stumm im weißen Dunst des Regens. Alles atmet Schwermut, Kühle. Aber nicht nur lichte Erinnerungen erfüllen' unser Herz, sondern auch trübe, wehmutsvolle Stimmungen beschleichen uns. Wir gedenken unserer Freunde, die nicht iviederkehren, die da draußen auf dem Gottesacker ruhen. Es kommen die langen Abende, an denen wir allein im Zimmer sitzen. Aber allein sein, heißt noch lange nicht verlassen sein. Gab uns das Schicksal doch die Gabe der Erinnerung. Schauen vir in solchen Stunden rückwärts, so werden wir glückliche Erlebnisse haben. Alles Kleinliche und Nichtige der vergangenen Zeiten tritt zurück, es bleibt nur das Schöne, übergoldet von einem Zauberschein. Warum haben so viele Menschen Angst vor ber Stille, der Einsamkeit? Sie fürchten sie und schrecken zurück wie vor einem Abgrund. Wenn sie nicht vom Lärm des Tages umhüllt sind, Denn sie nicht irgend etwas hören oder sehen, bann fühlen sie sich nicht glücklich. Aber als Gegengewicht für unsere Arbeit sollten uns diese stillen Stunden willkommen sein. Sie bringen uns innere Ruhe und schenken uns oft das Gefühl ber Geborgenheit, sie führen uns zu uns selbst zurück. Wir sehen den kommenden Tagen mit ganz anderen Augen entgegen, wenn unsere Seele sich von den Schlacken des Alltages befreit hat. Doch auch Freuden schenkt vielen der dunkle Monat November. 2m Keller weht ihnen der Duft des reifenden Obstes entgegen. Die Winterbirnen verwandeln ihre steinige Härte in zartes, saftiges Fleisch, die Aepfel werden gelb und mürbe, und auf dem Tisch erscheint die Martins- aans. 3n den Fässern gärt der junge Wein, oder ber Apfelmost. Auf dem Speicher hängen gebün- belt die würzigen Küchenkräuter: Lhmian, Es- tragen, Majoran und viele andere. Es ist ein feiner, zarter Wohlgeruch, der von ihnen ausgeht und an den Sommer und den blühenden Harten erinnert. 3m Zimmer aber sitzt es sich behaglich beim warmen Ofen. Die bratenden Aepfel quietschen, und bie Mutter beginnt, Märchen zu erzählen. 3st bas nicht auch ein schönes Licht i.n Monat der Dunkelheit? Wr. Gießener Wochenrnarktpreisc. 'Gießen, 19.Nov. Heutige Wochenmarktpreise: "Butter 120 bis 150 Pf. (Kochbutter von 100 Pf. an). Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis 5 Mk.), Weißkraut 5 bis 6 (pro Zentner 2 bis 2,50 Mk.), "Rotkraut 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis 5 Mk.), jjetbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Tlnterkohlrabi 5 bis 6, Orünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 15 bis 20, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 40 bis 50, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kürbis 5 bis 6, -Kartoffeln 4 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk.), Aepfel 8 bis 10 (pro Zentner 4 bis 7 Mk.), -Dirnen 8 bis 10, Dorrobst 30 bis 35, Nüsse 35 bis 40, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 90, Gänse 70 bis 80, Honig 40 bis 50 Pf. pro Pfund: Eier 13 bis 14, Salat 8 bis 10, Endivien 8 bis 10, Blumenkohl 20 bis 60, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40, Lauben 50 bis 60 Pfennig pro Stück. Bornotizcn. — Tageskalender für Donnerstag. Liberhessischer Kunstoerein: Ausstellung „Drei Frauen Ber Gegenwart" 15 bis 17 Uhr, Turmhaus am Wrandplatz. — Oberhessische Gesellschaft für Natur- nnb Heilkunde: 20.15 Uhr, Chemisches Laboratorium, lljudwigstraße, Lichtbildervortrag „Die steinzeitliche Nesiedlung von Hessen". — Universität, Hörsaal 41: Liessenllicher Vortrag über „Astrologie und Christen- Lum", 20.15 Uhr. — DHV.: Oesfentlicher Vortrag über „Die kaiserlich-soziale Botschaft vom Jahre 3881", 20.30 Uhr, im Verbandsheim. — Lichtspiel- haus, Bahnhofstraße: „Hirsekorn greift ein!" — Aus dem Stadttheaterbureau 'vird uns geschrieben: Freitag, 20. November, :20 ilßr, Uraufführung des Kammerspiels „Mary und Lisa" von Sigmund Graff unter der Spielleitung des 3ntendanten. Sigmund Graff ist der Autor des bekannten deutschen Kriegsstückes „Die endlose Straße" und des Werkes „Die einsame Lat", das auch bei uns im Laufe der Spielzeit zur Aufführung kommt. „Mary und Lisa" wird lurz nach der deutschen Uraufführung auch in Bonbon zur Aufführung gelangen. Die Problemstellung des Stückes, das den kinderlosen Müttern gewidmet ist, läßt den Besuch durch 3ugendliche ücht ratsam erscheinen. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Am Sonntagvormittag (Totensonntag), 11.15 Uhr, findet im Lichtspielhaus Bahnhofstraße unter dem Titel „Der Weltkrieg, wie er wirklich war" die Aufführung eine^ K.iegsf lms statt, der — w e man unS schreibt — nach amtlichem Material ausgenommen wurde und u. a. auch Bilder enthält, die während des Weltkrieges photographiert wurden. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. * •• Der preußisch. Buß- und Bettag brachte unserer Stadt gestern den gewohnten Karten Besuch aus den benachbarten preußischen Gebieten. Die Reichsbahn mußte, um den Andrang zu bewältigen, die Züge verstärkt fahren Iaffen. Die Biebertalbahn hatte ebenfalls höhere Beanspruchung zu verzeichnen. Um die Mittagszeit tarnen sehr viele Landleute, besonders aus der Gegend von Wetzlar, aber auch aus der Richtung Marburg hier an. Ein Teil der De- 'lacher, hauptsächlich aus der Richtung Lützel- ilinden, kam zu Fuß. Unsere Geschäftswelt dürfte 2urch den starlen Besuch wohl eine merkliche Belebung des Geschäftes erfahren haben. Auf Dswaldsgarten fand Krämermarkt statt, der in Len Nachmittagsstunden sehr gut besucht war. Äm Stadttheater wurde in einer gutbesuchten «Sondervorstellung das beliebte Dollsstück „Alt- Heidelberg" gegeben. 3n verschiedenen Lokalen der Stadl wurden den Gästen mancherlei unterhaltende Darbietungen bereitet. ee Straßensperrung, mitgeteilt vorn Oberhessischen AuiomobisiC ub ED. (A. v. D), Gießen: Wegen Ausführung von Gleisemeue- rungsarbeiten wird die Ortsdurchsahrt Butzbach im Zuge der Straße Gießen—F.anki urt a. M. am 22. November, von 7 bis 16 Uhr, für jeglichen Terkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über die Nußallee und Taunusstraße in Butzbach. * Aufgehobene Straßensperren, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Club (A. v. D.) Gießen: Die Sperrungen auf der Provinzialstraße Glashütten — Steinberg und der Ortsdurchfahrt Kölzenhain sind aufgehoben. ** Wandergewerbescheine und Legi- timationstarten gelten jeweils nur bis zum 31. Dezember. Zu Beginn des neuen Jahres häufen sich meistens die Anträge derart, daß sich die Ausfertigung der neuen Ausweise verzögert. Es erscheint daher unerläßlich, schon jetzt die Anträge auf Neuerteilung der Scheine zu stellen. Nur bei rechtzeitiger Antragsstellung kann Gewähr dafür übernommen werden, daß die Scheine bei Gebrauch zur Verfügung stehen. Im übrigen sei auf die Bekanntmachung des Kreisamts Gießen im Amtsoerkündi- gungsblatt Nr. 78 vom 10. November 1931 hin- gewiefen. Hausfrauenabend im Caf 6 Leib. Der am Dienstag unter Mitwirkung der Gießener Gas-Dereinigung von der Hausfrauenberatung im Cafe Leib veranstaltete Haussrauenabend erfreute sich eines guten Besuches. Eine Reihe Gießener Firmen, wie Dottina, Brück, Koch & Sohn, König, Krehschmar, Mettenheimer, Mohr, Rau, Reuter und Schmücker, bemühten sich — so berichtet man uns —, den zahlreichen Hausfrauen wertvolle Winke und Anregungen zum Weihnachtseinkauf zu geben. Die farbenprächtige und wirkungsvoll aufgezogene „Hauswirlschaftliche Ausstellung", die u. a. auch von den vorgenannten Firmen und der Gießener Gas-Dereinigung beschickt wurde, fand lebhaftes 3ntereffe der Besucher. 3m Mittelpunkt der Deranstaltung stand das lustige, von Frau Decker, Frankfurt, verfaßte Bühnenspiel „Mode und Heim", das von Frankfurter Künstlerinnen und Künstlern (Cilly Bauer, Karl Reul, ßt) Ottmar, Lonnh Böhme, Rosel Haiges) wirkungsvoll aufgeführt wurde. Eine Interessante Modenschau erweiterte das Programm. Für gute künstlerische Unterhaltung sorgten u. a. die Geschwister Graziella durch einige Tänze, Ria 3as- min durch gute GesangSvorträge, und die kleine 7jährige Lydia durch allerliebste Tanzeinlagen. So vergingen in rascher Folge einige heitere Stunden. Die Darbietungen fanden lebhaften Beifall. Die Wetterlage. Thorsrw 10, 5 Mittwoch, ff. fforember tyjf, S Uhr Osl° x— Baren! .Nordoyi u wi nambj 1 < 0© Reriln © " -a /vJe,n OWcmenlos.® neuer 3 nai» eeaecet » wenig. • oedetn eRegen # Schnee & Graupein «ttevei ir Ge»mier.eueroersichenmg und alle sonstigen Branchen, nudr Leben betreibt, eine einträgl. Existenz aufzubauen. Kleinerer Behänd vorbanden. Altersversorgung d. lebenslang!. Inkasso. Auch Bczirksoertrcter werden zu hoben Bezügen nnocitellt. Bewerbungen, die Dertrnulidi behandelt werden, unter 7856V an den Giebener Anzeig. erb. Gemeinnütziger Verein Mital.-Zabl ea. 7000, der aus eia.Mitteln Personalkredite zu burcbfrfniittL 6"« vro 3nbr gewährt, sucht zum weit. Ausbau s. Organisation rührig., erfahr, und seriösen Zweigstellen-Leiter. Für vorivärtsstreb. Herren bietet sich gr. Betätigungsfeld u.gcnch. tagt. Cinlomm. AuSfübrl. fdmftl. Angebote mit Res. und Lichtbild u. 7858V an den Gieb. Anzeig. iungn 2 ft « he auf« feit aus. 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Schwiegervater. Großvater, Bruder, Schwager, Pate und Onkel Herr Louis Berües nach vollendetem 61 Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Berges Familie Jost Göbelnrod, den 17 November 1931. Beerdigung findet Freitag, den 20. Nov., nachmittags 2 Uhr statt Andres g Zlrka 250 StÜCk l 1 20.11..1B1 7U-: Heute morgen gegen 7 Uhr verschied nach schwerem mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 78 Jahren unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Grobmutter, Schwester Schwägerin und Tante Marie Lotz, geb.Völzel Trauer!. 7W._,d 1000e Kleidungsstücke und ist somit einem Spezialgeschäft an Auswahl und Preiswürdigkeit gleichgestellt, wenn nicht überlegen Vßrireler heraus! Gröhe Sache! Sofort schreiben! 7*;0V GauO, Mannheim, L 2,4. Student ober Studienreferendar ges. als Erzieher u. WM für Gnmnasiasten. Gntschädigg.: Freie Wohnung, fr. Kost und rnonatl. Gehalt. Nur wirklich tüchtige und als Hauslehrer geeignete Herrn w. um Zuschr.aeb. unt. 06790 a.d.Gn. 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Bues über das aktuelle und wichtige Thema: „Arbeitslosigkeit und Wege zu ihrer L i n d e r u n g". Sn se.nem etwa einstündigen 1o> tiuge machte der Redner in großen Zügen mit den wichtigsten Gebieten dieses weitschichtigen F.agen- komplexcs und mit den dringendsten Schlußfolgerungen aus der Erkenntnis der Dinge bekannt. 11. a. wies er mit eingehender Begründung darauf hin, daß die Arbeitslosigkeit zu einem erheblichen Teile eine Auswirkung der Reparationszahlungen. der scharfen Rationalisierung und gesteigerten Technisierung unserer Wirtschaft ist, aber auch die Umschichtungen in der Weltwirtschaft durch den Aufbau nationaler Industrien in den fremden Ländern während der Kriegszeit, sowie Derschiebungen in der Rohstofferschließung für den deutschen Arbeitsmarkt verhängnisvoll in Erscheinung getreten sind. Daß unter diesem Hebel unserer Zeit Millionen von Menschen wirtschaftlich und moralisch ungeheuer schwer zu leiden haben, insbesondere auch die Jugendlichen in besorgniserregender Weise von diesem E'eno betroffen werden, bezeichnete der Redner als eine große Gefahr für die Weiterentwicklung unseres Dolkes und für den Staat, für den die Arbeitslosigkeit und ihre Bekämpfung das schwierigste Prob em überhaupt sei. Bei der Erörterung der bisher beschrittenen Wege zur Linderung der Arbeitslosigkeit kam der Dortragende zu dem Ergebnis, daß von Erfolgen dieser Maßnahmen leider nicht gesprochen werden könne. Die Sparmaßnahmen der ö f f e n t - lichenHand, so berechtigt sie vom Standpunkt der Finanzwirtschaft aus sein mögen, hätten doch für den Arbeitsmarkt keinerlei Erleichterung, vielmehr weitere Derschlechterung gebracht. Die Lohn- undPreissenikungen as weiteres Mittel der wirtschaftlichen Reformarbeit hätten zwar für den Export deutscher Erzeugnisse und deren Wettbewerbsfähigkeit mit dem Auslande günstig gewirkt, jedoch hätten die Einkommensminderungen zu einer ansehnlichen Schwächung der Kaufkraft weiter DecöikerungSschichten, damit zu Absatzstockungen auf dem Binnenmarkt und zu vermehrter Arbeitslosigkeit im Lande geführt. Eindringlich warnte der Redner vor den Folgen einer überspitzten Lohnpolitik, durch die nur noch eine weitere Einschränkung der Absatz- und Aröeitsmög'i'' iten im Innern eintreten werde. Einen b eiten Raum in dem. Dortrage nahm die Besprechung ver binnen- wirtschaftlichen Maßnahmen zur Linderung der Arbeitslosigkeit ein. Dabei beschäftigte sich der Vortragende aus- sührlich mit der Frage der inneren Kolonisation, wobei er sich unter um'angreicher Beweisführung für eine großzügige Sieb- lungspolitik sowohl auf den großen Landflächen Ostdeutschlands, wie auch für die K u l t i • vierung von Oedländereien und für die Durchführung von Randsiedlungen an der Peripherie der großen Städte aussprach. In diesem Zusammenhänge würdigte er die Bedeutung des freiwilligen Arbeitsdienstes, wie er von der Jungdeutschen Bewegung vertreten wird, mit starker Aufmunterung, da er in diesem Mittel ein beachtenswertes Instrument zur Linderung der Arbeitslosigkeit erblickt. Weiter empfahl der Redner mit eindringlichen Worten eine Belebung des Binnenmarktes durch freiwilligen Verzicht der Konsumentenschaft auf den Bezug solcher a u s- ländischen Erzeugnisse, die durch inländische Produkte nicht nur voll und gleichwertig ersetzt werden können, sondern sogar an Qualität noch übertroffen werden und dazu den Vorteil bieten, daß durch ihren Verbrauch inländische Arbeitskräfte neue Schaffensmöglichkeit erhalten und das Geld im Lande bleibt. Selbstverständlich ist für den Redner, daß eine völlige Abschnürung vom Auslandmarkt für uns nicht in Betracht kommen kann, aber eine Beschränkung der Wareneinfuhr in dem dargelegten Sinne nicht nur wünschenswert, sondern sogar notwendig ist. Weiter beschäftigte sich der Vortragende mit den Auswirkungen der vielfach geforderten Herabsetzung der Arbeitszeit und mit den Beschränkungen in der Beschäftigung von Doppelverdienern. Er erklärte hierzu in eingehenden ziffermäßigen Darlegungen, daß auch auf diesem Wege wohl eine gewisse Entlastung des Arbeitsmartts eintreten könne, auf der andern Seite aber auch gewisse Nachteile in der Form von Kauflraftminderungen nicht verkannt werden dürften. Er betonte noch, daß die Beschäftigung polnischer Landarbeiter in D e u t s ch l a nd vom nächsten Jahre ab voraussichtlich gänzlich aufhören und dadurch deutschen Arbeitskräften Platz geschaffen werde, weiter wies er noch auf gewisse Entlastungen des Arbeitsmarktes durch die Arbeitsbeschaffungsprogramme der Reichsbahn und der Reichspost hin, um zum Schlüsse eine instruktive Uebersicht über den gegenwärtigen Stand der Arbeitslosigkeit, deren finanzielle Belastung für die Volksgesamtheit und über die Maßnahmen auf dem Gebiete der Notstandsarbeiten zu geben. Eine bemerkenswerte Aussprache. An den Dortrag, der mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde, schloß sich eine sehr rege Aussprache an. Zahlreiche Redner nahmen dabei zu den Darlegungen des Dortragenden Stellung und brachten darüber hinaus noch eine Reihe von Möglichkeiten zur Sprache, deren Inangriffnahme die Beschäftigung zahlreicher Arbeitskräfte gestatten würde. 11. a. kam dabei die Rede auf die L a h n k a n a l i s i e r u n g von Gießen bis Limburg und auf die vielfachen wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Unternehmens auf die heimische Industrie, weiter beschäftigte man sich mit Kulturbauarbeiten in den Feldgemarkungen der nächsten Nachbarschaft, mit Randsiedlungsmöglichkeiten, Stra - henbauarbeiten und dergleichen, wobei in vielen Fällen der von der Jungdeutschen Bewegung ausgehende Plan eines umfangreichen freiwilligen Arbeitsdienstes praktische Gestalt annehmen könne. Freiwilliger Arbeitsdienst im Kreise Wetzlar. Von besonderem Interesse war in diesem Zusammenhang die Mitteilung von Studienrat Schmidt (Gießen) daß in wenigen Wochen bei Ehringshausen (Kreis Wetzlar) von Mitgliedern des Jungdeutschen Ordens ein bedeutsames Stück frei# willigen Arbeitsdienstes begonnen werde. Es handel! sich dabei um eine Regulierung d e s Wasserlaufs de-r Dill, durch die den bisherigen alljährlichen Ueberschwemmungen des Geländes bei Ehringshausen ein Ende bereitet werden soll. Bei diesem freiwilligen Arbeitsdienst sollen etwa 50 Mann je 20 Wochen lang damit beschäftigt werden, dem Lauf der Dill ein neues Bett zu graben und dieses so auszugestalten, daß künftig keine Wassernot in dieser Gegend mehr eintreten kann. Träger dieser Arbeit der Jungdeutschen ist die Gemeinde Ehringshausen, die Kosten des Projektes sind auf etwa 200 000 Mark veranschlagt, der Bezirkssparkassen) der Fall ijt. Damit ändert sich i backa geboren; nichts an der Haftung der Gemeinden für | Tolstoj in Asta Astapowo gestorben. sie werden sich aber, da es sich um freiwilligen Arbeitsdienst handelt, voraussichtlich nicht so hoch belaufen. tern, hat die Notverordnung vom 6. Oktober eine Reihe von weiteren Sicherungsbestimmungen gebracht. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Verleihung der eigenen Rechtspersönlichkeit an die Sparkassen. Bisher waren die Sparkassen unselbständige Einrichtungen der Gemeinden; nunmehr werden sie zu A n st a l t e n mit eigener Rechtspersönlichkeit umgestaltet, wie dies Selbständige Sparkassen. Die ungünstige Entwicklung, die die Finanzen einiger Gemeinden infolge der Arbeitslosigkeit genommen haben, hatte auch in Sparerkreisen teilweise Beunruhigung hervorgerufen. Man fürchtete vielfach, durch die finanzielle Notlage einer Kommune könne auch das Vermögen der zu ihrem Bezirk gehörenden Sparkasse beeinträchtigt werden. Diese Befürchtung war von jeher grundlos. Sparkassenvermögen war stets vom Vermögen der Gemeinde laut gesetzlicher und Satzungsoorschriften vollkommen getrennt. Ein eigenmächtiger Eingriff einer Finanzverwaltung in das Vermögen der Sparkasse ist ausgeschlossen. Um die Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Sparkassen von den Gemeinden aber noch zu unterstreichen und zu erwci- die Sparkassen, die weiter bestehen bleibt; die Sparkassen erhalten lediglich im Rahmen der kommunalen Verwaltung eine größere Selbständigkeit, wie sie die wirtschaftliche Eigenart ihrer Einrichtung erfordert. Noch schärfer als bisher wird das Vermögen der Sparkasse von dem kommunalen Vermögen getrennt. Um eine stärkere Beteiligung auch der örtlichen Wirtschaft an der Verwaltung der Sparkassen zu ermöglichen, werden sachkundige Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsleben in den Vorstand berufen. Ferner ist die Kreditgewährung an die Kommunen stark begrenzt worden, so daß auch in dieser Richtung kein Anlaß zu Bedenken ober Kritik vorliegt. Daten für Donnerstag IS November. Sonnenaufgang 7.49 Uhr, Sonnenuntergang 16.31 Uhr; Mondaufgang 14.33 Uhr, Monduntergang 1.09 Uhr. 1828: Der Komponist Franz Schubert in Wien gestorben; — 1869: Eröffnung des Suezkanals. Taten für F enaq, 20. November Sonnenaufgang 7.50 Uhr, Sonnenuntergang 16.30 Uhr. — Mondaufgang 14.42 Uhr, Monduntergang 2.19 Uhr. 1602: der Physiker Otto von Guericke in Magdeburg geboren; — 1802: der Maler Wilhelm von t ui t F111 u H .. u . .. .............. Kügelgen in st. Petersburg geboren; — 1858: die schon seit langem in Baden und Hessen (bezüglich | schwedische Schriftstellerin Selma Lagerlöf in Marder Be^irkssvarkassen) der Fall ist. Damit ändert sich i backa geboren; — 1910: der Schriftsteller Graf Leo „Götter"- Geschäfte bei der Favag. Frankfurt a. M., 17. Nov. (WSN.) Die weitere Verhandlung gegen die Direktoren der verkrachten Frankfurter Allgemeinen Versicherungs-AG. (Favag) brachte heute wieder recht erbauliche Dinge zur Sprache. Dabei spielte eine besondere Rolle die Vrüning-Anleihe. Es handelt sich um eine Pfund-Anleihe der Sperrholz- und Fournierfabrik Brüning AG. in Potsdam über 125 000 englische Pfund. Zusammen mit dem Wiesbadener Bankhaus Andreae & Co. übernahm offiziell die Favag von dieser Anleihe 42 000 Pfund zu einem Kurs von 89 Prozent. Inoffiziell aber waren es wieder einmal die Herren Dumcke und Becker, die da ein gutes Geschäft witterten und unter dem Deckmantel der Favag für ihre eigene Tasche arbeiteten. Später wurde dann noch Sauerbrei) hinzugenommen, der heute bedauerte, sich in dieses Geschäft eingelassen zu haben, weil er sich, wie er heute erklärt, strafbar gemacht habe. Doch B e ck e r und D u m ck e, die als die großen Götter in der Versicherungsbranche angesehen wurden, verstanden es schnell, ihn mit der Argumentation: „das wird doch überall gemacht", umzustimmen. Auf jeden Fall wurden nach einiger Zeit die Obligationen an die Tochtergesellschaft der Favag, an die Frankfur - ter Lebens - Versicherung, verkauft, und zwar diesmal zu einem Kurs von 100 v. H. Der Gewinn der drei Favaaherren betrug die nette Summe von 6 1 8 0 5,04 Mark. Damit die Favag als eigentliche Geschäftsträgerin dabei nicht ganz leer ausging, überwies man ihr ganze 6 0 5 Mark auf das Kapitalertragkonto. Dumcke, Becker und Sauerbrei) aber konnten pro Kopf für die „Mühewaltung" 20 400 Mark quittieren. Um diesen Gewinn zu oertarnen, mußten wieder zahlreiche Umbuchungen herhalten, wobei Quittungen über nie stattgefundene Auszahlungen und Urkunden in dem geheimnisvollen Aktenschrank von Becker eine nicht ganz geklärte Rolle spielten. Die Sache mit Wronker. Die Frankfurter W r o n k e r AG. wollte die Geschäftsanteile einer belgischen Gesellschaft an dem Kaufhaus Hansa in Frankfurt und Zum Strauß in Nürnberg mit Hilfe der Dresdner Bank erwerben. Da die Zustimmung der Zentraldirektion der Bank ausblieb, wandte man sich an die Favag, deren Generaldirektor D u m ck e im Aufsichksrat von Wronker saß. Selbstverständlich war die Favag bei den guten Gewinnaussichten, die sich dabei boten, bald gewonnen. Als dann auch die Dresdner Bank ihre Mithilfe zu- sagte, wurde das Geschäft versekt. Zum Schlüsse war die Wronker AG. im Besitze der beiden Kaufhäuser in Frankfurt und Nürnberg, während die Dresdner Bank und die Favag an Anschluß- und Avalprovi- fion rund 250 000 Mark Verdienst zu ihren Gunsten buchen konnten, zu denen bei der Favag noch 16 000 Mark Zinsgewinne hinzukamen. Zwar hatte die Favag für dieses Geschäft verantwortlich gezeichnet, doch die Gewinnsumme fiel mit je 4 7 6 5 1 Mark an Dumcke und Becker, während sich Sauerbrei) mit 31 767 Mark „begnügen mußte. Aber auch diesmal vergaß man die Favag nicht ganz. 11 000 Mark wurden zum Ausgleich einer Differenz auf dem Jnterimskonto und 10 00Ö Mark als Gratifikation für Angestellte, die lieber« stunden geleistet hatten, verwandt. 2Han wollte „nur“ eine Million. Es spielte sich im Verlauf dieses Geschäfts ein Zwischenfall ab, der schlaglichtartig die geschäftliche Einstellung von Dumcke und Becker beleuchtet. Beide hatten ausgerechnet, daß die W r o n t e r AG. mit diesem Geschäft rund 6 Millionen Mark — nach Sauerbrei) waren es nur 4 Millionen — verdient hatte. Das war den „Faoag-Göt- tern" des Guten zuviel, solange sie nicht an diesem Segen beteiligt waren. Also ging Becker hin und verlangte von der Wronker AG. bescheiden, wie 'man war, „nur" eine Million Gratisaktien, in die sich die Favag zusammen mit der Dresdner Bank, die von dieser Forderung überhaupt nichts wußte, und einer Frankfurter Maklerfirma teilen wolle. Als man mit dieser Forderung bei Wronker auf keine Gegenliebe stieß, da legte Dumcke höchst entrüstet sein Amt als Aufsichtsratsmitglied nieder. Erstaunlich ist dabei, daß man nicht schon damals die „Usancen" der Favag-Direktion etwas genauer nachprüfte, zumal doch die Dresdner Bank beim Bekanntwerden dieser Forderung energisch von der Favag abrückte. Die Verhandlung geht am Donnerstag weiter. Gießener Gtadttheaier. „Ist das nicht nett von Colette?" Dieses musikalische Lustspiel in drei Akten von Max Vertuch — Gesangstexte von Kurt Schwabach, Musik von Willy Rosen — setzt die Linie fort, die mit „Meine Schwester und ich" begönnen und mit „ Frauen haben das gern...!" in dieser Spielzeit wiederaufgenommen wurde. Das Stück beruht auf einer sehr hübschen und wirksamen Fabel und weicht im Aufbau erfreulich vom üblichen Klischee ab. * Ein junger Autor probiert feine Lustfpielideen, ehe er sie aufs Theater bringt, in der Wirklichkeit aus. Der Dr. Grifsonier z. B. lädt sich zwei junge Damen, Colette und Florence, in fein Häuschen am Meer, und löst das alte Dreiecksproblem mit der eulenspiegelhasten Pointe, daß er jeder von den beiden erklärt, die andere sei die richtige, das heißt: die rechtmäßige Gemahlin des Dichters. Die Frage, die dem Stück den Ramen gibt, ist in dieser Situation leicht zu beantworten. Ist das nicht nett von Colette, daß sie nicht eifersüchtig ist? Sie wird sich hüten. Dafür wird aber der Doktor eifersüchtig auf Colette, und wer weiß, wie das ausgegangen wäre,... wenn nicht am Ende des zweiten Aktes unvermutet Florences Gatte in das Idyll hereinplahte und auf diese Weise der ganze Schwindel rauskäme. * Run wäre ja das Stück eigentlich vorzeitig zu Ende. Aber da der voEtor cin Dichter, jede der beiden Frauen Schauspielerin und das ganze Spiel nur eine Probe aufs Exempel war — hat er eine brillante Idee": jetzt wird das Idyll am Strand auf die Bühne gebracht, als Lustspiel und aus Leibeskräften probiert. Man schaut, wie 'bei Pirandello, in die finstersten Kulissen, man sieht den Theaterbetrieb gewissermaßen ab- geschminkt und von hinten... und erlebt zum werweißwievielten Male den immer neuen Reiz dieses Schwankens zwischen echtem und nach gemachtem Dühnenzauber, zwischen Realität und Illusion. * Der dritte Akt ist hier eigentlich, was sehr selten vorkommt, ein Höhepunkt, und die lustige Fabel, die einem echt komödiantischen Instinkt entsprang, wird von einer spritzigen und pikanten Musik begleitet, wobei Geige und Saxophon abwechselnd frie Führung haben; ganz unaufdringlich begleitet übrigens, so daß der Text immer die Oberhand behält, gelegentlii) rezitaliüsch gelockert oder rhythmisch beschwingt wird in kleinen Tanzfiguren. Dazwischen gestreut: die Schlagertexte von Schwabach, die fast alle in einerverwegenen Fragestellung gipfeln: „Wie wär's mit uns beiden?", oder „Ich weiß nicht, was die Frauen an mir finden?", oder „Ist das nicht nett von Colette?", oder „Wer kann heut noch treu sein?" und so in dieser Tonart. Es wurde sehr hübsch gespielt. Die Regie von Fassott knüpfte mit leichter und glücklicher Hand an die gute Lustspiel- und Sing- spiel-Tradition an; die ersten Akte ganz leicht, musikalisch beschwingt und tänzerisch bewegt; der dritte mit voller Entfaltung jenes großen, oft erprobten und immer wieder faszinierenden Kulissenapparates mit Probenbrtricb, Bühnenarbeitern, Stimmen aus dem Parkett, mit Beleuchtungswechsel und Souffleurkastenscherzen und der ganzen, schwer beschreibbaren Stimmung des unaufgeräumten, halbfertigen Theaters auf dem Theater, das den Leuten so gut gefällt und so viel Spaß macht. Die Partitur betreute mit Schwung W. Moehl am Kapellmeisterpult; cin apartes Bühnenbild hatte K. Löffler für die ersten beiden Akte entworfen, während er im letzten eine malerisch-echte Unordnung für den Probenbetrieb arrangierte. Herr K ei m sorgte für einen vielfach abgestuften Beleuchtungszauber; Herr E. Bä ulke machte sich mit gefälligen Tanzarrangements um die Aufführung verdient. 2lls Colette sah man Edith Berger, die Ujre Partie in den ersten Akten ganz spielerisch und obenhin behandelte, gesanglich mit leicht parodistischem Ton, um im letzten erst, sehr wirksam, den vollen theatralischen Glanz und Nuancen- reichtum dieser reizvollen Schauspieler-Rolle zu entfalten, die schließlich gewichtiger wird als man es im Lustspiel gemeinhin gewohnt ift. — Maria Sachse, sehr frisch und (auch in den Gesangspartien) angenehm gelöst, gab die sogenannte „gnädige Frau" Florence. — Zwischen beiden, als Gast, Willy Hartmann in der Rolle des Dr. Grifsonier, die er mit Humor und flüssiaer Konversation auf der mittleren Linie von Kabarett- und Bonvivant-Stil ausspielte. Eine famose Sache für Hub war der Maurice Voulanger; er stattete ihn mit einer erstaunlichen Beweglichkeit, einer schmetternden Lache und einer entwaffnenden Zungenfertigkeit aus; ein kleines Kabinettstück war das parodistische Dlu- menduett mit Frl. Sachse im Schlußakt. — Herr Hauer entwickelt immer entschiedener eine liebenswürdige Eignung für Lustspielfiguren wie diesen witzig und ganz trocken gegebenen Aristide Mcunier. — Fassott (als Roland) führte mit großer Natürlichkeit Regie. — Elisabeth Wielander als neckisches Dienstmädel Vally, die Herren Geiger und Wahlen in kleineren Aufgaben rundeten das Ensemble angenehm ab. - • Die Neuerscheinung fand eine sehr freundliche Aufnahme mit viel Beifall und etlichen Wiederholungen. hth. Oie wissenschaftlichen Ergebnisse der deutschen Grönland-Expedition. Die soeben zurückgekehrte Grönland-Expedition hat eine Fülle von Forschungsergebnissen und Beobachtungsmaterial mit nach Hause gebracht. Was bisher bekannt geworden ist, genügt allein schon, um eine völlige Umwälzung der bisherigen Anschauungen über Grönland herbeizuführen. Besonders interessant ist, was die beiden Meteorologen, Dr. Georgi und Dr. Holzapfel, berichten. Es stellte sich heraus, daß die Wetterverhältnisse über Grönland weit komplizierter liegen, als man bisher annahm. Besonders das berühmte Grönland» Hoch, dem die Meteorologen einen so großen Einfluß auf die mitteleuropäischen Wetterverhältnisse zuschreiben, ist wesentlich anders aufgebaut, als man bisher vermutete. Es reicht nicht nur bis 3 Kilometer Höhe, sondern bis 14 Kilometer und noch höher in die Atmosphäre hinauf. Ferner herrscht durchaus nicht das beständige klare Wetter, das man gewöhnlich im Sommer auf dem Inlandeis vorfand, sondern es wurden starke Tcmperaturschwankungen und viel Nebel und Bewölkung festgestellt. Bei der letzten großen Fahrt mit Propeller-Schlitten nach der Station „Eismitte" wurde gleichzeitig auch die letzte Eisdeckenmessung gemacht, die das sensationelle Ergebnis einer Eisbicke von 3000 Metern hatte. Jetzt ist aber fichergestellt, daß die Rieseninsel wie eine gewaltige eisgesüllte Schüssel geformt ist. Weitere wichtige Ergebnisse wird die Auswertung der Schweremessungen bringen. Die Expedi- tion hat als erste solche Schweremessungen im Inneren Grönlands vorgenommen. Es handelt sich dabei um die Frage, ob das durchschnittliche spezifische Gewicht der Festlandsscholle Grönlands geringer ober größer ist als das durchschnittliche spezifische Gewicht der Erdrinde. — Das gesamte Material der Expedition ist bis auf die schwertransportablen Karosserien der Propellerschlitten wieder zurückgebracht worden. GchiffSrettung mit Alkoholschmuggel. Die oUtzielle Beschlagnahme des amerikanischen Frachtschiffes „Arlhn" bringt eine Geschichte ans Licht, die nach der Aussage der Sachverständigen selbst in den an abenteuerlichen Geschehnissen reichen Annalen des amerikanischen Alkoholschmuggels einzigartig dasteht. Das Handelsschiff, das Zuckerladungen von Westindien nach den Vereinigten Staaten bringt, stieß im Februar dieses Jahres in der Nähe von Kap Hatteras auf das englische Schiff „John Man- ning“, das im Sinken war. Die Mannschaft des „Arlyn" erfüllte nur ihre Menschenpflicht, indem sie die vom Tode bedrohte Mannschaft des englischen Schiffes aufnahm. Aber sie tat noch ein Uebriges, indem sie auch die Ladung des „John Manning" rettete, die in 4000 Kästen mit Champagner, Whisky und anderem hochwertigen Alkohol im Gesamtwerte von 2 Millionen Mark bestand. Diese kostbare Ladung wurde unter dem Zucker verborgen, den das Schiff nach Neuyork bringen sollte. Die Verführung war zu groß, als daß man nicht versucht hätte, ein gutes Geschäft zu machen. 3m Neuyorker Hafen hatte das Schiff keine strenge Zolluntersuchung zu gewärtigen, da diese bereits zu Miami in Florida Dorgenommen worden war. Man beschloß also, über die Rettung strengstes Stillschweigen zu bewahren, und als das Schiff anlegte, verschwanden die geretteten Seeleute spurlos. 3n der nächsten Nacht erschienen Panzerkraftwagen am Hafen, die den Alkohol in Sicherheit brachten, und die Matrosen des „Arlyn" verdienten auf diese Weise bedeutend mehr als gewöhnlich. Aber es gab einige Unzufriedene, die man nur mit 20 Dollar abgespeist hatte, und diese schrieben geheimnisvolle Briefe an die Behörden, worauf man der Sache nachging und jetzt das Schiff mit Beschlag belegt hat. Man fand aber keinen von der Mannschaft mehr, die an jener so ertragreichen Reise teilgenommen hatten. Die Leute sind nicht nur wegen Alkvholschmuggels, sondern auch wegen Verletzung der Einwanderungsgesetz« angeklagt, da sie die englischen Matrosen an Land geschmuggelt haben. S.Jl.-jport Skifahrten in der blauen Silvretta. Hauptmann Freund spricht. Am Dienstagabend sprach in der Neuen Aula der Universität der vielen Gießener Skisportlern und besonder- den Studenten sehr gut bekannte Be^ührer Hauptmann Freund über seine Ski, ährten in der Silvretta. Die Aula war bi- auf den letzten Platz besetzt. Dr. Möckelmann sprach einige einleitende Worte. Hauptmann Freund, lebhast begrübt, schilderte zunächst in humorvoller Form die geographische Lage der Silvretta, die politische Situation in Tirol, er schilderte auch die durch die Notverordnung geschaffenen Schwierigkeiten, die heute einer Reise nach Tirol entgegenstehen, und gab in dieser Hinsicht einige praktische Winke. An Hand von Lichtbildern führte er dann seine Zuhörer in die Berge der Silvretta. 3n leichtem Plauderton wuhte er von seinen Bergtouren, die er al- Bergführer unternahm, von den mannigfachen Schwierigkeiten einer Skitour in die höheren Regionen, von dem Leben und Treiben in den Hütten, von guten und schlechten Hüttenmanieren zu erzählen und so den Zuhörern etwas von der Stimmung zu vermitteln, die über den Bergen liegt. Er vergast nicht, die mannigfachen Gefahren zu erwähnen, die einem Skiläufer In diesem Gebiete drohen, von den Notwendigkeiten der Unterordnung unter den Führer, von der Ausrüstung, von dec Notwendigkeit der Hilfsbereitschaft und von dem Mut, der eine DorauLsehung für schwierigere Be.gbesteigungen ist. Besonder- eingehend befastte sich der Redner mit den Gefahren der Lawinen; er verstand cs ausgezeichnet, das Wesen und die Art dieser Gefahr zu skizzieren, er räumte aber gleichzeitig auch manche falsche vor- gefastte Meinung auS dem Weg und sprach von den Hilfsmitteln, die dem Skiläufer zur Verfügung stehen und ihm im Ernstfälle einen im Rahmen menschlichen Ermessens zuverlässigen Schuh bieten. Sehr unterhaltsam waren seine Ausführungen über die von ihm in die Silvretta geführten Skiläufer, die er ebenfalls sehr humorvoll wiederzugebcn vermochte. 3m Bild lernten die Zuhörer die einzelnen Berge, Piz Linard, Silvrettahorn, Piz Buin, Groh-Litze usw., dieser Gebirg.gruppe kennen. Schöne Aufnahmen von den gigantischen Berggipfeln, den zerrissenen Felsgruppcn einzelner Berge, den weiten schnee- bedcctten Talflächen, den für den Skiläufer geradezu idealen Hängen, und von den tückischen Gletschern, die in diesem Gebiete sehr häufig den Skiläufer und Bergsteiger auf harte Proben stellen, bereicherten den Vortrag. Der Vortrog sand lebhaften Beifall. Veranstalter waren das 3nstitut für Leibesübung an der Universität und der Skiklub Giesten. 3m Anfchluh an den Vortrag verbrachten die Skisportler noch eine unterhaltsame Stunde im Stadtkaffee. VfB-Gießen. VfB. III — Steinbach komb. 6:4. Auf dem Waldsportplah lieferten sich obige Mannschaften ein Freundschaftsspiel, das die technisch bessere Mannschaft als Sieger sah. Steinbach stellte eine flinke Elf, deren Sturm du.ch verständnisvolles Spiel der VfB -Verteidigung oft das Nachsehen hatte. Da- torreiche Treffen nahm einen interessanten und fairen Verlauf. Jugcndsplele. vsv. 1. Jugend — BfR. Butzbach 1. Jugend 1:1 (0:0). Die DsD-3ugcnd spielte am vergangenen Sonntag ganz auster Form. Durch Verschiesten eines Elfmeters vergab sie zudem noch leichtsinnig den Sieg. Butzbach stellte eine körperlich sehr kräftige und gut eingespielte Mannschaft. Wessen Md bin ich? Vornan von $r. Lehne. (Urheberschutz durch E. Ackermann, Romanzentrcck« Stuttgart.) 7. Fortsetzung. Nachdruck verboten. 5. 3n Reinshagen war man In freudiger Erregung: man erwartete den Sohn nach längerer Abwesenheit zurück. Während der letzten 3ahre war er viel auf Reisen gewesen. Hanno hatte sich doch einmal in der Welt umschauen wollen, ehe er sesthaft wurde. Er war nun siebcnundzwanzig 3ahre alt, und die Sehnsucht nach der eigenen Scholle war groh. Mit dem väterlichen Besitz rechnete er ganz bestimmt. Der Vater hatte ihm versprochen, ihm das Gut zu übergeben und sich von der Leitung zurückzuzfth.n. Bei Hann s stark ausgeprägtem Selbstbcwuhtsein hätte Reinshagen nicht zwei Herren vertragen. Das gräfliche Paar beabsich- tlgte seinen Wohnsitz für den gröhten Tell dcS 3ahrcs nach Dresden zu verlegen, mit Rücksicht aus die Tochter, die nun erwachsen und in die Gesellschaft eingesührt werden sollte, wobei der Gedanke an eine passende Heiratsgelegcnheit für 3nga bei der Gräfin im stillen eine grohe Rolle spielte. 3nga sollte Bälle, Gesellschaften und Theater aeniehen: sie sollte etwas von ihrer 3ugcnd haben, wie die Gräfin meinte, die selbst nach den 3ahren ländlicher Zurückgezogenheit nun Verlangen nach einem abwechslungsreichen Stabi- leben bekommen hatte. Alle die Pläne waren nicht im Sinne der stillen, schlichten 3nga: doch ihr Widerspruch wurde von der Mutter nicht gehört Sie sühlte sich am wohlsten in Rein-Hagen: in Küche und Keller ging sie der Mamsell zur Hand, wobei sie ein beachtenswerte- 3nteresse und Geschick zeigt«. M:t der Mamsell Auguste, die Im Dienste der Herrschaften ergraut, stand sie aus dem besten Fustc. Und die ältliche treue Person liebte ihr Komtestchen über alles. „Komtesse sind die geborene Landedelfrau. ES ist schade, dast Korn- testchen nun nach Dresden müssen und sicher auch dorthin heiraten!" Lächelnd schüttelte 3nga, die eine sehr anmutige Er'cheinung geworden, den dunklen Kopf. „Keine Sorge darum, Matz, wenn e- mir nicht mehr gefällt, brenne ich durch! 3d) mag da- viele Detanze nicht, ich bliebe lieber hier — 0b 3nga im innersten Grunde ihre« Herzen» sich wohl ctnzugestehen wagte, weshalb sie lieber in ReinShagcn geblieben wäre? Dast die 3u- gcndfreundschaft. die sie mit dem Ktndheit»- Gegen Ende de- Spiels erst ging VfB. durch den Halblinken in Führung. Die Gäste glichen bald darauf aus. Dor Sturm der DfB.-3ugendlichen spielte reichlich zerfahren. Der Gegner der 2. 3ugend blieb auS. Da cs sich um ein Diplomspiel handelte, wurde vom Schiedsrichter das Spiel für VfB. gewonnen erklärt. Sandball im (hau Hessen (O T.) Io. £ang- ü bIonb für “7 ln^e|amt ^cstcllt sein IoW* er MakbliM Mit. 9 bei 51 - J^11 den v'rb bamit ^ssisch ^rundet, ttge %u*.nr Land, te«5§*Ä t5®=6utu“a'",',y ÄS™! I'wuge Aaturde°2 ,Swc nm Ä tätlichen HiW ,eine VM. ’We Art weit über iwbes bekannt und ge- j,^^^Mt°rbeiter Wonm und der Lei!!, «er Laienveitreterder lkchengememschast In der . /och heute, an der °KeS.lst er, der Mann ’ct. lwch landlvirtschast, lotoeit es seine Äräfte S.M XiiMßbet Blages der Londgräsin die aus dem 11 Jahr- »ethkirche, eines bei ät- Seck TeuWmds, im inet givh^gigen Lenv- Jen. Man Hai dabei viele tzmaälvlig'.eiien, die sich ing vor etwa N Jahren itigt und, soweit es mög- e Ltiireinheit wieder her- txmals erneuerte Dach- r mit feinen vielen Tet« derhaupt nicht im Sir, nenHoilpttürmen stand, ch einen neuen ersetz!, ichen der ursprünglichen Mir Eichenbach wurde 3m Inneren der Kirche, larbenDerputzüberzv^n irftein mit Fugen Wiedel 1 den steinernen Massen ■n ui monumentaler Dir- ergoldete seitliche Kanzel lSeschen/derMSi/chm Park nach dem echwlie. zurülk gezogen, M J ra dtata »*. , erörterten, wobei Inga $gntn Z Ä'SmM 6i* 5Äf.= und b Xgolblflen Dbai spiest ene d liehen poiknbete -.-.'sKrr r.@S*" dbüb^^gelllmwerid er ich, <.| Oji einet s /fyiSftS ni, 6«l * 1huA«rtt“"'1 , dah jfu vor _,.a i i” ? 6-««l A-B,n jfunfl » Regierung aus dem Jahre 1907, muhte auf einen unaufdringlicheren Ton bezüglich der Farbe abgestimmt werden, damit sie sich der Schlichtheit des Gewölbes anpahte. Durch die Niedrigerlegung des Lettners und Abnahme des darüber befindlichen großen Holzkruzifixes, hat man jetzt sofort bei Eintritt in das Gotteshaus einen ungehinderten Blick auf die prächtigen mittelalterlichen Buntglasfenster des Ostchores. Einer Auffrischung wurden auch fast sämtliche Skulpturen und Malereien des Ostchores unterzogen. Bon besonderer Bedeutung ist die gründliche Instandsetzung des kunsthisto.isch überaus wertoellen C isabe.h.chreins in der Sakristei. Die Kosten der gesamten Rcstau- rationsarbeiten, die auf 150 000 Mark geschäht werden, sind aus Mitteln des Patronatsbaufonds sowie der staatlichen Denkmalsp.lege bestritten worden. Am 19. November, dem 700. Todestag der Heiligen Elisabeth, wird die Kirche neu geweiht. Obe-Hessen. Lauvkreis (ließen. z Rödgen, 18. Nov. Die Amtszeit unseres Bürgermeisters Magnet läuft in diesem Monat -u. Am Sonntag, dem 29. November, findet des- ;j.6 e u w a h l statt. Bier Kandidaten sind auf- .-fle'.ll tooc_.cn: Bürgerin i^'er Wagner, Ernst , e d e i, Ferdinand Schmidt und Philipp Decker. g ,L. isrohen-Buseä, 18. Nov. Die von dem ! ei.g.n Geflügel- und Kaninchenzucht v e .. e i n im Saale des Ga.wir.s Wagner eranlal.ee lotaie Ausstellung erfreute nd) e n:- guten Besuch.s Ais Preisrichter waltete H. Jäger aus Ober-Hörgern. Die in 12ö Nummern zur Aufstellung gebrachten Enten, Tauben, Hühner und Kaninchen waren gutes, zum Teil sehr gutes Material. Es konnten 18 Ehrenpreise aus Stiftungen zur Berteilung gebracht werden. Der Kenner konnte feststellen, daß die Tiere der diesjährigen Ausstellung, verglichen mit denen der vorjährigen, zu einem erheblichen Teile von wesentlich besserer Qualität waren. Preise erhielten in der Abteilung Hühner: W. Melior den 1. (Nhodeländer), Hch. Pfeiffer den 2. (Plymouth), K. Arnold den 3. (schwarze Italiener), Hch. Münch den 4. (Wyandottes), W. Melior den 6 (Nhodeländer), W. Weiß den 7. (Nhodeländer Zwerge), W. Melior den 8. (Barnevelder), Alfr. Hahn den 10. (gelbe Italiener), K. Haas den 12. (gestr. Italiener), E. Scheid den 13. (schw. Wyandottes), H. Pfeiffer den 16. (gestr. Plymouth), Gg. Damm den 18. (Rheinländer): in der Abteilung Enten: Alfr. Hahn den 9. (Orpington): in der Abteilung Kaninchen: Aug. Adolf den 5., (Chinchilla), K. W- Wagner den 15. (Chinrex): in der Abteilung Tauben: K. W. Wagner den 11. (Strasser), Lehrer Jung den 14. (Schönheitsbrieftauben) und den 17. (Strasser). + Grünberg, 18. Nov. Seit Anfang dieser Woche befindet sich auf unseren Teichen im Brunne ntal ein Schwanenpaar Auf dem unteren Teich ist ein Unterkunftshäuschen für sie er- richtet worden Durch Vermittlung unseres Bürgermeisters sind sie aus Offenbach geschenkt hierher überlassen worden. 2£. Langd, 17. Nov. Bei der heutigen Treibjagd wurden 4 Rehe, 1 Fuchs, 30 Hasen und 1 Fasan zur Strecke gebracht. Der Hasen- bestand hat durch den naßkalten Sommer sehr gelitten. Kreis Büdingen △ Nidda, 18. Nov. Der Bund der Kaufmannsjugend im Deutschnationalen Hand- lungsgehilfenoerband veranstaltete hier einen Schaufensterwettbewerb. Die Beteiligung der hiesigen Geschäftshäuser an dem Wettstreit war gut. Es erhielten für Textilwaren K. Bechtold Wirtschaft. Gegen die hohenReichelb 3hng äiertarife Berlin, 18. Nov. (SU.) Der DeutscheJn- dustrie- und Handelstag richtete an die Hauptverwaltung ver Deutschen Reichsbahngcsell- schaft und die zuständigen Stellen die Bitte, dem dringenden Bedürfnis der verfrachtenden Wirtschaft auf baldige fühlbare Senkung der Beförderungskosten durch eine allgemeine Senkung der Reichsbahngütertarife um 10 v. H. entgegenzukommen. In der ausführlichen Begründung wird darauf hingewiesen, daß die deutsche Wirtschaft vor der Notwendigkeit stehe, ihre Kosten und Preislage an die gesunkene Kaufkraft des In- und Auslandes an- zupassen. Betont wird ferner, daß einer Groß- yandelsrichtzahl für Oktober von durchschnittlich 107,1 eine Frachttarifrichtzahl ohne Derkehrssteuer von 141 gegenüberstehe. Die gestrigen Dev fenmärlte unverändert. An den internationalen Devisenmärkten war das Geschäft gestern ziemlich ruhig. Nennenswerte Veränderungen ergaben sich am Vormittag nicht, nur das englische Pfund schwächte sich wieder leicht ab und ging auf seinen vorgestrigen Stand von 3,78 gegen den Dollar zurück. Ein besonderer Grund für diese Abschwächung lag nicht vor. Gegen den Gulden stellte sich das Pfund auf 9,40, gegen Paris auf 96,25, gegen Zürich auf 19,42 und gegen die Mark auf 15,8950. Der Dollar lag unverändert, die Norddevisen behaupteten sich, Buenos tendierte schwächer und ging auf 37,50 in London zurück. Die Mark war gut b e h a u p t e t, sie notierte in Amsterdam 59,10, in Zürich 121,90. Am Nachmittag ergaben sich kaum Veränderungen. Das englische Pfund behauptete sich auf seinem Stand von 3,7738 gegen den Dollar. Gegen den Gulden schloß es mit 9,39, gegen Zürich mit 19,42, gegen Paris mit 96,44 und gegen die Mark mit 15,8650. Der Dollar zog leicht an, auch die Mark konnte sich wieder etwas befestigen und schloß in Amsterdam mit 59,1750 und in Zürich mit 122,20. Die Norddevisen waren unverändert, Madrid schwächte sich mittags stärker ab, konnte sich aber dann wieder gut erholen. Buenos war knapp behauptet. Oie gestrigen Auslandbörsen. Die Londoner Börse war gestern bei schleppendem Geschäft unregelmäßig. Japanische Bonds lagen fester, da die Befürcht"ngen, daß Japan vom Goldstandard abgehen wolle, sich als grundlos erwiesen haben. Deutsche Anleihen konnten weiter im Kurse anziehen. An der Pariser Börse hielt sich das Geschäft in engsten Grenzen, eine klare Tendenz vermochte sich nicht herauszubilden, doch waren die Kursveränderungen nur unbedeutend. Die Brüfs eler Börse war nach widerstandsfähigem Beginn im Verlaufe schwächer, doch waren die Kursrückgänge nicht erheblich. Die Grundstimmung an der Wiener Börse war bei unregelmäßiger Kursgestaltung freundlich. Das Geschäft an der Amsterdamer Börse erfuhr bis zum Schluß keine Belebung, die Kurse bröckelten meist etwas ab. Deutsche Werte waren meist etwas fester, besonders die Reichsschuldbuch- foröerungen, doch schwächten sich 7prozentige R. W. E. und 6,5prozentige Der. Stahlobligatio- nen ab. Zu Beginn der Neuhorker Börse zeigte sich auch gestern wieder stärkere Zurückhaltung, Kupferwerte waren stark gedrückt. Schutzmaßnahmen für die dänische Währung. Kopenhagen, 18. Nov. (WTB.) Der Handelsminister brachte in der heutigen Vormittags- sihung des Folketing eine Vorlage ein, die Maßnahmen zum Schutze der dänischen Währung vorsieht. Der Handelsminister wird darin ermächtigt, die Umwandlung der Auslandguthaben dänischer Exporteure in dänische Währung anzuordnen, sowie Vorschriften für die Einfuhr von Wertpapieren aus dem Auslande und dem Verkauf solcher Papiere für ausländische Rechnung, wie über die Ueberfüfjrung von Wertpapieren und Geld ins Ausland zu erlassen. Der Minister wird ferner ermächtigt, Angaben über das Vorhandensein ausländischer Valuten und Wertpapiere zu verlangen. Die llebertretung der Vorschriften soll mit Geldstrafen von 500 bis 50 000 Kronen, oder mit Gefängnis geahndet werden. Das Gesetz soll sofort in Kraft treten und bis Ende Februar nächsten Jahres gelten. Es wurde von beiden Häusern des Parlaments in allen drei Lesungen angenommen. Oie Emieaussichien in Argentinien. Buenos Aires, 18.Nov. (WTB.) Nach einem amtlichen Bericht sind die E r n t e a u s - sichten für Weizen und Leinsaat in der Provinz Buenos Aires gut. Es sind nur leichte Frostschäden zu verzeichnen. In der Provinz Santa Fe ist infolge zu starker Niederschläge gleichfalls verschiedentlich Schaden eingetreten, im allgemeinen ist die Ernte aber auch gut, ebenso in Cordoba, wo nur leichte Schäden gemeldet werden. In der Provinz Entrerios waren die Aussichten bisher gleichfalls gut. Jetzt machen sich aber starke Negenfälle ungünstig bemerkbar. In den Pampas hat der Weizen unter der Trockenheit und dem Frost gelitten. In den südlichen Gegenden rechnet man verschiedentlich mit einer völligen Mißernte. Weiter befestigt. Berlin, 19. Nov. (WTB. Funkspruch.) Nach der Feiertagsunterbrechung setzte der heutige Telephonverkehr etwa auf letzter Kursbasis ein. Das Geschäft war allerdings zunächst nur gering und wurde durch den schwachen Verlauf der gestrigen Ncuyorker Börse etwas gestört. Die politische Entwicklung wird als ungeklärt angesehen. Die deutsch-französischen Vorbereitungen für Einberufung des Expertenausschusses der BIZ. sind allerdings von wesentlicher Bedeutung und dürften gewisse Möglichkeiten für den Erfolg bieten, lieber die innerpolitische Entwicklung als Folge der Hessenwahlen läßt fick Positives noch nicht sagen. Man glaubt, mit einer Annäherung des Zentrums an die Nationalsozialisten und der SPD. an die KPD. rechnen zu müssen. Die militärischen Vorgänge in der Mandschurei verfolgt man weiterhin mit großem Interesse, und die letzten Notverordnungen der Regierung hinsichtlich der Ostfragen und der stärkeren Kontrolle der Erportdevisen werden lebhaft besprochen. Hauptsächlich hatte dann wohl auch dieses energische Durchgreifen der Reichsbank eine Befestigung der Kurse zur Folge. Der Höchststand vom Dienstag wurde meist wieder erreicht, von Spezial- werten sogar um 1 bis 2 v. H. überschritten. Als besonders fest sind Siemens auf neue Auslandaufträge und die übrigen Elektrowerte mit internationalen Beziehungen (Geffürel und Sicht & Kraft) zu nennen; aber auch Dessauer Gas lagen bemerkenswert fest. Von Bankaktien blieben Reichsdank und BHG. gesucht. Die übrigen Werte dieses Marktes waren vernachlässigt. Montanvapiere konnten ihre letzten Kurse gut behaupten; Kunstseidenwerte waren leicht gebessert, auch Kaliaktien eher gefragt Der Handel in festverzinslichen Werten bewegte sich in ruhigen Bahnen. 8-v. H.-Goldpfandbriefe waren eher angeboten und gaben durchschnittlich um 0,5 v. H. im Kurse nach. Qnbuftrieobligationen. kommunale Anleihen und Reichsanleihen waren Dagegen auf letzter Basis gehalten. Einiges Interesse zeigte sich für Reichsbahnvorzugsaktien. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. 17.November 19. November Amtliche Noiicrung Amtliche Notierung «Weit» Sritl Gew Briet Heljingsor» . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo .... Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Nennork . Brüssel. . Italien. . Paris . . Schweiz . Spanien . Danzig. . Japan . . Rio de Ian. Iugossawiea Lissabon Neichsban 8,21 58.94 12,468 73,28 3,057 169,23 87,81 88,91 88,56 15,14 1,098 4,209 58,55 21,69 16,52 82,07 36,44 82,12 2,068 0,259 7,473 14,39 kbiskcmt 8 8,23 59,06 12,488 73,42 3,063 169,57 87,99 89,09 88,74 15,18 1,102 4,217 58,67 21,73 16,56 82,23 36.52 82,21 2,072 0,261 7,487 14,41 0. £)., Lcm 8,21 58,94 12,468 73,28 3,057 169,18 86,91 86,91 86,91 15,83 1,073 4,209 58,49 21,71 16,49 81,92 35,86 82,02 2,068 0,264 7,473 14,39 bardzlnsst. 8,23 59,06 12,488 73,42 3,063 169,52 87,09 87,09 87,09 15,87 1,077 4,217 58.61 21,75 16,53 82,08 35,94 82,18 2,072 0,266 7,487 14,41 ß 10 v. h Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 19. Nov. Auftrieb: 88 Rinder, 735 Kälber, 531 Schafe, 409 Schweine. Es mürben notiert: Kälber: beste Mast- unb Saugkälber 43 bis 46 Mark, mittlere Mast- unb Saugkälber 38 bis 42, geringe Kälber 32 bis 37; Sch afe : Mast- lämmer unb jüngere Masthämmel (Weibemaft) 23 bis 26, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel unb gut genährte Schafe 19 bis 22, fleischiges Schafvieh 15 bis 18; S ch w e i n e: vvllfleischige von etwa 240 bis 300 Pfunb Lebenbgewicht 46 bis 48, von etwa 200 bis 240 Pfunb 46 bis 48, von etwa 160 bis 200 Pfunb 44 bis 47, fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund 40 bis 44 Mark. — Marktverlauf: Kälber unb Schweine rege, Schafe ruhig, geräumt. (Firma Willi Schäfer) den 1. Preis; H. B i • choff (Firma Karl Sorz) ben 2. unb 3. Preis; ür Kolonialwaren usw. K. Frey (Firma Karl Häuser) ben 4. Preis; für Eisen-, Porzellanwaren usw. K. Haas (Firma F. Jost) ben 1. Preis; A. Äon r ab (Firma Hermann Roth) ben 2. Preis, ür Elektrogeräte K. Meibt (Rabiohaus Otto Abt) einen 2. Preis. Kreis Alsfeld. II. A u s d e m O h m t a l, 18. Nov. In den letzten Tagen bemerkten Naturfreunde in dem unteren Ohmtal an vereinzelten Stellen den in allen Farben schillernden Eisvogel. preuhen. Kreis Wetzlar. I Groß-Rechtenbach, 18.Nov. Am Montagabend sand im Gemeindefaal im neuen Schulhause die Prüfung von 20 neuen Mitgliedern der freiwilligen Sanitätskolonne vom Noten Kreuz des Amtes Rechtenbach statt. Lehrer Mefserschmidt begrüßte die Mitglieder. Anschließend fand durch den Kolonnenarzt, Dr. Watz, Hörnsheim, die Prüfung der neuen Sanitäter statt, die zur vollen Zufriedenheit ausfiel. Nach Beendigung der Prüfung gab Lehrer Mefserschmidt die Neuaufnahme in die Kolonne bekannt, die jetzt 45 Mitglieder zählt. Büchertisch. — Taschenkommentar des Bürgerlichen Gesetzbuches nebst Einführungsgesetz. Erläutert von Lanbgerichtsbirektor Dr. Soening u. ben Sanbgerichtsräten Basch unb Straßmann. (Stanb vom 1. Juli 1931.) 1762 Seiten, Dünnbruck- papier, Taschenformat. Verlag Otto Siebmann, Berlin W 57. Vorzugspreis bis 20. Februar 1932 statt geb. 21 Mk. 18 Mark, für Abonnenten ber Deutschen Juristen-Zeitung geb. 16 Mark. (448.) — Die Verfasser bieten unter Verwertung aller Ergebnisse von Gesetzgebung, Rechtsprechung unb Schrifttum nach neuestem Stanbe in gebrängtefter Weise einen bennoch tiesgehenben Kommentar bieses wichtigsten beutschen Gesetzbuches von runb 2600 Paragraphen im Rahmen eines hanblichen einbänbigen Werkes. Diese ungeheure Menge von Auslegungsstoff konnte nur baburch beroäligt werben, baß bie Erläuterungen im Telegrammstil, aber auch für Saien leicht Derftänblid) abgefaßt würben, ferner burch straffe, systematische Zusammenfassung unb eine ausgeklügelte Druckanorbnung. Mit biefem Soeningschen BGB., bas sich an alle Juristen, Gerichte unb Be- hörben, Justizbeamten, an /»anbei, Jnbustrie unb beren Verbände wendet, bieten Verlag und Verfasser einen für die gegenwärtige wirtschaftliche Notlage nötigen vollwertigen Ersatz für die großen unb kostspieligen Kommentare, vor allem auch für junge Juristen, Stubenten unb Referenbare, für bas Studium unb zur Examensvorbereitung. — Sita zu Pu11 itz, Aus dem Bildersaal meines Le den s. Koehler & Amelang, Leipzig. 311. Ganzl. 6,80 Mk. (442.) — Cs ist ein reicher Dildersaal, ber sich in diesen Erinnerungen einer altpreußischen Aristokratin, Tochter und Schwester der bekannten Karlsruher und Stuttgarter Theaterintendanten, vor uns auf tut. Ob die Verfasserin ihr Elternhaus in Karlsruhe oder im märkischen Nehin, ob sie die Großen dieser Welt, ob Fürsten des Geistes oder der Kunst schildert, immer weih sie mit einigen wenigen Strichen das Charakteristische hervorzuheben, dem Leser ein einprägsames und farbenprächtiges Bild vor Augen zu führen. Enge freundschaftliche Beziehungen verbanden sie vor allem mit der Königin Viktoria von Schweden und deren Mutter, der Großherzogin Luise von Baden, Tochter Kaiser Wilhelms L, mit dem Hohenzollernhause und der Gesamtheit des märkischen Adels. Sie ist eine typische Vertreterin preußischen Junkertums, die bei aller Schönheit ferner Länder, die bei dem an Kunst und Anregungen so reichen Karlsruher Leben nie von der Sehnsucht nach der heimischen Prignih, nach märkischem Sand und märkischer Kiefer frei wird, die über Weltkrieg und Inflation hinweg sich heute noch als Vertreterin altpreußischer Tradition fühlt, die bereits manchem veraltet erscheint, nach deren Stil und Gröhe sich aber doch manche nach den Erlebnissen der letzten Jahre zurücksehnen. — Arthur Schubart, Meergeschich- t e n. Verlag von Adolf Donz & Comp., Stuttgart. Geh. 4 Wk., Leinen 5,80 Mk. (479.) — Ein vielseitiges Buch, das die Schönheit und Romantik des Meeres, die fesselndsten Abenteuer und Konflikte, Naturereignisse und Menschen schildert, das von Ambra und Perlenfischern. Leuchttürmen, Seeräubern und Eisbergen, Haien, Hummern und Schildkröten, Bären, Affen, Katzen und Schwänen, vom Fliegenden Holländer und dem Klabautermann spannend erzählt. Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Alle für die Redaktton bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 307. Don E. Darain, München. Schwarz. 8 6 5 7 4 3 2 a b h 8 7 6 5 4 3 2 b c d e f g MM g h Weiß zieht und seht in drei Zügen matt. Weiß 4 Steine: Kf7; Db8; Tdl; Lf6. Schwarz 5 Steine: Kc4; 8kl; Be3, e4, e5- Partie Nr. 228. Unregelmäßig. In der ersten Runde des internationalen Turniers zu Tl:d mußte sich G.cßmeister Niinzowitfch die folgende vernichtende Niederlage gefallen lassen. Weih: Nimzowitsch. Schwarz: Pive (3u igoflatoien). 1. Sgl-f3 1. Sg8-f6 2. c2-c4 2. c7 —cb 3 b2-b3 3. d7-d5 4. Lcl-b2 4. e7-e6 5 Ddl-c2 5. Lf8-d6 6. Sbl — c3 6. 0-0 7. e2-e3 7. a7 —a6 8 d2-d4 8. Sb3-d7 9 Lf 1 — e2 9. Dd8-e7 10. 0-0 10 TfS- e8 11. Tal - dl 11 d5Xc4 12. Le2 x c4 12 b/-b5 13. Lc4-d3 13 Ic8-b7 14. Sc3 - e4 14 Slöxe4 15. Ld3xe4 15. f 7 — f5 Schwarz hat die Eröffnung ausgezeichnet behandelt und ist aus derselben mit klar überlegener Steilung hervorgegangen: Schlecht postierte weiße Same- sowie Turmstellung, dagegen schwa.ze Durchbruchsmöglich.eiten beginnend mit c5 und e5. 16 Le4-d3 17. e3-e4 18. 1 b2xd4 19. Ld4-b2 20. 5f3-u2 16. c6-c5 17. c5Xd4 18. e6-e5 19. Sd7-c5 Die Deckung des Punktes e4 ist erzwungen, da 20. exf5, nach e4 eine Figur kosten würde. 20. ... 2O Ia»-d8 Hiernach hat Weiß keine ausreichende Verteidigung mehr. Es droht unter anderem 21..... Lc7l wonach mindestens der Bauer e4 verloren geht. Ein Fehler wäre natürlich der Deckungsversuch durch 21. f3 wegen 21. ..., Sxd3 nebst 22..... Lc5 + usw. Mit dem Textzug stürzt sich Nimzowitsch in ein Abenteuer. ba$ für ihn katastrophal endet. 21. e4xf5 21. e5-e4 22. 15 - f6 22 g7xf6 23. Ld3-c2 23 Sc5-d3 Schwarz hat nun einige auf der Hand fegende, rasch entscheidende Züge. 24. Le2xd3 24. e4xd3 25 Dc2-bl Natürlich nicht 25. Dxd3? 25. ... 25. 26. g2-g3 26. 27. Lb2-d4 27. wegen Lxh2-f-! ufto. De7-g7 Dg7-g6 Te8-e2 28. Ld4-b6 28. Ld6xg3! und Nimzowitsch gab auf, da nach 29. f oder hXg3, Dh5 entscheidet. — Eine von Pive vortrefflich behandelte Partie. Lösung des Problems Dr. 303. Don H. Eichstädt, Kreuzburg. 1. Da6-d6l (Droht 2. Df4 matt). 1. ..., Kf5-e4. Dd6-d5+!l, Ke4xd5 oder Le6xd5. 3. Lh5-f3 ober — g6 matt. 1..... Le6xc4. 2. Lh5-g6+, ,Kf5xg5. 3 h2-h4 matt. 1. ..., Kf5xg5. 2. Dd6 xe6, beliebig. 3. De6-g5 oder -15 matt. Losung des Endspiels Dr. 92. Tschigorin (Schwarz) am Zuge, erzwang den Gewinn durch 1..... ihä-hl-H 2. Sg3xhl Le5 -h2+! 3. Kglxh2, Td8-h8. 4 Kh2-g3. (4. Kgl?, Txhl matt). 4. ..., Se7-15+. 5. Kg3-f4 (g4), Th8-h4 matt. Aus der Schachwelt. Der Schluhstand des internationalen Turniers SU Bled war folgender: 1. Aljechin, -j-20'/2l; 2. Bogoljubow, +15; 3. Nimzowitsch, 4-14; 4. bis 7. Stoltz, Vidmar, Flohr und Kashdan, ie -r 13Vz; es folgen: Tartakover 4-13, Kostitsch und Spielmann je 121/2, Maroczh 4-12, Colle 4-10'/-, Asztalos 4"91/2, Pive 4-8V2. — Der Weltmeister hat somit einen Vorsprung von 51/« Punkten erzielt, eine Leistung, die wohl in der Schachgeschichte einzig dasteht. Mit Recht kann man daher behaupten, daß der Weltmeister eine Klasse für sich bildet und für die nächsten Jahre den Titel behaupten wird. Beim Einladungsturnier des 10. Saarländischen Schachverbandes siegte Weißgerbcr mit 4-7 (aus 10 Partien); 2. wurde Engels, Düsseldorf, 4-6'/,; 3. Rellstab, Berlin, 4-5; 4. Haas, Tischbach, 4~ 4'/$; 5. Hussong, Ludwigshafen, 4-4; und letzter Frhr. v. Holzhausen, Magdeburg, -s- 3. Im Rheinmeisterturnier für 1931/32 siegte Michalowski, Düsseldorf, 4-9'/2 aus 11 Partien, vor Loose, Düsseldorf, 4~8. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStisch. Rundfunk-Anekbote. Der Berliner Runkfunk-Jntenbant Flesch sitzt mit einem Freunde beisammen. Ein junger Mann fixiert Flesch. Der Freund fragt; „Kennst du ben jungen Mann, ber bich so anstarrt?" „Wer ist benn bas?" «Kennst du ben Walzer ,An ber schönen blauen Donau?" „Natürlich." „Ser i st jetzt von ihm!" Lokalpatriotlsmus. Die Amerikaner, bie bekanntlich ihre Heimat für «Gottes eignes Sand" halten, finb nicht minber stolz auf ben Ort, an bem sie geboren wurden, unb geneigt, in ihm bas Paradies auf Erben zu erblicken. Ein Beispiel dafür ist die Unterhaltung zweier Yankees in einem Zug zwischen Neuyork unb Philabelphia, bie ber englische Komiker Großsmith belauschte. Ich bin aus Pottsville", sagte ber eine, „ber schönsten Stabt in Illinois." „Unb ich komme aus Smith- v.lle , ertoiberte ber anbere; „bas ist bie blühendste unb aufstrebendste Stabt bes mittleren Westens. „Smithville?" meinte ber anbere gedehnt. „Das Nest kenne ich gut, unb ich habe nicht Besonderes dort gefunden." „Wirkfch? Wann waren Sie benn zuletzt dort?" Vor zwei Wochen." „Vor zwei Wochen! Zwei ganzen Wochen!" prahlte ber Sotalpatriot. «Da haben Sie gar fein Urteil, mein Sieber. Da müßten Sie Smithville heute sehen, heute!" Amtsgericht Gießen. Durch die Schuld eines Autoführers erlktt in der Bahnhofstraße ein Radfahrer einen eigenartigen Unfall. Der Wagen stand nach Vorschrift eine kurze Weile aus der rechten Seite der Fahrbahn an den Bordsteinen des Bürgersteigs, als der Radfahrer in der Fahrtrichtung des Autos nahe an diesem vor- überfuhr. 3n dem Augenblick des Dorüberfahrens wurde der Wagenschlag nachderFahrbahnzu von dem Autolenker geöffnet, und der Radfahrer streifte mit der rechten fianö die Türkante und den Türgriff, verlor das Gleichgewicht, pendelte wenige Meter nach vorne zu und fiel dann mit dem Rade links auf die Fahrbahm wo er von einem Auto überfahren wurde. Die Folge des Unfalls war eine Anklage gegen den Autoführer wegen fahrlässiger Körperverletzung. Dieser erklärte, nur der Rad- fohrer sei schuldig. Richtig ist. daß. wenn dieser einen größeren Abstand von dem Auto genommen hätte, der Unfall vermieden worden wäre, (ks kann aber dahingestellt bleiben, ob ein Radfahrer, wenn der Wagen steht und von diesem in fahrendem Zustand gar nicht vor dem Unfall wahrgenommen worden ist. in derartigen Fällen damit rechnen muß. daß der Wagenschlog nach der Fahrbahn zu plötzlich geöffnet werden könne, denn, selbst bei einer Mitschuld des Derletzten. trifft im Fragefall den Autofahrer die weit größere Schuld. Zu dessen Ob- liegenheiten gehört es. sich u. a. durch einen Aus- blick aus dem Hinteren Fenster des Wagens oder auf andere Weife zu vergewiffern. ob die Fahrbahn frei ist. sobald er ihrer Benutzung durch Deffnen des Wagenschlags nach der Fahrbahn hin ein f)in- dernis bereiten will. Diesen Ausblick hat er nicht oder nur in unzureichendem Maße getan. Er wurde in eine mäßige Geldstrafe genommen. Am 25.3uli l.I. spät abends marschierte ein ansehnlicher Trupp uniformierter Nationalsozialisten in geschlossener Reihe durch den Wald nach Steinbach zu. um sich an einem Treffpunkt mit Abteilungen anderer Orte zu vereinigen. Gegen den Führer des Trupps wurde Anklage erhoben, weil er ohne die erforderliche Voranmeldung beim Kreis- amt einen Aufzug' geleitet habe. Das Gericht sprach ihn frei, well es sich um einen Aufzug im Sinne der einschlägigen Gcsetzesstelle nicht gehan- dell haben könne, namentlich sei es den Leuten bei einem Nachtmarsch durch Wälder fraglos nicht darum zu tun gewesen, die Aufmerksamkeit des Publi- kums auf sich zu lenken, ebensowenig sei Letzteres beim Durchwandern der Ortschaften der Fall ge- wesen, der unbemerkt in aller Ruhe vor sich gegangen fei; auch von einer Verkehrsstörung infolge des Marsches könne keine Rede fein; es liege auch nahe, daß hinsichtlich der einschlägigen Verordnung des Herrn Reichspräsidenten, betr. die Bekämpfung politischer Ausschreitungen vom 28. März 1931 über den Begriff eines verbotenen Aufzugs sich schon eine bestimmte Rechtsprechung gebildet habe, dieser sei das Gericht In seinen Ausführungen im wesentlichen gefolgt. Berliner Zrühbörse. Berlin. 19. Noo. (WTB. Funkspruch.) Ta sich im heutigen Frühoerkehr noch nicht übersehen läfrt wie sich die politische Entwicklung in der nächsten Zeit gestalten wird, verhielt sich die Spekulationsehrabwartend. Nachdem die Höchstkurse am Dienstagabend schon bis zu 0,5 v. H. unter- schritten worden sind, scheint man auf Grund des wieder schwachen Reuyork weiter mit kleinen Abschwächungen zu rechnen. Am Devisenmarkt nannte man Pfund gegen Paris 96,30, gegen Mailand 73,13, gegen Schwei; 19.40, gegen Sabel 3,7713 CITROVA WILLE SCHMERZ BEKÄMPFUNG ZUVtBLASSlG UN» RASCH »El KOPFSCHMERZ - RIGRKHI* NEURALGIEN UN» ZAHNSCHMERZ . 6 Pulver oder 12 Obia en-Packung RM. 1.10. 7155 A Denkt a ' den Edamer Käse 50 ' 4Pfd. 13, Pfund 20°,0 Fett DAS S‘F SPARBUCH Es ist ja so bequem bei S» F zu bereiten SCHADE $ FULLGRABE Rückvergütung Sammelt S & F-Werbeflutsche«ne für praktische Haushalt-Gegenstände Näneres in den S & F-FiHaien 3 Pfund 40 Bohnen weiß S&F-WERBE-MONAT nur bis einschließl ch 30. November iSal sparen. Denn dort bekommen Sie für je 20 Pfennig Einkauf 1 S*F- Spärmarke im Werfe von 1 Pfennig. Überlegen Sie einmal, wieviel Freude Sie sich und anderen für die 3 MARK des vollen $4 F - Sparbuches Sonder-Angebot nur bis einschl. Samstag, den 21. Nov. Aus einem eingetroffenen Waggon: Nur solange Vorrat: Margarine Pfund uv Oel-Sardinen Q große 7E in Tomaten......... ■■ Dosen ! w Schweinskopf QQ In Gelee...............1 .Pfund äbO •Th Totensonntag zur Ehrung der Gefallenen vormittags 11 ’|4 Uhr wie er wirklich war! Deu sc.ilands Weitmach.steliun» erregt Neid und M.Bgurst uy Serajewo 1914 Mobilmachung Dor schnelle Aufmarsch unserer Truppen Die Russen fallen In Ostpreußen elnl Deutsche Soldaten überall siegreich I Der eiserne Hindenburg Masuren — Tannenberg Die Deutschen vor Paris! In tragischer Verkennung der Lage wird der Rückzug befohlen! Marneschlacht Der Wettlauf nach dem Meerl Die Kriegsfreiwilligen von Langemarkl Die fliehenden Belgier öffnen die Schleusen zum Meere .... Der Stellungskrieg beginnt! Die mörderischen Geschütze, Gaskampf, flüssiges Feuer, Flieger, Tanks, Minen Des Volkes Heldengang! Die Jugend hat Zutritt! Karten-Vorverkauf: Lichtspielhaus! Der Nische Schellfische L Psd. 25 Pf. im Ausschnitt. Sriskbev tfabliau o.fi. Pfd. 25 Pf. int Ausschnitt. Kvttkbe Nückinge Pfd. 40 Pf. Richard Grünewald Babndofstr. 27 —itemfar. 3631 (pichen- Brennholz ofenfenm und für Waschküche nenan» oro Wagen«3tr. tret ans HauS 6 ML sowie Anmachbolz liefert „,iD J. Wellhöfer Telephon 23 I 3 ■irberger Str. 21 ElSUbetten ibtebl u. Helu P<4aier. Sdilatiimm^lehlioatr. kicderb t hai«rl- e-Pri «•le. RateoaL Katal.fr LiseneubellabriA Sobl Konkursverfahren. Ueber das Vermögen der Firma Richard Andreä in Gießen, Walltorstraße 24, wird heute am 17. November 1931, nachmittags VA Uhr. das Konkursverfahren eröffnet, da die Schuldnerin zahlungsunfähig ist. Der Kaufmann Louis Althoff in Gießen. Walltorstraße 16, wird zum Konkursoer- roatter ernannt. 7865D Konkursforderungen sind bis zum 1. Dezember 1931 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Befchlußfasfung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über hie Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag, den 10. Dezember 1931 vormittags 10 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 106, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemein- schulAner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 1 Dezember 1931 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht zu Gießen. 10 0 0 Stuck meiner beliebten 15 PI. Rasierklingen gebe ich als Beitrag zur Winternothilfe für Arbeitslose und Bedürftige. je Päckchen HO Stück) für20I’f.,anstatt Mk.l.20ab. „t* Grobschleiferei Fr. Brücker BismarckstraUe 10. Vermählungs- Anzeigen liefert die Brühi'sche Druckerei .* cX Hauptgewinne I Porto u. Liste 25 Pfg. extra Prlmie . . ■ ' lospreis nur 50 Hg. fl. Dinkeimann, Worms Postscheck-Konto Frankfurt M. 200 60 sowie die sfaatl. Lotterieeinnehmer und die bekann.cn Verkaufsstellen Wohlfahrts Geld.otiere 7684 V Ziehung am 26. November 1931 3185 Geldgewinne und 1 Prämie zus 1OOOO. rSOOOa Trotz Steigerung der Preise für Freitag und Samstag: Tafeloel Liter 52 Pfennig Salatoel. prima Liter 78 Pfennig Kakao, rote Packung ' « Pfund 25 Pfennig Kakao, braune Packung 1 . Pfund 30 Pfennig Kakao, blaue Packung- 1 . Pfund 40 Pfennig Kakao, gold Packung............* < Pfund ä0 Pfennig Kakao, lose ' < Pfund 18 Pfennig Kaffee, erste Mischung, frisch geröstet ...............' . Pfund 50. 65, «o. 85 und 95 Pfennig Hausmacher Leber-u. Blut wurst.1. Pfund 16 Flei«chwurst..................1 < Pfund L! Prelikopf.................*4 Pfund 35 und 30 Blockwurst • .....................14 Pfund 35 Cervelatwurst ’ . Pfund 35 Salami ...........................1 < Pfund 85 Pfennig Pfennig Pfennig Pfennig Pfennig Pfennig Aus unserer Fleischverteilungsstelle, anf Bestellung auch in anderen Verteilungsstellen lieferbar: Prima Ochsenfleisch mit Beilage ■ Pfund 72 Pfennig Prima Mastfleisch mit Beilage ... Pfund 50 Pfennig Waren nbgabe nur an Mitglieder! 7865 A Konsumverein Giefeen u. Umg. Gießener Konzertverein Donnerstag. 26. November 1931, 20 Uhr, im Stadttheater: Symphonie-Konzert Leitung: Dr. Stefan Temesvary Der Gießener Orchester-Verein So ist: Dr. Joh. Hobohm (Klavier) Bach, J. S., Ouvertüre. Air und Gavotte aus dr>r 1. Suite in D-Dur — Mozart, Klavierkonzert D Moll (Kochel 466)—Beethoven. Dritte Symphonie (Eroica) Der Blüthner - Konzertflügel ist aus dem Piano* magazin R. Schönau Eintrittskarten: 2, 3 u. 4 RM. bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten gegen Ausweis bei Herrn Sekretär Ritter und im neuen Stndentenhaus. 7859 d Oannevstag, erster Tag der ^onfevrnr: Abends s5ihr, Dortrag von Pfarrer (Sbr.ft 11ct> im Saal der Stadtmission. Freitag, -weiter Tag der Konferenz: 11 Uhr vorm.: Srster Dorttag von pafior Straft 3 Uhr nachmittags: Zweiter Dortrag von Pfarrer Kübler, anschl. 3. Dortrag von Pastor Huhn, s Uhr abends: Dortrag von Pastor (5hlistlieb in der neuen Aula der Universität. 7175 d Programme zu erhalten In der Buchhandlung der Pilgermission. üiiiiimbuiiö „Ml INI öfter Lichtspielhaus Gießen Heute, Donnerstag, zum letzten Male! Felix Bressart Charlotte Susa In dem Groß-Ton-Lustspiel Hirsekorn greift ein! 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