ik ie,nNb o ■°); 2U(Lß?n8* Mer VN Pi &f L^Ä rite M--^1^ brache des D." °der r den 1 Treppe hoch Intel von allen GröBen W 11» von 7t 55.- ■ ■ an. Filtgnii ■ von Jl9-an. ■ >ien von Xo- ■ »•r von .410- ■ ron^ 10.-an. ■ on .a 8- an. ■ ilinraie Hem ■ lliuilge von 1 •au. Ein großer ■ 1 zu jedem an- W HW] Treppe H g Kein Laien. ■ ; auch kränkliche, loebliebeneunb wb IMD end schnei/, fei ooD echtes 1 gr. 51* B M. 1.75 VerlobungseM6lOen vern^^9s8"ze'J* lormittag Sebudsenzeige" i| in Drigw^W™ AtM«: Lngel- xUen Apotheken. non *• ürze/,und ifs-Kitte’ ^ersbilli? S---W esati*' hOrze" inod-D-uc* .erei--'1. ,ai{ Vorrat ur s°w fin» Hr. 219 (Erftes Blatt 181. Fahrgong Samstag, 19. September 1951 (Er 14 e tnt lüg sich,ovßn Sonntags und Feiertag». Beilagen: Vie Illustrierte (Biebener Familiendlätter Heimat im Bild Die Scholle. menaU-Bejugspreli: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägen lohn, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern Infolge höherer Gewalt. zerNfprechanfchlüfie enterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnach. richten Anzeiger Gletzen. psßscheckkonto: gronffurt am Blain 11686. SiehemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Vrvd und Verlag: vrühl'fche Universitälr-Vuch. und Stetnörudcrei L Lange in Gießen. Zchnstlritnng und Gefchäftritelle: Zchulftraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer ois zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20’ , mehr. Chefredakteur Dr. Friedr. Wilh. Lange, verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.TKyriok, für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in (Biegen. Die internationale Handelspolitik in der Sackgasse. Auch hier bleibt die Arbeit des Völkerbunds unfruchtbar. — Oie Schweiz kündigt Maßnahmen zum Schutz des inneren Markts und der nationalen Wirtschaft an. Genf, 18. Sept. (WTB.) 3m WirtschaftSaus- schuh der Völkerbund-Versammlung wandte sich der italienische Korporationsminister D 0 11 a i sehr scharf gegen Zollunionen und Internationale 3 n d u st r i e v e r e i n daran g e n. Solche Gruppierungen verhinderten ein harmonische« europäische« Wirtschaftssystem, indem sie zum Schaden Dritter die Gleichgewichtsstörungen, die man verbessern müsse, stabilisierten. 3talien sei grundsätzlich auch gegen die Präferenzbehandlung, die nach Ansicht der italienischen Regierung mit der Meistbegünstigungsklausel, und den italienischen 3nteressen nicht vereinbar fei. 3talien weigere sich aber nicht, in eine Prüfung dieses System« au treten, wenn es einen vorläufigen und klar begrenAten Charakter trage, um auf diese Weise der besonderen Lage der osteuropäischen Agrarstaaten Rechnung zu tragen. Bvttai setzte sich für eine Inkraftsetzung der Genfer Handelskonvention ein und betonte die Rotwenoigkeit, daß die Staaten sich aller Protektion! st i- schen Maßnahmen enthalten. Weiter wieS Dottai darauf hin, daß nach dem Kriege in vielen europäischen und außereuropäischen Ländern von den Regierungen beratende Wirtschaftsorgane geschaffen seien, wie z.D. in Deutschland ber ReichswirtschaftSrat. Bvttai schlug darauf vor, Vertreter dieser Wirtschaftsorgane der Regierungen unmittelbar an den wirtschaftspolitischen Aufgaben des Völkerbünde« zu beteiligen. Al« Dertreter Großbritanniens sprach sich Sir Arthur ©alter, der frühere Direktor der Finanz- und Wirtschastsabteilung deS Völkerbunde-, ziemlich skeptisch über die französische Anregung internationaler Industrievereinigungen au« Der holländische Delegierte E 0 lijn, der Präsident der verschiedenen WirtschaftSkonseren- Icn de« Völkerbundes, kritisierte sehr scharf die isherigen Arbeiten de« Völkerbundes aus wirtschaftlichem Gebiet. Auch er äußerte schwerwiegende Vedenken gegen die französischen Kar- telltdeen. Gegen die Präserenzen für Getreide werde Holland keinen Einspruch erheben; aber er müsse sich schon jetzt dagegen wenden, dast die Präferenzbehandlung auf andere Produkte ausgedehnt werde. Der Kurswechsel der Schweiz. Der Direktor des Wlrlfdyiffs- und Handelsdepartements der Schweizerischen Eidgenossenschaft Sluckl teilte mit, dah gestern von saft sämtlichen Gruppen des Ständerates eine (Eingabe unterzeichnet worden fei, worin sofortige Mahnahmen zum Schuhedernationalen Wirtschaft gefordert würden, keine Regierung könne auf eine Politik verzichten, die die nationalen Bedürfnisse hintan- stelle. Sowohl das System der bilateralen wie das der mehrseitigen Handelsverträge habe Schiffbruch erlitten. Nirgends fei ein Fortschritt zu verzeichnen. Heber all sehe man nur Rückschläge. (Es fällt mir heute schwer, sagte Stuck! weiter, vorübergehend einen Weg, den ich als richtig erkannt habe, verlassen zu müssen, weil die Umstände In der Schweiz uns dazu zwingen. Über wir in der Schwei; haben heute die pflicht, dafür zu sorgen, dah unsere Arbeiter beschäftigt werden können. Unsere Ausfuhr ist in beunruhigender Weise zurückgegangen. Man kann uns nicht verwehren, unseren inneren Markt zu schützen, der stündig steigenden Arbeitslosigkeit entgegenzntretcn. Die Meinung des schweizerischen Parlaments ist eindeutig und hat Ihren überraschend Haren Ausdruck in einer von beinahe allen Parteien unterzeichneten (Entschliehung gefunden, in welcher der Bundesrat aufgefordert wird, den inneren Markt zu schützen. Der Ausblick in die Zukunft ist düster. Die tage der schweizerischen Wirtschaft zwingt uns, unverzüglich zu handeln. Wir müssen vorübergehend einen neuen weg einschlagen. Wir muffen eine neue Zollpolitik einfchtagen. Wir verlangen hierzu nicht nur die surlstifche, sondern auch die moralische Freiheit, und wir stehen in aller Offenheit zu dieser neuen Politik. Die Rede des schweizerischen Delegierten wird so ausgelegt, dah sie die Ankündigung einer grundlegenden Abkehr der Schweiz von ihrer bisherigen Handelspolitik bedeutet Man befürchtet, dah die Schweiz zu einem System von E i n f u h r 0 e r - botenundZollerhöhungeo schreiten werde. Ein internationales Arbeitsprogramm zur Hebung der Arbeitslosigkeit. Derlin, 19. Sept (211. Funkspruch.) Der Direktor des 3ntemationalen Arbeitsamtes. Alb. Thomas, veröffentlicht die bisher cingctroffe- nen Antworten auf eine Rundfrage bei verschiedenen Regierungen, was in den europäischen Ländern zur Behebung der Arbeitslosigkeit getan werden kann. Danach schlägt die deutsche Regierung vor: 1. Wegebau, 2. Ausbau der Elektrizitätsversorgung, 3. Dodenverbesserung und Wasserschuhbauten. Die Arbeit würde einen Kredit von ungefähr 100 Millionen Mark erfordern, und dafür vier biS fünf Millionen Arbeitstage mehr beschaffen. — Oesterreich könnte 100 Millionen Schilling für Wegebauten; 625 Millionen Schilling innerhalb von zehn 3ahren für die Donaukanalisierung verwenden und in dieser Zeit 10 000 Arbeiter beschäf- DuiSburg, 18. Sept- (WTV.) Der preuhische Handelsminister Dr. Schreiber erklärte in einer Rede bei dem Festakt anläßlich des hundertjährigen Bestehens der Riederrheinischen 3ndu- strie- und Handelskammer, der unerträglich hohe Kapitalzins wird nur bann die notwendige Senkung erfahren können, wenn neben sparsamster Kapitalverwendung auch die Kapitalbildung in allen Schichten unseres Volkes mehr als bisher begünstigt und erleichtert wird. 3e höher der Zins ist, den die deutsche Wirtschaft zu tragen hat, je höher die Steuern und Abgaben sind, um so geringer wird stets die Summe sein, die den deutschen Unternehmungen für Lohn- und Gehaltszwecke zur Verfügung steht. 3nfolge der über- mästigen Belastung seit der Stabilisierung sind die eigenen Reserven fast überall verbraucht, und die natürliche Folge ist eine dauernde Schrumpfung deS WirtschaftSumfan- ges und der A r b e i t s m ö g 1 i ch k e i t e rr. Wir stehen vor der Tatsache, dah in der beut» Berlin, 18. Sept. (TU.) wie der Börsenkurier meldet, wird das Reichskabinett bereits heute über eine Notverordnung Beschluß fassen, in der die Verlängerung der Steueramnestie verkoppelt wird mit einer Anleihe der deutschen Reichsbahngesellschaft. (Es ist geplant, in höhe von 200 bis 300 Millionen Mark Reichsbahngoldbonds auszugeben, die von ber Einkommensteuer. Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer befreit fein foUen. Die Schuldtitel sollen aus Feingold lauten. Dadurch wird den Personen, die Geld im Ausland angelegt haben, eine g 0 1 bsIchere Kapitalanlage im 3 n l a n b geboten. Dnfolge dieser Sicherheit wird der Zinsfuß voraussichtlich weniger als 5 0. h. betragen. Der (Ertrag ber Emmlfsion soll In vollem Umfang zur Arbeitsbeschaffung verwendet werden, vor allem können die Eisenindustrie, die Holzindustrie und die Skeinschlaglnduftrie mit neuen Aufträgen rechnen. (Es ist aber auch geplant, neue Fahrzeugaufträge herauszugeben. Wie die „Telegraphcn-Unlon" erfährt, handelt es sich bei diesem plan um eines der der Reichs- regierung vorliegenden überzahlreichen Projekte, von denen bisher keines bis zur Behandlung im Kabinett selbst ausgereift ist. Gleichwohl fcheint es sich bei dem genannten Plan um einen Vorschlag von seriöser Seite zu handeln, verschiedentlich ist in Zusammenhang damit der Jlame des von den Londoner Verhandlungen her als Berater des Reichskanzlers bekanntgewordenen Geheimrats Schmitz (3.-G.-Farben) genannt. (Es ist jedoch noch durchaus zweifelhaft, welchen, weg die Reichsregierung endgültig zu gehen gewillt ist, um auf der einen Seile in Ablösung ber jetzt bereits bis zum 15. Oktober verlängerten S teuer- amneftie einen verstärkten Anreiz für ben Rückfluß flüchtigen Kapitals zu schaffen unb anberfeits neue Möglichkeiten ; u r Beschaffung von Arbeit zu erschließen. (Es ist auch nicht wahrscheinlich, daß bas Reichskabinett, das am Samstag die Weiterberatung des umfangreichen Winterprogramms vornehmen wird, sich jetzt bereits mit diesen oder ähnlichen Projekten befassen wird. Die mit dem Vortrag des Reichskanzlers beim Reichspräsidenten am Freitag endgültig abgeschlossenen Verordnung über die Bankenaussicht unb die kleine Aktienrechtsreform soll im Berlauf des Samstags veröffentlicht werden, wie man hört, dürfte sie jedoch keineswegs so einschneidende Lingriftsmöglichkeilen in den Bankenbetrieb enthalten, wie sie zeitweilig erörtert worden sind, vielmehr wird es sich um eine ziemlich summarische tigen. Ein europäisches Hochspannungsnetz, daS 350 Millionen Schilling erfordern würde, gäbe weiteren 10 000 Arbeitern für sechs 3ahre Deschäs- tigung. — Polen schlägt ebenfalls ein Groh- bauprogramm vor, das drei Milliarden Zloty erfordern würde. Ebenso halten Rumänien, Bulgarien, die Türkei, Spanien und Belgien große Bauten für wünschenswert. schen Wirtschaft eine Fülle von Aufträgen nicht erteilt oder nicht hereingenommen werden kann, weil die Möglichkeiten zu ihrer Finanzierung nichtgegeben sind. 3ch halte es nach den Opfern, die weite Kreise der deutschen Arbeitnehmerschaft in den letzten Monaten gebracht haben, für bedenklich, die weitere Entlastung immer wieder nur auf der Lohn- und Gehaltsseite zu suchen. Richtiger und weit schneller wirksam erscheint es mir, eine schleunige Erleichterung f ü r die Wirtschaft durch Abbau oder Beseitigung derjenigen Steuern herbeizuführen, die die Produktion in besonderem Maße belasten. 3ch habe deshalb den radikalen Abbau der HauszinSsteuer unter gleichzeitiger Senkung der Mieten und mäßiger Erhöhung der Umsatzsteuer in Anregung gebracht, denn hier bietet sich die Möglichkeit, der deutschen Wirtschaft einen neuen Antrieb zu geben. Aufsichtsratsoerordnung handeln. Die Bestimmungen über das Aktienrecht werden u. a. die Vorschrift enthalten, daß im Höchstfälle nur 20 Auffichtsratspoften in einer Hand vereinigt fein dürfen. Auftakt zum deutschnaiionaten Parteitag. Stettin, 18. Sept. (WTB.) Als Auftakt zum dcutschnationalen Parteitag fand eine stark besuchte Sitzung des Parteivorftanbes statt, über die ein Bericht ausgegeben wurde, in dem es u. a. heißt: Zur Durchführung organisatorischer Maßnahmen wurden dem Parteiführer Dr. S) u g e n • berg besondere Vollmachten erteilt. Die Referate stellten ein starkes Anwachsen der deutsch- nationalen Jugendbewegung fest. In bewußter Abkehr von demokratischen Gepflogenheiten wurde das Führerprinzip in den Vordergrund ge- stellt. Die Aussprache beschäftigte sich vor allem mit den Gefahren, die in dem einseitig französischen Kurs unserer Außenpolitik liegen. Auf einer Kundgebung des Reichsfrauen-Ausschus- fes der DNDP. stand das Thema „Der Kampf um die Gesunderhaltung des Volkes" zur Erörterung. Frau Dr. Elfe Reumann, M. d. Pr. L., machte mit besonderem Nachdruck darauf aufmerksam, daß die Kinder in den weltlichen Schulen zur Feindschaft, in einer großen Zahl sogenannter christlicher Schulen in Gleichgültigkeit gegen Religion und Christentum erzogen würden. Neben der Gottesfremdheit unserer Zeit stehe die Ehrfurcht s l 0 s i g k e i t; die Achtung vor Wissen, Können und Erfahrung sei verloren. Zusammenschluß aller nationalen Lehrer unb Eltern sei die Parole! Oie Nationalsozialisten zur Lage. Stuttgart, 17. Sept. (TU.) In einer Versammlung der NSDAP, setzte sich der Reichstagsabgeordnete Stöhr mit dem Marxismus, den Notoerord- nungen des Reichskanzlers und dem Artikel 48 der Reichsverfassung auseinander. Weiler betonte er, daß b i e kommenden Wahlen (Reichspräsidenten- wähl und Landtagswahl in Preußen) nicht nur über das Schicksal der Brüningdiktatur entscheiden mürben, fonbern auch über das Schicksal des ganzen Systems. Die NSDAP, sei durch den Mund ihres Führers verpflichtet, mit legalen Mitteln zu kämpfen. Wenn aber die Gerüchte wahr feien, daß bei ben maßgebenden Leuten des heutigen Systems die Absicht bestehe, einen Staatsstreich zu unternehmen und sich über die Legalität hinwegzusetzen, dann gebe es keine Legalität mehr, und dann könnten auch die Nattonalsozialisten nicht mehr gegen eine solche Legalität verstoßen. Er glaube, deutlich genug gewesen zu fein. Am 13. Oktober werde man versuchen, das Kabinett Brüning in den poli- ttfchen Orkus zu befördern. Gefahr im Verzug. Die vergangene Woche hat drei an sich voneinander unabhängige Ereignisse gebracht, die doch in einem tieferen inneren Zusammenhang stehen, weil sie auf ein unb bieselbe Ursache zuruckgehen, und greller als die weitschweifigen, zum Vertuschen unb Abschwächen geneigten Tiraden in Genf den ganzen Ernst der Lage beleuchten, in der die Welt sich noch nicht anderthalb Jahrzehnte nach der formellen Beendigung de» großen Krieges wiederum befindet. Wir meinen das Attentat von Bia Torbagy, den Pfriemer-Putsch in Oesterreich und die Meuterei auf der britischen Atlantikflotte. Zeiten langanhal- tender wirtschafllicher Not haben revolutionäre Elemente stets ausgenützt, um durch eine Propaganda ber Tat Unsicherheit und Angst in eine ohnehin an ber Zukunft verzweifelnde und seelisch niedergedrückte Bevölkerung zu tragen und die Aufmerksamkeit breiterer Volksschichten auf sich unb ihre umstürzlerischen 3been zu lenken. Immerhin überwogen in früheren Krisen bie Wahnsinnstaten einzelner burch bie Lektüre revolutionärer Schriften überreizter unb irregeführter Fanatiker, selten nur ließ sich bahioter eine große Organisation erkennen. Auch bie zahl- reichen anarchistischen Morbtaten, die vor dem Kriege namentlich die romanischen Länder in Schrecken setzten, lassen sich ebenso wenig wie die zwar organisierte, aber in der besonderen russischen Dolkspsyche und dem fanatischen Haß einer gewissen Jntellektuellenschicht gegen das herrschende Regime begründete Attentatsseuche im zaristischen Rußland mit der gegenwärtigen Situation vergleichen. Solange sich die Anschläge auf Eisenbahnstrecken des ferneren Balkan beschränkten, in Ländern verübt wurden, bie wie Südslawien und Bulgarien an Schreckenstaten unterdrückter Nationalitäten gewohnt waren und wie auch Rumänien ohnehin auf ihren Derkehrsstraßen keine allzugroße Sicherheit gegen UeberfäUe und räuberische Erpressungen eingeborener Wegelagerer boten, solange sand diese Kette von Verbrechen im übrigen Europa kaum Beachtung. Erst das raffiniert angelegte Attentat auf den D-Zug Basel—Berlin bei Jüterbog, das, wenn es nach dem Willen feiner Urheber vor sich gegangen wäre, vielen Reisenden das Leben hätte kosten müßen, brachte die oorhergegangenen Anschläge auf die verschiedensten Balkanzüge wieder in (Erinnerung. Immerhin konnte vorerst noch der Gedanke Fuß fassen, daß man es in Jüterbog ähnlich wie bei dem furchtbaren Eisenbahnattentat von Leiferde vor einigen Jahren mit Verbrechern zu tun hatte, die keinerlei politische Beweggründe für ihre scheußliche Tat anführen konnten, denen vielmehr lediglich daran lag, die Verwirrung und Dunkelheit nach dem Attentat zu einem gemeinen Raubzug unter den Passagieren des verunglückten Zuges aus- zunützen. Aber schon die Feststellung, daß die Attentäter von Jüterbog aus einem sicheren Versteck in erheblicher (Entfernung von der Unglücksstelle selbst die Sprengladung auf dem Schienenstrong zur Explosion gebracht hatten, deutete darauf hin, daß die Absicht einer Beraubung kaum vorgelegen haben dürfte. Dies wird fast zur Gewißheit nach dem neuesten Attentat, das in Ungarn den internationalen Schnell- Zug Budapest—Wien—Köln bei Bia Torbagy nahe der ungarisch-tschechischen Grenze traf und diesmal 25 Todesopfer forderte. Auch hier war die Stelle auf einem mehr als 30 Meter hohen Viadukt außer- ordentlich geschickt ausgesucht und die Explosion öhn- sich wie in Jüterbog mit einem Raffinement vorbereitet, das bei den Attentätern große technische Fertigkeiten und pyrotechnische Kenntnisse voraus- setzt. Auch hier konnte keine Beraubung festgestellt werden, obwohl das volle Gelingen des Anschlags und die nach der Tat stundenlang herrschende Fin- fternis und Verwirrung an der Unglücksstelle hierzu durchaus die Möglichkeit geboten hätte. Die ungari- fche Polizei scheint nach den bisher vorliegenden Mitteilungen bei ihren Nachforschungen nach den Verbrechern erfolgreicher zu fein als ihre Berliner Kollegen, von deren Untersuchung des Jüterboger Attentats es nach ben ersten verhältnismäßig schnellen Ergebnissen es nun schon recht lange still geworben ist. Unter emsiger Mithilfe der begreiflicher- weise erregten Bevölkerung ist der Budapester Polizei jetzt bereits gelungen, zwei ungarische Korn- muniften zu verhaften, denen an Hand von Auszeichnungen die Absicht von Brücfenfprengungen nachgewiesen werden konnte. Sollte sich die Duda- pestcr Polizei mit ihren Verhaftungen auf der richtigen Fährte befinden, müßte es nicht schwer fein, festzusteUen, ob bas Attentat von Bia Torbagy bie isolierte Tat einzelner Fanatiker war ober ob — worauf bie außerorbentliche Ähnlichkeit in An- läge unb Durchführung bes Verbrechens mit bem Attentat von Jüterbog unb ben Dorausgegangenen Anschlägen auf verschiebenen Balkanstrecken mit ziemlicher Bestimmtheit beutet — bas Attentat nur ein Glieb in einer Kette verbrecherischer Anschläge einer national nicht begrenzten politischen Organisation ist, beren Zweck es fein soll, in bie ohnehin von ber wirtschaftlichen Not bebrängte Bevölkerung Mittel- unb Sübofteuropas Unruhe unb Verwirrung ZU tragen, um auf biefe Weise ben günstigen Nähr- boben für eine revolutionäre Propaganda großen Stils zu schaffen. Sollte sich bie Vermutung bestätigen, baß bie Reche ber Attentate kommunistischen Ursprungs sinb, wirb es Aufgabe ber betroffenen Staaten fein, mit allen Mitteln ber kommunistischen Wühlarbeit ein Enbe zu machen, bevor weiteres Unheil angerich- tet wirb unb bie Ohnmacht bes Staates Früchte zeitigt, bie bann nur unter schweren Opfern des ganzen Volkes zu beseitigen sein werben. Besondere Aufmerksamkeit verdient hierbei die in Moskau allzu betont zur Schau gestellte Zwiespältigkeit des bolschewistischen Regimes, bei bem bie linke Hand nicht zu wissen voraibt, was bie rechte tut Die Erfahrungen haben jeboch gelehrt, baß bie immer Oer preußische Handelsminister fordert Abbau der Hauszinssteuer. Antrieb der Wirtschaft durch Senkung der Steuerlast. Eine Reichsbahnanleihe für Arbeitsbeschaffung? Steuerfreie Goldbonds der Reichsbahn als Anreiz für Kapitalflüchtige und Steuerhinterzieher. wieder von der Sowjetregierung geflissentlich be«, tont« Unabhängigkeit der Komintern (der tommuni- tischen Internationale) deren rücksichtslose Propa- ^andatätigkeit im Auslande mit den friedlichen Be- trebunaen der offiziellen sowjetrussischen Außen« wlitik so schlecht übereinstimmen will, rein fiktiv ist. Nichts beleuchtet dies besser, als die überragende Rolle Stalins, der für seine tatsächliche Diktatur keinerlei besonderer staatlicher Befugnisse bedarf, der jedoch der Sekretär der kommunistischen Partei ist und als solcher dank seiner starken Persönlichkeit alle Macht des Sowjetregimes, das sich eben als eine Diktatur der kommunistischen Partei dokumentiert, in seinen Händen vereinigt. Der niemals aufgegebene Gedanke an die Weltrevolution, als deren Apostel sich die Bolschewisten fühlen, fließt hier zusammen mit ausgesprochen national-russischen, rein imperialistischen Ideen aus dem geistigen Erbe des Dorkriegsvanslavismus, und dieses Gemisch macht die Bomoe so gefährlich, die das rote Moskau als Nachfolger Dschingiskhans und der weißen Zaren in den von Fiebern geschüttelten, politisch zerrissenen und zermürbten Westen zu werfen bereit ift, sobald ihm der Augenblick günstig erscheint. Nichts vermochte ja besser diesen Fieberzustand des alten Europa zu beleuchten, als der Heimwehrputsch in Oesterreich .Es wäre allzu billig, diese törichte und unüberlegte Tat einiger politischer Dilettanten in überheblichem Tone als operettenhaften Zwischenfall, als eine politische Bagatelle abzutun. Steht doch dahinter die tiefe Der- zweiflung eines von Grund auf tüchtigen, arbeitsamen und heimatliebenden Bauernvolkes, das sich nach den furchtbaren Erschütterungen des Krieges und des Zerfalls alter staatlicher Ordnung verraten und verkauft fühlt und nicht mehr aus noch ein weiß. In dem Plan einer deutsch-österreichischen Zollunion sah man in Oesterreich weit mehr noch als bei uns den gangbarsten und schnellsten Weg einer Selbsthilfe aus der drückenden Wirt- schastsnot, der man eingekeilt zwischen die Zollmauern der Nachfolgestaaten der alten habsburgischen Donaumonarchie aus eigener Kraft nicht Herr zu werden vermochte, sah man vielleicht auch ein letztes Symbol völkischer Selbstbehauptung^ im ringsum brandenden Meer nach neuer Beute lüsterner Nationalitäten. Nimmt es da wunder, wenn di« bittere Enttäuschung über die Art, wie man in Genf diesen Versuch der Selbstbilfe abwürgte und das von neuen Krisenschlägen betäubte Oesterreich für eine zweite Finanzkontrolle des Völkerbunds kirre machte, den Gedanken aufkommen ließ, daß nur ein bewaffneter Aufstand gegen eine Regierung, die die politische Lage nicht hatte meistern können, und ein bei den Bauern der Alpenlander stets popu« larer Marsch auf Wien, den ultra-sozialistisch regier» ten Wasserkopf eines durch die Amputationen der Pariser Friedensverträge aus tausend Wunden blutenden Wirtschaftskörpers, die große Wendung zum Bessern bringen könne? Gewiß ist es außerordentlich zu bedauern, daß eine an sich so gesunde und zukunftsträchtige Bewegung wie die Heimwehren Männern in die Hände fiä, die sich, wie der Pfriemer-Putsch erschreckend deutlich gemacht hat, in kritischen Augenblicken in keiner Weise ihrer Führerstellung gewachsen zeigen sollten, und in unkritischer Selbstüberschätzung, ohne jedes Augenmaß für die tatsächlichen politischen Zusammenhänge durch ihren unsinnigen Streich den Heimwehrgedanken für lange Zeit schwer diskreditiert haben. Kleinliche Eifersüchteleien, mehr Machtdünkel als Selbstzucht, älnduldsamkeit und Selbstgerechtigkeit gegenüber anderen politischen Gruppen deS Bürgertums hatten schon vorher die Heimwehrbewegung ihrer besten Kraft beraubt, der Pfrie- mer-Putsch hat nun unverhüllt den Mangel an Zusammenhalt, das Fehlen einer straffen Führung, die Disziplin mit politischer Umsicht paart, blohgelegt. Das ist in einem Augenblick tiefster politischer und wirtschaftlicher Depression ein besonders schmerzhafter Schlag. Jenseits der tot* weiß-roten Grenzpfähle sollte man jedoch über der Freude über das Mißlingen des Putsches, dem sich ja die österreichische Bundesregierung in erfreulichem Maße gewachsen gezeigt hat, nicht seine tieferen Ursachen vergessen. Sie liegen in der Knebelung eines Volkes, dem man mit den raffinierten Mitteln eines modernen Imperialismus alle Wege ins Freie verbaut hat. Aber wie leicht der in diesem von allen Seiten eingeschnürten Lande aufgespeicherte Zündstoff zur Explosion gelangen tarnt, hat der steirische Putsch bewiesen. Die Geschichte der letzten Jahrzehnte zeigt eine erstaunliche — man muh schon sagen beängstigende — Parallelität zwischen dem Ablauf deutschen und österreichischen Schicksals. Von Oesterreich her wurden wir in den Weltkrieg gezogen, Oesterreichs Zusammenbruch bereitete auch unsere Katastrophe vor, Inflation und Stabilisierung, Kommunismus und Heimwehrbewegung erlebt Oesterreich einige Augenblicke vor uns, dem Krach der Wiener Kreditanstalt folgt der schwarze 13. Juli bei uns, sollte nicht denen, die durch blinde Starrheit und einen gefährlichen Machtwillen die Lage so kritisch gemacht haben, diese schicksalhafte Verbundenheit der beiden Länder eine Warnung sein, den Dogen nicht zu Überspannen? Daß die außerordentlichen politischen Spannungen auch in Ländern, die sich als .Sieger deS Weltkrieges" wähnten, ernste Sturmzeichen auslösen, zeigen die überraschenden Vorgänge auf der britischen Atlantikflotte, wo es infolge der Soldkürzungen des Sparprogramms der nationalen Regierung zu schweren Gehorsamsverweigerungen kam, die kaum anders als Meuteret bezeichnet werden können. Man wird sich davor hüten müssen, die Ereignisse schon als das Ende der britischen Seemacht zu bewerten, aber man darf sie auch nicht unterschätzen. Immerhin kamen sie doch so überraschend, daß sie der britischen Presse fast den Mund verschlugen. Aus der unerfreulichen Rolle, die unzufriedene und verhetzte Elemente unserer Kriegsmarine in der Vorgeschichte der Rovemberrevo- lution und in den düsteren Tagen des Zusammenbruches gespielt haben, wissen wir ja aus eigener Erfahrung, daß unter den auf engem Raum zu- sammengedrüngten Mannschaften der großen Schlachtschiffe Mißvergnügen und Unbotrnähigkeit am leichtesten Boden fassen können. Ob die Vorgänge auf der britischen Atlantikflotte, die durch passive Resistenz ihrer Besatzungen daran gehindert wurde, aus den schottischen Gewässern zu den beabsichtigten Manövern auszulaufen, sich als eine reine Lohnbewegung der mit der Kürzung ihres Soldes unzufriedenen Matrosen ohne jeben revolutionären Einschlag darstellt oder ob hier und da doch auch kommunistische Wühlereien mit im Spiel waren, läßt sich schwer beurteilen. Wenn gemeldet wird, daß die Matrosen ihre Gehorsamsverweigerung mit -three cheers for the Ring" begannen, um damit ihre durch den Streik Heue NoilenabrWngsvechandlimgen in Senf. Oie Sachverständigen Englands, Italiens und Frankreichs beraten die neuen französischen Vorschläge. - 3Rom hat wenig Hoffnung auf eine Einigung. Genf, 18. Sept (TU.) Die Verhandlungen der Flottensachoerständigen haben am Freitag nach dem Eintreffen des englischen Sachverständigen E r a i g i e in einer gemeinsamen Beratung mit Mafsigli (Frankreich) und Rosso (Italien) begonnen. Die Sachverständigen haben vereinbart, über ihre Beratungen keinerlei offizielle Mitteilung zu machen. Von italienischer Seite wird betont, daß sich die Beratungen ausschließlich auf die letzten französischen Flaltenvorfchläge beschränken, und das von englischer Seite keinerlei neue Vorschläge vorliegen. Auf italienischer Seite beurteilt man die Beratungen pessimistisch. Man nimmt an, daß die Sachverständigenberatungen über längere Zeit ausgedehnt werden, sieht jedoch vorläufig keinerlei Aussicht für eine Einigung zwischen den drei Seemächten, da die seit -er Londoner Flottenkonferenz ofsengebliebenen grundsätzlichen Streitfragen nach wie vor bestehen und eine Ueberbrückung dieser Gegensätze vor der Abrüstungskonferenz anscheinend auch nicht als wünschenswert angesehen wird. Ls besteht vielmehr der Eindruck, daß die italienische Regierung sich ihre endgültige Haltung in der Flottenabrüstung bis zur nächstjährigen Wellkonferen; Vorbehalten will. Nervosität in Paris. Nationalistische Kreise befürchten voreilige Konzessionen. Paris, 18. Sept. (CRD.) Die Nachricht von der Ankunft des englischen Flottensachverständigen S r a i g i e in Genf hat in gewissen französischen Kreisen große Erregung hervorgerufen. Der in Genf weilende Außenpolitiker des Journal fragt, warum denn gerade immer bann, wenn zwischen Frankreich und Italien eine Einigung in Aussicht stehe, ein englischer Vermittler auftauchen müsse. Vergeblich habe Frankreich in London und Rom Mitte August ein neues Memorandum in der Floitenfrage unterbreitet, das zwar das Recht, bereits 1934 oder wenigstens 1935 die nach dem 1. Januar 1937 die Altersgrenze erreichenden Kriegsschiffe durch neue zu ersehen, aufrechterhalte, aber immerhin doch zugestehe, daß sämtliche französischen Flottenneubauten jährlich nicht den Durchschnitt der letzten neun Jahre überschreiten dürften. Vergeblich habe der französische Sachverständige Massigli versucht, auf dieser Grundlage zu Verhandlungen mit dem italienischen Sachverständigen Rosso zu gelangen. Die Italiener hätten die kalte Schulter gezeigt. Jetzt ändere sich die Lage. Reue französische Vorschläge hätten auf die Italiener einen gün- stigeren Eindruck gemacht. Das Eintreffen des englischen Sachverständigen deute wohl an, daß er an diesen Verhandlungen teilnehmen wolle. Erzähle man nicht bereits, daß Frankreich einwilligen würde, jeden Ersatzbau bis Ende 1 9 3 6 aufzugeben oder wenigstens bis au den von der Abrüstungskonferenz zu treffenden Beschlüssen? Behaupte man nicht sogar, daß Frankreich bereits eingewilligt habe, feine Un* terseeboottonnage von 97 000 Tonnen auf 75 000 Tonnen, ja sogar auf 53 000 Tonnen herabzufetzen ? Wir wollen das nicht glauben, denn wir könnten es auch nicht begreifen. Warum sollte Frankreich heute schon neueKon- z e s s i o n e n machen wollen, während es diese neuen Konzessionen noch auf der Abrüst ungs ko nferenz in Vorschlag bringen könnte. nicht berührte Loyalität gegenüber dem obersten Kriegsherrn zu bezeugen, daß aber auf den gleichen Schiffen auch das „ßieb von der Roten Fahne" und andere kommunistische Gassenhauer gesungen wurden, so ist diese Parallelität für unsere Begriffe schwer verständlich. Immerhin scheint dies seltsame Nebeneinander nicht ohne Vorbild in der Geschichte der britischen Kriegsmarine zu sein. Die „Dossische Zeitung" gräbt eine interessante historische Reminiszenz aus an das Jahr 1797, in dem auf britischen Kriegsschiffen die rote Fahne des Aufruhrs gefetzt wurde, an Königs Geburtstag aber die roten Fahnen für 24 Stunden verschwanden und die Schiffe über die Toppen geflaggt wurden. Mit der gleichen Kriegsflotte sollte in den nächsten Jahren der große Nelson von Sieg zu Sieg eilen. Es liegt also eine gewisse Tradition in diesen Vorgängen bei der britischen Marine. So hat auch die nationale Regierung sich vorerst gehütet, die Meuterei anders als eine Lohnbewegung zu behandeln. Die Admiralität, an ihrer Spitze Sir Austen Chamberlain, wird dafür verantwortlich gemacht, durch allzu bureaukra- tischen Schematismus die vom Kabinett in Bausch und Dogen beschlossenen Einsparungen auf die einzelnen Gehaltsklassen ungleich verteilt au haben. Sir Austen Chamberlain ist indessen In der glücklichen Lage, die Schuld daran auf seinen Vorgänger im Amt, den Labourminister Alexander, abwälzen zu können, von dem er den neuen Desoldungsplan übernommen haben will. So ist der Parlamentsopposition der Wind für irgendwelche Agitationsanträge aus den Segeln genommen und das Unterhaus ist sich schnell darüber einig, daß Härten in der Besoldungskürzung und damit der Grund für die Unzusriebenheit der Matrosen schleunigst beseitigt werden sollen. Aber wenn man auch damit, was anzunehmen ist, der Bewegung auf der inzwischen in die Heimathäfen zurückgekehrten Flotte wieder Herr werden wird, so bleibt doch vor aller Welt eine moralische Einbuße, die nach der schweren Krediterschütterung der letzten Monate besonders schwer wiegt. Die Grand fleet, die Säule der britischen Macht in allen Meeren in offener Opposition, wenn auch nicht zur Krone, so doch zur höchsten zivilen Instanz, dem Kabinett, das ist ein Faktum, das sich aus der Erinnerung der für die Schwächen des britischen Riesen sehr hellhörigen Völker in allen Weltteilen, in denen der Union 3ad weht, nicht so leicht wird wegwischen lassen. Und daß von einer Lohnbewegung zum politischen Streik, von passiver Resistenz au offener Revolte nur ein beängstigend kleiner Schritt ist, wird auch den Herren im Kabinett und Unterhaus klar sein, die heute gemeinsam bestrebt sind, das peinliche Geschehen so schnell wie möglich und so geräuschlos wie möglich aus der Welt zu schaffen. Damit klopft Moskau an die Tür des britischen Reiches. Die schweren Krankheitserscheinungen, die Mitteleuropa, den weiten osteuropäischen Raum, Australien und den südamerikanischen Kontinent befallen haben, machen auch vor dem Empire nicht halt. Flottenstreik in England, Heimwehrputsch in Oesterreich, Attentatswelle in Mitteleuropa, sie sind nur verschiedene Formen des gleichen Leidens und die heute noch sich unangreifbar dünkenden Mächte täten gut daran, sich noch zur rechten Zeit auf die Solidarität der Völker zu besinnen, die für sie ein Gebot vorausschauender Klugheit ist, wollen sie nicht auch mit dem Strudel hinabgerissen werden. Oie kommunistische Internationale an der Arbeit. Moskau (über Kowno), 18. Sept. (TU.) Das Präsidium der Komintern hat alle Sek- tionen aufgefordert, zum 7. November Kundgebungen in allen Ländern oorzubereiten. Alle kommunistischen Parteien sind verpflichtet, trotz polizeilicher Verbote unter den Parolen „Schutz der Räterepublik" und „Kampf für die Revolution" zu demonstrieren. Besonders sollen in denjenigen Ländern Kundgebungen veranstaltet werden, indenendie Arbeitslosigkeit zunimmt, so Deutsch- land, Amerika und England. — In Neuyork erregt die Entdeckung einer geheimen Funkstation, die in ständiger Verbindung mit Moskau steht, riesiges Aufsehen. Die Station seihst ist bisher nicht gefunden worden. Angeblich soll die Antorg (eine russische Handelsgesellschaft) mit der Station in Verbindung stehen. Eine weitere bisher verborgen gebliebene Funkstation dirigiert die Verschiffung und Landung von Rauschgiften für den japanischen Schmuggelring. Japan besetzt Mulden. Kritische Lage in der Mandschurei. Tokio, 19. Sept. (WTD. Funkspruch.) Nach Mitteilung der japanischen Militärstellen haben die Japaner das Arsenal der Stadt Mukden angegriffen und sind in den Platz eingebrungen, nachdem sie das chinesische Lager nördlich der Stadt beseht hatten. Es kam im Innern Mukdens zu einigen Scharmützeln Awi- schen Abteilungen japanischer und mandschurischer Truppen. Angesichts der ernsten Lage wurde beschlossen, das Hauptquartier der japanischen Armee von Dairen nach Mukden zu verlegen. Ein neuer Zusammenstoß erfolgte bei Kuanschangtfe nördlich von Tschangtschun. Dort nahmen die Japaner die Stadt ein, die sie vorher beschossen hatten. Eine unbestätigte Nachricht aus Mukden besagt, daß das japanische Geschühfeuer die Stadt Peltajing zer stört und mehrere 100 Todesopfer verursacht habe. In Peking glaubt man, daß die japanischen Mili- tärbehörden so unvermutet gehandelt haben, um die Chinesen zu zwingen, die Angelegenheitdes Hauptmanns Nakamura zu regeln, der dem japanischen Generalstabe angehörte und im Juni in der Mongolei ermordet wurde, angeblich von chinesischen Soldaten der Mukdener Armee. Chinas Zögern, auf die japanischen Proteste weaen der Er- morbung Nakamuras zu antworten rief große Erbitterung in den militärischen Kreisen Japans hervor. In Nanking betrachtet man die Besetzung Muk- dens durch die Japaner als die Endwirkung einer heftigen, von japanischen Militärs betriebenen Propaganda zugunsten einer festeren Politik gegenüber China. Die Japaner sollen die Absicht haben, die ganze Mandschurei zu besetzen. Paris fürchtet die englische Schutzzollpolitik. Paris, 19. Sept. (WTD. Funkspruch.) Die geplanten Schutzzollmahnahmen der englischenRe- gierung beschäftigen die französische Oeffentlich- keit in starkem Maße. „Journal" meint, die Maßnahmen, die eventuell in London getroffen werden, könnten katastrophal wirken. Wenn England sich jetzt hinter Schutzzollmauern verschanzt, werden Repressalien folgen. Frankreich hat im vergangenen Jahr nach England für 7 Milliarden seiner Erzeugnisse ausgeführt, davon für 3,5 Milliarden Luxus waren. Eine Desteuerung ad valorem neben den bestehenden Zollsätzen für Luxuswaren würde genügen, um unseren Export tödlich zu treffen. Unsere englischen Freunde müssen es sich also gesagt sein lassen, daß eine derartige Gesetzgebung unserseits sofortige Schutzmaßnahmen erfordern würde und daß die sehr ernsten Schwierigkeiten, die sie unserem Handel und unserer Industrie schaffen würden, jede neue finanzielle Hilfeleistung Frankreichs fast unmöglich machen wurden. Kleine politische Nachrichten. Reichskanzler Dr. Brüning empfing für di« Fraktion der W i r t s ch a f t s p a r t e i die Abgeordneten Mollath und Freidel zu einer einftünbigen Unterredung. Der Kanzler soll insbesondere auf dem Gebiet der Kreditoersorgung des Mittelstandes eine eingehend« Prüfung der vorgetrage- nen Wünsche zuaesagt und betont haben, daß er wie die gesamte Reichsregierung die Notwendigkeit der Erhaltung eines lebensfähigen Mittelstandes in vollem Umfange erkenn«. Das Reichsgesetzblatt Nr. 62 veröffentlicht eine Durchführungsverordnung, nach der der § 6 der Verordnung des Reichspräsidenten über die Auszahlung von Dienstbezügen vom 18. Juli 1931 aufgehoben wird. Danach ist also in Zukunft die geteilte Auszahlung der Monatsgehälter in Privatbetrieben nicht mehr statthaft. • Ehemalige Angehörige der „NationalsoAialistischen Kampfgemeinschaft Deutschlands" haben sich zu der „Kampfgemeinschaft Deutscher Revolutionäre" zu- summengeschlossen. Maßgebend für diese politische Neugründung war das angebliche Versagen der bisherigen Führung Strasser-Buchrucker. -Die Kampfgemeinschaft Deutscher Revolutionär« erstrebt das Ziel, die Errichtung des nationalsozialistischen großdeutschen Arbeiter- und Bauernstaates. Sie kämpft gegen Reaktion und Marxismus, gegen Versailles und Kapitalismus, gegen Legalität und Demokrat tie, für die sozialistische Wirtschaft, den national« sozialistischen Staat und die deutsche Kultur. Die brasilianische Regierung gibt bekannt, daß sie infolge der akuten Wirtfchafts- depression nicht in der Lage gewesen ist, in genügendem Maße Devisen aufzutreiben, um die im Oktober fällig werdenden Zinszahlungen für die Auslandsschulden zu leisten. Es handelt sich in der Hauptsache um die beiden 4,5prvzentigen Anleihen von 1888 und 1889, sowie die 5-ProAent-Anleihe von 1913, die von der Nichtleistung der Zinsbeträge am 1. Oktober betroffen werden. Aus aller Well. „Graf Zeppelin" Hal die Kanarischen Inseln passiert. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" hat dem Luftschiffbau Zeppelin um 6 Uhr früh MEZ. folgenden Funkspruch gesandt: „27,08 Nord, 16,40 West". Damit hat das Luftschiff die Kanarischen Inseln bereits passiert. Zwei deutsche Flieger in der Mongolei. Die deutschen Flieger Kölner und Ratje sind in Peking eingetroffen. Sie wurden bekanntlich am 2. Juli in der Mongolei mit ihrem „Eurasia"-Postflugzeug von Mongolen abge- f ch o f s e n, wobei Kölger einen Treffer ins Knie erhielt, der die Amputation des Beines nötig machte. Die beiden Flieger wurden wegen angeblicher Spionage widerrechtlich zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Zehn Wochen haben sie unter ungeheuren Qualen in einem mongolischen Zuchthaus verbracht, wo ihre Nahrung aus Hammelfleisch, Käse und Milch bestand. Auf Betreiben der deutschen Regierung gelang es der Sowjetregierung endlich, die Freilassung der Flieger zu bewirken. Autobandtten feuern auf offener Straße. Ein tolles Banditenstück, bei dem ein S t r a * ßenpass ant sein Leben einbühte und mehrere andere verletzt wurden, verursachte in der Spichernstrahe in Köln große Aufregung. Ein Autodieb, der dort einen unbeaufsichtigten Personenkraftwa'gen rauben wollte, wurde dabei von der Besitzerin überrascht. Auf die Hilferufe der Frau eilte ein mit seiner Familie die Straße passierender 35jähriger Mann herbei. Der Verbrecher zog sofort einen Revolver und jagte dem Mann eine Kugel in den Kopf. Der Tod trat auf der Stelle ein. Der Autodieb floh mit einem Komplicen in dem gestohlenen Kraftwagen. Auf der Fahrt gab er noch sieben Schüsse ab, durch die zwei Männer und eine Frau verletzt wurden. Das Ueberfall- kommando nahm die Verfolgung der Banditen auf, die jedoch bisher erfolglos geblieben ist. Lin Fassadenkletterer auf dem „Großen Michel". In Hamburg ließ sich ein Kommunist, der den Turm der großen Michaeliskirche bestiegen hatte, von dort aus am Blitzableiter auf den ersten Absatz des Turmes herab. Unter Lebensgefahr entrollte er bann auf ber äußersten Kante eine rote F a h n e. Polizei und Feuerwehr gelang es, den Waghalsigen aus seiner gefährlichen Lage zu befreien. Oie Wettei-lage. 10, j?0! Thorsen' Oslo W5- Aberdeen- ------Val ■ankf. 'ans Wien [»ent (len ienf (ManU ’ Oeriit O vonenlos 0 neiter. 0 halb bedeckt ® wolkig. • bedeckt • Kege^ * Schnee «graupeln e hebet K Gewitter.® Windstille. ■O' sehr leichte» Ost massige» Südsüdwest q stürmische» «ordtfesl Ole Piene fliegen mit gern winde. Pie beiden Stationen stehenden Zahlen geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mir .gleichen etil neeresniveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Da die Luftbewegung sehr gering ist, blieb die feucht-warme Luft auf dem Festlande und mit ihr auch die Nebeldecke erhalten, aus der vereinzelt sogar leichter Sprühregen niedergeht. Doch hat sich das Hochdruckgebiet im Westen enorm gekräftigt und weist über Irland Barometerstände von über 773 Millimeter Luftdruck auf. Es ist damit zu rechnen, daß sich der Hochdruck allmählich auf das Festland vorschiebt, wobei durch die absinkenden Luftmassen tagsüber die Nebeldecke zur Auslösung kommen wird. Die Temperaturen ändern sich zunächst noch sehr, wenig, allerdings dürfte später bet mehr aufheitern-- dem Himmel ihr Unterschied zwischen Tag und Nacht etwas größer werden. Vorhersage für Sonntag: Morgens neblig und diesig, tagsüber aufheiternd, meist trocken, noch wenig veränderte Temperaturen. Aussichten für Mont ag : Weiterhin Frühnebel, sonst meist heiter, trocken, Tempera- turgegensahe zwischen Tag und Nacht sich etwas verschärfend. Lufttemperaturen am 18. September: mittags 17,2 Grad Celsius, abends 13,4 Grad: am 19. September: morgens 13,4 Grad. Maximum 18,5 Grad, Minimum 13 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. September: abends 15,4 Grad, am 19. September: morgens 14 Grad Celsius. — Niederschläge 0,4 Millimeter. — Sonnenscheindauer etwa acht Minuten. Ein gutes Barometer Ist der zuverlässige Wetterprophet Im Haus. Barometer, Hygrometer, Thermometer f. drinnen u. draußen in all. Preislag. bei Optiker lagnne, Marktplatz 18 ** Kleb i»3®«' ? K-Sä L'K- bäume"''M. Mbe un > Die nen Ä Ze Srli • sicherMnle- drack sie Eder 2 JÄiefjen die V vierem K Erwachse aö D|r ;. nifit 1 fett «»•JE SjSri» °°" ,7d«ch Cm durch die P Laubbaum K w, M sinM § srfinge durch die den ganzen hn in U in Selb, n Ä ziehen s M Dann ist Mn der Dau, Mtenem cchri Mtig weiter. M Morgen sch sf den Telegraf Hernd Tat. Sie Kr bleiben stehl |te sich alles exja' die jüngeren l n uns aus: Kön 'legen in schöneri linier verbringe: utommen/ Was di der schlimmste, Stil, prophezeit wc / 6o mischen die: des Abschiedes vi gar ernste Tedan' wollen sich losen, len vir überhan, davon besser? ( lieber mit dem Und ge! unchristl ist doch i Io gänjlh Ilnd vim. 6/o Han, ■ Mr Visse ist gar w Gichi Die am Mitti ten der Giehem Ichastswelt in d bis 6.011ob unserem heutige gramm der als bezeichneten De bchaumesse auf Groststadtunlerni Rn loll, toirö 3d. September v schließen, dem -rtlerie folgen . -rsmal bei der? Gewinne um Rtn Lotterien Mm gröbere Q tafle der @ eine. Stimm/ C,ncf0l[Cn vlimmabgabe die flnOn öen 6ji Mer Ä i.l'Ml wird in Attbereins in , ^.Zeitverhältn tote W^nen. $ der Ker in z. RZE! äTH* 5 L'- sW «"*1 ot Bert. LZK Monjo^ Ion btt ■ nle rechtlich er“rteilt fluten QuaÄ Fracht, tD0 L öffasS °llmet Sfraftt Nhuinetta. 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Diele sitzen schon im geheizten Zimmer und schauen nach den ziehenden ^vollen. Aus den Feldern brennen die ersten Rat- tosselseuerchen. hier und da lassen die 3ungenS ihre Drachen steigen. Don der Hecke leuchten die roten Hagebutten, und hefschwarze Brombeeren lugen au« dem dunklen Laube. Unter den Obst- bäumen ftehert die Leitnm ringsum gefüllte Körbe und Säcken der Herbstsegen wird geborgen. Die lange wird« dauern, und die Buben können mit dem „Aepfelstopveln". do« dieses Jahr sicherlich reiche Erträge abwerfen wird, beginnen. Lasten wir unterer Jugend die Freudei Mag sie sich noch draußen tummeln I Die Herbstferien stehen ja vor der Tür. Unsere Buben und Mädchen geniehen die schönen Tage, die so selten kommen, aus Dollerem Herzen, mit offeneren ©innen als wir Erwachsene, die wir genug zu tragen haben an der Dot der Zeit. Aber trotz alledem! 3m Zimmer wollen wir nicht fitzen bleiben. Was uns der Sommer nicht gab, soll unS der Herbst bringen. Wenn auch die Erde von dichtem Debet bedeckt ist, wir wandern dcxch hinaus. Wenn auch die Felder bald ganz einsam und oerlaffen daliegen, wir wandern durch die stillen Wälder. Das letzte Aufleuchten der Waldblumen, die ersten bunten Blatter der Laubbäume, fic zeigen uns die Schönheit deS Herbstes. Wenn auch nur noch einzelne Dögel singen, nur hier und da einsame Schmet- terUnge durch die kühle Luft taumeln, wir empfinden den ganzen Zauber des Waldes am stärksten in diesen Herbsttagen. Ueberall glüht es in Rot, in Delb, in Braun und Grün, und am Abend ziehen violette Schatten über die Landschaft. Dann ist der Wald am schönsten. 3n den Wivseln der Bäume träumt die Stille. Dur mit verhaltenem Schritt wandern wir langsam und vorsichtig weitet. — 2lm Morgen schon versammelten sich die Vögel auf den Telegraphendrähten und hielten zwitschernd Dat. Sie rüsten sich zur Südlandreife. Wir bleiben stehen und lauschen. Was werden sie sich alles erzählen? Ob wohl die älteren Dö- gel die jüngeren belehren? Und der Wunsch steigt in unS auf: Könnten wir auch, wie sie, hinausfliegen in schönere Länder, könnten wir dort den Winter verbringen, um dann Im Frühjahr zurückzukommen! WaS wird uns dieser Winter, der als der schlimmste, den unser Daterland je erlebt bat. prophezeit worden ist, bringen? So mischen die Herbsttage in die leise Wehmut des Abschiedes von Sonne und blauem Himmel gar ernste Gedanken. Schwere, bangende Fragen wollen sich lösen. Kennen wir die Antwort? Sollen wir überhaupt diese Frage stellen? Wird c« davon besser? 3ch glaube nicht. Halten wir eS lieber mit dem Dichter Theodor Storm: UnD gehl es draußen noch so toll, unchristlich oder christlich, ist doch die Welt, die schöne Welt so gänzlich unverwüstlichl AlnD wimmert auch einmal daS Herz, — Sto han, und laß es klingen I Wir wissen'- doch, ein rechte- Herz ist gar nicht umzubringen.... P. Gießener Oktobertage. Wie am Mittwoch bereit« berichtet, veranstalten der Dießener DerkehrSverein und die Ge- schäftswelt in der Zeit vom 3 0. September biS 6. Oktober eine Werbewoche. 3n unserem heutigen Anzeigenteil wird das Programm der als „(Siebener Oktobertage" bezeichneten Veranstaltung bekanntgegeben. Die Schaumesse auf Oswaldsgarten, die eine Anzahl Großstadtuntcrnehmungcn dem Publikum vorführen soll, wird die Werbewoche einleiten. Am 30. September wird sich der Herbstpferdemarkt anschliehcn, dem am 1. Oktober die Pferdemarkt- Lvtterie folgen wird. Bemerkenswert ist, daß diesmal bei Der Pferdemarkt-Lotterie die Anzahl der Gewinne um 200 Stück gegenüber den vis- herigen Lotterien erhöht wurde, fo daß den LoS- läufem größere Gewinnchancen geboten werden. Dom 30. September biS 6. Oktober werden die Werbetage der Gießener Geschäftswelt ftattfin- den, die mit einem Schaufensterwettbewerb verbunden fein sollen, bet dem das Publikum durch Stimmabgabe die PreiSrichterfunktion erfüllen kann. 3n den Sälen der Liebigshöhe wird vom 3. biS 6. Oktober eine große Obst-, Gartenbau- und 3agdauSstellung der breitesten Oeffentltchkett zugänglich gemacht. Die Reichhaltigkeit dessen, waS in dieser Schau dem Publikum gezeigt werden soll, wird in der heutigen Anzeige des Der- kehrSvereinS in großen Umrissen gekennzeichnet. Den Zeitverhältmssen entsprechend sind die Eintrittspreise sehr niedrig bemessen worden, damit auch die weniger bemittelten Mitbürger ohne allzu drückende Ausgaben die sehenswerte Schau besuchen können. Der große Kunsttum-Wettkampf am 4. Oktober in der DolkShalle, die3ahrestagung des Landesverbandes der Hessischen Obst- und Gartenbauvereine, die 3ubiläumsfeier des Der- einS „Hubertus" in Gießen und UntcrhaltungS- barbietungen mancherlei Art im Theater, im Lichtspielhaus und in den Gaststätten Werben den „(Siebener Cltobertagen“ Weitere Anziehungspunkte geben. Wechsel im Dorsitz des Aliceschulvereins Der Dorsitzende bc« Allceschulveretns, Herr Stadtschulrat Professor Dr. Alles, ist — Wie man unS schreibt — vom Dorsitz zurück- getreten, nachdem er schon vor zwei 3obren au- seinem staatlichen Amt geschieden ist, da er die Altersgrenze erreicht hatte. Herr Dr. Alles übernahm im 3ahre 1925 die Leitung des Der- eins. Herr Geh. Rat Fromme hatte die Ce» minare des Dereins durch die drangvollen 3ahre des Krieges und der 3nflation hindurchgeführt. Aufgabe des neuen Dorfihenden War eS, die Unterrichtsanstalten des AlicevereinS, die für die berufliche Ausbildung der weiblichen 3ugend unserer Stadt und ihrer Umgebung so wichtig find, Weiterzuentwickeln. Das ist ihm in vollem Maße gelungen, die Seminare haben gerade in diesen letzten 3ahren eine hohe Blüte erreicht. Herrn Dr. Alle- ist eS auch gelungen, einen langjährigen Wunsch deS AlicevereinS in Erfüllung zu bringen: Ostern 1929 Wurde hier ein Turnseminar eröffnet, in dem sich Mädchen zu Turnlehrerinnen auSbilden können. AlS am 28. und 29- September 1928 der hiesige Alice- verein daS Fest seine- 50jährigen Bestehen- feierte, konnte Herr Dr. Alle- stolz auf da- blühende Schulwesen des DereinS schauen. Wenn er jetzt zurückgetreten ist, um die Wohlverdiente Ruhe zu genießen, so sicht ihn der Aliceverein ungern scheiden. Herr Dr. Alle- kann aber seines DankeS sicher sein. Auch die gesamte Oeffentlichkeit unserer Stadt ist ihm Dank schuldig für seine aufopferungsvolle Tätigkeit im Dienste der weiblichen 3ugend unserer Stadt, bieten doch die Unterrichtsanstalten deS AlicevereinS (Fröbel« feminar, hauSWirtschaftlicheS, Handarbeit-- und Turnseminar) unfern Töchtern die einzige Möglichkeit, sich hier für rein Weibliche Berufe vorzubereiten. (Wie Wir hierzu noch erfahren, hat Herr Oberstudiendirektor Dr- K a 1 b f 1 e i f ch, Der Leiter unserer Studienanstalt. Den Dorsitz des Aliceschulvereins übernommen. — D. Red) Gießener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt DaS Pfund: Butter 140 biS 150; Matte 30 bi« 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 8 biS 10; Weißkraut 6 bis 7; Rotkraut 8 bis 10; gelbe Rüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10; Spinat 20 biS 25; Römischkohl 8 bis 10; Dohnen 15 bis 25; Unter-Kohlrabi 5 biS 6; Tomaten 20 bis 25; Zwiebeln 8 bi« 10; Meerrettich 40 bi« 80; Kürbis 5 bi« 6; Pilze 20 bi« 25; Kartoffeln 3,5 bi« 4; Frühäpfel 8 bi« 10; Falläpfel 3 bi« 4; Aepsel 8 bi« 10; Dirnen 8 bi« 15; Dörrobst 30 bis 35; Pfirsiche 40 bi« 60; Preihelbeeren 30 bi« 35; Brombeeren 30 bi« 35; Zwetschen 10 bi« 12; Honig 40 bi« 50; junge Hähne 90 bl« 100; Suppenhühner 80 bi« 100; Düsse 35 bl« 40; da« Stück: Tauben 50 bl« 60; Eier 11 bl« 12; Blumenkohl 30 bi« 70; Salat 5 bl« 10; Salat- gurten 10 bi« 20; Einmachgurken 2 bi« 4; n b Gteh.Anz. |Wohnungstausch| Schöne 3-Zimm,-Wohnung l.Sick.m.Mansarde, Gart., Gas u.Elektr., 44.— Mk. geg. gröh. zu tauschen. Schrift!. Angeb. mit Beding, u.05418 lt d.GH. 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VanAran-i-ko, ®nbe August 193L Tie Sprache be« Amerikaner« ist in den letzten Jahren um ein merkwürdige« Wort bereichert worden: Racketeer! Racket ist ein Dallschläger, e« kann auch Lärm und dergleichen heißen, aber man würde weder von einem noch vom andern darauf kommen, baß ein Aacketeer Im heutigen Amerikanisch einen Menschen bezeichnet, der al« Häuptling oder Alitalied einer Bande, einer sog. ..gang", illegale Kontributionen und Erpressungen mit Androhung, ost auch mit Anwendung von Gewaltmitteln eintreibt. Ter bekannte Zeitung«besitzer Hearst, der auch al« Erster für eine Milliardenanleihe aut Ernährung der Arbeitslosen im kommenden Winter eingetreten ist, — ein Plan, den der (Gouverneur von Pennshlvanien, Pinchot, eben in einer großen Rede in Detroit weiter propagiert hat — verlangt in seinen Blättern, man solle die Banden behandeln al« da«, wa« sie seien: eine fremde feindliche InvafionSarmee. 3. Trail ein angesehene« Kongreßmitglied, hat dazu öffentlich die folgende örfiärung abgegeben: .Gangster, Racketeer«, Bootlegger (Alkoholschmuggler) und organisierte Plünderer rauben da« amerikanische Bolk au«. Ihre Operationen sind da« größte Geschäftsunternehmen in den Bereinigten Staaten geworden. Sie beherrschen und kontrollieren Polizeibeamte, Parteiorganisationen und mitunter f e l b st die Gerichte und ganze Städte. Laster, Derbrechen und angemahte Privilegien sind zum Gefchäst gemacht und haben sich für ihren Profit gegen die Wohlfahrt der Ration verbündet. Ihre Befehlshaber sind meist nichtnaturalisierte Ausländer, die in dies Land gekommen sind, um durch Derbrechen ihren Dorteil zu suchen. Diese Meister deS Verbrechens haben Millionen von Dollars ausgehäuft, mit denen sie Beamte bestechen, Gerichte beeinflussen und eine Armee von Banditen unterhalten, zu dem Zweck, die Frevel auSzufüh- ren, die ihnen ihre Generale besehlen!" So ein Mitglied deS amerikanischen Kongresses in öfsentlicher Rede. Amerika ist groß, unb alle Verhältnisse sind hier mit Energie geladen: waS man in Alt-Suropa schon als Anarchie bezeichnen würde, wird hier immer noch verhältnismäßig leicht ertragen. Da« Racketeerunwesen hat aber tatsächlich Dimensionen angenommen, die in der amerikanischen Oessentlichkcit eine starke Llnruhe erregen. Die Sache nahm ihren Anfang von der Prohibition, die'geradezu ein Faktorder Demoralisierung für da« amerikanische Leben geworden ist. Wenn man von den wenig zahlreichen GewissenSprohibitionisten absieht, so ist Trinken, und zwar unmäßige« Trinken, geradezu ein selbstverständliches Zubehör der Ge- settigkelt geworden. Wer nicht reichlich Alkohol aussahren läßt, ist ein lumpiger Gastgeber. 3n den sieben Jahren, da ich Amerika nicht gesehen habe, sind die Zustände direkt skandalös geworden. Auch die Frauen trinken und betrinken sich jetzt. Am bedenklichsten ist der wüste AlkoholiSmuS unter der Jugend, bis hinunter zu den Schulmädchen. L« gibt keine Tanzerei ohne Whisky und Gin, und cS ist gar keine Schande mehr für ein junges Mädchen, auf einem Studentenball zum Schluß betrunken auf dem Sofa zu liegen. 3ch habe Zeugnisse dasür, die mehr als beweisend sind Mit der Besriedigung diese- AlloholbedarsS und mit einem immer verstärkteren Angebot hat daS Treiben der Gangsters und jt artete e r t angefangen. Die Gewinne dabei sind sabcl- 6a1t. Man hat daS Einkommen deS berüchtigten Thikagocr Häuptling« Al Tapone. der 10 Brauereien besitzen soll, und den SchnapSkonsum einer Diermillionenstadt kontrolliert, auf zehn Millionen Dollars jährlich geschätzt. Andere sagen, das sei noch zu wenig. Das meiste Geld kommt aus der Belieferung der .Flüsterkneipen" (Speakea- fiefl) und RachtklubS, davon es in jeder Groß- Rom wird Hafenstadt. Don Dr. Gustav W Gberlein, Rom. Mussolini hat den Befehl ausgegeben, die stundenweit im Lande liegende und von einem zwanzig bis dleißia Meter breiten Steppengürtel umgebene Hauptstadt Zu einer modernen Hafenstadt zu machen. Die Steppe ist zu entseuchen, von der Malaria zu befreien, der Hafen an der Tibermündung zu errichten. Sehr interessant. Aber wo mündet der Tiber? Welcher Römer hat das schon gesehen? Dort hinten, sagte der Schäfer, den ich fragte, wer weiß wo (Er weidete seine Herde, wo schon einmal die Schisse aus- und einfuhren und jetzt eine Stabt aus tausendjährigem Schlafe erwacht. Der Sand hat sie eingelullt, der seine Dünensand, daß die Schafe dahinzogen über Tempel und Thermen, über Handels- Häuser und Kneipen. Spätere Menschen, die nicht mehr berauben, sondern nur sehen wollten die Königin des Tyrrhenischen Meeres, zogen die Decke von ihr herunter und so rollen die Kippwägelchen tagaus, tage in über das Gras, über die Straße, unter die «chafe: 0 ft i a , bie säulenherrlichen Hafenstadt, ist wieder so weit ausgegraben, daß man die steinernen Stiegen des Getreidehoses hinaufsteigen, über den „großen Stern* bummeln und in der Bar leinen rjut an den Dronzenagel hängen kann, wie der Besucher des Jahres 31. Damals regierte Tiberius. (Es scheinen aber wenig Menschen zu kommen, die so seltsame tragen stellen. Wo ist die libermün- Jung? Auch der Straßenwärter schüttelte den Kopf. Wie lange er denn sein Amt hier versehe, frage ich weiter. Run, so dreißig Zähre werden es schon sein, eher mehr. Und in dieser ganzen Zeit habe er niemals nach der Mündung des heiligen Stromes gesucht. die m der Luftlinie kaum fünf Kilometer ent- fernt sein könne? Rein. Wozu auch, Herr? Das sollt« ich dort? Die Menschen der Campagna drängt es nicht nach dem Meere, dem Urbecken des Mistens. Dom Süden herauf über die pontinifchen Sümpfe hinauf bis nach Livorno zieht sich die Küste des gelben Todes der Malaria. Warum in ihren giftiaen Atem rennen? Wozu auch? Jahrhundert über Jahrhundert steigen dort auf und versinken und verfaulen wie die irdischen Dinge, die der Tiber außer Landes trägt. Was gehen sie uns an? Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten)Samstag, 19. September 1931 stabt unzählige gibt. 3n biefen Geheimlokalen fließen Whisky und Ehampagner in Strömen, und wollte e« ein Inhaber wagen, sich anderSwo als an der befohlenen Stelle zu Dedorgen. fo hat er die Äugel im Le be 3n Reuhork sind am 1. August fünf auf der Straße spielende Kinder durch Ge- wehrfeuer au« einem Auto verwundet worden, dadurch die Straße sauste, um ein Strasgericht an einem Derfehmten zu besorgen. Sin Kind ist gestorben, die Verbrecher sind nicht gefaßt. Kürzlich sollte 21 Tapone vor Gericht gestellt toerben, und die Komödie, die darau- wurde, ist Vie beste Illustration zu den scharfen Worten deS Deputierten Trail. Die Justizverwaltung in Washington — eS berichten die Zeitungen — yielt eS für notwendig, etwa- für die Beruhigung der öffentlichen Meinung zu tun und ließ AI Tapone unter der Hand wissen, wenn er sich de- Prohibition-Vergehens und der Einkommen- steuerhinterziehuna schuldig bekenne, so werde er gelinde abkommen, wahrscheinlich mit einer Geldstrafe. die er lächelnd bezahlt hätte, und höchsten- noch etwa- vergnügtem Gefängnis. Zur peinlichen Lleberraschung Ai Tapone« und des Iustizdepartementes wollte aber der amtierende Richter von diesem Pakt nicht« wissen und präparierte eine scharfe Sentenz. Run zog Tapone« Anwalt da« Geständnis zurück und ber Fall wurde — natürlich — vertagt. Die Racketeer« haben nicht nur den Alkohol monopolisiert, um den Schlachten unter ihnen selbst geschlagen, Morde und andere blutige Strafen verhängt werden, fondem ihr llntocfcn dehnt sich aus jede« Gebiet au«, auf dem die organisierte Erpressung möglich ist: den Gemüse- und Milch- Handel, da« Beladen und Entladen von Eisenbahn- zügen, ja selbst die Einschmuggelung von Einwanderern hinter dem Rücken der Behörde. Auch dazu finden sie bestechliche Beamte, die mitmachen. Wenn die Milch um einen Cent in einem Bezirk steigt, weiß der Reuyorker Be- scheid! .Wenn eine feindliche Armee im Lande den Schaden anrichtete, wie die Racketeer«", sagt Trail, Jo würden alle Kräfte de« Staate« mobilisiert werden — warum nicht gegen daS organisierte und .kommerzialisierte' Derbrechen?" Keine Fortschritte in Gens. Außenpolitische Llmschau. Von Dr. Otto Hoehsch, o. 6. Pros, der Geschichte an der Universität Äerlin. Am 15. September ist daS sog. Stillhalteabkommen in London endgültig unterzeichnet worden. Der Abschluß hat aber doch längere Zeit gedauert, als man glaubte, aber er ist wenigstens eine Atempause. Richt mehr! Eine Atempause wofür? Damit wir im Innern unsere Verhältnisse, soweit irgend möglich, in Ordnung bringen und, was noch wesentlicher ist, in Ordnung halten: und: damit draußen die Vorbereitung getroffen werde für die endgültige Regelung deS Reparation-- und Schuldenproblems. Man muß fo rechnen: zwischen Ablauf deS Stillhalteabkommen- und des Hoover-Feior- IahreS liegen nur vier Monate. Am Ende des Hoover-Iahces muß eine Einigung über die deutschen Zahlungen erreicht fein, sonst werden die Gläubiger schwerlich das Stillhalteabkommen erneuern wollen. Man sieht: ein Jahr scheint eine lange Zeit, und bei solcher Betrachtung ergibt sich, wie knapp die Fristen sind, die gestellt wurden. Darüber haben soeben die Leiter der amerikanischen Bundesbanken, der Fädäral-Reserve-Banks, bei ihrer Dierteljahrs- konferenz in Washington mitHoover ausführlich gesprochen. Sie haben ihm einstimmig empfohlen, das einjährige Moratorium für Kriegs- schulden und Reparationen sofort auf drei oder fünf Jahre zu verlängern. Danach glauben diese Männer also nicht, daß eine endgültige Regelung der Internationalen Schulden- frage bis Mitte nächsten Jahres möglich fei. Das ist auch wahrscheinlich. Aber nicht wahrscheinlich ist, daß Hoover jetzt schon das Moratorium auf drei oder fünf Jahre verlängern wird. Er hat öfter sich dahin ausgesprochen, weitere Schritte in der Dchuldenfrage nicht zu unternehmen, bevor der Kongreß das einjährige Moratorium nachträglich ratifiziert hat. Der Kongreß tritt aber erst im Dezember zusammen. Kurz daraus beginnt die Abrüstungskonferenz, ilnb soeben ist noch einmal, was niemand überrascht, aus Amerika erklärt worden, daß die Regierung jede Erörterung über eine Revision, eine Herabsetzung der Schulden vor Beendigung der Abrüstungskonferenz adle hnt. Ohne Zweifel ist darin auch ganz Amerika mit seinem Präsidenten einig. Man kann danach etwa so rechnen, daß der Kongreß im Dezember das Schuldenjahr ratifiziert und daß, während die Abrüstungskonferenz läuft, über die Verlängerung des Echuldenseierjahres um ein 3ahr oder mehr gesprochen wird. Diese ganzen Zusammenhänge muß man sich immer vor Augen halten und — woraus es unS vor allem ankommt — muß die deutsche Regierung sich klarmachen, daß sie in einen verhältnismäßig engen Zeitraum eingespannt sind, innerhalb dessen borbereitet und gearbeitet werden kann. Die deutsche Regierung kann die Reparationssrage jetzt nicht einfach eine Weile zu den Akten legen, weil die Schulden auf ein Jahr gestundet sind und die Stillhalteaktion gelungen ist. Sie muh heute schon sich darüber klar werden, was sie dazu in den nächsten Monaten zu tun und vorzubereiten gedenkt. Das ist der große Rahmen, in dem sich unsere Erwägungen bewegen müssen. Wie hilslos, wie ergebnislos, wie wenig nützlich dafür ist doch alles daS, was jetzt eben in Genf geredet wird. Besonder- nach Erledigung der Zollunion-frago verliert die diesmalige Völkerbund-Versammlung vollend- an Interesse. Sie ist ungewöhnlich matt. Jedermann weiß, daß sie irgendwie fördernde Ergebnisse nicht zustande bringen wird. Um die Erledigung der ZollunionS- frage geht jetzt der Streit in Deutschland. Der Spruch deS Haager Gerichtshof- ist ein politischer Spruch. Das bedarf keine- Wortes und daS bedauern wir im Interesse eines Gerichtshofes, der bisher daS größte Ansehen der Welt sich gewonnen hat. Es sei bemerkt, daß Befürchtungen in bezug auf eine „Politisierung" des Haages schon vor einem Jahre in Genf laut wurden, als die Reuwahl der Richter vollzogen wurde. Roch bevor der Spruch öffentlich ergangen war, haben die beiden Regierungen in Genf auf den Plan vernichtet, nicht auf die Idee solcher Zusammenschlüsse überhaupt. — ganz im Gegenteil — wohl aber auf die im Frühjahr eingeleitete Aktion, Deutschland und Oesterreich in einer Zollunion miteinander zu verschmelzen. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß diese Aktion in den luftleeren Raum hinein vorgenommen wurde, ohne richtige und reale Betrachtung der Lage und der im Augenblick auf die Lage einwirkenden Faktoren. Der Gedanke an sich war und ist richtig und gut, aber er wurde zur unrechten Zeit, in einer unmöglichen Situation in Angriff genommen, und dazu mit dem Mangel an wirklicher diplomatischer Vorbereitung, der leider so charakteristisch für die deutsche Diplomatie war und ist und wahrscheinlich leider GotteS auch bleibt. Ein Mangel, der die besten Ideen und Aktionen gefährdet oder kaput macht! Unabhängig von der Aktion freilich war eS, daß im Juli der furchtbare Zusammenbruch in Wien eintrat, Oesterreichs Lage sich wirtschaftlich so verschlechterte, daß Hilfe gesucht werden muhte, wo sie 06 finden war, und bah es so natürlich jede ihm gestellte Bedingung annehmen muhte. Wie unterwühlt feine ganze Situation Näherkommen zu einem verdächtigen, nasebeleidigen- den Gerippe, man weiß nie, ob die Ueberreste tieri- schcn oder pflanzlichen Ursprungs sind. Das ist eben so, wenn der Teufel ausspuckt, sagt ein Fischerjunge und beißt einen lebendigen Krebs ab wie einen Zuckerstengel. Gewölle des Meeres, Gekröse des Flusies — die Möwen sind auch nicht wählerisch. Man hört sie nicht keifen und schelten, wie an den nordischen Seen, der Sturmwind frißt jeden Laut. Hier ist kein Platz für ein StrandcafS, hier.^zieht's*, hier zieht's ganz abweisend. Gut, daß der Fuß tief in den Streusand einsinkt, so hat man doch mehr Halt. Der Sand bringt freilich auch in den Nacken ein, in die Augen, in die Nase, durch die Kleider hindurch und beißt. Es sind so viele feine Salz» lristalle darunter. Wenn man eine Thermosflasche aus Aluminium achtlos stehenläßt, ist sie in einer Stunde zerfressen. Den Staat kommt die Salzgewinnung billig zu stehen, er schöpft es einfach aus den natürlichen Tellern, die das Meer beim Zurück- gehen gefüllt zurückläßt. Schon die alten Römer nützten diese Salinen. Unendlich di« Einsamkeit, — so muß es vor der Schöpfung ausgesehen haben. Mein Hund kauert sich zwischen meine Füße und fängt eigentümlich zu heulen an. Es klingt urhaft. Wenn er so einen Knäuel aus Pinienfasern, wie sie zu Tausenden Herumliegen, zu Hause hätte, würde er ibn mit Freudengeheul Herumjagen. Jetzt drückt er sich in die vom Wind niedergewalzten Disteln, ohne der Stacheln zu achten. Es ist der Wind der Ewigkeit, der vom Meere hereinfegt. Die Krebse, die Seeigel, die Tintenfische, wie sie hier springen und rollen und faulen, sie sind dort, wo der Sand versteinerte, vor hunderttausend oder Millionen Jahren mitoerfteinert. Da ist nicht der geringste Unterschied im organischen Aufbau, in Kopf und Gliedern fest zustell en. Was sind zwanzigmal hundert Jahre für den Sand, der Ostia begrub? Damals lag es am Meere, gewiß, und jetzt liegt es eine Stunde einwärts, so emsig hat der Tiber an- gestückt. Warum soll man jetzt nicht das 20 Kilometer entfernte Rom wieder ans Wasser rücken? Aber das Meer ist weit und der Wind immer derselbe ... . •. Der Hund fährt hoch, ein Flugzeug ist vorn Himmel heruntergejagt und geht in der Tibermündung nieder. Es kommt vom „anderen Ufer*, von Afrika her. Zwei, drei Pasiagiere steigen aus, ein Autobus wartet schon, sie rollen davon. Schiffbar ist der Tiber auch nicht. Für die kleinen Schlepper, die man ab und zu in Rom braucht, das erst in den letzten Jahren seinen natürlichen Badestrand entdeckt hat, für die paar Küstendampfer, chen und Segler haben sie einen Kanal abgezwängt, der mühsam genug ausgebaggert wird. Hier liegt Fiumicino, ein armseliges Fischernest, es steht da sogar eine große deutsche Flaschenfabrik, von der die Mär geht, sie habe sich in dem Glauben nieder- gelaßen, man könne ohne weiteres den Strandsand zu Glas einschmelzen, aber die eigentliche Mündung des Stromes bei der Isola Sacra, der heiligen Insel, die kennt niemand. Als ich hinkam, ging es mir beinahe wie dem Manne, der einen bestimmten Punkt nicht sieht und nicht sinken kann, weil er darauf steht. Soweit das Auge reichte, nichts wie Wasser und Wellen, Strubel und Brandung. Weit in der Ferne ein Leucht- türm, aber das war der von Fiumicino. Möwen zur Linken, Möwen zur Rechten, doch treffen sie sich mit Vorliebe im spitzen Winkel da vorne: Ich werde also, denke ich, auf einer Art Landzunge stehen und an ihrer Spitze, wo die Seeschwörme der Vögel mit den Landschwärmen zusammenstoßen, da muß der Fluß einmünden. Und so ist es. Oft kann man es mit den Augen unterscheiden, wo die Wellen des Meeres mit denen des Stromes sich vereinigen, denn das Meer ist blau und vorn Tiber sagen sie, er sei blond. Der biondo Tevere aber ist gewöhnlich ber Stärkere — mit solchem Ungestüm unb in solchen Massen wirft er sein Wasser in das Urbecken, daß das Meer weit hinaus gelb gefärbt wird, als münde hier der Hoangcho ein. Zumal zur Zeit der Ueberfchwemmungen drückt er den blauen Spiegel gewalttätig auf den Grund. Man kann sich bann kaum mehr vorstellen, baß zuweilen, im Sommer, auch ber umgekehrte Fall eintritt, das Meer in den Strom einbringt unb ihn weit ins Land zurückwirft. ©ute Zeit für bie Fischer. Sie haben schon vor dem Einsetzen der großen Regenfälle ihre Netze gespannt, ihre Reußen gelegt. Nun wimmeln sie von Aalen und seltsamem Seegetier. Nicht alle Fang- aeräte kommen wieder ans Licht, zahlreiche werden binausgetrieben, manche sind zu Fetzen zerrissen. Denn auch bie großen Räuber, bie sonst bie flache Küste meiden, lockt die tolle Mündung mit ihren Wirbeln und Mühlen und dem ungeheuerlichen Zusammenprall zwischen Süß. und Salzwaffer, zwischen Brandung und Auswurf. Da liegt ein gestrandeter Schwennsch, der nur noch ein faulendes Fleischgebirge ist. Der vermeintliche Baumstrunk wird beim ift. hat eben der Heimwehrputsch aller Welt gezeigt. Auch wenn der Spruch Im Haag durchaus für untere Seite günstig gefallen wäre, hätte Oesterreich verzichten müften. Was sollte Deutschland bann tun? Man kann eine Zollunion nicht allein machen, man braucht doch zwei dazu. So haben die Vorgänge im Juli die Zollunton schon begraben, unb was jetzt geschah, war leiber nur eine selbstverstänbliche ZwangS- folge. In iebem von uns bleibt ein Stachel zurück über diesen AuSgang ber Aktion Frankreichs Dor- unb Liebermacht in Europa hat sich in ber stärksten Weise gezeigt, unb sie ist von seiner Vertretung noch überspannt worben. In Gens spürte man hanbgreisiich biese Liebermacht Frankreich» im heutigen Europa, unb wenn eS auch ganz selbstverständlich ist. daß sich dergleichen einmal überschlägt, so daß sich alle- andere bann bagegen Aufammcnfinbet — für ben Augenblick, für bie Wintermonatc gilt ba« nicht! Dazu ist bie reale Macht Frankreichs $u groß, unb sink) auf ber anberen Seite die Kräfte viel zu schwach, ist bie Rot viel zu groß: in Onglanb, in Italien, überall sonst in Europa unb ganz besonberS bei uns in Deutschlanb. Wie stark bie Gesamtanschauung Frankreich« unb Deutschlanb« in bezug auf bie großen Probleme auSeinanbergehen. hat namentlich bie Rebe von Dr. CurtiuS in Genf gezeigt. Sie hat bestimmt unb klar unb mit einer In Genf ungewöhnlichen Deutlichkeit Deutschlanb« Stanb- punkt zur Wirtschaftsnot, zur internationalen Zusammenarbeit, sowie vor allem zur Abrüstungskonferenz unb bamit zum Dölkerbunbe überhaupt klargelegt. Die Brianbsche Rebe, bie ihr zuvorging, war dagegen inhaltslos. Deutlich spürte man an ihr, baß bie LIHr Brianb« in ber Europapolitik abgelaufen ist, baß feine Methoben nicht mehr paffen unb bah darum alle«, wa« er sagt, hohl klingt unb im Wiberspruch steht zur französischen Politik überhaupt. Anbere Kräfte als er bestimmen heute diese Politik Frankreich«. Andere Methoden als Brianb? Welcher Art unb welcher Möglichkeiten? Darüber wollen nun bie beutschen unb französischen Staatsmänner toben, wenn bie letzteren Ende be« Monats nach Berlin kommen. LlnS schiene auch heute noch, bah btefer Besuch besser unterbliebe. Worüber sollen im Grunb bie Herren jetzt toben, nachbem bie Sache, bie Lago selbst in ben Ministergesprächen so oft beleuchtet worben ist? Run, ber Besuch soll also ftattfinben unb er wirb nützlich sein, wenn beibe Teile sich über baS Verhältnis zwischen Deutschlanb unb Frankreich flar sinb unb Klarheit barüber schas - f e n, ob eine Verständigung überhaupt möglich ist unb waS Deutschlanb unb Frankreich dazu beitragen können. Auf unserer Seite besteht weithin Llebeteinstimmung barüber, baß beutsch-sran- zösische Zusammenarbeit versucht werben muh, weil sie nach wie vor baS zentrale Problem ber europäischen FtiobenSpoli- t i k ist, bah sie aber nur von Wirtschaft- i i chet Seite auS in Angriff genommen unb betrieben toerben kann. Dafür liegen Anregungen unb Iboon mancherlei Art vor. Dah bie Vorbereitung schon für irgonbwolche toeitertragenbe Verabredungen ausreiche, halten toir für ausgeschlossen. So kann denn bei dem Besuch schließlich nicht viel mehr herauSkommen, als daS jetzt diskutierte Deutsch-Französische Komitee. DaS ist an sich auch kein neuer Gedanke. Reu wäre nur, daß es permanent sein soll und — toas allerdings daS Wichtigste dabei wäre — daß bie Regierungen, ihre leitenben Staatsmänner, darin entscheidend mitsprechen. Staat unb Wirtschaft sink) heute miteinanber so eng verbunden, daß auch für Erwägungen über wirtschaftliche Zusammenarbeit die Regierungen ausschlaggebend sind. Daten für Sonntag, 20 September. Sonnenaufgang 6.07 Uhr, Sonnenuntergang 18.30 23 24 "u m°nbauf0Qnfl 16.38 Uhr, Monduntergang 1898: der Dichter Theodor Fontane in Berlin ge- ftorben. Der Flughafen fürs Mittelmeer ist schon vorhanden, «r wird wachsen von Tag au Tag. Bald wer- den die Molen ihre steinernen Zungen in die Flut hinausstrccken, Schisse landen, bald wird der Hasen der ewigen Roma sich wieder auftun. Der vollkommene Kuß. Dr. TharloS Daugham 6 r a ft e r, SanitätS- infpektor von Rewark in Rew-Vorfey, hat sich nach England eingeschifft, um dort eine Kampagne gegen das Küssen zu eröffnen. Er bezeichnet das Küssen alS eine ungesunde Beschäftigung unb warnt vor ihr. Aber bevor et noch den Feldzug begonnen hat. findet er bei Dr. Josiah O l b f i e l b , einem englischen Arzt, energischen Widerspruch. Dr. Olbfielb fühlt sich jetzt schon gedrängt, gegen Crasters Antikuhpropaganda zu protestieren. „Stellen Sie sich vor", sagt er einem Zeitungsberichterstatter, „dah ein junges Mädchen mich küht, unb zwar so, dah es ein vollkommener Kuh ist. Dann findet ein Austausch von Mikroorganismen guter und gesunder Art statt. Solange es ein vollkommener Kuh ist. ist das Küssen eine natürliche Sache, und dafür bin ich entschieden." Was ist ein vollkommener Kuh? Darunter versteht Dr. Oldfield einen solchen, „der Liebe, Achtung und Leidenschaft enthält". Wenn eine dieser Ingredienzien fehlt, dann freilich ist nach Dr. Oldfields Meinung der Kuh nicht das, was er sein soll, und vielleicht gefährlich. Dr. Craster scheint aber doch nicht so unrecht zu haben. Der Kuh, den sich Mister Fitz- aeralb und Frau Trehler bei Stuckton in Kalifornien gaben, war sicherlich ein vollkommener Kuh nach dem Rezept Dr. Oldfields, er hatte indessen Llnheil zur Folge. Er wurde jebenfall« im unrichtigen Moment gegeben. Fitzgerald sah in einem Automobil neben Frau Trehler. Eie lenkte den Wagen. Plötzlich wandte sich Fitzgerald an seine Rachbarin mit den Worten: „Punky, gib mir einen Kuh!" Punky lieh sich das nicht zweimal sagen und kühte Fitzgerald auf vollkommene Weise. Aber das Auto war anscheinend mit diesem Vorsprung nicht einverstanden, eS begann im selben Augenblick Kapriolen zu schlagen und sprang vom Fahrdamm auf den Fuhsteig. Ein Mann, der nicht rasch genug auswich, wurde niodergestoßen und erlitt erhebliche Verletzungen. Hoffentlich ist der Vorfall den beiden Küssenden nicht ganz entgangen. Oie Engländer imMandatsgebietOeutsch-Ost Aus unserem Leserkreis wird uns liebenswürdigerweise der interessante Dries eines Arztes zur Verfügung gestellt, der in einem Älifsionshospital der Bethel-Mis- sion imTanganyika-Territorium, der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika, tätig ist. Der Brief zeigt deutlicher, als lange Aufsätze es tun könnten, die geschickte Cingeborenenpolitik der Engländer, die sehr deutlich zwischen Häuptlingen und Stam- mesuntertanen differenziert und dadurch die Kolonie als ganzes fest in der Hand hat. 3n dem Brief heißt es: „Aach viermonatigem Aufenthalt in Dumbuli kann ich Dir schon eine ganze Menge berichten. — 3n den Hospitalbetrieb habe ich mich eingelebt, so sehr unterscheidet er sich nicht von dem Betrieb in Deutschland. Die ärztliche Tätigkeit füllt noch immer nicht den ganzen Tag aus, und das ist auch gut so, denn ich habe für andere Arbeiten auch noch Zeit nötig. Der Dienst in Bumbuli weicht überhaupt in vielen Dingen von dem ab, wie ich mir früher die Missionsarbeit gedacht hatte. Die großen Missionare sind auch selten. Unsere Station scheint auf den ersten Blick eine friedliche 3nsel im Getriebe der übrigen Welt, beim näheren Zusehen hat sie aber die gleichen Reibungen und Verstimmungen, die es auch in Deutschland in den Kreisen gibt, in denen man so n»he aufeinander angewiesen ist.---3m Vergleich zu der Rot, die jetzt in der übrigen Welt herrscht, führen wir ein behagliches und friedliches Leben. Es langt sogar täglich zu einem halbstündigen Croquetspiel. Zufolge der wirtschaftlichen Lage hat sich nämlich mem Eingeborenenhospital immer noch nicht genügend gefüllt und erfordert noch nicht meine volle Kraft. 3m Gegensatz dazu war das Europäerhospital mit seinen fünf Zimmern fast ständig gefüllt, dabei der größte Teil Patientinnen mit Leiden, die zu meinem Spezialfach gehören, darunter auch vier Geburten. Zur Zeit ist lebhafter Betrieb inälsambara: der neue Gouverneur macht seine Antrittsbesuche. 3n dieser Woche weilt er in unserer Kreisstadt L u s h o t o (Wilhelmsthal), und von dort kam er auch zu einem kurzen Besuche nach Bumbuli herüber und sah sich das Hospital und die übrige Station an. Dazu war unsere ganze schwarze Bevölkerung erschienen, der Häuptling im gestickten Feiertagskleid, unser Posaunenchor blies „Heil Dir im Siegerkranz" (God save the King). Der neue Gouverneur soll in Deutschland studiert haben und recht gut Deutsch sprechen. Hier in B. hat er nichts davon merken lassen. So war die Verständigung trotz Toussaint-Langenscheidt ziemlich mäßig. 3n diesem Zusammenhang ist es ganz interessant, sich über die ®e- fühle der Eingeborenen betr. der Herrschaft der Deutschen oder der Engländer klar zu werden. 3ch fragte gelegentlich einmal unseren Karani (Verwalter), wen er wohl am meisten liebe, Engländer oder Deutsche, darauf sagte er: „3ch liebe beide nicht. Warum soll ich sie lieben? Es sind ja nicht meine Verwandten. Es kommen immer mehr davon ins Land, und nehmen uns immer mehr Boden weg. 3ch habe gerne Lesen und Schreiben gelernt, weil ich dadurch Bücher lesen und mehr wissen kann. 3eht habe ich cs Englisch gelernt. Wenn die Deutschen dageblieben wären, hätte ich e- Deutsch gelernt, das ist ganz egal. Und ich kann nicht verstehen, daß es Leute bei uns gibt, die sagen, wir wollen lieber die Deutschen, oder, wir wollen lieber die Engländer." So denkt sicher eine große Anzahl, besonders der jüngeren Generation. Unter diesen jüngeren wird sich auch eine große Anzahl finden, die die englische Herrschaft der deutschen vorziehen. Diese Herrschaft ist ja in vielem freiheit- Das bißchen Erde. Vornan von Richard Gkowronnel. Copyright by I. Engelhorns Nachf., Stuttgart. 36 Fortsetzung. Nachdruck verboten. So sprach Frau Liselotte mit ihrem feinen Stimmchen, und der junge Graf Römnitz hörte zu. Manches war da, was ihn an eigenes Erleben erinnerte... er war ja auch ohne Liebe durchs Leben gegangen: der ihm am nächsten stand nach dem Verluste der Eltern, verfolgte ihn mit unauslöschlichem Haß... Mit zehrendem Mitgefühl sah er das zierliche kleine Persönchen an, das da drüben, von Trauer und Schmerz überwältigt, den blonden Kopf gegen die harte Leiste des Sofas lehnte. Die großen Augen geschlossen... wie ein dunkler Schimmer lagen die langen Wimpern über den zarten Wangen... Die Brust zersprengte es ihm fast vor Liebe und Mitgefühl. Und da geschah es fast wie ein Wunder... Eine sanfte Röte stieg ihr ins Gesicht, wie unter einem Zwange stand sie auf mit geschlossenen Augen und tastete sich um den Tisch... ging ein paar Schritte ins Zimmer, mit einem leisen Wehlaut sank sie in die Knie... Da griff er zu, um sie zu stützen, willenlos hing sie in seinem Arm. Er preßte sie an sich, bedeckte ihr Gesicht, Mund und Augen mit brennenden Küssen... Und mit einem Male kam sie wieder zum Bewußtsein, sah ihn aus zornigen Augen an. Mit der geballten kleinen Faust stieß sie ihn gegen die Brust, wehrte sich heftig in Verwirrung und Scham, nur um so fester griff er zu. Da erlahmte ihr Widerstand, und zwischen brennenden Küssen stammelte sie abgerissene Worte, halb wie ein widerwilliges Geständnis... Schon in der ersten Sekunde hätte sie's gefühlt, daß sie ihm verfallen wäre mit Leib und Seele, er aber raunte an ihrem kleinen Ohr, ihm wäre es nicht anders ergangen. Rur ein ganzes Ende früher schon. Als er sie gestern abend in seinen Armen nach Hause getragen, wäre ihm zumute gewesen, als trüge er sein Schicksal... Danach saßen sie lange zusammen, Hand in Hand, tauschten Küsse und allerhand törichte Liebesworte. Wenn er aber einen Anlauf nahm, um ernsthaft über die Zukunft zu sprechen, über die Schritte, die nun doch notwendig wären, ihre unwürdige Fessel zu lösen, hielt sie sich lachend die Ohren zu... Womit er sich jetzt schon den Kopf beschwerte, das käme alles von selbstI... Aber ein Stelldichein wollten sie verabreden für den nächsten Tag — ob sie ihn nicht heimlich besuchen könnte in seinem Schloß? Die verginge vor Reuaier, zu sehen, wie ihr Liebster hauste... 3n Maltes Seele regten sich Bedenken, was würden wohl Lentz und die Miken dazu sagen?... sicher als die deutsche war. AeuherNch sind die Engländer viel höflicher, wenn sie auch sehr ost das Gerechtigkeitsgefühl der Schwarzen verletzen. Die größere Vorliebe für die deutsche Herrschaft findet sich besonders unter den älteren und den wenigen ganz verständigen, die den äußeren Schein der Härte und Strenge von der trotzdem für die Schwarzen vorhandenen Liebe trennen können. Soviel ich bis jetzt bei den Engländern habe beobachten können, hat er bei aller Höflichkeit und Freundlichkeit kein Herz für die Schwarzen. Er vergißt nie die Distanz, sie sind es ihm nicht wert, daß er sie schlägt, dafür kürzt er ihnen bei Verfehlungen ihr Gehalt. Es ist oft recht ulkig, zu hören, wie die älteren Schwarzen die früheren deutschen Beamten schildern, wenn z. B. einer erzählt: der Herr saß hinter seinem Schreibtisch, und dann funkelte er einen mit seinen Augen durch die Brille an, und dabei wackelten seine Schnurbartspitzen, und dann sagte er, wenn man etwas verbrochen hatte: 10 mit dem Kibogo (Rilpferdpeitsche). 3a, die Deutschen waren kali sana (sehr streng). Aber trotz dieser Strenge betonten sie die Distanz lange nicht so sehr wie die Engländer. Wenn der Herr seinen Arbeitern eine Tracht Prügel verabreicht hatte, so konnte es doch bald darauf wieder vorkommen, daß er im Kreise dieser Arbeiter sah, mit ihnen lachte und sich unterhielt und Unsinn trieb. Soviel vergibt der Engländer sich nie, sich mit den Schwarzen gemein zu machen. Und die Verständigeren unter ihnen empfinden das. Dafür schenken die Engländer den Häuptlingen Autos und geben ihnen für Afrika sehr hohe Gehälter. Dadurch erzielen sie eine ihnen ergebene Oberschicht, und die Abhängigkeit von dieser OberOie neue hessische Gemeindeordnung. Von Äürgermeister Or.Völflng, Alsfeld. 3m Regierungsblatt Rr. 14 vom 9. September ist die vom Hessischen Landtag in der Sitzung vom 10.3uli verabschiedete hessische Gemeindeordnung erschienen, die am 1. Oktober 19 3 1 in Kraft tritt. Die Fertigstellung dieses Gesetzes war eine der Hauptursachen, aus denen heraus der Hessische Landtag um ein 3ahr verlängert wurde, um die Reform der hessischen Der- waltungsgesetze auf diesem Gebiete noch zu erledigen. Die hessische Gemeindeordnung vom 10. 3uli 1931 tritt an die Stelle der seitherigen Städteordnung und Landgemeindeordnung. Als wesentliche Reue- rung bringt sie die Zusammenfassung beider Gesetze in einer einheitlichen Gemeindeordnung. Schon bisher waren die überwiegende Mehrzahl der in der Städte- und Landgemeindeordnung enthaltenen Bestimmungen des Gemeinderechts nicht nur inhaltlich, sondern vielfach auch in ihrer Fassung, die gleichen. Es kommt hinzu, daß zahlreiche Landgemeinden, besonders solche in der Rähe größerer Städte, in den letzten 3ahrzehnten eine Entwicklung genommen haben, die eine wesentliche Abweichung in der Verwaltungsorganisation gegenüber den Städten nicht mehr rechtfertigt. Die langjährigen Erfahrungen in der Selbstverwaltungspraxis erlauben es, eine Reihe einengender Bestimmungen auch für die übrigen Landgemeinden fallenzulasfen, so daß gesehestechnische Bedenken gegen eine Zusammenfassung der Vorschriften her seitherigen Städte- Lüge um Liebe Mit dem Ärstabdruck dieses großen Romans von Anny von panhuys wird heute begonnen in de« Lllutteierien des Gießener Anzeigers schicht ist auch jetzt noch recht groß. Auch unsere eingeborenen Pastoren und Lehrer neigen dazu, die englische Herrschaft vorzuziehen." Taten für Samstag, IS. September. Sonnenaufgang 6.05 Uhr, Sonnenuntergang 18.32 Uhr. — Mondaufgang 15.55 Uhr, Monduntergang 22.12 Uhr. 1814: der preußische Rechtslehrer Karl Friedrich o. Sacigny in Berlin geboren: — 1870: Paris wird von den Deutschen eingeschlossen: — 1914: die ßü» deritzbucht wird von den Engländern besetzt: — 1925: der Afrikaforscher Georg Schweinfurth in Berlin gestorben. Aber schließlich war er doch der Herr und reichlich erwachsen, und weshalb sollte er seine Braut nicht in seinem Hause empfangen, wenn auch unter etwas ungewöhnlichen Umständen? ... Und ob sie nicht wenigstens eine Freundin hätte, die bei dem Besuche als Anstandsdame mitkommen könnte, fragte er. Da schloß sie ihm mit einem Kusse den Mund: „O du lieber großer 3unge du, ganz allein will ich mit dir sein, und wo soll ich hier in der Geschwindigkeit eine Freundin hernehmen? Vielleicht die stolze Baronin Perkwald?" Es gab ihm einen Stich im Herzen, als sie den Ramen aussprach, aber sie konnte ja nicht wissen, qn was sie damit rührte ... Und er tat, als überlegte er eifrig, wie sie es am besten anstellen könnten, damit sie ungesehen ins Schloß käme. Auf der Straße, die durchs Dorf führte, wäre es unmöglich, bis es ihm plötzlich einfiel, auf der andern Seite läge ja der Dee! Wenn sie mit Dunkelwerden am Ufer warten wollte, würde er mit dem Boote kommen, sie abholen. Und er beschrieb ihr genau die Stelle. Eine gewaltige Eiche stände ganz allein am Rande einer niedrigen Fichtenschonung, sie könnte gar nicht fehlgehen. Und sie brauchte sich nicht zu fürchten, denn er würde natürlich längst vor ihr am Platze sein, mit dem Boote im Uferschilf warten ... Sie schmiegte sich zärtlich an ihn: „Mich fürchten, wenn du in meiner Rähe bist?" ... Und mit einem unsäglich liebreizenden Lächeln fügte sie hinzu: „Wie der Zufall spielt ... Richts als Ruhe habe ich für meine alten Tage hier gesucht, und jetzt erlebe ich ein romantisches Abenteuer nach dem andern" ... „Alt?" sagte er mit trunkenen Augen und zog sie an sich, daß er das Pochen ihres Herzens spürte, „das Leben fängt jetzt erst an! Für mich bist du die 3ünaste und Schönste und Herrlichste auf der Welt! Und ich werfe alles hinter mich, nur dir gehöre ich allein. Will dir dienen als dein getreuer Knecht und Herr zugleich, dich schirmen und schützen gtgen alle Gefahr" ... Sie erschauerte leicht in seinem Arm, an dec zum Rebenzimmer führenden Tür pochte es leise. Frau Liselotte strich eilig die verwirrten Haare zurecht, setzte sich ehrbar wieder aufs Sofa. „Herein", sagte sie mit klarer Stimme. Die Zofe erschien auf der Schwelle. „Gnä Frau, ick bitt' sehr um Entschuldigung, aber der Herr Doktor hat mir jesagt, er reißt mir ’n Kopf ab, wenn ick Sie nich um elf Uhr wieder zu Bett bring'" ... Frau Liselotte lächelte. „Diese Herren Aerzte — die reinen Tyrannen!" ... Sie sah nach einer auf dem Tische stehenden kleinen Stutzuhr, schlug erschreckt die Hände zusammen: „Aber wahrhaftig, es ist ja schon mehr als ’ne halbe Stunde drüber! Wie beim Plaudern die Zeit vergeht nun denn. und Lanögemeindeorönung in einem einheitlichen Gesetz nicht mehr bestanden. Die neue Gemeindeordnung ist in fünf Hauptabschnitte eingeteilt: Gemeindeverfassung, Gemeindeverwaltung, Vermögensverwaltung und Haushaltssührung, Staatsaufsicht, UebergangS- und Schlußbestimmungen. Sie hält, ungeachtet der Einschränkungen, die — bedingt durch die besonderen Verhältnisse der Rachkriegszeit — in den letzten 3ahren auf dem Gebiete der Selbstverwaltung eingetreten sind, an dem Gedanken der Selbstverwaltung fest, die noch weiter zu entwickeln und auszubauen ist, und vermeidet es deshalb auch, Rotmaßnahmen, wie sie das Gesetz zur Sicherung der Haushaltsführung der Gemein- Herr Graf, entschuldigen Sie eine arme Patientin, wenn Sie 3hnen für heute den Stuhl vor die Tür setzt" ... Malte errötete heftig vor Verlegenheit. Erst jetzt bemerkte er, daß er sitzen geblieben war, wie ihm später einfiel, vor Verwunderung, daß die kleine Frau so rasch von einer Stimmung in die andre fand. Wer sie sah, wie sie so ruhig mit der Dienerin sprach, hätte wohl kaum geahnt, daß sie noch vor wenigen Minuten in heißer Umarmung trunkene Liebesworte gestammelt hatte ... Er sprang auf, entschuldigte sich verwirrt, er hatte gar nicht gemerkt, wie spät es schon wäre. Sie streckte mit kokettem Lächeln die ringgeschmückte Hand über den Tisch ... „Run, jedenfalls ein Beweis dafür, daß Sie sich nicht gelangweilt haben, Herr Graf ,.'. Auf Wiedersehen also, recht bald ... Und, Marie, nehmen Sie die Lampe, leuchten Sie dem Herrn Grafen" ... Während Malte das zierliche Händchen an die Lippen führte, drang es wie ein Hauch an sein Ohr: „Denk an mich, Liebster, und träume von mir" ... Wie trunken ging er hinaus, auf dem Flur griff er in die Tasche, leerte sein Portemonnaie in die ausgestreckte Hand. Und er achtete nicht darauf, daß die hübsche Zofe trotzdem ein wenig zufriedenes Gesicht machte. Als wenn sie von den Gästen ihrer Herrin noch ein andres Trinkgeld gewöhnt wäre ... • Draußen schien der Vollmond am wolkenlosen Himmel, fast taghell lag die Dorfstraße da mit den niedrigen Häuschen zu beiden Seiten. Malte blickte nach dem Forsthause zurück, hinter dessen Fenstern eben das Licht erlosch: da schlummerte sein Glück! Wie ein Sturmwind so rasch war es gekommen, jetzt durste es wohl der Ruhe pflegen ... 3n ihm aber war es wie ein seliger Rausch, trieb ihn, irgendeine Torheit zu begehen. Laut zu schreien und zu lärmen, quer feld- ein zu Rennen ober Rad zu schlagen vor Freude ... 3eht erst hatte er die Liebe kennengelernt: alles, was vorher gewesen war, erschien ihm wie ein Trunk abgestandenen Wassers gegen brausenden Schaumwein ... Wie Feuer rann es durch seine Adern, in seinem Herzen war ein Klingen und Singen und das unsägliche Glücksgefühl durchdrang ibn von Kopf bis zu Füßen. Ordentlich leicht schritt er dahin, aller Sorgen lebig ... Ein plattköpfiger, bick- bäuchiger Kerl wimmelte ba irgendwo herum, ben schob man mit einer Handbewegung beiseite: verziehen Sie sich gefälligst, Sie bejammernswertester sämtlicher Sterblichen, Sie haben hier nichts mehr zu suchen. Wer einen ©betiteln besitzt unb hält ihn wie einen wertlosen Kiesel, braucht sich nicht zu wundern, wenn er ihn verliert ... den vom 11. Dezember 1930 (Staatskommissar) gebracht hat, als Dauereinrichtung in das Gesetz einzubauen. Anderseits muß aber auch festgestellt werden, daß Aenderungen grundstürzender Art tm Selbstverwaltungsrecht der Gemeinoen schon um deswillen heute nicht in Frage kommen, weil die gegenwärtigen Übergangszeiten hierfür nicht geeignet erscheinen. Wenn die neue Gemeindeordnung also, im ganzen betrachtet, an dem Grundaufbau des bisherigen Rechts festhält, so bringt sie doch im einzelnen gegenüber dem bisherigen Rechtszustande zahlreiche und teilweise einschneidende Aenderungen sachlicher Art. Dabei ist auch dem Gedanken, die Rechtsangleichung in den deutschen Ländern zu fördern, Rechnung getragen worden. 3m systematischen Aufbau der Gemeindeverwaltung wurde an der seitherigen, durchaus bewähr- !cn Bürgermeister Verfassung festgehal- o’Jy der seitherigen Städteordnung vom b- ^uli l911 vorgesehenen Bestimmungen über die Möglichkeit der Einführung der Magistratsver- fasfung sind aufgehoben worden. Richt ausgenommen in die neue Gemeindeordnung sind die bisher in der Städte- und Landgemeindeordnung enthaltenen Vorschriften über das Ortsbürgerrecht, die polizeilichen Bestimmungen über die^Htrndhabung der Lokalpolizei, sowie die Bestimmungen über die Gemeindeverbände. Die seitherigen Bestimmungen über das OrtSbürger- recht bleiben daher noch in Kraft, ebenso die vorerwähnten polizeilichen Bestimmungen in der seitherigen Städte- und Landgemeindeordnung. Das Recht der Gemeindeverbände, das seither in den Artikeln 195 ff. der Landgerneinde- ordnung geregelt war, ist durch das neue hessische Zweckverbandsgesetz erseht. Was das Ortsbürgerrecht anbetrifft, so ist beabsichtigt, diese Materie den Zeitverhältnissen entsprechend neu zu regeln und habet auch die heute in Sondergesehen enthaltenen Teile dieses Rechts miteinzubeziehen. Die erwähnten polizeilichen Bestimmungen sollen demnächst In einem besonderen Polizeiverwal- tungsgeseh geregelt werden. Die Tatsache, daß also künftig bis zur Reuregelung des Ortsbürger- Wesens und der Lokalpolizei nach Erlaß dec neuen Gemeindeordnung noch Teile der seitherigen Städte- und Landgemeindeordnung in Kraft bleiben, ist ein Mangel der neuen Gemeindeordnung. Don den allgemein interessierenden neuen Bestimmungen In der Gemeindeordnung vom 10.3uH 1931 sei die Vorschrift des Artikels 22 erwähnt, wonach durch Beschluß des Rates den Rats- Mitgliedern für die Teilnahme an den Sitzungen allgemein eine Vergütung gewährt werden kann. Wird eine solche nicht gewährt, so ist für entgangenen Arbeitsverdienst Ersah zu leisten. Die seitherige unterschiedliche amtliche Bezeichn nung der von dem Bürgermeister vertretenen Behörde, die In den Städten der »Bürgermeister (Oberbürgermeister) der Stadt ..In den Landgemeinden »Bürgermeisterei" lautete, ist einheitlich wieder In ,Bürgermeisterei" zurückgesührt worden. 3n Städten mit mindestens 20 000 Einwohnern führt der Bürgermeister, wie seither, die Amtsbezeichnung »Oberbürgermeister". Reu auf- Senommen ist die Bestimmung unter Ziffer 7 des lrtikels51, wonach der Bürgermeister die erforderlichen Angestellten und Arbeiter einzustellen und zu entlassen hat. Die seitherigen Kommissionen, Ausschüsse und Deputationen sind umgewandelt in Ratsausschüsse und Derwaltungsausschüsse. Für die Landgemeinden ist von Bedeutung die Bestimmung der neuen Artikel 73 und 74. Danach müssen 5er Gemeinderechner und die Polizei- und Feldschutzbediensteten mit Ausschluß des Hilfspersonals als Gemeindebeavite an-c- stellt werden. Der Artikel97 Absatz II enthält ev e Reuerung für das Rechnungswesen der Stadt: mit mindestens 30 000 Einwohnern. Dort ist die Entwickelung praktisch dahin gegangen, die Buchführung und die Kreditkontrolle, sowie auch die Rechnungslegung von den eigentlichen Kassen- Auf der Hellen Straße kam ihm ein Männlein entgegen, bas anscheinend beim abendlichen Trünke schwer geladen hatte. 3m Zickzack ging es, von einer Seite zur andern. Er sah schärfer hin, es war der alte Leibkutscher Fuhbel. Lachend hielt er ihn an. „Ra, Fuhbel, du scheinst ja 'nen Lütten gehoben zu haben?" Der Kleine blieb erschrocken stehen, rlh die Mühe vom Kopfe und nahm sich zusammen. „Ach du mein lieber Gott, der Herr Gras! Und entschuldigen Sie man vielmals, Herr Graf, es wird nich wieder Vorkommen" ... „Unsinn", sagte er lachend, „weshalb soll man nicht mal über die Stränge schlagen? Wo hast du dir den Affen geholt?" „3n Hohenrömnih, Herr Graf. Da Ist efl abends z u gemütlich im Zuterreng mang diese 3talieners! Die Kerls spielen auf ein Instrument, wo sie Mandoline zu sagen, wie ’ne Fiedel is es, nur ein büschen dicker, unb sie spielen mit bie Hanb, die Deems aber kloppen auf so ’ne lütte Trommel mit Schellen dran und drehn sich, daß man die drallen Waden sieht. Z u appetitlich is das!" Malte drohte ihm mit dem Finger. „Fuhbel. Fuhbel!" Und was sagt deine Alts dazu?" Der Kleine spuckte in die Hand und machte eine nicht mißzuverstehende Handbewegung. „Gar nichts sagt sie, ich krieg bloß meine gewöhnliche Portschon Schacht. Weil sie nämlich stärker is wie ich. Aber es nutzt nichts. Wenn ich ’n Abend frei hab', lauf' ich doch wieder hin" ... „Unverbesserlicher alter Sünder", lachte Malte und wollte weitergehen. Der Kleine aber machte ein Gesicht, als wenn er noch etwas aus dem Herzen hätte. Da blieb er stehen: „Ra, was noch weiter, Fuhbel?" „Zu Befehl, denn noch weiter ... also heute war das Vergnügen man kurz im Zuterreng. Es hat nämlich im Schloß gebrannt" ... Malte schreckte zusammen: „Gebrannt?" Der Alte aber hob beruhigend die Hand. „Es war man bloß ein lüttes Feuer, weil Exzellenz die Lampe umgestohen hatte im Schreibzimmer oder so. Der Herr Schwager kam in den Zuterreng gelaufen, sagte was auf italienisch, und da haben wir es mit ’nem paar Dutzend Eimer Wasser ausgelöscht, ganz still. Daß nämlich die Frau Erblandmarschall nicht beunruhigt werden sollte und wegen dem Kleinen keinen Schaden nich kriegen. Es is auch nich viel passiert ... bloß der Teppich verbrannt und auf dem Schreibtisch ’n Hümpel Papiere, und eins >von die alten Bilder war angesengt. Aber der Paalzow hat gemeint, das wär weiter nich schlimm, das könnt’ man wieder zurechtmachen mit ’n o-schen Firnis und Oelfarb1" ... (Fortsetzung folgt) "'iteih M-n '«■ SobÄ^" »n8*"k?ä "SnAT. ng r4hi 8^u>m' «5SÜ?^[- !t WÖ' dir wSs^« ithrt? ^er n D e k'iÄ^'r ««ÄB: nndeverbT^ "afj^nbt. !*Ä ^beabsichtig«,^ enmÄnöneu‘-u Sä JftW1 sollen »Xm tes e bes seitherigen "N >" Ärafl blei. 'Tmeindevrdnung. ««nben neuen onuna Dom 10. M »22 envchnt ^ates den Aai«. nähme an denSit- gutunfl gevchri ÄÄ mtliche Dezelch, neister vertretenen ^er Dürgemeister • • In den Land« utete, ist einheitlich c ei- Mckgrsühri »eftrnS 20 000 Tin- • ter, wie seither, die meister". Heu auf« I unter Ziffer 1 bei germeister die eilten und 1t« ib juentlaffen inen, Ausschüsse und ■// in Xatäauä« ig6au8ld)üllc. )n Dedeutun.i d: 13 tob 14. 'Stoc*i c tob die W.yi- üt Äusschluh bei bebeamic ar. e- LbfahII enthalt Vvt gstoefcn bet Stu'1' Innern. Tort ist V.t gegangen, bic Atolle, sowie auch die eigentlichen Äasfer- ein Männlein m abendlichen Trante ichact ging es, von sah schärfer hin, eS chbel Lachend M a 'nen Gülten K* en stehen, eist Mt i sich bufawne^ it. M $m L I«» «™ djfogeni D° W ta M ®« >15* len a«f “ V* * Äİ Jeems aber Äa v« L nutzt nchts. J.'urf « 104 K-m° *F ten >ch °'^L e«8 stehen. >hen am in z aulh und aUj k verwund 1 Pavi^' 5bet der toie"\ti Ddf® ' folg" Geschäften zu trennen und in bic allgemeine T3cr- toalt Jiiß. coer bic eu.Ae.nen stabtischen Betriebe zu Der.cfien. 2ie Stadtkasic selbst ist damit mehr Aur i.i ,en <5:tc,e- und ,^ahlstclle geworden. 3n den si-uhcr behejenben Borschristen findet eine solche Einrichtung keine Stütze. Ter Art kel 97 Absatz II schafft zeyt die gesetzliche Grundlage für das vor- bc;c chncte Ltzst»m intern er bestimmt, datz Städte mit minbefter.» 33 000 Einwohnern durch OrtS- satzung die B-uchluhrung und die Rechnungslegung ganz oder teiltet c Beamten übertragen können, die nicht dem Sladtrechner unterftcllt sind. An bic Stelle des seitherigen Artikel 95 Ziffer 1 der Städte- und VaiibacmcinöcDrbnung, wonach Aur Liebertragung de« Eigentums an Grundstücken für bic Städte bei IDcrtcn von mehr als 5000 Mark unb für Landgemeinden bei Werten von mehr als 5(0 Mark, die Genehmigung der Aufsichtsbehörde erforderlich war, ist in der neuen Gemeindeordnung eine Staffelung getreten, derart, daß Genc hm iaung erforderlich ist für Gemeinden biS zu 3000 Einwohnern bei Werten von mehr als 1000 Warf, für Gemeinden bis zu 5000 Einwohnern bei Werten von mehr als 5000 Mark, für Gemeinden bis zu 20 000 Einwohnern bei Werten von mehr als 10 000 Mark, für Gemeinden mit über 20 000 Einwohnern bei Werten von mehr alS 50 000 Tie Liebernahme von Bürgschaften bedurfte seither keiner Genehmigung der Aufsichtsbehörde, wenn die verbürgte Forderung den Betrag von 500 Mark nicht überstieg. 3n Städten über 20 000 Einwohner war die Llebernahme von Bürgschaften überhauvt gcncbmigungefrci. 3m Degenfatz hierzu schreibt jetzt Artikeln? Ziffer 7 allgemein für die Llebernahme von Bürgschaften durch Gemeinden die aufsicht-behördliche Genehmigung vor. Tie Llrsache für diese Erweiterung der Staatsaufsicht war die Erwägung, daß unter den heutigen ungünstigen Derhältnifsen des Geld- und Kapitalmarktes und bei der wachsenden Belastung der Gemeinden dafür zu forgen ist dah der Kredit der Gemeinden nicht über Gebühr in Anspruch genommen wird. Oie Beisetzung der Opfer der Eisenbahn- kaiastrophe -ei Bia Torbagy. >■? cl 25 Särge in einer Reihe bergen die Opfer des entsetzlichen Eisenbahnunglücks bei Bia Torbagy. Buntes Allerlei. Komödie der Irrungen. Sine überaus verwickelte Geschichte, die an die komischen Wirren in den Lustspielen des PlautuS oder Shakespeare gemahnt, beschäftigt gegenwärtig die Behörden von Alexandria. Sin Bäcker und ein Dienstmädchen, beide 3taliener, verliebten sich ineinander, und da sie sich heiraten wollten. begab sich der Bäcker nach PortSaid, wo seine Antonia geboten worden war, um ihr Geburt szeugni« zu erlangen. Man kann sich seine Llcberrafchung und seinen Schmerz vorstellen, als er bei seinen Nachforschungen erfuhr, dah feine Angebete im 3ahre 1914 schon einmal geheiratet hatte und zwar einen gewissen San Billarosa, von dem sie ein Kind gehabt hatte, daS einige Monate später gestorben war. Als er bekümmert und wütend zugleich Antonia diesen bedenklichen Punkt ihres Borlebens vorhielt, gestand diese ihre frühere Ehe und erklärte, sie sei so unglücklich gewesen, dah sie ihrem Mann davongelaufen fei und in Alexandria Dienste ?genommen habe. Der Bäcker, noch immer verliebt, ich sich dadurch nicht abschrecken, sondern machte sich auf die Suche nach dem Gatten, den er zu einer Scheidung zu überreden hoffte. Zu seiner Derwunderung sand er ihn als friedlichen Bürger in Alexandria, glücklich verheiratet und von zahlreichen Kindern umgeben. Bun teilte er diese Tatsache dem italienischen Konsulat mit, und dieses veranlaßte eine Gegenüberstellung von San Billarosa und Antonia. Der Mann aber erklärte unter seinem Eid, er habe diese Frau nie gesehen! er sei nur ein einziges Mal verheiratet, eben mit der Frau, mit der er glücklich lebe, und er habe Alerandria seit seiner Geburt nicht verlassen, könne daher auch nicht in Port Said gewesen fein. Antonia aber wollte in dem ihr Degenübergestellten ihren Gatten erkennen. Lim die Verwirrung noch gröber zu machen, kamen zwei Photographien ans Licht, von denen die eine aus der Zeit der Heiratsurkunde in Port Said stammte unb Antonia am Arm ihres Gemahls zeigte, während dieser auf der andern Photographie mit feiner andern Frau zu sehen war. Hm die Überaus verworrene Angelegenheit nufzuklären, machte das italienische Konsulat weitere Nachforschungen. Es ergab sich, dah zwei Heiratsurkunden und zwei Geburtsscheine auf den Namen San Billarosa Vorlagen. 3n der ersten Heiratsurkunde wird seine Verehelichung mit Antonia, in der zweiten seine Heirat mit seiner jetzigen Frau bescheinigt, aber in den Geburtszeugnissen ist beide Male nur der Tatet derselbe, während jedeSmal der Name seiner andern Mutter angegeben wird. Don dem Batet und den beiden Müttern konnte keine Spur mehr entdeckt werden, aber die Echtheit bet vier Dokumente ist nicht in Zweifel zu ziehen, und ebenso liegt gar kein Grund vor, an der Behauptung Antonias zu zweifeln, dah San Billarosa ihr Gatte sei, und an dem Widerspruch des Mannes, der sie niemals gesehen haben will. Zur Lösung des Problems bleibt nichts anderes übrig, als anzunehmen, dah der Batet noch mit einer anderen Frau verheiratet war, was fein Sohn nicht wuhte, und dah Antonia diesen Bruder heiratete, der mit San Billarosa eine zum Ber- wechseln grohe Aehnlichkeit besah. Nut ist es auffällig. dah der Baier beiden Söhnen denselben Namen gegeben haben soll und dah man den zweiten Sohn nicht feststellen kann. 3edensallS ist bas Glück von vier augenscheinlich unschulbigen Personen burch biefe Komöbie ber Ortungen bedroht. Der Bäcker, ber seine Antonia mehr benn je liebt, wünscht sehnlichst, sie zu heiraten. Antonia erklärt, bah sie. nachdem ihr fiüheret Mann toieber aufgetauchl ist, zu ihm zurückkehren müsse: btefer aber will von bet „fremben Frau" nichts wissen unb hat einen schweren Stanb seiner Gattin gegenüber, bie von ihm ben Nachweis verlangt, bah ihre Ehe rechtsgültig ist unb bie in ihr geborenen Kinber seine gesetzmähigen Spröhlinge sind. Oie Kuh und die Eisenbahn. Sine Kuh, die eine ausgesprochene Borliebe für ein gefahrenreiches Dasein besitzt unb biefe Sehnsucht in Oxford in die Tat umsetzte, legte während mehrerer Stunden den Derkeht der London-, Midland- unb Schottischen Eisenbahn lahm. Der Tatenbrang bes Tieres umfahle: Durchschwimmen eines Kanals, Durchschwimmen eines Flusses: Angriff auf eine Menge von 30 Personen, bie es in bie Flucht schlug: Versuch, eine Lokomotive aufzufpiehen: Erforschung eines Eisenbahntunnels unb zweimaliges Entkommen aus bet Gefahr, erschossen zu werben. Diese abenteuerlustige Kuh war mit einem Zug von Dicefter angekommen, unb es gelang chr, beim Umlaben zu fliehen. Eine Menschenansammlung von 30 Personen, die im Degc stanb und den Dersuchen. bie AuSreiherin wieder einzufangen, zusah. erregte ihre Aufmerksamkeit, unb sie griff sie an. Die Leute flohen auf den Perron unb harrten hier ber weiteren Entwicklung der Dinge, bie nicht lange auf sich warten liehen. Auch die Kuh stürzte im Verlauf ihrer Verfolgung aus den Perron, während die Menschen sich in die Abteile eines bereitstehenden Zuges flüchteten, deren Türen sie hinter sich fest verschlossen. Die Kuh wurde fobann in der Wallon- Ltrahe, eine englische Meile von dem Bahnhof, gesehen: aber bic Eisenbahn scheint eine un- wiberstehliche Anziehungskraft für sie besessen zu haben, denn sie durchschwamm einen Kanal, dann einen Fluh, um die Bahn wieder zu erreichen. Hier wurde nun der Versuch unternommen, sie durch einen Schuh zu erledigen, zu welchem Zweck ber Schütze einen gesicherten Standpunkt auf einem Dache erwählt hatte. Unverletzt und unerschrocken setzte die Kuh ihren Weg längs der Bahnstrecke fort. Bei Bletchley-Oxford fauste aus dem Tunnel ein Zug ihr entgegen, dessen Lokomotive sie auszuspiehen suchte. Nachher marschierte sie entschlossen durch den Tunnel unb erreichte daS freie Land, nachdem sie erfolgreich zwei Züge zum Stehen gebracht hatte. Die Aus- reiherin war bis zum späten Abend nicht eingefangen worden, doch erfüllte es die Eisen- bahnverwaltung mit Befriedigung, dah sie ein anderes Feld für ihren Tatendurst ausgesucht hatte. Heuschrecken über Amerika. Sine dunkle Wolke am Horizont deS tiefblauen Himmels taucht auf. Sin seltsamer, unheilverkün. benber Ton erklingt. Die bunlle Wolke wächst, nähert sich mit ber Windeseile eines WalbbranbeS. Der Ton wird immer schreckenerregender. DaS beständige Surren wirkt betäubend. Tic Wolke wandelt sich zu einem heftigen Wirbelsturm schwarzer Flocken, die plötzlich deutlichere Gestalt annehmen: schwirrende, schimmernde Flügel, langgestreckte Körper, Beine. Gs sind bic Heuschrecken, diese furchtbare biblische Plage, bic ihren verderblichen Einfall in die nordwestlichen unb Acn- tralen Staaten Norbamerikas halten unb ihre KampfeSfront mit einer täglichen Geschwindigkeit von 80 Kilometer vorschieben. Die amerikanischen Tlättcr bringen ausführliche Schilderungen DM dem Kriegsschauplatz unb von der grauenvollen Oede, die die Schar hinter sich zurücktäht. Kahle, braune Felder, abgemäht wie mit einer Niesen- sichel, bezeichnen den Weg.-den dieser HeeresAUg nimmt. 3n Süd-Dakota blich auf einem von ben Heuschrecken verlassenen Feld« von 1600 Acres nicht so viel Pflanzenwuch« stehen, dah man ein einzige« Tier damit hätte füttern können. HnAäh- ligc Farmer sind ganj auf den Berkaus von Eiern und Geflügel angewiesen. Obre Ernten auf den Feldern find völlig vernichtet. 3n geschloffenen Kampslinien wie eine Riefenarmee rücken die Heuschrecken von dem Missouri ostwärts. Entomologen vermögen nicht zu sagen, wo sie Herkommen, nod) wohin ihr Zug gebt AIS einziger Trost wird von ihnen angegeben, dah solche Einfälle in früheren Zeiten ebenso plötzlich unb unerklärlich wieder verschwanden wie sic ausgetaucht waren. Das Ministerium für Ackerbau bat sich mit den lokalen Behörden ber von ber Plage betroffenen Staaten Süb- unb Nord-Dakota, 3owa, Minnesota, Nebraska unb Motana zur energischen Zusammenarbeit unb Bekämpfung zusainmengcschlossen und Darlehen von mehr alS 60 Millionen Mark au biesem Zweck zur Verfügung gestellt. Hebet 46 000 Quabratmcilcn finb in diesen Staaten verwüstet, unb man fürchtet einen ähnlichen Einfall auch im nächsten Jahre. Drohe KriegSpläne, den furchtbaren Insekten mit allen Waffen bes LustkampseS, mit Acroplancn, bie ein vergiftete-, brau nes Futtcrgcmcnge auf bic Felber au-werfen, zu Leibe zu rüden, werben geschmicbet. Setzt doch Dr. L. O. Howard, der Entomologe des Qldctbau- ministcriumS, den Schaben, den diese Onsekten durchschnittlich in einem Oahre anrichten, ber Vernichtung bex Arbeit von einer Million Menschen gleich, unb ber Verlust an Werten wirb mit 8000 Millionen Mark nicht zu hoch eingeschäht. Vr ist vier- bis fünfmal so groh wie ber jährlich burch Feuer in ben Vereinigten Staaten verursachte. Es ist ein trauriger Trost für bie amerikanischen Farmer, bah bie Kcnva-Kolonie in Ostafrika von einer verwanbicn Onfcltcnart heimgesucht wirb unb dah auch bic Felber in TranSjorbanien in ähnlicher Weise verwüstet werben. Bitter klingt die Klage: ,Ds liegt etwa- wie Hohn in dem Gedanken, bah bic Wissenschaft heute wohl imstanbe ist, daS Bild einer Heuschrecke brahiloS über ben Ozean und wahrscheinlich auch ben Herzschlag eines solchen Onsckts auf Kurzwellen in wenigen Sekunben rund um bic Welt zu senden, dah cS ihr aber noch Jiunöfunfprogramm. Sonntag, 20. September. 7.00: Don Hamburg: Hafenkonzert. 9.00: Don Elberfeld: Evangelischer Festgottesbienft zur Feier des 83. Bunbcsfcstes bes Westbcutschcn Oung- männerbunbeS. 10.30: Bcrbrecherjagb im Flugzeug. Erstes deutsche- Experiment einer Flug- Aeug-Dcrsolgung, gesteuert durch Nundfunk, verbunden mit einem Preisausschreiben für bie Hörer deS SübwestfunkS. 11.30: Don Leipzig: Reichssendung: Kantate zum 16. Sonntag nach Trinitatis, von Oohann Sebastian Bach. 12.00: Schallplattenkonzert: Franz - Böller - Konzert. 12.50: Die Solisten der Sonntags- unb MontagS- konzerte des Frankfurter OrchcstervereinS — Bericht von Hans Rosbaud. 13.05: Schallplattenkonzert. 14.00: Stunde bes Lanbes. 15.00: Stunbe der Ougenb. 16.00: WieSbaben: Nachmittagskonzert bes stäbtischen Kurorchesters. 18.00: „Das Theater unb sein Publikum", Dortrag von On- tenbant Paul Dekker, WieSbaben. 18.25: Frankfurter Anekdoten, erzählt von Ernst Morin. 18.50: „Erinnerungen eineS alten Richter-", Dortrag von Geh. Oustizrat Prof. Dr. Ed. Heilsron, Der- lin. 19.30: Mannheim: Kammermusik. 20.00: Deutsche Humoristen: Fritz Reuter: vorgetragen von Walter Eberhard. 20.30: 3nternationaler Dolkslieder-Abcnb. 21.45: 3azz auf zwei Flügeln. 22.40 bis 24.00: Tanzmusik. Montag, 21. September. 7.00: Frühkonzert auf Schallplatten. 12.05: Schallplattenkonzert. 17.05: Nachmittagskonzert bes Rundfunkorchesters. 18.40: E. Th. A. Hoffmanns Dichters^ele, Dortrag von Dr. Werner Kulz. 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.45: „Ein nieberrheinischer Herbst", 3mprovisation von Paul Laven. 20.30 (auf alle brutschen Sender): 3ubiläumsseier ber Genossenschaft deutscher Düh- nenangehörigen. Begrühung, Prolog, Ansprachen bes Präsidenten ber Bühnengenosscnschafr, des Kultusministers Dr. Grimme unb des Dichters Gerhart Hauptmann. 21.20: Aus Schallplatten: Der Hot-Style in ber modernen Tanzmusik. 22.30 bis 24.00: Bon London: Tanzmusik. Berliner Börse. Berlin, 19. Sept. (WTB. Funkspruch.) Durch ben Ausfall der Samstagbörsen wird der Dormil» tansverkehr am heutigen Wochenende natürlich beeinflußt. Das Fehlen der Orders erschwert die Ten- denzbestimmung und läßt das Geschäft im Freiver- kehr, dos an unb für sich durch Aufhebung der Not- Verordnung gestaffelt ist, noch schwerer in Gang kommen als sonst. Stimmungsmäßig war es im Zu- sammenhang mit den Auslandbörsen weiter schwach. Bekanntlich wird heute in London erst, malig wieder eine Samstagbörse abgehalten, deren Tendenz auf den hiesigen Markt ebenfalls nicht ohne Einfluß bleiben dürfte. Arn Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,97, London gegen Mai. land 92,89, London gegen Spanien 53,4250. Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinden. Sonntag, 20. September. 16. Sonntag nach Trinitatis. Stadtkirche. 8 Uhr: Pfr. Lio Waas: 9.30: Pfr. Mahr; 11: Kinderkirche für die Matlhäusgemeinde; Pfr. Mahr. — Johanneskirche. 8: Pfr. Ausfeld: zu« Sleich Christenlehre für die Neukonfirmiertcn der ohannesgemeinde: 9.30: Pfr. Bechtolsheimer, 11: Äinderkirche für die Lukasgemeinde: Pfr. Bechtolsheimer: 20: Bibelbefprechung im Johannessaal: Pfr. Lic. Waas. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz: zugleich Christenlehre für die Neukonfir- mierten der Luthergemeinde: 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde, Pfr. Lenz. — Elisabeth irleia- kinderfchule. 9.45: Pfr. Lic. Waas. — 3m Saale bft neuen strippe. 11: Kindcrkirche für die Johannes, gemeinde: Pfr. Ausfeld. — stlein-Linden. 9j Haupt- gottesdienft, Abendmahl für die iünaeren Verheirate, len; 11: Kindergottesdienst. — IBlefed. 13. — 2llten- Bufed. 10. — Kirchberg. 10: Kirchberg: 11: Christen, lehre für die konfirmierte männliche Jugend: 13.30: Lollar. — Hausen-Garbenteich. 10: Hausen; Feier de» hl. Abendmahls: 13: Garbenteich. — Watzenborn- Steinberg. 10: Festgottesdienst: 11: Kinderkirche — Lich. 9.30: Stiftsdechant Kahn; Christenlehre für die weibliche Jugend; 12.45: KindergoNesdienst; 14; Stiftspfarrer Draudt. Katholische Gemeinden. Samstcch, den 19. September. Gießen. 16.30 und 19 Uhr. Beichte. Sonntag, 20. September. 17. Sonntag nach Pfingsten. Gletzen. 6.30 Uhr: Beichte: 7: Messe; Kommunion der Jünglinge: 8: Kommunion: 9: Hochamt mit Pre. bigt; 11: Messe mit Prebigt; 14: Anbacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Prebigt. — Grünberg. 9.45: Messe, Hochamt mit Prebigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Prebigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Prebigt; 14.30: Vortrag unb Anbacht. — Lich. 10: Hochamt mit Pre- bigt; 20: Vortrag unb Anbacht. — Lollar. 8.45: Hochamt mit Prebigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Messe, Hochamt mit Predigt. Mittwoch, den 23. September. Hungen. 6.30 Uhr: Messe. Israelitische Gemeinden. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Sübanlage). Montag, 21. September: Versöhnungstag. Vorabend 630 Uhr; Predigt 7.00 Uhr; morgens 7.45 Uhr; Predigt und Seelenfeier 11.45 Uhr; Schlußvre- bigt 5.30 Uhr; Festesausgang 7.05 Uhr. — W ä h - r e n b ber Predigt ist ber Eintritt nicht gestattet. eonntanobicnH d. 'ürtAteu. Slvotbrfen nm 20 9 >L Or. W. Klein. vr. Steinreich. Htrschavvibeke. SabttarAt: hr. Buchinger. ""V 8SSB. Pelzmäntel! WWliirliiMellle Die baren. Aufklärung und Besuch durch uns. 05432 Ulnr Dildin hört ... .,. „... Duhl - w-kain Wcl ndUIU IlUn, geht milder Zeit! mmt.. lulIU AutorisierterTelelHnkendienst Wir liefern an Beamte. Festangestellte, Kaufleute, Angehörige freier Berufen»er. Pelze in allen Fellarten zu ganz bedeutend ermäßigten Preisen und bis zu 12 Monaten Kredit zu Kassapreisen. Wir bitten unter Berufsangabe um Nachricht, wofür Interesse vorliegt unt 6212V an den Gießener Anzeiger, worauf unverbindlicher Vertreterbesuch erfolgt Kaufmännische Krankenkasse Halle (Saale) Zweigstelle Gieben, Am Riegelpfad Nr, 80 Loeiiekartoneln für die Zeit vom 1. Cft. 1931 diö 3L9uli 1932 ist zu vergeben. Verschlossene Angebote mit Droben sind biS Trotz Notverordnung bieten wir unseren Mitgliedern und den mltzuverslchemden Angehörigen weitestgehende Vorteile bei ermäßigten Beiträgen. Keine Sonder- Zuschläge für Familienversicberung, trotzdem über die gesetzlichen Erfordernisse hinausgehende Leistungen. Fordern Sie unverbindliche HandarbeitsschuleGriebel 3unge Mädchen und Frauen können in Tages-, ^albiages- und Abendkursen gründ« lichen Unterricht in Echneidern,Weißnähen, Schnitizeichnen, Musierentwerfen, Berzie- rungsarbeiten, sowie in allen sonstig. Handarbeiten, auch Äastarbeiten, erhalten, 054,7 Ilnievvichisgeld zeiigemätz! M. Griebel, Goeihestr. 28 technische Lehrerin u ndSchneiderin Direkt zum Verbraucher ohne Zwischenhandel! Wissenschaftliche Werke Sondergeoiei oer _ Brühi'schen Druckerei Aum 24. September 1931 9 Ubr an unter- bezeichnere Küchenverwaltunq, Neue Kaserne, Gebäude LZimmer 171 einzureichcn. 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Werbetage der Gießener Geschäftswelt Schaufensterwettbewerb mit Prelsverteilnng vom SC. Sept, bis 6. Okt. Das Publikum als Preisrichter im Schaufensterwettbewerb. — Bewertung der Schaufenster durch Stimmzettelabgabe. — Stimmzettel sind kostenlos zu haben in den am Schaufensterwettbewerb beteiligten Geschäften, sowie im Büro des Verkehrsvereins, Gießen, Selsersweg 89. — 500 Preise sind zur Verteilung an die Gewinner des Wettbewerbs bereitgestellt. Die Bleßener Geschäfte sind am Sonntag, dem 4. Oktober, nachmittags von 1 bis 6 Uhr geöffnet. Anni Koch Willi Wagner Verlobte Gießen (Großer Steinweg 10), 20. September 1931 ............. 05374 Willi Seipp " " Carola Seipp, geb. Schmiligall Vermählte Gießen (Nordanlage 7), 19. September 1931 ZmKampfumDeutschlandsZukun- Freie Aussprache Gintriitt 20 Pfennig Christlich-sozialer VollSdienst * Ortsgruppe Gießen 22a 1 s 2 3563 V Nervenkranke und Nervös-Erschöpfte Speslalkuranstalt Hofheim im Taunus bei Frankfurt a. 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Reichhaltige Zusammenstellung von auserlesenem Obst. — Erstklassige Gartenbauerzeugnisse u.Auswahl aller Blumensorten.— Beispiele der Schädlingsbekämpfung und des Vogelschutzes.— Reichbeschickte Sammlung von Geweihen und anderen Jagdtrophäen. — Vielseitige Darstellung von Wild- und Geweihkrankheiten mit Anweisung zur Seuchenbekämpfung. — Wildpflege und Naturschutz. Eintritt: Erwachsene 30 Pf, Kinder bis zu 14 Jahren 15 Pf. — Schulklassen geschlossen unter Führung der Lehrer am 5. und 6. Oktober pro Kind 10 Pf. Großer Kunstturn - Wettkampf der besten Turner der drei Großgaue des Mittelrheinkreises (Rheinhessen. Main-Rhein, Hessen) am 4. Oktober, nachmittag« 2.80 Uhr, in der Volkshalle zu Gießen. Jahrestagung des Landesverbandes hessischer Obst- und Gartenbauvereine am 4. Oktober, vormittag« 10.30 Uhr, im Saale de« Cafö Leib zn Gießen. Jubiläumsfeier des Hubertus Gießen anläßlich des 10jährigen Bestehens des Vereins am 4. Oktober im Sehützenhan« zn Gießen. Unterhaltungsdarbietungen im Gießener Stadttheater, Im Lichtspielhaus nnd In den Gaststätten. Zu zahlreichem Besuch laden ein der Verkehrsverein Gießen u.die Geschäftswelt ,6130 D Oberbessischer Mvereio (20. AuBstellnngsjahr 1931/32) Turmhaus am Brandplatz Ausstellungs - Programm l.Tell 27.September bis 11.Oktober: Jubiläums- Aufteilung Ernst Eimer, Groß-Eichen/Frankf.M. 18.Oktober bis 1. November: Deutsche Sammlergraphik (Liebermann, Corinth, Menzel, Koll- witz, Slevogt, Rubin, Geiger u. a.) S.November bis 22.November: Drei Frauen der Gegenwart Milly Marbe-Fries.........Würzburg Sulamith Wülfing..........Elberfeld Lotte Droese................Danzig 29.November bis 13.Dezember: Oberhessische Künstlerhilfe Die Ausstellungen sind geöffnet: Sonntags von 11—1 Uhr Mittwochs u. Freitags von 3—5 Uhr Eintritt: Für Mitglieder frei; für Nichtmitglieder 30 Pf.; Studenten- u. Schülerkarten 10 Pf. — Besondere Führungen außerhalb der Besuchszeiten nach Anmeldung im Büro des Kunstvereins Asterweg 9 6165 D Fernruf 2856 Am Dienstag, 22. IX.,abds. 7 Uhr, findet eine Werbe-Versammlung des Bundes Königin Luise 1 in Friedberg (Oberh ), Hotel Trapp, statt, zu der wir hiermit nochm. herzl. einladen. Rednerin: Freifrau von Hadeln ■R9BBH Gäste willkommen! KMBQKI Älttce-«Schrrle Gießen Die neuen Kurie beginnen 1m flltober Anmeldungen für die Haushaltungs- und Kochschule und auch für die Näh- und Handarbeitskurse Steinstrahe Ar. 10. Büro von 12 bis 1 und von 2 bis 3 Ahr. Mschinenbauschule Gießen Mittlere Reife nach 4 Semestern. Elektrotechnik, Automobtibau. Meisterprüfung. Beginn: 2, November 6174D Billiger wie vor dein Wellkrieg Prima Glas-Wein 1930er 22 4?f. einschl. Verzehrsteuer. 6187 d lieber Hie Straße 60 Pf. pro Flasche. Naafs Weinstube Fehlt Ihnen diekäuimannische Ausbildung? Dann verlangen Sie sofort kostenlos unsere aufklärende Druckschrift Neue Kurse 1 15. Oktober 1931 Vogtsche Handelsschulen (Heben Herborn Direktion: Giehen, Goethestraße 32 6160 A Älchwnst Benutzen Sie die Gelegenheit! Während meiner Werbetage führe ich zu billigsten Preisen Ausbesserungen von Bau« und Möbelarbeiten, sowie Neuverkauf von Möbeln durch. 05384 Bau- u. Möbelschreinerei Aldevt Auch Ludwigsplah 5 (Hinterhaus) Oie Verlobung meiner Tochter Hermine mit Herrn Bill Bräutigam beehre ich mich anzuzeigen Frau Ch. Opfermann 14. September 1931 Gießen New Haven (USA.) Reuyork Zhre Vermählung geben bekannt Heinrich Diehl Anna Thomas Holzheim Neuyorl September 1931 05373 *........................*.............................*.......... Statt Karten! Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Ludwig Firnhaber und Frau Mariha, geb. Höxiermann i Heuchelheimer Mühlchen Gießen 19. September 1931 6168 D Ernst Sarnes Meta Sarnes, geb. Kallenbach Vermählte Westanlage 28 Liebigstraße 75 den 19. September 1931 05406 Bahnhof - Gaststätten II. Klasse und Speisesaal: Der gute Mittagstisch zu Mk. 1.20 — im Abonnement Hk. 1.10 Mk. 1.50 — im Abonnement Mk. 1.35 Mk. 2.00 — im Abonnement Mk. 1.75 Mk. 3.20 - im Abonnement Mk. 2.90 III. Klasse und Speisezimmer: Mk. 1.00 — im Abonnement Mk 0.90 5969 D Fa mil i e n-Druck Sache n Verlobungsanzeigen _ . Vermähluhgsanzeigen bei Bruhl. Schulstraße Geburtsanzeigen la Düngekalk prompt und billigst C, Rübsamen F«rn«prJS89. [5881D KurzgeschnttteneS InsM liefert 1490D Damplsägewerk Lollar V» sr«h«, R. G. Trinkt Kaffee mit 3 Gramm „EDUSCHO“ für die Tasse Eduscno / uremen Stört nicht das Herz u. schont die Kasse • Samstag, 19. September 1931 Siebener Anzeiger iGeneral-Anzeiger für Gberhefsen) Nr. 219 Drittes Blatt Wirtschaft. Starker Kurssturz an der Neuyorker Börse. 'Heutjorf, 18. Sept. (MTB.) Infolge Mangels an ermutigenden Nachrichten kam es an der hiesigen Börse heute zum stärksten KurS- sturzseit Anfang Juni. Fast drei Millionen Aktien wechselten die Besitzer, und die Hauptwerte erlitten eine Einbuße von zwei bis sechs Dollar. frankfurter Abcnvbörse. Fran k f u r t a. M., 18. Sept. Tendenz: schwach. An der Abendbörse bestand überwiegend weiter DerkausSnetgung, besonders von Ausland- und Dankseite, so daß die Tendenz weiter als schwach zu bezeichnen war. 3m Hinblick auf die erneut rückläufigen Kursmeldungen von den AuSlandplähen schritt auch die Kulisse zu einigen Abgaben. Anderseits erfolgten auf dem niedrigen Niveau auch kleine Käufe, so das; die Rückgänge gegenüber den Berliner Schluhkursen meist nur Bruchteile eines Prozentes betrugen. 3m Verlaufe verstärkte sich jedoch die Abgabeneigung, und die Kurse bröckelten überwiegend weiter um bis $ü 1 Proz. ab. Am Nentenmarkt waren Pfandbriefe und anderes weiter offeriert. Reichsschuldbuchforderungen blieben etwa gehalten. Das Geschäft war sowohl am Aktien-, als auch am Rentenmarkt nicht groß. Neubesih 3,25, Schutzgebiete 1,15, 5proz. äußere Mexikaner 5,5, 4proz. Einheitsrumänen 4, Barmer Bank 63. Commerzbank 62,5, Danatbank 74. Reichsbank 103, Buderus 21,5, Mannesmann 30,25 bis 30, Rhein. Braunkohlen 111,50, Aku 39, AEG. 44 bis 43,25, Scheideanstalt 92, Licht L Kraft 57, 3G.-Farben 92 bis 91,13, Lahmeyer 70, Siemens 100, Tietz 49, Aschaffenburger Zellstoff 26, Südd. Zucker 75, Reichsbahn V. 65. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. Die immer noch nicht günstigere Wirtschaftslage lastet andauernd auf allen Kreisen der land die deutsche Situation noch nicht sehr zuversichtlich zu beurteilen scheint, geht aus dem Kurssall der deutschen Werte an den auswärtigen Börsen hervor. Anderseits soll nicht unerwähnt bleiben, dah die fremden Wertpapiere an den deutschen Börsen ebenfalls starken An- ?riffelt ausgesetzt waren. Svenska-Aktien ver- oren nicht weniger als 23 Mark. Es ist allseits bekannt, dah auch die größten Unternehmen des Auslandes heute mit Schwierigkeiten zu kämpsen haben. Die Meldungen über eine Ausdehnung des HooverseierjabreS auf einen längeren Zeitraum blieben ohne Einfluß auf die Stimmung. Unverkennbares Unbehagen ging von der beträchtlichen Zunahme des Angebotes am Pfandbriefmarkt aus. Auf diesem Marktgebiet ist der Umschwung der Lage besonders ins Auge fallend, da noch in der Vorwoche kaum genug Material vorhanden war, um der Nachfrage genügen zu können. 3m Vergleich zu der vorigen Woche waren au, einzelnen Umfahgebieten sehr erhebliche Kursverluste zu bemerken. Don Bankaktien, die im Durchschnitt bis zu 5 Prozent verloren, fielen vor allem Hypothekenbankwerte durch ihre Schwäche auf. Reichsbankanteile büßten 13 Prozent ein. Die Verschlechterung der Arbeilsmarkt- lage kam bei Montanpapieren vor allem in einer Ermäßigung deS Kursniveaus um 8 bis 14 Prozent zum Ausdruck. Namhafte Kursabschläge erlitten ferner Kaliaktien, die 14 biS 20 Prozent niedriger bewertet wurden. Auch die Papiere der Elektrogruppe lagen von 12 bis 16 Prozent schwächer. Die Farbenaktie mußte sich einen Abschlag um 15 Prozent gefallen lassen. Am Pfandbriefmarkt Betrugen die KurSeinbuhen etwa 5 bis 7 Prozent, Bet Reichsfchuldbuchfor- derungen BiS zu 6 Prozent. Von ABlösungs- anleihen des Reiches seien AltBesitzanleihe mit Minus 3 Prozent erwähnt. Auch Städteanleihen, 3ndustrieoBligationen und Staatsanleihen konnten sich der allgemeinen Schwäche nicht entziehen. Oie Arbeitsmarktlage in Oberheffen. Weiter verringerte Beschästigung in den einzelnen Bernssgruppen. lieber die A r b e i t » m o r k t l a g e in den einzelnen Berfsgruppen in Oberhes- sen während de» Monats August wird vom Arbeitsamt Gießen wie folgt berichtet: Laad- und Forstwirtschaft. Die Beschäftigungsmöglichkeiten waren sehr uneinheitlich und durch Sparmaßnahmen eingeschränkt. Infolge des außerordentlich schlechten Wetters befaß die Landwirtschaft nur geringe Ausnohmcmoglich' feiten, während die Nachfrage nach Arbeit besonders von Straften des Durchgangsverkehrs zeitweise recht erheblich war. 2m Vergleich zur Erntezeit anderer Jahre gingen die Auftrage auch zum Monatsschluh bei der günstigeren Gestaltung der Wetterlage nur spärlich ein, da das Einfahren de» Getreides, das in manchen Gegenden sehr starken Auswuchs aufweist, durch die notwendigen Vorarbeiten für eine völlige Trocknung sehr erschwert und bedeutend oer-togert wurde. Die Folge davon ist auch, daß der Drusch nicht in dem sonst üblichen Umfange einsetzte. 3n tieferen Lagen hat die Orummeternte bereits eingesetzt. Der Ertrag soll im allgemeinen der Heuernte nicht viel nachstehen. Die Hackfrüchte stehen verhält- nisrnäßig gut, auch ist die Obsternte gut ausgefallen. Zur Gesamtlage in der Landwirtschaft unseres Bezirks ist zu sagen, daß durch das Unwetter die sonst so gesegnete Wetterau ziemlich stark heim- gesucht worden ist. So vielversprechend die Aussichten für die Unterbringung von Werkstudenten nach dem im Saufe des 2ähres mit den Betriebsleitern gehabten Besprechungen waren, gelang es doch nur verhältnismäßig wenige unterzubringen. Zweifellos lag das an der allgemeinen schlechten Wirtschaftslage. Um so erfreulicher ist es deshalb, daß die vermittelten Werkstudenten ihre Arbeitgeber überall nur angenehm enttäuscht haben. Während verschiedene private und staatliche Forstämter Waldarbeiter entlassen haben, hat ein Forstamt die im vorigen Monat entlassenen Waldarbeiter vorübergehend zurückgerufen. Verfügbar waren 223 Arbeit- suchende, gegenüber 206 des Vormonats und 183 Des Vorjahres. Bergbau. 3m oberhessischen Bergbau halten die Entlassungen von Bergarbeitern weiter an. Neben Auftragsmangel spielt auch die Beendigung gewisser Arbeiten eine Nolle. 3m Grünberger Bezirk haben zwei Gruben Bergleute entlassen. Das Braunkohlenschwel- fraftroerf in Wolfersheim Hot Stillegung für den Abraumbetrieb beantragt, die inzwischen auch genehmigt wurde. Zur Entlassung kommen etwa 230 Bergarbeiter, doch ist in Aussicht gestellt, daß im kommenden Frühjahr ein Teil wieder eingestellt wird. Am Schlüsse der Berichtszeit zählten wir 336 Arbeitsuchende, gegenüber 314 des Vormonats und 153 des Vorjahres. Industrie der Steine und Erden. Sägewerksbetrieb im nördlichen Oberhessen nach Eingang neuer Aufträge einen Teil der Belegschaft vorübergehend zurückgerufen hat, haben andere Sägewerksbetriebe wegen Auftragsmangels Arbeitskräfte entlasten Ein Betrieb hat sogar mitgeteilt, daß vor Frühjahr 1932 mit einer Arbeitsaufnahme nicht mehr zu rechnen sei. 3m Niddaer Bezirk hat eine Möbelfabrik nach Eingang von Aufträgen ihren Betrieb wieder aufgenommen und die früher entlaßenen Schreiner wieder eingestellt. 618 Holzarbeiter standen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, gegenüber 616 des Vorjahres. Bohrung»- und Denußmittelgewerbe. Die im Laufe Des Sommers eingetretene Besserung in Der Arbeitsmarktlage Der labalinDuftrie neigt jetzt roieDer zu einer Verschlechterung. 3n Den Tabaksabrikcn wird über Auftragsmangel geklagt, so daß ein großer Teil Der Firmen Kurzarbeit ein- geführt hat. Dem Arbeitsmarkt ftanben am Ende Der Berichtszeit 411 Arbeit,ud)enDe, gegenüber 350 des Vormonats und 211 Des Vorjahres zur Verfügung. Baugewerbe. Die Arbeitsmarktlage im Baugewerbe hat eine weitere Verschlechterung erfahren. Die Bautätigkeit, die sonst in früheren 3ahren um diese Zeit voll im Betrieb war, hat bereits einen Stillstand erfahren. Es wird noch mit einem geringen Zugang von Bauarbeitern zu rechnen sein, die zum Teil noch mit Arbeiten an bereits im vorigen 3abre begonnenen Neubauten beschäftigt waren. In diesem Jahre wurden von privater Seite kaum Neubauten erstellt. Staat und Gemienden haben ihre Bauvorhaben wegen Geldknappheit abgeDroffelt. Am Schluffe der Berichtszeit zählten wir 2079 Bauarbeiter, gegenüber 1714 Des Vormonats unD 1234 Des Vorjahres. (Baff- und Schankwirlschaftsgewerbe. Die Beschäftigungsmöglichkeiten im Gast- unD Schankwirtschaftsgewerbe lassen immer mehr nach. Hauptsächlich'in Den Kurorten hat Das anljaltenDe ungünstige Wetter viel zur Verschlechterung beigetragen. Sowohl weibliches, wie auch männliches Personal würbe kaum angeforbert. Die Nachfrage bagegen ist ziemlich groß. Verfügbar waren 80 Ar- bcltsuchenbe, gegenüber 67 de» Vormonat» und 43 des Vorjahres. Verkehrsgewerbe. Die Lage des Verkehrsgewerbe» hat sich trotz Ein- ftcUuna von Zeitarbeitern leitens Der Reichsbahn weiterhin verschlechtert. (Es kamen in Der Berichtszeit hauptsächlich Kraftfahrer unD Fuhrleute zur Entlassung, so daß Die Zahl der Arbeitsuchenden auf 400 anstieg, gegenüber 382 Des Vormonats und 219 Des Vorjahres. Lohnarbeit wechselnder Art Die Arbeitsmarktlage für diese Berufsgruppe ist in erster Linie von der allgemeinen Lage Des Bau- Marktes abhängig. So ist es auch begreiflich, baß bie Zahl Der Arbeit|ud)enben 2161, gegenüber 2043 bes Vormonats unb 1112 bes Vorjahres, ziemlich hoch liegt. Nur vereinzelt konnten ungelernte Arbeiter für (Erntearbeiten untergebracht werben. Es besteht die Hoffnung, während der Dreschperiode eine größere Anzahl Ungelernter als Dreschmaschinenarbeiter unterzubringen. Weiter waren wir in der Loge, eine größere Anzahl Angehöriger dieser Berufsgruppe als Zeitarbeiter der Reichsbahn zuzuweisen. Angestellten de rufe. Die ununterbrochene Verschlechterung des Arbeitsmarktes für Angestellte hält an. Ausgelernte Lehrlinge, Angestellte mit langjährigen Arbeitsoer* hältnisten, sowie Reisende und Provisionsvertreter wurden entlassen bzw. gekündigt. Anderweitige Unterbringung ist kaum noch möglich. Weibliche Angestellte versuchen im Haushalt unterzukommen. Die Vermitttungszisser ging im Verhältnis zum Vormonat erheblich zurück. Dem Stellenmarkt ftanben 853 Stellensuchenbe, gegenüber 848 bes Vormonats unb 347 bes Vorjahres zur Verfügung. Berufsberatung. Die Abteilung Berufsberatung würbe im Monat August von 90 Ratsuchenben (54 männlichen, 36 weiblichen) erstmalig unb wieberholt in Anspruch genommen. Unter ihnen befanben sich 12 höhere Schüler unb Schülerinnen unb 13 ältere, zumeist längere Zeit arbeitslose Ratsuchende, bie sich Aus- fünft über anbere Berufsmöglichkeiten holten. Drei Ratsuchenbe würben zur ärztlichen Untersuchung ge- schickt, einige Gutachten an Arbeitgeber hinausge- geben unb sechs schriftliche Auskünfte über Berufs- I fragen erteilt. Von sieben neuangemelbeten offenen I Lehrstellen konnten fünf burch unsere Vermittlung I besetzt werben. Die Beschäftigungsverhältnisse in ber Stein- inbuftrie haben sich weiterhin verschlechtert. 3m Schottener Bezirk würbe ein kleinerer Steinbruch wegen Auftragsmangels stillgelegt. Aus bemlelben Grunbe hatte eine Der größten oberhessischen Stein- bruchsfirmen Stillegung beim Ministerium für Arbeit unb Wirtschaft beantragt, bie auch genehmigt mürbe. Da aber in ben letzten Tagen Aufträge burch bie Reichsbahn eingingen, konnte ber Betrieb weiter aufrechterhalten werden. Auch bei ben oberhessischen Ziegeleien ist ber Beschäftigungsgrab gesunken: zum Teil wirb verkürzt gearbeitet. Einem Betrieb würbe ber Stillegungsantrag genehmigt; Kurzarbeit war für biesen Betrieb aus technischen Gründen nicht möglich. 3n Den letzten Tagen hat ein weiterer Betrieb, Der ganz vom Baumarkt abhängig ist, wegen Auftragsmangels Stillegung beantragt. Verfügbar waren am Ende Der Berichtszeit 958 Arbeiter, gegenüber 818 Des Vormonats unD 871 Des Vorjahres. Metallindustrie. Der Beschäftigungsgrad ist weiter gesunken; dies ist in unserem Bezirk hauptsächlich auf Das Dar- nieDerliegen Des Baumarktes zurückzuführen. Ein großer Teil Der metallverarbeitenDen 3nhuftrie klagt über Absatzstockungen unD hat aus Diesem GrunDe Entlastungen vorgenommen bzw. Kurzarbeit eingeführt. Am Schluffe Der Berichtszeit ftanDen Dem Arbeitsmarkt 1811 Metallarbeiter zur Verfügung, gegenüber 1763 Des Vormonats unD 1521 Des Bor- lahres. Holzgewerbe. Die Marktlage für Das Holzgewerbe ist sehr un- einheitlich. Auch hier macht sich Die schlechte Lage des Baumarktes stark bemerkbar. Während ein Kunst und Wissenschaft. Herbst-Neuerscheinungen de» Georg Müller vertage», München. Von Wilhelm Schäfer ist soeben „Da» Hau» mit ben drei Türen" erschienen, ein Buch aus dem modernen Leben, Da» stürmische Liebeserlebni» eine» skchzigjährigen Arztes; drei Menschen in einer Verstrickung, Die bei geringerer menschlicher Stärke zum tragischen Schicksal führen müßte, hier aber in jener Heiterkeit aufgelöst wird, die Das Vorrecht De» Alters ist. Von Erwin GuiDo Kolbenhener ist „Das Gesetz in Dir' soeben erschienen und bereits von einer Reihe Deutscher Bühnen zur Uraufführung erworben; hie ethische Lebenshaltung Dieses bürgerlichen Drama» wirb Dem Theater Den Weg zur kulturellen GesunDung zeigen und wie da» Drama de» letzten Winter» „3agt ihn — ein Mensch!" dem Dichter viele Freunde zuführen, die in ihm den Wegbereiter einer neuen bürgerlichen Geisteskultur sehen. — Demnächst erscheint von Kolbenheyer ferner „Reps, Die Persönlichkeit, Roman in einer kleinen StaDt , Der eine neue Meisterschaft De» Dichter» offenbart: hie tragikomische, satirische Zeichnung eine» betriebsamen Cebensbilettanten, Der In Der Lust intellektueller Spekulation herumirrt. Von Den großen Namen Des Georg Müller Verlages erscheint ferner von Paul E r n st im Rahmen Der Gesamtausgabe „Der Zusammenbruch Des Deutschen 3Dea- lismus"; Das Bekenntnis eines ernsten Ringens um eine neue Welt Des inneren 'Dien,eben. — Unter Den 3üngeren finb vertreten Richard Bilfinger mit [einer wundervollen Lebensgeschichte „Asche Des Feg- feuer»", einerDorffinDbeit. Außerdem Billingerszwei Spiele von mythischer Farbigkeit unb Herbheit „Spiel vom Knecht" unb „Reise nach Ursprung". — Ernst Wiechert, ber ostpreuhiiche Dichter be» „Totenwolf", ber ihn vor einigen Fahren rasch Den besten neuen Deutschen Epikern zugehörig machte, läßt ein neues Werk „3eDermann" erscheinen, welches Das Schicksal junger Deutscher Menschen im Kriege behanDelt. — Von K. F. v. vertzen bringt Der Verlag ein Polenbuch heraus, Das eine Fülle lebenhiger ©egenroartsbllher zur großen politischen unD zeitgeschichtlichen Schau zusammensügt. — Als erster Band her großzügigen Sammlung „Mystiker des AbenDlanbe»y gibt Der ausgezeichnete Kenner ber Mystik, Prof. Dr. Wilhelm Oehl (Freiburg, Schweiz) „Deutsche M y st i f e r b r i e | e“, etwa Dreihunbertfünfzig Briefe von etwa vierzig Mystikern aus ber Zeit von 1100 bis 1550, heraus; barunter Rupert von Deutz, Hilbegarb von Bingen, Schönau, Vltry, Daoib von Augsburg, Christine von Stommeln, Bergamo, Ruysbroek, Groote u. a. Das herbflprogramm de» Unlverfitas-verlage». TuS Herbstprogramm des UniversitaS-Ber» läge-, Berlin W 50, bringt u. a. einen neuen Band von 3 a d London. „Kid & Eo ", ferner von B. Traven: „Die Baumwollpflücker", den Roman „Dilgi, eine von uns" von 3rmgarb Keun, den Roman „Frau auf der Flucht" von Dose Meller; Panteleimon Romanow- „Drei Paar Geidenstrümpfe" ist einer der repräsentativen Romane des neuen Rußland; Ma ff Hodann arbeitet an einem Gegenstück zu seinem Buche über die Sowjetunion, „Der slawische Gürte. um Deutschland". Tanzmusik. Spiclplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 20.-Sept., von 15.30 bis 18 Uhr. Olly-Pollh; von 20 biS gegen 22.30 Ubr: Don Pasquale. Dienstag, 22. Sept., von 19.30 biS gegen 23 Ahr: ©armen. Mittwoch, 23. September, von 20 bis gegen 22.30 Uhr: Falstaff. Donnerstag^ 24. Sept., von 15.30 biS 18 Uhr: Geschlossene Borstellung für Erwerbssose: Ollh- Polly. Don 20 bis gegen 22.30 Uhr: Don Pasquale. Freitag, 25. Sept., von 20 bis nach 22.30 Uhr: Die Dohöme. SamStag, 26. Sept., von 19 bis 22.45 Uhr. Der Rosenkavalier. Schauspielhaus. Sonntag, 20. Sept., von 20 bis nach 23 Uhr: Der Hauptmann von Köpenick. Montag, 21. Sept., von 20 bis nach 22.15 Uhr: Pygmalion. DienStag, 22. Sept., von 20 bis nach 22.15 Uhr: Pygmalion. Mittwoch, 23. Sept., von 20 bis gegen 23 Uhr: Meine Schwester und ich. Donnerstag, 24. Sept., von 20 bis nach 23 Uhr: Der Hauptmann von Köpenick. Freitag, 25. Sept., von 20 biS gegen 23 Uhr: Meine Schwester und ich. Samstag, 26. Sept., von 20 bis gegen 22 Uhr: Dame Kobold. Wochenbericht vom Frankfurter Gchlachtviebmarlt. Arn Frankfurter Schlachtviehmarkt trat in der abgelaufenen Woche am Markt für Großvieh eine weitere Preisermäßigung ein, während sich für Schweine neue Preisbefferungen ergaben. Die Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 8 v.H., Lombardzinsfuß 10 v.H. (r»repartiert). ^ranffurt a. T\. Zkrlin Snfan # furi Schiltst- für# Anfang« fnrt Schluß, für# Datum 1« 9 18 9 18 9 18.9 6% teutldw »trutwrnuilK o. IW. — 70.75 — 71,25 IX Ttutfdx SdiManldbe v. 1929 — 85,75 — 86.5 Vouno-Snldd« non 1930 . teutidw «nl..«blö(^S4ulb mb — — 6,25 auKel.-ScAttu — — 44 44 trtfll. obnr BuiloL-Rtdite . . »% Hess. Polliftaal non 1929 3,3 3,25 3,4 3,25 (rt. 109%)...... Cbrrbdten StoDtnvMnldtx mb — — — — Audof.Rechten Teustche ffomtn. SammrlabL — 41,5 — — ünldbr 3rrankt. Huv-Bank Liau. — 71 — — Pfandbriefe... trttn Anfangs für« Schluß» fürs Anfang« für# Schlust» für# Datum 18.9 18 9 18.9 18 9 Hamdurg-etmerUa Pale. Öamburg-cübam. Dampsichisi Hanfa Lampsichisi Rorddeustcher Llovb .... t. 26 — 26 24,75 — 83 . 0 — — 41.75 . 6 25,75 — 25,75 25.9 AB. für 8rttebriroe|en Aki. — — 31,25 31 Berliner Handeitgeiellfchaft . 8 — 2,25 — 63 Sotnmrtv unb Privat-Bank . 7 — 62,5 •W 62,5 Darm fta vier unb Ratton albanl Teusiche Bank und 8 — — —- 75,5 TUfontadStkllldjaft . . . 6 — 60,5 — 60,75 Treidner Bant...... 6 42 43 — 43 Reich«bank........ 12 103,65 103 103,25 103,13 a.a.»........... . 7 45,75 43,25 46 44 Bergmann........ . S — — 37 37 Bekir. Ltelerun-igefelllchaft. 10 — — — 48.9 Licht und flraft . . 10 59,25 57 60 58,25 -reiten & «udltaumt.... Arieiljchaft für Dektrstche 6H 30 30 30,5 Untemebtnungen .... Rdrinif che öldtrqttti . . . 9 50,5 49 49.5 48,9 . 9 57 11 57,75 — 58 56,75 Ziemen» 6 fcalite ..... 14 102,5 100 102,65 100,9 Labmey« & iA.. ..... 12 70 71 . 4. 22 21,5 22 21,5 Teustcke Erdöl...... . 5 31,5 — 32,25 32,5 Seljenktrcherrcr...... . 8 29,75 —— 30,13 30,65 Harvener......... . 0 — 30 30 L^cfch Eifen........ . 6 —- —> 21,5 Ille Bergbau....... 10 — — — keiöckneewerke....... . s 22 — 23 23 floln-Reueiien....... — — — Mannelmann-RShrrn . . . . 6 JO,5 30 30 30,9 Mansfelder Bergbau .... . 0 11 10,75 10,65 Lberfchlef. flotewerke . . . . 8 — 31 32,24 Pdönir Bergbau...... Rbeinsich« Braunkohlen. . . 10 111,23 111,5 20,5 112,65 19,25 111,5 Rhein stahl........ 35,5 35 35 Sranffurt a. M. Zkriin Deal enmarfl Berlin — Jranffurl tu M. Lnfang« für« Schluß- fürs Vnkavge für« Schluß- für« 17-Se-iember 18 Sepiember Amtliche Nosterung <*flb 1 Brief Amtliche Notierung Selb 1 »rid Datum 18 9 18 9 18 9 18 9 Helfmgfor» . Wien. . . Brog . . . Budapest . . Sofia . . . Holland . . £«U> .... Kopenhagen. Stockholm London. . . Buenos Aires Reuyork . . Brstflei. . . Italien. . . Pari» . . . Schwei» . . Spanien . . Tan;ig. . . Japan . . . Rio de Ian.. Iuaoflawten. Lttlabou . . tfitebed «Dlontan......7,2 Bereinigte i-tabl werte .... 4 Olavi Minen......16'/. 8 allwerte Afcherileben ... 10 flaltwerke Vesteregeln ... 10 Kaliwerke £ alt betfurtb . . . 15 I. ®. Farden-InduKrte ... 12 Verein, chem. Industrie Frank- fun a. M........... Scheide an stall.......10 »otbfchmidt.........0 Rülgere werke........6 Metallgeielllchakl.......6 Phllipp Holzmarm ...... 8 Zementwerk Heibelbers. ... 7 Zementwerk Karlstadt. .... 7 Saufe 4 Freu tag......0 Sdjultbet« Pa»enhoter ... 15 Aku (Allgemeine ftunBfeibe) 0 Bemberg .... 0 Zellstoff Ealbbof.....18 Zellstoff » chaffeubur, ... 6 Tcflauet »ti ....... 9 Tai ml er Motoren ...... 0 Trustch» Linoleum.....6 Leen stein ä floppe!.....0 Leon darb Tietz ....... 8 Lveneka.........15 Tbade............ frankfurter vtafchtnen . . . . 0 Äritzner . .........0 Mcinkrafkmerte Höchst a. M.. . 6 tzstddeutfcher Zurter .... 10 S iS Illi 1 1 1 11, 1 1 ä 1 1 ti 1 III» v 1 18, iS H 1 1 1 1 1 Illi 1 1 L 1 8i 1 181681 »III I L^LL h 8 1 1 1 1 1 20 10,25 64 71 131,25 93 20 33,5 35 85 35 48 40,5 68,5 11 35,5 16,25 50 145 170,25 19 10,25 62,25 70 128,5 92,25 14 20 33,5 35 S 5 85,13 39,75 48.25 39,75 28 69,5 11,25 33,75 16,5 50 147 172 16 75 IV,UM 59,17 12,473 73,41 3,054 169,88 112,51 112,54 112.63 20,459 1,095 4,209 58,56 22.03 16,50 82,15 37,51 81,75 2.078 0,253 7,433 18,54 IU.6IZ 59,29 12,493 73,55 3,060 170,22 112,73 112.76 112,85 20,499 1,099 4,217 58,68 22,07 16,54 82,31 37,89 81,91 2,082 0,255 7447 18,58 Banknoten 1V,33Z 59,17 12.477 73,39 3,054 169,88 112,46 112,51 112,62 20.458 1,088 4,209 58,61 22,03 16.50 82.16 37,91 81,75 2,078 0,253 7,433 18,56 IU.6IZ 59,29 12.497 73.53 3,060 170,22 112,70 112,73 112.84 20.498 1,092 4,217 58.73 22,07 16,54 82,32 37,99 81,91 2,082 0,255 7,447 18,60 Äeriin, 18 Sepiember Selb 2 ries Lmerikanifche Noten....... Belgische Noten......... Täntfche Roten......... Englische Roten......... yranzöfilche Noten........ Hollandsicke Roten........ Italienifche Roten........ Rorwegt|che Roten........ Tensich. Lesterreich, * 100 Echlllbtg Rumänsiche Roten........ Schwedische Noten........ Schweizer Roten......... Spanstche Roten. ........ üngarstche Noten........ 4,20 58,48 112,28 20,405 16,47 169,51 22,06 112,25 59,03 2,48 112,38 81,96 37,32 72,85 4,22 58,72 112,72 20,485 16,53 170,19 22,14 112,69 59,27 2,50 112,82 82,28 37,48 73,15 Die amtliche Notierung für Weizen mit einem Hektolitergewicht von 74 bis 75 Kilogramm mit 235 Mark per Tonne gegen die Vorwoche unverändert. Der Roggenmarkt lag in den ersten Tagen sehr fest und die Preise stiegen ziemlich, da das Angebot äußerst gering war und das nur wenig herauskommende Material. glatte Aufnahme fand. Später wurde es jedoch wieder merklich ruhiger, und die Preise gingen etwas zurück. Das Geschäft blieb befriedigend. Gegen die vorwöchentliche Votierung verblieb immerhin noch ein Gewinn von 2,50 Mark für die Tonne. Die amtliche Notiz stellte sich auf 215 Mark. . r-jL Die Nachfrage nach altem Hafer hielt sich weiter, während in neuem Hafer kaum Llmsähe stattfanden, da die gezeigte Ware weiterhin sehr schlecht aussieht. Die Preise neigten stark zur Schwäche. Die Notierung für neuen Inland- hafer ging erneut um 5 Mark die Tonne zurück, so daß sich der Preis in dieser Woche auf 167,50 bis 172,50 Mark stellte. Auch in den übrigen Futtermitteln war durchweg Schwächeneigung zu verzeichnen. Die Preise für Kleie gaben nochmals eine viertel Mark nach. Nachmehle waren dagegen etwas gefragt, jedoch auch nur zu ermäßigten Forderungen. Viertreber lagen eine halbe Mark höher. Es wurden folgende Preise erzielt und notiert: Weizenkleie 9,25 Mark, Roggenkleie 9,00, Treber, getrocknet, 10,75 bis 11,50, alles per 100 Kilogramm. Am Gerstenmarkt entwickelte sich das Geschäft in Vrauware weiterhin nur sehr schwer. Die Besitzer von guter Ware verlangen hohe Preise, die Brauereien und Mälzereien hielten zurück. Es fanden nur kleine Umsätze statt, die zum Preise von 180 Mark je Tonne abgeschlossen wurden. Das Mehlgeschäft war sehr ruhig, da die Getreidetendenz nur wenig Anregung bietet. Etwas mehr Geschäft beobachtete man in promptem Roggenmehl, für das die Preise eine leichte Erhöhung zeigen. Weizenmehl wurde nur für den dringendsten Bedarf abgerufen. Es notierten: Weizenmehl, süddeutsches mit Austauschweizen, 37,25 bis 38 Mark, Weizenmehl, süddeutsches Sondermahlung, 34,75 bis 35,50, Weizenmehl, niederrheinifches mit Austauschweizen, 37,25 bis 37,75, Weizenmehl .niederrheinisches Sondermahlung. 34,75 bis 35,25, Roggenmehl 29,75 bis 31,00. h. Echzell. 18. Sept. Bürgermeister Schultheis hat sein Amt aus Gesundheitsrücksichten n i e d e r g e l e g t. Er hat fast 12 Jahre lang mit Umsicht und großem Geschick unsere Gemeinde verwaltet und sich stets bemüht, ausgleichend zu wirken. Mit der Führung der Bürgermeistereigeschäfte ist Beigeordneter Stoll bis zur Neuwahl eines Ortsoberhauptes beauftragt. Termin für die Neuwahl ist der 18. Oktober. Kreis Schotten. □ Laubach, 18. Sept. In der jüngsten G e - meindetatssitzung wurde zunächst beschlossen, den für das Rechnungsjahr 1930 zur Kapitalabtragung vorgesehenen Betrag von 2554 RM. zu laufenden Ausgaben, insbesondere für die durch Wohlfahrts-Erwerbslose auszuführenden Arbeiten zu verwenden, falls das Kreisamt Schotten die erforderliche Genehmigung erteilt. Weiter wurden die von dem hiesigen Forstamt für die Ausführung von Wegebau- und Steinbrucharbeiten aufgestellten Akkorde gutgeheißen. — Bei der Gemeindeobstversteigerung waren die Preise im allgemeinen niedrig. Insbesondere wurde das Kelterobst sehr billig abgesetzt. Der diesjährige Gesamterlös beträgt 1175 RM. (im Vorjahre 478 RM.). co Wohnfeld, 17. Sept. Die hiesige Schule machte dieser Tage einen größeren Ausflug. Das Reiseziel war Frankfurt. Die Schüler besichtigten das Schauspielhaus, das Bismarckdenkmal, den Zoologischen Garten, den Dom, den Kaisersaal und verschiedene andere Sehenswürdigkeiten. — Die Gruin- m eternte ist in unserer Gemejnde nahezu beendet. Die K a r t o f f e l e r n t e ist in vollem Gange. Der Ertrag darf als zufriedenstellend bezeichnet werden. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 17. Sept. Die Allgemeine Ortskrankenkasse für den Kreis Alsfeld veranstaltete im großen Saale des „Deutschen Hauses" einen Aufklärungsabend über die Krebskrankheit. Kreisarzt Medizinalrat Dr. Schad hielt einen lehrreichen Vortrag über Krebs, Entstehung, Merkmale, über Verhütung und Heilmöglichkeiten. Die Zuhörer folgten mit großer Aufmerksamkeit den aufklärenden und eindringlichen Mahnungen des Redners. 3m Anschluß an den Vortrag wurde dann auf der Bühne ein Theaterstück, „Die Tragödie des Arztes" aufgeführt, das die große Gefahr der Krankheit nachdrücklich bewußt werden ließ. — Die gleiche Veranstaltung fand auch in Homberg statt und wurde auch dort mit großer Aufmerksamkeit ausgenommen. Preußen. Kreis Biedenkopf. ± Waldgirmes, 18. Sept. Bei der Ge - meindeob st Versteigerung waren die Preise für Aepfel, trotz der Fülle der Ernte, sehr hoch. Schöner von Boskoop, Gravensteiner und Wintergoldparmäne wurden am Baum pro Zentner mit 5—8 Mk. bezahlt; Birnen waren bedeutend billiger. Dillkreis. WSN. Herborn, 18. Sept. Bürgermeister a. D. Schmidt aus Eisemroth wurde auf der Heimfahrt von hier nach Eisemroth im Eisenbahnzug vom Herzschlag ereilt. Damit wurde das Leben eines Mannes beendet, der über die Grenzen seiner engeren Heimat hinaus im ganzen Nassauer Land bekannt und geachtet war. Schmidt wirkte lange 3ahre als Mitglied des Kreistages, des Kreisausschusses des Dillkreises und als Kommunallandtagsabgeordneter. Nach dem Kriege hat der Verstorbene, der in seinem Beruf Bauunternehmer war, die verschiedenen Straßen Nassaus zu Derbindungs- und Durch- gangsstraßen ausgebaut. Gießen soll Ausschreibu sterte Singe; J» Dormi Die Liefe geben vekde Zuschlags Gießen, bi Direktion i r «te -W te, t LH W b Men ^«0. f ferne 8". 1 Nen, fr P°W W» iS-ti s-r IS S*.Ä lie W mit wertvolle' ßinrichtE' oller Art jmt Gießen, bei Siejtobtifd <8eti WM Montag, bi 22. Septems Obfternte osse werden. Montag. Lornültag- Minen an t Ihrom'schen M am o Lutherberg, Lälchenwaldv bd der Liebi Die Ansari mittags um um 9% Ul)' bet Gummis am Lutherb DienLlac Tormltto; Obst aus hinter der r 3ufammer gattens. Gießen, de Der _W Btt Der W\ unterm 24.! über die 9li die Schorns den städtisch ist. Außerde bei der Bau Gießen, 11 Der Dberbiln M Für dir leich sollen Garbenieich arbeiten in den. Die Beri hessischer 5 {en, wohin entfpredjent bis jum E den 28.5epi einzureichen Sufäla gsf wohl bleibt Gießen, de liefet . Die Liese allgemeine Lage an den Diehmarkten ist nach wie vor sehr unsicher. Während der Auftrieb auf dem Großviehmarkt nicht merklich größer war (1629 gegen 1570 der Vorwoche), drückt das Angebot von meist unreifen Tieren auf die Preise. Nach ruhigem Handel und nachgebenden Preisen, die für Ochsen, Bullen und Färsen je 1 Mark, für Kühe 1—3 Mk. betrugen, verblieb nicht unerheblicher äleberstand. Einen weiteren Preisfall verzeichnete auch der Kälbermarkt, wobei sämtliche Gattungen einen Verlust von 2 Mk. erlitten. Bei einem Auftrieb von 1351 (1303) Stück verlief der Markt sehr ruhig. Für geringe Kälber bestand kaum Interesse, wogegen Dop- pelender bester Mast und Saugkälber geräumt wurden. Der S ch a f m a r k t hatte trotz erhöhten Zutriebs (404 gegen 308 Stück) gut behauptete Preise: das Geschäft war indessen auch hier sehr eng. Die anhaltende Nachfrage der Wurstfabriken nach fetten Schweinen bewirkte auf dem Schweinemarkt auch in dieser Woche ein weiter leichtes Anziehen der Preise, wobei Fettschweine mit plus 3 Mark pro Zentner an der Spitze standen, und darüber hinaus noch Preise über Notiz erzielten. Geringe Ware war weniger beachtet, doch ergaben sich auch da Preisavancen um 2 Mark. Der Handel war infolge des wesentlich verminderten Auftriebs (5250, minus 1060 Stück) ziemlich gut, so daß der Markt glatt geräumt wurde. Im einzelnen notierten pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 41—45. a2) 37—40, bl) 32-36. Dulten a) 33-35, b, 27—32. Kühe a) 32-35. b) 28—31, c) 22-27. Färsen a) 41 bis. 45. b) 37—40. c) 32—36. Kälber a) —, b) 50 bis 53. c) 44—49. d) 34—43. Schafe al) 40—43. v) 34—39, c) 28—33. Schweine a) —, b) 59—61, c) 58—60, d) 56—60, e) 50—56, Sauen 42—45. Wochenbericht vom Frankfurter produktenmarkt. Die Märkte für Inlandbrotgetreide lagen in dieser Woche weiter etwas fester. Das Geschäft war allgemein ziemlich gering. Die Preisgestaltung war überwiegend gut stetig. Das Angebot in Weizen ist wieder recht groß, wobei aber nur sehr wenig gute, mahl- fähige Ware an den Markt kommt. Der größte Teil des Angebotes findet infolge der verminderten Qualitäten nur zu Futterzwecken Unterkunft, während das wenige gute Material von den Mühlen ohne weiteres ausgenommen und vereinzelt auch höhere Preise bewilligt wurden. Oberheffen. Landkreis Gießen. z Garbenteich, 18. Sept. Dieser Tage wurden in der hiesigen Fortbildungs- und Volksschule die Reichsjugendwettkämpfe ausgetragen. Von 43 Schülern haben 29 die vorgeschriebenen zwei Drittel der Höchstpunktzahl erreicht. Die Ergebnisse sind: Gruppe n (Fortbildungsschüler). Kn oben: 1. Wilh. Stumpf, 87 P.. 2. Hrch. Mohr, 61, 3. Karl Weigel. 53, 4. Rudolf Stumpf, 43. 5. Walter Schmitt. 40; Mädchen: Annemarie Wehrum. 41 P. — Gruppe I (Volksschule). Knaben: 1. Ernst Stumpf. 59 P., 2. Hrch. Amend. 48, 3. Erich Schlund, '46, 4. Paul Stumpf, 42; Mädchen: 1. Hildeg. Mohr. 58 P., 2. Emilie Driegel, 49, 3. Marie Kullbach, 43. 4. Frieda Stumpf, 43. — Dorklasse. Knaben: 1. Hrch. Becker, 71P., 2. Ludwig Mohr, 64, 3. Walter Stein, 60, 4. Hrch. Kaiser, 53, 5. Albert Müller, 52, 6. Karl Bopp, 49, 7. Ludwig Schlund, 49, 8. Otto Moser, 47. 9. Walter Stumpf, 43; Mädchen: I. 1. Emma Kullbach. 58 P.. 2. Frieda Weiß, 55, 3. Frieda Pitz, 48, 4. Irmgard Kissel, 47, 5. Ger- ' trud Kolb, 46. 6. Marie Becker, 44. Z Allendorf a. d. Lumda, 18.Sept. Bei der Grummetgrasversteigerung von den städtischen Wiesen wurden durchschnittlich 3—4 Mark pro Morgen erzielt. Es kamen etwa 100 Morgen zum Ausgebot. — In den letzten Tagen wurden am hiesigen Bahnhof einige Waggon Z w e t f ch e n verladen. Der Preis bewegte sich zwischen 6 und 7.50 Mk. pro Zentner. Für Aepfel und Dirnen besteht zur Zeit keine große Nachfrage. Für Schüttelobst wurden 50 Pf. pro Zentner geboten. Kreis Friedberg. pb. D u h b a ch, 18. Sept. In der diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung der Be- zirkssparkasse Mathilden st ist waren sämtliche 20 Garantie-Gemeinden vertreten. Als Vertreter der Aussichtsbehörde war Regierungsrat Dr. Mayer vom Kreisamt Friedberg, außerdem vom Hessischen Sparkassenverband Iu- stizrat Dr. Reh, Darmstadt, sowie die Aufsichtsratsmitglieder erschienen. Der stellvertretende Vorsitzende Justiz-Oberinspektor Vierheller, leitete die Versammlung und widmete vor Eintritt in die Tagesordnung dem verstorbenen Direktor, Oberjustizinspektor t R. Rühl, einen Nachruf. „ Sodann wurde die Wahl eines neuen Direktors vorgenommen. Der bisherige Kontrolleur bei der Sparkasse. Herr Falter, wurde einstimmig zum hauptamtlichen Direktor gewählt. Die satzungsmäßig. ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats, Deigeord- neter Häuser, Bürgermeister M ö ck e l und Kaufmann Ludwig Schmidt, wurden wiedergewählt. Das günstige Detriebsergebnis gab Regierungsrat Dr. Mayer und Iustizrat Dr. Reh Veranlassung zu anerkennenden Worten: Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde einstimmig Entlastung erteilt. Kreis Büdingen. △ Nid da, 18. Sept. In seiner jüngsten Sitzung hat der Wirtschaftsausschuß der Landwirtschaftlichen Schule Nidda beschlossen. im kommenden Winter der Schule eine Mädchenklasse anzugliedern. Neben praktischer Unterweisung im Kochen. Nähen, Handarbeiten, Waschen und Bügeln erstreckt sich der Unterricht auf Gartenbau, landwirtschaftliche Tierhaltung und Fütterung, Molkereiwesen, Ge- sundheits- und Krankenpflege, Bürgerkunde. Der halbjährige Lehrgang soll so ausgestaltet werden, dah die Töchter aller Berufsstände daran teilnehmen können. überral Naui d. Lahn, Frankenbach l — Launsbach I, Vetzberg bach I wird in Oberndorf auf einen gleichstarken Gegner treffen. Außerdem stehen sich gegenüber: Grünberg I — Rüddingshausen I, Allertshausen I — Sichertshausen I, Marburg II — Allendorf I, Lich I gegen Nieder-Ohmen I, Saasen I — Beuern I, Annerod I — Grünberg II, Waldgirmes I — Allendorf a. ‘ , 2 ' ' ' Wißmar I, Gleiberg I gegen launsbach I, Vetzberg I — Klein-Linden I, Harbach I — Großen-Buseck II, Lindenstruth I — Heuchelheim II, und Großen-Linden II — Hungen II. In der Jugendklasse finden folgende Spiels statt: Krofdorf — Gießen, Rodheim — Wißmar^ Heuchelheim — Großen-Linden, Staufenberg — Nieder-Ohmen, Hausen — Frohnhausen. DfB.-Gießeu. Der Bezirksmeister SC. 03 Kassel in Gießen. Dem fuhballsportlich interessierten Gießener Publikum steht für den morgigen Sonntag ein Fußballkampf von besonderem Reiz bevor. Der Bezirksmeister des Bezirkes Hessen-Hannover, der Sportclub 03 Kassel, die Mannschaft, die der Papierform nach die Beste des großen Bezirkes sein müßte, weilt morgen auf Dem Waldsportplatz zu Gast. Dementsprechend wird man mit hohen Erwartungen das Spiel verfolgen, das um so reizvoller sein dürfte, weil der Dezirksmeister viel zu verlieren haben wird (wenn er überhaupt unterliegen sollte): Prestige und Punkte. Nachdem die Gäste gegen Germania Marburg vor 14 Tagen eine Niederlage von 2:1 hinnehmen muhten, dagegen aber gegen Kurhessen Marburg einen Sieg von 3:1 verzeichnen konnten, darf man dem Spiel mit besonderer Spannung entgegensehen. Unter den augenblicklichen Umständen dürften den VsBern nicht allzuviele Chancen geboten sein. Man wird sich vielmehr darauf beschränken müssen, dem Gegner energischen Widerstand zu leisten, damit ein wenigstens einigermaßen ehrenvolles Ergebnis zustande kommt. Ein kleines Plus für die VfBer bedeutet die Tatsache, dah die Gäste aus Kassel zur Zeit im Sturm etwas indisponiert erscheinen. Wenn sich dies die Verteidigung zunutze zu machen weih, dann sollte es leicht möglich sein, ein ziffernmäßig hohes Ergebnis zu verhindern. Die DfB.-Mann- schaft, die, wie wir hören, wieder mit Bingel und Haupt antreten soll, hat nicht zuletzt durch diesen Ümstand eine Stärkung erfahren, die ins Gewicht fallen dürfte. Für die Grün-Weihen bedeutet dieser Grohkampf eine Leistungsprobe, die um so höher zu bewerten ist, als die Kasselaner über eine technisch gut durchgebildete Mannschaft verfügen, der die Würde des Bezirksmeisters nicht von ungefähr in den Schoß gefallen ist. Dor dem Ligaspiel treffen sich die beiden ersten Iugendmannschaften der Lokalgegner. Auch dieser Kampf dürfte sich sehr spannend gestalten, da beide Mannschaften über ein ansprechendes technisches Können verfügen und gegenseitig alles aufbieten werden, Sieg und Punkte an sich zu reihen. — Die Ligareserve des VfB. bestreitet gegen die erste Mannschaft von Oberbiel ein Derbandsspiel auf des Gegners Platz und sollte imstande sein, einen Sieg mit nach Hause zu bringen. Spielvereinigung 1900 Gießen. In der Gemeinschaft mit den Mannschaften des Sportvereins Wetzlar, des SC. Wetzlar-Niedergirmes und des VfR. Butzbach unternimmt die Ligamannschaft der Spielvereinigung 1900 am kommenden Sonntag bereits die zweite Reise in das Hinterland. Diesmal ist die Liga von Wiesenbach der Gegner. Das letzte Treffen gegen diese Mannschaft es ist schon lange her — brachte den Blauweißen einen Sieg von 5:1 Toren, der unter den denkbar ungünstigsten Witterungs-Verhältnissen errungen wurde. Die Wiesenbacher leisteten seinerzeit energischen Widerstand, ohne jedoch dem technisch reiferen Können der Blauweißen etwas gleichwertiges entgegensetzen zu können. Wenn auch der morgige Gegner durchaus nicht große Klasse ist, und versuchen wird, lediglich durch Eifer den Mangel an Technik zu ersetzen, so darf die Mannschaft doch nicht unterschätzt werden. Die 1900er werden gezwungen sein, aus sich heraus zu gehen, denn wenn sie auch gegen Wiesenbach eine so mäßige Partie wie gegen Wallau liefern (1:3 für Wallau), so steht ein Sieg durchaus in Frage. Wenn sich die Mannschaft allerdings in der mehr ansprechenden Form des vergangenen Sonntags zeigt, so sollte man mit einem knappen Siege rechnen dürfen. Die Hiesigen bestreiten das Spiel in folgender Aufstellung: Wißmar; Zeiler, Jäckel; Langsdorf, Lippert, Glitsch; Schlarb, Schneider, Wilhelmi, Heilmann, Best. Die zweite Mannschaft spielt gegen Aßlars zweite und sollte wohl einen Sieg landen können. Die dritte, die Lehrmannschaft, spielt voraussichtlich gegen die erste von Daubringen und erfüllt damit eine alte Gesellschafts-Rückspielverpflichtung. Die vierte Mannschaft hat die zweite Mannsct^ft von Leihgestern zum Gegner und spielt in Leihgestern auf heißem Boden. Der Ausgang des Spieles ist offen. Dugenbfpiete. Die erste Jugend tritt auf dem Waldsportplatz gegen die erste Jugend des VfB. an. Die zweite Jugend ist spielfrei. Die dritte Jugend empfängt die erste ton Dutenhofen und sollte auf Grund ihres besseren technischen Könnens den Sieger stellen. Die erste Schülermannschaft tritt gegen die ersten Schüler des VfB. an, der Ausgang des Kampfes ist offen. Die zweiten Schüler haben die wesentlich stärkeren Steinberger zum Gegner und stehen vor einer schweren Aufgabe. Fußballklub 1926 Großeu-Buseck. Am Sonntag trug die erste Mannschaft des FC. Grohen-Buseck ein altes Rückspiel in Grünberg aus. Mit 5:2 blieben die Grohen-Busecker siegreich gegen die erste Mannschaft des dortigen FC. 1926, nachdem sie noch nach Halbzeit 1:2 verloren hatte. Die zweite Mannschaft (nicht die erste Mannschaft, wie am Dienstag berichtet wurde) stand vormittags der vierten Mannschaft der Sp.-Dg. 1900 Gießen gegenüber und verlor wider Erwarten hoch mit 7:0, nachdem das Spiel bei Halbzeit noch 1:0 stand. Sportverein 1928 Garbenteich. Garbenleich I — Leihgestern I 4:3 (4:1). Am Sonntag spielte die 1. Mannschaft des Sportvereins Garbenteich gegen die 1. Mannschaft der Spieloereinigung Leihgestern und errang einen knappen Sieg, nachdem Die siegreiche Elf zur Halbzeit bereits mit 4:1 führte. Das Spiel wurde reichlich hart durchgeführt. — Die 1. Jugendmannfchaft des Sportvereins Garbenteich weilte am Sonntag in Lich und trug gegen die dortige 1. Jugend ein Spiel aus, das mit einem Sieg der Platzbesitzer von 3:5 endete. Handball im Labn-Oünsberg-Gau. Der Spielbetrieb sieht für den kommenden Sonntag folgende Tressen vor: In der Gauklasse Plus zuzusprechen sein. Gießen I muß nach Dorbeim. Die Gäste sollten, sofern sie sich von den eifrigen Dorheimem nicht ischen lassen, einen Sieg landen. cheim I spielt in Nieder-Wöllstadt. Die Gäste, die bis jetzt ungeschlagen sind, stehen diesmal vor einer schweren Aufgabe. Die wuchtig spielenden Platzbesitzer dürften, zumal sie aus eigenem Platze spielen, alles daran setzen, den Siegeszug der Gäste auszuhalten. Der Ausgang des Spieles ist offen. In der Fortsetzung der Herbstrunde der Be« zirksklass en hat Gießen II gegen Marburg I aus dem Trieb anzutreten. Ob es den Einheimischen gelingt, das Spiel für sich zu entscheiden, ist fraglich. Vorher hat Gießen III die erste Mannschaft von Hausen zu Gast. Hier dürften die Gäste sicher Sieger bleiben. Daubringen I dürfte im Spiel gegen Hachborn I auf eigenem Platze Sieger bleiben. Hungen I ist in Naunheim und Leun I in Rodheim zu Gast. Die Platzbesitzer sollten die Sieger stellen. Kinzen- stehen sich To. Staufenberg und To. Garbenteich, To. Atzbach und To. Londorf, sowie To. Wieseck gegen To. Dorlar gegenüber. In der Bezirksklasse lauten die Begegnungen: Bezirk I: Waldgirmes gegen Rodheim, Launsbach gegen Erda, und Garbenheim gegen Wißmar. Bezirk 11: Ruttershausen gegen Lollar. Bezirk III: Albach I gegen Hausen I, Hausen II gegen Albach II, Burkhardsfelden gegen Steinbach. In der Jugendklasse Gruppe I stehen sich Staufenberg und Londorf, in der Gruppe II: Launsbach gegen Garbenteich und Garbenheim gegen Dorlar gegenüber. * Weitere Ergebnisse des vergangenen Spielsonntags: Gauklasse: To. Allendorf gegen To. Atzbach 5:3 (2:0), Bezirksklasse: Steinbach I gegen Hausen II 6:1 (3:0), Tv. Hausen I gegen To. Beuern I 3:2. Das Spiel der Jugendmannschaften Launsbach und Garbenheim endete unentschieden 2:2. Handball der Sp.-Dg. 1900. Die 1900er haben am kommenden Sonntag zwei Meisterschaftsspiele auf eigenem Platz. Die erste Mannschaft empfängt die gleiche der Turngemeinde Friedberg, während als Gegner der Zweiten der Tv. Treis (Lda.) mit seiner ersten Mannschaft erscheint. Die Friedberger Mannschaft ist ungeschlagen, und es ist zweifelhaft, ob die 1900er ihren Siegeszug aufhalten können. Die Aufstellung ist im wesentlichen die des vergangenen Sonntags. Der Ausgang des ^-Klassenspieles 1900, zweite Mannschaft gegen Tv. Treis' erste Mannschaft ist vollkommen offen. Die Gäste stellen eine eifrige Mannschaft ins Feld. Handball im Gau Hessen (O.T.) Tv. 1846 Gießen — T. u. Spo. Butzbach. Zum fälligen Verbandsspiel fährt die erste Handballmannschaft nach Butzbach. Der dortige Turn- und Sportverein ist als ziemlich spielstark bekannt. Trotzdem die Hiesigen in kompletter Ausstellung antreten, müssen sie alles aus sich her- ausgeben, wenn sie die Punkte mit nach Hause nehmen wollen. Die neugegründete Tennisabteilung trägt ebenfalls in Butzbach einen Klubkampf gegen den Turn- und Sportverein aus. Arbeiier-Turn- und Sportbund. Der kommende Sonntag sieht in den Kreisklassenspielen folgende Treffen vor: Heuchelheim I hat Nieder-Florstadt zu Gast. Beide Mannschaften, zwei gleichwertige Gegner, nehmen in der Tabelle den zweiten Platz ein. Das bevorstehende Spiel wird entscheiden, wer weiterhin Zweiter der Tabelle bleiben wird. Den Gästen Dürfte «in 25 Jahre Freier Ium- und Sportverein Meseck. Der Freie Turn- und Sportverein Wieseck feiert am heutigen Samstag und morgigen Sonntag sein 25jähriges B«stehen. Aus diesem Grunde findet heute abend im Vereinslokal ein turnerischer Werb eabend statt. Neben einem Geräte-Wettkampf Wieseck gegen Mogendorf werden alle Abteilungen des Vereins in Aktion treten. Außerdem findet die Ehrung der Iubilare statt, die 25 Jahre dem Verein angehören. Der Sonntag sieht sämtliche Mannschaften des Vereins auf dem Sportplatz in Tätigkeit: Am Vormittag kämpfen dann Wieseck Schüler — Launsbach Schüler, Wiesecks 2. Jugend — Naunheim Jugend und Wiesecks 1. Jugend — Hachborn Jugend um den Sieg. Nach der Mittagspause stehen sich Wieseck II gegen Burkhardsfelden I im Kampf um die Punkte gegenüber. Die Einheimischen sollten den Sieger stellen. Die Handballmannschaft hat sich die erste Mannschaft von Bruchenbrücken verpflichtet. Den Abschluß bildet das Spiel Wieseck! — Wetzlar I, das die Platzbesitzer als Sieger sehen sollte. Handball. In der Serie der Handballer stehen sich am Sonntag in Gießen, Gießen — Krofdorf als gleichwertige Gegner gegenüber. Der Ausgang des Spieles ist offen. Wißmar hat Herborn zum Gegner und sollte das Spiel für sich entscheiden. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 llyr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten. Erhä/tfch iApoffiehn ubmgerien Verfnebf.USJ. GlogauUQ Chicago^ ullrkh Sodbrennen VWMr asogr.o.eo. Tabletten0.25u.1.50 Düngerstreuer ■* DRP „Schieferstein" Patente 0*09°- iomie 7^'njeich. 1 dec L^'tt l'ij’* ’ Segen ga Qk ;iä: rf, in k®> 1 unb ®4% ,Ban9enen feu, -7» r° L Slt,» n""™ 1 L'r^""-b°ch 's.ljoo Äff ft L B fll8 Kleiner >i( ztvei elhasc, oh 6 e vergabt, ftl*X), MU Mannschaft Iß eine eifch, to(O.l) »po.rnhbach. SA 1eli M. Der dortig, ',M>ch spielstark n dmpletter Aus- Ä6 M sich her. le mit nach Haus, lni-abtriiuna nen Klubtamys rein ou8. Dportboav. ■I in btn Rrtlft reffen vor: ladt zu Soft. Btlbt e Qegner, neunen ltz ein. Dos bevor» Der weiterhin Zwei» n Tasten dürste ein .. Die Gäste loilltn, n Dvrheimern nicht landen. Wöllstadt. Die Toste, , stehen diesmal vor wuchtig spielenden auf eigenem Plage Siegequg der Säfte Spieles Ist offen. östrunde der he» ;eMMardurtzi aus > den Mimischen entscheiden, ist stag- erste Mannschaft von lie Me sicher Lieger m Spiel gegen hach» ger bleiben, hmaen l in Nodheim zu Tast. Heger stellen, ffin^n- nen gleichstarken Stg- sich gegenüber: Srun» Mrtshaufen l - w Mendorf I, Sich ! B<* - Beuern I, Mne» ne5j - Ulenborf a. marl, ©Icibcral gt* Klein-LindenI, > ,denstruth! - h" 11 - ndensaiS^M iodheim - MM , Staufenberg - Hausen. Sportverein Messt. nb Sportverein »as- ’ssffi pfeif gegen TW1*? in T^ ^unsbach ÄuÄ v'rj* Meseck U 6Wt Wv * * joßte- sBZ 61. >' W find I*”4 2. Vanbezirk. 23. IX. 250 24. IX. 25. IX. 26. IX. 180 ckst Hattenrod cyst Oppenrod 28. IX. 6090 D Zwangsversteigerung 5OK311 Obstversteigerung Bahnhofstraße 24 14.00 Uhr nöi 16.00 Uhr nä. Telephon 3729 05W Dienstag, den 22. September 1931, vormittags 954 Uhr anfangend, soll das der Gemeinde versrod gehörige Obst, bestehend aus Aepfeln, Birnen undZwetschen, öffent- Acker-Verpachtung. Der fiskalische Acker, Gemarkung Sie» ßen, Flur XL, Nr. 150 - 6665 qm „Sn der Au zwischen Wetzlarer Weg und Flutgra» ben^ wird 6155D Dienstag, den 22. September, nachmittags 5 Uhr, hi 6 Losen an Ort und Stelle verpachtet. Auskunft durch das Forstamt und Herrn Förster Geisel zu Gießen, „An der Kaserne 8M. Giehen, den 17. September 1931. Hessisches Forstamt Gießen. ....und es ist wirklich so: „Der Düngeretreuer ..Schieferstein“ Wird kaum zu übertreffen sein: Ohne Zahnrad, ohne Kette, Ohne StreuweU', ohne Schlitz! Wenn ich's nicht gesehen hatte, Nähm’ Ich an, es wär ein Witz.“ Er kostet nur RM. 170.- mlt 2 Meter Streubreite ab Fabrik Lieh und itreet alle Dttnger, auch feuchte und rieselnde Dünger, sowie Sap,rphos>hat. Auch mit 175 Mtr. und 250 Mtr. Streubreite lieferbar Verlangen Sie ausffihrL Prospekte und Referenzen Gg. Schief erstein Lieh Oberkeaa. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung an Ort und Stelle. Gießen, den 15. September 1931. Provtnzialdirektlo« vberhessen. Tiefbau. lich meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft im Ort. 61580 Bersrod, den 17. September 1931. Hessische Bürgermeisterei Bersrod. Becker. Dersteigerungsanzeige. Dienstag, den 22. September 1931, vormittags IOK Uhr, versteigere ich meist- bietend gegen Barzahlung: 6185V zirka 15 ebra Vuchenkanleln. Zusammenkunft der Steigerer an Station Laubacher-Wald. Cratz Gerichtsvollzieher In Lauboch (Oberhcssen). Obstversteigerung. Dienstag, den 22. b. 2TL, vormittags 854 Uhr, bei der Kirche beginnend, soll das der Gemeinde gehörende Obst, bestehend in größeren Partien Birnen, Aepfeln und Zwetschen, meistbietend versteigert werden. Burkhardsfelden 17. September 1931. Hessische Bürgermeisterei. A (b ach._________6182V Lich—Steinbach (ab Wald) Lich—Albach—Steinbach Älbach—Burkhardsfelden Hattenrod—Reiskirchen Oppenrod—Gießen (bis Hauptstraße) Zentralheizungen Etagen- und Kleinhaushelzungen, Kfichenherd- helzungen, Warmwasaerbereltungen, Sanitäre Einrichtungen. Neuanlagen. Reparaturen preiswert und sachgemäß — Bequeme Teilzahlungen Georg Eidmann, Gießen Obstversteigerung dtt^peoviuz^dberbri^en. 1. vaubezirl. Lich—Hof Colnhausen Lich—Steinbach (bis Wald) Licy—Ndr.-Bessingen— Münster ____ 7.00 Uhr nächst Hungen anschließend anschließend 13.00 Uhr bei Nonnenroth anschließend Eberverfieigerung. Dienstag, den 22. September, nachmittags 1 Uhr', soll der Gemeindeeber öffentlich meistbietend gegen Barzahlung am Foselstall versteigert werden. 6188V Hessische Bürgermeisterei Dors-Gill. 2.D.: Grieb, Am Donnerstag, dem 5. Rovember 1931, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichts- gcbäude, Zimmer 112, das im Grundbuche von Gießen dem Schlofsermeister üarl Wilke in Gießen zugeschriebene Anwesen wiesccker weg 28 5535V Flur 21, Ar. 33 = 472 qm hofrelte Flur 21, Tlx. 321/1o = 1732 qm Grabgarten, geschätzt 16 731 Reichsmark, versteigert. Die omtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20 (Stadthaus), zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 24. August 1931. I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsoorsteher. Zwangsversteigerung 3731 Am Donnerstag, dem 22. Oktober 1931, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichts- gcbäudc zu Gießen, Zimmer 112, das im Grundbuche von Gteßen dem August Dlünker und Ehefrau Anna geb. Dönges in Gießen als Gesamtgut der Errungen» schaftsaenvinschaft zugeschriebene Anwesen frankfurter Straße 45# 5428V Jlur 5, 7!r. 297 = 417 qm Grabgartcn und 183 qm Grasgarteu Sur 5, Rr. 298 = 472 qm hofreite, ätzt 28 242 Reichsmark wegen Aufhebung der zwischen den Erven der Obengenannten bestehenden Miterbengemein- schäft, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 17. August 1931. Y. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsoorsteher. 7.00 Uhr Bahnübergang bei Lich 13.00 Uhr LrtsauSgang Langsdorf 7.00 Uhr bei Hungen 14.00 Uhr bei Baum Nr. 75 ___________anschließend b. Bellersh. Lich—Langsdorf—Nieder- Besiingen (bei Wald) Langsdorf—Hungen Hungen—Inheiden— Utphe—Berstadt Etr. Tr.-Horloff—Bellersheim—Bahnhof BellerSh. Bellersheim—Bettenhausen Hungen—Billingen Hungen—Nonnenroth— Röthges Nonnenroth—Billingen Nonnenroth—Ndr.-Bessing. LangSdors—Ndr.-Bessingen (ab Wald)______________ Obstversteigerung. Dienstag, den 22-, und RIiltwoch, den 23. September d. 3., soll dos der Gemeinde Grohen-Suseck gehörige Obst bestehend in Aepfeln, Birnen und Nüssen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft für Dienstag vormittags 8 Uhr am Ortsausgang der Straße nach Beuern. Die Zusammenkunft für Mittwoch wird bei der Versteigerung am Dienstag bekannt- gegeben. 6120V Grohen-Buseck, den 16. September 1931. Hessische Bürgermeisterei. Gans. Arbeitsvergebung. Für die Wasiergenossenschast Garben- teich sollen auf der Bürgermeisterei zu Garbenteich rund 7000 lfd. m Drainage- arbeiten in einzelnen Losen vergeben werden. 6154V Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischer Bürgermeisterei Garbenteich o fen. wohin die Angebote verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrci bis zum Eröffnungstermin am wontag, den 28. September 1931, vormittags 9 Uhr, einzureichen sind. Zuschlaasfrift zwei Wochen, freie Auswahl bleibt Vorbehalten. Gießen, den 16. September 1931. Hessisches Kulturbauamt Gießen. ID: Mangold, Regierungs-Baurat. Lieferungsvergebung. Die Lieferung von 500 Zentner ausgelesener haltbarer Speisekartoffeln für die Provinzial • Pflegeanftalt Oberhessen in Gießen soll aus dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergaben werden. Bemusterte Angebote ßnv bi, jum 8. Oktober d. 3., vormittag» 11 Uhr, einzureichen. Die Lieferung kann auch geteilt vergeben teerticn. 6152V Zuschlagsfrist 5 Tage. Gießen, den 19. September 1931. Direktion der Prooinziak-Pstegeanstalt Oderhesten. Seide- Kunstseide für Tanz und Gesellschaft iiiiiiiiiiiiiiiMiimuiiiiiiiiiiiiuuuiiiiiiiimimiiiiiiiiiimimiimiiiii Hier nur einige Beispiele Kunsts. Marocains, zirka 100 cm breit, in 4 OE schönen Modefarben ...........per m 2.45 und LUU Kunsts. Marocaine, 100 cm breit, herrlich Q 4E fließende, kaum knitternde Ware, per m 3.90 und U» IU Kunsts. 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Oktober 1931 statt. Gießen, den 15. September 1931. Die städtische Pferdemarkt-Deputation. Bekanntmachung. SbWksikigellinsöeiSllllilGietzell Montag, den 21., und Dienstag, den 22. September 1931, soll die diesjährige Obsternte östentlich meistbietend versteigert werden. 6144C Montag, den 21. September 1931. vormittags Uhr beginnend von den Bäumen an den Kläranlagen, im früheren Throm'schen Garten, am Leihgesterner Weg, am alten Steinbacher Weg, am Lutherbera, an der Licher Straße, im Lärchenwäldchen und an der Sandgrube bei der Liebigshöhe. Vie Zusammenkunft findet statt: Vormittags um 854 Uhr an der Kläranlage, um 9^ Uhr am Leihgesterner Weg bei der Gummifabrik Poppe und um 11 Uhr am Lutherberg. DiencJag, den 22. September 1931. Vormittags 854 Uhr beginnend, das Obst aus bem städtischen Obstbaumstuck hinter der neuen Kaserne. Zusammenkuckst am Eingang des Obstgartens. Gießen, den 16. September 1931. Der Oberbürgermeister. ________I. D: vr. R o s e n b e r g._______ Bekanntmachung. Der hessische Minister des Innern hat unterm 24. Juli d. 3. eine Bekanntmachung über die Neufestsetzung der Gebühren für die Schornsleinreinigung erlassen, die in den städtifcyen Anschlagkasten ausgehängt ist. Außerdem kann die Bekanntmachung bei der Baupolizei eingesehen werden. Gießen, 18. September 1931. (6172C Der Oberbürgermeister. I.D.: vr. Hamm. 7.00 Uhr bei Lich anschließend anschließend 7.00 Uhr bei Kilom. 9,4 Walbausg. anschließend anschließend Obstversteigerung. Donnerstag, den 24. d. DL, vormittags von 9 Uhr an, wird das Obst der Gemeinde Kinzenbach versteigert. Anfang in der Waldstraße. Es kommt neben Wirtschaftsobst feinstes Tafelobst zum Verkauf. Auswärtige Käufer Barzahlung. 6151V Kinzenbach, den 19. September 1931. _________Der Gemeindevorsteher.________ Am Dienstag, dem 22. September 1931, morgens um 7 Uhr, wird das Obst der Gemeinde Launsbach an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert. 6189V Zusammenkunft an der Haltestelle. Der Gemeindevorsteher. B e ch t h o l d. Nr. Ltraßenstrecke, tcrwiii < Zett „d Crt deS Anfang» Die»« £ 6. Lich—Garbenteich Garbentcich—Watzenborn — Schiffenberg Steinberg—Gießen Gießen—Steinbach 29. IX. 7.00 Uhr bei Lich 9.30 Uhr bei Garbenteich anschließend 14.00 Ubr Waldausgang n. Eteinb. 90 7. Lberhörgern (Abf. MüNzcn- derg)—Ederstadt Ederstadt—Lich (bis Wald) Hos-Giil-Dors-Gill rrais-Münzenberg— Muschenheün Muschenbeim—Bettenhaus. 30. IX. 7.00 Uhr Abfahrt nach Münzenberg anschließend anschließend 14.00 Uhr bei jraiS-Münzenberg anschlleßend 300 A Hoi- -ur stelle Bau sucht bzw. stelle 1. nmcrluag zu Lrd.-Nr. 1 u. Glll—Tors-GM haben von b Vertilgung von Odstbaumsch n zu können, wird einige Io( men von der Hess. Hauptstcli Am Bersteigcrungstag wirt Tors-GUI zur Versteigerung für Pflanzenschutz und sind n Laubach—Wetterfeld— Münster Kreuz Münster—Röthges 7. An de -r Hess. £ ädlingen ,c vor de für Psl dieses susgestell ach der S 3. van 23. IX. n Straßen Lich—Langsdorf—Hunger auptstelle für Pflanzenschutz Spritzvc stattgesunden. Um den Erfolg genau Versteigerung da» Obst an den gesp anzenschutz vorsichtig abgeerntet und ?bft in stiften in einem Saal in Lan; . Die Kisten sind Eigentum der Hess. H tersteigerung zu entleeren. bezirk. 7.00 Uhr bei Laubach anschließend und rsuche sest- ritzten intet» iflborf aupt- 900 2. Wettcrfcld—Lauter 24. IX. 7.00 Uhr bei Äetterfeld 50 3. Ettingshausen—Oueckborn Lindenstruth—Grünberg (ab Kilometer 18) Grünberg—Beltershain Beltershain—Göbelnrod— Grünberg Grünberg—Neumühle 25. IX. 7.00 Uhr bei Oueckdorn 7.30 Uhr bei Kilometer 18 10.00 Uhr Grünberg anschließend 15.00 Uhr nächst Grünberg 550 4. Grünberg—Lehnhain— Atzenhain Atzenhain—Merlau— Nieder-Ohmen Mücke—Grünberg (bei Abzweig Lchnheim) Atzenhain—Stangenrod— Grünberg 26. IX. 7.00 Uhr Abzweig Äeikartshain anschließend 13.00 Uhr bei Mücke anschließend 550 6. 1. 1. 1. Laubach—Freienseen— Mücke Grünberg—Weikartshcün— Lardenbach Gontershausen—Deckenbach—RüddingSbausen RüddingShausen—Weiters- Hain—Lumda (Kreuz) | Kohden—Unt.-Echmitten— Borsdorf | Rabertshausen—Ulfa Kirch-Göns—Lang-Göns 29. IX. 4. va 3. X. 9. va | 25. IX. 18. vc 23. IX. 7.00 Uhr am Sportplatz b. Laubach 13.00 Uhr bei Grünberg »bezirk. 7.00 Uhr bei Gontershausen anschließend »bezirk. 8,00 Uhr bei Kohden anschließend »bezirk. 14.00 Uhr bei Kirch-Göns 260 50 | 270 70 2. Lang-GönS—Hochelheim Lang-Göns—Gr.-Linden 24. lk. 8.00 Uhr bei Lang-GönS anschließend 250 ä. Leihgestern—Lang-i^öns Lang-GönS—Grüningen— Steinberg 25. IX. 8.00 Uhr nächst Leihgestern 13.00 Uyr am Waldeck bei Lang- GönS 210 4. Gambach—Ob.-Hörgern— Bhf. u. Abzw.Münzenbg. AbzweiaMünzenberg— Bhf. Münzenberg Münzenberg—Rockenberg 28. IX. 8.00 Uhr bei Gambach 13.00 Uhr anschließend 15.30 Uhr hinter Manzenberg 225 Nr. Lira ße» strecke» Termin Zett »ab Crt bei A»fa»gi ®Je»- K. 1. Gießen—Gleibg. u. Rodheim Heuchelheim—Allendorf Klein« Lcnden—Dutenhofen 23. I X. 23. IX. 7.00 Uhr Gleibg. Str. (Hühners.) 7.30 Uhr Rodheirner Str. Baum 1 11.00 Ubr nächst Heuchelheim 12.00 Ubr bei stlem-Linden 440 T Kl.-Linden—Lützellinden Kl.-Linden—Groß-Linden Lützellinden—Gr.-Lind^n Steinberg—Leihgestern— Gießen 24. IX. 7.00 Ubr bei stlcin-Linden 7.45 Uhr bei »lein-Linden 9.45 Uhr bei der Bauernmühle 10.30 Uhr bei Steinberg 11.00 Ubr bei Leihgestern 500 3. Gießen—Annerod—Grimberg Gießen—Reiskirchen— BerSrod 25. IX. 7.00 Uhr Abzweig nach Annerod 9.00 Uhr Ganseburg 12.00 Uhr Ziegelhütte 870 4. Recskirchen—Lindenstruth— Grünberg (Abzweig ‘ Cuedbotn) Saasen—Bollnbach 26. IX. 7.00 Uhr nächst Reiskirchen 11.00 Uhr nächst Bollnbach 600 5. Gießen—Wißmar Gießen—Lollar und Taubringen Sirck)berg—Sichertshausen Staufenberg—Odenhaus.- Ruttershausen—Kirchberg Staufenberg—Daubrmg.— Lollar Daubringen—Alten-Bufeck 28. IX. 7.00 Uhr Bahnunterführung 8.30 Uhr DellerSburg 9.15 Uhr Abzweig Taubringen 10.00 Uhr Am Kirchberg 11.00 Uhr Abzweig Marburger Str. 11.45 Uhr Lahn brücke 12.30 Uhr bei Staufenberg 1.00 Uhr Bahnhof 1.30 Ubr bei Taubringen 450 6. Mainzlar—TreiS Allendorf—Climbach— Beuern Beuern (Wald)—Allerts- Hausen Allendorf—Londorf— Nordeck Londorf—Kesielbach 29. IX. 7.00 Uhr am PfingSkops 7.45 Uhr Bahnübergang 9.30 Uhr am WaldauSgang 11.00 Uhr Baum 1 12.00 Uhr Londorf 13.30 Uhr bei Londorf 400 7. Kesselbach—Geilshausen— Beltershain Lumda—WeiterShain (bis Kreuz> 30. IX. 7.30 Ubr Kesselbach 10.00 Uhr bei Geil-Hausen 12.00 Uhr bei Lumda 550 8. Aiescck—Alten-Buseck und Trohe Beuern—BerSrod Beuern—Allertshausen (bis Wald) 1. X. 7.00 Uhr bei teiefed 8.00 Uhr Abzweig Trohe 10.30 Uhr bei Baum 1 11.00 Uhr bei Beuern 220 Kein Paacl, lein. ^,9SfePundbequemSfe/> ßrenn5fo^^^^ Paß, leineßh/acken i^Di’ikeffsiK Westen für Damen, Herren und Kinder Pullover für Damen, Herren und Kinder G/£SSEN»MMU6ßUXG ICK 6199 A Strickgarns wrnnauf II W Donnerstag, den 24. Sept. 1931, 10 U Uhr. I.(M.) »oft. 15.3nf.Hegte Sweater mod. Farben und Formen in nur guten Qualitäten Moderne Strickkleidung für Damen und Kinder reine Wolle, beste, halth. Qualitäten zu vorteilh/Preisen an Wiederverk. Fr. Otto,Wernshau«en(Th.)0M7e werden in derneuenKaserneßÜberzählige Dtenstpserde öffentlich versteigert. [6149D Für den Ueb erlang IlIIIIIIIIIIIII!!IIIIIIIIlIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlIIIIIIIl»»IIII»IIlIIIIIIIIII III!IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII»I»IIIIl!!IIIIIIIIIIII> Grobe Auswahl in Bleyle’s Fabrikaten Baugenossenschaft 1894 zu Gießen eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Bilanz für das Jahr 1930 Aktiva R.-Mark 1. An Kapitalien-Konto .... 638,20 2. An Immobilien-Konto: a) vor 1918 erb. Häuser 44400,00 b) nach 1918 erb. Häuser 151686,00 c) nach 1923 erb. Häuser 2090308,26 2 286394,26 3. An Hypotheken-Konto .. 3840,00 4. An Inventar-Konto 10,00 5. An Kassa-Konto 1398,70 2292281,16 Passiva R.-Mark 1. Per Geschäftsanteil-Konto 99460,00 2. „ Anleihen-Konto..... 1967744,37 3. „ Spareinlagen-Konto . 19872,27 4. „ Reservefonds-Konto . 8169,83 5. „ Spezial-Reservefonds- Konto.............. 80285,50 6. „ Aufwertungs-Konto .. 32719,67 7. „ Straßenkostenbeitrags- Konto.............. 25439,96 8. „ Bürgersteigbeitr.-Kto. 6400,00 9. „ Häuserunterhalt.-Kto. 27632,05 10. „ Sonstige Schulden ... 9666,80 11. „ Gewinn-Saldo ..... 14890,71 2 292281,16 Gewinn- und Verlustberechnung. Soll R.-Mark Zinsen für aufgenommene Kapitalien ............. 80 259,77 Zinsen für Spareinlagen 932,99 Steuern und Abgaben 34353,26 Verwaltungskosten 3460,00 Sonstige Ausgaben 2997,58 Unterhaltungskosten für Wohnhäuser............ 26449,80 Zuweisung zum Konto „Sonstige Schulden“ .... 9816,00 Abschreibung auf die nach 1923 erbauten Häuser ... 11962,00 Abschreibung auf Inventar- Konto ................. 650,00 Gewinn-Saldo 14890,71 185772,11 Haben R.-Mark Zinsen von Restkaufschilling. 900,00 Zinsen von ausgelieh. Kapital. 4263,35 Miete von Wohnungen...... 173127,33 Sonstige Einnahmen 7481,43 185772,11 Mitgliederbewegung im Jahr 1930. 1. Die. Mitgliederzahl betrug Ende des Jahres 1929 805 Zugang im Jahre 1930 * ............................. 44 849 Abgang im Jahre 1930 45 Mitgliederbestand am Schlüsse des Jahres 1930 77. 804 2. Das Mitgliederguthaben betrug Ende des Jahres 1929 83988,12 RM. Das Mitgliederguthaben beträgt Ende des Jahres 1930 99460,00 3. Die Haftsumme der Genossen betrug Ende des Jahres 1929 191200,00 RM. Die Haftsumme der Genossen beträgt Ende des Jahres 1930 191000,00 „ Gießen, den 1. August 1931. Der Vorstand: Fourier. Wölfer. Hamann. Müller. Mann. Aliendörfer. Benk. Einladung zur Hauptversammlung am Samstag, dem 26. September 1931, abends 8/ Uhr, im Saale des „Gewerkschaftshauses,,. 11 Geschäftsbericht. 2. Genehmigung der Jahresrechnung und Bilanz für 1930. 3. Verfügung über den Reingewinn. 4. Revisionsbericht. 5. Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrates. 6. Abänderung der Satzung im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung. 7. Wahlen in den Vorstand und Aufsichtsrat. 8. Verschiedenes. Gießen, den 17. September 1931. 6167D Der Vorstand und Aufsichtsrat. Augenarzt Dr. Gros praktiziert wieder 05396 Praktiziere wieder! Dr. Wilhelm Klein Neuen Baue 29 6211 D Kauft Lose 1 R M. Lose 1 R M. GIESSENER PFERDELOSE 547 Gewinne 6161 d Hauptgewinne 4 Pferde Lose in den bekannten Verkaufsstellen Ziehung: Donnerstag, 1. Oktober 1931 6143 A Sparen Sie! Die 05404 Wasch-Anstalt Sonnenlicht liefert Kragen 12 Pf., Oberhemden 50 Pf., Arbeitshemden 35 Pf., Taschen- u. Handtücher 5 Pf., Bett- und Tischtücher 20 Pf.. Plümos 25 Pf., Pfundwäsche 25 Pf., wobei Glattwäsche schrankfert. geliefert wird. Abhol. u. Zustell, frei. Annahmestellen: Frl. Schwan, Hammstr. 4, Tel. Bestell. 3725 E. Sleck. < Werden Sie schön > durch den täglichen Gebrauch der Elise Bock -Präparate Kostenlose Fachberatung Alleinige Niederlage \ Drogerie WiDterhoö y Kreuzplatz 10 la Portland Zement bester Qualität, unter Syndikatspreis C.Riibsamen.GieBen Fernsprecher 3659. (2o9d Apfelweinfäffer in großer Auswahl und allen Größen füllfertig LVttbelm Wagner Großen-Buseck 6173d Kernsprecher 73 Nur die Kunststopferei König liefert die echte Kunst- 05423 stopfarbeit Reparaturen aller Teppiche nur Walltorstr. 12 Fernruf 2736 Private Züschoeide-Fadischele Minna Wehrum, Gießen, Seifersweg 6! Am 1. Oktober Beginn der neuen Lehrkurse Beste Berufsausbildung __________________________________05424 Die Bestände meines Lagers sollen bis zum 1. Oktober wegen Vermietung der Räume zu äußersten Preisen abgestoßen werden Günstigste Gelegenheit zum Einkauf von Speise-, Herren-, Schlafzimmern und Küchen, schwere Speisezimmer- und runde Herrenzimmer- Tische, Leder- und Polsterstühle, Ledersessel. Einzelne Vitrinen und Schreibtische in nufe, poliert und eiche. . Bunte Dielengarnituren und Flurgarderoben, Rauchtische mit Marmorplatten und Ziertische. Sofas, Kautsches, Sessel und Chaiselongues. Chaiselonguedecken und Bezugstoffe. 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Da» war Lassen Sie ihre Zentralheizungs-Anlage n n brr ui i- in Hi nicht ene ' ch l t e er der ashlng «ntagrv lemgi. ung»l Ich n rden, «Zieh